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Aktualisiert: vor 2 Stunden 46 Minuten

Wo die Lichter ausgehen -Blackout am Flughafen Heathrow – wenn grüne Träume landen müssen(Link ist extern)

25. März 2025 - 18:00

Ein Brand in einem Umspannwerk legt den Londoner Flughafen Heathrow lahm – und offenbart die fatale Verwundbarkeit „klimaneutraler“ Infrastruktur. Während Hunderttausende im Dunkeln sitzen und Flugzeuge umgeleitet werden, versagt das stolze Biomasse-Notstromsystem kläglich – ein Totalausfall mit Ansage.

 Von Holger Douglas

 

Sabotage oder nicht: Das war eine Katastrophe mit Ansage. Einer der größten Flughäfen der Welt wurde lahmgelegt. Gleichzeitig stellt sich heraus, wie fatal sich das grüne Netto-Null-Ziel in Sachen CO₂ auswirkt. Auf dem Flughafen London Heathrow ging nichts mehr. Ein Brand im Umspannwerk North Hyde im Westen Londons hatte die Stromversorgung unterbrochen, der komplette Flugbetrieb musste eingestellt werden. Gleichzeitig war der gesamte Stadtteil Hayes und Hounslow mit mehreren hunderttausend Bewohnern ohne Strom. Haushalte und Unternehmen erlebten eine Art Dunkelflaute auf der Insel, auf der Grüne so stolz auf die vielen Windräder sind.

Wie auf dem Flugzeug-Trackingportal Flightradar24 eindrucksvoll zu sehen war, waren rund 1.400 Flüge betroffen und mussten umgeleitet werden. Dicke A380-Flugzeuge von Qantas aus Australien nach London beispielsweise landeten nach ihrem langen Flug rund um die halbe Welt in Paris statt in London, die Reisenden wurden mit Bus und Bahn nach England chauffiert. Flugzeuge aus den Vereinigten Staaten drehten bereits über Grönland um, anderen gelang die Landung auf Ausweichflugplätzen in Großbritannien wie Gatwick. Doch die waren rasch überfüllt. Passagieren wurde empfohlen, erst gar nicht zum Flughafen zu fahren.

Bereits in der Nacht zum Freitag konnten Anwohner hoch lodernde Flammen aus einem Transformator des Umspannwerks sehen, der immerhin 25.000 Liter Öl enthält. Die angerückte Feuerwehr versuchte, den Brandherd einzuschäumen. Doch erst einmal war das komplette Werk lahmgelegt und die Stromzufuhr zum Flughafen unterbrochen – ebenso wie die des Stadtteils.

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Erstaunlich, dass eine so wichtige Infrastruktur nicht über mehrere Stromzufuhrleitungen verfügt, sondern offenbar nur über eine einzige. Zudem gab es offenbar keine Möglichkeit, die betroffene Region über andere Leitungen aus dem nationalen Übertragungsnetz zu versorgen. Das Umspannwerk North Hyde war offenbar die einzige Anschlussmöglichkeit.

Für den Flugbetrieb gäbe es zwar Notstromgeneratoren, so der Chef des Flughafens. Doch die würden nicht für die Stromversorgung des gesamten Flughafens ausreichen, sondern nur für den Flugbetrieb und die Befeuerung der Landebahnen und Rollwege, sodass Flugzeuge noch sicher rollen können. Der Flughafen selbst benötige den Strombedarf eines kleinen Stadtteils – dies sei mit den Notstromgeneratoren nicht mehr machbar.

Mittlerweile kommt weiterhin heraus, dass die Notstromversorgung nicht mehr mit Dieselgeneratoren funktioniert, sondern mit angeblich „umweltfreundlicher“ Energie. Der Flughafen hatte seine Notfallsysteme von einem Dieselgenerator auf die Stromerzeugung mit einem Biomassekraftwerk umgestellt. Das 2012 eröffnete T2-Energiezentrum in Heathrow beheizt die Terminals 2 und 5 mit 25.000 Tonnen Holzhackschnitzeln pro Jahr, die aus Wäldern im Vereinigten Königreich stammen. Das soll nachhaltig sein, wird in Großbritannien erzählt. Doch dieses „grüne“ Energiezentrum konnte keinen Notstrom liefern. Laut Richard Tice, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Reform UK, sei der Biomassegenerator offenbar ausgefallen, weil er nur für den Betrieb zusammen mit dem National Grid ausgelegt war. Er konnte wohl nicht unabhängig vom nationalen Netz Strom liefern.

Der Telegraph zitiert die Flughafenverantwortlichen, dass ein Notstromsystem mit Dieselgeneratoren mit fossilen Brennstoffen nicht in der Lage gewesen wäre, die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Die Behauptung werfe Fragen zur Widerstandsfähigkeit Großbritanniens gegenüber Angriffen in einer Netto-Null-Zukunft auf.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der verheerende Brand mit dem kompletten Ausfall offenbart, dass einer der wichtigsten Flughäfen der Welt ohne Backup-Energiesysteme arbeitet – dafür aber stolz betont, wie CO₂-frei man sei.

Mittlerweile betont die britische Regierung, dass die Brandursache wohl keine Sabotage war. Sie geht von einem Unfall aus – alles andere wäre wohl zu peinlich. Spezialisierte Ermittler würden weiterhin den Brandort untersuchen, heißt es. „Aufgrund des Standorts des Umspannwerks und der Auswirkungen, die dieser Vorfall auf die kritische nationale Infrastruktur hatte, leitet das Counter Terrorism Command der Londoner Polizei unsere Ermittlungen in dieser Angelegenheit“, so die Polizei.

Zu ergänzen wäre: Sabotage – eher nicht von einer ausländischen Macht, sondern von innen, von „grüner“ Seite, die unter dem Vorwand der Umweltfreundlichkeit eine ausfallsichere Energieversorgung zerstören. Aber das kennen wir auch aus Deutschland.

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Energie-Minister von Trump bietet Afrika die Befreiung vom Klima-Imperialismus der Regierung Biden an(Link ist extern)

25. März 2025 - 15:00

Vijay Jayaraj

US-Energieminister Chris Wright hat einen Wandel signalisiert(Link ist extern), der für Millionen Menschen in Afrika den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten könnte. In seiner Rede auf dem „Powering Africa Summit“ in Washington, D.C., erklärte Wright den Führern eines Kontinents mit 1,5 Milliarden Menschen, dass die Trump-Regierung „Ihnen nicht vorschreiben will, was Sie mit Ihrem Energiesystem machen“. Dies ist eine Abkehr von der Biden-Regierung, die mit einem Großteil der westlichen Klimamagneten auf einer Linie lag und den Entwicklungsländern einen grünen New Deal aufzwang, obwohl diese sich das nicht leisten konnten und darunter zu leiden hatten.

„Das ist eine paternalistische, postkoloniale Haltung, die ich einfach nicht ausstehen kann“, sagte Wright über die Klima-Evangelisation, die andere dazu zwingen will, fossile Brennstoffe aufzugeben und weitgehend nutzlose Technologien wie Solar- und Windenergie zu übernehmen.

Afrika ist unter paradoxem politischen und wirtschaftlichen Druck zusammengebrochen: Staaten, die ihren Wohlstand auf Kohle, Erdöl und Erdgas aufgebaut hatten, haben die Afrikaner jahrzehntelang davon abgehalten, ihren eigenen Reichtum an fossilen Brennstoffen anzuzapfen. Der Kontinent wurde durch eine scheinheilige Agenda westlicher Eliten gefesselt, die ihren finanziellen und geopolitischen Einfluss nutzten, um die Afrikaner zu einer Kampagne gegen eine frei erfundene Klimakrise zu drängen.

Doch wo sind die Beweise für diese „existenzielle Bedrohung“? Die weltweite Lebenserwartung hat sich seit 1900 verdoppelt(Link ist extern), die Hungerraten sind drastisch gesunken und die Zahl der klimabedingten Todesfälle ist im letzten Jahrhundert um 98 % zurückgegangen(Link ist extern). Vorhersagen über eine globale Überhitzung sind Panikmache, die auf Pseudowissenschaft beruht, und angebliche Lösungen zur Verhinderung einer Katastrophe haben ohnehin keine Aussicht auf Erfolg.

Die Afrika aufgezwungene Klimapolitik ist also kein Umweltschutz, sondern Öko-Imperialismus, der Armut und Entbehrungen verewigt, die nur durch eine vernünftige Energiepolitik beseitigt werden können. Schlechte Bildung, schlechte Gesundheit und ein verkürztes Leben wären das Los der Afrikaner, denen ein ökologisches Nirwana versprochen wird.

„Wenn man die Entwicklung der Energie in der Welt oder in einem Land verfolgt, ist es die Entwicklung der menschlichen Möglichkeiten, der menschlichen Chancen und der Lebensqualität“, sagte Wright. Ganz genau.

Bei der Wiederholung seiner Botschaft auf der Energiekonferenz CERAWeek in Houston wies Wright darauf hin, dass Millionen von Menschen feste Brennstoffe wie Holz, Stroh und Tierdung zum Kochen und Heizen verwenden.

„Allein durch die Luftverschmutzung in Innenräumen sterben jährlich schätzungsweise über zwei Millionen Menschen“, sagte er. Wo, so fragte er, ist die globale Konferenz, die sich mit dieser Krise befassen soll?

Das Schweigen des Klima-Establishments ist ohrenbetäubend. Es versucht, die Erschließung von Erdgasvorkommen zu blockieren, die diese Todesfälle verhindern würde.

Rund eine Milliarde Menschen weltweit genießen die Annehmlichkeiten des modernen Lebens und verbrauchen jährlich das Energieäquivalent von 13 Barrel Öl pro Person, so Wright. In Afrika sinkt diese Zahl auf weniger als ein Barrel pro Kopf.

„Wir tragen schicke Kleidung, die meist aus Kohlenwasserstoffen hergestellt wird. Wir reisen mit motorisierten Verkehrsmitteln. Die besonders Glücklichen unter uns fliegen um die Welt, um an Konferenzen teilzunehmen“, sagte er. In der Zwischenzeit laufen afrikanische Frauen kilometerweit, um frisches Wasser zu holen, waschen ihre Wäsche von Hand und verzichten auf eine Ausbildung, weil das Fehlen von elektrischem Licht es unmöglich macht, nachts Hausaufgaben zu machen.

„Abgesehen von den offensichtlichen Größen- und Kostenproblemen“, so Wright, „gibt es einfach keine physikalische Möglichkeit, dass Wind, Sonne und Batterien die unzähligen Einsatzmöglichkeiten von Erdgas ersetzen könnten“. Gleiches gilt für den Ersatz von Kohle und Öl.

Afrika sitzt auf einem Schatz von Energiereserven. Nigeria, Angola, Algerien und Libyen sind Ölgiganten; Mosambik und Tansania verfügen über Gasfelder von Weltrang; Südafrika und Simbabwe besitzen Kohlereserven, die ganze Regionen mit Strom versorgen könnten. Dennoch wird ein Großteil dieses Reichtums durch die Arroganz des ausländischen Drucks und die Zaghaftigkeit des inländischen Zögerns unter Verschluss gehalten.

Wrights Bekenntnis zu fossilen Brennstoffen ist ein Wendepunkt. Er hat eine Tür aufgestoßen, die einst verriegelt war. Seine Ablehnung früherer Auflagen und seine Bejahung der afrikanischen Energieautonomie ist eine überfällige Anerkennung von Realismus und Chancen.

Energie im Überfluss ist das Lebenselixier des Fortschritts. Ohne sie bleibt Afrika in einer vorindustriellen Vorhölle gefangen, seine Menschen sind dazu verdammt, in der Dunkelheit zu schuften, während der Westen von einer imaginären Krise predigt.

Die führenden Politiker des Kontinents müssen diesen Moment mit unerschrockener Entschlossenheit ergreifen. Wrights Worte sind eine Aufforderung an die Afrikaner, entschlossen zu handeln.

Die Konferenz der African Energy Week in Kapstadt im September wird, wie Wright bemerkte, eine wichtige Plattform sein, um mit globalen Investoren in Kontakt zu treten und die Entwicklung zu beschleunigen. Von den Ölplattformen im Golf von Guinea bis zu den Kohlereserven im Kalahari-Becken – die Zeit zum Bauen ist jetzt gekommen. Viel Glück, Afrika.

This commentary was first published at Daily Caller(Link ist extern) on March 18, 2025.

Vijay Jayaraj(Link ist extern) is a Science and Research Associate at the CO(Link ist extern)2 Coalition(Link ist extern), Arlington, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/03/20/trumps-energy-secretary-offers-africa-freedom-from-bidens-climate-imperialism/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Beherrscht die Luftwaffe das Wetter im Jahr 2025? Die Ursprünge der Chemtrail-Theorie(Link ist extern)

25. März 2025 - 9:00

Dr. Roy Spencer(Link ist extern), Ph. D.

(Link ist extern)

Abb. 1. „Study of Cirrus Clouds“, Gemälde von John Constable, um 1822. Zirrus als Wolkentyp wurde erstmals 1802 von Luke Howard definiert.

2025 ist nicht nur das aktuelle Jahr oder ein Projekt der Heritage Foundation mit konservativen Grundsätzen für politisches Handeln für den neuen republikanischen Präsidenten. In den 1990er Jahren war es auch das Ergebnis einer Direktive der Air Force, „die Konzepte, Fähigkeiten und Technologien zu untersuchen, welche die Vereinigten Staaten benötigen, um auch in Zukunft die dominierende Luft- und Raumfahrtmacht zu bleiben“.

Als Teilantwort auf diese Richtlinie erstellten mehrere Studenten des Air War College 1996 ein Dokument(Link ist extern) mit dem weitgehend theoretischen Titel „Weather As a Force Multiplier: Owning the Weather in 2025“ [etwa: Das Wetter als Macht-Multiplikator: Das Wetter im Jahr 2025 beherrschen]. Dieses Dokument, 1998 freigegeben, scheint genügend Beweise geliefert zu haben, die einige Leute brauchten, um zu behaupten, dass unsere Regierung heimlich das Wetter modifiziert, die Atmosphäre verändert, uns mit Chemikalien vergiftet oder was immer man sich sonst noch ausdenken kann.

Nun bin ich grundsätzlich nicht gegen Verschwörungstheorien. So ist zum Beispiel klar geworden, dass Experten schon früh wussten, dass das COVID-19-Virus wahrscheinlich tatsächlich aus einem Leck in einem Labor in Wuhan in China stammt, und man könnte vernünftigerweise zu dem Schluss kommen, dass es eine Verschwörung gab, um solche Beweise zu verbergen. Sogar die New York Times sagt(Link ist extern), dass wir in die Irre geführt wurden. Verschwörungen gibt es.

Aber nicht alles, was wir in der Welt sehen und als Bedrohung empfinden, ist das Ergebnis einer Verschwörung, und manche Menschen lassen sich einfach von dem anstecken, was sie sehen. Vor vielen Jahren nahm ich an einer örtlichen Bürgerversammlung teil, bei der ein Kongresskandidat sprach. Während der Fragerunde stand ein entsprechend gekleideter Motorradfahrer auf und wollte wissen, was der Kandidat gegen all die „Chemtrails“ unternehmen würde, die der Motorradfahrer auf seinen Reisen durch das Land am Himmel sah. Der Kandidat gab eine angemessen vage und beruhigende Antwort.

Wie ist also diese „Chemtrail“-Theorie entstanden?

Es scheint eine Kombination aus dem Missverständnis der Menschen über die Wolken, die sie am Himmel sehen, und dem zunehmenden Misstrauen gegenüber unserer Regierung zu sein, das durch die oben erwähnte Studie der Air Force aus dem Jahr 1996 geschürt wird. Es scheint auch durch die geringeren Standards der mathematischen und wissenschaftlichen Bildung in den letzten Jahrzehnten verschärft zu werden, was zu einer neuen Generation von Erwachsenen führt, die Behauptungen anderer nicht kritisch prüfen können.

Die Erzeugung von Kondensstreifen durch Düsenflugzeuge ist gut verstanden

Für diejenigen unter uns, die sich mit Meteorologie auskennen, sind diese sichtbaren Wolkenstreifen, die hinter fliegenden Jets zurückbleiben, „Kondensstreifen“, die bei der Verbrennung von Kerosin entstehen. Die Chemie der Verbrennung von Düsentreibstoff ist gut erforscht, was auch für die Nebenprodukte dieser Verbrennung gilt. Bei der Verbrennung von 1 kg Düsentreibstoff entstehen etwa 1,3 kg Wasser (der Wasserstoff im Treibstoff verbindet sich mit dem Sauerstoff aus der Atmosphäre zu Wasser). Dieses Wasser verlässt das Düsentriebwerk als Wasserdampf in einer so hohen Konzentration bei extrem niedrigen Temperaturen (im Allgemeinen etwa -35 bis -45 Grad C), dass viel mehr Wasser vorhanden ist, als die Atmosphäre aufnehmen kann, ohne dass es zur Kondensation (Wolkenbildung) kommt.

Infolgedessen entstehen Zirruswolkenstreifen (Kondensstreifen). Je nach der relativen Luftfeuchtigkeit (RH) der umgebenden Luft können diese Kondensstreifen entweder schnell verdunsten (wenn die RH sehr niedrig ist) und im Wesentlichen keine sichtbaren Spuren hinterlassen, oder sie können bestehen bleiben und sich sogar über viele Stunden ausbreiten, wenn die RH hoch ist. In einer Umgebung mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit können die von den Düsen erzeugten Zirren tatsächlich Wasserdampf aus der umgebenden Atmosphäre aufnehmen, was zu einem kontinuierlichen Wachstum der Kondensstreifen führt.

(Link ist extern)

Abb. 2. Viermotorige Kondensstreifen, die von Düsenflugzeugen erzeugt werden. Unterschiedliche Beleuchtungssituationen können das Aussehen der Kondensstreifen verändern, genau wie bei natürlichen Zirruswolken (Quelle(Link ist extern)).

Das Vorhandensein von Scherwinden (Änderung der Windrichtung oder -geschwindigkeit mit der Höhe) kann zu einer Verzerrung der entstehenden Wolken in unzähligen Formen führen. Oft sind die durch Düsenflugzeuge erzeugten Zirruswolken nicht leicht von natürlichen Zirruswolken zu unterscheiden, die von Wettersystemen erzeugt werden; manchmal aber doch. Buchstäblich während ich dies schreibe, habe ich ein Foto aus meinem Bürofenster gemacht, das sowohl natürliche als auch von Düsen erzeugte Zirruswolken zeigt:

(Link ist extern)

Abb. 3. Natürliche und durch Flugzeuge erzeugte Zirruswolken bei Sonnenaufgang, Huntsville, Alabama, 19. März 2025.

Aber wann und warum wurde die „Chemtrail“-Verschwörungstheorie populär? Und warum hält sie sich bis heute? Die Theorie besagt, dass die sichtbaren Spuren von kondensiertem Wasserdampf, die man hinter Düsenflugzeugen in großer Höhe sieht, in Wirklichkeit das Versprühen von Chemikalien zu einem oder mehreren ruchlosen Zwecken darstellen. Ich sehe regelmäßig Kommentare auf X und Facebook von Leuten, die hinsichtlich dieser sichtbaren „Chemtrails“ alarmiert sind. Diese bösen Zwecke der Chemtrail-Produktion reichen von Geo-Engineering (absichtliche Veränderung des Klimas) bis hin zu Gedankenkontrolle und der Verbreitung von Krankheiten, die von Pharmaunternehmen behandelt werden können, um ihre Gewinne zu steigern. Viele Wetterexperten haben versucht, diese Vorstellungen zu entkräften, zum Beispiel(Link ist extern) Cliff Mass, Professor für Atmosphärenwissenschaften an der Universität von Washington.

Das Wetter als Macht-Multiplikator: Das Wetter im Jahr 2025 beherrschen

Gehört der US-Luftwaffe nun das Wetter im Jahr 2025, wie in dem Bericht(Link ist extern) von 1996 vorhergesagt? Nein, natürlich nicht. Die meisten der theoretisch möglichen Technologien in diesem Bericht, mit denen sich Wolken auf dem Schlachtfeld entweder auflösen oder erzeugen lassen, gab es in den 1990er Jahren noch nicht. Der Bericht ist voll von unrealistischen Konzepten, einschließlich der Wolkenimpfung zur Erzeugung von Niederschlag (Gegenstand zahlreicher ziviler Forschungen in den letzten Jahrzehnten), räumt aber ein, dass „künstliche Wettertechnologien derzeit nicht existieren. In dem Maße, in dem sie entwickelt werden, nimmt die Bedeutung ihrer potenziellen Anwendungen jedoch rasch zu“.

Ja, es gab (vor allem zivile) Experimente, die bis in die 1950er Jahre zurückreichen und bei denen Wolken geimpft wurden, um sie zum Niederschlag zu bringen. Dabei wurde eine Chemikalie wie Trockeneis oder Silberjodidkristalle abgeworfen, um die Umwandlung unterkühlter Wassertröpfchen in Niederschlag zu fördern. Im Projekt Stormfury(Link ist extern), das in den 1960er Jahren ins Leben gerufen wurde, wurde erforscht, wie man Hurrikane in der Peripherie mit „Impfstoffen“ versorgen kann, um die Intensität des zentralen Teils des Wirbelsturms zu verringern, in dem die meisten schädlichen Winde und Sturmfluten auftreten. Die Idee wurde jedoch aufgegeben, als man feststellte, dass Hurrikane ohnehin fast die gesamte kondensierte Wolke in Niederschlag umwandeln, ohne dass der Mensch dazu beiträgt.

Das soll nicht heißen, dass es unmöglich ist, Wolken zu impfen und Niederschlag zu erzeugen, zumindest auf einer sehr lokalen Basis in bestimmten Wettersituationen. Aber die Forschungsergebnisse(Link ist extern) sind uneinheitlich, und im Allgemeinen gilt: Wenn eine Wolke nicht ohnehin kurz vor dem Niederschlag steht, bringt das Impfen der Wolke nicht viel, außer dass sie eher früher als später abregnet. Die Menschen haben eine stark übertriebene Vorstellung davon, was der Mensch tun kann, um das Wettergeschehen absichtlich zu beeinflussen.

Ich bin nicht eingeweiht in die Technologien zur Wetteränderung, die das Verteidigungsministerium möglicherweise in Arbeit hat. Aber nach fast einem halben Jahrhundert Arbeit im Bereich Wetter und Klima kann ich Ihnen sagen, dass es wenig gibt, was wir tun können, um das Wetter zu beeinflussen, sei es absichtlich oder unabsichtlich.

Betrachten wir das Beispiel des AF-Berichts über das Erzeugen oder Auflösen von Wolken auf dem Schlachtfeld. Stellen Sie sich eine Kriegssituation vor, in der die Luftwaffe eine Wolke (oder Nebel) auflösen möchte, um eine präzise visuelle Identifizierung eines Bombenziels zu ermöglichen. Theoretisch könnte dies mit einer leistungsstarken Mikrowellen-Richtstrahl-Energiequelle (vielleicht von einem Spezialflugzeug aus, das direkt vor einem Raketen tragenden Flugzeug fliegt) geschehen, um das Wolkenwasser vorübergehend zu verdunsten. Um eine Vorstellung von der dafür erforderlichen Energie zu bekommen, können wir berechnen, wie viel Energie erforderlich ist, um eine 100x100x100 Meter große Nebelfläche mit einem Flüssigwassergehalt von 0,1 Gramm Wasser pro kg Luft zu verdunsten. Wenn man davon ausgeht, dass etwa 25 % der Energie des gerichteten Mikrowellenstrahls in die Erwärmung der Luft und die Verdampfung des flüssigen Wassers fließen, kann man den Energiebedarf eines solchen Geräts mit gerichteten Strahlen auf etwa 1 Milliarde Watt (1 Milliarde Joule für 1 Sekunde erzeugte Energie) schätzen. Dies liegt in der Tat im Bereich der geschätzten Leistung von DoD-Richtstrahl-Energiequellen*, zumindest vom Boden aus. Ich habe keine Ahnung, ob eine so große Energiequelle von einem Flugzeug erzeugt werden könnte.

[DoD = Department of Defense, das US-Verteidigungs-Ministerium. A. d. Übers.]

Aber selbst wenn die Luftwaffe dies könnte, würde sie es überhaupt wollen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es heute intelligente Waffen mit passiver Mikrowellentechnologie gibt, die es ermöglichen, ein Ziel durch eine relativ bescheidene Wolkendecke hindurch zu sehen.

