Aktienrückkäufe sind ein parasitärer Finanzmechanismus

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Aktienrückkäufe sind ein parasitärer Finanzmechanismus
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Aktienrückkäufe sind ein parasitärer Finanzmechanismus.

Zehn Jahre nach dem Wall-Street-Crash brechen Aktienrückkäufe und Fusionen neue Rekorde

von Gabriel Black

Zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte im Jahr 2008 ist die US-Wirtschaft mehr denn je von überhöhten Aktienkursen und Finanzmanipulationen abhängig. Die Bereicherung der Finanzoligarchie auf der Grundlage von Parasitismus und Betrug wurde durch staatliche Maßnahmen ermöglicht, erst unter Obama und jetzt unter Trump.

Am 28. Juni gab die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bekannt, dass die sechs größten US-Banken - JP Morgan Chase, Bank of America, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley - ihre jährlichen Stresstests bestanden haben, der die Stabilität der Banken in Zeiten der Finanzkrise bewerten soll. Mit dieser Entscheidung gab die Fed den Wall-Street-Giganten grünes Licht für die Verteilung von 125 Milliarden Dollar an Aktienrückkäufen und Dividendenerhöhungen an deren Aktionäre.

Am Dienstag berichtete das Wall Street Journal (WSJ), dass die Fed vor der Veröffentlichung der Testergebnisse in einer beispiellosen Aktion eine Warnung an Goldman Sachs und Morgan Stanley herausgab. Die beiden Institute seien im Begriff, bei ihren Tests durchzufallen. Daher bot die Fed ihnen ein Abkommen an, womit sie einen vollständiges Versagen vermeiden und ihre viele Milliarden schweren Auszahlungen an die großen Investoren fortsetzen können.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen und des Guttmacher-Instituts würden 125 Milliarden Dollar ausreichen, um jedem Kind auf der Welt den Zugang zu Bildung zu ermöglichen (26 Milliarden Dollar), die 815 Millionen chronisch hungernden Menschen in der Welt zu ernähren (30 Milliarden Dollar), jede Mutter in den Entwicklungsländern kostenlos zu versorgen (13 Milliarden Dollar) und 4 Millionen Malaria-Todesfälle durch Impfung und Behandlung zu verhindern (6 Milliarden Dollar).

Nach der Finanzierung dieser Maßnahmen würden sogar noch 50 Milliarden Dollar übrig bleiben, um Amerikas Obdachlose unterzubringen, das kontaminierte Trinkwassersystem der Stadt Flint in Michigan neu aufzubauen und fehlende Mittel zur Finanzierung von Kunst und Kultur wieder herzustellen.

Am Tag vor der Ankündigung der Fed (27. Juni) genehmigte das US-Justizministerium das Angebot von der Walt Disney Company (WDC) zur Übernahme von 21st Century Fox in Höhe von 71 Milliarden Dollar. Das daraus resultierende Unternehmen wird nach Angaben der New York Times 50 Prozent des Umsatzes an den Kinokassen kontrollieren. Die Writers Guild of America (WGAE + WGAW) - eine gemeinsame Gewerkschaft der Autoren in der Film- und Fernsehindustrie der Vereinigten Staaten - schätzt, dass es 30 Prozent der vorproduzierten Sendungen im US-Fernsehen kontrollieren wird.

Dies ist nur die jüngste Ereignis im Zusammenhang mit einer zunehmenden Konzentration der Wirtschaftskraft in immer weniger Händen. Die Disney-Fox-Fusion folgt auf die Fusion von AT&T und Time Warner mit einem Umfang von 85 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss schuf einen Kommunikations- und Unterhaltungskonzern, der einen Großteil der Infrastruktur der modernen Telekommunikation und der von Fernseh- und Filmstudios produzierten Inhalte kontrolliert. Diese so genannte vertikale Fusion [1] wird eine Entwicklung in Gang setzen, bei der Mega-Monopole wie Google, Facebook, Netflix und Amazon andere Telekommunikationsunternehmen an sich ziehen, um die gesamte Unterhaltungs- und Nachrichtenbranche sowie deren Mittel zur Verbreitung von Inhalten in den Händen einiger riesiger Unternehmen zu konsolidieren.

Ein Ergebnis der wachsenden Fusionswelle sind brutale Kostensenkungen und der Abbau von Zehntausenden von Arbeitsplätzen. Der bevorstehende Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint Corporation, dem dritt- und viertgrößten Mobilfunkanbieter in den USA, wird voraussichtlich 20.000 Arbeitsplätze vernichten.

