Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
30.000 deutsche Windräder schonen das Klima nicht
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BHP zufolge kostet jeder Batterie-Lkw 1.000 Stunden Produktivität – er verbraucht weiterhin Dieselkraftstoff und verzögert das Ziel der Klimaneutralität.
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Von Jo Nova
Nur ein weiterer Tag im großen Zerfall der grünen Illusion
Australiens größtes Unternehmen hat soeben bekannt gegeben, seine Klimaneutralitätspläne zu verschieben. Sie werden das Ziel der Klimaneutralität zwar irgendwann erreichen, es wird aber länger dauern. Ihre Emissionen werden in neun Jahren etwa 33 Prozent höher liegen als ursprünglich geplant.
Das größte Hindernis bestand darin, dass sie ihre umfangreichen Bergbauaktivitäten von Diesel- auf Elektrofahrzeuge umstellen wollten, doch der ständige Ladebedarf erwies sich als lähmend. Das tägliche Aufladen dauerte zehnmal so lange wie bei einem Dieselfahrzeug. Das bedeutete viel teures Kapital (und Personal), das ungenutzt herumstand.
Das Unternehmen hat Investitionen in Höhe von 5,6 Milliarden US-Dollar in batteriebetriebene Muldenkipper vorerst verschoben. Wäre der umfassende Umstellungsplan umgesetzt worden, hätte der Dieselverbrauch seinen Höhepunkt im Jahr 2028 erreicht. Aktuell rechnet das Unternehmen mit einem Höchststand im Jahr 2035.
— Von Peter Ker, Australian Financial Review
In Äußerungen, die die Spannungen mit dem Konkurrenten Fortescue hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit batteriebetriebener Muldenkipper im Bergbau neu entfachen dürften, erklärte BHP, dass jedes umgestellte Dieselfahrzeug einen Produktivitätsverlust von 1000 Stunden pro Jahr bedeuten würde.
Andrew Larder, Leiter der Dekarbonisierungsplanung bei BHP, sagte, die aktuelle Generation von Elektro-Lkw sei für einen Masseneinsatz ungeeignet, da sie bis zu achtmal täglich für jeweils 20 Minuten aufgeladen werden müssten. Im Vergleich dazu müsse ein Diesel-Lkw nur einmal täglich für 15 Minuten betankt werden.
Larder sagte, Elektro-Lkw würden praktikabler werden, wenn die Hersteller eine Möglichkeit fänden, die Batterien während der Fahrt aufzuladen.
Offensichtlich lässt sich das Problem mit einem sehr langen Verlängerungskabel lösen.
Der dümmste Kommentar des Tages stammt von Amber-Jade Sanderson (Labor), der Energieministerin von Westaustralien:
„Wir wollen nicht, dass große Unternehmen ihre Verpflichtungen brechen“, sagte sie damals. „Wenn Haushalte in Westaustralien, Mütter und Väter, Solaranlagen und Batteriespeicher auf ihren Häusern installieren und sich an der Energiewende beteiligen und die Dekarbonisierung vorantreiben können, dann können das auch die großen Bergbauunternehmen.“
Autsch. Hat sie denn keine Ahnung, dass all diese Mütter und Väter massiv subventioniert werden? Fast keiner von ihnen würde diese überteuerten Solaranlagen und Batteriespeicher kaufen, wenn es keine Subventionen gäbe. Sie ist schließlich Energieministerin in einem Bundesstaat, der eines der ambitioniertesten Experimente in Sachen sinnloser Netzumstrukturierung durchführt. Es ist einfach nur peinlich…
UPDATE von Kommentatoren:
TonyfromOz weist darauf hin, dass diese Lkw jeweils 4,5 Tonnen Treibstoff mitführen, was für etwa 40 Stunden reicht (#11). Greenas erinnert daran, dass diese riesigen Lkw oft bereits als Elektro-Hybridfahrzeuge ausgelegt sind, und Jethro fragt sich, wie viele der Battery Haul-Lkw mit einem Dieselgenerator aufgeladen und somit mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.
RickWill erinnert uns daran, dass Australien (aufgrund unseres Dieselmangels) „all diese schweren Dieselgeräte elektrifizieren und mit Kohle oder Gas statt mit Diesel betreiben sollte“.
TdeF weist darauf hin, dass es sich bei der Geschichte um eine PR-Aktion handelt:
„ BHP hat erkannt, dass sich das Blatt gewendet hat. Der Klimawandel ist im Niedergang begriffen. Künstliche Intelligenz allein wird ihn besiegen, wie es im US-Bundesstaat Queensland geschehen ist. Man kann KI nicht mit Windkraft und Solarenergie betreiben. Zu wenig, zu unberechenbar, zu teuer (es sei denn, man glaubt an die Klimafee). Daher schalten die großen Unternehmen in den Modus der plausiblen Verzögerung. Und sie werden genüsslich darüber diskutieren, Batterien auszutauschen, anstatt sie aufzuladen. Notfalls sogar eine Untersuchung einleiten. Ein paar Versuche. Aber letztendlich werden sie die 4,6 Milliarden Dollar nicht umsonst ausgeben.“
Da ich es nicht wußte, hier die Antwort von Gemini:
BHP steht fürBroken Hill Proprietary Company Limited
Wichtige Details
- Herkunft des Namens: Er stammt von Broken Hill , einer Bergbaustadt in New South Wales, Australien, wo 1883 ein reiches Silber- und Bleivorkommen entdeckt wurde. [1, 2]
- Gründung: Das Unternehmen wurde 1885 gegründet . [1]
- Aktueller Status: Das Unternehmen firmiert heute unter dem Namen BHP (vorher BHP Billiton zwischen 2001 und 2018) und ist einer der weltweit größten globalen Bergbau- und Metallkonzerne
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Ein neues Buch über Kernkraftwerke
Schaut man sich die Buchangebote über das Thema Kernkraftwerke und verwandte Sonderthemen an, findet man bereits im zweistelligen Zahlenbereich einschlägige Bücher. Einige davon sprechen allerdings in ihren Titeln komplett falsch von „Atomkraftwerken“ oder „Atomkraft“, obwohl bereits jeder gebildete Zeitgenosse zwischen der Atomenergie der Elektronenhülle eines Atoms und den hundertmillionenfach höheren Energien des Atomkerns zu unterscheiden weiß. Will man sich daher ernsthaft und ohne begleitende Ideologie über die zivile Nutzung der Kernenergie informieren, kann man Publikationen über „Atomkraftwerke“ getrost vergessen, die fast alle ideologisch-unsachlich die Kernenergie ablehnen und meist auch zu wenig davon verstehen. Geht es dagegen sachlich um Kernkraftwerke, gehört auch der Autor dieser EIKE-News als Mitautor eines älteren Sachbuchs (hier) dazu, das in der Schriftenreihe Band 7 bereits im Jahr 2018 im TvR Medienverlag.de erschien.
Erst vor wenigen Tagen kam nun das Buch von Fritz Vahrenholt und Jörn Peters mit dem Titel „Zeit für Kernkraft – Schlüssel zum Wohlstand“ heraus (hier), das hier kurz besprochen und mit einer sehr viel kürzeren Audimax-Vorlesung des Schweizer Kontrafunks (hier) sowie der daraus erfolgten Text-Übertragung in den EIKE-News vom 31. August 2026 (hier), verglichen wird. Beide Publikationen erschienen fast gleichzeitig. Den Autoren Vahrenholt/Peters und dem Autor Lüdecke des Kontrafunkvortrags war nicht bekannt, dass sie etwa jeweils zeitgleich über das gleiche Thema veröffentlichten. Beide Publikationen sprechen sich gleichermaßen mit rationalen Argumenten und ideologiefrei für den zügigen Ausbau der Kernenergie aus.
Fragt man nach, warum nach so vielen Beiträgen und Büchern über Kernkraftwerke jüngst wieder die oben erwähnten zwei brandneuen Publikationen erschienen, finden sich vier Gründe. Der erste ist die geradezu hirnverbrannte Maßnahme Deutschlands, seine eigenen Kernkraftwerke abzuschaffen und sogar zu verschrotten, um ihr mögliches spätere Reanimieren auszuschließen. Dies wurde von der restlichen Welt – von wenigen Ausnahmen abgesehen – mit entsetztem Unverständnis aufgenommen. Der zweite Grund ist die in jüngster Zeit weltweit erfolgte Zunahme an konkreter Planung und dem Neubau von Kernkraftwerken. Die zeitlich davor liegende längere Pause des Kernenergieausbaus, infolge der Verfügung ausreichend billiger fossiler Energie, ist für die naturschonendste Methode der Stromerzeugung inzwischen vorbei. Der dritte Grund ist das Scheitern des weltweiten Experiments grüner Energien. Schlussendlich ist der vierte Grund der enorme Strombedarf von KI, der den Bau von neuen Kernkraftwerken geradezu erzwingt. Will man sich daher insbesondere auch über diese vier Gründe näher informieren, sind nur zeitnahe Buchpublikationen über Kernkraftwerke geeignet. Nach Kenntnis des Autors dieser EIKE-News ist diese Voraussetzung gegenwärtig (September 2026) nur mit dem Buch von Vahrenholt/Peters und – in starker Komprimierung – mit der Kontrafunk-Vorlesung von Lüdecke bzw. deren Textübertragung erfüllt.
Worin besteht der Unterschied zwischen den Publikationen von Vahrenholt/Peters und Lüdecke? Naturgemäß in den Umfängen beider Publikationen, denn ein Buch von etwa 230 Seiten kann nur schwer mit dem Kontrafunk-Vortragstext von gerade einmal 17 Seiten verglichen werden. Erstaunlicherweise ist es aber möglich, wenn man sich auf den technischen Teil des Themas konzentriert. Hier sind beide Publikationen zwar immer noch umfänglich verschieden, aber inhaltlich praktisch identisch. Der Unterschied von täglicher Energie bzw. Chemie aus der Elektronenhülle und der Energie aus Kernspaltung und Kernfusion, die Funktionsweisen der unterschiedlichen Typen von Kernkraftwerken, ihre Eignung für welche Umgebungen, das Thema der Brennstoffreichweiten von Kernkraftwerken, die Vor- und Nachteile der bereits existierenden und geplanten neuen Kernkraftwerkstypen, die dosisabhängige Gefährlichkeit aber auch Ungefährlichkeit von Radioaktivität, die Beseitigung des Kernmülls und vieles Weitere mehr werden gleichermaßen im Buch und in der kürzeren Kontrafunkvorlesung behandelt, beschrieben und bewertet.
Der Unterschied beider Publikationen liegt im Vor- und Umfeld von Kernkraftwerken, den zugehörigen politischen Gegebenheiten, der Geschichte der Kernkraft (hier insbesondere der deutschen), die nur im Buch von Vahrenholt/Peters sehr ausführlich berücksichtigt werden konnten. Im Buch wird insbesondere der nicht gerade glückliche deutsche Weg zur Kernenergie und sein Ende beschrieben und analysiert, und es werden für die zukünftige Politik sogar konkrete Handlungsanleitungen gegeben. Die Kontrafunk-Vorlesung musste sich aus Platzgründen dagegen bei diesen Randthemen auf sehr kurze Abschnitte beschränken.
Das umfangreiche Buch kann daher bestens für Leser empfohlen werden, die sich voll umfassend in allen Einzelheiten und fachlich zuverlässig über das vielschichtige Thema Kernkraftwerke auf dem heutigen Stand informieren wollen. Es wird fast nichts ausgelassen, um sich eine fundierte eigene Meinung über die Vorteile aber auch Nachteile der Kernenergie bilden zu können, denn alle Methoden der Stromerzeugung haben ihre Vor- und Nachteile.
Wer allerdings aus Zeitgründen auf das Lesen des Buchs verzichten muss, kann als besten Ersatz den Text der Kontrafunkvorlesung lesen oder sie sich direkt anhören. Was im Kontrafunktext gebracht wird, findet sich so gut wie identisch, aber ausführlicher ausgebreitet, im Buch von Vahrenholt wieder. Wer sich dagegen auch für Einzelheiten interessiert wie zum Beispiel für die speziellen Typen von Kernkraftwerken in allen einschlägigen Ländern weltweit, wofür sie vorgesehen sind, wie lange sie schon laufen, welche Probleme sie überwinden mussten etc., oder wer sich ausführlich die unglückliche Geschichte der deutschen Kernkraftwerke und die riesige Dummheit der Verantwortlichen näher vor Augen führen möchte, kommt dagegen am Buch von Vahrenholt/Peters nicht vorbei.
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Norwegen lehnt die falsche Alternative der Klima-Orthodoxie ab und bewahrt den Wohlstand
, Vijay Jayaraj
Norwegens Energieminister Terje Aasland sagte gegenüber Reuters , sein Land werde die Öl- und Gasförderung in der Barentssee ungeachtet eines Verbots der Europäischen Union (EU) für Bohrungen in der Arktis fortsetzen.
„Im heutigen geopolitischen und sicherheitspolitischen Umfeld glaube ich, dass die fortgesetzten Aktivitäten in der Barentssee sowohl norwegischen als auch europäischen Interessen dienen“, sagte Aasland .
Norwegen ist zwar kein EU-Mitglied, aber ein enger Verbündeter und Europas größter Gaslieferant. Das Land deckt rund 30 % des Gasbedarfs in der Europäischen Union und Großbritannien. Im vergangenen Jahr erreichte die norwegische Gasproduktion nahezu Rekordwerte, und die Ölproduktion verzeichnete den höchsten Stand seit 2009.
Ohne neue Felder deuten offizielle Prognosen jedoch auf einen starken Produktionsrückgang nach 2030 hin. Aasland beabsichtigt jedoch, Produktion und Exporte bis mindestens 2035 auf dem aktuellen Niveau zu halten, und er hat erklärt, dass die Arktis für Norwegens langfristigen Status als Lieferant von großer Bedeutung sei.
Die EU begründet derzeit aus Umweltschutzgründen ein Verbot neuer Bohrungen in der Arktis, kauft aber gleichzeitig das Gas, das ihre Fabriken am Laufen hält. Anders Opedal, CEO des norwegischen Energiekonzerns Equinor, erklärte, dass die Produzenten von Öl und Erdgas aus der Barentssee andere Abnehmer finden würden, sollte Europa die Abnahme verweigern.
Sogar Fatih Birol, Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) und Befürworter des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen, hat die EU dringend aufgefordert, ihre Ablehnung der Arktisentwicklung im Interesse der Energiesicherheit zu überdenken.
Europa hat durch seine „grünen“ Ambitionen bereits wirtschaftlichen Schaden erlitten. Laut IEA sind die Strompreise in der EU für energieintensive Industrien im Jahr 2025 durchschnittlich mehr als doppelt so hoch wie in den USA und mehr als 50% ggü. China. Ein Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit aus dem Jahr 2024 warnte davor, dass solche Kosten die Fertigungsindustrie aushöhlen.
Hier hört die Geschichte auf, von der Arktis zu handeln, und dreht sich plötzlich um alle anderen.
Norwegen ist kein wirtschaftlich angeschlagener Erdölstaat, der eine schlechte Angewohnheit rechtfertigt. Es zählt zu den reichsten Gesellschaften der Welt, mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von über 105.000 US-Dollar und einem Staatsfonds, der im Juni die Marke von 2,39 Billionen US-Dollar überschritten hat. Fünfeinhalb Millionen Menschen haben aus den Kohlenwasserstoffen des Meeresbodens eine flächendeckende Gesundheitsversorgung, kostenlose Universitäten und Renten für noch ungeborene Enkelkinder geschaffen.
Wenn Norwegen Öl und Gas für seine wirtschaftliche Lage als unverzichtbar betrachtet, ist es unzumutbar, von ärmeren Ländern zu verlangen, auf ihre eigenen Ressourcen zu verzichten. Dies hat enorme Auswirkungen auf Afrika, Südasien und andere sich rasant entwickelnde Regionen. Für viele afrikanische Haushalte kann eine unzuverlässige Energieversorgung katastrophale Folgen haben.
Verzögerungen bei Projekten im Bereich fossiler Brennstoffe verursachen Kosten, die in Tabellenkalkulationen nicht erfasst werden. Ein durch Klimaschutzdebatten blockiertes Gasprojekt führt dazu, dass sich Ingenieurteams auflösen, Bohranlagen verlegt werden, die Kreditkosten steigen und die Düngemittelanlage, die den Kohlenwasserstoff als Rohstoff genutzt hätte, nie gebaut wird. Ein Jahrzehnt an kumulativen Vorteilen geht dem Staatshaushalt verloren.
Westliche Verfechter der Klimalogik bezeichnen den Weg, den ihre Gesellschaften zu beispiellosem Wohlstand beschritten haben, als unmoralisch. Jede fortgeschrittene Volkswirtschaft industrialisierte sich mit Kohle, Öl und Gas. Norwegen schafft dies trotz eines finanziellen Polsters von 2 Billionen Dollar immer noch. Im Gegensatz zu ihren Pendants in der EU, Kanada und Australien erkennen die norwegischen Entscheidungsträger an, dass Öl und Gas für die Zukunft ihres Landes von entscheidender Bedeutung sind.
Wenn sich Minister aus Entwicklungsländern mit Kreditgebern und Geberorganisationen zusammensetzen, sollten sie das Aasland-Interview zur Sprache bringen und eine einzige Frage stellen: Wenn die fortgesetzte Entwicklung der Arktis norwegischen und europäischen Interessen dient, auf welcher Grundlage dient dann eine nigerianische Gasanlage oder ein bangladeschisches Terminal einem geringeren Interesse?
Klimaalarmisten stellen eine falsche Wahl zwischen bezahlbarer, zuverlässiger Energie und Umweltschutz dar. Norwegen weist diese Falle zurück. Ein Land kann Abfall reduzieren, Technologien verbessern, Ökosysteme schützen und gleichzeitig die zuverlässige Energieversorgung sichern, die das moderne Leben erfordert.
Energiereichtum und menschliches Wohlergehen korrelieren in allen Datensätzen, die bisher erhoben wurden. Norwegen hat dies erkannt und handelt entsprechend. Auch ärmere Länder verstehen das. Was ihnen fehlt, sind nicht Beweise, sondern die Zustimmung – und diese Zustimmung sollte ein souveräner Staat nicht erst einholen müssen. Die Verantwortlichen in Entwicklungsländern sollten sich Norwegens Beispiel zum Vorbild nehmen und darauf aufbauen.
