Lehrerzimmer: Was digitale Geräte mit unserem Gehirn machen
Blaulichtstimmulation, Brain-Drain-Effekt, Digitalstress,
fehlendes Bewusstsein, Gamififaction, Suchtpotenzial etc.
Digitalisierung – aber nicht um der Digitalisierung willen!
Klaus Rüdiger im Gespräch mit Dr. Barbara Studer und Hubert Geißler
– mit einem Beitrag von Christina Rüdiger
Die Nutzung digitaler Geräte reibt die jungen Menschen auf und überfordert ihr Gehirn. Wie aber irritieren sie das Denken und Verhalten genau? Wie stören sie das Lernen der Jugendlichen? Das erklärt uns die Neurowissenschaftlerin Dr. Barbara Studer. Warum es alarmierend ist, wenn Gymnasiasten nicht mehr wissen, wer Albrecht Dürer war, erklärt der Kunstpädagoge Hubert Geißler.
Und das Neueste aus der Welt der Schule und Bildung erfahren Sie in den Bildungsnachrichten. (Komplette Sendung - Gesamtdauer 55:32 Min.) >> weiter [4].
Hier die hörenswerten (!) Einzelbeiträge:
Dr. Barbara Studer: Digitale Geräte und unser Gehirn (Dauer 22:34 Min.) >> weiter [5].
Hubert Geißler: Dürer – kenn ich nicht. Bildungsunterricht heute. (Dauer 20:03 Min.) >> weiter [6].
Christina Rüdiger: Bildungsnachrichten (Dauer 04:48 Min.) >> weiter [7].
Hinweis: Logo des Alternativmediums KONTRAFUNK: Copyright ©️ KONTRAFUNK. Die Veröffentlichung des Logos auf dieser Seite erfolgt aus redaktionellem Grund, nämlich der Verbreitung von einem der zahllosen hörenswerten Rundfunkbeiträgen. Die alleinigen Rechte verbleiben selbstverständlich bei "KONTRAFUNK" >> https://kontrafunk.radio/de/ [3].
“Realitätsverlust” Prof. Joachim Bauer (Dauer 59:05 Min.)
Der Neurowissenschaftler, Facharzt und Psychotherapeut Prof. Joachim Bauer wird vielen bekannt sein u. a. durch seine Bücher „Das Gedächtnis des Körpers“, „Warum ich fühle, was Du fühlst‘ oder „Selbststeuerung – die Wiederentdeckung des freien Willens“ – alles sehr lesenswerte Bücher!
Wir hatten die besondere Gelegenheit, mit Prof. Joachim Bauer zu seinem neuen Buch ins Gespräch zu kommen. (Mai 2024)
„Realitätsverlust – Wie KI und virtuelle Welten von uns Besitz ergreifen - und die Menschlichkeit bedrohen.“
Lesetipp: Generation Hirnschwund? Wie die digitale Welt unsere Gehirne beeinflusst.
Digitale Techniken trainieren, was wir für normal halten. Geschwindigkeit statt Tiefe, Reaktion statt Reflexion, Zugriff statt Erinnerung. Unsere Aufmerksamkeit wird fragmentiert. Warum vor allem Kinder und Jugendliche davon betroffen sind. Hörbeitrag von RADIO MÜNCHEN >> weiter [8].
Lesetipp: Smartphones reduzieren Aufmerksamkeit und Leistung – selbst wenn sie nicht da sind.
»Meta-Studie untersucht den Brain-Drain-Effekt durch Smartphones und zeigt kulturelle Unterschiede: Wie stark Smartphones die Aufmerksamkeit als auch die Gedächtnisleistung reduzieren, ist seit 2017 als Brain-Drain-Effekt bekannt. Ein Forschungsteam der Universität Augsburg um den Schulpädagogen Prof. Dr. Klaus Zierer hat in einer Meta-Analyse, die in der Fachzeitschrift Behavioral Sciences kürzlich veröffentlicht wurde, 22 Studien verglichen und bestätigt den Effekt. Gerade für die Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen folgt daraus eine besondere Herausforderung.« >> weiter [9].
Lesetipp: Wie digitale Medien uns alle in Dopamin-Junkies verwandelt haben:
»Bevor du dich in diese Zeilen vertiefst, hast du vermutlich schon die Headlines überflogen: kurz, knackig und leicht verdaulich. Egal, ob wir durch soziale Netzwerke scrollen, endlose Serien auf Streaming-Plattformen schauen oder uns in die Tiefen von Online-Spielen stürzen – wir sind stets nur einen Klick von der nächsten Dosis digitaler Unterhaltung entfernt. Doch während wir uns in diese Welt der ständigen Stimulation vertiefen, stellt sich eine entscheidende Frage: Wie wirken sich diese digitalen Gewohnheiten auf unser Gehirn und insbesondere auf unsere Konzentration und Leistungsfähigkeit aus?« >> weiter [10].
