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Kolumnen, Kommentare, Kritiken
Aktualisiert: vor 35 Minuten 24 Sekunden

Zur Lage in den Kliniken: Intensive Irreführungen

vor 40 Minuten 16 Sekunden
Intensivstation (Symbolbild:Imago)

Heute Mittag kamen auf „n-tv“ – neben den üblichen Vertretern von DIVI und Ärzteverband  – einige Klinikärzte zu Wort, die in gewohnt drastischen Worten die angeblich flächendeckend katastrophale Situation auf den Intensivstationen beschrieben. Nicht zur Sprache kam hierbei – wie fast schon gewohnt -, wie hoch eigentlich der Anteil Vollgeimpfter- und bereits Geboosterter unter den Intensivfällen ist. Auch wurde mit keiner Silbe erwähnt, dass mit den heute erreichten 4.805 Covid-Intensivpatienten der bisherige Peak vom 3. Januar (damals 5.762 Patienten), anders als suggeriert, weder nicht erreicht noch übertroffen ist. Und unerwähnt blieb natürlich auch der eigentliche Grund für die Verknappung: Dass durch politische Untätigkeit oder gar vorsätzliches Verschulden der Klinikträger selbst inmitten einer sogenannten Pandemie, binnen eines Jahres, mehr Intensivbetten abgebaut wurden, als derzeit von sogenannten Covid-Patienten überhaupt belegt sind.

Die entscheidende Aussage des TV-Beitrags jedoch ging dann beinahe unter – und schien auch bei n-tv niemandem aufzufallen: Einer der Ärzte sagte dann nämlich etwas sehr Aufschlussreiches. Wenn die Entwicklung bis Weihnachten so weitergehe, erklärte er im Halbsatz, dann werde womöglich „ein Allzeithoch erreicht”. Man muss zweimal nachdenken, was dieses dramatisch klingende Aussage eigentlich bedeutet: Im Prinzip Entwarnung für  den Notstand. Denn mit diesem Allzeithoch ja explizit nicht die Pandemie gemeint (deren bisheriger Höhepunkt wie erwähnt am 3. Januar erreicht wurde), sondern die gesamte Zeitspanne seit Beginn der statistischen Erfassung der Hospitalisierungen. Es gab also schon vor Corona schon höhere Belastungsspitzen. Damit wird indirekt bestätigt, dass es früher – ganz ohne öffentliche Panik, ohne Einschränkungen der Grundrechte, ohne Zwangsmaßnahmen oder irgendwelche öffentliche Wahrnehmung – schonmal schlimmer war. Somit können wir es aktuell, was die Gewährleistung der Gesundheitsversorgung betrifft, also mit keiner historischen Krise und schon gar keinem Präzedenzfall zu tun haben. Das einzige, was hier neu ist, ist die hysterische gesamtgesellschaftliche Reaktion auf eine temporär-saisonale vorübergehende Beanspruchungsphase.

Wes Brot ich ess…

Und diese ist – jenseits aller gebetsmühlenartigen Drohpredigten und Daueralarmismen – keineswegs so dramatisch, wie sie uns „die Klinikärzte“ einreden wollen; dies übrigens analog zu den zuletzt ebenfalls leicht rückläufigen Inzidenzen. Tatsächlich gab es heute bereits den zweiten Tag in Folge ungewöhnlich wenige neue Corona-Intensivpatienten: Deren Gesamtzahl stieg laut DIVI-Register die Gesamtzahl binnen 24 Stunden bis Samstagmittag nur um acht Personen oder 0,2 Prozent; am Vortag hatte das 24-Stunden-Plus bundesweit sogar nur vier Intensivpatienten betragen. In den Tagen zuvor hatte sich die Gesamtzahl jeden Tag um rund 40 bis 140 Personen erhöht, wobei in der Erfassung von den Neuzugängen stets die Entlassungen und Todesfälle abgezogen werden.

Dass dazu von den DIVI-Vertretern und Ärzten nichts zu hören war, hat einen simplen Grund: Bei denen, die hier zu Wort kommen, handelt es sich ohnehin um einen meinungskonformen Ausschnitt derer, die nach der Devise „wes Brot ich ess, des Lied ich sing” Szenarien beschwören, die von mutmaßlich genauso vielen ihrer Kollegen bestritten oder relativiert werden (auch wenn letztere es – warum wohl? – nicht in die Veröffentlichkeit schaffen). Da die gesamten Maßnahmen, der gesamte Impfdruck und Anfeindungen gegen Ungeimpfte als pandemische Brunnenvergifter praktisch ausnahmslos mit der jeweils bestehenden oder angeblich stets akut bevorstehenden Situation in den Kliniken begründet werden, ist es eine skandalöse Ungeheuerlichkeit, wie irreführend, schlecht oder sogar falsch die Bürger über die Hintergründe und Details dieser Situation informiert werden. Auch wenn sich die wenigsten daran stören und nur allzu bereitwillig Sand in die Augen streuen lassen; ein eigenes kritisches Bild mag sich niemand mehr machen.

Kategorien: Externe Ticker

Neues vom ZDF: Hetz-„Comedian“ Sarah Bosetti und die Volksgesundheit

vor 3 Stunden 39 Minuten
Job verfehlt, Ära verfehlt: Sarah Bosetti (Foto:Imago)

Auf die ihm vergangenen Monat, anlässlich des 83. Jahrestages der Reichspogromnacht, von Zuhörern gestellte Frage, wie es damals soweit kommen konnte, gab der Publizist  Henryk M. Broder eine ebenso tiefsinnige wie entwaffnende Antwort:  “Weil sie damals so waren, wie ihr heute seid!” Broder meinte damit die hohe Akzeptanz gegenüber staatlichen Grundrechtsbeschränkungen, die blinde Bereitschaft zur Diskriminierung Ungeimpfter und die mit der Phrase „Spaltung” zuweilen feuilletonistisch verharmloste (Zer-)Störung des sozialen Friedens und gesellschaftlichen Miteinanders durch immer rabiatere und faschistische Ausgrenzungsversuche.

Wie recht er damit hat, wie weit das „Vokabular des Unmenschen“ inzwischen wieder salonfähig geworden ist, dafür lieferte gestern Abend die ZDF-Moderatorin und sogenannte „Comedian“ Sarah Bosetti ein besonders abstoßendes Beispiel. In einem Beitrag für „ZDF Comedy“ auf YouTube – und anschließend noch einmal in einem Tweet – verglich sie den Bevölkerungsanteil „rechts unten” – was und wen immer sie dafür hält – mit einem Blinddarm, der „für das Überleben des Gesamtkomplexes” überflüssig sei: (Screenshot:Twitter)

Und was man mit einem Blinddarm macht, kann dann jeder selbst weiterdenken: Man operiert ihn irgendwann weg – und damit wäre das Bild dann auch vollendet. „Eine Menschengruppe mit einem zu entfernenden Blinddarm zu vergleichen und so zu entmenschlichen – eine unglaubliche Entgleisung. Wissen Sie eigentlich, was Sie da tun? Das ist die Sprache des Totalitarismus. Wollen Sie jetzt diesen Blinddarm aus dem Volkskörper rausschneiden‘?„, schrieb ein entsetzter Kommentator. Ein anderer postete unter Bosettis Tweet einen entlarvenden Text, der ihr trefflich den Spiegel vorhielt:

(Screenshot:Twitter)

Normalerweise könnten uns die Entgleisungen und Selbstdemaskierungen solcher linksprogressiv-„solidarisch“ lackierten Wiedergänger der einstigen NS-Barbarei, die im Zeichen des vermeintlich Richtigen und Hochmoralischen Hass säen und nach radikalen Schnitten rufen, ja schnurzpiepsegal sein. Wen interessiert schon eine drittklassige minderbegabte Comedian und bornierte Hetzerin? Das Problem bei Bosetti jedoch ist exakt dasselbe wie mit Jan Böhmermann: Beide verspritzen ihr Gift ungehindert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, zwangsgebührenfinanziert, und missbrauchen die ihnen so ermöglichte Reichweite für eine politische Agenda.

Ob dann am Ende gemäßigte bzw. verhalten kritische Virologen wie Hendryk Streeck und Alexander Kukulé als „Menschenfeinde“ durch den Dreck gezogen werden, oder Bosetti mal eben alle ihr politisch nicht genehmen Deutschen zu redundanten Schädlingen stempelt, ist ganz gleich: Das ZDF steht in der Verantwortung. So wie der WDR für die Antifa-Verherrlichung oder die Oma-Umweltsau/Nazisau-Hetze.

Mit jedem dieser Skandale wird deutlicher: Dieser politisch infiltrierte Staatsfunk gehört final und ersatzlos abgeschafft, und mit ihm seine „komödiantische“ Volksverhetzerriege. Für eine freiheitlich-demokratische und pluralistische Gesellschaft sind solche mentalen Braunhemdträger eine einzige Schande. In Abwandlung von Goethes Faust möchte man Bosetti ins Stammbuch schreiben: „Sarah, mir graut vor dir!”.

Kategorien: Externe Ticker

„taz“: Wie die rechte Polizei einmal den bösen Rentner nicht verhaftet hat

vor 5 Stunden 40 Minuten
Vergeblich ermittelt… (Symbolbild:Imago)

Das Kürzel „taz“ bedeutet „tollste aller zeitungen”. Weil: „texte abgedrehter zeilentipper” bedeutet es eher nicht. Deswegen fragt man sich, wie es die abgedrehtesten Texte in die „taz“ schaffen. Die Medienkritik.

Unter „Vorfall bei AfD-Veranstaltung 2019“ rubriziert die „taz“ folgende Schlagzeile: „Freie Fahrt für Ingo Walter F.„. Im Teaser heißt es: „Bei einem AfD-Event fährt ein Rentner in eine Gegendemo. Die Polizei ermittelt nicht gegen ihn. Stattdessen müssen linke Ak­ti­vis­t:in­nen vor Gericht.“ Da fragt sich der Leser sogleich, ob nicht für eine „Gegendemo“ erst einmal eine „Demo“ nötig gewesen wäre, und ob sich Polizei und Justiz etwa gegen die linke Ordnungsmacht verschworen haben. Begierig liest er weiter, um die ganze Wahrheit zum Vorfall bei der AfD-Veranstaltung 2019 kennenzulernen. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit wird er nämlich erfahren in der „tollsten aller zeitungen“. Vermutlich geht es um einen epochalen Skandal, den die nicht so tollen Zeitungen wieder einmal schnöde unter den Teppich gekehrt hatten. Was gibt es also zu lesen?

‚Der hat uns angefahren‘ und ‚das ist Körperverletzung‘ riefen die Geg­ne­r:in­nen eines sogenannten ‚Bürgerdialogs‘ der AfD in Mülheim an der Ruhr. Vor zwei Jahren, am 29. Oktober 2019, protestierten sie vor der Stadthalle gegen die rassistische Hetze der extrem rechten Partei. Die wollte zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs an diesem Dienstagabend ihre Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel präsentieren.“ – Oh je, die armen Gegner:innen. Hoffentlich ist wenigstens dem honorigen Doppelpunkt kein Leid geschehen. Die tollste aller Zeitungen scheint wenig zu wissen über die Gegner mit dem Doppelpunkt. Kein Adjektiv, das die „Gegner:innen“ näher beschreibt. Ganz normale, farblose „Gegner:innen“. Unschuldslämmer:innen wahrscheinlich, kaum der Rede wert. Die farblosen Gestalten haben auch nicht gegen den „Bürgerdialog“ einer demokratisch gewählten Partei protestiert, die deswegen auch im Bundestag vertreten ist, sondern gegen einen „sogenannten“ Bürgerdialog. Warum? Es gibt keinen Bürgerdialog einer demokratisch gewählten Partei, sondern nur einen „sogenannten“, weil die demokratisch gewählte Partei ihre „rassistische Hetze“ nur als Bürgerdialog bezeichnet, obwohl es keiner ist. Es handelt sich um eine „extrem rechte Partei“. Bei der tollsten aller Zeitungen weiß man, wo die Adjektive hingehören. Zu den „Unschuldslämmer:innen“ gehören sie auf gar keinen Fall. Die haben oft Sturmhauben auf, damit niemand so leicht erkennt, wie unschuldig sie sind. „Gegner:innen“ halt …

Brutaler Angriff

Das wissen „wir“ also schon. Allerdings fragen „wir“ uns, ob ein böser Rentner, der solche „Gegner:innen“ verletzen wollen würde, eine andere Wahl hätte, als die Körper zu verletzen, weil „wir“ bis hierhin noch annehmen, daß er es mit einer versuchten Geistesverletzung ziemlich schwer gehabt haben müsste. Aber vielleicht liefert ja der Text in der tollsten aller Zeitungen eine Auflösung des Mysteriums.

Schon im Vorfeld hatte die AfD auf Werbeflyern gegen angeblich überdurchschnittlich gewaltbereite ‚ausländische Täter‘ gehetzt.“ – kleiner Lapsus in der tollsten aller Zeitungen. Das war nicht die AfD, sondern das Bundeskriminalamt. Die entsprechende Abk. lautet auf BKA, nicht auf AfD. Möglich ist, daß die AfD auf die Hetze des extrem rechten BKA hereingefallen ist, weil sie es nicht für möglich gehalten hatte, von diesen Bundeskriminalrechtsextremen angelogen worden zu sein. Allzu oft wird bekanntlich der Vertrauensvorschuß, den die Gutgläubigen der AfD selbst den rechtsextremsten Behörden entgegenbringen, von diesen schamlos ausgenützt. Und nur, weil man sich in der Partei der lauteren Herzen nicht vorstellen kann, daß es so etwas wie eine verteufelt rechtsextreme Bundesbehörde überhaupt geben könnte. Aber gut, ein kleiner Lapsus kann sogar der tollsten aller Zeitungen (taz) einmal unterlaufen. Da wollen „wir“ mal nicht so pingelig sein.

Dagegen protestierten an diesem Dienstagabend“ – gegen die Hetze des rechtsextremen BKA, auf das die AfD hereingefallen gewesen sein muß – „rund 3.000 Menschen„. Es waren also höchstens 300. „Einige Demonstranten blockieren auch den Parkplatz der Stadthalle, als ein schwarzes SUV der Marke Audi auf sie zurollt. Am Steuer sitzt der heute 79 Jahre alte Rentner Ingo Walter F.“ Ein schwarzes Rollwägelchen also, das von einem 77-Jährigen auf den rechtswidrig blockierten Parkplatz geschoben worden ist. Und dann? – „Erst ist er im Schritttempo auf uns zugefahren“, schildert Aktivist Clemens Jost die Situation heute. Dann aber habe F. den Motor aufheulen lassen, sei schneller geworden. „Ich hing mit Händen und Armen auf der Motorhaube, steckte mit den Füßen unter dem Auto, konnte nicht mehr zurück“, sagt Jost, der in diesem Jahr Bundestagskandidat der Linken war. „Ich war richtig in Panik: Ich hatte Angst, hinzufallen und aus dem Blickfeld des Fahrers zu verschwinden – und der denkt dann, er hätte freie Fahrt.„.

