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Aktualisiert: vor 1 Stunde 37 Sekunden

Nein, BBC, Katastrophenschäden lassen sich nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen

19. April 2026 - 18:00

Anthony Watts
Die Darstellung von Modellberechnungen in Billionenhöhe als feststehende wirtschaftliche Tatsache ist schlechter Journalismus, und die BBC sollte sich schämen, solch leicht widerlegbaren Unsinn als Tatsache zu präsentieren. Das ist hier die wahre Katastrophe.

In der jüngsten Veröffentlichung „The US is now paying more than any other country for climate change damage, study suggests“ (Die USA zahlen laut einer Studie mittlerweile mehr als jedes andere Land für Klimaschäden) in der Rubrik „Science Focus“ der British Broadcasting Corporation (BBC) wird behauptet, dass die Vereinigten Staaten „mittlerweile mehr als jedes andere Land für Klimaschäden zahlen“, und beruft sich dabei auf eine Studie, welche die Verluste der USA seit 1990 auf 16,2 Billionen Dollar schätzt. Dies ist eine erfundene Lüge. Jahrzehntelange, von Fachkollegen begutachtete Forschung zu Katastrophenschäden zeigt keinen nachweisbaren langfristigen Trend bei normalisierten wetterbedingten Schäden, die auf einen vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sind, und die BBC verwechselt fälschlicherweise Wetter mit Klima.

Die BBC stützte ihren Bericht auf eine Studie von Forschern der Stanford University, die schreiben: „Der Klimawandel verursacht weltweit messbare Schäden.“ Sie räumen ein, dass keine Forschungsergebnisse Verluste und Schäden durch Extremwetterereignisse mit dem Klimawandel in Verbindung bringen; eine Wissenslücke, die sie zu schließen versuchen, indem sie politisch motivierte, fehlerhafte Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff auf ökonometrische Modelle anwenden, welche in Simulationen die Kohlendioxidemissionen mit der gesamtwirtschaftlichen Leistung verknüpfen und dabei untersuchen, wie hoch die Wirtschaftsleistung gewesen wäre, wenn sich die Erde nicht leicht erwärmt hätte.

Die aus dem Modell abgeleiteten BIP-Schätzungen der Studie stellen nicht dokumentierte oder beobachtete Schäden dar, wie der BBC-Bericht suggeriert. Es besteht ein entscheidender Unterschied zwischen ökonometrischer Modellierung und realen Schadensdaten.

Dr. Roger Pielke Jr. untersuchte in seiner umfassenden Übersicht „Climate Change and Disaster Losses“ aus dem Jahr 2023 die begutachtete Literatur zur Normalisierung und stellte überwiegend fest, dass der Anstieg der gemeldeten Katastrophenschäden durch erhöhte Gefährdung, Wohlstand und Entwicklung erklärt wird – nicht durch den Klimawandel.

Das ist keine Randthese, sondern reflektiert die vorherrschende Schlussfolgerung in der bestehenden wissenschaftlichen Literatur.

Normalisierung

Wie Pielke im Abstract seiner Arbeit aus dem Jahr 2020 erläutert, muss man klimatische Veränderungen von gesellschaftlichen Veränderungen unterscheiden, um Katastrophenschäden zu verstehen. Wenn die Schäden unter Berücksichtigung von Inflation, Bevölkerungswachstum und ausgebauter Infrastruktur „normalisiert“ werden, verschwinden die Aufwärtstrends weitgehend. Seine Übersicht untersuchte 54 zwischen 1998 und 2020 veröffentlichte Normalisierungsstudien und fand „kaum Belege für die Behauptung, dass irgendein Teil des auf Klimaskalen dokumentierten Gesamtanstiegs der globalen wirtschaftlichen Schäden auf vom Menschen verursachte Klimaveränderungen zurückzuführen ist“.

Ebenfalls in seiner Veröffentlichung fasst Pielke die Schlussfolgerung des Fünften Sachstandsberichts (AR5) des IPCC zusammen, wonach „die Entwicklung der Schäden nicht eindeutig auf den anthropogenen Klimawandel zurückgeführt werden kann“. Allein diese Aussage steht in direktem Widerspruch zur Darstellung der BBC.

Die von Pielke in seiner Übersicht von 2023 veröffentlichten visuellen Tabellen, insbesondere die zusammenfassende Normalisierungstabelle (siehe unten) zeigen, dass bei Hurrikanen, Überschwemmungen, außertropischen Stürmen, Tornados und Waldbränden die Mehrheit der begutachteten Studien keine Trends bei den normalisierten Verlusten feststellt und diese nicht auf Treibhausgasemissionen zurückführt.

Mehr Eigentumswerte

Tatsächlich identifiziert Pielke in seiner bis 2023 aktualisierten Studie weltweit 62 relevante Normalisierungsstudien, von denen 61 keine Aussagen zur Ursachenzuordnung treffen. Die Normalisierung ist unerlässlich, weil die wirtschaftlichen Verluste zunehmen, je wohlhabender Gesellschaften werden. Ein Hurrikan, der heute Florida erreicht, trifft weitaus mehr Sachwerte als einer, der die gleiche Küste im Jahr 1950 oder früher heimgesucht hätte. Das bedeutet nicht, dass der Sturm stärker ist. Es bedeutet, dass der Schaden größer ist, weil mehr Menschen die Küstengebiete besiedelt haben und dort im Vergleich zu früheren Jahrzehnten mehr Immobilien-Infrastruktur vorhanden ist. Floridas Bevölkerung betrug 1950 knapp über 2,7 Millionen, überstieg jedoch bis 2024 die 23-Millionen-Marke. Die Zahl der Häuser in Florida ist von rund 600.000 im Jahr 1950 auf heute über 10 Millionen gestiegen, was zu einer viel höheren Dichte an Vermögenswerten in hochrisikobehafteten Küstengebieten geführt hat.

In einem Substack-Beitrag aus dem Jahr 2022 zeigte Pielke, wie sehr sich Miami Beach in knapp 100 Jahren verändert hat und wie viel mehr Infrastruktur heute vorhanden ist:

Pielke veröffentlichte 2024 einen zweiten begutachteten Artikel in der Fachzeitschrift „Nature“ und fügte die nachstehende Grafik bei:

Dieser Abwärtstrend ist eine unumstößliche wissenschaftliche Tatsache, die der Position der BBC widerspricht.

Die Behauptung des BBC-Artikels bezüglich der Billionen-Dollar-Verluste stützt sich auf kontrafaktische BIP-Modellierungen und nicht auf normalisierte Daten zu Katastrophenschäden. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Temperatur und BIP extrapoliert und anschließend die finanzielle Haftung auf die einzelnen Länder verteilt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Temperaturabweichungen die Wirtschaftsleistung direkt und messbar beeinträchtigen, wobei sich dieser Effekt über Jahrzehnte hinweg verstärkt. Er isoliert nicht die tatsächlichen Katastrophenschäden, sondern modelliert hypothetische Wirtschaftswelten.

Verschwinden

Im Gegensatz dazu untersuchen Normalisierungsstudien reale Daten zu Katastrophenschäden, die um das gesellschaftliche Wachstum bereinigt wurden. Wenn man dies tut, verschwinden langfristige Trends weitgehend.

Pielke stellt ausdrücklich klar, dass das Fehlen von Nachweisen oder Zuordnungen bei Katastrophenschäden den Klimawandel nicht leugnet. Es reflektiert lediglich, was die empirische Literatur zeigt. Es gibt in den normalisierten Katastrophenschäden kein statistisch robustes Signal, das auf Treibhausgasemissionen zurückgeführt werden könnte.

Dies steht in vollem Einklang mit dem Sechsten Sachstandsbericht (AR6) des IPCC, der weiterhin große Unsicherheiten bei der Verknüpfung von aggregierten wirtschaftlichen Verlusten mit dem anthropogenen Klimawandel einräumt.

Die beobachteten normalisierten Katastrophenschäden stützen nicht die Behauptung, dass die Vereinigten Staaten aufgrund des Klimawandels in einzigartiger Weise „mehr als jedes andere Land zahlen“. Der Anstieg der wirtschaftlichen Verluste im Laufe der Zeit lässt sich überwiegend durch das Wachstum des Wohlstands und der Gefährdung erklären.

Betrachtet man die begutachteten Normalisierungsstudien in ihrer Gesamtheit, wird das Muster deutlich. Es gibt keinen nachweisbaren, auf Treibhausgasemissionen zurückzuführenden Aufwärtstrend bzgl. Katastrophenschäden.

Tatsächlich ist das BIP der USA in der jüngsten Phase der leichten globalen Erwärmung erheblich gestiegen. Das Gegenteil müsste der Fall sein, wenn der Klimawandel wirtschaftliche Verluste in Höhe von mehreren Billionen Dollar verursachen würde. Tatsächlich kann die Studie kein einziges extremes Wetterereignis explizit mit menschlichen Emissionen oder den entstandenen Verlusten in Verbindung bringen. Die Verluste sind alle in Computersimulationen enthalten und finden in der realen Welt keine Bestätigung.

Modellberechnungen in Billionenhöhe als gesicherte wirtschaftliche Tatsache zu präsentieren, ist schlechter Journalismus, und die BBC sollte sich schämen, solch leicht widerlegbaren Unsinn als Tatsache zu präsentieren. Das ist die wahre Katastrophe in diesem Fall.

This article was published first on climaterealism.com on 10 April 2026.

Anthony Watts

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://clintel.org/no-bbc-disaster-losses-cant-be-tied-to-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Energie im Untergrund – Niederlande und Deutschland

19. April 2026 - 14:00

Dieser Beitrag über die Rohstoffe im Boden von Holland, hat mich angeregt, auch kurz etwas zu den Rohstoffen im Boden von Deutschland zu recherchieren. Siehe Ergänzung – der Übersetzer

Rob, klimaatgek.nl, 27.03.2026

Heute Morgen wurde ich in der Bäckerei mit der aktuellen Energieknappheit in unserem Land konfrontiert: Mein Lieblingsbrot war 25 Cent teurer geworden. Mein Energieversorger nannte mir einen Gaspreis von 1,40 Euro für heute, inklusive aller Steuern und Abgaben. Der Grundpreis für Gas pro Kubikmeter liegt heute ohne Mehrwertsteuer deutlich über 50 Cent; Steuern (Energiesteuer 73 Cent) plus Mehrwertsteuer (fast 11 Cent) kosteten mich daher heute 84 Cent pro Kubikmeter Gas.

Es ist bekannt, dass das Groninger Gasfeld, einst eines der größten Gasfelder der Welt, von Politikern stillgelegt wurde. Von den ursprünglichen Reserven von 2.800–2.900 Milliarden m³ Gas befinden sich noch etwa 450–550 Milliarden m³ im Boden. Darüber hinaus lagern noch etwa 90–100 Milliarden m³ Gas in zahlreichen kleineren Gasfeldern an Land, vorwiegend unter der Nordsee.


Abb. 1 Quelle: NLOG

Abbildung 1 ist eine Übersichtskarte des niederländischen geologischen Portals (NLOG). Über den Link unterhalb der Abbildung gelangen Sie zur interaktiven Karte. Wählen Sie dort „Felder“ aus.


Abb. 2 Quelle: NLOG

Abbildung 2 zeigt die detaillierte Gasfeldkarte der nordöstlichen Niederlande. Das riesige Groninger Feld ist hellgrau mit einem hellgrünen Rand dargestellt. Darüber hinaus ist das gesamte Gebiet mit kleineren Gasfeldern übersät, die fast alle in Produktion sind. Das Gasfeld Eleveld südlich von Assen ist mit einem roten X markiert; dort ereignete sich am 14. März ein leichtes Erdbeben. Das Erdgasfeld war zwar bereits einige Monate zuvor stillgelegt worden (hellgrün), doch können Erdbeben auch nach der Stilllegung noch geraume Zeit auftreten.

Auffällig sind auch die zahlreichen Gasfelder im Osten von Ameland. Südlich von Zoutkamp und Roden befinden sich zudem zwei unterirdische Gasspeicher (blau). Ein dritter Speicher liegt in der Nähe von Alkmaar in Nordholland. Es handelt sich dabei um erschöpfte Gasfelder, die im Sommer mit importiertem Erdgas aufgefüllt werden.


Abb. 3

Unser Erdgas entstand bei der Inkohlung tiefer liegender Kohleflöze, die sich im Untergrund fast der gesamten Niederlande befinden. Der schematische Querschnitt in Abbildung 3 zeigt, dass die Kohleflöze aus dem Karbon (vor 300 Millionen Jahren) in Südlimburg nahe der Oberfläche liegen und nach Norden hin immer tiefer reichen. Unter Groningen befinden sie sich in einer Tiefe von etwa 5 km.

Erdgas entsteht durch die Verkohlung von Gestein aufgrund steigenden Drucks und steigender Temperatur und entweicht normalerweise an der Erdoberfläche in die Atmosphäre. Es kann nur dann eingeschlossen werden, wenn sich darüber eine undurchlässige Gesteinsschicht (Salz) befindet. Dies ist unter Groningen in etwa 3 km Tiefe in einer Sandsteinformation namens Rotliegendes der Fall. Das Profil zeigt auch deutlich, warum in den südlichen Niederlanden kein Erdgas vorkommt. Es wird nun auch verständlich, warum man in der Nordsee tiefer bohren muss, um an Erdgas zu gelangen.


Abb. 4 Quelle: NLOG

Der detaillierte Querschnitt des Groninger Untergrunds (Abbildung 4) zeigt, dass die Salzablagerung (Alter ca. 260 Millionen Jahre) in ihrer Mächtigkeit stark variiert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich (Gesteins-)Salz unter Druck verformt. Dabei bilden sich Salzsäulen, die teilweise über 1 km hoch sind und das darüber liegende Gestein verdrängen. Durch den Druck von unten entstehen in den darüber liegenden Gesteinen Brüche (die dünnen schwarzen Linien).

Wir benötigen (bezahlbares) Erdgas, um unseren Lebensstandard zu halten. Mit ausschließlich „fossilen“ Energiequellen wie Windkraft und Solaranlagen ist dies völlig unmöglich. Schon allein deshalb, weil jedes aus Wind und Sonne erzeugte Kilowatt eine hundertprozentige Reserve benötigt, wenn die Sonne nicht scheint (was die Hälfte des Jahres der Fall ist) oder der Wind nicht ausreicht (was häufig vorkommt). Hinzu kommt, dass Wind- und Solarenergie sehr teuer sind! Ohne Subventionen werden keine weiteren Windparks in der Nordsee gebaut, und erst recht nicht, wenn die Regierung (sprich: der Steuerzahler) keine Kabelverbindungen zum Festland garantiert.


Abb. 5 Quelle: Lomborg

Die Grafik in Abbildung 5 zeigt deutlich: Je höher der Anteil von Solar- und Windenergie an der Stromerzeugung ist, desto höher ist der Strompreis. Billiger Strom aus Solar- und Windenergie existiert nicht. Und mit „sauberer Produktion“ hat er wenig zu tun. Wie vielfach nachgewiesen wurde, belastet er die Umwelt massiv. Zudem gefährdet ein hoher Anteil von Solar- und Windenergie die Stabilität des Stromnetzes, wie wir kürzlich in Spanien gesehen haben. Kurz gesagt: Wind- und Solarenergie als Stromerzeuger sind extrem teuer, umweltschädlich und unerschwinglich.

Das erklärte Ziel der Energiewende in der EU ist, dass bis zum Jahr 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet werden. Alles soll elektrifiziert werden. Diese Daten von Statistics Netherlands zeigen jedoch, dass dies völlig unrealistisch ist:

Die Energiemenge, die in den Niederlanden primär für den Verbrauch zur Verfügung steht  Gesamtprimär-energieversorgung PJ Anteil Gesamte Energieträger 2.629,6 100 % Kohle und Kohleprodukte 172,3 6,5 % Erdölböden – und -produkte, fossile 1.042,5 39,6 % Erdgas 941,4 35,8 % Erneuerbare Energie 409,7 15,6 % Strom -15,2 -0,6% Wärme % Wasserstoff 0,7 0,0% Sonstige Energieträger insgesamt 78,3 3,0 %

Abb. 6 Quelle: CBS  [Ein Petajoule sind 1015 Joule (1 Million Milliarden) oder 278 Gigawattstunden.]

Abbildung 6 stellt das Energieangebot die im Land im Jahr 2024 zur Verfügung stehende Energiemenge für Umwandlung oder Verbrauch dar. Importe, Exporte und Bunkerungen sind, wie aus der ursprünglichen Tabelle des Zentralen Statistikamtes (CBS) hervorgeht, bereits in den Bruttozahlen berücksichtigt. Das geringfügig negative Angebot unter „Strom“ bezieht sich auf die Strombilanz zwischen Exporten und Importen im Jahr 2024. Die Kategorie „Sonstige Energieträger gesamt“ umfasst hauptsächlich die Stromerzeugung unseres einzigen Kernkraftwerks in Borssele.

Die unteren Zeilen der Tabelle zeigen, wo wir nach so vielen Jahren des Übergangs in den Niederlanden gelandet sind: 82 % fossile Energien und 15,6 % erneuerbare Energien ; die Elektrifizierung scheint langsam zum Stillstand zu kommen.


Abb. 7 Quelle: Blomborg

Auf globaler Ebene ist der Anteil von Solar- und Windenergie am gesamten Energiepaket sogar noch geringer als in den Niederlanden, wie Abbildung 7 zeigt.

Die aktuelle Energiekrise zwingt uns, den Tatsachen ins Auge zu sehen: Ohne bezahlbare Energie wird der Motor des Wohlstands unweigerlich zum Erliegen kommen . Fast die ganze Welt ist sich dessen bewusst, mit Ausnahme der EU, Australiens und einiger weniger anderer Länder. In Europa sind die ersten Folgen dieser aussichtslosen Energiewende bereits sichtbar: die Deindustrialisierung. Industrien wandern in Gebiete mit günstiger Energie ab, zunächst in Billiglohnländer innerhalb der EU und später in Länder außerhalb der EU. Die Folge: Zehntausende verlorene Arbeitsplätze und zunehmende Armut.

Die Niederlande können sich retten, indem sie nicht länger an dem von der EU aufgezwungenen, sinnlosen Elektrifizierungswettlauf teilnehmen. Wir müssen eine ausreichende und bezahlbare Energieversorgung in allen Formen sicherstellen. Meiner Ansicht nach bedeutet das die Reaktivierung des Groninger Erdgasfelds, selbstverständlich verbunden mit einer angemessenen Entschädigung für die Anwohner, die durch den Bergbau geschädigt wurden. Und besondere Aufmerksamkeit bedarf es der wenigen hundert kleineren Erdgasfelder. Nicht zu vergessen ist auch der zügige Bau weiterer Kernkraftwerke sowie der Weiterbetrieb unserer hochmodernen Kohlekraftwerke.

Und schließlich: Unter fast den gesamten Niederlanden lagern gigantische Kohlevorkommen im Untergrund. Die geologische Gesamtmenge wird auf rund 1 Billion Tonnen geschätzt! Ein Teil davon wird technisch schwer zu fördern sein, doch es schlummert ein enormes Energiepotenzial, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Ein Teil davon lässt sich möglicherweise kostengünstig erschließen, beispielsweise durch Untertagevergasung oder andere moderne Verfahren. Aber auch die traditionelle Methode, der Schachtbau, ist natürlich möglich. In Flandern wird ernsthaft geprüft, ob einige kürzlich stillgelegte Bergwerke durch neue Schächte wiedereröffnet werden könnten. In den Niederlanden ist der Schachtbau in Südlimburg sowie am Peelhorst und im Meinweg-Gebiet denkbar. Warum also nicht?

https://klimaatgek.nl/wordpress/2026/03/27/energie-in-de-nederlandse-ondergrond/

Ergänzung

ROHSTOFFLAND DEUTSCHLAND

Deutschland verfügt über bedeutende Ressourcen an. Energierohstoffen wie Braun- und Steinkohle sowie an nichtenergetischen Rohstoffen

https://v-r-b.de/wp-content/uploads/2016/09/VRB-ImageBroschuere_A4_20160919_WEB.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/118_2023_texte_die_nutzung_natuerlicher_ressourcen_in_deutschland.pdf

Erdgas, Erdöl, Kohle und Uran

Welche Rohstoffe hat Deutschland?

Um seinen Energiebedarf zu decken, ist Deutschland aktuell auf Öl und Gas aus dem Ausland angewiesen. Doch welche Bodenschätze lagern eigentlich noch in Deutschland? Und zu welchem Preis könnte man die Rohstoffe abbauen?

11.11.2022

Braunkohlevorkommen:

Die bekannten und wirtschaftlich förderbaren Braunkohlevorkommen in Deutschland könnten theoretisch noch für etwa 200 Jahre reichen.

Deutsche Steinkohle zählt nicht zur Reserve Auch aus Steinkohle wird in Deutschland noch Strom produziert – doch die Kohle dafür wird inzwischen vollständig importiert. 2018 wurden die letzten deutschen Steinkohle-Bergwerke stillgelegt. Der Abbau in Deutschland konnte wirtschaftlich schon lange nicht mehr mit den Weltmarktpreisen konkurrieren, denn die deutsche Steinkohle liegt in über 1.000 Metern Tiefe. Hierzulande gelten außerdem hohe Sozial-, Sicherheits- und Arbeitsstandards. Deshalb ist es billiger, sie per Schiff um die halbe Welt zu schicken, als sie von der Zeche nebenan zu holen. Die deutsche Steinkohle zählt daher nicht mehr zur Reserve. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe schätzt, dass noch 83.000 Millionen Tonnen Steinkohle in Deutschland im Boden liegen. Mit so viel Steinkohle ließen sich theoretisch 680.000 Terawattstunden Strom erzeugen. Das würde den aktuellen Strombedarf für über 1.000 Jahre abdecken.

https://www.deutschlandfunk.de/gas-fracking-oel-kohle-uran-bodenschaetze-deutschland-energie-100.html

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Höhlenfunde zeigen, dass das heutige Wüstenklima vor nicht allzu langer Zeit weitaus wärmer und feuchter war und es von Leben wimmelte

19. April 2026 - 12:00

Kenneth Richard

Fuerteventura, eine der acht größten Kanarischen Inseln, war während des frühen bis mittleren Holozäns nicht die „Wüste im Ozean“, die sie heute ist.

Wissenschaftler (Sánchez-Marco et al., 2026) haben in einer Höhle auf Fuerteventura, der trockensten der Kanarischen Inseln, Überreste mehrerer Vogelarten geborgen, von denen bekannt ist, dass sie an den Rändern von Gewässern (z. B. Lagunen, Seen, Flüssen) mit Ufervegetation und dichten Wäldern leben. Die Knochen stammen aus einer Zeit vor etwa 9000 bis 5000 Jahren.

Diese Entdeckung zeigt „unerwarteterweise“, dass das Klima im Holozän deutlich wärmer war als heute (um etwa „3 bis 7 °C“). Vor einigen tausend Jahren war es zudem auch „deutlich feuchter als heute“, sodass Regionen, die heute trocken und weitgehend unbewohnbar sind, vor nicht allzu langer Zeit eine weitaus größere Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten beherbergen konnten.

Die kühlere Landschaft auf Fuerteventura ist heute von Sanddünen bedeckt und gilt als trockene Wüste, fällt doch dort jährlich nur 100–150 mm Niederschlag. Die Insel bietet keinen Lebensraum mehr für Wasservögel oder andere Arten, die auf hohe jährliche Niederschlagsmengen angewiesen sind.

