Mysteriöse Attacken auf das Büro von Bayer-Kritikern: Steckt der Chemiekonzern dahinter?

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Helmut S. - ADMIN
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Beigetreten: 21.09.2010 - 20:20
Mysteriöse Attacken auf das Büro von Bayer-Kritikern: Steckt der Chemiekonzern dahinter?
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Mysteriöse Attacken auf das Büro von Bayer-Kritikern: Steckt der Chemiekonzern dahinter?


In den letzten Monaten wurde mind. dreimal in die Büro- und Wohnräume des bekannten Konzernkritikers Axel Köhler-Schnura und seiner Familie in Düsseldorf eingebrochen. Das zwischenzeitlich mehrfache Wechseln der Schlüsselanlage blieb erfolglos. Auch kam es zu Attacken von Hackern auf die EDV-Anlage von Köhler-Schnura. Bei den Einbrüchen wurden gezielt Daten und Datenträger entwendet, die mit der politischen Arbeit von Köhler-Schnura im Zusammenhang stehen. So etwa das persönliche Notebook, das Handy und die Kamera. Die Kriminalpolizei ist eingeschaltet und ermittelt.

 



Die Polizei geht von professionellen Einbrechern aus, da trotz Sicherheits-Systemen keine Spuren hinterlassen wurden. Nach Aussage der Kripo erscheint ein Zusammenhang mit der politischen Arbeit von Köhler-Schnura plausibel. Die gewechselten Schließanlagen liegen der Kripo zur kriminaltechnischen Laboruntersuchung vor.

Axel Köhler-Schnura ist seit 1988 mit ökologisch ausgerichteten Firmen selbständig. Er ist ehrenamtliches Gründungsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), des Dachverbands Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre, des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), des Pestizid Aktions-Netzwerks sowie der Stiftung ethecon. Zudem hat er sowohl die Ökobank als auch den alternativen Spar- und Rücklagefonds ProSolidar mit auf den Weg gebracht. Er ist Genossenschafter der jungen Welt und der taz. Bei den Europäischen Sozialforen in Florenz und Paris war er im internationalen Steuerungsausschuss für den Bereich Multinationale Konzerne zuständig. Ende April sprach er als kritischer Aktionär auf der BAYER-Hauptversammlung.

Köhler-Schnura wurde für sein Engagement 1998 mit dem Business Crime Control-Preis, im Jahr 2000 mit dem Preis Zivilcourage und 2011 mit dem Henry Mathews-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2008 war er nominiert für den Alternativen Nobelpreis.

Im Moment ist Axel Köhler-Schnura in seiner Funktion als Gründungsstifter der Stiftung ethecon dabei, die Übergabe des Internationalen ethecon Black Planet Award an die für die Menschheitskatastrophe in Fukushima Verantwortlichen des TEPCO-Konzerns vorzubereiten. Geplant sind Aktionen mit internationaler Beteiligung in Tokio. Als er im vergangenen Jahr den Internationalen ethecon Black Planet Award 2010 an die Verantwortlichen von BP im Rahmen ebensolcher Aktionen übergeben wollte, sollte dies durch seine polizeiliche Festnahme verhindert werden.

Seine ehrenamtlichen konzern- und gesellschaftskritischen Aktivitäten riefen schon in der Vergangenheit mehrfach den BAYER-Werkschutz und den Verfassungsschutz auf den Plan. Beispielsweise wurde in den 80er Jahren zur gleichen Zeit in die Büros der Anwälte der Coordinationg gegen BAYER-Gefahren sowie in die CBG-Geschäftsstellen in Köln und Solingen gewaltsam eingedrungen und gezielt die Akten zu einer BAYER-kritischen Kampagne entwendet.

Große Konzerne und auch staatliche Stellen verstoßen immer wieder gegen verfassungsmässige Grundprinzipien und beteiligen sich sogar an verdeckten Operationen gegen demokratische Bewegungen. Das belegen z.B. die Untersuchungen des Politikwissenschaftlers Dr. Stephan Blancke (Private Intelligence, VS Verlag, Wiesbaden 2011). In der Schweiz läuft aktuell ein Prozess gegen NESTLÉ wegen Infiltration einer Gruppe von attac. Bekannt ist auch der Fall „Manfred Schlieckenrieder“, der im Auftrag von Shell, BP, vom BND und Verfassungsschutz geheimdienstlich gegen Mitglieder demokratischer Organisationen vorging. Traurige Höhepunkte solchen undemokratischen Vorgehens sind der mysteriöse Autounfall der Atom-Kritikerin Gay Silkwood 1974 sowie der gewaltsame Tod eines Greenpeace-Mitstreiters durch eine Bombe des französischen Geheimdienstes im Jahr 1985.

