Feuer am Fuss - Die Maeva-Trilogie 3

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Feuer am Fuss - Die Maeva-Trilogie 3
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Feuer am Fuss - Die Maeva-Trilogie 3


Autor:  Dirk C. Fleck

Verlag:  p.machinery,  Murnau (Sept. 2015)


Hardcover, 356 Seiten, ISBN 978-3-95765-038-2 – EUR 21,90 (DE)

Paperback, 356 Seiten, ISBN 978-3-95765-037-5 – EUR 14,90 (DE)

eBook Format: EPUB (Adobe DRM), 461 Seiten, ISBN 978-3-73961-580-6 - EUR 6,99 (DE)


Klappentext:

Abgrundtief realistisch und dennoch voller Hoffnung – dies ist das Motto von Dirk C. Flecks Maeva-Trilogie, welche die schrecklichen Folgen unserer zerstörerischen Lebensweise schildert, jedoch nicht ohne denkbare Auswege aus dem drohenden Dilemma aufzuzeigen. »Feuer am Fuß« schildert die fürchterlichen Zustände, die uns das zusammenbrechende kapitalistische System bescheren wird. Kurz: Der Roman handelt vom Untergang unserer Zivilisation, der sich auf vielfältige Weise seit geraumer Zeit ankündigt. Aber wie in den beiden Vorgängerromanen hält Fleck auch hier das Prinzip Hoffnung hoch. In vielen gebeutelten Regionen der Erde entwickelt sich inmitten des Ökozids ein neues Bewusstsein, das von den ausschwirrenden Vertretern der Urtraditionen spirituell unterfüttert wird. »Feuer am Fuß« ist eine literarische Hochrechnung, zu der es nicht einmal sonderlich viel Fantasie brauchte.


Gebrauchsanleitung. Ein Vorwort

Sie müssen dieses Vorwort nicht lesen. Natürlich werden Sie es trotzdem tun, man lässt in einem Buch nichts ungelesen zurück. Die überblätterten Seiten machen sich während der Lektüre nämlich wichtig, sie geben einem das Gefühl, als fehle etwas zum Verständnis. Zumal dann, wenn sie den Titel »Gebrauchsanleitung« tragen, was sehr ungewöhnlich ist für einen Roman. Aber egal ob sie diese Zeilen nun jetzt lesen oder später, es ist in jedem Fall bereichernd. Jenen Lesern, die der Versuchung durchgehend widerstehen können, sei jedoch gesagt, dass sie der Verzicht auf die Gebrauchsanleitung keineswegs ins Defizit bringt.

»Feuer am Fuß« ist ein Roman, der ohne Erklärungen auskommt. Es handelt sich um eine literarische Hochrechnung, die jeder, der seine Augen einigermaßen offen hält, sofort nachvollziehen kann. In dem Roman geht es um nichts weniger als den Zusammenbruch unserer Zivilisation, die in ihren Grundfesten bereits heute stark erschüttert wird. Im Jahre 2035 aber wächst angesichts der globalen Katastrophe in manchen Regionen der Erde ein neues Bewusstsein heran, das die Menschen wieder in Verbindung bringt mit der Schöpfung. Das ist die ganze Geschichte dieses Buches. Allerdings treten einige seiner Protagonisten hier nicht zum ersten Mal auf.

Cording, Maeva, Omai, Steve Parker und einige andere, nicht ganz so wichtige Charaktere, sind den Lesern der Romane »Das Tahiti-Projekt« und »MAEVA!« (im Taschenbuch »Das Südsee-Virus«) bestens bekannt. In »Feuer am Fuß« sind sie allerdings dreizehn Jahre älter als im »Tahiti-Projekt«, dessen Geschichte zusammengefasst so geht:

Im Jahre 2022 lädt der junge tahitianische Präsident Omai fünfzig internationale Pressevertreter ein, damit sie sich vor Ort ein Bild von der sozio-ökologischen Neuausrichtung der Gesellschaftsinseln machen können, die sich für den radikalen Umbau jahrelang vor der Weltöffentlichkeit abgeschottet hatten. »Wir haben Sie hergebeten«, beginnt Omai seine Begrüßungsrede, »damit Sie sich davon überzeugen können, dass die menschliche Gemeinschaft funktioniert. Dass sie frei sein kann von Missgunst und Vorteilsnahme, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht zwingend notwendig ist. Die menschliche Gemeinschaft ist unsere Heimat. Ebenso wie die Natur unsere Heimat ist. Wir Polynesier begegnen uns im gegenseitigen Respekt und verstehen, dass der Natur das gleiche Recht gebührt. Wir haben damit begonnen, unser Leben neu zu organisieren. Wir organisieren es unter dem Einfluss jener großen Seele, die allen alten Kulturen innewohnt. Die Menschheit ist entschieden zu weit gegangen – es ist an der Zeit, wieder Lebensqualität statt Gier und Zerstörung zu produzieren.«

Unter den geladenen Journalisten befindet sich auch Cording, Chefreporter des EMERGENCY-Magazins. Wie jeder seiner Kolleginnen und Kollegen bekommt auch er einen tahitianischen Guide zugewiesen, der ihm die Errungenschaften auf der Insel näher bringen soll. In seinem Fall handelt es sich um Maeva, die Schwester Omais. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die auf eine harte Probe gestellt wird, als ein Whistleblower den Tahitianern verrät, dass der weltweit größte Energiekonzern Global Oil damit begonnen hat, in den tahitianischen Hoheitsgewässern illegal nach Manganknollen zu schürfen, was eine Umweltkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes nach sich ziehen könnte. Cording und Steve Parker, ein junger Computerfreak und Sohn von Cordings Chefredakteurin, der ihm bei dieser Reise quasi aufs Auge gedrückt wurde, beginnen im Internet den Widerstand gegen den Ölmulti zu organisieren.

»MAEVA!« spielt im Jahre 2028. Omais Schwester ist zur Vorsitzenden der URP (»United Regions of the Planet«, einer alternativen UNO) gewählt worden. Angesichts der globalen Ökokrise begibt sich die junge Tahitianerin auf eine rettende Mission rund um den Erdball. Ob in Australien, in Burma, China, Deutschland, Südafrika, Bolivien, Kuba oder Kalifornien: Maeva ist überall dort, wo Menschen ihre Zukunft neu gestalten – oder sie vielleicht für immer verspielen. Mit im Team: Cording, Steve Parker und John Knowles, ein Journalist der New York Times, der auch schon auf Tahiti dabei war. Sie dokumentieren »Maevas Reise« im Internet, wo sie zu einem weltweit beachteten Format heranwächst. Maevas Ideen für eine lebenswerte Zukunft berühren Millionen Menschen rund um den Globus.

Doch je mehr sich ihre »Politik des Herzens« wie ein positiver Virus verbreitet, desto stärker gerät sie ins Visier der Mächtigen. In ihrem Kampf gegen gierige Konzerne, Atomkraft und Gentechnik wandelt sie sich von einer sanften Mahnerin zu einer kämpferischen Jeanne d’Arc der Ökologie. Nach einem Attentat, dem nicht Maeva, sondern einer ihrer Begleiter zum Opfer fällt, beschließen Omai und Cording, sie aus der »Schusslinie« zu nehmen. Sie inszenieren einen Flugzeugabsturz, dem Maeva angeblich zum Opfer fällt, und entführen die »Verstorbene« auf die Südseeinsel Rapa Iti, wo sie fortan in einer Art Verbannung lebt. Cording, der seine Geliebte eigentlich schützen wollte, ist unversehens zum Verräter an ihr geworden. Als sich eines Tages eine Frau auf Tahiti zeigt, auf deren vollständig tätowiertem Gesicht die Tattoos in traditioneller »Schreibweise« die Geschichte seines Verrats erzählen, scheint die Kluft zwischen ihm und seiner Geliebten für immer unüberwindlich.

Sieben Jahre später wird Cording, der keinen Frieden mehr mit sich selbst finden konnte, bei einer Razzia in einer stillgelegten Moskauer U-Bahn-Station aufgegriffen. Hier beginnt der Roman »Feuer am Fuß«.

