Desinformation und Volksverdummung durch Mainstreammedien

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Desinformation und Volksverdummung durch Mainstreammedien
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Desinformation und Propaganda durch Mainstreammedien

Meinungsmanipulation und Volksverdummung seitens des ORF

Für Feedback bitte unbedingt die Ausführung im Abschnitt "Kommentierung" am Ende des Artikels lesen!

► 1 Vorbemerkungen

Vor kurzem jährten sich die Terroranschläge vom 11. September 2001 zum 15. Mal. In vielen Mainstreammedien war das Anlass genug, etwas darüber zu veröffentlichen. So auch im ORF. Zwar verwahren sich die Mainstreammedien, die sich gern selbst das Label "Qualitätsmedien" anheften möchten, regelmäßig aufs Schärfste gegen den Vorwurf „Lügenpresse“ - dennoch haben gerade ebenjene durch ihre mitunter grob einseitigen Beiträge diesem Vorwurf Vorschub geleistet [1].

Entzündet hat sich dieser Vorwurf an den zum Teil hetzerischen um nicht zu sagen Kriegs-treibenden Beiträgen zum Thema Ukraine - aber auch Freihandelsabkommen oder die Flüchtlingsthematik. Mehr aber noch als jene ist das Thema 9/11 durch eine zutiefst einseitige „Berichterstattung“ gekennzeichnet.

[1] Es sollte sich für jeden halbwegs intelligenten Menschen von selbst verstehen, dass sich der Vorwurf, so er denn ernst genommen werden soll, selbstverständlich nicht pauschal gegen die gesamte Presse und alle Journalisten richtet, sondern Diejenigen, die es infolge o.g. verzerrter Darstellungen de facto trifft. Pauschale und undifferenzierte Vorwürfe sind schon im Ansatz verrissen, weil sehr wohl mitunter auch ARD, ZDF etc. wirklich gute Beiträge und Artikel bringen. In diesem und nur in diesem Sinne sei hier der Vorwurf „Lügenpresse“ aufgegriffen. Von einem generalisierten Vorwurf distanzieren wir uns ausdrücklich.

Dass selbst diese Wertung mitunter noch euphemistisch geschmeichelt ist bewies das ORF mit dem letzten Betrag in der „Dokureihe zum Thema Verschwörungstheorien“ zum Thema 9/11.

Willy Wimmer & Monika Donner bringen 9/11-Verschwörungs-Theoretiker zum "Einsturz" (ORF, 54:14)

In der Sendung wurde ausgerechnet „PRO/CONTRA VERSCHWÖRUNG“ (s.o. links) bzw. „Wahrheit oder Verschwörung“ eingeblendet. Damit haben die Macher dieser Sendung ad hoc ihr dreifaches intellektuelles Versagen bzw. ihre eigene Verblendung demonstriert (dazu ausführlicher in einem anderen Beitrag). Zwischen "Wahrheit" und "Verschwörung" existiert überhaupt kein Widerspruch - womit die Darstellung eines Gegensatzpaares mittels "oder" sachlich komplett verfehlt ist. Es hätte wenigstens „PRO/CONTRA Wahrheit oder Verschwörungstheorie“ oder eigentlich korrekt „PRO/CONTRA Wahrheit oder fiktionale Verschwörungstheorie“ heißen müssen. Niemand, auch nicht Frau Donner oder Herr Wimmer, waren „pro Verschwörung“ - selbige Andeutung ist absurd.

Wenigstens in der Anmoderation fiel dann der „korrekte“ Begriff „Verschwörungstheorie“ (VT). So aber wird durch das vermeintliche Gegensatzpaar "Wahrheit oder Verschwörung" suggeriert, das Vertreten einer Verschwörungstheorie wäre automatisch gegen Wahrheit gerichtet. Im Falle von 9/11 deutet Vieles auf das glatte Gegenteil hin: die offizielle Verschwörungstheorie verdeckt die Wahrheit während die Truther-Bewegung (siehe hier und "Weiterführendes" am Ende dieses Artikels), z.B. die "Architects & Engineers for 9/11 truth" (hier und hier), eine Aufdeckung der Wahrheit durch Ermittlung der Fakten fordert. Was gibt es denn im Sinne besagter Wahrheit an der Forderung nach einer neuen unabhängigen Untersuchung auszusetzen? Diese sich geradezu aufdrängende Frage wurde noch nirgendwo (auch außerhalb der Sendung) überzeugend beantwortet.

Wer tritt denn deutlich offensichtlicher für Wahrheit ein:

  • das Lager (US-Regierung), welches sich vehement gegen eine offizielle Untersuchung sträubte und erst durch massiven öffentlichen Druck zu einer Selbstverständlichkeit genötigt werden musste
  • oder das Lager, die eine neue – diesmal aber unabhängige - Untersuchung fordert?

Allein diese Umstände sprechen Bände und für sich. All das zu Beginn lässt nichts Gutes erahnen lässt. Aber es kam noch weit schlimmer:

Der hinreichend sachkundige Zuschauer kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, angesichts dessen, was die Macher dieser Sendung ihrem Publikum zumuteten. Weil der Vorwurf „Lügenpresse“ oft bei der AfD verortet und nicht selten auch undifferenziert verstanden bzw. benutzt wird (s.o.), lautet hier der Vorwurf Desinformation, Volksverdummung, Propaganda und Meinungsmanipulation (siehe auch Nachdenkseiten: Meinungsmache) - bezogen auf die Macher und Protagonisten der Sendung. Teilweise grenzen die Äußerungen sogar an Demagogie.

Sprache ist ein mächtiges Instrument, welches von entsprechenden Protagonisten ständig für Manipulation, Täuschung und Desinformation genutzt wird. Aus gutem Grund existieren Blogs wie http://neusprech.org/ vom Professor für Linguistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Martin Haase.

Dieses Manipulationsinstruments Sprache wird sich im ORF-Beitrag ausführlich bedient - um die Übersichtlichkeit halbwegs zu wahren wird nicht die komplette Sendung transkribiert, sondern nur die besonders kritikwürdigen Stellen.

► 2 Die Sendung

► 2.1 Die Teilnehmer

- auf Seite der offiziellen Erzählung:

  • Corinna Milborn, Moderatorin
  • Alexander Waschkau deutscher Psychologe, Podcaster und Publizist als „Experte für Verschwörungstheorien“
  • Eric Frey, österreichischer Publizist und Politologe, beim Standard, Financial Times und The Economist
  • Don F. Jordan, US-amerikanischer Journalist
  • Werner Gruber, Physiker und Pyrotechniker

- auf Seite der als „Verschwörungstheoretiker“ Diffamierten:

  • Monika Donner, Juristin
  • Willi Wimmer, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium

Schon das Verhältnis von 5:2 ist alles andere als ausgewogen und lässt somit keinen neutralen, aufklärerischen Ansatz erkennen. Wobei sich für den Zuschauer dieses Missverhältnis zunächst nicht so grob darstellt, weil sich optisch anhand der Diskussionsteilnehmer nur ein Verhältnis von 3:2 ergibt. Dass die Moderatorin und insbesondere der als „Experte für Verschwörungstheorien“ anmoderierte Psychologe anstatt einer neutralen eine ganz klar einseitige und parteiische Position beziehen erschließt sich erst im Verlauf der Sendung.

Viele Behauptungen sind auf vielfältige Weise falsch bzw. unwahr und bedürfen daher des differenzierten Eingehens. Die einzelnen Punkte sind nummeriert - ihr konkreter Bezug wird ggf. mit eckigen Klammern [  ] im Zitattext angegeben.

► 2.2 Thematische Einleitung

0:14 Moderatorin Corinna Milborn:
... und dem widmen wir wohl eine der beliebtesten von Allen, den Verschwörtungstheorien (VT) rund um 9/11

Kommentar: „Beliebtesten“? Sind alternative Erkärungsmodelle zu 9/11 tatsächlich „beliebt“, hat also etwas mit Neigung und Vorliebe zu tun oder entspringt diese angebliche „Beliebtheit“ nicht einerseits der enormen Relevanz der Anschläge für die Weltpolitik und anderseits einer tiefen Verbundenheit zur Wahrheitsfindung, selbst wenn das in Szenarien mündet, die zutiefst erschreckend und beängstigend und keinesfalls „beliebt“ sind?

0:24 Moderatorin Corinna Milborn:
...da verstummen die Stimmen nicht die sagen, da ist irgendetwas schief gegangen und zwar im Auftrag dunkler Mächte - da werden die USA verantwortlich gemacht.

Fakt ist:
Kein seriöser Vertreter alternativer Erklärungsmodelle (aEM) versteigt sich zu Begriffen wie „dunklen Mächten“ ("tiefer Staat" hingegen besitzt begrifflich und belegmäßig eine ganz andere Qualität) und pauschal „die USA“. Tatsächlich vermeidet die Truther-Bewegung, allen voran die „Architects and enginers for 9/11 truth" konkrete Schuldzuweisungen - mehr noch: selbst das Vertreten eines aEM wird unterlassen, sondern stattdessen i.A. eine neue, unabhängige Untersuchung gefordert.

1:01 [eine mit einer schwarzen Kutte, die das halbe Gesicht verdeckt, gekleidete Frau (Szene vom ORF gestellt) spricht:]
These: Die Terroranschläge des 11.Sep.2001 waren ein inside-job des CIA

Kommentar: Ganz davon abgesehen, dass das gesamte Szenario den Eindruck des Unseriösen und der Spinnerei erweckt, werden potenzielle Protagonisten wie die CIA von nahezu keinem Vertreter aEM explizit genannt - außer von Frau Donner. Aus gutem Grund: wozu sich unnötig so angreifbar machen? Wer wirklich dahinter steckt, möge doch ein neuer unabhängiger Untersuchungsausschuss klären.

Ohnehin ist schon der dargestellte Ansatz der zuvor beschriebenen Szene falsch: Dass irgendwer irgendwelche Thesen vertritt ist völlig belanglos - das kann Jeder, selbst wenn die Thesen noch so durchgeknallt sind (wie z.B. die flache-Erde-These) - sondern es geht darum, dass Fachleute, Profis, Experten sowie nach Wahrheit suchende und gut informierte Menschen aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung, gesunden Menschenverstandes und/oder Fachexpertise zu dem Ergebnis gelangen, dass das offizielle Narrativ (Erzählung) in wichtigen Belangen nicht stimmt und daher eine neue unabhängige Untersuchung fordern. Die Kausalitätsabfolge ist also: erst die Widerlegung gewisser Aussagen der oVT anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, Logik oder eigenen Fachwissens, dann die Schlussfolgerung, dass die oVT so nicht richtig sein kann und daher die Forderung nach einer neuen, unabhängigen Untersuchung. Alternative Erklärungsmodelle  decken einerseits nur die theoretischen Möglichkeiten ab und resultieren andererseits logisch zwingend aus einer unzutreffenden "surprise"-Theorie.

3:10 [wieder die in schwarze Kutte gekleidete Frau - diesmal Gesicht unverhüllt]: These: sämtliche Anschläge des 11.September sind physikalisch unmöglich [2.2] und eine Inszenierung [2.1]

2.1) Fakt ist: dass die Terroranschläge von 9/11 eine Inszenierung waren, daran kann nicht der geringste begründete Zweifel bestehen: Oder glaubt jemand, zu 9/11 wäre es wegen unbeabsichtigter Unfälle gekommen? Die Kollisionen wären nur Zufall oder fliegerisches Unvermögen der Piloten gewesen? Der Punkt ist: durch den öffentlichen Diskurs sind die Allermeisten schon so indoktriniert, dass sie bei "Inszenierung" direkt an vom offiziellen Narrativ abweichende Thesen denken - dabei geht die US-amerikanische Regierung doch selbst von einer Inszenierung aus - nämlich durch Teppichmesserterroristen und deren Hintermänner. Dieses praktisch reflexhaft falsche Denken hat Ken Jebsen (bitte einfach nur die Argumente beachten) mal überaus treffend entlarvt:

Die Lügen-Mechanik - Wie wir von den Medien manipuliert werden (1:18:46, Bezugsstelle ab 20:27)

Nicht nur diese Stelle, sondern der gesamte Vortrag passt zum Thema „Medien und Desinformation sowie Volksverdummung“.

2.2)  Weiterhin ist Tatsache, dass niemand behauptet hat, sämtliche Anschläge des 11.September seien physikalisch unmöglich, sondern: die postulierten Mechanismen, die als „Erklärung“ dienen sollen, können physikalisch unmöglich die beobachteten Sachverhalte herbeigeführt haben.

Konkret als Beispiel: Das WTC7, in welches kein Flugzeug hineingeflogen ist, ist am 11.Sep. senkrecht in den eigenen Grundriss gestürzt. Dabei befand sich zumindest die Fassade für mehr als 2 Sekunden im nahezu symmetrischen freien Fall. „Erklärt“ wird wird dies durch den NIST-Report durch Brand und Folgen: aufgrund von Feuer, welches maximale Temp von 600°C erzeugte, hätten sich Querträger infolge von Wärmeausdehnung aus den Verankerungen gerissen, was zu einer Kettenreaktion in der Weise geführt haben soll, dass der Gebäudekern zuerst zusammenbricht (also asymmetrisch) und dann die Fassade folgt. Letztere aber ist beweisbar nahezu symmetrisch zusammengebrochen. Der vom NIST behauptete Zusammenbruchsmechanismus kann physikalisch unmöglich zu einer nahezu symmetrischen Freifallphase der WTC7-Fassade geführt haben.

Dass die postulierten Zusammenbruchsmechanismen der Tower zu den erstaunlich kurzen Fallzeiten der Tower geführt haben können, ist ebenfalls physikalisch unmöglich. Mit anderen Worten: die Darstellung, es würde jemand ernsthaft behaupten, die Anschläge selbst wären physikalisch unmöglich, ist Volksverdummung par exzellence - nein, die behaupteten Mechanismen können physikalisch unmöglich die dokumentierten Schäden verursacht haben. Weder bei den beiden Towern, noch dem WTC7 und auch nicht beim Pentagon.

Ergo: Die Thesen sind nicht nur inkompetent formuliert und inhaltlich entweder falsch darstellt (physikalisch unmöglich) oder gänzlich nichtssagend (Inszenierung), sondern inbesondere so nie von der Truther-Bewegung geäußert. Diese Aussagen entstammen einer gestellten Szene des ORF, welche kritisch nachdenkende Menschen diskreditieren soll.

► 2.3 Der 11.September und dessen Relevanz für Verschwörungstheoretiker

8:42: Moderatorin Corinna Milborn: Bei uns ist jetzt Alexander Waschkau, er ist Experte für Verschwörungstheorien und Psychologe. Herr Waschkau, was macht den diese Terroanschläge vom 11.Sep. zu so einem beliebten Fokus von Verschwörungstheoretikern?

8:54 Alexander Waschkau: Also tatsächlich sind die Ereignisse vom 11.Sept so etwas wie eine Zeitenwende, wenn man sich mit Verschwörungstheorien beschäftigt. Zum ersten mal war man 2001 [3.1] in der Lage, im Internet seine eigenen Wahrheiten zu verbreiten [3.2] und das hat einem Phänomen, das wir Cherry-picking [3.3] nennen, also man sucht sich bestimmt Details raus, die einem selber merkwürdig erscheinen [3.4], heraus, publiziert darüber, macht ein youtube -video, schreibt nen Artikel und plötzlich hat man seine eigene Theorie[3.5], was wirklich passiert ist. Hinzu kommt ist, dass man natürlich mit den Ereignissen in Amerika selber nicht gut umgegangen ist [3.7], man wusste gar nicht, was genau passiert ist, niemand hat mit so einem Ereignis gerechnet [3.6] und das hat diesen ganzen verschwörungstheoretischen Kontext Vorschub gegeben. [3.8] [3.9]

Kommentar: Schon dieser erstes Zuwortkommen diese angeblichen Experten für Verschwörungstheorien lässt gewisse Zweifel entweder an dessen tatsächlicher Fachexpertise oder dessen Neutralität (vs. Voreingenommenheit) aufkommen:

3.1) (Nachrangig) Das Internet gab es schon vor 2001.

3.2) In der Tat war das Meinungsmonopol der veröffentlichten Meinung früher fest in der Hand von Zeitungen und Fernsehen. Mit dem Internet ist dieses Meinungsmonopol aufgebrochen. Es liegt in der Natur der Sache, dass das Manchen nicht passt und dass es im Interesse ebenjener liegt, die nun ungewollte Konkurrenz pauschal als unglaubwürdig zu verunglimpfen. Tatsächlich - entgegen der grob Realität-verzerrenden Darstellung Waschkaus - geht es beim seriösen Teil der Truther-Bewegung gar nicht um Meinungen und „eigene Wahrheiten“, sondern um ganz harte wissenschaftliche Argumente, die im Widerspruch zur veröffentlichten Verlautbarung stehen.

3.3) Was nun ist cherry-picking? Zu Deutsch "Rosinen picken". Definition: Rosinenpicken ist die Bezeichnung für die Auswahl der Ideen oder Möglichkeiten, die aus einer Reihe von Vorstellungen als am geeignetsten oder wertvollsten erscheinen. In Wikipedia dazu der englische Artikel (existiert nicht auf deutsch): Cherry picking, suppressing evidence, or the fallacy of incomplete evidence is the act of pointing to individual cases or data that seem to confirm a particular position, while ignoring a significant portion of related cases or data that may contradict that position. It is a kind of fallacy of selective attention, the most common example of which is the confirmation bias. Cherry picking may be committed intentionally or unintentionally. This fallacy is a major problem in public debate.

Aber ist das wirklich der Punkt? Nein, denn offensichtlich hat Herr Waschkau keine Ahnung, wie seriöse Naturwissenschaft bzw. technische Wissenschaft funktioniert: wenn eine These im Raum steht und auch nur eines dieser Postulate wissenschaftlich belastbar widerlegt wird, dann ist die These widerlegt - oder muss mindestens durch eine Überarbeitung nachgebessert werden. Mit „cherry-picking“ hat das rein gar nichts zu tun - das ist seriöse wissenschaftliche Methodik. Wenn ein Naturwissenschaftler versuchen würde, die Falsifikation seiner These abzubügeln, indem er behauptet, das fokussierte Rausgreifen eines falschen Postulates seines Modells wäre „cherry-Picking“, dann hätte dieser sich vor der gesamten seriösen Fachwelt diskreditiert. Herr Waschkau kann von Glück reden, dass er kein Naturwissenschaftler ist, sonst dürfte er nun auf die kümmerlichen Reste seiner verbrannten Reputation heruntersehen.

Außerdem verfehlt das Bild vom "cherry-picking" fundamental die wahren Verhältnisse: Die ernsthafte und aufrichtige Beschäftigung mit den Umständen fördert eine derartige Fülle haarsträubender und höchst unwahrscheinlicher Sachverhalte zu Tage, dass ein gezieltes Heraussuchen, wie es das Bild vom Cherry-picking suggeriert, überhaupt nicht erforderlich ist: schon allein das blinde Hineingreifen bringt mehr "Früchte" [/Erkenntnisse & Widersprüche] hervor, als eine Hand fassen kann.

3.4) Entgegen der extrem verkürzenden Behauptung Waschkaus geht es auch nicht darum, dass „einem selber etwas merkwürdig erscheint“. Sondern vielmehr darum, dass Fachleute, Profis und Experten (Z.B. Architekten, Ingenieure, Piloten und [Ex-]Militärs) harte Widersprüche zwischen der oVT und anerkannten Gesetzen der Phsysik & Technik oder eigener Erfahrungsexpertise aufdecken, die bis dato selbst durch die "Experten" der offiziellen Seite nicht wissenschaftlich belastbar aufgelöst werden konnten. Mit anderen Worten: Tatsächlich besitzen die Einwände der Truther-Bewegung also eine völlig andere, wesentlich gewichtigere Qualität, als das „einem etwas merkwürdig erscheint“.

3.5) Tatsächlich, entgegen der Fakten-verzerrenden Behauptung Waschkaus, wollen die allermeisten Menschen aufgrund von Indoktrinierung infolge diffamierender Kampfbgeriffe (siehe 2. Teil der rot dargestellten Erklärung in Punkt 3.7) mit Verschwörungstheorien i.A. und mit dem Thema 9/11 insbesondere nichts zu tun haben. Im Normalfall fehlt selbst die Bereitschaft, sich Sachargumente auch nur anzuhören. In sofern haben der Medienapparat und Figuren wie Waschkau durch plumpe Diffamierung ganze Arbeit geleistet. Die Sachlage stellt sich somit gänzlich anders dar: i.d.R. besitzen nur innerlich besonders gefestigte Menschen die Charaktergröße, sich um der Wahrheit Willen einer herabwürdigen Reaktion bis hin zur potenziellen Ausgrenzung als Spinner auszusetzen. Das sind nur die Allerwenigsten.

Obendrein greifen beim Thema 9/11 tiefe psychologische Aspekte, die unabhängig von Sachargumenten zu einer reflexhaften Ablehnung aEM führen. Gerade Waschkau als Psychologe sollte das wissen. Dennoch stellt er die Fakten auf den Kopf. Entweder ist dieser also in diesem Punkt inkompetent, verblendet oder verlogen.

