Marktwirtschaft und ihre Begleiterscheinungen

1 Beitrag / 0 neu
Bild des Benutzers Peter Weber
Peter Weber
Offline
Beigetreten: 23.09.2010 - 20:09
Marktwirtschaft und ihre Begleiterscheinungen
DruckversionPDF version

Marktwirtschaft und ihre Begleiterscheinungen

Kritik der Unersättlichkeit und Lob des guten Lebens II

1. Historischer Rückblick 
 
Eine Rückschau über die Entwicklung der Prozesse um den Sinngehalt und die Begriffe wie Glück, Wohlstand, Besitz und Kapital soll an dieser Stelle nicht erfolgen. Man möge mir verzeihen, daß ich dabei sogar Karl Marx vernachlässige - es würde sonst zu umfangreich. Einige Zeilen sollen aber dem schottischen Moralphilosoph, Aufklärer und Begründer der klassischen Nationalökonomie namens Adam Smith gewidmet werden, bevor der Einstieg in die „in medias res“ (mitten in die Dinge) des 20. Jahrhunders erfolgt. Mit mit seinem Hauptwerk „Wohlstand der Nationen – Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen“ hat uns Smith eine Basis hinterlassen, auf dem seine Nachfolger bis hin zur Moderne aufbauen konnten. 
 
Eine essenzielle Frage hat sich Smith gestellt:
 
„Was ist bedeutsamer: das allgemeine, gesellschaftliche Glück oder das persönliche, individuelle Glück?“.
 
Seine Theorien führten ihn jedoch zu einer Erkenntnis, bei der es sich erübrigte, die o. a. Frage definitiv zu beantworten. Es handelt sich um die Offenbarung der berühmten „unsichtbaren Hand“, die offensichtlich auf einer religiösen Basis gedeihte und als eine Assoziation zur „Hand Gottes“ verstanden werden kann. Denn durch die unsichtbare Hand, die mittels der Funktion des Marktes den gesellschaftlichen Reichtum erhöhe, werde gleichzeitig auch das allgemeine, gesellschaftliche Glück gefördert. Dies sei zwar keine direkt beabsichtigte Wirkung des Wirtschaftsgeschehens, aber trotzdem sei der mehr oder weniger zufällige Effekt ein stichhaltiger Grund, die Marktwirtschaft zu unterstützen, denn das Florieren des Marktes sei daher im allgemeinen Interesse.
 
Die in diesem Beitrag gestellte Aufgabe führt uns zu den menschlichen Begierden und den zu erfüllenden Bedürfnissen. John Maynard Keyneseiner der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts und Begründer des „Keynianismus“ hatte seine eigenen Vorstellungen vom Wirken der Begierde. Wie Adam Smith ging er von den angeblich wohltätigen Ergebnissen des Marktes aus. Er behauptete, daß der Mensch nur eine begrenzte Anzahl von Begierden habe und nahm an, daß 
  • der Kapitalismus die Liebe zum Erzielen von Gewinn freisetze,
  • dieser wiederum durch die Fülle seines Angebotes den Menschen befriedigen könne, 
  • sich daraus die Freiheit der Menschen entwickele, der sich in einem zivilisierten Leben der Früchte  seiner Arbeit erfreuen könne, und
  • sich als Endeffekt ein Zustand einer Befriedigung und allgemeiner Zufriedenheit herauskristallisiere.
Jedem von uns ist klar, daß sich Keynes geirrt hat, wenn wir unseren derzeitigen Daseinszustand betrachten, der weit davon entfernt ist, uns zu den beschriebenen paradiesischen Verhältnissen zu bringen. Das hat natürlich etwas mit dem schwer faßbaren Begriff des Glücks zu tun. 
 
Je intensiver und schneller die Befriedigung von Bedürfnissen – meist materieller Art – abläuft, um so eher könnten die Arbeitsstunden verringert werden und der Arbeitnehmer wäre in der Lage, sich seinen Lebensunterhalt mit weniger Arbeitsaufwand  verdienen. Dies wäre möglich ohne Glücksverluste und verbunden mit einer höheren Lebensqualität sowie der Chance, die Freizeit sinnvoll zu nutzen – bei gleichzeitigem uneingeschränktem Genuß des Lebens. 
 
Keynes hat allerdings dabei entscheidende Hindernisse übersehen, die bei der Entfaltung des Kapitalismus auftreten. Als erstes hat er den Umfang des Machtkomplexes unterschätzt, der durch die potenzierende Arbeitsweise des Kapitals ins Maßlose anwächst sowie die Tatsache, daß der Kapitalismus auf ungehemmtem Konsum gegründet ist. Ohne ständiges Wirtschaftswachstum und Anstachelung des Konsums wäre der Kapitalismus zum Scheitern verurteilt. Daraus folgt eine Unersättlichkeit der Gier nach Geld, Besitz, Macht und Gütern. Der Kapitalismus feuert damit eine immanente Jagd nach Reichtum an. 
 
