Plastik: als Werkstoff ein Alleskönner, in der Umwelt ein Problem

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Plastik: als Werkstoff ein Alleskönner, in der Umwelt ein Problem
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Plastik:

als Werkstoff ein Alleskönner, in der Umwelt ein Problem

von Werner Hochreiter / A&W blog

Kunststoffe sind allgegenwärtig und aus unserem Leben schwer wegzudenken. Dass sie mittlerweile überall in der Umwelt sind, ist keinesfalls die Kreislaufwirtschaft, die wir wollen. Die Europäische Kommission hat ein mutiges Zukunftsbild der Kunststoffwirtschaft entworfen. Ohne Regulierung wird da nicht viel gehen. Doch der Weg dahin ist noch steinig, wie die Grabenkämpfe ums Einwegpfand auf Plastikflaschen in Österreich lehren.

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► Plastik – Siegeszug seit den 1950er-Jahren

Würden auf einen Schlag alle Kunststoffe in unserem Umfeld verschwinden, es sähe rundum ziemlich leer aus: Vom Computer blieben ein paar Drähte; vom Sperrholzmöbel ein Häuflein roher Holzspäne; von der Brille nichts als zwei kleine Metallscharniere; vom Surfboard, von der Gießkanne, von der Trinkflasche – nichts. Die ungeordneten Haufen Lebensmittel im Supermarkt wollen wir uns gar nicht vorstellen. Wir stünden auch im Dunkeln, denn fehlt die Isolation aus Kunststoff, lässt sich durch Kabel kein Strom leiten, lassen sich keine Elektromotoren bauen. Manche von uns stünden auch ziemlich nackt da.

Dabei blickt Kunststoff als Massenprodukt nicht auf eine lange Geschichte zurück. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg trat Plastik den Siegeszug an. Moderne Kunststoffe ermöglichen heute Anwendungen, die vor hundert Jahren nicht vorstellbar waren. Damit stieg auch die produzierte Menge an Kunststoffen rasant an. 2015 waren es weltweit 380 Millionen Tonnen, doppelt so viel wie 17 Jahre zuvor. Auf jeden auf der Welt lebenden Menschen kommen knapp 50 Kilogramm Plastik pro Jahr: mehr als ein Drittel davon für Verpackungen, je ein Sechstel für langlebige Konsumprodukte (inklusive Fahrzeuge), Bauwirtschaft und Textilien und der Rest für andere Anwendungen.

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► Plastik als Problemstoff

Doch die immer weitere Verbreitung führt auch zu Problemen: Gesundheits- und Umweltbelastungen durch Schadstoffe, Gefährdung von Meereslebewesen sowie steigende Müllmengen und Mikroplastik, von dessen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit man bisher nur sehr wenig weiß. Die Länder, aus denen 50 Prozent der Weltproduktion von Plastik stammen – China, Vietnam, Indonesien, Thailand und die Philippinen –, sind etwa auch für 50 Prozent des unkontrollierten Kunststoffeintrags in die Weltmeere verantwortlich.

Mikroplastik – das sind winzige Plastikteilchen, kleiner als fünf Millimeter – findet sich aufgrund von Wind und Wetter mittlerweile überall auf dem Planeten. Beklemmend sind die Bilder von verendeten Seevögeln und Walen, die Plastik mit Nahrung verwechselt haben. Der unschöne Anblick von weggeworfenen Plastikgegenständen am Wegesrand, an Flussufern oder Stränden ist offenbar erst der Anfang einer noch unschöneren Geschichte.

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Beklemmend sind auch die Bilder aus der „Plastikprovinz“ Shandong im Nordosten Chinas, wo lange Zeit 90 Prozent von Europas Kunststoffabfällen zum Recycling angekommen sind und aus Bäuerinnen und Bauern sowie WanderarbeiterInnen Plastik-RecyclerInnen gemacht haben. Ganze Familien leben dort zwischen Plastikabfallhaufen, aus denen sie unter unvorstellbaren Arbeits- und Lebensbedingungen Verwertbares herausholen.