Skandalöse Verhandlung

Der linke Jost ist also eine „Gegner:in“ gewesen, bei der die Kniegelenke falsch herum montiert worden sind. Wären sie richtig herum montiert gewesen, hätte die linke „Gegner:in“ niemals ihre Füße unter das schwarze Rollwägelchen gebracht, wenn stimmt, daß sie nicht nur mit den Händen, sondern sogar mit den Armen noch auf der Motorhaube des schwarzen Rollwägelchens hing. Aber das ist jetzt nicht so interessant, weil man ja nicht weiß, ob Jost die „Gegner:in“ männlich, weiblich oder divers gewesen ist. Kann schon sein, daß bei den Diversen die Kniegelenke verkehrt herum eingebaut werden. Interessant wäre, ob es der rechtswidrig blockierte Bürger Ingo Walter F. noch rechtzeitig bis zum Beginn des Dialogs in die Stadthalle geschafft hat. Aber davon steht in der aufheulenden, tollsten aller Zeitungen nichts. Interessant wäre auch gewesen, ob die aktivistische „Gegner:in“ die Motorhaube des schwarzen Rollwägelchens verbeult – oder den Lack verkratzt hat. Warum erfährt man es nicht in der tollsten aller Zeitungen? Die berichten doch sonst recht zuverlässig von den Qualen aller Menschheitsopfer auf diesem ungerechten Weltklimawandelplaneten?

Nun, zwei Jahre später, ist der Fall zum zweiten Mal vor Gericht verhandelt worden. Vor dem Landgericht Duisburg verantworten muss sich am Mittwoch aber nicht der Rentner F. – sondern zwei der De­mons­tran­t:in­nen gegen die AfD. Sie wehren sich gegen ein Urteil des Amtsgerichts Mülheim, das sie wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot und Beleidigung im vergangenen Juli mit Geldstrafen belegt hatte.“ – boah! Hatte ich es nicht im Urin weiter oben, daß diese adjektivlosen „Gegner:innen“ vermummte und unflätige Aktivist:innen gewesen sein könnten, extrem linke Rotlinksextremist:innen und Divers:innen, „Linksist:innen“ gar? – Doch, hatte ich. Aber wie geht es jetzt in der tollsten aller Zeitungen (taz) weiter? – So: „Grund dafür sind offenbar völlig einseitige Ermittlungen der auch für Mülheim zuständigen Polizeidirektion Essen: „Wir haben mit vier Leuten versucht, Anzeige gegen den Rentner zu erstatten, sind aber immer wieder vertröstet worden“, sagt Clemens Jost, der in Duisburg als Zeuge geladen ist. Zwar hätten die Be­am­t:in­nen ihre Ausweise mitgenommen – Aussagen seien aber nicht protokolliert worden. „Die Polizei hatte an Ermittlungen gegen den Fahrer einfach Null Interesse“, sagt Jost.“ – Wenn für diese Darstellung mal nicht die „offenbar völlig einseitige“ Ungeisteshaltung in der tollsten aller Zeitungen verantwortlich ist.

Die Schwester des Klägers

Wahrscheinlich ist es so gewesen: Die Polizisten haben sich den Siff, den die adjektvlosen „Gegner:innen“ mit den verkehrt eingebauten Kniegelenken aus ihren krummen Fingern gesogen hatten, einmal kurz angeschaut und mit dem geschulten Polizistenauge sofort erkannt, daß der Siff irrelevant ist. Vielleicht haben sie sich gedacht, es könnte besser sein, nichts auf die Behauptungen von vier Kniegelenksdiversen zu geben, von denen keiner:in verletzt gewesen ist. Klar wurden die von der Polizei „vertröstet“. Die Polizei wartet immer, bis der „Versuch, eine Anzeige zu erstatten“ gelingt, egal, wieviele Hysteriker:innen dabei scheitern, eine zu formulieren. Es ist ja auch der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daß sie sich maskieren, damit nicht herauskommt, wie die Blöden hierzulande aussehen. Wenn sich schon jemand die Kniegelenke verkehrt herum einbauen läßt, was will man da als Polizist noch erwarten? Die Polizei hat ihre Zeit schließlich auch nicht gestohlen.

‚Ich habe ebenfalls versucht, Anzeige gegen den Fahrer zu erstatten‘, erklärt auch die Schwester eines der Angeklagten. ‚Die wurde von der Polizei aber ebenfalls nicht aufgenommen. Stattdessen wurde mir gedroht, mich in Gewahrsam zu nehmen, wenn ich nicht verschwinde.‘“ – „Gewahrsam“ ist wahrscheinlich falsch. „Sicherheitsverwahrung“ wäre es gewesen. Wegen der öffentlichen Sicherheit. Man könnte auch an „Ausnüchterungszelle“ denken. Allmählich fragt sich meinereiner, ob die „taz“ wirklich die tollste aller Zeitungen ist, wenn nach einem solchen Artikel mehr Fragen im Raum stehen, als er hatte, bevor er mit der Lektüre begann. Jedenfalls steht dann in der angeblich tollsten aller Zeitungen (taz) noch, daß der Arm des rechtsextrempopulistischen BKA via AfD bis in die Polizei von Essen/Mülheim hineinragt, weil: „Auch klagten Menschen mit Migrationshintergrund allein 2020 in mindestens zwei Fällen, sie seien auf Essener Polizeiwachen geschlagen worden, als sie etwa den Diebstahl einer Geldbörse anzeigen wollten.“ – und das ist ja nun absolut unglaubwürdig.

Jedermann weiß, daß Menschen mit Migrationshintergrund Geldbörsen immer nur finden, um sie dann bei der Polizei abzugeben und auf den Finderlohn zu verzichten. Das müsste ja bedeuten, daß sie erst eine Geldbörse gefunden hätten, die ihnen dann auf dem Weg zur Polizei gestohlen worden wäre. Von diebischen Rechtspopulisten wahrscheinlich. Oder von rechtsradikalen Rentnern mit schwarzen Rollwägelchen. Da genügt ein Blick in die Medienstatistik, um zu wissen, daß so etwas noch nie berichtet worden ist. Wahrscheinlich ist „taz“ also die Abk. für „texte abgedrehter Zeilentipper“.

Kategorien: Externe Ticker

Wie gefährlich sind Covid-Impfungen für Schwangere?

vor 7 Stunden 39 Minuten
Hochschwanger, aber Hauptsache Spritze rein? (Foto:Imago)

Die fehlende Studienlage bzw. sogenannte „statistische Untererfassung” der Auswirkungen von Covid-Schutzimpfungen auf bestimmte vulnerable oder sensible Bevölkerungsgruppen ist seit Beginn dieser Impfkampagne ein großes Defizit und damit Ärgernis. Dabei wäre die engmaschige Beobachtung der Impfauswirkungen und Impfstoffverträglichkeit nicht nur nicht auf Hochbetagte oder Risikopatienten, auch nicht nur auf Kinder und Jugendliche, sondern noch auf weitere besonders Personengruppen eigentlich das Mindeste, was man bei einer nur bedingt bzw. notfallzugelassenen Impfung von den Behörden erwarten dürfte; von Behörden, wohlgemerkt, die – anders als etwa die deutsche Stiko – nicht permanent unter politischem Druck ihre Gefälligkeitsempfehlungen ändern.

Eine solche Personengruppe sind etwa die Schwangeren. Dass bei ihnen weder in den damaligen 2020er-Zulassungsstudien der mRNA-Vakzine die Auswirkungen valide untersucht wurden, noch seither ein engmaschiges Monitoring durch die zuständigen Stellen erfolgt, bestätigt einmal mehr den Verdacht eines auf maximalen, wiederkehrenden Impfdosenabsatz ausgerichteten globalen Businessplans, der mit einer höchst fahrlässigen Kopf- und Rücksichtslosigkeit durchgedrückt wird.

Dabei hätte eine penible Erfassung der Reaktionen Schwangerer auf den Impfstoff eigentlich eine unerlässliche wie zwingende Voraussetzung zur Impfstoffempfehlung für diese sein müssen. Doch diese ist, in bemerkenswerter Blauäugigkeit, unterlassen worden. Folglich war es auch nur einem wissenschaftlichem, nicht staatlichem Interesse  geschuldet, dass nun in einer aktuellen Studie kanadischer Forscher  die Auswirkungen der Covid-19-Impfstoffe auf schwangere Frauen und deren Kinder untersucht wurden – zumindest für Kanada. Zwar können dort nach der vergleichsweise kurzen Impfperiode noch keine wirklich belastbaren Daten vorliegen, doch gibt es immerhin einige brauchbare Indikatoren.

Brauchbare Indikatoren

Die genaue Anzahl der gegen Covid geimpften schwangeren Frauen in Kanada ist dabei unbekannt; aufgrund der Geburtenrate zwischen 2001 und 2021 gehen die Autoren jedoch von 370.000 Geburten pro Jahr aus. Daraus folgern sie, dass innerhalb der seit zehn Monaten andauernden Impfperiode, etwa 243.581 schwangere Kanadierinnen mindestens einmal und 231.248 doppelt geimpft wurden. Die Autoren kritisieren als Ergebnis ihrer Studie die Unverantwortlichkeit einer weltweiten konzertierten Aktion praktisch aller Impfregimes, schwangere Frauen zur Impfung zu bewegen. Dieser liege nämlich die Annahme zugrunde, dass Schwangere besonders anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Covid-Infektion – mit entsprechenden Auswirkungen auf die ungeborenen Kinder – seien, wohingegen nach Überzeugung der Impfhersteller und Regierenden die Covid-Impfung vermeintlich ungefährlich sei, sowohl für die werdenden Mütter als auch für die Kinder, und zwar vor wie auch nach der Geburt.

Diese zuversichtliche Annahme – Covid lebensgefährlich, Impfung harmlos – sei jedoch auch für die Kontrollgruppe der Schwangeren nicht durch Studien belegt. Insbesondere unter Verweis auf die mittlerweile sattsam bekannten Nebenwirkungen der Impfstoffe, wie der Anschwellung von Lymphknoten, Erschöpfungszuständen, Hautentzündungen nach der Injektion, Kopfschmerzen oder Fieber, die allesamt dazu angetan seien, die Entwicklung des Kindes im Mutterleib zu beeinflussen, kritisieren die Autoren die Unbedenklichkeitserklärungen, mit der schwangeren Frauen die Impfung nahegelegt werde. Gerade auch, was die Auswirkungen der Impfstoffe auf die Gesundheit Neugeborener betreffe, sei es aufgrund des kurzen Zeitraums der Impfungen gar nicht möglich, derart weitreichende Empfehlungen auszusprechen. Bis zum Vorhandensein valider Daten werde es wahrscheinlich noch Jahre dauern.

Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und dem Vorsichtsprinzip wäre es jedoch ratsamer, Schwangere nicht oder wenn, nur dann nach umfangreicher Aufklärung über die Risiken zu impfen. Man kann leider jedoch darauf wetten, dass auch diese Expertenempfehlung ungehört bleiben wird…

 

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Alles wird gut. Ganz bestimmt. Ehrlich!

vor 9 Stunden 40 Minuten
Messerscharf für die Freiheit: Olaf Scholz (Foto:Imago)

Wäre das Leben in Deutschland ein Western, sollte nun langsam die Kavallerie am Horizont auftauchen. In einer riesigen, von den Hufen Dutzender Pferde aufgewirbelten Staubwolke und unter den Klängen eines fröhlichen Signalhorns. Dann wüssten wir: Jetzt wird alles gut! Zwar stehen wir unter massivem Pfeilbeschuss, das Dach hat schon Feuer gefangen, die Hühner sind vor Schreck ohnmächtig geworden – aber Hilfe naht! Aber Deutschland ist kein Kino, wir werden mit der aussichtslosen Situation allein zurechtkommen müssen – von der viele Bürger noch nicht einmal bemerken, dass sie da ist. Ein klassisches Dilemma: Was tun, wenn die Mehrheit keine Freiheit will?

Keine Angst, liebe stille Mitleser, das wird kein Aufruf zur Revolution, die Mistgabel bleibt im Stall. Und Spaltung und Aggressionen gibt es derzeit so viele, dass wir gewiss keine weitere Aufstachelung brauchen. Nun müssen aber die wütenden Gedanken in passende Worte gegossen werden, was ungefähr die gleiche Funktion erfüllt wie das Überdruckventil an einem Schnellkochtopf. Denn was passiert, wenn der Zorn sich aufstaut, erleben wir gerade vielfach in den sozialen Medien: Die Menschen werden tatsächlich radikaler. Teilweise steigert es sich bis zum pseudoreligiösen Wahn: Die Impfung wird Gott oder Teufel. Wenn ein solches Niveau einmal erreicht ist, wird eine Annäherung der Parteien immer unwahrscheinlicher, denn jede Kritik an der Position des anderen wird als Blasphemie empfunden.

Kritik als Blasphemie

Im Schulchan Aruch, einem jüdischem Lehrbuch für das Verhalten im Alltag, steht ziemlich deutlich, dass niemand sich für so fromm halten solle, um im Krankheitsfall auf einen Arzt zu verzichten, denn das gilt als hochmütig. Eigentlich eine vernünftige Ansicht, allerdings halte ich es für ebenso leichtsinnig, deshalb jede Medizin ohne Nachfrage zu akzeptieren oder gar das Medikament selbst als göttliches Zeichen anzusehen – diese Position ist mir in den letzten Tagen tatsächlich begegnet. Die überwiegende Mehrheit der Ärzte arbeitet gewissenhaft, aber auch Mediziner können betriebsblind sein, wie alle anderen Wissenschaftler auch. Wenn ich ihrer Impfbegeisterung im Falle des Corona-Virus nicht abgewinnen kann, möchte ich nicht auf dem gesellschaftlichen Scheiterhaufen landen.
Umgekehrt las ich aber auch ziemlich verächtliche Äußerungen über jene, die sich jetzt impfen lassen.

Auch hier wäre etwas mehr Differenzierung angebracht: Macht es jemand, weil er sich tatsächlich sorgt? Oder wird er gar vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt? Nicht jeder ist gut situiert genug, um seinen Job hinwerfen zu können – das ist schließlich das Perfide am Impfzwang durch die Hintertür. Andere haben eventuell Angst vor Corona, weil sie zu einer Risikogruppe gehören, da kann man nur anraten, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Zu Nervensägen und medizinischen Hilfssheriffs werden diese Menschen meist nicht – nur, wenn sie es werden, muss man Grenzen ziehen können.

