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Kolumnen, Kommentare, Kritiken
Aktualisiert: vor 1 Stunde 51 Minuten

Corona: Ein monströser Fehlalarm um praktisch nichts

27. November 2022 - 20:00
Covid-19: Eine durch nichts begründete Hysterie (Collage:Shutterstock)

Wir brauchen jetzt endlich einen harten Lockdown wie in China!” Es ist noch gar nicht so lange her, da haben sich Menschen, die hierzulande solche Statements rausgehauen haben, als die Speerspitze von Moral und Vernunft gesehen und Kritiker der Maßnahmen böse beschimpft. Mittlerweile ist es ziemlich ruhig um sie geworden. Komisch.
Die Impfungen und die schwächere Omikron-Variante hätten die Lage verändert. Ein dankbares Framing, mit dem man sie eigentlich nicht durchkommen lassen darf.

Zur Erinnerung, weil öffentlich gerne noch immer so getan wird, als habe hier vor Omikron die Pest gewütet: Gemäß John Ioannidis‘ letzter Auswertung lag die infection fatality rate (IFR) im Alter von 0-69 Jahren bei 0,095 Prozent im Zeitraum vor den Impfungen.
Bei den 0- bis 19-Jährigen waren es 0,0003 Prozent (!). Zwischen 40 und 49 Jahren lag die IFR bei 0,035 Prozent.

Durch nichts gerechtfertigt

Wie hoch ist die IFR nun bei herkömmlicher Influenza/Grippe? Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC lag sie für die Jahre 2014-2019 im Bereich von 0,1 bis 0,17 Prozent – also bei einem Vielfachen von Covid. Ein Schocker. Denn die Panik, die hier geherrscht hat, war somit zu KEINEM Zeitpunkt angebracht. Die totalitären und unnützen Maßnahmen – siehe China – waren völlig unverhältnismäßig und unangebracht. Menschen aus der Gesellschaft auszuschließen, sie alleine sterben zu lassen, ihre Grundrechte auszusetzen – all das war durch nichts gerechtfertigt. Eine durch Corona verursachte oder drohende Überlastung des Gesundheitswesens hat es nie gegeben und sie lässt sich bis heute auch nicht mit Zahlen belegen. Eine Übersterblichkeit für das Jahr 2020 existiert nicht.

Ich verstehe auch bis heute nicht, wie man angesichts solcher Daten zu dem Entschluss kommen konnte, dass eine experimentelle Impfung ein positives Kosten/Nutzen-Verhältnis bieten würde, selbst wenn diese Impfungen harmlos und wirksam wären (was sie beides nicht sind!) – weil gerade für junge Menschen praktisch kein Corona-Risiko besteht und es dementsprechend auch keinen wirklichen „Nutzen” geben kann.

Never forget!

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Palästina mich nicht voll!

27. November 2022 - 18:00
Arabischer Israel-Hass und antisemitische Vorurteile prägen auch in Deutschland immer mehr die öffentliche Wahrnehmung des Judentums (Symbolbild:Shutterstock)

In diesem Jahr wird es in meinem Fenster um die Weihnachtszeit auch elektrisch leuchten – allerdings „auf jüdisch”: Für Chanukka habe ich mir eine LED-beleuchtete Deko gekauft, die ich Mitte Dezember in Stellung bringen werde. Bei uns auf dem Hof geht das problemlos, von den Nachbarn sind keine bösen Reaktionen zu erwarten; in einem linken Kiez oder Duisburg-Marxloh sähe das anders aus. Da wäre klar: Das ist kein religiöses, sondern ein politisches Statement – hier ist die jüdische Weltverschwörung am Werke! Übrigens empfinde ich es als positives Zeichen, dass man solche Deko-Artikel in Deutschland mittlerweile problemlos erwerben kann – das spricht nicht nur für einen vorhandenen Bedarf, sondern auch für eine Normalisierung des Zusammenlebens: Man muss sich nicht verstecken. Zumindest in einer „normalen“ Nachbarschaft nicht.

Deshalb ist es auch so wichtig, in der Debatte um Antisemitismus Ross und Reiter zu nennen. Wenn Juden wie diese Dame hier (siehe Twitter-Screenshot unten) Angst haben, ihren Davidstern offen zu tragen, kann ich das gut nachvollziehen, auch wenn mir bis auf die Verwicklung in nervenaufreibende Diskussionen bisher noch nichts Gravierendes passiert ist. Eigentlich sollte man als Jude gleichzeitig ein T-Shirt mit der Aufschrift „Palästina mich nicht voll!” tragen, denn der Stern wirkt auf manche Menschen wie ein Signal, ihre moralische Empörung über den Staat Israel auf den Träger auszukübeln, als hätten sie ihr Leben lang auf eine solche Gelegenheit gewartet. Ein sachliches Gespräch entwickelt sich daraus in der Regel nicht, denn hier treffen Welten aufeinander. Und ja: Spätestens nach der dritten Begegnung dieser Art legt man sich dann auch einen entsprechenden Abwehrpanzer zu -und denkt über einen Krav-Maga-Kurs nach. Bei Adam Sandlers „Zohan”.

(Screenshot:Twitter)

Gibt es Juden, die sich diesbezüglich gern in einer Opferrolle sehen? Schließlich machte der Fall Gil Ofarim vor einiger Zeit Schlagzeilen: Der weniger berühmte Sohn eines berühmten Vaters hatte einen Hotelangestellten fälschlich beschuldigt, ihn wegen seines Davidsterns nicht einchecken lassen zu wollen. Und das auch noch im Osten der Republik – da freute sich mancher Journalist schon heimlich ein Loch in den Bauch, das übliche „In Sachsen leben nur Nazis“-Fass aufmachen zu können. Ofarims Verhalten war schäbig – einerseits, weil ein Mann deshalb seinen Job verlor, aber auch, weil er all jenen, die Berichte über Antisemitismus für aufgebauscht halten, eine Steilvorlage bot. Das durfte auch die junge Frau oben in den Kommentaren unter ihrem Tweet erfahren, obwohl hat sie niemanden konkret beschuldigt hat. Leider gibt es bei jedem kontroversen Thema immer wieder Trittbrettfahrer, unabhängig von religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit. Löst man Ofarims Verhalten aus dem jüdischen Kontext heraus, so steckt einfach nur Geltungssucht dahinter. Ein Nichtjude hätte sich eben ein anderes Reizthema gesucht.

Ob Schleudertrauma, sexuelle Belästigung oder Rassismus: Jedesmal, wenn dabei Lügner entlarvt werden, haben die danach wirklich Betroffenen einen schweren Stand. Es wird zum Augenroller-Thema – „Och nö, nicht schon wieder eine Debatte über Antisemitismus!” oder „Schmerzensgeld? Ich habe ihr Auto doch kaum berührt!”. Gerade beim Antisemitismus wird die Definition darüber, was denn nun welcher sei, seit Jahren immer schwammiger. Man muss sich als Jude durchaus bewusst sein, dass so mancher, der sich als Kämpfer gegen Judenhass geriert, das nicht zu unserem Schutz tut, sondern um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Da wird ein falsches Wort aus dem Munde eines Nicht-Linken gerne einmal zum Skandal aufgeblasen und man gräbt nach Beweisen, ob der Redner nicht schon immer ein schlimmer Finger gewesen ist. Luisa Neubauer hat das mit Hans-Georg Maaßen praktiziert, jemandem, der sicherlich niemals jüdisches Leben in Deutschland gefährdet hat. Aber Maaßen war unbequem geworden, spätestens seit seinen Zweifeln an den Ereignissen von Chemnitz. Da wird so ein Bröckchen von den Medien gern aufgeschnappt. Auch eine Luisa Neubauer hat damit den Juden in Deutschland keinen Gefallen getan – denn der Vorwurf, Antisemitismus zu instrumentalisieren, wird letztlich wieder an uns kleben bleiben. Und: Falls er einmal berechtigt vorgebracht wird, nimmt ihn niemand mehr ernst.

Eine Frage der Selbstachtung

Verschweigen des importierten Antisemitismus auf der einen Seite, aber auch das ungefragte sich-Aufschwingen zum Anwalt des Judentums, um tatsächlich nur den politischen Gegner zu schwächen: Beides muss klar benannt werden, sonst ändert sich nichts. Das ist auch eine Frage der Selbstachtung. Mir ist es bis heute ein Rätsel, warum sich jemand wie Charlotte Knobloch von der Politik nach Belieben an- und abschalten lässt. Wenn man mich nicht über die deutsche Iran-Politik sprechen ließe, sondern nur zum Kritisieren der AfD ans Rednerpult holt, dann sollte ich mir überlegen, ob da nicht etwas faul ist. Vor allem, wenn erkennbar Sinn und Zweck der Übung ist, letztlich noch mehr Antisemitismus nach arabischer Art in das Land zu importieren, in dem ich lebe. Darüber täuscht auch die in Deutschland von den „Guten“ zelebrierte Erinnerungskultur nicht hinweg. Die mag für uns schmeichelhaft sein, nutzt uns aber rein gar nichts, wenn ein paar Straßen vom Berliner Mahnmal entfernt Hamas-Anhänger unter dem Schutz des Senats unseren Tod fordern. Liebe Mitjuden – da werden wir ordentlich hinters Licht geführt!

Ja, es gibt auch Antisemitismus unter Deutschen, wie auch die Kommentare unter dem obigen Tweet bewiesen. Und da sind tatsächlich Kraut und Rüben verloren. Diese Leute nerven uns genauso, wie umgekehrt viele Nichtjuden von den Friedmans und Knoblochs genervt sind. Es ist in diesem Falle ratsam, sich gegenseitig weitläufig zu umgehen um den Blutdruck zu schonen. Stattdessen sollten wir tatsächliche, alltägliche Gefahren ansprechen. Auch diese werden im Kontext der Dauerempörung über Rassismus, Sexismus und andere -ismen nicht mehr ernst genommen. Wenn zu viele Menschen „Löwe! Löwe!” rufen, wo keiner ist, nutzt sich im Alarmmissbrauch die begründete Wachsamkeit ab. Am Ende bleiben die tatsächlich Bedrohten auf der Strecke.

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Impffolgen und Exzessmortalität: Bewusste Verschleierung

27. November 2022 - 16:00
Stetige Zunahme „unerklärbarer“ Todesfälle… (Symbolbild:Imago)

Dem Thema „Unerwünschte Folgen der Corona-Impfung“ und der Frage „Werden alle Fälle erfasst?“ stellen sich inzwischen auch Lokalzeitungen wie etwa die „Badischen Zeitung” (BZ) vom 25. November – und das sogar auf einer ganzen Seite. Inzwischen merken anscheinend auch die schlafmützigen „Qualitätsmedien“, dass da irgendwas im Busch ist. Doch sie täuschen ihre Leser auch weiterhin; zum Beispiel im konkreten Fall mit der Aussage: „In der Regel bewirken Corona-Impfungen das, was sie bewirken sollen.“ Nein, das bewirken sie nicht. Und es ist nicht so, wie es aussieht.

Die Impfungen schützen eben nicht davor, sich und andere anzustecken. Die unzähligen Krankheitsausfälle in allen Branchen gehen inzwischen fast alle auf das Konto von Geimpften. Weit weniger Erkrankungen werden von und bei jenen registriert, die noch keinen Stich haben. Um diese Tatsachen zu verschleiern, veröffentlicht das RKI seit Mitte Oktober nur noch die Test-Positiven, nicht mehr die am Virus tatsächlich Erkrankten. Zuvor konnte man in einem Balkendiagramm (immer unten in Gelb zu erkennen) die Personenzahl mit (fast immer sehr leichten bis milden) „Symptomen” ablesen: Zuletzt waren das rund 12.000 von 84 Millionen Einwohnern, 0,014 Prozent der Test-Positiven – eine „fürchterliche Pandemie”?

Darstellungstricksereien

Hingegen sind die Folgen der Impfungen mittlerweile so vielfältig, dass sie in die Kategorien „Impfreaktionen, -komplikationen und schwerwiegende” unterteilt werden. Doch die Medien verharmlosen die Verharmloser des RKI und Paul-Erlich-Instituts PEI in gewohnter Weise. So heißt es dann etwa: „Auf 1.000 Impfungen kommen nur 0,3 Meldungen von Impfschäden, so das PEI-Institut”. Also alles gut? Nein, nicht alles gut. Denn es handelt sich um einen Darstellungstrick. Wie kann man nur auf die Idee kommen, die Impffolgen ins Verhältnis zu den verabreichten Spritzen zu setzen statt zu den geimpften Personen?? Das ist so, als würde man bei Medikamentenschäden die Anzahl der geschluckten Pillen als Maßstab nehmen, nicht die der Patienten.

Die offiziellen Impfschäden betragen zunächst einmal also in Wahrheit 0,85 Promille (54.000 von 63,5 Millionen Geimpften), keine 0,3 Promille. Und das sind nur die gemeldeten Schäden – wobei sich Ärzte wegen des Meldeaufwandes und auch aus Angst vor Haftung oder moralischer Verlegenheit (schließlich hatten sie ihre Patienten ja in den meisten Fällen selbst geimpft!) schwertun mit der Bürokratie und der Dokumentation von Schadfolgen, die es ja ihrer eigenen Überzeugung nach gar nicht geben sollte. Am meisten treten Herzmuskelentzündungen auf, aber auch viele Blutgerinnsel und Thrombosen. Insgesamt sind zehn unerwünschte Kategorien von Schäden registriert. Und weiter wissen die Vertuscher zu berichten, „wie die meisten Fälle der Herzmuskelerkrankungen wieder verschwinden.“ Wenigstens das stimmt: Mit dem Tod der Geschädigten verschwanden auch ihre deren Erkrankungen. Wer die Thrombosen nicht überlebt, zählt auch nicht mehr als impfkrank.

Starker Anstieg der Übersterblichkeit

Und das sind nicht wenige: Die Übersterblichkeit dieses Jahres stieg ab September nochmals stark an, und zwar seit Woche 37 laut dem Statistischen Bundesamt um fast 10.000 mehr Sterbefälle im Oktober. Und will offiziell wissen, warum? Doch – Corona-Minister Lauterbach weiß es: Es sind, welche Überraschung, natürlich „Corona-Tote” – laut dem Minister „jede Woche 1.000“. Seit dem Erstausbruch im Januar 2020 zählte das RKI immerhin 157.500 Menschen die „mit Corona” starben, täglich 152. Aber nicht „an Corona” (das waren weniger als die Hälfte, und selbst dieser Anteil dürfte noch grotesk überhöht sein).

Vergleichsgraphiken des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass nur ein sehr kleiner Teil sind mit Covid-19 gestorben ist. Minister Lauterbach ist ja nur „Arzt” und muss nicht unbedingt eine Statistik lesen können. Zählt man eins und eins zusammen, erklärt Corona eben nicht die Übersterblichkeit – die es 2020 noch nicht gab, als noch kein Impfstoff auf dem Markt war. Sondern es liegt auf der Hand, dass die Impfungen weit mehr mit der Übersterblichkeit zu tun haben als das Virus, das mit den Massenimpfungen doch ausgemerzt werden sollte. Was zu untersuchen wäre: Warum sind mehr Frauen von Impfschäden betroffen als Männer? Hingegen sterben letztere öfter. Darunter auch immer wieder kerngesunde und auffällig Sportler.

Gezielte Nichterfassung

Chronische Erschöpfung nach der Impfung“ lautet der Titel des zweiten Artikels der BZ-Sonderseite. In seltenen Fällen (0,02 Prozent) entwickeln Geimpfte das „Post-Vac”-Syndrom mit ähnlichen Symptomen wie bei „Long Covid”, ist da zu lesen. Aber diese 472 registrierten Fälle seien zu vernachlässigen gegenüber 20 bis 30 Prozent der Infizierten mit „Long Covid”. Warum hat man hier keine genaueren Schätzungen, wenn es doch so viele „Long-Covid”-Fälle gibt? Wird da einfach mal eine Zahl in die Welt gesetzt, und fertig? „Die statistische Erfassung und Dokumentierung entsprechen der Rechtslage“, ist als Rechtfertigung dafür zu lesen, warum man nichts Genaues weiß. Wenn dem so wäre, dann ist die Rechtslage schlecht. Denn es wird immer noch nicht differenziert, ob jemand „mit” oder „an” Corona starb. Es wird auch nicht erfasst, wie sich die erschreckend vielen Arbeitsunfähigkeiten auf Ungeimpfte und Geimpfte (und, bei letzteren, mit wie vielen Spritzen) verteilen. Es gibt lediglich statistisch Indizien, dass die Anfälligkeit für Erkrankungen mit jeder Boosterung zunimmt. Wahrscheinlich will man es auch nicht genauer wissen, weil dann Verantwortliche leichter anzuklagen wären. Ich möchte jedenfalls nicht der Haut derer stecken, die jetzt immer noch für Covid-Impfungen werben – egal mit welchem Stoff.

Nun kommen auch noch die vielen Grippeerkrankungen hinzu. Auch zu dieser Ursache gibt es keine Erklärung und Statistik. Weil sie jetzt keine Masken mehr tragen? Oder haben die Leute nach fast drei Jahre erzwungenen Maskentragens und entsprechender Sterilität jetzt kaum Abwehrkräfte mehr? An der wievielten Corona-Spritze erhöhte sich womöglich auch die Anfälligkeit für Grippeerkrankungen? All das will man anscheinend ebenfalls nicht wissen – weil die Erkenntnisse mehr als unangenehm werden könnten.

Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

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Gähn: Die nächste konservative „Alternative”

27. November 2022 - 14:00
Gründungs-Pressekonferenz von „Bündnis Deutschland“ (Foto:ScreenshotYoutube)

Wer nicht weiß, welche Partei er wählen soll, weil er sich von den Altparteien nicht mehr repräsentiert sieht, ihm die AfD jedoch zu rechts und extremistisch ist, dem bietet sich nun eine weitere Möglichkeit: Seit kurzem gibt es das „Bündnis Deutschland„, welches schon im kommenden Mai bei der Bremer Bürgschaftswahl antreten möchte. Das Motto dieser neuen Partei lautet „Freiheit, Wohlstand, Sicherheit„. Darauf angesprochen, wieso es eine neue Partei brauche, antwortete der Bundesvorsitzende Steffen Große, es gäbe in diesem politischen Spektrum „eine Repräsentationslücke”, weil die AfD als Koalitionspartner ausfalle. Aus diesem Grund komme es grundsätzlich immer zu einer Regierung mit grünem Antlitz.

Man wolle sich unter anderem „für eine Senkung der Abgabenlast für Arbeitnehmer“ starkmachen, so Große, der einst Landesvorsitzender der sächsischen Freien Wähler war. Man setzte sich weiter für „sichere, bezahlbare Energie, solide Staatsfinanzen sowie mehr Ärzte im ländlichen Raum“ ein. Unter den Gründungsmitgliedern tummelten sich einstige Mitglieder „von CDU, CSU, SPD, FDP sowie AfD und der einst von früheren AfD-Mitgliedern um Bernd Lucke gegründeten Liberal-Konservativen Reformer (LKR)„. Außerdem sei man gegen das Gendern und lehne eine Frauenquote ab, und man befürworte eine restriktivere Flüchtlingspolitik. Im Gegensatz zur AfD bezweifle man jedoch nicht den menschengemachten Klimawandel und setze sich für Waffenlieferungen in die Ukraine ein. Einen „Dexit“ lehne man strengstens ab.  Auch sonst sind die Mitglieder von „Bündnis Deutschland“ bemüht, sich von der AfD abzugrenzen: „Wir werden garantiert niemanden beschimpfen, verunglimpfen oder verächtlich machen“, sagte Vorstandsmitglied Jonathan Sieber. Der 24-Jährige hatte erst kürzlich die CDU wegen der neulich beschlossenen Frauenquote verlassen. Diese bezeichnet er als „Kriegserklärung an die Grundwerte der Partei”.

Strenge Aufnahmekriterien zur Abgrenzung von „rechts“

Ehemalige konservative, aber gemäßigte AfD-Mitglieder seien beim „Bündnis Deutschland“ herzlich willkommen. Einer von ihnen ist Markus Scheer, der „jahrelang als wichtiger Netzwerker in der nordrhein-westfälischen AfD“ galt. Ausgetreten sei er im Frühjahr wegen deren angeblicher „Radikalisierung”. Freilich dürfe jedoch nicht jeder ehemalige AfDler aufgenommen werden: „Um zu verhindern, dass Spinner oder Extremisten in die Partei strömen, sollen Einzelgespräche mit jedem potenziellen Mitglied geführt werden und eine Mitgliedschaft zunächst nur auf zwei Jahre zur Probe vergeben werden.“ Wer allerdings beim einst sogenannten, als besonders rechts geltenden „Flügel“ der AfD Mitglied war, dürfe „Bündnis Deutschland“ grundsätzlich nicht beitreten.

Nach der erwähnten LKR Bernd Luckes, Frauke Petrys „Blauer Partei“ (die sich längst wieder aufgelöst hat), der Kleinpartei „Die Basis“ (die sich im Rahmen der coronamaßnahmenkritischen Proteste gegründet hatte, in ihrer Ausrichtung jedoch per se nicht sehr konservativ ist) und nicht zuletzt auch den den „Freien Wählern“ haben wir es hier mit einer weiteren konservativen Partei zu tun, die sich von der AfD abzugrenzen versucht, indem sie von sich behauptet, im Gegensatz zu jener weder „radikal“ noch „antisemitisch” oder „ausländerfeindlich” zu sein. Jeder, der sich beim „Bündnis Deutschland“ integriere, sei herzlich willkommen, was die AfD ja nicht so sehe. Kurzum: Man gibt sich liberal-konservativ und gemäßigt. Wie die anderen bisherigen Parteineugründungen hat jedoch auch das neue „Bündnis“ gleich mehrere Haken.

Sinnlose Zersplitterung der Opposition

Indem seine Protagonisten ständig und gebetsmühlenartig betonen, einen „gemäßigten“ Kurs zu vertreten, verwischen auch sie sogleich wieder die angeblichen Alleinstellungsmerkmale und Unterschiede zum etablierten Parteienspektrums bis zur Unkenntlichkeit. Vor allem unterscheidet sie sich viel zu wenig von der CDU/CSU, etwa indem Waffenlieferungen an die Ukraine ebenfalls befürwortet und den menschengemachten Anteil am Klimawandel nicht in Frage stellt (Waffenlieferungen in einen Stellvertreterkrieg zu liefern, ist für mich übrigens ein No-Go, und angesichts der Tatsache, dass es schon immer klimatische Veränderungen gab, ist es alles andere als ausgemacht, dass der Mensch einen entscheidenden Einfluss ausübt). Da die CDU sehr viel mehr Wähler als „Bündnis Deutschland“ hat, können und werden die meisten lieber gleich das Original wählen. Das heißt, diese vielen Kleinparteien haben nicht den leisesten Hauch einer Chance, in irgendein deutsches Parlament einzuziehen, so dass sie letztlich nichts ausrichten können.

Hinzu kommt, dass die AfD durch derartige Neugründungen noch mehr daran gehindert wird, ihr volles, eigentliches Stimmpotenzial ausschöpfen, weil es doch immer den ein oder anderen Wähler geben wird, der diesen Splitterparteien – zu denen „Bündnis Deutschland“ oder LKR zwangsläufig gehören – seine Stimme geben wird. Kommen beispielsweise alle konservativen Kleinparteien zusammen auf 4 Prozent, so kann man davon ausgehen, dass davon mindestens drei Viertel die AfD gewählt hätten, wenn es diese Mini-Parteien nicht gäbe, womit AfD 3 Prozent mehr verbuche könnte, als Oppositionspartei stärker würde und politisch entsprechend mehr ausrichten könnte, als es tatsächlich der Fall ist. Andererseits ist es aber auch kein riesiger Unterschied, da diese „alternativen“ Parteien überhaupt nur sehr wenige Wähler hinter dem Ofen hervorlocken können. Die LKR beispielsweise erhielt bei der Bundestagswahl 2021 derart wenige Stimmen, dass sie gerundet auf sage und schreibe 0,0 Prozent (!) Stimmanteil kam. Hätte sie niemand, also nicht ein einziger Mensch, gewählt, wäre das Resultat dasselbe gewesen.

Schwächung statt Kräftebündelung

Die „Freien Wähler“ stehen diesbezüglich deutlich besser da, obgleich auch sie bislang auf Bundesebene nie die 5-Prozent- Hürde knacken konnten. Immerhin haben sie es in zwei Landtage geschafft, bei der bayerischen Landtagswahl 2018 erhielten sie stolze 11,6 Prozent und bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2021 5,4 Prozent. Mit Sicherheit hätte der ein oder andere ihrer Wähler sein Kreuz bei der AfD gesetzt, wenn die freien Wahlbündnisse nicht über die kommunale Ebene (wo sie Sinn ergeben) hinaus in Bund und Ländern angetreten wären. Meiner Meinung nach wäre es viel besser, wenn einfach alle konservativen, zuwanderungs- und gender-zeitgeistkritischen Menschen vereint die AfD wählen würden, (auch wenn es an dieser Partei durchaus vieles zu kritisieren gibt), denn sie ist immer noch die oppositionelle Kraft mit der größten Chance.

Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt sie 12,6% und 2021 immerhin noch 10 Prozent, was zwar weit von einer Glanzleistung entfernt ist, aber immer noch um Lichtjahre besser als die (potentiellen) Wahlergebnisse der anderen Kleinparteien. Bei Landtagswahlen in Westdeutschland erhält die AfD in der Regel immer zwischen 10 und 15%, in Ostdeutschland sogar meist über 20 Prozent. Pragmatischer wäre es daher, bei allen Kopfschmerzen mit der einen oder anderen Widrigkeit den demokratischen Widerstand hinter einer Kraft zu versammeln, statt die Opposition immer weiter zu atomisieren. So oder so wird man niemals eine Partei finden, deren Programm man eins zu eins unterstützt. Es wird immer den ein oder anderen Punkt geben, mit dem man nicht konform geht. Insofern könnte man doch auch die AfD wählen, anstatt sie zu schwächen, indem man einer chancenlosen Kleinstpartei seine Stimme gibt.

Jetzt soll mal wieder alles besser werden…

Abgesehen davon ist mir unklar, wieso jemand in diesen Zwergparteien überhaupt eine gute Alternative zur AfD sieht. Wieso sollte jetzt mit dem „Bündnis Deutschland“ plötzlich alles anders und besser werden? Was sollte diese neue Partei erreichen können, wo doch schon die anderen Neugründungen der letzten Jahre, vor allem Petrys „blaue Partei“ und Luckes LKR, vorn und hinten nichts auf die Kette bekommen haben? Abgesehen davon ist es bei einer Partei, die ständig darum bemüht ist, sich von der „bösen, rechten AfD” zu distanzieren, sprich: die vom ersten Augenblick an unter Distanzeritis leidet, bereits jetzt so sicher wie das Amen in der Kirche, dass es sich am Ende um eine CDU 2.0 handeln wird. Man kann nicht einerseits viel „gemäßigter” als die AfD sein, andererseits aber deutlich „rechter” als die CDU/CSU. Zudem bleibt schleierhaft, wie man den hohen bürokratischen Aufwand bewältigen und mit jedem potentiellen Neumitglied intensive Gespräche führen möchte, um zu verhindern, dass „Spinner und Extremisten“ beitreten können. Wer bestimmt hier die Kriterien, wer will ihre Einhaltung überwachen? Selbiges gilt für ehemalige Mitglieder des AfD-„Flügels”. Man kann nicht haargenau die Vergangenheit von jedem Menschen durchleuchten und in seinen Kopf schauen – zumal sich in Aufnahmegesprächen auch das Blaue vom Himmel herunterlesen ließe. Insofern wäre es durchaus möglich, dass das „Bündnis Deutschland“ ebenfalls bald das ein oder andere unliebsame, allzu „rechte“ Mitglied haben wird; von eingeschleusten U-Booten und Trollen ganz zu schweigen.

Und selbst wenn nicht: So oder so ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass der Mainstream diese neue Partei als „rechte Gefahr“ verunglimpfen wird. Dies deutet sich schon jetzt an, indem die sehr linke „taz” das Todesurteil vorwegnimmt: „Eine klare Abgrenzung nach rechts fehlt bisher.“ Weiterhin schreibt sie, das „Bündnis” halte „kaum neue politische Ideen bereit”, und indem man von „Vernunft“ statt von „Ideologie” spreche, zeige man wenig Kreativität, denn diesen „Sprech“ verwendeten auch „AfD, CDU, und FDP tagtäglich gegen die Ampelkoalition und Kli­ma­ak­ti­vis­t:in­nen.“ Des weiteren verweist auch die „taz” auf die vielen bisher erfolglosen Kleinpartei-Gründungen der jüngeren Vergangenheit hin und moniert, zu allem Überfluss hätten einige Mitglieder des „Bündnisses” zuvor schon erfolglos versucht, „eine Partei zu gründen, die sich gegen höhere Steuern, für mehr Nettoeinkommen und Kaufkraft, für die Stärkung der regionalen Identität und gegen ‚spaltende Gendersprache‘ einsetzt.“ So habe sich der Vorstandsvorsitzende Steffen Große, nachdem er die Freien Wähler verlassen hatte, Anfang 2021 an einer neuen „Bürgerallianz Deutschland“ versucht, von der die meisten mit Sicherheit noch nie etwas gehört haben dürften und die vermutlich auch gar nicht mehr existiert. Und das Vorstandsmitglied Niklas Stadelmann, so die „taz”, war „Mitgründer der Christlich-Liberalen Plattform… andere Vorstandsmitglieder sollen bei der Kleinstpartei Bürgerlich-Freiheitlicher Aufbruch aktiv gewesen sein.

Sinnlose Distanzeritis

Zudem kauft die „taz” – wie die meisten Linken – dieser neuen Partei ihre Abgrenzung zur AfD natürlich nicht ab, da sie sich schließlich an potenzielle Wähler richte, „die aktuell ihre Stimme der AfD geben, und an jene mit hohem Einkommen, die in der Partei ein neues politisches Zuhause finden sollen”, wie Parteichef Große betonte. Auch sonst vertrete das „Bündnis Deutschland“ viele AfD-Positionen – wie etwa die Kritik an erneuerbaren Energien und die Notwendigkeit von Kohle- sowie Atomkraft, was laut „taz” alles andere als klimafreundlich sei. Man sieht hier schon wieder beispielhaft, wie der linke Mainstream diese neue Partei bereits jetzt zu einem weiteren rechten AfD-Abklatsch stilisiert. Egal wie gemäßigt man sich auch gibt: Das Framing und Nudging von Medien und „Altparteien” ist doch immer dasselbe. All die Distanzeritis ist untauglich, führt nur zu noch mehr Spaltung der Opposition selbst und erweist sich daher schon jetzt als in etwa so sinnvoll wie die Löschung eines Brands mit Benzin. So sehen das übrigen auch die „taz”-Leser: „Diese 5 Figuren machen einen so positiven, vielversprechenden Eindruck„, schreibt einer ironisch, „ich würde die sofort wählen!”. Ein anderer ätzt: „Ist doch super, teilen sich die Idioten weiter auf und bleiben unter 5% wenns gut läuft.“ Ein dritter Leser – aus der völlig abstrusen Linksaußenecke – meint gehässig: „Wow, echt? Zwischen CDU und AfD passt noch was? Muss eine echt schmale Partei sein.

Auch wenn ich natürlich weder die Meinung der „taz” noch die ihrer Lesern teile, ist doch auch mir völlig unklar, wie man immer wieder aufs Neue so dumm und naiv sein kann und glaubt, eine weitere konservative Partei werde vom Mainstream wohlwollend-neutral und damit fairer als die AfD behandelt, und nicht auch als „braune Gefahr” desavouiert. Due Mühe, sich auch nur mit dem Parteiprogramm und den eigentlichen politischen Forderungen zu beschäftigen, macht sich ja schon bei der AfD kein Journalist (sonst würde er feststellen müssen, dass sich diese zu fast 100 Prozent substanziell mit dem decken, was noch vor 15 bis 20 Jahren CDU/CSU und sogar die SPD forderten). Es geht hier nicht Inhalte, sondern um Diffamierung. Und deshalb würde auch das neue „Bündnis“, selbst wenn es durch ein Wunder in irgendein Parlament einziehen sollte, ganz sicher nie als potenzieller Koalitionspartner in Betracht kommen.

Ärgernis der fraktionslosen Ego-Shooter

All die Neugründer, wie auch die AfD-Renegaten um Jörg Meuthen oder neuerdings Joana Cotar, sollten ein für alle mal begreifen, dass sie sich noch so viel von „radikalen”, rechten Kräften distanzieren können, wie sie wollen – es wird ihnen nichts nützen, wie auch mein Kollege Theo Paul Löwengrub schon hier auf Ansage! erläutert hat. Übrigens: Meuthen ist seit einigen Monaten Mitglied in der „Zentrumspartei“, einer weiteren christlich-konservativen Kleinstpartei, die gegen Abtreibungen ist. Als das ZDF im Sommer über Meuthens Neumitgliedschaft berichtete, war auch hier der Ton sehr abfällig und feindlich gesinnt, nach dem Motto: Trotz seines AfD-Ausstiegs bleibt Meuthen ein rechter Hetzer, der jetzt in eine andere rechte Hasspartei eintritt.

Was mir übrigens ebenfalls an den mittlerweile zahlreichen AfD-Aussteigern in Landtagen oder im Bundestag sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass nie einer von ihnen je sein Mandat abgibt, sondern als fraktionsloser „Ego-Shooter” für den Rest der Legislaturperiode im Parlament verweilt – mit dem Effekt allerdings, dass die AfD-Fraktion keinen Nachrücker benennen kann und so noch weiter schrumpft. Da fraktionslose Abgeordnete keinerlei Einfluss haben, ist klar, dass es ihnen nur ums Geld geht – und nicht selten wahrscheinlich auch darum, ihren ehemaligen Parteikollegen eins reinzuwürgen. Und mancher von ihnen gründet anschließend gleich die nächste zum Scheitern verdammte neue Partei.

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„Deutschland“ gegen Spanien: Wem die Daumen drücken?

27. November 2022 - 12:00
Verbreitetes Desinteresse an der WM (Foto:Imago)

Mein Herz ist schwer. Heute spielen die Einhorn-Bummser gegen die Stier-Quäler. Früher habe ich bis 2014 aufgeregt mitgefiebert, wenn die Deutsche Nationalmannschaft eine WM gespielt hat. Wenn wir gewonnen hatten, war die Welt in Ordnung. Wir hatten gewonnen! Deutschland hatte gewonnen!

Mittlerweile sind es schon vier Jahre, dass ich mir keine Spiele mehr anschaue. Ich ertappe mich dabei, dass ich mich freue, wenn wir verlieren. Als wir gegen Südkorea 2018 verkackt haben, flogen mehrere Kissen des Jubels durch mein Haus in Spanien. Die Nachbarn konnten es nicht einordnen und dachten sicher, dass ich ein Rad ab hatte.

