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Wie versucht wird, in Nordeuropa einen Krieg gegen Russland zu provozieren

ANTI-SPIEGEL - Fundierte Medienkritik - 29. September 2026 - 7:00
Ich berichte schon sehr lange darüber, wie die Staaten Europas vor allem im Ostseeraum einen Krieg gegen Russland zu provozieren versuchen. Eines der Instrumente dazu ist die sogenannte Joint Expeditionary Force (JEF), ein von Großbritannien gegründetes Militärbündnis, das die baltischen und skandinavischen Staaten umfasst und immer wieder provokante Manöver unmittelbar an der russischen Grenze durchführt. […]
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Rentnerpaar Anneke und Erik sollen in getrennte Pflegeheime ziehen: “Das ist mein Leben. Ich gehe nicht weg”

Pflegeheim: Anneke und Erik sollen getrennt umziehen – und ihre Tiere verlieren

Das Rentnerpaar Anneke Meeuwesen und Erik Vermeer, beide 69 Jahre alt, sollen nach 14 gemeinsamen Jahren ihre betreute Wohnung in Arnheim verlassen. Sie müssen sich auf getrennte Unterkünfte einstellen, in die ihre Tiere nicht mitdürfen.

„Das ist mein Leben. Ich gehe nicht weg“, sagt Anneke.

Seit 18 Jahren befreundet – nun sollen sie getrennt wohnen

Nach dem Bericht der Berliner Zeitung sind Anneke und Erik seit 18 Jahren befreundet und leben im Stadtteil Kronenburg. Ein Paar sind sie nicht.

Ihre Gemeinschaft beschreibt Anneke so: „Wir helfen einander. Das tut man als Freunde.“ Die tägliche Nähe und gegenseitige Hilfe gehören zu dem Leben, das sie sich gemeinsam eingerichtet haben. Und das soll sich ändern.

Der Streit begann mit einem Schreiben über Wohnraumplanung

Bereits im Juni 2025 erfuhren beide, dass sie in kleinere, getrennte Wohnungen im Komplex Malburgstaete wechseln sollten. Im ersten Schreiben war von einem „strategischen Wohnraumplan“ die Rede.

Eine RIBW-Verantwortliche räumte demnach im Februar gegenüber Omroep Gelderland ein, dass sie das Schreiben so nicht noch einmal formulieren würde.

Eine solche Begründung erklärt Betroffenen kaum, weshalb sie ihre Wohnung aufgeben sollen. Wer einen derart einschneidenden Wechsel verlangt, muss verständlich erläutern, welche konkreten Probleme bestehen und welche Lösungen geprüft wurden.

Die Einrichtung warnt vor Gefahren – Erik widerspricht

RIBW sieht eine unzureichende Selbstversorgung und Brandgefahr durch Rauchen in Verbindung mit Sauerstoffgeräten. Die Betroffenen weisen die Vorwürfe zurück.

Erik beanstandet, dass Angaben von 2008 herangezogen würden, obwohl sie erst 2012 eingezogen seien. Die Organisation äußere sich aus Datenschutzgründen nicht zum Einzelfall und bezeichne einen erzwungenen Umzug als „ein äußerstes Mittel“.

Eriks Einwand beweist für sich genommen noch nicht, dass die Gefahreneinschätzung falsch ist. Er macht aber deutlich, wie weit die Sichtweisen auseinanderliegen: Die Einrichtung hält Veränderungen für notwendig, während die Bewohner ihre bisherige Lebensführung verteidigen.

Ob zusätzliche Betreuung oder andere Sicherheitsmaßnahmen einen Verbleib ermöglichen könnten, lässt sich anhand der zugänglichen Berichte nicht klären. Das vollständige Urteil liegt für diesen Beitrag nicht vor.

Hund Charlie und die anderen Tiere dürfen nicht mit

Zum Haushalt gehören Hund Charlie, ein Papagei, zwei Sittiche und eine Zwergpython. Keines dieser Tiere darf laut Focus in die vorgesehenen Unterkünfte mitziehen.

„Ich kann nicht ohne Tiere“, sagt Anneke. Als Gründe für das Verbot nennt sie Hygiene und mögliche Allergien.

Aus Sicht der Bewohner kommt damit zum Verlust der gemeinsamen Wohnung eine weitere Trennung hinzu. Eine Entscheidung über Tierhaltung sollte deshalb auch berücksichtigen, wer die Tiere künftig versorgen könnte und ob sich der Kontakt erhalten ließe.

Selbst das vertraute Bett soll zurückbleiben

Anneke beklagt außerdem, ihr eigenes Bett nicht mitnehmen zu dürfen: Sie „muss in einem dieser Krankenhausbetten schlafen“. Ihre Verzweiflung beschreibt sie drastisch: „Sie treiben mich direkt in den Tod.“

Das ist die persönliche Äußerung einer Betroffenen, keine medizinische Prognose. Sie zeigt jedoch, wie bedrohlich Anneke den bevorstehenden Wechsel empfindet.

Ihre Tochter hält einen Umzug nach der bei Focus wiedergegebenen Einschätzung medizinisch derzeit nicht für akut erforderlich.

Berufung eingelegt – die Räumung droht trotzdem

Die beiden müssen bis zum 11. November ausziehen und haben Berufung eingelegt.

