Karl Jaspers - Nachlaß zur Philosophische Logik (HANS SANER u. MARC HÄNGGI)

1 Beitrag / 0 neu
Bild des Benutzers Helmut S. - ADMIN
Helmut S. - ADMIN
Offline
Beigetreten: 21.09.2010 - 20:20
Karl Jaspers - Nachlaß zur Philosophische Logik (HANS SANER u. MARC HÄNGGI)
DruckversionPDF version

Karl Jaspers - Nachlaß zur Philosophische Logik

 

Herausgegeber: Hans Saner und Marc Hänggi

Verlag: R. Piper GmbH & Co. KG, München (1991)

ISBN-10: 3-492-03458-6

Leinen gebunden, XXXI + 527 Seiten


Klappentext:

1947 erschien der 1. Band der »Philosophischen Logik«, Von der Wahrheit. Darin kündigte Jaspers als Fortsetzung drei Lehrbücher an, eine Kategorienlehre, eine Methodenlehre und eine Wissenschaftslehre. Erst die vier Bände zusammen sollten die Logik des neuen Zeitalters ausmachen: eine Logik der Kommunikation, die in einem ersten metaphysischen Teil (Von der Wahrheit) nach den Ursprüngen und Grenzen aller Weisen des Wahrseins fragt und in einem zweiten, weit technischeren Teil (»Lehrbücher«) nach den Weisen des Erkennens und nach dem Kosinos des Wissens. Über diesen zweiten Teil schrieb Jaspers 1957 (Philosophische Autobiographie), die Kategorienlehre und die Methodenlehre seien »auf weite Strecken entworfen, aber weit entfernt von Druckfertigkeit«, die Wissenschaftslehre hingegen sei »nicht eigentlich begonnen«, und verstreute Aufzeichnungen gäben lediglich »einen Ansatz«.

Hans Saner und Marc Hänggi haben nun die drei »Lehrbücher« für die Nachlassedition rekonstruiert. Dies war vor allein für die Kategorienlehre verlässlich, wenn auch nicht lückenlos, möglich. Jaspers fragt dort nach den Ursprüngen der Kategorien im Sein, was ihn zu den universalen Kategorien der Gegenständlichkeit, der Wirklichkeit und der Freiheit führt, die er von den Grundkategorien des Erkennens abhebt. Bringt die Bestimmung der Kategorien ein fixierendes Element in die Logik, so gerät durch deren Anwendung in den einzelnen Methoden alles wieder in Fluss. Jaspers spricht von den Methoden des formalen Denkens, den Methoden der Erkenntnis einzelner Gegenstände und den Methoden des Transzendierens. Die Wissenschaftslehre, die sich am wenigsten verlässlich erschließen lässt, sollte ähnlich wie die Methodenlehre gegliedert sein.

Eine Einleitung, Anmerkungen und ein Inventar ergänzen die Jaspers-Texte.


Inhaltsverzeichnis:
 

Vorwort des Herausgebers XVII

KATEGORIENLEHRE

§ 1 Was Kategorie ist ..........3
§ 2 Was Kategorienlehre sein kann ..........31
§ 3 Unser Entwurf ..........54

 

ERSTER TEIL: URSPRÜNGE DER KATEGORIEN ..........69


Kapitel I. Das Sein ist Gegenstand für mich (Kategorien der Gegenständlichkeit) ..........69

1. Gegenstand überhaupt ..........69
2. Gegenstand als in ihm entgegenkommendes Anderes (Form und Material) ..........73
3. Gegenstand als Einssein ..........75
4. Gegenstand als Einfachheit ..........76
5. Die Bewegung dieser Kategorien ..........78


Kapitel II. Das Sein ist Wirklichsein (Kategorien der Wirklichkeit) ..........83

1. Der Sprung vom Gedachten zum Wirklichen ..........83
2. Charaktere der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit ..........85
3. Das gedachte Wirkliche ..........87
4. Die Weisen der Wirklichkeit ..........90

 

I. Empirische Wirklichkeit (Realität) ..........92
A. Anschaulichkeit ..........92

1. Anschauungsformen (Raum und Zeit) ..........94
2. Anschauungsinhalt (Sinnesmaterial und Bewegung) ..........116
3. Anschauungsgegenstand ..........130

B. Wirklichkeit ist für uns durch gedachte Wirklichkeit ..........139

1. Die Universalität der Vermittlung des Wirklichen durch Unwirkliches an Beispielen ..........139
2. Charaktere der Wirklichkeit infolge dieses Verhältnisses ..........141
3. Das Zugrundeliegend-Gedachte und seine Verabsolutierung ..........142
4. Die Frage nach der Wirklichkeit des Gedachten ..........142

