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Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!
Aktualisiert: vor 2 Stunden 20 Minuten

Zwangsweise autark – Landwirte in Westaustralien leiden unter mehr Stromausfällen und Wartungsproblemen

13. Juli 2026 - 8:00

Von Jo Nova

  • Es sollte ambitioniert, sauber und umweltfreundlich sein, erwies sich aber als unzuverlässig, laut und kaum zu ertragen.
  • lokale Versorgung mit Solaranlagen und Batteriespeichern und Generatoren als Rückfallebene
  • Die Lage ist so schlimm, dass manche Landwirte einfach nur das alte Stromnetz zurückhaben wollen, aber die Regierung will nicht.

Im Jahr 2022 verfolgte der Energieanbieter Western Power begeistert seinen großen Plan, 23.000 Kilometer Stromleitungen im ländlichen Westaustralien zu entfernen [Einsparung von Wartungskosten]. Im Gegenzug trennten sie rund 4.000 Landwirte zwangsweise vom Stromnetz und statteten sie mit Solaranlagen und Batteriespeichern aus. Bis 2026 wurden etwa 500 Systeme installiert. Diese Landwirte sind nun die Versuchskaninchen für diesen erzwungenen Übergang, ob sie wollen oder nicht.

Wenn erneuerbare Mikronetze irgendwo funktionieren sollten, dann sicherlich im sonnigen, riesigen Westaustralien, einem Land der Ersten Welt, wo erneuerbare Energieanlagen nur mit einem teuren, aber dünn besiedelten Fernnetz konkurrieren.

Doch es ist nicht so gut gelaufen, wie sie gehofft hatten:

Wartungsprobleme und Stromausfälle plagen die autarken Stromversorgungssysteme in Washington.

Von Mark Bennett und Rosemary Murphy, ABC News Stateline, WA

„Früher hatten wir etwa drei oder vier Stromausfälle pro Jahr, und wir dachten, es wäre toll, wenn wir das ganze Jahr über Strom hätten“, sagte Ben Parsons. „Seit der Installation hatten wir unzählige Stromausfälle, wahrscheinlich um die 70. “

Ben Parson hat Western Power gebeten, ihn wieder ans Stromnetz anzuschließen, aber der Versorger hat seinen Antrag abgelehnt.  „Wir hatten die Kinder in der Badewanne, und plötzlich fiel der Strom aus. Es war 19 Uhr nachts, mitten im Winter, stockdunkel, und die Kinder schrien im Badezimmer. Es dröhnte, als stünde der Generator direkt vor dem Kinderzimmer. Mein Siebenjähriger fragte mich: ‚Papa, was ist das für ein Lärm? Ich kann nicht schlafen.‘ … und es war der Generator.“

Der Staat lässt den Bürgern keine Wahl. Sie tauchten plötzlich bei einer 85-Jährigen auf und teilten ihr mit, dass sie ihr den Netzstrom abstellen und eine autarke Anlage installieren würden. Sie wurde nicht vorgewarnt. Und anscheinend ist das laut Gesetz alles in Ordnung; sie brauchen keine Erlaubnis, und wenn man ihnen den Zutritt zum Grundstück verweigert, bekommen sie einfach einen Durchsuchungsbefehl.

Laut Western Power erhalten 96 % der Kunden jetzt eine zuverlässigere Stromversorgung. Der Lärm mag sie zwar in den Wahnsinn treiben, aber zumindest ist die Stromversorgung zuverlässig.

Das sagte die ABC noch vor vier Jahren: „Es ist doch nur eine simple Technologie, oder?“

Landwirte erhalten erneuerbare, autarke Stromversorgungssysteme, da das regionale Stromnetz in Westaustralien abgebaut wird.

— Von James Purtill für The ABC, 2. Oktober 2022

Jedes einzelne „ Standalone Power System“ (SPS) ist eine vergleichsweise einfache Technologie, aber die kumulative Wirkung des geplanten Rollouts wird enorm sein: 23.000 km Leitungen werden abgebaut, das entspricht einer Länge, mit der man sie um das australische Festland verlegen könnte.

Laut Western Power hat kein anderer Netzbetreiber weltweit die netzunabhängige Stromversorgung in diesem Umfang in Angriff genommen.

Auf Craig Poultneys Farm… befindet sich in einem umzäunten Bereich eine Anlage mit rund 60 bodenmontierten Solarmodulen, die fast 20 kW Leistung erbringen – etwa das Vierfache einer herkömmlichen Solaranlage auf einem Hausdach.  Western Power plant, in den nächsten zehn Jahren 4.000 solcher Anlagen zu installieren und innerhalb von 20 bis 30 Jahren bis zu 6.000.  Bisher wurden rund 100 Anlagen in Betrieb genommen.

Doch schon 2022 gab es Anzeichen für Probleme. Landwirte am Ende der Leitung litten unter Stromausfällen, die durch Solaranlagen und Batterien eigentlich gemildert werden sollten. Wenn jedoch ein Sturm den neuen Generator oder die Solaranlage lahmlegte, durften die Landwirte diese nicht selbst wieder einschalten. Sie mussten warten, bis ein Servicemitarbeiter kam und den Schalter wieder umlegte, was mitunter zwölf Stunden dauerte.

Die Karte des South West Interconnected System (SWIS) von Westaustralien umfasst mehr als eine halbe Million Quadratkilometer – die meisten davon sind Ackerland. – Link s.u.

Die Kosten, die Kosten…

Die entscheidende Frage ist natürlich „Was kostet es?“ und „Wer zahlt?“, und die Antwort lautet: „Unbekannt“ und „Wir alle“.

Die Landwirte zahlen den gleichen Strompreis wie die Stadtbevölkerung, und alles wird subventioniert, wobei Western Power für 2022 keine Angaben zur Höhe der Subventionen machte .

Western Power wollte sich nicht dazu äußern, wie viel die Installation einer SPS in Standardgröße kostet, andere Quellen schätzen die Kosten jedoch auf etwa 150.000 US-Dollar pro Stück.

Die Installation von autarken Stromversorgungssystemen (SPS) wird wirtschaftlich, sobald ein einzelner Kunde mindestens 4 km Anschluss Leitungen benötigt, erklärte Ben Bristow von Western Power: „Unsere Modellrechnungen zeigen, dass die Installation solcher Systeme über ihre 50-jährige Lebensdauer für bestimmte Teile unseres Netzes tatsächlich kostengünstiger ist als die Installation von Masten und Leitungen“.

Horizon Power, das staatliche Unternehmen, welches das Stromnetz in den Teilen Westaustraliens außerhalb des SWIS betreibt, nutzt ebenfalls SPS zur Versorgung abgelegener landwirtschaftlicher Betriebe und Grundstücke. Bislang hat es 6 Millionen Dollar für die Installation von 150 Systemen in den ländlichen Gebieten Westaustraliens gekostet.

Sie haben ein 50-jähriges Leben modelliert?

Teile des Südwestens von Westaustralien weisen eine der niedrigsten Bevölkerungsdichten der bewohnten Welt auf. Erneuerbare Energien konkurrieren daher lediglich mit einem dünn besiedelten und teuren Stromnetz. Und dennoch, nur vier Jahre später, findet selbst die ABC nicht viel Positives darüber zu berichten.

REFERENZ

Karte des SouthWest Grid: Eine Online-Sicherheitsbewertung von Stromnetzen mit geringer Trägheit von Fereidouni et al.: Ein Echtzeit-Frequenzstabilitätstool für das australische South-West Interconnected System DOI:10.48550/arXiv.2010.14016 

Online-Sicherheitsbewertung von Stromnetzen mit geringer Trägheit:
Zusammenfassung

Ein Echtzeit-Tool zur Frequenzstabilität für das „South West Interconnected System“ (SWIS) in Australien. In kleinen bis mittelgroßen Inselnetzen mit geringer Trägheit (Rotationsenergie) und einem hohen Anteil erneuerbarer Energien.  Ausfälle von Erzeugungsanlagen oder Laständerungen können zu starken Frequenzschwankungen führen, die potenziell kaskadierende Ausfälle oder sogar Blackouts zur Folge haben. Daher ist es für Netzbetreiber entscheidend, den Netzzustand in Echtzeit zu überwachen und jederzeit die maximal möglichen Frequenzabweichungen vorhersagen zu können.

Dieser Beitrag stellt ein Echtzeit-Tool zur Frequenzstabilität (RTFS) vor, das vom Australian Energy Market Operator (AEMO) entwickelt und für das „South West Interconnected System“ (SWIS) in der Netzleitstelle implementiert wurde. Ziel ist es sicherzustellen, dass die verfügbare Momentanreserve (Spinning Reserve) ausreicht und schnell genug reagiert, um Frequenzabweichungen unter allen Bedingungen – insbesondere bei geringer Netzträgheit – abzufangen.

Um den Rechenaufwand und die Komplexität der verschiedenen Turbinenregler-Modelle zu reduzieren, wurde für jeden Generator eine einfache Verzögerungsfunktion erster Ordnung mit zwei variablen Parametern verwendet. Diese Parameter sowie weitere wichtige Modellgrößen, wie Lastdämpfung und Trägheit, wurden anhand des tatsächlichen Frequenzverhaltens kalibriert, wofür hochauflösende Daten von Störungsschreibern aus vergangenen Ereignissen genutzt wurden. Wie in mehreren Fallstudien gezeigt, liefert das Echtzeit-Tool präzise Vorhersagen zum Verlauf der Netzfrequenz nach plausiblen Störungsereignissen. Dies legt nahe, dass ähnliche Lösungen auch an anderen Orten eingesetzt werden könnten, während sich Stromnetze weltweit in Richtung einer geringeren Trägheit entwickeln.

[Ein Wechselstromnetz ist zwingend auf rotierende Generatoren angewiesen, um bei unvermeidlichen Lastschwankungen (+ / -) stabil betrieben zu werden. Dieses SW Tool zeigt nur an, dass Probleme bestehen, trägt aber kaum zur Lösung bei. Die Anzahl der am Netz betriebenen Generatoren kann nicht im Sekundenbereich hochgefahren werden, es können höchstens bei zu viel Wind- und Sonnenstrom diese abgeschaltet werden – gut, immerhin etwas.  Demmig]

Mit Dank an Bally, TonyfromOz und ABC News.

https://joannenova.com.au/2026/07/blackouts-and-maintenance-problems-hit-farmers-forced-onto-solar-and-batteries-in-western-australia/

 

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Nein, New York Times, der Klimawandel ist nicht die Ursache für die derzeitigen Hitzewellen

12. Juli 2026 - 19:00

Anthony Watts

Die New York Times (NYT) behauptet in ihrem Artikel „Ohne Klimawandel wäre die Hitzewelle in den USA ‚praktisch unmöglich‘“ (Without Climate Change, U.S. Heat Wave Called ‘Virtually Impossible’), dass die jüngste Hitzewelle im Nordosten der USA ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel nicht hätte auftreten können. Das ist falsch. Die NYT stützt ihren gesamten Artikel auf eine modellbasierte Analyse einer Gruppe, deren einziges Ziel darin besteht, Wetterereignisse mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen, während sie die langjährigen Beobachtungsdaten ignoriert, die zeigen, dass die Vereinigten Staaten, einschließlich New York, seit Jahrhunderten immer wieder von schweren Hitzewellen heimgesucht werden.

„Hitze und Luftfeuchtigkeit, die so extrem, langanhaltend und weitreichend sind wie in dieser Woche, wären im Nordosten und im Osten Kanadas ‚praktisch unmöglich‘ gewesen, bevor der Mensch begann, den Planeten zu erwärmen, erklärte ein Team von Wissenschaftlern am Freitag“, schreibt Raymond Zhong, ein Reporter der NYT. „Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen aus der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle haben mehr Sonnenwärme an der Erdoberfläche zurückgehalten und so seit mehr als einem Jahrhundert weltweit zu steigenden Temperaturen geführt.“

„Hitzewellen im Sommer sind nichts Neues, aber aufgrund der durch die globale Erwärmung verursachten übermäßigen Hitze rund um den Globus können sie heute höhere Temperaturen hervorrufen als früher“, fuhr Zhong fort.

Anders als ein guter Journalist stellte Zhong die Prämisse nie in Frage, prüfte nie die historischen Aufzeichnungen, interviewte nie jemanden außerhalb der Fachgemeinschaft für Klimattribution und fragte nie, ob die von ihm zitierte Organisation „World Weather Attribution“ (WWA) zu Schlussfolgerungen gelangt, die möglicherweise durch den eigentlichen Daseinszweck der Organisation beeinflusst sind. Stattdessen präsentierte Zhong den Lesern genau eine einzige Erzählung: Der Klimawandel sei die Ursache für die aktuelle Hitzewelle.

Die WWA wurde zu einem einzigen Zweck gegründet: um festzustellen, inwieweit der Klimawandel Wetterereignisse beeinflusst hat. Das ist ihre Aufgabe. Die WWA zu fragen, ob der Klimawandel eine Hitzewelle verursacht hat, ist so, als würde man die National Football League fragen, ob American Football wichtig ist, oder Greenpeace, ob sie Ölkatastrophen für schädlich halten. Was genau hat die NYT von ihnen als Schlussfolgerung erwartet? Dass der Klimawandel nichts damit zu tun hatte?

Natürlich nicht. Das ist kein Journalismus, sondern ein Reporter, der einen „Propaganda-Selbstschreiber“ benutzt.

Dem Artikel zufolge ist die WWA zu dem Schluss gekommen, eine Hitzewelle sei vor der Industrialisierung „praktisch unmöglich“ gewesen, und zitiert eine Wahrscheinlichkeitsanalyse, die auf Berechnungen der Feuchtkugel-Globustemperatur in Kombination mit Wetterbeobachtungen, Vorhersagen und Klimamodellsimulationen basiert. Doch dieser Ansatz weist ein enormes Problem auf: Klimamodelle sind keine Beobachtungen.

Die WWA geht von Klimamodellen aus, erstellt eine hypothetische Version der Erde ohne moderne Treibhausgasemissionen und vergleicht diese imaginäre Welt dann mit dem heutigen modellierten Klima. Das Ergebnis ist keine Messung. Es handelt sich um eine Schätzung, die auf Annahmen darüber beruht, dass Kohlendioxid den Klimawandel antreibt – Annahmen, die bereits in den Modellen selbst verankert sind. Die NYT erklärt diesen Unterschied nie. Stattdessen präsentiert sie spekulative Modellergebnisse so, als handele es sich um eine beobachtete Tatsache. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass der NYT-Artikel die Historie von Hitzewellen völlig außer Acht gelassen hat.

Das Klima in Amerika hat nicht erst 1970 begonnen. Lange bevor irgendjemand Kohlendioxid für extreme Wetterereignisse verantwortlich machte, gab es in den Vereinigten Staaten verheerende Hitzewellen, die mit vielen Temperaturen der jüngsten Vergangenheit vergleichbar waren oder diese sogar übertrafen. „Climate at a Glance“ belegt, dass die schlimmste Phase der Hitzewellen in den USA nach wie vor die „Dust Bowl“-Ära der 1930er Jahre war, als laut Beobachtungen der NOAA extreme Hitze weitaus häufiger auftrat als heute.

Die historischen Aufzeichnungen reichen sogar noch weiter zurück. Die katastrophale Hitzewelle im Osten der USA im Jahr 1901 forderte schätzungsweise 9.500 Todesopfer. Die historische Hitzewelle von 1911 brachte in weiten Teilen Neuenglands Temperaturen über 38°C mit sich und hält bis heute den Allzeitrekord von Boston mit 40°C. Die Hitzewellen während der Dust-Bowl-Zeit von 1934 und 1936 führten zu Temperaturen, die in weiten Teilen der zentralen Vereinigten Staaten bis heute unübertroffen sind. Die verheerende Hitzewelle von 1980 in den Vereinigten Staaten forderte Tausende von Todesopfern und verursachte Schäden in Milliardenhöhe. Keines dieser Ereignisse wird in dem Artikel der NYT auch nur mit einem Wort erwähnt.

Stattdessen sollen die Leser glauben, dass sich das heutige Wetter grundlegend von jedem Wetter in der Vergangenheit unterscheidet – nur weil eine bestimmte Gruppe von Wissenschaftlern dies behauptet.

Der Artikel ignoriert zudem die grundlegende Tatsache, dass zuverlässige landesweite Temperaturaufzeichnungen etwa 150 Jahre umfassen, während Menschen bereits seit mehr als 15.000 Jahren in Nordamerika leben. Die Behauptung, ein Wetterereignis sei auf der Grundlage eines so winzigen Ausschnitts der Klimageschichte „praktisch unmöglich“, erfordert entweder außergewöhnliches Selbstvertrauen oder Überheblichkeit. Ein häufig zitiertes wissenschaftliches Sprichwort – „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Beweise“ – wird oft dem Astronomen Carl Sagan zugeschrieben. Doch die NYT liefert keine außergewöhnlichen Beweise für die Behauptung, dass die anhaltende Hitzewelle außergewöhnlich sei oder ohne den Klimawandel „praktisch unmöglich“ wäre. Tatsächlich präsentiert sie überhaupt keine handfesten Beweise, sondern lediglich die Interpretation des Computermodells der WWA. Die NYT legt keinerlei Skepsis an den Tag, die Journalisten normalerweise gegenüber außergewöhnlichen Behauptungen an den Tag legen [und legen sollten! Zusatz vom Übersetzer].

Die NYT übersieht zudem einen weiteren wichtigen Faktor. Ein Großteil der in Städten beobachteten Erwärmung findet nachts statt, wenn Asphalt, Beton und Gebäude die tagsüber aufgenommene Wärme langsam wieder abgeben. Dieser „Urban-Heat-Island-Effekt“ führt zu einem Anstieg der nächtlichen Tiefsttemperaturen – genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die hitzebedingte Sterblichkeit am höchsten ist. Die Urbanisierung kann langfristige Temperaturaufzeichnungen erheblich beeinflussen – ein bekannter Faktor, der von der NYT ignoriert wird.