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PRESSEERKLÄRUNG: Experten des Heartland Institute begrüßen die Aufhebung der strengen Vorschriften zur Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen für Kraftwerke durch die EPA
H. Sterling Burnett, Anthony Watts, Linnea Lueken
„Dies ist ein großer Sieg für die Energie- und Klimarealisten, die seit Jahrzehnten gegen diese unwissenschaftliche Überreglementierung gekämpft haben.“
SCHAUMBURG, ILLINOIS (14. September 2026) — Lee Zeldin, Leiter der Umweltschutzbehörde (EPA), kündigte am Montag die Aufhebung einer Obama/Biden-Verordnung an, welche die Treibhausgasemissionen von Kraftwerken regulierte und darauf abzielte, alle Kohle- und die meisten Erdgaskraftwerke in Amerika stillzulegen.
Die Trump-Regierung geht davon aus, dass diese Änderung der amerikanischen Stromwirtschaft Kosten in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar ersparen wird. Zeldin hat in früheren Interviews erklärt, dass Kohlendioxid kein Schadstoff sei und dass natürliche Einflüsse – und nicht vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen – die Hauptursachen für die globale Erwärmung seien.
Die folgenden Aussagen von Energie- und Umweltexperten des Heartland Institute dürfen unter Nennung der Quelle verwendet werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Jim Lakely, Vizepräsident und Leiter der Kommunikationsabteilung, unter jlakely@heartland.org.
Das Heartland Institute ist ein nationaler, auf den freien Markt ausgerichteter Think Tank, den das Magazin „The Economist“ als „den weltweit bedeutendsten Think Tank der Skepsis gegenüber dem vom Menschen verursachten Klimawandel fördert“ bezeichnete.
Heartland hat 16 internationale Konferenzen zum Klimawandel organisiert, zuletzt im April 2026, bei der Zeldin als Eröffnungsredner auftrat. Heartland veröffentlichte außerdem die 3.000 Seiten umfassende Buchreihe „Climate Change Reconsidered“ des Nongovernmental International Panel on Climate Change.
„Die Maßnahme von EPA-Administrator Lee Zeldin ist zu begrüßen, kommt jedoch viel zu spät. Das Luftreinhaltungsgesetz (Clean Air Act) lässt keine Beschränkungen für Kohlendioxidemissionen von Kraftwerken zu, so dass die Bemühungen von Biden und Obama, dies durch Verordnungen zu erreichen, von vornherein rechtswidrig waren – weshalb die Gerichte die Aussetzung der Vorschriften für Kraftwerke angeordnet haben.
„Es gibt keine Klimakatastrophe, aber selbst wenn es eine gäbe, liegt es in der Verantwortung des Kongresses – und allein in seiner Verantwortung –, Energie und Emissionen im Rahmen seiner Befugnisse im zwischenstaatlichen Handel zu regulieren. Die EPA sollte so etwas nie wieder versuchen. Danke, Präsident Trump, für diesen Schritt in die richtige Richtung.“
H. Sterling Burnett, Ph.D.
Director, Arthur B. Robinson Center on Climate & Environmental Policy
The Heartland Institute
hsburnett@heartland.org
„In der Kritik an Kohlendioxid werden dessen gut dokumentierte Vorteile allzu oft außer Acht gelassen. Begutachtete Forschungsergebnisse zeigen, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre durch die Steigerung der Photosynthese und des Pflanzenwachstums wesentlich zur Begrünung des Planeten beigetragen und gleichzeitig die Erträge wichtiger Nahrungspflanzen verbessert hat. CO₂ ist schließlich ein unverzichtbarer Bestandteil des Pflanzenlebens, und Satellitenbeobachtungen haben eine weitreichende Zunahme der Vegetation in weiten Teilen der Erde dokumentiert.
Wenn die CO₂-Emissionen von Kraftwerken angeblich den Planeten zerstören, ist eine grünere Erde mit verstärktem Pflanzenwachstum eine unbequeme Tatsache, die weitaus mehr Beachtung verdient. Jede rationale Bewertung von CO₂-Regulierungsmaßnahmen sollte diese messbaren Vorteile neben den behaupteten Kosten berücksichtigen.“
Anthony Watts
Senior Fellow
Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy
The Heartland Institute
awatts@heartland.org
„Es war zu keinem Zeitpunkt angemessen, dass die EPA Kohlendioxid reguliert, ein Gas, das für das Leben auf der Erde unverzichtbar ist. Die Dämonisierung und anschließende Überregulierung von Kohlendioxid und anderen Spurengasen hat zu kolossalen Steigerungen der Energiekosten geführt, was wiederum den Anstieg der Preise für Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter und Dienstleistungen verschärft hat.
Alles läuft mit Energie. Es geht nicht einmal nur um die Kosten Ihrer Stromrechnung, sondern um alles, womit Sie täglich zu tun haben. Dies ist ein großer Sieg für die Energie- und Klimarealisten, die seit Jahrzehnten gegen diese unwissenschaftliche Überregulierung gekämpft haben.“
Linnea Lueken
Senior Fellow
Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy
The Heartland Institute
llueken@heartland.org
The Heartland Institute ist eine 1984 gegründete nationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Schaumburg, Illinois. Ihr Ziel ist es, marktwirtschaftliche Lösungen für soziale und wirtschaftliche Probleme zu finden, zu entwickeln und zu fördern. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Das absehbare Fiasko der Wasserstoff-Utopie*
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Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
Wie die Bundesregierung mit Milliarden an Steuergeldern
Luftschlösser in Afrika baut – und das Ausland profitiert
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Deutschlands Strategie für den Hochlauf und Import von „grünem Wasserstoff“ steckt in einer schweren Krise. 2022 hatten Kanzler Olaf Scholz und Minister Robert Habeck mehrere Reisen in afrikanische Länder unternommen, um für „grüne“ Wasserstoff-Partnerschaften mit Deutschland zu werben. Im Juli 2024 gab die Ampelregierung die Zielmarke bekannt, bis 2030 130 Terawattstunden „grünen“ Wasserstoff und Wasserstoffderivate bereitzustellen, davon 50 bis 70 Prozent auf dem Importweg. Ein großer Teil des „regenerativen“ Wasserstoffs sollte demnach in afrikanischen Partnerländern produziert werden, da, wie es in den Berliner Ministerien heißt, einige Regionen klimatisch geeignet seien und genug Raum für riesige Wind- und Solarparks zur Stromerzeugung bieten.
Inzwischen ruhen diesbezügliche Hoffnungen nur noch auf Marokko. Das Interesse richtet sich auf Marokkos „grünen“ Wasserstoffsektor „L’Offre Maroc“, eine Kooperation Marokkos mit internationalen Konsortien. Verflüssigter „grüner“ Wasserstoff und Folgeprodukte wie Ammoniak oder synthetische Kraftstoffe könnten per Schiff importiert werden, später eventuell über eine Pipelineanbindung nach Europa.
Ignorierte Warnungen und astronomische Systemkosten
Scheitern diese Pläne, wäre damit das Ende der bislang nicht revidierten Wasserstoffstrategie besiegelt. Die aktuelle Entwicklung sollte als Fanal für eine verfehlte Politik angesehen werden, die das Land in die Sackgasse der Elektrifizierung durch schwankende, (nicht-)erneuerbare Energien mit der Notwendigkeit absurd teurer, aufwendiger und dennoch ineffizienter Speicherung gesteuert hat.
Man hätte besser das Ergebnis von Voruntersuchungen zur Kostenfrage abgewartet. Laut einer 2025 veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich, der University of Oxford und der TU München ist „grüner“ Wasserstoff aus Afrika generell zu teuer. Unbekannt ist der Umfang der auf diesem Sektor insgesamt bereits eingesetzten und großenteils verschwendeten Steuermittel des Bundes.
Eine im Auftrag der DIHK erstellte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die laufenden und zukünftigen Systemkosten der Energiewende in Deutschland weiter drastisch steigen werden. Zwischen 2025 und 2049 könnten sich die Gesamtkosten auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro belaufen. Zu den Systemkosten kommen externe Kosten, die jedoch nicht erforscht werden, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) 2021 auf Anfrage mitteilte. Deutschlands Wasserstoff-Abenteuer in Übersee zählen dazu.
Zwischen politischem Hype und afrikanischer Realität
Vielsagend, aber nichts Gutes verheißend ist das Ergebnis einer KI-Abfrage zum Stand der diversen, von deutscher Seite angeregten Wasserstoff-Partnerschaften mit mehreren afrikanischen Ländern. Demnach befinden sich diese „in einer kritischen Übergangsphase vom politischen Hype zur realwirtschaftlichen Umsetzung. Während einige Pilotprojekte technische Erfolge feiern, bremsen geopolitische Verschiebungen, koloniale Vergangenheiten und immense finanzielle Risiken die ehrgeizigen Exportpläne aus.“
So steht bei der Regierung Südafrikas die Sorge wegen der anhaltenden Strommangellage im Vordergrund; der „Hochlauf“ einer Wasserstoffwirtschaft ist nicht in Sicht.
Das deutsch-nigerianische Forschungsprojekt „Nigeria4H2“, koordiniert vom deutsch-afrikanischen Klimakompetenzzentrum WASCAL und gefördert vom Bundesforschungsministerium, hat bisher nur das theoretische Potenzial Nigerias für eine „grüne“ Wasserstoff- und Ammoniakwirtschaft in einem Abschlussbericht dargelegt.
Marokkos Alleingang und das Erwachen Pekings
Große Hoffnungen hatte Minister Habeck zudem in das namibische Wasserstoffprojekt „Hyphen“ eines deutsch-britischen Konsortiums gesetzt. Nach jahrelangem Stillstand zeigt nun jedoch China Ambitionen, als Financier bei der Umsetzung des extrem teuren und politisch umstrittenen privatwirtschaftlichen Projekts im Süden Namibias einzuspringen. Es steht zu befürchten, dass Peking am Ende als Importeur von „grünen“ Wasserstoffderivaten davon profitiert – während Deutschland das Nachsehen hat.
Der Einstieg Marokkos in eine grüne Wasserstoffwirtschaft wurde vom Entwicklungsministerium durch den deutschen PtX-Entwicklungsfonds mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 30 Millionen Euro unterstützt, um zunächst vor allem die heimische Düngemittelindustrie auf „erneuerbare“ Ressourcen umzustellen.
Mitfinanziert wurde auch eine Ein-Megawatt-Pilotanlage für Wind-zu-Wasserstoff. Den Bauauftrag für einen schlüsselfertigen Elektrolyseur hatte ein schwedisches Energieunternehmen erhalten.
Berlins Hoffnungen ruhen nur noch auf Rabat: Der deutsche Bundesentwicklungsminister und Marokkos Botschafterin in Deutschland tauschen die Urkunden zur Begründung einer bilateralen Wasserstoffallianz aus
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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 25.09.2026, S.7 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.
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Die Monopolkommission und das Hauptgutachten 2026
Die Monopolkommission wurde 1973 durch die sozialliberale Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt gebildet.
Die Kommission besteht aus fünf Mitgliedern, die über besondere volkswirtschaftliche, betriebswirtschaftliche, technologische oder wirtschaftsrechtliche Kenntnisse verfügen sollen. Die Mitglieder der Monopolkommission werden auf Vorschlag der Bundesregierung durch den Bundespräsidenten für die Dauer von vier Jahren berufen. Der Vorsitzende wird von der Monopolkommission selbst gewählt. Traditionell besteht die Kommission aus zwei Professoren (einem Juristen und einem Ökonomen) und drei Experten aus der Wirtschaftspraxis.
Die Kommission ist ein ständiges und (offiziell) unabhängiges Gremium, das die Bundesregierung, und weitere Körperschaften berät. Ein Hauptgutachten, so wie dieses, wird alle zwei Jahre erstellt.
Ein Bericht zu diesem Hauptgutachten ist in DIE WELT erschienen, den findet man hier: Monopolkommission fordert andere Energiepolitik: „Teuer und wirkungslos“ – WELT
Dieser Bericht trägt die Überschrift: „Teuer und wirkungslos“ – Monopolkommission fordert andere Energiepolitik, und wenn man das liest, kommt Hoffnung auf, dass es sich lohnt, sich näher mit dem Gutachten zu befassen und dass dabei zentrale Probleme wirklich angesprochen werden. Diese Hoffnung besteht auch, wenn man die zentrale Aussage aus der Einleitung des Gutachtens liest;
„Viele staatliche Eingriffe sind teuer und oft wirkungslos. Stattdessen braucht es harten Wettbewerb und Rahmenbedingungen, die Innovation ermöglichen.“
Allerdings, und das hat die Kommission geflissentlich übersehen, wurde der Wettbewerb im Bereich der Energieerzeugung schon im Jahre 2000 mit dem Erlass des EEG gesetzlich aufgehoben. Es ist auch richtig, dass wir „Rahmenbedingungen brauchen, die Innovation ermöglichen“. Dabei hat die Kommission aber übersehen, dass es die wirklich wichtigen Innovationen (Erfindungen) schon längere Zeit gibt, das ist die Erfindung der Dampfmaschine, und später ebenso bedeutend die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn (und Lise Meitner). Diese Erfindungen wurden jedoch von der Bundesregierung mit Verboten belegt, das ist der sog. „Kohle-Ausstieg“ und einige Jahre zuvor der „Atomausstieg“. Letzterer wird übrigens von der EU-Präsidentin Ursula von der Leyen jetzt als großer Fehler bezeichnet, bei dem Kohle-Ausstieg ist die EU noch nicht so weit. Im Hauptgutachten der Kommission findet man aber nicht den geringsten Hinweis auf die Kernenergie. Und dass dann plötzlich eine dritte Innovation vom Himmel fällt, die die beiden anderen in den Schatten stellt und die Gesetze der Physik links liegen lässt, darauf kann man nicht ernsthaft hoffen.
Ein wesentlicher Auftrag der Monopolkommission ist es, den wirtschaftlichen Einfluss von Monopolen zu begrenzen, und dabei hat die Kommission ein gravierendes Monopol glat übersehen, das ist die Vorrangeinspeisung der sog. „Erneuerbaren Engergien“. Damit wird gerade das, was die Kommission in den Mittelpunkt stellt, ein „harter Wettbewerb“, vollkommen verhindert. Die Folge ist, dass Subventionen, als „Vergütungen“ getarnt, gezahlt werden, mit denen sich eine kleine Minderheit, die Betreiber der EE-Anlagen, die Taschen stopfen können. Dabei muss man bedenken, dass Subventionen eine Art gesetzlicher Diebstahl sind, denn den hart im Lande arbeitenden Menschen wird vom Lohn abgezogen damit Unternehmen, die brauchbare und marktfähige Produkte nicht herstellen können oder wollen, der weitere Profit ermöglicht wird. Die Folge ist, dass der Preis für elektrische Energie immer weiter in die Höhe getrieben wird, die De-Industrialisierung Deutschlands ist seit einigen Jahren voll im Gange mit verheerenden Folgen für den Wohlstand und die Sicherheit der Bürger.
Im Gutachten heißt es z.B.:
„Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre Vorgänger im Amt haaben in Deutschland über Jahre ein Labyrinth branchenspezifischer Stromhilfen aufgebaut. Das Ergebnis ist ein System, das kaum noch zu überblicken ist und vor allem große Verbraucher begünstigt, während kleinere Unternehmen oft leer ausgehen.“
Einer solchen Bewertung kann man zwar zustimmen, aber der Kern des Problems, die im Grundsatz verfehlte und planwirtschaftlich geregelte Energie-Politik wird nicht angegangen, es kann nicht wirklich Erfolg bringen, die bisherigen Maßnahmen durch eine veränderte Hin- und Herschieberei von Subventionen zu ersetzen.
Im Artikel von DIE WELT heißt es:
„Im Energiesektor empfiehlt die Kommission statt immer neuer Sonderregelungen für einzelne Branchen eine breite Entlastung aller Stromverbraucher.“
Da muss man denn fragen, wo sollte die „breite Entlastung“ herkommen ? Wenn Steuern gesenkt werden sollen, dann muss auch ein Konzept für die Gegenfinanzierung da sein, das fehlt. Außerdem, ein wichtiger Grund für die Erhöhung des Strompreises ist die Energiewende, es werden immer mehr sog. Vergütungen gezahlt für Strom, den niemand gebrauchen kann oder den es real gar nicht gibt. Hierzu schweigt das Gutachten. Ebenso gibt es keinen Hinweis über die Preistreiberei durch das europäische ETS-System.
Was soll nach Meinung der Experten geschehen, um der Industrie und dem Mittelstand wieder Chancen zu einem erfolgreichen Wettbewerb zu ermöglichen? Hierzu äußert sich das Gutachten am Ende so:
„Das Strommarktdesign sollte so reformiert werden, dass Strom strukturell günstiger und verlässlicher bereitgestellt werden kann. Da hohe Preise auch aus Systemschwächen wie Netzengpässen, unzureichenden Preissignalen und hohen Redispatch- sowie Netzkosten resultieren, ersetzen staatliche Hilfen keine Reform des Systems.“
Man fragt sich, was ist denn eigentlich ein „Strommarktdesign“? Mit der Einführung des EEG im Jahr 2000 wurde die Marktwirtschaft im Energiesektor abgeschafft, ferner auch durch laufend weitere Verbote wie Atomausstieg, Kohleausstieg, Verbrennerverbot usw. Wie sollen die „Preissignale“ konkret aussehen, hierzu gibt es keine Aussage. Die hohen (und weiter steigenden) Kosten für Redispatch sind eine Folge der Energiewende, diese zu beenden und zu einem marktfähigen System zu kommen, das zu fordern, dazu fehlt den Experten wohl der Mut.
Als Fazit muss man sagen, „teuer und wirkungslos“ sind nicht nur die derzeitigen Maßnahmen der Regierung sondern auch dieses Gutachten. Wie heißt es so schön: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“
Quelle: Wettbewerb 2026: Für eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik – Monopolkommission
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Radioaktive Goldminen erschließen: Das Potenzial abgebrannter Kernbrennstoffe
Die Regierung kann die Regeln festlegen, aber die Privatwirtschaft könnte Atommüll letztendlich in eine emissionsfreie Ressource verwandeln.
Die jüngste Veränderung in der nationalen Debatte um Kernenergie ist ermutigend. Nach jahrzehntelangem politischem Zögern äußern sich Politiker auf Bundes- und Landesebene nun wieder positiv über die Rolle der Kernkraft bei der zuverlässigen und ausreichenden Stromversorgung. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]
Dieser Tonwechsel ist wichtig; allerdings wird eine wohlwollende Rhetorik allein eine der hartnäckigsten Herausforderungen der Branche nicht lösen: Was soll mit Amerikas wachsendem Bestand an abgebranntem Kernbrennstoff geschehen?
