Das Komplott - Südlink, die neue Stromtrasse

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Peter Weber
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Beigetreten: 23.09.2010 - 20:09
Das Komplott - Südlink, die neue Stromtrasse
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Das Komplott – „Südlink“, die neue Stromtrasse
 
Heute kann ich einen weiteren „Donnerschlag“ von Egon W. Kreutzer vorstellen, der sich mit dem Bau der geplanten Stromtrassen von Nord nach Süd beschäftigt, und der jedem die Augen öffnen sollte, der sie bisher noch verschlossen hatte. 
 
Dieses Projekt der Superlative wurde heute in Berlin unter der Bezeichnung „Südlink“ vorgestellt. Diese Gleichstromleitung soll 800 km quer durch Deutschland von Schleswig-Holsten über Hessen bis nach Bayern verlaufen. Die Leitung ist auf 4000 Megawatt ausgelegt und soll bis 2022 fertiggestellt werden. Gebaut wird das Vorhaben von den Netzbetreibern Tennet und TransnetBW.
 
Kreutzer erläutert einleuchtend, wie dieses Bauvorhaben beweist, daß wir in Sachen Energie wiederum nach allen Regeln der Kunst hinters Licht geführt werden. Wir sollen die aufgetischte Strompreislüge schlucken und uns zusätzlich mit einem regelrechten Komplott zugunsten der Energiekonzerne abfinden.
 
Wie wir es schon in unserem Beitrag „Energiewende auf dem Abstellgleis“ im Kritischen Netzwerk demonstriert haben, ist es der Plan der Regierung und der von ihr protegierten Energiemultis, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Energiewende auszubremsen. Die Trasse stellt nur einen weiteren Schritt dar zur Zementierung der Vorherrschaft der Energiekonzerne, die den Verbraucher in ewiger Abhängigkeit halten und ihn ohne Aussicht auf Änderung dem Preisdiktat ausliefern. Sämtliche Basis-Versorgungsgüter sollen privatisiert und von den Konzernen zu deren wunderbaren Profitvermehrung ausgeschlachtet werden. Das oberste Gebot dieses Anschlags auf den Bürger heißt dabei Verhinderung der Dezentralisierung mit allen Mitteln. 
 
Hier nun der neue „Donnerschlag „ Egon W. Kreutzer, der alle Haken und Finten des Trassenplans aufdeckt:
 

 

Die TRASSE - Stromspende für Bayern

von Egon W. Kreutzer

800 Kilometer lang - einen Kilometer breit, ein "Stromschutzgebiet", das immerhin mehr als 2 Tausendstel der Gesamtfläche der Bundesrepublik einnehmen soll. Die Begründung: Der Offshore-Windstrom von der Küste muss nach Bayern transportiert werden (können). Hört man sich die Argumente der Netzbetreiber an, so klingt das alles schrecklich logisch, sinnvoll - und sogar als die kostengünstigste Lösung für ein Problem, das durch die so genannte "Energiewende" erst entstanden sei.

 
Die Energiewende, die unter Rot-Grün mit der Proklamation des Ausstiegs aus der Atomenergie begann und kurz darauf unter der ersten Regierung Merkel als Wende der Wende wieder eingestampft wurde, bis der Schock von Fukushima auch Angela Merkel erreichte, die nun die Wende der Wende wieder wendete, beschreibt jedoch nur den jüngeren Abschnitt der Entwicklung. Gehen wir für einen Augenblick noch etwas weiter in die Vergangenheit. Die Forderungen nach dem Atomausstieg und dem vermehrten Einsatz der so genannten "Erneuerbaren Energien" kam ja nie aus der großen Politik, auch nicht von den Energiekonzernen, sondern von engagierten Bürgern, die im Laufe der Zeit zusammen und schließlich in den GRÜNEN jenes Sammelbecken fanden, das diesen Bürgerwillen in die Politik, in die Landtage, in den Bundestag und schließlich in die Regierung getragen hat.
 
