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Aktualisiert: vor 8 Minuten 6 Sekunden

Henrik Svensmark von seiner Universität entlassen

25. Juli 2026 - 14:00

Karl Iver Dahl-Madsen, CLINTEL

Der dänische Wissenschaftler Henrik Svensmark, bekannt für seine umstrittenen Forschungen zu kosmischer Strahlung und Wolkenbildung, wurde nach jahrelangen internen Konflikten von seiner Universität in Kopenhagen entlassen. In einem Interview mit der dänischen Zeitung „Berlingske“ bezeichnete er die Entscheidung als „Todesstoß“ für seine Forschung.

Im dänischen Klimajournalismus ist dann aber etwas Ungewöhnliches und Ermutigendes geschehen. „Berlingske“, eine der führenden nationalen Tageszeitungen Dänemarks, hat einen hervorragenden und wirklich hinterfragenden Artikel über die Entlassung des Physikers Henrik Svensmark von der Technischen Universität Dänemarks (DTU) veröffentlicht, an der er seit Ende der 90er Jahre tätig war. Die Überschrift lässt keinen Zweifel offen: „Umstrittener dänischer Klima- und Weltraumforscher hat die Kündigung von der DTU erhalten: Es ist ‚ein Todesstoß‘ für meine Forschung“.

Dieser Artikel beginnt so:

Er ist einer der international anerkanntesten Forscher Dänemarks – und zugleich einer der umstrittensten. Doch nun wurde der Weltraum- und Klimaforscher Henrik Svensmark, wie er selbst sagt, von seinem Arbeitgeber, der Technischen Universität Dänemarks (DTU) in Lyngby, „auf altmodische Weise entlassen“. Er schließt nicht aus, dass – wie er es ausdrückt – „politische Erwägungen“ in dem jahrelangen Prozess eine Rolle gespielt haben, der zu seiner endgültigen Entlassung führte. Gleichzeitig zögert Henrik Svensmark nicht, dies als „Todesstoß“ für einen Forschungszweig zu bezeichnen, den er weitgehend im Alleingang entwickelt hat und mit dem sich Klimaforscher auf der ganzen Welt, einschließlich des UN-Klimarats (IPCC), auseinandersetzen mussten – oft widerwillig. Dies liegt vor allem daran, dass Svensmarks Forschung auf einen seiner Ansicht nach übersehenen natürlichen Faktor hinweist, der hinter einem Großteil der Klimaveränderungen steckt, welche die Erde durchlaufen hat. Schließlich schließt er nicht aus, dass die Entlassung damit zusammenhängen könnte, dass er in weiten Kreisen als umstrittener Forscher wahrgenommen wird: „An der Forschung selbst ist nichts Umstrittenes. Aber es stimmt, dass viele meine Forschung als umstritten wahrnehmen, obwohl sie das nicht sein sollte.“ Die DTU äußert sich nicht zur eigentlichen Entlassung von Svensmark und bezeichnet diese als Personalangelegenheit. Der Direktor von DTU Space, Henning Skriver, bestätigt jedoch, dass Svensmarks übergreifendes Forschungsgebiet, die Atmosphärenphysik, nun „deutlich an Priorität verlieren wird“.

Der Wissenschaftsjournalist Lars Henrik Aagaard verdient Anerkennung für den gesamten Artikel. Anstatt Svensmark lediglich als „umstritten“ abzutun, stellt er die entscheidende Frage: Schickt die DTU einen alternden Mitarbeiter in den Ruhestand oder beendet sie ein international anerkanntes, aber wissenschaftlich unbequemes Forschungsprogramm?

Die von Berlingske berichteten Fakten sind beunruhigend.

Der 68-jährige Svensmark, bekannt für seine Arbeiten zu kosmischer Strahlung und Wolken, war noch immer aktiv tätig und bereitete ein neues Experiment vor. Erst wenige Monate zuvor, so sagt er, hätten ihm seine Vorgesetzten mitgeteilt, dass seine Forschung wichtig sei und sie wünschten, dass er sie fortsetze.

Laut Svensmark war er zudem 2016 nach positiven internationalen Bewertungen für eine Professur ausgewählt worden. Ein neuer Rektor blockierte jedoch seine erwartete Beförderung zum ordentlichen Professor und stufte ihn zum leitenden Forscher herab (wobei auch sein Gehalt gekürzt wurde). Dieser Schritt erschwerte es ihm, in Dänemark regelmäßige Forschungsmittel zu erhalten.

Im Jahr 2021 versuchte die DTU erneut, ihn zu entlassen, doch er blieb im Amt – seiner Aussage nach unter anderem aufgrund von Protesten von Wissenschaftlern mit Verbindungen zum MIT und nach Princeton (Lindzen und Happer).

Die Zeitung „Berlingske“ legte diese Vorgeschichte der DTU vor. Die Universität lehnte es ab, sich dazu zu äußern. Der Direktor von DTU Space, Henning Skriver, erklärte lediglich, dass die Atmosphärenphysik im Rahmen einer strategischen Priorisierung „erheblich zurückgestuft“ werde.

Das ist keine Erklärung. Das ist Verwaltungsnebel.

Eine öffentliche Universität darf ihre Prioritäten ändern. Aber sie sollte die wissenschaftlichen Gründe dafür darlegen. Warum wurde Svensmark noch wenige Monate vor seiner Entlassung dazu ermutigt, seine Arbeit fortzusetzen? Was ist aus der positiven internationalen Bewertung geworden? Warum wurde die Professur gestrichen? Warum wird ein laufendes Experiment eingestellt?

Die Einzelheiten eines konkreten Beschäftigungsfalls mögen vertraulich sein. Die wissenschaftlichen Gründe für die Einstellung eines Forschungsprogramms sollten es jedoch nicht sein. Eine Hypothese kann nicht auf administrativem Wege verworfen werden.

Sonnenaktivität

Svensmarks Forschung befasst sich mit dem Einfluss der Sonnenaktivität und der kosmischen Strahlung auf die Aerosolbildung, die Wolken und damit auf das Klima.

Der vorgeschlagene Prozess ist im Prinzip einfach. Die Sonnenaktivität beeinflusst die Menge der die Erde erreichenden kosmischen Strahlung. Diese ionisiert die Atmosphäre. Die Ionisierung kann die Bildung und das Wachstum von Aerosolpartikeln beeinflussen, von denen einige zu Wolkenkondensationskernen werden. Wolken wiederum beeinflussen die Strahlungsbilanz der Erde stark.

Teile dieser Kette wurden experimentell nachgewiesen. Ungeklärt bleibt jedoch, wie groß der daraus resultierende Klimaeffekt unter realen atmosphärischen Bedingungen und über verschiedene Zeitskalen hinweg ist.

Svensmark behauptet nicht, dass Kohlendioxid keinerlei Auswirkungen habe. Gegenüber der Zeitung „Berlingske“ erklärte er:

„Ich sage nicht, dass der Mensch dabei keine Rolle spielt.“

Seiner Ansicht nach sind natürliche Schwankungen, Wolkenprozesse und der Einfluss der Sonne nach wie vor nicht ausreichend quantifiziert. Er bezeichnet die Ablehnung als „Todesstoß“ für das Forschungsprogramm, an dessen Entwicklung er einen Großteil seiner Karriere gewidmet hat.

Kein unbedeutender Forscher

Svensmark kann nicht ohne Weiteres als erfolgloser oder unbedeutender Wissenschaftler abgetan werden. Google Scholar verzeichnet mehr als 7.000 Zitate seiner Arbeiten und einen h-Index von 30. Im Vergleich zur gesamten Forschungsgemeinschaft der DTU reiht er sich damit etwa unter die obersten 20 Prozent der Forscher ein und liegt gemessen an der Gesamtzahl der Zitate wahrscheinlich noch höher. Das ist eine beachtliche wissenschaftliche Wirkung für ein relativ kleines und stark umstrittenes Forschungsgebiet, das weit entfernt ist von den großen Kooperationsnetzwerken, die fast automatisch viele Zitate generieren.

Der vorhersehbare, aber schwächste Beitrag in dem Artikel stammt von Jens Hesselbjerg Christensen, Professor am Niels-Bohr-Institut und einer prominenten Persönlichkeit in der IPCC-Gemeinschaft.

Hesselbjerg räumt ein, dass kosmische Strahlung eine Rolle bei der Wolkenbildung und der langfristigen Klimageschichte spielen könnte. Anschließend behauptet er, ein Großteil von Svensmarks Forschung sei offenbar darauf ausgelegt gewesen, seine Hypothese zu bestätigen, und wann immer diese nicht bestätigt wurde, habe man einfach „ein oder zwei Elemente“ hinzugefügt.

Das ist eine außergewöhnliche Anschuldigung und intellektuell ziemlich armselig.

Hesselbjerg nennt weder eine Veröffentlichung noch ein Experiment, noch eine fehlerhafte Messung, noch eine unsachgemäße Methode und auch eine fehlgeschlagene Vorhersage. Er unterstellt lediglich, dass Svensmark seine Forschung so gestaltet habe, um zu einer vorab festgelegten Schlussfolgerung zu gelangen. Wenn Hesselbjerg das glaubt, sollte er die Experimente benennen und genau erklären, was daran falsch war. Andernfalls sollte er die Anschuldigung zurückziehen.

Die Entwicklung einer Hypothese, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, ist kein wissenschaftliches Fehlverhalten – sondern Wissenschaft! Die Aerosolbildung umfasst Keimbildung, Partikel-Lebensdauer, Wachstum, atmosphärische Chemie und schließlich die Wolkenbildung. Die Entdeckung zusätzlicher Prozesse ist kein „Hinzufügen eines Arms oder eines Beins“ – sondern der eigentliche Zweck experimenteller Forschung.

Hesselbjergs Vorgehen verdeutlicht ein umfassenderes Problem. Forscher, die dem institutionellen Konsens nahestehen, können sich auf Autorität berufen, während sie bemerkenswert wenige Argumente vorbringen. Von einem abweichenden Forscher wird erwartet, dass er jedes Glied einer komplexen physikalischen Kette nachweist, bevor seine Arbeit überhaupt als legitim angesehen wird.

Das sind keine gleichen Bedingungen für den wissenschaftlichen Wettbewerb.

Die Forschung sollte fortgesetzt werden

Das unmittelbare Ziel sollte nicht lediglich darin bestehen, die DTU in Verlegenheit zu bringen. Vielmehr sollte es darum gehen sicherzustellen, dass Svensmarks Forschung fortgeführt wird. Der wichtigste nächste Schritt ist die Entwicklung eines Klimamodells, das neben dem Treibhauseffekt und den anderen etablierten Klima-Prozessen auch explizit die vorgeschlagene Kette aus Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung, atmosphärischer Ionisierung, Aerosolwachstum und Wolken einbezieht.

Ein solches Modell würde es ermöglichen, eine Frage von enormer wissenschaftlicher und politischer Bedeutung zu untersuchen: Inwieweit ist die beobachtete Temperaturentwicklung auf menschlichen Einfluss zurückzuführen, und inwieweit auf natürliche Schwankungen?

Diese Frage ist keineswegs rein akademischer Natur. Die Klimapolitik hängt entscheidend von der Antwort darauf ab. Sind die natürlichen Einflüsse größer als angenommen, ist der erwartete Effekt einer Reduzierung der CO₂-Emissionen geringer. Sind sie hingegen vernachlässigbar, wird die derzeitige Zuordnung des Klimawandels zu CO₂ gestärkt. Beides wäre eine wertvolle Erkenntnis.

Henrik Svensmark erklärt: „Der nächste entscheidende Schritt besteht darin, ein Klimamodell zu entwickeln, in dem der Einfluss von Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung, Aerosolwachstum und Wolken zusammen mit Treibhausgasen berücksichtigt wird. Damit könnten wir prüfen, inwieweit der heutige Klimawandel vom Menschen verursacht ist und inwieweit er natürlichen Ursprungs ist. Dies lässt sich innerhalb weniger Jahre und mit einem Forschungsbudget bewerkstelligen, das im Vergleich zur politischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Frage bescheiden ist.“

Die Aufgabe ist daher konkret: Wir müssen eine neue institutionelle Heimat für Svensmark finden, die Ausrüstung und das wissenschaftliche Fachwissen erhalten, ein internationales Forschungsteam zusammenstellen und die erforderlichen Finanzmittel beschaffen.

Die Zeitung „Berlingske“ hat einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Interesse geleistet, indem sie diesen Fall an die Öffentlichkeit gebracht hat. Die DTU hat mit Ausflüchten reagiert. Jens Hesselbjerg Christensen hat mit einem unbegründeten Angriff auf die wissenschaftliche Integrität eines Kollegen reagiert.

Keine dieser Reaktionen ist akzeptabel.

Wissenschaft schreitet durch Experimente, Beobachtungen und überprüfbare Modelle voran, nicht durch administrative Prioritäten, institutionelle Konformität oder beiläufige Unterstellungen.

Henrik Svensmarks Forschung darf nicht mit einer Entscheidung der DTU-Leitung enden. Ihr müssen nun die Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um sich dem einzigen Urteil zu stellen, das zählt: dem Urteil der Beobachtungen.

Karl Iver Dahl-Madsen

Karl Iver Dahl-Madsen ist selbstständiger Berater (Inhaber von Dahl-Madsen ApS), Vorstandsvorsitzender des dänischen Klima-realistischen Vereins „Klimarealisme“ (Klimarealismus) und tritt in den dänischen Medien regelmäßig als Kommentator und Diskussionsteilnehmer zu den Themen Klimapolitik, Energie und Umweltfragen auf. Mehr: https://klimarealisme.dk/

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/21/henrik-svensmark-fired-by-his-university/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kategorien: Externe Ticker

Auf den Zug des Geldes für die Kernfusion aufspringen

25. Juli 2026 - 11:00

Duggan Flanakin

Die weltweiten Investitionen in die Fusionsenergie erreichten in den vergangenen 12 Monaten einen Rekordwert von 4,8 Milliarden US-Dollar, womit sich die Gesamtinvestitionen seit 2021 auf über 14,2 Milliarden US-Dollar beliefen. Laut Reuters lagen die Gesamtinvestitionen in 45 private Unternehmen im vergangenen Jahr um 69 % höher als in den vorangegangenen 12 Monaten. Mindestens 17 Fusionsunternehmen haben mindestens 100 Millionen US-Dollar eingeworben.

Der Investitionsanstieg signalisiert laut Reuters wachsendes Vertrauen, dass die Kernfusion das Stromnetz in den 2030er Jahren ergänzen kann. Quantencomputer und künstliche Intelligenz gehören zu den Gründen für den wachsenden Glauben, dass „der Heilige Gral“ näher ist als je zuvor.

Forscher haben kürzlich die ersten Quantencomputer-Berechnungen zu FLiBe vorgelegt, einem geschmolzenen Salz aus Fluor, Lithium und Beryllium, das als führendes Material für die Erzeugung und Gewinnung von Tritium in Fusionsreaktoren gilt.

Experten des Oak Ridge National Laboratory, der Cleveland Clinic und von IBM haben erfolgreich neun verschiedene molekulare Konfigurationen von FLiBe berechnet – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Materialien, mit denen der Fusionsbrennstoff Tritium hergestellt werden kann.

Künstliche Intelligenz wird zu einem entscheidenden Faktor für die Finanzierung der Fusionsforschung, verbrauchen doch KI-Rechenzentren Strom in beispiellosen Mengen. Google, Microsoft und andere Technologiegiganten investieren massiv in die Fusionsforschung.

KI wird zudem eingesetzt, um vier große Herausforderungen zu bewältigen: die Entwicklung von Materialien, die einem extremen Neutronenfluss standhalten; die Stabilisierung von extrem heißem Plasma (100 Millionen °C); die Bewältigung extremer thermischer Belastungen (Wärmestrom) sowie die Maximierung der Energieausbeute (Optimierung des Brennstoffkreislaufs).

KI simuliert komplexe Plasmaphysik, entdeckt neuartige Materialien und Steuerungsstrategien, lässt sich in Echtzeit-Hardware integrieren, um Stabilität und Effizienz zu verbessern, und ermöglicht digitale Zwillinge sowie immersive Modellierung für Konstruktion und Fehlerbehebung – und das alles mit einer Geschwindigkeit, die zuvor undenkbar war.

In Zusammenarbeit mit Commonwealth Fusion Systems nutzt Google DeepMind tiefes verstärkendes Lernen, um die Plasmaformen in Tokamaks zu stabilisieren und TORAX zu entwickeln – einen schnellen, differenzierbaren Plasmasimulator –, um die Leistung und die Steuerungsstrategien zu optimieren. Microsoft setzt generative KI für das Moleküldesign und KI-Emulatoren für die schnelle Materialentwicklung ein – und spart so Jahre an Versuch und Irrtum.

Künstliche Intelligenz und Quantencomputing haben die Reaktion auf Präsident Trumps Aufruf verstärkt, die Vereinigten Staaten wieder zur weltweit führenden Nation im Bereich der Kernenergie zu machen. Das Energieministerium und private Investoren gehen nun davon aus, dass die Kernfusion bereits im nächsten Jahrzehnt damit beginnen kann, Strom in das nationale Stromnetz – und an eigenständige Anlagen – zu liefern.

Erst im vergangenen Monat veröffentlichte das DOE die endgültige Fassung der „Fusion Science and Technology Roadmap“ – eine nationale Strategie zur Beschleunigung der Entwicklung und Kommerzialisierung der Fusionsenergie nach dem schnellsten und verantwortungsvollsten Zeitplan in der Geschichte. Die Roadmap – an deren Erstellung mindestens 800 Wissenschaftler und Ingenieure, 15 private Unternehmen, 10 nationale Forschungslabore und 70 Universitäten mitgewirkt haben – identifiziert entscheidende wissenschaftliche und technologische Lücken, die das DOE, die Industrie, die Universitäten und die nationalen Forschungslabore schließen müssen, damit die Kernfusion dazu beitragen kann, den Energiebedarf der USA zu decken.

Die einheitliche Strategie, die über das neu eingerichtete „Office of Fusion“ des DOE umgesetzt werden soll, stützt sich auf drei Hauptsäulen: den Aufbau kritischer Infrastruktur zur Schließung von Lücken bei Fusionsmaterialien und -technologien; Innovation durch Spitzenforschung, Hochleistungsrechner und KI; sowie den Ausbau des US-amerikanischen Fusions-Ökosystems durch öffentlich-private Partnerschaften, den Ausbau der Lieferkette, den Ausbau der Fachkräftebasis und Wege zur Kommerzialisierung.

Der Geldzufluss in Fusionsunternehmen bestätigt, dass die Strategie breite Unterstützung genießt.

Ein beträchtlicher Teil davon ging an das von Google unterstützte Unternehmen TAE Technologies, das kürzlich eine Reverse-Merger-Transaktion mit der Trump Media & Technology Group unter der Leitung von Trumps Verbündetem Devin Nunez vollzogen hat. Trump Media erklärte sich bereit, TAE bei Vertragsunterzeichnung bis zu 200 Millionen US-Dollar in bar und weitere 100 Millionen US-Dollar bei der ersten Einreichung zur Verfügung zu stellen.

TAE Technologies konzentriert sich in erster Linie auf die Weiterentwicklung der aneutronischen Fusionsenergie, bei der nur minimale Mengen an radioaktivem Abfall anfallen. Die Technologie nutzt eine Feldumkehrkonfiguration, um den Plasmaeinschluss und die Stabilität zu optimieren. Das Unternehmen, das vor der Fusion 1,79 Milliarden US-Dollar eingeworben hatte plant, bis Jahresende einen Standort auszuwählen und bis 2030 einen kommerziell nutzbaren Fusionsreaktor zu entwickeln.

Das von Jeff Bezos unterstützte Unternehmen General Fusion wurde am 13. Juli als erstes börsennotiertes Fusionsenergieunternehmen und überholte damit TAE Technologies um mehrere Monate. Am ersten Handelstag verzeichnete die Aktie einen starken Kursanstieg. Eine kürzlich erfolgte Fusion mit der Spring Valley Acquisition Corp. III verschaffte dem Unternehmen dringend benötigte Finanzmittel, nachdem es seit 2002 bereits über 600 Millionen US-Dollar von privaten Investoren eingesammelt hatte.

General Fusion setzt auf die „Magnetized Target Fusion“, bei der mithilfe von Magnetfeldern magnetisiertes Plasma in einer mit flüssigem Lithium ausgekleideten Kammer erzeugt wird. Das Unternehmen hofft, sein erstes Kraftwerk „etwa bis 2035“ in Betrieb nehmen zu können.

Das aus dem MIT hervorgegangene Unternehmen Commonwealth Fusion Systems entwickelt ein Verfahren, bei dem Wasserstoffkerne mithilfe von Hochtemperatur-Supraleitungsmagneten fusioniert werden. Das Unternehmen, das von Investoren wie Google und Nvidia fast 3 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat hofft, seine SPARC-Tokamak-Fusionsenergieanlage im Jahr 2027 in Betrieb nehmen zu können. Google hat bereits zugesagt, die Hälfte der Stromproduktion von „Arc“ abzunehmen, einem kommerziellen 400-MW-Kraftwerk, das CFS in Virginia errichten will.

Microsoft wird der erste Kunde für den Reaktor von Helion mit umgekehrter Magnetfeld-Konfiguration sein, bei dem Magnete eine sanduhrförmige Reaktionskammer umgeben. Helion, das 1,5 Milliarden US-Dollar eingeworben hat (und mit 15,5 Milliarden US-Dollar bewertet wird) plant, ab 2028 mit seinem Reaktor Strom zu erzeugen. Zu den Investoren zählen Sam Altman, Reid Hoffman und BlackRock.

Der Polaris-Reaktor von Helion ähnelt eher einer Batterie als einem herkömmlichen Kraftwerk. Es gibt keine Wärme, keinen Dampf und keine Turbine – alles Elemente, bei denen Energie verloren geht. Im Wesentlichen stoßen in einem 18 m langen Rohr zwei Plasmaringe mit einer Geschwindigkeit von einer Million Meilen pro Stunde aufeinander, und der Rückstoß wird als Strom gewonnen. Helion gibt an, bei jedem Impuls Strom mit einem Wirkungsgrad über 95 % gewinnen zu können. Wenn die Technologie funktioniert, könnte das Unternehmen im Wettlauf um die Kernfusion die Nase vorn haben.

Da die NRC im Jahr 2023 entschied, dass Fusionsanlagen mehr mit Teilchenbeschleunigern als mit Kernspaltungsreaktoren gemeinsam haben, unterliegen Fusionsreaktoren nicht den jahrzehntelangen Reaktorprüfungen auf Bundesebene. Im vergangenen Monat erhielt Helion die staatlichen Genehmigungen für radioaktive Stoffe und radioaktive Luftemissionen, womit das Unternehmen die erste Fusionskraftanlage ist, die über alle erforderlichen Genehmigungen verfügt. Polaris ist zudem die erste privat finanzierte Fusionsanlage, die mit Deuterium-Tritium-Brennstoff betrieben wird.

Nicht nur amerikanische Fusionsunternehmen scheffeln Geld.

Google hat gerade das in Deutschland ansässige Unternehmen Proxima Fusion mit 468 Millionen Dollar unterstützt. Das Unternehmen, das Europas erstes kommerzielles Fusionskraftwerk bauen will, hat eine Bewertung von 2,7 Milliarden Dollar erreicht. Proxima entwickelt die Stellarator-Technologie und hofft, seinen Fusionsdemonstrator – einen Proof-of-Concept-Vorläufer eines kommerziellen Kraftwerks – Anfang der 2030er Jahre in Betrieb nehmen zu können.