Es geht einzig und allein um den Zwang, der den Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen will und das mit einer bisher nie dagewesenen Angstkampagne.
Denn wir sind in dieser Beziehung eindeutig vom Regen in die Traufe gekommen. Die Forderung „Merkel muss weg!“ ist per Wählerwunsch erfüllt, ein großer Zapfenstreich läutete ihren Abgang ein. Aber der als unscheinbar wahrgenommene Olaf Scholz, der im Grunde nur eine Chance hatte, weil der Frust über die Skandale der CDU zu groß wurde, trägt die autoritäre Fackel weiter und legt, noch bevor er offiziell zum Kanzler gewählt ist, verbal noch eine Schippe drauf. „Es gibt keine roten Linien mehr, bei all dem, was zu tun ist!„.

Eine Kriegserklärung

Man sollte vorsichtig mit Vergleichen sein, aber mir spukt bei diesem Satz eine gewisse schnarrende Stimme im Kopf herum. Denn diese Worte klingen – wenn auch noch recht diffus formuliert – nach einer Kriegserklärung. Vordergründig gegen das garstige Virus, aber auch unheilvoll auf die dunkle Zukunft der Demokratie weisend. Uns Nichtlinken wird gern einmal vorgeworfen, die Grenzen des Sagbaren Stück für Stück zu verschieben, aber Herr Scholz springt im Galopp gleich über mehrere solcher roten Linien. Eine davon wird wohl die Einführung der Impfpflicht sein – denn was schert ihn sein Geschwätz von gestern. Flankiert von Christian Lindner von der FDP stimmt er uns schon einmal darauf ein. Im Wahlkampf wurde das Thema sorgsam ausgeklammert – aber mittlerweile ist die Öffentlichkeit durch mediales Dauerfeuer darauf vorbereitet, auch die härtesten Maßnahmen zu akzeptieren. Auch wer nicht von deren Sinn überzeugt ist, betrachtet mittlerweile jeden, der nicht mitzieht, als lästigen Störer und Spielverderber. Was sollen lästige philosophische Diskussionen über Freiheit, wenn ich deshalb nicht auf den Weihnachtsmarkt darf?

Man darf nicht vergessen, dass solche Fragen für viele Menschen tatsächlich wichtiger sind als das „Gerede“ über Bürgerrechte. Selbst in Pjöngjang steht mittlerweile ein Vergnügungspark, in den artige Genossen ab und an zur Belohnung eingelassen werden. Aber nicht nur die Sehnsucht nach etwas Spaß lässt die Menschen umfallen – es sind die Tücken des Corona-Alltags, die sich in ihrer Gesamtheit zu einem riesigen Problem zusammenballen. Auf das Kino kann man – wenn auch nicht freudig – verzichten, auf das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht, wenn man kein Auto besitzt. Und auch neue Schuhe braucht man hin und wieder, nicht nur zum Vergnügen. Es ist also nicht der Verlust von Luxus, der davor zurückschrecken lässt, zum Rebellen zu werden, der Preis ist höher. Sollte tatsächlich eine Impfpflicht eingeführt werden, müsste man schon ein sehr autarkes Leben in den Wäldern führen, um dem allgegenwärtigen Druck zu entgehen.

Ist es wirklich ein geheimnisvoller Plan, der die Ampelkoalition zu solchen Maßnahmen ermutigt? Oder einfach ein ganz persönlicher Höhenrausch? Egal, was dahintersteckt: Man nutzt die Situation der Bürger schamlos aus. Wir haben uns in den letzten Wochen an ein bisschen mehr Freiheit gewöhnt, aber jetzt wird sie uns vor der Nase weggezogen.

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Sperrt uns ein, bitte: Bis Weihnachten sind wir alle im Lockdown!

vor 11 Stunden 39 Minuten
Dein Lockdown komme, für Ungeimpfte wie Geimpfte, und erlöse uns von dem Virus (Symbolbild:Imago)

Welch ein Wahnsinn: Eine Mehrheit der Deutschen hält, so die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen  einen bundesweiten Lockdown noch im Dezember für notwendig. Wohlgemerkt: Nicht 2G, nicht 2G plus, auch nicht als „Lockdown für Ungeimpfte“ – sondern ein Lockdown für alle. 53 Prozent der Befragten befürworten Kontaktbeschränkungen für alle sowie ein weitgehendes Herunterfahren des öffentlichen Lebens; nur 38 Prozent lehnten solche noch strikteren Maßnahmen als die bisher schon geltenden ab.

Noch verräterischer ist ein weiteres Ergebnis der Befragung: Eine noch größere Mehrheit der Deutschen ist „skeptisch”, was die Aussichten auf eine „Normalisierung der Lage” angeht: 58 Prozent der Bevölkerung glauben, das Land werde auch im kommenden Jahr „die Corona-Pandemie nicht in den Griff bekommen„. Nur 28 Prozent gehen davon aus, dass dies doch gelingen werde. Man muss es sich vor Augen halten: Gerade noch ein gutes Drittel der Deutschen als Verfechter der Freiheit, während sich der Rest nicht nur mit dem Gedanken des permanenten Ausnahmezustands abgefunden hat, sondern dessen Verschärfung geradezu herbeisehnt. Ganz so, wie sie inzwischen auch den Impfzwang befürwortet. Die Einheits-/Mehrheitsmeinung der „seriösen“, „faktenbasierten“ Medien mit der Erzählung der einhellig tickenden Wissenschaft – nachdem alle anderen Meinungen ins Reich der Schwurbler und Wirrköpfe wegdiskreditiert wurden – wirkt Wunder.

Demoskopische Abgründe

Solche demoskopischen Abgründe sind dann das unmittelbare Resultat einer anhaltenden Katastrophenberichterstattung und medialen Gehirnwäsche, die den Deutschen jeden Blick dafür vernebelt hat, dass es auch ganz anders ginge: In Großbritannien, wo weiterhin weitreichende Freiheiten gelten trotz ähnlich hoher oder höherer Inzidenzen, da die Politik dort das Versprechen des „Freedom Day”, anders als hierzulande, eingelöst hat und dazu steht. Oder in Dänemark. Oder in Schweden, wo praktisch alles beim Alten ist. Oder in Florida und Texas. Oder in einem Großteil der Dritten Welt, wo das versprochene Massensterben nie eintrat. Die Meinungsmanipulation hat Methode; so folgen Reise- und Kontaktbeschränkungen wie auch die Auswahl der Nachbarländer, die derzeit gerade wieder  zu „Hochrisikogebieten“ erklärt werden, zumindest teilweise dem Bestreben, den Deutschen den Blick auf die Verhältnisse im nahen Ausland zu verunmöglichen. Dem einen oder anderen könnten sonst etwa beim Besuch voller polnischer Innenstädte und  belebter Weihnachtsmärkte Zweifel kommen, ob der deutsche (und auch österreichische) Sondernweg vielleicht doch ganz anderen politischen Zwecken dient.

In Abwandlung des Goebbels-Zitats „Je größer die Lüge, desto mehr Menschen sind bereit, ihr zu folgen” gilt auch die universale Erkenntnis: Je mehr Angst man den Menschen macht, umso mehr werden sie nach ihrer eigenen Einkerkerung rufen. Ganze Arbeit hat eine – in Deutschland seit 1945 beispiellose – Panikpropaganda geleistet. Ihren Strategen ist es binnen nicht einmal zwei Jahren gelungen, durch die staatsneurotische behördliche Erfassung eines immer schon dagewesenen winterlichen Erkältungsgeschehens und daraus abgeleiteter „Wellen“, die mit höchstem Nachrichtenwert verbreitet werden, den Eindruck einer existenziellen Krise zu vermitteln. Der beispiellose Alarmmissbrauch, der in der Umdeutung des zuvor recht eindeutig definierten Pandemie-Begriffs lag, hat volle Wirkung gezeigt: Statt einer für jedermann im Nahbereich erlebbaren Gesundheitskrise mit hohen Opferzahlen und riesigen Krankenständen kommt der Schrecken dieser „Pandemie“ eher virtuell daher und manifestiert sich in einer maximal erhöhten Wachsamkeit und Aufmerksamkeitssteigerung für Phänomene, die vor Corona in Kauf genommen und folglich von den meisten ignoriert wurden. Nicht eingetretene, sondern immer nur prophezeite, jeweils angeblich kurz bevorstehende Notsituationen, immer nur einschüchternde Prognosen, nicht aber aber die eingetretene Apokalypse sind für diese „Pandemie“ kennzeichnend, und stets sollen die „Maßnahmen“ – vom Lockdown bis zur Impfung – das Schlimmste gerade noch so verhindert haben.

Kein Blick für Alternativen im Ausland

Auf diese Weise wurden ganze Gesellschaften wunschgemäß konditioniert und rufen nun schon ganz von alleine bei bestimmten Triggermeldungen über steigende Inzidenzen bei Neuinfektionen oder Hospitalisierung – ohne innezuhalten, sich zu kneifen, nach rechts oder links zuschauen und enmal zu hinterfragen: Was, zur Hölle, ist gerade eigentlich anders als früher, als um diese Jahreszeit geschnieft und gerotzt und sich angesteckt wurde, was das Zeug hält, ohne dass sich deswegen je ein angemaßter staatlicher „Gesundheitsschutz“ in unser aller Leben eingemischte hätte? Als die Kliniken in vielen Grippejahren ebenfalls schon massiv überlastet waren, als allerdings die Rufe von Intensivmedizinern und Pflegern (die damals nicht minder dramatisch ausfielen wie heute) keinerlei Nachrichtenwert hatten und Politiker nicht die Bohne interessierten? Wir konnten wir trotzdem überleben?

Die Weichen sind gestellt, die Schalter umgelegt, die Reprogrammierung ist fast abgeschlossen. Die Deutschen werden nie mehr zu der Gelassenheit zurückfinden, Lebensrisiken zu tolerieren. Ihre Leichtfertigkeit, unter hohem Blutzoll nach zwei Diktaturen errungenen Verfassungsrechte und Grundfreiheiten wegzuwerfen, ist so grenzenlos wie ihre Bereitschaft, wegen nicht eliminierbarer Restrisiken plötzlich damit aufzuhören, unbeschwert zu leben oder die Verhältnismäßigkeit staatlichen Handelns zu hinterfragen. Jede Form von Tyrannei und Faschismus resultierte ursächlich aus einer Schieflage zwischen Sicherheit und Freiheit zuungunsten letzterer; und ob das Sicherheitsbedürfnis getrieben wird von der inszenierten Angst vor finsteren Mächten, vor äußeren Feinden, vor einem Umsturz, vor Erdüberhitzung oder einem Virus, ist dabei völlig sekundär. Das Ergebnis ist immer das gleiche. Und ein Erwachen setzt leider erst ein, wenn der Karren wieder einmal vollends im Mist steckt.

 

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Szenen aus einem kaputten Land

3. Dezember 2021 - 20:41
Bonjour Tristesse Corona-Deutschland, Weihnachten ’21 (Symbolbild:Imago)

Was ist bloß aus diesem Deutschland geworden? So ähnlich muss es im Stalinismus gewesen sein, denke ich mir, während ich durch die trostlose Innenstadt gehe. Menschen huschen verstört an mir vorbei, mit sorgenvollen, verängstigten und leeren Gesichtern, soweit man sie unter den Masken erkennen kann. Gruppen afrikanischer Jungmigranten kreuzen im Wechsel mit FFP-maskierten Rentnern meinen Weg, ab und an ein orientalisches Kopftuchmädchen („4plus“ – ein Kind an jeder Hand, eines im Kinderwagen und eins im Bauch), gelegentlich auch mal ein alkoholisierter Landstreicher. Vorbei geht es an Ladenzeilen, wo der Leerstand allenfalls noch von Shisha-Bars, Dönerbuden und Handy-Reparaturshops durchbrochen wird. Auf den Marmorböden verwaister Passagen malt sich eingetrocknetes Erbrochenes wie ein Gemälde von Jackson Pollock hin, daneben gebrauchte Kondome und leere Wodkaflaschen. Und, immer wieder: getragene Masken.

Viele Gastronomen machen gerade wieder freiwillig dicht – oder sind schon insolvent. Zur atmosphärischen Abrundung fehlt nur hier noch ein Stromausfall. Passend wäre auch ein Muezzinruf. Lange wird man auf beides nicht mehr warten müssen, nirgendwo in Deutschland.

Nach Weihnachtsshopping oder Ausgehen ist keinem mehr zumute. Wo einst um diese Jahreszeit weihnachtliche Vorfreude und winterliche Geselligkeit an Glühweinständen ausgelebt wurden, wo die Restaurants zum Bersten voll waren und Einzelhandelsgeschäfte üppigste Umsätze machten, erstrecken sich jetzt leere Fußgängerzonen, durch die ein eisig-nasser Dezemberwind leere Pappbecher, Teststreifen, Maskenfragmente und abgerissene Tannenzweige treibt.

Mad-Max-Kulisse

Graffitis auf modrigen Bauzäunen, „FCKAFD“, „Nazis raus“, „Querdenker töten“, daneben verwitterte Werbeplakate für eine Fotoausstellung „Euer Rassismus” und irgendeine Fridays-for-Future-Demo vom September. Mancherorts stehen noch versiegelte Weihnachtsmarktbuden und Fahrgeschäfte in der Gegend herum, bereit zum Abtransport. Die einzigen Anlaufstellen, vor denen sich hier noch Menschenmassen drängen oder in langen Schlangen anstehen, sind Schnelltestcenter oder mobile Impfbusse.

Wie dieser postapokalyptischen Kulisse entrinnen, die etwas von „Mad Max“ oder „Escape from L.A.” hat – soll ich mich in eines der wenigen noch geöffneten Lokale und Restaurants flüchten? Schwierig – und eher frustrant: Die formalen Hürden, die selbst für Geimpfte mittlerweile zu nehmen sind, auch wenn sie lediglich einen Gin Fizz stürzen wollen –  sie sind aufwändiger das bürokratische Affentheater, das einst vor früheren Reisen in den Ostblock nötig war. Digitaler Impfnachweis. Tagaktueller Schnelltest. Kontaktdatenerfassung per App. Zeiterfassung des Aufenthalts. Gültiger Personalausweis. Korrekt sitzende Maske. Hier kommt Laune auf. Vor allem eingedenk der Tatsache, dass jeder Flüchtling, der es bis an Deutschlands Grenzen geschafft hat, künftig mit einem Bruchteil dieses Aufwands einreisen und die Segnungen des Sozialstaats in Anspruch nehmen kann. Der Ampel sei Dank.

Gestern ließ sich die die Kanzlerin für ihre „Verdienste“ um dieses Land feiern. Für sie soll’s rote Rosen regnen – während die Menschen immer mehr in die Verzweiflung getrieben werden. Doch Merkel hatte noch eine zynische Abschiedsbotschaft im Gepäck, die für mancheinen, der sie persönlich kennt, von ihrer genuinen Bösartigkeit zeugt: Die Deutschen sollen sich, so empfahl sie, „die Fröhlichkeit im Herzen bewahren“. Mir dämmert, woher das Erbrochene in der Passage stammt.

