Permakultur: Paradigmenwechsel hin zu einer Umstellung auf Permakultur

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Permakultur: Paradigmenwechsel hin zu einer Umstellung auf Permakultur
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Permakultur: Paradigmenwechsel

Hin zu einer Umstellung auf Permakultur

von PRESSENZA / Redaktion Argentinien

Angesichts der unermesslichen Herausforderung, die sich aus der Kombination von Umwelt- und Pandemiekrise ergibt, beschloss die Permakultur-Gemeinschaft sich zu mobilisieren und ihre Beiträge bekannt zu machen, damit der unausweichliche Übergang in eine andere und - wie wir hoffen - erneuerte Welt auf der Grundlage von Bewusstsein und Verantwortung und mit Hilfe zuverlässiger Instrumente vollzogen wird.

Permakultur-Naturbewusstsein-Earthcare-Fairshares-Peoplecare-nachhaltige-Lebensweise-Nachhaltigkeit-Kritisches-Netzwerk-Umweltschutz-Zukunftsgestaltung-PermacultureDie Szenarien für die kurz- und mittelfristige Zukunft sind uns bereits bekannt, weil sie in vielen Medien und aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beschrieben werden und auch, weil sie vor mehr als 50 Jahren mit großer visionärer Klarheit angeschaut wurden. Das ist unser heutiger Standpunkt.

Deshalb ist auch die Zeit gekommen, zu entscheiden, in welcher Welt wir leben wollen, denn es ist dringend notwendig, mit dem Umbau zu beginnen. Die düstere Erfahrung die wir machen zeigt, dass wir nicht mehr so viel Zeit haben, wie wir dachten. Aber diese neue/andere Welt wird nur lebensfähig sein, wenn sie aus ethischen Werten und Prinzipien der Solidarität, Gemeinschaft und Verantwortung sowie aus dem Respekt vor den unschätzbaren Ressourcen, die unser Planet, unsere einzige Heimat, bietet, entsteht.

Wir können sehen, wie sehr sich die Städte in eine Todesfalle verwandeln; wie die finanziellen und monopolistischen Eliten ihre Interessen von denen der Mehrheit abkoppeln und diese ihrem Schicksal überlassen; wie die Strategien zur Bekämpfung der Pandemie genutzt werden, um die Mechanismen der sozialen Kontrolle zu entwickeln und zu stärken, über die es natürlich keine Rückkehr geben wird; und schließlich wissen wir auch, dass der Energieschwund, der unser gegenwärtiges wirtschaftliches und soziales Paradigma für immer verändern wird, bereits begonnen hat.

Unter den vielen Konsequenzen, die diese Situationen mit sich bringen werden, halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass viele Menschen die städtischen Zentren für immer verlassen wollen. Die Notwendigkeit, vor dem Chaos zu fliehen, sich wieder mit ihrem natürlichen Wesen zu verbinden und sich selbst zu versorgen, wird die Menschen zu neuen Migrationen in die entgegengesetzte Richtung führen, d.h. von den Städten in die ländlichen Gebiete.

Es ist noch Zeit, diese Rückkehr zu einer harmonischen Koexistenz mit der Natur vorzubereiten.

Die Permakultur [vom engl. Begriff „permanent (agri)culture“ abgeleitetes Kofferwort; deutsch: „dauerhafte Landwirtschaft“ oder „dauerhafte Kultur“; H.S.] ist in den letzten Jahrzehnten ihren Weg des Kreuzes gegangen, hat sich von ihren Erfolgen und Fehlern ernährt, Wissen und Know-how gesammelt und ihre Strategien diversifiziert. Gegenwärtig kann sie über einen Werdegang, konkrete Erfahrungen und den Willen, diese durch die Lehre, die jetzt von der Internationalen Universität für Permakultur erteilt wird, und über die im Ökodorf Gaia in Navarro, Provinz Buenos Aires, durchgeführten Aktivitäten berichten.

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Die Permakultur zielt darauf ab, eine faire, egalitäre, solidarische und respektvolle Lebensgesellschaft aufzubauen, und zwar durch bestimmte ethische Gestaltungsprinzipien, die die Menschen dazu führen, der Natur näher zu kommen und sich den großen sozialen und ökologischen Herausforderungen durch theoretische und praktische Werkzeuge und strategisches Denken zu stellen.

