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Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!
Aktualisiert: vor 1 Stunde 43 Minuten

Deutsche Regierung: Klimalügen auf höchster Ebene

27. August 2026 - 14:00

Fred F. Mueller

Braungebrannt nach über drei Wochen Urlaub und standesgemäß im Hubschrauber schwebte Bundeskanzler Merz nach dem Löschen des Waldbrandes in Hürtgenwald am 22. August im Schadensgebiet ein, vorgeblich vor allem, um den Helfern zu danken. Trotz Buhrufen, Hupkonzert und einem Pfeifkonzert von Anwohnern und Landwirten ließ er sich nicht davon abbringen, die seiner Ansicht nach offenkundig wichtigste Botschaft zu verkünden: Schuld an der Katastrophe sei der Mensch wegen des „Klimawandels“.

„Was hier passiert ist, das ist der Klimawandel“ diktierte der Kanzler in die Mikrofone der zahlreich erschienenen Medienvertreter, Bild 1 oben. Die Regierung werde alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen. Mit Blick auf protestierende Anwohner, die sich gegen sein spätes Erscheinen wandten, meinte er dagegen, er lasse sich „von denjenigen, die hier herumschreien, nicht beeindrucken. Ich spreche mit denen, die nicht schreien, sondern ich spreche mit denen, die arbeiten.“ Dass zu den Protestierern auch zahlreiche örtliche Landwirte gehörten, die zuvor tagelang mit ihren Traktoren Hilfe z.B. durch den Transport von großen Mengen Löschwasser geleistet hatten, ignorierte er. Ebenso wenig schien im klar zu sein, dass er unkritisch Lügen wiedergab, die ihm aller Wahrscheinlichkeit nach seine „wissenschaftlichen“ Zuträger und Berater untergeschoben haben.

„Waldbrand durch Klimawandel“: Ein Schlag ins Gesicht der Wissenschaft

Mit seiner Behauptung, zwischen Waldbränden und dem sogenannten Klimawandel – einer Erderwärmung durch vom Menschen freigesetztes CO2 – gebe es einen belegbaren Zusammenhang, ignoriert Merz nämlich die wissenschaftlichen Tatsachen, Bild 2.

Bild 2. Langzeit-Statistik der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft über Waldbrände in Deutschland von 1960 – 2024 ²)

Die in Bild 2 gezeigte Grafik belegt eindeutig, dass sowohl die Zahl der Waldbrandereignisse als auch die jeweils betroffene Schadenfläche im Laufe der letzten mehr als 80 Jahre signifikant zurückgegangen sind. Lediglich in den letzten acht Jahren hat es einen leichten Aufwärtstrend gegeben. Zu den in Bild 2 noch nicht aufgeführten Zahlen lieferte eine Google-Recherche ³) folgende Angaben: „Bis August 2026 sind in Deutschland nach Daten des Global Wildfire Information System ⁴) rund 6.045 Hektar an Vegetation und Wald durch Brände zerstört worden“ sowie „Das extreme Jahr 2025 verzeichnete in Deutschland laut offizieller BMEL-Waldbrandstatistik rund 1.175 Brände auf einer Fläche von 2.626 Hektar.“

Die Waldbrände des Jahres 2025 sowie die bisher aufgelaufenen Ereignisse aus 2026 markieren somit eine seit 2018 erkennbare kurzzeitige Steigerung. Diese kann jedoch nicht als „Klimawandel“ hingestellt werden. Für diese Charakterisierung gilt in der Wissenschaft ein Zeitraum von 30 Jahren: „Ein 30-jähriger Durchschnitt wird als Normwert und die entsprechende, weltweit einheitliche Periode als Normperiode bezeichnet ⁵).“

Alles andere ist Wetter mit den hierfür typischen Schwankungen.

Klarer Beweis für „Unschuld“ des CO2

Wenn in der Öffentlichkeit vom „Klimawandel“ gesprochen wird, so wird darunter verstanden, dass die vom Menschen verbrannten fossilen Energierohstoffe (sowie Zementproduktion und Änderungen der Landnutzung) zusätzliches CO2 in die Atmosphäre einbringen, wodurch sich diese aufheizen soll. Diese Freisetzung von CO2 in den letzten 86 Jahren zeigt Bild 3.

Bild 3. Durch menschliche Aktivitäten verursachter jährlicher CO2-Ausstoß seit 1960 in Mio. Tonnen (Quelle: Statista ⁶)

Der Vergleich von Bild 2 und Bild 3 zeigt selbst dem mathematisch ungeschulten Laien, dass es zwischen dem CO2-Ausstoß der Menschheit und den in Deutschland aufgetretenen Waldbrandschäden in den letzten 86 Jahren keinerlei belegbaren Zusammenhang gibt. Soviel zu den von Grünen so gern bemühten Sprüchen über „die Wissenschaftlichkeit“ ihrer „Klimawandel“-Theorie.

Manipulation durch behördenamtliche „Verkürzungen“

Herr Merz hat sich also mit seiner „Klimawandel“-Behauptung zu einer Aussage verstiegen, die in krassem Widerspruch zu den Fakten und damit zur Wissenschaft steht. Solche faktischen Lügen entstehen immer dann, wenn Politiker oder Medienvertreter über Themen sprechen, von denen sie keinerlei Ahnung haben. Sie vertrauen dabei auf Leute, die sie für fachkundig halten. Von diesen – oft überzeugte „Grüne“ – werden jedoch die Fakten oft so manipuliert, dass sie etwas zu beweisen scheinen, das jedoch nicht der Realität entspricht, siehe Bild 4.

Bild 4. Diese vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat auf ihrer Webseite präsentierte Darstellung berücksichtigt nur den Zeitraum ab 2010 (Grafik: BMEL ⁷))

Der Vergleich von Bild 4 mit Bild 2 zeigt deutlich, wie hier durch Unterschlagung des Zeitraums vor 2010 manipuliert wurde. Dadurch entsteht ein Eindruck, als hätte das Ausmaß der Waldbrände über die Jahre zugenommen. Solche Manipulationen von amtlichen Stellen sind keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Das Bild 4 ist typisch für die Methode, durch Weglassen von Teilen der Wahrheit zu lügen.

Die Lügen, die im Wort „Nie“ stecken

Ein geradezu klassisches Beispiel hierfür ist, wenn in Nachrichten von Fernsehen, Funk und sonstigen Medien das Wort „Nie“ gebraucht wird, beispielsweise „so heiß/trocken/Fluthöhe etc. wie noch nie“. Doch solche Aussagen sind fast immer gelogen, weil die Vergangenheit einfach „weggeschnitten“ wurde. Dabei gibt es zum Niedrigwasser des Rheins Berichte aus dem Jahr 1540 mit folgenden Aussagen ⁸):

  • Es gab fast elf Monate lang kaum nennenswerten Regen, begleitet von wochenlanger Hitze mit Temperaturen um die 40 Grad.

  • Anwohner konnten den extrem ausgetrockneten Rhein in Basel und an anderen Stellen zeitweise zu Fuß überqueren.

Um diese Tatsachen überhaupt zu finden, muss man beim Googeln nach Informationen schon hartnäckig sein, sonst kommen bei Suchen nach „Niedrigwasser Rhein“ selbst mit dem Zusatzbegriff „historisch“ zunächst lediglich Meldungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert zum Vorschein.

Unser Staat wurde systematisch grün unterwandert

Diese inzwischen routinemäßige, massenhafte Manipulation rührt daher, dass unsere öffentlichen Institutionen – von Forschungseinrichtungen über alle möglichen Ministerien bis zu Hochschulen und Medien – seit mindestens 40 Jahren vorrangig mit Anhängern der „Klimawandel“-Ideologie besetzt werden. Die Indoktrination erfolgt täglich und massiv schon in Kindergärten und Grundschulen sowie in der Ausbildung von Lehrern und Journalisten. Wichtigstes Medium sind die Fernsehsender: In so gut wie jeder Wettersendung, in Meldungen über Naturkatastrophen sowie in fast allen Natursendungen wird die „Klimawandel“-Ideologie gepredigt. Für den Erhalt dieser „reinen“ Lehre sorgen dann auch die Personalabteilungen: Ein Meteorologe mit Zweifeln am „Klimawandel“ wird wohl kaum eine Anstellung finden.

Fred F. Mueller

Quellen:

  1. https://www.youtube.com/watch?v=34yQ69EoSMw
  2. https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/waldbrand/waldbraende-in-deutschland
  3. KI-Auskunft von Google auf die Suchanfrage Waldbrand Deutschland Fläche 2026″, abgerufen am 23.8.2026
  4. https://gwis.jrc.ec.europa.eu/
  5. https://www.meteoschweiz.admin.ch/klima/klima-der-schweiz/klima-normwerte.html
  6. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37187/umfrage/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751/
  7. https://www.bmel-statistik.de/forst-holz/waldbrandstatistik
  8. https://www.zuericity.tours/post/als-z%C3%BCrich-verdurstete-historische-d%C3%BCrreperioden-vom-heissen-sommer-1540-bis-heute

 

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Erfreuliche Klimanachrichten: Die Erde wird grüner.

27. August 2026 - 11:00

Anthony Watts, The Heartland Institute

Die weltweite Begrünung ist keine neue Erkenntnis. NASA-Satellitenbeobachtungen zeigten bereits vor zehn Jahren, dass bis zur Hälfte der mit Vegetation bedeckten Flächen der Erde in den vorangegangenen 35 Jahren eine deutliche Begrünung erfahren hatte, wobei der Anstieg des Kohlendioxids (CO₂) in der Atmosphäre als wesentlicher Faktor identifiziert worden war.

Im Jahr 2016 berichtete die NASA, dass die Zunahme der Blattfläche dem Äquivalent einer Begrünung entsprach, die in etwa der Fläche der kontinentalen Vereinigten Staaten entspricht.

Ein Jahrzehnt später bestätigen sich diese Erkenntnisse erneut. Ein 2026 in „Nature Reviews Earth & Environment“ veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Vegetation greenness in 2025“ berichtet von einer weltweit rekordhohen Vegetationsgrünheit, wobei insbesondere auf Ackerflächen ein besonders starker Zuwachs zu verzeichnen war. Die Studie berichtet, dass 77,6 Prozent der Ackerfläche im Jahr 2025 eine positive Grün-Anomalie aufwiesen.

Für eine Welt, der ständig gesagt wird, dass sie am Rande einer ökologischen Katastrophe steht, scheint ein Planet mit Rekordgrün eine erwähnenswerte Sache zu sein. Die Pflanzen haben offenbar nicht mitbekommen, dass Kohlendioxid eigentlich als Umweltsünder gilt.

Die biologischen Zusammenhänge sind hier ganz einfach. CO₂ ist ein unverzichtbarer Rohstoff für die Photosynthese. Pflanzen verbinden Kohlendioxid, Wasser und Energie aus dem Sonnenlicht, um die Verbindungen herzustellen, die sie zum Wachsen benötigen. Steigt der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre und sind andere Voraussetzungen wie Wasser und Nährstoffe gegeben, reagieren viele Pflanzen mit verstärktem Wachstum und einer verbesserten Effizienz der Wassernutzung.

Noch wichtiger ist, dass es sich hierbei nicht nur um ein Gewächshaus-Experiment handelt. Satelliten haben die Auswirkungen auf planetarischer Ebene gemessen.

Andere aktuelle Forschungsergebnisse führten etwa 70 Prozent der beobachteten globalen Begrünung auf die CO₂-Düngung zurück. Weitere 9 Prozent wurden der Stickstoffdeposition zugeschrieben.

Zusätzliche Beobachtungen untermauern diese Erkenntnis. So ging ein Anstieg des atmosphärischen CO₂-Gehalts um 14 Prozent zwischen 1982 und 2010 mit einer Zunahme der grünen Blattbedeckung in warmen Wüstengebieten um 5 bis 10 Prozent einher.

Hier gibt es einen wichtigen Unterschied. Der Nachweis, dass zusätzliches CO₂ der Vegetation zugutekommt, bedeutet nicht, dass CO₂ keinen Einfluss auf das Klima hat. Ebenso bedeutet eine globale Begrünung nicht, dass jede Pflanze, jede Kulturpflanze oder jedes Ökosystem gleichermaßen davon profitiert. Niederschlag, Temperatur, Nährstoffe, Landbewirtschaftung und zahlreiche andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

Fundierte Wissenschaft und eine solide Politik erfordern jedoch, dass beide Seiten der Medaille betrachtet werden. Genau hier gerät die heutige Klimadebatte so oft aus den Fugen.

Klima-Alarmisten und Grünstrom-Aktivisten diskutieren das atmosphärische CO₂ regelmäßig fast ausschließlich in negativem Licht. Uns wird von Emissionen, Erwärmung, Kipppunkten, Katastrophen und der angeblich dringenden Notwendigkeit erzählt, fossile Brennstoffe abzuschaffen. Regierungen geben enorme Summen für die Subventionierung von Windkraftanlagen, Solaranlagen, Batterien und Elektrofahrzeugen aus, während sie der konventionellen Energieversorgung immer kostspieligere Auflagen auferlegen.

Die Vorteile, die mit einem erhöhten CO₂-Gehalt in der Atmosphäre verbunden sind, finden selten eine vergleichbare Beachtung. Diese Auslassung lässt sich immer schwerer rechtfertigen, wenn die Vorteile sogar aus dem Orbit sichtbar sind.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Es gibt noch eine weitere Ironie. Die moderne Landwirtschaft, das System, das mehr als acht Milliarden Menschen ernährt, ist in hohem Maße von fossilen Brennstoffen abhängig. Erdgas ist der wichtigste Rohstoff für Ammoniakdünger. Erdöl treibt Traktoren, Erntemaschinen und Transportnetze an. Zuverlässige Energie versorgt Bewässerung, Kühlung, Verarbeitung und Vertrieb.

Unterdessen trägt das Kohlendioxid, das wir als Bedrohung für unseren Planeten betrachten sollen, zu einem verstärkten Pflanzenwachstum bei.

Man kann über das Ausmaß dieses Nutzens diskutieren. Man kann über die künftige Erwärmung, die Klimasensitivität, die Energiepolitik sowie die Kosten und den Nutzen verschiedener Technologien diskutieren. Das sind legitime Argumente. So zu tun, als gäbe es diesen Nutzen nicht, ist es jedoch nicht.

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird die Klimapolitik von immer düstereren Prognosen bestimmt. Wir haben eine scheinbar unerschöpfliche Abfolge von Fristen, Kipppunkten und Erklärungen ertragen, wonach nur noch wenige Jahre bleiben, um eine Katastrophe zu verhindern.

Und doch stehen wir hier und blicken von Satelliten auf einen Planeten herab, der grüner geworden ist. Das sollte zu einer gewissen Bescheidenheit hinsichtlich der Art und Weise führen, wie Klimainformationen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Bevor Regierungen die Energieinfrastruktur rasch abbauen, von der die moderne Zivilisation nach wie vor überwiegend abhängt, sollten die politischen Entscheidungsträger die gesamten Konsequenzen verstehen – einschließlich der Vorteile, die in politischen Reden selten zur Sprache kommen.

Die Erde ist grüner als noch vor einigen Jahrzehnten. Der gestiegene CO₂-Gehalt in der Atmosphäre ist ein wesentlicher Grund dafür. Die Grundzüge dieser Entwicklung sind uns seit mehr als einem Jahrzehnt bekannt, und die dies bestätigenden Satellitendaten häufen sich weiter an.

Vielleicht ist es an der Zeit, die guten Nachrichten wahrzunehmen, anstatt endlos den Untergang des Planeten zu predigen. Und wenn die Öffentlichkeit es leid ist, über die Apokalypse belehrt zu werden, sollten Klimaaktivisten eine andere Möglichkeit in Betracht ziehen, bevor sie „Fehlinformationen“ die Schuld geben.

Nach mehr als 30 Jahren Klimapessimismus berichtete CNN kürzlich über eine Umfrage, die darauf hindeutet, dass die Menschen vielleicht einfach aufgehört haben zuzuhören. Auch daraus lässt sich eine Lehre ziehen.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute.

Link: https://redstate.com/heartlandinstitute/2026/08/21/climate-news-worth-celebrating-the-earth-is-getting-greener

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Dem Dogma der globalen Erwärmung entgegen treten

27. August 2026 - 8:00

Joe Bastardi

Zu Zeiten der „Today Show“ wies Frank Blair jeden Morgen auf die höchsten und niedrigsten Temperaturen in den USA hin, um den Kontrast im ganzen Land aufzuzeigen. Damit wollte er andeuten: Je größer der Kontrast, desto größer die Wahrscheinlichkeit von Unwettern.

Auf seine eigene Weise spielte er damit auf den zonalen Grundstrom* an, mit der wir uns hier befassen werden. Er verdeutlicht die physikalischen Gründe dafür, warum die Art der Erwärmung dazu führt, dass die Sturmaktivität insgesamt nicht nur nicht zunimmt, sondern sich sogar in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.

Einschub des Übersetzers: Der „zonale Grundstrom“ beschreibt grob vereinfacht die Stärke des Westwind-Impulses im Bereich des Jetstreams. Je stärker dieser Grundstrom ist, umso stärker sind auch die Entwicklungen von Hoch- und Tiefdruckgebieten – und das Auftreten von Westwind-Wetterlagen im Sommer und Winter. – Ende Einschub

Wir werden uns auch damit befassen, warum die Art und Weise, wie wir die globale Temperatur messen, zu dem Wahnsinn führt, den wir heute im Klima beobachten, und warum sie dem unten vorgeschlagenen Verfahren unterlegen ist.

Einer der Giganten der Klimaforschung, Dr. Richard Lindzen, hat eine großartige Idee. Anstelle der globalen Durchschnittstemperatur schlägt Lindzen vor: „Eine physikalisch aussagekräftigere Vereinfachung des Klimas berücksichtigt den Temperaturunterschied zwischen den Tropen und den Polen statt eines einzigen globalen Durchschnitts.“

Er hat etwas entwickelt, das dies zu einem weitaus wertvolleren Instrument machen würde. Es wird natürlich nicht verwendet werden, da es angesichts der von ihm erstellten Rangliste der tatsächlichen Einflussfaktoren auf die Temperatur die gesamte Agenda des vom Menschen verursachten Klimawandels fast vollständig zunichte machen würde, aber es wird dazu beitragen, den Punkt der zonalen potenziellen Energie (= des zonalen Grundstromes) zu verdeutlichen.

Während die Gesamtenergie in der Atmosphäre leicht zunimmt, nimmt der Treiber für Extreme aufgrund der verzerrten Erwärmung ab, und das weist auf Wasserdampf hin, nicht auf CO₂.

Also habe ich mich an die KI gewandt. Denkt daran: Ich nutze KI, um meine bestehenden Überzeugungen entweder zu untermauern oder in Frage zu stellen. Wie in den meisten Fällen kenne ich die Antwort also bereits, bevor sie mir gegeben wird. Zeige ich das Ergebnis jedoch einem objektiven Dritten, lässt sich schwerer behaupten, ich sei voreingenommen.

In diesem Fall wurde eine lange und mühsame Aufgabe vereinfacht, dies herauszufinden – aus folgenden Gründen. Seit dem sehr starken El Niño von 1997–98 befinden wir uns in einem La-Niña-Grundzustand, gemessen am Goldstandard des ENSO: dem multivariaten ENSO-Index.

Ich: Kannst du bitte alle diese Werte seit 1999 summieren und den Durchschnitt pro Zweimonatszeitraum berechnen?

Zur Veranschaulichung hier die Grafik:

Summe aller Werte seit 1999: −106,3. Anzahl der 2-Monats-Zeiträume: 331 (vollständige Jahre 1999–2025 = 324 Werte + 7 Werte für 2026 bis JJ). Durchschnitt pro 2-Monats-Zeitraum: ≈ −0,321. (Diese Zahlen basieren auf der Summierung aller aufgeführten Einträge in den drei Tabellen genau wie dargestellt.)

Ich: Vielen Dank. Wie hoch ist auf dieser Grundlage der ungefähre Rückgang der Wassertemperaturen in der ENSO-Region?

Im Durchschnitt etwa 0,32 °C kühler. Bei den Werten in den Tabellen handelt es sich um den Oceanic Niño Index (ONI) – die gleitenden 3-Monats-Mittelwerte der Anomalien der Meerestemperatur (SST) in der Region Niño 3.4 des äquatorialen Pazifiks (dem Kernbereich der ENSO-Beobachtung). Über alle 331 Zweimonatszeiträume von 1999 bis Mitte 2026 beträgt die durchschnittliche Anomalie −0,321 °C.

Das bedeutet, dass die Wassertemperaturen in der ENSO-Region insgesamt etwa 0,32 °C unter dem langfristigen Referenzwert lagen. Kurz gesagt: Die Daten deuten auf eine moderate durchschnittliche Abkühlung von etwa einem Drittel Grad Celsius im Vergleich zur Referenzklimatologie hin.

Wie hoch ist nun der Temperaturanstieg nördlich des Polarkreises seitdem?

Seit etwa 1999 ist die jährliche mittlere Lufttemperatur nördlich des Polarkreises um etwa 1,8–2,2 °C (rund 2 °C) gestiegen.

Diese Zahlen beziehen sich in erster Linie auf die Lufttemperatur in Bodennähe. Die genauen Werte hängen vom jeweiligen Untersuchungsgebiet (streng nördlich von 66,5° N gegenüber einer weiter gefassten Polkappe), dem Datensatz und davon ab, ob Jahresmittelwerte oder saisonale Werte herangezogen werden; das Gesamtmaß des Anstiegs seit 1999 liegt jedoch durchweg bei etwa 2 °C.

Ich: Wenn es also im Norden wärmer und im Süden kälter wird, würde das dann nicht bedeuten, dass der Temperaturunterschied zwischen Pol und Äquator abnimmt und sich dadurch die zonale potenzielle Energie verringert?

Ja – das ist die erwartete und beobachtete Folge. Die arktische Verstärkung (eine deutlich stärkere Erwärmung in hohen Breitengraden) in Verbindung mit schwächeren (oder sogar leicht negativen durchschnittlichen) Anomalien in Teilen der Tropen und Subtropen verringert den gesamten Temperaturunterschied zwischen Äquator und Pol. Dies senkt die zonale verfügbare potenzielle Energie (ZAPE), die mit dem großräumigen meridionalen Temperaturgradienten verbunden ist. Dies ergibt sich aus der grundlegenden atmosphärischen Dynamik:

• Die wichtigste Quelle der in der Atmosphäre verfügbaren potenziellen Energie sind die horizontalen (insbesondere meridionalen) Temperaturgradienten.

• Stärkere Temperaturgradienten in Richtung der Pole → größere isobare Temperaturschwankungen → höherer ZAPE-Wert.

• Wenn sich die hohen Breiten deutlich schneller erwärmen als die Tropen (wie es bereits geschehen ist), schwächt sich der mittlere meridionale Temperaturgradient ab.

• Ein schwächerer Gradient verringert die Menge an potenzieller Energie, die in die kinetische Energie des zonalen Mittelwert-Jetstreams und der baroklinen Wirbel umgewandelt werden kann.

Dies ist ein seit Langem bekanntes Merkmal des jüngsten Klimawandels: Die arktische Verstärkung hat den meridionalen Temperaturgradienten der nördlichen Hemisphäre verringert, insbesondere im Herbst und Winter, was in vielen Reanalyse-Studien zu einer Verringerung der ZAPE beigetragen hat.

Ihre Argumentation ist also hinsichtlich der Richtung und des Mechanismus korrekt: Die unterschiedliche Erwärmung (stark im Norden, schwach oder lokal kühler im „Süden“) verringert den meridionalen Temperaturkontrast und senkt dadurch die zonale verfügbare potenzielle Energie.

Ich: Würde das dann nicht bedeuten, dass Stürme zwar einzeln stärker sein können, es insgesamt aber zu einem Rückgang der Anzahl solcher Extremereignisse kommen sollte?

Ja, das ist eine plausible Schlussfolgerung für die Häufigkeit klassischer barokliner Stürme in den mittleren Breiten, allerdings mit wichtigen Einschränkungen. Das zentrale dynamische Argument: Ein verringerter Temperaturgradient vom Äquator zu den Polen senkt die in Zonalrichtung verfügbare potenzielle Energie (ZAPE) und die Baroklinität an der Oberfläche. Barokline Instabilität ist die primäre Energiequelle für extratropische Zyklone (die großräumigen Stürme in den mittleren Breiten, die sich entlang des Jetstreams und in Frontenzonen bilden).

Siehe zu diesem Abschnitt die Erläuterungen am Ende dieser Übersetzung. A. d. Übers.

Weil weniger Energie zur Verfügung steht:

• Modelle (einschließlich koordinierter Experimente mit Schwerpunkt auf dem Verlust und der Verstärkung des arktischen Meereises) zeigen im Allgemeinen weniger einzelne Zyklonen pro Saison in den nördlichen mittleren Breiten und in der Arktis.

• Die verbleibenden Stürme sind im Durchschnitt tendenziell etwas schwächer, bewegen sich langsamer und halten länger an.

Dies entspricht der von Ihnen dargelegten physikalischen Erwartung: geringeres Reservoir an potenzieller Energie → verminderte Sturmentstehung und -aktivität insgesamt, auch wenn sich einzelne Systeme aus anderen Gründen noch verstärken können. (wie oben anerkannt)

Fazit: Ihre Argumentation trifft auf das klassische Auftreten barokliner Stürme in den mittleren Breiten zu: Ein verringerter Kontrast zwischen Pol und Äquator sollte (und tut dies in den meisten Modellstudien auch) die Anzahl solcher Stürme verringern. Einzelne Ereignisse können aufgrund thermodynamischer Veränderungen dennoch intensiv sein oder extremere Niederschläge hervorrufen.

Lassen Sie uns nun eine einfache Übung durchführen, um zu untersuchen, welche Auswirkungen der Vergleich zwischen Pol und ENSO hat. Dazu muss ein Raster für das Gebiet vom Pol bis zu den Tropen erstellt und über das gesamte Raster berechnet werden, damit wir den Anstieg oder Rückgang der Energie messen können – wobei unbedingt zu beachten ist, dass es viel mehr Wärme erfordert, die Temperatur an einem bereits warmen, feuchten Ort zu erhöhen als an einem kalten, trockenen Ort. Außerdem muss dies über das gesamte Jahr hinweg erfolgen, um die Jahreszeiten zu berücksichtigen.

In Anlehnung an Lindzens Idee ist in unserer einfachen Übung der Anstieg der atmosphärischen Energie deutlich geringer, als wenn man einfach eine dafür repräsentative globale Durchschnittstemperatur zugrunde legen würde.

Das globale 1,5-°C-Szenario ist etwa 28-mal größer als das nach dem regionalen Netto-Verfahren ermittelte Ergebnis (11,1 ÷ 0,4 ≈ 27,75).!

Na, ist das nicht etwas Besonderes?

Und dann das hier:

KI: Wenn wir die regionale Energieveränderung in der Arktis im Vergleich zu ENSO (~0,4 × 10²¹ J oder 0,4 ZJ) betrachten und fragen, welcher gleichmäßige globale Temperaturanstieg den gleichen Anstieg der atmosphärischen Energie bewirken würde, lautet die Antwort: nur etwa 0,05 °C.