Sowohl Aktienrückkäufe als auch Fusionen und Übernahmen erreichen neue Höhen. Im ersten Quartal 2018 wurde ein Quartalsrekord von 242,1 Milliarden US-Dollar an Aktienrückkäufen verzeichnet. Diese Zahl wurde jedoch von einer Flut von Rückkäufen im zweiten Quartal noch in den Schatten gestellt, für das Unternehmen Aktienrückkäufe in Höhe von 433,6 Milliarden US-Dollar ankündigten. Der Gesamtumfang der Rückkäufe wird in diesem Jahr voraussichtlich 1 Billion Dollar übersteigen.

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Abb 1: Kurve der Rückkaufe und Dividenden der im Aktienindex S&P 500 notierten Unternehmen (in Milliarden Dollar)

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Das letzte Jahr verzeichnete die größten Fusionen und Übernahmen, die jemals stattfanden. Ebenso erreichte der Gesamtwert von Fusionen und Übernahmen in den USA im ersten Quartal 2018 mit 1,2 Billionen Dollar den höchsten Wert eines ersten Quartal in der Geschichte. Das Jahr 2018 ist damit auf dem besten Weg insgesamt neue Rekorde aufzustellen.

Aktienrückkäufe sind ein parasitärer Finanzmechanismus. Sie ziehen Geld aus produktiven Investitionen, durch die Arbeitsplätze geschaffen werden, ab – sei es für neue Fabriken, Schulen oder Straßen oder für Forschung und Entwicklung – und nutzen es, um den Wert der Börsenkurse in die Höhe zu treiben. Die gesamte Wirtschaft ist in noch nie dagewesenem Ausmaß darauf ausgerichtet, milliardenschweren Oligarchen den Kauf von mehr und größeren Yachten, Villen und Privatjets und das Schwelgen in nutzlosem Luxus, das die Superreichen gänzlich in Anspruch nimmt, zu ermöglichen.

Ein rauschendes Fest von Aktienrückkäufen, Dividendenerhöhungen, Fusionen und Übernahmen – das ist es, wo hunderte Milliarden Dollar landen, die die Konzerne durch Trumps Steuersenkung für die Reichen verbuchen konnten. Die Politik der Regierung und der großen Parteien des Big Business, die beide von der Oligarchie kontrolliert werden, ermöglichen ihr die Ausplünderung der Gesellschaft.

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Eine Grafik von Deloitte (siehe Abb. 2) zeigt, dass die US-Wirtschaft seit den 1980er Jahren einen Trend zu sinkender Kapitalbildung in Verbindung mit expandierenden Aktienrückkäufen aufweist. Während die Daten die Anfälligkeit dieses Prozesses für Schwankungen zeigen, ist die Trendlinie klar. Diese Verschiebung hin zur Belohnung der Aktionäre auf Kosten produktiver Investitionen geht mit dem allgemeinen Niedergang der US-Wirtschaft, ihrer zunehmenden Finanzialisierung und dem Angriff auf die Arbeiterklasse Hand in Hand.

In den letzten zehn Jahren wurden lebenswichtige soziale Dienste gekürzt oder kläglich unterfinanziert, während soziale Dienste wie Bildung zunehmend privatisiert wurden.

Trumps Haushalt für das Jahr 2019 sieht Kürzungen im Bereich des Bildungsministeriums um 3,7 Milliarden Dollar, beim Ministerium für Wohnen und Stadtentwicklung um 6,8 Milliarden Dollar und bei der Umweltschutzbehörde um 25 Prozent oder 2,8 Milliarden Dollar vor. Die Finanzierung von Lebensmittelmarken und staatlicher Wohnbeihilfe soll im kommenden Jahrzehnt um rund ein Viertel gekürzt und Medicare um 7,1 Prozent beschnitten werden. Gleichzeitig werden die Militärausgaben massiv erhöht. Beide Parteien stimmten in diesem Jahr mit überwältigender Mehrheit dafür, dem Pentagon ein Budget von 695 Milliarden Dollar zu bescheren, das einen neuen Rekord nur knapp verfehlt.

