«Und während Sie über Ungarn mal dies hören und mal das, sollten Sie besser schleunigst nach Brüssel sehen, wo von der Leyen das Projekt der Zweckentfremdung der EU, der Vergewaltigung der europäischen Verträge und der finalen Entmachtung der Nationalstaaten vorantreibt, als gäb’s kein Morgen. Ein Projekt, das nie etwas anderes als Ihre eigene Entmachtung, werter Bürger, war, die unter dieser Kommissionspräsidentin natürlich verlässlich aufs Hässlichste verschleiert ist.» (– Martin Sonneborn)
fowid - Forschungsgruppe Weltanschauungen
Kirchenfinanzierungen in Europa
Fowid-Notiz: Das Institut für Kirchenrecht und Religionsrecht der Universität Wien hat 2024/2026 begonnen, eine Serie von Artikeln zur Kirchenfinanzierung in Staaten Europas zu publizieren. 14 Länderberichte sind bereits erschienen, vor allem auch zu Ländern, wo die Situation nicht allzu bekannt ist. Weitere werden folgen.
Gesundheitsversorgung und Weltanschauung
Die Gesundheitsversorgung von Kranken in Deutschland ist traditionell dreigeteilt in 1. Öffentliche Träger (Staat), 2. Freigemeinnützige Träger und 3. Privat-gewerbliche Träger. Entspricht diese Trägerstruktur den Wünschen der Bevölkerung? Eine Umfrage ist eindeutig: 80 Prozent wollen, dass der Staat für diese Aufgaben zuständig ist – quer durch alle Parteipräferenzen oder religiösen Orientierungen. Den Kirchen wird dafür keine Zuständigkeit zugesprochen: nur 3 von 1.552 Befragten (= 0,2 Prozent) wünschen das.
Kindertageseinrichtungen 1994 – 2022
1994 belief sich der Anteil der Kirchenmitglieder in Deutschland auf 69 Prozent der Bevölkerung. 2025 beträgt er noch 44 Prozent. Dieser Rückgang der Mitgliederzahlen hat zu keiner entsprechenden Verringerung der Anzahl der Kindertageseinrichtungen der Kirchen geführt. 1994 waren die Kirchen Träger von 37 Prozent der Kitas, 2025 sind es 32 Prozent – bei steigender Anzahl der Kitas.
Ordensgemeinschaften 1990 -2025
Die langfristige Tendenz der Verringerung der Anzahl von Frauen und Männern in den römisch-katholischen Ordensgemeinschaften in Deutschland setzt sich weiterhin fort. Die Frauenorden sind von der Verringerung der Anzahl ihrer Mitglieder stärker betroffen als die Ordensgemeinschaften der Männer. Gab es 1990 noch 44.000 Nonnen in Deutschland, so sind es Ende 2025 noch 8.770, von denen 81 Prozent älter als 65 Jahre sind.
Kirchenmitglieder Ende 2025: 43,9 Prozent.
Die Anzahl der Kirchenmitglieder hat sich 2025 in Deutschland um 1.130.000 verringert und die Mitgliederzahl beträgt Ende 2025 rund 36.620.000 Mitglieder, was einem Bevölkerungsanteil von 43,9 Prozent entspricht: 23,0 Prozent römische Katholiken sowie 20,8 EKD-Evangelische. Die Austrittszahlen (2025: 657.000) haben sich gegen dem Vorjahr (2024: 667.000) nur leicht verringert und verbleiben auf einem hohen Niveau.
Moral und Gottesglaube 2002-2025
Fowid-Notiz: Muss man an einen Gott glauben, um moralisch zu sein und gute Werte zu haben? Die Meinungen zu dieser Frage gehen weltweit weit auseinander, wie eine Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2025 in 25 Ländern zeigt. In den USA und anderen Ländern sagen jetzt weniger Menschen, dass es notwendig ist, an Gott zu glauben, um moralisch zu sein.
Konfessionsfreie in Finnland 1990-2024
Im betrachteten Zeitraum hat sich der Anteil der Konfessionsfreien in den Melderegistern kontinuierlich ansteigend auf 35 Prozent erhöht. Die Zuwachsraten, der Altersaufbau und das religiöse Selbstverständnis sprechen dafür, dass sich diese Entwicklung gleichbleibend weiter fortsetzen wird.
Drei Phasen des religiösen Niedergangs weltweit
Fowid-Notiz: Eine internationale Forschergruppe hat in einer umfangreichen Datenanalyse analysiert, dass die weltweit festzustellende Säkularisierung in der Generationsabfolge einem bestimmten Muster („P-I-B-Sequence“) folge. Das gelte für alle Kontinente – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten – und alle Religionen.