Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Zwei schwache Stürme, null Hurrikane: viel Computer-Lärm um nichts – wieder einmal
Cap Allon
Die Hurrikansaison im Atlantik 2026 hat bislang nur zwei benannte Stürme hervorgebracht. Beide bildeten sich im Golf von Mexiko. Beide waren starken Windscherungen* ausgesetzt und unausgewogen. Keiner von beiden entwickelte sich zu einem Hurrikan.
*Windscherung: Eine starke Änderung von Windrichtung und/oder Windgeschwindigkeit mit der Höhe. A. d. Übers.
Bertha erreichte trotz ihrer Bewegung über warmem Wasser kaum 97 km/h, ist aber im Grunde nur ein halber Sturm. Starke Windscherung und trockene Luft haben ihr Zirkulationszentrum freigelegt und fast alle ihre Gewitter nach Süden verdrängt.
Ohne diese Scherung könnte Bertha bereits ein Hurrikan sein. Stattdessen wird eine Abschwächung erwartet, bevor der Sturm am Mittwoch als tropischer Sturm in Louisiana auf Land trifft. Seine weitere Entwicklung jenseits von Louisiana hängt davon ab, wie viel Zeit er über Land verbringt. Die aktuelle Vorhersage des NHC führt das abgeschwächte System kurzzeitig zurück über das Wasser, bevor es als tropische Depression in den Südosten von Texas zieht.
Bestimmte Computermodelle lieferten deutlich dramatischere Ergebnisse.
Noch bevor Bertha überhaupt ein stabiles Zentrum ausgebildet hatte, zeigte das hochauflösende GRAF-Modell – das von Fernsehsendern in den gesamten USA genutzt wird – einen eng gewundenen Zyklon mit einem Auge, der sich der Golfküste näherte.
Zum Zeitpunkt der Vorhersage zeigte das tatsächliche Satellitenbild einen unorganisierten, stark gescherten tropischen Sturm, welcher der modellierten Darstellung in nichts ähnelte. Die alarmierende Prognose des GRAF-Modells war wie geschaffen für das Fernsehen, denn detaillierte, computergenerierte Katastrophenszenarien verkaufen sich besser als Unsicherheit.
Die Bilanz für den Atlantik bis zum 22. Juli: zwei schwache tropische Stürme im Golf von Mexiko, null Hurrikane und sehr hohe Windscherung in der Karibik. Besonders auffällig ist die akkumulierte Zyklon-Energie, die derzeit 83 % unter dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020 liegt.
Wir können Bertha als einen weiteren Fehlschlag für die von Computern generierte Apokalypse verbuchen.
Link: https://electroverse.substack.com/p/two-sheared-storms-zero-hurricanes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
AKTUALISERUNG: Das ist alles, was von diesem Gebilde am Donnerstag noch übrig war:
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Trump fordert eine Überprüfung des von Bundesrichtern verwendeten „Leitfadens zu wissenschaftlichen Beweisen“
Eingesteuert von Leslie Eastman from Legal Insurrection
Unterdessen untersucht der Ausschuss für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie des Repräsentantenhauses die Nationalen Akademien der Wissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin (NASEM) hinsichtlich ihrer Verantwortung für die wissenschaftlichen Bemühungen des Landes.
Bereits im März dieses Jahres berichtete ich, dass eine Koalition aus 24 Generalstaatsanwälten unter der Führung des republikanischen Generalstaatsanwalts von Montana Austin Knudsen die Trump-Regierung dazu aufforderte, jeden Dollar an Bundesmitteln, der an die Nationalen Akademien der Wissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin (NASEM) fließt, genau unter die Lupe zu nehmen.
Die Generalstaatsanwälte verweisen auf eine ihrer Meinung nach weit verbreitete linke Voreingenommenheit, die sich als „unabhängige“ wissenschaftliche Expertise tarne.
Konkret konzentriert sich dieses Schreiben auf den Abschnitt zur Klimawissenschaft im „Reference Manual on Scientific Evidence“ (einem Handbuch, das sowohl Anwälten als auch Richtern helfen soll, komplexe wissenschaftliche und technische Beweise in Gerichtsverfahren zu verstehen und zu bewerten). Darin wird behauptet, dass „das Kapitel“ verfasst wurde, um Richter in hochbrisanten Klimaprozessen zu beeinflussen. Die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten argumentieren, dass die Erstellung des Kapitels von Gruppen finanziert wurde, die klimabezogene Rechtsstreitigkeiten unterstützen, dass es von Wissenschaftlern verfasst wurde, denen es Berichten zufolge an fundierter Fachkenntnis in der Klimawissenschaft mangelt und die Verbindungen zu Interessenverbänden haben, die an solchen Fällen beteiligt sind, und dass es von einem Anwalt beeinflusst wurde, der Klimakläger vertritt.
Nun hat Präsident Donald Trump eine Überprüfung des „Referenzhandbuchs zu wissenschaftlichen Beweisen“ gefordert.
Unter Anspielung auf die jüngsten Änderungen im Abschnitt des Handbuchs zum Klimawandel argumentierte der Präsident, das von der Regierung unterstützte Handbuch sei „völlig diskreditiert“ und behauptete, es sei herangezogen worden, um jüngste Urteile zu Umweltfragen in unzulässiger Weise zu beeinflussen.
In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ am Sonntagabend erklärte Trump, er habe „Beamte der Bundesbehörden für Aussetzung und Ausschluss“ angewiesen, das „Reference Manual on Scientific Evidence“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften zu überprüfen – eine Jahrzehnte alte Publikation, die in Zusammenarbeit mit dem Federal Judicial Center erstellt wurde und Bundesrichtern bei Fragen zu Wissenschaft und Technologie als Hilfestellung dienen soll.
Der Präsident behauptete, die Nationale Akademie werde von Demokraten der „radikalen Linken“ geleitet und die gemeinnützige Organisation habe „betrügerische, voreingenommene und irreführende Handbücher zum Klimawandel veröffentlicht“.
…[I] Im Februar teilte das Federal Judicial Center, also die Bildungs- und Forschungsbehörde der Regierung für Bundesgerichte mit, dass es das Kapitel zur Klimawissenschaft aus seiner Version des Nachschlagewerks entfernt habe. Dieser Schritt erfolgte nur wenige Tage, nachdem eine Gruppe republikanischer Generalstaatsanwälte in einem Brief an den Kongress argumentiert hatte, das Handbuch präsentiere eine „äußerst voreingenommene, von einer bestimmten Agenda geprägte Sichtweise“ auf den Klimawandel, die sich gegen Öl- und Gasunternehmen richte.
Die National Academies erhalten jährlich mehr als 200 Millionen Dollar an Bundesmitteln. @POTUS hat eine umfassende Überprüfung des Verhaltens der NASEM angeordnet.
Warum sollte eine Institution, die versucht, die Unabhängigkeit der Justiz zu untergraben, weiterhin Millionen an Steuergeldern erhalten? pic.twitter.com/PB1qE6tsgh — Carrie Severino (@JCNSeverino) 20. Juli 2026
Dies könnte Auswirkungen auf den Obersten Gerichtshof haben, weil Richterin Kagan das Vorwort zu diesem Handbuch verfasst hat.
Dutzende US-Bundesstaaten und Kommunalverwaltungen, vor allem in von den Demokraten geführten Gemeinden, haben Ölkonzerne wegen ihrer Rolle beim Klimawandel verklagt, doch diese Verfahren befinden sich alle noch in einem vorläufigen Stadium. Keines davon ist bisher auch nur annähernd vor Gericht gekommen.
Der Oberste Gerichtshof wird in seiner nächsten Sitzungsperiode die Argumente zu einer Rechtsfrage in einem der Fälle anhören, der von der Stadt und dem Landkreis Boulder (Colorado) angestrengt worden ist. Es geht um die Frage, ob Bundesrecht die Fortsetzung des Verfahrens verhindert, und die Entscheidung könnte erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Reihe von Rechtsstreitigkeiten haben.
Konservative Gruppen haben argumentiert, dass Richterin Elena Kagan sich in dem Fall „Boulder“ für befangen erklären sollte, weil sie das Vorwort zum Handbuch für Richter verfasst hatte.
Unterdessen hat der Ausschuss für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie des Repräsentantenhauses Ermittlungen gegen die NASEM wegen ihrer „Durchführung von staatlich geförderten Aktivitäten, einschließlich des Umgangs mit Steuergeldern, wissenschaftlicher Beratungsprozesse und der Einhaltung geltender Bundesvorschriften“ eingeleitet. Der Ausschuss warf der NASEM kürzlich vor, Informationen zurückzuhalten, die der Ausschuss im Rahmen seiner laufenden Aufsicht über die staatlich geförderten Aktivitäten der Organisation angefordert hatte.
Offenbar behaupten Vertreter der NASEM, diese Informationen seien „vertraulich“.
Der Ausschuss ist besorgt über die Entscheidung der NASEM, relevante Informationen unter Berufung auf weit gefasste Privilegien-Behauptungen zurückzuhalten. Der Ausschuss erkennt zwar an, dass bestimmte Interessen unter bestimmten Umständen Schutz verdienen mögen, doch rechtfertigen allgemeine oder kategorische Privilegien-Behauptungen keine Nichtbefolgung von Kontrollanfragen des Kongresses.
Privilegienansprüche sind eng auszulegen, für jedes einzelne Dokument zu begründen und nur dann geltend zu machen, wenn dies rechtlich angemessen ist.
Wie der Oberste Gerichtshof anerkannt hat, verfügt der Kongress über weitreichende Untersuchungsbefugnisse, die seiner gesetzgeberischen Funktion innewohnen. Die Anfrage des Ausschusses zielt auf Informationen ab, die erforderlich sind, um geltendes Recht zu bewerten, die Wirksamkeit von Bundesprogrammen zu beurteilen und festzustellen, ob Gesetzesreformen gerechtfertigt sind. Die Geltendmachung von Privilegien sollte daher im Lichte der verfassungsmäßigen Kontrollpflichten des Kongresses geprüft werden.
Es ist wirklich erfrischend zu sehen, dass Institutionen, die ihre Darstellungen allzu oft unter dem Deckmantel der „Konsenswissenschaft“ verpackt haben, während sie gleichzeitig forderten, dass ihre „Forschung“ mit amerikanischen Steuergeldern finanziert wird, nun endlich der längst überfälligen Überprüfung unterzogen werden.
Wenn Steuergelder Studien und Leitlinien finanzieren, die Rechtsstreitigkeiten, Regulierung und nationale Politik beeinflussen können, ist Transparenz keine Option, sondern unerlässlich, und der Kongress hat jedes Recht, vollständige Einsicht in die Verwendung dieser Gelder zu verlangen.
Die Verfassung ist ganz eindeutig: Der Kongress kontrolliert die Staatskasse, und er kann dieser Pflicht nicht nachkommen, wenn die Hüter des „Fachwissens“ beschließen, dass Rechenschaftspflicht irgendwie unter ihrer Würde sei.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Grönland: Immer mehr sommerlicher Schnee- und Eiszuwachs
Cap Allon
Die grönländische Eiskappe verzeichnete am 23. Juli erneut einen Nettozuwachs an Oberfläche und legte mitten in der Schmelzsaison um 0,095 Gigatonnen – 95 Millionen Tonnen – zu. Das ist zwar kein großer Zuwachs, aber die Tatsache, dass es überhaupt einen Zuwachs gab, ist die eigentliche Nachricht – schließlich ist Hochsommer!
Die aktuelle Karte zeigt weitreichenden Zuwachs, wobei sich kleine Verluste weitgehend auf zwei Küstenabschnitte im Südwesten und Nordosten beschränken:
Die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz (SMB) für den Zeitraum 2025–26 liegt nun bei 573 Gt und damit deutlich über dem Mittelwert von 1981–2010:
Die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) misst die Schnee- und Eisakkumulation im Verhältnis zum Schmelzwasserabfluss, zur Sublimation und zur Verdunstung; sie berücksichtigt weder das Kalben von Eisbergen noch das Schmelzen unterhalb des Eisschildes. Dies ist ein Gegenargument, das oft von Alarmisten angeführt wird. Gut. Aber selbst wenn man alles berücksichtigt, zeigt die Gesamt-Massenbilanz (TMB) in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Erholungstrend:
Graphik: Jährliche Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, gemessen von den GRACE/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.
Ein Hinweis zur Einordnung für die Panikmacher: Grönland verfügt über etwa 2,7 Millionen Gt Eis. Satellitenaufzeichnungen beziffern den durchschnittlichen Nettoverlust zwischen 1992 und 2020 auf 169 Gt pro Jahr – das entspricht etwa 0,006 % der Eisdecke jährlich.
Proportional gesehen ist der in den Schlagzeilen angeführte Rückgang verschwindend gering.
[NSIDC und Otosaka et al. (2023)]
Um das Ganze weiter zu relativieren: Die Gletscher und Eiskappen Grönlands sind heute größer als während eines Großteils des Holozäns. Vor etwa 8.000 bis 3.700 Jahren waren mindestens 75 % der rekonstruierten Gletscher kleiner als heute oder fehlten gänzlich. Während der wärmsten Phase vor etwa 6.800 bis 5.900 Jahren lag dieser Anteil bei 94 %. (Studie).
Larocca und Axford, Climate of the Past (2022), Abbildung 5b-c.
Die Temperaturen in der Hocharktis zeichnen ein ähnlich (für Alarmisten) beunruhigendes Bild.
Nördlich von 80° N lag der Tagesmittelwert am 23. Juli immer noch bei etwa 0 °C – unter dem Durchschnitt der Jahre 1958–2002.
Nach den rekordkalten Monaten Mai und Juni blieb es in der Region auch im Juli besonders kalt:
Die Befürchtungen, das heutige Klima sei in irgendeiner Weise „katastrophal heiß“, werden durch die Daten nicht gestützt. Die australische Geologin Vivian Richard Forbes sagte dazu:
„Es gibt viele Geologen, die meinen Klimakreuzzug unterstützen, weil sie sich ein wenig mit Geologie- und Klimageschichte beschäftigt haben und wissen, dass das heutige Klima nichts Neues ist. Es gibt nichts Extremes. Die Schwankungen sind sehr gering. Die Temperatur ist sehr moderat. Und selbst wenn es ein wenig wärmer wird, werden wir wahrscheinlich davon profitieren.“
Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-adds-more-summer-mass-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Dominique Görlitz: Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen – 17. EIKE – Klimakonferenz in Halle
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Hitzerekorde und Hitzetote – Fake News in der Hitzewelle 2026 – Klimaschau 269
Der Höhepunkt wurde mit rund 41°C um den 27. Juni erreicht, als EIKE seine 17. Klima- und Energiekonferenz in Halle an der Saale abhielt.
41°C – ist dieser Hitzerekord nicht ein klarer Beweis für die galoppierende Erderwärmung, und ist daher eine klimaskeptische EIKE-Konferenz nicht paradox? Keineswegs – die hohen Temperaturen wurden von einer sogenannten Omega-Konstellation hervorgerufen, die durch ein ausgedehntes Hoch über Europa und zwei kleinere Tiefdruckgebiete in Nordafrika gekennzeichnet ist. Diese Wetterlage tritt global selten auf – ungewöhnlich ist sie aber nicht.
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Kältereport Nr. 30 /2026
Vorbemerkung: In diesem Kältereport gibt es Meldungen von beiden Polen der Welt. Das stützt die Aussage, dass es zumindest in diesem Jahr an beiden Polen besonders kalt ist.
Die Schlagzeilen der Woche:Antarktis: Abkühlung auf -84,1 °C (gemessen!) – die niedrigste Temperatur auf der Erde seit 2012
Russland: Rekord-Kälte Europa: Vorstoß von Meeresluft arktischen UrsprungsAntarktis: Zehn Tage nacheinander unter –100° F (–73,3°C)
Grönland: Oberflächen-Massenbilanz 100 Milliarden Tonnen über dem Mittelwert Alaska: Neue Kältewelle Anden: 5 m Schnee und Kälte bis –27°C Australien: Frosteinbruch im Süden—————————————
Meldungen vom 20. Juli 2026:
Antarktis: Abkühlung auf -84,1 °C (gemessen!) – die niedrigste Temperatur auf der Erde seit 2012Die extreme Kälte in der Antarktis hat sich am Wochenende weiter verschärft.
Am 18. Juli sank die Temperatur an der Concordia-Station am Dome C um 6:25 Uhr UTC auf -84,1 °C – die niedrigste gemessene Lufttemperatur auf der Erde seit dem Wert von -84,2 °C, der im September 2012 in Wostok gemessen worden war.
ClimAntartide bestätigte den Messwert – der drittniedrigste an der Concordia-Station seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2005 (der Rekord liegt weiterhin bei -84,7 °C, gemessen am 13. August 2010). Die Tageshöchsttemperatur der Station lag bei gerade einmal -76,9 °C.
Hierbei muss natürlich berücksichtigt werden, dass die Sonne in der dortigen Polarnacht kaum scheint und demzufolge auch kein nennenswerter Tagesgang der Temperatur auftritt. A. d. Übers.)
Auch am Dome Fuji wurden Tagesrekorde gebrochen. Am 17. Juli sank die Temperatur an dieser Messstation auf -80,4 °C und übertraf damit den bisherigen Tagesrekord von -79,8 °C aus dem Jahr 1999. Am 18. Juli sank die Temperatur auf -81,9 °C und übertraf damit den bisherigen Rekord von -78,9 °C ebenfalls aus dem Jahr 1999.
Die Kälte erfasste das gesamte antarktische Plateau. Automatische Wetterstationen verzeichneten -72 °C in Henry, -75 °C in Nico – beide in der Nähe des Südpols – und -81 °C am Dome CII in der Nähe von Concordia.
Die Amundsen-Scott-Südpolstation verzeichnete am 17. Juli eine Höchsttemperatur von nur -70,8 °C, am folgenden Tag lag die Höchsttemperatur bei lediglich -71 °C. Die Tiefsttemperatur am Samstag lag bei -76,2 °C und brach damit den am 18. Juli 2006 aufgestellten Tagesrekord von -75,7 °C. Das Wochenende war die kälteste mehrtägige Periode am Südpol seit dem 2. und 3. August 2019.
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Russland: Rekord-KälteRussland verzeichnete zwischen dem 17. und 19. Juli mindestens neun Tiefsttemperatur-Rekorde, als sich die diesjährige Hochsommerkälte über das ganze Land ausbreitete.
Am 17. Juli…
In Staraya Russa sank die Temperatur auf 6 °C und brach damit den 1977 aufgestellten Rekord von 6,9 °C (laut Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1936 zurückreichen). In Bologoe wurden 5,6 °C gemessen, was unter dem Wert von 5,8 °C aus dem Jahr 1995 lag (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1959 zurück). In Wologda sank die Temperatur auf 4,5 °C und unterbot damit den Wert von 4,9 °C aus dem Jahr 1956 (in einer seit 1891 geführten Tagesreihe). Und in Balaschow wurden 9,8 °C gemessen, womit der Wert von 10,2 °C aus dem Jahr 1977 (seit 1948) unterschritten worden ist.
Die Kälte verlagerte sich am 18. Juli nach Süden und Osten…
In Kologriv sank die Temperatur auf 4,3 °C und unterbot damit den Rekord von 4,7 °C aus dem Jahr 2015 (seit 1959). In Gigant wurden 11,2 °C gemessen, womit der Wert von 12,5 °C aus dem Jahr 1977 (bis 1939) unterboten wurde. In Remontnoye sank die Temperatur auf 11,3 °C und übertraf damit die ebenfalls 1977 gemessenen 11,6 °C (zurück bis 1948).
Der gleiche Kälteeinbruch erreichte die Ukraine, wo die Temperatur in Tschernihiw am 18. Juli auf 7 °C sank und damit den bisherigen Tagesrekord der Stadt von 7,7 °C aus dem Jahr 1989 brach (die tägliche Messreihe reicht bis ins Jahr 1924 zurück).
Am 19. Juli folgten mindestens zwei weitere russische Rekorde…
In Egvekinot, Tschukotka, sank die Temperatur auf 0,9 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 2,5 °C aus dem Jahr 2022 (die täglichen Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1948 zurück). Und Gigant stellte seinen zweiten Rekord in Folge auf, erreichte 11,6 °C und übertraf damit die 11,7 °C aus dem Jahr 1967.
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Europa: Vorstoß von Meeresluft arktischen UrsprungsMit Blick nach Westen hat eine Luftmasse arktischen Ursprungs ebenfalls Tages-Kälterekorde in ganz Nordeuropa gebrochen, wobei sich der Kälteeinbruch nun weiter nach Mitteleuropa und auf den Balkan ausbreitet.
Am 19. Juli sank die Temperatur in Kautokeino in Norwegen auf 1,9 °C und brach damit den bisherigen Tagesrekord von 3 °C aus dem Jahr 1972. Im benachbarten Schweden sank die Temperatur in Kiruna auf den Gefrierpunkt von 0 °C und übertraf damit den bisherigen Rekordwert für den 19. Juli von 0,8 °C aus dem Jahr 1958.
Weiter südwestlich, in Schottland, sank die Temperatur in Edinburghs Stadtteil Gogarbank auf 6,6 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert der Stadt für den 19. Juli von 7,8 °C aus dem Jahr 1968.
Die Kälte wird nun durch einen sich verstärkenden atlantischen Höhenrücken und eine tiefe Tiefdruckrinne über Nord- und Osteuropa weiter nach Süden getrieben. Nordwinde sollen die Temperaturen bis Donnerstag, den 23. Juli, in Mittel- und Osteuropa auf 8 °C unter den Durchschnitt drücken.
Die stärksten Abweichungen werden in Norditalien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und Polen erwartet, bevor die Kaltfront am Freitag und Samstag den südlichen Balkan, Süditalien und Griechenland erreicht.
Dort werden die Temperaturen voraussichtlich verbreitet 12 °C unter dem Normalwert liegen.
In weiten Teilen des Kontinents hat sich das Wetterbild umgekehrt – auch wenn die Medien dem natürlich kaum Sendezeit widmen werden.
Hintergrund dieser Kälte ist natürlich die in diesem Sommer offenbar besonders kalte Arktis, was in anderen Kältereports schon wiederholt angesprochen worden ist. A. d. Übers.
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Meldungen vom 21. Juli 2026:
Antarktis: Zehn Tage nacheinander unter –100° F (–73,3°C)In der Antarktis, genauer gesagt an der Concordia-Station, herrscht weiterhin extreme Kälte: Am 20. Juli lagen die Temperaturen dort bereits den vierten Tag in Folge unter -80 °C.
Die Messreihe begann am 11. Juli bei -73,6 °C, gefolgt von -75,5 °C am 12. Juli, dann von -76 °C am 13. und 14. Juli, -79,4 °C am 15. Juli, -79,6 °C am 16. Juli, -82,8 °C am 17. Juli und -84,1 °C am 18. Juli. Concordia verzeichnete dann am 19. Juli -82,7 °C, bevor am 20. Juli vorläufig -80,7 °C gemessen worden sind. Damit lagen die Temperaturen zehn Tage in Folge unter -100 °F und vier Tage in Folge unter -112 °F.
Der Wert von -84,1 °C am 18. Juli war der drittniedrigste in Concordia seit Beginn der lückenlosen Aufzeichnungen im Jahr 2005 und die niedrigste gemessene Lufttemperatur weltweit seit Vostok im September 2012 -84,2 °C erreichte.
Für die kommenden Tage wird eine leichte Erwärmung vorhergesagt. Doch das Ausmaß und die Dauer der Kältewelle, die Concordia gerade erlebt hat, sind außergewöhnlich: Vom 16. bis 20. Juli lag der Durchschnitt der fünf täglichen Tiefstwerte bei -82 °C – der drittniedrigste Fünftagesdurchschnitt in der Beobachtungsgeschichte von Concordia. Nur der Zeitraum vom 19. bis 23. Juni 2017 mit einem Durchschnitt von -82,6 °C und der Zeitraum vom 20. bis 24. Juni 2017 mit -82,1 °C waren noch kälter.
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Grönland: Oberflächen-Massenbilanz 100 Milliarden Tonnen über dem MittelwertSeit September 2025 hat die Oberfläche Grönlands rund 580 Milliarden Tonnen Eis und Schnee dazugewonnen – deutlich mehr als der Durchschnitt der Jahre 1981–2010 für diesen Zeitpunkt der Saison.
Normalerweise erreicht die akkumulierte Oberflächen-Massenbilanz Grönlands Ende Mai oder Anfang Juni ihren Höchststand, bevor sie im Juli und August stark zurückgeht, da Schmelze und Abfluss die Neuschneemenge übersteigen.
Dieser Rückgang ist im Jahr 2026 kaum eingetreten.
Die tägliche Zu- und Abnahme der Eisoberfläche liegt seit Mitte Juni im Durchschnitt bei etwa null, sodass die kumulierte Gesamtmenge nahe ihrem saisonalen Höchststand und etwa 100 Milliarden Tonnen über dem langfristigen Mittelwert liegt.
Bislang ist in diesem Jahr kaum Eis von der Oberfläche Grönlands abgeschmolzen, und die Saison dauert nur noch einen Monat.
Anmerkung des Übersetzers: Bevor jetzt wieder irgendwelche Alarm-Agitatoren mit Leseschwäche aufjaulen – hier ist tatsächlich wieder nur die Oberflächen-Massenbilanz erwähnt. Demnächst erscheint hier ein Hintergrundbericht über die Verhältnisse in und um Grönland, in dem alle Aspekte zur Sprache kommen. Aber bereits vor über einem Jahr, genauer im Kältereport Nr. 15 / 2025 habe ich den Unterschied zwischen Oberflächen- und Gesamt-Massenbilanz zur Sprache gebracht!
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Alaska: Neue KältewelleDie Mittsommerkälte hat im Süden Alaskas vieljährige Temperaturrekorde gebrochen und eingestellt.
In Cold Bay sank die Temperatur am 20. Juli auf 3,9 °C und brach damit den bisherigen Tagesrekord von 4,4 °C aus dem Jahr 1971. Die Tageshöchsttemperatur erreichte lediglich 9,4 °C, die Tagesdurchschnittstemperatur lag bei 6,7 °C – beide Werte lagen 4,4 °C unter dem Normalwert.
Auch in Kodiak sank die Temperatur auf 3,9 °C und erreichte damit den Rekordwert vom 20. Juli 1965. Die Tiefsttemperatur lag 6,7 °C unter dem Normalwert.
Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf diese beiden Messstationen. In King Salmon wurden nur 12,2 °C gemessen, 6,1 °C unter dem Normalwert; in Anchorage lag die Höchsttemperatur bei 13,3 °C, 5,6 °C unter dem Normalwert; und auf St. Paul Island wurden nur 7,2 °C erreicht, 3,9 °C unter dem Normalwert.
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Eine Meldung vom 23. Juli 2026:
Anden: 5 m Schnee und Kälte bis –27°CEin schwerer Wintersturm hat die Anden in Chile und Argentinien unter außergewöhnlich großen Schneemengen begraben.
Im chilenischen Skigebiet Portillo sind mehr als 4,5 m Schnee gefallen; die Behörden bezeichnen die Dauer und Intensität des Sturms als „äußerst ungewöhnlich“. Alle Straßen- und Flugverbindungen bleiben ebenso wie das Skigebiet selbst gesperrt, da sich der Schnee weiter ansammelt.
Der Grenzbeamte Osvaldo Valle sagte: „Wir befinden uns mitten in einem historischen Schneefall“, nachdem in Las Cuevas 4 m und sowohl in Los Libertadores als auch in Portillo jeweils mehr als 3 m Schnee gefallen waren. Prognosen gehen von insgesamt 5 m aus, bevor der Sturm abklingt. Valle sagte, dieses Ereignis übertreffe bisherige große Winterereignisse, darunter auch den verheerenden Schneesturm vom Juli 1984.
Auf argentinischer Seite melden Behördenvertreter etwa 4 m Schnee, davon mehr als 2 m in Puente del Inca und bis zu 1 m in tiefer gelegenen Gebieten. In der Nähe von Los Penitentes akkumulierte der Schnee so hoch, dass Anwohner, Touristen und Arbeiter evakuiert werden mussten, gingen doch die Vorräte an Lebensmitteln und Heizmaterial zur Neige. Ein Rettungsfahrzeug musste jedoch umkehren, nachdem es auf 2 Meter hohe Schneeverwehungen gestoßen war.
Weiter nördlich in Catamarca meldete das hochgelegene Bergbaulager Tres Quebradas Temperaturen von -27 °C, Windgeschwindigkeiten von über 170 km/h und Schneehöhen von mehr als 1 m.
Am Salar del Hombre Muerto soll sich der Schnee stellenweise bis zu 4 m hoch aufgetürmt und ein Fahrzeug mit vier Bergleuten vollständig verschüttet haben. Alle vier konnten schließlich mit Unterkühlungserscheinungen gerettet werden; einer von ihnen soll bereits „angefangen haben zu gefrieren“.
Die Kälte breitete sich über ganz Patagonien aus.
Der argentinische Wetterdienst verzeichnete am 22. Juli an mindestens 22 Orten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. In El Calafate wurden -16,2 °C gemessen, in Gobernador Gregores -13,5 °C, in Perito Moreno -12,8 °C und in Paso de Indios -10,3 °C.
Jenseits der Grenze verzeichnete Chile am 22. Juli offiziell -15,9 °C in Balmaceda und -10,6 °C in Coyhaique, wo die Tageshöchsttemperatur nicht über den Gefrierpunkt stieg.
Bezieht man die offiziellen Daten ein, so machen Portillos offizielle Gesamtmenge von 4,5 Metern, die Aussicht auf mehr als 5 m in Los Libertadores und die schiere geografische Ausdehnung des Ereignisses dies zu einem der größten Schneefälle in den Anden seit Jahrzehnten.
Chile und Argentinien wurden von einem transandinen Wintereinbruch heimgesucht, der 4½ m Schnee, Temperaturen von -27 °C, orkanartige Winde, verschüttete Fahrzeuge, geschlossene Grenzen und groß angelegte Rettungsaktionen mit sich brachte.
In den Medien kommt natürlich kein Wort davon.
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Eine Meldung vom 24. Juli 2026:
Australien: Frosteinbruch im SüdenLuft antarktischen Ursprungs ist über Australien hinweggefegt und hat in allen Bundesstaaten und Territorien mit Ausnahme des Northern Territory für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gesorgt.
Bis Freitagmorgen waren die Temperaturen in sechs Verwaltungsbezirken auf -3 °C oder darunter gefallen.
Die Thredbo Top Station erreichte -7 °C, der Mount Ginini -6 °C, der Mount Hotham -5,7 °C, der Mount Wellington -4,7 °C, Salmon Gums -4,4 °C sowie Yunta und Yongala -3,4 °C.
Auch in den tief gelegenen Küstengebieten kam es zu Frost.
In Richmond im Sydney-Becken sank die Temperatur auf -0,5 °C, während am Flughafen Moruya an der Küste von New South Wales -0,6 °C gemessen wurden.
Salmon Gums lieferte den herausragenden Messwert. Die dort gemessenen -4,4 °C lagen um beachtliche 9,1 °C unter dem durchschnittlichen Tiefstwert für Juli und nur 0,3 °C über dem Juli-Rekordwert der Station von -4,7 °C, der im Jahr 2025 aufgestellt worden war. Die Aufzeichnungen an dieser Station reichen bis ins Jahr 1932 zurück.
In Tasmanien fiel Schnee bis in Höhenlagen von 300 m hinab, wobei es in den höheren Lagen zu starken Akkumulationen kam.
Am Mount Wellington wurde eine gefühlte Temperatur von fast -19 °C gemessen, während die Windböen Geschwindigkeiten über 100 km/h erreichten.
Für Anfang nächster Woche werden weitere Schneeschauer vorhergesagt. Laut BoM liegen die Temperaturen am Mount Buller nahe dem Gefrierpunkt, wobei bis Dienstag Schnee erwartet wird und für Mittwoch und Donnerstag Tiefstwerte von -3 °C prognostiziert werden.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 31 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 24. Juli 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kältereport Nr. 30 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Wer beeinflusst maßgeblich das Wetter? CO2 oder Wasserdampf?
Wie inzwischen jeder weiß, ist „Klimaschutz“ in aller Munde. Aber der „Klimaschutz“ ist auch die Mutter aller Probleme. Das werde ich hier vorstellen. Und dazu gehört die sog. Energiewende. Trotzdem sagen uns alle europäischen Regierungen, die EU, fast alle Parteien, und fast sämtliche Medien: Wir sollen, nein wir müssen, um das Klima zu schützen, das CO2 vermeiden. Was immer es kostet. Darum dreht sich alles! Und deshalb werde ich Ihnen im Folgenden Argumente in die Hand geben, die das massiv in Frage stellen.
Der Blackout im Januar 26 in BerlinZuvor aber muss ich den größten Blackout im Januar 2026 benennen -nett umschrieben von den Medien mit „Stromausfall“- den Deutschland seit Ende des 2. Weltkrieges betroffen hat. 45.000 Haushalte im Berliner Südwesten waren 5 Tage ohne Strom, Ca. 115.000 Menschen hatten keine Heizung – bei – 15 bis 20 °C in der Nacht, kein Licht, kein Mobilfunk, kein Kochen, kein Fahrstuhl, keine Ampeln, keine Straßenbeleuchtung. Nichts, sie hatten buchstäblich nichts. Eine alte Frau starb an Unterkühlung. Die Verantwortung haben dann Klimaterroristen der Vulkangruppe „übernommen“. Sie legten einen Kurzschluss an die Leitung des versorgenden Kraftwerkes. Und wissen sehr präzise, was die Ziele ihres Terrorismus sind. Sie wollen CO2 Vermeidung, um jeden Preis! ..Schluss mit der Verwendung fossiler Brennstoff“. So schrieben sie es in ihrem Bekennerbrief.
Und das ist genau das, was die EU, was Deutschland von jedem fordert. Nur nicht ganz so schnell, etwas langsamer. Die EU soll bis 2050 CO2 neutral sein, und Deutschland bis 2045. Darauf steuert ganz Europa hin.
Wieviel CO2 gibt es in der Atmosphäre?Um noch einmal die Größenordnung des Volumens einzelner Gase der Atmosphäre in Erinnerung zu rufen, hier eine Übersicht. Nehmen wir an das Volumen der Atmosphäre sei so hoch wie der Eifelturm in Paris. Das sind 324 m. Stickstoff hätte dann 253 m, Sauerstoff 68 m, Wasserdampf ca, 5 m, und alle restlichen Gase zusammen rd. 3 m. Das sind dann knapp 1 Vol %. Und CO2 hätte dann einen Anteil von 0,14 m, oder 0,043 Vol %. Und das, was das IPCC dem Menschen zuschreibt, hätte davon nochmal ¼ oder 0,035 m, oder 0,0016 Vol % bzw. 3,5 cm.
Das sind die realen Verhältnisse. Und deswegen schauen wir uns an, wie das CO2 aktuell und in der Vergangenheit gemessen wurde. Als „Goldstandard“ werden inzwischen die „Messungen“ aus Eisbohrkernen betrachtet.
Im gezeigten Bild 1 wurde der der CO2 Inhalt der Atmosphäre über die Zeit von 1750 bish heute aus zwei Zeitreihen bestimmt, die aneinandergefügt wurden.
Abbildung 1: Darstellung des britischen Met-Office, zusammgestellt mit Daten aus Eisbohrmessungen (Law Dome) links mit den Daten aus Mauna Loa Hawaii.(rechts)
Die linke Zeitreihe stammt dem Law Dome. Sie wurde aus 3 Eisbohrkernen ermittelt. Der Law Dome ist 1.395 m hoch, liegt in der Antarktis, also auf der Südhalbkugel und diese Messung wurde zusammen gespleißt mit der Messung aus dem Mauna Loa. Das ist ein aktiver Vulkan in rd. 4000 m Höhe. Er liegt in Hawaii. Und ist 10.800 km Luftlinie entfernt und liegt auf der Nordhalbkugel. Und trotzdem treffen beide Zeitreihen bis auf ± 0,375 ppm aufeinander. Nun muss man wissen, dass keine dieser Zeitreihen direkt gemessen wurden. Sie wurden auf eine sehr komplizierte Weise berechnet. Deswegen sage ich – als studierter Messtechniker- das dort getrickst wurde. Und zwar massiv. Auf diese Entfernung und völlig unterschiedlicher Messmethoden, ist diese Übereinstimmung komplett unglaubwürdig. Nimmt man nur mal an, dass die Mauna Loa Daten hinreichend überprüft wurden, dann bleibt für die Trickserei nur die Law Dome Daten übrig. Sie wurden aus 3 Bohrungen von Eisbohrkerne ermittelt.
Die Fragen sind: Wie geht das? Wie macht man das?
Zuvor muss man wissen, dass die Antarktis, die trockenste, oder vielleicht eine der trockensten Wüste der Welt ist. Der geringe Niederschlag – oft auch durch langanhaltende Schneestürme durcheinandergewirbelt und verweht- legt sich dann als Schnee auf das darunterliegende Eis. Mit zunehmender Dichte, bedingt durch immer mehr Schnee, viele Jahre oder Jahrzehnte später, wird der Schnee zu Firn und noch viel später zu Eis. Und erst dann umschließt das Eis die Luftbläschen aus der Umgebung. Zwischen dem Eis, und der Luft besteht also eine fast unbestimmbare Zeitspanne. Jedenfalls ist die damit vorhandene Unsicherheit viele Jahre oder gar Jahrzehnte groß. In Wirklichkeit ist die „Messung“ noch viel, viel komplizierter.
Gasbläschen, die nicht im Eis vorhanden waren
Das Problem dabei ist, dass die CO₂-Werte aus Gasbläschen rekonstruiert werden, die ursprünglich gar nicht im Eis vorhanden waren. Vielmehr entstehen sie erst, wenn das Eis dekomprimiert, d.h. es geschnitten und geborgen wird. Bis dahin liegen die Gasmoleküle in Folge des hohen Drucks nur hydratisiert vor, als Clathrate. Aber das soll uns aktuell nicht interessieren. Vielmehr wollen wir uns auf frühere Messungen des CO2 Gehaltes konzentrieren. Zum Beispiel in einer Ausgabe von Meyers Konversationslexikon von 1892. Darin wird festgestellt, dass Kohlensäure – so nannte man das CO2 früher – mit 0,04 Prozent in der Atmosphäre vorhanden ist. Nicht um die 0,029 % wie es die Eisbohrkerne zeigen. Sie war, nach Meyers Konversationslexikon, deutlich höher. Und es gibt noch viel mehr davon, auch in früheren Ausgaben. Der EIKE Mitbegründer Ernst Georg Beck – leider schon verstorben- hatte rd. 90.000 solcher Messungen gesammelt und aufgelistet[1]. So gut wie alle zeigen eine höhere, manchmal deutlich höhere CO2 Konzentration. Hier seine Darstellung ab 1920.
Abbildung 2: Darstellung von E.G. Beck über CO2 Messungen aus realen Messungen und errechneten CO2 Daten aus Eisbohrkernen Quelle siehe Fußnote 1
Wenn man sich hingegen sich anschaut, was die wichtigsten Befürworte der CO2 Hypothese, Callendar und Keeling zu ihrer Zeit mit diesen Messungen gemacht haben, dann wird schnell klar, dass sie alle jene Werte aussortiert hatten, die nicht zu ihrer Hypothese[2] passten.
Das heißt, um es klar zu sagen, die Eisborkernmessungen sind keine Messungen, sondern durch viele Annahmen gestützte Berechnungen, die keineswegs den CO2 Gehalt der früheren Zeiten zeigen. Offensichtlich sind viel der Annahmen falsch, ein Umstand den bereits
Jaworowski und Segalstad aufdeckten, die schon 1992[3] schrieben:
„„Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass der CO2-Gehalt im Eis aufgrund verschiedener chemischer und physikalischer Prozesse im Vergleich zum ursprünglichen atmosphärischen Wert stark ansteigen oder abnehmen kann. In den Lufteinschlüssen aus vorindustriellem Eis wurden CO2-Konzentrationen zwischen 135 und 500 ppmv gemessen. Daher können die Ergebnisse der CO2– Bestimmungen in den Lufteinschlüssen des Eises nicht als repräsentativ für die ursprüngliche atmosphärische Zusammensetzung angesehen werden.“
Nun gab es eine Stimme aus dem Publikum, welche sehr detailliert darlegte, dass die hohen CO2 Werte der Vergangenheit wie oben erwähnt– allein schon aus theoretischen Gründen – nicht darstellbar gewesen wären. Hingegen seien die Messungen aus Eisbohrkernen mehrfach geprüft und damit zuverlässig. Somit seien meine Einwände nicht nachvollziehbar.
Das kann durchaus so sein. Die Betonung liegt dabei auf „kann“. Es muss aber nicht so sein, denn im Unterschied zu den bekannten gewaltigen Unsicherheiten, die die Eisbohrkernmessungen aufweisen, und die auch eine mehrfache Überprüfung nicht wegdefinieren kann, sind die Beck´schen Messungen real. Sie sind wirklich passiert. Auch wenn man im Nachhinein da hineininterpretiert, dass diese oder jenes nicht beachtet worden wäre. Auch das mag so sein, nur wissen tun wir es nicht. Und deswegen sind diese realen CO2 – Messungen, das Einzige, was über die CO2-Konzentration in der Vergangenheit Aufschluss geben kann. Und die unterscheiden sich nun mal himmelweit von den berechneten Ergebnissen aus Eisbohrkernen.
Was bestimmt das Wetter und damit lt. WMO das Klima?Kehren wir zurück zum Ausgangspunkt und fragen uns was das Klima, in diesem Fall das Wetter, auf diesem Planeten beeinflusst. Es ist, wie alle Klimaforscher auf der Welt unisono berichten, der Wasserdampf. Zusammen mit dem Treiber, der Strahlung der Sonne.
Abbildung 3: Darstellung der physikalischen Wirkung von CO2 und H2O. Sie spricht für sich.
Schaut man sich nur die physikalische Wirkung von CO2 und Wasserdampf im Vergleich an, dass wird deutlich, dass das CO2 nur eine wirkliche Bande im 15 µm Bereich hat, die Infrarotstrahlung aufnehmen und abgeben kann. Wasserdampf hingegen hat viele dieser Banden. Und was noch hinzukommt, dass Wasserdampf ist verantwortlich für Feuchte, Regen, Schnee, Eis, Wolken und damit für die Albedo. Und ist darüber hinaus auch noch mit im Schnitt 1,5 % in der Atmosphäre vorhanden, bei den wetterbestimmenden Zonen dieser Erde sogar mit 4 %. Und deshalb ist es auch kein Wunder, dass Wasserdampf für das Wetter und damit für das Klima verantwortlich ist.