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Während sich der Wert der Börse in den letzten zehn Jahren vervierfacht hat, ist unter Obama und Trump der Anteil der Arbeiter am Bruttoinlandsprodukt stark zurückgegangen und stagniert seither auf niedrigem Niveau. Der sinkende Anteil am Gesamtvermögen trifft die schwächsten Teile der Arbeiterklasse am härtesten, was durch die wachsende Opioid-Krise (116 Menschen sterben täglich), den Rückgang der Lebenserwartung in den Jahren 2016 und 2017 und einen Anstieg der Selbstmordrate um 25 Prozent in den letzten 17 Jahren belegt wird. (⇒ Artikel b. ZEIT-ONLINE und SZ und detailliert in der NYT)

Im Jahr 2008 stürzte die Finanzoligarchie das Land in die schwerste Rezession seit den 1930er Jahren. Millionen von Menschen verloren ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihre Ersparnisse.

Der Schwerpunkt der staatlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik lag dann darin, die Reichen und Superreichen in die Lage zu versetzen, ihre Verluste auszugleichen und ihren Reichtum zu vergrößern. Daher die Billionen von Dollar an steuerfinanzierten Bankenrettungen, die extrem niedrigen Zinssätze und die als „quantitative Lockerung“ bekannte Operation, in der die Finanzmärkte mit ultrabilligem Geld geflutet wurden. Die Kehrseite dieses Prozesses waren brutale Sparmaßnahmen und Lohnkürzungen, die gegen die Arbeiterklasse durchgesetzt wurden.

demopublican_republicrat_usa_split_divided_nation_failing_state_kritisches_netzwerk_republican_democratic_party_republicans_republikaner_demokraten_democrats_america_first_trump.png Diese Maßnahmen haben keines der zugrunde liegenden wirtschaftlichen Probleme gelöst, sondern nur verschärft. Ein kürzlich erschienener Artikel von CNBC kommt zu dem Schluss, dass „der Rückkauf eigener Aktien“ das Einzige sei, „was die Aktienmärkte derzeit über Wasser hält". CNBC weist zudem darauf hin, dass diese Maßnahmen die Voraussetzungen für eine noch tiefere Krise des kapitalistischen Systems geschaffen haben.[2]

Ohne einen Frontalangriff auf den Reichtum der Finanzelite kann es keine Lösung für irgendeines der sozialen Probleme geben, mit dem die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten und international konfrontiert ist. Diese Finanzelite bedeutet für die Menschheit ein Krebsgeschwür, das jedes Regierungsorgan und jede Institution des Staates infiziert hat. Das politische System wird von dieser gesellschaftlichen Schicht kontrolliert, die einen Teil ihres wirtschaftlichen Raubgutes nutzt, um Politiker und Regierungsbeamte – Demokraten und Republikaner gleichermaßen – zu bestechen.

Wenn das letzte Jahrzehnt irgendetwas gezeigt hat, dann dass die herrschende Klasse über keine Lösung für die Krise des Kapitalismus verfügt.[3] Sämtliche ihrer Handlungen haben lediglich neuen Katastrophen den Weg geebnet. Die Arbeiterklasse muss ihre eigene, revolutionäre Antwort darauf vorantreiben.

Gabriel Black

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Anmerkungen von KN-ADMIN H.S.:

[1] Vertikale Fusion: Anders als bei der horizontalen Konzentration handelt es sich bei der vertikalen Konzentration um einen Zusammenschluss von Unternehmen mit vor- oder nachgelagerten Produktionsstufen. Das aufgekaufte Unternehmen produziert also nicht die gleichen Erzeugnisse wie der Mutterkonzern. Beispiel: Ein Schiffsbauer kauft einen Zulieferbetrieb auf, der das Unternehmen mit Rohstoffen versorgt. (>>Quelle)

[2] Leider wird - wie in vielen Artikeln Linker oder Pseudolinker - der Kapitalismus verteufelt OHNE dabei den perversen Neoliberalismus als beherrschendes Indoktrinationssystem für Marktradikalismus, Deregulierung, Menschenverachtung, Sozialabbau, Ausbeutung, Irrationalismus etc. auszumachen. Bitte in diesem Zusammenhang die nachfolgend verlinkten Artikel aufmerksam und komplett lesen:

pin_green.gif  Das kapitalistische Manifest. Was Kapitalisten, Kommunisten und Andere endlich begreifen sollten! >> Artikel.

pin_green.gif  Kapitalismus und Neoliberalismus - ein wesensmäßiger Vergleich >> Artikel.

pin_green.gif  KEIN KAPITALISMUS IST AUCH KEINE LÖSUNG (Literatur + Vortrag) >> Artikel.

