Redeverbote und Sprachkontrolle
Werkzeuge zur geistigen Amputation eines Volkes.
Auch „Zwangsbeitrag“ darf man nicht mehr sagen
„Rechte Begriffe“ und der allgemeine Sprachgedächtnisverlust
► von Thomas Hartung | ANSAGE.org

Worte sind keine unschuldigen Werkzeuge. Sie tragen Erinnerung, Milieu, Ideologie. Doch in Deutschland hat sich ein neues Ritual des Vergessens eingebürgert: Vokabeln, die gestern noch erlaubt waren, gelten heute als kontaminiert. Das Paradebeispiel lieferte gerade erst der “Tagesspiegel”: 2017 titelte er noch völlig unaufgeregt über den „Zwangsbeitrag“ von ARD und ZDF — und beschrieb damit schlicht und zutreffend die gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung des Rundfunkbeitrags. Acht Jahre später fragt dasselbe Blatt konsterniert: „Warum übernimmt ein CDU-Mann AfD-Sprache?“ – weil Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den gleichen Ausdruck verwendete.

So schnell kann ein Wort wandern: vom Verwaltungsdeutsch zum Bannvokabular. Der Begriff bleibt derselbe, nur die Moral hat sich verschoben. Nicht der Gegenstand, sondern der Sprecher ist das Problem. Es ist die sprachliche Form der Gesinnungsprüfung. Die Verschiebung ist nicht sprachlicher Zufall, sondern politisches Symptom. In der spätliberalen Gesellschaft gilt nicht mehr, was wahr oder falsch ist, sondern was „anschlussfähig“ ist.































Man sollte meinen, die deutsche Automobilindustrie müsste derzeit wahrlich andere Sorgen haben als genderkorrekte Sprache oder die zahlreichen regenbogenspezifischen Verirrungen des woke-totalitären Zeitgeistes. Mercedes-Benz, die Marke mit dem dreizackigen Stern, fliegt nun diese verhängnisvolle strategische Fehlausrichtung wieder einmal um die Ohren: Der Hersteller hat derzeit mit seinem KI-Sprachassistenten zu kämpfen, weil dieser offenbar normaler tickt als die Konzern-Gesinnungswächter und “sensibilierten” Kunden. 





















Was ist eigentlich der wahre Grund für die heftigen Anfeindungen gegen die AfD? Blaue und Schwarze sind sich doch inhaltlich eigentlich sehr ähnlich, und der größte Teil der AfD-Mitglieder stammt von der CDU/CSU.