Wachstum ist als neutrales und natürliches Phänomen nicht zu verdammen, sondern Wachstum ist der Motor der Natur und wie der Tod Bestandteil eines sich selbst regulierenden Systems. In diesem Sinne  ist er als ein Antidepressivum für Volkswirtschaften geeignet, die schwächeln, um sich wieder aufzurappeln, aber nicht als Dauerdroge, die süchtig macht und die die gesunden Steuerungsmechanismen ausschaltet.
 
 
2. Umschwenken in neues Paradigma
 
Nach dem langsamen Ableben des Keynesianismus trat die Welt in den 70er-80er Jahren in eine neue Phase ein. Es entwickelte sich auf dem Fundament des Neodarwinismus unter den Regenten Margaret Thatcher u. Ronald Reagan eine Zeitrechnung der Technokraten, Imperialisten und Wirtschaftsverherrlicher.
 
Margaret Thatcher, bekannt als „Eiserne Lady“ war von 1979 bis 1990 Premierministerin von Großbritannien. Als Vorreiterin der auf der neoliberalen Doktrin basierenden Forderung nach Deregulierung des Staates hat sie immenses Unheil angerichtet, das bis heute weiter wuchert und unermeßliche Schäden zu Lasten der Allgemeinheit anrichtet. Die berühmt-berüchtigte TINA („There Is No Alternative“) - Ausrede, wenn es um den Schutz des Kapitals, der Banken und der Konzerne (Systemrelevanz!!!) geht, ist noch heute das Lieblingslied unserer Thatcher-Nachgeburt Angela Merkel. Thatcher war nicht nur mit Haaren auf den Zähnen bewaffnet, sondern sie unterstützte die US-Hardliner-Politik in vollem Umfang und war sich nicht zu schade, um im Falklandkrieg 1000 Menschenleben wegen einer Prestigeangelegenheit wegen ein paar Felseninselchen zu opfern.
 
Ronald Reagan, Schauspieler und Cowboydarsteller, war von 1981 bis 1989 der 40. US-Präsident. Er war ein Verfechter der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik und damit ganz auf der Linie von Hayek und Friedman, auf die wir unten noch zu sprechen kommen. Seine von ihm propagierte „Trickle-down-Theorie“ ist nichts anderes als eine Kopie der „unsichtbaren Hand“ von Smith. Reagans außenpolitischer Kurs war nationalistisch dominiert – in seiner Sicht der USA als von Gott auserwählte Nation war der Rest der Welt nur ein auszubeutendes Anhängsel. Insofern war seine Inszenierung einer Wiederauferstehung des Kalten Krieges und der Beschimpfung der UdSSR als „Achse des Bösen“ nur konsequent.
 
Unterstützt von den namhaften Exponenten Thatcher und Reagan entfaltete sich ein neues wirtschaftliches Paradigma. Dieses färbte langsam aber sicher auch auf das gesellschaftliche Weltbild ab und ist bis heute dabei, die gesamte Welt zu erobern. Die neue Mode ist auch bekannt als Marktfundamentalismus. Da kam Adam Smith mit seiner „unsichtbaren Hand“ gerade recht, der damit eine Wiederauferstehung erleben durfte. Vernachlässigt wurden dabei aber die Verdienste Smiths als Moralphilosoph, der soziale Gesichtspunkte vertrat und eine ethische Haltung einforderte. Friedrich August von Hayek und Milton Friedman, um nur zwei der hauptsächlichen Vertreter zu nennen, waren die Apologeten des neuen Zeitgeistes, der Wachstum und Freihandel als oberste Maxime postulierte.

Die immateriellen Bedürfnisse des Menschen gerieten zunehmend ins Hintertreffen zugunsten eines Kapital- und Profitrausches. In der Zeit des Wirtschaftswunders der 60er und 70er Jahre kaschierte das Wachstum die Wahrnehmung der Bürger bezüglich der real-existierenden Interessens- und Besitzverhältnisse. Sie ließen sich von ihrem bescheidenen Wohlstand und den für sie anfallenden Brotkrumen blenden, die man ihnen großzügig überließ. 
 
Der durch den Krieg und die anschließenden Mangelverhältnisse anschwellende Nachholbedarf, der von einem sehr niedrigen Niveau aus startete, erfuhr eine relative Befriedigung. Er ließ die Menschen den mächtiger und immer hungriger werdenden Kapitalismus-Tiger aus dem Blick verlieren. Die durch die neoliberalen Heilsversprechungen und den gewährten ungewohnten Einkommenszuwachs naiv geglaubte Rechtfertigung von Einkommens-Ungleichheiten hatte eine Sedierung und kritiklos-gleichgültige Einstellung der Bevölkerung zur Folge. Die traditionelle Religion war im Niedergang begriffen – an ihre Stelle mußte ein Lückenfüller treten: der pseudo-religiöse Glaube an den Markt, der sich als „Hand Gottes“  profilieren konnte und dem man nun Unterwerfung zollte.
 