Aus dem Schwung dieser Bewegung hat sich in Deutschland eine florierende Branche aus Solarthermie, Photovoltaik und Windkraftanlagenbau entwickelt. Biogasanlagen kamen ebenso hinzu und die Umsetzung der so genannten "Einspeisevergütung" half mit, den gewünschten Ansatz, der dezentralen, regionalen Energiegewinnung und Verteilung soweit zu fördern, dass wir eines Tages überrascht zur Kenntnis nahmen, dass ein ganzes Dorf nun den Ehrentitel "Die Stromrebellen von Schönau" tragen durfte, weil man sich in der Energieversorgung unabhängig gemacht hatte. Ausführliche Infos über die Geschichte und den heutigen Stand finden Sie auf der Seite "EWS-Schönau".
 
Doch inzwischen fand das statt, was man gemeinhin einen "Paradigmenwechsel" nennt. Zwar wurde weithin die Eigeninitiative derer belohnt, die ihre Dächer oder brachliegenden Wiesen mit Photovoltaik-Anlagen schmückten, doch die Förderung wurde Schritt für Schritt zurückgefahren, so dass wir heute beobachten können, dass die noch vor wenigen Jahren blühende Branche der "Erneuerbaren Energien" kraftlos am Boden liegt. In Bezug auf Windkraftanlagen wurden die Genehmigungshürden immer höher gehängt, so dass selbst bestgeeignete Standorte nun nur noch in Ausnahmefällen auch genutzt werden können.
 
Stattdessen setzten die großen Energiekonzerne ihre Windparks vor die Küsten um dort Strom zu ernten, der jedoch nie bei den Verbrauchern ankam, weil es leider unmöglich war, die Offshore-Energie-Ausbeute an Land zu bringen. Es fehlte an den geeigneten Kabeln. Dennoch wurde die nicht erzeugte und nicht gelieferte Energie bezahlt, weil man ja hätte produzieren können, wenn man nicht zu doof gewesen wäre, sich rechtzeitig um die Technik zu bemühen, die für den Anschluss fehlte.
 
Klammheimlich wurde so die Bürgerbewegung wieder aus der Energieversorgung hinausgedrängt - während für die großen Monopolisten überall die roten Teppiche ausgelegt wurden. Es geht ja inzwischen so weit, dass diejenigen, die das Dach ihres Einfamilienhauses mit ein paar Solarzellen bepflastert haben ganz ungeniert als diejenigen bezeichnet werden, die für die hohen Strompreise der Verbraucher verantwortlich seien, weil sie eben mit ihren hohen Einspeisevergütungen den Strom verteuerten.
 
Niemand weiß genau, wie viele Dächer von den Konzernen gepachtet wurden, doch dass es diese Fälle gibt, habe ich mitbekommen, und dass ein Konzern ein solches Geschäftsfeld nicht kleckernd, sondern klotzend betreibt, wenn er sich darauf einlässt, steht wohl außer Frage. Und dass auch die großen Windparks vor der Küste, die von großen Energiekonzernen errichtet und betrieben werden, in den Genuss der Einspeisevergütung kommen, wird praktisch nirgends erwähnt, lässt sich aber z.B. hier nachlesen: Einspeisevergütung für Offshore-Windparks.
 
Dass wir uns in einer politischen Situation befinden, in der das Interesse der großen Stromerzeuger weit vor das Interesse der Bürger gestellt wird, steht ebenfalls außer Frage. Zu den besonders infamen "Regelungen" muss die so genannte "EEG-Umlage" gerechnet werden - und dies im Zusammenhang mit den so genannten "CO2-Zertifikaten", auch als "Verschmutzungsrechte" bezeichnet.
 
Verschmutzungsrechte, einst gedacht, um den Betrieb von Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, zu verteuern, sind so billig, dass sie einem an der Börse praktisch nachgeworfen werden. Die einst geplante regelmäßige Kürzung des mit Verschmutzungsrechten abgedeckten CO2-Ausstoßes lässt auf sich warten, hinzu kommt, dass auf dem deutschen Markt nach wie vor ein Überangebot an Strom vorhanden ist, so dass in Deutschland erzeugter Strom faktisch sogar an die Elektrizitätsversorger in Nachbarländern (vor allem Österreich) verschenkt wurde, weil sich an der Strombörse sonst keine Nachfrager mehr fanden.
 
Infam ist nun, dass ein Land, das nach wie vor im Strom schwimmt, die von den Verbrauchern - und zwar ganz überwiegenden von den privaten Haushalten - zu zahlende EEG-Umlage so berechnet, dass die Differenz zwischen dem Börsenpreis und der Einspeisevergütung den Strompreis umso mehr in die Höhe treibt, je niedriger der zu erzielende Börsenpreis ist.
 
