Joe Biden und die Ausbeutung der chinesischen Arbeitskräfte

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Joe Biden und die Ausbeutung der chinesischen Arbeitskräfte
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Biden und die Ausbeutung chinesischer Arbeitskräfte

von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk | Paris (Frankreich)

Die Biden-Administration ist von einer fanatischen Ideologie beseelt, die sie kleinen Gruppen linker Gläubigen entlehnt hat. Sie wird von zwei mächtigen Lobbys unterstützt: dem 'militärisch-industriellen Komplex' (MIK) auf der einen Seite und den transnationalen Unternehmen, die in China produzieren, andererseits. Thierry Meyssan stellt diese verkannte Lobby vor.

Die Biden-Regierung wird erst im Juni eine endgültige Strategie gegenüber ihrem chinesischen Rivalen festlegen. Eine Ad-hoc-Kommission des Pentagon wird dann dem Weißen Haus Vorschläge unterbreiten.

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Unter der Leitung von Präsident Xi Jinping hat China mit seinem Einsatz außerhalb seiner Grenzen begonnen. Es hat bereits 3000 Soldaten in die Streitkräfte der Vereinten Nationen entsandt und dann einen Stützpunkt in Dschibuti eröffnet. Logischerweise sollte es, wie zur Zeit der historischen Seidenstraße, Militärposten entlang der Routen errichten, die China gerade baut, um seinen internationalen Handel zu sichern. Und nicht zuletzt hat es sich wieder auf jenen Inseln [Spratly-Inseln; H.S.] angesiedelt, die es im 19. Jahrhundert im Chinesischen Meer fallen gelassen hatte.

China will zuerst seinen Lebensraum zurückerobern, den es durch die westlichen Siedler verloren hat. China ist sich seines Rechts sicher und ist der Ansicht, dass ihm alles erlaubt sei, um sich zu rächen.

Im Einklang mit der 1999 von General Qiao Liang und Oberst Wang Xiangsui dargelegten Strategie [»Unrestricted Warfare«; 1], will China jedoch eine direkte militärische Konfrontation mit den USA vermeiden. China zieht es vor, seinen Gegner zu umgehen und hat sich auf nicht deklarierte Kriege verlegt, nämlich auf kommerzieller, wirtschaftlicher, finanzieller, psychologischer, medialer Ebene usw.

Der chinesische Irredentismus setzt voraus, dass der Westen, der seit anderthalb Jahrhunderten den Fernen Osten besetzt, rausgeworfen werden muss. Diese Haltung muss von der chinesischen Entwicklungsstrategie unterschieden werden, der es innerhalb weniger Jahre gelungen ist, hunderte Millionen seiner Landsleute von der Armut zu befreien. [dank der Kombination von Planwirtschaft und Kapitalismus; H.S.]

Deng Xiaoping, China, Reform und Oeffnung Die Wirtschaftsstrategie des Neuen Chinas begann 1978 unter der Führung von Deng Xiaoping, hat aber erst ab 1994 wirklich Früchte getragen. Zu dieser Zeit war die Sowjetunion verschwunden, die US-Armee war weitgehend demobilisiert worden. Präsident Bush Senior sagte, es sei an der Zeit, Geld zu verdienen, und sein Nachfolger, Präsident Clinton, wurde von großen Unternehmen aufgefordert, den chinesischen Arbeitsmarkt zu öffnen. Tatsächlich kostete damals ein chinesischer Arbeiter, wenn auch ohne Ausbildung, etwa 20-mal weniger als ein US-Arbeiter.

Präsident Clinton wird daher die Verhandlungen über die Menschenrechte (im angelsächsischen Sinne) von den Handelsfragen abkoppeln. Dann wird er China in die Welthandelsorganisation (WTO) aufnehmen lassen. Innerhalb weniger Jahre werden die großen Unternehmen ihre Produktionsstätten an die chinesische Küste verlagern, zum Nutzen der Verbraucher und zum Nachteil der US-Arbeiter.

Zwei Jahrzehnte später konsumieren die Vereinigten Staaten in großem Umfang chinesische Produkte, während ihre großen Unternehmen, die transnational geworden sind, ihre Profite exponentiell gesteigert haben. Aber gleichzeitig wurden die US-Konsumgüterfabriken verlagert oder geschlossen, während sich die Arbeitslosigkeit ausbreitete. Die Verteilung des Reichtums wurde derart geändert, dass es jetzt kaum noch eine soziale Mittelschicht gibt, sondern vor allem Arme und ein paar Ultra-Milliardäre.

