Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress und die Reaktion

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Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress und die Reaktion
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 Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress am 03. 03. 2015

Reaktion des Weißen Hauses

von Jason Ditz  


Weißes Haus gibt klein bei, nachdem die Kriegstreiber Netanjahus Ansprache loben. Dieser erklärt, dass der Iran ein ewiger Feind der Vereinigten Staaten von Amerika ist.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hielt heute eine Ansprache vor dem Kongress, die bemerkenswert ähnlich war der gestern vor AIPAC gehaltenen, komplett mit den Versuchen, den Iran mit Nazideutschland gleichzusetzen, und den Forderungen, die andauernden Atomverhandlungen abzusetzen und anstatt dessen den Iran mittels nicht näher ausgeführter Maßnahmen zu einem „besseren Abkommen“ zu zwingen.

Netanjahu erklärte, dass der Iran „eifrig Länder vereinnahmt,“ und seine Augen darauf gerichtet hat, die ganze Welt zu unterwerfen. Es soll natürlich festgehalten sein, dass der Iran mit genau drei Ländern verbündet ist, wobei das einzige davon aus letzter Zeit der benachbarte Irak ist, der ein gutes Verhältnis zum Iran entwickelt hat, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika dort im Verlauf des Einmarsches/der Okkupation im Jahr 2003 eine schiitische Regierung installiert haben.

Während er gegen den „Eroberungszug“ des Iran wetterte, erklärte Netanjahu, dass das Land „immer ein Feind Amerikas sein wird,“ und dass die andauernden Atomverhandlungen gewährleisten würden, dass der Iran Atomwaffen haben wird.

Netanjahu fuhr fort mit einer durch und durch verlogenen Ansprache, indem er behauptete, dass Ayatollah Khameini auf Englisch getweetet habe, Israel würde „ausgelöscht“ werden. Ein kurzer Überblick über Khameinis Tweets zeigt im Gegensatz dazu, dass seine Tweets zum Thema Israel beinhalteten: Aufrufe an alle Christen, Juden und Moslems, sich zusammenzutun und gemeinsam Israels Kriegsverbrechen zu kritisieren, ein Zitat von Nelson Mandela, der die Selbstbestimmung für die Palästinenser forderte, und als direkte Antwort auf die Frage, wie man Israel „eliminieren“ soll, eine Abstimmung unter allen Menschen aller Religionszugehörigkeiten, die dort lebten, forderte, um eine neue Regierung zu bilden, während er ausdrücklich sagte, dass der Iran militärische Schritte gegen Israel ablehnt.
 

 

Während die Ansprache von einer Anzahl demokratischer Kongressabgeordneter boykottiert wurde (die meisten Angaben sprechen von 58), gab es aus dem Weißen Haus wenig Reaktion auf diese Ansprache, während die Kriegstreiber lauthals Netanjahus staatsmännische Fähigkeit bejubelten.

Die Administration schien darauf zu setzen, dass es ausreichen würde zu sagen, dass Obama keine Absicht habe, die Ansprache auch nur anzusehen, und scheint sich damit zu begnügen, einmal mehr einen israelischen Führer die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika diktieren zu lassen, ohne ernsthaft darauf zu reagieren.

Jason Ditz



► Quelle:  erschienen am 4. März 2015 auf > www.antiwar.com > zum Artikel

Auf der Webseite www.antikrieg.com will Klaus Madersbacher Übersetzungen von seiner Meinung nach besonders interessanten Texten für die Menschen im deutschen Sprachraum zugänglich machen, die nicht Englisch sprechen. Die Weiterverbreitung der Texte auf seiner Seite ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der von Klaus Madersbacher betriebenen Webadresse www.antikrieg.com nicht vergessen! > Artikel in deutsch

Anmerkung von Helmut Schnug (KN-Admin):

In der neuerlichen Hetzrede von Benjamin Netanjahu (meiner Meinung nach ein krankhafter Psychopath und Kriegsverbrecher!) fordert dieser u.a., Iran solle seine Aggression gegen seine Nachbarn und dem Mittleren Osten einstellen. Das der Israelische Staat bereits seit Jahrzehnten dem palästinensischen Volk seine Lebensgrundlagen (Land, Wasser, freier Handel etc) raubt bzw. entzieht, Palästinenser zu tausenden "vernichtet" (treffender kann man es nicht bezeichnen) und/oder körperlich wie seelisch verletzt, die Zivilbevölkerung alltäglich auf erbärmlichste schikaniert, aussagekräftige UN-Resolutionen missachtet, Berichte von Menschenrechts- und Kinderschutzorganisationen wie Amnesty International u. UNICEF mit Spott und Häme kommentiert - all das geht ihm und allen Zionisten dieser Welt hinten vorbei. (bitte hier weiterlesen und auch die angehängten PdFs am Ende beachten!)

Iran soll aufhören, den Terrorismus auf dieser Welt zu unterstützen, so Netanjahu. Was machen denn seine US-amerikanischen "Freunde" seit Jahrzehnten? Die NATO-Mitgliedsstaaten (allen voran die USA) sind das Paradebeispiel für Imperialismus, Gewalt, Auftragsmorde per Drohnen und Terror.

Iran solle aufhören, Israel annullieren zu wollen. Es gibt leider Menschen, die diesen Hass in sich tragen oder nachplappern. Israelhasser und Antisemiten wird es wohl immer geben, ihnen muß man entgegentreten! Die permanente Hetze gegen Iran ist sicher KEIN probates Mittel. Hass und Provokation schüren Mißstimmung und geben Terrorismus und militärischen Auseinandersetzungen neue Nahrung.
 

"Israel, the one and only Jewish state." Wer bitte stellt das denn in Frage? In dem Zusammenhang sollte man wissen, daß ca. 30.000 (!!) Juden im Iran leben und ihren Glauben ungehindert leben dürfen. Die iranische Verfassung sieht sogar vor, daß mind. ein Vertreter jüdischen Glaubens im Parlament sitzen muß.