Schließlich zitiert Zhong einen Wissenschaftler der WWA, der erklärt, dass „das heutige Klima des Landes sich grundlegend von dem unterscheidet, das herrschte, als die Gründerväter die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten“. Diese Aussage sorgt zwar für dramatische Schlagzeilen, ist aber historisch falsch. Die Gründerväter erlebten brutale Hitzewellen. Die berühmteste Hitzewelle während der Amerikanischen Revolution ereignete sich am 28. Juni 1778 während der Schlacht von Monmouth in Zentral-New Jersey. Die Temperaturen stiegen bei hoher Luftfeuchtigkeit auf fast 37,8 °C, wodurch der Hitzeindex deutlich über 43°C kletterte. Die Soldaten beider Seiten, die in schweren Wolluniformen unter der sengenden Sommersonne kämpften, litten unter schwerer Dehydrierung und Hitzschlag. Fast ebenso viele amerikanische Soldaten starben an Hitzschlag wie an Kampfverletzungen.

Extreme Hitze in den Vereinigten Staaten ist kein neues Phänomen.

Dennoch behandeln die modernen Medien jede Reihe heißer Tage als Beweis für eine drohende „Klimakatastrophe“, während sie jahrhundertelange Belege ignorieren, die diese Behauptung widerlegen.

Der enttäuschendste Aspekt dieser Geschichte ist nicht die vorhersehbare Schlussfolgerung der WWA. Organisationen steht es frei, die Ziele zu verfolgen, für die sie gegründet wurden. Das Versagen liegt eindeutig bei der NYT, wo man die unbestätigten Behauptungen einer Klimaschutzorganisation einfach ohne kritische Prüfung nachplappert.

Leser verdienen guten Journalismus. Was sie bekamen, war schlampige Klimapropaganda, die sich als Nachrichten tarnt. In diesem Fall hat die New York Times einen Fehler begangen, denn die Behauptungen der WWA sind keine Nachrichten und schon gar nicht „druckreif“.

Link: https://climaterealism.com/2026/07/no-new-york-times-climate-change-isnt-causing-modern-heat-waves/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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New York entschärft klugerweise das „wegweisende“ Klimagesetz drastisch

12. Juli 2026 - 17:00

David Wojick

Am 26. Mai 2026 hat der Landtag des Staates New York sein Klimagesetz von 2019, das ursprünglich in der Umweltpresse als „Meilenstein“ bezeichnet worden war, drastisch geändert. Über diese jüngsten Änderungen wurde ausführlich berichtet, doch mir fehlt bislang eine Zusammenfassung darüber, wie weitreichend diese Änderungen tatsächlich sind – daher hier meine Einschätzung.

Was die drakonischen Emissionsreduktionen des Gesetzes angeht, ist der Meilenstein verschwunden. Das Gesetz wurde ausgehöhlt.

Ironischerweise neigen die Grünen dazu, jede Abschwächung eines rücksichtslosen Umweltgesetzes oder einer Umweltvorschrift als „Aushöhlung“ zu bezeichnen, doch in diesem Fall habe ich diesen Begriff noch nicht gehört, obwohl er hier durchaus angebracht wäre. Vielleicht liegt es daran, dass die Grünen es selbst getan haben. Der Gouverneur von New York und die führenden Politiker des Landtags gelten zweifellos als führende Vertreter der Grünen, und sie waren es, die dieses Gesetz aufgeweicht haben.

Zur Hintergrundinformation: Im Februar veröffentlichte CFACT meinen Bericht über die verheerenden Vorschriften zur Emissionsreduzierung im Klimagesetz, die kurz vor dem Inkrafttreten standen. Der Bericht wurde an wichtige Mitglieder des Landtags weitergeleitet. Er ist hier zu finden.

Der vollständige Titel des Berichts lautet [übersetzt]: „Schwerwiegende Auswirkungen des Klimagesetzes bedrohen den Staat New York: Massive Preissteigerungen und Kraftstoffengpässe sind zu erwarten, sofern das Gesetz nicht geändert wird.“

Hier ist ein aufschlussreicher Auszug aus der Zusammenfassung:

„Die Bedrohung ist gravierend. Das Klimagesetz verpflichtet die Regierung, Vorschriften zu erlassen, die ‚sicherstellen‘, dass das Emissionsreduktionsziel für 2030 erreicht wird. Gouverneurin Hochul hat erklärt, ihre Regierung wolle dies nicht tun, da die Vorschriften nicht umsetzbar und für die New Yorker ruinös teuer seien. Das Gericht hat entschieden, dass entweder das Gesetz geändert oder die Vorschriften erlassen werden müssen.

Es liegt auf der Hand, dass der Gesetzgeber auf diese Bedrohung reagieren muss. Unser kurzer Bericht skizziert einige der dringlichsten Punkte, die der Gesetzgeber berücksichtigen sollte. An erster Stelle steht die Tatsache, dass die Regulierung eine Rationierung des Kraftstoffverbrauchs für Verkehr und Heizung vorsieht. Eine solche Rationierung dürfte zu inakzeptablen Engpässen führen, einschließlich der Möglichkeit, dass Haushalte in den Wintermonaten ohne Heizung dastehen.

Die sogenannten „Cap-and-Invest“-Vorschriften sehen zudem die Besteuerung der Rationen vor. In der Praxis bedeutet dies, die Brennstoffkosten so stark anzuheben, dass dessen Verbrauch drastisch eingeschränkt wird. Diese gravierenden finanziellen Auswirkungen sind ebenfalls inakzeptabel.“

So änderte der Gesetzgeber im Mai das Zieldatum von 2030 auf 2040. Tatsächlich erhöhte er zwar die angestrebten Emissionsreduktionen, entkräftete das Ziel jedoch gleichzeitig, wodurch die Erhöhung bedeutungslos wurde. Das Ziel für 2030 war eine absolute Vorgabe, während das Ziel für 2040 lediglich ein sorgfältig relativiertes Bestreben ist.

Die ursprüngliche gesetzliche Vorgabe einer landesweiten Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40 % bis 2030 wird durch eine vage Vorgabe ersetzt, bis 2040 eine Reduzierung um 60 % zu erreichen, „soweit dies machbar und kosteneffizient ist“, wobei das Jahr 1990 als Basisjahr dient.

Da eine Reduzierung um 60 % weder machbar noch kosteneffizient ist, ist das neue Ziel völlig undefiniert.

Gleiches gilt für die erforderlichen Vorschriften, die nun bis Dezember 2028 vorliegen müssen. Das geänderte Klimagesetz weist die staatlichen Regulierungsbehörden an, bei einem gesamtwirtschaftlichen „Cap-and-Invest“-Programm mehrere einschränkende Parameter zu berücksichtigen, darunter die Auswirkungen auf die Erschwinglichkeit, die wirtschaftliche Entwicklung und die Energiekosten sowie die Machbarkeit für Einwohner, Unternehmen und andere Akteure.

Diese relativ konkreten Überlegungen sind noch einschränkender als die vagen Zielformulierungen. Wenn sie ernst genommen werden, könnten sie das „Cap-and-Invest“-Programm relativ harmlos machen.

Es gibt noch weitere bedeutende Änderungen, die eine Abkehr vom Alarmismus bedeuten, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehen werde.

Es lässt sich nicht sagen, ob der CFACT-Bericht hier eine Rolle gespielt hat, aber das überraschend große Ausmaß der Gesetzesänderungen lässt dies eindeutig zu. Auf jeden Fall ist dies sicherlich ein Grund zum Feiern.

Auf Landesebene ist New York führend, wenn es darum geht, den Alarmismus zu entkräften. Mögen andere US-Bundesstaaten diesem Beispiel folgen.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/06/new-york-wisely-guts-landmark-climate-law/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Es wäre natürlich schön, wenn nicht nur die US-Bundestaaten diesem Beispiel folgen würden, sondern auch die Europäer! A. d. Übers.

 

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Die Propaganda bzgl. einer Klimakrise ignoriert eine unbequeme Wahrheit: Das Leben ist besser geworden

12. Juli 2026 - 14:00

Vijay Jayaraj

Eine unvollkommene Welt, die besser ist als je zuvor.

Ein Großteil der Welt war optimistisch, nachdem ein Friedensabkommen den monatelangen Konflikt im Nahen Osten beendet hatte, der den weltweiten Ölhandel beeinträchtigt hatte. Doch der Frieden in dieser Region ist seit langem eine fragile Angelegenheit, und wie lange er anhalten wird, kann niemand sagen. Dennoch gibt es weitere Gründe für Optimismus, die nicht den Launen der Geopolitik unterliegen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]

In den vergangenen zwei Jahrzehnten berichteten die Medien über eine „Klimakrise“ mit der Überzeugung, dass abweichende Meinungen unverantwortlich, wenn nicht gar unmoralisch seien.

Doch genau jene atmosphärischen Veränderungen, über die Reporter in ihrer Panik vor dem bevorstehenden Untergang berichteten, bringen in Wirklichkeit messbare Vorteile mit sich.

Historie und Beweise ignoriert

Während des größten Teils der Menschheitsgeschichte bestimmte das Wetter den Alltag. Ein kalter Winter oder eine Reihe schlechter Ernten konnten eine ganze Lebensgemeinschaft auslöschen. Infektionskrankheiten wüteten ungehindert in den Gemeinden.

Es gab keine Impfstoffe, keine Antibiotika und nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Nahrungsmittel und Ressourcen über große Entfernungen zu transportieren. Die Energieversorgung beschränkte sich auf Muskelkraft, Holz und ein wenig Wind- oder Wasserkraft. Die Lebenserwartung lag in vielen Regionen bei etwa 30 Jahren.

Vergleichen Sie das mit dem 21. Jahrhundert. Die weltweite Lebenserwartung hat sich in den letzten zwei Jahrhunderten mehr als verdoppelt und liegt nun bei über 70 Jahren. Das war im 19. Jahrhundert unvorstellbar, als die Erde zwar etwas kühler, das tägliche Leben aber weitaus härter war.

Die Pro-Kopf-Nahrungsmittelversorgung ist deutlich gestiegen, während die Bevölkerung stark zugenommen hat. Die Verfügbarkeit von Proteinen hat sich um etwa ein Drittel erhöht. Die Unterernährungsraten sind gesunken, obwohl die Weltbevölkerung um Milliarden Menschen gestiegen ist.

Die Erde ist kein zerbrechlicher Planet, der kurz vor dem Zusammenbruch steht. Vielmehr hat ihre dominierende Spezies gelernt, auf weniger Land mehr Nahrungsmittel zu produzieren – unter anderem, weil die Pflanzen schneller wachsen und mehr Obst, Getreide und Gemüse liefern. Dieser Überfluss ist das Ergebnis moderner Agrarwissenschaft, wohltuender Wärme und einer durch industrielle Kohlendioxid-Emissionen (CO₂) angereicherten Luft.

Ja, ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre wirkt wie ein kostenloser Dünger für Pflanzen. Diese Aussage entspricht den Grundlagen der Wissenschaft: Pflanzen benötigen CO₂, Wasser und Sonnenlicht. Satellitenbeobachtungen der letzten Jahrzehnte zeigen eine messbare „globale Ergrünung“, wobei die Vegetationsdichte in vielen Regionen zunimmt, darunter auch in Indien und China, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern.

Naturkatastrophen sind ein weiteres Thema, über das in den Medien fast schon hysterisch berichtet wird, während stille Fortschritte beim Schutz des Lebens durch Technologie und Ingenieurwesen unbeachtet bleiben. Die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen ist im Laufe der Jahrzehnte rapide zurückgegangen.

Ebenso hat in der Vergangenheit unsauberes Wasser durch Durchfallerkrankungen und andere Infektionen unzählige Menschenleben gefordert. Der Anteil der Todesfälle aufgrund von unsauberem Wasser ist drastisch gesunken, ebenso wie die entsprechenden Sterberaten. Auch die Sterberaten aufgrund von Infektionskrankheiten sind spektakulär zurückgegangen.

Die Medien beschäftigen sich endlos mit sommerlichen Hitzewellen, während sie die weitaus tödlichere Bedrohung durch Kälte bewusst übersehen. Eine umfassende Studie zu temperaturbedingten Todesfällen zeigt, dass die kältebedingte Sterblichkeit die hitzebedingte in fast jeder Region bei weitem übertrifft.

Als Naturliebhaber bin ich oft überrascht, dass die Erholung unzähliger Tierarten von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.

Indiens Tigerpopulation hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun bei über 3.600 Tieren, was etwa drei Vierteln des weltweiten Bestands entspricht.

Die Bestände der Buckelwale, die einst um mehr als 95 % zurückgegangen waren, haben sich stark erholt, wobei mehrere einzelne Bestandsgruppen nun wieder die Bestandsgröße vor Beginn der Bejagung erreicht haben.

Die Zahl der Eisbären weltweit liegt zwischen 23.000 und 26.000, wobei mehrere Teilpopulationen stabil sind oder zunehmen, nachdem der starke Jagddruck nachgelassen hat.

Den Blick für das große Ganze im Auge behalten

Das Bild einer Welt, die auf den Zusammenbruch zusteuert, steht im Widerspruch zu diesen Trends: längere Lebenserwartung, mehr Nahrungsmittel, bemerkenswerte Erholungen der Tierbestände und weniger Todesfälle durch Infektionskrankheiten, verunreinigtes Wasser und Naturkatastrophen.

Der Klimawandel geht einher mit einer Entwicklung der menschlichen Anpassung, die durch reichlich vorhandene Energiequellen, Technologie, ein leicht wärmeres Klima und ein durch CO₂ begünstigtes Pflanzenwachstum vorangetrieben wird.

Ein unvoreingenommener Beobachter würde fragen, warum diese Entwicklung in der Berichterstattung der Mainstream-Medien weitgehend fehlt.

Weil die herrschenden Eliten zusammen mit ihren medialen Erfüllungsgehilfen genau das wieder beseitigen wollen! A. d. Übers.

Auch wenn es keine Utopie ist, zeichnet sich die Welt des Jahres 2026 durch Bedingungen aus, die das Gedeihen der Menschheit stärker denn je begünstigen – sauberer, gesünder, besser ernährt und sicherer als je zuvor.

 

Mehr bei CO2 Coalition

Link: https://climatechangedispatch.com/the-climate-crisis-narrative-ignores-an-inconvenient-truth-life-is-better/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Hitze-Kuppel in Blau – die neue Farbe des Sommers

12. Juli 2026 - 11:00

Joe Bastardi

Das „Blau“ steht hier natürlich für kühler als im Mittel. A. d. Übers.

Statt der trägen, dunstigen, heißen Sommertage haben wir jetzt eine neue Sommerfarbe – HEAT DOME BLUE.

Noch blauer als gestern. Die Hitzewellen bringen im Osten jetzt deutlich weniger Dunst mit sich – eine Hommage an die USA, die einen echten Schadstoff aus der Luft entfernt haben … SO₂.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht …

Bitten wir die KI, die Anstiege von SO₂ und WV herauszurechnen: Dahinter steckt, dass diese Faktoren auch ohne Strahlungsantrieb einen Großteil der Erwärmung erklären können. Ich mache einfach das, was die CAGW-Anhänger tun. Sie werden die einfache Antwort abtun und dann alles auf CO₂ schieben. Nun, vergessen wir CO₂, da wir wissen, dass die Banden gesättigt sind, es abnehmende Erträge gibt und es einer Erwärmung (erhöhte OLR) bedarf, um die Erwärmung zu unterstützen. Mit anderen Worten: Behandeln wir CO₂ genauso, wie die CO₂-Befürworter alles andere behandeln, was ihre These in Frage stellen könnte: indem wir es herunterspielen. Schauen wir mal, was uns dieses Verfahren liefert und wie ich das Ergebnis genauso „aufpolieren“ kann wie sie.

Die Verringerung der SO₂-Emissionen in den USA hat die Menge der auf die Erdoberfläche treffenden Sonnenstrahlung erhöht (ein „Global-Brightening“-Effekt), vor allem durch die Reduzierung von Sulfataerosolen, die das Sonnenlicht streuen und die Wolkenbildung beeinflussen. Dies erzeugt einen positiven (erwärmenden) Strahlungsantrieb. Die SO₂-Reduktionen in den USA haben etwa 0,1–0,3 °C zur globalen Erwärmung beigetragen.

Der Planet hat sich in den letzten 40 Jahren um etwa 0,7 °C erwärmt. Wenn wir nun allein den Anstieg des Wasserdampfgehalts in den letzten 40 Jahren unter Verwendung von Korrelationen des Sättigungsmischungsverhältnisses berücksichtigen, wie hoch wäre dann dieser Anstieg?

Der Anstieg des Wasserdampfgehalts seit 1986 korreliert gemäß den physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Sättigungsmischungsverhältnisses mit einer Erwärmung von etwa 0,7–1,0 °C. Dies erklärt fast die gesamte Erwärmung. Hinzu käme, wenn wir den SO₂-Gehalt wieder auf das Niveau der 1980er Jahre senken würden und die Ozeane sich auf dem Niveau der 1980er Jahre befänden. Nettoergebnis: eine erhebliche globale Abkühlung, möglicherweise um 1,5–3 °C oder mehr unter den aktuellen Werten (wodurch die Temperaturen je nach genauer Umsetzung und zeitlichen Verzögerungen wieder in die Nähe oder unter die Durchschnittswerte der 1970er- und 1980er-Jahre sinken würden). Das dürfte bei manch einem für Aufruhr sorgen.

Deshalb ist das Konzept des Taupunktankers so wertvoll. Nicht die sich erwärmende Luft führt zu einem Anstieg des Wasserdampfgehalts; vielmehr bildet der Anstieg des Wasserdampfgehalts die Grundlage, woraufhin die Temperatur reagiert. Deshalb ist es für die Argumentation so wichtig, die abnehmende Wolkendecke und den geothermischen Wärmeeintrag zu betrachten, da dies einen Teil der Sonneneinstrahlung erklären kann – und mit der Vorstellung, dass die in den Ozean eingebrachte Wärme nicht einfach verschwindet (es sei denn, man geht davon aus, dass dies der Fall ist, weil man tatsächlich keine Daten hat, um zu sehen, was vor sich geht).