Das aus der Universität Oxford hervorgegangene Unternehmen First Light Fusion hat weniger als 45 Millionen Pfund ausgegeben, um die Kernfusion zu erreichen, indem es mit einer zweistufigen Kanone ein Projektil auf ein Ziel abgefeuert hat. First Light möchte mit bestehenden Stromerzeugern zusammenarbeiten, um in den 2030er Jahren eine Pilotanlage zu entwickeln, die etwa 150 MW Strom erzeugen und weniger als 1 Milliarde Dollar kosten würde.

Die Kernfusion sei nicht mehr „30 Jahre entfernt“, heißt es. Doch wer wird das Rennen gewinnen?

Investoren setzen heute auf sehr unterschiedliche Fusionstechnologien, doch da die Bau- und Betriebskosten potenziell stark variieren, werden die Unternehmen, die als Erste die Energieerzeugung erreichen, möglicherweise – oder auch nicht – die endgültigen Gewinner sein. Betamax war VHS voraus und bot eine überlegene Qualität, doch VHS war billiger und entsprach besser den Bedürfnissen des Kinopublikums.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/18/riding-the-fusion-money-train/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Batteriebrand in Bautzen -Lithium-Ionen-Batterien: Ein gefährlicher Brandherd

25. Juli 2026 - 8:00

Der Batteriebrand in Bautzen demonstriert wieder einmal die Gefahren, die von Lithium-Ionen-Batterien ausgehen. Holger Douglas geht dem Problem auf den Grund und erläutert, welche Risiken von großen Batteriecontainern ausgehen. – allerdings sollen sich die Bautzener nicht lange im Freien aufhalten. Die 42 Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, nachdem vier Batteriecontainer in Brand geraten waren, sollen erst am Nachmittag zurückkehren dürfen. Zwei Kitas und Kinderhorte bleiben am Donnerstag noch geschlossen.

Von Holger Douglas

In Bautzen können wieder die Fenster geöffnet werden – allerdings sollen sich die Bautzener nicht lange im Freien aufhalten. Die 42 Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, nachdem vier Batteriecontainer in Brand geraten waren, sollen erst am Nachmittag zurückkehren dürfen. Zwei Kitas und Kinderhorte bleiben am Donnerstag noch geschlossen.

Nach 31 Stunden Brandbekämpfung kann der stellvertretende Stadtbrandmeister aufatmen. „Der Brand ist noch nicht gelöscht, aber wir haben ihn unter Kontrolle“, zitiert ihn die Sächsische Zeitung. Angrenzende Häuser werden noch auf Schadstoffe untersucht, Wasserproben genommen und ins Labor geschickt.

Der Brand war am Dienstagnachmittag am Schliebenparkplatz in Bautzen ausgebrochen. Er führte zu einem ausgedehnten Dauereinsatz der Feuerwehr, die sogar mit einem ferngesteuerten Roboter der Berufsfeuerwehr Dresden den Containern zu Leibe rückte. Giftige Dämpfe stiegen auf, eine Theatersommervorstellung in der Nähe musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Doch zunächst kamen die Feuerwehrleute nicht an den Brandherd heran, sie konnten nur von außen kühlen und fluteten den brennenden Batteriespeicher mit 5000 Liter Wasser pro Minute. Dafür wurde Wasser aus der Spree entnommen. Löschwasser lief auch in die Kanalisation; mögliche Belastungen und der weitere Umgang damit werden geprüft.

„Thermisches Durchgehen“: Wenn Lithium-Ionen-Zellen in Brand geraten

Mehr als Kühlen konnte sie nicht. Denn wenn eine Lithium-Ionen-Zelle außer Kontrolle gerät, beginnt kein gewöhnlicher Brand, sondern ein komplexer chemischer Prozess.

Jede der Zellen besteht aus Anode, Kathode, brennbarem Elektrolyten und einem dünnen Separator. Wird sie durch Kurzschluss, Überladung, Überhitzung, Beschädigung oder einen Produktionsfehler erwärmt, beginnen Schutzschichten und Elektrolyt sich unter weiterer Wärmeabgabe zu zersetzen.

Schmilzt oder reißt der Separator, können sich Anode und Kathode berühren. Der Kurzschluss verstärkt sich, die Temperatur steigt weiter, eine selbstbeschleunigende Kettenreaktion beginnt, die andere Zellen „ansteckt“. Häufig setzt dieses sogenannte „thermische Durchgehen“ bei etwa 150 bis 200 Grad ein. Dabei entstehen große Mengen heißer Gase. Der Druck in der Zelle steigt, bis Ventile öffnen oder Zellgehäuse platzen. Die Gase können sich entzünden oder sich zunächst im Container sammeln. Dann drohen Verpuffungen und die Übertragung auf benachbarte Zellen und Module. Wird der Container geöffnet, droht durch Luftzutritt eine Durchzündung.

Neue Technologie, neue Gefahren

Brände von Lithium-Ionen-Großbatterien sind Neuland für die Feuerwehr, deshalb wurden Fachberater aus ganz Deutschland befragt, ein Experte aus Berlin wurde vor Ort hinzugezogen.

Bei der Anlage in Bautzen handelte es sich um einen privat betriebenen Batteriespeicher in vier Containern. Er sollte Schwankungen und kurzfristige Ausfälle im Stromnetz eines Gewerbegebietes ausgleichen. Solche Lithium-Ionen-Batterien geraten leicht in Brand, wie man es von Elektroautos bereits kennt. Nicht ungefährlich sind auch jene mit solchen leistungsstarken Zellen vollgestopfte Powerpacks oder Batterien, die als Puffer von PV-Anlagen dienen und unglücklicherweise häufig in Häusern anstatt außerhalb aufgestellt werden.

Bei stationären Großspeichern und Hausspeichern wird mittlerweile häufig Lithium-Eisenphosphat (LFP) eingesetzt, das erst bei höheren Temperaturen „durchgeht“.

Der Großspeicher: Ein weltweiter Brandherd

Sogenannte Großspeicher sind derzeit das angesagte Ding der Energiewende. Sie sollen an immer mehr Plätzen und auf ehemaligen Kraftwerksgeländen entstehen. Anfang Juli 2026 waren in Deutschland ungefähr 545 Großspeicher mit jeweils mindestens einer Megawattstunde Kapazität in Betrieb. Die Zahl der Anträge für neue Speicher ist viel größer: Allein 2024 erhielten die Netzbetreiber nach Angaben der Bundesnetzagentur etwa 9.710 Anschlussanfragen für Speicher oberhalb der Mittelspannungsebene. Die angefragte Gesamtleistung lag bei rund 400 Gigawatt. Ungefähr 3.800 Anfragen mit zusammen etwa 25 Gigawatt Leistung und 46 Gigawattstunden Kapazität wurden bisher positiv beschieden, so die Netzagentur.

Übersehen wird leicht, welche mittlerweile erheblichen Energiemengen in diesen Batterien enthalten sind. Der Bautzener Vorfall reiht sich in eine weltweite Serie von Bränden, Explosionen und thermischen Durchgehvorgängen bei stationären Batteriespeichern ein. Eine vollständige Statistik existiert nicht. Die wichtigste internationale Sammlung führt das US-Forschungsinstitut EPRI. Dessen Datenbank verzeichnete bis Mai 2024 weltweit 81 sicherheitsrelevante Zwischenfälle bei gewerblichen und netzgekoppelten Batteriespeichern seit 2011. Das waren nicht ausschließlich Großbrände; erfasst wurden unterschiedliche schwerwiegende Störungen. Wohnhausspeicher sind in dieser Datenbank nicht enthalten.

Besonders auffällig ist übrigens Südkorea. Dort untersuchte eine staatlich eingesetzte Kommission allein zwischen 2017 und 2019 insgesamt 23 Speicherbrände. Als Ursachen wurden nicht nur schadhafte Zellen genannt, sondern auch unzureichende Schutzsysteme, mangelhafte Installation, ungünstige Umgebungsbedingungen, Wartungsdefizite und Fehler bei der übergeordneten Steuerung.

Großbrände in den USA

Auch die USA gehören zu den Schwerpunkten. Dort werden vor allem im grünen Kalifornien viele dieser Anlagen aufgestellt. Das bislang spektakulärste Ereignis war der Brand von Moss Landing im Januar 2025, bei dem ein 300-Megawatt-Speicher mit rund 100.000 Lithium-Ionen-Batterien betroffen war. Nach Angaben der US-Umweltbehörde wurden etwa 55 Prozent der Batterien beschädigt. Die Anlage brannte über Tage; rund 1.500 Einwohner mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. Noch 2026 überwacht die EPA den Ausbau und die Entsorgung der beschädigten Batterien. Wegen möglicher Wiederentzündungen hält der Betreiber rund um die Uhr eine private Feuerwehr auf dem Gelände bereit.

Bereits 2019 kam es im Speicher McMicken in Arizona zu einem thermischen Durchgehen, dabei sammelten sich brennbare Gase im Gebäude. Als Einsatzkräfte nach rund drei Stunden eine Tür öffneten, erfolgte eine heftige sogenannte „Deflagration“. Vier speziell ausgebildete Feuerwehrleute wurden schwer verletzt. Das Ereignis zeigte, dass nicht nur offene Flammen gefährlich sind: Ein äußerlich ruhig wirkender Container kann mit einem explosionsfähigen Gasgemisch gefüllt sein.

In Australien geriet im Juli 2021 während der Inbetriebnahme der Victorian Big Battery ein Tesla-Megapack außer Kontrolle. Die offizielle Untersuchung nannte ein Leck im Kühlsystem als wahrscheinlichsten Ausgangspunkt. Die Flüssigkeit verursachte einen Kurzschluss, daraus entwickelten sich Erhitzung und thermisches Durchgehen. Das Feuer griff auf einen zweiten Megapack über; beide Einheiten wurden vollständig zerstört.

Die statistische Ausfallrate sinkt. EPRI zufolge ging die Zahl der Ereignisse je installierter Speicherkapazität zwischen 2018 und 2025 um 99 Prozent zurück. Neue Anlagen verfügen zwar über bessere Zellüberwachung, Gasdetektoren, Kühlung, Abschalttechnik und größere Abstände zwischen den Containern, so dass das thermische Durchgehen technisch inzwischen besser beherrschbar geworden, aber keineswegs beseitigt ist. Die einzelnen Anlagen werden größer, enthalten Hunderttausende Zellen und werden zunehmend in der Nähe von Umspannwerken, Industriegebieten und Wohnorten errichtet.

Komplexe Gefahrenlage

Zu den gefährlichsten Produkten eines Batteriebrandes gehört Fluorwasserstoff. Die Elektrolyte vieler Lithium-Ionen-Zellen enthalten das fluorhaltige Leitsalz Lithiumhexafluorophosphat. Bei starker Erhitzung und thermischer Zersetzung können daraus Fluorwasserstoff und weitere giftige Fluorverbindungen wie Phosphorylfluorid entstehen. Deswegen wurde in Bautzen evakuiert.

Löst sich Fluorwasserstoff in Luftfeuchtigkeit, Regen oder Löschwasser, entsteht Flusssäure, eine hochgiftige wässrige Lösung.

Fluoridionen dringen tief in Gewebe ein und rufen schwere Verätzungen hervor, sowie Störungen des Mineralhaushalts, Herzrhythmusstörungen und im Extremfall einen Herzstillstand. Eingeatmeter Fluorwasserstoff reizt und verätzt Atemwege und Lunge; ein Lungenödem kann noch 12 bis 36 Stunden nach der Kontamination auftreten. Auch Hautschäden und Schmerzen können sich verzögert zeigen. Die US-amerikanische Bundesbehörde für arbeitsmedizinische Forschung NIOSH stuft bereits 30 ppm Fluorwasserstoff in der Luft als unmittelbar lebens- oder gesundheitsgefährlich ein.

Für einen Batterieeinsatz bedeutet das: Gefährlich sind nicht nur Flammen und Hitze, sondern auch toxische Gase sowie möglicherweise fluoridhaltiges Löschwasser. Feuerwehrleute benötigen deshalb umluftunabhängigen Atemschutz; Rauch, Niederschläge und Löschwasser müssen analysiert und gegebenenfalls als kontaminiert behandelt werden.

Nicht gerade ressourcenschonend

Werfen wir schließlich noch einen Blick auf die Materialschlacht, die für solche Großbatterien notwendig ist: Lithium, Eisen, Phosphat und Graphit; Kupfer- und Aluminiumfolien, Elektrolyten, Kunststoffe – benötigt werden abgesehen von der Batterie selbst Stahlgehäuse, Kühlanlage, Wechselrichter, Transformatoren, Kabel und Betonfundamente. Ein Speicher von einer Gigawattstunde Kapazität bestünde rechnerisch aus rund 200 Containern und brächte etwa 8.400 Tonnen auf die Waage.

Diese Menge an Material dient jedoch rein als Puffer, um beispielsweise eine Leistung von einem Gigawatt genau eine Stunde lang abzugeben. Für das reine Zwischenspeichern verhältnismäßig geringer Energiemengen müssen also außerordentliche Materialmassen im Tage- und Bergbau gewonnen, verarbeitet und transportiert werden.

Dabei gäbe es natürliche Energiequellen, die reichlich vorhanden, preiswert und vergleichsweise ungefährlicher sind, und die deutlich mehr Energie enthalten: Kohle, Öl und Gas. Die bringen ihre Energie von Natur aus hochverdichtet mit.

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Hitzepanik des Robert Koch-Instituts als Propaganda-Werkzeug*

24. Juli 2026 - 19:00

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Dr. Wolfgang Kaufmann (Red. PAZ)*
So perfide forciert das RKI die Klima-Hysterie :

Es werden bewusst falsche Kausalitäten erdichtet –
und staatsnahe Medien liefern die passende Verbreitung
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Wenn das Thermometer hierzulande auf über 30 Grad steigt, nimmt die mediale Hitzepanik zu. Dann hagelt es Schlagzeilen wie „Der superheiße und extrem tödliche Sonntag“. Eine perfekte Steilvorlage für alle Klima-Apokalyptiker lieferte das Robert Koch-Institut (RKI) mit seinem „Neuen Wochenbericht zur Hitzemortalität“ vom 9. Juli. Darin war von 5.120 „hitzebedingten Sterbefällen“ im bisherigen Verlauf des Jahres die Rede. Im Zeitabschnitt vom 22. bis zum 28. Juni sollen dabei alleine schon 4.310 Menschen infolge der Wärme gestorben sein. Die staatsnahen Medien griffen diese Zahlen sofort auf, wobei sie teilweise sogar noch von einer „hohen Dunkelziffer“ phantasierten und die RKI-Werte als „eher konservativ ermittelt“ bezeichneten.

Nun ist es tatsächlich aber so, dass Hitze – genau wie auch Kälte – eine körperliche Belastung darstellt, die vor allem für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen zum Problem werden kann. Allerdings führt die Einwirkung von natürlicher Wärme nur selten direkt zum Tode, weswegen das Wort „Hitze“ normalerweise nicht auf Totenscheinen auftaucht. Wie kam das RKI dann also zu seinen Horrorzahlen?

Hierzu schreibt die selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums in ihrem Wochenbericht: „Das Ausmaß an hitzebedingten Sterbefällen wird mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Anzahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze bestimmt.“ Dabei gelten für das RKI allerdings schon Wochen mit einer mittleren Temperatur von 20 Grad als „heiß“. Und da während der Hitzeperiode von Ende Juni mehr Todesfälle als im Durchschnitt der kühleren Vergleichszeiträume der Jahre bis 2025 registriert wurden, kam man dann eben auf etwa 5.000 „Hitzetote“. Das aber heißt, das RKI nahm wieder einmal eine seiner berühmt-berüchtigten „statistischen Modellrechnungen“ vor, die letztendlich gar nichts beweisen, weil sie nur Korrelationen, aber keine Kausalitäten erfassen.

Dennoch lohnt sich ein Blick auf die detaillierten Zahlen des RKI. Bei Frauen unter 65 soll die „hitzebedingte Sterblichkeit“ interessanterweise im Minusbereich gelegen haben. Dies hinderte manche Medien aber nicht daran, die „Ungerechtigkeit“ anzuprangern, dass der Hitze mehr Frauen als Männer zum Opfer fallen. In der Gruppe der Frauen über 85 listete das RKI nämlich 1.780 „Hitzetote“ auf, während es bei den Männern gleichen Alters „nur“ 1.170 zusätzliche Sterbefälle erfasste. Allerdings kommen in dieser Altersklasse zwei Frauen auf einen Mann, womit prozentual mehr Männer starben – das übersahen die Journalisten jedoch.

Ein weiteres Beispiel für unseriöse Berichterstattung lieferten Medien, die im Juni 99 Badetote meldeten und die Ertrunkenen zu „Hitzeopfern“ erklärten. So wird der Sommer permanent zum tödlichen Ereignis hochstilisiert, nur um weitere Belege für die „Klimakatastrophe“ zu präsentieren.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 24.07.2026, S.4 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor  Wolfgang Kaufmann für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 20 /2026

24. Juli 2026 - 17:00

Meldung vom 17. Juli 2026:

Die Hitze-Verzerrung

In den vergangenen VIER MONATEN waren die Temperaturen in weiten Teilen Alaskas unterdurchschnittlich, während es in einem Gebiet vergleichbarer Größe in West- und Mitteleuropa wärmer war.

Die Wärme in Europa hat die übliche Flut an Schlagzeilen zum Thema Klima ausgelöst.

Die weit verbreitete Kälte in Alaska hat hingegen keinerlei Beachtung gefunden.

Würde man die Farben vertauschen, würde sich auch die Berichterstattung entsprechend umkehren. Ein kühler europäischer Sommer würde als lokales Wetter abgetan, während ungewöhnliche Wärme in Alaska als Beweis für einen globalen Notstand dargestellt würde.

So wird die Erzählung konstruiert: Die Hitze wird hochgespielt, die Kälte ignoriert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/polar-air-grips-brazil-could-greenlands?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Hier eine Meldung über Energiepolitik in Berlin, von der ich nirgends in den MSM etwas gelesen habe:

Berlin entnimmt dem Klimafonds 34 Milliarden Dollar zur Entlastung des Haushalts

Kevin Killough

Mit diesem Schritt werden unter Bundeskanzler Merz die öffentlichen Ausgaben konsolidiert, wobei die Fördermittel für Wärmepumpen und Elektroautos für alle außer Menschen mit geringem Einkommen gekürzt werden.

Deutschland plant, bis 2030 34,2 Milliarden Dollar aus seinem Klima- und Transformationsfonds einzusparen. Diese Mittel werden an den Bund umgeschichtet, da die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz die öffentlichen Ausgaben konsolidieren will. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Der Klima- und Transformationsfonds stellt unter anderem Fördermittel für Wärmepumpen und Elektroautos bereit. Im Zuge der Kürzungen werden diese Fördermittel laut Bloomberg nur noch für Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen.

Die Regierung hat argumentiert, dass ein von ihr ins Leben gerufenes Förderprogramm zur Senkung der Strompreise für energieintensive Industrien Kürzungen beim Klima- und Transformationsfonds rechtfertigen werde.

Der Fonds wird aus den Einnahmen des nationalen Emissionshandelssystems finanziert. Das Programm verpflichtet die Unternehmen, die diese Fördermittel erhalten, in die klimafreundlichere Gestaltung ihrer Produktion zu investieren.

Deutschland hat bei der Bewältigung der sogenannten „Klimakrise“ eine Vorreiterrolle eingenommen, unter anderem durch aggressive Bemühungen, Kernkraftwerke stillzulegen und das Stromnetz vollständig mit intermittierenden Energiequellen zu versorgen.

Mehr: Just The News

Link: https://climatechangedispatch.com/germany-climate-fund-cuts-budget/

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Meldung vom 21. Juli 2026:

Die Erwärmung im Holozän beschränkte sich nicht auf Grönland

Wenn Hinweise auf Warmphasen in der Vergangenheit angeführt werden, lautet die Standardantwort, dass diese lediglich regional begrenzt waren – größtenteils beschränkt auf Grönland, Europa und den Nordatlantik. Die Daten aus der Makassar-Meerenge widerlegen diese Behauptung direkt.

Die Makassar-Meerenge liegt in Indonesien, rund 12.000 km von Grönland entfernt. Wissenschaftler entnahmen Sedimentkerne vom Meeresboden und rekonstruierten anhand der chemischen Zusammensetzung mikroskopisch kleiner Meeresmuscheln die Wassertemperaturen der letzten 10.000 Jahre.

Die Datensätze aus Grönland und Makassar beschreiben die gleichen Jahrtausende, gemessen an zwei Orten, die fast auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten liegen, und entgegen der gängigen Lehrmeinung erweisen sich ihre allgemeinen Verlaufsbilder als bemerkenswert ähnlich.

Beide zeigen eine ausgeprägte Wärme während des frühen und mittleren Holozäns, gefolgt von einer langen, ungleichmäßigen Abkühlung hin zur Kleinen Eiszeit. Beide weisen zudem spätere Schwankungen auf, die mit der römischen und der mittelalterlichen Warmzeit sowie den darauf folgenden kalten Jahrhunderten korrespondieren.

Wäre die Wärme des Holozäns auf Grönland und Europa beschränkt gewesen, dürfte eine Temperaturrekonstruktion aus dem tropischen Pazifik nicht die gleiche allgemeine Abfolge aus früher Wärme, anhaltender Abkühlung und späteren Warm- und Kaltphasen zeigen.

Doch genau das ist der Fall!

Link: https://electroverse.substack.com/p/ten-straight-days-below-100f-greenland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Zwei Meldungen vom 22. Juli 2026:

Die verbrannte Fläche am Amazonas erreicht den tiefsten Stand seit 41 Jahren

Die Brandfläche im brasilianischen Amazonasgebiet sank im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 41 Jahren.

MapBiomas verzeichnete im gesamten Biom eine Brandfläche von 3,1 Millionen Hektar, was einen Rückgang gegenüber dem Rekordwert von 15,8 Millionen Hektar im Jahr 2024 darstellt. Das entspricht einem Rückgang von 80 % innerhalb eines einzigen Jahres.

Graphik: Jährlich abgebrannte Fläche im Amazonasgebiet, in Millionen Hektar. [MapBiomas]

In ganz Brasilien sank die abgebrannte Fläche von mehr als 30,2 Millionen Hektar im Jahr 2024 auf nur noch 12,7 Millionen im Jahr 2025, womit die nationale Gesamtfläche 31 % unter dem historischen Durchschnitt lag.

Graphik: Jährlich abgebrannte Fläche in ganz Brasilien, in Millionen Hektar. [MapBiomas]

Forscher von MapBiomas führten den Rückgang zum Teil auf die Rückkehr einer stärkeren und längeren Regenzeit zurück, die es nach zwei Jahren Dürre im Amazonasgebiet erschwerte, Brände zu entfachen und zu verbreiten. Der Einbruch um 80 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt, wie schnell sich die abgebrannte Fläche verändern kann, wenn der Regen zurückkehrt, die Zahl der Brandausbrüche sinkt und ein Großteil des verfügbaren Brennstoffs am Boden bereits verbrannt ist.

Diese Zahlen wurden bekannt, als Präsident Trump Kanada vorwarf, seine Wälder nicht ordnungsgemäß zu pflegen, nachdem sich Waldbrandrauch, der nördlich der Grenze entstanden war, nach Süden über die Vereinigten Staaten ausgebreitet hatte. Trump sagte, Kanada würde seine Wälder „nicht ordnungsgemäß pflegen“ und forderte Ottawa auf, die Brände unter Kontrolle zu bringen.

Der Amazonas und die borealen Wälder Kanadas sind unterschiedliche Ökosysteme, und keine einzelne Bewirtschaftungsstrategie kann jeden Brand verhindern. Allerdings erkennen die kanadischen Behörden selbst an, dass angesammelte Vegetation das Brandverhalten erheblich beeinflusst.