Und wie bringt man den Börsenpreis am besten nach unten? Indem man so viele billig produzierende Kraftwerke wie nur irgend möglich am Netz lässt, ja die Kraftwerkskapapzität für die Dreckschleudern sogar noch ausbaut - Verschmutzungsrechte kosten ja, wie bereits angeführt, fast nichts, und auf diese Weise mit Hilfe gesetzlich vorgegebener Rechentricks mit einem weit überhöhten Strompreis (im EU-Vergleich sind wir beim Strompreis einsame Spitze), den Konzernen gleich doppelten Profit zuschanzt.
 

 

Die Ausgaben bei der Förderung der Stromerzeugung nach EEG summieren sich in der Prognose für 2013 auf 22,94 Mrd. € (zum Vergleich 2012: 19,43 Mrd. €; siehe Tabelle).

Kostenanteile der EEG-Umlage 2013
Posten Gesamt-
kosten
in Mio. Euro
Kosten
in ct/kWh
Kosten-
anteil
Photovoltaik 8.528 2,2 41,8 %
Biomasse 4.191 1,1 20,6 %
Wind onshore 2.708 0,7 13,3 %
Wind offshore 343 0,19 1,7 %
Wasser 171 0,04 0,8 %
Gase, Geothermie 41 0,01 0,2 %
Verrechnung
negativer Kontostand(1)
2.589 0,67 12,7 %
Liquiditätsreserve 10 %(2) 1.614 0,42 7,9 %
Nachrüstung
Photovoltaikwegen (3)
105 0,03 0,51 %
Effekt Grünstromprivileg 52 0,01 0,25 %
EEG-Direktvermarktung 50 0,01 0,25 %
Gesamt 20.393 5,277 100,00 %
 
(1) Die Differenz zwischen Börsenpreis und garantierter
Einspeisevergütung brachte das Umlagenkonto ins Minus.
Zum 30. Sep. 2012 wurde der Stand inkl. Zinsen ausgeglichen
und in die EEG-Umlage 2013 übernommen.
(2) Zur Vermeidung erneuter Differenzbeträge wurde eine
Liquiditätsreserve von 10 % eingeführt.
(3) Nachrüstungskosten für Photovoltaikanlagen zur
Entschärfung des 50,2 Hertz-Problems nach System-
stabilitätsverordnung (SysStabV)
Kalkulation EEG-Umlage
  2012
(Prognose
Okt. 2011)
2013
(Prognose
Okt. 2012)
Prognostizierte Kosten Mrd. € Mrd. €
EEG-Vergütung nach § 23-33 EEG 16,61 12,67
Marktprämie(1) 1,36 5,83
Übrige Kosten(2) 0,75 1,85
Kontoausgleich im September 0,71 2,59
Summe prognostizierte Kosten 19,43 22,94
Einnahmen aus Vermarktung −4,95 −2,54
Vermiedene Netzentgelte(3) −0,44 −0,50
Summe prognostizierte Erlöse −5,39 −3,04
Prognostizierter Umlagebetrag 14,10 19,90
Stromabsatz TWh/a TWh/a
Letztverbraucher mit EEG-Umlage-Verpflichtung(4) 392,8 384,7
Umlagebetrag je kWh ct/kWh ct/kWh
Kernumlage 3,31 4,19
Umlage für Liquiditätsreserve 0,10 0,42
Umlage Kontoverrechnung September 0,18 0,67
EEG-Umlagebetrag je kWh 3,59 5,28
(1) für Anlagen, die Strom direkt vermarkten (§ 33b EEG)
(2) für Profilserviceaufwand und Liquiditätsreserve
(3) von den Übertragungsnetzbetreibern getragen
(4) 2012: Gesamt 477,5 TWh/a, davon 88,7 TWh/a privil. Verbrauch (rd. 19 %)
2013: Gesamt 480,9 TWh/a, davon 96,2 TWh/a privil. Verbrauch (20 %) - (ohne EEG-Umlagepflicht)
 

Quelle: Wikipedia EEG-Umlage

 


 

Ich will an dieser Stelle nicht auf die Abläufe an der Strombörse eingehen. Im Prinzip ist das nichts anderes als beim Öl der Spotmarkt. Dort werden sowieso nur überflüssige Mengen angeboten, wenn der eigene Bedarf nämlich gedeckt und auch alle bestehenden (kurz-, mittel- und langfristigen Lieferkontrakte) erfüllt sind. Dass es dennoch auch an der Strombörse zu Manipulationen gekommen sein könnte, war in der Vergangenheit schon mehrfach Gegenstand von Presseberichten, auch der so genannten, also der Verschwörungstheorie unverdächtigen, "Qualitätsmedien".
 
