Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Wolken und nicht der Treibhauseffekt steuern das Klima
Spektren belegen, dass bei wolkenlosen Himmel die direkte am Erdboden ankommende Solareinstrahlung im Bereich von 800 nm bis etwa 2000 nm die Wasseroberfläche des Globus wesentlich stärker erwärmt als jeglicher Treibhausgaseffekt. Wasser, das die höchste spezifische Wärmekapazität aller gängigen Stoffe besitzt, ist dafür verantwortlich, dass je nach gespeicherter Energie eine warme (wolkenarme) oder eine kalte (wolkenreiche) Klimaperiode herrscht.
Die politisierte Klimaforschung postuliert einen weit überstrapazierten anthropogenen Treibhauseffekt. Dabei handelt es sich vielmehr um eine messbare, objektnahe bzw. erdbodennahe Wärmestrahlung infrarotaktiver, atmosphärischer Spurengase (vgl. Heinz Hug: Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?):
Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?
Die Treibhausgas-Hypothese wurde in der Vergangenheit vielfach hinterfragt – auch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die ein Peer-Review-Verfahren durchliefen (vgl. Richard Lindzen, Gerhard Gerlich, Gerhard Kramm, Ralph Dlugi. Nicole Mölders, Roy Spencer, Nir Shaviv u. a.). Natürlich hat sich die Klimaforschungsindustrie sofort darauf gestürzt. Eine wirkliche Widerlegung der Skeptikerargumente ist nicht gelungen. Denn man kann zwar lokal die aus dem Halbraum eintreffende atmosphärische Gegenstrahlung messen, die Größe des Treibhauseffekts kann jedoch nur berechnet werden (Prof. Raschke Klimaforschungszentrum Geesthacht). Deshalb steht – politisch gewollt – jeder wissenschaftlichen Spekulation Tür und Tor offen. Die Politik sorgt mit einen Multimilliarden-Segen dafür, dass die Forschung in die richtige Richtung läuft.
Da sowohl klimakritische Veröffentlichungen als auch deren Widerlegung durch die Klimaforschungsindustrie nur so von mathematischer Kabbala strotzen, sind sie für Laien nicht nachvollziehbar. Ich will deshalb versuchen, die Grundlage aller Klimamodellierung zu torpedieren, ohne allzu tief in die physikalisch-mathematischen Trick-Kiste zu greifen. Denn das Klimakirchenvolk ist tiefgläubig, ohne auch nur ansatzweise nachziehen zu können, auf welch wackligen Computerfüßchen die Klimaforschung steht. Tatsächlich braucht man um skeptisch zu sein, nur ein bisschen gesunden Menschenverstand und den Willen diesen zu gebrauchen.
Hier die Fakten:
Bild 1: Absorption der direkt auf die Erdoberfläche auftreffende Sonneneinstrahlung durch Ozean-und MeerwasserBild 1 belegt, dass die auftreffende Solareinstrahlung 70 % der Erdoberfläche (Wasseroberfläche!) direkt erwärmt. Ohne jeglichen „Treibhauseffekt“! Im oberen Spektrum ist der Bereich schraffiert gekennzeichnet, der von der regierungsamtlichen Klimaforschung schamhaft übergangen wird. Das untere Spektrum zeigt das Absorptionsspektrum des Wassers. Im sichtbaren Bereich liegt der Absorptionskoeffizient des Sonnenlichts etwa zwischen 0,0001 und 0,001. Das entspricht der alltäglichen Erfahrung: klares, ungefärbtes Wasser lässt die Sonneneinstrahlung ungehindert passieren. (Die Farbe des Meerwassers wird durch die stärkere Absorption des roten Lichts (ca. 0,01) gegenüber dem blauen (0,0001) verursacht, s. a. Bild 1. Daneben spielt noch der sogenannte Raleigh-Effekt eine Rolle.)
Jetzt kommt der springende Punkt: Zwischen 800 nm und 2 000 nm erreicht bei wolkenlosen Himmel (!) ein erheblicher Teil der terrestrischen Sonnenstrahlung die Erdoberfläche (schwarzer Bereich im oberen Spektrum). Und genau in diesem Bereich absorbiert Wasser ganz erheblich nämlich bis 1 000 000-mal stärker als im sichtbaren Bereich (Absorptionskoeffizient 0,01 in 1/cm bis 100 in 1/cm, s. Bild 1). Die Folge: Wasser erwärmt sich unter wolkenlosen Himmel schneller und stärker als bei Bewölkung – eigentlich eine Binsenweisheit.
Jetzt höre ich schon eifriges Klappern. Was ist mit dem Kirchhoffschen Strahlungsgesetz? Demnach emittiert jede Wärmestrahlung absorbierende Materie diese auch im gleichen Maße. Richtig, bei Atomen geschieht dies sogar bei gleicher Wellenlänge. Wie aber aus dem Bild 2 hervorgeht, wird nur ein Teil der absorbierten Strahlung bei gleicher Wellenlänge wieder emittiert. Der Rest der absorbierten Wärmenergie wird auf alle Energiebereiche verteilt. In der Physik spricht man von Energiedispersion.
Demnach übertragen durch Strahlung angeregte Moleküle (Absorption!) ihre Energie infolge strahlungsloser Deaktivierung auf ihre Umgebung. In diesem Fall geben sie also ihre Energie nicht wieder bei gleicher Wellenlänge („Farbe“) ab, bei der sie absorbiert haben. Oder haben Sie schon einmal ein Glas Coca-Cola in der Sonne stehend erlebt, das in der Farbe von Coca-Cola leuchtet? Nein die Flüssigkeit erwärmt sich genau so wie das Meerwasser unter Sonneneinstrahlung. Dazu bedarf es keinerlei Treibhausgaseffekt!
Bild 2: Rückstrahlung der Wasseroberfläche im Verhältnis zur absorbierten StrahlungWie aber geht es weiter? Wenn also die direkte Sonneneinstrahlung die Ozeane und Meere (Atlantik, Pazifik, Mittelmeer usw.) bei wolkenlosen Himmel wesentlich stärker erwärmen als jeder durch einen fiktiven Wasserdampfverstärkungsmechanismus aufgeblasener Treibhausgaseffekt, so muss dennoch die gemäß Bild 1 und Bild 2 absorbierte Wärmestrahlung die Erde wieder verlassen können. Hierfür sind die stets offenen atmosphärischen Fenster verantwortlich (s. „Schulter“ in Bild 3).
Bild 3: Emissionsspektrum von Erde und AtmosphäreDie Größe L in Bild 3 ist die sogenannte spektrale Strahlungsdichte (die genaue Definition steht hier nicht zur Debatte). Man kann sie grob als die von der Erde emittierte Strahlungsenergie/Zeiteinheit ansehen. Deshalb kann beispielsweise die Energie einer bei 2000 nm absorbierten Strahlung, nach ihrer Dispersion bei 11 000 nm ins Weltall abstrahlen.
Der rot eingekreiste Bereich um 12 500 nm kennzeichnet den anthropogenen Treibhauseffekt. Hier kann es bei weiterer CO2-Zufuhr zu einer „Minderemission“ kommen, womit eine globalen Erwärmung verbunden wäre. Diese ist allerdings so gering (0.6 °C bei 100 % mehr CO2), dass die politisierte Klimaforschung einen auf der Clausius-Clapeyronschen-Gleichung basierenden, fiktiven und nicht falsifizierbaren Wasserdampfverstärkungsmechanismus aus dem Hut gezaubert hat.
Weiter geht’s: Üblicherweise transportiert ein vom Meer kommender Seewind kühlere Luft auf die Landmasse. Wie verhält es sich aber, wenn die Wasseroberfläche unter direkter Sonnenstrahlenwirkung erwärmt wurde? Dann strömt kein kälterer Wind mehr vom Meer aufs Land, vielmehr gelangt eine vorgewärmte Luftmasse landeinwärts, die sich über dem unter wolkenlosen Himmel weiter aufheizt (s. Bild 4) – die Hitzewelle 2026.
Dass die Meeresoberflächentemperatur die entscheidende Größe ist, ist
eigentlich ebenfalls eine Binsenweisheit. Nur wird ihr in letzter Zeit erfolgter Anstieg von der politisierten Klimaforschungsindustrie auf den Treibhauseffekt zurückgeführt: Dies einerseits, weil man unbedingt seit Rio 92 den Lebensstil der Industrieländer dafür verantwortlich machen will und andererseits, weil die in Computern eingespeisten Klimamodelle nicht mit der variablen Wolkenbedeckung zurechtkommen.
Bild 4: Temperaturen im Mittelmeer und der LandumgebungBerücksichtigt man die Variabilität der Wolkenbedeckung braucht man sich über die in den letzten Jahren gestiegenen Temperaturen braucht nicht zu wundern (Bild 5):
Bild 5: Variabilität der Wolkendichte und SonnenscheindauerNach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DMD) hat die globale Strahlung (Solareinstrahlung!) im Zeitraum von 1983 bis 2024 um +3,46 kWh/m2 zugenommen.
Dem Physiknobelpreisträger John F. Clauser (Nobelpreis 2022), dem man gewiss nicht vorwerfen kann, er verstünde nichts von Physik, leugnet nicht den Klimawandel sondern vertritt die Ansicht, die Fluktuation der Wolkenbedeckung und nicht der Treibhausgaseffekt ist für die neuzeitliche Klimaänderung verantwortlich.
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Erneuerbare Energien sind billig? Reuters recycelt den Mythos.
WUWT, übernommen von MasterResource , Lisa Linowes
Die Warnung von Reuters, dass die Abschaffung von Subventionen für Wind- und Solarenergie zu steigenden Strompreisen führen wird, ist die neueste Variante eines altbekannten Arguments. Lisa Linowes (WindAction) stellte dieses Argument bereits früher infrage; 2012 Windenergie ohne Produktionssteuergutschrift und 2014 AWEA nutzt Preisverzerrungen, um die Produktionssteuergutschrift zu retten . Das Argument wurde damals zur Verteidigung der Produktionssteuergutschrift herangezogen. Mehr als ein Jahrzehnt später verteidigt Reuters erneut das Unhaltbare.
„Wind- und Solarentwickler wollen natürlich, dass die Öffentlichkeit die Nennleistung in Megawatt mit zuverlässiger Versorgung, subventionierte Angebote mit den Gesamtkosten und einen schnellen Ausbau mit technischer Notwendigkeit gleichsetzt. Sie verkaufen Projekte. Reuters sollte anders vorgehen. Die Presse sollte die Behauptungen der Industrie hinterfragen, anstatt sie als wirtschaftliche Selbstverständlichkeit darzustellen.“
Erneut nutzt ein großes Medienunternehmen seine Medienpräsenz, um die Werbebotschaft der Erneuerbare-Energien-Branche zu verbreiten. In seinem Artikel „ Die Abschaffung von Subventionen für Wind- und Solarenergie wird den Strom in den USA verteuern “ argumentiert Gavin Maguire , Kolumnist für die globale Energiewende bei Reuters, dass die schrittweise Abschaffung staatlicher Steuervergünstigungen für Wind- und Solarenergie die Preise erhöhen, die Versorgungssicherheit beeinträchtigen und die USA daran hindern wird, die steigende Nachfrage zu decken. Die Prämisse ist simpel: Amerika braucht mehr Strom; Wind- und Solarenergie machen einen Großteil der aktuell neu installierten Nennleistung aus; daher muss eine Verlangsamung ihres Ausbaus zwangsläufig zu Stromknappheit und -kosten führen.
Diese Schlussfolgerung wird propagiert, nicht bewiesen. Der Artikel behandelt die Nennleistung als verlässliche Versorgungssicherheit, stark subventionierte Preise als Beleg für niedrige Kosten, staatliche Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien als vergleichbar mit bescheidenen Förderungen für Batterien so, als würden diese Strom erzeugen. Das sind keine geringfügigen Fehler. Sie bilden die Grundlage der Argumentation.
Nennleistung vs. Zuverlässige, abrufbare Stromlieferung
Eine Megawatt Solarstromanlage entspricht nicht einem Megawatt, das bedarfsgerecht von einem Kraftwerk abrufbar ist. Die Solarstromproduktion nimmt im Laufe des Tages ab und fällt nachts ganz aus. Windkraft richtet sich nach dem Wetter, nicht nach dem Bedarf des Systems. Ein Windpark kann zwar jährlich beträchtliche Mengen an Energie erzeugen – bei genügend aufgestellten Windspargeln – liefert aber während einer windarmen Hitzewelle, eines Kälteeinbruchs, zur Abdeckung der abendlichen Spitzenlast oder eines regionalen Notfalls nur wenig. Das macht Wind- und Solarenergie [möglicherweise?] nicht nutzlos. Es bedeutet lediglich, dass ihre Nennleistung nicht als verlässliche Kapazität angesehen werden kann.
Reuters geht jedoch so mit den Begriffen Kapazität, Erzeugung, Versorgung und Leistung um, als wären sie austauschbar. Das Magazin nennt hohe Zahlen geplanter erneuerbarer Energien in Megawatt und geht davon aus, dass diese die Versorgungssicherheit erhöhen werden. Die entscheidende Frage ist aber nicht, wie viele Windkraftanlagen oder Solarmodule die Entwickler installieren. Entscheidend ist, wie viel zuverlässigen Strom das System in den Zeiten mit der größten Stromknappheit liefern kann. Maguire von Reuters stellt diese Frage nie.
Subventionierte Preise verschleiern die wahren Kosten
Der Reuters-Artikel stellt Wind- und Solarenergie auch deshalb als kostengünstig dar, weil sie zu sehr niedrigen Preisen auf den Großhandelsmärkten bieten können. Ein niedriges Gebot entspricht jedoch nicht den gesamten Stromkosten.
Wind- und Solarenergie werden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene erheblich subventioniert. Die bundesstaatliche Investitionssteuergutschrift ( seit 1978 14 Mal verlängert ) wird gewährt, sobald ein förderfähiges Projekt in Betrieb genommen wird, während die bundesstaatliche Produktionssteuergutschrift ( seit 1992 12 Mal verlängert ) erst nach Beginn der Stromerzeugung gewährt wird. In beiden Fällen tragen die Steuerzahler einen erheblichen Teil der Projektkosten, wodurch sich die Projekte lohnen und die Projektentwickler Strom zu Preisen verkaufen können, die einen Großteil der bereits von den Steuerzahlern getragenen Kosten ausblenden. Was als günstiger Strom beworben wird, ist in Wirklichkeit stark subventioniert.
Die Behauptung, „jede Energiebranche werde subventioniert“, ist ebenso irreführend. Die Produktionssteuergutschrift (PTC) für Windenergie ist eine unbegrenzte Produktionssubvention: Förderfähige Projekte erhalten eine staatliche Gutschrift für jede produzierte Kilowattstunde während ihres zehnjährigen Förderzeitraums. Jedes neue förderfähige Projekt generiert einen weiteren zehnjährigen Gutschriftsstrom.
Laut der US-Energiebehörde (EIA) beliefen sich die Steuersubventionen für erneuerbare Energien zwischen den Haushaltsjahren 2016 und 2022 auf insgesamt 83,8 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 9,3 Milliarden US-Dollar für Öl und Gas und 15,3 Milliarden US-Dollar für Kohle. Im Jahr 2022 erhielten erneuerbare Energien mit 15,6 Milliarden US-Dollar fast fünfmal so hohe Steuergutschriften wie Öl, Gas und Kohle, mit 3,2 Milliarden US-Dollar.
Selbst nachdem der Kongress im vergangenen Jahr die Beendigung dieser Subventionen für neue Wind- und Solarprojekte debattiert hat, schätzt das Finanzministerium, dass die Investitions- und Produktionssteuergutschriften (ITC und PTC) in den Haushaltsjahren 2026–2035 die Steuereinnahmen um 156,4 Milliarden US-Dollar reduzieren werden, während die neueren Gutschriften für die Produktion und Investitionen in saubere Elektrizität weitere 73,1 Milliarden US-Dollar betragen – insgesamt also rund 229,5 Milliarden US-Dollar. Obwohl die neueren Gutschriften nominell technologieneutral sind, dominieren Wind- und Solarenergie die Projektpipeline und werden voraussichtlich den größten Teil der Vorteile erhalten. Ohne diese Förderungen gäbe es die Wind- und Solarbranche in ihrer heutigen Form nicht.
Bundessubventionen sind nur ein Aspekt. Staatliche Maßnahmen verursachen zusätzliche Kosten durch Vorgaben für erneuerbare Energien, Zertifikate für erneuerbare Energien, überhöhte Verträge, Net-Metering-Programme, den Ausbau des Übertragungsnetzes und andere Mechanismen. Allein in Massachusetts kosten diese staatlich vorgeschriebenen Klima- und Energieprogramme die Stromkunden jährlich über 4 Milliarden US-Dollar. Viele dieser Kosten werden über Netzgebühren, Zuschläge für politische Maßnahmen und andere Bestandteile der Stromrechnung erhoben, anstatt direkt über die Stromlieferung, was sie für Kunden schwer nachvollziehbar macht.
Die Verlagerung der Kosten in den Bundeshaushalt und auf weniger sichtbare Teile der Stromrechnungen beseitigt sie nicht. Sie werden lediglich verteilt und verschleiert. Ein niedriger Vertrags- oder Großhandelspreis beweist daher nicht, dass Wind- oder Solarenergie günstig ist. Er spiegelt lediglich den Kostenanteil wider, der im beworbenen Preis verbleibt, nachdem Steuerzahler und Stromkunden den Rest anderweitig getragen haben.
„Jeder erhält Subventionen“ ist qualitativ richtig, quantitativ jedoch nicht. Das Argument vernachlässigt zudem, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen seit Jahrzehnten stark reguliert wird, wodurch ihre Nettosubventionen möglicherweise negativ ausfallen. In jedem Fall spricht der unverhältnismäßige Nutzen von Wind- und Solarenergie für die Abschaffung aller expliziten Subventionen für alle Energien und deren Technologien.
Eine konstruierte Wahl
Der Artikel ordnet Batterien zusammen mit Wind- und Solarenergie als Ressourcen zur Schließung der Stromlücke ein. Batterien erzeugen jedoch keinen Strom. Sie speichern anderweitig erzeugten Strom, haben eine begrenzte Laufzeit, erzeugen Verluste beim Laden und Entladen und müssen immer wieder aufgeladen werden. Eine 500-Megawatt-Batterie mit einer Laufzeit von vier Stunden ist nicht mit einem 500-Megawatt-Generator vergleichbar, der tagelang laufen kann.
Maguire von Reuters fragt daraufhin: „Wenn nicht erneuerbare Energien, was dann?“ und verwirft rasch alle Alternativen: Gas stößt aufgrund von Gaskraftwerk-Mangel an seine Grenzen, der Bau von Kernkraftwerken dauert zu lange, Wasserkraft hat nur begrenztes Ausbaupotenzial und Geothermie ist nur in geringem Umfang vorhanden. Nachdem die Alternativen aussortiert wurden, präsentiert der Artikel Windkraft, Solarenergie und Batteriespeicher als einzig praktikable Lösung – eine konstruierte Wahl.
Gibt es jemals den richtigen Zeitpunkt?
Reuters beharrt darauf, dass jetzt der falsche Zeitpunkt sei, die Subventionen für Wind- und Solarenergie zu beenden. Doch die Begründung für diese Subventionen ändert sich mit den Umständen. Während über ein Jahrzehnt lang die Stromnachfrage stagnierte, argumentierten Befürworter erneuerbarer Energien, Subventionen seien notwendig, um den Übergang weg von fossilen Brennstoffen zu erzwingen. Jetzt, da die Nachfrage steigt, werden dieselben Subventionen als unerlässlich dargestellt, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.
Nach dieser Logik gibt es nie einen geeigneten Zeitpunkt, sie zu beenden: Stagnierende Nachfrage erfordert Subventionen für die Dekarbonisierung, steigende Nachfrage hingegen Subventionen für die Sicherstellung der Ressourcenverfügbarkeit. Das ist keine zeitabhängige ökonomische Analyse, sondern eine nicht widerlegbare Verteidigung dauerhafter staatlicher Unterstützung.
Die politischen Entscheidungsträger können bestehende Kernkraft-, Kohle- und Gaskraftwerke, die bereits stillgelegt wurden oder noch sollen, erhalten, Anlagen modernisieren. Die Märkte sollten sich nach Bedarf und Angebot reformieren, um verlässliche Kapazitäten zu schaffen und eine feste Versorgung gewährleisten. Ressourcen sollten ausschließlich auf der Grundlage der Leistung während kritischer Stunden anstatt der Nennkapazität beschafft werden.
Die Behauptung, jedes abgesagte Projekt im Bereich erneuerbarer Energien führe zu einem dauerhaften Mangel, ist genauso haltlos. Bestehende Wärmekraftwerke können weiter betrieben werden, andere Kraftwerke können gebaut werden, und andere Technologien können wirtschaftlich werden. Der Reuters-Artikel geht von keinerlei Alternativen aus und erklärt den Mangel dann für unvermeidlich. Das ist Lobbyarbeit, keine Prognose.