„Jüngste Eiskernanalysen aus Nordgrönland zeigen, dass die höchsten Temperaturen des Holozäns zwischen 10 und 7 ka BP auftraten und 3 bis 7 °C über den heutigen Werten lagen. Dies lässt darauf schließen, dass die hier untersuchten Tiere unter wärmeren Bedingungen starben als den heute vorherrschenden.“

„Es scheint wahrscheinlich, dass sich in der Nähe der Höhle eine Lagune oder ein Teich befand, um den sich ausgedehnte Ufervegetation entwickelte. Ebenso befanden sich wahrscheinlich auch bewaldete Gebiete mit Unterholz in der Nähe der Höhle, in denen sogar Wendehälse vorkamen. Die ornithologischen Funde aus der Cueva del Llano deuten darauf hin, dass das vorherrschende Klima auf den Kanarischen Inseln in den frühen Phasen des Holozäns wesentlich feuchter war als heute. Auf Fuerteventura gab es Gewässer mit Ufervegetation und mehr oder weniger dichte Waldgebiete mit strauchartigem Unterholz. Höhere globale Temperaturen als heute könnten zu Veränderungen in den jährlichen Verschiebungen des Azorenhochs geführt und ein intensiveres Niederschlagsregime begünstigt haben, was den Erhalt vielfältigerer Lebensräume und folglich eine deutlich vielfältigere Vogelwelt als heute förderte. Die mit diesen Lebensräumen verbundenen Vogelarten sind wahrscheinlich mit den Klimaveränderungen verschwunden, die zu deutlich trockeneren und kälteren Bedingungen führten.“

Quelle: Sánchez-Marco et al., 2026   Zum Vergrößern anklicken

Link: https://notrickszone.com/2026/04/13/cave-discovery-reveals-todays-desert-climates-were-recently-far-warmer-wetter-teeming-with-life/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kältereport Nr. 16 /2026

19. April 2026 - 9:34

Meldungen vom 13. April 2026:

Blizzards in den Hochlagen von Schottland

Kalte Luft ist wieder nach Europa vorgedrungen und hat in höheren Lagen – darunter auch in Schottland – für Neuschnee gesorgt.

Am Cairngorm Mountain fiel das ganze Wochenende über Neuschnee, wobei das Skigebiet weiterhin in Betrieb ist.

Etwa 100 km westlich davon meldete das Glencoe Mountain Resort am Sonntagmorgen Schneesturmbedingungen. Starke Winde schränken den Betrieb ein, doch in den höheren Lagen ist die Schneedecke sehr hoch.*

Beide Skigebiete bleiben für Skifahrer geöffnet.

Trotz aller Klagen des britischen Establishments wird die Schneedecke in Schottland als die beste seit fast einem Jahrzehnt beschrieben, und es soll noch mehr Schnee kommen.

Ähnlich hat sich auf dem Kontinent ein weiterer extremer „Schwung“ vollzogen, am deutlichsten sichtbar am Col de Couraduque (1.366 m) in den Pyrenäen:

*Einschub des Übersetzers dazu: Das Wesentliche dieses Vorgangs hat Cap Allon gar nicht erwähnt. Schnee in den schottischen Bergen ist nun wirklich nichts Besonderes – sofern die Kaltluft arktischen Ursprungs direkt von Norden einströmt. Der Weg über das eisfreie Nordmeer ist nämlich ziemlich kurz.

Das war hier jedoch nicht der Fall! Diese Schnee bringende Kaltluft kam nicht von Norden, sondern von Westen aus dem kanadischen Kältepol. Trotz des langen Weges über den warmen Atlantik hat sich diese Luftmasse nicht so stark erwärmt, dass die Schneefallgrenze die sonst übliche Höhe erreicht hat. Dafür gibt es zwei Ursachen: entweder ist die überströmte Meeresfläche außerordentlich kalt (davon zeigen die entsprechenden Graphiken jedoch nichts) oder die Temperatur zum Startzeitpunkt der Advektion aus dem kanadischen Kältepol war so außerordentlich niedrig, dass es anderer zusätzlicher Wärme bedurft hätte, diese Luftmasse aufzuheizen. Betrachtet man die vergangenen Kältereports, ist es ziemlich eindeutig, dass Letzteres der Fall sein dürfte. – Ende Einschub

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Nordindien: Die kälteste April-Nacht in Shimla seit 47 Jahren

In Shimla, einer Bergstadt im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh, sank die Temperatur auf 3,6 °C – es war die kälteste Aprilnacht seit 1979 (als 3,4 °C gemessen wurden).

Auch die Tagestemperaturen brachen ein. Die Stadt erreichte nur 11,4 °C, den niedrigsten Tageswert im April seit zehn Jahren.

Und das war kein Einzelfall.

In ganz Himachal Pradesh sind die Tagestemperaturen in den letzten Tagen stark gesunken. Auslöser sind anhaltende westliche Lagen, die wiederholt Regen und für diese Jahreszeit ungewöhnliche Schneefälle in den höheren Lagen mit sich bringen.

Ähnliche Anzeichen für ungewöhnliche Kälte in der späten Saison sind in den letzten Jahren in ganz Nordindien zu beobachten. Kälteeinbrüche im April, die mit westlichen Lagen zusammenhängen, haben die Temperaturen wiederholt deutlich unter die saisonalen Durchschnittswerte gedrückt, was zu Ernteausfällen geführt und den Übergang zum Frühling verzögert hat.

Der Frühling kommt nicht reibungslos voran.

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USA: Der extrem kalte März in Alaska

Der März 2026 war in ganz Alaska von Kälte geprägt. Laut ERA5 lagen 96 % des Bundesstaates unter dem Referenzwert. Auf Bundesstaatsebene stuft NOAA/NCEI diesen Monat als den viertkältesten seit 1925 ein.

Regional war die Kälte weit verbreitet und extrem. Rund 20 % von Alaska verzeichneten den kältesten März seit Beginn der ERA5-Aufzeichnungen (1950), wobei nur im Jahr 2007 ein größerer Teil des Bundesstaates von „extremer Kälte“ betroffen war.

Insgesamt verzeichneten sechs Klimaregionen ihren kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen. Elf von dreizehn landeten unter den fünf kältesten. Auf lokaler Ebene verzeichneten mehrere Landkreise und Gemeinden ihren kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1925, darunter Anchorage, Juneau, Yakutat, Haines und Kodiak. Fairbanks erreichte seinen kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Schnee hielt mit der Kälte Schritt.

Im Südosten Alaskas wurden extreme Gesamtmengen verzeichnet. Der Flughafen Juneau verzeichnete im Monatsverlauf 190 cm, was einen neuen Rekord um etwa 30 cm bedeutete. Die saisonale Schneemenge stieg über5 m, ebenfalls ein Rekord.

Die höchste monatliche Gesamtmenge erreichte 320 cm in Snettisham in der Nähe von Juneau.

Starker Schneefall erstreckte sich über die gesamte Region. Craig verzeichnete 109 cm, Ketchikan (10N) 90 cm und Sitka 80 cm. Dies sind die höchsten monatlichen Gesamtmengen seit einem Jahrzehnt oder mehr für diese Orte.

Ein überdurchschnittliches Schneewasseräquivalent bedeckte einen Großteil des östlichen Landesinneren bis hin zum Yukon und Teile des North Slope. Auch Anchorage schloss den März überdurchschnittlich ab.

Meereis verstärkte das Kältephänomen.

Im östlichen Beringmeer war eine ausgedehnte Eisbedeckung zu beobachten. Das Eis erreichte St. Paul Island am 4. März und umgab die Insel für den Rest des Monats. Am 12. März erreichte es St. George Island und hielt sich bis zum Monatsende in der Nähe der Insel.

Die Ausdehnung im östlichen Beringmeer war vergleichbar mit den Jahren mit hoher Eisbedeckung zwischen 2008 und 2012 und lag nahe an den Werten von 1976.

März 2026: weit verbreitete Rekordkälte und starke Schneefälle vor allem im Südosten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-hit-scotlands-peaks-shimlas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 14. April 2026:

USA: Spät-saisonaler Schneesturm in der Sierra Nevada

Ein Sturm Mitte April hat in der Sierra Nevada für eine drastische Wende gesorgt.

In Palisades Tahoe fielen innerhalb von 24 Stunden 56 cm Schnee, wodurch die Gesamtmenge innerhalb von drei Tagen auf 109 cm stieg. Die Schneefallgrenze sank auf etwa 1.200 m.

Ein zweiter schwerer Sturm traf weiter südlich ein.

In der Nähe von Mammoth Lakes fiel am Wochenende über 1 m Schnee, davon allein 108 cm zwischen Freitag und Sonntag. Aufgrund der Schneesturmbedingungen musste die Interstate 80 durch die Sierra gesperrt werden.

Die Wetterumschwung ist kein Einzelfall. Im gesamten pazifischen Nordwesten ist bis zum 16. April ein neuer Sturmzyklus im Gange. Prognosen sagen weitere 25–50 cm für höhere Lagen voraus.

Wichtige Skigebiete wie Mount Baker und Crystal Mountain werden davon profitieren, da kältere Luft Mitte der Woche die Schneefallgrenze senkt. Der frühe Schneefall wird dicht sein und sich mit sinkenden Temperaturen und steigendem Schneeverhältnis verbessern.

Der Wind bleibt der wichtigste einschränkende Faktor, insbesondere in den Cascades in Oregon, wo in der Anfangsphase Windböen bis 110 km/h erwartet werden.

Nach einem schwachen Winter hat ein später Wintereinbruch Kälte und Schneefall im Westen der USA zurückgebracht.

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Frankreich: Weiterhin Frühjahrs-Frost

Kalte Luft hält bis Mitte April weiterhin über weiten Teilen Europas Ein.

Am Morgen des 14. April wurde in Frankreich erneut Frost verzeichnet, vom Südwesten bis in den Norden. Die Temperaturen fielen in Mourmelon-le-Grand auf -3,4 °C und in Chaumont auf -2,2 °C.

Die Frostgefahr lässt in dieser Gegend nicht nach.

Stattdessen hält der nächtliche Frost unter klarem Himmel und unter dem Einfluss polarer Luft an – ein anhaltendes Kaltwetterphänomen, das Westeuropa erfasst hat, wo der Frühling ins Stocken geraten ist.

Für die Landwirte hat die wiederholte Frostgefahr dazu geführt, dass sie Frostkerzen angezündet haben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-season-surge-hits-sierra-spring?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 15. April 2026:

USA: Kaltluftvorstoß im Nordosten droht

An diesem Wochenende zieht eine kräftige Kaltfront über den mittleren und östlichen Teil der Vereinigten Staaten hinweg, wodurch die derzeitige Wärme ein Ende findet und die Temperaturen wieder deutlich unter den Durchschnitt sinken.

Der Auslöser liegt weiter nördlich. Eine Troglage, die mit dem anhaltenden Polarwirbel über der Hudson Bay verbunden ist – der für Mitte April immer noch ungewöhnlich stark ist –, lässt kältere Luft nach Süden strömen, während sich der Hochdruckkeil östlich davon auflöst.

Dies wird auch kein Einzelfall bleiben.

Die neuesten Modellläufe zeigen ein sich wiederholendes Muster: Über dem Osten baut sich ein Hoch auf, das dann zusammenbricht, wenn sich eine neue Tiefdruckrinne festsetzt. Jeder Zusammenbruch ebnet den Weg für einen weiteren Kälteeinbruch aus Süden.

Der Jetstream mäandriert stark und verläuft nicht zonal. Das sorgt für starke Schwankungen.

Stürme ziehen während jedes Übergangs entlang der Grenze, gefolgt von kälterer Luft. Die nördlichen Gebiete sind dem höchsten Risiko für Spätfrost ausgesetzt.

Das Kältereservoir über dem arktischen Kanada bleibt intakt.

Weiter südlich bleibt das Muster bestehen: Wärmeeinschübe. Dann kehrt die Kälte zurück.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-front-to-slam-eastern-us-antarctic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung volm 16. April 2026:

Kanada: Immer noch Schneezuwachs in den Rocky Mountains

Das Skigebiet Marmot Basin in den kanadischen Rocky Mountains in Alberta ist Mitte April noch immer in Hochform.

In den letzten 48 Stunden fielen dort 22 cm Schnee, die Schneedecke beträgt 153 cm, und alle Pisten bleiben bis in den Mai hinein geöffnet.

In den höheren Lagen verharren die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (bei etwa -6 °C bis -9 °C), wobei es die ganze Woche über weiterhin zu leichtem Schneefall und tagsüber nur zu einer sehr begrenzten Schneeschmelze kommt.

In der näheren Umgebung ist das Bild in den kanadischen Rocky Mountains einheitlich. Skigebiete im Westen Kanadas melden Neuschnee im April, wobei sich nach einer kurzen Warmphase wieder kältere Luft durchsetzt.

Dies entspricht dem allgemeinen Muster der Spätsaison.

In der gesamten nördlichen Hemisphäre liegt für diese Jahreszeit weiterhin überdurchschnittlich viel Schnee. Die neuesten FMI-Daten (14. April, siehe Grafik unten) zeigen, dass die Schneemasse über dem Normalwert liegt, sogar mehr als eine Standardabweichung darüber.

Trotz der spürbaren Schwierigkeiten im Westen der Vereinigten Staaten hält die Hemisphäre insgesamt ihre Schneedecke gut aufrecht und verliert sie nicht rapide, wie die Schlagzeilen vermuten lassen könnten. Die Rocky Mountains sind nur ein sichtbarer Teil davon.

Kurz gesagt: Der Westen bekommt noch einen späten Schub.

Ein Sturm hat kürzlich 1 m Neuschnee in die Sierra Nevada gebracht, wodurch Mammoth Mountain seine Saison bis Ende Mai verlängern kann. Geringere Schneemengen haben sich auch auf Teile des westlichen Landesinneren ausgebreitet, einschließlich der Rocky Mountains.

Kein vollständiger Aufschwung, aber sicherlich ein willkommener Schub zum Saisonende.

Link: https://electroverse.substack.com/p/canadian-rockies-still-reloading?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. April 2026:

Nordindien: Schnee in Kaschmir blockiert wichtige Verkehrswege

Starke Schneefälle im April beeinträchtigen weiterhin den Verkehr in den höheren Lagen von Jammu und Kaschmir, wobei mehrere wichtige Strecken derzeit gesperrt sind.

Die Achse Sonamarg–Minamarg und der Razdan Top bleiben am Freitag aufgrund anhaltender Neuschneefälle gesperrt. Mindestens bis Sonntag wird mit weiteren Schneefällen gerechnet.

Berichte vom 17. April bestätigen anhaltende starke Schneefälle am Razdan Top.

Weiter südlich fällt auch am Sinthan Top und entlang der Mughal Road Schnee.

Die Behörden raten von Reisen auf den betroffenen Strecken bis mindestens Dienstag ab, weil man hofft, dass sich die Lage dann allmählich stabilisieren könnte.

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Japan: Schnee-Korridore

Die Tateyama-Kurobe-Route wurde am 16. April für die Saison 2026 eröffnet und führt durch tiefen, festgefahrenen Winterschnee in den Nordjapanischen Alpen.

Diese Route ist bekannt für ihre Frühlingsschneewände, und diese sind wieder in voller Größe zu sehen. Der Winterdienst hat einen Korridor durch meterhohen, festgefahrenen Schnee gebahnt.

Die Schneemenge dieses Winters ist ausreichend, der Zeitplan bleibt unverändert, und der Korridor sieht so aus, wie er Mitte April aussehen sollte – das Gejammer über sein Ende hat sich einmal mehr nicht bewahrheitet:

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmir-snow-shuts-key-routes-japans?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 17 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 17. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 16 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Wie schalten wir die Sonne ab?

18. April 2026 - 18:10

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

https://www.solar.sheffield.ac.uk/pvlive/#

Um auf die Geschichte vom Solarstromüberschuss zurückzukommen: Letzte Woche erreichte die Solarstromproduktion am Dienstag einen Spitzenwert von 14,4 GW.

Es ist zwar nicht beschriftet, aber der hellblaue Fleck mit dem Pfeil steht für Solarstrom. Der Gesamtbedarf lag mittags bei etwa 35 GW. Gas und Biomasse lieferten zusammen 1,9 GW, Kernkraft 5,1 GW und Windkraft 11,6 GW. Außerdem importierten wir 4,5 GW.

Spulen wir also ein paar Jahre vor, wenn wir die dreifache Menge an Solarenergie haben, dann werden wir mindestens 40 GW haben, plus Wind- und Kernkraft.

Da Miliband auch die Windkraft verdreifachen will, könnten wir leicht 70 GW an Wind- und Solarenergie haben, die weniger als 40 GW Nachfrage decken müssen.

Laut dem Telegraph müssten wir unter solchen Umständen möglicherweise ein großes Kraftwerk dafür bezahlen, den Betrieb einzustellen. Ja, genau die Kraftwerke, die Miliband schließen will! Aber der Telegraph verkennt den Punkt – zu dieser Tageszeit werden keine Gas- oder Biomassekraftwerke zur Stromlieferung verpflichtet sein, da bereits zu viel Kapazität prognostiziert wird.

Man kann nichts abschalten, was gar nicht erst eingeschaltet ist!

Damit bleiben wir beim Problem der Kernenergie. Einen großen Reaktor wie Hinkley kann man nicht einfach hoch- und herunterfahren, sodass der Stromüberschuss noch größer wird.

Kayte O’Neill von NESO versucht auf ziemlich hinterhältige Weise, die Aufmerksamkeit abzulenken, indem sie sagt, sie sei zuversichtlich, dass „wir über die richtigen Instrumente verfügen, um einen sicheren, zuverlässigen und effizienten Betrieb des Systems zu gewährleisten“.

Das mag diesen Sommer vielleicht zutreffen, aber ihr Werkzeugkasten wird in fünf Jahren sicherlich nicht mehr viel nützen. Leider ist NESO nicht unabhängig, befindet es sich doch in staatlichem Besitz und wird direkt vom DESNZ kontrolliert.

Ein wirklich unabhängiger Netzbetreiber würde angesichts der drohenden, uns bevorstehenden Katastrophe sicherlich schon jetzt Alarm schlagen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/15/how-do-we-turn-the-sun-off/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Energy Dominance 2.0: LNG Edition, Teil Zwei

18. April 2026 - 15:00

WUWT, Gastbeitrag „Wenn du es baust, wird es kommen“ von David Middleton

[Der Beitrag beschreibt die in der Erde vorhandenen Ressourcen an Erdags, aus der Sicht eines Geologen. Dieses ist nicht meine Expertise, aber ich habe mir Mühe gegeben, es so gut wie möglich ins Deutsche zu übersetzen – A. Demmig] 

Der überwiegende Teil (85%) der im Jahr 2025 errichteten Pipelinekapazität wird dazu dienen, Erdgas aus Haynesville zu den LNG-Exportterminals an der Golfküste zu transportieren.

  1. Februar 2026

Die meisten Erdgasleitungen, die im Jahr 2025 gebaut werden, verbinden den südlichen Zentralteil der Vereinigten Staaten mit der Erdgasversorgung.

Datenquelle:  US Energy Information Administration,  US Natural Gas Pipeline Projects Tracker
Hinweis:  Die Regionen basieren auf 
den Erdgasspeicherregionen der EIA , wobei die Ostregion in die Regionen Nordost und Südost unterteilt ist.

Nach unserem kürzlich aktualisierten Erdgasleitungsprojekt-Tracker erhöhten die im Jahr 2025 in den USA fertiggestellten Erdgasleitungsprojekte die Kapazität um rund 6,3 Milliarden Kubikfuß pro Tag (Bcf/d).  [~ 1,78,4 Mio m³/d]  Ein erheblicher Teil dieser neuen Kapazität, nämlich 85 % bzw. 5,3 Bcf/d, ist für die Erdgasversorgung der südlichen Zentralregion der USA vorgesehen. Diese Region umfasst die Golfküste, wo ein Großteil des wachsenden Erdgasbedarfs des Landes, insbesondere von Flüssigerdgas (LNG), konzentriert ist. Die neuen Kapazitäten verbinden vorwiegend neue und bestehende Versorgungsquellen mit den Verbrauchern in der Region.

Etwa 65 % der gesamten im Jahr 2025 neu errichteten Pipelinekapazität entfallen auf innerstaatliche Pipelines. Damit setzt sich der  jüngste Trend fort  , dass der Ausbau innerstaatlicher Pipelines den Ausbau überregionaler Pipelinekapazitäten übertrifft. Diese Pipelines verlaufen hauptsächlich innerhalb der Staatsgrenzen und unterliegen daher nicht der Zuständigkeit der Federal Energy Regulatory Commission (FERC).

Die 2025 neu errichteten innerstaatlichen Kapazitäten dienen größtenteils als Sammelsysteme, die für den Transport von Erdgas von den Förderstätten in das überregionale Fernleitungsnetz unerlässlich sind. Zwei solcher Projekte, die 2025 abgeschlossen wurden, erweiterten die Pipelinekapazität um insgesamt 3,5 Milliarden Kubikfuß pro Tag (Bcf/d), um die Erdgasförderung aus der  Haynesville-Formation  mit dem Gillis Hub im Südosten Louisianas zu verbinden. Das  Projekt „Louisiana Energy Gateway“  fügte 1,8 Bcf/d und das  Gassammelsystem der neuen Generation  1,7 Bcf/d hinzu. Beide waren ab Oktober 2025 in Betrieb.

Darüber hinaus erweiterten drei Großprojekte die Erdgasleitungskapazität für die Versorgung wachsender Bedarfszentren an der Golfküste um insgesamt 1,8 Milliarden Kubikfuß pro Tag (Bcf/d). Das  Evangeline-Pass-Erweiterungsprojekt  fügte 1,1 Bcf/d hinzu, das  East Lateral Xpress-Projekt  0,3 Bcf/d. Diese beiden Projekte liefern Erdgas direkt an  Plaquemines LNG , das  seine erste Ladung im Jahr 2025 verschiffte  . Das  Texas-Louisiana-Pathway-Projekt  erhöhte die Fernleitungskapazität von Texas bis nach Ost-Louisiana um 0,4 Bcf/d.

Datenquelle:  US-Energieinformationsbehörde (EIA)
Hinweis:  LNG = Flüssigerdgas

Bewertung

https://www.eia.gov/todayinenergy/detail.php?id=67225

Hauptmitwirkende:  Katie Dyl, Trinity Manning-Pickett, Laia Munoz-Cortijo

Haynesville wird Prognosen zufolge in den nächsten zwei Jahren das Wachstum der US-Schiefergasförderung anführen.

(The Center Square) – Die heimische Erdgasproduktion dürfte in den nächsten zwei Jahren um durchschnittlich 4,0 Milliarden Kubikfuß pro Tag bzw. 3,4 % auf 122,3 Milliarden Kubikfuß pro Tag steigen, wobei mehr als zwei Drittel der zusätzlichen Fördermenge in der Haynesville-Schieferregion im Nordwesten von Louisiana und im Nordosten von Texas produziert werden.

Laut der aktualisierten Prognose des US-Energieministeriums vom Februar wird die höhere Gasproduktion bis Ende 2027 vor allem durch die steigende Nachfrage nach Brennstoffen für den Betrieb von Rechenzentren in den USA und durch die Exporte von verflüssigtem Erdgas aus Terminals in Louisiana und Texas getrieben werden.

[…]

https://www.thecentersquare.com/national/article_a06157db-82b2-4eda-9b4c-f98904ee8024.html – Länderschranke

Energie Förder-Prognose https://www.eia.gov/outlooks/steo/data/browserhttps://www.eia.gov/outlooks/steo/data/browser/#/?v=15&f=A&s=0&start=2009&end=2027&ctype=linechart&maptype=0&linechart=~NGMPHA&map=&id=jjj

Das Haynesville-Gebiet wurde oft von den Permian Basin- und Appalachian-Gebieten (Marcellus & Utica) überschattet.

Der folgende Text stammt aus diesem Beitrag vom April 2022: Haynesville-Schiefer: Rekord-Erdgasproduktion

Unentdecktes Ressourcenpotenzial

Die jüngste Bewertung des USGS beziffert das ungehobene Ressourcenpotenzial des Haynesville-Schiefers (hervorgehoben) auf fast 300 Billionen Kubikfuß ( ca. 10 Jahre des gesamten US-Erdgasverbrauchs ).

Bewertung ungehobener Öl- und Gasvorkommen in der Haynesville-Formation, US-Golfküste, 2016. ( USGS )

Die Haynesville-Schiefergasvorkommen sind die schraffierten und gepunkteten Bereiche auf der untenstehenden Karte…

Bewertung ungehobener Öl- und Gasvorkommen in der Haynesville-Formation, US-Golfküste, 2016. ( USGS )

Die vielen Vorteile eines katastrophalen Meeresspiegelanstiegs

Der Haynesville-Schiefer, auch als „unterer Bossier“ bezeichnet, ist das Beckenäquivalent des Cotton-Valley-Kalks und der Riffspitzen in Osttexas, die während der Transgressionsphase des SS2 abgelagert wurden. Diese Riffspitzen bildeten sich als Reaktion auf den steigenden Meeresspiegel, als sie auf die Karbonate der Haynesville-Rampe zurückdrängten. Die Karbonate konnten mit dem steigenden Meeresspiegel Schritt halten, bis sie von der feinkörnigen, sedimentdominierten Transgression überspült wurden. Die Oberkante des Haynesville-Schiefers markiert die maximale Überflutungsfläche , was sich in der maximalen marinen Überflutung des Schelfs zeigt (z. B. Goldhammer, 1998). Die Bossier-Schiefer (sogenannter „oberer Bossier“) sind charakteristisch für den Hochstand des SS2 und spiegeln eine Umkehr des Meeresspiegels sowie einen verstärkten Einfluss siliziklastischer Sedimente wider.

