Nicht nur in Brüssel und Berlin sitzen Kamele
Immer mehr Milchbauern steigen von Kühen auf Kamele um
Klimawandel sei Dank
Berlin (dpo) - Die deutsche Landwirtschaft passt sich den neuen klimatischen Bedingungen in Deutschland an: Immer mehr Milchbauern haben in den letzten Wochen ihre Kuhbestände durch Kamele ersetzt. Damit wollen sie auch bei höheren Temperaturen wettbewerbsfähig bleiben.

"Meinen Kühen tat das Hitzewetter auf Dauer nicht gut", berichtet etwa Horst Borkenhagen. Der Landwirt aus Versmold bei Bielefeld setzt seit Anfang Juli vollständig auf Kamele. "Genauer gesagt Dromedare, [Foto] wie sie auch in den Wüsten Afrikas und Arabiens zu Hause sind", erklärt er stolz. "In einem durchschnittlichen deutschen Hitzesommer fühlen die sich pudelwohl."
Besonders begehrt sind Kamele, weil sie zur Not auch längere Durststrecken überstehen. "Die halten das auch mal ein paar Stunden aus, wenn mal wieder der Wassertrog leer ist, weil alles verdunstet ist."

Geschmacklich sei Kamelmilch von Kuhmilch kaum zu unterscheiden, enthalte aber viel mehr Vitamin C.
"Die Umstellung von Kühen auf Kamele ist zum Glück vergleichsweise gut machbar, weil die Ställe meist schon die richtige Größe haben", so Borkenhagen. "Der Martin Henschke zwei Höfe weiter hat dagegen nichts als Stress, seit er von Hühnern auf Vogelstrauße umgestiegen ist. Seine Söhne trauen sich gar nicht mehr zum Eierholen in den Stall."

