Sport - Ein Spiegelbild des Wirtschaftssystems

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Christian Jakob
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Sport - Ein Spiegelbild des Wirtschaftssystems

oder

Wie Tradition vom neoliberal verseuchten Kapitalismus geschluckt wird

Ob im Fußball, beim Boxen, in der Formel 1, beim Eishockey, Baseball oder Basketball - in allen Bereichen, Verbänden und Vereinen hat die Entwicklung auch hier nicht halt gemacht. Allerdings galten anfangs noch Ziele wie sportliche Höchstleistungen als tugendhaft und strebsam, so sind diese Werte mittlerweile dem berechnendem wirtschaftlichen Faktor gewichen.

fussball-dfb-stiftung-deutsches-fussballmuseum-ggmbh-dortmund-deutscher-bund-steuerzahler-manuel-neukirchner-michael-kesseler-joerg-stuedemann.png Wer heute den sportlichen Erfolg nicht mit finanzieller Gewinnmaximierung gleich setzt, der gilt als altbackener Traditionalist, als ewig Gestriger der in seiner heilen Welt der Sportromantik gefangen ist. Immer “höher, schneller, weiter” lautet zwar nach wie vor die Losung im Breitensport, jedoch zeichnete sich über die Jahre ein Paradigmenwechsel ab. Wurde dies früher noch anhand von Punkten, Bestzeiten, Toren oder Titeln verstanden, gilt heute an gleicher Stelle der Wettbewerb, Wirtschaftlichkeit und finanzielle Gewinn. Dabei hat sich in der eigentlichen Entwicklung der Sportarten bis auf das Regelwerk nicht sonderlich viel verändert. Nach wie vor gilt immer noch “Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft” (Emil Zátopek) oder “das Runde muss ins Eckige” (Sepp Herberger).

► Fußball als wirtschaftlicher Faktor

Mit der Gründung der 1. Fußball-Bundesliga, die in der Saison 1963/64 ihren ersten Spielbetrieb aufnahm, hielt auch der Profisport Einzug in Deutschlands Volkssport Nummer eins. Skeptisch betrachtet wurde das “Gehalt” eines Fußballspielers besonders in der damaligen Arbeiterklasse. Gerade weil der Fußball traditionell aus eben dieser Schicht empor kam, konnten sich viele nicht so recht damit abfinden, das Spieler Geld für ihre Ausübung bekamen. Dabei war es auch vollkommen egal, ob es sich um die damaligen Idole wie Uwe Seeler oder Max Morlock handelte. Das diese Ausnahmespieler in ihrer damaligen Zeit schon bis zu 2.500 DM im Monat verdienten [1], während der einfache Malocher im Schnitt nur 600 DM in seiner Lohntüte hatte [2], führte schon damals zu ersten Kontroversen.

Fussballspieler Bundesliga Zweite Liga Ein Spiegelbild des Wirtschaftssystems Kritisches-Netzwerk Kapitalismus DFB Deutscher Fussball-Bund Spielertransfer Transfermarkt Transfergeruechte TransfersummeDer Deutsche Fußball-Bund (DFB), der bis heute mit Abstand als der weltgrößte nationale Sportverband gilt, hatte im Gegensatz zur heutigen Zeit jedoch ebenso eine sehr konservative Haltung. Die damalige Vorstellung, das sportlicher Wettkampf sich nicht mit ökonomischen Interessen verbinden ließe, galt als absurd und so wurden die damaligen “Profis” noch als Lizenzspieler verwaltet, die einer gewissen Gehaltsbeschränkung unterworfen waren. Diese Haltung führte zu einem Ausbluten guter, junger und bekannter Spieler, indem diese immer mehr ins Ausland wechselten. In den Niederlanden, Italien, Spanien, Frankreich oder England gab es schon längst Profiligen.

Nach und nach sah man sich beim DFB gezwungen, die Statuten der Spielerlizenz zu lockern. Mit dem ersten großen Bundesliga-Skandal in der Saison 1970/71, wonach bekannt wurde, das erhebliche Manipulationen in Form von Bestechungsgeldern Auswirkungen auf den Spiel- und Ligabetrieb genommen hatten, wurden die Regelungen für Lizenzspieler dann komplett abgeschafft. Seit dem gilt, wer am besten zahlt, bekommt auch die besten Spieler. Nach heutigen Kriterien erzeugen solche Gehälter selbst in Euro ein müdes Lächeln in die Gesichter von Profispielern. In der obersten Liga der Amateure (Regionalliga) liegt der Durchschnittsverdienst bei 1.000 Euro monatlich [3], und das obwohl sie hauptberuflich noch neben dem Sport einer Beschäftigung nachgehen. Der Sprung in die nächst höhere Liga, sprich in die 3. Bundesliga bringt neben dem sportlichen Erfolg auch einen sehr großen finanziellen Aufstieg mit sich. 120.000 Euro Jahresgehalt ohne Prämien als professioneller Sportler sind keine Seltenheit [4].

Im internationalen Vergleich geschah der Anstieg von Gehältern bei Spielern und hauptberuflichen Funktionären in Deutschland jedoch gemächlichen Schrittes. So leistete sich in den späten 1960er Jahren nur der FC Bayern München in Person von Robert Schwan einen hauptamtlichen Manager und Geschäftsführer. Alle anderen Vorstände in den Bundesligavereinen übten ihre Funktion weiterhin als Ehrenamt aus, während in den großen Ligen Spaniens, Italiens und Englands schon lange bezahlte Fachkräfte die Vereine leiteten.

Sport Ein Spiegelbild des Wirtschaftssystems BVB Borussia Dortmund Kritisches Netzwerk Kapitalismus Reinhard Rauball Lucien Favre BundesligaStellte man zur damaligen Zeit einem Funktionär die Frage ob er “Merchandising” kenne, stieß man weitestgehend auf fragende Blicke. Nicht selten wurde nach dem Vornamen des Spielers Merchandise gefragt und bei welchen Verein dieser spielen würde. Was heute selbstverständlich klingt, war damals in Deutschland völlig unbekannt. Nur ganz wenige, wie der Münchener Robert Schwan oder der Kölner Franz Kremer erkannten das Potenzial ihrer Vereine, in dem sie Fahnen, Schals, Trikots, Wimpel und sogar Kitsch an den damaligen Fan brachten. Was allerdings nur vereinzelt als visionäre zusätzliche Einkommensquelle verstanden wurde, führte erst in der Saison 1973/74 zum Umbruch und Einführung von Vermarktung der Vereine. Eintracht Braunschweig sorgte damals für einen Tabubruch, in dem man als erste Mannschaft mit Trikotwerbung (Jägermeister) auflief. TV-Medien und Übertragungen von Bundesligaspielen bekamen erst mitte der 1980er Jahre eine Bedeutung. Bis zu dieser Zeit gab es Fußball nur im aufbereitetem Format als Aufzeichnung. Die ARD-Sportschau, samstags um 18:05 Uhr war absolute Pflicht unter den Anhängern.

Dies änderte sich, als Deutschland vor dem Bildschirm mit fieberte, wie der damals 17-jährige Boris Becker in Wimbledon als erster deutscher Tennisspieler das Turnier gewann. Gleichzeitig hatte die damals revolutionäre Einführung des Privatfernsehens großen Einfluss auf die heute für selbstverständlich angesehene Medienlandschaft in der Sportberichterstattung. Ab da wurden Begriffe wie Marketing u. Übertragungsrechte für Vereine überhaupt erst interessant. Während anfangs die Vereine ihre Einnahmen nur durch Eintrittspreise generierten, kamen mit Trikotwerbung, Merchandising und TV-Rechten immer neue Geldquellen zu Tage. Von den aktuell 18 Bundesligavereinen wird kein einziger Club noch als reiner eingetragener Verein geführt. Alle Erstliga-Clubs haben den Status einer GmbH & Co KGaA angenommen, indem man die Abteilung Fußball aus dem eigentlichen Verein heraus trennte und diese als Tochterfirma des Vereins führt. Mit Borussia Dortmund gibt es seit Oktober 2000 den ersten Vertreter in Form einer Aktiengesellschaft, dessen Aktien auch an der Börse gehandelt werden.

Durch die wirtschaftlichen Ausrichtungen der deutschen Vereine sah sich der DFB allerdings gezwungen, einige wichtige Schranken in diese Entwicklung einzusetzen. So dürfen Bundesligateams eine Aktiengesellschaft aus der Vereinsstruktur als Tochterfirma ausgliedern, jedoch muss dort die 50 plus 1 Regel (50+1-Regel) eingehalten werden. Das bedeutet, der Verein muss Hauptanteilseigner sein und mindestens über 50% plus einem Anteil stimmberechtigt bleiben [5]. Damit sollte verhindert werden, das Investoren nicht den gesamten Verein aufkaufen können und diese dann schutzlos dem “Besitzer” ausgeliefert sind. Jedoch wurde auch hier eine Ausnahmeregel vom DFB geschaffen, indem ein Rechtsträger nachweislich mehr als 20 Jahre dem Verein ohne Unterbrechungen angehört und diesen erheblich gefördert hat [5]. Da die Entscheidung dieser Ausnahmeregel jedoch beim Präsidium des DFB liegt, kam es immer wieder zu unterschiedlichen Entscheidungen, indem in einigen Fällen der Ausnahme zugestimmt wurde, und in anderen Fällen eine Absage erfolgte. Willkür? Mitnichten! Kalkül? Wahrscheinlich!

► Jeder will plötzlich mitreden. Interessen gesteuerte Einflussnahme auf den DFB

Das der DFB und die mit ihm verbundene Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht immer nachvollziehbar handelten, zeigt sich nicht nur anhand von aktuellen Beispielen, sondern auch in Entscheidungen, die in der Vergangenheit getätigt wurden, die zumindest in deren objektiven Betrachtung ein gewisses “Geschmäckle” haben. Schon in der zweiten Saison 1964/65 der der noch jungen Bundesliga kam es zu einer Strafmaßnahme durch den Fußballverband. Durch schwerwiegende Verstöße gegen DFB-Statuten wurde dem Verein Hertha BSC Berlin für die kommende Saison die Lizenz entzogen [6]. Der Verein ließ damals für seine Lizenzspieler zwei Verträge anfertigen. Einen offiziellen Vertrag für den DFB, der sich an der Deckelungsgrenze der Spielergehälter richtete, und einen weiteren inoffiziellen Vertrag für die Spieler, in denen die wirklichen Summen und Boni aufgeführt waren. Daraus folgte ein Zwangsabstieg in die Regionalliga, da es zum damaligen Zeitpunkt noch keine 2. oder 3. Bundesliga gab.

