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Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!
Aktualisiert: vor 1 Stunde 13 Minuten

Utopische Träume von Netto-Null

9. August 2026 - 19:00
WUWT, Gastautor, Tore Andøl,

[gekürzte Fassung des sehr ausführlichen Originals. Inzwischen könnten wir auf viele andere, bereits zu diesem Thema veröffentlichte Beiträge verweisen.  Aber da die Ideologen nicht müde werden, das Narrativ der ach so wunderbaren „erneuerbaren Energien“ zu lobpreisen, hier weitere Gedanken dazu – der Übersetzer]

Ambitionierte Klimaziele, der Ausstieg aus Öl und anderen fossilen Brennstoffen, die Energiewende und Klimaneutralität sind allgegenwärtige Themen. Gleichzeitig kämpft insbesondere Europa, aber auch andere Regionen, mit einer Energiekrise. Dieser Artikel beleuchtet die aktuelle Energiesituation und versucht, die Ambitionen bis 2050 zu bewerten. Wie abhängig sind wir von fossilen Brennstoffen, und wie realistisch sind die Ziele der Politik? Politiker weigern sich, die Kosten von Klimaschutzmaßnahmen zu beziffern, aber haben sie jemals versucht, die Realisierbarkeit ihrer Ziele zu überprüfen?

Aktuelle Situation

Viele haben ausführlich über Energietrends und analytische Interpretationen der jährlichen Datensätze aus dem Statistical Review of World Energy des Energy Institute geschrieben. Lassen Sie mich nur einige der wichtigsten Punkte zusammenfassen:

  • Fossile Energieträger machen immer noch 86,2 % des gesamten Energieverbrauchs aus, ein Rückgang um 2,9 Prozentpunkte seit 2015 (Primärenergie).
  • Im gleichen Zeitraum ist der Verbrauch fossiler Brennstoffe um 13.500 TWh gestiegen (das entspricht dem Sechsfachen der jährlichen Öl- und Gasförderung vom norwegischen Kontinentalschelf), wobei Gas etwas mehr als die Hälfte dieses Wachstums ausmacht.
  • Die wichtigsten Wachstumssektoren innerhalb der erneuerbaren Energien – Solar- und Windenergie – machen 1,7 % bzw. 1,6 % des Gesamtverbrauchs aus, gegenüber 0,2 % bzw. 0,6 % im Jahr 2015.
  • Das Wachstum des Solar- und Windenergieverbrauchs ist relativ gesehen beeindruckend, mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten (CAGR) von 27 % bzw. 12,8 % im betrachteten Zeitraum. Das absolute Wachstum über 10 Jahre übersteigt 3.500 TWh, fast das 1,5-Fache der jährlichen Produktion vom norwegischen Festlandsockel (entspricht fast 6 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag).
  • Allein die installierte Solarkapazität wuchs bis 2025 um rund 500 GW und steigerte die Produktion um etwa 650 TWh. Sollte sich dieses Wachstum fortsetzen, könnte Solarenergie bis 2050 den weltweiten Gesamtenergiebedarf decken – und zwar in den Stunden, in denen die Solarmodule ihre volle Leistung erbringen, also typischerweise bei Sonnenschein. Mehr dazu später.
  • Trotz dieser beeindruckenden Wachstumszahlen bei den erneuerbaren Energien haben fossile Brennstoffe absolut gesehen stärker zugelegt. 56 % des bis 2026 erwarteten Wachstums von insgesamt 2300 TWh (8 EJ) entfielen auf Kohlenwasserstoffe, wobei alle Energiekategorien ein Wachstum verzeichneten. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass der Kohleverbrauch seinen Höhepunkt bald erreichen könnte (die USA und Indonesien sind 2025 die Hauptverbraucher).
  • Daher steigen die CO₂-Emissionen aus dem Energiesektor weiter an – um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr und um 9,2 % seit 2015 (Pariser Abkommen). Dies entspricht einem Anstieg von 300 Millionen Tonnen im Jahr 2025 und 3.000 Millionen Tonnen im Zeitraum 2015–2025.

Quelle: Statistischer Bericht des Energieinstituts 2026. Illustration: E. Årstad

Zusammenfassung

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Es ist entscheidend, ob die installierte Kapazität jederzeit ausreicht, um die Nachfrage zu decken.
  • Wetterabhängige Lösungen benötigen Backups für den Fall, dass „das Wetter“ ausfällt.
  • Übermäßige Investitionen in wetterbasierte Lösungen, die über die Spitzenlast hinausgehen, sind sinnlos ohne erschwingliche und technisch realisierbare Speichermöglichkeiten oder interregionale Verteilung / Übertragung über teure neue Netze.
  • Da die Reservekapazität – dampfbasierende Kraftwerke (oder Pumpspeicher) – den gesamten Bedarf decken muss, wenn erneuerbare Energien nicht ausreichend Strom erzeugen, erscheinen großflächige Solar- und Windkraftanlagen nahezu sinnlos. Sie können zwar im kleinen Maßstab den lokalen und abgelegenen Bedarf decken, jedoch mit kurzfristigen, kostengünstigen Speichermöglichkeiten für schwankende Nachfrage.
  • Physikalisch ist dieser Übergang in so kurzer Zeit unmöglich. Selbst der Bau einer Kernkraftanlage in diesem Umfang würde weit länger als 25 Jahre dauern.
  • Kostenschätzungen sind angesichts physikalischer Beschränkungen zweitrangig. Die einzige Lösung wäre ein Quantensprung bei den Batterie- und Speicherkosten. Solaranlagen werden zwar in beeindruckendem Tempo installiert, doch um sich allein auf beispielsweise Solaranlagen und Batterien zu verlassen, müsste der Ausbau um das 5- bis 6-Fache (ca. 2.300 GW/Jahr) gesteigert werden, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Hinzu kämen jährlich 8.000 GWh neue Batteriekapazität (für 19 Stunden Verbrauch, wenn die Solaranlage keinen Strom produziert). Dieses jährliche Batteriewachstum ist etwa 30-mal höher als die bis 2025 hinzugekommene Kapazität – und das nur, um bei normalen Wetterbedingungen 24 Stunden Strom zu liefern.
  • Zu den aktuellen Preisen würden diese jährlichen Batteriekosten etwa 1–1,5 Billionen US-Dollar für einen Tag mit normaler Sonneneinstrahlung kosten – oder 30–40 Billionen US-Dollar bis 2050. Ein weiterer Tag Wetterpuffer? Dann kommen weitere 40 Billionen US-Dollar hinzu. Das ist völlig utopisch, wenn man bedenkt, dass in einem realen System wochenlanger Puffer benötigt würde.
  • Ein Stopp der Erdöl- und Erdgasförderung wäre extrem riskant und führt während des Übergangs zu einer gravierenden Energieknappheit. Der von manchen Ideologen befürwortete vollständige Ausstieg aus der Erdölförderung bis 2040 wäre katastrophal – Hunderte Millionen, wenn nicht gar Milliarden Menschen würden innerhalb weniger Monate sterben.

Daher scheint „drill, baby drill“ vorerst die sicherste Strategie zu sein. Unabhängig davon, ob man an die CO₂-Hypothese glaubt oder nicht, sind weitere fossile Brennstoffe existenziell notwendig. Sowohl um Fortschritt und Wachstum zu sichern als auch um mit dem Klimawandel, ob menschengemacht oder nicht, zurechtzukommen.

Von: Tore Andøl, Wirtschaftswissenschaftler und Autor von „ Wie kannst du es wagen ?“ und „ Grüne, faule Äpfel

Die Langfassung des Beitrags finden Sie her: https://wattsupwiththat.com/2026/08/03/utopian-dreams-of-net-zero/

 

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„Klima-Klagen“ nehmen die amerikanische Energiewirtschaft und Ihren Geldbeutel ins Visier

9. August 2026 - 17:00

Frank Lasee

Hierzulande machen das die DUH und die Grün-Chaoten. A. d. Übers.

Derzeit läuft eine stille, koordinierte Kampagne zur Neugestaltung der amerikanischen Energiepolitik. Sie wird nicht von Wählern oder deren gewählten Vertretern vorangetrieben, sondern von einem kleinen Netzwerk aus engagierten Anwälten, Politikern aus den „blauen“ [= von den Demokraten regierten] Bundesstaaten und anonymen Spendern. Sie haben erkannt, dass sie das, was sie an der Wahlurne nicht erreichen können, möglicherweise vor Gericht durchsetzen können. Und das kommt Sie bereits jetzt teuer zu stehen.

Das Mittel der Wahl sind Klimaklagen. Im ganzen Land wurden etwa 40 nahezu identische Klagen von Bundesstaaten, Landkreisen und Städten eingereicht, in denen von Öl- und Gasunternehmen die Zahlung von Milliarden Dollar für ihre angebliche Rolle beim Klimawandel gefordert wird.

Elf Bundesstaaten, der District of Columbia [Washington] und Dutzende Kommunalverwaltungen haben sich angeschlossen. Und hinter einer bemerkenswerten Anzahl dieser Klagen steht ein und dieselbe kalifornische Kanzlei. Sher Edling reicht auf der Grundlage von Erfolgshonoraren kopierte Klageschriften ein, was bedeutet, dass die Anwälte nur dann bezahlt werden, wenn Geld fließt – und sich dann einen stattlichen Anteil sichern.

Wer finanziert das Ganze? Ermittler des Kongresses haben Millionen an „Dark Money“ dokumentiert, das Sher Edling Berichten zufolge erhalten hat – rund 3 Millionen Dollar, die über den Collective Action Fund und den New Venture Fund geleitet wurden. Dabei handelt es sich um Durchleitungs-Organisationen, die nicht verpflichtet sind, ihre Spender offenzulegen.

Aktivisten, Geldgeber und Staatsanwälte haben sich sogar hinter verschlossenen Türen getroffen, um ihre Strategie abzustimmen. Das ist keine Basisjustiz. Es handelt sich um eine professionell finanzierte Kampagne, mit der über befreundete lokale Gerichte – einen Gerichtsbezirk nach dem anderen – nationale Politik gemacht wird, ohne dass man gegenüber einer Wählerschaft rechenschaftspflichtig ist.

Der Begriff „Lawfare“ bezeichnet den Einsatz von Rechtsstreitigkeiten als Waffe, um ein politisches Ziel zu erreichen, das einer ehrlichen, offenen Debatte nicht standhalten könnte. Und das Geniale daran ist aus Sicht der Aktivisten, dass die Öffentlichkeit in jedem Falle dafür aufkommen muss.

Die Produktion und der Verkauf von Benzin, Diesel und Erdgas sind vollkommen legal; sie sorgen dafür, dass Amerika in Bewegung bleibt, warm bleibt und beleuchtet wird. Doch jeder Dollar, den ein Produzent abgeben muss, und jeder Dollar, der für die Verteidigung gegen diese Klagen ausgegeben wird, schlägt sich im Preis nieder, den wir alle an der Tankstelle und auf unseren Stromrechnungen bezahlen. Es handelt sich um eine Energiesteuer, die kein Gesetzgeber erlassen und kein Wähler gebilligt hat und die durch die Hintertür eines Gerichtsgebäudes erhoben wird.

Die gute Nachricht ist, dass sich das Blatt möglicherweise wendet. Der Oberste Gerichtshof hat in diesem Jahr zugestimmt, den Fall aus Boulder, Colorado, anzuhören, in dem es direkt darum geht, ob das Gericht eines einzelnen Landkreises die Energiepolitik für das gesamte Land festlegen kann.

Die Bundesstaaten warten nicht länger ab. Allein in diesem Frühjahr haben Utah, Tennessee, Oklahoma und Iowa Gesetze verabschiedet, die solche spekulativen Klagen wegen Klimaschäden vor ihren Gerichten verbieten. Das Gesetz in Oklahoma trägt den treffenden Titel „Energy Security and Independence Act“ (Gesetz zur Energiesicherheit und -unabhängigkeit).

Im Kongress hat die Abgeordnete Harriet Hageman aus Wyoming den „Stop Climate Shakedowns Act“ eingebracht, der rückwirkende Klimahaftungsklagen unterbinden und bekräftigen würde, dass die Emissionspolitik in der Zuständigkeit der rechenschaftspflichtigen Bundesgesetzgeber liegt und nicht bei umherziehenden Prozessanwälten. Dies sind politische Entscheidungen, die offen und transparent von Menschen getroffen werden, welche die Wähler wählen und abwählen können.

Doch hier kommt der Punkt, auf den die Prozessindustrie lieber nicht eingehen möchte – selbst nach ihren eigenen Maßstäben: Dieser Kreuzzug ist sinnlos. Angenommen, jede einzelne dieser Klagen wäre erfolgreich und amerikanische Energie würde teurer werden. Was würde das für das globale Klima bewirken? So gut wie nichts.

China stößt mittlerweile mehr Treibhausgase aus als alle Industrienationen der Erde zusammen, und die Emissionen aus Indien und den übrigen Entwicklungsländern steigen weiter. Die Vereinigten Staaten könnten ihre eigenen Produzenten behindern, die Energiekosten ihrer eigenen Haushalte in die Höhe treiben und ihre eigene Energieunabhängigkeit schwächen – und die globale Emissionskurve würde kaum merklich schwanken, weil das Wachstum auf anderen Kontinenten stattfindet.

Die tatsächlichen Kosten des „Climate Lawfare“ könnten sich auf Milliarden belaufen, die wir alle zu tragen hätten. Es kühlt den Planeten nicht ab. Es macht amerikanische Energie knapper und teurer; es bereichert eine Handvoll Anwälte und die dahinter stehenden undurchsichtigen Fonds, und es verlagert die Macht von den Wählern auf Prozessanwälte und Richter.

Schlimmer noch: All dies geschieht genau in dem Moment, in dem wir eigentlich nach Energiedominanz streben sollten. Indem wir unsere Konkurrenten in der Produktion übertreffen, die Kosten für arbeitende Familien niedrig halten und uns weigern, einem Gegner wie China einen strategischen Vorteil zu verschaffen, haben wir diesen freiwillig abgegeben. Ohne dass wir eine Wahl hatten.

Die Amerikaner verdienen Energie, die bezahlbar, reichlich vorhanden und zuverlässig ist, und sie verdienen es, über ihre Energiezukunft an der Wahlurne zu entscheiden, nicht durch einen Rechtsstreit. Die Gerichte waren niemals als Dienstleister zur „politischen Geldwäsche“ für Interessen gedacht, die anderswo in der Debatte gescheitert sind. Es ist an der Zeit, dies klar auszusprechen und diesem Betrug ein Ende zu setzen.

This article originally appeared at The Washington Examiner

Link: https://www.cfact.org/2026/07/28/climate-lawfare-comes-for-american-energy-and-your-wallet/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kältereport Nr. 32 /2026

9. August 2026 - 14:00

Vorbemerkung: Die auch in diesem Report mehrfach angesprochene eisige Kälte in der Antarktis wirkt sich weiterhin und noch stärker auf der gesamten Südhemisphäre aus. Dieser Umstand findet sogar Eingang in Meldungen des alarmistischen Blogs wetteronline.de.

Außerdem bemerkenswert: Sowohl die Arktis als auch die Antarktis warten nicht nur in diesem Kältereport mit Extrem-Kälte auf…

Die Schlagzeilen der Woche

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Russland: Kalter Beginn des August

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Arktis: Das Jahr ohne Sommer

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Meldungen vom 3. August 2026:

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Die extreme Kälte in der Antarktis will einfach nicht nachlassen.

An der Südpolstation lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei etwa -64,3 °C und damit rund 4,1 °C unter dem saisonalen Normalwert der Station. Damit ist dieser Juli gemeinsam mit dem Jahr 1969 der viertkälteste Juli und rangiert auf Platz sieben der kältesten Monate überhaupt in den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1957 zurückreichen.

Minimum temperatures fell below -70C (-94F) on 12 days during the month, tying the station record set in July 1986.

Ähnlich extreme Bedingungen herrschten an der Station Wostok.

Der vorläufige Mittelwert für Juli liegt bei -71,6 °C, rund 6,2 °C unter dem Durchschnitt, und ist damit der viertkälteste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958. Nur die Juli-Monate 1983 (-73,8 °C), 1997 (-72,9 °C) und 1979 (-72,3 °C) waren noch kälter.

Die Vostok-Station (eingekreist), tief im Hochland der Ostantarktis.

Die Kälte hält nun auch im August an.

Am 1. August verzeichnete der Südpol eine Tiefsttemperatur von -73,2 °C bei einem Tagesmittel von -71,6 °C – 11,5 °C unter dem August-Durchschnitt.

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Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Der Wintereinbruch im Süden Südamerikas hat sich bis in den August hinein fortgesetzt.

In El Calafate, Santa Cruz, hat eine Wetterstation die jüngste „Kältewelle“ auf 14 aufeinanderfolgende Tage beziffert, die am 31. Juli endete – die drittlängste Kältewelle in den Wetteraufzeichnungen der Stadt seit 1961. Nur die 16-tägigen Kälteperioden in den Jahren 1982 und 2001 waren länger.

Der argentinische Servicio Meteorológico Nacional definiert eine Kältewelle als mindestens drei aufeinanderfolgende Tage, an denen sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperatur auf oder unter den Schwellenwerten des 10. Perzentils der Station für die kalte Jahreszeit liegen. Am Flughafen El Calafate (WMO 87904) liegen diese Schwellenwerte bei 1,8 °C tagsüber und -6 °C nachts.

Die anhaltende Kältewelle brachte Rekordwerte unter -16 °C mit sich.

Und obwohl die strengen Temperaturkriterien am 31. Juli endlich nicht mehr erfüllt waren, fiel in der Stadt weiterhin Schnee.

Die Unwetterauswirkungen erstreckten sich über die gesamte Provinz Santa Cruz.

In Perito Moreno, weiter nördlich, sank die Temperatur auf -19,5 °C mit einer Erhöhung der Schneedecke bis 33 cm.

In der Region Tres Lagos fielen mehr als 80 cm Schnee, wodurch die Landstraßen unpassierbar wurden.

Weiter nördlich breitete sich Neuschnee über die Anden in Neuquén und Río Negro aus.

In Caviahue wurden in der Stadt 20 cm gemessen, während in höheren Lagen 70 cm fielen, begleitet von Whiteout-Bedingungen.

Jenseits der Grenze in Chile hat die Schneehöhe im Skigebiet Los Libertadores 6,6 m erreicht.

Der wichtigste Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien ist nun aufgrund von Lawinengefahr, Steinschlag und dem Umfang der Räumungsarbeiten bereits seit 18 Tagen gesperrt, wodurch rund 1.200 Lkw festsitzen oder auf weit entfernte Ausweichrouten ausweichen mussten.

Die zweiwöchige Kältewelle in El Calafate mag technisch gesehen zwar vorbei sein, doch wiederkehrende Pazifikstürme bedecken die Anden weiterhin mit Schnee.

Und den Modellen zufolge dürfte es demnächst noch kälter werden.

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Russland: Kalter Beginn des August

In Russland hat der August mit täglichen Kälterekorden begonnen, die sich von Ostsibirien bis zum Nordkaukasus erstrecken.

In Zyryanka in Jakutien sank die Temperatur am 1. August auf 1,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 2,5 °C aus dem Jahr 1967.

Der Rekord wurde inmitten einer allgemeinen Kältewelle im Nordosten Jakutiens aufgestellt. Der regionale Wetterdienst meldete in Gebieten wie dem Kolyma-Bezirk und der Kolyma-Indigirka-Ebene Nachttemperaturen, die deutlich unter dem Durchschnitt lagen.

Ein weiterer Rekord folgte am 2. August in Shadzhatmaz im Nordkaukasus.

An der hochgelegenen Messstation sank die Temperatur auf 1 °C und brach damit den bisherigen Rekord vom 2. August aus dem Jahr 1977 von 2,1 °C.

Die allgemeine regionale Vorhersage hatte Tiefstwerte in den Bergen von 6 °C bis 11 °C prognostiziert. In der Realität war es jedoch noch deutlich kälter.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-cold-persists-into-august?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 4. August 2026:

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Das chilenische Skigebiet Portillo liegt in dieser Saison unter einer Schneedecke von 696 cm.

In einem typischen Winter fallen etwa 508 cm Schnee. Portillo hat diesen Wert bereits um mehr als 180 cm übertroffen – und die Schneemenge ist mittlerweile eher zu einem logistischen Problem als zu einem Glücksfall für Skifahrer geworden.

Die beiden Zufahrtswege zum Skigebiet sind weiterhin gesperrt. Die chilenische Route von Santiago führt über mehr als zwei Dutzend Haarnadelkurven hinauf nach Portillo, während die Verbindungsstraße von Mendoza (Argentinien) ebenfalls gesperrt ist.

Im gesamten Grenzkomplex Los Libertadores haben sich 660 cm Schnee angesammelt, und der Grenzübergang ist seit dem 14. Juli geschlossen. Stand 4. August war die 21-tägige Sperrung die zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur übertroffen von einer 26-tägigen Sperrung im Jahr 2023.

Die chilenische Grenzbehörde gibt an, dass es noch keinen Termin für die Wiedereröffnung gibt. Die Straßenbauarbeiter müssen zunächst den verbleibenden Abschnitt zwischen Los Libertadores und dem Cristo-Redentor-Tunnel räumen, wo die Schneehöhe und -härte den Einsatz von schwerem Gerät weiterhin behindern.