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Testpflicht-Befreiung für Geboosterte: Ein mafiöses Modell

3. Dezember 2021 - 18:21
Vorläufig frei nur mit Booster: Unheilige Dreifaltigkeit (Symbolbild:Imago)

Gerade folgte aus heiterem Himmel die nächste Willkürentscheidung der Bundesländer, die ab morgen „2G plus“ in Kraft setzen werden: Von der von nun auch für „vollständig Geimpfte“ geltenden Testpflicht sind – man höre und staune – mit sofortiger Wirkung alle Geboosterten befreit. Was hier jedoch hinterhältig als vermeintliche Erleichterung daherkommt, hievt in Wahrheit nur die Impf-Erpressung auf die nächste Stufe – indem nun alle „nur“ zweifach“ Geimpften, die aus zeitlichen, logistischen oder nervlichen Gründen zu einer täglichen „Freitestung“ als Voraussetzung für Einkaufen, Einkehren, Friseurbesuche und kulturelle Teilhabe nicht bereit sind, genötigt werden, sich direkt an die dritte Spritze zu hängen; eine aus Sicht des Corona-Staats geradezu geniale Taktik. Niedersachsens Stephan Weil und Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz, die SPD-Länderchefs, die diese modifizierte faktische „G2Gplus-“ bzw. „3Gplus2.0.-Regel“ als erste auf den Weg bringen, maximieren damit die Verunsicherung und Mutlosigkeit der Bürger, um sie in Impfwilligkeit zu transformieren. Sie nehmen sogar in Kauf, dass viele, die sich nun zum Boostern bereitfinden, so schnell gar keine Möglichkeit dazu haben werden. Trotzdem dürfte das Beispiel schnell Schule machen.

Diese erstmals offen in Erscheinung tretende Privilegierung von Geboosterten entfaltet jedoch noch eine weitere Signalwirkung: Sie ist quasi der Startschuss zur Diskriminierung nun auch der Ungeboosterten, die – genau wie bisher die Impfverweigerer (die jetzt völlig ins Abseits wegkriminalisiert werden) – nur noch unter Inkaufnahme der Mühsal und Schikanen täglicher Tests eine leidliche Freizügigkeit genießen können. Damit wird die Abrichtung der Bürger, ihre Konditionierung auf das neue und unbefristete Impfregime fortgesetzt. Nun ist glasklar, wie unsere Zukunft aussieht: Alle drei bis sechs Monate, vorzugsweise noch früher, muss man sich irgendetwas Brandneues spritzen lassen, um wieder eine Zeitlang Ruhe zu haben – bis die erimpften Freiheiten wieder verfallen oder eingeschränkt werden, solange, bis das jeweils nächste Update „installiert“ ist. Es ist wie in einem Computerspiel, wo Special Features nur für eine kurze Zeitspanne gelten; bloß dass die Special Features hier (früher einmal als unantastbar geltende) Grundrechte sind.

Staatliche Drückerkolonnen

Big Pharma wird sein Glück abermals kaum fassen können; selbst die noch so schamloseste und perfideste PR- oder Marketingstrategie muss hinter der List verblassen, die die staatliche Drückerkolonnen anwenden, um die Bürger in die ewige Abofalle zu zwingen. Wie die Faust aufs Auge passt da die heutige Äußerung von Biontech-Chef Ugur Sahin, er gehe „angesichts der stark mutierten Omikron-Variante” von der Notwendigkeit eines neuen Covid-19-Impfstoffs aus. „Ich glaube grundsätzlich, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante benötigen werden”, sagte Sahin auf der Konferenz „Reuters Next“ (die skandalösen Lobbyverbindungen zwischen der Nachrichtenagentur Reuters und Biotech-Partner Pfizer spielen hierbei natürlich GAR keine Rolle, versteht sich…). Die Frage sei, so Sahin, „wie dringend” dieser benötigt werde; er erwarte (treffender: er hofft), dass Omikron sich zur „Antikörper-Escape-Variante“ entwickeln wird – was bedeutet, dass diese Variante „möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren.

Moment mal: Trifft nicht exakt das auch schon auf seinen bisherigen Impfstoff zu, der Impfdurchbrüche in mittlerweile so großer Zahl produziert, dass ein Schutzeffekt jenseits von öffentlich-rechtlichem Framing und schamloser Regierungspropaganda so gut wie nicht gegeben ist? Und was bringen eigentlich die jetzt erstmal indirekt erzwungenen Booster überhaupt, wenn die Vakzine laut Herstellern gegen diese sich rasant ausbreitende Variante gar nichts bringen? Sahin können solche Widersprüche egal sein – bei den Entscheidern hinterfragt diese eh keiner, und statt Regressansprüchen (die unter normalen Umständen bei einem derart fehlerhaften Produkt ebenso angebracht wären wie der sofortige Entzug der Zulassung) reagiert die Politik bekanntlich mit immer neuen Großaufträgen und Nachbestellungen. Sahins hat quasi aus seinem Versagen ein Geschäftsmodell gemacht – und sowohl Auftragslage wie auch sein privater Vermögenszuwachs sind gesichert, denn mit jeder neuen Variante heißt es: süßer die Kassen nie klingeln. Auch wenn die Menschen durch den Impfwahn ihre Unbeschwertheit, ihre Freiheit und Lebensfreude für immer verlieren – wenn nicht noch mehr.

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Bundespolitik als Workshop: Der Kühnert-Faktor

3. Dezember 2021 - 15:55
Bald-SPD-Generälchen Kühnert (Foto:Imago)

In Zeiten des politischen Amateurismus ist der leidgeprüfte intellektbefähigte Geistmensch längst äußerst hartgesotten, wenn es um eine Personalauswahl mit Fremdschämpotentiel geht, das mittlerweile sogar in die höchsten Ämter drängt. Wo die Enthoheitlichung des Staates und der fortschreitende Würdeverlust politischer Mandante Hand in Hand gehen, wo Regierungen und Behörden zu Werkzeugen von ideologischen oder wirtschaftlichen Partikularinteressen werden und wo zunehmend als Berufspolitiker untergekommene verkrachte Existenzen unsere Geschicke lenken, da schrumpfen zwangsläufig die Erwartungen in Kompetenz und Führungsqualitäten ins Mikroskopische.

Und so nimmt es auch nicht mehr wirklich wunder,  dass nun der ehemalige Juso-Chef Kevin Kühnert – ein durch keinerlei nennenswerte Lebensleistung in Erscheinung getretener linkspopulistischer Maulheld – Nachfolger von Lars Klingbeil als Generalsekretär der SPD werden soll. Unter einem Vorsitzenden Klingbeil erscheint diese Besetzung allerdings nur konsequent: Klingbeil, als Soziologe Vertreter der brotlosen Kunst, wird durch den Studienabbrecher und Fallcenter-Veteranen Kühnert ideal ergänzt, und dieses Gespann ist natürlich prädestiniert, in einem Hochindustrieland wie Deutschland die Partei zu lenken, die den Bundeskanzler stellt. Ex-Juso und schwul kompensieren bei Kühnert deshalb problemlos die Handicaps weiß und amigrantisch – weshalb dem Personalvorschlag, auf den sich eine Spitzenrunde der Genossen um das designierte Führungsduo Klingbeil und Saskia Esken einigten, heute kein Widerstand entgegengesetzt werden wird.

Innere Freudensprünge

Dass sich Esken für den 32-jährigen Parteilinken erwärmen konnte, war keine Überraschung; spätestens Kühnerts BMW-Enteignungsphantasmen dürften ihr innere Freudensprünge beschert haben. Die Frage allerdings ist, wohin unter diesem künftigen Führungsgespann, mit Klein-Kevin als General, die Reise der SPD geht. Der Typus Polit-Aktivist, für den Kühnert steht, schafft es heute einem ähnlichen oder sogar geringeren Aufwand in bundespolitische Spitzenämter zu gelangen, der vor 30 bis 40 Jahren nicht allenfalls für kommunale Mandate gereicht hätte. Der dafür Grund liegt auf der Hand: Brillante Köpfe und tatsächliche Spitzenkräfte halten sich heute von der Politik bewusst fern und streben nicht nach öffentlichen Ämtern; sie verweigern sich diesem – in heutigen Zeiten mehr denn je charakterlich kompromittierenden und Selbstverleugnung voraussetzenden – Metier kategorisch.

So treten Vakanzen auf, die dann von rasch nach oben gespülten Zivilversagern ausgefüllt werden. Und in der SPD sind dies typischerweise „zivilgesellschaftlich engagierte“ Vertreter eines allem radikalökologischen oder sozialistischen Rabaukentums, das sich mit fortschreitender Turbokarriere ministrabel und staatsmännisch gibt, obwohl sie vom Format her allenfalls zum Schülersprecher taugen. Die Würdelosigkeit der Figuren überträgt sich auf die von ihnen ausgefüllten Ämter und lässt den Politik- und Parteienverdruss der Deutschen immer weiter wachsen. Kühnert reiht sich da in eine ganze Riege ähnlicher Witzfiguren ein, die in der künftigen Ampelkoalition mitfuhrwerken dürfen und nicht nur auf der Regierungsbank für Kopfschütteln im In- und Ausland sorgen – die Grünen Anton Hofreiter, Annalena Baerbock oder  Claudia Roth sind hier sicherlich eine Klasse für sich, doch das, was die einst stolze Partei SPD personell ins Schaufenster stellt, braucht sich dahinter nicht zu verstecken.

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Wer hätte das gedacht: Nur vollgeimpfte deutsche Omikron-Infizierte

3. Dezember 2021 - 13:55
O(mikron) du Fröhliche… (Symbolbild:Imago)

Die Impfung wirkt nicht, deshalb lasst euch alle impfen und boostern, bevor ihr dazu gezwungen werdet: Diese zwischen den Zeilen vermittelte, höchst logische und vertrauensstiftende Botschaft der Politik versüßt derzeit den Bürgern die Vorweihnachtszeit. Vor allem soll die Impfung einen „Grundschutz“ bieten, der dann ebenfalls gegen die als neuestes Update auf den Markt gekommene Omikron-Variante wirken soll – obwohl die Big-Pharma-Hersteller gerade erst damit begonnen haben, ihre Vakzine „anzupassen“. Dies soll in wenigen Monaten schon zu den aktualisierten Impfstoffen führen (interessant hierbei übrigens: Für einen neuen Impfstoff, der gegen neue Varianten helfen soll, benötigt man neuerdings nur noch wenige Monate, während die ersten zugelassenen hochwirksamen Medikamente über eineinhalb Jahre brauchten; ein Medizinskandal allerersten Ranges, der dereinst noch akribisch aufzuarbeiten sein wird).

Besonders aufschlussreich liest sich nun die Bestätigung zu den vier bislang in Deutschland aufgetretenen Fällen der neuen Omikron-Variante (plus acht weiteren Verdachtsfällen): Diese alle, ausnahmslos Reiserückkehrer aus Südafrika, waren vollgeimpft – und zwar in Deutschland – und sie alle zeigten nur milde Symptome; keiner von ihnen musste bislang ins Krankenhaus. Das Bild deckt sich also exakt mit dem, was die (über die internationale Stigmatisierungskampagne gegen ihr Land zu Recht entrüstete) Regierung Südafrikas früh zu Omikron mitgeteilt hatte und was sich auch bei den Fällen in Botswana und den Niederlanden gezeigt hatte. Vor allem aber erweist sich auch hier wieder: Die Impfung ist praktisch unerheblich bei der Ausbreitung – auch bei Omikron.

Trotzbestimmte Wahrnehmungsschwelle

Es geschieht genau das wieder, was jenseits der trotzbestimmten Wahrnehmungschwelle überzeugter Impfanhänger auch bei den bisherigen Varianten schon ständig geschieht: Impfdurchbrüche selbst bei 100 Prozent Impfquote (womit die Mär von der „Ingeiselnahme der Mehrheit“ durch Ungeimpfte eindrucksvoll widerlegt wird). Gerade diese Woche erst brach auf dem vor Bremerhaven liegenden Kreuzfahrtschiff „Artania“ Corona aus – obwohl ausnahmslos vollständig Geimpfte an Bord waren und Besatz und Passagiere überhaupt keine Kontakte mit Ungeimpften haben konnten.

Keine Spur also bislang von der Montgomery’schen Panikhetze („gefährlich wie Ebola“), kein Grund zur Panik – obwohl erst heute wieder RKI-Chef Lothar Wieler larmoyant warnte, es sei „noch zu früh für eine abschließende Bewertung”, erste Zahlen deuteten jedoch darauf hin, dass Omikron „ansteckender sein und auch Geimpfte und Genesene leichter infizieren könnte”. Der berüchtigte „Wieler-Konjunktiv” steht auch in diesem Fall wieder für das üblichen Worst-Case-Geunke, nach der Devise: wir wissen nichts, aber ganz bestimmt wird es ganz, ganz schlimm.

 

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RKI-Wielers Panik-Bulletin: Keine Entwarnung trotz Inzidenzrückgang

3. Dezember 2021 - 12:05
RKI-Chef Wieler (Foto:Imago)

Nicht sein kann, was nicht sein darf – und wenn doch, dann muss ein Irrtum vorliegen: Nach diesem Motto deutet das RKI auf äußerst kreative Weise die – derzeit eigentlich verhalten optimistisch stimmende – rückläufige Entwicklung der Neuinfektionenen so um, dass auf keinen Fall irgendwelche Zweifel an der Notwendigkeit der gestern beschlossenen, massiven Maßnahmenverschärfungen aufkommen: Laut RKI-Cheftierarzt Lothar Wieler heute früh seien die zuletzt stagnierender und teilweise sogar deutlich sinkenden Corona-Fallzahlen „kein Grund für Entwarnung”, weil diese „auch daran liegen können, dass Kapazitäten erschöpft sind” oder Labore sowie Gesundheitsämter „mit dem Testen und Bearbeiten von Meldungen nicht hinterherkommen„.

Wie schön, dass Wieler bei seinem Versuch, die Notlage um jeden Preis dramatisch hochzuhalten, immerhin einräumt, dass die Gesundheitsbehörden und damit das gesamte Meldewesen in Deutschland – auch noch fast zwei Jahren sogenannter Pandemie – miserabel desorganisiert ablaufen, und dass seine oberste Regierungsbehörde für epidemisches Monitoring anscheinend nach wie vor jede Menge veraltete, fragmentarische oder unvollständige Meldungen erhält. Auch wenn dies seit Jahresbeginn – welche Sensation – ja nicht mehr per Faxgerät passiert, so existiert anscheinend keine einheitliche behördliche Reportroutine; soviel zum Thema Digitalisierung. Der Witz dabei: Ausschließlich auf Basis dieser „Daten“ werden wir seit März 2020 mit erratischen, unlogischen und widersprüchlichen Entscheidungen malträtiert und gegängelt.