Dieses Phänomen beginnt Europa zu treffen, als die US-amerikanischen Wähler Donald Trump zum Präsidenten wählten. Dieser versucht zunächst, die Frage der Zahlungsbilanz mit China (Border-adjustment tax) in gutem Einvernehmen zu lösen, wird aber von den Demokraten und einem Teil der Republikaner daran gehindert. Da es ihm nicht gelingt, eine relative Schließung der Grenzen durchzusetzen, beginnt er einen Zollkrieg, in dem der Kongress kein Mitspracherecht hat.

Im Jahr 2021 trat Präsident Biden offiziell seine Nachfolge an. Er wird von den transnationalen Unternehmen unterstützt, die ihre enormen Profite aus der wirtschaftlichen Globalisierung beziehen. Sofort erklärt er, dass er die Beziehungen zwischen den USA und China normalisieren will. Er ruft Präsident Xi Jinping an, um mit ihm in Hongkong über die Lage der Uiguren zu sprechen, aber er gibt sofort zu, dass Tibet und Taiwan chinesisch sind, was teilweise von seinem Vorgänger bestritten wurde.

Vor allem, so sagte Biden in einer Pressekonferenz, habe jedes Land seine "eigenen Maßstäbe" und die politischen Positionen Chinas und der Vereinigten Staaten hätten jeweils ihre eigene Logik. Biden sagte auch einmal im Weißen Haus, dass er Chinas Unterdrückung des uigurischen Terrorismus "versteht", obwohl er China wenige Wochen zuvor unter dem Deckmantel der Unterdrückung des Terrorismus einen "Völkermord" am uigurischen Volk vorgeworfen hatte.

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In den kommenden vier Jahren sollte die Regierung Biden daher die Arbeit der Präsidenten Clinton, Bush Jr. und Obama fortsetzen, zum größten Nutzen der Multi-Milliardäre und zum Nachteil ihres Volkes. Sie wird sich auf eine Führungsschicht stützen, die persönliche Vorteile aus diesem System zieht.

Um diese Maßnahmen zu verstehen, zitieren wir die acht wichtigsten Persönlichkeiten, die die Handelsallianz zwischen den USA und China unterstützen. Zunächst auf politischer Ebene: eine der wichtigsten demokratischen Ikonen und den Führer der Republikaner im Senat; dann in wirtschaftlicher Hinsicht, die beiden größten Vertreiber von Konsumgütern; schließlich auf Regierungsebene, die Entscheidungsträger der Biden-Regierung.

► Die parteiischen Befürworter

Dianne Feinstein

Bürgermeisterin von San Francisco (1978-88); Senatorin (seit 1992). Demokratische Partei.

Als sie 1978 Bürgermeisterin von San Francisco war, liierte sich Dianne Feinstein mit Jiang Zemin, der an der Unterdrückung der farbigen Revolution von Tian’anmen (1989) teilnahm und dann Nachfolger von Deng Xiaoping wurde. Durch diesen Kontakt wurde Feinstein zum Vermittler der transnationalen US-Unternehmen, um Fabriken in China anzusiedeln. So machte sie unter anderem das Vermögen ihres dritten Ehemanns, des Finanziers Richard C. Blum (Blum Capital).

Frau Feinstein ist dafür bekannt, dass durch sie Informationen über 119 CIA-Gefangene, darunter jene von Guantánamo, und die auch Folter erlitten hatten, veröffentlicht wurden, im Austausch für ihr Schweigen über die 80.000 geheimen Gefangenen der Navy in internationalen Gewässern.

Mitch McConnell

Senator (seit 1984); derzeitiger Vorsitzender der republikanischen Minderheit im Senat. Republikanische Partei.

Mitch McConnell schaffte es, seine Frau Elaine Chao als Verkehrsministerin in der Trump-Administration durchzusetzen, im Austausch für die Unterstützung der Republikanischen Partei für Trumps Politik. Sein Schwiegervater, der Geschäftsmann James S. C. Chao, ist ein großzügiger Spender der 'Harvard Business School' (HBS). Auf diese Weise konnte er erreichen, dass sie eine Generation chinesischer Führungsleute ausbildete.

► Die Unterstützer der großen Einzelhandelsunternehmen

Walmart: Familie Walton (Familienbesitz der Waltons).

Spender der Demokratischen Partei. Hillary Clinton war Mitglied ihres Vorstands. Führender Konsumgüterhändler in den USA. Im Jahr 2020 als die reichste Familie der Welt betrachtet.