Und wie sieht es mit der Paranoia aus bezüglich der bisher nicht haltbaren Unterstellung, Iran bereite den Bau von Atomwaffen vor. Selbst wenn dem so wäre, die USA haben tausende davon und selbst das flächenmäßig kleine Israel soll über mindestens 200 nukleare Sprengköpfe verfügen. Israel hat noch nie einer Inspektion seiner Nuklearanlagen zugestimmt und verweigert auch den Beitritt zum Nichtweiterverbreitungsabkommen (NPT).

Transkript seiner Rede im Wortlaut:

NETANYAHU: Thank you.

(APPLAUSE)

Thank you...

(APPLAUSE)

... Speaker of the House John Boehner, President Pro Tem Senator Orrin Hatch, Senator Minority -- Majority Leader Mitch McConnell, House Minority Leader Nancy Pelosi, and House Majority Leader Kevin McCarthy.

I also want to acknowledge Senator, Democratic Leader Harry Reid. Harry, it's good to see you back on your feet.


(APPLAUSE)

I guess it's true what they say, you can't keep a good man down.

(LAUGHTER)

My friends, I'm deeply humbled by the opportunity to speak for a third time before the most important legislative body in the world, the U.S. Congress.

(APPLAUSE)

I want to thank you all for being here today. I know that my speech has been the subject of much controversy. I deeply regret that some perceive my being here as political. That was never my intention.

I want to thank you, Democrats and Republicans, for your common support for Israel, year after year, decade after decade.


(APPLAUSE)

I know that no matter on which side of the aisle you sit, you stand with Israel.

(APPLAUSE)

 


[READ: Republicans loved every word of Bibi's address]

The remarkable alliance between Israel and the United States has always been above politics. It must always remain above politics.

(APPLAUSE)

Because America and Israel, we share a common destiny, the destiny of promised lands that cherish freedom and offer hope. Israel is grateful for the support of American -- of America's people and of America's presidents, from Harry Truman to Barack Obama.

(APPLAUSE)

We appreciate all that President Obama has done for Israel.

Now, some of that is widely known.


(APPLAUSE)

Some of that is widely known, like strengthening security cooperation and intelligence sharing, opposing anti-Israel resolutions at the U.N.

Some of what the president has done for Israel is less well- known.

I called him in 2010 when we had the Carmel forest fire, and he immediately agreed to respond to my request for urgent aid.

In 2011, we had our embassy in Cairo under siege, and again, he provided vital assistance at the crucial moment.

Or his support for more missile interceptors during our operation last summer when we took on Hamas terrorists.


(APPLAUSE)

In each of those moments, I called the president, and he was there.

And some of what the president has done for Israel might never be known, because it touches on some of the most sensitive and strategic issues that arise between an American president and an Israeli prime minister.

But I know it, and I will always be grateful to President Obama for that support.


(APPLAUSE)

And Israel is grateful to you, the American Congress, for your support, for supporting us in so many ways, especially in generous military assistance and missile defense, including Iron Dome.

(APPLAUSE)

Last summer, millions of Israelis were protected from thousands of Hamas rockets because this capital dome helped build our Iron Dome.

(APPLAUSE)

Thank you, America. Thank you for everything you've done for Israel.

My friends, I've come here today because, as prime minister of Israel, I feel a profound obligation to speak to you about an issue that could well threaten the survival of my country and the future of my people: Iran's quest for nuclear weapons.

We're an
ancient people. In our nearly 4,000 years of history, many have tried repeatedly to destroy the Jewish people. Tomorrow night, on the Jewish holiday of Purim, we'll read the Book of Esther. We'll read of a powerful Persian viceroy named Haman, who plotted to destroy the Jewish people some 2,500 years ago. But a courageous Jewish woman, Queen Esther, exposed the plot and gave for the Jewish people the right to defend themselves against their enemies.

The plot was foiled. Our people were saved.


(APPLAUSE)

Today the Jewish people face another attempt by yet another Persian potentate to destroy us. Iran's Supreme Leader Ayatollah Khamenei spews the oldest hatred, the oldest hatred of anti-Semitism with the newest technology. He tweets that Israel must be annihilated -- he tweets. You know, in Iran, there isn't exactly free Internet. But he tweets in English that Israel must be destroyed.

For those who believe that Iran threatens the Jewish state, but not the Jewish people, listen to Hassan Nasrallah, the leader of Hezbollah, Iran's chief terrorist proxy. He said: If all the Jews gather in Israel, it will save us the trouble of chasing them down around the world.

But Iran's regime is not merely a Jewish problem, any more than the Nazi regime was merely a Jewish problem. The 6 million Jews murdered by the Nazis were but a fraction of the 60 million people killed in World War II. So, too, Iran's regime poses a grave threat, not only to Israel, but also the peace of the entire world. To understand just how dangerous Iran would be with nuclear weapons, we must fully understand the nature of the regime.

The people of Iran are very talented people. They're heirs to one of the world's great civilizations. But in 1979, they were hijacked by religious zealots -- religious zealots who imposed on them immediately a dark and brutal dictatorship.

That year, the zealots drafted a constitution, a new one for Iran. It directed the revolutionary guards not only to protect Iran's borders, but also to fulfill the ideological mission of jihad. The regime's founder, Ayatollah Khomeini, exhorted his followers to "export the revolution throughout the world."

I'm standing here in Washington, D.C. and the difference is so stark. America's founding document promises life, liberty and the pursuit of happiness. Iran's founding document pledges death, tyranny, and the pursuit of jihad. And as states are collapsing across the Middle East, Iran is charging into the void to do just that.

Iran's goons in Gaza, its lackeys in Lebanon, its revolutionary guards on the Golan Heights are clutching Israel with three tentacles of terror. Backed by Iran, Assad is slaughtering Syrians. Back by Iran, Shiite militias are rampaging through Iraq. Back by Iran, Houthis are seizing control of Yemen, threatening the strategic straits at the mouth of the Red Sea. Along with the Straits of Hormuz, that would give Iran a second choke-point on the world's oil supply.

Just last week, near Hormuz, Iran carried out a military exercise blowing up a mock U.S. aircraft carrier. That's just last week, while they're having nuclear talks with the United States. But unfortunately, for the last 36 years, Iran's attacks against the United States have been anything but mock. And the targets have been all too real.

Iran took dozens of Americans hostage in Tehran, murdered hundreds of American soldiers, Marines, in Beirut, and was responsible for killing and maiming thousands of American service men and women in Iraq and Afghanistan.

