Tierische Empathie für arme notleidende Menschen

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Helmut S. - ADMIN
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Verbunden: 21.09.2010 - 20:20
Tierische Empathie für arme notleidende Menschen
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Tierische Empathie für arme notleidende Menschen

Die Folgen stetig wachsender Altersarmut: 

Immer mehr Rentner werden von Enten gefüttert

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Duisburg (dpo) - Ein ungewöhnliches Bild bot sich heute Passanten in Duisburg dar. Zeugen wollen beobachtet haben, wie im Landschaftspark Duisburg Nord ein Rentner von einer Ente gefüttert wurde. Immer häufiger wird in Deutschland von ähnlichen Fällen berichtet.

"Die Enten bei uns im Park kommen ja immer gleich angeschwommen, wenn sich alte Leute auf eine Bank am Ufer setzen", berichtet eine Augenzeugin. "Aber hier haben sie schnell gemerkt, dass bei dem nichts zu holen ist. Der kriegt gerade mal Mindestrente vermute ich mal."

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Einer der Wasservögel sei daraufhin aus dem Wasser gekommen, zur Bank gewatschelt und habe den 69-Jährigen aus Mitleid mit altem Brot und Algen gefüttert. "Eine Schnecke, die ihm ebenfalls von der Ente angeboten wurde, hat er aber dann doch höflich abgelehnt."

Zwischendurch habe die Ente immer wieder den Kopf geschüttelt und sich offenbar lauthals über die stetig steigende Altersarmut in Deutschland echauffiert. "Richtig wütend war die", so die Augenzeugin. "Wenn ich es richtig verstanden habe, hatte sie für die Rentenpolitik der Bundesregierung nur ein Wort übrig: 'Quark'"

Fälle wie dieser ereignen sich derzeit immer häufiger in Deutschland – in den letzten Jahren sind die Fallzahlen kontinuierlich angestiegen:

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Quelle ©️: Artikel im Satiremagazin 'Der Positillon'

Sogar Tauben beteiligen sich vereinzelt mit kleinen Stückchen Dönerfleisch, Pommes oder anderen Essensresten, die sie in Deutschlands Innenstädten finden.

"Seit den großen Reformen der Regierung Schröder geht die Kurve schon nach oben", erklärt Biologin Marion Kempa, die die Fälle derzeit untersucht. "Offenbar merken Enten als treueste Wegbegleiter alter Menschen instinktiv, wenn sich sonst niemand um sie kümmert."

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Doch nicht jeder ist von der Hilfsbereitschaft der Enten begeistert: Da die seltsamen Szenen immer wieder Touristen irritierten, hat Potsdam als erste Stadt ein Altenfütterungsverbot in allen städtischen Parks erlassen. Nur noch an einer speziell ausgewiesenen Futterstelle können Senioren dort künftig trockenes Brot erhalten.

"Der Postillon"

Der Postillon ist eine deutschsprachige Webpräsenz, die von Stefan Sichermann betrieben wird und täglich satirische Beiträge im Stil von Zeitungsartikeln und Agenturmeldungen veröffentlicht. Einmal monatlich erscheint eine Printausgabe.

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Dieser Satire-Beitrag wurde am 26. Juni 2026 erstveröffentlich auf der Webseite des Satiremagazins 'Der Postillon' >> weiter.

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► Bild- und Grafikquellen:

1. Logo der Satireseite "Der Postillon" - Ehrliche Nachrichten - unabhängig, schnell, seit 1845. Urheber / Copyright ©️: Stefan Sichermann. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ (CC BY-SA 3.0) lizenziert.

2. Die Stockente (Anas platyrhynchos) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Die Stockente ist die größte und am häufigsten vorkommende Schwimmente Europas und die Stammform der Hausente. Ausgewachsene Männchen im Balzkleid sind mit ihrem grünmetallischen Kopf, dem gelben Schnabel und dem weißen Halsring unverwechselbar, die Weibchen sind unscheinbarer hellbraun mit orangefarbenem Schnabel.

Foto (KI-animiert): popmelon / Amore Seymour, Capetown/South Africa (user_id:15508150). Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

3. Grafik: Empfänger von Grundsicherung im Alter in Tausend (Blaue Linie) / Dokumentierte Fälle von Rentnerfütterung durch Enten (grüne Linie). Grafik zum dazugehörenden Artikel der Satirewebseite "Der Postillon".

4. Armut ist für viele Menschen schlimmer als der Tod. 10,1 Millionen Deutsche rutschen in die Altersarmut. Die Zahl der Altersrentner, die mit Grundsicherung aufstocken müssen, hat sich in den letzten 20 Jahren auf fast 700.000 mehr als verdoppelt. (Stand 2024!). Auch immer mehr Erwerbsunfähige benötigen diese Zusatzleistung, um über die Runden zu kommen, 2022 waren es mehr als eine halbe Million. Ein zerstückeltes Rentensystem, in das die Wohlhabenden nichts einzahlen, massive (Real-)Rentenkürzungen seit den 1990er-Jahren zum Beispiel, und natürlich auch der Fakt, dass die Löhne nicht mit der Inflation mithalten.

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