Dass China 2018 die Einfuhren drastisch gestoppt hat, hat zwar den politischen Druck aufs Recycling in Europa erhöht, vor allem aber den Run auf Ausweichdestinationen in Fernost und Afrika eröffnet. Dazu trägt bei, dass die USA die Verschärfungen in der Basel-Konvention für den Export von Kunststoffabfällen nicht umsetzen wollen. (>> CNN-Artikel).

Wohlgemerkt: Die schmutzigen Geschäfte bei den internationalen Plastikabfallexporten sind nur eine Facette, warum die in Europa proklamierte Förderung des Recyclings noch lange nicht die Lösung ist. (>> INTERPOL-Artikel).

► Plastik braucht verbindliche Regulierung

Coca-Cola, Coke, Dickmacher, Trinkwasservergeudung, Trinkwasserverschwendung, Wasserknappheit, Wasservergeudung, Zuckerwasser, zuckerreicher Softdrink, Es braucht ganzheitliche Lösungen, ein neues Denken von der Wiege bis zur Bahre, einen deutlich sorgsameren Umgang mit dem Werkstoff und seinen Produkten, um den unkontrollierten Eintrag in die Umwelt zu unterbinden. Ohne verbindliche Regulierungen wird da wenig gehen. Recycling passiert nur so weit, wie staatliche Regulierungen (z. B. Verpackungsverordnungen, Deponierungsverbote oder -abgaben oder CO2-Abgaben) das verlangen.

Vor allem werden die Hersteller den Einsatz von Recyclat signifikant steigern müssen. Doch die Begeisterung dafür hält sich in Grenzen, weil der Einsatz von Primärkunststoff – der ist fast zu 100 Prozent aus Erdöl hergestellt – unendlich billiger als das Recycling ist. (>> Artikel der EU-Kommission)

► Europäische Kommission macht Plastik zu einem Schwerpunkt

Gerne präsentiert sich die Kunststoffbranche als boomende Wachstumsbranche. Doch der Werkstoff ist ins Gerede gekommen. Mittlerweile ist in der Öffentlichkeit angekommen, dass Plastik eine Bedrohung für Gesundheit und Umwelt darstellt. Es ist erfreulich, dass die Europäische Kommission Kunststoffe zu einem der Schwerpunkte in ihrem Bemühen für mehr Kreislauforientierung in Produktion und Konsum gemacht hat. Dabei haben sich die großen, international aufgestellten Konzerne wie z. B. Coca-Cola, Nestlé und Unilever redlich bemüht, effektive rechtliche Maßnahmen mit wohlklingenden Initiativen und freiwilligen Selbstverpflichtungen möglichst zu unterbinden.[solche Konzerne sollte man zerschlagen; H.S.]

Die 2018 veröffentlichte EU-Kunststoffstrategie benennt die Probleme und zeichnet das anzustrebende Zukunftsbild für die Kunststoffwirtschaft. Sie beschreibt die Ansatzpunkte für mehr Kunststoffrecycling, zur Eindämmung der Kunststoffabfälle und gegen die Vermüllung der Umwelt vor allem mit Mikroplastik, will unter anderem kompostierbare, biologisch abbaubare Kunststoffe fördern und identifiziert den Handlungsbedarf auf der globalen Ebene.

Ein erster Probelauf für mehr Verbindlichkeit war dann gleich die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik (Single-Use-Plastics- oder Strategische Umweltprüfung; kurz SUP-Richtlinie), die sich die 10 am meisten an Europas Stränden weggeworfenen Einwegkunststoffartikel vorgeknöpft hat.

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► Der Weg ist steinig

Wie steinig der Weg vom Zukunftsbild der Kunststoffwirtschaft bis hin zu wirksamen Maßnahmen ist, zeigen die mühsamen Grabenkämpfe um die Einführung eines Pflichtpfands auf Einwegkunststoffflaschen in Österreich, wie dies auch die SUP-Richtlinie fordert. Denn die Großformen des Lebensmittelhandels, die sich gern als Hüter der Nachhaltigkeit geben, setzen hier auf maximale Verhinderung. Sie behaupten ungeniert vermeintliche Kostensteigerungen durch ein Pfandsystem, ohne dafür bisher Nachweise vorgelegt zu haben.