3.6) Herr Waschkau kolportiert mit seinem Gerede von „niemand hat mit so einem Ereignis gerechnet“ naiv und inkompetent die offizielle Darstellung. Warum inkompetent? Weil die Behauptung von G.W. Bush und Condoleezza Rice, niemand habe sich vorstellen können, dass jemand Flugzeuge entführen würde, um die als Waffen in Gebäude zu lenken, beweisbar falsch ist:

  1. Widerlegung: Nicht nur am 11. September selbst, sondern auch schon ein Jahr zuvor fanden Militärübungen statt, die exakt das übten, was sich angeblich niemand vorstellen konnte, nämlich die Entführung von Flugzeugen, um diese in Gebäude zu lenken. Die Übung an 9/11 selbst hieß Vigilant Guardian. Im 9/11-Kommission-report heißt es dazu lapidar: diese Militärübungen hatten „keinen Einfluss“ auf die Geschehnisse.
  2. Widerlegung: Vor dem Anschlag ist das Pentagon ist an einer seiner 5 Seiten verstärkt wurden - um dem Einflug eines Flugzeuges besser stand halten zu können! In genau diese eine Seite ist dann am 11.Sep. angeblich das Flugzeug geflogen.

Ergo: Schon jeder Punkt für sich allein, aber umso mehr in Kombination, beweist, dass das Geschwafel, niemand habe sich so etwas vorstellen können, eine glatte Unwahrheit ist. Mehr noch: „man“ hat sich das nicht nur sehr wohl vorstellen können, sondern das Militär und Teile der US-Administration haben sogar konkrete Vorkehrungen zu dessen Abwehr (sei es durch Übungen oder verstärkte Wände) getroffen – dazu ein wirklicher Experte, der im Gegensatz zu Waschkau einer qualifizierten militärischen Einschätzung befähigt ist: Oberstleutnant Scholz

Oberstleutnant der Luftwaffe erklärt: "11.September ist eine Lüge" 2 / 3 (10:16, Bezugsstelle ab 3:52)

Die Wahrheit liegt also im glatten Gegenteil dessen, was Waschkau (und Bush sowie Rize) ergossen hat. Es fragt sich nur, ob dieser durchsichtige Leugnungsversuch grober Inkompetenz oder schon glatter Verlogenheit geschuldet war.

Ganz am Rande: Im Roman Menschenjagd (im Original "The Running Man") hat Stephen King schon 1982 beschrieben, wie ein Flugzeug als Waffe absichtlich in ein Gebäude gesteuert wird.

3.7) Dass "man mit den Ereignissen in Amerika selbst nicht gut umgegangen ist", stellt den Gipfel einer euphemistischen Beschönigung dar. Folgende Kette an Absurditäten lässt erahnen, wie weit Waschkaus Darstellung von der Wirklichkeit entfernt ist - in chronologischer Reihenfolge:

  • Die Regierung sträubte sich vehement und über ein Jahr erfolgreich gegen das naheliegende Ansinnen einer Untersuchung
  • Dabei wurde sich haarsträubendster Pseudoargumente bedient: man habe die Hände voll im Kampf gegen den Terror und keine Zeit dafür
  • Erst durch den massiven öffentlichen Druck der Kampagne hinterbliebener Witwen (Jersey girls) wurde einer Untersuchung zugestimmt
  • Anstatt unabhängige Mitglieder zu berufen hat die Regierung selbst Konsenspolitiker bestimmt
  • Als ursprünglicher Leiter sollte der höchst umstrittene Henry Kissinger den Vorsitz führen
  • Dieser musste dann zurücktreten, als durch die Jersey girls dessen Verbindung zur bin Laden Familie hinterfragt wurde
  • Dann wurde ausgerechnet Zelikow berufen, der seine Arbeit zum Thema "Prägung von öffentlichen Mythen in der Gesellschaft" schrieb
  • Dieser hatte ein detailliertes Rahmenkonzept des Untersuchungsberichtes fertig, bevor die Untersuchung begann
  • Später mussten Kean und Hamilton öffentlich eingestehen, dass die Untersuchung "zum Scheitern verurteilt war" (set up to fail) - sie hatten nicht genug Geld, nicht genug Zeit ...

The 9/11 Commission was "set up to fail" (0:0:38 Sekunden)

Mit diesem Anriss, der nur höchst bruchstückhaft die Sachverhalte andeutet, von denen nicht wenige für sich allein das Potenzial für einen ausgewachsenen Skandal in sich bergen, soll es an dieser Stelle belassen bleiben. Tatsächlich ließe sich die Liste noch lange fortschreiben. Bedeutet: Waschkaus Darstellung eines „nicht guten Umgangs mit den Ereignissen“ wird den tatsächlichen Umständen nicht ansatzweise gerecht.

3.8) Tatsächlich war es die Kombination folgender Umstände und nicht das von Waschkau in faktenverzerrender Weise dargestellte Szenario, welches das Aufkommen alternativer Verschwörungstheorien geradezu herausgefordert hat:

  • eine US-Administration, die praktisch nichts unversucht hat, um eine seriöse, auf Wahrheitsfindung ausgelegte Aufklärung zu torpedieren.
  • "Untersuchungsberichte" (9/11-commission report, NIST report), die weder wissenschaftlich, noch seriös sind, sondern mitunter mit Wundern pseudoargumentieren
  • ein geradezu erschlagendes Konvolut an Sachverhalten und Fakten, die im Widerspruch zur offiziellen Verschwörungstheorie stehen und bis heute nicht schlüssig erklärt sind.

3.9) Hauptargument! Wäre Herr Waschkau tatsächlich ein Experte für Verschwörungstheorien und nach besten Wissen und Gewissen dem Auftrag der Aufklärung nachgekommen, dann hätte er um der Wahrheit Willen Folgendes direkt zu Beginn klarstellen müssen:

Zunächst einmal muss man sich bewußt machen, dass es selbstredend Verschwörungen gibt - auch im großen Stil. Die Geschichte der CIA-Operationen oder die der Kriegspropaganda ist voll davon. Verschwörungen gehören zur menschlichen Historie wie Mord, Krieg, Betrug und Täuschung. Die Haltung, dass es keine Verschwörungen gibt, ist dumm, ungebildet, ignorant, absurd und Realität-leugnend. Aus diesem Grund muss selbstredend differenziert werden zwischen solchen Verschwörungstheorien, die auf realen Verschwörungen basieren, die also eine tatsächliche Grundlage in der Wirklichkeit finden und solchen, bei denen dies nicht so ist, die also über keine faktische Entsprechung in der Realität verfügen.
Außerdem reicht es nicht, anzudeuten oder zu behaupten, eine VT wäre Spinnerei, sondern es müssen valide Argumente in der Sache vorgebracht werden, die das belegen. Dem zum Trotze wird "Verschwörungstheorie" heutzutage überwiegend als Kampfbegriff benutzt, was sachlich schlicht weg falsch impliziert, dass jede VT Spinnerei wäre. Dem ist aus vorgenannten Gründen nicht so. Um dies auch ganz konkret anhand von Fakten zu untermauern sei verwiesen auf:

Überdies gilt es die Genese des Terminus „Verschwörungstheorie“ als Kampfbegriff zu beachten: dieser wurde als bewusste Diffamierungsmethode der CIA eingeführt, um Kritiker des offiziellen Narrativs zum Kennedy-Attentat mundtot zu machen, indem sie als unglaubwürdige Spinner lächerlich gemacht wurden. Wer also heutzutage VT als Kampfbegriff benutzt, der macht sich somit - ob wissentlich oder nicht - eine zutiefst verachtenswerte Diffamierungsmethode zu eigen. Das konterkariert geradezu eine auf Wahrheitsfindung ausgerichtete Aufklärung oder Diskussion.

DAS wäre eines "Experten für Verschwörungstheorien" würdig gewesen, nicht die unfreiwillig selbstbezügliche Demonstration von „cherry-picking“ eines Herrn Waschkau! Aber nichts davon ist vom angeblichen „Experten für VT“ gekommen.

Zudem wird der Begriff [Verschwörungstheorie] oft als rhetorische Waffe benutzt, um Menschen, die kritische Fragen zu den offiziellen Darstellungen der Regierungen stellen, als Irregeleitete zu verunglimpfen. Zugespitzt würde ich formulieren: die Realität ist schlimmer als fast alle Verschwörungstheorien.
Reiner Braun, langjähriger Friedensaktivist, Sprecher des Dachverbands „Kooperation für den Frieden“.

► 2.4 Warum keine Beschränkung auf das tatsächliche Versagen der Behörden?

9:31 Moderatorin Corinna Milborn:
...und es ist ja auch wahnsinnig viel schief gegangen in der Aufarbeitung - da hats Behördenversagen gegeben und viele Schlamperei. Warum reicht das dann diesen truthern, also die die Wahrheit suchen, nicht, dieses tatsächliche Versagen zu verfolgen und nachzu- schauen? Warum wird da diese Weltverschwörung dahinter gesehen, dass da dunkle Mächte die Welt beherrschen wollen damit?

Kommentar:

4.1) Außer Monika Donner, die im Beitrag eine Neue Weltordnung (NWO) erwähnt, spricht in der Truther-Bewegung keiner von "Welt-verschwörung". Diese Falschdarstellung soll wohl ebenso der Diskreditierung der truther dienen, wie der gesamte Beitrag des ORF.

4.2) Hier begeht die Moderatorín einen ziemlich dummen Fehler: einerseits spricht sie selbst von Wahrheitssuchenden, andererseits sollen diese aber nur dort suchen, wo ihrer Ansicht nach ein „tatsächliches Versagen“ stattgefunden hat. Diese Vorabfestlegung dessen, wo „tatsächliches Versagen“ vorliegt, nimmt ja genau jenes Ergebnis vorweg, welches es im Zuge einer auf Wahrheitssuche ausgerichteten Analyse erst zu finden gilt. Also ein klassischer Zirkelschluss, der davon zeugt, wie sehr geistig indoktriniert die Moderatin ist. Augenscheinlich kann sie den Gedanken gar nicht zulassen, dass die truther evtl. Recht haben könnten - dass man erst alles unvoreingenommen untersuchen muss und dann erst feststellen kann, wo es zu tatsächlichem Versagen gekommen ist und nicht umgekehrt.

4.3) Außerdem scheint die Moderatorin den Impuls, der jemandem zu einem Wahrheitssuchenden macht, grundsätzlich nicht verstanden zu haben: Es ist im Regelfall nicht allein das Bemühen um Wahrheit und Aufklärung, sondern insbesondere, dass die offizielle Darstellung nicht mit eigener Fachexpertise und/oder persönlicher Erfahrung in Einklang zu bringen ist. Das Moment dieser auf Fachwissen basierenden Erkenntnis wird von der Moderatorin überhaupt nicht wahrgenommen. Infolge dessen kann sie auch nicht verstehen, dass ihre Erwartung, sich doch auf das vermeintlich „tatsächliche Versagen“ der Behörden zu beschränken, schon im Ansatz ungeeignet ist, den Widerspruch zwischen eigener Fachexpertise und offiziellem Narrativ aufzulösen.

► 2.5 Anti-Amerikanismus und Verschwörungstheorien

9:50 Waschkau: Im Kern ist das ein Anti-Amerikanismus [5.1], den wir seit vielen Jahren beobachten [5.2] und der immer stärker [5.3] wird [5.4]. Im Moment tatsächlich sogar eher so, dass pro-russische Ansichten wachsen und wenn man dann aber schaut, das gerade Russland grad vor kurzer Zeit da sind Dokumente aufgetraucht 400 Internetblogger bezahlt hat, um die Krise in der Ukraine pro-russisch darzustellen, würde man sagen, da ist genauso ne Verschwörung da, aber man hat ein Unwohlsein und der Anti-Amerikanismus wird hier massiv vorangetrieben und die Wahrheit liegt evtl in der Mitte, aber viele Leute wollen nicht die Wahrheit wissen, sondern wollen ihre eigenen Ressentiments bestätigt haben.[5.7]

Kommentar:

5.1) In diesem Zusammenhang drängt sich ein Fragenkomplex geradezu auf:

  • Was genau versteht Herr Waschkau unter Anti-Amerikanismus?
  • Welche Kriterien legt er an?
  • Warum definiert er das nicht?
  • Welche konkreten Äußerungen rechtfertigen diesen Vorwurf?
  • Reicht es für den Vorwurf Anti-Amerikanismus schon, die offizielle US-amerikanische Regierungsdarstellung in Zweifel zu ziehen?
  • Oder woran sonst genau glaubt er das festmachen zu können?
  • Ist es überhaupt möglich, am offiziellen 9/11-Narrativ fundamentale wissenschaftliche Kritik zu üben, ohne dass einem von Figuren vom Schlage eines Herrn Waschkau der diffamierende Vorwurf Anti-Amerikanismus unterstellt wird?
  • Falls ja, wie müsste diese Kritik formuliert werden?

Keine dieser wichtigen Fragen wurde beantwortet – es handelt sich allein um eine leere und durch nichts substanziierte Behauptung, die in dieser lapidaren Form für eine Sachdiskussion letztlich ohne Wert ist. Aber als Diffamierungsinstrument taugt das allemal. 

5.2) Wer ist „wir“? Und wo genau in welcher Form ist das angeblich zu beobachten?

5.3) Existieren für eine zunehmend stärker werdende Kritik an dem Agieren der USA, die hier von Waschkau einfach als Anti-Amerikanismus diffamiert wird, womöglich handfeste Ursachen? Könnte es an ...

  • .. den Kriegen liegen, mit denen die US-Administration die Welt überzieht?
  • ... dem faschistoiden Überwachungswahnsinn liegen, mit dem US-amerikanische Geheimdienste die Welt aushorchen?

  • ... der menschenverachtenden Ideologie des Neoliberalismus liegen, welche mehr Geißel der Menschheit ist als alles andere, die von US-Machteliten über nützliche Idioten wie Milton Friedman propag[and]iert und über US-think tanks weltweit indoktriniert wurde?

  • ... der von der US-Administration verfolgten und umgesetzten Geostrategie liegen, welche um der eigenen weltweiten Vorherrschaft Willen bereit ist, den Rest der Welt ins Chaos zu stürzen (teile&herrsche, "Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft" von Zbigniew Brzeziński)?
  • ... der Schuldknechtschaft liegen, in die viele Länder durch die US-Administration über den IFW getrieben wurden?
  • ... einem völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg liegen, der menschenverachtend ein Verhältnis von rund 41:1 Kollateralschäden – sprich unschuldige Zivilisten – in Kauf nimmt?
  • ... der "Amerikanischer Exzeptionalismus" genannten Hybris der USA liegen, die deswegen glaubt, sich über das hinwegsetzen zu können, was sie von allen Anderen erwartet und einfordert - bis hin zur Aberkennung von Menschenrechten (Guantanamo etc.)?
  • ... Freihandelsabkommen liegen, die einzig transnationalen Großkonzernen und wenigen extrem gut bezahlten Rechtsverdrehern dienen, zum Schaden der übrigen Gesellschaft gereichen und dabei den Rechtsstaat und die Demokratie unterminieren?
  • ... den Beteiligungen der US-Regierung und/oder CIA an diversen Regierungsputschen gegen demokratische gewählte Präsidenten sowie auch der Unterstützung von menschverachtenden Diktatoren (Pinochet, der Schah) liegen, was nun nach und nach durch offizielle Dokumente immer mehr ans Tageslicht kommt?

Könnte die Gesamtheit dieser und weiterer Sachverhalte die Kritik an der US-Regierung immer lauter werden lassen? Handelt es sich also womöglich in Wahrheit um zutiefst berechtigte Kritik, die von Waschkau plump, tumb und pauschal mit dem Kampfbegriff "Anti-Amerikanismus" abgebügelt wird?

5.4) Zunächst gilt festzuhalten: Mit der „Antwort“, den truthern reiche es wegen Anti-Amerikanismus nicht, sich mit der Verfolgung des „tatsächlichen Versagens“ der Behörden zufrieden zu geben, greift Waschkau ganz tief in den Orkus und bemüht ein Subniveau, welches z.T. mit Demagogie und Desinformation die treffend beschreibenden Termini findet. Der von ihm herbeifabulierte Antiamerikanismus scheitert ja schon krachend an der Tatsache, dass die Truther-Bewegung sich in erster Linie aus US-Amerikanern rekrutiert: Rund 3000 Architekten und Ingenieure, Ex-Militärs, Feuerwehrmänner, Piloten, Mediziner, Juristen (siehe "Weiterführendes" am Ende dieses Beitrages) - alle von Anti-Amerikanismus getriebene US-Amerikaner? Das soll keine haarsträubende, die Realität verhöhnende Vereinfachung sein? Unfassbar, was dem Zuhörer da zugemutet wird.

Eine besonders drastische Demonstration, wie verfehlt dieser platte, tumbe und lächerliche Anti-Amerikanismus-Vorwurf ist, beweist das Zeugnis von Generalmajor Albert Stubblebine, welches auch interessante Einblicke in die psychologischen Aspekte des Wandels vom Gläubigen zum Gegner des offiziellen Narrativs liefert:

Gen. Stubblebine on 9/11 -"OH MY GOD!!!!"(14:58)

5.5) Auch Waschkau scheitert wie die Autorin daran, die Motivation der Truther-Bewegung korrekt wiederzugeben. Mutmaßlich ist auch genau das nicht gewollt. Weil der Kampfbegriff VT allgemein nicht die intendierte Wirkung zu zeigen scheint, nämlich Alle davon abzuschrecken, sich mit aEM zu befassen, wird mit der Diffamierung „Anti-Amerikanismus“ noch einer oben drauf gesetzt.

5.6) Hätte sich Herr Waschkau auch nur ansatzweise mit den Sachargumenten der Truther-Bewegung auseinander gesetzt, dann wüsste er, dass die Zweifel gegenüber der offiziellen Verschwörungstheorie im Regelfall nicht auf Ressentiments basieren, sondern sachlichen Widersprüchen, die sich zwischen Fachwissen und Verlautbarung ergeben.

5.7) Als Psychologe hätte sich Herr Waschkau auch der Selbstbezüglichkeit seiner Worte bewußt sein müssen, denn 4 von 5 (Moderatorin, Waschkau, Frey und Jordan) Vertretern der oVT haben sich offensichtlich nie mit diesen Sachargumenten auseinander gesetzt (Frau Donner gibt das Selbsteingeständinis von Frey und Jordan wieder, sich nicht vorbereitet zu haben - ohne Widerspruch). Tatsächlich ist es Waschkau selbst, der den truthern Ressentiments wie Antiamerikanismus und Antisemitismus hinterher trägt bzw. rufmordend andichtet.

Anti-Amerikanismus ist das Propaganda-Konzept eines Imperiums.
Prof. Rainer Mausfeld, Psychologe & Hochschullehrer in seinem Vortrag "Strategien der Erzeugung von Duldung und Lethargie" - siehe hier

Nun sollte ein Psychologe um Aufklärung bemüht sein und nicht mit Kampfbegriffen selbst Desinformation und Propaganda betreiben.

► 2.6 Wie korrekte Beschreibungen einen falschen Eindruck der Wirklichkeit hervorrufen

12:40 Werner Gruber: Sobald ich Nanothermit oder Mikrothermit verwende habe ich rote Hände. ... ist eine klassische Wandfarbe. Das ist das coole. Für den Terrorismus, wenn man ?? will, kriegt man relativ leicht im guten Farbenhandel. Ja, ist ein Faktum.
Monika Donner: So eine naive Argumentation
Gruber: ...Nei, es ist keine naive Argumentation. Diese Mittel finden sie ganz automatisch in jedem Bauschutt ...

Kommentar: Das mag ein Faktum sein, soviel es will - es ist aber keine Widerlegung von Frau Donners Einwurf, dass die Argumentation naiv ist. Aber womöglich sehen Manche die Existenz von Handschuhen oder Overalls, die es dem Vernehmen nach als Einmal-Wegwerf-Ware im gut sortierten Baumarkt gibt, auch als Verschwörungstheorie an.

13:30 Werner Gruber: Das Zweite, was wir haben und das ist das, worum es geht: Wir haben Kerosin. Dieses Kerosin ist verbrannt [6.1]. Beim Verbrennen hat es dazu verführt, dass wir den Stahl-Beton und den Stahlbeton hats net nur, damit man den Stahl hineintut, dass a bissl mehr Äktion is, sondern wir haben das Problem, dass Beton einerseits eine Druck- und eine Zugfestigkeit hat und Beton hat eine hohe Druckfestigkeit aber eine geringe Zugfestigkeit und die hohe Zugfestigkeit erhalte ich, indem ich Stahl einbringe und der Trick ist der, dass Stahl-Beton eine hohe Zug- und Druckfestigkeit hat und das Gemeine ist, wenn ich jetzt aus Stahl Eisen mache [6.2] und Stahl und Eisen ist leider nicht dasselbe oder zum Glück nicht dasselbe - sprich ich bringe es längere Zeit einer höheren Temperatur aus [6.3] - höhere Temperatur reichen schon 600°C - beginnt mir der Kohlenstoff im Inneren des Stahl zu verbrennen und damit seine chemische Verbindung, die Kristallstruktur baut sich um, der Stahl wird spröde und ich verliere die Zugfestigkeit und dann habe ich physikalische Eigenschaften des Stahlbetons der nur dem Beton entspricht und dann reichen minimalste Bewegungen sprich einmal Klatschen und dann hab ich a Knickstabilität und das ganze fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen [6.5].