Dieser „verbrauchte“ Brennstoff wird auch als „leicht abgebrannter Kernbrennstoff“ (SUNF) bezeichnet und enthält nach Jahren im Reaktor immer noch etwa 95 % seiner ungenutzten potenziellen Energie.
Die Initiative „Nuclear Lifecycle Innovation Campus“ des US-Energieministeriums ist ein gutes Beispiel dafür. Das Programm sorgte für Schlagzeilen, indem es fünf Bundesstaaten als potenzielle Partner für die Erforschung integrierter Anlagen zum nuklearen Brennstoffkreislauf identifizierte. Die Realität ist jedoch bescheidener, als viele Beobachter annehmen.
Obwohl die Staaten unverbindliche Absichtserklärungen zur Fortsetzung der Gespräche unterzeichnet haben, haben sie sich nicht zur Annahme abgebrannter Kernbrennstoffe oder zum Abschluss endgültiger Standortvereinbarungen verpflichtet.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die öffentliche Diskussion manchmal den Eindruck erweckt, dass eine Lösung für das Atommüllproblem des Landes unmittelbar bevorsteht.
In Wirklichkeit sind die Vereinigten Staaten noch weit davon entfernt, ein dauerhaftes oder einheitliches System für die Entsorgung abgebrannter Brennelemente zu etablieren.
Jahrzehnte nachdem der Kongress der Bundesregierung die Verantwortung für die Entsorgung abgebrannter kommerzieller Kernbrennstoffe übertragen hat, lagert der größte Teil dieses Materials noch immer an Reaktorstandorten im ganzen Land.
Das Government Accountability Office hat wiederholt erklärt, dass sich das nationale Abfallwirtschaftsprogramm in einer Sackgasse befinde und forderte den Kongress zum Handeln auf, um den Prozess voranzubringen.
Die Grenzen einer rein staatlich gelenkten Strategie
In den letzten Jahren haben sich die Bemühungen der Bundesregierung stark auf die „einwilligungsbasierte Standortwahl“ konzentriert, ein Verfahren, das darauf abzielt, geeignete Standortgemeinden für Lagerstätten für abgebrannte Brennelemente zu finden.
Das Energieministerium (DOE) beschreibt diesen Ansatz als einen kollaborativen, gemeinschaftsorientierten Prozess, der letztendlich zu ausgehandelten Vereinbarungen über Zwischenlager führen kann.
Die einwilligungsbasierte Standortwahl ist eine Verbesserung gegenüber früheren Ansätzen, die versuchten, Lösungen aus Washington aufzuzwingen. Gemeinden verdienen ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass ein Prozess allein keine Lösung darstellt, wie die Tatsache beweist, dass bislang kein Staat der Annahme von abgebranntem Kernbrennstoff zugestimmt hat, weder als dauerhafte noch als vorübergehende Lösung.
Allzu oft ersetzt die öffentliche Politik messbare Fortschritte durch Studien, Ausschüsse, Konsultationen und Förderzusagen. Die Regierung kann zwar Diskussionen anregen und regulatorische Rahmenbedingungen schaffen, aber sie kann nicht die notwendigen wirtschaftlichen Anreize schaffen, um abgebrannte Kernbrennstoffe von einer Belastung in eine wertvolle Ressource zu verwandeln.
Solange Erfolg an der Anzahl abgehaltener Treffen, der Verteilung von Fördermitteln und der Veröffentlichung von Berichten gemessen wird, besteht wenig Anreiz, ein wirtschaftlich nachhaltiges Ergebnis zu erzielen.
Umwandlung von abgebranntem Kernbrennstoff in einen Vermögenswert
Ein anderer Ansatz beginnt mit einer einfachen Frage: Was wäre, wenn abgebrannte Kernbrennstoffe nicht in erster Linie als Abfall, sondern als wertvolle Energieressource betrachtet würden?
Viele fortschrittliche Kerntechnologien, insbesondere schnelle Reaktoren, sind darauf ausgelegt, Materialien zu nutzen, die im abgebrannten Kernbrennstoff verbleiben.
Befürworter des Brennstoffrecyclings argumentieren, dass ein erheblicher Teil des in abgebrannten Brennelementen enthaltenen Energiepotenzials für die zukünftige Nutzung erhalten bleibt. Aus dieser Sicht besteht die Herausforderung nicht nur in der Entsorgung, sondern auch in der Rückgewinnung der Ressourcen.
Schnelle Neutronenreaktoren können aus den Reststoffen abgebrannter Kernbrennstoffe zusätzliche Energie gewinnen und so einen Abfall in eine Energieressource verwandeln. KI-Illustration.
Hier kann die Privatwirtschaft den Unterschied ausmachen, denn die Umwandlung abgebrannter Kernbrennstoffe in Elektrizität birgt ein enormes kommerzielles Potenzial.
Anstatt sich auf unbestimmte Zeit auf Bundesmittel und politische Zyklen zu verlassen, sollten politische Entscheidungsträger die Schaffung von Bedingungen in Betracht ziehen, die es der Privatwirtschaft ermöglichen, eine größere Verantwortung für die Entsorgung und das Recycling abgebrannter Brennstoffe zu übernehmen .
Die Bundesregierung würde weiterhin eine zentrale Rolle spielen, indem sie klare Regeln festlegt, die Sicherheit erhöht und bestehende Verpflichtungen einhält. Innovation, Investitionen und die Umsetzung sollten jedoch zunehmend vom privaten Sektor ausgehen.
Ein Vorschlag für eine Partnerschaft
Ein Modell wäre die Nutzung der bereits über den Nuclear Waste Fund und damit verbundene Bundeszusagen angesammelten Ressourcen, um die Übertragung der Verantwortung für das Management abgebrannter Brennelemente in einen kommerziell orientierten Rahmen zu erleichtern.
Gleichzeitig müssten ein oder mehrere Staaten freiwillig zustimmen, Anlagen zu beherbergen, die abgebrannte Kernbrennstoffe entgegennehmen, verarbeiten, recyceln oder anderweitig verwalten können.
Eine solche Vereinbarung würde nicht einfach nur öffentliche Gelder ausgeben. Sie würde vielmehr darauf abzielen, öffentliche Ressourcen zu nutzen, um private Investitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die technologische Entwicklung und ein langfristiges industrielles Wachstum anzustoßen.
Das US-Energieministerium (DOE) hat die „Nuclear Lifecycle Innovation Campuses“ als Zentren gefördert , die letztendlich die Brennstoffherstellung, die Anreicherung, das Recycling abgebrannter Brennstoffe und die Abfallbewirtschaftung unterstützen könnten.
Bei richtiger Strukturierung könnten solche Campusse zu Motoren für Innovationen im Privatsektor werden und nicht primär zu staatlich gelenkten Programmen.
Das wirtschaftliche Potenzial könnte beträchtlich sein. Das US-Energieministerium (DOE) hat erklärt, dass Innovationscampusse erhebliche private Investitionen anziehen und eine große Anzahl hochbezahlter Arbeitsplätze in den jeweiligen Regionen schaffen könnten.
Von der Subvention zum Anreiz
Es gibt ein altes Sprichwort: Gib einem Mann einen Fisch, und du ernährst ihn für einen Tag; lehre ihn fischen, und du ernährst ihn für sein ganzes Leben.
Das gleiche Prinzip gilt hier.
Die bloße Verteilung staatlicher Fördermittel ohne Schaffung starker Leistungsanreize birgt die Gefahr, den Kreislauf aus Studium, Verzögerung und Abhängigkeit aufrechtzuerhalten.
Im Gegensatz dazu bringt die Förderung von Unternehmen, die erfolgreich in das Geschäft mit dem Recycling, der Verarbeitung und der Nutzung abgebrannter Kernbrennstoffe einsteigen, wirtschaftliche Anreize mit öffentlichen Zielen in Einklang.
Wenn private Investoren Kapital riskieren, werden Verzögerungen kostspielig, Innovationen wertvoll, Effizienz unerlässlich und Ergebnisse messbar.
Das bedeutet nicht, dass sich die Regierung aus dem Prozess zurückzieht. Im Gegenteil, die Regierung bleibt verantwortlich für die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit, die Umweltaufsicht und die Gewährleistung von Rechtssicherheit.
Die Regierung sollte jedoch die Voraussetzungen für den Erfolg schaffen, anstatt zu versuchen, jeden Aspekt der Umsetzung zu kontrollieren.
Die Kernenergie sollte ein offensichtlicher Teil der Antwort sein.
Es erzeugt auf kleinstem Raum rund um die Uhr enorme Mengen an Strom. Es kann Rechenzentren, Fabriken und die Rüstungsproduktion mit Energie versorgen, ohne die Landschaft mit Windrädern, Solarparks , Batterien und kilometerlangen Übertragungsleitungen zu überziehen.
China baut auf, während Amerika zögert.
Neun der zehn Kernreaktoren, deren Bau 2025 begann, befanden sich in China. Chinesische und russische Konstruktionen machten in den letzten zehn Jahren 94 Prozent aller weltweit begonnenen Reaktorbauprojekte aus. Während China also Kernreaktoren baut , steckt Amerika noch immer in bürokratischen Hürden fest.
Eine historische Gelegenheit
Die Vereinigten Staaten könnten in einen einzigartigen Moment eintreten, da die öffentliche Meinung zur Kernenergie positiver geworden ist, die Sorgen um die Energiesicherheit zunehmen und fortschrittliche Reaktortechnologien immer mehr Aufmerksamkeit erregen.
Den Verantwortlichen auf Bundesebene gebührt Anerkennung dafür, dass sie die strategische Bedeutung der Kernenergie erkannt und die Diskussionen über das hintere Ende des Brennstoffkreislaufs wieder aufgenommen haben.
Der nächste Schritt besteht jedoch darin, über die Diskussion hinauszugehen.
[Rhetorik, Fördergelder oder endlose Studien werden] Amerikas [und Europas] Herausforderung im Umgang mit abgebrannten Kernbrennstoffen nicht allein lösen. Sie wird erst dann bewältigt werden, wenn sich die Bundesstaaten freiwillig beteiligen, die Privatwirtschaft Chancen statt Risiken erkennt und die Politik Anreize schafft, die tatsächliche Fortschritte belohnen.
Die Wahl ist einfach. Amerika kann weiterhin über das Problem reden oder ein System aufbauen, das es endlich löst.
Der vielversprechendste Weg nach vorn ist der, bei dem der Staat die Voraussetzungen schafft, die Privatwirtschaft die Führung übernimmt und die Nation eine langjährige Belastung in eine dauerhafte wirtschaftliche Chance verwandelt, ihren Bürgern und der Welt erschwingliche und reichlich vorhandene Elektrizität bereitzustellen.
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Neue Studie: „Die weltweite Dürre zeigt unter den Bedingungen der Klimaerwärmung keine nachweisbare Beschleunigung in jüngster Zeit“
Ein weiteres klimabezogenes „Krisen“-Narrativ wird durch Beobachtungsdaten widerlegt.
Eine neue Studie, veröffentlicht in einer „Nature“-Zeitschrift, stellt fest, dass es in der heutigen Ära der „globalen Erwärmung“ keine Beschleunigung (nicht einmal eine leicht negative Beschleunigung von -0,0003 bis -0,00005 Jahr⁻²) bei den weltweiten Dürretrends gibt.
Der Trend ohne Beschleunigung (oder mit leicht rückläufiger Entwicklung) bei globalen Dürren zeigt sich in den Beobachtungen des Standardisierten Niederschlags-Evapotranspirations-Index (SPEI) über einen Zeitraum von 125 Jahren (1900–2024), 75 Jahren (1950–2024) und sogar in den jüngsten Aufzeichnungen der letzten 43 Jahre (1981–2024).
Wissenschaftler, die lieber die These vertreten, dass menschliche Aktivitäten die Erwärmung vorantreiben und die Klimaerwärmung die globale Dürre beschleunigt, haben in der Vergangenheit unsachgemäße statistische Verfahren angewendet, um die Austrocknungstrends um das Sechsfache „künstlich aufzublähen“.
Quelle: Wu et al., 2026
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2022, in der die weltweiten jährlichen Niederschlagstrends von 1900 bis 2020 analysiert worden sind, kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass es „keine Hinweise darauf gibt, … dass sich die Niederschlagsdefizite in den letzten Jahrzehnten in einer Weise verstärkt haben, die auf die globale Erwärmung zurückzuführen wäre“.
Quelle: O’Connell et al., 2022
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Graphiken übersetzt via Google Translate
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Solarparks scheinen den Bestäuber – Insekten zu schaden.
Eine Studie, die vor etwas mehr als einem Jahr in der Fachzeitschrift Biological Conservation veröffentlicht wurde, fand bis vor kurzem wenig Beachtung in den Medien. Erst als auch The Epoch Times und BGR ihre wichtigen Ergebnisse veröffentlichten – wichtig, wenn man sich um das Gedeihen der Bestäuber der Welt, wie Bienen, andere Insekten und Fledermäuse, sorgt.
Es scheint, dass Solarenergie, eine der Technologien, die als entscheidend für den angeblich notwendigen Energiewandel weg von fossilen Brennstoffen zur Bekämpfung des Klimawandels angepriesen wurden, den Lebensraum von Bestäubern schädigt und die Bestäuber Populationen dezimiert.
Klimaalarmisten behaupten seit Langem, der Klimawandel schade Bestäubern, insbesondere Bienenpopulationen – eine Behauptung, der Climate at a Glance und zahlreiche Beiträge auf Climate Realism wiederholt widersprachen. Es gibt zwar natürliche und vom Menschen verursachte Bedrohungen für Bienen und andere Bestäuber, doch CO₂-Emissionen gehören nicht dazu. Im Gegenteil: Der Düngeeffekt von CO₂ führt zu einer starken Begrünung der Erde, darunter auch zu einer Zunahme von Pflanzen, die für Bestäuber als Nektarquelle dienen.
Nun scheint eine wenig beachtete oder diskutierte, vom Menschen verursachte Bedrohung für Bienen und andere Bestäuber eine vermeintliche Lösung für den Klimawandel zu sein: Solarenergie.
Ein Team französischer Forscher untersuchte die Biodiversität rund um und unter 20 industriellen Solaranlagen in zwei verschiedenen Regionen Frankreichs. Sie stellten fest, dass sich die Zusammensetzung der Pflanzen unter den Paneelen im Vergleich zu den zuvor herrschenden Bedingungen verändert hatte.
Es wuchsen Gräser, und an vielen Orten wurden Nutztiere, Ziegen und Schafe eingesetzt, um auf natürliche Weise zu verhindern, dass die Pflanzen zu hochwuchsen und die Energieproduktion der Solaranlagen beeinträchtigten.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006320725002460
Unabhängig von Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen stellte das Forschungsteam fest, dass die Bestäuberaktivität unter Solarmodulen im Vergleich zur Umgebung und in den Reihen zwischen den Solarmodulen deutlich reduziert war:
- Die Zahl der Bestäuber in Gebieten, die mit Solarmodulen bedeckt sind, sank um 76 Prozent, und
- Durch die Verwendung von Solarmodulen konnte die Anzahl der Interaktionen zwischen Pflanzen und Bestäubern um 86 Prozent reduziert werden.
Es scheint, dass die Beweidung das Problem noch verschlimmert hat, was bedeutet, dass arbeitsintensives Mähen wahrscheinlich bessere Bedingungen für Bestäuber schaffen würde.
Die Forscher stellten fest, dass Bestäuber Gebiete mit niedrigeren Temperaturen und mehr Schatten meiden und Pflanzen meiden, die in den von und unter Solarmodulen entstehenden Mikroklimata wachsen. Die Module selbst hemmen die Artenvielfalt, da die von Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen bevorzugten Blütenpflanzen typischerweise im Sonnenlicht und nicht im Schatten unter den Solarmodulen gedeihen.
Weitere, noch nicht vollständig erforschte Faktoren könnten ebenfalls zu den geringeren Bestäuberzahlen und der reduzierten Bestäubungsaktivität unter Solaranlagen beitragen. Solaranlagen zerstören Lebensräume und führen zur Fragmentierung von Populationen, da einheimische Wildtiere gerodet werden müssen, um Platz für die Anlagen zu schaffen. Zudem behindern die Paneele die Bestäuberaktivität, indem sie deren Bewegungsfreiheit einschränken – ein Problem, das insbesondere für Fledermäuse gravierend sein kann. Darüber hinaus ist die Luftfeuchtigkeit unter Solarmodulen geringer als in der Umgebung. Daher sind die blühenden Pflanzen, die unter den Modulen wachsen, im Vergleich zu denselben Arten außerhalb der Anlage im Wachstum gehemmt und produzieren infolgedessen wahrscheinlich weniger Pollen und Nektar, den Bestäuber benötigen.
Kurz gesagt: Sollte ein Massensterben von Bienen, Schmetterlingen, Kolibris, Fledermäusen und anderen Bestäubern bevorstehen, ist der Klimawandel nicht die Ursache. Vielmehr stellt die rasante Ausbreitung industrieller Solaranlagen die eigentliche Bedrohung dar. Schließlich ist Solarenergie, wie Befürworter der Solarenergie regelmäßig betonen, der am schnellsten wachsende Stromsektor. Weltweit werden täglich und jährlich Hunderte, Tausende oder Zehntausende Hektar neuer Solaranlagen errichtet. Dadurch wird ein enormer Lebensraum für Bestäuber zerstört.
Referenz: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006320725002460
Teilbeitrag von https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-591-national-academy-climate-bias-saga-continues/
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Bis zum 23. September: keine Hurrikane im Atlantik
Cap Allon
Der Atlantik hat Ende September erreicht, ohne dass sich ein einziger Hurrikan gebildet hat – dies ist die erste Saison seit 1914, in der dies der Fall ist.
Nach der jüngsten Gesamtbilanz des National Hurricane Center für die gesamte Saison gab es im Jahr 2026 sechs benannte Stürme, null Hurrikane und null schwere Hurrikane. Die kumulierte Zyklonenenergie (ACE), die die Stärke und Dauer der Stürme kombiniert, liegt bei nur 6,3 – 92 % unter dem Normalwert für diesen Zeitpunkt der Saison im Zeitraum 1991–2020.
In einer durchschnittlichen Atlantik-Saison wären bis jetzt etwa vier Hurrikane entstanden.
Am nächsten kam noch „Fay“, der mit 113 km/h knapp unter Hurrikanstärke seinen Höhepunkt erreichte. Doch nun hat er sich verflüchtigt, und das NHC hat am Dienstag, dem 22. September, seine letzte Warnmeldung herausgegeben.