TOP-Empfehlungen einiger zuvor ausgestrahlter KONTRAFUNK-Sendungen
Lehrerzimmer: Mit der Handschrift wird das Gehirn trainiert (16.3.2026)
Überfüllte Klassen, marode Schulgebäude, Bildungsexperimente, Indoktrination und vor allem sinkendes Niveau. Die Liste der Unzulänglichkeiten heutiger Bildung ließe sich endlos fortsetzen. Am Geld kann es nicht liegen, denn jährlich fließen Unsummen in die Digitalisierung der Bildung. Das genau ist das Problem, sagt der Neurowissenschaftler Professor Manfred Spitzer. Mit ihm spreche ich unter anderem über die immense Wichtigkeit analoger Fertigkeiten wie der Ausbildung einer Handschrift.
Im Interview mit der Sonder- und Waldorfpädagogin Svenja Herget näheren wir uns einem Tabuthema. Zumindest in Deutschland, dem Homeschooling oder mit ihren Worten: dem Häuslichen lernen. Hochrechnungen zufolge gibt es in jeder deutschen Schulklasse einen Schulverweigerer. Für diese Kinder muss eine Antwort gefunden werden, sagt sie - auch jenseits des Schulgebäudes. >> weiter [11].
Lehrerzimmer: „Verwahrlosungspädagogik“ schadet Kindern und der Wirtschaft (23.02.2026)
Mit interessanten Gästen und Menschen aus der Praxis sprechen wir hier darüber, was in unseren Schulen und Kindergärten so los ist und wir geben Einblicke in die neuesten Entwicklungen rund um Erziehung, Pädagogik und Bildungspolitik in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Lesen, Schreiben und Rechnen werden zunehmend zur schulischen Nebensache, verdrängt von immer neuen pädagogischen Moden. Die Folge: Schulabgänger, die trotz Abschluss nicht ausbildungsfähig sind. Ausbilder klagen über fehlende Grundkompetenzen im Schreiben, Rechnen und Lesen der Schulabgänger. Gleichzeitig werden die Leistungsstandards in den Schulen immer weiter abgesenkt. Jüngstes Beispiel: Die geplante Abschaffung des schriftlichen Dividierens in niedersächsischen Grundschulen, die bundesweit für Diskussion gesorgt hat. Ist das eine notwendige Modernisierung oder ein weiteres Signal des Anspruchsverlusts? Mit Prof. Bernhard Krötz sprechen wir über die jüngste Idee in Niedersachsen. >> weiter [12].
Lehrerzimmer: Was digitale Geräte mit unserem Gehirn machen (19.01.2026)
Die Nutzung digitaler Geräte reibt die jungen Menschen auf und überfordert ihr Gehirn. Wie aber irritieren sie das Denken und Verhalten genau? Wie stören sie das Lernen der Jugendlichen? Das erklärt uns die Neurowissenschaftlerin Dr. Barbara Studer. Warum es alarmierend ist, wenn Gymnasiasten nicht mehr wissen, wer Albrecht Dürer war, erklärt der Kunstpädagoge Hubert Geißler. >> weiter [2].
Lehrerzimmer: Die Folgen fehlender Familienstrukturen (29.12.2025)
Marode Schulgebäude, Lehrermangel, überfüllte Klassen und vor allem ein fehlender familiärer Rückhalt. Mit dem ehemaligen Realschuldirektor Michael Hageböck sprechen wir über die Hintergründe und Auswege. Die Schweizer Lehrerin Silvia Dresti unterrichtet mit Begeisterung Französisch und Italienisch. Im Interview erklärt sie uns, wie sie ihre Schüler motiviert und warum Sprachenlernen so wichtig ist. Außerdem eine weitere Folge aus der Reihe „Schule früher“. (Komplette Sendung - Gesamtdauer 55:32 Min.) >> weiter [13].