Der erfahrene Straßenarbeiter Gregorio Cacciuttolo, der die Räumungsarbeiten dokumentiert hat sagte, er habe trotz jahrzehntelanger Arbeit in den Anden noch nie Schneewände dieser Größenordnung gesehen.

Die Kälte ist eine andere Geschichte und reicht weit über Portillo hinaus.

Offizielle Messungen für den 3. August ergaben Höchsttemperaturen von nur 2,5 °C in Balmaceda, 3 °C in Coyhaique, 3,2 °C in Puerto Williams und 3,8 °C in Punta Arenas – im Allgemeinen 4 °C unter dem Durchschnitt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-under-23-feet-of-snow-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. August 2026:

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Eine intensive Kaltluftmasse antarktischen Ursprungs ist über Neuseeland hinweggefegt und hat für seltenen Schneefall in tieferen Lagen, weit verbreiteten Frost und einen neuen nationalen Rekord bzgl. des Strombedarfs gesorgt.

Am Dienstag lag Dunedin unter einer Schneedecke, was die Schulen dazu zwang, die Schüler nach Hause zu schicken, und den Einwohnern die Möglichkeit bot, mit Skiern und Snowboards durch die Straßen zu fahren. Ein Skifahrer wurde dabei gefilmt, wie er die Baldwin Street hinunterfuhr – die als steilste Straße der Welt gilt.

Auch am New Brighton Beach in Christchurch lag eine dünne Schneeschicht. Am Flughafen Christchurch kam es zu Flugverspätungen.

Auf der anderen Seite der Cookstraße fiel in Wellington Schnee bis auf Meereshöhe – ein seltenes Ereignis für die Hauptstadt, der erste Schneefall hier seit 15 Jahren. MetService hatte winterliche Schauer bis auf etwa 300 m hinab vorhergesagt, stattdessen fielen die Flocken bis hinunter zur Uferpromenade.

Am Mittwochmorgen (5. August) waren die Temperaturen an drei Orten auf der Südinsel auf -9 °C gefallen – Kälte, welche die schwindenden Stromreserven Neuseelands offenlegte.

Der landesweite Strombedarf stieg am Mittwochmorgen auf ein Allzeithoch von 7.281 MW und übertraf damit den bisherigen Rekord von 7.141 MW, der erst wenige Tage zuvor während eines anderen Kälteeinbruchs aufgestellt worden war.

Transpower gab daraufhin eine offizielle Warnung vor einem möglichen landesweiten Energieengpass oder einer Situation mit geringer Reservekapazität heraus. Die Stromerzeuger wurden aufgefordert, ihre Energie- und Reserveangebote zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Prognosen zur Windenergieerzeugung genau sind.

Neuseeland rühmt sich regelmäßig damit, fast 90 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Der Großteil der verlässlichen Stromerzeugung stammt jedoch aus Wasserkraftwerken und Geothermiekraftwerken – nicht aus wetterabhängigen Wind- und Solarparks.

Wenn die Luft aus der Antarktis den Heizbedarf auf Rekordniveau treibt, ist Neuseeland auf Wasserkraft, Geothermie sowie Kohle- und Gaskraftwerke angewiesen. Solarenergie ist praktisch nutzlos. Windkraft ist völlig unvorhersehbar.

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Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

Die grönländische Eiskappe hat mitten im Sommer erneut einen Rekord-Schneezuwachs an der Oberfläche verzeichnet.

Am 4. August berechnete das Dänische Meteorologische Institut einen Zuwachs der Oberflächen-Massenbilanz (SMB) von 2,559 Gigatonnen – das sind 2,559 Milliarden Tonnen – und damit einen neuen Rekord für diesen Tag in den seit 1981 geführten Aufzeichnungen.

Die kumulierte SMB stieg von 529,2 Gigatonnen am Vortag auf 531,7 Gigatonnen.

Dies ist lediglich die jüngste sommerliche Unterbrechung der Schmelzsaison in Grönland. Die Eisdecke verzeichnete am 1. Juni einen Zuwachs von 2,776 Gigatonnen, am 10. Juli von 2,401 Gigatonnen und am 12. Juli von 1,607 Gigatonnen. Insgesamt liegt die kumulierte SMB weiterhin deutlich über dem Mittelwert der Jahre 1981–2010.

Grönland gilt als das zuverlässigste Indikator für die Klimakrise.

Nicht in diesem Jahr.

Und auch nicht im vergangenen Jahrzehnt:

Grafik: Die kumulierte SMB Grönlands liegt erneut über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010, wie schon während des größten Teils des vergangenen Jahrzehnts.

Das Defizit der Gesamt-Massenbilanz dürfte sich damit immer weiter verringern. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-blast-brings-rare-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. August 2026:

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Am 4. und 5. August erfasste eine heftige Sommer-Kältewelle die nördlichen Rocky Mountains und die High Plains und brach oder egalisierte dabei mindestens 19 Tageskälterekorde in sieben Bundesstaaten.

In Livingston, Montana, sank die Temperatur am 4. August auf 1,1 °C und unterbot damit den bisherigen Tagesrekord von 4°C aus dem Jahr 1982. In Miles City fiel die Temperatur auf 5,6 °C und übertraf damit einen Rekord aus dem Jahr 1952, während in Baker 3,3 °C gemessen wurden – knapp 3 Grad unter dem bisherigen Rekordwert.

In Great Falls sank die Temperatur auf 3°C, in Havre auf 4°C, in Rapid City auf 6°C und in Baker City (Oregon) auf 2,2 °C.

Am Flughafen Bozeman Yellowstone wurde eine Höchsttemperatur von nur 19,4 °C gemessen – die niedrigste jemals am 4. August verzeichnete Höchsttemperatur (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1935).

Die Kälte hielt bis zum 5. August an.

In Denver sank die Temperatur auf 8,3 °C und brach damit den Rekord aus dem Jahr 1978. In Alliance (Nebraska) fiel die Temperatur auf 6°C, in Pierre auf 8°C, und in Scottsbluff wurde mit 8,9 °C ein Rekord aus dem Jahr 1904 eingestellt.

Miles City, Livingston, Baker und Rapid City verzeichneten alle an aufeinanderfolgenden Tagen Rekordwerte.

Mitten im Sommer stehen Teile des amerikanischen Westens kurz vor dem Frost.

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Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Ein heftiger Wintersturm hat Teile des westlichen Argentiniens unter einer Schneedecke begraben, Autobahnen unterbrochen, den Verkehr lahmgelegt und Arbeiter hoch in den Anden von der Außenwelt abgeschnitten.

Am Mittwoch wurde Zapala in der Provinz Neuquén von starkem Schneefall heimgesucht, wodurch Straßen in ganz Zentralpatagonien unter einer Schneedecke versanken.

Die Nationalstraßen 40 und 22 gehörten zu den wichtigsten Verkehrsadern, die vollständig blockiert waren.

Weiter nördlich waren die Bedingungen in der Goldmine Veladero in der Provinz San Juan noch extremer.

Rund um die Mine hatten sich weit über 3 m Schnee angesammelt, und die gefühlte Temperatur sank auf -30 °C.

Auch hier waren die Zufahrtsstraßen verschüttet, und die Lawinengefahr verhinderte einen normalen Personalwechsel.

Auf dem Höhepunkt des Sturms waren 938 Arbeiter gezwungen, auf dem Gelände zu bleiben, obwohl die Produktion eingestellt worden war. Einige waren Berichten zufolge fast einen Monat lang eingeschlossen, doch nun ist der Zugang endlich wieder freigegeben, sodass schrittweise Personalwechsel beginnen können.

Link: https://electroverse.substack.com/p/august-chill-breaks-19-records-argentinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. August 2026:

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Der Juli 2026 war in der gesamten Antarktis außergewöhnlich kalt, wobei Vostok und der Südpol Monatsdurchschnittswerte verzeichneten, die deutlich unter dem Normalwert lagen und sich den langjährigen Rekordwerten näherten.

In Vostok hat das russische Institut für Arktis- und Antarktisforschung einen Juli-Durchschnitt von -71,6 °C bestätigt. Das sind 6,2 °C unter dem Durchschnitt der Jahre 2005–2024, was diesen Juli zum kältesten des vergangenen Jahrzehnts macht.

In der Gesamt-Aufzeichnung von Vostok, die bis ins Jahr 1958 zurückreicht, gab es nur vier Juli-Monate, die kälter waren: 1983 mit -73,8 °C, 1997 mit -72,9 °C, 1979 mit -72,3 °C und 2016 mit -71,8 °C.

Am Südpol lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei -64,3 °C, was 4,1 °C unter dem Normalwert liegt. Dies entspricht dem früheren Juli-Rekord am Südpol aus dem Jahr 1965. Dieser Wert galt 32 Jahre lang, bis im Juli 1997 eine Durchschnittstemperatur von -66 °C gemessen wurde; der aktuelle Rekord von -67,3 °C wurde 2004 aufgestellt.

In Concordia/Dome C sanken die Temperaturen am 18. Juli auf -84,1 °C – die niedrigste seit 2012 auf der Erde gemessene Lufttemperatur und nur 0,6 °C unter dem 2010 in Concordia aufgestellten Allzeitrekord von -84,7 °C.

Die nahegelegene AWS-Station Dome C II, die seit 1995 in Betrieb ist, lag gegen Ende des Monats ebenfalls etwa 5–6 °C unter dem Juli-Durchschnitt und näherte sich ihren niedrigsten jemals gemessenen Juli-Werten. Der endgültige Juli-Durchschnitt steht noch nicht fest.

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Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Der Kälteeinbruch aus der Antarktis, der Anfang dieser Woche in Neuseeland für seltenen Schneefall in tieferen Lagen sorgte, hat sich verstärkt und dabei auf der gesamten Nordinsel alle bisherigen Temperaturrekorde gebrochen.

Am Donnerstagmorgen sank die Temperatur in Taumarunui auf -6,4 °C – die zweitniedrigste Temperatur seit Eröffnung der Messstation im Jahr 2007. Am Freitagmorgen (7. August) wurde es dann noch kälter mit -7,2 °C, was einen neuen absoluten Tiefstwert darstellt.

Auch Rotorua brach am Freitag seinen historischen Tiefstwert mit -5,6 °C. Die Aufzeichnungen hier reichen bis ins Jahr 1972 zurück.

Laut den Aufzeichnungen von MetService wurden drei weitere August-Rekorde gebrochen:

In Taupō wurden -6,6 °C gemessen – die tiefste Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976.

In Palmerston North wurde es -3,5 °C kalt – der niedrigsten Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991.

Whangārei verzeichnete +0,4 °C – die tiefste Augusttemperatur in einer seit 1967 geführten Datensammlung.

In Whakatāne wurde mit –3 °C der bisherige August-Rekord der Stadt (seit 1975) eingestellt.

Zahlreiche andere Messstationen kamen diesem Wert nahe.

In Napier sank die Temperatur auf -3,2 °C – der zweitniedrigste Augustwert seit Beginn der Aufzeichnungen –, während in Auckland mit 1,4 °C und in Hamilton mit -4,6 °C jeweils der drittkälteste Augustwert verzeichnet wurde.

An der Desert Road sank die Temperatur am Freitagmorgen auf -10,4 °C, während in Tongariro -9,9 °C gemessen wurden.

Einen Tag zuvor sank die Temperatur am Mount-Cook-Flughafen auf -10 °C.

Zu Beginn der Woche drang antarktische Luft mit Wolken, Wind und Niederschlag nach Norden vor und brachte zum ersten Mal seit 15 Jahren Schnee nach Dunedin, Christchurch und sogar bis auf Meereshöhe in Wellington. Sobald sich die polare Luftmasse etabliert hatte, klarte der Himmel über weiten Teilen der Nordinsel auf. Da es kaum Wolken gab, die die abfließende Wärme über Nacht zurückhielten, brachen die Temperaturen unter starker Strahlungskühlung ein.

Die Luftmasse selbst stammte ungewöhnlich direkt aus der Antarktis. MetService beschrieb sie als extrem kalte Luft, die direkt vom antarktischen Eisschild kam, und nicht als Luft, die während eines längeren Weges über den Südlichen Ozean wesentlich modifiziert worden war.

Wie oben bereits ausführlich beschrieben, herrschte in der Antarktis selbst in den letzten Monaten außergewöhnliche Kälte.

Die atmosphärische Zirkulation fungierte dabei als Bote und transportierte in letzter Zeit erhebliche Anteile dieser polaren Kälte in Richtung der Landmassen der südlichen Hemisphäre, wobei Neuseeland voll davon getroffen wurde – eine Kältewelle, die auch weiterhin das Stromnetz des Landes stark belastet.

Nach dem bereits Anfang dieser Woche gemeldeten Nachfragerekord stieg der durchschnittliche Spitzenverbrauch am Donnerstag erneut auf 7.415 MW und übertraf damit den Rekord vom Mittwoch. Laut Transpower sind acht der zehn höchsten jemals in Neuseeland gemessenen Stromverbrauchsspitzen nun innerhalb der letzten zwei Wochen aufgetreten – bedingt durch die Kälte.

Glücklicherweise beginnen mildere Nordwinde und zunehmende Bewölkung nun endlich, die Kälte langsam abzuschwächen, während das Wochenende näher rückt.

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Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Südafrika bereitet sich auf einen weiteren heftigen Wintereinbruch vor, kaum mehr als eine Woche nachdem Teile von Lesotho und den Drakensbergen von starken Schneefällen heimgesucht worden waren.

Ende Juli/Anfang August kam es zu weit verbreiteten Schneefällen in den Bergen, die im Ostkap, in KwaZulu-Natal und in Lesotho zu erheblichen Beeinträchtigungen führten. Die Schneehöhe erreichte stellenweise fast 40 cm, während tagsüber extrem tiefe Temperaturen herrschten.

Die Lage hat sich seitdem etwas entspannt, doch nun nähert sich eine weitere starke Kaltfront.

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Arktis: Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer ist 2026 in der Hocharktis praktisch ausgeblieben.

Die Temperaturen nördlich von 80° N lagen während eines Großteils der Schmelzsaison nahe dem Gefrierpunkt oder darunter.

Der Durchschnitt im Juni betrug lediglich -2,2 °C – mit Abstand der kälteste Juni in der Datenreihe des DMI von 1958 bis heute:

Im Juli lag der Durchschnitt bei knapp unter 0°C, wobei 15 der 31 Tage unter dem Gefrierpunkt lagen. Selbst auf dem Höhepunkt des arktischen Sommers erreichte der höchste Tagesmittelwert nur 0,2 °C.

Dann kam der Einbruch mitten im Sommer.

Die Tagesdurchschnittswerte fielen am 26. und 27. Juli auf -0,3 °C und am 28. Juli auf -0,2 °C, was zu einer weiteren Serie von Tages-Tiefstwerten in der DMI-Reihe führte.

Im August setzte sich dieser Trend fort.

Nach einem weiteren Wert unter dem Gefrierpunkt am 1. August sanken die Temperaturen am 5. August auf -0,2 °C, bevor sie am 6. August auf -0,6°C einbrachen – der bislang niedrigste Wert der Kernsommerperiode und einer der tiefsten Juli-/August-Werte seit Beginn der Aufzeichnungen.

Diese Grafik spricht für sich:

Vom 1. Juli bis zum 6. August liegt der Durchschnitt etwas unter 0 °C.

Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 6. August beträgt er etwa -1 °C.

Das Jahr 2026 entwickelt sich im Norden weiterhin zum „Jahr ohne Sommer“.

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 33 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Der „Klima-Krise“ gehen die Gläubigen aus

9. August 2026 - 11:00

Cap Allon

Die Darstellung des Klimas als „Notstand“ wird auf breiter Front aufgegeben – von Politikern und Medien bis hin zu den Aktivisten, die sie einst vorangetrieben hatten.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erwähnte das Thema Klima in ihrer Rede in Davos 2026 kein einziges Mal. Verteidigung, Handel, Wachstum, Energiesicherheit und günstigere Energie standen im Vordergrund. Selbst der Kanadier Mark Carney, ehemaliger UN-Klimabeauftragter, befürwortet nun eine höhere Ölförderung und eine neue Pipeline im Pazifik, die mehr als eine Million Barrel pro Tag transportieren kann.

Die Menschen haben die Nase voll.

In den USA rangiert das Thema Klima ganz am Ende der öffentlichen Sorgenliste. Das Gleiche gilt für Europa, wo Energiekosten, schwaches Wachstum, Krieg und Migration ganz oben auf der Liste der Sorgen stehen. Und selbst in Afrika, einem Kontinent, der angeblich an vorderster Front der Krise steht, spielt das Thema Klima für die Bevölkerung kaum eine Rolle und rangiert hinter den meisten anderen Sorgen, darunter Arbeitslosigkeit, Hunger, Stromversorgung, Straßen, Gesundheitsversorgung, Bildung, Armut und Korruption.

Selbst die Medien wenden sich anderen Themen zu.

Die Berichterstattung zum Thema Klima ging im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 14 % zurück. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 lag sie um fast 32 % unter dem Niveau der ersten Hälfte des Jahres 2025.

Der „Klima-Krise“ gehen die Gläubigen aus.

Seit Jahrzehnten verkünden Prominente Countdowns bis zur Katastrophe. Al Gore sagte 2008, die Menschheit habe noch etwa zehn Jahre Zeit zum Handeln. König Charles erklärte 2019, es blieben nur noch 18 Monate. Greta äußerte sich ähnlich. AOC tat es ihr gleich.

Die Fristen verstrichen.

Die Katastrophe blieb aus.

Westliche Regierungen verschwendeten Billionen an Steuergeldern für Windkraft, Solarenergie, Elektrofahrzeuge, CO₂-Märkte, Wasserstoffprojekte und Netto-Null-Vorgaben. Die Haushalte zahlten dafür, nicht nur durch höhere Steuern, sondern auch durch höhere Stromrechnungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen.

Und wofür?

Die Emissionen wurden nicht beseitigt.

Sie wurden lediglich nach Osten exportiert:

Link: https://electroverse.substack.com/p/august-chill-breaks-19-records-argentinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Direkte Luftabscheidung: Das verrückteste „Netto-Null“-Vorhaben der Labour-Partei, finanziert durch Steuergelder

9. August 2026 - 8:00

Jonathan Leake

Die britische Regierung verpflichtet sich, CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen – zu schwindelerregenden Kosten.

Es könnte Ed Milibands seltsamstes und kostspieligstes Vermächtnis sein. Nur wenige Tage vor seinem Ausscheiden als Energieminister unterzeichnete er einen Vorschlag, Großbritannien zu einem „weltweiten Vorreiter“ bei der Beseitigung von Treibhausgasen zu machen – Technologien, die buchstäblich Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft um uns herum entfernen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Diese in einer Stellungnahme zu einem Bericht versteckte Verpflichtung, die kurz vor Andy Burnhams Versetzung von Miliband ins Außenministerium veröffentlicht worden war, ist nur eine kleine Fußnote in seiner Amtszeit. Doch die Aufgabe ist gewaltig, die er seiner Nachfolgerin Miatta Fahnbulleh hinterlassen hat.

Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre beträgt lediglich 0,04 Prozent, was bedeutet, dass für jede Tonne CO₂, die entfernt werden soll, mindestens 1.600 Tonnen Luft gereinigt werden müssen.

Zudem pumpt die Menschheit jedes Jahr weitere 40 Milliarden Tonnen CO₂ in die Atmosphäre – zusätzlich zu den 2,5 Billionen Tonnen, die seit der industriellen Revolution emittiert worden sind.

Weniger als 1 Prozent davon wird in UK erzeugt. Doch in einem von Miliband diesen Monat unterzeichneten Bericht hat sich das Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null (DESNZ) dazu verpflichtet, die Reinigung voranzutreiben.

„Großbritannien ist mit seinen erstklassigen Forschungseinrichtungen, seinem ingenieurtechnischen Know-how und dem Zugang zu geologischen Speichermöglichkeiten gut positioniert, um eine weltweit führende Rolle bei Technologien zur Entfernung von Treibhausgasen (GGR) einzunehmen“, hieß es darin. „Wir treiben einen weltweit führenden, ganzheitlichen politischen Rahmen für GGR voran, um den großflächigen Einsatz in Großbritannien zu ermöglichen.“

Das Energieministerium hat sogar Steuergelder in das Vorhaben gesteckt und 56 Millionen Pfund in ein Dutzend Versuche zur direkten CO₂-Abscheidung aus der Luft und -Speicherung (DACCS) investiert.

Warum aber sollte Miliband Großbritannien auf die Sisyphusarbeit festlegen wollen, CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen?

Im Mittelpunkt steht das Bestreben der Labour-Partei, die Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen.

Großbritannien mag zwar gute Fortschritte dabei machen, Benzin- und Dieselfahrzeuge durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen, Warmwasserbereiter durch Wärmepumpen zu ersetzen und Strom aus Wind statt aus Kohle zu erzeugen.