Im Gefolge des neuen Glaubensbekenntnisses, das sich als Selbstrechtfertigung genügte, war zu beobachten, daß die Ignorierung der sozialen und ökologischen Folgen dramatische Ausmaße annahm. Die besonders in Deutschland gepriesene sog. „soziale Marktwirtschaft“ geriet durch die zunehmende Deregulierung immer mehr unter die Räder. Deregulierung heißt Entmachtung des Staates durch drastische Kürzung der Steuereinnahmen und Privatisierung aller Bereiche, auch von Einrichtungen der menschlichen Existenzsicherung. Im Klartext wird eine Sozialisierung der Kosten der angerichteten Schäden bei gleichzeitiger Privatisierung der Gewinne praktiziert. Eine Bevölkerung, die das schluckt, muß zwangsläufig unter dem Einfluß von Drogen stehen.
 
Wenn der Staat sich  aus möglichst allem heraushält und Neutralität des Staates als oberste neoliberale Strategie gilt, dann ist die unweigerliche Folge davon, daß die Macht von der Politik auf das Kapital verlagert wird. Diese Entwicklung ist gleichbedeutend mit einer Entdemokratisierung und Entmachtung des eigentlichen Souveräns, des Volkes. Genau genommen handelt es sich um eine kalte Revolution, um einen Umsturz und einen Systemwechsel zum Wirtschaftsfeudalismus – also um eine Untergrabung des im Grundgesetz festgeschriebenen Fundaments der Republik. 
 
Es soll vorkommen, daß kritische Mitbürger angeklagt werden, weil sie angeblich „gegen nationale Interessen“ verstoßen. Welche Strafe hätten denn in diesem Zusammenhang die Deregulierer aus den Reihen des Kapitals und ihre politischen Helfershelfer verdient? 
 
Sogar die katholische Kirche hat dem gegenüber mit ihrer Soziallehre die Interessen der Arbeitnehmer und Bürger vertreten – zumindest theoretisch. So ließ schon Papst Leo XIII. in seiner Enzyklika „Rerum Novarum“ im Jahre 1891 verlauten:
 
„[So] geschah es, daß die Arbeiter allmählich der Herzlosigkeit  reicher Besitzer  und der ungezügelten Habgier der Konkurrenz isoliert und schutzlos überantwortet wurden. Ein gieriger Wucher kam hinzu, um das Übel zu vergrößern […] Produktion und Handel sind fast zum Monopol von wenigen geworden, und so konnten wenige übermäßig Reiche einer Masse von Besitzlosen ein nahezu sklavisches Joch auflegen.“
 
Der seit 2013 neue Papst Franziskus outete sich als ein Papst der Armen und Kapitalismuskritiker. In seinem apostolischen Schreiben vom 24.11.2013 ließ er sich zu dieser folgenschweren Aussage verleiten: „Diese Wirtschaft tötet." Und weiter:
 
„Die Mechanismen der augenblicklichen Wirtschaft fördern eine Anheizung des Konsums, aber es stellt sich heraus, daß der zügellose Konsumismus, gepaart mit der sozialen Ungleichheit, das soziale Gefüge doppelt schädigt.
 
Das geschieht nicht nur, weil die soziale Ungleichheit gewaltsame Reaktionen derer provoziert, die vom System ausgeschlossen sind, sondern weil das gesellschaftliche und wirtschaftliche System an der Wurzel ungerecht ist.“
 
Das alles hindert die offiziell soziale Einstellung der Kirche nicht daran, vorherrschende Eigentums- und Besitzverhältnisse zu verteidigen. Schließlich hat sie ihren Reichtum begründet auf feudalistischen Praktiken der Vergangenheit.
 
Als praktisches Beispiel dafür, wie ein Staat sich ethisch engagieren kann und Möglichkeiten besitzt, ein gutes und zufriedenes Leben seiner Bürger ohne den Zwang zum Konsumrausch zu initiieren, ist Bhutan, ein Land im Himalaya. Hierüber hat unser Autorenkollege im Kritischen Netzwerk, der Kölner Ökonom Saral Sakar, einen aufschlußreichen Artikel mit dem Titel „Bhutan ist keine Insel – Die Zukunft des Bruttoinlandsglücks“ geschrieben, den es sich nachzulesen lohnt.
 
