Luftbrücke in den Krieg: GRÜNE treiben das Schlachten in Syrien voran

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Ulrich Gellermann
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Beigetreten: 22.03.2013 - 15:43
Luftbrücke in den Krieg: GRÜNE treiben das Schlachten in Syrien voran
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Luftbrücke in den Krieg

GRÜNE treiben das Schlachten in Syrien voran

omran_daqneesh_aleppo_syrien_syria_siria_buergerkrieg_assad_islamischer_staat_bush_obama_donald_trump_hillary_clinton_airstrikes_kritisches_netzwerk_mustafa_al-sarout.jpgEin kleiner Junge blickt ins Nichts: Omran Daqneesh aus Aleppo. Das Nichts seiner Zukunft in einem Syrien des Krieges. Verloren sitzt er in der Ambulanz, einer der vielen Kriegsverlierer. Sein Bild ging um die westliche Welt. Seine Botschaft, manchmal im Kommentar zu lesen, manchmal im antrainierten Reflex des Betrachters längst freigeschaltet: Der Russe war´s, Assad war´s. Lange Jahre gut gerüsteter Medienarbeit zahlen sich aus: Schon die schlichte Überlegung, dass es in jedem Krieg zwei Seiten gibt, ist dem gewöhnlichen Medien-Konsumenten aus dem Hirn amputiert.

Die Frage nach Beweisen, nach Umständen, nach Ursachen gar, liegt ihm inzwischen so fern, wie die Entscheidungszentren, in denen dieser Krieg gemacht wird.

Tage später, nachdem Omrans Foto seine Wirkung getan hat, gibt es in einigen wenigen Medien, nicht mehr ganz vorn, eher hinten im Nebensächlichen, eine Notiz zum Fotografen des anrührenden Kinderbildes: Es hat ein Mann geschossen, der selbst schon auf einem Foto zu sehen war. Das zeigt ihn, wie er grinsend mit Kämpfern der Zenki-Milizen posiert. Das sind die Verbrecher, die ein anderes syrisches Kind [Abdullah Issa] enthauptet haben.

Dieses Foto vom 5. August, das nicht annähernd die Popularität des Fotos mit dem kleinen Omran erlangte, zeigt sie: Die zweite Seite im syrischen Krieg. Die sogenannten Rebellen, Oppositionellen, Aktivisten. Auch der inzwischen weltberühmte Fotograf des Omran-Fotos wird in den einschlägigen Medien zu den „Aktivisten“ gezählt.

war_children_glory_heros_kriegshelden_occupy_world_humanismus_imperialismus_imperialism_geopolitik_kriegsverbrechen_nato_syrien_voelkerrecht_kritisches-netzwerk.jpgWer ist das, die aktive Nour al-Din al-Zenki-Enthauptungs-Miliz? Bezahlt wird sie aus Saudi Arabien. In anständigen Teilen der Welt nennt man sowas nicht Aktivisten sondern Söldner. Bewaffnet wurden sie unter anderem von den USA, mit den beliebten BGM-71 TOW-Raketen, deren erste Modelle sich schon im Vietnamkrieg bewährt haben.

Auch in Afghanistan waren sie dabei und natürlich auch im Irak. In all diesen humanitär einwandfreien Kriegen – wenn man den westlichen Medien glauben wollte – die von den USA und ihren Verbündeten in die Welt gesetzt wurden, um Freiheit und Demokratie mit Blut und Sprengstoff durchzusetzen. In den anständigen Teilen der Welt nennt man diesen Vorgang Imperialismus.

Die Nour al-Din al-Zenki-Miliz – zu denen der fotografierende Freund westlicher Medien so gute Beziehungen hat, dass man ihn für ein Mitglied dieser Truppe halten könnte – ist gut bekannt für Entführungen und Folter. Eine Truppe, die anläßlich der Wiener Friedens-Verhandlungen für Syrien im November 2015, auf die Liste der Terroristen kam, die auf keinen Fall an den Verhandlungen teilnehmen durften. Eine der widerlichen Terror-Gruppen, die unter dem Etikett „Oppositionelle“ ihrem Geschäftsmodell nachgehen: Für Geld marodieren. Das ist längst der Mainstream der anderen Seite im Syrienkrieg.

Wir brauchen jetzt eine Allianz der Anständigen“, fordert Franziska Brantner, eine profilierte GRÜNE aus dem "Winfried-Kretschmann-Wir-Können-Auch-CDU-Flügel". Und anständig findet sie, wenn „Bundesaußenminister Steinmeier . . . auf Moskau einwirkt, dass es seine Unterstützung für Assads Kriegsführung und Vernichtungsstrategie beendet.