Beyond the Middle East, Iran attacks America and its allies through its global terror network. It blew up the Jewish community center and the Israeli embassy in Buenos Aires. It helped Al Qaida bomb U.S. embassies in Africa. It even attempted to assassinate the Saudi ambassador, right here in Washington, D.C.

In the Middle East, Iran now dominates four Arab capitals, Baghdad, Damascus, Beirut and Sanaa. And if Iran's aggression is left unchecked, more will surely follow.

So, at a time when many hope that Iran will join the community of nations, Iran is busy gobbling up the nations.


(APPLAUSE)

We must all stand together to stop Iran's march of conquest, subjugation and terror.

(APPLAUSE)

Now, two years ago, we were told to give President Rouhani and Foreign Minister Zarif a chance to bring change and moderation to Iran. Some change! Some moderation!

Rouhani's government hangs gays, persecutes Christians, jails journalists and executes even more prisoners than before.

Last year, the same Zarif who charms Western diplomats laid a wreath at the grave of Imad Mughniyeh. Imad Mughniyeh is the terrorist mastermind who spilled more American blood than any other terrorist besides Osama bin Laden. I'd like to see someone ask him a question about that.

Iran's regime is as radical as ever, its cries of "Death to America," that same America that it calls the "Great Satan," as loud as ever.

Now, this shouldn't be surprising, because the ideology of Iran's revolutionary regime is deeply rooted in militant Islam, and that's why this regime will always be an enemy of America.

Don't be fooled. The battle between Iran and ISIS doesn't turn Iran into a friend of America.

Iran and ISIS are competing for the crown of militant Islam. One calls itself the Islamic Republic. The other calls itself the Islamic State. Both want to impose a militant Islamic empire first on the region and then on the entire world. They just disagree among themselves who will be the ruler of that empire.

In this deadly game of thrones, there's no place for America or for Israel, no peace for Christians, Jews or Muslims who don't share the Islamist medieval creed, no rights for women, no freedom for anyone.

So when it comes to Iran and ISIS, the enemy of your enemy is your enemy.


(APPLAUSE)

The difference is that ISIS is armed with butcher knives, captured weapons and YouTube, whereas Iran could soon be armed with intercontinental ballistic missiles and nuclear bombs. We must always remember -- I'll say it one more time -- the greatest dangers facing our world is the marriage of militant Islam with nuclear weapons. To defeat ISIS and let Iran get nuclear weapons would be to win the battle, but lose the war. We can't let that happen.

(APPLAUSE)

But that, my friends, is exactly what could happen, if the deal now being negotiated is accepted by Iran. That deal will not prevent Iran from developing nuclear weapons. It would all but guarantee that Iran gets those weapons, lots of them.

Let me explain why. While the final deal has not yet been signed, certain elements of any potential deal are now a matter of public record. You don't need intelligence agencies and secret information to know this. You can Google it.

Absent a dramatic change, we know for sure that any deal with Iran will include two major concessions to Iran.

The first major concession would leave Iran with a vast nuclear infrastructure, providing it with a short break-out time to the bomb. Break-out time is the time it takes to amass enough weapons-grade uranium or plutonium for a nuclear bomb.

According to the deal, not a single nuclear facility would be demolished. Thousands of centrifuges used to enrich uranium would be left spinning. Thousands more would be temporarily disconnected, but not destroyed.

Because Iran's nuclear program would be left largely intact, Iran's break-out time would be very short -- about a year by U.S. assessment, even shorter by Israel's.

And if -- if Iran's work on advanced centrifuges, faster and faster centrifuges, is not stopped, that break-out time could still be shorter, a lot shorter.

True, certain restrictions would be imposed on Iran's nuclear program and Iran's adherence to those restrictions would be supervised by international inspectors. But here's the problem. You see, inspectors document violations; they don't stop them.

Inspectors knew when North Korea broke to the bomb, but that didn't stop anything. North Korea turned off the cameras, kicked out the inspectors. Within a few years, it got the bomb.

Now, we're warned that within five years North Korea could have an arsenal of 100 nuclear bombs.

Like North Korea, Iran, too, has defied international inspectors. It's done that on at least three separate occasions -- 2005, 2006, 2010. Like North Korea, Iran broke the locks, shut off the cameras.

Now, I know this is not gonna come a shock -- as a shock to any of you, but Iran not only defies inspectors, it also plays a pretty good game of hide-and-cheat with them.

The U.N.'s nuclear watchdog agency, the IAEA, said again yesterday that Iran still refuses to come clean about its military nuclear program. Iran was also caught -- caught twice, not once, twice -- operating secret nuclear facilities in Natanz and Qom, facilities that inspectors didn't even know existed.

Right now, Iran could be hiding nuclear facilities that we don't know about, the U.S. and Israel. As the former head of inspections for the IAEA said in 2013, he said, "If there's no undeclared installation today in Iran, it will be the first time in 20 years that it doesn't have one." Iran has proven time and again that it cannot be trusted. And that's why the first major concession is a source of great concern. It leaves Iran with a vast nuclear infrastructure and relies on inspectors to prevent a breakout. That concession creates a real danger that Iran could get to the bomb by violating the deal.

But the second major concession creates an even greater danger that Iran could get to the bomb by keeping the deal. Because virtually all the restrictions on Iran's nuclear program will automatically expire in about a decade.

Now, a decade may seem like a long time in political life, but it's the blink of an eye in the life of a nation. It's a blink of an eye in the life of our children. We all have a responsibility to consider what will happen when Iran's nuclear capabilities are virtually unrestricted and all the sanctions will have been lifted. Iran would then be free to build a huge nuclear capacity that could product many, many nuclear bombs.

Iran's Supreme Leader says that openly. He says, Iran plans to have 190,000 centrifuges, not 6,000 or even the 19,000 that Iran has today, but 10 times that amount -- 190,000 centrifuges enriching uranium. With this massive capacity, Iran could make the fuel for an entire nuclear arsenal and this in a matter of weeks, once it makes that decision.

My long-time friend, John Kerry, Secretary of State, confirmed last week that Iran could legitimately possess that massive centrifuge capacity when the deal expires.