Und was ist mit Kondensstreifen? Und Geoengineering?

Soweit ich das beurteilen kann, werden in dem oben zitierten AF-Bericht keine Technologien erwähnt, die Chemikalien durch Düsenabgase (oder andere Flugzeugöffnungen) verbreiten würden. Außerdem, wenn solche Chemtrails existieren, verteilen sie ihre „Chemikalien“ über jeden, einschließlich der Familien der Leute, die sich verschworen haben, Chemtrails zu verursachen.

Warum sollte jemand so etwas tun?

Es gibt vereinzelte Fotos von Flugzeugen, die Treibstoff ablassen, der aus verschiedenen speziellen Öffnungen an den Tragflächen austritt, weg von den Triebwerken. Manchmal wird dies als Beweis dafür angeführt, dass Chemikalien zu ruchlosen Zwecken ausgebracht werden. Dieses „Ablassen von Treibstoff“ ist jedoch ein seltenes Ereignis, das in der Regel in Notsituationen auftritt und schätzungsweise weniger als einmal pro 100.000 kommerziellen Flügen vorkommt.

Es wurde jedoch viel darüber geforscht, ob Kondensstreifen von Düsenflugzeugen unbeabsichtigt das Klima beeinflussen, was ein Fall von unbeabsichtigtem Geoengineering wäre. Kondensstreifen verringern die Menge des Sonnenlichts, das die Oberfläche erreicht (ein kühlender Effekt), aber das wird durch ihre Verringerung der Infrarotabkühlung des Klimasystems mehr als ausgeglichen, was zu einer Nettoerwärmung führt. Die besten Schätzungen gehen davon aus, dass der globale Flugverkehr weniger als 0,1 Watt pro Quadratmeter Netto-Strahlungswärme des Klimasystems erzeugt, was im Bereich des Rauschens liegt (zum Vergleich: die natürliche solare Erwärmung und Infrarotabkühlung des Klimasystems im globalen Durchschnitt beträgt ~240 Watt pro Quadratmeter). Lokal, wo es viel Flugverkehr gibt, steigt dieser Wert auf vielleicht 0,5 Watt pro Quadratmeter, was bei den natürlichen Temperaturschwankungen wahrscheinlich immer noch nicht nachweisbar ist. Eine frühe Studie zu den Temperatureffekten einer Abschaltung des Flugverkehrs nach dem 11. September 2001 wurde später durch eine weitere Studie widerlegt.

Was jetzt diskutiert WIRD, ist die Möglichkeit, große Mengen Schwefel in die obere Atmosphäre (die Stratosphäre) zu bringen, um Schwefeldioxid-Aerosole zu erzeugen und so zu versuchen, das einfallende Sonnenlicht etwas zu reduzieren und so die globale Erwärmung teilweise auszugleichen. Dies ist ein Beispiel für das, was üblicherweise unter „Geoengineering“ verstanden wird. Um die natürliche Abkühlung eines großen Vulkanausbruchs auch nur annähernd zu erreichen, wären riesige Mengen an Schwefelverbindungen und viele Düsenflüge erforderlich. Das jüngste Beispiel dafür war der Ausbruch des Pinatubo 1991 auf den Philippinen. Bei diesem Ausbruch wurden schätzungsweise 15 bis 20 Millionen Tonnen SO₂ in die Stratosphäre eingeleitet, was 1992 zu kühlen Sommern über den Landgebieten der nördlichen Hemisphäre führte. Ich persönlich glaube nicht, dass so etwas jemals künstlich passieren wird, weil der Widerstand in der Öffentlichkeit zu groß wäre.

Aber niemand zuckt mit der Wimper, wenn Mutter Natur es tut.

Und die wenigen Berichte(Link ist extern), die man sieht, in denen angebliche Experimente mit der bodennahen Freisetzung von ein paar Kilogramm Schwefelverbindungen zur Erprobung der Möglichkeit, Wolken zu verändern, lächerlich sind. Die EPA schätzt, dass im Jahr 2023 in den USA 1,7 Millionen Tonnen SO₂ aus anthropogenen Quellen freigesetzt wurden. Das sind über 9 Millionen Pfund pro Tag. Vergleichen Sie das mit der „experimentellen“ Freisetzung von ein paar Pfund durch einige „Forscher“, die für Schlagzeilen sorgen. Wie ich schon sagte: lächerlich.

Ein wichtiger Grund für die Hysterie: Jet-Kontrails sind sichtbar

Die Chemtrail-Hysterie würde nicht existieren, wenn die Kondensstreifen der Düsenflugzeuge nicht sichtbar wären. Autos und Lastwagen produzieren ebenfalls riesige Mengen an Wasserdampf, der bei Kälte oder hohem Luftdruck manchmal als kondensiertes Wasser zu sehen ist. Der Grund dafür, dass sie nicht sichtbar sind, liegt darin, dass die Luft bei den Temperaturen und dem Luftdruck in Bodennähe viel mehr Wasserdampf aufnehmen kann, ohne dass sich Wolken bilden, als die Luft in Jet-Höhe.

Aber niemand beschuldigt Autofahrer (oder Autohersteller), unsere Luft absichtlich mit Chemikalien zu vergiften, oder?

Ja, Autos produzieren einige Chemikalien als Nebenprodukt der Verbrennung (die alle unsichtbar sind), und durch EPA-Vorschriften wurden einige dieser Chemikalien durch neue Kraftstoff-Verbindungen, Änderungen der Motorkonstruktion und Katalysatoren stark reduziert. Aber Autos werden nie für die Produktion von Chemtrails verantwortlich gemacht, weil wir diese Emissionen (einschließlich der Wasserdampfemissionen) im Allgemeinen nicht sehen. Aber wir sehen die Kondensstreifen von Düsenflugzeugen.

Schließlich ist ein Teil des Problems, dass unser öffentliches Bildungssystem zu viele wissenschaftlich ungebildete Erwachsene hervorgebracht hat. Sie sind anfällig für verrückte Ideen, die von Aufmerksamkeit (und Geld) suchenden Scharlatanen verbreitet werden, von denen einige von der Existenz einer Chemtrail-Verschwörung überzeugt sein könnten. Zu viele Menschen scheinen heutzutage nicht in der Lage zu sein, unabhängig und kritisch zu denken.

Denn wer würde schon Beweise wie diese anzweifeln?:

(Link ist extern)

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/03/19/does-the-air-force-own-the-weather-in-2025-origins-of-the-chemtrail-theory/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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EPA stellt 31 wesentliche Vorschriften bzgl. Energie in Frage(Link ist extern)

24. März 2025 - 18:00

David Wojick(Link ist extern)

Die EPA hat einen umfassenden Reformprozess eingeleitet, bei dem 31 ihrer wichtigsten Vorschriften bzgl. Energie überdacht werden. Sie können die Liste und einige interessante Diskussionen hier(Link ist extern) einsehen.

Ein großer Teil des Krieges gegen die Kohle steht auf dem Prüfstand, ebenso wie einige wirklich schlimme Dinge für die Automobilindustrie. Vieles davon hat mit dem Klima zu tun, so dass auch das gefälschte CO₂-Endangerment Finding sehr wichtig ist. Wenn das wegfällt, könnte ein Großteil des Rests leicht zu Fall gebracht werden.

Beispiele sind die CO₂-Grenzwerte für Kraftwerke, die Kohle und Gas verbrennen. Und dann sind da noch die unmöglichen CO₂-Grenzwerte für Autos und Lastwagen, welche die Menschen zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge zwingen sollen.

Die wirklich gute Nachricht ist, dass der Geltungsbereich viel breiter ist als nur das Klima. Dazu gehören auch weitreichende Vorschriften wie die völlig unwissenschaftlichen PM2,5-Grenzwerte. Mein persönlicher Favorit ist auch die Regelung für Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken, von denen die EPA sagte, es gebe keine Beweise, aber wir würden es trotzdem regulieren.

Jede dieser „Überprüfungen“ wird eine umfassende Regelung erfordern, so dass eine Menge Arbeit auf uns zukommt. Wer diese Arbeit erledigen wird, ist eine interessante Frage angesichts der anstehenden Stellenstreichungen und der Tatsache, dass die meisten EPA-Mitarbeiter diese schlechten Vorschriften lieben. Möglicherweise werden neue Mitarbeiter eingestellt und Verträge abgeschlossen, aber es wird ein Jahr oder länger dauern, bis diese vielfältigen Regelsetzungsverfahren abgeschlossen sind.

Ich denke, die EPA hat mindestens drei verschiedene Strategien, um diese schlechten Vorschriften zu beseitigen. Einige sind einfacher als andere, und welche im Einzelfall die beste ist, bleibt abzuwarten.

Die aufwändigste Strategie ist die Festlegung von Regeln auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dies erfordert viel Forschung und eine völlig neue Reihe von technischen Begleitdokumenten. Dies kann durchaus erforderlich sein, um das Endangerment Finding rückgängig zu machen, aber da es 2009 erstellt wurde, gibt es eine Menge neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, auf die man zurückgreifen kann. Dass die vorhergesagten Schäden nicht eingetreten sind, ist besonders nützlich.

Die etwas einfachere zweite Strategie besteht darin, einfach die Argumente gegen die fragliche Vorschrift zusammenzustellen, die während der Ausarbeitung der Vorschrift als Kommentare eingereicht wurden. In diesem Fall lautet die neue Feststellung, dass die vorherige Feststellung falsch war. Es kann notwendig sein, ein paar neue wissenschaftliche Erkenntnisse einzubringen, aber der größte Teil der Forschung wurde bereits durchgeführt.

Quecksilber aus Kohle ist hier ein wahrscheinlicher Kandidat, da die EPA zuvor zugegeben hat, dass sie keinen physischen Beweis dafür finden konnte, dass die geringen Quecksilber-Emissionen aus der Kohleverbrennung die Ursache für das in einigen Seen gefundene Quecksilber sind. Die Einsprüche gegen diese unsinnige Vorschrift waren umfangreich.

Die verrückte PM2,5-Regelung ist ein weiterer wahrscheinlicher Kandidat, da PM2,5 nicht einmal eine spezifische Substanz ist, sondern nur eine Partikelgröße. Es gibt ganze Bücher darüber, wie lächerlich diese EPA-Vorschrift ist.

Bei den ersten beiden Strategien werden wissenschaftliche Argumente verwendet, bei der dritten ein rechtliches Argument. In diesem Fall sagt die EPA einfach, dass sie nicht die rechtliche Befugnis hatte, die betreffende Vorschrift zu erlassen. Administrator Lee Zeldin hat wiederholt gesagt, dass frühere EPAs weit über ihren Auftrag und ihre gesetzlichen Befugnisse hinausgegangen sind. Damit ist der Weg frei für die Aufhebung früherer Vorschriften als illegal.

Interessanterweise stärkt die jüngste Ablehnung der „Chevron-Doktrin“ durch den Obersten Gerichtshof dieses rechtliche Argument. Diese Doktrin besagt im Wesentlichen, dass die Gerichte sich bei der Auslegung des Gesetzes nach den Agenturen richten müssen. Daraus folgt, dass EPA-Vorschriften, die zuvor unter Chevron als zulässig erachtet wurden, möglicherweise nicht mehr zulässig sind und die EPA selbst diese Entscheidung treffen kann.

Wenn das Endangerment Finding aufgehoben wird, könnten auch die anderen Klimavorschriften ihre Rechtsgrundlage verlieren. Die Gefährdung ist eine notwendige Voraussetzung für die Regulierungsbefugnis nach dem Clean Air Act.

Sicher ist, dass 31 große Kämpfe vor uns liegen, die diese kombinierte Aktion der EPA zu einem wirklich atemberaubenden Ereignis machen. Bleiben Sie auf CFACT dran, wenn sich diese große Schlacht entfaltet.

Link: https://www.cfact.org/2025/03/15/epa-questions-31-major-energy-regulations/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Wo Schuldenmilliarden spurlos verdampfen(Link ist extern)

24. März 2025 - 15:00

Neuerdings steht die „Klimaneutralität bis 2045“ im Grundgesetz. Angesichts der Sonderkredite, die auch mit diesem Ziel begründet werden, lohnt sich das Nachrechnen: Selbst eine Billion Euro würde nicht annähernd reichen.

von Alexander Wendt

Am 18. März 2025 entschied eine Zweidrittelmehrheit des Bundestags auf besonderen Wunsch der Grünen, den folgenden Satz ins Grundgesetz einzufügen: „Der Bund kann ein Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und für zusätzliche Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 mit einem Volumen von bis zu 500 Milliarden Euro errichten.“ Eigentlich soll eine Verfassung nur die Kompetenzen der Staatsgewalten und die Grundrechte der Bürger festschreiben, aber keine parteipolitisch geprägten Zielvorgaben. Die Union versichert, bei dem Satz handle es sich nicht um ein Staatsziel, sondern nur um eine Art besserer Protokollnotiz, um die Zweckbindung von gut 100 der 500 Milliarden festzuhalten, die in den Klima- und Transformationsfonds fließen sollen. Nach ihrer Darstellung folgt aus dieser Formulierung keine Pflicht des Staates, der Klimaneutralität bis 2045 eine überragende Bedeutung zuzumessen.

Formaljuristisch mag das stimmen. Allerdings dürften aktivistische Organisationen trotzdem strategische Klagen genau auf diese Formulierung stützen. Und nicht nur sie, sondern möglicherweise auch Unternehmen, wenn ihnen Subventionen beispielsweise für ‚grünen Wasserstoff‘ nicht ausreichend erscheinen. Auf dem Weg über die Gerichte könnten sich die zwölf Worte und zwei Zahlen dann doch in eine Staats- und damit Bürgerverpflichtung verwandeln. In diesem Text soll es nur am Rand um die verfassungsrechtlichen Konsequenzen gehen, vor allem aber um die Frage: Was hieße ‚Klimaneutralität bis 2045‘, gemessen an den Zahlen des Jahres 2025?

Auf dem Weltwirtschaftsforum im Januar in Davos erklärte Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck, der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland betrage jetzt 60 Prozent, in den kommenden Jahren würde er auf 80 Prozent steigen. Diese in der Öffentlichkeit häufig (nicht nur von ihm) genannte Zahl führt in die Irre – denn sie bezieht sich ausschließlich auf den Stromsektor. Tatsächlich stammten 2024 insgesamt 59,4 Prozent der inländisch erzeugten und eingespeisten Elektroenergie aus Wind-, Solar und Pflanzengas-Anlagen. Der Blick auf das gesamte Bild zeigt etwas ganz anderes: Der Anteil der erneuerbaren Energien, wie sie hier der Einfachheit halber genannt werden sollen, am sogenannten Primärenergieverbrauch betrug 2024 gerade einmal insgesamt 20 Prozent, alle Sektoren zusammengefasst, also EE-Strom, Biokraftstoffe und Biogas zur Wärmegewinnung.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder trat am 1. April 2000 in Kraft. Es brauchte also fast 25 Jahre, um den Anteil der Erneuerbaren auf dieses Fünftel zu bringen, außerdem Gesamtinvestitionen, die nach groben Schätzungen eine Billion Euro übersteigen. Den größten Teil davon trugen nicht private Investoren, sondern die Bürger – einmal in ihrer Eigenschaft als Stromverbraucher, die bis zum 1. Juli 2022 die EEG-Umlage über ihre Stromrechnung zahlten und die Netzgebühren auf diese Weise immer noch zahlen, zum anderen als Steuerzahler, da die EEG-Umlage 2022 nicht, wie Politiker fast aller Parteien immer wieder erklärten, wegfiel, sondern seitdem einfach über den Klima- und Transformationsfonds an die Anlagenbetreiber fließt, also über eine spezielle Einrichtung des Bundeshaushaltes. Robert Habeck kommentierte diese Verschiebung des Rechnungspostens bekanntlich mit dem Satz: „Das zahlen jetzt nicht mehr die Bürger, sondern der Staat.“ Dazu kamen in der Vergangenheit noch Investitionszulagen und teilweise auch Staatsbeteiligungen für die Unternehmen der mittlerweile untergegangenen deutschen Solarindustrie, hohe Zuschüsse für die bisher bestenfalls punktuelle Erzeugung von ‚grünem Wasserstoff‘, Subventionen für den Absatz von Elektrofahrzeugen und vieles mehr.

‚Klimaneutral bis 2045‘ hieße, die restlichen – also fossilen – 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs innerhalb von nur 20 Jahren vollständig zu ersetzen, jedenfalls fast vollständig, wenn man die CO2-Abscheidung (Carbon Capture and Storage, CCS) bei fossilen Kraftwerken abrechnet. Selbst wenn es erst einmal nicht um die Kosten, sondern nur um den technischen Prozess als solchen geht: Deutschland müsste also einen viermal so umfangreichen Umbau wie in den letzten 25 Jahren bewältigen – und das in nur zwei Jahrzehnten. Der Zuwachs der Erneuerbaren stellt also einen wesentlichen Faktor dar. Wie er vorankommt, das zeigt der Blick auf den Primärenergieverbrauch von 2023.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Grafik nicht von der weiter oben. Bestenfalls in Details: Der Anteil der Erneuerbaren betrug hier 19,6 Prozent, er wuchs also unter einem Wirtschafts- und Klimaminister Habeck, der für sich Windkraft- und Solarausbaurekorde in Anspruch nimmt, gerade um 0,4 Prozentpunkte. Selbst nur in Bezug auf den Stromsektor fällt das Wachstum von 2023 zu 2024 mit 2,3 Prozent ziemlich bescheiden aus. Auch eine Tempoverdopplung brächte das Land also nicht in die Nähe der „Klimaneutralität“ bis 2045.

Wie passt das zu den verkündeten Ausbaurekorden? Nahezu alle Verlautbarungen aus Habecks Ministerium und in den meisten Medien operieren mit der installierten Leistung der Anlagen, die neu dazukommen.


Zwischen der installierten Leistung und der tatsächlichen Erzeugung besteht allerdings ein bestenfalls sehr lockerer Zusammenhang. Im Jahr 2021, also vor Beginn der Ampel-Regierung, betrug der Zubau von Windenergie an Land nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1925 Megawatt. In Habecks Amtszeit entwickelte sich der Windkraft-Ausbau dann wie folgt: 2022: plus 2403 Megawatt, 2023: plus 3567, 2024: plus 3251 Megawatt. Rekorde brachen dadurch nicht, 2017 beispielsweise lag der Zubau bei 5333 Megawatt.

Viel aussagekräftiger fällt allerdings der Vergleich zwischen zugebauter Kapazität und realer Windenergie-Einspeisung aus. Die lag im letzten Jahr vor Habecks Ära, also 2021, bei 122,4 Terawattstunden, im ersten Jahr des grünen Ministers bei 123,4 Terawattstunden, 2023 bei 139,8 und schließlich 2024 bei 136,4 Terawattstunden. Trotz der Errichtung von 635 neuen Windrädern im Jahr 2024 lieferte die Windkraft an Land im vergangenen Jahr also sogar weniger Ertrag als 2023. Während die Ausbauzahlen bis auf 2024 wachsen, bleibt die Erzeugungskurve bemerkenswert flach.

Zum einen liegt das an dem Naturprodukt Wind, dessen Stärke über den Zeitverlauf schwankt. Aber auch an einer simplen Logik: Wenn in der Zeit der Dunkelflaute am Jahresende kein Lufthauch geht, spielt es schlicht keine Rolle, wie viele Rotoren stillstehen. Ende 2024 zählte Deutschland 28.766 Windkraftanlagen an Land. Selbst die geplante Steigerung auf 35.000 Anlagen bis 2045 brächte eben keinen proportionalen Zuwachs der Stromproduktion aus dieser Quelle. Dazu kommt ein dritter von vielen Medien übersehener Faktor: An den besonders windertragreichen Standorten im Norden an der Küste stehen mittlerweile fast überall dort Windräder, wo sich überhaupt welche errichten lassen.

In Spitzenlagen vor allem an der nordwestlichen Küste liefern Rotoren über 4000 Volllaststunden, also die Stromausbeute, die 4000 Jahresstunden maximaler Ausschöpfung der Kapazität entsprechen. Da die besten Plätze nicht mehr beliebig zur Verfügung stehen, weichen Windparkbetreiber zwangsläufig in weniger windige Gegenden aus, selbst in sogenannte Schwachwindgebiete. Auch deshalb unterscheiden sich Zubau- und Einspeisungszahlen deutlich.

Wenn Rotoren mittlerweile sogar im bergigen Voralpenland am Starnberger See stehen, verwundert es kaum, dass Installations- und reale Erzeugungszahlen immer weiter auseinanderlaufen. Der vierte (noch wenig erforschte) Begrenzungsfaktor heißt: Windschatten. Windparkprojekteure kennen das Phänomen schon lange, dass vor allem große Parks dem Wind so viel Energie entnehmen, dass sich der Effekt noch dutzende Kilometer weiter bemerkbar macht. Die Verdichtung des deutschen Windrad-Waldes führt also dazu, dass die Effizienz des Gesamtsystems sinkt. Bei der Windkraft auf See sieht es nicht besser aus. In dem „Ariadne-Report: Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045“(Link ist extern) des Bundesforschungsministeriums von 2021 heißt es:

„Aufgrund der im Zeitverlauf zunehmenden Bebauung in der Nordsee kommt es dort zu Abschattungseffekten, die dazu führen, dass die Volllaststunden im Mittel in 2030 trotz des weiteren technologischen Fortschrittes bis 2045 absinken.“

Etwas einfach gesagt: Die Windparks auf See stehen sich demnächst gegenseitig im Weg. Für 2045 rechnet der „Ariadne-Report“ bei deutscher Windkraft auf See deshalb nur noch mit einem Schnitt von 3780 Volllaststunden. Das läge sogar noch unter dem, was sehr gute Anlagen an Land liefern. Vor allem aber bedeutet die Zahl eine nur sehr mäßige Ausbeute angesichts einer Jahresstundenzahl von 8760. Das heißt: Windkraft auf See, von der viele Energiewende-Enthusiasten vor Jahren behaupteten, sie sei „praktisch grundlastfähig“, erzeugt noch nicht einmal die Hälfte von dem, was die Kapazität der Anlagen theoretisch hergäbe.

Im Solarbereich wiederholt sich in Habecks Amtszeit das Auseinanderfallen von Installation und Erzeugung, und zwar noch deutlicher als bei Windkraft. Der Zubau steigerte sich wirklich eindrucksvoll, auch dank erhöhter Einspeisevergütungen: 2022 betrug das Plus an Kapazität 7480 Megawatt, 2023 brachte fast eine Verdopplung auf 14.630 Megawatt, 2024 nochmals einen Anstieg auf eine Kapazität von 15.900 Megawatt. Trotz der Beinahe-Verdopplung der Kapazität sank die Solarstromeinspeisung von 2022 zu 2023 sogar, nämlich von 54,3 auf 53,5 Terawattstunden. Im Jahr 2024 summierte sie sich auf 59,8 Terawattstunden. Auch hier: Zubau und Ertrag gehen völlig unterschiedliche Wege.

 

Soweit also die reine Erzeugungsfrage – nicht gerade unwichtig für einen Plan, die gesamte chemische und metallurgische Industrie, den gesamten Verkehrs- und Wärmesektor bis 2045 zu elektrifizieren, aber als Quellen ausschließlich Solar, Wind und Biogas zuzulassen und auf die grundlastfähige Kernkraft ausdrücklich zu verzichten. Mit Blick auf die Sonderschulden-Milliarden ausdrücklich für das Klimaneutralitätsziel rückt daneben die finanziell-volkswirtschaftliche Frage ins Zentrum. Ein Energiewenderekord ereignete sich nämlich wirklich in der Ägide von Robert Habeck, auch wenn er ausgerechnet diese Zahl nie erwähnt: Zu keiner Zeit gab es in Deutschland derart viele Stunden mit negativen oder Null-Strompreisen wie 2024. Lag die Zahl der Stunden mit Negativstrompreis – also einer Entsorgungsgebühr für weder benötigten noch speicherbaren Strom – im Jahr 2015 bei gerade 126, verzeichnete das Jahr 2024 insgesamt 457 Stunden mit Negativpreis an der Börse, plus 62 Stunden mit dem Preis Null.