Die Sorge um den Menschen und den Planeten erfolgt durch die Schaffung von agro-ökologischen und öko-produktiven Systemen, von minimalem Einsatz von Inputs und hoher Produktivität, die die Aufwertung, Wiederherstellung und Anpassung der angestammten soziokulturellen Systeme integrieren, das Wohnen als eine Komponente, die in das Ökosystem und den ökologischen Kreislauf des Landes integriert ist, unter Verwendung natürlicher Baumethoden sowie geeigneter Techniken und Technologien, wobei die Integration der Ökologie in die Landschaft angestrebt wird, mit ästhetischen und utilitaristischen Werten, um die natürlichen Muster des Ortes zu erhalten und wiederherzustellen.

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Die Permakultur-Gemeinschaft ist der Ansicht, dass die gegenwärtige Krise eine große Chance für uns alle darstellt, uns der Möglichkeiten bewusst zu werden, die uns offen stehen, solange noch Zeit bleibt. Aus diesem Grund hat sie eine Erklärung verfasst, in der die Grundlagen zum Ausdruck kommen, die sie zur Herausgabe eines "Manifests zur permakulturellen Umstellung" veranlasst haben. Sie beschreibt die Schritte, die zu befolgen sind, um einen geplanten und verantwortungsvollen Übergang zu vollziehen. [Die Erklärung kann HIER in englischer, spanischer und französischer Sprache aufgerufen werden. Für KN-Leser habe ich sie übersetzt und direkt unter diesem Artikel veröffentlicht. H.S.].

Desgleichen wurde neben anderen Projekten auch ein neuer kurzer und intensiver Kurs organisiert, um so viele Menschen wie möglich in kürzester Zeit auszubilden, mit dem Ziel, zur Multiplikation nachhaltiger Projekte beizutragen, die nach unserem Verständnis die Grundlage für diesen Übergang zu einer besseren Welt bilden werden.

Lassen Sie uns diese beispiellosen und außergewöhnlichen Umstände nutzen, um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren, darüber nachzudenken, welche Art von Zukunft wir den kommenden Generationen bieten wollen, und damit zu beginnen, sie aufzubauen. Gemeinsam.

PRESSENZA / Redaktion Argentinien (übersetzt aus dem Spanischen von Helmut Schnug)


Manifest zur Umstellung auf Permakultur

von Asociación GAIA, Argentinien

Studierende, Dozenten und Mitarbeiter der Universidad Internacional de Permacultura

Stiftungen

Aus einer permakulturellen Perspektive ist es unmöglich, sich von den tatsächlichen Ereignissen fernzuhalten, die uns global betreffen - nicht gleichmäßig... - und die sicherlich Folgen haben werden, die bis heute nicht vorhersehbar sind. Es ist jedoch möglich, in naher Zukunft den Abschluss einiger Szenarien zu erahnen, die in den letzten 50 Jahren angekündigt wurden und die weder einen gleichberechtigten und nachhaltigen Kontext der Bevölkerungen noch eine hypothetische Rückkehr zum globalen Frieden vorhersagen. Deshalb halten wir es für wichtig und dringend, mit dem Gedankenaustausch über diese Tatsachen zu beginnen, in der Erwartung, gemeinsam Überlebensstrategien sowie mögliche nachhaltige Alternativen zu entwickeln und zu verbreiten, um zur Wiedervereinigung der Menschen mit ihrem natürlichen Wesen beizutragen und so ihre Fähigkeiten zu entfalten, in dem Bestreben, in Gemeinschaften zu leben, die der Natur bewusster und respektvoller gegenüberstehen.

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Für alle, die das Leben und diese Erde lieben, stellt diese Krise neben all ihren Herausforderungen auch eine große Chance dar: Jetzt haben wir die Möglichkeit, die Kräfte überall auf der Welt zu vereinen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, nämlich die Entwicklung des sozialen Zusammenhalts, die Schaffung dezentralisierter Strukturen, eine solidarische Wirtschaft: einen echten Neubeginn. In Zeiten solcher Unruhe kann es leicht passieren, dass man sich mit unterschiedlichen Meinungen ablenken lässt. Wir laden Sie ein, darüber nachzudenken, dass das, was wir jetzt tun, denken und uns vorstellen, dazu beitragen wird, die Zukunft zu gestalten. [Anm. H.S.: Ohne eine rigorose Abkehr vom Neoliberalismus mit all seinen destruktiven, menschenfeindlichen Auswirkungen wird dieser "Neubeginn" aber nur im kleinen und lokalen Rahmen geschehen.]

