Gefährliche Wachmacher: foodwatch fordert Verbot von Energy Shots

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Gefährliche Wachmacher: foodwatch fordert Verbot von Energy Shots
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Gefährliche Wachmacher:

foodwatch fordert Verbot von Energy Shots

 

foodwatch fordert ein Verbot sogenannter „Energy Shots“. Die kleinen Fläschchen enthalten Koffein und Taurin in besonders starker Konzentration. Sowohl die hochkonzentrierten Energy Shots als auch herkömmliche Energy Drinks stehen im Verdacht, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar Todesfälle zu verursachen. Bei den Shots ist die Gefahr einer Überdosierung allerdings besonders groß.



Während für Red Bull und Co. die bei Jugendlichen sehr beliebten Energy Shots ein Riesengeschäft sind, stellen sie für die Gesundheit der Kunden womöglich eine Riesengefahr dar. Ein Energy Shot von 60 Milliliter enthält die gleiche Menge Koffein und Taurin wie eine normale Red-Bull-Dose – allerdings in vierfacher Konzentration. Insbesondere beim Sport oder in Kombination mit Alkohol warnen Wissenschaftler vor möglichen Nebenwirkungen. Trotzdem bewirbt Red Bull die Getränke mit jungen, angesagten Extremsportlern für angeblich ‚erhöhte Leistungsfähigkeit‘.

foodwatch fordert ein generelles Verkaufsverbot der hochkonzentrierten Shots. Zudem sollen herkömmliche Energy Drinks deutliche Warnhinweise auf der Verpackung tragen und nur noch ab 18 Jahren verkauft werden dürfen.


⇒ Energy Shots gelten als „nicht sicher“

Das Bundesverbraucherministerium hat im Mai 2012 zwar Höchstwerte für Inhaltsstoffe wie Koffein und Taurin in Energy Drinks erlassen. Red Bull umgeht diese Regelung allerdings, indem der Hersteller die Shots offiziell als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert: Der Red Bull Energy Shot enthält mehr als viermal so viel Koffein und Taurin pro Liter als für Energy Drinks erlaubt ist.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stufte bereits im Dezember 2009 in einer Untersuchung für das Bundesverbraucherministerium Energy Shots als „nicht sicher“ ein und sprach sich für ein Verbot aus: Da ein Warnhinweis auf der Packung nicht ausreiche, um eine Überdosierung auszuschließen, empfahlen die Wissenschaftler „das Inverkehrbringen von ‚Energy Shot‘ Produkten zu untersagen“. Auch die französische Lebensmittelbehörde ANSES warnte 2012, dass die Sicherheit der Produkte nicht garantiert werden könne. In den USA ermittelt derzeit die zuständige Food and Drug Administration (FDA), ob mehrere Todesfälle durch Energiegetränke ausgelöst wurden. Problematisch ist dabei nicht allein der erhöhte Koffeingehalt. Die gesundheitlichen Risiken werden auch mit möglichen Wechselwirkungen mit dem hochkonzentriert zugesetzten Inhaltsstoff Taurin sowie mit begleitend konsumiertem Alkohol begründet.


Bundesverbraucherministerium schaut tatenlos zu

Auf Anfrage von foodwatch bestätigte das BfR im Januar 2013 seine grundsätzlich kritische Einschätzung zu den Produkten – wich aber dennoch von seiner ursprünglichen Forderung nach einem Verbot der Shots ab und empfahl stattdessen lediglich „entsprechende Warnhinweise auf dem Etikett anzubringen“. Offenbar hat Bundesverbraucherministerium  Ilse Aigner die wissenschaftliche Untersuchung, die sie selbst in Auftrag gegeben hat, drei Jahre lang einfach ignoriert – obwohl sie bei drohenden Gesundheitsgefahren nicht auf Brüssel warten muss, sondern selber aktiv werden kann. Ohne weitere Begründung rückt das Bundesinstitut für Risikobewertung jetzt von seiner Empfehlung für ein Verbot ab – und die Politik bleibt weiter tatenlos.

Laut der EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) konsumiert fast jeder dritte Erwachsene Energy Drinks, besonders beliebt sind sie bei Kindern und Jugendlichen: 68 Prozent der Teenager greifen zu den Getränken. Davon sind 12 Prozent „high cronic consumers“ (Konsum mindestens viermal wöchentlich) sowie 12 Prozent „high acute consumers“ (mehr als ein Liter pro Konsum).

Ihr foodwatch Team


 



siehe PdF-Dokumente unten im Anhang:

 

  • Fakten-Papier zu Energy Shots und Energy Drinks
  • Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aus dem Jahr 2009
  • Korrespondenz zwischen foodwatch und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
  • Korrespondenz zwischen foodwatch und Red Bull


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Martin Bartonitz
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Beigetreten: 19.06.2013 - 18:50
Selbstverantwortung


Selbstverantwortung


Ich bin ein Gegner von Verboten, denn diese machen uns auf Dauer abhängig von (angeblichen?) Besserwissern und uns selbst immer unmündiger, so woll mir scheinen. Am Ende fördert es den gängelnden Staat und wir müssen uns nicht wundern, wenn wir jeden Tag zunehmen an Orwells 1984 denken müssen ...

Wir sollten eher das Bewusstsein für die Selbstverantwortung fördern und damit die freie Entscheidung nach den Fragen:

  • Was ist für mich zuträglich und was schadet mir?
  • Wem nützt es?
  • Wie schadet es warum?

Wenn wir das von Kindesbeinen an uns immer wieder fragen lernen, gehe ich davon aus, dass die Wenigsten solch einen Unsinn zu sich nehmen werden. Daher bin ich für eine rigorose Kennzeichnungspflicht sämtlicher Ingredienzen für alle Produkte, so dass Jeder selbst in der Lage ist, seine Entscheidung fällen zu können.

Hilfreich wären zudem wirklich unabhängige Studien. Inzwischen sind aber auch schon unserer Forschungsinstitutionen abhängig von den Großkonzernen, die hier am Konsumenten verdienen wollen, so dass kaum mehr einer Studie getraut werden darf.

Und das unsere Politiker hier in nichts nachstehen, das eigentlich Schädliche zu fördern, dazu ist mir im Kontext von Korruption vor einiger Zeit das Kotzen gekommen - weiter
 

Herzliche Grüße
Martin Bartonitz

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