Amazon: Jeff Bezos

Jeff Bezos, Präsident-Direktor (CEO) von Amazon, Blue Origin und der Washington Post. Spender der transhumanistischen Bewegung. Erster Heimhändler für Konsumgüter im Westen. Gilt im Jahr 2020 als der reichste Mann der Welt.

► Die Unterstützer der Biden Verwaltung

Ron Klain

Kabinettschef des Vizepräsidenten Al Gore und später des Vizepräsidenten Joe Biden (1999-2011); Kabinettschef des Weißen Hauses (d. h. Koordinator der Verwaltung Biden) (seit 2021). Demokratische Partei. Monica Medina, Ehefrau von Ronald Alan Klain, arbeitete für die Walton Family Foundation, das heißt für Walmart.

Antony Blinken

Nationaler Sicherheitsberater von Vizepräsident Biden (2009-13); Stellvertretender Berater für nationale Sicherheit von Präsident Obama (2013-15); Stellvertretender Staatssekretär (2015-17); Mitbegründer von WestExec Advisors LLC (2017-21); Staatssekretär (seit 2021).

Neokonservativer. Antony Blinkens Lobbying-Unternehmen, WestExec Advisor, besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Obama-Administration. Es hat die Aufgabe, die US-Transnationalen entweder mit dem US-Verteidigungsministerium oder mit der chinesischen Regierung in Verbindung zu bringen.

Avril Haines

Stellvertretende Direktorin der CIA (2013-15); Stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin (2015-17); Lobbyist bei WestExec Advisors (2018-21); Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes (seit 2021). Demokratische Partei.

Bei ihrem Wechsel zu WestExec Advisors verteidigte Avril Haines die Interessen der großen US-Firmen, ihre Fabriken nach China zu verlegen. Mrs. Haines wird die "Königin der Drohnen" genannt, weil sie das weltweite Drohnenmordprogramm entworfen hat. Sie war diejenige, die mit Frau Feinstein verhandelt hatte, die Entführungen und Folterungen der Navy nicht öffentlich zu machen.

Neera Tanden

Direktorin des 'Center for American Progress'; Amt für Verwaltung und Haushaltsführung (seit 2021). Neokonservative. Persönliche Freundin von Hillary Clinton.

Als Direktorin der Thinktank (Denkfabrik) der Demokraten war Neera Tanden Mitglied der inzwischen aufgelösten [?] 'China-United States Exchange Foundation' (CUSEF). Diese Organisation wurde von der chinesischen Regierung beauftragt, die Kritik in den USA gegen die Politik der transnationalen Unternehmen, ihre Fabriken nach China zu verlagern, zu neutralisieren.

Es sei daran erinnert, dass während des Wahlkampfes alles getan wurde, um die Wähler daran zu hindern, die Ermittlungen der New York Post gegen den Sohn von Präsident Biden, Hunter Biden, einsehen zu können. Unter anderem hat er unter Mittäterschaft von 'CEFC China Energy', einem inzwischen aufgelösten Unternehmen, eine Milliarde Dollar aus der Ukraine gestohlen.

► Die chinesische Haltung

Die Wahl von Präsident Biden ist ein wirkliches Glück für China, das noch nicht aus der Unterentwicklung herausgekommen ist. Es hofft, mit der Vorliebe für leicht verdientes Geld der US-amerikanischen Ultramilliardäre zu spielen, damit sie auf eigene Kosten innerhalb des Landes neue Fabriken bauen.

china-volksrepublik-peking-xi-jinping-wirtschaftswachstum-handelsbilanz-technologiefuehrerschaft-technologiemacht-huawei-kritisches-netzwerk-guangdong-shanghai-shenzhen-li-keqiang China weiß, dass es nur eine gewisse Zeit dauern wird. Im Laufe der Entwicklung werden seine Arbeiter tatsächlich immer besser ausgebildet und kosten immer mehr. Schon jetzt sind diejenigen, die an der Küste des Chinesischen Meeres leben, ebenso teuer wie die amerikanischen Arbeiter. Sie können also nicht mehr für den ausländischen Markt arbeiten und wenden sich dem nunmehr zahlungskräftigen Binnenmarkt zu.

China schützt daher bereits jetzt den entwickelten Teil des Landes vor möglichen Standortverlagerungen. Es zwingt alle westlichen Unternehmen, über Joint Ventures zu handeln, die sich zur Hälfte im Besitz chinesischer Staatsangehöriger befinden. Darüber hinaus hat es die Präsenz eines Vertreters der Partei in jedem Vorstand dieser Unternehmen eingeführt, damit sie nie eine anti-nationale Strategie verfolgen.