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Da die einzelnen Regionalligen unterteilt waren, und Aufstiegsrunden zur 1. Bundesliga ausgetragen werden mussten, ergab sich für den Regionalverband Berlin eine problematische Situation. Der damalige Erstplatzierte der Regionalliga, Tennis Borussia Berlin, scheiterte in der Aufstiegsrunde. Der durch die Mauer zur DDR abgeschottete Berliner Regionalverband war also mit keinem Verein mehr im Oberhaus vertreten. Jedoch wollte man als politisches Signal die Einbindung West-Berlins in die Bundesrepublik auch mit dem Fußball unterstreichen, und so schlug unter anderem der Axel Springer Verlag vor, einen Berliner Verein in die Bundesliga zu kooptieren, sprich einen Vertreter Berlins in der Bundesliga zu ergänzen - außerhalb sportlicher Kriterien.

Da der Vizemeister der Regionalliga Berlin, der Spandauer SV verzichtete, wurde der Drittplatzierte SC Tasmania 1900 Berlin für die Saison 1965/66 in die Bundesliga gehoben, nachdem man zuvor das Kontingent von 16 auf 18 Mannschaften in der Bundesliga erhöhte. So ergab es sich, das in der zweiten Saison der Karlsruher SC und der FC Schalke 04 nicht aus der Bundesliga absteigen mussten und mit den beiden Vertretern FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach die sportlichen Aufsteiger das Oberhaus auf 18 teilnehmende Mannschaften aufstockten. Aus politischen Gründen tauschte man also einfach die sanktionierte Hertha gegen Tasmania aus. Diese folgenschwere Entscheidung sollte sich in nur einem Jahr rächen, in dem es der Berliner Club auf einen noch heute gültigen Negativrekord brachte. Von den insgesamt 34 Bundesligaspielen verlor man ganze 28 Spiele, erzielte dabei nur 8 Punkte und ging mit einem Torverhältnis von 15:108 Toren in die Analen der Bundesligageschichte ein. Denn sportlich betrachtet war die Tasmania damals überhaupt nicht konkurrenzfähig und diente nur einem politischen Zeichen, was man setzen wollte. Als Spätfolge dieser Misere verkündete Tasmania im Jahr 1973 den Konkurs und löste sich als Verein auf.

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► Ist das noch ein Verein oder schon ein Konzern?

Die Vereinsphilosophie aus den Anfangszeiten ist dem modernen neoliberal durchseuchten Kapitalismus gewichen. An Stelle von ehrenamtlichen Führungskräften, nehmen jetzt studierte Manager den Chefsessel in Beschlag. Wo es früher noch überzeugte und bis in die kleinste Faser engagierte Unterstützer, Gönner und Helfer im Verein gab, hat sich heute ein ganzer Arbeitsmarkt entwickelt. Das es allerdings nicht bei den einfachen bezahlten Kräften geblieben ist und sich nebenbei, wie in der realen Wirtschaftswelt auch noch eine Zweiklassengesellschaft gebildet hat, zeigt der Blick in die Geschäftsberichte der jeweiligen Vereine. Anhand von mehreren Faktoren lässt sich die steigende Ungleichheit der Clubs in der Liga erkennen. Wichtigste Faktoren sind einmal der Marktwert des Spielerkaders, der sich anhand von Transfersummen festhalten lässt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Gehaltsgefüge im Verein, wie viel ein Spieler im Jahr verdient. Und als letzter Faktor dient der Vergleich zwischen dem Gesamtumsatz im operativen Geschäft als auch den finanziellen Einnahmen vor Abzug aller Investitionen und Steuern der Vereine zueinander. Zu diesen zählen Einnahmen aus dem Liga-Spielbetrieb, nationale und internationale TV-Gelder, Einnahmen durch Pokalwettbewerbe national (DFB-Pokal & UEFA Super Cup) und international (UEFA Champions League & UEFA Europa League), sowie Einnahmen durch Sponsoren, Ausrüster und Stadion, als auch Verkäufen von Spielern auf dem Transfermarkt.

Hannover 96 Bundesliga Niedersachsen Abstieg Kaderwert Spielerwert Kritisches-Netzwerk Andre Breitenreiter Takuma Asano Niclas Fuellkrug Ihlas BebouHannover 96 ist einer der beiden Aufsteiger aus der Saison 2016/17 in die Bundesliga. Der Club aus der Landeshauptstadt Niedersachsen kämpft vom ersten Spieltag an nicht nur gegen den sportlichen Abstieg, sondern auch um den finanziellen Anschluss. Mit einem Kaderwert von 64,88 Mio.. Euro bildet man das Schlußlicht in der Liga [7]. Der Klassenprimus Bayern München hingegen, kann auf einen Kader zurückgreifen, deren aktueller Wert sich 643,25 Mio.. Euro befindet [7] - also gleich das zehnfache dessen, was an Spielerwert in Hannover gegen den Ball tritt.

Gleiches gilt für den SC Freiburg. Die Breisgauer belegen den letzten Platz, was den finanziellen Gewinn anbelangt. Laut Geschäftsbericht erzielte man in der letzten Saison Gesamteinnahmen in Höhe von 50,4 Mio.. Euro [8], beim Spitzenreiter in dieser Kategorie, Borussia Dortmund stehen Gesamteinnahmen in Höhe von 326,7 Mio.. Euro zu Buche [8], also mehr als sechsmal so viel.

National ist der Konkurrenzdruck in der Bundesliga jedoch weitaus geringer als in der der deutschen Wirtschaft. Kämpfen Unternehmen gegen hunderte andere Mitstreiter an, und müssen sich dahingehend teilweise global behaupten, ist der Wettbewerb im deutschen Fußball mehr als überschaubar. Von den 18 Clubs im Oberhaus begegnen sich Bayern München und Borussia Dortmund nur ansatzweise und gefühlt auf Augenhöhe. Zu den nächsten finanziell potenten und aussichtsreichen Kandidaten wie FC Schalke 04, VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach klafft allein schon bei den Einnahmen eine Lücke von mehr als 100 Mio.. Euro. Beim Marktwert der Kader ist die Kluft sogar noch größer.

► Friss oder stirb (trotzdem) - Das Aushungern der Liga-Konkurrenz

Die weit auseinander liegenden Unterschiede hinsichtlich Einnahmen und Umsatz, sorgen schon allein für eine Zweiklassengesellschaft innerhalb der Bundesliga. Jedoch war diese Situation nicht neu, allenfalls aber überschaubar. In den Zeiten, wo die Einnahmen der Vereine noch durch Stadionbesucher generiert wurden, gab es auch schon Klassenunterschiede. Eine Verein aus einer Großstadt konnte nicht nur auf einen viel größeren Besucherkreis zurück greifen, auch die Infrastruktur in den Städten war eine weitaus bessere. Vorort-Clubs oder “Dorfmannschaften” hatten es damals schon schwer, ihre Stadien voll zu bekommen. Und auch schon damals wurden junge Talente aus den Regionalligen von den solventeren Bundesligisten weg gekauft. Allerdings ging die Schere zwischen kleinen und großen Vereinen immer weiter auseinander, als die TV-Vermarktungsrechte und das Sponsoring Einzug erhielten. Das Solidarprinzip der Liga geriet immer mehr ins Wanken und sorgte dafür, das sogar innerhalb der Bundesliga der Wettbewerb immer einseitiger wurde.

Große Vereine wie der FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach oder der Hamburger SV dominierten zwischen 1969 und 1989 das Geschehen in der deutschen Spitzenklasse. Mit ganz wenigen Ausnahmen stellte einer der genannten Vereine den deutschen Meister und qualifizierte sich somit für internationale Wettbewerbe, wie dem Europapokal der Landesmeister, der heutigen UEFA Champions League. Gab es für den zweiten bis fünften Platz noch die Möglichkeit am damaligen UEFA-Cup, und für den DFB-Pokalsieger am Europapokal der Pokalsieger teilzunehmen und auf internationaler Ebene zusätzliche Gelder zu generieren, galt für Platz 6 bis 18 der Kampf ums sportliche und auch wirtschaftliche Überleben. Durch die unterschiedlichen zusätzlichen Einnahmen generierten die 3 Spitzenvereine Bayern, Gladbach und Hamburg nicht nur mehr Gelder, sondern konnte dadurch innerhalb der Liga der Konkurrenz gute Spieler abwerben. Das dies teilweise gezielt und regelmäßig durchgeführt wurde, zeigen ein paar Vergleiche.

Im Zeitraum von 1969 und 1989 griffen bei Eintracht Braunschweig die Bayern 5x zu, der HSV 3x und Gladbach 2x zu. Der VfB Stuttgart bekam von den Bayern 2x, vom HSV 2x und von Gladbach 4x Besuch. Und den 1.FC Nürnberg brachten die Bayern mit 6, der HSV mit 2 und Gladbach mit 1 Spielerkauf immer wieder an den Rand des Abstiegs aus der 1. Bundesliga [9][10][11]. Natürlich kamen auch aus den eigenen Jugendmannschaften viele Talente in die erste Mannschaft, diese wurden jedoch schon im Jugendalter von anderen Vereinen abgeworben. Es fällt jedenfalls auf, das Ligakonkurrenten regelmäßig in ihrer Mannschaftsstärke geschwächt wurden, ob nun gezielt oder doch zufällig. Geld macht es möglich.

Tor Torschuss Torwart Torwartfehler Torschuetze Geld schießt eben doch Tore Kritisches Netzwerk Maezen Spielergehaelter Bundesliga UEFA Champions League Elfmeter

► Geld schießt eben doch Tore - der Einzug der Mäzene und Oligarchen

Das die Vorgehensweise des DFB mit Einführung der 50 plus 1 Regel als Sicherheit für deutsche Vereine nicht ganz unbegründet ist, zeigt sich an Beispielen aus dem Ausland. In der Premier League, der obersten englischen Spielklasse, gab es zu Hochzeiten in den 1980/90er Jahren bis zu 30 Vereine, die ihre Geschäftsform in eine reine Aktiengesellschaft umgewandelt hatten, die jedoch die Sicherheitsbestimmung der Deutschen Bundesliga in Form der 50 plus 1 Regel vom englischen Verband nicht auferlegt bekamen. Dadurch ergab es sich, das Investoren ihr Vermögen in die Clubs einbrachten, auf Spekulation setzten und einige Vereine fast in den Ruin trieben, wenn kurzfristige Gewinne abgeschöpft wurden.

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Aktuell befinden sich alle 20 Premier League Vereine in der Hand von international agierenden Investoren, die aufgrund der Anteile alleiniges Stimmrecht im Verein besitzen [12]. Den Anfang machte am 1. Juli 2003 der russische Oligarch und Multi-Milliardär Roman Abramowitsch, als er für 210 Mio.. Euro den Londoner Club FC Chelsea kaufte und alleiniger Besitzer wurde. Seit der Übernahme durch Abramowitsch investierte dieser bis nach heutigem Stand 1,5 Mrd. Euro in das Team [13].