Doch es gibt einige Sektoren, bei denen Großbritannien ohne die Einführung eines puritanischen Lebensstils immer Schwierigkeiten haben wird, sie zu dekarbonisieren. Am offensichtlichsten sind der Luftverkehr und die Landwirtschaft – insbesondere die Viehzucht –, von denen erwartet wird, dass sie bis 2050 jeweils 40 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr verursachen werden.

Es gibt einige Sektoren, bei deren Dekarbonisierung Großbritannien ohne die Annahme eines puritanischen Lebensstils immer Schwierigkeiten haben wird.

Von der Öffentlichkeit zu verlangen, auf Fleisch und Flugreisen zu verzichten, wäre politischer Selbstmord. Deshalb bat Miliband im vergangenen Jahr den ehemaligen Staatssekretär für Energie, seinen Freund und Mitstreiter im Umweltschutz Lord Whitehead neue Wege aufzuzeigen, wie Großbritannien diese Emissionen bekämpfen könnte.

Whitehead kam zu dem Schluss, dass die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Luft unerlässlich sei, um Großbritannien auf den Weg zur Netto-Null-Bilanz zu bringen. Die Alternative, so warnte er, sei „eine kohlenstoffarme Zukunft ohne Industrie, mit wenig Verkehr und einer schwer zu akzeptierenden massiven Verhaltensänderung“.

Zwei Schlüsseltechnologien bilden den Kern dieser idealistischen Vorschläge zur Reinigung der Atmosphäre.

Eine davon ist die direkte CO₂-Abscheidung und -Speicherung aus der Luft (DACCS), bei der in der Regel riesige Ventilatoren Umgebungsluft durch chemische Filter pumpen, die das CO₂ herausfiltern.

Die andere ist BECCS – Bioenergie mit CO₂-Abscheidung und -Speicherung – ein Verfahren, bei dem pflanzliches Material zur Stromerzeugung verbrannt und das Abgas von CO₂ befreit wird.

In beiden Fällen würde das abgeschiedene CO₂ zu einer Flüssigkeit komprimiert und in erschöpfte Öl- und Gasfelder unter der Nordsee gepumpt. Oder es könnte in einigen Fällen in Mineralien umgewandelt und vergraben werden.

Befürworter verweisen auf bestehende Pilotprojekte wie die im kommerziellen Maßstab betriebene Mammoth-Anlage in Island, die jährlich bis zu 36.000 Tonnen CO₂ dauerhaft binden kann. Das in Texas ansässige Unternehmen 1PointFive, eine Tochtergesellschaft des Ölriesen Occidental, wird derzeit so konzipiert, dass es jährlich bis zu einer halben Million Tonnen CO₂ abscheiden kann.

Doch der Widerstand wächst. Kritiker argumentieren, dass die Kosten und der Energieaufwand für die Abscheidung von CO₂ aus der Luft solche Vorhaben stets unwirtschaftlich machen werden.

„Real Zero Europe“, ein Dachverband von Organisationen wie „Friends of the Earth“ und dem „Corporate Europe Observatory“, argumentiert, dass Projekte zur CO₂-Abscheidung lediglich Versuche seien, die fossile Brennstoffindustrie zu beschönigen, indem sie den Luftverkehr als „sauber“ erscheinen lassen.

Einige Wissenschaftler stimmen dem zu.

„DACCS erhöht nur den CO₂-Ausstoß und die Luftverschmutzung“, sagt Prof. Mark Z. Jacobson von der Stanford University. „Sie tun nur so, als würden sie etwas tun, während sie in Wirklichkeit nichts tun, außer die Klima- und Umweltprobleme zu verschlimmern.“

Dennoch hat der britische Ausschuss für Klimawandel diese Idee mit Begeisterung aufgegriffen. In seinen Berichten wurde wiederholt festgestellt, dass zwar Emissionsminderungen den Großteil der Anstrengungen zur Erreichung der Netto-Null-Bilanz ausmachen werden, technische Maßnahmen zur CO₂-Entfernung wie DACCS jedoch für Sektoren wie die Landwirtschaft und den Luftverkehr unverzichtbar sein werden.

Mehr bei The Telegraph

Link: https://climatechangedispatch.com/direct-air-capture-uk-net-zero-taxpayer-cost/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers hierzu: Für meine Begriffe ist das Vorhaben Millibands übelster Staatsterrorismus! Es bedeutet nämlich, dass er den Planeten „retten“ will, in dem er sämtliches Leben auslöschen und die Erde zu einer toten Wüste machen will! Dann spielen die eingangs erwähnten Kosten absolut keine Rolle mehr. Dies wird im Beitrag mit keinem Wort angesprochen.Politischer Terrorismus will zwar Menschen töten, aber meines Wissens hat sich noch keine einzige Terrororganisation welcher Couleur auch immer die Auslöschung des gesamten Lebens auf der Erde auf die Fahnen geschrieben.

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Wie wurde diese Gesinnung zerstört? Oder wurden sie einfach vom Teufel selbst eingespannt?

8. August 2026 - 19:00
Von Jonathan Cohler

Zeke Hausfather.

@hausfath

Stefan Rahmstorf.

@rahmstorf

James Hansen.

@DrJamesEHansen

Michael Mann.

@MichaelEMann

Gavin Schmidt. (versteckt sich… @ClimateOfGavin)

Fünf Männer mit einer Ausbildung, die sie eigentlich zu Wissenschaftlern hätte machen sollen. Stattdessen verbrachten sie 20 bis 40 Jahre damit, eine parallele Realität aus Modellausgaben, angepassten Aufzeichnungen und rhetorischer Panik zu errichten.

Betrachten Sie, was sie tatsächlich taten:

Sie nahmen ein Spurengas, das für alles Leben essenziell ist, und brandmarkten es als Schadstoff.

Sie nahmen Computersimulationen, die die Vergangenheit nicht reproduzieren können, und verkauften sie als Vorhersagen für die Zukunft.

Sie nahmen einen flächengewichteten arithmetischen Mittelwert von Oberflächenthermometerablesungen – eine Zahl ohne thermodynamische Bedeutung – und nannten es die Temperatur der Erde.

Sie nahmen die Mittelalterliche Warmzeit, dokumentiert in Hunderten unabhängiger Proxys auf jedem Kontinent, und löschten sie mit einer einzigen fehlerhaften Rekonstruktion aus.

Sie nahmen eine Satellitenära, die einen grüner werdenden Planeten, schrumpfende Wüsten und eine blühende Biosphäre zeigt, und sagten der Öffentlichkeit das Gegenteil.

Sie nahmen eine Waldbrandbilanz, die einen Rückgang des verbrannten Gebiets in den USA um 80 Prozent seit den 1930er Jahren und global um 25 Prozent seit 1998 zeigt, und sagten der Öffentlichkeit, die Brände seien schlimmer denn je.

Sie nahmen eine Bilanz zu wetterbedingten Todesfällen, die pro Kopf in einem Jahrhundert um mehr als 99 Prozent gesunken ist, und sagten der Öffentlichkeit, das Wetter töte uns.

Sie nahmen eine Ertragsbilanz für Feldfrüchte, die in 60 Jahren verdreifacht wurde – größtenteils dank CO2-Düngung – und sagten der Öffentlichkeit, die Landwirtschaft stehe unter Bedrohung.

Sie nahmen jede Messung, die eine vorteilhafte Reaktion der Biosphäre auf mehr CO2 zeigt, und begruben sie unter Modellprojektionen, die das Gegenteil behaupten.

Sie nahmen die Thermodynamik, einen abgeschlossenen und gesicherten Zweig der Physik, und taten so, als ob allein der Strahlungstransfer die Oberflächentemperatur steuert, während sie Konvektion, Verdunstung und den gesamten hydrologischen Kreislauf ignorierten.

Sie nahmen die Peer-Review und machten daraus ein Torwächterritual, um jeden auszuschließen, der ihre Rechenarten überprüfte.

Sie nahmen das Vorsorgeprinzip und kehrten es um, um den Abbau der Energiesysteme zu rechtfertigen, die 7 Milliarden Menschen aus der malthusianischen Misere gehoben haben.

Und hier ist das Verräterische. Die Lüge, die sie errichtet haben, ist nicht zufällig. Sie kehrt jede Wahrheit um, die sie berührt. Das Molekül, das alles Leben nährt, nennen sie Verschmutzung. Die Energie, die den Hungersnot ein Ende setzte, nennen sie eine Bedrohung für die Zivilisation. Die Biosphäre, die gedeiht, nennen sie kollabierend. Die Kinder, die gesünder, länger lebend, besser genährt und freier sind als jede Generation zuvor, lehren sie, in Verzweiflung zu versinken. Die industrielle Zivilisation, die die Sklaverei beendete, die menschliche Lebensspanne verdoppelte und 7 Milliarden Menschen aus dem Elend des Existenzminimums zog, nennen sie den Feind.

Das ist kein Fehler. Fehler streuen. Dies zeigt in eine Richtung.

Jede Behauptung kehrt eine Wahrheit um. Jede Politik greift die Armen an.

Jede Vorschrift erhöht das Leid.

Jede Doktrin lehrt die Jungen, die Welt zu hassen, die ihnen alles gegeben hat.

Nennen Sie es, wie Sie wollen. Karriereversklavung. Fördergeltsucht. Ideologische Besessenheit. Die Verlockung, die Welt zu retten. Oder etwas Älteres und Dunkleres, das sich immer darauf spezialisiert hat, Männer davon zu überzeugen, Gutes als Böse und Böses als Gut zu bezeichnen und die Kornkammer niederzubrennen, während sie sich für ihre Tugend gratulieren. Wählen Sie Ihre Erklärung.

Die Messungen scheren sich nicht darum. Die Atmosphäre tut, was die Physik vorhersagt. Die Biosphäre gedeiht. Die Menschheit blüht auf, dank der billigen, dichten Energie, die sie abschaffen wollen. Und dennoch predigen sie die Apokalypse. Die Geschichte wird ungnädig sein. Was immer nach der Geschichte kommt, noch mehr.

Original von Jonathan Cohler https://x.com/SHomburg/status/2084174170380718550?s=20

 

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Die Krise der Feigheit in der Wissenschaft

8. August 2026 - 17:00

Cap Allon

Die Standardargumentation der Klima-Orthodoxie gegenüber Realisten lautet immer gleich:

„Also liegen Tausende von Wissenschaftlern falsch – und Sie haben recht?“

Nicht ganz.

Ein kleiner Aktivistenkern mag jede katastrophale Behauptung aufrichtig glauben, die er verbreitet. Doch um ihn herum gibt es eine weitaus größere Gruppe von Wissenschaftlern, die sehr wohl wissen, dass die Beweislage schwach, die Unsicherheiten groß und die Modelle unzuverlässig sind – und dennoch schweigen sie.

Jason Locasale, ein US-amerikanischer Biomediziner und außerordentlicher Professor für Pharmakologie und Krebsbiologie an der Duke University, veröffentlichte kürzlich eine private Nachricht eines Wissenschaftlers, der seiner Kritik zustimmte, sich jedoch weigerte, öffentlich Stellung zu beziehen:

„Angesichts meiner Situation kann ich mich nicht zu Wort melden. Ich betreibe einfach still und leise meine Wissenschaft und boykottiere Pseudowissenschaft.“

Locasales Fazit: „Das akademische System bestraft Ehrlichkeit.“

Wissenschaftlicher Konsens wird häufig so dargestellt, als hätten Tausende unabhängiger Forscher die Beweislage geprüft und unabhängig voneinander die gleiche Schlussfolgerung gezogen. In der modernen Wissenschaft funktioniert das selten so.

Auch ist die wissenschaftliche Gemeinschaft weder politisch neutral noch repräsentativ für die breite Öffentlichkeit. In der groß angelegten Pew-Umfrage unter US-Wissenschaftlern aus dem Jahr 2009 bezeichneten sich nur 6 % als Republikaner. Studien zu politischen Spenden und Wählerregistrierungen haben seitdem das gleiche ausgeprägte Ungleichgewicht aufgezeigt, insbesondere an den Universitäten. Tatsächlich ergab eine Analyse der Spendenunterlagen des Bundes aus dem Jahr 2022, dass sich dieses Ungleichgewicht noch weiter verschärft hatte.

Dies führt zu einer ideologischen Monokultur, in der immer wieder die gleichen Annahmen wiederholt und bekräftigt werden, die schließlich fälschlicherweise für objektives wissenschaftliches Urteilsvermögen gehalten werden. Forscher sind auf Fördermittel, Institutionen, Fachzeitschriften, Gutachter und leitende Kollegen angewiesen. Ihre Karrieren werden von Menschen gesteuert, die innerhalb des gleichen ideologischen und finanziellen Systems agieren. Wer die etablierte Sichtweise in Frage stellt, riskiert den Verlust von Fördermitteln, die Ablehnung von Veröffentlichungen, das Stocken von Beförderungen und den Ruin seines Rufs.

Die meisten Wissenschaftler verstehen das ganz genau.

Politische Etikettierung stellt ein besonders wirksames Mittel zur Durchsetzung dar. Kritik an Fauci und der offiziellen Pandemiedarstellung wurde routinemäßig als „rechtsgerichtet“, „Trump-freundlich“ oder verschwörungstheoretisch abgestempelt – unabhängig von den Beweisen.

Klimaskeptizismus wird genauso behandelt. Wer ein Modell in Frage stellt, eine Zuordnungsbehauptung anzweifelt oder das Ausmaß der prognostizierten Erwärmung bestreitet, dessen Argument wird als konservative Ideologie abgetan, noch bevor es überhaupt geprüft wird.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sobald wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten als Zugehörigkeit zu einer verachteten politischen Gruppe umgedeutet wurden, müssen Wissenschaftler diese nicht mehr widerlegen. Sie können sich einfach davon distanzieren – und jüngere Forscher warnen, dass eine Auseinandersetzung mit diesen Themen ihrer Karriere schaden könnte.

In einem überwiegend von der politischen Linken dominierten Berufsfeld ist es nicht nur eine Beleidigung, als „rechts“ abgestempelt zu werden. Es ist eine berufliche Bedrohung. Und die Klimawissenschaft ist von diesem Verhalten völlig durchdrungen.

Forscher sehen zu, wie übertriebene Modellprognosen Schlagzeilen machen, schweigen aber. Eine einzige Überschwemmung wird als Beweis für eine „Klimakatastrophe“ dargestellt, selbst wenn die zugrunde liegenden Daten keinen Trend erkennen lassen. Nun beteiligt sich zwar eine Handvoll Wissenschaftler begeistert daran und genießt das Rampenlicht (Michael Mann). Die meisten halten sich jedoch bedeckt und kassieren ihre Gehälter: „Ich betreibe einfach still und leise meine Wissenschaft …“

Das gleiche institutionelle Versagen, das im Zuge der Nachwirkungen der Fauci-Ära offenbart wurde, reicht weit über einen einzelnen Mann oder ein einzelnes Fachgebiet hinaus. Wissenschaftler setzen eine einheitliche Darstellung durch, selbst wenn dies die Öffentlichkeit darüber irreführt, was die Forschung tatsächlich zeigt.

Die Klimawissenschaft funktioniert seit Jahrzehnten auf diese Weise.

Die Menschen können Unsicherheiten verzeihen. Sie können ehrliche Fehler verzeihen. Was sie jedoch nicht verzeihen werden, ist die Erkenntnis, dass Experten ihre Gewissheit übertrieben, Meinungsverschiedenheiten verschwiegen und diejenigen bestraft haben, die ihre Meinung offen geäußert haben.

Die Wissenschaft kann das Vertrauen nur dann zurückgewinnen, wenn Forscher beginnen, für die Wahrheit Risiken einzugehen.

Doch die Physikerin Sabine Hossenfelder warnt, dass die Wissenschaft bereits nicht mehr zu retten ist:

„Für die ist es vorbei. Sie wissen es nur noch nicht.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-buried-as-211-tourists-rescued?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Neue Studie zeigt: Steigende CO₂-Konzentrationen führen zu einer Abkühlung in der unteren Atmosphäre über der Arktis

8. August 2026 - 14:00

Kenneth Richard

Die von Klimaalarmisten verbreitete These der CO₂-bedingten „polaren Verstärkung“ hat gerade einen weiteren Rückschlag erlitten.

Zuvor wurde bereits gezeigt, dass ein Anstieg des CO₂-Gehalts um über 120 ppm (von 278 ppm auf 400 ppm) das Klima in der Antarktis abkühlt (Notholt et al., 2024).

Diese Wissenschaftler stellten fest, dass der CO₂-Einfluss seit 1750 insgesamt zu einer leichten Nettoabkühlung (-0,01 °C) geführt hat.

Quelle: Notholt et al., 2024

Nun zeigt eine neue Studie, dass ein Anstieg der Treibhausgase CO₂ und CH₄ ebenfalls zu einer strahlungsbedingten Abkühlung der Arktis führt.

Steigende Konzentrationen von Treibhausgasen – die vermutlich auf anthropogene Emissionen zurückzuführen sind – führen zu einer Abkühlung der Arktis, „vor allem aufgrund der nahezu vollständigen Sättigung der Infrarotabsorption [von CO₂ und CH₄] in der unteren Atmosphäre“.

„In der unteren Atmosphäre (>700 hPa) nimmt die Stärke des CO₂-Kerns deutlich ab, was auf eine schwächere Unterdrückung der ausgehenden langwelligen Strahlung durch erhöhte CO₂-Konzentrationen hindeutet.“

„In der unteren Atmosphäre, von der Oberfläche bis etwa 400 hPa, weist die [aus steigendem CO₂ abgeleitete] Erwärmungsrate relativ große negative Werte auf, was auf eine starke Strahlungskühlung hindeutet.“

„…die Erwärmungsrate bleibt auf allen Höhenstufen negativ, was darauf hindeutet, dass die langwellige Strahlung zu einer Netto-Strahlungskühlung der Atmosphäre führt.“

„…die beobachtete vertikale Struktur verstärkt die ausgehende langwellige Strahlung im Vergleich zur gleichmäßigen Verteilung und verstärkt dadurch die Strahlungskühlung in der arktischen Atmosphäre.“

Quelle: Qin, 2026

Wenn steigende CO₂-Konzentrationen zu einer Strahlungskühlung in der Antarktis und Arktis führen, kann CO₂ kein treibender Faktor für das Abschmelzen der polaren Eisschilde, Gletscher oder des Meereises sein.

Link: https://notrickszone.com/2026/08/01/new-research-finds-increasing-co2-induces-cooling-in-the-lower-atmosphere-over-the-arctic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Deutscher Wetterdienst: Juli-Erwärmung erst seit 1988 bis 2005 – und seit 20 Jahren Stillstand – Teil 2

8. August 2026 - 11:00
Teil 2: Völlig unterschiedlicher Verlauf der Tag- und Nachttemperaturen im Juli.

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz,

  • Der Juli zeigt erst ab 1988 eine starke Erwärmung, seit 20 Jahren aber wieder Stillstand.
  • Von 1943 bis 1987 wurden die Julimonate sogar kälter
  • Ganz Deutschland ist im Juli nach einigen Sonnentagen eine Wärmeinsel, nicht nur die Städte.
  • CO₂ hat keinen erkennbaren Einfluss auf die Julitemperaturentwicklung in Deutschland, das zeigen die DWD-Tageshöchst- und Nachttiefsttemperaturen, tagsüber wärmer, nachts kälter
  • CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, auf CO₂ ist die Schöpfung aufgebaut

Teil 1 hier

Vorweg: Die Verfasser leugnen nicht die IR-Absorption bestimmter Gase, die man fälschlicherweise Treibhausgase nennt. Im Gegenteil, diese IR-Absorption ist gesichert. Nicht bewiesen ist hingegen, dass sich daraus eine starke Erwärmung der Atmosphäre ergeben soll. Wir wollen durch unseren Vortrag und die Grafiken anhand der DWD-Temperaturreihen zeigen, dass eine Wirkung auf das Temperaturgeschehen der Atmosphäre völlig unbedeutend sein muss.

Erst recht falsch sind damit die Übertreibungen der deutschen Klimanotstandsfront aus Politikern, Medien und bezahlten Panikscheinwissenschaftlern, sowie überzeugten Treibhausgläubigen, deren Erwärmungsorakel eine CO₂ Klimasensitivität weitaus mehr als die vom IPPC verkündeten 2 bis 5 Grad zur Voraussetzung hätte. Und das Schlimme, viele jungen Leute glauben auch noch den Panikmeldungen und haben Angst. Und noch verrückter, viele mit physikalischem Verständnis können der Argumentation dieses Geschäftsmodelles folgen, sie sogar wiedergeben, hinterfragen aber nicht, ob es dafür auch Messbeweise gibt.

Beginnen wir mit den Messungen: Der Deutsche Wetterdienst registriert diesen Juli 2026 nun endgültig mit 19,5 Grad. Mit SSH = 275 deutlich über dem Schnitt. Niederschlag = 43,7 l/m2. Für ein eh schon trockengelegtes und mit Drainagen durchzogenes Deutschland viel zu wenig.

Nach den Julitemperaturaufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ergeben sich die nun folgenden Grafik der letzten Jahrzehnte. Unser Startpunkt ist 1943, bis heute also 84 Betrachtungsjahre

Abb. 1: Der Juli in Deutschland zeigte ab 1943 erstmals 45 Jahre lang eine Abkühlung. Mit einem kleinen Temperatursprung setzte dann ab 1988 plötzlich die Erwärmung ein, erst seitdem, also seit 1988 wird der Monat deutlich wärmer. Die Erwärmung scheint aber im Jahre 2006/07 bereits einen Stillstand erreicht zu haben. Seitdem flacht die Trendlinie wieder leicht ab.