Hier schlägt sich in nüchterne Zahlen nieder, wohin die Parole ‚Ausbau, Ausbau, Ausbau‘ bei einer nach Wetterlage schwankenden Einspeisung und ohne nennenswerte Speicher führt: Die deutschen Netzbetreiber müssen immer größere Strommengen in die Netze der Nachbarländer drücken – teilweise für 500 Euro pro Megawattstunde und mehr. Da in den Zeiten mit negativen und Null-Preisen Wind- und Solaranlagenbetreiber entweder weiter einspeisen und ihre staatlich festgelegten Tarife kassieren oder abregeln, dafür aber eine Entschädigung erhalten, was bedeutet, dass der steile Anstieg der Stunden, in denen Elektroenergie entweder nichts kostet oder teuer außer Landes geschafft werden muss, einen ebenso heftigen Anstieg der EEG-Ausgaben aus dem Klima- und Transformationsfonds verursacht. Denn mit dessen Steuergeld gleicht der Bund, siehe oben, die Differenz zwischen Börsenstrompreis und festen Einspeisegebühren der EE-Anlagenbetreiber aus, die 2023 im Schnitt über alle Erzeugungsarten laut Bundesnetzagentur 7,4 Cent pro Kilowattstunde betrugen. Vor diesem Hintergrund muss man auch das Stromimport/Export-Saldo Deutschlands lesen. Im Jahr 2023 führte die Bundesrepublik laut Bundesnetzagentur erstmals mehr Elektroenergie ein als aus. Das Defizit belief sich auf 11 Terawattstunden. Nur handelt es sich eben bei den 51 Terawattstunden des aus dem Ausland gekauften Stroms überwiegend um ein teures Gut, bei den 40 exportierten deutschen Terawattstunden aber um Strom, auf den Netzbetreiber und damit die Bürger noch kräftig draufzahlen, damit ihn überhaupt jemand abnimmt.

Nicht nur folgt also die EE-Stromproduktion nicht dem Anlagenzubau, sondern bleibt weit dahinter zurück. Von dem, was Windmühlen und Solaranlagen dann tatsächlich leisten, müssen die Netzbetreiber noch einen nicht geringen Anteil wegwerfen – und noch mehrere Milliarden Euro Entsorgungsgebühr hinterher. Oder sie regeln gleich kostenpflichtig ab, nämlich gerade an sehr sonnigen und windigen Tagen, also dann, wenn die Anlagen ihr Maximum liefern könnten.

Für das Jahr 2024 hatten die Netzbetreiber aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen die Differenz zwischen Börsenstrompreisen und Einspeisegebühren grob unterschätzt. Jedenfalls kalkulierten sie nur mit einer Lücke von 10,6 Milliarden Euro, auszugleichen über den Klima- und Transformationsfonds. Zum Jahresende 2024 zeichnete sich dann die reale Summe ab: 20 Milliarden, also fast das Doppelte.

Geht die wilde Installation von Wind- und Solaranlagen weiter – wofür alles spricht, da mittlerweile selbst die Union dem Ziel ‚Klimaneutral 2045‘ nachhängt – und hält der Bau von Speichern nicht annähernd Schritt, dann dürften sich die jährlichen Zahlungen aus dem Klima- und Transformationsfonds aus den dargestellten Gründen sehr schnell in die Richtung von 30 Milliarden und mehr bewegen. Auch deshalb, weil sich die von der alten Regierung beworbenen und bezuschussten Balkonkraftwerke nahezu durchweg nicht abregeln lassen. Das bedeutet: Sie speisen weiter munter ein, auch wenn schon eine riesige Stromüberkapazität das Netz an sonnigen Tagen an seine Grenzen bringt. Der Berliner Energieökonom Lion Hirth hält deshalb Entsorgungspreise von bis zu 1000 Euro pro Megawattstunde in naher Zukunft für nicht unrealistisch. Sollte selbst damit die sogenannte „Markträumung“ nicht gelingen, müssten ganze Regionen mit besonders vielen Balkonkraftwerken im Sommer um die Mittagszeit gezielt vom Netz abgekoppelt werden, um das Gesamtsystem vor dem Zusammenbruch zu retten. Das Abklemmen größerer Gebiete ginge natürlich mit gewaltigen volkswirtschaftlichen Kosten einher, die sich allerdings winzig ausnähmen im Vergleich zu dem, was ein Blackout von nur 24 Stunden an Schaden verursachen würde.

Hier kommen wir zum eigentlichen Punkt der finanziellen Betrachtung: Eine Summe von jährlich gut 30 Milliarden nur für den Ausgleich zwischen Börsenstrompreis und festen Einspeisegebühren der EE-Anlagenbetreiber, das hieße die 100 Milliarden Sonderschulden, die in den Klima- und Transformationsfonds fließen sollen, würden unter diesen Umständen gerade einmal etwas mehr als drei Jahre reichen. Und kein Cent davon flösse in irgendwelche Energie-Investitionen, die – wie Politiker und Medienschaffende unverdrossen beteuern – eine fantastische Rendite in Gestalt von Wachstum und Arbeitsplätzen abwerfen sollen. Die Alternative würde lauten, den Zubau von Wind- und Solarkraftwerken zumindest so lange einzustellen, bis marktfähige Speicherlösungen im industriellen Maßstab existierten. Wenn die Bedingung „marktfähig“ lautet, lässt sich allerdings schlecht sagen, wann das der Fall ist. Ein Ausbaustopp ließe sich auch kaum durchsetzen, da der weitgehend ökonomieblinde politisch-mediale Apparat der Öffentlichkeit seit Jahren die Tonnenideologie einhämmert, jedes neue Windrad und jedes neue Solarfeld brächte Deutschland dem Klimasieg näher.

Also lautet die Logik weiter: fieberhafter Zubau, bescheidene Erträge, davon wiederum immer mehr Wegwerf-Strom, entsorgt für fantastische Summen. Die andere Variante bestünde darin, die staatlichen Einspeisevergütungen für Solarpäpste und Windbarone zusammenzukürzen oder idealerweise ganz zu streichen. Ein Börsenstrompreis von Null bedeutete dann für die Betreiber auch Einnahmen von Null. Unter diesen Bedingungen würden ihre Kalkulationen allerdings reihenweise kollabieren. Im Jahr 2023 erhielten die EE-Betreiber insgesamt 17,4 Milliarden Euro an staatlich garantierten Einspeisegebühren, 2024 die erwähnten 20 Milliarden. Nichts spricht dafür, dass diese enorm einflussreiche und mit dem politischen Sektor aufs Engste verwobene Branche auch nur einen Bruchteil ihrer Privilegien freiwillig aufgibt.

Werfen wir noch ganz kurz einen Blick auf die Wegmarken, wie sie die Noch-Bundesregierung auf dem Weg zur ‚Klimaneutralität 2045‘ setzen will (den die neue Koalition mindestens genau so eifrig fortführen dürfte):

• Bis 2040 sieht die Planung des Bundeswirtschaftsministeriums die Erzeugung von ‚grünem Wasserstoff‘ in der Größenordnung von 430 Terawattstunden vor – was etwa 60 Prozent des heutigen Erdgas-Verbrauchs entspräche.

• Schon bis 2035 soll es Elektrolyseanlagen mit einer Gesamtkapazität von 34 Gigawatt geben.

• Bereits 2030 sollen in Deutschland 15 Millionen Elektroautos fahren und sechs Millionen Wärmepumpen arbeiten. Zum Abgleich: Ende 2024 gab es auf den Straßen der Bundesrepublik 1,79 Millionen vollelektrische Wagen – 3,6 Prozent des Bestandes. Alles in allem heizen heute 1,4 Millionen Wärmepumpen mal besser, mal schlechter. Angesichts des gewaltigen Einbruchs der Zahlen erscheint auch hier die Steigerung auf sechs Millionen in nur fünf Jahren so fantastisch wie seinerzeit die DDR-Wirtschaftspläne.

In ihrer „Transformationspfade“(Link ist extern)-Untersuchung geht die Boston Consulting Group (BCC) mit plausiblen Gründen davon aus, dass ‚grüner Wasserstoff‘ unter den deutschen Preisbedingungen – also den Ausgangspreisen von Wind- und Solarenergie mit ihren gesetzlich garantierten Vergütungen – auch 2040 noch deutlich teurer sein dürfte als Erdgas, selbst unter Einberechnung der steigenden CO2-Abgabe. Der gesamte Elektrolyseprozess bräuchte also staatliche Subventionen, genau so wie der Betrieb der Wind- und Solaranlagen. Auch für den Betrieb von Batteriegroßspeichern oder Wärmespeichern existiert auf absehbare Zeit kein Marktmodell: Selbst wenn es die nötigen Kapazitäten irgendwann gäbe – das Einspeichern und Vorhalten strategisch bedeutender Energiemengen beispielsweise im Sommer, um sie dann in der Dunkelflaute am Jahresende zu nutzen, ließe sich auf längere Sicht profitabel nur mit einem Preis pro ausgespeicherte Kilowattstunde bewerkstelligen, den weder ein Haushalt noch ein Unternehmen zahlen könnte. Die langfristige Stromspeicherung bräuchte also genauso staatliche Beihilfen jetzt schon die Erzeugung von Solar- und Windstrom und die Wärmepumpe.

Die Boston Consulting Group rechnet in ihrem Papier mit Kosten für die ‚Klimaneutralität 2045‘ von 1,1 Billionen Euro allein in den kommenden zehn Jahren bis 2035. Das entspräche bereits dem gesamten Sonderschuldentopf für Verteidigung, diverse Staatsausgaben mit der Aufschrift ‚Infrastruktur‘ und dem Zuschlag von 100 Milliarden mit der Aufschrift ‚Klima‘ – plus weitere zehn Prozent. André Thess, Professor für Energiespeichersysteme an der Universität Stuttgart, veranschlagt die Gesamtkosten der ‚Klimaneutralität bis 2045‘ auf 10 Billionen Euro auf 20 Jahre. In den sehr unterschiedlichen Zahlen liegt nicht unbedingt ein Widerspruch: Im merkelschen Sinn schaffen ließe sich der Teil der Transformation, der nach 2035 noch bleibt, nur mit einem exponentiell höheren finanziellen Aufwand. Berücksichtigt man, dass die 500 Milliarden Euro Extraschulden für ‚Infrastruktur‘ sich über 12 Jahre strecken, dann erscheinen sie tatsächlich ziemlich mickrig im Vergleich zu den Kosten für ein ‚klimaneutrales‘ Deutschland bis 2045, das jetzt im Grundgesetz steht.

Es gibt zu dieser Zielsetzung noch zweierlei anzumerken. Erstens bezieht sie sich auf ein Land, das schon jetzt weniger als zwei Prozent zum menschengemachten CO2-Ausstoß beiträgt. Der reale Einfluss eines ‚klimaneutralen‘ Deutschlands auf das globale Klima würde sich also im Bereich einer Fehlertoleranz beim Messen bewegen. Zweitens würde Deutschland trotzdem nicht wirklich ‚klimaneutral‘. Denn durch den Prozess würden zehntausende weitere Arbeitsplätze einfach nur in andere Länder verlagert; die Erzeugung der Güter an einem anderen Ort erzeugt natürlich immer noch Kohlendioxid, genauso wie ihr Transport nach Deutschland, wenn wir sie importieren. Es gibt nur ein anderes europäisches Land mit einem ähnlichen Plan der „Klimaneutralität“: Großbritannien. Dort heißt der große Plan der Labour-Regierung ‚Net Zero‘. Auf der Insel liegen die Strompreise mittlerweile sogar über den deutschen. Paul Marshall, Manager des Investmentfonds Marshall Wace – und, obwohl er der Finanzbranche angehört, entschiedener Kritiker von ‚Net Zero‘– meint: „Wir exportieren Jobs und importieren Emissionen, indem wir dann die Güter aus China und Indien kaufen.“

Die ‚Klimaneutralität‘ gibt es in Wirklichkeit auch 2045 nicht, unabhängig vom Aufwand. Aber die 1000 deutschen Sonderschuldenmilliarden nehmen sich im Vergleich mit den Kosten dieses Experiments tatsächlich wie Kleingeld aus. Von Robert Habeck stammt der emblematische Satz: „Am Ende ist es nur Geld.“ Die Pointe lautet: Selbst noch so viel Geld hilft bei der Erfüllung bestimmter Pläne nicht ernsthaft. Davon abgesehen verschwindet es aber auch nicht. Es wechselt nur den Besitzer.

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Mainstream-Wissenschaftlerin stellt „die Wissenschaft“ in Frage(Link ist extern)

24. März 2025 - 12:00

Cap Allon

Sabine Hossenfelder, eine Physikerin und Klimaschützerin, die für ihre scharfe Kritik an den Mainstream-Narrativen bekannt ist, scheint ihre allmähliche Distanzierung vom globalen Erwärmungsalarmismus fortzusetzen – genau wie wir es uns angesichts ihrer Fähigkeit zum kritischen Denken gedacht haben.

In jüngsten Videos stellte Hossenfelder offen die Gültigkeit der Klimaereignis-Attribution in Frage, der Methodik, mit der bestimmte extreme Wetterereignisse mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden. Sie kritisierte Klimamodelle für ihre Ungenauigkeit bei der Vorhersage lokaler Wettermuster und rügte die wissenschaftliche Gemeinschaft dafür, dass sie statistische Schwächen in weithin veröffentlichten Studien nicht anerkennt.

„Dies ist kein unschuldiger Fehler“, sagte sie und argumentierte, dass viele Klimawissenschaftler wissen, dass diese Studien unzuverlässig sind, aber aufgrund des politischen Drucks schweigen.

Steve Milloy, ein lautstarker Kritiker des Klimaalarmismus‘, reagierte auf ihre Aussagen mit Zustimmung und stellte fest, dass selbst diejenigen, langsam aufwachen, die einst mit The Science übereinstimmten. Selbst in Mainstream-Kreisen wächst die Besorgnis über die Integrität der Klimawissenschaft und der von den Medien gesteuerten Erzählungen, und Hossenfelder ist eine Vorreiterin des Aufbruchs, was angesichts ihres offensichtlichen Rückgrats und ihrer Offenheit nicht überrascht.

Sie sagte kürzlich in einem Video:

„Ich bin generell nicht überzeugt von dieser ‚Ereigniszuordnung‘. Klimamodelle taugen nicht für die Vorhersage lokaler Wettersituationen, leisten schlechte Arbeit bei der Häufigkeit extremer Wetterereignisse im Allgemeinen…

…was soll’s. In jeder anständigen wissenschaftlichen Disziplin wäre dieses „Ergebnis“ als „statistisch nicht signifikant“ gemeldet worden, Ende der Geschichte. Das ist kein harmloser Fehler…

…viele Klimawissenschaftler wissen, wie lückenhaft die Studien sind, die aus diesem Zentrum für Wetterzuordnung kommen, aber sie halten den Mund… Es gibt viele Klimawissenschaftler, die genau wissen, dass diese so genannte Forschung nicht zuverlässig ist, aber sie sagen kein Wort, weil es politisch unbequem wäre…

…Wenn in den Medien irgendwelcher Unsinn verbreitet wird, schauen sie weg und halten den Mund. Das ist einer der Gründe, warum ich Wissenschaftlern nicht traue… Ich traue Wissenschaftlern wirklich nicht. Und dieses misstrauische Schweigen zu Miststudien, die die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen, ist ein gutes Beispiel dafür warum.“

Ich empfehle Ihnen dringend, ab und zu bei Hossenfelder vorbeizuschauen. Auf ihrem Kanal spielt sich gerade ein kleines Drama ab. Es könnte sein, dass wir gerade die ersten Stadien des „Red Pilling“ beobachten.

Vielleicht aber auch nicht.

Wie auch immer, es lohnt sich, sie im Auge zu behalten.


Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-snowstorm-shuts-down-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern) (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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UK: Tories geben Net Zero auf(Link ist extern)

24. März 2025 - 9:00

Will Jones(Link ist extern), THE DAILY SCEPTIC(Link ist extern)

Die Konservative Partei hat das „unmögliche“ Netto-Null-Ziel für 2050 in einer großen Kehrtwende aufgegeben und damit einen jahrzehntelangen parteiübergreifenden Konsens über die Bewältigung des „Klimanotstands“ zunichte gemacht. Die Parteivorsitzende der Torys Kemi Badenoch hielt heute Morgen eine große Rede, in der sie ihre Gründe für die Aufgabe der Politik und die Ablehnung eines neuen Ziels darlegte. Hier die Höhepunkte(Link ist extern):

Wir leben von dem Erbe früherer Generationen. Drei Jahrhunderte lang hat jede Epoche in der Geschichte unseres Landes ein besseres Erbe für die Kinder unseres Landes hinterlassen.

Die Größe von UK beruht auf den Opfern unserer Vorfahren. Sie bauten auf, sie waren innovativ und sie trafen schwierige Entscheidungen. Sie sind nie davon ausgegangen, dass der Wohlstand garantiert ist, sondern haben dafür gesorgt, dass er es ist.

Aber das hat zu der Annahme geführt, dass Großbritannien immer wohlhabend sein wird. Wir sind ein wohlhabendes Land, aber wir werden durch Selbstgefälligkeit schwächer. Wir verlieren unsere Widerstandsfähigkeit, wir können nicht mehr so viele Dinge herstellen wie früher, wir bauen nicht mehr so schnell. Wir geben zu viel für Schulden, zu viel für Sozialleistungen und zu wenig für die Verteidigung aus.

Wir wachsen nicht so, wie wir sollten. … Wir schaffen kein Vermächtnis für die nächste Generation. Schlimmer noch, wir setzen die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel, weil wir nicht erkennen, dass sich die Welt verändert hat. Wir machen es ihnen in allen Bereichen schwerer und schwerer. …

Wir haben die schlimmste Niederlage in der Geschichte der Partei erlitten. Wir haben das auf Prinzipien basierende Regieren, das uns Erfolg gebracht hat, durch den Managerialismus von Labour ersetzt und unsere Macht an Verbände und Gerichte abgegeben.

Wir gingen davon aus, dass wir immer wohlhabend sein würden, also konzentrierten wir uns eher auf den Status quo als auf die Zukunft, und jetzt ist Labour zurück. Sie machen bereits alles noch schlimmer.

Die Arbeitsplätze verschwinden, die Steuern steigen, und das Wachstum schrumpft. Sie zerstören das Bildungswesen und sind völlig ahnungslos, was die Notwendigkeit echter Reformen bei der Gesetzgebung angeht.

Die Öffentlichkeit hat sehr deutlich gemacht, dass die Konservative Partei eine Auszeit von der Regierung braucht. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Zeit klug zu nutzen – so wie es Margaret Thatcher und David Cameron in den vergangenen Generationen getan haben.

Und genau wie in den 1970er und 2000er Jahren kann unsere Partei den Weg zurück ins Amt nicht mit einfachen Antworten oder übereilten Ankündigungen abkürzen.

Wir müssen glaubwürdige Pläne entwickeln, welche die gemeinsamen konservativen Werte der persönlichen Verantwortung, des Bürgersinns, des soliden Geldes, der Familie, der Freiheit und so vieles mehr reflektieren.

Und wir beginnen heute. Indem wir über eines der größten Probleme sprechen, mit denen unser Land und unsere Welt in den kommenden Jahrzehnten konfrontiert sein werden, und zeigen, dass die Konservativen sich wieder mit der Realität und den Problemen befassen, mit denen wir konfrontiert sind. …

Billige und reichlich vorhandene Energie ist die Grundlage der Zivilisation, wie wir sie heute kennen. Wenn wir daran rütteln, tun wir das auf eigene Gefahr, aber genau das passiert seit 20 Jahren, und jetzt fangen wir an, den normalen Menschen und Unternehmen echte Schmerzen zu bereiten.

Die Stromkosten sind viel zu hoch, viel höher als in benachbarten und vergleichbaren Ländern. …. Ein großer Teil unserer bestehenden Rechnungen sind keine direkten Energiekosten. Die Menschen haben Mühe, sie zu bezahlen, Unternehmen, vor allem im verarbeitenden Gewerbe, müssen schließen, und es gibt keinen wirklichen Plan, um die Kosten zu senken.

Das kann doch nicht so bleiben. Es ist eine Fantasiepolitik, die auf nichts aufgebaut ist, die der Welt viel verspricht und sie auch kostet. …

Es gab noch nie einen detaillierten Plan. Ed Milibands Klimawandelgesetz von 2008 – kein Plan. Die Gesetzgebung für Netto-Null im Jahr 2019 – kein Plan. Ein auf 30 Jahre angelegtes Multi-Billionen-Projekt, das jeden einzelnen Aspekt unseres Lebens berührt, wurde innerhalb von 90 Minuten ohne eine einzige Abstimmung beschlossen.

Von den 22 Abgeordneten, die an diesem Tag sprachen, mahnten nur zwei zur Vorsicht. Ich war einer von ihnen. Ich forderte den Plan, ich forderte ihn an diesem Tag, ich forderte ihn ein paar Tage später. Und ich habe gewartet und gewartet und gewartet. 845 Tage später kam einer. Und es war nicht genug. …

Wir brauchen einen ernsthaften Ansatz, wir müssen aufhören, so zu tun, als sei es einfach, und wir müssen aufhören, durch Pressemitteilungen und Ankündigungen ohne einen politischen Plan zu regieren.

Jeder, der eine ernsthafte Analyse durchgeführt hat weiß, dass Net Zero nicht erreicht werden kann, ohne dass unser Lebensstandard erheblich sinkt, oder schlimmer noch, dass wir in den Bankrott getrieben werden.

Wenn der Rest der Welt nicht das Gleiche tut, machen wir unser Land unsicherer und weniger widerstandsfähig. Lassen Sie mich Ihnen drei Wahrheiten zum Kern von Net Zero nennen. Erstens: Die veröffentlichten Pläne sind ein völliges Durcheinander. Es stimmt zwar, dass UK die größten Fortschritte bei den Kohlendioxid-Emissionen in der entwickelten Welt gemacht hat, aber wir sind nur für 1 % der weltweiten Emissionen verantwortlich. Selbst wenn wir den absoluten Nullpunkt erreichen, werden wir nicht überall auf der Welt Netto-Null erreichen, wenn andere Länder uns folgen, und das tun sie nicht. …

Unser Erfolg bei der Verringerung der Emissionen hat auch seinen Preis: Wir haben mit die höchsten Energierechnungen in der entwickelten Welt. …

Der wahre Grund, warum niemand in der Labour-Regierung über einen richtigen Gesamtplan spricht ist, dass sie wissen, wie katastrophal die tatsächlichen Kosten für Familien, für Unternehmen und für unsere Wirtschaft wären. …

Zweitens: Selbst dort, wo es einen Plan gibt, sind wir im Rückstand. Schauen wir uns ein einfaches Beispiel an. Der Ausschuss für Klimawandel sagt, dass bis 2040 mehr als die Hälfte der britischen Haushalte ihren Heizkessel ausbauen und durch eine Wärmepumpe ersetzen müssen. Es gibt jedoch keine Möglichkeit, das in diesem Zeitrahmen schnell genug zu tun. …

Wärmepumpen verbrauchen eine Menge teuren Strom, und viele Menschen mögen sie einfach nicht. …

Die meisten von ihnen wurden mit einer Art staatlicher Subvention installiert, oder, wie ich es lieber nenne, mit dem Geld der Steuerzahler. …

Die gute Nachricht ist, dass die Kosten im letzten Jahrzehnt gesunken sind. Hier die weniger gute Nachricht: Vor zehn Jahren waren wir bei allen wichtigen Komponenten stark von China abhängig. Heute sind wir sogar noch abhängiger. Schauen Sie sich das größte Dutzend Hersteller von Solarmodulen an, sie sind fast alle Chinesen. …

Diese drei Wahrheiten sind der Grund, warum ich mich selbst als Net-Zero-Skeptiker bezeichne: verworrene Pläne, unrealistische Ziele und Fristen, übermäßige Abhängigkeit von China. Wir müssen anfangen anzuerkennen, was offenkundig ist. Net Zero macht uns in gefährlicher Weise von Ländern abhängig, die unsere Werte nicht teilen, und es gefährdet unsere eigene Sicherheit. …

Es ist an der Zeit, nicht länger so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre. Und ich diskutiere nicht darüber, ob der Klimawandel existiert, er existiert. Ich möchte meinen und Ihren Kindern unbedingt ein viel besseres ökologisches Erbe hinterlassen. Aber es sieht nicht so aus, als würden wir bis 2050 auch nur in die Nähe von Netto-Null kommen. … Das passiert, wenn die Politik zur Phantasterei wird. Vielleicht wird sich einiges ändern, aber es sieht nicht vielversprechend aus.

