Abgereichertes Uran: der drohende Holocaust im Irak

1 Beitrag / 0 neu
Bild des Benutzers Elias Davidsson
Elias Davidsson
Offline
Beigetreten: 22.02.2013 - 18:05
Abgereichertes Uran: der drohende Holocaust im Irak
DruckversionPDF version

Abgereichertes Uran: der drohende Holocaust im Irak

Depleted Uranium: the Imminent Holocaust in Iraq

von Dr. Ludwig Watzal, Bonn

Uranmunition-DU-depleted-uranium-Uranwaffen-Irak-Iraq-Frieder-Wagner-Golfkriegssyndrom-Kosovokrieg-Abreicherung-Kritisches-Netzwerk-Kontamination-Strahlenbelastung-BasraIn den GEZ-Medien und fast allen Konzernmedien wird massiv Zensur ausgeübt. Auch darin wird die BRD der DDR immer ähnlicher. Was den hochdotierten Meinungskommissaren nicht in ihre Vorstellung von "Meinungsfreiheit" passt, wird von den Zensoren medial vernichtet. Ein kritischer Blick auf Vorgänge, die die Verbrechen der USA und ihrer Alliierten (Vasallen) betreffen, fallen der Nichtberichterstattung anheim, wie zum Beispiel das Thema des Einsatzes von Uranmunition.

2001 war die Behandlung dieses Themas in "Der Spiegel" noch möglich, als Sigismund von Ilsemann einen hervorragenden Artikel zum Thema unter der Schlagzeile "Tödlicher Staub" noch veröffentlichen konnte. Heute scheint dies schier unmöglich zu sein, da der Spiegel ebenfalls auf den von der Merkel-Regierung vorgegebenen Regierungskurs in Sachen politisch-korrekter Berichterstattung in Sachen Merkel und EU eingeschwenkt ist.

Es gibt heutzutage kaum noch seriöse wissenschaftliche Stimmen, die die tödlichen Gefahren für die Menschen und die Umwelt durch den Einsatz von Uranmunition in Kampfgebieten in Frage stellen, sieht man einmal von den bezahlten Lobbyisten und den Profiteuren der Industrie des Todes ab, die die verheerenden Auswirkungen beschönigen und manchmal schlichtweg leugnen.

Uranmunition-DU-depleted-uranium-Uranwaffen-Irak-Iraq-Frieder-Wagner-Golfkriegssyndrom-Kosovokrieg-Abreicherung-Kritisches-Netzwerk-Kontamination-VerstrahlungDepleted Uranium (DU) entsteht als Abfallprodukt bei der Uranproduktion. Geschosse werden mit diesem Material ummantelt, weil es eine besonders hohe Dichte hat und eine enorme Durchschlagskraft besitzt. Bei der Durchdringung des Ziels entsteht Hitze von 3 000 bis 5 000 Grad. Durch den Aufprall auf ein gepanzertes Ziel bildet sich heißer Uranstaub, der sich entzündet und alles zu Staub werden lässt. Der Einsatz von DU (=abgereichertes Uran) ist sowohl für die Waffenindustrie als auch die Produzenten dieses Abfallprodukts besonders lohnenswert. Die Militärs bekommen das Material zur Produktion der todbringende Wunderwaffe mit Langzeitfolgen quasi geschenkt, und die Atomindustrie kann ihre auf über 1 Million Tonnen angehäuften Vorräte abbauen!

Der Gebrauch von Uranmunition hat bisher in den Ländern, in denen die USA und ihre NATO-Vasallen Aggressionskriege geführt haben und immer noch führen wie zum Beispiel im Irak, Afghanistan, Somalia, Kosovo und Serbien zu einem enormen Anstieg nicht nur der Krebsrate, sondern auch von Missbildungen bei Neugeborenen geführt. Im Irak haben die US-Aggressoren einen schleichenden Holocaust ausgelöst, der zu Millionen Toten im Laufe der Zeit führen wird. Die Opfer dieses politischen Zynismus gehen in die Hunderttausende. Von den tödlichen Auswirkungen sind nicht nur die "Verdammten dieser Erde" betroffen, sondern auch die im Auftrag der herrschenden Klasse kämpfenden Soldaten.