Genau das ist das Argument, das ich seit zwei Jahrzehnten vertrete: Der Großteil des Anstiegs findet dort und dann statt, wo und wann es gerade passt, um der Tatsache aus dem Weg zu gehen, dass der Planet nicht kocht.

Die Art und Weise, wie die Befürworter des vom Menschen verursachten Klimawandels die globale Temperatur heranziehen, ist also im Grunde irreführend. Das lässt sich ganz einfach erkennen, wenn man sich ansieht, wo und wann es sich am stärksten erwärmt – nämlich in den kältesten und trockensten Gebieten, hauptsächlich in deren kältesten und trockensten Jahreszeiten. CO₂ spielt dabei keine Rolle und hat auch nichts mit dem Wärmezuwachs im System zu tun.

Also fahren wir fort.

Ich: Ich habe diese Vorstellung, dass die Verzerrung der Erwärmung zu einigen Phänomenen führt, die dem entgegengesetzt sind, was allgemein dargestellt wird. Können Sie sich jedoch vorstellen, was passieren würde, wenn der Anstieg der globalen Temperaturen damit einherginge, dass sich die tropischen Regionen erwärmen und die nördlichen Gebiete abkühlen (das Gegenteil von heute)? Dann wüssten Sie, was losbrechen würde.

Ja – dieses umgekehrte Muster wäre für das Wetter in den mittleren Breiten dramatisch energiereicher und störender. Was der umgekehrte Gradient bewirken würde: Wenn sich die Tropen stark erwärmen würden, während sich die hohen Breiten abkühlen (oder sich weitaus weniger erwärmen), würde sich der Temperaturkontrast zwischen Äquator und Polen verstärken. Das erhöht die zonale verfügbare potenzielle Energie (ZAPE) und die Baroklinität an der Oberfläche. Der Atmosphäre stünde ein viel größeres Energiereservoir zur Verfügung, das in die kinetische Energie des Jetstreams und barokliner Wirbel umgewandelt werden könnte. Zu den Folgen würden gehören:

• Stärkere und häufigere außertropische Zyklonen – insgesamt mehr Stürme und eine höhere Wahrscheinlichkeit für intensive Stürme, da die primäre Energiequelle für ihr Wachstum verstärkt wird.

• Schnellere und stärkere Jetstreams – das Gleichgewicht zwischen thermischen und Windkräften würde zu stärkeren Winden in der oberen Troposphäre führen.

• Intensiverer Wärmetransport in Richtung der Pole – die Zirkulation würde stärker daran arbeiten, den stärkeren Gradienten auszugleichen, was zu aktiveren Sturmrouten führen würde.

• Größeres Potenzial für extreme Wind- und Niederschlagsereignisse im Zusammenhang mit diesen Stürmen (obwohl der absolute Feuchtigkeitsgehalt weiterhin von den tropischen Temperaturen abhängen würde).

Kurz gesagt: Die Atmosphäre in den mittleren Breiten befände sich in einem energiereicheren Zustand mit mehr „Wetter“ im klassischen baroklinen Sinne. Dies entspricht eher den Zirkulationsmustern mit stärkerer Zirkulation, wie sie in einigen kälteren Klimazuständen oder in idealisierten Modellversuchen mit verstärkten meridionalen Gradienten zu beobachten sind. Im Gegensatz dazu steht die Realität. Was wir tatsächlich haben, ist das Gegenteil: Die arktische Verstärkung verringert den Gradienten, senkt den ZAPE und führt (den meisten Modellen zufolge) tendenziell zu einem Rückgang der Anzahl dieser klassischen Stürme in den mittleren Breiten, während andere Faktoren (Zunahme der Feuchtigkeit, Persistenz, lokale Gradienten) Extreme auf andere Weise prägen. Ihr Argument lautet, dass diese unterschiedliche Erwärmung Effekte hervorrufen kann, die der simplen Erzählung „wärmere Welt = mehr von allem Extremen“ zuwiderlaufen, insbesondere was die Häufigkeit und Intensität barokliner Stürme betrifft. Das Gedankenexperiment verdeutlicht anschaulich, wie das Muster der Erwärmung – und nicht nur die globale Durchschnittstemperatur – die dynamische Reaktion steuert.

Mit anderen Worten: Eine Abkühlung, nicht eine Erwärmung, würde zu mehr Sturmaktivität führen. Was wir derzeit beobachten – sowohl durch Rückrechnungen zur Ermittlung von Ort und Zeitpunkt der Erwärmung als auch durch verbesserte Berechnungsmethoden – deutet darauf hin, dass sich die Lage nicht verschlechtern sollte und auch nicht verschlechtern wird.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

• Trotz eines moderaten Anstiegs der gesamten troposphärischen Energie aufgrund der allgemeinen Erwärmung (in einem vereinfachten Nord-Süd-Beispiel lediglich 0,05 °C) verringert das verzerrte Erwärmungsmuster (stärker in hohen Breitengraden) die Auslöser von Extremereignissen.

• Kompakte, intensive Stürme können in bestimmten Situationen nach wie vor eine hohe Intensität erreichen, doch viele der jüngsten großen, an Land treffenden Sturmereignisse (im Atlantik und im Westpazifik) waren kleiner; die globalen ACE-/Sturmkennzahlen weisen insgesamt einen Abwärtstrend auf.

• Richard Lindzens jüngste Arbeit kritisiert einfache globale Temperaturkennzahlen und hebt unterschiedliche Einflüsse hervor, die mit einer verringerten zonalen potenziellen Energie einhergehen.

• Nach dem starken El Niño von 1997/98 zeigt der Multivariate ENSO-Index (ONI) einen anhaltenden, in Richtung La Niña tendierenden Grundzustand: durchschnittliche Anomalie ≈ −0,32 °C über ~331 Zweimonatszeiträume (1999–Mitte 2026), was auf eine moderate Abkühlung in der Niño-3,4-Region hindeutet.

• Gleichzeitig sind die jährlichen mittleren Lufttemperaturen nördlich des Polarkreises seit etwa 1999 um etwa 1,8–2,2 °C (≈ 2 °C) gestiegen.

• Eine starke arktische Verstärkung sowie schwächere/negative tropisch-subtropische Anomalien verringern den Temperaturkontrast zwischen Äquator und Polen.

• Dies schwächt den meridionalen Temperaturgradienten ab und senkt die zonale verfügbare potenzielle Energie (ZAPE) – das wichtigste Reservoir, das den zonalen Jet und barokline Wirbel antreibt.

• Folge für klassische barokline Stürme in den mittleren Breiten (extratropische Stürme): insgesamt weniger Stürme, wobei die verbleibenden Systeme im Durchschnitt schwächer, langsamer und langlebiger sind (unterstützt durch Reanalyse- und Modellstudien mit Schwerpunkt auf arktischer Verstärkung/Meereisverlust).

• Einzelne Stürme können aufgrund thermodynamischer Faktoren (z. B. höherer Wasserdampfgehalt) nach wie vor intensiv werden oder extreme Niederschläge verursachen, doch es wird erwartet, dass die Häufigkeit klassischer barokliner Extremereignisse abnimmt.

• Das propagierte Dogma beruht auf der Methode zur Messung der globalen Temperatur. Ein weitaus besserer Ansatz besteht darin, die Energiegewinne und -verluste durch Erwärmung – oder in den von ENSO stark betroffenen Regionen durch Abkühlung – zu untersuchen. Dadurch zeigt sich eine viel geringere tatsächliche Temperaturänderung.

• Nicht nur ist die physikalische Grundlage für zunehmende Extreme fragwürdig, sondern auch der tatsächliche Anstieg der globalen Temperatur ist – wenn man den Energieeintrag in das System berücksichtigt – weitaus geringer. Die bloße Summierung aller Temperaturen und deren Mittelwertbildung ist irreführend und verschleiert, was wirklich vor sich geht.

• Das unterschiedliche Erwärmungsmuster deutet stärker auf Wasserdampf- und Zirkulationseffekte hin als auf einen einheitlichen, durch CO₂ bedingten Anstieg der allgemeinen Sturmaktivität.

Dieser letzte Punkt wird bei manchen Leuten nicht gut ankommen. Ebenso wenig wie die Methode, die Auswirkungen zu betrachten, die sich daraus ergeben, wo und wann die Temperaturen steigen, den daraus resultierenden Anstieg (oder Rückgang) der dem System zugeführten Wärme zu berechnen und dann zu einem Ergebnis zu gelangen. Das widerlegt ihre gesamte Argumentation.

Gibt es Fragen? Das sollte eigentlich der Fall sein. Sucht nun nach den Antworten, aber bleibt dabei zumindest offen für neue Erkenntnisse.

Link: https://www.cfact.org/2026/08/22/a-counter-to-global-warming-dogma/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Einige Anmerkungen des Übersetzers zu diesem Beitrag: Eine „barokline“ Struktur weist ein Tiefdruckwirbel (eine Zyklone) im Bereich des Jetstreams auf – er bildet sich im Bereich des stärksten Temperaturgegensatzes und führt horizontal warme Luft gegen kalte und umgekehrt. Im Gegensatz dazu stehen tropische Wettersysteme (Hurrikane), die sich in einem „barotropen“ Umfeld bilden – ohne jeden horizontalen Temperaturgegensatz.

Eine im Beitrag angenommene hypothetische stärkere Erwärmung in den Tropen und einer stärkeren Abkühlung an den Polen ist natürlich nicht hypothetisch, sondern inzwischen ziemlich real. Der horizontale Temperaturgegensatz verstärkt sich nämlich auch, wenn – wie allgemein zu erwarten ist – sich eine Abkühlung der Erde an den Polen viel stärker auswirkt als in den Tropen. Erkennen kann man das in jedem Jahr – wenn sich nämlich durch die winterliche Abkühlung der Temperaturgegensatz zwischen niedrigen und hohen Breiten erheblich verstärkt. Darum treten die großen Orkanwirbel auch nur im Winter auf.

Fazit dieses Abschnitts (was im Beitrag etwas verklausuliert auch schon angesprochen wird): Die Wetterextreme nehmen zu, wenn es auf der Erde kälter wird. Sie schwächen sich ab bei einer Erwärmung. Zu behaupten, dass es im Zuge einer globalen Erwärmung immer extremeres Wetter gibt, ist also Unsinn – das Gegenteil ist der Fall!

Der Beitrag Dem Dogma der globalen Erwärmung entgegen treten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Klima-Kreuzzügler greifen auf zweifelhafte „Zuschreibung von Extremereignissen“ zurück, um den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle zu drücken

26. August 2026 - 18:00

Vorbemerkung des Blogbetreibers (Climate Realism): Die „New York Times“ sowie viele andere Nachrichten-Portale machen viel Wirbel um die jüngste Verteidigung und Befürwortung der Zuordnung einzelner Wetter-Ereignisse durch die National Academies of Science. Dies ist in schändlicher Weise unwissenschaftlich, da Wetter in einem chaotischen System entsteht und unmöglich auf menschliche Emissionen zurückgeführt werden kann, geschweige denn auf die Emissionen eines bestimmten Unternehmens. „Climate Realism“ hat bereits mehrfach auf die Absurditäten der „Wissenschaft“ der Attribution hingewiesen. Dennoch wird sie immer wieder im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten gegen die Öl- und Gasindustrie eingesetzt und wurde bereits von einem amtierenden Richter am Obersten Gerichtshof der USA befürwortet, was die Voreingenommenheit der höchsten Gerichte offenbart.

Gary Abernathy

Anfang dieses Jahres strich die Trump-Regierung ein Kapitel zum Klimawandel aus einem Handbuch, das von Richtern, Staatsanwälten und Strafverteidigern genutzt wird, „um die wissenschaftlichen Komplexitäten der ihnen vorliegenden Fälle besser interpretieren zu können“. Für diejenigen unter uns, die nicht an Zufälle glauben, ist die Reaktion auf diese Streichung ein Musterbeispiel dafür, wie links-chaotische Klimakämpfer und ihre Verbündeten in den Medien sofort in Aktion treten, um eine ins Straucheln geratene linke Sache zu retten.

Erstens veröffentlichte die „National Academies of Sciences, Engineering and Medicine“, eine nichtstaatliche Einrichtung, kurz darauf einen Bericht, der darauf abzielte, die „Zuschreibung extremer Ereignisse“ voranzutreiben – eine fragwürdige wissenschaftliche Prämisse, die bestimmte Unternehmen und Aktivitäten dafür verantwortlich machen will, inwieweit sie zur Verschlimmerung von Wetterkatastrophen beitragen.

Zweitens veröffentlichten linke Medien – angeführt wie üblich von den wichtigsten Sprachrohren der Demokratischen Partei wie der „New York Times“ – Berichte über diesen Report und lösten damit eine Echokammer der Berichterstattung aus, die darauf abzielte, die Ergebnisse zu legitimieren, die Öffentlichkeit in Alarmstimmung zu versetzen und den Aufruf zum Kampf zu verstärken.

„Das führende wissenschaftliche Beratungsgremium des Landes veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, in dem es ein aufstrebendes Forschungsgebiet unterstützt, das Regierungen dabei helfen könnte, Öl-, Gas- und Kohleunternehmen für die durch Extremwetter verursachten Schäden zur Verantwortung zu ziehen“, verkündete die Times atemlos.

Zwar hat die „Times“ sorgfältig darauf hingewiesen, dass der neue Bericht „keine Empfehlungen dazu enthält, wie die Attributionswissenschaft in Politik und Recht eingesetzt werden sollte“, doch bleibt die Tatsache bestehen, dass für viele Linke ein Hauptgrund für den Bericht tatsächlich darin besteht, ihn als Waffe in Politik und Recht einzusetzen.

Unbeabsichtigt komisch wirkt die eigene Folgerung der „Times“, in der eingeräumt wird, dass „Ergebnisse der Attributionsforschung in verschiedenen Arten von Rechtsfällen relevant sein könnten“.

Beispiele gefällig?

„In einer Klage in Höhe von 50 Milliarden Dollar gegen Ölkonzerne“, so der Bericht, „berief sich Multnomah County [Landkreis] in Oregon auf eine Zuordnungsstudie, die zu dem Schluss kam, dass die rekordbrechende Hitzewelle des Sommers 2021 im pazifischen Nordwesten ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel ‚praktisch unmöglich‘ gewesen wäre.“

Dem Bericht zufolge ermöglichen es Computermodelle zur Untersuchung von Wetterereignissen den Wissenschaftlern nun, „die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Ereignisse in einer hypothetischen Welt abzuschätzen, in der die Industrienationen durch den Ausstoß von Treibhausgasen keine Erwärmung verursacht hätten. Sie können historische Aufzeichnungen nach früheren Fällen durchsuchen, in denen sich atmosphärische Wetterlagen auf bestimmte Weise angeordnet haben, und dann untersuchen, wie viel heißer oder regenreicher das Wetter war, wenn die gleichen Wetterlagen heute auftreten.“

Richtig. Und mit der angeblichen Fähigkeit, festzustellen, wie viel von diesen Schwankungen auf menschliches Handeln zurückzuführen ist, geht – so hofft die Linke – die zusätzliche Möglichkeit einher, dass Regierungen und Gerichte Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie zur Rechenschaft ziehen können.

Für die politische Linke reicht es nicht aus, die größten Sprachrohre der Welt zu kontrollieren – die linksradikalen (ehemals Mainstream-)Medien –, die der Welt eifrig das radikale Mantra des Klimawandels vermitteln.

[Hervorhebung vom Übersetzer, weil er betonen will, dass es hierzulande natürlich genauso ist!]

Sie wollen mehr als das. Sie wollen, dass ihre Theorien in Vorschriften verankert und – was am wichtigsten ist – gesetzlich festgeschrieben werden. Sie wollen, dass Anschuldigungen gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie ohne Wenn und Aber mit Schuldsprüchen gleichgesetzt werden.

Um ihre Ziele zu erreichen, beharren sie darauf, dass „die überwiegende Mehrheit“ der Wissenschaftler sich alle bzgl. eines Standpunktes einig sei, ohne solche pauschalen Behauptungen jemals zu quantifizieren. Wie viele Wissenschaftler gibt es weltweit? Wie viele davon sind Klimaforscher oder gar Meteorologen? Wie viele genau stimmen einer bestimmten Schlussfolgerung zu? Wie viele sind anderer Meinung?

Die faulen Medien der extremen Linken – Handlanger der ultraliberalen Bewegung – verlangen diese Antwort gar nicht. Sie plappern einfach die offizielle Linie nach. Die „Times“ tut Gleiches und behauptet: „Wissenschaftler wissen seit langem, dass die globale Erwärmung, die durch Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird, bestimmte Arten von Extremwetterereignissen intensiver und wahrscheinlicher macht.“ Welche Wissenschaftler? Von wie vielen?

Der Artikel in der „Times“ behauptet, dass die Studie, der er eine so große Bedeutung beimisst, „von einem Ausschuss aus 14 Wissenschaftlern aus den Bereichen Meteorologie, Rechtswissenschaften, Soziologie, Bauingenieurwesen und anderen Disziplinen erstellt wurde“.

Vierzehn? Im Ernst? Und das waren nicht einmal alles Klimaforscher? Nein. Es gab „Wissenschaftler“ – wie auch immer man das definieren mag – aus den Bereichen Rechtswissenschaften, Soziologie und „anderen Disziplinen“ – vielleicht Holzverarbeitung oder Kerzenherstellung?

Zugegebenermaßen gibt es einige wissenschaftliche Untersuchungen, welche die wissenschaftlichen Grundlagen der „Zuschreibung extremer Ereignisse“ in Frage stellen, darunter diese von Roger Pielke Jr. (der kein genereller Klimawandelskeptiker ist). Unterm Strich ist dies die schwache Grundlage, auf der die Linke die Welt dazu bringen möchte, den Einsatz von Erdgas, Öl und Kohle – den effektivsten Energieträgern der Menschheitsgeschichte – einzuschränken.

Und da das System der freien Marktwirtschaft bei der Abschaffung dieser Rohstoffe kläglich versagt (weil die Menschen sie gerne nutzen), wenden sich die Klima-Kreuzzügler an Regierung und Gerichte, überschwemmen diese Instanzen mit politischen Abhandlungen, die als „Wissenschaft“ bezeichnet werden, und beharren darauf, dass jeder, der ihrer Propaganda widerspricht, „wissenschaftsfeindlich“ oder ein „Klimaleugner“ sei.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sich auf das Konzept der „Zuschreibung extremer Ereignisse“ einzulassen, ist ein schlüpfriger Abhang, der in Treibsand führt. Können wir den genauen Anstieg der Fettleibigkeit ermitteln, der einem bestimmten Schokoriegelhersteller angelastet werden kann? Werden Forscher behaupten zu wissen, welche Inhalte auf welcher Social-Media-Plattform zu einem bestimmten Anstieg der Kriminalität geführt haben? Wird der Tag kommen, an dem wir einen öffentlichen Schulbezirk verklagen können, weil nur 73 % seiner Absolventen beruflich erfolgreich waren, verglichen mit 82 % der Absolventen eines benachbarten Schulbezirks?

Im besten Fall ist die „Zuschreibung extremer Ereignisse“ eine interessante hypothetische Übung – eine fundierte Vermutung. Mehr nicht. Es wird ein tragischer Tag sein, an dem Regierungen und Gerichte beginnen, sich darauf als handfeste Beweise zu stützen – und eine Warnung an Schokoriegelhersteller, sich einen Anwalt zu nehmen.

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing opinion columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

Originally posted at The Empowerment Alliance via RealClearEnergy. Reposted with permission.

Link: https://climaterealism.com/2026/08/climate-crusaders-turn-to-flimsy-extreme-event-attribution-to-bring-down-oil-gas-and-coal/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 23 /2026

26. August 2026 - 15:00

Meldung vom 17. August 2026:

UK: Kein langfristiger Rückgang der Niederschlagsmenge

Die Dürre, die derzeit weite Teile Englands heimsucht, ist beeindruckend. Doch es gibt keinen langfristigen Rückgang der Niederschlagsmengen, im Gegensatz zu den Behauptungen.

Mehr als die Hälfte Englands befindet sich offiziell in einer Dürrephase; die Umweltbehörde verweist dabei auf außergewöhnlich geringe Niederschläge, ausgetrocknete Flüsse und Stauseen sowie Wassereinschränkungen, von denen Millionen Menschen betroffen sind.

Aber betrachten wir das Ganze einmal aus einer größeren Perspektive.

Die Niederschlagsaufzeichnungen des Met Office für Großbritannien reichen bis ins Jahr 1836 zurück.

Sie zeigen große Schwankungen von Jahr zu Jahr, aber keinen anhaltenden Rückgang der jährlichen Niederschlagsmenge. Wenn überhaupt, dann ist der zugrunde liegende Trend leicht steigend, wobei das Met Office selbst berichtet, dass es in Großbritannien in den letzten Jahrzehnten feuchter geworden ist:

Seit dem 17. August kehren für viele die Regenfälle zurück – während sich der Wetterumschwung auch im Festland-Europa allmählich durchsetzt.

Grafik: GFS-kumulierte Niederschlagsmenge (mm) 12. August – 2. September [tropicaltidbits.com]

Auch im benachbarten Schottland gab es nichts von dem Sommer, den England erlebt hat.

Dies zeigt sich hoch oben in den Cairngorms, wo sich der berühmte Sphinx-Schneefleck – historisch gesehen Großbritanniens beständigste Schneedecke – in Garbh Choire Mòr auf dem Braeriach noch immer hält. Bei einem Besuch am 16. August war sie noch immer etwa 40 m breit und bemerkenswert tief.

Im Gegensatz dazu waren im Jahr 2025 alle verbleibenden Schneeflecken in Schottland bereits am 6. August geschmolzen.

Bild: Links im August 2026, rechts im August 2025

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-late-summer-cooldown-uk-rainfall?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 18. August 2026 zum Thema Energie:

Einmischung von außen

Falls der Klimakonsens, wie Dr. Curry argumentiert, durch politischen Druck, finanzielle Anreize und institutionelle Konformität herbeigeführt wurde, stellt sich natürlich die Frage: Wer hat davon profitiert? China jedenfalls ganz sicher.

Westliche Regierungen haben jahrzehntelang ihre Volkswirtschaften in Richtung Solarmodule, Batterien und Elektrofahrzeuge gedrängt. China kontrolliert mittlerweile rund 85 % der weltweiten Kapazitäten in der Solar-Lieferkette und 80 % der Kapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien und dominiert zudem mehrere wichtige Industriezweige der Mineralverarbeitung.

Dennoch hat Peking sich selbst niemals die gleichen Energieeinschränkungen auferlegt.

China nahm im Jahr 2025 neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 78 GW in Betrieb und in der ersten Hälfte des Jahres 2026 weitere 30 GW, während es gleichzeitig den Ausbau von Gas-, Kern-, Wind- und Solarenergie vorantrieb – und so die regelbare Kapazität sicherte, die zur Versorgung seiner industriellen Basis benötigt wird.

Die Bereitschaft Pekings, westliche Institutionen auszunutzen, ist längst keine Spekulation mehr.

Großbritannien hat Cyberangriffe auf die Wahlkommission und Abgeordnete offiziell Akteuren zugeschrieben, die mit dem chinesischen Staat in Verbindung stehen. Auch US-Gesetzgeber untersuchen Vorwürfe, wonach Gelder mit Verbindungen zu China zur Finanzierung politischer Aktivistennetzwerke im Westen beigetragen haben sollen, darunter Gruppen, die an pro-palästinensischen Protesten beteiligt sind, sowie solche, die die Gender-Ideologie an Hochschulen und Universitäten vorantreiben.

Klimaschutzorganisationen sahen sich ähnlichen Untersuchungen ausgesetzt. US-Gesetzgeber haben die „Energy Foundation China“ untersucht, da Bedenken bestanden, dass mit China verbundene Finanzmittel amerikanische Umweltkampagnen unterstützt hätten, die politische Maßnahmen fördern, welche auch chinesische Interessen stärken.

Kaum eine politische Maßnahme hätte für China strategisch günstiger sein können als westliche Nationen davon zu überzeugen, Energie teurer zu machen, die heimische Schwerindustrie zu untergraben und von in China hergestellten Technologien abhängig zu werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-shivers-high-arctic-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 21. August 2026:

Der Rückgang des arktischen Meereises kam vor 19 Jahren zum Stillstand

Der Rückgang des arktischen Sommermeereises kam etwa 2007 zum Stillstand, und das Jahr 2026 ist auf dem besten Weg, diese Pause zu verlängern.

Das NSIDC selbst hat diese Veränderung anerkannt. Seine Analyse der Meereisausdehnung im September ergab, dass der Trend von 2007 bis 2021 so gering war, dass er statistisch nicht signifikant war – ein „Trend nahe Null“.

Und diese Pause hält seitdem seit weiteren fünf Jahren an, bis einschließlich 2026.

Nachdem die diesjährige Schmelzsaison mit relativ geringen Werten begonnen hatte, verlangsamte sich der Eisverlust Ende Juli und im August deutlich.

Die neueste Grafik (rote Linie) zeigt, dass das Jahr 2026 problemlos zu den Rekordwerten zählt:

[Visitech.ai, using OSI SAF Arctic sea-ice extent data]

September Arctic sea ice extent has shown no downward trend for almost two decades.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-pole-back-below-70c-modern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung auf dem Blog von Pierre Gosselin:

Vergleich zweier deutscher Wettervorhersagen: vor 25 Jahren und heute

Pierre Gosselin

Eskalierende Klima-Rhetorik: Vor 25 Jahren galten 28 °C noch als „angenehm“ … heute werden sie als „extrem gefährlich“ bezeichnet.

Der folgende Videolink vergleicht zwei verschiedene Vorhersagen für warmes Sommerwetter, die angeblich aus zwei verschiedenen Jahrzehnten stammen. Ich kann mir zwar nicht sicher sein, ob sie echt sind, aber die Unterschiede im Tonfall zwischen damals und heute sind definitiv zutreffend! Heute stellen die Medien den Sommer in Deutschland als extrem gefährlich dar!

Vor 25 Jahren…

Die erste Wettervorhersage der deutschen Wettermoderatorin stammt aus den vergangenen Jahrzehnten. Hier ist, was sie berichtete:

„Morgen erwartet uns herrliches Sommerwetter! Die Temperaturen steigen auf angenehme 28 bis 30 Grad Celsius. Im ganzen Land gibt es viel Sonnenschein und nur vereinzelt ein paar Schönwetterwolken. Perfektes Wetter für einen Ausflug an den See oder ein Eis im Biergarten. Genießt den Sommer!“

…im Vergleich zu heute

Die zweite Vorhersage, die kürzlich von einem deutschen Wettermoderator abgegeben wurde, sagt fast genau die gleichen Wetterbedingungen voraus, allerdings in alarmierendem Ton:

„Morgen steht uns eine extrem gefährliche Hitzewelle bevor! Die Temperaturen werden auf gefährliche 28 bis 30 Grad Celsius steigen. Die UV-Strahlung wird extrem hoch sein, was ein erhöhtes Risiko für hohe Ozonwerte und Hitzeschläge mit sich bringt. Vermeiden Sie nach Möglichkeit direkte Sonneneinstrahlung, achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und kümmern Sie sich um ältere Menschen und Kleinkinder.“

Link: https://notrickszone.com/2026/08/20/comparison-of-two-german-weather-forecasts-from-25-years-ago-and-from-today/

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Vorschläge zur Eindämmung der Sommerspitzentemperaturen

26. August 2026 - 12:00

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Inhalt: Dieser Artikel hat 15 konkrete Vorschläge für eine Wiederbewässerungen und Kühlung der Landschaft und Natur vor der Haustür, eine Ideenanleitung für Bürgermeister, Architekten und Politiker gegen die Sommerhitze am Tage.