Ergebnis: Schon diese Grafik der deutschen Temperaturreihen nach Original-DWD-Daten beweist, dass die Behauptung einer starken CO₂-Treibhauserwärmungswirkung falsch ist. CO₂ kann nicht 45 Jahre lang im Juli zuerst abkühlend wirken, dann plötzlich aufgeschreckt durch den Weltklimarat einen Temperatursprung erzeugen und anschließend in 38 Jahren eine so starke Weitererwärmung verursachen.

Und seit 20 Jahren, also ab 2006 wird der Juli wieder leicht kälter, siehe Grafik 1 oben, nur letzte 20 Jahre betrachten. Eine CO₂-Mitwirkung kann allenfalls sehr unbedeutend sein

Ganz anders wie die DWD-Temperaturreihen ist doch der Verlauf der steigenden CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre, insbesondere in den letzten 20 Jahren beschleunigte sich der Anstieg, ganz im Gegensatz zum Temperaturverlauf. Das zeigt uns die nächste Grafik:

Abb. 2: Die CO₂-Konzentrationen nehmen weltweit seit 1958 zu, auch im Zeitraum bis 1987 als die deutschen Temperaturen kälter wurden. Vor allem steigt die CO₂-Zunahme in den letzten 22 Jahren, wo laut DWD, die Julitemperaturen stagnieren.

Der unterschiedliche Verlauf der Juli-Tag/Nachttemperaturen.

Das ist ein starker Beweis gegen Treibhausgase als hauptsächlicher Temperaturtreiber

Beachte: Wäre CO₂ der hauptsächliche Temperaturregelknopf, dann müssten die Tag/Nachttemperaturen der Wetterstationen die gleichen Steigungen haben.

Abb. 3: Die obere Grafikreihe in grau sind die Tageshöchsttemperaturen als Monatsschnitt der 536 DWD-Wetterstationen seit 1945 für das jeweilige Jahr aufgetragen. Ganz unten in blau die nächtlichen Tmin. Man schaue sich die letzte Tmin von 2026 an. Sogar kälter als in den letzten beiden Jahren.

Ergebnisse und Auswertung

von 1945 bis 1987: insgesamt kaum Veränderungen. Die obige Tmax Kurve kühlt leicht ab, ebenso die Tagesmittel, der nächtliche Tmin Verlauf zeigt einen Stillstand.

1987/88: bei allen drei Temperaturverläufen erfolgt ein Julitemperatursprung von weniger als einem Grad. (etwa 0,7°C)

Von 1988 bis 2026. Die obere graue Kurve der Tageshöchsttemperaturen steigt sehr stark an, die Julinächte (blaue Kurve) ändern sich nicht.

Die Julinächte (blau) werden seit 2006 sogar kälter. Das zeigt die nächste Grafik:

Abb. 4: Seit 2006, also in den letzten 21 Jahren werden vor allem die Julinächte in Deutschland laut DWD-Tmin Messreihen deutlich kälter.

Die Physik sagt uns: CO₂ kann seit 1988 doch nicht nur tagsüber stark erwärmend wirken und nachts aussetzen oder sogar kühlen. Und dabei wird von „Treibhausexperten“ doch genau das Gegenteil behauptet: Laut Treibhaustheorie des RTL-Experten Christian Häckl sollte CO₂ nachts sogar stärker erwärmend wirken. Theorie hier beschrieben: https://www.wetter.de/cms/klimawandel-darum-erwaermen-sich-naechte-staerker-als-tage-4638142.html

Und nicht nur Häckl: Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. „Sogar bestätigt“. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO₂-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. Auf diese Weise wird Hasselmann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO₂-Signals gelobt: Titel: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“. Allerdings erwähnt Bojanowski nirgendwo wieviel wärmer die Nächte laut Hasselmann sein sollen als die Tage.

Es gibt nur einen Nachteil dieser Treibhaustheorien mit angeblichen Nachweisen: die Vorhersagen über die nächtliche stärkere Wirkung des CO₂-Treibhauseffektes sind grottenfalsch, müsste eigentlich krottenfalsch geschrieben werden. Die Realität der DWD-Temperaturen zeigt das Gegenteil. Der DWD mit seinen nächtlichen Temperaturreihen widerlegt diese beiden Vertreter der Treibhauskirche und blamiert Sie aufs höchste.

Die Schere zwischen den Tag/Nachtverläufen öffnet sich, je mehr CO₂ in die Atmosphäre kommt, die Tage werden heißer, die Julinächte werden kälter, das müsste die CO₂-THE Kirche uns erklären.

Umgekehrt argumentiert: Wäre CO₂ wie vom Geschäftsmodell Treibhauserwärmung behautet der Haupttemperaturtreiber oder gar der allein die Temperatur bestimmende Faktor, dann müssten alle 6 Trendlinien in der Grafik 3 denselben Steigungsverlauf haben, bzw. nach Häckl und Hasselmann sich nachts sogar stärker erwärmen. Die Schere müsste sich schließen. Es dürfte auch keinen Temperatursprung geben.

Damit hat der Deutsche Wetterdienst für den Monat Juli anhand seiner Wetterstationen gezeigt: Ein möglicher Treibhauseffekt wirkt allerhöchstens in minimalen homöopathischen Dosen mit und ist in den Temperaturverläufen nicht erkennbar. Das CO₂-Erwärmungssignal fehlt gänzlich.

Wir haben nun mit unseren wissenschaftlichen Grafiken die CO₂-Erwärmungslüge, die CO₂ als hauptsächlichen Temperaturtreiber sieht, restlos widerlegt!!!

Doch die Klimapanikkirche wehrt sich, es geht um viel Geld. Deren Vertreter bis hinein in der Voodoo-Wissenschaft erklären den starken Temperaturanstieg seit 1988 in Mitteleuropa fast nur mit CO₂. U.a. hier und hier und hier und hier vier falsche Beschreibungen.

Nach der Glaubens-Ideologie der Treibhauskirche soll die CO₂-Zunahme in der Luft der fast alleinige Temperaturtreiber sein, geradezu ein Temperaturregler, den man von überall auf der Welt bedienen kann. Und bei uns will das PIK Potsdam – das Zentrum der Voodoo Klimawissenschaft – das Klima wieder in den Griff bekommen.

Abb. 5: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1970, siehe reche Grafik. Die starke CO₂-Zunahme der letzten 25 Jahre findet man in den Julitemperaturreihen Deutschlands nicht, siehe Grafik 2 oben. Keine Korrelation der beiden Kurven in den letzten beiden Jahrzehnten.

Wir haben gezeigt: CO₂ ist nicht der globale Temperaturregelknopf, wir müssen uns fragen, was dann? Schließlich sind die Sommer doch wärmer geworden seit 1987. Als Naturschützer und Naturbeobachter brauchen wir dazu eigentlich gar keine DWD-Auswertungen.

Unsere Antwort: Die Zunahme der Sonnenstunden bestimmen hauptsächlich den Temperaturverlauf, und das besonders in den Sommermonaten, und tagsüber. Das haben wir im Teil 1 gezeigt, siehe Grafik 5.

Und weil die Sonnenstunden mit der starken Einwirkung tagsüber hauptsächlich den Verlauf bestimmen sind die Unterschiede zwischen Tag/Nacht leicht erklärbar. Da Deutschland jedoch tagsüber aufgrund der umfangreichen Trockenlegungen auch in der freien Natur immer mehr zur Steppe wird, finden wir noch weitere Unterschiede bei hauptsächlich ländlichen Stationen im Gegensatz zu mehr städtischen Stationen.

Diese ländlichen Wetterstationen sind dann im Sommer und tagsüber, aber nur tagsüber genauso heiß wie die benachbarten in der Stadt. Nachts nicht.

Das zeigen wir im nächsten Teil: Julientwicklung bei ausgesuchten DWD-Wetterstationen, die im Betrachtungszeitraum nicht versetzt wurden. (Bitte selbst mit Abb. 3, dem DWD-Schnitt vergleichen)

DWD-Köln/Bonn, der RTL-Treibhausexperte Häckl hatte doch behauptet, dass der THE nachts stärker wirken würde, hier unsere Nachhilfe anhand der Wetterstation am Flughafen.

Abb. 6: Köln/Bonn, tagsüber gleich erwärmend wie der DWD-Schnitt, nachts sogar leicht kälter werdend.

DWD-Martinroda, ländlich, hoch gelegen in Thüringen bei Oberhof.

Abb. 7: nachts ähnlich wie DWD-Deutschland, also kaum erwärmend, tagsüber stark wärmer werdend, hohe Steigungsformel, die Höhen trocknen im Sommer besonders aus, die Schere Tag/Nacht geht auf.

DWD Dachwig, im ländlichen trockenen Thüringer Becken.

Ein Sonderfall: Wetterstation Nürnberg und Nürnberg/Netzstall bei einem Aussiedlerhof.

Abb. 9. Vergleich der Juli Grafikverläufe Tag/Nacht und Mittelwert der beiden Stationen Nürnberg und dem nur 7 km entfernten bei einem Aussiedlerhof gelegenen Netzstall in freier Natur. Sonderfall deshalb, weil die Wetterstation Netzstall im Jahre 2005 aus einem Vorort von Nürnberg an den vermeintlich kälteren ländlichen Standort versetzt wurde.

Für die Höchsttemperaturen tagsüber hatte die Versetzung an den kälteren Standort ab 2005 keine Auswirkungen. Der trockene ländliche Standort erwärmt sich im Juli tagsüber genauso stark. Es ist kein Knick um 2005 nach unten erkennbar. 2026 waren die Tmax am ländlichen Standort sogar höher als in Nürnberg selbst!!! Anders in der Nacht, ab 2005 ist es am ländlichen Standort Aussiedlerhof grundsätzlich kälter und die nächtliche Juli-Abkühlung setzt sich nachts beim ländlichen Standort verstärkt fort

Merke: Deutschland wird im Sommer aufgrund der Trockenlegungen immer mehr zur Steppe. Die Tageshöchsttemperaturen steigen im Sommer auf dem trocken gelegten Land bei ländlichen Wetterstationen genauso wie in der Stadt. Nur in der Nacht ist die Abkühlung im ländlichen Raum deutlich stärker, bzw. in der Stadt hält sich auch nachts die Wärme.

Zusammenfassung zu den DWD-Reihen

Die Kohlendioxidkonzentrationen sind überall auf der Welt seit Messbeginn im Jahre 1958 gleichmäßig deutlich angestiegen und steigen weiter, wobei das Anstiegsintervall in den letzten beiden Jahrzehnten sogar deutlich zunehmend ist.

Die Julitemperaturen Deutschlands sind seit 1958 gleichfalls gestiegen, aber nicht kontinuierlich wie die CO₂-Konzentration, sondern bis 1987 noch gar nicht. Dann durch einen Temperatursprung im Jahre 1987/88 und einer starken Weitererwärmung, aber nur tagsüber. Die Scherenöffnung zwischen Tmax und Tmin geht bei allen deutschen Wetterstationen auseinander, bei den ländlichen Stationen viel stärker.

Die Juli-Höchsttemperatur wurde bereits 2006 gemessen. Momentan verharren wir auf einem oberen Temperaturplateau mit der Tendenz zu einer leichten Abkühlung. Wobei die Julinachttemperaturen laut DWD seit 20 Jahren deutlich fallen. (Grafik 4)

Die DWD-Grafiken beweisen, dass CO₂, wenn überhaupt, nur eine völlig unbedeutende Rolle beim Julitemperaturverlauf spielt, das messtechnisch nicht erkennbar ist. Ein großer Zusammenhang besteht jedoch mit den Sonnenstunden.

Weitere Beweise der Nicht messbaren Wirkung des Treibhauseffektes, die in diesem Artikel nicht näher erklärt wurden, sollen hier nur aufgezählt werden:

  1. Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Versuchsnachweis, der die hohe Wirkung der CO₂-Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad anzeigt. Bei dieser geringen von 400 auf 800 ppm Verdopplungskonzentration sind die Messungenauigkeiten im Versuch größer als ein mögliches Nachweisergebnis. Nicht einmal 0,5 Grad Klimasensitivität kann im Versuch nachgewiesen werden.
  2. Es gibt keinerlei technische Anwendung des seit 1896 behaupteten hohen Treibhauseffektes. Aus diesem Grund hat auch Einstein dieser CO₂-Erwärmungsvermutung nicht zugestimmt. Albert Einstein said 1917 no to CO radiative warming of the atmosphere” (hier)
  3. Der ungewollte Großversuch bei der Sprengung von Nordstream-Pipeline hat zu tagelang erhöhten Konzentrationen des 50-mal stärkeren Treibhausgases Methan über der Ostsee geführt. Keine Temperaturerhöhungen infolge einer angeblichen Gegenstrahlung oder sonstwas konnten festgestellt werden. Im Gegenteil, nach der Sprengung der Pipeline wurde die Luft über der Ostsee sogar kälter.
  4. Gäbe es den hohen CO₂-Erwärmungseffekt, dann wäre die Erde aufgrund des gegenseitigen Hochschaukelns von Temperatur und CO₂-Freisetzung aus den Ozeanen schon längst den Hitzetod gestorben. Unsere Erde wäre eine Sackgasse der Schöpfung gewesen. Dieser Run-away-effekt hat niemals stattgefunden. Allein, dass wir noch leben, beweist die Richtigkeit unserer Aussagen, ermittelt aus den DWD-Messreihen

Klimaschutz durch CO₂-Einsparung, insbesondere durch technische teure Maßnahmen wie CO₂ im Boden versenken sind vollkommen sinnlos, wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands mit nassen humusreichen Böden erhält. Vor allem sollte die weitere Landschaftstrockenlegung ausgeglichen werden. z.B. könnte das Regenwasser in den Freiflächen zurückgehalten werden, damit es wieder versickern und durch Verdunsten die Landschaft sommers kühlen kann. Und in unseren überhitzten Städten könnten mehr Grün- und Wasserflächen für ein angenehmeres Klima sorgen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Als ob die täglich dazukommenden 50 Hektar Versiegelung nicht schon genug wären, werden durch ständige Trockenlegungsmaßnahmen der Land- und Forstwirtschaft in Feld, Wald, Wiesen und Fluren, die alle zu einem gefährlichen Absinken des Grundwasserspiegels beitragen, die Bodentrockenheit in der Tiefe auch bei genügend Juli-Niederschlage vergrößert. In den drei Sommermonaten ist deswegen ganz Deutschland nach einigen Hitzetagen eine großflächige trockene Wärmeinsel. Das haben wir hier zusammen mit Herrn Stefan Kämpfe über die Steigungsformeln nachgewiesen.

Die Klimapanikkirche erklärt den starken Temperaturanstieg in Mitteleuropa fast nur mit CO₂. U.a. hier und hier und hier und hier.

Wenn nicht CO₂ seit 1988 die Julierwärmung tagsüber bewirkt haben kann, wer oder was dann?

In Teil 1 haben wir 6 Gründe zusammengefasst, welche den Juli seit 1987/88 wärmer gemacht haben.

Der natürliche Hauptgrund war die Zunahme der Sonnenstunden und der anthropogene Hauptgrund war die Zunahme der Wärmeinseleffekte bei den Stationen. Zudem weisen wir auf die wärmenden Änderungen bei den Messstationen hin, siehe hier.

Ein möglicher siebter Grund für die Julierwärmung bzw. zur allg. anthropogenen Wetterbeeinflussung seit 1988 soll hier nur zur Information gestellt werden: das Geo-Engineering. Der Schweizer Dipl. Physiker Dr. rer. nat. Philipp Zeller beschäftigt sich schon 30 Jahre mit den Methoden des Geo-Engineerings. In diesem Vortrag (45-Minuten) stellt er einige vor, die alle Anwendung finden und so laufend umgesetzt werden.

Wer sich doppelt so lange damit beschäftigen möchte, derselbe Physiker, Vortrag nur wissenschaftlicher aufgebaut.

Merke: Die Erde steht nicht vor dem Hitzekollaps, Klimakillende Treibhausgase, Kipppunkte und dergleichen Blödsinn sind Erfindungen, um uns zu ängstigen. Es handelt sich um ein durchtriebenes auf Lügen aufgebautes Angst-Geschäftsmodell, das uns ein schlechtes reuiges Sündergewissen eintrichtern will, damit man uns finanziell ausbluten kann. Auch die deutschen Regierungen der letzten beiden Jahrzehnte wollen uns finanziell ausrauben. Deutsche wehrt euch.

Wir müssen als Naturschützer und Demokraten die unnützen teuren Maßnahmen der Regierung zur angeblichen Klimarettung zurückweisen und deutlich Stellung beziehen.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre!

Das Leben auf dieser Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut, der Grundbaustein aller Flora und Fauna. CO₂ ist das gasförmige Transportfahrzeug, um den Kohlenstoff überall gleich zu verteilen. Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur

Abb. 10: Das Leben auf der Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut, Kohlenstoff ist das Grundelement aller Flora und Fauna dieses Planeten. Das ist kein Zufall, sondern wissenschaftlich begründbar durch die Vierwertigkeit dieses Atomes und seiner Stellung in der Mitte der Elektronegativitätsreihe. Das ermöglicht erst die Vielfalt an Bindungsmöglichkeiten.

 

Fazit: Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Macht mit bei der Aktion: „Stoppt die CO₂-Erwärmungslüge“

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler, Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Deutscher Wetterdienst: Juli-Erwärmung erst seit 1988 bis 2005 – und seit 20 Jahren Stillstand – Teil 2 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Woher kommt der Strom? Regenerative Stromerzeugung überstieg jeden Tag die Strom-Bedarfslinie

8. August 2026 - 8:00
Woher kommt der Strom? 30. Analysewoche 2026

In der 30. Analysewoche des Jahres 2026  überstieg die regenerative Stromerzeugung jeden Tag die Strom-Bedarfslinie Deutschlands. Selbstverständlich sinkt der Strompreis über Tag auf die 0€/MWh-Linie. Am Wochenende sinkt er sogar leicht in den negativen Bereich. Folge von zu viel Strom bei – auch im benachbarten Ausland – wenig Wochenendbedarf-Bedarf. Preisdifferenzgeschäfte sind diese Woche besonders rentabel. Die Differenz zwischen Mittagsstrompreis und dem Bedarfsstrompreis nach Wegfall der PV-Stromerzeugung ist jeden Tag groß. Dementsprechend sieht der Stromhandel aus. Über die Mittagsspitze wird Strom eingekauft. Zum Abend wieder verkauft. Das ist wirtschaftlich vernünftiges Handeln. Leider auf Kosten Deutschlands.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 30. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus. Während der Windflaute von Freitag bis Sonnabend ist gut zu erkennen, dass auch ein Ausbau der Windkraftanlagen die Residuallast weiterhin im hohen Bereich (64 GW am Freitag um 20:00 Uhr) liegt. Starke Stromübererzeugung über die Mittagsspitze ist auch un der Zukunftskalkulation jeden Tag der Analysewoche angesagt.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Reichlich Windstrom. Zusammen mit PV wird der Bedarf überschritten. Die Strompreise.

Winddelle über Tag wird durch PV ausgeglichen. Die Strompreise.

Windstrom nimmt ab, PV reicht zur Bedarfsdeckung. Die Strompreise.

 Weiter starke Windstromerzeugung. Die Strompreise.

Freitag, 24.7.2026

Windflaute – aber viel PV-Strom. Die Strompreise.

Geringer Bedarf. PV-Strom reichlich. Windstrom steigt wieder etwas. Die Strompreise.

Starke steigende  Windstromerzeugung mit mittlerer PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

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Ammoniak als Strom und Energiespeicher- Wunschdenken oder realistische Perspektive?

7. August 2026 - 19:00
Von Dr. Holger Stienen

Im Kontext der sogenannten Energiewende wird immer wieder von Seiten der Klimalobby, linken NGOs und Grüner Unternehmen Ammoniak als Heilsbringer zur Speicherung Grüner Energie, besonders des Grünen volatilen Wasserstoffs bevorzugt als aus vermeintlich erneuerbaren Energien erzeugt, ins Spiel gebracht. Dieses Szenario wird schöngerechnet und schöngeredet und immer erneut ins Spiel gebracht und in den politischen Diskurs gepeitscht (1). Elektrolytisch soll dann das Ammonium gecrackt werden und der Wasserstoff energetisch zum Einsatz kommen.