Dieser Vorgang gilt auch heute noch als größte Kontroverse wenn es um die Finanzspritzen geht, denn die Investitionen fanden anfangs nicht in der Infrastruktur des Vereins statt, sondern überwiegend in Transfersummen bei Spielerkäufen oder zur Deckung von laufenden Krediten bzw. Übernahmen der Schulden, die einer Lizenzerteilung im Wege stehen könnten. Kritiker sahen darin nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den anderen Liga-Teilnehmern, sondern erkannten darin auch eine vollkommen finanzielle Abhängigkeit des Vereins. Denn wenn Abramowitsch irgendwann mit dem Gedanken spielen sollte, den Verein zu veräußern oder kein Geld mehr zu investieren, zerfällt dieser Traditions-Club augenblicklich zu Staub, da man allein die Gehälter der Spieler nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren könnte. Denn trotz eines Rekordumsatz in der letzten Saison von 406,6 Mio. Euro, steht nur ein Gewinn von 17,2 Mio.. Euro auf der Habenseite [14].

Dietmar Hopp SAP Kritisches Netzwerk Mäzen TSG 1899 Hoffenheim Wirtschaftssystem Finanzinvestor BundesligaIn Deutschland sah man ähnliche Verhältnisse bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der damalige Kreisliga-Verein dümpelte in der untersten deutschen Spielklasse herum, als sich der ehemalige Jugendspieler Dietmar Hopp dazu entschloss, seinem Dorfverein finanziell unter die Arme zu greifen. Der SAP-Mitgründer und Milliardär Dietmar Hopp investierte Anfangs jedoch nur in die Infrastruktur des Vereins und nicht wie Abramowitsch nur in den Spielerkader. Außerdem verfolgte Hopp nicht nur das Ziel, Hoffenheim in der Bundesliga zu etablieren, sondern sich als Mäzen aus dem Verein zurück zu ziehen, wenn dieser den Spiel- und Vereinsbetrieb in der obersten deutschen Spielklasse von selbst stemmen konnte.

Beim Einstieg von Dietmar Hopp 1989 nahm die Öffentlichkeit jedoch so gut wie keine Notiz davon. Erst mit dem Thema Abramowitsch/Chelsea und den finanziell großen Investitionen in der Regionalliga ab 2005 in die TSG, wurde die Kritik an der Vorgehensweise Hopp laut, weil man Ähnlichkeiten und Parallelitäten zu erkennen glaubte. Von der Kreisliga in die Bundesliga war nun das Hauptthema in der Anhängerschaft und befeuerte zu gleichen Teilen Befürworter und Gegner dieses Projekts. Zwar blieben die Befürchtungen aus, das ein Dietmar Hopp wie die deutsche Form eines Abramowitsch agieren und den Verein in absolute Abhängigkeit bringen würde, jedoch sehen bis heute Kritiker und Gegner eine Wettbewerbsverzerrung durch die finanziellen Mittel, die dem Verein zukamen.

Eine weitere kontroverse Entwicklung kann man aktuell am Beispiel von RB Leipzig erkennen. Dietrich Mateschitz, österreichischer Unternehmer und Mitgründer des Energydrink Herstellers Red Bull, wollte sein erfolgreiches Konzept mit dem Team FC Red Bull Salzburg aus der österreichischen Bundesliga auch in die deutsche Bundesliga etablieren. Nachdem die Vereine Fortuna Düsseldorf, FC. St. Pauli und TSV 1860 München die Anfrage Mateschitz ablehnten, weil dieser neben dem alleinigen Stimmrecht im Verein auch noch eine Namensveränderung als Gegenleistung erhalten wollte, zeigte man sich beim Regionalligisten FC Sachsen Leipzig interessierter und aufgeschlossener.

Die Schutzregel 50 plus 1 greift nur bei Profivereinen der 1., 2. und 3. Bundesliga, nicht jedoch für die Amateure in der Regionalliga. Allerdings lehnte der Landesverband als auch später der DFB und die DFL die Namensänderung in Red Bull Leipzig ab, da sich dies nicht mit dem Statut des DFB vereinbaren ließe [15]. Auch hier zeigt sich wieder die Schwammigkeit, wie das Regelwerk innerhalb des DFB und der DFL verstanden wird. Die Namensgebung Red Bull Leipzig wird nicht zugelassen, beim Vereinsnamen Bayer 04 Leverkusen sah man stattdessen keine Konflikte mit dem Statut.

Sport Ein Spiegelbild des Wirtschaftssystems RB Leipzig RasenBallsport Kritisches-Netzwerk Kapitalismus Bundesliga Ralf Rangnick Oliver Mintzlaff WestfalenstadionDurch windige Auslegung des DFB-Statuts schaffte Mateschitz im Mai 2009, seinen Verein in der Regionalliga (Sachsenliga) starten zu lassen. Hierzu übernahm er das Startrecht des damaligen Regionalligisten SSV Markranstädt. Auf Drängen des Sächsischen Landesverbands verpflichtete Mateschitz sich, mit dem neu gegründeten RB Leipzig die erste Mannschaft vom FC Sachsen Leipzig zu übernehmen, da dieser kurz vor der Insolvenz stand. Des Weiteren kürzte er die Namensgebung einfach in RB Leipzig ab.

Durch das Vereinslogo, das ziemlich dem von Red Bull ähnelt, und den Abkürzungen in RB, was offiziell als Rasen Ballsport eingetragen wurde, ist dennoch selbst jedem Laien auf Anhieb klar, das RB für Red Bull steht.

Ebenso spitzfindig verhält es sich mit der Satzung des Vereins, der ebenso dem DFB-Statut unterstellt ist und diesem entsprechen muss. In den ersten 5 Jahren hatte RB Leipzig weniger als 10 eingetragene Mitglieder im Verein. Man wollte keine weiteren Mitglieder im Verein haben, da dies wieder zu Abstimmungen führen könnte, die den Ideen Mateschitz widersprechen könnten.

Um eine Lizenz für die 2. Bundesliga zu erhalten, wurde durch die DFL eine Veränderung der Vereinssatzung auferlegt. Dieser Auflage kam man seitens RB Leipzig zwar nach und öffnete nun das Mitgliedsverfahren innerhalb des Vereins, jedoch mit dem Passus, das eine Mitgliedschaft im Verein bei einer Versammlung oder Entscheidung nicht stimmberechtigt ist.

Wieder nutzte man eine Gesetzeslücke, in dem man aus Mitgliedern Fördermitglieder machte [16]. Im Zuge einer Diskussion über den möglichen Neubau eines größeren Stadions äußerte der Vorstand im März 2016, dass RB Leipzig 17 stimmberechtigte Mitglieder und ca. 300 weitere Fördermitglieder habe [17].

► Der Fall Hasan Ismaik

Hasan Abdullah Mohamed Ismaik TSV 1860 Muenchen 50+1-Regel Kritisches-Netzwerk Sportinvestor Investment-Heuschrecke Neoliberalismus ProfitgierDas eine solches Projekt auch komplett nach hinten los gehen kann, zeigt das negative Beispiel beim Traditionsverein TSV 1860 München. Der jordanische Geschäftsmann Hasan Ismaik bekundete im April 2011 sein Interesse, dem verschuldetem und kurz vor der Insolvenz stehendem Zweitliga-Verein finanziell aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach mehrfachen vertraglichen Anpassungen stimmte die DFL in ihrem Lizenzierungsverfahren im Mai 2011 zu und der Club wurde in allerletzter Sekunde gerettet. Ismaik übernahm 18,4 Mio.. Euro Schulden und galt von diesem Zeitpunkt an als Retter der “Münchener Löwen” [18]. Was anfänglich noch wie eine gute Tat durch einen wohlgesinnten Investor aussah, entpuppte sich mit der Zeit immer mehr als Planspiel einer Investment-Heuschrecke.

Ismaik hatte Großes vor mit den Münchnern. Nach der Abkopplung der “TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA” aus dem eigentlichen Verein, übernahm er, aufgrund der 50 plus 1 Regel nur 49% der Aktienanteile. Allerdings forderte er für sein finanzielles Engagement zusätzlich den Vorsitz im Aufsichtsrat der KGaA, der ihm laut Stimmrecht nicht zustand. Des Weiteren verschaffte er sich auch einen Sitz im Beirat des sportlichen Vereins TSV 1860 München e.V. und erhielt mit seiner Vermarktungsfirma H. I. Squared International 90% der Vermarktungsrechte von 1860. Mit dieser Machtergreifung begann auch der sportliche Abstieg, da Ismaik überhaupt keine Erfahrungen in sportlicher Hinsicht hatte. Brauchte er auch nicht, denn für ihr war nur das Geld wichtig. Immer wieder kündigte der Jordanier spektakuläre Neuverpflichtungen von Spielern und Trainern an, von denen die meisten allerdings im Vorfeld der Verhandlungen platzten. Dies sorgte regelmäßig für Verwirrungen und Unruhen im Verein, der zwischen 2012 und 2016 lediglich mittelmäßig in der 2. Bundesliga und immer wieder um den Klassenerhalt kämpfte.

Trotz dieser sportlichen Misere tönte Ismaik immer wieder von einem Erstarken der “Löwen” und stellte sogar ein Vereinseigenes modernes Stadion in Aussicht, da sich der TSV 1860 mit seinem Erzrivalen Bayern München die Allianz-Arena teilte [19]. Seine Großspurigkeit wurde Ismaik zum Verhängnis, als man in der Saison 2016/17 den Klassenerhalt nicht mehr schaffte und in die 3. Bundesliga abstieg. Den Gang in die sportliche Bedeutungslosigkeit wurde noch weiter befeuert, in dem die Finanzierung für den Lizenzerwerb durch zu späte Zahlungen Ismaiks von der DFL verweigert wurde, und der Verein direkt in die Regionalliga zwangsabsteigen musste. Da man die Mieten für die Allianz-Arena nicht mehr aufbringen konnte, wurde der Mietvertrag im Juni 2017 aufgehoben.

Aufgrund dieser ganzen Zusammenhänge kündigte der FC Bayern München in einer Pressemitteilung an “Mit Beendigung des Mietvertrages ist die Allianz Arena nicht mehr Spielstätte des TSV 1860 München, eine spätere Rückkehr ist ausgeschlossen.“ [20] Hasan Ismaik hingegen will nicht wie der ehemalige Vorstand zurück treten. Im Gegenteil, aktuell strebt er eine Klage gegen die 50 plus 1 Regel an [21]. Das der Traditionsverein, der 1966 die deutsche Meisterschaft gewann mittlerweile in der Regionalliga Bayern spielt, scheint Ismaik dabei völlig nebensächlich zu sein.

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► Zwei Klassen-Gesellschaft auch in Europa - Giganten unter sich

Schaut man sich die mittlerweile ungleiche Verteilung der finanzstärksten Vereine in der Bundesliga an, wirkt ein Vergleich mit einem Blick in den internationalen Fußball als geradezu harmlos. In den europäischen Ligen lassen sich ganze Steilhänge innerhalb der Ligen feststellen. Die Dominanz einzelner Vereine, die einen milliardenschweren Mäzen oder Besitzer in der Clubführung inne haben, ist hier noch weitaus gravierender als in Deutschland. Selbst in den weniger relevanten Ligen wie der Süper Lig in der Türkei, der Premjer-Liga in Russland, der Scottish Premier League (SPL) oder die Raiffeisen Super League (RSL) in der Schweiz gibt es solche Machtverhältnisse.