Die “Berliner Zeitung” berichtet, dass dennoch eine Räumung durch Polizei und Gerichtsvollzieher drohe. Hinzu kämen jeweils rund 2.250 Euro Prozesskosten.

Warum der Fall uns allen zu denken geben sollte

Sicherheitsbedenken lassen sich nicht mit dem Hinweis auf persönliche Wünsche erledigen. Ebenso wenig darf eine organisatorisch passende Lösung schon deshalb als menschlich passende Lösung gelten.

Eine nachvollziehbare Entscheidung muss erklären, weshalb eine Trennung unvermeidbar sein soll. Dazu gehört die Frage, ob gemeinsames Wohnen an einem anderen Ort, zusätzliche Unterstützung oder eine verlässliche Versorgung der Tiere möglich wären.

Der niederländische Fall ist kein Urteil über deutsche Bewohnerrechte. In Deutschland darf ein Betreiber einen Vertrag, der dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz unterliegt, nach § 12 WBVG nur aus wichtigem Grund schriftlich und begründet kündigen.

Weitere Hintergründe erläutert unser Beitrag zu den Rechten bei einer Kündigung des Heimplatzes. Wie belastend der drohende Verlust einer vertrauten Unterkunft sein kann, zeigt auch der Fall eines Pflegeheims, dessen Bewohner um ihr Zuhause bangen.

Der Beitrag Rentnerpaar Anneke und Erik sollen in getrennte Pflegeheime ziehen: “Das ist mein Leben. Ich gehe nicht weg” erschien zuerst auf Gegen-Hartz.de – Sozialrecht, Rente, Pflege und Grundsicherung.

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Ansar Allah’s Unperceived Advantages Against Saudi Arabia, by Alastair Crooke

Geography, Yemen’s Revolutionary Inheritance, Saudi Internal Factionalism and its Contested Islamic Credentials Are Yemen’s Trump Cards Ansar Allalah [Houthis] enjoys many perhaps unperceived advantages in its conflict against the ‘wealthy', westernised Saudi Kingdom. This is a war recently rekindled by Saudi’s September rupture of the 2022 Truce, when it bombed Sanaa’s international airport in July...
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Supply-Side Economics Explained, by Paul Craig Roberts

What is Supply-side economics? There are various ways, if speaking to economists, to introduce Supply-side economics. One is that Supply-side economics introduces the second blade of the scissors into macroeconomics that the famous British economist Alfred Marshall introduced into microeconomics. In Marshall’s time, economists argued whether price was determined by the cost of production or...
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Saying You Listen to AI Music Is Like Saying You Have An AI Girlfriend, by Caitlin Johnstone

It pisses me off whenever I see someone claiming that “AI music” is about to make normal music obsolete. There is no such thing as “AI music” or “AI art”. AI cannot make music. It cannot create the experience of an artist using skill and intention to transport something from inside them into an audience...
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Women with Borderline Personality Disorder Have Helped Shape Our Culture and Our History, by Edward Dutton

There is a common idea that the world is ruled by extremely intelligent male psychopaths. Social status is predicted by intelligence combined with a pro-social personality. But very high status is different. This is a combination of extremely high intelligence and moderately anti-social personality. Low in impulse control, you can think outside the box. Low...
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Remember “Trust the Science?” Well, It Wasn’t Science and the Consequence of Trusting It Was Fatal for Many., by Paul Craig Roberts

During the hoax “Covid pandemic” I warned that the “vaccine” was more dangerous and deadly than the virus. A number of independent medical scientists issued the same warning. US Senator Ron Johnson held hearings trying to get the truth out. All was to no avail. The well organized Covid propaganda was too powerful and overwhelmed...
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America’s Diesel Surplus Is an Illusion (An Update from Karl Miller), by Larry C. Johnson

On paper, the United States should be the world’s safety valve in this fuel crisis. American refineries make far more diesel than Americans burn. But every one of those barrels is already spoken for. Between rising domestic demand, heavy export commitments and refineries running near their limit, the U.S. is drawing down its own stocks,...
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Fires on the Home Front: What Europe’s Defense-Plant Incidents Could Mean for the War in Ukraine, by Larry C. Johnson

Since March 2026, a string of fires and explosions has hit European companies that supply Ukraine’s war effort. Some circulating accounts, including a widely shared video (Borzzikman), have inflated this into a campaign of bombings leveling munitions plants across the continent, including in Romania, France and Britain. The documented record is narrower, but still significant:...
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Yemen Is Shifting the Balance of Power, by Kevin Barrett

Professor Kevin Barrett: ”Yemen is a fulcrum, and the balance of power across the entire region is shifting because of it.” I spoke with Dr. Kevin Barrett, a prominent American scholar of Islam and geopolitical analyst, about the developments in Yemen and its role in reshaping regional and global power dynamics. Barrett offers a unique...
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All Hell Set to Break Loose by the End of September, by Pepe Escobar

Window of Supreme Risk: September 30 to November 3. West Asia is about to burn. The sociopath President of the United States completely disregarded the Chinese solution to end the Iran drama, presented in person at the White House by President Xi Jinping this past Thursday. Essentially, Xi told Trump that the off-ramp is right...
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Rente nach Inflation erhöhen? Merz-Regierung verteidigt Kopplung

Die Rente jedes Jahr um die Inflationsrate erhöhen: Das klingt nach Sicherheit, kann Rentnerinnen und Rentner aber langfristig von wachsenden Einkommen abkoppeln. Die Bundesregierung verteidigt deshalb das bisherige Prinzip, nach dem sich die gesetzlichen Renten grundsätzlich an der Lohnentwicklung orientieren.