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„Totes“ Korallenriff entpuppt sich als voll von blühendem Leben

Ein Korallen-Ökosystem vor der Küste Benins wurde in den 1960er Jahren für tot erklärt. Sechs Jahrzehnte lang hat sich niemand die Mühe gemacht, noch einmal nachzuschauen.

Bei den ursprünglichen Untersuchungen in den Jahren 1963 und 1964 wurden zwar riffartige Strukturen entdeckt, doch aufgrund von Baggergut und akustischen Messungen ging man davon aus, dass die Riffe abgestorben seien.

Nun kehrten die Forscher mit Sonar, einer Unterwasserdrohne und Tiefseekameras zurück – und fanden in 54 m Tiefe im Golf von Guinea einen lebendigen Korallengarten voller Rifffische.

Zwischen April und Dezember 2025 kartierten Wissenschaftler 11,5 km Meeresboden und identifizierten zwei Bereiche mit hartem Meeresboden. Kameras, die auf einen dieser Bereiche abgesenkt wurden, zeigten dichte Bestände lebender Korallen, die auf Felsvorsprüngen wuchsen.

[Gérard Zinzindohoué]

Das Ökosystem umfasste mindestens sechs Arten von Oktokorallen, zwei Arten von Schwarzkorallen und acht Arten von Rifffischen. Die Forscher beschrieben es als einen biologisch aktiven mesophotischen Korallengarten – das erste bestätigte lebende Ökosystem dieser Art auf dem beninischen Kontinentalschelf.

Die Korallen wurden bislang noch nicht physisch untersucht, ihre genaue Artenzugehörigkeit ist vorläufig, und die Forscher können nicht feststellen, ob das Ökosystem kontinuierlich überlebt oder sich nach den 1960er Jahren erholt hat. Was sie jedoch trotz des heute vorherrschenden ökologischen Katastrophismus‘ feststellen können ist, dass das Riff mit Sicherheit nicht tot ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/two-sheared-storms-zero-hurricanes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Immer das gleiche Drehbuch: Aktivisten im Bereich der Klimaklagen verfassen ihre eigene Wissenschaft – wieder einmal

24. Juli 2026 - 14:00

Kyle Kohli

Der Anwalt der Kläger informierte den NAS-Ausschuss über dessen neuen Bericht zur Klimazuschreibung.

AKTUALISIERUNG: Wenige Stunden vor der erwarteten Veröffentlichung des Berichts gab Pat Parenteau, langjähriger Berater und Geschäftspartner von Sher Edling – einer Kanzlei, die Dutzende von Klägern in Klimaprozessen vertritt –, gegenüber E&E News zu, was sie sich von diesem Bericht wirklich erhoffen:

„Ein Bericht mit dem Gewicht, das die National Academies mitbringen können, wird den Klagen der Kläger enormen Auftrieb verleihen.“

Die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (NASEM) bereiten die Veröffentlichung eines umfassenden Berichts zum Stand der Wissenschaft der Klimazuschreibung vor – und wieder einmal sind die Spuren von Aktivisten im Bereich der Klimaklagen und der Anwälte der Kläger überall in diesem Prozess zu erkennen.

Zu den an der Erstellung des Berichts beteiligten Personen gehören Michael Burger, Wissenschaftler und Rechtsanwalt bei der auf Klimaklagen spezialisierten Kanzlei Sher Edling, sowie Delta Merner, Leiterin der „Climate Accountability Campaign“ der Union of Concerned Scientists, die bis Januar 2025 Mitglied des NAS-Ausschusses war, der die Erstellung des Berichts begleitete.

Sowohl Burger als auch Merner haben sich öffentlich mit dem entscheidenden Zusammenhang zwischen der Attributionsforschung und Klimaklagen auseinandergesetzt.

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, dann zu Recht. Der Bericht folgt auf eine weitere Kontroverse um die NAS, bei der es um das „Reference Manual on Scientific Evidence“ des Federal Judicial Center (FJC) ging – den Leitfaden, den Bundesrichter zur Bewertung wissenschaftlicher Zeugenaussagen heranziehen.

Das Kapitel zum Klimawandel in diesem Handbuch geriet ins Wanken, als bekannt wurde, dass seine Autoren und Gutachter, darunter auch Burger, klägerfreundliche Wissenschaftler waren, die genau jene Klimaklagen unterstützten, bei deren Beurteilung das Kapitel den Richtern eigentlich helfen sollte.

Die FJC hat das Kapitel schließlich aus ihrer Fassung des Handbuchs entfernt. Bemerkenswerterweise stellt die NAS es weiterhin zur Verfügung.

Nun bereitet die gleiche Institution die Veröffentlichung eines lang erwarteten Berichts zur Klimawandel-Attributionsforschung vor, der im Rahmen eines Webinars am 16. Juli vorgestellt wird und in welchem die Ergebnisse erörtert werden.

Die Gegenwart des Rechtsanwalts der Kläger

Im November 2024 hörte der NAS-Ausschuss für Zuordnungsfragen einen Vortrag mit dem Titel „Anwendung der Zuordnungswissenschaft in rechtlichen Kontexten“ von Michael Burger, dem Geschäftsführer des Sabin Center und Rechtsberater bei Sher Edling, der Kanzlei, die mehr als zwei Dutzend Bundesstaaten und Kommunen in Klimaklagen vertritt.

Während seines Vortrags gab Burger bekannt, dass er „aktiv an den Fällen von Sher Edling beteiligt“ sei:


Burger hat aus seiner Haltung kaum einen Hehl gemacht. Während eines Webinars der „Union of Concerned Scientists“ im Jahr 2020 bezeichnete er Rechtsstreitigkeiten als „wesentlichen Bestandteil der Gesamtlösung“ und nannte Klagen gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie „unverzichtbar“.

Die „Union of Concerned Scientists“, bei der auch Merner tätig ist, sowie das „Climate Accountability Institute“ – beide von der Rockefeller-Stiftung finanziert – waren Gastgeber der Konferenz in La Jolla im Jahr 2012, auf der die gesamte Kampagne für Klimaklagen ausgearbeitet worden war.

Burger hat zudem zur Gestaltung von auf Rechtsstreitigkeiten ausgerichteten wissenschaftlichen Arbeiten beigetragen. In einem Artikel aus dem Jahr 2022 – „Liability For Public Deception: Linking Fossil Fuel Disinformation to Climate Damages“ [etwa: Haftung wegen Irreführung der Öffentlichkeit: Der Zusammenhang zwischen Desinformation über fossile Brennstoffe und Klimaschäden] – von Jessica Wentz, Wissenschaftlerin am Sabin Center, und Benjamin Franta von der Universität Oxford wurde Burger dafür gedankt, dass er „die Notwendigkeit dieser Forschung erkannt“ und „umfassendes Feedback“ gegeben habe.

Dadurch lässt sich Burgers Rolle vor dem Ausschuss nur schwer mit dem erklärten Bekenntnis der NAS vereinbaren, ihre Empfehlungen „frei von unzulässiger Beeinflussung durch Sponsoren, Spender oder andere Interessengruppen“ zu erarbeiten und zu kommunizieren.

Bemerkenswerterweise hat niemand im Ausschuss Bedenken hinsichtlich dieses Interessenkonflikts geäußert. Stattdessen fragte ein Ausschussmitglied Burger ausdrücklich, wie künftige Studien zur Zuschreibungswissenschaft so gestaltet werden könnten, dass sie Rechtsstreitigkeiten besser unterstützen:

„Gibt es in all diesen Fällen, an denen Sie beteiligt waren, Probleme hinsichtlich der Art und Weise, wie Zuschreibungswissenschaft betrieben wird? Vielleicht Fragen, die gestellt wurden, die Studien aber nicht unbedingt beantworten, und bei denen wir in Zukunft durch eine bessere Konzeption unserer Studien möglicherweise besser vorgehen könnten, um Rechtsstreitigkeiten fundierter zu unterstützen? (Hervorhebung vom Autor hinzugefügt)

Das war keine allgemeine Frage dazu, wie bestehende Forschungsergebnisse vor Gericht genutzt wurden. Vielmehr wurde ein an anhängigen Klimafällen beteiligter Anwalt gefragt, wie zukünftige Studien gestaltet werden könnten, um den Klägern besser zu dienen.

Beachten Sie, dass Sher Edling größtenteils auf Erfolgshonorarbasis arbeitet. Die Kanzlei hat daher ein direktes finanzielles Interesse am Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, die durch Forschungsergebnisse beeinflusst werden könnten, welche einen Zusammenhang zwischen Emissionen, Unternehmen, Klimawandel und angeblichen Schäden herstellen.

Die NAS muss erklären, warum eine interessierte Partei – ein Anwalt des Klägers, kein Wissenschaftler – eingeladen wurde, den Ausschuss zu diesem Thema zu informieren.

Sher Edling ist zudem seit Jahren Gegenstand einer Untersuchung durch den Kongress, da die Kanzlei ein Netz aus finanziellen und beratenden Verbindungen aufgebaut hat, um Klimaklagen voranzutreiben.

Sher Edling hatte die Attributionsforschung bereits mit der Prozess-Strategie verknüpft

Es war nicht das erste Mal, dass Sher Edling die Emissionszuordnungsforschung mit den praktischen Anforderungen eines Rechtsstreits verknüpfte.

In einem Vortrag am Emmett Institute der UCLA im Jahr 2017 beschrieb Vic Sher, Gründer von Sher Edling, die Zusammenarbeit mit dem Emissionsforscher Richard Heede, der das von der Rockefeller-Stiftung unterstützte Climate Accountability Institute leitet, um Unternehmen zu identifizieren, die in den Vereinigten Staaten verklagt werden könnten und auf die ein ausreichend großer Anteil der historischen Emissionen entfällt, um eine Klage zu begründen.

Sher fragte Heede, wie viele der US-Gerichtsbarkeit unterliegenden Unternehmen erforderlich wären, um 25 Prozent der weltweiten Kohlendioxid- und Methanemissionen zwischen 1965 und 2015 zu erreichen:

„Ich fragte ihn, wie viele Unternehmen – entweder US-Unternehmen oder solche, die in den Vereinigten Staaten in ausreichendem Umfang geschäftlich tätig sind, so dass wir sie hier verklagen können – erforderlich wären, um 25 Prozent aller weltweiten Emissionen zu erreichen. … Rick hat 28 solcher Unternehmen ermittelt.“ (Hervorhebung vom Autor hinzugefügt)

Sher erklärte, er habe sich für 25 Prozent entschieden, weil er der Ansicht war, dass „jede vierte Tonne CO₂-Emissionen in diesem Zeitraum … zweifellos die Anforderung der Wesentlichkeit“ für den Kausalzusammenhang vor Gericht erfüllen würde. Nachdem die Kanzlei zu dem Schluss gekommen war, dass kalifornische Gerichte wahrscheinlich keine Zuständigkeit für acht der 28 Unternehmen hätten, verklagte sie die verbleibenden 20 im Namen der Stadt San Mateo.

Mit anderen Worten: Zunächst gab es den rechtlichen Maßstab, und die ersten Untersuchungen zur „Quellenangabe“ wurden im Nachhinein so angepasst, dass sie diesem Maßstab entsprachen.

Genau vor dieser Dynamik hätte die NAS sich hüten müssen, als sie einen Anwalt ebendieser Kanzlei einlud, um zu erörtern, wie Forschungsergebnisse besser in Gerichtsverfahren einfließen könnten.

Die Attributionswissenschaft wurde mit Blick auf Rechtsstreitigkeiten entwickelt

Sher Edlings Ansatz fügt sich in ein umfassenderes Muster ein.

Die Klimattributionsforschung versucht, einen Zusammenhang zwischen Treibhausgasemissionen und bestimmten Klimaauswirkungen herzustellen – und zunehmend auch zu bestimmten Branchen oder Unternehmen.

Das macht sie besonders wertvoll für Klimakläger, die versuchen, eines ihrer größten rechtlichen Hindernisse zu überwinden: den Kausalzusammenhang.

Der Zusammenhang dieses Forschungsgebiets mit Rechtsstreitigkeiten ist kein Zufall. Friederike Otto, eine renommierte Wissenschaftlerin mit direkten Verbindungen zur Kampagne für Klimaklagen, räumte dies in einem Interview mit E&E News aus dem Jahr 2021 ein:

„Im Gegensatz zu allen anderen Bereichen der Klimawissenschaft oder der Wissenschaft im Allgemeinen wurde die Ereignisattribution ursprünglich tatsächlich mit Blick auf die Gerichte vorgeschlagen“, (Hervorhebung vom Autor hinzugefügt)

Zum Hintergrund: Die Wissenschaft der Klimazuschreibung nimmt im Allgemeinen zwei Formen an. Die Ereignisattribution untersucht, ob und inwieweit der Klimawandel ein bestimmtes Ereignis wahrscheinlicher, intensiver oder schädlicher gemacht haben könnte.

Klimaattributionsmodelle verknüpfen Emissionen mit konkreten Klimaauswirkungen und unterstützen so Klimarechtsanwälte beim Nachweis des Kausalzusammenhangs.

Die Quellenattribution zielt darauf ab, historische Treibhausgasemissionen bestimmten Sektoren und Unternehmen zuzuordnen.

Beide wurden speziell entwickelt, um in Rechtsstreitigkeiten dazu beizutragen, die Kosten des Klimawandels einer Handvoll US-amerikanischer Energieunternehmen anzulasten.

Nachdem die Gesetzgebung zum Emissionshandel im Jahr 2010 gescheitert war, versammelten sich Aktivisten auf einer von Rockefeller finanzierten Konferenz in La Jolla, um eine Prozessstrategie auszuarbeiten – und identifizierten die Klimazuschreibung als entscheidendes fehlendes Puzzlestück.

Der Konferenzbericht sprach offen über den vor ihnen liegenden Weg:

„Solche Zusammenhänge sind mit vielen Herausforderungen verbunden, angefangen bei der korrekten wissenschaftlichen Aufarbeitung bis hin zur effektiven Vermittlung.“

Auch Jahre später bestehen diese Herausforderungen fort. In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2021 räumten Otto und seine Mitautoren ein, dass die Wissenschaft der Klimazuschreibung weiterhin mit „echten Herausforderungen“ bei der Erfüllung der Anforderungen an einen „überzeugenden Kausalzusammenhang“ konfrontiert ist.

Diese Vorgeschichte verleiht dem NAS-Bericht besondere Tragweite.

Wenn die Zuordnungswissenschaft zum Teil entwickelt wurde, um Hindernisse bei Rechtsstreitigkeiten zu überwinden, muss die NAS nachweisen, dass ihre Bewertung nicht von den gleichen Interessenvertretern, Anwälten und Forschern beeinflusst worden ist, die diese Bewertung gegen amerikanische Energieunternehmen einsetzen wollen.

Fragen, welche die NAS beantworten sollte

Bevor die NAS den Attributionsbericht als unabhängige wissenschaftliche Bewertung des Stands der Attributionswissenschaft vorlegt, sollte sie folgende Fragen beantworten:

• Warum hat die NAS es Burger gestattet, den Ausschuss darüber zu informieren, wie die Attributionswissenschaft in Rechtsstreitigkeiten eingesetzt werden kann, und wurden seine Interessenkonflikte geprüft?

• Hat der Ausschuss berücksichtigt, dass Sher Edling ein finanzielles Interesse an Klimafällen hat, die von den Ergebnissen des Berichts profitieren könnten?

• Warum durfte die Aktivistin Delta Merner von der „Union of Concerned Scientists“ im Ausschuss mitwirken, nachdem sie öffentlich Forschungsschwerpunkte benannt hatte, die darauf abzielen, Klimaklagen voranzutreiben?

• Wird die aus Steuergeldern finanzierte NAS-Forschung dazu genutzt, Erfolgshonorar-Klagen zu untermauern, die den Anwälten der Kläger und ihren Partnern erhebliche Auszahlungen einbringen könnten?

• Warum veröffentlicht die NAS nach wie vor das umstrittene Kapitel zur Klimawissenschaft, das die FJC aus dem „Reference Manual on Scientific Evidence“ entfernt hat?

• Warum wird dieser Bericht mitten in einer Untersuchung des Kongresses zu Änderungen der Richtlinien des Ausschusses bezüglich Interessenkonflikten und der Mitgliedschaft veröffentlicht?

• Warum sollten Gerichte, politische Entscheidungsträger oder die Öffentlichkeit diesen Bericht als unabhängig betrachten, wenn Personen, die sich für die Förderung von Klimaklagen einsetzen, an der Gestaltung des Prozesses beteiligt waren?

Unter dem Strich

Die NAS ist berechtigt, die Wissenschaft der Klimaattribution zu untersuchen, einschließlich ihrer rechtlichen Anwendungen. Doch eine Institution, die sich als unabhängige wissenschaftliche Autorität präsentiert, muss mehr tun, als nur beiläufig Zugehörigkeiten offenzulegen.

Sie muss nachweisen, dass Personen mit einem direkten Interesse an Klimaprozessen eine angeblich neutrale wissenschaftliche Bewertung für den Einsatz vor Gericht nicht beeinflusst haben.

Solange die NAS diese Fragen nicht beantwortet, sollte ihr Attributionsbericht nicht als unabhängige Wissenschaft behandelt werden. Er sollte als das betrachtet werden, was die Beweislage nahelegt: als das jüngste Ergebnis einer gut finanzierten Prozesskampagne.

Mehr bei EID Climate

Link: https://climatechangedispatch.com/nas-climate-attribution-report-litigation-ties/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Was haben die Bewertungen von Immobilien mit einem Klimarisiko zu tun? Dieser wenig bekannte Klimabericht wirft einen dunklen Schatten – und große Investmentfirmen sind involviert.

24. Juli 2026 - 11:00

Daily Caller News Foundation, Paris Apodaca, Energie-Stipendiat

Einem neuen Bericht zufolge untergräbt eine neue, klimabezogene Kennzahl, die von einem mit Private-Equity-Firmen verbundenen Unternehmen entwickelt wurde, insgeheim den US-amerikanischen Wohnungsmarkt.

Große Online-Immobilienplattformen wie Zillow, Relator.com, Homes.com und Redfin bieten laut einem Bericht des American Energy Institute und Consumers‘ Research vom Juli, der zuerst von der Daily Caller News Foundation veröffentlicht wurde, Prognosen zum Klimarisiko an . Die von dem privaten Unternehmen First Street entwickelten Bewertungen stehen oft im direkten Widerspruch zu den offiziellen Hochwasserkarten und -einschätzungen der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA.

„Für die meisten amerikanischen Familien ist ein Eigenheim ihr größtes Vermögen und die wichtigste Grundlage für den Vermögensaufbau über Generationen hinweg“, heißt es in dem Bericht.

„Diese Bewertungen entbehren jeglicher gesetzlichen Grundlage, formeller Rechtsmittelmöglichkeiten und widersprechen häufig den FEMA-Karten“, heißt es weiter. „Eine dokumentierte Fallstudie im Wert von 6,2 Millionen US-Dollar belegt, dass das Interesse von Käufern einbrach und die Preise fielen, nachdem eine private Bewertung einem Objekt der FEMA-Zone X (minimales Risiko) ein Überschwemmungsrisiko von 9/10 zugewiesen hatte.“

Consumers‘ Research forderte laut Bericht mehrere Bundesbehörden, darunter den Kongress, auf, First Street aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wohnimmobilienmarkt zu untersuchen.

„BlackRock, Vanguard und State Street halten zusammen 19 bis 25 % der Anteile an den Muttergesellschaften, die diese Bewertungen veröffentlichen“, heißt es im Bericht weiter.

Ein Sprecher von BlackRock verwies auf den „Global Voting Spotlight“ des Unternehmens, in dem es heißt: „Die Festlegung, Umsetzung und Überwachung der Strategie liegt in der Verantwortung des Managements und des Aufsichtsrats. Als einer von vielen Minderheitsaktionären im Namen unserer Kunden lenkt BlackRock weder die Strategie eines Unternehmens noch deren Umsetzung.“

„BlackRock Investment Stewardship handelt nicht gemeinsam mit anderen Aktionären oder Organisationen bei der Ausübung ihrer Stimmrechte und folgt nicht den Stimmempfehlungen von Stimmrechtsberatern.“

First Street hat auf die Anfrage des DCNF nach einer Stellungnahme nicht reagiert.

🔺Eine wachsende Region in den USA, in der derzeit über 100 Millionen Amerikaner leben, wird in den nächsten drei Jahrzehnten Temperaturen von bis zu 52 °C (125 °F) erreichen.

Das geht aus einem neuen Bericht der gemeinnützigen Klimaforschungsorganisation First Street hervor.

— FORTUNE (@FortuneMagazine) 15. August 2022

Molly Vogt, Senior Fellow am American Energy Institute, sagte gegenüber dem DCNF, dass First Street ein „nicht reguliertes Privatunternehmen“ sei, dessen „Bewertungen regelmäßig im Widerspruch zu offiziellen FEMA-Überschwemmungskarten stehen, Immobilienwerte untergraben und Hauskäufer ohne transparente Methodik oder sinnvolles Beschwerdeverfahren beeinflussen“.

„Noch besorgniserregender ist, dass BlackRock, Vanguard und State Street, dieselben Vermögensverwalter, die in der gesamten amerikanischen Unternehmenswelt destruktive Netto-Null-Initiativen vorangetrieben haben, bedeutende Anteile an den Plattformen halten, die diese Bewertungen verbreiten“, fuhr Vogt fort.

Will Hild, Geschäftsführer von Consumers‘ Research, erklärte gegenüber dem DCNF, First Street suggeriere „wissenschaftliche Unterstützung durch die Bundesregierung, während sie in Wirklichkeit ihre eigenen, willkürlichen Bewertungskriterien nutzen, um eine Klimaagenda durchzusetzen“.

„Indem First Street aktivistisch geprägte Modelle propagiert, nimmt das Unternehmen Hausbesitzern jede sinnvolle Möglichkeit, die Reduzierungen ihres größten Vermögenswerts anzufechten“, fügte er hinzu. „Es ist kein Zufall, dass Wall-Street-Giganten wie BlackRock, Vanguard und State Street maßgeblich an den Plattformen beteiligt sind, die diese Bewertungskriterien verbreiten. Dadurch erhalten sie ein weiteres Instrument, um amerikanischen Familien ihre ESG-Agenda [Umwelt, Soziales und Unternehmensführung] aufzuzwingen.“

„Amerikanische Hausbesitzer haben ein Recht darauf zu erfahren, wer diese Immobilienbewertungen vornimmt, wie diese Bewertungen berechnet werden und welche Schutzmechanismen sie vor fehlerhaften oder irreführenden Bewertungen bewahren“, sagte Vogt gegenüber dem DCNF. „Der Kongress muss Ermittlungen einleiten, bevor weitere amerikanische Familien zusehen müssen, wie ihr größtes Vermögen still und leise durch ein intransparentes, mit der Wall Street verknüpftes Bewertungssystem geschmälert wird.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde aktualisiert und enthält nun einen Kommentar von BlackRock.

https://dailycaller.com/2026/07/14/first-street-climate-risk-fema-blackrock-wall-street-consumers-research-american-energy-institute/

Zur obigen Panikmache passt dieser Kältereport

Kältereport Nr. 22 /2026

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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

24. Juli 2026 - 8:00
Immer neue Klima-Propaganda

Mark Hodgson

Vor einigen Wochen veröffentlichte der Guardian einen Artikel unter der Überschrift [übersetzt] „Die Hälfte aller Kinder weltweit ist laut UNICEF mindestens drei Klimagefahren ausgesetzt“ und der Unterüberschrift [übersetzt] „Fast jedes Kind, auch solche aus Ländern mit hohem Einkommen, ist mittlerweile mindestens einer Gefahr ausgesetzt“. Wie die Überschrift vermuten lässt, basierte der Artikel auf einem von UNICEF veröffentlichten Report. Und wie der Titel des Berichts („Children’s Climate Risk Report 2026“) deutlich macht, geht es darin ausschließlich darum, die Klimawandel-Agenda voranzutreiben – was eigentlich nicht überrascht, da es sich um eine Unterorganisation der Vereinten Nationen handelt, welche die Fackel des Klimaalarmismus hochhält.

