Die Nazi-Petry: Das Monster kroch aus der CDU

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Ulrich Gellermann
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Beigetreten: 22.03.2013 - 15:43
Die Nazi-Petry: Das Monster kroch aus der CDU
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Die Nazi-Petry


Das Monster kroch aus der CDU


Ja, ja, sie soll das fröhliche Flüchtlings-Abschießen vorläufig abgeblasen haben, die Nazisse Petry, die Frau aus dem CDU-Nachfolgeverein AfD. Aber der Satz bleibt: "Zur Ultima Ratio“ – hatte sie auf die Frage, wie denn der Grenzübertritt von Flüchtlingen zu verhindern sei, gesagt„gehört der Einsatz von Waffengewalt“. Und keiner soll behaupten, das sei ein Ausrutscher, ein Einzelfall: Der Partner der Petry, Marcus Pretzell, hatte schon vorher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur gegeifert: „Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit.“ Diese Auffassung teilte zumindest der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland, der wenige Tage später der Zeitung „Handelsblatt“ erklärte, „ich sehe das genauso“.

Alexander Gauland war rund 40 Jahre Mitglied der CDU. Das ist jene Partei, aus der die Mehrheit der AfD-Gründer stammen, wenn sie nicht aus der Schwesterpartei FDP gekommen sind. Gaulands Mentor war der schwarzbraune hessische CDU-Ministerpräsident Walter Wallmann. Für alle, die es vergessen haben sollten: Die hessische CDU war die mit den „jüdischen Vermächtnissen“, einem besonders widerlicher Verschleierungsversuch, jene 22 Millionen auf schwarzen Konten der CDU in Sicherheit zu bringen. In Wallmanns Staatskanzlei war Gauland Staatssekretär. Für die Verlagsgruppe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ machte er den Herausgeber der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam. Und publizieren durfte Gauland in fast allem, was in diesem Deutschland Rang und Namen hat: Beim „Tagesspiegel“, beim „Deutschlandradio“, im „Cicero“, in der FAZ, in der „Welt“ und in der „Zeit“. Der Mann, der „das genau so sieht“ wie die Nazi-Petry wenn wehrlose Flüchtlinge an der Grenze ermordet werden sollen.

Die CDU, das ist jene Gebärmutter, aus der die AfD gekrochen ist, auch wenn sich Mutti heute in eine gespielte Empörung flüchtet. Auch Konrad Adam, ein anderer AfD-Gründer, war Mitglied der CDU. Natürlich war er auch von 1979 bis 2000 Feuilletonredakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und dann bis 2007 Chefkorrespondent und Kolumnist der „Welt“ in Berlin. Von diesem dubiosen Herrn stammen Rasse-Überlegungen. Denn der Sozialstaat, so hat er behauptet, sei mitverantwortlich für die sinkende Geburtenentwicklung und den Anstieg der Zahl von Sozialhilfeempfängern in Deutschland. Und selbstverständlich hat der Elite-Deutsche auch schon bezweifelt, dass die Einführung des allgemeinen Wahlrechts ein Fortschritt gewesen sei.[1]

Der Wunsch-Koalitionspartner der Merkel, die so tut als habe sie mit diesen CDU-Rechtsradikalen nichts zu tun, war immer die FDP. Aus diesem Verein stammt nicht nur der Flüchtlings-Jäger und NRW- Landesvorsitzender der AfD, Marcus Pretzell, sondern auch die schwer adlige und faschistoide Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, die nicht nur flüchtende Frauen, sondern auch deren Kinder abschießen lassen will. Ja, ja, auch die hat die Flüchtlings-Jagd öffentlich erst mal wieder zurückgenommen. Aber wer wie die von Storch das abläßt: "Multikulti hat die Aufgabe, die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen“, der ist von der Rasse-Ideologie nur so weit entfernt wie Heinrich Himmler.