Es handelt sich also um ein einfaches „Eins plus Eins ist zwei“. Zwei Variablen, die für sich genommen die Erklärung liefern würden. Und wenn es so einfach wäre, wäre das für viele Menschen äußerst gefährlich, die als Vorreiter bei der Lösung eines komplexen Problems zur Rettung der Menschheit gelten müssen. Niemand leugnet den Klimawandel; es geht ausschließlich um die Ursachenzuordnung. Dass es sich angeblich um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse handelt und dass das gesamte Forschungsgeld dafür fließt, sollte Misstrauen wecken. Niemand behauptet, dass der Strahlungsantrieb hier keine Rolle spielt. Aber die übermäßige Zuordnung der Verantwortung an CO₂ wird offensichtlich, wenn man CO₂ einfach genauso außer Acht lässt wie andere Faktoren und dabei zur gleichen Schlussfolgerung gelangt.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/06/heat-dome-blue-the-new-summer-color/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kältereport Nr. 28 /2026

12. Juli 2026 - 8:00

Vorbemerkung:Beginnend mit diesem Kältereport gibt es eine Neuerung aufgrund einer sehr guten Idee meines Übersetzer-Kollegen Andreas Demmig. Am Anfang eines jeden Reports stehen die Schlagzeilen der Woche. Damit soll ein Überblick geschaffen werden sowie die Möglichkeit, ggf. eine Argumentationshilfe gegen irgendwelche Erhitzungs-Propaganda zu bieten.

Die Schlagzeilen der Woche:

Japan: Extrem kühler Juli

Süd-Amerika: Ungewöhnlich kühle Witterung

Alaska: Sommer-Kälte bricht Rekorde

Grönland: Weiterer Eiszuwachs im Juli

Neuseeland: Starke Schneefälle

King Salmon, Alaska: Anhaltende arktische Kälte

Neuseeland: Weitere Rekord-Schneefälle

Westliche Arktis: Eisausdehnung auf einem 13-Jahre-Hoch

Grönland: immer weiterer sommerlicher Eiszuwachs

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Meldungen vom 6. Juli 2026:

Japan: Extrem kühler Juli

Japan hat den Juli mit intensiven Kälteeinbrüchen begonnen.

Am 3. Juli sank die Temperatur in Motodomari auf der Insel Rishiri in Hokkaido um 3:30 Uhr morgens auf 7 °C und brach damit den bisherigen Rekord für die niedrigste Temperatur im Juli von 7,3 °C , der am 9. Juli 2015 aufgestellt worden war.

Einen Tag später wurde in Niihama in der Präfektur Ehime Rekordkälte verzeichnet: Am 4. Juli erreichte die Tageshöchsttemperatur dort nur 22,6 °C, was dem niedrigsten jemals gemessenen Juli-Höchstwert entspricht.

Laut lokalen Berichten sorgten Wolken und Regen dafür, dass die Tagestemperaturen in den Regionen Chugoku und Shikoku niedrig blieben.

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Süd-Amerika: Ungewöhnlich kühle Witterung

Die polare Kältewelle hält in Südamerika an.

In Chile sank die Temperatur in Chillán am Wochenende auf ungewöhnliche -5,4 °C – mit Abstand der niedrigste Wert des Jahres. Der offizielle DMC-Bericht führte dies auf ein Hochdruckgebiet über dem mittleren und südlichen Teil des Landes zurück und berichtete von Frost und Eisbildung in der ganzen Stadt.

Auch Argentinien steht weiterhin unter dem Einfluss von Luftmassen antarktischen Ursprungs. In Buenos Aires fielen die Temperaturen kürzlich unter den Gefrierpunkt und erreichten -0,2 °C, wobei für weite Teile des Landes Kältewarnungen galten. Lokale Medien bezeichneten die Kältewelle in Buenos Aires als „nahezu historisches Tief“, obwohl Aufzeichnungen der OCBA noch niedrigere Werte für die Jahre 1965 und 2025 ausweisen. In Mar del Plata fiel unterdessen am 2. Juli zum ersten Mal seit 35 Jahren Schnee.

Die blauen und violetten Farbtöne breiteten sich auch nach Norden bis nach Uruguay, Paraguay, Bolivien und Südbrasilien aus…

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 3. Juli [tropicaltidbits]

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 4. Juli [tropicaltidbits]

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Alaska: Sommer-Kälte bricht Rekorde

Alaskas Sommerkälte hat es in die offiziellen Aufzeichnungen geschafft.

In Cold Bay sank die Temperatur am 4. Juli auf 2,2 °C und brach damit den alten Tagesrekord von 3,3 °C, der 1972 aufgestellt und 1982 egalisiert worden war (die Klimadaten der Messstation reichen bis ins Jahr 1942 zurück). Am 5. Juli erreichte Cold Bay erneut nur 2,2 °C und brach damit diesmal den Tages-Tiefstwert von 2,8 °C aus dem Jahr 1964.

Ebenso verzeichnete St. Paul Island im Beringmeer am 5. Juli um 2:25 Uhr morgens 0 °C und egalisierte damit das Tages-Tiefsttemperatur-Rekordwert aus dem Jahr 1982 (die Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1892 zurück).

Blickt man nach Osten in Richtung Kanada, ergibt sich ein umfassenderes Bild.

Temperaturkarten (CDAS) der letzten 120 Tage zeigen einen ausgedehnten Kaltluftkörper, der sich von Alaska über weite Teile Kanadas bis nach Grönland erstreckt.

Die Schlagzeilen konzentrieren sich auf kurze, lokal begrenzte Hitzewellen. Die viel beachtete 7-tägige Hitzewelle in West- und Mitteleuropa erstreckte sich über etwa 1,2 Millionen km². Die Karte unten zeigt das kältere, ignorierte Gegengewicht: eine viermonatige Anomalie über Alaska, Kanada und Grönland – 17-mal länger und zehnmal größer, die sich über etwa 12 Millionen km² erstreckt:

Temperatur-Anomalie über 120 Tage bis zum 5. Juli 2026. Quelle: CDAS

Link: https://electroverse.substack.com/p/japans-july-chill-south-america-shivers?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. Juli 2026:

Grönland: Weiterer Eiszuwachs im Juli

Die grönländische Eiskappe verzeichnet im Juli – mitten in der Schmelzsaison – ungewöhnliche Zuwächse der Oberflächenmasse.

Die Schneefälle und die Schneerückhaltung über der Eiskappe sind nach wie vor stark genug, um die Oberflächenbilanz auf einem hohen Niveau zu halten.

Die Aktualisierung vom 6. Juli des Polar Portals zeigt, dass die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz für 2025–26 weiterhin bei fast 580 Gt liegt.

Normalerweise fällt die Durchschnittskurve zu dieser Jahreszeit stark in die Schmelzsaison ab. Stattdessen sind tägliche Zuwächse der Oberflächen-Massenbilanz zu verzeichnen.

Die Gesamt-Massenbilanz, die nicht nur die Oberflächen-Massenbilanz, sondern auch den Eisabfluss, das Kalben von Eisbergen, das Schmelzen unter Wasser an den Gletscherfronten sowie geringfügige Verluste am Gletscherfuß umfasst, hat sich in den letzten Ja

Grafik: Jährliche Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, ermittelt anhand der GRACE/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.

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Neuseeland: Starke Schneefälle

Neuseelands Skigebiete haben die Wartezeit auf den Winter hinter sich gelassen und sind nun damit beschäftigt, sich aus den Schneemassen zu befreien.

Eine Reihe von Stürmen im Juli hat bislang 72 cm Schnee auf dem Mt. Hutt, ebenfalls 72 cm auf Roundhill und 60 cm auf Porters gebracht. Cardrona verzeichnete 37 cm, Mt. Dobson 35 cm, während Ōhau, Treble Cone und The Remarkables jeweils 25 cm erhielten.

Die historischen Durchschnittswerte von Snow-Forecast für die erste Juliwoche liegen bei 15 cm für den Mt Hutt und 13 cm für Porters. Dieser Sturm brachte das Vier- bis Fünffache davon auf einen Schlag – und an vielen Orten schneit es immer noch.

Die Prognosen für den Mt Hutt gehen von einer Gesamtmenge von möglicherweise 145 cm bis zum 10. Juli aus.

Nach einem langsamen Start hat der Winter in den neuseeländischen Bergen nun mit voller Wucht Einzug gehalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-gains-ice-in-july-new-zealand?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 8. Juli 2026:

King Salmon, Alaska: Anhaltende arktische Kälte

Über Alaska, Nordkanada und der hohen Arktis hält sich derzeit ein ausgeprägtes Sommer-Kältegebiet.

Alaska verzeichnete am 7. Juli einen bestätigten Kälterekord: Am King Salmon Airport sank die Temperatur auf 3,3 °C und brach damit den alten Tagesrekord von 3,9 °C, der 1940 und 1976 aufgestellt worden war (die Aufzeichnungen der Messstation reichen bis ins Jahr 1917 zurück).

Nördlich von 80° N – in der Hocharktis – spielt sich das eigentliche Drama ab.

Die DMI-Lufttemperaturkurve für 2026 nördlich von 80° N liegt unter jedem Jahr der Reihe (die bis ins Jahr 1958 zurückreicht). Der bisher kälteste Sommer war 2013. Dieses Jahr liegt deutlich darunter.

Die orangefarbene Linie für 2026 (rechtes Diagramm) bleibt unter dem Durchschnitt und hat selbst im Juli noch Schwierigkeiten, die Frostgrenze zu erreichen:

Graphik: Vergleich 2013 (links) mit 2026 (rechts)

Die Temperaturen in der Arktis schwanken im Winter stark, bleiben jedoch stets deutlich unter dem Gefrierpunkt. Eine Abweichung von 2 °C nördlich von 80° N im Sommer ist eine Sensation, da wir genau an der Grenze zwischen Gefrieren und Auftauen liegen. Zwei Grad können hier darüber entscheiden, ob es schmilzt oder nicht. Ob es regnet oder schneit.

In der Hocharktis war es zu dieser Jahreszeit noch nie so kalt (Daten seit 1958).

Link: https://electroverse.substack.com/p/king-salmon-shivers-as-high-arctic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. Juli 2026:

Neuseeland: Weitere Rekord-Schneefälle

Nach einem langsamen Start hat ein kräftiges Tiefdruckgebiet aus südlicher Richtung erhebliche Schneemengen über die Südinsel Neuseelands gebracht, wobei die Felder in Canterbury besonders hervorstechen.

Die gemeldeten Gesamtniederschlagsmengen erreichten am Mt. Hutt 72 cm, wobei in höheren Lagen noch größere Mengen fielen: über 80 cm in mehreren Skigebieten, darunter Mt. Lyford und Mt. Dobson.

Bislang ist der Mt Hutt der Spitzenreiter dieser Saison. Die Schneehöhe im oberen Bereich beträgt nun 110 cm, womit er als erstes Skigebiet der südlichen Hemisphäre in dieser Saison die 1-Meter-Marke überschritten hat.

Eine spät beginnende Saison wurde durch einen starken Kälteeinbruch schnell aufgeholt.

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Westliche Arktis: Eisausdehnung auf einem 13-Jahre-Hoch

In der westlichen Arktis Kanadas hält sich im Juli ungewöhnlich hartnäckiges Meereis.

Die historische TAC-Karte des Canadian Ice Service weist für das Jahr 2026 eine Eisbedeckung von fast 94 % in der gesamten westlichen Arktis (ein Gebiet mit einer Fläche von 1.288.188 km²) aus. Das ist der höchste Wert für Anfang Juli seit 2013 und liegt deutlich über dem Durchschnitt:

Dies ist die kanadische westliche Arktis, einschließlich der Gewässer, die in die Nordwestpassage münden und durch sie hindurchführen – ein Gebiet, das oft als Kurzbezeichnung für eine „sich öffnende Arktis“ verwendet wird. Das Jahr 2026 erweist sich als eines der Jahre mit der stärksten Eisbedeckung in den Aufzeichnungen des Canadian Ice Service für den Zeitraum 1981–2026.

Eine natürliche Erholung.

Gleichzeitig blieb es in der zentralen Arktis weiterhin deutlich kälter als üblich.

[Hervorhebung im Original]

Die tägliche 2-Meter-Temperaturreihe des DMI für die Hocharktis (nördlich von 80° N) zeigt, dass die Temperaturen im Jahr 2026 bis in die zweite Juliwoche hinein noch unter der 0-°C-Marke lagen. Der Mittelwert seit 1958 liegt zu diesem Zeitpunkt normalerweise bereits über dem Gefrierpunkt. Im Jahr 2026 lässt diese Schwelle für die Schmelzsaison auf sich warten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-snowfields-buried-western?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Der kalte Sommer in Alaska

Die Sommerkälte in Alaska verschärfte sich am 9. Juli, wobei mehrere seit langem bestehende Messstationen Rekordtiefstwerte für Tageshöchsttemperaturen verzeichneten.

In Fairbanks wurden am Donnerstag nur 14,4°C gemessen, ganze 8°C unter dem Normalwert und unter dem bisherigen Rekordtief für den 9. Juli von 15 °C) aus dem Jahr 2022 (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1904 zurück).

In Nome stieg die Temperatur auf höchstens 9,4 °C und unterbot damit den Rekord von 10,6 °C aus dem Jahr 2024 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1906 zurück).

St. Paul Island erreichte nur 7,8 °C und unterbot damit den bisherigen Wert von 8,9 °C aus dem Jahr 2020 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1892 zurück).

Alaska hat bisher ein ungewöhnlich kaltes Jahr 2026 erlebt.

Das Gleiche gilt für Kanada.

Und auch für Grönland…

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Grönland: immer weiterer sommerlicher Eiszuwachs

Die Schmelzsaison in Grönland wurde erneut durch einen Netto-Zuwachs an der Oberfläche unterbrochen.

Seit Beginn des Sommers verzeichnete die Eiskappe mindestens sieben „Zuwachstage“.

Vom 25. bis zum 29. Juni kam es zu fünf aufeinanderfolgenden Zuwachs-Tagen, die insgesamt 4,8 Gt (4,8 Milliarden Tonnen) ausmachten, obwohl Grönland normalerweise an Oberflächenmasse verlieren sollte.

Am 6. und 9. Juli kam es zu weiterem Zuwachs.

Stand 9. Juli liegt die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz (SMB) seit dem 1. September 2025 bei 579,5 Gt und damit deutlich über dem Mittelwert der Jahre 1981–2010.

Seit seinem saisonalen Höchststand am 12. Juni hat der Eisschild nur 14,9 Gt an Masse verloren.

Der erwartete sommerliche Rückgang in Grönland lässt weiterhin auf sich warten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/alaskas-summer-shivers-greenland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 29 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 10. Juli 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 28 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

Kategorien: Externe Ticker

Wie westliche Hilfe Afrika in Armut hält

11. Juli 2026 - 19:00

Daily Caller News Foundation, Meinung, Frank Lasee

Frank Lasee ist ein ehemaliger Senator des US-Bundesstaates Wisconsin und ehemaliges Mitglied der Regierung von Gouverneur Scott Walker.

Ein junger Senegalese hatte den Ehrgeiz, die Ersparnisse und den Plan, einen kleinen Laden zu eröffnen. Sobald er den Laden eröffnet hatte, verlangten Cousins, Onkel und Nachbarn kostenlose Waren, weil sie diese benötigten. Aus familiärer Verpflichtung konnte er nicht nein sagen, bis die Regale leer waren und sein Geschäft war am Ende.

Also hätte er nie wieder angefangen. Oder er zieht weit weg von seiner Familie, um sein Unternehmen zu gründen, ohne verwandtschaftliche Verpflichtungen.

Diese Geschichte wiederholt sich auf dem gesamten Kontinent in tausendfacher Variation. Es ist keine Geschichte über das enorme Potenzial Afrikas. Es ist eine Geschichte über das Umfeld, das dieses Potenzial umgibt und wie es systematisch unterdrückt wird.

Traditionelle Schuldverhältnisse ersticken die Initiative von unten.

Korrupte Regierungen schöpfen von oben ab, was übrigbleibt. Siebzig Jahre lang hat die westliche Hilfe beides subventioniert.

Die Rechnung ist einfach und vernichtend. Wenn die Weltbank, die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) oder der Internationale Währungsfonds Milliarden an Regierungen weiterleiten, welche kein Interesse haben, die Verträge durchsetzen oder Privateigentum nicht schützen können, schaffen sie keinen Wohlstand. Sie subventionieren vielmehr genau jene Institutionen, die ihn verhindern.

Regierungen, die andernfalls unter finanziellem Reformdruck stünden, erhalten stattdessen einen verlässlichen Geldfluss von außen, der diesen Druck vollständig beseitigt. Die Hilfe verschafft ihnen Zeit. Sie sichert ihr Überleben. Sie erkauft ihren Bürgern jedoch keine Freiheit.

Die sambische Ökonomin Dambisa Moyo dokumentierte diese Dynamik mit chirurgischer Präzision in ihrem Buch „Dead Aid“.

Afrikanische Regierungen, die von ausländischen Transfers abhängig sind, haben keinen Anreiz, die Steuerbasis aufzubauen, die eine produktive Bürgerschaft voraussetzt. Eine Regierung, die ihre Bürger besteuert, muss ihnen gegenüber Rechenschaft ablegen.

Entwicklungshilfe beseitigt genau den Druck, der Reformen erzwingt. Eine Regierung, die ihre Bürger besteuert, muss Ergebnisse liefern. Eine von Washington oder Brüssel finanzierte Regierung ist den Gebern – oder niemandem – Rechenschaft schuldig.

Das Argument für den freien Markt ist einfach:

sichere Eigentumsrechte, durchsetzbare Verträge, unparteiische Gerichte und faire Preise. Das sind keine westlichen Importe. Es ist universell. Südkorea, Taiwan, Estland, Botswana und Mauritius haben es bewiesen. Auch die Ausnahmen in Afrika beweisen es.

Dies sind keine westlichen Zwänge. Es sind universelle Voraussetzungen. Jede Gesellschaft, die breiten Wohlstand erreicht hat, hat diese Voraussetzungen zuerst geschaffen. Jede Gesellschaft, die sie übersprungen hat, wartet noch immer darauf.

Was afrikanische Unternehmer am Aufbau von Unternehmen hindert, ist nicht in erster Linie ein Mangel an Technologie, Straßen oder Strom. Es ist das Fehlen der institutionellen Grundlagen, die Investitionen erst sinnvoll machen.

Warum ein dreißigjähriges Projekt in einem Land finanzieren, in dem ein neuer Präsident die Regeln am ersten Tag neu schreiben kann? Warum eine Fabrik bauen, in der der Besitz des Grundstücks vom Wohlwollen der Politiker abhängig ist und jederzeit widerrufen werden kann? Warum ein Geschäft eröffnen, in dem Diebstahl keine Konsequenzen hat und die Gerichte denjenigen dienen, die Beziehungen pflegen?

