► von Johannes Stern / wsws.org/de/
Die USA stationieren auf dem deutschen Fliegerhorst Büchel [1] in der Eifel bis zu zwanzig neue Atombomben vom Typ B61 [2]-12, die zusammen die 80-fache Sprengkraft einer Hiroshima-Bombe haben. Das berichtete das ZDF-Magazin Frontal 21 am Dienstag.
Die Stationierung ist Bestandteil der Erneuerung des amerikanischen Nukleararsenals. Frontal21 beruft sich auf den aktuellen US-Haushaltsplan, der auf diese konkrete Maßnahme schließen lasse. Demnach sollen die Waffen ab dem dritten Quartal 2015 in deutsche Jagdbomber in Büchel integriert werden. Parallel dazu sollen auch weitere amerikanischer Atomwaffenstandorte in Europa mit den neuen B61-12 Atombomben nachgerüstet werden, darunter die Luftwaffenbasen in Incirlik [3] (Türkei) und Aviano [4] (Italien).
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Spiegel berichtet, dass die ersten Bomben im Wert von ca. 10 Milliarden Dollar ab 2020 in Europa verfügbar sein sollen.154 Millionen Dollar seien dafür vorgesehen, den Fliegerhorst in Büchel auszubauen. Deutschland werde ein Fünftel der Kosten tragen.
Laut Frontal21 hat nun der SPD-Verteidigungspolitiker Thomas Hitschler [5] bestätigt, dass die Bundesregierung in den nächsten Jahren etwa 112 Millionen Euro in Büchel investiert. Unter anderem soll die Landebahn des Flugplatzes mit einem modernen Instrumentenanflugsystem ausgestattet werden. Im Klartext heiße dies: „Neue noch gefährlichere amerikanische Atombomben sollen nach Büchel kommen und würden im Kriegsfall von deutschen Tornados ins Ziel gelenkt.“
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