Dr. Gniffkes Macht um acht: ARD-aktuell macht dem Friedrich Merz die Räuberleiter

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Dr. Gniffkes Macht um acht: ARD-aktuell macht dem Friedrich Merz die Räuberleiter
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Dr. Gniffkes Macht um acht

ARD-aktuell macht dem Merz die Räuberleiter

Für den Bewerber um den CDU-Vorsitz wird der Rote Teppich ausgerollt

ARD-aktuell missachtet ihre gesetzlichen Programmrichtlinien

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die Tagesschau und ihre Geschwistersendungen der ARD-aktuell [1] bewähren sich derzeit als Steigbügelhalter des Finanzmanagers Friedrich Merz bei dessen Bewerbung um den CDU-Vorsitz. Er ist als Vorsitzender des Vereins „Atlantik-Brücke“ ein Wasserträger der USA und der Geldaristokratie; ein Transatlantiker par excellence, verbrüdert im Geiste mit ARD-Repräsentanten wie dem Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, Tina Hassel, dem WDR-Intendanten Tom Buhrow, WDR-Fernsehprogrammdirektor Jörg Schönenborn und dem BR-Intendanten Ulrich Wilhelm, die wie viele andere namhafte Figuren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Atlantikbrücken-Vereinsmitglieder sind.

Zwar schreibt das Gesetz dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, in seinem Informationsangebot die Grundsätze der Unabhängigkeit und Objektivität zu wahren, seine Nachrichtensendungen parteipolitisch neutral zu gestalten, der Wahrheit verpflichtet, um Vollständigkeit bemüht. Im Falle Merz praktiziert der Laden jedoch wieder einmal parteipolitische Vetternwirtschaft.

Kanzlerin Angela Merkel hatte nach der Serie von Wahlschlappen ihrer Partei am 29. Oktober öffentlich erklärt, auf dem CDU-Parteitag im Dezember nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Schon vorher waren mehrere Bewerber um das Parteiamt bekannt.

Die ARD-aktuell nannte in ihren ersten Sendungen nach dem Merkel-Auftritt aber nur zwei, beide bekannte politische Funktionsträger: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn. Die hatten nun flugs ebenfalls „ihren Hut in den Ring geworfen.

Die Scheinsachlichkeit währte allerdings nur Stunden. Noch gleichentags brachte die Tagesschau wie alle anderen Mainstreammedien einen Nachfolgekandidaten „ins Gespräch“: Friedrich Merz. Der hatte sich zwar bis dahin noch gar nicht als Bewerber gemeldet, aber offenbar schon viele Wochen zuvor partei- und medieninterne Strippen gezogen. [2]

Friedrich Merz steht seither immer ganz oben, ganz vorne. ARD-aktuell manipuliert damit die Kandidatenkür, dass die Schwarte kracht. Häufigkeit und Reihenfolge der Namensnennung der Bewerber folgen in den Tagesschau-Sendungen keinem neutralen Kriterium. Weder wird eine alphabetische Reihenfolge gewahrt, noch eine zeitliche entsprechend dem Bewerbungseingang. Ganz zu schweigen von der unterschiedlichen Ausführlichkeit der Kandidatenbeschreibung. Die Redaktion verstößt mit dieser Form der Berichterstattung massiv gegen die gesetzlichen Bestimmungen für die Nachrichtengestaltung: gegen das Neutralitätsgebot, gegen journalistische Grundsätze und gegen alle Fairnessregeln.  

Absicht ist offenkundig, einen Bewerber in den Sattel zu hieven, dem noch viele hinderliche Beschreibungen anhaften: „umstritten“, „nicht integrativ“, „extrem rechtslastig“. Es geht darum, ihm den Weg in eines der wichtigsten politischen Ämter der Republik zu ebnen, einem unerbittlichen Neoliberalen, Abzocker, Vertreter des Geldadels und Arbeitnehmerfeind.

Der Mann könnte als Abbruchunternehmer gegen unseren Rest-Sozialstaat berufen werden, soll aber jetzt der Gesamtbevölkerung "schmackhaft" und "wählbar" gemacht werden; als sei er geeignet, das gestörte "Gemeinwohl-Gefühl" der Nation wieder herzustellen und die Rückkehr der CDU zu einer "Volkspartei" zu ermöglichen. Ein Charakteristikum übrigens, das auf die CDU längst nicht mehr zutrifft, auch schon vor Merkels Regierungszeit nicht. Die CDU war immer die Partei der gefüllten Geldbeutel, Habenichtse waren ihr gleichgültig; um die sollten die Sozis sich kümmern...