Ich sage oft, wenn man jemandem helfen will, sagt man ihm die Wahrheit. Wenn man sich selbst helfen will, sagt man das, was die Leute hören wollen. Wir müssen die Wahrheit sagen.

Die Pläne für eine Netto-Null-Emission bis 2050 sind unmöglich. Wir müssen es besser machen als das. Deshalb werden wir als Teil unserer politischen Erneuerung etwas tun, was Labour in 14 Jahren Opposition nicht geschafft hat. Wir werden uns mit der Realität auseinandersetzen, uns den wirklichen Problemen stellen, die wirklichen Fragen beantworten und einen Plan vorlegen.

Mehr hier(Link ist extern).

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/03/18/tories-abandon-net-zero/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Vom Größenwahn zur Demut(Link ist extern)

23. März 2025 - 19:00

Wird Donald Trumps „Revolution des gesunden Menschenverstands“ den Gnostizismus eindämmen können?

Edgar L. Gärtner

Donald Trump und seine Getreuen haben sich vorgenommen, die selbstmörderische Woke-Ideologie zurückzudrängen, wenn nicht auszurotten, was auch ich sympathisch finde. Doch die Begeisterung für Donald Trumps und Elon Musks Revolution, sofern sie bei uns überhaupt vorhanden war, lässt schon wieder nach. Ursache ist weniger die ungewohnte Tatsache, dass Trump tatsächlich mit seinen Wahlversprechen ernst macht, sondern das Nachgeben von Börsekursen als Reaktion auf die von Trump verhängten Zölle und die von Musks „extragouvernementalen“ Behörde verfügte Entlassung Zigtausender von Beamten und Forschern sowie der Boykott von Produkten der von Trump und Musk repräsentierten neuen Elite auf dem Markt, der Trump-freundliche Milliardäre viel Geld verlieren lässt. Um zu erkunden, wohin die beiden mit ihren zum Teil drakonischen Maßnahmen überhaupt wollen, ist es ratsam, sich intensiver mit deren theologischen und ideologischen Begründungen zu beschäftigen. Es geht im Folgenden also nicht um den problematischen Charakter Trumps und die extravagante Psyche seiner Förderer Elon Musk und Peter Thiel, sondern um deren Glauben.

Sage niemand, Politik im Allgemeinen und speziell Klima- und Energiepolitik habe nichts mit Theologie zu tun. Zumindest die Pastorentochter Angela Merkel würde der Aussage, dass Politik einer theologischen Begründung bedarf, wohl nicht widersprechen. Für die Begründung des von ihr aus wahltaktischen Gründen überstürzt verfügten Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Kernenergie nach der Havarie von Fukushima setzte sie im März 2011 die „Ethik-Kommission für eine sichere Energieversorgung“ ein, der zwar führende römisch-katholische und protestantische Bischöfe, aber keine Ingenieure angehörten.

Deutsche Bischöfe gehen voran

Besonders profiliert hat sich in und um diese Kommission der damalige Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) Kardinal Reinhard Marx. Im Mai 2011 veröffentlichte dieser in der „Frankfurter Allgemeinen“ einen ganzseitigen Gastbeitrag unter dem Titel „Energie – eine Frage der Gerechtigkeit“.(Link ist extern) Darin forderte er, sich auf eine weit ins technische Detail gehende Ausarbeitung der DBK unter dem Titel „Der Schöpfung verpflichtet(Link ist extern)“ berufend: „Der Ausstieg aus der Kernenergie sollte…auf jeden Fall unter der Prämisse einer gleichzeitigen Abkehr von den fossilen Energieträgern erfolgen.“

„Der Schöpfung verpflichtet“ oder „Schöpfung bewahren“ sind wiederkehrende Schlagworte, die der Forderung nach einem Stopp des Einsatzes „fossiler“ Energieträger den Anschein einer biblischen Begründung verleihen sollen. In Wirklichkeit widersprechen sie aber nicht nur dem Wortlaut des Alten Testaments, sondern auch dem gesunden Menschenverstand, den der Schöpfer der Krone seiner Schöpfung (zusammen mit der Freiheit, sich dieser Gabe zu bedienen oder darauf zu verzichten) mitgegeben hat. Im Buch „Genesis“ heißt es nur: „Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“ (1. Mose 2,15) Das Bebauen, Umwandeln einer Landschaft kommt also eindeutig vor dem Bewahren. Ginge es nur um das Bewahren, müssten die Menschen sich eigentlich abschaffen. Es geht aber bei dem göttlichen Auftrag gar nicht um das Ganze, sondern um einen eingezäunten Bereich, den wir einigermaßen überblicken und kontrollieren können. Die Schöpfung in ihrer Gänze bewahren zu wollen, wäre ein blasphemisches Ansinnen, denn logischerweise könnte nur der Schöpfer selbst das tun, weil uns sterblichen Menschen dazu Durchblick und Übersicht fehlen.

Grenzen der Erkenntnis

In Form des Verbotes, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, warnt das erste Buch Mose vor dem Versuch, unsere grundsätzlichen Verständnisgrenzen verbal zu überschreiten. Heute zeigt uns die Quantenphysik diese Grenzen. Wir wissen zum Beispiel, dass die verzögerungsfreie Verschränkung von Elementarteilchen eine experimentell überprüfbare und technisch nutzbare Tatsache ist. Wir verstehen aber nicht, was dahintersteckt. Wir können (und müssen) die Gravitation, die Anziehungskraft zwischen Körpern messen und für die Konstruktion mechanischer Vorrichtungen zur Befriedigung unserer Bedürfnisse nutzen. Wir wissen aber nicht, was Gravitation ist.

Deshalb stützen sich die 10 Gebote des Mose, eigentlich Regeln, die im Futur und nicht im Imperativ formuliert sind (den einen Gott respektieren, nicht morden, nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht neiden), mit denen meiner Ansicht nach das Menschsein beginnt, nicht primär auf Aussagen über den Zustand der äußeren Welt. Nach Ansicht des liberalen Wirtschaftsnobelpreisträgers Friedrich-August von Hayek(Link ist extern) handelt es sich dabei vielmehr um „Regeln, die uns zwar nicht sagen, was in dieser Welt geschieht, aber sagen, dass uns wahrscheinlich nichts geschehen wird, wenn wir sie befolgen.“ Das legt Demut nahe. Hayek zufolge begünstigt der freie marktwirtschaftliche Wettbewerb diese Haltung. So kommt es zu einem Gleichklang zwischen der Demutsforderung des Dekalogs und dem klassischen Liberalismus.

Wissensanmaßung

Das Gegenteil von Demut ist die Wissensanmaßung. Nach der Gnosis, einer einflussreichen geistigen Strömung in der Spätantike, nennt man diese Wissensanmaßung, die die Göttlichkeit des Menschen behauptet bzw. das Gottspielen zum Programm erhebt und letzten Endes nicht davor zurückschreckt, für das Ansteuern „alternativloser“ Ziele den Dekalog in Frage zu stellen, Gnostizismus. Schon die Bibel lehrt, dass die Versuchung groß ist, etwas zu behaupten, was eigentlich nur Gott wissen könnte, und berichtet, dass sich immer wieder gnostische Sekten bildeten, denen Wissensanmaßung und Rechthaberei zum Lebensbedürfnis geworden waren. Im Neuen Testament geht es dabei vor allem um die Sadduzäer (Tempelwächter), die Jesus Christus ans Kreuz brachten, zum Teil aber auch um die beleseneren und toleranteren Pharisäer, d.h. Schriftgelehrte, denen Jesus Christus weniger ablehnend gegenüberstand. Zu diesen gehörte der Rabbi Saulus, der später durch sein „Damaskus-Erlebnis“ zum maßgeblichen Interpreten des Wortes Jesu wurde. Auch in den frühen christlichen Gemeinden tauchten immer wieder falsche Propheten auf, mit denen sich Saulus/Paulus in seinen berühmten apostolischen Briefen auseinandersetzte. Diese Briefe bilden einen kanonischen Bestandteil des Neuen Testaments.

Mit dem (Märtyrer-)Tod der letzten Apostel gilt die biblische Offenbarung als abgeschlossen. In der nachapostolischen Zeit (im 2. Jh. n. Chr.) erlangte die dualistische Häresie des reichen Reeders Marcion großen Einfluss. Marcion leugnete die Fleischwerdung des Wortes Jesu und konstruierte einen Gegensatz zwischen dem bösen Gott des Alten und dem guten Gott des Neuen Testaments und lieferte damit dem Antisemitismus Argumente, die noch heute benutzt werden. Von seinen Schriften sind nur die Zitate überliefert, die der 130 n. Chr. In Smyrna (Kleinasien) geborene Märtyrer-Bischof Irenäus von Lyon in seinen Polemiken gegen den Häretiker verwendete, weil die Gemeinden der treuen Jesu-Nachfolger alle seine Schriften verbrannten. Damit waren die gnostischen Ideen allerdings nicht aus der Welt. Im Gegenteil blieb die Geschichte des Christentums eine ständige Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Gnostizismus.

Konsequenzialismus

Worauf es hier ankommt, ist die Tatsache, dass Formen des Gnostizismus eine besondere Rolle in der europäischen „Aufklärung“ und in den Schriften der davon beeinflussten Gründerväter der USA spielten. Namentlich die französischen Aufklärer beriefen sich auf einen Sinn der Geschichte, der auf mechanische bzw. fatalistische Weise auf ein „Endziel“, den Kommunismus oder die Freiheit (ober- und unterhalb der Gürtellinie) hinführt. Der Dekalog (einschließlich des Mordverbots) wurde dadurch nach und nach vom Konsequenzialismus verdrängt: Als „gut“ galt fortan alles, was den Fortschritt in Richtung auf das Endziel fördert, als „böse“ das, was den Fortschritt hemmt. Dabei verschwanden bei vielen Akteuren die letzten religiös begründeten Skrupel. Der Darwinismus lieferte dafür später die szientistische Begründung. Heute finden wir das gleiche Argumentationsschema bei der Begründung der „Brandmauer“ gegen die verteufelten „Rechten“. Ein solches Denken muss m.E. in eine Sackgasse münden, was man gerade bei den unglücklichen Verhandlungen des Kanzlerkandidaten der CDU über eine mögliche Regierungskoalition unter Ausschluss der „bösen“ AfD beobachten kann. Aber das ist nicht Thema dieses Beitrags.

Die Gründerväter der USA haben sich offen zu einer gnostizistischen Verfälschung der Bibel bekannt. Das gilt insbesondere für den dritten Präsidenten der USA Thomas Jefferson (1743-1826), dem Hauptverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, der so weit ging, eine eigene gnostisch zurechtgestutzte Version des Neuen Testamentes(Link ist extern) zu schreiben. Wie man darin sofort erkennt, verstand er die Bibel als Märchenbuch und wollte sie lediglich als moralische Anleitung verstehen. Er sah folglich alles, was darin über Wunder (einschließlich des Wunders der leiblichen Auferstehung Jesu Christi nach seinem Kreuzestod) berichtet wird, als überflüssig, wenn nicht irreführend und schädlich an. Als Zumutung muss ihm auch die Offenbarung des Johannes erschienen sein. So eliminierte er alles, was dem Geist der „Aufklärung“ widersprach, und schuf damit ein Kompendium erbaulicher Sprüche und Handlungsempfehlungen, das sich heute wohl gut als Glaubensbekenntnis einer „woken“ bzw. gnostischen Sekte eignen würde. Das Kompendium wurde allerdings erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also lange nach Jeffersons Tod, in Amerika veröffentlicht. Immerhin könnte Jeffersons Kompendium meines Erachtens die Erkenntnis fördern, dass die „Aufklärung“, auf die sich Liberalismus und Sozialismus gleichermaßen berufen, im Kern eine in Selbstbeweihräucherung schwelgende gnostische Bewegung war. (Ich habe darauf in meinem auch hier(Link ist extern) erschienen Aufsatz „Abschied von der Aufklärung“ hingewiesen.)

Kein Zweifel: Die politische Instrumentalisierung des ideologisch zurechtgestutzten Neuen Testaments hat in den USA Tradition. Führt nicht ein mehr oder weniger direkter Weg von Jefferson zu Trump und Musk? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Trump und Musk müssen zwar als typisch amerikanisch betrachtet werden, können aber aus europäischer Sicht äußerlich kaum als Vertreter des authentischen Christentums gelten. Beim US-Vizepräsidenten J.D. Vance ist das nach allem, was ich über seine Konversion zum orthodoxen Katholizismus(Link ist extern) mithilfe eines Dominikaners weiß, ganz anders. Nicht von ungefähr gilt Vance bei den Verfechtern der Woke-Bewegung als gefährlicher als Trump. Deshalb unterstütze ich bis auf Weiteres den Kreuzzug der drei sowie ihres Sponsors Peter Thiel gegen den Wokismus („Es gibt nur zwei Geschlechter“) und insbesondere ihren Einsatz für die Meinungs- und Redefreiheit, weil sich die Woke-Bewegung noch viel weiter von den 10 Geboten und dem gesunden Menschenverstand entfernt hat. Gegen deren auffälligen Irrationalismus sündigen Donald Trump, Elon Musk und Peter Thiel meines Erachtens vielleicht eher durch übertriebenen Rationalismus.

Technokratie

Schon das überhebliche und siegesgewisse, wenn nicht großmäulige Auftreten Trumps weist m.E. darauf hin, dass nicht die demütige Nachfolge Christi, sondern die vom Gnostizismus beeinflusste Technokratie sein geistiger Hintergrund ist. „Technokratie“ war in den USA im 20. Jahrhundert über lange Zeit kein Schimpfwort, sondern der Name einer relativ anspruchsvollen und einflussreichen intellektuellen Bewegung, die auch in Europa Anhänger fand, wenn auch nicht massenhaft. Der italienischstämmige amerikanische Autor Guido Giacomo Preparata führt den in den USA sich ausbreitenden technik-affinen Neognostizismus auf überwiegend französische Wurzeln zurück. In seinem lesenswerten Buch „Die Ideologie der Tyrannei(Link ist extern)“ (ins Deutsche übersetzt von unserem Freund Helmut Böttiger) zeigt er auf, wie das pornografische und gnostische Weltbild eines Georges Bataille (1897-1962) über Michel Foucault (1926-1984), Gilles Deleuze 1925-1995) und Félix Guattari 1930-1992) sowie über den Machiavellismus eines Leo Strauss (1899-1973) in Nordamerika Fuß fasste.

Worum es dabei ging und noch geht, zeigt beispielhaft das 1911 erschienene Buch „The Principles of Scientific Management“ des bekannten US-Ingenieurs Frederick Winslow Taylor, der zum Namensgeber einer internationalen Bewegung wurde. Der Taylorismus, die Philosophie der Fließband-Arbeit, ist heute zwar verrufen, aber noch immer wirksam. Links-Libertäre Autoren wie Iain Davis(Link ist extern) mutmaßen, dass Trump und seine Leute nicht nur auf eine staatsstreichartige Ersetzung der aktuellen woken durch eine technokratische Elite aus sind, sondern auch auf einen privat-öffentlichen Überwachungsstaat mithilfe der KI. Das zeige ihre neokameralistische Gleichsetzung des Staates mit einem Unternehmen („Gov-Corp“). Es gehe ihnen letzten Endes um eine Umpolung von Klaus Schwabs „Great Reset“. Immerhin wirft Davis in seiner Kritik Trump und Musk keine Heuchelei vor, denn bisher haben diese stur versucht, ihre Ankündigungen wahrzumachen. Gerade das macht der verlogenen EU-Kaste um Ursula von der Leyen ja Angst.

Dunkle Aufklärung

Die Tech-Milliardäre Elon Musk und Peter Thiel, die Trumps Wahlkampf großzügig finanzieren halfen, berufen sich beide offen auf die Denkschule des neoreaktionären „Dark Enlightenment“ (Dunkle Aufklärung(Link ist extern)), als deren Köpfe Curtis Yarvin und Nick Land gelten. Curtis Yarvin, auf den sich auch Vizepräsident J.D. Vance beruft, ist wohl irgendwann klargeworden, dass libertäre Ideen chancenlos sind, wenn sie nicht autoritär durchgesetzt werden. Der bisherige Erfolg Javier Mileis in Argentinien scheint ihnen rechtzugeben. Doch muss man mit schwer kontrollierbaren Gegenbewegungen an den Börsen r(Link ist extern)echnen.

Die verschiedenen Richtungen der Technokratie sind sich einig in der Überzeugung, dass es für alle sozialen, wirtschaftlichen und politischen Probleme technische Lösungen gibt. Sich auf Systemdenken, Verhaltenskontrolle durch Social Engineering und beschleunigte technische Innovationen zu konzentrieren und dabei individuelle Emanzipationsbestrebungen zu vernachlässigen wird auch Trump und Musk vorgeworfen. Der technokratische Ansatz laufe auf die Ersetzung der Demokratie durch eine Oligarchie hinaus: Die Intelligentesten und nicht der Wille der schlecht informierten Mehrheit sollen die Hackordnung bestimmen, klagt Davis. (In der EU herrscht dagegen, wie es scheint, das Prinzip der negativen Auslese.) Die deutschen Klassiker Goethe und Schiller dachten ähnlich und ich selbst halte mich mit meiner mittleren Intelligenz an diesen Grundsatz, indem ich versuche, intelligenten Anhängern der Lehren Jesu zu folgen.

Das bringt mich aber, im Unterschied zu den „Tech-Kings“ Musk und Thiel, in größere Distanz zum Staat und dessen militärischen und zivilen Geheimdiensten. Ich denke dabei an Thieles Spionagesoftware-Unternehmen Palantir und an Musks Starlink-Satellitensystem, die beide im Ukraine-Krieg offensiv eingesetzt werden. Was mich aber nachdenklich macht, sind deren Sympathien für Konzepte des Transhumanismus. Thiel entschied sich für die Kryokonservierung seines Leichnams durch die „Alcor Life Extension Foundation“ in Arizona, weil er offenbar so zum ewigen Leben gelangen möchte. Gleichzeitig bekennt sich Thiel aber zum Christentum, in dem die Sterblichkeit des Leibes zum normalen Leben gehört und Gott über dessen Ende und die Unsterblichkeit der Seele entscheidet. Deshalb zweifelt der hier zitierte Iain Davis an der Ernsthaftigkeit von Thieles religiösem Engagement. Ich selbst bin als Biologe christlichen Glaubens davon überzeugt, dass die irdische Wiederauferstehung nach der Kryokonservierung nicht funktionieren wird, und mache mich deshalb über die Träume der Milliardäre des Silicon Valley eher lustig.

René Girards Sündenbock-Theorie

Immerhin weist Davis aber darauf hin, dass Thiel in Stanford bei dem in Avignon geborenen Literaturwissenschaftler und Anthropologen René Girard (1923-2015), der 1959 zum Katholismus konvertiert ist, studiert hat und dessen Mimesis- und Sündenbock-Theorie so ernstnimmt, dass er dadurch selbst zum – freilich kopflastigen – Gläubigen wurde. Er betrieb, wie wir wissen, auf der Grundlage der Theorie von Girard sogar christliche Missionsarbeit.

Karikaturmäßig verkürzt, könnte man die Theorie Girards so zusammenfassen: Der als guter Mensch geschaffene Adam wurde durch Eva zur Ursünde des Essens vom Baum der Erkenntnis verführt. Die in Horden und Stämmen lebenden Kinder und Kindeskinder des Paares wurden, angetrieben durch die Mimetik, d.h. den Neid zu Kannibalen, indem sie ihren Hass auf einen schuldig gesprochenen Sündenbock konzentrierten, durch dessen kollektive Opferung für eine Weile Frieden geschaffen wurde. Am Ursprung aller Gesellschaften steht nach Girard ein „Gründungsmord“. Auch den Kreuzestod Jesu Christi interpretiert Girard als Opferung eines angeblichen, in Wirklichkeit aber unschuldigen Sündenbocks. Das Christentum macht also Schluss mit der Opferung Unschuldiger. Moses Zehn Gebote führten bei den Juden zum Ersatz der Menschen- durch Tieropfer und das Andenken an Jesu Christis Kreuzestod in der Eucharistie (nach Girard die Sublimierung des Kannibalismus) gibt uns die Chance, den „Frieden des Reiches Gottes“ zu erreichen.

Mir selbst half die Lektüre einiger Bücher Girards, zum Glauben meiner Jugend zurückzufinden. Besonders beeindruckt hat mich Girards auch auf deutsch erschienenes Spätwerk „Eine kritische Apologie des Christentums“ (2002, 2008).(Link ist extern) Darin geht Girard auch der philosophischen Ursache von Friedrich Nietzsches Zusammenbruch in Turin nach. Ich habe auf der Grundlage der Theorie Girards am 1. November 2014 in einem Vortrag beim Lutherischen Konvent im Rheinland (abgedruckt in: Lutherische Nachrichten 35. Jg. Nr.1) mit dem Titel „Die Öko-Religion – eine manichäische Häresie(Link ist extern)“ die theologischen Hintergründe des suizidären Ökologismus analysiert. Ich konnte vor zehn Jahren nicht ahnen, dass Girards Sündenbock-Theorie einmal in den USA quasi zu einer Regierungsdoktrin werden würde.

Die Apokalypse nicht ausschließen

Wie bei Girard spielt auch in der Gedankenwelt Peter Thiels und J.D. Vances die Wiederkunft Christi, die Apokalypse eine zentrale Rolle. Dieser von „Gutmenschen“ verdrängte, wenn nicht gar mit Häme bedachter Text muss als integraler Teil der frohen Botschaft des Neuen Testaments betrachtet werden. Trump, Vance, Musk und Thiel können ihre bedingungslose Unterstützung des Kampfes Israels direkt mit der Offenbarung des Johannes rechtfertigen, denn Israel muss bei der Wiederkunft des Herrn noch existieren. Insofern ist die Apokalypse keine selbsterfüllende Prophezeiung. Thiel sieht in dem von den „Guten“ angestrebten Eine-Welt-Staat das Werk des „Antichrist“. Das zeigt, dass er und sein Schüler Vance dem Geist des Neuen Testaments näherstehen als Jefferson, auch wenn sie nicht von gnostischen Einflüssen frei sind. Man kann eben nicht alles haben.

Schließlich sollte man m.E. nicht verdrängen, dass Donald Trump und seine Mitkämpfer trotz ihres manchmal etwas lautstarken und rabiaten Auftretens grundsätzlich viel bescheidener sind als Joe Biden und seine neokonservativen Berater, weil sie für eine multipolare Weltordnung anstelle der Verteidigung der US-Hegemonie um beinahe jeden Preis eintreten und sich gleichzeitig auf handfeste Deals mit Immobilien, Öl, Gas und Mineralien konzentrieren statt auf „Luftgeschäfte“ mit CO2-Zertifikaten. Wir dürfen außerdem nicht vergessen, dass religiöse Überzeugungen viel weiter tragen können als wirtschaftliche Gewinnerwartungen. Deshalb können wir uns wohl darauf verlassen, dass Trumps „Revolution des gesunden Menschenverstandes“ keine Eintagsfliege bleiben wird. Doch kein Sterblicher kennt die Zukunft.

 

Der Beitrag Vom Größenwahn zur Demut(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

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Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute(Link ist extern)

23. März 2025 - 17:00

Die Behauptung, dass das CO₂, insbesondere der menschengemachte CO₂-Ausstoß die zentrale Ursache des Klimawandels sei, wird den Menschen unentwegt medial eingehämmert, so dass er vielen als unhinterfragte Selbstverständlichkeit gilt und die großen politischen Umwandlungen wie Energiewende, Elektroautos, CO₂-Steuern etc. als Notwendigkeiten hingenommen werden. Helmut Böttiger hat nachfolgend die naturwissenschaftlichen Tatsachen detailliert dargestellt und vor allem nachgewiesen, dass die Kreise der amerikanischen Hochfinanz diese These über Jahrzehnte für ihre Machtziele aufgebaut und verbreitet haben. Es ist von ungeheurer Wichtigkeit, diese verborgenen Zusammenhänge zu durchschauen.  (hl)

Erwärmt CO₂ das Klima auf gefährliche Art?

von Gastautor Helmut Böttiger

„Ja“ sagen Medien und Politik, denn das würde die Mehrheit der Wissenschaftler bestätigten.
Inzwischen haben über 44.000 Wissenschaftler eine Petition unterzeichnet, die besagt, dass es keinen physikalischen Beweis für die Hypothese der CO₂-Klimaerwärmung gibt (siehe hier(Link ist extern)). John F. Clauser, (Nobelpreis für Physik 2022), bezeichnete den „CO₂-Klimawandel“ sogar eine „schock-journalistische Pseudowissenschaft“. Er steht damit nicht alleine, denn über 1688 Geowissenschaftler kritisieren(Link ist extern) diesen Wandel durch CO₂ ebenfalls als falsch.