Seit 1914 hat es keine Saison mehr gegeben, die so weit fortgeschritten ist, ohne dass ein Hurrikan aufgetreten wäre. Jenes Jahr endete schließlich ganz ohne Hurrikane, ebenso wie das Jahr 1907. Im Jahr 1905 trat der erste Hurrikan erst am 8. Oktober auf. Aufzeichnungen aus der Zeit vor dem Satellitenzeitalter sind weniger zuverlässig, da Stürme über dem offenen Ozean möglicherweise unentdeckt blieben.
Der Hauptgrund für das Jahr 2026 ist eindeutig: El Niño. Starke Winde in der oberen Troposphäre haben über dem Atlantik und der Karibik außergewöhnliche Windscherung erzeugt und sich bildende Stürme wiederholt auseinandergerissen. Auch trockene Luft hat die Entwicklung behindert.
Wir beobachten derzeit eine interessante Kehrtwende in den Medien.
Im September 2020 titelte die „Washington Post“: „Hurrikane vor der US-Küste werden sich aufgrund der globalen Erwärmung voraussichtlich verschlimmern und häufen.“ Die besonders aktive Saison 2020, so hieß es, könnte ein „Vorbote der Zukunft“ sein, wobei auf Modellrechnungen verwiesen wurde, die eine zunehmende Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme, insbesondere in der Nähe von Nordamerika, prognostizierten:
Sechs Jahre später jedoch, da der Atlantik so ruhig ist wie schon lange nicht mehr, deutet die „Post“ an, dass die Erwärmung Hurrikane möglicherweise unterdrücken könnte:
In einem Artikel vom 16. September 2026 wird auf die zunehmende atmosphärische Stabilität als mögliche zusätzliche Bremse für die Entwicklung hingewiesen: Wenn sich die obere tropische Troposphäre schneller erwärmt als die Luft darunter, können aufsteigende Luft und Gewitter gehemmt werden.
Zwar ist die physikalische Grundlage der atmosphärischen Stabilität real, doch die Zuordnung der Ursachen ist hier eine andere Sache. Eine wärmere obere Troposphäre kann Konvektion lokal unterdrücken, indem sie es der warmen Luft darunter erschwert, weiter aufzusteigen, doch im Jahr 2026 tritt zudem ein starkes El-Niño-Phänomen auf – das bekanntermaßen die Windscherung im Atlantik verstärkt und die höhere tropische Troposphäre erwärmt. Die Entstehung von Hurrikanen hängt zudem von Luftfeuchtigkeit, Windscherung, Instabilität und Temperaturen in den gesamten Tropen ab.
Vor sechs Jahren wurde die außergewöhnliche Aktivität im Atlantik als Vorbote einer sich erwärmenden Zukunft dargestellt.
Heute ist auch die außergewöhnliche Inaktivität auf die Erwärmung zurückzuführen.
Link: https://electroverse.substack.com/p/no-atlantic-hurricanes-by-sept-23?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Das „Grüne Evangelium“ des Vatikans
Unter Papst Franziskus und nun auch unter Leo habe die katholische Kirche den „Klima-Nektar“ in vollen Zügen getrunken, sagt Professor Roger Watson. Es sei höchste Zeit, dass sie mit der pseudowissenschaftlichen Panikmache aufhöre und sich wieder der Seelenrettung zuwende.
Dr Roger Watson, THE DAILY SCEPTIC
Wie es dazu kam, dass die römisch-katholische Kirche von ihrem großen Auftrag, Seelen zu retten, zu ihrer heutigen Besessenheit, den Planeten zu retten überging, ist unklar. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Kirchenhierarchie den „Nektar“ des Klimawandels in vollen Zügen getrunken hat, und obwohl es unfair wäre zu behaupten, sie habe die Seelenrettung aufgegeben, ist ihre Mission zweifellos erheblich in einen Bereich abgedriftet, der nicht gerade zu ihrem Fachgebiet gehört. Woher auch immer sie ihre Ratschläge zum Klimawandel bezieht – sie hört ganz sicher auf die falschen Leute.
Das Problem, wie es manche Katholiken sehen, wird in einem Artikel in der Septemberausgabe der „Middlesbrough Diocesan Catholic Voice“ – lokal bekannt als „The Voice“ – deutlich, die an die Pfarrkirchen der katholischen Diözese Middlesbrough verteilt und über diese verbreitet wird. Immer mit einem gewissen Unbehagen nehme ich mir nach der Sonntagsmesse ein Exemplar vom Stapel hinten in der Kirche.
Die „Voice“ enthält zwar nützliche Informationen aus der Diözese, Termine für Veranstaltungen und Nachrichten aus den Pfarreien, enthält aber fast immer mindestens einen Artikel, der für mich eine „Anlass zur Sünde“ darstellt, weil das Lesen dieses Artikels Gedanken hervorruft, die weit vom Christentum entfernt sind. Meine einzige Rechtfertigung dafür ist, dass dies durch das Lesen von Inhalten hervorgerufen wird, die weit vom Christentum entfernt sind. Wenn es keinen Bericht über das oxymoronische Konzept der diözesanen LGBT-Messen gibt, wird es unweigerlich ein Artikel über den sogenannten Klimanotstand sein.
Selig sind die sich des CO₂ BewusstenDie Septemberausgabe der „Middlesbrough Diocesan Catholic Voice“ enthält einen Artikel von Sir John Battle, dem ehemaligen Labour-Abgeordneten für Leeds West und Minister in der Regierung Blair, mit dem Titel „Hört auf, beim Klimawandel zu zocken“. Als römisch-katholischer Christ, der von Papst Benedikt XVI. – der offensichtlich nicht in allem Recht hatte – zum Ritterkommandeur des Ordens des Heiligen Gregor ernannt wurde, stützt Sir John seine Argumentation auf die Glücksspielbranche und die offensichtliche Vorliebe der britischen Bevölkerung für das Glücksspiel.
Der erste Abschnitt des Artikels, in dem es um die Beliebtheit des Glücksspiels und die Aussicht auf schnelle Gewinne geht, lässt sich nur recht vage mit dem Risiko in Verbindung bringen, das wir im Zusammenhang mit dem Klimawandel eingehen. Diese Erwartung schneller Gewinne vernebelt den Blick der Menschen auf die Realitäten dessen, was wir tun können, um die Schäden der globalen Erwärmung abzumildern.
Zur Untermauerung seiner Argumentation werden die üblichen Superlative herangezogen. So „wüten Waldbrände“ in ganz Europa und „verheerende Überschwemmungen“ treffen Bangladesch. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Brände in Europa mit ziemlicher Sicherheit vorsätzlich von Brandstiftern gelegt wurden und dass es in Bangladesch schon seit jeher Überschwemmungen gibt. Hinzu kommt die Nachricht, dass die Polkappen keineswegs schmelzen, sondern an Größe zunehmen, dass es den Eisbären und Pinguinen gut geht und die Korallenriffe wachsen. Die Fakten dürfen einem guten Argument nicht im Wege stehen. Schließlich gibt es einen „wissenschaftlichen Konsens“ zu diesem Thema und „tägliche Nachrichtenberichte über weltweite extreme Wetterereignisse“. Also muss es wahr sein.
Sünden der EmissionenSir John erklärt, dass das viel zitierte Mantra „Netto-Null“ „nicht bedeutet, null Emissionen zu erzeugen, sondern vielmehr Maßnahmen zu ergreifen, um die Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren“. Wenn dem so ist, warum nennt man es dann „Netto-Null“ und warum hat Großbritannien das Ziel, bis 2050 Netto-Null zu erreichen? Laut dem Net Zero Centre der Universität Oxford bedeutet Netto-Null, „die in die Atmosphäre abgegebenen Treibhausgase durch eine gleich große Menge auszugleichen, die wieder aus der Atmosphäre entnommen wird“. Das ist eine Feinheit, die ich noch von keinem der „Zero-Carbon“-Fanatiker in der Sendung „Today“ auf BBC Radio 4 erklärt gehört habe.
Sir John spricht von den „Händlern des Zweifels“ und zeigt mit dem Finger auf die „Big Carbon“-Lobby (nicht Sir Johns Bezeichnung), die ein „finanzielles Interesse“ daran hat, dass wir unseren Verbrauch an Kohlenwasserstoffquellen nicht reduzieren. Dies führt dazu, dass die Menschen bezweifeln, dass ihnen aufgrund des Klimawandels etwas Unangenehmes widerfahren könnte – bedingt durch die in den ersten Absätzen seines Artikels erwähnte Glücksspielmentalität. Diese „mächtigen Interessengruppen“ – so spricht ein wahrer Sozialist wie Sir John – versuchen dann, die Schuld auf die Verbraucher und die Gesellschaft abzuwälzen. Doch die Verbraucher wiederum denken: „Wozu sich die Mühe machen?“, wenn Länder wie China und Amerika weiterhin Treibhausgase ausstoßen, als gäbe es kein Morgen.
Nachdem Sir John scheinbar die großen Energiekonzerne und ähnliche Interessengruppen dafür kritisiert hat, dass sie versuchen, ihre Verantwortung für den Planeten auf die kleinen Leute abzuwälzen, zitiert er anschließend den eingefleischten Klimakatastrophisten Gabriel Winslow-Yost, der den Klimawandel als „Verbrechen“ betrachtet und der Meinung ist, dass wir alle „mitschuldig“ sind. Winslow-Yost, der offensichtlich ein Liebhaber dramatischer Prosa ist, sagt: „Autofahrten und Flugreisen, Kaffee und Burger, Heizen und Kühlen sowie Kleidung werden mit Blut bezahlt und tragen in jedem Augenblick zum Leid und zur Zerstörung bei, die die globale Erwärmung mit sich bringt.“ Meine Güte, er klingt aber so, als wäre er ein echter Spaßvogel, wenn man abends ausgeht, nicht wahr?
Der Katechismus des KlimawandelsAls wolle er seinem Artikel theologisches Gewicht verleihen, zitiert er Papst Leo, der „betont“, dass der Klimawandel „eine wissenschaftliche Realität und eine moralische Verantwortung“ sei. Ich glaube, Sie werden feststellen, Papst Leo, dass Sie in beiden Punkten Unrecht haben. „Laudato Si’“, die verabscheuungswürdige Enzyklika des verstorbenen Papstes Franziskus, wird zweimal zitiert, darunter auch seine lächerliche Aufforderung zur „ökologischen Bekehrung“. Wir Katholiken hatten alle mehr von Papst Leo erwartet, aber er scheint der Katastrophenagenda des Klimawandels ebenso erlegen zu sein wie alle anderen auch, wenn er von Konzepten wie „Umweltgerechtigkeit“ spricht und davon, dass es Teil des Auftrags der Kirche sei, „die Menschenwürde, den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung zu fördern“.
Es ist schwer zu sagen, was hinter all diesem Unsinn steckt, den die Hierarchie der katholischen Kirche und hochrangige Katholiken von sich geben, die es eigentlich besser wissen müssten. Sind sie – wie ich befürchte – wirklich von der Katastrophe des Klimawandels überzeugt? Vielleicht versuchen sie, „relevant“ und „nahbar“ zu sein, indem sie aktuelle Themen aufgreifen, in dem vergeblichen Versuch, die Kirchenbänke zu füllen. Wenn dem so ist, warum sollte das funktionieren? Wenn die Menschen wissenschaftlich fundiertes Kauderwelsch über soziale Gerechtigkeit hören wollen, gibt es immer noch die anglikanische Kirche, die BBC oder den Guardian.
Die katholische Kirche ermutigt Christen zu Recht, gute Verwalter der Schöpfung zu sein, aber hat diese Verantwortung begonnen, die Erlösung in den Schatten zu stellen? Die Reduzierung der CO₂-Emissionen scheint eine größere Priorität zu haben als die Verringerung der Sünde. Die einzigartige Mission der Kirche besteht darin, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente zu spenden und die Seelen auf die Ewigkeit vorzubereiten. Wenn sie sich dafür entscheidet, nur eine weitere Stimme im Chor des Klimaaktivismus‘ zu werden, sollte sie sich nicht wundern, wenn die Menschen zu dem Schluss kommen, dass sie mehr daran interessiert ist, den Planeten zu retten, als die Seelen der Menschen, die ihn bewohnen.
Professor Roger Watson ist ein pensionierter Wissenschaftler, Herausgeber und Autor. Er schreibt regelmäßig für verschiedene konservative Zeitschriften, darunter die „Salisbury Review“, den „European Conservative“ und den „New Conservative“. Er ist viel im Fernen Osten und im Nahen Osten gereist und hat dort gearbeitet. Sein Substack-Blog finden Sie hier.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/09/20/the-vaticans-green-gospel/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Das „Grüne Evangelium“ des Vatikans erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Welche ist die beste menschliche Faktoren berücksichtigende Klima-Referenz?
Der IPCC bezieht sich beim globalen mittleren Temperaturanstieg auf den Mittelwert der Jahre 1850–1900 (IPCC, 2021, Kap. 2 und 4) und beim Anstieg des Strahlungsantriebs auf das Jahr 1750 (IPCC, 2021, Kap. 7) und nutzt diese beiden Werte dann als Grundlage für die Modellierung der Erwärmung seit der vorindustriellen Zeit. Laut Pages 2K erwärmte sich die Erde zwischen 1750 und 1850–1990 um 0,1 bis 0,2 °C (siehe Abbildung 1) (Pages2K, 2019). Der AR6 (S. 150) schätzt eine Veränderung von 0,1 °C (-0,1 bis 0,3 °C):
„Diese geschätzte Temperaturänderung vor 1850–1900 ist in der AR6-Bewertung der bisherigen globalen Erwärmung nicht berücksichtigt, um die Übereinstimmung mit früheren IPCC-Bewertungsberichten zu gewährleisten und aufgrund des geringeren Konfidenzniveaus der Schätzung. Im Zeitraum 1850–1900 gab es im Vergleich zu 1750 wahrscheinlich einen anthropogenen Netto-Strahlungsantrieb von 0,0–0,3 W/m² (mittleres Konfidenzniveau), wobei der Strahlungsantrieb durch den Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre teilweise durch anthropogene Aerosolemissionen und Landnutzungsänderungen ausgeglichen wurde. Der Netto-Strahlungsantrieb durch Sonnen- und Vulkanaktivität wird auf weniger als ±0,1 W/m² geschätzt.“ (IPCC, 2021, S. 150)
Die zentrale Annahme in diesem Zitat aus dem AR6, die meiner Ansicht nach nicht belegt ist lautet, dass der natürliche Klimaantrieb vernachlässigbar ist oder über kürzere Zeiträume als 100 Jahre zufällig variiert.
Belege für den solaren AntriebEs gibt zahlreiche Belege für natürliche, sonnenbedingte Klimaschwankungen mit einer Dauer von mehr als 100 Jahren (Stefani et al., 2024) und (Scafetta & Bianchini, 2022). Abbildung 1 zeigt die Temperaturrekonstruktion „Pages 2K“ (Pages2K, 2019) seit 1600 n. Chr.; dies ist eine der Temperaturrekonstruktionen, die im AR6 (IPCC, 2021, S. 61) zitiert und verwendet werden.
Abbildung 1. Die Pages-2K-Proxy-Rekonstruktion mit Unsicherheitsgrenzen für den Zeitraum 1600–2019. Die instrumentellen Messdaten sind von 1850 bis 2017 blau überlagert. Die Kleine Eiszeit und das moderne Sonnenmaximum sind gekennzeichnet. Die blaue Klammer kennzeichnet den Zeitraum zwischen dem AR6-Forcing-Nullpunkt (1750) und dem Temperatur-Nullpunkt (1850–1900). Anomalie bezogen auf den Zeitraum 1961–1990. Datenquelle
Der AR6-„Temperatur-Nullpunkt“ und der „Strahlungsantriebs-Nullpunkt“ beziehen sich nicht auf den gleichen Zeitpunkt und liegen beide innerhalb oder kurz nach der Kleinen Eiszeit, einer Periode rascher natürlicher Klimaveränderungen. In diesem Abschnitt werde ich die Behauptung des AR6 erörtern, dass der natürliche solare Strahlungsantrieb vernachlässigbar sei.
Probleme mit Baumring-Daten
Die von Pages 2K geschätzte globale Erwärmung zwischen 1750 und 1850–1900 ist angesichts der verfügbaren Daten zwar möglich, doch wie im AR6 angemerkt wird, sind die Daten vor 1850 spärlich und von schlechter Qualität. Bei den Daten handelt es sich größtenteils um Baumringdaten (siehe Abbildung 4 hier), doch ihre Genauigkeit ist zumindest seit etwa 1950 – und wahrscheinlich schon früher – durch steigende CO₂-Konzentrationen und möglicherweise andere anthropogene Faktoren beeinträchtigt (Briffa et al., 1998b). Da Baumringaufzeichnungen in der Neuzeit kalibriert werden, führt ein steigender CO₂-Gehalt zu Kalibrierungsschwierigkeiten. Zusätzliches CO₂ beschleunigt das Baumwachstum unabhängig von Temperatur und Niederschlag; dies gilt insbesondere für die kälteren, trockeneren Regionen, die für die Baumringanalyse bevorzugt werden (Briffa et al., 1998b).
Briffa et al. betonen, dass steigende CO₂-Konzentrationen – unabhängig davon, ob sie aus anthropogenen oder natürlichen Quellen stammen – bei der Anwendung standardmäßiger Paläotemperatur-Methoden auf der Grundlage von Baumringen folgende Auswirkungen haben können:
„Sie können zu einer systematischen Überschätzung der Temperaturen in der Vergangenheit führen, insbesondere in Regionen, in denen der Verlust der Temperaturempfindlichkeit bei niedrigfrequenten Schwankungen im Baumwachstum am größten ist (Ostsibirien und Ost-Nordamerika).“ (Briffa et al., 1998b).
Ist die TSI eine angemessene Maßzahl für den Klima-Erffekt der Sonne?Ein weiteres Problem besteht darin, dass der AR6 bei der Bewertung des solaren Antriebs ausschließlich die TSI (Gesamtstrahlung der Sonne) berücksichtigt, obwohl nachgewiesen wurde, dass auch andere Veränderungen der Sonnenaktivität unser Klima beeinflussen (Lean J., 2017), (Lean & Rind, 1998), (Haigh J., 2011), (Hoyt & Schatten, 1997). Laut Judith Lean verstärkt das Klimasystem der Erde Veränderungen der Sonneneinstrahlung in gewisser Weise, weil die Auswirkungen (Veränderungen der Temperatur) größer sind als sich allein aus den Veränderungen des TSI-Antriebs erklären lassen. Wie genau dies funktioniert, ist aufgrund „mehrdeutiger Beobachtungen, zweifelhafter Korrelationen und fehlender plausibler Prozesse“ nicht vollständig geklärt (Lean J., 2017).
