0,1-Prozent-Strafgebühr für Nachwuchsverweigerer!

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Bernd Volkmer
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0,1-Prozent-Strafgebühr für Nachwuchsverweigerer!
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0,1-Prozent-Strafgebühr für Nachwuchsverweigerer!

Der geniale Geniestreich gegen den Pflegenotstand: 

Einfach die Anderen bestrafen!

Von Bernd Volkmer

BRDigung – Hut ab vor dem Bundesministerium für Gesundheit. Während unbedarfte Geister dachten, man müsste vielleicht den Pflegeberuf attraktiver machen, Bürokratie abbauen oder die strukturellen Probleme lösen, präsentiert Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die wahre, die einzig logische Lösung: Die 0,1-Prozent-Strafgebühr für die biologischen Nachwuchsverweigerer! 

Denn wer keine Kinder hat, schadet dem System schließlich gleich dreifach: Er schläft nachts durch, spart sich das Geld für die Marken-Windeln jeden Monat und hat am Ende des Tages doch tatsächlich noch Nerven übrig. Das ist unsolidarisch und gehört auf dem Gehaltszettel spürbar abgestraft.

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► Die logische Gedankenkette des Ministeriums

Die Rechnung ist bestechend einfach: Wenn die Pflegekasse leer ist, erhöht man einfach die Beiträge und weigert sich beharrlicht endlich das System grundlegend zu reformieren. Nein, man sucht sich die Gruppe heraus, die am wenigsten Zeit hat, eine Lobby zu gründen, weil sie damit beschäftigt ist, Überstunden zu machen, um die Kosten der Migration und das explodierende Sozialsystem zu finanzieren.

Die Erhöhung um sagenhafte 0,1 Prozentpunkte ist dabei ein psychologischer Geniestreich:

• Es ist zu wenig, um das Loch in der Pflegekasse tatsächlich zu stopfen. 

• Es ist zu viel, um es nicht als liebevollen, bürokratischen Mittelfinger zu verstehen. 

• Es ist genau richtig, um kinderlose Paare beim nächsten Tinder-Date  [reales Treffen zwischen zwei Personen, die sich über die Dating-App Tinder kennengelernt haben] ins Grübeln zu bringen: „Lass uns lieber verhüten … obwohl, warte, denk an die Pflegeversicherung!

Wir dürfen gespannt sein: Welche genialen Reformen folgen als Nächstes?

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Wenn dieses Prinzip Schule macht, dürfen wir uns bald auf weitere revolutionäre Meilensteine der Sozialpolitik freuen:

• Nichtraucher: „Tabak-Abstinenz-Umlage“ Sie leben einfach zu lange und belasten die Rentenkasse ungebührlich.

• Singles: „Einsamkeits-Soli“  Verbrauchen pro Kopf viel zu viel Wohnraum, der für Clan-Großfamilien fehlt.

• Gesunde: „Fitness-Strafzoll“ Wer nie im Krankenhaus liegt, boykottiert die Wirtschaftskraft der Pharmaindustrie.

► Kinderlos und glücklich

Liebe Kinderlose, grämt euch nicht. Seht die 0,1 Prozentpunkte einfach als eine Art „Ruhe-Abo“. Ihr zahlt ab jetzt eine kleine Gebühr dafür, dass ihr samstagmorgens bis 11 Uhr schlafen dürft, während die Eltern der Nation beim Kindergeburtstag im Indoorspielplatz kollektiv ihr Gehör verlieren.

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Und wer weiß: Wenn ihr im Jahr 2070 dann mit 75 Jahren im unterbesetzten Pflegeheim liegt und niemand da ist, um euch zu füttern, könnt ihr euch immerhin damit trösten, dass ihr damals, im Jahr 2026, ein paar Euro mehr überwiesen habt. Eine Rechnung, die nicht aufgegangen ist, wie immer, wenn die Politik eine Idee hat.

Bernd Volkmer

Die Regierung hat beschlossen, daß jede Rentnerin und jeder Rentner bei Rentenbeginn 
ein Buch geschenkt bekommt — wer schon Rentenbezieher ist, bekommt es nachgereicht.
Titel: Hunde, wollt ihr ewig leben? 
Untertitel: Die Vorzüge sozialverträglichen Frühablebens. Wer früher stirbt ist länger tot.
Leisten auch Sie Ihren ganz persönlichen Beitrag zur Generationengerechtigkeit! 
[1]


[1] Sie halten das für einen sarkistischen Witz?  Nein, keineswegs. Sozialverträgliches Frühableben war das Unwort des Jahres 1998 in Deutschland. Damals anlässlich der Gesundheitsreform projektierte weitere Einsparungen führten zu Leistungen- und Qualitätskürzungen, die auch Altgewordene in ihrem letzten Lebensjahrzehnt, wenn die meisten Leistungen der Gesundheitssolidargemeinschaft nötig werden, trafen.

Dr. Karsten Vilmar (* 24. April 1930 in Bremen; † 16. Oktober 2024 ebenda), Chirurg und von 1978 bis 1999 Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), verwendete den Begriff in einem Radiointerview mit dem NDR. Das Thema war die Gesundheitspolitik der rot-grünen Bundesregierung (Kabinett Schröder I), die weitere Einsparungen plante, um steigende Kosten zu begrenzen.