Now I want you to think about that. The foremost sponsor of global terrorism could be weeks away from having enough enriched uranium for an entire arsenal of nuclear weapons and this with full international legitimacy.

And by the way, if Iran's Intercontinental Ballistic Missile program is not part of the deal, and so far, Iran refuses to even put it on the negotiating table. Well, Iran could have the means to deliver that nuclear arsenal to the far-reach corners of the earth, including to every part of the United States.

So you see, my friends, this deal has two major concessions: one, leaving Iran with a vast nuclear program and two, lifting the restrictions on that program in about a decade. That's why this deal is so bad. It doesn't block Iran's path to the bomb; it paves Iran's path to the bomb.

So why would anyone make this deal? Because they hope that Iran will change for the better in the coming years, or they believe that the alternative to this deal is worse?

Well, I disagree. I don't believe that Iran's radical regime will change for the better after this deal. This regime has been in power for 36 years, and its voracious appetite for aggression grows with each passing year. This deal would wet appetite -- would only wet Iran's appetite for more.

Would Iran be less aggressive when sanctions are removed and its economy is stronger? If Iran is gobbling up four countries right now while it's under sanctions, how many more countries will Iran devour when sanctions are lifted? Would Iran fund less terrorism when it has mountains of cash with which to fund more terrorism?

Why should Iran's radical regime change for the better when it can enjoy the best of both world's: aggression abroad, prosperity at home?

This is a question that everyone asks in our region. Israel's neighbors -- Iran's neighbors know that Iran will become even more aggressive and sponsor even more terrorism when its economy is unshackled and it's been given a clear path to the bomb.

And many of these neighbors say they'll respond by racing to get nuclear weapons of their own. So this deal won't change Iran for the better; it will only change the Middle East for the worse. A deal that's supposed to prevent nuclear proliferation would instead spark a nuclear arms race in the most dangerous part of the planet.

This deal won't be a farewell to arms. It would be a farewell to arms control. And the Middle East would soon be crisscrossed by nuclear tripwires. A region where small skirmishes can trigger big wars would turn into a nuclear tinderbox.

If anyone thinks -- if anyone thinks this deal kicks the can down the road, think again. When we get down that road, we'll face a much more dangerous Iran, a Middle East littered with nuclear bombs and a countdown to a potential nuclear nightmare.

Ladies and gentlemen, I've come here today to tell you we don't have to bet the security of the world on the hope that Iran will change for the better. We don't have to gamble with our future and with our children's future.

We can insist that restrictions on Iran's nuclear program not be lifted for as long as Iran continues its aggression in the region and in the world.


(APPLAUSE)

Before lifting those restrictions, the world should demand that Iran do three things. First, stop its aggression against its neighbors in the Middle East. Second...

(APPLAUSE)

Second, stop supporting terrorism around the world.

(APPLAUSE)

And third, stop threatening to annihilate my country, Israel, the one and only Jewish state.

(APPLAUSE)

Thank you.

If the world powers are not prepared to insist that Iran change its behavior before a deal is signed, at the very least they should insist that Iran change its behavior before a deal expires.


(APPLAUSE)

If Iran changes its behavior, the restrictions would be lifted. If Iran doesn't change its behavior, the restrictions should not be lifted.

(APPLAUSE)

If Iran wants to be treated like a normal country, let it act like a normal country.

(APPLAUSE)

My friends, what about the argument that there's no alternative to this deal, that Iran's nuclear know-how cannot be erased, that its nuclear program is so advanced that the best we can do is delay the inevitable, which is essentially what the proposed deal seeks to do?

Well, nuclear know-how without nuclear infrastructure doesn't get you very much. A racecar driver without a car can't drive. A pilot without a plan can't fly. Without thousands of centrifuges, tons of enriched uranium or heavy water facilities, Iran can't make nuclear weapons.


(APPLAUSE)

Iran's nuclear program can be rolled back well-beyond the current proposal by insisting on a better deal and keeping up the pressure on a very vulnerable regime, especially given the recent collapse in the price of oil.

(APPLAUSE)

Now, if Iran threatens to walk away from the table -- and this often happens in a Persian bazaar -- call their bluff. They'll be back, because they need the deal a lot more than you do.

(APPLAUSE)

And by maintaining the pressure on Iran and on those who do business with Iran, you have the power to make them need it even more.

My friends, for over a year, we've been told that no deal is better than a bad deal. Well, this is a bad deal. It's a very bad deal. We're better off without it.


(APPLAUSE)

Now we're being told that the only alternative to this bad deal is war. That's just not true.

The alternative to this bad deal is a much better deal.


(APPLAUSE)

A better deal that doesn't leave Iran with a vast nuclear infrastructure and such a short break-out time. A better deal that keeps the restrictions on Iran's nuclear program in place until Iran's aggression ends.

(APPLAUSE)

A better deal that won't give Iran an easy path to the bomb. A better deal that Israel and its neighbors may not like, but with which we could live, literally. And no country...

(APPLAUSE)

... no country has a greater stake -- no country has a greater stake than Israel in a good deal that peacefully removes this threat.

Ladies and gentlemen, history has placed us at a fateful crossroads. We must now choose between two paths. One path leads to a bad deal that will at best curtail Iran's nuclear ambitions for a while, but it will inexorably lead to a nuclear-armed Iran whose unbridled aggression will inevitably lead to war.

The second path, however difficult, could lead to a much better deal, that would prevent a nuclear-armed Iran, a nuclearized Middle East and the horrific consequences of both to all of humanity.

You don't have to read Robert Frost to know. You have to live life to know that the difficult path is usually the one less traveled, but it will make all the difference for the future of my country, the security of the Middle East and the peace of the world, the peace, we all desire.


(APPLAUSE)

My friend, standing up to Iran is not easy. Standing up to dark and murderous regimes never is. With us today is Holocaust survivor and Nobel Prize winner Elie Wiesel.

(APPLAUSE)

Elie, your life and work inspires to give meaning to the words, "never again."

(APPLAUSE)

And I wish I could promise you, Elie, that the lessons of history have been learned. I can only urge the leaders of the world not to repeat the mistakes of the past.

(APPLAUSE)

Not to sacrifice the future for the present; not to ignore aggression in the hopes of gaining an illusory peace.