Hammes et al., 2009

Eine marine Transgression (katastrophaler Meeresspiegelanstieg) vor etwa 150 Millionen Jahren führte zur Ablagerung des Haynesville-Schiefers sowie zum Fangmechanismus für den Haynesville-Schiefer und die stratigraphisch äquivalenten Cotton Valley Lime-Pinnacle-Riff-Lagerstätten.

Stratigraphische Säule von Haynesville. Ramirez et al., 2011 ; Galloway, 2008.

Isopachenkarte (Isopache ist in den Geowissenschaften eine Linie gleicher Mächtigkeit einer geologischen Schicht in einer Kartendarstellung Quelle: Wikipedia) des Haynesville/Bossier-Schiefers. Ramirez et al., 2011

Die Kohlenwasserstoffe im Haynesville Shale und Cotton Valley Lime stammen aus den Smackover- und Haynesville-Formationen.

Tonsteine ​​innerhalb der oberjurassischen Smackover- und Haynesville-Formationen sind Quellen für Öl und Gas in sowohl konventionellen (Montgomery, 1993a, 1993b; Mancini et al., 2006) als auch kontinuierlichen Lagerstätten (Hammes et al., 2011; Cicero und Steinhoff, 2013) in einem Großteil des Untersuchungsgebiets.

Bewertung nicht abgebauter Öl- und Gasvorkommen in der Haynesville-Formation, US-Golfküste, 2016. ( USGS )

Die Smackover-Formation ist wahrscheinlich das ergiebigste Erdölmuttergestein in der Golfküstenregion/im Golf von Mexiko. Je nach Ablagerungsmilieu ist die Smackover-Formation ebenfalls ein ergiebiges Erdöl- und Erdgasvorkommen und bildet die Deckschicht für die produktive Norphlet-Formation . Die Haynesville-Formation befindet sich im untenstehenden Diagramm zwischen der Bossier- und der Smackover-Formation.

Von links nach rechts: Generalisierter Querschnitt entlang der nördlichen Golf- von-Afrika-Region ( GOM/ GOA) (Galloway et al., 2009), die Ablagerungsphasen sind nummeriert. Relativer Meeresspiegel (Miller et al., 2005), atmosphärisches CO₂ (Berner & Kothavala, 2001) und Temperaturanomalien (Royer et al., 2004). Klicken Sie hier für das Bild . Die Haynesville-Formation liegt zwischen der Bossier- und der Smackover-Formation östlich des Cotton Valley.

Die nächsten vier Abbildungen stammen von Cicero & Steinhoff, 2013 und zeigen die Sequenzstratigraphie und die Ablagerungsmilieus der Haynesville- und Bossier-Schiefer.

Karte der im Rahmen der Studie verwendeten Bohrungen, seismischen Untersuchungen und Querschnitte.

Querschnitt B-B‘. Westen ist links. Die Kurve rechts stellt den Meeresspiegel dar; ein steigender Meeresspiegel verläuft nach links.

Dies ist das interpretierte seismische Profil A-A‘, das von Norden (links) nach Süden (rechts) verläuft, knapp westlich der Staatsgrenze zwischen Texas und Louisiana.

Abbildung 3b. Integrierte seismische und Sequenzstratigraphie der einfallenden seismischen Linie A-A‘. Supersequenzgrenzen sind rot (SSB), Sequenzgrenzen höherer Ordnung (3. und höher) gestrichelt schwarz (SB), maximale Überflutungsflächen (mfs) grün und zu Supersequenzen gehörende Transgressionsflächen (TS) blau dargestellt. Onlap und Downlap sind durch Pfeile gekennzeichnet. Gestrichelte vertikale Linien deuten auf ungefähre Verwerfungen im Grundgebirge hin. Modifiziert nach Cicero et al. (2010).

Nachfolgend eine Karte des Ablagerungsmilieus (Paläogeographie) des Bossier-Schiefers (vor etwa 150 Millionen Jahren):

„Hast du die Geschichte schon verstanden?“

Versteht ihr die Geschichte schon? Sie ist im Grunde schon da.
In einer Sprache, die ihr noch nicht versteht, aber sie ist da.
Eine Geschichte von Umbrüchen, gewonnenen und verlorenen Schlachten.
Schauergeschichten von tiefgreifenden Veränderungen, friedlichen Zeiten und dann wieder großem Leid.
Und alles hängt mit unserem kleinen Freund zusammen.
Das sind wir, wir Geologen.
Geschichtenerzähler.
Genauer gesagt: Dolmetscher.
Genau das werdet ihr, meine Herren, einmal werden.
Und was hat das mit dem Mond zu tun? Aus 386.000 Kilometern Entfernung müsst ihr die umfassendste Beschreibung dessen liefern, was ihr seht.
Nicht nur, welche Gesteine ​​ihr mitnehmen wollt, sondern auch ihren Kontext.
Das und zu wissen, welche ihr überhaupt aufheben solltet, unterscheidet euch vielleicht von diesen kleinen Robotern.
Ihr wisst schon, von denen manche verbitterten Seelen meinen, sie sollten euren Job machen.
Ihr müsst unsere Augen und Ohren da draußen werden.
Und dafür müsst ihr zuerst die Sprache dieses kleinen Steins hier lernen.

–David Clennon als Dr. Leon (Lee) Silver, Von der Erde zum Mond , Folge 10, Galileo hatte Recht , 1998

Die HBO- Miniserie „ From the Earth to the Moon“ aus dem Jahr 1998 war eine Art Fortsetzung des großartigen Films „Apollo 13 “ … Ein absolutes Muss für alle Raumfahrtbegeisterten. Mir gefällt diese Folge besonders gut, weil mein Interesse an der Raumfahrt in meiner Kindheit mich zu den Naturwissenschaften und schließlich zur Geologie geführt hat. Der spätere Apollo-17-Astronaut Harrison „Jack“ Schmitt rekrutierte seinen ehemaligen Professor für Feldgeologie, um das Team der Apollo-15-Mondlandefähre und deren Ersatzmannschaft zu Feldgeologen auszubilden. Das erinnert mich daran, warum ich die Geologie so liebe. Ich hatte außerdem die große Ehre, Dr. Schmitt 2011 auf der Tagung der American Association of Petroleum Geologists in Houston persönlich kennenzulernen. Jemandem die Hand zu schütteln, der nicht nur auf dem Mond war, sondern auch einen Geologenhammer weiter geworfen hat als je ein Geologe zuvor oder danach, war einfach unglaublich cool … Und die Geologie ist es auch!

Referenzen

Berner, R.A. and Z. Kothavala, 2001. GEOCARB III: A Revised Model of Atmospheric CO2 over Phanerozoic Time, American Journal of Science, v.301, pp.182-204, February 2001.

Cicero, Andrea D. and Ingo Steinhoff, 2013, Sequence stratigraphy and depositional environments of the Haynesville and Bossier Shales, East Texas and North Louisiana, in U. Hammes and J. Gale, eds., Geology of the Haynesville Gas Shale in East Texas and West Louisiana, U.S.A.: AAPG Memoir 105, p. 25–46.

Galloway, William. (2008). “Chapter 15 Depositional Evolution of the Gulf of Mexico Sedimentary Basin”. Volume 5: Ed. Andrew D. Miall, The Sedimentary Basins of the United States and Canada., ISBN: 978-0-444-50425-8, Elsevier B.V., pp. 505-549.

Galloway, William E., et al. “Gulf of Mexico.” GEO ExPro, 2009, www.geoexpro.com/articles/2009/03/gulf-of-mexico.

Hammes, Ursula and Ray Eastwood, Harry Rowe, Robert Reed. (2009). Addressing Conventional Parameters in Unconventional Shale-Gas Systems: Depositional Environment, Petrography, Geochemistry, and Petrophysics of the Haynesville Shale. 10.5724/gcs.09.29.0181.

Miller, Kenneth & Kominz, Michelle & V Browning, James & Wright, James & Mountain, Gregory & E Katz, Miriam & J Sugarman, Peter & Cramer, Benjamin & Christie-Blick, Nicholas & Pekar, S. (2005). “The Phanerozoic Record of Global Sea-Level Change”. Science (New York, N.Y.). 310. 1293-8. 10.1126/science.1116412.

Ramirez, Thaimar, James Klein, Ron Bonnie, James Howard. (2011). Comparative Study of Formation Evaluation Methods for Unconventional Shale Gas Reservoirs: Application to the Haynesville Shale (Texas). Society of Petroleum Engineers – SPE Americas Unconventional Gas Conference 2011, UGC 2011. 10.2118/144062-MS.

https://wattsupwiththat.com/2026/02/28/energy-dominance-2-0-lng-edition-part-deux/

 

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Indien hilft den USA bei der Beseitigung der „grünen“ Trümmer

18. April 2026 - 12:00

Vijay Jayaraj

Zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert wird in den Vereinigten Staaten eine brandneue Ölraffinerie gebaut. Diese Anlage im Hafen von Brownsville verspricht, die heimischen Märkte anzukurbeln, die nationale Sicherheit zu gewährleisten und ein lokales Wirtschaftswachstum in Milliardenhöhe auszulösen.

Präsident Donald Trumps Raffinerie-Meisterstück mit Indiens Reliance Industries ist mehr als nur ein Handelsabkommen; es ist eine politische und moralische Zurechtweisung des Krieges des Klima-Industriekomplexes gegen bezahlbare Energie. Und es war möglich, weil asiatische Energieriesen sich weigerten, sich dem Klimaalarmismus zu beugen, als politische Eliten bei den Vereinten Nationen und anderswo versuchten, ihre Geschäfte zu unterbinden.

Warum eine Raffinerie jetzt?

Um zu verstehen, warum Amerika einen indischen Mischkonzern braucht, um seine erste Raffinerie seit 50 Jahren zu bauen, muss man sich den desolaten Zustand der Energie-Infrastruktur im Westen vor Augen führen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In den Vereinigten Staaten sind etwa 132 Raffinerien in Betrieb, die täglich 18 Millionen Barrel verarbeiten können. Das Problem liegt in ihrer Konstruktion. Ingenieure bauten diese Anlagen vor Jahrzehnten, um schweres, saures Rohöl zu verarbeiten, importiert aus Ländern wie Venezuela oder Kanada. Sie sind völlig ungeeignet für die riesigen Mengen an leichtem, süßem Rohöl, die derzeit aus amerikanischen Schieferformationen sprudeln.

Die Fracking-Revolution verschaffte den Vereinigten Staaten eine mächtige geopolitische Waffe: unerschöpfliche Vorkommen an leichtem Schieferöl. Doch Umweltklagen und Klima-Panikmache verhinderten den Bau der für dessen Verarbeitung erforderlichen Anlagen. Das Brownsville-Projekt beseitigt diesen Engpass.

Trey Griggs von America First Refining bezeichnet es als „eines der wichtigsten Energieinfrastrukturprojekte im heutigen Amerika“. Die Planer gehen davon aus, dass an diesem Standort 1,2 Milliarden Barrel Leichtöl aus Schiefergestein im Wert von 125 Milliarden Dollar verarbeitet werden. Mit einer Jahreskapazität von 60 Millionen Barrel wird die Anlage einen Tiefwasserhafen nutzen, um den weltweiten Exportvertrieb zu dominieren.

Warum gerade dieses Unternehmen?

Die Wahl von Reliance Industries für diese historische Aufgabe ist die klügste Entscheidung, welche die Regierung treffen konnte. Reliance hat sich den Forderungen der Vereinten Nationen nach einem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nicht gebeugt. Das Unternehmen hat die Panikmache ignoriert. Stattdessen hat es sich dafür entschieden, eine fortschrittliche Energieinfrastruktur aufzubauen.

Reliance betreibt den Raffineriekomplex Jamnagar in Gujarat an der Westküste Indiens. Jamnagar ist ein Super-Standort, der an einem einzigen Standort bis zu 1,4 Millionen Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet, und damit das größte Raffineriezentrum der Welt an einem einzigen Standort.

Der Nelson-Komplexitätsindex von Jamnagar – ein Maß für die Fähigkeit, Rohöl minderer Qualität in hochwertige Produkte umzuwandeln – stuft die Raffinerie weit höher als die meisten hochmodernen Anlagen in Nordamerika und Europa ein.

In der Praxis bedeutet dies, dass Reliance über 200 verschiedene Rohölsorten beziehen kann, darunter auch minderwertige Sorten, die viele westliche Anlagen nicht verarbeiten können, und diese in schwefelarmes Benzin, Diesel, Düsentreibstoff und petrochemische Ausgangsstoffe umwandeln kann.

Wenn Trump also sagt, die Anlage in Brownsville werde die „sauberste Raffinerie der Welt“ sein und sowohl den weltweiten Export als auch den heimischen Markt versorgen, stützt er sich dabei auf eine jahrzehntelange Erfolgsbilanz der indischen Küstenraffinerien.

Die US-Regierung importiert keine abstrakte „Kapazität“ aus Indien, sondern jahrzehntelanges Know-how, das in einer politischen Kultur entstanden ist, in der Kohlenwasserstoffe nicht verteufelt wurden.

Für ein Kohlenwasserstoff-Ökosystem

Während ein Großteil Westeuropas fossile Brennstoffe als ein Übel der Übergangsphase betrachtet, das so schnell wie möglich eingeschränkt werden muss, geht die Partnerschaft zwischen den USA und Indien in die entgegengesetzte Richtung. Sowohl Indien als auch die derzeitige US-Regierung haben sich für eine Politik entschieden, die als energie- und bevölkerungsfreundlich bezeichnet werden kann, anstatt Interessengruppen nachzugeben, die Kohlenwasserstoffe als moralischen Makel betrachten.

Präsident Trump hat seine Agenda als „America First“-Energiedominanz formuliert und verbindet Steuer- und Genehmigungsreformen mit ausdrücklicher politischer Unterstützung für Öl, Gas und Kohle – von der Bohrung über Pipelines bis hin zu Raffinerien.

Die indische Regierung hat ihrerseits verbindliche Zeitpläne für die Netto-Null-Emissionsziele abgelehnt und räumt zuverlässigen Energiequellen, industriellem Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen weiterhin Vorrang vor symbolischen Emissionszielen ein. Premierminister Narendra Modi feierte kürzlich einen bedeutenden nationalen Meilenstein und bezeichnete die Förderung von 1 Milliarde Tonnen Kohle als einen Moment, auf den das Land zutiefst stolz sein könne. Analysten gehen davon aus, dass Indiens jährliche Kohleförderung um 6 bis 7 % steigen wird.

Dieses offene Ökosystem – in dem Öl- und Gasprojekte vorangetrieben werden können und Kohle weiterhin Teil des Energiemix‘ bleibt – hat es regionalen Marktführern wie Reliance ermöglicht, ihre Kompetenzen in den Bereichen komplexe Raffinerietechnik, Logistik und die Umsetzung groß angelegter Projekte zu verfeinern.

Da Asien sich weigert, der Klimapanikmache nachzugeben, können westliche Länder nun Partnerschaften mit asiatischen Unternehmen eingehen, um ihre Energie- und Produktionskraft wieder aufzubauen, die durch eine Politik untergraben wurde, die den tatsächlichen Gegebenheiten nicht gerecht wird.

This commentary was first published at PJ Media on 31 March 2026.

Vijay Jayaraj

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. He served as a research associate with the Changing Oceans Research Unit at University of British Columbia, Canada.

Link: https://clintel.org/india-helps-us-repair-green-wreckage/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Woher kommt der Strom? markante mehrtägige Niedrigpreisphase

18. April 2026 - 9:00
14. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die  aktuellen Analysewoche,  die Osterwoche wartet mit der ersten markanten, mehrtägigen Strom- Niedrigpreisphase – zum Teil ganztägig – auf, die erst Ostermontag nach Sonnenuntergang endet. Das bedeutet nicht, dass es danach über die Mittagsspitzen keine Negativpreise mehr gäbe. Im Gegenteil. Preise aber um die Null-€-Linie und geringer gibt es Tag und auch zur Nacht nur an regenerativ starken und bedarfsarmen Feiertagen. Wie zum Osterwochenende. Das war eine Hochzeit des deutschen Stromexports für die europäischen Nachbarn und alle anderen Player (Stromspeicherbesitzer), die den Strom günstig bis sehr günstig mit Bonus (Negativpreise) „einkaufen“, um ihn zu geeigneten Zeitpunkten (Hochpreisphasen am Morgen, am Vorabend) zu verkaufen. Achtung: Es ist selbstverständlich niemals derselbe Strom, dieselbe elektrische Energie, wie sie eingekauft wurde.

Wie funktioniert das Prinzip des „Strom-Gelddruckens“?

Ein Land, dem Stromspeicher (zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerke) zur Verfügung stehen, lädt diese mit dem günstig eingekauften Strom aus Deutschland auf. Wird der Strompreis verkaufsrelevant, geht der Strompreis also in die Höhe, benötigt Deutschland dringend Strom, dann wird dieser entsprechend hochpreisig an den großen Nachbarn in der Mitte Europas verkauft.

Doch auch Länder ohne – genügend – Speicherplatz, Beispiel Norwegen, können von der Preisdifferenz profitieren. Dass über Ostern in Deutschland nur geringer Bedarf, aber regenerativ starkes Wetter sein wird, wussten alle, die mit Strom handeln, vorher. Dementsprechend wurde die steuerbare Stromerzeugung (Norwegens Wasserkraftwerke) heruntergefahren und durch den geschenkten Strom aus Deutschland ersetzt. Später, aber oft noch am gleichen Tag, wird mit der eigenen Stromerzeugung der Stromexport nach Deutschland bewerkstelligt. Ergebnis unter dem Strich für alle: Sehr gute Gewinne.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 14. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen wie bereits oben für den Montag den Ausbaugrad 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau nur zu einer massiven Stromüberzeugung über die Mittagsspitze mit negativen Preisen führen wird.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt tendenziell. Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung nimmt weiter ab. PV-Strom wächst.  Weniger PV-Strom. Die Strompreise.

Komplette Windflaute. PV-Stromerzeugung weiter frühlingshaft. Die Strompreise.

Windstrom weiterhin sehr gering.  Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Wenig Bedarf. Zum Abend starker Windstromanstieg. Viel PV-Strom. Die Strompreise.

Wenig Bedarf. Starke Winddelle zum Abend. PV-Strom weiter stark.  Die Strompreise.

Erneute Winddelle über Tag, aber auf hohem Niveau während der Mittagsspitze.  Die Strompreise.

PKW-Neuzulassungen März 2026: E-Autos (BEV) wachsen stark – Tesla ist mit dabei

Zusammengestellt von Peter Hager

Die 294.161 PKW-Neuzulassungen im März 2026 bedeutet ein deutliches Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von den 345.523 PKW-Neuzulassungen im Vor-Corona-Jahr 2019 ist man immer noch ein gutes Stück entfernt. Noch deutlicher ist der Unterschied beim Vergleich des 1. Quartals 2019 (880.092) mit dem 1. Quartal 2026 (699.404).

Selbst wenn die aktuellen Werte wohlwollend betrachtet werden. Das ist kein Durchbruch der Verkehrswende, das ist ein Armutszeugnis, allein, wenn man die Unterstützung durch die Förderung und die „Hilfe“ durch die hohen Spritpreise betrachtet. Der Verbrenner dominiert noch immer. Hybridfahrzeuge sind unter dem Strich eben auch Verbrenner. Nicht mal ein Viertel reine Elektrofahrzeuge wurde neu zugelassen. Allein Benziner und Diesel bringen da schon mehr Gewicht auf die Neuzulassungswaage.

Antriebsarten

  • Benzin: 66.959 (- 4,9 % ggü. 03/2025 / Zulassungsanteil: 22,8 %)
  • Diesel: 37.664 (- 0,6 % ggü. 03/2025 / Zulassungsanteil: 12,8 %)
  • Hybrid (ohne Plug-in): 87.850 (+ 17,4 % ggü. 03/2025 / Zulassungsanteil: 29,9 % / mit Benzinmotor: 71.363 /mit Dieselmotor: 15.968)
  • Plug-in-Hybrid: 29.996 (+ 13,0 % ggü. 03/2025 / Zulassungsanteil: 10,2 % / mit Benzinmotor: 28.304 /mit Dieselmotor: 1.692)
  • Elektro (BEV): 70.663 (+ 66,2 % ggü. 03/2025 / Zulassungsanteil: 24,0 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 03/2026

  • Tesla Model Y (SUV): 6.841
  • Skoda Elroq (SUV): 3.872
  • Skoda Enyaq (SUV): 3.392
  • VW ID 3 (Kompaktklasse): 3.298
  • VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 3.039
  • VW ID 4/5 (SUV): 2.554
  • Tesla Model 3 (Mittelklasse): 2.359
  • Mercedes CLA (Mittelklasse): 2.221
  • Audi A6 (Obere Mittelklasse): 2.208
  • Seat Tavascan (SUV): 1.936

Zusätzlich: Mehr als 1.000 Neuzulassungen

  • Audi Q6 (SUV), Audi Q4 (SUV)
  • BMW X1 (SUV), BMW X3 (Geländewagen), BMW 4er (Mittelklasse), BMW 5er (obere Mittelklasse)
  • Citroen C3 (Kleinwagen)
  • Hyundai Inster (Kleinwagen)
  • Mini (Kleinwagen)
  • Seat Born (Kompaktklasse)

Quelle I , Quelle II

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

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Bixonimania: Wie KI eine Scherzdiagnose in „begutachtete“ Medizin verwandelte

17. April 2026 - 18:00

Schwedische Forscher erfanden eine fiktive Augenkrankheit, um zu testen, ob KI-Chatbots diese so wiedergeben würden, als wäre sie echt. Die Ergebnisse waren alles andere als lustig.

Geposted von Leslie Eastman, Legal Insurrection

Im Folgenden geht es zwar um Medizin und Gesundheit, aber es könnte stellvertretend für das stehen, was bei den Themen Klima und Energie gemacht wird.  – Hier noch einmal deutlicher das Eingangsbild. A. d. Übers.

Ende letzten Jahres habe ich vor dem erschreckenden Ausmaß an ungehemmtem wissenschaftlichem Betrug gewarnt, der über „Paper Mills“ und Scheinjournalen veröffentlicht wird.

Dieser Trend ist besonders besorgniserregend, da die Einhaltung wissenschaftlicher Theorien und strenger, reproduzierbarer Forschungsmethoden es der Menschheit ermöglicht, Fortschritte in entscheidenden Bereichen zu erzielen, die für ein zivilisiertes Leben unerlässlich sind (z. B. Medizin, Energie, öffentliche Gesundheit und nationale Sicherheit). Wenn wir den Daten nicht mehr vertrauen können, wird unsere Fähigkeit erheblich beeinträchtigt, Verbesserungen und Innovationen zu erzielen.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die wissenschaftliche Forschung schwindet bereits, und falsche, als „vertrauenswürdig“ präsentierte Erkenntnisse haben die Politikgestaltung bereits auf kostspielige und schädliche Weise beeinflusst.

Nein, die rasante Verbreitung künstlicher Intelligenz fügt der zunehmenden Verzerrung der „Wissenschaft“ einen weiteren beunruhigenden Aspekt hinzu.

Bereits im Jahr 2024 erfanden Forscher eine fiktive Augenkrankheit namens „Bixonimanie“, um zu testen, ob KI-Chatbots diese so wiedergeben würden, als wäre sie real.

Sie verfassten offensichtlich gefälschte Forschungsarbeiten über diese erfundene Erkrankung und stellten sie online, wobei sie Hinweise wie einen falschen Autor und Anmerkungen einfügten, aus denen hervorging, dass es sich um eine Erfindung handelte. Innerhalb weniger Wochen begannen große Chatbots, Bixonimanie als echte Diagnose zu beschreiben und gaben den Nutzern sogar Ratschläge dazu, wenn diese nach Augensymptomen fragten.

Es handelt sich um eine Erfindung eines Teams unter der Leitung von Almira Osmanovic Thunström, einer medizinischen Forscherin an der Universität Göteborg in Schweden, die sich diese Hauterkrankung ausgedacht und Anfang 2024 zwei gefälschte Studien dazu auf einen Preprint-Server hochgeladen hat. Osmanovic Thunström führte dieses ungewöhnliche Experiment durch, um zu testen, ob große Sprachmodelle (LLMs) die Falschinformationen schlucken und sie anschließend als seriöse Gesundheitsempfehlungen wieder ausspucken würden. „Ich wollte sehen, ob ich eine Krankheit erfinden kann, die in der Datenbank nicht existiert“, sagt sie.