Für Merz läuft es wie geschmiert. Merkel hatte eben ihre Verzichtserklärung beendet, Minuten später jubelten ihn die Mainstream-Medien BILD und WELT schon voller Begeisterung zum besten aller denkbaren Nachfolger hoch. Er sei in den vergangenen Wochen von Parteifreunden massiv gedrängt worden, für das Amt des CDU-Chefs zu kandidieren, hieß es bei BILD.

Anzunehmen ist also, dass seine Kandidatur für den Parteivorsitz von langer Hand vorbereitet worden war. Auch die anderen Krampfblätter der Bourgeoisie, der Münchner Merkur, die FAZ und DIE ZEIT ließen an ihrer Sympathie für den Mann keinen Zweifel. Für ihn sprach seine Lobbyarbeit als Vorsitzender der "Atlantikbrücke".

Kognitionsforscher haben herausgefunden, dass unser Denken im Wesentlichen von Metaphern und nicht von Fakten bestimmt wird. [3] In allen Kulturen findet sich die Metapher "mehr ist oben" und "weniger ist unten". Tatsachengestützte Beispiele gibt es genug: wer z.B. in der Bundesliga-Tabelle oben steht, wird als "gut und erfolgreich" wahrgenommen. Bei fortwährender Wiederholung solcher Rankings registriert unser Gehirn: der oben in der Tabelle ist der Beste. Der Volksmund sagt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Beachtet man diese Regel bei der Präsentation politischer Kandidaten, dann wirkt sich das in der allgemeinen Wahrnehmung als befeuernd für den Erstgenannten aus.

Der im Ranking auf Platz 1 genannte Kandidat wird in unserer Vorstellung zum Besten, zum Bewerber mit den größten Erfolgsaussichten. Es bedarf besonderer Reflexion, diesen Eindruck zu korrigieren oder zu widerlegen. Die Medienberichterstattung wird in aller Regel mit "Meinungsumfragen" ausgestattet, die dem manipulativen Auswahlprozedere eine scheindemokratische Note geben – als ob dabei die an sich sachfremden Kriterien „Erstgenannter“ und „Bekanntheitsgrad“ keine Rolle spielten. "Der Bürger" wird nach seiner Meinung befragt in der unmerklichen Absicht, ein Wunschergebnis bestätigen zu lassen. Das funktioniert prima: Beispielsweise sprachen sich in einer Leserumfrage des CSU-affinen, rechtskonservativen Münchner Merkur bereits unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Kandidatur erwartungsgemäß mehr als 40 % der Teilnehmer für den Merkur-Favoriten Friedrich Merz aus.

Gniffkes ARD-aktuell schien in ihren Nachrichten über die CDU-Vorsitz-Kandidaten zunächst korrekt bleiben zu wollen. Die Tagesschau berichtete zwar ebenfalls ziemlich früh, am 29. Oktober um 10.45 Uhr, über eine „mögliche“ Bewerbung des Mainstream-Favoriten Merz. Sie behandelte das aber noch halbwegs seriös. Nicht er, sondern A. Kramp-Karrenbauer wurde im Vorstellungsranking als Nr.1 geführt. Korrekt, weil sie als Generalsekretärin der CDU die ranghöchste Bewerberin im Parteigefüge der CDU ist. Am Nachmittag hatte sich das Präsentationsmuster aber schon geändert. Merz lag nun auch bei ARD-aktuell vorne, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht offiziell gemeldet hatte. Er wurde regelrecht „herbeiberichtet“.

Die Manipulationsabsicht wird erkennbar, wenn man betrachtet, wie der Name Merz seither die Berichterstattung beherrscht, während über die anderen Kandidaten wenig oder überhaupt nichts mehr gemeldet wird. Dass, um die zeitliche Abfolge des Bewerbungseingangs zu wahren, schon vor Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz auch der Marburger Unternehmer Andreas Ritzenhoff [4] sowie der Bonner Juraprofessor Matthias Herdegen [5] ihre Kandidatur angekündigt hatten, blieb nahezu unerwähnt; und das, obwohl beide sogar gegen Merkel antreten wollten, als von deren Verzichtsabsicht noch keine Rede war, und obwohl beide nach dem Teilrückzug der Kanzlerin ausdrücklich bei der Kandidatur geblieben waren. Die Tagesschau behandelte diese Männer, als seien sie auf der Brennsuppe hergeschwommen.