Abb.1a/b: Die starke Sommererwärmung bei den DWD-Wetterstationen findet erst seit 1988 statt: Davor kühlten die Sommermonate sogar 60 Jahre lang bis 1987 ab. Die Erwärmung begann plötzlich mit einem Temperatursprung 1987/88. Und die Erwärmung fand bis heute hauptsächlich tagsüber statt, (siehe obere graue Grafiklinie) wie hier beschrieben.

Mehr Wasser in der Fläche Deutschlands speichern

Ganz Deutschland wird in niederschlagsarmen und sonnenstundenreichen Sommern wie 2026 zu einer großflächigen Wärme-Insel (WI), nicht nur die Städte. Das darf sich so nicht fortsetzen. Die großflächig immer noch ausufernd wachsenden Wärmeinseln müssen gestoppt und reduziert werden. Und die Trockenlegungen in der Fläche Deutschlands müssen aufhören. Regenwasser muss in den Freiflächen gespeichert werden. Der Niederschlag muss dort gehalten werden, wo er niedergeht. Wie das möglich wäre, zeigen wir im Artikel

Ein Umdenken zugunsten der Natur ist die Abhilfe:

Was wir für Deutschland brauchen, ist eine neuartige Regenwasserbewirtschaftung. Der Grundgedanke dieses Konzepts besteht darin, dass die Infrastruktur in bebauten Gebieten Regenwasser aufnimmt und versickern lässt und nicht sofort in unterirdischen Kanälen in den nächsten Fluss ableitet. Auf diese Weise werden Hochwässer verhindert und der Boden feuchter. Der Regen kann den Grundwasserspiegel wieder auffüllen. Die Verdunstung trägt zu tieferen kühleren Temperaturen im Sommer in den Städten und Gemeinden bei, und zwar hauptsächlich tagsüber. Und nicht nur in den bebauten Gebieten. Wir müssen die sommerliche Steppenbildung der freien Landschaft rückgängig machen Zur neuen von uns vorgeschlagenen Regenwasserbewirtschaftung gehören viele diverse Bausteine, die je nach Lage und Örtlichkeit sich ergänzen müssen.

Laut Aussagen des Botanikers und Naturbeobachters Stefan Kämpfe wurden um Weimar/Erfurt herum zu Zeiten der DDR extra Tümpel und Teiche in der freien Fläche der LPGs angelegt, in welchen man den Winter- und Frühjahrsregen einspeicherte, um der sommerlichen Austrocknung und den Ernteausfällen zu begegnen. In weiten Teilen der ehemaligen DDR, welche sich selbst mit Grundnahrungsmitteln versorgen musste, findet man diese Kleinspeicher noch; leider werden sie momentan aus Kostengründen, Arbeitskräfte- und Energiemangel momentan kaum zur Bewässerung genutzt. Im Westen der BRD wurden dagegen schon lange Weiher und Tümpel großflächig aus dem einst abwechslungsreichen Landschaftsbild nachhaltig beseitigt. Einige Gemarkungsnamen: Wasserstall/Teich, wo ist das stehende Wasser, wo sind die Teiche? Lachenwiesen, wo sind die großflächigen Wasserlachen in den Wiesen? Wasserfurche, die einst wassergefüllten Furchen sind eingeebnet und trocken. „In der Pfitze“ gibt’s keine Pfützen mehr und in der Bachstraße keinen Bach. Im Brühl steht kein Bruchwald auf sumpfigem Untergrund mehr. Bauern und Forstämter jammern, weil sie angeblich der CO₂-Klimawandel schwer trifft. Dabei haben ihre Väter und Großväter die Trockenlegungen selbst durchgeführt, im Forst finden sie derzeit noch ausgiebigst statt.

Das Prinzip unserer Vorschläge, Maßnahmen, die tatsächlich helfen sollen: Dem Klima, der Natur und der Umwelt. Naturschutz beginnt vor der Haustür. Der Niederschlag muss dort gehalten werden, wo er niedergeht und darf nicht sofort abgeleitet werden, damit er schnell wieder im Meer landet. Wir machen Vorschläge an die Politik und die Gemeinden.

Deutschland darf im Sommer nicht zur Steppe werden!

– Wiedervernässung der deutschen Landschaften durch Tümpel und Weiher. Den Regen dort halten, wo er niedergeht, in Städten und in Landschaften, vor allem in den Wäldern, im Humus und den einstigen Bodenvertiefungen, denn der Waldboden ist keine Ebene wie eine Straße oder der Sportplatzrasen. Und in den Siedlungen: Man muss nicht gleich die Dachrinnen der Häuser abbauen oder die Drainagen aus den landwirtschaftlichen Flächen herausreißen oder die einstigen unzähligen mittelalterlichen großen und kleinen Sumpfgebiete wiederherstellen. Alle Weiler, die den Wortstamm „Sulz“ im Ortsnamen tragen, zeigen, dass ihre Häuser in einen ehemaligen Wiesensumpf hineingebaut wurden. Wir wollen keine Großprojekte vorschlagen und Ortschaften verlegen, und es braucht sich kein grüner Politiker durch eine Sumpfprojekt in der Stadt verewigen. Auch mehr Kleinspeicher zur landwirtschaftlichen Bewässerung (in Ostdeutschland sind diese vielfach noch aus DDR-Zeiten vorhanden; nur die Beregnungsanlagen wurden nach 1990 abgebaut), können bei der Ertragssicherung im Ackerbau helfen und das lokale Klima leicht kühlend verbessern. Es muss ein Bündel an vielen Kleinmaßnahmen überall in Deutschland sein. Wir werden nun einige beschreiben oder vorschlagen.

Abb. 2a: Noch aus DDR-Zeiten stammender Kleinspeicher an einem Bach in Kromsdorf bei Weimar. Hauptsächlich zur Bewässerung angelegt (die DDR musste sich weitgehend selbst mit Grundnahrungsmitteln sowie Obst und Gemüse versorgen), wird durch solche Wasserflächen auch das Lokalklima verbessert, und es entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere in der meist ausgeräumten Agrarlandschaft. Foto: Stefan Kämpfe

Abb. 2b: Schaffung von begrünten Tümpeln und Weihern in der Landschaft, auf dem Bild zwischen den beiden Waldstücken zu sehen. Erklärung: Die beiden Waldstücke und die intensiv genutzten Wiesen sind durch Drainagen trockengelegt. In der Talsohle ist der kerzengerade angelegte Abwassergraben erkennbar, der in eine begrünte Weihermulde mündet. Bei plötzlichen Gewittern füllt sich der Weiher, das Wasser versickert, hält den Waldboden feucht und verdunstet im Sommer. Die dort wachsenden Pflanzen vergrößern die Verdunstung, kühlen zusätzlich und erhöhen den Wasserdampfgehalt in der Luft. Zugleich dient der begrünte Weiher dem Hochwasserschutz eines, nur einen Kilometer entfernten Ortes. Die Biodiversität hat sich entscheidend verbessert. Foto: Kowatsch

– Hecken: In ausgeräumten Agrarlandschaften, wie etwa der Magdeburger Börde oder der Leipziger und der Münsterländer Tieflandsbucht, würde die Anlage von Baumhecken dabei helfen, die Austrocknung zu bremsen. Der dafür erforderliche Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche wird durch die eintretende Ertragssteigerung infolge der Verbesserung des Kleinklimas mehr als ausgeglichen; auch erhöht sich die Ertragssicherheit, und die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt wird gefördert. Hecken helfen mit, den Humus vor Ort zu halten, da sie das bei Starkregen auftretende Oberflächenwasser abbremsen, die Versickerung verbessern und das Wasser umgehend selbst aufsaugen in ihre Holz- und Blattmasse.

Wer es nicht glaubt, ein Versuchsvorschlag: Blütenpflanze einige Stunden trocknen lassen und wiegen, anschließend in Wasser stellen, nach einer halben Stunde die nun voll gesaugte Pflanze nochmals abwiegen. Wasseraufnahme in % berechnen.

Abb. 3a: Heckenlandschaft in Schleswig-Holstein (Foto: imago images / blickwinkel) zwischen den intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch der Wind wird gebremst und kann den Humus nicht fortwehen wie das in ausgeräumten Agrarlandschaften häufig der Fall ist. Bitte googeln, Humus-Erosion durch Wind

– Fluss- und Überschwemmungsauen wieder herstellen.

Rückgängigmachen der trocken gelegten Wiesen und Auen, natürliche Überschwemmungspolder einrichten. (wo es möglich ist)

Abbildung 3b, noch halbwegs funktionierende Auenwiese, rechts am Hang bei den Bäumen versickert das austretende Grundwasser in stehenden Rinnsalen und Vertiefungen. Links der Schlierbach, der bei Hochwasser die Wiese überfluten darf, siehe Temperaturmessungen am 20. Juli 2022 um 16 Uhr. An diesem Tage war die gesamte Ostalblandschaft braun. Eine grüne kühle Wiesenoase inmitten einer Steppe. Foto Kowatsch.

Abb. 3c: Aufnahme vom gleichen Zeitraum wie bei 3a, nur wenige hundert Meter entfernt.

Eigene Bodentemperaturmessungen, verschiedener Untergründe:

Am Mittwoch, den 20.Juli 2022, wurden von 15.40 Uhr bis 16 Uhr folgende unterschiedliche Böden mit einen IR-Fernthermometer von einem der Autoren gemessen: 1) Kreisverkehr in der Ortsmitte von Hüttlingen, grauschwarzer Asphaltbelag: 48°C. 2) Einen Kilometer entfernt in der Ortsmitte des kleinen Weilers Niederalfingen. Kapellenweg 46°C. 3) Auf dem Gehweg vor einer Garagen-Einfahrt am Siedlungsrand: 45°C. 4) Einen halben Kilometer außerhalb in einer nicht trockengelegten Auwiese am Schlierbach: grüner Grasboden, sonnenbeschienene Hälfte 32°C, Schattenhälfte nur 24°C. Leider steht hier keine DWD-Wetterstation, denn die müssen eh ganztägig in der Sonne stehen. 5) Die Lufttemperatur über dem Schattenteil der Wiese in Augenhöhe betrug etwa 26°C. 6) Die 12 km entfernte Wetterstation Ellwangen (sogar gut 100m höher gelegen) registrierte an diesem Tage ein Tmax von 37,6°C, natürlich ganztägig in der Sonne stehend wie es die neue DWD-Vorschrift verlangt.

Beachte: Die Oberflächentemperaturunterschiede zwischen dem versiegelten Boden der Ortsmitte des kleinen Weilers Niederalfingen und dem feuchten Boden der in der Nähe befindlichen Auenwiese sind enorm, das ist überall in Deutschland so.

Die Existenz diverser Wärmeinseleffekte sind schon sehr lange bekannt. Sie zeigen sich in merklichen Temperaturunterschieden besonders an heißen, sonnigen, windschwachen Sommertagen. Tagsüber erweisen sich an solchen Tagen naturnahe Laubmischwälder und Parkanlagen mit altem Laubbaumbestand als besonders kühl (deren Böden speichern auch das meiste Wasser), während sich dicht bebaute und versiegelte Flächen stark aufheizen.

Abbildung 4: Isothermenkarte (Lufttemperaturen, 2 Meter Messhöhe) für das Weimarer Stadtgebiet am 10. August 1950, Nachmittag. Während in den naturnahen Laubmischwaldgebieten des Ettersberges, des Webichts und des Belvederer Forstes nur 24 bis 27°C gemessen wurden, sind es im Freiland bei gleicher Höhenlage 28 bis 29°C, in den bebauten Stadtvierteln sogar 29 bis 31°C. Bildquelle Salzmann, M.: Die physisch-geografischen Verhältnisse Weimars. Weimarer Schriften, Stadtmuseum Weimar, Heft 22, 1974.

In den Nächten und zum Sonnenaufgang erweisen sich Wiesen, Ödland und Felder, also das offene, unversiegelte Freiland, als besonders kühl.

Die Flächenversiegelung und Asphaltierung nimmt jedoch weiter zu, täglich um 45 bis 50 ha in Deutschland, Stand 51 000 km²,

Renaturierung der Bachläufe

Die Maßnahme dient auch dem Hochwasserschutz, da das Wasser in der Fläche zurückgehalten wird und bei Starkregen in den Windungen über die Ufer tritt und kurzfristig die Wiese überflutet, es entsteht allmählich eine Feuchtwiese, oder gar eine Auwiese. Die Maßnahme ist außerdem angewandter Naturschutz. Für unsere Betrachtung versickert und verdunstet sehr viel Wasser, kühlt die unmittelbare Umgebung und landet nicht sofort in der Nord/Ostsee oder im Schwarzen Meer. Im Sommer gibt so eine Feuchtwiese langsam ihr Wasser in den Bach ab, so dass dieser nicht austrocknet.

Abb.5a: Bloß nicht so: Bild: Georg Lamberty/Planungsbüro Zumbroich: Auf dem Planungsbrett ausgedachter Bachkanal in einem ausbetonierten Bachbett. Da ertrinken selbst die Frösche, weil sie nicht mehr rauskommen.

sondern so:

Abb. 5b: natürlicher Bachlauf mit Wander-Nassweg und trockenem Wander/Radweg, natürlicher Bewuchs und viele Bachschlingen. Die kühlende Wirkung der naturnahen Umgebung tritt auch im Frühjahr bereits auf, die Aufnahme entstand am 1. Mai 2023, kaum Blattbewuchs. Im naturnahen Bereich gilt noch das alte Volkslied, „Komm lieber Mai und mach die Bäume wieder grün“ Foto Kowatsch

Rinnsale an den Talhängen, teilweise wieder frei legen

Abb.6a: Frisch verdoltes Kleinrinnsal am Gefälle zum Kocher hin. Man sieht noch das saftige Grün des Quellbereiches und den ehemaligen freien Wiesenverlauf. Diese Örtlichkeit fiel im heißen Sommer 2022 durch die angenehme Kühle und genügend Wasserdampf in der Luft auf. Man hat die Frische richtig gespürt, selbst kurz nach der Verdolung, als der Autor in seiner Eigenschaft als Naturschutzwart verspätet benachrichtigt wurde. Und zum Wohlbefinden: Auch der Geruch in der Luft unterschied sich wohlwollend vom heißen trockenen Asphaltgeruch im Ort. Im Sommer 2026 war davon nichts mehr zu sehen. Ein einziges Einheitsbraun. Foto Kowatsch

Man kann davon ausgehen, dass um 1900 etwa alle 300 m an diesem Kochertalhang solche Rinnsale, oft auch Brünnele genannt, z.B. Nuibauers-Brünnele, in vielen Windungen hinabflossen und vor dem Kocher, dort wo heute der Kocher-Jagst-Radweg verläuft, ein ausgedehntes Sumpf-Feucht- und Nasswiesengebiet bildeten. Noch vor 40 Jahren musste ein Schäfer aus dem letzten verbliebenen Sumpfzipfel von der Feuerwehr befreit werden, weil er eines seiner Schafe aus dem Sumpf befreien wollte. Das war zugleich das Ende des letzten verbliebenen Sumpfloches.

– Naturschutz beginnt vor der Haustür, Vorschlag für den Deutschen Wetterdienst

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sollte bei seinen nun einheitlich normierten 2000 Wetterstationen, eine Regenversickerunsmulde in der Mitte der Messgeräte platzieren, wo das vom DWD-Haus abgeleitete Regenwasser nicht sofort in die Kanalisation fließen würde. z.B. hier

Abb.6b: Die ehemalige Strahlung reflektierende Wetterhütte ist abgeschafft. Die Aufnahme wurde von der rückwärtigen Seite des DWD-Hauses aus in Blickrichtung Garten gemacht. Das Dachrinnenwasser einer Haushälfte könnte in der Mitte der Einzelmessgeräte in eine Versickerungsmulde einfließen. Anstatt dessen steht der Temperatursensor nur mit einer Pilzhaube abgeschirmt in 2m Höhe direkt neben dem Plattenweg, der im Sommer bis 45°C heiß wird und der Rasen braungelb verkümmert ist. Auch der braune Boden wird in trockenen Sommern tagsüber bis zu 40°C heiß. (Eigenmessungen der Autoren) Foto: DWD

Die Trockenlegung und Flächenversiegelung Deutschlands brachte hauptsächlich die starke Sommererwärmung seit 1988 in ganz Deutschland. Wetterstationen an einem feuchten nicht ganztägig in der Sonne stehenden Platz und noch in der Wetterhütte gemessen wie bei Amtsberg/Dittersdorf erwärmen sich vor allem tagsüber viel weniger.

– Weniger Solar- und Windparks. Die Umstellung auf angeblich erneuerbare Energien führt insgesamt zu einer Zerstörung der bisherigen Landschaftsstrukturen und zu einer Erwärmung der Landschaft im Sommer, jedenfalls tagsüber. Die dunklen Glasflächen von Großfotovoltaikanlagen in der freien Landschaft können bis zu 80°C heiß werden. Je heißer die Flächen werden, desto weniger Strom entsteht, im Wesentlichen sind die dunklen Flächen bei der Sommerhitze jedoch Groß-Heizkörperflächen in der freien Landschaft. Noch viel wärmer als die dunklen Zufahrtstraßen, auch das sind Wärmebänder in der freien Landschaft und erhitzen die Umgebung mit. Die großflächigen Solarparks reduzieren oder zerstören die Vegetation, verringern die Albedo (Rückstrahlungsvermögen) und tragen damit wesentlich zur Landschaftserwärmung bei, was wir unter der Vergrößerung der WI-Effekte zusammenfassen Näheres hier. Und die zum Maisanbau dazugehörigen Biogasanlagen tragen, zumindest lokal, zur Weitererwärmung bei. Man könnte diese zumindest mit weißer Farbe anstreichen.

Abbildung 7a: Ein riesiger Solarpark, südwestlich der Stadt bei Nohra gelegen, heizt Weimar nun kräftig ein. Die dunklen Zellen erreichen Spitzentemperaturen bis 80°C. Im Hintergrund eine wärmende Bausünde der 1990er Jahre, das große Neubaugebiet in Gaberndorf am Ettersberg. In der Ebene einst sumpfig grün, im Sommer 2026 steppenartig braun. Foto: Kämpfe

Abb. 7b: Während vorne im Maisfeld das Licht für Wachstum, Verdunstung und Verdunstungskühlung sorgt, wird im Hintergrund im Wärmebild die Hitze an der großen PV-Anlage sichtbar

Abhilfe: Bei reichlich Sonnenschein und Stromüberschuss – Also mehr Erzeugung als abgenommen wird – müssen die Anlagen klappbar sein, damit die weiße Unterseite nach oben zeigt oder keine Anlagen mehr genehmigen. Besser allerdings wäre ein Rückbau und an dieser Örtlichkeit einen Weiher einrichten. Sehr praktikabel ist dieser „Vorschlag“ freilich nicht, solange der ideologische Klimaglaube vorherrscht, CO₂ würde die Erwärmung bewirken und deshalb müsse man bei der Energieerzeugung CO₂ reduzieren.

– Weniger Maisanbau: Insbesondere die Umstellung auf Monokulturen wie den Maisanbau für Biogasanlagen führen aufgrund des Herbizid- und Pestizideinsatzes, sowie des Einsatzes von Kunstdünger zu einer nachhaltigen Zerstörung der oberen Wasser speichernden Humusschicht. Es entstanden allmählich „Betonackerböden“, die kein Wasser mehr nach unten durchlassen. Äcker und Wiesen mutieren zu neuzeitlichen Industriehallenböden ohne Dach. Gewellte Böden (Buckelwiesen) mit Nassstellen und Bäumen darf es in keiner dieser industriellen Produktionsstätten mehr geben, so das Selbstverständnis nicht weniger Landwirte. Die Maisanbaufläche betrug 2020 etwa 27 000 km², fast die Größe des Flächenlandes Brandenburg. Die Folgen des selbst geschaffenen „Betonackers“ sind fatal: Ein großes Maisfeld an einem leicht geneigten Hang oberhalb eines Hauses bedeutet höchste Hochwassergefahr für die Bewohner des Hauses bei einem Starkregen oder Sommergewitter.

Abb. 7c: Vor dem Aufnahmetag hatte es drei Tage lang geregnet. Der durch den Maisanbau entstanden Betonackerboden konnte keine Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Schon nach drei Tagen zeigt sich wieder ein trockener „Betonacker“. Foto: Kowatsch

-Weniger Windräder: Über 30.000 Windräder auf den Hochflächen und in den Wäldern: Jedes Windrad erfordert wegen seiner Höhe und seiner Hebelwirkungen eine hohe Standfestigkeit. Der Boden unter Windparks muss besonders trocken sein, weil sonst die Betonfundamente dem Winddruck und der Eigenresonanz der Anlage nicht standhalten würden. Außerdem müssen breite Zufahrtsstraßen mit festem Untergrund in den Wald gebaut werden, die Anlieferung der Großbauteile auf langen Sattelzügen erfordert große befestigte Wendeplatten. Eine zusätzliche flächige Bodenversiegelung im einst schwammigen humusreichen Waldboden. Und durch die ständige Sonneneinstrahlung auf die Flächen gibt es weitere zusätzliche Austrocknungen. Hohe Bäume kühlen, Zufahrtsstraßen und hohe Betonmasten erwärmen die Landschaft. Einen nicht unerheblichen Anteil an der Landschafts-Austrocknung dürfte ein Windrad jedoch in unmittelbarer Nähe durch seine Rotoren ausüben, die ständige Luftverwirbelung saugt die Feuchtigkeit aus dem Boden. Dem Wind wird Energie entzogen. Eventuelle negative Auswirkungen auf das Klima und die Windhäufigkeit sollen hier nicht behandelt werden, ebenso nicht die Auswirkungen auf die Vogelwelt, auf die Gesundheit der Menschen und die Zerstörung des Landschaftsbildes. Wir beschreiben in diesem Artikel nur Maßnahmen, die den sommerlichen Wärmeinseleffekt der deutschen Landschaft mindern sollen.

Abbildung 7d: Foto: Alexander Blecher, Das Gesamtfundament hat ein Gewicht von 4000 Tonnen.

Für die klimatischen Bedingungen Deutschlands gibt es zu den meteorologischen Auswirkungen der Windenergienutzung bislang kaum belastbare Studien; aber solche aus den USA lassen auch für Mitteleuropa eine merkliche Erwärmung erwarten; Näheres hier und hier. Jedem Politiker muss klar sein: Windenergie ist weder unerschöpflich noch umweltfreundlich. Schon jetzt führt der massive Ausbau der Windenergie zu vermehrten Flauten durch den Entzug der kinetischen Energie, vermehrten Zirkulationsstörungen mit Dürren und zu einem massiven Insekten- Fledermaus- und Vogelsterben. Abhilfen sind kaum möglich, es sei denn, man verzichtet auf den Bau weiterer Großanlagen. Ohnehin ist es aufgrund der geringen Energiedichte der Wind- und Solarenergie viel sinnvoller, diese in kleinerem Maßstab nur direkt am Ort des Verbrauchs zu installieren und auch sofort zu verbrauchen (Solaranlagen auf Hausdächern; auch Kleinwindräder für Hausdächer gibt es bereits). Freilich müssten sich die Verbraucher dann auf zeitweisen Stromausfall einstellen oder in teure, umweltschädliche Batteriespeicher investieren, die zudem die Gefahr eines Batteriebrandes im Haus heraufbeschwören. Und für die Großindustrie sind die mit lokalen Anlagen erzeugten Strommengen ohnehin viel zu gering.

Die Trockenlegung des Waldes muss aufhören!

Nicht nur die Windräder mit ihren Zufahrtstraßen trocknen den Wald aus, sondern vor allem die vor 30 Jahren beginnende industriemäßige Wald- und Forstwirtschaft. Die schweren Holzerntemaschinen (Harvester) benötigen feste Zufahrtstraßen und eine trockene Waldboden abseits der Zufahrten. Deswegen wurde der Wald seitdem mit Drainagen trockengelegt. Verschwunden sind die kleinen Tümpel und Rinnsale, verschwunden ist der nasse Waldboden. Im Sommer ist auch der stets beschattete Waldboden ausgetrocknet, der Verrottungsprozess zur Humusbildung gestoppt. Das am Waldboden liegen gelassene Reisig und die Äste trocknen aus und bilden einen Anreiz für die zunehmenden Klimaterroristen, die den Wald anzünden könnten, damit das Geschäftsmodell Klimaangst weiter angeheizt werden kann.

Durch die gezielte Trockenlegung des Waldbodens verarmt der deutsche Wald ökologisch. Die Flora und Fauna, die einst reichhaltige Waldökologie benötigt Wasser. Ohne Wassertümpel gibt’s keine Tränken mehr für all die Säugetiere wie Rehe, Füchse und Hasen, für Vögel, Insekten, Lurche und Frösche. Wo ist die Gelbbauchunke im Wald. Dafür fehlen die einstigen nassen Pfützen und Wasserlöcher. Einer der beiden Autoren ist seit 40 Jahren ausgebildeter Naturschutzwart des Ostalbkreises und stellt fest: Kaum einer der Wanderer und Radfahrer, nicht einmal die Jagdpächter nehmen diese schleichende Trockenveränderung der Waldböden war. Und die Waldarbeiter und Waldbauern begrüßen den trockenen Waldboden, er erleichtert deren Arbeit zu allen Jahreszeiten. Die moderne industrielle Forstwirtschaft legt den Wald selbst trocken und wundert sich, wenn er nach drei Jahrzehnten tatsächlich trocken ist. Dann ist der Klimawandel schuld.

Abb. 8a: Selbst mitten im Wald sind die kleinen Bächlein und Rinnsale seit gut einem Jahrzehnt ausgetrocknet. Nur nach einem Gewitter führt der Bach mitten im Wald plötzlich Wasser, das nach einem Tag wieder weg ist Foto: Kowatsch.