But I can guarantee you this, the days when the Jewish people remained passive in the face of genocidal enemies, those days are over.


(APPLAUSE)

We are no longer scattered among the nations, powerless to defend ourselves. We restored our sovereignty in our ancient home. And the soldiers who defend our home have boundless courage. For the first time in 100 generations, we, the Jewish people, can defend ourselves.

(APPLAUSE)

This is why -- this is why, as a prime minister of Israel, I can promise you one more thing: Even if Israel has to stand alone, Israel will stand.

(APPLAUSE)

But I know that Israel does not stand alone. I know that America stands with Israel.

(APPLAUSE)

I know that you stand with Israel.

(APPLAUSE)

You stand with Israel, because you know that the story of Israel is not only the story of the Jewish people but of the human spirit that refuses again and again to succumb to history's horrors.

(APPLAUSE)

Facing me right up there in the gallery, overlooking all of us in this (inaudible) chamber is the image of Moses. Moses led our people from slavery to the gates of the Promised Land.

And before the people of Israel entered the land of Israel, Moses gave us a message that has steeled our resolve for thousands of years. I leave you with his message today, (SPEAKING IN HEBREW), "Be strong and resolute, neither fear nor dread them."

My friends, may Israel and America always stand together, strong and resolute. May we neither fear nor dread the challenges ahead. May we face the future with confidence, strength and hope.

May God bless the state of Israel and may God bless the United States of America.


(APPLAUSE)

Thank you. Thank you very much. Thank you all.

You're wonderful.

Thank you, America. Thank you.

Thank you.

 

(Quelle: The Washington Post, 03.03.2015 > zum Artikel, der auch das Video beinhaltet)


Bild- und Grafikquellen:

1. Israel-Lobby. Karikatur gezeichnet von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist". Quelle: Artikel in dem Blog von Professor Kevin MacDonald  - davidduke.com

2. "NEVER AGAIN - OVER AGAIN" Karikatur von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist", geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com

3. Benjamin Netanjahu (auch Binyamin Netanyahu, in Israel landläufig Bibi genannt; * 21. Oktober 1949 in Tel Aviv) ist ein israelischer Politiker des konservativen Likud-Blocks und Israels amtierender Ministerpräsident. Mit seinem Namen und seiner zionistischen und totbringenden Politik sind Kriegsverbrechen und Völkermord zu nennen, weshalb er längt vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehört. Originalfoto: State Department photo. This image is a work of a United States Department of State employee, taken or made as part of that person's official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain per 17 U.S.C. § 101 and § 105 and the Department Copyright Information. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Bild wurde von Wiki-User "TheCuriousGnome" digital nachbearbeitet. (crop + levels + retouched background). Quelle: Wikimedia Commons. Es wurde nach einer Idee von Helmut S. durch Wilfried Kahrs nochmals digital mit Einfügung der Bezeichnung "Kriegsverbrecher" nachbearbeitet.

4. "I AM RESULT OF ISRAELI OPPRESSION" Karikatur von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist", geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com

5. Pro-Israel Lobby - siehe hierzu einen Artikel von Philip Giraldi: "The key component of the Israel Lobby, the American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), is the most powerful foreign policy lobby in Washington. It exists only to maintain and increase United States support for Israel, no matter what Israel does and no matter what the actual American interests might be. It has a budget of more than $70 million, an endowment in excess of $100 million, and it employs more than 200. One of its senior lobbyists once said that its power over congress was so great that he could circulate a napkin and have the signatures of 70 Senators on it within one day. Israeli former Prime Minister Ariel Sharon, referring to the influence wielded by AIPAC, said that “We, the Jewish people, control America. And the Americans know it.

AIPAC is only one of a constellation of Jewish and non-Jewish organizations whose raisons d’etre are to shield Israel from all criticism and to increase the United States government’s commitment to support Israel and Israeli policies. For the Christian Zionists it is a matter of their interpretation of the book of Revelation, which suggests that a return of the Jews to the Holy Land is a precursor for the second coming of Christ and the End Time. As Jews who do not convert will also be killed in the process has meant that the Israeli government holds its nose when dealing with its Christian allies but is quite willing to exploit them nevertheless". - weiterlesen bei THE UNZ REVIEW (auch Quelle für das Bild)

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Harry Popow
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Beigetreten: 18.05.2013 - 13:52
Benjamin Netanjahu - verlogener geht es nicht


Verlogener geht es nicht


Benjamin Netanjahu vor den Republikanern im US-Kongress, eingeladen vor allem von den Republikanern? Das riecht nach Bündnis mit dem Kriegstreiber Natanjahu und einem offensichtlichen Hieb gegen Obama, mag dieser es wahrhaben wollen oder nicht. Der Redner – von zahlreichen Kongressteilnehmern bejubelt, stellte sich als Friedensstifter dar, der den Iran beschuldigt, Atomwaffen zu bauen, um letztendlich Israel präventiv angreifen zu können. Dabei ist es Israel, das nach weiteren Atomwaffen strebt und eine aggressive Außenpolitik gegenüber dem Iran betreibt.

Ich erinnere mich an Ausführungen der Publizistin Evelin-Hecht Galinski, eine Deutsche mit jüdischer Herkunft. Sie, die Tochter des einstigen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski (1912-1992) schrieb in ihrem Buch „Das Elfte Gebot: Israel darf alles“: Israel sei ein Meister im Tarnen und Verschleiern, wenn es zum Beispiel um das Atomprogramm in Dimona geht, meint die Autorin. Israel findet Unterstützung von AIPAC, der größten Israel-Lobby in den USA. Jahresbudget: 70 Millionen US-Dollar. (S. 116) Auf Seite 210 warnt die Autorin vor einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran. Und sie läßt daran keinen Zweifel: Dieser Angriffskrieg wäre nur möglich auch durch die Waffenlieferungen der Schutzmacht USA. (S. 210)

So liegt auf der Hand, mit welcher Absicht Netanjahu vor dem Kongress dem Iran kriegerische Absichten unterstellt und diesem Land von vornherein vorwirft, den Weltfrieden in Gefahr zu bringen. Welch eine Verdrehung der Tatsachen! Will Netanjahu damit auch die Hauptschuld der USA-Administration am Ukraine-Konflikt ganz und gar negieren? Bei dem starken Beifall im US-Kongress für seine ölige Rede ist das durchaus zu vermuten. Auch dies mag beabsichtigt sein: Israel sei nunmehr – so mag man es aus seiner stark mit militärischen Vokabeln aufgemotzten Rede entnehmen – das demokratische Bollwerk im Nahen Osten, das jederzeit berechtigt wäre, gegen den „Feind“ auch militärisch loszuschlagen?