Der WDR schließlich protegierte Merz in einem Beitrag für die Tagesschau dermaßen aufdringlich, dass er die Konkurrentin Kramp-Karrenbauer nicht einmal mehr erwähnte. [6] Wen wundert´s? Der WDR stellt mit seinem Intendanten Buhrow und Fernseh-Programmdirektor Schönenborn zwei prominente Mitglieder in der von Friedrich Merz geführten, US-hörigen "Atlantikbrücke". Da wäscht eine Hand die andere.

Von kritischer Berichterstattung gerade über Merz ist die ARD-aktuell ohnehin meilenweit entfernt, das journalistische Hemdchen des Chefredakteurs Dr. Kai Gniffke [Foto re.] ist zu kurz. Sein Qualitätsladen bleibt lieber bei Sprechblasen: "Merz gilt als wirtschaftsliberal und konservativ". Aha.

Leerformeln. Dass er ein schamloser Abzocker ist, wird dem Publikum vorenthalten. Wenn man wissen möchte, wer dieser Friedrich Merz eigentlich ist, muss man wie so oft die bewussten („alternativen“) Medien befragen, die um seriös kritischen Journalismus bemühten: Das im Heise-Verlag erscheinende Politmagazin Telepolis [7], den russischen Internet-Sender RT Deutsch [8] und vor allem Albrecht Müllers NachDenkSeiten [9], um nur einige wichtige Beispiele zu nennen.

Der Wunschkandidat reaktionärer Kreise sitzt in dutzenden Gremien von Versicherungskonzernen, Finanzdienstleistern, Banken und Beraterfirmen. Er sammelt Vorstandsposten wie andere Menschen Briefmarken. Und er kassiert nach allen Regeln der Beutelschneiderkunst: für Beratertätigkeit bei der Zerschlagung der maroden WestLB AG verlangte er eine Tagesgage von 5000 Euro.

Was versteht dieser Hohepriester des Kapitals von der Welt der Menschen "da unten"? Von den Arbeitnehmern erwarte er „volle Zustimmung für die Begrenzung des Sozialstaats“. Eine „Grundsicherung von 132 Euro pro Monat“ reiche für Bedürftige aller Art völlig aus. Das sind einige seiner üblen früheren Sprüche. Jetzt hat er vorübergehend soziale Kreide gefressen um sich wählbar zu machen. Wichtige Arbeitgeberverbände aber bejubeln ihn als ihren Mann. Sie kennen den Vorher/Nachher-Effekt von Wahlen.

Wie schaut es mit seiner geopolitischen Orientierung aus? Sie ist der "Westlichen Wertegemeinschaft" gemäß, es unterscheidet ihn diesbezüglich fast nichts von Merkel, Maas, Spahn und v.d. Leyen. Alle sind transatlantische Konfektionsware, stets bereit zum Bückling in Washington und zur Rektalvisite bei den NATO-Oberen:

"Wir brauchen eine strategisch ausgerichtete Außen- und Sicherheitspolitik. Nicht ambivalent - sondern an der Seite unserer europäischen Partner und Amerikas. Im Ergebnis bedeutet das, dass wir die Zusage endlich einhalten müssen, die wir seit Jahren geben: bis zu zwei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts tatsächlich für Verteidigungsausgaben bereitstellen." (s.u. Anm.7)

CDU-Generalsekretärin „AKK“ ist dagegen fast aus den ARD-aktuell-Berichten verschwunden. Hervorgehoben wird ihre Nähe zur Kanzlerin und dem "linken Sozialflügel der CDU". Dr. Gniffkes Agitprop-Journaille weiß, was derartige Hervorhebungen nach monatelangen Diskussionen um die GroKo bedeuten: Eine Vorlage für Merz, einen Tritt gegen Karrenbauers Schienbein. Das Ganze massenmedial gerahmt mit weiteren Umfragen, in denen Merz als Favorit gehandelt wird [10] und gekrönt vom Ruf nach einer Mitgliederbefragung. [11]

Der Grund liegt auf der Hand: Die Delegierten des Parteitags in Hamburg dürften noch überwiegend dem Merkel-Lager angehören, Kramp-Karrenbauer einen kleinen „Heimvorteil“ gegenüber den anderen Bewerbern haben.