Ich habe meine Heimat verloren

Ich war aber nur innerlich zerrissen, weil ich mich nicht mehr mit meinem Land identifizieren konnte. Sportlich und auch politisch. Das schmerzt und besorgt mich. Jedesmal, wenn ich längere Zeit am Stück auf Lanzarote war, war ich froh, wenn ich wieder zurückfliegen konnte. Die spanische Mentalität ist nicht ganz so meine, aber ich kam klar. Jetzt ist es so, dass ich einfach Angst habe wieder zurückzukehren. Ich habe meine Heimat verloren – beziehungsweise meine Heimat mich. Je wertloser wir Deutsche werden – und das ist ein Prozess, der unaufhaltsam fortschreitet -, desto verlorener fühlt man sich.

Es gab früher einen Werbespruch der Deutschen Bundesbahn: „Alle reden vom Wetter, wir nicht!” Da war was dran – denn die Bahn war pünktlich auch bei Regen. Heute bist Du froh, wenn der Zug „nur“ 30 Minuten Verspätung hat, wenn er überhaupt kommt! Und Wetter gibt’s nicht mehr, nur übles Klima ohne Hoffnung auf Besserung.

Wem drücke ich heute nun die Daumen? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.

 

FIFA-Weltmeisterschaft 2022 Katar: Zweites und womöglich entscheidendes Gruppenspiel für Deutschland gegen Spanien, heute um 20 Uhr MEZ. 

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Der neue grüne Mensch und die exakte Wissenschaft

26. November 2022 - 21:00
Geistererscheinungen im Endzeitkult der Bildungseliten (Symbolbild:Pixabay)

Der Name Josef Stalin dürfte den Älteren unter uns noch bekannt sein. Die Jüngeren halten ihn wahrscheinlich für den Bassisten einer deutschen Industrial-Metal-Band aus Oer-Erkenschwick. Wie auch immer: Dieser Josef Stalin träumte vom neuen Menschen. Mit großem Geschick und entsprechender Verschlagenheit begann er seinen Traum des „Sowjetmenschen“ umzusetzen. Ab 1928 ließ er seine Propagandaorgane – Lehrer, Priester und die Anfänge der „Irgendwas-mit-Medien“-Klasse – Parolen vom unmittelbar bevorstehenden Kollaps des kapitalistischen Europas verkünden. Die Ereignisse des Jahres 1929 schienen ihn zu bestätigen, und seine Jünger rannten ihm mit großer Begeisterung zuerst hinterher und dann in den sozialistischen Opfertod. Josef Stalins Experiment scheiterte nach vielen Millionen Toten.

Im besten Deutschland aller Zeiten (und nicht nur dort) läuft aktuell ein ähnliches Experiment mit dem Ziel, nicht den „Sowjetmenschen“ zu erschaffen, sondern den grün-vegan-polyamorösen-klimagläubigen-drogenaffinen Bildungsallergiker mit wechselndem Geschlecht. Getreu dem womöglich Jahrtausende alten Motto „Halt du sie dumm – ich halt sie arm“ haben die Mächtigen seit Jahrzehnten am Niedergang des ehemals als Volk der Dichter und Denker bekannten Mitteleuropäer gearbeitet und scheinen bald am Ziel angelangt zu sein. Beispiel gefällig? Gerne! Ein dem Denken durchaus abgeneigter Twitter-Nutzer gab vor Kurzem eine Kostprobe seines für die neue Zeit ausreichend scharfen Verstandes, indem er folgendes zwitscherte:

(Screenshot:Twitter)

Der wahre Grün-Gläubige interessiert sich nicht für höhere Mathematik, nicht einmal für Mathematik für Grundschüler, nicht einmal für die Grundrechenarten, sondern ausschließlich für grüne Mathematik. Dieses Prachtexemplar angewandter deutscher Gründlichkeit – jedenfalls wenn es um das Abtrainieren jedweder intellektueller Fähigkeiten geht – könnte im Parlament richtig durchstarten, und bei seinem/ihrem/dingsbums Gefühl für Zahlen steht auch einem Platz im Kabinett als Finanzminister nichts im Weg.

Grüne Bildung macht indes vor keinem Wissensgebiet halt. Ein Paradebeispiel für grüne Geographie ist unsere gegenwärtige Außenministernde, die von Ländern weiß, die „hunderttausende von Kilometern” entfernt liegen. Vielleicht ist sie ja eine Verschwörungstheoretikerin, da es in Aluhut-Kreisen als ausgemachte Sache gilt, dass die Erde eine Scheibe sei, dass Mittelerde von einem Eisring begrenzt würde und dass sich hinter der Eisbarriere ferne Zivilisationen befänden? Dort lägen dann also sehr wohl Länder, die hunderttausende von Kilometern von Mitteleuropa entfernt sein könnten. Was weiß Annalena Baerbock noch alles, was sie uns nicht sagt?

Grüne Physik und andere Traumtänzereien

Für den neuen Menschen mit grüner DNA hat die Schöpfung keine Geheimnisse mehr. Ihm erschließt sich die grüne Physik sofort und intuitiv. Erstaunlich, was er so alles weiß: Um Strom zu sparen, muss man den Stecker des Stromkabels nur so in die Steckdose stecken, daß das Kabel der Schwerkraft folgend nach unten zeigt. Das Stromnetz ist der ideale Stromspeicher. Volt, Watt, Ampere, Ohm sind beliebig untereinander austauschbar und haben keinerlei Einfluß auf die Verfügbarkeit von Strom beim Endverbraucher. Gasspeicher kann man über 100 Prozent füllen. Photovoltaik bei Nacht, Windenergie bei Flaute – papperlapapp! Der Strom kommt aus der Steckdose. Ende der Diskussion.

Grüne Ökologie wiederum bedeutet, dass Bäume zu fällen, um Braunkohle im Tagebau zu ermöglichen, böse ist. Das ist Zerstörung von Natur. Das Fällen Jahrhunderte alter Eichenwälder hingegen, um Windrädern Platz zu machen, ist aber ökologisch grün. Autofahren und Heizen wiederum ist böse, warm duschen auch – aber pausenlos online sein und damit riesige Server-Farmen beschäftigt halten, die den Stromverbrauch von Kleinstädten übertreffen, geht völlig in Ordnung. CO2 reduziert man am besten, indem man innerstädtisch stundenlange Staus provoziert. Zu diesen Happenings – ganz eines John Lennons und einer Yoko Ono würdig, die in den 1970ern ja ihre legendären Bed-Ins abhielten – fährt man selbstverständlich mit dem Auto. Und weil nach den grünen Jüngern des Sankt-Florians-Prinzips nur die Gesinnung zählt und nicht irgendwelche Taten, kann man im Winter auch die Wohnung auf 24 Grad erwärmen. Sparen werden schon die anderen.

In freudiger Erwartung

Grüne Medizin ist auch eine wunderbare Wissensdisziplin: Masken sind notwendig, um sich und andere zu schützen. Zum Beispiel, wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist. Sobald man dann aber, um vom Hauptbahnhof zur eigenen Wohnung zu gelangen, ohne Maske in der überfüllten U-Bahn fährt, ist das wiederum völlig gefahrlos und geht in Ordnung. Die wunderbare Welt des Torben-Julian und der Lea-Genoveva.

Der neue grüne Mensch ist auch religiös. Er glaubt fest an die Klimakirche, an die Wissenschaft, besonders an die Pharma-Kirche und natürlich an die seriösen Qualitätsmedien. Fakten erschüttern sein Weltbild allenfalls peripher. Die verehrungswürdigen Heiligen dieser Kirche sind dann die fanatischsten Umweltschützer, wenn es um die Gewohnheiten und Bedürfnisse anderer Leute geht. Selbst sind sie die kompromisslosesten Vielflieger und vorlautesten Besserwisser bei minimalster Kompetenz. Nicht zu vergessen die konsequentesten Vorbilder beim Ausleben des Corona-Kultes (sofern Kameras dabei sind). Voll freudiger Erwartung dürfen wir also der Zukunft entgegen sehen: Deutschland wird ein neuer Kirchenstaat. Die Klimakirche wird die 10 Gebote ihrer Klima-Scharia – die vor kurzem auf der Sinai-Halbinsel verkündet wurden – konsequent durchsetzen. Und wer sich nicht vorstellen kann, wie diese Zukunft aussehen könnte, dem sei der Film „Idiocracy” wärmstens empfohlen.

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Voll witzig, der Böhmi!

26. November 2022 - 19:15
Symptom einer Krankheit des Medienbetriebs: Böhmermann (Foto:Imago)

Er ist der Heckenschütze der deutschen Pseudo-Satire und der selbstgefühlte Scharfrichter im öffentlich-rechtlichen Massen-TV: Jan Böhmermann. Sein Intellekt mag dem anderer „Comedians“ in Deutschland überlegen sein, aber dennoch – oder gerade deshalb – schafft er es regelmäßig, deren Niveau hinsichtlich ethischer Standards meilenweit zu unterbieten. Dennoch ist es müßig, sich über ihn aufzuregen – dabei greift er sich wahrscheinlich vor Freude an seinen kleinen Jan – oder ihm Vorwürfe zu machen. Psychopathisch veranlagte Menschen wie ihn tangiert das ungefähr so sehr wie der sprichwörtliche Sack Reis, der in China vom Fahrrad fällt. Könnte man die gesamte Antifa zu einer einzigen Person zusammenschrumpfen, käme ein zweiter „Böhmi“ dabei heraus – und mit einem sind wir schon gestraft genug. Lediglich eine kurze Zeit des „Kleine-Brötchen-Backens” durften wir erleben, als er sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan an einem Gegner vergriff, der nicht nur noch eitler ist als er, sondern darüber hinaus auch ein bißchen mächtiger. Aber auch das schüttelte er rasch von sich ab.

Du bist der „heute-Show” durch die Lappen geschlüpft, hast tapfer alle Shadowbans auf Facebook ausgesessen, dir nach dem Ausschluss von einer Bühne einfach eine andere gesucht? „Böhmi“ wird dich aufspüren und jagen, so wie Tommy Lee Jones Harrison Ford in „Auf der Flucht“ jagte. Nur, dass sich Jones in seiner Rolle schließlich von den entlastenden Beweisen überzeugen ließ. Aber um „Wahrheitsfindung“ geht es dem Star des ZDF auch nicht – sondern um Bloßstellung. Sein neuestes Werk (Ansage! thematisierte den Fall heute bereits, siehe hier) zeigt ein nachgestelltes RAF-Fahndungsplakat mit auf alt getrimmten Fotos jener Personen, die der „Satiriker“ als Terroristen diffamieren möchte. Christian Lindner und Hendrik Streeck als „Linksextremisten”: Das hat im Land der „Faschismuskeule“ schon einen Hauch von Originalität. Ob echte Linksextremisten das überhaupt verstehen werden? Vielleicht hat sich „Böhmi” gerade neue Gegner geschaffen – denn in diesen Kreisen versteht man nur wenig Spaß. „Er hat uns mit dieser Journalistin von der Welt verglichen! Lasst uns eine Eingreiftruppe bei Indymedia gründen!

 

Wenn es so einfach wäre, wie es sich anhört, würde ich den betroffenen Journalisten und Politikern raten, die Sache kommentarlos auszusitzen. Aber ganz ehrlich: Diesen Rat erhält man ständig im Leben… so, als hätte man irgendwo standardmäßig einen Knopf eingebaut, mit dem sich die Wut auf den anderen einfach ausschalten ließe. Manchmal, wenn ich selbst einen solchen Rat bekam, fragte ich mich, ob der Ratgeber überhaupt mitbekommen hatte, welche Dreistigkeit da gerade vonstatten gegangen war. Es steckt die Hoffnung dahinter, die Bösartigkeit des Quälgeistes würde sich schon irgendwann erschöpfen; aber nein! Sie wächst nach wie ein kratziger Damenbart. Als Chefs oder Kollegen schaffen es die Böhmermanns, reihenweise Mitarbeiter zu verekeln, weil sie scheinbar unangreifbar sind oder ihre Ekeligkeit mit Stärke verwechselt wird. In den Medien sind sie erfolgreich, weil ihre Boshaftigkeit bei den Zuschauern mehr oder minder freiwillig eine gewisse Faszination erzeugt – und damit Einschaltquoten. Der normale Zuschauer geht nicht davon aus, jemals auf „Böhmis“ Speisekarte zu landen und kann sich in entspannter Schadenfreude zurücklehnen.

Es ist wie bei den sogenannten „Reality Soaps” im Privatfernsehen: Wer auf einem ungünstigen Platz in der sozialen Fresskette steht, freut sich, auf dem Bildschirm andere zu sehen, die in der Hierarchie noch unter ihm angesiedelt sind. Der Politiker oder Journalist, der noch nicht auf der Abschussliste der öffentlich-rechtlichen Sender steht, empfindet ähnlich. Mancher hält dem Druck nicht auf Dauer stand und passt sich dem gewünschten Verhalten an. Auch wenn ihm das ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr nutzt – wie man es an einigen ausgestiegenen AfD-Politikern sehr gut sehen kann. Da sind alle Beteuerungen umsonst – wer in Ungnade gefallen ist, kommt auf keinen grünen Zweig mehr. Es scheint also tatsächlich sinnvoll zu sein, einfach das Krönchen geradezurücken und sein Ding zu machen.

Mangel an medialer Gegenkultur

Das Problem dabei: In Deutschland fehlt es medial an einer Gegenkultur, die den „Abweichlern“ den Rücken stärken könnte. Zwar gibt es mittlerweile eine Reihe von Online-Magazinen und auch YouTube-Kanälen, die ein hochwertiges Programm anbieten. Aber der Fernsehbildschirm ist fest in der Hand jener, die lieber einen Böhmermann dort sehen wollen als „echte“ Satire. Und diesem ist bereits ein Dieter Nuhr zu rechts (auch Nuhr erscheint auf „Böhmis“ Fahndungsplakat). Allerdings dürfte es schwierig sein, hier eine Allianz zu formen, denn auch die „Dissidenten“ sind sich untereinander nicht grün. Es fehlt oft sogar der Minimalkonsens, dass wir alle Abweichler sind – denn aus diesem Krabbenkorb möchten viele gern entkommen. Das hat oftmals noch nicht einmal etwas mit einer ehrlichen Abneigung der Agenda des anderen zu tun – für mich käme auch keine Zusammenarbeit mit Antisemiten in Frage -, sondern mit der Hoffnung, vielleicht doch wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Neben Dieter Nuhr fielen mir da noch ein paar andere Namen von Autoren aus dem Netz ein, die entrüstet von sich weisen, etwas mit „Rechten“ gemeinsam zu haben. Denn den großen Fleischtopf kontrollieren die Öffentlich-Rechtlichen, und man muss von irgendetwas leben. Diese Aussichten scheinen also recht trübe zu sein. Denn um den Böhmermanns etwas entgegenzusetzen, braucht es mehr Reichweite, mehr Vernetzung und mehr finanzielle Mittel. Dann schaltet bei den Böhmermanns wahrscheinlich gar keiner mehr ein – sondern lacht lieber woanders.

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Pakistan-Flut und Klimawandel: Unwissenschaftliche Versimpelungen

26. November 2022 - 17:32
Zerstörungen nach der Jahrhundertflut in Pakistan (Foto:Imago)

Es muss schön sein, wenn man einfach unbelegt jeden Stuss behaupten darf, ohne je kritisch hinterfragt zu werden… so wie „Fridays for Future”. In einem Tweet vergangenen Monat (siehe unten) suggerierte der „zivile Arm” der Klimaschutzbewegung wieder einmal, dass eine Naturkatastrophe unserer Zeit in eindeutigem Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel stand. Konkret geht es um das Flutunglück in Pakistan vor ein paar Monaten. Auch Luisa Neubauer instrumentalisiert dieses Desaster seither gerne. Bei der „Zeit” war man sich nicht einmal zu schade, mit der Überschrift „Flutkatastrophe in Pakistan: Und daheim nicht einmal ein Tempolimit” aufzuwarten, um vermeintliche Betroffenheit und konkrete politische Forderungen direkt zu verbinden.

(Screenshot:Twitter)

Es passt in unsere von Hybris geprägte Zeit, dass Qualitätsjournalisten in diesem Land suggerieren (und wohl auch selbst glauben), sie müssten nur etwas langsamer Auto fahren, und schon würden damit auf der anderen Seite des Globus messbare „Klimaschutz”-Effekt erzielt werden. Um zu schauen, was „die Wissenschaft” zu dem Thema sagt, habe ich mir mal die Attributionsstudie zur Flut in Pakistan durchgelesen. In Attributionsstudien soll der vermeintliche Einfluss des Menschen auf Wettereignisse untersucht werden. Diese sind aufgrund ihrer Unsicherheit und fehlenden Falsifizierbarkeit mit äußerster Vorsicht zu genießen. Umso überraschter war ich, dass diese Studie dahingehend tatsächlich ziemlich offen und ehrlich war. Ich fasse nachfolgend die wichtigen Punkte zusammen.

  1. Die zerstörerischen Auswirkungen der Flut in Pakistan wurden durch die Nähe von Siedlungen, Infrastruktur und Agrarflächen zu Flussauen verstärkt. Die Infrastruktur sei zudem unzureichend, die Kapazitäten zur Risikoreduktion begrenzt gewesen. Dazu kommt ein veraltetes Fluss-Management-System und generelle Anfälligkeiten aufgrund von hoher Armut. Das alles hat erstmal nichts mit dem Klima oder CO2 zu tun.

  2. Ein solches Schadensereignis kommt im derzeitigen Klima nur einmal in 100 Jahren vor. Allerdings ist diese Zahl mit großer Unsicherheit behaftet, weil die Regenfälle in der Region stark von Jahr zu Jahr variieren und – dies ist besonders wichtig! – stark mit dem ENSO-Cycle korrelieren. Dabei handelt es sich um eines von vielen natürlichen (!) Klimaphänomen, das – grob erklärt – während verschiedener Phasen unter anderem zyklische Temperaturschwankungen im pazifischen Ozean verursacht (und in öffentlichen Diskussionen zum Klimawandel natürlich geflissentlich ignoriert wird).