Das Problem war, dass das Experiment nur zu gut funktionierte. Nur wenige Wochen, nachdem sie Informationen über die Krankheit hochgeladen hatte, die sie einem fiktiven Autor zugeschrieben hatte, begannen große KI-Systeme, die erfundene Krankheit so zu wiederholen, als wäre sie real.

Noch beunruhigender ist laut anderen Forschern, dass die gefälschten Artikel anschließend in begutachteten Fachpublikationen zitiert wurden. Osmanovic Thunström sagt, dies deute darauf hin, dass sich manche Forscher auf von KI generierte Literaturangaben verlassen, ohne die zugrunde liegenden Artikel zu lesen.

Die Vorabdrucke enthielten einen Verweis auf die nicht existierende Asteria Horizon University in „Nova City, Kalifornien“. Außerdem wurde die „Starfleet Academy“ erwähnt (wobei ein zusätzlicher Verweis auf Dr. Leonard McCoy eine nette Geste gewesen wäre).

Der KI-Chatbot antwortet, dass die autoritative Beschreibung der Bixonimanie echt war.

Am 13. April 2024 erklärte Microsoft Bings Copilot, dass „Bixonimanie in der Tat eine faszinierende und relativ seltene Erkrankung ist“, und am gleichen Tag informierte Googles Gemini die Nutzer darüber, dass „Bixonimanie eine Erkrankung ist, die durch übermäßige Blaulichtbelastung verursacht wird“, und riet den Menschen, einen Augenarzt aufzusuchen.

Am 27. April 2024 gab Perplexity KI die Prävalenz an – einer von 90.000 Menschen sei betroffen – und im selben Monat teilte OpenAIs ChatGPT den Nutzern mit, ob ihre Symptome auf Bixonimanie hindeuteten. Einige dieser Antworten wurden durch Fragen nach Bixonimanie ausgelöst, andere waren Antworten auf Fragen zur Hyperpigmentierung der Augenlider durch Blaulichtbelastung.

Ein Forscher erfand eine fiktive Augenerkrankung namens Bixonimanie, lud zwei offensichtlich gefälschte Artikel darüber auf einen akademischen Server hoch und beobachtete, wie große KI-Systeme diese innerhalb weniger Wochen als echte Medizin präsentierten.

Die gefälschten Artikel bedankten sich bei der Starfleet Academy und verwiesen auf eine Finanzierung durch die…

— Hedgie (@HedgieMarkets) April 10, 2026

Thunströms Experiment macht deutlich, wie wenig Sorgfalt in die „Wissenschaft“ fließt, der wir eigentlich vertrauen sollen, denn ihre eingereichten Beiträge waren voller Warnsignale, die jedem sofort aufgefallen wären, der den Text tatsächlich gelesen hätte. Verweise auf die gefälschte Forschung fanden schließlich ihren Weg in eine „peer-reviewte“ Publikation.

• Drei Forscher des Maharishi Markandeshwar Institute of Medical Sciences and Research in Indien veröffentlichten einen Artikel in „Cureus“, einer von Springer Nature herausgegebenen Fachzeitschrift mit Peer-Review, in dem die „Bixonimania“-Preprints als seriöse Quellen zitiert worden waren.

• Dieser Artikel wurde später zurückgezogen, nachdem der Schwindel aufgedeckt worden war.

Das Problem geht weit über eine einzige erfundene Krankheit hinaus. Der „Health Technology Hazard Report 2026“ des ECRI stellte fest, dass Chatbots bei der Beantwortung medizinischer Fragen falsche Diagnosen gestellt, unnötige Tests empfohlen, minderwertige medizinische Produkte beworben und sogar nicht existierende anatomische Strukturen erfunden haben. All dies geschieht in dem selbstbewussten, autoritären Ton, der KI-Antworten so überzeugend macht.

Das Ausmaß des Risikos ist enorm. Laut einer Analyse von OpenAI nutzen täglich mehr als 40 Millionen Menschen ChatGPT, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Da steigende Gesundheitskosten und die Schließung von Praxen den Zugang zur medizinischen Versorgung einschränken, werden wahrscheinlich noch mehr Patienten Chatbots als Ersatz für professionelle medizinische Beratung nutzen.

Wenn sich eine scherzhafte Diagnose in „peer-reviewte“ Forschung verwandelt, wird deutlich, dass die Krise der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit sich nicht mehr auf schlampige Forschung oder korrupte Fachzeitschriften beschränkt, sondern sich mittlerweile auch auf die Algorithmen ausweitet, auf die sich viele Menschen heute verlassen, um Antworten auf ernste Gesundheitsfragen zu erhalten.

Falsche Informationen und schlechte Daten können und werden von der KI zurückgespielt werden und die Grundlage für noch nutzlosere und potenziell schädliche „Wissenschaft“ bilden. Diese Situation ist alles andere als lustig.

Ich befürchte, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir Betrugsforschung und die Nutzung gefälschter Informationen durch KI in den Griff bekommen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/13/bixonimania-how-ai-turned-a-joke-diagnosis-into-peer-reviewed-medicine/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Spannungen in der Straße von Hormus zwingen uns dazu, die materiellen Vorteile fossiler Brennstoffe zu neu zu bewerten

17. April 2026 - 15:00

Ronald Stein und Yoshihiro Muronaka

Die „Realität“ im Energiebereich zeigt uns, dass wir Raffinerien brauchen, um Rohöl in nutzbare Kraftstoffe und Produkte für den Verkehr umzuwandeln.

Die jüngsten Forderungen nach einer realistischeren Verlagerung von „Dekarbonisierung“ hin zu „kohlenstoffarm“ deuten darauf hin, dass sich in der öffentlichen Debatte endlich Unbehagen gegenüber einer ideologisch geprägten Klimapolitik bemerkbar macht. Seit Jahren werden Klimadiskussionen in vielen Ländern von abstrakten Zielen, Slogans und numerischen Verpflichtungen dominiert. Doch hinter diesen hehren Idealen verbirgt sich eine tiefgreifendere und praktischere Frage: Haben wir Energie viel zu eng gefasst? Die Spannungen in der Straße von Hormus Anfang 2026 haben diese Frage in den Vordergrund geschoben.

Heutzutage wird Energie unter dem Stichwort „Dekarbonisierung“ oft so behandelt, als sei sie gleichbedeutend mit Strom. Die öffentliche Diskussion konzentriert sich meist darauf, wie Strom ohne CO₂-Emissionen erzeugt werden kann, wie schnell Elektrofahrzeuge herkömmliche Autos ersetzen können oder inwieweit sich erneuerbarer Strom aus Windkraftanlagen und Solaranlagen ausweiten lässt. Das sind wichtige Fragen, aber sie geben nicht das ganze Bild wieder. Aus der Sicht eines Chemieingenieurs bedeutet die Reduzierung der Energiedebatte auf Strom allein, nur die Hälfte der Zivilisation zu sehen.

Fossile Brennstoffe sind nicht nur Vorleistungen für die Stromerzeugung. Sie sind auch unverzichtbare Rohstoffe für die moderne Industriewelt. Neben der Unterstützung von Verkehrssystemen verdanken mehr als 6.000 Produkte, die das tägliche Leben sichern – darunter Kleidung, medizinische Geräte, Düngemittel, Kunststoffe, synthetische Fasern, Baumaterialien, Reinigungsmittel, Verpackungen und unzählige Industriekomponenten – ihre Existenz den materiellen Vorteilen fossiler Brennstoffe. Erdöl und Erdgas werden nicht einfach verbrannt; sie werden in Rohstoffe umgewandelt, aus denen das moderne Leben aufgebaut ist.

Diese Differenzierung ist entscheidend. Wenn Politiker und Aktivisten so tun, als könne das Problem einfach dadurch gelöst werden, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien ersetzt wird, übersehen sie die materielle Grundlage der modernen Zivilisation. Strom allein kann die petrochemischen Ketten nicht ersetzen, die Medizin, Sanitärversorgung, Erzeugung von Lebensmitteln, Logistik, Kommunikationsgeräte, Verkehr und Wohnungsbau stützen. Selbst eine Gesellschaft, der es gelingt, einen Großteil ihres Verkehrs- und Energiesystems zu elektrifizieren, stünde weiterhin vor der Frage, wie sie die immense Bandbreite an Materialien sichern kann, die derzeit aus fossilen Ressourcen gewonnen werden.

Aus diesem Grund verdient die petrochemische Industrie weitaus mehr Aufmerksamkeit als ihr in Klimadiskussionen üblicherweise zuteilwird. Aus fossilen Brennstoffen gewonnene Rohstoffe werden zu petrochemischen Grundstoffen wie Ethylen und Propylen verarbeitet, aus denen wiederum Tausende von Folgeprodukten entstehen. Dieses riesige Netzwerk von Verarbeitungsprozessen stützt nicht nur die Bereiche Bekleidung, Ernährung, Verkehr und Wohnen, sondern auch das medizinische und sanitäre System, von dem die öffentliche Gesundheit abhängt. Es ist in jeder Hinsicht ein fester Bestandteil des Gefüges der modernen Zivilisation.

Sobald wir dies verstanden haben wird klar, dass eine Unterbrechung der Versorgung mit fossilen Brennstoffen weit mehr bedeuten würde als nur höhere Benzinpreise oder vorübergehenden Druck auf die Stromerzeugung. Würden die Lieferungen ernsthaft unterbrochen, würden die Folgen fast jeden Bereich des täglichen Lebens betreffen. Die Kleidung, die wir tragen, die Medikamente, die wir einnehmen, die Smartphones, die wir nutzen, die Düngemittel, welche die Landwirtschaft am Leben erhalten, und sogar die Behälter und Verpackungen, in denen Lebensmittel und medizinische Güter transportiert werden – all dies wäre von Rohstoffengpässen betroffen. Die moderne Welt wird nicht nur von fossilen Brennstoffen angetrieben; sie ist materiell durch sie strukturiert.

Aus diesem Grund sind die jüngsten Spannungen in der Straße von Hormus von so großer Tragweite. Das Problem beschränkt sich nicht auf Geopolitik, den Tankerverkehr oder Schwankungen der Energiepreise. Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Engpässe im globalen Energiesystem, und die dort herrschende Instabilität macht deutlich, wie verwundbar moderne Gesellschaften nach wie vor sind. Wenn Versorgungswege bedroht sind, steht nicht nur die Energiesicherheit im engeren Sinne auf dem Spiel, sondern auch die Aufrechterhaltung der materiellen Systeme, die das alltägliche Leben sichern.

Im Frühjahr 2026 wurde die Kluft zwischen Ideologie und Realität auf einen Schlag sichtbar. Die Spannungen in der Straße von Hormus sowie die schmerzhafte Erinnerung daran, dass einige Länder wie beispielsweise Japan auf endliche, in Tagen gemessene Vorräte an importierten fossilen Brennstoffen angewiesen sind, waren nicht bloß Statistik.

Sie waren eine Warnung vor der Fragilität des Alltags selbst. Zahlen wie diese mögen trocken und technisch anmuten, doch dahinter verbirgt sich eine einfache Wahrheit: Wenn Lieferketten lange genug unter Druck stehen, werden die Auswirkungen nicht nur auf den Kraftstoffmärkten spürbar sein, sondern auf die gesamte Bandbreite an Gütern, von denen die moderne Gesellschaft abhängt.

Was lange Zeit unter der Rhetorik der Dekarbonisierung verborgen geblieben war, wurde durch die Krise plötzlich ans Licht gebracht. Die „Dichte der Zivilisation“ wurde wieder sichtbar. Damit meine ich das dichte, vernetzte und oft unsichtbare materielle Netzwerk, das das menschliche Wohlergehen stützt: Industriechemie, Fertigung, Transport, Abwasserentsorgung, Kommunikation, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Bauwesen. Dies sind keine nebensächlichen oder optionalen Merkmale des modernen Lebens. Sie sind dessen Substanz. Und diese Krise hat gezeigt, dass mehr als 6.000 für das tägliche Leben unverzichtbare Produkte gleichzeitig gefährdet sein könnten.

Das bedeutet keineswegs, dass Umweltprobleme ignoriert werden sollten oder dass Gesellschaften ihre Bemühungen zur Abfallvermeidung, Effizienzsteigerung und Förderung sauberer Technologien aufgeben sollten. Es bedeutet jedoch, dass die Energiepolitik von einem ehrlicheren Verständnis der Realität ausgehen muss. Eine Zivilisation lässt sich nicht mit Schlagworten aufrechterhalten. Ebenso wenig können politische Entscheidungsträger verantwortungsvoll die Zukunft gestalten, wenn sie so tun, als seien fossile Brennstoffe nichts weiter als ein schmutziges Erbe, das man einfach entsorgen kann. Sie sind auch Teil der materiellen Infrastruktur des Lebens, wie wir es kennen.

Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht darin, diese Abhängigkeit zu leugnen, sondern sie klug zu bewältigen. Eine ausgereifte Energiepolitik sollte nicht auf vereinfachende moralische Reinheit abzielen, sondern auf Widerstandsfähigkeit, Umsicht und Realismus. Sie sollte der Frage nachgehen, wie Gesellschaften ihre Lebensqualität bewahren, stabile Lieferketten aufrechterhalten, unnötigen Abfall reduzieren und begrenzte Ressourcen intelligent nutzen können. Sie sollte auch anerkennen, dass der technologische Wandel Zeit braucht und dass das Erzwingen von Veränderungen ohne Rücksicht auf die materiellen Gegebenheiten zu Engpässen, Instabilität und unnötigem Schaden führen kann.

Sich der Realität zu stellen, ist kein Akt der Resignation. Im Gegenteil, es ist die aufrichtigste und zukunftsorientierteste Vorgehensweise. Es bedeutet, die Spannung zwischen Idealen und praktischer Notwendigkeit anzuerkennen und gleichzeitig weiterhin stetige und verantwortungsvolle Schritte zu unternehmen. Von diesem Ausgangspunkt aus können wir beginnen, die Energiepolitik so neu zu gestalten, dass sie sowohl nachhaltig als auch menschlich ist – eine Politik, welche die Umwelt respektiert ohne die materiellen Grundlagen der Zivilisation selbst zu vergessen.

Please share this information with teachers, students, and friends to encourage Energy Literacy conversations at the family dinner table.

Ronald Stein, P.E., is an engineer, columnist on energy literacy at America Out Loud NEWS, and advisor on energy literacy for the Heartland Institute and CFACT, and co-author of the Pulitzer Prize-nominated book “Clean Energy Exploitations.” He is also the recipient of an unsolicited Tribute to Ronald Stein from Stephen Heins.

Yoshihiro Muronaka, P.E. Jp is a chemical engineer who currently focuses on evaluating net-zero and decarbonization policies, advocating alternative energy concepts such as “carbon symbiosis,” and promoting balanced international energy cooperation.

Published April 13, 2026, in America Out Loud News

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/15/tensions-in-the-strait-of-hormuz-force-us-to-reconsider-the-material-benefits-of-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Brief von Happer, Lindzen, Koonin an das Federal Judicial Center

17. April 2026 - 12:00

Richard Lindzen, Ph. D.
Professor of Earth, Atmospheric, and Planetary Sciences, Emeritus Professor of Physics
Massachusetts Institute of Technology

William Happer, Ph. D.
Emeritus Professor of Physics, Princeton University

Steven Koonin, Ph. D.
Edward Teller Senior Fellow Hoover Institution, Stanford University

Datum: 1. April 2026:

The Honorable John G. Roberts
Chair, Federal Judicial Center
Chief Justice, United States Supreme Court
One First Street, NE
Washington, DC 20543

cc: Federal Judicial Center Board and Director

Re: “How Science Works” Chapter in the Reference Manual on Scientific Evidence: 4th Edition

[Betreff: Kapitel „Wie Wissenschaft funktioniert“ im Referenzhandbuch zu wissenschaftlichen Beweisen: 4. Auflage]

Sehr geehrter Chief Justice Roberts:

Das „Reference Manual on Scientific Evidence“ wird von der [US-]Bundes- und der einzelstaatlichen Justiz seit langem wegen seiner Neutralität, Klarheit und Zurückhaltung geschätzt. Es wird von mehr als 3.000 Bundesrichtern und zahlreichen einzelstaatlichen Richtern genutzt und wurde in über 1.700 Gerichtsurteilen zitiert. Sein Zweck bestand stets darin, Gerichte bei der Bewertung wissenschaftlicher Beweise zu unterstützen – und nicht darin, bestimmte wissenschaftliche, politische oder strategische Ziele voranzutreiben.

Wir schreiben Ihnen, um unsere ernsthafte Besorgnis über die vor einigen Monaten erschienene vierte Auflage des Handbuchs zum Ausdruck zu bringen. Mehrere Kapitel weichen deutlich von der langjährigen Tradition der Neutralität des Handbuchs ab.

1.  Das gestrichene Kapitel zur Klimawissenschaft deckte strukturelle Probleme auf

Das auffälligste Beispiel war der „Leitfaden zur Klimawissenschaft“, der zurückgezogen wurde, nachdem ein Schreiben von 28 Generalstaatsanwälten tiefgreifende Interessenkonflikte und zahlreiche unbegründete Behauptungen dokumentiert hatte, die als gesicherte Tatsachen dargestellt worden waren.

Als Berufsphysiker mit jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen Atmosphärendynamik, Strahlungstransport und Modellierung komplexer Systeme wie dem Klima – und mit insgesamt mehr als 600 begutachteten Veröffentlichungen – waren wir besonders besorgt über die wissenschaftlichen und verfahrenstechnischen Mängel dieses Kapitels. (Unsere Lebensläufe sind beigefügt.)

2.  Das verbleibende Kapitel „Wie Wissenschaft funktioniert“ weist ähnliche Mängel auf.

Obwohl das Kapitel zum Thema Klima entfernt worden ist, bleibt das Kapitel, auf dem es beruhte – „How Science Works“ – erhalten. Dieses 65 Seiten umfassende Kapitel ersetzt die wesentlich kürzere und weithin anerkannte 18-seitige Fassung, die David Goodstein, ehemaliger Vizerektor des Caltech, für frühere Ausgaben verfasst hatte. Das neue Kapitel nimmt keinen Bezug auf die frühere Fassung und ähnelt ihr weder inhaltlich noch im Ton.

Der Hauptautor des neuen Kapitels Professor Michael Weisberg ist ein Philosoph, der auch als Klimadiplomat und Berater mehrerer nationaler Delegationen bei den Verhandlungen der Konferenz der Vertragsparteien der UN-Klimarahmenkonvention (COP) tätig ist. In seiner öffentlichen Biografie wird seine Arbeit bei der Entwicklung von Strategien zur Sicherung klimabezogener Finanztransfers für kleine Inselstaaten hervorgehoben. Diese Rollen disqualifizieren ihn an sich nicht. Sie erwecken jedoch eindeutig den Anschein eines Interessenkonflikts, wenn es darum geht, ein Kapitel zu verfassen, das Richtern als Leitfaden dienen soll, was legitime wissenschaftliche Beweise ausmacht – insbesondere in Rechtsstreitigkeiten, in denen möglicherweise Billionen von Dollar auf dem Spiel stehen.

3.  Das neue Kapitel stützt sich auf einen konzeptionellen und nicht auf einen wissenschaftlichen Ansatz.

Im allerersten Absatz wird behauptet, dass „PR-Kampagnen die Öffentlichkeit über den tatsächlichen Stand des wissenschaftlichen Konsenses in die Irre geführt haben“, wobei auf das Buch „Merchants of Doubt“ von Naomi Oreskes und Erik Conway verwiesen wird. Dieses Buch – und der darauf basierende Film – argumentieren ausdrücklich, dass es unter „echten Wissenschaftlern“ „keinerlei Meinungsverschiedenheiten“ hinsichtlich des katastrophalen Klimawandels gebe.

Diese Darstellung ist für einen juristischen Referenztext unangemessen. Sie präsentiert umstrittene Behauptungen als feststehende Tatsachen und impliziert, dass abweichende Wissenschaftler – darunter Tausende von anerkannten Forschern – keine „echten Wissenschaftler“ seien. Das ist keine neutrale Beschreibung wissenschaftlicher Praxis; es ist eine Position, die eine bestimmte Sichtweise vertritt.

4.  Der Goldstandard der Wissenschaft ist die Vorhersage, die an der Realität gemessen wird.

Als Wissenschaftler stimmen wir dem Obersten Gerichtshof in der Rechtssache Daubert voll und ganz zu, wonach wissenschaftliche Erkenntnisse nach der wissenschaftlichen Methode gewonnen werden müssen:

„Damit eine Schlussfolgerung oder Behauptung als ‚wissenschaftliche Erkenntnis‘ gelten kann, muss sie nach der wissenschaftlichen Methode gewonnen worden sein. *** ‚Die wissenschaftliche Methodik basiert heute darauf, Hypothesen aufzustellen und diese zu überprüfen … diese Methodik ist es, die die Wissenschaft von anderen Bereichen menschlichen Forschens unterscheidet.‘“ Daubert gegen Merrell Dow Pharmaceuticals, Inc., 509 U.S. 579, 590, 593 (1993) (Zitate weggelassen).

Prof. Richard Feynman, Nobelpreisträger für Physik, erklärte die wissenschaftliche Methode prägnant wie folgt:

„Wir vergleichen das Ergebnis der Berechnung [einer Theorie] mit der Natur, … vergleichen es direkt mit Beobachtungen, um zu sehen, ob es funktioniert. Wenn es mit dem Experiment nicht übereinstimmt, ist es falsch. In dieser einfachen Aussage liegt der Schlüssel zur Wissenschaft.“ The Character of Physical Law (1965), S. 150.

Seit Jahrhunderten beruht der wissenschaftliche Fortschritt auf der Fähigkeit, gewagte Vorhersagen zu treffen – Vorhersagen, die sich leicht als falsch erweisen könnten – und diese dann anhand von Experimenten oder Beobachtungen zu überprüfen. Dieser empirische Zyklus ist der Goldstandard wissenschaftlichen Verständnisses. Er hat es der Menschheit ermöglicht, die Gesetze der Bewegung, des Elektromagnetismus, der Thermodynamik, der Quantenmechanik, der Genetik und unzähliger anderer Säulen des modernen Wissens zu entdecken.

Historisch gesehen war die wissenschaftliche Methode eine neue Denkweise, welche die wissenschaftliche Revolution auslöste. Sie unterscheidet sich von anderen gängigen Denkweisen dadurch, dass sie Theorien anhand von Beobachtungen überprüft, wobei die Fakten maßgeblich sind:

Die wissenschaftliche Methode „ist ein vehementes und leidenschaftliches Interesse am Verhältnis allgemeiner Prinzipien zu irreduziblen und hartnäckigen Tatsachen. Überall auf der Welt und zu allen Zeiten gab es praktische Menschen, die sich mit ‚irreduziblen und hartnäckigen Tatsachen‘ beschäftigten; überall auf der Welt und zu allen Zeiten gab es Menschen mit philosophischem Temperament, die sich mit der Ausarbeitung allgemeiner Prinzipien beschäftigten. Es ist diese Verbindung aus leidenschaftlichem Interesse an den detaillierten Fakten mit gleicher Hingabe an abstrakte Verallgemeinerungen, die das Neue in unserer heutigen Gesellschaft ausmacht.“ Alfred North Whitehead, Science and the Modern World (1925) 3.

Das neue Kapitel ignoriert die oben vom Obersten Gerichtshof erläuterte wissenschaftliche Methode und behauptet fälschlicherweise, es sei ein „Mythos“, dass es eine einzige wissenschaftliche Methode gebe, und erklärt stattdessen, es handele sich um einen unverständlichen Prozess:

„Mythos: Es gibt eine einzige wissenschaftliche Methode, der alle Wissenschaftler folgen.

„Fakt: Der wissenschaftliche Prozess ist nichtlinear und dynamisch.“ Ebenda, S. 102.

Wie oben dargelegt, ist die Behauptung im neuen Kapitel „Wie Wissenschaft funktioniert“, es sei ein „Mythos“, dass es eine einzige wissenschaftliche Methode gebe, wissenschaftlich grundlegend falsch. Die wissenschaftliche Methode ist seit der wissenschaftlichen Revolution die Grundlage der modernen Wissenschaft.