Nach Angaben der Bundesregierung lag die Kaufkraft der Nettostandardrente 2025 beim 2,2-Fachen des Wertes von 1957. Eine ausschließlich an den Preisen ausgerichtete Anpassung hätte in dieser Modellbetrachtung lediglich die damalige Kaufkraft erhalten.

Regierungsantwort bestätigt das Prinzip – sie beschließt keine neue Erhöhung

Die Aussage steht in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen, Drucksache 21/8020. Das Dokument datiert vom 14. September 2026; die dazugehörige Bundestagsmeldung erschien am 18. September 2026.

Damit wird weder eine Gesetzesänderung noch eine zusätzliche Rentenanpassung beschlossen. Die Bundesregierung begründet vielmehr, warum sie die Bindung der Renten an die Löhne langfristig für vorteilhaft hält.

Mehr als doppelte Kaufkraft statt bloßem Inflationsausgleich

Der Unterschied lässt sich an einer einfachen Indexdarstellung ablesen: Setzt man die Kaufkraft der Nettostandardrente von 1957 auf 100, ergibt sich nach den Regierungsangaben für 2025 ein Wert von rund 220. Bei einer reinen Preisindexierung wäre es bei 100 geblieben.

Vergleich der Kaufkraft 1957 2025 Nettostandardrente nach der von der Bundesregierung beschriebenen Entwicklung 100 rund 220 Hypothetische Entwicklung bei ausschließlicher Anpassung an die Preise 100 100

Die Werte zeigen die preisbereinigte Entwicklung einer Modellrente, keine ausgezahlten Eurobeträge. Der Anstieg auf das 2,2-Fache entspricht einem Kaufkraftzuwachs von rund 120 Prozent.

Die Standardrente ist keine durchschnittliche Rentenzahlung

Die Nettostandardrente beschreibt eine Rente nach 45 Beitragsjahren mit jeweils durchschnittlichem Verdienst, abzüglich der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Eine persönliche Einkommensteuer wird bei dieser Vergleichsgröße nicht abgezogen.

Aus dem historischen Vergleich folgt deshalb nicht, dass sich die Kaufkraft jeder individuellen Rente verdoppelt hat. Wer weniger verdient, kürzer Beiträge gezahlt oder Abschläge beim Rentenbeginn in Kauf genommen hat, kann eine deutlich niedrigere Rente beziehen.

Eine reine Inflationsrente würde den Lebensstandard auf einem Stand festhalten

Eine vollständige Anpassung an die allgemeine Preissteigerung würde rechnerisch ermöglichen, weiterhin denselben Warenkorb zu bezahlen. Steigen die Löhne jedoch stärker als die Preise, könnten Beschäftigte sich mehr leisten, während die Kaufkraft der ausschließlich preisgebundenen Renten unverändert bliebe.

Daraus ergibt sich der sozialpolitische Einwand gegen eine reine Inflationsrente: Der Abstand zum Lebensstandard der Erwerbstätigen könnte wachsen, obwohl die Rentenzahlung jedes Jahr steigt. Eine nominale Erhöhung allein sagt noch wenig darüber aus, ob ältere Menschen am wachsenden Wohlstand teilhaben.

Auch Gegen-Hartz hat die Vorschläge zur Umstellung der Rentenanpassung auf die Inflation bereits eingeordnet. Die aktuelle Regierungsantwort liefert dazu einen langfristigen Vergleich, aber keine Garantie für die Entwicklung jedes einzelnen Jahres.

Wie die Rentenanpassung derzeit funktioniert

Die gesetzlichen Renten werden regelmäßig zum 1. Juli angepasst, indem der aktuelle Rentenwert neu festgelegt wird. Nach den geltenden Regeln zur Rentenanpassung bleibt das Rentenniveau bis einschließlich 2031 bei mindestens 48 Prozent abgesichert.

In dieser Zeit folgt die Anpassung der Lohnentwicklung unter Berücksichtigung der Sozialabgaben auf Löhne und Renten. Der Beitragssatzfaktor und der Nachhaltigkeitsfaktor, die Rentenerhöhungen sonst dämpfen können, werden dabei nicht angewendet.

Die 48 Prozent bedeuten allerdings nicht, dass jeder Versicherte 48 Prozent seines letzten Gehalts als Rente erhält. Gemeint ist das Verhältnis einer verfügbaren Standardrente zum verfügbaren Durchschnittsentgelt, jeweils vor Steuern.

Die Lohnbindung schützt nicht in jedem Jahr vor Kaufkraftverlusten

Der langfristige Vorteil darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rentnerinnen und Rentner zwischenzeitlich reale Einbußen erleiden können. Steigen die Preise schneller als die Rente, reicht die Zahlung für weniger Einkäufe und Dienstleistungen als zuvor.

Die Lohnentwicklung geht zudem zeitversetzt in die Anpassung ein; einen unmittelbaren Ausgleich jeder aktuellen Preissteigerung gibt es nicht. Auch die gesetzliche Rentengarantie, die ein Absinken des aktuellen Rentenwerts verhindert, garantiert keine gleichbleibende Kaufkraft.

