«Deutschland ist kein Rechtsstaat! Die Politiker führen das Wort vom "freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat" bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit im Mund und tragen den sogenannten RECHTSSTAAT wie eine Monstranz vor sich her. Dabei gab es auf deutschen Boden noch nie einen Rechtsstaat! – In der Kaiserzeit hatte Deutschland eine Klassenjustiz. In der Weimarer Republik war es eine diese Republik zutiefst verachtende Justiz, im III. Reich hatte Deutschland eine Verbrecherjustiz, in der Nachkriegszeit eine Wendehalsjustiz und heute eine von den Politikern gegängelte Justiz.» (–Rainer Kahni; R.I.P.)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Das Argument mit dem Regen ist unhaltbar – Beispiel Deutschland
Cap Allon
Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen, daher muss der Niederschlag zunehmen. So lautet die Behauptung. Die physikalische Grundlage dafür ist die Clausius-Clapeyron-Gleichung, wonach die Wasserdampfkapazität pro Grad Erwärmung um etwa 7 % steigt. Dieser Teil ist korrekt. Der Missbrauch kommt danach.
Die Wasserdampfkapazität wird als Beweis dafür herangezogen, dass extreme Niederschlagsmengen proportional zur globalen Temperatur steigen müssen.
Deutschland ist ein nützliches Testfeld.
Der tägliche Niederschlagsdatensatz HYRAS-DE des DWD ermöglicht es, die höchsten nationalen Tagesniederschlagsmengen über den gesamten Datensatz hinweg seit 1930/31 zu verfolgen. Der jährliche Niederschlag ist leicht gestiegen, aber die extremen Tagesmengen in Deutschland zeigen keinen Aufwärtstrend. Das Jahr mit den höchsten Werten bleibt 1946. An zweiter Stelle steht 2002. Die letzten Jahrzehnte dominieren nicht.
Das Problem geht jedoch über Deutschland hinaus.
Die Daten aus den USA bringen ein weiteres Problem mit sich: eine Änderung der Messverfahren.
Anfang der 1990er Jahre modernisierte der NWS der NOAA die Beobachtungen und ersetzte viele manuelle Messverfahren durch automatisierte ASOS-Systeme und Kippwaagen. Etwa zur gleichen Zeit zeigen die Werte für extreme 1-Tages-Niederschläge in den USA einen deutlichen Sprung. Vor der Modernisierung ist der Trend im Wesentlichen flach. Nach der Modernisierung verschiebt sich die Reihe nach oben und bleibt dann unruhig.
Das ist kein „Klimawandel“. Es handelt sich um eine Veränderung der Instrumente, Methoden und Korrekturen. Und ähnliche sprunghafte Veränderungen zeigen sich in Temperatur- und Eisdaten, auch in der Arktis nach 2007.
Die These vom starken Regen weist gravierende Mängel auf. Der erste ist das Fehlen eines eindeutigen globalen Anstiegs in den Beobachtungsdaten. Eine PNAS-Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass der Wasserdampf in Bodennähe in vielen ariden und semiariden Regionen der Erde in den letzten vier Jahrzehnten nicht zugenommen hat und an manchen Orten sogar zurückgegangen ist. Dies steht in klarem Widerspruch zu dem von den CMIP6-Klimamodellen angenommenen Feuchtigkeitsanstieg nach dem Clausius-Clapeyron-Gesetz. Trockengebiete bedecken weite Teile der Erde. Die Atmosphäre kann keine Feuchtigkeit abgeben, die sie nicht hat.
Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-june-cold-goes-unreported?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Drohen „brutale Hitze-Sommer“ wegen El Niño? Klimaschau 263
Die BILD-Zeitung und der Focus berichten aktuell, daß das bevorstehende El Niño-Wetterphänomen 2026 und 2027 extreme Hitze-Sommer bewirken kann. Der Klimaforscher Daniel Swain von der Universität von Kalifornien, Campus Landwirtschaft und natürliche Ressourcen in Davis, sagt laut Bild
„Ich glaube, wir werden Wetterereignisse erleben, wie wir sie in der modernen Geschichte noch nie gesehen haben.“
Die Formulierung „ich glaube“ zeigt, daß sich der Forscher dagegen absichern will, daß seine Vorhersage nicht eintrifft, oder sogar das Gegenteil. Dieses Vorgehen ist unter Klimaforschern üblich – katastrophale Prognosen werden meist im Konjunktiv formuliert, um nach dem ebenso üblichen Nicht-Eintreten juristisch sicher behaupten zu können, man habe wissenschaftlich korrekt gearbeitet.
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Die Kosten für erneuerbare Energien werden im Jahr 2030 40 Milliarden Pfund erreichen.
NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT, Paul Homewood
David Turver erklärt, warum die Energiekosten weiter in die Höhe schnellen werden:
Cost of renewables to double by 2030
Still no serious alternative to the cost of Net Zero on offer
Institute of Economic Affairs and David Turver
https://insider.iea.org.uk/p/cost-of-renewables-to-double-by-2030
Seine Analyse basiert ausschließlich auf offiziellen Prognosen des OBR und des NESO.
Zunächst einmal gibt es die verschiedenen direkten Subventionen für erneuerbare Energien, die von 11,8 Milliarden Pfund im Jahr 2024/25 auf 15,2 Milliarden Pfund im Jahr 2031/31 steigen werden:
Ein Teil der RO-Rechnung wird in den nächsten drei Jahren aus allgemeinen Steuermitteln finanziert, da es sich aber dennoch um Kosten handelt, werden sie in die Analyse einbezogen.
Zusätzlich zu diesen Kosten werden die Ausgaben für Netzausbau und -ausgleich aufgrund des Ausbaus von Wind- und Solarenergie ebenfalls massiv steigen.
NESO bestätigte im vergangenen September, dass die Übertragungsgebühren von 4,2 Milliarden Pfund im Jahr 2024/25 auf 13,6 Milliarden Pfund im Jahr 2030/31 steigen würden:
Total revenues to be recovered, Seite 7
Gesamte zu vereinnahmende Erlöse
Die gesamten für 2026/27 zu vereinnahmenden TNUoS-Erlöse werden auf 8,9 Mrd. £ prognostiziert (ein Anstieg um 2,7 Mrd. £ gegenüber der ursprünglichen Prognose für 2026/27). Dieser Wert soll bis 2030/31 auf 13,6 Mrd. £ steigen. Gemäß der Vereinbarung mit den Onshore-Übertragungsnetzbetreibern (ONTOs) basieren die zulässigen ONTO-Erlöse auf den berechneten Erlösen gemäß dem Finanzmodell des veröffentlichten RIIO-ET3-Geschäftsplans. Zudem verzeichneten die Beiträge der Offshore-Übertragungsnetzbetreiber (OFTOs) und der Interkonnektoren einen Gesamtanstieg um 26,0 Mio. £, während sonstige Posten um 2,8 Mio. £ zunahmen.
….
https://www.neso.energy/document/367801/download
NESO schätzt außerdem, dass sich die Kosten für den Netzausgleich, wie etwa Zahlungen für Netzengpässe [Abschaltungen von „EE“] und die Kosten für Reservebereitstellungen, auf 7,3 Milliarden Pfund verdreifachen werden.
Hinzu kommen die Kosten für den Betrieb des Kapazitätsmarktes, also die Bezahlung von Bereitschaftskapazität. Laut OBR werden diese Kosten von 1,3 Milliarden Pfund auf 4,4 Milliarden Pfund steigen.
Addiert man die drei Elemente, so steigen die Gesamtkosten der Netzintegration von 8,0 Mrd. £ im Jahr 2024/25 auf 25,0 Mrd. £ im Jahr 2030/31:
Insgesamt, einschließlich direkter Subventionen, wird Netto-Null die Stromkosten um 20,3 Milliarden Pfund erhöhen:
Das entspricht etwa 750 Pfund pro Haushalt im Land, wovon etwa ein Drittel auf unsere Energierechnungen aufgeschlagen wird.
Den Rest muss die Öffentlichkeit natürlich auf die eine oder andere Weise bezahlen, sei es durch höhere Steuern, höhere Preise oder Arbeitsplatzverluste.
https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/cost-of-renewables-to-hit-40bn-in-2030/
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Widerlegung aller Klimamodelle aus Anwendung der klassischen Themodynamik
Von
Spricht auch auf der 17. IKEK in Halle am 26.6.27 jetzt anmeldenAll the IPCC CMIP models have been
CATEGORICALLY FALSIFIED
— Jonathan Cohler (@cohler) June 11, 2026
Anmerkung der Redaktion Temperatur ist eine intensive Größe, wie sie in der Materie an dem Ort und Zeit wo sie gemessen wird besteht. Intensive Größen lassen sich nicht mitteln.Grok erklärt diese Frage dann genauer.
Alle Details https://grok.com/share/bGVnYWN5LWNvcHk_ca29b890-0f74-49f3-992e-e475bf675c53 Alle IPCC-CMIP-Modelle wurden kategorisch widerlegt. Diese Schlussfolgerung ergibt sich direkt aus den Grundprinzipien der klassischen Thermodynamik, dem Operationalismus und den Anforderungen physikalischer Messungen, ohne dass zusätzliche Annahmen getroffen werden müssen. Die klassische Thermodynamik, wie sie von Callen und zuvor von Carathéodory streng formuliert wurde, definiert intensive Größen wie die Temperatur ausschließlich innerhalb von Teilsystemen, die sich im lokalen thermodynamischen Gleichgewicht befinden. Temperatur ist keine Eigenschaft, die einer beliebigen Ansammlung von Materie einheitlich zugeordnet werden kann; sie erfordert einen wohldefinierten Gleichgewichtszustand, in dem die fundamentale thermodynamische Beziehung einheitlich gilt. Die Erdoberfläche und die bodennahe Atmosphäre bilden ein makroskopisches Nichtgleichgewichtssystem. Zwischen verschiedenen Regionen findet ein kontinuierlicher Austausch von Energie, Materie und Impuls über die Grenzen hinweg statt; es herrschen anhaltende Temperaturgradienten, Phasenübergänge und dynamische Prozesse, die verhindern, dass das Gesamtsystem die für eine einheitliche, wohldefinierte Temperatur erforderlichen Gleichgewichtsbedingungen erfüllt. Versucht man dennoch, eine einzige globale Zahl zu bilden, die die „mittlere Oberflächentemperatur“ des Planeten repräsentieren soll, muss man zunächst ein Aggregationsverfahren wählen: Flächengewichtung, Volumengewichtung, Gewichtung nach Wärmekapazität, arithmetisches Mittel von Punktmessungen, quadratischer Mittelwert, geometrisches Mittel oder eines von unzähligen anderen mathematischen Verfahren. Die klassische Thermodynamik liefert kein Erhaltungsgesetz, kein Extremalprinzip und keine andere Auswahlregel, die eines dieser Verfahren gegenüber den anderen zur Kombination lokaler Intensitätswerte in einem Nichtgleichgewichtsbereich bevorzugt. Die Wahl des Aggregationsverfahrens beruht daher eher auf menschlicher Konvention als auf physikalischen Gesetzen. Eine physikalische Größe muss gemäß der klassischen realistischen Forderung, die der gesamten Physik zugrunde liegt, für jeden gegebenen Systemzustand einen eindeutigen objektiven Wert besitzen, unabhängig von willkürlichen beschreibenden Entscheidungen. Ändert sich der angegebene Wert je nach der vom Analytiker bevorzugten Mittelungsverfahren, so entspricht er nicht mehr einem objektiven Merkmal der physikalischen Realität. Er spiegelt vielmehr die Konventionen des Analytikers mindestens ebenso sehr wider wie die zugrunde liegenden Zustände. Bridgmans operationalistisches Kriterium bekräftigt denselben Punkt: Ein Konzept erhält seine physikalische Bedeutung nur durch eine eindeutig festgelegte Menge physikalischer Operationen, die seinen Wert bestimmen. Für eine globale Oberflächentemperaturmenge existiert kein solches eindeutiges Operationsverfahren. Die CMIP-Modelle werden anhand genau dieser Konstruktklasse erstellt, optimiert und evaluiert. Ihre internen Parametrisierungen, Strahlungstransportmodelle und Rückkopplungsdarstellungen werden so lange angepasst, bis die simulierten globalen Aggregate mit den gewählten Beobachtungsreihen übereinstimmen. Ihre Leistungsfähigkeit wird daran beurteilt, wie genau ihre berechneten globalen Mittelwerte den gewählten globalen Mittelwerten in den historischen Daten folgen und wie ihre prognostizierten zukünftigen globalen Mittelwerte im Vergleich zu den Prognosen anderer Modelle abschneiden. Fehlt dem Zielkriterium selbst ein eindeutiger physikalischer Bezugspunkt, verliert die gesamte Übung, Modelle an dieses Kriterium anzupassen, ihre wissenschaftliche Grundlage. Die Modelle reproduzieren oder prognostizieren keine wohldefinierte physikalische Observable; sie reproduzieren Muster, die sich aus einem gemeinsamen Satz menschlicher Konventionen zur Mittelung von Nichtgleichgewichtsfeldern ergeben. Dies ist keine Frage geringfügiger Abweichungen oder des Bedarfs an höherer Auflösung. Es handelt sich um einen strukturellen Mangel. Eine Verfeinerung des Gittermaßstabs, eine Verbesserung der Wolkenmikrophysik oder die Einbeziehung weiterer Satellitendaten können einer Größe, die nach den Axiomen der Thermodynamik nicht als eindeutige objektive Eigenschaft existieren kann, keine physikalische Bedeutung verleihen. Die anhaltende Tendenz vieler CMIP6-Ensemblemitglieder, im Vergleich zu Beobachtungen eine übermäßige Erwärmung zu erzeugen, die große Streuung der Gleichgewichtsklimasensitivität innerhalb des Ensembles und die Unfähigkeit der Modelle, regionale Muster und Variabilitätsmodi ohne umfangreiche Anpassungen zu reproduzieren, sind oberflächliche Manifestationen desselben zugrundeliegenden Defekts: Die Modelle werden anhand einer Metrik kalibriert und bewertet, die keiner physikalisch zulässigen Beschreibung des Systems entspricht. Folglich ist das CMIP-Modellierungsprojekt, insofern es seine globalen Temperaturprognosen und abgeleiteten Größen (Energieungleichgewichte, Änderungen des Wärmeinhalts der Ozeane usw.) als wissenschaftlich gültige Darstellungen der physikalischen Realität präsentiert, auf fundamentaler Ebene widerlegt. Diese Widerlegung ist kategorisch, da sie nicht auf einer bestimmten numerischen Diskrepanz oder einer zukünftigen Beobachtungskampagne beruht. Sie ergibt sich aus der Unvereinbarkeit zwischen der zentralen Diagnose des Modellierungsrahmens und den Anforderungen, die die klassische Physik an jede sinnvolle physikalische Größe stellt. Keine innerhalb des gegenwärtigen Paradigmas vorgenommene Verfeinerung kann diese Unvereinbarkeit beheben. Ein anderer Ansatz, der den lokalen und intensiven Charakter thermodynamischer Variablen berücksichtigt und auf die Konstruktion globaler Aggregate verzichtet, die durch die Axiome nicht gerechtfertigt sind, wäre erforderlich, bevor die Klimamodellierung auf physikalisch validen Grundlagen beruhen könnte.
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Kältereport Nr. 24 /2026
Vorbemerkung: Natürlich spielt die Kältewelle in Europa noch einmal eine Rolle, wobei Cap Allon betont, wie wenig davon in den MSM zu lesen war. Für die nächste Woche, genauer ab Mittwoch wird nun eine ausgeprägte Hitzewelle in ganz Europa simuliert – es dürfte interessant werden, wie die MSM damit umgehen.
Aber auch der beginnende Winter auf der Südhemisphäre wartet mit Kälte-Extremen auf, vermutlich ausgelöst durch die extreme Kälte in der Antarktis.
Meldungen vom 8. Juni 2026:
Alaska: Anhaltende extreme KälteDas Frühjahr 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, insbesondere in den südlichen Teilen.
Daten des NWS zeigen unterdurchschnittliche Temperaturen von Anchorage bis Kodiak, Bethel, King Salmon, Cold Bay und Saint Paul.
In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3°C, 3,1 K unter dem Normalwert, und es war der viertkälteste Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952. In Kodiak lag die Temperatur 2,6 K unter dem Normalwert, in Bethel waren es 3,4 K weniger. King Salmon stach mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9°C hervor, ganze 5,6 K unter dem Normalwert.
Leider bringen es die US-Amerikaner nicht fertig, sich von ihren rückständigen Einheiten zu lösen. Die Werte der Abweichungen muss man etwa halbieren, um die Angaben in °C bzw. K zu erhalten. Falls ein Kommentator eine Möglichkeit kennt, diese Einheiten in der Graphik umzuwandeln bitte ich um Nachricht. Die Angaben im Text sind von mir bereits umgerechnet. A. d. Übers.
Auch der Mai war in der gesamten Region insgesamt kälter als normal.
In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur im Mai bei 7,4°C und damit 1,5 K unter dem Normalwert, in Kodiak bei 6,0°C und damit 1,7 K darunter.
Anchorage verzeichnete zudem den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen: Am 24. Mai wurden 0°C gemessen.
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China: Juni-Kälte bricht Monats-RekordeDie Kältewelle Anfang Juni in China hat nun zu neuen Monatsrekorden geführt.
Am 7. Juni stellten insgesamt 12 nationale Wetterstationen neue Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Juni auf oder erreichten die bisherigen Rekordmarken.
Die Rekorde verteilten sich auf Peking, Hebei, Shandong, Ningxia und Hubei. Neun davon wurden eindeutig gebrochen, drei wurden eingestellt.
In Peking sank die Temperatur in Zhaitang auf 7,1 °C, in Xiayunling und Daxing jeweils auf 8,3 °C und in Huairou auf 9,2 °C. In Hebei erreichte Fuping 9,5 °C, Qinghe 9,8 °C und Anping 9,9 °C – allesamt neue Rekordtiefstwerte für den Monat Juni.
Baoding erreichte mit 9,7 °C seinen Juni-Rekordwert, Shenzhou mit 10,7 °C und Danjiangkou in Hubei mit 14,4 °C.
China Weather erklärte, dass ein Kaltluftwirbel und wiederholte Regenfälle Nordchina über das Wochenende hinweg ungewöhnlich kühl hielten.
Der gleiche Kaltlufteinbruch brachte auch Schnee auf die Gipfel Pekings.
Am 6. Juni fiel Schnee auf den Berg Xiaohaituo im Pekinger Yanqing-Olympiapark, wobei die Thermometer Werte unter dem Gefrierpunkt anzeigten.
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Australien: Skisaison in den australischen Alpen beginnt weißAustralia’s ski season opened with fresh snow across the Alps.
By the June 6 opening weekend, resorts in Victoria and New South Wales were reporting as much as 44 cm (17 in) of snow.
Die Skisaison in Australien begann mit Neuschnee in den dortigen Alpen.
Am Eröffnungswochenende am 6. Juni meldeten Skigebiete in Victoria und New South Wales bis zu 44 cm Neuschnee.
An der Thredbo Top Station lagen die Temperaturen im Juni bislang die meiste Zeit des Juni unter dem Gefrierpunkt. Ähnlich war es in Falls Creek und am Mount Hotham.