Reuters kennzeichnet den Artikel als Kommentar. Dies entschuldigt jedoch nicht das Fehlen einer fundierten Analyse durch Kolumnist Gavin Maguire. Der Beitrag bietet weder eine Analyse der regionalen Kapazitäten noch eine Untersuchung der Leistungsfähigkeit in kritischen Betriebsstunden, kein alternatives Ressourcenportfolio und berücksichtigt weder die gesamten Subventionen noch die Übertragungs- oder Integrationskosten. Stattdessen reproduziert er die Argumentation der Branche für erneuerbare Energien und stellt fortgesetzte staatliche Eingriffe als wirtschaftliche Notwendigkeit dar.
Wind- und Solarentwickler wollen natürlich, dass die Öffentlichkeit die Nennleistung in Megawatt mit zuverlässiger Versorgung, subventionierte Angebote mit den Gesamtkosten und einen schnellen Ausbau mit technischer Notwendigkeit gleichsetzt. Sie verkaufen Projekte. Reuters sollte anders vorgehen. Die Presse sollte die Behauptungen der Industrie hinterfragen, anstatt sie als wirtschaftliche Selbstverständlichkeit darzustellen.
Die USA stehen vor einem steigenden Strombedarf. Ziel sollte jedoch nicht die Maximierung subventionierter Windkraftanlagen, Solaranlagen, Batteriespeicher oder deren nominalen Megawattzahl sein. Vielmehr sollte ein Portfolio aufgebaut werden, das in der Lage ist, Strom in kritischen Stunden dort zu liefern, wann und wo er benötigt wird, und zwar zu den geringstmöglichen Gesamtkosten für Verbraucher und Steuerzahler.
Reuters verwechselt den politischen Erfolg der Erneuerbare-Energien-Branche mit einer technischen Notwendigkeit. Das kommt den Projektentwicklern zugute. Lesern, die das Stromnetz verstehen wollen, hilft es hingegen nicht.
Lisa Linowes ist Geschäftsführerin und Sprecherin von WindAction , einer anerkannten Informationsquelle zu den Kosten großflächiger erneuerbarer Energien, wo dieser Beitrag kürzlich erschienen ist . Ihre früheren Beiträge auf MasterResource finden Sie hier .
https://wattsupwiththat.com/2026/07/29/cheap-renewables-reuters-recycles-the-myth/
Zahlen für Deutschland
Strombedarf
- Grundlast (Mindestbedarf):
- Liegt bei 40 bis 60 Gigawatt (in tiefen Nachtphasen teils um 30 bis 40 GW).
- Mittellast (Tagesbedarf):
- Bewegt sich im Bereich zwischen der Grundlast und den Höchstwerten am Tag.
- Spitzenlast (Höchstbedarf):
- Erreicht Werte von 75 bis über 80 Gigawatt (je nach Jahreszeit und Wochentag auch höher).
https://www.sfc.com/de/glossar/grundlast/
Erneuerbare Energien und Speicher – Nennleistung, Abruf nicht planbar
- Photovoltaik: ca. 97–100 GW (starker Ausbau)
- Wind an Land (Onshore): ca. 62–65 GW
- Biomasse: ca. 9,0 GW
- Wind auf See (Offshore): ca. 10,6–11 GW
- Batteriespeicher: ca. 19,9 GW (Puffer, muss erst geladen sein)
- Wasserkraft: ca. 5,9 GW [1, 2, 3, 4, 5]
Von der Nennleistung her, wäre doch der Ausbau der Photovoltaik, mehr als genug für Deutschland!??
Konventionelle Energieträger, Nennleistung abrufbar
- Erdgas: ca. 35,3 GW
- Steinkohle: ca. 15,1 GW
- Braunkohle: ca. 14,8 GW
- Pumpspeicher: ca. 9,9 GW
- Mineralöl: ca. 3,5 GW [1, 2]
- Kernkraft: Null, abgeschaltet und z.T. zerstört
https://www.agora-energiewende.de/daten-tools
Medien
Geheim-Plan für wochenlangen Strom-Blackout aufgedeckt
Stand:30.07.2026, 13:44 Uhr, Von: Bleranda Shabani
München – Laut Informationen von Business Insider bereitet sich die Bundesnetzagentur auf den Fall lang anhaltender Stromausfälle vor. Mit einer neuen digitalen Sicherheitsplattform soll im Ernstfall der Stromverbrauch großer Unternehmen gesteuert werden.
https://www.merkur.de/wirtschaft/strom-blackout-geheim-plan-bundesnetzagentur-zr-94421755.html
Welt, Abschaltpläne für Industrie
Geheime Planungen – Bundesnetzagentur bereitet Deutschland auf langanhaltende Stromausfälle vor
Von Daniel Wetzel, Wirtschaftsredakteur
Die Bundesnetzagentur richtet klammheimlich eine „Sicherheitsplattform Strom“ ein. Großverbraucher müssen sich dort registrieren lassen. Mit dem Instrument reagiert der Bund auf die Gefahr „struktureller Mangellagen“ und langer Blackouts.
Bundesnetzagentur plant Notfallplattform gegen Stromausfälle
-
- Marie Nemitz, Juli 30, 2026
Die Bundesnetzagentur bereitet sich auf den Fall vor, dass in Deutschland über einen längeren Zeitraum nicht genügend Strom zur Verfügung steht. Mit der neuen „Sicherheitsplattform Strom“ soll der Verbrauch großer Unternehmen in einer schweren Mangellage gezielt reduziert werden können. Damit will die Bundesnetzagentur großflächige Stromausfälle möglichst verhindern.
https://ms-aktuell.de/welt/bundesnetzagentur-stromausfaelle/
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Klimamodelle übersehen Warnzeichen tödlicher Hitzewellen – Klimaschau 270
Computersimulationen der Klimaentwicklung gelten als eines der Hauptwerkzeuge der Klimawissenschaften. Bekannte Forschungsstätten wie das Potsdam-Institut PIK schafften sich eigens für ihre Modellierungen teure Hochleistungsrechner an. Allerdings gelten die Klimamodelle unter Kritikern als wenig leistungsfähig und äußerst anfällig für gezielte Manipulationen.
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Der Hitzeindex-Unsinn
Lassen Sie mich erklären, wie ich KI nutze. Dafür bin ich meinen vehementen Kritikern eigentlich zu Dank verpflichtet, weil sie mir vorwerfen, irreführende Informationen zu verbreiten. Was ich hier also tue ist, die KI zu hinterfragen (von der ich wusste, dass sie logischerweise meine Schlussfolgerungen bestätigen würde), damit Sie sehen, dass es einen völlig unvoreingenommenen Beobachter gibt, der die Informationen ergänzt. Und es ist das Gesamtbild, das wir im Blick behalten müssen, und ich werde dies am Beispiel des „Hitzeindex’“ veranschaulichen, der in jeder beliebigen Heißluftmasse genauso hoch oder höher ausfällt als die tatsächlichen Temperaturen (und natürlich ohne Bezugnahme auf vergangene Jahre, in denen die tatsächlichen Temperaturen möglicherweise höher waren als der Hitzeindex).
Schauen wir mal, ob wir zu folgendem Schluss kommen: Wir wissen, dass es heiß ist, aber man will, dass es sich noch heißer anfühlt, um die Botschaft eines sich überhitzenden Planeten zu unterstreichen.
Oder so ähnlich.
Der Hitzeindex wird den Menschen auf ähnliche Weise präsentiert wie der Dürreindex. Beide basieren jedoch nur auf einem Teil der Fakten. Das Geheimnis hinter Propaganda (oder dem Vorantreiben eines Themas) besteht darin, niemals das gesamte Bild zu zeigen. Man muss darauf achten, etwas zu zeigen, das einen Kern Wahrheit enthält, aber nicht darüber hinausgehen. Der Durchschnittsbürger kennt nicht die ganze Geschichte. Der Dürreindex berücksichtigt den Wasserbedarf. Er ist also nicht nur eine Wettervariable. Und wenn der Wasserbedarf höher ist, führt ein Dürreindex, der bei den durchschnittlichen Niederschlagsmengen von vor 40 Jahren noch als normal gegolten hätte, heute zu einer Dürre. Genauso verhält es sich mit dem Hitzeindex. Er hängt davon ab, wie sich eine Person „fühlt“. Weitaus schlimmer als das ist jedoch die Definition selbst.
Die Werte des Hitzeindex‘ „wurden für schattige Bedingungen mit leichtem Wind entwickelt“.
Ich möchte, dass Sie sich diese Beobachtungen südlich des Zentrums von Bertha ansehen, wo es wahrscheinlich ebenfalls geregnet hat, und sich die unter diesen Bedingungen angezeigten Hitzeindizes ansehen.
Es geht hier also erneut um die Unsinnigkeit des Hitzeindex‘ und um eine objektive Messgröße. (Ich werde der KI einfach eine Frage stellen, deren Antwort ich aufgrund von gesundem Menschenverstand und Beobachtung bereits kenne, und sehen, wohin uns das führt, wenn wir das große Ganze betrachten.)
Was passiert also, wenn es windig ist? Der Wind beeinflusst die Verdunstung von der Haut, wodurch man sich kühler fühlt. Aber genau das ist das Geheimnis: GEFÜHLE statt FAKTEN. Ich frage mich, wer das so propagiert. Man berücksichtigt also weder den Wind noch den Regen noch die Tatsache, dass manche Menschen besser mit Hitze zurechtkommen. Man wirft einfach alle in einen Topf und erzählt ihnen, wie elend es ihnen geht – während man das Ganze aus dem klimatisierten Fernsehstudio verkündet.
Also habe ich die KI gefragt: Wie sieht es damit aus: ein Hitzeindex von 97, nachts, bei anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 77 km/h [Stärke 7 BFT]?
Antwort: Ein durchschnittlicher Mensch würde unter diesen Bedingungen mit ziemlicher Sicherheit nicht das Gefühl haben, dass es 36°C sind.
Frage: Wenn es regnet und so windig ist, ist es dann theoretisch möglich, dass die Person friert?
Antwort: Ja, das ist theoretisch (und oft auch praktisch) möglich.
Auch das ist wieder reine Vernunft.
Ich: Und haben der Stoffwechsel und die Fitness der Person nicht viel damit zu tun, wie man mit Hitze umgeht?
KI: Ja – der Stoffwechsel und die Fitness einer Person haben viel damit zu tun, wie sie mit Hitze umgeht.
Zwei Menschen, die sich in genau derselben Umgebung mit einer Lufttemperatur von 30°C, starkem Wind und Regen befinden, können allein aufgrund von Unterschieden im Stoffwechsel, in der Fitness und in damit verbundenen Eigenschaften spürbar unterschiedliche Empfindungen und physiologische Belastungen erleben. Insbesondere die Fitness ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren, die die Hitzetoleranz verbessern.
Ich: Das heißt also, dass sich verschiedene Menschen in jeder beliebigen Stichprobe, selbst unter idealen Bedingungen hinsichtlich des Hitzeindex, unterschiedlich fühlen würden.
KI: Ja, genau.
Ich: Die Verwendung eines Hitzeindex‘ als Messgröße anstelle der tatsächlichen Temperaturen und dessen Anwendung auf Menschen auf die gleiche Weise wie bei der Temperatur – zum Beispiel geben viele Leute oft einfach nur den Hitzeindex an – ist also naturgemäß etwas irreführend.
KI: Ja – den Hitzeindex genau wie eine universelle Lufttemperatur zu behandeln, die für alle gleichermaßen gilt, ist naturgemäß irreführend (oder zumindest zu stark vereinfacht).
Ich: Aber es würde mehr Aufmerksamkeit erregen, oder? Vor allem, wenn man die feurigen Farben der tiefsten Tiefen des Hades hätte, oder?
KI: Ja, genau richtig.
Ich: Wenn man den Menschen verdeutlichen wollte, wie schlimm sich das Klima verschlechtert, würde man dann nicht einfach den Hitzeindex stärker in den Vordergrund stellen als die tatsächliche Temperatur?
KI: Ja – wenn das primäre Ziel lediglich darin bestünde, die Besorgnis und die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel zu maximieren, wäre es rhetorisch gesehen effektiver, die Werte des Hitzeindex‘ gegenüber den reinen Lufttemperaturen hervorzuheben.
Ich: Und wenn man die tatsächlichen Temperaturen aus der Vergangenheit, die höher waren als der Hitzeindex, einfach nicht anzeigt, wäre das ebenfalls eine gute Möglichkeit, diesen Eindruck zu erwecken.
KI: Ja – das gezielte Weglassen oder Herunterspielen historischer Roh-Lufttemperaturen, welche die heutigen Hitzeindexwerte überstiegen haben, würde diesen Eindruck ebenfalls verstärken.
Ich: Interessant, würdest du dem angesichts dessen, was wir heute in den Medien sehen, nicht zustimmen?
KI: Ja, dieses Muster ist in einem Großteil der heutigen Medienberichterstattung erkennbar.
Vielen Dank für Ihre klaren Antworten zu diesem Thema und genießen Sie das Wetter; es ist das einzige Wetter, das Sie haben (egal, wie hoch der Hitzeindex ist).
Link: https://www.cfact.org/2026/07/26/the-folly-of-the-heat-index/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der Hitzeindex-Unsinn erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Teil 2: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist die Brandmauer der Klimarealisten
Wir haben aus dem ersten Teil die folgenden Erkenntnisse mitgenommen:
- Die „gemessene“ Gegenstrahlung liegt zwischen 236 W/m² und 416 W/m² und passt größenordnungsmäßig zu dem Mittel von Trenberth et al. (2008) mit 333 W/m².
- Die mittlere Strahlstärke der sogenannten Gegenstrahlung als Quelle des „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“ ist also etwa doppelt so groß, wie es das S-B-Strahlungsäquivalent von etwa 150 W/m² für die Temperaturdifferenz von 33K zwischen „natürlicher“ (-18°C) und gemessener Durchschnittstemperatur (+15°C) erwarten lässt.
- Und damit ist die klimahysterische Durchschnittsdreieinigkeit (-18°C + 33K = +15°C) geplatzt!
Es ist sicherlich nur ein glücklicher Zufall und hat überhaupt nichts mit dem Klima auf unserer Erde zu tun, dass sich die Maxima von Gegenstrahlung, Ortstemperatur und solarer Einstrahlung friedlich um den Äquator herum zusammenrudeln (SARC off 😉
Abbildung 1: Vergleich zwischen der Ortstemperatur und der sogenannten Gegenstrahlung
Links: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art
Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0
Rechts: Von der GOOGLE-KI generierte Karte für die globale Verteilung der atmosphärischen Gegenstrahlung (GGS) am Boden nach Datensätzen des NASA CERES-Satellitenprojekts und ERA5-Klimareanalysen
Die klimareligiös vorgegebene statische Betrachtung der terrestrischen Temperaturgenese (GMST@+15°C = -18°C + 33K) funktioniert nur durchschnittlich auf globaler Ebene und erlaubt keinerlei Bezug zur tatsächlichen Temperatur konkreter Ortslagen auf unserer Erde. Weil aber die GMST erst als globaler Mittelwert aus Ortstemperaturen bestimmt worden ist, muss einer der beiden Werte (-18°C) oder (33K) eine immanente breitenabhängige Varianz enthalten. Und weil die (-18°C) als Ergebnis einer S-B-Inversion aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) nur einen planetaren Bezug und keinen Ortsbezug besitzen, muss das der sogenannte THE sein.
Wir können uns dieser Problematik jetzt annähern, indem wir die individuelle mittlere Ortstemperatur iMST aus Abbildung 1 (links) ins direkte Verhältnis zur GMST (+15°C) setzen und daraus jeweils eine örtliche Differenz ΔTi ermitteln, also:
=> ΔTi = GMST – iMST = +15°C – iMST
Damit erhalten wir eine nachvollziehbare erste Näherung für die geografische Verteilung dieser örtlichen Differenzen ΔTi und können daraus möglicherweise Rückschlüsse auf den örtlichen Treibhauseffekt (öTHE) ziehen:
Abbildung 2: Karte der Differenz ΔTi zwischen der durchschnittlichen örtlichen Jahrestemperatur 2002 und der gemessenen mittleren Globaltemperatur von 15°C (schwarze Linie)
Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0
Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art
Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0
Diese Abbildung ist folgendermaßen zu verstehen: Die schwarze Linie entspricht der „gemessenen globalen Durchschnittstemperatur“ (GMST) von (15°C). Hierin ist also der sogenannte „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ von (33K) als Differenz zur „natürlichen“ Temperatur der Erde von (-18°C) bereits enthalten. Für alle farbig unterlegten Flächen ergibt sich eine Temperaturdifferenz von ΔTi, um die dortige iMST ebenfalls auf die GMST von 15°C anzugleichen. Und diese Temperaturdifferenz muss den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ ebenfalls bereits enthalten. Denn zwischen den Durchschnittswerten der natürlichen örtlichen Oberflächentemperatur und der „natürlichen“ globalen Durchschnittstemperatur besteht nun einmal keinerlei bijektive physikalische Verbindung.
Und weil der THE von der sekundären IR-Abstrahlung der Erde abhängen soll und diese wiederum von der primären solaren Einstrahlung, können wir tatsächlich von seiner grundsätzlichen Breitenabhängigkeit ausgehen. Fragen wir also mal den Schachcomputer. Auf Nachfrage bei der GOOGLE-KI wurde die nachfolgende Grafik angezeigt. Und auf die erneute Nachfrage nach dem Urheber dieser Grafik hieß es, Zitat:
„Die Grafik zur geografischen Strahlungsbilanz wurde von der KI mittels Python generiert, wobei die Darstellung auf etablierten physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Klimatologie basiert. Als inhaltliche Basis dienen meteorologische Standardmodelle, wie sie etwa im Diercke Weltatlas oder in Klett-Lehrwerken zu finden sind.“
Abbildung 3: KI-generierte geografische Strahlungsbilanz nach meteorologischen Standardmodellen
Die grundsätzliche Breitenabhängigkeit des Treibhauseffektes dürfte damit ausreichend nachgewiesen sein, ansonsten sei hier gerne auf die Abbildung 1 (rechts) verwiesen. Abbildung 3 zeigt aber auch ganz deutlich, warum von Treibhaus-Adepten immer wieder ein „äquatorialer atmosphärischer Hotspot“ in die Klimadiskussion eingebracht wird. Denn schließlich geht es im Klimaaberglauben ja darum, unserem energiespendenden Zentralgestirn das Zepter für die terrestrische Klimagenese zu entreißen und es dem sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zuzuschanzen – besser noch dem CO2. In einem diesbezüglichen EIKE-Artikel hatte ich geschrieben, Zitat:
„Und die Entropie würde selbstverständlich auch ‚zerstreuend‘ auf einen äquatorialen Hotspot wirken. Und deshalb kann sich ein solcher Hotspot nur in einem Computerprogramm entwickeln, das nach dem 24hTag=Nacht-THE-Ansatz entwickelt worden ist. Nach 10, 100, 1000 oder noch mehr 24h-Tag=Nacht-Zyklen entsteht dann eine solche digitale Wissenschaftsschimäre aus einem physikalischen Ansatz, der nicht mit der alltäglichen Tag#Nacht-Beobachtung in der realen Welt übereinstimmt. Und deshalb konnte dieser theoretische Hotspot bisher auch noch nirgendwo nachgewiesen werden, wie die nachstehende Abbildung aus Henney & Monckton zeigt: […..]
Denn ein solcher äquatorialer Hotspot würde eine ständige solare Energiezufuhr erfordern, wie sie nur rein rechnerisch in einem 24h-Tag=Nacht-Modell vorhanden ist. Die Realität des täglichen 24h-Zykus wird dagegen regelmäßig durch die hemisphärische Nacht unterbrochen. Und in dieser hemisphärischen Nacht wirkt die Entropie zerstreuend auf die geringste herausgehobene Energiekonzentration, sodass sich ein solcher vorhergesagter Hotspot aus 24h-durchschnittlichen Computerberechnungen in der Realität niemals aufbauen kann.“
Wir erinnern uns an die folgenden WIDERSPRÜCHE W2 – W4 aus dem MiniMax-Abgleich im 1. Teil zwischen dem S-B-Strahlungsäquivalent aus den örtlichen Durchschnittstemperaturen 2002 (ÖTM2002) und der KI-Karte der Gegenstrahlung:
WIDERSPRUCH 2 (W2) für die MIN-Differenz (Min aus der ÖTM2002 – Min Gegenstrahlung):
Die minimale Gegenstrahlung im polaren Bereich ist wesentlich größer als die sie erzeugende solare Einstrahlung aus der Ortstemperatur.
WIDERSPRUCH 3 (W3) für die MAX-Differenz (Max aus der ÖTM2002 – Max Gegenstrahlung):
Die maximale Gegenstrahlung im äquatorialen Bereich ist kaum kleiner als die sie vorgeblich erzeugende solare Einstrahlung aus der Ortstemperatur.