Kommentar:

6.1) Es sei um der Einfachheit als korrekt angesehen, dass Kerosin verbrannte. Allerdings taugt das nicht einmal ansatzweise für die Grubers nachfolgende Ausführung. Warum? Was ist denn in einem gigantischen Feuerball bei den Einflügen verbrannt? Das Kerosin. Und zwar außerhalb der Tower - siehe Bild. Der überwiegende Teil des Kerosins ist also innerhalb der ersten Sekunden außerhalb der Tower verbrannt. Der geringe Rest, der innerhalb der Tower in Flammen aufging, reichte gerade mal, um normale Bürobrände anzufachen.

6.2) Den Effekt, den Gruber hier beschreibt, nennt sich Entkohlung. Bei einem Festkörper wie einem Stahlprofil beginnt der Effekt der Entkohlung an der Oberfläche. Dies wird Randentkohlung genannt. Damit auch das Innere des Stahlprofils entkohlt werden kann, bedarf es - abhängig von der Temperatur und der Eindringtiefe - vieler Stunden, weil der Effekt auf einem Diffusionsprozess basiert, was bei makroskopischen Entfernungen immer sehr lange dauert.

6.3) Naturwissenschaftler und insbesondere Physiker vermeiden schwammige und ungeklärte Trivialbezeichnungen, weil damit in der Physik und anderen Naturwissenschaften nichts anzufangen ist. Als er selbst von „längere Zeit einer höheren Temperatur aus“ sprach hat er bezeichnender Weise nur die Temperatur durch eine konkrete Angabe spezifiziert - nicht aber die Zeit. Hier kann Absicht vermutet werden, denn hätte er auch „längere Zeit“ spezifiziert, dann hätte er von „mehreren Stunden“ sprechen müssen. Damit aber wäre sein Argumentationskonstrukt „wie ein Kartenhaus“ zusammengebrochen, weil ein Turm knapp unter und der Andere nach knapp über einer Stunde nach den Einschlägen zusammengebrochen ist. Es gab also nicht mehrere Stunden Zeit, um diesen Effekt in signifikanter Ausprägung herbeiführen zu können.

6.4) Voraussetzung dafür, dass der Kohlenstoff im Stahl verbrennen kann, ist eine oxidierende Atmosphäre - sprich genug Sauerstoffgehalt. Nun waren die dicken, schwarzen Qualmwolken der Brände aber ein klares Zeichen, dass dort Verbrennungsvorgänge unter Sauerstoffarmut - also zu wenig Sauerstoff - stattfanden. Neben der zu kurzen Dauer steht auch dieser Aspekt dem Effekt der Entkohlung entgegen.

6.5) Wäre (bewußt den Konjunktiv verwendet) Grubers Darstellung eine valide Beschreibung der Mechanismen, die zum Zusammenbruch der drei Gebäude führten, dann hätten schon längst woanders auf der Welt Hochhäuser in Stahlrahmenbauweise durch Brand zusammenbrechen müssen. Tatsache ist aber, dass noch niemals, weder vor noch nach dem 11.September 2001, irgendwo auf der Welt ein Hochhaus in Stahlrahmenbauweise infolge von Brand zusammengebrochen ist. Und das, obwohl es Hochhausbrände gab, die

  • wesentlich heißer (900°C anstatt "nur" 600°C)
  • deutlich länger (über 20 Stunden anstatt nur rund eine bei den Towern und 5-6 beim WTC7)
  • und umfassender (das gesamte Hochhaus glich einer lodernden Fackel anstatt vereinzelter Brände)

tobten. Nichts dergleichen kann auch nur ansatzweise von den beiden Towern oder dem WTC7 zu recht festgestellt werden.

Ergo: Sowohl Theorie (6.2 - 6.4) als auch Praxis (die Wirklichkeit der weltweiten Erfahrung, 6.5) widerlegen Grubers Darstellung als Erklärung für die Zusammenbrüche. Außerdem liefert er selbst damit ein Beispiel, wie ein behaupteter Mechanismus physikalisch unmöglich zu den beobachteten Vorkommnissen geführt haben kann. Siehe 2.2)

Nur am Rande: Ob reine Betongebäude tatsächlich durch minimalste Bewegungen zusammenfallen wie ein Kartenhaus darf allein aus dem Grund bezweifelt werden, weil Spielkarten nicht Beton und Betonhäuser keine Kartenhäuser sind.

6.6) Grubers Pseudoerklärungsmodell ist nicht mal theoretisch in der Lage, den äußerst brisanten Sachverhalt der kurzen Fallzeit der Tower zu erklären: Bei Letztgenanntem handelt es sich um einen quantivativen Aspekt, während Gruber sich [erfolglos] daran versucht, warum die Tower zusammenstürzten - sich also [thematisch verfehlt] an einem qualitativen Aspekt abarbeitet.

6.7) Herr Gruber weiß offensichtlich nicht, dass die tragender Struktur rein aus Stahlprofilen und nicht Stahlbeton bestand! Beton gab es nur in den Decken/Böden, nicht aber in den durch Flugzeugkollisionen sichtbar durchtrennten Stahlstützen.

Mit anderen Worten:

  1. Der Effekt der Entkohlung kann in diesem konkreten Fall physikalisch unmöglich den Zusammenbruch erklären
  2. Die ganze ausschweifende Ausführung ist aus wissenschaftlicher Hinsicht irrevelant, weil die ausgeführten Phänomene nichts mit den tatsächlichen Verhältnissen zu tun haben.

Was aber Herr Gruber hier demonstriert ist die perfideste Art der Täuschung und Manipulation: nämlich wie allein durch die Darstellung ausgewählter Wahrheiten (im Großen und Ganzen (außer Beton > Kartenhaus) und nur für sich gesehen ist nämlich alles von Ihn Genannte korrekt) ein Eindruck erweckt werden kann, welcher die Realitäten im konkreten Kontext - nämlich 9/11 - auf den Kopf stellt! Mit anderen Worten: so richtig (Einschränkung s.o.) die Einlassungen an sich auch sein mögen - so falsch ist der aus dieser Darstellung resultierte Eindruck im Kontext, weil die Bemerkungen thematisch verfehlt sind:

  • Ja, es gibt den Effekt der Entkohlung, der Stahl schwächen kann
  • Nein, dass kann aus mehreren Gründen bei 9/11 keine Rolle gespielt haben. Somit sind diese Ausführungen als „Erklärung“ für die an 9/11 beobachteten Phänomene völlig substanzlos.
  • Ja, Stahlbeton bezieht seine Zugfestigkeit aus dem Stahl und wenn der Stahl darin seine Zugfestigkeit verliert, dann auch der Stahlbeton.
  • Nein, hinsichtlich der Tower kann das gar nichts erklären, weil die tragenden Strukturen nur aus Stahl und nicht aus Stahlbeton bestanden.

[Exkurs: die Erklärung Grubers zum Stahlbeton ist unnötig verwirrend und kann beim Laien mitunter den Eindruck erwecken, sie seien falsch. Darum an dieser Stelle die klärende "Richtigstellung": Beton allein besitzt eine sehr hohe Druck- aber nur eine geringe Zugfestigkeit. Stahl hingegen besitzt eine hohe Zug- aber nur eine mäßige Druckfestigkeit, weil Stahlprofile ab einer gewissen Länge zum Ausknicken neigen. Durch die Stahlarmierung im Stahlbeton werden die positiven Eigenschaften der einzelnen Komponenten einander ergänzend kombiniert.]

17:21 Werner Gruber: ... das ganz was Interessantes passiert, dass die Flügeln, die hineingekommen sind bei einer bestimmten Geschwindigkeit, verhalten sich nicht mehr wie ein Festkörper, wo das Ganze sehr fest ist, sondern das Ganze verhält sich fast wie eine Flüssigkeit, dadurch hat man dann an den Flügelspitzen gesehen, dass sich das Ganze mehr oder minder hineingeklappt hat. Die sind, keine Frage, nicht durchschnitten, sondern abgebrochen worden, ist physikalisch ein kleiner Unterschied aber sehr wichtig, die haben sie sogar gefunden, eben nicht geschnitten, weil schneiden bedeutet physikalisch ganz etwas anderes ...
... Ich kann ihnen nur sagen, man hat dieses Gebäude, die beiden oder drei Einstürze hat man, da gabs vom MIT eine ganz dreijährige Simulation, wo man nichts anders gemacht hat, als Test durchzusimulieren ...
... und da kommt man drauf, es hat sich genauso verhalten, wies die aktuellen Gesetze, so wie wir sie in der Physik kennen, haben. ... nun können wir noch diskutieren, ob die Chemtrials da noch mitspielen, haben wir wir vor ein paar Wochen gehabt ...

Kommentar: Wenn sich das Aluminium wie eine Flüssigkeit verhalten haben soll, die konnten dann die Stahlträger durchtrennt werden?

Auch hier wieder ein für einen Physiker untypisch schwammiger Begriff „bestimmten Geschwindigkeit“. Aber ohne Erklärung. Was hätte dagegen gesprochen, die Geschwindigkeit konkret zu spezifizieren? Was meint Herr Gruber mit „bestimmte Geschwindigkeit“ konkret? Mehrfache Schallgeschwindigkeit?

Aus Sicht der seriösen Wissenschaft sind die von Herrn Gruber angesprochen Simulationen nichts wert, weil ihre Parameter geheim gehalten werden und somit die Simulationen nicht von Unabhängigen Dritten überprüft werden können. Die Geheimhaltung wurde mit "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" "begründet".

Chemtrails wurden im gesamten Beitrag weder von Frau Donner noch Herrn Wimmer angesprochen und sind auch KEIN Thema der Truther-Bewegung. Hier versucht Herr Gruber wahrheitswidrig eine Verbindung zu mutmaßlich kruden VT herzustellen, die de facto nicht vorhanden ist. Eben in die Spinnerecke stellen, so wie das hinlänglich bekannt ist.

► 2.7 Aber die menschlichen Eigenschaften kann man nicht außer Acht lassen

19:55 Jordan: Es spricht so Vieles dagegen, dass das ein inside job war von der CIA. Erstens: Es war nicht nur World Trade Center, es ist auch noch ein Flugzeug, nicht wahr, in den Pentagon reingeflogen. Natürlich die CIA wollte Pentagon auslöschen und es ist noch ein Passagierflugzeug über Pennsylvanien [sic] abgestürzt, das hat die CIA auch gemacht und vieles. Das Wesentliche, was dagegen spricht ...
... aber die menschlichen Eigenschaften kann man nicht außer Acht lassen: In einer Welt, wo es weder Anstand noch Sitte noch Treu und Glauben mehr gibt, kaum noch
[7.2], wo ein Kammerdiener von Lady Di [7.1] ungehemmt ein Buch schreibt, glauben sie [7.3], dass all die Leute, die angeblich an diese Verschwörung in dem WTC und in den Flugzeug gegen Pentagon und in Pennsylv..., glauben sie dass keiner von denen sich hätte bereichern wollen in den letzten 15 Jahren, mit einem kleinen Artikel oder Buch [7.4], dann kennen sie die Menschen aber sehr schlecht, besonders die heutigen Menschen.[7.5] Ich glaube es niemals [7.6]. Oder vielleicht noch eine Theorie: die CIA hat alle Mitwisser schon umgebracht. Ja? [7.7] Es spricht alles dagegen. Es ist fast unmöglich [7.8], in der heutigen Zeit der Medien und des Geldgiers und der Ungehemmtheit und der Immoralität, nicht wahr, dass man mit sowas durchkommen kann.

Kommentar:

7.1) Jordan bemüht eine Pseudoargumentionsmethode, von einem Einzelbeispiel auf die Gesamtheit zu schließen: wenn der Kammerdiener von Lady Di nicht Geheimnisse für sich behalten hat, tut es auch kein Anderer. Eine völlig infantile Pseudoargumentation.

7.2) Jordan hat sich mit den Einschränkungen „kaum noch“ und „fast“ selbst die Basis für sein Pseudoargument entzogen: es gibt also zumindest vereinzelt doch noch diese Dinge und selbstredend werden sich die Drahtzieher der Verschwörung nur absolut loyaler Gefolgsleute bedienen.

7.3) Es geht überhaupt nicht um Glauben - der tatsächliche Hergang von 9/11 ist keine religiöse Frage. Das ist exakt die Pseudoargumentation, die von Anhängern der oVT oft bemüht wird, die aber auf einer völlig unzureichenden Herangehensweise, nämlich persönlichen Mutmaßungen, ob das vorstellbar ist oder nicht, beruht. Aber ist die zutiefst subjektive Einschätzung, ob etwas so gewesen sein könnte, wirklich ein Sachargument im Sinne einer um Wahrheitsfindung bemühten Aufklärung? Nein. Genauso so funktioniert seriöse Wahrheitsfindung gerade nicht.

7.4) Schon ein Minimum an kritischer Überlegung entlarvt die Behauptung Jordans als falsch: wäre es tatsächlich so, wie Jordan behauptet, dann könnten sämtliche Geheimdienste der Welt ad hoc einpacken, weil ja ständig alles Mögliche ausgeplaudert würde. Tatsächlich aber - entgegen der Fakten-verdrehenden Darstellung Jordans - sind Whistleblower wie Manning und Snowden seltene Ausnahmen und alles andere als der Regelfall.

7.5) Letztlich steckt auch dahinter das längst durch Fakten widerlegte Pseudoargument, eine solche Verschwörung könne nicht geheim gehalten werden - irgendjemand würde schon ausplaudern. Die fast 5 Jahrzehnte andauernde und geheim gehaltenen Existenz von klandestinen NATO-stay-behind Armeen straft diese Behauptung Lügen.

7.6) Eine bemerkenswerte Selbstbekundung, welche auf offene Beratungsresistenz hinausläuft und bekundet, sich niemals überzeugen zu lassen, egal welche Fakten das Gegenteil belegen. Damit macht sich Jordan selbst zum korrekten Adressaten des Vorwurfs, den Frey unzutreffend an Frau Donner richtete. Siehe 9.3)

7.7) Selbstredend dient die Darstellung Jordans nur dazu, die Gegenseite lächerlich zu machen - tatsächlich wurde auch im gesamten Beitrag nie eine These vertreten, alle Zeugen wären von der CIA umgebracht worden. Dennoch könnte - ohne Wissen Jordans - an dieser Andeutung mehr dran sein, als Allen lieb sein dürfte: tatsächlich scheint es wieder ein ominöses Zeugensterben zu geben:

9/11-Die toten Zeugen-alles nur Zufall? (11:48)

7.8) Selbst Jordan gesteht durch seine Einschränkung „fast“ ein, dass es eben nicht unmöglich ist, eine derartige Operation geheim zu halten.

► 2.8 Von suggestiven Fragen und schlimmsten Verschwörtungstheorien

24:30 Frey: Herr Wimmer, sie machen genau das, was Verschwörungstheoretiker sehr sehr gerne machen, statt eine Theorie aufzustellen [8.1] wie Frau Donner, die an sich sehr unglaubwürdig ist, stellen sie einfach, ... sie stellen einfach Fragen in den Raum, sie suggerieren Unklarheiten und lassen dann sagen, naja ich behaupte es ja nicht, ich stelle nur die Fragen [8.2]. Wenn sie das so wäre, wie sie das beschreiben dann muss ich sie fragen, was ist dann ihre Erklärung [8.3] und die lautet wenn der israelische Premierminister den Besuch abgesagt hat, naja dann war vielleicht Israel verbunden [8.4] ... und dann sind wir mitten in den schlimmsten Verschwörungstheorien drin [8.5]. Wenn man nämlich die arabische Welt hineingeht, dort wird nicht der CIA und wird nicht das weiße Haus verantwortlich gemacht, dort heißt es dann, es war Israel, es waren die Juden [8.6], die ja 4000 Juden an dem Tag nicht gegangen sind. Also jeder baut seine eigene Verschwörungstheorie [8.7] und die Fragen, die sie aufwerfen, sind genau diese Art von Suggestion [8.2], auf die alle Arten von VT arbeiten [8.8]! Ja man kann die amerikanische Politik kritisieren, ja sie haben Fehler gemacht, die Folge von 9/11, der Irakkrieg war eine reine Katastrophe.
... Aber daraus irgendwie abzuleiten, das muss ja was anderes gewesen sein, weil so kann das ja nicht gewesen sein,
[8.9] ist höchst fragwürdig.[8.10]

Kommentar:

8.1) Herr Frey merkt nicht einmal, wie er sich selbst ins Knie schießt, wenn er einerseits Herrn Wimmer als Verschwörungstheoretiker abkanzelt und ihm gleichzeitig zum Vorwurf macht, dass er keine Theorie aufstellt. Ein Verschwörungstheoretiker, der keine Theorie aufstellt? Hinreichend Verstand kann diesen gedanklichen Knoten nicht auflösen. Wobei die bittere Erfahrung gelehrt hat, dass eher abwegig ist, Herrn Frey mit Verstand in Verbindung zu bringen.

8.2) Es ist in Wahrheit, entgegen der inkompetenten Darstellung Freys, überhaupt nichts Anrüchiges daran, nur Fragen zu stellen. Mit angeblicher Suggestion hat das auch nichts zu tun. Im Gegenteil: die seriöse Wissenschaft lebt von Zweifel und Fragen. Oftmals ist erst auf diesem Wege ein Erkenntisgewinn erzielt worden:

Zweifel ist aller Weisheit Anfang.
René Descartes

Wissenschaft ist die Kultur des Zweifels.
Richard Feynman, amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger des Jahres 1965

Zu den Quellen gelangt man gegen den Strom.
Stanislaw Jezy Lec (1909-1966), polnischer Satiriker

Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.
Klaus Holzkamp

Der erste Schritt zur Wahrheit ist der Zweifel.
Denis Diderot (1713 - 1784), französischer Philosoph der Aufklärung und Enzyklopädist

Der Zweifel ist der Beginn der Wissenschaft. Wer nichts anzweifelt, prüft nichts. Wer nichts prüft, entdeckt nichts. Wer nichts entdeckt ist blind und bleibt blind.
Teilhard de Chaerdin, Naturwissenschaftler

8.3) Außerdem scheint Herr Frey keinen blassen Schimmer zu besitzen, wie seriöse Wissenschaft funktioniert: Entgegen inkompetenter Laienmeinung ist es in der Wissenschaft für die Widerlegung einer These nicht nötig, eine andere oder bessere zu präsentieren. Es reicht der Nachweis, dass die These falsch ist. Dies sei anhand eines einfachen mathematischen Beispiels verdeutlicht: würde die These im Raum stehen, dass PI = 3 ist, so reicht als Widerlegung völlig der Nachweis aus, dass PI ungleich 3 ist - der genaue oder „richtige“ Wert von Pi muss nicht erbracht werden, damit die Widerlegung Gültigkeit besitzt.

8.4) Fakt ist: Herr Wimmer hat weder gesagt noch angedeutet, dass Israel oder "die Juden" mit den Anschlägen „verbunden“ waren. Die gegenteilige Andeutung Freys ist haltlose und diffamierende Unterstellung.

8.5) Womöglich wird der ein oder andere Zuschauer innerlich zusammengezuckt haben, als er durch Freys "eloquenten" Vortrag nun sogar von "schlimmsten Verschwörungstheorien" erfahren hat. Nicht einfach nur "Verschwörungstheorien", die ja schon schlimm genug sind, so die Protagonisten der Sendung dem Zuschauer wahrheitswidrig (siehe 3.7) weismachen wollen, sondern sogar "schlimmste VT". Also das Schlimmste des ohnehin schon Schlimmen! Noch schlimmer gehts nimmer! Das Blöde dabei ist: Wenn man jetzt schon einen Superlativ bemüht und dieser nicht die indentierte Wirkung zeigt, dann ist später kein Raum mehr für weitere Steigerungen. Auch wenn die Werbung mit Bonmots wie "jetzt noch weißer", "weißer als weiß" und ähnlichem Schwachsinn etwas anderes suggerieren will.

8.6) Die von Frey in der arabischen Welt verlauteten Theorien im Hinblick auf Israel haben (abgesehen von ganz wenigen Spinnern, die es in jeder größeren Bewegung gibt) nichts mit thruther-Bewegung zu tun. Insbesondere nichts mit den Aussagen von Frau Donner und Herrn Wimmer. Damit beweist Frey „Politiker-Qualitäten“ (im denkbar schlechtesten Sinne gemeint): nämlich Dinge widerlegen, die niemand behauptet hat. Damit behält man zwar oberflächlich Recht, hat aber in Wahrheit nichts zur Sache beigetragen.

8.7) Wieder verdreht Frey die Fakten:

  • Wissenschaftlich fundierte und belastbare Nachweise, dass es nicht so gewesen sein kann, wie die allgemein kolportierte VT der Welt weismachen will, hat nichts, aber auch rein gar nichts mit "eigene VT bauen" zu tun, sondern mit seriöser Wissenschaft. Von selbiger aber scheint der Systemschreiberling Frey keine Ahnung zu haben - womit sich der Eindruck aus Punkt 8.3 verstärkt bzw. bestätigt.
  • Tatsächlich vermeiden z.B. die "architects and engineers for 9/11 truth" ausdrücklich die Postulierung irgendwelcher alternativen Erklärungsmodelle, sondern fordern aufgrund der zuvor erbrachten Beweislage eine neue unabhängige Untersuchung.