Ich habe das vor Jahren in Uganda selbst miterlebt, als ein Regionalgouverneur mich wegen des Baus eines Wasserkraftwerks ansprach. Fluss und Gelände waren ideal. Die Not war groß; seine Bevölkerung hatte vielleicht zwei Tage pro Woche Strom.

Als ich ihn jedoch fragte, ob ein Investor mit einem Gewinn rechnen könne, wurde er verlegen. Die meisten Einheimischen hätten kein Bargeld, und Stromdiebstahl sei weit verbreitet.

Die Leute kletterten auf die Masten, zapften die Leitungen illegal an und blieben ungestraft. Kein Investor wollte das Projekt anrühren. Die physische Infrastruktur war tragfähig; die institutionelle Infrastruktur fehlte.

Klimafinanzierung fügt dem Ganzen eine weitere Beleidigung hinzu:

Der Westen industrialisierte sich auf Basis billiger, zuverlässiger Energie. Nun drängt er Afrika zu teuren, unbeständigen und arm machenden „erneuerbaren Energien“, die weder Fabriken, Krankenhäuser noch Kühlketten versorgen können. Die unausgesprochene Botschaft: „Wir sind durch billige Energie reich geworden.“

„Ihr bleibt arm, weil ihr teure grüne Tugend lebt.“ Afrikaner verdienen Besseres. Die Botschaft, ohne diplomatische Umschweife: Wir haben uns mit billiger Energie industrialisiert und sind reich geworden, und jetzt wollen wir, dass ihr euch mit teurer Energie entwickelt und noch etwas länger arm bleibt – dem Klima zuliebe.

Afrika verdient Besseres als diesen Deal.

Die Länder, die den Durchbruch schafften, erreichten dies durch eigene institutionelle Entscheidungen, nicht durch die irgendeine Art von Hilfe von außen. Botswana verwaltete seine Diamanteneinnahmen rechtsstaatlich. Ruanda führte eine energische Antikorruptionskampagne durch. Mauritius öffnete seine Wirtschaft. Ihre Führungskräfte entschieden, dass Eigentumsrechte wichtig sind, dass Gerichte manchmal gegen die Mächtigen entscheiden müssen und dass ausländische Investoren darauf zählen können müssen, bezahlt zu werden.

Diese Entscheidungen wurden von innen heraus getroffen. Keine UN-Resolution hat sie bewirkt. Handel, nicht Entwicklungshilfe, ist der Mechanismus, der jede wohlhabende Nation aufgebaut hat. Offene Märkte, Technologietransfer und Handelsabkommen, die afrikanische Produzenten nicht ausschließen, würden dem Kontinent mehr bringen als eine weitere Generation von Entwicklungsberatern, die Berichte verfassen.

Dem jungen Senegalesen mangelte es nicht an Potenzial. Er handelte rational in einem irrationalen System, das durch Entwicklungshilfe über Jahrzehnte hinweg aufrechterhalten wurde.

Der Weg in die Zukunft ist zwar unspektakulär, aber bewährt: unabhängige Gerichte schaffen, Eigentumsrechte sichern, rechtskräftige Verträge gewährleisten und eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sicherstellen. Dann folgen Investitionen und Unternehmertum von selbst. Das war schon immer so.

Frank Lasee ist leitender politischer Analyst beim Committee For A Constructive Tomorrow (CFACT) in Washington, D.C.

Die in diesem Kommentar geäußerten Ansichten und Meinungen sind die des Autors und spiegeln nicht die offizielle Position der Daily Caller News Foundation wider.

Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Medienunternehmen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen des/der jeweiligen Reporters/Reporterin und dessen/deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter licensing@dailycallernewsfoundation.org.

https://dailycaller.com/2026/06/30/opinion-western-aid-africa-frank-lasee/

 

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EILMELDUNG: Trump-Regierung beauftragt Skeptiker mit der Leitung der nationalen Klimapolitik … M. Mann greift sich an den Kopf

11. Juli 2026 - 17:00

Charles Rotter und Anthony Watts

Politico veröffentlichte am 9. Juli einen Artikel mit einer Überschrift, die darauf abzielt, Ihnen Angst zu machen: Die Regierung hat eine zuvor stark geschwächte Behörde zum Klimawandel wiederbelebt, die nun von einem Klimaskeptiker geleitet wird. Bei dieser Behörde handelt es sich um das „U.S. Global Change Research Program“. Am 30. Juni 2025 schloss die Trump-Regierung die Website globalchange.gov, woraufhin diese offline ging. Nun ist der neue Leiter ein ehemaliger Geochemiker der University of Alabama, ein selbsternannter Professor im Exil, der einen Großteil seiner Zeit damit verbringt, die etablierte Klimawissenschaft online in Frage zu stellen: Dr. Matthew Wielicki. Er wird nun das Flaggschiff des Programms leiten, die vom Kongress vorgeschriebene „National Climate Assessment“ (Nationale Klimabewertung). Politico stellt die Sache so dar:

Quelle

Der Kongress schuf das US-amerikanische Programm zur Erforschung globaler Veränderungen (U.S. Global Change Research Program) durch den Global Change Research-Gesetz von 1990. Zu Beginn waren es dreizehn, später dann fünfzehn Bundesbehörden, die ihre Klimaforschung über dieses Programm koordinieren; alle vier Jahre erstellt es den National Climate Assessment, einen umfangreichen Bericht darüber, wie sich der Klimawandel voraussichtlich auf die amerikanische Infrastruktur, die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Wirtschaft auswirken wird. Dies ist kein Randdokument. Die Behörden stützen sich darauf, wenn sie Vorschriften erlassen. Prozessparteien stützen sich darauf, wenn sie klagen. Es hat gesetzliches Gewicht, und genau deshalb ist die Kontrolle darüber nun schon über drei Regierungen hinweg umstritten.

Man sollte sich vor Augen führen, wie es dazu gekommen ist. Die Regierung hat das Programm im Jahr 2025 ausgehöhlt, den Vertrag zur Finanzierung des technischen Personals gekündigt und die Autoren entlassen, die bereits am sechsten Sachstandsbericht arbeiteten. Was Politico nun beschreibt, ist die Wiederaufnahme der Arbeit des Amtes unter neuer Leitung. Daher wird die Ernennung einer Person, die der vorherrschenden Propaganda skeptisch gegenübersteht, in der Berichterstattung als Skandal an sich dargestellt.

Nichts davon ist improvisiert. Der Haushaltsdirektor des Weißen Hauses Russ Vought bezeichnete das Programm jahrelang als Quelle dessen, was er als „Klimapanikmache“ bezeichnete, welche die Exekutive strenger kontrollieren sollte – eine Ansicht, die er im Strategiehandbuch „Project 2025“ klar darlegte. Die Wiederaufstellung unter der Leitung eines Skeptikers ist also keine Überraschung. Es ist der Plan, der wie vorgesehen funktioniert. Ob man das begrüßt oder fürchtet, hängt fast ausschließlich davon ab, was man ohnehin schon davon hält, was aus dem Programm geworden ist.

Beachten Sie diesen Schritt. Der Einwand ist nicht, dass Wielicki keine wissenschaftliche Ausbildung hat. Er ist promoviert und hat Veröffentlichungen vorzuweisen. Der Einwand ist, dass er zu den falschen Schlussfolgerungen gelangt. Das ist ein anderer Vorwurf, als es zunächst den Anschein hat, und es lohnt sich, dies klar zu benennen, bevor wir weitermachen.

Hier ist das meiner Meinung nach wichtigste Detail, und es stammt direkt aus der Berichterstattung von Politico selbst. Die unter Energieminister Chris Wright zusammengestellte Forschergruppe – die gleiche Gruppe, die im vergangenen Jahr den Bericht des Energieministeriums „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate“ verfasst hatte – schlug eine Überarbeitung der Bewertung vor. In einem aus Gerichtsakten stammenden Dokument wiesen sie darauf hin, dass der bestehende Bericht gerade deshalb enormen Einfluss habe, weil er in Klimaprozessen regelmäßig als Quelle herangezogen werde.

Die Bedenken hinsichtlich der Bewertung, die von genau denjenigen geäußert werden, die sie überarbeiten wollen, beziehen sich nicht in erster Linie darauf, dass sie das Wetter falsch beschreibt. Vielmehr geht es darum, dass sie als Beweismittel dient.

Der Nationale Klimabericht ist zu einer tragenden Grundlage in Gerichtsverfahren gegen Energieunternehmen und bei der rechtlichen Verteidigung von Bundesvorschriften geworden. Das ist eine Aussage darüber, wie das Dokument genutzt wird, nicht darüber, wie sich die Temperatur tatsächlich entwickelt hat. Und wenn man das einmal erkannt hat, erscheint der Streit darüber, wer das Programm leitet, weniger als ein Streit um wissenschaftliche Fragen, sondern vielmehr als ein Streit um ein Rechtsinstrument. Es ist kein Zufall, dass der Bericht des Energieministeriums zeitgleich mit dem Vorstoß der EPA veröffentlicht wurde, das „Endangerment Finding“ von 2009 zu überdenken – jener regulatorische Grundpfeiler, zu dessen Aufrechterhaltung der Bericht beiträgt.

Das verdeutlicht, worum es geht. Wenn ein Bericht verfasst wird, der vor Gericht zitiert werden soll, ist der Druck, darin etwas Bestimmtes zum Ausdruck zu bringen, kein Fehler, den ein skeptischer Redakteur heimlich einschleust. Es ist ein Merkmal, das ein skeptischer Redakteur in Frage stellt.

Judith Curry, eine der von Wright ausgewählten Wissenschaftlerinnen und ehemalige Vorsitzende des Fachbereichs für Erd- und Atmosphärenwissenschaften an der Georgia Tech, lieferte Politico die schärfste Form der inhaltlichen Kritik. Ihr Einwand war konkret: Die letzte Bewertung stützte sich viel zu stark auf extreme Emissionsszenarien. Aus diesem Grund bezeichnete sie diese Bewertung als „so gut wie nutzlos“.

Regelmäßige Leser werden wissen, warum das so kommt. Seit Monaten dokumentieren wir ausführlich, wie genau diese Szenarien still und leise aus der gängigen Klimamodellierung verschwinden. Am 7. April 2026 hat das ScenarioMIP-Team SSP5-8.5 und SSP3-7.0 offiziell aus CMIP7 gestrichen. In dem Konzept von Van Vuuren et al. 2026 in „Geoscientific Model Development“ hieß es, der alte Hochemissionspfad sei „unplausibel“ geworden. Dieses Wort hat eine enorme Tragweite.

Wir haben über die Veröffentlichung berichtet, als diese erschien, nachverfolgt, wie das diskreditierte Szenario nach wie vor die Literatur zu den Auswirkungen dominiert, beobachtet, wie es eine neue Katastrophenstudie untergrub, und uns mit Roger Pielke Jr. unterhalten, der seit Jahren argumentiert, dass das Szenario von vornherein nie plausibel war. Pielkes direkter Vergleich unter Verwendung des FaIR-Emulators ergibt, dass das neue CMIP7-High-Szenario bis zum Ende des Jahrhunderts eine um etwa 0,9 Grad Celsius geringere Erwärmung hervorruft als das inzwischen ausgemusterte SSP5-8,5-Szenario.

Wenn Curry also sagt, dass sich die Bewertung zu stark auf diese Emissionsszenarien stützte, äußert sie damit keinen nebensächlichen Beschwerdepunkt. Sie beschreibt etwas, das die Modellierungsgemeinschaft selbst inzwischen schriftlich in der führenden Fachzeitschrift ihres Fachgebiets eingeräumt hat. Das Extremszenario, auf dem ein Großteil der alarmierenden Formulierungen im National Climate Assessment beruhte, ist das gleiche Szenario, von dem sich dessen eigene Verfasser in diesem Frühjahr distanziert haben.

Das hat nachgelagerte Auswirkungen. Die am häufigsten zitierten Zahlen des Berichts – die prognostizierten Einbußen beim BIP, die Karten zu Küstenüberflutungen, die Schätzungen zum Zusammenbruch der Landwirtschaft – wurden in vielen Fällen auf der Grundlage dieses emissionsintensiven Szenarios berechnet. Nimmt man diese Grundlage weg, verschieben sich die Zahlen, manchmal sogar erheblich. Ein Redakteur, der darauf besteht, dass der nächste Bericht Szenarien verwendet, die von den Modellierern nach wie vor befürwortet werden, zensiert damit nicht die Wissenschaft. Er fordert lediglich, dass sie auf dem aktuellen Stand bleibt.

Hier ist die Sichtweise der Gegenseite.

Wielicki ist kein bekannter Name, und die Bezeichnung als „Professor im Exil“ ist genau die Art von Etikettierung, die leicht zum Spott einlädt. Seine Ernennung wurde durch seine eigenen Social-Media-Beiträge und eine einzige anonyme Quelle bestätigt; daher ist bei den genaueren Details eine gewisse Vorsicht geboten, bis die Behörde eine offizielle Stellungnahme abgibt.

Inhaltlich gesehen versetzte der DOE-Bericht, auf dem diese neue Ausrichtung offenbar aufbaut, den „Konsens“ in Aufruhr. Mindestens fünfundachtzig alarmistische Wissenschaftler verfassten eine über vierhundert Seiten umfassende Gegendarstellung, die ihre Autoren als voreingenommen und unzuverlässig bewerteten.

Zudem entschied ein Bundesrichter Anfang 2026, dass Wrights Arbeitsgruppe unter Verstoß gegen das Bundesgesetz zur Transparenz zusammengestellt worden war, obwohl der gleiche Richter es ablehnte, den Bericht aus den Akten zu streichen.

Michael Kuperberg, der das Programm unter zwei früheren Regierungen leitete, brachte gegenüber Politico seine übliche Sorge hinsichtlich des Konsens‘ unverblümt zum Ausdruck: Eine von einer kleinen, handverlesenen Gruppe verfasste Bewertung werde nicht das gesamte Fachgebiet repräsentieren, und das eigentliche Opfer werde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft auf Bundesebene sein.

Das ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Wenn das Vertrauen der Öffentlichkeit in einen Regierungsbericht davon abhängt, jeden Forscher auszuschließen, der anderer Meinung ist, dann beruhte dieses Vertrauen nie auf der Wissenschaft selbst. Es beruhte vielmehr auf dem Konsens zu diesem Thema.

Beachten Sie jedoch, worauf die Gegendarstellung und das Urteil nicht eingehen. Bei der Entscheidung der Richter zur Transparenz ging es um den Prozess, darum, wie die Gruppe einberufen wurde, nicht darum, ob die Gruppe Recht hatte. Und die von Curry vorgebrachte Kritik am Szenario – die wir hier seit Monaten dokumentieren – bleibt davon völlig unberührt, da sie gar nicht vom DOE stammt. Sie stammt von Van Vuuren und dem ScenarioMIP-Team. Man kann die Modellierer nicht widerlegen, indem man die Modellierer zitiert.

Das ist also der Kern der Sache. Ein skeptischer Wissenschaftler wurde mit der Erstellung eines steuerfinanzierten Berichts betraut, der als Grundlage für bundesweite Regulierungsmaßnahmen und Klimaklagen dient, und in der Berichterstattung wird seine Skepsis als Grund für seine Untauglichkeit dargestellt. Ich würde es genau umgekehrt sehen. Ein Dokument mit einem derart großen rechtlichen und finanziellen Gewicht sollte einem skeptischen Redakteur standhalten können. Wenn es das nicht kann, sagt das etwas Wichtiges über das Dokument aus.

Die Überprüfung einer staatlichen Bewertung durch jemanden, der dazu neigt, sie in Frage zu stellen, ist keine Bedrohung für die Wissenschaft. Es ist ein Stresstest.

Und hier kommt der lustige Teil: Dr. Michael Mann reagierte – wie zu erwarten war – auf Twitter:

Er hat außerdem diesen Tweet ausgegraben:

Die köstliche Ironie dabei ist, dass Mann nie gebeten wurde, den Vorsitz der USGRP oder einer anderen nationalen Klimaorganisation zu übernehmen, obwohl er derjenige ist, der alle Auszeichnungen hat und sich selbst als „Nobelpreisträger“ bezeichnet.

Das muss ihm wirklich sauer aufstoßen, sobald er es merkt – oder jemand ihn darauf hinweist, weil er zu blind ist, um es selbst zu sehen.

GEWONNEN.

P.S.: Lustigerweise präsentiert sich Mann bereits mit „Haaren in Flammen“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/09/trump-admin-brings-skepticism-to-national-climate-assessment-politico-clutches-pearls/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die wahre Krise in Europa ist Energie-Armut – und nicht eine Hitzewelle

11. Juli 2026 - 14:00

Vijay Jayaraj

Wenn die Temperaturen in Europa steigen, heizt sich die politische Rhetorik noch schneller auf. Schon wenige Tage nach der Hitzewelle im Juni 2026 beeilten sich bekannte Stimmen, Schuld zuzuweisen. John Kerry bezeichnete die derzeitige US-Regierung in einem Interview mit der BBC in Bezug auf den Klimaschutz als „gefährlich und rücksichtslos“. UN-Klimachef Simon Stiell erklärte: „Die brutale Hitzewelle in Europa trägt überall die Spuren der Klimakrise; sie ist der jüngste Preis, den wir für die Verschmutzung durch fossile Brennstoffe zahlen müssen, die unseren Planeten aufheizen.“

Diese Übertreibung entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die Dringlichkeit der Behauptungen, dass Kohlendioxid die Atmosphäre überhitzt, findet in Berichten über mindestens ebenso gefährliche Kälteeinbrüche keine Entsprechung. Dieses Ungleichgewicht reflektiert eine apokalyptische Erzählung, die Angst und Ideologie über Nuancen und Beweise stellt.

Was hat also die Hitzewelle ausgelöst? Die Ursache scheint ein natürliches meteorologisches Phänomen zu sein, das als „Omega-Blockierung“ bekannt ist. Der Jetstream bildete einen riesigen Hochdruckrücken, der zwischen zwei Tiefdruckgebieten eingeklemmt war. Der Druckunterschied, dessen Konturlinien dem griechischen Buchstaben Omega ähneln, befördert durch einen natürlichen atmosphärischen Prozess heiße Luft aus der Sahara nach Westeuropa.