Langfristig wird China ausländische Investoren kündigen und seinen eigenen Markt überschwemmen. Aber diesmal für sich selbst.

Thierry Meyssan, (Politischer Berater, Gründer und Präsident vom Voltaire Netzwerk - Réseau Voltaire).

[1] »Unrestricted Warfare: China's Master Plan to Destroy America«, Qiao Liang & Wang Xiangsui, Echo Point Books & Media (2015). >> https://www.c4i.org/unrestricted.pdf


ANMERKUNG von Helmut Schnug:

»2020 Hardcover Reproduktion der Ausgabe von 1999. 'Unrestricted Warfare' ist ein Buch über militärische Strategie, das 1999 von zwei Obersten der Volksbefreiungsarmee geschrieben wurde. Es geht vor allem darum, wie eine Nation wie die Volksrepublik China einen technologisch überlegenen Gegner (wie die Vereinigten Staaten) durch eine Vielzahl von Strategien besiegen kann. Anstatt sich auf die direkte militärische Konfrontation zu konzentrieren, untersucht dieses Buch stattdessen eine Vielzahl von anderen Mitteln. Zu diesen Mitteln gehören die Anwendung des Völkerrechts (siehe Lawfare) und eine Vielzahl wirtschaftlicher Mittel, um den Gegner in eine geschwächte Position zu bringen und die Notwendigkeit einer direkten militärischen Aktion zu umgehen.

Von den verschiedenen diskutierten Strategien ist die des Angriffs auf Netzwerke vielleicht die wichtigste. Netzwerke werden nicht nur für den Datenaustausch, sondern auch für den Transport, die Finanzinstitute und die Kommunikation immer wichtiger. Angriffe, die Netzwerke lahmlegen, können leicht große Lebensbereiche lahmlegen, die für die Koordination von ihnen abhängig sind. Ein Beispiel für Netzwerk-Kriegsführung wäre das Abschalten eines Netzwerks, das Strom liefert. Wenn es durch den Angriff zu einem signifikanten Ausfall des Stromnetzes kommt, könnte es zu massiven Stromausfällen kommen, die Industrie, Verteidigung, Medizin und alle anderen Lebensbereiche lahmlegen.« (Klappentext, übersetzt von H.S.)

Herausgeber: Albatross Publishers, Juli 2020, geb. Ausgabe 206 Seiten, ISBN-13 : 978-1-946963-42-0. Auch als Taschenbuch und eBook (Kindle) erhältlich, alle 3 Versionen aber NUR in Englisch! >> weiter.


    pin_green.gifinteressante Lesetipps zum Thema CHINA: (nach Datum, bitte auch die älteren Beiträge lesen!!)

    "Joe Biden und die Ausbeutung chinesischer Arbeitskräfte" von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk | Paris (Frankreich), im KN am 25. Februar 2021 >> weiter.

    Mehr über den MERICS Belt and Road Tracker sowie weitere Beiträge finden Sie hier >> weiter.

    "Das Investment Agreement CAI zwischen EU und CHINA. Wenn der Wind stärker weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen" von Willy Sabautzki | isw München, 5. Januar 2021 >> weiter.

    "Die 14 Punkte Chinas an Australien" von Voltaire Netzwerk, 23. November 2020, im KN am 16. Dezember 2020 >> weiter.

    "Das Exportzielland China und seine globale Kooperation" von Willy Sabautzki / isw München e.V., 9. Sept. 2020 >> weiter.

    Website "Made in China 2025" der chinesischen Regierung" (englisch) >> weiter.

    "Wie der Westen den Aufstieg Chinas stoppen will. US-Wirtschaftskrieg, EU-Ambivalenz" von Wolfgang Müller / isw München e.V., 31. Okt. 2019 >> weiter.

    MERICS: "China's economy in Q3: Negative effects of trade conflict are increasingly measurable", 23. Okt. 2019 - 13 Seiten >> weiter.

    MERICS: "China's Economy in Q2: Controlled shift to lower growth levels", 19. Juli 2019 - 13 Seiten >> weiter.

    MERICS: "Evolving Made in China 2025. China’s industrial policy in the quest for global tech leadership". 2. Juli 2019 >> ( Vollversion - 80 Seiten / Zusammenfassung).