So seien von den 600 000 eingesetzten US-Soldaten beim ersten Irakkrieg 30 000 an Krebs gestorben und über 300 000 seinen arbeitsunfähig krank, und davon über 50 Prozent durch Uranmunition. Die Halbwertszeit dieser tödlichen DU-Munition beträgt 4,5 Milliarden Jahre. Der Einsatz von Uranmunition kann als gleichbedeutend mit einer stetig wirkenden Ausrottungswaffe bezeichnet werden. So bewirken 20 000 Tonnen von Uranmunition in zirka 20 Jahren den Tod von 500 000 Menschen. Damit werden viele Menschen "beseitigt", die bei der Ausbeutung des Erdöls im Irak eventuell stören könnten. Die Iraker hassen nicht "die Freiheit", von der ein derangierter US-Präsident faselte, sondern die brutale Zerstörungswut, die das US-Imperiums und seine Vasallen weltweit verbreiten.

Die Berichterstattung über den Einsatz dieser Munition ist ein Tabuthema, nur vergleichbar mit den Anschlägen vom 11. September 2001. So hat zum Beispiel die Berichterstattung über beide Themenkomplexe zu prominenten journalistischen Opfern geführt: Der hier Interessierende ist Frieder Wagner. Wagner hat den Film "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" gedreht, der in der WDR-Reihe "Die Story" 2004 zum ersten und auch zum letzten Mal ausgestrahlt worden ist. Seither ist der renommierte Dokumentarfilmer in der Medienbranche Persona non grata und erhält keine Aufträge mehr.

Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra - Uranwaffen und ihre Folgen -  WDR-Doku (Dauer 43:51 Min.)



Der Film gewann zwar den europäischen Fernsehpreis, dennoch bleibt er bis heute verschwunden. Auch ein 20-minütiges Feature am Samstagabend im Deutschlandfunk (DLF), wurde von Rolf Clement in letzter Minute gekippt, obwohl alle Vereinbarungen eingehalten worden waren und der Autor selbst noch die vorgeschobenen Einwände Clements ausräumen konnte.

Auch für Wagners Film "Deadly Dust", den er 2007 fertiggestellt hat, konnte kein Vertrieb gefunden werden. Wovor hat die herrschende Klasse eigentlich Angst? Ist die Wahrheit über Depleted Uranium so grausam, dass man sie der Öffentlichkeit vorenthalten will? Selbst Greenpeace ist das Thema zu brisant. So hat die Zentrale in den USA den lokalen Mitgliedsverbänden untersagt, sich dieses Themas anzunehmen. Der Überfall der USA und ihrer willigen Vasallen war nur auf Lügen aufgebaut. Angeblich wollte man Massenvernichtungswaffen finden und unschädlich machen, tatsächlich aber haben die USA durch den Einsatz der Urangeschosse eine Massenvernichtungswaffe zum Einsatz gebracht, die die Menschen im Irak einem schleichenden Tod aussetzten, sprich einem "imminent holocaust".


Deadly Dust - Todesstaub: Uran - Munition und die Folgen. Eine Doku von Frieder Wagner. (Dauer: 1:33:00 Std.)



Auch in Deutschland sorgt das Thema für politische Irritationen. Seit 2007 wird alle zwei Jahre in der UN-Generalversammlung ein nicht-bindender Beschluss zu Uranwaffen, deren Nutzung und Auswirkungen auf die Gesundheit und Umwelt getroffen. So hat sich zum Beispiel die Bundesregierung bei der Fünften Abstimmung am 31. Oktober 2014 zum ersten Mal der Stimme enthalten. Bei den vorherigen vier Abstimmen hatte sie immer für die Resolution "Effects of the use of armaments and ammunitions containing depleted uranium" gestimmt. Die einzigen Gegenstimmen kamen von den USA, Großbritannien, Frankreich und Israel, die alle bereits DU in ihren Kriegen eingesetzt haben.