[3] Zitat aus dem Artikel: "Wenn das letzte Jahrzehnt irgendetwas gezeigt hat, dann dass die herrschende Klasse über keine Lösung für die Krise des Kapitalismus verfügt." Das ist natürlich völliger Blödsinn! Der Kapitalismus ist neoliberal verseucht, und das nicht erst seit einem Jahrzehnt. Natürlich hätte die so genannte "herrschende Klasse" Lösungen, allein es fehlt - aus nachvollziehbaren Gründen - der Wille an einer wirtschafts- und finanzpolitischen Umsetzung, den unter [2] genannten Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Die "herrschende Klasse" braucht die Massennutzmenschhaltung, Armut und Gesellschaftsspaltung ist politisch gewollt!



Quelle: WSWS.org > WSWS.org/de > Erstveröffentlicht am 6. Juli 2018 >> Artikel. Die Bilder und Grafiken im Artikel sind nicht Bestandteil des Originalartikels und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. andere Lizenzen, s.u..

Dank an Redakteur Ludwig Niethammer für die Freigabe zur Veröffentlichung.

► Bild- und Grafikquellen:

ernst_wolff_finanztsunami_wie_das_globale_finanzsystem_uns_alle_bedroht_kritisches_netzwerk_tsunami_finanzcrash_finanzelite_finanzindustrie_neoliberalismus_bretton_woods_deregulierung.jpg 1. Das Federal Reserve System, oft auch Federal Reserve oder kurz Fed (auch FED, obwohl es sich nicht um ein Akronym handelt) genannt, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten, das allgemein auch US-Notenbank genannt wird. Es besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banks, dem Federal Open Market Committee (FOMC), einer Vielzahl von Mitgliedsbanken (Mitgliedspflicht ab einer bestimmten Größe) und anderen Institutionen.

Die Fed berichtet regelmäßig an den Kongress der Vereinigten Staaten über ihre Aktivitäten und ihre Pläne zur Geldpolitik. Das Tagesgeschäft und die operativen Entscheidungen der Fed werden von ihr frei und eigenständig entschieden. Der Kongress hat allerdings die Befugnis, die Gesetze betreffend der Geschäftstätigkeit der Fed zu ändern. Foto: Flickr-user Alex / Ithaca, NY. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung 2.0 Generic (CC BY 2.0).

2. USD-Banknoten. Foto: Flickr-User four12. Quelle: Flickr.(Bild nicht mehr verfügbar) Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

3. Abb 1: Kurve der Rückkäufe und Dividenden der im S&P 500 notierten Unternehmen (in Milliarden Dollar). Quelle: S&P 500. Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Aktienindex, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Der S&P 500 ist nach der Marktkapitalisierung gewichtet und gehört zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt.

4. Abb 2: Deloitte zeigt, dass die US-Wirtschaft seit den 1980er Jahren einen Trend zu sinkender Kapitalbildung in Verbindung mit expandierenden Aktienrückkäufen aufweist. Während die Daten die Anfälligkeit dieses Prozesses für Schwankungen zeigen, ist die Trendlinie klar. Diese Verschiebung hin zur Belohnung der Aktionäre auf Kosten produktiver Investitionen geht mit dem allgemeinen Niedergang der US-Wirtschaft, ihrer zunehmenden Finanzialisierung und dem Angriff auf die Arbeiterklasse Hand in Hand. Quelle: Deloitte.com/insights . 

Deloitte (DTTL, kurz Deloitte, ist ein internationales Unternehmen der Wirtschaftsbranche und erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk v. Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern und rund 263.900 Mitarbeiter erzielte Deloitte im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 38,8 Milliarden US-Dollar. (Wikipedia)

5. Whisper America: Whisper America because it's no longer united, whisper America for it makes profits with fighting, whisper America the citizens are divided, whisper America it's desensitized with violence, whisper America poverty is ignored and blinded, whisper America drugs run rapid in society, whisper America mental health takes over and help is not provided, whisper America leaders lead the future with crimes and defiance, whisper America for there is nothing left but muck and grime the mighty have ruined many of our lives. Originalbild: Flickr-user drazz, New York. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0). Textinlet-Idee: Helmut Schnug, techn. Umsetzung: Wilfried Kahrs (WiKa), QPress.de .