Merz und seine Strippenzieher wissen das. Um ihm den Erfolg zu sichern, wäre nichts mehr geeignet als eine Mitgliederbefragung. Mit Hilfe der Mainstream-Medien und der Netzwerke von Atlantikbrücke und Wirtschaftsverbänden wäre es kein Problem, Merz als den Retter der CDU und des deutschen Abendlandes anzupreisen. Diese Kreise wissen, wie sie den CDU-Vorsitzenden kriegen, den sie haben wollen. Ob die Mitgliederbefragung zustande kommt, hängt teils von Satzungsfragen, teils von den Chancen ab, eine Mehrheit für Merz bereits bei den 1000 Parteitagsdelegierten herbeizumauscheln. ARD-aktuell mauschelt jedenfalls mit.

Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

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[1] Maßgeblich für ARD-aktuell (Sitz: Hamburg, NDR): NDR-Staatsvertrag, hier Seiten 4 und 5, §§ 5 (Programmauftrag), 7 (Programmgrundsätze), 8 (Programmgestaltung) sowie die „Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm“ gem. §11e des Rundfunkstaatsvertrages.

[2] tagesschau.de/inland/merkel-nachfolger-101.html // phoenix persönlich: "Friedrich Merz zu Gast bei Michael Krons", 22.06.18 >> Video.

[3] Georg Lakoff / Elisabeth Wehling: "Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht", Carl-Auer Verlag 2018, 5. Auflage! ISBN 978-3-8497-0141-3.

Weltbilder erkennen – Manipulation entgehen

80 Prozent unseres Denkens bleiben unbewusst und werden durch Metaphern und Deutungsrahmen geprägt. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Diesen „heimlichen Macht-Habern“ sind George Lakoff und Eva Elisabeth Wehling auf der Spur: Welcher Sprache bedienen sich Politiker in öffentlichen Debatten, um in den Köpfen der Menschen die gewünschte „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen?

In lebhaften Gesprächen klären die beiden Wissenschaftler anhand von Sprachschöpfungen wie „Krieg gegen den Terror“ oder „Achse des Bösen“, wie Menschen denken, wie solche Denkstrukturen unser Gehirn auch physisch verändern und wie wir die Welt begreifen. Dabei werfen sie ein völlig neues Licht auf Fragen der politischen Identität, der Moral und religiöser Werte oder der Rolle von Medien und Berichterstattern.

Als Leser lernt man so die Mechanismen seines eigenen politischen Denkens, Sprechens und Handelns besser kennen. Man erfährt, wie stark und gleichzeitig subtil die eigenen politischen Einstellungen durch Metaphern bestimmt sind und was nötig ist, um sich davon zu befreien. (Klappentext)

[4] Ritzenhoff-Interview: „Ich habe eine klare politische Agenda“ FAZ-Artikel von Falk Heunemann, aktualisiert am 30.10.2018. >> weiter.

[5] "Matthias Herdegen: Dieser Völkerrechtler will den CDU-Vorsitz von Merkel übernehmen", 06.10.2018, von Ansgar Graw, DIE WELT >> weiter.

[6] tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-17941.html

[7] Friedrich Merz: "Habe nicht die Absicht, in die Politik zurückzukehren", 30. Oktober 2018, v. Hermann Ploppa, TELEPOLIS >> weiter.

[8] "Merz-Kandidatur für CDU-Vorsitz: Sozialdarwinist und Lobbyist des Großkapitals", v. Susan Bonath, 31.10.2018, RT DEUTSCH >> weiter.

[9] "Alles, nur nicht Merz!", 29. Oktober 2018, von Jens Berger, NachDenkSeiten >> weiter.

[10] SPON-Umfrage: "Mehrheit wünscht sich Friedrich Merz als neuen CDU-Chef", 30.10.2018, von kev, SPIEGEL ONLINE, >> weiter.

[11] tagesschau.de/inland/cdu-wahlKrampf-101.html
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Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. 1975 bis 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes sowie Referent einer Funkhausdirektorin.