Auch so legt man den Wald trocken:

Abb. 8b: Vor 60 Jahren noch ein dichter Wald, wo sich die Bäume über dem Sträßchen mit ihren ausufernden Ästen begrüßen durften, entsteht eine breite Kreisstraße mit Geh- und Radweg. Rechts vorne ist der Einlaufschacht für die umfangreiche Entwässerung zu sehen. Das Entwässerungsrohr in 1m Tiefe legt selbstverständlich auch den angrenzenden Wald trocken. Foto Kowatsch

Vermehrte Humusbildung. Eine Tonne Humus kann die fünffache Menge Wasser einspeichern, siehe hier. „Experten gehen davon aus, dass pro Jahr etwa 0,3 bis 1,4 Tonnen Boden pro Hektar und Jahr auf natürliche Weise neu gebildet wird. Jährlich gehen aber im Schnitt zwischen 1,4 und 3,2 Tonnen Boden pro Hektar durch Erosion verloren.“ Im Schnitt gehen somit etwa 1,5 Tonnen Humus pro Hektar jährlich verloren. Diese Angabe brauchen wir für die Überschlagsrechnung

Die landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland betragen laut KI rund 18 Millionen Hektar. (etwa 50% der Deutschlandfläche)  Rechnen wir im Schnitt mit 1,5 Tonnen Humusverlust auf 1 Hektar, dann sind dies 1,5 x 18 Millionen Tonnen Humusverlust jährlich allein auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Und eine Tonne Humus kann 5 Tonnen Wasser speichern. Die verringerte Wasserspeicherung des Bodens durch Humusverlust beträgt somit: 1,5 x 18 x 1000000 x 5000 Liter.

Um die Humusbilanzen zu verbessern, müssen sich die Fruchtfolgen ändern: Weg mit dem Humuszehrer Mais, der verdichtete, ausgezehrte Ackerböden=Betonackerboden hinterlässt. Dafür mehr Leguminosen und Futterkulturen (Klee- und Luzernegras) in die Fruchtfolgen. Auch im Wald ist Humus ein großes Thema: Laubbäume, besonders Linden und Buchen, bilden viel wertvollere Humusformen, als Fichten und Kiefern. In Land- und Forstwirtschaft ist außerdem stärker auf die Vermeidung von Bodenverdichtungen zu achten, denn diese beeinträchtigen das Wasserspeichervermögen der Böden enorm.

Abb. 8c: Ein völlig zerfahrener, verdichteter Waldboden mit der nicht standortgerechten Waldfichte bei Erfurt im Jahre 2021. Mittlerweile ist diese Monokultur infolge der Dürre (Borkenkäfer-Befall) abgestorben und gerodet – nun eine zusätzliche Erwärmungsquelle in der freien Landschaft, der geschundene Waldboden trocknet aus und speichert kaum noch Wasser. Die riesigen, abgestorbenen Fichten-Monokulturen der deutschen Mittelgebirge dürften aktuell erheblich zur Erwärmung und Austrocknung Deutschlands beitragen

Abb.8d: Ein standortgerechter Laubmischwald (Webicht bei Weimar) erfreut nicht nur durch reichen Blütenflor im Lenz, er speichert auch viel mehr Niederschlagswasser. Vermutlich werden solch ökologisch stabile Laubwälder die aktuell sehr trockenen, heißen Sommer insgesamt zufriedenstellend überstehen – solange man sie nicht, wie in Thüringen von der Landesregierung geplant, mit Windrädern weiter vollstellt. Fotos: Stefan Kämpfe

– Innerhalb der Ortschaften: Das Regenwasser muss in Tümpeln, Teichen und Rigolen vor Ort gehalten werden, muss im Boden versickern dürfen und den Grundwasserspiegel wieder auffüllen dürfen. Die nasseren Böden mitsamt Grünbewuchs erzeugen eine Verdunstungskälte und gleichen die Temperaturerwärmung der Bodenversiegelung und Trockenlegung der Landschaft teilweise wieder aus.

Vorschläge für die Wasserrückhaltung in neuen Baugebieten: a) öffentliche Flächen

In Neubaugebieten werden einstmals freie Flächen in den Außenbezirken, die meist noch einen hohen Baumbestand hatten – Streuobstwiesen – in trockene Neubaugebiete verwandelt. Alles Niederschlagswasser auf den öffentlichen Flächen wie Straßen, Gehwege, Parkplätze, Wendeplatten, aber auch Hofeinfahrten der Häuser und der Überlauf aus dem Dachrinnen-Abwasser wird sofort in die Kanalisation geleitet und in den nächsten Bach, fünf Tage später landet das Wasser in der Nordsee. Seit drei Jahrzehnten ist ein unterirdisches Regenrückhaltebecken in Deutschland Vorschrift, damit das Oberflächenwasser nicht sofort, sondern zeitverzögert im Bach oder Fluss landet. (Hochwasserschutz). Doch dieses sehr teure unterirdisch betonierte Hochwasserrückhaltebecken, leistet keinen Beitrag zur Wiedervernässung der Landschaft, keinen Beitrag zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels und keinen Beitrag zur Umgebungskühlung durch Verdunstung.

Es geht auch anders: offene Rückhaltebecken wie auf dem Bild, allerdings geht dadurch ein Bauplatz und damit konstante jährliche Einnahmen der Gemeinden für Grundsteuern verloren.

Abb.9a: Offenes Regenrückhaltebecken bei einem Neubaugebiet, Fassungsvermögen etwa 500 Kubikmeter. Das Regenwasser aus den versiegelten Flächen der Siedlung wird hier zwischengespeichrt und kann versickern, im Sommer auch verdunsten. In 10 Jahren wird das Becken nicht mehr sichtbar sein, da es automatisch mit Nässe liebenden Pflanzen einwächst, die Verdunstung und die Kühlung nimmt dadurch zu. Foto Kowatsch.

Abb.9b: Foto: Bayrisches Landesamt für Umwelt

b) Private Gründstücke in einer Siedlung

Naturschutz beginnt vor der Haustür. So hieß einmal eine Aktion des BUND, an welcher einer der Verfasser mit Vorschlägen maßgeblich mitgewirkt hat. Auch Umweltschutz und Regenrückhaltung beginnt vor der Haustür: Die Häuser sollten das Dachregenwasser in einem unterirdischen Regenwasserbecken von ca 2 Kubikmetern zurückhalten wie frühere Regentonnen zum Gießen. Der Überlauf füllt noch auf dem Grundstück eine Versickerungsmulde. Und der Überlauf von dort geht in die öffentliche Versickerungsrigole und falls noch notwendig in die Kanalisation. Die kleine Stadt Neresheim im Ostalbkreis praktiziert diesen Vorschlag schon seit einem Jahrzehnt, auch im neuen Gewerbegebiet. Dieses ist gefüllt mit unterschiedlichen Versickerungseinrichtungen, wobei die Architekten laufend bei der Ostalbwetterwarte in Neresheim anfragen, an welchem Monat sie sich bei der Berechnung ausrichten müssten. Es geht doch. Und zwar so wie auf den beiden nächsten Aufnahmen vorgeschlagen.

Abb. 10a und 10b: Foto: G. Müller, GmbH Betonwerk Achern. Rigolen, der Rasen bleibt grün.

Bei Kläranlagen: Rückhaltung des gereinigten Abwassers

Diese Kläranlage Hüttlingen/Niederalfingen auf dem Bild reinigt das Abwasser von 44 000 Einwohnereinheiten täglich. Sauberstes Trinkwasser aus den Tiefen des Donaurieds geht über die Industrie, sonst aber hauptsächlich übers Klo und übers Duschen/Baden in die Kläranlage. Nach erfolgter Kläranlagenreinigung in den Kocher und von dort nach einer Woche in die Nordsee. Bei uns 120 Liter pro Person und Tag. Diese Wassermenge fehlt dem Donauried täglich und legt es trocken.

Rechnung zur Verdeutlichung: Täglicher Wasserverbrauch aus dem Boden des Donaurieds macht bei dieser Kläranlage 44 000 x 120 Liter = 5280 Kubikmeter ursprüngliches Tiefenwasser aus dem Donauried. Täglich!!

Abb.11 Kläranlagen: Wiederverwendung des gereinigten Abwassers, durch Auffangbecken, bzw. Weiher in der Wiese. Foto Kowatsch.

Unser Vorschlag: Vor der Einleitung in den Kocher, am linken Bildrand könnte man das gereinigte ursprüngliche Tiefenwasser aus dem Donauried in einem großen Becken in dieser Wiese auffangen, zur freien Verwendung für Bauern, Kleingärtner, Feuerwehren. Das Becken müsste etwa 40x40m und 3m tief sein, der Rest verdunstet im Sommer und kühlt vor Ort auf kleinem Raum. Zusätzliche Felder, Wälder, Äcker, Stadtparks, Hausgärten, alle benötigen das kühlende Nass. Warum nicht das gereinigte Abwasser. Die Nordsee und der Atlantik braucht es nicht, denn dort steigt unmerklich der Meeresspiegel, täglich, weil Deutschlands Böden bis in größere Tiefen seine Feuchtigkeit verliert. Das muss sich ändern.

Merke: Das System der Grundwassergewinnung zur Wasserversorgung von Industrie und Haushalten trocknet Deutschlands Böden aus. Das in der Kläranlage gereinigte Abwasser muss wieder dem Boden zugeführt werden und darf nicht sofort in den Fluss/Bach eingeleitet werden.

– Erfolgreiche Wiedervernässungsmaßnahmen kann man in der Lausitz und rund um Leipzig besichtigen. Dort wurden viele Tagebaurestlöcher geflutet und ziehen bereits Badegäste aus Nah und Fern an. Überhaupt werden stets nur die negativen Folgen des Braunkohlentagebaues benannt – aber er hat auch viele positive. Einst wurden meist ökologisch geringwertige Intensiväcker, Kiefern-Monokulturen oder Siedlungen abgebaggert; heuer finden sich dort außer Seen auch artenreiche Heiden, Dünen, Vorwälder oder Halbtrockenrasen; viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten siedelten sich dort an. Es entstehen wieder artenreiche und kühlende Naturoasen mit Badeufer zur Naherholung.

Abb.12: Renaturierte Landschaft nach dem Braunkohleabbau bei Leipzig. Bild: Ewald Jansen

Und die Niederschläge?

Immer wieder wird behauptet, die Niederschläge würden wegen des Klimawandels im Sommer abnehmen. Diese Aussage ist falsch. Da die meisten Beobachtungen/Aufnahmen für diesen Artikel aus dem Ostalbkreis stammen, soll auch die Regenstatistik dieses Landkreises den Artikel abschließen. Und noch einer Falschaussage soll widersprochen sein. Keinesfalls haben die Starkregenfälle zugenommen. Im Gegenteil: Deutschland verzeichnet eine Abnahme der Gewitter. Der Landregen bringt zunehmend den Niederschlag:

Fazit und Zusammenfassung

Alles durch Flächenversiegelung, Trockenlegungen, Bodenverdichtungen und Humusvernichtung sofort abgeleitete Wasser geht ins Meer und trägt seit vielen Jahrzehnten zum Meeresspiegelanstieg bei. Das muss aufhören. Unsere Vorschläge sind Natur- und Umweltschutz, aber auch Klimaschutz, die dem Klima wirklich helfen. Außerdem sind sie ganz im Sinne des Naturschutzes, die Biodiversität wird entscheidend verbessert. Das Artensterben reduziert. Die tagsüber gemessenen heißen Sommertemperaturen sinken

Unterirdisch und teuer betonierte Regenüberlaufbecken taugen nichts, es kann nichts versickern. Sie halten den Starkregen nur vorübergehend zurück, um die Hochwassergefahr für die nächsten Orte einzudämmen, der Niederschlag fließt nur leicht verzögert ins Meer zurück. Unsere Vorschläge gehen auch als Forderung an die Politiker, die müssten per Verordnung auf jeden Quadratkilometer entsprechende Auffangtümpel und Versickerungsweiher im Naturschutzgesetz festschreiben. Und zwar in jeder Gemeinde Deutschlands.

In Deutschland galt Wasser mal als etwas Selbstverständliches. Das könnte auch so bleiben, es sei denn, man legt Deutschlands Böden weiter so trocken wie bisher.

Da es keine CO₂-bedingte Sommererwärmung gibt, – sämtliche wissenschaftlichen Versuchsbeweise fehlen – und die ganze Treibhaushypothese mit der abnorm hohen nur rechnerisch ermittelten CO₂ Klimasensitivität keinen Versuchsbeweis hat, haben wir in diesem Artikel auch keine CO₂-Verringerungsmaßnahmen verlangt und vorgestellt. Alle politisch angedachten teuren Vorschläge und Maßnahmen zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre sind völlig überflüssig und wirkungslos auf die Temperaturen. Weltweit betrachtet wird auch kein CO₂-Atmosphärengehalt verringert, nur Deutschland geschädigt. Die CO₂-Steuer will nur unser Geld, ein Ablasshandelsmodell, bewirkt aber nichts.

Das Leben auf der Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist der lebensnotwendige Rohstoff aller Pflanzen. Ohne CO₂ wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO₂ bedeutet besseres Wachstum und ein weiteres Ergrünen der Erde. Wer aus Klimaschutzgründen CO₂ bekämpfen will, handelt gegen die Schöpfung. Schade, dass gerade auch die Kirchen bei der Schöpfungszerstörung mitmachen.

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher. Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer.

 

Der Beitrag Vorschläge zur Eindämmung der Sommerspitzentemperaturen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Behauptungen seitens des Green Climate Fund (GCF) der UN bzgl. Emissions-Reduktionen sind betrügerisch

26. August 2026 - 9:00

David Wojick

Eine Datenbank mit „Projekten“ des Grünen Klimafonds (GCF) zeigt, dass es sich bei fast keinem davon um tatsächliche Projekte handelt. Bei den meisten handelt es sich lediglich um spezialisierte Unterfonds. Jeder davon weist zwar eine angebliche Emissionsminderungszahl auf, doch diese Zahlen sind reine Fantasie, stehen doch keine tatsächlichen Projekte dahinter. Somit sind die vom GCF geltend gemachten Emissionsminderungen betrügerisch.

Diese Datenbank findet man hier.

(Ich hätte es vielleicht nie gefunden, weil es sich auf der umfangreichen UNFCCC-Website und nicht auf der GCF-Website befindet, aber die KI hat es sofort gefunden, als ich einfach nach „GCF-Projekten“ gefragt habe. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie KI die Recherche verbessern kann.)

Schauen wir uns drei Großprojekte an, die ganz oben in der Liste stehen. Kleinere Projekte sind wahrscheinlich nicht aussagekräftiger.

An erster Stelle steht das Projekt GAIA mit knapp 1,5 Milliarden Dollar (hier)

Hier ein wesentlicher Auszug aus der Projektbeschreibung: „Das Projekt GAIA wird eine Plattform für gemischte Finanzierungen einrichten, die langfristige Darlehen für Investitionen in Klimaanpassung und Klimaschutz in 19 der klimagefährdetsten Länder der Welt bereitstellt – und damit den teilnehmenden Ländern Zugang zu Finanzmitteln verschafft, die ihnen bisher nicht zur Verfügung standen. Um den unmittelbaren Bedürfnissen der Entwicklungsländer gerecht zu werden, fließen 70 Prozent der Portfolioinvestitionen der Plattform in Anpassungsprojekte; weitere 25 Prozent sind für die am wenigsten entwickelten Länder und kleine Inselentwicklungsstaaten vorgesehen, um sicherzustellen, dass die Mittel die klimagefährdetsten Gemeinschaften erreichen. Das Projekt richtet sich an Länder, die bei der Beschaffung von Klimafinanzierungen für ihre Programme wirkungsvoller Anpassungsprojekte vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“

Es handelt sich hierbei um ein finanzielles und kein physisches Projekt, dessen Hauptziel die Anpassung ist. Dennoch wird eine Reduzierung von 30 Millionen Tonnen „CO₂-Äquivalent“ angegeben. (Das CO₂-Äquivalent umfasst die Reduzierung von Methan und anderen Treibhausgasen.)

Für diese Reduktionsbehauptung gibt es natürlich keine physikalische Grundlage, weil keinerlei tatsächlichen Projekte beteiligt sind. Schlimmer noch: Der Anteil des GCF an diesen 1,5 Milliarden US-Dollar beträgt lediglich 10,3 %. Sie sollten eigentlich nur diesen kleinen Bruchteil der fiktiven Reduktionsmenge für sich beanspruchen, aber ich sehe keine Anzeichen dafür, dass sie dies tun. Falls nicht, ist ihre Behauptung zur CO₂-Reduktion in doppelter Hinsicht betrügerisch.

Das zweite Beispiel ist das „Programme for Energy Efficiency in Buildings (PEEB) Cool“, ein weiteres Finanzprojekt im Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar (hier).

Hier die Projektbeschreibung: „Das Programm für Energieeffizienz in Gebäuden (PEEB) Cool umfasst 11 Länder auf vier Kontinenten, die sieben verschiedene Klimazonen abdecken: das Mittelmeerklima, das feuchte subtropische Klima, das tropische Klima, das äquatoriale Klima, das aride Klima, das Gebirgsklima und das kontinentale Klima. Diese Länder sind vom Klimawandel betroffen, wobei die Temperaturen ein Niveau erreichen, das die hitzebedingten Gesundheitsrisiken erhöht.  Der Klimawandel wird zu einer Zunahme dieser Risiken führen, darunter regelmäßigere und extremere Hitzewellen sowie ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen.

Das PEEB-Cool-Projekt wird den Bausektor durch die Förderung energieeffizienterer Gebäudeplanung, -bauweise und -nutzung verändern. Es wird Teilbereiche mit erheblichem Potenzial für die Anpassung an den Klimawandel und die Reduzierung von Treibhausgasen priorisieren, wie beispielsweise groß angelegte neue Wohnbauprojekte und Gewerbegebäude, an denen sowohl der öffentliche als auch der private Sektor beteiligt sind. Darüber hinaus wird es erhebliche wirtschaftliche und soziale Vorteile mit sich bringen, wie beispielsweise die Schaffung grüner Arbeitsplätze. Im Rahmen seiner Aktivitäten wird PEEB Cool effiziente Kühllösungen, nachhaltige Baumaterialien und die Einbindung von Akteuren aus dem Bauökosystem einbeziehen.“

Beachten Sie, dass dieses Programm bis 2033 läuft, ohne dass konkrete Projekte identifiziert wurden, jedoch mit einer CO₂-Äquivalent-Reduktion von 1,6 Millionen Tonnen verbunden ist. Der Finanzierungsanteil des GCF beträgt lediglich 16,5 %, doch offenbar wird diese gesamte fiktive Reduktionsmenge dem GCF zugerechnet.

Ein drittes Beispiel ist der „Global Subnational Climate Fund (SnCF Global) – Equity“, der bis 2040 läuft. Dabei handelt es sich um einen Fonds in Höhe von 750 Millionen US-Dollar, der auf Verwaltungseinheiten innerhalb von Ländern wie Landkreise, Provinzen, Regionen und Gemeinden ausgerichtet ist.

Hier ein wesentlicher Auszug aus der Beschreibung: „Das Ziel des Sub-national Climate Fund Global (SnCF Global oder der ‚Fonds‘) besteht darin, durch ein transformatives Finanzierungsmodell langfristige Klimainvestitionen auf subnationaler Ebene für Lösungen zur Emissionsminderung und Anpassung anzustoßen.“

Es gibt keine konkreten Projekte, doch die Reduzierung der CO₂-Äquivalente wird auf genau 77,6 Millionen Tonnen beziffert. Das entspricht weniger als 10 US-Dollar pro Tonne, was völlig unrealistisch ist. Der finanzielle Anteil des GCF beträgt lediglich 20 %.

Ein Blick auf die ersten rund 40 Projekte in der Datenbankliste zeigt, dass es sich ausschließlich um finanzielle und nicht um physische Projekte handelt. Der Grüne Klimafonds behauptet, über die gesamte Projektlaufzeit Emissionsminderungen in Höhe von mehreren Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent zu erzielen. Die Projektzahlen sind völlig fiktiv und somit betrügerisch.

Link: https://www.cfact.org/2026/08/17/un-green-climate-fund-emission-reduction-claims-are-fraudulent/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Von wegen Umweltschutz: Organisierte Unwahrheiten*

25. August 2026 - 18:00

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Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
CO₂-Lügen mit Treibhauseffekt
So sehr ruinieren großflächige Photovoltaik-Anlagen die Böden wirklich.
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Nahezu flächendeckend kommt es in Deutschland zur Installation von immer mehr und unfassbar riesigen Photovoltaikanlagen auf Freiflächen (PVA) – in Brandenburg inzwischen auf 500 Hektar. Der Wille der Einwohner spielt dabei meist keine Rolle. Ob dafür oder dagegen, es wird gemacht. Denn Geld ist der Schmierstoff sowohl in den Gemeindevertretungen als auch bei den Landbesitzern, die exorbitant hohe Pachtsummen einstreichen dürfen.

PVA werden meist auf Ackerland und auf Grünland entlang von Bundesstraßen und Autobahnen installiert. Kritik wird kaum publik. Es ist bemerkenswert, dass die „Naturschützer“ von BUND und Nabu nur in spärlichen Einzelfällen die industrielle Nutzung einzelner Flächen als Industriepark anprangern, obwohl die Fruchtbarkeit der Böden auf dem Spiel steht und die Biodiversität zusammenbricht. Kaum bekannt ist mangels Berichterstattung auch, dass PV-Anlagen ihre Umgebung aufgrund ihrer Wirkweise erheblich aufheizen.

Dies geschieht infolge der Absorption des Sonnenlichts durch Umwandlung des Lichts in elektrische Energie und Abwärme mit Spitzenwerten über 60 Grad Celsius im Hochsommer. Die Abwärme wird infolge des Aufbaus der PV-Module hauptsächlich über die Unterseite der Absorptionsschicht abgeführt, also zum Boden gelenkt. Hierzu präsentierte der vom österreichischen Umweltministerium vielfach ausgezeichnete Energieberater Dipl. Ing. Jürgen A. Weigl Fotos mit der Wärmebildkamera und detaillierte Messungen, deren Ergebnisse ihn selbst schockierten. Seine bittere Erkenntnis: „Photovoltaikanlagen sind nichts anderes als eine Art Gerät zur Erzeugung eines Treibhauseffekts, der verhindert, dass die Abwärme im Infrarotbereich überwiegend nach oben abgegeben werden kann … Es ist wohl himmlische Ironie, welche die Energiewender dazu verführt, den Treibhauseffekt selbst hervorzurufen, um ihr ‚bestes Produkt‘ verkaufen zu können. Das schaffen die ,Energiewender‘, indem sie mit Quadratkilometer großen Anlagen einen echten Treibhauseffekt auslösen!“

Der CO₂-Rucksack ist Tatsache

Damit spielt Weigl auf die gängige Argumentation für den politisch forcierten Ausbau der PVA an, dass mit der emissionsfreien Stromerzeugung durch Photovoltaik ein Beitrag zur globalen Reduzierung der CO₂-Emissionen und damit des Treibhauseffekts geleistet werde.

Die CO₂-Keule als Rechtfertigung für die Zweckentfremdung und Zerstörung der biologischen Funktionen der Böden entlarvten jüngst niederländische Autoren eines im Juli bekannt gewordenen Berichts als Nonsens, indem sie mit derselben Keule zurückschlugen. Es handelt sich um eine Untersuchung im Auftrag der „Public Buyers Group für nachhaltige Solarmodule“, einem Zusammenschluss aus Behörden, Gemeinden, Wasserverbänden und einem Energieunternehmen. Die im Dezember 2024 fertiggestellte Analyse sorgt für erheblichen Zündstoff. Laut den vorliegenden Berechnungen würden rund 95 Prozent der in den vergangenen drei Jahren in den Niederlanden installierten Solaranlagen vermutlich mehr als 25 Jahre Betriebszeit benötigen, also wahrscheinlich länger als ihre tatsächliche Lebensdauer, um die CO₂-Emissionen aus Herstellung und Installation auszugleichen, auch als „CO₂-Rucksack“ bekannt. Das brisante Papier wurde erst jetzt durch Recherchen der Zeitung „De Andere Krant“ bekannt, nachdem es zunächst im niederländischen Wirtschaftsministerium verschwunden war. Die Ergebnisse veröffentlichte das Schweizer Portal „uncutnews.ch“. Das Resümee der Autoren: „Diese Solarmodule werden die Klimaerwärmung beschleunigen.“

Staatliche Verschleierung

Immer mehr Landwirte fragen sich besorgt, welche Auswirkungen die für sie lukrative Verpachtung von Flächen für PVA später für die landwirtschaftliche Folgenutzung haben wird. Antworten darauf werden sie nicht finden, da sämtliche Regierungen diese Problematik bisher in verantwortungsloser Weise ausblenden. Das Energieministerium finanziert vier Forschungsinstitute mit Millionensubventionen für Studien zur kaum praktizierten Agri-PV, also PV mit gleichzeitiger landwirtschaftlicher Bewirtschaftung, aber keine einzige Untersuchung zur Belastung der Böden durch PV ohne Landwirtschaft, wie sie auf 99 Prozent der Flächen betrieben wird.

Doch nicht nur der Solarpark selbst, auch Bau, Betrieb und Rückbau der installierten PV-Module schädigen die Böden erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Ingenieurbüro in einem weiteren aktuellen Gutachten zu den Auswirkungen von PVA auf Boden, Wasser, Klima und Luft. Die Ergebnisse veröffentlichte kürzlich das von der Regierung mitfinanzierte „Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende“ (KNE). Erhebliche Schäden für die Böden entstehen schon beim Installieren der Module und Unterkonstruktionen, durch Bodenverdichtung mit schweren Maschinen, beim Bau der Trafostationen, Zuwegungen, Wartungswege und beim Verlegen der Erdkabel. Auch die Vermischung von Unter- und Oberboden beim Aushub ist problematisch. Wurden die Flächen eingeebnet, drohen Wind- und Wassererosion.

Die Regierung ist für diese nachhaltig bedrohliche Entwicklung mitverantwortlich und muss endlich die Seite wechseln, indem mit den Öko-Märchen von PV aufgeräumt wird. Als erster Schritt sollte daher eine offizielle und transparente Bestandsaufnahme durchgeführt werden.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 21.08.2026, S.4 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Chinas Kohleboom erlebt ein fulminantes Comeback – 78 GW neu installierter Kohlekraftwerke im letzten Jahr stellen den höchsten Wert seit 18 Jahren dar.

25. August 2026 - 15:00

Von Jo Nova

Sieht das nach einem Land aus, dem Klimaschutz am Herzen liegt?

China baut zahlreiche hochmoderne, ultra-superkritische Kohlekraftwerke. Im vergangenen Jahr trieb das Land den Bau neuer Kohlekraftwerke massiv voran und schuf damit gigantische 78 GW neue Kapazität. Damit wurden in einem einzigen Jahr mehr neue Kraftwerke in Betrieb genommen als in jedem anderen Jahr seit 2007.

Diese Leistung entsprach dem Dreifachen der gesamten australischen Kohlekraftwerkskapazität. China installiert alle vier Monate so viel Kohlekraft, wie unser nationales Stromnetz [in Australien und mehr als Deutschland noch] benötigt. Und das sind brandneue, hocheffiziente Anlagen, während wir uns den Kopf darüber zerbrechen, wie schnell wir unsere Kohlekraftwerke abschalten können.

Globaler Energiemonitor

Das Tempo war nur auf dem Höhepunkt des historischen industriellen Aufschwungs Chinas vor der globalen Finanzkrise höher. Dies ist kein Land, das sich darauf vorbereitet, „sich von der Kohle abzuwenden“.