Und die Medien? Unter „Covering Climate Now“ (CCN) haben sich international über 460 Medienkartelle aus 57 Ländern zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass Berichte veröffentlicht werden, welche die Beteiligung von Kohlendioxid (CO₂) an der Erderwärmung bezweifeln. Dieser Medien-Allianz gehören große Journale und Mediensender an.
Das gleiche Ziel vertritt z. B. die „World Weather Attribution“ (WWA) aus London und ein „Netzwerk Klimajournalismus Deutschland“ (NKD) mit 302 deutschen Journalisten gegründet von Columbia Journalism Review, The Nation, The Guardian, WNYC (hier(Link ist extern)).
Gibt es dafür besondere Interessen?
Beziehen wir uns zuerst auf die Grundlagen!

Was sagt dazu der 1. CO₂-Lebenskreislauf?

Leben hängt auf der Erde in erster Linie von der eingestrahlten Sonnenenergie und der Kohlenstoffchemie ab. Relativ kurz nach der Erdentstehung soll die Erdatmosphäre nach geltendem Wissensstand zu etwa 92 % aus Kohlendioxyd (CO₂) bestanden haben. Sauerstoff (O2) gab es in der Atmosphäre damals noch nicht. Das meiste CO₂ scheint sich inzwischen mit Calcium im Meerwasser zu Kalk (CaCO3) verbunden zu haben. Der Kalk lagert sich am Meeresboden ab und wird dort zu Kalkgestein.

Blaualgen (erste noch sehr primitive Lebewesen) haben wohl seit rund 3 Mrd. Jahren Sonnenergie genutzt, um CO₂ zu spalten und sich aus seinem Kohlenstoff (C) zu ernähren. Sie verseuchten die damalige Umwelt mit O2, schufen dadurch aber die Voraussetzung für Tierleben an Land.
Im Kambrium, als Tiere das Festland zu erobern begannen, war der Bestandteil an CO₂ in der Atmosphäre bereits auf 0,7 % gesunken. Heute gibt es davon in der Atmosphäre nur noch 0,04%, d. h. rund 400 ppm (parts per million). Die Wärme-Entwicklung (Eis- und Warmzeiten) hatte bisher mit der Abnahme des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre wenig gemein.

Heute enthält die trockene Luft der Atmosphäre rund 78 % Stickstoff (N2), und 21 % Sauerstoff (O₂) und 1 % Argon (Ar), dazu noch einige Spurengase wie z. B. ganze 0,04 % des lebenswichtigen CO₂. Das heißt auf 10.000 Luftmoleküle kommen ganze 4 CO₂-Moleküle. Die Anteile der Wassermoleküle (H₂O, als Dampf, Regentropfen und Eiskristalle) werden dabei nicht berücksichtigt. Sie können auf bis zu 4% – dem Hundert-fachen des CO₂-Anteils – ansteigen.

Dagegen enthalten die Weltmeere, etwa 60-mal mehr CO₂ als die gesamte Atmosphäre (in der Atmosphäre sind es laut IPCC rund 2.200 Gigatonnen, in den Meeren l40.000 Gt). CO₂ löst sich bekanntlich besser in kaltem Wasser als in warmem. (Öffnet man eine neue Sprudelflasche, zischt die warme deutlich mehr als die kalte). Bei 1° C enthält ein Liter Wasser etwa 3,4 Gramm CO₂ bei 20°C sind es nur noch 1,7 g, also die Hälfte. Wenn das Wasser sich erwärmt, entgast es CO₂ rasch. Wenn es abkühlt, nimmt es CO₂ langsamer auf. Daher dürfte eine Klimaerwärmung (wenn sie denn stimmt) eher die Zunahme von CO₂ in der Atmosphäre bewirken. CO₂ wäre demnach eher die Folge der Klimaerwärmung, nicht die Ursache – wie behauptet wird.

Ohne CO₂ wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Pflanzen nutzen Sonnenenergie, um CO₂ zu spalten. Sie benötigen seinen Kohlenstoff (C), um daraus mit Hilfe der Sonnenenergie Kohlenhydrate, d. h. ihre Substanz und biogene Energieträger für Tier und Mensch herzustellen (z. B. die einfache Glukose C₆H₁₂O₆ mit 2872 kJ/mol Energieeinsatz). Das dabei freiwerdende O2, von dem Mensch und Tiere leben, ersetzt das entnommene CO₂ in der Atmosphäre. Um nur ein Glucose-Molekül zu bilden, muss eine Pflanze 15.000 Luftmoleküle durchfiltern. Wenn der CO₂-Anteil in der Luft unter 180 ppm absinkt, kommt das Leben auf diesem Planeten zum Erliegen. Mit der Produktion der Kohlehydrate besorgen die Pflanzen nicht nur Atemluft und Nahrung für Tiere, sondern kühlen mit dem Energieverbrauch sogar die Erde.

Tiere leben von Kohlehydraten und Sauerstoff. Sie erzeugen dabei wiederum CO₂ und Wasser (H₂O). Die Biomasse-Produktion ist von der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre abhängig. Gestiegene CO₂-Gehalte erhöhen die Grünmasse-Produktion, auch die Erträge der Land- und Forstwirtschaft und die Versorgung der Tierwelt. Anders als die Pflanzen setzt Photovoltaik derzeit im besten Fall 18,7 % der Sonnenenergie in elektrischen Strom um, den Rest in Abwärme. Das gilt dann allgemein als klimafreundlich.

Und der 2. CO₂-Lebenskreislauf?

Im Meerwasser wird CO₂ nicht nur von den Pflanzen aufgenommen. Es verbindet sich dort zu Kohlensäure (H₂CO₃) und dieses wiederum mit Calcium (Ca) zu Kalziumkarbonat (CaCO₃) also zu Kalk. Dieser ist nicht nur für die Substanz der Knochen, Schalen und Krusten von Tieren wichtig. Kalk flockt im Meerwasser langsam aus, rieselt zu Boden, wo er die abgesunkenen Krusten, Schalen und Knochen allmählich zu Kalkfelsen verbindet. Wenn es dabei geblieben wäre, wäre das Leben auf Erden wegen CO₂-Mangel schon längst wieder versiegt.

Was geschieht also weiter? Im Meer sammeln sich gewaltige Kalk-Gebirge an, welche die Plattentektonik allmählich an die Erdoberfläche drückt. Auf dem Festland gibt es nach Aussagen von Geologen zurzeit etwa 2,8 x 1016 t Kalkstein. Nur dort verbleibt er nicht. Die Kalkgebirge werden vom Land weiter und wieder unter die Erdoberfläche bis ins Magma gedrückt. Die dort herrschenden Drücke und hohen Temperaturen wandeln Kalkstein (CaCO₃) wieder in Erdgase um. Den Beweis für die komplexe Umwandlung von Kalkstein in Erdgas erbrachte 2004 eine Gruppe um den Geologen Henry Scott an der Universität Indiana. Sie haben Kalkstein den Bedingungen des Magmas (entsprechend hohem Druck und hoher Temperatur) zusammen mit Eisenerz ausgesetzt. Dabei bildeten sich verschiedene Erdgase.

Die sich im Magma bildenden Erdgase gelangen über durchlässige Gesteinsschichten an die Atmosphäre, wo sie sich ohne Flammen in CO₂ und H₂O auflösen; oder sie werden in Vulkanen entsprechend verbrannt. Wo das Erdgas unter dichten Gesteinsschichten nicht durchdringt, sammelt es sich in alten oder neuen Lagerstätten an und wird – meist durch Mikroben – teilweise zu Erdöl oder Kohle verdichtet. Die energetische Nutzung von Kohlenwasserstoffen (Gas, Öl, Kohle) ist also nicht nur „Verbrauch“, sondern ist in den 2. CO₂-Kreislaufprozess des Lebens eingebunden. Es kommt dabei auf die weitgehend noch unbekannten Mengenverhältnisse von Neubildung einerseits und Entgasung und Verbrauch durch den Menschen andererseits an.

Die falsche Behauptung, Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten seien aus abgestorbenem biologischem Material entstanden, veranlasste schon 1963 den Nobelpreisträger für Chemie (1947), Robert Robinson, zu der Aussage: „Es kann nicht stark genug betont werden, dass Erdöl nicht die Zusammensetzung erkennen lässt, die von umgewandeltem biogenetischem Material zu erwarten wäre. Alle entsprechenden Hinweise auf solche Bestandteile in sehr altem öl passen genauso gut oder sogar noch besser zu dem Konzept eines ursprünglichen Kohlenwasserstoffgemischs, dem später biologisches Material beigefügt worden ist.“ (in: Nature, Vol. 199,1963, S. 113)

Doch wie ist das nun mit dem Treibhauseffekt?

Die Erde erwärmt sich aufgrund der elektromagnetischen Sonneneinstrahlung. Sie kühlt ab, indem sie die aufgenommene Energie wieder – wenn auch in anderen Wellenbereichen – elektromagnetisch abstrahlt. Treibhausgase können bestimmte Wellenlängen der Energierückstrahlung von der Erde ins All absorbieren. Das heißt: Ein solches Molekül nimmt ein Strahlungsquantum auf.

Das führt zu einer Veränderung seines Rotationsund Schwingungszustandes. Wenn das Molekül in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt, wird wieder ein Energiequantum (Photon) abgestrahlt. Die Rückstrahlung erfolgt theoretisch in alle Richtungen. Dabei kommt aber keine neue Energie ins Spiel. Allenfalls könnte der Vorgang die Energie-Abstrahlung der Erde minimal verzögern.

Die Signale der Erdabstrahlung sind auf die jeweilige Temperatur zurückzuführen, aus der sie herrühren. Die CO₂-Abstrahlung liegt deutlich niedriger als die der sonstigen Erdabstrahlungen. Nur über der Antarktis zeigt sich das Gegenteil (vgl. Grafik bei Helmut Böttiger: Wer hat ein Interesse an knapper Energie? Petersberg 2023, S. 25). CO₂ emittiert also Wärmerückstrahlung bei um die 210 K (etwa minus 60° C) und zeigt damit die Höhe der Atmosphäre an, aus der es entsprechend der Umgebungstemperatur emittiert.

Die Strahlungsbanden, die CO₂ absorbieren kann, sind in der elektromagnetischen Abstrahlung der Erde nur gering vertreten. Die Pflanzendecke der Erde emittiert vor allem Strahlung im Bereich von 3 μm, ihr Gestein zwischen 8 und 12 μm. Flüssiges Wasser emittiert im gesamten mittleren IR-Spektrum, besonders aber zwischen 2,8 und 8,3 μm. CO₂ absorbiert im Wellenbereich von 600-800 (also um etwas mehr als 14 μm). Dazu hatte der Nobelpreisträger Paul Crutzen (in seinem Lehrbuch 1993 Chemie der Atmosphäre, S. 414) geschrieben:
„Es gibt bereits so viel CO₂ in der Atmosphäre, dass in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO₂ fast vollständig ist, und zusätzliches CO₂ keine große Rolle mehr spielt.“

Welche negative Klimawirkung soll also von einer Steigerung des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ausgehen – etwa die Zunahme des Pflanzenwuchses? Für eine Zunahme von Wärme und auch Trockenheit sorgt vielmehr die Energieentnahme aus dem Wind und die Photovoltaik über Grünland.
Die Argumentation der CO₂-Klimaerwärmung beruht vor allem auf Modellrechnungen, mit denen man die Steigerung der Durchschnittstemperatur auf den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre zurückführt – (statt umgekehrt, wie oben anhand von Wasser gezeigt). Modell-Rechnungen – selbst, wenn sie stimmen – können etwas erklären, aber nichts beweisen. Anhand von Modellrechnungen hätte sich im Mittelalter in Bezug auf die Rückkehr der Störche und die Anzahl der Kindergeburten auch erklären lassen, dass Störche die Kinder bringen.

Was oder wer macht die CO₂-Klimahypothese so überzeugend?

Die CO₂-Klimahypothese wird – wie eingangs erwähnt – vor allem durch Medien und einige wenige Wissenschaftler verbreitet (siehe https://coveringcli- matenow.org/about/). Dazu bedarf es mächtiger Interessen. Welche sind das wohl?

Doch schauen wir zunächst in die Geschichte der CO₂- Klimakampagne. Svante Arrhenius hatte 1895 die These aufgestellt, CO₂ würde wie ein Treibhausdach die Erde vor der drohenden Eiszeit schützen. Man ging damals aufgrund von Phasen-Berechnungen davon aus, dass uns eine neue Eiszeit bevorstünde.

Arrhenius CO₂-These wurde 1909 vom Physiker Robert W. Wood widerlegt. Damit war der Fall zunächst erledigt, bis der britische Ingenieur Guy S. Callendar in seiner Freizeit feststellte, dass es zwischen 1890 bis 1935 in Boden-Nähe zu einer Erwärmung um etwa 0,3 °C gekommen sei. Er machte dafür die beginnende Industrialisierung verantwortlich. Die Idee griff der deutsche  Meteorologe der Luftwaffe, Hermann Flohn, 1941 in seinem Artikel „Die Tätigkeit des Menschen als Klimafaktor“. Flohn erhielt dafür eine besondere Karriere im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

Durch Callendar angeregt, befürchtete der Ozeanograph Roger Revelle, die Ozeane könnten weniger CO₂ aufnehmen. Er wandte sich 1965 diesbezüglich warnend in einem Schreiben an US-Präsident Lyndon Johnson. Und dieser richtete daraufhin am 08.02.1965  eine Sonderbotschaft an den US-Kongress mit dem Satz:
„Diese Generation hat die Zusammensetzung der Atmosphäre im Weltmaßstab durch radioaktives Material und die ständige Zunahme an CO₂ wegen des Verbrennens fossiler Treibstoffe verändert.“

Verfasst hatte diese Botschaft sein persönlicher Berater, der Finanzier Laurance Rockefeller. Dieser hatte u.a. mit Geldern der Rockefeller Foundation (RF), die American Conservation Association gegründet, aus der später der World Wildlife Fund hervorging. Wohl gemerkt: Gewarnt wurde vor CO₂ und Kernenergie. Laurance Rockefeller gründete übrigens 1985 mit Geldern der Rockefeller- und Ford-Foundation das Woodwell Climate Research Center, die erste Organisation, die sich den Kampf gegen den CO₂-Klimawandel ausdrücklich zur zentralen Aufgabe gemacht hat.

Gewicht verlieh der CO₂-Klimahypothese erst Johnsons Nachfolger, US-Präsident Richard Nixon. In seiner Regierungserklärung vom 20.01.1969 machte er den „Umweltschutz zur wichtigsten Aufgabe seiner Regierung, vielleicht des Jahrhunderts.“ Auch ihm ging es bei den Umweltproblemen um Radioaktivität und CO₂.

Nixon hatte 2 Gründe, das Umweltthema einzuführen. Zunächst der Erste: Der Senator von Wisconsin, Gaylord Nelson hatte ihm geraten, mit Umweltfragen von der Mobilisierung der Linken gegen den Vietnamkrieg abzulenken und dazu den 22.04.1970 zum „Tag der Erde“ zu erklären. Die New York Times bejubelte den Vorschlag Nelsons 1969 mit den Worten:
„Die wachsende Besorgnis über die ökologische Krise fegt durch die Universitäts-Camps des Landes mit einer Intensität, die, wenn es so weiter geht, die Unzufriedenheit der Studenten mit dem Vietnamkrieg deckeln könnte.“ (am 30.11.1969)

Viele Menschen glauben, die „grüne“ Bewegung sei von einer „linken“ Opposition ausgelöst worden. Das war aber nicht der Fall. Den Earth Day ermöglichte neben vielen anderen Stiftungen die private Spende Robert O. Andersons, des Präsidenten der Atlantic Richfield Oil Corporation mit über $ 200.000. Henry Luce‘s Time- und Life-Magazine rührten neben anderen Medien kräftig mit und verbreiteten die Vorstellung, der Planet werde durch „CO₂ und Atom“ bedroht. Mit dem Earth Day beginnt die moderne Umweltbewegung. John D. Rockefeller III kommentierte 1969:
„Statt sich dafür zu sorgen, wie man die Jugendrevolution unterdrücken könne, sollten wir von der älteren Generation dafür sorgen, wie sie zu erhalten sei. Wir benötigen ihre Fähigkeit und Ihren Eifer in diesen beunruhigenden und schwierigen Zeiten.“

Viele Initiativen des Klima-Aktivismus wurden z.B. von der Rockefeller Brothers Fundation (RBF) und des Rockefeller Familie Fund (RFF) direkt finanziert. Dazu gehörten unter anderen 2006 der von Rockefeller finanzierte Protestmarsch „Step it Up“ gegen Kohlekraftwerke, oder 2007 „I Sky“ für eine saubere (CO₂- freie, nicht radioaktive) Energie-Wirtschaft. Ab 2008 begann z. B. die NGO „350.org“ (der Name bezieht sich auf 350 ppm, den nicht zu übersteigenden CO₂ Gehalt der Atmosphäre) junge Klimaaktivisten zu organisieren. Sie wurde über eine „Sustainable Markets Foundation“ finanziert.
Diese erhielt ihr Geld aber ausschließlich von der RBF und dem RFF – zwischen 2008 und 2017 allein 1,825 Mio. $ (nach Financial Post 14.02.2013).

Auch zu den Volksmärschen vor dem UN Klima-Gipfel in 125 Ländern im September 2014 kam es nicht – wie allgemein behauptet – spontan. Viele wurden auf Anregung von Pieter Winsemius über 350.org organisiert und von RBF und RFF finanziert, (auch Financial Post 14.02.2013) Das waren nur einige Beispiele für die Interventionen der im Öl- und Gasgeschäft führenden Rockefeller Familie. Aber auch andere Firmen waren direkt beteiligt, wie Atlantic Richfield Oil, Shell und BP.

Dass die wenigen Großkonzerne der Öl- und Gas-Industrie weitgehend zusammenarbeiten, geht übrigens schon auf das Jahr 1880 zurück. Damals brach ein Preiskrieg zwischen den Rothschild- und Nobel-Interessen einerseits und westlichen Firmen unter der Führung von Standard Oil andererseits aus. 1882 trafen sich Alfons de Rothschild und John D. Rockefeller in New York und verabredeten Regelungen, damit es nie wieder zu so etwas kommen solle.

Der Zweite Grund Nixons für die Klimainitiative und wohl der wichtigere, war, dass den USA das Gold zur Deckung des Dollar ausging. Daher musste Nixon im August 1971 die Golddeckung des Dollars aufheben. Henry Kissinger hatte vorgesorgt und mit der Konstruktion des „Petrodollar-Systems“ Ersatz geschaffen. Der Wert des Dollars sollte nun über den Ölpreis stabil gehalten werden. Im Zuge des Yom Kippur Krieges 1973 wurde zur neuen Dollarstützung der Ölpreis 1974 nahezu vervierfacht. Den Medien nach verlangten das die „Ölscheichs“. Scheich Ahmed Zaki Yamani, der damalige Ölminister Saudi Arabiens, gab der Zeitung The Guardian (dort am 14.1.2001) zu verstehen, dass die Amerikaner den höheren Preis verlangten, Henry Kissinger und US-Wirtschaftsminister William Simon habe sie, die Saudis, dazu genötigt.

Die Rockefellers waren nicht die einzigen Aktivisten. Dazu gehörte zum Beispiel auch der schon erwähnte Robert O. Anderson, der Präsident der Atlantic Richfield Oil Corporation und des Aspen Institute for Humanistic Studies, das er zusammen mit dem RBF, der Carnegie Fundation, Exxon, Chase Manhattan-Bank, der Danforth Fundation und anderen finanzierte. Dem Aspen Institute gehörten Leute wie Robert McNamara (ab 1968 Weltbank-Präsident), Leonhard Woodcock (US-Botschafter in China), Harland Clevland (US-Botschafter bei der NATO), Russell Peterson (Miteigentümer der Bank Lehman Brothers), Thornton Bradshaw (Vorsitzender der Radio Corporation of America (RCA)) und US-Präsident Johnsons Berater Laurance Rockefeller an – sicherlich keine „Linken“ oder „Grüne“. Ist „die Neue Grüne Linke“ vielleicht nur deren getarnte Interessenvertretung auf der Straße?

Anderson spendete 1968 weitere 200.000 $ zur Gründung der „Friends of the Earth“. Er verließ schon 1969 das Aspen Institute und ernannte Joseph Slater, den früheren Programmdirektor der Ford Foundation zu seinem Nachfolger. Dieser richtete im Aspen Institute das Thought Trough Action Programm on the Environment ein und unterstellte es einem Thomas W. Wilson, der schon 1970 ein Programm für den „Aufbau einer Umwelt-Frontbewegung“ geschrieben hatte.

1971 gründete Josef Slater in Verbindung mit dem Aspen Institute, aber formal unabhängig davon das „International Institute of Environmental Affairs“ (später wurde Affairs durch Development ersetzt) als ein – wie er es nannte – „Environmentalist Command Centre“. Es wurde Jack Raymond von der New York Times als Direktor und dem schon genannten Thomas W. Wilson als Associate Director unterstellt. Es erhielt Spenden von den großen Stiftungen Rockefellers, Fords, Dunforths etc., aber auch von der Weltbank. Mitglieder des Führungsstabs waren neben Anderson, Roy Jenkins von der British Labour Party, Maurice Strong (damals angestellter Verwalter der Rockefeller Foundation) und Robert McNamara (ab 1968 Weltbankpräsident).

Nixons Regierungserklärung hatte übrigens die Folge, dass die NATO noch 1969 mit dem „Komitee der Herausforderung der modernen Gesellschaft“ (CCMS) und dessen „Ausschuss zur Verbesserung der Umweltbedingungen“ ein neues ziviles Führungsgremium bekam. Bei der Gründung dieses Komitees im Dezember 1969 betonte der damalige persönliche Berater Nixons, der Demokrat Daniel P. Moynihan, dass die Dynamik der technologischen Entwicklung die Menschheit zu „vernichten“ drohe. Das würde besonders deutlich an der Anreicherung der Atmosphäre durch „Radioaktivität und CO₂″ und „den Gewächshauseffekt“ (in: Handbuch der NATO Frankfurt am Main, S. 13 u. S. 23 ff.)

Ebenfalls 1969 wurde in den USA noch der „German Marshall Fund of the US“ (GMF) gegründet. Er sollte sich der neuen NATO-Richtlinien annehmen. Als Arbeitsschwerpunkte wurden genannt: „Umweltschutz, Transformation der Industriegesellschaft und Änderung der Konsumgewohnheiten“. Im Führungsgremium des GMF saßen so „Links-Grüne“ wie David Rockefeller, Armand Hammer und John McCloy.

Unter Nixon wurden zahlreiche Forschungsprojekte zum Treibhauseffekt eingeleitet. Die Öffentlichkeit nahm damals davon aber kaum Notiz, weil noch immer die Angst vor der kommenden Eiszeit geschürt wurde – auch von der CIA. Deshalb fokussierte man ab 1972 zunächst auf „Grenzen des Wachstums“ vor allem bezüglich der fossilen Brennstoffe. Die weltweit verbreitete Studie brachte der Club of Rome heraus, den David Rockefeller auf seinem Anwesen in Bellagio am Comer See zusammen mit Aurelio Peccei und Alexander King 1968 gegründet hatte.

Als in den folgenden Jahren immer neue Öl- und Gas- Felder entdeckt wurden und die bekannten Reserven trotz des weiter steigenden Verbrauchs deutlich zunahmen, mussten die Öl-Preise zur Stützung des Dollars durch verabredete Förderbeschränkungen seitens der OPEC künstlich hochgehalten werden. Damit verlor die Umweltkampagne, die zunächst an der Knappheit der Ressourcen festgemacht war, an Überzeugungskraft. Aber auch die Angst vor einer kommenden Eiszeit verschwand aus den Medien. Dafür bauten Medien und Politik ab den 1980er Jahren die immer noch nicht physikalisch bewiesene CO₂-Klimahypothese auf.

