Manipulation durch Mainstream-Medien

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Caillea
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Beigetreten: 21.09.2013 - 18:38
Manipulation durch Mainstream-Medien
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Manipulation durch Mainstream-Medien



Klare, unverfälschte und nicht aufbereitete Informationen zu erhalten, die nicht mit einer Meinung einer Organisation, einer Firma oder Konzerns, oder von sonstigen mächtigen und einflussreichen Menschen verbunden sind, ist in der heutigen Welt nur noch wenig zu finden. Saubere Recherche, Hinterfragen und kritische Betrachtung können nur noch die Journalisten durchführen, die sich gegen den Mainstream stellen.


Ziel dieses Artikels

Ziel der Beeinflussenden ist es sicherlich einen komplett kontrollierbaren Menschen zu schaffen, welcher sich an die Bedürfnisse der Konzerne und Politiker anpasst. Mein Ziel ist es, auf die täglichen Beeinflussungen aufmerksam zu machen und Denkansätze zu bieten, die zumindest die Beeinflussbarkeit dezimiert.


Beeinflussung im täglichen Alltag

Ständig wirken vielfältige Informationen auf uns ein:

  • Im Radio werden die neusten Songs gespielt die uns den rechten Weg in der Musik-Szene zeigen sollen.
  • Im Fernsehen wirkt die Werbung auf uns ein und setzt dort ebenfalls mit jedem Spot einen Meilenstein in unserer Meinung in dem sie uns sagt, was gut für uns ist.
  • Prospekte geben uns einen einseitigen Einblick in die Produktwelten der jeweiligen Firmen und formen unser Vorstellungsvermögen.
  • Boulevard Print-Medien teilen uns weitere Informationen über großenteils belanglose Dinge mit, die wenig elementar für unsere Welt sind, und nehmen uns mit jenen Schriften und Aussagen jegliche Diskussionsgrundlagen durch den einseitigen Einblick.
  • Die Zeitungen überfluten uns mit Nachrichten und Informationen, so dass wir kaum noch in der Lage sind, wirklich wichtige Nachrichten auszufiltern und zu erfassen.
  • Viele Informationen liegen offen, doch können wir unsere Aufmerksamkeit nicht mehr bündeln. Zusammenhänge werden dadurch nicht mehr erkannt.

Die Informationsverbreitung geht einen indirekten Dialog mit uns ein. Sie führt uns in scheinbare Diskussionen, wobei unsere Argumentationsmuster schon vorbestimmt sind. Sie bieten uns Identifikation mit den Informationen, auf dass so wenig wie möglich Kritik und Anspruch an die Zielperson gestellt wird.


Begriffsdefinition


Der Begriff Manipulation (lat. für Handgriff, Kunstgriff) bedeutet im eigentlichen Sinne „Handhabung“ und wird in der Technik auch so verwendet. Darüber hinaus ist Manipulation auch ein Begriff aus der Psychologie, Soziologie und Politik und bedeutet die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen (Camouflage, Propaganda). Abzugrenzen sind der Vorgang der Manipulation und seine Alltagserscheinungen von der psychologischen Methode der experimentellen Manipulation. In seiner ursprünglichen Bedeutung „Handgriff“ steht Manipulation in der manuellen Medizin für eine Reihe von mit der Hand durchgeführten Techniken, die dem Lösen einer Blockierung dienen (Quelle: Wikipedia).

 

Professionelle Manipulation

Manipulation im “Kleinen” bezieht sich direkt auf unser familiäres, berufliches und privates Umfeld. Hier hat jeder von uns jedoch die Möglichkeit zu hinterfragen und zu entscheiden, wie wir auf diese Informationen reagieren wollen. Das Umfeld ist begrenzt. Wie zuvor in der Begriffsdefinition beschrieben, erlangt Manipulation erst an Bedeutung, wenn sie professionell durchgeführt wird.