Wenn also die Energiekonzerne einerseits für ihre eigenen, sehr umfassenden Kapaziäten im Bereich der erneuerbaren Energien Einspeisevergütungen erhalten, also nicht nur an die Kleinanlagenbetreiber abführen, wenn zugleich alle Möglichkeiten bestehen, den Strompreis an der Börse klein zu halten und aus der Differenz zur Einspeisevergütung die EEG-Umlage zu kassieren, dann ist das ein so lohnendes Geschäftsmodell, dass es unbedingt DIE TRASSE braucht.
 
Nur die neue, 800 km lange, einen Kilometer breite Trasse macht es nämlich möglich, den billigen Windstrom von der Küste - durch ganz Deutschland, wo ihn niemand braucht - bis nach Bayern zu transportieren, wo ihn - sogar nach Auffassung der Staatsregierung eigentlich auch niemand braucht. Gut, dass Österreich gleich neben Bayern liegt, da kann der Überfluss-Strom nämlich von da aus mühelos noch ein bisschen weitergeleitet werden. Und wenn man ihn verschenken muss, macht das auch nichts, das kommt über die EEG-Umlage schon wieder rein - und so mancher Aktionär der österreichischen Energieversorger freut sich über die steigende Dividende.
 
Aber geht es wirklich um den Windstrom? Ja, sicherlich geht es auch um den Windstrom, aber genauso geht es wohl auch um den Braunkohlestrom aus den großen Abbaugebieten in den neuen Bundesländern. Die ersten Skizzen zur geplanten Trasse führen ja schon nahe dran vorbei - und das große Oval, das die Planer als möglichen Raum für die Trassenführung in die Deutschlandkarte gemalt haben, schließt diese Braunkohlekraftwerke allemal mit ein.
 
Christoph Süß, Moderator der Sendung "quer" des Bayerischen Fernsehens trug erst letzten Donnerstag die Überzeugung vor, dass es wohl sogar in erster Linie um die Anbindung des billigen Stroms aus Braunkohle geht, der mit Macht in den Markt gedrückt werden soll, weil er die Bilanzen der Konzerne verschönt und einen unverzichtbaren Beitrag für eine möglichst hohe EEG-Umlage leistet.
 
Außerdem wird die Trasse alleine - nach heutiger Schätzung - rund 10 Milliarden kosten, ein Aufwand, der sich einerseits als Umsatz in den Bilanzen der beteiligten Stahlproduzenten und Baufirmen - andererseits in den Stromrechnungen der Endkunden als Netzkosten niederschlagen wird, also ganz bestimmt nicht zu Lasten der Gewinne der Energieversorger gehen wird. Und bei den 10 Milliarden wird es nicht bleiben. Dafür ist das Projekt viel zu groß, um nicht im Laufe der Bauzeit auf teure Probleme zu stoßen, mit denen die Kosten für die Stromkunden noch ein bisschen erhöht werden könnten.
 
Und was - als kleiner Treppenwitz der Energiewende-Geschichte nicht vergessen werden darf: Für die ungenutzen 800 Quadratkilometer unter der Trasse gibt es von der EU-Agrarsubventionen für die Netzbetreiber. Die Deutschen haben sich die reale Chance auf eine dezentrale und regionale, in Händen von Bürgern und Kommunen liegende Energieversorgung im Laufe der letzten 10 Jahre vollständig aus der Hand nehmen lassen.
 
Die Konzerne haben zugegriffen - und die Politik, die die Kraftwerke und Netze, die sich ursprünglich ja einmal weitgehend im Eigentum der Öffentlichen Hände befanden, ja schon lange vorher - im Rahmen vielfältiger Privatisierungen - an die Konzerne verkauft hat, schaut dabei nicht nur zu, sie fördert diesen Prozess nach Kräften.
 