Ein gutes Beispiel für den Umschwung lieferte Prof. Heinz Haber, der damalige Herausgeber von „Bild der Wissenschaft“ in seiner Sendung „Eiskeller oder Treibhaus. Das Klima in der Zukunft unserer Erde“ am 06.12.1979 um 17:20 Uhr (in allen Sendern der ARD), Er sagte damals:
„So sind Klimatologen heute der einhelligen Meinung, dass der natürliche Rhythmus einer irdischen Klimaschwankung zum Kalten hin Anfang des nächsten Jahrhunderts überrollt werden wird durch eine von Menschen verursachte Erwärmung unseres Planeten. Für diese Gefahr gibt es ziemlich bestürzende Prognosen. Wenn unsere Kernkraftgegner daher wieder auf die Kohle zurückgreifen wollen, werden sie unseren Enkeln keinen Gefallen tun. Für ihre Klimasorgen, die diese haben werden, würden sie bestimmt sehr gern unsere Sorgen mit den Kernkraftwerken eintauschen.“

1975 hatte William D. Nordhaus, Yale Professor, Wirtschaftsbeirat von US-Präsident Jimmy Carter (1977 – 1981) und Mitbegründer der „Neuen Politischen Ökonomie“ seine Theorie des politischen Konjunkturzyklus veröffentlicht. Die These besagt, dass es sich für Regierungen lohnt, im Wahljahr die Konjunktur durch höhere Staatsausgaben und geringere Steuern zu stimulieren, weil die Wähler die wirtschaftliche Lage anhand der Arbeitslosenquote und der Inflationsrate beurteilen. Die Senkung der Arbeitslosenquote würde zwar mit einer Erhöhung der Inflation einhergehen, aber aufgrund einer zeitlichen Verzögerung erst nach der Wahl bemerkbar werden. Unmittelbar danach machte er Instrumente der Klimapolitik zum Schwerpunkt seiner Arbeit und wurde einer ihrer wichtigsten Verfechter. 1979 legte er ein Modell zur „Integrierten (ökonomischen) Folgeabschätzung (IAM) des Klimawandels“ vor. Darin behauptete er erstmals „wissenschaftlich“ einen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch, Emissionen und CO₂-Konzentrationen in Atmosphäre mit Klima-Folgen.

Nach dem Vortrag des Direktors des Goddard Institute for Space Studies (NASA), James E. Hansen, am 23.06.1988 vor dem US-Senat setzte die breite Medienkampagne ein. Sie schaffte es mit der Zeit, die CO₂- Klimahypothese zur allerseits anerkannten Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

Welchen Zweck verfolgt die CO₂-Klimakampagne?

Die CO₂-Klima-Kampagne verknappt mit der Antikemenergie-Kampagne die Energieversorgung drastisch. Damit lässt sich die Herstellung der Versorgungsgüter kontrollieren und drosseln, um deren Preise und damit die Gewinne drastisch anzuheben. Geldgewinn wird zwar allgemein als wichtiges Bestreben der Großindustrie und Großbanken anerkannt, gilt aber wohl nicht in erster Linie für den inneren Kern der Hochfinanz. Wir wählen im Folgenden als Beispiel den Rockefeller Clan als einen unter den wenigen Billionären, die sich über die Kreditvergabe das Geld weitgehend selbst drucken und damit auch die wirtschaftliche Richtung vorgebenden können. Diese haben wohl drei für sie wesentlich wichtigere und für uns verhängnisvollere Ziele. Diese sind – meiner Meinung nach:

  1. der allgemeine gesellschaftliche Machterhalt bzw. deren Ausbau,
  2. die Schaffung einer abhängigen Bürokratie als Zentrale ihrer Weltherrschaft und
  3. die Reduktion der sogenannten Überbevölkerung.

Zu 2.: Bereits 1940 hatten die 5 Brüder Rockefeller [John D. III, Nelson, Laurence, Winthrop und David] neben der RF und der RFF noch den Rockefeller Brothers Fund (RBF) mit dem 1959 erklärten Ziel gegründet: „Wir können der Aufgabe nicht entfliehen, welche uns die Geschichte auferlegt hat. Diese Aufgabe ist, eine neue Weltordnung in allen ihren Dimensionen zu gestalten – spirituell, wirtschaftlich, politisch und sozial.“ (Rockefeller Panel Report: Prospect for America Doubleday N.Y. 1961 Seite 88).

1963 verkündete der RBF: „Wenn es möglich wird, aktiv in den Prozess der Atmosphäre einzugreifen, dann ergibt sich daraus wahrscheinlich die Möglichkeit, Nationale Grenzen zu überschreiten. Die Probleme, die sich damit ergeben, müssen dann auf internationaler Ebene behandelt werden. Sie könnten unlösbar werden, wenn die Entwicklung der Wetterkontrollen durch nicht abgestimmte nationale Maßnahmen angegangen werden.“ (Rockefeller Brothers Fund: Prospect for America, abgedruckt bei, Doubleday N Y, S. 1971)

Oder Henry Kissinger, der es 2009 auf den Punkt brachte: „Die ultimative Herausforderung wie die allgemeine Sorge der meisten Länder und aller, die sich Sorgen wegen der Wirtschaftskrise (…) sowie der neuen Aufgaben, wie Energie- und Klimakrise machen, erlaubt keine nationale oder
regionale Lösung mehr.“ (New York Times vom 12.1.2009)

Schaut man auf die Aktionen der Rockefeller-Familie und ihrer engen Genossen von der Gründung der Firma Standard Oil bis zur heutigen Klima-Aktivität, dann zeigt sich als ihr Hauptziel, ihre Macht weltweit zu konsolidieren und eine Welt mit einer von ihnen abhängigen Weltregierung und einem entsprechend neuen Wirtschaftssystem als „Smart Globalization“ zu schaffen. (Rockefeller Foundation: Smart Globalization – Annual Report 2007) Das Ziel ist – kurz und brutal gesagt – Globalfaschismus.

Zu 3. – Ziel Bevölkerungsreduktion: Schon 1952 hatte John D Rockefeller zusammen mit 30 handverlesenen Persönlichkeiten eine nicht öffentliche „Conference on the Population Problem“ einberufen und finanziert. Man wollte einen Plan entwickeln, wie sich die Entwicklung der Weltbevölkerung mit Familienplanung und Sterilisation unter Kontrolle halten ließe. Dies wollte man übrigens damals ausdrücklich in Zusammenarbeit mit der Pharmazeutischen Industrie bewerkstelligen. Im Anschluss an die Tagung richteten sie auf dem Unigelände der Rockefeller- Universität ein Population-Council ein mit John D. Rockefeller III als Chairman neben Detlev Bronk, Lewis Strauss und Frederick Osborn von der American Eugenics Society. Aussagen und Initiativen zur drohenden Übervölkerung der Erde finden sich bei den Rockefellers unzählig, z. B. in RBFs The Unfinished Agenda von 1977. Inzwischen scheint diese anrüchige Aufgabe an die Bill & Melinda Gates Foundation weitergereicht worden zu sein.

Bleibt noch das 1. Ziel, der Herrschafts-Erhalt: Um sich trotz „Demokratie“ beherrschen zu lassen, müssen die Menschen so unter Druck stehen, dass sie sich um nicht viel mehr als den Verdienst ihres Lebensunterhalts und etwas Unterhaltung kümmern wollen oder können. Ein solcher Druck lässt sich weltweit psychologisch durch Angsterzeugung und praktisch über die Verknappung von Energie erzeugen. Diese Maßnahme richtet sich z. B. gegen eine neue Welle, die vor allem bei den besser gestellten akademischen Jüngeren aufkam, nämlich das Streben nach einer Work-Life-Balance, etwa mit der Frage: Warum soll ich noch mehr schuften, nur um mir ein noch größeres Auto oder Haus zuKaufen?

Hierzu fehlen mir allerdings aus naheliegenden Gründen Belege seitens der entsprechenden Lebensstandard- Senker.

Zur der besonders hervorgehobenen Funktion des Rockefeller Clans in dieser Politik verweise ich auf das Buch von Jacob Nordangard: Rockefeller Controlling the Game, Stifteisen Pharos Verlag, Norrköping 2019.

Den Gegenstand ausführlicher behandelt und belegt siehe:
Helmut Böttiger: Wer hat ein Interesse an knapper Energie, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2023.

Weitere Bücher von Helmut Böttiger:

„Energie der Zukunft. Nuklear, fossil oder erneuerbar?“, Petersberg 2021.
„Die größten Politik-Irrtümer der heutigen Zeit“, Petersberg 2011.
„Kernenergie. Gefahr oder Nutzen“, Petersberg 2011.
„Klimawandel. Gewissheit oder politische Machenschaft?“, Petersberg 2008

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Dr. Helmut Böttiger, geb. 1940, hat Theologie, Pädagogik und später Soziologie studiert, wo er zum Dr. phil. promovierte. Er ist also kein Naturwissenschaftler, hat sich aber mit wissenschaftlicher Gründlichkeit in die Materie des Klimas eingearbeitet. Und die Soziologie half ihm, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen.

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Zum Thema siehe auch:

Der „Weltklimarat“ – Dirigent der Klimatäuschungen(Link ist extern)
Die Lüge vom „wissenschaftlichen Klima-Konsens“ und die betrügerischen Computer-Simulationen des IPCC(Link ist extern)
Prof. Werner Kirstein: Menschengemachter Klimawandel ist von Politik beauftragter Schwindel(Link ist extern)
Scheinbeweise einer CO₂-Klimaerwärmung und totale Korruption der Wissenschaft(Link ist extern)

Dueser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog https://fassadenkratzer.de(Link ist extern). Nachdruck hier mit Genehmigung

Der Beitrag Wer wie und zu welchem Ziel die Lüge der CO₂-Klima-Erwärmung aufbaute(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

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Neue Studie identifiziert „auffällige“ Verbindung zwischen solarem Antrieb und Klimaschwankungen über Jahrtausende(Link ist extern)

23. März 2025 - 14:00

Kenneth Richard(Link ist extern)

„Bisher war der Ursprung der Klimadynamik in den zentralen Anden während des letzten Jahrtausends nur spekulativ. Auf der Grundlage statistischer Beweise haben wir die solare Variabilität als ihren Ursprung identifiziert“. – Schittek et al., 2025

In einer neuen Studie(Link ist extern) haben die Wissenschaftler festgestellt:

1) Die Kleine Eiszeit (LIA) war ein globales Kälteereignis.

2) Klimaschwankungen (Niederschlag) auf der südlichen Hemisphäre (peruanische Anden) stehen in engem Zusammenhang mit Schwankungen der Sonnenaktivität in den letzten 1 000 Jahren.

3) Die moderne (1900er-2000er Jahre) und die mittelalterliche Klimaanomalie sind mit geringeren Niederschlägen verbunden, während die niedrigeren Temperaturen der LIA mit mehr Niederschlägen verbunden sind.

„…die LIA war ein globales Ereignis, das durch ein weltweites Vorrücken der Gletscher gekennzeichnet war.“

„Die Sonneneinstrahlung ist der Hauptantrieb für alle Prozesse der Klimazirkulation auf der Erde. Die Beweise für einen direkten solaren Einfluss auf das Erdklima werden immer zahlreicher.“

„Unsere Studie zeigt, dass Niederschlagsveränderungen in den südöstlichen peruanischen Anden mit Schwankungen der Sonnenaktivität während der Kleinen Eiszeit (LIA) in Verbindung stehen.“

„Mehrere Studien führen die Abkühlung des Klimas während der LIA auf solare Einflüsse zurück, insbesondere während des Wolf-, Spörer-, Maunder- und Dalton-Minimums.“

„Die Position der ITCZ [Innertropischen Konvergenzzone] hängt stark vom innerhemisphärischen Temperaturgradienten ab, der durch den solaren Antrieb ausgelöst wird.“

(Link ist extern)

Quelle: Schittek et at., 2025(Link ist extern)

Link: https://notrickszone.com/2025/03/13/new-study-identifies-a-millennial-scale-striking-link-between-solar-forcing-and-climate-patterns/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Ozeane „so warm wie nie“? Wie misst man das? Stimmt das?(Link ist extern)

23. März 2025 - 11:00

Die Tagesschau titelte in ihrer Online-Ausgabe(Link ist extern) am 13. März:

Rekordtemperaturen: Ozeane auch in der Tiefe so warm wie nie

Nicht nur die Oberfläche, auch die obersten zweitausend Meter des Meerwassers waren im Jahr 2024 so warm wie nie und erhitzen sich immer schneller. Das hat Folgen – an Land und in den Ozeanen.

Zwei Kilometer? Die Erde ist zu gut 70% von Wasser bedeckt – wie mißt man diese Riesenfläche, wenn es auch noch dreidimensional wird? Zwar gibt es seit den 00er Jahren die mittlerweile fast 4.000 Argo-Roboterbojen(Link ist extern), die regelmäßig abtauchen und tatsächlich bis zwei Kilometer Tiefe vorstoßen – aber auch nicht alle.

Von Hjfreeland – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67718669

4.000 Bojen – das klingt viel, und sieht auf der Karte oben auch recht engmaschig aus. Aber selbst Wikipedia übt Kritik:

Obwohl 2007 die gesetzte Anzahl von 3.000 Floats erreicht wurde, gibt es dennoch räumliche Ungleichheiten, und im südlichen Ozean werden immer noch zu wenig Floats ausgelegt.
(Floats = Treibbojen)

Unser kundiger Leser Bertram von Steuben kommentiert dazu auf Facebook:

Diese Behauptung ist schon recht spaßig, da es keine Meßstation gibt, die in diesen Tiefen Meßreihen aufgestellt hat. Dort werden einzelne Temperatursonden abgelassen, und das auch erst seit wenigen Jahrzehnten. Die Strömungen in diesen Tiefen und die damit einhergehen Temperaturveränderungen, sind bis heute weitgehend unerforscht.

Weltweit gibt es keine 100 Stationen (Bojen) die über die letzten 50 Jahre kontinuierlich Oberflächen(!)temperatur gemeldet haben. Seit 2014 wird das Problem verstärkt durch die Tatsache, daß explizit die Temperatur der Meeresoberfläche gemessen wird – und das per Satellit (bei dem eine Höhenabweichung von nur 500 m bereits eine Veränderung des Meßwertes nach sich zieht.)

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Kältereport Nr. 12 / 2025(Link ist extern)

23. März 2025 - 8:00

Vorbemerkung: Grönland, Ostasien und die Antarktis bilden diesmal den Schwerpunkt der Kaltmeldungen. Aber auch in den USA hält sich in manchen Gebieten hartnäckig der Winter.

Meldungen vom 17. März 2025:

Grönland: Eisschild hat an einem Tag um 8 Gigatonnen zugenommen

Die neuesten Daten aus Grönland zeigen einen deutlichen Unterschied im Verlauf der Saison: Der Eisschild sammelt in einem beeindruckenden Tempo Masse an.

Allein gestern (16. März) wurden 8 Gigatonnen angesammelt – genug, um den Central Park unter 2500 m Schnee/Eis zu begraben. Dies hat dazu beigetragen, dass die kumulierte SMB für 2024-25 deutlich über dem Mittelwert von 1981-2010 liegt:

(Link ist extern)

Wenn der grönländische Eisschild wirklich kollabieren würde, wie die Alarmisten behaupten, dann wäre seine Massenbilanz durchweg negativ. Doch die Daten sprechen eine andere Sprache. Kurzfristige Schmelzereignisse werden von den Medien herausgepickt, aber die Gesamttrends bleiben stabil.

Die Daten sprechen für sich selbst – das grönländische Eis hält sich gut.

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Südkorea: Bittere Kälte und starke Schneefälle

Südkorea macht sich auf starken Frost gefasst, da kalte Luft nach Süden drängt und eisige Winde und starke Schneefälle mit sich bringt.

Die koreanische Wetterbehörde (KMA) warnte, dass die Temperaturen in den meisten Teilen des Landes unter den Gefrierpunkt sinken werden. Die Provinzen Gangwon und Nord-Gyeongsang werden die Hauptlast des Schnees zu tragen haben.

Ein von Westen heranziehendes Tiefdruckgebiet wird den Wintereinbruch noch verstärken. Der Schneefall begann am frühen Montag in Gangwon und Honam und wird sich bis zum Einbruch der Dunkelheit auf die Hauptstadtregion und die Provinz Süd-Chungcheong ausweiten. Bis Dienstag wird es in fast allen Regionen geschneit haben.

[Zunächst ist das nur eine Vorhersage…]

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China: Schnee an der Großen Mauer

März-Schneeflocken haben am Wochenende den Jinshanling-Abschnitt der Großen Mauer bedeckt. In der chinesischen Provinz Hebei kam es zu einem starken Temperaturabfall, und es schneite für die Jahreszeit ungewöhnlich stark.

(Link ist extern)

In weiten Teilen Asiens herrscht in diesem Jahr ein längerer Winter mit anhaltenden Schneefällen in weiten Teilen des Kontinents.

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Kalifornien, USA: Viel Schnee in höheren Lagen

Die kalifornischen Skigebiete wurden am Wochenende von weiteren Schneefällen heimgesucht, die zu den beeindruckenden Schneemengen von Anfang letzter Woche hinzukamen.

Am Freitagmorgen meldeten mehrere Skigebiete erhebliche Schneemengen in den letzten 72 Stunden: Sugar Bowl verzeichnete 90 cm, Kirkwood 94 cm und Bear Valley über 100 cm – um nur drei zu nennen.

Diese starken Schneefälle haben die Schneedecke des Staates vergrößert, wobei die nördliche Sierra 102 % ihres Durchschnitts für diese Jahreszeit erreicht hat.

Am Sonntagnachmittag begann es erneut zu schneien, wobei in den höheren Lagen noch rund 50 cm hinzukamen und in den Gebieten am See 15 bis 30 cm erwartet wurden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-ice-sheet-gained-8-gigatons?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern)

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Meldungen vom 18. März 2025:

Südkorea: Frühjahrs-Schneesturm legt die Ostküste lahm

Ein heftiger Frühlings-Schneesturm hat am Montag die Ostküste Südkoreas unter sich begraben und Fahrzeuge zum Stehen gebracht.

Von Sonntagmorgen bis Montagmorgen fielen am Guryeong-Pass 42 cm, im Osten Gangwons 40 cm, im Misiryeong-Tunnel 34,2 cm und in Yongsan 34 cm.

Der nasse, schwere Schnee lässt Bäume umstürzen, führt zu Stromausfällen und macht die Straßen tückisch. Vier wichtige Routen wurden gesperrt, darunter der Madaljae-Pass in Samcheok und eine Küstenstraße in Goseong. Neunundfünfzig Wanderwege in Nationalparks wurden ebenfalls geschlossen.

Dieser Sturm ist noch lange nicht vorbei. In den frühen Morgenstunden des Dienstags ist ein weiteres Schneefallgebiet eingetroffen, das in den Bergen von Gangwon weitere 30 cm und im Hochland von Nord-Gyeongsang weitere 20 cm in dieser Woche bringen soll.

Am frühen Dienstag setzten im Großraum Seoul und in Chungcheong neue Schneefälle ein, die sich landesweit ausbreiten. Die KMA hat eine Warnung vor starkem Schneefall für Seoul, Incheon und Gyeonggi herausgegeben – die jahrfeszeitlich späteste Warnung der Behörde vor starkem Schneefall überhaupt.

Diese Luftmasse arktischen Ursprungs lässt die Temperaturen auf monatliche Extremwerte sinken, so dass im ganzen Lad Frost auftrat, sogar im Großraum Seoul.

Man kann wohl davon ausgehen, dass auch Nordkorea hart von diesem Wetter betroffen ist. A. d. Übers.]

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Spanien: Schneefall in Malaga

Seltene und heftige Schneefälle im März haben den Nationalpark Sierra de las Nieves in Málaga bedeckt.

Der für die Jahreszeit untypische Frost brachte auch leichten Schnee auf den Gipfeln der Sierras Tejeda, Almijara und Alhama in der Axarquía, ein ungewöhnlicher Anblick zu diesem späten Zeitpunkt der Saison. Der Schneefall war sogar von der Costa del Sol aus sichtbar.

Der Meteorologe José Luis Escudero aus Málaga hat Fotos und Filmaufnahmen aus Torrecilla zur Verfügung gestellt:

(Link ist extern)

Landesweit hat die starke Abkühlung in sechs Regionen Warnungen ausgelöst, wobei das spanische Wetteramt für die nördliche Hälfte Spaniens, insbesondere für die nördliche Hochebene, Alcarria de Guadalajara und natürlich die Pyrenäen, weiteren starken Schneefall vorhersagt.

Mit dem Herannahen des Frühlings wird für den Norden mit starkem Frost gerechnet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-snowstorm-shuts-down-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern)

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Meldungen vom 19. März 2025:

Bulgarien: seltener März-Schnee

Der Winter ist in Teile Bulgariens zurückgekehrt und hat das Balkangebirge mit für Mitte März seltenem Schnee überzogen.

An wichtigen Bergpässen wie Petrohan, Shipka, Rozhen, Prevala und Pamporovo wurde erheblicher Schneefall verzeichnet. Die Straßenbauarbeiter sind mit der Räumung der Straßen beschäftigt, aber die strengen Winterbedingungen erschweren die Räumungsarbeiten.

Auf dem Petrohan-Pass sind vier Schneepflüge gleichzeitig im Einsatz, wobei ein Fahrverbot für Lastkraftwagen gilt. Das Thermometer zeigte hier am Dienstagmittag -7°C – einen neuen Monatsrekord.

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Albanien: Auch hier ungewöhnlicher März-Schnee

Am Dienstag kam es in den Bergregionen Albaniens zu für Mitte März ungewöhnlichen Schneefällen, wobei sich in der Region Qafë-Thore bis zu 20 cm Schnee ansammelten.

Instandhaltungsteams arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um sicherzustellen, dass die Hauptverkehrswege frei blieben.

Auch in Fushë-Arrëz und Qafë-Mali kam es zu erheblichen Schneefällen, so dass die Behörden die Bewohner aufforderten, ihre Winterreifen wieder aufzuziehen.

Schneefall Mitte März in diesem Ausmaß gilt in diesen Regionen als selten. In Shkodër gibt es im März, wenn überhaupt, nur minimale Schneefälle von durchschnittlich 4 cm – die jüngste Anhäufung von 20 cm ist eine ziemliche Anomalie.

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Taiwan: Schnee auf den Bergen

Taiwans höchste Gipfel, darunter der Yushan, wurden am Dienstag von heftigen Schneefällen heimgesucht. Auch auf dem Hehuanshan, dem Wuling und der Paiyun Lodge hat es im März kräftig geschneit, und es war extrem kalt.

Andernorts meldeten Lalashan, der Lake Jiaming National Trail und die Gemeinde Jianshih Schnee. Aufgrund der eisigen Bedingungen mussten auch Schulen geschlossen werden, darunter die Hsin-Kwang-Grundschule in Jianshih.

Während Schneefall in Taiwans Gebirge im März nicht ungewöhnlich ist, war dieser Frühling aufgrund des Einflusses des La Niña kälter als üblich. In den vergangenen Jahren hat es in Yushan sogar bis in den April hinein geschneit.

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Vietnam: Beispielloser März-Frost auf den Bergen

Frost hat den Berg Ta Xua in der nordvietnamesischen Provinz Yen Bai heimgesucht. In der Vergangenheit war Frost in dieser Gegend auf die Wintermonate beschränkt, so dass dieses Ereignis – wie mehrere Quellen berichten – beispiellos ist.

Der Frost begann in der Nacht zum Dienstag auf dem Gipfel und war am Morgen bereits sehr stark. Nach Angaben der Zeitung Lao Dong gab es noch nie Frost so spät in der Saison. Vietnam.vn berichtet ähnliches.

Dao Viet Nghiem, der Vorsitzende der Gemeinde Ban Cong, in der der Berg liegt, bestätigte, dass Frost im Winter zwar relativ häufig vorkommt, die Einheimischen ihn aber zum ersten Mal im März erlebt haben.