  3. Verglichen mit dem Klima von 1880 (also vor der Erderwärmung um seither rund 1,2 Grad) sei der maximale Niederschlag innerhalb von fünf Tagen heutzutage um etwa 75 Prozent stärker geworden, über einen Zeitraum von 60 Tagen immerhin noch 50 Prozent. Ha! Hat es „Fridays for Future” doch gewusst! Oder vielleicht nicht? Eher nein: Die Autoren selbst betonen, dass diese Schätzungen riesige Unsicherheiten („large uncertainties”) enthalten. Ausserdem könnten die beobachteten Veränderungen durch eine ganze Reihe unterschiedlicher Treiber verursacht worden sein. Dazu könnte, als einer von mehreren, auch der Klimawandel gehören. Schreiben die Autoren.

  4. Um den genauen menschlichen Einfluss zu bestimmen, haben sich die Autoren Klima-Modelle mit beziehungsweise ohne durch den Menschen „verursachte“ Treibhausgas-Emissionen angeschaut. Hierzu schreiben sie, dass viele selbst der modernsten Modelle Probleme haben, den Niederschlag zu simulieren. Die wenigen Modelle, die ihren Kriterien und Tests genügten, zeigten in der Regel eine deutlich geringere Veränderung der Wahrscheinlichkeit und Intensität von extremen Regenfällen, als es die Beobachtungen erwarten ließen. Diese Diskrepanz deutet daraufhin, dass andere Prozesse, die nicht durch die Auswertungen erfasst werden, eine wichtige Rolle spielen. Dadurch sei es nicht möglich („infeasible”), den Anteil des Menschen zu bestimmen.

Zusammenfassend heißt dies: Diese Wissenschaftler halten es für nicht möglich, dem menschengemachten Klimawandel einen gesicherten Einfluss an der Flutkatastrophe zuzuschreiben. Das hält Figuren wie Luisa Neubauer aber nicht davon ab, es einfach trotzdem zu behaupten. Aktivisten, Medien und Politik legen sich – in dieser Reihenfolge – ohne wissenschaftliche Grundlage – auf CO2 (genauer: auf den vom Menschen verursachten geringen Anteil in der Erdatmosphäre) als den Schuldigen fest und übersehen dabei, dass es eine ganze Reihe komplexer Faktoren (siehe oben) gibt, darunter einige, durch die sich die Schäden solcher unvermeidlicher Katastrophen verringern lassen würden, ohne gleich ins Energie-Mittelalter zurückfallen zu müssen. Es werden zudem wieder einmal die Grenzen und der extrem eingeschränkte Aussagegehalt der Modellsimulationen aufgezeigt, auf denen die gesamte Klima-Panikmache beruht. Wir können nicht simulieren, was wir nicht einmal vollständig verstehen.

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Ein Chronist berichtet

26. November 2022 - 14:30
Erhaltenes One-Love-Originaltrikot aus dem Jahr 2022 (Heeresgeschichtliches Museum, Wien)

Gern denken wir auch heute noch an das Spiel der Ensschaft gegen Spanien im November anno 2022 zurück, weil es eine historische Zäsur nicht nur im Fußball, sondern für das gesamte Siedlungsgebiet bedeutete. Nach dem internationalen Erfolg der Mund-Abdeck-Geste gegen Japan, mit dem es für die Maskenpflicht demonstrierte, setzte das Team um KapitänIn Manuel Neuer für das Spiel gegen die Iberer_Innen noch eindrucksvollere Zeichen.

Nach dem Einlaufen der Spieler_Innen des DFB gemeinsam mit diskriminierten Transkindern trat eine indigene Tanzgruppe aus Südamerika auf, die an die Verbrechen der spanischen Conquistadoren Hernán Cortés und Claudio Pizarro erinnerte. Im Zentrum der folgenden gehaltvollen Reden, die von den deutschen Fans auf den Rängen sowie dem Emir von Katar mit regem Interesse aufgenommen wurden, standen das Leid der Geflüchteten sowie der strukturelle weltweite Rassismus und Thomas Hitzlsperger brandmarkte die Homophobie im Sport. Nachdem Vertreterinnen der Uiguren und anderer geknechteter Minderheiten ihre Ansprachen beendet hatten, stürmten Aktivisten der „Letzten Generation” auf den Rasen und klebten sich an den Torpfosten fest, bevor es zum eigentlichen Höhepunkt des Abends kam: Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wurde ein Podest hereingefahren, von dem nun eine besondere Persönlichkeit sprach: Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach.

Konfetti!

Er sei nicht nur gekommen, so der prominente Virologe, um die Weltbevölkerung darauf hinzuweisen, dass die Pandemie angesichts drohender Wellen und Killermutanten noch lange nicht vorbei sei, sondern vor allem deshalb, um endlich ein vor einem Jahr gegebenes Versprechen einzulösen: Unter frenetischem Jubel im Stadion und zu Hause beim Public Viewing trat nun der bis dahin kniende Joshua Kimmich hervor, krempelte den Ärmel seines Regenbogentrikots hoch, bestieg das Podest, auf dem der Minister schon mit der Spritze auf ihn wartete und ihm den Booster direkt in das auf den Oberarm tätowierte One-Love-Symbol schoss. Konfetti!

Mit diesem Highlight endete die Live-Übertragung unserer ARD.

PS: Ob das Fußballspiel noch stattfand und wie es ausging, ist nicht überliefert. Aber das war nebensächlich. Bekannt ist nur, dass das DFB-Team am nächsten Tag erhobenen Zeigefingers das rückständige und undemokratische Ausrichterland Katar, das Robert Habeck trotz des tiefen Bücklings kein Gas verkauft hatte, demonstrativ verließ und unmittelbar nach Rückkunft per Autocorso den Frankfurter Römer erreichte, wo es von der Politprominenz und hunderttausenden Fans auf dem Balkon des Rathauses mit dem Sprechchor „So sehen Sieger aus!” mit bis dato nie dagewesener Begeisterung gefeiert wurde.

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Charité-Klinikchef Sander: Endlose Reihe von Corona-Fehleinschätzungen

26. November 2022 - 12:30
Hat sich um Kopf und Kragen geredet während der „Pandemie“: Charite-Klinikdirektor Leif Erik Sander (Foto:Imago)

Zu den weniger bekannten, gleichwohl erschreckend einflussreichen „Experten“, die die deutsche Corona-Politik an führender Stelle mitbestimmt haben, gehört auch der Berliner Charité-Klinikdirektor Leif-Erik Sander. Die Kette von Fehleinschätzungen, die er im Laufe von zwei Jahren von sich gab, wird wohl nur noch von Karl Lauterbachs Märchen-Medley übertroffen. Bereits zu Beginn der Impfkampagnen Anfang 2021 lehnte sich Sander meterweit aus dem Fenster mit der unverantwortlichen Behauptung, niemand müsse befürchten, dass ihm die Impfstoffe schaden würden. Auch das Erbgut würde dadurch nicht verändert. Das Max-Planck-Institut stellte hingegen schon früh fest: „Man weiß aber schon seit langem, dass mRNA auch wieder in DNA umgeschrieben und zurück ins Genom integrieren kann.“ Und zum Thema „kein Schaden durch Impfung” erübrigt sich inzwischen wohl jede Debatte, die unumstößliche bittere Wahrheit ist weltweit evident: Bei dieser Aussage handelte es sich um eine der monströsesten medizinischen Lügen aller Zeiten. Die Nebenwirkungen der Corona-Impfungen haben zu einer Unzahl von Schäden geführt, allein durch einen massiven Anstieg von Herzkrankheiten.

Im März 2021 behauptete Sander: „Wenn man wegen Covid ins Krankenhaus kommt, liegt die Gefahr einer schweren Thrombose im Übrigen bei etwa 16 Prozent.” Eine Studie aus Schweden kam später zu dem Schluss, dass dieses Risiko lediglich bei 0,04 Prozent liege; ein schlappes Vierhundertstel von Sanders „Expertise”. Dessen Fehlprognosen gingen weiter: Zwei Monate später erklärte er: „Im Bezug auf schwere Verläufe schützt die [BionTech] Impfung aber bei beiden Mutanten [Alpha und Beta] nahezu komplett.” Mittlerweile ist längst bekannt, dass auch Mehrfachgeimpfte schwere Krankheitsverläufe zeigen und es schlechterdings kein Unterschied mehr gibt, was die Schwere von Krankheitsverläufen zwischen Geimpften und Ungeimpften anbelangt.

Falschbehauptungen und Fehlalarme

Bereits August 2021 forderte Sander sodann die Corona-Impfung für Kinder, weil es Berichte gebe, „dass es bei sehr hohen [Delta] Infektionszahlen auch mit schwerkranken Kindern zu Krankenhaus-Einweisungen kommt. Es gibt also ein Potenzial dafür, dass auch Kinder schwer erkranken.” Tatsächlich gab und gibt es extrem wenige bis überhaupt keine schweren Erkrankungen bei Kindern, denen völlig umsonst ein Masken-und Impfdiktat aufgezwungen wurde und die zeitweise geradezu als Haupttreiber des Corona-Virus gebrandmarkt wurden.

Nur einen Monat später ließ Sander verlauten: „Das Risiko, irgendwie so zu erkranken, dass man auf einer Station oder Intensivstation landet, ist viel, viel höher, wenn man ungeimpft ist.” Auch diese Falschbehauptung beruhte auf unkorrekten Zahlen, weshalb es damals schon Zweifel an ihrer Gültigkeit gab. Mittlerweile ist sie längst durch die Realität widerlegt worden. Den Charité-Direktor focht dies nicht an. Im November 2021 sagte er: „Nach der Boosterung soll der Impfschutz vor der Delta-Variante 10- bis 20-mal höher sein als nach der Zweifachimpfung.” Tatsächlich erwiesen sich die Impfungen als völlig nutzlos für den Infektionsschutz – und sogar Pfizer räumte ein, dass die Übertragungsverhinderung nie getestet worden war.

Keinen Monat später dann, im Dezember 2021, gab Sander zum Besten, die Impfungen seien „auch bei Kindern sehr sicher“, es gebe „keine ernstzunehmenden Nebenwirkungen“. Diese Aussage war ebenso grob fahrlässig und unzutreffend wie seine Behauptung noch im August dieses Jahres, die BA.5-Variante des Coronavirus befalle vermehrt die tieferen Bereiche der Lunge, was zu mehr Patienten auf den Intensivstationen führe. Auch dies erwies sich als erwiesenermaßen grundfalsch: Seit Wochen gehen die Infektionszahlen immer weiter zurück, eine Überlastung der Intensivstationen gab es zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise, und im September räumten selbst vorherige „Alarmsirenen” des Klinikwesens ein, dass kausal wegen Corona kein einziger Patient auf deutschen Intensivstationen liege, sondern ausnahmslos aus anderen Gründen.

Besser Rückzug von der Bildfläche wie Drosten

Stur und ignorant widersetzte sich Sander konsequentermaßen denn auch allen Rufen nach Renormalisierung. Als im Sommer eine Expertengruppe um die Mediziner Thomas Voshaar und Matthias Schrappe sowie den Medizinstatistiker Gerd Antes in einem Positionspapier
das Ende der staatlichen Corona-Maßnahmen forderte und erklärte, aus epidemiologischer und medizinischer Perspektive sei „…das Virus nach derzeitigem Sachstand keine Gefahr mehr für das Gesundheitssystem und die Bevölkerung”,  weil Corona in den Krankenhäusern praktisch gar nicht mehr als schwere und lebensbedrohliche Erkrankung gesehen werde, hielt ihnen Sander reflexartig entgegen, derartige Forderungen seien „verfrüht”. Inzwischen steht außer Zweifel, dass die Experten mit ihrer Einschätzung absolut richtig lagen.

Das eigentlich Unfassbare und Gruselige ist, dass solche Figuren wie Sander, aber auch Lauterbach, die die Bevölkerung über zwei Jahre in die Irre geführt haben, obwohl zu keinem Zeitpunkt valide Daten für ihr alarmistisches Gefasel vorlagen, eine derartige Macht anhäufen und auf einen so enormen medialen Resonanzraum zurückgreifen konnten. Anders als sein Charité-Kollege und Bruder im Geiste Christian Drosten (Merkels Hof-Virologe, der rechtzeitig intuitiv gespürt haben muss, dass der Wind sich dreht und das Lügengebäude ins Wanken gerät) hat Sander allerdings offenbar den Schuss nicht gehört. Auf ihn trifft der Sinnspruch „si tacuisses…” zu, und er täte wahrlich besser daran, so wie Drosten schleunigst in der Versenkung zu verschwinden. Sonst droht ihm, neben der Schande des Ansehenverlustet durch Selbstdisqualifizierung, womöglich in naher Zukunft noch Unangenehmeres. Denn an einer juristischen Aufarbeitung des Corona-Giga-Schwindels wird kein Weg vorbeiführen.

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Böhmermann-Hetze: Das Maß ist endgültig voll – Rundfunkboykott jetzt!

26. November 2022 - 10:30
Gestörter Störer, gebührenfinanziert: Böhmermann (Foto:Imago)

Ja, wir wissen es inzwischen: Alles, womit der ZDF-„Satiriker“ Jan Böhmermann von sich reden macht, sind nur Schreie nach Aufmerksamkeit und bewusste „Provokationen”. Solange er mit seiner primitiven Hetze niemandem schadet, bleibt das einzige Ärgernis, dass dieser mediale Kotzbrocken (leider kennt die deutsche Sprache hier keinen treffenderen Ausdruck) von unseren Zwangsgebühren finanziert wird. Doch jetzt hat Böhmermann eine neue rote Linie überschritten: Mit einer den typischen RAF-Terroristenfahndungsplakaten der 1970er und 1980er Jahre nachempfundenen Art Feindesliste stellt er gestern Mittag auf Twitter – der nunmehrigen Elon-Musk-Plattform, die Böhmermann doch eigentlich eben deswegen verlassen wollte – ausgewählte Journalisten, Publizisten und Politiker zur Schau und macht sie zur Zielscheibe eines unausgesprochenen Gewaltaufrufs.

Unter anderem werden in Böhmermanns perversem Elaborat (siehe nachfolgenden Screenshot) der Chef des Axel-Springer-Verlages, Mathias Döpfner, die FDP-Politiker Christian Lindner, Wolfgang Kubicki, Alexander Graf Lambsdorff und Thomas Kemmerich, „Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt, die „Bild”-Journalistin Nena Brockhaus, „Welt”-Herausgeber Stefan Aust, die „Welt”-Journalistinnen Anna Schneider und Franca Lehfeldt (letztere ist Lindners Ehefrau) sowie der Kabarettist Dieter Nuhr und der Virologe Hendrik Streek „zur Fahndung ausgeschrieben”. Mit dieser Aktion hat sich Böhmermann nicht nur endgültig moralisch ins Abseits geschossen, er hat auch einmal mehr die totale Verkommenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks demonstriert, die solchen so talent- und geistlosen wie primitiven personifizierten Zumutungen eine Plattform bietet. Jede Assi-Trash-TV-Realitätyshow im Unterschichtenfernsehen der Privatsender hat mehr Niveau als Böhmermann.

Böhmermanns neues Machwerk (Screenshot:Twitter)

Auf seinem „Fahndungsplakat” bezeichnet Böhmermann – in Anlehnung ans Original der historischen BKA-Vorlage – die Personen als „linksradikalen Gewalttäter“ (gemeint ist natürlich eigentlich, aus seiner Sicht, „rechtsextreme Gewalttäter”, worunter die Genannten für ihn ebenso fallen wie jeder, der kritische Gedanken riskiert). Böhmermann hält sich für irre geistreich und originell, die damaligen Formulierungen, mit denen die Baader-Meinhof-Bande und ihre Nachfolgezellen polizeilich charakterisiert wurden, auf seine heutigen Opfer anzuwenden: Diese würden „wegen Beteiligung an staatsfeindlichem Aktivismus, Bildung einer kriminellen Vereinigung, gemeinschaftlicher Vorbereitung schwerer staats- und menschheitsgefährdender Straftaten und anderer Straftaten steckbrieflich gesucht“, heißt es auf dem Plakat. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Gesuchten führen, winke „eine Belohnung von 100.000 D-Mark“, so ebenfalls der historische Originalwortlaut. Neben den üblichen linken Feindbildern Springer und FDP, haben Nuhr und Streek sich vor allem des „Vergehens“ schuldig gemacht, die linke Agenda bzw. die Corona-Freiheitsbeschränklungen zu kritisieren, die Linke sich voll und ganz zu eigen gemacht hatten.

Den gestrigen Tag über postete Böhmermann dann unter dem Hashtag „rafdp“ weitere Tweets, in denen er die Vorwürfe, die gegen die linke Cancel Culture erhoben werden, nach ähnlichem Muster umdrehte und auf die FDP übertrug. In seiner Sendung gestern Abend spulte er dann die übliche humorfreie, diesmal aber selbst für seine Verhältnisse allzu borniert aufbereitete linke Agenda ab, indem er die „Welt” und die FDP abermals als linksradikale Staatsfeinde darstellte. Durchschaubarer Zweck des Ganzen: Damit sollte der Vergleich der fanatischen Klimasekten der „Letzten Generation“ mit der RAF, der derzeit von Sicherheitsbehörden und Kritikern erhoben wird (und von Teilen der Bewegung selbst gezogen wird!) umgedreht werden. Unter anderem hatte sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in diese Richtung geäußert. Und weil die FDP und die von Böhmermann angeprangerten „Welt”-Journalisten sich immer wieder gegen den linken Traum vom allmächtigen Staat aussprechen und teils libertäre Positionen vertreten, hielt Böhmermann es für komisch, sie als staatsfeindliche Organisation darzustellen. Der ZDF-Hetzer nahm daher natürlich auch die Klimaspinner in Schutz, indem er ihre Ideologie weiterverbreitete: „Wir leben in extremen, radikalen Zeiten. Junge Menschen werfen Tomatensuppen auf Van Goghs, nur weil sie keine Lust haben, auf einem brennenden Planeten zu leben“, schwafelte er und rechtfertigte damit die barbarischen Attacken auf Gemälde, die die „Letzte Generation“ und ähnliche Gruppen seit Wochen verüben.