Harry Popow

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Ulrich Gellermann
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Beigetreten: 22.03.2013 - 15:43
Benjamin Netanjahu hat Hitler im Iran entdeckt

Schwanz wedelt mit Hund

Benjamin Netanjahu hat Hitler im Iran entdeckt

So richtig neu ist das nicht, was der israelische Ministerpräsident bei seinem jüngsten Besuch in den USA zu erzählen wusste: "Mullah-Regime bedroht den Weltfrieden wie Nazis", so brachte die BILD-Zeitung - das Sturmgeschütz Israels in Deutschland - Netanjahus Rede auf den Punkt. Gemeint ist der Iran. Würde jemand dem israelischen Premier glauben wollen, dann plant die iranische Regierung einen Weltkrieg. Doch diese Botschaft ist, durch ihre ständige Wiederholung, ziemlich verbraucht. Relativ neu ist es, dass Netanjahu vor dem US-Kongress redete ohne seinen Auftritt mit der amtierenden amerikanischen Regierung abzustimmen: Wie mag der kleine israelische Schwanz nur den dicken US-Hund zum wedeln gebracht haben?

Eine Erklärung liegt in der US-Innenpolitik: Die Republikaner und ihr Sprecher im Kongress, John Boehner, wollten zu gern Obamas Iran-Politik als zu weich denunzieren. Doch viel wichtiger als Boehner war im Vorfeld des Netanjahu-Wahlkampfauftritts im US-Komgress die jüdische Lobby-Organisation AIPAC (American Israel Public Affairs Committee). AIPAC ist eine einzige große Spenden-Sammel- und Spenden-Verteil-Maschine, die politischen Einfluss über teure PR-Kampagnen nimmt, aber durchaus auch direkt Politiker kauft. Auf ihrer Agenda steht zur Zeit als wesentliches Investitionsvorhaben die Ablehnung eines möglichen Atom-Abkommens mit dem Iran. Dass sie damit die Politik eines gewählten Präsidenten konterkariert? Was soll´s.

Das Magazin THE NEW YORKER berichtete darüber, dass AIPAC mehr als hunderttausend Mitglieder hat und über ein Netzwerk von siebzehn Niederlassungen verfügt. Und am Beispiel des früheren demokratischen Abgeordneten Brian Baird konnte The NEW YORKER auch den üblichen Politiker-Kauf belegen: AIPAC hatte ihm viel Geld angeboten, damit er zum Beispiel den für Israel unangenehmen Ausdruck "besetzte Gebiete" nicht benutzte. Die AIPAC-Leute hätten sich das 200.000 Dollar für seinen Wahlkampf kosten lassen. Als der Abgeordnete dann gewählt war, wurde er mit einer Israel-Reise vom Feinsten belohnt. Baird erklärte dem Magazin, dass viele Abgeordnete im Kongress nicht die Frage stellen würden: `Was ist richtig für die USA´, sondern `Wie wird AIPAC das bewerten?´

Diese israelische Einflussnahme ist in Deutschland preiswerter zu haben: Von Angela Merkel bis Petra Pau hält sich eine Mehrheit in der Politik an die ausgerufene Staatsräson, die in Treue fest dem Staat Israel nahezu jeden Wunsch von den Augen abliest und erfüllt. Auch jenen nach der Lieferung von atomwaffenfähigen U-Booten, die Israels Nachbarstaaten bedrohen, während gefährliche Verrückte wie Benjamin Netanyahu den iranischen Vorhang über die eigene atomare Rüstung fallen lassen. Der deutsche Schwanz, um im Sprachbild zu bleiben, würde nie wedeln ohne den israelischen Hund vorher zu fragen.

Ulrich Gellermann, Berlin


► Quelle:  RATIONALGALERIE > Artikel

► Bild- und Grafikquellen:

1. Blö.de: Massenverdummung hilft dem politischen-, dem kapitalistischen Wirtschafts- und dem Finanz- System. Sie fördert und beschleunigt die Regression der Gesellschaft. Grafik: Wilfired Kahrs / QPress.de
 

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Wolfgang Blaschka
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Beigetreten: 09.11.2010 - 02:16
Netanjahu fürchtet um seinen Krieg gegen den Iran

 

Bibis Angstschiss


Netanjahu fürchtet um seinen Krieg gegen den Iran

 

Israels Regierungschef ist ein armer Hund verglichen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Er gebietet nicht über ein weltumspannendes Netz von 716 Militärbasen in 38 Ländern zuzügl. militärischer Präsenz in über weiteren 100 Ländern rund um den Globus [1], kann längst nicht auf weltweite Luftüberlegenheit bauen. Er braucht auch keine atomgetriebenen Flugzeugträger mit Treibstoff für die nächsten 25 Jahre, um auf den Weltmeeren zu kreuzen, selbst wenn der Staat, der sie einst ausgesandt hat, längst in der Pleite versunken sein sollte. So wie es die sowjetischen Kosmonauten erlebten, als sie aus dem All zur Erde zurückgekehrt die Sowjetunion nicht mehr vorfanden. Netanjahu benötigt das alles gar nicht. Seine Gegner wohnen quasi in "seinem" Land, das genausogut ihres ist. Die Wege sind kurz, allerdings mit Checkpoints gepflastert.

Er kann sich mit einer hochmodernen Armee begnügen, deren schillerndste Heldentaten darin bestehen, Steine schleudernde Kinder zu erschießen oder über Monate gefangen zu halten, weil sie vor seinen Soldaten ausgespuckt haben. Er kann sich auf ein geheimes Atomwaffenarsenal stützen, das gegen den "Feind", die Palästinenser schlechthin nicht einsetzbar ist, ohne Israel selbst "von der Landkarte zu radieren". Deswegen unterstellt er diesen aberwitzig perfiden Vorsatz lieber dem Iran, der weit genug weg ist, um mit der handfesten Drohung einer angeblichen Bedrohung sein eigenes Massenvernichtungswaffen-Monopol zu verteidigen.