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Ammoniak NH3 bildet sich vor allem in der Natur durch Zersetzungsprozesse. Es ist auch ein Schlüsselmolekül bei der Entstehung von Leben und findet sich auch an Objekten im Weltraum (7). Bei seiner Zersetzung wird Stickstoff frei, der düngende Wirkung hat. Künstlich als Dünger wird es im Haber- Bosch- Verfahren seit 1916 erzeugt aus Luftstickstoff und Wasserstoff bei über 500°C, 250 bar Druck und mit Hilfe von Eisen- Alkalihydroxid- Katalysatoren und der Gastrennung in Kühlungskompressoren und Wärmerückgewinnung, 170 Mio. Tonnen pro Jahr weltweit unter Verbrauch von 3% des weltweiten Energiebedarfs. Der Wasserstoff kam traditionell aus gespaltenem Erdgas und wird heute auch energetisch erzeugt, auch etwa mittels Solar- oder Windstrom, aber genauso gut möglich durch andere Energiequellen (2). Im Ruhrgebiet gibt seit der Industrialisierung ein Wasserstoffnetzwerk zwischen solchen Betrieben, die Wasserstoff im Überschuss erzeugen und jenen, die ihn nutzen können. Ein sinnvolles und profitables System ohne Subventionen (3). Dieser Wasserstoff wird unter anderem aus der Elektrolyse von Wasser hergestellt und zum Beispiel bei der Synthese von Ölen und Fetten verwendet. Es wir flüssig bei unter -253 °C gelagert oder transportiert. Es ist kein Klimagas.

Wasserstoff ist nur schwierig unter Hochdruck, Niedertemperatur, oder in chemischer Bindung speicherbar und erleidet beim Transport auch über Pipelines enorme Verluste. Behälter und Leitungen bestehen aus doppelwandige Molybdän- Edelstahl 304L gegen eine Versprödung und unkontrollierter Diffusion. Die Verflüssigung erfordert hohen Energieeinsatz und die Explosionsgefahr ist hoch (Knallgasexplosion). Daher wird die Großindustrielle Zwischenspeicherung mittels flüssigem Ammoniaks bei Niederdruck angedacht und propagiert. Weltweit werden bis heute nur knapp 20% des hergestellten Ammoniaks energetisch im weitesten Sinne genutzt (5).

Sind die Probleme handelbar und NH3- Speicherung energetisch sinnvoll?

Um ein Kilogramm Wasserstoff per Haber- Bosch- Verfahren in Ammoniak zu fixieren, bedarf es ca. 26,5 Kilowattstunden (kWh), zum cracken von Ammoniak per Elektrolyse bedarf es ca. 30 kWh. Das bedeutet einen primären energetischen Prozessverlust von 13,4 % nach eigener Berechnung, um den Wasserstoff zur Energieerzeugung zurückzugewinnen. Hinzu kommen Stoffverluste bei Transport und Lagerung sowie energetische zusätzliche Aufwendungen. Diese bestehen in der Lagerung in flüssiger Form in doppelwandigen Tanks bei bis zu 10 bar Druck oder drucklos bei ca.-33° C. Es gibt Berechnungen, dass der gesamte energetische Prozessverlust bei etwa 30% liegt (4). Bei Batterien, z.B. sogar von Solaranlagen, liegen diese Verluste, besonders bedingt durch Ein- und Ausspeisung, bei maximal nur 20% (6).

Die Explosionsgefahr beim Wassersttoffhandling ist nicht gebannt. In Norwegen wurden Wasserstofftankstellen nach einem Unfall geschlossen (8). Grüner Wasserstoff ist bisher auch kaum verfügbar und Norwegen als Schlüssellieferant hat sich aus europäischen Projekten zurückgezogen (9). Auch neue Verfahren etwa mit Doppelatom- Katalysatoren mit zwei Spitzengeschwindigkeitsregionen oder multimetallische Kats versprechen auch bei Brennstoffzellen noch keine höhere Effizienz und Sicherheit (10).

Im weiteren wird mit der Speicherung von Wasserstoff mittels Methanol oder in Flüssigorganischen Trägern (LOHCs) experimentiert. Methanol setzt aber auch den Kohlenstoff wieder frei, erfordert Hafniumoxidkatalysatoren und ist nur sehr teuer herzustellen (11). LOHCs sind ungesättigte organische Verbindungen wie N-Ethylcarbazol, Benzyltoluol oder Naphtalin. Sie sind zwar reversibel hydrierbar, brauchen aber auch Drücke bis 50 bar und Temperaturen bis 200°C. Einen Einsatz erhofft man sich in der Schifffahrt (12).

Weitere Nutzungsmöglichkeiten von Ammoniak: Sinnvoll oder utopisch ?

Ammoniak ist flüssig ein Lösungsmittel, mit Alkali- und Erdalkalisalzen bekommt es einen Säurecharakter, Amide hingegen sind basisch. Ammoniak wird zur Herstellung von Ammoniumsalzen verwendet, zur Erzeugung von Blausäure, Aminen und Acrylnitrit. Es dient der Produktion von Synthesegasen aus Kohle, Rückstandsölen der Erdöldestillation, Benzin und Raffineriegasen und spielt bei der Dampfreformation bei Entschwefelung in Großanlagen eine Rolle (13). Ammoniak kommt zudem als Kältemittel (R717) in der Großindustrie wie Chemieanlagen und Gewerbe wie Brauereien, Schlachthöfen und Eishallen zum Einsatz 14). Seine Kälteleistung ist sehr hoch, es hat eine hohe Enthalpiedifferenz und benötigt in Prozessen kleine Rohrdurchmesser. Anlagen bestehen aus Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil. Beim Verflüssigen entsteht Wärme und bei der Expansion ist es umgekehrt. 2000 kG NH3 erbringen etwa 1000 kW Kälteleistung (15).

Ammoniak kann auch direkt als Treibstoff genutzt werden. Es besitzt ein doppelt so hohe Energiedichte wie Wasserstoff. Durch seine langsame Verbrennung verbrennt es aber nicht vollständig und es bedarf im Abgasstrom eines Schlupfkatalysators zur „Nachverbrennung“. Oder man mischt es mit Benzin im Verhältnis 70:30, dann erfolgt eine vollständige Verbrennung. Es gibt Automotoren, die so arbeiten. Aber auf Sicht wird es kein Tankstellennetz für Ammoniak geben. Die Kosten sind auch noch zu hoch. In der Schifffahrt hingegen könnte sich Ammoniak als Treibstoff etablieren (16). Alle diese Einsatzgebiete sind sinnvoll und wurden über Jahrzehnte verbessert und werden weiter optimiert.

Als Wasserstoffzwischenspeicher hingegen ist Ammoniak also nicht sinnvoll einsetzbar (s.o.). Zum Wasserstoff sei abschließend angemerkt, dass es neben dem teuren und subventionieren grünen auch andere Herkünfte gibt, wie jenen als Nebenproduckt chemischer Großprozesse (s.v.), sog. pinker oder gelber Wasserstoff wird durch Elektrolyse in Kraftwerken erzeugt, orangener auf dieselbe Weise in Müllverbrennungsanlagen, blauer Wasserstoff entsteht durch Dampfreformierung. Diese sind günstig und fallen nach einmaliger Installation der Anlage immer nebenher an (17). Spannend ist auch geogener „weißer“ Wasserstoff, der quasi umsonst anfällt und bei Preisen von unter 1 Cent pro kWh liegt. Die Quellen sind mikrobielle Abbauprozesse, radioaktiver Zerfall von Gestein oder die sog. Serpentisierung durch die Oxidation von eisenreichem Gestein im Erdmantel (18), dieser Prozess ist beständig und die Quellen unerschöpflich. Wasserstoff quillt aus Erdspalten an die Oberfläche und muss nur aufgefangen werden. Immer mehr Quellen werden entdeckt, auch in Mitteleuropa. Mali deckt seinen ganzen Wasserstoffbedarf aus solchen Quellen, in Bayern wird es ab 2030 in grösserer Menge gefördert und in ganz Europa wird an vielen Projekten gearbeitet (19).

Literatur

  1. https://www.wasserstoff-leitprojekte.de/
  2. https://www.chemie-azubis.de/chemie-lernen-online/ammoniak/
  3. Wasserstoff. Bockris, J., Justi, E.1990. Augustus Verlag. 395 S.
  4. https://www.energiezukunft.eu
  5. https://www.draeger.com/ammoniak-fluessiger-energietraeger-mit-besonderen-gefahren
  6. https://www.sonnen.de
  7. https://wissenschaft.de/artikel/astronomen-entdecken-ammoniakmolekuele-mit-drei-deuteriumatomen
  8. Ctif.org/de/news/www.wasserstoffbetankungsanlage-explodiert-in-norwegen
  9. https://www.bund.net/klimaschutz-durch-gruenen-wasserstoff?
  10. https://www.bing.com/search?q=basic%20thinking%20doppelatom%20katalysatoren&FORM=ARPSEC&PC=3BTC&PTAG=1370
  11. https://www.basicthinking.de/blog/2026/03/12/wasserstoff-methanol/
  12. https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssige_organische_Wasserstofftr%C3%A4ger
  13. Taschenbuch der Chemie. 20. Aufl., Schröter, W., Lautenschläger, K., Bibrack, H. 2005. Harry Deutsch Verlag. 839 S.
  14. https://www.engie-refrigeration.de/de
  15. https://www.deutsche-thermo.de/wiki/ammoniak-kaelteanlagen-fuer-die-industrie/
  16. https://www.youtube.com/watch?v=3z4qVQUFe7Y
  17. https://www.enbw.com/unternehmen/themen/wasserstoff/wasserstoff-farben.html
  18. https://www.bgr.bund.de/geogener-wasserstoff
  19. https:,//www.dw.com/weisser-wasserstoff

 

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„Grüner Wasserstoff“ will keiner mehr sagen und nur wenige wollen zur Vor – Klimakonferenz auf Fidschi.

7. August 2026 - 17:00

Von Jo Nova

Weitere Anzeichen dafür, dass die Klimabewegung am Ende ist

Der Australian Hydrogen Council (~ Australische Wasserstoff Kommission) ändert seinen Namen in Australian Industrial Decarbonisation Council

Das ist eine Möglichkeit, sich aus der grünen Wasserstoff-Katastrophe herauszuwinden, ohne das es jemand merken soll. Sie versuchen nicht einmal, eine vernünftige Erklärung abzugeben.

Australische Wasserstoffbehörde gibt ihren Namen auf, während der Traum von grüner Energie scheitert.

Von Max Aitchison, The Australian

Dies dürfte jedoch der erste dokumentierte Fall sein, in dem ein Verband für „saubere“ Energie seine ursprüngliche Identität aufgibt: Der Australian Hydrogen Council hat sich diesen Monat stillschweigend in Australian Industrial Decarbonisation Council umbenannt. „Australiens Wasserstoffpotenzial wurde anfänglich als breit gefächert und global betrachtet“, erklärt der Branchenverband auf die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen Identität. „Mit der Marktentwicklung verlagerte sich der Fokus zunehmend auf die inländischen industriellen Anwendungen, die zur Unterstützung der lokalen Dekarbonisierung, zum Aufbau von Kapazitäten und zur Stärkung künftiger Exportwege erforderlich sind.“

Das ist eine recht höfliche, zurückhaltende Art zu sagen, dass sich der Traum vom grünen Wasserstoff schnell in einen Albtraum verwandelt hat.

Australien wollte vor nur drei Jahren eine grüne Wasserstoff-Supermacht werden. Wasserstoff sollte die wetterabhängige Energieversorgung stabilisieren. Doch diese Illusion zerplatzte innerhalb von 18 Monaten, als ein Projekt nach dem anderen scheiterte.

Um grünen Wasserstoff für 2 Dollar pro Kilogramm herzustellen, so unser ehemaliger Chef-Wissenschaftler Alan Finkel, müsste der Strom für die Wasserstoffproduktion weniger als 30 Dollar pro Megawattstunde kosten. Die große Ironie dabei ist, dass der einzige Generator in Australien, der bezahlbaren Wasserstoff produzieren kann, ausgerechnet jener ist, den sie selbst niemals einsetzen würden: Braunkohle Kraftwerke .

Wind- und Solarenergie können zwar für kurze Zeiträume „billig“ Strom abgeben (wenn er gerade nicht gebraucht wird), aber wie bei jedem anderen industriellen Prozess gilt auch hier: Sobald man das Land gekauft, die Infrastruktur gebaut, das Personal eingestellt und die Versicherung bezahlt hat, macht es keinen Sinn, sie „nur für kurze Zeiträume“ zu nutzen und sie und das Personal den Großteil des Tages ungenutzt herumsitzen zu lassen, während sie Katzenvideos auf YouTube anschauen.

Schon komisch, dass fast nichts effizienter funktioniert, wenn man es nur zeitweise nutzt.

Und noch eine Neuigkeit:

Klimakonferenzen sind nicht mehr der Renner in Fiji

[Fidschi richtet Im Oktober 2026 ein vorbereitendes Treffen (Pre-COP) im Vorfeld der COP31 aus. Die 31. Weltklimakonferenz (COP 31) wird vom 9. bis 20. November 2026 im türkischen Antalya stattfinden]

Vielleicht wollen andere Präsidenten, die wiedergewählt werden wollen, nicht dabei gesehen werden, wie sie im Pazifik Golf spielen, während sie ihre Bürger an die UNO verraten?

Aufmacher Screen shot: Sheraton Fiji, Golf- und Strandresort 

Selbst die Verlockung einer UN-Konferenz im tropischen Urlaubsparadies reichte nicht aus, um die Präsidenten und Premierminister anzulocken, mit denen Chris Bowen gerne verkehren wollte. Also zahlte Australien 4 Millionen Dollar für Fünf-Sterne-Hotelzimmer, doch die Stars bleiben aus.

Chris Bowens Klimagipfel auf Fidschi stößt bei den Staats- und Regierungschefs der Welt auf Ablehnung.

— Von Ben Packham, The Australian

Die Staats- und Regierungschefs der Welt werden der von Australien organisierte UN- Klimakonferenz in Fidschi in diesem Jahr wohl fernbleiben, trotz monatelanger Planung durch Klimaminister Chris Bowen und Investitionen der Regierung in Höhe von mehr als 150 Millionen Dollar.

The Australian enthüllt, dass es Herrn Bowen schwerfällt, Regierungschefs oder Staatsoberhäupter von außerhalb des Pazifiks für die Teilnahme am Vor-COP-Gipfeltreffen vom 5. bis 8. Oktober und einem geplanten Abstecher nach Tuvalu zu gewinnen.

„Er findet wenig Unterstützung“, sagte eine diplomatische Quelle.

Angus Taylor kritisierte, dass die Steuerzahler in Fidschi für ein „leeres Zimmer“ zu zahlen haben, während die Stromrechnungen für die Normalbürger um rekordverdächtige 40 Prozent gestiegen seien und so viele Haushalte wie nie zuvor auf Sozialleistungen angewiesen seien. „Es ist an der Zeit, das Ziel der Klimaneutralität aufzugeben und wieder einen Plan für günstigen Strom und reichlich Energie zu entwickeln“, so der Oppositionsführer.

Vermutlich werden sich die Hotelzimmer trotzdem mit Außenministern, Klimaministern und Greenpeace-Größen füllen – die sich selbst auf die Schulter klopfen können, während sie untersuchen, wie der Klimawandel die Zahl der schweren Zyklone, die Fidschi treffen, verringert hat  und warum 89 % der Pazifikinseln nicht versinken .

Dank Satelliten, die 1000 Inseln und Sandbänke beobachten, wissen wir, dass keine einzige bewohnte Insel im Pazifik kleiner geworden ist, obwohl die Menschheit Unmengen an CO2 freigesetzt hat.

Noch vor nicht allzu langer Zeit wollte jeder bei Klimakonferenzen mit Harry und Meghan, Jane Fonda, Leonardo DiCaprio, König Charles und Al Gore dabei sein.

https://joannenova.com.au/2026/07/winning-green-hydrogen-is-a-dirty-word-and-no-one-wants-to-go-to-the-fiji-climate-conference/

 

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Adiabatische Erreichbarkeit und Treibhauseffekt

7. August 2026 - 14:00
Dr. Konrad Voge

Vorgänge in der Atmosphäre sind thermodynamische Vorgänge. In der Öffentlichkeit wird behauptet, dass menschliche Aktivität eine wesentliche Temperaturerhöhung in der Atmosphäre global gesehen bewirkt. Ursache sollen ein „Treibhauseffekt“, verursacht durch „Treibhausgase“ und „Rückstrahlung“ sein. Im Folgenden wird untersucht, ob diese Erscheinungen mit den Grundsätzen der Thermodynamik vereinbar sind. Es werden hier keine Berechnungen vorgenommen, sondern die thermodynamischen Prozesse dargestellt. Somit entfällt die Diskussion globaler Größen wie z.B. die nichtexistierende globale Temperatur, auf der die gesamte Treibhauslehre aufgebaut ist.

Fundament der Thermodynamik

Die Physiker Elliot Lieb und Jakob Yngvason veröffentlichten 1999 die Theorie der adiabatischen Erreichbarkeit. Demnach bilden Gleichgewichtszustand und adiabatische Erreichbarkeit die Basis der Thermodynamik, auf denen die Entropie fußt. Aus der Entropie werden wiederum die Begriffe Temperatur, Wärme, Irreversibilität und Reversibilität abgeleitet. Gleichgewichtszustand und adiabatische Erreichbarkeit sind demnach nicht reduzierbare Grundbegriffe der Thermodynamik.

Grundlagen Adiabatische Erreichbarkeit (Definition)

Die adiabatische Erreichbarkeit ist eine Ordnungsrelation ) zwischen den Gleichgewichtszuständen X, Y, Z eines thermodynamischen Systems (mathematische Formulierung) [1]. Es existiert noch eine physikalische Definition, die z.B. bei Wikipedia nachgelesen werden kann.

Temperaturgradient

Der Atmosphärische Temperaturgradient beschreibt die vertikale Temperaturänderung in der Erdatmosphäre. In der Troposphäre nimmt die Temperatur im Mittel um ca. 0,65 °C pro 100 m ab. Die Größe ist abhängig vom Feuchtegehalt der Luft. Es genügt aber hier zu wissen, dass ein Temperaturgradient existiert, abgesehen von inversen Wetterlagen.

Hauptsätze der Thermodynamik

Von den vier Hauptsätzen (0 bis 3) sind hier nur 1. und 2. Hauptsatz von Interesse. Diese dürften den Lesern bekannt sein.

Natürliche Konvektion

Diese entsteht durch Temperaturunterschiede im Fluid. Da sich Fluide bei Erwärmung ausdehnen und sich dadurch ihre Dichte verringert, steigen sie nach oben (Auftrieb), während kühlere, dichtere Teile nachfließen.

Innere Energie

Die innere Energie ist die gesamte für thermodynamische Umwandlungsprozesse zur Verfügung stehende Energie eines physikalischen Systems, das sich in Ruhe und im thermodynamischen Gleichgewicht befindet.

Entropie

Es ist zwischen dem idealisierten meteorologischen Modell und der realen Thermodynamik zu unterscheiden. Dieses Modell geht von reversiblen Vorgängen aus, bei denen keine Entropie erzeugt wird,

In der realen Atmosphäre, in der Konvektion vorliegt, ist der Vorgang immer irreversibel.Turbulenz, Mischung mit der Umgebung, Reibung, Diffusion und bei feuchter Konvektion Kondensation, Verdunstung und Niederschlagsbildung erzeugen Entropie

Gleichgewichtszustände Zustand X

Betrachtet werden zwei Gleichgewichtszustände. Ein Zustand X und ein Zustand Y. Der Zustand X soll eine Masse Luft am Boden bzw. in Bodennähe sein. Der Zustand ist gekennzeichnet durch folgende Variablen:

Volumen V0,

innere Energie U0,

Potenzielle Energie P0 = 0,

Kinetische Energie E0 = 0,

Entropie S0,

Temperatur T0 und

Druck p0.

Diese Masse beginnt sich aufgrund zugeführter Sonnenenergie (Erhöhung der inneren Energie) aufwärtszubewegen. Grund ist die Verminderung der Dichte durch die Erwärmung.

Zustand Y

Dieser Zustand stellt den Gleichgewichtszustand in einer gewissen Höhe der Atmosphäre dar. Er ist dann erreicht, wenn die innere Energie der aufsteigenden Luftmasse soweit in potenzielle Energie umgewandelt ist, dass ein weiteres Aufsteigen nicht mehr möglich ist. Diese Höhe kann sich irgendwo in der Atmosphäre oder am Rand der Troposphäre befinden. Für diesen Zustand gilt dann

Volumen V1 > V0,

innere Energie U1 < U0,

Potenzielle Energie P1 > P0,

Kinetische Energie E1 = E0 = 0,

Entropie S1 > S0,

Temperatur T1 < T0 ,

Druck p1 < p0.

Es gilt demnach , was bedeutet, dass der Zustand Y vom Zustand X aus erreichbar ist. Das Wissen um die Erreichbarkeit resultiert aus der experimentellen Untersuchung der Atmosphäre. Die physikalischen Größen, die hier von Bedeutung sind, wurden mehrfach gemessen.

Der thermodynamische Prozess

Die aufsteigende Luftmasse durchläuft einen thermodynamischen Prozess (Zustandsänderung), wobei sich die Größen (Prozessgrößen) so lange ändern, bis der neue Gleichgewichtszustand erreicht ist. Im Einzelnen bedeutet es, dass die innere Energie abnimmt, potenzielle Energie und Entropie zunehmen. Die Zunahme der Entropie ist bedingt durch die Irreversibilität des Vorgangs. Dieser ist deshalb irreversibel, weil während des Aufsteigens der Luft Arbeit verrichtet wird, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, wie bereits oben beschrieben.