Personen und Institutionen, z.B. Konzerne, Banken, Kirchen, Parteien und einzelne Politiker, nutzen die Medien, um uns mit Meinungen und Zielen zu infiltrieren. Dies hat insofern große Auswirkungen, da diese im Hintergrund stehen, der Öffentlichkeit also nicht bekannt sind und die wirklichen Ziele meist unentdeckt bleiben. Die dadurch ausgeübte Manipulation erfolgt in Etappen, ist gespickt von immer währenden Wiederholungen und zieht sich meist über Jahre hin. Somit haben viele Menschen den Eindruck nicht manipuliert zu werden, da ihnen dieser Vorgang nicht bewusst ist.


Wie wird nun Meinung durch die Medien gemacht?

Schon die Auswahl der Meldungen bzw. Informationen ist Ausdruck einer Manipulation. Eine umfassende Präsentation der gesamten Informationsquellen ist undurchführbar, daher muss selektiert werden, was gar nicht objektiv erfolgen kann. Die Betrachtung eines einzelnen Ereignisses aus unterschiedlichen Perspektiven kommt so gut wie gar nicht vor. Verschärft wird diese Eingrenzung von Informationen durch den Wettbewerb der Medien untereinander. Am “risikoärmsten” ist es, das Gleiche anzubieten wie die Mitbewerber und nicht “aus der Reihe” zu tanzen. Das “mainstreaming” der Leitmedien entsteht größtenteils durch Selbstbeschränkung aus ökonomischen Gründen, eine Zensur “von oben” ist gar nicht mehr notwendig.


Am Beispiel der Medienlandschaft lässt sich eine unheilvolle Entwicklung für die Demokratie aufzeigen, die eng mit der Ökonomisierung aller Lebensbereiche zusammenfällt. Waren etwa Zeitungen immer schon auch ein Produkt, das sich auf einem Markt gegen andere Produkte durchsetzen musste, müssen wir jetzt einen qualitativen Sprung feststellen. Begegneten sich Leser und Redaktion durch die Medien als Nachfrager und Anbieter von Nachrichten, so hat sich dieses Verhältnis grundlegend gewandelt. Dadurch, dass Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen heute ihre Rentabilität nicht unmittelbar mit der verkauften Auflage bzw. der Zuschauerzahl erreichen, sondern mit der verkauften Werbezeit, werden faktisch die Leser oder Fernsehzuschauer verkauft. Denn die Auflage bzw. Quote bestimmt den Preis, der für die Werbung bezahlt wird. Damit sind aber die Lesenden bzw. Zuschauenden nicht mehr Nachfragende, sondern tatsächlich das Produkt (Türcke 2002, 22) – in anderen Worten: Das Individuum wird auch in diesem Vorgang zum Objekt gemacht. Diese qualitative Veränderung hat einen feststellbaren Wandel der Öffentlichkeit zur Folge. Unter dem Druck, nicht die Nachricht, sondern die Zuschauer zu verkaufen, verändert sich der Inhalt der Medien. Die Orientierung am kleinsten gemeinsamen Nenner führt zu einer Regression des Lesens und des Sehens. Um die Zuschauer nicht zu überfordern, wird das für die aktive Teilhabe an der Gesellschaft notwendige Wissen über politische Zusammenhänge auf Schlaglichter reduziert. Die Welt ist komplex, so dass dauerhafte Komplexitätsreduktion Unwahrheit hervorbringt und es den Menschen nicht mehr möglich macht, aufgrund der mangelnden informationellen Teilhabe an der Gesellschaft auch politisch an ihr teilzuhaben. (Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung, Mai 2008 - “Ein Blick in die Mitte” - PDF)


Werbung, unerheblich ob im Fernsehen, Radio, Druck oder Internet, beeinflusst unser Konsumverhalten und steuert die gewünschten Zielgruppen. Es werden den Menschen die schlechten Seiten und Eigenschaften des Lebens vorgeführt und verdeckte Ängste sichtbar gemacht. Durch ständiges Wiederholen von Werbung und dem Appellieren an verborgene Wünsche eines jeden Menschen, werden somit Wege in unser Verhalten geöffnet und machen uns kontrollierbar.
 

Die Schaffung von Illusionen kann man sehr gut an führenden Politikern und deren Umfeld erkennen.  Das Auftreten ist souverän und spontan, es wird so gut wie nichts konkret gesagt und doch schaffen sie es, den meisten Menschen ein von Tatendrang nur so sprühendes Weltbild zu verschaffen – “Es geht uns doch gut und wir sind frei”.