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, Redakteur. 1975 bis 1996 im NDR, zunächst in der Tagesschau, von 1985 an in der Kulturredaktion für N3. Danach Lehr- und Forschungsauftrag an der Fu-Jen-Uni in Taipeh.

Anmerkung der Autoren: Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden zumeist auf der Seite publikumskonferenz.de dokumentiert. >> Artikel mit allen weiteren Fußnoten.


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► Bild- und Grafikquellen:

1. ARD-aktuell macht dem Friedrich Merz die Räuberleiter und missachtet ihre gesetzlichen Programmrichtlinien. Im Falle Merz praktiziert der Laden wieder einmal parteipolitische Vetternwirtschaft. Das Steigbügelhalten könnte man auch als Gesinnungs- und Kampagnenjournalismus bezeichnen. Grafik: 3dman_eu / Peggy und Marco Lachmann-Anke. Quelle: Pixabay. Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Das Bild unterliegt damit keinem Kopierrecht und kann - verändert oder unverändert - kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. >> Grafik. Sie wurde durch Wilfried Kahrs (WiKa) nach einer Idee von Helmut Schnug verändert. (Textinlet).

2. Friedrich Merz (* 11. November 1955 in Brilon im Sauerland) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Manager, Lobbyist und Politiker der CDU. Hier am 1. Februar 2017 im internationalen Münchner Presseclub. Am 30. Oktober 2018 gab er bekannt, im Dezember 2018 beim Bundesparteitag der CDU für das Amt des Parteivorsitzenden zu kandidieren.

neoliberalism_fuck_off_neoliberalismus_kapitalismus_capitalism_sozialabbau_sozialdarwinismus_ausbeutung_austeritaetspolitik_kritisches_netzwerk_marktradikalismus_turbokapitalismus.png Wolfgang Schäuble, Finanzminster von Okt. 2009 bis Okt. 2017, danach Amtierender Bundestagspräsident, hat nach einem Bericht die Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz von langer Hand mit vorbereitet und unterstützt. Einem Spiegel-Artikel zufolge soll Schäuble seinem Parteifreund Merz schon seit einiger Zeit geraten haben, sich auf die Nachfolge von Angela Merkel vorzubereiten. Zudem soll Schäuble Merz Termine verschafft haben, um seine Kandidatur in christdemokratischen Kreisen vorzubereiten.

Die Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Chefposten wurde aber noch von weiteren Strippenziehern aktiv befördert, so lt. Medienberichten vom ehemaligen hessischen Ministerpräsident Roland Koch, CDU-Vize-Chef Thomas Strobl und Christian von Stetten, Vorsitzender des Parlamentskreis Mittestand (PKM). Die Liste der Merz-Befürworter wächst stetig.

Der NEOLIBERALIMUS als räuberischste asoziale Phase unmenschlicher Entwicklung wird unter Friedrich Merz, so er zum Parteivorsitzenden gewählt werden sollte, die CDU zu fortschreitendem Wirtschaftsliberalismus, zu Privatisierungen und Deregulierungen treiben und so den Marktradikalismus verschärfen. Der menschenfeindliche Sozialabbau, z.B. durch Monetisierung der Sozialleistungen, rigider Sparpolitik in der sozialen Sphäre (Austeritätspolitik) etc. wird neue Dimensionen erreichen.

Foto / Urheber: © Michael Lucan, 80469 München >> pixeldost.com . Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert. Dieses Werk steht unter einer (oder mehreren) freien Lizenz(en), die mit den Nutzungsbedingungen von Facebook nicht vereinbar sind. Eine Verwendung auf Facebook ist daher nicht zulässig, sondern wäre eine Schutzrechtsberühmung und Urheberrechtsverletzung. Bitte vermeiden Sie im eigenen Interesse das Teilen/Sharen, sowie Dritten das Teilen/Sharen des Werkes bei Facebook anzubieten.