WIDERSPRUCH 4 (W4) für die MAX-Summe (Max aus der ÖTM2002 + Max Gegenstrahlung):
Die MAX-Summe in den Tropen liegt sehr nahe an der maximalen temperaturwirksamen Sonneneinstrahlung und deren gemeinsames S-B-Temperaturäquivalent übersteigt die tatsächliche mittlere Ortstemperatur um etwa 50 Kelvin.
Abbildung 3 zeigt genau den genannten Einstrahlungsmangel im Bereich der Polkappen (W2) und den Einstrahlungsüberschuss in den Tropen (W3), der sich jedoch nicht in der tropischen Ortstemperatur wiederfindet (W4). Und mit Abbildung 3 haben wir dann auch den finalen WIDERSPRUCH für den terrestrischen Strahlungstransport aufgedeckt, denn der dadurch aufgezeigte gradlinige Strahlungsweg für Energie aus den Tropen zu den Polkappen ist auf einer Kugel gar nicht möglich:
WIDERSPRUCH: Die solare Einstrahlung stellt hier die Einhüllende für den tropischen Energieüberschuss dar. Nach der geografischen Strahlungsbilanz in Abbildung 3 fliest dieser Energieüberschuss angeblich aus dem starken Treibhauseffektes (ocker) zwischen geografisch 60° Nord und 60° Süd in das Defizit der jeweiligen Polkappe (türkis). Und weil aufgrund der Erdkrümmung eine solche Energieübertragung durch Strahlung auf die Erdoberfläche der Polarkappen nur über Bande möglich wäre, schließt sich auch hier der implizit unterstellte Just-in-Time Zusammenhang aus.
Als Transportmedien für die Verfrachtung von Energie aus den Tropen in die beiden Polarregionen kommen nämlich nur Luft und Wasser in Frage. Wenn wir uns die globalen Strömungssysteme einmal in der nachfolgenden Abbildung ansehen, dann stellen wir fest, dass der Energieaustausch zwischen Überschuss und Mangel entweder in fußläufiger Geschwindigkeit (ozeanische Zirkulation) oder in Moped-Geschwindigkeit (atmosphärische Zirkulation) stattfindet:
Abbildung 4: Die globalen Zirkulationen in Ozeanen und Atmosphäre
Links: die globale ozeanische Zirkulation (Thermohaline Zirkulation)
Quelle: Wikimedia – Autor: Robert Simmon, NASA – Lizenz CC BY-SA 3.0
Rechts: Die atmosphärischen Zirkulationen (Earth Global Circulation)
Quelle: Wikimedia – Author Kaidor, Änderungen MikeRun – Lizenz CC BY-SA 3.0
Und was bedeutet das nun? – Na, ganz einfach, die sogenannte „Gegenstrahlung“ repräsentiert den Wärmeinhalt von Ozeanen und Atmosphäre. Und mit den globalen Zirkulationen wird der tropische Wärmeüberschuss dann zu den beiden Polkappen hin abgeleitet.
Die nachfolgende Abbildung ähnelt Abbildung 3 und wurde aus dem hemisphärischen Konvektionsmodell hergeleitet. Allerdings sind Überschuss und Mangel an Energie nicht der Gegenstrahlung geschuldet, sondern lassen sich eindeutig auf die Kraft unseres Zentralgestirns sowie den Wärmeinhalt und –transport von Ozeanen und Atmosphäre zurückführen:
Abbildung 5: Breitenabhängiger Verlauf des maximalen S-B Temperaturäquivalents (schwarze Kurve) und einer tentativen Durchschnittstemperatur zum Zeitpunkt der jeweiligen Sonnenwenden (rote Linie) mit farblich unterlegten Differenzen
Links: Sommersonnenwende = Nordsommer Rechts: Wintersonnenwende = Südsommer
Blaue Fläche: Konvektiv und durch Verdunstung in die globalen Strömungssysteme abgeführte Wärme
Rote Fläche: Advektiv und durch Kondensation aus den globalen Strömungssystemen zugeführte Wärme
Die Dreieinigkeit des Klimawahns (-18°C + 33K = +15°C) basiert also auf einer fehlerhaften 4.Wurzel-Inversion auf Grundlage des physikalischen Augenblicksgesetzes von Stefan und Boltzmann mit zeitgemittelten Durchschnittswerten. Grundlage ist die Gleichsetzung der Strahlungsflüsse von Sonne und Erde, aus der heraus eine Stefan-Boltzmann-Inversion auf einen globalen Faktor4-Durchschnittswert der spezifischen solaren Strahlungsleistung für Tag und Nacht angewendet wird. Das war vor dem Klimawahn zwar auch schon so, und der sogenannte „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ hatte diese Fehlanwendung auch damals vordergründig kompensiert. Aber keiner hatte sich darüber je weitergehende Gedanken gemacht – warum auch, diese Erklärung hatte einst ja keine wirtschaftlichen und klimareligiösen Konsequenzen. Das ging dann auch solange gut, bis in den 1980-er Jahren die Hysterie von einer menschengemachten Klimakatastrophe verbreitet wurde und uns alle in Geiselhaft genommen hat. Dabei gibt es Millionen von Menschen auf dieser Welt, denen die Hauptsätze der Thermodynamik aus einem MINT-Studium bekannt sein sollten. Laut Grok berichtet die UNESCO von weltweit rund 8,8 Millionen F&E-Forschern, was die Naturwissenschaften mit einschließen soll. Trotzdem hat sich seither die THE-Theorie von einer vordergründigen eindimensionalen Sackgassen-Erklärung auf der Grundlage einer fehlerhaften 4.Wurzel-Inversion bis zur scheinwissenschaftlich untermauerten religiösen 97%-Gewissheit weiterentwickelt.
Das GEHE-Paradigma hat aber immer noch dasselbe Problem, das auch mein früher hemisphärischer S-B-Ansatz einstmals hatte – dem Modell fehlt es an Energie, weil es auf einer Temperatur von 0 Kelvin aufsetzt und die terrestrischen Energiespeicher ignoriert:
Das hemisphärische Konvektionsmodell: Ich hatte einst nachgewiesen, dass die Sonne sehr wohl die Tagseite der Erde auf eine Durchschnittstemperatur von 15°C erwärmen kann. Meine Kritiker weisen gerne darauf hin, dass mit dieser Berechnung keine Kompensation der nächtlichen Abstrahlung mehr möglich ist. Allerdings beruht die Berechnung auf einer anfänglichen Basistemperatur von 0 Kelvin, die auf unseren Wasserplaneten nun mal nicht zutrifft. Vielmehr beträgt die mittlere Meerestemperatur im Bereich (60˚S-60˚N, 0-360˚E) etwa 20°C entsprechend 420 W/m² und liegt damit bereits 5 Kelvin über der gemessenen Globaltemperatur. Die tägliche Sonneneinstrahlung muss also lediglich die Abstrahlungsverluste der Erde ausgleichen, die im Mittel 390 W/m² betragen – und ausdiemaus! Die globalen Wärmespeicher von Ozeanen und Atmosphäre hatte ich übrigens erstmals 2017 in meinem EIKE-Artikel „Beweist die Temperatur des Mondes den hemisphärischen Stefan-Boltzmann Ansatz?“ qualitativ in mein hemisphärisches Konvektionsmodell eingeführt und später dort mit der Umgebungsgleichung des S-B-Gesetzes (DELTA S = SIGMA (T^4 – To^4)) eingebunden.
Das Faktor4-THE-Paradigma: Dem THE-Paradigma mangelt es sogar ganz erheblich an Energie, weil es mit einer fehlerhaften Wurzel4- Inversion auf 0 Kelvin aufsetzt und lediglich eine Temperatur von (-18°C) erreicht. Es geht den Klimawandlern daher primär um den Nachweis einer sogenannten Gegenstrahlung, die aus einem Chuck-Norris-Paradoxon heraus eine Oberflächentemperatur erzeugt, die ihr eigenes Entstehen überhaupt erst ermöglicht. Und wie wir gesehen haben, ist das Maximum dieser Gegenstrahlung fast halb so groß wie der temperatureffektive Teil der Solarkonstanten. Dabei werden allerdings wesentliche Faktoren der örtlichen Temperaturgenese wie Tag&Nacht, die Jahreszeiten und die Breitenabhängigkeit der solaren Einstrahlung sowie insbesondere die terrestrischen Wärmespeicherungs- und -transportsysteme in Atmosphäre und Ozeanen ignoriert – und insbesondere der ozeanische Wärmeinhalt von etwa 400 Jahren Sonneneinstrahlung. Stattdessen werden in dieser eindimensionalen THE-Sage solche zeitlich fortlaufenden Abläufe auf allgemeinverständliche, aber MINT-ferne Just-in-Time Strahlungsprozesse reduziert. Es gipfelt darin, dass der Energieaustausch zwischen Überschuss (tropisch warm) und Mangel (polar kalt) terrestrischen Strahlungsprozessen zugeschrieben wird, obwohl ein solcher Wärmetransport nur zeitversetzt über die globalen Zirkulationen erfolgen kann. Und am Ende kann sich der Autor des Eindrucks nicht erwehren, der konstante Treibhauseffekt von 33K sei der unsachgemäßen Nutzung einer Integrationskonstanten bei der Lösung der Strahlungstransfergleichung geschuldet, um endlich die Differenz zwischen den fehlerhaften -18°C und der Globaltemperatur von 15°C zu schließen.
An der sogenannten „gemessenen globalen Durchschnittstemperatur“ von etwa 15°C hat sich seit mehr als 100 Jahren nichts geändert (Arrhenius (1906) – Milanković 1941) – NOAA (2016)). Und die Dreieinigkeit der Klimakirche fußt weiterhin auf einer missbräuchlichen Anwendung des physikalischen Stefan-Boltzmann-Gesetzes mit einer „natürlichen“ Temperatur von (-18°C) für unsere Erde. Alle darauf aufbauenden populistischen Just-in-Time Erzählungen der Klimakirche haben nur den einen Zweck, die künstlich erzeugte Differenz von 33 Kelvin zwischen diesen beiden Temperaturen allgemeinverständlich zu verankern und CO2-steuerfördend weiterzuentwickeln.
FRAGE AN DIE KLIMAREALISTISCHEN TREIBHAUSVERTRETER: DIE RÜCKNAHME DES IPCC-HÖLLENSZENARIOS RCP 8,5 HATTE KEINERLEI EINFLUSS AUF DIE GEPLANTE DEKARBONISIERUNG DER WELT. GLAUBEN SIE WIRKLICH, DASS DER NACHWEIS EINES NIEDRIGEREN CO2-TREIBHAUSEFFEKTES IRGENDEIN UMDENKEN BEI DEN ZERSTÖRUNGSFANATIKERN BEWIRKEN WIRD?
Ist es dieser sogenannte „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ als physikalisch fehlerhafte Anwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes tatsächlich wert, als interne Brandmauer zwischen den Klimarealisten ein gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawahn zu verhindern?
PS: Inzwischen wurden hier auf dem EIKE-Blog mehr als 60 Artikel veröffentlicht, in denen ich mein hemisphärisches Konvektionsmodell erklärt und weiterentwickelt habe. Am Ende dieser Entwicklung steht eine begutachtete wissenschaftliche Veröffentlichung über dieses hemisphärische Modell. Eine Auswahl von 30 meiner EIKE-Artikel hatte ich in dem Buch „Mein Beitrag zur nächsten Bücherverbrennung: Es gibt keinen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zusammengefasst.
Bei BoD ist eine Leseprobe dieses Buches freigeschaltet, in der auch das Inhaltsverzeichnis enthalten ist. Die dort aufgeführten Kapitel – außer Vor- und Nachspann – sind im EIKE-Archiv als eigenständige Artikel unter den jeweiligen Überschriften auffindbar.
Der Beitrag Teil 2: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist die Brandmauer der Klimarealisten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Rhein führte schon öfter mal viel weniger Wasser als heute
Cap Allon
Der Rhein ist eine der wichtigsten Handelsadern Europas. Er entspringt in den Schweizer Alpen und fließt durch oder entlang der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands, bevor er die Niederlande durchquert und in die Nordsee mündet.
Auf seinen Gewässern werden Kraftstoffe, Chemikalien, Metalle, Getreide und Container zwischen den Industriezentren und den großen Häfen Europas transportiert. Der Fluss liefert zudem Trinkwasser, versorgt Fabriken und stellt Kühlwasser für Kraftwerke bereit.
Der Rhein führt in diesem Sommer außergewöhnlich wenig Wasser, was erneut für Schlagzeilen über Klimakatastrophen gesorgt hat.
Doch dies ist nicht der niedrigste Wasserstand in der Geschichte der Messungen.
Aufnahmen des Bundesarchivs aus dem Jahr 1949 zeigen den Rhein nach monatelanger Dürre. Weite Sand- und Kiesbänke liegen frei, Boote sitzen auf Grund und Fährrampen enden weit über dem Wasser. Das Bundesamt für Wasserwirtschaft stuft die Dürre von 1949 als die schwerste ein. Weitere schwere Dürren gab es in den Jahren 1920–21, 1947, 1959, 1962–63 und 1971–72.
Hinweis: Es handelt sich um einen Film über 1 Minute, Quelle und Titel sind im Bild genannt. Eine Recherche unter bundesarchiv.de ergab jedoch keinen Treffer.
Um zu vergleichen, wie viel Wasser ein Fluss während verschiedener Dürreperioden führt, ist die Durchflussmenge die aussagekräftigste Größe.
Bei Köln führt der Rhein derzeit mehr als 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde (Tagesmittel von 638 m³/s, Stand: 3. August).
Der niedrigste jemals gemessene Tagesdurchfluss liegt weit darunter – 401 m³/s, gemessen am 31. Dezember 1853.
Der heutige Wert schafft es nicht einmal unter die Top 10, denn der Abfluss sank 1853 auf 401 m³/s; 1864 auf 452 m³/s; 1858 auf 464 m³/s; 470 m³/s im Jahr 1929; 492 m³/s im Jahr 1893; 496 m³/s im Jahr 1822; 525 m³/s im Jahr 1921; 530 m³/s im Jahr 1947; 538 m³/s im Jahr 1829; und 573 m³/s im Jahr 1871.
Der „neue Rekord“, der derzeit die Runde macht, betrifft die Pegelhöhe – also die Höhe des Wassers gemessen an einer örtlichen Messskala. Am 1. August wurde ein Wert von 66 cm gemessen (am 4. August bereits 69 cm). Dies ist jedoch kein direkter Vergleich mit früheren Messwerten.
Der Nullpunkt des Pegels in Köln hat sich in der Vergangenheit mehrfach verändert, unter anderem durch eine Absenkung um einen Meter im Jahr 1979. Auch das Flussbett und der Flusslauf haben sich durch Erosion, Ausbaggerungen und bauliche Maßnahmen verändert.
Servus TV: Information statt Indoktrination
Am Dienstag, dem 04. August 2026 wurden in Österreichs Hauptstadt Wien, wo auch ich lebe, eine Temperatur von unglaublichen, aber realen 41 Grad Celsius gemessen. Österreichs privater Fernsehsender Servus TV tat zur aktuellen… pic.twitter.com/477OVYmqr5
— THOMAS EISENHUTH (@thomaseisenhuth) August 5, 2026
Die Abflussmenge ist daher die aussagekräftigere Kennzahl, wenn man vergleicht, wie viel Wasser der Rhein während historischer Dürreperioden führte. Der heutige Messwert liegt bei etwa 636 m³/s. Wie bereits hervorgehoben, lagen viele frühere Tagesabflussmengen darunter.
Der Pegelstand befindet sich auf einem Rekordtief. Der tatsächliche Abfluss des Rheins jedoch nicht. Und während bei vielen vergangenen Dürreperioden Schiffe auf Grund liefen, befahren heute noch immer Frachtschiffe den Fluss – wenn auch mit reduzierter Ladung.
Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-under-23-feet-of-snow-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der Rhein führte schon öfter mal viel weniger Wasser als heute erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Ein Jahr nach dem Klima-Urteil des IGH: Die Klima-Kultisten geben einfach nicht auf
Vor einem Jahr erklärte der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass alle Nationen verpflichtet sind, die Atmosphäre vor Treibhausgasemissionen zu schützen. Es ist bedauerlich, aber der Klimafanatismus hält sich hartnäckig. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]
Innerhalb der Verschwörungsgruppe rund um die globale Erwärmung, der es weniger um das Klima als vielmehr um die Abschaffung des Kapitalismus und die Verbreitung ihres Kultes geht, zeigen sich seit einigen Jahren Risse.
Vor etwas mehr als einem Jahr wiesen wir darauf hin, dass „unser Freund Steven Hayward“, ein Universitätsprofessor und scharfsinniger Denker, „einen überzeugenden Aufsatz … über ‚Den Tiefpunkt der Klimabewegung‘“ verfasst hatte.
Außerdem berichteten wir in „Climate Alarm On The Run“, Teil I und II, über die Entscheidung der Washington Post, ihr „Berichterstattungsteam“ zum Thema Klima auf „fünf einsame Reporter“ zu verkleinern, sowie über die Abschaffung der Klimaredaktion bei National Public Radio – was „passiert, wenn ‚Journalisten‘ immer weiter über ein totes Pferd berichten“.
„Irgendwann“, so schrieben wir, „erkennt die Öffentlichkeit, dass das Pferd verendet ist und es nichts mehr zu besprechen gibt. Oder dass es von Anfang an gar kein Pferd gab.“
Weder zwanghafte Lügner noch Gesetzlose geben so leicht auf. Daher ist es keine Überraschung, dass das „oberste Rechtsprechungsorgan“ der Vereinten Nationen, der Internationale Gerichtshof, ein Gutachten veröffentlicht hat, das „nicht nur ein gewöhnliches Dokument ist, sondern ein lebendiges Instrument, das die Macht hat, unser Klima jetzt und für künftige Generationen zu schützen“.
Die UNO warnt: „Wenn Staaten gegen diese Verpflichtungen verstoßen, tragen sie rechtliche Verantwortung und können je nach den Umständen dazu verpflichtet werden, das rechtswidrige Verhalten einzustellen, Garantien für die Nichtwiederholung zu geben und vollständigen Wiedergutmachung zu leisten.“
Tut mir leid, aber das wird unter Präsident Donald Trump niemals passieren.
Und hoffentlich wird sich kein nachfolgender republikanischer Präsident den Klimaspinnern, Betrügern, Antikapitalisten, „Social-Justice-Warriors“ und linken Radikalen im Allgemeinen beugen, aus denen sich der „Klimakatastrophen-Clan“ zusammensetzt.
Der nächste Demokrat hingegen wird sich mit ziemlicher Sicherheit bereits wenige Minuten nach seinem Amtsantritt den Vorgaben des UN-Gerichts beugen und nichts eiliger tun wird als sich einem boshaften Tribunal zu unterwerfen, während er gleichzeitig seine große Tugendhaftigkeit zur Schau stellt.
Denn in einem solchen Weißen Haus würden die Bewohner glauben, dass die Pseudowissenschaft der globalen Erwärmung real ist.
An diesem ersten Jahrestag des Gerichtsurteils wird das Gutachten als Meilenstein gefeiert, der „stärkere Maßnahmen im Umweltbereich vorantreiben“ wird, als „ein lebendiges Instrument, das die Kraft hat, unser Klima jetzt und für kommende Generationen zu schützen“ und „die transformative Kraft besitzt, die Rechenschaftspflicht voranzutreiben“.
Unterdessen wird kein Wort über die Forschungsergebnisse des jungen Meteorologen Chris Martz verloren, der kürzlich eine aufschlussreiche Grafik erstellt hat, die jeden in Verlegenheit bringen dürfte, der das heiße Sommerwetter während der Fußball-WM auf Treibhausgas-Emissionen zurückgeführt hat:
„Die durchschnittliche Anzahl der Tage pro Jahr, an denen in den USA 95 °F (35°C) erreicht wurden“, lag „im 60-Jahres-Zeitraum von 1961 bis 2020 um etwa 18 % unter dem Wert von 1901 bis 1960“, sagt Martz, der auch als „Anti-Greta Thunberg“ bekannt ist.
Er weist ferner darauf hin, dass die Anzahl der Tage, an denen die Temperatur 100 Grad und 105 Grad erreichte (38°C bzw. 41°C), „seit 1895 ebenfalls zurückgegangen ist“.
Wäre die Geschichte von der globalen Erwärmung wahr, wäre dies genau umgekehrt.
Mehr bei Issues & Insights
Link: https://climatechangedispatch.com/icj-climate-ruling-crazy-rolls-on/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Ein Jahr nach dem Klima-Urteil des IGH: Die Klima-Kultisten geben einfach nicht auf erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Trotz staatlicher Förderung erneuerbarer Energien dominieren fossile Brennstoffe nach wie vor die Stromerzeugung
H. Sterling Burnett
Mit blumigen Formulierungen preisen sowohl der jährliche statistische Überblick des Energy Institute (EI) als auch der Bericht des Risikomanagementunternehmens DNV Group über die Aussichten für die globale Energiewende ein erhebliches Wachstum bei Wind- und Solarenergie weltweit an, wobei China dabei am schnellsten voranschreitet.