 
3. Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bezugsrahmen
 
Nun sind wir in der Gegenwart angekommen, die uns das marktwirtschaftliche Paradies auf Erden anbietet bzw. verspricht. Die Marktwirtschaft hat die Weltherrschaft übernommen in einem Ausmaß, wie es der viel geschmähte Kommunismus und Sozialismus niemals vermochte. Sie dringt in sämtliche Ritzen unseres Lebens und Bewußtseins ein, bestimmt unseren Alltag und hält uns gefangen.
 
Die extra dafür erfundene soziale Marktwirtschaft, um uns von der Radikalität und Unbarmherzigkeit des kapitalistischen Systems abzulenken, dient uns als Rettungsanker oder letzten Halm, an den wir uns klammern können. Für die Herrschenden bildet sie das ideale Alibi und einen kaschierenden Lendenschurz: der Wolf tritt im Schafspelz der sozialen Marktwirtschaft auf und hat Kreide gefressen. Der Tenor lautet allenthalben: „das beste Deutschland, das wir je hatten“, „uns geht es doch allen gut“,  oder im Falle von kritischen Bemerkungen „dann wander‘ doch aus“. Die Pauschalempfehlung „dann hau‘ doch nach drüben“ hat sich erübrigt. Der Selbstbetrug, daß wir in der besten aller denkbaren Welten leben und uns auf unseren Lorbeeren ausruhen könnten, wird als Schutzschild und Entschuldigung für konformes Verhalten als Fahne voran getragen.
 

________________________

 

Die Wirtschafts- Energiekrise in den 70er Jahren und der Fall des Kommunismus 1989 haben einen entscheidenden Teil dazu beigetragen, daß die radikale Marktwirtschaft so rasant Fuß fassen konnte. Die Freiheitsparolen, das vermeintliche Gefühl der individuellen Freiheit sowie die des Freihandels in Verbindung mit der Lust auf Besitzvermehrung bescherte uns eine ungehemmte Ausbreitung der Raffmentalität und eines Lebens auf Kosten anderer und im besonderen auch der Natur.
 
Es formierte sich eine sich aufblähende Dienstleistungs-Gesellschaft, die Serviceleistungen anbietet, die zu einem wesentlichen Teil niemand wirklich braucht und die den Menschen zur Bequemlichkeit verführt. Letztendlich erfüllt die Dienstleistungswirtschaft die Funktion, den Reichen zu dienen. Die Wohlhabenderen können sich jeden Wunsch leisten – die ausführenden Kräfte entstammen dem Prekariat und müssen sich mit Hungerlöhnen zufrieden geben.
 
 
4. soziopsychologische Auswirkungen und Phänomene
 
Nicht nur das Erdklima, sondern auch das gesellschaftliche Klima hat sich gewandelt – fast könnte man annehmen, es bestünde ein Zusammenhang. Parallel zur Klimaerwärmung wird nun auch das Konkurrenz- und Leistungsstreben angeheizt.  Die neue Lebensregel hat das Mitgefühl ad acta gelegt und unterliegt dem Prinzip jeder gegen jeden – nur der bessere und stärkere gewinnt. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, ist zwar ein guter Motivationsschlüssel, aber wo kein Gott mehr existiert, da hat man eben Pech gehabt und bleibt sich selbst überlassen.
 
Die Mode des gesellschaftlichen Interagierens wird bestimmt von Slogans wie „jeder ist seines Glückes Schmied“, „Arbeit ist die erste Bürgerpflicht“, „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ oder „wer keinen Erfolg hat, ist selber schuld“. Stillstand, Ruhepausen und Muße sind verpönt, denn das Hamsterrad muß sich drehen. Streßsymptome bleiben nicht aus und die Auszeiten wegen psychischer und depressiver Erkrankungen nehmen deutlich zu. Kaum einer macht sich die Mühe, über den Sinn von Arbeit bzw. sinnvoller Tätigkeit und deren Neudefinition nachzudenken.
 
Egoismus, Narzißmus und Rücksichtslosigkeit treiben ihre Blüten. Die Solidarität, die der Kern jeglichen Zusammenhaltes in der Familie, in Gruppen, der Gesamtgesellschaft sowie der Menschheit insgesamt bildet, zerbröselt wie ein Keks. Es kommt zu einer Fetischisierungswelle des Individuums, bei der der Begriff Freiheit deformiert wird: die Freiheit endet nicht mehr dort, wo andere in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern sie ist entgrenzt und wuchert wie eine Krebszelle auf Kosten der gesunden Zellen.
 
Auf diesem Nährboden sprießt eine habgierige Plutokratie in die Höhe, die nur noch eines kennt: Abkassieren durch die Methode des modernen Raubrittertums. Dieses hat die Eisenrüstung abgelegt und das Schwert durch Manipulation und die Macht des Kapitals ersetzt. Die Speerspitze wird in der fortgeschrittenen Zivilisation durch eine Deformierung der Sprache und Euphemisierung der Wortbegriffe gebildet, die sich als Waffe gegen die Menschen und zu deren Schaden richtet. Im Namen von Freiheit und Demokratie, Gummiformulierungen, die in ihrer Bedeutung völlig umgedreht wurden, wird das üble Treiben legitimiert und exkulpiert. 
 