Aufruf zu Gewalt

Seine neueste krampfhafte Verleumdungsaktion geht jedenfalls als „Satire” – wie bei Böhmermann mit seinem beschränkten Horizont wenig überraschend – völlig daneben und wirkt so bemüht wie an den Haaren herbeigezogen. Schlimmer indes ist, dass es sich bei ihr um eine glasklare Straftat handelt – und sie von ähnlich präpotenten Fans dieses ZDF-Clowns durchaus als Aufforderung zur Gewalt verstanden werden könnte. In diese Richtung äußerten sich auch die Betroffenen von Böhmermanns Aktion. Ulf Poschardt reagierte ebenfalls auf Twitter und schrieb: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Hetze zu Gewalttaten gegen die hier zu Terroristen erklärten Andersdenkenden führt. Das Blut klebt damit an seinen zwangsgebühren-finanzierten Händen.” Böhmermanns unsägliche Verharmlosung der RAF löste auch sonst erbitterte Kritik aus. „Mit diesem Mist steht Jan Böhmermann für das Niveau des öffentlich rechtlichen Rundfunk„, urteilte der FDP-Abgeordnete Lars Lindemann. Sein Fraktionskollege Nils Gründer schrieb: „Wahnsinn. Liberale zu Terroristen erklären und das Ganze finanziert von Zwangsgebühren. Schämen Sie sich.“ Selbst der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von Notz, verurteilte das RAF-Poster als „maximal geschmacklos und daneben“.

Noch skandalöser als Böhmermanns abermalige Entgleisung ist jedoch, dass das ZDF als sein Arbeitgeber offenbar uneingeschränkt hinter ihm steht. „Die Union hat immer vor der Ampelregierung und ihrem Linksextremismus gewarnt! Jetzt hat Jan Böhmermann mal hingeschaut und tatsächlich eine heiße Spur! Wir haben zwar noch nicht ganz geRAFft, um was es geht, aber es wird wohl gefährlich!“, schrieb der Sender auf seinem offiziellen Twitter-Account. Damit stellt sich der Mainzer Staatssender erneut hinter die widerwärtige und menschenverachtende Hetze, die Böhmermann immer und immer wieder verbreitet. Ein Sender, der davon lebt, allen Bürgern unter Haftandrohung Zwangsgebühren abzupressen, gibt einem linksradikalen Demagogen eine Bühne, die dieser dazu nutzt, seine Weltanschauung auf Kosten der Allgemeinheit zu propagieren und unterstützt dies auch noch mit offiziellen Verlautbarungen.

Rundfunkgebühren-Zahlungsverweigerung sofort!

Spätestens jetzt ist es endgültig an der Zeit, diesen öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf den Abfallhaufen der Geschichte zu entsorgen. Nach dieser unterirdischen Aktion Böhmermanns ist das Maß voll, sie ist das Fanal für den Widerstand gegen diesen so degenerierten wie monströsen Propagandaapparat, der seinen eigentlich Auftrag jeden Tag aufs Neue verrät, der jede Überparteilichkeit seit Jahren aufgegeben hat und echten Linksradikalen jede nur mögliche Plattform bietet – während er sich die Taschen mit fast neun Milliarden Euro Gebühren pro Jahr füllt, seine Funktionäre in Prunkbauten residieren und sich absurd hohe Gehälter sowie und alle nur denkbaren Privilegien gönnen. Völlig unkritisch verbreitet er die Doktin und Propaganda des, der ihm seine Gebühren zuführt, und hetzt – ganz im Sinne der Regierung – die Bürger, die er eigentlich unvoreingenommen informieren müsste, gegeneinander auf. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist zu einer Gefahr für den sozialen Frieden in diesem Land geworden.

Der Frankfurter Rechtsanwalt Markus Hainz erstattete noch gestern unverzüglich Strafanzeige gegen Böhmermann, wobei er die Grenzen der Satire deutlich hervorhob. Hunderte hatten sich der Anzeige bereits gestern Abend angeschlossen. Derweil fordern immer mehr Stimmen die ersatzlose Abschaffung des verkommenen ÖRR-Systems insgesamt. Ex-„Bild”-Chef Julian Reichelt vom kritischen Videoportal „Achtung, Reichelt!” kündigte ab 2023 einen GEZ-Boykott an, dem sich Ansage! hiermit uneingeschränkt anschließt (mit dem ergänzenden Appell, am besten gar nicht mehr bei ARD und ZDF einzuschalten, solange dort solche gemeingefährlichen Hetzer wie Böhmermann & Konsorten am Werk sind) und dem möglichst zahlreiche Nachahmer zu wünschen sind:

(Screenshot:Twitter)

Auch die Journalistin Birgit Kelle bekräftigte diese Absicht und brachte es in ihrer Begründung beredt auf den Punkt: „Ich stelle hiermit meine GEZ-Zahlungen ein. Und empfehle allen, das auch zu tun. Wir werden gezwungen, Hetze und Propaganda mitzufinanzieren, im Namen einer sogenannten Grundversorgung. Ich erkläre mich hiermit als ausreichend versorgt.

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Einbürgerung: Alle Anforderungen sollen gesenkt werden

25. November 2022 - 21:00
Lohnt sich künftig noch mehr als bisher: Der lange Marsch nach Deutschland (Foto:privat)

Immer wenn man denkt, es könne angesichts aller derzeit stattfindenden Krisen hierzulande nicht mehr schlimmer kommen, braucht man nur einen verstohlenen Blick ins deutsche Bundesinnenministerium werfen und die dort ausgeheckten Pläne goutieren, um sogleich eines besseren belehrt zu werden. Dort wird aktuell nämlich allen Ernstes darüber nachgedacht, sämtliche Hürden und Erfordernisse, die Zuzug, Einwanderung und Einbürgerung in Deutschland noch in irgendeiner Weise an Bedingungen knüpften, radikal zu senken oder gleich ganz zu schleifen. Der deutsche Pass soll quasi zur Ramschware werden, den ein jeder Migrant sinnbildlich hinterhergeworfen bekommt. In Kombination mit dem ab Januar geltenden „Bürgergeld“ entsteht so für alle Glücksritter und Wirtschaftsmigranten dieses Planeten die wohl süßeste Versuchung, seit es offenen Grenzen gibt. Was hier unter Ägide Nancy Faesers stattfindet, ist ein beispielloser Ausverkauf deutscher Interessen – und in dieser Form ein fraglos einmaliger Vorgang in unserer langen Geschichte.

Metaphorisch ausgedrückt, fräst diese Ministerin wie eine Abrissbirne, stets flankiert von ihrer medialen Entourage, quer durch die Republik und ebnet mal eben alles ein, was unsere Nation, Stellung und Identität bislang noch ausmacht. Ethnisch und kulturell ist Deutschland sowieso in Auflösung begriffen und unabänderlich-rechnerisch ein demographisches Auslaufmodell. Doch das geht dieser Regierung nicht schnell genug; man könnte glatt glauben, dass alles, was Land, Industrie und den Bürgern massiv schadet, insbesondere von Faeser geradezu mit Wohlgefallen umgesetzt wird. Der Verdacht ist tatsächlich nicht unbegründet, denn längst werden Interessen von lautstarken Minderheiten, Doppelstaatlern und selbst illegalen Einwanderern über das Allgemeinwohl der autochthone Bürger gestellt. Doppelstandards allenthalben: Der Deutsche an sich scheint nichts mehr zu gelten, im eigenen Lande. So wenig, dass selbst die deutsche Pass-Identität ab sofort zum beliebigen Massenartikel werden soll.

Von wegen „Integrationsleistungen”

Hier ein paar erschreckende Auszüge aus dem Framing- und Nudging-Portfolio der wie stets wohlwollend berichtenden „Tagesschau”: „Weniger Wartezeit, kein Verzicht auf die alte Staatsbürgerschaft, Sonderregeln für Kinder und Ältere: Innenministerin Faeser will einem Medienbericht zufolge die Einbürgerung in Deutschland erleichtern. Demnach plant Faeser, dass in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, wenn ein Elternteil seit fünf Jahren ’seinen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt‘ in Deutschland hat. Die für eine Einbürgerung von Ausländern erforderliche Aufenthaltsdauer im Land solle von derzeit acht auf nur noch fünf Jahre verkürzt werden. Bei ‚besonderen Integrationsleistungen‘ sei eine Einbürgerung bereits nach drei Jahren möglich. Zugleich solle die Verpflichtung wegfallen, bei der Einbürgerung auf die bisherige Staatsangehörigkeit zu verzichten. Auch alle Sprachanforderungen, insbesondere für Ältere, entfallen zukünftig.

Dies alles wird in der Summe zusätzlich dazu beitragen, bereits im Lande vorhandene und nicht selten hochproblematische Gegengesellschaften regelrecht zu zementieren – und dazu führen, dass die ohnehin kaum vorhandene Bereitschaft  dieser Klientel, sich hier einzubringen oder gar zu „integrieren”, gegen Null sinkt. Und was es mit den „besonderen Integrationsleistungen” auf sich hat, so kann man im Licht der Entwicklung der letzten Jahre schon jetzt absehen, wie leicht diese Gummi-Bestimmung zu unterlaufen sein wird: Nicht etwa gemeinnützige Arbeit oder aktive Bereitschaft zum Spracherwerb werden dann nämlich darunter verstanden, sondern es genügt „zivilgesellschaftliches Engagement“: Als Flüchtlingshelfer oder Dolmetscher in der Erstaufnahmeeinrichtung, als Praktikant in der nächsten Moschee, durch Beteiligung an linksradikalen „Gegen-Rechts”-Demos oder gleich als Scherge der Antifa; oder wie wäre es mit der aktiven Mitwirkung an Klimaprotesten oder bei der Seenotrettung? So etwas wird demnächst dann pro forma völlig ausreichen, um sich für Ehrenabzeichen und den „Pour le Merite” des Faeserschen Linksstaats zu qualifizieren – und die deutsche Staatsbürgerschaft beanspruchen zu können.

Vollendete Tatsachen

Jetzt werden sie vollendete Tatsachen schaffen, die woken Deutschlandvernichter. Denn sie haben die Macht dazu: Irreversible, gleichwohl das Land in seinen Grundfesten erschütternde Maßnahmen werden den unwiederbringlichen Untergang unserer angestammten Heimat einläuten. Im Stundentakt ersinnt Frau Faeser neue Regeln nach immer gleichem Muster: faktische Verschärfungen für indigene Deutsche, Erleichterungen für Neusiedler. Und wer dagegen stimmt, ist wieder – man ahnt es schon – ein Menschenfeind, ewiggestrig und rechtsextrem dazu. Diese Totschlagbegriffe seien nur Etiketten ohne Relevanz, könnte man glauben; und doch kommt das mit ihnen einhergehende ein Stigma nach wie einer Vernichtung der bürgerlichen Existenz gleich – mit allem, was dazugehört. Vor allem deshalb halten viele, die eigentlich etwas zu sagen hätten, mittlerweile lieber den Mund.

Und so werden die Deutschen auch diesen nächsten großen, womöglich entscheidenden Anschlag auf ihre nationale Restidentität widerspruchslos schlucken. Dass selbst dann, wenn morgen kein einziger Zuwanderer mehr käme, die Geburtenraten der hier bereits „Angekommenen“ die deutsch- oder auch nur europäischstämmigen Einwohner dieses Landes in spätestens 20 Jahren zur absoluten Minderheit gemacht haben werden, ist schon denkwürdig genug. Durch die von Faeser betriebene Beschleunigung (schon jetzt sind 2022 weit mehr Menschen ins Land gekommen in der Flüchtlingskrise 2015!) und die nun auch noch vorgesehene „ultimative Bleibeperspektive“ durch Einbürgerung wird dieser Zustand weit schneller erreicht. Und auch wenn sich dieses wahnsinnige Vorhaben noch nicht ganz „in trockenen Tüchern“ befindet, so kann man Gift darauf nehmen, dass es auf eine breite Zustimmung innerhalb der Bundestagsfraktionen stoßen wird – zumindest in denen der Ampelparteien. Aktuell ziert sich zwar die CDU noch etwas – doch das wird sich schon noch geben. Bisher haben sich die servilen Granden unserer Union noch immer gerne dem grünlinken Zeitgeist untergeordnet.

Unerwartet und überraschend kommt all das übrigens nicht: Schon im Koalitionsvertrag hatten die Ampelparteien eine maßgebliche Reform des Einbürgerungsrechts geplant, und dieses Anliegen gedenken sie nun umzusetzen. Auf Gedeih und Verderb, mit allen Mitteln – und gegen jeden gesunden Menschenverstand. Eben alles zum maximalen Schaden dieses Landes. Und die den Deutschen dabei von ihrer Regierung zugedachte Rolle wird in nachfolgendem Antifa-Transparent treffend ausgedrückt:

(Screenshot:Youtube)

 

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Kiffen wir uns demnächst alle die Birne dicht?

25. November 2022 - 19:05
Check in to another World: Junge Kifferin (Foto:Imago)

Die Hampelkoalition plant die Legalisierung von Cannabis – ist das nicht wunderbar? In der Diskussion reden auch viele Leute mit, die über die zur Beurteilung des Themas hilfreichen Drogenerfahrungen gar nicht verfügen. Vor diesem Hintergrund sehe ich mich berufen, mich da mal zu Wort zu melden. Das Vorhaben der Cannabis-Legalisierung züchtet eine Klientel heran, die sich dann erst einmal dichtkiffen wird und anderes zu tun hat, als die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland kritisch zu hinterfragen – genau das jedoch wäre notwendig. Wenn es der Regierung darum ginge, Leute durch die neue Konsumverlockung in Schach zu halten, dann wäre dies ein prima gangbarer Weg. In Aldous Huxleys Roman „Schöne neue Welt” dient zu diesem Zweck eine Droge namens Soma.

Aber darum geht es den Regierenden wohl nicht, sondern es wäre ein Nebeneffekt: Die Idee der Cannabis-Legalisierung ist uralt und wurde im Koalitionsvertrag nur deshalb aus dem Hut gezogen, weil 16 Jahre Merkel-CDU vorbei sind und die Republik jetzt noch stärker errötet und ergrünt als vorher schon. Dabei wird die Rechnung jedoch gänzlich ohne einen Blick auf die aktuelle, in vieler Hinsicht schwierige Situation in Deutschland gemacht. Denn es gibt kaum einen schlechteren Zeitpunkt als den jetzigen, um solch einen Plan umzusetzen.

Freiheit und Verantwortung

Freiheit geht einher mit Verantwortung und funktioniert nur mit einem gewissen Maß an Reife. Solche Qualitäten aber fehlen dem Irrenhaus Deutschland an allen Ecken und Enden. Wie die Corona-Maßnahmen-Krise (und es war nur eine Maßnahmen-Krise!) gezeigt hat, befinden sich große Teile der Gesellschaft irgendwo zwischen unselbständig und faschistoid; es hapert daran, sich über die tatsächlichen Geschehnisse, beispielsweise rund um die Impfschäden, zu informieren, und mit Blockwartmentalität wurde – beziehungsweise wird immer noch – die Einhaltung von „Corona-Regeln“ kontrolliert. Andere Kreise wiederum freuen sich schon auf das „Bürgergeld”, da es das Nichtstun noch weiter erleichtern wird. Arbeiten lohnt sich leider immer weniger, wenn man den geringen finanziellen Abstand zwischen einem harten Tagesablauf im Niedriglohnsektor und der staatlichen Rundumversorgung vergleicht; manch ein Selbstversorger steht sogar noch schlechter da.

Genau jetzt müßte deshalb angepackt werden in Deutschland. Hasch macht jedoch leider phlegmatisch. Zudem ist die Kurve, mit der es abgebaut wird, eine ganz andere als bei Alkohol: Ist man richtig platt, dann ist man das oft auch noch nach 48 Stunden in einigem Maß; also möglicherweise, wenn der Montag naht und zahlreiche Arbeitsplätze ihre Tore wieder öffnen. Viele Leute aber peilen ihre Arbeit schon jetzt nicht, beispielsweise, weil sie zu undiszipliniert sind – oder geistig von der Natur nicht gerade gesegnet. Ein sehr großer Teil der Menschen geht bereits jetzt keiner Arbeit nach: zu jung, zu alt, zu krank, Flüchtlingsstatus, ausreichend Finanzen im Hintergrund, man kann sich durchtricksen, und so weiter, und so fort. Dreimal darf man raten, ob vermehrter Cannabis-Konsum eher zur Zunahme oder zur Abnahme der arbeitenden Bevölkerung führen wird.