Eine langfristige TSI-Rekonstruktion stammt von Steinhilber et al. Die für Abbildung 2 verwendeten Daten stammen aus Steinhilber et al. 2012, siehe aber auch Steinhilber et al. 2009. Der AR6 greift nicht direkt auf Steinhilbers Rekonstruktionen zurück, sondern verwendet SATIRE-T und NRLTSI2; Steinhilbers Rekonstruktion ist jedoch ähnlich. Ich bevorzuge Steinhilbers Rekonstruktion auf Basis kosmogener Isotope, weil sie in Phasen geringer Sonnenaktivität detailliertere Informationen liefert. Das Problem bei SATIRE-T und NRLTSI2 besteht darin, dass sie sich zu stark auf Sonnenflecken stützen, und das Fehlen von Sonnenflecken ist nicht gleichbedeutend mit null Sonnenaktivität.
Abbildung 2. Die TSI-Rekonstruktion von Steinhilber et al. mit Schattierung zur Darstellung der Unsicherheit. Datenquelle (Steinhilber et al., 2012).
Der AR6 verwendet die Rekonstruktion von Steinhilber nicht, weil er eine jährliche Auflösung erfordert, während die Rekonstruktion von Steinhilber nur 22-Jahres-Mittelwerte liefert. Die im AR6 verwendeten, auf Sonnenflecken basierenden Magnetflussmodelle korrelieren besser mit modernen TSI-Satellitenmessungen, doch leider sind die Korrelationen aufgrund von Problemen mit den Satellitendatensätzen mehrdeutig und interpretationsfähig, wie hier ausführlicher erörtert wird (siehe insbesondere Abbildung 5 im verlinkten Beitrag). Einige auf Sonnenflecken basierende Rekonstruktionen zeigen einen Unterschied bis 5 W/m² zwischen 1700 und der Gegenwart. Die Satellitenaufzeichnungen der gesamten Sonneneinstrahlung sind kurz und mit Problemen behaftet (siehe insbesondere Abbildung 7 im verlinkten Beitrag).
Der AR6 ignoriert explizit:
• Die Stärke des Sonnenmagnetfelds verdoppelte sich vom Beginn des modernen Sonnenmaximums um 1930 bis zum Höhepunkt des Sonnenzyklus 19 (~1958), dem stärksten Sonnenzyklus seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Sonnenmagnetfeld stabilisierte sich dann bis etwa 1990, worauf ein langsamer, allmählicher Rückgang folgte (Lockwood, 2003).
• Der Sonnenwind wurde während des modernen Sonnenmaximums geoeffektiver (Effizienz der Energieübertragung in das Erdmagnetfeld). Dies führte zu einer verstärkten Kopplung mit der Magnetosphäre der Erde.
• Die Heliosphäre ist mittlerweile besser darin, den Fluss kosmischer Strahlung zu reduzieren.
• Die Variabilität der solaren UV-Strahlung ist wesentlich stärker als die der gesamten solaren Strahlung (TSI).
• Das stratosphärische Ozon weist beim Sonnenmaximum einen Anstieg von 1–3 % auf.
• Das moderne Sonnenmaximum (~1930–2000) ist das längste seit über 600 Jahren.
Joanna Haigh schreibt:
„Das Verständnis der Rolle der Schwankungen in der Sonnenaktivität ist für die Interpretation des Klimas der Vergangenheit und die Vorhersage der Zukunft von entscheidender Bedeutung. In der Vergangenheit wurde zwar viel über die Zusammenhänge zwischen der Sonnenfleckenzahl und dem Wetter geschrieben, doch das Thema der solaren Einflüsse auf das Klima wurde von Meteorologen oft außer Acht gelassen.“ (Haigh J., 2011).
So sind beispielsweise die Temperaturschwankungen in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre (~20 km) dreimal so hoch wie an der Erdoberfläche. Der Kernpunkt, den Joanna Haigh und Judith Lean hervorheben ist, dass der IPCC die Auswirkungen der Sonnenvariabilität auf das Klima zu stark vereinfacht, indem er ausschließlich die TSI berücksichtigt. Die im AR6 enthaltene Schätzung des solaren Antriebs ist kein Maß für den gesamten Einfluss der Sonne auf das Klima, wie Judith Lean schreibt:
„Da die Sonnenstrahlung vor allem in den niedrigen Breitengraden eintrifft, verändert die erhöhte Strahlungsenergie die Temperaturgradienten zwischen Äquator und Polen und löst dynamische Reaktionen aus, die in den mittleren bis hohen Breitengraden sowohl Erwärmungs- als auch Abkühlungsgebiete hervorrufen. Da die Aufnahme von Sonnenenergie aufgrund der höhenabhängigen Absorption in der Atmosphäre von der Höhe abhängt, entstehen durch die sich ändernde Sonnenstrahlung vertikale Temperaturgradienten, welche die dynamischen Bewegungen innerhalb des Erdsystems weiter verändern.“ (Lean J. , 2017).
Wie Christopher Scotese gezeigt hat, ist der Temperaturgradient vom Äquator zu den Polen von grundlegender Bedeutung für die globale durchschnittliche Temperatur im geologischen Zeitmaßstab (Scotese et al., 2021). Ein steiler Gradient bedeutet einen kälteren Planeten, ein flacher Gradient hingegen einen wärmeren (weitere Einzelheiten finden sich in Abbildung 7 von Scotese).
Die Kleine Eiszeit LIADie stärkste und am weitesten verbreitete Kälteperiode des Holozäns erstreckte sich ungefähr von 1645 bis 1715 n. Chr. Nach dieser Kälteperiode erreichten die Gletscher in Europa, Island, Alaska und Neuseeland ihre größte Ausdehnung im Holozän. Diese Periode umfasst die historisch kältesten Winter in Europa und Nordamerika und folgt auf fünf aufeinanderfolgende große Sonnenminima, darunter das längste große Sonnenminimum der letzten 6.000 Jahre.
Zudem kam es in diesem Zeitraum zu zahlreichen großen Vulkanausbrüchen, darunter Parker (Philippinen, 1641), Serua (Indonesien, 1693), Fuji (Japan, 1707) sowie drei weitere, deren Standorte zwar in Sedimenten und Eis nachgewiesen wurden, die jedoch unbekannt sind. Darüber hinaus gab es wahrscheinlich drei weitere Eruptionen im westlichen Pazifik in den Jahren 1654 (Japan), 1673 (Indonesien) und 1674 (Indonesien). Die Kleine Eiszeit ist in Abbildung 3 dargestellt und wird mit hochwertigen Temperaturproxies aus Indonesien, Grönland und der Antarktis sowie dem Logarithmus des CO₂-Gehalts aus den Eisaufzeichnungen von Dome C verglichen:
Abbildung 3. Dargestellt sind drei hochwertige Temperaturproxies für das Holozän: Rosenthals 500-Meter-Proxy aus Indonesien (schwarz), Vinthers Grönland-Eis-Proxy und der Proxy vom antarktischen Dome C (blau) sowie der Logarithmus des CO₂-Proxys vom Dome C in Violett. Die Perioden der Kleinen Eiszeit, des Neoglazials und des Holozän-Klimamaximums sind gekennzeichnet. Datenquellen, in der Reihenfolge der Legende: (Jouzel et al., 2007), (Vinther et al., 2009), (Rosenthal et al., 2013), (Bereiter et al., 2015).
Der entscheidende Punkt in Abbildung 3 ist, dass die Kleine Eiszeit die kälteste Periode im gesamten 12.000 Jahre umfassenden Holozän darstellt, zumindest in Grönland, Indonesien, im Nordpazifik und im Raum Neuseeland. Auch in der Antarktis ist es kälter, wenn auch nicht in gleichem Maße. Weitere Einzelheiten zu den Proxies finden Sie hier und hier. Daher ist die im AR6 enthaltene Schlussfolgerung unaufrichtig, wonach diese Periode (die „vorindustrielle Zeit“) den heutigen Temperaturen in gewisser Weise vorzuziehen sei oder eine Art klimatische Basislinie darstelle. Wie kann eine vorindustrielle klimatische Basislinie zudem aus einer Basistemperatur und einem Strahlungsantrieb bestehen, die mehr als 100 Jahre auseinanderliegen und in die klimatisch instabile Kleine Eiszeit fallen? (Parker G. , 2012)?
Antarktisches CO2
Abbildung 3 zeigt zudem, dass der Logarithmus der atmosphärischen CO₂-Konzentration in der Antarktis nicht gut mit der Temperatur in Grönland oder Indonesien korreliert, obwohl er visuell recht gut mit dem Temperaturproxy des Eiskerns von Dome C in der Antarktis korreliert. Regionale Temperaturen erfassen natürlich regionale Verstärkungseffekte, doch da CO₂ ein gut durchmischtes Gas ist, wird angenommen, dass es eine globale Wirkung hat. Die Trends in Abbildung 3 lassen erhebliche Zweifel an dieser Vorstellung aufkommen. Der AR6 stützt sich in seinen Untersuchungen sehr stark auf die CO₂-Daten aus Dome C (Jouzel et al., 2007) und (Lüthi et al., 2008), doch diese scheinen lediglich eine CO₂-Temperatur-Korrelation für die Antarktis zu stützen, nicht jedoch eine globale Korrelation.
Das glaziale Maximum der Kleinen EiszeitZwischen 1809 und 1820 war es recht kalt, was zumindest teilweise auf den berühmten Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 zurückzuführen war. Doch bis 1850 war die größte Kälte vorbei, und die Welt begann sich zu erwärmen. Daher ist es schwierig, die Erwärmung von 1850 bis 1900 mit dem Strahlungsantrieb seit 1750 zu vergleichen, da das Klima (oder genauer gesagt die globale mittlere Temperatur) zwischen 1750 und 1900 recht variabel war, wie in Abbildung 1 dargestellt. Tabelle 1 zeigt den Gletscherschwund seit dem Gletschermaximum der Kleinen Eiszeit (~1750) in den Jahren 1900 und 2020.
Tabelle 1. Gletscherschwund nach Regionen in den Jahren 1900 und 2020.
Ich habe Microsoft Copilot beauftragt, eine Darstellung der Gletscherpositionen in Neuseeland, Alaska und den europäischen Alpen zu wichtigen Zeitpunkten zu erstellen. Diese zeigt in Abbildung 4:
Abbildung 4. Darstellungen des Gletscherrückgangs in Neuseeland, Alaska und den europäischen Alpen seit dem Höchststand der Gletscherausdehnung während der Kleinen Eiszeit um 1750. Quelle: Von Microsoft Copilot generiertes Bild.
Die Gletscherausdehnung ist ein sehr sensibler Indikator für den Klimawandel, d. h. für die Veränderung der durchschnittlichen Temperatur in der Region des Gletschers (Bray, 1968) & (Zumbühl & Nussbaumer, 2018). Aus historischen Aufzeichnungen und paläoglazialen Moränen-Daten geht eindeutig hervor, dass die maximale Gletscherausdehnung in den drei in Abbildung 1 dargestellten Regionen zwischen 1700 und 1800 stattfand, wobei das Maximum um 1750 erreicht wurde. Dies war unmittelbar nach der historisch kältesten Phase der Kleinen Eiszeit (~1640–~1715), in der ein Drittel der Weltbevölkerung ums Leben kam (Parker, 2008) & (Parker G., 2012). Zwischen dem Gletschermaximum und der Kälte, die es verursacht hat, besteht eine zeitliche Verzögerung, da es eine gewisse Zeit dauert, bis sich der Schnee verdichtet, Gletschereis bildet und sich bis zu seinem endgültigen Höchststand ausdehnt.
Die Datenquellen für die Darstellungen zu Neuseeland in Abbildung 4 sind die Klima-, Schnee- und Eisaufzeichnungen der NIWA-Klimadatenbank (CliFlo), die Gruppe zur Überwachung von Gletschern und Schnee in hohen Lagen des NIWA-Schnee- und Eisnetzwerks (SIN) sowie die Gruppe zur Gletscherinventarisierung und Aktualisierung der Gletscherendpositionen der NIWA (Teil der neuen Gruppe „Climate Present and Past“).
Die Daten für Alaska stammen vom USGS (hier und hier). Weitere Einzelheiten finden sich bei Connor et al. (Connor et al., 2009), die schreiben:
„Das neoglaziale Klima und die Dynamik der Landschaft schufen schwierige, aber erträgliche Umweltbedingungen für das dort lebende Volk der Huna Tlingit. Die Entscheidung, mit den ökologischen Widrigkeiten zurechtzukommen, war vielleicht der sich außerhalb der Bucht noch stärker verschlechternden Lage sowie Konflikten mit rivalisierenden Gruppen vorzuziehen. Der zentrale Teil der Schwemmebene blieb bestehen, bis er zwischen 1724 und 1794 n. Chr. von Eis überrollt wurde, das in die Icy Strait vordrang. Dieser letzte Eisvorstoß erfolgte nach einer langen Phase des Stillstands sehr abrupt und vertrieb die Huna Tlingit aus ihrer Heimat in der Glacier Bay.“ (Connor et al., 2009)
Demnach wurde der maximale Eisvorstoß in Südalaska um das Jahr 1750 erreicht. Weitere Quellen waren das NOAA NSIDC-Datenportal und das NCEI.
Für die europäischen Alpen stammen die Daten von der WGMS (link, link und link) sowie von swisstopo (link, link und link). Im Jahr 1644 erreichte der Mer de Glace seine maximale Ausdehnung, nachdem er drei Dörfer im Bergtal verschlungen hatte. Die verängstigten und obdachlos gewordenen Dorfbewohner baten Bischof Jean-Amédée de Milliet 1645 in Chamonix in Frankreich ein Exorzismusritual durchzuführen, um das vorrückende Eis aufzuhalten. Die Wirkung des Exorzismus war jedoch nur vorübergehend: 1821 erreichte der Gletscher ein zweites Maximum, das fast so weit den Berg hinunterreichte wie das erste im Jahr 1644. Der endgültige Rückzug des Gletschers setzte schließlich Mitte der 1850er Jahre ein (Zumbühl & Nussbaumer, 2018).
Wie aus Tabelle 2 ersichtlich ist, waren 20–40 % des Rückgangs gegenüber diesem Maximum bis zum Jahr 1900 bereits eingetreten, dem Ende des Temperatur-Referenzzeitraums. Daher ist es schwierig, die in den Gletscheraufzeichnungen seit 1750 beobachteten Veränderungen der Strahlungsantriebe mit den Temperaturänderungen im Zeitraum 1850–1900 in Verbindung zu bringen. Eine weitere Komplikation besteht darin, dass das letzte von fünf aufeinanderfolgenden großen Sonnenminima im Jahr 1680 stattfand und der Beginn des längsten großen Sonnenmaximums seit 600 Jahren etwa im Jahr 1930 lag (Usoskin, 2017).
ZusammenfassungAus dieser Diskussion sollte klar hervorgehen, dass die Kleine Eiszeit aus Sicht der Menschen oder der menschlichen Zivilisation keine gute klimatische Bezugsgröße darstellt. Es war eine Zeit voller Kriege, Hungersnöte, Dürren, Seuchen und Elend in Europa, Nordamerika, dem Nahen Osten, Japan, China und wahrscheinlich auch anderswo (Parker G., 2012). Das Klima der Kleinen Eiszeit ist kein Klima, zu dem ein vernünftiger Mensch zurückkehren möchte. Diese Referenz wurde vom IPCC aus wissenschaftlicher Bequemlichkeit gewählt, weil hierfür die besten verfügbaren Daten vorlagen, und nicht aus irgendeinem sinnvollen Grund. Es ist Wahnsinn zu unterstellen, dass das „vorindustrielle“ Klima oder die Kleine Eiszeit ein ideales Klima sei.
[Hervorhebungen vom Übersetzer]
Welche Temperatur ist also die optimal für die Menschheit? Es muss sich um eine Zeit handeln, in der die Landwirtschaft produktiv war, Zivilisationen sich ausbreiteten, Ökosysteme stabil waren, extreme Kälte selten war und Gletscher nicht in Ackerland und Dörfer vordrangen. Wann lagen diese Zeiten historisch gesehen? Ein Blick auf Abbildung 3 und dieser Beitrag zeigen, dass die besten Zeiten für den Menschen das Holozän-Klimamaximum (~8000 v. Chr. bis 4200 v. Chr.), die mittelalterliche Warmzeit (~800 n. Chr. bis 1250 n. Chr.) und die moderne Warmzeit (~1905 bis heute) waren. Dies waren die Zeiten, in denen Zivilisationen wuchsen und florierten. Tabelle 2 listet die Durchschnittstemperaturen in diesen Zeiträumen anhand aller drei Kurven aus Abbildung 3 auf. Der für die moderne Warmzeit angegebene Durchschnittswert stammt größtenteils aus den Pages2K-Instrumentaldaten, nachdem diese auf den gleichen Referenzzeitraum umgestellt wurden, der auch für die Proxydaten verwendet wurde.
Tabelle 2. Temperaturanomalien für das holozäne Klimamaximum (HCO), die mittelalterliche Warmzeit (MWP) und die moderne Warmzeit unter Verwendung einer Referenzperiode von 1961–1990 sowie einer vorindustriellen Referenzperiode (1850–1900).
Die Werte in Tabelle 2 zeigen die Temperaturänderungen während des Holozän-Klimamaximums (HCO), der mittelalterlichen Warmzeit (MWP) und der modernen Warmzeit im Vergleich zum Mittelwert von 1961–1990 (obere Tabelle) und zum „vorindustriellen“ Zeitraum (1850–1900). In beiden Tabellen liegt die moderne Warmzeit zwischen der MWP und dem HCO.
Die Werte in Tabelle 2 sind sehr grob (vielleicht ± 0,2° bis 0,3°C oder so), aber in der richtigen Richtung. Die MWP wies wahrscheinlich in etwa die gleichen Temperaturen auf wie das späte 20. Jahrhundert, und während des HCO war es wahrscheinlich wärmer als heute. Dies ist wichtig, da Menschen und die menschliche Zivilisation während dieser Warmzeiten florierten und während der Kleinen Eiszeit bzw. der vorindustriellen Zeit litten; siehe hier und hier für eine Erörterung und einen Vergleich. Die beste Klimareferenz ist nicht die Kleine Eiszeit, sondern das Klima, wie es in der HCO, der MWP und heute zu beobachten ist.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Download the bibliography here.