Diskussion

Es wurde gezeigt, dass mittels Betrachtungen zur adiabatischen Erreichbarkeit der Wärmetransport gemäß des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik immer dem Temperaturgradienten folgt. Abgesehen von inversen Wetterlagen erfolgt immer ein Wärmetransport Richtung Ende der Troposphäre, also in ca.10 km Höhe. Erst dort ist die innere Energie in Potenzielle Energie durch Abstrahlung der letzten verbliebenen Wärme umgewandelt. Es erhebt sich die nun Frage, wie ein Treibhauseffekt zustande kommen soll, da ein stetiger Temperaturgradient vorliegt.

Das Gleiche gilt für die sogenannte Rückstrahlung durch CO2 (Trenberth-Diagramm); die nach dem Zweiten Hauptsatze und der Gültigkeit des Temperaturgradienten natürlich nicht möglich ist. Sollte es diese geben, müsste die innere Energie der aufsteigenden Luftmasse irgendwo in der Atmosphäre durch irgendwelche Vorgänge erhöht werden.

Was ist nun die Wirkung der „Treibhausgase“? Gase werden durch infrarote Strahlung zum Schwingen angeregt und geben diese Energie natürlich an ihre Umgebung ab. Dadurch erhöht sich die Temperatur der Luft und beeinflusst den Temperaturgradient. Das hat wiederum Einfluss auf die Aufstiegsgeschwindigkeit der sich nach oben bewegenden Luftmasse. Es ist ein Dämpfungseffekt, der mit „Treibhaus“ und „Rückstrahlung“ nichts zu tun hat.

Literatur

[1] André Thess: „Das Entropie Prinzip“

2014 Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH

Rosenheimer Straße 143 81671 München

 

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Das Zeitalter der dezentralen Beobachtung

7. August 2026 - 11:00

John Pabst

Ende des 19. Jahrhunderts war die Wetterbeobachtung eine dezentrale, nicht standardisierte Aufgabe, die von einem riesigen Netzwerk unterschiedlicher Stationen wahrgenommen worden ist. Die Daten wurden von Postmeistern, Leuchtturmwärtern und Eisenbahnbeamten erhoben – Personen, deren primäre berufliche Aufgaben administrativer oder logistischer Natur waren und nicht im Bereich der Meteorologie lagen. Diese Beobachter waren zwar oft gewissenhaft, arbeiteten jedoch in einem System, dem die meteorologische Infrastruktur fehlte, die wir heute benötigen. Die Beobachtungen wurden ohne allgemein standardisierte Abschirmungen, präzise, synchronisierte Zeitstempel oder einheitliche Anforderungen an den Standort aufgezeichnet. Folglich wurde die Temperatur oft auf der Grundlage der an jedem einzelnen Standort praktisch verfügbaren Ausrüstung und Lage erfasst und nicht nach einem einheitlichen, für Messgeräte geeigneten Protokoll.

Die Beobachtungen waren echt, doch das Messsystem war äußerst heterogen. Messgeräte, Messbedingungen und Aufzeichnungsverfahren entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte weiter und variierten stark. Betrachtet man die Rohdaten aus jener Zeit, so ergibt sich ein Flickenteppich aus Lücken, Verzerrungen durch „gerundete Zahlen“ und uneinheitlichen Messzeitpunkten. Die Herausforderung besteht nicht darin, ob Temperaturen gemessen wurden, sondern darin, ob diese Messungen zu einer Aufzeichnung im Jahrhundertmaßstab mit der Genauigkeit zusammengefasst werden können, die in der öffentlichen Diskussion oft vorausgesetzt wird.¹

Die „Lösung“

Um aus diesem chaotischen Tagebuch eine übersichtliche, globale Trendlinie zu machen, müssen moderne Klimabehörden eine gewaltige Übersetzungsarbeit leisten. Der ursprüngliche Thermometerwert fließt auf der einen Seite des Prozesses ein; die endgültige Temperaturaufzeichnung kommt auf der anderen Seite heraus. Dazwischen liegt das, was die meisten Menschen nie zu Gesicht bekommen: eine „Black Box“ aus Anpassungen, Abgleichungen und statistischen Korrekturen, die darauf ausgelegt sind, Standortwechsel von Messstationen, wechselnde Messgeräte, städtisches Wachstum und fehlende Daten zu berücksichtigen.

Das Problem ist folgendes: Während bekannte Verzerrungen geschätzt und korrigiert werden können, lassen sich Informationen nicht vollständig wiederherstellen, die nie gemessen worden sind. Wenn ein Thermometer im Jahr 1890 auf einer sonnenüberfluteten Veranda in einer wachsenden Stadt stand, kann kein Algorithmus im Jahr 2026 mit Sicherheit wissen, wie stark dieser Messwert von der tatsächlichen Umgebungstemperatur abwich.² Die „Black Box“ mag zwar eine sauberere Aufzeichnung liefern, doch das Vertrauen in den endgültigen Trend hängt nicht nur von den ursprünglichen Messungen ab – es hängt auch von den Annahmen ab, die dem Verfahren der Rekonstruktion zugrunde liegen.³

Die versteckte Unsicherheit

Uns wird gesagt, dass diese Aufzeichnungen auf Bruchteile eines Grads genau sind – typischerweise wird ein Unsicherheitsintervall von etwa ±0,15 °C für den globalen Mittelwert des späten 19. Jahrhunderts angegeben. Wir müssen jedoch genau klären, was diese Zahl tatsächlich darstellt. Es handelt sich hierbei nicht um eine Messung der physikalischen Realität, sondern um eine berechnete Fehlermarge, die sich aus dem Homogenisierungsmodell selbst ableitet.

Mit anderen Worten: Dieser Unsicherheitswert ist ein Zeugnis über die interne Konsistenz des Algorithmus, keine Überprüfung der Temperatur der Erde. Er misst, wie gut das Modell glaubt, die Daten „korrigiert“ zu haben, nicht den Wahrheitsgehalt der ursprünglichen Beobachtungen. Diese Berechnung geht davon aus, dass die Fehler zufällig sind und geglättet werden können, kann jedoch keine systemischen Verzerrungen berücksichtigen – wie beispielsweise die weit verbreitete Umwandlung von Landnutzungsarten –, die das Modell selbst möglicherweise nicht erkennt. Statistische Verfahren können die Präzision des Modells verbessern, aber sie können einem Jahrhundert heterogener, nicht überprüfbarer Daten keine physikalische Genauigkeit verleihen.

Im Jahr 1979 änderte sich alles. Wir starteten die ersten globalen Satellitenbeobachtungssysteme. Zum ersten Mal verfügten wir über ein kontinuierliches, weltweit einheitliches und physikalisch nachvollziehbares Verfahren zur Messung der Lufttemperatur. Wir gingen von einer Ära anekdotischer, von Menschen vermittelter Schätzungen zu einer Ära systematischer, physikalischer Beobachtung über.⁴

Die Frage des Vertrauens

Dies führt uns zu dem zentralen Spannungsfeld in der Klimapolitik. Sollten wir die „menschlichen“ Aufzeichnungen des 19. Jahrhunderts so behandeln, als hätten sie dieselbe Qualität wie die „Satellitensensor“-Aufzeichnungen des 21. Jahrhunderts?

An dieser Stelle hakt es bei der öffentlichen Darstellung. Uns wird regelmäßig eine einzige, nahtlose Temperaturkurve präsentiert, die den grundlegenden Wandel in der Messarchitektur im Jahre 1979 außer Acht lässt. Die „angepassten“ Bodendaten vor 1979 und die „Satellitensensor“-Daten nach 1979 als einen einzigen, konsistenten Datenstrom zu behandeln, ist ein Kategorienfehler. Es handelt sich um zwei grundlegend unterschiedliche Arten von Belegen: Die einen wurden aus heterogenen historischen Beobachtungen rekonstruiert, deren ursprüngliche Bedingungen oft nicht unabhängig überprüft werden können, während die anderen von einem weltweit einheitlichen Messsystem stammen, dessen Messungen, Telemetriedaten, Kalibrierungsaufzeichnungen und Verarbeitungsschritte überprüft und reproduziert werden können. Wenn wir beide miteinander vermischen, verschleiern wir den Unterschied zwischen einer Datenserie, die rekonstruiert werden muss, und einer, die systematisch überprüft werden kann.

Wäre dies ein anderes System mit weitreichenden Folgen – wie etwa die Konstruktion einer Brücke, die Sicherheit eines Medikaments oder die Verwaltung eines Pensionsfonds –, würden wir eine klare Trennung zwischen „anekdotischen Schätzungen“ und „überprüften Fakten“ fordern. Wir würden darauf bestehen, genau zu wissen, inwieweit unser Erwärmungstrend auf Beobachtungen und inwieweit auf statistische Korrekturen zurückzuführen ist.

Mein Argument ist nicht, dass die historischen Aufzeichnungen „gefälscht“ sind. Mein Argument ist, dass sie ungenau sind. Indem wir so tun, als hätte ein lückenhaftes, jahrhundertealtes Protokoll von Freiwilligen dieselbe Aussagekraft wie moderne Satellitendaten, verschleiern wir das tatsächliche Ausmaß der Unsicherheit in unseren Klimamodellen. Wir treffen Entscheidungen in Höhe von mehreren Billionen Dollar auf der Grundlage eines Verzeichnisses, das weitaus „unpräziser“ ist als der Öffentlichkeit glauben gemacht wird.

Das Thermometer ist eine Beobachtung. Die Blackbox ist eine Interpretation.

Wir müssen die Geschichte nicht über Bord werfen, aber wir müssen aufhören, eine interpretierte Aufstellung so zu behandeln, als wäre sie eine direkte physikalische Beobachtung. Solange wir nicht unterscheiden zwischen dem, was wir verifizieren können, und dem, was wir „festgelegt“ haben, steuern wir das Klima nicht – wir ignorieren vielmehr die Grenzen unserer eigenen Instrumente.

Anmerkungen

¹ Eine Erörterung der Grenzen der Beobachtungsnetze des 19. Jahrhunderts findet sich bei James R. Fleming, Meteorology in America, 1800–1870 (Baltimore: Johns Hopkins University Press, 1990).

² Matthew J. Menne et al., “On the Reliability of the U.S. Surface Temperature Record,” Journal of Geophysical Research: Atmospheres 115, no. D11 (2010).

³ Ross R. McKitrick, “On the Adjustment of Surface Temperature Records,” Energy & Environment 21, no. 8 (2010): 945–966.

⁴ John R. Christy and Roy T. McNider, “Satellite Bulk Tropospheric Temperatures as a Metric for Climate Sensitivity,” Asia-Pacific Journal of Atmospheric Sciences 53, no. 4 (2017): 511–518.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/30/the-era-of-decentralized-observation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Wer mehr dazu wissen will, sei auf die „nicht eingereichte“ Dissertation von M. Limburg vom März 2010 verwiesen. Man findet sie hier

 

 

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Weitere Hintergrund-Informationen zu den Waldbränden in Europa

7. August 2026 - 8:00

Vorbemerkung des Übersetzers: Hier folgen weitere wirkliche Hintergründe zu den Waldbränden in Europa aus dem Bezahlblog von Cap Allon. Man kann nicht oft genug wiederholen, diese Brände nichts, aber auch gar nichts mit irgendeinem Klimawandel zu tun haben, ja nicht einmal mit Wetter. – Ende Vorbemerkung

Flächenbrände bei Bordeaux sind kein Beleg für ein trockener werdendes Klima

Waldbrände westlich von Bordeaux haben rund 42.000 Hektar Land verwüstet und Evakuierungen erzwungen. Klimaalarmisten erklärten die Katastrophe sofort zum Beweis dafür, dass die vom Menschen verursachte Erwärmung den Südwesten Frankreichs so trocken wie nie zuvor macht.

Die lokalen Aufzeichnungen sprechen jedoch eine andere Sprache.

Am Standort Bordeaux-Mérignac ist die jährliche Höchstzahl an Tagen mit weniger als 1 mm Niederschlag seit den 1920er Jahren weitgehend unverändert geblieben. Mont-de-Marsan, das näher am Brandgebiet liegt, zeigt seit den 1940er Jahren keinen anhaltenden Anstieg. Pau-Uzein weist seit den 1920er Jahren Schwankungen auf, jedoch ebenfalls keinen Trend.

Es handelt sich hierbei um langjährige Beobachtungen der ECA&D-Messstationen.

Die letzten zehn Jahre waren tatsächlich niederschlagsreicher.

Die NCEP/NCAR-Reanalyse der NOAA (siehe unten) zeigt, dass die Niederschlagsmengen im Zeitraum 2016–2025 in weiten Teilen Frankreichs sowie in großen Teilen West- und Mitteleuropas über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020 lagen. Tatsächlich sorgte im Jahr 2026 ein niederschlagsreicher Winter für üppige Vegetation in der gesamten Region, bevor die Sommerhitze diese zu brennbarem Material austrocknete.

Auch die Auslösung spielt eine Rolle.

Bis Ende Juli waren allein in Frankreich, Griechenland und Portugal mindestens 560 Personen wegen des Verdachts auf die Auslösung von Waldbränden festgenommen worden – 184, 221 bzw. 155 –, wobei Spanien, Italien und der Rest Europas noch nicht mitgezählt sind.

In den meisten Fällen ging es um mutmaßliche Fahrlässigkeit, wobei etwa 15–20 % als vorsätzliche Brandstiftung eingestuft wurden.

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Verbrannte Fläche auf Rekord-niedrigem Niveau

Laut GWIS verzeichnet Europa bis zur 29. Woche die geringste kumulierte Brandfläche im Beobachtungszeitraum 2012–2026:

Auch weltweit liegt das Jahr 2026 in der GWIS-Reihe am unteren Ende des Zeitraums 2012–2026, womit sich ein bereits länger anhaltender Rückgang fortsetzt:

Wie das Beispiel Bordeaux zeigt, können nach wie vor schwere regionale Brände ausbrechen. Dies ist jedoch kein Beweis für eine beispiellose, klimabedingte Dürre. Auch widerlegt es nicht den allgemeinen Trend: In Europa und weltweit brennt es weniger.

Link: https://electroverse.substack.com/p/southern-hemisphere-freeze-deepens?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Messung von Lufttemperatur und Niederschlag für die Bewertung des Klimawandels – David Legates

6. August 2026 - 19:00
17. EIKE-Konferenz in Halle an der Saale am 27. Juni 2026 Probleme bei der Messung von Lufttemperatur und Niederschlag für die Bewertung des Klimawandels.
David Russell Legates ist ehemaliger Professor für Geografie an der University of Delaware. Er war Direktor des Zentrums für Klimaforschung an derselben Universität und ehemaliger Staatsklimatologe von Delaware.
Im September 2020 ernannte ihn die Trump-Regierung zum stellvertretenden Staatssekretär für Beobachtung und Vorhersage bei der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), wo er bis Januar 2021 tätig war.

Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.

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Verzerrte Wissenschaft: Die fehlerhafte Logik der Ursachenanalyse von Extremereignissen

6. August 2026 - 17:00

GWPF

Studien zur Zuordnung extremer Wetterereignisse basieren auf einer fehlerhaften Logik und sorgen für irreführende Schlagzeilen – so das Fazit eines neuen Positionspapiers der Global Warming Policy Foundation (GWPF).

In „Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution“ argumentiert Dr. Ralph B. Alexander, dass Studien, die versuchen, bestimmte Hitzewellen, Hurrikane und Überschwemmungen mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung zu bringen, grundlegend irreführend sind und eher aus rechtlichen und politischen als aus wissenschaftlichen Gründen erstellt wurden.

Die Studie unterzieht aktuelle, viel beachtete Arbeiten von World Weather Attribution und dem Grantham Institute einer genauen Prüfung. Allein für das Jahr 2025 behauptete World Weather Attribution, dass 24 von 29 untersuchten Extremereignissen durch den Klimawandel verschärft oder wahrscheinlicher geworden seien.

Alexander zeigt, wie sehr solche Schlussfolgerungen von Klimamodellen abhängen, die Schwierigkeiten haben, historische Klimamuster nachzubilden, und davon ausgehen, dass Wissenschaftler ein „natürliches“ Klima ohne menschliche Emissionen genau simulieren können.

In den Attributionsstudien lassen sich einige zentrale, immer wiederkehrende Schwachpunkte feststellen:

• Fehlerhafte Logik: Bei Zuschreibungsbehauptungen liegt ein „Zirkelschluss“ vor, d. h., man geht einfach von der Schlussfolgerung aus, die man eigentlich untersuchen will.

• Statistische Vorgehensweisen, welche die in Schlagzeilen genannten Wahrscheinlichkeitsangaben überhöhen und gleichzeitig die Unsicherheit herunterspielen.

• Die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen, die vergleichbare Extremereignisse lange vor den heutigen Emissionsniveaus belegen.

Der Bericht führt die zunehmende Tendenz zur schnellen Zuordnung von Ereignissen auf politische Frustration über die vorsichtigen Schlussfolgerungen des IPCC zurück, der für die meisten Arten von Wetterextremen nur ein geringes Maß an Vertrauen in langfristige globale Trends zum Ausdruck gebracht hat. Er kritisiert die Rolle eines 2012 von der „Union of Concerned Scientists“ einberufenen Treffens. Ziel des Treffens war es, den wahrgenommenen Zusammenhang zwischen Extremwetterereignissen und dem Klimawandel zu stärken, um Rechtsstreitigkeiten gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie anzustrengen.

Der Autor des Berichts Ralph Alexander sagte:

„Studien zur Zuordnung von Extremereignissen sind ein Schandfleck für die Wissenschaft, deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind. Keines dieser Merkmale spielt bei Zuordnungsstudien eine zentrale Rolle, die aus rechtlichen und politischen, nicht aber aus wissenschaftlichen Gründen ins Leben gerufen wurden.“

Harry Wilkinson, Leiter der Abteilung für Politik bei der Global Warming Policy Foundation, sagte:

„Es ist beunruhigend, dass Studien zur Zuordnung von Ereignissen trotz ihrer grundlegenden Mängel in den internationalen Medien so viel Beachtung finden. Dies ist ein großer wissenschaftlicher Skandal.“

Und just in diesem Moment, genauer am Sonnabend, dem 1. August, wartete die „Süddeutsche Zeitung“ mit der Schlagzeile auf, wonach „eine Studie belegt, wie stark der Klimawandel die Brände in Südeuropa“ beeinflusst! A. d. Übers.

Der ganze Report: Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution (pdf)

Link: https://thegwpf.org/publications/contorted-science-the-flawed-logic-of-extreme-event-attribution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Wie der Glaube an eine flache Erde!

6. August 2026 - 14:00
Richard Lindzen lehrte Atmosphärenphysik an den besten Universitäten der Welt, war jahrelang Mitautor der massgebenden Uno-Berichte zum Klimawandel. Heute warnt er: Die Politisierung habe die Forschung um 50 bis 100 Jahre zurückgeworfen. Das meiste sei reine Panikmache, um ein Billionengeschäft am Leben zu erhalten.

von Roman Zeller

Richard Lindzen, 86, war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Atmosphärenphysik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), lehrte davor in Harvard und gehört zu den meistzitierten Klimaforschern der Welt – und zu den umstrittensten. Lindzen war selbst über Jahre als Autor an IPCC-Berichten beteiligt, bevor er zu einem der profiliertesten Kritiker des Uno-Klimagremiums wurde. Sein Vorwurf: Die Klimaforschung sei zu einem politischen Geschäftsmodell verkommen, bei dem Billionen von Dollar verteilt würden – und bei dem jeder, der widerspreche, seine Karriere aufs Spiel setze.

Weltwoche: Herr Lindzen, die Schweiz erlebt eine Hitzewelle. Die Regierung rät älteren Menschen, zu Hause zu bleiben, die Medien schlagen Alarm. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie solche Nachrichten hören?

Richard Lindzen: Ich finde das ein wenig lächerlich, aber das ist ein globales Muster. «If it bleeds, it leads», Medien suchen den Alarm, überall. Dabei sind die Menschen heute gesünder und vertragen Hitze wie Kälte besser als früher. Als ich als Kind in der Bronx aufwuchs, hatten wir jeden Sommer mehrere Hurrikane. Würde das heute passieren, geriete man in Panik. Nichts davon ist aussergewöhnlich.

Weltwoche: Trotzdem verschwinden die ganz grossen Klimaalarm-Schlagzeilen immer mehr von den Frontseiten – warum?

Lindzen: Man findet zwar immer noch etwas für die Titelseite, aber es wird seltener wirklich ernst genommen. Das eigentliche Problem: Hier werden Billionen von Dollar verteilt, und Politiker lieben das. Der Grund ist simpel. Wer Billionen verteilt, sorgt dafür, dass jemand davon profitiert. Für ein, zwei Prozent der Politiker ist das kein Problem, sondern die Grundlage ihrer Wahlkampffinanzierung. Es ist im Grunde ein eigenes Ökosystem geworden.

Weltwoche: Ist die vielbeschworene Klimakrise ein reines Konstrukt? Oder schlummert sie gerade im Stillen?