So geht grüner Anstand: Die Söldner, die USA und Saudi-Arabien, die „andere“ Seite also einfach ausblenden und damit reinwaschen. Gemeinsam mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour, der tatsächlich noch jüngst einen Abzug aus Afghanistan für „kurzsichtig“ hielt, fordert sie jetzt im Namen der grünen Partei eine „Luftbrücke“ nach Aleppo.

Die Luftbrücken-Forderung ignoriert nicht nur mal eben internationales Recht. Sie beschimpft auch die russische und die syrische Seite, jene, die einer Luftbrücke zustimmen müssten: Zynisch seien die und menschenverachtend, steht im Papier der GRÜNEN. Wahrscheinlich füllt Frau Brantner gerade die Eintrittsformulare für die „Atlantik-Brücke“ und die „Deutsch Atlantische Gesellschaft“ aus, beides Einfluss-Agenturen der USA, in denen Herr Nouripour bereits Vorstandsmitglied ist. Die grüne Partei: In Jugoslawien und Afghanistan schon dabei, spielt jetzt einem konditionierten Publikum den Friedensengel vor.

Franziska Brantner und Omid Nouripour gehören zur deutschen „Assad-muss-weg-Bewegung“.

  • Wer das fordert, will den Krieg verlängern!
  • Wer das fordert, der macht sich mit den islamistischen Mörderbanden in Syrien gemein!
  • Wer das fordert, schließt sich freudig der US-Regime-Change-Politik an!
  • Wer das auf seine Agenda setzt, der will das Schlachten in Syrien nicht beenden, sondern den Sieg der Scharia-Allianz durchsetzen, die Allianz der Unanständigen!

Wenn die grüne Allianz gewinnt, wird es viele kleine Jungen geben, die in einem Nichts-Land leben müssen. Einem Staat aus konkurrierenden Milizen, der Unterdrückung religiöser Minderheiten und der offenen Grenzen für jedermann, der sich ein Stück aus Syrien rausschneiden will: Die Türken, die Israelis, und natürlich die wahhabitischen Kataris, die dann endlich jene Gasleitung durch das Land legen können, die der Ober-GRÜNE Joschka Fischer so dringend für seine Nabucco-Pipeline braucht.

So geht grüne Friedenspolitik!

von Ulrich Gellermann, Berlin



 Quelle: RATIONALGALERIE > Artikel vom 22.08.2016.

Bild- und Grafikquellen:

1. Das Foto des fünfjährigen Omran Daqneesh aus Aleppo in Syrien ist eine Momentaufnahme aus einem Videos, daß von dem Journalisten und Kameramann Mustafa al-Sarout gedreht wurde. Das Text-Inlet in der Kollage wurde vermutl. von OCCUPY WORLD erstellt - es befindet sich deren Chronikgalerie bei Facebookt. Quelle: Facebookseite von OCCUPY WORLD > facebook.com/Occupy.Space/. > Bildkollage.

2. "Teach your children there is no glory or heros in war. That the glory comes from the actions that prevent war, and the heros are the ones who implement those actions." Diese Grafik wurde vermutl. von OCCUPY WORLD erstellt - sie befindet sich deren Chronikgalerie bei Facebookt. Quelle: Facebookseite von OCCUPY WORLD > facebook.com/Occupy.Space/. > Bildkollage.

3. Tittin auf dem Weg nach Syrien! Seitdem der grüne Außenminister Joschka Fischer 1999 die Teilnahme am Kosovo-Krieg durchsetzte, haben die Grünen jede Aggression des deutschen Imperialismus unterstützt. Verwandlung der „Öko-Aktivisten zu grünen Sheriffs“! Heute weist die wohlhabende Klientel der Grünen das höchste durchschnittliche Mitgliedereinkommen aller Parteien auf. Seit Jahren unterstützen sie die Schuldenbremse und eine strikte Haushaltsdisziplin.

Die explosive soziale Ungleichheit und die Beteiligung der Bundeswehr an immer neuen Kriegseinsätzen, von Afghanistan über Syrien und den Irak bis nach Nordafrika, stoßen in der Bevölkerung auf wachsenden Widerstand und setzen offene Klassenkämpfe auf die Tagesordnung. Das ist der wirkliche Grund für den Ruf der Grünen nach einem Polizeistaat. (Zitiert nach Marianne Arens / wsws.org). Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de .

4. BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN: GRÜN aus Verachtung für Deutschland. Bildidee: KN-Admin Helmut Schnug, Techn. Umsetzung: Wilfried Kahrs / QPress.de .