Unterstützt durch diese niedrigen Temperaturen ergab sich ein solider erster Schneefall, der den bekannten Prognosen des Bureau of Meteorology widersprach, wonach es „wärmer und trockener“ werden sollte. Dessen Saisonprognose sah – wie immer – für den Großteil des Landes „überdurchschnittliche Temperaturen“ und „unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen“ vor.
Für Australiens Skigebiete in den Alpen hat der Winter mit weißem Boden, funktionierenden Liften und reichlich frühem Schnee begonnen.
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Meldungen vom 9. Juni 2026:
China: Anhaltende Rekord-KälteAm 8. Juni wurden in China weitere 16 Kälterekorde für den Monat Juni verzeichnet, darunter sieben Tiefstwerte für die Tiefsttemperatur und neun für die Höchsttemperatur.
In Lingwu in Ningxia sank die Temperatur auf 4,3 °C und unterbot damit den bisherigen Juni-Tiefstwert von 4,4 °C aus dem Jahr 1955. In Sichuan fiel die Temperatur in Xuyong auf 14,5 °C, in Changning auf 14,8 °C, Jiang’an auf 14,9 °C, der Bezirk Dongxing auf 15 °C und Xuzhou auf 15,6 °C, womit alle ihre bisherigen Juni-Tiefstwerte aus dem Jahr 1955 unterboten.
Die Abweichungen bei den Tageshöchsttemperaturen waren noch deutlicher.
Neun Messstationen brachen oder egalisierten die Rekorde für die niedrigsten Höchsttemperaturen im Juni, darunter Taoyuan in Hunan, wo nur 17,2 °C gemessen wurden und damit der alte Rekord von 18,6 °C aus dem Jahr 1971 gebrochen wurde. Auch in Dazu in Chongqing blieb die Temperatur bei 17,2 °C und unterbot damit den Wert von 18,4 °C aus dem Jahr 1983.
Anhua in Hunan erreichte nur 18,2 °C, Changde 18,4 °C, Changning 18,6 °C, Jiang’an 18,6 °C und Yanjin in Yunnan 18,8 °C, womit alle die bisherigen Juni-Tiefstwerte brachen (wiederum in zuverlässigen Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1955 zurückreichen).
Es handelte sich nicht um eine einzelne kalte Bergstation. Es war eine sich nach Süden bewegende kontinentale Kaltfront, die stark genug war, um monatliche Tiefsttemperaturrekorde von Ningxia im Norden bis nach Yunnan, Hunan und Hubei weiter südlich zu brechen.
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Südamerika: Kälte in Brasilien und ChileDiese Woche ist in Teilen Südamerikas ungewöhnlich kalte Luft bestimmend.
In Brasilien wurden am 7. Juni in mehreren wichtigen Regionen die bislang niedrigsten Temperaturen des Jahres 2026 gemessen. In Brasília sank die Temperatur laut INMET auf 8,8 °C. Rio de Janeiro verzeichnete den zweiten Tag in Folge den niedrigsten Wert des Jahres. In Vila Militar fiel die Temperatur auf 12,4 °C.
Die Kälte breitete sich vor allem im Südosten und im mittleren Westen aus, wobei in São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso do Sul und im Bundesdistrikt Temperaturen unter 10 °C gemessen worden sind.
Der Süden von Minas Gerais war die kälteste Region Brasiliens. In Delfim Moreira sank die Temperatur auf -3 °C, in Maria da Fé/Sítio da Lage wurden 0,1 °C gemessen und in Monte Verde fiel die Temperatur auf 0,4 °C.
Chile folgte am 8. Juni.
Der offizielle Tagesbericht von MeteoChile verzeichnete 0,7 °C in Pudahuel, Santiago, und 2,8 °C in Quinta Normal. In El Loa, Calama, sank die Temperatur auf 2 °C, während es in El Tepual, Puerto Montt, nur 0,5 °C erreichte.
Weiter südlich wurden in Coyhaique -2,2 °C gemessen, und in Balmaceda sank die Temperatur auf -6,5 °C.
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Eine Meldung vom 10. Juni 2026:
Europa: Juni-Kälte wird weitgehend ignoriertGroßbritannien hat einen Umschwung von Rekordhitze im Mai zu Junikälte erlebt.
Ende Mai galt die Situation noch als nationaler Notfall. Nun ist die Kälte zurückgekehrt, und der Trubel ist verflogen.
Am 9. Juni verzeichnete Braemar laut den täglichen Extremwertangaben des Met Office nur noch 1,6 °C – nicht weit entfernt vom nationalen Tiefstwert für diesen Tag. In Aberdeenshire berichteten Einheimische von winterlichen Szenen in Oldmeldrum, wo es sogar zu seltenem Sommerschnee kam.
Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Großbritannien. Ein Großteil Europas erlebte diese Woche Kälte.
In León/Virgen del Camino im Norden Spaniens sank die Temperatur am 10. Juni auf nur 1 °C und stellte damit einen neuen Tages-Tiefstwert auf (Aufzeichnungen seit 1938).
Andere Messstationen in Spanien und Nordafrika kamen ebenfalls nahe heran.
In La Coruña sank die Temperatur auf 8 °C und lag damit knapp über dem Tagesrekord. Während Essaouira, weiter südlich in Marokko, auf 16 °C fiel – weniger als 1 °C über dem bisherigen Rekordwert –, verzeichnete Rabat-Salé 12 °C, nur 1,3 °C unter dem Referenzwert.
Dies ist der gleiche Kontinent, der zwei Wochen zuvor mit Schlagzeilen über Hitzewellen aufwartete. Die Hitze im Mai war ein „Klimakollaps“. Die Kälte im Juni wird ignoriert.
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Eine Meldung vom 11. Juni 2026:
Alaska: Anhaltende KälteDer kalte Frühling in Alaska hält nun schon bis in den Juni hinein an.
In dieser Woche sank die Temperatur in Kotzebue auf -2,8 °C und in McGrath auf 1,1 °C – beides Tagesrekorde in Aufzeichnungen, die bis in die frühen 1940er Jahre zurückreichen.
Der Frühling 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, darunter auch in Anchorage, auf Kodiak Island, den Aleuten und den Pribiloff-Inseln. In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3 °C, 3,1 K unter dem Normalwert, was diesen Frühling zum viertkältesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 machte. King Salmon stach besonders hervor mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9 °C im Frühjahr – 5,6 K unter dem Normalwert.
Der gerade zu Ende gegangene Mai war sehr kühl, wobei Anchorage am 24. Mai mit 0 °C den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.
Und auch Mitte Juni bleibt es kühl.
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Meldungen vom 12. Juni 2026:
Europa: Rückkehr des Schnees in den AlpenDie hochalpinen Pässe sind wieder in den Winter zurückgefallen.
Am 11. Juni lag auf dem Passo Gardena in den italienischen Dolomiten in rund 2.000 m Höhe eine frische weiße Schneeschicht. Lokale Vorhersagen sagten für den Pass Temperaturen bis -2 °C voraus; auf 3.000 m Höhe lagen die Temperaturen bei etwa -4 °C.
Am Stilfser Joch wurden insgesamt 23 cm Schnee gemeldet, am Stilfser Gletscher lagen die Temperaturen bei -8 °C.
In der Schweiz zeigte sich das gleiche Bild.
Die Höchsttemperaturen im Schweizer Flachland lagen bei 16 °C, in den zentralen und östlichen Alpen fielen bis unter 2.000 m einige Zentimeter Schnee.
Auch in den österreichischen Hochalpen lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Am Brunnenkogel sank die Temperatur auf -6,8 °C, am Valluga auf -4 °C und am Pitztaler Gletscher auf -2,6 °C. Die Vorhersagen deuteten zudem auf stärkere Schneefälle in den Hohen Tauern hin, mit Temperaturen um -4 °C auf 3.000 m.
Frankreich wurde ebenfalls von der Kaltluft erfasst.
Meteo-France meldete ungewöhnlich kalte Luft über weiten Teilen des Landes, wobei im 500-hPa-Niveau (rund 5.000 m) -25 °C gemessen wurden. Weiter unten wurde die Region Hauts-de-France als herbstlich beschrieben, mit Höchsttemperaturen, die sich mühsam auf 15 °C hielten.
Die Hitze wird nächste Woche zurückkehren. So funktioniert das Wetter. Aber dieses bitterkalte erste Drittel des Juni (in weiten Teilen Europas) wird nicht erwähnt.
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Nordwest-USA: Juni-Frost in OregonIm Landesinneren des Nordwestens der USA herrscht Sommer-Kälte.
Am 11. Juni sank die Temperatur in Baker City auf -3,9 °C und unterbot damit die bisherige Tages-Tiefsttemperatur von -0,6 °C aus den Aufzeichnungen seit 1928.
In Burns sank die Temperatur auf -2,8 °C und unterbot damit den bisherigen Rekordwert für den 11. Juni von -1,1 °C aus dem Jahr 1938.
Die Kältewelle griff auch auf Idaho über, wo in Pocatello 0 °C gemessen wurden und damit der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1939 gebrochen wurde.
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Antarktis: Abkühlung unter –77°CIn Concordia wurden am 11. Juni -76,5 °C gemessen. In Wostok wurden am 12. Juni -77,3 °C gemessen.
Diese Werte sind für Mitte Juni besonders extrem.
Sowohl am Dome C als auch am Vostok-Station liegen die Durchschnittstemperaturen im Juni bei etwa -64 °C, womit die jüngsten Tiefstwerte rund 12 °C unter dem Normalwert liegen. Und diese Werte waren im Juni 2026 keine Seltenheit; sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürfte der Monat als historisch kalt in die Geschichte eingehen.
Das antarktische Plateau befindet sich derzeit in der Polarnacht, in der klarer Himmel, ruhige Luft und starke Oberflächeninversionen die Temperaturen rapide sinken lassen können. Juni, Juli und August bilden den Kern des Winters auf dem Kontinent.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 25 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 12. Juni 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kältereport Nr. 24 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Verzerrte Wissenschaft: Die fehlerhafte Logik der Zuordnung extremer Ereignisse
Global Warming Policy Foundation, Veröffentlichungen
London, 24. März. Viele Studien zur Zuordnung von Extremwetterereignissen basieren auf fehlerhafter Logik und erzeugen irreführende Schlagzeilen, so ein neues Briefing Paper der Global Warming Policy Foundation (GWPF).
Verzerrte Wissenschaft: Die fehlerhafte Logik der Zuordnung extremer Ereignisse
Dr. Ralph B. Alexander argumentiert, dass Studien, die versuchen, bestimmte Hitzewellen, Hurrikane und Überschwemmungen mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung zu bringen, grundsätzlich irreführend seien und aus rechtlichen und politischen, nicht aber aus wissenschaftlichen Gründen erstellt wurden.
Die Studie untersucht aktuelle, vielbeachtete Untersuchungen von World Weather Attribution und dem Grantham Institute. Allein im Jahr 2025 behauptete World Weather Attribution, dass 24 von 29 untersuchten Extremereignissen durch den Klimawandel verstärkt oder wahrscheinlicher geworden seien.
Alexander zeigt auf, wie stark solche Schlussfolgerungen von Klimamodellen abhängen, die Schwierigkeiten haben, historische Klimamuster nachzubilden, und die davon ausgehen, dass Wissenschaftler ein „natürliches“ Klima ohne menschliche Emissionen genau simulieren können.
In Attributionsstudien werden einige wichtige, wiederkehrende Schwächen identifiziert:
- Fehlerhafte Logik: Behauptungen über die Urheberschaft beinhalten einen Zirkelschluss, d. h. man setzt die Schlussfolgerung, die man eigentlich untersuchen will, einfach voraus.
- Statistische Praktiken, die Wahrscheinlichkeitsaussagen in den Schlagzeilen übertreiben und gleichzeitig Unsicherheiten herunterspielen.
- Die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen, die vergleichbare Extremereignisse lange vor den heutigen Emissionsniveaus belegen.
Der Bericht führt die Zunahme der schnellen Zuordnung von Extremwetterereignissen auf politische Frustration über die vorsichtigen Schlussfolgerungen des Weltklimarats (IPCC) zurück, der wenig Vertrauen in langfristige globale Trends für die meisten Arten von Extremwetterereignissen geäußert hat. Er würdigt die Rolle eines 2012 von der Union of Concerned Scientists einberufenen Treffens. Ziel dieses Treffens war es, den wahrgenommenen Zusammenhang zwischen Extremwetterereignissen und Klimawandel zu stärken, um Klagen gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie anzustrengen.
Der Autor des Berichts, Ralph Alexander, sagte:
„Reine Simulationen zur Ursachenzuordnung extremer Ereignisse sind ein Schandfleck für die Wissenschaft, deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind. Keines dieser Merkmale ist zentral für Ursachenzuordnungsstudien, die aus rechtlichen und politischen, nicht aus wissenschaftlichen Gründen entstanden sind.“
Harry Wilkinson, Leiter der Abteilung für politische Angelegenheiten bei der Global Warming Policy Foundation, sagte:
„Es ist beunruhigend, dass Studien zur Ereigniszuordnung trotz ihrer grundlegenden Mängel in den internationalen Medien so viel Beachtung gefunden haben. Das ist ein schwerwiegender wissenschaftlicher Skandal.“
Lesen Sie den vollständigen Bericht: Verdrehte Wissenschaft: Die fehlerhafte Logik der Zuordnung extremer Ereignisse (pdf)
https://thegwpf.org/publications/contorted-science-the-flawed-logic-of-extreme-event-attribution/
Ergänzung des Übersetzers
Da ich auch von unseren anderen Autoren schon gehört habe, dass sie mal die aktuelle KI befragt haben, habe ich das hiermit auch mal probiert (Google KI)
Eingabe bzw. Frage ## s. oben:
## Attributionsstudien
Antwort der KI
Attributionsstudien (auch Zuordnungsforschung) sind ein Teilgebiet der Klimatologie. Sie untersuchen wissenschaftlich, inwieweit der menschengemachte Klimawandel für das Auftreten, die Intensität oder die Häufigkeit bestimmter Extremwetterereignisse (wie Hitzewellen, Dürren oder Starkregen) verantwortlich ist
Um ein konkretes Wetterereignis zu bewerten, nutzen Forschende komplexe Klimamodelle:
- Szenario mit Klimawandel: Die Modelle simulieren das Wetter unter den heutigen, realen Bedingungen (inklusive der Treibhausgase).
- Szenario ohne Klimawandel: Sie simulieren die Erde so, als hätte es die Industrialisierung und den menschlichen Einfluss nie gegeben.
Vergleich: Durch den Vergleich der beiden Modelle wird ermittelt, wie stark das Risiko für das Ereignis durch die Klimakrise gestiegen ist.
## Der Autor des Berichts, Ralph Alexander, sagte: „Reine Simulationen zur Ursachenzuordnung …
Antwort der KI
- Das Repräsentations-Dilemma
- Das Problem: Eine Simulation ist immer eine Vereinfachung. Ein perfektes Modell des Klimas müsste jedes einzelne Molekül in der Atmosphäre berechnen – das ist unmöglich.
- Die Folge: Programmierer müssen Annahmen treffen und physikalische Prozesse (wie Wolkenbildung oder turbulente Luftströmungen) stark vereinfacht mathematisch beschreiben („Parametrisierung“).
- Das Validierungs-Dilemma
- Das Problem: Ein wissenschaftlicher Beweis erfordert normalerweise die Verifikation an der Realität. Bei Zukunfts- oder Vergangenheitsrechnungen ohne menschlichen Einfluss fehlt jedoch die reale Kontrollgruppe.
- Die Folge: Man kann die Software nur daran messen, wie gut sie die Vergangenheit rekonstruiert. Ob sie deshalb eine hypothetische Welt ohne CO₂ oder das Wetter in 50 Jahren absolut korrekt abbildet, bleibt mathematisch unbeweisbar.
- Das Bestätigungs-Dilemma (Confirmation Bias)
- Das Problem: Wenn ein Modell so kalibriert wird, dass es die bekannte Vergangenheit gut abbildet, besteht die Gefahr, dass man es unbewusst so programmiert, dass es genau die Ergebnisse liefert, die man physikalisch erwartet.
- Die Folge: Es entsteht eine logische Schleife: Das Modell bestätigt die Theorie, weil es auf Basis dieser Theorie gebaut wurde. [1]
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Energie-Sicherheit ist entscheidend – für Kaffee und Herz-Operationen
Der russische Einmarsch in die Ukraine und die aktuellen dramatischen Ereignisse im Nahen Osten haben die Aufmerksamkeit auf das Thema Energiesicherheit gelenkt. Was ist also Energiesicherheit? Wenn Sie um 2 Uhr morgens unruhig aufwachen und sich eine Tasse Kaffee kochen möchten, schalten Sie das Licht in der Küche ein und betätigen dann den Schalter der Kaffeemaschine. Beide Schalter sollten sofort funktionieren. Das ist Energiesicherheit. Man möchte immer sicher sein, dass die Schalter funktionieren, wenn man sie braucht. In der monatlichen Stromrechnung ist ein Anteil enthalten, der diese Sicherheit abdeckt. Der Stromversorger garantiert dir einen zuverlässigen 24/7-Service und integriert daher Systeme, die sicherstellen, dass der Strom immer fließt.
Wenn der Strom in deinem Haus ausfällt, bekommst du keinen Kaffee. Das kannst du überleben. Aber was ist, wenn du dich einer Operation am offenen Herzen unterziehst und der Strom im Operationssaal ausfällt? Wir können noch weiter gehen und fragen: Was ist, wenn der Strom in der ganzen Stadt ausfällt?
Der menschliche Körper ist darauf angewiesen, dass das Blut ständig zirkuliert. Auf dem Hinweg transportiert es Sauerstoff und Energie. Die Energie liegt in Form der Nährstoffe vor, die deine Zellen benötigen. Auch dein Herz muss pumpen, um alles in Bewegung zu halten. Das Herz wird durch den Blutkreislauf versorgt.
Auf dem Rückweg fungiert das Blut als Abfallsystem. Auch dieser Fluss ist entscheidend und erfordert ebenfalls die Pumpkraft des Herzens. Wenn dieser gesamte Kreislauf zum Stillstand kommt oder sich verlangsamt, geraten Sie in große Schwierigkeiten.
Das Gleiche gilt für das Stromverteilungssystem einer Stadt, eines Bundesstaates oder des ganzen Landes.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Energie nicht nur aus Elektrizität besteht, sondern auch fossile Brennstoffe wie Öl und Gas umfasst. Erdölderivate dienen nicht nur als Kraftstoff für Autos, sondern liefern auch viele Chemikalien, die für das tägliche Leben unverzichtbar sind.
Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar oder jemand, den Sie kaum kennen, hätte die Kontrolle über einen Ein-/Aus-Schalter für Ihren Blutkreislauf. Nicht gerade beruhigend, oder?
Nehmen Sie sich also einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, wer den Ein- und Ausschalter für Ihre Strom- und Ölversorgung in der Hand hält.
Eine Reihe von Mitgliedern der Europäischen Union musste dies auf die harte Tour erfahren, als die russischen Gaslieferungen ausblieben. Viele Länder auf der Welt erleben gerade am eigenen Leib, was passiert, wenn die Öllieferungen aus dem Nahen Osten eingeschränkt werden.
