Der Mensch, Irrläufer der Evolution. (ARTHUR KOESTLER)

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Helmut S. - ADMIN
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Der Mensch, Irrläufer der Evolution. (ARTHUR KOESTLER)
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Der Mensch, Irrläufer der Evolution

Die Kluft zwischen unserem Denken und Handeln - Anatomie menschlicher Vernunft und Unvernunft

Autor: Arthur Koestler

Verlag: Scherz Verlag (1. Auflage 1978), gebunden, 376 Seiten

oder als Taschenbuch bei

Goldmann (Februar 1986)
ISBN-10: 3-4421-1272-9 .../... ISBN-13: 978-3442112722

oder

Fischer-TB., Frankfurt/M. (3. Auflage August 1997)
ISBN-10: 3-5962-4282-7 .../... ISBN-13: 978-3596242825



Informationen über Arthur Koestler bei Wikipedia: hier bitte weiterlesen

Rezension von Jana Schmidt, München:

Dieses Buch ist ein Zeitdokument eines kritischen Denkers der Neuzeit. Oftmals missverstanden und häufig kritisiert. Aber für denjenigen, der sich schon vermehert mit Evolutionstheorien, Menschwerdung und Naturgeschichte befasst hat, ist dieses Buch eine reiche Fundgrube. Ja, Koestler betrachtet den Mensch und seine Handlungen durchaus kritisch, aber das ist auch nötig. Man muss nur die Tageszeitung aufschlagen, um zu sehen, dass Homo sapiens in seinem Oberstübchen nicht mehr ganz richtig tickt...

Der Mensch ist - so banal das klingen mag - tatsächlich ein Irrläufer der Evolution, obwohl er sich selbst immer wieder gerne als "Krone der Schöpfung" bezeichnet. Die Tatsachen belegen, dass wir eine Tierart unter vielen sind, aber die einzige sind, die die Möglichkeit zur Selbstausrottung hat. Koestler steht für mich gleichermaßen als großer Denker da, wie z.B. Oscar Kiss Maerth mit seinen häufig missverstandenen Aussagen.

Der Mensch will offensichtlich nicht wahrhaben, dass er mit dem heutigen Verhalten das Grab seiner Gattung schaufelt. Alles was diese großen Denker forderten, war lediglich, dass wir alle unser Denken bezüglich unserer "Sonderstellung" auf der Erde aufgeben, und zu einer demütigen Haltung gegenüber der Natur und unseren Mitgeschöpfen zurückkehren. Das Buch von Koestler ist tatsächlich nicht einfach zu lesen. Wer aber verstanden hat worum es geht, dem ist dieses Buch eine einzigartige Quelle.

ausführliche Buchvorstellung im Magazin DER SPIEGEL, Ausgabe 5 / 1978 klickt bitte hier


Inhalt:

Vorbemerkung des Verfassers
Prolog: Der neue Kalender


Erster Teil: Entwurf eines Systems

  • 1. Die Holarchie
  • 2. Jenseits von Eros und Thanatos
  • 3. Die drei Dimensionen der Emotion
  • 4. Ad majorem gloriam
  • 5. Eine Alternative zur Verzweiflung

Zweiter Teil: Der schöpferische Geist

  • 6. Humor und Witz
  • 7. Die Kunst der Entdeckung
  • 8. Die Entdeckungen der Kunst

Dritter Teil: Schöpferische Evolution

  • 9. Wankende Zitadellen
  • 10: Rückgriff auf Lamarck
  • 11. Strategien und Ziele der Evolution

Vierter Teil: Neue Horizonte

  • 12. Freier Wille im Rahmen der Hierarchie
  • 13. Physik und Metaphysik
  • 14. Ein Blick durchs Schlüsselloch

Anhang

  • I. Ein Wahrnehmungsexperiment
  • II. Bemerkungen über das autonome oder vegetative Nervensystem
  • III. Ufos: ein Festival der Absurdität

Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Personen- und Sachregister