Die AfD hat Wurzeln. Die liegen zum Beispiel in Edmunds Stoibers „durchrasster Gesellschaft“[2] ebenso wie bei Roland Koch, der den „kriminellen Ausländer“ entdeckt hatte, selbst aber in der kriminellen CDU-Spendenvereinigung war und ist, und der lange Zeit der Merkel als ihr „bester Mann“ galt.

Was jetzt als PEGIDA die deutschen Straßen bevölkischt und als Bürgerwehr Hatz auf Ausländer macht, das kommt aus dem ideologischen Schoß der CDU. Und die publizistischen Geburtshelfer saßen und sitzen in den Redaktionen von Springer und Bertelsmann, den Konzernen, die von den Merkel-Freundinnen Friede und Liz beherrscht werden.

Ulrich Gellermann, Berlin

 


 

Quelle:  RATIONALGALERIE > Artikel vom 04.02.2016.

 


 

Ergänzung d. ADMIN H.S.: "Freital ist überall (Rassisten-Pack)" - Christoph Holzhöfer. Liedtext und Infos  - bitte weiter scrollen.

 

 

Anmerkungen zum Artikel: (eingesetzt durch KN-ADMIN H.S.)

[1] Zitate von Andreas Kemper in seinem Blog vom 15.04.2013 „AfD: Wahlrecht für Arbeitslose abschaffen?“:

„Konrad Adam wurde heute zusammen mit Bernd Lucke … zum Vorstand …  gewählt. Damit haben wir nun erstmals ein Parteivorstandsmitglied, welches das Wahlrecht für Arbeitslose anzweifelt. Ich … möchte nur kurz darauf verweisen, dass sich Adam auf einen Artikel von André Lichtschlag, Herausgeber des marktlibertären Magazins eigentümlich frei, bezieht. Lichtschlag hatte zuvor … in der WELT geschrieben: „Wählen dürfen demnach in Zukunft nur noch die Nettosteuerzahler, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft. Ein solcher Wahlrechtsentzug für die Unproduktiven wurde bereits in den 70er-Jahren von Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek angedacht und kürzlich von Ökonomieprofessor Hans-Hermann Hoppe aus Las Vegas präzisiert.” (André Lichtschlag: „Entzieht den Nettostaatsprofiteuren das Wahlrecht!“)

Konrad Adam pflichtete einen Monat später der Idee bei und begründete dies historisch:

„Nur der Besitz schien eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte. Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln. Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven und zerstört den Willen zur Zukunft” (Konrad Adam: Wer soll wählen?) Lichtschlag freut sich, dass seine – bzw. Hayeks – Ideen nun eine Partei gefunden haben. Er bejubelt, dass mit der AfD endlich die Tea-Party- Bewegung in Deutschland angekommen sei.


[2] Laut Süddeutscher Zeitung vom 4. November 1988 soll Stoiber während eines Gesprächs mit Journalisten vor einer „durchmischten und durchrassten Gesellschaft“ gewarnt haben. Stoiber sprach damals von einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat und entschuldigte sich später für die Äußerung. In der Debatte um die Flüchtlingskrise in Europa 2015 widersprach Stoiber Angela Merkel indem er erklärte, dass das deutsche Asylrecht zwar juristisch keine Obergrenze vorsehe, aber dies praktisch nicht leisten könne und dass wohl die Muslime, nicht aber der Islam zu Deutschland gehöre. (Quelle: Wikipedia / Stoiber)


Freital ist überall (Rassisten-Pack)
 

In Sachsen liegt ein Städtchen
Das kennt fast jedermann
Da gibt 's viele besorgte Bürger
Wie man hören & sehen kann

Freital heißt dieses Städtchen
An der Weißeritz gelegen
Ein Katzensprung ... & schwuppdiwupp
Bist du in Pegida-Dresden

Rassisten-Pack !!!

& diese besorgten Bürger
Heißen Rassisten-Pack
Das sind die hässlichen Deutschen
Die nur ein hässlicher Deutscher mag

Denn der Schoß ist fruchtbar noch
Aus dem die braune Bande kroch & kriecht
Herzloses Gesindel
Scheiße im Kopf & so primitiv

Rassisten-Pack !!!