Ob beim vermeintlichen Zweck der Alltags- und später FFP-Masken, ob bei der Aussagekraft von PCR-Tests, ob beim Unterlassen repräsentativer regelmäßiger Durchtestung der Gesamtbevölkerung, ob bei der behaupteten Wirkung der Impfstoffe bis hin zur erreichten Impfquote (von der das RKI vor zwei Monaten einräumte, diese könnte wegen Untererfassung genauso gut schon deutlich höher liegen) oder bei den stets mit gewaltigem Zeitversatz aufaddierten Covid-Todeszahlen: Häufig erwiesen sich die Daten des RKI ebenso schwammig wie seine (fast nie eingetretenen) Prognosen. Die Wieler-Behörde dient bis heute vor allem dem Zweck, ein wissenschaftlich-fachliches Hintergrundrauschen für die von der Politik heraufbeschworenen Katastrophenszenarien zu liefern.

Fehler nur zuungunsten der Bürger

Es mag stimmen, dass Wieler Recht hat und den sinkenden Inzidenzen teilweise nichterfasste Meldungen zugrunde liegen. Wenn das stimmt, dann wäre es aber genauso gut möglich und mindestens ebenso plausibel, dass für die steigenden Inzidenzen zuvor irgendwelche Doppel- oder Nachmeldungen verantwortlich waren und die Zahlen in Wahrheit gar nicht stimmten. Diese Möglichkeit wird von Wieler jedoch nicht erwähnt; warum wohl: Fehler werden ausschließlich eingeräumt, wenn sie sich zuungunsten des Bürgers auswirken könnten. Für die Dramatisierung der Situation darf es keine Obergrenze geben, diese kann gar nicht schrecklich genug ausgemalt werden – sei es, um die Impfkampagne zu befeuern, oder um die Akzeptanz für Grundrechtseinschränkungen zu erhöhen. Irrtümer in diese Richtung sind daher im Zweifel willkommen.

Zu früh gefreut!, lautet also einmal mehr die triumphierende Botschaft Wielers an all jene, die schon ein Abebben der Welle erhofften. Es sei „viel zu früh, um hier eine Trendumkehr auszulesen, geschweige denn auf schärfere Maßnahmen zu verzichten„, so der RKI-Chef Lothar Wieler heute früh auf seiner – womöglich letzten gemeinsamen – Pressekonferenz mit dem scheidenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Und einmal mehr wird deutlich: Dieses RKI ist keine objektive Instanz, sondern ein politisches Werkzeug; es urteilt nicht wertneutral, sondern tendenziös. Es besorgt Regierungspropaganda, keine seriöse Faktenvermittlung – sonst wären die von ihm selbst eingeräumten Ungenauigkeiten und Meldepannen, zumal in einer angeblichen Notlage auf Leben und Tod, längst abgestellt. Und: Es handelt erkennbar nicht in der Absicht, diese Krise zu beenden oder aus ihr je herauszufinden, sondern sie von Tag zu Tag düsterer zu zeichnen.

 

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Geblähter Rassismus

3. Dezember 2021 - 10:50
Schwarze in der Werbung (Symbolbild:Imago)

Wisst ihr, was mir aufgefallen ist? Schwarze, also „People of Colour” (kurz „PoC“), kennen keinen Reizdarm. Jedesmal wenn ich Werbung im TV sehe, tun mir die verzweifelten Menschen – meist weiße Frauen – leid, die nicht richtig kacken können. Da sitzen sie und krümmen sich vor der Kamera, weil ihre Peristaltik nicht fluppt. Doch halt! Die Rettung naht! Ein entspanntes Lächeln geht plötzlich über das Gesicht dieser Endsechziger-MILFs: „Kidjimea”, das Wundermittel aus der nördlichen Walachei, macht den Weg frei. Man wartet förmlich auf den finalen Erlösungsfurz – aber dann kommt: „zu Risiken und Nebelwirkungen…” So weit, so gut.

Weil ich aber als Hobby gerne Werbung schaue, ist mir im letzten Jahr aufgefallen, dass vermehrt „People of Colour”, kurz PoCs, darin erscheinen. Sei es in Mode oder in Dating, zum Beispiel. Schwarze Männer mit blonden Frauen, die sich hingebungsvoll anlehnen. Nie jedoch andersrum – also dicke, weiße, deutsche Männer mit schwarzen Frauen. Das scheint nicht so gewünscht. Will man hier subtil auf einen zukünftigen Wechsel der Bevölkerungsstruktur hinarbeiten?

Nun, Entwicklungen kann man nicht aufhalten – aber wenn schon, denn schon! Ich habe ein Recht als TV-Werbekonsument, dass es auch reizdarmgestörte PoCs gibt, die sich endlich dieses Durchputzmittel reinpfeifen müssen. Allein schon aus Schadenfreude. Alles andere wäre Rassismus mit heißer Luft. Ich mach schon mal das Fenster auf.

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Hurra, wir werden gegängelt!

2. Dezember 2021 - 9:55
Fesselt mich bitte, ich will kein Egoist sein! (Symbolbild:Imago)

Der Vorwurf des „Schwurblers“ oder des „Schwurbelns“ ist linker Neusprech für „ich habe keine Ahnung, wovon du redest, aber wenn es von dir kommt, muss es falsch sein” oder „du könntest eventuell recht haben, aber ich würde mir eher den großen Fußzeh mit einer rostigen Axt abhacken, als das zuzugeben.” Kurzum: Er wird gebraucht, um Diskussionsunlust auszudrücken und den Gegner als Schaumschläger zu disqualifizieren. Nun gibt es Menschen, die tatsächlich die Taktik des Verwirrens durch imposant klingende Wortgebilde gern anwenden. Allerdings kann man diese keineswegs einer politischen Ecke zuordnen, und mit etwas Selbstbewusstsein lassen sie sich auch leicht entlarven: Man muss sich einfach nur dumm stellen und darum bitten, den Sachverhalt doch noch einmal allgemeinverständlich zu erläutern. Das nenne ich gern die „Inspektor-Columbo-Methode“: Wirke harmlos, vertraue auf den Narzissmus deines Gegenübers und locke es in die Falle.

(Screenshot:Twitter)

Unsere Jungautorin Marie gibt sich erzürnt und verwundert darüber, dass Bürger existieren, welche das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht gutheißen. Vielleicht ist sie tatsächlich noch zu jung, um zu begreifen, was dieses Urteil bedeutet – einen Freibrief nämlich, künftig bei jeder echten oder konstruierten Notlage die Bürger ihrer Grundrechte zu berauben. Mit der rückwirkenden Zustimmung zum „Osterlockdown“ nämlich sagte das Gericht nichts anderes als „es wird schon okay gewesen sein, da fragen wir mal nicht näher nach, wie unser Führungspersonal es begründet hat“.

Oder aber unsere Marie gehört zu jenen jungen Menschen, für die „Freiheit“ nur noch ein abstrakter Begriff ist, ja schlimmer noch, das Synonym für die Abwesenheit von Sicherheit. Denn persönliche Freiheit bedeutet auch Verantwortung: Man muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben und kann sich zudem, wenn eine totalitäre Phase vorbei ist, nicht auf „Befehlsnotstand“ berufen. Kein Wunder, dass es in Deutschland derzeit so chaotisch zugeht: Wir haben eine Bundesregierung – die alte und die neue tun sich da nichts – die Verantwortung gern nach unten durchreicht, vor allem, wenn eine effektive Maßnahme mit Kosten verbunden ist. Diese Regierung trifft nun auf Bürger, welche von ihr erwarten, ihnen genau zu sagen, wo es lang geht, weil sie es offenbar nicht fertigbringen, die Schutzmaßnahmen, die sie für nötig erachten, selbständig in die Tat umzusetzen. Aus freiheitsverachtenden Maries, die begierig die Anweisungen aus dem Corona-Hauptquartier erwarten, werden mit fortschreitendem Alter dann später jene Nachbarschaftswächter, die während des Lockdown Kindergeburtstage anzeigten. Auch wenn sie nicht sicher wissen, ob von kuchenessenden Kindern tatsächlich eine Gefahr für Leib und Leben ausgeht: Wenn es eine Vorschrift dazu gibt, dann muss diese auch gnadenlos angewandt werden.

Regelhinterfragung als Anstiftung zur Anarchie

Es verwundert nicht, dass die Maries dieser Welt den Wunsch nach bürgerlichen Freiheiten mit Egoismus gleichsetzen, denn er kollidiert heftig mit ihrem eigenen Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle. Es ist das „wo kämen wir denn hin”-Prinzip, das aus jedem Hinterfragen von Regeln gleich eine Aufforderung zur Anarchie herausliest. Natürlich braucht eine Gesellschaft Normen, um ein reibungsloses Miteinander zu gewährleisten, aber wer sagt, dass diese sich nicht ab und an einer Sinnprüfung unterziehen sollten?
Mit dem Vorwurf des Egoismus ist es leicht, seine Mitmenschen zu manipulieren. Das kennen wir von „Freunden“ die uns vorwerfen, egoistisch zu sein, wenn wir nicht permanent nach ihrer Pfeife tanzen – bis uns dann klar wird, dass dies eine verdammt einseitige Verpflichtung ist. Von solchen Menschen kommt nämlich selten etwas zurück, noch nicht einmal ein ehrlich gemeintes „Danke!“. Wenn Regierungen den Begriff „Egoismus“ ins Spiel bringen, bedeutet das ebenfalls meist nichts Gutes: Schlimmstenfalls muss man um sein Leben oder das seiner Liebsten fürchten, denn ist es nicht zum Beispiel egoistisch, als behinderter Mensch der Gesellschaft zur Last zu fallen? Genau so begründeten die Nationalsozialisten ihr Euthanasie-Programm.

Manchmal kommen mir die Maries vor wie die junge Frau in einem alten Blondinenwitz: Sie fällt tot vom Stuhl, als man ihr den Kopfhörer wegnimmt, über den sie beständig die Anweisung „einatmen, ausatmen“ bekommt. Viel fehlt bis zu diesem absurden Szenario bei den Maries auch nicht mehr.

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Corona tötet den Geschmacksnerv: Drosten Playboy-„Mann des Jahres“

1. Dezember 2021 - 21:15
Smart und nicht unedel: Drosten bei irgendeiner Preisverleihung (Foto:Imago)

Wer das absurde Theater dieser sogenannten „Pandemie“ noch immer todernst nimmt, der muss sich einfach die Ernsthaftigkeit vor Augen halten, die die Protagonisten dieser Krise an den Tag legen – diese kosten nämlich gerade the time of their life aus: Unternehmen bereichern sich schamlos, Politiker bauen ihre Macht aus – und geltungssüchtige Wissenschaftler pimpern ihre Profilneurose, fühlen sich halbgottgleich wie Sektenführer oder steigen gar zu regelrechten Popstars dieser Pandemie auf, derweil die von ihnen hypnotisierten, angstverhetzten Massen unter Masken zwischen Testcenter und Impfbus hin- und herhuschen und sich vorm Einschlafen sorgen, ob sie morgen wohl noch aus dem Haus dürfen.

Das Verhalten jener, die uns dieses schaurige Schauspiel einer Paniksuggestion eingebrockt haben, oszilliert zwischen Flatterhaftigkeit und arglistiger Täuschung. Zumindest zur ersteren Kategorie gehört auch ein Wissenschaftler, der seine Bescheidenheit spätestens mit Corona an der Garderobe abgegeben hat: Christian Drosten, Charité-Chefvirologe und Posterboy dieser Pandemie. Er macht zwar stets betont auf Understatement und öffentlichkeitsscheu, weiß sich jedoch stets im rechten Moment durch wohlgesetzte Tweets oder wohlplanierte Interviews zu Wort zu melden. So nimmt er auf die wichtigen Debatten Einfluss und sonnt sich merklich in seiner neugewonnenen Popularität. Auch in der Alibi-Begründung des Merkel verlangten, wunschgemäß ergangenen Verfassungsgerichtsurteils wurde Drosten gehört – natürlich als faktischer Entlastungszeuge der Bundesregierung.

Unseriöser Erklär-Bär der Nation

Seit 2020 wird der Mitentwickler des PCR-Testes und Regierungsgutachter mit fatalen Ratschlüssen (Stichwort Schulschließungen) mit Preisen und Lametta überhäuft.  Als oberster Erklär-Bär der Nation und vermeintlich allwissender „Experte“ hat Drostens Wort Gewicht wie das kaum eines anderen Regierungsberaters in dieser Krise – unverständlich zwar, denn er hat sich immer wieder geirrt und es dürfte um einiges leichter sein, einen Pudding an die Wand zu nageln, als von ihm eine belastbare oder valide Aussage zu erhaschen, zu der er auch nach mehreren Monaten noch steht; doch vor allem die weibliche Bevölkerungsmehrheit vertraut dieser dubiosen Figur. Tatsächlich ist Drosten ist noch weniger als ein Einäugiger unter Blinden – eher ist er der Blindenhund der Nation, der sie immer tiefer ins Dickicht führt.

Zu dieser unseriösen Aura passt auch die boulevardesk-oberflächliche Rezeption Drostens. Sein spezielle Form von Medienpräsenz ist einer angeblich vernichtenden und tödlichen Gesundheitskrise – bei der es sich eher um ein schon immer dagewesenen, jedoch seit zwei Jahren zur Katastrophe hochgeblasenen Infektionsgeschehen handelt – zwar vollkommen unangemessen, doch ihm selbst scheint sie eher zu schmeicheln: Zum zweiten Mal in Folge haben die „Playboy„-Leser Drosten nun zum „Mann des Jahres“ gewählt. Ein Virologe, der zur Kultfigur eines Herrenmagazins mutiert – sind wir etwa im falschen Film? In welchem Irrenhaus leben wir hier eigentlich? Der Corona-Hype als ultimativer Lifestyle-Trend, wissenschaftlicher Sex-Appeal als Gradmesser der Vertrauenswürdigkeit für die Spaßgesellschaft im Lockdown?

Drosten ist in besagter Umfrage – wo er Platz 1 mit 26,6 Prozent erreicht – allerdings nicht der einzige corona-konnotierte „Abräumer“: Dicht hinter ihm landet Biontech-Chef Ugur „Gollum“ Sahin mit 23,3 Prozent – immerhin doppelt so viel wie Robert Habeck. Da fehlt dann wohl nur noch das Centerfold-Pinup von Karl Lauterbach, mit der ohne Feinrib-Unterwäsche… Es ist fraglos tragisch: Wo früher virile Machos oder Gentlemen mit Charme, von Sean Connery über Jürgen Prochnow bis Sky DuMont gefeiert wurden, werden heute falsche Propheten und Erlöserfiguren, Profiteure einer beispiellosen Angstmacherei gehyped und verherrlicht. Könnte der Dachschaden dieses Volkes treffender auf den Punkt gebracht werden – und der Grad der Psychose, in der wir uns befinden?