Ein Mythos löst sich in Rauch auf

Haschisch kann außerdem zur psychischen Abhängigkeit führen, die Intelligenz mindern, Ängste und Depressionen fördern, die Entstehung von Psychosen begünstigen und einiges mehr. Weswegen man sich als Konsument selbst beobachten sollte, ob solcherlei Dinge sich ankündigen – in der Hoffnung, daß man noch objektiv dazu in der Lage ist. Demgegenüber kursieren Gerüchte über eine angeblich kreativitätsfördernde Wirkung von Cannabis. Diese dienen als Argument für die Freigabe. Da ist jedoch folgendes Selbstexperiment zu empfehlen: Man kiffe sich so richtig dicht, notiere dann die scheinbar so genialen Einfälle oder musikalisch-künstlerischen Eingebungen und nehme sich diese Tage später in nüchternem Zustand erneut hervor. (Wichtig ist natürlich, tatsächlich wieder nüchtern zu werden und nicht wieder den nächsten Joint zu rauchen.) Man wird sehen, daß die Produkte meist zu wenig zu gebrauchen sind und sie lediglich unter Hasch-Einfluß genial erschienen.

Zudem stellt sich die Frage, wie es nach einer Cannabis-Legalisierung denn dann in Bezug auf die anderen Drogen weitergehen soll. Da gibt es ja zum Beispiel die schönen Pillchen, durch die man wahlweise ansprechende Halluzinationen und synästhetische Wahrnehmungen bekommt oder aber sehr lange auf der Tanzfläche durchhält. Lediglich bei den härteren Stoffen, die man sich in die Blutbahn spritzt, wird wohl die Zahl der Befürworter einer Legalisierung etwas bescheidener ausfallen (obwohl es reichlich naiv ist, was einige Leute sich heutzutage unter anderem Vorzeichen in die Blutbahn spritzen lassen…).

Flankierende Maßnahmen Fehlanzeige

Die Trennlinie zwischen dem erlaubten Tabak und Alkohol auf der einen Seite und den Drogen im engeren Sinne auf der anderen ist seit Jahrzehnten starr, und vielleicht sind wir damit auch ganz gut gefahren. Da kommen mir die Worte in den Sinn, die jemand mir gegenüber zum Thema Drogen vor langer Zeit äußerte: „Es muß weiter verboten sein, aber so, daß man an alles drankommt.” Übrigens sind Alkohol und Cannabis vom Effekt her grundverschieden: Alkohol bedröhnt, Cannabis führt zum Übergang in eine andere Wahrnehmungswelt.

Grundsätzlich ist der liberale Gedanke hinter der geplanten Cannabis-Freigabe verständlich. Es soll hier auch nicht prinzipiell eine liberale Drogenpolitik schlechtgeredet werden. Nur muß so etwas mit einer Fortentwicklung der Gesellschaft und des Individuums einhergehen, und die ist zur Zeit nicht in Sicht. Zudem braucht es flankierende Maßnahmen. Viele Jugendliche und junge Erwachsene kommen eben doch nicht zurecht – auch nicht mit der als „weich“ bezeichneten Droge Haschisch. Nicht wenige versacken und kriegen ihr Leben nicht mehr auf die Reihe. Deswegen müssen noch mehr Hilfsangebote als vorher bereitstehen. Davon aber, daß dies geplant sei, hört man nichts.

Es steht jetzt wahrlich Wichtigeres an

Vor längerer Zeit besuchte ich eine befreundete Familie in der Schweiz. Dabei wurde der gelegentliche Alkohol- und Cannabis-Konsum des – anwesenden – Sohnemanns thematisiert und von mir eine Stellungnahme dazu erwartet. Ich meinte diplomatisch, entscheidend sei immer, daß man die Aufgaben des Lebens bewältigt kriegt. Wenn man dann manch einem Konsum lediglich ab und zu frönt und ansonsten mit seinen Angelegenheiten vorankommt, kann das eine Bereicherung im Leben sein oder jedenfalls kein Schaden; das müsse man in Eigenregie zu organisieren lernen. Dann rutschte mir spontan der weise Satz heraus: „Es gibt eine Zeit zum Arbeiten, und es gibt eine Zeit zum Feiern.

Aus ähnlicher Perspektive läßt sich jetzt auf Deutschland blicken. Hier gehen die Dinge derart gründlich schief, daß eine Zeit zum Feiern wirklich nicht ansteht. Statt mit dem Gedanken an Drogenlegalisierungen sollte man sich lieber mit den handfesten Herausforderungen befassen. Genannt seien nur die Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Verdummungserscheinungen in der Öffentlichkeit, indirekte Involviertheit in den Ukraine-Krieg, Probleme mit der Energiesicherheit, Inflation und Armut, das Umgehen mit den Schäden der Corona-Maßnahmen-Krise und vieles mehr. Wir müssen unsere Zeit als kollektive Aufgabe verstehen. Da liegt jetzt einige Arbeit vor uns. Erst danach läßt sich – als Fernziel – erneut über eine Cannabis-Legalisierung diskutieren. Dann genießen wir das Leben gerne wieder in vollen Zügen.

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Deutschland auf dem Weg in die Öko-Diktatur

25. November 2022 - 17:00
Deutschland legt sich wieder einmal in Trümmer – und niemand lehnt sich dagegen auf (Symbolbild:Pixabay)

Man hat den Eindruck, dass die Mehrheit der Deutschen resigniert hat: Jede noch so skandalöse Entscheidung der Regierung wird von der Mehrheit maximal noch mit einem Schulterzucken kommentiert. Viele sehen auch keinen Sinn mehr darin, gegen den Strom zu schwimmen. Proteste werden sowieso im Keim erstickt, die Nazikeule schlägt sofort unbarmherzig zu, sobald sich Menschen zu Demonstrationen versammeln, die gegen die Politik der Regierenden gerichtet ist – denn jeder, der daran teilnimmt, wird entweder der „staatlichen“ Delegitimierung oder gleich als rechtsextrem verdächtigt, oder wenigstens dem Vorwurf ausgesetzt mit Rechten gemeinsame Sache zu machen. Derart „besagt“ und diesem Dunstkreis zugerechnet zu werden, das wollen die meisten nicht. Der Leidensdruck vieler ist immer noch nicht groß genug, um diese diffamierende Etikettierung für die aktive Beteiligung an Protesten in Kauf zu nehmen. So duldet man schweigend und ohnmächtig, dass diese Gesellschaft immer mehr fragmentiert wird, dass den „schon länger hier Lebenden“ (vor allem der Minderheit jener Leistungsträger, die gerade noch als Steuer -und Abgabenzahler toleriert und gebraucht werden) von der Politik maximale Verachtung und Desinteresse an ihren Sorgen und Nöten entgegengebracht wird.

Deutschland fährt mit Vollgas ungebremst gegen die Wand und den meisten scheint das nicht einmal bewusst zu sein, oder es ist ihnen gar, noch schlimmer, ganz egal. Viele, vor allem Ältere, wollen vielleicht auch einfach nur noch möglichst lange in Ruhe leben und sagen sich insgeheim resigniert „nach uns die Sintflut”, wieso sollten sie sich noch ihre glückliche „Restlaufzeit“ mit Rebellion und anderen Unbilden vermiesen? In der Tat wird immer deutlicher: Wer sich offen gegen den Mainstream stellt, muss mit gravierenden Folgen rechnen in Form von gesellschaftlicher Ausgrenzung bis zum wirtschaftlichen Ruin. Die Coronakrise war diesbezüglich ein willkommenes Schockerlebnis, denn hier wurden viele abschreckenden Exempel statuiert, wie mit Menschen umgegangen wird, die nicht der Staatsdoktrin gefolgt sind. Selbst im privaten Umfeld wurden Familien gespalten, jahrzehntelange Freundschaften zerbrachen, Menschen wurden gesellschaftlich geächtet und manche sogar in den ökonomischen Ruin getrieben. Eine Aufarbeitung oder gar Entschuldigung dieser Abgründe hat es bis heute nicht gegeben und wird es wohl auch nicht geben.

Konservative leben gefährlich

An den Schalthebeln der Macht und sämtlicher Kontrollorgane sitzen dagegen heute linientreue Apparatschiks, die wohlwollend im Sinne der Regierenden agieren, fatalerweise auch in leitenden Positionen des Bundesverfassungsgericht und des Verfassungsschutzes.
Auch die vierte Macht im Staat, die Medien, sind weitgehend auf Linie gebracht. Niemals zuvor gab es so wenige kritische Stimmen im Land, die noch Gehör finden. Kein Wunder: Kaum jemand, dessen Karriere noch nicht vollendet ist oder der noch etwas sozial und ökonomisch zu verlieren hat, wagt es, den linksgrünen Irrsinn zu hinterfragen – es sei denn im stillen Kämmerlein oder hinter vorgehaltener Hand. Wer sich offen dazu bekennt, konservativ oder gar patriotisch zu sein, lebt in Deutschland mittlerweile gefährlich. Zur Einschüchterung stehen linksextreme Schlägertrupps, verharmlosend Antifa oder Aktivisten genannt, bereit, die in übelster SA-Tradition auch vor Sachbeschädigung oder sogar Körperverletzung gegenüber vermeintlich „Rechten“ nicht mehr zurückschrecken. Dies wird nicht nur toleriert, sondern zivilgesellschaftlich gefördert und nicht selten sogar staatlich oder von regierungsnahen NGO’s finanziert (so wie auch die teilweise kriminellen „Klima-Proteste”). Schließlich sind es ja die „Guten“, die da agieren.

Nur wo führt das alles hin, wenn es kein Korrektiv mehr gibt? Die Antwort liegt längst offen vor uns: Es führt in eine Diktatur, in der es nur noch eine erlaubte Wahrheit gibt. Die Grünen mögen selbst kaum glauben und bejubeln, dass alles, was sie an Hirngespinsten einst erdacht haben, jetzt Realität wird. Nur sollten sie sich nicht wundern, wenn ihr Traum schon bald zu einem Alptraum wird. Denn es gab und gibt immer gute Gründe anderer Meinung zu sein. Und nur der offene Diskurs ist es, der zu notwendigen Richtungskorrektur führen kann. Es scheint jedoch so zu sein, dass die Deutschen – wie immer in ihrer Geschichte – erst dann lernen, wenn es zu spät ist. Heute glauben sie, Moralweltmeister zu sein – bloß kann man davon nicht leben. Wie sagte schon Bert Brecht: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral“. Interessant wird zu sehen sein, was passiert, wenn es nicht mehr genug zum „fressen“ gibt, wenn die Menschen im Kalten und Dunklen sitzen und die wohlstandsverwahrlosten Weltretter merken, dass es eben doch keine Selbstverständlichkeit ist, im Wohlstand zu leben.

Willkürliche Selbstzerstörung

Man hat völlig ausgeblendet und vergessen, vergessen, dass Phasen des Friedens in Wohlstands für die Bevölkerungsmehrheit während der langen deutschen Geschichte die absolute Ausnahme waren und immer nur kurze Zeitspannen umfassten. Was wir die letzten zwei, drei Generationen erleben durften, war eben keine Selbstverständlichkeit. Und eben diese erarbeitete Prosperität, all diese glücklichen Errungenschaften scheint man jetzt mit aller Gewalt beseitigen zu wollen. Man glaubt, auf diese Weise die Welt retten zu können – nur interessiert es die Welt herzlich wenig, wenn die Deutschen ihre Gesellschaft für höhere Ziele durch Energiemangel, Deindustrialisierung und Massenzuwanderung aus bildungsfernen patriarchalischen Gesellschaften willkürlich selbst zerstören. Im Gegenteil: Andere Nationen streben danach, ihren Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen, während die Deutschen in spätrömischer Dekadenz alles dafür tun, keine Zukunft mehr zu haben.

Wann endlich wachen die Menschen auf, um diesem Wahnsinn noch Einhalt zu gebieten (sofern dies überhaupt noch möglich ist)? Wann obsiegen endlich wieder Vernunft und Realpolitik, die die Nachkriegszeit geprägt haben und Deutschland zu einem Erfolgsmodell werden ließen? Muss erst wieder alles zerstört sein, bevor man rückschauend erkennt, auf welchem Irrweg man gewandelt ist?

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CDU-Außenpolitiker dreht durch: Russland soll kapitulieren „wie Deutschland 1945”

25. November 2022 - 14:53
Völlig abgedreht: CDU-„Außenexperte“ Roderich Kiesewetter (Foto:Imago)

In puncto Selbstberauschung und Stellvertreterkriegsgeilheit steht die Service-„Opposition“ der Merz-CDU der Ampelregierung in nichts nach. Die sklavische Verknüpfung an die ukrainische Führung lässt sich mit Grundbegriffen aus jedem Psychologielehrbuch wie Gegenübertragung, Projektion oder Helfersyndrom recht gut beschreiben, allerdings scheint allmählich noch ein weiteres wahrscheinliches Grundmotiv für die völlig realitätsvergessene und blindeifrige Anti-Russland-Agitation gerade in Deutschland durch: Die unterbewusste Sehnsucht, das Trauma der Kriegsniederlage des Reiches von 1945 endlich zu überwinden, indem die damalige Siegermacht Russland, die unter den vier Alliierten auf deutschem Boden am schlimmsten wütete, endlich in dieselbe Situation gebracht wird wie einst Hitlerdeutschland: Besiegt von einer Allianz der Rechtschaffenen, die natürlich keine anderen Absichten verfolgten als Freiheit und Demokratie zu bringen.

Wie soll man sonst die Aussagen des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter in einem Interview mit „n-tv” interpretieren, Russland müsse „verlieren lernen wie Deutschland 1945“. Es müsse „Reparationen zahlen und Kriegsverbrecher an ein internationales Tribunal überstellen“.  „Unser Ziel“, so Roderich mit Schaum vorm Maul weiter, müsse unbedingt und unbeirrt lauten, „dass Russland verliert und die Ukraine gewinnt“. Die Ukraine müsse mindestens ihre Grenzen vom Januar 2022, am besten aber die von 2014 wiederherstellen. Dazu ist anscheinend jedes Mittel recht. Schlimmer noch: In seinem antirussischen Furor schreckt Kiesewetter auch nicht vor weiteren hanebüchenen historischen Vergleichen zurück, die ebenfalls zur unterschwelligen Rache- und Kompensationstheorie für die bedingungslose Kapitulation vor 77 Jahren passen: Russland führe in der Ukraine „einen Vernichtungskrieg, wie Hitlerdeutschland ihn von 1941 bis 1944 auf sowjetischem und insbesondere auf ukrainischem Boden geführt“ habe. Mit dieser ebenso falschen wie unsäglichen dummen überschreitet Roderich endgültig die Grenze der Geschmacklosigkeit – und beteiligt sich an einer weiteren Stufe der Verharmlosung NS-Vernichtungskrieges und des Dritten Reiches.

Schiefster aller Vergleiche

Denn selbst bei aller noch so berechtigten Kritik an der Invasion der Ukraine durch Putin und der russischen Kriegsführung könnte kein Vergleich schiefer sein. Das erklärte Ziel des deutschen Krieges von 1941 bis 1944 war die Schaffung von „Lebensraum im Osten” unter gezielter und systematisch geplanter Ausrottung von Hunderten Millionen als „minderwertig“ eingestufter Menschen. So etwas mit einem osteuropäischen Territorialkonflikt gleichzusetzen, dessen lange Vorgeschichte  (inklusive nicht zuletzt einem seit mindestens acht Jahre schwelenden faktischen Bürgerkrieg in der ethnisch russischen Ostukraine), ist eine monströse Verniedlichung des damaligen Ostfeldzugs und zeugt von einem Geschichtsrevisionismus, der interessanterweise denselben kollektiven psychologischen Wurzeln folgt wie der nicht nur unter Deutschlands extremen Rechten, sondern vor allem auch Linken grassierende Anti-Amerikanismus: Niemals konnten es die Nachfahren einer einst so reichen Kulturnation verwinden, dass ihnen die Freiheit und Demokratie ausgerechnet von kaugummikauenden GI’s mit Panzern und Bomben gebracht wurde, statt dass sie sich selbst von Hitlers Hexensabbat freimachen konnten. Heute hat es etwas für den linksgeprägten Mainstream etwas ungemein Befreiendes, Exkulpierendes und Läuterndes, den Erben der Roten Armee in ausgleichender Gerechtigkeit dieselbe demütigende Behandlung angedeihen zu lassen, die einst der niedergeworfenen „Herrenrasse“ widerfuhr.

Um diesen ultimativen Racheakt zu vollenden, ist kein Opfer zu hoch. Während das eigene Land eben als Folge der völlig fanatischen und verrannten deutschen Ukraine-Politik in Armut und Angst versinkt, weil immer Menschen und Unternehmen die stetig steigenden Energiekosten nicht mehr bezahlen können, berauschen sich Politiker des militärisch und wirtschaftlich immer machtloseren Deutschland an ihrer unsäglichen Kriegsrhetorik und verdammen jeden Ruf nach einem pragmatischen Verhandlungsfrieden als Defätismus in Bausch und Bogen. Kiesewetters gedankenloses und geschichtsvergessenes Geplapper beweis, dass sich die Ultra-Hardliner nicht nur auf die Regierungskoalition beschränken, sondern auch im pseudooppositionellen kongenialen Wurmfortsatz der Union verbreitet sind. Ihnen können gar nicht genug deutsche Waffen an die Ukraine geliefert werden, und dafür ist sogar die getreue und devote Unterwerfung unter US-amerikanische Forderungen, ganz anders als seinerzeit im Irak-Krieg, kein Problem.

Hannemann, geh du voran!