Im Gegensatz zu dem neuen Kapitel erklärte Prof. David Goodstein in seinem Kapitel „How Science Works“ in früheren Ausgaben des Reference Manual, dass wissenschaftliches Wissen durch die wissenschaftliche Methode gewonnen wird:

„Kurz gesagt, das Wesen der Wissenschaft ist die wissenschaftliche Methode.“ Referenzhandbuch, 3. Auflage, S. 39.

Er erläuterte die wissenschaftliche Methode im Wesentlichen genauso wie der Oberste Gerichtshof und Prof. Feynman:

„Was von einer Theorie in der Wissenschaft verlangt wird ist, dass sie neue Vorhersagen trifft, die durch neue Experimente oder Beobachtungen überprüft und widerlegt oder bestätigt werden können.“ Ebenda, S. 51.

Er betonte, dass „Daten das A und O der Wissenschaft sind und stets mit Ehrfurcht behandelt werden müssen.“ Ebenda, S. 47.

Unter Berufung auf Galileo bemerkte er: „In wissenschaftlichen Fragen ist die Autorität von Tausenden nicht so viel wert wie die bescheidene Argumentation einer einzigen Person.“ Ebenda, S. 47. Das heißt, Konsens ist in der Wissenschaft kein Maßstab.

Er merkte auch an, dass die wissenschaftliche Methode und die juristische Methode im Grunde genommen identisch sind, was für Richter und Anwälte ohne wissenschaftliche Ausbildung hilfreich und beruhigend sein dürfte:

„Wissenschaft und Recht verfolgen auf der tiefsten Ebene die gleichen Ziele und wenden viele der gleichen Methoden an … indem sie sich auf empirische Belege stützen, um zu rationalen Schlussfolgerungen zu gelangen.“ Ebenda, S. 52.

5.  Konsens ist nicht die Grundlage von Wissenschaft.

Das neue Kapitel hebt wiederholt den „wissenschaftlichen Konsens“ und die „breite Akzeptanz“ als bestimmendes Merkmal wissenschaftlicher Validität hervor. In einem Abschnitt mit dem Titel „Erreichen eines wissenschaftlichen Konsens’“ wird „Abbildung 3. Indikatoren für wissenschaftlichen Konsens“ vorgestellt, ein Spektrum von „niedrig“ bis „hoch“ der „Wahrscheinlichkeit, dass ein Konsens über eine Hypothese erreicht wurde“. Ebenda, S. 97.

Anschließend wird behauptet, dass „das höchste Maß an Gewissheit, das die Wissenschaft bieten kann“, dann vorliegt, wenn eine Theorie „breite Akzeptanz erlangt hat“. Ebenda, S. 97. Ferner wird behauptet: „Breite Akzeptanz ist ein starker Indikator für die Zuverlässigkeit wissenschaftlich gewonnenen Wissens.“ Ebenda, S. 96.

Doch Konsens ist ein soziologisches Phänomen, nicht die wissenschaftliche Methode. Michael Crichton stellte in einem bekannten Vortrag fest: 1

„Es gibt keine Wissenschaft des Konsens‘. Wenn es Konsens ist, ist es keine Wissenschaft. Wenn es Wissenschaft ist, ist es kein Konsens.“

Konsens ist ein minderwertiger und von Natur aus fragiler Ersatz für den Goldstandard der Wissenschaft: überprüfbare Vorhersagen, die mit Daten überprüft werden. Er wird vor allem in Bereichen herangezogen, in denen kontrollierte Experimente schwierig oder unmöglich sind und Vorhersagen nicht eindeutig überprüft werden können. Er ist anfällig für Gruppendenken, die Abhängigkeit von Fördermitteln und die natürliche menschliche Abneigung, Fehler einzugestehen.

Wissenschaftlicher Fortschritt – von Galileo über Curie bis hin zu Einstein – erforderte oft einen Bruch mit dem Konsens, und die Geschichte bietet viele Beispiele, in denen ein vorherrschender Konsens später widerlegt wurde, darunter der Lysenkoismus in der Sowjetunion, der lange Widerstand gegen die Plattentektonik und der kurze Konsens Mitte des 20. Jahrhunderts über eine bevorstehende globale Abkühlung. Auch wenn ein Konsens durch ein einziges Experiment oder eine einzige Beobachtung widerlegt werden kann, kann er noch lange bestehen bleiben, nachdem sich gegenteilige Beweise angesammelt haben, gerade weil er eher sozial als empirisch aufrechterhalten wird.

Diese soziale Aufrechterhaltung des Konsens‘ macht es auch wichtig, die Meinungen von anerkannten Experten aus anderen Fachgebieten nicht von vornherein abzulehnen, da diese nicht durch Konsensdenken oder Belohnungen eingeschränkt sein müssen.

Das neue Kapitel führt das Ozonloch über der Antarktis als Beispiel für einen gut funktionierenden Konsens an. Doch selbst hier ist das wissenschaftliche Bild komplexer, als es das Kapitel vermuten lässt. Das Ozonloch über der Antarktis im Frühjahr tritt seit seiner Entdeckung im Jahr 1979, als die weltweite Satellitenkartierung begann, jedes Jahr auf. Trotz eines erheblichen Rückgangs der Halogenkonzentrationen in der Stratosphäre infolge des Montrealer Protokolls haben sich Größe und Tiefe des Ozonlochs kaum systematisch verändert. Es gibt nach wie vor wissenschaftlich fundierte Gründe, daran zu zweifeln, dass vom Menschen emittierte Halogene die Hauptursache für dieses Phänomen sind. Als Beispiel für „Konsenswissenschaft“ ist das Ozonloch alles andere als eindeutig.

Hätte das Kapitel ein anschauliches Beispiel dafür gesucht, wie die Wissenschaft die Politik beeinflussen sollte, wäre der kausale Zusammenhang zwischen Zigarettenrauchen und Lungenkrebs weitaus passender gewesen. Dieser Zusammenhang stützt sich auf übereinstimmende Beweislinien, starke statistische Zusammenhänge, ein Verständnis der Wirkmechanismen und Vorhersagen, die durch Beobachtungen wiederholt bestätigt worden sind. Er veranschaulicht die empirische Strenge, von der sich die gerichtliche Bewertung wissenschaftlicher Behauptungen leiten lassen sollte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neue Aussage im Kapitel „How Science Works“, wonach „breite Akzeptanz“ und „wissenschaftlicher Konsens“ „das höchste Maß an Gewissheit darstellen, das die Wissenschaft bieten kann“, und „einen starken Indikator für die Zuverlässigkeit wissenschaftlich gewonnenen Wissens liefern“, eine eklatante Falschdarstellung dessen ist, was Wissenschaft seit der wissenschaftlichen Revolution im 17. Jahrhundert ausmacht – nämlich eine Disziplin, die auf der wissenschaftlichen Methode basiert.

Einfach ausgedrückt: Wenn es Konsens ist, ist es keine Wissenschaft.

6.  In diesem Kapitel wird die Wissenschaft fälschlich als ein von der Gemeinschaft gelenktes Unterfangen dargestellt

Überschriften wie „Wissenschaft wird von einer Gemeinschaft betrieben, die ihre Mitglieder an Normen bindet“ und „Wissenschaft als menschliches und gemeinschaftliches Unterfangen“ beschreiben etwas, das eher einer politischen Partei oder einem religiösen Orden ähnelt als der wissenschaftlichen Methode. Wissenschaft ist zwar in der Tat eine menschliche Tätigkeit, doch ihre Autorität leitet sich aus reproduzierbaren Ergebnissen ab, nicht aus Gemeinschaftsnormen oder einem Mehrheitskonsens.

Das frühere Kapitel von Goodstein hat diesen Unterschied klar und prägnant herausgearbeitet. Die neue Fassung verschleiert ihn.

7.  Empfehlungen

Wir begrüßen, dass das Federal Judicial Center das Kapitel „Reference Guide on Climate Science“ aus dem neuen Referenzhandbuch entfernt hat, da es nicht die neutrale und sachliche Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse bietet, für die das Handbuch bekannt ist. 2

Da das Kapitel „How Science Works“ größtenteils zur Untermauerung des nun zurückgezogenen Klimakapitels verfasst worden ist – und da es so drastisch von der Tradition der Neutralität des Handbuchs abweicht –, empfehlen wir respektvoll, dass auch dieses Kapitel zurückgezogen wird, bevor Bundes- und Landesrichter fälschlich dazu verleitet werden, es zur Zulassung oder zum Ausschluss wissenschaftlicher Beweise heranzuziehen, und seine pseudowissenschaftlichen Inhalte mehr als 1.000 klimabezogene Fälle vor Landes- und Bundesgerichten verfälschen.

Wir empfehlen außerdem respektvoll, es durch die frühere Goodstein-Version zu ersetzen, die nach wie vor eine prägnante, genaue und ideologiefreie Erklärung wissenschaftlicher Argumentation darstellt, die für die Verwendung in der Rechtsprechung geeignet ist.

Darüber hinaus teilte der Direktor des Zentrums Richter Rosenberg dem Generalstaatsanwalt von West Virginia John McCuskey in einem Schreiben vom 24. Februar mit, dass die Nationale Akademie der Wissenschaften (NAS) das Kapitel „Reference Guide on Climate Science“ nicht aus ihrer Ausgabe des Referenzhandbuchs entfernen werde: „Die Akademien werden in ihren Online- und Druckausgaben des RMSE einen mit einem Sternchen gekennzeichneten Hinweis einfügen, der darauf hinweist, dass das FJC das Kapitel aus seiner Ausgabe des Handbuchs gestrichen hat.“ Wir empfehlen dem Center höflich, die NAS anzuweisen, sowohl das Kapitel „How Science Works“ als auch das Kapitel „Reference Guide on Climate Science“ aus ihrer Version des Reference Manual on Scientific Evidence: 4th Edition des Federal Judicial Center zu entfernen.

Bitte teilen Sie uns abschließend mit, ob das Center plant, diese Schritte umgehend zu unternehmen.

Wir schätzen das langjährige Engagement des Federal Judicial Center, Richtern zuverlässige und unvoreingenommene Leitlinien zur Verfügung zu stellen. Die Gewährleistung, dass das Handbuch frei von Interessenvertretung und Interessenkonflikten bleibt, ist für die Aufrechterhaltung dieses Vertrauens von entscheidender Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen,

Richard Lindzen

I am an Alfred P. Sloan Professor of Atmospheric Science Emeritus at MIT. After completing my doctorate at Harvard in 1964 (with a thesis on the interaction of photochemistry, radiation and dynamics in the stratosphere), I did postdoctoral work at the University of Washington and at the University of Oslo before joining the National Center for Atmospheric Research as a staff scientist. At the end of 1967, I moved to the University of Chicago as a tenured associate professor, and in 1971 I returned to Harvard to assume the Gordon McKay Professorship (and later the Burden Professorship) in Dynamic Meteorology. In 1981 I moved to MIT to assume the Alfred P. Sloan Professorship in Atmospheric Sciences. I have also held visiting professorships at UCLA, Tel Aviv University, and the National Physical Laboratory in Ahmedabad, India, and the Hebrew University in Jerusalem, the Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, and the Laboratory for Dynamic Meteorology at the University of Paris.

I developed our current understanding of the quasi-biennial oscillation of the tropical stratosphere, the current explanation for dominance of the solar semidiurnal and diurnal tides at various levels of the atmosphere, the role of breaking gravity waves as a major source of friction in the atmosphere, and the role of this friction in reversing the meridional temperature gradient at the tropopause (where the equator is the coldest latitude) and the mesopause (where temperature is a minimum at the summer pole and a maximum at the winter pole). I have also developed the basic description of how surface temperature in the tropics controls the distribution of cumulus convection and led the group that discovered the iris effect where upper-level cirrus contract in response to warmer surface temperatures. I have published approximately 250 papers and books. I am an award recipient of the American Meteorological Society and the American Geophysical Union. I am a fellow of the American Meteorological Society, the American Geophysical Union and the American Association for the Advancement of Science, and a member of the National Academy of Sciences and the American Academy of Arts and Sciences.

I have served as the director of the Center for Earth and Planetary Sciences at Harvard and on numerous panels of the National Research Council. I was also a lead author on the Third Assessment Report of the UN’s Intergovernmental Panel on Climate Change – the report for which the IPCC shared the Nobel Peace Prize with Al Gore.

William Happer

I am a Professor Emeritus in the Department of Physics at Princeton University.

I began my professional career in the Physics Department of Columbia University in 1964, where I served as Director of the Columbia Radiation Laboratory from 1976 to 1979. I joined the Physics Department of Princeton University in 1980.

I invented the sodium guidestar that is used in astronomical adaptive optics systems to correct the degrading effects of atmospheric turbulence on imaging resolution. I have published over 200 peer-reviewed scientific papers, am a Fellow of the American Physical Society, the American Association for the Advancement of Science, and a member of the American Academy of Arts and Sciences, the National Academy of Sciences and the American Philosophical Society.

I served as Director of Energy Research in the U.S. Department of Energy from 1991 to 1993. I was a co-founder in 1994 of Magnetic Imaging Technologies Incorporated (MITI), a small company specializing in the use of laser-polarized noble gases for magnetic resonance imaging. I served as Chairman of the Steering Committee of JASON from 1987 to 1990.

I served as Deputy Assistant to the President and Senior Director for Emerging

Technologies at The National Security Council in the White House from 2018 to 2019.

I am the Chair of the Board of Directors of the CO2 Coalition, a nonprofit 501(c)(3) organization established in 2015 to educate thought leaders, policy makers and the public about the vital contribution made by carbon dioxide to our lives and our economy.

Steven E. Koonin

I am the Edward Teller Senior Fellow at Stanford University’s Hoover Institution, which I joined in September 2024.

Prior to that, I was a University Professor at New York University, where I held appointments as a Professor of Information, Operations, and Management Sciences in the Stern School of Business and a Professor of Civil and Urban Engineering in the Tandon School of Engineering while serving as the Founding Director of the Center for Urban Science and Progress (CUSP).

I served as Undersecretary for Science at the U.S. Department of Energy from May 2009, following my confirmation by the U.S. Senate, until November 2011.

Prior to joining the government, I spent five years, from March 2004 to May 2009, as Chief Scientist for BP, p.l.c.

From September 1975 to July 2006, I was a professor of theoretical physics at Caltech and was the Institute’s Provost from February 1995 to January 2004.

I was a director of CERES, Inc., a publicly traded company pursuing genetically enhanced bioenergy crops, from 2012 to 2015 and have been an Independent Director of GP Strategies (now GP Government Solutions) since 2016.

My memberships include the U.S. National Academy of Sciences, the American Academy of Arts and Sciences, the Council on Foreign Relations. I am a former member of the Trilateral Commission. I am a member of the JASON advisory group from July 1988 to May 2009, and from November 2011 to present, and served as the group’s chair from 1998 to 2004.

I have served as an independent governor of the Los Alamos, of Lawrence Livermore National Security LLC since July 2012, and of the Sandia Corporation from 2016 to 2017 and was a member of the Secretary of Energy’s Advisory Board from 2013 to 2016. I have also served as a Trustee of the Institute for Defense Analyses from 2014 to 2025.

I hold a B.S. in Physics from Caltech (1972) and a Ph.D. in Theoretical Physics from MIT (1975).

cc:
Judge Kathleen Cardone, U.S. District Court for the Western District of Texas
Judge Sara L. Ellis, U.S. District Court for the Northern District of Illinois
Judge Ralph R. Erickson, U.S. Court of Appeals for the Eighth Circuit
Judge Michelle M. Harner, U.S. Bankruptcy Court for the District of Maryland
Judge Suzanne Mitchell, U.S. District Court for the Western District of Oklahoma
Judge Kevin C. Newsom, U.S. Court of Appeals for the Eleventh Circuit
Judge B. Lynn Winmill, U.S. District Court for the District of Idaho
Judge Robert J. Conrad, Jr., Director of the Administrative Office of the U.S. Courts
Judge Robin L. Rosenberg, Director of the Federal Judicial Center

1 Michael Crichton, Aliens Cause Global Warming, Caltech Michelin Lecture (Jan. 17, 2003).

2 Its fundamental scientific flaws are detailed in Profs. Lindzen’s and Happer’s paper Physics Demonstrates That Increasing Greenhouse Gases Cannot Cause Dangerous Warming, Extreme Weather or Any Harm and in Prof. Koonin’s book Unsettled (2d. ed. 2024).

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/12/happer-lindzen-koonin-letter-to-the-federal-judicial-center/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Brief von Happer, Lindzen, Koonin an das Federal Judicial Center erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

Kategorien: Externe Ticker

Matt Ridley glaubt, dass das Klima-Geplapper fast am Ende ist

17. April 2026 - 9:00

Peter Baeten, Clintel

In seinem jüngsten ICSF/Clintel-Vortrag argumentierte Matt Ridley, dass die öffentliche und politische Dynamik hinter dem Narrativ der „Klimakrise“ nachlässt, und er untersuchte die Gründe für diesen Wandel sowie dessen Auswirkungen.

In einem Leitartikel im Magazin „The Spectator“ erklärte der britische Wissenschaftsautor, Journalist und Geschäftsmann Matt Ridley kürzlich: „Endlich, Gott sei Dank, ebt der Hype um die globale Erwärmung ab. Um Monty Python zu paraphrasieren: Der Klimapapagei mag zwar noch immer an seiner Stange auf dem COP-Gipfel in Belém, Brasilien – oder in Harvard und auf CNN [und in D; A. d. Übers.]– festgenagelt sein, aber anderswo ist er tot.“ Er sagte auch, dass Bill Gates’ Entschuldigung, in der er einräumte, dass die globale Erwärmung „nicht zum Untergang der Menschheit führen wird“, nachdem er das Büro für Politik und Interessenvertretung seiner klimapolitischen Wohltätigkeitsgruppe geschlossen hatte, ein weiterer Nagel im Sarg der Klimapanik sei. Der Rückgang des Klimaalarmismus‘ war das zentrale Thema in Ridleys ICSF/Clintel-Vortrag: „The Great Climate Climbdown“ (1. April).

Nachlassen

In seinem Vortrag erläuterte Ridley, warum seiner Ansicht nach der „Klima-Alarm“ nachlässt. Ein wesentlicher Faktor ist das schwindende Vertrauen der Öffentlichkeit in wissenschaftliche und institutionelle Autoritäten, insbesondere nach der COVID-19-Pandemie. Laut Ridley „hat die COVID-Pandemie dazu geführt, dass die Menschen der Wissenschaft und den Experten misstrauen“, und diese Skepsis habe sich auf die Klimadebatten ausgeweitet. Er argumentierte zudem, dass übertriebene Vorhersagen und viel beachtete Fehler die Glaubwürdigkeit untergraben hätten.

Als entscheidenden Faktor nannte Ridley jedoch die wirtschaftlichen Realitäten. Er betonte, dass die versprochene Erschwinglichkeit der Dekarbonisierung nicht eingetreten sei: „Sie erweist sich als kostspielig, unbequem und regressiv.“ Seiner Ansicht nach belasten steigende Energiepreise einkommensschwache Haushalte unverhältnismäßig stark, was Klimapolitik politisch und gesellschaftlich umstritten macht. Dieser wirtschaftliche Druck hat die Aufmerksamkeit auf Energiesicherheit und Erschwinglichkeit gelenkt, insbesondere in Regionen wie den Vereinigten Staaten und Teilen Asiens.

Ein zentrales Thema in Ridleys Argumentation ist das Versagen erneuerbarer Energien – insbesondere Wind- und Solarenergie –, zuverlässige und skalierbare Lösungen zu liefern. Er beschrieb diese Quellen als von Natur aus unbeständig und argumentierte, dass „der Übergang zu ihnen einfach nicht zustande kommt“. Ohne erneuerbare Energien gänzlich abzulehnen, stellte er die Frage, warum die Sorge um den Klimawandel oft mit einer starken Unterstützung für genau diese Technologien gleichgesetzt wird.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Schiefer-Revolution

Im Gegensatz dazu hob Ridley die tiefgreifenden Auswirkungen der Schieferrevolution hervor, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Fortschritte bei der Förderung von Öl und Gas aus Schieferformationen haben das Angebot drastisch erhöht und die Bedenken hinsichtlich einer Ressourcenverknappung gemindert. Er argumentierte, dass diese Entwicklung die globalen Energiemärkte neu gestaltet und frühere Annahmen über die Unvermeidbarkeit eines raschen Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen untergraben habe.

Technologische Trends, insbesondere der Aufstieg der künstlichen Intelligenz, verstärken die Nachfrage nach zuverlässiger Energie zusätzlich. Ridley merkte an, dass Rechenzentren und KI-Infrastruktur eine kontinuierliche, verlässliche Stromversorgung benötigen, was derzeit fossile Brennstoffe und Kernenergie gegenüber intermittierenden erneuerbaren Energien begünstigt. Dies hat dazu geführt, dass Teile des Technologiesektors eine pragmatischere Haltung in der Energiepolitik einnehmen.

Die Wissenschaft

In wissenschaftlicher Hinsicht räumte Ridley ein, dass die globalen Temperaturen steigen, stellte jedoch das Ausmaß der prognostizierten Auswirkungen in Frage. Er erklärte: „Ich gehöre zu denen, die glauben, dass es wärmer wird … aber ich glaube nicht, dass es schlimmer wird.“ Er argumentierte, dass viele der vorhergesagten negativen Folgen – wie beispielsweise die Zunahme extremer Wetterereignisse – nicht in dem erwarteten Ausmaß eingetreten seien. Seiner Ansicht nach „leben wir in dieser Zukunft und sie ist gar nicht so schlimm“, wobei er feststellte, dass die gelebte Erfahrung nicht mit früheren düsteren Prognosen übereinstimme.

Ridley kritisierte zudem Klimamodelle. „Die Modelle laufen immer noch zu heiß“, was bedeutet, dass sie die Erwärmung im Vergleich zu den beobachteten Daten überschätzen. Er führte dies auf zu hohe Annahmen bezüglich der Klimasensitivität zurück. Darüber hinaus hob er die historische Klimavariabilität hervor und argumentierte, dass die aktuellen Temperaturen nicht beispiellos seien, wenn man sie über längere Zeiträume wie das Holozän betrachtet (siehe auch hier).

Der vielleicht wichtigste Punkt in Ridleys Vortrag ist der positive Einfluss von Kohlendioxid auf das Pflanzenwachstum. Er verwies auf Belege für eine weltweite „Begrünung“ und erklärte, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts zu einer messbaren Ausbreitung der Vegetation weltweit beigetragen habe. Dieser Effekt hat erhebliche Vorteile für die Landwirtschaft und die Ökosysteme und wurde in politischen Diskussionen unterschätzt.

Auch die ökonomische Analyse spielt in Ridleys Kritik eine zentrale Rolle. Er stellte die Rechtfertigung für groß angelegte Ausgaben zur Dekarbonisierung in Frage, indem er Kosten und Nutzen verglich. Unter Bezugnahme auf Schätzungen der gesellschaftlichen Kosten von Kohlenstoff argumentierte er, dass Klimaschutzmaßnahmen unverhältnismäßig teuer sein könnten: „Es macht einfach keinen Sinn, ein Vermögen für etwas zu bezahlen, das nur einen Cent einspart.“

Ridley veranschaulichte diesen Punkt anhand langfristiger Wirtschaftsszenarien und argumentierte, dass künftige Generationen trotz einer erheblichen Erwärmung aufgrund des anhaltenden Wirtschaftswachstums wahrscheinlich viel wohlhabender sein werden. Er stellte in Frage, ob relativ geringe Einbußen beim prognostizierten Wohlstand – verursacht durch Klimafolgen – eine existenzielle Bedrohung darstellen.

Politische Dynamik

In dem Vortrag ging es auch um politische Dynamik. Ridley kritisierte den seiner Meinung nach früher bestehenden Konsens unter den großen politischen Parteien zugunsten einer strengen Klimapolitik und argumentierte, dass dies eine offene Debatte eingeschränkt habe. Er wies darauf hin, dass dieser Konsens allmählich zu bröckeln beginne, insbesondere da die wirtschaftlichen Kosten immer deutlicher zutage träten.

Wirtschaftliche Realitäten, technologische Entwicklungen und sich wandelnde Einstellungen in der Öffentlichkeit schwächen die Dominanz der Narrative vom Klimanotstand. Ridley warnte jedoch vor extremen Positionen. Er riet Kritikern der Mainstream-Klimapolitik davon ab, den Klimawandel gänzlich abzulehnen, und wies darauf hin, dass eine solche Rhetorik die Glaubwürdigkeit untergraben könne*. Stattdessen forderte er eine stärkere Beteiligung an technischen und politischen Diskussionen und betonte die Bedeutung einer detaillierten, evidenzbasierten Argumentation. „Diejenigen, die den vorherrschenden Ansätzen skeptisch gegenüberstehen, müssen sich intensiver und konsequenter in die Debatte einbringen, wenn sie hoffen, deren zukünftige Richtung zu beeinflussen.“

[*Das ist unverständlich: meines Wissens lehnt niemand den Klimawandel gänzlich ab! A. d. Übers.]