 

Im Land gibt 's viele besorgte Bürger
Freital ist überall
Der Hass, die dumpfen Parolen
Das Geschrei & die Gewalt

Da ruft man schon mal laut "Sieg Heil"
Reckt den Arm zum Hitlergruß
Aber ... "Wir sind doch keine Nazis
Wir meinen 's nur mit Deutschland gut"

Rassisten-Pack !!!

Ja im Land gibt 's viele besorgte Bürger
Freital ist überall
Der Hass, die dumpfen Parolen
Das Geschrei & die Gewalt

Flüchtlingsunterkünfte gehen in Flammen auf
Der braune Mob marschiert
Nicht nur in Sachsen liegt ein Städtchen ...
Weiß Gott, wohin das alles führt

Rassisten-Pack !!!



► Christoph Holzhöfer | Musiker und Dichter

Christoph Holzhöfer wurde 1960 in einem kleinen Dorf im Sauerland geboren. Er lebt und arbeitete einige Zeit in Berlin und jetzt wieder im Sauerland. Er macht Musik, schreibt Gedichte (von denen einige bereits in Druck gegangen sind) und tritt damit gelegentlich auch bei diversen politischen und sonstigen Veranstaltungen auf. Neben vielen selbstverfassten und selbstkomponierten Liedern hat Christoph Holzhöfer auch eine Reihe von Vertonungen bekannter Dichter der deutschen Arbeiterbewegung, wie beispielsweise Erich Mühsam oder Kurt Tucholsky geschaffen, welche er mit eigenen Kompositionen umrahmte. Von einigen davon waren bislang gar keine musikalischen Vertonungen vorhanden.

Seine Gedichte und vor allem Liedertexte haben meist einen sozial- und gesellschaftskritischen Aspekt und umfassen viele historische aber auch brandaktuelle Themen. Sein Repertoire ist dementsprechend groß und kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Da seine Lieder bisher auf keinem Tonträger erschienen sind, lassen sie sich auch nur via YouTube anhören. Er gibt auch Bücher heraus ... verdient aber nichts daran ... ist nur aus Idealismus & um die Bücher zu unschlagbaren Preisen anzubieten ... so dass jeder diese kaufen kann ... [Kontakt über KN-ADMIN H.S. - siehe Impressum]

 

Bild- und Grafikquellen:

 

1. Alternative für Deutschland = KEINE AfD. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs (WiKa) - QPress.de .

2. "Die Nazi-Petry. Das Monster kroch aus der CDU" und weiter "Die CDU, das ist jene Gebärmutter, aus der die AfD gekrochen ist, auch wenn sich Mutti heute in eine gespielte Empörung flüchtet." (-Zitat: Ulrich Gellermann, Berlin). Bildidee: Helmut Schnug. Techn. verändert: Wilfried Kahrs (WiKa) / QPress. Quelle des Originalgrafik: Wikimedia Commons. Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. (originally published in 1918 and therefore lapsed into the public domain.)

3. "NO PEGIDA - BLEIBT MIT EURER PARANOIA ZUHAUSE!" Am 12.01.2015 fand die erste Hagida-Demo mit rund 150 Teilnehmern, davon ein großer Teil aus dem rechtsextremen Spektrum, in Hannover statt. Deren Kundgebung wurde von 2500 Menschen blockiert, so dass sie keinen Meter laufen konnten. Zeitgleich fand eine große Gegendemo, zu der ein breites Bündnis aufgerufen hatte, statt, an der 16.500 Menschen teilnahmen. Foto: Flickr-User Michaela. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

4. "BRAUNE POLITIK IN BLAUER FARBE" - "NAZIS ESSEN HEIMLICH DÖNER". Foto: Franz Ferdinand Photography, Mainz. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung-Nicht kommerziell 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0).