Bereits 2021 hatte Präsident Xi angekündigt, die Kohleverstromung von 2021 bis 2025 „streng zu kontrollieren“, und er hat sie streng kontrolliert… und einen enormen Anstieg der Kohleverstromung herbeigeführt.

Lügen, Lügen und noch mehr Lügen

  • Präsident Xi: — Reuters (April 2021) – „ Wir werden den Anstieg des Kohleverbrauchs im Zeitraum des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) streng begrenzen und ihn im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans (2026-2030) schrittweise reduzieren“, sagte er.

China versprach außerdem, ab 2026 mit der Reduzierung des Kohleverbrauchs zu beginnen und den Höhepunkt der Emissionen vor 2030 zu erreichen. Wie sieht es heute damit aus?

  • SHANGHAI, 22. April 2021 (Reuters) – China wird ab 2026 mit dem schrittweisen Abbau der Kohlenutzung beginnen, um die Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren, sagte Präsident Xi Jinping am Donnerstag auf einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Dieser Schritt enttäuschte Aktivisten, die auf ehrgeizigere Zusagen gehofft hatten.
  • Xi versprach 2021, Chinas Emissionen vor 2030 auf einen Höhepunkt zu bringen und das Land bis 2060 „klimaneutral“ zu machen.
    „China hat sich verpflichtet, den Übergang vom Höhepunkt der Kohlenstoffemissionen zur Klimaneutralität in einem deutlich kürzeren Zeitraum zu vollziehen, als es viele entwickelte Länder benötigen würden, und das erfordert große Anstrengungen von China“, sagte Xi auf dem Gipfeltreffen.
  • Bei einer Pressekonferenz am späten Donnerstagabend betonten chinesische Beamte, dass die Ziele des Landes bereits sehr anspruchsvoll seien.
    „China hofft sicherlich, seine übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufzugeben, und um unsere Ziele für 2030 zu erreichen, müssen wir das Problem unserer Kohlekraftwerke angehen“, sagte Su Wei, stellvertretender Generalsekretär der staatlichen Planungsbehörde Chinas.
    „Im Moment haben wir keine andere Wahl“, sagte Su.

Damals gab die KPCh vor, alte, veraltete Kraftwerke zu ersetzen. Das volle Ausmaß der Stilllegung von Kohlekraftwerken lässt sich in der obigen Grafik unter den roten Säulen in grauen Linien erkennen. Mit anderen Worten: Nein, ganz und gar nicht.

Möchten Sie Ihre Überkapazitäten noch weiter ausbauen?

Merkwürdigerweise liefen die Kohlekraftwerke in China vor dem jüngsten Boom nur mit etwa 55 % ihrer vollen Kapazität. Dort herrscht bereits ein riesiges Überangebot, das ungenutzt bleibt. Hinzu kommt, dass auch zu viel Wind- und Solarenergie vorhanden ist und 26 % der potenziell nutzbaren Energie in diesem Jahr ungenutzt bleiben .

Wie wahrscheinlich ist es Ihrer Meinung nach, dass China im Jahr 2030 den „Emissionshöhepunkt“ erreichen wird?

Zum Vergleich: Das aktuelle Phänomen der Kohlekraftwerke in China im Vergleich zu Indien und dem Rest der Welt.

Der Boom hat gerade erst begonnen – weitere  Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 313 GW befinden sich in China in der Planung . Dabei handelt es sich um Projekte, die angekündigt, genehmigt oder im Bau sind.

Welche Art von Wahnsinn veranlasst ganze Nationen dazu – und die Ignoranten der „Fans von Erneuerbaren“ , so zu tun, als gäbe es diese neuen Kohlekraftwerke nicht und sie würden in fünf Jahren nicht in Betrieb sein?

Eine Art industrieller Selbstmord?

LITERATURVERZEICHNIS

Globaler Energiemonitor – Boom und Krise der Kohle 2026

Globaler Energiemonitor BRICS

https://joannenova.com.au/2026/08/chinas-coal-boom-is-roaring-back-78gw-of-new-coal-plants-last-year-is-the-highest-for-18-years/

 

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Sieg: Das neuseeländische Parlament beendet die Hoffnungen von Klimaaktivisten, die Wirtschaft mithilfe des Delikt-Klagerechts lahmzulegen.

25. August 2026 - 12:00

Von Jo Nova

Dieses neuseeländische Gesetz ist für uns alle wichtig – und es ist ein sehr schöner Erfolg.

Anwälte des globalistischen Netzwerks versuchen, Lücken in unserem Rechtssystem auszunutzen. Ein Gerichtsverfahren in Neuseeland drohte, das Land zu zerstören, doch die gewählte Regierung hat diese Möglichkeit abgewendet. Andere Nationen sollten dringend ihre eigenen Gesetze dahingehend überarbeiten.

Wir wissen, dass das gut ist, weil die Grünen in Panik geraten und behaupten, dies sei gleichbedeutend mit der „Deportation der Menschheit in die Gaskammern“ . Anscheinend ist es ein „dunkler Tag für die Demokratie“, wenn ein ordnungsgemäß gewähltes Parlament das Gesetz präzisiert und erklärt, dass nur es und nicht die nicht gewählten Gerichte die Politik bestimmen sollte.

Im Wesentlichen hat ein Mann namens Mike Smith eine Schadensersatzklage gegen sechs große Emittenten in Neuseeland eingereicht – mit der Behauptung, dass Unternehmen wie Fonterra (eine Genossenschaft von Milchbauern) eine öffentliche Belästigung verursachen und fahrlässig handeln, weil sie etwa 0,0000000001 % der weltweiten Kohlendioxidemissionen ausstoßen, was der Welt schadet.

Er forderte keinen Schadenersatz für sich selbst, sondern eine einstweilige Verfügung, die Fonterra und andere Unternehmen zur Reduzierung ihrer Emissionen verpflichten sollte. Dabei muss man bedenken, dass all diese Unternehmen bereits die neuseeländischen Emissionsgesetze einhielten. Sie handelten an sich nicht illegal, nur verursachten ihre Emissionen angeblich immer noch Schäden, vergleichbar mit einem lauten Rockkonzert, nur eben „global“. Der Oberste Gerichtshof Neuseelands hatte die Klageabweisung abgelehnt, sodass es zum Prozess kommen würde.

Wenn das Gericht diesen sechs Unternehmen über die gesetzlich vorgeschriebenen hinausgehende, strengere Emissionsvorschriften auferlegen würde, würde es Neuseelands Wirtschafts-, Energie- und Industriepolitik bestimmen und sich faktisch selbst zum Herrscher des Landes ernennen. Dieselben lähmenden Verfügungen würden bald auch Fluggesellschaften, Schifffahrt, Supermärkte, den Tourismus, Autofahrer und sogar „Verbraucher“ betreffen und praktisch jeden im Land erfassen – mit Ausnahme von Babys, die zufällig Atomkraftwerke betreiben. Schon bald würde die gesamte neuseeländische Wirtschaft zum Erliegen kommen.

Link s.u., Übersetzung Google Translate

Das neuseeländische Parlament trat daher zusammen und verabschiedete den Gesetzentwurf zur Änderung des Klimaschutzgesetzes (Haftungsrecht), der den Rechtsstreit und alle zukünftigen Versuche faktisch beendete. Der Entwurf wurde am Dienstagabend mit 67 zu 53 Stimmen angenommen.

Schicken Sie dies an Ihre gewählten Abgeordneten. Nur die USA arbeiten an einem ähnlichen Gesetz, dem „ Stop Climate Shakedowns Act of 2026“ . Der Rest des Westens ist schutzlos ausgeliefert.

Man sollte meinen, Gerichte würden solche unbegründeten Fälle gar nicht erst annehmen?

Der gesamte Fall vereinte ein Dutzend unlösbarer juristischer Probleme.

Die Beklagten selbst beschrieben die Klage als Aufforderung an das Gericht, das Delikt-Klagerecht „auszulegen, zu verbiegen und neu zu erfinden “, um Sektoren der neuseeländischen Wirtschaft durch einstweilige Verfügungen zu schädigen.

Selbst wenn wir so tun, als würden diese Unternehmen zum „Klimawandel“ beitragen – sie wären für einen winzigen Anteil der globalen Emissionen verantwortlich, daher sollte man meinen, dass sie auch für einen winzigen proportionalen Schaden haften sollten, was bedeutet, dass der Gerichtsprozess eine totale Zeitverschwendung ist.

Zweitens, da der Klimawandel ein globales und nicht nur ein nationales Problem ist, kann das Gericht über fast alle anderen Verursacher nicht urteilen. Es kann weder chinesische Fabriken stoppen noch dem Phytoplankton befehlen, sein Wachstum einzustellen. Die schiere Sinnlosigkeit eines solchen Urteils hätte den Fall von vornherein zunichtemachen müssen.

Drittens hat das demokratisch gewählte Parlament die Gesetze hierzu erlassen, und wenn es den Wählern nicht gefällt, können sie die Regierung absetzen, sodass wir keinen Rechtsbehelf benötigen.

Um das zu umgehen, argumentierten die Anwälte, Neuseeland habe eine internationale Verpflichtung, seinen Beitrag zu leisten, und somit müsse jedes Land seinen Teil beitragen. Dann sei es nur noch ein kleiner Schritt, zu behaupten, jedes Unternehmen müsse seinen Beitrag leisten, und ehe man sich versieht, schreibt der Internationale Gerichtshof vor, welche Socken man tragen soll, und erlässt Haftbefehle wegen Polyestervergehen. In diesem Moment sitzt die Weltregierung im eigenen Wohnzimmer, und man hat kein Entrinnen und keine Möglichkeit, die Schurken abzuwählen.

Die vergiftete Feder internationaler Gerichte

Vor zwei Jahren hat der zahnlose Internationale Gerichtshof den Klimaschutz faktisch in den Bereich der internationalen Menschenrechtsverpflichtungen erhoben.

Wie ich damals schon sagte, hat der höchste Gerichtshof der Welt, der sich selbst als „Blobokraten“ bezeichnet, entschieden, dass ein perfektes Klima ein „Menschenrecht“ ist. Nun könnte potenziell die ganze Welt jeden anderen verklagen. Es ist ein ideologisches Roulette mit unbegrenzter Klägerzahl.

Die einzigen Gewinner sind die Anwälte.

Viele behaupteten, der Internationale Gerichtshof sei irrelevant, da Staaten seine Regeln nach Belieben ignorierten. Ohne Armee habe der IGH keine Möglichkeit, ein Urteil durchzusetzen. Doch der globalistische Machtapparat strebt nach diesen kleinen, symbolischen „Siegen“ (mit unserem Geld) und nutzt sie unaufhaltsam zu immer weitreichenderen Klagen aus, bis alles zusammenpasst und wir mit einer Flut von juristischen Machenschaften konfrontiert werden, die jemand stoppen muss.

Jon McGowan erklärt in Forbes , wie der Klimawandel fast vollständig aus der politischen Landschaft verschwunden ist. Politiker sprechen nicht mehr darüber, und der Begriff wird aus Regierungspolitiken gestrichen. Daher haben Aktivisten den Rechtsweg beschritten, um ihre Bewegung am Leben zu erhalten.

So nutzen die wortgewandten Aktivisten das Urteil des Internationalen Gerichtshofs und ein früheres Schweizer Urteil, um zu argumentieren, dass jedes Land seinen Beitrag leisten müsse, indem es die rechtlichen Vorgaben des Pariser Abkommens berücksichtigt. Und siehe da, plötzlich erpressen nationale Gerichte einzelne, gesetzestreue Unternehmen.

Neuseeland will Klimaklagen verbieten. Werden die USA diesem Beispiel folgen?

Von Jon McGowan, Forbes

Die rechtliche Argumentation gegen Staaten erfuhr eine bedeutende Stärkung, als internationale Gerichte einen Weg zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen schufen. Im April 2024 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Fall Verein Klima Seniorinnen Schweiz u. a. gegen die Schweiz , dass die Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet seien, den Klimawandel zu verhindern. Im Juli 2025 veröffentlichte der Internationale Gerichtshof (IGH), auch bekannt als Weltgerichtshof, ein Gutachten zu den Verpflichtungen der Staaten im Hinblick auf den Klimawandel . Dieses Gutachten ist zwar nicht rechtsverbindlich, stellte aber fest, dass Staaten rechtlich verpflichtet seien, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gegebenenfalls Entschädigungen für Schäden durch den Klimawandel zu zahlen. Das Gutachten stützte sich auf internationale Verträge wie das Pariser Abkommen und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) ist ein Gericht mit beschränkter Befugnis. Er wurde von den Vereinten Nationen zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten geschaffen. Er verfügt über keine direkten Durchsetzungsbefugnisse, sondern stützt sich auf die freiwillige Einhaltung von Urteilen, die UN-Generalversammlung oder die Verwendung ihrer Gutachten vor nationalen Gerichten.

Das Urteil des Internationalen Gerichtshofs (IGH) wurde in den nationalen Gerichten noch nicht angewendet. Zwar wird es in aufsehenerregenden Fällen zitiert, diese sind aber noch nicht abgeschlossen. Bemerkenswerterweise haben IGH-Urteile keinen Einfluss auf den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. 1985 traten die USA aus der „allgemeinen Zuständigkeit“ des IGH aus und entzogen sich damit faktisch seinen Einfluss, da sie nun nicht mehr verpflichtet sind, an Verfahren vor dem Gerichtshof teilzunehmen. Im Fall Beard gegen Greene von 1998 ignorierte der Oberste Gerichtshof eine Anordnung des IGH, die einen Aufschub der Vollstreckung beantragte.

Jon McGowan prognostiziert, dass die US-Gesetzgebung bis nach den Zwischenwahlen ins Stocken geraten und sich über Jahre hinziehen wird. In der Zwischenzeit werden die republikanisch regierten Bundesstaaten eigene Gesetze zum Schutz ihrer Interessen erlassen, während die demokratisch regierten Bundesstaaten das Gegenteil tun und die Energiekonzerne angreifen werden.

Ehrlich gesagt frage ich mich, wann Exxon oder Shell endlich die Lieferungen an New York einstellen und ihnen sagen, sie sollen selbst nach Öl bohren.

Diejenigen, die diese lächerlichen Fälle vorantreiben, werden selbst zur öffentlichen Belästigung.

Gott sei Dank brennt in Neuseeland noch der Strom!

REFERENZ

Der Gesetzentwurf zur Änderung des Klimaschutzgesetzes (Haftungsrecht)

https://joannenova.com.au/2026/08/winning-nz-parliament-ends-climate-activists-hopes-of-using-tort-lawfare-to-shut-down-the-economy/

 

 

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Klima-Alarmisten schweigen: Es stellt sich heraus, dass fossile Brennstoffe das „Wachstum-Wunder-Elixier“ der Erde sind

25. August 2026 - 9:00

Vijay Jayaraj

Forschungsergebnisse bringen fossile Brennstoffe mittels CO₂-Düngung und Stickstoffablagerung mit der weltweiten Begrünung in Verbindung.

Klima-Alarmisten stellen fossile Brennstoffe als Verursacher von Ruß und Umweltschäden dar, doch die Realität ist komplexer und durchaus positiv. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Stickstoffablagerungen aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen dazu beigetragen haben, das Pflanzenwachstum zu fördern und große Teile des Planeten zu begrünen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Nährstoffe versteckt in Emissionen

Eine 2026 in „Ecography“ veröffentlichte globale Analyse untersuchte die zunehmende Vegetationsbegrünung in wichtigen Ökosystemen und stellte fest, dass einer der stärksten statistischen Zusammenhänge die Stickstoffdeposition war, die sogar noch größer war als Veränderungen des Klimas und der Landnutzung.

In den geowissenschaftlichen Unterlagen der NASA wird Stickstoff als zweitwichtigster Treiber der Begrünung aufgeführt, auf den 9 % des Effekts entfallen. Der Anstieg des Kohlendioxids (CO₂) in der Atmosphäre, der ebenfalls auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist, macht laut NASA 70 % der Begrünung aus.

Obwohl reaktiver Stickstoff, der vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, oft als Schadstoff dargestellt wird, hat er unseren Planeten still und leise gedüngt. Zwar besteht die Atmosphäre zu 78 % aus Stickstoff, doch liegt dieser nicht in einer Form vor, die viele Pflanzen verwerten können.

Die bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas freigesetzten Stickoxide wirken jedoch wie ein Dünger, den Pflanzenwurzeln aufnehmen und zum Aufbau von Proteinen und Chlorophyll nutzen.

Landwirte zahlen viel Geld für Kunstdünger, der genau auf dieser chemischen Reaktion basiert. Die Natur versorgt Wälder, Wiesen und Ackerflächen seit mehr als einem Jahrhundert durch die alltäglichen Nebenprodukte der industriellen Zivilisation mit einer verdünnten Version dieses Düngers.

Das werden Sie von Forschern nicht hören, die auf alarmierende Schlagzeilen angewiesen sind, um ihre nächste Förderung zu sichern.

Wissenschaftliche Förderinstitutionen belohnen Wissenschaftler nicht dafür, dass sie berichten, die Industrie habe still und leise eine neue Blattfläche von der Größe eines halben Kontinents geschaffen. Stattdessen belohnen sie Arbeiten, die ein falsches Krisen-Geschwafel bestätigen.

Abgesehen von der Chemie ist ein Großteil des landwirtschaftlichen Überflusses der modernen Welt darauf zurückzuführen, dass sich der Planet nach einer der kältesten Perioden der letzten zwei Jahrtausende erwärmt hat.

Wärme ernährt uns

Historiker bezeichnen sie als die Kleine Eiszeit, eine 600-jährige Kälteperiode, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts weite Teile der Erde im Griff hatte. Immer wieder fielen die Ernten aus. Die Getreidepreise schossen in die Höhe. Das Vieh verhungerte in den Ställen mangels Futter. Flüsse, die seit Menschengedenken noch nie zugefroren waren, froren so fest zu, dass man sie zu Fuß überqueren konnte. In Regionen mit ohnehin schon kurzen Vegetationsperioden verkürzten sich diese noch weiter mit der Folge von Hungersnöten.

Im Gegensatz dazu ist Wärme eine große Hilfe. Nicht nur heute, sondern auch in früheren Warmzeiten, in denen die Temperaturen mit denen von heute vergleichbar waren.

Während der mittelalterlichen Warmzeit breiteten sich europäische Weinberge nach Norden bis nach England aus, und nordische Bauern weideten ihr Vieh auf Weiden in Grönland, die heute unter Permafrost begraben sind.

Diese historischen Präzedenzfälle unterstreichen einen entscheidenden Punkt: Das Klima ist dynamisch, und wärmere Perioden gingen oft mit menschlichem Wohlstand und blühenden Ökosystemen einher. Diesen historischen Kontext zu ignorieren, bedeutet, sich einer selektiven von einer apokalyptischen Agenda getriebenen Amnesie hinzugeben.

Unbestreitbarer Zusammenhang zwischen CO₂ und Pflanzenwachstum

Ungeachtet der außergewöhnlichen Wärme, von der die nordischen Bauern in Grönland vor 1.000 Jahren so profitierten, verfügten sie nicht über einen Vorteil, der heute besteht: erhöhte CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre – genau jenes Molekül, das fälschlicherweise für die Überhitzung der Erde verantwortlich gemacht wird.

Der physiologische Nutzen einer CO₂-reicheren Atmosphäre für das Pflanzenleben ist keine Randtheorie. Es ist eine Tatsache, die von Regierungswissenschaftlern und anderen nachgewiesen wurde.

Eine von der NASA unterstützte Studie, basierend auf Satellitendaten aus drei Jahrzehnten ergab, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre der maßgebliche Treiber für eine Zunahme der globalen Blattfläche war, die in etwa der Vegetationsdecke von zwei weiteren Kontinenten entspricht. Die NASA berichtet, dass allein die CO₂-Düngung für den Großteil dieses Effekts verantwortlich ist.

Untersuchungen zu Ernteerträgen zeigen, dass Weizen unter erhöhtem CO₂-Gehalt um 20 % bis 30 % besser wächst, Reis um 15 % bis 32 % und Sojabohnen um bis zu 46 %. Gewächshausbetreiber erhöhen den CO₂-Gehalt routinemäßig auf bis zu 1.000 ppm, um den Anbau von Tomaten, Gurken und Salat anzukurbeln.

Diese Fakten wurden vom „Klima-Industrie-Komplex“, der für sein Fortbestehen auf Angst angewiesen ist, weitgehend verschleiert. Bürokratien leben von Notstandserklärungen. Journalisten, die mit ihren vorgegebenen Agenden beschäftigt sind, wiederholen das apokalyptische Drehbuch, weil es sich gut verkauft.

Diese Blindheit hat reale Kosten zur Folge. Entwicklungsländer stehen unter dem Druck, auf fossile Brennstoffe zu verzichten, die ihre Bevölkerung aus der Armut befreien könnten.

Die Frage ist nicht mehr, ob fossile Brennstoffe den Planeten „grüner“ gemacht haben. Die Beweislage ist erdrückend. Werden die Machthaber den Mut haben, dies als Vorteil anzuerkennen?

Link: https://climatechangedispatch.com/fossil-fuels-global-greening/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Ups! China schaltet ein Viertel seiner unnötigen, „erneuerbaren Energie“ ab – mehr als Australien jährlich überhaupt verbraucht.

24. August 2026 - 18:00

Von Jo Nova

In China wurden bereits in diesem Jahr Wind- und Solarenergieanlagen mit einer hochgerechneten Energie von 360 TWh abgeschaltet – da deren Strom gerade keiner brauchte.

Die Abregelung von Strom aus chinesischen Wind- und Solaranlagen entwickelt sich angesichts des Überangebots an unzuverlässiger Energie rasant zu einem massiven Problem. Allein in den letzten sechs Monaten wurden Anlagen abgeregelt – fast 50 % mehr als im Vorjahr (hochgerechnet etwa 50 % mehr als Australiens im Jahr benötigt).

Die unzuverlässige Energie traf zur falschen Zeit oder am falschen Ort ein und wurde ungenutzt verworfen. Dieses sich verschärfende Problem war nicht auf ein Wetterereignis zurückzuführen, sondern wurde beunruhigender Weise als „strukturell“ beschrieben und wird voraussichtlich noch, nun ja, „den Rest dieses Jahrzehnts“ andauern.

Reuters formuliert dies so, als ob man mit dem rasanten Ausbau [der Infrastruktur für] erneuerbarer Energien nicht Schritt halten könne, als wäre der Strom dieser Energien heiß begehrt und die Regierungen täten etwas dagegen, weil sie sie nicht verteilen könnten. In Wahrheit trifft ein schlecht gemanagter, durch staatliche Subventionen begünstigter Ausbau auf einen weiteren schlecht gemanagten Ausbau – eine von der Regierung selbst geschaffene Blase.

Diese Zahlen lagen deutlich über den offiziellen chinesischen Schätzungen. Im März hatte die chinesische Regierung die Drosselung sowohl bei Wind- als auch bei Solarenergie mit rund 9 % angegeben, die neuen Schätzungen gehen jedoch von 26 % aus. Die inoffiziellen Zahlen wurden vom Global Energy Monitor und dem Center for Research on Energy and Clean Air berechnet.

Die Planwirtschaft tut, was sie am besten kann: Überproduktion und Verschwendung.

China führt eine Welle der Verschwendung sauberer Energie an,
da die Stromnetze weltweit an ihre Grenzen stoßen

PEKING/SINGAPUR, 17. August (Reuters) – China hat in den sechs Monaten bis Juni so viel „erneuerbare Energie“ abgewiesen, dass damit Mexiko ein Jahr lang versorgt werden könnte, da seine Stromnetze an ihre Grenzen stießen. Auch in vielen anderen Ländern wie Australien und Japan konnten die Netze mit dem rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien nicht Schritt halten.

Die Abschaltung von Wind- oder Solarenergie, also die vorsorgliche Ablehnung dieser Energiequelle, weil ein Stromnetz seine Kapazitätsgrenze erreicht, stellt weltweit eine wachsende Herausforderung für erneuerbare Energien dar und unterstreicht die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Analysten zufolge erzwingen unzureichende Übertragungsinfrastruktur und Lieferverträge, die den Betrieb neu gebauter Kohlekraftwerke in China gewährleisten, die Ablehnung der reichlich vorhandenen erneuerbaren Energieerzeugung.

„Die Produktionskürzungen in China sind strukturell bedingt und kein vorübergehender Engpass. Wir gehen davon aus, dass der Druck zur Produktionskürzung bis zum Ende dieses Jahrzehnts anhalten wird“, sagte Yuan Ren, Analystin beim Beratungsunternehmen Wood Mackenzie.

Alles basiert auf Lügen…

Chinas Nationale Energieverwaltung, die im März die Veröffentlichung monatlicher Daten über die Drosselung nach Provinzen eingestellt hat, erklärte letzten Monat, dass 8,6 % der Solarstromproduktion und 9,1 % der Windstromproduktion des Landes in der ersten Hälfte des Jahres 2026 gedrosselt wurden.

GEM und CREA schätzen jedoch, dass China in den sechs Monaten bis Juni 26,1 % seiner gesamten Wind- und Solarstromproduktion nicht genutzt hat. Dabei wurden wetterbereinigte Daten verwendet, um nicht gemeldete Abschaltungen zu berücksichtigen.

Dies stellt chinesische Industrielle vor große Herausforderungen, wenn sie versuchen vorherzusagen, ob sich der Bau weiterer Wind- und Solarkraftwerke noch lohnt.

Die Drosselung der Stromerzeugung ist natürlich auch in Australien ein zunehmendes Problem. Im vierten Quartal des letzten Jahres haben wir rund 18 % der verfügbaren Kapazität erneuerbarer Energien ungenutzt gelassen. Das Frühjahr ist zwar unser ineffizientestes Quartal, aber der Wert für das erste Quartal lag wieder bei 8 %.

China scheint also noch mehr nutzlosen und unzuverlässigen Strom zu haben als wir. „Glückwunsch.“

https://joannenova.com.au/2026/08/useless-china-throws-away-a-quarter-of-its-renewable-power-more-than-australia-uses-each-year/

Hinweis zum Thema:

Die Infrastruktur – also Trafostationen, Schaltfelder und  vor allem Stromleitungen in allen Spannungsebenen, werden nach dem Bedarf der angeschlossenen Verbraucher dimensioniert. Zufällig aufgrund von viel Sonnenschein und viel Wind erzeugte „erneuerbarer Strom“ findet gerade keinen Abnehmer. Üblicherweise werden zuverlässige Kraftwerke „runtergefahren“, soweit es die Physik zulässt. Ist trotzdem das Stromangebot zu hoch, werden überall auf der Welt die unnötigen Wind- und Solaranlagen abgeriegelt.

Situation in China (Recherche Unterstützung durch Gemini)

In China erhalten Betreiber von Wind- und Solaranlagen im Gegensatz zu Deutschland grundsätzlich keine staatliche finanzielle Entschädigung (wie das deutsche Ausfallarbeit- oder Redispatch-Prinzip) für Strom, der wegen Netzüberlastung oder fehlender Abnehmer abgeregelt wird. Der wirtschaftliche Verlust durch nicht eingespeisten Strom („Curtailment“) liegt dort voll aufseiten der Anlagenbetreiber.