Axel Köhler-Schnura bittet um Unterstützung: "Wir sind ratlos. Sicherheitstechnik ist für diese Einbrecher offenbar kein Problem. Zu Rate gezogene Experten meinen, "die Konzerne sind da immer fünf Schritte voraus, die Geheimdienste kennen stets den Stand der neuesten Technik". Das einzige was in einer solch gespenstischen Situation noch hilft, ist möglichst große Öffentlichkeit. Solche Attacken, bei denen man nicht weiß, aus welcher Richtung sie kommen und was dahinter steckt, müssen in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Und natürlich brauchen wir Rückenstärkung durch Solidarisierung, aber vor allem auch durch neue Mitglieder und Spenden."

Die Organisation Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) sucht dringend zahlreiche Mit-Unterzeichner/innen für die folgende oder von Euch ähnlich formulierten Erklärung (Privatpersonen und Organisationen):

 

Sehr geehrter Herr Axel Köhler-Schnura
Sehr geehrter Mitstreiter der CBG
lieber BAYER-Kritiker

 

Hiermit erkläre ich, daß sich das KRITISCHE-NETZWERK.de solidarisch mit Herrn Axel Köhler-Schnura, der CBG und anderen BAYER-Kritikern im In- und Ausland versteht und weiterhin über die Entwicklung im konkreten Fall wie auch über die Kritik am BAYER-Konzern im Allgemeinen regelmäßig und unbeeinflußbar berichten wird.  

Es wird endlich Zeit, das man der Gier solcher Konzerne wie BAYER, welche auf perfide und nachhaltig schädigende Weise unsere Lebensgrundlage und Gesundheit gefährden, das Handwerk legt. Verschwindet aus Deutschland – am besten von dieser Welt !!

Auf das gerne angewandte Druckmittel, es gehe schließlich auch um Arbeitsplätze am Standort Deutschland, fallen wir schon lange nicht mehr rein. Wir – die aufgeklärten zornigen Bürger – sind nicht so blöde wie die Konzerne und deren topverdienenden Schergen und den von ihnen manipulierten Medien uns gerne sehen wollen.

Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, weil es um die ernste Verletzung der Freiheit auf Meinungsäußerung sowie sozialer und politischer Grundrechte geht. Die Attacken auf Axel Köhler-Schnura richten sich auch gegen die Organisationen, in denen er aktiv ist. Mit solchen Aktionen soll Kritik eingeschüchtert und verunmöglicht werden. Im Interesse wirtschaftlicher Macht. Verdeckte Operationen gegen KritikerInnen – egal ob in staatlichem oder privatem Auftrag – stellen eine ernste Gefahr für die Demokratie dar.

Wir verurteilen auf schärfste jedwede verdeckte Operation mit dem Ziel einzuschüchtern, auszuspähen, Falschinformation zu platzieren, legale Arbeit zu behindern oder kostspielige Schäden zu verursachen. Egal ob diese Aktionen von Geheimdiensten oder von Konzernen durchgeführt oder bei Sicherheitsfirmen in Auftrag gegeben werden. Stets stehen sie in krassem Gegensatz zu verbrieften demokratischen Rechten und stellen eine ernste Gefahr für die Demokratie dar. Diese gilt es gegen die zunehmenden Verletzungen von Seiten staatlicher und wirtschaftlicher Macht zu schützen.

Als Administrator und Begründer des KRITISCHEN-NETZWERKS schließe mich Ihrer Erklärung voll und ganz an. Ich bin empört und sehr besorgt über die geschilderten Vorgänge!

Hochachtungsvoll

 

300 Zuschriften sind bereits kurzfristig eingetroffen, so z.B. auch von:

  • Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
  • attac Deutschland
  • Dachverband Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre
  • Multiwatch (Schweiz)
  • ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie
  • Kritisches-Netzwerk.de


Bitte richtet Eure Unterstützung / Unterzeichnung via email an:    CBGnetwork@aol.com

 


 

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

Kontakt: CBGnetwork@aol.com

Tel: 0211 - 333 911

Fax 0211 - 333 940

Webseite:   http://www.cbgnetwork.org

Rettungskampagne der Coordination unterstützen: klickt bitte hier