Ein Virus, mehrere Zusammenbrüche

Zwischen den verschiedenen Arten von Zusammenbrüchen, die beschrieben worden sind - wie der fortschreitende Abstieg der fossilen Brennstoffe, der Klimawandel oder die völlige Erschöpfung der Mehrheit der Lebewesen durch die Arbeit einer korporativen Landwirtschaft, die nach den Kriterien des extraktiven Bergbaus funktioniert - integriert das, was wir in diesen Wochen zu erleben beginnen, die Gruppe des sogenannten "Augenblicks".

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Die ersten dauern je nach ihren spezifischen Variablen 30 bis 50 Jahre, und wir sind bereits dabei, sie alle zu durchlaufen. Stattdessen findet sich die Pandemie in einer Gruppe von Zusammenbrüchen, die in wenigen Wochen beginnen und die ihren Höhepunkt in 5 oder 6 Monaten erreichen. Wir können sie mit dem Ausbruch eines wichtigen Vulkans vergleichen, dessen Asche 8 bis 24 Monate lang in die Atmosphäre eindringt und einen permanenten solaren Winter erzeugt, mit dem daraus folgenden Zusammenbruch der Ökosysteme und der Nahrungsmittelproduktion. Ähnlich wäre der Einschlag eines Meteoriten von beträchtlichem Durchmesser, wenn er mit der Erde kollidiert, würde er eine vergleichbare Wirkung der Schwebeteilchen des Vulkans hervorrufen.

Um nur einen weiteren möglichen Kollaps dieser Kategorie zu erwähnen, eine elektromagnetische Welle von der Sonne zum Beispiel, würde den Satelliten so viel Schaden zufügen, dass sie das Funktionieren des Nervensystems des technologischen Zeitalters, das durch das Internet, die Kommunikation, die Banken, den Handel, die Industrie usw. gebildet wird, zerstören könnte.

Wenn diese kurzfristigen Zusammenbrüche eintreten, minimiert der größte Teil der Bevölkerung das Problem in der ersten Phase. Genauso war es bei dieser plötzlichen Pandemie, die mit einigen Toten begann - das waren zudem Menschen über 60 Jahre, die in einem fernen Land leben, was Gleichgültigkeit, wenn nicht gar Spott hervorrief. Erinnern wir uns daran, dass während des Tsunami in Indonesien im Jahr 2004 an vielen Orten, vor allem im touristischen Bereich, Menschen mit ihren Autos, Kameras und Camcordern an die Küsten gedrängt wurden und einige erstaunliche Wellen aufzeichneten, bis sie monströs wurden und Menschen, Autos, Häuser und alles, was sie auf ihrem Weg fanden, Hunderte von Metern und sogar Kilometer ins Landesinnere mitnahmen.

In Klammern und als Versuch, einige Gründe dafür zu erklären, warum ein großer Teil der Weltbevölkerung nicht angemessen auf ein katastrophales Phänomen reagiert - die nicht die gleichen sind wie die der Elite -, sollte über den Individualismus hinaus daran erinnert werden, dass Kino und Fernsehen uns seit vielen Jahrzehnten mit kostspieligen Fiktionen bombardieren, die Szenarien des Zusammenbruchs darstellen, seien sie nun natürlich, kosmisch, terroristisch, finanziell, usw., und uns so vor Augen führen, dass diese Wahrscheinlichkeit besteht und jederzeit eintreten kann. Weit davon entfernt, die Leute auf der Hut zu haben, betäuben diese Inszenierungen von erbärmlich vereinfachten und manichäischen Argumenten die Geister, indem sie immer zeigen, wie irgendein unwahrscheinlicher Held oder irgendein altruistischer hegemonialer Staat (ha!) die Menschheit rettet, also gibt es keinen Grund zur Sorge... Die Botschaft ist nicht einmal unterschwellig. Die Frage nach dem schändlichen Einfluss der Massenmedien ist unerschöpflich.