 

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Staatslogik: Ungeimpfte terrorisieren, aber Impfstoff verknappen

1. Dezember 2021 - 17:55
Sehen wir hier einen Ungeimpften der Zukunft? (Symbolfoto:Shutterstock)

Viel wird dieser Tage in den freien Medien – auch auf Ansage – über die vollständige Sinnlosigkeit der Covid-Impfpflicht geschrieben. Lassen wir die hier wieder und wieder durchexerzierten Argumente einmal beiseite, nehmen wir an, es gäbe wirklich vertretbare Gründe, sich dieser verfassungswidrigen, hinterhältigen, von rein kommerziellen und keinesfalls gesundheitspolitischen Lobbyinteressen propagierten Forderung anzuschließen. Dann müsste doch, selbst nach der inneren Logik ihrer der Befürworter, jedem klar denkenden Menschen eines schnell einleuchten: Es sind dieselben Politiker, die die für diese Zwangsmaßnahme eintreten, die zugleich zu verantworten haben, dass es überhaupt nicht genug Impfstoff gibt.

Damit wird die gesamte Stimmungsmache gegen Ungeimpfte augenblicklich zur Farce: Tatsächlich klagen nämlich, wenige Tage nach der von Jens Spahn verkündeten Rationierung des BionTech-Impfstoffs (sehr zum Segen des Biontech-Aktienkurses, versteht sich!), in ganz Deutschland diverse Hausarztpraxen über zu wenige verfügbare Impfdosen. Auch in Impfzentren wird der „Goldene Schuss“ knapp. Noch fahren zwar die „Fixerbusse“ durchs Land, doch die Schlangen vor ihnen werden länger. Das bedeutet konkret: Wer auch immer jetzt – sei es durch Gruppenzwang oder Mobbing am Arbeitsplatz, durch sublimen Staatsterror wie Drohungen mit Führerscheinentzug und Freiheitsstrafe, durch Bordell- oder Möbelgutscheine oder Gratisbratwurst – erfolgreich zur „Einsicht“ bekehrt wurde und sich dazu bereiterklärt, sich spritzen zu lassen, der hat dazu schon bald womöglich gar keine Gelegenheit.

Ein Hohn sondergleichen

Es wäre ein Ding der Unmöglichkeit, ein Hohn sondergleichen, der allerdings angesichts der beispiellosen politischen Stümperei in dieser Pandemie auch nicht mehr weiter verwundern würde – wenn die Regierung die Beschaffung des Stoffs versemmelt, den sie mit erpresserischen Methoden unters Volk zu bringen versucht zur seriellen Dauerpflicht zu machen. Das wäre in etwa so, als gälte die vielzitierte Gurtpflicht, aber Autos würden ohne Gurte ausgeliefert.

Besonders gravierend dabei (wie gesagt, immer aus der Logik der Impfkampagneros heraus): Die angebliche Gesellschaftsbedrohung durch Ungeimpfte wird von eben dem Staat billigend in Kauf genommen, der ihnen gar keine Gelegenheit bietet, zur Schar der „Geschützten“ aufzuschließen. Damit erzeugt die Regierung erst die „Gefährder“ (aus ihrer Sichtweise), die sie diskriminieren und auszugrenzen versucht. Etwas Vergleichbares kannte kannte man bislag nur bei der künstlichen Fabrikation von „Nazis“ durch V-Leute oder linksradikale Agents Provokateurs.

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Immer mehr PCR-Positive, immer weniger Erkrankungen

1. Dezember 2021 - 16:38
PCR-Mysterien im Labor (Symbolbild:Imago)

Landauf, landab werden die „Impfverweigerer“ für die im November rasant steigenden Coronazahlen verantwortlich gemacht, allen voran von Journalisten (von wem auch sonst). Der Staatsfunk und die Hofberichterstatter der Mainstreammedien übten sich in „Stürmer“-Manier im Ausmachen neuer Sündenböcke, und immer läuft es auf die Ungeimpften hinaus. Die Politik wiederum reagiert auf diese von ihr selbst entfesselte Stimmungsmache und greift die Forderungen auf, rigoros durchzugreifen – nach dem Motto, „Euer Wunsch sei uns Befehl“. Und so geschehe es.

Seit Mittwoch vergangener Woche gilt nun fast überall nur noch 2G. 13 Millionen ungeimpfte Deutsche müssen seither draußen bzw. daheim bleiben – selbst dann, wenn sie sich wöchentlich testen lassen (wie ich) und somit sicher nicht als tickende Coronabomben durch die Gegend wandeln. Die Geimpften hingegen durften und dürfen weitermachen wie bisher – zumeist ohne Testen ihr Leben genießen und sich gegenseitig sowie andere munter anstecken, und zwar Ungeimpfte und Geimpfte gleichermaßen. Es ist leicht zu errechnen, dass 80 Prozent geimpfte Erwachsene auf diese Weise vermutlich viermal so viele andere anstecken wie die (noch) 20 Prozent Ungeimpften. Deshalb war auch für jeden, dessen Birne noch nicht vom Virus befallen ist, früh klar, dass die Coronazahlen selbst dann weiter ungebremst in die Höhe schnellen, selbst wenn man Millionen Menschen wegsperrt.

Und so geschah es auch: Seit dem faktischen „Lockdown für Ungeimpfte“ light (noch ohne Ausgangssperre, aber im Ergebnis vergleichbar) vor einer Woche wurden 406.204 Personen „positiv“ auf Corona getestet (laut RKI). Die vorangegangen sieben Tage vom 18.11. bis 24.11. waren „nur“ 378.435 Positivfälle verzeichnet worden. Entgegen der Meldungen von diesem Mittwoch sank die Inzidenz somit nicht; sie beträgt aktuell eigentlich sogar 486, denn 406.204 Fälle in den  letzten sieben Tagen, bezogen auf die Bevölkerung und umgerechnet auf 100.000 Einwohner, ergibt keine 442,9 (wie heute von den Medien irreführend verbreitet), sondern rund 486. Von Journalisten sollte man eigentlich erwarten, dass sie nicht einfach alles vom RKI ungeprüft weitergeben.

Direkte Folgen einer Verirrung

Aber wer hat nun Schuld, dass die Inzidenz nicht endlich sinkt? Einfache Antwort: Es handelt sich um eine direkte Folge der politisch-medialen Verirrung, den Fokus ausschließlich auf die kleinere Gruppe der „Impfverweigerer“ zu richten. Denn selbstverständlich sind – ganz überwiegend, und wie zuvor – die Geimpfte weder ansteckend. Erstens, weil sie viel mehr sind, und zweitens weil ihnen eingetrichtert wurde, sie seien mit der Impfung aus dem Schneider und könnten praktisch tun und lassen was sie wollen. Die „Guten“ der Republik kosten also ihren Triumpf aus – zumindest bisher noch.

Inzwischen werden nachweislich die meisten PCR-ermittelten „Positiven“ durch Geimpfte angesteckt. Dennoch scheinen relativ gesehen weniger Geimpfte im Krankenhaus zu landen als Ungeimpfte; behauptet wird, zwei Drittel der Patienten seien noch nicht geimpft, obwohl sie nur ein Fünftel der Bevölkerung stellen. Diese Darstellung ignoriert selbstverständlich, dass bei einem Großteil der Patienten der Impfstatus „unbekannt“ ist. Doch selbst wenn es sich bei all diesen um Ungeimpfte handeln sollte, dann wäre damit nicht gesagt, dass die Impfungen tatsächlich zuverlässig schützen. Tatsächlich sie, wirken – manchmal aber „zu gut“, wie Statistik der Übersterblichkeit zeigt: Seit die „vollständig Geimpften“ mit der dritten Injektion noch „vollständiger“ gespritzt werden – seit rund 16 Wochen -, steigen auf unerklärliche Weise die Todesfälle. Am vorletzten Wochenende fand sich in meiner badischen Lokalzeitung eine ganze Seite Todesanzeigen, fast alle zwischen 60 und 70 Jahren alt und und etliche aus der räumlichen Nähe meines Wohnortes  – doch man traut sich nicht zu fragen, ob die (zumeist vollgeimpften) Verstorbenen tatsächlich, wie zumeist behauptet, ohne kausalen Zusammenhang zur Impfung an einer Thrombose, einem Infarkt, an Herzversagen oder was auch immer verstarben. Auch in den Todesanzeigen klingt diesbezüglich nichts an. Unerwartet Verstorbene können nichts verfügen, und ihre Hinterbliebenen schämen sich vielleicht, einen Verdacht zu äußern. Wie gesagt, es bleibt letztlich Spekulation; doch es drängt sich ein ungutes Gefühl auf.

Doch nun vom Kaffeesatz-Lesen der Traueranzeigen zur Auswertung von Fakten und objektiven Zahlen: Im Gegensatz zum gestiegenen Anteil der PCR-Test-Positiven stiegen die Erkrankungen kaum an; die symptomatischen Erkrankungszahlen der 4. Welle liegen laut RKI mit jetzt kalendertäglich 15.000 Fällen nur wenig über denen der 2. und 3. Welle mit damals rund 14.000 Erkrankten. Nur die Montagszahlen sind habituelle Ausreißer, weil an diesen Tagen die behördliche Schlafmützigkeit an Wochenenden nachgeholt wird. Wie nun aber ist es zu erklären, dass sich die PCR-Test-Positiven verdreifacht haben, die Zahl der Erkrankten insgesamt aber nahezu konstant geblieben ist? Auch die Belegung der Intensivbetten liegt deutlich unter jener der letzten Wellen.

Geänderte Laborauswertungen

Woher also kommt die unerklärlich hohe Zahl an positiven PCR-Tests? Könnte es sein, dass die Auswertung in den Laboren geändert hat? Anscheinend ja! Dies jedenfalls ist die Schlussfolgerung aus meiner Korrespondenz mit dem mir namentlich bekannten Professor Dr. B., der eines der 200 Labore in Deutschland leitet. Auf ihn stieß ich bei meiner Recherche zum Geheimnis der cT-Werte. Zusammengefasst, so erfuhr ich von ihm, seien bei den Auswertungen der PCR-Teste folgende Parameter zu berücksichtigen: Wer stellte die Test-Sets her? Wie wurden die Teste durchgeführt, an welcher Stelle wurde wie lange – gewissermaßen – „herumgestochert“ zwecks Probengewinnung? Wieviel Tage liegen zwischen der mutmaßlichen Infektion und dem Test? Oder wurde etwa gar nicht aufgrund von Symptomen getestet, sondern einfach nur, weil man ohne Test an vielem nicht teilnehmen kann?

Fragen über Fragen. Aber nicht nur diese Umstände sind ein Problem; auch die vielen Einflussgrößen und Vorgaben der WHO sind derart komplex, dass die mittlerweile mehr als 250.000 Auswertungen täglich vollautomatisiert erfolgen. Das läuft dann wie am Fließband und entspricht im Schnitt über 12.000 Auswertungen täglich je Labor! Nicht nur das Krankenhauspersonal ist überlastet, sondern auch diese Automation führt meines Erachtens zu fragwürdigen Ergebnissen: „Bei voll automatisierten PCR-Systemen bestimmt ein hinterlegter Algorithmus den Ct-Wert jeder gemessenen Probe und teilt nur das Ergebnis mit. Bei allen anderen Systemen legen die Untersuchenden anhand mitgeführter Kontrollen sowie anhand ihrer eigenen Erfahrung die Schwelle der Hintergrundfluoreszenz und damit den Beginn der linearen Fluoreszenz für jede Probe fest.“ Die WHO und der Erfinder der PCR-Teste bestimmten aber, dass überhaupt nur im Fall von Symptomen solche Teste aussagekräftig sind – und dann auch nur mit Ct-Werten von 25 Vervielfältigungszyklen, höchstens jedoch 30. Doch nach wie vor wird in Deutschland nicht auf den Ct-Wert geschaut. Auf mein mehrfaches Befragen verschiedener Gesundheitsämtern wurde immer eingeräumt: „Wir kennen die Ct-Werte nicht“. Und das knapp zwei Jahre nach Beginn der Pandemie…

Deshalb kann die Aussagekraft der automatisierten PCR-Teste sehr wohl (juristisch) mit „Nichtwissen“ bestritten werden. Ich plaudere einmal aus dem Nähkästchen: Vor 20 Jahren schrieb ich für Versicherungen und Versicherte Rechenprogramme als Entscheidungshilfe für den speziellen Einzelfall, mit verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge (Entgeltumwandlung, Riester, private Vorsorge, SV-Rente) – mit sämtlichen Parametern brutto- und nettobezogen beim Ansparen sowie bei der Fälligkeit. Diese freiberufliche Tätigkeit fiel prompt in die Zeit der Währungsumstellung. Meine Arbeit war perfekt – nur einmal hatte ich das Banalste verbockt: Die Umrechnung der DM in Euro ab 2002. Der Fehler war zum Glück leicht aufzufinden, da ich die Rechenformeln nie verdeckte, um die Logik der Ergebnisse stets nachvollziehbar zu halten. Bis ich den Fehler bemerkte, hatte ich eine schlaflose Nacht. Anscheinend schlafen die Entwickler des PCR-Test-Algorithmus aber umso besser – sonst müsste es ihnen doch auffallen, dass hier etwas nicht stimmen kann, wenn das Verhältnis der positiven Testergebnisse gegenüber den Erkrankungszahlen um den Faktor stieg! Berücksichtigen alle Auswertungen denn  die „Währungsumstellung“ von Corona-Alpha auf die Delta-Variante? Und wieso eigentlich sind deren Rechenformeln und Algorithmen geheim?

Genesene erster und zweiter Klasse

Noch ein Wort zu denen, die die Infektion überstanden haben: Das RKI weist aktuell rund 4,94 Millionen Genesene aus. Erhielten diese alle ihre Bescheinigung und sind den Geimpften gleichgestellt? Nein – vielmehr gibt es tatsächlich „Genesene erster Klasse“ und „Genesene zweiter Klasse“ (letztere sind „theoretisch“ genesen nach einer symptomlosen Positivdiagnose). Nur die Ungeimpften sind „drittklassig“. Bald jedoch werden auch die „vollständig Geimpften“ zur dritten Klasse gehören – wenn sie sich nicht, siehe oben noch „vollständiger“ impfen lassen. Irgendwann sind vielleicht wieder alle gleich.

Die Kaffeesatzleserei der Herrschenden und deren Politik der fragwürdigen Therapien aufgrund falscher Diagnosen geht weiter. Die Schuldzuweisungen der Mehrheit gegen die Minderheit der (noch( Ungeimpften verschärfen sich weiter. In jungen Jahren fragte ich mich, wie sich wohl die Juden gefühlt haben müssen, denen alles in die Schuhe geschoben wurde; heute glaube ich zu wissen, welches seelische Martyrium sie in den Jahren 1933-1939 empfunden haben müssen, bevor sie dann „weggekommen“ sind. Damals hieß bekannt es auch mit „Kauft nicht bei Juden“. Als sie sich nicht einschüchtern ließen, zündete man ihre Synagogen an. Wem das immer noch nicht reichte und wer nicht floh, der wurde am Ende auf Nimmerwiedersehen in KZs weggesperrt. Heute hängt an vielen Geschäften „Eintritt nur mit 2G“ und „Impfverweigern haben wir es zu verdanken, dass wir sie nach dem Impfstatus und Genesen fragen müssen – Eintritt für Ungeimpfte verboten!!!“ Was kommt als Nächstes? Wird jetzt mit dem Aussperren der neuen „Volksgefährder“  alles gut? So wie damals?