Link: https://andymaypetrophysicist.com/2026/09/18/what-is-the-best-human-centric-climatic-baseline/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Welche ist die beste menschliche Faktoren berücksichtigende Klima-Referenz? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Danke für die Veröffentlichung der Gesundheitsstudie, die bestätigt, dass Kälte mehr Todesopfer fordert als Hitze!
H. Sterling Burnett, ClimateREALISM
Die Wissenschafts-Website „StudyFinds“ berichtete kürzlich über eine Studie, die ergab, dass die Zahl der Herzstillstände während Kältewellen erheblich stieg. Dies bestätigt andere Forschungsergebnisse, über die „Climate Realism“ bereits berichtet hatte. Niedrige Temperaturen fordern jedes Jahr weitaus mehr Todesopfer als hohe Temperaturen – ganz im Gegensatz zu dem Bild, das die Mainstream-Medien üblicherweise vermitteln.
Der Artikel [Titel übersetzt] „Kälteeinbrüche gehen mit einem Anstieg von Herzstillständen einher, wie eine neue Studie zeigt“ berichtet über die Ergebnisse einer in der Fachzeitschrift „Public Health“ veröffentlichten Studie, in der meteorologische Faktoren untersucht wurden, die das Auftreten von kardiovaskulären Notfällen beeinflussen – im Volksmund als Herzinfarkte bezeichnet. Die beteiligten Forscher verschiedener ungarischer Universitäten untersuchten 114.830 Fälle von Herzstillständen an 1.584 Tagen, die vom ungarischen nationalen Rettungsdienst von November 2018 bis Dezember 2023 gemeldet worden waren, wobei der Zeitraum der COVID-19-Pandemie ausgeschlossen wurde. Anschließend verglichen sie diese Fälle mit verschiedenen meteorologischen Parametern an den jeweiligen Tagen, wie Temperatur, Windgeschwindigkeit, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Wie StudyFinds berichtet, kamen die Forscher zu folgenden Ergebnissen:
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An den Tagen mit den meisten Herzstillständen lag die Zahl fast ein Drittel über dem Normalwert – landesweit etwa 19 zusätzliche Fälle –, und diese Tage waren in der Regel kalt und windstill;
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Niedrigere Temperaturen und geringere Windgeschwindigkeiten standen durchweg in Zusammenhang mit einer höheren Zahl von Herzstillständen, wobei sich die Wetterbedingungen über einen Zeitraum bis zu drei Tagen erstreckten;
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In den Wintermonaten gab es fast 18 Prozent mehr Herzstillstände als in den Sommermonaten
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Wind . . . schien eine schützende Wirkung zu haben, wahrscheinlich weil bewegte Luft dazu beiträgt, Schadstoffe zu beseitigen und die Luftqualität insgesamt zu verbessern; die Studie stellte an windigeren Tagen einen deutlichen Rückgang der Herzstillstände fest; und
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Die tägliche Zahl der Herzstillstände lag im Winter im Durchschnitt bei fast 66 Fällen, verglichen mit etwa 56 im Sommer – eine Differenz von fast 18 %, die sich bei mehreren statistischen Überprüfungen bestätigte.
Maschinelles Lernen, also künstliche Intelligenz, bestätigte die Ergebnisse der Studie.
Die Ergebnisse dieser Studie dürften für Leser von „Climate Realism“ keine Überraschung sein, hat doch diese Plattform bereits Dutzende falscher Berichte in den Mainstream-Medien widerlegt, in denen behauptet wurde, dass hohe Temperaturen die meisten temperaturbedingten Todesfälle verursachen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Medien, wie in „Climate at a Glance: Temperature Related Deaths“ dargelegt, kommt die von Fachkollegen begutachtete Literatur durchweg zu dem Ergebnis, dass Todesfälle im Zusammenhang mit niedrigen Temperaturen weitaus häufiger vorkommen als vorzeitige Todesfälle durch Hitze; infolgedessen sind die Todesfälle aufgrund nicht optimaler Temperaturen mit der moderaten Erwärmung des Planeten drastisch zurückgegangen.
Die Zeitschrift „StudyFinds“ wurde vom preisgekrönten Redakteur Steve Fink gegründet, um wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In ihrem Leitbild heißt es:
StudyFinds wurde ins Leben gerufen, um Wissenschaft zugänglich zu machen, ohne dabei an Genauigkeit einzubüßen.
Wir sind der Überzeugung, dass begutachtete Forschungsergebnisse allen gehören, nicht nur Akademikern. Unsere Aufgabe ist es, Studien zu finden, die für echte Menschen von Bedeutung sind, darüber zu berichten, was sie tatsächlich aussagen (und nicht, was Schlagzeilen ihnen unterstellen wollen), und diese Informationen klar, fair und vollständig darzustellen.
Wir verfolgen keine eigene Agenda. Wir äußern keine Werturteile darüber, ob ein Forschungsergebnis gut oder schlecht, politisch opportun oder ungelegen ist. Wir berichten, was die Forschung aussagt, weisen auf ihre Grenzen hin und vertrauen darauf, dass unsere Leser sich selbst ein Urteil bilden.
Das ist eine lobenswerte Mission. Man würde sich wünschen, dass mehr Nachrichtenmedien danach streben würden, die Wahrheit über wissenschaftliche Themen zu berichten – ja, eigentlich über alle Themen von gesellschaftspolitischer Bedeutung –, ohne politische Voreingenommenheit oder die Verfolgung einer eigenen Agenda. Die Berichterstattung von StudyFinds über diese Studie, die den Zusammenhang zwischen Herzstillstandsfällen und kaltem Wetter untersucht, zeigt deutlich, wie sehr sich die Autoren und Redakteure dieser Mission verpflichtet fühlen. Sie berichteten die Wahrheit über die Studie und nichts als die Wahrheit, ohne unnötige oder ungerechtfertigte Hintergründe oder Kommentare einzuflechten. Bravo, StudyFinds! Wenn dieses Beispiel repräsentativ für Ihre sonstige wissenschaftliche Berichterstattung ist, kann Climate Realism nur hoffen, dass mehr Leser den Weg zu Ihrem Online-Journal finden.
H. Sterling Burnett, Ph.D., is the Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy and the managing editor of Environment & Climate News. In addition to directing The Heartland Institute’s Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy, Burnett puts Environment & Climate News together, is the editor of Heartland’s Climate Change Weekly email, and the host of the Environment & Climate News Podcast.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Brüssel konstruiert ein Klimaschutz-Geschäftsmodell unter dem Deckmantel der „Klima-Versicherung“
Kurt Vandenberghe, Generaldirektor für Klimaschutz bei der Europäischen Kommission, fasste die neue Lehrmeinung diesen Monat in einem einzigen Satz zusammen. In einem Beitrag nach einem Gespräch am Runden Tisch mit europäischen Versicherern über die Schließung der „Klimaschutzlücke“ erklärte er, dass „das bisherige Versicherungsgeschäft nicht nachhaltig sein wird“. Klimapolitik, so argumentierte er, sei mittlerweile faktisch auch Versicherungspolitik: Jedes Risiko, dessen Deckung Versicherer ablehnen, werde uninvestierbar. Laut Vandenberghe droht eine sich vergrößernde Schutzlücke ein bevorstehendes Problem für die Finanzstabilität der gesamten Europäischen Union.
Im April griff die „Financial Times“ den gleichen Gedanken auf und berichtete, dass die EU-Aufsichtsbehörden für Versicherungen, Altersvorsorge und Finanzwesen einen von Brüssel unterstützten Fonds in Höhe von 10 bis 65 Milliarden Euro für Natur- und Klimakatastrophen fordern, „um die Versicherungslücke der Union bei Überschwemmungen, Waldbränden, Hitzewellen und Stürmen zu schließen“. Die Zahlen hinter diesem Vorschlag sind erschreckend: Von den 11 Milliarden Euro Schaden durch die Überschwemmungen in Valencia im Jahr 2024 waren nur 4,5 Milliarden Euro versichert; von den 51 Milliarden Euro Schaden durch die Überschwemmungen im Ahrtal im Jahr 2021 waren nur 13 Milliarden Euro abgedeckt. Naturkatastrophen, so die Regulierungsbehörden, verursachten zwischen 1981 und 2024 in der gesamten EU Schäden in Höhe von mehr als 900 Milliarden Euro – „nur ein Bruchteil“ davon war versichert.
Brüssel hat beschlossen, dass Europas Stürme und Unwetter eine neue Bürokratie erfordern. Der Bericht der „Financial Times“ stützte sich auf ein gemeinsames Diskussionspapier, das am gleichen Tag von der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung veröffentlicht worden war. Darin wurde ein kontinentweiter Versicherungspool für Naturkatastrophen vorgeschlagen, der durch eine Kreditfazilität bis 65 Milliarden Euro abgesichert sein soll und der Europas „Versicherungsschutzlücke“ angeblich von rund 75 % auf etwa 10 % verringern würde. Der Pool würde durch risikobasierte Prämien finanziert, die letztlich durch die Bonität der EU selbst abgesichert wären.
Spanien ließ nicht lange auf sich warten, um den Einsatz zu erhöhen. In einem Schreiben an Klimakommissar Wopke Hoekstra vom 2. September 2026 schlug das Ministerium für ökologischen Wandel in Madrid einen dauerhaften Europäischen Klimaanpassungsfonds vor, der durch eine Steuer auf die Gewinne von Öl- und Gasunternehmen, gemeinsame EU-Schuldtitel und ein öffentlich-privates Rückversicherungssystem zur Ausgabe von „Klimarisikoanleihen“ finanziert werden soll. Madrids eigene Bilanz: 822 Milliarden Euro an Wetter- und Klimaschäden in der gesamten EU seit 1980, wobei sich etwa ein Viertel davon allein auf die vier Jahre von 2021 bis 2024 konzentriert.
Beiden Vorschlägen liegt die gleiche unausgesprochene Prämisse zugrunde, nämlich dass herkömmliche Wetterversicherungen versagt haben und dass nur ein neues, von Brüssel garantiertes Instrument mit dem Wort „Klima“ im Namen Europa versicherbar halten kann. Diese Prämisse ist ein Kategorienfehler. Er wurde bereits zuvor begangen – von Zentralbankiers, die auf „Klima-Stresstests“ zurückgriffen, von ESG-Fondsmanagern, die Übergangsrisiken einpreisten, die nie eintraten, und nun von Versicherungsaufsichtsbehörden. Jedes Mal beobachten wir die gleiche Vermischung von routinemäßigen, bewertbaren Risiken mit künstlich herbeigeführten systemischen Krisen. Jedes Mal das gleiche Rezept: mehr Brüssel, weniger Markt.
Die EU fängt nicht bei Null an. Der bestehende EU-Solidaritätsfonds hat seit seiner Gründung im Jahr 2002 bei 130 Katastrophen insgesamt 8,6 Milliarden Euro ausgezahlt – ein bescheidenes, weitgehend unumstrittenes Verfahren für das wirklich katastrophale Tail-Risiko. Was nun vorgeschlagen wird, ist etwas kategorisch Größeres: ein ständiger, von der EU garantierter Versicherungspool für gewöhnliche jährliche Wetterschäden, die private und nationale Märkte bereits routinemäßig einpreisen und bezahlen, umbenannt als unvermeidbare Reaktion auf den Klimawandel, anstatt als das, was er tatsächlich ist – ein in versicherungsmathematischer Sprache verpacktes Transfersystem.
Ein Kategorie-FehlerWas Haushalte und Unternehmen zu bewältigen haben und was Versicherer seit Jahrhunderten in ihren Prämien einkalkulieren, ist das Wetterrisiko – die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Überschwemmung, ein bestimmter Sturm, ein bestimmter Brand oder ein bestimmter Frost eine bestimmte Anlage an einem bestimmten Ort in einem bestimmten Jahr beschädigt. „Klima“ ist schlicht die Wahrscheinlichkeitsverteilung, die das Wetter beschreibt: die Durchschnittswerte, die Extremwerte und wie langsam sich diese Extremwerte über Jahrzehnte hinweg verschieben könnten. Wie der Ökonom John Cochrane von der Stanford University seit mehr als einem Jahrzehnt argumentiert, stellt eine sich langsam entwickelnde Verteilung, die jedes Jahr beobachtet, modelliert und neu bewertet werden kann, keine systemische finanzielle Überraschung dar. Es ist das ganz normale Geschäft der Versicherungsbranche.
Cochrane brachte diese Unterscheidung in seiner Stellungnahme vor dem Bankenausschuss des US-Senats im Jahr 2021 am deutlichsten zum Ausdruck: „Der Klimawandel ist eine wichtige Herausforderung. Aber der Klimawandel stellt kein messbares Risiko für das Finanzsystem dar … ‚Risiko‘ bedeutet unvorhergesehene Ereignisse. Wir wissen genau, wohin sich das Klima jenseits des Horizonts entwickelt, den die Finanzregulierung berücksichtigen kann.“ Sein Argument bezüglich der Zeithorizonte ist von Bedeutung. Probleme im Jahr 2100, sollten sie eintreten, werden auf Investitionen zurückzuführen sein, die im Jahr 2095 getätigt wurden; Aufsichtsbehörden können nicht sinnvoll 80 Jahre in die Zukunft blicken, und eine Entwicklung im Jahrhundertmaßstab als eine Bedrohung für die nächsten fünf Jahre zu behandeln, ist, wie er es ausdrückt, eine Antwort auf der Suche nach einer Frage – ein bequemer Vorwand für politische Maßnahmen, die andernfalls gewöhnliche demokratische oder Kosten-Nutzen-Prüfungen nicht bestehen würden.
All dies erfordert nicht, so zu tun, als sei das Wetter unveränderlich. El-Niño-Zyklen, die Atlantische Multidekadische Oszillation, Veränderungen in der Landnutzung und städtische Wärmeinseln verschieben die beobachtete Verteilung im Laufe der Zeit, und Versicherer haben ihre versicherungsmathematischen Tabellen stets entsprechend aktualisiert. Katastrophenmodelle, Rückversicherungsverträge und Katastrophenanleihen übertragen das Tail-Risiko bereits auf globale Kapitalmärkte, die genau zu diesem Zweck geschaffen worden sind. Deiche, Hochwasserschutzanlagen, strengere Bauvorschriften, Forstwirtschaft und bessere Entwässerung – die wenig glamourösen Maßnahmen zur Anpassung – haben seit Generationen die menschlichen und wirtschaftlichen Folgen des Wetters gemindert, weitgehend unabhängig von der Entwicklung der Emissionen. Keines dieser Verfahren muss mit einem Brüsseler Stempel neu etikettiert werden, um weiter zu funktionieren; es ist lediglich erforderlich, dass sich die Versicherungsprämien anpassen dürfen.
Quelle: https://globalextremeweather.thehonestbroker.org/
Der versicherungsmathematische gesunde Menschenverstand von Warren BuffetWarren Buffett brachte den gleichen Punkt im Aktionärsbrief von Berkshire Hathaway aus dem Jahr 2015 zum Ausdruck, als er auf einen Antrag von Stimmrechtsvertretern reagierte, in dem Bedenken hinsichtlich der Klimarisiken für die Bilanz des Versicherers geäußert wurden. „Versicherungspolicen werden üblicherweise für ein Jahr abgeschlossen und jährlich neu bewertet, um sich ändernden Risiken Rechnung zu tragen“, schrieb er. „Erhöhte Verlustrisiken schlagen sich umgehend in höheren Prämien nieder.“ Wenn Katastrophenschäden häufiger oder kostspieliger werden, führt dies bei einem gut geführten Versicherer nicht zur Insolvenz, sondern zu einem größeren, profitableren Geschäftsvolumen – vorausgesetzt, die Preise können sich anpassen. Policen mit festen Preisen und einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten wären eine andere Sache; so funktioniert die Schaden- und Unfallversicherung jedoch nicht, weder in Valencia noch in Iowa.
Deshalb funktioniert die Branche weiterhin, auch wenn dieser regelmäßig vorgeworfen wird, beim Klimaschutz zu „versagen“: Sie bewertet das Wetter Jahr für Jahr neu, anstatt so zu tun, als würde sie einen abstrakten planetarischen Prozess namens „Klimawandel“ versichern. Die eigenen „sigma“-Berichte von Swiss Re zeigen, dass die weltweiten versicherten Katastrophenschäden real jährlich um konstante 5–7 % steigen, wobei Rückversicherer nur in seltenen „Spitzenverlustjahren“ eingreifen, in denen die Schäden weit über dem Trend liegen, um den Grossteil der Verluste aufzufangen. Das ist kein Beweis für einen gestörten Markt. Es ist der Beweis dafür, dass ein Markt genau das tut, wofür die versicherungsmathematische Preisgestaltung konzipiert ist.
Die empirischen Argumente dafür, „Klimaschäden“ als neue und außergewöhnliche Kategorie zu behandeln, sind schwächer als die Rhetorik aus Brüssel vermuten lässt. Das Buch „Unsettled“ des Physikers Steven Koonin fasst zusammen, was die Beobachtungsdaten und die Bewertungsberichte des IPCC selbst tatsächlich über Extremereignisse aussagen – im Gegensatz zu den Behauptungen in Pressemitteilungen. Der IPCC stuft die Wahrscheinlichkeit eines langfristigen globalen Anstiegs der Häufigkeit oder Intensität tropischer Wirbelstürme als gering ein. Globale Trends bei Überschwemmungen und Dürren zeigen auf globaler Ebene keine eindeutigen Anzeichen mit hohem Konfidenzgrad. All dies bestreitet nicht, dass Treibhausgase den Planeten erwärmen. Was es jedoch bestreitet ist, dass die Wetterextreme, für die Versicherer Prämien berechnen, dramatisch weniger vorhersehbar geworden sind.
Roger Pielke Jr.s Normalisierungsarbeit zeigt das gleiche Bild aus der Perspektive der Schäden. Nachdem er die Daten der Europäischen Umweltagentur zu Katastrophenschäden für den Zeitraum 1990–2024 um das BIP-Wachstum bereinigt hat, stellt er keinen langfristigen Trend fest: Die direkten wirtschaftlichen Verluste durch Wetter- und Klimaereignisse sind in etwa proportional zum Wirtschaftswachstum der Region gestiegen, nicht schneller als dieses. Weltweit ergab seine frühere Analyse, dass die Katastrophenschäden von knapp unter 0,3 % des weltweiten BIP im Jahr 1990 auf knapp unter 0,2 % im Jahr 2019 gesunken sind. Selbst der Chefökonom von Swiss Re räumt den zugrunde liegenden Zusammenhang ein: „Die wirtschaftliche Entwicklung ist nach wie vor der Haupttreiber“ für den Anstieg der versicherten Schäden über viele Jahrzehnte hinweg. Mehr Gebäude und mehr Vermögen, die in Gefahrenzonen liegen, und nicht ein aus dem Gleichgewicht geratenes Klima, erklären den größten Teil der steigenden Kosten – und ein steigender Anteil dieser Kosten entfällt einfach auf zuvor nicht versichertes Eigentum, das nun versichert ist, was die Summe der versicherten Schäden automatisch in die Höhe treibt, ohne dass sich die zugrunde liegende Gefahr verändert hat.