Die Folgen

Gerade wenn Familien bereits in Quarantäne sind, breitet sich der Zusammenbruch schnell aus: Viele Systeme werden geschwächt oder stellen ihre Arbeit ein, und Millionen von Familien, vor allem diejenigen, die in die Krise des Westens verwickelt sind, werden sich bewusst, dass die Vorteile eines "bequemen" Lebens in der Großstadt nur eine monumentale Täuschung gewesen sind, da die Stadt ein idealer Ort ist, an dem sich das Virus unkontrolliert ausbreiten kann, so wie es auch andere Pandemien tun, seien es Mikroorganismen oder von Menschen erzeugte: Kriminalität, Umweltverschmutzung, Dummheit, Bürokratie, Hass und Dutzende von Pandemien, die den Verstand beeinträchtigen.

Die Tatsache, dass sich das COVID-19 in mikroskopisch kleinen Absonderungen in der Luft verteilt, macht die Benutzung von Aufzügen praktisch unrentabel, indem es die Anzahl der Stockwerke für die Benutzung von Treppen begrenzt, die gleiche Grenze mit Büros, Geschäften usw., die geschlossene Luftsysteme haben. Es wird bestätigt, dass sie das Virus verbreiten können, da sie der Schlüssel zur Benutzung von Gebäuden mit natürlicher Belüftung und mit natürlichen Materialien sind, die sicherer und gesünder sind, und so den Fehler bei der Planung der Gebäude von unkontrollierter Urbanität zeigen. Auf der anderen Seite wird er sich lange Zeit in der Umgebung aufhalten, in Cafés, Restaurants, um mit Freunden zu plaudern; diese Räume werden aufgrund der Unsicherheit, die durch das kollektive Unbewusste entsteht, zu unbequemen Räumen. Auf diese Weise und wegen dieser Terrormechanismen, die in jeder Seele verblieben sind, hat jeder öffentliche Raum aufgehört, das zu sein, was er in der Vergangenheit war.

Obwohl bei diesem Zusammenbruch der Pandemie keinerlei Struktur, Geographie oder System im geringsten zerstört wurde, wird der Störeffekt durch ein mikroskopisch kleines Teilchen am Menschen erreicht, wodurch ein großer Teil der Maschinerie der Konsumgesellschaft nicht mehr funktioniert. Wir können es als einen katabolischen Kollaps definieren; das System Phagozyten selbst, weil ihm das Wichtigste fehlt: der Konsum.

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Zusätzlich zu den enormen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die wir bereits überall auf der Welt beobachten können, isoliert uns das Virus und individualisiert uns noch mehr, weil es die Erzeugung eines starken kollektiven Gefühls nicht begünstigt. Heute und für lange Zeit besteht Solidarität darin, Abstand voneinander zu halten. Es ist nicht eine Solidarität, die es uns erlaubt, von einer anderen, friedlicheren, gerechteren Gesellschaft zu träumen.

Auf der anderen Seite ist das Gefühl der Sicherheit der virtuellen Realität vorbehalten: In vielen Fällen wird der Bildschirm elektronischer Geräte subjektiver als die Tatsache des Seins und des Teilens mit anderen. Sich frei in offenen Räumen zu bewegen, könnte in den kommenden Jahren das Privileg einiger weniger Menschen sein, die Inseln haben, oder derer, die bereits auf dem Land leben, auf unterschiedliche Weise.

Wir können die "Re-Evolution" nicht in den Händen des Virus lassen!

Es gibt einen Ausweg

In den letzten 30 Jahren hat die öffentliche Politik den aufsteigenden Wiederaufbau der Selbstversorgung und des kollektiven und vertrauten Vertrauens in Haushalte und Gemeinschaften verzögert. Darüber hinaus hat der mächtige Einfluss der Unternehmenslobbys einen unaufhörlichen Anstieg der Häuserpreise, immer niedrigere Löhne und Renten und eine spiralförmige Erhöhung der Kosten für Lebensmittel, Dienstleistungsgebühren und anderes bewirkt, was unweigerlich in der wachsenden Verschuldung der Menschen und Familien endet, um leben zu können. Und schließlich kommen zu den Lebensbedingungen, die von Tag zu Tag schlechter werden, noch die Krankheit und der Tod hinzu - so häufig und gemeinsam, dass wir aufhören, uns zu bewegen - und die ständige Angst vor etwas Unbekanntem und Gefährlichem, das bleibt oder wieder auftaucht.