Lindzen: Der Satiriker Henry L. Mencken hat es vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Punkt gebracht: Eine der verlässlichsten Konstanten der Politik ist, die Öffentlichkeit dauerhaft in Alarmbereitschaft zu halten, indem man ihr mit einer endlosen Reihe von Schreckgespenstern droht – die meisten davon sind rein imaginär.

Weltwoche: Sie wirken erstaunlich entspannt. Warum sind Sie überzeugt, dass die Gefahr des menschengemachten Klimawandels masslos übertrieben wird?

Lindzen: Interessante Frage. Hier haben wir eine Hypothese, die physikalisch keinen rechten Sinn ergibt – und man fragt sich, was einem passiert, wenn man nicht mitmacht. Wer sich diesem Thema verweigert, riskiert im Zweifel die eigene Karriere, selbst in einer ganz anderen Disziplin. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren damit und bin für die Einschätzung bekanntgeworden, dass die Wissenschaft, wie sie dargestellt wird, schlicht falsch ist. Sie geht auf frühe Arbeiten von Karl Schwarzschild im frühen 20. Jahrhundert zurück, der erklären wollte, warum sich das Klima verschiedener Weltregionen unterscheidet. Der Treibhauseffekt spielt dabei zwar eine gewisse Rolle, ist für die tatsächlichen grossen Klimaveränderungen der Erde – etwa Eiszeiten – aber weitgehend irrelevant. Diese haben nichts mit den Tropen zu tun, dem einzigen Bereich, den der Treibhauseffekt direkt betrifft. Sie hängen vielmehr mit der Temperaturdifferenz zwischen Tropen und Polen zusammen, welche die Zirkulationsmechanismen der Atmosphäre steuert.

Weltwoche: Das Argument «97 Prozent aller Wissenschaftler sind sich einig» ist trotzdem allgegenwärtig.

Lindzen: Das ist bequem, weil die breite Öffentlichkeit von Wissenschaft und Mathematik wenig versteht. Man sagt ihr: Alle Wissenschaftler sind sich einig – das verleiht Gewicht, hat aber mit Verständnis nichts zu tun. Dabei ist die Klimaforschung ein sehr kleines Feld. In den achtziger Jahren gab es in den USA vielleicht ein halbes Dutzend Institute, die überhaupt in diesem Bereich forschten, allen voran das Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Princeton. Niemand dort teilte die heutigen Alarmnarrative. Wenn ich Leute frage, die von «Tausenden weltweit führenden Klimaforschern» sprechen, ob sie im Studium viele Kommilitonen kannten, die Klimawissenschaft studierten, erinnert sich niemand an auch nur einen einzigen. Das ist keine etablierte Disziplin mit Tausenden Experten, das ist ein Konstrukt.

Weltwoche: Wo sehen Sie Parallelen zwischen unsinnigen Theorien und der Klimahysterie?

Lindzen: Ich habe diese vor Jahren mit der Eugenik-Bewegung verglichen. In den zwanziger Jahren erklärten renommierte amerikanische Wissenschaftler, Einwanderer aus Süd- und Osteuropa seien weniger intelligent als Nordeuropäer und dürften daher nicht mehr einreisen. Alle etablierten Fachgesellschaften stützten diesen Unsinn – und legitimierten damit 1924 den Immigration Restriction Act, der später vielen vor den Nazis fliehenden Juden die Einreise in die USA verwehrte. Wenn eine falsche wissenschaftliche Erzählung von der gesamten akademischen Klasse abgesegnet wird, kann sie verheerende, tödliche Folgen haben. Genau dieses Muster sehe ich beim Klimathema wieder.

Weltwoche: Was ist für Sie der grosse Elefant im Raum, über den in der Klimaforschung niemand spricht?

Lindzen: Man zeigt eine Grafik, die eine Erwärmung von einem halben Grad ausweist, und erklärt das zur Apokalypse. Vergleichen Sie das aber mit dem Temperaturunterschied zwischen 9 und 10 Uhr in Ihrem eigenen Garten – der ist oft grösser. Geraten Sie deswegen jeden Morgen in Hysterie? Die Weltorganisation für Meteorologie definiert Klimawandel offiziell als Veränderung über einen Zeitraum von mindestens dreissig Jahren. Wetterereignisse von einem Tag auf den anderen haben damit gar nichts zu tun – trotzdem werden beide ständig vermischt, um Dringlichkeit zu erzeugen.

Weltwoche: Wie würden Sie Klimawandel definieren?

Lindzen: Ganz einfach: als Veränderung über mindestens dreissig Jahre. Aber innerhalb dieses Rahmens passiert enorm viel – von Meereszirkulationen wie El Niño über Zeiträume von vier, fünf Jahren bis zu Eiszeitzyklen über Jahrtausende, verursacht etwa durch Änderungen der Erdumlaufbahn. All das hat mit CO2 nichts zu tun. Selbst bei den grossen Rekonstruktionen der Erdgeschichte zeigt sich ein aufschlussreiches Muster: Bei der letzten Eiszeit vor 18.000 Jahren war die Erde insgesamt kälter, die Tropen aber wärmer als angenommen. Bei der Warmzeit des Eozäns vor 50 Millionen Jahren war es umgekehrt: Erde insgesamt wärmer, Tropen kühler. Beide Befunde passten den Alarmisten nicht ins Bild – und wurden entsprechend nachträglich «korrigiert». Das ist schlechte Wissenschaft, aber leider nicht das erste Mal.

Weltwoche: Was sind die Folgen von schlechter Wissenschaft für die Gesellschaft?

Lindzen: Ich weiss nicht genau, wie es im übrigen Europa aussieht, aber was Deutschland betrifft, ist es klar: Deutschland betreibt meines Erachtens eine Form von Selbstzerstörung. Man zerstört die eigene Industrie, schaltet Kohle- und Atomkraftwerke ab und importiert gleichzeitig in grosser Zahl Menschen – ich weiss ehrlich nicht, was dort vor sich geht, aber es ist offensichtlich schädlich. Historisch erinnert mich das an die «Deutsche Physik» der Nationalsozialisten, die moderne Physik als «jüdische Wissenschaft» verunglimpften – auch damals steckte hinter vorgeblich wissenschaftlichen Urteilen reine Ideologie. Als Angela Merkel Hans Joachim Schellnhuber zu ihrem Berater machte und ihm mit dem Potsdam-Institut ein eigenes Klimainstitut einrichtete, hat sich diese Dynamik in Deutschland institutionalisiert.

Weltwoche: Sie waren Mitautor des Weltklimarats IPCC, bevor Sie zu dessen prominentestem Kritiker wurden. Wie war das damals?

Lindzen: In den ersten zehn, fünfzehn Jahren war ich als Spezialist für physikalische Prozesse dabei, die Teilnahme wurde von den Regierungen finanziert und gerne gesehen. Es gab durchaus ernsthafte Debatten unter den beteiligten Wissenschaftlern – mein damaliger Sektionsleiter Kevin Trenberth fand zum Beispiel, ich ginge mit meiner Kritik zu weit. Aber der wissenschaftliche Teil des Berichts war, bei aller Uneinigkeit, noch einigermassen nachvollziehbar. Das eigentliche Problem ist die separate «Zusammenfassung für Politiker»: Sie wird von einem Gremium erstellt, dem auch Regierungsvertreter angehören, und liegt meist schon Monate vor der Veröffentlichung fest – bevor die Wissenschaftler, die den zugrundeliegenden Bericht verfasst haben, überhaupt Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Das ist kein normales Verfahren. Politikern wird dann geraten, nicht den tausend Seiten starken Bericht zu lesen, sondern nur diese Zusammenfassung – die den Bericht keineswegs korrekt wiedergibt. Am Ende dieser Kette stehen Pressemitteilungen, die alles auf plakative Formeln zuspitzen.

Weltwoche: Sie unterscheiden in einem Ihrer Beiträge drei Gruppen: Wissenschaftler, die das eine behaupten, solche, die das Gegenteil sagen – und eine dritte Gruppe aus Journalisten, Medien und Politikern. Ist Letztere die gefährlichste?

Lindzen: Im Kern ja, auch wenn ich nicht genau weiss, woher dieser Reflex kommt. In den USA, glaube ich, nimmt die breite Bevölkerung das Thema ohnehin nicht sonderlich ernst. In Frankreich oder Kanada sind zwar Bauern zu Protesten in die Hauptstädte marschiert, gleichzeitig engagiert sich die politische Führung dort besonders stark dafür. Ob das die öffentliche Meinung widerspiegelt oder sie lenken soll, lässt sich oft nicht auseinanderhalten.

Weltwoche: Wer profitiert Ihrer Ansicht nach am meisten von der CO2-Erzählung?

Lindzen: Sehr viele. Wenn Billionen Dollar im Umlauf sind, greift praktisch jeder zu – Politiker, Journalisten, NGOs, Unternehmen, die sich auf dieses Geschäft spezialisiert haben. Jeder findet seine Methode, wie er davon profitiert.

Weltwoche: Reto Knutti von der ETH Zürich, ebenfalls IPCC-Autor, warnt in den Medien regelmässig vor Hitzewellen, der ungebremsten Klimaerwärmung. Wo irren Kollegen wie er?

Lindzen: Er kann sagen, was er will – es gibt Orte, an denen der Ozean kälter wird, und Orte, an denen er wärmer wird. Man kann sich die passenden Beispiele aussuchen, das ist keine seriöse Wissenschaft. Solche Leute reiten auf der gegenwärtigen Popularität des Themas. Wenn man jemanden immer wieder auftreten lässt, wird er bekannt – und daraus entsteht wiederum Förderung. Ich erinnere mich an den damaligen MIT-Präsidenten Rafael Reif, der sich Sorgen machte, man könnte das Institut meinetwegen angreifen, weil es über eine Million Dollar pro Jahr an klimabezogenen Fördergeldern erhielt.

Weltwoche: Sind die Klimamodelle, auf denen die Politik beruht, solide Wissenschaft?

Lindzen: Nein. Die Politik richtet sich nicht wirklich nach validierten Modellen, sondern die Modelle werden an die gewünschten politischen Ergebnisse angepasst. Ein befreundeter Forscher am Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Princeton wurde einmal gefragt, ob sein Modell auch eine geringere Erwärmung liefern könne – seine Antwort war sinngemäss: Wir liefern, was man will. Es gibt keinerlei belastbare Nachweise, dass diese Modelle tatsächlich funktionieren; selbst die numerische Wettervorhersage über drei Tage liegt oft daneben. Die Vorstellung, ein Modell könne die Welt in hundert Jahren korrekt abbilden, beruht auf Glauben, nicht auf wissenschaftlicher Erkenntnis.

Weltwoche: Nehmen Extremwetterereignisse wie Hurrikane tatsächlich zu?

Lindzen: Dafür gibt es keine Belege. Der Physiker Steven Koonin beschreibt das in seinem Buch «Unsettled» sehr genau: Er hat Anhörungen mit Vertretern beider Seiten organisiert, und dabei war schnell klar, dass an diesen Behauptungen wenig dran ist.

Weltwoche: Kann sich ein junger Wissenschaftler heute noch gegen diese Erzählung stellen und trotzdem Karriere machen?

Lindzen: Nein, das ist unmöglich. Schon 1988, ganz am Anfang, rief mich jemand von der National Science Foundation an und sagte mir unverblümt, ich würde Fördermittel verlieren, wenn ich meine Position nicht änderte. Das war sehr wirksam, um Leute unter Druck zu setzen. Die American Meteorological Society entliess zweimal Herausgeber, weil sie Artikel von mir veröffentlicht hatten, und der Nachfolger rief sogar öffentlich zu Gegenartikeln auf. Am MIT selbst bestand der damalige Präsident Rafael Reif darauf, dass Kollegen einen Brief unterschreiben, in dem sie sich von mir distanzierten. Ich hatte Glück: Als Theoretiker brauchte ich kein Labor, kein Forschungsschiff, nur Mittel für Doktoranden – das liess sich auch mit wenig Förderung stemmen. Ich bin 2013 emeritiert und habe bis heute mein Büro. Aber kein junger Forscher könnte sich das heute leisten.

Weltwoche: Was muss geschehen, damit die Wissenschaft zu Ergebnisoffenheit zurückfindet?

Lindzen: Ich kenne die Antwort nicht. Vermutlich werden vernünftige junge Leute dieses Feld einfach meiden – wir haben das Fachgebiet vergiftet, und das bleibt wohl noch eine Weile so. Ich habe öfter gesagt: Diese Politisierung hat die Klimaforschung um fünfzig bis hundert Jahre zurückgeworfen. Das ist bitter, denn es bleibt ein kleines Feld, kleiner, als die Öffentlichkeit denkt – die eigentliche Fluiddynamik, auf der die Modelle beruhen, ist so unsicher wie einst die Turbulenzprobleme des Physikers Werner Heisenberg. Schon die Wettervorhersage für die nächsten drei Tage ist oft falsch.

Weltwoche: Präsident Trump ist erneut aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Lindzen: Sie kennen die Antwort schon, sonst würden Sie nicht fragen – eine gute Nachricht. Das Pariser Abkommen ist ungefähr so klug wie der Glaube an eine flache Erde.

Weltwoche: Was kostet diese falsche Klimaerzählung die Gesellschaft?

Lindzen: Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, aber sie ist ein wesentlicher Treiber der Inflation. Sie verteuert Energie für Millionen Menschen weltweit – und ist damit indirekt für den Tod von vermutlich Millionen Menschen mitverantwortlich, weil sich viele bezahlbare Energie nicht mehr leisten können. Das allein ist schon schrecklich. Insgesamt geht es dabei nicht um Millionen oder Milliarden, sondern um Billionen von Dollar: Allein Bidens letztes Budget, «Build Back Better», sah rund 9 Billionen Dollar für klimabezogene Massnahmen vor.

Weltwoche: Was müsste passieren, damit der Wind dreht – weg vom «97 Prozent der Wissenschaftler sagen . . . »?

Lindzen: Ich fürchte, es dauert länger, als ich früher dachte. Am Ende ist es simpel: Ohne Geld verschwindet die Bewegung. Solange Billionen verteilt werden, findet jeder einen Grund, mitzumachen. Zugleich zeigt die Realität ihre eigene Logik: Gerade jetzt gibt es diesen kleinen Krieg zwischen den USA und dem Iran, bei dem es unter anderem um den Öltransport durch die Strasse von Hormus geht. Das zeigt: Wir leben weiterhin in einer fossilen Wirtschaft, ganz ohne grosse Debatte, sobald es wirklich zählt. Über Klima kann jeder reden, wie er will – im entscheidenden Moment will jeder Öl.

Weltwoche: Zum Schluss: Warum wird die Zukunft besser sein als die Gegenwart?

Lindzen: Ich glaube, dass sich am Ende die Wahrheit durchsetzt – und dass Menschen wütend werden, wenn sie merken, dass man sie getäuscht hat. Es gibt Propagandatechniken, die gezielt auf Hysterie statt auf Vernunft setzen, das ist eine reale Gefahr. Aber die moderne Gesellschaft hat von der industriellen Revolution enorm profitiert: Wir leben länger, gesünder und wohlhabender als je zuvor. Es gibt heute eine Bewegung, die diesen Fortschritt rückgängig machen möchte – ich glaube, die Menschen werden am Ende erkennen, was sie an diesem Wohlstand haben, und sich davon nicht abbringen lassen.

Das Video-Interview mit Richard Lindzen finden Sie auf weltwoche.ch

Der Beitrag erschien zuerst bei Weltwoche hier, mit ausdrücklicher Genehmigung

 

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Wolken und nicht der Treibhauseffekt steuern das Klima

6. August 2026 - 11:00
von Dr. Heinz Hug

Spektren belegen, dass bei wolkenlosen Himmel die direkte am Erdboden ankommende Solareinstrahlung im Bereich von 800 nm bis etwa 2000 nm die Wasseroberfläche des Globus wesentlich stärker erwärmt als jeglicher Treibhausgaseffekt. Wasser, das die höchste spezifische Wärmekapazität aller gängigen Stoffe besitzt, ist dafür verantwortlich, dass je nach gespeicherter Energie eine warme (wolkenarme) oder eine kalte (wolkenreiche) Klimaperiode herrscht.

Die politisierte Klimaforschung postuliert einen weit überstrapazierten anthropogenen Treibhauseffekt. Dabei handelt es sich vielmehr um eine messbare, objektnahe bzw. erdbodennahe Wärmestrahlung infrarotaktiver, atmosphärischer Spurengase (vgl. Heinz Hug: Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?):

 

Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?

Die Treibhausgas-Hypothese wurde in der Vergangenheit vielfach hinterfragt – auch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die ein Peer-Review-Verfahren durchliefen (vgl. Richard Lindzen, Gerhard Gerlich, Gerhard Kramm, Ralph Dlugi. Nicole Mölders, Roy Spencer, Nir Shaviv u. a.). Natürlich hat sich die Klimaforschungsindustrie sofort darauf gestürzt. Eine wirkliche Widerlegung der Skeptikerargumente ist nicht gelungen. Denn man kann zwar lokal die aus dem Halbraum eintreffende atmosphärische Gegenstrahlung messen, die Größe des Treibhauseffekts kann jedoch nur berechnet werden (Prof. Raschke Klimaforschungszentrum Geesthacht). Deshalb steht – politisch gewollt – jeder wissenschaftlichen Spekulation Tür und Tor offen. Die Politik sorgt mit einen Multimilliarden-Segen dafür, dass die Forschung in die richtige Richtung läuft.

Da sowohl klimakritische Veröffentlichungen als auch deren Widerlegung durch die Klimaforschungsindustrie nur so von mathematischer Kabbala strotzen, sind sie für Laien nicht nachvollziehbar. Ich will deshalb versuchen, die Grundlage aller Klimamodellierung zu torpedieren, ohne allzu tief in die physikalisch-mathematischen Trick-Kiste zu greifen. Denn das Klimakirchenvolk ist tiefgläubig, ohne auch nur ansatzweise nachziehen zu können, auf welch wackligen Computerfüßchen die Klimaforschung steht. Tatsächlich braucht man um skeptisch zu sein, nur ein bisschen gesunden Menschenverstand und den Willen diesen zu gebrauchen.

Hier die Fakten:

Bild 1: Absorption der direkt auf die Erdoberfläche auftreffende Sonneneinstrahlung durch Ozean-und Meerwasser

Bild 1 belegt, dass die auftreffende Solareinstrahlung 70 % der Erdoberfläche (Wasseroberfläche!) direkt erwärmt. Ohne jeglichen „Treibhauseffekt“! Im oberen Spektrum ist der Bereich schraffiert gekennzeichnet, der von der regierungsamtlichen Klimaforschung schamhaft übergangen wird. Das untere Spektrum zeigt das Absorptionsspektrum des Wassers. Im sichtbaren Bereich liegt der Absorptionskoeffizient des Sonnenlichts etwa zwischen 0,0001 und 0,001. Das entspricht der alltäglichen Erfahrung: klares, ungefärbtes Wasser lässt die Sonneneinstrahlung ungehindert passieren. (Die Farbe des Meerwassers wird durch die stärkere Absorption des roten Lichts (ca. 0,01) gegenüber dem blauen (0,0001) verursacht, s. a. Bild 1. Daneben spielt noch der sogenannte Raleigh-Effekt eine Rolle.)

Jetzt kommt der springende Punkt: Zwischen 800 nm und 2 000 nm erreicht bei wolkenlosen Himmel (!) ein erheblicher Teil der terrestrischen Sonnenstrahlung die Erdoberfläche (schwarzer Bereich im oberen Spektrum). Und genau in diesem Bereich absorbiert Wasser ganz erheblich nämlich bis 1 000 000-mal stärker als im sichtbaren Bereich (Absorptionskoeffizient 0,01 in 1/cm bis 100 in 1/cm, s. Bild 1). Die Folge: Wasser erwärmt sich unter wolkenlosen Himmel schneller und stärker als bei Bewölkung – eigentlich eine Binsenweisheit.

Jetzt höre ich schon eifriges Klappern. Was ist mit dem Kirchhoffschen Strahlungsgesetz? Demnach emittiert jede Wärmestrahlung absorbierende Materie diese auch im gleichen Maße. Richtig, bei Atomen geschieht dies sogar bei gleicher Wellenlänge. Wie aber aus dem Bild 2 hervorgeht, wird nur ein Teil der absorbierten Strahlung bei gleicher Wellenlänge wieder emittiert. Der Rest der absorbierten Wärmenergie wird auf alle Energiebereiche verteilt. In der Physik spricht man von Energiedispersion.

Demnach übertragen durch Strahlung angeregte Moleküle (Absorption!) ihre Energie infolge strahlungsloser Deaktivierung auf ihre Umgebung. In diesem Fall geben sie also ihre Energie nicht wieder bei gleicher Wellenlänge („Farbe“) ab, bei der sie absorbiert haben. Oder haben Sie schon einmal ein Glas Coca-Cola in der Sonne stehend erlebt, das in der Farbe von Coca-Cola leuchtet? Nein die Flüssigkeit erwärmt sich genau so wie das Meerwasser unter Sonneneinstrahlung. Dazu bedarf es keinerlei Treibhausgaseffekt!