Hinzu kommt, dass die amtliche Inflationsrate einen Durchschnitt beschreibt, während sich die Ausgaben einzelner Haushalte unterscheiden. Wie stark die persönliche Belastung abweichen kann, veranschaulicht der persönliche Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes.

Auf dem Konto zählt, was nach Abzügen und höheren Preisen bleibt

Zum 1. Juli 2026 wurden die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent erhöht, wie die Deutsche Rentenversicherung erläutert. Diese bereits erfolgte Anpassung ist von der Regierungsantwort im September zu unterscheiden.

Für den persönlichen Geldbeutel zählt zudem, welche Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern anfallen. Warum eine Bruttoerhöhung nicht vollständig als zusätzlich verfügbares Geld ankommt, erläutert auch der Beitrag „Rente: 55 Euro mehr statt 4,24 Prozent Rentenerhöhung“.

Die Bundesregierung hat damit ein überzeugendes Argument gegen die Vorstellung geliefert, eine reine Preisbindung sei automatisch die bessere Absicherung. Die Frage, ob eine konkrete Rente für ein auskömmliches Leben reicht, beantwortet der Vergleich seit 1957 jedoch nicht.

Praxisbeispiel: Was zwei Prozentpunkte Unterschied ausmachen

Eine Rentnerin erhält in einem vereinfachten Rechenbeispiel monatlich 1.500 Euro, während die Preise innerhalb eines Jahres um zwei Prozent steigen. Bei einer ausschließlich daran orientierten Erhöhung würde die Rente auf 1.530 Euro wachsen und rechnerisch dieselbe Kaufkraft behalten.

Würde eine lohnorientierte Anpassung im selben Beispiel vier Prozent betragen, stiege die Rente auf 1.560 Euro. Das wären monatlich 30 Euro mehr als bei der reinen Preisbindung und nach Abzug der angenommenen Inflation ein Kaufkraftgewinn von knapp zwei Prozent.

Das Beispiel lässt Veränderungen bei Sozialabgaben und Steuern bewusst außer Betracht und ist keine Prognose für eine kommende Rentenanpassung. Es zeigt aber, warum die Frage nach dem Anpassungsprinzip für den Alltag im Ruhestand mehr ist als eine technische Rechenfrage.

Der Beitrag Rente nach Inflation erhöhen? Merz-Regierung verteidigt Kopplung erschien zuerst auf Gegen-Hartz.de – Sozialrecht, Rente, Pflege und Grundsicherung.

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Kolumbien: Landesweiter Streik gegen die neue Regierung in Vorbereitung

Bogotá. Der Gewerkschaftsdachverband CUT und die Bildungsgewerkschaft Fecode bereiten für November einen nationalen Streik vor und haben für den 14. Oktober einen ersten nationalen Mobilisierungstag gegen die Regierung von Abelardo de la Espriella angekündigt. An der Ankündigung in... weiter 29.09.2026 Artikel von zu Kolumbien, Soziale Bewegungen, Politik
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Brasilien vor einer entscheidenden Präsidentschaftswahl

Programme und Umfragen. Wahlkampf unter US-Offensive und Rechtsruck in Lateinamerika Am 4. Oktober 2026 wählt Brasilien ein neues Staatsoberhaupt. Drei Wochen später dürfte eine Stichwahl folgen. Dreizehn Kandidat:innen treten an, doch das Rennen läuft in Wirklichkeit zwischen dem amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem ultrarechten Senator Flávio Bolsonaro. Vor... weiter 29.09.2026 Artikel von zu Brasilien, Politik
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Kuba ist keine Bedrohung, die Blockade hingegen schon!

Rede des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez vor der 81. UN-Generalversammlung Herr Präsident der Generalversammlung, Frau stellvertretende Generalsekretärin, in etwa drei Stunden jährt sich zum 66. Mal der Satz des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz aus seiner denkwürdigen Rede an diesem Rednerpult, und ich zitiere: "Möge die Philosophie der Ausbeutung verschwinden,... weiter 29.09.2026 Artikel von zu Kuba, Menschenrechte, Politik
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AI Won’t Solve Humanity’s Problems Because Our Problems Aren’t Caused By Lack Of Intelligence

Caitlin Johnstone - 29. September 2026 - 4:02

Video reading by Tim Foley:

I hate it when people say humanity’s problems will be solved by “artificial superintelligence” as though all we need to fix the cruelty and abusiveness in our world is an AI that is smarter than a human.

Mark Zuckerberg voiced this talking point again today in a Twitter thread claiming that “superintelligence will create significant new opportunities for all people and businesses.” Last month he said the following in a statement titled “The Future is for Everyone — The Path to a Positive AI Future”:

“In the next few years, people will be able to use superintelligence beyond human capacity to create and discover extraordinary new things, build new businesses, express new ideas, learn new concepts, and advance our health and quality of life. As we get closer to this moment, it is important to develop a philosophy for how we can best use superintelligence to ensure it improves all of our lives, work, communities, freedom and safety.”

We believe superintelligence will create significant new opportunities for all people and businesses. Meta already serves billions of people at scale and helps hundreds of millions of businesses reach customers. Today we are starting the next major pillar of our business, Meta…

— Mark Zuckerberg (@finkd) September 28, 2026

These talking points annoy me because it’s an absolutely specious claim that artificial superintelligence will benefit everyone. Humanity’s problems are not caused by a lack of intelligence, our problems are caused by greedy plutocrats like Zuckerberg. It’s like a serial killer telling us we can stop serial killing by making serial killers smarter.