Hier der Vortrag von Matt Ridley:

Es folgt hier das vollständige Transskript des Vortrags. Auf die Übersetzung desselben wird hier verzichtet, zumal man sich Untertitel einblenden lassen kann. Und das Wesentliche seines Vortrags hat Autor Peter Baeten oben ja schon hervorgehoben. – A. d. Übers.]

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/10/matt-ridley-thinks-the-climate-parrot-is-almost-dead/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Here is an AI formatted transcript:

I’m going to try and give you my perspective on which arguments have made the difference in terms of changing people’s minds on climate, and therefore what kinds of evidence and arguments we should be pushing in order to try to win this battle.

The genesis for this was an article I wrote in The Spectator saying that I really do think the climate emergency talk has peaked and we are seeing a significant change. If you live in the British Isles, that’s not immediately apparent. It’s still a huge issue in Britain and Ireland and most of Europe. But if you spend any time in America now, or even in Asia, you are seeing a very different debate where the affordability of energy is much more important than decarbonization, where the demands of AI have trumped the requirement to cut carbon dioxide emissions. I think Britain and Ireland are getting left behind here. We need to get with the conversation that’s happening elsewhere.

The images are covering the end of that graph, so you can’t see it, but there has been a decline in newspaper coverage. There are all sorts of straws in the wind, like Bill Gates closing down the advocacy office. The banking alliance for climate change has closed down. A lot of companies are tiptoeing away from this issue. It therefore is a moment when it might turn — it might die out. More likely it will go quiet for a while and then more air will be pumped into the balloon at some point in some form or other. There is such a gigantic vested interest these days in climate alarm that one can never write it off completely.

Here are ten reasons I think why it’s fading. I’ll run through them in more detail, but I’ll just quickly list them here. I think it’s important not to underestimate the degree to which the COVID pandemic has left people mistrustful of science and of experts. That has significantly damaged trust in science, and it is infecting the climate debate. Overclaiming and some degree of fraud have been a problem in the climate science arena for even longer, but I think you are getting traction now because of COVID.

Most important, of course, is that we were told that the decarbonization of the world’s energy system would pay for itself — that it would be profitable. That is clearly not the case. It is proving costly, inconvenient, and regressive in that poor people are paying more than rich people for this transition. I think that is why a lot of ordinary people are beginning to see through the alarm. The transition to wind and solar — which I call “unreliables,” because there are lots of renewable energies but the distinguishing feature of wind and solar is that you can’t rely on them — is simply failing to materialize. I don’t fully understand why, if you’re worried about what’s happening to climate change, you are automatically and passionately in favor of wind and solar power. It just doesn’t necessarily follow, in my view.

I think it’s important not to underestimate how much the shale revolution has changed everything. Until fifteen years ago, it was still easily possible to talk about oil and gas running out and therefore getting more expensive, which would necessitate a switch from hydrocarbons. That changed with the discovery of how to get gas and oil out of shale, and the effect on America’s position as a gas and oil producer and as an energy consumer is extraordinary. Many people outside America just don’t realize this, because we are so indoctrinated with the idea that the big energy transition of our time is windmills and solar panels that we don’t notice that the big energy transition of our time is actually shale.

The fact that the AI industry needs reliable, affordable power has led much of the tech sector to become much more realistic and pragmatic about energy. Getting it from shale gas power stations is now the top priority for most of the companies rushing into AI and data centers.

On the science: I’m somebody who thinks it is getting warmer. Springs are getting nicer, winters are getting milder, summers not much different. But I don’t think it’s getting worse. I think that is what most people are now beginning to realize after fifty years of being told that the future is going to be horrible. We’re living in that future and it isn’t too bad. One of the reasons for that is that the models are still running too hot, and have been consistently, because they are assuming higher climate sensitivity than the science now supports. There is now so much evidence that the recent past — by which I mean the current interglacial, the Holocene period starting about 9,000 years ago — has been much warmer in its first half than it is today. That evidence is getting harder and harder to hide, deny, or ignore. We are therefore a long way from living in unprecedented temperatures. The fact that we are at unprecedented temperatures compared with the 19th century is not really the relevant comparison for me.

One of the big stories is that the effect of carbon dioxide on green vegetation is much greater than scientists expected or predicted. They did not think it was a limiting factor in most ecosystems, and yet it is turning out to be an enormous effect — much more measurable, actually, than the effect of carbon dioxide on warming. If carbon dioxide is a problem, we ought to be able to measure its cost and then determine how much this generation should pay for a cost that’s going to fall on a future generation — how much we discount the future. That calculation, if done honestly, is more and more playing against alarm.

On the first point about overclaiming and fraud damaging trust in science: the record of predictions about what’s going to happen with the climate, and the chickens that are coming home to roost on this, are more and more helpful to the argument. Al Gore is now known more for predicting that the Arctic would be ice-free within five years — said in 2009 — than for some of the other things he said, and it has damaged the reputation of people like him. I enjoyed this quote from Ted Turner: that within thirty to forty years no crops will grow, most people will have died, and the rest of us will be cannibals. It’s quite extraordinary what people have been getting away with saying in order to get noticed in this debate. The UN Secretary-General standing up to his knees on a beach in Tuvalu makes great cover for Time magazine, but I think this kind of thing no longer cuts through to people, partly because people now realize that islands like Tuvalu are not sinking — they are actually gaining land area because of wave action. I’ve included Andrew Montford’s Hockey Stick Delusion here because I do think the hockey stick story is one of significant scientific malpractice, and that ought to be better known.

This picture sums up a lot of what went wrong in recent years, and I don’t think you’re going to see this kind of uni-party consensus again. Here is the environment shadow secretaries of the British government — the Tory party, the Liberal Democrat party, and the Labour Party — all standing up and giving a round of applause to Greta Thunberg. Greta Thunberg was saying — fortunately I can’t quite read what she’s saying because it’s hidden — that we are setting off an irreversible trend that will end civilization by 2030. That is what she actually said in Parliament at Westminster that day. And Michael Gove, the Tory, said: “Your voice, still calm, is the voice of our conscience. We feel great admiration.” And Ed Miliband said: “You’ve woken us up.” This kind of political consensus has been a huge problem — the fact that no party has been prepared to rock the boat. That is changing even in Britain. We now have the Reform Party and the Conservative Party both being much more skeptical on climate and energy issues.

The degree to which electricity and gas prices have exceeded those in America — now in Europe and in the UK in particular, and in Ireland — is more and more striking. Paying four times as much for your energy, whether it’s gas or electricity, is not compatible with remaining competitive. We are seeing Britain losing its fertilizer, chemical, pharmaceutical, motor, and steel industries, among many others, at a terrifying rate. Not only that, we are cutting ourselves off from being able to participate in a significant way in the AI industry, and some of the other industries of the future — robotics and so on. It really will hurt ordinary people to have been so far ahead of everyone else in trying to decarbonize our economy.

The electric car revolution has been forced on consumers and is relatively unpopular for a number of reasons: reliability, cost, charging times. If you do the analysis on a Chinese electric grid, it’s hard to see how electric cars save any emissions at all, because it’s basically a coal car when you’re running an electric car in China. Less so in Europe, where most of the electricity comes from gas, but even there it takes many tens of thousands of miles before you’ve really saved any significant quantity of emissions — and at that point the battery is probably nearly dead anyway, so you’re about to replace it. To replace a functioning and quite successful industry — the UK motor industry — with one that is really struggling is a bad thing in itself, and to do so at significant cost and inconvenience to the consumer is really an own goal. I’d say the same kind of thing about heat pumps replacing gas-fired boilers. Fine for a new build house; much harder if you’re adapting an existing house and have to change the insulation and everything. Even if it works for the same price, you’re removing a system before the end of its useful life and replacing it with one that’s no better. Therefore there is no growth in economic terms. You are effectively stranding assets in doing that. And refusing to build a third runway, trying to limit how much people fly, and telling people they shouldn’t eat meat is not only counterproductive in political terms — it is backfiring quite significantly, even in Europe, and much more so in Asia and America.

The big issue as far as the electricity system is concerned is, of course, the dash for renewables — for unreliables in particular, solar and wind — where it’s not just the unreliability and intermittency, but the extreme cost of a system based on them. Britain has the capacity to produce 21% more electricity now than fifteen years ago, but it consumes 24% less electricity than fifteen years ago. Doing less with more is the very definition of degrowth, or impoverishment. That is a real problem we are creating for ourselves in this country.

You can’t see the end of this chart, but global direct primary energy consumption is still vastly dominated by hydrocarbons around the world. That has not changed. All three fossil fuels are still breaking records. If you zoom into the top corner of that graph, you can just about see the contribution that solar and wind are making to the world economy — it is infinitesimal. It’s around 6% if you add them both together. And yet coverage of the energy industry is dominated by these two rather medieval technologies.

Speaking of medieval: this is a book about the crop yields of the manors belonging to the Bishop of Winchester in the 1300s. You may wonder why I’ve brought it up, but if you zoom in, you’ll see that most of these manors were producing between one and four grains of wheat per grain sown in the ground — an energy return on energy invested of between one and four. You have to keep one grain back to sow the next year’s crop, so in a year when you only produce one grain, you have almost nothing to feed people with. That is the motor for most of the work done in society by people. In terms of oats, the same applies for horses. On my farm in Northumberland today, I would expect to get about one hundred grains of wheat for each grain sown in the ground.

This energy return on energy invested calculation is absolutely critical, and it is one that the unreliable energy industry is really struggling with. If you buffer it by reliability — by the fact that you have to back up wind and solar — it’s hard to see how these reach the economic threshold. If you’re producing four units for every unit of energy that goes in, you are effectively recreating the medieval economy. The problem with the medieval economy was that it could only make bishops rich and nobody else could get rich at all. When you get down to a ratio of three or four for energy return on energy invested, a significant proportion of your industry has to be spent making energy, and you don’t have much left over to do other things with. That is the measure that really needs to be hammered home. On solar specifically, it is worth pointing out that according to the World Bank, Britain is the second worst country in the world to build solar because of its cloud cover and the cost of land. The only worse country, I’m sorry to say, is Ireland.

The point of this graph — which unfortunately can’t be seen clearly — is to show that America was a static or declining producer of gas until the early 2000s. It is now by far the biggest gas producer in the world, equal to Russia and Qatar combined. That’s an extraordinary transformation. The same is true for oil. It was conventional wisdom, it was groupthink, that America was a played-out, declining oil basin that would decline steadily from the 1970s onwards. Then along came the shale pioneers and turned that around. America now produces more oil than Saudi Arabia and Iraq combined. No one now talks about peak oil, about oil and gas running out, or about expensive oil as a result. Yes, geopolitics can affect oil and gas prices, but usually only temporarily.

The AI revolution is largely fueled by gas and coal, with some nuclear — solar and wind are not the go-to sources for this power, as I mentioned. What about the climate itself? Well, it is getting warmer. These are Ole Humlum’s analyses of five different ways of measuring global average temperature, going up at a rate of — well, going up pretty slowly — heading for about a degree of warming after about fifty years.

But do we believe the numbers? I think we need to keep talking about the adjustments that are made to temperature records. Here is a graph that Humlum produces in which he points out that the GISS estimate of what the temperature was in January 2000 has been adjusted upwards, particularly in September 2013. Maybe that’s fair enough — maybe they had a reason for doing that. But in the same month they adjusted the temperature for January 1910 significantly downwards. How can they possibly have had a good reason for doing that? I think one is quite right to be suspicious of this. Cooling the past in order to increase the apparent rate of warming is just too tempting for the people who are in charge of these statistics. I haven’t touched on the urban heat island effect and the unreliable thermometer stations, but there are plenty of those issues too.

The real point, as far as the man in the street is concerned, is this: is the weather getting worse? Yes, it’s getting warmer, but is it getting worse? And no, it’s not. Global tropical cyclones are not getting more frequent or more lethal. Drought is showing no trend upwards or downwards really. As Roger Pielke has summarized, for most significant weather effects — except heat waves and perhaps heavy precipitation — there is no detection or attribution, as stated by the Intergovernmental Panel on Climate Change reports in their latest AR6 assessment.

And of course, the point that Björn Lomborg has made, among others: cold kills far more people than heat. If we have higher temperatures, we will have slightly more people killed by heat, but a lot fewer people killed by cold. So we are genuinely saving lives through global warming. Generally, deaths from climate-related events are down significantly, whereas deaths from earthquakes, tsunamis, and volcanoes are not. That’s a remarkable statistic — it’s not because weather is getting safer, but because we’re getting better at forecasting, predicting, and sheltering people from bad weather.

People get very worked up about sea ice decline, but it’s slow. The Arctic hasn’t broken a sea ice low record since 2012. Antarctica has seen a recent slight downward trend, but there is no evidence that we are anything like approaching an ice-free period in the Arctic summer, which was quite routine eight or nine thousand years ago. Sea level rise is significant, but there is no sign of acceleration. The linear trend since 2010 is higher than the linear trend since 2005, but the linear trend since 2015 is lower again. So it’s going up and down, but it’s around a foot and a half per century, which is easily something we can cope with.

I won’t go into the details, but I think Nick Lewis in particular, and Judith Curry, have done a very good job of showing in the peer-reviewed literature that the estimates of climate sensitivity going into the models have broadly been too high and need to come steadily downwards. That would explain why the models have been running too hot compared with the observed global temperature.

I think the Holocene Thermal Maximum is a very important point that we need to keep stressing. The temperature of Greenland and the Mackenzie Strait — two different data sets — was significantly higher around 6,000 BC, some eight thousand years ago, than it is today. This data is coming in now from many different types of paleoclimate temperature records, showing that the Holocene Climate Optimum was a warmer period. I was looking, for example, at evidence that in the Indian Ocean, sea levels were considerably higher than they are today. It used to be the consensus that they had been going up steadily since the ice age — rapidly at first, then steadily. Now it is reckoned that they may have been up to two meters higher during the period when the first pharaohs were already appearing in Egypt — so not that long ago. The Holocene Optimum was also a period of considerable wetness in the Sahara, with lakes and hippos in the Saharan region. This was a period within early human history when we were experiencing much warmer and damper temperatures.

But I think global greening is the big one. We have considerable evidence from a number of different directions that there is 15% more green vegetation on the planet after thirty years, because of carbon dioxide fertilization. This is in all ecosystems — particularly arid ones, but in tropical and arctic ones as well, and in marine as well as terrestrial ecosystems. That is a really significant effect. If you add the effect it’s had on agricultural yields alone, it comes to trillions of dollars of benefit for mankind. Then add in the benefit for grasshoppers, gazelles, and all the other creatures that eat green vegetation.

I published an article about this in 2013 when I first got wind that the satellite data had been analyzed and was showing this global greening. Before then, there were other measures for picking it up, but it hadn’t been analyzed from satellite data. This annoyed the professor whose work I was reporting very much indeed — so much so that when he published his work, the press release from Boston University named me personally, along with Rupert Murdoch, as being the kind of person who mustn’t be allowed to misinterpret the result. I call that a win, actually, if I’m getting name-checked in the press release.

On the social cost of carbon: Britain doesn’t use the social cost of carbon because they can’t make it add up. They simply can’t get an estimate high enough to justify the money we’re spending on decarbonization. America did use a high one during the Biden administration, but Ross McKitrick has basically demolished the argument behind it. It largely left out the carbon dioxide fertilization effect, and his own estimates of the social cost of carbon are that it’s pretty small — of the order of five to ten dollars per ton of carbon. That is the total future harm done by each ton of carbon dioxide we produce today. The cost of decarbonization is way higher than that. It just doesn’t make sense to pay a fortune for something that will save a penny.

Worse than that, we are asking poor people today to make sacrifices to help wealthy future people. Poor people within countries, where energy policies tend to be regressive; between countries, where we are on the whole denying cheap energy to many poor countries; and between generations as well.

These are the five economic scenarios that the IIASA did for the IPCC, showing what might happen to global GDP per capita. It’s worth looking at the one they call “taking the highway” — fossil fuel development. This is the scenario in which we really let rip and continue to use hydrocarbons on a significant basis, ending up with quite a lot of warming as a result. It is a scenario in which per capita income is roughly ten times what it is today — ten times globally, everybody on planet earth earning ten times as much. Imagine what they could do with that. In which the Gini coefficient is down significantly, in which population falls faster than expected, in which there is rapid technological progress, strong investment in health and education, and effective management of ecological systems. This is not a terrible world. It sounds rather a good world. And if yes, there’s a lot of warming, then we’re ten times as rich to deal with it.

But surely the warming will have done economic harm? Yes, it will. How much harm? It will have reduced the wealth of your grandchildren so that instead of being 10.4 times as rich, they will be 9.8 times as rich. Is that really an existential catastrophe? There is a reason why we use a discount rate, and Lord Stern persuaded us in the mid-2000s that we should not, because we should care about our grandchildren just as much as ourselves. But if they are going to be ten times as rich, then it doesn’t make sense to hurt poor people today to make them not quite ten times as rich.

So, just to end: what are we still up against? Massive subsidies and funding for climate alarm — you can’t underestimate the power of money. Widespread bias and censorship still in the media. Some doubling down: the point that, you know, solar power doesn’t come through the Strait of Hormuz — doesn’t this crisis prove that we should wean ourselves off fossil fuels? Climate change is also a very good excuse for politicians. Again and again you’ve seen people like the Governor of California saying, yes, the Palisades fire burned a lot of people’s homes, but there’s nothing I can do about it because it was caused by climate change. There was something you could do about it — you could have done prescribed burning. But climate change gets you off the hook as a politician.

I do believe that it’s a mistake to go too far in skepticism and call it things like a hoax. That tends to put people off. The problem with our side of the argument is that we can’t be bothered to sit on these committees, get stuck into the detail, do all the really boring legwork, and go to these awful conferences. That’s what we ought to be better at. And that’s about the only criticism I can make of the skeptical side of the debate. Thank you very much. I’m happy to take questions.

 

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Auf der Heartland-Klimakonferenz: „Welche Beweise?“ – Ausgabe Extremwetter-Ereignisse

16. April 2026 - 18:00

Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Ich habe die letzten Tage damit verbracht, an der vom Heartland Institute in Washington veranstalteten Internationalen Konferenz zum Klimawandel teilzunehmen. Es gab eine Menge Material, das für die Leser von Interesse sein dürfte.

Ein zentrales, von mehreren Referenten angesprochen Thema lautet: „Wo ist der Beweis?“, insbesondere der Beweis dafür, dass uns eine Art Klimakrise bevorsteht. Es dürfte keine Überraschung sein, dass für fast jede Behauptung der Klimakabale der Beweis fehlt.

Der interessanteste Vortrag zu diesem Thema kam von John Clauser. Für diejenigen, die noch nichts von ihm gehört haben: Clauser war einer der Mitgewinner des Nobelpreises für Physik im Jahr 2022. Das konkrete Thema von Clausers Preis war etwas, das als „Quantenverschränkung“ bezeichnet wird und nur am Rande mit dem Klimawandel zu tun zu haben scheint. Clausers Vortrag vermittelte jedoch den Eindruck, dass er seit dem Gewinn des Preises einen Großteil seiner Zeit damit verbracht hat, die Literatur zum Klimawandel zu studieren und insbesondere die Daten zu untersuchen, die zur Untermauerung der Behauptungen über eine drohende Klimakrise herangezogen werden. In dieser Zeit hat er sich zu einem sehr lautstarken Klimaskeptiker entwickelt. Er ist eindeutig ein sehr kluger Kopf mit einem scharfen kritischen Blick. Außerdem verfolgt er einen spezifischen Ansatz, nämlich die Daten auf Lücken, Veränderungen oder Manipulationen zu untersuchen, die dazu führen könnten, dass die Daten nicht ausreichen, um die aufgestellten Behauptungen zu stützen. (Siehe auch meine Serie über den größten wissenschaftlichen Betrug aller Zeiten.) Ich denke, dass dieser Ansatz das Wesen der wissenschaftlichen Methode ausmacht, doch leider fehlt er in der „Klimawissenschaft“-Sekte größtenteils. Schließlich hat sich Clauser gezielt auf bestimmte Mängel oder Manipulationen der Daten konzentriert, die leicht zu erkennen und auch für Laien ohne spezifisches wissenschaftliches Fachwissen verständlich sind.

Clauser betitelte seinen Vortrag mit den Worten [übersetzt]: „Die globale Erwärmung, der Klimawandel und der wissenschaftliche Konsens sind nicht bewiesen. Es gibt keine nachgewiesene Klimakrise.“ Der Vortrag wurde von einer Powerpoint-Präsentation mit rund 124 Folien begleitet, die viel zu umfangreich und detailliert waren, als dass er alles hätte abdecken können oder ein Zuhörer sich gründliche Notizen hätte machen können. Mir gelang es jedoch, eine Kopie der Präsentation zu ergattern. (Clausers vollständiger Vortrag ist auf der Heartland-Website verfügbar, und ich habe erfahren, dass die Präsentation in wenigen Tagen ebenfalls auf der Website verfügbar sein wird.)

Heute beginne ich mit dem Teil von Clausers Vortrag, der sich mit dem Thema der sogenannten „extremen Wetterereignisse“ befasst – also beispielsweise Überschwemmungen, Dürren, Hurrikane, Tornados, Hitzewellen und Ähnliches. Zu diesem Unterthema ging Clauser zunächst auf einen Artikel von Jane Lubchenco und Thomas Karl aus dem Jahr 2012 in der Zeitschrift „Physics Today“ ein, der den Titel „Predicting and managing extreme weather events“ trug. (L&K) Zum Zeitpunkt des Artikels, also während der Präsidentschaft von Barack Obama, war Lubchenco Administratorin der NOAA, und Karl war Direktor des National Climatic Data Center der NOAA und Vorsitzender des US Global Change Research Program. Mit anderen Worten: Dies waren die Personen, die damals im Auftrag der Regierung für die Erfassung der US-Wetterdaten, einschließlich der Daten zu extremen Wetterereignissen, verantwortlich waren. Wie Clauser in seinem Vortrag anmerkte: Wenn es Menschen gäbe, die Zugang zu den allerbesten Daten hätten, um die Behauptung zunehmender extremer Wetterereignisse zu untermauern, dann wären es diese beiden.

Die These des Artikels von L&K lautet, dass extreme Wetterereignisse in den USA zugenommen haben und mit der Erwärmung des Klimas voraussichtlich weiter zunehmen werden. Hier ist der einleitende Absatz:

Das Klima der Erde erwärmt sich, und zerstörerische Wetterereignisse treten immer häufiger auf. Um mit diesen Veränderungen fertig zu werden, sind wissenschaftliche Zusammenarbeit, vorausschauende Politik und eine informierte Öffentlichkeit erforderlich.

Neben ihrer eigenen Aussage zu diesem Thema zitieren L&K auch mehrere ähnliche Aussagen des IPCC:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass Hitzewellen in den meisten Landgebieten an Dauer, Häufigkeit und/oder Intensität zunehmen werden. . . . Es ist wahrscheinlich, dass die durchschnittliche maximale Windgeschwindigkeit tropischer Wirbelstürme im Laufe des kommenden Jahrhunderts zunehmen wird. . . . Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit starker Niederschläge oder der Anteil starker Regenfälle am gesamten Niederschlag im 21. Jahrhundert in vielen Regionen der Erde zunehmen wird.“

Was ist denn aber der Beweis?

L&K präsentieren eine Reihe von Diagrammen, die ihrer Ansicht nach belegen, dass extreme Wetterereignisse in den USA „in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen haben“. Um das Ausmaß dieser extremen Wetterereignisse in den USA zu messen, haben L&K einen sogenannten „US Climate Extremes Index“ entwickelt. Sie beschreiben den Index als eine Berechnung, die auf „dem prozentualen Anteil der Landesfläche basiert, der in einem bestimmten Jahr extreme Monatstemperaturen, Dürreintensität, Bodenwasserüberschuss, Tage mit und ohne Niederschlag, Hurrikanaktivität mit Landfall sowie eintägige Starkniederschlagsereignisse verzeichnet“. Über diese Beschreibung hinaus gibt es jedoch keine technische Erläuterung und keine Belege dafür, wie die Diagramme quantitativ erstellt wurden. Eine Fußnote mit einem Link zu einem früheren Artikel von Karl zu diesem Thema, der vermutlich diese Details enthält, liefert die Meldung „not found“.