Bild 2: Rückstrahlung der Wasseroberfläche im Verhältnis zur absorbierten Strahlung

Wie aber geht es weiter? Wenn also die direkte Sonneneinstrahlung die Ozeane und Meere (Atlantik, Pazifik, Mittelmeer usw.) bei wolkenlosen Himmel wesentlich stärker erwärmen als jeder durch einen fiktiven Wasserdampfverstärkungsmechanismus aufgeblasener Treibhausgaseffekt, so muss dennoch die gemäß Bild 1 und Bild 2 absorbierte Wärmestrahlung die Erde wieder verlassen können. Hierfür sind die stets offenen atmosphärischen Fenster verantwortlich (s. „Schulter“ in Bild 3).

Bild 3: Emissionsspektrum von Erde und Atmosphäre

Die Größe L in Bild 3 ist die sogenannte spektrale Strahlungsdichte (die genaue Definition steht hier nicht zur Debatte). Man kann sie grob als die von der Erde emittierte Strahlungsenergie/Zeiteinheit ansehen. Deshalb kann beispielsweise die Energie einer bei 2000 nm absorbierten Strahlung, nach ihrer Dispersion bei 11 000 nm ins Weltall abstrahlen.

Der rot eingekreiste Bereich um 12 500 nm kennzeichnet den anthropogenen Treibhauseffekt. Hier kann es bei weiterer CO2-Zufuhr zu einer „Minderemission“ kommen, womit eine globalen Erwärmung verbunden wäre. Diese ist allerdings so gering (0.6 °C bei 100 % mehr CO2), dass die politisierte Klimaforschung einen auf der Clausius-Clapeyronschen-Gleichung basierenden, fiktiven und nicht falsifizierbaren Wasserdampfverstärkungsmechanismus aus dem Hut gezaubert hat.

Weiter geht’s: Üblicherweise transportiert ein vom Meer kommender Seewind kühlere Luft auf die Landmasse. Wie verhält es sich aber, wenn die Wasseroberfläche unter direkter Sonnenstrahlenwirkung erwärmt wurde? Dann strömt kein kälterer Wind mehr vom Meer aufs Land, vielmehr gelangt eine vorgewärmte Luftmasse landeinwärts, die sich über dem unter wolkenlosen Himmel weiter aufheizt (s. Bild 4) – die Hitzewelle 2026.

Dass die Meeresoberflächentemperatur die entscheidende Größe ist, ist

eigentlich ebenfalls eine Binsenweisheit. Nur wird ihr in letzter Zeit erfolgter Anstieg von der politisierten Klimaforschungsindustrie auf den Treibhauseffekt zurückgeführt: Dies einerseits, weil man unbedingt seit Rio 92 den Lebensstil der Industrieländer dafür verantwortlich machen will und andererseits, weil die in Computern eingespeisten Klimamodelle nicht mit der variablen Wolkenbedeckung zurechtkommen.

Bild 4: Temperaturen im Mittelmeer und der Landumgebung

Berücksichtigt man die Variabilität der Wolkenbedeckung braucht man sich über die in den letzten Jahren gestiegenen Temperaturen braucht nicht zu wundern (Bild 5):

Bild 5: Variabilität der Wolkendichte und Sonnenscheindauer

Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DMD) hat die globale Strahlung (Solareinstrahlung!) im Zeitraum von 1983 bis 2024 um +3,46 kWh/m2 zugenommen.

Dem Physiknobelpreisträger John F. Clauser (Nobelpreis 2022), dem man gewiss nicht vorwerfen kann, er verstünde nichts von Physik, leugnet nicht den Klimawandel sondern vertritt die Ansicht, die Fluktuation der Wolkenbedeckung und nicht der Treibhausgaseffekt ist für die neuzeitliche Klimaänderung verantwortlich.

 

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Erneuerbare Energien sind billig? Reuters recycelt den Mythos.

6. August 2026 - 8:00

WUWT, übernommen von MasterResource , Lisa Linowes

Die Warnung von Reuters, dass die Abschaffung von Subventionen für Wind- und Solarenergie zu steigenden Strompreisen führen wird, ist die neueste Variante eines altbekannten Arguments. Lisa Linowes (WindAction) stellte dieses Argument bereits früher infrage;  2012 Windenergie ohne Produktionssteuergutschrift und 2014 AWEA nutzt Preisverzerrungen, um die Produktionssteuergutschrift zu retten . Das Argument wurde damals zur Verteidigung der Produktionssteuergutschrift herangezogen. Mehr als ein Jahrzehnt später verteidigt Reuters erneut das Unhaltbare.

„Wind- und Solarentwickler wollen natürlich, dass die Öffentlichkeit die Nennleistung in Megawatt mit zuverlässiger Versorgung, subventionierte Angebote mit den Gesamtkosten und einen schnellen Ausbau mit technischer Notwendigkeit gleichsetzt. Sie verkaufen Projekte. Reuters sollte anders vorgehen. Die Presse sollte die Behauptungen der Industrie hinterfragen, anstatt sie als wirtschaftliche Selbstverständlichkeit darzustellen.“

Erneut nutzt ein großes Medienunternehmen seine Medienpräsenz, um die Werbebotschaft der Erneuerbare-Energien-Branche zu verbreiten. In seinem Artikel „ Die Abschaffung von Subventionen für Wind- und Solarenergie wird den Strom in den USA verteuern “  argumentiert Gavin Maguire , Kolumnist für die globale Energiewende bei Reuters, dass die schrittweise Abschaffung staatlicher Steuervergünstigungen für Wind- und Solarenergie die Preise erhöhen, die Versorgungssicherheit beeinträchtigen und die USA daran hindern wird, die steigende Nachfrage zu decken. Die Prämisse ist simpel: Amerika braucht mehr Strom; Wind- und Solarenergie machen einen Großteil der aktuell neu installierten Nennleistung aus; daher muss eine Verlangsamung ihres Ausbaus zwangsläufig zu Stromknappheit und -kosten führen.

Diese Schlussfolgerung wird propagiert, nicht bewiesen. Der Artikel behandelt die Nennleistung als verlässliche Versorgungssicherheit, stark subventionierte Preise als Beleg für niedrige Kosten, staatliche Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien als vergleichbar mit bescheidenen Förderungen für Batterien so, als würden diese Strom erzeugen. Das sind keine geringfügigen Fehler. Sie bilden die Grundlage der Argumentation.

Nennleistung vs. Zuverlässige, abrufbare Stromlieferung 

Eine Megawatt Solarstromanlage entspricht nicht einem Megawatt, das bedarfsgerecht von einem Kraftwerk abrufbar ist. Die Solarstromproduktion nimmt im Laufe des Tages ab und fällt nachts ganz aus. Windkraft richtet sich nach dem Wetter, nicht nach dem Bedarf des Systems. Ein Windpark kann zwar jährlich beträchtliche Mengen an Energie erzeugen – bei genügend aufgestellten Windspargeln – liefert aber während einer windarmen Hitzewelle, eines Kälteeinbruchs, zur Abdeckung der abendlichen Spitzenlast oder eines regionalen Notfalls nur wenig. Das macht Wind- und Solarenergie [möglicherweise?] nicht nutzlos. Es bedeutet lediglich, dass ihre Nennleistung nicht als verlässliche Kapazität angesehen werden kann.

Reuters geht jedoch so mit den Begriffen Kapazität, Erzeugung, Versorgung und Leistung um, als wären sie austauschbar. Das Magazin nennt hohe Zahlen geplanter erneuerbarer Energien in Megawatt und geht davon aus, dass diese die Versorgungssicherheit erhöhen werden. Die entscheidende Frage ist aber nicht, wie viele Windkraftanlagen oder Solarmodule die Entwickler installieren. Entscheidend ist, wie viel zuverlässigen Strom das System in den Zeiten mit der größten Stromknappheit liefern kann. Maguire von Reuters stellt diese Frage nie.

Subventionierte Preise verschleiern die wahren Kosten

Der Reuters-Artikel stellt Wind- und Solarenergie auch deshalb als kostengünstig dar, weil sie zu sehr niedrigen Preisen auf den Großhandelsmärkten bieten können. Ein niedriges Gebot entspricht jedoch nicht den gesamten Stromkosten.

Wind- und Solarenergie werden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene erheblich subventioniert. Die bundesstaatliche  Investitionssteuergutschrift ( seit 1978 14 Mal  verlängert  ) wird gewährt, sobald ein förderfähiges Projekt in Betrieb genommen wird, während die bundesstaatliche  Produktionssteuergutschrift ( seit 1992 12 Mal  verlängert  ) erst nach Beginn der Stromerzeugung gewährt wird. In beiden Fällen tragen die Steuerzahler einen erheblichen Teil der Projektkosten, wodurch sich die Projekte lohnen und die Projektentwickler Strom zu Preisen verkaufen können, die einen Großteil der bereits von den Steuerzahlern getragenen Kosten ausblenden. Was als günstiger Strom beworben wird, ist in Wirklichkeit stark subventioniert.

Die Behauptung, „jede Energiebranche werde subventioniert“, ist ebenso irreführend. Die Produktionssteuergutschrift (PTC) für Windenergie ist eine unbegrenzte Produktionssubvention: Förderfähige Projekte erhalten eine staatliche Gutschrift für jede produzierte Kilowattstunde während ihres zehnjährigen Förderzeitraums. Jedes neue förderfähige Projekt generiert einen weiteren zehnjährigen Gutschriftsstrom.

Laut der US-Energiebehörde (EIA) beliefen sich die Steuersubventionen für erneuerbare Energien zwischen den Haushaltsjahren 2016 und 2022 auf insgesamt 83,8 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 9,3 Milliarden US-Dollar für Öl und Gas und 15,3 Milliarden US-Dollar für Kohle. Im Jahr 2022  erhielten erneuerbare Energien mit 15,6 Milliarden US-Dollar fast fünfmal so hohe Steuergutschriften wie Öl, Gas und Kohle, mit 3,2 Milliarden US-Dollar.

Selbst nachdem der Kongress im vergangenen Jahr die Beendigung dieser Subventionen für neue Wind- und Solarprojekte debattiert hat, schätzt das Finanzministerium, dass die Investitions- und Produktionssteuergutschriften (ITC und PTC) in den Haushaltsjahren 2026–2035 die Steuereinnahmen um 156,4 Milliarden US-Dollar reduzieren werden, während die neueren Gutschriften für die Produktion und Investitionen in saubere Elektrizität weitere 73,1 Milliarden US-Dollar betragen – insgesamt also rund 229,5 Milliarden US-Dollar. Obwohl die neueren Gutschriften nominell technologieneutral sind, dominieren Wind- und Solarenergie die Projektpipeline und werden voraussichtlich den größten Teil der Vorteile erhalten. Ohne diese Förderungen gäbe es die Wind- und Solarbranche in ihrer heutigen Form nicht.

Bundessubventionen sind nur ein Aspekt. Staatliche Maßnahmen verursachen zusätzliche Kosten durch Vorgaben für erneuerbare Energien, Zertifikate für erneuerbare Energien, überhöhte Verträge, Net-Metering-Programme, den Ausbau des Übertragungsnetzes und andere Mechanismen. Allein in Massachusetts kosten diese staatlich vorgeschriebenen Klima- und Energieprogramme die Stromkunden  jährlich über 4 Milliarden US-Dollar. Viele dieser Kosten werden über Netzgebühren, Zuschläge für politische Maßnahmen und andere Bestandteile der Stromrechnung erhoben, anstatt direkt über die Stromlieferung, was sie für Kunden schwer nachvollziehbar macht.

Die Verlagerung der Kosten in den Bundeshaushalt und auf weniger sichtbare Teile der Stromrechnungen beseitigt sie nicht. Sie werden lediglich verteilt und verschleiert. Ein niedriger Vertrags- oder Großhandelspreis beweist daher nicht, dass Wind- oder Solarenergie günstig ist. Er spiegelt lediglich den Kostenanteil wider, der im beworbenen Preis verbleibt, nachdem Steuerzahler und Stromkunden den Rest anderweitig getragen haben.

„Jeder erhält Subventionen“ ist qualitativ richtig, quantitativ jedoch nicht. Das Argument vernachlässigt zudem, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen seit Jahrzehnten stark reguliert wird, wodurch ihre Nettosubventionen möglicherweise negativ ausfallen. In jedem Fall spricht der unverhältnismäßige Nutzen von Wind- und Solarenergie für die Abschaffung aller expliziten Subventionen für alle Energien und deren Technologien.

Eine konstruierte Wahl

Der Artikel ordnet Batterien zusammen mit Wind- und Solarenergie als Ressourcen zur Schließung der Stromlücke ein. Batterien  erzeugen jedoch keinen Strom. Sie speichern anderweitig erzeugten Strom, haben eine begrenzte Laufzeit, erzeugen Verluste beim Laden und Entladen und müssen immer wieder aufgeladen werden. Eine 500-Megawatt-Batterie mit einer Laufzeit von vier Stunden ist nicht mit einem 500-Megawatt-Generator vergleichbar, der tagelang laufen kann.

Maguire von Reuters fragt daraufhin: „Wenn nicht erneuerbare Energien, was dann?“ und verwirft rasch alle Alternativen: Gas stößt aufgrund von Gaskraftwerk-Mangel an seine Grenzen, der Bau von Kernkraftwerken dauert zu lange, Wasserkraft hat nur begrenztes Ausbaupotenzial und Geothermie ist nur in geringem Umfang vorhanden. Nachdem die Alternativen aussortiert wurden, präsentiert der Artikel Windkraft, Solarenergie und Batteriespeicher als einzig praktikable Lösung – eine konstruierte Wahl.

Gibt es jemals den richtigen Zeitpunkt?

Reuters beharrt darauf, dass jetzt der falsche Zeitpunkt sei, die Subventionen für Wind- und Solarenergie zu beenden. Doch die Begründung für diese Subventionen ändert sich mit den Umständen. Während über ein  Jahrzehnt lang die Stromnachfrage stagnierte, argumentierten Befürworter erneuerbarer Energien, Subventionen seien notwendig, um den Übergang weg von fossilen Brennstoffen zu erzwingen. Jetzt, da die Nachfrage steigt, werden dieselben Subventionen als unerlässlich dargestellt, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.

Nach dieser Logik gibt es nie einen geeigneten Zeitpunkt, sie zu beenden: Stagnierende Nachfrage erfordert Subventionen für die Dekarbonisierung, steigende Nachfrage hingegen Subventionen für die Sicherstellung der Ressourcenverfügbarkeit. Das ist keine zeitabhängige ökonomische Analyse, sondern eine nicht widerlegbare Verteidigung dauerhafter staatlicher Unterstützung.

Die politischen Entscheidungsträger können bestehende Kernkraft-, Kohle- und Gaskraftwerke, die bereits stillgelegt wurden oder noch sollen, erhalten, Anlagen modernisieren. Die Märkte sollten sich nach Bedarf und Angebot reformieren, um verlässliche Kapazitäten zu schaffen und eine feste Versorgung gewährleisten. Ressourcen sollten ausschließlich auf der Grundlage der Leistung während kritischer Stunden anstatt der Nennkapazität beschafft werden.

Die Behauptung, jedes abgesagte Projekt im Bereich erneuerbarer Energien führe zu einem dauerhaften Mangel, ist genauso haltlos. Bestehende Wärmekraftwerke können weiter betrieben werden, andere Kraftwerke können gebaut werden, und andere Technologien können wirtschaftlich werden. Der Reuters-Artikel geht von keinerlei Alternativen aus und erklärt den Mangel dann für unvermeidlich.  Das ist Lobbyarbeit, keine Prognose.

Reuters kennzeichnet den Artikel als Kommentar. Dies entschuldigt jedoch nicht das Fehlen einer fundierten Analyse durch Kolumnist Gavin Maguire. Der Beitrag bietet weder eine Analyse der regionalen Kapazitäten noch eine Untersuchung der Leistungsfähigkeit in kritischen Betriebsstunden, kein alternatives Ressourcenportfolio und berücksichtigt weder die gesamten Subventionen noch die Übertragungs- oder Integrationskosten. Stattdessen reproduziert er die Argumentation der Branche für erneuerbare Energien und stellt fortgesetzte staatliche Eingriffe als wirtschaftliche Notwendigkeit dar.

Wind- und Solarentwickler wollen natürlich, dass die Öffentlichkeit die Nennleistung in Megawatt mit zuverlässiger Versorgung, subventionierte Angebote mit den Gesamtkosten und einen schnellen Ausbau mit technischer Notwendigkeit gleichsetzt. Sie verkaufen Projekte. Reuters sollte anders vorgehen. Die Presse sollte die Behauptungen der Industrie hinterfragen, anstatt sie als wirtschaftliche Selbstverständlichkeit darzustellen.

Die USA stehen vor einem steigenden Strombedarf. Ziel sollte jedoch nicht die Maximierung subventionierter Windkraftanlagen, Solaranlagen, Batteriespeicher oder deren nominalen Megawattzahl sein. Vielmehr sollte ein Portfolio aufgebaut werden, das in der Lage ist, Strom in kritischen Stunden dort zu liefern, wann und wo er benötigt wird, und zwar zu den geringstmöglichen Gesamtkosten für Verbraucher und Steuerzahler.

Reuters verwechselt den politischen Erfolg der Erneuerbare-Energien-Branche mit einer technischen Notwendigkeit. Das kommt den Projektentwicklern zugute. Lesern, die das Stromnetz verstehen wollen, hilft es hingegen nicht.

Lisa Linowes ist Geschäftsführerin und Sprecherin von  WindAction , einer anerkannten Informationsquelle zu den Kosten großflächiger erneuerbarer Energien, wo dieser Beitrag kürzlich  erschienen ist . Ihre früheren Beiträge auf MasterResource finden Sie  hier .

https://wattsupwiththat.com/2026/07/29/cheap-renewables-reuters-recycles-the-myth/

Zahlen für Deutschland

Strombedarf

  • Grundlast (Mindestbedarf):
    • Liegt bei 40 bis 60 Gigawatt (in tiefen Nachtphasen teils um 30 bis 40 GW).
  • Mittellast (Tagesbedarf):
    • Bewegt sich im Bereich zwischen der Grundlast und den Höchstwerten am Tag.
  • Spitzenlast (Höchstbedarf):
    • Erreicht Werte von 75 bis über 80 Gigawatt (je nach Jahreszeit und Wochentag auch höher).

https://www.sfc.com/de/glossar/grundlast/

Erneuerbare Energien und Speicher – Nennleistung, Abruf nicht planbar

  • Photovoltaik: ca. 97–100 GW (starker Ausbau)
  • Wind an Land (Onshore): ca. 62–65 GW
  • Biomasse: ca. 9,0 GW
  • Wind auf See (Offshore): ca. 10,6–11 GW
  • Batteriespeicher: ca. 19,9 GW (Puffer, muss erst geladen sein)
  • Wasserkraft: ca. 5,9 GW [1, 2, 3, 4, 5]

Von der Nennleistung her, wäre doch der Ausbau der Photovoltaik, mehr als genug für Deutschland!??

Konventionelle Energieträger, Nennleistung abrufbar

  • Erdgas: ca. 35,3 GW
  • Steinkohle: ca. 15,1 GW
  • Braunkohle: ca. 14,8 GW
  • Pumpspeicher: ca. 9,9 GW
  • Mineralöl: ca. 3,5 GW [1, 2]
  • Kernkraft: Null, abgeschaltet und z.T. zerstört

https://www.agora-energiewende.de/daten-tools

Medien

Geheim-Plan für wochenlangen Strom-Blackout aufgedeckt

Stand:30.07.2026, 13:44 Uhr, Von: Bleranda Shabani

München – Laut Informationen von Business Insider bereitet sich die Bundesnetzagentur auf den Fall lang anhaltender Stromausfälle vor. Mit einer neuen digitalen Sicherheitsplattform soll im Ernstfall der Stromverbrauch großer Unternehmen gesteuert werden.

https://www.merkur.de/wirtschaft/strom-blackout-geheim-plan-bundesnetzagentur-zr-94421755.html

Welt, Abschaltpläne für Industrie

Geheime Planungen – Bundesnetzagentur bereitet Deutschland auf langanhaltende Stromausfälle vor

Von Daniel Wetzel, Wirtschaftsredakteur

Die Bundesnetzagentur richtet klammheimlich eine „Sicherheitsplattform Strom“ ein. Großverbraucher müssen sich dort registrieren lassen. Mit dem Instrument reagiert der Bund auf die Gefahr „struktureller Mangellagen“ und langer Blackouts.

https://www.welt.de/wirtschaft/plus6a69d78f9069e20393cd9c6c/abschaltplaene-fuer-industrie-geheime-planungen-bundesnetzagentur-bereitet-deutschland-auf-lang-anhaltende-stromausfaelle-vor.html

Bundesnetzagentur plant Notfallplattform gegen Stromausfälle

Die Bundesnetzagentur bereitet sich auf den Fall vor, dass in Deutschland über einen längeren Zeitraum nicht genügend Strom zur Verfügung steht. Mit der neuen „Sicherheitsplattform Strom“ soll der Verbrauch großer Unternehmen in einer schweren Mangellage gezielt reduziert werden können. Damit will die Bundesnetzagentur großflächige Stromausfälle möglichst verhindern.

https://ms-aktuell.de/welt/bundesnetzagentur-stromausfaelle/

Der Beitrag Erneuerbare Energien sind billig? Reuters recycelt den Mythos. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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