Die Vereine die regelmäßig auf internationaler Ebene in der Champions League oder der Europa League mitspielen, jedoch ab den KO-Rundensystem eigentlich nur als besseres Kanonenfutter für die ganz großen europäischen Clubs herhalten müssen, generieren in ihren Heimatländern eben auch aufgrund der TV-Vermarktung die meisten Umsätze. Dies macht sich dann immer mehr in der Vormachtstellung bemerkbar, die diese Vereine in ihren Ligen besitzen.

Tuerkei Sueper Lig Besiktas Galatasaray Fenerbahce Istanbul Trabzonspor Goeztepe Izmir Bursaspor Gaziantepspor Genclerbirligi Ankara Kritisches Netzwerk EskisehirsporIn der Türkei kommt der türkische Meister seit 45 Jahren mit zwei einzigen Ausnahmen immer aus Istanbul, egal ob es Beşiktaş JK, Fenerbahçe Sport Klub oder Galatasaray Spor Kulübü ist. Lediglich in der Saison 1983/84 mit Trabzonspor Kulübü oder in der Saison 2009/10 mit Bursaspor wurde diese einseitige Phalanx unterbrochen. In sämtlichen Bereichen befinden sich die drei Istanbuler Vereine quasi in einer eigenen Liga innerhalb der Süper Lig.

Durch die hohen Einnahmen durch UEFA-Preisgelder, Liga-Preisgeldern und TV-Vermarktungsrechte können sich diese drei Vereine auch internationale Stars wie Wesley Sneijder (Inter Mailand), Rio Ferdinand (Manchester United), Mariano Ferreira Filho (FC Sevilla) oder Pepe, bürgerlich Képler Laveran Lima Ferreir, (Real Madrid) leisten. Auch deutsche Vertreter wie Lukas Podolski oder Mario Gómez lockte das Geld an den Bosporus. Dies hat zur Folge dass nach den drei erstplatzierten Clubs in der Rangfolge in der Regel erst mal lange nichts kommt. Teilweise mit bis zu 10 Punkten Abstand folgt dann der Vierte in der Abschlußtabelle. Wettbewerb sieht anders aus.

Die Verhältnisse sind in Russland ähnlich verteilt. Aufgrund von Glasnost und Perestroika zählt die russische Premjer-Liga zu den jüngsten Ligen im internationalen Vergleich. Der russische Meister wird dort erst seit 1992 nach UEFA-Statut ausgespielt. Auch hier gibt es eine Vormachtstellung durch drei Moskauer Vereine. Mit ZSKA, Spartak und Lokomotive kommen die meisten Meister aus der Hauptstadt. Seit der Energie-Riese Gazprom (ebenfalls Hauptsponsor vom FC Schalke 04) in den Fußball als Sponsor eingriff, erstarkt seit 2007 Zenit Sankt Petersburg und mischt im Kampf um die russische Meisterschaft mit. Auch hier zeigt sich das gleiche Bild wie in der Türkei. Wettbewerb findet eigentlich nur unter den obersten drei bis vier Vereinen statt.

Bis zum Lizenzentzug im Februar 2012 und einem Zwangsabstieg in die 4. schottische Liga, waren die Glasgow Rangers mehrfach Serienmeister und wechselten sich darin nur mit ihrem Erzrivalen Celtic Glasgow entsprechend ab. In der 145 jährigen Geschichte der obersten schottischen Liga erspielten sich die Rangers 54x und die Celtics 48x die Meisterschaft. Zwar sind bei den Fachleuten der Szene Vereine wie der FC Aberdeen, Heart of Midlothian oder Dundee United bestens bekannt, jedoch spielen diese Vereine eine mehr als untergeordnete Rolle in Schottland.

Das berühmte und berüchtigte “Old Firm”, manche sprechen hier von der Mutter aller Derbys, wurde bis zum Ausschluß der Rangers jedes Jahr entgegen gefiebert, wo sich in der Regel die Meisterschaft entscheidet, da alle anderen Gegner kaum bis überhaupt keine Chance haben, gegen die Übermacht aus Glasgow anzukommen. Denn nur die beiden Vereine, Rangers und Celtic begegnen sich seit gut 100 Jahren auf Augenhöhe. Der Rest der Liga dient fast schon nur dem Zweck des Ausfüllens, damit überhaupt ein Ligabetrieb stattfinden kann. Und so sehnen sich selbst die Celtic Fans nach einer Rückkehr der verhassten Rangers in das Oberhaus, da die letzten 6 Meisterschaften in Folge ohne große Gegenwehr an Celtic Glasgow gingen.

In der Schweiz ist es ähnlich einseitig wie in Schottland. Zwar wird die schweizerische Fußballmeisterschaft schon seit 1898 sportlich ausgetragen, jedoch kam es im Jahr 2003 zur vierten und vorerst letzen Ligareform. Seit dieser Neubildung der schweizer Super League holte der FC Zürich 3x die Meisterschaft. Alle anderen Meistertitel gingen seitdem an den FC Basel. Von der Saison 2009/10 an kennt die Schweiz keinen anderen Tabellenführer mehr als die Baseler, und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht sonderlich verändern, da der finanzielle Unterschied so dermaßen groß geworden ist, das selbst der zweitstärkste Verein in der Schweiz nicht mehr mithalten kann. Möglich machte dies die regelmäßige Qualifikation zur UEFA-Champions League, in der Basel regelmäßig über die Gruppenphase hinaus kam und oft erst im Achtelfinale scheiterte. Die Preisgelder und die Vermarktung in der Schweiz fließen seit 8 Jahren immer nur in einen einzigen Verein, dem FC Basel.

Noch ganz andere Unterschiede gibt es in den Vorzeige-Ligen Europas. Der FC Barcelona und Real Madrid zahlen ihren Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo Unsummen an Gehältern. Die Größenordnung liegt bei deren Jahresverdienst so hoch, das nicht wenige andere Clubs der spanischen Primera División, auch LaLiga Santander genannt, mit diesen Geldern ihr komplettes Budget betreiben könnten. In der englischen Premier League ist die Situation, was den finanziellen Unterschied angeht, unter den 20 Vereinen der 1. Liga noch relativ ausgeglichen, sorgt aber für die Aufsteiger jedes Jahr zum Fahrstuhlakt. Kaum ein Club schaffte nach dem Aufstieg ins Oberhaus sich eine zweite Saison dort zu halten, ohne gleich wieder abzusteigen. Aufgrund der exorbitanten TV-Einnahmen und der Vermarktung, fließen in der Premier League nicht mehr Millionen, sondern Milliarden an Geldern. Durch diese Ungleichverteilung innerhalb Europas führt dies seit einiger Zeit zum Ausverkauf in den anderen Ligen.

In der französischen Ligue 1 gab es lange Zeit ein relativ gut verteiltes Kräfteverhältnis. Mehrere Mannschaften konnten die Meisterschaften unter sich austragen. Seit 2012 hat sich dieses Blatt gewendet. Mit Nasser Al-Khelaifi kaufte sich eine katarische Investmentgruppe den relativ jungen Hauptstadtklub Paris St. Germain. Der 1970 ins Leben gerufene Verein dient aktuell als das Paradebeispiel für die Entfesselung der Transfersummen und Spielergehälter. Selbst der reiche AS Monaco kann dabei in Frankreich weder sportlich noch finanziell ansatzweise mithalten.

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Welche absehbare Folgen diese Entwicklung im professionellen Fußball mit sich bringt, kann man in Italien verfolgen. Neben den beiden Vertretern aus Mailand, dem AC und Inter und der “alten Dame” Juventus Turin gibt es zwar noch ein paar wenige finanziell stärker aufgestellte Mitstreiter, jedoch beginnt auch hier ab Platz 5 das wirtschaftliche Brachland der kleineren Vereine. Seit Jahren kämpft die Serie A allerdings mit schwindenden Zuschauerzahlen in den Stadien [22]. Die beiden Mailänder Vereine, die sich das Giuseppe-Meazza-Stadion mit einem Fassungsvermögen von 80.000 Plätzen teilen, bekommen die Arena im Schnitt nur zu 50% gefüllt. In anderen Vereinen ist der Besucherschnitt sogar noch geringer. Extrem gestiegene Eintrittspreise sind einer der Gründe, jedoch ist das Desinteresse der Tifosi (italienische Fans) immer mehr den veralteten Stadien geschuldet. Seit der FIFA-Fußball Weltmeisterschaft 1990 im eigenen Land, haben die Vereine nichts mehr in die Infrastruktur investiert. Stattdessen werden für Spielergehälter und Ablösen Unsummen bezahlt.

► Das Bosman-Urteil - die Machtübernahme der Spieler und Vermittler

Der 15. Dezember 1995 gilt als Wendepunkt im europäischen Fußball. Der Belgier Jean-Marc Bosman, damaliger Profispieler beim belgischen Verein RFC Lüttich, sorgte mit seiner Klage vor dem Europäischen Gerichtshof dafür, das sich die Verhältnisse im Transfergeschäft als auch bei den Spielergehältern drastisch veränderten. Bei einer Vertragsverlängerung zwischen dem Verein und Bosman kam es zum Zerwürfnis der beiden Vertragspartner. Bosman verdiente in seinem auslaufenden Vertrag 3.500 Euro im Monat. Der Verein wollte dieses Gehalt im neuen Vertrag auf 880 Euro monatlich runter setzen, was dem Profi viel zu wenig war. Da sein Vertrag sowieso auslief, entschied sich Bosman für einen Vereinswechsel.

Fussball Bundesliga Spiegelbild des Wirtschaftssystems Gewinnmaximierung Wettbewerbsverzerrung Wirtschaftsfaktor Sportschau Kritisches-Netzwerk 50 plus 1 Regelung Derbystar Brillant APSDer französische Zweitligist USL Dunkerque bekundete Interesse am Spieler und wollte Bosman für die neue Saison verpflichten. Die Vereinsführung von Lüttich wollte Bosman allerdings nicht gehen lassen. Zur damaligen Zeit war es noch möglich, selbst Spieler deren Vertrag auslief mit einer Ablöseforderung an den Verein zu binden um durch den Weggang noch ein finanzielles Sahnehäubchen zu generieren, und so setzte Lüttich die Ablösesumme für Bosman auf völlig überhöhte 600.000 Euro. Mit der Gewissheit, das kein anderer Verein diese Ablöse für Bosman zahlen würde, versprach man sich eine weitere Bindung Bosmans an den Verein und verweigerte somit die Freigabe für den Spieler.