6. DEMOPUBLICAN - REPUBLICRAT. Democrats and Republicans are basically the same even the US political system is divided primarily into two sects: Democrats on the left, Republicans on the right. Das inoffizielle Wappentier der "Demokratischen Partei" ist der Esel, obwohl er im Gegensatz zum Elefanten der Republikaner nie offiziell als solches angenommen wurde. Sein Ursprung geht, ebenso wie der Elefant der Republikaner, auf den Karikaturisten Thomas Nast zurück. Die, ebenfalls inoffizielle, Parteifarbe der Demokraten ist blau. Die Demokraten sind die älteste noch bestehende politische Partei der Welt. Grafik: Netzfund.

7. "Die Verbindung hochkonzentrierter Unternehmensmacht mit einem autoritären Staat, der die politisch-ökonomische Elite auf Kosten des Volkes bedient, muss korrekterweise als ›Finanz-Faschismus‹ bezeichnet werden." (Robert Scheer, Financial Fascism, The Nation, 24.9.2008 ⇒ Artikel).

Engl. Originalversion: "The marriage of highly concentrated corporate power with an authoritarian state that services the politico-economic elite at the expense of the people is more accurately referred to as “financial fascism. After all, even Hitler never nationalized the Mercedes-Benz company but rather entered into a very profitable partnership with the current car company’s corporate ancestor, which made out quite well until Hitler’s bubble burst."

Grafik nach einer Idee von KN-ADMIN Helmut Schnug; technische Umsetzung: Wilfried Kahrs / QPress.

8. Buchcover: "Finanztsunami - wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht" von Ernst Wolff. ISBN: 978-3-94131-081-0. Verlag: edition e. wolff;  Bestellung z.B. bei hugendubel.de - weiter. (portofrei) >> zur Buchvorstellung im KN.

Das Finanzwesen erschließt sich nur Fachleuten und braucht euch Normalbürger nicht zu interessieren, weil es euer Alltagsleben nur am Rande berührt“ – so wurde es uns jahrzehntelang eingebläut. Das Gegenteil ist der Fall: Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die Finanzindustrie zur mächtigsten Größe auf unserem Planeten entwickelt. Dabei bleibt ihr Führungspersonal im Dunkeln und lenkt die Geschicke der Welt auf eine Weise, die selbst bei genauer Betrachtung nur schwer zu durchschauen ist.

Mit seiner packenden Darstellung der Machenschaften und Akteure der Finanzwirtschaft weist Ernst Wolff ein weiteres Mal auf sein zentrales Anliegen hin: die Herrschaft einer übermächtigen Elite zu beenden, deren Gier unsere Lebensgrundlagen zerstört und unsere Zukunft gefährdet.

Inhalt:

1. Die neue Supermacht: Die Finanzmärkte
2. Eine erste Kurz-Diagnose
3. Der Ursprung des Systems: Bretton Woods
4. Die Macht hinter dem System: Die Federal Reserve
5. Ziemlich beste Freunde: US-Finanzwirtschaft und US-Politik
6. Der Erste Weltkrieg und seine heimlichen Finanziers
7. Nach dem Krieg: Die Wall Street hilft Deutschland wieder auf die Beine
8. Das Wall-Street-Prinzip: Profitieren und destabilisieren
9. Die Russische Revolution - erkauft und aus dem Ruder gelaufen
10. Deutschlands Finanzelite entscheidet sich für den Krieg
11. Ausländisches Geld hilft, Hitlers Kriegsmaschinerie zu ölen
12. Der Zweite Weltkrieg schafft die erste globale Supermacht
13. Neue Feindbilder müssen her: Sowjetunion und Kommunismus
14. Die Rüstungsindustrie will Krieg - und bekommt den »Kalten Krieg«
15. Die neue Finanzordnung: Der US-Dollar erobert die Welt
16. Der US-Dollar verliert seine Grundlage - und wird trotzdem stärker
17. Der Boom geht, der Neoliberalismus kommt
18. »Finanzielle Massenvernichtungswaffen« zeigen ihre Wirkung
19. Ein neuer Aufrüstungs­grund: Der »Krieg gegen den Terror«
20. Die Welt am Rande des Finanz-Abgrundes
21. Der verzweifelte Kampf gegen den Untergang
22. Was passiert, wenn der Tsunami einsetzt?
23. Sind wir machtlos?
Endnoten
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