Aber auf unvorhergesehene Weise zwingen das Auftreten und die plötzliche Geschwindigkeit der globalen Pandemie und die Stärke ihrer Auswirkungen die Menschen viel schneller zum Handeln, als es allein aufgrund der Unzufriedenheit derjenigen, deren Bedingungen sich zunehmend verschlechtern, möglich gewesen wäre.

An diesem Punkt scheint der Ausweg zu sein: Auf zu den Rettungsbooten, von der Permakultur assimiliert, vor einem Zusammenbruch dieses Ausmaßes, zu den Siedlungen und nachhaltigen Gemeinschaften. Die Strategie besteht darin, den städtischen Konzentrationen zu entkommen, in denen sich Gewalt und Raubüberfälle aufgrund der spastischen Lähmung der Gesellschaft vermehren und zunehmen werden. Im Gegenteil, diese Gemeinschaften oder permakulturellen Bauernhöfe der Großfamilie stellen eine echte und konkrete Hoffnung dar, auf die viele Menschen an dem Tag, an dem ihr Zuhause nicht mehr eine Gefängniszelle ist, einen Sinn finden werden.

Die riesige Welle wird vorübergehen. Aber die Gesellschaft nach der Pandemie wird eine ganz andere sein, vor allem, weil eine bedeutende Anzahl von Menschen beginnen wird zu verstehen, dass ein nachhaltiges Leben, weit entfernt von der titanischen, entblätterten Urbanität, die Chance ist, die kommenden Zusammenbrüche zu überleben, und die beste Wahl, um sich mit der nötigen Zeit und Liebe um die Kinder und älteren Menschen zu kümmern, da die Extreme des Alters in den zukünftigen Gemeinschaften zum Schlüsselfaktor werden.

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Für diejenigen, die Zugang zu Außenräumen haben, ist diese Situation eine besondere Gelegenheit, unseren Kontakt mit der Natur und mit dem Leben selbst wieder zu entdecken. In diesem Moment, in dem die Normalität unterbrochen wird, haben wir die Gelegenheit, uns wirklich zu fragen:

- Wie wollen wir leben?

- Wie sieht die Welt aus, in der Menschen solidarisch und im Kontakt mit der Natur und miteinander leben?

- Welche Möglichkeiten haben wir, funktionierende Entscheidungsstrukturen und die Versorgung mit Nahrung, Wasser und Energie aufzubauen?

- Wie können wir die Kraft zurückgewinnen, die wir verloren haben, zu denken, zu lieben, füreinander da zu sein?

Verbinden wir uns mit diesen Visionen, denn sie sind viel mehr als individuelle Phantasien.

Deshalb beschließen wir, die Möglichkeiten des Zugangs zu den Werkzeugen, die helfen werden, dieser Umstellung Platz zu machen, zu vervielfachen und zu erleichtern, verkörpert in einem "Manifest zur permakulturellen Umstellung". Der Planet wartet darauf, dass wir aus dieser Trunkenheit herauskommen und mit der Natur, von der wir ein Teil sind, zusammenarbeiten. Wir sind Bäume, Wasser, Fluss und Meer.

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In außergewöhnlichen Situationen wie dieser sind außergewöhnliche Lösungen erforderlich. "Starke Gründe machen starke Taten" von William Shakespeare. Die wichtigsten Handlungen kommen immer aus starken Beweggründen, und der wichtigste Grund ist das Leben.

Urheber: Studierende, Dozenten und Mitarbeiter der Universidad Internacional de Permacultura. 6. April 2020.

Quelle für diese Manifestschrift: Asociación GAIA, Argentinien >> https://gaia.org.ar >> weiter. Übersetzt in Deutsche von KN-ADMIN Helmut Schnug.