Aufgrund dieser Vorgehensweise klagte Bosman vor dem EuGH auf das Recht zur Wahl eines freien Arbeitsplatzes und bekam seine Klage durch. Mit diesem umgangssprachlich bekannten Bosman-Urteil waren Profifußballer, deren Verträge zum Saisonende ausliefen, ablösefrei auf dem Transfermarkt zu haben [23]. Bot man vor dem Urteil den Spielern Verträge mit einer Laufzeit von maximal 2 Jahren an, und konnte man als Verein beim Auslaufen eines Vertrages noch eine Ablösesumme einfordern, waren die Vereine nach dem Urteil gezwungen, Spieler mit einem langfristigen Vertrag von 4 bis 5 Jahren an den Verein zu binden. Da aber kein Spieler für so lange Zeit immer für das gleiche Gehalt spielen wollte, stiegen die Gehälter von Jahr zu Jahr. Gab es zu Anfangs im Umgang mit dieser neuen Situation noch zwei Möglichkeiten, entweder durch zwischenzeitliche Nachverhandlungen oder die vertraglich festgelegte Summe automatisch nach oben hin anzupassen, kristallisierte sich bald schon eine dritte Möglichkeit heraus - die Ausstiegsklausel.

Mit dieser Klausel stieg ein bis dato unbedeutender Faktor in Sachen Vertragsverhandlungen empor, der eine Art neues Geschäftsfeld in der Branche einführte. Die Spieler handelten ihre Verträge in der Vergangenheit mit den Vereinen selbst aus. Zwar geschah das in der Regel mit Hinzunahme eines Anwalts oder eines Familienmitglieds, aber die Entscheidung über die Höhe des Gehalts und einer festgeschriebenen Ablösesumme lag letzten Endes immer noch beim Spieler selbst.

Mit dem Spielervermittler zog eine Klientel in der Fußballwelt ein, die das Bild solcher Vertragsverhandlungen völlig auf den Kopf stellte. Zwar musste der Spieler immer noch selbst seine Unterschrift unter den ausgehandelten Vertrag setzen, die Modalitäten jedoch verhandelte sein Vermittler mit dem jeweiligen Verein. Und dies hatte besonders im finanziellen Rahmen eine neue Qualität. Nicht wenige Vermittler waren ehemalige Profispieler, die sich in dem Geschäft auskannten und Erfahrungen in Sachen Verträge, Gehalt oder sonstige Konditionen wie Prämien und Zuschläge hatten. Das sich die Ex-Profis dieses Wissen allerdings auch gut bezahlen lassen wollten, führte immer mehr dazu, das es zu festgeschriebenen Ablösesummen in den Spielerverträgen kam. Denn an dieser Ablöse hatten die Vermittler ihre prozentuale Beteiligung.

Man kann sich schon denken, das es nicht mehr im Sinne eines Vermittlers war, seinen Schützling lange an einen Verein zu binden, denn je öfter ein Spieler den Verein wechselte und je höher die Ablösesumme war, desto mehr konnten die Vermittler auch verdienen. Verträge waren eigentlich nicht mehr das Papier wert, auf dem sie festgehalten wurden. Was anfangs noch für unmöglich angesehen wurde, findet sich heute immer mehr in der Realität wieder. Und die Summen sind mittlerweile jenseits von Gut und Böse.

Junge Talente aus der eigenen Kaderschmiede der Vereine werden gerne schon mal mit einer festen Ablöse von mehreren Millionen Euro dotiert, wenn man sie langfristig über 4 oder 5 Jahre bindet und als angehenden Profi aufbauen will. Dabei handelt es sich aber auch um Spieler, die seit dem 13. oder 14. Lebensjahr bei einem Profiklub untergekommen sind. Eine Förderung ist in diesem Alter zwar wichtig, aber das wahre Talent zeigt sich in der Regel erst mit 18 oder 19 Jahren. Wenn dann von einem 16-jährigen Wunderkind gesprochen wird, kommt es nicht selten vor, das beim ersten langfristigen Vertrag eine feste Ablöse von 45 bis 70 Mio. Euro festgesetzt wird.

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Mit kritischem Blick könnte man bei solchen Maßnahmen, die die jeweiligen großen Vereine und die Spielerberater an den Tag legen, auch von Spekulationsobjekten sprechen. Wie eine Art Aktie wird der Jugendspieler bewertet und gehandelt, egal ob er dies in späteren Jahren zu leisten vermag oder ein ewiges Talent bleibt. Die einzelnen Verbände unterstützen noch zudem finanziell die Jugendförderung in den Vereinen. Dennoch schaffen es mehr als 98% der Jugendspieler nicht in die erste Mannschaft.  

Urteil des Gerichtshofes vom 15. Dezember 1995 >> Das Bosman-Urteil .

► Neymar, Dembélé & Aubameyang - Wenn Vereine erpresst werden

Die richtig dicken Summen fließen dann, wenn es ein Jugendspieler in den Kader der ersten Mannschaft geschafft hat. Und den Spielervermittlern ist dabei sogar mehr recht als schlecht, das sich Vereine bei den Vertragsverhandlungen auf eine solch hohe Ablösesumme festnageln lassen. Der mittlerweile weltberühmte Spieler Neymar wurde schon sehr früh von europäischen Spitzenclubs gejagt. Im Alter von 14 Jahren nahm er an einem Trainingscamp von Real Madrid teil und man wollte ihn sofort bei den Königlichen binden. Der FC Santos, damals ausbildender Verein Neymars, erkannte ebenfalls sein Potential und zahlte an die Eltern Neymars knapp 370.000 Euro, damit diese Einfluss auf den jungen Neymar nahmen und ihn somit weiterhin in Brasilien zu halten. Seine damalige festgeschriebene Ablöse wurde bei seinem ersten Profivertrag schon auf 50 Mio.. Euro festgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt gab es immer wieder Mauscheleien, Nachverhandlungen und Zahlungen unter der Hand an die zwischendurch gegründete Vermittlungsfirma N&N, den Eltern Neymars.

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Im Jahr 2013 wechselte er dann vom brasilianischen Rekordmeister zum spanischen FC Barcelona. Für die Ablösesumme von ca. 90 Mio. Euro unterschrieb Neymar einen Vertrag bis 2018 bei den Katalanen [24]. Und natürlich, wenn es zu einem neuen langfristigen Vertrag zwischen Spieler und Verein kommt, wird eine Ausstiegsklausel mit einer neuen Ablösesumme in den Kontrakt mit aufgenommen. Im Fall von Neymar einigte man sich auf die utopische Summe von 190 Mio.. Euro, an der auch der Vermittler, seine Eltern mit ihrer Firma N&N partizipieren sollten.

Neymar da Silva Santos Junior Abloesesumme Spielergehaelter Kritisches-Netzwerk Paris Saint-Germain Kapitalismus Transfermarkt Transfergeruechte Transfersumme Spielerverkaeufe Nasser Al-KhelaifiDurch zwischenzeitliche Verhandlungen mit Barcelona, N&N und Neymar selbst, wurde sein Vertrag im Oktober 2016 auf weitere 5 Jahre bis 2021 verlängert. In diesem Vertrag kam es nicht nur zu einer saftigen Gehaltserhöhung für den Brasilianer, sondern die festgeschriebene Ablösesumme wurde jährlich automatisch angepasst. Im ersten Jahr auf 200 Mio.. Euro, im zweiten Jahr auf 222 Mio. Euro und für die nachfolgenden drei Jahre auf 250 Mio.. Euro. Mit einer solch überhöhten Ablöseforderung wollte Barcelona natürlich verhindern, das ein Neymar vorzeitig den Verein wieder verlässt, und man war sich sicher, das es niemanden geben würde, der verrückt genug wäre um eine solche Summe für einen Spieler zu zahlen. Diese Rechnung haben die Katalanen allerdings ohne Nasser Al-Khelaifi von Paris St- Germain gemacht.

Die katarische Investmentgruppe und alleiniger Inhaber von PSG liebäugelte schon länger mit dem Gedanken, die französische Ligue 1 zu dominieren. Dafür benötigte es aber auch qualitativ hochwertige Spieler, die diesem Vorhaben gerecht werden konnten. Einer dieser Garanten sollte Neymar werden. Da es in der Vergangenheit schon Mauschelgeschäfte und Steuerhinterziehungen bei Barcelona gab, wurde die UEFA aufmerksam auf diesen geplanten Coup der Kataries. Anhand des Financial Fairplays (FFP) würde ein solch geplanter Wechsel von Neymar nach Frankreich gegen die Statuten verstoßen, sowohl durch Barcelona, als auch PSG.

Um diesen Wechsel dennoch zu ermöglichen, nutzte man wieder eine Lücke in dem Statut. Da eine direkte Überweisung der 222 Mio. Euro Ablöse von PSG auf das Konto von Barcelona nicht möglich war, überwiesen die Kataries die geforderte Ablöse an Neymar persönlich. Dieser kaufte sich mit der Summe aus seinem Vertrag beim FC Barcelona und konnte so nicht nur das FFP umgehen, sondern als freier Spieler (laut dem Bosman-Urteil) sich seinen neuen Arbeitgeber aussuchen - Paris St. Germain [25].

Ousmane Dembele Fluegelstuermer FC Barcelona Kritisches-Netzwerk Spielergehaelter Spielertransfer Spielerverkaeufe Borussia Dortmund Transfermarkt Transfergeruecht Transfersumme Das eine solche Vorgehensweise zwar rechtlich legitim, aber moralisch höchst bedenklich in der Öffentlichkeit und bei anderen Vereinen aufgefasst wurde, trug mit zu einem Imageverlust großer und bekannter Sportstars bei. Das dieses Verhalten in seiner Frechheit allerdings noch überboten wurde, zeigt das Beispiel des Spielers Ousmane Dembélé. Der gebürtige Franzose mit mauretanischen Wurzeln wechselte im Sommer 2016 für 15 Mio.. Euro zu Borussia Dortmund in die Bundesliga. Der damals 19-jährige galt als Ausnahmetalent und Schnäppchen, den sich die Dortmunder von Stades Rennes für fünf Jahre bis 2021 ohne Ausstiegsklausel gesichert hatten. In seiner Spielzeit beim BVB glänzte Dembélé mit Leistungen und Toren. Da der FC Barcelona durch den Abgang von Neymar im Sommer 2017 einen Ersatz suchte, erregte eben dieser Dembélé bei den Katalanen großes Interesse. Da der Spieler sich aber gerade im ersten Vertragsjahr bei Dortmund befand, lehnte die Vereinsführung einen Wechsel nach Spanien ab, da man mit ihm planen wollte.

Dieses “Nein” von Dortmund stieß bei Dembélé jedoch nicht nur auf Unverständnis, der Franzose hatte plötzlich keine Lust mehr für seinen aktuellen Verein zu spielen. So kam es, das er unentschuldigt beim Mannschaftstraining fehlte, woraufhin er für ein paar Tage suspendiert wurde. Dembélé reizte seine Arbeitsverweigerung immer mehr aus und blieb bei seiner Haltung, bis sich die Vereinsführung des BVB gezwungen zu handeln sah und mit dem FC Barcelona Verhandlungen über einen Wechsel aufnahm. Die Katalanen waren durch den Verlust Neymars in Zugzwang, die Dortmunder konnten es aufgrund der langen vertraglichen Bindung mit Dembélé etwas lockerer angehen lassen. Schließlich einigte man sich auf eine Ablöse von 105 Mio. Euro und der Franzose trägt heute das Trikot Barcelonas. Das dieses Verhalten Dembélés Schule machte, zeigte sich im plötzlichen Verhalten eines weiteren Dortmunder Spielers.

