Egal, wie es kommt – die Stunde Null naht!
Anti-zyklisches Handeln ist dringend vonnöten!
Deutschland schafft sich selbst ab.
Von Dr. Gerhard Mersmann | Forum-M7.com

Es mag die Frage gestellt werden, was eigentlich passiert ist, dass Zustände wie nachstehend genannt den Alltag einer ehemals führenden Industrienation beschreiben?
• Wenn eine Brückensanierung [HIER] gefühlt länger dauert als ein Kondratieff-Zyklus, [1]
• wenn bei einer zehnstündigen Balkonsanierung das notwendige Gerüst drei Monate stehen bleibt,
• wenn ein Steuerbescheid trotz digitalem Prozess länger als ein Jahr auf sich warten lässt,
• wenn Bahnreisen zu wilden Abenteuertouren mutieren, [HIER]
• wenn Schulen verrotten und Kirchen leer stehen
• und wenn sich nahezu standardmäßig veranschlagte Baukosten in der Regel bis zur Fertigstellung verdreifachen?

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Nein, es geht nicht um die bestens bewährte und bis zum Überdruss praktizierte Methode der Schuldzuweisung. Das wäre billig. Denn dann bietet sich die Möglichkeit einer einfachen Lösung nahezu an. Einfache Lösungen kann es aber angesichts dieses sich komplex zu registrierenden Niedergangs nicht geben.
Sicherlich, ein Aspekt ist der Befund einer mentalen Übersättigung. Wie es bereits vor Jahren ein damals weitsichtiger Politiker beschrieb, ist es ein fataler Fehler, in Zeiten der Hochkonjunktur auf dem Sofa zu sitzen und selbstgefällig einen großen Schluck aus der Pulle zu nehmen. Aber, wenn das Gift der Übersättigung zu wirken beginnt, dann versinkt die Erkenntnis, dass anti-zyklisches Handeln in der Lage ist, absehbaren Krisen zuvorkommen zu können, in bespöttelter Bedeutungslosigkeit.
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«Die wirtschaftliche Substanz Deutschlands schwindet – und mit ihr
verabschiedet sich die Nation still und leise von ihrem Wohlstand.»
(Thomas Kolbe, studierter Volkswirt, Wirtschaftswissenschaftler und freier Publizist)
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Es wurde nahezu alles, was an Substanz für Prosperität vonnöten ist, ignoriert. In einem Land, das arm an natürlichen Ressourcen ist,
• unterblieb die massive Investition in Bildung,
• die bestehende Infrastruktur wurde nicht mehr instand gehalten, geschweige denn modernisiert,
• technologische Revolutionen wurden lange Zeit ignoriert,
• die Belastung von Leistung wurde gesteigert,
• die Verwaltung politisiert,
• Organe der Zivilgesellschaft subventioniert,
• die Tarifautonomie verstaatlicht,
• eine dringend notwendige Reform des politischen Systems unterblieb
• und geopolitisch ließ man sich zum eigenen Schaden instrumentalisieren.

Das kann man alles auch anders sehen. Aber die Aufgaben, die sich stellen, um wieder sprichwörtlich auf die Beine zu kommen, werden bleiben. Nahezu allem, was ein Gemeinwesen ausmacht, muss neues Leben eingehaucht werden. Da ist es mit der einen oder anderen Reform nicht getan. Und da ist es auch mit in irgendwelchen Parteizentralen schnell aufgeschriebenen Rezepten nicht getan.
Das Gute an dieser Situation ist die Tatsache, dass der zänkische Streit um Details, das Gewese um Kränkungen und um das rituell rein Interpretative dem Ende zugeht. Alle, die darauf setzen, dass es so weiter gehen kann wie bisher, werden sich in sehr kurzer Zeit im gesellschaftlichen Niemandsland wiederfinden.

Es bricht die Zeit an, in der ein gesamtgesellschaftlicher Prozess vonnöten ist, bei dem es zunächst um das Grundsätzliche gehen wird. Die zentralen Fragen werden sein, wie und in welcher Form Regierung vonstatten gehen soll, d.h.
• wer wie lange ein Mandat erhält und wie es entzogen werden kann,
• wie sich die Gesellschaft versteht, als Gemeinwesen mit kollektiven Pflichten wie Freiheiten,
• wie und wo man sich auf dem Globus ansiedelt,
• welche Strategien man benötigt um einen kollektiv getragenes Profil zu entwickeln etc..
Da geht es nicht um 600 Euro Steuerersparnis im Jahr, um keinen Tankrabatt und auch nicht um die milliardenschwere Investition in bei Fertigstellung unbrauchbares Kriegswerkzeug. Jetzt, in naher Zukunft, wird es endlich mal um Zukunft gehen, und nicht um Schuldzuweisungen für das Gestern.
Egal, wie es kommt – die Stunde Null naht!