Ich habe das Gefühl, dass ich ein wenig unhöflich bin, wenn ich den Bericht kritisiere. Schließlich leistet UNICEF viel wertvolle Arbeit, und vieles daran ist lobenswert. Andererseits ist keine Organisation perfekt, und UNICEF hat sicherlich keine makellose Bilanz, wie im Zusammenhang mit den hier und hier berichteten Vorfällen zu sehen ist.

Es ist daher angebracht, einen Blick in den Bericht zu werfen, um zu prüfen, ob er eine objektive Analyse liefert oder ob er (wie so oft bei Berichten dieser Art) eher den Charakter von Propaganda hat. Wie es bei solchen Dingen üblich ist, umfasst er mehr als 100 Seiten, sodass die folgende Darstellung zwangsläufig selektiv ausfallen wird, auch wenn ich mich bemühen werde, fair zu bleiben und nicht einfach nur Beispiele herauszupicken, die meine These stützen.

In der Einleitung wird behauptet, dass es weltweit eine „erschreckend hohe Zahl von Kindern gibt, die bereits klimabedingten Gefahren ausgesetzt sind“, und die im Bericht aufgestellte Behauptung ist in der Tat erschreckend (und unglaubwürdig). Die Behauptung lautet, dass „fast alle Kinder mittlerweile mindestens einer der folgenden Klimagefahren ausgesetzt sind“ – wobei es sich bei den betreffenden Gefahren um Hochwasser, Küstenüberschwemmungen, Dürren, tropische Stürme, Hitzewellen, extreme Hitze, Brände sowie Sand- und Staubstürme handelt. Dies liegt natürlich daran, dass (laut IPCC) „mehrere Klimagefahren an Häufigkeit und Intensität zugenommen haben“. Um dies noch zu unterstreichen, wird uns mitgeteilt, dass „weltweit 1,1 Milliarden Kinder mindestens drei sich überschneidenden Klimagefahren ausgesetzt sind“. Da laut UNICEF weltweit etwas mehr als 2,4 Millionen Menschen unter 18 Jahren leben, läuft dies auf die Behauptung hinaus, dass fast die Hälfte aller Kinder weltweit mindestens drei Klimagefahren ausgesetzt ist.

Auf Seite 5 werden in der Zusammenfassung sechs Themenbereiche hervorgehoben: Gesundheitsversorgung, Ernährungsversorgung, Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung, Bildungsversorgung, Kinderschutz und soziale Sicherung. In jedem Fall wird versucht, einen Zusammenhang zu Klimaproblemen herzustellen, doch sind diese Zusammenhänge recht vage, z. B. im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung:

Im Jahr 2024 erhielten 20 Millionen Kinder keine lebensrettenden Impfungen, darunter 14,3 Millionen Kinder, die keine einzige Dosis eines Impfstoffs gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten erhielten. Klimakatastrophen könnten bestehende Schwachstellen weiter verschärfen, indem sie Kliniken zerstören, die Kühlketten für Impfstoffe unterbrechen und die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen.

Das ist Spekulation, die an Propaganda grenzt, und keine objektive Analyse auf der Grundlage harter Fakten. Dann folgt das Eingeständnis (immer noch auf Seite 5):

„Die Fähigkeit von Regierungen, die Gefährdung von Kindern zu verringern und ihre Fähigkeit zu stärken, mit Klimagefahren umzugehen und sich an diese anzupassen, wird oft durch umfassendere strukturelle Zwänge beeinträchtigt.“

Dies trifft natürlich den Kern des Problems – Armut (und andere Faktoren wie Korruption) stellen weltweit einen weitaus entscheidenderen Faktor für das Wohlergehen von Kindern dar.

Auf Seite 12 sind die Zahlen der Kinder aufgeführt, die angeblich bestimmten Klimagefahren ausgesetzt sind (wobei auch die Zahlen der Kinder angegeben sind, die mehreren Gefahren ausgesetzt sind). Ich würde dies als ernstzunehmende Analyse mehr schätzen, wenn darin der Trend dieser Zahlen gemessen würde, bereinigt um das Wachstum oder den Rückgang der Kinderzahlen in Ländern, die diesen Risiken besonders ausgesetzt sind. Nur so könnten wir möglicherweise etwas darüber erfahren, ob der Klimawandel die Situation für Kinder verschlimmert.

Jeder Abschnitt versucht, unter den zuvor im Bericht genannten Überschriften Beispiele für Kinder anzuführen, die vom Klima (vom Klima-Wandel?) betroffen sind.

Überschwemmungen

Auf Seite 18 (ff.) befasst sich der Bericht mit Hochwassern. Dort heißt es: „Diese [Hochwasser-]Auswirkungen werden mit der Verschärfung des Klimawandels weiter zunehmen. Nach Angaben des IPCC werden Hochwasserrisiko und -schäden voraussichtlich mit jedem Anstieg der globalen Erwärmung zunehmen.“ Das sagt uns jedoch nicht, dass dies bereits geschehen ist, und da keine Trendlinie vorliegt, ist alles andere reine Spekulation. Anschließend wird eingeräumt, dass weitere Faktoren eine Rolle spielen: „In vielen Ländern erhöht die rasante Urbanisierung ohne angemessene Planung oder widerstandsfähige Infrastruktur die Gefährdung der Menschen durch Hochwasser.“

Das Hochwasserrisiko an Flüssen, so heißt es, „ist entlang großer Flüsse wie dem Brahmaputra, dem Kongo, dem Ganges, dem Indus, dem Nil und dem Gelben Fluss am höchsten. In Surinam leben über 75 Prozent der Kinder in durch Hochwasser gefährdeten Gebieten an Flüssen. Mehr als 50 Prozent der Kinder in Bangladesch, Guyana und im Irak befinden sich in Gebieten mit hoher Wahrscheinlichkeit für Hochwasser.“ Das ist keine Überraschung. Es fehlt jedoch eine Analyse darüber, ob diese Zahlen gestiegen sind und, falls ja, ob dies auf eine gestiegene Anzahl von Kindern in diesen Gebieten, sich verschlimmernde Hochwasserereignisse (Ausmaß, Anzahl der Vorfälle usw.) und/oder andere Faktoren (wie die oben erwähnte „rasante Urbanisierung ohne angemessene Planung oder widerstandsfähige Infrastruktur“) zurückzuführen ist.

Ohne eine solche Analyse sagt uns dies nichts über die Auswirkungen (sofern vorhanden) des Klimawandels auf die Anfälligkeit von Kleinkindern gegenüber Hochwasser aus.

Dürren

Auf Seite 20 ff. geht es um Dürren. Dort wird behauptet, dass 1,8 Milliarden Kinder (d. h. etwa zwei Drittel aller Kinder weltweit) von Dürren betroffen sind. In Bezug auf den Klimawandel lautet die konkrete Behauptung:

Dürren waren schon immer Teil der natürlichen Schwankungen des Erdklimas, doch der vom Menschen verursachte Klimawandel führt zu einer Zunahme der Häufigkeit, Intensität und Dauer von Dürren.

Eines der laut dem UNICEF-Bericht am stärksten von Dürre betroffenen Länder ist Bangladesch. Auch wenn der Klimawandel hier eine Rolle spielen mag, gibt es jedoch andere (mit ziemlicher Sicherheit weitaus bedeutendere) Faktoren, die hier eine Rolle spielen – und die im Bericht nicht erwähnt werden. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr von Monir, Sarker, Biswas und Islam („Bewertung der Umweltauswirkungen regionaler Schwankungen der Grundwasserströmungswege in der wasserarmen und dürregefährdeten nördlichen Region Bangladeschs“) stellt fest:

Über 31 % der Fläche des Untersuchungsgebiets sind derzeit aufgrund von Schwankungen des Grundwasserspiegels von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Die Entnahme von Grundwasser für Bewässerungszwecke hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Ökosysteme und die landwirtschaftliche Produktion im Untersuchungsgebiet. Die derzeitige Lage im Norden Bangladeschs wird sich erheblich verschlechtern, wenn wir die Grundwasserentnahme aus tiefen Grundwasserleitern für Bewässerungszwecke nicht reduzieren und den Einsatz von Oberflächenwasser nicht einschränken …

…In den letzten 30 bis 40 Jahren haben die verstärkte Grundwasserentnahme zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und der höhere Bewässerungsbedarf im Nordwesten Bangladeschs zu sinkenden Grundwasserspiegeln und längeren Verzögerungen geführt. Die Grundwasserentnahme ist nach wie vor erheblich und übersteigt möglicherweise 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, wobei landesweit rund 3 Millionen Pumpen für die Bewässerung eingesetzt werden.

Woran könnte das liegen? Das Bevölkerungswachstum spielt dabei vermutlich eine große Rolle. Laut Worldometers betrug die Einwohnerzahl Bangladeschs im Jahr 1950 etwas mehr als 41,2 Millionen, während sie heute bei fast 177,9 Millionen liegt. Mit anderen Worten: Sie hat sich in einem Dreivierteljahrhundert mehr als vervierfacht. Die Ernährungssicherheit ist zweifellos nach wie vor ein Grund zur Sorge für viele Menschen in Bangladesch, und ich möchte dies nicht herunterspielen. Doch trotz des massiven Bevölkerungswachstums gab es in Bangladesch glücklicherweise seit mehr als einem halben Jahrhundert keine nennenswerten Hungersnöte mehr – trotz des Klimawandels. Die Hungersnot in Bengalen im Jahr 1943 hat möglicherweise bis zu 3,8 Millionen Menschen das Leben gekostet (je nachdem, wem man Glauben schenkt – die niedrigste Zahl, die ich gesehen habe, liegt bei 800.000). Die Hungersnot von 1974 war verheerend. Laut Wikipedia versuchte die bangladeschische Regierung, das Ausmaß herunterzuspielen, und gab „nur“ 27.000 Todesfälle an. Andere beziffern die Zahl bis 1,5 Millionen. Angesichts dieser Zahlen fällt es schwer zu behaupten, dass der Klimawandel die Hungersnöte in Bangladesch verschlimmert. Das Problem mit den Dürren scheint dort mit dem Bevölkerungswachstum und einer nicht nachhaltigen Wasserentnahme zusammenzuhängen.

Der UNICEF-Bericht hebt zudem Nigeria, Pakistan und Tansania als weitere Länder hervor, die stark von Dürren betroffen sind. Auch in Bezug auf diese Länder ließen sich ähnliche Feststellungen treffen. Die Bevölkerung Pakistans (wiederum laut Worldometers) beträgt heute 259,3 Millionen, während sie 1950 bei weniger als 35,9 Millionen lag. Mit anderen Worten: Sie hat sich in einem Dreivierteljahrhundert mehr als versechsfacht. Glaubt man der „Friday Times“, so wird Pakistans Wasser- und Dürreproblem durch massive Wasserentnahmen verursacht, was insbesondere im Punjab mit einer gewissen Ironie verbunden ist:

Unter den üppig grünen Feldern des Punjab versiegt ein Grundwasserspeicher – und niemand zählt die Tropfen. Seit Jahrzehnten sind die unterirdischen Grundwasserleiter des Punjab die stille Lebensader unserer Agrarwirtschaft. Heute jedoch zehrt eine makabre Kombination aus politischer Lähmung, technologischem Wandel und institutioneller Vernachlässigung diese verborgenen Reserven in rasendem Tempo auf und hinterlässt ein giftiges Erbe aus Versalzung und Wasserknappheit.

Das schiere Ausmaß dieser Entnahme ist erschütternd. Pakistan ist weltweit der drittgrößte Nutzer von Grundwasser für Bewässerungszwecke, wobei satte 73 % seiner landwirtschaftlichen Fläche direkt oder indirekt auf Grundwasser angewiesen sind. Von den landesweit entnommenen 68 Milliarden Kubikmetern (bcm) Grundwasser wird der Löwenanteil – 60 bcm – aus dem Untergrund gepumpt, und allein auf Punjab entfallen 90 % dieses massiven Rückgangs. Um es ganz offen zu sagen: Wir entnehmen Wasser mit einer Rate, die um 142 % über der Rate liegt, mit der die Natur es wieder auffüllen kann….

…Der Grundwasserspiegel sinkt mit einer alarmierenden Geschwindigkeit von 0,5 bis 1,0 Metern pro Jahr. Piezometer-Messungen aus Bohrlöchern vor und nach der Monsunzeit zeigen, dass Bezirke wie Pakpattan, Okara und Multan jährliche Absenkungen von 55 cm, 52 cm bzw. 46 cm verzeichnen. In Bezug auf das Volumen verlieren allein Okara und Rahim Yar Khan jährlich etwa 4,15 bzw. 4,08 Millionen Acre-Fuß (MAF) Grundwasser. Insgesamt haben die Grundwasserentnahmen in Punjab die schwindelerregende Marke von 53 MAF überschritten – was fast genau dem gesamten der Provinz zugeteilten Anteil am Oberflächenwasser der Kanäle entspricht, der bei 56 MAF liegt.

Wie konnte es dazu kommen? Die Antwort liegt in einer paradoxen Wendung der technologischen Entwicklung. Im Jahr 1960 gab es im Punjab lediglich 4.500 Rohrbrunnen; heute ist diese Zahl auf über 1,5 Millionen gestiegen. In der Vergangenheit wirkten die hohen Kosten für Strom und Diesel als natürlicher, wenn auch unbeabsichtigter Regulator. Die Landwirte pumpten Wasser nur, wenn es absolut notwendig war. Das Aufkommen von Solarmodulen hat diese Gleichung jedoch verändert. Da die Sonne die Pumpen nahezu kostenlos antreibt, ist die Grundwasserentnahme einfacher geworden, was zu übermäßigem und kontinuierlichem Pumpen geführt hat. Wenn Wasser als kostenlos wahrgenommen wird, wird es oft als unbegrenzt betrachtet.

Nichts davon wird man in einem UNICEF-Bericht mit dem Titel „Kinder-Klimarisikobericht 2026“ lesen.

Wenden wir uns kurz Nigeria zu. Worldometers gibt an, dass die Bevölkerung heute bei über 242,5 Millionen liegt, verglichen mit weniger als 37,3 Millionen im Jahr 1950. In einem Dreivierteljahrhundert hat sich die Bevölkerung auf mehr als das Sechsfache des Niveaus von 1950 erhöht. Laut der Hilfsorganisation „Hope Spring“ mögen sich die Trockenperioden in Nigeria zwar aufgrund des Klimawandels verlängern, doch stellen sie nur einen relativ kleinen Teil eines viel größeren Problems dar:

Im Kern geht es bei der Wasserkrise in Nigeria um den Zugang. Theoretisch mangelt es Nigeria nicht an Wasserressourcen. Das Land verfügt über Flüsse, Grundwasservorkommen und saisonale Niederschläge. Das Problem liegt darin, wer tatsächlich Zugang zu sauberem Wasser hat und wer nicht …

… Um zu verstehen, warum es in Nigeria eine Wasserkrise gibt, müssen wir über einfache Erklärungen hinausblicken. Nigeria geht das Wasser nicht aus – das Land verfügt über etwa 359 Milliarden Kubikmeter Wasserressourcen. Die Krise ist auf Versagen der Infrastruktur, Herausforderungen in der Regierungsführung und Umweltbelastungen zurückzuführen, die verhindern, dass diese reichlich vorhandene Ressource diejenigen erreicht, die sie benötigen.

Die Wasserinfrastruktur Nigerias zeugt von jahrzehntelanger Vernachlässigung. Der Zugang zu Leitungswasser sank von 32 % im Jahr 1990 auf nur noch 3 % im Jahr 2015. In Lagos wird nur jeder zehnte Haushalt öffentlich mit Wasser versorgt.

Wo Infrastruktur vorhanden ist, wird sie nur zu 15 % ihrer Kapazität genutzt – ein enormes Potenzial, das durch schlechtes Management verschwendet wird. Dieses Versagen zwingt die Gemeinden dazu, auf unsichere Alternativen zurückzugreifen. Zwar wurden bis 2019 in ganz Lagos 200.000 Bohrlöcher angelegt, doch viele davon in der Nähe von Mülldeponien enthalten Schwermetalle und Karzinogene, wodurch eine Krise in die nächste umschlägt …

Die Bevölkerung Tansanias ist von etwas mehr als 7,6 Millionen im Jahr 1950 auf heute über 72,6 Millionen gestiegen. Innerhalb von einem Dreivierteljahrhundert hat sich die Bevölkerungszahl verneunfacht. Es wäre zwar falsch, den Klimawandel im Zusammenhang mit der Wasserknappheit in Tansania außer Acht zu lassen, doch ist er nur einer von vielen Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Die Weltbank macht deutlich:

Tansania verfügt über relativ reichhaltige Süßwasserressourcen… Die verfügbaren jährlichen erneuerbaren Wasserressourcen in Tansania werden auf 125.763 MCM pro Jahr geschätzt, wovon 104.568 MCM auf Oberflächenwasser und 21.195 MCM auf Grundwasser entfallen. Diese Schätzung entspricht einem Durchschnitt von 2.105 m³ pro Kopf und Jahr, was über dem weltweit vereinbarten Wasserstressindikator von 1.700 m³ pro Kopf und Jahr liegt. Die Menge der erneuerbaren Wasserressourcen im Land nimmt jedoch mit der Zeit ab, was zu einer Verringerung des verfügbaren jährlichen Durchschnitts pro Kopf führt. Gründe hierfür sind unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels, unzureichende Infrastrukturen zur Wasserversorgungssicherheit, Bevölkerungswachstum, sozioökonomische Aktivitäten und die Verschlechterung der Einzugsgebiete. Diese Entwicklungen erfordern anhaltende und gezielte Anstrengungen im Bereich der integrierten Wasserwirtschaft und -entwicklung, um eine nachhaltige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu gewährleisten.

Nebenbei bemerkt: Es kann viele Gründe geben, warum Länder oder Orte unter Wasserknappheit leiden. Erst diese Woche hat der Guardian einen Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Wer ‚stiehlt‘ Balis Wasser? Wie der Tourismus eine wertvolle Ressource abgezapft hat“ veröffentlicht. Darin heißt es:

Bali verzeichnete im Jahr 2024 mehr als 16 Millionen Touristen, das Vierfache seiner ständigen Einwohnerzahl. Der Tourismus ist zwar ein wichtiger Teil der Wirtschaft Balis, doch dieses Besucheraufkommen hat nicht nur das Stadtbild verändert, sondern auch das Verhältnis der Insel zum Wasser: Der Tourismus verbraucht über 65 % des Süßwassers auf Bali.

Der Tourismus, nicht der Klimawandel.

Tropische Stürme

Auf Seite 23 ff. des UNICEF-Berichts geht es um tropische Stürme. Viele der Aussagen zum Klimawandel in dem Bericht sind mit Fußnoten versehen, die zur Untermauerung beispielsweise auf IPCC-Berichte verweisen. Diese Behauptung wird jedoch nicht belegt:

Es gibt eindeutige Belege dafür, dass der Klimawandel die Intensität tropischer Stürme verstärkt. Höhere Meerestemperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit tragen zu stärkeren Stürmen mit höheren Niederschlagsmengen bei. Diese Zunahme steht im Zusammenhang mit vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen, die zu beobachtbaren Veränderungen der Sturmverläufe und -verhaltensweisen geführt haben.

Möglicherweise liegt das Fehlen einer Fußnote in den IPCC-Berichten daran, dass Kapitel 11 des IPCC-AR6 keine große Stütze bietet. Man beachte, dass sich Verweise auf SREX in den IPCC-Berichten auf die Sonderberichte der Arbeitsgruppen I und II des IPCC beziehen: „Bewältigung der Risiken von Extremereignissen und Katastrophen zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel“:

Der SREX (Kapitel 3) kam zu dem Schluss, dass das Vertrauen in beobachtete langfristige Trends (40 Jahre oder mehr) hinsichtlich der Intensität, Häufigkeit und Dauer von Tropischen Wirbelstürmen sowie in beobachtete Trends bei Phänomenen wie Tornados und Hagel gering ist; es ist wahrscheinlich, dass sich die Zugbahnen extratropischer Stürme sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel polwärts verlagert haben und dass starke Niederschläge und die mit tropischen Wirbelstürmen verbundenen mittleren Höchstwindgeschwindigkeiten mit der fortschreitenden Erwärmung durch Treibhausgase zunehmen werden; es ist wahrscheinlich, dass die globale Häufigkeit tropischer Wirbelstürme entweder abnehmen oder im Wesentlichen unverändert bleiben wird, während es eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist, dass die Häufigkeit der intensivsten Stürme in einigen Ozeanbecken erheblich zunehmen wird; Es besteht geringe Sicherheit hinsichtlich der Prognosen für kleinräumige Phänomene wie Tornados und Hagelstürme; und es besteht mittlere Sicherheit, dass es aufgrund des künftigen anthropogenen Klimawandels zu einer geringeren Häufigkeit und einer Verschiebung der Zyklone in den mittleren Breiten in Richtung der Pole kommen wird.

Auch bemerkenswert:

Die Ermittlung vergangener Trends bei Tropensturm-Kennzahlen stellt aufgrund des heterogenen Charakters der historischen Messdaten, die als „Best-Track“-Daten bekannt sind (Schreck et al., 2014), nach wie vor eine Herausforderung dar. Das Vertrauen in die meisten berichteten langfristigen (mehrdekadischen bis hundertjährigen) Trends bei Kennzahlen zur Häufigkeit oder Intensität von Tropenstürmen ist gering, da sich die zur Erfassung der Best-Track-Daten verwendete Technologie im Laufe der Zeit verändert hat.

Soviel zum IPCC. Was sagt der UNICEF-Bericht?

Nun, abgesehen von der oben genannten zweifelhaften Behauptung sind es die üblichen Verdächtigen:

Über 80 Prozent der weltweiten Gefährdung entfallen auf zehn Länder, darunter Bangladesch, Madagaskar, Mosambik, die Philippinen und Vietnam.

Wir haben uns bereits mit dem Bevölkerungswachstum in Bangladesch befasst. Statistiken von Worldometer zeigen, dass die Bevölkerung Madagaskars von knapp 4 Millionen auf etwas über 33,5 Millionen gestiegen ist (die Zahlen beziehen sich jeweils auf den Zeitraum von 1950 bis heute); die von Mosambik von knapp über 5,9 Millionen auf fast 36,7 Millionen; die der Philippinen von knapp unter 18,85 Millionen auf mehr als 117,75 Millionen; und die von Vietnam von 25,1 Millionen auf mehr als 102 Millionen. Das entspricht einem Wachstum innerhalb von drei Vierteln eines Jahrhunderts um mehr als das Achtfache, mehr als das Sechsfache, mehr als das Sechsfache bzw. mehr als das Vierfache. Ist das Bevölkerungswachstum vielleicht problematischer als der Klimawandel? Und wenn der Klimawandel so problematisch ist, wie kommt es dann, dass die Bevölkerung in den Ländern, die angeblich am stärksten betroffen sind, so dramatisch wächst?

Zur Klarstellung sei jedoch angemerkt, dass Bangladesch trotz eines massiven Bevölkerungswachstums einen enormen Rückgang der Todesfälle durch tropische Stürme verzeichnet. Die National Library of Medicine erklärt:

Bangladesch ist besonders anfällig für tropische Wirbelstürme, die in den letzten 50 Jahren rund 718 000 Todesopfer gefordert haben. Allerdings ist die durch Wirbelstürme bedingte Sterblichkeit in Bangladesch in den letzten 40 Jahren um mehr als das 100-Fache zurückgegangen, von 500 000 Todesfällen im Jahr 1970 auf 4234 im Jahr 2007.