8.8) "Alle Arten von VT"? Keine Differenzierung? Überhaupt gar keine? Pauschal alle VT suggerieren mit Fragen? Das ist keine hanebüchene, die Fakten und Zuschauer verhöhnende Simplifizierung (siehe 3.7)? Wird nicht gleichzeitig den als Verschwörungstheoretiker diffamierten Wahrheitssuchenden vorgeworfen, sie würden vereinfachen? Breitet sich da etwa der Gestank der Heuchelei aus? Oder ist es die blanke Bigotterie, die hier ihr häßliche Fratze zeigt?

8.9) Fakt ist: Herr Wimmer hat überhaupt nichts aus dem Irak-Krieg in Bezug auf die Täterschaft von 9/11 abgeleitet. Unterstellung wie in 8.4)

8.10) Diese Analyse führt den Nachweis, dass Freys Ergüsse selbst nicht nur "höchst fragwürdig", sondern mitunter sogar schlicht weg falsch sind bzw. die Fakten auf den Kopf stellen. Allein in dieser kurzen Ansprache 10 Behauptungen zu tätigen, die bechtigten Anlass für Fundamentalkritik bieten, ist schon eine "höchst fragwürdige Leistung". Damit nicht genug: Herr Frey geht mit keinem Wort auf die von Hernn Wimmer zuvor dargestellten Sachargumente ein. Diese totale Ignoranz und Ausblendung konkreter Sachverhalte, welche zumindest ein zutiefst fragwürdiges Licht auf die offizielle Verschwörungstheorie (oVT) werfen, ist typisch für das Lager der Anhänger der oVT. Gleichzeitig spricht es Bände: Warum flüchten sich diese Protagonisten so regelmäßig vor der konkreten Auseinandersetzung mit kritischen Sachverhalten? Warum weichen diese Figuren in substanzlose Pseudoargumente aus (siehe alle vorausgehenden Punkte), anstatt die angesprochenen Aspekte in der Sache zu widerlegen und für "bemerkenswerte" Fakten eine schlüssige Erklärung zu liefern? > siehe auch letzter Fragenkomplex im Fazit.

► 2.9 Vom Vorwurf der Beratungsresistenz, Antiamerikanismus und unfreiwilliger Selbstbezüglichkeit

29:30 Frey: Herr Wimmer, so wie sie das beschreiben ist das ein ganz typische Narrativ des tief sitzenden Antiamerikanismus, der nämlich alles nimmt, alles was auf der Welt schlecht ist, wird den USA zugeschrieben. Sie haben gerade hier eine Folge von Ereignissen aufgebaut ... was sie tun, sie sitzen hier oder sitzen in Deutschland und sagen, alles, alles, alles ist Amerika Schuld. Das ist das typische Verschwörungstheore - genau das sind die VT die ihr Land Deutschland auf diesen Weg (gemeint war 3. Reich) hineingeführt haben. Das ist keine gute, sondern verzichten wir auf diese Art von Vereinfachung
... Sie haben ein Recht auf ihre Meinung, aber zu sagen alles ist Amerika Schuld ... ist genau das, worauf VT immer arbeiten. Und sich genau davon zu entfernen ist wäre auch die Aufgabe dieser Diskussion.

Kommentar: Wer Herrn Frey noch nicht kennt wird womöglich erschüttert sein, mit welcher Dreistigkeit und Unverfrorenheit dieser Demagoge lügt. Fakt ist (durch die Sichtung des Sendung beweisbar): Herr Wimmer hat in dieser Sendung mit einem keinem einzigen Wort gesagt, die USA wären an allem Schuld - er hat Selbiges nicht einmal angedeutet! Der Einzige, der das ergossen hat, war Frey selbst - per haltloser Unterstellung. In sofern zeugt es von dessen zum Himmel stinkender Heuchelei (siehe 8.8), wenn ausgerechnet Frey in Richtung Wimmer zum Schlechtesten gibt, es wäre Aufgabe dieser Diskussion, sich von solchen Vereinfachungen zu entfernen. Frey selbst hat sich wiederholt - um nicht zu sagen "durch die Bank" - in Vereinfachungen ergangen.

Frey: 31:55 Man kann sie ja nicht überzeugen Frau Donner, Menschen wie sie sind so überzeugt von ihrer Meinung, was immer wir an Fakten [9.1] bringen, wir werden ihre Meinung nicht ändern können.[9.2]

Kommentar:

9.1) Von welchen „Fakten“ Frey da fabuliert wird wohl dessen Geheimnis bleiben - womöglich verwechselt er seine haltlosen Unterstellungen,  unzureichenden Mutmaßungen, Simplifizierungen und substanzlosen Pseudoargumente mit Fakten. Tatsache aber ist: Diese Analyse führt den Nachweis, dass Frey nicht eine einzige Aussage getätigt hat, die für sich zu Recht den Anspruch einer stichhaltigen Widerlegung der aEM erheben kann - geschweige denn etwas, was sich in vorgenannter Hinsicht wahrhaftig als „Tatsache“ bezeichnen darf.

9.2) Frey merkt in seiner Verblendung nicht einmal, wie sehr ihn seine eigenen Worte dank unfreiwilliger Selbstbezüglichkeit treffen: er hat sich doch selbst als völlig Fakten- und beratungsresistent erwiesen. Wo hat er denn wenigstens die ehrliche Bereitschaft gezeigt, sich eines Besseren belehren zu lassen? Nirgends.

9.3) In der Tat gibt es jemanden in der Runde, den Freys Vorwurf bewiesenermaßen trifft - und zwar aufgrund eigener Bekundung - aber das ist nicht Frau Donner, sondern Herr Jordan, welcher selbst und ohne Not explizit eingestand: "Ich glaube es niemals". Siehe 7.6)

Ergo: Welches Lager sich tatsächlich nicht überzeugen lässt belegt nicht nur diese Runde, sondern insbesondere auch die Umstände der Truther-Bewegung: Nur die Allerwenigsten waren sofort von Beginn an überzeugt, dass die offizielle Verschwörungstheorie falsch ist. Die Meisten - incl. des Autors (siehe Beschreibung am Ende) - haben diese eine gewisse Zeit geglaubt und ließen sich dann durch Fakten und Sachargumente eines Besseren belehren. Viele truther haben durch diesen Sinneswandel also längst bewiesen, dass sie sich entgegen ihres bisherigen Glaubens überzeugen lassen - nicht allerdings durch Pseudoargumente wie ad hominem, haltose Unterstellungen, Diffamierungen und das Belegen mit diversen Kampfbegriffen - und das ist auch richtig so. Das Lager der anti-truther allerdings beharrt von Beginn an stur auf ihrer Position, egal wie viele harte [wissenschaftliche] Sachargumente das Gegenteil beweisen.

► 2.10 Von Hausverstand, Glaubwürdigkeit und sinnlosen Fakten

Frey 33:15 Das sind Faktoide, die sie verwenden. Das ist genau das wie man agiert. Schaun sie, sie können ihren Hausverstand anwenden: ist es wirklich glaubwürdig, dass der amerikanische Präsident [10.1] und hunderte Beamten [10.2] etwas tun. Nein. ... Es geht auch um politische Glaubwürdigkeit [10.5]: Sie müssen es erklären können. [10.3] Ist das glaubwürdig? ... Dann sind ihre Fakten einfach sinnlos [10.4], weil dann tun sie nur genau das, sie stellen einfach nur Fragen in den Raum und sagen, jetzt machen sie sich selbst den eigenen Reim. Sie müssen, wenn sie behaupten, die müssen sie zumindest eine Erklärung abgeben, wie es sein könnte. [10.3]

Kommentar:

10.1) Nicht einmal Frau Donner hat konkret dem amerikanischen Präsidenten vorgeworfen, Teil der Verschwörung zu sein. Das ist nur die haltlose Unterstellung Freys. (siehe 8.4 und 8.9)

10.2) Woher weiß Herr Frey, dass hunderte Beamte involviert gewesen sein müssten? Über welche Belege verfügt er, um das zu substanziieren? Keine! Es ist pure Mutmaßung. Also belanglos.

10.3) Nein, für die fundamentale Infragestellung des offiziellen Narrativs muss man eben nicht darlegen, wie es gewesen sein soll. Vielleicht in Freys kruder Verblendung muss man das - in der seriösen Wissenschaft muss man das nicht. Siehe 8.3)

10.4) Sinnlose Fakten? Was soll das sein? Wie können Fakten, welche auf wissenschaftliche Weise die offizielle Erklärung in ihren Grundfesten erschüttern, sinnlos sein? Unbequem? Ohne Zweifel! Sand im Getriebe der offiziellen Propaganda? Keine Frage. Aber sinnlos?

Hier zeigt sich eine typische Diffamierungs-Methode des anti-truther-Lagers: nämlich unbequeme Fakten zu marginalisieren - vorzugsweise bis zur Bedeutungslosigkeit. Genau darauf läuft Freys Bemerkung genauso hinaus, ebenso wie Waschkaus Geschwafel vom „cherry-picking“.

10.5) "Politische Glaubwürdigkeit"? Von G.W. Bush? Wirklich? Man soll die offizielle Erzählung wegen „politischer Glaubwürdigkeit“ für wahr halten? Weil die politische Glaubwürdigkeit eines G.W. Bush mehr wiegt als harte wissenschaftliche Fakten, welche den offiziellen Mythos widerlegen bzw. fundamental in Frage stellen? Als völlig durchgeknallter „US-Super-Patriot“ mag man evtl. derart pseudoargumentieren, aber dass sich Frey nicht zu schade ist, so einen Klamauk im deutschsprachigen Fernsehen zu bemühen, mag einen Eindruck davon geben, wie verzweifelt die Lage im Lager der Gläubigen des offiziellen Mythos wohl sein muss. Zur herbeifabulierten "politischen Glaubwürdigkeit" drei Zitate aus „berufenem“ Munde durch Solche, die es wissen sollten:

Die politische Sprache wurde erschaffen, um die Lüge ehrenwert anmuten und Wind als solide erscheinen zu lassen.“
George Orwell

Für Politiker gehört es zum Geschäft, die Unwahrheit zu sagen. Deshalb kann ein Politiker im moralischen Sinne des Wortes nicht lügen.
wird Richard Nixon, US-Präsident 1969–1974, zugeschrieben

Wenn es ernst wird, muss man lügen.
Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe, 2011

► 2.11 Eine VT ist immer eine Theorie, die gegen die offiziell verlautbarte Meinung geäußert wird

34:08 Moderatorin Corinna Milborn: Herr Waschkau, hier sind auf beiden Seiten wird Verschwörungstheorie vorgeworfen. Ist das üblich?

34:16 Waschkau Ich möchte zunächst mal nochmal den Begriff ganz klar definieren: Also eine Verschwörungstheorie ist immer eine Theorie, die gegen die offiziell verlautbarte Meinung geäußert wird [11.1] ... und es ist so, dass diese drei Herren hier zumindest die offizielle Meinung vertreten, da würde ich mich auch zählen, das definiert zunächst mal nicht eine VT.
Frau Donner vertritt eine alternative Erklärung oder zumindest sagt sie, sie glaubt nicht der offiziellen Version, damit ist es rein formal von der Definition her, eine Verschwörungstheorie. Einfach von der Begrifflichkeit her - das ist einfach so. Was wir hier ganz klar erleben ist natürlich so, durch Cherry-Picking [11.2], das habe ich vorhin schon mal gesagt, es wird sich jetzt an diesen Stahlträgern aufgehalten, aber die entscheidende Frage Herr Frey hat doch gerade schon gestellt ist: mit welchem Ziel? [11.3] Dann sagt Herr Wimmer naja man konnte dann Angriffskriege führen ....

Herr Wimmer: ... Das haben die doch selber gesagt, der amerikanische Präsident

Waschkau ... und da sind wir z.B. bei einer Verschwörung, einer echten Verschwörung, denn die Kriege, die dann geführt wurden, sind u.a. ja 2003 der Krieg gegen den Irak geführt worden, weil man behauptet hat, das war so eine false-flag-Argumentation, es gibt Giftgasfabriken im Irak, wir müssen jetzt Krieg führen [Herr Wimmer: das hat der amerikanische Präsident gesagt] ... richtig. Das ist aber auch relativ schnell aufgeflogen. [11.5] Das war ne ganz kleine Verschwörung. ... Das war eine Verschwörung, die hat nicht geklappt [11.6], weil relativ schnell klar war, die Waffen gibts gar nicht.

Moderatrin: Also es gibt durchaus echte Verschwörungen.

Waschkau: Genau

Moderatrin: Nur weil es eine VT gibt heißt das nicht, dass es keine Verschwörung gibt.

Waschkau: So ist es. [11.7]

Kommentar:

11.1) Eine „klare Definition“ des Begriffs „Verschwörungstheorie“, die weder in Wort noch Inhalt „Verschwörung“ enthält? Das ist ja schon rein logisch absurd und somit falsch. Die deutsche Sprache folgt beim Sinn zusammengesetzter Hauptwörter i.d.R. einer klaren inneren Logik und unterliegt nicht der zutiefst kruden Deutung eines Psychologen:

  • ein Versichungsmathematiker ist ein Mathematiker für Versicherungen,
  • eine Elementarteilchentheorie ist eine Theorie über Elementarteilchen und
  • eine Verschwörungstheorie ist eine Theorie über eine Verschwörung PUNKT

Die von Waschkau genannte Einschränkung gibt das Wort nicht her. Mutmaßlich glaubt er, sich auf Sebastian Bartoschek berufen zu können, der in seiner Doktorarbeit zum Thema „Bekanntheit und Zustimmung zu Verschwörungstheorien – eine empirische Grundlagenarbeit“ (Rezension siehe hier) die Untersuchung eingrenzt, indem er die Frage, "was ist eine VT" u.a. wie mit "Gegensatz zu einer offiziellen Version" "beantwortet". Sofern die Annahme zurteffend ist, dass sich Waschkau auf Bartoschek berufen zu können glaubt, so sind dieser Darstellung folgende fundamental einschränkende Erwiderungen entgegengehalten:

  1. Herr Bartoschek gibt selbst zu (siehe hier), dass er sich bei seiner Definition, was eine VT ist, am weitesten von dem entfernt, was in der wissenschaftlichen Forschung Konsens war.
  2. Weiterhin gesteht Herr Bartoschek (hier) selbst ein , dass er das "Merkmal" "Gegensatz zu einer offiziellen Version" eingeführt hat, um das offizielle Narrativ, welches selbst nichts anderes als eine Verschwörungstheorie ist, von alternativen Erklärungsmodellen abzugrenzen. Also ein eigens für 9/11 geschaffenes künstliches "Zusatzmerkmal", welches gegen die Erwiderung auf den Kampfbegriff VT immunisiert, dass die allgemeine Erzählung zu 9/11 selbst nichts anderes als eine Verschwörungstheorie ist. Oder um es mit einfachen Worten zu sagen: obwohl das offizielle Narrativ zweifelsfrei eine Verschwörungstheorie ist, wird diese per Definition zur Nicht-VT umgedeutet.

Dies kann Herr Bartoschek für seine Doktorarbiet und sich ja so halten, wie er will - in keinem Fall aber ist er die Referenz deutscher Sprache und noch viel weniger jemand, dem die offizielle Deutung und Definition von Komposita unterliegen. Gemäß seiner eigenen Rede (siehe Punkt 1) erhebt seine "Art der Definition" eben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, womit dessen Sichtweise als anerkannte Bezugsreferenz wegfällt.

George_Orwell_Farm_der_Tiere_Animal_Farm_1984_Imperialismus_ Totalitarismus_Ueberwachungsstaat_Eric_Arthur_Blair.pngDer offiziellen Version nicht zu glauben ist formal von der Definition her eine VT? Wo? Im Orwellschen Staat, wo das Wahrheitsministerium sakrosankte „Wahrheiten“ verkündet? Die Einlassungen Waschkaus grenzen an Volksverdummung par exzellence in Form eines Orwellschen Neusprech bzw. doublespeak: Lüge ist die neue Wahrheit.

Letztlich läuft diese krude Definition von Verschwörungstheorie darauf hinaus, dass grundgesetzlich garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung zu diskreditieren und eine Anrüchigkeit zu verleihen, sobald sich diese gegen Behauptungen des Staates oder der Medien richten. Hat da etwa jemand arge Probleme mit Ideal einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, welche de facto ohnehin bestensfalls nur noch rudimentär vorhanden ist?

11.2) Nein, wissenschaftlich brisante Widersprüche zwischen Naturgesetzen und der offiziellen Verlautbarung ist kein cherry-picking, sondern seriöse wissenschaftliche Methodik. Von selbiger scheint Waschkau keinen blassen Schimmer zu besitzen. Siehe 3.3)

11.3) Nein, die >>entscheidende Frage<< ist nicht, mit welchem Ziel eine Information veröffentlicht wird, sondern ob diese Information korrekt ist oder nicht. Die vorgenannte Missdeutung läuft auf ein verkapptes „ad hominem“ hinaus.

11.4) Hätte Waschkau allerdings die Motivfrage mal unvoreingenommen zu Ende gedacht und auf die Frage potenzieller Attentäter übertragen, dann wäre diese überdeutlich zugunsten alternativer Erklärungsmodelle ausgefallen: Für die postulierten Teppichmesserterroristen will sich für diese Anschläge überhaupt gar kein überzeugendes Motiv anbieten: Forderungen wurden nicht gestellt und dass die Reaktion der USA in Besetzungen islamischer Gebiete besteht, was das Ansinnen fundamentalistischer Moslems nach Abzug ungläubiger Amis von heiligem Boden konterkariert, müsste selbst dem Dümmsten klar sein.

Diese Darstellung wird auch durch die „Leiter“ des 9/11 comission reports Kean und Hamilton bestätigt, die ebenfalls erklärten, dass ihnen bis zuletzt die Motivlage der Attentäter ein Rätsel geblieben ist.

Die Motivlage von Teilen der US-Administration (worunter auch Geheimdienste subsumiert werden) und/oder des militärisch-industriellen Komplexes (und nicht pauschal „der USA") sind geradezu überwältigend und seien hier nur angerissen:

  • inside_job_conspiracy_theories_9_11_september_counterfeiting_evidence_islamic_terrorist_osama_bin_laden_kritisches_netzwerk_pentagon_world_trade_center_wtc7_nine-eleven.jpgHauptaspekt: Wahrung der weltweiten militärischen Überlegenheit durch die Befähigung, weltweit parallel Kriege führen zu können (aus dem Strategiepapier PNAC, project for a new american century, an dem u.a. auch Donald Rumsfeld und Dick Cheney mitgearbeitet haben) indem der Militärhaushalt extrem ausgeweitet wird (Ergebnis: Erfolg: seit 2001 ist der Militärhaushalt von 300 auf 600-700 Milliarden angewachsen)
  • Hauptaspekt: Öl und Destabiliserung der Öl-Region (peak Oil) (Ergebnis: durchschlagender Erfolg durch Irak-, Syrien und Libyenkrieg)
  • Nebensapekt: Bürgerrechtsabbau und Unterminierung von elementaren Verfassungsrechten (Ergebnis: durchschlagender Erfolg Patriot act, Guantanamo, Black sides)
  • Nebensapekt: Rechtfertigung des Zugriffs auf sensible Finanzdaten (Wirtschaftsspionage) unter dem Deckmantel der Terrorabwehr (Ergebnis: durchschlagender Erfolg > SWIFT)
  • Nebensapekt: Vernichtung der Akten/Unterlagen zum größten Börsenbetrug in der Geschichte der USA (Ergebnis: voller Erfolg: alle im WTC7 lagernden Akten wurden vernichtet)
  • Nebenaspekt: Vernichtung der Akten/Unterlagen zum ungeklärten Verbleib von 2300 Milliarden Dollar Militärausgaben (Ergebnis: voller Erfolg: die im Pentagon lagernden Akten wurden vernichtet, danach war von diesem Skandal keine Rede mehr)
  • Nebenaspekt: von dem wahrscheinlichen Wahlbetrug der Präsidentschaftswahl von Bush war nach 9/11 keine Rede mehr

11.5) “relativ schnell aufgeflogen“? Nun ist „relativ schnell“ ein schwammiger Wischi-Waschi-Begriff, unter dem sich Jeder etwas anderes vorstellen kann. Um im Gegensatz zu Herrn Waschkau konkreter zu werden: es dauerte rund ein Jahr, bis die Behauptungen als falsch entlarvt wurden.

Wenn Herr Waschkau ein Jahr als relativ schnell bezeichnet, was wäre im Gegensatz dazu „relativ langsam“? Und woher nimmt Waschkau die Gewissheit, dass 9/11 nicht zu jenen Verschwörungen gehört, deren Aufklärung besonders lange dauert?

11.6) Das ist eine Behauptung, die an Geschichtsklitterung grenzt: Schließlich sollte die Verschwörung dazu dienen sollte, einen Krieg gegen den Irak anzustoßen. Und genau das ist gelungen: zum Irakkrieg ist es doch dann 2003 gekommen - in sofern entspricht erneut das glatte Gegenteil der Wahrheit, was Herr Waschkau behauptet: es ist falsch, dass die Verschwörung nicht geklappt hat - sie war ein voller Erfolg, weil das indentierte Ziel, der Irakkrieg, erreicht wurde.

11.7) Nun heißt es auf einmal, es gibt doch echte Verschwörungen, während die ganze Zeit zuvor so getan wurde, also ob alle VT per se Spinnerei wären. Wo wurde denn bisher diesem Sachverhalt Rechnung getragen, indem eine die Differenzierung zwischen VT, die reale Verschwörungen zur Grundlage haben und der Wahrheitsfindung dienen einerseits und solchen VT, die keine Entsprechung in der Realität finden andererseits, erfolgte? NIRGENDS!