Dr. Gerhard Mersmann
[1] Die sogenannten Kondratjew-Zyklen (ältere Transkription: Kondratieff-Zyklen), benannt nach dem sowjetischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Dmitrijewitsch Kondratieff (* 1892, † 1938), wurden im Jahre 1926 erstmalig beschriebenen als in langen Wellen verlaufende Schwankungen der Weltkonjunktur. Im Jahre 1926 veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse zu den Langen Wellen in der Konjunktur.
Ausgangspunkt für die Theorie der "Langen Wellen" sind Paradigmenwechsel und die damit verbundenen innovationsinduzierten Investitionen: Es wird massenhaft in neue Techniken investiert und damit ein Aufschwung hervorgerufen. Nachdem sich die Innovation allgemein durchgesetzt hat, verringern sich die damit verbundenen Investitionen drastisch und es kommt zu einem Abschwung. In der Zeit des Abschwungs wird aber schon an einem neuen Paradigma gearbeitet. Ob diese Zyklen tatsächlich existieren und ob ein kausales Verhältnis zu den empirisch nur schwer zu identifizierenden Innovationszyklen besteht, ist umstritten.
Als die eher marktwirtschaftlich orientierte 'Neue ökonomische Politik' (NEP) durch striktes planwirtschaftliches Denken 1928 abgelöst wurde, verlor Kondratjew mit der Auflösung des Konjunkturinstituts seinen Arbeitsplatz.
Im Zuge der „Großen Säuberung“ unter Stalin in den Jahren 1936 bis 1938 wurde Nikolai Kondratjew nach acht Jahren Haft schließlich am 17. September 1938 von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag erschossen. 1987 wurde er von der Sowjetunion rehabilitiert. Nach Kondratjew ist die 1992 gegründete Internationale Kondratiew-Stiftung benannt worden. Seit 1992 wird von der Russischen Akademie der Wissenschaften der Kondratjew-Preis vergeben.
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Unser Geld für unser Land!
»Man muß sich mal fragen, wohin geht denn das Geld?
Jetzt werden wir hier alle ausgepresst. Jetzt haben wir
hier ein extrem hohes Renteneintrittsalter, extrem hohe
Sozialversicherungsbeiträge, hohe Kraftstoffkosten, hohe Energiepreise.
Wir haben überall hohe Kosten.
Wo geht unser Geld hin?
20.000 € jede Minute, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr nur in die Ukraine.
Alles deutsches Steuergeld. Unser Geld für unser Land!«
(-Ulrich Siegmund, Vors. der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt) >> Video.
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Gerhard Mersmann, Dr. phil., (Jahrgang 1956), gebürtiger Westfale, ist studierter Politologe und Literaturwissenschaftler. Er arbeitete in leitender Funktion über Jahrzehnte in der Personal- und Organisationsentwicklung. In Indonesien beriet er die Regierung nach dem Sturz Soehartos bei ihrem Projekt der Dezentralisierung. In Deutschland versuchte er nach dem PISA-Schock die Schulen autonomer und administrativ selbständiger zu machen. Er leitete ein umfangreiches Change-Projekt in einer großstädtischen Kommunalverwaltung und lernte dabei das gesamte Spektrum politischer Widerstände bei Veränderungsprozessen kennen.
Die jahrzehntelange Wahrnehmung von Direktionsrechten hielt ihn nicht davon ab, die geübte Perspektive von unten beizubehalten. Publizistische Aktivitäten durchziehen seine gesamte Biographie. Seine Erkenntnisse gibt er in Form von universitären Lehraufträgen weiter. Sein Blick auf aktuelle gesellschaftliche, kulturelle wie politische Ereignisse sind auf seinem persönlichen Blog M7 regelmäßig nachzulesen. >> https://form-7.com/ .
► Quelle: Dieser Beitrag wurde am 09. Oktober 2026 erstveröffentlicht auf https://form-7.com/ >> Artikel. Eigentümer, Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich ist Gerhard Mersmann.
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► Bild- und Grafikquellen:
1. Gespaltete Aktenordner an der Wand: Bürokratie versagt dort, wo Verfahren wichtiger werden als Menschen & Ergebnisse. Zu viel Bürokratie schützt irgendwann nur noch sich selbst. Aktenberge, Bürokratie- und Überregulierungswahn nehmen uns die letzten Reste an Freiheit. Es herrscht Verhinderungsbürokratie. Sechs Millionen Bundesbürger (!) arbeiten inzwischen im öffentlichen Dienst. Noch viel mehr sind mehr oder weniger direkt abhängig vom Papiertiger Staat. Nirgendwo auf der Welt schleppen so wenige Wertschöpfende nicht nur einen gigantisch aufgeblähten Sozialstaat voller Leistungsempfänger, sondern auch noch einen schmarotzenden, in weiten Teilen völlig unnützen, weil unfähigen Wasserkopf mit sich herum.