Madagaskar und Mosambik hatten in den letzten Jahren zweifellos mit erheblichen Problemen im Zusammenhang mit Zyklonen zu kämpfen. Vielleicht verschlechtert sich die Lage dort sogar, doch wie immer dürfen wir nicht vergessen, dass die Berichterstattung, die heute in einer Welt mit dem Internet rund um die Uhr verfügbar ist, weitaus umfangreicher ist als früher, als es Monate dauern konnte, bis Nachrichten westliche Reporter erreichten (sofern sie überhaupt ankamen) – und bis dahin galten sie möglicherweise schon nicht mehr als berichtenswert. So wurde beispielsweise über den Zyklon, der 1922 Chinde (im heutigen Mosambik) verwüstete, damals kaum berichtet, doch wir wissen (etwas seltsamerweise aus dem „Christchurch Star“ vom 8. März 1922), dass:

Chinde wurde ausgelöscht. Ein verheerender Zyklon. Weitere Einzelheiten zum Zyklon von Chinde zeigen, dass zehn Dampfschiffe versenkt oder an Land getrieben wurden und acht Europäer sowie sechzig Einheimische ertranken. Die Stadt ist praktisch ausgelöscht.

Das war der gesamte Umfang der Berichterstattung. Heute würden der „Guardian“ und die BBC (zu Recht) tagelang oder wochenlang über die Auswirkungen des Zyklons und seine Folgen berichten.

Die Philippinen gelten allgemein als eines der Länder, die am stärksten von tropischen Stürmen bedroht sind, und sie wurden in den letzten Jahren ziemlich schwer getroffen. Aber das war ja schon immer so. Schauen Sie sich zum Beispiel diese Aufzeichnungen über solche Stürme von 1900 bis 1902 an. Oder wie wäre es mit diesem Artikel: „Wenn sich die Geschichte wiederholt: Der Taifun Haiyan und sein Vorgänger von 1897 auf den Philippinen“:

Wir … haben die Sturmfluthöhen des Supertaifuns [ST] Haiyan mit denen eines ähnlichen Ereignisses verglichen, das im Oktober 1897 durch einen namenlosen Taifun verursacht wurde (Ty 1897). Starke Winde mit einer geschätzten Geschwindigkeit über 280 km/h und eine „tsunamiartige“ Sturmflut mit Höhen von typischerweise 5 m bis zu 7 m trafen die Region in den frühen Morgenstunden des 8. November 2013. Augenzeugenberichten zufolge handelt es sich hierbei um ein Ereignis von beispiellosem Ausmaß in dieser Region. Historische Aufzeichnungen zeigen jedoch deutlich, dass Tacloban und nahegelegene Küstengemeinden bereits 1897 von einem anderen Taifun in ähnlicher Weise verwüstet worden waren. Der Taifun von 1897 zog auf einer ähnlichen Zerstörungsbahn über die Philippinen, fast parallel zu ST Haiyan, jedoch etwa 10 bis 15 km weiter nördlich. Ty 1897 schien weniger intensiv als ST Haiyan zu sein, erzeugte jedoch eine Sturmflut von vergleichbarem Ausmaß. Die Überschwemmungshöhen lagen 1897 an den meisten Orten über 4 m mit einem Maximum von 7 m. Die geschätzte Zahl der Todesopfer des Taifuns von 1897 in Höhe von 1.228 entspricht angesichts des massiven Bevölkerungswachstums zwischen den beiden Ereignissen einer ähnlichen Todesrate wie bei Haiyan. Dieses historische Ereignis zeigt, dass der Supertaifun Haiyan kein beispielloses Ereignis ist, und unterstreicht die Bedeutung von überliefertem Wissen, historischem Bewusstsein und Aufklärung für eine angemessene Gefahrenminderung, Katastrophenhilfe und Evakuierung.

Was Vietnam betrifft, so gab es 1881 den Taifun von Haiphong:

…Der Taifun forderte in Haiphong in Vietnam etwa 3.000 Todesopfer [mehr als 15 % der Bevölkerung]…. Ein Taifun wie der von Haiphong im Jahr 1881 wäre ein seltenes Ereignis, da gerade seine Zugbahn um Hainan herum dafür sorgte, dass er bei seinem Auftreffen auf Haiphong so stark war. Es sollte weitere 143 Jahre dauern, bis sich ein solcher Taifun wieder ereignete – der Taifun Yagi im Jahr 2024 traf in der Nähe von Haiphong auf Land und richtete in der Stadt verheerende Schäden an….

Wiederholt sich die Geschichte erneut?

Hitzewellen

Als Nächstes werden im Bericht Hitzewellen behandelt, und zwar ab Seite 26. Der Bericht behauptet, dass weltweit 1,5 Milliarden Kinder häufiger, länger oder intensiveren Hitzewellen ausgesetzt sind. Für diese Zwecke wird eine Hitzewelle als jeder Zeitraum von drei Tagen oder mehr definiert, in dem die Tageshöchsttemperatur jeweils zu den obersten 10 Prozent des lokalen 15-Tage-Durchschnitts gehört. Auf Seite 27 findet sich eine recht aufschlussreiche Aussage:

Da bis 2050 voraussichtlich 68 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben werden, wird die rasante Urbanisierung das Risiko durch den „Urban Heat Island“-Effekt (UHI) verstärken – eine Dynamik, die Kinder aus einkommensschwachen Familien überproportional gefährdet, da diese oft in dicht bebauten Gebieten mit wenig Vegetation und begrenzten Ressourcen zur Bewältigung dieser Situation leben.

Nun ja, das ist schon richtig, aber… .

Extreme Hitze

Auf Seite 29 geht der Bericht in eine Erörterung von Hitzewellen über (von denen weltweit angeblich 1,2 Milliarden Kinder betroffen sind). Hitzewellen werden hier als Tage definiert, an denen die Temperatur 35 °C übersteigt. Ich würde akzeptieren, dass dies ein Bereich ist, in dem die Situation durch den Klimawandel (sowie durch Bevölkerungswachstum und zunehmende Probleme mit dem städtischen Wärmeinseleffekt) verschärft werden könnte. Ironischerweise ist dies also ein Bereich, in dem der Bericht die meisten Vorbehalte äußert:

… es ist unerlässlich, die Grenzen und Datenlücken der Attributionswissenschaft zu beachten … Die genaue Zuordnung jedes einzelnen Extremereignisses kann aufgrund der inhärenten Variabilität natürlicher Klimasysteme und der Komplexität der Unterscheidung zwischen menschlichen und natürlichen Einflüssen eine Herausforderung darstellen.

Brände

Auf Seite 32 ff. geht es um Brände. Es wird behauptet, dass weltweit 205 Millionen Kinder häufiger oder schwereren Bränden ausgesetzt sind. Dabei wird wie üblich auf den Klimawandel verwiesen, nicht zuletzt in Form höherer Temperaturen, und es wird erklärt, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel zu einer zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Waldbränden führt. Vom Menschen verursachter Klimawandel oder einfach nur vom Menschen verursacht? Der Bericht räumt zwar ein, dass „menschliche Aktivitäten wie Landnutzungsänderungen und Entwaldung das Brandrisiko weiter verschärfen“. Angesichts der Fülle an Medienberichten gerade jetzt über schreckliche Waldbrände auf dem europäischen Festland und in Großbritannien könnte man meinen, ich würde mein Glück überstrapazieren, wenn ich diese Darstellung hier in Frage stelle. Aber es kommt darauf an, wem man glaubt und welche Zeitspannen man betrachtet. So behauptet beispielsweise das World Resources Institute: „Neue Daten zeigen, dass Waldbrände immer schlimmer werden und heute mehr als doppelt so viel Waldfläche verbrennen wie vor 20 Jahren, was größtenteils auf den Klimawandel zurückzuführen ist.“ Laut „Our World in Data“ ist jedoch „… weltweit die Fläche, die jedes Jahr durch Waldbrände zerstört wird, in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen.“ Ihre Grafiken deuten zudem darauf hin, dass die CO₂-Emissionen durch Waldbrände zurückgehen, was für UNICEF etwas heikel ist, da deren Bericht behauptet, dass Waldbrände „auch zum Klimawandel beitragen können, indem sie große Mengen an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre freisetzen.“

[Siehe hierzu auch diesen Beitrag in deutscher Übersetzung, in welchem die Abnahme von Bränden mit einigen Graphiken belegt wird. A. d. Übers.]

Im UNICEF-Bericht heißt es außerdem: „Rauch von Waldbränden kann deutlich giftiger und schädlicher sein als gewöhnliche Luftverschmutzung, insbesondere für Kinder unter fünf Jahren.“ Das ist zweifellos richtig, doch der Bericht verschweigt, dass (zumindest laut „Our World in Data“) die Luftverschmutzung durch Waldbrände weltweit ebenfalls zurückgeht.

Wie immer sollte man die Vergangenheit nicht außer Acht lassen. Hat das World Resources Institute Recht, sich auf die letzten zwanzig Jahre zu konzentrieren, weil es in dieser Zeit einen besorgniserregenden Trend festgestellt hat (auch wenn „Our World in Data“ solchen Behauptungen widerspricht)? Oder wählt es einfach nur die Daten aus, die ihm passen? Schließlich gab es in der Vergangenheit einige erschreckend große Waldbrände. Die amerikanischen Waldbrände von 1910 sind (in den USA) bis heute möglicherweise unübertroffen:

Im Sommer 1910 kam es im gesamten Westen der Vereinigten Staaten und insbesondere in den nördlichen Rocky Mountains zu großen Waldbränden. Allein die „Great Idaho Fires“ von 1910 zerstörten etwa drei Millionen Acres (~1,2 Mio. ha) – eine Fläche, die in etwa der Größe von Connecticut entspricht. Zahlreiche Brände brachen aus und verschmolzen miteinander; sie wüteten in den Wäldern im Norden von Idaho und im Westen von Montana, darunter in Teilen der Nationalwälder Bitterroot, Cabinet, Clearwater, Coeur d’Alene, Flathead, Kaniksu, Kootenai, Lewis and Clark, Lolo und St. Joe. Der Feuersturm wütete Ende August 1910 tagelang und forderte 87 Todesopfer, darunter 78 Feuerwehrleute. Er gilt als der größte, wenn auch nicht als der tödlichste Waldbrandkomplex in der dokumentierten Geschichte der USA. Hier zeigen wir, dass dem Großbrand in weiten Teilen des Westens äußerst anomale Wetterbedingungen vorausgingen, darunter der wärmste März, der jemals in den kontinentalen Vereinigten Staaten verzeichnet worden ist (mit Ausnahme des März 2012). Zwar trugen sehr starke Winde maßgeblich zur raschen Ausbreitung des Waldbrands bei, doch dürften auch die vorangegangenen, seit dem Frühjahr 1910 herrschenden, äußerst anomalen warmen und trockenen Bedingungen zum Ausmaß dieses Ereignisses beigetragen haben.

Weltweit gesehen sind die Buschbrände in New South Wales in Ausgtralien von 1974–1975 möglicherweise nach wie vor die verheerendsten, die es je gab: Berichten zufolge brannten damals in ganz Australien 117 Millionen Hektar Land ab, was etwa 15 Prozent der Landfläche des Kontinents entspricht. Ebenfalls in Australien wurden die „Black Friday“-Brände von 1939 durch jahrelange Dürre in der Region ausgelöst, verbunden mit steigenden Temperaturen und starken Winden, welche die Ausbreitung der Flammen begünstigten. Als die Brände schließlich gelöscht waren, waren 2 Millionen Hektar zerstört, und 75 Prozent des Bundesstaates Victoria waren in irgendeiner Weise betroffen. Dann gibt es noch den „Great Fire of Canada“ von 1919, bei dem fast 2 Millionen Hektar im Norden von Alberta und Saskatchewan in Flammen standen.

Sand- und Staubstürme

Auf Seite 34 ff. erfahren wir, dass weltweit 123 Millionen Kinder in Gebieten leben, die Sand- und Staubstürmen ausgesetzt sind. Seltsamerweise spielt der Klimawandel in diesem Abschnitt fast nur eine untergeordnete Rolle:

Sand- und Staubstürme (SDS) entstehen aus natürlichen Quellen wie Wüsten, ausgetrockneten Seebetten und Küstenregionen mit lockerem Sediment. Menschliche Aktivitäten verschärfen das Problem durch Bauvorhaben, Landwirtschaft und schlechte Landbewirtschaftungspraktiken, die die Vegetation zerstören und den Boden der Winderosion aussetzen … Auch andere menschliche Aktivitäten, wie die Verringerung der Vegetationsdecke oder die extensive Bodenbearbeitung in landwirtschaftlichen Landschaften, erhöhen das Risiko. In den letzten Jahrzehnten hat die Bodendegradation erheblich zur Zunahme der Anzahl und Größe von SDS-Quellen beigetragen. Entwaldung, die Ausweitung der Landwirtschaft sowie häufigere und zerstörerischere Klimagefahren machen Länder anfälliger für SDS-Gefahren.

„Zerstörerische Klimagefahren“ werden nicht näher erläutert, doch es wird der obligatorische Hinweis angefügt: „Der vom Menschen verursachte Klimawandel verstärkt das Auftreten von SDS, indem er Wetterverhältnisse verändert.“ Es wird kein Link und keine Fußnote angegeben, um diese Behauptung zu untermauern.

Klimasensitive Gefahren

Diese werden auf Seite 36 ff. behandelt, wo behauptet wird, dass eine Milliarde Kinder von Malaria bedroht sind. Leider mag dies zwar zutreffen, hat aber nichts mit dem Klimawandel zu tun, wie aus folgendem Text hervorgeht („Von Shakespeare bis Defoe: Malaria in England während der Kleinen Eiszeit“):

Die aktuellen globalen Temperaturen befinden sich in einer Erwärmungsphase, die vor 200 bis 300 Jahren begann. Einige Klimamodelle deuten darauf hin, dass menschliche Aktivitäten diese Phase möglicherweise verschärft haben, indem sie die Konzentration von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre erhöhten. Zu den Diskussionen über die möglichen Auswirkungen des Wetters gehören Prognosen, wonach Malaria aus den Tropen nach Europa und Nordamerika vordringen und sich dort etablieren wird. Die komplexe Ökologie und Übertragungsdynamik der Krankheit sowie Berichte über ihre frühe Geschichte widerlegen solche Vorhersagen. Bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Malaria in vielen gemäßigten Regionen endemisch und weit verbreitet, wobei es sogar bis weit nördlich des Polarkreises zu großen Epidemien kam. Von 1564 bis in die 1730er Jahre – der kältesten Periode der Kleinen Eiszeit – war Malaria in mehreren Teilen Englands eine wichtige Ursache für Krankheit und Tod. Die Übertragung begann erst im 19. Jahrhundert zurückzugehen, als der heutige Erwärmungstrend bereits in vollem Gange war. Die Geschichte der Krankheit in England unterstreicht die Rolle anderer Faktoren als der Temperatur bei der Malariaübertragung.

Ich möchte das Risiko einer zunehmenden Verbreitung von Krankheiten, die durch in wärmere Regionen der Erde wandernde Insekten übertragen werden, keineswegs herunterspielen, doch der UNICEF-Bericht liefert nur dürftige Argumente für solche Behauptungen:

In diesem Bericht wird Malaria als Beispiel für eine klimasensitive, durch Vektoren übertragene Krankheit herangezogen, da für andere Krankheiten (wie Dengue-Fieber, Chikungunya, Zika, durch Zecken übertragene Enzephalitis, West-Nil-Fieber und Durchfallerkrankungen) keine weltweit verfügbaren Daten vorliegen. Die Gesamtzahl der Kinder, die einem breiteren Spektrum an durch Vektoren übertragenen Krankheiten ausgesetzt sind, dürfte deutlich höher sein. [Hervorhebung vom Autor].

Es ist außerdem erwähnenswert, dass der Bericht einräumt, dass in einigen Ländern bemerkenswerte Fortschritte bei der Ausrottung der Malaria erzielt worden sind, während Länder mit neuen Problemen, wie beispielsweise Guyana, dieses Problem „vor allem in den Hinterlandregionen mit verstärkten Bergbau- und Holzeinschlagaktivitäten“ erleben. Auch dort ist also kein Klimawandel im Spiel.

Luftverschmutzung

Dieses Thema wird ab Seite 39 behandelt. Es wird behauptet, dass im Grunde fast alle Kinder (2,3 Milliarden) in Gebieten mit ungesunder Luft leben. Dann erleben wir einen atemberaubenden Taschenspielertrick, bei dem der (nicht vorhandene) Zusammenhang mit dem Klimawandel wie folgt hergestellt wird:

Der vom Menschen verursachte Klimawandel und die Luftverschmutzung hängen auf verschiedene Weise zusammen. Viele Aktivitäten, bei denen Treibhausgase entstehen, führen auch zur Emission von Luftschadstoffen, die verheerende und weitreichende Auswirkungen auf Kinder haben.

Der Bericht versucht zudem, Sandstürme und Brände mit der Luftverschmutzung in Verbindung zu bringen und macht den Klimawandel dafür verantwortlich, obwohl dies, wie wir oben gesehen haben, gar nicht der Fall ist.

Multiple Gefahren

Nachdem der Bericht eine Reihe von Gefahren für Kinder aufgezählt hat, von denen vage behauptet wird, sie seien durch den Klimawandel verursacht oder mit ihm verbunden, legt er ab Seite 41 mit einem Abschnitt über multiple, sich überschneidende Gefahren noch einmal nach. Darin wird ohne Belege behauptet:

Die sich rasch verschärfende Klimakrise äußert sich selten durch ein einzelnes Ereignis. Stattdessen sehen sich Gemeinschaften und insbesondere Kinder mit einer komplexen und gefährlichen Realität konfrontiert: den gleichzeitigen oder aufeinanderfolgenden Auswirkungen mehrerer klimabedingter Gefahren.

Ich bestreite nicht, dass die im Bericht angeführten Beispiele real sind – z. B. dass Überschwemmungen zu durch Erreger übertragenen Krankheiten, Nahrungsmittelknappheit usw. führen können. Ich bestreite jedoch, dass der Bericht die Behauptung rechtfertigt, es gebe eine „sich rasch verschärfende Klimakrise“ oder dass der Klimawandel vielfältige Gefahren schaffe, die größer seien als in der Vergangenheit (abgesehen davon, dass die Zahl der Kinder viel größer ist als in der Vergangenheit, da sie sich beispielsweise seit 1950 weltweit fast verdreifacht hat).

Die Verletzlichkeit von Kindern im Verhältnis zu sozialen Systemen und Dienstleistungen

In diesem Abschnitt des Berichts (ab Seite 48) wird im Wesentlichen behauptet, dass die „Klimakrise“ [sic] eine Realität sei; dass keine für Kinder wichtige Dienstleistung von ihren Auswirkungen verschont bleibe; dass klimabedingte Gefahren tief verwurzelte Schwachstellen in Gemeinschaften sowie sozioökonomischen Systemen und Dienstleistungen offenbaren, was zu Katastrophen führen könne, die das Leben und die Rechte von Kindern gefährden; dass Regierungen den Zugang zu den sozialen Dienstleistungen, auf die Kinder am meisten angewiesen sind, sowie deren Widerstandsfähigkeit stärken können; und der Bericht erörtert anschließend die Anfälligkeit von Kindern gegenüber klimabedingten Gefahren, indem er den Zustand kindkritischer sozialer Systeme und Dienste als Ersatzindikator für die Anpassungsfähigkeit untersucht.

Das Problem, das ich mit diesem Abschnitt des Berichts habe ist, dass er die „Klimakrise“ als gegeben hinnimmt, behauptet, sie sei in armen Ländern schlimmer, und dann die Unfähigkeit der Regierungen in armen Ländern, „für Kinder entscheidende soziale Systeme und Dienstleistungen“ bereitzustellen, mit der Klimakrise in Verbindung bringt – und damit sein Ziel durch einen reinen Zirkelschluss erreicht. Die Realität ist, dass in armen Ländern lebende Kinder unter der Armut ihrer Familien und ihrer Regierungen leiden. Klimabezogene Probleme lassen sich aufgrund dieser Armut vielleicht nicht ohne Weiteres lösen, aber nichts davon ist zwangsläufig das Ergebnis der vermeintlichen „Klimakrise“ oder des Klimawandels. Wie kann das sein? Um ein einfaches, grobes, aber dennoch aufschlussreiches Beispiel zu nennen: Die Bevölkerung Äthiopiens betrug 1985 (im dritten Jahr der schrecklichen Hungersnot und von Live Aid) weniger als 40 Millionen, heute sind es fast 140 Millionen. In etwas mehr als 40 Jahren ist die Bevölkerung – erstaunlicherweise – um 100 Millionen Menschen gewachsen. Glücklicherweise hat Äthiopien seitdem trotz des massiven Bevölkerungswachstums keine Hungersnot mehr in dem Ausmaß wie 1985 erlebt. Das soll nicht heißen, dass es in dieser Zeit keine schwerwiegenden Probleme gegeben hätte, die von internationalen Organisationen, die schnell auf Frühwarnzeichen reagierten, gut bewältigt wurden. Einige wurden durch Konflikte ausgelöst (der Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien 1999–2000; der Tigray-Konflikt 2020–2022), andere wurden tatsächlich durch schwere Dürren verursacht (2002–2003; 2015–2016), doch wir haben sicherlich keine Situation erlebt, die durch eine „Klimakrise“ verschlimmert wurde. Ich habe oben bereits einen ähnlichen Punkt in Bezug auf Bangladesch angesprochen, und Gleiches gilt für viele andere Orte auf der ganzen Welt.

Empfehlungen für politische Maßnahmen

Eines der Probleme, die ich mit UNICEF habe ist, dass die Organisation als Hilfswerk der Vereinten Nationen (ihr Name selbst ist ein Akronym – United Nations International Children’s Emergency Fund) vollständig in das Weltbild der Vereinten Nationen eingebunden ist. Daher beginnt der Abschnitt mit den politischen Empfehlungen des Berichts (Seite 78 ff.) mit einem Verweis auf die Verabschiedung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 26 durch den Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte des Kindes – der ersten maßgeblichen Leitlinie zu Kinderrechten und Umwelt mit besonderem Schwerpunkt auf dem Klimawandel; anschließend wird auf das Pariser Klimaschutzabkommen Bezug genommen; danach folgt das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zum Klimawandel aus dem Jahr 2025. Auf diese Weise bindet der Bericht eines UN-Gremiums die Arbeit anderer UN-Gremien ein, die seine Fixierung auf den Klimawandel teilen.

Es ist daher enttäuschend, aber nicht überraschend, dass von den drei übergeordneten Empfehlungen des Berichts die erste lautet:

Die Emissionen in allen Sektoren müssen gesenkt und ehrgeizige Maßnahmen ergriffen werden, um bestehende internationale Verpflichtungen zu erfüllen, die auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Dazu gehören der dringende Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und ein gerechter Übergang zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im Einklang mit den 1,5-°C-Pfaden – wobei das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen muss.

Bedauerlicherweise scheint dies für UNICEF wichtiger zu sein als seine zweite Empfehlung (vielleicht bin ich unfair, wenn ich behaupte, dass die Reihenfolge, in der sie im Bericht erscheinen, die Prioritäten von UNICEF darstellt, aber ich glaube nicht, dass dies der Fall ist):

Schutz von Kindern durch inklusive Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Bewältigung von Verlusten und Schäden im Vordergrund steht, bei denen die Widerstandsfähigkeit der sozialen Dienste, auf die Kinder für ihr Überleben und ihre Entfaltung angewiesen sind. Es ist sicherzustellen, dass Kinder und kinderrelevante Dienste in nationalen Anpassungsplänen und sektoralen Strategien, in Katastrophenvorsorge- und -bewältigungsplänen sowie in Strategien zur Bewältigung von Verlusten und Schäden Vorrang erhalten.

