foodwatch: Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 gestartet

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foodwatch: Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 gestartet
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Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 gestartet:

Verbraucher wählen Werbelüge des Jahres  

Fünf Produkte von Coca-Cola, Dennree, Edeka, Heinz und Schwartau nominiert

Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 ist eröffnet: Verbraucherinnen und Verbraucher können ab heute auf www.goldener-windbeutel.de abstimmen, welches Produkt aus dem Supermarkt den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres erhalten soll. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat fünf Kandidaten nominiert, die exemplarisch für Etikettenschwindel im Lebensmittelmarkt stehen: das „Glacéau Smartwater“ von Coca-Cola, das „Bratöl Olive“ der Bio-Marke Dennree, den Erbseneintopf von Edekas Eigenmarke „Gut und Günstig“, den „Kids Tomato Ketchup“ von Heinz und den Riegel „Corny Milch“ von Hersteller Schwartau.

Von Gesundheitsschwindel bis Eltern-Abzocke: Im hart umkämpften Lebensmittelmarkt lassen sich die Hersteller mit millionenschweren Marketingbudgets immer wieder neue Tricks einfallen, um den Kundinnen und Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das nervt! Die Lösung kann nicht sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher lernen, sich im Täuschungs-Dschungel zurechtzufinden – sondern die Hersteller müssen ihre Produkte ehrlich und leicht verständlich kennzeichnen“,

erklärte Sophie Unger von foodwatch, Wahlleiterin für den Goldenen Windbeutel. Mit 2,8 Milliarden Euro pro Jahr ist die Lebensmittelwirtschaft [und insbesondere die Nahrungsmittelwirtschaft. Bedauerlicherweise weist nicht einmal der selbsternannte "Essensretter" foodwatch auf diese wichtigen Unterscheidungsmerkmale hin! H.S.] die Branche mit den höchsten Werbeausgaben in Deutschland. Die Politik sei in der Verantwortung, endlich für klare gesetzliche Kennzeichnungsvorgaben zu sorgen, forderte Sophie Unger.

Die alltägliche Verbrauchertäuschung im Supermarkt ist ganz legal. Hier ist die Politik gefragt. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner ist allerdings bisher eher durch einen Kuschelkurs gegenüber der Lebensmittelwirtschaft aufgefallen, als durch klare Kante gegen Schummler und Täuscher.

Verbraucherinnen und Verbraucher hatten in den letzten Wochen auf www.schummelmelder.de, der neuen foodwatch-Beschwerdeplattform gegen Werbelügen, mehr als 100 ganz unterschiedliche Produkte hochgeladen, von denen sie sich getäuscht fühlen. Alle eingereichten Mogelprodukte flossen in die Kandidatenauswahl für den Goldenen Windbeutel 2018 ein.

► Das sind die Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2018:

Kandidat Nr. 1: Glacéau Smartwater von Coca-Cola

Hinter dem groß beworbenen „Dampf-destillierten“ Wasser steckt ein simpler Trick: Das Wasser wird zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen. Verloren gegangene Mineralstoffe werden später künstlich wieder hinzugefügt. Diesen ernährungsphysiologisch völlig unnützen Vorgang müssen Verbraucherinnen und Verbraucher teuer bezahlen: Mit 1,65 Euro pro Liter ist das „Smartwater“ bis zu sieben Mal teurer als herkömmliches Mineralwasser – aus Sicht von foodwatch eine dreiste Abzocke mit dem Grundnahrungsmittel Wasser.

Kandidat Nr. 2: Bratöl Olive von Dennree

Bio-Pionier Dennree nennt sein Produkt „Bratöl Olive“ und spricht von „reinem Genuss“. Dabei besteht es zur Hälfte aus weniger hochwertigem Sonnenblumenöl. Verbraucherin Nadine Z. hat das Produkt deshalb auf der Schummelmelder-Plattform eingereicht und kritisiert: „Der Name Bratöl Olive suggeriert einem, dass es sich ausschließlich um Olivenöl handelt. Leider enthält es aber nur 51% Olivenöl.