Mein erster Einwand gegen diesen „Klimaextreme-Index“ ist, dass es sich um eine äußerst zweifelhafte Messgröße handelt, die offensichtlich sehr leicht zu manipulieren ist. Wer hat beispielsweise entschieden, wie groß die Landfläche war, die von einem bestimmten „auf Land getroffenen Hurrikan“ erfasst wurde? Ist es nur die Landfläche, auf der die Windgeschwindigkeiten 120 km/h überschritten, oder ist es das gesamte Gebiet, das vom Hurrikan-Sturmsystem während seiner gesamten Lebensdauer von möglicherweise mehreren Tagen überzogen wurde, meist mit weitaus geringeren Windgeschwindigkeiten? Solche verborgenen Entscheidungen könnten leicht dazu genutzt werden, einen Index wie diesen zu manipulieren, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Clauser geht jedoch nicht in diese Richtung, sondern nimmt stattdessen einfach die von L&K vorgelegten Werte des Index‘ und fragt, ob diese im betrachteten Zeitraum tatsächlich gestiegen sind. Hier ist Abbildung 2a aus L&K, welche die Werte ihres US-Klimaextreme-Index für den Zeitraum von 1910 bis 2011 zeigt:

Wenn man sich das ansieht – bin ich der Einzige, der keinen nennenswerten Anstieg erkennt, geschweige denn einen dramatischen Anstieg in den letzten Jahren?

Und es kommt noch schlimmer. Clauser nahm die Werte des im Balkendiagramm dargestellten Index‘ und trug sie als Punkte in einem Streudiagramm ein. Dann erstellte er eine weitere Grafik, in der er die Reihenfolge der Beobachtungen umkehrte, sodass die neuesten Beobachtungen links und die älteren rechts zu sehen waren. Mit anderen Worten: Die beiden Grafiken sind Spiegelbilder voneinander. Hier sind sie:

Die Jahreszahlen auf der x-Achse deuten zwar darauf hin, dass sie von den ältesten zu den neuesten Jahren verlaufen, doch Clauser erklärt, er habe dies bewusst so belassen, um den Betrachter dazu anzuregen, herauszufinden, welche Grafik verkehrt herum dargestellt ist. Hier ist Clausers Text aus seiner Folie 9:

Die beiden Grafiken sind identisch, abgesehen davon, dass eine von links nach rechts seitenverkehrt, also rückwärts, dargestellt ist, wobei die Zeit nach links hin zunimmt. (Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass sie Spiegelbilder voneinander sind.) Ich behaupte: Wenn Sie nicht erkennen können, welche dieser Grafiken korrekt dargestellt ist und welche zeitlich rückwärts verläuft, dann lässt sich der von Lubchenco und Karl behauptete jüngste Anstieg der Häufigkeit extremer Wetterereignisse nicht eindeutig aus ihren Daten ableiten. Eine dieser Grafiken soll laut Lubchenco und Karl eine bevorstehende Klimakatastrophe vorhersagen! Sind Sie wirklich so zuversichtlich, dass Sie bereit wären, Billionen von Dollar darauf zu setzen, dass Sie erkennen können, welche Grafik diese Vorhersage trifft?

Clauser schloss diesen Teil seines Vortrags damit, dass er die Schlussfolgerung von L&K als „betrügerische Pseudowissenschaft“ bezeichnete. Es handelt sich um eine seltsame Art von betrügerischer Pseudowissenschaft – unverblümt zu behaupten, dass eine Datensammlung eine Schlussfolgerung stützt, die die Daten offensichtlich nicht stützen, und zu erwarten, dass alle einfach nur zustimmend nicken. Es ist kaum zu glauben, dass dies das Beste ist, was L&K mit all den ihnen zur Verfügung stehenden Daten vorbringen konnten, um die Zunahme extremer Wetterereignisse zu belegen. Aber so funktioniert „Klimawissenschaft“ nun einmal oft.

Als Nächstes: Das Energieungleichgewicht der Erde (EEI).

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/11/at-the-heartland-climate-conference-what-is-the-proof-extreme-weather-events-edition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 11 /2026

16. April 2026 - 15:00

Meldung vom 30. März 2026:

Wind und Solar: 2 Billionen Dollar später

Zwischen 2010 und 2026 flossen mindestens 2 Billionen Dollar in Wind- und Solarenergie. Versprochen wurden günstigere Energie und geringere Emissionen. Beides ist nicht eingetreten. Die Stromkosten stiegen. Die Netzstabilität nahm ab. Fossile Brennstoffe spielen nach wie vor eine zentrale Rolle.

Die wetterabhängige Stromerzeugung wurde als Ersatz für regelbare Energie angesehen, doch ihre Leistung hängt nun mal vom Wetter ab. Eine unregelmäßige Versorgung erfordert Reservekapazitäten, Netzausgleich und Überkapazitäten. Erneuerbare Energien haben fossile Brennstoffe nicht ersetzt – sie wurden lediglich zusätzlich daraufgeschichtet. Der gleichzeitige Betrieb zweier Systeme treibt die Kosten in die Höhe.

Zwei Billionen Dollar hätten eine kontinuierliche, leistungsstarke Stromversorgung ermöglichen können.

Stattdessen führten sie zu höheren Strompreisen, Belastungen für die Industrie und einem weniger zuverlässigen Netz.

Die Energiekosten schlagen sich überall nieder. In der Fertigung. Im Transportwesen. Bei Lebensmitteln.

Anstatt das Scheitern einzugestehen, lautet die Reaktion: noch mehr davon.

Westliche Politiker argumentieren, die Rechnungen seien gestiegen, weil „nicht genug“ Wind- und Solarkraftwerke gebaut worden seien.

Zwei Billionen hätten nicht gereicht, so die Behauptung.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-europe-cold-extends?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 3. April 2026:

Ein Lithium-Feuer ist keine Kleinigkeit

Craig Rucker

Lithium brennt so heiß und hell, dass es zur Herstellung von Leuchtraketen verwendet wird.

Sind Lithiumbrände erst einmal ausgebrochen, lassen sie sich kaum noch löschen.

Man denke nur an die Häufung von Bränden auf Autotransportschiffen, die meist von selbst ausbrennen, wenn Löschversuche scheitern.

Als Hurrikane Florida heimsuchten, flohen Hausbesitzer in ihren Autos mit großer Reichweite, schnellem Tanken und Verbrennungsmotor in Sicherheit und ließen ihre Elektroautos in ihren Garagen zurück. Als die Flutwelle die elektrischen Systeme der Elektroautos überschwemmte, gerieten diese außer Kontrolle und rissen das Haus mit sich.

Bonner Cohen, Senior Fellow bei CFACT, berichtet auf CFACT.org über verheerende Brände in kalifornischen Batteriespeicheranlagen, darunter die Zerstörung der Anlage in Moss Landing. Die Steuerzahler hatten Moss Landing mit 500 Millionen Dollar subventioniert, in der Hoffnung, dass die Anlage als Reserve für die schwankende Leistung von Offshore-Windkraftanlagen dienen würde.

Bonner berichtet, dass diese Batteriebrände nicht nur unglaublich schwer zu löschen sind, sondern auch riesige Mengen giftiger Metalle in die Luft freisetzen. Neben der Gefahr für die menschliche Gesundheit durch den direkten Kontakt mit in der Luft schwebenden Mikropartikeln von Schwermetallen sind die Kobaltwerte in den Böden der landwirtschaftlichen Region in der Nähe von Moss Landing 100- bis 1.000-mal höher als normal, betont Hogan. „Und sie werden dort ein Jahrhundert oder länger verbleiben“, fügte er hinzu.

Die Brandgefahr durch Elektrofahrzeuge und Batteriewerke ist nur allzu real.

Wir sind darauf nicht vorbereitet.

Link: https://www.cfact.org/2026/04/02/lithium-fire-is-no-joke/

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Eine Meldung vom 6. April 2026:

Eisverlust in Grönland verlangsamt sich immer mehr

Eine neue Studie, die Satellitendaten aus den Jahren 1992 bis 2023 heranzieht zeigt, dass sich der Eisverlust in Grönland im letzten Jahrzehnt deutlich verlangsamt hat und sein Gesamtbeitrag zum Anstieg des Meeresspiegels weiterhin gering ist.

Über den gesamten 31-jährigen Erfassungszeitraum trugen die grönländische Eiskappe und die umliegenden Gletscher nur 11 mm zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Das entspricht 0,37 mm pro Jahr – ein verschwindend geringer Beitrag, trotz der Schlagzeilen.

Der entscheidende Punkt ist jedoch die Schwankungsbreite. Grönland hat weder mit zunehmender Geschwindigkeit noch mit konstanter Geschwindigkeit Eis verloren.

Von 1992 bis 2001 war die Eisdecke weitgehend stabil und gewann insgesamt sogar an Masse hinzu.

Von 2002 bis 2011 beschleunigte sich der Verlust stark und betrug durchschnittlich -303 Gigatonnen pro Jahr. Dieser Zeitraum war der Grund für die meisten Schlagzeilen über den „Kipppunkt“.

Seit 2012 ist diese Verlustrate jedoch auf -124 Gigatonnen pro Jahr gesunken, was einer Verlangsamung um etwa 60 % entspricht.

Die Studie führt dies auf kühlere Meeresbedingungen rund um Grönland und vermehrte Schneefälle zurück – eine „positive Oberflächen-Massenbilanz“. Kurz gesagt: An der Oberfläche kommt mehr Eis hinzu, während an den Rändern weniger verloren geht, was zu einer deutlichen Verlangsamung des Nettoverlusts führt.

Zum Vergleich: Selbst in den 2000er Jahren, als der Verlust am schnellsten voranschritt, belief sich der Beitrag Grönlands zum Anstieg des Meeresspiegels lediglich auf wenige Millimeter pro Jahr.

Die Daten zeigen zudem starke, wetterbedingte Schwankungen von Jahr zu Jahr. Eine Korrelation mit CO₂ ist nicht erkennbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/glasgow-wakes-to-april-snow-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 13. April 2026:

Das „grüne“ Netz Dänemarks basiert auf der Verbrennung von Bäumen

Dänemark wird als Beweis dafür angeführt, dass ein auf fossilen Brennstoffen basierendes Stromnetz durch erneuerbare Energien ersetzt werden kann:

Allerdings haben sich die Strompreise für Privathaushalte seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt, von etwa 0,15 €/kWh auf rund 0,35 €/kWh. Dänemark zählt mittlerweile zu den teuersten Strommärkten der Welt.

Noch schlimmer ist jedoch, was dort als „erneuerbar“ gewertet wird.

Im Jahr 2024 stammten etwa 64 % der erneuerbaren Energie Dänemarks aus Biomasse, hauptsächlich aus Holzpellets. Bäume werden gefällt, ein Großteil davon im Ausland, herangeschafft und in Kraftwerken verbrannt.

Dies wird offiziell als „grüne“ Energie eingestuft.

Bei der Verbrennung stößt dieser Prozess mehr CO₂ pro Energieeinheit aus als Erdgas. Die Emissionen werden auf dem Papier in forstwirtschaftliche Annahmen über zukünftiges Nachwachsen umgewandelt.

Die Bilanzierung funktioniert so: Bäume fällen, verbrennen, mehr CO₂ als bei Gas ausstoßen, es als sauber bezeichnen.

Entfernt man die Biomasse, bricht der Anteil erneuerbarer Energien zusammen. Wind- und Solarenergie liefern vergleichsweise nichts, wobei Dänemark auf Verbindungsleitungen und Reserveerzeugung angewiesen ist, um die Versorgung stabil zu halten.

Dies ist kein Ersatz für fossile Brennstoffe.

Es ist ein teures System, das auf Importen, Umklassifizierungen und direkten Lügen basiert.

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Hitzetote: Modell, aber nicht Realität

Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde (UK Health Security Agency) starben im vergangenen Sommer in England 1.504 Menschen an den Folgen der Hitze. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine erfasste Zahl der Todesfälle, sondern um eine modellierte Schätzung.

In keiner Sterbeurkunde wird „Hitze“ 1.504 Mal als Todesursache angegeben. Die Zahl ergibt sich aus einem Vergleich der Todesfälle während kurzer „Hitzeperioden“ mit den Tagen davor und danach, wobei die Differenz dann der Temperatur zugeschrieben wird.

Dieser Ansatz geht davon aus, dass jeder Anstieg während warmer Perioden durch Hitze verursacht wird. Er beweist dies jedoch nicht.

Außerdem ignoriert er die saisonale Basislinie. Die Zahl der Todesfälle sinkt jedes Jahr vom Winter bis zum Sommer. Der Sommer ist die Zeit mit der niedrigsten Sterblichkeit. Eine Hitzewelle innerhalb dieses allgemeinen Rückgangs isoliert zu betrachten, bedeutet also, dass man nicht vor einem neutralen Hintergrund misst.

Das Amt für nationale Statistik hat dies bereits untersucht. Seine Analyse der Hitzewelle von 2022 ergab, dass ein Großteil des scheinbaren Überschusses auf eine kurzfristige Verschiebung zurückzuführen war – gebrechliche Menschen starben etwas früher, als es sonst der Fall gewesen wäre. Die zugrunde liegenden Ursachen blieben Krankheiten, nicht Hitze.

Das Verfahren der UKHSA führt wahrscheinlich zu einer weiteren Überbewertung der Zahlen, da es die Tage nach der Hitzewelle in die Basislinie einbezieht. Werden Todesfälle vorverlegt, sinkt die Zahl in der Folgezeit, wodurch sich die Differenz vergrößert und die Schätzung überhöht wird.

Fazit: Die Sterblichkeit ist im Sommer am niedrigsten, während der eigentliche saisonale Anstieg im Winter zu verzeichnen ist, wo die Zahl der überzähligen Todesfälle in die Zehntausende geht – denn Kälte tötet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-hit-scotlands-peaks-shimlas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 14. April 2026:

Rekordwärme in den USA, ereignisloses Wetter auf der Nordhalbkugel

Der März 2026 brachte Rekordwärme in den kontinentalen Vereinigten Staaten.

Diese Schlagzeile wird als Beweis für die „globale“ Erwärmung herangezogen werden. Aber betrachten wir das Ganze einmal aus einer größeren Perspektive.

Daten der NOAA zeigen, dass die Wärme nicht flächendeckend war. Während es in den USA sehr warm war, herrschte in weiten Teilen Kanadas und Alaskas extreme Kälte. In großen Teilen des nördlichen Nordamerikas lagen die Temperaturen unter dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020:

Abweichungen der Lufttemperatur vom NOAA-CDAS-Durchschnitt der Jahre 1991–2020 für März 2026 [WeatherBell.com].

Und hier nun das Gesamtbild der Landgebiete der nördlichen Hemisphäre anhand von Satellitendaten:

Der März 2026 war unauffällig. Er war kühler als in vielen der letzten Jahre, einschließlich 2024 und 2025, und entspricht in etwa dem langfristigen Trend.

Die Wärme in den USA war auf einen lokalen Hochdruckkeil innerhalb eines wellenförmigen Jetstream-Musters in einer gemischten hemisphärischen Konfiguration zurückzuführen. Im Durchschnitt der gesamten nördlichen Hemisphäre entspricht der März genau den Erwartungen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-season-surge-hits-sierra-spring?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Eine Warnung bezüglich Elektrofahrzeugen für unabhängige Kfz-Werkstätten

16. April 2026 - 12:00

Eric Worrall

[Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]

Im Bereich der Reparatur von Elektrofahrzeugen könnte sich etwas Unschönes anbahnen.

Ich habe heute mit einem alten Freund gesprochen, der früher eine kleine Karosseriewerkstatt auf dem Land betrieben hat. Auch wenn ihm die Werkstatt nicht mehr gehört, interessiert er sich nach wie vor für das von ihm gegründete Unternehmen und schaut regelmäßig vorbei, um zu sehen, wie es dort läuft.

Mein Freund schwärmte davon, wie viel Geld sein ehemaliges Unternehmen mit der Reparatur von Elektrofahrzeugen verdient und wie viele Aufträge seine alte Werkstatt von Versicherungsgesellschaften erhält. Seine alte Werkstatt ist eine der wenigen, die alle Mitarbeiter entsprechend geschult hat, und jetzt reparieren sie jede Menge Blechschäden an Elektrofahrzeugen und verdienen damit viel Geld.

Also fragte ich: „Wie gehen sie mit dem Risiko von Batteriebränden um?“

Mein Freund antwortete: „Was für eine Brandgefahr bei der Batterie?

Mein Freund hat den Kurs nicht absolviert, vielleicht hat er dieses Risiko deshalb einfach nicht mitbekommen.

Aber dann kam mir ein Gedanke: Wer haftet, wenn ein Elektroauto repariert wird, die Werkstatt aber einen schwer erkennbaren Batteriefehler übersieht, der zu schweren Verletzungen oder Todesfällen führt? Schließlich sollen Werkstätten ihre Arbeit ordnungsgemäß ausführen.

(Siehe auch hier)

Viele Karosseriewerkstätten nehmen Elektrofahrzeuge wegen der Brandgefahr bei den Batterien nicht an, wie wir bereits mehrfach berichtet haben.

Was aber, wenn einige skrupellose Versicherer einen Weg gefunden haben, diese teuren Totalschäden zu vermeiden? Was, wenn einige von ihnen kleine, unabhängige Karosseriewerkstätten ausnutzen, die auf Aufträge angewiesen sind, indem sie diese dazu ermutigen, ihre Mitarbeiter ein paar Schulungen absolvieren zu lassen, damit sie Reparaturarbeiten übernehmen können, an die sich die großen Anbieter nicht heranwagen? Arbeiten, die die großen Anbieter nicht annehmen, selbst wenn ihre Mitarbeiter über die richtigen Qualifikationen verfügen?

Warum werden kleinen Karosseriewerkstätten auf dem Land so viele wertvolle Reparaturaufträge für Elektroautos angeboten? Arbeiten, die viel näher am Wohnort, in Werkstätten in den Großstädten, erledigt werden könnten? Ich bezweifle irgendwie, dass die Erklärung darin liegt, dass die großen Anbieter das Geld nicht wollen.

Ich weiß, dass Autowerkstätten vielleicht nicht gerade die Unternehmen sind, für die man am ehesten Mitgefühl empfindet – viele von uns haben schon mindestens einmal schlechte Erfahrungen mit einem Kfz-Betrieb gemacht, der die Reparaturrechnung in die Höhe getrieben oder seine Arbeit nicht ordnungsgemäß erledigt hat. Es ist leicht zu sagen, dass Geschäftsführer und Inhaber sich selbst informieren sollten, und wenn etwas zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das vielleicht auch. Aber wenn man ein kleines Unternehmen führt, das ums Überleben kämpft, und plötzlich die Versicherungsgesellschaften, mit denen man bereits zusammenarbeitet, einem viel Geld in Aussicht stellen, um in ein lukratives neues Nebengeschäft einzusteigen, ist es leicht nachvollziehbar, dass zeitlich stark eingeschränkte Kleinunternehmer vielleicht ein paar wichtige Details übersehen, während sie nach diesem Rettungsanker in Form eines EV-Reparaturauftrags greifen, damit sie den Menschen, die sie seit Jahren kennen, nicht sagen müssen, dass sie keinen Job mehr haben.

Ich habe zwar keine Beweise dafür, aber meiner Meinung nach ist die Situation verdächtig. Ich habe meinem Freund vorgeschlagen, dem neuen Geschäftsinhaber zu raten, sich an einen Anwalt zu wenden und alle Versicherungsverträge und Geschäftsbedingungen durchzugehen, einschließlich des Haftpflichtversicherungsvertrags für die Werkstatt.

Wenn du einen Freund hast, der eine kleine Karosseriewerkstatt betreibt, frag doch mal nach, ob ihm ein lukratives neues Geschäftsfeld angeboten wurde. Denn wenn meine Theorie stimmt, könnte einigen Kleinunternehmern bald das Leben ruiniert werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/07/a-warning-about-evs-to-small-vehicle-smash-repair-shops/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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17. IKEK kommt!

16. April 2026 - 9:00
Mit unseren Stamm-Referenten

Nir Shaviv

Henrik Svensmark

Nicola Scafetta

und vielen neuen Gesichtern…

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Pst! Die Labor-Partei hat das Ziel von 82 % „erneuerbare“ Energien aus dem Entwurf ihres Wahlprogramms für die nächste Wahl gestrichen.

15. April 2026 - 18:00

Von Jo Nova, 09.04.2026

Ein Jahr nachdem die Demokraten erkannten, dass der Klimawandel Wählerstimmen kostet , unternimmt die australische Labor-Partei nun erste zaghafte Schritte, um ihren Klima-Eifer zu verbergen.

Selbst ihnen ist klar, dass das Prahlen mit Zielen für erneuerbare Energien einem riskanten Spiel mit Dynamitstangen gleicht, während dem Land der Diesel auszugehen droht. Jedes Mal, wenn jemand inmitten einer Ölkrise das 82%-Ziel erwähnt, erinnert uns das nur daran, dass die Regierung auf dem Holzweg ist.

Kein Zweifel, sie leugnen den Klimawandel nicht, sie verwerfen das Thema nur stillschweigend und hoffen, dass es niemand merkt. Sie tasten sich vor. Sollte es nach dem Krieg sicher sein, aggressive Netto-Null-Politiken wieder einzuführen, können sie so tun, als sei es nur ein Tippfehler gewesen. Sollte es nicht sicher sein, was wahrscheinlich der Fall sein wird, hoffen sie einfach, dass alle es vergessen.

Später können sie behaupten, es gäbe keine Netto-Null-Ziele, während sie in der Nacht vor der Weihnachtspause des Parlaments genau dieselben Programme unter anderem Namen wieder einführen. Erinnern Sie sich noch, wie aus dem verhassten Emissionshandelssystem der Schutzmechanismus wurde ? Ein Hoch auf die Banker, nicht wahr? Hauptsache, der Konzern bekommt seine Finanzierung.

Sogar die Labor-Partei versucht, den Wählerverlust an One Nation einzudämmen:

Jede Partei, die in Umfragen 30 % erreicht, verfügt über viel Soft Power:

Ziel für erneuerbare Energien fehlt im Entwurf des nationalen Wahlprogramms der ALP.  (Bezahlsperre)

— Von Greg Brown und Susan Ison, The Australian

Die Labor-Partei hat in einem vorläufigen Entwurf ihres nationalen politischen Programms, mit dem sie bei den nächsten Wahlen im Jahr 2028 antreten wird, die Bezugnahme auf ihr Ziel von 82 Prozent erneuerbaren Energien gestrichen , verspricht aber, Wind- und Solarenergie zu nutzen, um die Strompreise zu senken und Australien zu reindustrialisieren , während sie die Kohle für die Unzuverlässigkeit des Stromnetzes verantwortlich macht.

Quellen innerhalb der Labor-Partei spielen die Auslassung ihres Ziels von 82 Prozent bis 2030 im Entwurf herunter und erklären, die Partei bleibe diesem Ziel verpflichtet und es sei in einem allgemeineren Verweis auf „ehrgeizige und erreichbare Ziele für 2030 und 2035“ enthalten.

Und wir können sehen, dass sie Angst vor Andrew Hastie haben – sie haben seine Idee, die australische Autoindustrie wiederzubeleben, verspottet, aber seht her – die Regierung will, dass wir zu einem führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen werden?

Ein erster Entwurf des Wahlprogramms der Labor-Partei sieht vor, dass eine dritte Amtszeit von Albanese mit dem „dringenden“ Ausbau der Produktionsbasis durch die Bekämpfung hoher Energiepreise und „minderwertiger Handelsabkommen“ beauftragt wird, während gleichzeitig Australien als potenzieller Produzent von Elektroautos unterstützt wird.

Klar, lasst uns mit China konkurrieren, aber mit Strom zum doppelten Preis?

Die Labor-Regierung wurde im Energiekrieg völlig unvorbereitet erwischt.

Sie haben jahrelang versucht, den Anstieg der Gezeiten um einen Millimeter pro Jahr zu stoppen, anstatt unsere Ölraffinerien am Laufen zu halten, nach Gas und Öl zu suchen und Kohleverflüssigungsanlagen für die nationale Sicherheit zu errichten.