Die Schlacht ist wohl bereits verloren.
 
Die Trasse ist nur noch ein krönender Abschluss, ein stählernes Monument der Macht der Konzerne und der Ohnmacht der Bürger. Bürger, die sich überall in der Republik - nach dem Vorbild von Schönau - ohne Großkonzerne, ohne große Netzbetreiber selbst versorgen und in regionalen Verbünden absichern könnten, während die stromfressende Industrie sich mit eigenen Kraftwerken und eigenen Netzen versorgen könnte.
 
Es geht primär nicht um die Sicherheit der Stromversorgung. Es geht primär um die sicheren Gewinne einer monopolartig aufgestellten Industrie, die nicht durch den Atomausstieg, sondern durch den massiven Anstieg der dezentralen Stromproduktion auf zigtausenden von privaten Dächern in Gefahr geraten waren.
 
Doch! Diese Schlacht ist verloren.
 
Die werden die Trasse bauen, eine breite Schneise durch Deutschland ziehen, und sie werden noch so manches Dorf wegbaggern, um an die Braunkohle zu kommen. Was uns noch fehlt ist ein Gesetz, das den Konzernen das Recht gibt, auf jeden Sonnenstrahl, der Deutschland erhellt und erwärmt, eine Konzessionsabgabe zu erheben.Doch das wird noch ein Weilchen dauern. Zuerst ist noch das Wasser dran.
 
Die EU ist trotz aller Bürgerproteste immer noch unermüdlich dabei, dies zu realisieren und wird zweifellos mit dem großen Freihandelsabkommen wieder einen Schritt in die richtige Richtung vollziehen können. Die Schlacht ums Wasser ist meines Erachtens kaum noch zu gewinnen. Nicht mit dieser Kommission, nicht mit dieser euromanischen Regierung. Nach dem Wasser wird es um die Luft gehen - und erst wenn die Luft kostenpflichtig geworden ist, kommt die Sonne dran. Vermutlich wird die Braunkohle früher verheizt sein, aber bis dahin, Freunde:
 
Lasst uns die Trasse bauen.
 
Das ist Aufschwung und Wachstum, das schafft Arbeitsplätze und es wird den Kampf gegen den Terror noch einmal verschärfen helfen. Schließlich muss das Netz mit allen Mitteln gegen Anschläge geschützt werden. Mag sein, dass Handys, auch ausgeschaltete, die nicht im erweiterten Schutzbereich der Trasse angemeldet sind und sich der Trasse auf weniger als 5 Kilometer nähern dann künftig das zuständige SEK alarmieren. Schön wäre zudem ein Todesstreifen mit Minen, Selbstschussanlagen und Streckmetallzäunen.
 
Da kommt mir eine sonderbare Idee: Warum kann die Trasse denn nicht eigentlich exakt da verlaufen, wo die ehemalige DDR bereits einen ausreichend breiten Streifen als antiimperialistischen Schutzwall hergerichtet und gepflegt hatte. Da ist im Prinzip immer noch alles bereit, bzw. mit geringem Aufwand wieder herzustellen. Und von Nordbayern aus könnte die Trasse dann entlang der Grenze zur Tschechei bis nach Österreich weitergeführt werden.
 

Die Leute dort kennen das doch schon. Die gewöhnen sich auch wieder dran.

Egon W. Kreutzer



Quelle:  Egon W. Kreutzer.de > Artikel

Wie immer finden sich auf der Seite von Egon W. Kreutzer sehr lesenswerte Beiträge, ebenso Leserkommentare. Absolut empfehlenswert!

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Bildquellen:

1. Egon W. Kreutzer: Verleger, Autor, Blogger. Foto: privat

2. Solarstromerzeugung - Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

3. Lillgrund Wind Farm's Windturbinen in der Umgebung von Kopenhagen und Malmö. Foto: Mariusz Paździora Quelle: Wikimedia Commons . Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.

4. Grevenbroich.- Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf.- Freileitungsmasten mit Überlandleitungen. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F041795-0009 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.

5. Freileitung am Kernkraftwerk Biblis. Foto: Kreuzschnabel. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.
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