Die meisten Bürger sind sich auch hier der Lügen und Vorspiegelungen nicht bewusst. Nur ganz langsam wird immer mehr Menschen klar, dass die “Zeiten” sich geändert haben, Meinungsäußerungen nur noch bedingt ohne Repressalien möglich sind, immer weniger Geld für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht und man immer mehr der Kontrolle unterliegt.

Eine sehr wichtige Rolle in der Medienwelt spielt die Vermittlung von Feindbildern. Natürlich sind menschenverachtende und rassistische Äußerungen und Handlungen zu verachten. Früher gab es jedoch noch Freiheitskämpfer, die sich für das Wohl der Menschen in einem Land eingesetzt haben, heute wird gerade durch die Mainstream-Medien alles, was der vorgeschriebenen Meinungen widerspricht, als terroristisch, rechts oder antisemitisch abgestempelt. Desweiteren werden alte und junge Menschen (demographischer Wandel) und z.B. Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen gegeneinander aufgebracht. Ein gutes Beispiel ist gerade in der heutigen Zeit der Islam, der verallgemeinert zu einem allgemeinen Feindbild führt.

Begriffsdefinitionen, wie z.B prekäre Gesellschaftsschicht (laut Duden bedeutet prekär u.a. unangenehm, unbeliebt, problematisch, schwierig), sorgen für die Spaltung unserer Gesellschaft. Eine Differenzierung und Einzelbetrachtung von Situationen und Gegebenheiten findet so gut wie nicht mehr statt. Dies führt bei vielen Menschen dazu, dass sie ihre eigene Meinung, aus Angst vor Diffamierung, nicht mehr zu äußern wagen. Sorgt nicht gerade die Vermittlung von Feindbildern und die unzureichende Differenzierung dafür, dass sich Menschen, die zuvor gut miteinander leben konnten, auf die ein und andere Weise bekämpfen? Diese Frage ist durchaus auf unsere Weltgemeinschaft auszudehnen.

Eine weitere Rolle spielt die Medienwelt, wenn es darum geht, “unbeliebte” Menschen aus Positionen zu entfernen. Schnell wird nach Skandalen, Ungereimtheiten oder Gerüchten in dem Leben eines solchen betroffenen Menschen gesucht, unabhängig davon, ob es sich um Gegebenheiten handelt, die Jahrzehnte zurückliegen. Solche “Enthüllungen” werden mit einschlagenden Überschriften und Einleitungen versehen, die jegliche Diskussionen, durch einseitige Informationsdarstellung, über wahr und unwahr unterbinden. Durch diese einseitige Beeinflussung interessiert die Lesenden kaum noch, ob es sich hier um Un- oder Halbwahrheiten handelt oder sich im Nachhinein u.U. herausstellt, dass diese Geschichten “frei” erfunden wurden. Nachträgliche Dementis werden oft so klein dargestellt, dass diese in der allgemeinen Informationsflut verloren gehen.


Verborgene Manipulation

Auch das “freieste” Medium der Welt, das Internet, ist nicht vor Manipulationen gefeit. Besonders hier ist die Manipulation sehr einfach. Schon 2001 machte dies ein Projekt namens “insert_coin” an der Merz-Akademie in Stuttgart sichtbar. Zwei Studenten programmierten im Rahmen einer Diplom-Arbeit einen Proxy- Server über welchen 250 Studenten das Internet nutzen konnten. Dieser Dienst manipulierte gezielt Inhalte aus ausgewählten Webseiten wie z.B. der Austausch von Namen wie Schröder in Kohl. Die Änderungen an den Seiten waren in manchen Bereichen äusserst offensichtlich wie das obige Beispiel belegt, jedoch bemerkte es nach Angaben der Stundenten niemand.

Weitere Manipulations- und Kontrollmechanismen sind gezielte Zensur sowie Benutzersteuerung und Profilerstellung (siehe hierzu mein Artikel “Globale Überwachung”).