Und das sollten auch die Liberalen vor ihnen tun. Hoffen wir einfach, dass es bald endet…

https://joannenova.com.au/2026/04/shh-labor-party-drops-renewables-target-from-the-draft-platform/

 

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Auf der Heartland-Klimakonferenz: „Welche Beweise?“ – Ausgabe Energie-Ungleichgewicht

15. April 2026 - 15:00

Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

In seiner Rede auf der Heartland Climate Conference am 9. April widmete der Physiker John Clauser das erste Viertel seiner Redezeit dem Thema extreme Wetterereignisse und den Rest dem sogenannten „Earth’s Energy Imbalance“ (EEI). Am 10. April habe ich den Teil des Vortrags, der sich auf extreme Wetterereignisse bezog, in meinem vorherigen Beitrag hier zusammengefasst [in deutscher Übersetzung hier]. Heute werde ich auf Clausers Vortrag zum EEI eingehen.

Bevor ich Clausers Vortrag hörte, hatte ich zwar schon von der EEI-Kennzahl gehört, mich aber noch nicht eingehend damit befasst. Mir war auch nicht bewusst, in welchem Maße der IPCC und die Klima-Clique diese Kennzahl als bevorzugten Beweis für eine bevorstehende gefährliche globale Erwärmung herangezogen haben.

Die Kennzahl, die bisher am häufigsten als angeblicher Beweis für eine gefährliche Erwärmung der Atmosphäre herangezogen worden ist, ist allgemein unter dem Namen „Global Average Surface Temperature“ (GAST) bekannt. Mehrere Institutionen veröffentlichen unterschiedliche Versionen von GAST. Die drei großen Institutionen, die GAST-Daten melden, sind die NOAA und die NASA in den USA sowie das Hadley Centre in UK. Um eine Version der GAST zu berechnen, ermitteln diese Organisationen eine Reihe von Messstationen mit Thermometern auf der ganzen Welt und erfassen täglich die Messwerte jeder dieser Stationen. In der Regel bilden sie den Durchschnitt aus den Höchst- und Tiefsttemperaturen jeder Station, um einen Tagesdurchschnitt für diese Station zu erhalten, und mitteln dann alle Tagesdurchschnitte, um einen Monatsdurchschnitt für jede Station zu erhalten. Anschließend mitteln sie die Monatsdurchschnitte aller Stationen, um einen weltweiten Durchschnitt für jeden Monat zu erhalten. Der Wert wird in der Regel nicht als absolute Temperatur angegeben, sondern als „Anomalie“, d. h. als Abweichung von einer bestimmten Basislinie. Jede der berichtenden Stellen verfügt über eine andere Auswahl an Stationen und ein anderes Verfahren zur Berechnung der Basislinie.

Die GAST-Methode ist die Grundlage, auf der die NASA und die NOAA ihre monatlichen Diagramme erstellen, die einen stark ansteigenden globalen Temperaturtrend zeigen. Dies ist das Verfahren, das Mann et al. verwendeten, um den steil ansteigenden „Ausläufer“ ihres berühmten Hockeystick-Diagramms zu erstellen. Und es ist eine der drei „Beweislinien“, anhand derer die EPA in ihrem „Endangerment Finding“ von 2009 (das kürzlich von der Trump-Regierung aufgehoben worden ist) behauptete, CO2 und andere „Treibhausgase“ stellten eine „Gefahr für die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen“ dar.

Aber beweisen die GAST-Diagramme wirklich, dass eine Art „Durchschnittstemperatur“ der Erde steigt, geschweige denn, dass sie auch in Zukunft weiter steigen wird? Die Verwendung von GAST als Maß für die globale Durchschnittstemperatur wirft große Probleme auf, von denen Clauser viele aufgezeigt hat:

• Die Temperatur ist ein sogenannter „intensiver“ Parameter, der nicht sinnvoll addiert werden kann und daher nicht gemittelt werden darf.

• Viele der Boden-Thermometer in den GAST-Netzwerken befinden sich in der Nähe von Gebäuden, Parkplätzen, Flughäfen und ähnlichen Orten, was ihre Messwerte durch den „städtischen Wärmeinseleffekt“ verfälschen kann.

• Viele Standorte in den GAST-Netzwerken wurden im Laufe der Jahre aufgegeben, was dazu geführt hat, dass fehlende Daten durch Algorithmen ergänzt werden.

• Es gibt bei weitem nicht genug Thermometer in den GAST-Netzwerken, um eine für statistische Zwecke ausreichende Stichprobe zu bilden.

• Für weite Teile der Welt liegen für große Abschnitte der Aufzeichnungen keine oder fast keine Daten vor, z. B. für die Ozeane der südlichen Hemisphäre, und auch hier wurden Daten (anstatt gemessen) erstellt und durch Algorithmen ergänzt.

• Die Methoden zur Bestimmung der Basiswerte für die „Anomalien“ sind schlecht definiert und zwischen den berichtenden Stellen uneinheitlich.

Die Mängel in den GAST-Daten und insbesondere die Ergänzung (Erfindung) fehlender Daten bildeten eine wesentliche Grundlage für den Antrag auf Überprüfung der Gefährdungsfeststellung, den ich gemeinsam mit Kollegen während der Amtszeiten von Trump und Biden vorgebracht habe.

Clauser beschrieb einen Prozess, durch den sich der IPCC allmählich davon entfernt hat, sich auf GAST als Beweis für die globale Erwärmung zu stützen. Die Veränderung erfolgte zwischen dem Fünften Sachstandsbericht (2013) und dem Sechsten Sachstandsbericht (2021) des IPCC. Aus Clausers Folien:

Der Fünfte Sachstandsbericht (AR5) des IPCC (2013) enthält eine zeitliche Darstellung der „Temperaturanomalie“. Der Sechste Sachstandsbericht (AR6) des IPCC (2021) stützt sich nun auf Werte für das Energieungleichgewicht der Erde (EEI).

Zuletzt, am 23. März 2026, erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen „weltweiten Klimanotstand“. Als angebliche Grundlage für den „Notstand“ wurde die EEI genannt, wie sie in einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) dargestellt wird:

Der [WMO]-Bericht bestätigt, dass das Energieungleichgewicht der Erde – die Differenz zwischen aufgenommener und abgegebener Wärme – so hoch ist wie nie zuvor. Mit anderen Worten: Unser Planet speichert Wärme schneller, als er sie abgeben kann.

Zugegeben, die EEI-Kennzahl bietet, sofern sie mit ausreichender Genauigkeit gemessen werden kann, als Indikator für die globale Erwärmung (sofern diese tatsächlich stattfindet) enorme Vorteile gegenüber GAST. Sie umgeht das Problem der Mittelwertbildung bei Daten, die sich nicht mitteln lassen; sie vermeidet die Kosten für Tausende von Messstationen (und Bojen im Ozean) rund um den Globus; sie vermeidet Probleme hinsichtlich der Kontinuität der Messstationen, des Wechsels von Messgeräten und der Standortverlagerung. Theoretisch könnte sie einfach durch einige Satelliten gemessen werden. Und wenn Satellitenmessungen eine Wärmeansammlung in der Atmosphäre nachweisen können, könnte dies eine Grundlage für die Vorhersage der fortschreitenden Erwärmung bieten.

Es schien eine so großartige Idee zu sein. Leider zeigt Clauser sehr detailliert auf, warum das gesamte Projekt ein Reinfall war. Die Satelliten wurden unter erheblichem finanziellen Aufwand ins All gebracht, ursprünglich im Jahr 1985. Eine zweite Generation, bekannt als die Terra- und Aqua-Satelliten, wurde 1999 und 2002 gestartet. Leider hat sich herausgestellt, dass die Satelliten eine unzureichende Genauigkeit und Lücken in ihren Messfähigkeiten aufweisen, die es unmöglich machen festzustellen, ob überhaupt ein „Energieungleichgewicht“ vorliegt und wenn ja, in welchem Umfang.

Das grundlegende Problem besteht darin, dass die Energiemengen, die von der Sonne einströmen und dann wieder ins All zurückfließen, groß sind; die Differenz (falls vorhanden) zwischen beiden, die eine mögliche Energieansammlung in der Atmosphäre oder den Ozeanen darstellt, ist jedoch gering. Der IPCC gibt für die von der Sonne einfallende Strahlung einen Wert von 340 Watt/Quadratmeter an. Der angegebene EEI beträgt 0,7 Watt/Quadratmeter, was nur etwa 0,2 % des gesamten Energieflusses entspricht. Diese Zahl, die auf Clausers Folie 27 erscheint, stammt aus dem Sechsten Sachstandsbericht des IPCC:

Die Zahlen oben zeigen die einfallende Sonnenstrahlung von 340 W/m² sowie die ausgehende Strahlung von 100 W/m² kurzwelliger reflektierter Sonnenstrahlung und 239 W/m² Infrarotstrahlung. Die Summe dieser beiden Werte beträgt 339. Wenn Sie in die untere linke Ecke schauen, sehen Sie einen Wert von 0,7 W/m² als „Ungleichgewicht“. Das ist nicht genau die Differenz zwischen 340 und 339, aber anscheinend hält man es für in Ordnung, einige Zahlen willkürlich zu runden, andere jedoch nicht.

Aus Clausers Folie 34:

Eingangs- und Ausgangsleistung sind beides sehr große Zahlen, und … der Unterschied zwischen ihnen ist winzig – etwa 0,2 % der Eingangsleistung. Dieser winzige Unterschied ist das Netto-Ungleichgewicht, das sowohl experimentell als auch theoretisch angestrebt wird. Eine zweite Schwierigkeit tritt auf, wenn sowohl die Eingangsleistung als auch die Ausgangsleistung sowohl zeitlich als auch räumlich in scheinbar zufälliger und völlig nicht reproduzierbarer Weise stark schwanken. Mess- und Rechenfehler (einschließlich Rundungsfehler) bei einer der drei großen Leistungskomponenten überlagern leicht den resultierenden Fehler der sehr geringen Leistungsdifferenz. Daher ist eine extrem hohe absolute Messgenauigkeit erforderlich.

Aber sind die Satelliten tatsächlich in der Lage, die ein- und ausgehende Strahlung an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) mit ausreichender Genauigkeit zu messen, um sicher sein zu können, dass dieser geringe Unterschied von 0,7 W/m² tatsächlich besteht? Clauser führt mehrere Zitate aus der Fachliteratur an, in denen eingeräumt wird, dass die Messgenauigkeit bei weitem nicht ausreicht. Hier sind zwei Zitate aus Clausers Folie 33:

Loeb et al. (2012, S. 111) geben zu: „… Eine Einschränkung der Satellitendaten besteht darin, dass sie keine absolute Messung des Netto-Strahlungsungleichgewichts an der TOA mit der erforderlichen Genauigkeit liefern können. …“ Stephens et al. (2012) geben zu: „… Die kombinierte Unsicherheit des aus CERES bestimmten Netto-TOA-Flusses beträgt ± 4 W/m² (95 % Konfidenz), was größtenteils auf Kalibrierungsfehler der Instrumente zurückzuführen ist. …“

Wenn Ihre Fehlermarge bei +/- 4 W/m² liegt und Sie eine „Abweichung“ von 0,7 W/m² gemessen haben, dann unterscheidet sich diese Abweichung offensichtlich nicht wesentlich von Null. Ehrliche Wissenschaftler würden das zugeben. Leider ist das nicht die Vorgehensweise der „Klimawissenschaft“.

Clausers Folien gehen sehr detailliert auf die Natur des Problems ein. Offenbar wird der aus reflektierter Sonnenstrahlung bestehende Teil der ausgehenden Strahlung stark gestreut und kommt aus vielen zufälligen Richtungen; und die Satelliteninstrumente reichen nicht aus, um all dies zu erfassen. Aus Clausers Folie 37:

Das Sichtfeld [der Satelliteninstrumente] ist keineswegs panoramisch. Infolgedessen wird gestreute und/oder reflektierte [ausgehende] Energie, die aus Winkelrichtungen oberhalb und unterhalb des schmalen Winkelempfangsstreifens eintraf, nicht erfasst. . . . Das Ergebnis war ein zu niedriger gemeldeter Wert [für die ausgehende reflektierte Sonnenenergie] und ein entsprechend viel zu hoher gemeldeter EEI-Wert (6,5 W/m²).

Der tatsächlich von den Satelliten gemessene EEI betrug also 6,5 W/m², doch alle waren sich bewusst, dass dieser Wert unmöglich war und eine weitaus stärkere Erwärmung implizieren würde, als beobachtet wurde. Wie sollte man mit diesem Problem umgehen? Clauser zitiert eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 des berühmten James Hansen von der NASA:

Da dieses Ergebnis unplausibel ist, wurden Kalibrierungsfaktoren für die Messgeräte eingeführt, um die Diskrepanz auf den von Klimamodellen nahegelegten Wert von 0,85 W/m² zu reduzieren (Loeb et al. 2009). …

Wenn die Daten eindeutig falsch sind, verwendet man einfach sein Lieblingsmodell, um die Daten so lange zu modifizieren, bis sie zur bevorzugten Theorie passen. Und damit bin ich erst bei Folie 39 von Clausers 124 Folien angelangt.

Die Geschichte geht von da an weiter und weiter. Die „klimawissenschaftliche“ Gemeinschaft war nicht bereit zuzugeben, dass sie über keine Mittel verfügte, den EEI zu messen, um eine Wärmeansammlung in der Atmosphäre und den Ozeanen nachzuweisen. Hansen und andere schlugen vor, separat gemessene Veränderungen des Ozeanwärmeinhalts (OHC) zu nutzen, um die Lücken in den Satellitendaten zu schließen, und es wurden umfangreiche Anstrengungen unternommen, dies zu tun. Doch die OHC-Messungen sind mit eigenen Problemen behaftet, von denen viele mit den Problemen bei der Messung der durchschnittlichen Lufttemperatur mittels GAST vergleichbar sind: Die Messung erfolgt durch Bojen im Ozean und nicht durch Satelliten an der TOA; es gibt bei weitem nicht genug Bojen; sie messen keine Wärme an der TOA und sind daher nicht mit den Satellitenmessungen des Energieflusses vergleichbar; die Bojen sinken ab und steigen wieder auf, aber ihr Standort ist nur bekannt, wenn sie an die Oberfläche kommen; der Prozess der Umwandlung von Temperaturmessungen in Wärmeinhalt ist zweifelhaft; es gibt überhaupt keine Abdeckung der Polarregionen; und so weiter und so fort.

Clauser geht ausführlich darauf ein, wie eine Kombination aus äußerst fehlerhaften Satellitendaten und äußerst fehlerhaften OHC-Daten rückentwickelt wird, um zu einem vorab festgelegten Wert von etwa 0,7 oder 0,8 W/m² als EEI zu gelangen. Er bringt mehrere Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens vor und verwendet den Begriff „Betrug“ großzügig.

Der Kernpunkt ist jedoch, dass die Genauigkeit der Messungen nicht ausreicht, um einen EEI zu behaupten, der sich signifikant von Null unterscheidet. Was den EEI betrifft, lautet die Antwort auf die Frage „Was ist der Beweis?“: Es gibt keinen Beweis!

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/13/at-the-heartland-climate-conference-what-is-the-proof-earths-energy-imbalance-edition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die Vertuschung: Warnungen Monate vor dem spanischen Stromausfall: „Heute war es wirklich schlimm“ und „Wir werden abstürzen“.

15. April 2026 - 12:00

Von Jo Nova

Ingenieure warnten, dass das Stromnetz aufgrund überschüssiger Solarenergie kurz vor dem Zusammenbruch stehe.

Hier die Sichtweise aus Australien.

Die großflächigen Stromausfälle in Spanien und Portugal am 28. April letzten Jahres richteten verheerende Schäden an. Damals gaben sich alle Verantwortlichen ratlos und schoben die Schuld auf ein „seltenes atmosphärisches Phänomen“, das möglicherweise mysteriöse Schwingungen in der Leitung verursacht habe. Begriffe wie „ induzierte atmosphärische Vibrationen“ waren in aller Munde, und von extremen Temperaturen (etwa 23 Grad Celsius) war die Rede.   Doch die Verantwortlichen bei Red Electrica wussten von Anfang an, dass die Ursache ein Überschuss an Solarstrom und eine unzureichende Stromerzeugung waren, denn die Techniker hatten sie bereits vorgewarnt.

„Heute war es wirklich schlimm, ihr habt es alle gesehen“: Neue Tonaufnahmen bestätigen, dass Red Eléctrica drei Monate vor dem Stromausfall wusste, dass das System versagte.

Von Paula Maria, Elmundo

Der Senatsausschuss, der den Stromausfall untersucht, hörte diese Woche eine zweite  Gesprächsrunde  zwischen privaten Stromversorgern und Red Eléctrica, dem Netzbetreiber. Fast ein Jahr nach dem Vorfall und ohne dass sich bisher jemand zur Verantwortung gezogen hat, belegen die jüngsten Aufnahmen, dass das von  Beatriz Corredor geführte Unternehmen bereits im Januar 2025, drei Monate vor dem vollständigen Stromausfall,  wusste, dass das gesamte spanische Stromnetz an seine Grenzen stieß. Sie zeigen auch, dass die Techniker des Unternehmens ein unmittelbar bevorstehendes Risiko voraussahen –  „Irgendwann  werden wir zusammenbrechen“, sagten sie sogar voraus – und dass sie die Ursache der Spannungsschwankungen identifiziert hatten: einen Überschuss an Solarstrom und einen Mangel an Kernkraft- und Gaskraftwerken. Die Aufnahmen des Vorfalls rücken erneut das Management des von SEPI (der spanischen Staatsholdinggesellschaft) kontrollierten Unternehmens in den Fokus und stellen die Darstellung der Unternehmensführung infrage.

Am 31. Januar kam es zu einem so starken Stromstoß, dass die Mitarbeiter des Kernkraftwerks Asco warnten: „ Wenn die Reaktoren ausfallen, haben wir überhaupt keinen Strom mehr .“ Sie erklärten weiter:  „Solarenergie ist nicht wie Windenergie, die eine geringe Trägheit besitzt. Bei Solarenergie drückt jemand einen Knopf, und wenn die Anlage nicht entsprechend dimensioniert wird, entstehen Probleme – und genau das passiert.“

Prophetischer Weise wussten die Mitarbeiter am Morgen des Stromausfalls genau, was sie brauchten, und teilten der Kontrollzentrale des staatlichen Betreibers mit: „Wir brauchen mehr großtechnische thermische Erzeugungskapazität, die die Situation reguliert.“

Erinnern wir uns an diese glorreichen Ausreden:

Was war die Ursache?

The Guardian, April 2025

Der portugiesische Premierminister Luís Montenegro erklärte, das Problem habe seinen Ursprung in Spanien. Der portugiesische Energieversorger REN teilte mit, ein „seltenes atmosphärisches Phänomen“ habe zu einem starken Temperaturungleichgewicht geführt, das die weitreichenden Stromausfälle verursacht habe.

REN erklärte: „Aufgrund extremer Temperaturschwankungen im Landesinneren Spaniens kam es zu anomalen Schwingungen in den Hochspannungsleitungen (400 kV), einem Phänomen, das als ‚induzierte atmosphärische Vibration‘ bekannt ist. Diese Schwingungen verursachten Synchronisationsfehler zwischen den elektrischen Systemen, was zu aufeinanderfolgenden Störungen im gesamten europäischen Verbundnetz führte.“

Nicht nur die spanischen Mitarbeiter belogen die Wähler, sondern auch die meisten westlichen Medien vertuschten ihre Lügen, stellten keine kritischen Fragen und ließen sie damit durchkommen.

Die Berichte werden jetzt veröffentlicht, aber niemand, der dafür verantwortlich ist, wurde bisher zur Rechenschaft gezogen. (Noch nicht.) Wird das jemals geschehen?

Mit Dank an Steve Hicks, @NetZeroWatch

Mysterious line oscillations,
And rare atmospheric vibrations,
Showing power failure signs,
In the high voltage lines,
Caused blackouts in the Iberian nations.–Ruairi frei übersetzt:
Mysteriöse Leitungsschwingungen
und seltene atmosphärische Vibrationen,
die Anzeichen eines Stromausfalls in den Hochspannungsleitungen zeigten, verursachten Stromausfälle in den iberischen Ländern.

UPDATE von Kommentator Paulie: Der endgültige 472-seitige Bericht – „Erwähnen Sie nicht den Solarstromüberschuss“

Paulie:  10. April 2026 um 8:18 Uhr · Antworten

Der Abschlussbericht zum Stromausfall in Spanien wurde am 21. März 2026 veröffentlicht:
https://wattclarity.com.au/articles/2026/03/20march-finalreport-iberianblackout/

Für alle, die nicht die Zeit haben, alles zu lesen: Es handelt sich um eine 472-seitige Entschuldigung dafür, dass kein eindeutiger Kausalzusammenhang zum Stromausfall festgestellt werden konnte. Zahlreiche Ausreden werden angeführt, darunter unzureichende Instrumentierung im Niederspannungsnetz und die fehlenden Dokumentationen der Betreiber zum Verhalten einzelner Generatoren.

Der Bericht bemüht sich insbesondere darum, die Generatoren oder spezifischen Geräte, die die Spannungsschwankungen und damit den Stromausfall verursachten, nicht zu benennen. Abbildung 1-2 auf Seite 10 zeigt jedoch, dass diese Spannungsschwankungen am Tag des Stromausfalls gegen 10:30 Uhr Ortszeit begannen.

Abbildung 1-6 zeigt, wie Spannungsinstabilität in der letzten Minute vor dem Stromausfall zu einem rapiden Anstieg der Netzspannung weit über den normalen Betriebsbereich (max. 420 kV) führte. Obwohl diese Abbildung einige kritische Ereignisse aufzeigt, geht der Bericht nicht darauf ein, warum die Netzbetreiber nicht in der Lage waren, diesen rapiden Spannungsanstieg zu bewältigen.

https://wattclarity.com.au/wp-content/uploads/2026/03/2026-03-20-ENTSOE-FinalReport-RootCauseTree-scaled.png

Den Ermittlern gelang eine sehr nützliche Leistung: Sie erstellten ein Modell des spanischen Stromnetzes und konnten die am betreffenden Tag beobachteten Verhaltensweisen präzise nachbilden. Allerdings dauert es bis Seite 311, bis sie ein Ergebnis präsentieren, das die Ursache der Probleme in ihrem Stromnetz klar aufzeigt.

Die Abbildungen 4-114 und 4-115 zeigen das Verhalten von Netzspannung und -frequenz, wenn das Netz mit acht neuen Synchrongeneratoren betrieben worden wäre. Der vorangegangene Text enthält keine technischen Angaben zur Kapazität dieser Generatoren, die Simulationsergebnisse sprechen jedoch für sich. Sie zeigen, dass ein vollständiger Netzausfall bei Betrieb der Generatoren verhindert worden wäre.

Hätte das spanische Stromnetz ausreichend synchrone Stromerzeugung aus Kohle, Kernkraft, Gas oder Wasserkraft aufrechterhalten, wäre es nicht zu dem Stromausfall gekommen.

Die Autoren des Berichts verschweigen also das Offensichtliche! Das spanische Stromnetz versagte, weil es zu viel Wechselrichterenergie und zu wenig Synchronstrom enthielt. Bei Instabilitätsereignissen führte die unzureichende Systemstärke und -trägheit zu einem unkontrollierten Anstieg der Netzspannung, wodurch zahlreiche automatische Sicherheitssysteme auslösten und schließlich der Stromausfall verursacht wurde.

Eine solch einfache Erklärung werden Sie jedoch nicht im Ursachenbaum des Berichts auf den Seiten 333/334 finden.

https://joannenova.com.au/2026/04/the-coverup-warnings-months-before-the-spanish-blackout-today-was-really-bad-and-were-going-to-crash/

Eike berichtete Ihnen bereits vor kurzen ebenfalls zu diesem Vorfall. Vor allem die unerschütterlichen Anhänger der „Erneuerbaren“, haben mit obigem Beitrag nun ein weiteres Feld zu beackern – der Übersetzer

Wird man aus dem Blackout in Spanien lernen?

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Klaus-Eckart Puls bei Kontrafunk: Klimamodelle werden absichtlich falsch gedeutet

15. April 2026 - 9:00
Der Frühling ist zu warm, der Winter zu heiß, so interpretieren Politik und Leitmedien gängige Klimamodelle. Doch wie aussagekräftig sind diese Daten? Antworten liefert der Diplom-Meteorologe Klaus-Eckart Puls im Interview mit Kontrafunk. https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2026/04/20260414_Kontrafunk_aktuell_Interview_Klaus_Eckhart_Puls.mp3

 

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