Die Instrumente der Herrschaft des Kapitals sind Freihandel und Globalisierung – sie werden als ideologisches Faustpfand  und Totschlaghammer bei jeder Gelegenheit mißbraucht. Die Auswirkung einer habsüchtigen Denkweise und destruktiven Handelns ist das Aufkommen von moralischer Fäulnis, der man nur noch durch ein rigoroses Ausmisten dieses stinkenden Augiasstalles beikommen kann. Das Wachstum, wie es in diesen pathologischen Strukturen definiert und verstanden wird, kann man als Ziel ohne Ziel disqualifizieren. Jedenfalls dann, wenn man Ziel mit einer Intention zu evolutionärem geistigen Wachstum und Schaffung von lebensfördernden Bedingungen versteht.
 
 
5. Wachstumskritik
 
Trotz oder gerade wegen der Dominanz des Wachstums als Rechtfertigung zur Fortführung des eingeschlagenen Kurses greift eine Wachstumskritik um sich. Diese zeichnet sich jedoch oft durch eine mangelhafte Differenzierung aus. Nach Ansicht der Skidelskys ist sie bei vielen Verkündern nicht ausreichend wissenschaftlich abgesichert. Basis dieser Schelte an der Wachstumskritik sind die Einschätzungen über die Auswirkung der C0²-Emissionen auf den Klimawandel. Die Politik der Grünen sei nicht auf Wissenschaft aufgebaut, sondern ihre Motivation beruhe ausschließlich auf Gefühl.
.
Allerdings bin ich der Ansicht, daß sich die Skidelskys in ihrer Argumentation zu sehr auf die Faktoren C0² und Klimawandel an und für sich fixiert haben. Sie haben dabei andere ebenso gewichtige Faktoren ausgeblendet. Die Gefahren des unregulierten und hemmungslosen Wachstums sind auf zwei Ebenen anzusiedeln. Erstens auf der Ebene des Individuums, das zum einen psychisch und charakterliche Beschädigungen davontragen und zum anderen physische Defekte erleiden kann. Zweitens – und nur darauf stützen sich die Skidelskys – müssen wir uns mit der Handlungsplattform der globalen Natur und deren Funktionieren auseinandersetzen. In diesem Bereich sollten uns nicht nur die C0²-Emissionen Sorgen bereiten – Methangas z. B. ist wegen seiner Effizienz wesentlich gefährlicher.

Hiereine Auflistung von weiteren relevanten Faktoren vornehmen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit besitzt: 
  • Vergiftung von Böden, Wasser, Luft und Lebensmitteln
  • Trinkwasserknappheit und Absenken der Grundwasserspiegel
  • Anstieg von Radioaktivität und Elektrosmog
  • Smogphänomene mittels der Luft
  • Abholzung der Wälder, Erosion und Desertifikation
  • Dürre und Hungersnöte
  • Vermüllung von Land und Meer
  • Artensterben und Störung der natürlichen Kreisläufe
  • Abschmelzung von Gletschern und Polarzonen
  • Zunahme von Naturkatastrophen
  • Flüchtlingsproblematik
  • Verschlechterung der menschlichen Existenzbedingungen mit der Folge einer Forcierung von Krieg, Gewalt, Terror, Rassismus und Fundamentalismus
All diese gravierenden Konsequenzen, die die Zukunft der Menschheit betreffen, sind ja wohl von niemandem zu bestreiten. Um zu erkennen, daß es fünf vor zwölf oder schon später ist, braucht man keine wissenschaftlichen Erkenntnisse – da genügen offene Augen, Erfahrungswerte und ein Schlußfolgern aus der Verkettung der Ereignisse.
 
Was die Natur und die Erde als Ganzes angeht, so ist die Gaia-Hypothese der Mikrobiologin Lynn Margulis und dem Chemiker, Biophysiker und Mediziner James Lovelock ein bemerkenswertes Thema. Diese These wurde zwar von den Skidelskys ebenfalls verworfen, aber der dahinter verborgene Gedanke ist m. E. nicht von der Hand zu weisen.
 
Die Erde wird aus der Sichtweise Lovelocks in weitestem Sinne als ein lebendiges Wesen betrachtet, das mit einer evolutionären Dynamik arbeitet und sich selbstregulierend organisiert. Das untermauert die Vorstellung, die auch von Biologie und Quantenphysik bestätigt wird, daß kein Ereignis isoliert betrachtet werden darf, sondern daß jede Bewegung und jeder Anstoß zuzusagen Wellen erzeugt, die Auswirkungen auf andere Teile des Ganzen haben. Es existiert genau genommen also kein Schritt, der nicht irgendeine Konsequenz besitzt.
 