Stattdessen wird ein Zehn-Punkte-Programm der Wirtschaft als „Chance für die Kreislaufwirtschaft“ inszeniert, das in Wahrheit über 'business as usual' kaum hinausgeht und nur maximalen Eigennutz im Auge hat, und zwar gegen den erklärten Wortlaut der SUP-Richtlinie. Denn man will kein Pfandsystem, gleichzeitig aber auch keinesfalls die Kosten des Wegräumens der gelitterten Getränkeflaschen und -dosen in Österreich tragen, die bei den Kommunen und Verkehrsunternehmen anfallen. Und für die notwendige massive Intensivierung der Getrenntsammlung, damit die Sammelziele der SUP-Richtlinie doch eingehalten werden können, sollen die Kommunen selber sorgen.

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Mit einer faktenbasierten Debatte hat ein solches Ansinnen schon länger nichts mehr zu tun und ist zuletzt zu Wahlkampfrhetorik verkommen: „Wenn Wien besser Müll trennen würde, hätten wir das Problem nicht“. Dabei wäre ein Pfandsystem ja nur ein erster Schritt unter vielen … Das Plastozän, das Plastikzeitalter, wäre damit auch noch lange nicht abgewendet.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Schwerpunkt „Problemstoff Plastik“ in der Zeitschrift Wirtschaft und Umwelt 3/2020. >> weiter.

Im ersten Beitrag folgt Christoph Streissler dem Werdegang des neuen Werkstoffes und beschreibt, welche Probleme sich heute zeigen. >> weiter.

Im zweiten Beitrag widmet sich Iris Strutzmann der Entstehung und den Folgen von Mikroplastik, während Annette Kraus die Break-Free-From-Plastic-Bewegung vorstellt, die sich seit 2016 der Plastikkrise entgegenstemmt. >> weiter.

Der dritte Beitrag von Werner Hochreiter beschäftigt sich mit Licht und Schatten der EU-Kunststoffstrategie, die ein Umdenken einleiten und mehr Kreislauforientierung in Produktion und Konsum bringen will. >> weiter.

Im Interview schildert der Filmemacher Werner Boote seine Beweggründe für den Film „Plastic Planet“ und was sich seither getan hat. >> weiter.

Werner Hochreiter, Jurist und Mitarbeiter der Abteilung Umwelt & Verkehr in der Arbeitskammer (AK) Wien.

Plastic Planet Original Movie (ein Film von Werner Boote, Dauer 1:35:04 Std.).

Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. In den Weltmeeren findet man inzwischen 6-mal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Regisseur Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, sucht weltweit nach Antworten u. deckt unglaubliche Zusammenhänge auf.


► Quelle: A&W blog / Redaktion »Arbeit&Wirtschaft«: 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1 >> www.arbeit-wirtschaft.at >> A&W blog >> Artikel vom 8. Oktober 2020. Der Artikel ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0. ACHTUNG: Die Bilder, Grafiken und Illustrationen sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. folgende Kriterien oder Lizenzen, s.u.. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt.

► Bild- und Grafikquellen:

1. Plastikflaschen sind allgegenwärtig und aus unserem Leben schwer wegzudenken. Foto: MatthewGollop / Matthew Gollop, United Kingdom. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Bild.

2. „Coffee to go“ - ein Boom der Coffee-Shops. Allein in Deutschland werden jährlich mehrere Mrd. Einweg-Kaffeebecher verbraucht, was einer Abfallmenge von mehreren zehntausend Tonnen entspricht. Unnötiger Wohlstandmüll nur weil man zu faul und bequem ist, sich einen mitgebrachten Becher füllen zu lassen. Foto: meineresterampe. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Bild.

3. Meeres- und Gewässerverschmutzung durch Wohlstandsmüll: Kunststoffe und Plastik (PVC, PET, Polyethylen). Foto: suju / Susanne, Schweiz. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Bild.