Ein zweiter Kälteeinbruch folgt dem ersten, der über Nordvietnam hinwegfegt und die Temperaturen in Sa Pa auf 5 °C und in Dong Van auf 6 °C fallen lässt – ein historischer Tiefstwert für diese Jahreszeit.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-march-snow-in-bulgaria-albania?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern)

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Meldungen vom 20. März 2023:

Taiwan: Weiterhin ungewöhnliche Kälte

Eine kalte Luftmasse liegt über Taiwan und führte dazu, dass in der Gemeinde Guanxi am Mittwoch eine seltene Temperatur von 5°C gemessen wurde – so die Daten der Zentralen Wetterbehörde (CWA).

Die Gemeinde Sanwan im Bezirk Miaoli folgte mit 5,2°C, während im Bezirk Shiding von Neu-Taipeh 6,5°C gemessen wurden.

Diese Werte sind ungewöhnlich niedrig für diese Jahreszeit, denn normalerweise wird es in diesen Gegenden nicht kälter als etwa 15°C.

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Antarktis: Temperatur nähert sich der –70°C-Marke

In den frühen Morgenstunden des 20. März registrierte Dome Fuji AWS -67,7°C und markierte damit den neuen Tiefstwert der Saison in der Antarktis.

Es wird erwartet, dass die Temperaturen in den kommenden Stunden noch weiter sinken und möglicherweise -70°C erreichen.

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USA: Weiterhin Schnee in weiten Gebieten

Die jüngsten Schneestürme in der Nachsaison haben verschiedene Regionen der Vereinigten Staaten heimgesucht und zu rekordverdächtigen Schneemengen und erheblichen Behinderungen geführt.

In Munising auf der Upper Peninsula von Michigan hat sich die Schneemenge auf 554 cm erhöht und nähert sich damit dem bisherigen Rekord von 605 cm aus dem Jahr 1996/97. Für das Gebiet gilt weiterhin eine Wintersturmwarnung, und für diese Woche werden weitere 36 cm vorhergesagt.

Der NWS in der Nähe von Gaylord meldet einen neuen Saisonrekord von 380 cm, der den bisherigen Rekord von 378 cm aus dem Jahr 2016/17 übertrifft. Traverse City verzeichnete mit 318 cm die vierthöchste Schneemenge seit Beginn der Aufzeichnungen, während Sault Ste. Marie mit 353 cm die zweithöchste Schneemenge der Saison verzeichnete.

In Colorado brachte ein Sturm Mitte März erhebliche Schneemengen in verschiedenen Regionen. Denver meldete in dieser Saison bisher 110 cm Schnee und übertraf damit den Durchschnitt von 94 cm in dieser Saison.

In der kalifornischen Sierra Nevada fielen im Bear Valley kürzlich 81 cm. Im Central Sierra Snow Lab wurden innerhalb von 24 Stunden 69 cm registriert, was die größte Tagesmenge seit zwei Jahren darstellt.

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Russland: Erhebliche Schneemengen

Ein für die Jahre4szeit ungewöhnlich später Schneesturm hat auf der Yagrinsky-Brücke in der Region Archangelsk im Nordwesten Russlands verheerende Schäden angerichtet. Der Schneesturm führte zu einer Massenkarambolage, an der mehr als 50 Fahrzeuge beteiligt waren.

Der plötzliche heftige Schneefall, gepaart mit heftigen Winden, führte zu Sichtverhältnissen, die gegen Null gingen.

[Vermutlich handelte es sich um einen sehr starken Schneeschauer, wie er im Frühjahr mitunter auch hierzulande auftreten kann. A. d. Übers.]

Die unerwartete Heftigkeit des Sturms so spät in der Saison überraschte viele, darunter auch die Rettungskräfte, die sich durch den Schneesturm und die sich schnell aufbauenden Verwehungen kämpften, um zum Einsatzort zu gelangen.

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Japan: März-Neuschnee, seltene Flocken sogar in Tokio

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet zieht über Japan hinweg und bringt starken Schneefall, starke Winde und tückische Bedingungen, insbesondere im Norden und Westen.

Am Mittwoch wurden in den 23 Bezirken Tokios Schneefälle registriert, die die Hauptstadt bei sinkenden Temperaturen mit einem Zentimeter Schnee bedeckten. Schneefälle im März sind in Tokio und in weiten Teilen der Kanto-Region eine Seltenheit.

Anderswo, in Kusatsu in der Präfektur Gunma, fiel 30 cm Schnee, während in Sugadaira in der Präfektur Nagano 27 cm fielen.

Im Folgenden kann es sich Cap Allon nicht verkneifen, wieder die Berichterstattung in den MSM anzuprangern, diesmal eben am Beispiel Japan. Weil das aber allgemein so ist (auch und vor allem bei uns) werden diese Ausführungen hier mit übersetzt. A. d. Übers.]

Offiziell gibt es in Japan noch acht Skigebiete mit einer Schneehöhe von über 500 cm, wobei Tengendai Kogen mit 760 cm den Spitzenplatz einnimmt. Es war eine fantastisch schneereiche Saison – aber laut dem Establishment war das alles auf die globale Erwärmung zurückzuführen…

(Link ist extern)

Der japanische Wetterdienst JMA hat erklärt, dass die Rekordschneefälle in Japan auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind. Die gleiche Theorie, die eigentlich den Schnee beseitigen sollte, wird nun dafür verantwortlich gemacht, Japan unter ihm zu begraben.

(Link ist extern)

[japantimes.co.jp(Link ist extern)]

Rekapitulieren wir „Die Wissenschaft“:

1. Die globale Erwärmung lässt die Eiskappen schmelzen

2. Globale Erwärmung erhöht auch die Schneefälle

3. Es wird erwartet, dass die Schneefälle aufgrund der Erwärmung abnehmen werden

4. Aber die Erwärmung verursacht mehr Schnee

5. Bereiten Sie sich auf stärkere Schneefälle in einer sich erwärmenden Welt vor

Ursprünglich wurde uns gesagt, dass die Winter verschwinden würden – und jetzt werden sie schneereicher sein?

(Link ist extern)

[japantimes.co.jp(Link ist extern)]

Die Behörde wendet die Methode der „Event Attribution“ an, bei der jedes Wetterereignis im Nachhinein mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird. Es wird angenommen, dass der Schnee zurückgeht, aber wenn das nicht der Fall ist, war es die Erwärmung, die den Niederschlag erhöht hat. Bei Kopf gewinnen sie, bei Zahl verlieren Sie. Die AGW-Partei findet ein Schlupfloch nach dem anderen, um die Alarmglocken weiter läuten zu lassen.

Aber sollte die Erwärmung nicht diese Kälteeinbrüche beseitigen?

Der Klimakatastrophismus ist eine Billionen-Dollar-Industrie.

Natürliche Schwankungen und Modellversagen bedrohen sie. Also werden sie ignoriert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/harsh-chill-sweeps-taiwan-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern)

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Meldungen vom 21. März 2025:

Libanon: Seltener Schneefall

Ungewöhnliche Schneefälle und Eisglätte haben wichtige Straßen im Libanon blockiert, darunter auch die wichtige Dahr El-Baidar-Route, die wegen der starken Schneefälle für alle Fahrzeuge gesperrt bleibt.

Der Verkehrskontrollraum der Inneren Sicherheitskräfte meldete am Donnerstagabend, dass auch die Straße Tarshish-Zahle gesperrt ist.

Zwar ist in den Bergregionen des Libanon im Winter mit etwas Schnee zu rechnen, doch sind derartige Behinderungen – insbesondere im März – selten.

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USA: „Haben wir wirklich Frühling?“

Ein heftiger Sturm hat in dieser Woche den Mittleren Westen der USA heimgesucht, Stromleitungen zum Einsturz gebracht, wichtige Autobahnen lahmgelegt und Teile der Region unter Schnee begraben – genau zu dem Zeitpunkt, als sich am ersten Frühlingstag im Nordosten ein weiteres System zu bilden begann.

AccuWeather warnte am Donnerstag, dass „Kaltluftvorstöße und Schnee“ noch bis Ende der Woche über den Norden der USA, von den Plains über den Mittleren Westen bis in den Nordosten, hinwegziehen werden.

Andernorts wurde eine Sturmwarnung für die Cascades in Oregon herausgegeben, wo bis Samstag bis zu einem Meter Schnee fallen kann.

Der Frühling mag zwar „offiziell“ da sein, aber ein Großteil des Landes kämpft immer noch mit dem Winter. Der durch die jüngsten Schneestürme entstandene Neuschnee hält die Temperaturen in den Ebenen und ähnlichen Gebieten niedrig:

(Link ist extern)

[Angaben in Grad Fahrenheit. -10°C = 14°F; 0°C = 32°F; 10°C = 50°F; 20°C = 68°F; 30°C = 86°F]

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-in-lebanon-is-this-spring?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email(Link ist extern)

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 13 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 21. März 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer(Link ist extern) für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 12 / 2025(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

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Die Wissenschaft, die man Ihnen nicht mitteilen will: Die Erwärmungsgrenze von CO2(Link ist extern)

22. März 2025 - 19:00
Ist das Kohlendioxid in der Atmosphäre längst in der Sättigung? Der Treibhauseffekt auf den Planeten mit Atmosphäre sorgt für eine Art Grundheizung, was zum Beispiel den Effekt hat, daß Wasser flüssig bleibt. Der Hintergrund: Moleküle mit mehreren Atomen können einige Wellenlängen der Sonne aufnehmen und in Brownsche Molekularbewegung umwandeln – umgangssprachlich: „Temperatur“. Das gilt für schwarze Hemden, die im Sonnenlicht schön warm werden, aber auch für einige Gase.

Ist von den entsprechenden Wellenlängen gar nicht so viel da, reicht schon ein bißchen Gas, um (fast) alle Energie zu verarbeiten. Kommt immer mehr Gas hinzu, wird nicht mehr Strahlung verarbeitet – analog einer Fabrik, die die Zahl der Arbeiter erhöht, aber nicht die Menge an zugeliefertem Material.

Unsere Kollegen von Heartland analysieren:

Kohlendioxid wird routinemäßig als Klimabösewicht hingestellt, obwohl es nur einen winzigen Teil der Erdatmosphäre ausmacht. Trotzdem hören wir oft, dass steigende CO₂-Werte die globale Erwärmung beschleunigen werden. In diesem Video werfen wir einen genaueren Blick auf das Konzept der CO₂-Sättigung: Kohlendioxidmoleküle können nur eine bestimmte Menge an Wärme aufnehmen, bevor zusätzliches CO₂ wenig bis gar nichts mehr bewirkt.

Neue Erkenntnisse von Atmosphärenforschern an renommierten Institutionen wie dem MIT und Princeton deuten darauf hin, dass wir den Sättigungspunkt bereits erreicht haben könnten. Bedeutet eine Erhöhung des CO₂-Gehalts über das derzeitige Niveau hinaus also wirklich den Untergang für den Planeten, oder ist die Erwärmung bereits am Limit? Sehen Sie jetzt zu und entscheiden Sie selbst.

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Darf man Klimaforschern alles glauben? Klimaschau 217(Link ist extern)

22. März 2025 - 17:00

Im Mai 2024 erschien in der Tageszeitung “Die Welt” ein Beitrag des Wissenschaftsjournalisten Axel Bojanowski mit dem Titel “Bestellte Weltuntergänge”. Darin bemängelt Bojanowski, dass Umfragen von Klimaforschern problematisch seien. Der Stand der Wissenschaft sei verzerrt, da in der Klimaforschung eine bestimmte politische Strömung überwiege. So titelte der Guardian kurz zuvor:

“Laut einer Umfrage unter Hunderten von Wissenschaftlern droht der Erde eine Erwärmung um mindestens 2,5 °C mit katastrophalen Folgen für die Menschheit.”

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Testartikel(Link ist extern)

22. März 2025 - 14:04

Dies ist ein Testartikel, bitte nicht kommentieren.

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Nicht nur die US-Wetterbehörde NOAA schummelt – natürlich auch der DWD. tkp berichtet(Link ist extern)

22. März 2025 - 14:00
Vor kurzem berichteten wir über „Geister-Meßstationen“ in Großbritannien(Link ist extern), die immerhin ein Drittel des Gesamtbestandes ausmachen. Nicht nur der Meteorologische Dienst des Vereinigten Königreiches pfuscht also recht offen herum, auch die Kollegen auf der anderen Seite des Großen Teichs von der US-Wetterbehörde NOAA(Link ist extern) sind alles andere als zuverlässig.

Da darf der Deutsche Wetterdienst nicht fehlen. Das Portal tkp schreibt:(Link ist extern)

Der Bürgerjournalist Tim Reality konnte aufdecken, wie der DWD gezielt historische Wetterdaten verschweigt, die belegen, daß es in der Vergangenheit wärmer war als angegeben.

Die „Anpassung“ ist simpel: Für Dresden gibt man die Jahresmitteltemperatur erst ab 1828 an. 2024 erklärt man dann zum „Hitze-Rekordjahr“ mit einer Mitteltemperatur von 11,7 Grad Celsius. Aber: 1817 maß man durchschnittlich 11,6 Grad Celsius. Da die Zählung aber erst ab 1828 beginnt, wird dieser Wert verschwiegen. In Dresden war es also vor mehr als 200 Jahren so warm wie heute.

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Wenn António Guterres nicht in der Lage ist, grundlegende Fakten richtig zu verstehen, warum sollten wir der UNO irgendetwas glauben?(Link ist extern)

22. März 2025 - 11:00

Chris Morrison

Letztes Jahr besuchte der UN-Generalsekretär António Guterres die Pazifikinsel Samoa und wurde dabei vor einem verlassenen Haus gefilmt(Link ist extern), von dem er behauptete, es sei aufgrund des durch den Klimawandel bedingten Anstiegs des Meeresspiegels und zunehmender Stürme verlassen worden. Es war ein Schwindel, der schnell die Runde machte und um die Welt reiste. Der Journalist Ola Sandstig, der für den schwedischen Rundfunk berichtet, hat kürzlich den Besitzer des Hauses ausfindig gemacht und festgestellt, dass das Haus aufgrund des Erdbebens(Link ist extern) und des Tsunamis von 2009 verlassen wurde. Leider steigt der Meeresspiegel in Samoa immer noch um das Sechsfache, aber Wissenschaftler erklären, dass dies auf die Nachwirkungen des Erdbebens zurückzuführen ist. Die Zahl der tropischen Stürme in der Region hat nicht zugenommen, und Erdbeben und Tsunamis werden nicht von Menschen verursacht.

Guterres stand vor dem Haus und erklärte: „Wenn wir nicht in der Lage sind, den Klimawandel zu stoppen, wird das Problem, das wir in Samoa sehen, nicht in Samoa bleiben“. Die Arroganz, die hier an den Tag gelegt wird, ist verblüffend. Die meisten Pazifikinseln haben sich in letzter Zeit aufgrund natürlicher Kräfte wie Sand- und Korallenwachstum sowie Landbewegungen unbequemerweise für diese Leute vergrößert(Link ist extern). Der unglückliche Fall Samoa wurde offensichtlich ausgewählt, um einen maximalen psychotischen Effekt zu erzielen. Und das, obwohl der renommierte Geophysiker Professor Shan-Chan Han eindeutige Beweise(Link ist extern) dafür vorgelegt hat, dass die Landabsenkung nach dem Erdbeben von 2009 den Meeresspiegel bis zu sechsmal schneller ansteigen lässt. Leider wird dieser Effekt „wahrscheinlich jahrzehntelang anhalten“ und zu „regelmäßigen Überschwemmungen“ führen.

Diese Arroganz, die viele Klimaaktivisten an den Tag legen, lässt sich vielleicht mit der Einstellung zusammenfassen: „Kommt und prüft uns, es ist uns egal, was wollt ihr dagegen tun?“ Diese Haltung wurde kürzlich auf einem Desinformationsseminar des Weltwirtschaftsforums deutlich, als Melissa Fleming, die oberste Pressesprecherin der UNO, erklärte: „Wir werden proaktiver, wir haben die Wissenschaft, und die Welt sollte sie kennenlernen(Link ist extern).“ Der Wissenschaftsautor Roger Pielke Jr. zeigte sich unbeeindruckt von Guterres‘ Samoa-Stunt und erklärte, dass sein Fototermin und seine Pressemitteilung „nur als absichtliche Irreführung beschrieben werden können“.

Eine weitere irreführende UN-Statistik, die seit Jahrzehnten die Runde macht, ist die Behauptung, dass die Wahrscheinlichkeit, bei einer Klimakatastrophe zu sterben, für Frauen und Kinder 14-mal höher ist als für Männer. Unnötig zu erwähnen, dass diese Behauptung seit Jahren ein beliebtes Argument von Aktivisten ist. Im vergangenen Mai thematisierte(Link ist extern) die alarmistische Echokammer The Conversation diese 14-fache-Behauptung und erklärte: „Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Frauen und geschlechtsspezifische Menschen durch den Klimawandel und die damit verbundenen Folgen unverhältnismäßig stark gefährdet sind.“ Roger Pielke berichtet, dass die Behauptung, die immer noch auf der UN-Hauptseite sowie auf den Internetseiten vieler damit verbundener Organisationen zu finden ist, von Professor Henrik Urdal vom Friedensinstitut in Oslo entlarvt wurde, der die 14-fache Zahl als „mythische Zahl(Link ist extern)“ bezeichnete. Im Jahr 2014 führte er die Behauptung auf einen Bericht von Save the Children aus dem Jahr 2013 zurück, der wiederum einen Bericht von Plan International aus dem Jahr 2013 zitierte, der einen 1997 im Natural Hazards Observer veröffentlichten Artikel zitierte. Dieser Artikel entpuppte sich als zweiseitiger Meinungsartikel, verfasst von Pastorin Kristina Peterson vom in den USA ansässigen Church World Service.

Die Detektivin Sandstig von Sveriges Radio hat Pastorin Peterson in Louisiana aufgespürt, die sich erstaunt darüber zeigte, dass ihre nicht belegte Meinung im Jahr 2024 von der UNO und anderen Mainstream-Organisationen als wissenschaftliche Tatsache angepriesen wird. Die Journalistin soll die UNO um eine Stellungnahme gebeten haben, die jedoch ausblieb, möglicherweise weil Frau Fleming anderweitig damit beschäftigt war, alle politisch korrekten Fakten für sich zu beanspruchen.

Schließlich untersuchte Sandstig die Behauptung von Guterres aus dem Jahr 2022, dass die Zahl der wetter-, klima- und wasserbedingten Katastrophen in den letzten 50 Jahren um das Fünffache gestiegen sei. Darüber berichtete der Daily Sceptic, wo die untenstehende Grafik bis 2022 veröffentlicht wurde:

(Link ist extern)

Wie die Grafik zeigt, gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Zahl der Katastrophen größeren Ausmaßes seit der Jahrhundertwende zunimmt. Vielmehr deuten die vorgelegten Daten darauf hin, dass die jüngsten Katastrophen etwa 10 % seltener sind als die in den 2000er Jahren verzeichneten. In Wirklichkeit ist die Zunahme der von CRED EM-DAT erfassten Katastrophen zwischen 1970 und 2000 auf die erheblich verbesserten Meldeverfahren zurückzuführen. Deborati Guha-Sapir, der jahrzehntelang für die weithin konsultierte Datenbank verantwortlich war, erklärte gegenüber dem Schwedischen Rundfunk, dass man argumentieren könne, dass Klimakatastrophen oder Naturkatastrophen nicht wirklich wesentlich zugenommen hätten, aber die Berichterstattung sei „viel, viel“ einfacher, besser und schneller geworden.

Die ständigen hysterischen Äußerungen von Antonio Guterres sind lächerlich. Aber er ist immer noch der Chef der UNO – der Mutterorganisation des IPCC – und Roger Pielke macht sich Sorgen über die Auswirkungen all der falschen Behauptungen und schlechten Wissenschaft. „Die Gemeinschaft der Klimawissenschaftler sollte sich darüber Gedanken machen, dass die UNO die Klimawissenschaft systematisch falsch dargestellt hat, denn das könnte sich darauf auswirken, wie der IPCC gesehen wird, ob fair oder unfair“, so Pielke. Wie der Daily Sceptic im Jahr 2022 berichtete(Link ist extern), stellte Pielke fest, dass er eine „konzertierte und erfolgreiche“ Anstrengung der Klimabefürworter gesehen habe, Desinformationen über Katastrophen zu erstellen und zu verbreiten, „wohl wissend, dass praktisch alle Journalisten und Wissenschaftler schweigen und zulassen, dass falsche Informationen unkontrolliert verbreitet werden – und manchmal sogar dazu beitragen, sie zu verstärken“.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://climaterealism.com/2025/03/if-antonio-guterres-cant-get-basic-facts-right-why-should-we-believe-the-un-on-anything/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Woher kommt der Strom? Immer viel PV-Strom(Link ist extern)

22. März 2025 - 8:00
10. Analysewoche 2025, von Rüdi Stobbe

Mal etwas mehr, mal etwas weniger Windstrom, aber immer viel PV-Strom. So wird die aktuelle Analysewoche zu einem Paradebeispiel für das Scheitern der Energiewende. Der Frühling (Beginn am Donnerstag, 20. März 2025 um 10:01) klopft mit Macht an die Tür und gibt mit seinem schönen Wetter einen eindrucksvollen Ausblick auf die regenerative Stromerzeugung im kommenden Frühjahr und im Sommer, wenn die Sonne ihre Jahreshöchststände erreicht und am kräftigsten scheint. Schauen Sie sich den Chart(Link ist extern) an und erkennen Sie auf einen Blick das Dilemma einer Stromerzeugung, welche sich auf Wind- und Solarkraft verlässt: Über die Mittagszeit wird jeden Tag der Analysewoche mit dem IMMER zusätzlich notwendigen (Netzstabilisierung) fossil-konventionellen Strom der Bedarf übertroffen. Es ist zu viel Strom im Markt. Nach Wegfall der PV-Stromerzeugung fehlt dagegen jeden Tag Strom zur Bedarfsdeckung. Dieser Strom wird denn auch Tag für Tag importiert. Bis auf den Mittwoch werden auch vor Beginn der PV-Stromerzeugung Stromimporte notwendig, um den Bedarf zu decken. Die Strompreisbildung(Link ist extern) ist entsprechend. Zur Mittagszeit verfällt der Strompreis und geht gegen 0€/MWh. Ab und zu wird der Strompreis sogar negativ. Zusammengefasst: Der Strom wird praktisch verschenkt. Ist die PV-Stromerzeugung vorbei, bleibt der Bedarf gleichwohl hoch. Strom muss importiert werden. Die hohe Strom-Nachfrage führt jeden Tag der Woche um 18:00 Uhr zu Strompreisspitzen. Das gleiche gilt für den Strompreis vor Beginn der PV-Stromerzeugung. Am Morgen allerdings steigt der Preis nicht in gleichem Umfang wie am Vorabend. Wie reagieren Deutschlands Nachbarn en Detail auf die schwankende Stromerzeugung mit den stark schwankenden Preisen? Dieser Chart(Link ist extern) belegt, dass sie gut vorbereitet sind und den überschüssigen, praktisch geschenkten Strom über die Mittagszeit problemlos abnehmen können. Sie reduzieren zum Beispiel die Strommenge, die ihre steuerbaren Kraftwerke liefern kann oder sie speichern den geschenkten Strom in Pumpspeicherkraftwerken. Insgesamt zeigtdie aktuelle Analysewoche eindrucksvoll, dass der bestehende regenerative Kraftwerkspark „Wind und Solar“ in Deutschland nicht geeignet ist, den Strombedarf auch nur annähernd bedarfsgerecht zu decken. Mal wird viel zu viel Strom mit Preisverfall produziert, mal ist es viel zu wenig. Höchstpreise werden verlangt. Ein Ausgleich findet nicht statt, kann nicht stattfinden. Gäbe es einen solchen, muss man sich doch fragen, warum dieser Ausgleich bisher – die Energie wird bereits seit über 20 Jahren gewendet – nicht stattfindet. Und: Ein weiterer Ausbau von Windkraftanlagen und Solarkraftwerken wird den beschriebenen Sachverhalt (Mal wird viel zu viel Strom mit Preisverfall produziert, mal ist es viel zu wenig. Höchstpreise werden verlangt) nur weiter verschärfen. Auch bei noch so viel installierter Leistung Wind- und Solarkraft wird bei wenig Wind und kaum/keiner Sonne immer nur wenig Strom erzeugt werden. Weht hingegen der Wind stark und scheint die Sonne kräftig, dann explodiert die Strommenge je mehr, desto mehr installierte Leistung der Wind- und PV-Anlagen Strom produziert. Bedarfsgerecht wird die regenerative Stromerzeugung dadurch nicht. Aber immer unwirtschaftlicher. Denn der Stromkunde muss nach wie vor Stromniedrigpreise an der Börse dank EEG „aufpeppen“ oder Negativpreise=Zusatz-Bonus für Stromabnehmer bezahlen.