Die DNV Group schreibt beispielsweise: „Bis Ende 2025 wird die weltweite Solar-PV-Kapazität 3.000 GW überschreiten, wobei 47 Prozent in China und 20 Prozent in Europa als den beiden führenden Regionen installiert sein werden.“ Der EI-Bericht stellt fest, dass es im Jahr 2025 ein „globales Wachstum der Solarenergie von +30 % im Vergleich zum Vorjahr“ gab. Das Wachstum war zwar stark, ging jedoch von einer deutlich niedrigeren Ausgangsbasis aus, gemessen am Anteil am gesamten Energiemix.
Der wichtigere Teil jedes Berichts räumt ein, dass der Energiebedarf insgesamt steigt und der Verbrauch fossiler Brennstoffe, einschließlich Kohle, ebenfalls mitwächst. Infolgedessen haben erneuerbare Energien im Gesamtenergiemix trotz jahrzehntelangem raschem Wachstum von Jahr zu Jahr immer noch nur einen geringen Anteil der Energie aus fossilen Brennstoffen verdrängt.
„Fossile Treibstoffe legten in absoluten Zahlen weiter zu und behielten ihre dominierende Stellung bei; auf sie entfielen 86 Prozent der Gesamtenergieversorgung“, heißt es in dem Bericht.
Der Anteil fossiler Brennstoffe lag vor einem Jahrzehnt bei über 80 Prozent und auch schon ein Jahrzehnt zuvor bei über 80 Prozent; trotz des rasanten Wachstums bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien bleibt die Welt also weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen.
Die Fokussierung auf Erschwinglichkeit und Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung, verdrängt durch das fehlgeleitete Streben nach Netto-Null, hat in den Vereinigten Staaten und anderen Industrieländern zu einem anhaltenden Wachstum bei Erdgas und einem Wiederaufleben der Kohle geführt. Angesichts der jüngsten politischen Kurswechsel deuten beide Berichte darauf hin, dass die Emissionsreduktionen bis 2050 weit hinter dem zurückbleiben werden, was zur Erreichung der Netto-Null erforderlich ist.
„Der von uns prognostizierte Wandel verläuft nach wie vor zu langsam, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen – die Netto-Null-Emissionen werden erst gegen Ende des Jahrhunderts erreicht, bei einer gefährlichen Erwärmung um 2,2 °C bis zum Jahr 2100“, berichtet DNV, selbst bei einer Emissionsreduktion um 43 Prozent von heute bis 2050. Ich würde sogar wetten, dass diese Prognose optimistisch ist, es sei denn, man betrachtet die 43-prozentige Reduktion als Prozentsatz des BIP.
„Die weltweiten CO₂-Emissionen aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe stiegen [im Jahr 2025] um 1,1 Prozent auf 35,8 Gigatonnen CO₂“, so EI. „Der weltweite Ölverbrauch stieg 2025 um 1,3 Prozent, was einen Anstieg gegenüber dem im Jahr 2024 verzeichneten Wachstum von 1,1 Prozent darstellt. … Der weltweite Kohleverbrauch stieg im Jahr 2025 um 0,7 Prozent, … [und] die Gasnachfrage verzeichnete im Jahr 2025 nach den erneuerbaren Energien den zweitgrößten Anstieg und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. …“
Das Problem mit der Behauptung, die Welt befinde sich in einer „Energiewende“, besteht darin, dass selbst ein geringer prozentualer Anstieg bei Kohle, Öl oder Gas zu einer weitaus größeren Menge an erzeugter und verbrauchter Energie führt als ein Anstieg bei Solar- oder Windenergie, der prozentual zum aktuellen Verbrauch um ein Vielfaches höher ist – eine Tatsache, auf die Medien wie das Fraser Institute, Energy Now und Fox News hingewiesen haben.
Auch wenn Schlagzeilen verkünden mögen, dass erneuerbare Energien die am schnellsten wachsende Energiequelle sind – was zwar stimmt –, können sie den überwältigenden Vorsprung kaum schmälern, den fossile Brennstoffe (die ebenfalls wachsen) beim Gesamtanteil des täglich benötigten und verbrauchten Energiebedarfs haben.
Betrachtet man die Quellen des weltweiten Primärenergieverbrauchs, so ist Kohle zwar nicht mehr der König (Öl hat sie entthront), doch die erneuerbaren Energien hinken da weit hinterher! Im Jahr 1965 lieferte Kohle 1,4-mal mehr Energie als Wind- und Solarenergie heute zusammen, und derzeit liefert sie viermal mehr Energie als diese beiden zusammen. Da gibt es noch viel aufzuholen.
Quellen: Energy Institute; DNV (Det Norske Veritas)
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-585-existing-coal-plants-are-cheap-compared-to-wind-and-solar-research-shows/, dritte Meldung
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Von 10.000 Jahren auf 4: Eine Gleichung widerlegt das gesamte IPCC-CO₂-Narrativ von Jonathan Cohler
Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.
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1 Billion Euro! Wind und Strom schicken keine Rechnung: Die Bundresgierung raubt Sie aus
Erinnern Sie sich noch an Jürgen Trittin, der als Umweltminister im Jahre 2004 diesen bemerkenswert dummen Satz abgesondert hat:
„Die Förderung erneuerbarer Energien (kostet) einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat … – so viel wie eine Kugel Eis“ (BMU, 2004).
Quelle: BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. (2004, 30. Juli). Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) tritt in Kraft [Pressemitteilung Nr. 231/04]
Zwischenzeitlich hat sich dieser Unfug oder diese freche Lüge eine neue sprachliche Verkleidung zugelegt und lautet nun:
„Wind und Sonne schicken keine Rechnung…“
Wie oft in den letzten Jahren haben sie diesen Blödsinn lesen oder hören müssen.
Die tatsächliche Entwicklung der Strompreise privater Haushalte, ohne die Rechnung von Wind und Sonne, sie sieht so aus:
Obschon Wind und Sonne keine Rechnung schicken, sind die Stromkosten in dem Maße gestiegen, in dem Wind- und Solarenergie ausgebaut wurden. Mit der Einführung des Erneuerbaren Energiengesetzes im Jahre 2000 steigen die Kosten stetig und auf mehr als das doppelte ihres Ausgangsniveaus, um dann 2023 die Anfälligkeit des auf Sand, Solar und Wind gebauten Stromnetzes für Preisschocks geradezu dramatisch offenzulegen. Da Wind und Sonne nicht nur keine Rechnung schicken, sondern zuweilen die Stromlieferung verweigern, ist Backup notwendig, Gas und Kohle in Deutschland, und dieser Backup kostet dann, wenn man billige Bezugsquellen aus ideologischen Gründen streicht, und nunmehr teuer kaufen muss, viel Geld.
Viel Geld kostet das Ganze Steuerzahler und private Haushalte, deren Stromrechnung sich zu
- ~40% aus Kosten für Beschaffung und Vertrieb;
- ~25% aus Netzentgelten;
- ~35% aus Steuern und Abgaben:
- Stromsteuer (2.05 ct/KWh);
- Konzessionsabgabe (1.67 ct/KWh – Abgabe an Gemeinden);
- Aufschlag für besondere Netznutzung (1.56 ct/KWh);
- Offshore-Netzumlage (0,94ct/KWh, Anbindung von Offshore-Anlagen);
- KWKG-Umlage (0,45 ct/KWh – Förderung der Kraft-/Wärmekopplung);
- 19% Mehrwertsteuer auf alles (inklusive der Steuern, also Doppelbesteuerung);
zusammensetzt.
Wie kommen die hohen Strompreise zustande: So!
Über Steuern und Abgaben und vor allem irre politische Entscheidungen:
„Der hohe und seit mehr als 20 Jahren überproportional steigende Strompreis für Haushalte ist das Ergebnis politischer Entscheidungen. In Deutschland wurde entschieden, den Ausbau erneuerbarer Energien mit Subventionen zu erreichen und nicht über den Preismechanismus, d. h. nicht mit einer CO2 -Steuer oder einem Zertifikatpreis. Umgesetzt wurde diese Entscheidung vor allem mit dem EEG von 2000, das auf Einspeisevergütungen (ESV) und Regulierungen setzte. Damit erhielt der gezielte Ausbau Erneuerbarer absoluten Vorrang vor Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz.“
Neubäumer, Renate (2026). Warum ist der Strompreis für Haushalte in Deutschland (zu) hoch?.“ Wirtschaftsdienst 106(3): 176-183.
Das nennt man im Englischen ein Racket, „an illegal enterprise (such as extortion or fraud or drug peddling or prostitution) carried on for profit“ – ein illegal betriebenes Geschäft, wie Erpressung, Betrug oder Drogenhandel oder Prostitution, das betrieben wird, um Profit zu machen. Indes, das Racket „Erneuerbare Energie“, an dem wenige so unverschämt viel verdient haben, das sie so vielen geraubt haben, es ist eines, das ganz legal betrieben wird, weil ideologisch Verblödete, die trotz oder gerade wegen Inkompetenz Parteikarriere gemacht haben, etwas benötigen, um ihre Tatkraft und ihre „Vision“ unter Beweis zu stellen.
Die Kosten, die private Haushalte zu tragen haben, sind nur ein Teil der Kosten dieses ideologischen Wahns. Hinzu kommen zwischen 300 und 400 Milliarden Euro, die seit 2000 über das Erneuerbare Energiengesetz und direkte Subventionen an die Nutznießer dieser „politischen Entscheidung“ geflossen sind, von Steuerzahlern an diese umverteilt wurden. Damit nicht genug: Netzausbau, die Anbindung von Offshore-Windparks, Redispatch-Kosten, die anfallen, um das Stromnetz vor Blackout zu bewahren, also Kosten, die entstehen, weil konventionelle Kraftwerke für den unzuverlässigen Strom ohne Rechnung Rückendeckung betreiben müssen, Kosten, die entstehen, um den Strom ohne Rechnung, der zeitweise zuviel produziert wird und entsprechend die Gefahr eines Blackouts mit sich bringt, loszuwerden und den, der ihn abnimmt, dafür zu bezahlen, Kosten, die entstehen, um den, der Strom ohne Rechnung erstellt, dafür zu bezahlen, dass er es lässt, all diese Kosten kommen nich hinzu.
Der Irrsinn könnte nicht größer sein.
Doch, er kann. Die entsprechenden Kosten belaufen sich seit 2000 auf rund 500 Milliarden Euro. Mit anderen Worten, deutsche Steuerzahler bezahlen nicht nur die höchsten Strompreise in Europa und weltweit, sie finanzieren diese extrem hohen Strompreise mit rund 900 Milliarden Euro seit 2000. Das Privileg „die höchsten Strompreise“ zahlen zu dürfen, wird somit teuer erkauft.
Und für all diese Kosten erhält man als Gegenleistung ab und an ein wenig Strom:
Quelle: DatenfuzziSeit Beginn des Jahres 2026 haben Erneuerbare Energieträger in knapp 15% die notwendige Netzlast gesichert. Seit Beginn des Jahres sind 5.016 Stunden vergangen. 744.5 Stunden von diesen 5.016 Stunden konnte der Strombedarf (Netzlast) mit dem Strom aus Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. 14.89% der Zeit, die seit dem 1. Januar 2026 vergangen ist, konnte die Stromnachfrage mit Erneuerbaren Energien gesichert werden.
Das ist, was man für die höchsten Strompreise weltweit und 900 Milliarden Euro an Investitionen erhält.
It’s a racket!
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Der Beitrag 1 Billion Euro! Wind und Strom schicken keine Rechnung: Die Bundresgierung raubt Sie aus erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Teil 1: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist die Brandmauer der Klimarealisten
Rekapitulieren Sie einmal die Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten in der Coronazeit. Und jetzt stellen Sie Sich vor, Corona ist plötzlich weg – und Lockdowns und Impferei gehen fröhlich weiter. – Undenkbar? – Aber ist Ihnen denn nicht aufgefallen, dass die Rücknahme des IPCC-Höllenszenarios RCP 8,5 von den Klimarealisten gefeiert und von den Klimagläubigen ignoriert wird? Und wenn Sie noch genauer hinschauen stellen Sie fest, dass der Klimaheilige St. Treibhaus nicht etwa von den Adepten des Klimawahns verteidigt wird, sondern ebenfalls von den Klimarealisten. Die menschengemachte CO2-Treibhauskirche hat offensichtlich ihr intellektuelles Endstadium erreicht und ist auch bei entwarnenden Informationen ihres IPCC-Vatikans nicht mehr veränderungsfähig – und keine Appeasement-Haltung der Klimarealisten wird daran irgendetwas ändern.
Der erste populärwissenschaftliche Artikel über mein hemisphärisches Konvektionsmodell ist im Januar 2017 auf Tichys Einblick erschienen (gleich darauf auch hier auf EIKE) und war im Wesentlichen im Konjunktiv formuliert. Dieser Artikel verschwand bei Tichy zunächst genauso schnell wieder, wie er veröffentlicht worden war, und wurde dort zunächst durch einen Verriss von einem Doktor Heller ersetzt, in dem es heißt, Zitat:
„Man kann eine Menge falsch machen, wenn man versucht, den Treibhauseffekt zu widerlegen. Zu einer ungeeigneten Wahl der Systemgrenzen treten die Vertauschung von Ursache und Wirkung, die Fokussierung auf irrelevante Details und das fehlende Verständnis physikalischer Gesetze als häufigste Irrtümer. Uli Weber führt uns hier bei Tichys Einblick gleich alle davon vor. Wo soll man da anfangen mit der Richtigstellung, wie auch den Lesern die wirklichen Zusammenhänge erläutern, die nicht über eine naturwissenschaftliche oder technische Ausbildung verfügen?
[…..]
Und Klimaschutz ergibt nur dann wirklich Sinn, wenn es keine natürlichen, vom Menschen nicht kontrollierbare Faktoren gibt, die auf den gleichen Zeitskalen dieselben Wirkungen zeigen wie eine Erhöhung der Treibhausgaskonzentration. Es gilt, solche Hypothesen zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten. Den Treibhauseffekt zu bezweifeln, stärkt hingegen die Argumentation der „Klimaschützer“, weil man ihnen hinsichtlich der perfiden Gleichsetzung von Treibhauseffekt und Klimakatastrophe implizit zustimmt.“
Dabei ging es ursprünglich lediglich um die Fehlanwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes bei der sogenannten „natürlichen Temperatur“ unserer Erde: In einer T^4-Beziehung zwischen Temperatur und Strahlungsleistung, wie im S-B-Gesetz und seiner Inversion, kommt hinten ganz genau das zugehörige T^4-Ergebnis aus der nackten Eingangsgröße heraus. Wir können eine solche Eingangsgröße beliebig ermitteln und dessen T^4-Ergebnis beliebig benennen, aber es bleiben am Ende lediglich zwei Zahlen mit ihren zugehörigen physikalischen Einheiten übrig, die exakt dieser konkreten T^4-Beziehung gehorchen – aber nicht, wenn sich Ein- und Ausgangswert jeweils als Durchschnitt aus mehreren solcher T^4-Wertepaare herleiten. Nehmen wir mal ein konkretes Beispiel für eine Stefan-Boltzmann-Inversion. Ein Körper mit einer Temperatur von 15°C strahlt mit 390 Watt pro Quadratmeter. Die Abstrahlungsleistung eines Körpers bei 0 Kelvin wäre null. Der Mittelwert aus beiden Strahlungsleistungen ergibt sich zu 195 W/m² und der Mittelwert der Temperaturen beträgt 144 Kelvin oder (-129°C). Das arithmetische Mittel der genannten Wertepaare ergibt also sowohl für die X-Achse als auch für die Y-Achse eine Halbierung der jeweiligen Differenz. Dazwischen ist die T^4-Kurve des S-B-Gesetzes jedoch gekrümmt und folgt diesem linearen Zusammenhang nicht:
Abbildung 1: Vergleich zwischen der S-B-Funktion und einem Mittelwert aus zwei Wertepaaren
Der rechnerische Mittelwert aus den beiden Wertepaaren (390W/m²/288K) und (0W/m²/0K) ergibt also (195W/m²/144K). Eine Wurzel4-S-B-Inversion für eine Strahlungsleistung von 195W/m² ergibt nun aber eine Temperatur von 242 Kelvin oder (-30,98°C). Und das S-B-Gesetz ergibt für 144 Kelvin ein Strahlungsäquivalent von lediglich 25 W/m². Irgendwelche vorlaufenden mathematischen Operationen zur Mittelwertbestimmung für die jeweilige Eingangsgröße haben weder Einfluss auf das entsprechende Ergebnis, noch wird deren Entstehungsgeschichte mittels der zugrunde liegende T^4-Funktion an dieses Ergebnis weitergereicht – sie liegen einfach nicht auf der T^4-Kurve des S-B-Gesetzes und haben überhaupt nichts damit zu tun.
Anmerkung: Dieses Beispiel ist symptomatisch für die herkömmliche Faktor4-Inversion zur Ermittlung der „natürlichen“ Globaltemperatur unserer Erde. Denn die Durchschnittsbildung ist ein linearer Prozess, der erst nach Anwendung einer nicht linearen Funktion wie dem T^4-SB-Gesetz oder seiner Inversion durchgeführt werden darf. Beim Faktor4-Ansatz wird aber aus einem Tag+Nacht-Durchschnitt der Sonneneinstrahlung von 235 W/m² eine Temperatur von 255 Kelvin oder (-18°C) ermittelt. Dagegen ergibt sich für die Tagseite bei zenitalem Sonnenstand auf dem Äquator aus der S-B-Inversion der Sonneneinstrahlung eine Durchschnittstemperatur von 288 Kelvin (15°C), während eine 4.Wurzel-S-B-Inversion für die solare Einstrahlung auf der Nachtseite 0 Kelvin (-273°C) ergibt. Das Beispiel in Abbildung 1 spiegelt exakt diese Situation wider. Und das Ergebnis von 144 Kelvin entspricht nicht zufällig der globalen Lösung von Gerlich und Tscheuschner (2009) in ihrem Widerspruchsbeweis gegen den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“.
Halten wir also fest: Die S-B-Inversion muss zunächst auf die originären Strahlungswerte angewendet werden. Erst aus den resultierenden S-B-Temperaturäquivalenten heraus kann dann eine Durchschnittsbildung erfolgen. Die globale Mittelung der solaren Einstrahlung als Grundlage für die S-B-Inversion ist dagegen physikalisch falsch. Auch hier in diesem Artikel wird übrigens wieder mit Durchschnittswerten argumentiert, weil die Missionare der Klimareligion die menschengemachte Klimahysterie nun mal auf ebensolche Durchschnittswerte aufbauen. Für die physikalisch vorgebildeten Leser sei an dieser Stelle auf meine EIKE-Artikel zur hemisphärischen Temperaturberechnung, zur Umgebungstemperatur und zur Vektorrichtung von Ein- und Abstrahlung verwiesen.
Es ist gar nicht mal so einfach, dem interessierten Leser die Kritik an der medial transportierten THE-Dreieinigkeit mit den zugrunde liegenden statischen Kennzahlen (-18°C – 33K – +15°C) des Klimaaberglaubens sinnstiftend aufzudröseln, die auf einem Faktor4-Bruchteil der tatsächlichen solaren Einstrahlung beruhen:
- Die sogenannte „natürliche“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) basiert auf einem Viertel der solaren Einstrahlung und damit auf einem Tag&Nacht-Einheitsgrau, das beispielsweise auch als Randbedingung in die vereinfachte Lösung der Strahlungstransportgleichung eingeht.
- Die gemessene globale Durchschnittstemperatur (GMST) von +15°C ist eine willkürlich ermittelte planetare Kennzahl, die seit mehr als einem Jahrhundert auf einer sich ständig ändernden Datengrundlage durch wissenschaftliche Veröffentlichungen geistert und dabei unverändert geblieben ist (Auflistung hier). Sie wurde inzwischen aber zur publikumswirksamen Drohkulisse klimareligiöser Missionsarbeit aufgebaut und wird nun mittels aktueller Temperaturdifferenzen gegenüber irgendeinem „Referenzzeitraum“ kontinuierlich an den Klimawahn angepasst.
- Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ (THE) von 33 Kelvin stellt im Klimaaberglauben die direkte Verbindung zwischen der „natürlichen“ Temperatur (-18°C) einer einheitsgrauen Flacherde und der gemessenen (+15°C) Durchschnittstemperatur auf der realen Erde her.
Der EIKE-Blog stellt eine Gegenöffentlichkeit zum CO2-Klimaalarm des medialen Mainstreams dar, insbesondere auch für Wissenshungrige ohne tiefere MINT-Kenntnisse. Und vor diesem Hintergrund verstehe ich die sophistischen Aussagen in der Kommentarfunktion über plakative Argumentationsketten in den veröffentlichten Artikel als vorsätzliche Verwirrung eben dieser Leserschaft. Dabei ist die betreffende Goldwaagen-Fraktion nicht sonderlich zimperlich, wenn es um das eigene THE-Glaubensbekenntnis geht. So wird beispielsweise das Faktor4-Paradigma argumentativ gestützt, indem die betreffenden Daten unmittelbar „aus“ Satellitenmessungen stammen sollen, Zitat:
„Die 340 W/m2 stammen aus der Solarmessung oberhalb der Atmosphäre, die 240 W/m2 aus der von CERES gemessenen Reflexion und Abstrahlung der Erde.“
Also irgendwie entspricht die räumliche Vorstellung hinter dieser Aussage nicht den geometrischen Gegebenheiten für eine Satellitenmessung oberhalb der Erdatmosphäre:
Die Satelliten messen angeblich nur 340 W/m², aber die Astronauten erwarten dort 1.367 W/m².
Denn die Anzüge von Astronauten, die manchmal da oben herumturnen müssen, sind für eine Maximaltemperatur von 250 Grad Fahrenheit (121 °C) ausgelegt, und das ist ja wohl auch besser so, alsoschaunmermalgenauerhin:
- Auf der Tagseite müsste dieser Satellit in etwa die Solarkonstante messen, ggf. reduziert mit dem Cosinus des Winkels zwischen dem örtlichen Sonnenzenit und der Normalen seiner Sensorebene.
- Wenn der Satellit von der Tagseite auf die Nachtseite wechselt, also vom scheinbaren Umkehrpunkt am äußeren Rand der Erdprojektion wieder zur Mittelpunktsachse Sonne-Erde hin, reduziert sich zunächst der gemessene Solarwert aufgrund eines immer längeren Weges der Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre, bis der Satellit schließlich in den Erdschatten eintritt.
- Und auf der Nachtseite befindet sich der Satellit dann voll im Erdschatten und misst keinerlei Sonnenstrahlung mehr.
Die vorgeblichen 340 W/m² stammen also keinesfalls aus der direkten Solarmessung eines Satelliten oberhalb der Atmosphäre, sondern sind eindeutig menschengemacht, weil dieser Wert voll dem Faktor4-THE-Ansatz gehorcht, den ein Satellit dort gar nicht messen kann. Informieren wir uns also mal bei der GOOGLE-KI über die elementaren Zusammenhänge.
FRAGE an die GOOGLE-KI: Warum wird der Treibhauseffekt aus einem Viertel der Solarkonstanten hergeleitet und warum ist das falsch?
Antwort der GOOGLE-KI: „Der Treibhauseffekt wird in einfachen globalen Energiebilanzmodellen mit einem Viertel der Solarkonstanten So/4 hergeleitet, weil diese Modifikationen die solare Einstrahlung von einer flachen Kreisscheibe auf die vierfach größere Oberfläche der rotierenden Erdkugel verteilen. Diese Annahme ist physikalisch falsch bzw. unvollständig, weil sie die Erde als perfekte, homogen erwärmte Kugel ohne Tag-Nacht-Wechsel behandelt, wodurch die nichtlineare Natur der thermischen Abstrahlung vernachlässigt wird. [1]
Warum dieser Ansatz physikalisch falsch ist
Obwohl dieses Null-Dimensionale-Modell eine nützliche Abschätzung für die globale Mitteltemperatur liefert (ca. -18°C ohne Atmosphäre), ist es als exakte physikalische Beschreibung aus drei Hauptgründen falsch:
Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist nichtlinear
Die thermische Abstrahlung eines Körpers hängt laut dem Stefan-Boltzmann-Gesetz von der vierten Potenz der Temperatur ab (S ≈ T^4). [1, 2]
- In der Realität ist die Tagseite der Erde sehr heiß und strahlt überproportional viel Energie ab.
- Die Nachtseite ist kalt und strahlt sehr wenig ab.
- Bildet man zuerst den Mittelwert der Einstrahlung (So / 4) und berechnet daraus die Temperatur, erhält man ein anderes (falsches) Ergebnis, als wenn man die echten, lokalen Temperaturen berechnet und deren Abstrahlung mittelt. Mathematisch gilt: ≠ ()^4
Ignorieren von Tag, Nacht und Geometrie
Das Modell tut so, als würde die Sonne überall auf der Erde gleichzeitig scheinen – Tag und Nacht mit reduzierter Kraft von etwa 342 W/m^2. In Wirklichkeit steht die Sonne mittags am Äquator senkrecht und liefert fast die volle Solarkonstante So ≈ 1361 W/m^2, während die Pole flach getroffen werden und auf der Nachtseite völlige Dunkelheit herrscht. [1]“
Es ist also eher unwahrscheinlich, dass wissenschaftliche Satellitenmessungen ein solches Null-dimensionales Flacherde-Modell von 340 W/m2 solarer Einstrahlung und 240 W/m2 terrestrischer Abstrahlung auf Basis der oben zitierten Faktor4-Grundlage bestätigen. Naja, ich bedanke mich jedenfalls für die KI-Blumen – und die Reklame für mein hemisphärisches Konvektionsmodell!
Nach dem klimareligiösen Treibhaus-Paradigma erwärmt die Sonne unsere Erde auf (-18°C). Die Differenz zur gemessenen globalen Durchschnittstemperatur GMST von 33K wird dann vorgeblich von sogenannten Treibhausgasen erzeugt. Und der anthropogene Treibhauseffekt AGW aus der menschlichen Nutzung von fossilen Energieträgern ist dann der eigentliche Beelzebub der CO2-Klimakirche. Wie Sie sehen, gibt’s hier gar nichts zu sehen, denn alle diese Werte sind laut medialer Verkündung auf der gesamten Erde konstant – in den Tropen, am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Man hat es also geschafft, Ihnen die statische Dreieinigkeit der Klimakirche
[Erdtemperatur -18°C] + [Treibhauseffekt 33 K] = [Durchschnittstemperatur +15°C]
als fossile Erbsünde des Menschen zu verkaufen, wie die nachfolgende Abbildung verdeutlicht:
Abbildung 2: Vergleich zwischen den konstanten terrestrischen Durchschnittstemperaturen (-18°C) und (+15°C) der Klimakirche mit dem resultierenden „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von (33K) sowie der durchschnittlichen gemessenen örtlichen Jahrestemperatur aus dem Jahr 2002
Örtliches Temperaturmittel (ÖTM2002): Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art, Quelle: Wikimedia Commons – Lizenz: CC BY-SA 3.0
Wenn wir die drei Temperaturgrafiken (-18°C), (+15°C) und (ÖTM2002) analysieren, dann stellen wir fest, dass sich (ÖTM2002) aus keiner Kombination von (-18°C), (THE) und (+15°C) rekonstruieren lässt:
„Natürliche“ Erdtemperatur = -18°C: Diese Berechnung leitet sich aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) her und besitzt keinerlei terrestrischen Ortsbezug.
Treibhauseffekt = 33 K: Es existiert weder eine Formel für die lokale Größe des THE noch eine konkrete wissenschaftstheoretische Ableitung über dessen räumliche und zeitliche Verteilung.
Gemessene globale Durchschnittstemperatur = +15°C: Die GMST ist durch eine flächennormierte Mittelung der örtlichen Durchschnittstemperaturen entstanden und kann vom Endergebnis her nicht mehr auf die zugrunde liegenden Individualwerte (ÖTM2002) zurückgeführt werden, weil diese individuellen Temperaturen und Ortslagen durch die Flächennormierung verloren gegangen sind.
ERGO: Einer der beiden Werte (-18°C) oder (THE=33K) muss trotz seiner vorgeblichen Konstanz eine implizite Varianz besitzen, und das kann allein der THE sein. Denn die „natürliche“ Erdtemperatur (-18°C) wird lediglich aus einer planetaren Beziehung abgeleitet; und zwischen der GMST (15°C) und der tatsächlich gemessenen örtlichen Durchschnittstemperatur (ÖTM2002) besteht nachgewiesenermaßen keine bijektive physikalische Beziehung. Es bleibt also lediglich der sogenannte Treibhauseffekt übrig, um eine Verbindung zwischen der „natürlichen“ Temperatur der Erde und den gemittelten gemessenen Individualwerten (ÖTM2002) herzustellen. Also fragte der Autor den paraintelligenten Schachcomputer nach einer solchen globalen Karte, was auch problemlos klappte. Auf die Frage nach dem Urheber der nachstehenden Karte antwortete die GOOGLE-KI:
„Der Urheber dieser spezifischen Karte bin ich, diese KI. Ich habe die Karte soeben mithilfe des integrierten Python-Tools direkt für dich generiert.
Die mathematische und physikalische Grundlage, mit der ich die Grafik gefüttert habe, stammt jedoch aus den öffentlich zugänglichen Klimadatensätzen der großen Raumfahrtbehörden. Die exakten geografischen Muster und Werte spiegeln die realen Messdaten des NASA CERES-Satellitenprojekts (Clouds and the Earth’s Radiant Energy System) und der europäischen ERA5-Klimareanalysen des ECMWF (Kopernikus-Dienst) wider.“
Abbildung 3: KI-generierte Karte für die globale Verteilung der atmosphärischen Gegenstrahlung (GGS) am Boden als Maß für den „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ nach Datensätzen des NASA CERES-Satellitenprojekts und ERA5-Klimareanalysen
Und – tatatataaa – es erscheint schon mal ein erster WIDERSPRUCH 1: Gehen wir in einer Minimumbetrachtung für den solaren Grundwert in den Tropen einmal von der angeblich „natürlichen“ Temperatur der Erde von -18°C aus, entsprechend einem S-B-Strahlungsäquivalent von 240 W/m². Die den THE erzeugende „Gegenstrahlung“ beträgt dort in der Spitze 416 W/m², was für sich allein schon mal ein S-B-Temperaturäquivalent von knapp 20°C ergeben würde. In Summe erhalten wir für die Tropen dann eine Einstrahlung von 656 W/m² mit einem S-B Temperaturäquivalent von 55°C. Und das liegt wiederum etwa 25K über der dort gemessenen mittleren Durchschnittstemperatur. Für eine Reduzierung auf den gemessenen Mittelwert müsste das äquatoriale Temperaturäquivalent folglich die Hälfte der betrachteten Zeit (24h-Tag, Woche, Monat oder Jahr) bei etwa 5°C liegen – aber das kommt in den Tropen nun mal höchst selten vor…
Aber weiter im Takt, denn wir haben jetzt ausreichend Daten für eine MiniMax-Abschätzung:
Aus den Temperaturen der ÖTM2002 ergeben sich folgende S-B-Strahlungsäquivalente:
MIN = -50°C ≅ 140 W/m² und MAX = 30°C ≅ 480 W/m²
Und aus der KI-Karte der Gegenstrahlung (GGS) in Abbildung 3:
MIN = 236 W/m² und MAX = 416 W/m²
Wenn wir jetzt Werte für die jeweiligen Extrema der spezifischen Strahlungsleistungen von GGS und ÖTM2002 in Beziehung setzen, erhalten wir nicht etwa sinnstiftende Erkenntnisse über die räumliche Verteilung der „natürlichen“ Temperatur der Erde, sondern drei weitere WIDERSPRÜCHE.
WIDERSPRUCH 2 für die MIN-Differenz (Min aus der ÖTM2002 – Min Gegenstrahlung):
Die MIN-Differenz der Strahlungsleistungen beträgt -96 W/m² und damit wäre die minimale Gegenstrahlung im polaren Bereich wesentlich größer als das örtliche S-B-Strahlungsäquivalent aus der Ortstemperatur.
WIDERSPRUCH 3 für die MAX-Differenz (Max aus der ÖTM2002 – Max Gegenstrahlung):
Die MAX-Differenz beträgt 64 W/m² und damit wäre die maximale Gegenstrahlung im äquatorialen Bereich kaum kleiner als das örtliche S-B-Strahlungsäquivalent aus der Ortstemperatur.
WIDERSPRUCH 4 für die MAX-Summe (Max aus der ÖTM2002 + Max Gegenstrahlung):
Die MAX-Summe von 896 W/m² mit einem S-B-Temperaturäquivalent von 81°C kommt sehr verdächtig in die Nähe der maximal temperaturwirksamen Solarkonstanten So(1-Albedo) mit 940 W/m² und einem S-B-T von 86°C und übersteigt die gemessene Durchschnittstemperatur in den Tropen um mehr als 50 Kelvin.
Anmerkung: Auch wenn es sich hierbei um Durchschnittswerte über größere Zeitintervalle handelt, ist aus dieser MiniMax-Abschätzung heraus keinerlei Bezug zur „natürlichen“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) und dem sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von 33K ableitbar. Und wenn wir uns bei der nachstehenden Abbildung 4 die „Gegenstrahlungspfeile“ als Energietransport von und zu den ozeanischen Wärmespeichern vorstellen sowie den Transport über Land durch die atmosphärische Strömungen, landen wir ganz zwanglos beim Prinzip des hemisphärischen Konvektionsmodells. Wir können uns das ganze Dilemma also noch einmal ganz genau beim Nachfolger von KT97 anschauen, nämlich bei Trenberth et al. (2008):
Abbildung 4: Ausschnitt aus Abb.1 von Trenberth et al. (2008) mit der terrestrischen Abstrahlung aus dem globalen gemittelten Energiebudget der Erde von 3/2000 bis 5/2004 in W/m²
Wir stellen fest:
- Die mittlere Gegenstrahlung in der KI-Abbildung 3 passt größenordnungsmäßig zu den Angaben von Trenberth et al. (2008) aus Abbildung 4.
- Die „natürliche“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) lässt sich weder allein aus der KI-Abbildung 3 oder den Angaben von Trenberth et al. (2008) in Abbildung 4 herleiten, noch aus einer Kombination dieser beiden.
- Sowohl das Mittel aus der KI-Abbildung 3 als auch die Angaben von Trenberth et al. (2008) aus Abbildung 4 für die „Gegenstrahlung“ als Ursache des sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“ sind etwa doppelt so groß, wie es das S-B-Strahlungsäquivalent von etwa 150 W/m² für die Differenz zwischen „natürlicher“ und gemessener Durchschnittstemperatur von 33K erfordern würde.
Ergebnis: Die Dreieinigkeit der Klimareligion von (-18°C + 33K = +15°C) lässt sich aus tatsächlich gemessenen Werten gar nicht herleiten. Die klimareligiöse Herleitung des CO2-Klimawahns erfordert vielmehr statische Durchschnittswerte auf Basis einer Mittelung der solaren Einstrahlung über die Gesamtfläche unserer Erde, und damit zwangsläufig über Tag und Nacht. Aber ganz egal, wie die Eingangswerte für eine Stefan-Boltzmann-Inversion entstanden sein mögen, die jeweiligen Ergebniswerte spiegeln exakt diese T^4-Beziehung für den jeweiligen Eingangswert ohne dessen Vorgeschichte wider. Und die Ergebniswerte übernehmen diese Vorgeschichte auch nicht. Es ist vielmehr so, dass einem ganz konkreten Eingangswert über diese T^4-Beziehung auch ganz genau ein einziger konkreter Ergebniswert gegenübersteht – und keiner von beiden kann eine Bezeichnung als Durchschnittswert in diese Beziehung mitnehmen oder als Ergebnis einen solchen Durchschnittswert repräsentieren. Die statische Betrachtung der terrestrischen Klimagenese mit solchen Durchschnittswerten ist also ein ganz großer physikalischer Schwindel zwecks Erzeugung von reumütigen MINT-fernen CO2-Ablaßschuldnern.
Fazit: Das vom Klimavatikan IPCC zurückgezogene Höllenfeuer-Szenario RCP 8,5 scheint offenbar lediglich die Spitze des medialen Horror-Eisbergs gewesen zu sein. Denn die im medial befeuerten CO2-Klimawahn hochgepuschte Größenordnung der infraroten „CO2-Gegenstrahlung“ am Erdboden wird der CO2-steuerpflichtigen Allgemeinheit immer noch als ein Vielfaches des S-B-Strahlungsäquivalents der Ortstemperatur verkauft. Und je größer diese „CO2-Gegenstrahlung“ ist, umso größer wird dann auch ein prozentualer Anstieg derselben – und der CO2-Klimawahn selbst – und die öffentliche Aufmerksamkeit für diesen CO2-Klimawahn – und die bereitgestellten Finanzmittel für diesen CO2-Klimawahn – und die Machtposition der Priester dieses CO2-Klimawahns – und die klimagläubige Bereitschaft zur Zahlung eines CO2-Ablasses für die Errettung der Welt von diesem CO2-Klimawahn – und damit auch das Einkommen der missionarischen Profiteure dieses CO2-Klimawahns.
Eine Mehrheit der Klimarealisten bestätigt diesen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ und versucht als sogenannte „Lukewarmer“ krampfhaft, sich mit der beruhigenden Aussage öffentliches Gehör zu verschaffen, dass die im CO2-Klimawahn medialpolitisch verbreiteten Schrecken des „Klimagases Kohlenstoffdioxid“ maßlos übertrieben seien. Aber in diesen MINT-fernen Zeiten reicht halt allein schon eine Bestätigung der THE-Existenz für den Erhalt dieses Klimaaberglaubens aus, denn die entwarnende Argumentation der Lukewarmer kann oder will sich kein MINT-ferner CO2-Ablaßzahler jemals freiwillig selbst erarbeiten. Die Rücknahme des Höllenfeuer-Szenarios RCP 8,5 durch den Klimavatikan IPCC geht ja schließlich auch nicht in unsere langfristige politische Zukunftsplanung ein, obwohl sich die Zukunftskosten für unsere Kinder und Enkel dadurch immerhin schon mal halbieren würden…
PS: Inzwischen wurden hier auf dem EIKE-Blog mehr als 60 Artikel veröffentlicht, in denen ich mein hemisphärisches Konvektionsmodell erklärt und weiterentwickelt habe. Am Ende dieser Entwicklung steht eine begutachtete wissenschaftliche Veröffentlichung über dieses hemisphärische Modell. Eine Auswahl von 30 meiner EIKE-Artikel hatte ich in dem Buch „Mein Beitrag zur nächsten Bücherverbrennung: Es gibt keinen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zusammengefasst.
Bei BoD ist eine Leseprobe dieses Buches freigeschaltet, in der auch das Inhaltsverzeichnis enthalten ist. Die dort aufgeführten Kapitel – außer Vor- und Nachspann – sind im EIKE-Archiv als eigenständige Artikel unter den jeweiligen Überschriften auffindbar.
Der Beitrag Teil 1: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist die Brandmauer der Klimarealisten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Europas „grüne“ Energiewende ist eine Illusion, wie globale Daten zeigen.
Die EU gibt vor, eine Führungsrolle im Übergangsprozess zu übernehmen, was sich wirtschaftlich als Verlustgeschäft erweist.
Ein Bericht des Energy Institute enthüllt ein Europa, das sich an den Schein klammert, eine „Energiewende“ anzuführen, während der Kontinent unter der Last von Klimapolitiken leidet, deren realitätsferne, utopische Ziele andernorts durch das auf fossilen Brennstoffen basierende Wirtschaftswachstum zunichtegemacht werden. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]
Die Daten aus der 75. Ausgabe des jährlichen „Statistical Review of World Energy“ werden nur diejenigen überraschen, die die Fakten ignorieren: Die Welt ist weiterhin massiv von fossilen Brennstoffen abhängig .
Die Solar- und Windtechnologien expandieren zwar, versagen aber immer noch bei dem stetig steigenden Energiebedarf, der im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 600 Exajoule erreichte. (Das sind 600 Trillionen Joule, wobei ein Joule der Arbeit entspricht, die erforderlich ist, um eine Sekunde lang ein Watt Leistung zu erzeugen.)
86 % des gesamten Primärenergieverbrauchs stammten aus fossilen Brennstoffen – Öl mit 33,5 %, Kohle mit 27,6 % und Erdgas mit 25,1 %. Solar- und Windenergie machten lediglich 3 % aus, die von der Europäischen Kommission gegenüber den viel verteufelten Kohlenwasserstoffen stark gefördert wurden.
Im ersten Jahrzehnt des Pariser Klimaabkommens (2015–2025) stieg der weltweite Energieverbrauch um mehr als 14 %, allerdings mit stark gegensätzlichen Entwicklungen. In der Europäischen Union ging der Verbrauch jährlich um 1 % zurück, während er in der Asien-Pazifik-Region um 2,6 % zunahm.
Der sinkende Energieverbrauch Europas ist kein Triumph ökologischer Heldentaten, sondern vielmehr das Ergebnis des Angriffs des EU Green Deals auf die Wettbewerbsfähigkeit und der damit einhergehenden, vorhersehbaren Deindustrialisierung und des wirtschaftlichen Niedergangs.
Beispielsweise lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts einiger europäischer Länder im Jahr 2025 nahe null, während es in den USA unter der fossile freundlichen Trump-Regierung 2 % betrug. Einige asiatische Länder, die hauptsächlich Kohle verbrennen, verzeichneten ein Vielfaches dieses Wertes.
Angesichts dieser Tragödie in der EU machte der Bericht der Europäischen Zentralbank zur Wettbewerbsfähigkeit aus dem Jahr 2024 nicht direkt die Klimapolitik verantwortlich, sondern die hohen Energiepreise, die diese Politik verursacht hatte – ein Taschenspielertrick, um der EU-Politik entgegenzukommen.
Unterdessen übertrifft das Wachstum fossiler Brennstoffe außerhalb der EU das Wachstum von Solar- und Windenergie weiterhin deutlich.
Im Gegensatz zur Brüsseler Darstellung, dass sich die Kluft zwischen sogenannten erneuerbaren Technologien und fossilen Brennstoffen verringert, ist die Realität in absoluten Zahlen eine immer größer werdende Kluft .
Die EU hat zwar erneuerbare Energien in ihr Stromnetz integriert, dies jedoch auf Kosten der Bezahlbarkeit und Zuverlässigkeit. Diese Vorreiterrolle bleibt jedoch rein symbolisch, da der Rest der Welt den Verbrauch fossiler Brennstoffe weitaus schneller ausbaut als die Nutzung „erneuerbarer“ Energien.
Der Ausbau der Kohlenwasserstoffnutzung in Asien, insbesondere in China und Indien, war für das Wirtschaftswachstum notwendig, das die Entwicklung der Solar- und Windenergie bei weitem übertraf.
In Regionen wie Asien war die Ausweitung der Kohlenwasserstoffnutzung, die mit einem beeindruckenden Wirtschaftswachstum einherging, mehr als nur ein Zufall. Sie war notwendig, und China und Indien spielten dabei eine Vorreiterrolle.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts war der Anstoß für Chinas Wirtschaftswachstum die Lehre aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der auf miserable Lebensstandards und düstere Zukunftsaussichten zurückzuführen war. Die Kommunistische Partei Chinas erkannte, dass Wachstum notwendig war, um ihre Legitimität zu wahren, und dass reichlich vorhandene, billige Energie – hauptsächlich Kohle – der entscheidende Faktor dafür sein würde.
Dieser Wohlstand ist eine gute Nachricht für alle außer denen, die von Kohlendioxidemissionen (CO2) besessen sind, dem Schreckgespenst des Klimaindustriekomplexes .
Im Rahmen ihres Bestrebens, die Emissionen bis 2040 um 90 % zu senken, hat die EU die Emissionen im Rahmen des Pariser Abkommens um 554 Millionen Tonnen reduziert, während der Rest der Welt seine Emissionen um 3 Milliarden Tonnen erhöht hat – also um das Fünffache in die entgegengesetzte Richtung.
Die europäischen Anstrengungen werden fast im selben Augenblick durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe anderswo zur Unterstützung einer gesteigerten Wirtschaftstätigkeit zunichtegemacht.
Am verheerendsten für 30 Jahre Klimadiplomatie ist die Tatsache, dass die globalen Industrieemissionen seit der Verabschiedung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) im Jahr 1992 um 67 % gestiegen sind, wie aus dem „Statistical Review of World Energy“ von 2026 hervorgeht.
Die europäischen Bemühungen zur Emissionsreduzierung werden durch den verstärkten Verbrauch fossiler Brennstoffe in Asien, insbesondere in China (siehe oben), konterkariert. Screenshot.
Während die EU ihre Emissionen in diesem Zeitraum um etwa 30 % reduzierte, wurden die mit enormen Kosten und durch Deindustrialisierung erzielten Anstrengungen durch das Streben anderer nach gesellschaftlichem Wohlergehen zunichte gemacht.
Im Vergleich zu früheren Ausgaben ist die Sprache der neuesten Analyse des Energy Institute deutlich positiver gegenüber erneuerbaren Energien.
Eine Erklärung könnte die Zusammenarbeit des Verlags mit Ember sein, einem selbsternannten „Energie-Thinktank, der die Energiewende mithilfe von Daten und politischen Maßnahmen beschleunigen will“. Das Energy Institute selbst verfolgt das Ziel, „eine gerechte, sichere und kohlenstoffarme Energiewende zu beschleunigen“.
Unsere Skepsis gegenüber der grünen Agenda der EU basiert auf den im Bericht präsentierten Daten, nicht auf deren Interpretation durch die Herausgeber. Wir wollten das klägliche Ergebnis der EU-Energiepolitik dem vielversprechenden wirtschaftlichen Aufstieg anderer Länder gegenüberstellen .
Trotz der allgegenwärtigen Rhetorik der Energiewende muss man sich den Tatsachen stellen: Die Dominanz fossiler Brennstoffe im globalen Energiesystem bleibt bestehen, selbst während Wind- und Solarenergie, die teuer und intermittierend sind, weiter ausgebaut werden .
Die Welt erlebt derzeit einen Energiezuwachs, keinen Energiewandel, da neue Technologien die wachsende Kapazität der traditionellen Energiequellen ergänzen.
Die große Mehrheit der Menschheit strebt nach mehr Wohlstand, wofür reichlich und kostengünstige Energie benötigt wird – genau das, was die EU vor der Einführung ökologischer Dogmen praktizierte. Der Konflikt zwischen angeblichen Klimaschutzambitionen und wirtschaftlichen Bestrebungen wird sich dadurch nur noch verschärfen.
Lesen Sie mehr dazu im The Center Square.
https://climatechangedispatch.com/europes-green-energy-transition-is-a-delusion-global-data-shows/
Die Einnahmen aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel lagen in Deutschland im Jahr 2025 bei 21,4 Milliarden Euro. Die Erlöse aus diesen beiden zentralen marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstrumenten lagen damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (18,5 Milliarden Euro). Dies berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA). Die Erlöse fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der als Finanzierungsinstrument einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands leistet.
Pressemitteilung No. 01/2026 | 07.01.2026
Geld, was die deutsche Wirtschaft zusätzlich belastet, geht vornehmlich ans Ausland
Der Beitrag Europas „grüne“ Energiewende ist eine Illusion, wie globale Daten zeigen. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die „globale“ Temperaturaufzeichnung war niemals wirklich global
Cap Allon
Das historische Temperaturmessnetz auf dem Festland war nie gleichmäßig verteilt.
Im Jahr 1900 befanden sich etwa 60 % der im „Global Historical Climatology Network“ der NOAA erfassten Stationen in den kontinentalen Vereinigten Staaten. Etwa 30 % lagen an anderen Orten der nördlichen Hemisphäre. Auf die gesamte südliche Hemisphäre entfielen weniger als 10 %.
Abb. 1: Verfügbarkeit von GHCN-Messstationen seit 1880. Um 1900 entfielen rund 60 % der Messstationen auf die kontinentalen Vereinigten Staaten, während der Anteil der südlichen Hemisphäre bei weniger als 10 % lag.
Bis 2018 hatte sich die Abdeckung erweitert, doch entfiel nach wie vor etwa die Hälfte der dargestellten Messstationen auf die USA.
Abb. 2: GHCN-Stationsabdeckung im Jahr 1900 (oben) und 2018 (unten). Das Netzwerk wurde geografisch größer, doch die langfristige Abdeckung konzentrierte sich weiterhin stark auf die nördliche Hemisphäre und insbesondere auf die kontinentalen Vereinigten Staaten.
Bei den Langzeit-Tageshöchst- und -Tiefsttemperaturaufzeichnungen ist das Ungleichgewicht noch größer.
Aus diesem Grund konzentrieren sich Forscher, die Trends bei Höchst- und Tiefsttemperaturen im Jahrhundertmaßstab untersuchen, häufig auf Amerika: Dort findet sich die weltweit größte Konzentration an langen, lückenlosen Datensätzen, darunter viele Messstationen, die nach wie vor in ländlichen Gebieten liegen.
Alarmisten tun diese Fokussierung auf die USA als „Rosinenpickerei“ ab. Dabei ist das Gegenteil der Fall – sie funktioniert dort, wo tatsächlich die längsten und vollständigsten Daten vorliegen.
Das US-Netzwerk ermöglicht es zudem, die Messstationen nach ihrem Urbanisierungsgrad zu unterscheiden. Wenn man die Messreihen mit der längsten Datenspur nach dem Grad der Urbanisierung sortiert – von am stärksten bis am wenigsten urbanisiert –, unterscheiden sich die daraus resultierenden Temperaturverläufe erheblich.
Die am wenigsten urbanisierten Messstationen zeigen im vergangenen Jahrhundert einen deutlicheren Wechsel zwischen Erwärmungs- und Abkühlungsphasen. Die viel zitierte ClimDiv-Reihe der NOAA hingegen orientiert sich stärker an der Untergruppe der stärker urbanisierten Messstationen und zeigt eine Erwärmung an.
Das Problem wird durch die Homogenisierung noch verschärft.
Der „Pairwise Homogenization Algorithm“ der NOAA passt Messstationen anhand benachbarter Messdaten an; werden jedoch ländliche Messstationen mit städtischen Nachbarstationen verglichen, kann die städtische Erwärmung in die angepassten ländlichen Zeitreihen übertragen werden.
Dieses Phänomen der „urbanen Vermischung“ wurde in einer 2023 erschienenen, von Fachkollegen begutachteten Studie zu Temperaturmessdaten aus den USA und Japan dokumentiert.
Abb. 3: Die Homogenisierung unter Einbeziehung städtischer Nachbarstationen führte zu einer Erhöhung der Tiefsttemperaturtrends in den USA um 0,36 °C bis 0,41 °C pro Jahrhundert, während die Anpassung unter Einbeziehung ländlicher Nachbarstationen weitaus geringer ausfiel oder sogar negativ war [Katata et al., 2023].
Die globale Temperaturaufzeichnung ist eine statistische Rekonstruktion, die auf einem historisch lückenhaften, geografisch unausgewogenen und zunehmend urbanisierten Messstationen-Netzwerk basiert. Die Trennung von unverfälschten ländlichen Messwerten von städtischen ist schwierig – doch die Tiefe und Kontinuität der US-Daten machen dies möglich.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Link: https://electroverse.substack.com/p/high-arctic-cold-records-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Die Net-Zero-Agenda verursacht explodierende Strompreise – von James Taylor
Dennoch waren die Strom- und Heizpreise günstig, und die Industrie floh nicht vor der Umwelt“schutz“politik nach Osteuropa oder Ostasien.
Wie kann das sein, wenn die „Erneuerbaren Energien“ doch so billig seien?
James Taylor erklärt dieses Phänomen auf wunderbar eingängige Weise.
Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.
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BEHAUPTUNG: Der Klimawandel wirkte bis in die Vergangenheit hinein und führte zum Zusammenbruch der Zivilisationen der Bronzezeit
Vorbemerkung des Bloggers Anthony Watts: Aus der Rubrik „Gibt es irgendetwas, was der Klimawandel nicht kann, wenn Modelle im Spiel sind?“. Positiv zu vermerken ist, dass diese Studie verdeutlicht, welche Rolle natürliche Klimazyklen dabei gespielt haben.
Die klimatischen Ursachen für den Zusammenbruch der Zivilisationen der Bronzezeit entschlüsselnUniversität Stockholm
Den Ergebnissen einer in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichten neuen Studie der Universität Stockholm zufolge traten die schwersten Dürren im antiken östlichen Mittelmeerraum auf, als mehrere natürliche Klimazyklen zeitgleich auftraten. Die Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die klimatischen Bedingungen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der späten Bronzezeit und könnten dazu beitragen, das Verständnis für künftige Dürrerisiken in einer sich erwärmenden Welt zu verbessern.
„Wir haben festgestellt, dass die extremsten Dürren nicht durch ein einzelnes klimatisches Ereignis verursacht wurden, sondern dann auftraten, wenn natürliche Klimazyklen zusammenfielen, die sich über unterschiedliche Zeitskalen erstreckten. Dies hilft zu erklären, warum die mit dem Zusammenbruch der späten Bronzezeit verbundene Dürre so schwerwiegend war“, sagt Katherine Power, Doktorandin am Institut für Physische Geographie der Universität Stockholm und Erstautorin der Studie.
Vor rund 3.200 Jahren erlebten viele der großen Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums, darunter die Mykener, die Minoer und das Hethiterreich, einen weitreichenden gesellschaftlichen Zusammenbruch. Obwohl schwere Dürren seit langem mit dieser Zeit in Verbindung gebracht werden, sind die diesen Ereignissen zugrunde liegenden klimatischen Prozesse nach wie vor unklar. Um dies zu untersuchen, nutzten Katherine Power und Qiong Zhang, Professorin für Paläoklimamodellierung am Institut für Physische Geographie der Universität Stockholm und Mitautorin der Studie, ein hochmodernes Klimamodell, um die Entwicklung des Mittelmeerklimas in den letzten 8.000 Jahren zu rekonstruieren.
Das östliche Mittelmeer trocknete im Rahmen eines umfassenderen Klimawandels aus; schwächer werdende Monsune und sich verändernde atmosphärische Zirkulationen führten zu einem Rückgang der Feuchtigkeit aus Afrika und der Niederschläge in der gesamten Region. Bild: Katherine Power/Universität Stockholm
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Region über Jahrtausende hinweg einen allmählichen Austrocknungstrend durchlief, der durch langsame Veränderungen der Erdumlaufbahn angetrieben worden ist. Überlagert von diesem langfristigen Trend fanden wir zudem kurzfristigere Schwankungen im Atlantik und in der Atmosphäre“, sagt Katherine Power.
Die Forscher fanden heraus, dass die schwersten Dürren auftraten, wenn mehrere natürliche Klimazyklen zusammenfielen, sich vorübergehend gegenseitig verstärkten und Dürren hervorriefen, die weitaus intensiver waren als der langfristige Austrocknungstrend allein.
„Das Zusammentreffen dieser Prozesse hat das östliche Mittelmeer über eine kritische hydroklimatische Schwelle hinausgetrieben, wodurch die Wasserverfügbarkeit verringert und der Druck auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit in ohnehin schon gefährdeten Gesellschaften erhöht wurde“, sagt Katherine Power.
Diese Erkenntnisse verändern unsere Sichtweise auf vergangene Dürren, so die Forscher, und das Verständnis dieser Prozesse ist heute von großer Bedeutung:
„Der Mittelmeerraum ist einer der Hotspots des Klimawandels weltweit, und es wird prognostiziert, dass es in diesem Gebiet im Laufe des kommenden Jahrhunderts wärmer und trockener wird. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das zukünftige Dürrerisiko nicht nur von der langfristigen, vom Menschen verursachten Erwärmung abhängt, sondern auch davon, wie die natürliche Variabilität im Atlantik mit diesem Hintergrundtrend zusammenwirkt“, erklärt Katherine Power.
Indem diese Studie aufzeigt, wie verschiedene Klimaprozesse zusammenwirken und Dürren verstärken, kann sie laut den Forschern neue Erkenntnisse über die Risiken künftiger hydroklimatischer Extreme in einer sich erwärmenden Welt liefern.
Die Studie „Holocene ocean-atmosphere coupling and Mediterranean sensitivity to Atlantic circulation: Lessons from the Late Bronze Age collapse“ wurde in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht, und zwar hier: DOI: 10.1126/sciadv.aed5439.
Für diese Untersuchung wurde das Modell EC-Earth verwendet.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Windrad-Abfälle werden zu einem immer größeren Problem
H. Sterling Burnett
Abfälle, bei industriellen Wind- und Solaranlagen allgegenwärtig ein Problem, häufen sich an oder werden überall verstreut. In diesem Beitrag lasse ich die Diskussion über die Abfälle außer Acht, die bei den Abbau-, Veredelungs-, Fertigungs- und Bauprozessen im Rahmen der Herstellung und Errichtung von Wind- und Solaranlagen entstehen.
Beschränke ich diese Diskussion auf Windkraftanlagen, so habe ich in früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ das Problem des Verschleißes an den Vorderkanten der Turbinen beschrieben, der durch starke Winde, Regen, Hagel und andere Wetterphänomene verursacht wird. Diese tragen die Rotorblätter ab und führen dazu, dass Tonnen winziger Plastik-, Harz- und Polymerabfälle auf das Gelände rund um landgestützte Anlagen in Schottland und Schweden gelangen. Bei Offshore-Windkraftanlagen ist der Verschleiß an den Vorderkanten noch gravierender und verschmutzt das Meer sowie die Nahrungskette.
Der durch Windkraftanlagen verursachte Müll ist noch offensichtlicher und schädlicher, wenn die Turbinen explodieren oder einstürzen – was keine Seltenheit ist, wie zahlreiche Videos zeigen.
Ein kürzlich erschienener Artikel der „Washington Times“ beschrieb spezifische Probleme bei „Vineyard Wind“, dem ersten kommerziellen Offshore-Windpark des Landes.
Im Jahr 2023 brach vor der Küste von Massachusetts ein Turbinenblatt ab und zerfiel, was zur Schließung von Stränden führte, da die Trümmerteile die gewerbliche und Freizeitfischerei sowie Strandbesucher gefährdeten. Nach diesem katastrophalen Ausfall wurden alle Rotorblätter überprüft, wobei bei 68 von 72 Risse oder schwerwiegenden Mängel festgestellt worden waren, so dass sie ausgetauscht werden mussten. Zwischen Vineyard Wind und GE Vernova dauern die Rechtsstreitigkeiten darüber an, welches Unternehmen für die durch den Zusammenbruch verursachten Schäden in Höhe von fast 1 Milliarde Dollar aufkommen muss.
Obwohl neue Windkraftanlagen installiert und die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, produziert Vineyard Wind weniger als die Hälfte der versprochenen Energie, weil 13 der mittlerweile 62 Windkraftanlagen derzeit außer Betrieb sind.
Fortlaufende und steigende Reparaturkosten sowie unvorhergesehene Betriebskosten drohen, die Industrieanlage in einen „Friedhof stillgelegter Windparks“ zu verwandeln, wie ein Sprecher von Vineyard Wind einräumte.
Das ist die Verschwendungsbilanz (in Bezug auf tatsächlich beschädigte Teile und verschwendete Ressourcen) bei nur einer einzigen Windkraftanlage.
Hinzu kommt das tatsächliche, immer größer werdende Verschwendungsproblem im Zusammenhang mit der industriellen Windenergie.
Das Material jeder Windkraftanlage hat einen Wert. Bei einer Wiederverwertung beträgt dieser Wert jedoch weniger als 10 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Onshore-Anlagen und nur 3 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Offshore-Anlagen. Und da die Materialien in den Rotorblättern noch weniger wert und so verbunden sind, dass sie schwer zu recyceln sind, stapeln sich Windkraftanlagen, Rotorblätter, Türme und Zusatzausrüstung wie Gondeln mit Getrieben und verschandeln in einigen Regionen des Landes riesige Flächen.
Es lassen sich leicht Bilder finden, die zerbrochene und verlassene Windkraftanlagen auf Hawaii zeigen, die vor sich hin rosten und zerfallen, nachdem sie seit Jahren aufgegeben worden waren. In Texas haben es die an der Stilllegung von Windkraftanlagen beteiligten Unternehmen als einfacher empfunden, anstatt die versprochene ordnungsgemäße Entsorgung und das Recycling durchzuführen die Trümmer auf offenem Gelände zu lagern, was zu einer illegalen, störenden Verschandelung der Landschaft und einer potenziellen Gesundheitsgefahr führt.
Dieser Praxis geht jedoch nun zu Ende. „USA Today“ berichtete kürzlich:
Ein texanisches Gericht hat dem Bundesstaat eine einstweilige Verfügung erteilt, um Windkraftanlagen-Recyclingunternehmen daran zu hindern, Lieferungen von Windkraftanlagenflügeln anzunehmen, und verpflichtet sie, mit der Sanierung von zwei Standorten in West-Texas zu beginnen, an denen Flügel illegal entsorgt worden sind.
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab am Dienstag bekannt, dass seine Behörde eine einstweilige Verfügung gegen Global Fiberglass Solutions, Inc. und andere verbundene Unternehmen erwirkt habe. Die Verfügung verpflichtet das Unternehmen zudem, Tausende von entsorgten Windkraftanlagenflügeln an zwei Standorten in Sweetwater in Texas zu beseitigen.
„An diesen illegalen Standorten werden keine neuen Lieferungen von Windradflügeln mehr angenommen, und die Beklagten sind nun gesetzlich verpflichtet, mit der Beseitigung der Tausenden von weggeworfenen Flügeln zu beginnen, die sie in Sweetwater unverantwortlicherweise zurückgelassen haben“, erklärte Paxton in einer Stellungnahme. „Wir werden nicht zulassen, dass texanisches Land als illegale Mülldeponie missbraucht wird.“
Angesichts des geringen Werts der Materialien, aus denen Windkraftanlagen, Maschinen und Rotorblätter bestehen, und der hohen Stilllegungskosten könnten Global Fiberglass Solutions und andere Unternehmen, die sich zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Windkraftanlagen verpflichtet haben, bald in die Insolvenz geraten. Wenn die Energieerzeuger, die industrielle Windkraftanlagen errichten, betreiben oder in Auftrag geben, letztendlich die gesamten Lebenszykluskosten einschließlich der ordnungsgemäßen Entsorgung tragen müssen, werden die Kosten der Anlagen steigen, wodurch Windenergie – ohne Subventionen und Steuervergünstigungen – gegenüber herkömmlichen Stromerzeugungsquellen noch weniger wettbewerbsfähig wird, als sie es ohnehin schon ist.