4. Affen gucken genauer auf den Inhalt dessen was sie konsumieren. Warum tut es der Mensch nicht? Noch immer sind süße Getränke wie die so genannten Softdrinks und Co. weltweit auf dem Vormarsch. Doch wer zuviel davon konsumiert, riskiert auf Dauer seine Gesundheit. KN-ADMIN Helmut Schnug boykottiert schon seit Jahrzehnten Getränkehersteller wie Coca-Cola. Das Gesöff eignet sich bestensfalls zum Reinigen von Toiletten. Foto: Ingmar Zahorsky. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

5. Dosenmüll. KN-ADMIN Helmut Schnug boykottiert schon seit Jahrzehnten Getränkehersteller wie Coca-Cola. Das Gesöff eignet sich bestensfalls zum Reinigen von Toiletten. Foto: fotoblend / Willfried Wende, Pegnitz. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

6. Plastikmüll: Erst Kunststoffe oder Fertigprodukte importieren und/oder herstellen (z.B. für die Verpackungsindustrie), dann Endprodukte vermarkten, danach wieder aufwendig einsammeln, recyclen und letztlich den grobsortierten Wohlstandsmüll wieder exportieren. Foto: pasja1000 / Julita, Bodensee/Schweiz. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Bild.

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Beigetreten: 10.09.2016 - 11:31
Kunststoffe als globales Problem


Kunststoffe als globales Problem

Vielen Dank für den Artikel zu diesem wichtigen Thema, welches medial nicht ansatzweise genug gewürdigt wird. In Ergänzung zum Artikel hier die Wiedergabe des Unterkapitels aus meiner Ausarbeitung zum Thema "Energiewende & Umweltschutz - konsequent zu Ende gedacht": >> weiterlesen.

Auf Erdölbasis hergestellte Kunststoffe sind mittlerweile in vielfacher Weise zu einem globalen Problem geworden:

1. Gefahren für die Gesundheit durch Plastik (Verbraucherzentrale)

2. Der Plastikmüll im Meer hat gigantische Ausmaße und Besorgnis erregende Folgen erreicht. 

3. Plastikmüll wird in der Natur biologisch nahezu gar nicht abgebaut - er ist fast nicht verrottbar (mehrere 100 -1000 Jahre).

4. Im Meer wird er aber durch den Wellengang zu Mikroplastik zerschlagen, womit es zu einer Gefahr für die Umwelt und letztendlich auch den Menschen wird.

5. Micro- & "Großplastik" wird von Tieren gegessen, die daran elendig krepieren.

6. Das Mikroplastik wird von Fischen aufgenommen und gelangt so in die menschliche Nahrungskette.

7. Viele Kunststofferzeugnisse wie Plastiktüten enthalten sog. Weichmacher, die eine Gesundheitsgefahr darstellen. 

8. Gewisse, häufig eingesetzte Weichmacher wie z.B. Phthalate oder Bisphenol-A entwickeln xenohormonelle Wirkung - d.h. sie sind zwar keine Hormone, wirken aber wie solche.

9. Bestimmte Weichmacher auf Basis von Phthalaten können Unfruchtbarkeit bei Männern verursachen oder bergen andere Risiken.

10. Mittlerweile wurde Mikro- bzw Nano-Plastik sogar schon im Regen oder gar der Luft, die wir einatmen, nachgewiesen.

11. Nicht nur die Meere & Gewässer sind von teils toxisch wirkenden Mikroplastikteilchen kontaminiert, sondern wahrscheinlich in weit höherem Maße auch die Böden - sie könnten global terrestrische Ökosysteme negativ verändern. (s. TELEPOLIS-Artikel)

12. Bei der Verbrennung des weit verbreiteten PVC können hochgiftige Dioxine entstehen.

Abhilfe: Dermaßen hohe Besteuerung von Kunststoffen auf Erdölbasis, dass es preiswerter ist, biologisch abbaubare Kunststoffe mittels nachwachsender Ressourcen zu produzieren. Ob mögl. konkrete Maßnahmen zur Beseitigung aus dem Meer wie Plastikfischerei zu sauberen Meeren führt müsste weiter erforscht werden.

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Foto: A_Different_Perspective / Silke. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

Kunststoffsuppe ist ein Begriff, der sich auf die Verschmutzung des Meeres durch Kunststoffe im Allgemeinen bezieht. Er reicht von großen Stücken von Fischfanggeräten, in denen sich Meerestiere verfangen können, bis hin zu Mikro- und Nanokunststoffen, die aus dem Abbau oder der fotografischen Zersetzung von Kunststoffabfällen in Oberflächengewässern, Flüssen oder Ozeanen entstehen.

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