The argument hinges on the premise that humanity is suffering because we’re just not smart enough to come up with the right solutions, when in reality that hasn’t been the case for a very long time. Humanity has had the technology and resources to solve all its major problems for generations; we’ve just chosen to use our technology and resources making rich people richer instead.

We’ve long had the ability to end extreme poverty, to stop destroying our biosphere, to stop waging wars, to stop pillaging the global south at unfair prices, to stop imposing starvation sanctions, to end genocides, to remove money from politics, to institute true democracy, to create a well-informed electorate free from propaganda brainwashing, and to provide everyone with a decent standard of living. This hasn’t failed to happen due to our lack of superintelligence, it has failed to happen because the people with the power and the money actively stop it from happening.

No amount of added cleverness is going to make plutocrats less greedy, make warmongers less bloodthirsty, make politicians less corrupt, make empire managers less tyrannical, make imperial propagandists less deceitful and manipulative, or make capitalists less exploitative and ecocidal. Give them artificial superintelligence and they’ll just use it to grab up more money and control, just like they’re doing with the AI of the present day.

We can already see that AI is not making the world a better place. It’s already taking away jobs, facilitating war crimes and mass surveillance, poisoning art, and making people crazy and stupid. We’re already witnessing the results of more intelligent AI. Continuing to say we just need the AI to be more intelligent is like taking a pill to get healthy, having a terrible reaction to the medicine, and then deciding we just need to dramatically increase the dose.

Artificial superintelligence isn’t going to solve all our problems because our problems don’t arise from insufficient intelligence. We don’t need artificial superintelligence, we need basic human kindness. We need justice. We need ethics. No matter how much intelligence we add to the AI soup, it’s never going to magically add up to simple human morality. Which is what we’re actually going to need if we’re going to create a healthy world.

___________________

My work is entirely reader-supported, so if you enjoyed this piece here are some options where you can toss some money into my tip jar if you feel inspired. All my work is free to bootleg and use in any way, shape or form; republish it, translate it, use it on merchandise; whatever you want. All works co-authored with my husband Tim Foley. No generative AI used in any works.

Feature image by Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States — Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=72122390

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Will the Iran War Cause a GOP Bloodbath in November?

Most indicators suggest that the Republicans in the House and Senate are going to face a brutal backlash from the American people in November. Polling with generic ballots suggest a big win for the Democrats and likely the loss of Republican control of both houses of Congress. There is little reason to cheer a Democratic […]
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«Ich möchte das einfach in die Welt tragen»: Mutter von Opfer der COVID-«Impfung» erzählt

Transition News - 29. September 2026 - 0:12

Im MWGFD-Gespräch mit Johannes Clasen und Dr. Andreas Sönnichsen erzählt Veronika Waltl vom Tod ihres Sohnes Markus. Der «Sportler wie aus dem Bilderbuch» starb im Juni 2022 plötzlich und unerwartet. Im vorangegangenen Dezember hatte er sich zweimal mit Pfizer/BioNTech gegen COVID «impfen» lassen, ohne davon überzeugt zu sein. Die Mutter sieht die Klärung eines möglichen Zusammenhangs als ihre Aufgabe.

Markus sei Skilehrer, Windsurfer und Mountainbiker und «eigentlich gesund» gewesen. Er habe sich auf äußeren Druck «impfen» lassen, weil er seiner ehemaligen Skischule über die Weihnachtstage aushelfen wollte. Im Abstand von nur drei Wochen habe er zwei Dosen gespritzt bekommen. Es habe «pressiert», sagt die Österreicherin.

Nach der zweiten Injektion sei der 48-Jährige drei Wochen «einfach kampfunfähig» gewesen, so die Mutter. Hohes Fieber sowie körperlich und seelisch ohne Kraft. Auch später sei Markus' Leistungsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt gewesen, weswegen er den Wunsch geäußert habe, «da etwas zu klären». Diese Beschwerden sind laut Sönnichsen typisch für einen Postvakzin-Schaden (Post-Vac-Syndrom) und können beispielsweise auch auf eine Myokarditis hinweisen.

Die Todesursache habe für Waltl intuitiv sofort festgestanden. Deshalb habe sie unmittelbar Sönnichsen kontaktiert und man habe beschlossen, dass zusätzlich zu einer Obduktion in der lokalen Klinik auch Gewebeproben an den – inzwischen verstorbenen – Pathologen Prof. Arne Burkhardt nach Reutlingen gesendet werden sollten. Um diese Proben habe sie allerdings länger mit dem Hospital ringen müssen.

Die Diagnose der lokalen Klinik habe «chronischer Herzinfarkt» gelautet. Ein Befund, den es de facto nicht gebe, denn ein Herzinfarkt sei immer akut, betont Sönnichsen. Ähnliches sei jedoch zu erwarten gewesen, da die Standard-Pathologien in diesem Kontext generell gezielt weggeschaut hätten.

Professor Burkhardt habe eine Herzmuskelentzündung sowie das impfinduzierte Spike-Protein an den inneren Gefäßwänden gefunden. Die Schlussfolgerung des Spezialisten sei eindeutig gewesen:

«Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die Impfung kausal für den plötzlichen Herztod verantwortlich.»