Absurderweise erklärte Kiesewetter, die USA würden es zwar großzügigerweise den Deutschen überlassen, „was sie machen“, als „Zeichen der Lastenteilung“ aber doch erwarten, „dass Deutschland über seinen Schatten springt und endlich Panzer liefert“. Dies hätten ihm diverse „hochrangige Gesprächspartner sehr deutlich“ gemacht. Bisher sei man in Washington davon ausgegangen, „dass Deutschland aus eigener Einsicht darauf kommt“. Gemeinsam mit zwei Fraktionskollegen habe Kiesewetter seine Gesprächspartner bei der Sicherheitskonferenz in Halifax „jedenfalls ermutigt, das klarer zu kommunizieren“. Nicht nur, dass sich Kiesewetter blind und blauäugig von der US-Strategie einlullen lässt, nach dem Motto „Hannemann, geh du voran!“ die Deutschen die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen und selbst in der sicheren transatlantischen Etappe zu verharren: Bei solchen Aussagen fragt man sich, für welches Land Kiesewetter eigentlich tätig ist. Ein deutscher Politiker animiert hier die USA geradezu dazu, Druck auf sein eigenes Land auszuüben, damit dieses einen noch stärkeren Kriegskurs fährt, um ein hochkorruptes, zerrissenes und instabiles Land exzessiv aufzurüsten – ohne offenbar auch nur eine Sekunde über die mittelfristigen Folgen nachzudenken.

Damit toppt die CDU-„Opposition” sogar noch den zumindest halbwegs zurückhaltenden Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz, der sich ja wenigstens noch um ein Minimum an Folgenabschätzung bemüht und versucht, die Schwelle zur völligen Eskalation nicht zu überschreiten, die die infantilen und fachfremden Naivlinge, denen man höchste deutsche Regierungsämter anvertraut hat – allen voran die im Auswärtigen Amt dilettierende Annalena Baerbock – in ihrer unsäglichen Eindimensionalität und Ahnungslosigkeit schon längst eingerissen und Deutschland damit womöglich schon in einen Dritten Weltkrieg geführt hätten. Obwohl auch Scholz mit seiner „Slawa Ukaini”-Nibelungentreue und antirussischen Sanktionslinie nichts dagegen unternimmt, dass sich Deutschland immer mehr selbst in den wirtschaftlichen Abgrund reißt. Angesichts von Kiesewetters Aussagen lautet die Frage der Stunde aber nicht mehr nur, wer uns vor dieser Bundesregierung schützt, sondern auch vor dieser „Opposition“.

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Deutsches Sprache, schweres Sprache… mit dem Messer geht es besser!

25. November 2022 - 12:30
Kampf gegen Streber: „Messer ist das…” Symbolbild:Imago)

Sehen so die Bemühungen aus, wenn man sich als Migrant tatsächlich um Integration bemüht und die deutsche Sprache erlernen will – nichts für den Spracherwerb tun und schon gar nicht arbeiten wollen oder irgendeine Form von Anstrengung an den Tag legen? Weil er es gewagt hatte, diese Frage einem Landsmann zu stellen, musste im Juli ein 22-jähriger Syrer fast mit seinem Leben büßen: Er hatte einen Landsmann ob dessen eher bescheidener Leistungen im gemeinsamen Deutschkurs als „faul“ bezeichnet – woraufhin der Kritisierte, nach kulturellem Brauch, prompt das Messer zog und dem Fragenden in den Hals stach.

Passiert ist das Ganze in Wien, wo beide Syrer einen Sprachkurs für Migranten besuchten, der in Österreich als „Integrationsmaßnahme” vorgeschrieben ist. Weil bei der Zeugnisausgabe im Sommer die Zensuren beziehungsweise Bewertungen beider Landsleute ziemlich unterschiedlich ausgefallen waren,  kam es zu dem Streit -und in seinem Anschluss dann, auf offener Straße, zur heftigen und beinahe tödlichen Auseinandersetzung kam.

Alles paletti…

Dabei war „Streber!“ noch das Harmloseste, was der Geschädigte zu hören bekam: Kurz nach der verbalen Auseinandersetzung zückte Yas A., so der Null-Bock-Migrant, ein Klappmesser, das er angeblich „nur zum Apfelschneiden” immer bei sich führe, wie er dem Gericht weismachte, und stach seinem Kontrahenten Odai A. drei Mal in den Hals, in die linke Achsel und in die Brust. Der 22-Jährige überlebte – wenn auch schwer verletzt. Ein Gerichtsmediziner bestätigte später, dass das Opfer ohne sofortige Not-OP in kürzester Zeit verstorben wäre. Als Auslöser für die Tat nannte Yas A. den Grund, dass er sich durch Odais Kritik an seinen Leistungen „herabgewürdigt” sah und ständig wegen seiner schlechteren Noten gehänselt worden sei.

Na, dann ist doch alles paletti! Welcher Deutsche kennt das nicht, Streber in der eigenen Klasse gehen einem tierisch auf die Nerven… also sticht man sie eben mit dem immerzu mitgeführten Messer zum Apfelschneider ab! Übrigens: Der Prozessauftakt startete vor rund einer Woche, bislang noch ohne Resultat. Dem Angeklagten drohen zehn bis 20 Jahre Haft. Außerdem musste ein Arabisch-Dolmetscher während der Verhandlung aushelfen. Hätte Yas A. mal besser ihn Sprachkurs aufgepaßt!

Dieser Beitrag erschien auch auf beischneider.

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Kampf gegen die Klimaapokalypse: Plan B ist völlig überbewertet…

25. November 2022 - 10:30
Die Welt unterm Hammer der Klimaideologen (Symbolbild:Pixabay)

Am Wochenende würde ich mütterlicherseits verdonnert, mir Systemcomedy beim „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR) anzuschauen. Bei den „Mitternachtsspitzen” wagte man es sogar, ein wenig sanften Spott über straßenklebende Klimaaktivisten auszuschütten – was heute schon fast einem Sakrileg gleichkommt. Wahrscheinlich erhielt der Sender daraufhin Protestmails, bis der Server rauchte, denn bei einer derart ernsten Sache wie dem Klima ist Humor natürlich vollkommen deplatziert! Der Planet stirbt, und die tapferen jungen Retter, welche das Unheil in letzter Sekunde noch aufhalten könnten, erfahren nicht die ihnen gebührende Wertschätzung? Das ist ein Medienskandal!

Anschließend erfreute uns das Soloprogramm eines Kabarettisten, dessen Name nach bayerischem Migrationshintergrund klang. Dieser wusch Klimaleugnern und Querdenkern aber mal so richtig den Kopf! Schuldbewusst versank ich in Mamas Sofakissen und schämte mich meiner offensichtlichen Unwissenheit zu allen Pandemie- und Klimaereignissen. Denn, so führte der junge Mann aus, jeder Kritiker der jeweiligen Politik habe seine Erkenntnisse doch nur aus Youtube-Videos zweifelhaften Ursprungs gewonnen. Wolfgang Wodarg und Hendrik Streeck als Absolventen der Online-Universität? Man höre und staune.

Liebesentzug nicht unter zwei Jahren

Dieser Kaberettist hatte wirklich knallhart recherchiert – soweit er dabei auf das Twitter-Abgangszeugnis von Karl Lauterbach gestoßen war, verschwieg er es allerdings konsequent. Und wer von Langzeitfolgen der Impfung zu sprechen wagt, glaubt höchstwahrscheinlich auch daran, dass Olaf Scholz ein Echsenmensch ist. So sind sie, die Querdenker – wer ihnen zuhört oder gar ihre Meinung teilt, sollte mit Liebesentzug nicht unter zwei Jahren bestraft werden.

Das gilt nun auch für Sandra Maischberger, welche die Dreistigkeit besaß, Anna Schneider von der „Welt“ einzuladen. Die Szene tobt – denn Frau Schneider pflegt sich regelmäßig kritisch über alles zu äußern, was den „Guten“ lieb und teuer ist. Und sie hängt offenbar nicht dem Glauben an, dass das Festkleben auf der Straße das Weltklima verändern könnte. Oder es zumindest die Industrienationen dieses Planeten dazu bringen wird, künftig nur noch Solar- und Windenergie zu benutzen. Dabei stehen wir doch so kurz davor! Nur noch drei Mal Kleben, und die Chinesen steigen auf erneuerbare Energien um oder bauen, aus Begeisterung über die tapferen Helden der Straße, schnell ihren Fusionsreaktor fertig!

(Screenshot:Twitter)

Alleine einen Plan B anzudenken, ist daher eine Unverschämtheit. Da Luisa Neubauer schon im zarten Alter von zwölf Jahren in Harvard ihren Abschluss in Geologie und Meteorologie erwarb und mit vierzehn den Lehrstuhl in beiden Fächern angetragen bekam, kann sie uns mit Sicherheit sagen, dass der Klimawandel nicht auf natürlichen Zyklen beruht, sondern lediglich entstanden ist, weil die Menschen pupsende Kühe halten und Dieselautos fahren. Etwas anderes zu behaupten ist Blasphemie und mithin irgendwie rechtsextremistisch.
Und deshalb ist es auch rechtsextremistisch, darüber nachzudenken, ob es sinnvoll sein könnte, sich mit Hilfe der Wissenschaft auf das Kommende vorzubereiten, statt sich auf die Wirksamkeit des Straßenklebens zu verlassen. Dennoch forschen rund um die Welt diabolische Nazi-Wissenschaftler an wärmeresistenten Bäumen und Nutzpflanzen, die eventuell auch noch mit wenig Wasser auskommen. Oder an alternativen Wohnformen!

Und manche dieser diabolischen Nazi-Wissenschaftler sind gar der Ansicht, man könne durch Renaturierung von Flussbetten Überschwemmungen abwenden oder in Wäldern CO2 binden, anstatt diese zugunsten von Windrädern abzuholzen. Wälder sind eben nicht nur der natürliche Lebensraum von Reh und Wildschwein, sondern auch des heimtückischen Wanderfaschisten, einer Spezies, die vor allem im Osten Deutschlands heimisch ist.
Sandra Maischberger hat sich also daran beteiligt, Wanderfaschisten und klimaleugnenden Nazi-Wissenschaftlern eine Plattform zu bieten.

Vom Dilemma

Wenn man es recht bedenkt, müsste man das gesamte öffentlich-rechtliche Fernsehen dafür in Haftung nehmen, das wiederum Frau Maischberger eine Bühne bereitet. Es ist ein Dilemma, das den Klimaaktivisten weitreichende ethische Kompromisse abverlangt: Werden die deutschen Talkshows aufgrund ihrer Komplizenschaft mit Klimaleugner-Rechtsextremisten und deren Kollaborateuren zum Teufel gejagt, entfällt gleichzeitig auch die eigene Werbeplattform. Also muss man zu milderen Mitteln greifen – dem Nazi-Framing! Zwar ist die Relativierung des Nationalsozialismus in Deutschland eigentlich verboten… aber fürs Klima kann man schon einmal ein Auge zudrücken.

Sandra Maischberger wird sich jetzt hoffentlich zweimal überlegen, wen sie demnächst in ihre Sendung einlädt – sonst muss man ihr notfalls Jan Böhmermann in die Runde setzen. Der hat schließlich schon mit Markus Lanz Tacheles geredet. Und wenn dann in der Show nur noch Gleichgesinnte sitzen, wird es doch gleich viel gemütlicher! So lange, bis der nächste Dissident ausgemacht wird.

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Psychiatrisierung Andersdenkender: Die verdrehte Wahrheit als Waffe der „Wissenschaft“

24. November 2022 - 21:00
Kritische Grundhaltung – ein Fall für den Knast oder die Gummizelle? (Symbolbild:Pixabay)

Jetzt wird es gefährlich. Der unter Angela Merkel eingeleitete definitorische Umbau der Medien hin zu Hütern einer landesweit kontrollierten „Regierungsagenda-Qualität“, gefolgt von skandalöser „NetzDG“-Internetzensur, geht nun in die finale Phase. Auch wenn immer noch viel zu viele glauben, es werde wohl am Ende alles nicht so schlimm kommen und das entpolitisierte Leben in der Nische sei ja auch nicht so schlecht (und wenigstens ungefährlich), für den dürfte das Erwachen schmerzhaft werden.

Erinnert man sich ans Ende der Wende, so hatten wir nach 1989 ff. ja die einzigartige Gelegenheit, von diversen Ex-DDR-Bürgerrechtlern Näheres über den gesellschaftlichen Alltag Andersdenkender in einer linksextremen Diktatur zu erfahren. Einstige Dissidenten aus Leipzig und Dresden berichteten ausführlich davon, wie die SED Andersdenkende und Nichtlinke mit Hilfe staatlich gelenkter „Wissenschaft“ und „objektiver Medizin” durch Gutachten und angebliche Expertisen zu Unmenschen mit psychotischen Defekten und für die Gesellschaft nicht erträglichen Persönlichkeitsstörungen machen ließ. Eine gelenkten Medizin mit staatlich gleichgeschalteten Psychiatern und Psychologen fällten vernichtende Urteile über die Psyche Andersdenkender, sie medizinalisierten und psychiatrisierten die Opposition, um sie auf perfide und brutale Art und Weise zuerst zu diskreditieren und mundtot zu machen, dann – vermeintlich zu ihrem eigenen Schutz – aus der Gesellschaft zu entfernen und so für das System unschädlich zu machen – vergiftet durch Psychopharmaka, in den Tod getrieben durch psychologische „Betreuung”.

Die Wissenschaft als billigste aller Huren

Der Clou dabei: Diese Vertreter dieser marxistisch-leninistisch eingenorderten „Wissenschaft” und totalitären Handlangermedizin, die nur dem Zweck der Diskursverhinderung und wirksamen Feindbekämpfung dienten, machten sich selbst stets vor, das Richtige und fachlich Gebotene zu tun. Jede Diktatur bietet ihren Schergen Selbstbetrugsmodelle zur eigenen Gesichtswahrung an, seien es Sonderstufen der Ehre und Moral zum Wohle des Gemeinwesen, gesellschaftliches Prestige und Titel oder schnöde Pfründe als Bestechung. Die DDR wurde damit übrigens zu einem schlimmsten (oder auch besten) Beweise dafür, dass „Wissenschaft“, in den Fängen übergeordneter Befehlshaber und politischer Mächte, die wohl billigste Hure sein kann, die überhaupt zu haben ist: Zum einen arbeiten in diesen „Wissenschaften“ meist übereitle Konkurrenz-Persönlichkeiten, die scharf sind auf Anerkennung und höchstes Lob sowie Auszeichnungen, zum anderen sind sie zumeist angestellte Leistungsempfänger, welche ihren Job natürlich auch nicht verlieren möchten und es sich daher mit ihren Auftraggebern nicht verderben wollen – und daher nicht gerade zu unbequemen Meinungen neigen.

Der „wissenschaftliche Sozialismus“ war insofern ideologischer Magerquark, die so präsentierte unumstössliche „Wahrheit“ über den siegreichen Sozialismus und die absolute Moralherrschaft der Linken (die gilt heute noch) war real nur primitiver Gläubismus von und für Fanatiker – von der amtierenden Bonzen-Elite so gewollt und bestellt, und dem Volk zum bedingungslosen Dran-Glauben-Müssen präsentiert. Selbst die bösen Sektierer von Scientology geben sich bekanntlich einen hochwissenschaftlichen Anstrich – genauso wie jede Religion sich mit einer eigenen theologischen „Wissenschaft“ künstlich verziert.

Ansammlungen von Un- und Schwachsinn

Bei den braunen, den National-Sozialisten gab es eine „Rassenkunde” und „Wissenschaftler”, welche tagtäglich Schädel vermessen haben und die Pigmentierung menschlicher Haut und die Beschaffenheit von Haar aus vielen Kontinenten katalogisierten. Die Nazis entdeckten so – quasi als „wissenschaftliche!“ Sensation – den Untermenschen. Später konnten die Real-Sozialisten dann mit ihren „wissenschaftlichen“ Studien die Überlegenheit des Marxismus-Leninismus „beweisen“, weshalb der Kapitalismus nach diagnostizierten Stadien eben schließlich endlich – wie von selbst – abtreten und den Welt-Sozialismus zum Kommunismus führen würde. Man muss sich diese Ansammlungen von Unsinn, Schwachsinn und Blödsinn, getarnt als „Wissenschaft“, unbedingt vor Augen halten, um sich klar zu machen, welches große politische Verbrechen gerade in Vorbereitung ist und demnächst Zug um Zug in den politisch-repressiven Alltag Einzug feiern dürfte. Es lässt ahnen, wer hier nun bereits wieder in welcher Qualität das Sagen hat und welche kriminelle Energie sich hinter den weissen Westen und den harmlosen Türschildern bei den Mächtigen verbergen.

Wo stehen wir im Rahmen einer gefährlichen Entwicklung? Wenn wir uns vor Augen führen, dass es Lehrstühle für die unsinnigen und vor allem politisch von Extremisten instrumentalisierten „Gender Studies“ inzwischen in der Anzahl von hunderten alleine an staatlichen deutschen Hochschulen bzw. Universitäten gibt, dann ist eine Zielmarkierung hier bereits fest vorgegeben: Letztlich wird hier der Nachwuchs gezüchtet, um den ganzen Laden zu steuern. Nimmt man Statements von Angehörigen es linksextremistischen Rot-Rot-Grünen Berliner Senats hinzu, der bekanntlich inzwischen Wahlen wie in Venezuela oder auf Kuba veranstaltet, dann wird es noch deutlicher. Politisierte „Wissenschaft reloaded”:Mit dem Promotionsrecht für Hochschulen für angewandte Wissenschaften (bisher Fachhochschulen) schließen wir an die bundesweite Entwicklung an. Forschungsstarke Fachbereiche können nun ihren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden und fördern. Aspekte der Stärkung von Transparenz, Governance und Diversitätsbeauftragung stellen Berlins Hochschulen modern auf und sichern demokratische Mitwirkungsrechte.

Vorsicht, Falle!