Da in der Allgemeinen Bemerkung Nr. 26 festgestellt wird, dass Umweltentscheidungen in der Regel Kinder betreffen und das Wohl des Kindes daher bei der Verabschiedung und Umsetzung von Umweltentscheidungen – einschließlich Gesetzen, Verordnungen, politischen Maßnahmen, Normen, Leitlinien, Plänen, Strategien, Haushalten, internationalen Abkommen und der Bereitstellung von Entwicklungshilfe – vorrangig zu berücksichtigen ist, hätte man hoffen können, dass die Reihenfolge der Empfehlungen umgekehrt worden wäre.

Die letzte Empfehlung hätte in einer Pressemitteilung zum Abschluss der COP stehen können:

Kinder und Jugendliche sollen in die Lage versetzt werden, sich sinnvoll am Klimaschutz und an einem gerechten Wandel zu beteiligen, indem in Klimabildung, Wissen und Kompetenzen investiert wird und indem die Fähigkeiten von Entscheidungsträgern und Experten gestärkt werden, das Recht der Kinder auf Anhörung, Meinungsfreiheit und Mitbestimmung bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, zu achten. Es muss sichergestellt werden, dass die Bedürfnisse und Perspektiven von Kindern in lokalen, nationalen, regionalen und globalen Entscheidungsprozessen zur Klimapolitik und zur Klimafinanzierung berücksichtigt werden.

Schlussfolgerungen

Unicef leistet viel wertvolle Arbeit. Dafür sollten wir alle dankbar sein. Ich glaube jedoch, dass die Organisation noch bessere Arbeit leisten würde, wenn sie sich an die Ziele halten würde, die ihr 1946 von den Vereinten Nationen im Rahmen ihrer Gründungscharta – in der 1953 aktualisierten Fassung – vorgegeben worden waren. Ähnliches lässt sich ganz allgemein auch über die Vereinten Nationen sagen. Es ist sehr bedauerlich, dass eine Organisation (die UNO), die nach dem Zweiten Weltkrieg mit den besten Absichten gegründet wurde, zahlreiche Ableger hervorgebracht hat, die den Zielen, für die sie ins Leben gerufen wurden, keine Priorität mehr einräumen, sondern sich nun alle vorrangig der Propaganda zum Klimawandel widmen. Mit dem Herannahen der COP31 ist mit weiteren Entwicklungen dieser Art zu rechnen.

Link: https://cliscep.com/2026/07/15/the-apple-doesnt-fall-far-from-the-tree/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Neue Studie: Ein 40-facher Anstieg des wichtigsten Treibhausgases der Erde trägt zur Abkühlung der Ozeane bei

23. Juli 2026 - 19:00

Kenneth Richard

„…ein deutlich erkennbares Muster, bei dem Wasserdampf die täglichen Schwankungen der Meerestemperatur in niedrigen Breitengraden dämpft“ – Harris et al., 2025

Beobachtungen zeigen, dass dieAmplituden der Meerestemperatur von morgens bis abends 5 °C überschreiten können.

Wasserdampf (WV), das maßgebliche, für den Treibhauseffekt der Erde verantwortliche Treibhausgas (THG), trägt in den Ozeanen der hohen Breitengrade, wo die WV-Konzentrationen nur 100–1000 ppm betragen, mit etwa 0,1 °C zur Erwärmung dieser täglichen Schwankung von 5 °C bei.

In den Tropen, wo die Konzentrationen 40.000 ppm erreichen, ist der Beitrag von Wasserdampf zu dieser täglichen Erwärmung von >5 °C entweder vernachlässigbar (~0,0 °C) oder negativ (ein Abkühlungseffekt von -0,2 bis -0,3 °C).

Es lässt sich somit nachweisen, dass eine 40-fache Zunahme der Treibhausgase und des Wasserdampfs zur Abkühlung der Meeresoberfläche beiträgt, anstatt die Erwärmung zu verstärken.

Dies ist das Gegenteil dessen, was zu erwarten wäre, wenn steigende Treibhausgaskonzentrationen tatsächlich für die Erwärmung der globalen Ozeane verantwortlich wären.

Quelle: Harris et al., 2025

Link: https://notrickszone.com/2026/07/18/new-study-a-40-fold-increase-in-earths-main-greenhouse-gas-contributes-to-cooling-the-ocean/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE [Übersetzung Graphik: Google Translate]

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Ausgepustet : Größter Windkraft-Player gesteht „windige Lüge“ ein*

23. Juli 2026 - 14:00

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Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
Experten hatten davor gewarnt, doch es wurde stets geleugnet:
Offshore-Windparks erzeugen Abschattungs-Effekte und veränderte Windströmungen

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Die Absicht der Energiekonzerne TotalEnergies und BP mit ihrer Tochterfirma Jera Nex BP, die erst kürzlich ersteigerten Offshore-Lizenzen für Windkraftprojekte in der Nordsee wieder abgeben zu wollen, löste in der Politik und der gesamten Branche Unruhe aus. Von einem verringerten Interesse der Investoren dieses Sektors zeugte bereits im August 2025 das Ausbleiben von Geboten bei der Auktion von Offshore-Windflächen in der Nordsee. Als Grund wird eine starke Verteuerung der Projekte genannt. Ein bedeutender Wettbewerber, der Energieversorger EnBW, nahm jetzt den Rückzug der beiden Branchengrößen zum Anlass, um in die Diskussion über den weiteren Ausbau erstmalig den Vorschlag für eine reduzierte Zielmarke in die Diskussion zu bringen. So erklärte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Georg Stamatelopoulos, es handle sich um eine sinnvolle Korrektur, kein Bremsen. Deutschland hat sich mit dem Windenergie-auf-See-Gesetz verpflichtet, die installierte Leistung von Offshore-Windanlagen am Netz bis 2045 auf mindestens 70 Gigawatt (GW) zu steigern. Davon würden bis zu 55 GW auf die Nordsee entfallen. Die Situation für die Energiekonzerne habe sich aber aufgrund stark erhöhter Kosten dramatisch verschlechtert. „Wir sind aber erst bei knapp zehn Gigawatt. Hinzu kommt, dass die Netzanschlusskosten an Land ab etwa 55 GW installierter Leistung exorbitant teurer werden. Deshalb sagen wir: Lasst uns erst mal 55 GW bauen, dann sehen wir weiter.“

EnBW hat sich Anfang des Jahres in England ebenfalls aus angeblichen Kostengründen von zwei Projekten zurückgezogen und musste deswegen 1,2 Milliarden Euro abschreiben. Dabei vermied der Konzernchef bei der Begründung für seinen Vorschlag den bedeutungsschweren Begriff „Abschattungseffekt“, also das Phänomen, dass Windräder sich bei ihrer Leistungserbringung gegenseitig schwächen, da sie dem Wind kinetische Energie entziehen, die eben nicht „erneuert“ wird.

Der fortschreitende Windkraftausbau schwächt über die Jahre hinweg auch großräumig den mittleren Wind, also die Durchschnittsgeschwindigkeit der Luftströmung, ermittelt über ein bestimmtes Zeitintervall. Diese Entwicklung wurde für Deutschlands Onshore-Windkraft bereits indirekt nachgewiesen durch die Abnahme der mittleren spezifischen Nennleistung der Windenergieanlagen (MSN) von 2012 bis 2019, errechnet im Rahmen einer Studie der Deutschen WindGuard von 2020. Ursache ist der Abschattungseffekt, wodurch sich der Stromertrag verringert, und vermutlich nur deshalb kommt dieser Effekt jetzt überhaupt in die Diskussion.

In dieser Situation bietet der dänische Weltmarktführer Ørsted der deutschen Energiewirtschaft eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Windenergie auf Nord- und Ostsee an. Angesichts der ertragsmindernden Abschattungseffekte, die zuletzt mehrere Betreiber der deutschen Nordsee-Windparks beklagten, empfiehlt das dänische Unternehmen, Windparks zukünftig auch in den Gewässern der Nachbarstaaten zu installieren. Ein länderübergreifender Ausbau würde die Meereszonen entlasten und helfen, das Ziel von 70 GW Offshore-Leistung bis 2045 zu realisieren.

Eine zu Jahresanfang veröffentlichte Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergiesysteme IWES hebt ebenfalls Risiken für die Offshore-Industrie durch Kostensteigerungen und Lieferengpässe sowie durch Abschattungseffekte aufgrund zu nah beieinander installierter Offshore-Windparks hervor. Kurz nach Bekanntwerden der Studie gaben TotalEnergies und die britische BP bekannt, sich von ihren Offshore-Projekten in der Deutschen Bucht trennen zu wollen.

In der Natur hat alles mit allem zu tun, wie schon Humboldt wusste.

Vielleicht erinnert man sich jetzt an verantwortlicher Stelle an den scheinbar totgeschwiegenen Schmetterlingseffekt, wonach eine kleine Veränderung der Anfangssituation in einem komplexen System wie dem Wetter einen Tornado auf einem weit entfernten Erdteil auslösen kann. Kürzlich wurde der Schmetterlingseffekt mit Hilfe eines EDV-Programms nachgestellt, nachdem er von dem australischen Mathematiker Warwick Tucker bereits 2002 nachgewiesen wurde. Der Beweis galt als einer der größten Durchbrüche in der Chaosforschung. Eine stark veränderte „Anfangssituation“ entsteht in der Atmosphäre überall dort, wo ein Windrad anfängt sich zu drehen, um mit der ausgebeuteten Energie elektrischen Strom zu erzeugen.

Sollte ein gewaltiger Schmetterlingseffekt durch die gegenseitige Abschattung von Windparks demnächst mit digitalen Programmen nachgewiesen werden, müsste der weltumspannende „schmarotzende“ Windentzug aus der Atmosphäre umgehend eingestellt werden. Damit wäre dann womöglich auch der Beweis für die berechtigte Annahme erbracht, dass die seit Jahren beobachtete Zunahme von Extremwetterlagen auf eine Schwächung des Windes in der unteren Atmosphäre zurückzuführen sein könnte. „In der Natur hat alles mit allem zu tun“ – diese Feststellung Alexander von Humboldts gilt auch für die Kräfte der Atmosphäre.

Untertext unter dem Foto i.d. PAZ: Der Abschattungseffekt bei Offshore-Windkraftanlagen ist das Phänomen, dass Rotoren dem Wind kinetische Energie entziehen, wodurch ein verlangsamter Windschatten entsteht. Das verringert den Stromertrag nachfolgender Windräder bis zu fünf Prozent.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 17.07.2026, S.7 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Sonder-Klimaschau: Die 17. Klimakonferenz in Halle 2026!

23. Juli 2026 - 11:00
17. EIKE-Konferenz für Klima und Energie – eine kurze Zusamenfasung!

unter anderen mit:
John Clauser, University of California, Berkeley, Nobelpreisträger Physik 2022
Henrik Svensmark, Technische Universität Kopenhagen, letzter Vortrag hier
Michael Limburg, EIKE
Horst Lüdecke, EIKE
Stefan Kröpelin, Universität zu Köln
Nicola Scafetta, Universität Neapel Federico II
Ronan Connolly, CERES Science
Willie Soon, Harvard University
William Happer, Princeton University

einzelne Videos hier:
Happer 
Thuß 
Clauser 
Görlitz 
Kröpelin 
weitere folgen

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Haben Krankenschwestern nichts Besseres zu tun, als über den Klimawandel zu diskutieren?

23. Juli 2026 - 8:00

Dr. Roger Watson, THE DAILY SCEPTIC

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, warum sich so viele Pflegekräfte zunehmend von ihren Berufsverbänden entfremdet fühlen, tut gut daran, das Protokoll einer kürzlich abgehaltenen Sitzung hochrangiger Vertreter der Pflege zu lesen. Ich beziehe mich dabei auf die Fellows-Sitzung des Royal College of Nursing, die am 18. Juni in London stattfand. Ich habe das Privileg, Mitglied dieses Gremiums zu sein, war aber glücklicherweise nicht bei der Sitzung anwesend.

Man könnte meinen, dass sich eine Versammlung einiger der angesehensten Vertreter des Berufsstands mit der Krise befassen würde, welche die Pflege derzeit erfasst: Personalmangel, Pflege auf den Fluren, zusammenbrechende Universitäts-Fachbereiche, rückläufige Rekrutierungszahlen, Gewalt gegen das Personal, steigende Arbeitsbelastung und der unaufhaltsame Abfluss erfahrener Pflegekräfte aus dem Beruf.

Diese Themen kamen schließlich doch zur Sprache, jedoch erst nach einer langwierigen Diskussion über den Klimawandel. Offenbar gilt der Klimawandel mittlerweile als „die größte Bedrohung“ für die Gesundheit. Nicht die Wartelisten, nicht die Versorgung auf den Fluren, nicht die Unmöglichkeit für Patienten, einen Hausarzt aufzusuchen, nicht der chronische Mangel an examinierten Pflegekräften, nicht der Zusammenbruch der Pflegeausbildung oder Notaufnahmen, in denen Patienten tagelang auf Rollbetten liegen.

Auf der Tagung gab es Vorträge über ökologische Nachhaltigkeit, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, maximale Temperaturen am Arbeitsplatz, Aufklärungskampagnen zum Thema Hitze, globale Partnerschaften, Stadtplanung, Gebäudekühlung, die Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen im Ausland und die Notwendigkeit, sich „einen Tag im Leben einer Pflegekraft im Jahr 2050“ vorzustellen, die in einer Welt arbeitet, die zwei Grad wärmer ist als vor der Industrialisierung.

Das ist schlichtweg Klima-Alarmismus, der zeigt, dass die Führungskräfte in der Pflege den „Trank“ des Klimanotstands in vollen Zügen getrunken haben. Während ich dies schreibe, arbeite ich in Hongkong, wo die Pflegekräfte – ungeachtet der Hitzewelle, die ich in Großbritannien hinter mir gelassen habe – bei Temperaturen arbeiten, die um viele Grad höher sind als diejenigen, bei denen Pflegekräfte zu Hause arbeiten. Ich höre keine Beschwerden. Sollte sich die Welt um zwei Grad erwärmen, wird es in Großbritannien immer noch kühler sein als derzeit in Hongkong.

Das Royal College of Nursing, das vermutlich der Meinung ist, dass ihm jemand zuhört, hat einen Umwelt- und Gesundheitsnotstand ausgerufen und entwickelt derzeit Schulungsmaterialien, um seine Mitglieder für die Gefahren von Hitze zu sensibilisieren. Zudem erarbeitet es eine Nachhaltigkeitsstrategie, die über die eigenen Geschäftsabläufe hinausgeht und sich auf die berufliche Pflegepraxis erstreckt. Wirklich? Haben Pflegekräfte nichts Besseres zu tun?

Der Berufsstand erlebt derzeit die vielleicht größte Krise seiner modernen Geschichte. Krankenhäuser können nicht genügend Personal einstellen. Erfahrene Pflegekräfte verlassen den Beruf schneller, als sie ersetzt werden können. Universitäten streichen Lehrstühle, und Pflegeschulen verschwinden in riesigen multidisziplinären Fakultäten, in denen eine Führungsrolle der Pflege zunehmend fehlt. Die Forschungskapazitäten werden ausgehöhlt. Studenten sind hoch verschuldet, und viele schließen ihr Studium nie ab.

Diese Themen fanden schließlich Beachtung, doch die Diskussion über eine sichere Personalausstattung und die Pflege auf den Fluren befasste sich mit Problemen, mit denen Pflegekräfte täglich konfrontiert sind. Das sind genau die Themen, von denen Pflegekräfte erwarten, dass sie angesprochen werden, wenn sie einer Berufsorganisation für Pflegekräfte beitreten.

Beim Lesen des Protokolls fällt jedoch auf, wie bereitwillig die Pflege die Sprache des modernen Umweltaktivismus übernommen hat. Pflegekräfte werden dazu ermutigt, Einfluss auf Stadtplanung, Gebäudegestaltung, die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden, die internationale Klimapolitik und globale Anpassungsmaßnahmen zu nehmen. Seit wann sind Pflegekräfte Experten für Stadtplanung, Architektur, Klimamodellierung oder internationale Umweltdiplomatie?

Es ist natürlich völlig unumstritten, dafür zu sorgen, dass Krankenhäuser während Hitzewellen kühl bleiben. Doch diese praktischen Belange erfordern kaum, dass Pflegekräfte zu Klimaaktivisten werden. Krankenhäuser mussten sich schon immer auf Wetterextreme vorbereiten. Das nennt man Notfallplanung. Es ist die Aufgabe von Führungskräften, Ingenieuren und der Gebäudeverwaltung, die mit dem klinischen Personal zusammenarbeiten.

Wenn es nach dem Royal College of Nursing geht, soll sich der Pflegeberuf neu als Umweltbewegung definieren. Es scheint keinerlei Bedenken zu geben, dass Mitglieder hinterfragen könnten, ob Klimaaktivismus überhaupt in den Aufgabenbereich einer Pflegeorganisation fällt.

Viele Pflegekräfte an vorderster Front könnten das Royal College of Nursing zu Recht fragen: Könnten wir nicht zuerst die Personalkrise beheben? Könnten wir uns nicht um die Pflege auf den Fluren kümmern? Könnten wir nicht die Pflegeausbildung retten? Könnten wir nicht verhindern, dass erfahrene Wissenschaftler aus dem Beruf abwandern?

Berufsverbände verfügen nur über begrenzte Zeit, begrenzte finanzielle Mittel und begrenzten Einfluss. Jede Stunde, die für Nachhaltigkeitsstrategien aufgewendet wird, ist eine Stunde, die nicht der Personalplanung gewidmet ist. Der Pflegeberuf wurde zu einem der vertrauenswürdigsten Berufe in der Gesellschaft, weil er sich auf die Pflege konzentrierte: die Betreuung von Patienten, das Eintreten für eine sichere Versorgung, die Verbesserung der Ausbildung und die Förderung der Forschung. Der Versuchung, sich jeder politischen Modeerscheinung anzuschließen, sollte widerstanden werden. Pflegekräfte haben schon immer zur öffentlichen Gesundheit beigetragen, aber sie sind keine Klimawissenschaftler, Stadtplaner oder Umweltlobbyisten.

In einer Zeit, in der der Pflegeberuf um sein Überleben kämpft, hat es etwas Absurdes sich vorzustellen, wie die Situation der Pflegekräfte im Jahr 2050 aussehen wird, während so viele von ihnen schon jetzt damit zu kämpfen haben, ihre Schichten im Jahr 2026 überhaupt zu überstehen. Ich würde vorschlagen, den Film „Climate: The Movie“ beim jährlichen Galadinner für die Fellows des Royal College of Nursing zu zeigen, aber ich fürchte, meine Einladung zu diesem Dinner könnte auf dem Postweg verloren gehen.

Professor Roger Watson is Professor of Nursing at Saint Francis University, Hong Kong. He has a PhD in biochemistry. He writes in a personal capacity.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/18/have-nurses-nothing-better-to-do-than-discuss-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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BBC: Ein weiterer kurzer Brief an die Beschwerdestelle

22. Juli 2026 - 19:00

Jit

Der Kampf um die Wahrheit ist in vollem Gange?

Bereits in den glücklichen Tagen des 9. April hatte ich Anlass, mich mit einer Beschwerde an die BBC zu wenden. Es ging um einen Beitrag in einer der wichtigsten Nachrichtenmagazine von Radio 4, „PM“.

Folgendes hatte ich geschrieben:

Falsche Statistik von einer Expertin 

Während des Beitrags über den Abbau bürokratischer Hürden bei der Installation von Ladestationen durch die Regierung brachte die Expertin „Ginnie“ „Buckley“ (ich konnte es nicht ganz verstehen) ihre „Killer-Statistik“ ins Spiel: Es gebe in Westminster mehr Ladestationen als in Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle und Sheffield zusammen. Sie bezeichnete dies als schockierend. Evan Davies stimmte zu, dass dies in der Tat schockierend sei.

Das Problem ist nur: Das stimmt nicht. Die neuesten Daten sind auf gov.uk verfügbar und zeigen, dass es in den fünf genannten Städten insgesamt 3.329 öffentliche Ladestationen gibt. In Westminster sind es 2.875. Die Differenz beträgt 454 zugunsten der fünf Städte. (Nein, ich kannte die Zahlen nicht. Ich hatte einen Verdacht und habe sie hier nachgeschlagen; siehe Tabelle EVCI0102.)

Ihren Zuhörern wurde ein völlig falscher Eindruck vermittelt. Evan war zu leichtgläubig, und die Expertin war keine Expertin, obwohl sie behauptete, von Statistiken besessen zu sein. 

Der Grund, warum ich mich zu der Beschwerde gezwungen sah war, dass Evan Davies und Ginny Buckley sich köstlich darüber amüsierten, wie schockierend ihre Zahl war, während es für diesen Zuhörer völlig natürlich war, nicht nur eine Ratte zu wittern, sondern eine pestbefallene, räudige Ratte von der Größe eines Labradors. Ich brauchte ein paar Minuten, um die Zahlen herauszusuchen und zu überprüfen – und um festzustellen, dass die Ratte tatsächlich existierte.

Zweifellos hatte es die BBC eilig, die Angaben zu korrigieren? Schließlich hatte ich sie noch am gleichen Tag der Ausstrahlung der Sendung auf das Problem aufmerksam gemacht. Nun, zumindest meldeten sie sich relativ schnell zurück (14. April):

Lieber Jit,

vielen Dank, dass Sie sich bezüglich der Sendung „PM“ vom 9. April auf BBC Radio 4 an uns gewandt haben.

In dieser Ausgabe sprach Evan Davis mit Ginny Buckley, Chefredakteurin und Gründerin von electrifying.com, um einen Einblick in die Maßnahmen der Regierung zum Abbau bürokratischer Hürden beim Laden von Elektrofahrzeugen zu erhalten, mit denen der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes beschleunigt werden soll.

Wir sind uns bewusst, dass einige Hörer mit bestimmten Aspekten dieses Interviews möglicherweise nicht einverstanden sind, doch in einer schnelllebigen Situation können wir nicht alles, was Ginny Buckley während der Sendung sagt, einer Gegenprüfung unterziehen.

BBC News hat über Ladestationen für Elektrofahrzeuge berichtet. Den Artikel finden Sie hier.

Wir legen großen Wert auf Ihr Feedback. Beschwerden werden an die Geschäftsleitung weitergeleitet, und wir haben Ihre Anmerkungen in unsere Nachtberichte aufgenommen. Diese Berichte gehören zu den meistgelesenen Feedback-Quellen bei der BBC. So wird sichergestellt, dass Ihre Anliegen schnell von den richtigen Personen zur Kenntnis genommen werden, und sie tragen dazu bei, Entscheidungen über aktuelle und zukünftige Inhalte zu beeinflussen.