Das Verfassungsgericht, welches eigentlich unser Grundgesetz hüten müsste, erteilte nun gestern der Politik Absolution. Diese hat nun zwei Optionen: Entweder alle impfen zu lassen, wie es angedacht ist – doch dann wird Blut fließen. Oder aber es wird endlich eruiert und ernstgenommen, warum so viele Menschen gegenüber den Covid-Impfungen skeptisch sind oder gar Angst haben. Sie stellen legitime Fragen wie diese:

• Warum wurde, ohne nach Symptomen zu fragen, in eine eventuell vorliegende Infektion hineingeimpft, oftmals sogar ohne Feststellung der Körpertemperatur?

• Warum erfolgten vor den Impfungen keine PCR-Tests, um nicht in eine Infektion hinein zu impfen mit den bekannten Folgen?

• Warum wird vor der Impfung nicht gefragt, ob schon prophylaktisch gegen Lungenentzündung geimpft wurde?

Viele unbeantwortete Fragen

• Warum wird vor der Erstimpfung nicht der Antikörper-Titer festgestellt, was eine Impfung vielleicht erübrigen könnte (und zudem Impfstoff sparen würde)?

• Warum muss im Gegensatz zu anderen Impfungen ein umfangreicher Aufklärungsbogen unterschrieben werden – ist dieser Impfstoff also doch gefährlicher als andere?

• Warum wird nach der Zweitimpfung immer noch der Terminus „vollständig geimpft“ ver-wendet, obwohl dies irrführend war?

• Warum erfolgt vor Wiederholungsimpfungen kein weiterer Antikörpertest, um festzustellen, ob die Drittimpfung überhaupt notwendig oder noch verschiebbar ist?

• Warum wird noch immer ein für die Alpha-Variante von Sommer 2020 entwickelter Impfstoff verspritzt, statt ein angepasster gegen die Delta-Variante (und nun sogar die noch nicht einmal verbreitete Omikron-Variante problematisiert)?

• Warum musste man Ärzte und andere Impfberechtigte mit horrenden Honoraren locken, ihre Skepsis gegenüber den Impfungen zu überwinden, wenn sie von den bisherigen und künftigen Impfungen doch so überzeugt waren?

• Warum wird die Altersgruppe der 60-79jähren als besonders gefährdet bezeichnet, obwohl die Rentner bislang am wenigsten von Neuinfektionen betroffen sind (ca. 4.200 je 100 000)?

• Warum werden bei der Kategorie der „an Impfungen verstorbenen“ nur jene extrem seltenen Fälle erfasst, die innerhalb von drei Wochen ab Gültigkeit des „geimpft“-Status starben, der wiederum erst 14 Tage nach der Impfung greift (zuvor gilt der Betroffene noch als „ungeimpft“) – jedoch nicht mehr solche nach einem halben Jahr?• Warum versteifen sich die Corona-Aktivisten nur auf Impfungen und wollen diese sogar zur Pflicht machen, obwohl etwa das Medikament Paxlovid vor der Zulassung steht?

Für mich ist klar: Wer sich diesen Fragen nicht stellen will, hat mehr Leichen im Keller als die Krankenhäuser!

 

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Überfällige Hinterfragung: Zahlen, Daten und Fakten zum Bettenabbau

1. Dezember 2021 - 14:33
Reduktionsmasse Intensivbetten (Symbolbild: shutterstock)

Viele Menschen sind – und dies ist auch genau so beabsichtigt – die Diskussion um Impfung, Inzidenzen, Corona und Maßnahmen vollends leid, und haben sich in ihr Schicksal gefügt. Müde und mürbe gemacht, unterdrücken sie ihr Zweifel und Widersprüche; teilweise aus Konformitätsverlangen, teilweise aus Angst, sich ins Abseits zu stellen. Selbst ansonsten wache oder renitente Geister kapitulieren mittlerweile und verdrängen tapfer, dass die Versprechen, mit denen man sie zu einer angeblich sicheren und erfolgversprechende Impfung überredet hat, allesamt nicht eingelöst wurden. Die kognitive Dissonanz zwischen Wahrnehmung und breitangelegter öffentlicher Irreführung wird dabei immer schlimmer, was die meisten Zeitgenossen nur noch durch inneren Rückzug und Fatalismus ertragen können – oder durch ein immer erstrecht blindes Vertrauen, der Staat werde es schon richten, wenn nur die geforderten Opfer von allen gebracht würden; diesmal aber ganz sicher

So ähnlich wie heute müssen sich die viele Deutschen in der Endphase des Krieges gefühlt haben (auch wenn Not, Elend, Bedrohungslage und Leid natürlich nicht annähernd vergleichbar waren): Eine Mehrheit vertraut blind der Propaganda vom Endsieg, eine relative Minderheit entwickelt ein wachsendes Misstrauen oder erkannt gar die Lügen, wagt jedoch nicht, sie öffentlich zu artikulieren – und die wenigen, die es doch tun, bezahlen dafür den – nach zeitgemäßen Sanktionen höchstdenkbaren – Preis, was damals Todesstrafe wegen „Wehrkraftzersetzung“ bedeutete und heute eben den Ausschluss vom öffentlichen Leben wegen „Unsolidarität“, „Geiselnahme“ oder „Terrorisierung der Mehrheit“ oder „Egoismus“).

Für jene allerdings, die sich den Imprägnierungs- bzw. Immunisierungsanstrengungen von Politik und Medien gegen jegliche rationale Hinterfragung der Corona- und insbesondere Impfpolitik, gegen logische Argumente erfolgreich widersetzen konnten, die sich ihren kritischen Blick auf die uns zugemutete Angstpropaganda bewahrt haben und die noch nicht von grenzenlosem Vertrauen in diesen Staat und seine Institutionen durchdrungen sind, wird die Erkenntnis immer qualvoller. Ihnen drängen sich immer mehr bohrende Fragen auf; Fragen, die – gäbe es in diesem Land eine breite kritische Öffentlichkeit, eine funktionierende Opposition und eine unabhängige Justiz  – eigentlich als allererstes und mit immer dröhnenderer Eindringlichkeit an die Regierenden gerichtet werden müssten.

Skandalöser Akt

Eine ganz wesentliche, wenn nicht die entscheidende Frage ist hierbei die nach den inmitten einer Pandemie verschwundenen, „abgebauten“ Intensivbetten. Dass statt einer absolut gebotenen Aufstockung die Kapazitäten sogar noch abgebaut wurden – und zwar in einer Größenordnung, die die aller gegenwärtigen sogenannten „Covid-Hospitalisierten“ übersteigt – ist ein strafrechtlich relevantes Versäumnis, wenn nicht gar skandalöser Akt von Wahlweise Staatsversagen oder politischem Dilettantismus, das die Verantwortungsträger für jede Führung, für jedes künftige Krisenmanagement ultimativ disqualifiziert. Dieser Abbau, nicht eine zu geringe Impfquote, ist der Hauptgrund für die drastisch beschworenen Engpässe, die zum Anlass der nun wieder greifenden Freiheitsbeschränkungen gemacht werden. Und von diesem Versagen soll abgelenkt werden durch beispiellose Pogromstimmung gegen Ungeimpfte.

Wie allerdings sieht die – amtliche – Datenlage zur Intensivbelegung aus und wie hat sie sich in diesem Jahr entwickelt? Der bekannte Facebook-Blogger Lewin Berner ist bekannt für seine dankenswerten, unermüdlichen und ausdauernden Recherchen zum Corona-Geschehen, bei denen er sich ausschließlich auf offizielle, frei verfügbare Quellen beruft. In seinen Posts lässt er ausnahmslos hard facts gelten; hier finden sich weder „Geschwurbel“ noch „Verschwörungstheorien“, sondern erstaunliche und oft unbequeme Wahrheiten, die er mit einer Akribie und Objektivität zusammenträgt, die jener der staatlich finanzierten Desinformations-„Faktenchecker“ diametral gegenübersteht. Eigentlich hat das, was Berner seit vielen Monaten in unregelmäßigen Abständen unaufgeregt-sachlich auf Social Media Verfügung stellt, die allerhöchste Brisanz und wäre dazu angetan, die gesamten Corona-Narrative der Politik schlagartig zu erschüttern; doch es sind zwei Faktoren, die ein Überspringen auch dieses „Lichtbogens der Erkenntnis“ wirksam verhindern.

Erstens: Um das Ausmaß der Irreführung und Widersprüchlichkeit zu durchdringen, ist leider eine Tiefe und Komplexität vonnöten, die einer von angstverunsicherten Bevölkerung im informationellen Overload nicht mehr erwartet werden kann. Und zweitens: Das nach fast zwei Jahren erfolgreich installierte Maß an Voreingenommenheit gegen dissenting votes, abweichende Mindermeinungen, die fast reflexartig als spinnert, extremistisch oder paranoid präjudiziert werden, sorgt dafür, dass sich viele Mitmenschen erst gar nicht mehr erreichen lassen und „dichtmachen“. Sie vertrauen nur der engen Nomenklatur von „demokratischen“ Politikern, als solche deklarierten „Mehrheitswissenschaftlern“ und „seriösen“ Medien, und empfinden Zweifel oder Fundamentalkritik an selbigen als aufdringliche Missionierung, als „Bekehrungsversuche“.

Problem der Blasenimmersion

Die einzigen, die deshalb noch willens und bereit sind, sich mit Fakten (und zwar „alternativen“, sondern paradoxerweise ja hochoffiziellen, wenn auch verheimlichten oder verwässerten!) kritisch auseinanderzusetzen, sind jene, die sowieso nicht mehr überzeugt werden müssen, sondern darin allenfalls ihr Misstrauen bestätigt sehen. Leider kommt jeder Versuch der Aufklärungsarbeit insofern einer Sisyphusarbeit gleich, einem Kampf gegen Windmühlen – eine Erfahrung, die – wie viele andere – auch der Statistiker Michael Barz mit seinem Video „Die Pandemie in den Rohdaten“ diesen Sommer machen musste. Letztlich ist die „Blasenimmersion“ inzwischen ein Problem aller Lager, sowohl im Mainstream, in den „sozialen“ Netzwerken wie auch bei den freien Medien; Transigenz gilt allenfalls für ein Bruchteil der Anhänger bzw. Leser.

In seinem aktuellen Post ist Berner nun der Frage nach den Ursachen des ITS-Bettenabbaus nachgegangen – und bewertet die gegenwärtige Situation unter Berücksichtigung der Inzidenzwerte, der Beatmungen, der Sterbefälle, aber auch der Auswirkungen politischer Entscheidungen (vor allem Jens Spahns Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung). Die wichtigsten Erkenntnisse hat er akribisch in einer Tabelle zusammengefasst, die den Stand von Datum gestern, 30. November 2021, mit dem von vor einem Jahr, am 30. November 2020, vergleicht. Diese Gegenüberstellung ist bereits bei bloßer kursorischer Betrachtung mehr aus bemerkenswert:

(Quelle: Lewin Berner nach RKI-Daten)

Zur Zusammenfassung seines Datenvergleichs schreibt Lewin Berner auf Facebook:

  •  Die Inzidenzwerte sind in der Tat deutlich gestiegen (+228%, d.h. sie haben sich also mehr als verdreifacht), aber sie allein sind, wie wir alle wissen, dimensions- und aussagelos. Es werden überdies Äpfel mit Birnen verglichen. Vor einem Jahr war die Alpha Variante dominant (weniger ansteckend, wohl etwas gefährlicher), heute die Delta Variante. Es gibt u.a. unterschiedliche Testzahlen und Testregimes.
  •  Was medial komplett unter den Tisch gekehrt wird, ist, dass die absolute Anzahl von Corona-Patienten auf Intensiv trotz einer deutlich höheren Zahl an aktiven Fällen (544.000 Personen mehr) entgegen der journalistischen Schreckensbilder nur leicht über dem Vorjahr liegt (+710 Patienten in ganz Deutschland). Gleichzeitig liegt die Anzahl derer mit positivem Test, die beatmet werden (+64 Patienten) in etwa auf Vorjahrestand; mit anderen Worten: Bei viel mehr Infizierten befinden sich prozentual deutlich weniger Patienten auf Intensiv (0,6% aktuell vs. 1,3% als vor einem Jahr, das sind 58% weniger) bzw. müssen beatmet werden (0,28% aktuell vs. 0,78% vor einem Jahr, also 64% weniger). Auch die Anzahl der an und mit Corona Verstorbenen im November ist lt. RKI zurückgegangen (2020: 5796; 2021 5.615).
    Und das, obgleich im Mittel im November 2021 rund 530.000 aktive Fälle vom RKI gezählt wurden, während es im Vorjahr „nur“ knapp 300.000 waren. D.h auch die Fallsterblichkeit (CFR) scheint deutlich gesunken zu sein. Das sind doch sehr gute Nachrichten, die aber leider nirgendwo zu lesen sind.
  • Mit Corona-Patienten sind aktuell rund 21% der Intensivbetten belegt (Vorjahr 14%). Das klingt widersprüchlich – kaum mehr Patienten, aber höhere Belegungsquote?- , hat aber damit zu tun, dass über 5.000 Intensivbetten im Vergleich zum Vorjahr „abgebaut“ wurden (besser: Im DIVI Register nicht mehr als betreibbar ausgewiesen werden).
    Was aktuell ebenfalls zugelegt hat, ist die Belegung durch Nicht-Corona-Patienten, weil scheinbar anders als vor einem Jahr, die Krankenhäuser den Regelbetrieb nicht mehr so herunterfahren wollen oder aus finanziellen Gründen können. Auch hierüber kein Sterbenswörtchen in den Medien
Mediales Schreckensbild kann nicht stimmen
  • In jedem Krankenhaus mit Intensivstation liegen in Deutschland im Schnitt lediglich 1,9 Beatmungspatienten mit positivem Corona-PCR Test (nicht 19, nicht 190). Ja, die mögen betreuungsintensiver sein. Aber man erkennt an dieser Verhältniszahl sofort, dass das medial gezeichnete Schreckensbild flächendeckend nicht stimmen kann. Es wird, wie immer, einzelne Krankenhäuser geben die vollgelaufen sind, in anderen wird gar nichts los sein.
  • Die maximale Zahl (Peak-Wert) der beatmeten Patienten mit positivem Corona-Test lag bei 3.211 (04.01.2021). Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass das medizinische System zu keiner Zeit überfordert war und auch mit diesem Peak gut zurecht kam. Aktuell liegt die Zahl der beatmeten „Covid-Patienten“ bei 2.383, das ist 25% weniger als im Peak. Das Problem ist also auch hier nicht die Anzahl der Patienten, sondern die mysteriös abgemeldeten Intensivbetten.
  • Mit einer ministeriellen Anordnung hatte Jens Spahn 2020 die von ihm selbst vorangetriebene Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung ausgesetzt. Diese hat den Personalschlüssel anfang 2020 ggb. dem Vorjahr deutlich verschärft, der u.a. zum Betrieb eines Intensivbettes notwendig ist. Wenn dieser Schlüssel nicht erreicht wird, darf das Bett aber nicht mehr ans DIVI gemeldet werden. Durch das Inkraftreten der Verschärfung sind im August 2020 über 4.000 Betten von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Anzahl der Betten sind also durch administratives Einwirken nach oben oder unten beeinflussbar Hätten wir diese 4.000 Betten nach wie vor, wäre die Auslastungsquote relativ entspannt. Es erscheint mir außerordentlich widersinnig, dass ein Land „in höchster Not“ sich nicht des Themas Bettenschwund annimmt.