In diesem Zusammenhang wird oft vorausgesagt, daß die Erde bzw. die Natur sich für ihr angetane Verunstaltung und Ausbeutung rächen wird. Diese „Rache“ kann nun als Reaktion eines Lebewesens und/oder als instinktive Selbstregulation oder einfach nur als biologisch-physikalische Resonanz betrachtet werden. Wie dem auch sei: sie ist Realität!
 
Wir sollten uns darüber bewußt werden, daß unsere Sicht der Natur zwangsläufig anthropozentrisch ist - nämlich auf unsere menschlichen Interessen und unseren Nutzen bezogen. Der Wert der Natur wird daher meist nicht als intrinsisch und für sich selbst begreifend, sondern als utilaristisch taxiert. Aber nur, wenn man die Natur als einen Teil seiner selbst empfindet, sie achtet und ihre Verletzung als eine Selbstverstümmelung bemißt, hat man die Chance, mit ihr in Harmonie zu leben. Wie schon weiter oben analysiert, gehört ein Harmoniebewußtsein unweigerlich zum Bestandteil eines guten menschlichen Lebens, sowohl im Sinne dieses Essays als auch des Buches von Robert und Edward Skidelsky.
 
Eine Wachstumskritik und eine entsprechende Änderung unseres Verhaltens ist aus den geschilderten Gründen unvermeidlich, wenn wir für uns und unsere Nachkommen ein lebenswertes Spiel- und Lebensumfeld gestalten wollen.
 
 
6. Konsumismus
 
Der Konsumismus, also die Gier und der Zwang zum Konsum um des Konsums willen, ist zu einer globalen Pathologie ausgeartet. Der Konsum hat sich zu einem Placebo für eine „biophil-produktive“ Lebensweise im Sinne von Erich Fromm  und  eine sinnvoll-gesunde Betätigung ausgebildet. Als Ersatzmittel wirkt der Konsum in übersteigerter Form nach Fromm „negrophil-destruktiv“, also als Sedativum und lebenserstickend. In seiner Verlaufsform besteht die Gefahr, daß der Konsum sich zu einer Sucht ausbaut, da er einer Teufelsspirale folgt. Man kann verschiedene Abarten des extensiven Konsums erkennen. Ich versuche einmal eine Unterscheidung:
 
  • Konsum als automatische Zwangshandlung zum Füllen von innerer Leere und Vermeidung von Langeweile
  • Konsum als Ersatz für eigenes Selbstbewußtsein, sozusagen als Ich-Krücke
  • Konsum infolgedessen als Umsetzung eines Geltungsbedürfnisses und zugunsten von Imageaufbau
  • Konsum als nachahmender Konsum mit Vorbildwirkung, der dem nachahmenden Verhalten von kleinen Kindern ähnelt
Über den Konsumismus zu schreiben, heißt auch, konsequent seine negativen Wirkungen anzuprangern. Grundsätzlich lassen sich die Folgen des unmäßigen Konsums in drei Wirkfelder gruppieren: Gesundheit, Finanzielles und Ökologie.
 
Wie bei der Kritik des Wachstums gilt auch im Falle des Konsummißbrauchs die Aussage, daß sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit Opfer der einseitigen Leidenschaft sein kann. Weiterhin ist nicht zu leugnen, daß die durch einen über das gesunde Maß hinausgehenden Konsum die damit verbundenen Ausgaben für Status und Image zu Lasten von Arbeitszeit, Grundgütern und Muße gehen. In der Konsequenz drückt sich das in längeren Arbeitszeiten, Verzicht auf Ausübung von Grundbedürfnissen und Reduzierung von Zeiten der Muße aus.
 
Der Konsumwahn hat obendrein noch einen preistreibenden Effekt, denn die durch einen unnötigen Konsum angeheizte Nachfrage sorgt nach den Regeln der Marktwirtschaft für Preissteigerungen. Damit müssen einkommensschwache Bevölkerungsschichten für die Exzesse der Wohlhabenderen oder ihrer eigenen Schicht, die auf Kredite setzt, büssen. Konsum in der Ausprägung von Konsumwahn hat immer eine eskalierende Tendenz, der keine natürlichen Grenzen entgegen stehen. Die Motivation zur Unersättlichkeit ist unverkennbar – wir müssen aufpassen, uns nicht in eine Raupe Nimmersatt zu verwandeln.
 