Noch einmal: Alle drei Romane erzählen ihre eigene Geschichte, sie funktionieren auch ohne die beiden anderen. Im »Tahiti-Projekt« wird ein positiver Gesellschaftsentwurf sinnlich erfahrbar gemacht. »MAEVA!« erzählt vom Erfolg und den Widerständen, die denjenigen entgegen schlagen, die diesen Entwurf abseits des kapitalistischen Systems gesellschaftsfähig machen wollen. »Feuer am Fuß« zeigt auf, dass wir demnächst über verbrannte Erde laufen werden, wenn wir nicht endlich zur Besinnung kommen. Gleichzeitig nährt der Roman das zarte Pflänzchen Hoffnung, ohne das wir an den Umständen wohl verrückt werden würden …

 

www.dirk-c-fleck.de

 

www.feueramfuss.de

 

www.tahiti.feueramfuss.de

 

www.maeva.feueramfuss.de  

 



Nachwort

»Die Entwicklung des Lebendigen funktioniert wie ein Orchester: Es geht darum, das Neue hineinzunehmen, um die Klangfülle zu erweitern. Nur auf diese Weise ist der Mensch in dreieinhalb Milliarden Jahren zustande gekommen, aber doch nicht auf die Weise, dass jeder, der ein neues Musikinstrument mitbringt, erst mal niedergemacht und rausgeschmissen wird. Wettbewerb zerstört das gegenseitige Vertrauensverhältnis, das da ist, weil wir eben verbunden sind. Die Kooperation hingegen ist die Selbstwahrnehmung eines größeren Ichs.«
Hans-Peter Dürr(1929–2014) war ein deutscher Quantenphysiker und ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) in München.

Bei Amazon fand ich vor Kurzem eine Kritik zu den beiden Vorgängern dieses Romans, der meine Maeva-Trilogie nun abschließt. Sie stammt aus dem Jahre 2011, entzog sich aber hartnäckig meiner Aufmerksamkeit. Wenn ich sie hier in voller Länge abdrucke, so hat das nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern damit, dass dieser Text den Geist und das Anliegen, die meinen Büchern zugrunde liegen, auf eine Weise erfasst hat, wie ich es in den über siebenhundert anderen Kritiken zum »Tahiti-Projekt« und »MAEVA!« so noch nicht gelesen habe. Er könnte also hilfreich sein, besonders für die Neueinsteiger unter Ihnen.


Rezension von Parvati

Es beginnt, wenn wir anfangen zu handeln!

Von Parvati am 15. April 2011

Ich möchte nur einen wichtigen, sonst nie angesprochenen Aspekt hervorheben, warum ich »MAEVA!« wie auch den Vorgängerroman von Dirk Fleck, »Das Tahiti-Projekt«, für so immens wichtig halte. Deshalb habe ich mich auch zum ersten Mal durchgerungen, hier meine Meinung zu einem Buch kundzutun.

Wenn man – wie ich auch – der Meinung ist, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt, dass also unsere Gedanken Wirklichkeit erschaffen können, dann sollte man sich einmal fragen, welche Gedanken vor allem in den Katastrophenfilmen aus Hollywood bis ins Detail ausgemalt wurden. Wenn wir geradezu in mehr oder weniger wahrscheinlichen Untergangsszenarien schwelgen – wie soll dann der real drohende Untergang vermieden werden können? Man könnte annehmen, die Katastrophen werden regelrecht herbeigesehnt!

Fleck geht – nachdem er früher in seinem Roman »GO! Die Ökodiktatur« die negative Option weitergedacht hatte – in seinen beiden letzten Zukunftsromanen den konträren Weg. Er verschließt die Augen nicht vor den Bedrohungen, aber er unterwirft sich ihnen nicht. Sein Blick und seine Fantasie richten sich auf die positiven Möglichkeiten, die uns aus dem Dilemma heraus führen. Doch Fantasie heißt bei ihm nicht »Fantasy«, sondern bleibt am Boden der Tatsachen: seine Rettung kommt nicht durch jetzt noch nicht bekannte Wesen oder Technologien, sondern aus uns selbst: »Es beginnt, wenn wir anfangen zu handeln.« Wir verfügen schon längst über alles, was das Leben für alle Lebewesen auf diesem Planeten lebenswert machen kann – wir müssen es nur endlich umsetzen!