Blah blah blah…

BBC-Beschwerdeteam

Nun, das war natürlich als Antwort nicht im Entferntesten akzeptabel. Also habe ich am 3. Mai zurückgeschrieben (bitte entschuldigen Sie die unelegante Darstellung, da nur ein reines Textfeld zur Verfügung stand):

Unangemessene Antwort auf mein ursprüngliches Schreiben

In Ihrer Antwort auf meine Beschwerde schrieben Sie: „Wir sind uns bewusst, dass einige Hörer mit bestimmten Aspekten dieses Interviews nicht einverstanden sein mögen, aber in einer schnelllebigen Situation können wir nicht alles, was Ginny Buckley während der Sendung sagt, gegen andere Quellen abgleichen.“

Ich bin nicht mit bestimmten Aspekten des Interviews nicht einverstanden. Die gegebenen Informationen waren falsch. Ihre Aufgabe ist es, die Hörer zu informieren, nicht sie falsch zu informieren. Es ist also schwierig, jeden Fehler in einer „schnelllebigen Situation“ aufzufangen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie dies mit Gleichgültigkeit [sic. Ich wusste nicht mehr, wie man ein Akutzeichen setzt] hinnehmen müssen. Ihre Hörer wurden falsch informiert. Die von der Expertin bereitgestellten Informationen waren falsch. Und sowohl die Moderatorin als auch die Expertin lachten darüber, wie schockierend diese Informationen waren. In der folgenden Sendung hätte eine Richtigstellung erfolgen müssen.

Zweitens bin ich der Meinung, dass Sie keine Experten einladen sollten, die sich in ihrem Fachgebiet nicht auskennen. Ihre Produktionsmitarbeiter sollten die Leistungen der Experten bewerten. Diejenigen, die in Live-Interviews falsche Informationen liefern, sollten nicht erneut eingeladen werden. Bitte stellen Sie uns Experten zur Verfügung, die sich in ihren Fachgebieten auskennen.

Schließlich möchte ich vorschlagen, dass die Produktionsmitarbeiter bei der Einladung eines Experten in Ihre führende Nachrichtensendung diesen fragen, ob er vorhat, während der Live-Sendung Statistiken zu präsentieren. Denken Sie daran: In diesem Fall hat Ihr Experte die Statistik von sich aus genannt – sie wurde nicht als Antwort auf eine direkte Frage genannt. (Und wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte die korrekte Antwort eines Experten, der sich seiner Sache nicht zu 100 % sicher war, entweder „Ich weiß es nicht“ lauten müssen oder er hätte seine Antwort entsprechend seinem Grad an Gewissheit relativieren müssen.) Falls der Experte plant, eine Statistik zu nennen: Ihr Team kann diese vor Beginn des Interviews unbemerkt überprüfen. Auf diese Weise würde der Interviewer nicht darüber lachen, wie schockierend die (falsche) Statistik in diesem Fall war, während er sie für wahr hält. Eine Stimme in seinem Ohr würde ihm sagen, dass der Experte falsch lag. Es darf auf keinen Fall vorkommen, dass ein Experte live in der Sendung „PM“ falsche Statistiken nennt. Sie sollten die besten, sachkundigsten und unvoreingenommensten Experten des Landes auswählen.

Ich musste bis zum 17. Juli auf die Antwort der BBC auf diesen Vorschlag warten:

Lieber Jit,

vielen Dank, dass Sie sich erneut bezüglich der „PM“-Sendung vom 9. April bei uns gemeldet haben. Wir entschuldigen uns für die recht lange Verzögerung bei der Beantwortung.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie mit der von Ginny Buckley in unserem Beitrag über den Bürokratieabbau bei der Installation öffentlicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge genannten Statistik weiterhin unzufrieden sind.

Wir haben Ihre Bedenken an die leitenden Redakteure von „PM“ weitergeleitet.

Wie wir bereits in unserer letzten Antwort angemerkt haben, ist es nicht möglich, in einem Live-Interview alles auf seine Richtigkeit zu überprüfen, und da dies nicht im Mittelpunkt des Interviews stand [sic], haben wir diese Zahl vor dem Interview nicht nachgeschlagen.

Die Sendung wird Ihre Informationen jedoch an diesen Gast weiterleiten [sic].

Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben.

Mit freundlichen Grüßen,

das BBC-Beschwerdeteam

Ich glaube, es wäre mir lieber, wenn sie aufhören würden, so zu tun, als würden sie es zu schätzen wissen, dass ich mich bei ihnen gemeldet habe. Allerdings habe ich den deutlichen Eindruck, dass die BBC in diesem (zugegebenermaßen sehr nebensächlichen) Punkt Fehlinformationen regelrecht in Desinformation verwandelt hat. Das macht ihre aufwendig produzierte Werbung mit dem Slogan „Der Kampf um die Wahrheit geht weiter“ (von der das oben gezeigte Bild einen Auszug enthält) zu einer Farce.

Link: https://cliscep.com/2026/07/18/another-short-letter-to-the-complaints-department/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kernschmelze bei den „Erneuerbaren“

22. Juli 2026 - 16:20

Die desolate Lage der deutschen Autoindustrie wird gerne auf das Festhalten an vermeintlich „alten“ Technologien geschoben. Aber wie sieht es mit den angeblichen grünen Zukunftsbranchen wie Solar, Wind, Wasserstoff oder Batteriefertigung aus? Viele der Firmen sind in freiem Fall. Ohne staatliche Pampers geht gar nichts mehr, tiefrote Zahlen, Insolvenzen und gestoppte Projekte allenthalben.

Von Ansgar Neuhof

Der Niedergang der deutschen Wirtschaft ist unübersehbar. Die alten „Platzhirsche“ wie die Automobil(zulieferer)industrie, Chemie- oder Stahlindustrie befinden sich im freien Fall. Nur die Rüstungsindustrie ist dank staatlicher Großaufträge im Aufwind. Aber auch die als Heilsbringer angepriesenen und mit viel Steuergeld aufgeblasenen neuen Industriezweige wie Batterieproduktion, Windkraft und Solar befinden sich in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das nicht nur vom früheren Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) versprochene „grüne Wirtschaftswunder“ als Folge der sogenannten Energiewende ist – erwartbar – ausgeblieben. Mehr noch: Auch bei den „Erneuerbaren“ ist die Kernschmelze in vollem Gang.

Die gescheiterte Batterieproduktion

Über das Scheitern des Versuchs, eine eigenständige Batterieproduktion in Deutschland/Europa aufzubauen, hat Achgut ausführlich berichtet. Das Vorzeigeunternehmen Northvolt ist insolvent gegangen, mehr als eine Milliarde Steuergeld ist weg bzw. in den Taschen „cleverer“ Abzocker. Auch andere Batterie-Projekte wurden beerdigt wie z.B. die von Porsche und Stellantis (siehe Batterie-Produktion in Deutschland: Der große Betrug). Über das Scheitern der Batterieproduktion hinaus haben die großen deutschen Automobilkonzerne wie VW, BMW und Mercedes mit ihren Investitionen in den Bereich Elektromobilität Milliardenverluste erlitten und machen nun die Rolle rückwärts zum Verbrenner-Auto (siehe VW, BMW und Mercedes auf Talfahrt: Brutale Zahlen zwingen zur Radikalkur). Auch Konkurrenten in Übersee wie Stellantis ziehen die Notbremse (siehe Stellantis-Aktie: Autokonzern muss 22 Milliarden auf Elektrogeschäft abschreiben).

Der tiefe Fall von ABO Energy

Die Notbremse musste kürzlich auch ABO Energy ziehen, eines der größten deutschen Unternehmen im Bereich Windkraft, Solar, Batterieproduktion und Wasserstoff. Es stand faktisch vor der Zahlungsunfähigkeit, nachdem es im Jahre 2025 circa 170 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet hatte. Der Aktienkurs fiel in den vergangenen zwölf Monaten um 90 Prozent. Um die Insolvenz abzuwenden, musste mit wichtigen Gläubigern eine Stillhaltevereinbarung getroffen werden, damit diese ihre Forderungen gegen ABO Energy vorläufig nicht geltend machen. Bis Ende Juli 2026 muss eine Lösung gefunden werden, sonst ist Ende (siehe hier).

Das Offshore-Windkraft-Fiasko

Nicht immer geht es an die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens, manchmal nur an die der Kommunen. Beispiel EnBW, einer der größten deutschen Energiekonzerne, der nahezu vollständig im Eigentum des Landes Baden-Württemberg und zahlreicher Kommunen steht. EnBWwollte mit dem britischen Ölkonzern BP zwei große Windkraftprojekte vor der britischen Küste errichten. Diese Projekte hat EnBW nun gestoppt. 1,2 Milliarden Euro waren dafür bereits ausgegeben, die in der Bilanz 2025 nunmehr gewinnmindernd abgeschrieben werden mussten. Begründung: Wegfall staatlicher Förderung, gestiegene Kosten, höhere Zinsen und gesunkene Strompreise (siehe hier). Oder anders gesagt: Die Projekte waren marktwirtschaftlich schlicht unrentabel und ohne umfangreiche staatliche Hilfen unfinanzierbar. Der Fall EnBW entlarvt das grüne Versprechen, wonach sich Offshore-Windkraft marktwirtschaftlich rechne, als grüne Lüge.

Insgesamt stehen in der Nordsee Windkraftprojekte im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro zur Disposition (siehe hier). Tausende Arbeitsplätze auch in der Zulieferindustrie sind davon betroffen, dem Bundeshaushalt könnten fest eingeplante Milliardenerlöse aus Flächenausschreibungen entgehen. Nicht einmal mögliche Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe wegen nicht realisierter Projekte schrecken die Projektentwickler ab, ihre Projekte aufzugeben. Von Martina Binnig • Kontrollwut und Regelungs-Fetischismus der EU erklimmen immer ungeahntere Höhen, ebenso der planwirtschaftliche Größenwahn. Ursula von der Leyen will Europa „zum ersten elektrobetriebenen Kontinent der Welt“ machen. Wer sich die neusten Einfälle und Ausfälle der EU zu Gemüte führt, dem wird ganz schwindelig. 30 / MEHR

Das doppelte EnBW-Desaster

Wie immer bei solchem Missmanagement versucht die Konzernführung abzuwiegeln. Statt den Jahresgewinn anzugeben, weicht man bei EnBW auf das EBITDA aus (also den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen); dieses sei von dem Desaster nicht betroffen. Das ist formal zwar richtig, ändert aber nichts daran, dass 1,2 Milliarden Euro dennoch weg sind. Und da dieses Unternehmen quasi im Staatsbesitz ist, tragen die Bürger den Verlust.

Das EnBW-Offshore-Desaster hat überdies erhebliche Folgewirkungen. Zumindest die Kommunen, in denen EnBW bisher Gewerbesteuer gezahlt hat, bekommen nun ein großes Problem. Es fallen nicht nur gesichert geglaubte Steuereinnahmen weg, die Kommunen müssen sogar Gewerbesteuern an EnBW zurückzahlen. Die Stadt Karlsruhe z.B. 51 Millionen Euro. Sie ist damit faktisch pleite. Sparmaßnahmen, Einstellungsstopp, Haushaltsperre sind die Folge (siehe hier). Auch andere Kommunen wie Philippsburg oder Gemmrigheim sind betroffen und stehen vor dem finanziellen Kollaps.

Auch das EnBW-Batteriespeicher-Tochterunternehmen SENEC GmbH steht vor einem Desaster. Für 2023 und 2024 zusammen betrug der Verlust mehr als eine Milliarde Euro. Vor allem wegen mangelnder Produktqualität. 100.000 Heimspeicher musste SENEC wegen Explosionen und Bränden austauschen. Auch 2025 wird es einen Verlust geben, in allerdings noch unbekannter Höhe, da der Jahresabschluss 2025 noch nicht veröffentlicht ist. Für das marode Unternehmen suchte EnBW einen Käufer, doch der fand sich nicht. Nun wird das Neukundengeschäft mitsamt der Entwicklung neuer Projekte eingestellt und nur noch der Bestand verwaltet (siehe hier). Ein passendes Abbild für Deutschland insgesamt: Man lebt nur noch vom Bestand. Die finanziellen Konsequenzen dieses weiteren Desasters muss ohnehin natürlich der Bürger tragen – als Steuerzahler und als Stromkunde von EnBW.

Die große Flaute bei den Windkonzern PNE und Siemens Gamesa

Während allerdings EnBW breit aufgestellt ist und selbst Milliardenverluste verkraften kann, sieht es bei anderen führenden Unternehmen im Bereich Windkraft und Solar nicht so gut aus.

Beispiel PNE AG. Der börsennotierte Windkraft- und Solarprojektentwickler erzielte 2025 einen Konzernverlust von 47,4 Millionen Euro (siehe Geschäftsbericht 2025, S. 2). Die Aktie verlor zeitweise 50 Prozent ihres Wertes, liegt jetzt bei circa 28 Prozent Verlust innerhalb der letzten 12 Monate. Die Gründe für die wirtschaftliche Flaute: unrentable Projekte und daraus resultierende Wertberichtigungen sowie das Wetter (siehe PNE AG kämpft mit Windflaute). Man fühlt sich an den alten Witz erinnert: Was sind die vier größten Feinde des Sozialismus? Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Eine erste konkrete Auswirkung der Flaute: PNE ist als Investor für ein Windkraftprojekt der Samtgemeinde Lühe (Niedersachsen) abgesprungen (siehe hier). Rettung erhofft sich der PNE-Vorstand ausgerechnet vom Staat und setzt auf Subventionen und steuerliche Anreize. Marktwirtschaftliches Denken ist selbst in vielen Unternehmen ausgestorben.

Ähnlich ist die Lage bei Siemens Gamesa, der Windkraft-Tochterfirma von Siemens Energy und einem der weltgrößten Windturbinenhersteller. Während die Gas- und Stromnetzsparten von Siemens boomen und dem Konzern riesige Gewinne bescheren, erlitt Gamesa 2025 einen Verlust von 1,36 Milliarden Euro (siehe hier). Wesentlich mit verantwortlich dafür sind Qualitätsmängel der gelieferten Windräder (siehe hier). Man hofft zwar auf Besserung; so haben sich im 1. u. 2. Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 von November 2025 bis April 2026 die Verluste gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert (siehe hier und hier). Aber Gamesa ist und bleibt das Sorgenkind von Siemens.

„Grüner“ Wasserstoff – dreimal heiße Luft im Saarland

Nicht besser stellt sich die Situation im Bereich der Wasserstofferzeugung aus. Im Saarland waren gleich drei große Projekte zur Wasserstofferzeugung geplant. In Völklingen, Saarlouis und Perl. Doch alle sind gescheitert – wegen Unwirtschaftlichkeit (siehe hier). Aufgrund hoher Investitions- und Betriebskosten, insbesondere auch hoher Stromkosten, haben selbst große Konzerne wie Steag, RWE und Lhyfe (aus Frankreich) ihre Investitionsvorhaben aufgegeben. Nicht einmal zum Teil sehr hohe staatliche Förderzusagen konnten das verhindern. Was für das Saarland gilt, gilt deutschlandweit. Auch in anderen Bundesländern wurden viele Wasserstoffprojekte gestoppt. Das Ziel der Bundesregierung (bis 2029 deutschlandweit Elektrolyseure mit zehn Gigawatt Produktionsleistung) ist unerreichbar; bis jetzt sind gerade einmal 1,6 Prozent davon erreicht.

Blackbox Enercon

Über ein weiteres Beispiel im Bereich Windkraft hatte Achgut bereits berichtet (siehe hier). Dem Windturbinenhersteller Enercon drohte schon 2019 die Liquidität auszugehen, tausende Mitarbeiter wurden entlassen. Von 2018 bis 2023 fielen Verluste von mehr als 2,3 Milliarden Euro an. Das Unternehmen war faktisch pleite, auch weil trotz dieser Misere in den Jahren 2020/21 640 Millionen aus dem Konzern an die Konzerneigentümerin, eine private Familienstiftung, abgeflossen waren. Der Staat musste 2022 mit einem Kredit von 500 Millionen Euro rettend eingreifen.

Interessanterweise hat Enercon von 2023 auf 2024 (neuere Zahlen sind noch nicht veröffentlicht) seinen Jahresverlust von mehr als 200 Millionen Euro auf nur noch 12 Millionen Euro verringert. Sieht man sich das genauer an, stellt man fest, dass der Konzern umstrukturiert wurde. Es wurde eine neue Unternehmensebene eingebaut und die Enercon Global GmbH zwischengeschaltet. Das heißt, die Enercon GmbH liefert nunmehr die Anlagenkomponenten an die Enercon Global, die im Konzern als Handelshaus fungiert. Auffällig dabei: bei Enercon Global stieg von 2023 zu 2024 der Jahresverlust von 188 Millionen Euro auf 322 Millionen Euro. Ob die Preisgestaltung zwischen den beiden Enercon-Firmen dafür verantwortlich ist, dass sich die Verluste zwischen den beiden Unternehmen verschoben haben und ob die Sicherung der Kreditwürdigkeit der Enercon GmbH hierfür ein Grund sein könnte, lässt sich von außen wegen fehlender Transparenz nicht feststellen. Die Verluste sind also nicht weg, sondern nur „umstrukturiert“.

Ökosozialismus macht arm

Der „Markt“ für Windkraft, Solar, Wasserstoff und Batterieproduktion ist ein politisch gesteuerter Wettbewerbsraum, kein freier Markt. Bau und Betrieb der dafür erforderlichen Anlagen sind nur finanzierbar, wenn niedrige Zinsen, niedrige Kosten und staatliche Subventionen und Garantien (wie z.B. Einspeisevergütungen) zugleich greifen. Steigen Kosten und Zinsen oder verringern sich die Staatshilfen, sind tiefrote Zahlen, Insolvenzen und gestoppte Projekte die logische Folge.

Mittlerweile verabschieden sich selbst die finanzstarken Großkonzerne vom Geschäft mit der angeblich „grünen“ Energie. Der drittgrößte Zementhersteller der Welt, Heidelberg Materials, stellt den Umbau des westfälischen Standorts Geseke zum „ersten vollständig dekarbonisierten Zementwerk in Deutschland“ trotz staatlicher Förderzusagen von fast 200 Millionen Euro zurück (siehe hier) und fordert mehr staatliche Unterstützung (siehe hier). BP hat seine „grüne“ Strategie aufgegeben (siehe hier). Shell hat sich aus den Offshore-Windkraftprojekten in der Nordsee zurückgezogen und konzentriert sich auf das profitablere Öl- und Gasgeschäft (siehe hier).

Das Märchen von der grünen Transformation ist von der Realität längst entzaubert. Ökosozialismus funktioniert nicht und macht arm (außer einige wenige Wind- und Solarbarone). Hieß es in der DDR noch spöttisch: „Der letzte macht das Licht aus“, gehen im „besten Deutschland aller Zeiten“ die Lichter von alleine aus, wenn es keine Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien gibt.

Beitragsbild: Imago/ Rolf Zöllner

 

Ansgar Neuhof Ansgar Neuhof, Jahrgang 1969, ist Rechtsanwalt und Steuerberater mit eigener Kanzlei in Berlin.

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Die Hitzekrise in Europa ist hausgemacht

22. Juli 2026 - 14:00

H. Sterling Burnett, The Heartland Institute

Während Europa unter einer Hitzewelle leidet, die aufgrund fehlender Klimaanlagen bereits Hunderte Menschenleben gefordert hat, geben europäische Politiker und „Experten“ den Vereinigten Staaten die Schuld wegen des dort weit verbreiteten Einsatzes von Klimaanlagen. Sie behaupten, dass die nahezu flächendeckende Nutzung von Klimaanlagen in Haushalten und Gebäuden in den USA zum Klimawandel beigetragen und damit zu schwereren Hitzewellen geführt habe.

Klimaanlagen haben tatsächlich Auswirkungen auf das Klima – und zwar positive. Allein dadurch werden unzählige Menschen gerettet, insbesondere ältere Menschen, sofern sie verfügbar sind.

Die Hitzewelle vom Juni/Juli in Europa ist historisch gesehen nichts Ungewöhnliches, ebenso wenig wie Todesfälle durch Hitze. Doch während Ersteres unvermeidbar ist, sind Letztere – wie die Einwohner der Vereinigten Staaten und die Eliten in Europa wissen – sehr wohl vermeidbar. Man muss lediglich eine Klimaanlage installieren und an den Strom anschließen.

Nicht der Klimawandel, sondern die anhaltende Ablehnung in Europa und die weit verbreitete Nutzung von Klimaanlagen in Amerika sind der Grund dafür, dass viele Europäer während der aktuellen Hitzewelle leiden, während die meisten Amerikaner selbst in den üblichen Hitze-Gebieten wie Texas und Florida jeden Sommer relativen Komfort genießen. Klimaanlagen verursachen keinen Klimawandel, aber sie retten zweifellos Leben.

Die Eliten Europas haben größtenteils Klimaanlagen in ihren eigenen Häusern installiert. Doch sie nutzen hitzebedingte Todesfälle lieber als Argument, um die Propaganda „Der Klimawandel verursacht alles Schlechte“ voranzutreiben, als solche Todesfälle zu verhindern, indem sie allen Europäern die Nutzung von Klimaanlagen gestatten – selbst wenn dies die globalen Kohlendioxidemissionen geringfügig erhöhen würde. Die Heuchelei der europäischen Eliten in Bezug auf Klimaanlagen – „Klimaanlagen für uns, aber nicht für dich“ – hat viel gemeinsam mit der jüngsten Tirade der Kommunistischen Partei Chinas über die Nutzung von Klimaanlagen.

Klimaanlagen tragen nur in vernachlässigbarem Maße zur Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre bei. Selbst wenn man also davon ausgeht, dass Kohlendioxid die globale Erwärmung vorantreibt, wird eine geringfügige Veränderung keinen wesentlichen Einfluss auf die Temperatur haben. Eine aktuelle Studie in „Nature“ ergab beispielsweise, dass der Zugang von Hunderten Millionen armer Menschen zu Klimaanlagen unter bestimmten Klimamodellszenarien bis 2050 zu einer zusätzlichen Erwärmung von 0,003–0,05 °C führen könnte. Selbst wenn diese Schätzung zutrifft, ist dieser Anstieg der Temperatur in den nächsten 24 Jahren so gering, dass ihn niemand spüren wird und keine Wetterphänomene durch diese geringfügige Abweichung beeinflusst werden. Dieser modellierte, praktisch nicht messbare Anstieg der zukünftigen Temperaturen sollte gegen die Zehntausende von Menschenleben abgewogen werden, die laut Studien, die im „Journal of Internal Medicine“ der American Medical Association sowie von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht wurden, durch einen erweiterten Zugang zu Klimaanlagen gerettet werden könnten. Während periodischer Hitzewellen in Ländern, in denen normalerweise hohe Temperaturen herrschen, entwickelt sich der flächendeckende Einsatz von Klimaanlagen rasch zur besten Möglichkeit, Leben zu retten.

„Der fehlende Zugang zu Raumklimatisierung setzt einen Großteil der Weltbevölkerung einem hohen Risiko für Hitzestress aus, was sich negativ auf das thermische Wohlbefinden, die Arbeitsproduktivität und die menschliche Gesundheit auswirkt“, heißt es in dem IEA-Bericht. „Der Zugang zu wirksamer Kühlung hat Zehntausende von Menschenleben gerettet … Die durchschnittliche jährliche Zahl der durch Klimaanlagen verhinderten hitzebedingten Todesfälle hat sich verdreifacht und belief sich im Zeitraum 2019–2021 auf schätzungsweise 190.000 gerettete Menschenleben pro Jahr.“

Die Unterschiede bei den gesundheitlichen Folgen und der Arbeitsproduktivität zwischen Paris, London und Berlin einerseits sowie Houston, Las Vegas und New Orleans andererseits im Sommer sind nicht auf extreme Hitze oder den Klimawandel, sondern auf die Verfügbarkeit von Klimaanlagen zurückzuführen. Wie der Meteorologe Anthony Watts kürzlich feststellte, verfügen mehr als 90 Prozent der amerikanischen Haushalte über eine Klimaanlage. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Büros, Einkaufszentren und Privathäuser bieten allesamt Schutz vor gefährlicher Hitze. Europa hat einen anderen, tödlichen Weg eingeschlagen. Nur etwa 20 Prozent der Haushalte in ganz Europa verfügen über eine Klimaanlage, und in UK liegt dieser Anteil bei weniger als 5 Prozent.