► 2.12 Nicht nur Anti-Amerikanismus, sondern auch Anti-Semitismus bei Verschwörungstheorien

35:53 Moderatorin Corinna Milborn: ich möchte hier noch kurz nachfragen, weil das Thema hier aufgekommen ist, das Thema Antiamerikanismus und Antisemitismus ist hier kurz aufgekommen. Ein großes Thema immer bei 9/11 bei diesen VT. Warum ist das so verankert dadrinnen?

Kommentar: eine zutiefst tendenziöse Behauptung und Unterstellung, der es an der Entsprechung in der Realität mangelt: abgesehen von wenigen Spinnern, die es überall gibt, ist weder Antiamerikanismus noch Antisemitismus bei 9/11 ein Thema.

36:08 Waschkau: Der Antisemitismus, wir haben das ja hier schon in der Reihe pro und contra häufiger gesehen, in diesem Sommerspecial, ist ein klar vertretenes Konzept [12.1] und wenn man sie [gemeint ist Frau Donner] auch mal nimmt, sie haben hier im Sender ja auch schon mal einen Vergleich gezogen und haben gesagt zumindest in der [anderen] Sendung [12.1], dass der 11.September die Reichskristallnacht der US-Amerikaner gewesen ist.

36:29: Herr Wimmer: Hat das hier eine Rolle gespielt? Heute?

36:30: Waschkau: Das zeigt, auch das was Herr Frey sagt, da werden Dinge in eine Reihe gestellt, die ganz klar antijüdische, antisemitische Kontext gestellt ... [12.1]

Kommentar:

12.1) Ganz klar antijüdischer, antisemitischer Kontext? Mit welchen Worten angeblich? In Wahrheit geben die Fakten das gar nicht her, was Herr Waschkau diffamierend unterstellt. Es ist eine glatte Unwahrheit um nicht zu sagen Lüge. Was in Wahrheit „ganz klar“ ist sind die folgenden Fakten: Weder Herr Wimmer noch Frau Donner haben sich in der Sendung irgendwie „antisemitisch“ oder „antijüdisch“ geäußert. Im Gegenteil: es war allein Frau Donner, welche die rund 1,3 Millionen Toten durch die von den USA geführten Kriege thematisierte.

12.2) Was in anderen Folgen dieses Sommerspecials behauptet wurde, spielt hier keine Rolle. Hier geht es um das Thema 9/11 und was in dieser Folge gesagt wurde. In dieser Sendung hat das keine Rolle gespielt.

12.3) Herr Waschkau wendet eine typische Diffamierungs-Methode an, indem er Äußerungen Anderer einfach undifferenziert den Teilnehmern vorwirft, einfach, weil das [angeblich] alles Verschwörungstheoretiker sind, ohne auch nur im Ansatz nachzuweisen, welche Verbindung zwischen Besagten besteht, die es rechtfertigen würde, Frau Donner und Herrn Wimmer die Aussagen Dritter anzulasten.

37:58:Moderatorin: Was bedeutet denn Reichkristallnacht?

37:58 Waschkau: Naja ein Ereignis, welche man für eigene politische Zwecke nutzen kann, in Deutschland war die Reichskristallnacht ein Ereignis, was dazu dann letztlich ja geführt hat, die Judenverfolgung aufzunehmen und das ist genau das, was hier jetzt in eine Reihe gestellt wird. Die Tode, die sie hier schildern, die ich übrigens nicht süffisant grinsend entgegen nehme, sondern das bedauere ich sehr die vielen Toten, möchte ich nochmals richtig stellen, aber genau diese Argumentationsstruktur die sie haben, ist letztendlich, wenn sie das gleichsetzen, diese Toten, mit den Opfern des Holocaust gleichsetzen.

Kommentar: In Wahrheit hat Frau Donner 9/11 mit der Reichkristallnacht verglichen und nicht die Toten des Holocaust mit den 1,3 Millionen ermordeten Muslimen „gleichgesetzt“. Denn 9/11 wurde doch de facto als Ereignis genutzt, um diverse Kriege vom Zaun zu brechen - mit entsprechend vielen Toten. Man kann von dem Vergleich der Reichskristallnacht mit 9/11 halten, was immer man will - was Herr Waschkau daraus macht geben die Fakten so nicht her: Da werden einfach Dinge in Aussagen reingedeutet, welche die Worte nicht hergeben und diese eigene, zutiefst persönliche und krude Interpretation/Missdeutung wird dann der Gegenseite zum Vorwurf gemacht, als ob diese das geäußert hätte.

39:00 Jordan an Herrn Wimmer gerichtet: Sie haben das Recht auf ihre eigene Meinung aber nicht das Recht auf ihre eigenen Fakten

Kommentar:

  1. Welche eigenen Fakten meint Jordan in Bezug auf Wimmer? Angesichts dessen, dass Herr Wimmer während seiner gesamten Ausführungen niemals für sich „eigenen Fakten“ in Anspruch nahm: völlig ungeklärt.
  2. Die Worte fallen infolge unfreiwilliger Selbstbezüglichkeit auf Jordan selbst zurück.
  3. Irgendein Sachargument gegen aEM? Nicht einmal am Horizont.

► 2.13 Offizielle Verlautbarung muss aufgrund politischer Glaubwürdigkeit korrekt sein

48:16 Frey: Das ist wiederum eine Verschwörungstheorie. Nichts belegt. Weil es ja bedeuten würde, wenn das so wäre, dann müsste 9/11 ja vom amerikanischen Präsidenten aus befohlen worden sein [13.1], dann wäre das alles und dass muss man sich vorstellen [13.2], was bedeutet das, wenn wirklich er amerikanische Präsident sagt, ich opfere Tausende meiner Bürger, um irgendwo in Afghanistan einen Krieg zu führen [13.3]. Ist das realistisch? Denken sie doch mal nach. Das Risiko, das Bush damals eingegangen wäre, wenn es wirklich so gewesen wär. [13.4] Amerikanische Geschichte kennen sie nicht sehr gut ... wenn sie nur ein bisschen studieren würden. Zum Beispiel damals Watergate ausgelöst hat, es war ein Einbruch in ein verwanztes Büro[s?] und hat einem Präsidenten das Amt gekostet und die Präsidentschaft und die Amerikaner auf Jahre zurück geschlagen. Wenn das so gewesen wär, wie sie behaupten, dann wären Bush und hunderte Leute vor Gericht, wahrscheinlich in der Todeszelle gelandet [13.5], die republikanische Partei wäre auf Jahre völlig vernichtet worden [13.6], dieses Risiko geht doch niemand ein.[13.7] Deswegen ist ihre ganze Beschreibung und letztlich auch ihre Herr Wimmer ...

Herr Wimmer: ... ich hab doch gar nichts dazu gesagt ...

Frey: ... doch, sie tragen genauso dazu bei ...

Herr Wimmer: ich habe doch gar nicht dazu gesagt, sie Diffameur

Frey: ... [unverständlich] tragen sie dazu bei. Diese ganze Geschichte ist so völlig unglaubwürdig und hat deshalb nur den Zweck um nicht nur die USA diskreditieren, auch Europa letzlich zu diskreditieren, ihr eigene Regierung zu diskreditieren und das einzige, was sie versuchen. Das kann es doch nicht der Zeck sein.

Kommentar:

13.1) G.W. Bush dürfte einer der unintelligentesten Präsidenten in der Historie der USA und mehr Marionette gewesen sein, als je ein Anderer. Er dürfte mutmaßlich nichts befohlen, sondern bestensfalls abgenickt haben. Befehle, die immer einen offiziellen Charakter haben, sind bei einer zutiefst inoffiziellen Geheimoperation ohnehin deplatziert.

13.2) Soll Wahrheitsfindung tatsächlich von subjektivem Vorstellungsvermögen abhängen? Für Herrn Frey scheint eine Alternative zum offiziellen Mythos undenkbar. Andere haben mit dem gleichen Sachverhalt überhaupt keine Probleme. Und jetzt? Freys Ansatz ist eben das Abgleiten in die typisch unzulässigen Herangehensweisen, die nichts mit seriöser Wissenschaft zu tun haben.

13.3) Die mutmaßlichen Ziele sind wesentlich weiter gefasst, als es Frey hier so eindimensional andeutet. Siehe 11.4)

13.4) Letztlich läuft der von Frey bemühte Ansatz auf ein „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ hinaus - ein klassisches Pseudoargument. Wäre dieser Spruch wahr, gäbe es weder Betrug, noch Mord oder andere Verbrechen auf der Welt.

13.5) Warum angeblich? Die amerikanischen Verantwortlichen von Pearl Harbor (und damit sind nicht die dort stationierte Generäle gemeint) sind doch ebenfalls völlig straffrei davon gekommen.

13.6) Wer auch immer 9/11 auf amerikanischer Seite initiiert haben sollte - ein Parteibeschluss war das mit Sicherheit nicht. In sofern könnte sich die republikanische Partei - sogar zu Recht - darauf berufen, nichts davon gewusst zu haben.

13.7) Woher weiß Frey das? Hat er alle Menschen der Welt mit einem Lügendetektor befragt? Allein die Tatsache, dass die höchsten US-amerikanischen Militärs (the joint chiefs of staff) einen Plan wie „Operation Northwoods“ erdacht haben und umgesetzt hätten, wenn sie nicht von Kennedy gestoppt worden wären, straft die Behauptung Freys Lügen. Pearl Harbor ebenso. Nun könnte man bzgl. Operation Northwoods einwenden, dass diese ja nicht umgesetzt wurde. Aber nur, weil Kennedy Präsident war. Man stelle sich vor, Nixon oder Reagan wären zu dieser Zeit Präsident gewesen.

Ergo: Wieder einmal seitens Frey ein durch und durch substanzloser Erguss, der rein gar nicht widerlegt, sondern sich in Pseudoargumente, Unterstellungen, Mutmaßungen und Falschdarstellungen flüchtet.

► 2.14 Nichts ist so fein gesponnen, dass es nicht kommen an die Sonnen

51:42 Gruber: Ich möchte das, was von Herrn Frey gesagt und das wurde auch vom Kollegen schon gesagt [deutet auf Waschkau] wir kennen eine Verschwörungs wo tatsächlich gegeben hat, wo man Giftgas bei Saddam Hussein vermutet hat, wo ein amerikanischer Außenminister zurückgetreten ist, Sir Collin Powell wo er selber gesagt hat, nein, da mach ich nicht mehr mit, und da ist es aufgefallen [14.1], das und das ist das schöne an Verschwörungs also an echten Verschwörungen, nichts ist so fein gesponnen, dass es nicht kommen an die Sonnen [14.2] und genau das ist das, bei 9/11 hättens o gigantisch viel dabei sein müssen, des geht se net aus [14.3] und von der Naturwissenschaft auch nicht [14.4]

14.1) Gruber bemüht die infantile Pseudoargumentationsmethode, von einem Einzelbeispiel auf Alles zu verallgemeinern.

14.2) Dann wird ein Reim als Argument missbraucht - denn was sich reimt ist gut - das wusste schon Pumuckel. Aber auch abseits von Kindermärchen gibt es den psychologischen Rhyme-as-reason-Effekt (zu erwarten, dass hier der Psychologe und angebliche Experterte für VT klärend interveniert, hieße nach den Sternen zu greifen), welche eine kognitive Verzerrung bezeichnet, bei welcher Aussagen, insbesondere Aphorismen, als eher zutreffend und wahr betrachtet werden, wenn diese gereimt sind.

In der Sache: Wäre tatsächlich nichts so fein gesponnen, dass es nicht ans Licht kommt, dann müsste folgerichtig wenigstens die Existenz aller Verbrechen bekannt sein. Tatsächlich aber gibt sogar Fachternimi, die den Sachverhalt thematisieren, dass es neben amtlich registrierten Straftaten auch eine signifikante Anzahl solcher gibt, über deren konkrete Existenz keine Kenntnis vorliegt: Dunkelziffer oder Dunkelfeld.

Ergo: Doch, der Umstand, dass eine relevante Anzahl von Straftaten verübt werden, die „nicht ans Licht kommen“ (um die Bildsprache des als Sachargument missbrauchten Reimes aufzugreifen), gehört sogar mehr oder weniger zum Allgemeinwissen. Gruber bemüht durch einen Reim ein infantiles Pseudoargument.

14.3) Auch Gruber bemüht das längst widerlegte Pseudoargument der „gigantisch vielen“ Mitwisser. Dazu:

  • Woher weiß Gruber, das es „gigantisch viel“ gewesen sein müssen? Pure Mutmaßung - reine Spekulation, die er durch nichts begründet hat und auch nicht kann.
  • Infolge der zeitgleich zu den Anschlägen stattfindenden Militärübungen, die u.a. exakt das probten, was dann eingetreten ist, nämlich die Entführung von Flugzeug, um diese als Waffen in Gebäude zu lenken, ließen sich viele unschuldige Menschen missbrauchen, ohne dass denen bewußt war, Teil einer false-flag-operation zu sein.

14.4) In Wahrheit hat Gruber nichts vorgebracht, was ein alternatives Szenario seitens der Naturwissenschaft ausschließt

► 2.15 Intention vor Inhalt - Motivation über valide Sachargumente!

52:26 Moderatorin Corinna Milborn: Eine Abschlussfrage an sie, Herr Waschkau: Wie hält man es denn jetzt, wenn man sich im Internet informieren will und nicht immer alles glaubt, was die Machthaber so verbreiten an Theorien, weils ja auch bewiesen ist, dass es oft falsch ist und dass es echte Verschwörungen gegeben hat. Wie hält man auseinander, ob man mit einem Aufdecker zu tun hat oder einem Obskuranten?

Kommentar: Auf einmal also wird eingestanden, dass Machthaber Theorien verbreiten, die bewiesenermaßen oft falsch sind und dass es echte Verschwörungen gegeben hat? In diesem Konvolut an Desinformation ist das in dieser Frage enthaltene Eingeständnis der Moderatorin ein echtes Highlight! Nur wurde diesem Sachverhalt nicht ansatzweise angemessene Beachtung geschenkt.

52:42 Waschkau: Entscheidend ist wirklich zu fragen „qui bono“, also mit welcher Intention wird eine Information veröffentlicht, also was möchte ich mit dieser Information bewerkstelligen [15.1]. Wir haben hier heute in der Diskussion erlebt, wie emotional gerade das Thema der 11.September diskutiert wird, deswegen auch die Mutter aller VT [15.3] und die Frage die Herr Frey auch sehr schön formuliert hat ist ebent, was ist die Motivation, diesen Anschlag so durchgeführt zu haben, wie er ist, man kann die von Experten lesen, es gibt einen offiziellen Bericht, man kann den Bericht anderer Experten lesen [15.2], das hat Frau Donner getan und es wird dann natürlich schwierig zu unterscheiden, wem schenke ich Glauben [15.4], den Experten, die eine andere Alternative mir anbieten oder die Experten, welche die offizielle Version vertreten. Es ist sehr schwierig in diesem Umfeld, die Untersuchungen sind nicht sauber gelaufen, aber die Argumente von der rechten Seiten Zeigen letztendlich,dass wenn eine Verschwörung, ein inside- job tatsächlich Fakt gewesen wäre, das heute wahrscheinlich aufgedeckt worden wäre und zwar nicht von irgendwelchen experten im Internet, sondern durch offizielle Untersuchungen, davon muss man ausgehen

Es ist über die Maßen ärgerlich, was Waschkau hier wieder den Zuschauern zumutut:

15.1) Auf die Frage, wie Informationen im Internet zu bewerten sind, kommt Waschkau mit der unfassbar deplatzierten Behauptung, es käme auf die Intention an, mit der sie veröffentlicht wurde - anstatt auf den Inhalt. Wie soll denn der Leser die Absicht herausfinden, mit dem eine Information ins Internet gestellt wurde? Kaffesatz? Karten legen? Glaskugel? Oder soll der allwissende Waschkau befragt werden?

Nein, der gesamte Ansatz ist verfehlt, weil es entgegen Waschkaus Desinformation nicht auf die Intention, sondern den Inhalt ankommt: nämlich ob die Aussagen in sich schlüssig sind und auch einer kritischen Überprüfung stand halten. Sind die wissenschaftlich überprüfbar etc.? Aber dies kann und darf der desinformierende Waschkau nicht sagen, weil der, um dessen eigene Worte zu benutzen, nicht die Wahrheit wissen, sondern nur seine eigenen Ressentiments bestätigt haben will. Im Grunde läuft Waschkaus Ansatz, eine mutmaßliche Intention zum Relevanz-Entscheidungskriterium zu erheben, auf die krude Variante eines „argumentum ad hominem“ hinaus - nicht die Sache wird angegriffen, sondern die Person - ein klassisches Pseudoargument.

15.2) Würde Waschkau - wie es korrekt wäre - auf den Inhalt abheben, dann sähe es ganz finster für ihn und seine Gesinnungsgenossen aus:

  1. Diese (abgesehen von Gruber) haben von Naturwissenschaften keine Ahnung und somit mangelt es ihnen substanziell an der erforderlichen Fachkompetenz, um die Richtigkeit der Argumente der Truther-Bewegung qualifiziert bewerten zu können.
  2. Kennen die entscheidenden Sachargumente nicht einmal (hier trifft eine Teilschuld Frau Donner, welche die Thematik suboptimal dargestellt hat) - wie zum Beispiel den Sachverhalt, dass es beim WTC7 zu einer über 2 sekündigen Phase freien Falls bei gleichzeitig nahezu symmetrischem Zusammenbruch der Fassade kam. Dieser bewiesene Sachverhalt ist eine der sog "smoking guns" (mehr siehe hier) und hätte zumindest angesprochen werden müssen

15.3) Verschwörungstheorien, auch solche, die reale Verschwörungen zum Inhalt haben, gab es schon sehr lange vor 9/11. In sofern kann das gar nicht die Mutter aller VT sein.

15.4) Allein der Ansatz des „Glauben“-Schenkens ist völlig verfehlt: Es geht nicht um eine Religion, sondern um Erklärungen, welche den Anspruch erheben, die Wirklichkeit der Anschläge wiederzugeben bzw. wahrhaftig zu beschreiben. Es geht also um Sachargumente - und nicht um Glauben. Welche der Darstellungen ist nun logischer, schlüssiger, stringenter und besitzt mehr sachliche Überzeugungskraft? Und zwar abseits persönlicher Präferenzen und "innerer Überzeugungen" - schließlich geht es um Wahrheitsfindung. Nun gibt es in der Tat einige Sachfragen, die der Laie schwierig bis gar nicht beurteilen kann. Hier bedarf es schon einer mehr oder minder intensiven Beschäftigung mit dem gewonnenen Stand der Erkenntnisse, sonst ist das Hereinfallen auf Pseudoargumente, wie sie im Beitrag auch vorgebracht wurden, absehbar. Als Beispiel sei das Pseudoargument genannt: „Eine solche Verschwörung würde sehr viele Mitwisser erfordern und kann daher nicht geheimgehalten werden." Um die Falschheit dieses Scheinargumentes erkennen zu können bedarf es des Wissens mind. zweier Sachverhalte:

  1. FAKT: Es fand zeitgleich zu den Anschlägen eine Militärübung statt, in der exakt das geübt wurde, was dann eingetreten ist - nämlich die Entführung von Flugzeugen, um diese als Waffen zu missbrauchen. Im Schatten dieser Übung ließen sich Personen als unfreiwillige Mittäter instrumentalisieren, die gar nichts von der Verschwörung wussten.
  2. FAKT: Geheime NATO-stay-behind Armeen in ganz Europa konnten über rund ein halbes Jahrhundert nicht nur geheim operieren, sondern sogar erfolgreich flase-flag-Operationen in Form von Terroanschlägen durchführen, die dann mit Erfolg den Kommunisten in die Schuhe geschoben wurden.

Andere aber lassen sich zumindest mit Logik und gesundem Menschenverstand bewerten. Vorausgesetzt, es werden unzulässige Herangehensweisen vermieden.

► 3 Fazit

Das Ganze hat den Anspruch einer Aufklärung geradezu konterkariert - stattdessen demonstriert die Sendung praktisch das breite Spektrum an Propaganda, Desinformation und Volksverdummung:

  • Unseriöse Darstellung der Gegenseite
  • Haltlose Unterstellungen
  • Klassische Pseudoargumente wie „ad hominem“
  • Ignoranz gegenüber Sachargumenten
  • Unzulässige Verallgemeinerungen
  • Längst widerlegte Unwahrheiten
  • Halbwahrheiten
  • Ganze Wahrheiten, die aber thematisch völlig verfehlt sind und somit nicht zur Klärung des strittigen Sachverhaltes beitragen

Diesem Feuerwerk an Meinungsmanipulationstechniken dürften nicht wenige unbedarfte Zuschauer, welche um die mitunter haarsträubenden Sachverhalte nicht wissen, zum Opfer gefallen sein. Um den Wahnsinn der Pseudoargumentation dieser Sendung exemplarisch zu verdeutlichen:

  • Da schimpfen in der Sache inkompetente Laien ohne die geringsten stichhaltigen Sachargumente Experten als Verschwörungstheoretiker
  • Da diffamieren deutsche Pro-Amerikaner echte [die USA-Flagge hoch haltende (Bild unten)] Amerikaner als Anti-Amerikaner

9_11_nine_eleven_new_york_world_trade_center_wtc_7_pentagon_osama_bin_laden_mohammed_atta_inside_job_georg_bush_richard_cheney_twin_towers_patriot_act_kritisches_netzwerk.jpg

Dabei spielte sich das Niveau der Desinformation auf unterschiedlichen Ebenen ab:

Plump, polternd, tumb und geradezu niveaulos kommen Frey und Jordan daher. Beide sind ohnehin nur Systemjournalisten, denen selbst ein hinreichendes Minimum an naturwissenschaftlicher oder psychologischer Kompetenz abgeht - ebenso wie wesentliche Kritik an den systemischen Verhältnissen. In sofern war ohnehin nichts Substanzielles von Diesen zu erwarten.