Konsumismus als krankhaftes Phänomen beinhaltet nicht nur eine gesellschaftliche Nutzlosigkeit, nein, viel schlimmer ist der dadurch angerichtete Schaden für den einzelnen, die Volkswirtschaft sowie die Umwelt. Das als Selbstzweck verinnerlichte Konsumdenken verkörpert den eigentlichen Motor und das Mittel zur Bereicherung der Finanzdienstleistungs-Industrie, die in ihrer giergesteuerten Selbstherrlichkeit ganze Staaten in Krisen schleudert und verantwortlich ist für die Not und den Hunger von Abermillionen.
 
Nicht zuletzt verursacht der ziellose Konsum, der ausschließlich dem Ansinnen der Profit-eure dient, die Bilanz einer irrsinnigen Verschwendung von Ressourcen sowie von menschlichem Potenzial und Knowhow, was wir uns einfach auf Dauer nicht leisten können. Wenn man auch noch die damit verbunden menschlichen Tragödien anschaut, die aus sich bildenden Anomalien des menschlichen Charakters ergeben, dann ist es Zeit dafür, die Reißleine zu ziehen, wenn wir jemals wieder auf einen grünen Zweig gelangen wollen. 
 
Denn die uns durch das Kapital und den Markt aufgezwungenen Pathologien und Normen formen sowohl unseren individuellen als auch den Gesellschaftscharakter auf Generationen hin um. Persönlich gesehen mutieren wir zu einem Marketingcharakter, der nicht nur jedes Gut als Ware abqualifiziert sondern sich selbst als Mensch und Arbeitnehmer als Handelsgut verhökert und degradiert. Der individuelle Charakter steht dabei in Wechselwirkung zum Gesellschaftscharakter (siehe Erich Fromm), die sich gegenseitig bedingen und formt daraus eine charakterlose und fremdgesteuerte Masse, die als Herde willfährig auf ausgetretenen Pfaden trottet.
 
 
7. Werbung
 
Der Werbung wiederum muß man das Gewicht eines Motors und Antriebskraft des Konsumismus zuerkennen. Sie ist heutzutage allgegenwärtig, auf der Straße, in den Medien, im TV, im Internet – und stets präsent in den Smartphones. Man kann der Werbung kaum entrinnen, denn sie verfolgt uns überall hin. Sie hat sich uniformiert und tritt global im gleichen Kleid auf – in einer „Corporate Identity“: eine universelle Gleichmacherei, die die dem Kommunismus zugeschriebene Wirkung bei weitem übertrifft. Sie zerstört damit auch die kulturelle Vielfalt internationaler traditioneller Angebote und Rituale.
 
Die Werbung ist das mit gewaltigem finanziellem Aufwand propagierte Manipulationsmittel, da als wirkungsvolle Allzweckwaffe eingesetzt wird, um die Menschen einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Das üble daran ist, daß die meisten Leute sich dessen nicht bewußt sind und sie auf diese Weise ihr Unterbewußtsein fremdbesetzen lassen. Die Psychologie beweist (eine Entdeckung von Freud), daß der Mensch wesentlich stärker von seinem Unterbewußtsein gesteuert wird als vom rationalen Willen. Aus diesem Blickwinkel heraus ist die schleichende Gefährlichkeit der Werbung einzuordnen. 
 
Bei der Kritik der Werbung verwenden die Verfechter stets die gleichen untauglichen Argumente, mit denen sie den Sinn und Nutzen der Werbung rechtfertigen wollen. Sie geben die Devise aus, daß 
  • die Leute das bekommen sollen, was sie wollen -
  • richtig ist vielmehr, daß sie bekommen sollen, was sie brauchen.
Sie beruht mithin auf einem Paralogismus oder Fehlschluß. Der durch`s Leben hetzende gleichgültige und unkritische Konsument denkt tatsächlich, er hätte die Freiheit der Wahl. Ihm fällt nicht auf, daß die Kaufentscheidungen unbewußt aufgedrängt werden. Mit anderen Worten ausgedrückt: Der eigene Wille ist fremdbestimmt. Die Freiheit der Wahl ist darüber hinaus dadurch eingeschränkt, daß der Hersteller natürlich nur diejenigen Waren auf den Markt bringt, die von ihm lanciert sind und die den höchstmöglichen Profit erbringen.
 
Die große infame Werbelüge besteht darin, daß die Werbebranche und natürlich ihre Auftraggeber behaupten, daß die Werbung nur als objektive Information zur Verfügung gestellt und vom Verbraucher aufgenommen werde. Diese Doktrin vom Märchen des mündigen und souveränen Verbrauchers wird bis zur Besinnungslosigkeit wiederholt, bis die letzten es glauben. Werbung ist kaum noch von Fakten diktiert, sondern sie dient zur Erschaffung von künstlichen Bedürfnissen und Ersatzbefriedigungen. Nicht der Verbraucher prägt den Markt und das Angebot an Waren – es verhält sich genau umgekehrt: der Markt und seine verlängerte Hand, das Instrumentarium von Marketing und Werbung diktieren die Präferenzen und damit den Geschmack des Konsumenten.
 