Carbon Brief

Chinas Solar- und Windparks werden künftig [Strom] nicht mehr zu einem Festpreis, der an Kohle-Benchmarks gekoppelt ist, garantiert verkauft werden. Dies sieht eine neue Richtlinie der Zentralregierung vor.

Die Richtlinie fordert die lokalen Regierungen auf, neue Wind- und Solarenergieprojekte bis Ende 2025 auf ein stärker marktorientiertes Preissystem umzustellen. …

Dieser Schritt ist Teil umfassenderer Bemühungen , den Betrieb des riesigen chinesischen Stromsystems hin zu stärker marktorientierten Signalen und weg von administrativ festgelegten Preisen zu verlagern.

….

https://www.carbonbrief.org/explainer-how-chinas-renewable-pricing-reforms-will-affect-its-climate-goals

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Neues zur Kernenergie – von Fritz Vahrenholt

24. August 2026 - 15:00

https://www.drroyspencer.com/wp-content/uploads/UAH_LT_1979_thru_JULY_2026_v6.1_20x9_GLOBAL-scaled.jpg

Zunächst zum Wetter: Die globale Temperatur liegt im Juli um 0,48 Grad Celsius gegenüber dem langjährigen Mittel nahezu unverändert gegenüber Juni 2026. Der durchschnittliche Temperaturanstieg seit 1979 betrug 0,16 Grad Celsius pro Jahrzehnt. El Niño im Pazifik scheint sich zu einem sehr starken Ereignis zu entwickeln und wird das Wetter weltweit in den nächsten acht Monaten prägen. Mehr Niederschlag wird es geben an der Westküste Südamerikas, südliche USA, Teile Ostafrikas. Dürren und Hitze sind in Australien, Indien und Südostasien zu erwarten. Die Häufigkeit der Hurrikane im Atlantik geht zurück, die Anzahl im östlichen Pazifik steigt. Deutschland ist kaum betroffen. El Niño 2015 brachte einen sehr milden Winter, El Niño 2009 dagegen einen sehr kalten und schneereichen. Allerdings ist mit einem starken Anstieg der Preise für Kaffee, Kakao, Reis, Mais und Zucker zu rechnen.

El Niño und La Niña sind natürliche Phänomene. Trotzdem ist damit zu rechnen, dass die Unwetter dem „anthropogenen Klimawandel“ zugeschrieben werden. In der zweiten Hälfte des Jahres 2027 ist mit einer abkühlenden La Niña zu rechnen. Die obengenannten Effekte auf die Regionen kehren sich dann um.

Daß ich Ihnen erst heute schreibe, hat einen guten Grund. Ich habe bis in die letzte Woche an dem Buch „Zeit für Kernkraft – Schlüssel zum Wohlstand“ gearbeitet, das ich mit Björn Peters im letzten Jahr geschrieben habe. Nun hat es das Lektorat beim Langen-Müller-Verlag hinter sich und geht in Druck. Es erscheint am 21. September und wird hoffentlich Furore machen.

Der Klappentext des 232 Seiten starken Buchs lautet:

Deutschland hat als einziges großes Industrie­land die Kernenergie aufgegeben. Während hierzulande der Ausstieg als abgeschlossen gilt, investieren USA, China, europäische und andere Staaten groß in neue Kernkraft. Zufall – oder ein folgenschwerer Irrweg? Die Autoren, ausgewiesene Experten der Energiewirtschaft und -politik, zeichnen die Geschichte der deutschen Atompolitik nach – vom technischen Weltniveau bis zum poli­tisch erzwungenen Ausstieg – und stellen ihr den weltweiten Aufbruch in eine neue Ära der Kerntechnik gegenüber. Sie erläutern moderne Reaktorkonzepte und setzen sich mit den Einwänden auseinander.

Im Zentrum steht ein konkreter Deutschland­plan: Reaktivierung bestehender Anlagen, Neu­bau an bewährten Standorten sowie gezielte Förderung von neuen Reaktortechnologien. Zugleich skizzieren sie einen realistischen Pfad zur Skalierung der Kernenergie auf Tausende Gigawatt Leistung – als Schlüssel für Versor­gungssicherheit und Wohlstand. Ein faktenreiches, streitbares Buch über die Frage, ob Deutschland den Anschluß an eine der wichtigsten technologischen Entwicklun­gen des 21. Jahrhunderts zu verlieren droht.

Das Buch kann bereits bei Amazon für 26 € bestellt werden.
Mit diesem Buch möchte wir die Verschweigenskoalition aus CDU und SPD herausfordern, die es fertiggebracht haben, das Wort Kernenergie in ihrer Koalitionsvereinbarung nicht ein einziges Mal zu erwähnen. Mit unserem „Deutschlandplan Kernenergie“ beschreiben wir den möglichen Weg zurück zu einer gesicherten, wettbewerbsfähigen Energieversorgung. Helfen Sie als Leser meines Newsletters mit, daß ab September die Diskussion um die Zukunft der Kernenergie in Deutschland neu entfacht wird.

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

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Von einem “Super” El Niño zu einer “Monster” La Niña?

24. August 2026 - 9:00

Cap Allon

Der sich derzeit entwickelnde El Niño könnte alle bisherigen Rekorde brechen; die Medien bezeichnen ihn bereits als solchen. Doch einige Meteorologen blicken bereits über dieses Phänomen hinaus und warnen davor, dass 2027 eine „monströse“ La-Niña-Gegenschwingung folgen könnte.

Wenn außergewöhnliche El-Niño-Ereignisse als „Super“ und „Godzilla“ bezeichnet werden können, dann scheint „Monster“ für eine starke Gegenphase durchaus angemessen.

Der aktuelle El Niño gewinnt an Stärke, wobei die NOAA eine Wahrscheinlichkeit von über 90 % sieht, dass er im kommenden Herbst und Winter der nördlichen Hemisphäre „sehr stark“ wird. Für Oktober bis Dezember schätzt sie die Wahrscheinlichkeit auf 69 %, dass der RONI-Wert +2,5 °C oder mehr erreicht, was jeden bisherigen El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 übertreffen würde.

Starke El-Niño-Ereignisse neigen jedoch deutlich dazu, sich umzukehren.

Unter Verwendung der historischen ONI-Reihe der NOAA erreichte das Ereignis von 1972–73 einen Wert von +2,0 °C, bevor es später im Jahr 1973 auf -1,9 °C abfiel und in eine La Niña überging. Auch auf den Super-El-Niño von 1982–83 folgte rasch ein La Niña. Der gigantische El Niño von 1997–98 erreichte einen Höchstwert von +2,3 °C, bevor er bis Ende 1998 auf -1,6 °C fiel. Auf das Ereignis von 2009–10 folgte ein La Niña, das -1,6 °C erreichte.

Untersuchungen zur Entwicklung der ENSO zeigen, dass besonders starke El-Niño-Ereignisse häufig zu einer ungewöhnlich starken Abgabe von Wärme aus dem äquatorialen Pazifik führen und so dazu beitragen, die darauf folgende Kaltphase einzuleiten. Eine Studie ergab, dass vier von sechs mehrjährigen La-Niña-Ereignissen zwischen 1961 und 2016 starke El-Niño-Ereignissen vorausgegangen waren, wobei das erschöpfte Wärmespeicherreservoir des Ozeans dazu beitrug, dass sich La Niña bis ins zweite Jahr hinein hielt.

Damit ist der Zeitraum von Ende 2027 bis 2028 der entscheidende Zeitraum, den es zu beobachten gilt.

Sollte der Pazifik den historischen Umschwung vollziehen, wird sich bis dahin ein weiterer Faktor verändert haben: die Sonne.

Der Sonnenzyklus 25 hat laut NASA/NOAA seine Maximalphase überschritten und dürfte sich bis 2027–28 auf dem Weg zum nächsten Minimum befinden; Prognosen gehen davon aus, dass der Zyklus 26 zwischen 2029 und 2032 beginnt, wobei die neuesten Daten eher auf einen früheren Beginn hindeuten.

Das bedeutet natürlich eine geringere Sonnenaktivität.

Dann ist da noch Hunga Tonga.

Der Rekordausbruch von 2022 schleuderte rund 150 Tg Wasserdampf in die mittlere Atmosphäre und erhöhte damit die Wasserbelastung der Stratosphäre um etwa 10 %. Wasserdampf ist treibhausgasaktiv und das dominierende Treibhausgas in der Erdatmosphäre.

Eine Studie aus dem Jahr 2026 schätzt die Halbwertszeit auf etwa drei Jahre, wobei die Stratosphäre um das Jahr 2030 wieder ihren Zustand vor dem Hunga-Ereignis erreichen dürfte. Bis 2027/28 dürfte daher ein wesentlich größerer Teil der Störung verschwunden sein.

Die Konstellation ist also interessant zu beobachten:

Ein potenziell historischer El Niño klingt ab; im Anschluss daran entwickelt sich eine starke La Niña; die Sonnenaktivität setzt ihren Abstieg vom Maximum des Zyklus‘ 25 fort; und die anomale Wasserstruktur in der Stratosphäre infolge von Hunga Tonga nimmt weiter ab.

Von diesen Faktoren wäre La Niña der wichtigste unmittelbare Einflussfaktor auf die globale Temperatur.

Die Sonnen- und Hunga-Komponenten wären sozusagen das Tüpfelchen auf dem i.

Daher könnten die Jahre 2027–28 durchaus deutlich kälter ausfallen als die unmittelbar vorangegangene, durch El Niño befeuerte Welt.

Dann folgt 2029–30 das eigentliche Sonnenminimum.

The COLD TIMES are returning…

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-shine-white-hot-headlines-normal?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Das mögliche Kommen eines starken El Nino spricht auch der „Schneefan“ in seinem Blog an, und zwar hier. Dazu bringt er jedoch ein weiteres Phänomen ins Spiel. Man scrolle etwas nach unten bis zum „Update vom 18. 8. 2026“. Dort zeigt er eine aufschlussreiche Graphik mit einer ausführlichen Erklärung und Quellenangaben.

 

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Die Rockefeller-Klimamaschine

23. August 2026 - 17:00

Cap Allon

Das Geld der Rockefellers zieht sich wie ein roter Faden durch die prägenden Jahrzehnte der modernen Umweltbewegung – von Maurice Strong und dem Stockholmer Gipfel 1972 über das UNEP und frühe klimapolitische Netzwerke bis hin zu den Nichtregierungsorganisationen und Medienkampagnen, die ins Leben gerufen wurden, um internationale Klimaabkommen voranzutreiben.

Die Geschichte beginnt lange vor dem „Klimawandel“.

In den 1960er Jahren engagierte sich die Rockefeller-Stiftung intensiv in der Bevölkerungspolitik. In ihrem Jahresbericht von 1967 bezeichnete sie das rasante Bevölkerungswachstum als Bedrohung für den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt und erklärte, die Stiftung strebe seit langem eine „Bevölkerungsstabilisierung“ an, indem sie demografische Forschung, Programme zur Familienplanung und die Ausbildung von Bevölkerungswissenschaftlern finanziere.

Dann trat Maurice Strong auf den Plan.

Im Jahr 1971, während Strong die erste UN-Konferenz über die Umwelt des Menschen in Stockholm vorbereitete, wählte ihn die Rockefeller-Stiftung zum Kuratoriumsmitglied. Strong leitete anschließend die Stockholmer Konferenz von 1972 und wurde danach der erste Exekutivdirektor des neu gegründeten Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).

Die Umwelt war nicht mehr in erster Linie ein Thema des Naturschutzes.

Die Stockholmer Konferenz trug dazu bei, sie als festen Bereich der internationalen Politik zu etablieren.

Strong selbst äußerte sich ganz klar dazu, wohin die Entwicklung führen würde. In einer Rede aus dem Jahr 1971 argumentierte er, dass die westlichen Industrieländer „ein weitaus höheres Maß an staatlicher Intervention“ in die wirtschaftlichen Entscheidungsprozesse akzeptieren müssten, wobei die Wirtschaftspolitik zu einem Instrument zur Erreichung umfassenderer sozialer Ziele werden sollte.

Unterdessen war die Rockefeller-Stiftung selbst damit beschäftigt, sich direkt im Bereich des Klimaschutzes zu engagieren.

In seinem Jahresbericht von 1974 wurden Bevölkerungswachstum, Energieknappheit, Umweltverschmutzung, Nahrungsmittelversorgung und Klimawandel als Themen zusammengefasst, welche die Zukunft der „Weltordnung“ bestimmen könnten. Die Stiftung finanzierte die Climatic Research Unit der University of East Anglia mit 120.000 US-Dollar, um historische Klimaveränderungen und deren gesellschaftliche Auswirkungen zu untersuchen. Die CRU wurde später zum Epizentrum des „Climategate“-Skandals, als E-Mails von Phil Jones, Michael Mann und Keith Briffa die Umgehung von Informationsfreiheitsgesetzen, das Zurückhalten von Daten und Versuche, skeptische Forschung an den Rand zu drängen, aufdeckten.

Das Rockefeller Archive Center bestätigt, dass diese frühen direkten Förderungen im Klimabereich bereits 1974 begannen.

Seitdem hat sich dieser Schwerpunkt nur noch verstärkt.

Von Klima-Forschung zu Klima-Politik

Im Jahr 1986 begann der Rockefeller Brothers Fund RBF, das schwedische Beijer-Institut finanziell zu unterstützen.

In der eigenen Geschichte des RBF werden diese Förderungen als seine ersten Zuschüsse zum Thema Klimawandel bezeichnet.

Ihr Zweck ging weit über die Klimaforschung hinaus: Das Beijer-Institut wurde beauftragt, einen Fünfjahres-Aktionsplan mit politischen Optionen zu erstellen, internationale Treffen von Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern zu organisieren und beim Aufbau der Beratungsgruppe für Treibhausgase mitzuwirken.

1987 fanden die Workshops in Villach und Bellagio statt, die sowohl vom Rockefeller Brothers Fund als auch von der Rockefeller Foundation finanziert wurden; das letztgenannte Treffen fand im Bellagio-Zentrum der Rockefeller Foundation in Italien statt.

Insbesondere Bellagio war ausdrücklich politikorientiert. Zum Netzwerk rund um diese Veranstaltung gehörten Bert Bolin, Gordon Goodman, Michael Oppenheimer und andere, die daran arbeiteten, die Erderwärmung durch Treibhausgase von der wissenschaftlichen Bewertung hin zu politischen Maßnahmen zu führen. Die „Advisory Group on Greenhouse Gases“ wird in der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung als unmittelbarer Vorläufer des IPCC beschrieben.

Das IPCC folgte dann 1988 unter der Leitung von Bert Bolin.

Die Rockefellers haben das IPCC zwar nicht direkt gegründet (das waren technisch gesehen das UNEP und die WMO), aber sie haben nachweislich klimapolitische Arbeiten und Treffen unmittelbar vor dessen Gründung finanziert. Eine Forschungsarbeit des Rockefeller Archive Center geht sogar so weit, die von den Rockefellers finanzierten Workshops von 1987 als Wegbereiter für die Gründung des IPCC zu bezeichnen.

Offizielle IPCC-Berichte belegen, dass die Rockefeller-Stiftung den IPCC-Treuhandfonds 1990 direkt finanzierte.

Und Anfang der 1990er Jahre gingen die Klimausgaben der Rockefellers bereits deutlich über den wissenschaftlichen Bereich hinaus.

Die RBF gibt an, Organisationen finanziert zu haben, welche die UN-Klimaverhandlungen beobachteten und daran teilnahmen, darunter den Environmental Defense Fund, den NRDC, das Climate Institute und Netzwerke für Klimaschutzmaßnahmen.

Nach der Klimakonferenz in Berlin 1995 berief die Organisation auf dem Rockefeller-Anwesen in Pocantico eine Strategiesitzung ein, um im Vorfeld des Kyoto-Protokolls Maßnahmen zur Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zu planen. Die Mittel flossen anschließend an den National Environmental Trust, das Environmental Information Center, das U.S. Climate Action Network, die Union of Concerned Scientists und Environmental Media Services.

Nach Angaben der RBF selbst nutzte die daraus resultierende Kampagne überregionale Zeitungen, Fernsehen, Radio und Expertenreisen, um politische Entscheidungsträger, Führungskräfte aus der Wirtschaft und die Öffentlichkeit zu erreichen und die amerikanische „Anhängerschaft für den Klimaschutz“ zu vergrößern.

Hier ging es nicht um Wissenschaftler, die Fachartikel veröffentlichten. Es handelte sich um organisierte politische Überzeugungsarbeit. Der Rockefeller Brothers Fund rühmt sich damit, maßgeblich an der Gründung von mehr als 40 Umwelt-NGOs beteiligt gewesen zu sein, wobei eine umfassendere Chronologie (Nordangård) fast 1.000 mit den Rockefellers verbundene Organisationen aus den Bereichen Politik, Finanzen, Wissenschaft, Philanthropie und Umweltschutz umfasst.

Und warum das Ganze?

Das ist die zentrale Frage.

Und obwohl ich erwartet hatte, Beweise dafür zu finden, dass die Klimapolitik darauf ausgelegt war, eine Verknappung fossiler Brennstoffe herbeizuführen und die Ölbeteiligungen der Rockefellers zu bereichern, konnte ich dazu nicht viel finden.

Es gibt jedoch ungewöhnlich starke Hinweise auf ein anderes Ziel: die Kontrolle über die Regeln, nach denen wirtschaftliche Aktivitäten ablaufen – eine Kontrolle, die zunehmend durch internationale Institutionen ausgeübt wird.

[Hervorhebung im Original]

Strong hat es selbst gesagt. Im Vorfeld des Erdgipfels von Rio 1992 schrieb er, dessen Zweck sei es, Umweltbelange „ganz in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung“ zu rücken. In Rio beschrieb er die Agenda 21 als Rahmen für das systematische, kooperative Handeln, das erforderlich ist, um die Entwicklung zu transformieren.

Im Jahr 2000 bezeichnete Strong nachhaltige Entwicklung als einen „grundlegenden Prozess des zivilisatorischen Wandels“, der Veränderungen in den Bereichen Produktion und Konsum, Bildung und Regierungssysteme erfordere. Das von ihm vorangetriebene Earth-Charter-Projekt hatte Steven Rockefeller als Vorsitzenden des Redaktionsausschusses.

Auch der Rockefeller Brothers Fund hatte zu diesem Zeitpunkt aufgehört, um das Konzept herumzureden, und ein Programm ins Leben gerufen, das ausdrücklich den Namen „Democratic Practice – Global Governance“ trug und bei dem der Klimawandel zu den Kernanliegen gehörte. In seinen aktuellen Veröffentlichungen geht es darum, wie die Regeln der Weltwirtschaft gestaltet werden und in wessen Interesse dies geschieht.

Wir brauchen keine Psychoanalyse.

Die Ziele, wie sie formuliert sind:

Umweltfragen in die wirtschaftliche Entscheidungsfindung einbeziehen. Internationale Institutionen zu ihrer Bewältigung aufbauen. Nichtregierungsorganisationen gründen, um Druck auf Regierungen auszuüben. Medieninitiativen ins Leben rufen, um öffentliche Unterstützung zu gewinnen. Die Fähigkeit einzelner Staaten einschränken, bei als global definierten Problemen eigenständig zu handeln.

Der Klimawandel war für dieses Vorhaben außerordentlich nützlich, weil Energie die Grundlage fast jeder modernen wirtschaftlichen Aktivität bildet. Günstige und zuverlässige Energie ist das Rückgrat des Wohlstands. Wer den CO₂-Ausstoß kontrolliert, erlangt Einfluss auf Stromversorgung, Verkehr, Industrie, Landwirtschaft, Bauwesen und Handel – also auf die gesamte Wirtschaftstätigkeit einer Nation, eines Blocks, eines Kontinents, einer Zivilisation.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-pole-back-below-70c-modern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Aktuelles zu Schnee und Eis auf der Nordhemisphäre

23. August 2026 - 17:00

Vorbemerkung: Hier folgen zwei Beiträge von Cap Allon auf seinem Bezahlblog. Beides sind aktuelle Meldungen, die auch in den Kältereport passen, aber in der (völlig ungerechtfertigten) Hitze-Hysterie dieses Jahres soll das mit einer eigenen Veröffentlichung hervorgehoben werden.

Heiß-Schlagzeilen, normale Schneedecken-Ausdehung

Obwohl der Sommer von Schlagzeilen über Hitzewellen geprägt war, ist die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel unauffällig normal.

Die neuesten Satellitendaten der NOAA/NESDIS zeigen, dass die Ausdehnung der Schneebedeckung fast genau dem Durchschnitt entspricht – wenn überhaupt, liegt sie etwas darüber:

[star.nesdis.noaa.gov]

Sowohl das automatisierte Multisensor-Produkt der NOAA, aktualisiert bis zum 17. August, als auch der von Analysten erstellte und bis zum 16. August reichende IMS-Datensatz zeigen, dass die Schneelage auf der gesamten nördlichen Hemisphäre genau den Erwartungen für diese Jahreszeit entspricht.

Die blaue Linie stammt aus dem „Global Multisensor Automated Snow and Ice Mapping System“ (GMASI) der NOAA, das Satellitenbeobachtungen im sichtbaren, infraroten und Mikrowellenbereich kombiniert, um kontinuierliche Schnee- und Eiskarten zu erstellen. Die NOAA beschreibt das System als vollautomatisiert. Die rote Linie stammt aus dem „Interactive Multisensor Snow and Ice Mapping System“ (IMS), das von Analysten des U.S. National Ice Center unter Verwendung mehrerer Satelliten- und Beobachtungsdatensätze zusammengestellt wird.

Anmerkung des Übersetzers dazu: Auf der Website des „Environment and Climate Change Canada“ kann man sich hier jederzeit über die Lage informieren. Im August ist natürlich kaum Schnee auf der Nordhemisphäre vorhanden, wenn man von Grönland absieht. Aber die aktuelle Graphik vom 20. August 2026 zeigt, liegt die Ausdehnung der Schneedecke positiv außerhalb der Standardabweichung:

Link: https://globalcryospherewatch.org/snow-solid-precipitation/

Zwei völlig unterschiedliche Verfahren der Datenerfassung bzgl. der Schneedecke kommen also zum gleichen Ergebnis. – Ende Anmerkung

Nach monatelangen Berichten über drückende Hitze ist die Schneedecke auf der Nordhalbkugel Mitte August nicht ungewöhnlich stark geschrumpft.

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Schnee- und Eisverhältnisse in Grönland

Grönland liefert ähnliche, für Alarmisten unbequeme Erkenntnisse.

Die allerneuesten DMI-Daten zeigen, dass die grönländische Eiskappe am 18. August einen Oberflächen-Massenzuwachs von 0,523 Gigatonnen verzeichnete, wodurch sich die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz für die Saison 2025/26 auf 518,2 Gt erhöhte.

Damit liegt die Saison zu diesem Zeitpunkt im August etwa 150 Gt über dem Mittelwert von 1981–2010:

Anmerkung des Autors: Die starke SMB-Saison in Grönland hat keinen wesentlichen Einfluss auf die zuvor erwähnte Anomalie der Schneedecken-Ausdehnung.

Das NOAA-Produkt misst die schneebedeckte Fläche, nicht die Schneehöhe oder die darin enthaltene Masse. Das weitläufige Landesinnere Grönlands ist in den GMASI-Aufzeichnungen bereits ganzjährig schneebedeckt, was bedeutet, dass weitere 30 cm Schnee eine enorme Masse hinzufügen, ohne dass sich die schneebedeckte Fläche nennenswert vergrößert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-shine-white-hot-headlines-normal?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Anmerkung des Übersetzers: Und wer sich jetzt wieder eräschert, dass es hier „nur“ um die Oberflächen-Massenbilanz und nicht um die Gesamt-Massenbilanz geht, der sei auf frühere Kältereports und vor allem diesen Beitrag verwiesen, in denen dieser Unterschied immer wieder erläutert worden ist.

 

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„Günstige“ Solarenergie braucht keine Subventionen – oder doch?

23. August 2026 - 14:00
Master Resource, Robert Bradley Jr.

Die öffentliche Meinung zu Wind- und Solarenergie ändert sich mit den Umfrageergebnissen. Aktuell gilt die Botschaft, dass Wind- und Solarenergie kosteneffizient und die naheliegende Wahl für bezahlbare Energie sind. Dennoch plädiert die Branche der erneuerbaren Energien für eine dauerhafte Unterstützung durch die großzügigen Subventionen der Produktions-Steuergutschrift (PTC) und der Investitions-Steuergutschrift (ITC), die für neue Projekte voraussichtlich Ende nächsten Jahres auslaufen.

Während sich die freie Welt im neuen Zeitalter dem Erdgas zuwendet, sollten Sie die folgenden narrativen Zitate betrachten – sowohl die erstrebenswerten als auch die falschen.

Verzweiflung ist das richtige Wort, denn „ Demokraten im Repräsentantenhaus wollen Steuervergünstigungen für saubere Energie zurück “, berichtet Inside Climate News am 18. März 2026. Arcelia Martin berichtet:

  • Ein neuer Gesetzentwurf würde die Anreize des Inflationsbekämpfungsgesetzes wieder einführen und Verbrauchern Unterstützung bei den Stromkosten gewähren. Der „ Energy Bills Relief Act “, der von mehr als der Hälfte der demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus (insgesamt 122) unterzeichnet wurde, zielt darauf ab, neue Anreize für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien zu schaffen und Verbraucher vor steigenden Stromkosten aufgrund des erhöhten Strombedarfs großer Energieverbraucher wie Rechenzentren zu schützen.
  • Zusätzlich zur Wiedereinführung der im Inflationsbekämpfungsgesetz von 2022 eingeführten Gutschriften für saubere Energie würde das umfassende Gesetz die von der Trump-Regierung eingestellten Fördermittel für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien wieder einführen und 2,1 Milliarden Dollar zur Behebung von Engpässen bei Transformatoren und anderen Netztechnologien bereitstellen.

Auch falsche Republikaner sind mit von der Partie.

  • Die Republikaner im Repräsentantenhaus haben den „ American Energy Dominance Act“  (April 2026) eingebracht, um die durch den „One Big Beautiful Bill Act“ (OBBBA) von 2025 verschärften Fristen für Steuervergünstigungen für Wind- und Solarenergie (45Y/48E) aufzuheben. Der neue Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Fristen für den Baubeginn (4. Juli 2026) und die Inbetriebnahme (2027) für Solar- und Windprojekte aufzuheben und begründet dies mit entgangenen Investitionen.

Und dies stammt von C3 Solutions . States Mitbegründer Drew Bond in „ Solar braucht keine Subventionen mehr “ (27. April 2026):

  • Solarenergie zählt heute zu den günstigsten Stromformen der Welt. Dennoch verhält sich die Branche weiterhin so, als könne sie ohne staatliche Unterstützung nicht überleben.