Sowohl Waltl als auch Sönnichsen haben ihre Erfahrungen mit dem Corona-Regime gemacht. Beide bezeichnen sich als Menschen mit eher vermeintlich «linken» oder «grünen» Ansichten, und trotzdem sehen sie sich aufgrund ihrer Kritik an den Maßnahmen in die «rechtsradikale Ecke» gedrängt. Der Mediziner bemerkt dazu:

«Das ist schon spannend. Hauptsache man kann irgendwie auf die Leute, die dem Narrativ im Wege stehen, draufhacken.»

Bei der Frage, ob sie inzwischen einen Erkenntniseffekt oder Interesse an Aufklärung in ihrem Umfeld wahrnehmen, legen sich beide nicht fest. Einerseits würden die kritischen Stimmen mehr werden, andererseits wollten viele Menschen das Thema lieber einfach begraben. Waltl habe oft erlebt, dass sich die Leute «an dem Narrativ festklammern», die Gen-Injektionen hätten uns gerettet.

Dass Waltl den Mut gefunden habe, ihre Geschichte zu erzählen, sei daher umso wichtiger, resümiert Clasen. Sie habe damit einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, dass die Gesellschaft wieder lernen könne, über das Geschehene zu sprechen. Und Markus' Mutter erklärt, warum sie all das auf sich nimmt:

«Ich möchte das einfach in die Welt tragen. (...) Das ist meine Aufgabe.»

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Sieben Millionen Kampfwillige? Wie Bundeswehr und «Bild» Kriegs-PR betreiben

Transition News - 29. September 2026 - 0:10

Eine neue Bundeswehr-Studie untersucht die Wehrbereitschaft der Deutschen. Doch wer Pressemitteilung und Berichterstattung mit den eigentlichen Zahlen vergleicht, stößt auf arg verzerrende Verschiebungen: Aus differenzierten Antwortkategorien wird eine große Zahl, aus einem Rückgang wird kein Thema – und aus einer hypothetischen Umfrageantwort werden bei der Bild kurzerhand «sieben Millionen Deutsche», die angeblich für ihr Land kämpfen würden.

Die Nachricht klingt ohne Frage zunächst spektakulär: «Sieben Millionen Deutsche würden für ihr Land kämpfen», so die Schlagzeile der Bild in ihrem Bericht über die neue Bevölkerungsbefragung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw).

Und die Dachzeile über der Headline setzt noch eins drauf: «Diese Studie sollte Putin lesen.» Der Artikel beginnt mit der Behauptung, Deutschland sei lange als «zu wenig bereit» zur Verteidigung des eigenen Landes wahrgenommen worden. Nun aber zeige die Studie des ZMSBw ein anderes Bild:

«Die Deutschen sind deutlich wehrbereiter, als viele glauben!»

Die Quelle für diese Darstellung ist tatsächlich eine Studie des ZMSBw. Sie basiert auf 2.232 persönlich befragten Menschen ab 16 Jahren und wurde zwischen dem 20. April und dem 24. Mai 2026 durchgeführt.

Doch das ZMSBw weist darin selbst darauf hin, dass gesellschaftliche Wehrbereitschaft aus verschiedenen Ebenen besteht – von der Wahrnehmung einer Bedrohung über Einstellungen zur Verteidigungspolitik bis hin zur persönlichen Bereitschaft, sich im Verteidigungsfall einzubringen. Es warnt damit gewissermaßen selbst davor, diese verschiedenen Ebenen einfach gleichzusetzen. Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick auf die zentralen Zahlen. In seiner Pressemitteilung schreibt das ZMSBw:

«Millionen würden Deutschland verteidigen – mit und ohne Waffe.»

Weiter heißt es, 53 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen seien grundsätzlich bereit, Deutschland im Falle eines militärischen Angriffs mit der Waffe zu verteidigen. Für die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen werden daraus fünf Millionen Männer und etwas weniger als zwei Millionen Frauen hochgerechnet. Die Pressemitteilung spricht damit von einer erheblichen Zahl potenziell Wehrbereiter.

Das klingt nach einer sehr konkreten Aussage. Doch ihr fehlt das Fundament. Befragt wurden Menschen zu einem hypothetischen Szenario. Es handelt sich weder um eine tatsächliche Meldung zum Wehrdienst noch um eine Verpflichtungserklärung und schon gar nicht um Menschen, die sich bereits zum bewaffneten Einsatz bereit erklärt hätten.

Noch wichtiger ist eine Differenzierung, die in der öffentlichen Kommunikation weitgehend verschwindet.

So werden im Forschungsbericht 140 für die unter 50-Jährigen neun Prozent mit «Ja» und weitere 26 Prozent mit «eher Ja» ausgewiesen. Zusammen ergibt das 35 Prozent. Genau diese beiden Kategorien sind aber keineswegs dasselbe. Wer auf die Frage, ob er Deutschland im Angriffsfall mit der Waffe verteidigen würde, «Ja» sagt, äußert eine andere Stärke der Zustimmung als jemand, der lediglich «eher Ja» antwortet.