Herr Waschkau propagandiert da auf einer anderen Ebene: ruhig und bedächtig wirkend sondert er als der „Experte“ und [Pseudo-]“Referenz“, an den sich die Hilfe suchende Moderatorin immer wieder fragend wendet, die übliche Palette an Kampfbegriffen und Diffamierungen ab: implizit und völlig undifferenziert werden Verschwörungstheoretiker als Spinner hingestellt. Weil das nicht ausreicht, werden noch Anti-Amerikanismus und Anti-Semitismus oben drauf gesattelt, um auch dem einfältigsten Gemüt klar zu machen, besser keine kritische Haltung zur offiziellen Verlautbarung (> das Wahrheitsministerium verkündet!) einzunehmen, wenn man nicht als antiamerikanischer Spinner und Antisemit diffamiert werden will. In diesem Sinne hat Herr Waschkau seine Rolle zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Waschkau kommt ansonsten insofern eine besondere Bedeutung zu, wie seinen Aussagen als angekündigter „Experte“ eine höhere Relevanz beigemessen werden dürfte. Diesen geschenkten Vertrauensvorschuss missbrauchte Waschkau in Form seiner höchst zweifelhaften und oft schlicht weg falschen Behauptungen leidlich. Er hat nicht eine strittige Aussage getätigt, der nicht wenigstens der berechtigte Vorwurf der deutlichen Verkürzung oder groben Verzerrung gemacht werden kann. Nicht selten belegen Fakten das glatte Gegenteil von Waschkaus Behauptungen. Sofern nun Dritte anmerken würden, unter angemessener Würdigung dieser Sachverhalte wäre „Experte für die Anwendung demagogischer Manipulation und Verzerrungen“ ungleich angemessener gewesen, so wüsste der Autor nicht, wie das stichhaltig zu entkräften wäre.

Mark_Twain_Waehlertaeuschung_AFD_Lobbyismus_Volksverdummung_Rechtsruck_American_Way_of_Life.pngNochmals ein ganz anderes Kaliber - in jeglicher Hinsicht - ist Werner Gruber als Physiker. Abgesehen von diesem besaß keiner der Vertreter des offiziellen Lagers auch nur ansatzweise die Fachexpertise, um brisante Sachargumente der architects&engineers for 9/11 truth qualifiziert beurteilen zu können. In sofern lag es in der Natur der Sache, dass niemand sich an der Widerlegung dieser Sachargumente auch nur versuchte - außer Herr Gruber.

Herr Gruber hat in vielerlei Hinsicht zwar physikalische Sachverhalte an sich korrekt darstellt - nur war das infolge thematischer Verfehlung nicht einmal im Ansatz in der Lage, kritische Sachverhalte aufzuklären. Dem hinreichend Fachkundigen hat er eindrücklich demonstriert, wie man mit ausgewählten reinen Wahrheiten, die leider aber mit den realen Sachverhalten nichts zu tun haben, einen Eindruck erweckt, welcher die tatsächlichen Zusammenhänge glatt auf den Kopf stellt. In sofern gebührt ihm der inoffizielle Preis „perfideste Zuhörertäuschung“. Dass er sich aber gleichzeitig die Blöße gab, bei den Towern von Stahlbetonbauten auszugehen und einen Reim als Argument zu missbrauchen, will nicht ganz in das übrige Bild passen. Da muss Herr Gruber womöglich noch etwas üben.

Dass sich überhaupt ein Fachmann für naturwissenschaftlich/technische Sachverhalte unter den Teilnehmern befand ist weitgehend ein Novum: in der Vergangenheit waren solche Sendungen durch die Bank mit naturwissenschaftlichen Laien besetzt. Möglicherweise hat man realisiert, dass sich Architekten und Ingenieure, die handfeste technisch/naturwissenschafte Sachargumente vorbringen, nicht von unsachlichen Diffamierungen abschrecken lassen - zu Recht. In sofern könnte Herr Gruber als erster zaghafter Versuch gewertet werden, diesen Argumenten auf der Sachebene zu begegnen. Dummerweise ist dieser Versuch desaströs gescheitert: Laien werden sich womöglich von Grubers sachlich deplatzierten Argumenten blenden lassen - Fachleute aber erkennen sofort die thematische Verfehlung.

Erfahrungsgemäß zieht sich das o.g. kompetenzmäßige Missverhältnis wie ein roter Faden durch die Diskussionen beider Lager um 9/11: bei den Vertretern des offiziellen Mythos handelt es sich hinsichtlich spezieller Sachfragen fast immer um inkompetente Laien, denen schon im Ansatz das erforderliche Fachwissen zur qualifizierten Bewertung besonders kritischer technisch/naturwissenschaftlicher Sachargumente abgeht. Da mangelt es schon an elementarstem Basiswissen: Viele wissen nicht einmal, was "freier Fall" ist, geschweige denn, dass sie dies korrekt auf die nahezu symmetrisch zusammengestürzte Fassade des WTC7 übertragen könnten.

Vom psychologischen Aspekt schlägt diesbzgl. die Hybris des Dunning-Kruger-Effekts in vollem Maße durch. Auch Äußerungen, die durch unfreiwillige Selbstbezüglichkeit glänzen, gehören zum Standard-Repertoire der Vertreter des offiziellen Mythos - was auf signifikante [ideologische] Verblendung mit entsprechenden Denkblockaden einerseits und den psychologischen Effekt der „Projektion“ anderseits hindeutet. Typische Auswüchse kognitiver Dissonanz.

Gerade diese psychologischen Aspekte, deren Relevanz beim Thema 9/11 kaum hoch genug angesetzt werden können, werden in einem späteren Artikel detaillierter aufgegriffen.

Nun ist ausgerechnet Herr Waschkau studierter Psychologe und sollte um selbige Zusammenhänge wissen. Aber die Kenntnis solcher Sachverhalte bedingt noch lange nicht die Erkenntnis, dass man womöglich selbst Opfer dieser Mechanismen geworden ist (blinder Fleck, verzerrte Selbstwahrnehmung, ideologische Verblendung). Insbesondere, wenn man sich selbst als „VT-Jäger“ und selbst ernannter HOAXMASTER“ versteht und immer wieder Falschmeldungen zu erkennen glaubt, die es zu entlarven gilt, ist es nicht auszuschließen, übers Ziel hinauszuschießen, indem nicht realisiert wird, dass der eigene Glaube bzgl. 9/11 ein Hoax ist. Letzteres schließt sich ja schon allein deswegen aus, wenn man selbst Hoaxmaster ist. Kann der Hoaxmaster selbst einem Hoax aufsitzen? Das sei ferne! Was nicht sein darf, dass nicht sein kann! (Wer in den letzen Zeilen einen gewissen Sarkasmus erkannt hat darf sich glücklich schätzen: der Verstand funktioniert noch)

Leider hat auch Frau Donner stellenweise kein gutes Licht auf die Truther-Bewegung geworfen, indem sie ohne Not diverse Flanken geöffnet hat. Zum Teil war die Darstellung suboptimal: warum wurde, anstatt von CIA und NWO zu sprechen, nicht die nahezu symmetrische Freifallphase des WTC7 thematisiert?

Außer Frau Donner und Herrn Wimmer trifft unter angemessener Würdigung der vorgenannten Sachverhalte alle Diskussionsteilnehmer der Runde das vernichtende Urteil „Desinformation“ und „Volksverdummung“. Selten wäre sogar der Vorwurf wie „Lügenmedien“ so berechtigt, wie bei diesem Schmierentheater. Ein besonders abschreckendes Zeugnis journalistischer Schande. Allerdings demonstriert diese Sendung selten eindrücklich, dass wir nicht nur in Kriegszeiten leben, sondern auch bei uns eine besondere Art von Krieg tobt - einer, der vielen Menschen nicht bewusst sein dürfte - der Krieg um die Köpfe und Meinungen, um Herz und Hirn - der sog. "Informationskrieg", "information warfare" oder "infowar". Aber es gibt diversen Widerstand gegen diese Propaganda - wie zum Beispiel hier, hier, hier und selbstverständlich dieses Blog. Explizit genannt sei auch der exzellente Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld zum Thema "Warum schweigen die Lämmer - Techniken des Meinungs- & Empörungsmanagements".

Dass es auch ganz anders geht beweist das ORF selbst, denn eine der ganz wenigen seriösen Fernsehbeiträge zum Thema 9/11 stammt vom ORF:

ORF-Doku: 9/11 was steckt wirklich dahinter? (1:43mins) [2009]

Übrigens macht besagte Doku genau das, was gemäß Frey überhaupt nicht sein darf: Fragen aufwerfen und keine Antworten liefern. Frey hätte wohl mutmaßlich schon mit diesem Eingeständnis in der Einleitung abgeschaltet. Menschen, die im Gegensatz zu Frey Wahrheit auch da suchen, wo es unangehm wird (siehe Zitat), können dort allerdings wichtige Einsichten und Informationen beziehen, die sonst im öffentlichen Fernsehen so gut wie überhaupt nicht dargestellt werden.

Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.
Marie von Ebner-Eschenbach

Abschließend sei ein Fragenkomplex aufgeworfen, der dem Lager der Anhänger der offiziellen VT zutiefst unangenehm sein dürfte:

  • Sofern alternative Erklärungsmodelle zu 9/11 tatsächlich so sehr Spinnerei wären, wie es allenthalben behauptet wird, warum flüchtet man sich dann in dermaßen substanzlose Behauptungen, die sich so leicht als durchsichtige Pseudoargumente entlarven lassen?
  • Sofern alternative Erklärungsmodelle wirklich so sehr Blödsinn wären, wie es der Gesellschaft von allen Seiten versucht wird weiszumachen, warum werden dann nicht echte Fachleute wie Archtiteken, Ingeneure oder Piloten aufgefahren, welche die Sachargumente der Truther-Bewegung im Detail und der Sache widerlegen? Warum unterbleibt das?
  • Warum zieht das offizielle Lager es vor, leicht widerlegbare Pseudoargumente zu bemühen, anstatt der Truther-Bewegung durch eine wissenschaftlich belastbare Widerlegung den Boden zu entziehen?
  • Warum also werden wenig überzeugende Täuschungstechniken verwendet, anstatt ungleich überzeugendere harte, stichhaltige und treffende Widerlungen in der Sache vorzubingen?
  • Warum bleibt selbst der NIST-Report für das WTC7 bzw. dessen Fassade eine wissenschaftlich schlüssige Erklärung für die Phase freien Falls schuldig?
  • Warum kommt die US-Regierung nicht einfach der Forderung bzgl. einer neuen unabhängigen Untersuchung nach?

Wenn sich dann die bisherige offizielle Erzählung bestätigt (woran nach Darstellung von Figuren wie Frey, Waschkau und Jordan kein ernsthafter Zweifel bestehen kann) wäre ein doppelter Gewinn zu verbuchen: einerseits wären die Skeptiker mundtot gemacht, anderseits auch noch endlich die Beweise erbracht, die zwar mit Ausrufung der NATO-Bündnisfalls versprochen, bis heute aber nicht geliefert wurden. Also eine double win-Situation für die Regierung und ihre Büttel – vorausgesetzt, deren Darstellung ist tatsächlich korrekt

Allein der mit diesem Fragenkomplex angesprochene Sachverhalt ist über die Maßen entlarvend, weil es nur eine logisch überzeugende Antwort für dieses Verhalten gibt: die Gegenseite verfügt über keine wissenschaftlich belastbaren Erklärungen bzw. Widerlegungen, weil die Fakten das nicht hergeben bzw. die Sachargumente z.B. von ae911truth schlicht weg zutreffend sind!

PS: Dass Herr Waschkau hier nicht nur einen untypischen Aussetzer hatte, sondern dass dessen Faktenverdrehungen System haben, davon kann man sich im Pro und Contra Sommer Special vom 25.07.2016 selbst ein Bild machen:

Wahrheit oder Verschwörung - Banken regieren die Welt. (Dauer: 50:23 Min.)

Logos

Der Autor dieser Analyse ist Maschinenbau-Ingenieur (Dipl., FH), Jahrgang 64 und gehörte selbst viele Jahre zu den Gläubigen des offiziellen Mythos. Angestoßen durch eine auffordernde Bemerkung sah sich der Autor um 2009 zum ersten Mal die Einstürze der Tower kritisch an. Dabei fiel es Selbigem wie Schuppen von den Augen und ad hoc wurde ihm aufgrund seiner Fachexpertise als Maschinenbau-Ingenieur klar, dass mind. zwei Sachverhalte fundamental nicht stimmen können und mit der offiziellen Erklärung kollidieren. Seitdem hat er sich viele Jahre intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, recherchiert und dazu umfangreiches Material gesichtet.
Die anfänglichen Widersprüche haben sich mit den erschlagend vielen anderen Sachverhalten zu einer Gewissheit unter wissenschaftlichem Vorbehalt (Karl Poppers Falsifikationskriterium) verdichtet: Solange nicht alle fundamentalen Widersprüche zwischen Erkenntnis und offizieller Erzählung durch wissenschaftlich belastbare Erklärungen aufgelöst werden, wovon derzeit selbst am Horizont nichts zu sehen ist (im Gegenteil - siehe z.B. hier, hier und ganz besonders unangehm für die Gläubigen der offiziellen Verschwörungstheorie hier), gilt die offizielle Darstellung als widerlegt und somit grundsätzlich falsch. Er ist Verfasser des folgenden Wikia zum Thema 9/11 - weiter.

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Weiterführendes:

Truther-Bewegung:

Sonstiges:

wahrheit_truth_tatsache_wahrhaftigkeit_unwahrheit_unleugbares_luege_propaganda_bert_bertold_brecht_journalismus_massenmedien_leitmedien_kritisches_netzwerk_wahrheitsfindung.gif

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► Kommentierung

Die bittere Erfahrung hat leider gelehrt, dass die kritische Thematisierung von 9/11 und dessen höchst unzulänglicher Aufarbeitung Figuren auf den Plan ruft, deren Ergüsse durch Niveaulosigkeit und totale Abwesenheit valider Sachargumente "glänzen". Solche anti-truther hier kommentieren zu lassen, hieße das Niveau dieses Blogs in den Schmutz zu ziehen. Aus diesem Grund wird von einer regulären Kommentierungsmöglichkeit abgesehen. Weil der Autor aber dennoch ausdrücklich um sachliches Feedback ersucht sei folgende Möglichkeit angeboten: Kommentare bitte an die email-Adresse "nine-eleven {ÄT} gmx-topmail.de"! Sachdienliche und durchaus auch in der Sache kritische (Argumente, keine Glaubensbekenntnisse!) Kommentare, welche den Nutzungsbedingungen entsprechen, werden dann vom Autor selbst hier eingestellt - ggf. in einem Sammelkommentar. Außerdem wird eine statistische Auswertung angestrebt: Anzahl der Kommentare und deren Verteilung in zustimmend / neutral / ablehnend.

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► Danksagung

Es sei alle Denjenigen ausdrücklicher Dank ausgesprochen, welche um der Opfer und Wahrheit Willen unermüdlich um eine seriöse Aufklärung bemüht sind und dafür selbst charakterlose und sachlich unangemessene Diffamierungen in Kauf nehmen. Auf das Schmierentheater der ORF-Sendung sei  hinsichtlich all der sonstigen Stigmatisierungsversuche durch das Lager der Naivgläubigen der oVT nur exemplarisch verwiesen. Außerdem sei meiner Schwester, die in doppelter Hinsicht zum Zustandekommen dieses Artikels beigetragen hat, für ihr Gegen- und Korrekturlesen Dank ausgesprochen.



Quelle: Dieser Text ist der Exklusiv- und Originaltext des Users Logos. Der Text ist für nichtkommerzielle Zwecke nutzbar, wenn die Quelle genannt wird. Er steht unter Creative Commons Lizenz 2.0 Non-Commercial.

Bild- und Grafikquellen:

1. Propaganda-Poster "YOU SPREAD WHAT YOU`RE TOLD!" Bearbeitung/Abwandlung des Propagandaposters "YOU WRITE WHAT YOU`RE TOLD! Thanks, corporate news! We couldn’t control the people without you.” 

Propaganda-Poster: Zu Beginn des Vietnamkrieges berichteten damals US-amerikanische Mainstream-Medien in Wort und Bild offen und detailiert über das blutige Gemetzel ihrer Kameraden, bis die Stimmung im Lande und weltweit in Empörung und Ablehnung kippte. Heldentum und Patriotismus waren angekratzt. Die US-Regierung reagierte und beschloß, fortan den Informationsfluß hinsichtlich dessen, was veröffentlicht werden sollte, zu kontrollieren. Man produzierte verharmlosende Propaganda-Informationen und schränkte u.a. auch die Zugangsberechtigung einiger ausgewählter Medienvertreter ein. Irgendwann kreierte jemand dieses Poster als "DANK" für die Manipulation und Einschränkung der Pressefreiheit. Es ist natürlich im sarkastischen Ton gehalten um sich über die Regierung mit diesem Versuch einer Gegen-Propaganda lustig zu machen, sie öffentlich zu blamieren und um beim Betrachter negative Gefühle auszulösen.   

Seit dem "hässlichen" Vietmankrieg verloren noch mehr US-Amerikaner ihr Vertrauen, sowohl in ihre Regierung als auch in die Massenmedien. Viele Verlage wurden geschlossen oder "übernommen" und embedded. Es ist mehr als auffällig, daß sie während und nach einem weiteren Krieg oder militärischer Intervention - so grausam, opferbringend und teuer es auch sein mag - am Ende immer positiver an der Seite der Präsidenten stehen, als noch zuvor. Nach 9/11 ist es besonders schlimm. Bush und Obama dürfen sich fast alle Schweinereien nahezu kritiklos erlauben, weil sie - wie auch die Medien - zu Marionetten verkommen sind. Das oben dargestellte Plakat war überall in den USA öffentlich zu sehen und dürfte sein Ziel, die Öffentlichkeit weiter zu sensibilisieren, nicht verfehlt haben.

2. Lebensgestaltung: ANGENEHME LÜGEN oder UNBEQUEME WAHRHEITEN. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs (WiKa). Eskapismus, auch Realitätsflucht, Wirklichkeitsflucht oder Weltflucht, bezeichnet die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit. Der Begriff wird in der Psychologie sowie der Bildungssprache meist negativ verwendet. Eskapismus wird als eine Fluchthaltung oder Ausbruchshaltung, als bewusste oder unbewusste Verweigerung gesellschaftlicher Zielsetzungen und Handlungsvorstellungen verstanden. (Text: Wikipedia)

3. Buchcover: Tyler S. Drumheller hat ein Buch mit dem Titel "On the Brink: How the White House Has Compromised American Intelligence", deutscher Titel "Wie das Weiße Haus die Welt belügt: Der Insider-Bericht des ehemaligen CIA-Chefs von Europa" veröffentlicht. - Diederichs Verlag, München 2007, 283 Seiten, 19,95 Euro, ISBN: 3-720-53013-2. Bei BOOKLOOKER.de günstig gebraucht zu bekommen.

Tyler Drumheller, langjähriger CIA-Chef Europa, enthüllt die Hintergründe des Irak-Krieges. In seinem Bericht, der in Amerika für großes Aufsehen sorgte, beschuldigt er den US-Präsidenten, Geheimdienstinformationen massiv manipuliert zu haben. Drumheller stellt klar: Die Bush-Administration wusste, dass Saddam Hussein über keinerlei Massenvernichtungswaffen verfügte. Doch die Bomben auf Bagdad waren längst beschlossene Sache.

Der frühere Top-Agent schildert, wie trickreich und perfide Washington die Weltöffentlichkeit hinters Licht geführt hat – und welche Rolle der deutsche Bundesnachrichtendienst dabei spielte. Sein Bericht zeigt, dass es eine Alternative zum Krieg gegeben hätte, „die das Leben vieler Amerikaner und Iraker gerettet und die Welt sicherer statt noch gefährlicher gemacht hätte.“ Ein politisches Lehrstück – brandaktuell angesichts der weltpolitischen Lage.

Buchbesprechung:

Dass das Weiße Haus die Welt ganz besonders in den vergangenen Jahren, aber auch schon lange davor, immer wieder getäuscht und belogen hat, dass wussten wir ja bereits. Wie die amerikanische Regierung uns aber immer wieder hinters Licht führt, das erfahren wir nun, zumindest in Teilen, aus den Memoiren des langjährigen Mitarbeiters und ehemaligen Europa-Chefs des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Tyler Drumheller. Vor allem aber bietet der Band eine interessante Innenansicht von der Arbeit des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes und der Art und Weise, wie die amerikanische Regierung sich deren Arbeit zunutze macht und wenn nötig manipuliert.