    "Respekt vor staatlicher Souveränität. Oder: Die Mär der chinesischen Schuldenfalle" von Willy Sabautzki / isw München e.V., 30. Mai 2019 >> weiter.

    "EU – China: Künftig mehr Rivalen als Partner" von Fred Schmid / isw München e.V., 22. Mai 2019 >> weiter.

    "EU - China: Strategische Perspektiven. A strategic outlook", Straßburg, 12. März 2019 >> weiter.

    "Der Wirtschaftskrieg der USA gegen China als Systemkonflikt?" von Willy Sabautzki / isw München e.V., März 2019 >> weiter.

    "Boykott gegen Huawei: Kalter Krieg um Frequenzen und Netze", von Fred Schmid / isw München, Feb. 2019 >> weiter.

    "Nationale Industriestrategie 2030: Strategische Leitlinien für eine deutsche und europ. Industriepolitik", BMWi, Feb. 2019, 20 Seiten >> weiter.

    "China: Partner oder systemischer Rivale. Wirtschaft uneins…" von Fred Schmid / isw München, Jan. 2019 >> weiter.

    BDI-Grundsatzpapier China (Jan. 2019) - 26 Seiten >> weiter.

    Deutscher Industrie- und Handelskammertag - DIHK-Aktionsplan China 2019 - Chinas neue Rolle in der Welt - 27. Nov. 2018 - 8 Seiten >> weiter.

    "Chinesische Unternehmenskäufe in Europa: Eine Analyse von M&A - Deals 2006–2017" - Jan. 2018 - 14 Seiten >> weiter.

    Bertelsmann Stiftung: "Kauft China systematisch Schlüsseltechnologien auf? Chinesische Firmenbeteiligungen in Deutschland im Kontext von Made in China 2025" - Mai 2018 - 44 Seiten >> weiter.

    MERICS: "Made in China 2025: Chinas Hightech StrategieIndustriepolitische Offensive auf dem Weg zur Technologieführerschaft" - Max J. Zenglein, Mai 2018 - 40 Seiten >> weiter.

    MERICS: "MADE IN CHINA 2025 - The making of a high-tech superpower and consequences for industrial countries", Dez. 2016 - 76 Seiten >> weiter.

    "SUNZI - DIE KUNST DES KRIEGES". Sunzi schrieb dieses außergewöhnliche Buch vor zweieinhalbtausend Jahren in China. Es beginnt mit den Worten: Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden. >> Volltext. (64 Seiten).


    ► Quelle: Der Artikel von Thierry Meyssan wurde am 23. Februar 2021 auf Réseau Voltaire (Voltaire Netzwerk) in frz. Sprache erstveröffentlicht. (>Artikel). Die deutschsprachige Übersetzung wurde von Horst Fröhlich angefertigt >> voltairenet.org >> Artikel. Die Übersetzung mußte jedoch notwendigerweise durch KN-ADMIN Helmut Schnug (franz.- und englischspachig) an zahlreichen Stellen redigiert werden, um den Artikel hier im KN zu veröffentlichen. Sie können die Artikel des Réseau Voltaire frei vervielfältigen unter der Bedingung der CC-Lizenzierung Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Unported (CC BY-NC-ND 3.0).

    Die Unterzeile, die als zweite, kleinere Überschrift die Kernaussage des Artikels zusammenfasst, wurde von H.S. ergänzt.

    Réseau Voltaire International ist ein blockfreies Pressenetz, spezialisiert auf die Analyse internationaler Beziehungen, ins Leben gerufen durch die Initiative des französischen Intellektuellen Thierry Meyssan. Die aus verschiedenen politischen Familien, sozialen Kreisen und Kulturen stammenden Mitglieder des Voltaire Netzwerks anerkennen die zehn Prinzipien, die auf der Konferenz von Bandung im April 1955 aufgerufen wurden, als Grundlage ihrer Arbeit. >> weiter.

    ACHTUNG: Die Bilder und Grafiken sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. folgende Kriterien oder Lizenzen, s.u.. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt.

    ► Bild- und Grafikquellen:

    1. Sleepy Creepy Joe: "Wir werden Chinas wirtschaftliche Machenschaften entgegentreten", sagte Joe Biden und bezeichnete Peking als Amerikas "ernsthaftesten Konkurrenten. [..] Sie werden, wenn wir uns nicht bewegen, unser Mittagessen essen". Geflügelte Worte eine alterssenilen, korrupten Politikers, der seit über 40 Jahren für den miserablen Zustand der USA und den Zustand der Gesellschaft maßgeblich mitverantwortlich ist. Quelle: »Biden warns China is going to ‘eat our lunch’ if U.S. doesn’t get moving on infrastructure.«; von Amanda Macias, CNBC, Feb 11 2021 (@amanda_m_macias) >> weiter.