Kandidat Nr. 3: Erbsen-Eintopf Gut und Günstig von Edeka

Der Erbseneintopf von Edekas Eigenmarke Gut und Günstig kommt naturbelassen daher – auf der Vorderseite der grünen Dose verspricht Edeka werbewirksam „Garantiert ohne: geschmacksverstärkende Zusatzstoffe und Farbstoffe“ und suggeriert damit eine traditionelle Herstellungsweise. Was erst die Zutatenliste im Kleingedruckten auf der Rückseite offenbart: Trotzdem sind ganze zehn Zusatzstoffe enthalten, von einem naturbelassenen Eintopf ist das Produkt also weit entfernt. .

Kandidat Nr. 4: Kids Tomato Ketchup von Heinz

Mit dem Ketchup speziell für Kinder zockt Heinz Eltern ab: Die Kids-Variante kostet bis zu 40 Prozent mehr als das Pendant für Erwachsene, obwohl der Ketchup exakt der gleiche ist. Hinzu kommt: Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten gezuckerte Ketchups gar nicht an Kinder beworben werden.

Kandidat Nr. 5: Corny Milch von Schwartau    

Hersteller Schwartau bewirbt seinen Corny-Riegel wie eine gesunde Zwischenmahlzeit mit Aussagen wie „ideal für den kleinen Snack mit Milch zwischendurch“ oder „mit dem Plus an Calcium“. Tatsächlich besteht das Produkt zur Hälfte aus Zucker und Fett. Das Fazit von Verbraucher Holm T., der den Riegel auf Schummelmelder.de hochgeladen hat: „Das Produkt ist damit alles andere als gesund, sondern eine gewaltige Schummelei.

Noch bis Anfang Dezember können Verbraucherinnen und Verbraucher auf www.goldener-windbeutel.de aus den fünf Kandidaten ihren Favoriten für den Preis der dreistesten Werbelüge wählen. Dem Hersteller des Produkts mit den meisten Stimmen will foodwatch den Negativpreis am Firmensitz überreichen.

2018 vergibt foodwatch den Goldenen Windbeutel zum achten Mal. Mit der Online-Abstimmung will die Verbraucherorganisation auf Täuschung im Lebensmittelbereich [und insbesondere im Nahrungsmittelbereich. Bedauerlicherweise weist nicht einmal der selbsternannte "Essensretter" foodwatch auf diese wichtigen Unterscheidungsmerkmale hin! H.S.] aufmerksam machen und Druck machen für bessere gesetzliche Kennzeichnungsregeln. foodwatch fordert unter anderem eine verständliche Nährwert-Ampel, ein Verbot irreführender Gesundheitswerbung sowie realistische Produktabbildungen und -bezeichnungen.

Bisherige Windbeutel-Preisträger waren unter anderem der Trinkjoghurt Actimel von Danone (2009), die Milch-Schnitte von Ferrero (2011) und ein Instant-Tee für Kinder von Hipp (2012). Vergangenes Jahr ging der Negativpreis an einen überzuckerten Kinderkeks der Firma Alete.

Die Wahl der dreistesten Werbelüge des Jahres auf www.goldener-windbeutel.de 

Ihr foodwatch-Team

Hintergrundpapier mit Informationen zur Wahl und zu allen Kandidaten >> weiter. (PDF)

Fotostrecke/Bildmaterial zu allen Produkten (Download) >> weiter.

Bewegtbild-Material >> weiter.

TV-Statements zum Goldenen Windbeutel und zu allen Produkten  >> weiter.

Widget zum Einbinden der Wahl in Websites und Blogs  >> weiter.

Statista: Ranking der Branchen mit den höchsten Werbeausgaben >> weiter.

15-Punkte-Plan von foodwatch gegen Etikettenschwindel >> weiter.

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Lebensmittel-Nahrungsmittel

© Udo Einenkel aus 10961 Berlin ist Koch mit Leidenschaft, Foodfotograf und ärztlich geprüfter Gesundheitsberater GGB.

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► Quelle: Aktuelle Nachrichten auf foodwatch.org/de >> Pressemitteilung vom 06. November 2018. Die Foto und Grafiken sind NICHT Bestandteil der Pressemitteilung oder Studie und wurde von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt.

► Warum brauchen wir foodwatch?