Über drei Jahrzehnte lebte der in Wiesbaden aufgewachsene Geheimdienstmann als Agent der CIA unter falschem Namen. Während des Kalten Krieges arbeitete er in Afrika. Nach dem Fall der Berliner Mauer übernahm er die Leitung der Europa-Abteilung. Immer darauf bedacht, seine wahre Identität nicht zu offenbaren, war ihm seine Anonymität zur zweiten Natur geworden. Schon deshalb sei es ihm ausgesprochen schwer gefallen, schreibt er in seiner Einleitung, mit seinen Erinnerungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch seit den Anschlägen vom 11. September 2001 kursierten so viele irreführende Versionen über die Arbeit der CIA, dass er diese Darstellungen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Februar 2005 meinte korrigieren zu müssen.

"Ein Auslöser für dieses Buch war die beispiellose Enttarnung der Identität Valerie Palmes, einer Undercoveragentin. Offensichtlich ein Versuch, ihrem Mann -- Botschafter Joseph Wilson -- zu schaden. Er war einer der prominentesten Kritiker des Irakkriegs." Diese Mutmaßung Drumhellers darf mittlerweile als gesicherte Tatsache gelten (der Stabschef des Vizepräsidenten, der dies unter Eid bestritten hatte, ist mittlerweile wegen Meineids verurteilt worden). Ebenso wie vieles andere, von dem der Autor berichtet, insbesondere die dilettantische Fälschung von geheimdienstlichen "Beweisen", mit denen die US-Regierung versucht hat, den Irak-Krieg zu legitimieren. Lesenswert ist Wie das Weiße Haus die Welt belügt aber auch weniger als "Enthüllungsbuch", sondern vielmehr als ein authentisches Dokument der Zeitgeschichte. -- Hasso Greb, Literaturanzeiger.de / Quelle: Eurasisches Magazin.

4. Onkel Sam klärt auf. Halts Maul! Jede Kritik an Amerika ist USA-Bashing! Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de.

5. Buchcover "Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft" von Zbigniew Brzeziński. Kopp Verlag – Unveränderte Neuauflage November 2015; ISBN: 978-3-86445-249-9; Preis 9,95 € - zur ausführlichen Buchvorstellung.

6. Fireball at the WTC tower on 9/11: Feuerball, welcher gemäß der offiziellen Erzählung durch eine Flugzeugkollision verursacht worden war. Gemäß dieser Darstellung wäre der Feuerball verbrennendes Kerosin. Wie das Bild beweist ist tatsächlich der größte Teil des Kerosins innerhalb weniger Sekunden außerhalb der Tower verbrannt, obwohl gemäß oVT dieses angeblich zur Schwächung der Stahlträger und letztlich zum Zusammenbruch geführt haben soll. Urheber: TheMachineStops (Robert J. Fisch) Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert. Bildausschnitt geändert durch Logos, Originallizenz bleibt!

7. Buchcover: "Hijacking America's Mind on 9/11: Counterfeiting Evidence" by Elias Davidsson.

8. Max Frisch Zitat: "Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!" Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de .

9. "Denk mal nach ... so lange es noch legal ist." Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de.

10. George Orwell (* 25. Juni 1903 in Motihari, Bihar, Britisch-Indien als Eric Arthur Blair; † 21. Januar 1950 in London) war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Durch seine Werke Farm der Tiere und 1984 wurde Orwell weltbekannt und zählt heute mit seinem Gesamtwerk zu den bedeutendsten Schriftstellern der englischen Literatur. Grafik: Wilfried Kahrs / QPress.

11. Truth movement Graffito "WHO DID IT?" Seen in Ljubljana. Foto: Mark Ahsmann. Quelle: Wikimdia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

12. Barack Obama und Georg W. BushGrafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de.

13. Protestler: Viele Experten und Millionen Menschen protestieren gegen die 9/11-Lügen und Verschleierungen seitens der US-Regierung. Viele NGOs und die Truthmovement fordern eine tiefgreifende Aufklärung der tatsächlichen Ereignisse. Foto: Damon D'Amato from North Hollywood, Calfornia. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

14. Mark Twain: "Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind." Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress.de.

15. WAHRHEIT: "Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann." (- Ernst R. Hauschka)  - "Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist solltest du sagen." (-Voltaire) Grafik: geralt  / Gerd Altmann  •  Freiburg. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden.

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Elias Davidsson
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Warum sollten wir uns mit dem


Warum sollten wir uns mit dem Fall 9/11 beschäftigen ?

Über fünfzehn Jahre sind seit den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 vergangen. Durch diese Anschläge kamen mehr als 3.000 Menschen, darunter einige Kinder, ums Leben. Bis heute wurden die Hintergründe dieser Anschläge nur unzureichend aufgeklärt. Die amerikanischen Behörden wollten keine Aufklärung der Anschläge, lieferten keine handfesten Bewese über die Identität der Täter und der Mordwaffen, zerstörten Beweismaterial und versuchten, Augenzeugen und Angehörige der Opfer zum Schweigern zu bringen, und zwar durch Bestechung oder durch Einschüchterung. Daher vermuten immer größere Teile der amerikanischen Bevölkerung, dass ihre Regierung zumindest ihnen die Wahrheit vorenthält.(1) Sogar die Leiter der öffentlichen Untersuchungskommission, Thomas Kean und Lee Hamilton, haben nachträglich in einem gemeinsam verfassten Buch zugegeben, dass sie von den Behörden nicht nur behindert, sondern auch belogen worden sind.(2) Schon diese Tatsachen allein, sollten uns zu Denken geben.

Die Entstehung der Wahrheitsbewegung

Während kritische Stimmen zur öffentlichen 9/11-These zunächst als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht wurden, änderte sich diese Lage seit 2004 als renommierte Experten und sogar ehemalige AmtsträgerInnen der Bush-Regierung, Zweifel an der offiziellen Version über 9/11 äußerten. Die Pionierarbeit leistete Prof. Dr. David Ray Griffin, ein renommierter, emeritierter Theologe, der im Jahre 2004 erhebliche Ungereimtheiten in der offiziellen Version über 9/11 veröffentlichte. Sein erstes Buch zu diesem Thema („The New Pearl Harbor“) konnte nicht abschätzig ignoriert werden. Prof. Richard Falk, einer der führenden amerikanischen Völkerrechtler, bezeichnete im Vorwort des Buches:

David Ray Griffin schrieb ein außerordentliches Buch. Wenn man es sorgfältig mit nur 30 Prozent offenem Geist liest, wird es mit größter Wahrscheinlichkeit unser Verständnis über das Funktionieren der amerikanischen Demokratie auf der höchsten Ebene der Regierung ändern. (…) Es ist selten, dass ein Buch das Potential besitzt, eine geschichtliche Kraft zu werden.

Das Buch wurde später in zahlreiche Sprachen übersetzt und ist nun auch in Deutsch verfügbar.

Inzwischen entstanden zahlreiche Organisationen in den USA, deren Hauptanliegen die Aufklärung von 9/11 ist. Die größte dieser Organisationen, Architekten und Ingenieure für die Wahrheit zu 9/11, hat inzwischen mehr als 1.700 Mitglieder.(3) Ihr Interesse an der Sache beruht darauf, dass die offizielle Erklärung für den Zusammenbruch der Zwillingstürme in New York und des Gebäude WTC-7 für ihren Sachverstand eine Beleidigung darstellt. Sie weisen auf zahlreiche Indizien, die auf die Zerstörung der Gebäude mit Sprengstoff oder sogar mit exotischen Waffen hinweisen. Daneben gibt es eine Organisation von Piloten,(4) die die zahlreichen Ungereimtheiten und Vertuschungen der öffentlichen Behörden zu den Flügen vom 11. September entdeckt haben. Zum Beispiel weisen sie darauf hin, dass es aus aerodynamischen Gründen unmöglich gewesen war, ein Linienflugzeug in den ersten Stock des Verteidigungsministeriums (Pentagon) in Washington horizontal mit 900 km/st hereinzufliegen, wie es die öffentliche These vorgibt; selbst ein erfahrener Pilot hätte dies nicht vermocht. Laut der offiziellen Version sollte dies ein Pilot gemacht haben – Hani Hanjour – der laut seinem Fluglehrer nicht mal ein Kleinflugzeug (Cessna) anständig fliegen konnte.

Es gibt eine Organisation von Politikern für 9/11-Wahrheit,(5) die sich dafür einsetzt, weltweit die Aufklärung von 9/11 auf die Tagesordnung der Länderparlamente zu setzen; zudem eine Organisation von Akademikern für 9/11-Wahrheit,(6) die wissenschaftliche Beiträge zu den verschiedenen Aspekten der Vorgänge um 9/11 vorlegen; eine Organisation von Beschäftigten im Gesundheitswesen,(7) die u. a. die öffentlichen Vertuschungen und Unwahrheiten zur Luftqualität in New York thematisieren, dessen Auswirkungen sich auf die Gesundheit von abertausend Feuerwehrleuten und zivilen Helfern niedergeschlagen haben, und noch andere fachbezogene Organisationen für die Aufklärung von 9/11.(8) Obwohl diese Entwicklung einmalig ist, wird sie von den Massenmedien völlig ignoriert.

Parallel zu diesen Organisationen haben sich in fast jeder amerikanischen Stadt sowie in vielen europäischen Ländern Gruppen gebildet, die die Wahrheit über 9/11 fordern. Informationen an die Bevölkerung über die Vertuschungen der Regierung verteilen, Demonstrationen abhalten, Konferenzen organisieren und Politiker herausfordern. Diese Entwicklung wird nur sehr langsam von Intellektuellen, Friedensaktivisten und Menschenrechtlern zur Kenntnis genommen.

Gehorsam und unterwürfig

Nachdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf Druck der USA und mit Hinweis auf den Massenmord vom 11. September den Entschluss fasste, Mitgliedstaaten aufzufordern, ihre Gesetzgebung zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus zu verstärken und ihre Bemühungen einem neugegründeten Antiterrorkomitee des UN-Sicherheitsrates zur Gutachtung vorzulegen,(9) verabschiedete der Deutsche Bundestag ohne lange Debatten radikale Maßnahmen, die die deutsche Bevölkerung betreffen. Später kamen noch zusätzliche Maßnahmen zur Überwachung der Bevölkerung hinzu. Dabei hat der UN-Sicherheitsrat keine empirischen Beweise für seinen Entschluss vorgelegt. So glich der Beschluss einem Diktat.

Mit ihrer Zustimmung der Resolution des NATO-Rates vom 2. Oktober 2001 unterstütze die deutsche Bundesregierung ohne Debatte den amerikanischen Angriffskrieg gegen Afghanistan. Die Bundesregierung unterließ es, von der amerikanischen Regierung Beweise über einen Zusammenhang zwischen Afghanistan und den 9/11-Anschlägen zu fordern. Kein Mitglied des Bundestages verlangte Beweise für diesen behaupteten Zusammenhang. Die Behauptungen des Weissen Hauses waren ähnlich der „Heiligen Schrift“, die man auch nicht hinterfragen darf. Nie war die Unterwürfigkeit der gesamten deutschen politischen Klasse so eklatant wie im Herbst 2001.

Der Mythos des islamistischen Terrors

Die offizielle These zu 9/11 – selbst dubios und unbelegt – hat zur Verbreitung einer zweiten dubiosen These geführt, nämlich dass der islamistische Terrorismus eine der größten Gefahren für die westlichen Demokratien und sogar für den Weltfrieden darstelle. Diese These ist in unzähligen Variationen, angefangen von den Politikern, dem UN-Sicherheitsrat bis zu den Schlagzeilen der Bild-Zeitung verbreitet worden. Sie ist schon fast zu einem Glaubenssatz, ja zu einem Dogma der westlichen Allianz geworden. Dabei ist diese These nicht nur ein Mythos, sondern schlichtweg ein Betrug.

Der Wahrheitsgehalt dieser These kann leicht widerlegt werden. Dafür braucht man nur die Zahlen der Terroropfer zur Kenntnis zu nehmen. Wer versucht, diese Zahlen in den unzähligen Berichten des Bundes, der EU oder der UNO über Terrorismus zu finden, wird vergeblich suchen. Solche Zahlen sind in keinem mir bekannten Bericht enthalten. Das mag merkwürdig erscheinen, denn um das Ausmaß einer bestimmten Gefahr zu belegen, sollte eine öffentliche Instanz, die unsere Steuergelder verwaltet und für die Bekämpfung der Gefahr des Terrorismus diese Gelder verwendet, zumindest empirische Beweise vorlegen. Solchen Zahlen befinden sich in Berichten über das Ausmaß von Armut, Krankheiten, Naturkatastrophen und Kriminalität, nur nicht in Berichten über die Terrorgefahr. Warum gibt es keine Zahlen über die Terrorgefahr ?

Die Antwort scheint ein offenes Geheimnis zu sein: Diese Zahlen sind so niedrig, dass sie für die Propaganda unbrauchbar sind. Aber nicht nur unbrauchbar, sondern gefährlich. Nicht weil diese Zahlen tödlich sind, sondern weil sie den Betrug der Behörden offenbaren würden.(10) Denn was für eine Statistik wäre es, in der sämtliche Zahlen Null sind ? So sähe aber die Statistik über Todesopfer des islamistischen Terrorismus in Deutschland von 1945 bis 2010 aus. Mit dem jüngsten Anschlag auf dem Frankfurter Flughafen, bei dem zwei amerikanische Soldaten erschossen wurden, zeigte die Statistik des islamistischen Terrorismus in Deutschland allerdings eine unendliche Steigerung, mathematisch gesehen.

Weniger beängstigend scheint den Behörden die allgemeine Kriminalstatistik zu sein, nach der durchschnittlich etwa 880 Morde jährlich in der Bundesrepublik begangen werden. Ich vermute dass einige davon von Lebenspartner der Ermordeten begangen werden (aus Eifersucht usw.). Soll die Polizei nun Videokameras in Schlafzimmern der BundesbürgerInnen einrichten, um solche Mordtaten zu verhindern, oder soll der Bundestag gesetzliche Eheschließungen verbieten, weil sie möglicherweise zu solchen Mordtaten irgendwann führen könnten? Diese Idee wäre immerhin eine logische Fortsetzung der gegenwärtigen Terrorbekämpfungsstrategie der Bundesregierung.

Weltfremd ist auch die These des islamistischen Terrorismus, weil wahre Terroranschläge nur von Menschen begangen werden, die nichts mehr zu verlieren haben, z.B. die Palästinenser, die nicht die allgemeinen Menschenrechte genießen und sich auch keine bessere Zukunft erhoffen können. Bei allen anderen so genannten Terroranschlägen, soll davon ausgegangen werden, dass sie entweder von Geheimdiensten inszeniert wurden, oder dass die Täter angeworbene Killer waren. Geistig gesunde Menschen, die ihre Menschenrechte genießen, haben keinen Grund, ihre Freiheit oder sogar ihr Leben für eine politische Idee zu opfern. Daher hat keiner der fast vier Millionen Muslime in Deutschland jemals ein Attentat gegen die deutschen Behörden oder gegen die deutsche Bevölkerung verübt.

Die Erklärung, junge Muslime in Deutschland wären zu Terroranschlägen nicht fähig oder würden ständig durch die Wachsamkeit der Polizei verhindert, ist nicht überzeugend. Schon beim Betreten eines Theaters oder eines Supermarktes, könnte jeder empörte Mensch schon mit einem einfachen Küchenmesser eine Reihe von Menschen umbringen. Dafür bräuchte der Täter nicht wie die Sauerland-Terroristen von Niedersachsen bis zum Schwarzwald fünf Mal mit großen Mengen von Wasserstoffperoxid hin und her pendeln und sich von der Polizei auf diesen Reisen fotografieren lassen. Solche Pseudo-Terroristen vermasseln gerne ihre Versuche. Vermutlich ist das ihre Hauptaufgabe. Dass wahre islamistische Terrorangriffe in Deutschland nicht Gang und Gäbe sind, hat nicht mit einer vermeintlichen Unbeholfenheit der Muslime oder mit ihrer Liebe zur deutschen Außenpolitik zu tun, sondern mit der einfachen Tatsache, dass sie, genau wie alle anderen Menschen, ihre Freiheit, Wohlergehen und ihre Sicherheit gegenüber einem tödlichen Abenteuer bevorzugen.

Mythen und Sozialpathologie

Die Mythen über die Anschläge des 11. September und den mutmaßlichen islamistischen Terrorismus werden seit 2001 von der gesamten politischen Klasse, den Medien, renommierten Akademikern und durch Gerichtsurteile verbreitet, ohne dabei auf Widerstand in der Zivilgesellschaft zu stoßen. Im Falle 9/11 handelt es sich um eine gesellschaftliche Verleugnung, die ähnliche Symptome aufweist wie beim Verleugnungsmechanismus in der Familie eines Sexualtäters. Man will es einfach nicht wahrhaben. Eine ähnliche Verleugnung wurde bei ungarischen Juden nachgewiesen, die über die Vernichtungslager erfuhren. Sie wollten und konnten diese Berichte nicht glauben, denn es überstieg ihre Vorstellungskraft des Bösen. Statt zu fliehen, meldeten sie sich mit Hab und Gut zum Transport und wurden umgehend in den Tod geschickt.

Nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Blocks verschwand plötzlich der Erzfeind des Westens. Die Geschlossenheit der westlichen Allianz bedurfte dringend eines neuen Feindes, oder besser eines Feindbildes, das der Bevölkerung glaubwürdig erscheinen würde. Der Mythos des „islamistischen Terrorismus“ hat sich als die bevorzugte Lösung in den Jahren 1990/91 durchgesetzt. Die Vorteile dieses Feindbildes für den Westen sind leicht zu erkennen: Eine andere Religion, eine andere Kultur und noch wichtiger: Der größte Anteil der Ölquellen in der Welt liegt unter muslimischen Ländern. Mit der Assoziation Islam-Terror würde es leichter für den Westen sein, Anlass für Kriege gegen solche Staaten zu finden, was sich auch später herausstellte, denn, wo sich Muslime befinden, könnten sich auch Terroristen verstecken, die „uns“ gefährden: Eine geniale, wenn auch machiavellische Idee. Da der Terrorismus ohne Terroristen niemanden beängstigen würde, musste Terrorismus erst hergestellt werden. Schon im Jahre 1992 oder früher begann die amerikanische Bundespolizei (FBI) den islamistischen Terror zu organisieren. Das Ergebnis waren die ersten Anschläge gegen das World Trade Center im Jahre 1993.(11)

Die „islamistischen“ Anschläge des 9/11 wurden wahrscheinlich schon im Jahre 1995 konzipiert und mit Hilfe der saudi-arabischen und pakistanischen Behörden organisiert. Innerhalb von einigen Minuten nach dem ersten Flugzeugeinsturz wurde der Mythos von Osama bin Laden und seiner 19 Flugzeugentführer über die ganze Welt verbreitet. Der amerikanische Kongress bestimmte einen Tag nach den Anschlägen ohne vorausgehende Untersuchung, was am vorherigen Tag geschah und warum es geschah. Der Tatbestand wurde politisch bestimmt. Alles, was danach von öffentlichen Instanzen ermittelt wurde, musste mit dieser Legende in Einklang gebracht werden.

Erstmals hat ein Betrug Weltdimensionen erreicht. Die sozialpathologischen Auswirkungen dieses Betruges sind noch weitgehend unbekannt.

Begründung zur Beseitigung der Sozialpathologie

Zuerst erwähne ich die moralische Pflicht gegenüber den Angehörigen der 3.000 Ermordeten der 9/11-Anschläge. Sie besitzen das Recht zu erfahren, wer ihre Geliebten getötet hat, wo und warum sie starben.(12) Sie fordern weiterhin die Aufklärung des Verbrechens. Die amerikanischen Behörden sind dieser Pflicht nicht nachgekommen. Beweise, dass islamistische Terroristen in die Flugzeuge eingestiegen sind, die sie dann entführt hätten, wurden bis heute nicht vorgelegt. (13) Das FBI weigerte sich, auch die Wracks der abgestürzten Flugzeuge zu identifizieren, weil die Identität der entführten Maschinen, laut FBI, offenkundig war. (14) Die Angehörigen der Passagiere wissen bis heute nicht, wo ihre Geliebten starben und wer sie ermodert hat. Diese unerklärliche Geheimhaltung durchdringt sämtliche Ermittlung des Verbrechens. Schon aus bloßer Solidarität mit den Angehörigen eines Massenmordes sollen wir ihre Bemühungen zur Aufklärung moralisch unterstützen.

Fast täglich behaupten Politiker, Medien und Autoren in Deutschland, dass 19 Muslime bzw. Al Qaeda die Anschläge von 9/11 begangen hätten. Die mutmaßlichen Täter sind aber von keinem Gericht und von keiner unabhängigen Instanz schuldig gesprochen worden. Sie können daher höchstens als unschuldige Verdächtige bezeichnet werden, nicht aber als Massenmörder oder Terroristen. Sie als Verbrecher zu bezeichnen, stellt daher gemäß § 186 StGB eine „üble Nachrede“ dar. Ein solches Vergehen verletzt auch in mehrfacher Hinsicht den deutsche Pressekodex (Ziffer 1: Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde; Ziffer 2: Sorgfalt; Ziffer 3: Richtigstellung; Ziffer 9: Schutz der Ehre; Ziffer 10: Schmähung der Religion; Ziffer 13: Unschuldsvermutung; und Ziffer 16: Rügenveröffentlichung.) Die elementarste Ethik verpflichtet uns, gegen solche massiven und wiederholten Formen der Verleumdung und der Volksverhetzung zu protestieren.