Mit dieser Botschaft stehen die beiden letzten Romane von Fleck ziemlich einmalig in der Bücherlandschaft. Wenn wir ihnen die verdiente Aufmerksamkeit schenken, tun wir uns selbst etwas Gutes.


Zwischen dem »Tahiti-Projekt«, das im Jahre 2022 angesiedelt ist, und »Feuer am Fuß« liegen dreizehn Jahre. Das ist eine lange Zeit, wenn wir uns das Tempo vor Augen halten, mit dem die wirtschaftlichen und politischen Machteliten der hochgerüsteten »Nehmerländer« unseren Planeten plündern. Diesem Frontalangriff sind weder die Naturhaushalte gewachsen, noch sind es die Gesellschaftssysteme, in denen die Begriffe Freiheit und Demokratie noch eine Bedeutung haben.

Das kollabierende kapitalistische System wird uns angesichts schwindender Ressourcen schon sehr bald Zustände bescheren, die mit Furcht einflößend nur sehr unzureichend beschrieben sind. Und genau diese Zustände bilden den Rahmen, die Atmosphäre in »Feuer am Fuß«. Dennoch habe ich auch in diesem Roman versucht, das Prinzip Hoffnung hochzuhalten. Wie sagte Ernst Bloch so schön: »Gegen allzu düstere Zukunftsperspektiven können die Leser schnell eine Abneigung entwickeln, man braucht positive Ausblicke.« Die braucht nicht nur der Leser, glauben Sie mir, die braucht vor allem der Autor selbst, der diese Schrecknisse ja modelliert.

»Feuer am Fuß« (das Buch heißt so, weil wir über verbrannte Erde laufen werden) schildert also nichts weniger, als den Untergang unserer Zivilisation, der sich für alle erkennbar seit geraumer Zeit ankündigt. Dennoch glaube ich daran, dass der Mensch zu einem Bewusstseinswandel fähig ist. Allerdings braucht es dafür wohl die ultimative Katastrophe, in der das alte Spiel, die alten Verhaltensweisen nicht mehr möglich sind. Dass die Rückbesinnung, wie in diesem Roman geschildert, auch mit einer wiederentdeckten spirituellen Sichtweise zu tun hat, scheint mir persönlich nur logisch zu sein.

Vergessen Sie Ihre Vorbehalte gegen den Begriff Spiritualität, fragen Sie sich in jedem Moment, welche Energie Ihr Herz schlagen lässt. Ich nehme an, dass Sie genauso wenig an eine Steckdose angeschlossen sind wie ich. Aus dieser simplen Erkenntnis heraus lässt sich so etwas wie Demut entwickeln. Und sobald das geschehen ist, bricht die Fassade der alten Realität in sich zusammen, in der die wahren Bedürfnisse der Menschen mit Füßen getreten wurden, in der wir gezwungen waren, in ständiger Konkurrenz zu leben, anstatt miteinander zu kooperieren, in der missachtet und verpönt war, wonach wir eigentlich streben: Solidarität, Frieden, Mitmenschlichkeit, Liebe. Einklang mit der Natur.

Ich will mich hier nicht als Prediger aufspielen, das überlasse ich meinen Schamanen, die in einer konzertierten Aktion ihre heilende Arbeit auf diesem Planeten aufgenommen haben. Was ich Ihnen aber nicht verheimlichen will, ist die Tatsache, dass ich mich noch mit keinem Projekt so schwer getan habe wie mit diesem Buch. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, warum »Feuer am Fuß« und ich so schwer Freunde geworden sind. Die Arbeit erinnerte eher an einen permanenten Ringkampf, in dem ich das Biest schließlich mit letzter Kraft auf die Matte legen konnte, was aber nichts über die Qualität dieser Arbeit aussagt. Zwei Jahre hat dieser Kampf gedauert, für einen ehemaligen Tageszeitungsjournalisten wie mich, der gelernt hat, das Tempo jederzeit anziehen zu können, wenn die Deadline naht, ist das ein ziemlich blamables Zeugnis.