Es kursieren Karikaturen, auf denen Menschen wie Pferde vor Karren an Taxis angespannt sind oder – sozusagen den Karren vor das Pferd spannend – Autos herumschieben. Das sind zwar Witze, aber es ist kein Witz, wenn die Nahrungsmittelvorräte schwinden, weil der Traktor des Landwirts nicht mehr fahren kann und die Getreidemühlen stehen bleiben, weil der Strom ausgefallen ist. Daher ist es unerlässlich, die Versorgung mit Grundlaststrom sicherzustellen. Ein Sicherheitsfaktor ist untrennbar mit der Grundlaststromversorgung verbunden. Solar- und Windenergie verfügen nicht darüber. Solarstrom gibt es nur, wenn die Sonne scheint, und Windenergie nur, wenn der Wind weht … und zwar mit der richtigen Geschwindigkeit. Außerdem darf der Wind nicht zu stark wehen, sonst muss die Windkraftanlage bremsen, um sich nicht selbst zu beschädigen.
„Okay, okay“, sagen manche. „Dann baut man eben Speicher, also Batterien.“ Aber wenn man das tut, muss man mehr Solar- und Windkraftanlagen hinzufügen, um die Batterien aufzuladen. Der Überschuss an Solar- und Windenergie, der unter wechselnden optimalen Bedingungen erzeugt wird, reicht dafür nicht aus. Also muss man noch mehr wechselhafte Solar- und Windkraftanlagen bauen. Und dann regnet es eine Woche lang. Die Solarleistung bricht ein, und auch der Wind lässt nach. Das Ergebnis … das Energiesystem erleidet einen Herzinfarkt. Es ist extrem schwierig und teuer, Energiesicherheit in eine Wind- oder Solarversorgung einzubauen.
Energiesicherheit bedeutet: Seelenfrieden für alle Bürger.
Man muss Energiesicherheit auf städtischer, bundesstaatlicher und nationaler Ebene betrachten. Auf nationaler Ebene muss man sich um den Nahen Osten sorgen, und die EU-Länder müssen sich um die Ukraine sorgen.
Eine naheliegende Lösung für die kommunale und regionale Ebene ist die Einführung der Kernenergie. Dabei sollte es sich um eine Mischung aus großen Kernreaktoren und den neuen kleinen modularen Reaktoren (SMR) handeln. Der große Vorteil von SMR besteht darin, dass man sie über ein Gebiet verteilen kann. Sie sind klein genug, um einen Stadtteil, ein Bergwerk oder einen Industriecluster mit Strom zu versorgen.
Ein wirklich wichtiger Punkt ist, dass Kernbrennstoff im Reaktor drei Jahre lang hält. Daher muss man sich keine Sorgen um die kontinuierliche Versorgung mit Brennstoff machen, was bei Öl und Gas ein solches Problem darstellt.
Die jüngsten internationalen politischen Umwälzungen haben die Bedeutung der Energiesicherheit deutlich vor Augen geführt. Wenn Sie Ihren Kaffee um 2 Uhr morgens garantiert haben wollen, dann müssen Stadt-, Landes- und Industrieplaner jetzt die Weitsicht besitzen, die Integration von Systemen wie SMRs zu planen, damit Sie die politische Kontrolle über Ihren eigenen Ein-/Aus-Schalter ganz in Ihrer Nähe behalten.
Link: https://www.cfact.org/2026/06/03/energy-security-is-critical-for-coffee-and-heart-surgery/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Woher kommt der Strom? Viel Sonne und Windflaute
Die 22. Analysewoche des Jahres 2026 war außer in der Nacht niemals dunkel. Die Sonne schien über Tag kräftig. Es herrschte aber weitgehend Windflaute. Tag und Nacht. Denn es war schönes Wetter. Es war warm. Es waren die Vorläufer des Sommers.
Für die regenerative Stromerzeugung sind das nicht gerade ideale Verhältnisse. Wenn die Sonne stark scheint, wenn die PV-Anlagen brummen, dann wird für einige Stunden (in aller Regel 10:00 bis 15:00 Uhr) über die Mittagsspitze viel zu viel Strom erzeugt, was sich wie immer auf den Strompreis auswirkt. Dieser liegt denn auch meistens in der Mittagszeit bei 0€/MWh. Nur selten wird der Strompreis negativ und wenn, dann rutscht er nur wenig in den negativen Bereich. Nur am Montag mussten den Stromabnehmern in der Spitze um 13:00 Uhr zum geschenkten Strom 29€/MWh mitgegeben werden. Ansonsten lag der Betrag bei „höchstens“ minus ein bis zwei €/MWh zusätzlich zum geschenkten Strom.
Immer dann, wenn Deutschland allein auf Windstrom angewiesen war, hatten die Stromimporteure ihre großen Stunden. Damit die Stromversorgung Deutschland nicht zusammenbricht, musste regelmäßig richtig viel Strom importiert werden. Dieses Schaubild belegt die Gesetzmäßigkeit des Angebots- und Nachfragemechanismus. Da wird viel Geld verdient. Man muss kein Hellseher sein, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren im Windbereich bei – wie diese Woche – wenig Wind nicht viel bringen wird. Im Solarbereich hingegen wird die Stromüberproduktion weiter steigen. Die Strompreise werden tief in den Negativbereich rutschen. Ein Extrembeispiel für die Residuallaststeigerung: Auf knapp 83 GW stieg diese am 28.5.2026 um 21:00 Uhr. Der Chart belegt, dass der „massive“ Ausbau der Erneuerbaren und damit eine faktisch nicht kalkulierbare Abhängigkeit der Stromversorgung eines Noch-Industrielandes von Wind und Wetter keinerlei Sinn macht. Ich nenne das ideotologisch getriebenen Unfug mit hohem Geldscheffelpotential. Der Bürger wird nach Strich und Faden vera …. t und wie eine Weihnachtsgans ausgenommen.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 22. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Es ist zu erkennen, dass trotz ausreichender regenerativer Stromerzeugung immer noch zusätzlich – Bedarf hin, Bedarf her – fossiler, in großen Generatoren erzeugter Strom hinzuerzeugt werden muss. Das wird auch so bleiben. Die Unsummen, die Abermilliarden, die es kosten wird, die Netzstabilität auf anderem, nichtmechanischem Weg zu gewährleisten, wird Deutschland nicht aufbringen. Die Zeit und die menschlichen Ressourcen hat es ohnehin nicht. Ein Land, das nicht in der Lage ist zu gewährleisten, dass die Eisenbahn zu 95 Prozent pünktlich fährt, wird eine nichtmechanische Netzstabilität nicht hinbekommen. Ab einem bestimmten Punkt gilt: Nur das Analoge ist das Wahre. Rein digital verkümmert nicht nur die menschliche Seele. Virtuelle Wirklichkeiten ersetzen nicht tatsächlich Erlebtes. Ein Smartphone ersetzt kein Buch. Ein noch so komplexes Eisenbahnspiel bringt niemanden von A nach B. Und Stromnetze sind ab einer bestimmten Größenordnung nur stabil und verlässlich, wenn riesige rotierende Massen die Grundparameter des Stromnetzes im grünen Bereich halten. Am einfachsten wäre es, wenn Kernkraftwerke die Grundlast, das ist die Strommenge, die ein Land IMMER benötigt, bereitstellen. Dann hat man auch gleichzeitig die notwendigen rotierenden Massen. Doch Deutschland sprengt seine Kernkraftwerke lieber symbolisch in die Luft, statt sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen, wie zumindest einige der stillgelegten Anlagen wieder in Betrieb genommen werden könnten. Es fehlt dazu nicht nur der politische Wille. Es fehlen wohl auch die intellektuellen Fähigkeiten der verantwortlichen Politiker und Wirtschaftsführer. Hinzu kommt der positiv-wirtschaftliche Effekt für den klima-industriellen Komplex, mit dem die eben genannten Personenkreise verbandelt sind. Nur eine Partei ist uneingeschränkt für die Stromerzeugung mittels Kernenergie. Ein Antrag der AfD zum Wiedereinstieg wurde zwar am 19.3.2026 im Bundestag debattiert, letztendlich aber am 6.5.2026 abgelehnt. Die Argumente der Altparteien gegen den Wiedereinstieg sind im negativen Sinn beeindruckend.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Kaum Windstrom, reichlich PV-Strom. Die Strompreise.
Wenig Windstrom, PV-Strom fließt reichlich. Die Strompreise.
Etwas mehr Windstrom, PV weiter reichlich. Die Strompreise.
Starker Rückgang Windstrom. PV-Strom steigt. Die Strompreise.
Mehr Windstrom zum Abend. Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Über Tag lässt die Windstromerzeugung nach. Die Strompreise.
PV-Strom weniger stark. Ab Nachmittag nimmt die Windstromerzeugung wieder etwas zu. Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne.
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IPCC: Erwischt dabei, wie es seinen eigenen Alarmismus noch verstärkt – und die Medien haben das Ganze noch weiter verschlimmert
[Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]
Neue Studie: Die Zusammenfassungen des IPCC für politische Entscheidungsträger übertreiben die klimawissenschaftlichen Erkenntnisse systematisch gegenüber den zugrunde liegenden Berichten.
Ein potenziell sehr bedeutender neuer Vorabdruck von Galiani et al. dokumentiert, wie der IPCC und die Medien Verzerrungen in die Bewertung und Berichterstattung zum Klimawandel einbringen – eine Tendenz hin zu extremeren Behauptungen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]
Da es sich bei der Arbeit um einen Vorabdruck handelt und die Datensätze noch nicht verfügbar sind, sollten die Ergebnisse als vorläufig betrachtet werden.
Konkret wird in der Studie behauptet, dass die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (SPM) des IPCC dazu neigt, Aussagen zu treffen, die extremer sind als die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, die an anderer Stelle in den IPCC-Berichten dargestellt werden.
Kritiker des IPCC haben diese Behauptung oft vorgebracht, doch dies ist meines Wissens die erste Analyse, die versucht, diese Behauptung anhand von Daten systematisch zu bewerten.
Im heutigen Beitrag stelle ich meine Interpretation dieser neuen Analyse vor.
Was Galiani et al. getan habenDie wissenschaftlichen Erkenntnisse des IPCC – insbesondere jene, die Klimazukunftsszenarien prognostizieren – lassen sich als Ergebnis eines linearen Prozesses betrachten, der in der folgenden Abbildung dargestellt ist.
Der Prozess beginnt mit der Auswahl und Priorisierung von Szenarien, die in der projektiven Klimaforschung verwendet werden. Die Forscher wenden diese Szenarien dann in weiteren Modellierungen an und veröffentlichen die Ergebnisse schließlich in der Fachliteratur. 1
Anschließend bewertet der IPCC, der in mehr oder weniger unabhängige Arbeitsgruppen unterteilt ist, die veröffentlichte Literatur und erstellt ein Kapitel (das mehrere Entwurfs- und Kommentierungsphasen durchläuft).
Die IPCC-Kapitel bilden die Grundlage für die Technische Zusammenfassung und den Synthesebericht des IPCC, die dann in eine Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (SPM) einfließen. Die SPM ist in der Regel ausschlaggebend für die Berichterstattung in den Medien und die Politik. 2
Die obige Abbildung zeigt zudem mit der roten gestrichelten Linie den Schwerpunkt von Galiani et al., der einen Teilbereich dieser Kommunikationskette darstellt. Der Artikel konzentriert sich auf drei Dimensionen potenzieller Verzerrungen: Verschiebung der Schwere, Komprimierung der Unsicherheit und Relevanz von Szenarien.
● Die Schwereverschiebung misst, inwieweit der Schwerpunkt auf dem extremsten Ende des in einem Quelldokument angegebenen quantitativen Bereichs liegt. In der Studie wird die Schwereverschiebung auf einer fünfstufigen Ordinalskala bewertet: −2, −1, 0, +1, +2. Prozentangaben in den Gesamtergebnissen – wie beispielsweise +13 % – sind Durchschnittswerte aus vielen bewerteten Paaren.
Tabelle 1 veranschaulicht jede Stufe anhand eines Beispiels zum Anstieg des Meeresspiegels:
Die „Uncertainty Compression“ misst, inwieweit Zusammenfassungen das formale Wahrscheinlichkeitsvokabular des IPCC – wie „praktisch sicher“ (99–100 %), „sehr wahrscheinlich“ (>90 %) und „wahrscheinlich“ (>66 %) – weglassen.
• Die „Scenario Salience“ misst die selektive Zitierung einzelner Szenarioergebnisse.
Die Bandbreite der Ergebnisse für eine beliebige Variable über verschiedene Szenarien hinweg – wie beispielsweise ein Anstieg des Meeresspiegels um 0,28 m bis 1,01 m bis zum Jahr 2100 im AR6 oder eine Erwärmung um 1,4 °C bis 4,4 °C – stellt keine Wahrscheinlichkeitsverteilung realer Ergebnisse dar.
Diese Betrachtung offenbart einen Konstruktionsfehler im IPCC; während einige Fachleute vielleicht verstehen, dass die prognostizierten Spannen für jede Variable in den verschiedenen Szenarien weder Vorhersagen noch Wahrscheinlichkeitsspannen sind, wird dies den meisten anderen nicht klar sein.
Was Galiani et al. gefunden habenGaliani et al. bewerteten rund 114.000 aufeinander abgestimmte Behauptungspaare aus allen sechs IPCC-Sachstandsberichten (1990–2023) sowie 116.000 Zeitungsartikel aus zehn großen US-amerikanischen und britischen Medien. Dabei setzten sie drei unabhängige große Sprachmodelle ein – GPT-5-mini, Claude Haiku 4.5 und Gemini 2.5 Flash –, um jedes Paar anhand der folgenden drei Dimensionen zu bewerten: Verschiebung der Schwere, Komprimierung der Unsicherheit und Relevanz des Szenarios.
Das wichtigste Ergebnis ist eindeutig: In jeder gemessenen Phase und in jedem Sachstandsbericht verschieben sich die Aussagen systematisch hin zum schwerwiegenderen Ende der wissenschaftlichen Bandbreiten, die das IPCC in seiner Technischen Zusammenfassung darstellt.
Der vorherrschende Effekt ist die Verschiebung der Schwere – die Tendenz, das obere Ende der angegebenen quantitativen Spannen hervorzuheben, während das untere Ende in den Hintergrund rückt oder ignoriert wird.
In der Phase der Übertragung von den TS in die SPM reicht die Verschiebung der Schwere von +4 % bis +13 % der maximal möglichen Aufwärtsverzerrung gemäß ihrer einheitenlosen Ordinalskala (über die sechs Sachstandsberichte hinweg, mit einem Höchstwert im AR4 (2007)). Die Berichterstattung in den Medien fügt zusätzlich zu dem, was die SPM bereits enthält, eine weitere Verzerrung von +5 % bis +9 % hinzu.
Die Komprimierung der Unsicherheit – das Weglassen der kalibrierten IPCC-Vertrauensqualifizierer – ist ein sekundärer, aber konsistenter Effekt. Die Relevanz des Szenarios ist der geringste Einflussfaktor, was die Autoren als Beweis dafür interpretieren, dass die Kaskade nicht von der selektiven Auswahl von Szenarien abhängt.
Die Analyse verkennt jedoch, dass der größte Effekt der Szenario-Verzerrung bereits in der Verschiebung der Schweregrade enthalten ist.
Die nachstehende Abbildung aus der Studie zeigt, dass die „Verstärkungskaskade“ in allen IPCC-Bewertungszyklen nachweisbar ist, wobei die letzten drei Bewertungen in den SPMs eine stärkere Tendenz zur Übertreibung wissenschaftlicher Aussagen aufweisen als die ersten drei IPCC-Bewertungen.
Drei weitere Ergebnisse ragen heraus:
• Erstens zeigen links- und rechtsgerichtete Medien im AR6-Zyklus nahezu identische Verstärkungsmuster, nachdem sie sich in den drei vorangegangenen Zyklen noch unterschieden hatten.
• Zweitens sind die Medienergebnisse über fünf alternative Stichprobenbeschränkungen hinweg robust, darunter der Ausschluss von „The Guardian“ (stärkste Verstärkung), der Ausschluss des „Wall Street Journal“ (stärkste Abschwächung) und die Angleichung der Gewichtung der Medien – keine dieser Maßnahmen verändert die Richtung oder das qualitative Ausmaß der Ergebnisse.
Interessant: Welcher Medienkanal wurde als derjenige bewertet, der am objektivsten berichtet hat? Fox News!
• Drittens zeigt sich dieses Muster bei allen drei großen Sprachmodellen (LLMs) unabhängig voneinander, wobei Gemini durchweg schlechter abschneidet als GPT und Claude, alle drei jedoch dieselbe Richtungskaskade aufweisen.
Dass die Medien dazu neigen, klimawissenschaftliche Erkenntnisse überzubewerten, wird absolut niemanden überraschen. Die Erkenntnis, dass auch die Zusammenfassungen für die Öffentlichkeit (SPMs) des IPCC die gleiche Tendenz zeigen, ist jedoch von großer Bedeutung.
Warum die Ergebnisse von Galiani et al. bedeutsam sindGaliani et al. liefern erste Belege dafür, dass der IPCC-Prozess die klimawissenschaftlichen Erkenntnisse in Richtung extremerer Schlussfolgerungen verstärkt, die über die in den technischen Zusammenfassungen dargestellten hinausgehen und damit auch über das hinaus, was in der begutachteten Fachliteratur zu finden ist.
Da Galiani et al. nur einen Teil der Kommunikationskette in der Klimawissenschaft betrachten, sollten ihre Ergebnisse lediglich als Untergrenze einer möglichen Verstärkungsverzerrung interpretiert werden.
Wie ich auf THB ausführlich dargelegt habe, stellt die übermäßige Abhängigkeit von extremen Klimaszenarien in Forschung und Politik eine enorme Quelle für Verzerrungen dar, die über das in diesem neuen Vorabdruck dokumentierte Maß hinausgeht.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Verstärkungskaskade zwar bestimmten politischen Interessen dienen mag, die hier am Werk befindlichen Dynamiken jedoch weder Fehlverhalten noch gar Vorsatz erfordern.
Jeder Akteur mag sich innerhalb seines institutionellen Kontexts rational verhalten, und dennoch kommt es zu dieser Verstärkungskaskade:
• Die Entwickler der CMIP-Szenarien nahmen SSP5-8.5 als Extrem-Emissionsszenario auf, nicht weil es plausibel war, sondern weil es den Interessen der Klimamodellierer diente.
• Forscher, die in der Fachliteratur veröffentlichten, nutzten die vom CMIP bereitgestellten Szenarien und hatten oft gute wissenschaftliche Gründe dafür, die extremsten Szenarien zu wählen, unabhängig von deren tatsächlicher Plausibilität.
• Die Autoren der IPCC-Kapitel fassten die veröffentlichte Literatur zusammen – das ist ihre Aufgabe. Die Entscheidung des IPCC, Szenarien als Wahrscheinlichkeitsverteilungen realer Zukunftsszenarien darzustellen, war ein Verständnis- und Beurteilungsfehler.
• Die federführenden Autoren des IPCC, die den TS verfassten, übernahmen diesen Rahmen und ließen dabei viele Details aus den „Black Boxes“ der Szenarien und Projektionen weg. Die Entscheidung, den SPM für politische Entscheidungsträger zu vereinfachen, ist rational, doch in diesem Fall ging der Kontext verloren und extreme Projektionen wurden überbewertet.
• Journalisten wenden die üblichen Kriterien für den Nachrichtenwert an: Neuheit, Dringlichkeit, Relevanz. Schwerwiegende Ergebnisse sind berichtenswerter als moderate. „If it bleeds, it leads“ (Was blutet, macht Schlagzeilen).
Das Gesamtergebnis ist repräsentativ für die Klimawissenschaft des IPCC und für Medien, die zu den extremen Positionen neigen.