 



Ein Beispiel für Informationen, die vielen von uns nicht bekannt sind:

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat durch einen Rahmenvertrag eine Möglichkeit geschaffen, das Bundesbehörden und andere berechtigte Nutzer ab Januar 2013 Produkte des ZKI (Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation) anfordern können (nachzulesen HIER).

Eine Delegation der Stabsbereichsleiter Technik des Bundespolizeipräsidiums und der Bundespolizeidirektion besuchte nun am 11.09.2013 das ZKI und informierte sich über die Möglichkeiten der Bereitstellung von satellitengestützter Kriseninformation (siehe Webseite ZKI). Das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformationen (ZKI) ist, laut seiner eigenen Beschreibung, ein Service des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) innerhalb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das ZKI schreibt weiterhin auf seiner Webseite:


“Zivile Sicherheit ist ein Themenfeld, das im Rahmen der Arbeiten des ZKI zunehmend an Bedeutung gewinnt. Immer mehr Anfragen an das ZKI zielen auf die Sicherheit von Hilfskräften, Such- und Rettungsmaßnahmen, aber auch auf die Überwachung internationaler Abkommen zum Ressourcenschutz (z.B. Wasser), oder die Beobachtung von internationalen Konflikt -und Krisenregionen ab. In diesem Kontext entwickelt das ZKI Verfahren und Konzepte zum Einsatz von Satelliteninformation für die Krisenprävention.”

Die Polizei setzt schon seit 2007 Bilder aus der Satellitenaufklärung des ZKI/DLR ein (siehe G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm und Nato-Gipfel 2009 in Strasbourg). Es folgten Vorbereitungen auf den zuvor genannten Rahmenvertrag (
Workshop, Strategieforum).

Die EU-Projekte
Global Monitoring for Environment and Security sowie EUROSUR , Inbetriebnahme dieses Jahr) unter Beteiligung von FRONTEX dienen zur vollständigen satellitengestützten Überwachung unter dem Motto des Schutzes (siehe hierzu ein Artikel aus Telepolis vom 10.12.2011).

 



Was können wir tun?

Wir können eine Menge tun! Dazu möchte ich u.a. nachfolgend einige Passagen aus dem “Kritischen Netzwerk – Denkanstöße” zitieren, denn besser kann auch ich dies nicht ausdrücken.


“Einige von uns haben sicherlich persönliche Erfahrungen gemacht im Bemühen, andere Menschen, unser Umfeld, die politischen / gesellschaftlichen Bedingungen oder den Schutz der Natur zum Positiven hin zu verändern. Dabei bleiben die erzielten Erfolge meist hinter unseren Hoffnungen und Erwartungen zurück. Das sollte uns aber NICHT entmutigen! Uns ist bewußt, daß es eine lange Anlaufzeit erfordert, um einen gesellschaftlichen Umdenkprozeß ins Rollen zu bringen und einen Wandel mit nachhaltigen Resultaten herbeiführt. Jeder kann und sollte seinen Beitrag dazu leisten – man muß nur wollen und den Lauf der Dinge nicht widerstandslos und resigniert hinnehmen!

Wenn es überhaupt ein alternativloses Handeln und ein Ziel gibt, für das sich der Einsatz lohnt, dann doch das Engagement für eine bessere gemeinsame Zukunft, in der der Mensch das Maß aller Dinge ist und nicht nur ein Werkzeug! Wer das nicht begreift, wird vom Handelnden zum Getriebenen, läßt sich gängeln, fremd bestimmen und liefert sich fatalistisch dem Schicksal aus, das Außenstehende vorgeschrieben haben.

Wir sind es gewohnt, dass dabei immer die gleichen Fragen aufgeworfen werden wie: „Bringt das etwas?“, „Lohnt sich der Aufwand?“, „Die da oben machen doch, was sie wollen“, „Mit radikalen Zielen kommt man sowieso nicht weiter – ohne Kompromisse geht es nicht“ oder „Alles unrealistisch und nicht durchsetzbar“ usw. Dabei sollten wir stets die Gegenargumente parat haben ……..”


Lesen Sie weiter, es lohnt sich!


Caillea Birgit Rakow-Grebenstein

 


 

Foto:  Karin Wobig / pixelio.de

 

► Ich freue mich auf Besuch auf meinem Blog Reflektion.org