Das Verteidigungsministerium unter Leitung von Ursula von der Leyen behauptet, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Uranmunition und Krebs gebe, obgleich es über 50 hervorragende Studien gibt, die dies eindeutig festgestellt haben. Selbst von US-Militärwissenschaftlern wird bestätigt, dass das so genannte Golfkriegssyndrom durch Uranmunition verursacht worden sei.

Sollte die Unterdrückung der Wahrheit ans Tageslicht kommen, kann "Flinten-Uschi", wie sie im Verteidigungsministerium hinter vorgehaltener Hand auch genannt wird, sich ihre erstrebte Kanzlerschaft abschminken. Wie viele der deutschen Afghanistan-Kämpfer oder Soldaten, die an der NATOo-Aggression gegen Serbien teilgenommen haben, sind bisher durch DU an Krebs gestorben? Die Verbrechen der USA sind um ein Vielfaches größer als in der exzellenten Untersuchung von Abdul Haq Al-Ani und Tarik AL-Ani über "Genocide in Iraq" dargelegt.

Dr. Ludwig Watzal / http://www.watzal.com/


Quelle:  Erstveröffentlicht am 09.04.2016 auf dem Blog BETWEEN THE LINES - LUDWIG WATZAL > Artikel.

Lesetipp: Information über Uran-Munition (Depleted Uranium, DU) -  Universität Oldenburg - weiterlesen.

Bild- und Grafikquellen:

1. Uranmunition:  Ein Geschoss soll ein Ziel zerstören. Enthält das Geschoss, wie Uran-Munition, keinen Sprengstoff, beruht seine zerstörerische Wirkung (seine Durchschlagskraft) allein auf seiner Bewegungsenergie (kinetische Energie). Trifft ein Uran-Geschoss auf ein Ziel wie z.B. einen Panzer, wird die Bewegungsenergie des Geschosses zum überwiegenden Teil in Wärmeenergie umgewandelt. Dies führt zu großer Hitzeentwicklung. Neben der mechanischen Zerstörung in der Umgebung des Treffers durch die Durchschlagskraft (Penetrationskraft, daher der englische Begriff „penetrator“) des Geschosses geraten Treibstoff und Munition des Panzers in Brand und er wird unbrauchbar. (Text: Uni Oldenburg). > Bildquelle: GulfLINK > The Camp Doha Explosion and Fires (July 1991) - Auflistung mit div. Fotos > Foto.

2. PGU-14/B API Panzerbrechende Einbrenner [DU] 30mm Munition. Die 30mm x 173 GAU-8/A-Munition gehörte zu den effektivsten Munition, die in Operation Desert Storm verwendet wurde, mit nachgewiesener Leistung gegen alle Ziele, einschließlich Panzer, gepanzerte und leichte Fahrzeuge. Die 30 mm leichte Munitionsfamilie wurde entwickelt, um die Luft-Boden-Mission des Apache-Hubschraubers AH-64 der US-Armee zu optimieren. Quelle: ICBUW - International Coalition to Ban Uranium Weapons > Website. Copyright on the ICBUW website - weiterlesen.

3. Kauf-DVD "TODESSTAUB - DEADLY DUST". Studio: Ochoa Wagner Filmproduktion. Diese Dokumentation von Frieder Wagner erzählt von einem Kriegsverbrechen: dem Einsatz der Uranmunition im Irak, im Bosnienkrieg und im Kosovo. Diese Wunderwaffe der Alliierten durchdringt einen feindlichen Panzer wie ein Messer die Butter. Dabei verbrennt das radioaktive Uran, das zudem hochgiftig ist und eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren hat, zu winzigsten Nanopartikelchen. Eingeatmet können sie tödliche Krebstumore verursachen und den genetischen Code aller Lebewesen für viele Generationen deformieren.

In den betroffenen Ländern sind dadurch inzwischen ganze Regionen unbewohnbar geworden. Der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von solchen Urangeschossen aufmerksam und wurde dafür in Deutschland diskreditiert und verfolgt. Der Film begleitet ihn und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt.

Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft.