Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Falsch, USA Today, die Behauptung vom „heißesten Sommer aller Zeiten“ lässt den wichtigsten Temperaturrekord außer Acht
Hier geht es zwar um die USA, aber hierzulande dürfte es doch ganz genauso sein. A. d. Übers.
In einem kürzlich erschienenen Artikel in „USA Today“ mit dem Titel [übersetzt] „Der heißeste Sommer aller Zeiten? Die USA brechen einen langjährigen Rekord“ behauptet der Autor, dass die Vereinigten Staaten auf Grundlage der neuesten Temperaturanalyse der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gerade ihren heißesten Sommer aller Zeiten erlebt hätten. Diese Behauptung ist irreführend und basiert auf einer unvollständigen Ursachenanalyse. Die besten verfügbaren Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Großteil des gemeldeten „Rekords“ auf angepassten Temperaturdatensätzen und Wetterstationen beruht, die zunehmend von der städtischen Bebauung beeinflusst werden, während das qualitativ hochwertigste Klimanetzwerk des Landes ein ganz anderes Bild vermittelt.
„USA Today“ gab die Meldung der NOAA korrekt wieder, wonach die Durchschnittstemperatur von Juni bis August 2026 die höchste in der 132-jährigen Aufzeichnungsgeschichte der kontinentalen Vereinigten Staaten war und die Werte von 1936 und 2021 um gerade einmal 0,2 °C übertraf.
Das klingt zwar recht einfach, ist es aber leider nicht.
Das erste Problem ist die Terminologie. „USA Today“ bezeichnet diesen Sommer wiederholt als den „heißesten Sommer aller Zeiten“. Die NOAA selbst tut dies nicht. Die NOAA beschreibt das Jahr 2026 auf der Grundlage der Durchschnittstemperaturen durchweg als den „wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen“. Das Wort „heißester“ taucht in der Mitteilung der NOAA nie auf. Diese Unterscheidung ist wichtig, da „wärmster Durchschnitt“ und „heißester“ nicht dasselbe sind.
Der Meteorologe Chris Martz hat die Daten der NOAA sorgfältig ausgewertet und festgestellt, dass der gemeldete Rekord vor allem auf überdurchschnittlich hohe nächtliche Ttiefsttemperaturen zurückzuführen war und nicht auf Rekord-Tageshöchsttemperaturen. Betrachtet man die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen, so liegt das Jahr 2026 hinter mehreren früheren Sommern zurück, darunter auch dem legendären „Dust Bowl“-Sommer des Jahres 1936.
Diese Tatsache ist keineswegs trivial. Die meisten Amerikaner erleben die Sommerhitze in erster Linie tagsüber und nicht als Durchschnitt aus Tageshöchst- und Nachttiefsttemperaturen. Martz weist zudem auf einen Aspekt hin, der in der Medienberichterstattung fast gänzlich fehlt. Obwohl der nationale Durchschnitt knapp einen Rekordwert erreichte, erlebten tatsächlich nur sehr wenige Teile des Landes ihren heißesten Sommer aller Zeiten.
Anhand der Daten der NOAA stellte er fest, dass nur sieben von 344 Klimaregionen – kaum zwei Prozent – im Jahr 2026 ihren wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten. Diese Regionen konzentrierten sich fast ausschließlich auf den südwestlichen Wüstenraum (siehe Abbildung 1 unten). Im Gegensatz dazu stellten im berüchtigten Sommer 1936 einundfünfzig Klimaregionen Sommerrekorde aller Zeiten auf.
Abbildung 1. Karte der Temperatur-Perzentile in den USA für Juni–August 2026. Quelle: NOAA NCEI.
Das zeichnet ein ganz anderes Bild als die Schlagzeilen, die suggerieren, das ganze Land habe eine beispiellose Hitzewelle erlebt – was nicht der Fall war.
Dann gibt es noch ein weitaus größeres Problem, das weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient.
Die langfristigen Temperaturaufzeichnungen der NOAA basieren nicht ausschließlich auf Rohdaten aus Beobachtungen. Sie stützen sich auf einen „homogenisierten“ Datensatz, in dem die Messwerte der Stationen angepasst werden, um Veränderungen bei den Beobachtungszeitpunkten, der Messtechnik, Standortverlagerungen und anderen Faktoren zu berücksichtigen. Die NOAA räumt offen ein, dass sie diese angepassten Datensätze für ihre nationalen Ranglisten verwendet.
Ob diese Anpassungen die Realität perfekt erfassen, ist eine berechtigte wissenschaftliche Frage; Martz argumentiert, dass dies möglicherweise nicht der Fall ist.
Er weist darauf hin, dass einige Anpassungen größer sind als die winzige Differenz von 0,2 °C, die das Jahr 2026 vom Jahr 1936 trennt, was berechtigte Zweifel daran aufkommen lässt, ob der neue Rekord so sicher ist, wie die Schlagzeilen vermuten lassen. Er geht auch auf Bedenken ein, dass der Algorithmus der NOAA zur paarweisen Homogenisierung allmähliche städtische Wärmeinseleffekte möglicherweise nicht ausreichend beseitigt und die Erwärmung in städtischen Gebieten unbeabsichtigt mit den Messwerten benachbarter ländlicher Stationen vermischt. Unabhängig davon, ob man letztendlich jedem Aspekt dieser Kritik zustimmt – es handelt sich um schwerwiegende methodische Probleme, die einer Diskussion bedürfen –, doch die „USA Today“ eröffnet diese Diskussion zu keinem Zeitpunkt.
Es gibt einen weiteren Datensatz, der Beachtung verdient.
Das United States Climate Reference Network (USCRN) gilt weithin als Amerikas „Goldstandard“ unter den Netzwerken zur Erfassung der Temperatur. Im Gegensatz zu vielen älteren Stationen des Cooperative Observer-Netzwerks wurden die USCRN-Standorte speziell so konzipiert, dass eine Verfälschung durch expandierende Städte, Parkplätze, Gebäude und andere künstliche Wärmequellen vermieden wird.
Die nachstehende Grafik aus Abbildung 2 des USCRN erzählt eine interessante Geschichte:
Abbildung 2: Durchschnittliche Temperaturabweichung des USCRN für die Vereinigten Staaten von Januar 2005 bis heute.
Die Daten des USCRN-Netzwerks zeigen einen außergewöhnlich warmen Monat im März 2026, in dem die landesweite Temperaturabweichung fast 4,3°C über dem Durchschnitt lag. Die Monate Juni, Juli und August fallen jedoch bei weitem nicht so dramatisch auf. Stattdessen liegen sie innerhalb des normalen Schwankungsbereichs, der in den rund zwanzigjährigen Aufzeichnungen des USCRN zu beobachten ist.
Wenn Amerika tatsächlich einen beispiellos heißen Sommer verzeichnet hätte – gemessen durch sein erstklassiges Klimabeobachtungsnetzwerk –, könnte man erwarten, dass die USCRN-Daten ein ebenso außergewöhnliches Signal zeigen würden. Das ist jedoch nicht der Fall, und diese Diskrepanz verdient es, untersucht statt einfach abgetan zu werden.
Eine plausible Erklärung ist der städtische Wärmeinseleffekt (UHI).
Viele der älteren Messstationen der NOAA befinden sich an Flughäfen oder an Standorten, an denen seit Jahrzehnten eine zunehmende Bebauung der Umgebung stattfindet. Asphalt, Beton, Gebäude, Flugverkehr, Abluft von Klimaanlagen und die zunehmende Urbanisierung tragen allesamt zu erhöhten Nachttemperaturen bei. Genau diese Temperaturen waren ausschlaggebend für einen Großteil der von der NOAA gemeldeten nationalen Rekordwerte. Ein perfektes Beispiel für eine solche Situation ist die Wetterstation in Reno in Nevada, wo eine Untersuchung erhebliche Wärmeverzerrungen bei den offiziellen Temperaturmessungen aufdeckte. Ein ähnliches Problem wurde von Dr. Roy Spencer bei den in Phoenix aufgezeichneten und gemeldeten Temperaturen festgestellt.
Diese Möglichkeit gewinnt angesichts umfangreicher Messstationserhebungen, die weit verbreitete Standortprobleme im gesamten US-amerikanischen historischen Klimatologie-Netzwerk dokumentieren, noch mehr an Bedeutung. Die Frage ist nicht, ob es in den Städten wärmer ist. Darüber sind sich alle einig.
Hinzu kommt das Problem der „Geisterstationen“, bei denen die NOAA Temperaturdaten von Stationen meldet, die gar nicht mehr existieren. Die NOAA errechnet für eine große Anzahl stillgelegter Stationen einfach Temperaturwerte auf der Grundlage von Durchschnittswerten der umliegenden Stationen, um die Kontinuität der Aufzeichnungen zu gewährleisten – doch erfundene oder angenommene Temperaturen sind keine tatsächlichen Daten.
Die Frage ist, ob künstliche Wärmeinsel-Verzerrungen vollständig beseitigt und vermeintliche „Daten“ von Geisterstationen unberücksichtigt gelassen werden, bevor nationale Schlussfolgerungen zum Klima verkündet werden. Vernünftige Wissenschaftler können diese Frage diskutieren, Journalisten sollten sie zumindest anerkennen – tun dies aber nicht.
Stattdessen präsentierte „USA Today“ die angepasste Temperaturrangliste der NOAA als feststehende Tatsache und ignorierte dabei sowohl die methodischen Vorbehalte als auch die Existenz hochwertigerer Beobachtungsdaten, die keine Rekordwärme zeigen. Das Ergebnis ist eine weitere Schlagzeile, die maximale Aufmerksamkeit erregt, dabei jedoch die wissenschaftliche Komplexität herunterspielt und die Genauigkeit beeinträchtigt.
Guter Klimajournalismus sollte das Gegenteil tun. Er sollte Unsicherheiten erläutern, zwischen bereinigten Datensätzen und unverfälschten Beobachtungen unterscheiden und anerkennen, dass ein auf wenigen Zehntelgrad basierender Rekord einer sorgfältigen Überprüfung bedarf anstatt unhinterfragt wiederholt zu werden.
Die Leser verdienen mehr als Schlagzeilen wie „der heißeste Tag aller Zeiten“. Sie verdienen die ganze komplexe Geschichte, einschließlich aller „Wenns“, „Unds“, „Aber“ und „Wir wissen es einfach nicht oder können uns nicht sicher sein“.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Überraschung! Die staatliche Batterieblase fördert Kriminalität, Korruption, Inkompetenz und Sicherheitsverstöße…
Aufmacher: An dem Tag, als der Wechselrichter von der Wand fiel
Von Jo NovaIn der verzweifelten Lage, als das Ziel der Klimaneutralität in weite Ferne rückte, erkannte die Labour-Regierung, dass sie Australier mit einem „30% Rabatt“ zum Kauf von Heimspeichern bewegen konnte, die diese ohnehin nicht kaufen wollten. Die Steuerzahler sollen die 30 % tragen, sodass sich die Verkäufer nicht beschweren würden.
Doch die Regierung vermasselte den Plan, indem sie versehentlich riesige Rabatte auf gigantische Batterien anbot und damit eine Welle überdimensionierter Installationen auslöste, die eine neue Industrie von „Batterie-Cowboys“ hervorbrachte.
Als die Regierung später erkannte, dass sie unnötig Geld ausgab, kündigte sie für Mai eine drastische Reduzierung der Investitionen an. Daraufhin beschlossen 78.000 Menschen im April, Batteriespeicher zu installieren (siehe Grafik unten). Die durchschnittliche Speicherkapazität der im April installierten Batterie stieg auf 36 kWh . Nachdem die Regierung im Mai die Regelungen geändert hatte, sank sie jedoch umgehend auf 23 kWh .
Da die Subventionen bei den größten Anlagen bis zu 15.000 US-Dollar pro Kunde betrugen (und für Solaranlageninstallateure sogar noch mehr), hatten beide Seiten dieses Scheinmarktes einen Grund, die Regeln zu dehnen, die Fristen zu verlängern und die Details zu übersehen.
In einem normalen freien Markt wäre der Hausbesitzer vermutlich ziemlich verärgert, wenn der Installateur die Batterien einfach an die Wand lehnen, sie nicht anschließen und ein Foto machen würde, um die staatliche Förderung zu kassieren. Im Land des sozialistischen Diebstahls, so die Hinweise, die der Bundesaufsichtsbehörde zugegangen sind, ist in Sachen Liebe und Subventionen alles erlaubt.
In einem besonders dreisten Fall öffnete der Monteur nicht einmal die Garage, sondern stapelte die Batterien einfach direkt vor den Rolltoren und tat so, als wären sie dort installiert. Wer braucht schon Kabel?
Ein Foto von mangelhafter Verkabelung, das die ABC
im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes erhalten hat.
Einem anderen Bericht zufolge sollen die Installateure zusätzliche Batterien neben einer kleinen Anlage gestapelt haben, um diese größer erscheinen zu lassen, mehr Gutschriften zu beantragen und so eine höhere Subvention zu erhalten. Die zusätzlichen Batterien wurden anschließend wieder entfernt.
Ich vermute, es könnte auch andere Gründe geben, warum 76 % der Befragten ihre Batterien nicht teilen und sich nicht für ein virtuelles Kraftwerk anmelden wollten . Es könnte umständlich sein, den großen Energieversorgern eine nicht existierende oder verdächtig kleine Batterie zur Verfügung zu stellen, damit diese daraus Strom beziehen und liefern. Es wäre wohl auch schwer zu erklären, warum sich eine 50-kW-Batterie wie eine 20-kW-Batterie verhält.
Im extremsten Fall soll ein Installateur zwei Monate später zurückgekehrt sein, um die Batterien zurückzunehmen, die der Kunde bereits bezahlt hatte. Vielleicht hat der Installateur einfach seine echten Kunden mit seinen Scheinkunden verwechselt?
Die Regierung hat diesen Boom und den darauffolgenden Einbruch verursacht und die damit einhergehende Korruption gefördert.
Das würde in einem freien Markt nicht passieren… und auch die meisten der oben genannten Betrügereien nicht.
Rund 530.000 Batterien wurden installiert (zumindest theoretisch). Wer weiß das schon genau, da die Behörden bisher nur 3.600 davon überprüft haben?
https://www.energy-storage.news/australia-hits-400000-home-battery-installations-with-11-2gwh-capacity-in-under-a-year/
Falls der Installateur wegen des Lärms keinen qualifizierten Elektriker finden konnte, hätte er einen Freund anrufen, ihm Bargeld geben und den Fachmann bitten können, die Installation später abzunehmen. Das ist zwar nicht legal, aber was sollte schon schiefgehen, außer dass ein Haus abbrennt oder ein Kind einen Stromschlag erleidet?
Ohne echte Kunden gibt es kaum jemanden, der bemerkt, wenn Steuerzahler betrogen werden. Positiv anzumerken ist, dass die ABC die Betrugsvorwürfe durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an die Regierung erhalten hat.
— Michael Atkin und Lucy Kent, ABC News
Zusamenfassend:
Im Zuge von Hinweisen, die an die Bundesaufsichtsbehörde für das Programm „Günstigere Heimbatterien“ gingen, wurden Betrugs- und Fehlverhaltensvorwürfe aufgedeckt.
Die ungeprüften Behauptungen wurden von der ABC im Rahmen eines Antrags auf Informationsfreiheit erlangt.
Der Schattenminister für Energie, Dan Tehan, fordert eine unabhängige Untersuchung des Senats zu den Enthüllungen.
Der Smart Energy Council forderte, unseriöse Installateure sollten „namentlich genannt, an den Pranger gestellt und bestraft“ werden, doch Statistiken zeigten, dass dies nur selten geschehe:
„Von den 530.000 in Australien innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr installierten Batterien – mehr als in den gesamten Vereinigten Staaten – werden lediglich 17 von der Regulierungsbehörde für saubere Energie formell auf ihre Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen überprüft.“
Das Problem dabei ist, dass, wenn einige Hausbesitzer mitgespielt und so getan haben, als sei ihre kleine Batterie eine große, sie das wohl kaum melden werden, oder? Und wenn sie die hohe Förderung erhalten haben, ihre Batterie aber tatsächlich erst später im Mai von einem unqualifizierten Handwerker installiert wurde, wer sind sie dann, dass sie sich beschweren?
Da die Beamten bisher nur etwa 3.600 Batterien überprüft haben, wurden rund 526.000 Batterien noch nicht untersucht.
Die Dokumente aus dem Informationsfreiheitsgesetz enthielten Bilder einer mangelhaft ausgeführten Arbeit. (Zur Verfügung gestellt von ABC)
Gefälschte Märkte fördern Korruption. Falls Hausbesitzer das System ausgenutzt haben, dachten sie wahrscheinlich, sie wollten nur das Gleiche wie die Nachbarn auf der anderen Straßenseite, und es wäre unfair gewesen, leer auszugehen. Das stimmt zwar, aber genau das ist doch immer das Problem mit staatlichen Zuwendungen, oder? Nicht jeder kann etwas umsonst bekommen – nur die reichen Freunde des Staates.
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Warnung: Deutschland startet mit historisch niedrigen Gasreserven in die Heizsaison
Experten warnen davor, dass Deutschland mit gefährlich niedrigen Erdgasreserven in die Heizperiode startet. Derzeit liegt der Füllstand der deutschen Gasreserven nur bei 55 %!
Normal für diese Jahreszeit sind 90 %.
Im Februar letzten Jahres sank der Füllstand der deutschen Erdgasreserven auf besorgniserregende 20 %, doch die Wärme Ende Februar rettete die Lage. Im September 2025 lag der Füllstand bei 73 % – ein Wert, der für Mitte September als zu niedrig gilt –, aber immer noch deutlich über den mageren 55 % dieses Jahres.
Bei durchschnittlichen Wintertemperaturen dürfte ein Ausgangsniveau von 77 % ausreichen, um die Heizung aufrechtzuerhalten und bis zum Frühjahr noch etwa 38 % der Energie im Speicher zu haben. Da der aktuelle Füllstand nur 55 % beträgt, könnte eine anhaltende, strenge Kälteperiode dazu führen, dass der tägliche Energiebedarf die Lieferkapazität übersteigt und an Spitzentagen im Januar Engpässe von bis zu 25 % entstehen.
Die Besorgnis über den aktuellen Füllstand der deutschen Gasreserven von 55 % rührt von einer Kombination aus strengen betrieblichen Vorgaben, Marktanreizen und dem Risiko extremer Wetterereignisse her. Aufgrund der geringen Einspeisegeschwindigkeit im Sommer konnten die Betreiber diese tägliche Rate nicht erreichen. Sollte sich der aktuelle Fülltrend im Herbst fortsetzen, schätzen Analysten, dass die Reserven ihren Höchststand nur bei etwa 55 % erreichen werden.
Als Reaktion auf die Warnungen versichert die Bundesnetzagentur, dass die Versorgung weiterhin gesichert sei. Die aktuell gespeicherten Gasmengen von rund 136 TWh übersteigen nach wie vor die im gesamten vorangegangenen Winter entnommene Menge (rund 134 TWh).
Gescheiterte grüne Energiepolitik der RegierungAlice Weidel, Co-Vorsitzende der oppositionellen Alternative für Deutschland (AfD), bezeichnete die niedrigen Füllstände der Gasreserven als direktes Versagen der grünen Energiepolitik der Regierung.
Weidel argumentiert, dass die Erschöpfung der Reserven und die derzeit niedrigen Speicherstände die deutsche Industrie angreifbar machen und die Energiepreise in die Höhe treiben. Sie behauptet, dass die Beendigung der langfristigen Abhängigkeit von billigen russischen Pipeline-Importen – und die stattdessen die Nutzung von teurem LNG oder erneuerbaren Energien – die Infrastruktur und die wirtschaftliche Stabilität des Landes systematisch geschwächt hat.
„Die sogenannte Energiewende ist der größte Mühlstein, der unsere Wirtschaft erdrückt und in den Abgrund zieht“, sagte Weidel. „Teure, dysfunktionale Parallelstrukturen werden subventioniert, während bewährte und kosteneffiziente Infrastruktur systematisch zerstört wird.“
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Kosmische Strahlung und Wolken – Neueste Forschungsergebnisse von Henrik Svensmark
Prof. Dr. Henrik Svensmark aus Dänemark, ehemals Zentrum für Sonnen- und Klimaforschung, Dänisches Nationales Weltraumzentrum, Technische Universität Kopenhagen Er erläutert den Svensmark-Shaviv-Effekt: Kommt weniger Sonnenwind auf die Erde, können kosmische Strahlen aus dem Weltraum in größerer Menge in die Erdatmosphäre eindringen und indirekt als Keime für die Wolkenbildung dienen.
Ergebnis: Mehr Wolken, höhere Albedo, weniger Sonnenlicht auf der Erdoberfläche, im Durchschnitt kühlere Temperaturen.
Tipp für deutsche Zuhörer: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal hochgeladen – nur dort kann via Untertitel gedolmdetscht werden. Tippen Sie daher unten rechts aufs Zahnrad, wählen Untertitel, übersetzen, deutsch/German.
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Ein Zirkelschluss bis ins Unendliche
Mike Jonas
Ich habe mich etwas eingehender mit der Chaostheorie (auch bekannt als „Schmetterlingseffekt“) beschäftigt und der Frage, ob sie in der realen Welt Anwendung finden kann. Es scheint, dass fast jedes Mal, wenn jemand versucht, die Chaostheorie zu veranschaulichen, dies anhand eines Modells geschieht. Das Problem ist nur, dass sich ihre Erkenntnisse dann immer als aus dem Modell selbst stammend herausstellen. Ähnlich wie bei den Schildkröten, die unseren Planeten stützen, hat man manchmal das Gefühl, dass die Welt der Klimamodellierung bis in die tiefsten Ebenen von zirkulärer Logik getragen wird.
Die strengste Form der Chaostheorie lässt sich nicht auf die reale Welt anwenden, weil sie sich auf Abweichungen in den Anfangsbedingungen bezieht, während die reale Welt nur einen einzigen Verlauf hat. Mit anderen Worten: Zu jedem Zeitpunkt gibt es nur eine einzige Version des Erdklimas, sodass es keine Abweichungen in den Anfangsbedingungen geben kann. Leider hat sich die Theorie zu etwas gewandelt, von dem viele in der Klimawissenschaft glauben, dass es auf das Klima der Erde zutrifft, und wenn sie Klimamodelle laufen lassen, erhalten sie eine Bestätigung. Nun ja, sie glauben zumindest, dass es wie eine Bestätigung aussieht.
Zunächst: womit haben wir es hier zu tun? Die Chaostheorie besagt, dass das Wetter und das Klima der Erde sehr empfindlich auf lokale Bedingungen reagieren: Eine winzige Abweichung wächst exponentiell zu einem großen Unterschied heran. Wir wissen, dass Wetter und Klima auf vielen physikalischen und zeitlichen Skalen natürliche Schwankungen aufweisen – sowohl in der Atmosphäre als auch im Ozean gibt es Turbulenzen. Wir wissen, dass Turbulenzen sehr schwer vorherzusagen sind, und wir wissen, dass Differentialgleichungen wie die Navier-Stokes-Gleichungen hilfreich sein können, um sie zu verstehen. Wir wissen jedoch nicht, dass sich eine winzige Abweichung exponentiell vergrößert. Ich vermute, dass das von der Chaostheorie beschriebene exponentielle Wachstum ein Artefakt der Modelle ist, kein natürliches Phänomen, und dass es mit natürlichen Schwankungen verwechselt wird. Außerdem glaube ich, dass wir, wenn wir die Chaostheorie über Bord werfen würden, am Ende vielleicht ein besseres Verständnis unserer Welt erlangen könnten.
[Hervorhebung im Original]
Also habe ich eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt – natürlich mit Grok, da es unter anderem eine leistungsstarke Suchmaschine ist. Unter all den Versuchen, die Chaostheorie anhand von Modellen zu veranschaulichen, gab es einige, die dies anhand atmosphärischer Analogien versuchten: Sie suchten in historischen Aufzeichnungen nach Paaren sehr ähnlicher Situationen, um zu sehen, ob diese dann gemäß der Chaostheorie rasch auseinanderlaufen. Das Konzept besteht darin, dass der Unterschied zwischen den beiden Situationen ein Ersatz für die in der Chaostheorie beschriebenen Schwankungen der Anfangsbedingungen ist. Es überrascht nicht, dass sie Abweichungen feststellten (sonst wäre die Wettervorhersage einfach), aber ebenso wenig überraschend war, dass die Situationen nie nah genug beieinander lagen, um einen ordnungsgemäßen Test darzustellen – die Chaostheorie basiert auf infinitesimalen Unterschieden.
Und dann wartete Grok mit einer echten Sensation auf. Einige seiner KI-Konkurrenten haben sich mit Klimamodellierung beschäftigt, und als einige ihrer Modellläufe die von der Chaostheorie erwartete rasche Divergenz zeigten, führten ihre Betreuer einen sehr interessanten Test durch: Sie wiederholten genau die gleichen Modellläufe auf einem präziseren Computer. Die Divergenz wurde beseitigt oder stark reduziert. Die Abweichung wird, wie sie es formulierten, „durch numerisches Rauschen verursacht, das eher ein Artefakt der Berechnung als ein realer atmosphärischer Prozess ist“. Wenn Chaos durch die Verwendung eines weniger präzisen Computers erzeugt werden kann, stellen Sie sich vor, wie viel Chaos durch die groben Iterationen eines GCM entstehen kann. (GCMs sind allgemeine Zirkulationsmodelle, die seit vielen Jahren die gängigen Klimamodelle darstellen.)
Ich hatte bereits den größten Teil eines Artikels über die anderen Tests geschrieben und musste dies natürlich noch hinzufügen. Ich konnte nicht behaupten, dass jegliches Chaos in Modellen numerisches Rauschen sei, auch wenn dies der Fall sein könnte (und wahrscheinlich auch ist?). Obwohl ich vermutete, dass die iterativen Fehler der GCMs um Größenordnungen größer sein würden, konnte ich darauf ohne großen Aufwand nicht im Detail eingehen. Also habe ich diesen Aspekt hauptsächlich in den Abschnitt „Diskussion“ aufgenommen, da er dort nicht so ausführlich begründet und mit Quellen belegt werden musste wie im Abschnitt „Analyse“ und ich vielleicht eines Tages dazu kommen würde, diese detaillierte Arbeit zu leisten. Der Artikel trägt den Titel [übersetzt] „Chaostheorie gilt für das reale Klima nicht“ und ist nun veröffentlicht; hier ist die Zusammenfassung:
Die Ergebnisse von Wetter- und Klimamodellen sowie Studien zur Chaostheorie werden auf Hinweise darauf untersucht, dass die Chaostheorie nicht nur in Modellen, sondern auch in der realen Welt gilt. Es wurden keine derartigen Hinweise gefunden, und in einigen Fällen hat sich herausgestellt, dass das von der Chaostheorie erwartete rasche Anwachsen der Modelldivergenz lediglich ein Artefakt der Modelle ist. Ergebnisse aus Modellen, die mit mathematischen Formeln programmiert wurden, welche eine rasche Zunahme der Divergenz zeigen, können nicht zur Beurteilung der Anwendbarkeit der Chaostheorie auf die reale Welt herangezogen werden, weil dies zwangsläufig einen Zirkelschluss beinhalten würde: Die Modellergebnisse zeigen lediglich eine emergente Eigenschaft der in den Modellen verwendeten Formeln. Tests mit atmosphärischen Analogmodellen konnten die Anwendbarkeit der Chaostheorie auf die reale Welt nicht beurteilen, da sie die infinitesimalen Störungen nicht nachbilden konnten, die den Kern der Chaostheorie bilden. Einige KI-Modelle haben gezeigt, dass ihr rascher Anstieg der Divergenz, wie er von der Chaostheorie erwartet wird, ausschließlich oder hauptsächlich durch numerisches Rauschen verursacht wird und daher eher ein Artefakt der Berechnung als ein realer atmosphärischer Prozess ist. Allgemeine Zirkulationsmodelle verwenden Prozesse mit Ungenauigkeiten, die dem numerischen Rauschen ähneln und einen vergleichbaren Effekt haben könnten. Andere KI-Modelle zeigen kein rasches Anwachsen der Divergenz. Die Modellergebnisse gelten nur für die Modelle selbst und können daher nicht zur Beurteilung der Relevanz der Chaostheorie für die reale Welt herangezogen werden. In der realen Welt bleibt die Chaostheorie unwirksam (wissenschaftlich nicht anwendbar).
Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass jede Modellberechnung in der Geschichte die Ursache ihres eigenen Chaos‘ war, würde dies noch lange nicht beweisen, dass die Chaostheorie in der realen Welt keine Gültigkeit hat. Selbst wenn die Chaostheorie in der realen Welt gilt, scheint es aus dem oben genannten Grund unmöglich, dies nachzuweisen – daher auch der Ausdruck „bleibt ungültig“ im Titel. Ich vermute, dass Folgendes passieren wird (ich würde mich gerne irren): Die Chaostheorie wird so abgeändert, dass sie tatsächlich im realen Klima nachgewiesen werden kann, und dann wird so getan, als sei sie schon immer richtig gewesen.
Ich würde mir wirklich eine Änderung in der Denkweise der Klimawissenschaft wünschen, daher habe ich einen Absatz hinzugefügt, in dem ich darlege, dass zumindest ein Teil der Wetter- und Klimaschwankungen, die als Chaos angesehen werden, letztendlich durch bessere Beobachtungen und ein besseres Verständnis aufklärbar sein könnte – genau wie es in anderen komplexen Bereichen der Fall ist. In anderen Bereichen der Wissenschaft ist die übliche Haltung gegenüber Unbekanntem, dass die relevanten Faktoren noch nicht verstanden sind, und nicht, dass es sich um deterministisches Chaos handelt. Es erscheint sinnvoll, im Bereich von Wetter und Klima einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen.
Außerdem würde ich mir wünschen, dass GCMs nicht mehr für die Klimamodellierung verwendet werden. Was für eine enorme Verschwendung von Zeit und Geld sie doch gewesen sind.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/09/13/circular-logic-all-the-way-down/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Ein Zirkelschluss bis ins Unendliche erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wie geologische Aktivitäten unter Wasser El-Niño-Ereignisse beeinflussen könnten
Obwohl die mit El Niño verbundenen gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Prozesse gut erforscht sind, bleiben Fragen offen, was den Beginn, die Stärke und den Zeitpunkt einzelner Ereignisse bestimmt.
Ein hier untersuchter Ansatz besagt, dass geologische Aktivitäten am Meeresboden eine bisher unterschätzte Rolle spielen könnten.
Abbildung 1. Temperaturen im Pazifik am 27.07.2026 (NOAA) mit den vorgeschlagenen Entstehungsorten und Strömungsrichtungen für „Super El Padre“ und „Super El Niño“. Kartenquelle: NASA; Beschriftung: J. Kamis.
Nach dieser Hypothese wären Veränderungen der Passatwinde eher Teil der Reaktion als die auslösende Ursache. Als Auslöser werden Wärme und Stoffe angesehen, die aus geologischen Formationen am Meeresboden im westlichen Zentralpazifik freigesetzt werden, darunter hydrothermale Quellen, Unterwasservulkane und große Verwerfungen.
Wie sich El Niños entwickeln1. Ein vorgeschlagener Prozess geht davon aus, dass sich eine tiefe Magmakammer unterhalb des vermuteten Entstehungspunkts erwärmt und unter erhöhten Druck gerät, wodurch Magma und erhitzte Flüssigkeiten durch Klüfte nach oben in Richtung Meeresboden strömen können.
2. Die Hypothese geht ferner davon aus, dass ein früher Wärmeeintrag nahegelegene, Methanhydrat enthaltende Sedimente destabilisieren könnte, wobei kälteres Wasser die Erwärmung oberhalb des Quellgebiets vorübergehend ausgleichen würde. Um diesen Vorgang zu bestätigen, wären jedoch Belege erforderlich, die diesen spezifischen Prozess mit dem Einsetzen von ENSO in Verbindung bringen.
3. Dem Vorschlag zufolge würde anhaltende geologische Wärme dann das darüber liegende Wasser erwärmen, das durch die Ozeanzirkulation nach Osten transportiert werden könnte, während ein Teil der Wärme die Oberfläche erreicht.
4. Ein weiterer vorgeschlagener Schritt besteht darin, dass ein abnehmender geologischer Wärmefluss zur anschließenden Abkühlung beitragen könnte. Um einen direkten Zusammenhang mit dem Einsetzen von La Niña nachzuweisen, wären Beobachtungsdaten erforderlich.
Weitere Einzelheiten zur Entstehung eines El Niño finden Sie in diesen früheren Artikeln von „Climate Change Dispatch“ hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.
Beweise für eine geologische UrsacheMehrere Beobachtungen stützen diese Hypothese. Im äquatorialen Pazifik kommt es immer wieder zur El-Niño-Erwärmung, während untermeerische vulkanische und hydrothermale Systeme Helium, Wärme und Nährstoffe wie Eisen und Phosphor freisetzen können.
Diese Beobachtungen zeigen, dass geologische Prozesse die Chemie und Temperatur des Ozeans beeinflussen können, doch sie beweisen für sich genommen nicht, dass diese Prozesse El Niño auslösen.
Auch die Vorhersage des Zeitpunkts und der Stärke von ENSO-Ereignissen bleibt weiterhin eine Herausforderung. Eine Möglichkeit, die diese Hypothese aufwirft, besteht darin, dass ein nicht modellierter geologischer Beitrag für einen Teil der Vorhersagefehler verantwortlich sein könnte, obwohl die Schwierigkeit der Vorhersage allein noch keinen geologischen Auslöser belegt.
Das vermutete Ursprungsgebiet liegt entlang des Pazifischen Feuerrings. Im Mai 2026 registrierten Satelliten einen unerwarteten Unterwasser-Vulkanausbruch in der zentralen Bismarcksee.
Die NASA beschrieb einen geologisch komplexen, nur unzureichend kartierten Meeresboden mit Verwerfungen, vulkanischen Formationen, Gräben, Steilhängen sowie aktiven Subduktions- und Spreizungszonen. Der Ausbruch bestätigt eine aktive Unterwassergeologie in der gesamten Region; um diese Aktivität mit einer El-Niño-Erwärmung auf Beckenebene in Verbindung zu bringen, wären jedoch weitere Belege erforderlich.
Die mit einem starken El Niño verbundene Wärmemenge ist enorm. Damit eine Hypothese geologischen Ursprungs einen wesentlichen Teil dieser Erwärmung erklären kann, müsste die vorgeschlagene Wärmequelle am Meeresboden jedoch quantifiziert und mit dem betreffenden Wärmegehalt des Ozeans verglichen werden. Diese Berechnung der Energiebilanz bleibt ein entscheidender Test für die Hypothese.
Entstehung eines El PadreEin zweites großes Warmwassergebiet im Nordpazifik – hier als „El Padre“ bezeichnet, anstatt einer etablierten wissenschaftlichen Bezeichnung – könnte eine Untersuchung hinsichtlich eines möglichen geologischen Beitrags rechtfertigen. Der nordwestliche Pazifik umfasst aktive geologische Systeme wie Kikai und den Japan-Graben.
Kikai ist nach wie vor ein aktives Vulkansystem, und durch untermeerische vulkanische sowie hydrothermale Aktivitäten können Gase und erhitzte Flüssigkeiten in die umgebenden Gewässer freigesetzt werden. Ob die Wärme aus Kikai oder anderen regionalen Quellen ausreicht, um die beobachtete Wärmeanomalie im Nordpazifik (Warmblob) zu erzeugen, ist bislang nicht nachgewiesen worden.
Weitere vorgeschlagene Erklärungen umfassen Schwankungen im Zusammenhang mit der Pazifischen Dekadischen Oszillation (PDO) sowie längerfristige Klimaveränderungen.
Abbildung 2. Links: Der Pazifische Feuerring und der für 2026 vorgeschlagene Umriss von „El Padre“. Rechts: Schematische Darstellung, die zeigt, wie geschmolzene Lava entlang einer geneigten Verwerfung zum Meeresboden aufsteigt. Bilder aus dem öffentlichen Bereich; Beschriftung: J. Kamis.
Ein Ansatz geht davon aus, dass Magma und erhitzte Flüssigkeiten, die sich in den Jahren 2025–2026 entlang von Verwerfungen im westlichen Pazifischen Feuerring bewegten, Wärme an den darüber liegenden Ozean abgegeben haben.
Ähnlichkeiten zwischen den beiden Warmwassergebieten könnten eine Untersuchung eines gemeinsamen geologischen Einflusses rechtfertigen, doch Ähnlichkeit allein belegt noch keine gemeinsame Ursache. „La Madre“ ist, ebenso wie „El Padre“, hier lediglich eine Begriffsbezeichnung und keine etablierte wissenschaftliche Klassifizierung.
Die relativ scharfen Grenzen einiger Warmwasser-Anomalien könnten auf Hinweise auf lokale Wärmequellen und den Transport durch Meeresströmungen untersucht werden. Eine solche Geometrie legt diese Hypothese nahe, ist jedoch kein eindeutiger Hinweis auf einen geologischen Ursprung.
Der Pazifische FeuerringDie Entstehung der beiden Warmwassergebiete fiel mit erheblicher geologischer Aktivität rund um den Pazifischen Feuerring zusammen. Der Feuerring ist ein ausgedehntes System aus Verwerfungen und Vulkanen, das für die meisten Erdbeben und viele große Vulkanausbrüche auf der Erde verantwortlich ist.
Der Unterwasserausbruch vor Tonga im Januar 2022 hat zudem gezeigt, dass große Ereignisse am Meeresboden ohne große Vorwarnung auftreten können. Der zeitliche Zufall allein belegt jedoch nicht, dass die Aktivität des Feuerrings die Erwärmung der Ozeane verursacht hat.
Eine Häufung bedeutender Erdbeben im Jahr 2026 liefert einen weiteren Grund, mögliche geologische Ursachen zu untersuchen. Um einen kausalen Zusammenhang nachzuweisen, müsste gezeigt werden, dass Zeitpunkt, Ort und Stärke der damit verbundenen Wärmeabgaben mit den beobachteten Veränderungen der Meerestemperaturen übereinstimmen.
Abbildung 3. Der Pazifische Feuerring, markiert mit historischen Erdbeben, sowie die vorgeschlagenen Entstehungsorte von „Super El Padre“ und „Super El Niño“. Bildquelle: NASA; Beschriftung: J. Kamis.
Warum die Kartographie des Meeresbodens eine Rolle spieltDie Ozeane bedecken etwa 71 Prozent der Erde, und ein Großteil des Meeresbodens ist noch nicht hochauflösend kartiert. Die Kartierungen von GEBCO/Seabed 2030 zeigen tiefe Becken, Gebirgsketten, Gräben, Verwerfungen und vulkanische Formationen, welche die geologische Komplexität verdeutlichen, die unter den Ozeanen verborgen liegt.
Selbst detaillierte Karten relativ kleiner Gebiete im Pazifik zeigen zahlreiche geologische Merkmale. Das lässt reichlich Raum für unentdeckte Schlote, Verwerfungen und Vulkane, doch ihre bloße Existenz belegt noch nicht, dass ihre gesamte Wärmeabgabe die ENSO wesentlich beeinflusst. Die Messung dieser Wärmeabgabe ist für die Überprüfung dieser Hypothese unerlässlich.
ZusammenfassungIn diesem Vorschlag wird argumentiert, dass geologische Aktivitäten am pazifischen Meeresboden möglicherweise einen größeren Beitrag zu El Niño und den Warmwasseranomalien im Nordpazifik leisten als in den derzeitigen Erklärungsmodellen berücksichtigt wird.
Die Unterwassergeologie überträgt zweifellos Wärme, Gase und Chemikalien in den Ozean, und ein Großteil des tiefen Meeresbodens ist nach wie vor unvollständig kartiert und überwacht.
Um nachzuweisen, dass diese Prozesse Temperaturanomalien im Beckenmaßstab erzeugen und nicht nur begleiten oder lokal beeinflussen, sind direkte Messungen sowie eine Energiebilanz erforderlich, welche die beobachtete Erwärmung berücksichtigt.
BiographieJames Edward Kamis ist ein Geologe im Ruhestand mit zweiundvierzig Jahren Berufserfahrung. Er hat einen Bachelor of Science in Geologie von der Northern Illinois University und einen Master of Science in Geologie von der Idaho State University. In seinen Arbeiten vertritt er die These, dass geologische Kräfte klimabezogene Ereignisse maßgeblich beeinflussen können – eine Theorie, die er in seiner „Plate Climatology Theory“ und in seinem neuesten Buch „Geological Impacts on Climate“ ausführlich darlegt.
Link: https://climatechangedispatch.com/geological-activity-influence-el-ninos/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Wie geologische Aktivitäten unter Wasser El-Niño-Ereignisse beeinflussen könnten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Nebraska, USA: Klage gegen Aktivistengruppe „First Street“ wegen Schäden durch falsche Klima-Bewertungen
„Climate Realism“ (hier und hier) und das American Energy Institute (AEI) haben ausführlich über die Lügen berichtet, welche die Klimarisiko-Interessengruppe „First Street“ verbreitet, sowie über den Schaden, den deren fehlerhafte und nicht überprüfbare Bewertungssysteme den Immobilienbesitzern zufügen.
Angesichts dieses Problems hat der Generalstaatsanwalt von Nebraska Mike Hilgers Klage gegen „First Street“ eingereicht, weil die Organisation den Hausbesitzern in Nebraska Schaden zugefügt habe, indem sie ungenaue und irreführende Risikobewertungen erstellt und veröffentlicht habe, die es den Einwohnern Nebraskas erschwert hätten, ihre Häuser zu verkaufen.
In Hilgers’ Klage wird geltend gemacht, dass die Bewertungen von First Street auf ungenauen oder unvollständigen Informationen über die bewertete Immobilie beruhen und sich teilweise auf fehlerhafte Prognosen von Klimamodellen stützen. Hilgers weist außerdem darauf hin, dass die Aussagen von First Street zu Hochwasser- und Waldbrandrisiken bei Immobilien häufig im Widerspruch zu den Erkenntnissen und offiziellen Risikokarten der US-Bundesbehörde für Katastrophenschutz (FEMA) stehen. Die FEMA-Karten berücksichtigen Maßnahmen, die Immobilienbesitzer zur Minderung verschiedener Risiken ergriffen haben – Faktoren, die First Street bei seinen Bewertungen außer Acht lässt.
Ein weiterer Faktor in Hilgers Klage ist, dass First Street seine zugrunde liegenden Daten und Bewertungsalgorithmen als firmeneigenes Know-how zurückhält und gleichzeitig eine Politik verfolgt, jegliche Verbraucherstreitigkeiten abzulehnen – Streitigkeiten, die ohnehin schwer zu führen sind, da First Street die Gründe für die Bewertungen verschleiert.
Große Immobilienportale verweisen häufig auf die Prognosen und Bewertungen von First Street und verlinken diese mit Online-Immobilienanzeigen, wie Heartland Impact, das AEI und nun auch der Generalstaatsanwalt von Nebraska feststellen. Die Folge: Immobilien bleiben länger auf dem Markt, als es die Angebots- und Nachfrageverhältnisse auf dem Immobilienmarkt nahelegen würden, und Hausbesitzer sind gezwungen, zu Preisen unterhalb des Marktniveaus zu verkaufen.
„First Street erzielt Gewinne auf Kosten des Wertes der Häuser der Einwohner Nebraskas“, sagte Hilgers in einer Erklärung zur Ankündigung der Klage. „First Street verbreitet irreführende und oft ungenaue Klimaspekulationen auf eine Weise, die die Immobilienwerte drückt und die Kosten sowie die Frustrationen für die Einwohner Nebraskas erhöht.“
„Dieses irreführende Verhalten muss aufhören“, sagte Hilgers.
In seiner Klage fordert Hilgers vom Gericht drei Arten von Rechtsbehelfen: die Einstellung der Geschäftspraktiken von First Street, die Verhängung von Geldstrafen sowie die Rückzahlung der unrechtmäßig erzielten Gewinne.
Klagen gegen Immobilienportale, welche die Bewertungsanalysen von First Street nutzen oder Nutzer auf diese verweisen, könnten ebenfalls gerechtfertigt sein.
Quellen: Nebraska Attorney General; WOWT 6 News, Omaha; American Energy Institute
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-590-ag-cabals-dairy-net-zero-restrictions-harm-producers-report-shows/, zweite Meldung
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Paukenschlag in Houston – Trump räumt die nächste CO₂-Hürde ab: Freie Bahn für Kohle und Gas
Die US-Umweltbehörde EPA plant, Vorschriften für Kohle- und Gaskraftwerke zur CO₂-Emission aufzuheben. Ein weiterer Schritt, um die US-amerikanische Energiepolitik von klimaideologischen Vorgaben zu befreien.
Von Holger DouglasDie nächste CO₂-Sensation aus den USA: Die US-Umweltbehörde EPA bereitet die formelle Aufhebung der CO₂-Emissionsvorgaben für Kohle- und Gaskraftwerke vor. Die Bekanntgabe könnte, wie Bloomberg berichtet, bereits am 14. September im Rahmen des Treffens der G20-Energieminister in Houston erfolgen. Damit würde Donald Trump einen weiteren zentralen Bestandteil der Klimapolitik seiner Vorgänger beseitigen. Reuters hat die Meldung aufgegriffen, sie ist allerdings ausdrücklich noch nicht unabhängig bestätigt.
Die politische Botschaft ist unmissverständlich: Amerikas Energieversorgung soll wieder stärker nach Kosten, Verfügbarkeit und industriellem Bedarf organisiert werden. CO₂-Vorgaben, die Investitionen verteuern und konventionelle Kraftwerke unter Druck setzen, sollen weichen. Trump will damit die Voraussetzungen für mehr Produktion, neue Fabriken und zusätzliche Arbeitsplätze verbessern.
Vorbereitet wird dieser Schritt seit längerem. Bereits am 11. Juni 2025 legte EPA-Chef Lee Zeldin den Vorschlag vor, sämtliche Treibhausgasstandards für den Kraftwerkssektor nach Abschnitt 111 des amerikanischen Luftreinhaltegesetzes aufzuheben. Dies würde sowohl Vorschriften aus der Obama-Zeit als auch die unter Joe Biden 2024 beschlossenen Regeln umfassen. Diese setzen unter anderem auf die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid, kurz CCS. Für betroffene Betreiber bedeutet dies aufwendige technische Anlagen und zusätzliche Infrastruktur.
Der aktuelle Vorstoß folgt einer klaren Linie. Schon am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit hatte Trump mit dem Erlass „Unleashing American Energy“ eine umfassende Überprüfung energiepolitischer Vorschriften angeordnet. Behörden sollten Hemmnisse für die Erschließung und Nutzung heimischer Energieträger identifizieren und deren Änderung oder Abschaffung vorbereiten. Genehmigungen sollten schneller erteilt werden, die Prüfung von LNG-Exportprojekten wieder anlaufen.
Am selben Tag hatte Trump zudem den neuerlichen Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen eingeleitet. Auch amerikanische Zusagen zur internationalen Klimafinanzierung ließ er überprüfen beziehungsweise zurücknehmen. Internationale Verpflichtungen, die Vorgängerregierungen eingegangen waren, dürften laut Trump die amerikanische Wirtschaft nicht unangemessen belasten.
Im Februar 2026 folgte der Angriff auf eine tragende Grundlage der bisherigen Regulierung: Die EPA hob das sogenannte Endangerment Finding von 2009 auf. Diese Gefährdungsfeststellung bildete die Grundlage für bundesweite Treibhausgasvorgaben für Kraftfahrzeuge. Auch diese Emissionsstandards wurden aufgehoben. Umweltverbände kündigten juristischen Widerstand an. Die nun erwartete Kraftwerksentscheidung wäre der nächste eigenständige Schritt beim Abbau der teuren CO₂-Regulierung.
Für energieintensive Unternehmen wäre das ein entscheidendes Signal: Washington will Produktion ermöglichen und regulatorische Kosten senken. Denn verfügbare und bezahlbare Energie ist die Grundlage einer leistungsfähigen Wirtschaft und einer sicheren Versorgung. Wird sie knapp oder teuer, steigen die Kosten für Lebensmittel, Wohnen, Verkehr und industrielle Produktion. Hier setzt Trump an: Seine Regierung will Vorschriften beseitigen, die Kohle- und Gaskraftwerke verteuern und Investitionen erschweren. Das Ziel ist eine reichliche, verlässliche Energieversorgung, die Unternehmen Wachstum ermöglicht und Haushalte entlastet. Die geplante Aufhebung der CO₂-Vorgaben wäre ein weiterer bedeutsamer Schritt in diese Richtung.
Falls dies heute auf dem G-20 Energieministergipfel verkündet würde, würde dies für einen entsprechenden Paukenschlag sorgen. Bei diesem Gipfel soll übrigens auch Russland mit einer Delegation vertreten sein. Dies teilte der für G20-Themen zuständige Botschafter Marat Berdjew über den Onlinedienst Telegram mit. Zu den Beratungen in Houston im Bundesstaat Texas sollen unter anderem Vertreter des Außen-, Energie- und Rohstoffministeriums anreisen.
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Wie die Energiewende unsere Kraftwerke frisst: Mülheim-Kärlich und Stade
Deutschland hatte dereinst 17 Kernkraftwerke, die zuverlässig, sicher und günstig ein gutes Viertel des deutschen Stromverbrauchs erzeugten. Eines davon lag in Mülheim-Kärlich, am linken Rheinufer, unweit von Koblenz. Das Kraftwerk, ein Druckwasserreaktor von der Babcock Brown Boveri Reactor GmbH, mit einer elektrischen Nennleistung von 1.302 Megawatt (MW) war zur Kühlung des Kondensators der Turbine mit einem Kühlturm ausgestattet.
Luftbild des Kernkraftwerks während der Bauzeit, 1979. Foto: Creative CommonsDoch der Bau des KKW Mülheim-Kärlich stand unter keinem guten Stern. Schon während der Bauzeit führten Klagen von Kommunen und Privatpersonen gegen den Bau sowie Nachrüstungen nach dem TMI-Reaktorunfall zu einigen Jahren von Verzögerung. Trotzdem ging das Kraftwerk am 14. März 1986 in Betrieb. Der Bau kostete rund 3,5 Milliarden D-Mark, also inflationsbereinigt ca. 3,5 Milliarden Euro.
Ein Tsunami von Gerichtsprozessen Die Gegner des Kraftwerkes ließen nicht locker und führten an, dass das Kernkraftwerk auf einem „leicht erdbebengefährdeten Gebiet“ errichtet worden sei und daher die Baugenehmigung wegen Formfehlern keinen Bestand habe. Ein Tsunami von Gerichtsprozessen rollte über die Anlage und ihre Mannschaft, mit dem Ergebnis, dass das Kernkraftwerk im September 1988 nach knapp zwei Jahren im Probebetrieb und 100 Tagen im Regelbetrieb sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Politik endgültig abgeschaltet werden musste. Bei einem Auto würde man sagen, dass es noch nicht einmal richtig eingefahren war, als man es verschrottete. Halber Kühlturm während des Rückbaus 2019. Foto: Stefan Machwirth, Lothar Spurzem/CreativeCommonsDer Betreiber RWE strengte eine Schadenersatzklage gegen die Landesbehörden von Rheinland-Pfalz wegen „fehlerhaftem Genehmigungsverfahren“ an, die das Unternehmen letztendlich gewann. Im Weiteren ging es in einem nachfolgenden Verfahren um die Quantifizierung des Schadens. Grundsätzlich bestand der politisch erzeugte Schaden aus dem gesamten Bau, der ersten Brennelement-Ladung und den Bauzeitzinsen. Doch mit dem sogenannten „Atomkonsens von 2000“, wurde der Ausstieg aus der Kernenergie im Rahmen einer „Vereinbarung“ zwischen den Energieversorgern und der Bundesregierung festgelegt. Das Atomgesetz wurde 2002 geändert und der Ausstieg somit rechtlich abgesichert. Im Zuge dieser Absprachen wurde ausgehandelt, dass der Schadenersatz hinfällig sei und RWE zehn virtuelle Betriebsjahre des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf andere Anlagen übertragen durfte.
Aber – „Kernkraftwerks-Rückbau“ ist nicht mehr als ein Euphemismus für „vollständige Zerstörung“. Aus einer voll funktionstüchtigen Anlage werden Schrott und Bauschutt. Anhand des Turbosatzes des Kraftwerks zeigen wir hier die ungeheuerliche Vergeudung von Investitionen auf, die beim „Rückbau“ politisch stillgelegter Infrastruktur entsteht. Es soll aber auch nicht vergessen werden, dass zu jener Zeit in Deutschland ein weitgehender Konsens zwischen der Politik und der Bevölkerung über das Kernenergie-Aus bestand. Die Angstindustrie hatte ganze Arbeit geleistet, und weil anfangs nur wenige Kraftwerke abgeschaltet wurden, kam der Strom noch billig aus der Steckdose.
Der Turbo-Generator des KKW Mülheim-Kärlich leistete 1.300 Megawatt und versorgte vier Millionen Haushalte zuverlässig mit Strom. Foto: RWE Nuclear GmbHWäre ich ein Grüner, dann würde ich jetzt vorrechnen, dass so ein Turbosatz etwa vier Millionen Haushalte zuverlässig versorgen könnte. Sie sehen, dass Sie nichts sehen – der Turbosatz ist weg. Er hat ca. 250–300 Millionen Mark gekostet, konnte – obwohl neuwertig – nicht verkauft und infolge seiner speziellen Maße auch nicht weiterverwendet werden. Er wurde nach der Stilllegung des Kraftwerks eingelagert, später zerlegt und im Zuge des Rückbaus verschrottet. Es ist aber inzwischen nicht nur der Turbosatz weg, sondern das ganze auf dem Bild noch zu sehende Maschinenhaus ist komplett abgerissen.
Das Maschinenhaus von Mülheim-Kärlich während des Abrisses. Foto: RWE Nuclear GmbH Die Hast ist mehr als verdächtigDie Hast, mit der man in Deutschland die stillgelegten Kraftwerke abreißt und in die Luft sprengt, ist mehr als verdächtig. Wenn andere Länder ein Kernkraftwerk stilllegen, wird es meist für 30 Jahre „eingemottet“, in den USA heißt dieser Vorgang „Moth-Balling“. Das bedeutet, es wird sämtlicher Kernbrennstoff entfernt und die dekontaminierte Anlage trocken, verschlossen und bewacht stehengelassen. Nach 30 Jahren, wenn ein Großteil der radioaktiven Strahlung abgeklungen ist, kann man dann die Anlage mit viel weniger Aufwand abreißen. Oder aber – wie im Falle des Kernkraftwerks Three Mile Island 1 in den USA – es aufwändig modernisieren und wieder in Betrieb nehmen, was viel billiger als ein Neubau ist. Der Nutzer des Stroms dieses wiedererweckten Kraftwerks wird in diesem Fall Microsoft sein, und es wird der Versorgung eines großen Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz dienen.
Und da schimmert schon der Grund für die verdächtige Eile beim Rückbau von Kernkraftwerken in Deutschland durch – es werden Tatsachen geschaffen, die eine Umkehr unmöglich machen sollen. In einem Krieg würde man das die „Taktik der verbrannten Erde“ nennen.
Deutschland steigt aus der Kernenergie und aus der Kohleverstromung aus. Danach bleiben den Deutschen neben ein paar unwesentlichen Quellen wie Bioenergie, ein bisschen Wasserkraft und Geothermie nur die wetterabhängigen Erneuerbaren Energien und importiertes teures Gas. Kein anderes Land auf der Welt tut so etwas. Kein Land der Welt schüttet seine existierenden Brunnen zu, bevor die neu zu grabenden Brunnen Wasser geben.
Der Tod vom Kernkraftwerk Stade Das Kernkraftwerk Stade nach seiner Inbetriebnahme Anfang der 1970er Jahre. Foto: Creative Commons Das Kernkraftwerk Stade, aufgenommen am 08.06.2026, nach der mutwilligen und politisch gewollten Zerstörung, die 2003 begann. Die „Löcher“ im Sicherheitsbehälter waren dereinst mit tonnenschweren, 30 cm dicken Türen druckdicht verschlossen. Foto: UnbekanntDas Kernkraftwerk Stade (KKS) wurde von Siemens, bzw. der Kraftwerk Union errichtet, der Bau kostete umgerechnet 150 Millionen Euro. Das Kraftwerk nahm am 19. Mai 1972 den kommerziellen Leistungsbetrieb auf, nachdem die erste Kritikalität am 8. Januar 1972 erfolgt war. Von März 1972 bis zum Ende des Leistungsbetriebs am 14. November 2003 erzeugte das Kernkraftwerk eine elektrische Bruttoleistung von 662 MW bzw. 630 MW elektrische Nettoleistung aus 1.892 MW thermischer Leistung.
Ich habe oft und gern im Kernkraftwerk Stade gearbeitet. Das Herz der Anlage war ein Druckwasserreaktor, die Leistung war 630 MW elektrisch. Das Kraftwerk lieferte auch Prozessdampf für die nahe gelegene Saline. Die Mannschaft war hervorragend ausgebildet und arbeitete mit hoher Motivation. Die Technik war gut gepflegt. Das Kraftwerk war bezahlt und konnte günstigsten Strom ans Netz und Dampf an die Saline liefern.
Am Freitag, dem 14. November 2003 um 8.31 Uhr, wurde das Kernkraftwerk Stade auf Antrag des Betreibers PreussenElektra offiziell stillgelegt. Der Betreiber führte wirtschaftliche Gründe für die Stilllegung an. Die elektrische Leistung von „nur“ 630 MW sei nicht wirtschaftlich. Ob das ein objektiver Grund war, sei dahingestellt. Ich erinnere mich noch gut an jene Zeit. Die Politik machte den Kernkraftwerksbetreibern das Leben schwer und war bemüht, die Betriebskosten in die Höhe zu treiben.
Der Spiegel zitierte die politischen Betreiber dieses Aktes damals so:
Die Regierungskoalition begrüßte die Abschaltung. „Das Ende einer nicht zukunftsfähigen Risikotechnologie wird heute sichtbar“, erklärte SPD-Generalsekretär Olaf Scholz. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt erklärte, mit der Stilllegung Stades beginne „der Ausstieg aus einem technologischen Irrweg“. `Wenn etwa 2022 das letzte deutsche AKW vom Netz gehen wird, wächst in Stade wieder eine Wiese“.
Der damalige EON-Aufsichtsrat (EON ist eine Tochtergesellschaft von Preußen-Elektra) Walter Hohlefelder bezeichnete eine Anzeige des Bundesumweltministerium, die mit dem Bild eines Liegestuhls vor dem Atomreaktor in zahlreichen Zeitungen erschien als „geschmacklos“.
Die Behörden betrieben Obstruktion hinter der Fassade der Gesetzlichkeit. Der Strommarkt wurde 1998 „liberalisiert“. Stromproduktion brachte in der Folge kein Geld mehr, die nicht liberalisierten Netze hingegen wurden zur Goldgrube. Es war sehr seltsam: Stromhandel brachte den Energieversorgern bessere Margen als Stromerzeugung. Das KKS war plötzlich „unwirtschaftlich“ geworden – ein Resultat undurchdachter Energiepolitik. Das KKW Borssele in den Niederlanden liefert das Gegenbeispiel. Es ist genauso alt wie Stade, hat allerdings nur 485 MW und läuft heute noch. Seine Laufzeit soll sogar über das Jahr 2033 hinaus verlängert werden, und zwei neue Kernkraftwerke sind in den Niederlanden in Vorbereitung.
Wenn ein Ingenieur diese Bilder sieht, blutet ihm das HerzDas Kraftwerk Stade wird „rückgebaut“, wie es im Amtsschimmel-Deutsch heißt. Kernkraftwerksrückbau ist ein anspruchsvolles Projekt, das die Mannschaft in Stade offensichtlich bravourös meistert. Aber Kernkraftwerks-Rückbau ist auch ein Euphemismus für vollständige Zerstörung. Deutschland steigt aus der Kernenergie aus und danach aus der Kohleverstromung. Danach bleiben den Deutschen neben ein paar unwesentlichen Quellen wie Bioenergie, ein bisschen Wasserkraft und Geothermie nur Erneuerbare Energien. Kein anderes Land auf der Welt tut so etwas. Kein Land der Welt schüttet seine existierenden Brunnen zu, bevor die neu zu grabenden Brunnen Wasser geben.
Ein guter Freund schickte mir kürzlich ein erschütterndes Bild. So sieht das Kernkraftwerk Stade heute aus. Man sieht die Stahlkugel des Sicherheitseinschlussbehälters mit den Öffnungen für die Materialschleuse – das ist die große Öffnung, vor der einst der Portalkran stand – und die Personalschleuse, das ist die kleine Öffnung. Diese „Löcher“ im Sicherheitsbehälter waren dereinst mit tonnenschweren, 30 cm dicken Türen druckdicht verschlossen.
Weitgehend zerstört ist die äußere Stahl-Betonhülle, die sich im Abstand von etwa einem Meter über die Stahlkugel wölbte und den Reaktor vor Flugzeugabstürzen sicherte. Zwischen der Stahlhülle und der Spannbetonkuppel herrschte Unterdruck, der sicherstellte, dass auch nicht die geringste Menge an radioaktivem Gas austreten konnte. Wenn ein Ingenieur diese Bilder sieht, blutet ihm das Herz. Wie konnte es so weit kommen? Eine Industrienation, das Land der Dichter und Denker, zerstört freiwillig die Basis ihres Wohlergehens.
Die beiden Bilder zeigen als Vorher-nachher Kombination, was von Deutschlands einst so stolzer Infrastruktur übrigbleibt, nachdem eine wildgewordene Vandalensekte, die sich für klüger als alle anderen hält, das Ruder im Land übernommen hat und eine Energiewende vorantreibt, die das Land an einen industriellen Abgrund führt.
Giovanni Trappatoni hätte gesagt: Deutschland hat endgültig fertig
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Bulletin of the Atomic Scientists – Ihr liegt falsch: Kernenergie hat kein Zuverlässigkeitsproblem.
Das Bulletin of the Atomic Scientists behauptet in dem Artikel „Klimawandel legt Zuverlässigkeitsproblem der Kernenergie offen“, dass der Klimawandel ein grundlegendes Zuverlässigkeitsproblem der Kernenergie aufdeckt, da Hitzewellen, Dürren und andere Wetterereignisse in Europa zu vorübergehenden Reaktorabschaltungen geführt haben. Diese Aussage ist höchst irreführend, wenn nicht gar falsch. Die besten verfügbaren Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Kernkraftwerke zwar – wie alle Wärmekraftwerke – gelegentlich durch wetterbedingte Kühlungseinschränkungen beeinträchtigt werden können, sie aber dennoch zu den zuverlässigsten Stromquellen zählen, die je entwickelt wurden. Noch wichtiger ist, dass Wind- und Solarenergie naturgemäß rund um die Uhr vom Wetter abhängig sind, während Kernkraftwerke nur gelegentlich davon betroffen sind.
Der zentrale Mangel des Artikels liegt in der Perspektive. Die Autoren beschreiben mehrere vorübergehende Abschaltungen von Kernkraftwerken in Europa während eines ungewöhnlich heißen und trockenen Sommers und schließen daraus, dass der Klimawandel eine fatale Schwäche der Kernenergie offengelegt hat.
Was sie nie stellen, ist die naheliegende Frage: Im Vergleich zu was?
Jede Stromquelle birgt Schwachstellen. Sogar Erdgasleitungen können einfrieren. Kohlekraftwerke können Lieferengpässe erleben. Wasserkraftwerke sind vollständig von Regen und Schnee abhängig. Windkraftanlagen produzieren keinen Strom, wenn der Wind schwach oder zu stark ist oder wenn sie im Winter vereisen. Solaranlagen stellen die Stromproduktion jede Nacht ein und erzeugen bei bewölktem Wetter oder in den Wintermonaten deutlich weniger Strom.
Nur die Kernenergie liefert routinemäßig rund um die Uhr Strom, unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht.
Diese Unterscheidung ist der gesamte Diskussionspunkt, den das Bulletin auslässt.
Die Autoren verweisen auf vorübergehende Reduzierungen der Kernenergieproduktion in Ungarn, Rumänien und Frankreich während Dürreperioden und erhöhter Flusstemperaturen.
Diese Ereignisse haben sich zwar ereignet, doch vereinzelte betriebliche Einschränkungen sind nicht mit chronischer Unzuverlässigkeit gleichzusetzen. Die überwiegende Mehrheit der Kernreaktoren arbeitet mit einer Auslastung von über 90 Prozent, das heißt, sie erzeugen fast das ganze Jahr über Strom, außer während geplanter Wartung oder Brennstoffwechsel. Wind- und Solarenergie können diese Werte nicht erreichen, da ihre Leistung vollständig von den Wetterbedingungen abhängt.
Das ist die Ironie, die sich durch den gesamten Artikel des Bulletins zieht.
Die Autoren kritisieren wiederholt die Kernenergie, weil sie gelegentlich von Wettereinflüssen betroffen sei, während sie gleichzeitig die Solarenergie loben, weil sie dazu beitrage, die europäischen Stromengpässe während derselben Hitzewelle auszugleichen.
Die Solarstromerzeugung war jedoch nur möglich, weil das Wetter mitspielte. Hätten dichte Wolken weite Teile Europas in diesen kritischen Tagen bedeckt, wäre die Solarstromproduktion drastisch gesunken. Ebenso wäre die Solarstromerzeugung unabhängig vom Strombedarf auf null gefallen, wenn das Ereignis nach Sonnenuntergang eingetreten wäre.
Der Artikel wertet die intermittierende Erzeugung erneuerbarer Energien während eines günstigen Wetterereignisses als Beweis für Resilienz, während er gleichzeitig gelegentliche Leistungsreduzierungen von Kernkraftwerken als Beleg für systemisches Versagen darstellt. Dieser Vergleich ist mit zweierlei Maß gemessen.
Das Bulletin ignoriert auch die Tatsache, dass die Einschränkungen des Kühlwassers nicht nur für Kernkraftwerke gelten.
Kohlekraftwerke, Gas- und Dampfkraftwerke, Biomasseanlagen und viele Industrieanlagen sind ebenfalls auf Kühlwasser angewiesen und können bei extremer Dürre oder ungewöhnlich warmen Flusspegeln mit Betriebseinschränkungen konfrontiert sein. Kernreaktoren benötigen aufgrund ihrer Bauart in der Regel mehr Kühlung, die zugrundeliegende technische Herausforderung betrifft jedoch alle thermischen Erzeugungstechnologien.
Das Problem ist nicht auf die Kernenergie beschränkt. Es betrifft ausschließlich Kraftwerke, die kontinuierlich Strom produzieren.
Wind- und Solarenergie hingegen stoßen auf eine noch grundlegendere Einschränkung: Sie werden nicht nur vom Wetter beeinflusst, sondern sind ihm völlig unterworfen. Keine noch so ausgefeilte Technik kann eine Windkraftanlage dazu bringen, bei Windstille Strom zu erzeugen. Kein technologischer Durchbruch kann Photovoltaikanlagen dazu veranlassen, mitten in der Nacht Strom zu produzieren.
Jeder Energieversorger kennt diese Realität. Deshalb benötigen Stromnetze eine bedarfsgerechte Stromerzeugung, sei es aus Kernkraft, Erdgas, Wasserkraft oder anderen Quellen, um die erneuerbare Energieversorgung bei wechselnden Wetterbedingungen zu stabilisieren.
Ironischerweise beginnt der Artikel mit dem Zitat von Behauptungen, dass Kernkraftwerke unabhängig vom Wetter „24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche“ betrieben werden können, nur um dann im weiteren Verlauf zu argumentieren, dass diese Behauptungen ungültig seien, weil einige wenige Reaktoren gelegentlich bei außergewöhnlichen Wetterereignissen ihre Leistung reduziert hätten.
Das ist so, als würde man behaupten, die kommerzielle Luftfahrt sei unzuverlässig, weil Flüge gelegentlich durch Gewitter verspätet sind.
Zuverlässigkeit bemisst sich über Jahre des Betriebs, nicht anhand ausgewählter Ausnahmefälle. Das Bulletin argumentiert weiterhin, dass der Klimawandel solche Ausfälle immer häufiger machen wird. Das mag an manchen Standorten zutreffen, doch der Artikel bietet erstaunlich wenig Kontext.
Es vergleicht nie die prognostizierten Unterbrechungen der Kernenergie mit der weitaus größeren, wetterbedingten Variabilität, die der Wind- und Solarenergieerzeugung bereits innewohnt. Auch wird nicht berücksichtigt, dass moderne Reaktorkonzepte zunehmend Kühltürme, geschlossene Kreislaufsysteme, Luftkühlung, Meerwasserkühlung oder Standortentscheidungen nutzen, die die Abhängigkeit von Flusswasser verringern.
Die Ingenieurwissenschaften passen sich dem Wandel an, das war schon immer so.
Die größte Lücke besteht wohl darin, was zuverlässige Stromversorgung eigentlich bedeutet. Zuverlässige Stromerzeugung bedeutet nicht einfach nur Strom, der bei günstigem Wetter verfügbar ist. Zuverlässige Stromerzeugung bedeutet, dass Strom auch dann verfügbar bleibt, wenn der Bedarf am höchsten ist, Krankenhäuser geöffnet bleiben müssen, Fabriken weiterarbeiten müssen und Haushalte Heizung oder Klimaanlage benötigen.
Genau deshalb sind Stromnetze weiterhin stark auf bedarfsgerechte Stromerzeugung angewiesen.
Guter Journalismus erfordert Vergleiche, Kontext und Perspektive. Stattdessen präsentiert das Bulletin of the Atomic Scientists gelegentliche wetterbedingte Ausfälle von Kernkraftwerken, als würden sie jahrzehntelange hervorragende Betriebsleistung zunichtemachen, während es die Tatsache, dass seine bevorzugten Alternativen vom Moment der Stromerzeugung an vollständig vom Wetter abhängig sind, nur beiläufig erwähnt. Das ist reine Panikmache gegen die Kerntechnologie.
Die Leser verdienen einen ausgewogenen Vergleich aller Erzeugungstechnologien und nicht einen weiteren Versuch, eine der zuverlässigsten Energiequellen der Welt als unzuverlässig umzudeuten, nur weil sie, wie jede andere Form der Stromerzeugung, gelegentlich mit widrigen Wetterbedingungen konfrontiert wird.
Anthony Watts ist Senior Fellow für Umwelt und Klima am Heartland Institute. Seit 1978 arbeitet er als Wetterexperte im Fernsehen und Radio, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Er hat Wettergrafiksysteme für das Fernsehen und spezielle Wetterinstrumente entwickelt und an Fachartikeln zu Klimathemen mitgewirkt. Er betreibt die weltweit meistbesuchte Website zum Thema Klima, die preisgekrönte Website wattsupwiththat.com.
Ursprünglich veröffentlicht auf Climate REALISM
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Modell zeigt Anzeichen für einen Winter mit Blockierungs-Wetterlagen
Cap Allon
Das neueste Saisonmodell des Met Office deutet auf eine zunehmend zu Blockierungen neigende Wetterlage für den kommenden Winter hin.
Die GloSea-Simulation vom September (Karten unten) zeigt die mittleren Anomalien des Luftdrucks auf Meereshöhe für Dezember bis Februar.
Anstelle des klassischen positiven NAO-Musters – (sehr) tiefer Luftdruck in der Nähe von Island, wobei eine starke Strömung vom Atlantik milde Luftmassen aus Südwesten nach Westeuropa treibt – simuliert das Modell wiederholt einen höheren Luftdruck in Richtung Grönland und den hohen Breitengraden.
Gleichzeitig wird der niedrigere Luftdruck weiter nach Süden über den Nordatlantik und in Richtung Europa gedrückt.
Das Signal verstärkt sich im Laufe des Winters.
Bereits im Dezember ist eine Blockierung um Grönland zu erkennen. Im Januar bleibt das gestörte atlantische Muster bestehen. Im Februar wird diese Konstellation noch deutlich ausgeprägter: Im hohen Norden liegt ein Hochdruckgebiet, unter dem sich ein breiter Tiefdruckgürtel erstreckt.
Eine solche Blockierung kann den Jetstream nach Süden drängen und so den Weg für kältere Luft aus Norden oder Osten ebnen.
Die Karten deuten zudem auf ein ähnlich gestörtes Muster über Nordamerika hin, mit Hochdruckgebieten um Grönland und Nordkanada sowie Tiefdruckgebieten weiter südlich. Diese Konstellation kann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass arktische Luft in die USA vordringt, doch handelt es sich hierbei um Luftdruckkarten – nicht um Temperaturvorhersagen. Sie reichen für sich allein nicht aus, um einen kalten Winter in den USA vorherzusagen.
Dieses Signal kommt nach einem heißen Sommer in Großbritannien.
Auf einen heißen Sommer folgt nicht immer ein kalter Winter, aber es gibt bemerkenswerte Präzedenzfälle. Auf den berühmt-berüchtigten heißen Sommer von 1976 folgte ein kalter Winter 1976/77, während auf den außergewöhnlichen Sommer von 1995 ein sehr kalter Winter folgte.
Der wichtige Punkt ist, dass die Energiebilanz der Erde ein Gleichgewicht anstrebt.
Schauen wir mal, was da kommt!
Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-sea-ice-decline-stalled-nearly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Schon vor einiger Zeit fand sich auf dem (deutschsprachigen) Blog vom „Schneefan“ diese Meldung:
Statistik: Machen ein starker El Niño und eine negative PDO einen kommenden Eiswinter wie 2009/10 in Europa?Die experimentellen Langfristprognosen von NOAA/CFSv2 (rechts) rechnen für den kommenen NH-Winter mit einem starken El Niño im äquatorialen Pazifik und mit dem Muster einer negativen PDO im Nordpazifik. „Die Kombination aus einer negativen Pazifischen Dekaden-Oszillation (PDO) und einem starken El Niño erhöht statistisch das Risiko für ein signifikantes Kälte- und Einbruchszenario im Spätwinter (Januar bis März) in Nord- und Mitteleuropa. Die physikalischen Prozesse: 1. Polarwirbel-Schwächung: Ein starker El Niño sendet atmosphärische Wellen (Rossby-Wellen) in die höhere Atmosphäre. Wenn diese auf die Druckmuster einer negativen PDO treffen, verstärkt sich der Energietransfer in die Stratosphäre. Dies triggert plötzliche Stratosphärenerwärmungen (Sudden Stratospheric Warming). Der Polarwirbel bricht zusammen, was eisige Arktisluft nach Süden lenkt. 2. Blockierende Hochdruckgebiete: Durch den Zusammenbruch des Polarwirbels bildet sich oft eine negative Nordatlantische Oszillation (NAO). Es entstehen stabile Blockierungshochs über Island, Grönland oder Skandinavien. Diese blockieren die milden Atlantiktiefs und öffnen die Tür für kontinentale Kaltluft aus Osten. Ein prominentes Beispiel für diese seltene Kombination war der Winter 2009/2010. Trotz eines starken El Niños erlebte Europa – begünstigt durch die pazifischen Randbedingungen – einen der kältesten und schneereichsten Winter der jüngeren Geschichte mit extrem negativen NAO-Werten und massivem Chaos auf den Straßen.“ Quellen: WO-Rückblick Winter 2009/10 Deutschland und NOAA/CFSv2-Prognosen SSTA global NH-Winter 2026/27 mit Ergänzungen
Link: https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2026/08/05/warmer-und-trockener-august-in-deutschland/#more-886212 (Scrollen bis „Update vom 18. 9.“)
Der Beitrag Modell zeigt Anzeichen für einen Winter mit Blockierungs-Wetterlagen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Keine Apokalypse: Jahrzehntelange Weltuntergangs-Prophezeiungen wollen einfach nicht aussterben
Seit Jahrzehnten warnen uns Experten davor, dass die Menschheit auf eine Umweltkatastrophe zusteuert – dass uns die Ressourcen ausgehen, die Ölvorräte zur Neige gehen, wir mit einer Massenhungersnot konfrontiert werden oder der Planet zunehmend unbewohnbar wird. Die Details ändern sich, aber eines ist bemerkenswert konstant geblieben: Die vorhergesagte Apokalypse scheint nie einzutreten. – CCD-Redaktion
Wie ich in meinem demnächst erscheinenden Buch „Confidently Wrong“ (Broadside/HarperCollins) feststelle, war ein prägendes Merkmal des Lebens der oberen Mittelschicht in den letzten 50 bis 60 Jahren, dass Wissenschaftler, Aktivisten und öffentliche Intellektuelle die schrecklichsten Weltuntergangsprognosen hinaus posaunten – die ausnahmslos nicht einmal ansatzweise eingetreten sind.
Erinnern Sie sich noch an den Club of Rome und den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“?
Im Jahr 1972 argumentierte eine Gruppe führender Wissenschaftler unter Verwendung der damals fortschrittlichen Regressionsanalyse, dass dem Planeten irgendwann die wichtigsten Ressourcen ausgehen müssten. Sie nannten ganz konkrete Daten für diese globale Beinahe-Apokalypse. Und dann traf keine der Vorhersagen ein.
Wie Mark Perry vom American Enterprise Institute 40 Jahre später in seinem provokant betitelten Artikel „Time Has Not Been Kind to the Limits to Growth“ feststellte, lag der Bericht „so daneben, weil seine Autoren die größte Ressource von allen übersehen hatten: unseren eigenen Einfallsreichtum.“
Dank der sogenannten Grünen Revolution in der Landwirtschaft und im Gartenbau ist die Nahrungsmittelversorgung der Menschheit nicht zusammengebrochen. Tatsächlich berichtet Perry, dass „die Unterernährung um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist“ – von weit über 30 Prozent der Weltbevölkerung auf etwa 15 Prozent.
„Wir ersticken auch nicht an der Umweltverschmutzung“, weil Elektro-, Hybrid- und sogar Wasserstofffahrzeuge viele der teuren Spritfresser der Vergangenheit ersetzt haben. Tatsächlich ist das jährliche Risiko, an den Folgen der Umweltverschmutzung zu sterben, seit 1900 von eins zu 500 auf eins zu vielen Tausend gesunken.
Angesichts der Ausrichtung ihres Thinktanks überrascht es vielleicht nicht, dass die AEI-Leute argumentieren, die wahre Lösung für Umweltprobleme liege in der Innovation, angetrieben durch „Wirtschaftswachstum“.
Die gleiche Erkenntnis – dass Ressourcen zwar offensichtlich nicht unendlich sind, aber neue Vorkommen gefunden oder sogar neu erschlossen werden können, wenn wir auf den menschlichen Erfindungsreichtum setzen – gilt auch für „Peak Oil“, die vielleicht ultimative, immer wiederkehrende unsinnige Vorhersage.
Wie jeder Investor in Rohstoffe weiß, haben „sehr seriöse Leute“ bereits ein Dutzend Mal vorausgesagt, dass die Erde in naher Zukunft keine wichtigen fossilen Brennstoffe mehr haben wird. Forbes merkt an, dass die Peak-Oil-Theorie in gewisser Weise „realitätsnah“ ist.
Öl ist „eine endliche natürliche Ressource, die über einen geologischen Zeitraum hinweg gebildet wird, während die Nachfrage weiter steigt“. Angesichts unterschiedlicher Computermodelle und der fortlaufenden Exploration durch die Ölkonzerne „kann sich jedoch niemand ganz darauf einigen, wann wir den Punkt des Peak Oil erreichen werden oder was ihn überhaupt auslösen wird.“ …Auszug…
Ein Artikel dieser Art könnte fast endlos weitergehen und ähnliche Fehlprognosen dokumentieren, ob groß oder klein.
Alles weitere steht im National Review
Link: https://climatechangedispatch.com/failed-doomsday-predictions/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Keine Apokalypse: Jahrzehntelange Weltuntergangs-Prophezeiungen wollen einfach nicht aussterben erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Sommer wird in Deutschland erst seit 1988 wärmer – Teil 2
Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz
- Zunehmender Wärmeinseleffekt durch Bebauung und Flächenversieglungen, die Zunahme der Sonnenstunden, Trockenlegung der Landschaft und geänderte Großwetterlagen-Häufigkeiten bestimmen die Sommererwärmung seit 1988
- Die Sommererwärmung seit 1988 fand hauptsächlich tagsüber statt.
- Die Klimahysterie basierend auf CO₂ als Treibhausgas ist völlig unbegründet, ein frei erfundenes Medienereignis.
Teil 1: hier
Der Klimawandel fand ab 1988, im Sommer und vor allem tagsüber statt.
Hauptgründe sind die Zunahme der Sonnenscheindauer und die Zunahme der Strahlungsintensität der Sonne. Auch die Luftreinhaltegesetze halfen mit. Zudem hat der energiereiche UV-Anteil der Sonne im letzten Jahrzehnt je nach Ort bis zu 20% zugenommen. siehe hier. All das hat natürlich Auswirkungen auf die Temperaturentwicklung tagsüber.
Abb. 1: In grau die vom DWD gemessenen Tmax-Temperaturen. Die Sommererwärmung seit 1988 fand vor allem tagsüber statt.
Korrelation zwischen Sonnenstunden und Tmax (Tagestemperaturen)
Abb. 2: Korrelationskoeffizient R = 0,89 bei Tmax. Bei Tmin liegt der K.K. R nur bei 0,58. Was auch zu erwarten war, da Tmin weniger stark steigt als Tavg und Tmax
Merke 1: Da die Sonne im Sommer am stärksten und derzeit auch noch mit einem hohen UV-Anteil wirkt, ist auch der Einfluss auf die Tagestemperaturen am höchsten, laut Treibhaustheorie müsste es umgekehrt sein
Merke 2: Die seit 1988 starke Zunahme der sommerlichen Temperaturen tagsüber – immerhin 0,7 Grad/Jahrzehnt – zieht auch den Jahresschnitt der Deutschlanderwärmung seit 1988 stark nach oben.
Andere Einflüsse und Ursachen der Sommer-Klimaerwärmung seit 1988Das zeigen wir an Einzelstationen: Es kommt auf den Standort und die vom Menschen vorgenommenen Standortveränderungen an.
Würde nur CO₂ die Temperaturen bestimmen wie die Treibhauskirche behauptet, dann müssten die Steigungslinien zumindest ab 1988 bei allen Stationen alle gleich sein!!
Wir bieten hier nun einen kleinen Querschnitt von 5 Wetterstationen quer Beet mit dem Verlauf der Tag/Nachtauswertungen.
Fast alle Stationen wurden vom DWD im Betrachtungszeitraum versetzt, und seien es auch nur wenige Meter, damit sie nun ganztägig von der Sonne beschienen werden können. Das ändert natürlich die Steigungslinien, ist für unsere Zwecke jedoch nicht relevant, da die Versetzung für die drei Temperatur-Betrachtungsparameter gleichzeitig waren. Wir achten viel mehr auf die Steigungsunterschiede bei den wie eine Schere auseinandergehenden Trendlinien zwischen Tag/Nacht.
Beginnen wir mit Konstanz, ganz im Süden
Grafik 3a: Bodenseenähe, die Zunahme der Sonnenstunden erwärmen auch den Bodensee, so dass die Nächte sich miterwärmen. Geringere Differenz zwischen Tmax/Tmin wegen Seenähe.
Der Gegensatz: Wetterstation Dachwig in Thüringen, absolut ländlich und trocken gelegte Landschaft
3b: Absolut ländlich in Thüringen, am Tage starke Erwärmung, hohe Differenz zwischen Tag- und Nachtsteigungsformeln, die Nächte wurden überhaupt nicht wärmer.
Das zeigt auch Nürnberg/Netzstall, absolut ländlich von Wiesen und Wald umgeben. Einige Kilometer entfernt vom Stadtrand. Die Station wurde vor 21 Jahren vom Ortsrand der Stadt zum kälteren Aussiedlerhof Netzstall verlegt, natürlich alle drei Messparameter gleichzeitig. Wir zeigen die Entwicklung der Station im Vergleich zu Nürnberg-Stadt.
3c: Die Sommernächte werden am ländlichen Standort Netzstall deutlich kälter, die Tage tagsüber deutlich wärmer, auch deutlich wärmer wie die städtische Station Nürnberg, siehe Steigungsformeln. Die Temperaturschere öffnet sich am ländlichen Standort deutlich mehr.
Trotz Versetzung an den vermeintlich kälteren Standort vor 21 Jahren sind die Sommertage tagsüber beim Aussiedlerhof Netzstall inzwischen gleich warm wie in der Stadt.
Düsseldorf, die Wetterstation am Flughafen.
3d: Hauptstadt von NRW, die sommerlichen Nachttemperaturen zeigen weniger Erwärmung als der DWD-Schnitt, allerdings auch eine Tageserwärmung unter dem Schnitt. Die Schere zwischen Tag/Nacht geht wie überall in Deutschland auseinander.
Einschub: Und was behauptet der gut bezahlte Treibhaus-Chefexperte (so nennt er sich selbst) namens Häckl, der bei RTL moderiert?
Das hier: Die Nächte würden sich aufgrund des CO₂-Treibhauseffektes stärker erwärmen. Und das versucht Häckl anhand der CO₂-Rückstrahlung zu erklären. Ein klassischer Schuss in den Ofen. Herr Häckl hätte sich als RTL-Experte wenigstens unsere Sommer-Grafik von Düsseldorf anschauen können.
Was würde Häckls Behauptung bedeuten? Das würde bedeuten, dass sich die Nachttemperaturen bei zunehmender CO₂-Konzentration immer mehr den Tagestemperaturen annähern würden bis es (in 100 Jahren?) schließlich gar keinen Unterschied zwischen Tag/Nacht mehr geben würde!!!
Nur wenn man annimmt, das kein oder kaum ein CO₂-Erwärmungseffekt wirkt, nur dann können Sonnenstundenzunahme und zunehmende Landschaftstrockenlegung=Versteppung zu einem Öffnen der Trendlinienschere führen. Vergleiche Wüste, höchste Tag/Nachtunterschiede. Und das ist bei den ländlichen Wetterstationen Deutschlands – im Sommer ein brauner Steppenboden – auch der Fall.
Inselwetterstation Helgoland, umgeben von der Nordsee, siehe auch diesen Artikel.
Abb. 3e: Der Temperaturverlauf wird viel stärker von der Nordseetemperatur, siehe Abb. 3f, bestimmt.
Zu Graphik 3e: Das sieht man u.a. auch an den Trendgeraden, die zwischen Tmax und Tmin nur knapp 4 Grad (1988) und gut 4 Grad (2026) auseinander liegen. Die Stationen im Landesinneren, Grafik 3a – 3d, haben eine Differenz von über 10 Grad zwischen Tmin und Tmax! Die Sonnenstunden haben auf Helgoland nicht zugenommen, auch deshalb ist der Steigungsverlauf zwischen Tag/Nacht nicht besonders gravierend, aber vorhanden. Das gleiche Verhalten der Temperaturtrendgeraden zeigt sich auch auf den Nordseeinseln Norderney und List auf Sylt. Sogar Arkona auf der Ostseeinsel Rügen zeigt dieses Verhalten.
Abb. 3f: Der Sommer-Temperaturverlauf der Inselwetterstationen wird viel stärker von der Nordseetemperatur bestimmt. Beachte, auch die Nordseetemperatur stieg seit 1988 ähnlich wie bei der DWD-Wetterstation Helgoland an, siehe Korrelations-Koeffizient, R = 0,95
Ergebnisse der Tag/NachtvergleicheDie starke Sommererwärmung seit 1988 fand in Deutschland tagsüber statt. Das beweist den Einfluss der zunehmenden Wärmeinselwirkung, aber auch der Sonnenstunden. Andere Faktoren sind teilweise Bestandteil der Wärmeinselwirkung und bedingen sich gegenseitig wie Niederschläge, Windrichtungen, Änderung der Großwetterlagen, Luftreinhaltemaßnahmen, kosmische Strahlung, Bebauung, Trockenlegungen, örtliche Klimabesonderheiten.
Die Sommererwärmung tagsüber und der Herbstmonate sind der Hauptgrund, weshalb die DWD-Jahresschnitte wieder wärmer werden seit 1988 und nicht ein Klimakiller Kohlendioxid, denn sonst müssten die Nächte laut Häckl stärker wärmer werden.
Merke: Die Gesamtjahreserwärmung Deutschlands fand hauptsächlich tagsüber im Sommer bis in den Herbst hinein statt.
Erkenntnis zu CO₂: Freispruch
- Der völlig unterschiedliche Verlauf der Tag/Nachtemperaturen in Deutschland zeigt, dass CO₂ überhaupt keine oder fast keine Wirkung hat.
- Würde wie behauptet, Kohlendioxid der alleinige Temperaturtreiber sein, dann müssten bei allen DWD-Wetterstationen der Tages- und Nachttemperaturverlauf dieselben Steigungsformeln aufweisen.
- Alle, das bedeutet streng genommen, dass alle hier gezeigten DWD Stationen ein- und dieselbe Steigungsformeln für Tag/Nacht und für den Schnitt (brauner Graph) haben müssten, nämlich Y= 0,0495 C/Jahr, wie in Grafik 1
Das ist überhaupt nicht der Fall. Jede DWD-Wetterstation hat je nach Standortverhältnissen und Umgebung ihren eigenen Verlauf mit einer eigenen Steigungsformel, dazu auch noch Tag/Nacht unterschiedlich. Dieser Grafikbeweis zeigt erneut, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirken kann. Eventuell auch kühlend.
Gesamt: Das Klima wandelt sich immer, der stets verschiedene Sommersteigungsverlauf der einzelnen DWD-Wetterstationen zeigt: CO₂ hat daran keinen erkennbaren Anteil
Zusammenfassung:1.) Die Sommertemperaturen variieren an allen Betrachtungsorten Deutschlands von Jahr zu Jahr. Die Gründe sind die unzähligen natürlichen und sich ständig ändernden Einflüsse auf das Wetter und das Klima.
3.) Weniger Nord-, dafür mehr Süd- und Hochdruckwetterlagen tragen ganz wesentlich zum Durchschnittstemperatur eines Monates bei. Es handelt sich um natürliche Einflussfaktoren auf das Wetter und Klima. Und die haben sich 1988 geändert.
3.) Wie die Grafiken zeigen, bewirkt die jährlich weltweite CO₂-Zunahme entweder gar nichts oder nichts Erkennbares, denn sonst könnten die Nachttemperaturen nicht fallen. CO₂ kann am Tage auch im Sommer nicht erwärmend und nachts abkühlend wirken.
4) Daneben übt der Mensch einen konstanten zusätzlichen Einfluss durch die Schaffung immer neuer zusätzlicher Wärmeinseleffekte aus. Bei manchen Stationen mehr, bei anderen weniger. Deshalb auch die unterschiedlichen Formeln der Regressionslinien.
Abschätzung des Korrekturfaktors in den DWD-Temperaturreihen seit 1988Nach den Angaben von Raimund Leistenschneider haben wir den menschengemachten Anteil bei den Sommertemperaturen seit 1988 herausgerechnet. Neben dem WI-Anteil enthält der Korrekturfaktor auch die Standortänderung der Messstationen, die vielen ganz neuen Messstationen seit der Einheit und die neue DWD-Messerfassung
Abb. 4: Auch wärmeinselbereinigt wäre der Sommer in den letzten 39 Jahren wärmer geworden. Die grüne Kennlinie gibt den natürlichen Anteil der plötzlich seit 1988 einsetzenden Erwärmung an. 1987/88 haben sich die Großwetterlagen für Europa plötzlich geändert.
Damit ist die Definition des IPPC von Klimawandel falsch: Die behauptet nämlich, dass die CO₂-Zunahme der alleinige Temperaturtreiber wäre. Noch verwerflicher ist die derzeitige Klimapolitik der Bundesregierung, die ein klimaunwirksames, aber lebensnotwendiges Gas, das Schöpfungsgas der Erde bekämpfen will und dabei unsere Demokratie, unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand ruiniert. Das Geschäftsmodell CO₂-Treibhausgas will nur unser Geld, hier zusammen mit Prof. Dr. Döhler näher beschrieben.
Fazit: Es wird Zeit, dass endlich Umwelt- und Naturschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden, saubere Luft, genügend Trinkwasser zu verträgliche Preisen und gesunde Nahrungsmittel sind menschliche Grundrechte. Eine CO₂-Klimaabgabe taugt zu gar nichts, auf alle Fälle nicht dem Klima. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden ist. Neben den oben beschriebenen Gründen, abgeleitet aus den Grafiken, weshalb CO₂ nicht an der gemessenen Sommer-Erwärmung seit 1988 schuld sein kann, sollen noch fünf weitere Gründe genannt werden:
- Es gibt keinen Versuch, der die Klimasensitivität von CO₂ auch nur annähernd bestimmen kann. Behauptet werden 2° bis 5°C Erwärmung. Jeder Versuch liefert Null oder das Ergebnis verschwindet im Rauschen der Messfehler.
- Es gibt auch keinerlei technisches Anwendungsbeispiel, bei welchem wir Menschen uns den behaupteten CO₂-Treibhauseffekt positiv zunutze machen könnten.
- Bei der Sprengung der Nordstream-Pipeline entwichen 300 000 Tonnen des 25x stärkeren Treibhausgases Methan. Erhöhte Konzentrationen konnten gemessen werden, die dazugehörige Treibhauserwärmung gab es nicht.
- Damit scheidet auch die Erklärungsvorstellung so mancher Treibhausbefürworter aus, die davon ausgehen, dass es aufgrund der ständigen IR-Absorption und Emission bei IR-aktiven Gasen zu einer Verzögerung der Abkühlung in Richtung Weltall käme
- Schon bei der Elite der deutschen Physiker wie Einstein, Heisenberg, Hahn, Planck spielte der CO₂-Treibhauseffekt keine Rolle. Er existierte für sie schlichtweg nicht, obwohl die Hypothese dazu schon Jahrzehnte zuvor entwickelte wurde.
- Albert Einstein said 1917 no to CO₂ radiative warming of the atmosphere: hier und hier
- Wir sind weit entfernt von einer bevorstehenden Klimakatastrophe oder gar Klimaverbrennung der Erde. Folgende Grafik sollte auf alle Leser, vor allem auf Politiker beruhigend wirken: Das derzeitige globale Klima ist völlig normal und zeigt keine großen Veränderungen.
Abb. 5: Einordnung der gegenwärtigen Temperaturen, Vergleich mit anderen Zeitepochen. Von einer Klimakatastrophe oder Erdverbrennung sind wir weit entfernt. Das Klima ist völlig normal und nicht außer Kontrolle. Nur in großen Teilen Europas beobachten wir seit 1988 eine Temperaturzunahme, aufgrund natürlicher und vom Menschen verursachter Erwärmungen durch Wärmeinselerweiterungen
Fazit: Der Klimawandel begann in Deutschland und anderen Teilen Europas 1987/88. Es wurde angenehm wärmer. Aber nicht durch Kohlendioxid.
Abb. 6: CO₂ ist kein globaler Temperaturregler.
Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern: Die bewusst geplante und von der Regierung gewollte CO₂-Klimaangstmacherei in Deutschland muss eingestellt werden. Man will nur unser Geld. Das Klima der Welt könnte eh nicht von Deutschland aus gerettet werden.
Was gegen heiße Sommertage hilft haben wir hier beschrieben.
Leider werden diese Vorschläge, die wirklich helfen würden, nicht umgesetzt; die Regierungsresonanz auf unsere Vorschläge war Null, obwohl wir viele Politiker angeschrieben haben. Daraus kann man nur den Schluss ziehen: die Regierung mitsamt ihren bezahlten Treibhausforschern und Angstmachern wollen gar keine Eindämmung der heißen Tage, dies würde die CO₂-Steuer und all die anderen dämlichen und teuren Klimarettungsmaßnahmen gefährden.
Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre!
Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme in der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Diesen lebensnotwendigen Wachstumsstoff holen sich die Pflanzen aus der Luft. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO₂-gehalt der Atmosphäre liegt bei 800 bis 1000ppm. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO₂ in der Luft. Wer CO₂ vermindern will, der handelt letztlich gegen die Schöpfung dieses Planeten.
Zusatz: Wer an CO₂ als anthropogenen Erwärmungstreiber glaubt, der muss auch von seiner Mitschuld an der Erwärmung seit 1988 überzeugt sein und ein schlechtes Gewissen haben. Abhilfe: solche Gläubige können sich hier ihr Gewissen durch eine monatliche Kollekte an die Kirchen beruhigen. Bitte mit gutem Beispiel bei sich selbst vorangehen und vorbildlich für andere wirken.
Josef Kowatsch, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher
Matthias Baritz, Naturschützer und neutraler Naturwissenschaftler.
Der Beitrag Der Sommer wird in Deutschland erst seit 1988 wärmer – Teil 2 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Studie: Die Erwärmungsraten der Ozeane vor Tausenden von Jahren stellen die heutigen Erwärmungsraten der Ozeane weit in den Schatten!
Für Zwischen-Eiszeiten, wie beispielsweise die vor etwa 14.000 bis 6.000 Jahren, wird geschätzt, dass die Wärmeaufnahmeraten der Ozeane bei 12.000–20.000 ZJ (Zettajoule) lagen. Dieser Bereich der überschüssigen Energieaufnahme ist 20- bis 30-mal größer als die heutige globale Wärmeaufnahmerate der Ozeane (Gebbie, 2021).
Während der mittelalterlichen Warmzeit, auch bekannt als mittelalterliche Klima-Anomalie (MCA), waren die Wärmeaufnahmeraten der Ozeane auf etwa 1500 ZJ gesunken.
Aktuell (im Jahr 2000 n. Chr.) ist die globale Wärmeaufnahme der Ozeane auf nur noch 500 ZJ gesunken. Mit anderen Worten: Trotz der Erwärmung seit 1750 haben wir erst etwa ein Drittel des Weges zurück zu den Werten des Wärmeinhalts der Ozeane zurückgelegt, die vor 1000 Jahren erreicht worden waren, als der CO₂-Gehalt bei 275 ppm lag.
„… die Wärmeaufnahme von etwa 500 ZJ während der modernen Erwärmungsphase beträgt nur ein Drittel dessen, was erforderlich ist, um das Niveau der MCA zu erreichen.“
Quelle: Gebbie, 2021
Quelle: Gebbie and Huybers, 2019
Betrachtet man die Wärmeaufnahmeraten des Ozeans im Zusammenhang mit der Temperatur, so erwärmt sich der gesamte Ozean heute (1994–2013) mit einer Rate von lediglich 0,0011 °C pro Jahr (Wunsch, 2018). Das entspricht einer jährlichen Erwärmungsrate von etwas mehr als einem Tausendstel Grad.
Man möchte uns glauben machen, diese Rate sei sowohl alarmierend als auch beispiellos. Beides trifft nicht zu.
Quelle: Wunsch, 2018
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Studie: Die Erwärmungsraten der Ozeane vor Tausenden von Jahren stellen die heutigen Erwärmungsraten der Ozeane weit in den Schatten! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wetter-Vorhersage und Klima-Prognose in chaotischen Systemen
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Klaus-Eckart Puls
A. P r o l o g
Ich stehe auf einer kleinen Brücke. Unter mir sprudelt und rauscht ein Bach – über Stock und Stein … über Kies und Untiefen … spritzt und schäumt turbulent … ändert ständig seine Form und Richtung –
im Kleinen und im Großen. Ein Schauspiel ! Ein Chaos !
Ich versuche nun mir vorzustellen: Wie sieht dieses Wasser-Gewirbel unter mir wohl aus, wenn es 10 Meter weiter ist … 30 Meter weiter … wie, wenn es hinter der nächsten Bachbiegung ist ? Geht nicht ! Unüberschaubar. Unvorhersehbar. Eben ein Chaos. Jeder weiß es.
Um so erstaunlicher ist es :
Nahezu “jeder glaubt“, daß man ein anderes, noch viel chaotischeres System vorhersagen kann,
über 10 … 30 … gar 100 Jahre : Das Klima ! Eine jahrelange flächendeckende Propaganda von Medien … Politikern … Klima-Alarmisten … hat es den Menschen als tiefen Glauben eingetrichtert !
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B. Wetter-Vorhersage als Vorstufe zur Klima-Prognose ?
.Jedermann kennt und erlebt die Unsicherheit bei viel-tägigen Wetter-Vorhersagen. Es gibt da offensichtlich Grenzen, trotz der heutzutage schnellen Computer und derzeit bestmöglich ausgereizten partiellen Differential-Gleichungen. In der Fach-Sprache heißt das dann so [1a] :
“Von der praktischen (“Wetter“-)Vorhersagbarkeit ist deren prinzipielle Grenze zu unterscheiden. Infolge der … stochastischen Natur geophysikalischer Gesetze läßt sich nicht jedes raum-zeitliche Detail mit jeder wünschbaren Genauigkeit beliebig weit in die Zukunft vorhersagen.“
Die wesentlichen Gründe dafür sind :
() Die nur mäßig genaue Bestimmung des Ausgangs-Zustandes (Meßnetze),
() Die extreme Komplexität der mathematisch-physikalischen Gleichungs-Systeme,
() Die mathematisch-chaotische (“stochastische“) Dominanz der Atmosphären-Prozesse.
Schon die Meß- und Beobachtungsnetze zu Lande, zu Wasser und in der Luft können aus Kostengründen niemals soweit verdichtet werden, daß sie den physikalischen Anforderungen der Vorhersage-Modelle gerecht wird. Es bleiben also schon beim Start der Modelle Ungenauigkeiten, die sich im Verlauf der Berechnungen von Tag zu Tag potenzieren und schließlich dazu führen, daß das Rechen-Modell gewissermaßen „aus dem Topf schwappt“. Außerdem sind die Differential-Gleichungen so kompliziert, daß man sich immer mit Näherungslösungen (“Parametrisierungen“) zufrieden geben muß, und seien diese noch so gut.
F o l g l i c h :
Die Atmosphäre ist ein chaotisches System, im Sinne von physikalisch-mathematischer Stochastik [1] :
“Ein stochastisches System ist ein dynamisches System, dessen zukünftiges Verhalten nicht exakt vorhergesagt werden kann, da es vom Zufall oder Unsicherheiten beeinflusst wird. Im Gegensatz zu einem deterministischen System liefert der aktuelle Zustand keine eindeutige Vorhersage für den Folgezustand, sondern bestimmt lediglich eine Wahrscheinlichkeitsverteilung aller möglichen Folgezustände.“
Bei alledem aber hat die Atmosphäre in ihren physikalischen Prozessen auch einen deterministischen Anteil :
Es ist das große Verdienst der Wetter-Dienste, diesen Anteil der Atmosphären-Zirkulation
und deren Folgen für das “Boden-Wetter“ seit Beginn der numerischen Vorhersagen
vor etwa 50 Jahren immer weiter erfassen zu können, derzeit für etwa eine Woche beherrschen !
D a b e i :
Je weiter sich die atmosphärischen “Wetter“-Prozesse und gleichermaßen die Modell-Rechnungen zeitlich vom Ausgangszustand entfernen, um so mehr „vergißt“ die Atmosphäre diesen Anfangszustand.
Dabei hat die Atmosphäre zusätzlich die rechnerisch unbequeme Eigenschaft, daß die Energie-Kaskaden sich auch umkehren können :
() Einerseits – Die energetischen Transporte/Flüsse laufen weitgehend von oben nach unten: Von den globalen Höhenwind-Strömungen (Zirkulation …“Jetstream“) … zu Hoch’s und Tief’s … zu Sonnenschein … Regen … Sturm … zu immer kleineren Staub- und Laubwirbeln in Bodennähe …
() Andererseits – (wie oft anschaulich kolportiert wird) : Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann über eine Energie-Kaskade von unten nach oben einen Wirbelsturm verursachen [2] :
“Der Schmetterlings-Effekt beschreibt das Phänomen, daß in einem komplexen, nichtlinearen System bereits eine minimale Änderung der Anfangsbedingungen langfristig zu einer völlig unvorhersehbaren Entwicklung führen kann. In der Erdatmosphäre bedeutet dies, daß theoretisch winzigste Störungen – wie der namensgebende Flügelschlag eines Schmetterlings – das weltweite Wettersystem nach Wochen komplett verändern können. Der Begriff geht auf den Meteorologen Edward N. Lorenz zurück, der dieses Verhalten 1961 durch Zufall bei einer numerischen Wettervorhersage entdecke.“
.
Bei alledem geht man derzeit davon aus, daß die Grenzen der Wetter-Vorhersagbarkeit bei zwei Wochen liegen. Das heißt natürlich auch, daß mit dem heutigen physikalisch-mathematischen Stand der Wetter-Vorhersage-Modelle die Möglichkeiten der Wetterprognose noch nicht ganz ausgeschöpft sind :
Zunächst werden immer leistungsfähigere Computer dazu eine wichtige Basis sein. Auch bessere Meßverfahren, dichtere Meßnetze und eine immer bessere mathematische Behandlung der Gleichungs-Systeme werden Fortschritte bringen. Und neuerdings wird auch mit KI bei der Wettervorhersage experimentiert.
Zu den heutigen und auch künftigen Grenzen der Wetter-Vorhersagbarkeit gibt es zahlreiche fach- und sachkundige Aussagen – hier einige (wenige) Beispiele :
.
() DWD [3] :
“Weihnachts-Wetter ? … schön, daß manche Kaffeesatzleser dies schon wissen … Meteorologen werden sich kaum auf dieses dünne Eis begeben. Denn alles, was über 8-10 Tage hinaus geht, das bleibt immer noch im Reich der Mystik...“.
.
() “Meteorologen gegen Langfrist-Prognosen“ [4] :
“Führende Meteorologen aus ganz Deutschland werden auf dem am Dienstag in Hamburg beginnenden Extremwetter-Kongreß eine gemeinsame Erklärung unterschreiben. … darin wollen die Experten langfristigen Prognosen aus Gründen wissenschaftlicher Sorgfalts-Pflicht eine deutliche Absage erteilen. Genaue Vorhersagen, die das Wetter über Wochen und Monate prognostizieren, seien meteorologisch und wissenschaftlich nicht haltbar. … Verantwortbar seien Vorhersagen über einen Zeitraum von 5 Tagen bis zu eine Woche …“.
.
() Jörg Kachelmann [5] :
“Viele Nutzer wüßten nicht, daß unterschiedliche Wettermodelle oft zu völlig verschiedenen Ergebnissen kommen. Nach wenigen Tagen könne sich deshalb eine Prognose komplett verändern.
Kachelmann rät Nutzern, sich bewusst zu machen, daß langfristige Prognosen stark schwanken. Wer sich nicht intensiv mit Ensemble-Vorhersagen beschäftigen wolle, müsse sich damit abfinden, daß nach etwa fünf Tagen die Vorhersagen der üblichen Wetter-Apps sinnlos werden.“ …
“Wettermodelle werden mehrmals täglich neu berechnet. Schon kleine Änderungen der Ausgangsdaten können die Prognose für einen Termin in zehn bis 14 Tagen deutlich verändern.
Kachelmann erklärt das so: “Weil die Modelle alle sechs Stunden neu gerechnet werden und dann jeweils alles ganz anders sein kann bei den Vorhersagezeiträumen, die weit entfernt sind.“ Deshalb könne eine App innerhalb weniger Stunden plötzlich statt 40 Grad nur noch 20 Grad anzeigen. „Deswegen ist alles so sinnlos“, sagt er mit Blick auf langfristige Einzelprognosen. …“.
.
() DWD [6] :
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) verweist auf die hohe Empfindlichkeit der Berechnungen. “Verschiebt sich ein berechnetes Hochdruckgebiet in der Computersimulation nur um 200 km, entscheidet das am gewünschten Vorhersage-Ort über den Unterschied zwischen kühlen 15 Grad und extremen 35 Grad“, sagt Robert Scholz vom DWD in Leipzig.
.
F a z i t :
Ob Wetter-Vorhersage heute oder in Jahrzehnten : Es sind aus physikalischen Gründen in dem chaotischen System Atmosphäre prognostisch zeitliche Grenzen gesetzt ! DAS wird von den meisten Menschen anerkannt und akzeptiert.
Umso erstaunlicher ist es,
daß nach etwa 3 Jahrzehnten einer flächendeckenden Klima-Katastrophen-Propaganda viele (die meisten ?) Menschen glauben, man könne das KLIMA für Jahrzehnte oder gar ein Jahrhundert voraus sagen. Dabei ist die Atmosphäre nur ein einzelner Baustein eines noch komplizierteren hoch-chaotischen Systems, des Klima-Systems :
C. Das Klima-System
Die Basis für das Verständnis des Wetter- wie auch des Klima-Systems sind die Natur-Wissenschaften mit den Schwerpunkten allgemeine Physik, Thermodynamik, Strahlungs-Physik, Ozeanographie , Geophysik … et al. Die entsprechenden Zusammenhänge zu verstehen, das kann man folglich bei den meisten Mitbürgern weder voraussetzen noch erwarten. Trotzdem reden, schreiben und handeln Abertausende zu diesem Thema als “selbst-ernannte Klima-Experten“, insbesondere Politiker … Journalisten … Ideologen … Klima-Alarmisten … Klima-Extremisten … , aber – “Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ [7].
.
In Folgendem wird wieder einmal (vergeblich ?) versucht, dieses Thema verständlich darzustellen.
.
Sehr wahrscheinlich verstehen die meisten Menschen unter “KLIMA“ in ihrer Region das längerfristige Verhalten der “Luft- und Wetter-Küche“ über ihnen. JEDOCH: Das ist viel zu kurz gegriffen, denn das globale Klima-System und damit auch die regionalen Auswirkungen haben ein paar Dutzend wirksame Komponenten, von denen die Wesentlichsten hier in der Graphik angeführt sind :
F o l g l i c h :
Dieses unser Klima besteht keineswegs – wie man zunächst annehmen könnte – aus der Luftmasse mit dem Wetter über uns, sowie deren länger-fristiges Verhalten. Nein, es sind Dutzende von Faktoren und Prozessen, die unser Klima in zeitlich und energetisch unterschiedlicher Größenordnung beeinflussen und letztlich bestimmen. Die Wesentlichen sind in der vorstehenden Abbildung veranschaulicht. Hinzu kommen unüberschaubare Gegen- und Rückkoppelungen zwischen diesen – Alles hat mit Allem zu tun !
DAS ist ja schon kompliziert und nahezu unbegreiflich.
.
J e d o c h :
Es ist noch viel komplizierter
… noch komplexer, d e n n die einzelnen geophysikalischen Klima-Faktoren
haben für jegliche Wetter- und Klima-Zustände
unterschiedliche Reaktions-Zeiten …
ein “unterschiedliches Gedächtnis“ : ==>
D. Der Klimarat IPCC
Die Aufgabe des IPCC [8] :
“… Der Hauptzweck, den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum menschengemachten Klimawandel zu bewerten,
beschreibt die Kernaufgabe des IPCC …“ … „Gründung 1988 durch die WMO … “.
Somit ergibt sich schon aus diesem Auftrag: IPCC-Aufgabe ist es NICHT, die vielfältigen Klima-Faktoren und deren gegenseitige unüberschaubare(!) Rückkoppelungen und Zusammenhänge in der Jahrmillionen-langen Klima-Geschichte der Erde zu untersuchen. NEIN(!) – denn der Kern-Auftrag ist die Bewertung der “mensch-gemachten“ Einflüsse der Neuzeit. Schon hier ist ein politischer Auftrag erkennbar. Unter dieser Prämisse erstellt IPCC seit 1990 alle 5-6 Jahre einen “AR-Sachstandsbericht“. Während der AR1 1990 noch mit “nur“ 1.000 Seiten auskam, so hat AR6 2021-23 mittlerweile in der Summe aller Teilberichte sogar über 10.000 Seiten! Schon daraus ergibt sich, daß diese Original-Berichte von kaum einem Politiker oder Journalisten gelesen werden! Daher: Es wird eine Kürzest-Fassung als “Summary for Policymakers (SPM)“ erstellt, die aus den vielen Tausend Seiten nun nur 30-40 Seiten “macht“. Dabei sind in der letzten Phase dieser “Auslese“ Umweltminister … politische Entscheidungsträger … NGO’s … Forschungsgeld-abhängige Institute … et al. beteiligt. Schon von daher ist es nicht verwunderlich, daß in diesen IPCC-SPM-Schlußbericht weit überwiegend die dramatischen extremen Klima-Szenarien Eingang finden – nunmehr als “Prognosen“ etikettiert.
.
Und dazu ist hier dieser Hinweis von grundlegender Bedeutung :
Das IPCC macht keinerlei Prognosen/Vorhersagen, sondern es erstellt SZENARIEN :
Dazu gibt es von diversen fachkundigen Instituten zahlreiche Belege, z.B. :
.
() Karlsruher Institut für Technologie (KIT) [9] :
“Ein zentraler Punkt :
Klimamodelle liefern keine Vorhersagen, sondern sogenannte Projektionen.“
() KI [10] :
“Klimaszenarien des Weltklimarats IPCC sind keine Vorhersagen oder festen Prognosen, sondern “Was-wäre-wenn“-Modellrechnungen für plausible Zukunftspfade. Der Unterschied zwischen Szenarien und Vorhersagen : … Eine Vorhersage sagt voraus, was exakt eintreffen wird. Der IPCC weiß jedoch nicht, wie sich die Menschheit wirtschaftlich, politisch oder technologisch verhalten wird …“.
.
Und diese Szenarien liefern Spekulationen von + 1 … 3 … 5 … Grad Erderwärmung in eine kaum überschaubare Zukunft von bis zu 100 Jahren ==>
D a b e i :
Zur Ehrenrettung der meisten IPCC-Kollegen sei hier gesagt :
Der IPCC behauptet DAS ja auch gar nicht –
weder, daß er Prognosen erstellt, noch daß Klima-Prognosen möglich sind [11] :
Derartige unbequeme Wahrheiten werden dann aus politischen Gründen
nicht in den SPM übernommen :
W A R U M ? D A R U M ==>
E. Der Große Klima-Knall 2026
… und nun plötzlich – am 7. April 2026 – sagt eben dieser Klimarat : “April … April …“ =>
…. eine “mediale Springflut“ rauschte durch die Welt, hier einige wenige(!) Beispiele :
.
() Prof. Fritz Vahrenholt [12] :
“Der Weltklimarat sagt, die Klimakatastrophe findet nicht statt … Am 7. April 2026 veröffentlichten 44 IPCC-Autoren, die für die Klimaszenarien des Weltklimarates verantwortlich sind, eine bahnbrechende Veröffentlichung. Unter der Federführung von Prof. Detlef van Vuuren erklärten die Wissenschaftler, dass die bislang in den letzten beiden Klimaberichten von 2013/2014 (AR5) sowie von 2021-2023 (AR6) aufgeführten Szenarien, die zu Temperaturerhöhungen bis zu 5 Grad Celsius im Jahre 2100 führen sollten, „unplausibel“ (implausible) sind. … Das Schreckens-Szenario beherrschte die Schlagzeilen der Medien. Mit diesem Szenario wurde im politischen Raum gearbeitet und wurden Gesetze zur Einführung der CO2-Steuer, Klimaschutzprogramme und Verbrenner-Verbote begründet. …“
.
() BILD [13] :
“Prognosen völlig falsch! Klimaforscher streichen ihr schlimmstes Angst-Szenario. Viele Experten halten es längst für unrealistisch. Das drastischste Klimaszenario der Welt hat einen Namen: RCP8.5. Es zeichnet ein düsteres Bild – explodierende Emissionen, extreme Erwärmung, massive Schäden. Jahrelang wurde genau dieses Szenario als Warnung genutzt – in Studien, in Medien, in der Politik“.
.
() Chris Morrison (ICCC16, 08.04.2026, Washington) [14] :
“PCC räumt ein: Apokalyptische Klimaszenarien sind “unplausibel“ – was bedeutet, daß die meisten Panikmache-Berichte der Medien der letzten 15 Jahre offiziell als Unsinn gelten … Aktivistische Klimaforscher, Journalisten und von der “Net Zero“ besessene Politiker stehen unter Schock, nachdem der Weltklimarat (IPCC) offiziell eingeräumt hat, daß eine Reihe von Schlüssel-Annahmen „unplausibel“ sind, die seit 2011 eine Klimakrise propagieren. Die berüchtigten, stets unwahrscheinlichen Annahmen des RCP8.5-„Pfads“, die in Computermodelle einflossen, mit denen versucht wurde, ein unmessbares Klima zu messen, gibt es nicht mehr. Seit etwa 2011 haben diese „Business-as-usual“-Annahmen abwegige Behauptungen über eine zukünftige Klimakatastrophe hervorgebracht, die von hörigen Journalisten und Politikern begierig aufgegriffen worden sind. … Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig diese Erkenntnis der Unplausibilität ist. Sie bedeutet, daß fast jede Angst schürende Schlagzeile und jeder Artikel der Mainstream-Medien zum Thema Klima Unsinn ist, der in den letzten 15 Jahren geschrieben wurde.“
Der Anfang ist gemacht.
Ein Kartenhaus beginnt einzustürzen.
Aber – es wird noch dauern :
==>
… um es noch kürzer zu sagen, mit einem “Klassiker“ :
F. Fazit
Das Klima-System ist ein chaotisches erratisches System. Deshalb sind Klima-Prognosen unmöglich. Deshalb spricht das IPCC NICHT von Prognosen, SONDERN von Klima-Szenarien. Erst in einer politisierten Öffentlichkeit und entsprechend angepaßter Wissenschaft wird flächendeckend der Eindruck vermittelt, es handele sich um Prognosen – mit dem Narrativ “97% der Wissenschaftler sind sich einig“. Dabei wird die Debatte in ideologischen “Welt-Rettungs-Phantasien“ auf einen einzigen Klima-Faktor reduziert, auf CO2 – und dabei wiederum nur auf anthropogenes CO2. Und DAS in einem System, in welchem 100e Faktoren nebst Gegen- und Rück-Koppelungen eine Rolle spielen
(=> w.o. Kap. C).
.
Dazu wurde in einem Vortrag auf der ICCC 16
am 8. April 2026 in Washington u.a. angemerkt [15] :
.
“Seit fast vier Jahrzehnten wird der Welt eine Geschichte erzählt: Die Erde erwärmt sich in alarmierendem Tempo, der Mensch ist dafür verantwortlich, indem er fossile Brennstoffe verbrennt, und wenn wir nicht Billionen von Dollar investieren, um dies zu verhindern, droht eine Katastrophe. Regierungen haben ihre Wirtschaften auf diese Geschichte ausgerichtet. Kinder wachsen mit Angst davor auf. Wissenschaftler, die sie hinterfragen, werden ausgegrenzt.
Es gibt da nur ein Problem: Die wissenschaftliche Grundlage dieser Argumentation – jede einzelne Zahl, die der IPCC verwendet – ist physikalisch bedeutungslos. Nicht unsicher, nicht diskutabel, sondern physikalisch bedeutungslos; genauso wie der Durchschnitt aller Telefonnummern in Washington D.C. bedeutungslos ist. Man kann ihn berechnen. Die Rechnung stimmt. Aber das Ergebnis sagt absolut nichts über die Realität aus.“
G. E p i l o g
Der vorstehende Aufsatz ist wieder einmal der Versuch, bei einem hoch-komplexen und nahezu unüberschaubaren Thema einen Spagat zu suchen – zwischen Verständlichkeit für den “Laien“ und physikalisch-fachlicher Exaktheit für den“Profi“. Erfolgreich gelingen kann das kaum: Die Profis werden sagen “zu wenig Tiefgang“, die Laien werden sagen “immer noch zu kompliziert“; aber – den Versuch sollte es immer wieder wert sein.
W e i s h e i t :
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Q u e l l e n :
[1a] https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/vorhersagbarkeit/17743
[1] https://short-url.cc/1CJmR
[2] https://short-url.cc/1x4vd
[3] DWD: Thema des Tages, Offenbach, den 24.08.2014; http://www.dwd.de
[4] WELT-ol. 11.04.2011
[5] “Kachelmann kritisiert dumme Wetter-Apps“, LVZ, 25./26 Juli 2026
[6] LVZ, 25./26 Juli 2026
[7] Lukas 23 ; 34
[8] https://short-url.cc/1CNx4
und IPCC Mandate April 2017 Thelma Krug Vice-Chair.jpeg
[9] https://short-url.cc/1CTBi
[10] https://short-url.cc/1x4XP
[11] IPCC, 3. Ass. Report 2001, Section 14.2.2.2, S. 774
[12] VAHRENHOLT: https://short-url.cc/1x6pp
[13] BILD: https://short-url.cc/1CPk9 ; 14.05.2026
[14] MORRISSON https://short-url.cc/1CPmt ; 10.05.2026
[15] ICCC16, 08.04.2026, Washington ; https://short-url.cc/1xaQ5
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Der Beitrag Wetter-Vorhersage und Klima-Prognose in chaotischen Systemen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 25 /2026
Eine Meldung vom 2. September 2026:
Hurrikane: Zwei Jahre in Folge ohne Übertritt auf das FestlandAuf dem amerikanischen Festland gab es im gesamten Jahr 2025 keinen einzigen Hurrikan, der auf Land traf – die erste Saison dieser Art seit 2015 –, und auch das Jahr 2026 bleibt, wie gestern berichtet, (bislang) frei von Hurrikanen.
Bis zum 1. September hatte der Atlantik fünf benannte Stürme, aber keinen einzigen Hurrikan hervorgebracht, wobei der ACE-Wert um 90 % unter dem Normalwert lag. Der Tropensturm Edouard erreichte am 1. September die Golfküste, blieb jedoch deutlich unter Hurrikanstärke.
Der klimatologische Höhepunkt der Hurrikansaison liegt um den 10. September, so dass ein Hurrikan in den USA gegen Ende der Saison sicherlich nicht ausgeschlossen werden kann.
Sollte das Jahr 2026 jedoch ohne einen einzigen Hurrikan zu Ende gehen, wäre dies das erste Mal seit 2009–10, dass in zwei aufeinanderfolgenden Jahren kein Hurrikan auf dem Festland der USA auf Land trifft.
Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 gab es bisher nur sieben Mal zwei aufeinanderfolgende Jahre ohne Hurrikane – eine Wiederholung in den Jahren 2025–26 wäre erst das achte Mal.
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Eine Meldung vom 4. September 2026:
RCP8.5 ist tot — Lernen Sie den beeindruckenden Ersatz kennenKlimamodellierer haben endlich eingesehen, dass die extremen Emissionsszenarien hinter RCP8.5 und SSP5-8.5 nicht mehr plausibel sind. Doch auch ihre Nachfolger basieren nach wie vor auf extremen Annahmen.
An der Spitze von CMIP7 – der neuesten Klimamodellsammlung, auf welcher der nächste IPCC-Sachstandsbericht basiert – steht ein neues HIGH-Szenario.
Die Emissionen liegen unter denen von SSP5-8.5, doch die sozioökonomischen Annahmen sind nach wie vor ähnlich drastisch und unrealistisch.
Das Szenario basiert auf SSP3, das von einer schwachen internationalen Zusammenarbeit, regionalen Konflikten, Handelsbarrieren, einer langsamen Entwicklung, einer stockenden Klimapolitik und einer geringen Anpassungsfähigkeit ausgeht.
Zudem wird davon ausgegangen, dass die Weltbevölkerung bis 2100 etwa 14,5 Milliarden Menschen erreichen wird. Die zentrale Prognose der UNO selbst erreicht einen Höchststand bei knapp 10,3 Milliarden, bevor die Zahl bis zum Ende des Jahrhunderts auf 10,2 Milliarden sinkt – und selbst diese Zahl liegt noch deutlich über anderen wichtigen Prognosen (das IHME geht von 8,8 Milliarden im Jahr 2100 aus). SSP3 rechnet also mindestens weitere 4,3 Milliarden Menschen zusätzlich zu den Prognosen hinzu, um seine Zukunftsszenario mit starken Auswirkungen zu konstruieren.
Die Entwickler von CMIP7 testeten Varianten mit hohen Emissionen, die sowohl auf SSP3 als auch auf SSP5 basierten. Die Emissionsergebnisse waren im Großen und Ganzen ähnlich.
Sie entschieden sich für SSP3, weil es „hohe Anforderungen für die Anpassung“ mit sich bringt und, wie sie es formulierten, „aus Sicht der Auswirkungen“ nützlicher ist. Wenn also zwei Entwicklungspfade zu ähnlichen Emissionen führten, wurde das HIGH-Szenario auf die Region ausgerichtet, die am wenigsten in der Lage ist, damit umzugehen.
Das mag für Stresstests nützlich sein.
Es ist jedoch keine wahrscheinliche Zukunft.
Dennoch werden in den kommenden zehn Jahren Tausende von Studien darüber berichten, wie sich dieses Szenario auf Ernten, Überschwemmungen, Sterblichkeit, Migration, Ökosysteme und die Wirtschaftsleistung auswirkt – und die Medien werden diese extremen Prognosen erneut an die Öffentlichkeit weitergeben, zweifellos ohne die fragwürdigen Annahmen zu erwähnen, auf denen sie beruhen.
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Meldungen vom 9. September 2026:
El Niño-Vorhersage rund ~1°C zu warmDas CFSv2-Modell der NOAA hat die Stärke des sich entwickelnden El Niño 2026 erheblich überschätzt, während seine bias-korrigierte Version nun einen deutlich niedrigeren Spitzenwert prognostiziert.
Im Juli sah die unverarbeitete relative Niño-3.4-Prognose des CFSv2-Modells noch vor, dass der Index bis Anfang September auf etwa +2,8 °C steigen würde, bevor er später im Herbst einen Spitzenwert von knapp +3,4 °C erreichen werden würde:
Das ist nicht eingetreten.
Die jüngste relative Niño-3.4-Analyse liegt stattdessen bei etwa +1,8 °C – rund 1 °C unter dem Wert, den die Modelllauf vom Juli für diesen Zeitpunkt prognostiziert hatte.
Die NOAA veröffentlicht außerdem ein PDF- und korrigiertes CFSv2-Produkt, das anhand historischer Modellfehler kalibriert worden ist.
Diese korrigierte Vorhersage zeichnet nun ein deutlich schwächeres Bild: Der relative Niño-3.4-Wert erreicht in diesem Herbst einen Höchststand von etwa +2,1 °C bis +2,2 °C, bevor er bis Anfang 2027 rapide abfällt (immer noch ein starkes Ereignis, aber weit entfernt vom „Godzilla“-Szenario des Rohmodells):
Der Meteorologe Joe Bastardi hat auf diese Diskrepanz hingewiesen und angemerkt, dass das CFSv2-Modell dazu neigt, sowohl warme als auch kalte ENSO-Ereignisse zu stark einzuschätzen. Sein Argument: Frühere Prognosen darüber, wie extrem das Ereignis ausfallen würde, waren zu hoch.
Der offizielle August-Ausblick des CPC bleibt weiterhin hoch und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der RONI im Zeitraum Oktober bis Dezember mindestens +2,5 °C erreicht, auf 69 %.
Die nächste offizielle ENSO-Aktualisierung des CPC ist für Donnerstag, den 10. September, vorgesehen.
Mal sehen, ob diese Prognose nun dem korrigierten CFSv2 folgt.
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Die Welt brennt 40% wenigerAcht Monate nach Beginn des Jahres 2026 stehen die weltweiten Branddaten weiterhin im Widerspruch zu Behauptungen, der Planet stehe „in Flammen“.
Laut einer Analyse des Global Wildfire Information System (GWIS) der EU lag die weltweit verbrannte Fläche am 2. September etwa 40 % unter dem Durchschnitt der Jahre 2012–2025:
Auf allen Kontinenten lagen die Werte unter dem Durchschnitt: Afrika, Nordamerika und Südamerika verzeichneten eine Rekordtiefstand bei der Brandfläche, Asien lag auf dem zweitniedrigsten Stand, während Europa etwa 22 % unter dem Durchschnitt lag und Ozeanien etwa 18 % darunter.
Die Copernicus-Daten bestätigen dies.
Die weltweiten Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse waren in der ersten Hälfte des Jahres 2026 die niedrigsten seit Beginn der 24-jährigen Satellitenaufzeichnungen:
Zudem haben Satellitenstudien einen erheblichen langfristigen Rückgang der weltweiten Brandflächen dokumentiert – darunter einen Rückgang um 24 % im Zeitraum 1998–2015 und um rund 27 % im Zeitraum 2001–2019.
Regionale Brände können verheerende Auswirkungen haben, doch die Behauptung, „die Welt brennt mehr“, wird durch die globalen Daten nicht gestützt.
Im Jahr 2026 zeigen sie fast genau das Gegenteil – so wie sie es bereits in den letzten 125 Jahren getan haben:
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Meldung vom 10. September 2026:
Wolken decken weitere Mängel in Klimamodellen aufDirekte Beobachtungen über dem Südlichen Ozean zeigen, dass Klimamodelle zwar das Vorhandensein von Wolken erfassen können, dabei jedoch deren Art, Temperatur und Strahlungseffekt falsch darstellen.
Forscher an Bord des japanischen Forschungsschiffs „R/V Shirase“ verglichen Messungen von der Antarktisreise mit den Daten der ERA5-, MERRA-2- und CAM-ATRAS-Klimamodelle.
ERA5 und MERRA-2 ergaben zwar eine stärkere Bewölkung in den unteren Schichten als beobachtet worden ist, dennoch unterschätzten alle drei Modelle die Menge an Infrarotenergie, welche die Meeresoberfläche erreichte.
Die Studie verweist auf die Eigenschaften der Wolken.
Die Modelle wiesen Abweichungen bei der Wolkentemperatur und -phase auf, darunter zu viel Eis und zu wenig unterkühltes flüssiges Wasser – also Flüssigkeitströpfchen, die bei Temperaturen unter 0 °C nicht gefrieren*.
*Die Gefrier-Temperatur kleiner Tröpfchen in der freien Atmosphäre liegt bei egtwa -7 bis -10°C. Das kann jeder selbst überprüfen, wenn aus winterlichem Hochnebel geringer Sprühregen fällt, obwohl die Temperatur durchweg unter dem Gefrierpunkt liegt. A. d. Übers.
Wolken aus flüssigem Wasser strahlen bei gleicher Temperatur im Allgemeinen mehr Infrarotstrahlung nach unten ab als Eiswolken.
Daher kann ein Modell die Wolkendecke überschätzen und dennoch unterschätzen, wie viel Infrarotenergie von den Wolken an die Oberfläche zurückgestrahlt wird.
In MERRA-2 lagen die Hauptspitzen der abwärtsgerichteten langwelligen Strahlung etwa 10–20 W/m² unter den Beobachtungswerten.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Wolkenbedeckung allein nicht ausreicht. Ein Modell muss auch die Temperatur, die Höhe, den Flüssigwassergehalt und den Eisanteil der Wolken korrekt abbilden, um zu berechnen, wie sich Wolken auf die Energiebilanz der Erdoberfläche auswirken.
Wolken über dem Südlichen Ozean haben einen ungewöhnlich großen Einfluss auf die Strahlungsbilanz der Erde und lassen sich nach wie vor nur schwer genau nachbilden. Die Forscher bezeichnen die Strahlungseffekte der Wolken über dem Südlichen Ozean als „eine wesentliche Quelle der Unsicherheit in Klimaprognosen“.
Die Arbeit wurde am 31. Juli in „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht.
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Abnahme des arktischen Meereises kam schon vor etwa 20 Jahren zum StillstandDer Rückgang des arktischen Meereises endete vor fast zwei Jahrzehnten – das NSIDC selbst stellt seit 2007 keinen statistisch signifikanten Trend bei den September-Minima fest.
Das arktische Meereis ging in den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre zurück. Doch von 2007 bis 2025 zeigte das jährliche Sommerminimum laut dem National Snow and Ice Data Center keinen statistisch signifikanten Rückgang.
Im Jahr 2025 betrug das Minimum 4,60 Millionen km² (1,78 Millionen mi²) – und lag damit im Wesentlichen auf dem Niveau der Jahre 2008 und 2010.
[Tony Heller]
Und 2026 dürfte diese Stagnation noch länger anhalten.
Die Schmelzsaison nähert sich nun ihrem jährlichen Tiefpunkt (Mitte September); das NSIDC berichtete, dass „relativ kühle“ Bedingungen in der inneren Arktis den Rückgang im August verlangsamten (mit „relativ kühl“ ist eine Rekordkälte gemeint – siehe dazu die jüngsten Kältereports).
Der Rückgang kam etwa 2007 zum Stillstand.
Fast 20 Jahre später bleibt der unaufhaltsame Vormarsch in Richtung einer eisfreien Arktis weiterhin auf Eis gelegt.
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Korallen offenbaren rapide natürliche TemperaturschwankungenFossile Korallen aus dem Südchinesischen Meer belegen starke natürliche Schwankungen der Meerestemperatur, die bereits Tausende von Jahren vor dem Industriezeitalter aufgetreten waren.
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Geo-Marine Letters“ veröffentlicht wurde, analysierte fossile Porites-Korallen von der Insel Hainan, die auf ein Alter von etwa 5.200 Jahren datiert wurden.
Korallen fungieren als natürliche Thermometer. Die chemische Zusammensetzung ihrer Skelette ändert sich mit der Wassertemperatur.
Den Wissenschaftlern gelang es, eine monatliche Temperaturaufzeichnung über einen Zeitraum von 67 Jahren sowie eine separate jährliche Aufzeichnung über einen Zeitraum von etwa 180 Jahren zu rekonstruieren, die sich von etwa 5.257 bis 5.076 Jahren vor heute erstreckt.
Die Rekonstruktion zeigt ausgeprägte Erwärmungen und Abkühlungen auf dekadischen Zeitskalen mit Schwankungen in der Größenordnung von etwa 1–1,5 °C über relativ kurze Zeitabschnitte der Aufzeichnung. Es zeigte sich, dass schnelle Erwärmungen und Abkühlungen auf dekadischer Skala – zusammen mit ENSO- und PDO-ähnlichen Schwankungen – in dieser Region bereits vor mehr als 5.000 Jahren auf natürliche Weise aufgetreten waren.
Dies wird dadurch untermauert, dass die Korallen starke 2- bis 7-Jahres-Zyklen aufweisen, die dem Verhalten des El-Niño-Southern-Oscillation-Phänomens entsprechen, sowie einen etwa 20-jährigen Zyklus, welcher der Pazifischen Dekadischen Oszillation ähnelt. El-Niño-Ereignisse traten während positiver PDO-ähnlicher Phasen häufiger auf, während La-Niña-Ereignisse in negativen Phasen vorherrschten.
Die wichtigsten natürlichen Klimaschwankungen im Pazifik scheinen bereits vor mehr als fünf Jahrtausenden ähnlich wie heute abgelaufen zu sein.
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 25 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Neuer Report: Klimaklagen und die Kampagne zur Beeinflussung der Justiz
Michael Toth
Tausende Richter im ganzen Land haben an Schulungen zur Klimawissenschaft teilgenommen und Informationsmaterial von vertrauenswürdigen Bundesbehörden und wissenschaftlichen Instituten erhalten. Diese Richter konnten sicher davon ausgehen, dass die Informationen, die sie erhielten, neutral, objektiv und wissenschaftlich fundiert waren. Sie haben sich getäuscht.
Meine neueste Forschungsarbeit präsentiert die erste vollständige Klassifizierung einer koordinierten, mehrjährigen Kampagne, die darauf abzielte, das Verständnis der amerikanischen Justiz in Bezug auf Klima-Rechtsstreitigkeiten zu beeinflussen. Sie dokumentiert, wie das Environmental Law Institute (ELI) einen umfangreichen Bildungsapparat aufbaute, um Richter in Klimafragen zu schulen – mit den Worten eines Teilnehmers an einer dieser Veranstaltungen – „aus einer Perspektive, die praktisch der des Klägers entspricht“.
ELI präsentiert sich regelmäßig als neutraler Vermittler, der sich einer „aufschlussreichen und unparteiischen Analyse“ verschrieben hat. Im Jahr 2018 startete die Organisation das „Climate Judiciary Project“ (CJP), um Richtern „fundierte, objektive und vertrauenswürdige Informationen zur Klimawissenschaft“ zu vermitteln. Doch wie mein Bericht ausführlich darlegt, hat das CJP zahlreiche gemeinsame Geldgeber und Berater mit Sher Edling LLP, der in San Francisco ansässigen Anwaltskanzlei, die hinter mehr als zwei Dutzend Klimaklagen gegen Energieunternehmen steht.
Die vom CJP angewandte Schulungsmethodik ist bemerkenswert. Das Ziel bestand nicht lediglich darin, Richter über komplexe Bereiche des Rechts und der Wissenschaft aufzuklären, sondern sie dazu anzuregen, eigene „Aktionspläne“ zum Klimaschutz zu entwickeln und umzusetzen. Aus Folienpräsentationen und E-Mails, die zwischen ELI-Mitarbeitern und Teilnehmern ausgetauscht wurden, geht hervor, dass Richter darin geschult wurden, wie sie diesen Einfluss auf ihre Kollegen in der Richterschaft ausweiten können. Anwesenheitslisten zeigen, dass Richter aus Kalifornien, Delaware, Illinois, Hawaii, Maryland, New York, Oregon, Rhode Island, Vermont, Washington und sogar Puerto Rico an den CJP-Schulungen teilnahmen – allesamt Gerichtsbarkeiten, in denen aktive Klimaklagen anhängig sind.
Der Einflussbereich des CJP erstreckte sich auch auf etablierte Vertreter der Justiz und der Wissenschaft. In einem Entwurf des CJP-Lehrplans aus dem Jahr 2020 wurden das „Reference Manual on Scientific Evidence“ des Federal Judicial Center (FJC) und der „Extreme Weather Attribution Report“ der National Academy of Sciences (NAS) als Publikationen genannt, auf die sich Richter stützen könnten. Beide sollten später die Handschrift des Projekts tragen.
Die 2025 erschienene vierte Auflage des Referenzhandbuches enthielt erstmals ein Kapitel zum Klimawandel. Später stellte sich heraus, dass dieser Abschnitt zu großen Teilen aus früheren Schriften eines Anwalts übernommen worden war, der Klimakläger vertritt: Michael Burger von der Kanzlei Sher Edling. Die als Autoren des Kapitels aufgeführten Personen waren zudem Referenten des CJP, und das Handbuch hatte teilweise die gleichen Geldgeber wie die Stiftungen, welche die Klagen wegen öffentlicher Belästigung gegen den Energiesektor finanzierten. Nach dem öffentlichen Aufschrei über diese Interessenkonflikte unternahmen die FJC und die NAS den beispiellosen Schritt, das Kapitel zum Klimawandel vollständig zu entfernen.
Diese Kontroverse hinderte die NAS, die sich zunächst gegen die Kritik am Handbuch gewehrt hatte, jedoch nicht daran, den „Extreme Weather Attribution Report“ zu veröffentlichen. Der Ausschuss hinter dem Bericht war ebenfalls einseitig zugunsten der Klimakläger ausgerichtet, was möglicherweise erklärt, warum das 253-seitige Dokument Theorien darlegt, mit denen die Auswirkungen des Klimawandels bestimmten Energieerzeugern zugeschrieben werden, ohne sich ernsthaft mit der unbequemen Tatsache auseinanderzusetzen, dass die Treibhausgas-Emissionen weitgehend durch den globalen Energiebedarf getrieben werden.
Wenn private Interessengruppen den kontradiktorischen Prozess umgehen, um bei umstrittenen Themen den Ausschlag zu geben, wird die Rechtsstaatlichkeit untergraben. Die Ergebnisse meines Berichts zeigen, dass es dringend notwendig ist, die Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Fortbildungsprogrammen für Richter zu aktualisieren. Vertrauenswürdige institutionelle Kontrollinstanzen wie das Federal Judicial Center müssen strenge Überprüfungsverfahren einführen, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Letztendlich sollten Bundes- und Landesbeamte untersuchen, wie ELI und CJP einen derart ungehinderten Zugang zur Richterschaft erlangt haben, und strenge Schutzmaßnahmen einführen, um sicherzustellen, dass sich dies nicht wiederholen kann.
Michael Toth is director of research at the Civitas Institute at the University of Texas.
This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Neuer Report: Klimaklagen und die Kampagne zur Beeinflussung der Justiz erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Neue Studie: Die antarktische Eiskappe hat von 2020 bis 2024 aufgrund einer enormen Schnee- und Eisakkumulation an Masse zugenommen!
Die Antarktis als Ganzes hat seit 2003 nur 0,35 cm zum Anstieg des Meeresspiegels beigetragen.
Laut einer neuen Studie, veröffentlicht in einer Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“, hat der antarktische Eisschild (AIS) von 2020 bis 2024 mit einer Rate von +67,5 Gt/Jahr an Masse zugenommen, wodurch sich der moderate Trend des Massenverlusts von 2003 bis 2019 (-100,6 Gt/Jahr) umgekehrt hat.
Dieser jüngste 5-jährige Trend zum Massenzuwachs wurde durch einen massiven Anstieg der Schnee- und Eisakkumulation (SMB) angetrieben.
Betrachtet man die Trends des Massenverlusts (2003–2019) und des Massenzuwachses (2020–2024) zusammen, so trug die Antarktis insgesamt in diesem Zeitraum von 21 Jahren lediglich 0,35 cm zum Anstieg des Meeresspiegels bei.
Quelle: Kolbe et al., 2026
Eine Google-Suche in den Daten des „Arctic Report Card“ der NOAA seit 2020 zeigt, dass sich die Massenverlustrate des grönländischen Eisschildes (GIS) in diesem fünfjährigen Zeitraum (2020–2024) auf –147 Gt/Jahr verlangsamt hat. Diese Verlangsamung ist erheblich im Vergleich zum Trend des Massenverlustes von –267 Gt/Jahr im Zeitraum 2002–2019.
Quelle: Google-Suche Zeitraum 2020-2024 NOAA Arctic Report Card
Zusammen mit dem Massenzuwachstrend des AIS von +67,5 Gt/Jahr und dem Massenverlusttrend des GIS von -147 Gt/Jahr für den Zeitraum 2020–2024 ergibt sich, dass der GIS und der AIS zusammen in diesem Fünfjahreszeitraum -79 Gt/Jahr an Masse verloren haben.
Eine Gesamtmasseverlustrate von -79 Gt/Jahr für AIS und GIS entspricht einem durch Schmelzwasser verursachten Anstieg des Meeresspiegels von lediglich +0,22 mm/Jahr im Zeitraum von 2020 bis 2024.
Dies würde Behauptungen über eine jüngste Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs entkräften.
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Die gleiche Studie findet auch Eingang auf dem Bezahlblog von Cap Allon. Er schreibt dazu:
Studie: Seit 2020 nimmt die Eismasse in der Antarktis zuCap Allon
Zwischen 2020 und 2024 wuchs die antarktische Eiskappe mit einer durchschnittlichen Rate von 67,5 Milliarden Tonnen pro Jahr.
Diese Erkenntnis stammt aus einer Studie* aus dem Jahr 2026, die in der Fachzeitschrift „Communications Earth & Environment“ veröffentlicht wurde und auf Satellitenmessungen von GRACE und GRACE-FO basiert. Von den frühen 2000er Jahren bis 2020 hatte der Kontinent jährlich etwa 90–142 Gigatonnen (Gt) an Eis verloren. Für den Zeitraum 2020–2024 stellten die Forscher jedoch einen statistisch signifikanten Trend zum Massenzuwachs von +67,53 ±31,4 Gt pro Jahr fest.
*Es handelt sich um die gleiche Studie wie oben bei Kenneth Richard verlinkt. Sie ist offenbar in mehreren Fachzeitschriften veröffentlicht worden. A. d. Übers.
Was die üblichen Abflussverluste bei weitem überstieg, war ein starker Anstieg der Schneeansammlung an der Oberfläche.
Die Oberflächen-Massenbilanz der Antarktis – oder SMB, im Wesentlichen die an der Oberfläche hinzugekommene Schneemenge abzüglich der Verluste durch Verdunstung, Sublimation und Abfluss – ist laut drei separaten, in der Studie verwendeten Datensätzen seit 2020 um etwa 200 Gt pro Jahr gestiegen.
Die ungewöhnlich kalten Bedingungen, die in diesem Zeitraum in weiten Teilen der Antarktis herrschten, könnten ebenfalls zur Massenerhaltung beigetragen haben, insbesondere durch die Einschränkung von Schmelze und Abfluss. Die Studie identifiziert jedoch verstärkte Schneefälle – und nicht eine verringerte Schmelze – als Hauptursache für den Massenzuwachs.
Die Forscher führen diesen Anstieg der Schneefälle in erster Linie auf stärkere Westwinde und häufigere bestimmte atmosphärische Strömungen zurück, die riesige Mengen an Feuchtigkeit auf den Kontinent transportieren. Die Aktivität dieser Strömungen nahm insbesondere rund um die Antarktische Halbinsel und an der Küste der Ostantarktis zu, was mit vielen der Regionen übereinstimmt, in denen der stärkste Eiszuwachs zu verzeichnen war.
Interessanterweise spielte auch das schwindende antarktische Meereis eine Rolle. Mehr freiliegende Meeresoberfläche bedeutet mehr Verdunstung und somit mehr Feuchtigkeit, die für Schneefall zur Verfügung steht. Die Forscher schätzen jedoch, dass dies nur etwa 11 % des jüngsten Anstiegs der SMB im Winter und 3 % des Anstiegs im Sommer erklärt; die großräumige atmosphärische Zirkulation war der dominierende Treiber.
Die Autoren weisen darauf hin, dass fünf Jahre zu kurz sind, um eine dauerhafte Umkehr festzustellen. Doch der Zuwachs hielt über den Untersuchungszeitraum hinaus an.
GRACE/GRACE-FO-Daten zeigen, dass der antarktische Eisschild zwischen Januar und November 2025 – also nach Ablauf des Untersuchungszeitraums – weitere 153 Gt an Masse zugenommen hat; dies ist der viertgrößte jährliche Zuwachs seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 2002.
Der für den Zeitraum 2020–2024 dokumentierte Zuwachs setzte sich auch im sechsten Jahr fort.
Link: https://electroverse.substack.com/p/south-america-suffers-record-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Beides übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Neue Studie: Die antarktische Eiskappe hat von 2020 bis 2024 aufgrund einer enormen Schnee- und Eisakkumulation an Masse zugenommen! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Lügner, verdammte Lügner – und das Office for National Statistics ONS
Bereits im Januar 2022 stellte das britische Amt für nationale Statistik (ONS) in einer Studie mit dem Titel „Klimabedingte Sterblichkeit und Krankenhauseinweisungen, England und Wales: 2001 bis 2020“ Folgendes fest:
Über einen Zeitraum von 20 Jahren betrug die geschätzte Veränderung der Todesfälle im Zusammenhang mit hohen oder niedrigen Temperaturen einen Netto-Rückgang von 555.094, was einem Durchschnitt von 27.755 Todesfällen pro Jahr entspricht (Tabelle 1). Der Rückgang der Todesfälle aufgrund von Folgen niedriger Temperaturen übertrifft den Rückgang der Todesfälle aufgrund hoher Temperaturen bei weitem.
Dies war natürlich eine ziemlich unbequeme Wahrheit für diejenigen, die die These vertreten wollten, der Klimawandel habe das Risiko temperaturbedingter Todesfälle im Vereinigten Königreich erhöht. Was die Sache noch heikler machte, war die Tatsache, dass eine unabhängige Umfrage des National Centre for Social Research (NatCen) ergab, dass über 80 % der britischen Bevölkerung dem ONS vertraut und allgemein davon ausgeht, dass die Behörde frei von politischer Manipulation und staatlicher Einmischung ist. Es handelte sich hier nicht um einen zwielichtigen, den Klimawandel leugnenden Blog, der die Klimadiskussion untergrub, sondern um eine hoch angesehene und vertrauenswürdige Organisation.
Es musste also etwas unternommen werden, und es dauerte nicht lange, bis eine Lösung gefunden wurde. Im Jahr 2023 konnte die gleiche Organisation eine aktualisierte Studie veröffentlichen, die ein ganz anderes Bild zeichnete. Anstelle einer zusammenfassenden Aussage, die auf eine stetig sinkende Gesamtsterblichkeitsrate hindeutete, lautete die Aussage nun wie folgt:
Es gab Anzeichen dafür, dass die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in den letzten Jahren gestiegen ist; im Jahr 2022 standen schätzungsweise 4.507 Todesfälle (95-%-Konfidenzintervall: 3.363 bis 5.587) im Zusammenhang mit den heißesten Tagen in England.
Ja, die Kernaussage war nun die Möglichkeit eines Anstiegs der Zahl hitzebedingter Todesfälle.
Doch diese Verschiebung des Schwerpunkts in einer Zusammenfassung ist noch das Geringste, was bei Ihnen die Alarmglocken läuten lassen sollte. Die eigentliche Lösung des Problems lag nicht in einer sorgfältig formulierten Zusammenfassung; die eigentliche Lösung lag in einer neuen Art, die Todesfälle zu zählen.
Das ONS wird kreativIm Jahr 2022 startete das ONS ein groß angelegtes neues Projekt zur Analyse von Gesundheitsstatistiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, das als „Standards for Official Statistics on Climate-Health Interactions“ (SOSCHI) bezeichnet wird.
SOSCHI wird von der globalen gemeinnützigen Stiftung Wellcome finanziert und verfolgt das in einem ONS-Bulletin aus dem Jahr 2026 beschriebene Ziel. In diesem Bulletin wird darauf hingewiesen, dass das ONS in Zusammenarbeit mit „globalen Partnern“ ein Konzept entwickelt habe, das „einen transparenten und weltweit nutzbaren Rahmen sowie eine Plattform für amtliche Statistiken zu Klima und Gesundheit“ verspreche. Darüber hinaus umfassen die „Endergebnisse des Projekts“ die „Ressourcen und Instrumente, die den Akteuren helfen sollen, qualitativ hochwertige Daten und Statistiken zu erstellen und mit einer Vielzahl von Zielgruppen zu kommunizieren“. Das klingt alles großartig, doch in der Praxis liegt die eigentliche Bedeutung darin, dass SOSCHI dem ONS die Möglichkeit gab, die Situation neu zu analysieren. Das ONS erklärte in einer Aktualisierung der Sterblichkeitsstatistiken vom August 2026:
Dieser Bericht enthält Verbesserungen hinsichtlich der Methodik, des Analysecodes und der Datenquellen, was bedeutet, dass diese Schätzungen diejenigen ersetzen, die in unserem früheren Artikel „Klimabedingte Sterblichkeit, England und Wales: 1988 bis 2022“ veröffentlicht worden waren.
„Ersetzt“ wäre noch eine gewisse Untertreibung. Was diese „Verbesserungen“ bewirkten, war eine Verringerung des Verhältnisses zwischen kälte- und hitzebedingten Todesfällen von einem als enorm geltenden Verhältnis von 20:1 (Quelle) auf ein relativ bescheidenes Verhältnis von 3,5:1 – zugegebenermaßen immer noch ein Übergewicht der Kältetodesfälle gegenüber den Hitzetodesfällen, das nun jedoch deutlich anfälliger für steigende Temperaturen erscheint. Und diese absolut kolossale Anpassung der Schätzungen wurde relativ einfach erreicht, indem man einfach nicht mehr alle Todesfälle innerhalb einer Jahreszeit berücksichtigte, sondern stattdessen nur noch jene Todesfälle zählte, die mit den obersten 2,5 % der heißesten und den obersten 2,5 % der kältesten Tage in Verbindung standen. All dies kommt den Befürwortern der These von den hitzebedingten Todesfällen sehr gelegen, da praktisch alle hitzebedingten Todesfälle innerhalb dieser 2,5-Prozent-Grenze auftreten und somit gezählt werden, während die überwiegende Mehrheit der kältebedingten Todesfälle außerhalb dieser 2,5-Prozent-Grenze liegt und daher nicht berücksichtigt wird. Um zu verstehen, warum das so ist, muss man die Unterschiede in der sogenannten Expositions-Risiko-Kurve verstehen, wie Epidemiologen sie bezeichnen.
Es ist eine Frage der DarstellungIn der Epidemiologie wird die temperaturbedingte Sterblichkeit in der Regel anhand einer U- oder J-förmigen Kurve dargestellt, die zeigt, wie sich die Sterblichkeit mit der Temperatur verändert. Die beiden Seiten der Kurve verhalten sich jedoch bei den beiden Gefahren völlig unterschiedlich. Die Risikokurve für Hitze weist einen steilen, dramatischen Anstieg auf (eine J-Form). Menschen vertragen einen gewissen Bereich hoher Temperaturen gut, doch sobald eine bestimmte Extremschwelle überschritten wird (in UK bei etwa 29 °C), steigt das Sterberisiko aufgrund von Hitzschlag, Dehydrierung und schneller kardiovaskulärer Belastung plötzlich sprunghaft. Im Gegensatz dazu verläuft die Expositions-Risiko-Kurve für Kälte sanft und langgestreckt (eine weniger dramatische umgekehrte J-Form). Entscheidend ist, dass das Sterberisiko nicht erst deutlich unter dem Gefrierpunkt (-5 °C) sprunghaft steigt, sondern bereits bei Temperaturen, die die meisten Menschen als mild oder mäßig kalt empfinden würden – etwa 8 °C bis 12 °C – stetig zu steigen beginnt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das großartige neue ONS-Verfahren Hitze und Kälte so behandelt, als seien ihre mathematischen Risikoverteilungen identische Spiegelbilder – was sie ganz und gar nicht sind. Die Gefahr durch Hitze tritt episodisch und akut auf, während die Gefahr durch Kälte chronisch ist und sich über einen breiteren Temperaturbereich sowie über einen viel längeren Zeitraum erstreckt. Tatsache ist, dass es im Laufe eines Jahres weitaus mehr Tage mit mäßiger Kälte als mit Frost gibt, und die kumulativen Auswirkungen anhaltender, milder Kälte auf Blutdruck, Atemwegsinfektionen und Schlaganfälle in der gesamten Bevölkerung sind enorm. Bis zu einem gewissen Grad berücksichtigt das ONS dies durch die Anwendung eines nichtlinearen Modells mit verteilter Verzögerung (DLNM), das einen Teil der Todesfälle, die innerhalb der folgenden 21 Tage auftreten, dem kältesten Tag zuschreibt. Dennoch wird durch die Betrachtung der kältebedingten Sterblichkeit als etwas, das im Zusammenhang mit den kältesten 2,5 % der Tage auftritt, der Großteil der saisonalen Sterblichkeit übersehen. Dies scheint ein offensichtlicher Fehler zu sein – warum also verfährt das ONS so? Nun, es hat seine Gründe, aber sind diese stichhaltig?
Die Dinge auf die Spitze treibenZunächst einmal muss man sich bewusst machen, dass diese Schätzungen auf Modellen basieren und es immer Einschränkungen hinsichtlich dessen geben wird, was sich leicht modellieren lässt und was nicht. Versucht man, die gesamte Bandbreite der mit kaltem Wetter verbundenen Faktoren zu erfassen, ergibt sich ein sehr unübersichtliches Bild mit vielen Mediatoren und Störfaktoren. Das gefiel dem ONS nicht. Insbesondere gefiel dort die Vorstellung nicht, dass in UK die Zahl der Todesfälle im Winter stark von Viruswellen (wie der Grippe) und saisonalen Verhaltensänderungen beeinflusst wird. Das ONS argumentierte, dass eine Ausweitung der Definition von „kalten Tagen“ auf relativ milde Tage es statistisch unmöglich mache, einen durch einen kühlen Raum verursachten Tod (vermutlich einen Tod aufgrund akuter Unterkühlung) von einem Tod zu unterscheiden, der durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel während einer Grippewelle verursacht wurde. Nach Ansicht des ONS wurden die kältebedingten Statistiken stets massiv überschätzt, da sie Todesfälle einbezogen, die nicht wirklich kältebedingt sind (zumindest nicht in demselben Sinne wie Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze). Aus Sicht des ONS korrigieren die überarbeiteten Verfahren einen seit langem bestehenden Fehler.
Nur – es gab gar keinen Fehler, den es zu korrigieren galt. Man muss nicht an akuter Hyperthermie sterben, damit der Tod mit Kälte in Verbindung gebracht wird (man erinnere sich daran, dass „in Verbindung mit“ der Ausdruck war, den das ONS bereits in seiner Veröffentlichung aus dem Jahr 2022 verwendet hatte). Das ONS mag zwar glauben, das Richtige zu tun, indem es Störfaktoren entfernt, doch indem es Winterviren als einen unabhängigen Störfaktor behandelt, der aus der Gleichung gestrichen werden muss, verzerrt die Methodik des ONS grundlegend das biologische Bild der menschlichen Kälteexposition. Das ONS-Modell versucht, den Tod durch Unterkühlung vom Tod durch Viren zu trennen, doch in der Medizin lassen sich diese beiden Dinge nicht voneinander trennen. Nur weil auf der Sterbeurkunde das Virus als Ursache angegeben wird, bedeutet das nicht, dass die Kälte kein wesentlicher zugrunde liegender Faktor für den Tod war.
Erstens kühlt das Einatmen kalter Luft die Nasengänge ab. Dies beeinträchtigt direkt die lokale Immunantwort des Körpers und verlangsamt die Fähigkeit des Nasengewebes, Atemwegsviren abzuwehren. Zweitens sind viele Atemwegsviren strukturell stabiler und können in kalter, trockener Luft deutlich länger überleben, was die Viruslast in der Umgebung erhöht. Drittens: Wenn die Temperaturen auch nur moderat auf 8 °C oder 10 °C sinken, ziehen sich die Menschen in Innenräume zurück und schließen die Fenster. Diese mangelnde Belüftung erhöht die Übertragungsraten in Innenräumen drastisch. Schließlich führt das Leben in einer mäßig kalten Wohnung in der Regel nicht zu einer sofortigen Unterkühlung. Stattdessen belastet es das Herz-Kreislauf-System und die Lunge chronisch, wodurch die Bewohner besonders anfällig für den nächsten grassierenden Atemwegsvirus werden.
All dies scheint das ONS nicht zu interessieren. Vor dem aktuellen politischen Hintergrund stehen der Klimawandel und seine Auswirkungen auf extreme Wetterereignisse im Mittelpunkt. Hitzewellen fordern aufgrund akuter Hitzebelastung Todesopfer, und daher wäre aus Sicht des ONS der einzige aussagekräftige Vergleich ein Kälteeinbruch, der zu Todesfällen aufgrund akuter Kältelast führt. Das ist zwar ein schöner, übersichtlicher Vergleich, geht aber völlig am Kern der Sache vorbei. Indem das ONS nach einem Indikator ohne Störfaktoren sucht, der sich dann sauber mit dem hitzebedingten Szenario vergleichen lässt, hat es einen klassischen statistischen Fehler begangen: Es hat die Modellintegrität über die Genauigkeit in der realen Welt gestellt. Es scheint weitaus mehr daran interessiert zu sein, eine Grundlage für die Sterblichkeit in extremen Wetterereignissen zu finden, als an einem genauen Indikator für die öffentliche Gesundheit. Ich weiß nicht genau, was das ONS zu zählen glaubt, aber es ist nicht mehr die tatsächliche Zahl der kältebedingten Todesfälle in der britischen Bevölkerung.
Kann man also dem ONS noch vertrauen?Man muss zumindest sagen, dass der neue Ansatz des ONS zur Modellierung von kälte- und hitzebedingten Todesfällen äußerst mangelhaft und höchst irreführend ist. Hätte eine klimaskeptische Organisation eine solche Irreführung betrieben, wäre die riesige Faktenprüfungsindustrie mit voller Wucht darüber hergefallen. Doch diese spezielle Irreführung dient nun einmal der orthodoxen Erzählung. Daher kann oder wird sie per Definition nicht als Falschinformation gebrandmarkt werden.
Es war fast unvermeidlich, dass der „Guardian“, anstatt sich auf die erstaunlich zweifelhafte Methodik zu stürzen, welche die ONS-Analyse untergräbt, stattdessen über die neuesten ONS-Zahlen berichtete und diese dabei voll und ganz für bare Münze nahm. Für den „Guardian“ gab es zwar einen „nationalen Skandal“ zu berichten, doch aus seiner Sicht war nicht die völlig inakzeptable Vorgehensweise des ONS skandalös, sondern das, was die neuen (wenn auch völlig irreführenden) Zahlen angeblich über „die steigende Zahl der Opfer der Klimakrise“ aussagten. Und was noch entscheidender ist: Der „Guardian“ berichtete nur allzu gerne über die eigene Interpretation des ONS:
James Tucker vom ONS sagte: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich die Kluft zwischen hitzebedingten und kältebedingten Todesfällen in den letzten Jahren verringert hat, weil der Anteil der hitzebedingten Todesfälle gestiegen ist.“
Vielleicht hätte er stattdessen sagen sollen, dass im Laufe der Jahre eine gewisse Verringerung der Kluft zwischen hitze- und kältebedingten Todesfällen zu erwarten ist, aber die einzige Möglichkeit, diese besonders dramatische Verringerung zu erklären, besteht darin, auf die „kreative Buchführung“ des ONS und eine fast schon wissenschaftlich betrügerische Neudefinition des ONS hinsichtlich der Frage zu blicken, was es bedeutet, eine bestimmte Todesursachenkategorie zu verursachen.
Nein, ich glaube nicht, dass man ihnen noch vertrauen kann, und ich halte es für ratsam, die NatCen-Umfrage noch einmal zu überprüfen, die den Eindruck vermittelt, das ONS sei frei von politischer Manipulation.
Link: https://cliscep.com/2026/09/02/bring-out-your-dead-no-not-those/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Lügner, verdammte Lügner – und das <em> Office for National Statistics</em> ONS erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wenn Chris Bowen paar Antworten hätte, bräuchte er kein Ministerium für Desinformation, um Kritiker anzugreifen.
Lieber Chris Bowen, es ist Zeit für öffentliche Debatten, nicht für ein Ministerium für Desinformation.
[Chris Bowen ist ein australischer Politiker. Seit 2022 ist er Minister für Klimawandel und Energie.]
Der Aufstieg von One Nation hat die Regierung beunruhigt. Ein großer Teil der Bevölkerung lehnt deren Politik ab. Doch wie es sich für echte Sozialisten gehört, hinterfragen sie nicht, ob es sich um einen dummen Plan handelt, sondern inszenieren sich als Opfer und greifen die Ungläubigen an.
Die Klimaschutzbehörde hat die Studie „Fehlinformationen: Ein Risiko für die Klimapolitik“ veröffentlicht, die lediglich als Vorwand dient, um Kritiker mit üblen Anschuldigungen über ihre undurchsichtige Finanzierung anzugreifen. Es ist der altbekannte persönliche Angriff, diesmal mit zusätzlichen Ausreden für Bowens Misserfolg bei den Wählern.
Daher sollen Sie ihm glauben, dass der Grund für seine Schwierigkeiten nicht darin liegt , dass sein Plan verrückt ist, sondern darin, dass seine Kritiker „gut finanzierte Akteure“ mit „unklaren Finanzierungsquellen“ sind. Im Gegensatz zu Herrn Bowen, einem unbedeutenden australischen Minister für Wetter- und Energiekontrolle, der durch parlamentarische Immunität geschützt ist und von milliardenschweren Institutionen wie ABC, CSIRO, AEMO und ANU sowie dem australischen Wetterdienst (BOM) und der australischen Energiebehörde (AER) unterstützt wird. Keine dieser Institutionen hat ihm jemals eine einzige kritische Frage in der Öffentlichkeit gestellt.
Angeblich will die Klimaschutzbehörde ein „gesundes Informationsökosystem“ fördern. Aber wenn die Skeptiker so falsch liegen und die Beweislage erdrückend ist, muss Chris Bowen nur öffentlich mit den Ungläubigen diskutieren, und die Australier werden es schon verstehen, oder? So sieht ein gesundes Informationsökosystem aus.
Bowen weiß aber, dass er eine offene Debatte nicht gewinnen kann – nicht, da Australien Jahrzehnte brauchte, um 24 GW Kohlekraftwerke zu bauen, die wir nun unbedingt stilllegen sollen, während China letztes Jahr 78 Gigawatt an hochmodernen, ultra-superkritischen Kohlekraftwerken errichtet hat. Wir geben Hunderte von Milliarden aus, um jedes einzelne Kraftwerk zu schließen, während sie alle vier Monate unsere gesamte nationale Kohlekraftwerksflotte neu aufbauen könnten, aber so tun, als würden sie jeden Tag mit der Emissionsreduzierung beginnen.
Chris Bowen scheut eine öffentliche Debatte, weil:
- Er weiß nicht, was seine magische Verwandlung kosten wird? Wo bleibt die Rechnung?
- Er kann nicht sagen, um wie viele Grad seine Politik die Welt abkühlen wird . Was bekommen wir für all das Geld, Chris?
- Die Hälfte der Wähler will keinen einzigen Dollar für Netto-Null bezahlen, sind die alle dumm? Leben wir in einer Demokratie?
- Die globale Erwärmung wird zehnmal mehr Menschenleben retten als die globale Abkühlung. Warum diskutieren wir nicht die Vorteile der Erwärmung?
- Kohlenstoffverschmutzung nährt Pflanzen, Wälder, Blumen und unsere Nahrungsmittel . Warum sprechen wir nicht darüber, die Armen zu ernähren?
- Der australische Meeresspiegel lag vor 7000 Jahren mehr als einen Meter höher . Koalas und Korallen überlebten.
- 1000 Inseln im Pazifik und im Indischen Ozean sinken noch immer nicht.
- Das Great Barrier Reef befindet sich trotz aller Untergangsprognosen in einem rekordverdächtig guten Gesundheitszustand.
- Das arktische Meereis schien bereits vor dem Verschwinden zu stehen, doch es stellte sich heraus, dass das arktische Meereis seit zwanzig Jahren nicht geschrumpft ist.
- Das australische Wetteramt (BOM) kann uns nicht sagen, wie es die australischen Temperaturen verändert hat, indem es Messstationen, die bis zu 1.500 Kilometer voneinander entfernt liegen, homogenisiert hat .
- Selbst 28 Millionen Wetterballons können den fehlenden Hotspot nicht finden, was zeigt, dass die Klimamodelle hinsichtlich des wichtigsten verstärkenden Rückkopplungseffekts in ihren Modellen falsch liegen.
…und ich fange gerade erst an.
Das Dokument selbst ist voller Fehlinformationen, wie etwa: „Fehlinformationsnarrative konzentrieren sich jetzt auf Störungen, nicht auf Leugnung.“ Dabei haben Skeptiker nie etwas geleugnet, außer dass Herr Bowen, der Gott des Nichts, möglicherweise in der Lage sein könnte, das Klima durch unsere Kraftwerke zu kontrollieren.
Und dann gibt es noch die „Fehlinformation“.
Die Klimaschutzbehörde zählt sogar „Fehlinformationen“ zur Definition von „Desinformation“ – demnach machen sich auch diejenigen der Desinformation schuldig, die zwar die Wahrheit sagen, aber die „Absicht haben, zu täuschen“.
Dann hole ich mal das Absichts-o-meter raus, damit wir herausfinden können, wer die Wahrheit sagt, weil er denkt, dass sie gesagt werden sollte, und wer insgeheim alle täuschen will, indem er … unbequeme Wahrheiten ausspricht.
Definition von Fehlinformationen
In dieser Arbeit wird „Fehlinformation“ als Oberbegriff für Fehlinformation (unbeabsichtigt falsch), Desinformation (absichtlich falsch) und Malinformation (wahre Information, die in der Absicht verwendet wird, zu täuschen) verwendet. Wir haben uns für den Begriff „Fehlinformation“ entschieden, da er gebräuchlich ist. Experten unterscheiden häufig zwischen den verschiedenen Begriffen.
Während Meinungs- und Debattenfreiheit grundlegend für die Demokratie sind, können diese Formen der Informationsstörung eine informierte öffentliche Diskussion und das Vertrauen in die Klima- und Energiepolitik untergraben.
Und da haben wir es. Selbst die Wahrheit kann eine Fehlinformation sein. Schwarz ist Weiß. Oben ist unten. Freiheit ist Sklaverei.
Die australische Zeitung „The Australian“ hat es treffend formuliert: Die Regierung gründet eine Behörde zur Bekämpfung von Fehlinformationen, da die Klimaschutzbehörde mit Gegenwind wegen einer „versteckten Steuer“ konfrontiert ist.
Reneweconomy reagierte mit der üblichen spöttischen Empörung und tat so, als ob die Regierung Schwierigkeiten hätte, sich Gehör zu verschaffen, und als ob der große, böse, von Murdoch finanzierte Nachrichtensender NewsCorp Teil des Problems sei, weil er einige skeptische Artikel veröffentlicht habe – nicht, dass Peter Hannan in seinem langen Artikel Zeit gehabt hätte, zu erklären, wo die Skeptiker falsch lagen.
Chris Bowen hat den gesamten Staatsapparat des Commonwealth hinter sich. Er verfügt über Ministerien, Behörden, Universitäten, Rundfunkanstalten, Berater, Modellierer und steuerfinanzierte Experten, und die Klimapropaganda läuft seit 30 Jahren – und trotzdem stehen wir wieder vor dem Problem, dass die Regierung „Kommunikationsprobleme“ als Ursache anführt, weil die Wähler nicht wollen, was die Regierung ihnen anbietet.
(PS: An die Klimaschutzbehörde: Woher wissen Sie, dass die Skeptiker über ausreichende Ressourcen verfügen, wenn Sie deren Finanzierungsquellen nicht kennen – ist das wie alles andere in der Klimadebatte einfach nur erfunden?)
PSPS: Wer nach der Wahl die Versprechungen von Friedrich Merz von vor der Wahl wiederholt, betreibt logischerweise „Delegitimierung“ der aktuellen Regierung – (oder so sinngemäß, gesehen bei Bernd Zeller auf EF)
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