Mit dem üblichen linken Vokabular wird da munter in den Wissenschaftsbetrieb hineingestochen, werden Pflöcke in den Boden gerammt, werden politische Orientierungen für das gesamte Personal geschaffen, welche dann Andersdenkende ensprechend auszugrenzen haben. Die Grünen-Fraktion aus Berlin meldet stolz den ideologischen Sieg der Genossen im Kampf für einen neuen Sozialismus der total „gerechten“ Art: „Diversitätsbeauftragte an Hochschulen werden eingeführt und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten gestärkt.“  Na klar: Im 21. Jahrhundert stehen „Diversitätsbeauftragte“ hierzulande genauso für den gesellschaftlichen (Erkenntnis-)Fortschritt, ebenso wie auch Lastenfahrräder in Deutschland zum neuen Symbol deutscher Mobilität avancieren. Wir sind wieder wer! Wir, die Moralweltmeister! Oder doch eher Moralfaschisten…? Vorsicht, Falle!

Während der Einzug linker Themenvielfalt („Diversität”, „Klimawandel”, „Energiewende” und so weiter) in den Hochschulen allmählich fakultätenübergreifend zum politischen Diktat mutiert, gerät das wichtige Element der Umerziehung durch den totalitären Geist der Strippenzieher und der gestaltenden politisch mächtigen Kräfte samt ihrer Hilfstruppen – bis tief in die bereits durch kontrolierte Diskurshoheit gelenkter Medien – nun immer deutlicher in den offiziellen Fokus: Dieser Tage veröffentlichten etliche Medien das Ergebnis einer „wissenschaftlichen“ Studie, deren Quelle offenbar bewußt nebulös ausgewiesen wurde:  „Dunkle Persönlichkeitsmerkmale machen anfällig für Fake-News”, so deren verräterische These. Wenn die üblichen linken Tageszeitungen oder Nachrichtenkanäle wie „n-tv” so etwas ohne nähere Einordnung berichten, dann kann man es noch halbwegs nachvollziehen. Jedoch wird es zur brand gefährlichen Grenzüberschreitung wenn etwa „wissenschaft.de“, ein Portal mit unmittelbarer Tuchfühlung zur mutmaßlich seriösen Wissenschaft, hier ebenfalls an die Seite der Studienautoren springt und deren deutlich erkennbare Strategie sofort umsetzt, indem sie krude und von dumpfer Menschenfeindlichkeit und Intoleranz nur so strotzende Grundannahmen dieser akademischen „Arbeit“ auch noch allgemeinverständlich, für die politische Umsetzung, aufbereiten.

Irre Studie über „dunkle Persönlichkeitstypen“

Der inhaltliche Ausgangspunkt der Studie, so ist dort zu lesen, sei die so genannte Covid-19-Pandemie gewesen – um dann pauschal und unwissenschaftlich-verallgemeinernd sämtliche Impf- und Corona-Maßnahmen-Kritiker in einen Topf zu werfen und von außen mit dem Warnetikett „Vorsicht, Gift“ zu versehen. Denn – völlig klar – schließlich kursierten in den letzten zwei Jahren doch „zahlreiche Fehlinformationen und Verschwörungstheorien“. Aha. Es gab also keinen Anlass zur Kritik?! Abgesehen davon, dass sich diese „Verschwörungstheorien“ derzeit gerade reihenweise als wahr herausstellen und es eher die staatlichen und öffentlich-rechtlichen Quellen waren, die „Fehlinformationen” verbreitet haben, ist die ideologische Verblendung und Unfähigkeit zur Selbstkritik hierbei geradezu atemberaubend. Gerade dieser Tage äußern sich zunehmend auch echte Wissenschaftler, bei denen die politische Lenkung wohl nicht so ganz funktioniert hat, immer kritischer zur Corona-Staatshysterie und ihren administrierten Folgen. Hierbei werden Teile der Impfpropaganda und der medizinisch begründeten Einschränkungen bürgerlicher Freiheits- und Grundrechte scharf in die Zange genommen, gerät der Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Senioren in Altenheimen und Patienten in den Krankenhäusern während der „Corona-Diktatur“ in heftigste Debatten.

Davon unbeeindruckt fragt unser „Wissenschaftsmedium” – angesichts der Kritik an den brachialen Corona-Maßnahmen und dem Umgang mit Skeptikern der fragwürdigen Impfstoffe, knallhart wie ein politischer Polizist: „Doch was sind das für Menschen, die daran glauben?“ Um dann mit einer fatalen Antwort den Knüppel auszupacken und schonmal den Schlüssel für geschlossene psychiatrische Anstalten und Gefängnisse bereitzulegen – und halten Sie sich fest, das meinen die wirklich so: „Menschen mit sogenannten „dunklen“ Persönlichkeitsmerkmalen, die vor allem auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind… neigen eher dazu, Falschmeldungen Glauben zu schenken. Eine Rolle spielt dabei neben ihrer politischen Orientierung auch ihre Auffassung von Wissen.

Erkennbare Kriminalisierung

Und der Kern der umtriebigen Meinungsganoven, die nichts als Unruhe stiften, ist von der gaäänzlich neutralen (hahaha) „Wissenschaft“ auch schon ausgemacht: „Am anfälligsten für Verschwörungstheorien sind diejenigen, die davon überzeugt sind, dass Wissenschaft, Politik und Medien Tatsachen je nach Interessenslage konstruieren. Ohne handfeste Beweise und oft entgegen aller zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Evidenz behaupten diese zum Beispiel, die Pandemie sei von langer Hand geplant worden, um bürgerliche Freiheiten abzuschaffen, die Impfungen dienten ihn Wahrheit dazu, Menschen heimlich Mikrochips zur Überwachung einzupflanzen, oder das Virus werde über den Mobilfunkstandard 5G übertragen.“ Das hier extrem ins Absurde abgedrängte Grundrecht freier Meinungsäußerung, welches eigentlich auch das Recht auf Irrtum oder Falschglaube beinhaltet, wird hier erkennbar kriminalisiert, wie sich am unterschwellig feindlichen Duktus leicht erkennen lässt.

Fassen wir also an dieser Stelle kurz zusammen: Soeben haben „Wissenschaftler“ in einer „unabhängigen“ Studie unumstößlich-wahrhaftig bewiesen, dass derjenige, der kritisch über politische Umtriebe von Pharmakonzernen, übergelenkte und finanziell ferngesteuerte Studien und gravierende politische Fehlentscheidungen sowie über unseriösen Eigennutz in der Politik nachdenkt und darüber öffentlich diskutiert, etwas ganz Schlimmes, Verbrecherisches, Gemeingefährliches sein muss. Ein Untermensch womöglich? Ein Feind der Arbeiterklasse? Ein Ungläubiger? Nein, die heute aussätzigen Andersdenkenden mit ihrem Hexenglauben und ihrer toxischen Alchemie der Wahrheitssuche sind Menschen von „finsterer Persönlichkeit” (in der NS-Justiz hätte man von „niederer Gesinnung” gesprochen). Das ist es zumindest, was der Verantwortliche der Studie, ein denkwürdiger Psychologe namens Jan Philipp Rudloff, bei seiner Erforschung des Zusammenhanges zwischen „Fake-News”-Gläubigkeit und der dahinterliegenden Charakterstruktur dieser (unbedingt auszurottenden?) Personen herausgefunden haben will.

Die Perfidie der Infokrieger

Wie sie dabei vorgingen, spricht schon Bände: Infokrieger Rudloff und seine Kollegen führten vier aufeinanderfolgende Studien mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern aus den USA oder Deutschland durch. Diese sollten einen Onlinefragebogen ausfüllen. Gefragt wurde, so „wissenschaft.de„, etwa danach, „wie stark sie bei der Bewertung von Informationen ihrem Bauchgefühl vertrauen, wie wichtig ihnen handfeste Beweise sind und inwieweit sie annehmen, dass scheinbare Fakten von Politik, Wissenschaft und Medien nach eigenen Interessen konstruiert werden.“ Tja, welch ein Wunder: Die Probanden, auf die dies zutraf, wurden als „politisch eher rechts“ ermittelt, unerreichbar für regierungsamtliche „Fakten“. Eine kritische, wachsame und genuin misstrauische Grundhaltung gegenüber vermeintlich „objektiven” Wahrheiten wird hier also von angeblichen „Wissenschaftlern“, ganz im Sinne des linksstaatlichen Meinungskampfes, geradezu bösartig umgedeutet.

Rudloff und sein Kollege Markus Appel von der Universität Würzburg (womöglich etwa der „wissenschaftliche“ Arm von Klaus Schwab und George Soros?) stoßen mit dieser perfiden akademischen „Arbeit“ natürlich bei RTL/“n-tv” offene Ohren und werden hier wohlverstanden – weshalb sie auch als Stichwortgeber für die nützliche Interpretation, für die Übertragung dieser kruden „Forschungsergebnisse“ auf politische Dimension gerne genommen werden: „Die Forscher stießen auf ein weiteres Merkmal: die dunkle Persönlichkeit. ‚Die bekanntesten drei (Merkmale) sind Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie‘, erklärt Rudloff. ‚Man nennt sie auch die dunkle Triade.‘” Soweit der „Nachrichtensender“. Während sich narzisstische Menschen überlegen fühlten und gerne im Mittelpunkt stünden, strebten „machiavellistische Personen” nach Macht und Status. „Psychopathie-Züge zeichnen sich hingegen besonders durch impulsives und angstfreies Verhalten aus. Diese Merkmale haben einen gemeinsamen Kern‘, sagt der Psychologe. ‚Menschen mit starkem Dunklen Faktor der Persönlichkeit sind ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht – ohne Rücksicht auf andere zu nehmen.‘

Was damit gesagt und gemeint ist: Wir, die Opposition, sind zum Abschuss freigegeben. Wir alle sind demnächst Psychopathen, Gesinnungsverbrecher, Meinungsterroristen, charakterlose Egomanen – und uns alle sollte man… und so weiter, und so fort. Die DDR lässt grüßen. Gulag, Umerziehungslager, geschlossene Psychiatrie? Oder Schlimmeres? Wie ist das gemeint, ihr „Wissenschaftler“???

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Der Spiegel relotiert weiter

24. November 2022 - 19:14
Der „Spiegel“ und die etwas andere Wahrheit (Collage:Jouwatch)

Knapp vier Jahre, nachdem der „Spiegel” mit dem Relotius-Skandal einen Tiefpunkt seiner Geschichte erreichte, sieht er sich nun aktuell abermals gezwungen, mehrere seiner eigenen Artikel auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu lassen – und deswegen offline zu nehmen. Wieder einmal geht es um eine hochemotionale Schmonzetten-Gesinnungsreportage, bei der sich die Redakteure des einstigen Nachrichtenmagazins offenbar vor den Karren interessierter Migrationslobbyisten spannen ließen und kräftig auf die Tränendrüse drückten. Die bewusste Story dreht sich um ein fünfjähriges Flüchtlingsmädchen, das angeblich auf einer Insel zwischen der Türkei und Griechenland gestorben sein soll. Der „Spiegel” hatte sich in gleich mehreren Texten an dem Thema abgearbeitet und dabei eindeutig die Stoßrichtung verfolgt, die griechische Regierung für ihre angeblich inhumane Flüchtlingspolitik er Pushbacks und rigiden Grenzsicherung anzuprangern.

Wörtlich hatte es in einem der vier mittlerweile von der Webseite entfernten „Spiegel“-Rührstück geheißen: „Nun ist Maria tot. Sie ist Anfang August an Europas Außengrenze gestorben, weil ihr griechische Behörden jede Hilfe versagten. Sie wurde gerade einmal fünf Jahre alt”. Stattdessen ist dort nun der Hinweis zu lesen: „An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros im Sommer 2022. Mittlerweile gibt es Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse. Wir haben daher mehrere Beiträge zu diesem Thema vorläufig von unserer Website entfernt. Wir überprüfen unsere Berichterstattung und entscheiden nach Abschluss der Recherchen, ob die Beiträge gegebenenfalls in korrigierter und aktualisierter Form erneut veröffentlicht werden.” Dabei handelt es sich allerdings um eine sehr euphemistische Darstellung: Tatsächlich gibt es nämlich nicht nur „Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse“, sondern vor allem daran, ob es diese „Geschehnisse überhaupt gab.

NGO-Informationen nachgeplappert

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi zweifelte die Darstellung des „Spiegel” rundheraus an – teilte dies Chefredakteur Steffen Klusmann bereits im September brieflich mit. Der „Spiegel”-Reporter Giorgos Christides habe, so der Vorwurf des Ministers, die Angaben von Nichtregierungsorganisationen ungefiltert übernommen. „Aus den Fakten und allen fotografischen Beweisen geht hervor, dass es kein vermisstes Kind gibt, geschweige denn ein totes Kind“, hieß es weiter. Ende August hatte Christides auf Twitter behauptet, mit den Eltern und den Geschwistern des Mädchens gesprochen zu haben. Er wolle, „anders als die Politik“, nicht an ihnen zweifeln. Zudem hätten ihm weitere Menschen die Existenz des Mädchens bestätigt. Darüber hinaus habe es auch eidesstattliche Versicherungen gegenüber der ermittelnden Staatsanwaltschaft gegeben.

Beim „Spiegel” will man jetzt versuchen, die Recherche zu rekonstruieren. Dies wird jedoch offenbar unter anderem dadurch erschwert, dass die Insel teils griechisch, teils türkisch ist. Auch eine gezielte Kampagne der griechischen Regierung gegen Christides will man nicht ausschließen. Es drängt sich im Lichte früherer journalistischer Eskapaden des Hamburger Magazins und der ungenierten Tendenziosität der „Spiegel”-Redaktion jedoch der Verdacht auf, dass das Magazin wieder einmal zum Opfer seiner eigenen Ideologiehörigkeit geworden ist, der Fakten nur im Weg stehen. Das Magazin agiert seit Jahren als Anwalt einer unbegrenzten Massenzuwanderung. Die verlockende Möglichkeit, die griechische Regierung anzuklagen, die im Gegensatz zu Europas Willkommens-Vorreitern wie Deutschland wenigstens versucht, dem (von der Türkei zudem gezielt als politische Waffe forcierten) Migrationsansturm Herr zu werden, wollte man sich offenbar nicht entgehen lassen. Wohl deshalb plapperte Christides die Darstellung einer NGO getreulich nach, weil sie ihm perfekt ins Konzept passte.

Der Fall könnte also durchaus sein unrühmliches Vorbild in den Lügen-„Reportagen“ von Claas Relotius haben, dessen prinzipiell antiamerikanischer Tenor nur allzu bereitwillig akzeptiert worden war – etwa, als er eine amerikanische Kleinstadt als Hochburg hinterwäldlerischer Trump-Anhänger grotesk überzeichnet hatte. Offenbar versagen an der Hamburger Ericusspitze weiterhin alle Kontrollmechanismen, sobald man dort die Möglichkeit wittert, den nächsten ideologischen Kreuzzug voranzutreiben. Man darf gespannt sein, ob die Vorwürfe sich erhärten – und es das angeblich durch griechische Untätigkeit verstorbene Mädchen noch nicht einmal gegeben hat. Dem „Spiegel” (einstiger Claim: „Schreiben, was ist”) wird auch diesmal sicher wieder ein Weg einfallen, wie er sich aus der Affäre zieht.

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Ein voller Erfolg!

24. November 2022 - 17:00
Gänsehautmoment: Leidenschaftlicher Appell fürs Maskentragen (Foto:ScreenshotYoutube)

Thorben-Malte hatte sich akribisch auf das Auftaktspiel der „Mannschaft” vorbereitet. Den dritten Booster hatte er sich punktgenau am Tag zuvor durch das frisch auf den Oberarm tätowierte One-Love-Symbol stechen lassen. Eigentlich hätte er um 14 Uhr fürs Klima wieder in Windeln auf der Straße kleben sollen… aber er hatte für den politisch ebenfalls wichtigen WM-Auftakt frei bekommen.

Mit großer Rührung nahm er unter seiner Maske und bei korrekt abgestellter Heizung zur Kenntnis, dass Innenministerin Nancy Faeser im Stadion weilte und demonstrativ die One-Love-Binde trug, so wie tags zuvor auch schon die Star-Kommentatorin Claudia Neumann vom Zweiten Deutschen Qualitätsfernsehen (ZDF). Auch in seinem Lieblingssender ARD stimmte absolut alles: Mit Thomas Hitzlsperger, Sami Khedira und zwei Frauen im Studio waren alle Minderheiten korrekt mit Expert_Innen abgedeckt.

Das Siedlungsgebiet hervorragend repräsentiert

Emotionaler Höhepunkt war dann die Mund-Abdeck-Geste der Mannschaft vor dem Spiel, mit der sie eindrucksvoll die FFP2-Maskenpflicht auch auf dem Platz forderte und zudem gegen das Bindenverbot der rückwärtsgewandten FIFA protestierte. Damit war das sie entsendende Siedlungsgebiet im Geiste Karl Lauterbachs und der Grünen hervorragend repräsentiert und abgebildet.

Thorben-Malte führte während des Spiels akkurat Strichliste und konnte viele gute Punkte abhaken – wie etwa die Diversität der Aufstellung, die auch durch die Auswechselungen nie litt, was ihm sehr wichtig war. Es konnte kein Zweifel bestehen: Das Spiel war ein voller Erfolg. Das Ergebnis von 1:2 hatte er in seinem Eifer gar nicht mehr mitbekommen; er entnahm es später den Nachrichten.

Damit hatte sein Team ein weiteres wichtiges Zeichen der gewaltfreien Völkerverständigung und gegen das toxische Leistungsprinzip gesetzt und würde hocherhobenen Zeigefingers das undemokratische Ausrichterland Katar, das Robert Habeck trotz dessen tiefen Bücklings kein Gas verkauft hatte, schon nach der Vorrunde demonstrativ verlassen!

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