Die Schuld für ein regionales Wetterphänomen benzinbetriebenen Autos zuzuschreiben führt die Öffentlichkeit bewusst in die Irre, um eine verstärkte staatliche Kontrolle über das tägliche Leben zu rechtfertigen. Diese selektive Darstellung wird bei näherer Betrachtung der Sterblichkeitsdaten bei Hitze und Kälte noch beunruhigender.

Eine in „The Lancet“ veröffentlichte Studie untersuchte temperaturbedingte Todesfälle in 43 Ländern zwischen 2000 und 2019. Die Ergebnisse sind erschreckend: Im Durchschnitt standen jährlich 4,59 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit Kälte, verglichen mit 489.000 durch Hitze – ein Verhältnis von fast 9 zu 1. Kälte ist der weitaus größere Killer.

Panikmache lässt oft Details außer Acht, die zwar wichtig sind, aber nicht zur gewünschten Agenda beitragen. So widerlegen beispielsweise die langfristigen Temperaturaufzeichnungen in den USA die Behauptung, der Planet „kochend“ heiß. Eine Analyse von 711 Wetterstationen im ganzen Land mit über einem Jahrhundert ununterbrochener täglicher Beobachtungen zeigt, dass die Häufigkeit von Rekord-Höchsttemperaturen zurückgegangen ist und nicht zugenommen hat.

Doch im öffentlichen Diskurs wird diese Realität ignoriert. Die Mainstream-Medien geraten wegen der Sommerhitze in Panik und verschlafen die Winterkälte. Warum geben Regierungen keine dringenden Warnungen vor unzureichender Heizung heraus? Warum halten internationale Gremien keine Pressekonferenzen zur Wintersterblichkeit ab?

Tatsächlich geht die wahre Gefahr nicht von Spurengasen in der Atmosphäre aus, sondern von drakonischen energiepolitischen Maßnahmen, die der Arbeiterklasse von realitätsfernen Politikern aufgezwungen werden. Das aggressive Vorantreiben der Netto-Null-Kohlenstoffemissionen hat in der gesamten westlichen Welt eine selbstverschuldete wirtschaftliche Katastrophe ausgelöst.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Ein Blick auf UK zeigt, wie die Zukunft unter grünen Vorgaben aussehen wird. Schon die teilweise Umsetzung des „Netto-Null“-Ziels hat seit dem Jahr 2000 zu einem steilen Rückgang des Pro-Kopf-Stromverbrauchs in UK geführt – ein Rückgang, der Großbritannien hinsichtlich der Energieverbrauchstrends auf eine Stufe mit einigen der ärmsten Nationen der Welt stellt. Britische Hersteller warnen davor, dass hohe Energiepreise die Produktion ins Ausland verlagern und ganze Branchen bedrohen. Unternehmen im Gastgewerbe berichten, dass die Energiekosten um 65% gestiegen sind.

Wenn Hitze gefährlich ist, sollte der Zugang zu Kühlung ausgeweitet statt eingeschränkt werden. Klimaanlagen gehören zu den wirksamsten Mitteln der menschlichen Anpassung. In Teilen Europas führen jedoch hohe Stromkosten und regulatorischer Druck dazu, dass Kühlung immer weniger verfügbar ist.

Die Grausamkeit dieser Agenda reicht weit über die Grenzen der westlichen Nationen hinaus. Wenn globale Institutionen die vollständige Abschaffung fossiler Brennstoffe fordern, um eine imaginäre Klimakrise zu verhindern, verurteilen sie Milliarden von Menschen in Entwicklungsländern zu dauerhafter Armut. Dort kann der Zugang zu erschwinglichen und reichlich vorhandenen fossilen Brennstoffen über Leben und Tod entscheiden.

Die jüngste Hitzewelle in Europa sollte Anlass zu einer Neubewertung geben, nicht zur Wiederholung abgedroschener Argumente. Sie sollte Fragen zur Vorsorge, zur Infrastruktur und zum Zugang zu Energie aufwerfen. Stattdessen wurde das Wetter genutzt, um eine Propaganda zu untermauern, welche die dringendsten Herausforderungen der einfachen Menschen außer Acht lässt und ihre Anpassungsfähigkeit an widrige Bedingungen beeinträchtigt.

Es ist an der Zeit, aus diesem durch Angst hervorgerufenen Koma zu erwachen. Durch die Manipulation der Öffentlichkeit sind die Kosten für Strom, Heizung und Kühlung massiv in die Höhe getrieben worden.

Originally published at Real Clear Markets, July 2, 2026.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. He served as a research associate with the Changing Oceans Research Unit at University of British Columbia, Canada.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/06/europes-crisis-is-energy-poverty-not-a-heat-wave/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die Hitze ist politischer Natur

11. Juli 2026 - 11:00

Joe Bastardi

Ich blockiere niemanden, es sei denn, ich gerate in Situationen, in denen meine Absichten verdreht werden, oder wenn ich das Gefühl habe, dass die Person nicht alle Fakten berücksichtigt.

Jedenfalls hat jemand kommentiert, ich würde die Hitze politisieren. Ich hätte ihn eigentlich ignoriert, aber da er mich mit einem nicht gerade schmeichelhaften Begriff bezeichnet hat, dachte ich mir, er sei einer der vielen Hasser, von denen ich weiß, dass sie mich drangsalieren wollen. Normalerweise schaue ich gar nicht hin, aber wenn mir zufällig etwas auffällt, reagiere ich manchmal doch darauf.

Aber es ist politisch – und ich habe es nicht so gemacht. Wieder einmal dringen sie in mein Haus ein, indem sie es politisieren. Das ist so, als würde man jemanden hereinbitten, nur damit dieser dann den ganzen Müll in deinem Wohnzimmer verteilt. Dieses Haus steht für Wetter und Klima.

Es fällt mir schwer, mir so etwas anzuhören, wenn ich weiß, dass die Leute, die das sagen, nichts anderes sind als das, was der verstorbene William Gray „Klimaprofiteure“ nannte – sie nutzen Wetter und Klima aus, um ihre eigene Agenda voranzutreiben, und beuten diejenigen aus, die keine Chance haben, das Gesamtbild zu erkennen.

Das habe ich vor einiger Zeit geschrieben, weil ich meiner Seite in dieser Klimadebatte klarmachen möchte: Diese Leute werden nicht einfach verschwinden. Hier kann man mehr darüber lesen.

Aber wenden wir uns dem Ausland zu, genauer gesagt der enormen Hitze in Europa, vor der ich versucht habe zu warnen, da ich wusste, dass die dafür verantwortlichen Faktoren – allesamt natürlichen Ursprungs – zusammenkommen würden.

Die Tatsache, dass sie es versäumt haben, ihre eigene Bevölkerung darauf vorzubereiten, zeugt von einer solchen Inkompetenz, dass ich zu dem Schluss gekommen bin, dass dies absichtlich geschah. Es handelt sich um eine bewusste Strategie, um eine verzerrte politische Agenda voranzutreiben, die fälschlicherweise Dinge verantwortlich macht, die nie die eigentliche Ursache des Problems waren.

Folgende Warnung habe ich ihnen am 6. Juni übermittelt habe:

Die Gründe dafür sind rein natürlicher Art, auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde, aber was haben sie denn nicht verstanden, als sie den Sommer mit dem Jahr 2003 verglichen haben – etwas, das ihnen doch eigentlich untrennbar im Gedächtnis verankert sein müsste?

Lassen Sie mich also erklären, wie ihre Strategie aussieht: Es ist genau das, was wir derzeit in den Bundesstaaten mit diesen linken Klimapropagandisten beobachten.

Noch einmal: Nicht ich habe die Hitze politisiert – sondern diejenigen, welche die Kraftwerke stillgelegt haben.

Das sind die Vereinigten Staaten im Jahr 2026. Wir sollten keine Stromausfälle erleben, nur weil es drei Tage lang extrem heiß ist (was übrigens Anfang nächster Woche vorbei sein wird). Tatsächlich könnten die Temperaturen in New York City am Montag Nachmittag genauso weit unter dem Normalwert liegen, wie sie derzeit im Zentrum der Hitzewelle über dem Normalwert liegen.

Aber wenn man bewusst zuverlässige Kraftwerke auf dem Altar der erneuerbaren Energien opfert – Energiequellen, die bei großen Hitzewellen aufgrund von schwachem Wind oder Dunkelheit oft unzuverlässig sind und einfach noch nicht bereit sind, die Last zu tragen –, und dann genau jene Kraftwerke stilllegt, die früher dafür sorgten, dass Klimaanlagen zuverlässig liefen – wessen Schuld ist das dann? Es ist die Schuld derjenigen, die diese Politik vorangetrieben haben.

Schauen Sie sich Florida an. Dort leben mehr Menschen und der Bedarf ist höher, doch das Stromnetz bricht nicht jeden Tag zusammen, weil man dort die Kraftwerke nicht stillgelegt hat. Hätte New York noch immer die Erzeugungskapazität, über die es vor nur zehn Jahren verfügte, könnte es diese Hitzewelle problemlos bewältigen.

Steve Goreham warnt schon seit Jahren genau davor, und was gerade passiert, ist geradezu beängstigend. Anstatt uns anzupassen, schaffen wir Probleme, die die Menschen bestrafen und allgemeines Elend verbreiten. Das Schlimmste daran ist, dass das gar nicht passieren dürfte. Die Ursache ist nicht das Wetter – es ist ein politisches, nicht wetterbedingtes Ereignis: die Stilllegung von Kraftwerken.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dadurch sind die Schwächsten unter uns schutzlos ausgeliefert. Sie verursachen das Problem, schieben die daraus resultierende Hitze dem Klimawandel in die Schuhe und legen dann mit noch mehr Forderungen und Kontrollen nach. Gewöhnen Sie sich daran, denn die meisten Amerikaner haben keine Ahnung, in welchem Zustand sich unser Stromnetz tatsächlich befindet.

Die Bundesstaaten, die gut davonkommen werden, sind diejenigen, die gesunden Menschenverstand walten lassen, eine zuverlässige Stromversorgung aufrechterhalten und sich auf Anpassung statt auf Ideologie konzentrieren.

Die gleiche Art von politischem Wahnsinn sieht man auch in Frankreich. Und wissen Sie was? Für sie könnte es diesen Winter sogar noch schlimmer werden. Im vergangenen Winter, obwohl er überdurchschnittlich warm ausfiel, ging das Erdgas fast zur Neige. Es gibt einige El-Niño-Winter in Europa, die ziemlich kalt sind. Beispiel: 09–10

Der vergangene Winter war bei weitem nicht so kalt

Angesichts des zusätzlichen Bedarfs würden sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, sollten sie einen Winter wie 2009–10 erleben.

Die gute Nachricht ist zweierlei: Erstens glaube ich nicht, dass dies derzeit passieren wird, und zweitens sind die Vereinigten Staaten – dank der unter Trump stark ausgeweiteten LNG-Exporte – in der Lage, ihnen noch mehr zu helfen.

Anstatt also den USA die Schuld für Probleme zu geben, die sie mit ihrer eigenen wahnwitzigen Klimapolitik selbst verursacht haben, sollten sie uns dafür danken, dass wir ihnen aus der Patsche helfen. Die Heuchelei dieser Leute kennt keine Grenzen.

Wenn sie wirklich wegen übermäßiger CO₂-Emissionen mit dem Finger auf jemanden zeigen wollen, sollten sie auf China schauen – nicht auf die Vereinigten Staaten –, das weitaus mehr CO₂ in die Atmosphäre pumpt.

Das sieht in Wirklichkeit nach einem gezielten Muster aus: Man schafft das Problem, zwingt den Menschen das Elend auf und gibt dann denjenigen die Schuld, die nichts damit zu tun hatten. Gleichzeitig sorgt man dafür, dass die Öffentlichkeit nie die ganze Geschichte erfährt, damit sie es stillschweigend hinnimmt.

Da Sie gerade hier lesen: Unsere Vorhersage zu den Auswirkungen von Hurrikanen enthält einen Bereich, der uns Sorgen bereitet, da dort eine überdurchschnittliche Aktivität zu erwarten ist – und das in einem Jahr, das insgesamt unterdurchschnittlich ausfallen wird.

Seit 1991 (Hurrikan Bob) hat in Neuengland kein Hurrikan mehr Land erreicht.

Der rote Faden, der sich durch die linke Klimaille zieht, ist pure Heuchelei – und der Senator von Rhode Island Sheldon Whitehouse praktiziert sie so gut wie kaum ein anderer. Er behauptet immer wieder, dass Hurrikane immer schlimmer werden, doch für Rhode Island gilt das Gegenteil: Von 1938 bis 1991 gab es in diesem Bundesstaat im Durchschnitt alle sieben Jahre einen Hurrikan, seitdem jedoch keinen mehr.

Obwohl er behauptet, sie würden schlimmer werden, setzt er sich aggressiv für Windkraftanlagen ein, die bei einem schweren Sturm zerbrechen könnten, wodurch unzählige scharfe Trümmerteile an die Strände im Süden Neuenglands gespült und der Fischerei sowie dem Tourismus Schaden zufügen würden. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Lebensdauer einer Windkraftanlage nur 18–22 Jahre beträgt – und niemand eine gute Antwort darauf hat, wie man sie recyceln soll.

Wenn sich also die Bedenken von WeatherBell.com hinsichtlich des aktuellen Musters als richtig erweisen, wer wird dann als Erster „Klimawandel“ schreien?

Wie kann das nicht politisch sein?

Und die Solaranlagen, die Flächen ersetzen, die zuvor naturbelassen oder begrünt waren. Eine Sache über Parkplätzen oder auf Dächern. Aber schaut euch das hier in Brüssel an:

Von @Electroversenet

Die roten Hitze-Graphiken Europas zeigen den städtischen Wärmeinseleffekt, nicht den Klimawandel. Copernicus-Satelliten verzeichneten einen Unterschied in der Landtemperatur von etwa 23 °C zwischen städtischen Gebieten und nahegelegenen Wäldern. In Belgien erreichte die Stadt Brüssel 47,4 °C, während die Temperatur im angrenzenden Sonienwald bei etwa 24,5 °C lag:

Jede einzelne dieser Solarwüsten – es handelt sich dabei nicht um Solar-Parks – treibt die lokalen Temperaturen weit über das natürliche Niveau hinaus.

Hier ist ein anschauliches Beispiel (zwar nicht mit Solarwüsten, sondern mit grüner Vegetation), das zeigt, wie echte Grünflächen dazu beitragen, einen Hitzestau zu verhindern. Über diesen Solarwüsten können die Temperaturen bis zu 60 °C erreichen – an Orten, an denen es sonst 30–40 °C kühler wäre.

Was ist der gemeinsame Nenner?

Das hier: Eine politische Ideologie, die das Problem selbst verursacht, indem sie sich weigert, sich anzupassen, den Menschen Leid zufügt und dann die Schuld dafür etwas zuschreibt, das wohl kaum oder gar keinen Einfluss darauf hat.

Hätte es während der tödlichen Hitzewelle von 1911, bei der 41.000 Menschen ums Leben kamen, den gleichen Grad an städtischer Bebauung gegeben, wäre es wahrscheinlich genauso heiß – oder sogar noch heißer – gewesen.

Diese Leute werden nicht verschwinden. Sie agieren mit Täuschung, Verzerrung und Selbsttäuschung. Und in dieser „Soundbite“-Gesellschaft, in der die Medien irgendwie nie das Gesamtbild betrachten wollen, wissen sie genau, wie sie damit weitermachen können.

Gibt es eine Lösung?

Nach all den Jahren ist mir klar geworden, dass ich das nicht einfach als „Gewinnen“ oder „Verlieren“ betrachten kann. Ich kann nur versuchen, das Gesamtbild aufzuzeigen, und mich damit trösten, dass Sie – ob Sie mir nun zustimmen oder nicht – zumindest den größeren Zusammenhang erkennen. Ich hoffe, dass Sie sich von dort aus selbst weiter mit dem Thema beschäftigen werden.

Ich bin schon lange der Überzeugung, dass der Versuch der Linken, das Klima zu kontrollieren, der endgültige Sargnagel für die Freiheit ist. Ich glaube, sie wissen das ganz genau und sehen darin den Weg zur ultimativen Kontrolle. Und wie alle Fanatiker im Laufe der Geschichte, die in ihrer unüberwindbaren Ignoranz verhaftet sind, werden sie einfach noch einen draufsetzen.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/08/the-heat-is-political/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Autor Joe Bastardi ist synoptischer Meteorologe genau wie der Übersetzer.

 

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Woher kommt der Strom? Wieder windschwach

11. Juli 2026 - 8:00
 26. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die regenerative Stromerzeugung der 26. Analysewoche des Jahres 2026 war wieder windschwach. Dafür gab es viel PV-Strom. Allerdings wurde die PV-Stromerzeugung durch die zum Teil sehr große Hitze über mehrere Tage wieder eingeschränkt.

„Bei Hitze sinkt die Leistung von Solarmodulen, weil sich das Halbleitermaterial Silizium erwärmt. Durch die höheren Temperaturen sinkt die elektrische Spannung in den Zellen.  […]“ Quelle

Die KI Gemini meint, dass sich dieser physikalische Effekt im Detail so erklären lässt:

    • Spannungsabfall: Mit zunehmender Hitze sinkt die elektrische Spannung (Volt) der Solarzelle deutlich, während die Stromstärke (Ampere) nur geringfügig zitiert wird. Da die Wattleistung das Produkt aus Spannung und Stromstärke ist, nimmt die Gesamtleistung ab. [1]
    • Erhöhter innerer Widerstand: Physikalisch führt die starke Erwärmung zu einer höheren Eigenschwingung der Atome im Silizium, wodurch der Fluss der Elektronen gestört und der innere Widerstand erhöht wird. [1, 2]

[…]

Ausführliche Informationen zu diesem physikalischen Zusammenhang finden Sie auf Fachportalen wie priwatt oder photovoltaik.info.