Wir Verbraucher werden im Supermarkt täglich getäuscht und verschaukelt. Bilder von Früchten auf den Verpackungen suggerieren Frische und Qualität, wo oft nur Chemie drin ist. Die Schrift auf der Zutatenliste ist so klein, dass man eine Lupe braucht, um alles zu entziffern. Dazu kommen versteckte Gentechnik und versteckte Tierbestandteile. Banken, die durch Spekulation mit Nahrungsmitteln Menschen in den Hunger treiben. Tierquälerische Haltungsbedingungen in der Landwirtschaft und ein Freihandelsabkommen, das unsere Demokratie gefährdet. Das alles können und dürfen wir Verbraucher uns nicht länger bieten lassen!

► Was macht foodwatch?

  • foodwatch liefert unabhängige Recherchen und Analysen.
  • foodwatch entlarvt die dreisten Werbelügen der Industrie.
  • foodwatch nennt die Verantwortlichen beim Namen und macht Gesetzesvorschläge.
  • foodwatch macht den Politikern Beine.

► Kontakt zu foodwatch e.V. für Mitglieder und Verbraucherweiter

Juristische Auseinandersetzungen mit Behörden und Unternehmen kosten viel Geld. foodwatch ist dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen – nur gemeinsam können wir uns zur Wehr setzen. Helfen Sie foodwatch und werden Sie Fördermitglied: www.foodwatch.de/mitglied-werden

 

► Bild- und Grafikquellen:

1. Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2018: Welches Produkt aus dem Supermarkt ist die dreisteste Werbelüge des Jahres? Stimmen Sie jetzt ab! foodwatch hat fünf Produkte nominiert: das „Glacéau Smartwater“ von Coca-Cola, das „Bratöl Olive“ der Bio-Marke Dennree, den Erbseneintopf von Edekas Eigenmarke „Gut und Günstig“, den „Kids Tomato Ketchup“ von Heinz und den „Corny Milch“-Riegel von Hersteller Schwartau. Grafik: foodwatch - die Essensretter. Quelle: foodwatch.de .

2. Kollath-Tabelle. Grafik: © emu-Verlag, Lahnstein. Prof. Werner Kollath (1892 – 1970) („Die Ordnung unserer Nahrung“),  Dr. Max Bircher-Benner („Vom Werden des neuen Arztes“) und Dr. Max Otto Bruker („Unsere Nahrung – unser Schicksal“) u.a. waren die Pioniere, die durch Forschungsergebnisse den Unterschied zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel auf den Tisch legten. Doch bis heute bleibt dieser Unterschied der breiten Masse verborgen. Die Bildrechte verbleiben beim emu-Verlag, Lahnstein. Dank an Frau Marie-Luise Volk, GGB-Gesundheitsberaterin und Unterstützerin des Verlagshauses.

3. Kollath-Tabelle. © Udo Einenkel aus 10961 Berlin arbeitet heute als Koch mit Leidenschaft, Foodfotograf, Foodstylist und Kochbuchautor. Einenkel ist ärztlich geprüfter Gesundheitsberater GGB. >> www.udoeinenkel.de und https://www.udo-einenkel-kochkurse.de . Herzlichen Dank für die erteilte Genehmigung zur Veröffentlichung der Grafik im KN.

4. Buchcover: "Zucker – der süße Verführer.  Alles Wissenswerte und praktische Gesundheitstipps", von Franz Binder und Josef Wahler. VAK Verlags GmbH, 5. unveränderte Auflage 2014, 176 Seiten mit zahlreiche Tabellen, ISBN 978-3-935767-37-8. € 12,95 EUR.

Rund 45 Kilo raffinierten Zucker nimmt der deutsche Durchschnittsverbraucher jedes Jahr zu sich! Zucker macht nicht nur dick, sondern bedroht auch unsere Gesundheit. Er entzieht dem Körper lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe und fördert beispielsweise das Entstehen von Diabetes und Arteriosklerose - von der Volkskrankheit Karies ganz zu schweigen.

Wer seinen Zuckerkonsum auf ein annehmbares Maß reduzieren möchte, liegt mit diesem Gesundheitsratgeber genau richtig. In nur sieben Schritten zeigen die Autoren, wie man mit ihrem praktischen Anti-Zucker-Programm lernen kann, mit weniger oder sogar ganz ohne den süßen Verführer auszukommen. Hilfreiche Tipps und Tricks, vom Einkauf im Supermarkt bis hin zur Verwendung süßer Alternativen, erleichtern die Umstellung und lassen garantiert keine Verzichtgefühle aufkommen.