An dieser Stelle möchte ich einem Mann Dank sagen, den ich fast als Co-Autor bezeichnen möchte. Eric Bihl heißt er, er ist der Initiator des gesamten »Tahiti-Projekts« (siehe Schlusswort), Vorsitzender des Equilibrismus e.V. und Mitautor des Sachbuches »Equilibrismus – Neue Konzepte statt Reformen für eine Welt im Gleichgewicht«, das 2005 im Signum Verlag erschienen ist. Mit einem Vorwort von Daniel Goeudevert und einem Geleitwort von Sir Peter Ustinov. Sir Peter war es dann auch, der angeregt hatte, die Ideen des Equilibrismus einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Er schlug vor, auf der Basis dieses Sachbuches einen Roman zu schreiben. So entstand »Das Tahiti-Projekt«, so fanden Eric und ich zusammen.

Eric war es letztlich auch, der mich bei allen drei Büchern mit Materialien und Ideen versorgte, der hartnäckig blieb, wenn ich mich in meiner literarischen Freiheit wieder einmal behindert fühlte, weil es immer und immer wieder die eine oder andere Sachinformation einzubinden galt. Für die Geduld, die er während der zahlreichen Schreibblockaden bewies, die mich die letzten zwei Jahre gelegentlich außer Gefecht gesetzt hatten, gebührt ihm eigentlich der Ehrenvorsitz der Académie Française, mindestens.

Alles in allem kann man sagen, dass ich mich nach dieser intensiven und erheblich zu lang geratenen Schaffensphase doch sehr glücklich schätze, die Maeva-Trilogie ordentlich abgeschlossen zu haben. Ich wünsche mir von Herzen, dass dieser Roman ein ähnlich interessiertes und großes Publikum finden wird wie seine Vorgänger.

Dirk C. Fleck

im September 2015


Schlusswort

Unser Projekt ist umfassender als die Maeva-Trilogie, die jedoch als hervorragender Impulsgeber funktioniert. Die Bücher bringen uns auf den Geschmack, sie machen eine bessere Welt sinnlich erfahrbar, wie Dirk C. Fleck in seinem Vorwort schreibt. Sie lassen uns diese mögliche zukünftige Welt fühlen und spüren. Dabei betreiben sie keine Schönfärberei, weil sie die negativen Entwicklungen ebenso hochrechnen wie die positiven. Das Fantastische an diesen Romanen ist, dass ihre praktische Umsetzung schon möglich wäre, weil alle technischen und sozialen Lösungsvorschläge, von denen die Rede ist, heute schon vorhanden und anwendbar wären. Sie werden von den kapitalen Interessen nur erfolgreich blockiert – zu unser aller Schaden. Was wir jedoch sofort umsetzen könnten, und dazu rufen diese Bücher eben auch auf, ist ein anderer Lebenswandel, einer, der den Verzicht zum Gewinn macht, der keine Scheu hat, die spirituelle Essenz, über die wir verfügen, auch zu benutzen – zum Wohle der ganzen Gemeinschaft.

Wir müssen endlich verstehen, dass wir es nicht mit Fehlern im System zu tun haben, sondern mit einem fehlerhaften System. Deshalb ist es dringend notwendig, dass wir aus diesem System ausbrechen, um ein völlig neues Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell aufzubauen – im Einklang und Symbiose mit den Naturregeln. Wir wollen einen Modellversuch wagen, mit dem wir den Schritt weglenken von der globalen Monopolisierung hin zur globalen Bio-Regionalisierung. Das Projekt soll als Präzedenzfall dienen, der durch seine positive Dynamik beweist, dass es sehr wohl Alternativen zu dem zerstörerischen System gibt, das heute alles Leben auf diesem Planeten zutiefst bedroht. Wann, wenn nicht jetzt, wollen wir damit beginnen, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten und dem Leben wieder eine Chance zu geben?

Wenn Sie sich über den Fortgang des Projekts informieren wollen, besuchen Sie die Website www.equilibrismus.org.

Eric Bihl

im Oktober 2015
 


 

Bild- und Grafikquellen: 

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