Als Fazit der vorstehenden Einordnungen kommt Berner zu einem recht deutlichen Urteil:

„Es ist m.E. verantwortungslos von Medien und Politik, nun tagtäglich erneut auf den Inzidenz-Rekorden herumzureiten. Die Belegung der relevanten high care Betten (=Beatmungsbetten) liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Kritisch, und das ist der viel wesentlichere Aspekt, ist die Bettenanzahl (die Kapazität), die sich stark vermindert hat.
Dies scheint aber weniger dem Umstand geschuldet, dass ein Massenexodus an Klinikpersonal stattgefunden hat, sondern eher einer Verordnung , die aus politischen Gründen eingeführt, dann ausgesetzt und hernach wieder in Kraft getreten ist (Siehe Ziffer 17 für details). Es wäre sehr naheliegend, dass man diesen Punkt medial und politisch hinterfragt. Wo sind die Betten hin und was kann man tun, um die Kapazitäten zu erhöhen? Anstelle dessen fokussieren sich unsere Politiker ausschließlich auf Maßnahmen und Verschärfungen wie 3G, 2G, 2G+, Impfpflicht und geben sich totalitären Lockdownphantasien hin – aber das Naheliegenste wird nicht getan, für betreibare Intensiv-Betten sorgen. Das lässt einen wirklich ratlos zurück.“

Wer Details, Quellen und weiterführende Erörterungen zum Thema lesen möchte, sei auf den zitierten Originalpost (und weitere interessante Beiträge) auf Lewin Berners Facebook-Seite verwiesen.

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Das Licht in uns

1. Dezember 2021 - 11:55

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.” (Joh 8, 12)

Du, Mensch. Lass uns wieder Mensch sein. Sieh in die Augen Deines Nächsten. Sieh das Licht Gottes. Sieh, dass wir gleich geschaffen wurden. Dass wir alle Kinder Gottes sind und unser Herz leidet, wenn wir unterschieden werden.

Du, Mensch brauchst die willfährigen Kirchenoberen nicht. Denn: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen.

Du als Mensch hast eine Seele und bist einzigartig. Gott hat Dich wunderbar gemacht. Du bist nicht hier auf Erden, um Deine Mitmenschen wegzuschicken, wenn sie an Deine Türe klopfen, Essen bei Dir kaufen oder in Deinem Café unter Menschen sein möchten. Sondern: Wir alle sind hier, um Mitgefühl zu lernen, uns in den Armen zu liegen und unsere Wärme zu spüren.

Herzenswärme und Offenheit

Wir alle sind Kinder Gottes: Alt und Jung, groß und klein, schön und häßlich, Mann und Frau, geimpft und ungeimpft.

Wir sind strahlende Lichter in der Dunkelheit und so werden uns finden. Im Stall, zu Hause, bei Freunden und bei anderen gütigen Menschen, die uns – so wie wir sind – ohne Code annehmen.

Die Welt mag noch sehr dunkel scheinen. Doch es genügt nur ein Licht, um die Dunkelheit zu vertreiben.

Wir sind Kinder Gottes. Und als solche haben wir die Macht, eine Welt mit Herzenswärme und Offenheit, mit Respekt und Mitgefühl zu schaffen, die weder Codes noch Pässe braucht.

„Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben.” (Joh 1, 9 – 12)

 

Dieser Text erscheint auch auf conservo

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Beschränkte Meinungsfreiheit? Aber doch nicht bei uns!

1. Dezember 2021 - 9:55
Dunja Hayali, Meisterin der Gratis-Zivilcourage (Foto:Imago)

Wir haben es richtig gut in Deutschland, denn hier kommt man als kritischer Journalist nicht ins Gefängnis. Dafür müssen wir wirklich dankbar sein. In China geht es nicht so tolerant zu wie bei uns – dort ist es etwa verboten, sich negativ über den Lockdown zu äußern. Wahrscheinlich sieht die chinesische Regierung auch negative Berichterstattung über ihre Impfkampagne nicht gern. Wie schön, dass es bei uns so viel liberaler zugeht. Deshalb müssen wir uns auch für die Pressefreiheit in fernen Ländern engagieren, um diesen als leuchtendes Beispiel zu dienen. Das macht Dunja Hayali hier ganz vorbildlich:

(Screenshot:Twitter)

Es ist natürlich löblich, sich für die Belange einer Kollegin in Bedrängnis einzusetzen – vier Jahre Haft für kritische Videos sind eine staatliche Bankrotterklärung an die Freiheit. Aber die Botschaft dahinter lautet auch: „Seht her, bei uns können Journalisten frei arbeiten, hier geschieht niemandem etwas!” Es wäre auch ein Wunder: Denn in Deutschland hat sich ein Großteil der Journalisten längst freiwillig auf „regierungsnahe“ Berichterstattung eingestellt. Xi Jinping würde – befasste er sich mit der deutschen Presse – vor Neid erblassen, welche Lobeshymnen hierzulande ohne jeden staatlichen Zwang für Angela Merkel verfasst werden.

Ob das auch damit zusammenhängt, dass sie sich doch noch nicht so ganz aus der Politik zurückzieht, sondern künftig mit Hilfe eines großzügig bemessenen Mitarbeiterstabs noch ein bisschen aus dem Hintergrund mitmischt? Einzig Jens Spahn ist derzeit – einmal wieder – unter Beschuss, weil er uns nicht schon früher wieder eingesperrt hat. Ach, die ordnende Hand der Kanzlerin – was hätte sie hier ausrichten können!

Die Journalisten des staatlichen Medienbetriebs profitieren natürlich davon, wenn sie die Freiheitssimulation unterstützen. Dies wird mit Präsenz und üppigen Gehältern belohnt. Doch: Wenn allzusehr betont wird, wie frei wir sind, ist es an der Zeit misstrauisch zu werden. Denn Zensur und Einschränkungen beginnen nicht erst, wenn kritische Journalisten ins Gefängnis wandern.

Anspruch aufs Wahrheitsmonopol

Das gilt auch für den Bürger außerhalb des Medienbetriebs: Es müssen nicht erst Panzer anrollen wie einst auf dem „Platz des himmlischen Friedens“, um ihre Versammlungsfreiheit einzuschränken. Es reicht schon aus, wenn die Regeln für die Genehmigung einer Demonstration undurchschaubar und willkürlich wirken. Wir erleben es seit Monaten: Die angebliche Infektionsgefahr steht und fällt mit dem Thema der Versammlung. Corona fällt nur „rechte“ Demonstranten an.

Unsere Medien beanspruchen längst das Wahrheitsmonopol für sich. Aber selbst wenn sie es tatsächlich besäßen: Das tangiert das Recht auf Meinungsfreiheit nicht. Eine Meinung ist eine Meinung und kein Forschungsbericht, es steht niemandem zu, mich davon abzuschotten. So lange kein Gesetz es verbietet, darf ich schreiben, dass Schweine fliegen können. Das kann man dumm finden und widerlegen, aber wer will entscheiden, ob ich deshalb nicht befugt bin, es zu behaupten? Ich wüsste nicht, dass unsere Klima-Kids ihre Aussagen bis ins letzte wissenschaftlich belegen können, dennoch bekommen sie ihre Bühne.

In Deutschland tarnt sich Zensur als Fürsorge und Wahrheitspflege. Da wird gewarnt und diffamiert, ausgeladen und ausgeschlossen – Wissenschaftler und Ärzte etwa, die abweichende Ansichten vertreten, bleiben bei Diskussionen außen vor, als seien sie Mitglieder einer gefährlichen Sekte. Vor allem der politische Nachwuchs kennt zudem kein Pardon mit Abweichlern. Sie müssen zum Schweigen gebracht werden, da ist man nicht pingelig. Diskussionsfaulheit wird zu korrekter Haltung umdefiniert.

Haltung als rosarote Brille

Selbstverständlich ist es immer leichter, vor anderen Türen zu kehren. Wer in einer deutschen Hochhaussiedlung lebt, dem geht es besser als dem Bewohner einer Favela. Auch haben wir mehr Freiheiten als die Menschen in Nordkorea. Aber was nutzt das demjenigen, der in der Situation steckt? Das triste Umfeld wird davon nicht schöner, und der Journalist, der wegen eines kritischen Artikels seinen Job verloren hat, wird garantiert nicht denken „zum Glück komme ich nicht ins Arbeitslager“, sondern erst einmal wütend sein, weil er für das sorgfältige Ausüben seines Jobs plötzlich bestraft wird.

Im Gegenteil: Diese Haltung wird zur rosaroten Brille, durch welche die Missstände im eigenen Land verharmlost werden. Wenn nicht gerade ein Putsch oder eine Revolution eine Gesellschaft radikal und plötzlich verändern, dann dauert es immer eine Weile, bevor sich totalitäre Strukturen etablieren – gerade darin liegt die große Gefahr. „Das stecken wir auch noch weg“, denken die Bürger, „man darf den Teufel nicht an die Wand malen!“ Bis es in absehbarer Zeit keine Möglichkeit zur Rückkehr mehr gibt. Was langsam voranschreitet, löst nicht so schnell den inneren Alarm aus. Hinzu kommt, dass viele Deutsche – durch die Corona-Angstmacherei eingeschüchtert – sogar empfänglich für autoritäre Entscheidungen geworden sind, weil sie sich davon schnelle Lösungen erhoffen.

Sind deutsche Journalisten tatsächlich schon so betriebsblind geworden? Oder beruhigt es das Gewissen, dass es „anderswo noch schlimmer ist“? Nur so lässt sich erklären, dass der Solidaritätserklärung nicht eine Warnung folgt, auch hierzulande auf Alarmsignale zu achten. Es ist wohl auch in Deutschland sicherer geworden, sich zu manchem nicht deutlich zu äußern.

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Erste Rufe nach Isolation Ungeimpfter: Selbst Terroristen werden in Deutschland besser behandelt

30. November 2021 - 21:08
Deutschland – demnächst ein Knast für Ungeimpfte? (Symbolbild:Shutterstock)

Guantanamo-Phantasien eines durchgeknallten Emporkömmlings: Auch Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident Daniel Günther wirft beim tagtäglichen „Wer bietet mehr?“, jenem populären Spiel der politischen Selbstradikalisierung, seinen Hut in den Ring – und bringt nun anstelle eines Lockdowns eine Komplettisolation von Ungeimpften ins Spiel. Konkret bedeutet die von ihm geforderte „Kontaktreduzierung auf Null” nichts anderes als ein Hausarrest à la „Wuhan-Style“ bzw. nach nordkoreanischem Vorbild, der dann theoretisch auch mit Polizei- oder Militärgewalt durchzusetzen wäre.

Der so in Kauf genommene Totalausschluss eines Fünftels der Bevölkerung vom öffentlichen Leben scheint für Günther also eine vertretbare Maßnahme zur Eindämmung eines Virus zu sein, das nur maximal 0,3 Prozent der von ihm Infizierten überhaupt ernsthaft gefährlich wird. Jegliche Verhältnismäßigkeit und Zweckrationalität von politischen Forderungen und Handlungen sind endgültig verlorengegangen – von der erschütternden Leichtfertigkeit bei der der Zertrümmerung elementarer Grund- und Lebensrechte einmal ganz abgesehen, die sich in diesem Land wieder einmal im Zeichen eines behaupteten höheren Staats- oder Volksschutzinteresse ungehindert austoben darf.

Weiterermöglichung einer Lebenslüge

Dass Günther die maximale Minderheitsdiskriminierung durch Wegschließen einem Lockdown für alle vorzieht, ist – immer der Logik folgend, die Ungeimpften seien verantwortlich für die Infektionsdynamik – reiner Opportunismus. Denn sein provinziell geprägtes Bundesland hat bislang die geringste Inzidenz deutschlandweit und gilt insofern derzeit als „Musterschüler”, wie „n-tv“ schreibt. Natürlich ist besagte, hier zugrunde gelegte Logik schlichtweg falsch – wie sich gerade am Beispiel des Landkreises Schleswig-Flensburg gezeigt hat (übrigens in Günthers Bundesland gelegen!), der sich vergangene Woche den unerhörten Frevel geleistet hatte, die Infektionen zur Abwechslung mal nach Geimpften und Ungeimpften aufzuschlüsseln – mit ganz erstaunlichen, politisch höchst kompromittierenden Ergebnissen, weshalb die Daten auch sofort wieder zensiert wurden. Sie wären andernfalls geeignet gewesen wären, jedweden Effekt der Impfung zu widerlegen und im Gegenteil die Geimpften einmal mehr als die eigentlichen Treiber dieser sogenannten Pandemie zu identifizieren.

Deshalb ist es natürlich ungleich bequemer, weiter auf die Paria-Gruppe der Ungeimpften einzudreschen – und damit der geimpften Mehrheit weiterhin die Lebenslüge zu ermöglichen, ihr (nun zwar nicht mehr „vollständiger“, dafür aber angeblich „weitgehender“) Schutz erlaube ihnen ein sorgloses 2G-Superspreading, weil es bei ihnen ja angeblich keine schweren Verläufe gäbe (ein Blick auf Israels Kliniken beweist übrigens das Gegenteil). Nochmals: Wer immer als doppelt Geimpfter heute den politischen Rattenfängern zujubelt und ungeheuerliche Maßnahmen, wie sie Günther hier fordert, gutheißt: Der solle sich darüber im Klaren sein, dass morgen er selbst, erstrecht im Falle einer Impfpflicht mit einhergehender Wegeliminierung der bisherigen Sündenbockgruppe,  derselben Apartheid zum Opfer fallen wird. Denn wenn er dann als „noch nicht Geboosterter“ die Rolle der bisherigen Ungeimpften einnimmt, werden ebendiese Maßnahmen auf ihn selbst zurückschlagen. Auch wenn 100 Prozent geimpft sind, wird das Virus nicht verschwinden, sondern munter weiter zirkulieren – jedenfalls bis Frühjahr, wenn die jährliche Erkältungssaison endet und die Zahlen dann wieder sinken. Auch das wird der Coronastaat wieder seinen Freiheitsbeschränkungen – von Lockdown bis Zwangsimpfung –  als Erfolg anrechnen. Bis zum nächsten Winter. Und so weiter, und so fort.

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