Auf Gaza kann er nur konventionelle Bomben regnen lassen und notfalls auch Phosphor. Alle zwei Jahre ein Massaker zur Strafe für seine "Hilflosigkeit" gegen Tunnel und ungezielte Raketenangriffe aus dem hermetisch abgeriegelten Ghetto: Mehr geht kaum, um die "Existenz" Israels zu "verteidigen" und unmissverständlich unter Beweis zu stellen, wer das Sagen haben soll im Nahen Osten. Mit Blockade und Mauerbau, auch wenn das hässlich aussieht. Sein Land ist nur handtuchbreit, und macht dennoch Weltpolitik.

Als Friedenstaube hat er sich bisher nicht zu gerieren versucht, im Gegenteil mit gezieltem Siedlungsbau jeden Ansatz zu einem wie immer gearteten Friedensprozess verunmöglicht. Sogar beim Kriegführen brüskiert er die Schutzmacht USA, die das selbst für sich in Anspruch nimmt: Losschlagen, wo immer sie es für geboten hält, zuschlagen und zurückschlagen, Terror säen und wieder ausmerzen - je nach Weltlage und Interessens-Konstellation. Ganz nach Gusto und Gutsherrenart. Supermächtige Souveräne meinen so handeln zu müssen, zu dürfen, zu sollen. Je schwächer ihre politischen, juristischen und ethischen Positionen, je prekärer und defizitärer die wirtschaftliche Lage bei den immensen Rüstungskosten, desto stärker müssen sie sich geben, desto berserkerischer zeigen sie sich, umso angstbeißerischer agieren sie. Hybris und Harakiri liegen enger zusammen als gedacht.
 

 

Es gibt solche und solche: Friedensfürsten und Kriegsherrn. Herren über Leben und Herren über Tod. Herrschaft auszuüben gebietet nicht nur blanke Gewalt, sondern auch Überzeugungs- und Integrationskraft, was man so Charisma nennt, und hin und wieder auch ein paar Wohltaten, vor allem vor Wahlen. Ein bisschen Brot und Spiele, ein paar Erleichterungen vom Joch des Daseins zumindest für Teile der Wählerschaft. Für die vielen Arbeitsknechte, Wasserträger, Hellebardenhalter, Hilfshenker und Elendsverwalter, die loyal zu stehen haben für die Ordnung, zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Illusionstheaters, dass alles irgendwie zusammengehört und man sich den Herrschenden unterzuordnen habe, wie es sich vor allem für das Volk zu geziemen scheint. Jedenfalls solange es sich das Volk gefallen lässt, dass Wohltaten und Sicherheitsgarantien zumeist bei Helfern und Nutznießern derer Herrschaft ankommen.

► Macht macht mächtig, aber auch abhängig!

Obama ist beides, wie es sich für einen US-Präsidenten gehört: Politischer Gefangener seiner Administration und mächtigster Oberbefehlshaber der größten Militärmaschinerie der Welt. Fast so etwas wie ein Cäsar, der seine Iden des März schon hinter sich hat und immer noch am Leben ist. Er hat keine Mehrheiten mehr, weder im Senat noch im Repräsentantenhaus. Er kann auch nicht wiedergewählt werden. Er wird gemeinhin als "lahme Ente" gehandelt. Als "lame Duck" hätte er zwar Narrenfreiheit, doch macht er gute Miene zum bösen Spiel und duckt sich weg, wenn die Republikaner Netanjahu vor den Kongress laden, um den kaltgestellten Präsidenten vorführen. Der tut so als hätte er das nicht zu kommentieren, was der israelische Kriegstreiber dort offen fordert: Keine Einigung mit dem Iran! Unter keinen Umständen. Frieden wäre das allerletzte! Das Weiße Haus schaltete angeblich nicht einmal die Glotze an, was für US-amerikanische Verhältnisse ganz besonders unglaublich klingen mag, wenn nicht direkt unglaubwürdig. Inszenierte Ignoranz als der Gipfel staatsmännischer Ächtung! Was man halt so sagt, um nichts zu sagen, weil man nichts zu sagen hat. Hätte der Friedensnobelpreisträger nicht schon so viele Offenbarungseide geschworen, wäre man verwundert.

Dabei hätte Barack Obama nichts zu verlieren, wenn er die Hetzrede des zionistischen Provokateurs kritisch kommentieren würde. Doch weiß er wahrscheinlich nur zu gut, wie sehr die USA die Positionen Israels übernommen, Druck auf Teheran ausgeübt und die Mär von der Bedrohung der Welt durch ein iranisches Atomwaffenprogramm selbst kolportiert haben. Wenn jetzt die Verhandlungen in Richtung "Erfolg" deuten, dann ist es Israels Triumph und gleichzeitig Debakel, zumindest für Regierungstreuen. Israels Gesamtbevölkerung indes könnte beruhigt sein. Das wäre wiederum schlecht für die Unruhestifter, gar nicht gut für die kollektive Kriegsbereitschaft, ganz schlecht für den nächsten Kriegsvorwand, und sei es nur ein Krieg der Worte.

Ohne Einvernehmen lebt es sich allemal besser, wenn man gar keines will. Ein internationales Abkommen wäre für Israels Falken-Fraktion ein strategisches Waterloo, kompletter Konkurs ihres Konfrontationskurses. Seit Jahrzehnten halten sie ihre Kriegs- und Besatzungspolitik mit Hinweis auf existenzielle Bedrohtheit am Laufen. Seit fast 30 Jahren reden sie von der iranischen Bombe, die spätestens nächstes Jahr einsatzbereit sei, wenn nicht in wenigen Monaten. Seit Jahren drohen sie mit dem ultimativen Präventivschlag in allerletzter Minute, um ein Armageddon zu verhindern.

