Die Fräuleins mit dem toxischen Genderwahn

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WiMue
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Beigetreten: 22.02.2020 - 08:07
Die Fräuleins mit dem toxischen Genderwahn
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Die Fräuleins mit dem toxischen Genderwahn

Gender-Fraeuleins-Transgender-Genderina-Genderismus-Genderwahn-Gleichmachung-Kritisches-Netzwerk-CheeseburgerInnen-ChickenburgerInnen-Intersexuelle-IntersexualitaetEigentlich darf man Fräulein nicht mehr sagen. Man darf nicht mal mehr „man“ sagen, sondern man soll sich geschlechtsneutral ausdrücken, so was mit man/frau/divers. Aber darauf ist gepfiffen. Die meisten Leute wollen sich die Sprachverhunzung nicht mehr antun lassen. Keine KrankenschwesterInnen mehr, und was dergleichen noch grassiert. Deshalb also die Rückbesinnung auf Zeiten vor der Correctness-Bevormundung. Im Gegenzug darf man die gendergerechten Sprachpfuscher sinnigerweise als Fräuleins titulieren.

Sprachpfuscherei hin, Sprachverhunzung her, bittesehr.

Allen Verbreitern des Genderwahns gebührt die Anrede Fräulein, egal ob Mann/Frau/Divers.

Und wenn sie MännInnen oder sonstwas unfrauliches sind? Dann mögen sie den Titel des Fräuleins als Auszeichnung tragen. War es nicht eine Uni, die nur noch von Professorinnen sprach, ungeachtet von Mann/Frau/Divers? Na bitte. Die ganzen toxischen GenderInnen gelten von nun an als Fräuleins und bescheren uns ein neues Fräulein-Wunder. Endlich mal was Positives aus dieser Richtung. Es geht aufwärts.

Es wird schließlich Zeit einzugreifen, ehe die Gender-Fräuleins auf die Idee kommen, McDonald's den Prozess zu machen. Weil es HamburgerInnen heißen muss statt Hamburger, CheeseburgerInnen statt Cheeseburger, ChickenburgerInnen statt Chickenburger.

Oder sie versuchen die Schraube noch mehr anzuziehen und definieren einen neuen Grenzwert der toxischen Maskulinität. Und wenn der Grenzwert der toxischen Maskulinität überschritten wird, folgten Zwangsmaßnahmen. Bei der ausgewiesenen Menschenfeindlichkeit der Gender-Fräuleins (Männer sind auch Menschen) könnte das nur was Drakonischens sein, Zwangskastrierung oder so. Aber dem stehen zwei Umstände entgegen:

- Einmal die rot/grün/gender/correcte Tabuisierung aller Arten von Geburtenkontrolle, und dann

- die Tatsache, dass der Grenzwert der toxischen Maskulinität noch nicht definiert ist.

Da kann man behilflich sein; für die Fräuleins tun Kavaliere doch alles. Außerdem muss man ja etwas Verstand zu den ChickenburgerInnen bringen, sprich in den Hühnerhaufen. Nun denn, die Toxizität der Maskulinität wird gemessen in GG (Genderina-Umdrehungen im Grab).

- Genderina = Standard-GenderIn als ReferenzpersonIn gemäß Euronorm,

- mit der Formel GG=U+1, weil maskuline Toxizität erstmal bis zum einfachen Letalen verbraucht wird, soll heißen, erst wenn die Genderina ins Grab gehüpft ist, kann sie mit den Umdrehungen anfangen.

Durch die nach oben offene Skala der Umdrehungszahl wird der Overkill berücksichtigt, der von der toxischen Spermaliga ausgeht, sofern man den Fräuleins glaubt. Der Charme der Formel liegt außerdem darin, dass sie auch fein dosierte Werte im nicht-letalen Bereich zwischen 0 und 1 liefert, wo die Toxizität nicht fürs Grab reicht. Nicht dass diese niedrigen Werte angesichts der Brutalität der Wortwahl und der Radikalität der Ideologie benötigt würden. Aber es ist nett zu wissen, dass auch milde Formen des toxischen Genderwahns damit abgedeckt wären.

Toilette-Klo-Herrenklo-Damenklo-Herrentoilette-Maennerklo-Maennertoilette-Damentoilette-Scheisshaus-Kritisches-Netzwerk-Latrine Das Nicht-ins-Grab-Hüpfen zählt mithin als -1 Umdrehung. Infolgedessen steht GG=0 für Nulltoxizität, und GG=1 fürs einfache Letale bei null Umdrehungen. Erst bei GG>1 fängt die Genderina an, sich im Grab zu drehen. Der zulässige Grenzwert GGmax dürfte dann schätzungsweise bei 3,75 liegen.

Wenn das den Fräuleins vom toxischen Genderwahn zu kompliziert ist, mögen sie sich trösten. Denn sie sind uns lieb und teuer. Man darf ja nicht vergessen, dass sie in puncto rationales Denken reine Amateure sind. Ama kommt von lieben: sie lieben das Teure.

Wie, das ist semiologisch falsch?

Dann passt es ja. Die gegenderten "Innen"-Schreibungen sind ja auch semiologisch falsch. Und der Spruch vom Teuren ist richtig.

Denn teuer ist es, wenn man mit der Sprache herumeiert. Da werden Texte eingestampft und neu gedruckt. Da wird Zeit fürs Streiten und fürs Umgewöhnen verbrannt. Man spart viel Geld, wenn der Reset gedrückt wird, bis hin zum guten alten Fräulein. Das mögen die Gender-Fräuleins bedenken, ehe sie sich dem toxischen Genderwahn hingeben.

Wilfried Müller


► Quelle: Diese Persiflage von Wilfried Müller wurde am 16. Februar 2020 auf QPress.de erstveröffentlicht >> Artikel.

► Bild- und Grafikquellen:

1. Männinnen: Eigentlich darf man Fräulein nicht mehr sagen. Man darf nicht mal mehr „man“ sagen, sondern man soll sich geschlechtsneutral ausdrücken, so was mit man/frau/divers. Aber darauf ist gepfiffen. Grafikbearbeitung. Wilfried Kahrs (WiKa).

2. Hinweisschild: "MEN to the left because WOMEN are always right". MÄNNER nach links, weil FRAUEN immer Recht haben. Foto: Duncan Hull. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung 2.0 Generic (CC BY 2.0).