J. W. v. Goethe: Inspiration und Erhellung in finsterer Gegenwart
Sehnsucht nach dem Lebendigen:
Mit J. W. v. Goethe in Zeiten des Denkverbots
► von Lea Söhner
erstveröffentlicht am 30. November 2023

Kulturelle Aneignung? Ja, bitte! Wir sollten die Werke von Goethe (Foto re.), Schiller, Nietzsche nicht den Intellektuellen überlassen, sondern sollten uns unsere eigene Hochkultur wieder neu aneignen – gerade in diesen verrückten Zeiten. Jetzt, da der Wahn-Sinn überhand nimmt, ist es eine Frage der Würde, sich dem Lebens-Sinn zuzuwenden.
Wenn nur Schwarz oder Weiß zählt und das Vielschichtige ins verschwommene Reich der Esoterik gestoßen wird, wenn das eigene Denken nicht mehr opportun ist und wenn das früher einmal positive Querdenken unversehens „rechtsextrem“ geworden ist, tut es zuweilen gut, mit einem Goethe-Gedicht auf den Lippen spazieren zu gehen.
Vom Gedicht »Selige Sehnsucht«, zu finden in seiner Gedichtsammlung »West-östlicher Diwan«, ist vor allem der letzte Vers bekannt; der Rest sei schwierig zu interpretieren, liest man immer wieder. Doch so schwierig ist es nicht: Wenn man es vor sich hinsagt und wenn man mit dem Herzen hineinhört, schließt es sich nach und nach auf und gibt in einzelnen Tropfen seine tiefere Weisheit preis. Das Gedicht beginnt wie folgt:
Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
► Nachdenken verlangt einen Schutzraum
Weisheit ist also nur von jenen zu verstehen ist, die darauf lauschen.






















Der deutsche Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Kabarettdichter Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden; † 29. Juli 1974 in München) hatte in seinen Berliner Jahren von 1927 bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 seine produktivste Zeit. In wenigen Jahren stieg er zu einer der wichtigsten intellektuellen Figuren Berlins auf.
































Ob Watergate, das für die Enthüllungen über illegale Abhörpraktiken auf Geheiß des ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon steht oder Waterkantgate [auch Barschel-Pfeiffer-Affäre], mit dem die dunklen Machenschaften eines schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten bezeichnet wurden — es existierte einmal ein investigativer Journalismus, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Herrschenden ganz genau auf die Finger zu schauen.
Wenn Lebenserfahrung zum Ausschlusskriterium wird, dann lebst Du im besten Deutschland aller Zeiten (ibDaZ).