Werden andere Bundesstaaten dem Beispiel von Texas folgen? Wer weiß? Doch es gibt zumindest Anzeichen dafür, dass der Abfallstrom der „grüner als alle anderen“-Windkraft zunehmend wahrgenommen wird – ein notwendiger erster Schritt, um ihn ordnungsgemäß zu bewältigen oder durch den Stopp neuer industrieller Windkraftanlagen gänzlich zu verhindern.
Quellen: USA Today; Washington Times (behind paywall)
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-586-wind-trash-is-a-problem-on-and-offshore/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Neue Töne aus London? Könnte Premierminister Andy Burnham die Nutzung fossiler Quellen nun doch befürworten?
WuWT, Aus THE DAILY SCEPTIC, Chris Morrison, Meinungskommentar
Als Bürgermeister von Manchester wollte Andy Burnham den Verbrauch von Kohlenwasserstoffen innerhalb von zehn Jahren um 90 % senken. Nun schlägt der neue Energieminister ähnliche Töne an. Chris Morrison fragt sich, ob die Zerstörung der modernen Gesellschaft immer noch das Ziel ist.
Gelobt sei der Herr, ein Retter aus dem Norden wandelt unter uns! Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat offenbar angedeutet, dass man den verbleibenden, unberührten Öl- und Gasvorkommen Großbritanniens in der Nordsee doch noch etwas mehr entnehmen könnte. Ist das ein Gegenangriff auf den fanatischen Verrat an der Klimaneutralität, wie manche Kommentatoren vermuten? Wohl kaum. Wie immer sind Verschwörungstheorien überflüssig – man muss sich nur ansehen, was sie in der Vergangenheit unterstützt und gesagt haben. Der neue Energieminister Miatta Fahnbulleh ist ein von der grünen Lobby finanzierter Spinner, wie aus dem Bilderbuch der Klimaschutzbewegung, während der neue, T-Shirt tragende Regierungschef das verhängnisvolle, gesellschaftszerstörende Klima- und Naturschutzgesetz (CAN-Gesetz) voll und ganz unterstützt.
Es dauerte nicht lange, bis die Initiatoren des Gesetzesentwurfs, Zero Hour (ein Vorwand für die grüne Bewegung), den neuen Premierminister als einen von 193 Abgeordneten auflisteten, die den vorgeschlagenen Gesetzesentwurf eines einzelnen Abgeordneten unterstützen. Dieser sieht vor, den gesamten Kohlenwasserstoffverbrauch des Landes – im Inland und im Ausland – innerhalb von zehn Jahren auf nur noch 10 % zu senken. Zero Hour merkt zu Burnham an: „2024 unterstützte er als Bürgermeister von Greater Manchester das Klima- und Naturschutzgesetz, weil er erkannte, dass Großbritannien mutige, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen benötigte, um die Klima- und Naturkrise zu bewältigen.“
Es gibt auch treffendere Interpretationen, die den Gesetzentwurf als abscheuliches neomarxistisches Trojanisches Pferd bezeichnen, das zu Massensterben durch Hunger, Tod und einem nahezu sofortigen industriellen und gesellschaftlichen Zusammenbruch führen würde. Da kaum oder gar keine Kohlenwasserstoffe aus irgendeiner Quelle verfügbar wären, würde sich die Nahrungsmittelversorgung aufgrund von Düngemittelmangel halbieren, und die meisten Medikamente wären nicht mehr erhältlich. In den regelmäßigen Perioden von Windflauten und Sonnendunkel, insbesondere im Winter, würden Tausende in ihren verdunkelten und unbeheizten Häusern sterben. Glücklicherweise scheiterte der Gesetzentwurf im Unterhaus bei der Debatte im vergangenen Jahr, doch erschreckende 200 Abgeordnete stimmten seinem widerwärtigen Inhalt zu. Über 90 Labour-Abgeordnete, alle Grünen und Liberaldemokraten sowie zwei radikale Tories sprachen sich für den Gesetzentwurf aus.
Man kann nur hoffen, dass die beiden durchgeknallten Tories, Sir Roger Gale und Simon Hoare, derzeit eine wohlwollende Umerziehung erfahren, während die von Kemi Badenoch geführte Konservative Partei nun mit Hochdruck den Ausstieg aus der Klimaneutralität anstrebt. Ähnliche Kurse sind natürlich auch für jene abtrünnigen Tories nötig, die glauben, Männer könnten zu Frauen werden und offene Grenzen führten zu zivilisatorischer Zufriedenheit.
Mir fallen nur drei Gründe ein, um die starke Unterstützung für das Horrorspektakel im Unterhaus zu erklären.
- Absolute Dummheit: Wenn der IQ-Wert eines Anhängers deutlich niedriger wäre, müssten möglicherweise Maßnahmen ergriffen werden, um regelmäßiges Gießen zu gewährleisten.
- Blindheit der Ignoranz: Fünf Jahrzehnte verflachender Bildung tragen sicherlich eine Mitschuld, aber die Unfähigkeit, nicht wenigstens eine einzige Gehirnzelle zum kritischen Denken einzusetzen, ist besorgniserregend.
- Tunnelblick-Eiferer: Der überwältigende Wunsch, die Gesellschaft nach staatlich kontrollierten kommunistischen Prinzipien umzugestalten – und wenn die Mehrheit der Kulaken das mitbekommt, Pech gehabt. Die Erfindung einer Klimakrise ohne den geringsten Beweis wird gerechtfertigt, um eine gerechte, tugendhafte, schöne neue postfaktische Welt zu erschaffen.
Die Genehmigung zur Untersuchung der beiden Nordseefelder Rosebank und Jackdaw ist natürlich kaum mehr als eine Korrektur des Klimaneutralitätsziels. Dank des Klimaschutzgesetzes von 2008 und späterer Änderungen der konservativen Premierministerin Theresa May ist Großbritannien rechtlich verpflichtet, kurzfristig Klimaneutralität zu erreichen. Solange diese Gesetzgebung nicht aufgehoben wird, dürften neue Bohrungen vor Gericht angefochten werden. Mit Blick auf das Jahr 2050 werden wohl fast alle neuen Projekte, bei denen Emissionen durch die Nutzung von Kohlenwasserstoffen entstehen, durch juristische Auseinandersetzungen gestoppt werden können.
Die geringfügige Lockerung der Burnham-Regelung in der Nordsee sowie die Abschaffung der 5%igen Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen sind offensichtlich ein Wahlkampfmanöver, um die Tatsache zu verschleiern, dass Großbritannien mittlerweile zu den Ländern mit den höchsten Energiekosten in der industrialisierten Welt gehört – und dass diese in Zukunft wahrscheinlich noch deutlich steigen werden.
Die Frau, die das lächerlich benannte britische Ministerium für Energiesicherheit übernommen hat, ist ein Beispiel für den wachsenden Einfluss des intransparenten grünen Geldes. Miatta Fahnbulleh sammelte ihre ersten Erfahrungen in zwei linksgerichteten grünen Thinktanks, die beide auf die Finanzierung durch Milliardäre angewiesen waren. In den letzten Jahren flossen Milliarden Pfund dieses intransparenten Geldes von wohlhabenden Einzelpersonen, die über steuerlich begünstigte „wohltätige“ Spenden eine Klimaneutralitäts-Agenda vorantreiben. Die meisten dieser Stiftungen scheinen von einem tugendhaften liberalen Gewissen oder dem Wunsch nach einer Billionen-Dollar-Subventions-finanzierten Klimaneutralitätswelt getrieben zu sein. Manchmal auch von einer toxischen Mischung aus beidem.
Für regelmäßige Leser des Daily Sceptic ist all dies nichts Neues, doch es ist bemerkenswert, dass aufmerksame Medien wie der Spectator und der Telegraph begonnen haben, über die massiven Geldflüsse zur Manipulation der öffentlichen Meinung zu berichten. Bis heute scheinen die meisten Mainstream-Medien lieber die Realität zu verschleiern, indem sie behaupten, dass Artikel über Klima und Netto-Null-Emissionen generell von Ölkonzernen finanziert werden. Wie die Leser des Daily Sceptic wissen, hat der grüne Geldstrom Klimajournalisten gefördert, die Gehirnwäsche von Weltuntergangsszenarien an Schulen finanziert, Tausende von rein narrativen Wissenschaftsartikeln ermöglicht und den Aufbau unzähliger Propagandaorganisationen und Schein– Gemeinschaftsgruppen beflügelt. Darüber hinaus wären politische Initiativen für Netto-Null-Emissionen, wie die von Sadiq Khan geleitete C40-Initiative, die rund 100 Hauptstädte weltweit vernetzt, ohne finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe nicht möglich.
…
Woher stammt all dieses Geld? Ein bedeutender Geldgeber ist die in Kalifornien ansässige Sequoia Climate Foundation, die jährlich rund 300 Millionen Dollar für klimabezogene Zwecke bereitstellt. Ein weiterer ist Bloomberg Philanthropies (ebenfalls 300 Millionen Dollar pro Jahr). Als dritter Akteur trat die Ballmer Group auf – eine amerikanische Investmentgruppe, die vom ehemaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer gegründet wurde (mit Zuwendungen von mehr als einer Milliarde Dollar seit 2022).
https://www.pressreader.com/uk/the-spectator/20260704/281840060400587
Die Ernennung von Frau Fahnbulleh zu einer Ministerin ist ein großer Erfolg für die Welt der grünen Investitionen – man könnte fast von einem Volltreffer sprechen, wenn man ihren Aufstieg in diese einflussreiche Position im Energiebereich beschreibt. Von 2017 bis 2023 war sie Geschäftsführerin der New Economics Foundation (NEF). In dieser Zeit setzte sie sich wiederholt für Maßnahmen ein, die den Alltag grundlegend verändern würden. Ein besonderes Ärgernis schien ihr der Flugverkehr zu sein, für den die NEF Vielfliegersteuern in Höhe von mehreren Hundert Pfund forderte. Neben umgeleiteten lokalen Steuern des Stadtrats von Manchester und der Greater London Authority erhielt die NEF Gelder von zahlreichen einflussreichen Stiftungen, darunter die Joseph Rowntree Foundation, die Climate Works Foundation, die Oak Foundation und die European Climate Foundation (ECF).
Letztere Organisation hat in letzter Zeit großes Interesse geweckt, da sie als Kanal für Lobbygelder aus zahlreichen anderen Quellen dient. In einem kürzlich erschienenen Artikel von Marcel Crok (Clintel) mit dem Titel „Die dunkelgrüne Lobby, über die niemand spricht“ wird darauf hingewiesen, dass die ECF allein im Jahr 2023 Spenden in Höhe von 275 Millionen Euro erhalten hat. Leser des Daily Sceptic erinnern sich vielleicht daran, dass die ECF ein wichtiger Geldgeber des inzwischen aufgelösten Oxford Climate Journalism Network war, das rund 800 engagierte Journalisten darin schulte, wie man korrekt über den Klimanotstand berichtet. Die anfängliche Finanzierung für einen sechsmonatigen Online-Kurs zur Agitation und Propaganda betrug etwa 477.000 Pfund.
In jüngster Vergangenheit argumentierte Fahnbulleh, linke Regierungen müssten die Klimakrise mit der Dringlichkeit einer Kriegsmobilisierung angehen und systemischen Veränderungen Vorrang vor kurzfristigen Erwägungen einräumen. In einem Artikel für Foreign Affairs aus dem Jahr 2020 skizzierte Fahnbulleh ihre Vision eines globalen Green New Deal. Sie forderte eine massive Mobilisierung von Ressourcen zur Dekarbonisierung der Wirtschaft und plädierte für eine Reduzierung der CO₂-Emissionen auf Netto-Null innerhalb von 10 bis 15 Jahren.
„Das Ziel sollte Netto-Null-Kohlenstoffemissionen innerhalb von 10 bis 15 Jahren sein, was erhebliche Investitionen der Regierungen in grüne Infrastruktur erfordert“, schrieb sie. Dieses klar formulierte politische Ziel unterscheidet sich kaum von dem im vorgeschlagenen CAN-Gesetzentwurf enthaltenen. Vielleicht könnten sie und ihr neuer Chef klarstellen, ob sie die Zerstörung der britischen Wirtschaft in so kurzer Zeit weiterhin befürworten.
Chris Morrison ist Umweltredakteur des Daily Sceptic . Folgen Sie ihm auf X.
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Met Office: Die Station Lingwood (Klasse 5 – unterste Stufe) erfüllt internationale Standards!
Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT
Das Met Office kann nicht länger behaupten, eine seriöse, wissenschaftliche Organisation zu sein:
Ein neuer Tageshöchstwert für Juni in Großbritannien und England von 38 °C wurde vom Team für Standortwetterbewertung des Met Office bestätigt; dieser Wert liegt über dem zuvor gemeldeten Wert von 37,7 °C.
Der am 26. Juni 2026 gemessene Wert von 38 °C stammt von der gleichen Messstation – Lingwood – wie der zuvor gemeldete vorläufige Rekordwert. Im Rahmen des üblichen Überprüfungsverfahrens des Met Office stellte das Team für die Standortwetterauswertung fest, dass der ursprüngliche Wert fälschlicherweise als Durchschnittswert über einen bestimmten Zeitraum gemeldet worden war, anstatt als übliches Tageshöchstwert an diesem Standort. Im Rahmen des Verifizierungsprozesses wurde dies korrigiert und der Wert von 38 °C bestätigt, der gemäß den landesweit einheitlichen Verfahren des Wetterbeobachtungsnetzes gemeldet wurde.
Durch die Verifizierung des Wertes gilt nun 38 °C als neue höchste jemals im Juni in UK gemessene Temperatur, wobei der strenge Validierungsprozess diesen Wert bestätigt hat.
Dieser Prozess des nationalen Wetterdienstes umfasst eine Standortbegehung und eine Überprüfung der Ausrüstung. Darüber hinaus werden die gelieferten Daten einer Reihe von Qualitätskontrollen hinsichtlich ihrer meteorologischen Plausibilität unterzogen, darunter Vergleiche mit benachbarten Stationen und minutengenaue Analysen.
Wenn Stationen oder Messgeräte die hohen nationalen und internationalen Standards nicht erfüllen, werden vorläufige Messwerte abgelehnt und es findet ein Verifizierungsprozess am nächsthöherrangigen Standort statt. – Quelle: https://www.metoffice.gov.uk/about-us/news-and-media/media-centre/weather-and-climate-news/2026/new-june-daily-temperature-records-heading-into-the-record-books
In wahrhaft Orwell’scher Manier erklären sie: „Wenn Messstationen oder Messgeräte die hohen nationalen und internationalen Standards nicht erfüllen, werden vorläufige Messwerte abgelehnt.“
Internationale Standards?
Nach eigenen Angaben ist Lingwood der schlechteste aller Standorte, ein minderwertiger Standort der Klasse 5, der KEINES der WMO-Kriterien für die Temperaturaufzeichnung erfüllt. Daher weist die WMO darauf hin, dass eine schlechte Standortwahl die tatsächliche Temperatur bis zu 5 °C erhöhen kann.
Graphik übersetzt von google translate
Lingwoods ursprünglicher Messwert lag bei 37,7 °C, was bedeutet, dass das Met Office nicht berechtigterweise behaupten kann, die Temperatur in der Umgebung habe mehr als 32,7 °C betragen.
Dann teilen sie uns aus unerklärlichen Gründen mit, dass sie beschlossen haben, den Wert auf 38 °C aufzurunden.
Ray Sanders hat dazu angemerkt:
„Das klingt, offen gesagt, unglaublich absurd. Der Datenlogger nimmt einfach vier aufeinanderfolgende PRT-Messwerte im Abstand von jeweils 15 Sekunden auf (0, 15, 30 und 45 Sekunden nach der vollen Minute) und bildet daraus den Durchschnitt. Wie ein automatisches Rechensystem dabei plötzlich so einen Fehler machen kann, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlicher ist, dass man sich dafür entschieden hat, die Messwerte einer ganzen Minute zu verändern, um den Durchschnitt nach oben zu korrigieren. Das klingt für mich alles viel zu unglaubwürdig.“
Wie vielleicht erinnerlich befindet sich Lingwood in einem privaten Hintergarten, der auf drei Seiten von hohen Hecken und auf der vierten Seite von einer dichten Baumreihe umgeben ist. Es ist ein perfekter Sonnenfang, genau die Art von Standort, die laut WMO für Temperaturaufzeichnungen nicht akzeptabel ist. Schlimmer noch: Die Wetterhütte steht in einem verwilderten Teil des Gartens.
Nicht gut genug für die WMO, aber okay für die Propaganda des Met Office!
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Hitze ist ein Problem, aber der Klimawandel verschlimmert es nicht
Vorbemerkung des Übersetzers: Auch in Deutschland gibt es aktuell eine Hitzewelle. Dazu wird es später wohl einen eigenen Beitrag geben. Vieles, was dazu zu sagen ist, schreibt das Heartland Institute bereits zu einer Hitzewelle in Teilen der USA. – Ende Vorbemerkung
„Governing“, eine seit fast 40 Jahren erscheinende Publikation, die sich auf die Information von politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Kommunalebene konzentriert, veröffentlichte einen Artikel, in dem der Klimawandel für die Zunahme extremer Hitze verantwortlich gemacht und Möglichkeiten für Stadtverwaltungen zur Bekämpfung der Hitze aufgezeigt wurden. Die Empfehlungen zur Minderung der Hitzebelastung der Bevölkerung und zur Begrenzung von Schäden sind durchaus gut, doch der ungerechtfertigte Ausflug in falsche Klimazuschreibungen lenkt vom wertvollen Teil des Artikels ab. Der Klimawandel verursacht nicht mehr Tage mit extremer Hitze, sondern die Ausweitung der städtischen Bebauung und der damit verbundene städtische Wärmeinseleffekt führen zu einem Anstieg der Nachttemperaturen, was in einigen Fällen Probleme für ältere Menschen, Obdachlose und gefährdete Bevölkerungsgruppen mit Vorerkrankungen verursacht.
In dem Artikel „A Toolkit for Surviving Extreme Heat“ (Ein Leitfaden zum Überleben extremer Hitze) in der Zeitschrift „Governing“ schreibt der Autor Carl Smith: „Gefährliche Hitze breitet sich in mehr Teilen des Landes aus als je zuvor.“
„Extreme Hitze … fordert mehr amerikanische Todesopfer als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, fährt Smith fort. „Sehr heiße Tage gehören in allen Bundesstaaten des Landes zum Alltag, doch in den letzten Jahren gab es immer mehr davon.“
Fast jeder Satz, den Smith in seinen einleitenden Absätzen geschrieben hat, ist falsch.
Reale Daten, die von verschiedenen Behörden der US-Regierung erfasst wurden zeigen, dass extreme Hitze in den letzten Jahren weder häufiger noch intensiver geworden ist (siehe Grafik unten). In „Climate at a Glance: U.S. Heatwaves“ wird dargelegt:
• Die Daten zeigen, dass Hitzewellen weitaus seltener und weniger heftig waren als in den 1930er Jahren.
• Die höchsten jemals gemessenen Temperaturen in den meisten Bundesstaaten wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnet.
• Das genaueste landesweite Messstationen-Netzwerk, eingerichtet 2005 zeigt, dass es in den Vereinigten Staaten zumindest seit 2005 keinen anhaltenden Anstieg der täglichen Höchsttemperaturen gibt:
Abbildung 1. Die jährliche durchschnittliche Anzahl der Tage mit einer Höchsttemperatur von ≥95°, ≥100° und ≥105° [35°C; 38°C; 41°C] an jeweils 828 NOAA-USHCN-Stationen, für die zwischen 1895 und 2023 tägliche Temperaturmessungen über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren vorliegen. Grafik von Chris Martz; Daten von der NOAA
Zwar sind die Durchschnittstemperaturen in den USA leicht gestiegen, doch ist dies auf höhere nächtliche Durchschnittstemperaturen zurückzuführen infolge des städtischen Wärmeinseleffektes in den wachsenden Städten und Vororten. Die Zahl der extrem heißen Tage nimmt nicht zu, und auch die Temperaturen an extrem heißen Tagen steigen nicht weiter.