In der öffentlichen Kommunikation werden diese Antworten dagegen zur «grundsätzlichen Bereitschaft» zusammengezogen. Die Pressemitteilung macht daraus die eingängige Geschichte von Millionen Menschen, die Deutschland verteidigen würden. Die Bild übernimmt diese Darstellung und schreibt:

«Bei den unter 50-Jährigen sagen 35 Prozent klar: Ja, ich würde Deutschland mit der Waffe verteidigen.»

Das Wort «klar» ist hier entscheidend – und stark realitätsverzerrend. Denn 35 Prozent sind nach der vom Autor der Studie verwendeten Antwortstruktur eben gerade nicht 35 Prozent «klar Ja». Denn die 35 Prozent setzen sich eben aus neun Prozent «Ja»- und 26 Prozent «Eher-ja»-Antworten zusammen.

Auch der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt die Verzerrung in der Darstellung von Bundeswehr und der Bild. So lagen 2025 die entsprechenden Werte bei elf Prozent «Ja» und 26 Prozent «eher Ja», also zusammen bei 37 Prozent. 2026 sind es aber insgesamt nur 35 Prozent. Die Gesamtbereitschaft ist damit gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte gesunken; die klare Zustimmung («Ja») ist ebenfalls um zwei Prozentpunkte zurückgegangen, während der Anteil «eher Ja» unverändert blieb.

Das ist kein dramatischer Einbruch. Aber es ist eine relevante Entwicklung, wenn die Studie ausdrücklich die Wehrbereitschaft untersucht und wenn gleichzeitig eine öffentliche Kommunikation mit der Botschaft betrieben wird, die Deutschen seien besonders wehrbereit. Und in der öffentlichen Kommunikation bleibt diese Entwicklung unerwähnt.

Es hat also kein Fundament und kommt regelrecht Kriegs-PR gleich, wenn die Bild am Ende ihres Artikels behauptet:

«Millionen Deutsche wären bereit, sich für ihr Land einzusetzen. Die Botschaft der Forscher lautet deshalb: Niemand sollte die Wehrbereitschaft der Deutschen unterschätzen. Erst recht nicht Kriegstreiber Wladimir Putin.»

Eine solche Formulierung gibt die Studie schlicht nicht her. Tatsächlich werden in der Studie auch verschiedene Formen des Engagements im Verteidigungsfall beschrieben. 49 Prozent können sich demnach einen Einsatz im Zivilschutz vorstellen, 44 Prozent einen Beitrag im Rettungsdienst oder medizinischen Bereich und 28 Prozent einen freiwilligen Wechsel an einen verteidigungsrelevanten Arbeitsplatz. Bei den Streitkräften liegen die entsprechenden Werte je nach Fragestellung deutlich niedriger. Das ZMSBw selbst schreibt ausdrücklich, dass «nicht alle drei Ebenen der gesellschaftlichen Wehrbereitschaft gleich stark ausgeprägt sind», und dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil tatsächlich in den Streitkräften dienen und einen bewaffneten Verteidigungsbeitrag leisten werde.

Das ist ein entscheidender Hinweis. Denn «sich im Verteidigungsfall irgendwie einbringen» ist nicht dasselbe wie «mit der Waffe kämpfen» – und «eher Ja» natürlich auch nicht dasselbe wie «Ja».

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch eine Entwicklung, die in der öffentlichen Darstellung kaum eine Rolle spielt: Parallel zum Aufbau des neuen Wehrdienstes sind die Anträge auf Kriegsdienstverweigerung erheblich gestiegen. So gingen im zweiten Quartal 2026 insgesamt 5.984 entsprechende Anträge ein – ein Rekordwert (wir berichteten).

Ich habe auch die Pressestelle des ZMSBw um Klärung der Sachverhalte gebeten und dabei zwei Fragen gestellt:

1. Im Forschungsbericht 140 werden für die unter 50-Jährigen neun Prozent «Ja» und 26 Prozent «eher Ja», zusammen 35 Prozent, ausgewiesen. In der öffentlichen Kommunikation wird diese Unterscheidung nicht genannt, stattdessen wird die Hochrechnung auf rund sieben Millionen Menschen hervorgehoben. Warum werden die Anteile der klaren «Ja»-und der «Eher-Ja»-Antworten nicht separat nach außen kommuniziert, obwohl sie ja die Stärke der erklärten Wehrbereitschaft erheblich besser einordnen lassen?

2. 2025 lagen die entsprechenden Werte bei elf Prozent «Ja» und 26 Prozent «eher Ja», also insgesamt 37 Prozent. 2026 sind es neun Prozent und 26 Prozent, also 35 Prozent. Warum wird der Rückgang der Gesamtbereitschaft beziehungsweise der klaren «Ja»-Antworten gegenüber 2025 in der öffentlichen Kommunikation nicht hervorgehoben?

Die erste Antwort der Pressestelle des ZMSBw lautete lediglich:

«Auf beide Fragen trifft die Antwort zu, dass die Forschungsergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2026 in entsprechender Weise dargestellt und kommuniziert werden.»

Das war allerdings keine adäquate Antwort auf meine Fragen. Ich hakte also nochmal nach, woraufhin die Pressestelle des ZMSBw kurz und knapp schrieb:

«Schauen Sie gern auf unsere Website und/oder das Presseportal.»

Doch auch das war keine adäquate Antwort auf meine Fragen. Ich verwies dann erneut darauf, dass die Pressemitteilung des ZMSBw zur Studie die entscheidenden Informationen nicht enthält, und fragte:

«Warum kommunizieren Sie weder die 9 Prozent ‹Ja› im Jahr 2026 separat noch den Rückgang von 37 auf 35 Prozent gegenüber 2025, während Sie die Hochrechnung auf sieben Millionen prominent herausstellen?»