Da RCP8.5 / SSP5-8.5 an diesem äußersten Ende angesiedelt ist – und gleichzeitig als „Business as usual“ oder Referenzszenario dargestellt wird –, war die Bühne bereitet, um den Klimawandel in der Politik als „existenzielle Gefahr“ darzustellen, obwohl die IPCC-Kapitel und die zugrunde liegende Literatur niemals auch nur annähernd etwas gesagt haben, was eine solche Behauptung stützen würde.
The Honest Broker is written by climate expert Roger Pielke Jr and is reader-supported. If you value what you have read here, please consider subscribing and supporting the work that goes into it.
Read rest at The Honest Broker
Link: https://climatechangedispatch.com/ipcc-bias-amplification-climate-science/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag IPCC: Erwischt dabei, wie es seinen eigenen Alarmismus noch verstärkt – und die Medien haben das Ganze noch weiter verschlimmert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Modell-Simulationen übersehen den „Spiegel-Trick“ der Erde
Cap Allon
Die Erde reflektiert etwa 29 % des einfallenden Sonnenlichts zurück ins All. Dies wird als Albedo bezeichnet und ist ein entscheidender Faktor für die Temperatur des Planeten.
Anhand von 25 Jahren CERES-Satellitendaten hat eine neue Studie ergeben, dass die östliche und die westliche Hemisphäre der Erde fast genau die gleiche Menge an Sonnenlicht reflektieren. Teilt man den Planeten am 27. Längengrad, beträgt der gemessene Unterschied nur 0,04 W/m² (plus oder minus 0,24 W/m²).
Graphik: CERES-Satellitendaten zeigen die Ost-West-Symmetrie der Albedo der Erde. Bei 27° östlicher Länge liegt der Unterschied im reflektierten Sonnenlicht zwischen der östlichen und der westlichen Hemisphäre nahe Null, was bedeutet, dass beide Hälften des Planeten fast die gleiche Sonnenenergie zurück ins All reflektieren. [Zhang et al., Nature, 2026]
Unterschiedliche Oberflächen, Ozeane, Wolkensysteme und Kontinente, und doch gleicht sich das reflektierte Sonnenlicht aus. Die Reflexion bei klarem Himmel, der Strahlungseffekt der Wolken und der Anteil des offenen Ozeans liegen alle um den gleichen Meridian herum auf einer Linie.
Die Wolken leisten den größten Beitrag. Höhere Wolken in der östlichen Hemisphäre reflektieren mehr Sonnenlicht, während niedrigere Wolken in der westlichen Hemisphäre dies ausgleichen. Die stärker reflektierenden Ozean- und Eisregionen im Osten werden durch die stärker reflektierenden Landregionen im Westen ausgeglichen.
Dies ist ein gekoppeltes Planetensystem, in dem Wolken, Ozean, Eis, Land und Zirkulation auf eine Weise interagieren, die Forscher noch nicht vollständig erklären können. Und genau das ist das Problem. Klimamodelle geben dies nicht wieder.
Die Studie untersuchte acht CMIP6-Erdsystemmodelle. An der beobachteten Trennlinie bei 27 Grad östlicher Länge konnten die Modelle die Ost-West-Albedosymmetrie nicht erfassen. Die Autoren weisen auf wahrscheinliche Mängel in der Darstellung von Wolken in den Modellen hin, insbesondere bei Grenzschichtwolken.
Wolken bestimmen, wie viel Sonnenlicht die Erdoberfläche erreicht und wie viel zurück ins All reflektiert wird. Wenn Modelle die Wolken falsch darstellen, werden Erwärmung, Abkühlung, Rückkopplungen und Prognosen zu reinen Spekulationen.
Die Studie stellte zudem fest, dass die Ost-West-Symmetrie dem ENSO (El-Niño-Southern-Oscillation)-Phänomen folgt und so das von der Erde reflektierte Sonnenlicht mit natürlichen Schwankungen im Ozean-Atmosphären-System verknüpft.
Kurz gesagt: Die Studie zeigt, dass die Strahlungsbilanz der Erde großräumige Strukturen enthält, welche die Modelle nicht abbilden. Sie zeigt, dass Wolken und Zirkulation noch immer nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sie zeigt, dass das System stärker gekoppelt und komplexer ist als das öffentlich zugängliche Klimaszenario.
Dennoch werden genau diese Modelle, die nicht einmal eine grundlegende planetare Spiegelsymmetrie abbilden können, dazu verwendet, politische Experimente im Wert von mehreren Billionen Dollar zu rechtfertigen und angeblich zu bestimmen, wie Ihre Stromrechnung im Jahr 2050 aussehen muss.
Link: https://electroverse.substack.com/p/alaska-runs-cold-chinas-june-chill?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Die 16 wärmsten Maimonate Deutschlands – eine Bundesligatabelle
Josef Kowatsch, Matthias Baritz
Copernicus ist kein Mensch, sondern das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Unter anderem mischen sich die „Experten“ auch ins Klima ein, natürlich immer im Sinne wie bestellt. Sie bezeichnen den Mai 2026 als den weltweit zweitwärmsten seit den Wetteraufzeichnungen.
Die Medien übernehmen ungeprüft solche Aussagen und Behauptungen und setzen dann meist noch eins drauf. Nie wird nach Diagrammen oder Angaben für heiße Länder gefragt.
Ein gedanklicher Überschlag soll zeigen, dass diese Maibehauptungen nicht stimmen können: Es gibt 195 Länder auf der Erde. Wäre dieser Mai weltweit tatsächlich der zweitwärmste gewesen, dann müsste er mindestens bei 100 Ländern an erster Stelle sein, damit als Schnitt der 2.Platz erreicht wird. Aber kein einziges Land wird genannt. Hier einige Gegenbeispiele; Arktis, Grönland, Island, Alaska, Antarktis. Südamerika, USA, Osteuropa (Balkan, Polen, Baltikum), Indien, Australien… alles im Normalbereich im Vergleich zu 1990-2020 (ERA5 Copernicus-Daten)
Gehen wir zu Deutschland und ordnen den Mai 2026 seit den Temperaturaufzeichnungen ein. Den diesjährigen Mai 2026 hat der Deutsche Wetterdienst mit 14,05 C gemittelt anhand der heutigen Wetterstationen, erfasst mit den heutigen wärmeren Messstandorten und den heutigen Messmethoden. Wir haben schon oft darauf hingewiesen, dass das Startjahr der DWD Betrachtungsreihe in einer Kältedepression lag, die bis nach 1900 anhielt. Diese Aussage trifft auch auf den Monat Mai zu. Von einem Kältetal aus betrachtet geht es immer nach oben.
So ist der Mai 2026 in Deutschland einzuordnen. Durchschnittlich! Im Gebietsmittel alles ok.
Es existieren auch länger zurückliegende Deutschlanddaten, die sich aber nur auf wenige Stationen berufen können, bzw. die Daten wurden interpoliert. Bitte beachten: Die Wetterstationen vor 200 Jahren standen an viel kälteren Plätzen als heute und trotzdem waren die Maimonate teilweise wärmer. Wir verwenden für die nächste Grafik die Deutschlanddaten ab 1800, erst seit 1881 sind es die offiziellen DWD-Daten. Quelle
Überprüfung der Copernicus-Behauptungen für Deutschland: Wir nehmen deshalb das Jahr 1800 als Beginn der Wetteraufzeichnungen. In der folgenden Grafik 1 sind die wärmsten Maimonate in Form einer Tabelle aufgelistet. Man achte auf die Jahreszahlen der warmen Maimonate. Seit 1958, dem Beginn der stark steigenden CO₂-Konzentrationsmessungen sind nur 4 Maienjahre dabei.
Grafik 1: Unser Dichter Johann Wolfgang Goethe lebte noch zu den Zeiten des viertwärmsten Maimonats (1811) in Deutschland. Der Mai 2024 ist an 10. Stelle. Ein Ausreißer aus der Neuzeit, der sonnenreiche Mai 2018 führt die Deutschland-Tabelle an. Der Mai 2026 liegt immerhin im ersten Viertel, aber niemals der zweitwärmste.
Ergebnis: Was Copernicus behauptet, gilt für Deutschland überhaupt nicht!!
Der bisherige Sieger: Der Mai 2018 war u.a. deshalb so warm, weil er bei vielen der etwa 2000 DWD-Messstationen einen Rekord an Sonnenstunden brachte. Die Sonne bestimmt die Wärme. Und die heutigen DWD-Wetterstationen stehen bevorzugt in Wärmeinseln, was vor über 100 Jahren überhaupt nicht der Fall war. Viele Sonnenstunden von April bis September führen immer zu warmen Monaten. Ein weiterer Aspekt in dieser Betrachtung ist der Durchschnitt der Tagesminimum-Temperaturen. Nachfolgend sind drei Grafiken mit Originaldaten des DWD (Gebietsmittel) ab dem Jahr 1988. In der nächsten Grafik sind alle verfügbaren Einzelstationen des DWD gemittelt. Man vergleiche mit den Sonnenstunden.
Grafik 2a/b: Zwischen Sonnenstunden und den Mai-Tagestemperaturen besteht ein eindeutiger Zusammenhang.
Erkenntnis: Von einer gefährlichen Klimaüberhitzung sind wir in Deutschland weit entfernt!!
Vergleich der deutschen Maimonate mit den CO₂-Messungen: Die Keeling Kurve seit 1958Nur 4 der 16 wärmsten Maimonate Deutschlands (2018, 2024, 2000,1993) liegen im Zeitraum der ansteigenden CO₂-Keeling-Kurve. 2021 noch 419,80 ppm, Mai 2026: 432 ppm
Grafik 3: Die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre steigen vor allem nach dem Kriege stark an. Behauptet wird von der Treibhauskirche, dass die Ursache des CO₂-Anstieges fast ausschließlich anthropogenen Ursprunges wäre. Wird behauptet, ohne Nachweis. Und ebenso, dass fast nur CO₂ der weltweite Temperaturregler wäre.
Fazit: Die europäische Erdüberwachungsorganisation hat wieder einmal was berichtet, ohne irgendwelche Beweise vorzulegen. Noch glaubt die Mehrheit der Deutschen diesen Voodoo-Klimaaussagen. Wie lange noch?
Abschließend eine Bemerkung zum aktuellen Monat Juni: Mit 15,9 ° ist die erste Juni-Dekade in Deutschland im Vergleich zu 1961-1990 (aktuelle Abweichung!) 1,2 Grad zu heiß. Quelle: https://www.mtwetter.de/ Es müsste also (noch) kälter sein. Gestern hörte man in den Wetterberichten noch: Für diese Jahreszeit zu kalt. Was denn nun?
Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher, weil Rentner.
Der Beitrag Die 16 wärmsten Maimonate Deutschlands – eine Bundesligatabelle erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die Lügen, die man unseren Schulkindern über die Erderwärmung erzählt (Teil 2)
[Alle Formatierungen im Original! A. d. Übers.]
Stellen wir uns vor, wir wären wieder 10 Jahre alt: toll! In unserer Grundschule hält Frau Brown eine Unterrichtsstunde, die sie von der grün-linken Cool.org-Meute heruntergeladen hat. Das ist nichts Ungewöhnliches: Weit über 225.000 australische Lehrer haben dies seit dem Start von Cool im Jahr 2008 [1] getan und Unterricht für etwa 20 Millionen Kinder bereitgestellt. Cool ist wie eine unkontrollierbare Bildungsfabrik, die sich im Schulsystem eingenistet hat.
Miss Browns Cool-Unterrichtseinheit lautet „Schreiben über den Klimawandel – Gedichte über Schmetterlinge“ [2]. Da sie undatiert ist, merkt sie nicht, dass sie aus der Mitte des Jahres 2022 stammt und veraltet ist.
Sie fragt uns anhand des Cool-Skripts:
Welche Veränderungen in unserer Umwelt beobachten wir aufgrund des Klimawandels? [Wow! Das ist eine ganz schöne Herausforderung für uns 10-Jährige!]. Welche Tiere sind von den Veränderungen in ihrer Umwelt aufgrund des Klimawandels betroffen? Mögliche Antworten sind beispielsweise Eisbären, Koalas und Wale. Ein Tier, auf das wir uns besonders konzentrieren sollten, ist der Schmetterling.
Autsch! Schmetterlinge mögen zwar „Tiere“ sein, aber meine Mama und mein Papa nennen sie „Insekten“. Die Populationen der Eisbären gedeihen prächtig. Koalas erleben Auf- und Abschwünge und werden oft getötet, aber nicht, weil sich Australien in 100 Jahren um 1 °C erwärmt hat. [3] Wale? Die weichen eher japanischen Harpunen mit Granaten aus als der globalen Erwärmung.
Cools Lektion ist vereinfacht, nicht aus pädagogischer Notwendigkeit, sondern um in uns Kindern Empörung über die Emissionen zu wecken, die Schmetterlinge töten. Die Monarchfalter sind langfristig im Rückgang begriffen (vor allem, weil die Milchholz-Nahrungspflanzen ihrer Raupen immer knapper werden), wurden jedoch kürzlich weltweit wieder als „gefährdet“ eingestuft, nachdem sie 2022 kurzzeitig als „vom Aussterben bedroht“ gelistet waren. Die Population im Osten Nordamerikas erholte sich im letzten Jahr um zwei Drittel. [4]
Aus Cools Skript:
Die Schüler notieren selbstständig emotionale Begriffe, um den Monarchfalter zu beschreiben… Zu den emotionalen Begriffen gehören beispielsweise: zerbrechlich, zart, anmutig, flatternd, hauchdünn, lebhaft, farbenfroh, faszinierend, symmetrisch, Schwarm, Anordnung, Flug… Vielleicht möchtest du dir das [veraltete] ABC-Video ein paar Mal ansehen.
Frau Brown fordert uns auf: „Erzählt von einer schönen Erinnerung, die ihr an einen Schmetterling habt“, und vermittelt uns fälschlicherweise, dass es die Dürre sei, die der Seidenpflanze schade, und nicht das Sprühen von Pestiziden, die Urbanisierung und das Mähen der Straßenränder.
Nachdem die „Fakten“ feststehen, treiben Cool und die fächerübergreifende Priorität „Nachhaltigkeit“ uns 10-Jährige dazu an, „Maßnahmen zu ergreifen: Ein Gedicht zu schreiben, um wissenschaftliches Wissen zu vermitteln.“ Unsere Cool-Arbeitsblätter zeigen Beispielgedichte von Kindern wie das von Sophia V.
„Ein Appell zur Rettung der Erde“.
Es ist an der Zeit, aufzuwachen und den Schmerz von Mutter Erde zu erkennen.
Die Selbstsucht der Menschheit nimmt wahnsinnige Ausmaße an.
Bald werden ihre Schreie in Finsternis übergehen,
und der Mensch wird sein eigenes Verderben herbeiführen.
Ein anderes von Silvia S. ist betitelt mit [übersetzt] „Über die Zerstörung der Erde“:
…Die Ozeane füllen sich mit zähflüssigem Rohöl.
Alles Leben im Meer ist zu einem langsamen, schrecklichen Untergang verdammt.
Es muss doch etwas geben, was man tun kann,
Zum Beispiel die Menschen in deiner Umgebung darauf aufmerksam machen,
Dass, wenn wir das vorliegende Problem nicht ernst nehmen,
Dein Leben auf dem Spiel steht, die Zerstörung der Menschheit.
Wir tippen auf unseren Laptops und schreiben unsere eigenen Gedichte, in der Gewissheit, dass Reime und Versmaß heutzutage keine Rolle mehr spielen. Miss Brown gibt uns einen coolen Rat: „Lasst die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben, was ihnen in den Sinn kommt.“ Sie setzt uns das Ziel: Nutzt das Massensterben der Schmetterlinge, „um dem Leser eine Botschaft über die Auswirkungen des Klimawandels zu vermitteln“.
Was die Eisbären angeht, so ist ihre Zahl seit 2005 von etwa 22.000 auf heute bis zu 30.000 gestiegen. Aber wir sollen Plakate über sie gestalten:
Erfolgskriterien: Die Schüler können überzeugende Sprache und gestalterische Elemente für ein Nachhaltigkeitsanliegen einsetzen; Fakten über Eisbären abrufen; kreativ denken.
Miss Brown zeigt uns unterdessen Al Gores mit Photoshop bearbeitete Fälschung eines hungernden Eisbären auf einer Eisscholle. Ich bin gerade dabei, meine Öko-Angst zu lindern, indem ich mir mit einer Zinnnadel ins Herz steche, als ich die Morgenglocke für die Pause läuten höre.
In der Pause recherchiere ich eifrig Statistiken zu diesem mysteriösen „Cool“-Programm. Weit über 25.000 Lehrer sind jedes Jahr in dessen Systemen registriert, was bedeutet, dass in mehr als 90 % der Schulen mindestens ein Lehrer „Cool“ nutzt. [5]
Sie nutzen Cool, weil 76 % ihre Arbeitsbelastung als unüberschaubar empfinden, ein Drittel versucht, Fächer zu unterrichten, die außerhalb ihres Fachgebiets liegen, und 90 % nicht genügend Zeit für die Unterrichtsvorbereitung haben.
Sie laden die Unterrichtseinheiten mehr als 250.000 Mal pro Jahr herunter, wobei jede Einheit drei Stunden Vorbereitungszeit spart und im Durchschnitt von 186 Kindern genutzt wird.
Mehr als die Hälfte der befragten Lehrer leidet unter schlechter Arbeitsmoral, und zwei Drittel geben an, dass die Materialien von Cool „ihnen wieder Freude am Unterrichten bereiten“. Drei Viertel sagen, dass sich Kinder, die mit Cool-Materialien arbeiten, besser benehmen und engagierter sind.
Jason Kimberley, der zum Just-Jeans-Vermögen des Multimillionärs gehört, gründete Cool im Jahr 2008, „um seine Leidenschaft für eine gerechte, praxisnahe Bildung in greifbare globale Wirkung umzusetzen“. [6]
Im Jahr 2024 gab Cool einen von einer unabhängigen Stelle erstellten Bericht über soziale Auswirkungen in Auftrag. Dieser beginnt aus irgendeinem Grund mit einer Würdigung der Aborigines durch Cool, „die mit ihrem Wissen und ihren Bestrebungen für künftige Generationen den Weg weisen“.
Zu den Daten gehört, dass mehr als 70 % der Lehrkräfte (84 % der zahlenden Abonnenten von Cool) „Maßnahmen zu sozialen und ökologischen Themen ergriffen haben“, ebenso wie zwei Drittel ihrer Schüler.
„Fokusgruppen zeigten, dass dieses gemeinsame Handeln von Pädagogen und Schülern von entscheidender Bedeutung ist … Pädagogen sagten, dass die Ressourcen von Cool.org eine Generation von ‚Change-Makern‘ beeinflussen.“
Die Studie schwärmt von Kindern als Aktivisten:„Schüler engagieren sich für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit und entwickeln dabei Verhaltensweisen, die sie ein Leben lang begleiten. Pädagogen engagieren sich gemeinsam mit ihren Schülern. Langfristiges Ziel: Informierte, aktive und selbstbestimmte Bürger für eine glücklichere, gesündere, nachhaltigere und gerechtere Gesellschaft für alle.“
All das wird mit minimalen Mitteln erreicht. Cool’s Spendenbericht für 2025 zeigt einen starken Anstieg der Einnahmen von 3.012.000 auf 3.909.000 Dollar durch zusätzliche Fördermittel und erfolgreiche Ausschreibungen der Regierung.