Smiths Behauptung, dass „extreme Hitze … mehr Amerikaner tötet als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, ist teilweise richtig, im Wesentlichen jedoch falsch. Zwar sind hohe Temperaturen jedes Jahr für mehr vorzeitige Todesfälle verantwortlich als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen, doch liegt die Zahl der hitzebedingten Todesfälle nach wie vor weit unter der Zahl der Menschen, die in den Vereinigten Staaten und weltweit jedes Jahr durch extreme Kälte ums Leben kommen. Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass kaltes Wetter jedes Jahr mehr Menschen tötet – je nach Studie 10- bis 17-mal mehr – als hohe Temperaturen. (Siehe die folgende Grafik:)
Kurz gesagt: Da die Temperaturen nicht extremer werden, kann der Klimawandel nicht für „gefährliche Hitze …, die mehr Teile des Landes als je zuvor heimsucht“ verantwortlich gemacht werden.
Trotz dieser grundlegenden Mängel bei der Zuordnung von extremer Hitze und hitzebedingten Todesfällen zum Klimawandel weist der Artikel doch einige positive Aspekte auf: vor allem die Empfehlungen, die er auf der Grundlage der Ratschläge der Federation of American Scientists (FAS) ausspricht. Die FAS empfiehlt beispielsweise, Klimaanlagen in Schulbussen vorzuschreiben und Kühlmaßnahmen zu verlangen, wenn bestimmte Schwellenwerte für die Innentemperatur überschritten werden, sowie von Kinderbetreuungseinrichtungen – und ich würde Pflegeheime und Rehabilitationseinrichtungen hinzufügen – zu verlangen, dass sie über Standards für die Innentemperatur und funktionierende Klimaanlagen verfügen, um eine Zulassung zu erhalten. Die FAS empfiehlt den Städten außerdem, Kühlzentren zu betreiben, Gesundheitschecks durchzuführen und sicherzustellen, dass kritische Infrastruktur wie Wasser-, Energie- und Verkehrseinrichtungen während extremer Hitzewellen betriebsbereit sind.
Die Öffnung geeigneter öffentlicher Einrichtungen für Obdachlose während Hitzeperioden und die Bereitstellung von Wasser, um Obdachlose, ältere Menschen, Mittellose und Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen besonders anfällig für Hitzestress sind, mit Flüssigkeit zu versorgen, können ebenfalls dazu beitragen, die Schäden für diejenigen zu mindern, die täglich extremer Hitze ausgesetzt sind. Einige Städte bemühen sich darum, mehr Wohnraum für Obdachlose zu schaffen, was – sofern die neuen Unterkünfte klimatisiert sind – wesentlich dazu beitragen würde, hitzebedingte Todesfälle zu reduzieren.
Der Punkt ist: Extreme Hitze ist und war schon immer eine Tatsache des Lebens und führt nach wie vor zu vorzeitigen Todesfällen – der Klimawandel hat an dieser Tatsache überhaupt nichts geändert. Aber es gibt mittlerweile Möglichkeiten, die tägliche Belastung durch extreme Hitze zu minimieren und abzumildern – wobei Klimaanlagen und die öffentliche Bereitstellung von Trinkwasser die wichtigsten sind. Auf Letzteres hätte sich „Governing“ beschränken sollen. Hätte das Magazin dies getan, hätten sich die Leser nicht erst durch eine falsche Klimanarrative kämpfen müssen, bevor sie zum Teil mit den Empfehlungen gelangten – was Letztere glaubwürdiger gemacht und die Wahrscheinlichkeit erhöht hätte, dass der Artikel von vielbeschäftigten Menschen vollständig gelesen wird.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Hitze ist ein Problem, aber der Klimawandel verschlimmert es nicht erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Klima, Energie und das kulturelle Betriebssystem
Wer wie wir bei EIKE versucht, dem breiten Publikum zu erklären, warum „Klimaschutz“ und „Energiewende“ nur Unheil bringen können, hat wohl schon die Erfahrung gemacht, dass selbst einfachste, lediglich auf der Arithmetik beruhende Sach-Argumente nicht ziehen. Ich vermute, dass hinter diesem Unverständnis unterschiedliche, wenn nicht gegensätzliche kulturelle Codes stehen. Der Begriff „Kultur“ steht meines Erachtens nicht für Luxus oder, wie Karl Marx es sah, für einen geistigen Überbau über der materiellen wirtschaftlichen Realität, sondern für die Logik, das Betriebssystem einer Gemeinschaft, die dem täglichen Zusammenleben von Menschen zugrunde liegen.
Zwar gibt es in der Umgangssprache verschiedene Begriffe von Kultur. Die einen halten für Kultur alles, das es in ihren Augen verdient, durch Steuergelder subventioniert zu werden. Manche sehen in CSD-Paraden oder im Auftreten von Drag Queens in Kinder-Tagesstätten ein Kulturelles Event. Andere betonen ihre kulturelle Exklusivität und halten die Volkskultur wie den so genannten gesunden Menschenverstand für ein Kennzeichen des rechten Populismus. Wieder andere erinnern an die Herkunft des Kulturbegriffs aus der Agrikultur und sind damit schon etwas näher am Kulturverständnis, das ich meinen Überlegungen zugrunde lege.
Kultur als Betriebssystem
Ich selbst sehe in der Kultur nicht, wie Karl Marx und Friedrich Engels behaupteten, einen geistigen, wenn nicht luftigen Überbau, der die materiellen Produktionsverhältnisse spiegelt, sondern im Gegenteil das Betriebssystem einer menschlichen Gemeinschaft, dessen Codes darüber entscheiden, was, wie und wo produziert und gehandelt oder ob wann gegen wen Krieg geführt wird. Wie der posthum als „rechts“ verunglimpfte bekannte deutsche Geschichtsphilosoph Oswald Spengler sehe ich die Weltgeschichte weder als Geschichte von Klassenkämpfen noch als Abfolge von Produktionsweisen und Produktionsverhältnissen noch als linearen Fortschritt von düsteren mythologischen Anfängen hin zur aufgeklärten Moderne, sondern als vergleichende Morphologie von Kulturen analog zur biologischen Morphologie. Die Kulturentwicklung hat m.E. Vorrang vor der politischen und ökonomischen Entwicklung. Gerade Deutschland bestand als kulturelle Entität schon etliche Jahrhunderte vor der politischen Reichsgründung durch Bismarck. (Etwas anders verlief die Entwicklung in Frankreich.) Spengler sah in der Weltgeschichte seit dem Altertum die zeitversetzte Parallelentwicklung von acht verschiedenen herrschenden Hochkulturen von der Geburt zu ihrer Blüte und danach über einen imperialistischen Endzustand (vergleichbar mit der Zivilisation des Imperium Romanum unter Kaiser Augustus) zu ihrem langsamen Abstieg in Richtung auf eine „Fellachen-Unkultur“.
Es geht mir hier nicht um die Übernahme von Spenglers Schema in Einzelnen, insbesondere nicht um seine negative Einschätzung von Judentum und Christentum, denn ich bleibe skeptisch gegenüber Spenglers Versuch, die Geschichte vorauszubestimmen. Allerdings übernehme ich die inzwischen empirisch gestützte Behauptung Spenglers, zwischen verschiedenen Kulturen könne es keinen echten Dialog, keine gegenseitige Befruchtung geben. Zwar räumte Spengler ein, zwischen fremden Kulturen könne es durchaus wirtschaftlichen Handel sowie diplomatische und künstlerische Beziehungen geben, aber ein wirklicher seelischer Austausch sei nicht möglich. Bildende Künstler, Musiker und Dramatiker wie Goethe könnten sich zwar von der Antike, dem Buddhismus oder dem Islam inspirieren lassen, aber das bedeute nicht, dass sie unter gleichen Formeln, Mustern und Worten auch dasselbe verstehen.
Es gibt allerdings auf der Welt nicht nur Hochkulturen, deren Entwicklungsmuster Spengler verglich, sondern bis in die jüngste Zeit auch noch archaische Stammeskulturen. Solche Kulturen waren vor der Entstehung der ersten Hochkulturen vor einigen Tausend Jahren über hunderttausend Jahre der Normalzustand des menschlichen Zusammenlebens. Stämme funktionieren nach einer eigenen Logik, wonach der Zusammenhalt und Fortbestand eines Clans oder Stammes wichtiger sind als die Wahrheit. Wie Stämme funktionieren, wissen wir von isoliert lebenden Stämmen in Papua-Neuguinea und Amazonien, die es geschafft haben, bis in die jüngste Zeit fortzubestehen. Auffällig ist die durchschnittlich kurze Lebensspanne und der hohe Prozentsatz von Stammesmitgliedern, die eines gewaltsamen Todes sterben. Der von „Aufklärern“ des 18. Jahrhunderts in die Welt gesetzte Mythos vom „edlen Wilden“ entspricht höchstens ausnahmsweise der Wirklichkeit.
Auch in scheinbar aufgeklärten modernen Gesellschaften halten sich Reste des Stammesdenkens und es besteht die Gefahr, dass wichtige Gruppen, wenn nicht die Mehrheit der Bevölkerung in die tribalistische Mentalität abgleiten. Das beobachten wir heute m.E. bei der rasanten Verbreitung verschiedener Formen der Woke-Ideologie, darin an vorderster Stelle der Glaube an die nahende vom Menschen verursachte Klimakatastrophe. M.E. zu Recht bezeichnete jemand die hinter der Errichtung der „Brandmauer“ gegen demokratische Vertreter von Alternativen stehende Mentalität als „Empörungs-Tribalismus“. Menschen glauben halt, solange ihnen das keine körperlichen Schmerzen verursacht, was sie glauben wollen.
Der Sonderweg des Westens
Das deutet an, dass es nicht leicht sein wird, die geistige Brandmauer gegenüber vernünftigen Alternativen zu überwinden. Die Europäer brauchten etliche Jahrhunderte, um von Familien-, Clan- und Stammesbanden abstrahieren zu lernen. Ausschlaggebend dafür war neben der Verbreitung der biblischen 10 Gebote und dem dahinter stehenden realistischen Menschenbild die Übernahme der Philosophien von Platon und Aristoteles sowie der Grundsätze des römischen Rechts im so genannten Mittelalter. Ich folge dabei der umfangreichen, über 900-seitigen Darstellung des heute u.a. an der Havard-University lehrenden Kultur-Anthropologen Joseph Henrich in seinem Buch „Die seltsamsten Menschen der Welt. Wie der Westen sonderbar und reich wurde“ (2020 bzw. 2026) über die Begründung des Reichtums der westlichen Welt in der ungewöhnlich „schrägen“ Psyche ihrer Bürger, die sich in „Verdrahtung“ und Chemie ihrer Hirne manifestiert. Das gilt vor allem für die vom Protestantismus geförderte Alphabetisierung, die nachweislich zur Verschiebung von Hirnzentren führt. Auch der römische Katholizismus hinterlässt in den Hirnen der Gläubigen bleibende Spuren. Das gilt vor allem für die Monogamie und das Verbot der Verwandtenehe.
Schon auf hirnphysiologischer Ebene wird die westliche Kultur, wie alle Kulturen, also von der Religion determiniert. Zwar kann eine Kultur überkommene Glaubenssysteme bereichern oder im Gegenteil pervertieren. Aber es gibt umgekehrt kein historisches Beispiel für die Geburt einer Religion aus einer entwickelten Kultur. Es ist immer die Religion, die einer Kultur vorausgeht. Religiosität und andere Formen der Transzendenz und nicht der intelligente Werkzeuggebrauch machen den eigentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier aus.
Ich bin freilich nicht der erste, der das extrakorporale Organ Kultur mit einem Computer-Betriebssystem wie MsWindows, MacOS oder Linux vergleicht. Wichtig erscheint es mir, kulturelle Codes auf dieser Ebene zu verorten. Denn damit wird deutlich, dass man sie nicht wie ein Programm oder eine App einfach auswechseln kann. Vor allem kann man auf einem Rechner nicht mit mehreren Betriebssystemen gleichzeitig arbeiten. Darauf läuft aber im übertragenen Sinn die Idee der multikulturellen Gesellschaft hinaus. Es kann eben im selben Raum keine Koexistenz zwischen gegensätzlichen Kulturen geben. Dabei stört in diesem Zusammenhang m.E. weniger die Tatsache, dass Christen und Muslime verschiedene Götter anbeten, sondern dass sie ein unvereinbares Verhältnis zum Tribalismus verkörpern. Es geht mir jetzt allerdings nicht darum, meine Leser zum biblischen Glauben zu bekehren. Wir sollten uns aber zumindest bewusst sein, dass die bis vor Kurzem so erfolgreiche westliche Kultur im Judentum und im Christentum wurzelt. Nur hier gibt es die Vorstellung, dass Gott die Welt als vernünftig geordnetes Ganzes geschaffen hat und dass die Menschen mithilfe von Beobachtung und Experiment sowie mit logischen Schlüssen in der Lage sind, diese Ordnung zumindest teilweise zu verstehen, auch wenn ihnen, so der maßgebliche mittelalterliche Kirchenlehrer Thomas von Aquin, das Verständnis des komplexen Ganzen verwehrt bleibt. Wir können, so der „Aufklärer“ Immanuel Kant, nicht das „Ding an sich“ erkennen, sondern nach Überzeugung des liberalen Ökonomie-Nobelpreisträgers Friedrich August von Hayek nur Muster von Entwicklungen in Natur und Gesellschaft vergleichen.
Demut als Markenzeichen christlicher Kultur
Aus dieser Erkenntnis folgt die Haltung der Ehrfurcht und Demut gegenüber Dingen und Verhältnissen, die größer sind als wir Menschen. Die Demut ist das Markenzeichen einer christlichen Kultur – auch bei Leuten, die zwar von einer christlichen Kultur geprägt sind, aber nie oder nur gelegentlich an Gottesdiensten und anderen frommen Kulthandlungen teilnehmen. Ich denke da an den französischen Literatur-Nobelpreisträger Albert Camus, der katholisch getauft und gefirmt wurde, sich aber später als Atheist bezeichnete. (Sein äußerst bescheidenes Grab auf dem Friedhof von Lourmarin im südfranzösischen Département Vaucluse bezeugt die demütige Haltung des Autors, die man auch in seinen Werken findet.) Fehlt diese Demut, kommt es zu verschiedenen Formen der Überheblichkeit und Wissensanmaßung wie der Überzeugung, das Klima durch die CO2-Reduktion mithilfe der „Energiewende“ steuern zu können oder der Illusion, unvereinbare kulturelle Betriebssysteme durch die unkontrollierte Masseneinwanderung kulturfremder Männer im wehrfähigen Alter vermischen und das euphorisch als „bunt“ feiern zu können. Der von der UNO eingesetzte „Weltklimarat“ IPCC bekam unverhüllt die Aufgabe, den wissenschaftlichen Diskurs über die Ursachen des Klimawandels durch die Verbreitung der „Treibhauslüge“ gleichzuschalten und die im Weltmaßstab ökonomisch erfolgreichste Kultur dafür verantwortlich zu machen, wie EIKE-Vizepräsident Dipl.- Ing. Michael Limburg in seinem neuen Buch und in seinem Beitrag zur 17. IKEK in Halle nachweist. Leider ist zu befürchten, dass er damit nur in der Kirche der „Klimaskeptiker“ predigt, weil selbst kritische Zeitgenossen das Dogma von der Klimaschädlichkeit des CO2 unhinterfragt akzeptieren und sich lediglich für effizientere Wege zu dessen Reduktion einsetzen.
Diese geistige Gleichschaltung ist ein Erbe des archaischen Tribalismus. Über viele Jahrtausende sicherten Stämme ihren Fortbestand durch die Opferung von Sündenböcken. In diese Rolle wurden in der Regel aus der Masse herausragende Individuen gedrängt. Der bis zu seinem Tode vor über einem Jahrzehnt an der renommierten kalifornischen Stanford University lehrende französische Anthropologe René Girard (den Henrich als Protestant nicht einmal zitiert!) hat dem Sündenbock-Mechanismus dicke Bücher gewidmet. Aktuell studieren kann man diesen Mechanismus in der tendenziell gewaltsamen Auseinandersetzung der (tribalistischen) Woke-Bewegung mit US-Präsident Donald Trump, der spontan zum Sündenbock auserkoren wurde. Wer könnte eine solche dem Gesetz wachsender Entropie folgende Bewegung besänftigen? Aus der europäischen Geschichte wissen wir: Die wegen ihrer Aggressivität gefürchteten Wikinger wurden erst friedlich, als ihr König Harald Blaubart sich um die erste Jahrtausendwende taufen ließ. Ohne den überragenden Einfluss des Christentums (in Verbindung mit der aristotelischen Logik und dem römischen Recht) ist der schwierige Prozess der Überwindung des Tribalismus durch die „seltsame“, d.h. weltweit einmalige europäische und amerikanische Kultur, den Henrich plastisch beschreibt, in der Tat nicht erklärbar. Weil die Herausbildung der neuen Kultur aber in jeder Hinsicht künstlich ist, kommt es leicht zu Rückfällen in die Stammeskultur.
Das Unheil beginnt mit der Französischen Revolution
Die jüngeren Rückfälle in die tribalistische Mentalität gehen alle auf die Französische Revolution zurück. Die jakobinische Gleichschaltung ist eine Form des tribalistischen Sündenbock-Mechanismus: Der fromme, gebildete und durchaus human und anständig gesonnene König Ludwig XVI. starb unter dem Jubel der Menge unter dem Fallbeil der Guillotine. Er wurde wie seine Ehefrau Marie-Antoinette und viele andere als Sündenbock geopfert, um Frankreich (vermeintlich) aus der Krise zu führen. Der ihm und seinen Getreuen u.a. zur Last gelegte Staatsbankrott mit galoppierender Inflation und Hungersnot ging indes nicht auf seine angebliche Bösartigkeit zurück, sondern war Folge wetterbedingter Missernten und der massiven finanziellen Unterstützung der demokratischen Revolution in Amerika durch die französische Krone. Selbst nach Ansicht des Atheisten Albert Camus steht Frankreich seither unter einem Fluch. Das Unheil droht aber wohl auch all jenen, die die blutigen Ausschreitungen der Französischen Revolution als Beginn der Moderne feiern. Das sind, nach diversen Umfragen, über 90 Prozent der Europäer. So erklärt sich m.E. die Leichtigkeit, mit der Europäer in die tribalistische Logik zurückfallen. Die „Große“ Französische Revolution erscheint heute nicht von ungefähr als eine Art Generalprobe für die kommunistische Oktoberrevolution in Russland und die Machtergreifung des Nazismus in Deutschland.
Nordamerika, insbesondere die USA hat demgegenüber den Rückfall in den Tribalismus, von Ausnahmen abgesehen, über längere Zeit vermeiden können. (Allerdings mit dem hässlichen Nebeneffekt, dass die europäischen Kolonisatoren mit der in Stämmen organisierten indianischen Urbevölkerung wenig anzufangen wßten.) Heute wird der in Amerika herrschende antitribalistische Konsens durch die inzwischen zunächst unter Intellektuellen aufgekommene Woke-Bewegung bedroht. Diese Bewegung beruft sich nicht zufällig auf antichristliche europäische Philosophen wie Michel Foucault. Die Jünger der Woke-Bewegung haben sich offenbar mit der Wahl ihres Feindbildes nicht geirrt, als sie die Devise „No King!“ zu ihrem Markenzeichen machten. Vielleicht ungewollt weisen sie damit darauf hin, dass die Vermessenheit ihrer politischen Forderungen, die die Gesundheit von Menschen und Natur dem angeblichen Klimaschutz unterordnen, in einem Königsmord wurzelt. Die Rolle der Guillotine übernehmen bei ihnen die berufliche Kaltstellung und soziale Ausgrenzung von Kritikern, die der Wahrheit verpflichtet sind. Sicher wird es nicht möglich sein, die Uhr bis vor die Französische Revolution zurückzudrehen, um zu einer vernünftigeren Politik zurückzukehren. Es wird aber nach diesem Überblick verständlich, warum libertäre Kritiker der postmodernen Energie- und Migrationspolitik wie Hans-Herrmann Hoppe mit Formen der Monarchie sympathisieren. Denn es erscheint wenig wahrscheinlich, den Irrweg der „Klimapolitik“ auf rein parlamentarischem Weg verlassen zu können.
Kurz: Wer die Energiewende allein als technisches oder ökonomisches Problem begreift, unterschätzt ihre geistige Dimension. Sie ist vielmehr Ausdruck eines kulturellen Betriebssystems, das sich von Realismus, Maß und Demut entfernt hat und stattdessen in moralischer Selbstgerechtigkeit nach Sündenböcken sucht. Eine Rückkehr zu Vernunft in der Klima- und Energiepolitik setzt daher mehr voraus als bessere Zahlen oder neue Gutachten: Sie verlangt die Wiedergewinnung jener geistigen Haltung, die den Westen einst stark machte — die Einsicht in die Grenzen menschlicher Erkenntnis und Macht. Ohne diese Demut wird die Politik weiter versuchen, das Klima zu steuern, während sie die Grundlagen der eigenen Kultur zerstört.
Der Beitrag Klima, Energie und das kulturelle Betriebssystem erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