Die Schutzlücke ist real – aber sie ist weder neu noch ausschließlich klimabedingtDas bedeutet jedoch nicht, dass die Versicherungslücke in Europa nur eine Erfindung ist. Die Zahlen der EIOPA selbst zeigen, dass zwischen 1980 und 2024 nur etwa ein Viertel der Schäden durch Naturkatastrophen in der gesamten Union versichert war, und die oben genannten Zahlen für Valencia und das Ahrtal sind eher typisch als außergewöhnlich. Die Lücke reflektiert jedoch nationale Unterschiede bei der Versicherungsaufnahme bei der Frage, ob der Versicherungsschutz obligatorisch oder freiwillig ist, sowie bei der politischen Zurückhaltung, risikobasierte Prämien für Überschwemmungsgebiete und brandgefährdete Hanglagen zu erheben – und nicht etwa eine plötzliche klimatische Diskontinuität, die nur Brüssel beheben kann. Die Schaffung eines Versicherungspools auf Brüsseler Ebene darüber hinaus schafft eine neue Interessengruppe, die politisch und finanziell davon profitiert, jede Hochwassersaison oder jeden heißen Sommer als Klimakrise darzustellen, die „europäische Solidarität“ erfordert, anstatt sie als Problem der Preisgestaltung und Landnutzung zu betrachten.
Der Versicherungspool entsteht nicht isoliert. Er folgt auf eine 88 Seiten starke OECD-Studie, die von der Europäischen Kommission finanziert und mitverfasst wurde und der De Nederlandsche Bank Anweisungen gibt, wie sie das „aufsichtsrechtliche Risiko“ bewerten soll, das sich aus den Netto-Null-Verpflichtungen niederländischer Banken ergibt – eine Studie, die der Verfasser dieses Artikels letzten Monat auf diesen Seiten kritisiert hat. Das Muster ist konsistent: Sobald es einer Aufsichtsbehörde gestattet ist, eine gewöhnliche wirtschaftliche oder versicherungsmathematische Frage als „Klimathema“ umzudeuten, setzt sich die gleiche Logik durch, die Corporate Governance in ESG-Scorecards und die Sicherheitenpolitik der Zentralbanken in eine grüne Industriestrategie verwandelt hat. Versicherungsaufsichtsbehörden, die nicht zwischen einer sich langsam verschiebenden Wahrscheinlichkeitsverteilung und einer echten Finanzkrise im Stil von 2008 unterscheiden können, werden die „Klimakrise“ als Vorwand nutzen, um Kapital zu lenken, Mandate auszuweiten und Verluste zu vergesellschaften, welche die Märkte schon jetzt einpreisen.
Das ist eine schleichende Ausweitung des Aufgabenbereichs, getarnt als Vorsicht. Die Klima- und Anpassungspolitik gehört in die Gesetzgebungsorgane, die Kosten, Nutzen und Kompromisse offen abwägen und einer Abstimmung unterziehen können. Versicherungen gehören zu den Versicherern, deren Existenz davon abhängt, ob die diesjährigen Prämien die diesjährigen Verluste plus eine Kapitalrendite decken. Die Verwechslung dieser beiden Bereiche macht Europa nicht widerstandsfähiger gegenüber Wettereinflüssen; sie führt dazu, dass der europäische Versicherungsmarkt weniger auf das Preissignal reagiert, das den Menschen seit zwei Jahrhunderten zeigt, wo sie nicht bauen sollten.
Preise, nicht PolitikAdam Smith stellte fest, dass wir unser Abendessen nicht aus der Großzügigkeit des Metzgers erwarten. Wir sollten auch keine zahlungsfähige Versicherung aus der Großzügigkeit einer europäischen Einrichtung erwarten, die jede Waldbrandsaison oder jeden heißen Sommer als Anklage gegen den Kapitalismus betrachtet. Herkömmliche Versicherungen leisten bereits das, was laut Brüssel angeblich nur ein neues „Klimaprodukt“ leisten könnte. Sie beziffert das Risiko von Überschwemmungen, Sturm und Feuer; sie überträgt das Tail-Risiko durch Rückversicherung und Katastrophenanleihen auf die globalen Kapitalmärkte; und sie sendet ein unmissverständliches Signal – über die Prämie, nicht über die Pressemitteilung –, wo nicht gebaut werden sollte oder wo Gebäude erhöht, Gestrüpp gerodet oder die Entwässerung verbessert werden muss. Dieses Signal durch einen von Brüssel unterstützten Pool zu subventionieren, verringert das Risiko nicht. Es vergesellschaftet die Kosten dafür, es zu ignorieren, und nennt das Ergebnis Solidarität.
Die Stürme werden wiederkommen, so wie sie es schon immer getan haben. Die Frage, der Brüssel immer wieder ausweicht ist, ob Preise, Technik und private Verträge dieses Risiko weiterhin abdecken sollten oder ob Europa eine weitere Ebene offizieller Klima-Theologie braucht, die einem Markt aufgezwungen wird, der zwei Jahrhunderte lang gelernt hat, Regen, Wind und Feuer zu bepreisen.
Die traditionelle Versicherung war nie das Problem. Der Versuch, sie als etwas darzustellen, vor dem uns nur Brüssel retten kann, ist es aber.
This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/09/16/brussels-is-building-a-climate-protection-racket-in-the-name-of-climate-insurance/
Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former (cancelled) contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Brüssel konstruiert ein Klimaschutz-Geschäftsmodell unter dem Deckmantel der „Klima-Versicherung“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 26 /2026
Meldungen vom 14. September 2026:
Grönland: SMB-Aktualisierungen fehlenDie Daten des DMI zur Oberflächen-Massenbilanz Grönlands werden nicht mehr aktualisiert – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Eiskappe einen der stärksten Starts in eine Akkumulationssaison seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.
Das SMB-Jahr für Grönland beginnt am 1. September von Neuem.
Und bis zum 8. September hatte die Eisdecke bereits 27 Gt an Oberflächenmasse zugenommen, was größtenteils auf vier enorme aufeinanderfolgende Zuwächse zurückzuführen war: +5,628 Gt am 5. September, +7,482 Gt am 6. September, +5,594 Gt am 7. September und +4,275 Gt am 8. September.
Dann brachen die Daten ab. Stand 14. September endet die Live-SMB-Datei immer noch am 8. September.
Das DMI veröffentlichte zwar am 9. September einen allgemeinen Hinweis, in dem es warnte, dass aufgrund „technischer Arbeiten“ einige Produkte fehlen oder verspätet erscheinen könnten, erwähnte dabei jedoch nicht ausdrücklich die SMB-Daten für Grönland. Eine spezifische Erklärung zu Grönland wurde (soweit ich sehen kann) nicht veröffentlicht.
Somit ist der Verlauf der Saison vorerst auf den 8. September eingefroren.
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Methan: Beide Seiten übertreibenDie eine Seite argumentiert, dass Wasserdampf die Infrarotbanden von Methan bereits absorbiert, wodurch CH₄ irrelevant werde. Die andere Seite behauptet, Methan liege in offenen spektralen „Fenstern“ und sei mehr als 80-mal stärker als CO₂. Keine der beiden Aussagen ist in dieser Form korrekt.
Methan macht etwa 1,9 ppm der Atmosphäre aus, was 0,00019 % entspricht. Wasserdampf ist weitaus häufiger vorhanden und überschneidet sich stark mit dem wichtigsten thermischen Absorptionsband von Methan bei etwa 7,7 Mikrometern.
Diese Überlappung verringert die Wirkung von Methan, beseitigt sie jedoch nicht vollständig.
Wasserdampf nimmt mit zunehmender Höhe infolge Kondensation rapide ab. Methan bleibt relativ gut vermischt, sodass CH₄ auch in höheren Schichten der Atmosphäre, in denen deutlich weniger Wasserdampf vorhanden ist, weiterhin Infrarotstrahlung absorbieren kann.
Die gegenteilige Behauptung – dass Methan die durch Wasserdampf hinterlassenen weiten Lücken ausfüllt – ist ebenfalls falsch. Seine Hauptabsorptionsbanden überschneiden sich erheblich mit denen von H₂O und anderen Gasen. Methan trägt zur Absorption bei; es wirkt nicht in einem sauberen, leeren Fenster.
Auch die Behauptung, Methan sei „80-mal wirksamer als CO₂“, wird regelmäßig missbraucht. Bei dieser Zahl handelt es sich um das ungefähre 20-Jahres-Treibhauspotenzial (GWP) von Methan: einen rechnerischen Vergleich gleicher Massen von CH₄ und CO₂ über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten. Es ist keine Aussage darüber, dass jedes Methanmolekül 80-mal mehr Wärme speichert. Über einen Zeitraum von 100 Jahren sinkt das angegebene GWP auf etwa 27–30.
Die physikalischen Zusammenhänge sind einfach: Methan hat zwar einen echten Treibhauseffekt, doch die Überlappung mit Wasserdampf reduziert seinen zusätzlichen Effekt erheblich, und weder „völlig irrelevant“ noch „80-mal stärker“ beschreibt genau, was tatsächlich geschieht.
Unabhängig davon ist Methan – genau wie CO₂ – kein Molekül, vor dem man sich fürchten muss.
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Meldung vom 15. September 2026:
Antarktis: Innerhalb von 22 Monaten Eiszunahme um 695 Millionen TonnenDie Antarktis hat in nur 22 Monaten rund 695 Milliarden Tonnen Eis dazu gewonnen – der größte Zuwachs dieser Art seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen.
Diese Erkenntnis stammt aus einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde und auf Satelliten-Gravitationsbeobachtungen des antarktischen Eisschildes basiert.
Zwischen Juli 2021 und April 2023 verzeichnete die Antarktis einen Zuwachs an Landeismasse von etwa 695 Gt – laut den Forschern der „größte Massenzuwachs innerhalb von 22 Monaten in den letzten zwei Jahrzehnten“.
Der Anstieg wurde vor allem von der Ostantarktis bestimmt, insbesondere von Queen-Mary-Land und Wilkes-Land. Allein diese Region verzeichnete einen Anstieg von 470,3 ± 29,1 Gt, was etwa 68 % des kontinentweiten Anstiegs ausmachte.
Verantwortlich dafür waren außergewöhnlich starke Schneefälle.
Die anhaltende Wärme im tropischen Pazifik und im Indischen Ozean veränderte der Studie zufolge die atmosphärische Zirkulation und leitete ungewöhnlich große Mengen an Feuchtigkeit in die Ostantarktis, wo sie als Schnee fiel und sich auf dem Eisschild ansammelte.
Das Ausmaß des Zuwachses reichte aus, um die Netto-Massenbilanz des antarktischen Eisschildes von 2021 bis 2024 auf annähernd null zu bringen, was viele Schwarzmaler blamierte: Im Sonderbericht des IPCC über Ozeane und Kryosphäre aus dem Jahr 2019 hieß es, dass der antarktische Eisschild voraussichtlich „im Laufe des 21. Jahrhunderts und darüber hinaus mit zunehmender Geschwindigkeit an Masse verlieren“ werde. Der AR6 kam daraufhin zu dem Schluss, dass die Antarktis unter jedem der betrachteten Emissionsszenarien während dieses Jahrhunderts weiterhin an Masse verlieren würde.
Stattdessen verzeichneten Satelliten den größten 22-Monats-Zuwachs seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Autoren des „Nature“-Artikels gehen davon aus, dass diese außergewöhnliche Entwicklung nur vorübergehend ist – natürlich tun sie das –, doch bisher hat sich der Trend noch nicht umgekehrt.
Eine separate Studie aus dem Jahr 2026 ergab einen positiven Massentrend von 67,5 Gt pro Jahr im Zeitraum 2020–2024, während das Jahr 2025 einen weiteren Nettozuwachs von 153 Gt verzeichnete – den viertgrößten jährlichen Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen. Und erst kürzlich, im April 2026, berichtete die ESA, dass es nach wie vor „keine eindeutigen Anzeichen für eine Rückkehr zu einem Netto-Massenverlust“ gebe.
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Meldung vom 17. September 2026. Darin werden die Erkenntnisse aus diesem Beitrag bestätigt:
Signal des NH-Polarwirbels: Höheres Risiko von KaltluftausbrüchenDer NH-Polwirbel nimmt nun Gestalt an, wobei die Temperaturen und der Luftdruck in der Stratosphäre rapide sinken.
Die neuesten ECMWF-Simulationen zeigen, dass der Wirbel bis in den frühen Winter hinein relativ stabil bleibt, bevor er sich im Januar und Februar stark abschwächt. Das UKMO zeigt ein ähnliches Bild: eine deutliche Verlangsamung der stratosphärischen Winde in der Mitte bis zum Ende des Winters.
Ein starker Polarwirbel trägt in der Regel dazu bei, die kälteste arktische Luft um den Pol herum einzuschließen. Wenn der Wirbel nachlässt oder gestört wird, kann die Zirkulation diese Kälte weniger effektiv zurückhalten, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass arktische Luft nach Süden in die mittleren Breiten vordringt – einschließlich der USA, Kanadas und Europas.
Der sich entwickelnde starke El Niño könnte den Wirbel im weiteren Verlauf der Saison zusätzlich unter Druck setzen, weil starke El-Niño-Ereignisse mit größeren Störungen in der Stratosphäre einhergehen.
Die daraus resultierende Konstellation kann den frühen Stadien einer plötzlichen stratosphärischen Erwärmung ähneln – und letztendlich zu einer solchen führen –, einem Ereignis, das den Polarwirbel stark schwächen, verlagern oder sogar spalten kann.
Es ist noch viel zu früh, um eine tatsächliche SSW vorherzusagen, und von einem konkreten arktischen Kälteeinbruch kann noch keine Rede sein.
Doch das erste Anzeichen ist eindeutig: Die wichtigsten Saisonprognosen deuten auf einen deutlich schwächeren Polarwirbel in der Hochwinterzeit hin.
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Meldungen vom 18. September 2026:
Met.-Office „findet“ einen neuen Hitze-Rekord 2026Mehr als einen Monat nach der Hitzewelle im August in Großbritannien hat das Met.-Office einen neuen „heißesten Tag des Jahres 2026“ bestätigt – gemessen an einer Wetterstation der Klasse 4.
Am Hartpury College in Gloucestershire wurden am 13. August Berichten zufolge 38,2 °C gemessen, womit die bisherige Höchsttemperatur von 38,1 °C in den Kew Gardens um gerade mal 0,1 °C übertroffen wurde.
Die Daten aus Hartpury gingen verspätet ein und wurden anschließend nach „Qualitätskontrollen“ akzeptiert.
Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass Hartpury eine manuell betriebene Temperaturmessstation der WMO/CIMO-Klasse 4 ist. Gemäß den WMO-Standortstandards ist bei Klasse 4 mit einer zusätzlichen Standortunsicherheit bis zu 2 °C zu rechnen.
Hartpury weist zudem eine lückenhafte Meldehistorie auf.
Im Jahr 2025 lieferte die Station nur an 255 Tagen Daten, also 69,9 % des Jahres. Maximaltemperaturen lagen lediglich für 162 Tage vor – das sind 44,4 % des Jahres. Auch frühere Aufzeichnungen weisen erhebliche Lücken auf.
Der britische Allzeitrekord von 40,3 °C (in RAF Coningsby) wurde an einem Messstandort der Klasse 3 gemessen. Hartpury ergänzt nun die Liste der wichtigsten modernen Hitzerekorde um eine Messstation der Klasse 4. Kew Gardens gehört zur Klasse 5, was eine zusätzliche Unsicherheit bis zu 5 °C mit sich bringt.
Das Met Office akzeptiert gerne Beobachtungen der Klassen 3, 4 und sogar 5 und behauptet, es seien „Qualitätskontrollen“ durchgeführt worden.
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Sonnenfleckenfreier TagDie Sonnenoberfläche ist fast völlig frei von Flecken – ein weiteres Anzeichen dafür, dass der Sonnenzyklus 25 seinen Höhepunkt hinter sich lässt.
Anfang September 2018 ist die von SILSO in Echtzeit geschätzte Sonnenfleckenzahl nun auf null gesunken, wobei die einzige verbleibende Region, AR4528, am westlichen Rand der Sonne verschwindet.
Dies wäre der vierte fleckenlose Tag im Jahr 2026 und der erste seit fast sieben Monaten.
Doch selbst das wird der Außergewöhnlichkeit dieser Ruhephase nicht gerecht.
Obwohl Sonnenflecken über weite Teile des Jahres 2026 hinweg vorhanden waren, war die Aktivität insgesamt schwach. Nach einem rasanten Anstieg zum Höhepunkt kehrte der Sonnenzyklus 25 schnell den Abwärtstrend ein und ist weitaus schneller zurückgegangen als vorhergesagt.
Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit großer Sonneneruptionen.
Tatsächlich können einige der stärksten Eruptionen gegen Ende eines Sonnenzyklus‘ auftreten, und die Geschichte liefert zahlreiche Beispiele dafür, darunter auch unmittelbar vor dem Dalton-Minimum. Dem Dalton-Minimum ging keine lange Abfolge zunehmend schwächerer Zyklen voraus. Der Sonnenzyklus 4 war außergewöhnlich stark und erreichte 1788 mit einer geglätteten Sonnenfleckenzahl von 235,3 seinen Höhepunkt. Gegen Ende dieses Zyklus‘ zeigen historische Beobachtungen dann einen starken Anstieg der Polarlichtaktivität, insbesondere im Jahr 1797 – ein Beleg für einen Ausbruch erhöhter solarer und geomagnetischer Aktivität.
Abbildung: Zeichnung der roten Polarlichter über Japan während eines Polarlichtphänomens im September 1770 (Hayakawa et al., 2017). Augenzeugen berichteten von einem „blutroten Himmel“.
Dann ging praktisch das Licht aus.
Zyklus 4 erreichte 1798 seinen Tiefpunkt, und die Sonne konnte sich einfach nicht mehr mit annähernd ihrer früheren Stärke erholen. Zyklus 5 erreichte einen Höchstwert von nur 82, gefolgt von Zyklus 6 mit 81,2. Die Sonnenaktivität blieb von etwa 1798 bis 1824 deutlich gedämpft.