Zu den wichtigsten Spenderstiftungen der letzten Zeit gehören Myer, Lord Mayor’s und Ian Potter, Twiggy Forrests Minderoo, einige Murdochs sowie Cannon-Brookes’ Boundless. Zu den „Partnern“ zählen die Australian Human Rights Foundation, The Conversation und Reconciliation Australia.
Seien wir nun mal ehrlich und werfen wir einen Blick auf Cools Lektionen zur Nachhaltigkeit für Schüler. Sie reichen von der üblichen Anti-Emissions-Propaganda bis hin zu regelrechtem Wahnsinn wie etwa die Befürwortung von „Degrowth und Minimalismus zur Bekämpfung des Klimawandels“. Das Geschwätz, dass Wirtschaftswachstum der Planetenzerstörer sei, war vor einem Jahrzehnt populär und wurde von der Australian Academy of Science mit ihrer Fenner-Konferenz „Addicted to Growth? How to move to a Steady State Economy in Australia“ [etwa: Wachstumssucht? Wie Australien zu einer stationären Wirtschaft übergehen kann] aufgegriffen. (Die Regierung Albanese perfektioniert gerade unsere Degrowth-Wirtschaft pro Kopf).
Cools „Lektion“ zum Thema Degrowth beginnt mit einer geistlosen Analogie über eine ständig wachsende Zahl von Kindern, die ein Stück vom Klassenkuchen haben wollen. Sie versuchen, einen größeren Kuchen zu backen, doch ihnen gehen Mehl und Eier aus. Jenseits dieser „Kuchenobergrenze“ stehlen die Kinder Kuchen.
Das ist alles Unsinn von Green, denn Technologie und Innovation haben den Anstieg der Weltbevölkerung von 4 Milliarden auf 8 Milliarden in 50 Jahren bereits aufgefangen.
Für das Degrowth sollen Kinder Socken stopfen (als ob!) und ihre Bücher aus „gemeinsamen Bibliotheken“ beziehen (was auch immer das sein mag). Kinder reduzieren ihren Besitz auf 10 lebensnotwendige Dinge und 33 Kleidungsstücke und Schuhe für einen Monat. Cool weist die Lehrer an:
Je nachdem, wie streng man sein möchte, könnte man die Schüler sogar dazu anhalten, ihr Bett und ihren Schreibtisch als einen Gegenstand zu zählen… Lassen Sie die Schüler sich eine Zukunft vorstellen, in der die Menschen ihren Konsum drastisch zurückgefahren haben. Wir leben von erneuerbaren Energiequellen. Die Natur blüht auf…
Stellen Sie dem eine Zukunft gegenüber, in der Länder auf der ganzen Welt weiterhin auf nicht nachhaltige Weise wachsen. Wir haben alle natürlichen Ressourcen der Erde aufgebraucht, die Erde kahl abgebaut und unsere gesamte natürliche Flora abgeholzt. Wir kämpfen nun darum, die Bevölkerung zu ernähren, und haben viele Arten bis zur Ausrottung gejagt, insbesondere Fische.
Es gibt nicht genug Wohnraum für alle, und die Menschen leben auf der Straße… Wir brauchen nicht wirklich vieles von dem, was wir für notwendig halten, um glücklich zu sein. … Die Alternative ist, uns zu Tode zu konsumieren.
Vielleicht werden Lehrer bald streiken und Lohnkürzungen fordern.
Wie die Psychologin Clare Rowe im ersten Teil feststellte, sollten Schulen Kinder nicht mit dem Thema Klima traumatisieren. Cool sieht es von beiden Seiten: Extreme können Kinder …
… sich traurig oder besorgt fühlen, weil die Zukunft von Tag zu Tag düsterer und beängstigender wird. Versichern Sie den Schülern daher, dass wir diesen Bericht mit Hoffnung und Optimismus betrachten können statt mit Untergangsstimmung.
In der Unterrichtseinheit für 14-Jährige mit dem Titel [übersetzt] „Die Wahrheit über den Klimawandel entdecken“ wird den Kindern jedoch das „Worst-Case-Szenario“ präsentiert, wonach eine unveränderte Politik absurderweise zu einem „Anstieg des Meeresspiegels um 2,5 Meter“ führen würde – das entspricht der Höhe der Decke in meinem Arbeitszimmer. Selbst die düstersten IPCC-Szenarien gehen von einem Meeresspiegelanstieg von unter 1 Meter bis 2100 aus. Aber Cool entscheidet, dass 2,5 Meter nicht beängstigend genug sind, und vervierfacht den Anstieg daher:
634 Millionen Menschen leben weniger als 10 Meter über dem Meeresspiegel und sind einem hohen Risiko ausgesetzt, von Überschwemmungen betroffen zu sein und ihr Land zu verlieren.
Gleichzeitig führt die Erwärmung auch zum Aussterben von Arten: „Für immer verschwunden … Die Bedrohung für alle Arten wird mit steigenden Temperaturen zunehmen.“
Was die Ängstigung angeht, vermittelt Cool den Kindern Folgendes:
„Der Klimawandel ist ein schwieriges Thema, insbesondere wenn es um seine Auswirkungen und Folgen geht. Du bist nicht allein, wenn du dir Sorgen machst, Angst hast oder dich über den Klimawandel aufregst. Manchmal scheint es einfacher zu sein, nichts zu wissen. Aber wenn du dir jetzt einige der schwierigen Aspekte bewusst machst, fällt es dir später leichter, einen Weg zu finden, positiv und hoffnungsvoll zu bleiben und dich zum Handeln inspirieren zu lassen. Wenn dir das alles jedoch zu viel wird: Hör auf, mach eine Pause und komm später darauf zurück.“
In einer anderen Lektion heißt es:
Selbst die Optimistischsten unter uns haben manchmal Tage, an denen sie sich angesichts einer Zukunft im Zeichen des Klimawandels niedergeschlagen fühlen. Wie können wir in diesen dunklen Tagen Hoffnung finden?
Der Klimawandel kann überwältigend sein und eine ganze Bandbreite an Emotionen hervorrufen; er kann sich wie eine riesige Last auf deinen Schultern anfühlen. Aber es ist keine Last, die du alleine tragen musst. Darüber mit den Menschen in deinem Umfeld zu sprechen, wird dir helfen … zumindest wirst du wissen, dass du nicht allein bist.
In einem Leitfaden zum Thema „Über den Klimawandel sprechen“ rät Cool (der Wetter mit Klima gleichsetzt) den Lehrkräften:
Der Klimawandel kann bei vielen von uns Gefühle wie Traurigkeit, Sorge, Angst und Trauer auslösen, insbesondere bei jungen Menschen, die die Auswirkungen des Klimawandels bereits am eigenen Leib erlebt haben, beispielsweise durch Buschbrände (sic) oder Überschwemmungen (sic).
Wenn man mit Schülern über den Klimawandel spricht, ist es wichtig, ein sicheres und positives Unterrichtsklima zu schaffen, das zur Teilnahme und Zusammenarbeit ermutigt, ohne diejenigen unter Druck zu setzen, denen es vielleicht schwerfällt, ihre Gedanken oder Gefühle mitzuteilen. Denken Sie daran: Nur weil ein Schüler in Ihrer Klasse möglicherweise ein Ereignis erlebt hat, das mit dem Klimawandel zusammenhängt, ist es nicht seine Aufgabe, den Rest der Klasse darüber aufzuklären… Es kann sinnvoll sein, ihnen einige Bewältigungsstrategien aufzuzeigen, wie zum Beispiel tiefes Atmen, einen Spaziergang machen, sich eine Auszeit nehmen, Tagebuch schreiben, zeichnen oder Musik hören.
Wenn alles andere fehlschlägt, vermittelt Cool Kontakte zu Kids HelpLine, Headspace, Beyond Blue Youth und Lifeline.
In einem Video von „Hope Framework“ erklärt „Hamish von Cool.org“ den Lehrkräften, dass das aktuelle Klima sie und ihre Klassen verunsichern kann: „Die Welt kann sich manchmal wie ein ziemlich unglücklicher und unfreundlicher Ort anfühlen.“ Die Schüler müssen sich mit den Themen auseinandersetzen, jedoch auf eine Weise, die ihre psychische Sicherheit gewährleistet. Die Unterrichtseinheiten von Cool, sagt er, basieren auf Beiträgen von Psychologen, Beratern, Wissenschaftlern „und allen möglichen Experten aus dem Bildungsbereich“.
Cool spielt gute Nachrichten gerne herunter und sagt den Kindern:
Im Jahr 2023 gab es über 220 extreme Wetterereignisse. Die Zahl der durch Wetterereignisse verursachten Todesfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30 % … und unsere Fähigkeit, damit umzugehen, nimmt ab.
Tatsächlich ist das Risiko, an Wetterkatastrophen zu sterben, im letzten Jahrhundert um mehr als 99,5 % gesunken, was vor allem auf bessere Vorhersagen, den Transport von Lebensmitteln und die Infrastruktur zurückzuführen ist. Der von Cool angeführte „Anstieg“ ist eine extreme selektive Auswahl.
Cool sagt, dass „die derzeitige Erwärmung mit nichts zu vergleichen ist, was die Menschheit je erlebt hat“.
Das ist Unsinn. Die mittelalterliche, die römische und die minoische Warmzeit waren vergleichbar oder sogar stärker ausgeprägt als heute, und die Nahrungsmittelüberschüsse ermöglichten damals groß angelegte Bauvorhaben und öffentliche Arbeiten.
Cool neigt stets dazu, alles schwarz zu malen, wie in einer Unterrichtsstunde für 15-Jährige:
Ernährungssicherheit und Klimawandel in Australien. Dabei geht es um eine auf Klimamodellen basierende Darstellung der „potenziellen Risiken des Klimawandels für die Ernährungssicherheit in ganz Australien“. Es wird sogar eine „GFC“, also eine globale Nahrungsmittelkrise, heraufbeschworen: „Viele Experten sagen voraus, dass sich diese Krise in den nächsten 40 Jahren verschärfen wird“, so Cool.
Tatsächlich zeigen die Statistiken von ABARE, dass sich die nationalen Weizenerträge seit 1980 verdoppelt und die Produktion verdreifacht haben. Doch Cool mahnt: „Der Klimawandel könnte all das ändern“, und zwar aufgrund von imaginären Hitzewellen, Trockenheit und Extremereignissen.
„Die für die Nahrungsmittelproduktion so wichtigen obersten Bodenschichten sind während einer Dürre einem erhöhten Risiko ausgesetzt, auszutrocknen und verweht zu werden. Habt ihr schon einmal einen Staubsturm gesehen oder erlebt?“
Cool präsentiert Kindern veraltete, alarmistische Videos von Wohltätigkeitsorganisationen (beide Videos sind mittlerweile über 13 Jahre alt) über zukünftige Nahrungsmittelkrisen. [7] Die Kinder werden dazu angehalten, „ihren eigenen Gemüsegarten anzulegen“ – wie viele Lehrer graben denn selbst Kartoffeln aus?
Grundschulkinder erhalten eine Lektion in Sachen Aktivismus, begleitet von einem Bild, das hilfreicherweise das Plakat eines Demonstranten zeigt: „Hört auf zu leugnen, dass die Erde stirbt.“ Die Lektion beginnt:
10 Jahre zum Handeln! Zeit, sich zu beeilen und für das Klima einzutreten! Wissenschaftler schätzen, dass wir 10 Jahre Zeit haben, um unseren CO2-Ausstoß auf andere Weise zu verändern…
Ich konnte nicht herausfinden, ob diese Lektion von vor 5, 10 oder 20 Jahren stammt, d. h. ob der Planet bereits zusammengebrochen ist.
Ein weiteres großes Anliegen von Cool sind Windkraftanlagen.
Wind ist eine wunderbare Möglichkeit, Strom zu erzeugen. Windenergie ist eine erneuerbare Energiequelle, die entsteht, sobald der Wind weht! Sie ist eine kontinuierliche, umweltfreundliche Energiequelle. Der Umstieg auf Windenergie ist ein Schritt in Richtung einer klimapositiven Zukunft.
Die unbeständige Windenergie als „kontinuierlich“ zu bezeichnen, ist jedoch – gelinde gesagt – etwas weit hergeholt.
Cool widmet mehrere Lektionen für Kinder der Bekämpfung von „Klimaleugnung und Desinformation“ und schafft dabei Strohmänner, die es zu widerlegen gilt, anstatt sich mit echter wissenschaftlicher Skepsis auseinanderzusetzen. Nach meinen Recherchen fordert Cool die Kinder zu keinem Zeitpunkt dazu auf, sich mit etablierten Skeptikern wie Anthony Watts, Joanne Nova und dem Physik-Nobelpreisträger von 2022 John Clauser auseinanderzusetzen. Was Cool als „Mythen“ der Leugner bezeichnet, erscheint mir ziemlich sachlich, wie zum Beispiel Mythos 3: „Erneuerbare Energien sind teuer“ und Mythos 4: „Solar- und Windenergie funktionieren nicht, weil sie vom Wetter abhängig sind.“
Cool schickt Kinder an die Front der Klimakriege:
Arbeitsblatt für Schüler:
Die Leugnung des Klimawandels nimmt unter Teenagern zu. Welche Rolle spielen Schulen deiner Meinung nach bei der Bewältigung dieses Problems? Was sollten Schulen tun?
Cool beklagt, dass die Skepsis dazu führt, dass …
… „Mächtige wirtschaftliche Interessenam Werk sind: Die fossile Brennstoffindustrie finanziert seit Jahren Desinformationskampagnen, um derartige Zweifel am Klimawandel zu schüren …“
Cool geht nicht auf die Milliardenbeträge ein, die für Alarmismus und Propaganda ausgegeben werden.
Im Unterricht werden die Kinder angewiesen, sich in Fünfergruppen zusammenzufinden, um ihre Reaktionen auf (angeblich) skeptisches Material zu vergleichen und Themen zu diskutieren wie: „Welche Konsequenzen könnte Leugnung in Bezug auf Maßnahmen gegen den Klimawandel haben?“ Sie sollen
„ein kurzes Video erstellen …, um Klimadesinformation zu bekämpfen und das Umweltengagement im Bereich Klimawandel zu stärken … Die Schüler können ihre fertigen Videos einem Publikum präsentieren.“
Cool erklärt den Kindern, wie sie eine „Klimawandel-Broschüre“ für Erwachsene erstellen können, wobei die Kinder „überzeugende Beweise“ zusammenstellen. In Cool’s schöner neuer Welt werden Kinder „aufgeklärt“ und „klären“ dann ihre Eltern auf. Cool lässt dabei sicherlich nichts aus: Er erklärt den Kindern, dass Schnee in Texas „ein Symptom der Erwärmung der Atmosphäre ist und nicht deren Widerlegung“.
Zu Cools „seriösen“ Quellen für Kinder gehören Tim Flannerys Climate Council, die WWF-Lobby, The Conversation und das [australische] Bundesamt für Klimawandel.
Andere Unterrichtseinheiten behandeln das Thema „Klimawandel erkunden“ (15-Jährige) nicht anhand naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern anhand von Damon Gameaus Propagandafilm „2040“, der vorgibt, dass umweltpolitische Maßnahmen in 15 Jahren alle Probleme gelöst haben werden. Wie üblich bewerten die Kinder gegenseitig ihre Antworten, was jeglichen Zynismus riskant macht.
Cool sagt, dass seine Unterrichtseinheit „Leben mit dem Klimawandel“ …
… Schuldgefühle, Ängste oder Traurigkeit hervorrufen kann, wenn die Schüler etwas über die Herausforderungen unseres Planeten lernen… Vielleicht möchten Sie die Schüler daran erinnern, dass das Verständnis dieser Themen und Kampagnen wie die „Earth Hour“ kleine Schritte in Richtung einer gesünderen, nachhaltigeren Welt sind.
Apropos Kampagnen: Cool liebt Greta Thunberg (mittlerweile eine fanatische Palästina-Unterstützerin) und zitiert sie:
„Wenn sich genug Menschen zusammenschließen, wird es zu Veränderungen kommen und wir können fast alles erreichen. Anstatt also nach Hoffnung zu suchen – fangt an, sie zu schaffen.“
Cool lobt auch „Schulstreik für das Klima“ als „eine der größten Bewegungen in der australischen Geschichte, an der Schüler aller Altersgruppen, Hautfarben, Geschlechter, Hintergründe und sexuellen Orientierungen teilnehmen“. Ist es nicht seltsam, dass externe Pädagogen zum Schule schwänzen aufrufen?
[1] Cool-Jahresbericht, 2023. Spätere Berichte sind nicht verfügbar.
[2] Aufgrund der Paywall von Cool führen Links möglicherweise nur zu bruchstückhaften Inhalten. Insbesondere die Cool-Powerpoint-Präsentationen sind ohne Abonnement nicht zugänglich.
[3] Cape Otway – In den letzten Jahren wurden Tausende von Koalas aufgrund von Überbevölkerung und der Gefahr des Hungertodes sterilisiert oder eingeschläfert.
[4] Behauptungen im Smithsonian, wonach die Monarchfalter unter durch den Klimawandel verursachten Trockenperioden leiden, sind Unsinn. Der IPCC selbst findet keine Belege dafür, dass die Erwärmung Dürren verstärkt.
[5] Laut dem Jahresbericht 2023 von Cool lauten die langfristigen Ziele: 250.000 Lehrer und 250.000 Eltern als Lehrkräfte sowie 500.000 internationale Pädagogen, insgesamt also 1 Million. Das Unternehmen möchte die Bereitschaft der Schüler, zu den angesprochenen Themen aktiv zu werden, von etwa 66 % auf 93 % steigern.
[6] Die Kimberleys verkauften Just Jeans im Jahr 2001 für 64 Millionen Dollar.
[7] Cool greift zudem Al Gores altbekannte Fiktionen aus „Eine unbequeme Wahrheit“ von 2006 wieder auf und wiederholt Gores verfehlte Prognose: „Es wird keinen Schnee mehr auf dem Kilimandscharo geben.“
Link: https://cliscep.com/2026/06/04/the-lies-they-tell-our-schoolkids-about-warming-part-2/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Die Lügen, die man unseren Schulkindern über die Erderwärmung erzählt (Teil 2) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Holger Thuß: Nudging – Umerziehung der Bevölkerung unter dem Etikett „Klimaschutz“
Thema „Klima-Nudging“: Werden politische Ziele zunehmend über psychologische Lenkungsmechanismen durchgesetzt? Antworten hat Dr. Holger Thuß, Präsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie.
https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2026/06/20260610_Kontrafunk_aktuell_Interview_Dr_Holger_Thuss.mp3Der Beitrag Holger Thuß: Nudging – Umerziehung der Bevölkerung unter dem Etikett „Klimaschutz“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Weniger Aerosole und Wolken erhöhen Sonneneinstrahlung in Europa – Klimaschau 262
Die internationale massenmediale Berichterstattung der letzten Jahre betont, daß es auf den meisten Orten der Erde immer heißer werde, und daß die Sonnenscheindauer in Europa zugenommen habe. Der Grund dafür sei die stetige Zunahme industriellen Kohlendioxids in der Atmosphäre. Aber stimmt das? Antwort: Aussage eins – ja! Aussage zwei – nein! Daß es wärmer und sonnenreicher wird, bestätigten die Satellitendaten von Roy Spencer, Professor an der University of Alabama in Huntsville. Spencer ist des Alarmismus unverdächtig, da er bereits für EIKE auf der letzten Konferenz bei Wien als Referent sprach. Den Link zu seinem Vortrag finden Sie unten in der Beschreibung. Hier sehen Sie seine aktuellen Datenerhebungen für den Februar 2026. Und in der Tat: Die Temperaturen steigen in den letzten zehn Jahren deutlich. Aber warum?
