Woher kommt jetzt dieser Fatalismus?
Das psychologische Phänomen wird leider nirgends thematisiert,
obwohl es doch vieles erklären kann, was wir jetzt erleben.
► von Dr. med. Gerd Reuther
Wdh. vom 4. März 2024

Wer sich achselzuckend die Energieversorgung ruinieren, in amerikanische Stellvertreterkriege verwickeln und die Sonne durch Kunstwolken abdimmen lässt, hat wenig Anspruch auf Mitleid. Zu allen Zeiten musste man sich zur Wehr setzen, um nicht zum Sklaven degradiert zu werden oder von der Bildfläche zu verschwinden. Zahlreiche Aufstände und Revolten in Europa legen beredtes Zeugnis ab. Woher kommt jetzt dieser Fatalismus, der einer Selbstaufgabe gleichkommt?

Die Schockstarre hat unter Psychologen seit 1967 einen Namen: erlernte Hilflosigkeit. Der amerikanische Psychologe Martin Seligman (geb. 1942) prägte ihn in der Folge eines unethischen Tierexperiments an der Universität von Pennsylvania. Hunde, die in Käfigen Elektroschocks ausgesetzt wurden, zeigten ein unterschiedliches Verhalten abhängig davon, ob sie eine Reaktion zum Selbstschutz gelernt hatten oder eben nicht. Hunde, denen der rettende Ausweg in einen anderen Käfig möglich war, brachten sich dort auch später in Sicherheit, während Hunde, die Elektroschocks ohne Ausweichmöglichkeit aushalten mussten, versuchten erst gar nicht, sich zu retten, als sie eine Option erhielten.
































Ob Watergate, das für die Enthüllungen über illegale Abhörpraktiken auf Geheiß des ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon steht oder Waterkantgate [auch Barschel-Pfeiffer-Affäre], mit dem die dunklen Machenschaften eines schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten bezeichnet wurden — es existierte einmal ein investigativer Journalismus, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Herrschenden ganz genau auf die Finger zu schauen.
Wenn Lebenserfahrung zum Ausschlusskriterium wird, dann lebst Du im besten Deutschland aller Zeiten (ibDaZ).















Bertolt Brecht, einmal gefragt, als er bereits zu den Großen am Dramaturgenhimmel seiner Zeit zählte, wie er denn sein Wirken einschätzte, antwortete mit dem Satz: „






Teilgenommen haben dieses Mal 749 Standesämter bundesweit, die über 830.000 Einzelnamen übermittelten. Damit sind fast 91 % aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst. Gemeldet wurden nahezu 65.000 verschiedene Namen.