Selbstverständlich sinken die Strompreise über Tag. Sie sind über die Mittagszeit immer niedriger als am Vormittag, am Aben und in der Nacht. Preise um die 0€/MWh werden in dieser Woche nur am Sonnabend und Sonntag erreicht. Grund ist der geringe Wochenendbedarf. Zwar übersteigt die regenerative Stromerzeugung bereits am Freitag den Bedarf. Doch ist er um 12:00 Uhr 10 beziehungsweise 12 GW höher als am Wochenende zu gleichen Zeit. Die Mehrbedarf (=höhere Nachfrage) führt dazu, dass der Preisverfall nicht so stark ist wie am Wochenende.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 26. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus. Eindrucksvoll wird sichtbar, dass ein Ausbau wenig bis gar nichts an zusätzlicher elektrischer Energie bringt, wenn kaum Wind weht. Scheint die Sonne dagegen sehr stark, führt der Ausbau zu hoher Strom-Übererzeugung. Entsprechend werden sich die Strompreise (Zum Mittag stark negativ, zum Abend stark ansteigend) gestalten: Mit einem Chart und drei Sätzen wird die komplette Energiewende ad absurdum geführt.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Kaum Windstrom, reichlich PV-Strom. Die Strompreise.

Windstromerzeugung weiter sehr schwach, PV-Strom fließt etwas weniger. Die Strompreise.

Windstrom bleibt gering, PV wieder reichlich, knapp bedarfsdeckend. Die Strompreise.

Sehr wenig Windstrom. PV-Strom stark. Die Strompreise.

Leichter Anstieg Windstrom. PV-Stromerzeugung stark. Die Strompreise.

Geringer Bedarf. Winddelle über Mittag.  Die Strompreise.

Windflaute mit starker PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

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Klimaanlagen vs. Klima-Aktivismus: Gegenwind für UK/EU

10. Juli 2026 - 19:00

Robert Bradley Jr. from MasterResource

„Falls ich zur Präsidentin gewählt werde, werde ich ein groß angelegtes Programm zur Installation von Klimaanlagen auf den Weg bringen, beginnend an Orten mit den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.“ – Marine Le Pen, Vorsitzende der Partei „Rassemblement National“ (Französische Nationalversammlung)

Es ist nicht leicht, „grün“ zu sein. „Grüne“ Energie ist kaum wirklich grün (man denke nur an die Industrialisierung von Wind-, Solar- und Batterietechnik), und praktisch jeder Aktivismus zur Eindämmung des Klimawandels hat negative Auswirkungen auf Verbraucher, Steuerzahler und die Freiheit. Dies ist weniger das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen als vielmehr ein Angriff der „Deep Ecology“ auf das moderne Leben und die menschliche Weiterentwicklung.

Springen wir in den Sommer 2026. Wie schon lange vorhergesagt, erfordert eine sich erwärmende Welt (natürlich und anthropogen bedingt) Anpassungsmaßnahmen. Das bedeutet Klimaanlagen, Nebelmaschinen und die Erzeugung immer größerer Mengen an Eis, um den Höchstbedarf im Sommer zu decken. Doch die Aktivisten verachten solche grundlegenden Anpassungsmaßnahmen mit der Begründung, dass ein höherer Strombedarf mehr Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen aus bestehenden oder neuen Kapazitäten erfordern würde. Aber der Pragmatismus wird sich sicherlich durchsetzen, wenn die Anpassungsmaßnahmen die verbraucher- und komfortfeindliche Klimaschutzpolitik überholen.

Ohne Klimaanlage

„Klimaanlagen haben schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit“, so eine Quelle, „obwohl das nicht das einzige Problem bei Klimaanlagen ist.“ Zu den „zahlreichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt selbst“ zählen der Energieverbrauch, FCKW-/HFC-Emissionen sowie die Verwendung von Stahl oder nicht biologisch abbaubarem Kunststoff bei der Herstellung.

Vor fünfundfünfzig Jahren bezeichnete Paul Ehrlich die Klimaanlage als ein großes Übel der Gesellschaft. Klimaanlagen könnten „weitgehend abgeschaltet werden“, außer „dort, wo Menschen in der Nähe heiß laufender Maschinen arbeiten müssen“ oder wo wärmeempfindliche Elektronik zum Einsatz kommt. Kein Grund zur Sorge – „die Sommerhitze lässt sich von den meisten von uns auf viele andere Arten bewältigen (so wie sie noch vor zwei oder drei Jahrzehnten von uns allen bewältigt werden musste!)“. Ehrlich (und sein Co-Autor Richard Harriman) empfehlen daraufhin eine 20-Stunden-Woche, um „alle arbeitslosen Klimaanlagen-Reparateure“ wieder in Arbeit zu bringen. [1]

Der empfohlene „klimafreundliche“ Temperaturbereich von 26 °C im Sommer und 20 °C im Winter steht im Gegensatz zu den Komfortwerten, die für die meisten Menschen das ganze Jahr über bei etwa 22 °C liegen. Seien Sie in dieser Hinsicht vorsichtig mit „intelligenten Stromzählern“ – und vergessen Sie nicht Jimmy Carters „Thermostatpolizei“ aus den 1970er Jahren. Zunächst empfahl er eine Höchsttemperatur im Winter von 20°C oder weniger. Einen Monat später wies er an, dass in Bundesgebäuden die (Winter-)Temperaturen tagsüber auf höchstens 18°C und nachts auf höchstens 13°C eingestellt werden sollten. Präsident Reagan beendete Carters 22-monatiges Programm Anfang 1981.

Die Hitzewelle in EU/UK

Die aktuelle Hitzewelle in Europa sorgt für Schlagzeilen. Der Klimawandel sei dafür verantwortlich, heißt es. Aber was ist mit dem Großteil der übrigen Welt, der ganz normale Sommer erlebt? Extreme treten immer irgendwo auf.

Doch noch wichtiger: Welche Rolle spielt der Klimaalarmismus bzw. -aktivismus bei den Beschwerden der Menschen und sogar bei Todesfällen infolge von Hitzewellen? Ein aktueller AP-Artikel [Titel übersetzt] „Europas extreme Hitze wäre ohne den Klimawandel unmöglich, sagen Wissenschaftler“ – wirft genau diese Frage auf. Wo bleibt die Studie bzw. der Bericht „Europas Hitzekrise wird durch die Klimapolitik verschärft“? Wie sich herausstellt, ist der Mangel an Klimaanlagen (usw.) aufgrund hoher Strompreise und sogar staatlicher Vorschriften das Hauptproblem.

Inmitten der Hitze-Misere ist ein Ansturm auf kleine Klimaanlagen im Gange. Doch einige politische Entscheidungsträger, die sich von Klimasorgen leiten lassen, lassen solche Maßnahmen zur Selbsterhaltung nicht zu. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire (Parti Socialiste) will nur öffentliche Kühlung für die Schwächsten, nicht die „Plage“ privater Klimaanlagen. „Um uns gemeinsam anzupassen“, sagte er, „müssen wir unsere Lebensweise ändern.“

Das derzeitige „grüne“ Dilemma

Bill McKibben hat in einem kürzlich erschienenen, 2.150 Wörter langen Beitrag das Thema Klimaanlage kein einziges Mal erwähnt. Eine Woche später schrieb er: „Es gab viel sinnloses Hin und Her in den sozialen Medien über Klimaanlagen in Europa, die wir natürlich jetzt brauchen“, schrieb er und fügte in Klammern hinzu: „In Asien, Südamerika und Afrika brauchen wir sie sogar noch dringender.“

Vielleicht hat dieser zwischen McKibbens beiden Beiträgen erschienene Artikel in der New York Times seine Aufmerksamkeit erregt. Der Artikel von Michael D. Shear und Jeanna Smialek mit dem Titel [übersetzt] „Während Europa schwitzt, sprechen einige Politiker von Klimaanlagen statt von Klimaschutzmaßnahmen“ (26. Juni 2026) begann wie folgt:

Hitzebedingte Todesfälle und Beeinträchtigungen des Alltags zwingen Politiker dazu, sich auf unterschiedliche Weise mit der raschen Erwärmung unseres Planeten auseinanderzusetzen … Die Antwort rechter Politiker besteht zunehmend darin, sich auf eine kurzfristige Lösung zu konzentrieren, deren Notwendigkeit fast alle anerkennen – die Installation von Klimaanlagen in europäischen Haushalten, Schulen, öffentlichen Gebäuden und Krankenhäusern …

In Frankreich hoffen rechtsextreme Politiker, die sich für die Streichung von Initiativen zur Netto-Null-Emissions-Ziele ausgesprochen haben, von der Hitzewelle zu profitieren, indem sie der Regierung vorwerfen, das Land nicht widerstandsfähiger gemacht zu haben, aber auch, um dies als kulturelles Argument gegen die extreme Linke zu nutzen, die sich aus Umweltgründen oft gegen den Einsatz von Klimaanlagen ausgesprochen hat. „Wenn ich zur Präsidentin gewählt werde, werde ich ein umfangreiches Programm zur Installation von Klimaanlagen auf den Weg bringen“, versprach Marine Le Pen, die Vorsitzende der Partei „Rassemblement National“, am Freitag, „beginnend an Orten mit den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.“

The climate campaigners are in a difficult spot, the Times article continues.

Die Klimaschützer befinden sich in einer schwierigen Lage, heißt es in dem Artikel der „Times“ weiter.

Vor dem Hintergrund des traditionell milden, gemäßigten Klimas in Nordeuropa haben sich einige linke und grüne Parteien gegen Klimaanlagen ausgesprochen und stattdessen die Sanierung von Gebäuden mit architektonischen Maßnahmen befürwortet, um diese bei Hitze kühl zu halten. Doch die Gesundheitsrisiken, die von der Hitzewelle dieser Woche ausgehen, setzen diese Sichtweise zunehmend unter Druck – und führen zu einem Umdenken.

Als Reaktion auf den Aufruf eines Kommunalpolitikers an die Einwohner, Ventilatoren zu nutzen und einen neuen Baum zu pflanzen, antwortete ein Politiker:

Es ist absurd, dass alle Regierungen unseres Landes unter dem Druck von links-grünem Geschwätz vom Einsatz von Klimaanlagen abraten. Dabei ist das doch die effizienteste und beste Lösung. Wie viele Todesfälle hat die Regierung mit solchen absurden Ratschlägen wohl schon auf dem Gewissen?

Das ist doch ein gutes Schlusswort.

[1] Paul Ehrlich und Richard Harriman, How to Be a Survivor, Ballantine Books, 1971), pp 73–74.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/03/air-conditioning-vs-climate-activism-uk-eu-face-the-music/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Vatikan-Zeitung schädigt „Begegnung von Glaube und Vernunft“ mit Falschmeldungen zum Klima

10. Juli 2026 - 17:00

Frits Byron Soepyan – From the CO2 Coalition 

Mit der Berichterstattung über die sensationellen Behauptungen von UNICEF schließt sich die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ der Panikmache der Klimaalarmisten an, deren Glaubwürdigkeit unter einem Mangel an wissenschaftlichen Fakten leidet.

Unter Berufung auf den UNICEF-Bericht „The Children’s Climate Risk Report 2026“ behauptet der Artikel auf der Titelseite der Ausgabe vom 16. Juni mit dem Titel „Emergenze climatiche: Il cielo sopra i bam (Klimanotstände: Der Himmel über den Kindern)“, dass die Hälfte aller Kinder weltweit „täglich“ von „extremen Klimaereignissen“ bedroht sei. Der Artikel nennt die Reduzierung der Treibhausgasemissionen als eine Möglichkeit, „Klimarisiken“ zu mindern. Der UNICEF-Bericht drängt zudem auf den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zugunsten „erneuerbarer“ Energien.

Aber sind Kinder – oder überhaupt irgendjemand – wirklich durch eine Klimakrise gefährdet? Schauen wir uns einmal an, was die Daten sagen.

Die EM-DAT-Datenbank des Zentrums für Katastrophenepidemiologie der Universität Louvain bestätigt, dass Naturkatastrophen ab etwa dem Jahr 2000 nicht häufiger geworden sind. Vor dieser Zeit befand sich das System zur Katastrophenmeldung noch im Aufbau. Das bedeutet, dass der Anstieg der gemeldeten Katastrophenzahlen im 20. Jahrhundert eher auf eine verbesserte Berichterstattung durch mehr Stationen zurückzuführen ist als auf eine Zunahme der Katastrophenhäufigkeit.

So ist beispielsweise der weltweite Anteil der von Dürre betroffenen Landfläche seit 1950 rückläufig. In den Vereinigten Staaten erreichten Hitzewellen ihren Höhepunkt in den 1930er Jahren, und die Schwere sowie die Häufigkeit von Waldbränden gingen von 1926 bis 2025 deutlich zurück. Die jährlich durch Waldbrände zerstörte Fläche ist seit ihrem Höchststand im Jahr 1930 um etwa 90 % zurückgegangen.

Laut weltweiten von Dr. Ryan N. Maue zusammengestellten Daten nehmen weder die Heftigkeit noch die Häufigkeit von tropischen Stürmen und Hurrikanen zu. Seit den 1920er Jahren ist die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen pro Jahrzehnt bis in die 2010er Jahre um mehr als 90 % zurückgegangen.

Da weder die Schwere noch die Häufigkeit von Naturkatastrophen zugenommen hat und die durch Katastrophen verursachte Sterblichkeit drastisch gesunken ist, gibt es schlichtweg keine Grundlage für die Sensationsmache der Vatikanzeitung.

Zwar sind in den letzten Jahrzehnten die Konzentrationen verschiedener Treibhausgase in der Atmosphäre gestiegen, darunter Kohlendioxid (CO₂), Methan und Lachgas, doch können diese nicht für „Klimanotstände“ verantwortlich gemacht werden, weil es diese gar nicht gibt.

Tatsächlich fördert CO₂ als lebenswichtiges Gas das Pflanzenwachstum umso mehr, je höher seine Konzentration in der Atmosphäre ist. Pflanzen werden größer, produzieren mehr Nahrung und nutzen Wasser effizienter, wodurch sie Dürren besser widerstehen können. Die NASA hat bestätigt, dass die Erde seit Jahrzehnten immer grüner wird, wobei höhere CO₂-Konzentrationen für 70 % des neuen Wachstums verantwortlich sind.

Angesichts dieser Vorteile ist es töricht zu versuchen, den Kohlendioxidgehalt zu senken. Wenn überhaupt, wird mehr davon benötigt.

Es ist zudem ironisch, dass extreme Hitze zu den „extremen Klimaereignissen“ gezählt wird, da zwischen 2000 und 2019 mehr als neunmal so viele Menschen durch Kälte ums Leben kamen wie durch Hitze.

Vielleicht noch ironischer ist der Aufruf von UNICEF zu einem „gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien“, während die Organisation behauptet, für die Rechte der Kinder zu kämpfen – vor dem Hintergrund, dass beim Abbau der für die Herstellung von Elektrofahrzeugen benötigten Metalle Kinderarbeit eingesetzt wurde und wird.

Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, hat der Abbau der für Wind- und Solarenergieanlagen sowie Elektrofahrzeuge benötigten Metalle zu Umweltzerstörung geführt: Wildtiere wurden durch den Betrieb von Wind- und Solaranlagen getötet; der Ausfall dieser äußerst unzuverlässigen Energiesysteme in Zeiten hoher Stromnachfrage hat Menschenleben gekostet; und giftige Chemikalien wurden durch explodierende Batteriespeicheranlagen, die für „erneuerbare“ Systeme gebaut wurden, sowie durch von Unwettern beschädigte Solarmodule freigesetzt.

Die Vatikanzeitung zählt die „Begegnung zwischen Glaube und Vernunft“ zu ihrem redaktionellen Auftrag, trübt diese Begegnung jedoch mit irrationalen Übertreibungen.

Hugh Owen, Direktor des Kolbe Center for the Study of Creation sagte, dass Religion und Wissenschaft „nur dann im Widerspruch zueinander stehen, wenn falsche Informationen entweder von Seiten der Wissenschaft, von Seiten der Religion oder von beiden Seiten ins Spiel kommen“. Leider hat „L’Osservatore Romano“ falsche Informationen von Seiten der Wissenschaft in seinen redaktionellen Inhalt aufgenommen.

Originally published at American Greatness, June 25, 2026.

Link: https://climaterealism.com/2026/07/vatican-newspaper-taints-encounter-of-faith-and-reason-with-climate-falsehood/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Nukleare Sicherheit und Einsteins Wahrheiten

10. Juli 2026 - 14:00

Kelvin Kemm

Die Wissenschaft stützt sich auf Beweise, auf echte Beweise. Wissenschaftliche Wahrheit ist keine Meinung und kein Mehrheitsbeschluss. Allerdings können Meinungen bis zu einem gewissen Grad genau zu Beginn des Prozesses eine Rolle spielen, nämlich wenn eine wissenschaftliche Hypothese aufgestellt wird.

Schauen wir uns also ein Beispiel an. Vor etwa 120 Jahren kam ein junger, unbekannter Mann namens Albert Einstein auf Ideen, die zunächst ziemlich verrückt erschienen. Eine davon war, dass die höchstmögliche Geschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum sei. Eine andere war, dass die Zeit umso langsamer verläuft, je schneller man sich bewegt. Und wieder eine andere war, dass Licht durch die Schwerkraft abgelenkt wird. Diese Ideen klangen sehr weit hergeholt, und viele Leute sagten zu Einstein: „Hören Sie, Herr Einstein, wenn Sie nur Ihren gesunden Menschenverstand einsetzen, werden Sie erkennen, dass …“

Jedenfalls blieben Einsteins Ideen bloße Ideen, bis tatsächlich beobachtet wurde, dass die Schwerkraft das Licht krümmt. Als sich die Gelegenheit bot, wurde ein Experiment durchgeführt. Am 29. Mai 1919 fand eine totale Sonnenfinsternis statt. Einstein reiste zusammen mit anderen Wissenschaftlern auf einem Schiff hinaus aufs Meer, um von dort aus die Sonnenfinsternis optimal beobachten zu können. Als die Finsternis einsetzte, konnten sie das Sternenlicht des Hyaden-Sternhaufens messen und stellten fest, dass es sich beim Vorbeiziehen an der verdunkelten Sonne leicht krümmte. Über Nacht wurde Einstein von einem unbedeutenden, unbekannten Wissenschaftler zu einer internationalen Berühmtheit. Ein winziger Beweis deutete darauf hin, dass der Rest seiner Theorie wahrscheinlich richtig war.

Wie sieht es also mit der Sicherheit der Kernenergie aus?

Beginnen wir mit der bekanntesten sogenannten „Kernkraftkatastrophe“, Fukushima. Betrachten wir den Vorfall, als wäre er ein wissenschaftliches „Experiment“. Eine riesige Wasserwand, der Tsunami, prallte gegen einen Kernkraftwerkskomplex und überwand dabei die Flutwellenbarriere. Das war also die erste Phase unseres „Experiments“: ein Tsunami, der die Auslegungsspezifikationen überstieg.