Der Beitrag Weniger Aerosole und Wolken erhöhen Sonneneinstrahlung in Europa – Klimaschau 262 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Kleine Kinder und grüne Monster – Teil 1
Ein neuer Kampf um die Seelen und die geistige Gesundheit australischer Schulkinder hat begonnen. Auf der einen Seite stehen die Klima-Chaoten und Untergangs-Propheten, angeführt von „woke“-Medizinern und Psychologen, deren Fachwissen in Sachen Klima in etwa dem von Fußpflegern entspricht.
Sie sind entschlossen, Schülern ab fünf Jahren ihre eigenen apokalyptischen Ängste vor dem einzuflößen, was der UN-Generalsekretär als „das Zeitalter der kochenden Ozeane“ und „die Autobahn in die Klimahölle, auf der wir mit dem Fuß auf dem Gaspedal stehen“ bezeichnet hat. Für diese Typen ist jeder heiße Tag, jede Überschwemmung oder jedes Buschfeuer ein Beweis für den Klimakollaps – ganz gleich, dass heiße Tage, Buschfeuer, Dürren und sintflutartige Regenfälle seit 50.000 v. Chr. zum Alltag dieses sonnenverbrannten Landes gehören.
Zu den Verfechtern des Rechts der Kinder auf eine unbeschwerte Kindheit gehören Eltern und ähnliche Gruppen – für die das Klimakatastrophenszenario den „Pub-Test“ nicht besteht. Dazu zählt auch die mittlerweile landesweit führende Gruppe der „One Nation“-Anhänger mit einem Anteil von 31 %. Die Kritiker wollen vor allem nicht, dass Schulkinder mit nutzlosen Netto-Null-Zielen im Wert von Billionen Dollar einer Gehirnwäsche unterzogen werden.
Den Netto-Null-Skeptikern ist beispielsweise aufgefallen, dass die Schreckensszenarien und Ängste, mit denen Lehrer und „woke“ Psychologen Schulkinder überschütten, vor zwei Monaten in einer hochrangigen Studie von 44 IPCC-Szenarioentwicklern (darunter eine Handvoll Australier)[1] stillschweigend als „unplausibel“ entlarvt worden waren.
Die 44 räumten ein, dass ihre früheren düsteren Visionen nichts weiter als eine Worst-Case-Szenario für das Jahr 2100 darstellten. Dieses veraltete Szenario aus dem Jahr 2008 (RCP 8.5) wurde weltweit von Zehntausenden förderungshungrigen Universitätsschreiberlingen nebst ihren Erfüllungsgehilfen in den Medien wiederverwertet. Der australische Feind der Wissenschaft veröffentlichte 2021 seine eigene Untergangs-lastige Liturgie mit dem Titel „The risks to Australia of a 3°C warmer world“, die auf dem mittlerweile unglaubwürdigen RCP8.5 basiert. [2] Die Akademie zitiert sie mehr als ein Dutzend Mal.
Der erste Schuss in diesem unzivilisierten Klimakrieg wurde Mitte März durch einen Artikel der beratenden Psychologin Clare Rowe (unten) für das Institute of Public Affairs abgefeuert, wo sie als beratendes Mitglied tätig ist:
♦ Climate Anxiety in Pre-Adolescent Children: A Neuroscientific and Psychological Perspective (30 May 2025)
und vor zwei Wochen
♦ “Evidence over Ideology – Protect Children by Restoring Clinical Standards in Climate Anxiety Treatment”.[3]
Zu ihren derzeitigen Gegnern zählen fast 50 medizinisch-psychologische Einrichtungen, Umweltverbände und rund 300 Einzelpersonen, die einen offenen Brief unterzeichnet haben, der angeblich ihre jüngste Veröffentlichung widerlegt. Ihr zehnseitiger Brief trägt den Titel [übersetzt]: „Klimawissenschaft statt Klimaschweigen: Eine sichere, fundierte Klimabildung und evidenzbasierte Unterstützung helfen der psychischen Gesundheit junger Australier – sie schaden ihr nicht.“ Zu den Unterzeichnern gehören das Royal ANZ College of Psychiatrists, das Royal ANZ College of General Practitioners und das Black Dog Institute sowie die völlig abgedrehten Chaoten von „Psychology for a Safe Climate“, die Alarmisten von Cool Plus und Cool Australia sowie die Australian Youth Climate Coalition, die Organisatoren der „School Strikes 4 Climate“.
Dazu gezählt werden Personen wie die umweltbewusste Senatorin Zali Steggall, eine Aktivistin namens Sally Giblin als „Lösungsfinderin und Geschichtenerzählerin für ‚Be the Future‘“, die interessante Wissenschaftlerin Dr. Blanche Verlie, Dr. Simon Bradshaw von Tim Flannerys aufgeblasenem Klimarat, der Stabheuschrecken-Experte und Friseurberater, der angesehene Professor Leslie Hughes, sowie all die üblichen akademischen und medizinisch-psychologischen Verdächtigen, die lautstark nach Windkraftanlagen schreien, um den Planeten zu retten. Wenn ich etwas gereizt klinge, dann deshalb, weil meine eigene Kindheit durch ein ähnliches, von Erwachsenen aufgezwungenes politisches Dogma beeinträchtigt worden war. Außerdem bereitet mir das heutige Klimawirrwarr Kopfschmerzen, das uns Canberras Einparteiensystem beschert („Bitte, Brunei, schickt uns etwas Diesel.“)
In diesem Aufsatz werde ich die Argumente zwischen Clare Rowe und den verärgerten Alarmisten darlegen und dabei mein Bestes tun, objektiv zu bleiben. Leider liefert keine der beiden Seiten konkrete Beispiele dafür, was Kindern in der Schule tatsächlich zum Thema Klima beigebracht wird.
In der Praxis nutzen Tausende von Lehrern 100 oder mehr kostenlose Online-Klimalektionen der oben erwähnten grün-linken Lobbyorganisation „Cool Australia“, die als Adresse „Melbourne/Naarm 3181“ angibt. Das erklärte Ziel von Cool ist es, Kinder zu Aktivisten für erneuerbare Energien zu machen. Wenn Kinder als Kollateralschaden unter Öko-Angst leiden, nun, dann ist das alles für einen guten Zweck. Cool fügt einige wohlmeinende „Hoffnungsbotschaften“ hinzu, um zu zeigen, dass ihnen die psychische Gesundheit der Kinder am Herzen liegt.
Ich habe mir 150 Unterrichtseinheiten und Powerpoint-Präsentationen von Cool zum Thema Klimawandel angesehen. Sie würden jeden vernünftigen Elternteil vor Entsetzen zurückschrecken lassen. Die Darstellung dieses Materials wird den zweiten Teil meines Essays bilden.
Psychologen im Zweikampf: Rowe gegen die Schul-ChaotenClare Rowe ist Leiterin der Kinderpsychologiepraxis „Rowe & Associates“ in Sydney (und Mutter von Kindern im Alter von acht und neun Jahren). In ihrem IPA-Profil heißt es, sie „setzt sich für eine entwicklungsgerechte Bildung ein und fördert die Stärkung junger Gemüter, ohne sie zu überfordern“.
Ihr neuester 27-seitiger Artikel über von Lehrern verursachte Belastungen bei Kindern und „katastrophales Denken“ ist für Leser etwas schwer verständlich. Der Kernpunkt ist, dass die seit langem etablierte psychologische Praxis bei überängstlichen Kindern darin besteht, den Stress schrittweise abzubauen durch
kognitive Umstrukturierung [Beurteilung der „Realität“ katastrophaler Ängste], schrittweise Exposition, Beruhigung sowie die Entwicklung von Fähigkeiten zur Emotionsregulation und Bewältigung.
Im Gegensatz dazu beinhalten neuere Behandlungsansätze für Klimangst häufig emotionales Eintauchen, bestätigen bestehende Ängste, raten von Beruhigung ab und fördern Aktivismus oder kollektives Handeln als Bewältigungsstrategien.
Klinisch gesehen wird die Angst bestätigt statt untersucht, die Belastung aufrechterhalten statt eingedämmt und die emotionale Intensität als moralische Tugend umgedeutet. [4]
Sie beschreibt den aktivistischen Ansatz als „ein methodisch unsolides, ideologisch motiviertes Modell, das ohne gebührende Sorgfalt oder Sicherheitsvorkehrungen direkt in Klassenzimmern und Therapieräumen umgesetzt wird“. Sie warnt davor, dass dies das Risiko von Klagen wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht durch Eltern und Erziehungsberechtigte birgt, da unnötig von bewährten klinischen Standards abgewichen wird. [5]
Rowe bedauert insbesondere, dass diese destruktive „Therapie“ bei Kindern angewendet wird, denen die Reife fehlt, um den Klimalarm einzuschätzen, und dass Lehrer die Kinder dazu ermutigen, „Verantwortung für globale Probleme zu übernehmen“.
Die psychische Gesundheitsversorgung von Kindern muss weiterhin auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Entwicklungsangemessenheit und einer klaren Fürsorgepflicht beruhen. Emotionale Belastungen sollten nicht für soziale oder politische Zwecke aufrechterhalten oder instrumentalisiert werden.
Kliniker mit ausgeprägten Ansichten zum Klimawandel oder anderen sozialen Themen sollten den demokratischen Prozess nutzen, um auf ihre gewünschten politischen Maßnahmen hinzuwirken, anstatt die Sprechstunde als Ort zur Förderung einer politischen Agenda zu nutzen.
Sie sagt, dass die Vermittlung des Themas Klima als moralische Krise in Schulen typischerweise damit beginnt, Angst oder Verzweiflung zu schüren, und sich dann darauf verlagert, vermeintliche Klimalösungen wie Radfahren und weniger Fleischkonsum zu fördern – Maßnahmen, die sich der Einflussnahme von Kindern entziehen und sie für Frustration und ein geringes Selbstwertgefühl prädisponieren: „Der Zweck der Bildung besteht darin, wissenschaftliche Kompetenz und kritisches Denken zu fördern, nicht darin, Schüler als politische Aktivisten zu mobilisieren.“ Die Krisenbotschaften der Lehrer können zudem zu emotional aufgeladenen Klassenzimmern führen, sagt sie, in denen Kinder, die die Behauptungen anzweifeln, ausgegrenzt oder dazu gebracht werden, ihre Abweichung zu unterdrücken. Die Selbstgerechtigkeit der Lehrer kann zudem die Autorität der Eltern untergraben, die ihren Kindern die Lebensfähigkeit unseres Planeten verdeutlichen möchten.
Rowe empfiehlt, die nationale fächerübergreifende Priorität „Nachhaltigkeit“ für Grundschulklassen einzustellen – eine Forderung, die die grüne Linke empört, weil die „Nachhaltigkeitspriorität“ in Schulen ihr Trojanisches Pferd ist, das ihnen eine Flut von Untergangs-Prophezeiungen über einen irreversiblen Klimakollaps ermöglicht. Die Nachhaltigkeitsmantras durchdringen nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch den Englischunterricht, die Künste, ja sogar Musik, Gesundheit und Sport.
Sie empfiehlt zudem eine gründliche Überprüfung der Materialien von Umweltgruppen, die von Lehrkräften übernommen werden und politische Kampagnen fördern, Lobbyarbeit bei Regierung und Unternehmen betreiben sowie Kinder zum Klimaaktivismus drängen. Sie erwähnt dabei ausdrücklich die Plattform Cool.org.
Zusätzlich zu ihren Veröffentlichungen versucht Rowe in ihren häufigen Medieninterviews, mit Fachverbänden darüber zu diskutieren, womit Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren und älter umgehen können:
Hier geht es nicht um den Klimawandel oder die Energiepolitik, sondern um die Entwicklungspsychologie von Kindern. Und ja, sie vernachlässigen ihre Verantwortung für die psychische Gesundheit der Kinder völlig.
Rowe erklärte gegenüber „The Australian“, dass Kinder, die unter Öko-Angst leiden, oft umweltbewusst sind, aber unter Hoffnungslosigkeit und Panik leiden. „Manche meiden schulische Aktivitäten, geraten bei Wetterereignissen in Stress oder äußern Ängste, dass sie nicht erwachsen werden oder keine eigenen Kinder bekommen werden.“ Sie berichtete Radio 2CC, dass in ihrer Praxis
…immer mehr Kinder auftauchten, die völlig außer sich waren und Angst hatten, nicht erwachsen zu werden.
Sie warf Lehrern vor, gegenüber Sechs- und Siebenjährigen eine stark emotionalisierende Sprache über Klimagefahren zu verwenden, indem sie ihren Schülern sagten: „Es gibt keinen Planeten B“ und dass Arten aussterben:
Sie sind tatsächlich vor Angst wie gelähmt, sie glauben nicht, dass sie eine Zukunft haben. Wir müssen wieder dazu übergehen, Kinder vor den Sorgen der Erwachsenen zu schützen. Wir erzählen ganz kleinen Kindern nichts von Weltkriegen und anderen Schrecken dieser Welt. Bei diesem [Klima-]Thema setzen wir sie allem aus. Eltern müssen sich zu Wort melden und sagen: „Das wollen wir für unsere Kinder nicht.“
Der Anti-Rowe-BriefIn diesem offenen Brief heißt es, Clare Rowes Veröffentlichungen würden Forschungsergebnisse falsch zitieren, den Kontext außer Acht lassen „und vor allem am Kern der Sache vorbeigehen“. Eine gute Klimabildung vermittelt Kindern „die Fähigkeiten, in einem sich wandelnden Klima zu gedeihen“ und stärkt ihre Bewältigungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden. Ihre Sorgen sollten weder zum Schweigen gebracht noch als psychische Probleme behandelt werden.
Kinder bräuchten in Wirklichkeit nicht weniger Klimabildung, so der Brief weiter, sondern sogar noch mehr davon. Sachgerechtes Material hilft Kindern, ihren Betreuer*innen und der Gemeinschaft dabei, emotionale Resilienz, Handlungsfähigkeit und „Hoffnung für die nächste Generation“ aufzubauen.
Die Unterzeichner erkennen die weit verbreitete Klimabelastung bei Kindern an und zitieren Studien, wonach zwei Drittel bis drei Viertel der australischen Jugendlichen davon betroffen sind. Der Brief stellt jedoch fest, dass es eine Fehlinformation sei, dass Klimabildung diese Ängste schüre. Die Belastung rühre von den realen Klimaauswirkungen her, nicht aus dem Unterricht:
Ja, der Klimawandel ist eine Herausforderung, aber das sind Themen wie Tod oder Krankheit auch, und vor diesen schirmen wir Kinder nicht ab. Es gibt eindeutige Belege dafür, dass Kinder, selbst in der Grundschule, in der Lage sind, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, wenn sie durch ehrlichen, entwicklungsgerechten Unterricht unterstützt werden.
Die Autoren behaupten, ohne auch nur den geringsten Beweis anzuführen, dass Dürren, Überschwemmungen, Buschbrände und Stürme in Australien immer heftiger und häufiger werden. Sie machen die globale Erwärmung dafür verantwortlich und sagen (ohne Quellenangabe) für die kommenden Jahrzehnte noch schlechteres Wetter voraus.
Kinder haben miterlebt, wie Häuser zerstört wurden, Arten verschwanden, die Lebensmittelpreise in die Höhe schossen und politische Entscheidungsträger wichtige Entscheidungen hinauszögerten, schreiben sie. Die Vermeidung von Gesprächen über die von Kindern erlebte Klimarealität schadet ihnen zusätzlich. Die Kinder selbst verlangen nach mehr Informationen. Jedes „sozial konstruierte Schweigen“ führt zu Einsamkeit, Isolation und Ängsten, insbesondere da Kinder aus verschiedenen sozialen Quellen beunruhigende Informationen zum Klima erhalten.
Schulen bieten eine seltene und wertvolle Gelegenheit, diese Informationen zu korrigieren und auf Fakten zu stützen, Gemeinschaft und emotionale Resilienz aufzubauen sowie konstruktive Wege in die Zukunft aufzuzeigen.
Eine angemessene Klimabildung, so fordern sie, muss
♦ „lokale Umwelterfahrungen“ [vermutlich das Wetter] mit globalen Systemen in Verbindung bringen
♦ die vielfältigen Klimalösungen in den Vordergrund stellen, um das Verständnis, die Hoffnung und die Handlungsfähigkeit junger Menschen zu stärken
♦ traumabewusste, auf psychische Gesundheit ausgerichtete Ansätze für den Umgang mit Emotionen, Bewältigungsstrategien, Maßnahmen und Unterstützung entwickeln
♦ das 50.000 Jahre alte Wissen der First Nations [= der Aborigines; A. d. Übers.] würdigen, „das weiterhin Orientierung in Bezug auf Anpassung und Resilienz bietet“
♦ in Lehrerfortbildung, Lehrplanreform und gemeindeweite Bildung investieren und
♦ die fächerübergreifende Priorität der Bildung für Nachhaltigkeit wahren.
In dem Brief wird eingeräumt, dass die Forschung zum Umgang mit der Klimabelastung bei Kindern noch in den Kinderschuhen steckt. Die vorliegenden Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass Maßnahmen, die auf Hoffnung und sinnorientierte Bewältigungsstrategien abzielen, wahrscheinlich wirksam sind – und das schulische Umfeld ist bestens dafür geeignet, diese zu fördern. Die Autoren spielen die von Clare Rowe favorisierte kognitive Verhaltenstherapie herunter und sagen, dass sie „möglicherweise weniger hilfreich“ sei. Sie schließen mit einem Aufruf, junge Menschen im Hinblick auf den Klimawandel zu stärken,
…die entscheidende Herausforderung dieser Generation. Wir wissen, dass unseren Kindern eine schwierige Zukunft bevorsteht, und wir wissen, dass Vorbereitung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Anpassung ist.
Ein Kommentator unter dem Bericht von „The Australian“ (30. Mai) bezeichnete es als lächerlich, dass in dem Brief behauptet werde, Kinder könnten die globale Erwärmung anhand eigener Erfahrungen bestätigen, da es in ihrem Leben noch keinen messbaren Anstieg von Wetterextremen gegeben habe. Psychiater sollten aufhören, einen einzigen heißen Tag im Leben eines Kindes zu einem Weltuntergangsszenario hochzuspielen, so der Kommentar weiter.
Ein anderer meinte, Kinder sollten sich eher Sorgen um Skateboardunfälle und das Erben der „Schuldenbombe“ der Regierung machen als um die globale Erwärmung: „Es ist eine Schande, dass ihre Jugend und ihr emotionales Wohlbefinden durch die woke Klimahysterie zerstört werden.“
Andere, die während des Kalten Krieges aufgewachsen sind, sagten, sie hätten den Atomkrieg zu fürchten gehabt, seien aber in der Schule nicht wegen dieser sehr realen Gefahr traumatisiert worden.
In Teil 2: Die alarmistischen Lektionen von Cool Australia
[1] Vor allem Dr Andrew King von der Melbourne University
[2] In dem Bericht der Akademie [Titel übersetzt] „Die Risiken einer um 3 °C wärmeren Welt für Australien“, S. 53, heißt es: „RCP2.6 entspricht einer Erwärmung von etwa 1,5 °C in Australien, und RCP8.5 entspricht einer Erwärmung von 3 °C in Australien.“ Die Akademie sollte diesen Panikmache-Unsinn unverzüglich zurückziehen.