    Bildgrafik (ohne Textinlet): tiburi / Tibor Janosi Mozes, Sevilla/Spain. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Bildgrafik. Das Textinlet wurde von Helmut Schnug eingearbeitet.

    2. Deng Xiaoping (* 22. August 1904 in Xiexing; † 19. Februar 1997 in Peking) führte die Volksrepublik China faktisch von 1979 bis 1997. Während seiner Studien- und Arbeitsaufenthalte in Frankreich und in der Sowjetunion trat er der Kommunistischen Partei bei. Durch seine Verdienste in der Schlussphase des chinesischen Bürgerkrieges stieg er in der Partei schnell auf und wurde in der Folge zu einer der wichtigsten Machtstützen Mao Zedongs. Er unterstützte Mao unter anderem beim Großen Sprung nach vorn und wandelte sich dabei vom linken Hardliner zum marktorientierten Pragmatiker.

    Deng verstand es in den 1980er Jahren, mit großem politischem Geschick den aufkommenden Fraktionalismus innerhalb der chinesischen Führung für sein politisches Ziel, die Modernisierung Chinas, auszunutzen. Unter seiner Führung, die von wirtschaftlichem Pragmatismus bei gleichzeitigem politischem Führungsanspruch der Kommunistischen Partei Chinas gekennzeichnet war, entwickelte sich China zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Gleichzeitig verbesserten sich die Lebensumstände vieler Chinesen während seiner Herrschaft deutlich.

    »Deng Xiaoping hat Worte wie Glasnost, Perestroika, Privatisierung, Entkollektivierung, Souveränität, Abschaffung des Monopols der kommunistischen Partei und dergleichen nicht in den Mund genommen. Vor allem aber hat er es nicht zugelassen, die Partei, das heißt, die zu der Zeit einzige organisierende Struktur des Landes, aufzulösen. Stattdessen hat er das Experimentierfeld einer schrittweisen Zulassung privater Interessiertheit geöffnet, beginnend mit dem Zugeständnis an einige Bauernkollektive einer abgelegenen Provinz, ihr gemeinsames Land in eigener Regie zu bebauen. Die Bauern nutzten das Zugeständnis, das nach wie vor im Gemeinschaftsbesitz verbleibende Land individuell zu bearbeiten. Als die Produktivität in diesen Kollektiven auf diese Weise erkennbar stieg, gab die Partei Grünes Licht, diesem Modell im ganzen Lande zu folgen.

    Und so ging es Schritt für Schritt: Die Landwirtschaft boomte, die Bauern kamen zu bescheidenem Wohlstand. Sie brauchten Landmaschinen, Geräte und Maschinen für Haus und Hof. Es entstanden kleine Produktionsbetriebe auf dem Lande, Dienstleistungsangebote. Jetzt gab die Partei weiteres grünes Licht für die Gründung von Betrieben auf dem Lande.« (Text: Artikel von Russlandforscher Kai Ehlers).

    Foto: Schumacher, Karl H. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Bild ist ein Werk eines Mitarbeiters des Executive Office of the President of the United States, aufgenommen oder erstellt als Teil der amtlichen Aufgaben der Person. Als ein Werk der Bundesregierung der Vereinigten Staaten ist das Bild gemeinfrei (public domain).

    3. Joseph „Joe“ Robinette Biden, Jr. (* 20. November 1942 in Scranton, Pennsylvania) ist seit dem 20. Januar 2021 der 46. Präsident der Vereinigten Staaten. Von Amtsvorgänger Donald Trump wurde Biden nicht zu Unrecht als Basement Biden, Corrupt Joe, Crazy Joe Biden, Quid Pro Joe, Sleepy Joe, Sleepy Creepy Joe, Slow Joe und Joe Hiden bezeichnet. Foto: © Gage Skidmore, a professional photographer currently based in the Phoenix metropolitan area, USA. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0).

    4. CHINA-FLAGGE -  Daumen nach oben! China kann mit seinem verfassungsmäßig verankerten Führungsanspruch der KPCh darauf verweisen, die Entwicklung des Landes vom bettelarmen Agrarland zum Industrieland und für die Bevölkerung einen „bescheidenem Wohlstand“ konsequent und planvoll betrieben zu haben. Clipart: Kurious. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Clipart.