Selbst die beiden bekannte Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Hans-Joachim Schelnhuber sehen das so:
Zitat[4]:„Das insgesamt wichtigste Treibhausgas ist der Wasserdampf. Er taucht in der obigen Diskussion nur deshalb nicht auf, weil der Mensch seine Konzentration nicht direkt verändern kann.“ Das ist schon mal ein merkwürdiger Satz. „weil der Mensch seine Konzentration nicht direkt verändern kann“. Und sie definieren später, was sie damit meinen. Zitat : man könne ihn auch deswegen nicht beeinflussen, …weil Wasserdampf die Folge der CO2 Erwärmung und nicht die Ursache sei“.
Das klingt alles sehr wissenschaftlich und gelehrt, ist aber schlichter Nonsens. Es ist wissenschaftlich verbrämter Humbug. Denn, wie das IPCC selbst in seinem 3. Bericht festgestellt hat, Klima ist chaotisch. Wie chaotisch es ist, hat Willi Soon in der folgenden Grafik[5] festgehalten. Dort sind, angetrieben durch die Strahlungsenergie der Sonne von rd. 1363 W/m2, 18 Prozesse wirksam, die alle direkt oder indirekt voneinander abhängen, und damit miteinander verbunden sind. Und alle sind mit dem Wasserdampf verknüpft. Nur einer, die „atmospheric composition“ enthält zusätzlich noch das CO2. Mit gerade mal aktuell 0,043 Vol. %. Und wenn mindestens 18 Prozesse, getriggert durch die Sonne, miteinander verbunden und indirekt oder direkt gesteuert, dann kann niemand mehr sagen, was ist Ursache und was ist Wirkung. Klima ist, genau aus diesen Gründen, chaotisch. Und nur am Rande sei festzustellen, dass Klimaberechnungen allesamt nicht-ergodisch sind. D.h im Umkehrschluss, sämtliche Modellrechnungen, die sich auf Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen, Mittelwert, Varianz oder ähnliches beziehen, sind hier nicht erlaubt. Ihre Ergebnisse sind schlicht Müll.
Abbildung 4. Darstellung der Energiebilanz der Atmosphäre der Erde mit ihren vielen verschiedenen Prozessen, die alle untereinander auf direkt oder indirekte Art einander beeinflussen oder beeinflusst werden. Quelle siehe Fußnote 5
Die chemische Wirkung des CO2 in der AtmosphäreAnders sieht die Sachlage aus, wenn man sich die chemischen Wirkung des CO2 anschaut. Sie ist enorm. Das folgende Bild zeigt die erheblichen Auswirkungen von mehr CO2 auf das Wachstum der Pflanzen,
Eldarica-Kiefern, die Mitte der 1980er Jahre von Dr. Sherwood Idso im U.S. Water Conservation Laboratory unter CO2-freier Luft und mit zusätzlich 150, 300 und 400 ppm atmosphärischem CO2 angereicherter Luft gezogen wurden. Das Foto ist urheberrechtlich geschützt und wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Verfügung gestellt.
Abbildung 5. Sherwood Idso zeigt das Pflanzenwachstum von 4 Fichten, die im selben Versuchsgarten unter 4 verschiedenen CO2 Konzentration aufwuchsen.
Sherwood Idso, ein US-Amerikaner und Physiker hat es 2008 in seinem Versuchsgarten aufgenommen. Das Bild spricht für sich. CO2 ist Pflanzennahrung par excellence. Und deswegen kann man feststellen. Ohne CO2 gäbe es kein Leben auf der Erde.
Mit nur aktuell 0,043 Vol % sind wir gerade mal um den Faktor 2 an einer weltweiten Hungersnot vorbei geschrammt. Denn Pflanzen beginnen bei 180 bis 200 ppm zu verhungern. Und alles sonstige Leben mit ihnen.
Wenn man das alles zusammennimmt, dann ist der geglückte Versuch uns einzureden, dass das atmosphärische CO2 der Grund sei, für die nur geringe messbare Erwärmung auf der Erde, nichts anderes als eine gelungene Gehirnwäsche
Temperatur ist eine intensive Größe, die sich nicht mitteln lässtIm letzten Jahrhundert betrug die „gemessene“ Erwärmung, also das, was man als Anstieg der Mitteltemperatur der Atmosphäre der Erde, laut IPCC, bezeichnete, gerade einmal 0,9 ° C. Ob man nun °C daran schreibt oder nicht, ist eigentlich auch egal, denn wie es u.a. Jonathan Cohler zuvor ausführte, und wie es in jedem Physiklehrbuch steht, ist Temperatur eine intensive Größe, die sich nicht mitteln lässt. Weder über die Zeit und auch nicht über den Ort, also über die Oberfläche eines Planeten, wie die Erde. Temperatur ist immer an die Materie am Ort ihres Entstehens gebunden.
Wir wurden eine Gehirnwäsche unterzogenUnd deshalb sind wir alle – und das seit über 50 Jahren- einer umfassenden, gewaltigen Gehirnwäsche unterzogen worden. Diese Gehirnwäsche hat uns glauben gemacht, dass das atmosphärische CO2 etwas Schlechtes sei. Etwas, was man um jeden Preis verhindern muss.
Und da schließt sich der Kreis. Erinnern wir uns nochmal zurück an den Anfang, als Klimaterrorristen den Südwesten Berlins tagelang ohne Strom ließen. Ca. 115.000 Menschen waren betroffen, viele davon alt und/oder gebrechlich. Eine alte Frau starb wegen Unterkühlung. Und das ist genau dasselbe, was die EU mit uns vorhat. Nur nicht so schnell, dafür aber gleichmäßig. Der Green Deal sieht vor – mit gewaltigen Zwischenzielen zwischendurch- dass die EU bis 2050 „klimaneutral“ werden muss. Wenn wir uns nicht dagegen wehren, wird das unseren Untergang bedeuten. Und begonnen hat das Ganze mit dem Club of Rome:
Zitat: Auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind, gegen den wir uns zusammenschließen können, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die Gefahr der globalen Erwärmung, Wassermangel, Hungersnot und Ähnliches infrage kommen. Nur durch veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen können sie überwunden werden. Der eigentliche Feind ist also die Menschheit selbst.
Alexander King (1909–2007),
Mitbegründer des Club of Rome,
The First Global Revolution, 1991
Wer jetzt darin eine Verschwörungstheorie wittert, liegt gerade richtig. Eine, die besonders gut belegt ist. Zum Beispiel in meinem neuen Buch: „Die Treibhauslüge: Was, wenn die größte politische und wirtschaftliche Umwälzung unserer Zeit auf wissenschaftlichen Fehlannahmen beruht?“ Dort kann man noch sehr viel mehr zum größten Betrug nachlesen, den die Welt bisher gesehen hat.
- Aus dem paper: A validation check has been made for 3 historical CO2 series. The overall impression is one of continental European historic regional CO2 background levels significantly higher than the commonly assumed global ice-core proxy levels.The CO2 versus wind-speed plot seems to be a good first level validation tool for historical data. With the required caveats ↑
- „Carbon Dioxide Variations in the Atmosphere“ Zeitschrift Tellus Volume 8, Issue 2, Seiten 176–183 (Mai 1956). ↑
- ATMOSPHERIC CO2 AND GLOBAL WA R M I N G : A C R I T I C A L REVIEW SECONDREVISED EDITON MEDDELELSER NR. 119 SA POLARINST OSLO 1992 ↑
- 1) Seite 44 Kindle Ausgabe des Buches: Der Klimawandel DIAGNOSE, PROGNOSE, THERAPIE ↑
- Quelle: Willie Soon adapted Kellogg and Schneider (1974) paper in Science ↑
Der Beitrag Wer beeinflusst maßgeblich das Wetter? CO2 oder Wasserdampf? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Wasserdampf von „Hunga Tonga“ befindet sich weiterhin in der Stratosphäre
Cap Allon
Der Ausbruch von Hunga Tonga–Hunga Haʻapai im Januar 2022 schleuderte 150 Millionen Tonnen Wasserdampf direkt in die Atmosphäre und erhöhte damit die Gesamtmenge von Wasserdampf in der Stratosphäre um etwa 10 % – die größte jemals verzeichnete Veränderung.