Um es nochmals ganz explizit zu formulieren: Die Bedürfnisse der Verbraucher werden durch die Gehirnwäsche der Werbung gezielt manipuliert und in die vom Produzenten gewollte Richtung gebracht. Anschließend wird dann der „Kundenwunsch“ als Rechtfertigung für Produktion und Angebotsunterbreitung mißbraucht. Diese Spirale geht eindeutig vom Produzenten oder Anbieter aus – und nicht von den echten Bedürfnissen der Menschen!
 
--------
 
Leseempfehlung:
 

I. Alternativen menschlichen Verhaltens zw. Haben und Sein / Glück und Basisgüter - weiter

♦ III. Wege und Ziele zum guten Leben - weiter


 
Bildquellen:

1.  Adam Smith (getauft am 5. Junijul./ 16. Juni 1723greg. in Kirkcaldy, Grafschaft Fife, Schottland; † 17. Juli 1790 in Edinburgh) war ein schottischer Moralphilosoph, Aufklärer und gilt als Begründer der klassischen Nationalökonomie. Autor: Etching created by Cadell and Davies (1811), John Horsburgh (1828) or R.C. Bell (1872). The original depiction of Smith was created in 1787 by James Tassie. Quelle: Wikimedia Commons.

2.  John Maynard Keynes, Baron Keynes (* 5. Juni 1883 in Cambridge; † 21. April 1946 in Tilton, Firle, East Sussex) war ein britischer Ökonom, Politiker und Mathematiker. Er zählt zu den bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts und ist Namensgeber des Keynesianismus. Seine Ideen haben bis heute Einfluss auf ökonomische und politische Theorien. Foto: IMF. 1. Quelle: This file from http://www.imf.org/ is in the public domain and can be used for any purpose, including commercial use. 2. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für alle Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 Jahren oder weniger nach dem Tod des Urhebers.

3. Premierministerin Margaret Thatcher und US-Präsident Ronald Reagan, 1981. Quellen: Ronald Reagan Presidential Library / Wikimedia Commons. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil All the photographs from the Reagan Library Archives are in the public domain and may be credited "Courtesy Ronald Reagan Library."

4. Friedrich August von Hayek (* 8. Mai 1899 in Wien; † 23. März 1992 in Freiburg im Breisgau) war ein österreichischer Ökonom und Sozialphilosoph. Neben Ludwig von Mises war er einer der bedeutendsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Hayek zählt zu den wichtigsten Denkern des Liberalismus im 20. Jahrhundert und gilt manchen Interpreten als wichtigster Vertreter des Neoliberalismus, auch wenn er sich selbst nie so bezeichnete. Foto: LSE Library. Quelle: Wikimedia Commons. This image was taken from Flickr's The Commons. The uploading organization may have various reasons for determining that no known copyright restrictions exist

5. Franziskus (lateinisch Franciscus PP.; bürgerlicher Name Jorge Mario Bergoglio SJ ,(* 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, Argentinien) ist seit dem 13. März 2013 der 266. Papst der römisch-katholischen Kirche. Er ist der erste Lateinamerikaner und der erste Jesuit in diesem Amt. Seit 1958 ist Bergoglio Jesuit. 1969 wurde er Priester, 1998 Erzbischof von Buenos Aires und 2001 Kardinal. Foto: Gabriel Andrés Trujillo Escobedo, Quelle: Flickr / Wikipedia, Wiki Commons, Weitergabe mit CC-Lizenz

6.  Grafik Kapitalismus-Umfrage, Quelle: Wikipedia, Dieses Werk wurde (oder wird hiermit) durch den Autor, Ökologix auf Wikipedia auf Deutsch, in die Gemeinfreiheit übergeben. Dies gilt weltweit.

7. Streßsymptome, psychische und depressive Erkrankungen bis hin zum totalen Kollaps (Burnout, Freitod) nehmen auch in Deutschland erhebliche Ausmaße an. Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt. Quelle: Pixelio.de

8. Energiewende - Sofort! Grafik: Bernd Wachtmeister. Quelle: Pixelio.de

9. "Der Untergang der Menschheit begann als er anfing Dinge zu verkaufen, die ihm gar nicht gehörten." Grafik: Wilfried Kahrs / QPress.de

10. Buchcover "Überdruss im Überfluss. Vom Ende der Konsumgesellschaft." Autor: Peter Marwitz - Konsumpf.de

11. Buchcover "Anleitung zum Müßiggang", von Tom Hodgkinson. Das Buch erschien erstmals 2004, wurde mehrmals aufgelegt und inhaltlich erweitert weshalb man auf die Tb-Version des Suhrkamp / Insel Verlages greifen sollte. ISBN: 978-3-458-35977-7. Preis [D] 8,99 €

MfG Peter A. Weber