Über die Mythen der Green Economy

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Helmut S. - ADMIN
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Beigetreten: 21.09.2010 - 20:20
Über die Mythen der Green Economy
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Auf der Webseite der Stiftung Rosa-Luxemburg-Stiftung Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V. habe ich die nachfolgende Publikation zum Thema " Schöne Grüne Welt: Über die Mythen der Green Economy " gefunden und möchte Euch diese mit freundlicher Genehmigung empfehlen.
 



Schöne Grüne Welt

Über die Mythen der Green Economy.


Autoren: Ulrich Brand, Stefan Thimmel

 

3. überarbeitete Auflage. Reihe «luxemburg argumente»  (März 2013, ISSN 2193-5831)

Sie stoppt den Klimawandel und das Artensterben und schafft nebenbei hohe Wachstumsraten und Millionen Arbeitsplätze: Die Green Economy. Sie gilt als Wunderwaffe, die den globalen Kapitalismus stabilisiert – und auch noch nachhaltig macht. Was aber ist Green Economy? In ihr sollen politische Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass Kapital fließt, um die Wirtschaft zu «begrünen» und «grüne» Arbeitsplätze zu schaffen. Unternehmen sollen für Umweltschäden einen «angemessenen» Preis zahlen. Und nicht zuletzt soll der Staat seine öffentliche Beschaffung (alle Einkäufe, die der Staat tätigt) am Nachhaltigkeitskriterium ausrichten und nachhaltige Infrastrukturen fördern.



Im Juni 1992 brachte die UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro einen Begriff hervor, der jahrelang als Leitmotiv die globale Politik prägen sollte: die «nachhaltige Entwicklung». 20 Jahre später, auf der UN-Konferenz Rio+20 (wieder im Juni, wieder in Rio) sollte die Green Economy die nachhaltige Entwicklung als neue Zauberformel ablösen. Seit mehr als 20 Jahren wird von der Begrünung des Kapitalismus geschwärmt. Gleichzeitig ist offensichtlich: Irgendwie geht es mit der nachhaltigen Entwicklung nicht recht voran. Die CO2-Emissionen steigen, die biologische Vielfalt schrumpft. Hunger, Armut und Ungleichheit nehmen in vielen Ländern zu. Die gefeierte «Versöhnung von Ökologie und Ökonomie» gestaltet sich zäh. Die Zauberkraft der Green Economy ist zweifelhaft.

Diese Broschüre soll zeigen: Green Economy ist ein umkämpfter Begriff. Er wird je nach Interessenlage mit vielen, teils widersprüchlichen Inhalten gefüllt. Auf den folgenden Seiten soll deutlich werden, wo die Vorschläge zu kurz greifen, zu schnell den Kompromiss mit den herrschenden Kräften suchen und Alternativen eher verdrängen als fördern. Doch was sind Alternativen, und wie sähe ein Gegenbild zur Green Economy aus? Auch darum soll es hier gehen. Denn fest steht: Wenn eine Green Economy nicht mit den Strukturen der Old Economy bricht und lediglich der Begrünung oder gar Ausweitung des Kapitalismus und als Wachstumsprogramm dient, so wird sie sehr schnell ihren Glanz verlieren. Daher folgt aus der hier formulierten Kritik an der Green Economy das plurale Projekt einer sozial-ökologischen Transformation.


Inhalt:


Die zwölf Mythen der Green Economy

«Green Economy ist nicht gleich Green Economy» . . . . . 2

1. «Green Economy belebt die nachhaltige Entwicklung» . . . . . 4

2. «Die Krise ist eine Chance für eine Green Economy» . . . . . 7

3. «Die Green Economy versöhnt Ökonomie und Ökologie» . . . . . 9

4. «Die Green Economy schafft gute Arbeitsplätze» . . . . . 15

5. «Höhere Effizienz führt zu mehr Wachstum mit weniger Ressourcenverbrauch» . . . . . 18

6. «Umweltschutz und Nachhaltigkeit benötigen einen starken Staat» . . . . . 23

7. «Unternehmen sind die Motoren der Green Economy» . . . . . 26

8. «Grünes Geld fördert die grüne Wirtschaft» . . . . . 28

9. «Deutschland kann seine Stellung als Weltmarktführer bei grünen Technologien ausbauen» . . . . . 31

10. «Verbrauchermacht zwingt Unternehmen zum Umweltschutz» . . . . . 34

11. «Die Green Economy bietet dem Süden Entwicklungschancen» . . . . . 36

12. «Green Economy bekämpft Armut» . . . . . 39

Fazit: Angesichts der falschen Versprechen der Green Economy: Eine sozial-ökologische
Transformation ist nötig (und möglich)! . . . . . 42

Zum Weiterlesen . . . . . 47

die 56-Seiten umfassende Publikation als pdf-Download  – hier klicken und weiterlesen


Autorenprofil:


Prof. Dr. Ulrich Brand:  Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, Mitglied der RLS, der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zu «Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität», des wissenschaftlichen Beirats von Attac und der BUKO - http://www.univie.ac.at/intpol/

Stefan Thimmel:  Politische Kommunikation, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Stv. Leiter - zu seiner Webseite

 


 



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