Pflanzengift Glyphosat in menschlichem Urin gefunden

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Marie-Luise Volk
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Pflanzengift Glyphosat in menschlichem Urin gefunden
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Glyphosat in menschlichem Urin gefunden


Wissenschaftler der Universität Leipzig haben in Urinproben Rückstände des hochgiftigen Pflanzengifts Glyphosat entdeckt. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine bislang nicht veröffentliche Studie des Instituts für Bakteriologie und Mykologie.

Besonders brisant: Untersucht wurden nicht Landwirte, die bei der Ausübung ihres Berufs eher mit dem Spritzmittel in Berührung kommen, sondern Personen, die ihre Tätigkeit meist in Büros verrichten. Das Gift muss demnach über Lebensmittel aufgenommen worden sein. Eine der Forscherinnen, Professorin Monika Krüger, erklärte gegenüber der Zeitung, dass Glyphosat im Urin von Menschen, Nutztieren und wild lebenden Tieren nachgewiesen wurde. Die Hersteller des Herbizids haben in der Vergangenheit stets versichert, dass es nicht in die Nahrungskette gelange.

Der Wirkstoff Glyphosat - meist unter dem Namen "Roundup" von Monsanto vertrieben - gilt unter Kritikern als besonders schädlich für Umwelt und die menschliche Gesundheit. Es wird oft zusammen mit gentechnisch verändertem Saatgut verwendet, aber auch in konventionellen Monokulturen eingesetzt. Auch in Deutschland wird es seit vielen Jahren auf immer mehr Flächen gesprüht, oft auch kurz vor der Getreideernte, zum einheitlichen Beenden des Wachstums.

Der Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 09.07.2012 mit dem Titel: Herbizide in der Landwirtschaft Gift im Getreidehier bitte weiterlesen  
 




Roundup-Einsatz und Gentechnik-Pflanzen


Die große Mehrheit der weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen ist hebizidresistent, d.h. widerstandsfähig gegen Pflanzengifte. Die Spritzmittel können ungehindert auf die Pflanzen aufgebracht werden, während alles andere Grün um sie herum abstirbt. Das Gentechnik-Saatgut für die Pflanzen sowie die Spritzmittel werden meist vom selben Hersteller angeboten. Der US-Konzern Monsanto ist Marktführer beim Verkauf von gentechnisch veränderter RoundupReady Soja und dem dazugehörigen Spritzmittel Roundup. Großflächiger Anbau in den USA sowie in Lateinamerika spült Milliarden in die Kassen von Monsanto. Doch während die Konzern-Kassen klingeln, leiden Menschen und Umwelt.
Unkräuter werden resistent

Ein weit verbreitetes Problem ist die Entstehung von widerstandsfähigen Unkräutern. Durch die einseitige Anwendung von Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat bilden sich immer mehr Resistenzen heraus. Die häufige Reaktion der Landwirte und Empfehlung der Agrar-Konzerne: noch mehr und verschiedene Gifte spritzen. Eine weitere Strategie der Gentechnik-Konzerne besteht darin, neue Pflanzen zu entwickeln, die mehrere Resistenzen aufweisen (sogenannte stacked events).


Menschen werden krank

Der vermehrte Einsatz von Pflanzengiften ist gefährlich für Menschen, wie immer mehr Studien zeigen. In Argentinien lebt die Bevölkerung teilweise direkt an den Feldern und klagt über Missbildungen, Fehlgeburten und Krebserkrankungen. Der Verein Testbiotech berichtet zudem, dass Glyphosat-Rückstände in Futter- und Lebensmitteln gesundheitliche Gefahren für Verbraucher mit sich bringen können. Es ist nicht auszuschließen, dass insbesondere Zusatzstoffe wie POE-Tallowamine, die als Benetzungsmittel dienen, auch in tierische Produkte und damit in unsere Nahrungskette übergehen.


Mitteilung des Informationsdienstes Gentechnik - hier bitte weiterlesen


Fakten zu Roundup und Glyphosat

  • Produkt und Hersteller
  • Einsatz und Anwendung
  • Wirkung und Risiken
  • Zulassung und Grenzwerte

hier bitte weiterlesen – klick

Themenflyer des Umweltinstituts München e.V.klick hier

 



mit freundlicher und kompetenter Unterstützung:


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