Der Gabuner Pierre-Emerick Aubameyang kam 2013 vom französischen Erstligisten AS Saint- Étienne in das Ruhrgebiet und schlug spielerisch gleich in der ersten Saison bei den Dortmundern wie eine Bombe ein. Pfeilschnell und torgefährlich spielte er sich recht zügig in die Herzen der Fans. Sein extravagantes Verhalten neben dem Platz sorgte ebenfalls für Furore. Ferrari und Lamborghini stehen in seiner Garage, und die schillerndsten auffälligsten Designerklamotten machen Aubameyang zu einem bunten Paradiesvogel.

Pierre-Emerick Aubameyang FC Arsenal London Premier League Abloesesumme Kritisches-Netzwerk Gabun Borussia Dortmund Leihgeschaefte Spielerverleih Transfermarkt Transfergeruechte TransfersummeDie Freiheiten die er sich teilweise innerhalb der Mannschaft heraus nimmt, stört anfangs niemanden, da er seine Leistung auf dem Platz mit Toren und Torvorlagen mehr als abliefert. Als die ersten Gerüchte aufkommen, dass sein Mannschaftskollege Dembélé von Barcelona umgarnt wird, lässt auch die Leistung des Afrikaners plötzlich nach. Ebenso äußert Aubameyang in den sozialen Medien, das er auch gerne den Verein wechseln würde. Er trifft kaum noch das Tor, spielt nicht mehr mannschaftsdienlich, joggt eigentlich bis auf ein paar Ausnahmen nur noch über das Spielfeld. Extravaganz und Leistung war kein Problem beim BVB. Extravaganz ohne Leistung ist jedoch schwer vermittelbar und zu begründen.

Auch er fehlt eines Tages beim Mannschaftstraining unentschuldigt. Später kommt heraus, das er mit seinen Freunden eine Spritztour nach Mailand gemacht hatte. Er wurde für einige Tage suspendiert und nahm dann wieder das Training auf, wurde aber vom Trainer auf die Bank gesetzt und sah sich als Einwechselspieler wieder. Ein weiteres unerlaubtes Fernbleiben, diesmal bei einer Mannschaftssitzung sorgte wieder für eine Suspendierung. Zum Bundesliga-Spiel in Berlin wurde er vom Trainerstab als disziplinarische Maßnahme in Dortmund zurück gelassen.

Anstatt sich zu besinnen, was sich Trainerstab und Vereinsführung dabei erhofften, sorgte Aubameyang für einen weiteren Skandal. Während der Partie seines Vereins in Berlin, schaute er nicht mal im TV seinen Kollegen zu, sondern verbrachte zeitgleich mit seinen Freunden einen Besuch in einer Dortmunder Soccer-Halle. Er setze der ganzen Situation noch die Krone auf, in dem er sich im Trikot seines ehemaligen Vereinskollegen Dembélé ablichten ließ. Das war nicht nur ein Signal an den Verein, sondern metaphorisch betrachtet war dies ein ausgestreckter Mittelfinger. Wie der Verein auf diese Konfrontation reagiert, ist aufgrund der Aktualität der Ereignisse momentan nicht zu sagen. Jedoch kann man davon ausgehen, das das Tischtuch zwischen Verein und Spieler zerschnitten ist und beide bald getrennte Wege gehen werden.

Das sich die Vereine durch solche Verhaltensweisen und Geschehnissen einer Erpressung seiner Vertragsspieler ausgesetzt sehen, spiegelt die aktuelle Entwicklung des Bosman-Urteils wieder. Dabei wollte Bosman eigentlich nur erreichen, das Spieler nicht mehr wie Eigentum behandelt werden und eine Mitsprache bei Vereinswechseln bekommen. Welche Ausmaße die Entscheidung des EuGH verursacht haben, konnte zum damaligen Zeitpunkt noch niemand wissen. Bosman selbst, der für sich und seine europaweiten Kollegen ein Grundsatzurteil erreichen wollte, ist zum absoluten Verlierer abgestiegen. Nach seinem Alleingang vor Gericht wollte ihn kein Profiklub mehr haben. Er lebt heute in Belgien von Sozialhilfe und Spenden aus der internationalen Spielergewerkschaft FIFPro [26].

► Von Heuschrecken und Wölfen in Schafspelzen

Mittlerweile hat sich das Geschäft Fußball so weit entwickelt, das Profifußballer kaum noch ohne Berater auskommen. Diese dienen nicht nur dazu, den Alltag des Sportlers zu regeln, persönliche Sponsoren an Land zu ziehen oder als Ansprechpartner bei Umzug oder Hauskauf zu fungieren. Ein heute sehr wichtiger Teil der Arbeit eines Beraters liegt bei den Vertragsverhandlungen zwischen Spieler und Verein. Ebenso ist dies ein ungewollter Nebeneffekt des Bosman-Urteils, denn ausnahmslos lassen sich die Berater ihre Tätigkeiten mit prozentualen Anteilen bei Gehaltserhöhungen, Vertragsverlängerungen oder Transfererlösen vergüten.

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Der freie Markt und die freie Arbeitgeberwahl macht es möglich. Unter den Spitzenberatern auf internationaler Ebene zählt der Italiener Mino Raiola. Diverse ehemalige Stars wie Mark van Bommel, Zlatan Ibrahimović oder Pavel Nedvěd zählten zu seinen Kunden. Auch heute berät er namenhafte Spitzenspieler wie Mario Balotelli oder Paul Pogba. Bei letzteren vergoldete sich Raiola seine Funktion als Berater, als er einen Wechsel Pogbas von Juventus Turin zu Manchester United einfädelte. Für den damaligen Rekordtransfer aus dem Jahr 2016 in Höhe von 105 Mio. Euro erhielt Raiola eine Beteiligung in Höhe von 45 Mio. Euro – für einen einzigen Transfer. Dies sind mittlerweile Summen die ins Reich der Utopie gehören, wenn man bedenkt das eine Club der 2. Fußball Bundesliga teilweise einen geringeren Jahresetat als 45 Mio. Euro hat.

Mag einem die Rechtfertigung solcher Erlöse durch Dienstleistungen auch nach langem Abwägen sich noch nicht erschlossen haben, dem sei gesagt, das es noch andere Beispiele gibt, die überhaupt nicht mehr zu erklären sind und mafiöse Züge in sich tragen. Die maltesische Investorengruppe Doyen Sports Group (DSG) hat ein solch perfides Geschäftsmodel entwickelt, welches aktuell die Glaubwürdigkeit des Sports erschüttert. DSG investiert nicht in Spieler, sondern in deren Rechte. Sie kaufen Bild- Sponsoren- und Transferrechte von Spielern ab. Sobald ein junges Talent in irgendeiner Liga entdeckt wird, kann man sicher sein, daß DSG nicht weit entfernt ist.

Die FIFA hat vor Jahren zwar sein Statut im Rahmen der Talentvermittlung angepasst, jedoch finden Firmen wie DSG anscheinend immer wieder neue Schlupflöcher um diese zu umgehen. Laut FIFA-Statut dürfen Jugendspieler unter 18 Jahren keinen Profivertrag erhalten. Damit erhoffte sich der Weltverband das jugendliche Talente nicht Gefahr liefen, früh als Handelsware zu dienen. Erst nach einem Profivertrag, der mit dem Erreichen des 18. Lebensjahrs vollzogen werden konnte, durfte der Spieler vermittelt und/oder verkauft werden. DSG umgeht diese Klausel, indem sie sich mit den Eltern bzw Erziehungsberechtigten vertraglich einigen, und eine Beteiligungszahlung erst dann erfolgt, wenn der Spieler 18 ist. So kommt es nicht selten vor das selbst 13 oder 14 jährige Talente schon insgeheim unter Vertrag stehen.

Leon Patrick Bailey Bayer 04 Leverkusen Fluegelspieler Bundesliga Kingston Jamaika KRC Genk Vertragslaufzeit DSG Beraterfirma Marktwert Doyen Sports Kritisches Netzwerk SpekulationsobjektDas eine solche Vorgehensweise wie die von DSG auch in Vereinsabläufe eingreift, zeigt das Beispiel von Leon Bailey vom Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Der 19-jährige Jamaikaner steht bei DSG nicht wie bei einer Beraterfirma unter Vertrag, sondern DSG besitzt Anteile an der Person Leon Bailey. Das bedeutet, je mehr Bailey spielt, sich hoch arbeitet und zu immer besseren Vereinen wechselt, desto höher steigt auch sein Marktwert. Und dieser steigende Marktwert ist Ziel von DSG. Aufgrund von „Third Party Ownership“-Geschäften, die man eigentlich nur aus dem Skandal der Panama-Papers kennt, funktioniert hier ein ähnliches Prinzip. Der eigentliche Berater arbeitet Vertragsregularien aus und bei erfolgreicher Vermittlung bzw. Vertragsunterzeichnung erhält DSG seinen prozentualen Anteil an allem, was Bailey einbringt.

Das Talent ist kein Spieler im eigentlichen Sinne mehr, was gefördert und beraten gehört, sondern ist gleichzusetzen mit einer Offshore-Aktie. Denn die Erlöse, die DSG mit Bailey erzielt, wandern über Mittelsmänner auf Konten in der Karibik oder anderen Steueroasen. Bevor Bailey zu Leverkusen wechselte, spielte er für den belgischen Erstligisten KRC Genk. DSG forcierte den Verkauf Baileys damit, in dem sie von den Rechten an Bailey Gebrauch machten und Druck auf Genk ausübten. Genk als ausbildender Verein wollte Bailey unbedingt behalten um in der Liga wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch Zusatzklauseln hätte dies aber bedeutet, wenn ein Verein anfragt um den Spieler Bailey zu kaufen, dann entscheidet DSG ob der Verkauf stattfindet oder nicht. Genk blieben nur zwei Möglichkeiten: entweder die Verhandlungen abbrechen und eine Vertragsstrafe an DSG zahlen, oder Bailey gehen zu lassen und einen großen Anteil der Ablöse von Bailey an DSG abzutreten. Letztlich entschied sich Genk für einen Verkauf des Spielers.

Inzwischen haben UEFA und FIFA es augenscheinlich aufgegeben, gegen solche Machenschaften vorzugehen. Man wies die Verantwortung und Regelung zurück und wälzte das Problem auf die nationalen Verbände ab, das diese eine Regelung finden mögen. Die Verbände sind aber mit dieser Situation komplett überfordert, da immer mehr internationale Heuschrecken mit fragwürdigen Praktiken ins Fußballgeschäft eingreifen. Aus China und Italien kommen immer mehr Investorengruppen, die sich Anteile an Dritt- oder Viertligisten kaufen. Unbedeutende Vereine denen finanziell das Wasser bis zum Hals steht, oder die sich durch dubiose Geschäfte in Schieflage gebracht haben. Um Geld zu generieren, gehen solche Vereine auf fast alle Forderungen ein. Natürlich wissen das solche Gruppierungen! Es werden Vereinsanteile gekauft, führende Personen eingesetzt und Einfluss auf den Ligabetrieb genommen.