Dann verabschiedet sich Landwirt Borkenhagen und steigt auf seinen Traktor. Es ist Zeit für die Kaktusernte.
"Der Postillon"
Der Postillon ist eine deutschsprachige Webpräsenz, die von Stefan Sichermann betrieben wird und täglich satirische Beiträge im Stil von Zeitungsartikeln und Agenturmeldungen veröffentlicht. Einmal monatlich erscheint eine Printausgabe.
Dieser Satire-Beitrag wurde am 14. Juli 2026 erneut veröffentlich auf der Webseite des Satiremagazins 'Der Postillon' >> weiter.
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1. Dromedarherde: Das Dromedar (Camelus dromedarius), auch als Einhöckriges oder Arabisches Kamel bezeichnet, ist eine Säugetierart aus der Gattung der Altweltkamele innerhalb der Familie der Kamele (Camelidae). Es ist als Last- und Reittier in weiten Teilen Asiens und Afrikas verbreitet, in seiner Wildform jedoch ausgestorben. Nachkommen von freigelassenen oder entlaufenen Tieren leben heute noch in großer Zahl verwildert in den Zentralregionen Australiens. Der Name kommt aus dem griechischen δρομάς (dromás), was „laufend“ bedeutet.
Ihre Anpassung an trockenes Klima ermöglicht es Dromedaren, in wüstenhaften Gebieten zu leben. Sie haben die Fähigkeit, lange ohne Wasser auszukommen, da sie viel Wasser im Körper speichern können. Der Rückenhöcker enthält Fettvorräte, die das Tier bei Futtermangel verbrennen kann, um Energie zu gewinnen. Zwar legt das Dromedar in seinem Höcker keinen Wasservorrat an, jedoch bedarfsweise in seinem Magen. (Text: Wikipedia-Artikel).
Leicht salzig schmeckt die Dromedarmilch, ein bisschen intensiver als Kuhmilch. Angesichts der globalen Erwärmung könnte Kamelmilch eine rentable alternative Lösung für die Milchproduktion in Regionen bieten, die für die traditionelle Kuhhaltung zunehmend unwirtlich sind.
Kamel- und Dromedarmilch ist für ihre ernährungsphysiologischen Vorteile bekannt, insbesondere für ihren Reichtum an Vitaminen, Mineralien und Proteinen. Sie wird auch wegen ihrer hypoallergenen Eigenschaften und ihrer Verdaulichkeit geschätzt, so dass sie für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten geeignet ist.
Die Suche nach fortschrittlichen Zuchttechniken unterstreicht das Bestreben, die Kamelzucht zu einem wichtigen Bestandteil der Landwirtschaft von morgen zu machen. Es bleibt abzuwarten, ob die Dromedar- und Kamelmilch eines Tages unsere gute alte Kuhmilch ersetzen wird!
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2. Die Kamele (Camelidae) sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla), innerhalb derer sie die einzige rezente Familie der Unterordnung der Schwielensohler (Tylopoda) darstellen. Sie lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Die erste Gruppe bilden die Altweltkamele (Camelus) mit dem Dromedar oder Einhöckrigen Kamel und dem Trampeltier oder Zweihöckrigen Kamel, auch Großkamele genannt. Die zweite Gruppe umfasst die Neuweltkamele (Lamini) mit den Gattungen der Lamas (Lama) und Vikunjas (Vicugna) – die höckerlosen Kleinkamele.
Da Kamele vorwiegend trockene Regionen bewohnen, haben sie eine Reihe von Merkmalen entwickelt, mit dem Wasser besser hauszuhalten. Eine Besonderheit sind die Roten Blutkörperchen, die nicht rund, sondern oval sind. Diese Form bewirkt, dass Kamele in kürzester Zeit sehr viel Wasser aufnehmen können (kolportiert werden 200 Liter in 15 Minuten) ohne die Gefahr einer Wasserintoxikation („Überwässerung“ des Körpers). (Text: Wikipedia-Artikel).
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3. Die Strauße (Struthio) sind eine Gattung großer, flugunfähiger Vögel. Neben der enormen Körpergröße, die den Straußen den Status der größten rezenten Vögel verleiht, bilden der große, plumpe Körper, der lange und weitgehend unbefiederte Hals, ebensolche Beine sowie der kleine Kopf besondere Kennzeichen.
Strauße sind die größten Vögel der Erde. Männliche Tiere werden bis zu 275 cm hoch und haben ein Gewicht bis zu 156 kg. Weibliche Individuen sind mit 175 bis 190 cm deutlich kleiner, ihr Gewicht beträgt 90 bis 110 kg. Die Vögel zeichnen sich durch einen ovalen, horizontal ausgerichteten, schweren Rumpf aus. Die Beine sind lang sowie unbefiedert, die Füße weisen zwei nach vorn gerichtete dicke Zehen auf. [..]
Das Vorhandensein von nur zwei Zehen (der dritte und vierte Strahl) bildet ein einzigartiges Merkmal unter den Vögeln. Die jeweils innere Zehe ist deutlich größer und trägt eine kräftige Kralle. Die äußere Zehe wirkt dagegen klein und ist krallenlos; sie hat lediglich Stützfunktion.
Auf der Oberfläche der Zehen und des Unterbeins sind große verhornte Schildpolster ausgebildet, die seitlich von kleineren begleitet werden. Die Unterseite der Füße wird ebenfalls durch ein festes Hautpolster geschützt. Ein zusätzliches Polster findet sich rückseitig am oberen Ende des Unterschenkels und dient der Abfederung in Sitzposition.
Einzigartig unter den Vögeln ist die Reduktion der Zehenanzahl der Füße auf je zwei Strahlen. Dies ist eine besondere Anpassung an das Leben in den offenen Landschaften und ermöglicht eine schnelle Fortbewegung. Strauße treten in lockeren Verbänden auf und sind zumeist tagaktiv. Sie ernähren sich überwiegend von Pflanzennahrung. [..]
Straußeneier sind die größten Eier einer heute lebenden Vogelart. Sie werden zwischen 15 und 17 cm lang und haben einen Durchmesser von 12,3 bis 13,5 cm. Das durchschnittliche Gewicht beträgt 1400 g. Dies entspricht in etwa 1,2 % des Lebendgewichtes einer Straußenhenne. Im Vergleich zu anderen Vögeln sind die Eier dadurch verhältnismäßig klein, ähnlich wie beim Truthahn. Beim Haushuhn erreicht das Ei rund 3,5 % des Gewichtes der Henne, bei der Wachtel sind es gut 8 %. Die Farbe der Eier reicht von weißlich bis gelblichbraun. [..]
Verschiedene Körperteile der Strauße werden in der Medizin eingesetzt. Unter anderem lassen sich gerissene menschliche Sehnen durch entsprechende Pendants der langen Hinterbeine der Strauße austauschen. In Erforschung ist, inwieweit die Hornhaut der Augen der Strauße als möglicher Ersatz für menschliche bei der Transplantation dienen kann. (Text: Wikipedia-Artikel).
Foto: schauhi / Kurt Bouda, Neuhaus am Inn (user_id:2509795). Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.