Umfassende Informationen auf Basis der neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse und zahlreiche Tabellen, die den versteckten Zuckergehalt vieler Lebensmittel angeben, runden das Anti-Zucker-Programm ab. (Klappentext!)

Inhalt:

Vorwort von Dr. Max Otto Bruker
Einleitung

Teil 1: Alles über Zucker

Was ist Zucker? Ein wenig süße Theorie

Zuckerrohr und Zuckerrübe – die natürlichen Lieferanten

Zuckerherstellung: Vom Naturprodukt zum Kunststoff

Das weiße „Naturprodukt“

Zucker ist nicht gleich Zucker

Die Kalorien-Gleichmacherei

Ein wenig „Zuckerchemie“

Kleines Zuckerlexikon

Einer süßer als der andere

Das süße Milliardengeschäft

Irreführende Werbung

Von Alexander dem Großen zum Dauerlutscher. Die Geschichte des Zuckers

Am Anfang war der Honig

„Honig ohne Bienen“

Die Christen kommen auf den Geschmack

Süße neue Welt

„Blutzucker“

Zucker: Medizin und Luxusgut

Zucker aus der Rübe

Die großen Feldherren lieben den Zucker

Zucker in rauen Mengen

Zucker ist Macht

Die Zuckerbombe. Die süße Droge im Körper

Karies liebt Zucker

Zucker: Energie für Bakterien

Bei Zucker wird jeder Zahn schwach

Reizender Zucker

Der Vitaminräuber schlägt zu

Insulinalarm

Der glykämische Index

Hypoglykämie – Unwohlsein „ohne Ursache“

Macht Zucker kriminell?

Zucker macht Sportler schlapp

Macht Zucker süchtig?

Essen wir zu viel Zucker?

Macht Zucker krank? Das bittere Ende des süßen Lebens

Die schleichenden Leiden unserer Zeit

Krank durch Unwissenheit

„Zucker. Der Krankmacher“

Zum Beispiel Diabetes

Zum Beispiel Fettleibigkeit

Zum Beispiel Arteriosklerose

Zum Beispiel Immunschwäche

Zum Beispiel Degeneration

Freispruch für den Zucker?

„Käufliche Wissenschaft“

Der Zorn der süßen Herren

Es geht um die Gesundheit des Menschen

So ein süßes Dickerchen ... Das bunte Zuckerparadies der Kinder

„Zucker fördert das Wachstum von Kindern“

Von Geburt an süß

Bonbonpädagogik

Kinder sind brave Konsumenten

„Habe keinen Hunger – außer auf Süßes“

Schlechte Noten für den Zucker

Was können Eltern tun?

Teil 2: Zucker – nein danke!

Das Anti-Zucker-Programm in sieben Schritten

Schritt 1: Wie viel Zucker esse ich?

Der süße Feind liegt im Hinterhalt

Zuckergehalt von Nahrungsmitteln und Getränken

Der erste praktische Schritt

Die Liste bringt es an den Tag ...

Zusammenfassung Schritt eins

Schritt 2: Zucker in Küche und Vorratskammer

Zutatenlisten lesen lernen

Vorsicht „ungezuckert“

Vorsicht „gesund“

Aufschlussreiche Inventur

Zusammenfassung Schritt zwei

Schritt 3: Konsequenzen ziehen und Ziele setzen

Persönliche Ziele setzen

Süße Alternativen

Zusammenfassung Schritt drei

Schritt 4: Richtig einkaufen

Lebensmittel und Nahrungsmittel – ein altes Missverständnis

Der Kalorien-Irrtum

Und die Vitamine?

Nur die Qualität zählt

Ein Fließbandprodukt moderner Chemie: Güteklasse Extra

Bevorzugen Sie ökologische Produkte!

Zusammenfassung Schritt vier

Schritt 5: Experiment: Gesund leben

Sieben Feinde gesunder Ernährung

Gesundes Essen macht Spaß

Zusammenfassung Schritt fünf

Schritt 6: Den Standard halten

Die Grundprinzipien gesunder Ernährung

Einige praktische Tipps

Zusammenfassung Schritt sechs

Schritt 7: Zucker ade!

Zusammenfassung Schritt sieben

Literaturverzeichnis
Über die Autoren