Rechtstaatlicher Grund für die Aufklärung des 9/11

Mounir al Motassadeq, ein liebenswürdiger junger Mann, war vom Oberlandesgericht Hamburg im Jahre 2009 zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er wurde schuldig gesprochen, weil er ein Freund von Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah gewesen war, als sie zusammen in Hamburg studierten. Diese drei Personen wurden als die Todespiloten von drei der abgestürzten Flugzeuge des 9/11 von den amerikanischen Behörden bezichtigt. Während Marwan aus Hamburg abwesend war, hatte Mounir für ihn einige Gefälligkeiten erledigt (Rechnungen bezahlt, Geld überwiesen, u. dgl.).

Die Richter gingen davon aus, dass Mounirs Freunde Massenmörder waren. Eine Ermittlung des Mordes oder wenigstens eine kritische Bewertung der amerikanischen Akten kam anscheinend nicht in Frage. Diese Unterlassung war ein Rechtsbruch. Mounir wurde wegen Beihilfe zum vielfachen Mord verurteilt. Beihilfe im strafrechtlichen Sinn kann aber nur stattfinden, wenn nachgewiesen wird, das der Angeklagte in einer kausalen Beziehung zur Haupttat gestanden hat. Da aber nicht nachgewiesen wurde, dass seine Freunde die Haupttat begangen hatten, und nicht einmal, dass sie in den Todesflügen saßen, musste Mounir freigesprochen werden. Sein Freispruch hätte aber das offene Geheimnis ans Tageslicht gebracht, nämlich dass die These der 19 Flugzeugentführer vom 11. September bloß eine erfundene Legende ist. Damit wäre ein monumentaler Betrug entlarvt worden, in dem die gesamte Elite des deutschen Volkes teilgenommen hat. Das durfte nicht sein. Daher musste Mounir ins Gefängnis. Komplizierter ist die Sache nicht.

Wer die Aufrechterhaltung des Rechtsstaates wünscht, sollte sich daher mit dem Urteil gegen Mounir el Motassedeq befassen und die Kampagne für die Wiederaufnahme seines Verfahren unterstützen.

Völkerrechtliche Gründe für die Aufklärung

Die Wahrheit über 9/11 zu fordern, ist auch völkerrechtlich geboten. Alle Staaten haben sich verpflichtet, gemeinsam die Täter eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit, wie z. B. die Ermordung von 3.000 Menschen am 9/11 zu identifizieren und anzuklagen. Diese Pflicht wurde ausdrücklich in einer Resolution des UN-Sicherheitsrates Nr. 1368 vom 12. September 2001 erwähnt. Auch dieser Pflicht kam man nicht nach. Keiner der wahren Täter und Helfer der Straftat wurde bis heute angeklagt und verurteilt. Vermeintliche Planer des Massenmordes, wie z. B. Khaled Sheikhh Mohamed, soll, laut Präsident Obama, vor ein Militärgericht in Guantanamo gestellt werden. Man darf vermuten, dass diese Geheimtuerei etwas damit zu tun hat, dass diese Männer zu viel über die wahren Umstände von 9/11 wissen, oder dass sie überhaupt nicht jene Personen sind, über die man ständig spricht.

Können wir uns damit abfinden, dass diese Massenmörder unbehelligt bleiben und nicht rechtmäßig bestraft werden ?

Sicherheitspolitische Gründe für die Aufklärung

Die Forderung zur Wahrheit ist nicht nur juristisch und ethisch begründet. Wenn man vermutet, dass Massenmörder frei herumlaufen oder sogar über ein großes Waffenarsenal verfügen und ganze Völker bedrohen können, ist die Aufklärung nicht nur eine moralische, sondern eine existentielle Notwendigkeit. Da zahlreiche Indizien vorliegen, dass die Anschläge von 9/11 von den amerikanischen Streitkräften im Auftrag der Regierung geplant und ausgeführt wurden, ist es schon aus sicherheitspolitischen Gründen verantwortungslos, die Gefahr, die von diesen Kreisen ausgeht, zu verharmlosen. Vorsichtshalber sollte eine internationale Kommission bestimmte Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte vernehmen, die über die Ereignisse des 11. September mehr wissen, als sie zugeben wollen.

Gesellschaftspolitische Gründe für die Aufklärung

Es ist unbestritten, dass durch eine höchst wirksame Propagandaoperation, die ganze Welt innerhalb von 24 Stunden überzeugt war, dass Osama bin Laden und eine Gruppe von islamistischen Fanatikern die Anschläge gestiftet haben. Eine solche Operation hat es früher nie gegeben. Die Wirksamkeit dieser Betrugsoperation, die am helllichten Tage ablief, ist möglicherweise noch erschreckender, als die Mordtat selbst. Hier haben Machthaber ihre tatsächliche Macht kurz offengelegt. Diese Operation hat dazu geführt, dass heute erhebliche Teile der intellektuellen Klasse des Westens den Mythos von 9/11 verinnerlicht haben. Die oben angeführte Gesellschaftspathologie kann teilweise auf diese Propagandaoperation zurückgeführt werden.

Mit der Aufklärung von 9/11 werden auch zwangsläufig die Mechanismen der heutigen Propaganda und die undemokratischen Strukturen der Massenmedien und der internationalen Presseagenturen offenbar. Die Aufklärung dient auch zur Sanierung der Universitäten, in welchen immer mehr wissenschaftliche Integrität zugunsten von Interessenlagen geopfert werden.

Wenn die gesamte politische Klasse grob fahrlässig handelt und sogar ihre WählerInnen systematisch betrügt, so besteht die Notwendigkeit, neue Formen der Demokratie zu finden, in denen die Volksvertreter Diener und nicht Unterdrücker der Menschen sind. Die Aufklärung über 9/11 fördert die Delegitimierung der heutigen politischen Strukturen und die aktive Suche nach einer gerechteren Gesellschaftsordnung.

Eine neu-alte Methode der Machtausübung: Operation unter falscher Flagge

Die Anschläge von 9/11 waren zwar die größte Operation unter falscher Flagge, aber nicht die erste, die im Westen ausgeführt wurde. Schon im kalten Krieg wurden in Italien und Belgien Operationen unter falscher Flagge von Geheimdiensten ausgeführt, die dann als Terror der extremen Linken bezeichnet wurden.(15) Die Anschläge auf dem Bahnhof in Bologna ist ein Beispiel dafür. Anschläge auf Supermärkte in Belgien, ein anderes Beispiel. Es gelang den betreffenden Geheimdiensten, diese Umstände bis 1990 geheim zu halten. Über diese Umstände ist schon ein Teil veröffentlicht worden, und es wurden sogar darüber mindestens drei Filme gedreht.

In den USA versuchten die Behörden erst mit einer relativ bescheidenen Operation unter falscher Flagge: Die Bombenanschläge auf das World Trade Center von 1993. Die Anstifter waren Beamte des FBI. Die Operation lief wie am Schnürchen, denn die Bevölkerung bleibt bis heute überzeugt, das Dank der Mithilfe der Medien, diese Anschläge von islamistischen Fanatikern konzipiert worden sind. Nach dem 9/11 wurde die eingespielte Methode verallgemeinert: In London, Madrid, Bali, Casablanca, Sharm el Sheikh, Djerba, Mumbai usw. Die Nahtstellen dieser Operationen waren nicht sorgfältig genug kaschiert mit der Folge, dass in jedem Fall scharfsinnige Bürger erhebliche Ungereimtheiten in der öffentlichen Darstellung entdeckten, die auf die Teilnahme von Geheimdiensten hinwiesen. Hier haben wir es mit einer zynischen Methode der Machtausübung des Staates zu tun, die mit Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und Menschenrechten nichts zu tun haben. Es ist im Grunde ein Krieg gegen die Bevölkerung. Diese Methode der

Staatsausübung hat durch die Anschläge vom 11. September 2001 einen qualitativen Sprung erfahren. Wenn solche Methoden nun ein Bestandteil der Machtausübung geworden sind – und dafür gibt es reichlich Indizien – muss die zivile Gesellschaft sich darauf in angemessene Weise vorbereiten.

Die existentielle Angst vor der Wahrheit

Die herrschende Klasse widersetzt sich gegen die Aufklärung vom 9/11, und dies tut sie bisher hauptsächlich durch Stellvertreter. In Deutschland wird diese Rolle dem Magazin „Der Spiegel“ zugewiesen, der bisher den mutmaßlichen Tätern des 9/11 gute Schützenhilfe geleistet hat, u. a. durch Diffamierung von deutschen 9/11-Skeptikern. Allerdings wird diese Rolle nur von „abgeschirmten“ Ämtern und Redaktionen gespielt. Zu einer offenen Debatte mit Kritikern wagen sich diese „Helden“ nicht. Tatsächlich hat bis heute kein einziger Amtsträger eines NATO-Staates sich gewagt, die These von Osama bin Laden und seinen 9/11-Terroristen in einer öffentlichen Debatte zu verteidigen. Man sollte immerhin annehmen, dass ein Politiker, Amtsträger, Akademiker oder Journalist, der von der Richtigkeit seiner Einsicht überzeugt ist und ein Mindestmaß an Selbstachtung besitzt, sich vor einer öffentlichen Debatte darüber nicht scheuen bräuchte und sogar mit Begeisterung eine Herausforderung dazu annehmen würde. Das sie dies nicht wagen, deutet entweder auf ihre Angst hin, sich zu blamieren, oder weil sie befürchten, sie könnten versehentlich ihre eigene Skepsis gegenüber der offiziellen Version offen legen und damit ihre Karriere gefährden.

Die revolutionäre Gelegenheit des Jahrhunderts

Eine revolutionäre Forderung ist jene, die moralisch berechtigt ist, aber von den Machthabern nicht erfüllt werden kann, weil sie damit ihre Macht verlieren würden. Die Forderung zur Wahrheit über 9/11 ist daher eine revolutionäre Forderung, denn sie ist zugleich berechtigt, kann aber von den Machthabern nicht erfüllt werden. Die Aufklärung über 9/11 würde breite Schichten der herrschenden Klasse als Teilnehmer in einem gigantischen Betrug entlarven und damit ihre politische Legitimität in Frage stellen. Das erklärt, warum die Forderung nach der Wahrheit über 9/11 eine gewaltige revolutionäre Sprengkraft besitzt und warum diese Forderung auf einen so großen Widerstand stößt. Der Kampf um die Wahrheit über 9/11 bietet den Völkern der Welt eine seltene historische Gelegenheit zur Befreiung von der Diktatur des Kapitals.



Fussnoten:

1. Opinion polls about 9/11 conspiracy theories – klick hier
 
2. Peter Tatchell, 9/11 -  the big cover-up? The Guardian, 12. September 2007 u.a.

3. Architects & Engineers for 9/11 Truth (AE911Truth) – klick hier

4. Pilots for 9/11 Truth – klick hier 

5. Political Leaders for 9/11 Truth – klick hier

6. Scholars for 9/11 Truth & Justice – klick hier

7. Medical Professionals for 9/11 Truth – klick hier 

8. andere fachbezogene Organisationen für die Aufklärung von 9/11:

9. Resolution des Sicherheitsrates Nr. 1373 (2001) vom 28. September 2001

10. Elias Davidsson, Gefährden Terroristen Europa? 5. März 2009, zu meinen Artikel im KN - klick hier

11. Who bombed the World Trade Center ? FBI Bomb Builders Exposed, The Electric Law Librabry – klick hier 

12. Yasmin Naqvi, the right to the truth in international law: fact or fiction? International Review of the Red Cross, vol. 88, Number 862, June 2006

13. Elias Davidsson, Es gibt keine Beweise dafür, das Muslime am 11. September 2001 Flugzeuge entführten – klick hier 

14. Aidan Monaghan, FBI Counsel: No Records Availible Revealing ID Process of Recovered 9/11 Plane Wreckage, 17. März 2008 – klick hier 

15. Operation Gladio – klick hier


 

Buchcover: "Hijacking America's Mind on 9/11: Counterfeiting Evidence" by Elias Davidsson.

pin_green.gif  Buchbesprechung von Dr. Ludwig Watzal:

"Hijacking America's Mind on 9/11: Counterfeiting Evidence" von Elias Davidsson.

Bevor mir dieses Buch – Hijacking Amerika’s Mind on 9/11 - in die Hände fiel, glaubte ich das offizielle Narrativ über 9/11. Inzwischen habe ich das Buch zweimal gelesen. Es machte meine vorherige Überzeugung vollkommen zunichte. Ich bin kein Experte über 9/11 und glaube an keine esoterischen Theorien. Meine Haltung gegenüber 9/11 ist von einer gewissen Neugierde, aber auch von einer gesunden Skepsis bestimmt gewesen. Als ich anfangs über Artikel stolperte, die das offizielle Narrativ hinterfragten, las ich sie nur und legte sie beiseite. Mit Davidssons Buch ist es anders, es hat mich sofort gefesselt.

Nachdem ich mehrere Male durch die USA per Anhalter getrampt bin und internationalen Beziehungen an der Universität von Pennsylvania studiert hatte, wusste ich einigermaßen, wie die amerikanische Gesellschaft „tickt“. Ich habe bemerkt, dass nach jeder ernsthaften Katastrophe in den USA eine sofortige Untersuchung eingeleitet wird, um die Ursachen zu ermitteln.

Wenn es zu einem Flugzeugabsturz kommt, ist es die nationale Flugsicherheitsbehörde (NTSB), die die Umstände des Absturzes feststellt: das Flugzeug wird aus den Trümmern zusammengesetzt, seine Identität wird festgestellt, die Ursache des Unfalls bestimmt und ein allgemeiner Bericht wird veröffentlicht, in dem die Umstände des Ereignisses angeführt werden. Die US-Regierung erlaubte jedoch dem NTSB nicht, die Abstürze des 9/11 zu untersuchen. Sie wurden ausnahmsweise vom geheimnistuerischen FBI untersucht, das nicht verpflichtet ist, seine Ergebnisse zu veröffentlichen. Warum bestand die US-Regierung auf solch einer noch nie da gewesenen Geheimhaltung?

Elias Davidssons Buch könnte eine Antwort auf diese Frage geben. Sein Buch ist eine sehr gründlich Studie von besonderen Aspekten der 9/11-Ereignisse, die bis jetzt vernachlässigt wurden. Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass der Autor sich hauptsächlich auf Primärquellen verlässt, die er ganz genau anführt, damit Leser diese nachprüfen können.

Davidsson liefert nicht nur die Quellenangaben, sondern bietet Lesern eine große Anzahl von Originaldokumenten auf seiner Website und erspart damit den Lesern ein ermüdendes Suchen. Dieser ungewöhnliche leserfreundliche Zugang weist auf die Bereitschaft des Autors hin, sich auf ein äußerst genaues Nachprüfen einzulassen. Was seine Untersuchung so spannend macht, ist seine umsichtige Verwendung von offiziellen US-Regierungs-Dokumenten, um die Behauptungen der US-Regierung selbst zu widerlegen. Ein großer Teil seiner Quellen sind FBI-Dokumente, die dem US-National-Archiven (NARA) entnommen wurden.

Der Autor liefert überzeugende Beweise, dass die offizielle Darstellung der Ereignisse voller Widersprüche, Ungereimtheiten, rätselhaften Zufällen, Unwahrheiten und gefälschter Beweise ist; dass Zeugen eingeschüchtert und dass Nachrichten erfunden wurden. Ein wesentlicher Teil dieses Buches ist der Analyse der Telefongespräche zwischen den Passagieren und dem Flugbegleitpersonal, ihren Kollegen oder Familien gewidmet. Soweit bekannt ist, soll dies die umfassendste und gründlichste Analyse dieser Telefongespräche sein. Man bekommt einen überzeugenden Eindruck beim Lesen der analysierten Anrufe, dass die Anrufer keine wirkliche Flugzeugentführung erlebten. Die Leser sollen selbst urteilen, ob sie auch diesen Eindruck bekommen.

Das Buch gliedert sich in vier Teile und 14 Kapitel. Der Stil ist unkompliziert und gut lesbar. Davidssons Buch ist das erste, das - jenseits jeden Zweifels - aufzeigt, dass es keinen Beweis für die Behauptung gibt, dass muslimische Entführer am 9/11 Flugzeuge entführt haben. Sein Buch ist nicht darauf beschränkt, die Behauptung zu widerlegen. Er zeigt auch, dass die US-Behörden es versäumt haben, die Bruchteile der an verschiedenen Stellen abgestürzten oder angeblich abgestürzten Flugzeuge zu identifizieren. Durch seine umfassende Analyse der Telefongespräche lädt Davidsson die Leser ein, herauszufinden, was er als seine beste Theorie ansieht – in Bezug auf das Wesen der Telefongespräche.

Bevor die Leser sich mit der komplizierten Spurensuche des Falles beschäftigen, wirft der Autor ein Schlaglicht auf die unglaubliche Schnelligkeit, mit der das offizielle Narrativ vom 9/11 auftauchte: CBS-Nachrichten nannten Osama bin Laden als den Hauptverdächtigen innerhalb von 15 Minuten. Etwa 20 Minuten nach dem 2. Flugzeugaufprall erklärte Präsident Bush, dass „Amerika angegriffen“ wird, obwohl er keinen Beweis haben konnte, dass die Vorfälle irgendeine Verbindung zu ausländischen Quellen hatten. Der Sachverhalt der Ereignisse von 9/11 war nicht durch eine Untersuchung, sondern vom US-Kongress, 24 Stunden nach den Vorfällen, festgestellt worden. Bezug nehmend auf ein Statement von Senator Lott, zeigt Davidsson auf, dass die Kongress-Resolution schon am Tag der Ereignisse ausgearbeitet wurde.

Für den Autor war 9/11 ein großartig orchestrierter „Propaganda-Coup“. Die Regisseure von 9/11 müssen gewusst haben, dass diese Ereignisse, die live im Fernsehen gezeigt wurden, das amerikanische Volkes einigen würden. So war es denn auch. Die Rolle der US-amerikanischen und der europäischen Medien bei der Verbreitung der 9/11-Version ist wohl bekannt. Die etablierten Medien unterlassen vorsätzlich oder routinemäßig Fakten, deren Veröffentlichung die offizielle Version unterminieren würde, wie z.B. das Zugeständnis des FBI im Juni 2006, keinen konkreten Beweis für eine Verbindung zwischen Osama bin Laden und 9/11 zu besitzen.

Ist es möglich, Davidssons Arbeit in Frage zu stellen? Man könnte einwenden, dass in ein so kolossales Verbrechen wie das von 9/11 sehr viele Menschen verwickelt waren, und dass dies nicht geheim gehalten werden kann. Entsprechend diesem Argument würde einer der vielen Teilnehmer an diesem Verbrechen längst ausgeplaudert haben. Wie zwingend ist diese Ansicht? Was bedeutet es, auszuplaudern? Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand ausplaudern würde?

Zunächst sollte klar gestellt werden, dass Regierungskomplotte nicht immer geheim bleiben. Sie werden manchmal von Wissenschaftlern und Historikern aufgedeckt. Doch solange die Aufklärung nur in wissenschaftlichen Arbeiten zu finden ist und von den herrschenden Medien ignoriert wird, spricht die Öffentlichkeit von Verschwörungstheorien.

Viele Menschen glauben, dass einem Regierungsangestellten die illegalen Praktiken seiner Agentur bewusst sind oder dass seine Vorgesetzten sofort der Polizei berichten oder mit einem Journalisten reden. So funktioniert es nicht. Die Aufdeckung von Staatsverbrechen erfordert sehr viel Mut und ist mit großen Risiken verbunden. Zumindest kann der Aufklärer seine Karriere beeinträchtigen. Aber er kann auch seine Sicherheit oder sogar sein Leben damit gefährden. Selbst der mutige Whistleblower kann nicht sicher sein, dass jene, denen er sich anvertraut, die Information veröffentlichen, sie unterdrückt oder seine Vorgesetzten informiert. Man denke gerade nur an Bradley Manning, Edward Snowdon oder Julian Assange! Leider wagen die meisten Leute nicht einmal, die elementarsten Fragen über 9/11 zu stellen, weil sie fürchten, geächtet zu werden oder gar ihren Job zu verlieren. Wirkliche Zivilcourage ist selten.

Seine Ergebnisse zusammenfassend, bezieht sich Elias Davidsson auf die Menschenrechtsnormen, nach denen die Familien der 9/11-Opfer berechtigt sind, zu erfahren, was ihren nächsten Angehörigen und der Gesellschaft geschehen ist, dass die Täter, Planer und Vermittler des Massenmordes identifiziert, angeklagt und verurteilt werden. Er sieht außerdem in den Bemühungen, die Umstände von 9/11 aufzudecken, ein revolutionäres Potential, weil diese Aufklärung das monumentale Versagen unserer Institutionen aufzeigen wird, nämlich die Wahrheit über diese mörderischen Ereignisse zu vertuschen.

Davidssons Buch ist keine Einführung in die kritischen Studien von 9/11. Es zielt auf jene, die sich schon der großen Ungereimtheiten der offiziellen Version bewusst sind. Das Buch muss von jenen gelesen werden, die sich über die schleichende Transformation der westlichen Demokratien in Polizeistaaten Sorgen machen und von jenen, die gegen die Kriege sind, die von den US und ihren Verbündeten geführt werden.

Dr. Ludwig Watzal arbeitet als Journalist und Redakteur in Bonn.

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