»Dann müssen die Patienten mit weniger Leistung zufrieden sein, und wir müssen insgesamt überlegen, ob diese Zählebigkeit anhalten kann, oder ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen.“ Auf die Nachfrage, ob die Pläne der Regierung zu einem früheren Tod von Patienten führen würden, meinte Vilmar: „Wird diese Reform so fortgesetzt, dann wird das die zwangsläufige Folge sein.« (-Karsten Vilmar) 

Ursprüngliche Absicht des Arztes war es, die Sparpläne der Bundesregierung zu kritisieren, allerdings seien nach Meinung der Juroren im Kontext Ironie und Satire in blanken Zynismus umgeschlagen. Dabei hat er in mindestens zweifacher Hinsicht die Seriosität einer offiziellen Stellungnahme verfehlt: Zum einen in der Umschreibung eines vorzeitigen Todes durch »Frühableben«, zum anderen in der Verbindung mit dem Wort »sozialverträglich«, das schon durch seinen Missbrauch in anderen Fällen eigentlich unbenutzbar erscheinen müsste. Kommt hinzu, dass Karsten Vilmar – wenn auch in ironischer Absicht – formuliert hat, Ärzte müssten sich überlegen, ob sie den vorzeitigen Tod von Patienten »fördern« müssten.

Hier schlägt Ironie und Satire endgültig in blanken Zynismus um, der eines Sprechers der Ärzteschaft unwürdig ist, zumal deutsche Ärzte bereits am Ende des 2. Weltkriegs vorzeitiges Sterben nach Therapie- und Medikamentenentzug als »Frühableben« umschrieben hatten. – Karsten Vilmar selbst wurde 94 Jahre.
 
Fussnote ergänzt von Helmut Schnug!


► Quelle: Dieser Artikel wurde am 27. Mai 2026 erstveröffentlicht auf QPRESS.de >> Artikel.

ACHTUNG: Die Bilder, Grafiken, Illustrationen und Karikaturen sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten folgende Kriterien oder Lizenzen, siehe weiter unten. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt, ebenso die Komposition der Haupt- und Unterüberschrift(en) geändert.

► Bild- und Grafikquellen:

1. Zusammengerolltes Kondom auf einem Teller: Ein Kondom (auch Präservativ, von lateinisch praeservare „vorbeugen“, „verhüten“) ist eine dünne Hülle, zumeist aus vulkanisiertem Kautschuk, die zur Empfängnisverhütung und zum Schutz gegen sexuell übertragbare Erkrankungen (wie AIDS) über den erigierten Penis des Mannes gestreift wird.

Kondome gehören zu den effektivsten und am meisten verwendeten Verhütungsmitteln und werden immer öfter verwendet. In vielen Staaten sind sie leicht verfügbar und werden nicht nur in Apotheken und Fachgeschäften verkauft, sondern sind auch in Drogeriemärkten, Supermärkten, Kaufhäusern, an Tankstellen, Kiosken etc. erhältlich. Auch an Kondomautomaten sind sie verfügbar.

Im volkstümlichen Sprachgebrauch existieren für Kondome zahlreiche Synonyme, unter anderem „Pariser“, „Verhüterli“, „(Lümmel-)Tüte“, „Präser(l)“, „Gummi“, „Nahkampfsocke“, „Fromms“ oder „Frommser“ (jeweils nach dem Hersteller Fromms), „Londoner“ (es gibt einen Hersteller London), Blausiegel (eine ehemals in Österreichs Automaten verbreitete Marke), „Überzieher“, „Rammelbeutel“.

Foto: Bru-nO / Bruno (user_id:1161770). Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

2. Illustration: Orange mit Loch, Möhre mit Kondom. Diese Illustration soll die Penetration einer Orange mit einem Penis darstellen. Sitophilie: Sexuelle Handlungen mit Lebensmitteln. "Sploshing" (-Sex mit Lebensmitteln): Wer auf sowas steht, kann gerne HIER weiterlesen.

Die Liste von Paraphilien nennt sexuelle Interessen an Objekten, Situationen oder Personen, die atypisch sind. Foto: Copyright © Dainis Graveris >> https://sexualalpha.com/ . Quelle: Flickr. Die Datei ist mit der CC-Lizenz Namensnennung 2.0 Generic (CC BY 2.0 Deed) lizenziert.

3. MEIN KÖRPER, MEINE ENTSCHEIDUNG! Bluttransfusionen, intensivmedizinische oder lebensverlängernde Maßnahmen – wenn Sie nicht beizeiten nachweislich eigene Entscheidungen treffen und die Ihnen nahestehenden Personen nicht in die Lage versetzen, Ihre Wünsche auch durchzusetzen, dann werden andere über Sie entscheiden. Machen Sie von Ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch! Außerdem das Recht bewusst sich gegen eigene Kinder zu entscheiden  selbstbestimmte Lebensplanung ohne Nachwuchs, Gebärstreik, Gebärverweigerung, Nachwuchsverweigerung, Zeugungsstreik.

Die Textgrafik besteht nur aus einfachen geometrischen Formen und Text. Sie erreichen keine Schöpfungshöhe, die für urheberrechtlichen Schutz nötig ist, und sind daher gemeinfrei. Dieses Bild einer einfachen Geometrie ist nicht urheberrechtsfähig und daher gemeinfrei, da es ausschließlich aus Informationen besteht, die Allgemeingut sind und keine originäre Urheberschaft enthalten. > This image of simple geometry is ineligible for copyright and therefore in the public domain, because it consists entirely of information that is common property and contains no original authorship.

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