C. Weltbegriffe ..........146

1. Welt als Idee ..........147
2. Weisen des Weltseins ..........147
3. Befreiung von jeder endgültigen Festigkeit und Geschlossenheit ..........148
4. Welt als Gesamtheit des in der Weltorientierung Erkennbaren ..........148
5. Verabsolutierung der Welt ..........149
6. »Welten« als Richtungen ..........149


II. Grundweisen der Wirklichkeit ..........150

1. Orientierung an empirischer Wirklichkeit ..........150
2. Idealistische Leugnung und ontologische Behauptung der Wirklichkeit ..........156
3. Wirklichkeit der Existenz ..........161
4. Wirklichkeit der Transzendenz ..........163
5. Die Frage nach der einen Wirklichkeit ..........168

 

III. Grundverhaltungsweisen zur Wirklichkeit ..........172
A. Wie uns Wirklichkeit erwächst ..........173

1. Die Polarität des Grundverhältnisses: Einssein mit der Wirklichkeit und Distanzierung von ihr ..........173
2. Erwachen der Wirklichkeit in vitalen Kategorien der aktiven Selbstbehauptung (Wirklichkeit in Distanzierung zu ihr) ..........176
3. Erwachen der Wirklichkeit im Überwältigtwerden durch sie (Weg zum Einswerden mit der Wirklichkeit) ..........182

B. Das Erkennen und die Entfremdung der Wirklichkeit ..........189

1. Erkennen ..........189
2. Das Grundphänomen der Wirklichkeit: Entfremdung, Zwischenschaltung, Umweg ..........193
3. Der Ruf nach Wirklichkeit ..........196



Kapitel III. Das Sein ist Freiheit (Kategorien der Freiheit) ..........200

1. Sein als Gegenständlichkeit, als Wirklichkeit, als Freiheit ..........200
2. Grundcharaktere der Freiheit ..........203
3. Freiheit in ihrem abstrakten, noch leeren Ursprung ..........206

II. Kategorien der Geltung (nomologische Kategorien) ..........209

1. Dasein, Sinn, Wert ..........209
2. Zweck ..........212
3. Norm ..........213



ZWEITER TEIL: UNIVERSALE KATEGORIEN DES SEINS - DIE GRUNDKATEGORIEN DES ERKENNENS ..215



I. Kategorien der Unmittelbarkeit und der Vermittlung ..........216

1. Die unmittelbare Verdoppelung im Vermittlungsprozess des Seienden (die Kategorien der Unmittelbarkeit) ..........216
2. Die reflektierte Verdoppelung im Vermittlungsprozess des Selbstseins (die Kategorien der Reflexion) ..........229
3. Der universale Vermittlungsprozess (die Kategorien der Entwicklung) ..........233

 

II. Drei Kategoriengruppen ..........245

1. Universal- und Individualkategorien (das Allgemeine, das Ganze, das Individuum) ..........245
2. Kategorien des Grundes (ätiologische Kategorien) ..........248
3. Kategorien der Möglichkeit, Notwendigkeit und Zufälligkeit (modale Kategorien) ..........256



Dritter TEIL: Besondere Kategorien ..........259


I. Besondere Kategorien des Gegenständlichen ..........259

1. Die reine Unmittelbarkeit: Qualität und Quantität ..........259
2. Die unmittelbare Verdoppelung ..........263


II. Besondere Kategorien der Wirklichkeit ..........269


III. Besondere Kategorien der Freiheit ..........276

1. Stufenfolge des Freiseins ..........276
2. Wirklichkeit der Freiheit ..........282



METHODENLEHRE


1. Logische, technische, Darstellungsmethoden ..........287
2. Ars inventoria ..........288
3. Die Erhellung der Methoden aus den Weisen des Umgreifenden ..........289
4. Gliederung der Methodenlehre ..........290

I. Universale Methoden des formalen Denkens überhaupt ..........291

1. Formale Logik ..........292
2. Phänomenologie ..........296
3. Dialektik ..........297
4. Vergleichende Erörterungen 300
5. Die fälschliche Erweiterung der formalen Methoden zu inhaltlicher Erkenntnis ..........314

II. Partikulare Methoden der Erkenntnis besonderer Gegenstände ..........316

1. Induktion ..........319
2. Verstehen und das Unverständliche ..........321

III. Philosophische Methoden des Transzendierens ..........357

1. Erste Charakteristik ..........357
2. Logische Formen im philosophischen Transzendieren ..........367
3. Mitteilung. Darstellung. Verstehbarkeit. Aneignung ..........369

Zum Abschluss der Methodenlehre ..........371



WISSENSCHAFTSLEHRE


1. Das Wesen der Wissenschaften ..........375
2. Das Ganze des Wissens und die Enzyklopädie der Wissenschaften ..........376
3. Grenzen der Wissenschaften ..........378

 

Anmerkungen ..........391

Inventar ..........499

Register ..........515