Das ist unmöglich. Man kann nur hoffen, dass Bond Recht hat und die Branche in Sachen Subventionen die weiße Fahne hisst.

  • Die Solarbranche hat kein Subventionsproblem, sondern ein Vertrauensproblem. Der 4. Juli ist kein gefürchteter Stichtag, sondern ein Meilenstein, der signalisiert, dass die amerikanische Solarenergie bereit ist, sich im Wettbewerb zu behaupten. Die Zahlen sprechen für sich. Laut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) sind die Kosten für Solarkraftwerke im Versorgungsmaßstab seit 2010 um rund 90 % gesunken – von etwa 46 Cent pro Kilowattstunde auf heute rund 4,3 Cent. Solarenergie zählt mittlerweile zu den günstigsten Energiequellen weltweit und liegt nur noch hinter der Windenergie an Land. Im letzten Jahrzehnt wuchs die Branche mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 28 %.
  • Die USA verfügen derzeit über eine installierte Solarkapazität von rund 262 Gigawatt – genug, um etwa 45 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen, so der Verband der Solarenergieindustrie (Solar Energy Industries Association ). … Solarenergie ist eine der schnellsten und kostengünstigsten Möglichkeiten, einen Großteil des [steigenden Bedarfs] zu decken, und dieser Vorteil bleibt auch nach dem 5. Juli bestehen.

Und was bedeutet das? Die obige Statistik zeigt, wie überhöhte Subventionen (auch auf Landesebene) eine wirtschaftlich ungeeignete Energieform massenhaft ins Leben gerufen haben. Bond schlussfolgert fälschlicherweise:

  • All das bedeutet, dass die Solarenergie kein fragiles Start-up-Unternehmen mehr ist. Sie zählt zu den bemerkenswertesten Energiewenden der modernen amerikanischen Geschichte. Die Branche hat diese Realität nur noch nicht vollständig akzeptiert. Nach jahrzehntelanger öffentlicher Unterstützung schicken die politischen Entscheidungsträger die Solarenergie nicht etwa in den Abgrund, sondern feiern ihren großen Erfolg.

Das ist ein merkwürdiger Artikel. Ja, die Kosten für Solarenergie sind gesunken (ebenso wie bei anderen Energietechnologien). Ja, Solarenergie wurde durch besondere staatliche Förderung ermöglicht. Und nein – Solarenergie für das Stromnetz ist im großen Maßstab nicht konkurrenzfähig mit Gas- und Dampfkraftwerken, wie der aktuelle Boom bei Gaskraftwerken zeigt. In einem kürzlich erschienenen Artikel der New York Times mit dem Titel „ Neues Amazon-Rechenzentrum schürt Sorge, es könnte das umweltschädlichste Kraftwerk in den USA werden “ erklärte Hiroko Tabuchi:

  • Um jahrelange Verzögerungen beim Anschluss an das Stromnetz zu vermeiden, entscheiden sich Rechenzentrumsbetreiber zunehmend für den Bau eigener, dedizierter Kraftwerke vor Ort. Gaskraftwerke lassen sich dabei in der Regel am schnellsten und einfachsten errichten.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die PR-Kampagne behauptet, Solarenergie sei mittlerweile wettbewerbsfähig. Doch hinter den Kulissen spricht die intensive Lobbyarbeit der Solarbranche, angeführt von der Solar Energy Industries Association (SEIA) auf nationaler Ebene und der Texas Solar Energy Society (TXSES) in Texas, Bände. Für die Solarenergiebranche im Kraftwerksmaßstab gilt: Weiterbestehen der Subventionen oder Untergang.

https://www.masterresource.org/solar-power-issues/cheap-solar-does-not-need-subsidies-right-wrong/

 

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Kältereport Nr. 34 /2026

23. August 2026 - 11:00

Die Schlagzeilen der Woche

Europas Endsommer-Abkühlung

Ukraine: Kälterekorde gebrochen

Sibirien, Russland: Einbruch extremer Kälte

Arktis: Meereis-Ausdehnung über dem Mittel

Neuseeland: Extreme Kälte

Innere Arktis: Kälte hält sich bis weit in den August

Anden, Südamerika: Schnee aus dem Weltraum sichtbar

Südpol: Erneut unter –70°C

Meldungen vom 17. August 2026:

Europas Endsommer-Abkühlung

West- und Mitteleuropa steuert auf einen kühlen Sommerausklang zu.

Die neueste GFS-AI-Prognose zeigt für den Zeitraum vom 20. bis 30. August in weiten Teilen Europas, insbesondere im Westen, allgemein niedrigere Temperaturen, wobei die stärksten Abweichungen auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich, Großbritannien und Skandinavien zu verzeichnen sind.

Ein Großteil der Hitze dieses Sommers wurde durch anhaltende Blockierungen verursacht, die atlantische Wetterfronten am Übergreifen auf Europa hinderten, das Absinken trockener Luft und Sonnenschein begünstigten und wiederholt heiße Luft aus Nordafrika und von der Iberischen Halbinsel nach Norden advehierten.

Nun kehrt sich dieses Muster um.

…

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Ukraine: Kälterekorde gebrochen

Die Abkühlung sorgt bereits weiter östlich für Rekordwerte.

In Tschernihiw sank die Tiefsttemperatur am 13. August auf 8 °C und brach damit laut dem Regionalen Zentrum für Hydrometeorologie in Tschernihiw den bisherigen Tagesrekord von 8,5 °C aus dem Jahr 1975. Einen Tag später sank die Temperatur in Tschernihiw weiter auf 7 °C und erreichte damit den am 14. August 1984 aufgestellten Rekordwert. Die Daten der Messstation reichen bis ins Jahr 1944 zurück.

Weiter westlich in Korosten sank die Temperatur am 13. August auf 4,9 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 7,3 °C aus dem Jahr 1998. Die Beobachtungen hier reichen bis ins Jahr 1944 zurück.

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Sibirien, Russland: Einbruch extremer Kälte

Auch in weiten Teilen Russlands hält die ungewöhnliche Kälte an.

Nach einer ganzen Reihe von Rekordwerten, die letzte Woche gebrochen wurden, sank die Temperatur in Shelagontsy in Jakutien am 14. August auf -7,1 °C – rund 11 °C unter dem Normalwert. „Pogoda i Klimat“ bestätigt, dass dies die zweitniedrigste Temperatur ist, die an dieser Messstation jemals so früh im August gemessen wurde, und die tiefste Temperatur, die jemals für den 14. August verzeichnet wurde. Die Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1940 zurück.

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Hawaii: Tropensturm Lala bringt seltenen Schnee auf dem Gipfel des Mauna Kea

Kameras auf dem Gipfel hielten am 15. und 16. August frische Schneeflocken fest, als Lala an der Big Island vorbeizog.

Mit einer Höhe von 4.207 m ist Schnee auf dem Mauna Kea nichts Ungewöhnliches. Im Sommer gilt dies jedoch als selten. Frischer Schnee im August wurde 2017 und 2018 dokumentiert, scheint seitdem aber nicht mehr in den Aufzeichnungen aufgetaucht zu sein.

Die Hurrikanaktivität fiel in diesem Jahr je nach Ozeanbecken unterschiedlich aus.

Im Atlantik war sie auffallend gering, während es im Pazifik reger zuging – ein Muster, das mit einem sich entwickelnden El Niño übereinstimmt, der die Aktivität im Atlantik tendenziell dämpft, während er den östlichen und zentralen Pazifik begünstigt.

Klima-Alarmisten werden eine weitere Schlagzeile über einen Hurrikan zweifellos als Bestätigung ihrer These begrüßen. Weniger gelegen kommt ihnen die Tatsache, dass der Sturm seltenen Augustschnee auf Hawaii fallen ließ.

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Arktis: Meereis-Ausdehnung über dem Mittel

Das arktische Meereis liegt im Jahr 2026 derzeit über dem Durchschnitt der Jahre 2011–2020.

Nach den neuesten Daten des NSIDC betrug die Ausdehnung am 15. August 5,619 Millionen km². Im Vergleich dazu lag der Durchschnitt der Jahre 2011–2020 bei 5,525 Millionen km² – damit liegt das Jahr 2026 um etwa 94.000 km² oder 1,7 % über dem Durchschnitt. Am 15. August 2012 betrug die Ausdehnung 4,850 Millionen km². In diesem Jahr gibt es daher 769.000 km² oder fast 16 % mehr Eis.

Im Jahr 2012 wurde am 17. September mit 3,39 Millionen km² das Minimum seit Beginn der Satellitenbeobachtung erreicht – ein Rekord, der bis heute nie wieder erreicht worden ist.

Seit 2007 ist kein Trend zu erkennen.

Am 15. August jenes Jahres betrug die Ausdehnung etwa 5,457 Millionen km².

Im Jahr 2026 liegt sie um 162.000 km² höher.

In der Arktis gibt es heute mehr Meereis als im Jahr 2007 – dem Jahr, in dem Al Gore und der IPCC gemeinsam den Friedensnobelpreis erhielten.

Die Daten zeigen seit nunmehr 19 Jahren keinen Trend:

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-late-summer-cooldown-uk-rainfall?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. August 2026:

Neuseeland: Extreme Kälte

Neuseeland ist wieder in den Winter zurückgefallen: Es gibt Warnungen vor Neuschnee, weit verbreiteten Frost und eine erneute Sperrung der Desert Road.

Der jüngste antarktische Kaltluftausbruch ließ die Temperaturen am Montag stark sinken: Am Aoraki/Mount Cook fiel die Temperatur auf -8 °C, in Tekapo auf -5 °C und in Queenstown auf -4 °C; außerdem wurde die Desert Road (SH1) zwischen Rangipo und Waiouru wegen Schneefalls gesperrt.

Mit Blick auf die kommenden Tage gab der MetService am Dienstag eine weitere Schneewarnung für die Desert Road heraus, die von Dienstag 9 Uhr bis Mittwoch 3 Uhr morgens gilt.

Die Kälte reicht weit über die Berge hinaus. Laut MetService führen anhaltende Südwinde kalte Luft direkt aus dem Südlichen Ozean herbei, was zu weit verbreiteten Nachtfrösten und möglicherweise zu Glatteis in Teilen des Landes führt.

Westwinde dürften am Freitag für eine vorübergehende Milderung sorgen, doch die Kaltluft wird voraussichtlich am Wochenende auf die Südinsel zurückkehren.

All dies geschieht kaum zehn Tage nach dem außergewöhnlichen Kälteeinbruch Anfang August in Neuseeland, als die Temperatur in Taumarunui auf -7,2 °C sank – die tiefste jemals dort gemessene Temperatur – und Rotorua mit -5,6 °C einen neuen Allzeit-Tiefstwert erreichte.

Der Winter hat offenbar noch einiges zu bieten.

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Innere Arktis: Kälte hält sich bis weit in den August

Die außergewöhnliche Sommerkälte nördlich von 80° N hat sich bis weit in den August hinein gehalten.

Eine Auswertung der Temperaturreihe des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) für die Hocharktis ergab, dass an 36 der 48 Tage vom 1. Juli bis zum 17. August Rekord-Tiefwerte für die Tagesmittelwerte an den jeweiligen Kalendertagen verzeichnet worden sind – das sind 75 % des Zeitraums.

Ein besonders auffälliger Messwert wurde am 26. Juli verzeichnet, als der Mittelwert auf -0,3 °C fiel – der tiefste Juli-Wert in den DMI-Aufzeichnungen:

All dies folgt auf einen Juni, in dem zahlreiche Rekorde gebrochen wurden:

Die Serie der Kälte-Tagesrekorde hat sich seit dem 9. August zwar etwas abgeschwächt, doch der allgemeine Trend zu einem „gefrorenen“ Sommer hält an. Das Jahr 2026 ist auf dem besten Weg, der kälteste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen (Daten seit 1958) in der Hocharktis zu werden – möglicherweise sogar mit deutlichem Abstand.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-shivers-high-arctic-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 19. August 2026:

Anden, Südamerika: Schnee aus dem Weltraum sichtbar

Das Ausmaß der Schneefälle dieses Winters in den Anden ist nun sogar aus dem Weltraum zu erkennen.

NASA-Satellitenbilder vom 18. August zeigen, dass die Kordilleren über Hunderte von Meilen hinweg in Chile und Argentinien schneebedeckt sind – von der Gegend um San Juan und Mendoza bis hinunter nach Patagonien.

NASA-Satellitenbild vom 18. August 2026, das eine ausgedehnte Schneedecke entlang der Anden zeigt.

Das Bild entstand zeitgleich mit der Wiedereröffnung des Grenzübergangs Cristo Redentor/Los Libertadores zwischen Argentinien und Chile nach einer Rekordschließung von 34 aufeinanderfolgenden Tagen aufgrund wiederholter starker Schneefälle, Eis und starker Winde.

Die Sperrung war die längste seit Beginn der Aufzeichnungen und übertraf die bisherige Rekordschließung von 26 Tagen im Jahr 2023.

Auf der argentinischen Seite hatten sich Tausende von Lastwagen gestaut; nun fließt der Güterverkehr endlich wieder durch Korridore, die zwischen tiefen Schneewehen freigelegt wurden. Für Personenkraftwagen und Busse galten bei der Wiederaufnahme des Betriebs weiterhin Einschränkungen.

Der Schnee hat sich in diesem Winter weit über die höchsten Gipfel hinaus ausgebreitet und auch Mendoza und La Pampa mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-shine-white-hot-headlines-normal?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 21. August 2026:

Südpol: Erneut unter –70°C

Die bittere antarktische Kälte ist an den Südpol zurückgekehrt: Am 20. August sank die Temperatur am Amundsen-Scott-Pole auf -72,9 °C.

Die Tagesdurchschnittstemperatur lag bei -70,6 °C – ganze 11,1 °C unter dem Normalwert.

Die kalten Wetterbedingungen hielten bis zum 21. August an.

Die jüngsten Beobachtungen am Südpol ergaben Temperaturen unter -70 °C. Dieser erneute Temperatursturz folgt auf wiederholte Phasen extremer Kälte während des südlichen Winters.

Nach einem ungewöhnlich kalten Juni und Juli ist der August 2026 nun auf dem besten Weg, den dritten Monat in Folge zu werden, der kälter als normal ausfällt – bis zum 20. August lag der Durchschnittstemperaturwert bei etwa -61,5 °C gegenüber einer August-Norm von -59,7 °C.

Der Winter war hart, und nun lässt er nicht locker.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-pole-back-below-70c-modern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 35 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 21. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Der Klimawandel beeinflusst die menschliche Blutchemie oder Wir werden alle sterben (Kauf dir vorher noch ein Solarpaneel!)

23. August 2026 - 8:00

Von Jo Nova

Es ist eine weitere von Fachkollegen begutachtete Horrorgeschichte, aber das Schlimmste daran ist, dass sie überhaupt veröffentlicht wurde.

Die Schlagzeile strotzt nur so vor unheilvollen Spekulationen und Hexerei:

https://link.springer.com/article/10.1007/s11869-026-01918-5#auth-Phil_N_-Bierwirth-Aff4

„Eine im menschlichen Blut nachgewiesene Kohlendioxidüberladung deutet auf eine potenziell toxische Atmosphäre innerhalb von 50 Jahren hin.“

Die alarmierend steigenden CO2-Werte sind also so gefährlich, dass sie unser Blut verseuchen, durch unsere Adern dringen und die Luft vergiften. Die beiden Australier (Entschuldigung) bringen es in ihrer Zusammenfassung ganz klar auf den Punkt: „Diese Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer deutlichen Reduzierung der anthropogenen CO2-Emissionen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.“

Immer mehr Wissenschaftler setzen sich vehement für einen starken Staat ein.

Die ganze wissenschaftliche Methode eines Glückskekses

Wie Wahrsager verknüpfen Larcombe & Bierwirth willkürlich einige Punkte auf einem Blatt Papier. Sie analysieren den Anstieg des atmosphärischen CO₂-Gehalts im Vergleich zu den gleichzeitig auftretenden Veränderungen von Bicarbonat, Kalzium und Phosphor im Blut. Die NHANES-Daten umfassen 7.000 Amerikaner, die alle zwei Jahre über einen Zeitraum von zwanzig Jahren untersucht werden. Dabei werden jedoch zahlreiche Variablen berücksichtigt, die Larcombe & Bierwirth fast vollständig ignorieren. Diese Studie weist dieselben Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge auf wie frühere Untersuchungen, die belegten, dass Menschen in Ländern, in denen Cola getrunken wurde, länger lebten.

Der CO2-Gehalt stieg also von 369 auf 414 ppm im Zeitraum von 2000 bis 2020.  Zufälligerweise veränderten sich gleichzeitig die Blutwerte von Bicarbonat, Kalzium und Phosphor bei Amerikanern auf eine Weise, die darauf hindeutet, dass atmosphärisches CO2 möglicherweise eine Rolle spielen könnte (insbesondere, wenn wir all die offensichtlichen Störfaktoren wie Alter und Fettleibigkeit außer Acht lassen).

Das Erschreckende ist, dass die meisten Amerikaner in Häusern und Büros leben, in denen der CO2-Gehalt oft bei 1000 ppm liegt. Ist es nicht erstaunlich, dass unser Blut einen Anstieg von 50 ppm durch eine Backsteinmauer hindurch messen kann, während wir in Luft leben, die 600 ppm höher ist? Hm?

Noch schlimmer ist, dass manche Menschen jede Nacht in Zimmern mit geschlossenen Fenstern schlafen, in denen der Kohlendioxidgehalt bis zu 3.300 ppm erreicht (Strøm-Tejsen et al.). Gott steh uns bei! Und diese giftige Raumluft besteht schon seit Jahrhunderten.

Ich möchte am liebsten sagen: „Schnell, baut einen Windpark und richtet ihn auf euer Haus!“ Nur leider bremsen Windparks den Wind ab, sodass sie die Situation nur verschlimmern würden.

Larcombe & Bierwirth schüren Angst bei ihren Lesern, indem sie suggestiv beschreiben, wie der CO2-Gehalt der Atmosphäre während der meisten, wenn nicht sogar aller, der letzten 5 bis 8 Millionen Jahre der menschlichen Evolution bei lediglich 300 ppm lag. Denkt man jedoch kurz darüber nach, erscheint es durchaus wahrscheinlich, dass die CO2-Werte in feuchten paläolithischen Höhlen deutlich höher als 420 ppm gewesen sein dürften. Insbesondere in solchen Höhlen, in denen der gesamte Stamm gemeinsam im Dunkeln atmete, ohne auch nur einen einzigen vorschriftsmäßigen Belüftungsschacht.

Und wie Will Happer uns in Erinnerung ruft, überleben unsere U-Boot-Fahrer irgendwie monatelang, indem sie Tag für Tag 3.000 bis 5.000 ppm einatmen.

Wir sind kohlenstoffhaltige Lebensformen und Kohlendioxid ist unsere unabdingbare Voraussetzung.

Der menschliche Körper produziert im Ruhezustand 200 ml CO₂ pro Minute, also 288 Liter pro Tag. Unser Blut transportiert Kohlendioxid wie ein Fluss, der sich ständig ändert. Wenn wir Zucker statt Fett verbrennen, steigt die CO₂-Produktion pro verbrannte Kalorie um 30 %. Und trotzdem wird unser Blut zwischen Frühstück und Mittagessen nicht saurer?

Bei intensiver körperlicher Anstrengung atmen wir bis zu 3 Liter Kohlendioxid pro Minute aus – das ist das Zehnfache des Volumens, das wir im Ruhezustand ausatmen. Dennoch ist unser Blut-pH-Wert gepuffert und kommt in den meisten Fällen gut mit dieser Veränderung zurecht.

Wenn diese Menge Kohlendioxid aus dem Blut in unsere Lungen gelangt, beträgt der CO2-Gehalt der Luft neben den Alveolen normalerweise 5,6 % oder 56.000 ppm. *

Die Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre um uns herum sind praktisch irrelevant. (Siehe auch die Berechnung von Malte und Wang).

Wer möchte, kann seinen Blut-pH-Wert durch Hyperventilation oder Luftanhalten leicht verändern. Wim Hof, der „Eismann“, der in zugefrorenen Seen sitzt, nutzt eine Atemtechnik, die seinen Blut-pH-Wert von 7,4 auf 7,6 erhöht – ein Zustand, der als Alkalose bekannt ist.

Zum Thema: 

Der Körper kontrolliert die Atmung wie ein vollautomatisches Messsystem.
    • Im Gehirn und in den großen Schlagadern sitzen winzige Fühler (Chemorezeptoren). Diese messen ununterbrochen das Blut, das durch den Körper fließt.
    • Wenn die Muskeln und Organe arbeiten, produzieren sie Kohlendioxid (CO₂) als Abfallprodukt. Dieses CO₂ wandert ins Blut. Steigt der CO₂-Spiegel dort an, schlagen die Fühler Alarm.
    • Das Atemzentrum im Gehirn schickt sofort Signale an die Atemmuskeln. Man spürst den unbezwingbaren Drang, ein- und auszuatmen – der Atemreflex setzt ein.

Niemand sucht nach Störfaktoren…

Da Bewegung, die Wahl der Nahrung und die Atmungsmuster die Menge an CO2 beeinflussen können, die wir produzieren, wäre es logisch, dass jegliche Veränderungen unseres Blut-pH-Werts oder unseres Kalzium- und Phosphatspiegels durch eine Reihe relevanterer Faktoren verursacht werden könnten als durch die Außenluft, die wir (meistens) ohnehin nicht einatmen.

Faktoren wie veränderte Adipositasraten, Alter, Geschlecht, BMI-Veränderungen, Nierenfunktion, Asthma, COPD und die Einnahme von Diuretika könnten das beobachtete „Signal“ möglicherweise besser erklären als geringfügige Schwankungen der Konzentration eines Spurenmoleküls, welches unser Körper äußerst effizient verarbeiten kann. Laut den NHANES-Daten stieg der Anteil übergewichtiger Menschen während dieser Studie von 30 % auf 42 %. Übergewichtige Menschen neigen eher zu schlafbezogenen Atmungsstörungen und dem Hyperventilationssyndrom. Dieser Zusammenhang zwischen Adipositas und Veränderungen der Blutchemie ist so gut belegt, dass die American Thoracic Society die Bestimmung des Bicarbonat-Blutspiegels als Screening-Instrument empfiehlt.

Obwohl die Daten zu Übergewicht und BMI im NHANES-Datensatz vorlagen, kümmerten sich Larcombe & Bierwirth nicht darum, diese offensichtlichen Faktoren zu berücksichtigen. Sie hätten innerhalb einer Minute eine Abfrage durchführen können, um Personen mit hohem und niedrigem BMI aus der NHANES-Stichprobe zu entfernen. Aber wen kümmert es schon, wenn das ihre gesamte Schlussfolgerung entkräftet?

Die Autoren wissen, dass ihre Ergebnisse durch Störfaktoren verfälscht sein könnten, und geben auch zu, dass sie nicht nach solchen Faktoren gesucht haben.

Korrelation ist jedoch nicht gleich Kausalität. Die Studie berücksichtigt keine Faktoren wie Ernährung, Nierenfunktion, Diuretika Gebrauch oder Adipositas, die die Messwerte beeinflussen können und in zukünftigen Analysen berücksichtigt werden sollten.

the Conversation

Rising CO₂ levels are reflected in human blood. Scientists don’t know what it means

Offenbar handelt es sich bei dem gesamten Artikel um eine von Fachleuten begutachtete, beschönigende Werbung für erneuerbare Energien, CO₂-Zertifikate und hohe Staatsausgaben. Wie man so schön sagt: Wir verstehen dieses Gesundheitsrisiko, das vielleicht gar nicht existiert, noch nicht einmal, aber wir sollten trotzdem die Emissionen reduzieren, ja klar.

Die Reduzierung der CO₂-Emissionen ist weiterhin entscheidend für die Begrenzung der globalen Erwärmung. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass sie auch für den Schutz von Aspekten der menschlichen Gesundheit wichtig sein könnte, die wir erst allmählich verstehen.

Wie sehr liegt diesen Autoren die menschliche Gesundheit wirklich am Herzen?

Folgen Sie der Argumentation. Wenn ein geringfügiger Anstieg des CO2-Gehalts im Freien unser Blut beeinflusst, sollten wir dann auf fossile Brennstoffe verzichten oder uns vielmehr Sorgen um die verminderte Luftzirkulation in Gebäuden machen? Die CSIRO berichtete 2024, dass neue australische Häuser etwa 50 % luftdichter waren als Häuser, die neun Jahre zuvor getestet wurden. Der eigentliche Übeltäter ist hier möglicherweise nicht Öl und Gas, sondern Selleys No More Gaps.

Wo bleibt die Langzeitstudie zum Vergleich von „Gap-Filler-Anwendung mit Serum-Bicarbonat, Kalzium und Phosphat“?

Warum fordern die Autoren der Studie nicht diese wichtige Untersuchung oder gar, dass die Menschen nachts die Fenster öffnen, anstatt unsere Wirtschaft zu verändern?

Könnte es sein, dass Blob-Wissenschaftler sich gerne bei der Blob-Bürokratie einschmeicheln? – Eine Hand wäscht die andere? Dann gibt es für Ihre Institution einen weiteren Zuschuss?

Nächste Frage: Können Solarpaneele uns vor Übersäuerung schützen?

Mit Dank an Marc Morano von Climate Depot und Willie Soon

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LITERATURVERZEICHNIS

Strøm-Tejsen et al. (2016), Indoor Air , „Die Auswirkungen der Schlafzimmerluftqualität auf den Schlaf und die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag“.

Larcombe, AN, Bierwirth, PN: Eine im menschlichen Blut nachgewiesene Kohlendioxidüberladung deutet auf eine potenziell toxische Atmosphäre innerhalb der nächsten 50 Jahre hin. Air Qual Atmos Health 19 , 44 (2026). https://doi.org/10.1007/s11869-026-01918-5

Malte, H. und Wang, T. (2024), Klimawandel: Der Anstieg des atmosphärischen CO₂ stellt  kein Risiko für den Säure-Basen-Haushalt beim Menschen dar. Acta Physiol, 240: e14066.  https://doi.org/10.1111/apha.14066

*  Der alveoläre CO₂-Partialdruck ( PCO₂ ) beträgt etwa 40 mmHg von 760 mmHg auf Meereshöhe. Das entspricht ungefähr 5,6 % oder ~56.000 ppm.