[3] IPA’s Colleen Harkin und Margaret Chambers veröffentlichten weiteren Unsinn in der Reihe “Climate of Fear: How the National Curriculum Drives Climate Anxiety Among Children” (December 2025)
[4] Rowe zitiert die Australian Psychological Society:
„Psychologen werden dazu angehalten, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ökoangst zum Ausdruck zu bringen, ohne sie herunterzuspielen, und ihnen neben dem Engagement für sinnvolle Maßnahmen auch emotionale Bestätigung zu bieten.“
[5] Rowe: Der Behandlungsstandard ändert sich nicht, nur weil ein Thema politisch brisant ist. Psychologische Behandlung muss weiterhin auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, entwicklungsgerechter Anpassung und beruflicher Neutralität beruhen.
Link: https://cliscep.com/2026/06/03/little-kids-and-green-monsters-part-1/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kleine Kinder und grüne Monster – Teil 1 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Bonner Klima-Theater: Zwischen Billionen-Forderungen und maroder Rheinbrücke
Drama, Baby, Drama: Schlimm sieht es aus mit unserem Weltklima. Dagegen hilft nur noch mehr Geld der westlichen Industriestaaten. Wen soll da eine gesperrte Rheinbrücke scheren?
von Holger DouglasGesperrte Nordbrücke in Bonn. Im Hintergrund der „Lange Eugen“ (ehem. Abgeordnetenhaus) im Bundesviertel, wo die Klimakonferenz stattfindet
Es ist wieder einmal soweit. In Bonn wird das große Klimarad gedreht. Seit dem 8. Juni treffen sich im ehemaligen Regierungsviertel am Rhein mehr als 6.500 Teilnehmer aus 186 Ländern zu den sogenannten June Climate Meetings der UNFCCC (SB64). Bis zum 18. Juni soll das Treffen dauern. Offiziell ist das Ganze kein pompöser Weltgipfel mit Staatschefs, sondern das „zentrale Arbeitsforum“, um die kommende große Klimakonferenz – die COP31 im türkischen Antalya – vorzubereiten.
Bürokraten, Lobbyisten, NGO-Aktivisten und Wissenschaftler flogen aus aller Welt CO2-produzierend heran und feilen jetzt an Texten, Mandaten und Streitfragen – vor allem an der entscheidenden: Wie kommen wir an das Geld? Immerhin stehen 1,3 Billionen Dollar bis 2035 im Raum, um den Entwicklungsländern die vermeintliche Transformation ins große Klimaglück zu finanzieren. Pro Jahr.
Bestehende Verpflichtungen werden nicht neu verhandelt, heißt es, es muss geliefert werden. Oder auf gut Deutsch: Kohle her! Denn das eigentliche Herzstück der Verhandlungen in Bonn ist das Geld. Die sogenannte „Baku-to-Belém-Roadmap“ peilt diese astronomische Summe von mindestens 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr an. Die Entwicklungsländer fordern dabei feste Zusagen, echte Zuschüsse und die Erfüllung eines Kernziels von jährlich 300 Milliarden Dollar aus öffentlichen Mitteln. In Bonn fallen zwar noch keine endgültigen Entscheidungen über diese Summen, aber es sollen die Grundlagen gelegt werden, auf denen dem westlichen Steuerzahler künftig noch tiefer in die Tasche gegriffen werden soll.
Begleitet wird das Feilschen vom Konzept des „gerechten Übergangs“ (Just Transition). Gewerkschaften, sogenannte „indigene Gruppen“ und abenteuerliche „Klimanetzwerke“ drängen darauf, den Ausstieg aus der fossilen Energie als gigantischen sozialen Umbau mit Beteiligungsrechten und staatlicher Rundum-Versorgung zu gestalten.
An der Spitze dieses Wanderzirkusses steht UN-Klimavormann Simon Stiell. Der war vor seinem UN-Posten unter anderem Minister für Umwelt und Resilienz auf der kleinen Karibikinsel Grenada, also ein klassischer Vertreter derer, die primär die Interessen fordernder Inselstaaten im Blick haben. Er ist nicht nur oberster „Klimadiplomat“, sondern ganz politisch korrekt auch Mitglied der „International Gender Champions“, einer Vereinigung, die sich für Geschlechtergleichstellung in internationalen Organisationen einsetzt. In Bonn sieht man äußerst gelangweilt und missmutig dreinblickende Sitzungsleiterinnen („You have the Floor!“). Man muss schließlich Prioritäten setzen, wenn man die Welt retten will.
Stiell wiederum nutzt die Bonner Bühne, um das wankende Narrativ vom 1,5-Grad-Ziel am Leben zu erhalten. Bei konsequentem und vor allem schnellem Handeln sei das alles noch erreichbar, ruft er. Gleichzeitig strickt er an einer allumfassenden Krisenerzählung: Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sei die Wurzel fast allen Übels. Sie treibe die Inflation, sorge für geopolitische Schocks, gefährde die Sicherheit und die Souveränität der Staaten, und überhaupt … Kurz: Klima, Krieg, Preise und Sicherheit werden zu einem ideologischen Großargument für Monsterbillionen an Steuerzuschüssen verschmolzen.
Wozu hat man sich schließlich jahrelang in aller Welt getroffen, um sich auf Summen zu einigen, die man vom „Westen“ fordern könne? Vor fast zehn Jahren war Bonn Gastgeber eines internationalen Klimagipfels. TE berichtete seinerzeit 2017. 55.000 Quadratmeter schöner Wiesen in den Bonner Rheinauen wurden seinerzeit mit Brettern und Zelten überdeckt. In einem „Regelbuch“ durfte man lesen, wie die Beschlüsse des vorausgegangenen Klimagipfels in Paris verwirklicht werden sollen.
Wir erinnern uns: Das war jener Budenzauber, bei dem sich am Ende Mädels aus aller Welt, die „was mit Klima machen“, in den Armen lagen und feuchten Auges ausriefen: »Sie haben ‚Ja‘ gesagt!« Ja, zu zwei Prozent weniger CO2. Daraus leitet dann eine weniger begnadete Regierung den Handlungsauftrag ab, eine Wirtschaftsnation zugrunde zu richten.
Hinter der technokratischen Fassade der UN-Nebenorgane verbirgt sich die altbekannte, gut geölte Maschinerie des globalen Klimawandel-Alarmismus. Das Motto lautet wie eh und je: Drama, Baby, Drama! Schlimm steht es angeblich um unser Weltklima, und die einzige Medizin, die dagegen hilft, ist – man ahnt es – das Geld der westlichen Industriestaaten.
Noch verheerender für die Glaubwürdigkeit der Bonner Alarmrhetorik ist jedoch der Blick auf den realen globalen Energiemix. Fossile Energieträger sind keineswegs auf dem Rückzug; sie bilden nach wie vor das unverwüstliche Rückgrat der Weltwirtschaft. Dem aktuellen Statistical Review of World Energy nach machten fossile Brennstoffe 2024 satte 86 Prozent des globalen Primärenergieverbrauchs aus. Die Internationale Energieagentur (IEA) meldete für den weltweiten Stromsektor im selben Jahr einen fossilen Anteil von fast 60 Prozent. Kohle blieb mit 35 Prozent die größte Einzelquelle für Elektrizität, während die Kernkraft weltweit rund 9 Prozent beisteuerte.
Wer vor diesem Hintergrund den schnellen, kompromisslosen Abschied von Kohle, Öl und Gas fordert, betreibt Realitätsverweigerung. Die UN-Bürokraten bleiben die Antwort schuldig, wodurch diese gigantischen Energiemengen zuverlässig, bezahlbar und vor allem industrietauglich ersetzt werden sollen.
Selbst die „Klimawissenschaft“, die sonst so gerne als unfehlbares Dogma ins Feld geführt wird, zwingt die Apokalyptiker mittlerweile zur Mäßigung. Die extremen Hochemissionspfade wie das berüchtigte Szenario RCP8.5, die jahrelang von Medien und Politikern für das Zeichnen von globalen Untergangsszenarien missbraucht wurden, wanken massiv. In der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen von ScenarioMIP/CMIP7 wird eingeräumt, dass diese extremen Pfade schlicht unplausibel sind. Das IPCC hat sie zurückgezogen.
Ihren satirischen Höhepunkt findet die Bonner Konferenz übrigens vor der eigenen Haustür. Während die Delegierten im klimatisierten Plenarsaal über die Zukunft der globalen Mobilität und hypermoderne Infrastrukturen schwadronieren, bricht die reale Infrastruktur der Gastgeberstadt zusammen. Seit dem 3. Juni 2026 – also pünktlich kurz vor Konferenzbeginn – ist die Friedrich-Ebert-Brücke, die zentrale Bonner Nordbrücke der Autobahn A565, wegen massiver struktureller Schäden komplett gesperrt. Die Ironie ist unübersehbar: globale Rettung versus marode Brücken.
Über 100.000 Autofahrer, Firmen und Pendler stehen nun täglich im Stau, müssen kilometerweite Umwege in Kauf nehmen und baden das jahrzehntelange Staatsversagen beim Erhalt der heimischen Verkehrswege aus. Deutsche und westliche Politik der Gegenwart meint, das Weltklima im Jahr 2100 auf ein Zehntelgrad genau steuern zu können, scheitert aber krachend daran, eine Betonbrücke über den Rhein im Jahr 2026 funktionstüchtig zu halten. Ginge es wirklich um CO2-Reduktion, müsste der Aufruf lauten: Baut mehr Kernkraftwerke! Die gelten als CO2-neutral.
Aber was sollten die vielen Pflanzen und Bäume sagen, die auf ihren wichtigsten Baustoff angewiesen sind, das CO2. Der leicht erhöhte CO2-Gehalt in der Atmosphäre hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Ernten reichhaltiger werden.
Der Klimazirkus macht gerade Zwischenstation in Bonn und zeigt sich wieder einmal als eine gigantische Umverteilungsmaschine von West nach Ost und Süd, während zu Hause die Brücken bröckeln.
Oder wie sagte das einst Otmar Edenhofer vom PIK Potsdam: „Man muss sich von der Illusion frei machen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Versteppung oder dem Schmelzen von Gletschern, fast nichts mehr zu tun. […] Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.“
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Die trockensten Sommer in Europa traten während der kältesten Jahrhunderte auf
Cap Allon
Hier folgen zwei Kurzbeiträge, die beschreiben, dass einige heute der globalen Erwärmung zugeschriebenen Extremwetter-Ereignisse während der bekannten Kaltzeiten früherer Jahrhunderte viel stärker ausgeprägt waren als heute. A. d. Übers.
In einer aktuellen Studie wurden Sauerstoffisotope aus den Jahresringen alpiner Bäume herangezogen, um das europäische Sommerhydroklima der letzten 9.000 Jahre zu rekonstruieren.
Die in alten Bäumen gespeicherten chemischen Informationen können Aufschluss darüber geben, ob die Sommer zu der Zeit, als diese Bäume wuchsen, feuchter oder trockener waren.
Die Forscher stellten einen langfristigen Trend zur Trockenheit im gesamten Holozän fest, doch die trockensten rekonstruierten Sommer traten nicht während der Warmzeiten in Europa auf. Sie fielen in die Kleine Eiszeit, insbesondere in das 18. und 19. Jahrhundert.
Die Autoren stellen fest, dass ein Großteil Europas „während des größten Teils des vorindustriellen Holozäns nicht nur wärmer, sondern auch feuchter war“. Sie bringen die feuchteren Bedingungen im frühen bis mittleren Holozän zudem mit der afrikanischen Feuchtperiode in Verbindung, als die heutige Sahara weitaus grüner war als heute.
Die römische Warmzeit und die mittelalterliche Warmzeit werden ebenfalls als relativ feuchte Phasen identifiziert, nicht als von Dürre heimgesuchte Warnungen aus der Vergangenheit.
Die vereinfachende Gleichung „wärmer gleich trockener“ wird durch Europas eigene langfristige Proxydaten nicht gestützt.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Weiter gedacht tritt dasselbe Problem auch in den umfassenderen Holozän-Daten auf.
Proxy-Daten deuten seit langem auf ein wärmeres frühes bis mittleres Holozän hin, auf das eine langfristige Abkühlung folgte. Die Baumgrenzen lagen höher. Die arktischen Gletscher waren kleiner oder fehlten in vielen Gebieten gänzlich. In Teilen Russlands reichten die Wälder weiter nach Norden. Die Sommertemperaturen lagen in vielen Regionen der hohen Breitengrade über den Durchschnittswerten des 20. Jahrhunderts.
Dennoch ergaben viele Klimamodell-Simulationen das Gegenteil: eine allmähliche Erwärmung im Holozän.
Diese Diskrepanz ist als das „Holozän-Temperatur-Rätsel“ bekannt. Der CO₂-Gehalt stieg während eines Großteils des Holozäns langsam, während ein Großteil der Proxies auf eine Abkühlung hindeutet, die durch natürliche Faktoren wie Bahnänderungen und eine abnehmende sommerliche Sonneneinstrahlung verursacht wurde.
Die Indizien sind physikalische Beweise: Baumchemie, Baumgrenzen, Gletscherränder, vergrabene Wälder, Seesedimente und Eis. Sie deuten auf ein wärmeres frühes Holozän hin, gefolgt von einer langen Abkühlung, als die sommerliche Sonneneinstrahlung nachließ, obwohl der CO₂-Gehalt langsam stieg. Viele Modelle liefern das Gegenteil, weil sie dem steigenden CO₂-Gehalt mehr Gewicht beimaßen als den natürlichen Kräften, die in der Landschaft ihre Spuren hinterlassen haben.
Die alten Klimadaten sagen das eine. Die modellierte Welt sagt etwas anderes. Ich weiß, wem ich vertraue.
Das gleiche Problem taucht auch in der Historie nordamerikanischer Flächenbrände auf…
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Nordamerika: Während der Kleinen Eiszeit waren verbrannte Flächen viel größerEine Studie aus dem Jahr 2025 in „Nature Communications“ nutzte mehr als 1.800 Standorte mit Brandnarben in Baumringen in den Vereinigten Staaten und Kanada, um die historische Brandaktivität mit dem Zeitraum der Satellitenbeobachtung von 1984 bis 2022 zu vergleichen.
Aufgrund dieser alten Aufzeichnungen über Brandspuren hätte man erwarten können, dass diese Standorte zwischen 1984 und 2022 insgesamt 4346 Mal abgebrannt wären. Tatsächlich brannten sie jedoch nur 989 Mal ab. Die moderne Brandhäufigkeit betrug somit nur 23 % des historischen Niveaus.
Das Jahr mit der größten Brandausbreitung in der Neuzeit war 2020, als 6 % der Standorte abbrachen. Dies entsprach in etwa dem historischen Durchschnitt. Es lag bei weitem nicht an dem historischen Höchstwert von 29 % im Jahr 1748, mitten in der Kleinen Eiszeit.
Die Studie ergab außerdem, dass Jahre ohne dokumentierte Brände in der heutigen Zeit mehr als 100-mal häufiger vorkamen als im Referenzzeitraum von 1600 bis 1880.
Die Behauptung der Klima-Chaoten, dass die heutige Erwärmung zu einer historisch beispiellosen Häufigkeit von Bränden in Nordamerika geführt habe, wird durch die Realität nicht gestützt.
Link: https://electroverse.substack.com/p/record-june-cold-persists-in-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Der Mythos des „Weltuntergangs-Gletschers“
Ian Joughin/University of Washington via AP
Die Presse schürt erneut Panik und verbreitet die Behauptung, der Thwaites-Gletscher in der Antarktis, der sogenannte „Weltuntergangsgletscher“, stehe kurz vor dem Zusammenbruch und drohe, die Küsten der Welt zu überfluten. Diese Behauptung ist falsch. Sie ist schon seit 1989 falsch, als ein UN-Beamter gegenüber der Associated Press erklärt hatte, dass „…ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend der globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird.“
Ja, der Gletscher schrumpft. Ja, Wissenschaftler untersuchen ihn intensiv. Aber Schrumpfen ist nicht das Gleiche wie Zusammenbrechen. Und ein Zusammenbruch ist kein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende globale Katastrophe. Der Sprung von gemessenem Eisverlust zu Schlagzeilen, die das Ende der Küstengebiete prophezeien, beruht eher auf Modellierungsszenarien und dramatischer Sprache als auf tatsächlich beobachteten Daten.
Der Thwaites-Gletscher enthält etwa 600.000 Gigatonnen Eis. In Nachrichtenberichten werden oft prognostizierte Verluste in der Größenordnung von Hunderten von Gigatonnen hervorgehoben und diese Zahlen so dargestellt, als deuteten sie auf einen drohenden Zusammenbruch hin. Das tun sie nicht. Selbst ein Verlust von 200 Gigatonnen über Jahrzehnte hinweg macht nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtmasse des Gletschers aus. Dieser Kontext ist wichtig, auch wenn er in diesem Klimakatastrophen-Geschrei regelmäßig ausgeklammert wird.
Die zugrunde liegende Wissenschaft ist weitaus differenzierter als die Schlagzeilen vermuten lassen. Die International Thwaites Glacier Collaboration hat Instrumente unter dem schwimmenden Schelfeis installiert und direkt das relativ warme zirkumpolare Tiefenwasser gemessen, das unter den Gletscher eindringt. Dieses unter der Oberfläche befindliche Meerwasser, das etwa 1 Grad Celsius über dem Gefrierpunkt liegt, schmilzt das Eis von unten. Dies ist ein Problem der Ozeanzirkulation. Es handelt sich nicht in erster Linie um einen Zusammenhang mit der vermeintlichen Erwärmung der Atmosphäre.
Diese Unterscheidung wird selten deutlich gemacht.
Das durch den Ozean verursachte Schmelzen an der Basis ist seit Jahrtausenden Teil des dynamischen Systems der Antarktis. Schelfeise werden dünner und ziehen sich zurück. Die Aufsetzkanten wandern. Diese Prozesse werden von Meeresströmungen, dem Salzgehalt, Windverhältnissen und der Topografie des Untergrunds beeinflusst. Sie sind komplex und regional unterschiedlich. Sie verlaufen nicht nach dem Zeitplan der Fernsehnachrichten.
Was ein echtes wissenschaftliches Problem zu einer politischen Panikmache macht, ist das Vertrauen in Worst-Case-Modellszenarien. Modelle der Eisschilde beinhalten Annahmen über die Instabilität von Meeres-Eisklippen und Hydrofrakturierung. Geringfügige Änderungen dieser Parameter können zu sehr unterschiedlichen Prognosen für den künftigen Meeresspiegelanstieg führen. Die dramatischsten Ergebnisse im Bereich von mehreren Metern hängen stark von diesen Annahmen ab.
Aber Modelle sind nicht das Gleiche wie Messungen.
Die beobachtete Ausdünnung und der Rückgang sind real. Doch die Prognose eines vollständigen strukturellen Zusammenbruchs innerhalb eines Jahres oder sogar weniger Jahrzehnte erfordert eine Extrapolation der Klimamodelle über das hinaus, was direkt beobachtet worden ist. Der Unterschied zwischen anhaltendem Rückgang und irreversibler Zersetzung ist enorm, wird in der Medienberichterstattung jedoch oft verwischt.