Eine Antwort bekam ich darauf bis dato nicht.

Fakt ist also: Wer die Studie korrekt liest, findet darin keine sieben Millionen Menschen, die sich zum Kampf melden würden. Er findet 2.232 Befragte, hypothetische Szenarien, unterschiedliche Abstufungen der Zustimmung und eine Gesellschaft, deren Bereitschaft zur militärischen Verteidigung keineswegs mit jeder anderen Form von sicherheitspolitischer Zustimmung gleichgesetzt werden kann.

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Russland baut geheimes Kommandozentrum für atomaren Gegenschlag aus

Transition News - 29. September 2026 - 0:07

Laut einer gemeinsamen Recherche der dänischen Rechercheplattform Danwatch, der britischen Sunday Times und des russischen Exilmediums Dossier Center hat Russland in den vergangenen Jahren einen geheimen Kommandobunker tief im Ural massiv ausgebaut. Wie die Berliner Zeitung berichtet, geht es um den als «Objekt 1335» bezeichneten Bunker im Berg Koswinski Kamen nahe der Ortschaft Kytlym in der Region Swerdlowsk.

Die Rechercheteams kommen anhand von rund 2,5 Millionen russischen Ausschreibungs- und Beschaffungsdokumenten seit 2011 sowie Satellitenbildern zu dem Schluss, dass das russische Militär die Arbeiten dort ab 2018 deutlich intensiviert hat.

Laut Danwatch wurden schwere Bohr- und Aushubgeräte, Belüftungstechnik für Bergwerke, Filteranlagen gegen chemische, biologische und radioaktive Verunreinigungen sowie erdbebensichere Klimatechnik beschafft. Die Bestellungen hätten insgesamt rund 20.000 Tonnen Stahl umfasst, was etwa dem Gewicht von drei Eiffeltürmen entspräche. Demnach gibt es mindestens 24 unterirdische Kammern. Rund 2,5 Kilometer würden in gerader Linie zwischen Haupt- und Notausgang liegen. Dem dänischen Bauingenieur Per Goltermann von der Technischen Universität Dänemark zufolge reicht die eingesetzte Betonmenge für ein Bauwerk mit rund 150.000 Quadratmetern Fläche. Die intensivsten Bauarbeiten hätten zwischen 2020 und 2021 stattgefunden.

Gemäß den Rechercheteams gehört die Anlage zum sowjetischen Führungssystem «Perimetr», das im Westen unter dem Namen «Tote Hand» bekannt ist. Sollte die politische und militärische Führung Russlands durch einen Erstschlag ausgeschaltet werden, ist das Ziel des Systems, dem Land dennoch einen atomaren Gegenschlag zu ermöglichen. Der Startbefehl an überlebende Raketensilos soll von eigenen Kommandoraketen weitergegeben werden.

Dem US-Rüstungsforscher Jeffrey Lewis von der Middlebury-Universität zufolge spricht viel dafür, dass Moskau das System wieder in vollen Betrieb nehme. Der norwegische Sicherheitsforscher Tom Røseth vom Norwegian Staff College erklärte gegenüber Danwatch, dass die Anlage insbesondere gegen bunkerbrechende US-Waffen gehärtet wird. Ihr Zweck bleibe ein Gegenschlag und nicht ein Erstschlag.

Laut dem russischen Nuklearwaffenexperten Pawel Podwig, Leiter des Projekts «Russian Nuclear Forces» und leitender Wissenschaftler am UN-Institut für Abrüstungsforschung UNIDIR, handelt es sich allerdings nicht um eine Reaktivierung. Gegenüber dem Exilmedium The Insider bestätigte er zwar den Ausbau, stellte jedoch klar, dass das System nie abgeschaltet gewesen sei.

Der pensionierte russische Generalmajor Wiktor Chalin stimmte dem im Fachjournal Weteran-raketschik zu. Nach eigenen Angaben leitete er von 2005 bis 2010 die Modernisierungsarbeiten von «Perimetr». Dieses sei seit 1986 aktiv und werde seither laufend modernisiert. Ihm zufolge hat 2023 auf Objekt 1335 eine neue Generation der Führungstechnik den Betrieb aufgenommen. Dadurch sei Moskau in der Lage, einen Vergeltungsschlag sowohl teil- als auch vollautomatisch auszulösen.

Wie Uncut-News mit Bezug auf The Times feststellt, erklärte der nach eigenen Angaben an dem System beteiligte ehemalige sowjetische Offizier Valery Yarynich jedoch, dass es sich bei «Perimetr» nicht um ein vollständig autonomes System handelt. So sollte eine menschliche Entscheidung selbst unter extremsten Bedingungen Bestandteil des Ablaufs bleiben.

Ähnlich sieht es der angesehene Atomwaffenexperte Pavel Podvig: «Perimetr» diene primär als Ausfall- und Kommunikationsnetzwerk, um die Befehlskette selbst nach der Zerstörung der Hauptkommandozentralen aufrechtzuerhalten. In welchem Maße die Entscheidungen im Notfall tatsächlich automatisiert ablaufen, bleibt bis heute ungeklärt.

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