Als Nächstes wurden die primären elektrischen Kühlpumpen so ungünstig positioniert, dass sie vom Wasser überflutet und außer Betrieb gesetzt wurden. Der Reaktorkomplex tat daraufhin genau das, was er sollte, und schaltete auf die Diesel-Reservepumpen um. Doch dann trat die dritte Phase des „Experiments“ in Kraft. Ein Teil des Dieselkraftstoffs war in Außentanks gelagert worden, die weggespült wurden. Den Pumpen ging der Kraftstoff aus. Es gab noch eine Reihe weiterer Phasen dieses „Experiments“, wie zum Beispiel mangelhafte Managementsysteme und andere. Alles in allem hätte man kein besseres „Experiment“ entwerfen können, um die nukleare Sicherheit von Fukushima auf eine harte Probe zu stellen.

Nun fragen wir: „Wie viele Menschen sind nach all diesem Drama, diesen Versäumnissen und Fehlentscheidungen durch radioaktive Strahlung ums Leben gekommen?“ Die Antwort lautet: null. Wie viele Menschen wurden also durch radioaktive Strahlung verletzt? Antwort: null. Und wie viel Privateigentum wurde durch radioaktive Strahlung beschädigt? Antwort: null.

Das endgültige „experimentelle“ Ergebnis lautete also, dass die radioaktive Strahlung keinen Schaden angerichtet hat.

Daraus lässt sich schließen, dass Fukushima keine Atomkatastrophe war. Es handelte sich um einen herkömmlichen Industrieunfall, der sich für den Kernkraftwerksbetreiber als finanzielles Desaster und für das Unternehmen sowie die japanische Regierung als PR-Desaster herausstellte. Aber es war keine Atomkatastrophe.

Hätte man die gesamte Fukushima-Affäre als gezieltes Experiment zur Überprüfung der nuklearen Sicherheit konzipiert, hätte man es nicht besser machen können, um zu veranschaulichen, wie sicher die Kernenergie ist, wenn eine riesige Energiemenge von einer riesigen Wasserwand getroffen wird.

Das Gleiche galt für den Atomunfall von Three Mile Island in den USA. Niemand kam ums Leben oder wurde durch radioaktive Strahlung geschädigt.

Einschub des Übersetzers: Zu diesem Unfall war es Ende der 1970er Jahre gekommen; er fiel in meine Zeit in den USA. Ich wohnte etwa 50 km vom Unfallort entfernt – und erhielt in der Folge von Bekannten hierzulande besorgte Briefe, wie es mir ginge und so weiter. Das Ganze war (schon damals!) in deutschen Medien enorm aufgebauscht worden.

Vor Ort in Pennsylvania war das Ganze jedoch nur eine Randnotiz wert. Niemand regte sich auf, niemand war zu Schaden gekommen. Also war das Ganze weder für die Anwohner noch für die lokalen oder die überregionalen Medien zwei Tage später noch ein Thema. – Ende Einschub

Okay, wie sieht es dann mit Tschernobyl aus? Ja, einige Menschen starben an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Aber es waren weniger als 60, nicht Tausende, wie oft von einigen Anti-Atomkraft-Aktivisten behauptet wird. In Tschernobyl gab es jedoch keine Strahlenschutzhülle, das Reaktordesign war mangelhaft und es gab weitere Mängel. Dennoch starben nur wenige Menschen, darunter auch Ersthelfer, die mutig in die brennenden radioaktiven Trümmer stürmten, um die Brände zu löschen. Also ein weiteres gutes „Experiment“, das die Sicherheit der Kernenergie belegt.

Hinzu kommt, dass diese drei Reaktorkomplexe alle sehr alt waren. Die Kerntechnik hat sich weiterentwickelt, und moderne Reaktoren sind weitaus ausgefeilter und wesentlich sicherer als ihre Pioniervorläufer. Das Ergebnis ist, dass moderne Reaktoren extrem sicher sind, wie praktische technische Ergebnisse belegen. Doch die Atomkraftgegner verbreiten weiterhin wilde theoretische Spekulationen über Hunderttausende von Menschen, die ums Leben kommen könnten, wenn ein Kernreaktor außer Kontrolle gerät. Die tatsächlichen Beweise widerlegen jedoch diese theoretischen Spekulationen.

Lassen Sie uns nun unsere eigene theoretische Spekulation aufstellen. Große Boeing-Flugzeuge fliegen über New York. Stellen wir uns also eine voll beladene Boeing 747 vor, die in Richtung Johannesburg fliegt. Und eine weitere voll beladene Boeing 747 fliegt aus London heran. Die beiden stoßen über Manhattan frontal zusammen, und die beiden Feuerbälle stürzen auf den Broadway und die Wall Street. Beim Aufprall explodieren sie.

Können Sie sich das Ausmaß der Katastrophe vorstellen?

Nur weil Sie sich das vorstellen können, heißt das noch lange nicht, dass das Fliegen verboten werden sollte. Natürlich nicht.

Warum also so ein Drama um die Sicherheit der Kernenergie machen, nur weil man sich in seiner Fantasie ein abwegiges, katastrophales Szenario ausmalen kann? Die bisherigen konkreten Erkenntnisse haben eindeutig gezeigt, dass Kernenergie weitaus sicherer ist, als sich irgendjemand jemals vorgestellt hat.

Fantasievolle Spekulationen sind schön und gut – für Geschichten, wie Einstein sie gemacht hat. Aber dann braucht man Beweise aus der realen Welt, um zu zeigen, ob diese fantasievollen Spekulationen wahr oder falsch sind.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/03/nuclear-safety-and-einsteins-truth/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Nukleare Sicherheit und Einsteins Wahrheiten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Teil 2: Über den gesellschaftlichen Wert unserer steueralimentierten Wissenschaft

10. Juli 2026 - 14:00
von Uli Weber

Teil 1 finden Sie hier

Was wir hier und heute live im medialen und politischen Klimawahn miterleben, ist ein intellektueller Rückfall ins religiöse Mittelalter und eine Rückabwicklung der abendländischen Aufklärung. Die hoch komplexe moderne „Wissenschaft“ hat dabei für eine selbstbestimmt MINT-ferne Mehrheit die Funktion des mittelalterlichen Kirchenlateins übernommen, das den einstmals mündigen Bürger zum gläubigen CO2-Ablaßzahler verdammt.

Die institutionelle Wissenschaft verwaltet und verteidigt inzwischen den Glaubenskatechismus der globalen Klimakirche. Sie ist aus ihrer Rolle als Motor der bürgerlichen Aufklärung und vor ihrem eigenen strengen Wahrheitsanspruch desertiert und hat sich zum alimentierten Hofnarren dieses wirtschaftlich erfolgreichen klimareligiösen Ablaßhandels zurückentwickelt. Und hier befindet sie sich in tiefgläubiger Eintracht mit der Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 auf dem Weg der Großen Transformation in ein dekarbonisiertes mittelalterliches Paradies.

Die Durchführung von geplanten Projekten ist auch immer ein ökonomisches Problem, denn am Ende kann man nur jenes Geld ausgeben, auf das man Zugriff hat. An der Ostseeküste werden aktuell immer noch beschädigte Deiche von der Ostsee-Sturmflut aus Oktober 2023 repariert und ertüchtigt. Im Ergebnis dieser Jahrhundertflut hatten die Landesschutz­deiche der Sturmflut standgehalten, aber von 35 Regionaldeichen versagten insgesamt 8, an 10 Regionaldeichen traten mittlere bis starke Schäden auf und an 20 Regionaldeichen wurden Wiederherstellungsmaßnahmen erforderlich (widersprüchliche Zahlenangaben aus der Originalquelle). Küstenschutz ist auch immer ein ökonomisches Problem, denn während das Land Schleswig-Holstein seine Landesschutzdeiche für ein solches Jahrhundertereignis aufgerüstet hatte, war das den kleinräumig strukturierten Wasser- und Bodenverbänden nicht in gleichem Umfang möglich gewesen.

Die ökonomische Betrachtung einer Problemlösung kann aber auch in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen, indem sich computergestützte Glaskugelalarme für die ferne Zukunft plötzlich als heiße Luft erweisen, wie das gerade mit dem IPCC-Höllenszenario RCP 8,5 als Grundlage für die Große Transformation in ein CO2-freies Mittelalter geschehen ist.

Die Erfahrung sagt, dass die Überführung eines organisch gewachsenen IST-Zustands (=0%) in eine neue Struktur (=100%) ganz grob in 4 Veränderungsphasen eingeteilt werden kann. Die 1. Phase umfasst etwa 10% Veränderung und besteht lediglich in einer zukunftsweisend optimierten Strukturierung des vorgegebenen IST-Zustands. Es folgen drei weitere Phasen zu jeweils 30%, in deren Abfolge sich die Kosten jeweils verdoppeln. Die letzte Phase 4, also 70-100%, kostet erfahrungsgemäß mehr als die drei vorangegangenen Phasen zusammen. Der Rückzug des Klimavatikans IPCC aus seinem Höllen-Szenario RCP 8,5, der von internen Wissenschafts­dissidenten erzwungen worden war, greift nun unmittelbar in die Phase 4 der Großen Transfor­mation zu einer CO2-freien globalen Zukunft ein. Im Ergebnis der vorstehend beschriebenen Erfahrungswerte reduziert sich damit die bisherige Zielsetzung auf etwa 70%, wodurch sich wiederum die Kosten für eine Zielerreichung schlagartig halbieren würden.

Erstaunlicherweise hatte diese Meldung des IPCC aber in der Politik kaum und in den „Qualitäts­medien“ nur sehr wenig Echo erzeugt.

Da die Netto-0-Politik, also die globale Dekarbonisierung, auf dem gestrichenen Höllen-Szenario RCP 8,5 aufbaut ist es völlig unverständlich, dass dadurch keinerlei gesellschaftspolitische Diskussion angestoßen worden ist. Noch viel unverständlicher ist allerdings, dass eine solche Diskussion nicht einmal aus der institutionellen Wissenschaft als Interessenvertreter wissenschaftlicher Wahrheit und der sie alimentierenden Bürger gefordert wird. Und aus den Reihen der Judikative, deren wegweisende Klimaurteile ebenfalls auf dem untergegangenen Höllen-Szenario aufbauen, konnte ebenfalls keine Reaktion festgestellt werden.

Also wird der einmal eingeschlagene Weg verbissen weiter verfolgt, auf dem kontinuierlich steigende Dekarbonisierungskosten bei immer weiter sinkender industrieller Wertschöpfung direkt in ein vorindustrielles Mittelalter führen müssen, wie das Titelbild aus dem 1. Teil beweist:

Abbildung: Screenshot SMARD – Bearbeitung U. Weber

Und was soll uns das nun sagen? Nun, die Stromversorgung in unserem Land besitzt die Qualität einer kaputten Uhr, denn die zeigt 2x am Tag die richtige Zeit an – und genauso kreuzt die solare Erzeugungsspitze 2x am Tag die Lastlinie des Stromverbrauchs, mit der sie eigentlich deckungsgleich verlaufen müsste. Der regelmäßige Zukauf fehlender elektrischer Energie und die regelmäßige kostenpflichtige Verklappung von unnötig erzeugter elektrischer Energie über den 24h-Tag kosten uns regelmäßig einen Haufen Geld. In einer Gesellschaft der Aufklärung und Selbstbehauptung hätte man einen solchen wirtschaftlichen Selbstmord bereits bei allerersten Anzeichen unterbunden. Aber um die planwirtschaftliche Energiewende ins vorindustrielle Mittelalter erfolgreich voranzubringen, plant die auf unser Land vereidigte Bundesregierung statt dessen eine Verdoppelung dieses Solarpeaks bis 2030 und bis 2045 sogar eine Vervierfachung.

Nach Wegfall des IPCC-Höllen-Szenarios RCP 8,5 hätte ein Staat, dessen Entscheidungsträger von Verantwortung, Wissenschaft, Recht und Lauterkeit getragen werden, solche überhöhten Ziele einfach den neuen Erkenntnissen angepasst und die Zukunftskosten für unsere Nachkommen halbiert – und genau das ist nun einmal nicht geschehen.

Es gibt nur einen erfolgversprechenden Analyseweg für eine konkrete Problematik, nämlich vom IST-Zustand hin zur Lösung. Beim Klimawahn besteht die Problematik vorgeblich in der Veränderung dieses IST-Zustands durch die fortlaufende anthropogene Nutzung von fossilen Energieträgern und den dadurch erzeugten CO2-Ausstoß hin zu einem Hitzekollaps der Erde. Zielsetzung ist dort eine Kontinuität des IST-Zustands durch den vollständigen globalen Ersatz fossiler Energieträger, also:

Präventiver Handlungsstrang: Problemstellung => Maßnahmenkatalog => erwünschtes Ergebnis

Mit dem Wegfall des Höllen-Szenarios RCP 8,5 hat sich die Zielsetzung „vollständiger Ersatz fossiler Energieträger“ verändert. Diese Veränderung müsste jetzt also aktuell nachgesteuert werden und ein darauf aufbauender reduzierter Maßnahmenkatalog den bisherigen ersetzen. Ein solcher Prozess wurde jedoch gar nicht erst eingeleitet, sondern alle beteiligten Regierungen und Organisationen machen einfach leise pfeifend weiter wie bisher und erheben den Wegfall von RCP 8,5 zum Ergebnis all ihrer vorherigen erfolglosen Anstrengungen. Ein solches Verhalten lässt Raum für jede beliebige Verschwörungstheorie, also auch für die nachfolgende:

Wenn ein bestehender Maßnahmenkatalog nicht an eine Reduzierung der ursächlichen Problematik angepasst wird, kann es sich durchaus um einen typischen Zielkonflikt handeln, bei dem das erwünschte Ergebnis bereits vordefiniert war, und der vorlaufende Maßnahmenkatalog mit seiner Begründung willkürlich darauf abgestellt worden ist. Denn selbstverständlich kann man die Pfeile in dem oben dargestellten Handlungsstrang auch umkehren:

Manipulativer Handlungsstrang: Problemstellung <= Maßnahenkatalog <= erwünschtes Ergebnis

Das nennt man dann „vom Ende her denken“, wobei der zeitliche Ablauf natürlich weiterhin von links nach rechts verläuft. Im Ergebnis entwickelt sich ein präventiver Handlungsstrang also parallel zum zeitlichen Ablauf, während ein manipulativer Handlungsstrang entgegengesetzt zum zeitlichen Ablauf „vom Ende her“ konstruiert wurde. Und um nun im globalsozialistischen Klimawahn dieses gewünschte Ziel auch wirklich zu erreichen, kann man natürlich nicht auf Veränderungen der als ursächlich definierten Problemstellung eingehen. Wie so ein manipulatives Konstrukt „vom Ende her“ in die Realität eingebracht wird, hatte einst ein superschlauer Insider ausgeplaudert:

Ein Selbstdarsteller verrät die Blaupause für die Große Transformation in eine CO2-freie Welt

Und das geht so:

(1) „Der erste Schritt ist das Hervorbringen von Ideen durch Thinktanks, Forschungsnetze und Interessenvertretungen – unterstützt durch strategischere Visionen seitens der Geldgeber.“

(2) „Dann kommt die wirkungsvolle Verpackung dieser Ideen – zum Beispiel eine andere Art der Einordnung von Umweltproblemen, indem man sich stärker auf Wirtschaftsideen konzentriert. Dadurch wird es möglich, positivere Geschichten über Arbeit, Lebensstil und die Zukunft zu erzählen.“

(3) „Diese Verschiebungen bei der Ideenfindung und Verpackung der Kommunikation führen dann zum dritten Schritt, in dem es um eine bessere Abstimmung der derzeit zersplitterten politischen Netzwerke geht, so dass unterschiedliche Organisationen ähnliche Ideen an ihre eigenen Interessengruppen weitergeben können.

(4) „Im letzten Schritt wird diese stärkere Einheit der Ideen zur wirtschaftlichen Umgestaltung in öffentlichen Druck umgewandelt, der von politischen Entscheidungsträgern und Parteien aufzunehmen ist.“

Wir haben in beiden alternativen Handlungssträngen also das Problem der terrestrischen Selbstverbrennung, dem mit der Dekarbonisierung der Welt abgeholfen werden soll, um in Zukunft ein mittelalterliches Klimaparadies zu errichten. Die fehlende Reaktion auf den Wegfall des Höllen-Szenarios RCP 8,5 stellt dabei eine starke Indikation für einen „vom Ende her“ gedachten manipulativen Handlungsstrang dar.

Damit aber wäre die Klimareligion lediglich das Opium fürs Volk, unter dessen mentalem CO2-Schleier eine mittelalterliche Art von globalem Sozialismus eingeführt werden soll.

Die westlichen Industrienationen werden also weiterhin ausgeplündert, deren wirtschaftliche Grundlage – günstige und jederzeit verfügbare Energie – wird weiterhin zerstört und deren Infrastruktur wird weiterhin auf Verschleiß gefahren. Die Bevölkerung des globalen Südens wird auch weiterhin mit fremdem Geld von einer eigenständigen Entwicklung ferngehalten, und weiterhin werden dort Urwälder abgeholzt und Plantagen für die „klimaneutralen“ Ersatzrohstoffe der Industrieländer angelegt. In beiden globalen Welten wird die Natur durch das Abgreifen sogenannter „erneuerbarer Energien“ großflächig zerstört und damit das Trümmerfeld für die nächste finanzielle UN-Ablassinitiative vorbereitet: Nach Aussage des „UN-Weltbiodiversitätsrates“ (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services – IPBES) zur weltweiten Artenvielfalt war nämlich bereits im Jahr 2019 die Zahl von 1.000.000 (in Worten: Eine Million) Arten auf unserer Erde vom Aussterben bedroht – und der geplante Flächenverbrauch für zusätzliche Vogelschredder, Solarbeschattungen und Industrieplantagen bis zur vollständigen Dekarbonisierung der Welt ist da anscheinen noch nicht einmal enthalten.