Fiele dieser lügenknarzende Windmühlenflügel aus der Nabe, müssten sich Israels Regierende vor der Welt für die eigenen Untaten verantworten. Man stünde nicht mehr als Opfer, sondern als brutaler Täter da. Man verlöre die "unbedingte Solidarität" und vielleicht sogar die unabdingbare Unterstützung der Europäer. Ohne diese würde es aber eng im Staate Israel werden, noch enger als bisher. Die Gratwanderung zwischen dem Hinweis auf den Holocaust und die permanente Fortführung der Nakba seit 1948 gegen die Palästinenser könnte am Mythos Israel kratzen, der David als Goliath erkannt werden.

Und so muss der Iran nun weiterhin als "Ausgeburt Hitlers" und "Feigenblatt Zions" herhalten. Da sagt man als Demokrat und Gentleman besser nichts, genießt den Rest der Tage im White House und schweigt. Man will ja nicht an die eigenen Hetztiraden gegen "die Mullahs" erinnert werden, zumal man sie jetzt für den Kampf gegen die Kalifats-Dschihadisten braucht, die man selbst aus den Trümmern des Irakkrieges gezogen hat. Bibis Querschläger sind da wenig hilfreich, und dennoch willkommen. Solange der Iran "die ganze Welt erobert" und nicht die USA, bleiben Kulisse und Gesicht gewahrt. Solange der arme Bibi seine Scheiß-Angst auskotzen kann, darf man Israel getrost Waffen liefern anstatt es vor den Internationalen Gerichtshof zu zitieren, den man ja selbst nicht anerkennt. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Beide Staaten wissen nur zu gut, wie man sich "verheißenes Land" unter den Nagel reißt. Das verbindet Kolonisatoren untereinander.

Es hat aber nicht verhindert, dass die USA beispielsweise ihre engst verbündeten Apartheids-Zöglinge aus Südafrika wie heiße Kartoffeln fallen ließen, als die Zeit reif und der Bogen überspannt war. Darum also Bibis dritte Wallfahrt nach Washington mit der Bitte um ein bisschen Krieg. Seine unerhörten Gebete sollten doch endlich bald erhört werden, zumindest vom nächsten Präsidenten, so flehte er, und rühmte schmeichelnd die Wohltaten Obamas in dessen Abwesenheit: Wann immer der angerufen werde, sei er da. Falls er nicht gerade heimlich fernsieht! Die Schleimspur ins Oval Office durfte die Präsidenten-Jäger von der Tea Party kaum stören. Dafür lieferte Netanjahu nur zu gut, was sie hören wollten: Iran sei heute gleichsam das faschistische Deutschland von damals.

Dass er sich damit nur mal nicht verrechnet hat! Bekanntlich ist der Rechtsnachfolger dieses Deutschen Reiches der wichtigste US-Verbündete in Europa. Und für die USA sind allzu unbequeme, weil unbotsame Verbündete sehr bald nur noch lästige Kläffer. Das ging Saddam Hussein so, das musste Gaddafi erleben, es hat die Taliban getroffen und ebenso den "Islamischen Staat". Und auch der Iran war nicht immer "Erzfeind der USA", sondern ebenfalls ein treuer Vasall unter dem Schah Mohammad Reza Pahlewi, bis 1979. Das könnte ja wieder werden, sobald es die strategische Lage geboten sein lässt. Nichts ist unverbrüchlich und endgültig. Israels Hardlinern läuft daher die Zeit davon, ehe sie dereinst über diese hinweg gehen und ein bi-nationales Palästina-Israel (Einstaatenlösung) oder auch "Canaan" zeitigen wird, ob mit dem Umweg über eine Zwei-Staaten-Lösung oder nicht.
 
Bibi wähnt sich auf verlorenem Posten, sieht seine Chancen zum Präventivschlag gegen den "antijüdischen" Gottesstaat schwinden. Bezeichnenderweise leben Juden im Iran völlig ohne Angst, dass der Bus, in den sie einsteigen, jeden Moment explodieren könnte. Diese Existenzsicherheit kann das zionistische Israel mit seiner großspurigen Kriegspolitik seinen jüdischen Bürgern nicht bieten. Die Lebenslüge vom "sicheren Hort" zerbröselt im Pulverdampf aus plumpem Araberhass und hohler Selbstüberschätzung, krachend blöd wie die rhetorischen Nebelkerzen im Capitol. Dort werden sie zwar noch mehrheitlich frenetisch beklatscht, doch wollen sie längst nicht mehr alle hören. 58 Senatorinnen und Senatoren haben das peinliche Schauspiel schon mal prophylaktisch boykottiert und einfach geschwänzt.

Das sollten die Israelis ebenfalls tun: Sich abwenden von der rechtsradikalen Kriegshysterie und hin zu einem Weg des Friedens und des Ausgleichs mit den Palästinensern in Gerechtigkeit. Ein schwieriger Weg, aber allemal weniger schwer als der des permanenten Krieges bis zur allgemeinen Erschöpfung. Die Perspektive der Verständigung wird sich – vom Ende her betrachtet – ohnehin nicht vermeiden lassen..  

Wolfgang Blaschka, München

[1] lt. US Department of Defense - Base Structure Report Fiscal Year 2009 Baseline - As of Sept 30, 2008


Vorabveröffentlichung, Artikel erscheint im in Kürze bei ISW – Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V. > Artikel als PdF

Bild- und Grafikquellen:

1. "WAR ON IRAN"Karikatur von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist", geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com

2. So funktioniert die militante Siedlungspolitik des zionistischen, rassistischen israelischen Staates. Man raubt das Land der Palästinenser und baut neuen Wohnraum für die Herrenmenschen. Karikatur gezeichnet von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist", geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, seine Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com  

3.  Barack Obama ist politischer Gefangener seiner Administration und mächtigster Oberbefehlshaber der größten Militärmaschinerie der Welt in Personalunion. Urheber: DonkeyHotey. The source image for this caricature of Barack Obama was adapted from a Creative Commons licensed photo by Elizabeth Cromwell available via Wikimedia. Source image for White House background is a public domain photo by Lawrence Jackson available via www.whitehouse.gov/assets/hi_res/stpattys_hires.JPG. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

4. "IRAN IS A THREAT TO PEACE" Karikatur von Carlos Latuff, einem "Politischen Karikaturist", geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com

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