Lehrerzimmer: Mit Schülern über Krieg und Frieden reden (08.12.2025)
Schüler über die Schrecken des Krieges aufzuklären, versucht Florian Pfaff, Bundeswehrmajor a. D., indem er in die Schulen geht. Die Dozentin Caroline Theiss sagt, wir müssen Kindern und Eltern wieder mehr zumuten. Dazu gehöre auch eine große Frustrationstoleranz. Die bedürfnisorientierte Erziehung schwäche stattdessen die Kinder. Kinder bekommen nicht mehr was sie brauchen, sondern was sie wollen. >> weiter [14].
Lehrerzimmer: Wie retten wir die Zukunft unserer Kinder? (17.11.2025)
Lernen ist harte Arbeit, aber das Wissen macht nachher Spaß. Der Zustand des Schulsystems im deutschsprachigen Raum ist besorgniserregend. Es fehlt an Basiskenntnissen in fast allen Bereichen, vom sozialen Umgang untereinander bis zum Lesen, Schreiben oder Rechnen. Der Wiener Mittelschuldirektor Christian Klar sieht darin eine Gefahr für die Zukunft der Kinder. Lernen ist harte Arbeit, aber das Wissen macht nachher Spaß.
Vergleichend schauen wir nach Japan, wo es derartige Probleme nicht gibt. Über das japanische Schulsystem berichtet der Japanologe Kevin Capito. Sie hören außerdem eine neue Ausgabe der Bildungsnachrichten. >> weiter [15].
Lehrerzimmer: Kinder werden zu „Digital-Trotteln“ (10.11.2025)
Hemmt der 'digitale Fortschritt' die kindl. Entwicklung mehr als er fördert? Wenn Schüler zwar wischen, aber nicht mehr schreiben können? Wenn Konzentration, kritisches Denken und Empathie schwinden? Lese- und Rechtschreibstörung: Pathologisierung eines Phänomens.
Digitalisierung galt lange Zeit als bildungspolitisches Heilsversprechen. Doch inzwischen vollziehen immer mehr Länder eine Rückkehr zu analogen Unterrichtsformen. Wir sprachen mit der Sonderpädagogin und Diplom-Politologin Magda von Garrel über die Gefahren der Digitalisierung für unsere Kinder. Immer mehr Schüler können nicht mehr gut lesen und schreiben. Mit der Lehrerin und Therapeutin Gesa Westphal sprachen wir über überbordende Legasthenie-Diagnosen, Rechtschreibprobleme und mögliche Lösungen. Und außerdem eine weitere Folge von „Schule früher“. >> weiter [16].
Lehrerzimmer: Generation Corona und die Folgen (14.08.2025)
Mehr Selbstbestimmung bei der Wahl der Kinderbetreuung und der Schule. Fünf Jahre nach der sogenannten Corona-Pandemie werden immer mehr Folgen der Maßnahmen deutlich. Gerade die Kinder hat es hart getroffen. Über das richtige Maß zwischen Verantwortung und Vergebung sprechen wir mit der Publizistin Birgit Kelle. Das Bündnis „Freiheit für die Familie“ will mehr Selbstbestimmung bei der Wahl der Kinderbetreuung und der Schule. Dazu im Gespräch die Vorsitzende Sabine Wüsten. Außerdem aktuelle Bildungsnachrichten. >> weiter [17].
Lehrerzimmer: Bildung als Gegenmittel zur Kriegslust.
außerdem: Kinder, die nicht schwimmen können. (3.07.2025)
Während Politiker über Kriegstüchtigkeit unserer Schüler debattieren, widmen wir uns im Lehrerzimmer diesmal dem Frieden. »Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!« – („Sometime they'll give a war and nobody will come“). Der Spruch geht zurück auf ein Gedicht aus dem Gedichtband "The people, Yes" des US-amerikanischen Dichters, Romanautors und Historikers Carl August Sandburg aus dem Jahr 1936 und wurde populär in den 1960er und 70er Jahren durch die Friedensbewegung.
Leider ist es bei einem Spruch geblieben, der sich nie bewahrheitet hat. Ganz im Gegenteil: der Krieg scheint die Politik so richtig zu inspirieren.
Wir schauen außerdem in den Schwimmunterricht einer Berliner Lehrerin. Sie unterrichtet Kinder der dritten Klasse im Alter zwischen sieben und neun Jahren und beobachtet zunehmend ein neues Phänomen: Immer mehr Kinder haben bis zum Beginn des Schwimmunterrichts kaum oder keine Erfahrung mit dem Element Wasser gemacht, wenn es um das Schwimmen geht – ein relativ neues Phänomen. Wie wir uns das bildhaft vorstellen können, erklärt uns die Lehrerin Anne Lüders. >> weiter [18].
