Die Natur braucht unsere Hilfe
Wegen Dürre: Behörden fordern Bürger zum Wildpinkeln auf
Brandenburg (dpo): Aufgrund der anhaltenden Dürre in weiten Teilen Deutschlands haben zahlreiche Behörden Bürgerinnen und Bürger zum Wildpinkeln aufgefordert. Durch das Urinieren auf Grünanlagen, Rasenflächen, Bäume und Sträucher soll ein wichtigen Beitrag zum Überleben der Pflanzen geleistet werden.
"Angesichts der aktuellen Trockenheit raten wird dringend davon ab, wertvollen Urin einfach mit noch wertvollerem Trinkwasser die Toilette herunterzuspülen", erklärt etwa ein Sprecher des Landesumweltamts Brandenburg. "Täglich werden deutschlandweit auf diese Weise Millionen Liter an Flüssigkeit vergeudet, die unseren Pflanzen hätten zugute kommen können."

Um diese Ressourcenverschwendung zu beenden, sind in Dürregebieten ab sofort sämtliche Bewohner dazu aufgefordert, ihr kleines Geschäft - wann immer möglich - in öffentlichen Grünanlagen zu verrichten. Bußgelder für Wildpinkeln werden selbstverständlich bis auf Weiteres nicht verhängt.
Die Behörden empfehlen, vorzugsweise an Stellen zu urinieren, an denen das Gras verdorrt aussieht und Pflanzen zu verwelken drohen. Dabei sollen Wildpinkler versuchen, das wertvolle Nass großflächig zu verteilen – Frauen können dies durch gelegentliches Hopsen erreichen, Männer, indem sie sich im Kreis drehen.

Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass nur das kleine Geschäft in der Öffentlichkeit verrichtet werden soll. Es herrsche keine Knappheit an Dünger.
"Der Postillon"
Der Postillon ist eine deutschsprachige Webpräsenz, die von Stefan Sichermann betrieben wird und täglich satirische Beiträge im Stil von Zeitungsartikeln und Agenturmeldungen veröffentlicht. Einmal monatlich erscheint eine Printausgabe.
Dieser Satire-Beitrag wurde am 03. August 2026 erneut veröffentlich auf der Webseite des Satiremagazins 'Der Postillon' >> weiter. (Erstveröffentlichung: 9. August 2018)
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1. Gemeinsamens Urinieren (Gruppenpinkeln / Pinkelkonzert / Synchronpinkeln). „Wer nicht in Gesellschaft pinkelt, ist entweder ein Dieb oder ein Spion“. (-italienisches Sprichwort). → → → „Chi non piscia in compagnia o è un ladro o è una spia“.
Im Japanischen gibt es ein eigenes Wort für das Urinieren in der Gruppe: „Tsureshon“. „Der Mensch hat unter den Weiten des Himmelszeltes nicht mindere Rechte als das Reh im Wald, der Hase auf dem Feld oder die Robbe im Spülsaum der Ostsee.“, so ein Gerichtsurteil das einem Wildpinkler die ihm auferlegte Geldbuße erlies.
Urin enthält Pflanzennährstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor und Stickstoff, einen der wichtigsten Hauptpflanzennährstoffe überhaupt. Aus Pflanzensicht also ein Superzeug. Betrachtet man seine reinen Inhaltsstoffe, ist Urin auch nicht mehr eklig – wenn man die Herkunft ausblenden kann.
Achtung: Beim Urin keiner kennt die exakte Zusammensetzung, da diese in erster Linie von der persönlichen Ernährung abhängt, weshalb das Düngen mit Urin mehr einem Ausprobieren als einer gezielten Pflanzenernährung gleicht. Pauschale Aussagen zur Konzentration der Inhaltsstoffe sind nahezu unmöglich.
Kann Urin als Dünger die Pflanzen schädigen? >> hier weiterlesen.
Foto OHNE Textinlet: Ralf Lotys (Sicherlich). Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons - CC BY 4.0 - Namensnennung 4.0 International.
2. Mädchen/Frauen pinkeln unterwegs meist in der Hocke / Hockposition (in der Natur oder über unsauberen Toiletten). Der Körper geht leicht in die Knie, der Oberkörper neigt sich nach vorne, um die Kleidung zu schützen. Frauen nutzen auch Hilfsmittel wie eine Urinierhilfe (Urinella).
• Blasenvolumen: Eine gesunde weibliche Blase fasst etwa 250 bis 550 Milliliter Urin, bevor ein starker Drang entsteht.
• Strahlkraft: Da der Urin bei Frauen in der Hocke oder im Sitzen nahe am Boden und fast senkrecht nach unten austritt, gibt es keinen weiten Bogen wie bei einer anatomisch bedingten Stehpinkler-Röhre.
• Hilfsmittel: Mit speziellen Urinierhilfen (wie einer Urinella) können Frauen den Urin gezielt nach vorne leiten, was die Reichweite im Stehen auf etwa bis zu 50 Zentimeter vor die Füße kontrollierbar macht.
Foto: Olga Novikova Tula Russia. Autor: Eugene Novikov from Tula, Russia. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde vom Autor auf Flickr als public domain freigegeben, wo der Autor es als „gemeinfreies Werk“ deklariert und mit dem Creative Commons Public Domain Mark versehen hat. PDM 1.0. Kein Urheberrecht!