Vielleicht erinnern Sie Sich noch an den Club of Rome. In seinem Buch „The First Global Revolution“ (1991) von Alexander King (CoR-Präsident 1984-1990) und Bertrand Schneider (erster CoR-Generalsekretär) heißt es auf Seite 70, Zitat als GOOGLE-Übersetzung:         

Das Bedürfnis nach Feinden scheint ein gemeinsamer historischer Faktor zu sein. Einige Staaten haben versucht, innenpolitisches Versagen und interne Widersprüche dadurch zu überwinden, dass sie externen Feinden die Schuld geben. Der Trick, einen Sündenbock zu finden, ist so alt wie die Menschheit selbst: Wenn es zu Hause zu schwierig wird, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Abenteuer im Ausland. Bringen Sie die geteilte Nation zusammen, um sich einem äußeren Feind zu stellen, entweder einem echten oder einem zu diesem Zweck erfundenen.“

Und weiter heißt es dort auf Seite 75, Zitat als GOOGLE-Übersetzung:         

Auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind, gegen den wir uns vereinen können, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die Folgen der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und dergleichen genau das Richtige wären. In ihrer Gesamtheit und ihren Wechselwirkungen bilden diese Phänomene einen roten Faden, dem sich alle gemeinsam stellen müssen. Aber wenn wir diese Gefahren als Feinde bezeichnen, tappen wir in die Falle, vor der wir unsere Leser bereits gewarnt haben, nämlich Symptome mit Ursachen zu verwechseln. All diese Gefahren entstehen durch menschliche Eingriffe in natürliche Prozesse und können nur durch veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen überwunden werden. Der wahre Feind ist die Menschheit selbst.“

Es soll ja angeblich prophetische Bücher geben, die, von der Masse der Mitläufer ignoriert, rechtzeitig vor späteren Entwicklungen gewarnt hatten, ohne dass hinterher irgendwer davon irgendwas gewusst haben will. Ist die vorstehend zitierte CoR-Saga vielleicht eines davon?

 

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Dominique Görlitz: Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen – 17. EIKE – Klimakonferenz in Halle

10. Juli 2026 - 11:00

Dominique Görlitz, Mitglied im Verein für Experimentelle Archäologie, ist bekannt für seine Fahrten mit Schilfbooten über den Atlantik, auf den Spuren von Thor Heyerdahl.

In der Pfännerhall bei Merseburg steht sogar das Original der „Abora IV“, einem Boot altägyptischer Bauart. Er betont, daß Warmzeiten gute Zeiten für die Entwicklung der Zivilisation waren, statt einer Katastrophe, wie heute behauptet wird. Ende Juni sprach er auf der 17. EIKE-Klimakonferenz zum Thema „Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen“. Hier zunächst sein Interview.

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Klima-Alarmisten heulen auf, nachdem die EPA die „Gefährdungsfeststellung“ widerrufen hat.

10. Juli 2026 - 8:00

Paul Driessen

Wird die wachsende Wut über das Chaos in den Bereichen Energie, Wirtschaft und Einwanderung den Selbstmord Großbritanniens und der EU verhindern?

„Was nicht ewig so weitergehen kann, wird irgendwann aufhören“, stellte der Ökonom Herb Stein oft fest.

„Kommt, Abgeordnete und Ministerpräsidenten, bitte beherzigt den Ruf“, könnte Bob Dylan über Europa singen. „Steht nicht in der Tür. Versperrt nicht den Flur … Denn die Zeiten ändern sich.“

Oder zumindest könnten sie sich ändern – nicht nur in Europa, sondern weltweit.

Hier schreibt der Autor ziemlich lang über die Einwanderungsprobleme. Weil das nicht zum Themen-Portfolio des EIKE gehört, wird es hier nicht übersetzt. Interessant ist aber der Blick des Autors von außen auf die Energiepolitik in Europa. A. d. Übers.

Natürlich ist die Einwanderung bei weitem nicht die einzige Ursache für Unruhen, auch wenn mehr Einwanderer mehr Reisen, einen höheren Energie- und Lebensmittelverbrauch sowie den Bau weiterer Wohnungen bedeuten – was alles zur angeblichen „Klimakrise“ beiträgt … und zu steigenden Preisen für all diese lebensnotwendigen Güter.

Das eigentliche Problem ist jedoch, dass die aus dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (und der Kernenergie) basierende Energiepolitik die Heiz- und Strompreise auf den höchsten Stand weltweit getrieben, die europäische Wirtschaft lahmgelegt, Millionen von Arbeitsplätzen gekostet, ganze Industriezweige in Länder mit billiger Energie und billigen Arbeitskräften verlagert, Tausende Menschen das Leben gekostet hat, die es sich nicht leisten konnten, ihre Wohnungen angemessen zu heizen oder zu kühlen, und einfach nicht funktioniert. Tatsächlich können es sich 47 Millionen Menschen – mehr als 10 % der europäischen Bevölkerung – nicht leisten, ihre Wohnungen zu heizen.

Die EU-Politik hat zudem dazu geführt, dass Millionen Acres mit Lebensräume zerstörenden Solaranlagen sowie Vögel und Fledermäuse tötenden Windkraftanlagen nebst endlosen Stromleitungen überzogen worden sind.

In Anbetracht dessen, was jenseits des Atlantiks geschieht [= in Europa, A. d. Übers.], hat Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus den UN-Klimagremien, dem Pariser Klimaabkommen, den jährlichen Klimakonferenzen, den Netto-Null-Maßnahmen und der „Endangerment Finding“-Verordnung aus der Obama-Ära zurückgezogen.

Die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs halten weiterhin hartnäckig am Kampf gegen den Klimawandel fest, vollziehen den katastrophalen Übergang zu teurer, stark subventionierter und wetterabhängiger Wind- und Solarenergie und wollen mit „gutem Beispiel“ vorangehen, um „den Planeten zu retten“ganz gleich, wie sich dies auf ihre Wähler auswirkt, wie wütend und aufbegehrend diese geworden sind oder wie bedeutungslos ihr „Beispiel“ ist.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In Schwellen- und Entwicklungsländern auf der ganzen Welt besteht die einzige spürbare Energiewende darin, von Holz und Dung auf Öl, Gas, Kohle und (kleine modulare) Kernkraftwerke umzusteigen. Diese Länder wollen reichlich vorhandenen, zuverlässigen und erschwinglichen Strom sowie die Häuser, Autos, den Lebensstandard, die Schulen, Fabriken, sauberes Wasser, nahrhafte Lebensmittel, Klimaanlagen, Herde und Öfen, die wir in den USA genießen.

Sie wollen dem Elend, den Krankheiten und dem frühen Tod ein Ende setzen, unter denen ihre Bevölkerung noch immer leidet.

Sie wissen, dass China jede Woche neue Kohlekraftwerke baut und dass China und Indien zusammen mittlerweile ein Drittel aller weltweiten „Kohlenstoff“-Emissionen (Kohlendioxid als Pflanzennahrung) verursachen.

Die Teilnehmer der gerade zu Ende gegangenen SB64-Klimakonferenz und der bevorstehenden COP31-Veranstaltung haben kein Interesse daran, „klare, messbare Ziele“ durch „gemeinsame Verantwortung, enge Zusammenarbeit und entschlossene Umsetzung“ mittels „Investitionen“ in die neue „globale grüne Wirtschaft“ in „sofortige Maßnahmen“ umzusetzen.

Sie nehmen daran teil, um ihre Forderungen nach „Wiedergutmachungszahlungen“ in Höhe von Billionen Dollar für angebliche „Klimaschäden“ durch Industrienationen voranzutreiben – und um das Recht einzufordern, sich so zu entwickeln, wie sie es für richtig halten, und nicht so, wie es ihnen die UNO und die EU vorschreiben. Es ist unwahrscheinlich, dass sie mehr als einen Almosen an Wiedergutmachung erhalten werden, aber sie werden ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Trotz der Bemühungen der EU und Großbritanniens, den Zugang zu allen außer „genehmigten“ und „korrekten“ Informationen zu blockieren, werden sich die einheimischen armen und noch erwerbstätigen Schichten Europas all dessen zunehmend bewusst. Die Kosten durch Einwanderer und die von ihnen begangene Kriminalität mögen die unmittelbarsten und offensichtlichsten Brennpunkte sein. Doch auch eine destruktive Energiepolitik sorgt für Unruhe.

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen kann noch so lange COP-Plauderstunden veranstalten, bis die Kühe nach Hause kommen. Doch diese Veranstaltungen, die UNO und die EU selbst sowie die endlosen pseudowissenschaftlichen Behauptungen und Panikmache, die sie verbreiten, verlieren zunehmend an Bedeutung.

Die Bevölkerung wird immer unruhiger, widerspenstiger, empört über ihre herrschenden Klassen und bereit, das derzeitige autoritäre System abzulösen. Der Status quo kann nicht ewig so weitergehen.

Die Ordnung bröckelt zusehends. Wer jetzt an erster Stelle steht, wird später der Letzte sein. Denn die Zeiten könnten sich ändern.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/03/the-times-may-be-a-changin/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Es ist an der Zeit zu fragen, wer für die Schäden der „Klimakrise“ zur Rechenschaft gezogen werden sollte.

9. Juli 2026 - 19:00

WuWt, Anthony Watts,

(von ihm ursprünglich veröffentlicht im The Western Journal)

Jahrelang wurde den Menschen erzählt, dass wir vor einem existenziellen Klimanotstand, der sogenannten „Klimakrise“, stünden. Diese Behauptung hat die öffentliche Politik verändert, das Bildungswesen umgestaltet, enorme öffentliche und private Investitionen umgelenkt und weitreichende staatliche Eingriffe in nahezu jeden Wirtschaftssektor gerechtfertigt.

Wenn die Öffentlichkeit irregeführt wurde, sei es vorsätzlich oder durch rücksichtslose Missachtung von Beweisen, ist es an der Zeit, eine schwierige Frage zu stellen: Wer sollte zur Rechenschaft gezogen werden?

Seit fast einem Jahrzehnt führen Klimaaktivisten unter dem Motto #ExxonKnew Klagen gegen Energiekonzerne und argumentieren, dass diese für die angebliche Irreführung der Öffentlichkeit über den Klimawandel finanziell haftbar gemacht werden sollten. Das wirft eine naheliegende Frage auf.

Was wäre, wenn für alle Menschen der gleiche Rechtsstandard gelten würde?

Wenn Rechenschaftspflicht der Maßstab ist, dann sollte sie gleichermaßen für jede Institution gelten, die das öffentliche Verständnis des Klimawandels geprägt hat.

Wenn es Beweise dafür gibt, dass Institutionen wissentlich Risiken übertrieben, sich auf unplausible Szenarien gestützt und diese als wahrscheinliche Ergebnisse dargestellt haben, widersprüchliche Beobachtungsdaten ignoriert oder die Unterscheidung zwischen wissenschaftlicher Forschung und politischer Interessenvertretung verwischt haben, dann verdienen sie die gleiche kritische Prüfung, die sie von anderen verlangt haben.

Diese Überprüfung sollte sich auch auf Universitäten, Forscher, Interessengruppen, das öffentliche Bildungswesen, Akteure im Bereich erneuerbarer Energien, Politiker und Medienorganisationen erstrecken, die die Grenze zwischen Berichterstattung und Interessenvertretung verwischt haben.

Die größten Kosten wurden jedoch nicht in den Bundeshaushalten gemessen. Sie wurden in den Klassenzimmern gemessen.

Einer ganzen Generation von Kindern wurde beigebracht, dass die Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch stehe und sie aufgrund des Klimawandels möglicherweise nie eine stabile Zukunft genießen könnten. Schulen, Dokumentationen, soziale Medien und Nachrichtenberichte präsentierten die extremsten Prognosen des RCP-8.5-Szenarios routinemäßig als zu erwartendes Ergebnis und nicht als Worst-Case-Szenario. Selbst nachdem führende Forscher zu dem Schluss gekommen waren, dass dieses Szenario keine plausible Grundlage mehr darstellte, blieb es in Lehrbüchern, Klassenzimmern, Regierungsberichten und den populären Medien präsent.

Studien belegen mittlerweile eine zunehmende Klimaangst unter jungen Menschen . Viele glauben, die Menschheit sei dem Untergang geweiht oder stellen die Frage, ob sie überhaupt Kinder haben sollten. Die Darstellung eines immer unwahrscheinlicheren Worst-Case-Szenarios als erwartete Zukunft hat Konsequenzen.

Die finanziellen Folgen waren ebenfalls enorm.

Allein seit 2021 hat der Kongress durch das parteiübergreifende Infrastrukturgesetz und das Gesetz zur Inflationsbekämpfung Hunderte Milliarden Dollar für Klimaschutz und saubere Energie bereitgestellt. Letzteres wird voraussichtlich über seine gesamte Laufzeit mehr als eine Billion Dollar kosten. Energieversorger und Verbraucher haben zusätzlich Milliarden an Kosten im Zusammenhang mit der Netzsanierung, den Vorgaben für erneuerbare Energien, dem Netzausbau und ähnlichen Maßnahmen getragen.

Auch nachdem viele Forscher zu dem Schluss gekommen waren, dass das RCP8.5- Szenario realitätsfern war und kein plausibles Szenario für die Zukunft darstellte, investierten Bundesbehörden Milliarden von Dollar in die Klimaforschung. Dennoch bildete es weiterhin die Grundlage für staatliche Bewertungen, Klimaklagen, Finanzstresstests, Lehrmaterialien und Tausende von wissenschaftlichen Publikationen.

Wenn die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Behauptungen übertrieben werden, wenn Worst-Case-Szenarien wiederholt als wahrscheinlichste Ergebnisse dargestellt werden oder wenn sich die Interessenvertretung nicht mehr von objektiver Wissenschaft unterscheidet, dann sollte dies zur Rechenschaft gezogen werden.

Diese Rechenschaftspflicht sollte mit Untersuchungen des Kongresses und unabhängigen wissenschaftlichen Gutachten beginnen. Sie sollte Prüfungen von Bundesförderprogrammen, mehr Transparenz bei der Forschungsfinanzierung und eine sorgfältige Untersuchung der Art und Weise umfassen, wie die Klimawissenschaft politischen Entscheidungsträgern, Pädagogen, Journalisten und der Öffentlichkeit vermittelt wurde.

Sofern die Beweislage es zulässt, sollten auch zivilrechtliche Prozesse, einschließlich Sammelklagen, in Betracht gezogen werden.

Allein die Entdeckung könnte sich als unschätzbar wertvoll erweisen. Interne E-Mails, Förderanträge und die Kommunikation zwischen Forschern, Interessenverbänden, Regierungsbehörden, Stiftungen, Pädagogen und Medienorganisationen könnten aufdecken, ob wissenschaftliche Unsicherheiten ehrlich kommuniziert oder im Streben nach politischen, finanziellen oder institutionellen Zielen bewusst heruntergespielt wurden.

Klimaaktivisten haben einen wichtigen Grundsatz aufgestellt: Wer die Öffentlichkeit wissentlich in die Irre führt, kann für den daraus resultierenden Schaden rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Wenn dieses Prinzip stichhaltig ist, darf es nicht nur für Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie gelten. Es muss gleichermaßen für jede Institution gelten, die das öffentliche Verständnis geprägt und die öffentliche Politik beeinflusst hat.

Die Wissenschaft schreitet voran, indem sie Annahmen hinterfragt und Fehler korrigiert. Behauptungen weiterhin zu vertreten, nachdem ihre Schwächen deutlich geworden sind, insbesondere wenn diese Behauptungen Gesetzgebung, Gerichtsverfahren, Unterricht und die öffentliche Meinung beeinflussen, verdient sorgfältige Prüfung.

Sollte die Beweisaufnahme in den #ExxonKnew -Klagen das Ziel verfolgen, aufzudecken, wer was wann wusste, dann hat die Öffentlichkeit ein Anrecht auf dieselbe Transparenz von den Institutionen, die das Narrativ des Klimanotstands aufgebaut und verbreitet haben. Interne Kommunikation, Förderanträge, politische Diskussionen und Medienstrategien sollten derselben kritischen Prüfung unterzogen werden, die Aktivisten von der Energiewirtschaft gefordert haben.

Verantwortlichkeit sollte nicht von Politik abhängen. Sie sollte auf Beweisen beruhen.

Wenn der Rechtsstandard besagt, dass die wissentliche Irreführung der Öffentlichkeit Konsequenzen hat, dann ist es an der Zeit, nicht nur zu fragen, ob Exxon es wusste, sondern auch, wer sonst noch es wusste, was sie wussten, wann sie es wussten und warum die Öffentlichkeit nicht informiert wurde.

Nur dann können wir damit beginnen, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen, auf dem sowohl Wissenschaft als auch Journalismus beruhen, und sicherstellen, dass die Klimawissenschaft wieder die öffentliche Politik prägt und nicht der Klimaalarmismus sie bestimmt.

https://wattsupwiththat.com/2026/07/05/its-time-to-ask-who-should-be-held-accountable-for-the-damages-of-the-climate-crisis/

 

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Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft – Warum es keine Klimakrise gibt. John Clauser

9. Juli 2026 - 18:35
John Clauser ist emeritierter Quanten-Physiker an der Universität von Kalifornien UC, Campus Berkeley, und Nobelpreisträger für Physik 2022.
Er erklärt, wie das Klima wirklich funktioniert – und wie die Tricks der Lobbyisten funktionieren. Auf der 17. Konferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) hielt er einen ausführlichen Vortrag zu diesem Thema. Tipp: Schalten Sie im englischen Youtube-Video rechts unten am Zahnrad auf „Untertitel“, „automatisch übersetzen“ und „deutsch“ – dann wird gedolmetscht.

Hier die Originalversionen im EIKE-Hauptkanal (ohne Übersetzung):

Der Beitrag Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft – Warum es keine Klimakrise gibt. John Clauser erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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45 Jahre Klimaforschung in der Sahara: Vom Nischenthema zum politischen Brennpunkt. Stefan Kröpelin

9. Juli 2026 - 17:00
Stefan Kröpelin ist der deutsche Indinana Jones – oder der aktuelle „englische Patient“ Laszlo Graf von Almasy, der im gleichnamigen Hollywood-Film porträtierte Archäologe, der um 1930 die „Höhle der schwimmenden Menschen“ im trockensten Teil der Sahara entdeckte. Kröpelin berichtet von seinen Expeditionen im Nirgendwo des Dreiländerecks Ägypten-Tschad-Sudan. Und von seinen speziellen orwellschen Erfahrungen an der Universität, nachdem er es 2018 gewagt hatte, auf der EIKE-Konferenz in München seinen ersten Vortrag zu halten. Hier zunächst das Interview!

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