Mit dieser „Machtübernahme“ nehmen diese kriminellen Gruppierungen Einfluss auf das Spielgeschehen, wetten hohe Beträge auf Niederlagen, kassieren die Wettscheine und lassen die Vereine nach nicht mal einer Saison im Dreck sitzen. In der spanischen dritten Liga kam es schon mehrfach zu Hausdurchsuchungen durch die Kripo. Man fand teilweise komplett ausgehöhlte Vereine vor, die eigentlich schon Monate lang insolvent waren und den Spielbetrieb schon lange hätten einstellen müssen. Die Verbände sind machtlos, die Dachverbände UEFA oder FIFA schauen weg und sehen diese Probleme nicht.

Im Gegenteil – Gianni Infantino, bis 2015 Generalsekretär der UEFA, half in der Kausa FC Chelsea London und Paris St. Germain den beiden Vereinen, indem er nicht wie beim FC Sion und anderen kleinen Clubs das Financial Fairplay (FFP) durchsetzte. Chelsea und Paris, beides Vereine mit Multi-Milliardären als Haupteigner (s.o.), bezogen jeweils mehr als 1 Mrd Euro Sponsorengelder, die gegen das FFP mehrfach verstießen. Beide Top-Clubs hätten zurecht und nach allen Regeln gesperrt gehört. Stattdessen veranlasste Infantino eine geheime Vereinbarung mit beiden Vereinseignern, die zu einer lächerlichen Strafzahlung von 20 Mio Euro führten und die beiden Vereine von der Leine ließ.

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Ganz nebenbei bemerkt hat, laut Regelwerk der UEFA, der Generalsekretär überhaupt keine Befugnisse zu einem solchen Schritt. Infantino schien das nur wenig zu interessieren. Und ein solcher Mann wurde nun bei der FIFA als Präsident gewählt, dem obersten Dachverband des Fußballs. Mit FFP hat Infantino nichts mehr am Hut, das sei schließlich Sache der UEFA. Er selbst nahm nach seiner Bestätigung als FIFA-Präsident 2016 die erste Amtshandlung vor, und setzte seine Befugnisse herab, vergab diese aber an von ihn persönlich eingesetzte Generalsekretärin Fatma Samoura aus dem Senegal. Diese Frau weiß jedoch überhaupt nicht mit ihren neuen Befugnissen umzugehen und Infantino steht ihr "tatkräftig" zur Seite.

Und Infantino hat noch eine Menge vor. Einer seiner Pläne ist eine Clubweltmeisterschaft. Dessen Rechte würden der FIFA bis zu 25 Mrd. US-Dollar einbringen. Auch in seiner jetzigen Stellung als Oberhaupt der FIFA kann er seinen Plan als damaliger Generalsekretär der UEFA Nachschub verleihen. Dort wurden seit 2012 hinter verschlossenen Türen Verhandlungen über eine European Super League geschmiedet. Mit dabei die Führungsspitzen des FC Bayern München, Real Madrid, FC Barcelona, und natürlich FC Chelsea London und Paris St. Germain.

► Der Breitensport Fußball ist zu einem Produkt mit astronomischen Gewinnmargen verkommen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Trainer wie Jupp Heynckes in der Umkleidekabine des FC Bayern München seine Gehaltsabrechnung aus den 1970er Jahren auf hing, um seine Starspieler zu motivieren. Der damalige Weltklasse-Stürmer von Borussia Mönchengladbach verdiente damals monatlich so viel, wie einige seiner Schützlinge heute an einem Tag. Vorbei ist es mit Stadionwurst, Bier und Familienausflug in den Stadien, die noch erschwinglich waren. Wer heutzutage mit Frau und Kind ein Bundesligaspiel besuchen will, kommt unter 150 Euro nicht sehr weit.

Vorbei die Zeit, wo man um 18:00 Uhr die ARD-Sportschau einschaltete und die Zusammenfassung vom Spieltag schaute. Heute braucht man drei verschiedene Abos (Sky, Eurosport, DAZN) um sicher zu gehen, seine Mannschaft im TV sehen zu können. Vorbei ist es mit den Idolen wie Uwe Seeler, der treu als Hamburger Jung bis zu seinem Karriereende beim Hamburger SV blieb. Oder ein Fritz Walter, der nie vom 1. FC Kaiserslautern weg ging.

neoliberalism_fuck_off_neoliberalismus_kapitalismus_capitalism_sozialabbau_sozialdarwinismus_ausbeutung_austeritaetspolitik_kritisches_netzwerk_marktradikalismus_turbokapitalismus.png Heute zählt nur noch das Geld. Und wer am meisten davon hat, der sagt auch an, wie und was gespielt wird. Eine Selbstreinigung durch die Vereine, durch die Landes oder Dachverbände sind längst schon unmöglich geworden. Aus Vereinen sind Konzerne geworden, aus Spielern Investitionsgüter. Und durch das immer weiter aufweichende Geflecht der einzelnen Spieltage der jeweiligen Top-Ligen zu immer unterschiedlichen Uhrzeiten, wird der Basis, dem Amateurfußball, der vom Sonntag lebt, komplett der Nährboden entzogen. Ehemalige Gründungsvereine der Bundesliga wie Preußen Münster, Eintracht Braunschweig, Karlsruher SC, 1. FC Kaiserslautern oder der 1. FC Saarbrücken dümpeln heute bedeutungslos und völlig mittellos in der dritten, vierten oder gar fünften Liga herum.

All das sind Zeichen des reinen neoliberal verseuchten zügellosen, deregulierten und marktradikalen Kapitalismus. Sie spiegeln unsere heutige Gesellschaft wieder. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, und die Fußball-Blase platzt. Zurück bleibt die Erinnerung, als Fußball noch Sportromantik war.

Christian Jakob


► Quellen:

[1] "Geld im Schuh", Der Spiegel 35/1963 vom 28.08.1963 >> weiter.

[2] "Historische Wert >> Tariflohnentwicklung", Was war wann  >> weiter.

[3] "Spielerberater hierzulande - Mutti statt Millionen", MDR “Sport im Osten” Sendung vom 10.09.2017 >> (Seite nicht mehr verfügbar)

[4] "Die Gehälter im deutschen Profifußball: So viel verdienen Profis in Deutschland", SPOX >> weiter.

[4A] "Wormatia Worms: Pionier der Trikotwerbung", DFB  >> weiter.

[5] DFB-Statut § 16 c  >> weiter. (PDF)

[6] "Abenteuer mit Hertha", Der Spiegel vom 17.03.1965  >> weiter.

[7] "Gesamtmarktwert-Entwicklung der Vereine der 1.Bundesliga", Transfermarkt.de  >> weiter.

[8] "Einnahmetabelle 1.Bundesliga Saison 2016/2017", Fußball-Geld.de  >> weiter.

[9] "Transferströme Bayern München", Transfermarkt.de  >> weiter.

[10] "Transferströme HSV", Transfermarkt.de >> weiter.

[11] "Transferströme HSV Borussia Mönchengladbach", Transfermarkt.de >> weiter.

[12] "Die Besitzer der PL-Vereine: Direkt aus dem Zocker- und Porno-Business", SPOX >> weiter.

[13] "Die Geldgeber in Europas Top-5-Ligen Spielplatz der Milliardäre - die größten Fußball-Investoren", Manager Magazin >> weiter.

[14] Meldung "FC Chelsea mit Rekordumsatz. Der FC Chelsea hat für das Geschäftsjahr 2016/17 Rekordzahlen präsentiert.", Hamburger Abendblatt vom 30.12.2017 >> weiter.

[15] DFB-Statut § 15, Punkt 2 .

[16] "(BGB) § 34 Ausschluss vom Stimmrecht", JURIS >> weiter.

[17] "RB Leipzig bestätigt Pläne für Stadion-Neubau bei Bundesliga-Aufstieg", Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2016 >> weiter.

[18] "Ismaik unterschreibt, Lauth soll folgen", Merkur vom 01.06.2011 >> weiter.

[19] "1860-Investor kündigt neues Löwenstadion mit Tierpark an", Süddeutsche Zeitung vom 19.02.2016 >> weiter.

[20] "Der Mietvertrag zwischen der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und der Allianz Arena München Stadion GmbH aufgelöst.", FC Bayern München >> weiter.

[21] „Löwen“-Investor Ismaik: „Ich wollte das nie, aber jetzt werde ich gegen 50+1 klagen“, WELT Online vom 03.06.2017 >> weiter.

[22] "Besucherzahlen 2016/17", Transfermarkt.de >> weiter.

[23] "Europäischer Gerichtshof Urteil vom 15.12.1995, Az.: C-415/93", Jurion >> weiter.

[24] "Ein Deal, sie alle zu knechten. Neymar zum FC Barcelona. Ein Transfer mit unglaublicher Tragweite.", SPOX vom 14.06.2016 >> weiter.

[25] "Rekordtransfer: Neymar kauft sich von Barcelona frei.", ZEIT ONLINE vom 03.08.2017 >> weiter.

[26] "20 Jahre Bosman-Urteil: Wendepunkt des modernen Fußballs, Wechsel ohne Ablöse. Wie das Bosman-Urteil den Fußball veränderte", Sport1.de >> weiter.
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► Bild- und Grafikquellen: (Die Bilder im Artikel sind nicht Bestandteil des Originalartikels und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. andere Lizenzen, s.u..)

1. Ärgerlich: Ob im Fußball, beim Boxen, in der Formel 1, beim Eishockey, Baseball oder Basketball - in allen Bereichen, Verbänden und Vereinen hat die Entwicklung auch hier nicht halt gemacht. Allerdings galten anfangs noch Ziele wie sportliche Höchstleistungen als tugendhaft und strebsam, so sind diese Werte mittlerweile dem berechnendem wirtschaftlichen Faktor gewichen. CLIPART: Conmongt / Christian Dorn, Gütersloh. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Clipart.

2. Fußballspieler: Mit der Gründung der 1. Fußball-Bundesliga, die in der Saison 1963/64 ihren ersten Spielbetrieb aufnahm, hielt auch der Profisport Einzug in Deutschlands Volkssport Nummer eins. Skeptisch betrachtet wurde das “Gehalt” eines Fußballspielers besonders in der damaligen Arbeiterklasse. CLIPART: DavidRockDesign / David. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Clipart.

3. Münsterländer outet sich als Fan des BVB Borussia Dortmund. Foto: feworave / Mendig. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Foto.