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Karikatur: Pünktlichkeit: Pünktlichkeitsstatistik der Bahn verbessern. Fahrgäste rauswerfen, mit leerem Zug weiterfahren. Hoffnungslos verspäteten Zug unterwegs ausfallen lassen (Personalmangel). Fahrgast: Ab morgen reise ich nur noch per Auto! Versprochen! Bildunterschrift: Zahlenkosmetik im BRD-Alltag. Heute: Schienenverkehr.
Karikatur: Copyright ©️ Götz Wiedenroth. Zur Person: Götz Wiedenroth wird 1965 in Bremen geboren, beginnt seine berufliche Laufbahn als Industrie- und Diplomkaufmann. Kaufmännische Ausbildung bei der Daimler-Benz AG, Niederlassung Hamburg. Es folgten ein Studium der Wirtschaftswissenschaften / Betriebswirtschaftslehre an der Nordischen Universität Flensburg und der Universität Kiel, Abschluß dortselbst 1995.
Beschäftigt sich während des Studiums als Kleinunternehmer mit der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kunst, organisiert Seminare, Ausstellungen und Kongresse zum Thema Kulturmanagement auf Schloß Glücksburg in Glücksburg. Arbeitet in Flensburg seit 1995 als freier Karikaturist, Cartoonist, Illustrator und Zeichner.
Seine ersten Karikaturveröffentlichungen erscheinen 1989 in der Flensburger Tagespresse. Von 1995 bis 2001 zeichnet er täglich für den Karikaturendienst von news aktuell, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamburg. Von 1996 bis 2016 erscheinen landes- und lokalpolitische Karikaturen aus seiner Feder in den Tageszeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, Flensburg.
Der von Kindheit an passionierte Zeichner erhält 1997, 2001 und 2008 Auszeichnungsurkunden des "Deutschen Preises für die politische Karikatur", verliehen durch die Akademie für Kommunikation in Baden-Württemberg, Stuttgart. >> weiterlesen. Herzlichen Dank für die Freigabe zur Veröffentlichung Ihrer Arbeiten im Kritischen Netzwerk. Quelle: Flickr und HIER.
3. Wirtschaftsinkompetenz, Wirtschaftsschrumpfen, Personalreduzierung, Deindustrialisierung, Masseninsolvenzen, Dekarbonisierung, Realitätsverlust, Hochstabelei, Grünomanie im Habeckland: Was immer die Ampelregierung und ihre Nachfolger unter Lügenkanzler Friedrich Merz anpackt und wo immer sie sich einmischt – es wird zum Debakel. Kaputtmachen ist ihre Agenda. Und eines ist sicher: Mit ex BlackRock-Ganove Friedrich Merz wird es keinesfalls besser. Merke: schlimmer geht immer.
Foto OHNE Textinlet: grmarc. Quelle: freepik >> https://de.freepik.com/ . Freepik-Lizenz: Die Lizenz erlaubt es Ihnen, die als kostenlos markierten Inhalte für persönliche Projekte und auch den kommerziellen Gebrauch in digitalen oder gedruckten Medien zu nutzen. Erlaubt ist eine unbegrenzte Zahl von Nutzungen, unbefristet von überall auf der Welt. Modifizierungen und abgeleitete Werke sind erlaubt. Eine Namensnennung des Urhebers (grmarc) und der Quelle (Freepik.com) ist erforderlich. >> Foto. Der Text wurde von Helmut Schnug in das Foto eingearbeitet.
4. Holen Sie sich leckeres Popcorn, lehnen sich entspannt zurück und genießen Sie den Untergang! Mehr für Rüstung, weniger Sozialstaat: Die Bundesregierung will die großteils selbst verursachten Haushaltslöcher mit weiterem Sozialabbau stopfen. Dabei ist bei den Ärmsten kaum noch etwas herauszupressen. Trotzdem sollen diese für die Misswirtschaft dieser und ihrer Vorgänger-Regierung büßen. Das geht auch zulasten Normalbeschäftigter und sogar des Mittelstandes. Der Sozialstaat für Reiche bleibt derweil bestehen, und das Kriegsgeschäft floriert derweil die Gesamtwirtschaft und der Wohlstand zum Teufel gehen.
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5. Symbolbild: Als die Titanic unter Wasser verschwand, waren die Lichter noch an – in Deutschland sind sie schon vorher aus! Als die Titanic unter Wasser verschwand, waren die Lichter noch an – in Deutschland sind sie schon vorher aus! Egal, wie es kommt – die Stunde Null naht!
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6. TIME FOR CHANGE: »Können wir etwas bewirken? Vielleicht. Manchmal. Nicht viel. Aber eines weiß ich: Wir sollten nie aufhören es zu versuchen. Und wir sollten uns darüber im Klaren sein, daß jede Kleinigkeit zählt. - Die destruktivste Kritik ist die Gleichgültigkeit.« - »Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.« Foto OHNE Inlet: Alexas_Fotos / Alexa. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto. Der Text wurde von Helmut Schnug in das Foto eingearbeitet, die Lizenz bleibt erhalten.