Das Dalton-Minimum trat nicht nach einem langen, sanften Abklingen in die Ruhephase ein: ein sehr starker Sonnenzyklus, ein später Ausbruch intensiver Aktivität, dann zwei zusammengebrochene Zyklen.
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 26 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Globale Nachfrage nach Kohle widerlegt die Schwarzmaler – der Verbrauch erreicht laut IEA ein Rekordhoch
Kohle trotzt weiterhin den Klima-Untergangspropheten, die fordern, dass sie in der Stromerzeugung lieber früher als später ersetzt wird. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]
Die jüngsten Verkaufszahlen bestätigen diese Dominanz: Die weltweite Kohle-Nachfrage wird laut Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) im Jahr 2026 um 1,2 Prozent auf einen Rekordwert von 8,94 Milliarden Tonnen steigen, angetrieben durch den Nahostkonflikt und einen fast unstillbaren weltweiten Hunger nach einer verlässlichen Energiequelle.
Störungen bei den Lieferungen von Öl und Flüssiggas durch die Straße von Hormus seit Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran haben die Preise in die Höhe getrieben und damit eine stärkere Stromerzeugung aus Kohle in Ländern mit gasbefeuerten Kraftwerken und freien Kohlekraftwerkskapazitäten begünstigt, fügte die IEA in einer Aktualisierung zum Kohlesektor hinzu.
Der Anstieg des Kohleverbrauchs ist in Europa, Japan, Korea, China und anderen Märkten am deutlichsten und übertrifft die bisherigen Erwartungen.
Obwohl praktisch keine Kohletransporte durch die Straße von Hormus verlaufen – da der Nahe Osten weder ein bedeutender Kohleproduzent noch -verbraucher ist –, haben die mit dem Krieg verbundenen Störungen dennoch Auswirkungen auf die Kohlemärkte gehabt, indem sie die Erdgaspreise in die Höhe getrieben haben, weil die Lieferungen von Flüssiggas (LNG) durch die umkämpfte Meerenge massiv zurückgegangen sind, wie die IEA deutlich macht.
Chinas Kohleverbrauch ist weltweit führend und steigt weiter, weil das Land chemische Produkte herstellt – angetrieben durch hohe Ölpreise und eine Abkehr von „sauberen Energiequellen“ wie Solar- und Windenergie.
Der Kohleverbrauch in den USA stieg aufgrund der starken Stromnachfrage, höherer Erdgaspreise und politischer Fördermaßnahmen.
Nachdem die weltweite Kohleproduktion im Jahr 2025 einen Rekordwert erreicht hatte, wurde für 2026 ein Rückgang erwartet; aktuelle Schätzungen deuten jedoch darauf hin, dass sie als einer der weltweit gefragtesten Rohstoffe wieder steigen könnte.
Zusammen mit der angespannten Versorgungslage tragen diese Faktoren weltweit zu höheren Kohlepreisen bei, so das Fazit des IEA-Berichts.
Mehr bei Breitbart
Link: https://climatechangedispatch.com/global-coal-demand-record-highs/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Globale Nachfrage nach Kohle widerlegt die Schwarzmaler – der Verbrauch erreicht laut IEA ein Rekordhoch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Grüne Klimafonds betreibt Greenwashing bei der herkömmlichen Entwicklungshilfe
Wenn ich mir eine Klimaanlage kaufe, weil die Sommer heiß sind, ist das keine Anpassung an den Klimawandel. Ich decke damit einen unmittelbaren Bedarf, der nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Selbst wenn es durch den Klimawandel von Zeit zu Zeit wärmer würde, beruht mein Kauf nicht auf dieser Möglichkeit.
Angenommen, ich veranstalte eine Spendenaktion, um meine Klimaanlage zu finanzieren, und behaupte, dies diene der Anpassung an den Klimawandel, um Spenden zu erhalten. Das wäre Betrug, eine Form des sogenannten „Greenwashing“.
Genau das aber tut der Grüne Klimafonds (GCF) der Vereinten Nationen. Er wirbt um Mittel, indem er vorgibt, Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren, während er in Wirklichkeit Maßnahmen zur Deckung unmittelbarer Bedürfnisse finanziert. Diese Bedürfnisse würden eindeutig auch dann noch bestehen, wenn es den Klimawandel gar nicht gäbe.
Hier sind drei Beispiele aus der Vielzahl der sogenannten Anpassungsprojekte, die in der Datenbank der GCF-Projekte aufgeführt sind.
Der Einfachheit halber stehen diese am Anfang der Liste.
1. ALBAdapt – Klimadienstleistungen für ein widerstandsfähiges Albanien
„… Aufbau eines voll funktionsfähigen und gut ausgestatteten Nationalen Meteorologischen und Hydrologischen Dienstes (NMHS), der den Standards der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) entspricht. Das Projekt umfasst zudem die Einführung eines menschenzentrierten Frühwarnsystems für Mehrfachgefahren (MHEWS) sowie die Schaffung der Grundlagen für ökosystembasierte Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel (EbA) und zur Katastrophenvorsorge (Eco-DRR).“
40 Millionen US-Dollar
Im Grunde genommen also Wettervorhersagen und Frühwarnungen vor Katastrophen. Das ist eine gute Sache, aber wie es in der Projektbeschreibung heißt, ist Albanien bereits von Unwettern, Überschwemmungen usw. betroffen. Das Projekt deckt also unmittelbare Bedürfnisse ab.
2. Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen im Bausektor in Antigua und Barbados
„Dieses Projekt befasst sich mit der Widerstandsfähigkeit des Hochbaus im Land sowie mit Klimainformationssystemen und Maßnahmen nach Katastrophen. Es zielt darauf ab, wichtige Gebäude des öffentlichen Dienstes und der Gemeinden klimasicher zu machen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Klimaereignissen und die Erholung danach zu verbessern.“
46 Millionen Dollar
Diese Menschen sind bereits von Hurrikanen heimgesucht worden, und die Bezeichnung „extreme Klimaereignisse“ ändert daran nichts – tatsächlich handelt es sich um einen Marketing-Trick. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen ist eine großartige Idee, aber es handelt sich um ein dringendes Problem, das nicht auf den Klimawandel zurückzuführen ist.
3. Länderübergreifendes Projekt „Advancing Early Warnings for All“ (EW4All)
„Dieses Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden in sieben Ländern (Antigua und Barbados, Tschad, Kambodscha, Ecuador, Äthiopien, Fidschi und Somalia) zu stärken, indem die Erstellung, Verbreitung und effektive Nutzung von Frühwarnsystemen für mehrere Gefahren (Multi-Hazard Early Warning Systems, MHEWS) verbessert wird.“
115 Millionen US-Dollar
Ein weiteres Frühwarnsystem, das zwar eine gute Idee ist, aber einen unmittelbaren Bedarf deckt, der nichts mit der Anpassung an den Klimawandel zu tun hat.
Wenn man darüber nachdenkt, wäre die Anpassung an den Klimawandel schon eine seltsame Angelegenheit. Man würde für einen Bedarf bauen, der noch gar nicht besteht. Zum Beispiel Bewässerungs- oder Wasserversorgungssysteme, wo derzeit noch kein Bedarf besteht. Oder Hochwasserschutzanlagen an Orten, an denen es noch nie zu Überschwemmungen gekommen ist.
Wie bereitet man sich darauf vor, dass es ein paar mehr Hurrikane, Dürren oder Überschwemmungen gibt als bisher? Oder darauf, dass manche davon stärker ausfallen als sonst? Macht das überhaupt jemand, und wenn ja, wie?
Es ist möglich, dass das Konzept der Anpassung an den Klimawandel keinen Sinn ergibt, aber die Menschen verdienen damit zweifellos viel Geld.
Der Grüne Klimafonds gibt an, dass 60 % seiner Milliarden an Projektmitteln in die Anpassung fließen. Dabei werden eigentlich nur unmittelbare Bedürfnisse gedeckt, was dies zu einem Greenwashing im großen Stil macht.
Wenn die Länder, die dem GCF Spenden zukommen lassen glauben, sie würden zur Anpassung an den Klimawandel beitragen, sollten sie noch einmal darüber nachdenken. Es handelt sich lediglich um gewöhnliche Entwicklungshilfe, die sie besser selbst leisten sollten.
Link: https://www.cfact.org/2026/09/15/the-green-climate-fund-is-greenwashing-normal-foreign-aid/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Doch wieder CO2-Verpressung? Niederlande eröffnen größte CO2-Abscheidungsanlage Europas
Die Anlage gehört dem norwegischen Düngemittelkonzern Yara International und soll an über 15 Jahre zwölf Millionen Tonnen CO2 via CCS fixieren – die anschließend in 2,6 km Tiefe unter dem Nordsee-Meeresboden verpreßt werden sollen. An der Einweihung nahmen der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten, der EU-Kommissar für Klima, Netto-Null und sauberes Wachstum, Wopke Hoekstra, sowie der Präsident und CEO von Yara International, Svein Tore Holsether, teil. Besonders pikant: Das CO2 wird von der Firma Northern Lights abtransportiert und 2,6 km unter dem Meeresboden auf dem norwegischen Kontinentalschelf gespeichert. Was sagen die Norweger dazu? Ihr Ministerpräsident:
«Unsere Klimaherausforderung liegt in der Industrie, weil dort die Kombination aus Arbeit, Kapital und Technologie zu finden ist. Und natürlich spielt Energie dabei eine zentrale Rolle. Als moderne Energienationen – die Niederlande stehen dabei an erster Stelle – ist das der richtige Weg.»
Auch Norwegen ist ein Land, das dem Klimaschwindel erlegen ist, nicht nur die Niederlande und Merz-Deutschland….
Zum Hintergrund 1: Yara kann mit dem Projekt EU-CO2-Abgaben einsparen. Das Projekt ist mit 30 Millionen Euro aus niederländischen Steuergeldern gefördert worden. Wie auch immer, die Konsumenten zahlen die Rechnung, weil die Produkte teuer werden.
Yara ist in den Niederlanden schon vorher negativ aufgefallen, da jahrelang mit den Steuerbehörden über eine Gewinnverlegung in die Schweiz gestritten wurde. Das niederländische Steueramt hat eine Nachzahlung von 700 Millionen Euro gefordert, und am Ende ist in einem Rechtsverfahren entschieden worden, daß 42 Millionen reichen und daß Yara weiterhin die Gewinne verlegen darf.
In den ersten 3 Monaten dieses Jahres sind bereits 9.4% der ChemieIndustrie aus den Niederlanden verschwunden. Hauptursachen wie in Deutschland: teure Energie, teure Produktion.
Zum Hintergrund 2: In den 90ern galt die CO2-Verpressung im Untergrund als ein Königsweg zur Klimarettung. 2009 hingegen meinte Schleswig-Holsteins Obergrüner Robert Habeck aber, „Schleswig-Holstein ist das Land der Erneuerbaren Energien und keine Müllhalde für CO₂.“ Als Wirtschaftsminister schwenkte er um und wollte 2024 doch wieder CCS:
„Habeck will CO2-Endlager auf hoher See“.
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Die 12-Billionen-Tonnen-Eis-Panik ist eine Rekonstruktion, keine direkte Messung
Cap Allon
Eine neue Studie behauptet, dass Grönland und die Antarktis zwischen 1979 und 2023 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren haben.
Diese Zahl wird als unumstößliche Beobachtungstatsache dargestellt. Das ist sie jedoch keineswegs.
Die Studie fasst 42 einzelne Schätzungen aus Satellitenaltimetrie, Schwerkraftmessungen und Berechnungen des Eisabflusses zusammen. Es handelt sich um eine Rekonstruktion, die aus verschiedenen Verfahren, Modellen, Korrekturen und Annahmen zusammengesetzt ist.
Die Datenlage für die frühen Jahre ist besonders lückenhaft.
Historische Landsat-Messungen liefern nur eine unvollständige Erfassung der Eisveränderungen. Die Autoren skalieren und interpolieren diese Beobachtungen daher, um den kontinentweiten Abfluss abzuschätzen. Wo Messungen lückenhaft sind oder fehlen, werden die Werte zwischen den Jahren linear interpoliert.
Dann folgt die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) – Schneefall abzüglich Oberflächenschmelze, Abfluss und anderer Verluste. Hier räumen die Autoren ein, dass direkte Beobachtungen „zu spärlich sind, um eine vollständige zeitliche und räumliche Abdeckung zu gewährleisten“. Daher greifen sie auf Modelle zurück.
Für Grönland werden drei regionale Klimamodelle kombiniert, für die Antarktis vier. Die daraus modellierte Oberflächen-Massenbilanz wird dann von der rekonstruierten Gesamt-Massenänderung abgezogen. Ein Großteil dessen, was übrig bleibt, wird als „dynamisches Ungleichgewicht“ klassifiziert.
So kommt die Studie zu dem Schluss, dass 84 % des Eisverlusts auf dynamische Prozesse zurückzuführen sind.
Wie wir wissen, können SMB-Modelle zu spektakulär unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Für die Saison 2025/26 in Grönland berechnete das DMI den SMB auf 525,2 Gt, während GEUS/PROMICE ihn auf lediglich 348,6 Gt beziffert – eine Differenz von 176,6 Milliarden Tonnen. Bei Verwendung der gleichen Schätzungen für Abfluss und Basalverlust ergibt der eine SMB-Wert einen jährlichen Verlust von etwa 172 Gt. Der andere ergibt einen Zuwachs von etwa 5 Gt. Der gleiche Eisschild! Das gleiche Jahr! Gegensätzliche Ergebnisse!
In der Antarktis besteht das gleiche Problem.
In der neuen Studie sind sich die drei verwendeten Hauptverfahren nicht einmal darüber einig, ob die Ostantarktis an Eis gewinnt oder verliert, wobei die maximale Abweichung zwischen den Verfahren 111 ± 19 Gt pro Jahr beträgt.
Die Berechnung für die Antarktis ist zudem unausgewogen.
Die Rekonstruktion umfasst mehrere Altimetrie- und Schwerkraftschätzungen, jedoch nur eine Input-Output-Schätzung. Die Autoren räumen ein, dass dadurch dieser einzelnen Berechnung ein unverhältnismäßig großes Gewicht zukommt und der Massenzuwachs in der Ostantarktis möglicherweise unterschätzt wird.
Diese Input-Output-Schätzung hängt stark von der Kenntnis der Eisdicke an der Grundlinie ab. In Teilen der Ostantarktis liegen für mehr als 60 % der Grundlinie keine Eisdickenmessungen im Umkreis von 5 km vor. In der Veröffentlichung wird ausdrücklich die Möglichkeit angesprochen, dass dies zu einer Überschätzung des Massenverlusts in der Ostantarktis führt.
Hinzu kommt das Problem der Revision.
Für genau den gleichen Zeitraum von 1992 bis 2020 schätzte die vorherige IMBIE-Bewertung den Massenverlust in der Antarktis auf 92 ±18 Gt pro Jahr.
Die neue Rekonstruktion beziffert ihn auf 140 ±13 Gt pro Jahr.
Das entspricht einem Anstieg der geschätzten Verlustrate um 52 % für genau die gleichen Jahre.
Zwischen 1992 und 2020 ist kein neues Eis geschmolzen.
Lediglich die Verfahrensweise hat sich geändert.
Darüber hinaus haben frühere, von Fachkollegen begutachtete Satellitenstudien radikal andere Ergebnisse geliefert.
Zwally et al. schätzten, dass die Antarktis von 1992 bis 2001 jährlich 112 ±61 Gt und von 2003 bis 2008 jährlich 82 ±25 Gt an Masse zulegte. Spätere Arbeiten der gleichen Gruppe schätzten den Zuwachs für den Zeitraum 2003–2008 auf 95 ±26 Gt pro Jahr, gefolgt von einer im Wesentlichen statistisch nicht signifikanten Veränderung im Zeitraum 2012–2016. Seitdem wurde der Zuwachs für den Zeitraum 1992–2001 nach oben auf 144 ±61 Gt pro Jahr korrigiert.
Diese Ergebnisse sind nach wie vor umstritten.
Genau das ist der springende Punkt.
Die Massenbilanz der Antarktis reagiert äußerst empfindlich auf Verfahren, Korrekturen und Annahmen.
Der Medien-RummelDie Associated Press berichtete, dass 12,5 Billionen Tonnen Eis „geschmolzen“ seien.
Das sagt die Studie jedoch gar nicht.
Ein Großteil des geschätzten Massenverlusts entfällt auf festes Eis, das aus Gletschern abfließt, und nicht auf Eis, das direkt an Ort und Stelle schmilzt.
Die AP behauptete anschließend, etwa fünf Sechstel des Verlusts seien darauf zurückzuführen, dass wärmeres Meerwasser die Eisschilde von unten und an den Seiten abtrage.
Auch das entspricht nicht den Berechnungen in der Studie.
Die Zahl von 84 % stellt ein dynamisches Ungleichgewicht dar – einen Restwert, der sich ergibt, nachdem die modellierte SMB von der rekonstruierten Gesamt-Massenänderung abgezogen wurde. Es handelt sich nicht um eine Messung, die belegt, dass 84 % des Verlusts durch warmes Meerwasser verursacht wurden.
Und dann ist da noch der fehlende Nenner.
11,3 Billionen Tonnen klingen apokalyptisch. Grönland und die Antarktis enthalten zusammen etwa 29,5 Millionen km³ Eis. Der in der Studie geschätzte Verlust beläuft sich auf etwa 0,04 % dieses Gesamtvorrats. Etwa ein Teil von 2.400. Über einen Zeitraum von 45 Jahren!
SchlussfolgerungenDiese für die Medienberichterstattung ausgewählte neue Studie ist keine direkte 45-jährige Bestimmung der Masse der polaren Eisschilde.
Es handelt sich um eine Rekonstruktion, die auf widersprüchlichen Verfahren, spärlichen frühen Beobachtungen, Interpolationen, geophysikalischen Korrekturen und Klimamodellen basiert – wobei sich einige Verfahren sogar darüber uneinig sind, ob Teile der Antarktis Eis gewonnen oder verloren haben.
Die Medien haben all das ausgeblendet und das Ergebnis als einfache Messung verkauft: 12,5 Billionen Tonnen sind geschmolzen, weil wärmere Ozeane die Pole aufzehren. Doch das ist weit entfernt von dem, was die Studie tatsächlich zeigt.
Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-descends-on-russias-far-east?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Die 12-Billionen-Tonnen-Eis-Panik ist eine Rekonstruktion, keine direkte Messung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