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4. Die DFB-Zentralverwaltung in Frankfurt am Main. Ihren Sitz hat sie seit 1974 in der Otto-Fleck-Schneise 6. Ursprünglich ein Bungalow, der das Organisationskomitee der WM 1974 beherbergte, bietet der Gebäudekomplex Platz für die mehr als 200 DFB-Mitarbeiter.  Der DFB ist der Dachverband von 26 Fußballverbänden in der Bundesrepublik Deutschland, denen wiederum mehr als 25.000 Fußballvereine angehören. Ordentliche DFB-Mitglieder sind der Ligaverband, die fünf Regional- und 21 Landesverbände. Mit über 7,1 Millionen Mitgliedern der angeschlossenen Vereine ist der DFB der größte nationale Sport-Fachverband der Welt. Foto: Thomas Pusch. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert

5. Wabenstruktur des Fußballs. Brillant APS ist der Name des offiziellen Spielballs der Fußball-Bundesliga zur Saison 2018/19. Der Ball des Sportartikelherstellers Derbystar ist der Nachfolger des Spielsballs Torfabrik von Adidas. Zur Saison 2018/19 wird der von Derbystar hergestellte und vertriebene Ball mit dem Namen Brillant APS offiziell einheitlicher Spielball der Fußball-Bundesliga in Deutschland. Es ist das erste Mal, dass in der ersten und zweiten Bundesliga ein einheitlicher Spielball verwendet wird, der nicht von Adidas hergestellt wird. Der Vierjahres-Vertrag mit Derbystar soll den 36 Bundesliga-Clubs insgesamt 25 Millionen Euro mehr Einnahmen beschaffen. Bildgrafik: PIRO4WD. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bildgrafik.

6. Hannover 96 ist einer der beiden Aufsteiger aus der Saison 2016/17 in die Bundesliga. Der Club aus der Landeshauptstadt Niedersachsen kämpft vom ersten Spieltag an nicht nur gegen den sportlichen Abstieg, sondern auch um den finanziellen Anschluss. Bildgrafik: RonnyK. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bildgrafik.

7. Verwaiste Zuschauerränge. Foto: wgbieber. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Foto.

8. Torschuß: Geld schießt eben doch Tore - der Einzug der Mäzene und Oligarchen. Foto: skeeze. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Foto.

9. Die Premier League (umgangssprachlich „The Premiership“) ist die höchste Spielklasse im englischen Fußball und befindet sich damit auf der obersten Ebene des englischen Ligasystems. Es nehmen momentan 20 Vereine an einer Spielrunde, die zwischen August und Mai des Folgejahres ausgetragen wird, teil. Über eine Auf- und Abstiegsregelung mit dem darunter angesiedelten Football-League-Verband findet jährlich ein Austausch von drei Klubs statt. Foto: DasWortgewand / Reimund Bertrams. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Foto.

10. Dietmar Hopp (* 26. April 1940 in Heidelberg) ist ein deutscher Informatiker und Mitbegründer des IT-Unternehmens SAP. Hopp gilt als einer der reichsten Deutschen. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er als Mäzen des Profifußballvereins TSG 1899 Hoffenheim bekannt. Bildbeschreibung: Stifter Dietmar Hopp auf dem Abschlussfest des Förderprojektes der alla-hopp!-Spielanlagen im Bürgerhaus von Bürstadt (Hessen), 23. September 2017. Foto: Smalltown Boy, Worms. Quelle: Wikimedia Commons. Der Urheberrechtsinhaber erlaubt es jedem, dieses Werk für jeglichen Zweck, inklusive uneingeschränkter Weiterveröffentlichung, kommerziellem Gebrauch und Modifizierung, zu nutzen.

11. DEAD BULL - Die Namensgebung Red Bull Leipzig wird nicht zugelassen, beim Vereinsnamen Bayer 04 Leverkusen sah man stattdessen keine Konflikte mit dem Statut. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs (WiKa) - QPress.

12. Der RasenBallsport Leipzig e. V., kurz RB Leipzig, ist ein deutscher Fußballverein aus Leipzig. Die erste Herrenmannschaft des Vereins spielt seit der Saison 2016/17 in der Bundesliga und trägt ihre Heimspiele in der Red Bull Arena, dem früheren Zentralstadion am Leipziger Sportforum aus. Bildgrafik: RonnyK. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bildgrafik.

13. Hasan Abdullah Mohamed Ismaik (geb. am 14. August 1977 in Kuwait) ist ein jordanischer Geschäftsmann und Sportinvestor. Urheber: Dieses Bild wird vom Medienteam von HAMG zur Verfügung gestellt, das das Bild besitzt und seine Eigentumsrechte besitzt. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.

14. "DIE GI€R DER SCHAMLOSEN IST SCHIER UNERSÄTTLICH". Grafik: Wilfried Kahrs (WiKa).

15. Die Süper Lig ist die höchste Spielklasse im türkischen Männerfußball. Sie wurde nach dem Beschluss des türkischen Fußballverbandes 1959 eingeführt. Von den mittlerweile 71 teilnehmenden Vereinen konnten bisher nur fünf Mannschaften die Meisterschaft in der Süper Lig gewinnen: Galatasaray Istanbul (21 Titel), Fenerbahçe Istanbul (19 Titel), Beşiktaş Istanbul (15 Titel), Trabzonspor (sechs Titel) und Bursaspor (ein Titel). Türkischer Meister der abgelaufenen Saison 2017/18 wurde Galatasaray Istanbul. Bildgrafik: OnurGurbiyik / Onur Gürbıyık, Istanbul / Türkiye. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bildgrafik.

16. Foto: Thistle of Scotland. Die Kratzdistel ist die Nationalblume Schottlands. Autor: Sodacan. Quelle: Wikipedia Commons. Diese Datei ist unter den Creative-Commons-Lizenzen „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“, „2.5 generisch“, „2.0 generisch“ und „1.0 generisch“ lizenziert.

17. Die Ligue 1 ist die höchste Spielklasse im franz. Männerfußball. Es gab zwar schon seit 1894 französische Meisterschaften, aber erst seit 1932 zählt der Gewinn der Meisterschaft (Championnat de France) als offizieller Titel. Bildgrafik: Comfreak / Jonny Lindner. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bildgrafik.

18. Fußball entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien und breitete sich ab den 1880er und 1890er Jahren in Kontinentaleuropa und anderen Kontinenten aus. Er gilt als weltweit beliebteste Mannschaftssportart. Angesichts der zunehmenden Vermarktung zum Zwecke der Gewinnmaximierung, völlig überzogener Spielgehälter, Ablösesummen, TV-Rechtekosten etc. ist von Sportromantik der 50er und 60er kaum noch etwas übrig - und das nicht nur im Fußball. Wurde diese früher noch anhand von Atmosphäre, Nähe zu den Spielern, Punkten, Bestzeiten, Toren oder Titeln verstanden, gilt heute an gleicher Stelle der Wettbewerb, Wirtschaftlichkeit und finanzielle Gewinn. Dabei hat sich in der eigentlichen Entwicklung der Sportarten bis auf das Regelwerk nicht sonderlich viel verändert. Bildgrafik: OpenClipart-Vectors. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Clipart.

19. Junge Talente aus der eigenen Kaderschmiede der Vereine werden gerne schon mal mit einer festen Ablöse von mehreren Millionen Euro dotiert, wenn man sie langfristig über 4 oder 5 Jahre bindet und als angehenden Profi aufbauen will. Dabei handelt es sich aber auch um Spieler, die seit dem 13. oder 14. Lebensjahr bei einem Profiklub untergekommen sind. Wenn dann von einem 16-jährigen Wunderkind gesprochen wird, kommt es nicht selten vor, das beim ersten langfristigen Vertrag eine feste Ablöse von 45 bis 70 Mio. Euro festgesetzt wird. Foto: sasint / Sasin Tipchai. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Foto.

20. Neymar, mit vollem Namen Neymar da Silva Santos Júnior und auch Neymar Júnior genannt (* 5. Februar 1992 in Mogi das Cruzes), ist ein brasilianischer Fußballspieler. Der Stürmer steht seit August 2017 nach dem bisher teuersten Transfer der Fußballgeschichte in Höhe von 222 Mio. Euro bei Paris Saint-Germain in der französischen Ligue 1 unter Vertrag und spielt für die brasilianische Nationalmannschaft. Bildbeschreibung: Neymar Jr.'s visit as new Goodwill Ambassador for Handicap International, Palais de Nations, Geneva, Switzerland, 15 August 2016. Urheber: UN Photo/Elma Okic. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

21. Neymar Jr official presentation for Paris Saint-Germain, 4 August 2017. Press Conference for PSG (04/08/2017). Urheber: Antoine Dellenbach Photography. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0).

22. Dembélé training with France at the 2018 World Cup, 9 July 2018.  Ousmane Dembélé (* 15. Mai 1997 in Vernon) ist ein französischer Fußballspieler. Der Flügelstürmer steht beim FC Barcelona unter Vertrag. 2018 wurde er mit der französischen Nationalmannschaft in Russland Weltmeister. Urheber: Кирилл Венедиктов. Quellen: soccer.ru / Wikimedia Commons. Verbreitung mit CC-Lizenz Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.  

23. Pierre-Emerick Aubameyang: Arsenal v PSG 2018 International Champions Cup Singapore National Stadium, 28 July 2018. Pierre-Emerick Aubameyang (* 18. Juni 1989 in Laval, Frankreich) ist ein gabunischer Fußballspieler. Seit Ende Januar 2018 steht er beim FC Arsenal unter Vertrag. Der Stürmer, der auch die französische und die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, ist Kapitän und Rekordtorschütze der gabunischen Nationalmannschaft. Urheber: Chensiyuan. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.

24. Wolf im Schafspelz. Bildbearbeitung: SarahRichterArt / Sarah Richter. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Bild.

25. Leon Patrick Bailey (* 9. August 1997 in Kingston) ist ein jamaikanischer Fußballspieler. Seit der Rückrunde der Saison 2016/17 steht der Flügelspieler beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag. Der damls 19-jährige (heute 21) Jamaikaner steht bei DSG nicht wie bei einer Beraterfirma unter Vertrag, sondern DSG besitzt Anteile an der Person Leon Bailey. Das bedeutet, je mehr Bailey spielt, sich hoch arbeitet und zu immer besseren Vereinen wechselt, desto höher steigt auch sein Marktwert. Und dieser steigende Marktwert ist Ziel von DSG. Urheber: Fuguito / Gert Zander, Düsseldorf. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“ .

26. Giovanni Vincenzo Infantino (* 23. März 1970 in Brig, Wallis; heimatberechtigt in Trélex, Waadt) ist ein schweizerisch-italienischer Fussballfunktionär und Jurist. Er war von 2009 bis 2016 Generalsekretär der Europäischen Fussball-Union (UEFA). Am 26. Februar 2016 wurde Infantino zum Präsidenten des Weltfussballverbandes FIFA gewählt und trat die Nachfolge von Sepp Blatter an. Foto: Doha Stadium Plus / Vinod Divakaran. Doha Stadium Plus Qatar is Qatar's exclusive sports magazine! Quelle: Flickr. Namensnennung 2.0 Generic (CC BY 2.0).

27. NEOLIBERALISM FUCK OFF. Grafik: Wilfried Kahrs (WiKa).