**The Conversion ist die Online-Publikation, die früher unter dem Namen The Conversation bekannt war, bis sie Skeptiker verbannte.

https://joannenova.com.au/2026/08/we-are-all-going-to-die-climate-change-is-affecting-human-blood-chemistry-buy-another-solar-panel/

 

Der Beitrag Der Klimawandel beeinflusst die menschliche Blutchemie oder Wir werden alle sterben (Kauf dir vorher noch ein Solarpaneel!) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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„So amerikanisch wie Apfelkuchen: Wie wir Amerikas klimarealistische Bewegung aufgebaut haben“

22. August 2026 - 19:00
von Craig Rucker, CFACT, Washington DC Als EIKE mich einlud, auf der IKEK-17 zu sprechen, war die Bitte einfach. Ich war von Anfang an Teil der amerikanischen klimarealistischen Bewegung gewesen, und das Land schnitt in dieser Frage gut ab – also sollte ich erklären, wie wir dorthin gekommen sind. Nichts davon war Zufall. Wir sind zahlenmäßig so unterlegen, daß die meisten Menschen aufgeben würden. Die Gegenseite hat das Geld, die Medien, die Universitäten, die Vereinten Nationen und Hollywood auf ihrer Seite. Trotzdem haben wir über vier Jahrzehnte hinweg gezielt echten Einfluss aufgebaut. Und so haben wir es geschafft: Wir betrachten Personal als Politik, wir bringen die richtigen Leute in einem funktionierenden Netzwerk zusammen – statt in einer bloßen Mailingliste – und wir übernehmen harte Taktiken aus zwei sehr unterschiedlichen Büchern: Sun Tzus „Die Kunst des Krieges“ und Saul Alinskys „Regeln für Radikale“. Ich teile diese Erkenntnisse mit meinen europäischen Kollegen in der Hoffnung, daß einiges davon Anklang findet. 1. Wer wir sind

Zunächst einmal eine Minute schamloser Eigenwerbung. CFACT gibt es seit 1985. Ich habe die Organisation gemeinsam mit David Rothbard gegründet, was mich älter macht, als mir lieb ist. Wir beschäftigen uns in Washington, D.C., mit Politik. Wir veröffentlichen Berichte und Studien, wir sagen vor Ausschüssen aus und unterhalten einen Beirat aus Wissenschaftlern und akademischen Beratern. Wir betreiben den Nachrichtendienst „Climate Depot“ unter der Leitung von Marc Morano sowie ein „Collegians“-Programm, das mit jungen Menschen an Hochschulen im ganzen Land zusammenarbeitet. Vor allem aber sind wir für unsere Aktionen bekannt. Ein Kolumnist bezeichnete uns einmal als „das Greenpeace der Rechten“, und dieser Name ist hängen geblieben. Wir sind bei Konferenzen aus Flugzeugen gesprungen und haben Greenpeace-Schiffe geentert, um Banner über Bord zu werfen. Die Wissenschaftler hier haben eure Gehirne bereits auf Trab gebracht, daher werde ich einfach nur reden.

2. So amerikanisch wie Apfelkuchen

Holger Thuß hat mich gebeten zu erklären, wie Amerika an die Spitze dieser Bewegung gelangt ist, also lassen Sie mich offen und – für einen Gast in einem fremden Land – vielleicht ein wenig unhöflich sein. Dies wird ein unverhohlen pro-amerikanischer Vortrag sein. Wir feiern gerade den 250. Jahrestag unserer Trennung von England, daher müssen mir meine britischen Freunde die roten und blauen Uniformen verzeihen, bevor ich zum Ende komme.
Wenn Europäer mir erzählen, was sie an Amerika bewundern, nennen sie McDonald’s. Wir haben Besseres zu bieten als das. Wenn wir in meinem Land etwas als wirklich typisch amerikanisch bezeichnen wollen, sagen wir, es sei „so amerikanisch wie Apfelkuchen“. Ein Pick-up an einem Samstagabend mit Johnny Cash im Radio erfüllt diese Voraussetzung. Ebenso ein Spiel der Red Sox im Fenway-Stadion. Nun, wir haben eine neue Facette hinzugewonnen. Heute in den Vereinigten Staaten ein Klimarealist zu sein, ist so amerikanisch wie Apfelkuchen, und ich möchte erklären, wie es dazu gekommen ist.

Nicht jeder mag diesen speziellen Kuchen, und die Grünen bezeichnen Amerika schon seit Jahrzehnten als das Problem – lange vor Donald Trump. Ich wurde ins Weiße Haus eingeladen, als George H. W. Bush die erste globale Klimakonvention unterzeichnete. Zu dem Treffen kam es nie, da er es absagte, sobald er erfuhr, dass wir kommen würden, um ihm das auszureden, und er uns versicherte, der Vertrag werde unverbindlich sein. Das brachte die Grünen in Rage, die etwas Verbindliches wollten. Als 1997 das Kyoto-Protokoll in Kraft trat, hielten wir uns heraus, und George W. Bush zog uns endgültig aus dem Abkommen heraus. Wir ließen Kopenhagen aus. Wir traten dem Pariser Abkommen bei und stiegen dann wieder aus – als eines von nur einer Handvoll Ländern, die nicht dabei sind, in seltsamer Gesellschaft mit dem Iran –, und seitdem haben wir uns auch aus dem ursprünglichen UN-Klimarahmenabkommen zurückgezogen. Die Grünen sehen all dies als eine Brüskierung der Welt durch Amerika. Wir sehen es als Zeichen dafür, dass Amerika zu seiner Überzeugung steht.

3. Die skeptischste Nation der Welt

Das geht über einen einzelnen Präsidenten hinaus. Wenn man sich die Daten ansieht, ist Amerika das skeptischste Land der Welt – und das schon seit geraumer Zeit. Die überzeugendste Umfrage, die ich gesehen habe, ist eine Umfrage aus dem Jahr 2020 des französischen Unternehmens Ipsos, das ich nach wie vor für vertrauenswürdig halte. Dabei wurden weltweit 30.000 Menschen befragt, und es stellte sich heraus, dass die Vereinigten Staaten von allen Ländern am skeptischsten sind. Diese Zahl umfasst mehr als nur die Menschen, die den Klimawandel als Unsinn bezeichnen. Sie schließt auch diejenigen ein, die sagen, die Erwärmung sei größtenteils natürlichen Ursprungs, sowie diejenigen, die unentschlossen bleiben – wobei ich nicht verstehe, wie jemand nach so viel Propaganda noch unentschlossen sein kann. Zusammen machen sie fast 54 % aus.
Kritiker werden Ihnen sagen, dass die eingefleischten Skeptiker nur etwa 14 % der Amerikaner ausmachen.

Das ist immer noch doppelt so viel wie in Europa, und diese Zahl unterschätzt die Lage noch, denn neben diesen 14 % stehen 46 %, die das, was die UNO verkauft, für bare Münze genommen haben. Die Kluft zeigt sich dort, wo es darauf ankommt. Weniger als 1 % der Amerikaner nennt das Klima als wichtigstes Wahlkampfthema, gegenüber etwa 10 % in Europa. Im Jahr 2024 stellten Gallup und Pew fest, dass 85 % der EU-Wähler angeben, das Klima beeinflusse ihre Wahlentscheidung – verglichen mit 27 % in Amerika, und das sind größtenteils Demokraten. Die Politik folgt der Öffentlichkeit. Die EU hat ein verbindliches Ziel der Klimaneutralität bis 2050 und eine Emissionssenkung um 55 % bis 2030. Wir haben unsere Feststellung zu Treibhausgasen aufgehoben und haben auf Bundesebene fast nichts mehr zu regulieren. Ich scherzte gegenüber meinen Mitarbeitern, dass wir alle kündigen und nach Hause gehen könnten. Sie fanden das nicht so lustig wie ich.

4. Personal ist Politik

Wir haben unseren eigenen Captain America. Was auch immer man sonst von Donald Trump halten mag – in dieser Frage war er ein Rockstar, und das gleich zweimal. 2016 zog er uns fast sofort aus dem Pariser Abkommen zurück, dann aus 66 weiteren UN-Gremien – weit mehr, als wir erwartet hatten. Er stoppte die Offshore-Windenergie. Er bezeichnete die globale Erwärmung als Schwindel – und ja, in einem Raum voller Wissenschaftler geht diese Aussage zu weit, denn der Planet hat sich erwärmt. Was er meint, ist, dass das, was Gore, Greta Thunberg und die UN uns verkaufen wollen, ein Schwindel ist, und als dies so nachdrücklich gesagt wurde, hat es die öffentliche Meinung in unsere Richtung gelenkt.
Besser als jede einzelne Maßnahme ist jedoch, wen er ernannt hat. In Washington gibt es ein Sprichwort: Menschen sind Politik. In der ersten Amtszeit war dies uneinheitlich. Im zweiten Durchgang holte er einige „Rockstars“ an Bord. Chris Wright vom Energieministerium hat eine der größten Deregulierungsmaßnahmen der Geschichte vorangetrieben: Er hat 223 Solarprojekte gestrichen, Fördermittel für Elektrofahrzeuge und Batterien gekürzt und 47 klimabezogene Energieeffizienzvorschriften zurückgenommen. Er berief eine Arbeitsgruppe skeptischer Wissenschaftler ein, darunter Judith Curry, Roy Spencer und John Christy, und zum ersten Mal erhielten die Ansichten, die Sie in diesem Raum hören, den offiziellen Segen der Regierung. Ein Fehler bei der Einreichung führte dazu, dass dies zurückgezogen wurde, und wenn wir es richtig angehen, sollte das nicht von Dauer sein.

Dann ist da noch Lee Zeldin bei der EPA. Ich habe ihn vor zwei Monaten auf einer Konferenz vorgestellt, wo er etwas sagte, das ich immer wieder wiederhole: Diejenigen von uns, die jahrelang die Wahrheit zum Thema Klima gesagt haben, hatten sich gefragt, wann der Tag kommen würde, an dem wir Recht bekommen würden – und dieser Tag ist nun gekommen. Er hat den Personalbestand der EPA um ein Viertel gekürzt, das Programm „Solar for All“ beendet, das „Sue-and-Settle“-Verfahren abgeschafft, einer langen Liste von Fördermitteln für Umweltverbände die Mittel gestrichen und Schritte unternommen, um die „Endangerment Finding“ aufzuheben – die rechtliche Grundlage fast aller Klimavorschriften auf Bundesebene. Wir sind also glücklich. Ich möchte nicht schadenfroh wirken, aber wir sind gerade richtig gut drauf. Die Lehre daraus ist, dass diese Führungsrolle der Höhepunkt unserer Arbeit war, nicht ihr Anfang.

5. Wir sind unterlegen

Woher kommt dieser Erfolg? Ist da etwas im Wasser, das die Amerikaner zu Skeptikern macht? Nein. Und das ist es, was ich Ihnen vor allem mitgeben möchte: Es liegt nicht daran, daß unsere Seite gut finanziert ist. Wenn überhaupt, sind wir mit einem peinlichen Rückstand die Außenseiter.
Vergleicht man die Ressourcen, ist es kein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Panikmacher haben die großen wissenschaftlichen Einrichtungen, die riesigen NGOs, staatliche Fördermittel, wohlhabende Spender, die großen Stiftungen, die sozialen Medien, die Vereinten Nationen und Hollywood auf ihrer Seite. Auf unserer Seite stehen ein paar bescheidene Gruppen wie Heartland, die CO2 Coalition und CFACT sowie konservative Medien, die immer noch das Publikum erreichen, das wir brauchen – vom Talkradio bis hin zu Fox und Newsmax. Wir haben wirklich glaubwürdige Wissenschaftler, viele davon sind heute hier, und ich sage gerne: Auf unserer Seite zählt man nicht die Köpfe, man wägt sie ab.

Nun zum Geld – und ich gebe zu, dass ich die höchste Zahl aus einer KI-Suche entnommen und mit anderen Quellen abgeglichen habe. Die zehn größten Organisationen, die den Klimalarm schüren, kommen auf rund 4,7 Milliarden Dollar, noch bevor man die dahinter stehenden Stiftungen mit einbezieht – von Bezos, der bis zu zehn Milliarden Dollar zugesagt hat, bis hin zu den Rockefellers. Auf der anderen Seite kommen die zehn Gruppen, die sich dagegen wehren, auf insgesamt weniger als 200 Millionen Dollar. Nimmt man eine davon heraus – Heritage –, liegt man unter 100 Millionen Dollar. Beschränkt man sich auf die fünf, die diese Arbeit tagtäglich leisten, sind es weniger als 25 Millionen Dollar. Denken Sie mal darüber nach. Auf der einen Seite 4,7 Milliarden Dollar. Auf der anderen Seite weniger als 25 Millionen Dollar. Das ist kein fairer Kampf, was die naheliegende Frage aufwirft: Wie kann man angesichts dieser Chancen gewinnen?

6. Eine Armee lebt von ihrer Verpflegung

Erster Schritt: Man braucht Vorräte. Ich war beim Militär, und wir sagten immer: Eine Armee lebt von ihrer Verpflegung. Die Gegenseite braucht ein Vermögen, denn eine Lüge zu verbreiten ist teuer. Die Wahrheit kostet weniger, ist aber nicht umsonst.
Deshalb versuchen die Grünen, uns auszuhungern. Sie haben die aufwendig gestalteten Karten gesehen, wie die, die Sheldon Whitehouse in einer Anhörung hochhielt, und behauptete, die fossile Brennstoffindustrie finanziere die Skeptiker-Bewegung. Das ist Unsinn. Haben diese Unternehmen uns vor langer Zeit finanziert? Ja. Zwischen etwa 1998 und 2006 war es für CEI, CFACT und andere selbstverständlich, diese Branchen zu bitten, sich zu verteidigen, und sie spendeten bescheiden, öffentlich dokumentiert und ohne dies zu verheimlichen. Dann, im Jahr 2006, wurden die Unternehmen zu Benedict Arnolds, jenem amerikanischen General, der die Seiten wechselte und für die Briten kämpfte. Sie verkündeten öffentlich, dass sie keine skeptische Gruppe mehr finanzierten, und nannten dabei ausdrücklich unseren Namen. Und es stimmte. Sie hörten damit auf. Ehrlich gesagt hat uns das geholfen, und seitdem sind wir nur noch gewachsen.

Die großen Ölkonzerne sind mittlerweile unsere Gegner, nicht mehr unsere Förderer. Alle großen Unternehmen haben sich zum Ziel „Netto-Null“ bis 2050 verpflichtet. Margaret Thatcher prägte einmal den Satz: Sie fütterten das Krokodil in der Hoffnung, es würde sie als Letzte fressen. Sie warfen die Skeptiker über Bord, in der Gewissheit, die Grünen würden sie in Ruhe lassen. Das taten die Grünen jedoch nicht. Boulder in Colorado verklagt sie gerade wegen Hitzewellen und Dürren, und ich will ganz offen sein: Ich habe nicht viel Mitleid mit ihnen. Was ihnen angetan wird, ist falsch, aber sie haben es sich gewissermaßen verdient. Und achten Sie darauf, wer wirklich das Geld einsteckt. Der Sierra Club nahm 21 Millionen Dollar von Chesapeake Energy entgegen. Berichte bringen grüne Finanzierungen mit der Sea Change Foundation in Verbindung, die auf russische und chinesische Interessen zurückzuführen ist, und man kann sich ausrechnen, warum Moskau und Peking die amerikanische Energieversorgung lahmlegen wollen. Al Gore verkaufte seinen Fernsehsender an Al Jazeera, das dem katarischen Ölstaat gehört, und strich rund 100 Millionen Dollar ein – im Gegensatz zu den 30 Millionen Dollar, die ExxonMobil über zehn Jahre hinweg an 60 Gruppen gezahlt hat. Er verdiente mit einem einzigen Verkauf dreimal so viel wie 60 Organisationen in einem Jahrzehnt. Mein Rat ist also klar: Sammeln Sie Spenden von Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen, rechnen Sie damit, dass die Geldgeber angegriffen werden, und messen Sie die Grünen an denselben Maßstäben, die sie von Ihnen verlangen.

7. Die richtigen Leute und das Netzwerk

Vorräte allein reichen nicht aus. Da wir unser 250-jähriges Jubiläum feiern, möchte ich noch einmal auf das Bild des Unabhängigkeitskrieges zurückkommen. Um zu kämpfen, braucht man die richtigen Leute, ein funktionierendes Netzwerk und Taktiken.
Wir sind mit echten Intellektuellen gesegnet. Der verstorbene Fred Singer und heute hier anwesend: Will Happer, zusammen mit Willie Soon, David Legates, Richard Lindzen, Judith Curry und Roy Spencer. Unsere Revolution hat ihre Thomas Jeffersons, und ich stelle sie mir in gepuderten Perücken vor, denn sie sind die Köpfe, die sie vorantreiben. Aber Denker allein werden nicht gewinnen. Man braucht Fußsoldaten: die Menschen, die in den Medien arbeiten, die Kanäle betreiben, über die die Botschaft verbreitet wird, und die NGOs leiten, wie James Taylor bei Heartland, Greg Wrightstone, der verstorbene Fred Smith und Myron Ebell. Manchmal bedeutet es, ein Soldat zu sein, dass man am Ende auf der Fahndungsliste landet. Es gibt ein Foto von Marc Morano und James Taylor, die vor dem Treffen in Paris nachgemachte Fahndungsplakate hochhalten, und das tragen wir wie ein Ehrenabzeichen.

Dann knüpft man Kontakte. Die Grünen lieben es, darzustellen, wie wir angeblich miteinander verbunden sind, und erstellen verwirrende Karten. Einmal haben sie die Arbeit von Heartland in Europa in einer Grafik dargestellt, die ich nicht verstehen konnte. Irgendwie hängt alles zusammen. Unser tatsächliches Netzwerk ist weitaus einfacher als ihre Verschwörungsmodelle. Eine Gruppe von uns trifft sich monatlich bei der „Cooler Heads Coalition“, wo wir nicht darüber debattieren, ob die andere Seite Recht hat. Wir sprechen über konkrete Gesetzesvorlagen, konkrete Klagen und konkrete Beschlüsse, und wir packen die Arbeit richtig an. CEI und CFACT haben die Koalition um das Jahr 2000 gegründet, und Myron Ebell leitete sie jahrelang. Als Trump sein Amt antrat, wählte er Ebell aus, um den Übergang bei der EPA zu gestalten. Jede Gruppe bringt ihre eigenen Stärken ein. Das CEI war am stärksten in der Politik in Washington, die CO₂-Koalition ist die Expertin in wissenschaftlichen Fragen, Heartland zeichnet sich in den Bundesstaaten und im Ausland aus, und wir kümmern uns um die Basisarbeit und die Medien. Niemand macht alles.

8. Unser taktisches Handbuch

Nun zum spannenden Teil. Zwei Bücher haben unsere Arbeitsweise geprägt: Sun Tzus „Die Kunst des Krieges“ und Saul Alinskys „Regeln für Radikale“, das für die Linke geschrieben wurde. Als David Rothbard und ich 1985 CFACT gründeten, haben wir uns damit beschäftigt, wie geschickt die Linke mit Taktiken umging. Obama selbst wurde an der Midwest Academy in Chicago nach Alinskys Prinzipien geschult. Was die Linke einsetzt, um ihre Sache voranzubringen, lässt sich gegen sie wenden. Ich mag Taktiken. In der Highschool organisierte ich Schüler, um Klassenzimmer zu besetzen und ihre Mitschüler von den Lehrern zu befreien – was man heute niemals durchgehen lassen würde –, und ich habe auch tatsächlich beim Militär gedient. Wir befinden uns im Krieg, also kämpfen wir auch so. Hier sind fünf Prinzipien, die beide Bücher gemeinsam haben, jeweils mit einem Beispiel.

Erstens: Gewinnen Sie durch Strategie und Disruption statt durch kostspielige Frontalkonfrontationen. Wir hatten einen frühen Vorteil. Ich war dabei, als James Hansen 1988 vor dem Senat erklärte, dass menschliche Aktivitäten das Klima beeinflussen. Fast niemand hatte zuvor von dieser Idee gehört. Ich komme aus Buffalo, und bis dahin sprachen wir dort nur über die bevorstehende Eiszeit. Innerhalb von vier Jahren veranstaltete die UNO 1992 ihren großen Gipfel in Rio, und nur ein paar Gruppen, vor allem CEI und CFACT, wollten dort eine Gegenstimme einbringen. Ein Protest unserer Größenordnung wäre wie die „Maus, die brüllte“ gewesen. Also schickten wir stattdessen Dixy Lee Ray, eine Wissenschaftlerin, ehemalige Gouverneurin von Washington und Autorin des Bestsellers „Trashing the Planet“, und brachten sie in die Sendung von Rush Limbaugh. Rush war begeistert und stellte ihr sogar eine Limousine zur Verfügung, mit der sie durch Rio fahren konnte – unter der Bedingung, dass sie die Klimaanlage auf volle Leistung laufen ließ und die Fenster herunterließ, um die FCKWs entweichen zu lassen. Er erreichte täglich 15 bis 20 Millionen Amerikaner, und sie hörten die ungeschminkte Wahrheit. Ich glaube, das hat dazu beigetragen, Bush zu einem nicht bindenden Vertrag zu bewegen, denn er wusste, dass seine eigene Bevölkerung dagegen war. Die Grünen bekamen ihr bindendes Abkommen nie, und sie waren wütend.

Zweitens: Nutzen Sie Ihre Stärke gegen deren Schwäche aus. Ihre große Schwäche ist die Wahrheit. Nehmen wir zum Beispiel grüne Energie, die als sauber und umweltfreundlich ohne Nachteile verkauft wird. Dabei hat sie jede Menge Nachteile. Getötete Adler sind eine echte Belastung, ebenso wie die Landnutzung, höhere Stromrechnungen und die möglichen Schäden für Wale. Bedecken Sie eine Fläche von 20 Quadratmeilen mit Solarmodulen und sagen Sie mir, dass das ein guter Lebensraum ist. Wie unser eigener Präsident es formulierte: Jede Windkraftanlage kostet das Land ein Vermögen, um sie in Betrieb zu halten; sie ist hässlich und tötet Vögel. Willie Soon zeigte mir eine Folie, die verdeutlicht, was ein Solarfeld mit einem Vogel anstellt, der darauf landet. Die Öffentlichkeit spürt das. Robert Bryce hat die Projekte gezählt, die durch lokalen Widerstand gestoppt wurden, und die Zahl liegt bei über 825. Wir haben Viehzüchter, Landwirte und amerikanische Ureinwohner in Oklahoma und Wyoming gegen Windkraft organisiert, Banner über Atlantic City geflogen, Plakatwände aufgestellt, Kundgebungen in New Jersey abgehalten und Boote aufs Meer gebracht. Hier sind sie verwundbar, und wir machen weiter Druck.

Drittens: Greife dort an, wo der Feind unvorbereitet ist, und tauche dort auf, wo man dich nicht erwartet. Mein Favorit ist Al Gore. Nach dem Nobelpreis flog er nach Indonesien, um dort als Held empfangen zu werden, und wir hatten eine Genehmigung erhalten, genau dort zu protestieren, wo er ankommen würde. Als die UNO davon erfuhr, widerrief sie die Genehmigung mit der Begründung, wir würden zu viel Unruhe stiften. Irgendwie ist mir diese zweite E-Mail nie zugegangen. Also versammelten sich die Kameras, alle warteten auf Gore – die Art von Presse, die man sich niemals kaufen könnte –, und stattdessen tauchten Lord Monckton, Joanne Nova und eine ganze Schar von Skeptikern auf. Die Beamten stürmten heraus und sahen aus, als wollten sie uns die Köpfe abreißen, aber die Medien interviewten uns bereits. Das Gleiche taten wir, als wir in Kopenhagen an Bord eines Greenpeace-Schiffs gingen, und erneut, als wir Studenten mit Transparenten schickten, um James Hansen an der Rice University zu empfangen. Unsere Studenten machen gerne Ärger. Die Leute sagen, wir würden die Jugend auf die schiefe Bahn bringen. Sie haben einfach Spaß.

Viertens – und das schätzte Alinsky besonders – ist Spott die mächtigste Waffe des Menschen. Es gibt keine Verteidigung dagegen. Wir filmen die Gegenseite dabei, wie sie unsinnige Dinge sagt. In Doha, Katar, überreichten wir UN-Delegierten eine gewöhnliche Staubmaske für Bauarbeiter und sagten ihnen, sie würde das von ihnen ausgeatmete CO₂ auffangen, und wir filmten Menschen, darunter auch einige vom IPCC, die sich bereit erklärten, sie zu tragen und sie ihrem Ehepartner und ihrem Hund aufzusetzen. Das war noch vor COVID, also nehme ich an, wir haben ihnen die Idee gegeben, und das tut mir leid. Der Meister der Spottkunst bei CFACT ist Marc Morano. Als ich ihn einstellte, sagte ich ihm, seine Aufgabe sei es – wie die des Hulk in den Avengers –, den Gegner zu vernichten, aber mit Humor. Lesen Sie climatedepot.com, wo er diese Woche Behauptungen verspottet, die Weltmeisterschaft sei gefährlich und die Erderwärmung würde Schlangen auf Sie hetzen.

Fünftens: Zwingen Sie den Gegner zur Heuchelei. Das ist ganz einfach, denn sie liefern Ihnen den Stoff selbst. Unser Film „Climate Hustle“ widmet diesem Thema einen ganzen Abschnitt. Barbra Streisand hält Vorträge zum Thema Klima und fliegt dann ihre beiden Hunde mit einem Privatjet über den Atlantik, damit sie sie bei einem Konzert begleiten können. Al Gore predigt ein klimaneutrales Leben, während sein Haus in einem Monat mehr Strom verbraucht als eine durchschnittliche amerikanische Familie in einem Jahr. Gore ist ein wahrer Goldgrube. Wir drehen auch unsere eigenen Enthüllungsvideos, in denen wir sie dabei filmen, wie sie auf ihren exklusiven Gipfeltreffen Champagner trinken und Lachs essen, während sie dem Rest von uns Opfer abverlangen.

9. Es war kein Zufall

Hier also meine Botschaft an Europa: Die skeptische Bewegung in Amerika ist kein Zufall und sie ist nicht willkürlich entstanden. Sie ist orchestriert und koordiniert und wurde über Jahrzehnte hinweg durch Veröffentlichungen, Zeugenaussagen, Bündnisarbeit, Medienpräsenz und Basisarbeit aufgebaut. Als sich das politische Klima schließlich wandelte, verfügte eine gut vorbereitete Bewegung über die Ideen, die Menschen und die Kraft, um zu handeln, und die Führung, die wir heute genießen, war eher der Höhepunkt dieser Arbeit als deren Ursache. Das lässt sich nicht eins zu eins auf eure eigenen Länder übertragen, da sich eure Verfassungen, Parteien, Medien und energetischen Gegebenheiten von unseren unterscheiden. Der Kern lässt sich jedoch übertragen. Baut die Institutionen noch vor der entscheidenden Wahl auf, rekrutiert glaubwürdige Wissenschaftler und erfahrene Mitarbeiter, koordiniert eure Aktivitäten rund um konkrete Gesetzesvorlagen und Klagen, und haltet die wissenschaftlichen Fakten präzise und die menschlichen Kosten deutlich vor Augen. Wenn ihr das tut, wird aus einer kleinen Bewegung eine ernstzunehmende. In Amerika gibt es eine riesige rechte Verschwörung zum Thema Klima, und ihr seht gerade eines ihrer Mitglieder vor euch. Vielen Dank.

Finanzierung
Für die Erstellung dieses Konferenzbeitrags wurden keine externen Fördermittel in Anspruch genommen.Dieser Beitrag basiert auf meinem Vortrag auf der 17. Internationalen EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17).

Hier das Video von Craig Rucker aus Halle (Übersetzung mit dem Rädchen rechts unten/Untertitel)

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