Noch ein Wort zu dem unsäglichen Gerede, dass Strom immer dann importiert werde, wenn er günstig sei. Strom wird importiert, wenn er benötigt wird. Ist Nachfrage vorhanden, steigt der Preis. Die aktuelle Analysewoche belegt dies eindrucksvoll(Link ist extern). Das zur Erklärung, weshalb in Deutschland die höchsten Strompreise aller Industrieländer eingefordert werden.

Wochenüberblick

Montag 3.3.2025 bis Sonntag, 9.3.2025(Link ist extern): Anteil Wind- und PV-Strom 45,8 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,4 Prozent, davon Windstrom 23,8 Prozent, PV-Strom 22,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich(Link ist extern) zur 10. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 10. KW 2025:
Factsheet KW 10/2025 (Link ist extern) – Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelswoche(Link ist extern)Import/Export/Preise, CO2(Link ist extern)Agora-Chart 68 Prozent Ausbaugrad(Link ist extern)Agora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.(Link ist extern)

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25(Link ist extern) bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Tagesanalysen

Montag

Montag, 3.3.2025:(Link ist extern) Anteil Wind- und PV-Strom 44,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,4 Prozent, davon Windstrom 25,1 Prozent, PV-Strom 19,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,5 Prozent.

Nach Sonnenuntergang(Link ist extern) wird verstärkt Stromimport notwendig. Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 3. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag

Dienstag, 25.2.2025(Link ist extern): Anteil Wind- und PV-Strom 44,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,0 Prozent, davon Windstrom 24,5 Prozent, PV-Strom 19,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,8 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 2(Link ist extern).  Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 25. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.2.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch

Mittwoch, 5.3.2025:(Link ist extern) Anteil Wind- und PV-Strom 53,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,5 Prozent, davon Windstrom 34,4 Prozent, PV-Strom 19,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,0 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 3(Link ist extern). Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 5. März 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag

Donnerstag, 6.3.2025(Link ist extern): Anteil Wind- und PV-Strom 46,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 57,1 Prozent, davon Windstrom 24,9 Prozent, PV-Strom 21,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 4(Link ist extern). Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 6. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag

Freitag, 7.3.2025:(Link ist extern) Anteil Wind- und PV-Strom 37,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,0 Prozent, davon Windstrom 13,9 Prozent, PV-Strom 23,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 5(Link ist extern). Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 7. März. 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inkl. Importabhängigkeiten

Samstag

Samstag, 8.3.2025:(Link ist extern) Anteil Wind- und PV-Strom 60,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,7 Prozent, davon Windstrom 42,5 Prozent, PV-Strom 17,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 6(Link ist extern). Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 8. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern), Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag

Sonntag, 9.3.2025:(Link ist extern) Anteil Wind- und PV-Strom 65,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 76,7 Prozent, davon Windstrom 48,3 Prozent, PV-Strom 17,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,8 Prozent.

Starke PV-Stromerzeugung – Tag 7(Link ist extern). Die Strompreisbildung(Link ist extern).

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich(Link ist extern) zum 9. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.3.2025: Chart(Link ist extern)Produktion(Link ist extern)Handelstag(Link ist extern)Import/Export/Preise/CO2(Link ist extern) inkl. Importabhängigkeiten.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier(Link ist extern). Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de(Link sendet E-Mail). Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Immer viel PV-Strom(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

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Energie-Minister von Präsident Trump macht den Weg frei für Klima-Realismus(Link ist extern)

21. März 2025 - 19:00

Chris Talgo

Der Energieminister von Präsident Donald Trump Chris Wright weiß, dass eine solide Energiepolitik für die nationale Sicherheit und den Wohlstand der USA absolut entscheidend ist. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der ein erklärter Klima-Alarmist war, bezeichnet(Link ist extern) sich Wright als „Klima-Realist“, der „seit über 20 Jahren über den Klimawandel studiert, gesprochen und geschrieben hat“.

Das bedeutet nicht, dass Wright den Klimawandel für eine existenzielle Krise hält. Es bedeutet auch nicht, dass er glaubt, dass wir die Nutzung fossiler Brennstoffe schnell reduzieren sollten. Vielmehr bedeutet es, dass Wright versteht, dass menschliches Wohlergehen ohne Zugang zu zuverlässiger, erschwinglicher und reichlich vorhandener Energie unmöglich ist.

Wright zufolge „wird die Trump- Regierung den Klimawandel als das behandeln, was er ist: ein globales physikalisches Phänomen, das ein Nebeneffekt des Aufbaus der modernen Welt ist.“

„Wir haben in der Tat die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre um 50 % erhöht und dabei die Lebenserwartung der Menschen mehr als verdoppelt, fast alle Menschen auf der Welt aus der bitteren Armut befreit und die moderne Medizin, Telekommunikation, Flugzeuge, Züge und Autos eingeführt. Alles im Leben ist mit Abstrichen verbunden. Alles“, räumt Wright ein.

Thomas Sowell drückte es so aus: „Es gibt keine Lösungen. Es gibt nur Kompromisse“.

Ich denke, Wright würde dem zustimmen.

„Die Reaktionen auf den Klimawandel bringen ihre eigenen Kompromisse mit sich“, sagte Wright kürzlich.

Natürlich hat Wright recht. Wie wir in den letzten Jahrzehnten und insbesondere in den letzten vier Jahren gesehen haben, ist die US-Bundespolitik zur Bekämpfung des so genannten Klimawandels zweifellos mit massiven Kompromissen verbunden.

Einer der wichtigsten Kompromisse, der für Millionen hart arbeitender amerikanischer Familien nur allzu deutlich geworden ist, ist die Tatsache, dass die Energiepolitik der Regierung, die den Klimawandel durch den Ersatz fossiler Brennstoffe durch „grüne“ Energiequellen verhindern soll, zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise geführt hat.

Wie die New York Post kürzlich berichtete(Link ist extern), stiegen die Energiepreise unter Präsident Biden um mehr als 30 Prozent – 13 Mal schneller als in den sieben Jahren zuvor. Eine Studie(Link ist extern) des Heartland Institute aus dem Jahr 2024 ergab, dass die durchschnittliche Familie aufgrund der Klimapolitik der Biden-Harris-Regierung satte 2548 Dollar mehr an Energiekosten zahlen musste.

Neben den steigenden Energiepreisen hat die fehlgeleitete Politik zur Rettung des Planeten auch das US-Stromnetz instabiler denn je gemacht. Es ist unglaublich, aber im Amerika des 21. Jahrhunderts sind Stromausfälle an Orten wie Kalifornien schon fast normal(Link ist extern).

Fairerweise muss man sagen, dass Biden nicht die alleinige Schuld an der Flut der jüngsten Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Erwärmung trägt. Daran wird schon seit Jahrzehnten gearbeitet.

Außerdem ist dies kein parteipolitisches Problem. Die Republikaner sind an der Panikmache gegen den Klimawandel genauso schuldig wie die Demokraten.

Präsident Trump scheint jedoch in seiner zweiten Amtszeit entschlossen zu sein, diesen Wahnsinn endgültig zu beenden.

In seiner ersten Amtszeit setzte sich Trump für eine amerikanische Energie-Renaissance ein. Obwohl er bei der Steigerung der amerikanischen Erdöl- und Erdgasproduktion teilweise erfolgreich war, hat er nicht genug getan, um den industriellen Komplex der Klimaalarmisten zu besiegen.

Glücklicherweise scheint Trump aus seinen Fehlern der ersten Amtszeit gelernt zu haben.

Diesmal hat sich Trump mit Klimarealisten und Energieexperten umgeben, die genau wissen, dass die Vereinigten Staaten Energiedominanz erlangen müssen, um ihren Platz als globale Supermacht zu behaupten.

Chris Wright ist sich des Ernstes der Lage bewusst. „Wir verfolgen unverdrossen eine Politik für mehr amerikanische Energieproduktion und Infrastruktur, nicht für weniger. Unser Ziel ist die Re-Industrialisierung Amerikas, nicht die De-Industrialisierung.“

Wright hat auch versprochen, „eine Politik rückgängig zu machen, die die Verbraucher dazu zwingt, mehr für Waschmaschinen und Trockner, Warmwasserbereiter und Geschirrspüler zu bezahlen, die eine minderwertige Leistung erbringen“ und „die zerstörerischen Vorschriften, die jeden dazu zwingen, Elektroautos zu kaufen, die unserer Autoindustrie Schaden zugefügt haben und den Verbrauchern höhere Preise und weniger Auswahlmöglichkeiten aufzwingen.“

Am wichtigsten ist vielleicht, dass Wright weiß, dass zukünftige Technologien wie KI und Quantencomputer „riesige Mengen an Strom“ benötigen werden.

Wright: „Die Auswirkungen auf die nationale Verteidigung machen es einfach entscheidend, dass Amerika im Rennen um die KI die Führung übernimmt. Wir haben das Talent, den Innovationsgeist und die führenden Unternehmen, um zu gewinnen, aber all das wird nichts nützen, wenn wir nicht die Energie liefern können. KI ist eine energieintensive Fertigungsindustrie.“

Die Klimaalarmisten wollen diesen Punkt nicht anerkennen. Stattdessen bevorzugen sie ein System, in dem große Technologieunternehmen das einzigartige Privileg haben, für ihre Rechenzentren auf verlässlichen Strom zurückgreifen zu können. Gleichzeitig müssen normale Amerikaner für teure und unzuverlässige Energie aus Windrädern und Sonnenkollektoren bezahlen.

Wenn wir etwas aus den letzten Wahlergebnissen gelernt haben, dann dass das amerikanische Volk den Klimaalarmismus abgelehnt hat. Für die Zukunft fordern sie Klimarealismus, und das ist genau das, was Präsident Trump und seine neue Regierung liefern werden.

Chris Talgo(Link ist extern) is the editorial director at The Heartland Institute.

Link: https://townhall.com/columnists/christalgo/2025/03/12/trumps-energy-secretary-makes-the-case-for-climate-realism-(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Energie-Minister von Präsident Trump macht den Weg frei für Klima-Realismus(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

Kategorien: Externe Ticker

Hallo EPA – wenn ihr schon dabei seid, warum belegt ihr nicht Wasserdampf mit Vorschriften?(Link ist extern)

21. März 2025 - 17:00

Roy W. Spencer(Link ist extern)

Hintergrund

Ich gebe zu, dass mich der Beruf des Juristen verwirrt. Jedes Mal, wenn ich etwas zum Umweltrecht sage, werde ich von einem oder mehreren Juristen korrigiert. Aber ich nehme an, dass „Turnabout is fair play“, da ich normalerweise jeden Juristen in Bezug auf seine Angaben zur Wissenschaft des Klimawandels korrigieren werde.

Juristen sind nicht wie wir normalen Menschen. Ihre Gehirne arbeiten anders. Das habe ich zum ersten Mal vermutet, als eine meiner Töchter den LSAT* absolvierte und mir Beispiele für Fragen gab, von denen die meisten von meinem Gehirn nicht richtig beantwortet werden konnten. Ich wurde noch mehr davon überzeugt, als sie Jura studierte und mir von den Fragen erzählte, mit denen sie zu tun haben, wie Anwälte die Richter beeindrucken können, indem sie einfach neuartig argumentieren, usw.

[LSAT = Law School Admission Test (englisch)Aufnahmeprüfung zur Rechts-Ausbildung. A. d. Übers.]

Ich weiß, dass ich nie ein Anwalt sein könnte (selbst nach einem Aufenthalt in einem Holiday Inn Express), und ich habe noch nicht einmal einen im Fernsehen gespielt. Aber ich war Mitverfasser eines Artikels(Link ist extern) im Energy Law Journal (in Bezug auf den Daubert-Standard), in dem ich die Ansicht vertrat, dass die Wissenschaft den Kausalzusammenhang in der Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels nicht überzeugend nachweisen kann.

Regulierung von CO₂: Versucht die EPA wirklich, uns zu helfen?

Die Regulierung der CO₂-Emissionen (und einiger anderer Chemikalien) durch die EPA hat mich ebenfalls vor ein Rätsel gestellt. Wie viele der ~185 Anwälte der EPA auch immer an dem Endangerment Finding(Link ist extern) von 2009 gearbeitet haben – sie müssen gewusst haben, dass die Regulierung der CO₂-Emissionen von US-Autos und leichten Nutzfahrzeugen keine messbaren Auswirkungen auf das globale Klima haben würde, einschließlich des Anstiegs des Meeresspiegels (was ein Hauptargument in Massachusetts gegen die EPA war).

Keine.

Aber anscheinend ist es nicht das Anliegen der EPA, das „Klimaproblem“ zu „lösen“.

Ihre Daseinsberechtigung besteht darin, Schadstoffe zu regulieren (und es spielt keine Rolle, wenn die Natur weit mehr von einem „Schadstoff“ produziert als der Mensch). Und wenn sie erst einmal mit der Regulierung beginnen, werden sie nicht bei bestimmten Grenzwerten aufhören. Sie werden die Schwellenwerte immer weiter senken. So bleiben alle in Arbeit.

Ich weiß, dass dies der Fall ist. Ich habe einmal an einer Sitzung der Carolinas Air Pollution Control Association (CAPCA) teilgenommen, und der Hauptredner (von der EPA) erklärte: „Wir können nicht aufhören, die Dinge immer sauberer zu machen“. Das Publikum, das sich hauptsächlich aus Vertretern der Industrie zusammensetzte, die versuchen, ihre Unternehmen mit den staatlichen und bundesstaatlichen Umweltvorschriften in Einklang zu bringen, schaute kollektiv erstaunt. Ich nahm an, dass sie aus ihrer praktischen Erfahrung wussten, dass es unmöglich ist, alles zu 100 % sauber zu machen (was würde es kosten, Ihr Haus zu 100 % sauber zu halten?).

Und das wollen wir auch gar nicht, denn (wie Ed Calabrese in vielen Veröffentlichungen erklärt hat) ist es für die Widerstandsfähigkeit biologischer Systeme notwendig, Stressfaktoren ausgesetzt zu sein. Ich werde fast nie krank, was ich auf eine ziemlich schmutzige Kindheit zurückführe, in der ich in stark mit Bakterien verseuchten Gewässern spielte, mir nicht die Hände wusch usw. Damals war ich sehr oft krank. Aber später im Leben nicht mehr. Deshalb hat das Vertrauen der EPA auf die Annahme des „linearen Schwellenwerts“ (einfach ausgedrückt: Wenn ein Liter von etwas tödlich sein kann, dann ist auch ein Molekül gefährlich) wenig mit unserer realen Erfahrung und unserem gesunden Menschenverstand zu tun. Das ist ähnlich wie bei den Juristen.

Versucht die EPA also wirklich, uns zu helfen? Ich glaube zunehmend, dass sie das nicht tun. Sie versuchen, ihre Arbeitsplätze zu erhalten (und noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen; da ich von der NASA komme, weiß ich, wie das funktioniert). Das Gesetz (und die Vorschriften) sind Instrumente, um dies zu erreichen. Ja, die EPA hat mit dem Clean Air Act die notwendige Kontrolle der Luftverschmutzung erreicht. Ich bin alt genug, um mich daran zu erinnern, wie ich in den 1960er Jahren durch Gary in Indiana gefahren bin, wo die Autobahnen überall mit Müll übersät waren, die Wasserwege durch Verschmutzung verstopft waren und sogar Feuer fingen.

Aber an welchem Punkt sagt die Regierung: „OK, wir haben das Problem gelöst. Gut genug. Lasst uns nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, indem wir es mit schädlichen Überregulierungen überhäufen“. Nein, das wird nicht passieren. Das liegt an der perversen Art und Weise, in der die Umweltvorschriften verfasst sind.

Also, EPA, was ist mit der Regulierung von Wasserdampf-Emissionen?

Die Regulierung der CO₂-Emissionen durch die EPA ist mit einigen Problemen behaftet, welche die Juristen offenbar nicht davon abgehalten haben, das zu tun, was sie am besten können. Wie bereits erwähnt haben die CO₂-Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA keine messbaren Auswirkungen auf die globalen Temperaturen oder den Anstieg des Meeresspiegels. Man könnte sie komplett abschaffen. Keine messbare Auswirkung, und doch sind wir hier … und regulieren.

Da es sich um „globale“ Probleme handelt, ist seit langem bekannt, dass die EPA (und vielleicht sogar die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in der Rechtssache Massachusetts gegen die EPA) auf wackligen Füßen stehen könnte, und vielleicht sind diese Angelegenheiten besser der Gesetzgebung des US-Kongresses überlassen.

Aber was ist mit den Wasserdampf-Emissionen von solchen Fahrzeugen? Nun, das ist eine reale Möglichkeit! Bei der Verbrennung von Kraftstoffen (insbesondere bei mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen) entsteht Wasserdampf. Und auf lokaler Ebene (in Ihrer Stadt) wird dieser zusätzliche Wasserdampf den Hitzeindex im Sommer erhöhen. Und, wie jeder weiß, „es ist nicht die Hitze, es ist die Feuchtigkeit“.

Das ist ein lokales Problem, das durch lokale Verschmutzungsquellen verursacht wird und sich viel besser für eine Regulierung durch die EPA eignet, die eine US-Behörde ist und sich mit den Problemen der Umweltverschmutzung in den USA befasst.

Die Klimawissenschaftler, die Abhandlungen über die angeblichen Gefahren der Treibhausgasemissionen veröffentlichen stellen sicher, dass sie den Wasserdampf aus ihren Bedenken ausklammern und behaupten, CO₂ sei der Thermostat, der das Klima steuert. Ich habe diesen Taschenspielertrick bereits ausführlich kommentiert(Link ist extern). Die große Mehrheit der Klimawissenschaftler glaubt, dass CO₂ die Temperatur steuert und die Temperatur wiederum den Wasserdampf. CO₂ ist die treibende Kraft, Wasserdampf ist die Rückkopplung. Aber dieses Argument (das ich schon seit vielen Jahren anspreche) ist einfach ein Zirkelschluss. Die Menge des Wasserdampfs in der Atmosphäre (habe ich vergessen zu erwähnen, dass es unser wichtigstes Treibhausgas ist?) wird teilweise durch Niederschlagsprozesse gesteuert, die wir noch nicht einmal verstehen. Die Klimamodellierer stellen ihre Modelle einfach so ein, dass sie den Wasserdampf (durch Niederschlagsprozesse) auf eine willkürliche und kontrollierte Art und Weise entfernen, die keine Grundlage in der zugrunde liegenden Physik hat, die noch nicht gut verstanden wird. Häufig führen diese vereinfachenden Annahmen dazu anzunehmen, dass die relative Luftfeuchtigkeit immer konstant bleibt.

Aber ich schweife ab. Ich spreche hier nicht über die Regulierung von Wasserdampf-Emissionen aus Gründen des globalen Klimas … es geht darum, ihre Auswirkungen auf die Sommerhitze zu verringern, insbesondere in Städten.

Aber warum sollte man sich auf die Emissionen von Fahrzeugen beschränken? Der Mensch stößt viel Wasserdampf aus (Jogger noch mehr!). Vielleicht sollten wir das Joggen und den Verkauf von Wasser in Flaschen einschränken? Das Problem ist nicht groß genug, sagen Sie? Oder ist das vielleicht eine Sache der FDA*? Ich weiß es nicht… ich bin nur ein einfacher Klimawissenschaftler vom Lande.

[*FDA = Food and Drug Administration; Lebensmittel-Aufsichtsbehörde. A. d. Übers.]

Der Rechtsanwalt Jonathan Adler hat auf meinen jüngsten Blogbeitrag(Link ist extern) zum Endangerment Finding geantwortet:

Das Problem ist, dass die von Ihnen angesprochenen Bedenken für die Feststellung einer Gefährdung im Rahmen des Clean Air Act nicht relevant sind. Die textliche Norm ist vorsorglich und erlaubt keine Kosten-Nutzen-Abwägung oder die Berücksichtigung anderer Kompromisse. Erforderlich ist lediglich, dass der EPA-Administrator vernünftigerweise davon ausgehen kann, dass die Erwärmung die Gesundheit oder das Wohlergehen bedroht, wobei letzteres recht weit definiert ist.

Damit sind wir wieder bei der Tatsache, dass die EPA gezwungen ist, einen Schadstoff zu regulieren, wenn er ein gewisses Maß an Bedrohung, Unbehagen, Sorgen oder Ängsten verursacht. Wie praktisch. Nun, ich würde argumentieren, dass Wasserdampf-Emissionen, insbesondere im Sommer in Städten, besser für eine Regulierung im Rahmen des Clean Air Act geeignet sind als CO₂-Emissionen.

Warum also wurde Wasserdampf nicht gesetzlich reglementiert?

Es liegt eindeutig nicht daran, dass Wasserdampf für das Funktionieren des Erdsystems „notwendig“ ist, da CO₂ für die Existenz von Leben auf der Erde notwendig ist. Was mich zu meiner Frage zurückbringt: Versucht die EPA wirklich, uns zu helfen, wenn es darum geht, das Klima zu reglementieren?

Ich bin zunehmend davon überzeugt, dass die Wissenschaft gekapert wurde, um (neben anderen Motiven) die Energiewirtschaft zu erschüttern. Dies ist bereits seit den 1980er Jahren geplant. Es spielt keine Rolle, dass das Wohlergehen der Menschheit von Energiequellen abhängt, die im Überfluss vorhanden und bezahlbar sind. Es spielt keine Rolle, wie viele Menschen im Zuge der Rettung der Erde getötet werden. Das Gesetz verlangt Reglementierung, und das ist alles, was zählt.

Ich habe Beweise. Anfang der 90er Jahre besuchte ich im Weißen Haus den Umweltberater von Al Gore Bob Watson, einen ehemaligen NASA-Stratosphärenchemiker, der gerade die erfolgreiche Einführung des Montrealer Protokolls über Stoffe hinter sich hatte, die zum Abbau der Ozonschicht führen. Er sagte mir (soweit ich mich erinnern kann): „Wir haben es geschafft, Ozon abbauende Chemikalien zu reglementieren, und Kohlendioxid ist das nächste“.

Bedenken Sie, dass dies in den Anfängen des IPCC geschah, der den Auftrag hatte festzustellen, ob der Mensch das Klima durch Treibhausgas-Emissionen verändert. Die Arbeit hatte gerade erst begonnen, einschließlich der Wissenschaftler, die den Prozess unterstützen sollten. Aber das Ziel der Regulierung war bereits festgelegt worden.

Ich glaube also nicht, dass die EPA tatsächlich versucht, den Amerikanern zu helfen, wenn es darum geht, das Klima zu reglementieren. Ich bin mir sicher, dass viele ihrer Programme (Müllsanierung, Hilfe bei dem Wasserproblem in Flint, MI, und einige andere) lobenswert und vertretbar sind.

Aber wenn es darum geht, das globale Klima zu reglementieren (oder sogar das lokale Klima, da die Regierung versucht, noch mehr Menschen auf engem Raum zusammenzupacken, z. B. mit „15-Minuten-Städten(Link ist extern)“), sagt mir meine Erfahrung zunehmend, dass sich niemand in der politischen, regulatorischen, rechtlichen oder umweltpolitischen Interessenvertretung wirklich um das globale Klima kümmert. Andernfalls würden sie zugeben, dass ihre Regulierung (anders als z.B. das Reglementieren der Vorläufersubstanzen für bodennahe Ozonbelastung in Städten) keine messbaren Auswirkungen haben wird. Sie würden nicht versuchen, die Menschen in städtische Umgebungen zu drängen, von denen wir wissen, dass sie 2 bis 5 Grad heißer sind als ihre ländliche Umgebung.

Das ist alles nur ein Vorwand für mehr Macht und Besitzstandswahrung.

This article was first published March 3, 2025(Link ist extern), on the author’s blog at DrRoySpencer.com and is reprinted here by permission.

Link: https://cornwallalliance.org/hey-epa-why-not-regulate-water-vapor-emissions-while-you-are-at-it/(Link ist extern)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Hallo EPA – wenn ihr schon dabei seid, warum belegt ihr nicht Wasserdampf mit Vorschriften?(Link ist extern) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie(Link ist extern).

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