Trotz der offensichtlichen das Lebens rettenden und verbessernden Vorteile von Klimaanlagen verbieten die Regierungen in Europa weiterhin aktiv deren Nutzung, was zu mehr Unbehagen, Leid, Krankheit und sogar zum Tod führt.

Angesichts dieser Tatsache ist es unverantwortlich, dass Europas Politiker die breitere Einführung und Nutzung von Klimaanlagen aktiv verhindern!

Ein Hindernis für den Ausbau der Klimatisierung in Europa ist die veraltete Strominfrastruktur. Das europäische Stromnetz kann den zusätzlichen Strombedarf nicht decken, der für eine flächendeckende Einführung von Klimaanlagen erforderlich wäre. Das europäische Stromnetz ist zu stark von schwankender, unzuverlässiger Wind- und Solarenergie abhängig. Dies macht deutlich, dass eine erweiterte und verbesserte, zuverlässige Strominfrastruktur sowie zuverlässige Erzeugungsquellen erforderlich sind. Um die Stromversorgung in Europa auszubauen, muss Europa die Klimapolitik beenden, welche die Stilllegung von Grundlastkraftwerken erzwungen hat, die mit fossilen Brennstoffen wie Kohle betrieben werden. Diese zuverlässigen Energiequellen können – im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie – Klimaanlagen Tag und Nacht am Laufen halten, egal ob Wind weht oder nicht.

Wenn die europäischen Entscheidungsträger in dieser Frage weiterhin den Kopf in den Sand stecken und die Schuld weiterhin dem Klimawandel zuschieben, anstatt ihre eigene Klima- und Energiepolitik zu hinterfragen, könnten Regierungswechsel notwendig werden, um das Problem zu lösen. Eine stärkere Beachtung dieses Themas in den Mainstream-Medien und den sozialen Medien ist geboten. Tatsächlich ist es für zahlreiche Menschen buchstäblich eine Frage von Leben und Tod.

H. Sterling Burnett, Ph.D., (hsburnett@heartland.org) is the Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy at The Heartland Institute, a non-partisan, non-profit research organization based in Illinois.

Link: https://redstate.com/heartlandinstitute/2026/07/15/europes-heat-crisis-is-of-its-own-making-

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Klima, CO₂ und Wasserdampf – Was, wann und warum? Michael Limburg

22. Juli 2026 - 11:00
17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) in Halle/S am 26.6.26 EIKE-Vizepräsident Dipl. Ing. Michael Limburg vergleicht die Wirkung von Kohlendioxid und Wasserdampf – Wasserdampf ist mit Riesenabstand, dass stärkste Gas, was auf diesem Planeten, zusammen mit dem Trigger Solarstrahlung, dass Wetter und damit das Klima bestimmt.

Wir sind somit einer mehr als 50 jährigen Gehirnwäsche unterzogen worden, in dem wir CO2 zum Teufelszeug erklären, dass auf jeden Fall – koste es was es wolle – vermieden werden muss.

In Berlin, im Januar 2026, waren es die Klimaterroristen, im übrigen Europa ist es die EU, mit dem Treiber Deutschland voran, die genau das wollen. Die einen schneller, die anderen langsamer. Nur nicht so schnell, dafür aber gleichmäßig. Der Green Deal sieht vor – mit gewaltigen Zwischenzielen zwischendurch-  dass die EU bis 2050 „klimaneutral“ werden muss. Wenn wir uns nicht dagegen wehren, wird das unseren Untergang bedeuten. Und begonnen hat das Ganze mit dem Club of Rome:

Zitat: Auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind, gegen den wir uns zusammenschließen können, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die Gefahr der globalen Erwärmung, Wassermangel, Hungersnot und Ähnliches infrage kommen. Nur durch veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen können sie überwunden werden. Der eigentliche Feind ist also die Menschheit selbst.

Alexander King (1909–2007),

Mitbegründer des Club of Rome,

The First Global Revolution, 1991

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Neue Studie beleuchtet die „dominante Rolle“ der Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken bei Klimaänderungen.

22. Juli 2026 - 8:00

Kenneth Richard

Ungleichgewichte im Strahlungsantrieb werden vorwiegend durch Anomalien und Trends in der solaren Oberflächenstrahlung hervorgerufen, die durch Aerosole und die Albedo der Wolken moduliert wird.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass von 1750 bis heute über Südasien ein Netto-Strahlungsantrieb (RF) von insgesamt -10,95 W/m² an der Oberfläche herrschte. Dieses negative Strahlungsungleichgewicht – ein Kühleffekt – wurde in erster Linie auf Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken zurückgeführt.

Dieser Wert des Strahlungsantriebs an der Erdoberfläche beinhaltet einen Anstieg der kurzwelligen Absorption um +8,99 W/m² über diesen Zeitraum von 275 Jahren.

Die Studie unterstreicht somit die „dominante Rolle von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen bei der Abkühlung sowohl an der TOA [Obergrenze der Atmosphäre] als auch an der Erdoberfläche“.

Quelle: Sharma et al., 2026

Vergleichen Sie diese RF-Werte, die mit Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen zusammenhängen, mit dem fünfmal geringeren Gesamtantrieb von +1,82 W/m², der angeblich auf den CO₂-Anstieg seit 1750 zurückzuführen ist. (Feldman et al., 2015).

Quelle: Feldman et al., 2015

Weltweit wurde der Anstieg der absorbierten Sonnenstrahlung aufgrund von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen (Ohmura, 2009) für den Zeitraum von den 1920er bis zu den 1950er Jahren auf +12 W/m², für die 1950er bis 1980er Jahre auf -8 W/m² und für die 1980er bis 2000er Jahre auf +8 W/m² geschätzt.

Die Größenordnung dieser RF-Werte an der Erdoberfläche im Vergleich zu den für den CO₂-Antrieb angenommenen Werten unterstreicht die dominierende Rolle der dekadischen Trends der Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche bei der Gestaltung des Klimas.

Quelle: Ohmura, 2009

Link: https://notrickszone.com/2026/07/17/new-study-highlights-the-dominant-role-of-aerosol-cloud-interactions-in-shaping-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Japan gibt Klimaversprechen zugunsten der Energiesicherheit auf

21. Juli 2026 - 19:00

Vijay Jayaraj

Tokio nimmt Kohlekraftwerke wieder in Betrieb und legt Ölvorräte an, während der Iran-Konflikt die Kosten des fanatischen Strebens nach Netto-Null offenlegt.

Noch vor nicht allzu langer Zeit versprach Japan der ganzen Welt, ein Vorbild für die Dekarbonisierung zu werden. Regierungsdokumente waren voll von Diskussionen über Wasserstoffkorridore, Offshore-Windparks und Subventionen für Elektrofahrzeuge. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Um den internationalen Klimalobbys gerecht zu werden, plante Japan jahrelang den Ausstieg aus der Kohle. Der Betrieb von Kohlekraftwerken wurde auf nur 50 % der Kapazität beschränkt.

Politische Entscheidungsträger sprachen feierlich von einer „moralischen Pflicht“, bis 2050 „Kohlenstoffneutralität“ zu erreichen, und versprachen eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 60 % bis 2035 und um 73 % bis 2040, jeweils gemessen am Stand von 2013.

Doch als die geopolitische Realität Einzug hielt, löste sich diese Haltung in Luft auf.

Mehr Öl für Japan und seine Nachbarländer

Japan gehört zu den fünf größten Ölimporteuren der Welt und bezieht mehr als 94 % seines Rohöls aus dem Nahen Osten. Als der Transit durch die Straße von Hormus unterbrochen wurde, waren die Auswirkungen sofort spürbar.

Die Regierung führte Subventionen ein, um zu verhindern, dass die Preise für Normalbenzin über ein erträgliches Maß hinaus steigen. Premierministerin Sanae Takaichi ordnete umgehend die Freigabe von 80 Millionen Barrel aus den Ölvorräten an, was etwa dem Inlandsbedarf von 45 Tagen entspricht.

Die Freigabe begann Mitte März an Standorten im ganzen Land. Ein Brennstoff, der in der Netto-Null-Rhetorik einst als Feind dargestellt wurde, wird nun geschützt, um wirtschaftliche Störungen zu verhindern.

Japan bereitet sich darauf vor, in einer überarbeiteten Strategie, die im August vorgestellt werden soll, eine neue „Energie-zuerst“-Haltung zu verankern. Der Sicherheit der Versorgung mit fossilen Brennstoffen wird dabei größeres Gewicht beigemessen.

Schon jetzt nehmen die Importe aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, Mittel- und Südamerika, Afrika und anderen Teilen Asiens zu. Der Ministerpräsident geht davon aus, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gänzlich vermieden werden kann.

Zum ersten Mal ist Rohöl aus den Vereinigten Staaten direkt in Japan eingetroffen: Cosmo Oil hat kürzlich 910.000 Barrel US-Rohöl in die Bucht von Tokio gebracht.

Japan Petroleum Exploration plant, seine Öl- und Gasförderung in den nächsten zehn Jahren zu vervierfachen – bis 180.000 Barrel Öläquivalent pro Tag bis 2035 –, gestützt durch Explorations- und Förderausgaben in Höhe von 7,3 Milliarden US-Dollar, wobei über 50 % dieser Mittel in US-amerikanische Anlagen fließen sollen.

Tokio weigert sich zudem, auf die Versorgung mit fossilen Brennstoffen zu verzichten, die zwar politisch heikel, strategisch jedoch wertvoll sind. Obwohl Japan ein Verbündeter der USA ist, bezeichnet der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie Ryosei Akazawa sogar russisches Rohöl als „äußerst wichtig“ für die Sicherheit Japans.

Es gibt einen Grund, warum Tokio Geld in die Beschaffung von Rohöl investiert: Öl ist in allem enthalten.

Japans riesige petrochemische Industrie, deren Rückgrat von Giganten wie Idemitsu Kosan, JXTG Nippon Oil & Energy und Mitsui Chemicals gebildet wird, verarbeitet Rohöl zu synthetischen Fasern, Düngemitteln, Harzen, Farben und elektronischen Bauteilen.

Diese Produkte bilden die weitgehend unsichtbare Grundlage der modernen Fertigung. Jedes Smartphone, jedes Armaturenbrett und jedes Solarmodul ist auf petrochemische Produkte angewiesen. Ohne sie würde Japans Exportmotor zum Stillstand kommen.

Stoffe, die von Befürwortern der Netto-Null-Emissionsziele stark verteufelt werden, kommen bei der Herstellung von Halbleitern, Schiffsbeschichtungen und Batterien für Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

Über seine Grenzen hinaus unterstützt Japan die Erschließung von Ölvorkommen im Rahmen der neuen Initiative „Partnership on Wide Energy and Resources Resilience (POWERR) Asia“.

Tokio hat 10 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, um die Rohölbeschaffung zu unterstützen, strategische Reserven aufzustocken und die Logistik für importabhängige Länder in ganz Südostasien zu stärken.

Der verstärkte Einsatz von Kohle (Bild) und die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken werden 40 % der japanischen LNG-Importe aus der Hormuz-Meerenge ausgleichen. Screenshot.

Kohle ist nicht vergessen

Japan nimmt ebenso wie sein Nachbar Südkorea Kohlekraftwerke wieder in Betrieb, die einst als Relikte einer umweltschädlicheren Ära verurteilt worden waren. Energiebehörden führten „außergewöhnliche Versorgungsunsicherheiten“ als Begründung dafür an, den gleichen Brennstoff zu nutzen, aus dem auszusteigen sie versprochen hatten.

Vertreter des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) erklärten, dass die Ausweitung des Kohlebetriebs eine Sofortlösung zur Einsparung von Erdgas darstelle.

Die Behörde wies darauf hin, dass die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) die Regierung dazu zwinge, Notfallpläne zu entwickeln.

Premierministerin Takaichi erklärte, dass eine verstärkte Nutzung von Kohle in Verbindung mit der Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken etwa 40 % der LNG-Importe ausgleichen würde, die Japan zuvor über die Straße von Hormus bezogen habe.

Allein durch die Erlaubnis, ältere Kohlekraftwerke ohne politische Hindernisse zu betreiben, rechnet das METI mit massiven Einsparungen von 500.000 Tonnen LNG im Laufe des Geschäftsjahres.

Japans Tausende von Fabriken, Chemiewerken und Rechenzentren können nicht wegen bewölkter oder windstiller Tage, die Solar- und Windenergie so unzuverlässig machen, den Betrieb unterbrechen, und die Abhängigkeit von Importen lässt keinen Spielraum für Experimente.

Insgesamt zeigen die Entscheidungen zugunsten der Nutzung von Öl, Gas und Kohle ein unerschütterliches Bekenntnis zu bewährten, zuverlässigen Energiequellen. Japan weigert sich, Sicherheit zugunsten der Klimadiplomatie zu opfern.

Das japanische Volk blickt auf eine lange Tradition der Widerstandsfähigkeit, technischer Brillanz und industrieller Meisterschaft zurück. Heute steht das Land fest gegen Klimadogmen, um seine industrielle Zukunft mit den Kohlenwasserstoffen zu sichern, die seine Größe überhaupt erst begründet haben.

Mehr: CO2 Coalition

Link: https://climatechangedispatch.com/japan-ditches-climate-pledges-fossil-fuel-security/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Nach acht Jahren verschwinden Marylands Klimaklagen still und leise in der Versenkung

21. Juli 2026 - 17:00

Mandi Risko

Marylands oberstes Gericht wies die Klimaklagen ab, und das Schweigen lässt vermuten, dass die Aktivisten wissen, dass sie verloren haben.

Im Jahr 2018 lobten Klimaaktivisten die Klage von Baltimore gegen Energieunternehmen als „den nächsten Schritt in einer wachsenden Welle“ von Klimahaftungsklagen. Acht Jahre später ist diese Welle in Maryland gebrochen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Die übliche 90-Tage-Frist, um beim Obersten Gerichtshof der USA eine Überprüfung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland vom 24. März zu beantragen, ist ohne großes Aufsehen abgelaufen, so dass die Abweisungen der Klimaklagen von Baltimore, Annapolis und Anne Arundel County rechtskräftig sind.

Für die Kampagne der Klimaklagen ist dieses Schweigen vielsagend.

Diese Klagen wurden einst als Teil einer koordinierten rechtlichen Strategie beworben, mit der Energieunternehmen über lokale Gerichtshöfe dazu gezwungen werden sollten, für den globalen Klimawandel aufzukommen.

Stattdessen fügte das oberste Gericht von Maryland der Kampagne eine ihrer bislang deutlichsten Niederlagen zu – indem es die Klagen von A bis Z in vollem Umfang abwies.

Ein großes Problem für die nationale Kampagne

Die endgültige Niederlage in Maryland kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt.

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat zugestimmt, eine Berufung gegen die Weigerung des Obersten Gerichtshofs von Colorado zu verhandeln, die Klimaklage der Stadt Boulder abzuweisen. Bei der Zulassung der Berufung forderte das Gericht die Parteien zudem auf, darzulegen, ob es in dieser Phase des Rechtsstreits für die Überprüfung des Urteils zuständig ist.

Die nun rechtskräftige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland beantwortet diese Frage.

In der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland haben die Richter ausdrücklich begründet, warum: Sie wollten dem Obersten Gerichtshof der USA „die Vorteile einer Analyse durch ein oberstes Gericht bieten, die sich von der unserer Kollegen an den obersten Gerichten von Colorado und Hawaii unterscheidet“.

Dadurch entstand eine klare Spaltung zwischen dem Obersten Gerichtshof von Maryland und den Obersten Gerichtshöfen der Bundesstaaten Colorado und Hawaii, die gegen die Unternehmen entschieden hatten.

Nun ist der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eindeutig für die Überprüfung des Urteils des Obersten Gerichtshofs von Colorado zuständig und hat die Möglichkeit, der landesweiten „Lawfare“-Kampagne gegen die US-Energieindustrie ein Ende zu setzen.

Es zeichnete sich schon seit Längerem ab

Die Gesetzgeber in Maryland haben schon seit Langem erkannt, dass diese Klimaklagen rechtlich nicht stichhaltig sind. In Anbetracht dessen änderten sie ihren Kurs und schlossen sich New York und Vermont an, um die von Rockefeller finanzierten „Klima-Superfonds“-Initiativen voranzutreiben, bei denen Energieunternehmen rückwirkend für die Kosten von Klimaanpassungsprojekten zur Kasse gebeten werden.

Doch selbst diese Superfonds-Bemühungen in Maryland stießen auf Hindernisse. Marylands eigener Gesetzentwurf zum Klima-Superfund wurde angesichts parteiübergreifender Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Erschwinglichkeit von Energie auf eine Studie heruntergestuft.

Gouverneur Wes Moore lehnte zunächst sogar die abgeschwächte Fassung ab und weigerte sich aus Haushaltsgründen, den Gesetzentwurf zu unterzeichnen. Später änderte er seine Haltung und unterstützte die Studie, nachdem klar wurde, dass der Landtag bereit war, sein Veto zu überstimmen.

Dieser Kurswechsel offenbart das grundlegende Problem.

Wenn Aktivisten die Gerichte nicht dazu bewegen können, eine umfassende Klimahaftung auf der Grundlage von Klagen wegen Belästigung, Hausfriedensbruch und unterlassener Warnung durchzusetzen, werden sie versuchen, die Gesetzgeber dazu zu bewegen, die gleichen Kosten unter einem anderen Namen aufzuerlegen.

Maryland zeigt jedoch, dass beide Wege mit erheblichen rechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Bedenken verbunden sind.

Unter dem Strich

Trotz der Versprechungen von Aktivisten haben sich die Klimaklagen aus Maryland still und leise in die wachsende Liste der gescheiterten Versuche eingereiht, die US-Energiebranche in den Bankrott zu treiben.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs von Maryland kam zudem zum perfekten Zeitpunkt, da sich der Oberste Gerichtshof der USA darauf vorbereitet, die Argumente in einer ähnlichen Klimaklage aus Boulder anzuhören.

Mehr bei EID Climate

Link: https://climatechangedispatch.com/maryland-climate-lawsuits-quiet-death/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die Befürworter von Netto-Null-Energie setzen ihre Hoffnungen auf Batterien, um die schwankende Wind- und Solarenergie auszugleichen, doch die Preise sind astronomisch.

21. Juli 2026 - 14:00

Climate Change Dispatch, Kevin Killough

Befürworter erneuerbarer Energien behaupten oft, dass das Problem der intermittierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie durch Batteriespeicher gelöst werden könne. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]

In einem Meinungsbeitrag vom Freitag beispielsweise lobte ein Reuters-Kolumnist Batterien in höchsten Tönen als die Technologie, die zu „Netto-Null“ führen würde – also dazu, dass die verbrauchte Energiemenge durch die erzeugte Menge an erneuerbarer Energie ausgeglichen wird .

„In kaum mehr als drei Jahrzehnten haben sich Batterien von einem Nebenaspekt in Energiesystemen zu einer der prägenden Technologien des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen entwickelt“,  schrieb Gavin Maguire, Kolumnist von Global Energy Transition .

Maguire erwähnt weder die Tatsache, dass die Welt den Verbrauch fossiler Brennstoffe exponentiell gesteigert hat – ein jahrzehntelanger Trend, der sich nicht umkehren lässt – noch erwähnt er, dass die in Batterien gespeicherte Energiemenge in Minuten gemessen wird.

Forscher des National Center for Energy Analytics wollten herausfinden, ob es möglich ist, das Stromnetz mit Wind-, Solar- und Batterieenergie zu versorgen.

Ihr am Donnerstag veröffentlichter Bericht lässt erhebliche Zweifel an dem Versprechen der Befürworter erneuerbarer Energien aufkommen, dass Batterien die Probleme der Unbeständigkeit von Wind- und Solarenergie lösen können.

„Diese Studie zeigt, dass eine Wind-Solar-Batterie-Strategie zur Deckung des Strombedarfs physikalisch unmöglich, zu kostspielig und angesichts der Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen nicht zu rechtfertigen ist“, so das Fazit des Berichts.

Enorme Kosten

Jonathan Lesser, Senior Fellow beim NCEA, und Mitch Rolling, Forschungsdirektor bei Always On Energy Research, nutzten das PJM Interconnection System , den größten Netzbetreiber des Landes, um die Kosten und die Machbarkeit eines Systems zu bewerten, das mit Wind-, Solar- und Batterieenergie betrieben wird.

  • Der Betreiber versorgt 67 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten und dem District of Columbia mit Strom.
  • Die Stromkunden würden über 20 Jahre 4 Billionen Dollar für ein klimaneutrales Stromnetz mit Batteriespeicher zahlen. Screenshot.

Die Forscher untersuchten drei verschiedene Szenarien.

  1. Eine Studie bewertete das PJM-Stromnetz, das mit Windkraft, Solarenergie, Batteriespeichern und bestehenden Kernkraftwerken betrieben werden könnte. In diesem Szenario würde die gesamte Kohle- und Erdgasverstromung eingestellt.
  2. Im zweiten Szenario werden Batterien zusammen mit neuen und bestehenden gasbetriebenen Generatoren sowie neuen Kernkraftwerken eingesetzt.
  3. Im letzten Szenario wird ein Batteriespeicher eingesetzt, um gasbetriebene Generatoren während der Spitzenlastzeiten zu ersetzen.

Um die Schwankungen der Wind- und Solarenergie im Szenario mit ausschließlich erneuerbaren Energien auszugleichen , müsste PJM laut der Analyse bis 2045 etwa das Zehnfache der gesamten Erzeugungskapazität hinzufügen, die im Szenario mit Erdgas und Kernenergie erforderlich wäre.

Diese zusätzlichen Kapazitäten würden nicht nur den täglichen und saisonalen Schwankungen von Angebot und Nachfrage gerecht werden, sondern auch Tage mit wenig bis gar keinem Wind oder Sonnenschein berücksichtigen .

Die Studie ergab außerdem, dass die von PJM versorgten Stromkunden in den nächsten 20 Jahren 4 Billionen Dollar aufbringen müssten , um dieses ideale Netto-Null-Stromnetz ohne neue Kernkraftwerke zu finanzieren.

Diese Zahl berücksichtigt die Einsparungen bei fossilen Brennstoffen.

Geringes Nutzen-Kosten-Verhältnis

Die Autoren weisen darauf hin, dass der Grundgedanke eines solchen Netzes darin besteht, dass es die zur globalen Erwärmung beitragenden Kohlenstoffemissionen reduziert. Die Studie schätzt die jährlichen Kosten vermiedener Emissionen auf 771 US-Dollar pro Tonne.

Aktuelle Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff – der wirtschaftlichen Schäden, die durch die Emission von Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre verursacht werden – reichen von 180 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2025 bis 320 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2045.

Selbst im Hinblick auf die Emissionsreduzierung ist das Szenario, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, teurer als der Nutzen, der dadurch entsteht, kommen die Forscher zu dem Schluss.

In den beiden anderen Szenarien sind die Kosten für die Gebührenzahler immer noch recht hoch.

Im Szenario mit Erdgas und Kernenergie müssten die Kunden von PJM in den nächsten 20 Jahren 668 Milliarden Dollar zahlen; im Szenario mit Batteriespeichern, die die gasbetriebenen Generatoren während der Spitzenlast ersetzen würden, müssten die Kunden von PJM in 20 Jahren 768 Milliarden Dollar zahlen.

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https://climatechangedispatch.com/wind-solar-battery-costs/

 

Der Beitrag Die Befürworter von Netto-Null-Energie setzen ihre Hoffnungen auf Batterien, um die schwankende Wind- und Solarenergie auszugleichen, doch die Preise sind astronomisch. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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