Die Eisentwicklungen in der Antarktis variieren zudem erheblich je nach Region. Während Teile der Westantarktis in den letzten Jahrzehnten an Masse verloren haben, zeigten andere Regionen, darunter Teile der Ostantarktis, je nach betrachtetem Zeitraum Phasen der Stabilität oder Zuwächse. Der Kontinent verhält sich nicht wie ein einziger, einheitlicher Block schmelzenden Eises.
Zudem vollzieht sich der Anstieg des Meeresspiegels allmählich. Daten von Gezeitenmessstationen und Satellitenaltimetrie zeigen, dass der globale Meeresspiegel um Millimeter pro Jahr steigt, nicht um Meter pro Jahrzehnt. Selbst bei den pessimistischsten Prognosen würden sich signifikante Beiträge der Antarktis über viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte erstrecken. Eine Anpassung der Küstengebiete ist nicht nur möglich, sondern in vielen Teilen der Welt bereits im Gange.
All dies bedeutet nicht, dass Thwaites ignoriert werden sollte. Es handelt sich um einen wichtigen Gletscher in einer sensiblen Meeresumgebung. Eine fortgesetzte Beobachtung ist unerlässlich. Doch wissenschaftliche Vorsicht sollte nicht durch eine Gewissheit auf Boulevardniveau ersetzt werden.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Es zeichnet sich zudem ein allgemeinerer Trend ab. In den letzten zehn Jahren schwankten die Prognosen zum antarktischen Eis zwischen Behauptungen über einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch und revidierten Einschätzungen, welche die Zeitpläne angesichts neuer Daten nach hinten verschoben. Tatsächlich sind 77 Prozent des antarktischen Schelfeises stabil. Jede neue Studie sorgt für Schlagzeilen über Kipppunkte und Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt. Doch dann bringen Folgeuntersuchungen Nuancen ins Spiel. Die Schlagzeilen werden selten mit gleicher Prominenz korrigiert.
Der Begriff „Weltuntergangsgletscher“ ist an sich schon ein Marketinginstrument für Klimapanikmache. Er suggeriert Unausweichlichkeit und Endgültigkeit. Die Wissenschaft arbeitet nicht mit Absolutheiten. Sie bewegt sich im Bereich von Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheitsspannen.
Die Politik sollte sich auf beobachtete Trends und realistische Prognosen stützen, nicht auf Worst-Case-Szenarien, die als ausgemachte Sache dargestellt werden. Küstenstädte haben seit Jahrhunderten mit Bodensenkungen, Stürmen und einem allmählichen Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen. Es gibt technische Lösungen. Es gibt Anpassungsstrategien, und Panik ist keine Strategie.
Wenn die Presse verkündet, dass Thwaites kurz vor dem Zusammenbruch steht und die Küsten überfluten wird, berichtet sie nicht über eine nüchtern festgestellte Unvermeidbarkeit. Sie übertreibt die äußersten Auswüchse von Worst-Case-Szenarien aus Klimamodellen, die inzwischen zurückgenommen worden sind, und stellt sie als kurzfristige Gewissheiten dar.
Die Gletscher der Antarktis verdienen Beobachtung und wissenschaftliche Erforschung. Sie verdienen es nicht, zu saisonalen Schreckensmeldungen im Stil der Boulevardpresse gemacht zu werden.
Link: https://redstate.com/heartlandinstitute/2026/06/04/the-myth-of-the-doomsday-glacier
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Der Klimaschwindel ist nun offenbart. Den Amerikanern wurden Lügen aufgetischt*, und sie haben Anspruch auf Entschädigung.
*Zur Überschrift: Natürlich nicht nur den Amerikanern! A. d. Übers.
Bevor das US-Justizministerium diese Woche offenbar von dem Vorhaben Abstand nahm, hatte es die Einrichtung eines „Anti-Weaponization Fund“ angekündigt, um „ein systematisches Verfahren zur Anhörung und Wiedergutmachung von Ansprüchen anderer Personen zu schaffen, die unter der Instrumentalisierung und dem Rechtsmissbrauch“ durch die Regierung gelitten haben.
Auch wenn die ursprüngliche Idee für einen solchen Fonds auf wackeligen Beinen stand – und Kritik von beiden Parteien kam –, wäre es durchaus legitim, eine Möglichkeit zu schaffen, um Amerikaner zu entschädigen, die Opfer der Instrumentalisierung der Energiepolitik der Regierungen Obama und Biden wurden.
Die Zeit ist reif für eine ernsthafte Aufarbeitung des Schadens, der den Amerikanern durch die Klimahysterie zugefügt worden ist, wenn man bedenkt, wie viele Schuldbekenntnisse derzeit auftauchen. Als jüngster Vertreter, der sich zumindest ansatzweise der Wahrheit und Genauigkeit annähert, reiht sich die New York Times ein, der führende „Mainstream“-Medienvertreter des Klimawandel-Unsinns.
Die Times veröffentlichte letzte Woche einen Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Warum Wissenschaftler das seit über einem Jahrzehnt verwendete düstere Klimaszenario verworfen haben“. Dem Artikel zufolge hat ein internationales Forscherteam „ein düsteres – und oft kritisiertes – Hochemissionsszenario namens RCP8.5 aufgegeben, das in den letzten zehn Jahren in Tausenden von Klimastudien prominent zitiert worden war. Die Autoren erklärten, das Szenario sei angesichts der jüngsten Energieentwicklungen nun ‚unplausibel‘.“
Der Artikel räumte weiter ein, dass „die neue Studie Fragen aufgeworfen hat, ob einige der Risiken des Klimawandels in den vergangenen Jahren schlecht kommuniziert oder übertrieben dargestellt worden waren und wie man diese Risiken in Zukunft am besten einschätzen sollte“. Mit anderen Worten: Die „Klimaleugner“ – wie die linksradikalen Medien jeden spöttisch bezeichnen, der die absurd düsteren Weltuntergangsszenarien in Frage gestellt hat – hatten erwiesenermaßen recht
Da die New York Times nun einmal die New York Times ist, musste natürlich dennoch behauptet werden, dass „die Mehrheit der Klimaforscher nach wie vor der Ansicht ist, dass die globale Erwärmung ein ernstes Problem darstellt und dass selbst plausiblere Szenarien mit mittleren Emissionen schwerwiegende Gefahren mit sich bringen können“. Und einige überzeugte Anhänger behaupten, dass der revidierte, weniger panikgeladene Ausblick darauf zurückzuführen sei, dass der Kampf gegen fossile Brennstoffe so erfolgreich gewesen sei. Na sicher doch.
Doch neben gelegentlichen Einschränkungen wie „wir sollten dennoch ein wenig besorgt sein“ enthielt der ausführliche Artikel der New York Times zahlreiche verblüffende Eingeständnisse, sowohl in Bezug auf die Klimabewegung im Allgemeinen als auch auf die Zeitung im Besonderen. Zum Beispiel:
• „Jahrelang hatten Kritiker des Hochemissionsszenarios argumentiert, es sei von vornherein unrealistisch, unter anderem weil es davon ausging, dass die Länder Kohle in absurd hohen Mengen verbrennen würden.“ Kein Wunder.
• „Die Vorhersage der Emissionen für das nächste Jahrhundert ist äußerst schwierig, da so viel vom künftigen Wirtschaftswachstum und vom technologischen Wandel abhängt.“ Genau wie es so viele von uns schon seit Jahren sagen (oder schreien).
• „Der Hochemissionspfad war nicht als Vorhersage gedacht, sondern eher als ‚Worst-Case-Szenario‘, sagte Detlef van Vuuren, Klimawissenschaftler an der Universität Utrecht …“ So wurde es uns aber nicht verkauft.
• „In Nachrichtenberichten über Klimaforschung wurden oft Ergebnisse auf Basis von RCP8.5 hervorgehoben, um zu veranschaulichen, was die Welt erwarten kann, wenn die Länder ihre Emissionen nicht drastisch senken – was ebenfalls nicht richtig ist.“ Ach, und das erzählt man uns jetzt erst.
• „…die höchsten geschätzten Schäden auf Basis von RCP8.5 standen stark im Fokus und erhielten mehr Aufmerksamkeit, unter anderem in der New York Times [Hervorhebung von mir {Autor}].“ Das war nicht beabsichtigt?
Der Artikel führt anschließend Beispiele von Wissenschaftlern an, die zur Vorsicht mahnten, doch „viele politische Entscheidungsträger und Forscher betonten auch in den folgenden Jahren weiterhin das Szenario mit hohen Emissionen“, wie ein Kritiker eines Thinktanks sagte. Der Artikel zitiert mehrere Personen, die heute sagen, dass das Worst-Case-Szenario nicht als realistisch dargestellt werden sollte.
Und doch war es das. Es wurde genutzt, um radikale Veränderungen zu fordern. Um unrealistische Ziele für den Übergang von fossilen Brennstoffen zu „Alternativen“ zu setzen. Um Milliarden an Steuergeldern in Subventionen für Solar- und Windenergie zu stecken, im Namen der Rettung des Planeten, während man den erschwinglichsten, zuverlässigsten und effektivsten verfügbaren Energiequellen den Garaus machte. Um jeden zu beschämen, der die Logik und die vorhergesagte Schwere des vom Menschen verursachten Klimawandels anzweifelte.
Die Autoren der neuen Studie präsentieren nun überarbeitete Prognosen, die Worst-Case-Szenarien entwerfen, „die später im 22. Jahrhundert zu ähnlich hohen geschätzten Erwärmungswerten führen könnten (aber) sie haben eine Warnung hinzugefügt, dass es sich hierbei nicht um Business-as-usual-Szenarien handelt.“
Lesen Sie das bitte aufmerksam durch. Die schlimmsten Szenarien könnten „im weiteren Verlauf des 22. Jahrhunderts“ zu gefährlichen Erwärmungswerten führen. Nicht in zwölf Jahren, wie die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY) (und andere) gewarnt haben. Nicht in 30 Jahren. Nicht zu unseren Lebzeiten oder zu Lebzeiten der meisten unserer Kinder oder Enkelkinder. Und selbst diese Prognose wird sich wahrscheinlich nicht bewahrheiten, geben sie zu.
Aber zu sagen „Ich habe es euch ja gesagt“ reicht nicht aus. Das Eingeständnis, dass wir immer und immer wieder belogen wurden, darf nicht das Ende der Geschichte sein. Wie man früher zu sagen pflegte: „Wir verlangen Genugtuung!“ Und die Bürger haben es verdient.
Es ist nun Zeit für eine Abrechnung. Nach jahrelangen Predigten von Regierungschefs (insbesondere während der Amtszeiten von Obama und Biden), die darauf bestanden, dass wir Milliarden von Dollar ausgeben müssten, um den großen bösen Klimabuhmann zu bekämpfen, müssen wir auf drei Dingen bestehen.
Erstens müssen die Gelder, die für extrem linke klimabezogene Vorgaben und Projekte (Vorgaben für Elektrofahrzeuge, CO₂-Strafen und -Abgaben, Hunderttausende Hektar Solaranlagen, die Ackerland ersetzen, kein Gas mehr für Haushaltsgeräte) vorgesehen sind, sofort gestoppt werden.
Zweitens sind Entschädigungen für die amerikanischen Bürger völlig gerechtfertigt, die auf die Worst-Case-Szenarien der globalen Erwärmung hereingefallen sind oder von der Bundesregierung oder den Bundesstaaten gezwungen wurden, ihren energiebezogenen Lebensstil zu ändern.
Schließlich würde, wie hier bereits oft betont, die Verabschiedung des „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) – sei es durch einen Beschluss des Kongresses oder durch eine Verordnung des Weißen Hauses – sicherstellen, dass sich die katastrophalen Maßnahmen niemals wiederholen können, die inmitten der Klimahysterie ergriffen worden waren. Die Amerikaner verdienen die Gewissheit, dass wir diesen Weg nie wieder einschlagen werden.
Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing opinion columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.
This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.
This article was originally published at The Empowerment Alliance and is re-published here with permission.
[Beide Angaben standen so im Original. Keine Ahnung, wo das nun „originally published“ wurde. A. d. Übers.]
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der Klimaschwindel ist nun offenbart. Den Amerikanern wurden Lügen aufgetischt*, und sie haben Anspruch auf Entschädigung. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Beschädigte Seelen: Die Angst vor der Klimakatastrophe ist zur irren „Religion“ erstarrt*
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Wolfgang Kaufmann (Red. PAZ)*
Es gibt Gläubige und Ungläubige, Bußprediger und Ketzer:
Was wie Wissenschaft begann, zeigt immer mehr Züge eines pompösen Ersatzglaubens,
der den Anhängern Halt und Orientierung verspricht
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Der klimapolitische Aktivismus hat vielfach bereits quasireligiöse Züge angenommen, weil er auf die angebliche naturwissenschaftliche Tatsache einer vom Menschen verursachten Erderwärmung mit einem Glaubenseifer reagiert, den man sonst nur bei Anhängern der traditionellen Religionen findet. Dabei sind besonders die Parallelen zwischen dem frühen beziehungsweise mittelalterlichen Christentum und der neuen „Klimareligion“ augenfällig.
Da wäre zunächst der ausgeprägte Dogmatismus: Die Anhänger der „Klimareligion“ sind fest davon überzeugt, im Besitz des einzig wahren Glaubens und insofern auch unfehlbar zu sein. Selbst sachlich wohlbegründete Zweifel an der „Klimakatastrophe“ und deren vermeintlichen Ursachen werden tabuisiert und mehr oder weniger offen als „Ketzerei“ abgetan, wobei das Standardschimpfwort für die Häretiker unsinnigerweise „Klimaleugner“ lautet – als ob irgendjemand bestreite, dass es das Klima gibt. Aber so kann man die Abweichler am besten verächtlich machen oder gar pathologisieren.
Auffällig ist des Weiteren das ausgeprägte Denken in den Kategorien „Gut“ und „Böse“, das sich keineswegs nur auf den Gegensatz zwischen den erleuchteten „Klimaschützern“ und den ungläubigen „Klimaschädlingen“ beschränkt. „Gut“ sind beispielsweise auch Erneuerbare Energien, während fossile Brennstoffe „böse“ daherkommen. Und es gibt eine teuflische Macht in Gestalt des Kohlendioxids, das für die schlimmsten Übel auf der Welt verantwortlich zeichnet. Zu diesen zählen die vermeintlichen Hekatomben von Opfern der „Erderhitzung“ sowie Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Waldbrände und Dürren.
Ein zentrales Merkmal der „Klimareligion“ sind zudem apokalyptische Visionen von einer Menschheit, die wahlweise verbrennt oder einer Sintflut infolge des Abschmelzens der Polkappen zum Opfer fällt. So vermeldete das australische Breakthrough National Centre for Climate Restoration im Jahre 2019, es bestehe das reale Risiko, dass unsere Spezies bis 2050 den Klimatod sterbe. Derartiges spornt die Gläubigen an, die „Klimasünder“ zur Umkehr zu bewegen und sich selbst einen Verzicht auf die vermeintliche „CO₂-Schleuder“ Kind aufzuerlegen – was wie eine Art von (weiblichem) Zölibat wirkt.
Gebote und Verbote für jeden
Auch sonst spielen der Verzicht, die Askese und die Selbstkasteiung als Akt der rituellen Reinigung eine zentrale Rolle, wobei die Fastenzeit das ganze Jahr andauert: Fleischkonsum, Flugreisen, Autofahren, eine warme Stube im Winter – all das sind Dinge, die dem Klimaheil geopfert werden müssen. Und wenn das partout nicht gelingen will, dann müssen sich die „Sünder“ zumindest beim CO₂-Emissions- beziehungsweise Ablasshandel mit klingender Münze freikaufen.
Damit der „Klimagläubige“ weiß, was er zu tun oder zu lassen hat, gibt es die zehn Gebote der „Klimareligion“. Diese beginnen mit „Du sollst die Erderhitzung als die größte existenzielle Bedrohung ansehen“ sowie „Du sollst keine tierischen Produkte konsumieren“ und reichen bis zu „Du sollst nur mit dem Fahrrad, der Bahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln fahren“ und „Du sollst Parteien unterstützen, die das Land am schnellsten und radikalsten klimaneutral machen“. Nicht zu vergessen Aufforderungen wie: „Du sollst an den Sinn und Nutzen der Energiewende glauben.“
Wie es sich für eine Religion gehört, gibt es Propheten und Bußprediger, welche die Massen aufrütteln und an ihre Pflichten erinnern wollen. Das können vorlaute schwedische Schulverweigerinnen sein oder Wissenschaftler, die Seriosität vorspiegeln, während sie Temperaturkurven manipulieren, um die Zweifler und Zauderer nicht unnötig in Versuchung zu führen oder den Ketzern Munition zu liefern. Am eindrucksvollsten sind hier wohl aber die Bußübungen der hochtheatralisch auftretenden Klimasekte Extinction Rebellion, die wie schlechte Karikaturen der weltbekannten Prozessionen zur Karwoche in Sevilla wirken.
Der Zweck der „Klimareligion“ liegt natürlich auch in der Sinnstiftung: In einer zunehmend komplexen Welt liefert die Klimabewegung scheinbar schlüssige Antworten auf die Frage, wie ein wirklich nützliches Tun aussehen müsse. Deshalb werden inzwischen Stimmen laut, welche die Bezeichnung „Klimareligion“ nicht mehr als Verunglimpfung einer auf Wissenschaft beruhenden Weltanschauung werten, sondern als durchaus passendes Etikett für eine postmoderne Glaubensbewegung, die sich dem Überleben der Menschheit im Diesseits verschrieben habe und daher ebenso zeitgemäß wie vernünftig sei.
Kirchen biedern sich plump an
Dabei löst sie mit ihren spirituellen Deutungen des Klimawandels zugleich noch das Problem, dass nackte Fakten allein keine ausreichende Sinnstiftung bewirken und es daher zusätzliche Anstöße aus der Welt jenseits des Rationalen braucht. Am weitesten geht hier der Philosoph Peter Sloterdijk, der in der Klimafrage die Quelle für eine neue global erfolgreiche Konfession wittert: „Vielleicht wird die kollektive Klimasensibilität die letzte Weltreligion sein.“
Auf jeden Fall stößt die „Klimareligion“ vorrangig in die Lücken vor, welche christliche Kirchen zunehmend hinterlassen. Denn in jenen Regionen der Erde, wo Islam, Hinduismus, Buddhismus oder sonstige Religionen das Sagen haben, spielt die „Klimareligion“ eine deutlich geringere Rolle. Insofern sehen die christlichen Kirchen nicht bloß die Kongruenz zwischen ihren Lehren und Riten und denen der „Klimareligion“, sondern auch das Konkurrenzverhältnis.
Daraus resultieren dann wohl solch plumpe Anbiederungsversuche wie die des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki, der die Christen zur Teilnahme an Demonstrationen für eine Beschleunigung der Energiewende aufrief.
Oder nehmen wir die peinlichen Einlassungen des Berliner Erzbischofs Heiner Koch über die Schulschwänzer-Demonstrationen der Bewegung Fridays for Future, welche nach eigenen Worten an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. Diese Trittbrettfahrerei hat den christlichen Kirchen bislang allerdings keinen nennenswerten Zustrom neuer Mitglieder beschert, sondern wohl eher den Exodus der alten beschleunigt.
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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 05.06.2026, S.23 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor Wolfgang Kaufmann für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.
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Der Beitrag Beschädigte Seelen: Die Angst vor der Klimakatastrophe ist zur irren „Religion“ erstarrt* erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