Informationen zum intensiven Permakultur-Umzugskurs >> weiter. (nur in Spanisch, nutzt einfach den exzellenten DeepL Translator)


► Quelle: Der Artikel (ohne das Manifest) am 01. Mai 2020 erstveröffentlicht bei Pressenza, eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat >> Artikel. Der gesamte, von Pressenza produzierte Inhalt, steht unter der Lizenz Creative Commons 4.0. kostenlos zur Verfügung (CC BY 4.0). Das Material wird per Email und RSS an die Abonnentinnen und Abonnenten verschickt und ist dauerhaft auf der Webseite www.pressenza.com abrufbar.

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► Bild- und Grafikquellen:

1. Permakultur - für eine nachhaltige Bewirtschaftsform. Es ist höchste Zeit zu entscheiden, in welcher Welt wir leben wollen, denn es ist dringend notwendig, mit Umstellung auf Permakultur zu beginnen. Die Anwendung von Permakulturprinzipien hat von Beginn an zur Formulierung ethischer Grundgedanken geführt. Sie gelten als Richtschnur für Permakultur-Projekte, sei es ein Garten-, Landwirtschafts- oder Forstprojekt, sei es der Bau eines Hauses oder einer ganzen Siedlung. Sie lassen sich in drei Grundsätze zusammenfassen:

- Earthcare“ bedeutet Fürsorge für die Erde und das Leben darauf. Die Erde wird als die Quelle allen Lebens angesehen, die besonders geschützt werden muss.

- „Peoplecare“ bedeutet Fürsorge für die Menschen. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen haben.

- „Fairshares“ meint gerechtes Teilen oder begrenzten Verbrauch von Ressourcen wie Bodenschätzen.

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2. Permakultur (von dem englischen Begriff „permanent (agri)culture“ abgeleitetes Kofferwort; deutsch: „dauerhafte Landwirtschaft“ oder „dauerhafte Kultur“) ist ursprünglich ein nachhaltiges Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau, das darauf basiert, natürliche Ökosysteme und Kreisläufe in der Natur genau zu beobachten und nachzuahmen. Foto: © Copyright - Asociación GAIA. Quelle: https://gaia.org.ar/ >> Fotogalerie.

3. Das Wohnen in der Permakultur wird als eine Komponente verstanden, die in das Ökosystem und den ökologischen Kreislauf des Landes integriert ist, unter Verwendung natürlicher Baumethoden sowie geeigneter Techniken und Technologien, wobei die Integration der Ökologie in die Landschaft angestrebt wird, mit ästhetischen und utilitaristischen Werten, um die natürlichen Muster des Ortes zu erhalten und wiederherzustellen. Foto: © Copyright - Asociación GAIA. Quelle: https://gaia.org.ar/ >> Fotogalerie.

4. Gruppentreffen zum Gedankenaustausch über die Entwicklung des sozialen Zusammenhalts, um der stetig wachsenden und gesteuerten Spaltung der Gesellschaft nachhaltig entgegenzuwirken. Foto: vait_mcright / Henning Westerkamp, Essen. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

5. Bienenhotel: Es gibt mehr als 500 Wildbienenarten in Deutschland. Sie brauchen vielfältige Lebensräume. Vielfältige Lebensräume und damit auch die Brutstätten der Wildbienen gehen immer mehr verloren, weshalb es für die Insekten schwierig ist, zu nisten und ihren Nachwuchs zu versorgen. Foto: Hreisho / Stéphane CHADOURNE, LABARTHE SUR LEZE / FRANCE. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

6. Wandgraffito: "Wir machen Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheisse, die wir nicht brauchen." Foto: Flickr-user redhope. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung-Nicht kommerziell 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0).

7. Zwei Kinder auf einem Zaun: Die beiden Extreme des Alters (Kinder und alte Menschen) werden in den zukünftigen Gemeinschaften zum Schlüsselfaktor. Foto: © Copyright - Asociación GAIA. Quelle: https://gaia.org.ar/ >> Fotogalerie.

8. Kastanienpflänzchen in der Hand.  Der Planet wartet darauf, dass wir aus dieser Trunkenheit herauskommen und mit der Natur, von der wir ein Teil sind, zusammenarbeiten. Wir sind Bäume, Wasser, Fluss und Meer. Foto: Lukas Ruffner Robinson. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.