3. ARD-aktuell macht sich zum Steigbügelhalter für den Transatlantiker Friedrich Merz. Die ARD verstösst damit gegen das Neutralitätsgebot, gegen journalistische Grundsätze und gegen alle Fairnessregeln. Grafik: 3dman_eu / Peggy und Marco Lachmann-Anke. >> Grafik. Sie wurde durch Wilfried Kahrs (WiKa) nach einer Idee von Helmut Schnug verändert. (Textinlet)

4.  Annegret Kramp-Karrenbauer (geb. Kramp; * 9. August 1962 in Völklingen) ist eine deutsche Politikerin und seit Februar 2018 Generalsekretärin der CDU. Sie war von August 2011 bis Februar 2018 Ministerpräsidentin des Saarlandes und von Juni 2011 bis Oktober 2018 Landesvorsitzende der CDU Saar. Seit November 2010 ist sie Mitglied im CDU-Bundespräsidium. Foto: © Sandro Halank, Student der Politik- und Kommunikationswissenschaft. Er gehört zur Generation der Digital Natives, jener jungen Leute, die eine Welt ohne Internet nicht mehr kennen. Halank schreibt und fotografiert in seiner Freizeit für Wikipedia. Quelle: Wikimedia Commons.  Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

5. Dr. Kai Gniffke (* 20. November 1960 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Journalist. Er ist seit 2006 Chefredakteur von ARD-aktuell und somit auch der Tagesschau und der Tagesthemen. Gniffke lebt in Hamburg und ist als Erster Chefredakteur für ARD-aktuell tätig. Dieses Foto entstand während der re:publica 18 (2.–4. Mai 2018) in Berlin. Urheber: © Sandro Halank. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert. Die Herstellung oder Freigabe dieser Datei wurde durch das Community-Budget von Wikimedia Deutschland unterstützt.

6. Annegret Kramp-Karrenbauer (geb. Kramp; * 9. August 1962 in Völklingen). Foto: © Sandro Halank, Student der Politik- und Kommunikationswissenschaft. Er gehört zur Generation der Digital Natives, jener jungen Leute, die eine Welt ohne Internet nicht mehr kennen. Halank schreibt und fotografiert in seiner Freizeit für Wikipedia. Quelle: Wikimedia Commons.  Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

7. Buchcover "Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht", Georg Lakoff / Elisabeth Wehling, Carl-Auer Verlag 2018, fünfte Auflage! ISBN 978-3-8497-0141-3.

8. Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. Foto: © Anke Westermann, Bonn >> https://dieanke.wordpress.com/. Der DSGVO wegen erfolgt die Veröffentlichung des Fotos mit Zustimmung der abgebildeten Person, Friedhelm Klinkhammer.

9. Volker Bräutigam, 1941 in Gera geboren, war zwölf Jahre Lokal- beziehungsweise Regionalredakteur bei süddeutschen Tageszeitungen, von 1975 bis 1985 »Tagesschau«-Redakteur beim NDR in Hamburg, später freigestellter Personalrat und Mitarbeiter in der NDR-Kulturredaktion. Foto: © Anke Westermann, Bonn >> https://dieanke.wordpress.com/. Der DSGVO wegen erfolgt die Veröffentlichung des Fotos mit Zustimmung der abgebildeten Person, Volker Bräutigam.

10. NEOLIBERALISM FUCK OFF. Grafik: Wilfried Kahrs (WiKa).

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Imago
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Beigetreten: 11.12.2017 - 07:51
Friedrich Merz - rücksichtsloser Emporkömmling und Herrenreiter


Friedrich Merz ist heute für mich so ziemlich genau das, was in früheren Jahren der "Sozialdemokrat" Wolfgang Clement war; ein schon seit Jahr und Tag rücksichtsloser Emporkömmling und "Herrenreiter" der sich nur allzu gern zur einflußreichen "Gesellschaftselite" hinzuzählen will, letztlich aber doch nur (ein allerdings äußerst willfähriger) Lakai jener heute wirklich mächtigen Herrschaften ist.

Klug und gerissen wie er offenbar von Natur aus ist, hat er nun offenbar einen ganzen Sack voll Kreide gefressen, um beim ansonsten von ihm wohl eher verachteten Wahlvolk gut anzukommen. Die Mainstreampresse, vor allem offenbar der SPIEGEL, scheint ihm momentan zwar sehr zugetan zu sein und bearbeitet ihre Leser auch schon dementsprechend.

Ich bin aber dennoch gespannt, ob diese Rechnung - auch tatsächlich aufgeht!

Imago, geb. 1954: Ergründet als Bildhauer & Autor interdisziplinär Achtgeben & Achtsamkeit/unsere Wahrnehmung & unser Handeln & die vielfachen daraus entstehenden Konsequenzen.

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