Wasserdampf ist das in der Atmosphäre am häufigsten vorkommende Treibhausgas und trägt am stärksten zum natürlichen Treibhauseffekt der Erde bei. In der unteren Atmosphäre wirkt er weitgehend als Rückkopplungsprozess und steigt und fällt mit der Temperatur. Hunga Tonga schleuderte Wasser direkt in die Stratosphäre, wo es die Strahlung, die Ozonchemie und die atmosphärische Zirkulation verändern kann.
Diese Veränderung ist im Juli 2026 noch immer vorhanden.
Satellitenbeobachtungen zeigen, dass bis Anfang 2025 rund 75 Millionen Tonnen – etwa die Hälfte des ursprünglichen Überschusses – abgebaut worden waren. Der Rest baut sich mit einer geschätzten E-Halbwertszeit von drei Jahren ab und wird voraussichtlich um das Jahr 2030 wieder den Wert vor dem Hunga-Tonga-Ausbruch erreichen.
Diese zusätzliche Feuchtigkeit führte zu einer Zunahme der nach unten gerichteten Infrarotstrahlung.
Selbst die NASA erklärte, dass nach dem Ausbruch ein vorübergehender Erwärmungseffekt möglich sei.
Es lässt sich logischerweise annehmen, dass der Ausbruch das regionale Wetter beeinflusst, doch der genaue Beitrag zu einzelnen Ereignissen lässt sich natürlich nur schwer isoliert bestimmen. Die Attributionswissenschaft wird beispielsweise mit hoher Sicherheit behaupten, dass „die CO₂-Emissionen des Menschen die jüngste Hitzewelle in Westeuropa 300-mal wahrscheinlicher gemacht haben“, wird aber auch einräumen, dass etwaige Auswirkungen von Hunga Tonga nicht quantifiziert werden können.
Die Atmosphäre nach Januar 2022 war nicht mehr die gleiche wie zuvor: Es war eine rekordverdächtige natürliche Einbringung von Treibhausgasen hinzugekommen, die sich über beide Hemisphären ausbreitete und auch im Jahr 2026 noch in der Stratosphäre verbleibt. Jede ernsthafte Klimadiskussion muss dies berücksichtigen.
Graphik: Wasserdampf in der Stratosphäre im Jahr 2021 (vor dem Ausbruch) im Vergleich zu fünf Jahren später, in der ersten Hälfte des Jahres 2026.
Link: https://electroverse.substack.com/p/hunga-tongas-water-vapor-remains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der Wasserdampf von „Hunga Tonga“ befindet sich weiterhin in der Stratosphäre erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Radioaktive Strahlung – Fluch oder Segen? Über die Bedeutung von Strahlung für die Gesundheit
Zum Thema der Strahlenangst hielt unser Referent Dr. Lutz Niemann einen Vortrag, in dem er mit Hilfe nackter Zahlen, zum Beispiel zu den Toten nuklearer Unfälle, eine realistische Haltung jenseits der jahrzehntelangen Panikmache anmahnte. Seine klare Aussage: Die Verteufelung der Kernkraft ist unrealistisch, da konkurrierende Konzepte mehr Opfer fordern.
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USA: Die Reform des alarmistischen Nationalen Klimaberichts hat begonnen
Seit 25 Jahren ist der regelmäßig erscheinende Bericht „National Climate Assessment“ (NCA) das Aushängeschild des amerikanischen Alarmismus‘. Es sieht so aus, als würde sich das nun ändern, hat doch ein Realist das Ruder übernommen.
Die Berichte werden von einer kleinen Bundesbehörde namens „U.S. Global Change Research Program“ (GCRP) erstellt, die – ironischerweise – gar keine Forschung betreibt. Sie erstellt lediglich einen Jahresbericht über die klimabezogene Forschung von 13 großen Bundesbehörden. Seine Hauptaufgabe ist die Erstellung der NCAs. Der erste Bericht erschien 2001, der fünfte wird 2023 veröffentlicht.
Die Trump-Regierung hatte das GCRP gestrichen, doch nun wird es wiederbelebt, und zwar unter der Leitung des führenden Skeptikers Matt Wielicki. Es zeichnet sich also ein skeptischer NCA-Bericht ab.
Wielicki steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Er hat eine riesige Aufgabe vor sich und hat möglicherweise noch nie zuvor ein derart dringliches Bundesprojekt geleitet. Die alarmistische NCA ist ein riesiges Dokument mit endlosen alarmierenden Grafiken und beängstigenden Texten, das über einen Zeitraum von mehreren Jahren von Hunderten von Menschen erstellt wurde. Ihr gesamter irreführender Fokus liegt darauf, wie der vom Menschen verursachte Klimawandel den Amerikanern schadet.
Logistisch gesehen ist es unwahrscheinlich, dass die Alarmisten, die Erfahrung mit der Erstellung eines früheren NCA haben, an einer realitätsnahen Version arbeiten wollen, so dass ein völlig neues Team aufgebaut werden muss. Der ICF-Unterstützungsvertrag, über den ein Großteil der nicht-bundeseigenen Mitarbeiter bezahlt wurde, ist gekündigt worden. Dies sind komplexe Hindernisse, die Wielicki überwinden muss.
Er könnte einen einfachen Ansatz wählen, weil die alarmistischen Auswirkungen gar nicht existieren, mit denen diese früheren Berichte gespickt waren. Somit sind die früheren Berichte als Vorlage unbrauchbar. Hier sind einige erste Überlegungen zu einem skeptischen Dokumententwurf, der leicht umzusetzen sein könnte.
Erstens könnte der Bericht das Konzept des Klimawandels erörtern. Das Klima schwankt naturgemäß auf einer Vielzahl von Zeitskalen, von Jahren bis zu Jahrhunderten. Angesichts dieser natürlichen Variabilität kann es schwierig sein festzustellen, ob sich das Klima an einem bestimmten Ort langfristig tatsächlich verändert. Kurzfristig verändert sich das Klima ständig. Dies ist die heikle Verwirrung, die entsteht, wenn nicht zwischen Variabilität und Trend unterschieden wird – ein Problem, in dem sich frühere Berichte verstrickt haben.
Zweitens könnte der Bericht erläutern, dass der Klimawandel größtenteils natürlichen Ursprungs und nicht vom Menschen verursacht ist. Der städtische Wärmeinseleffekt (Urban Heat Island, UHI) bildet dabei eine offensichtliche Ausnahme. Frühere Berichte scheinen davon auszugehen, dass alle Veränderungen vom Menschen verursacht oder verschlimmert werden.
Drittens gibt es das Thema der positiven Veränderungen, das in früheren Berichten weitgehend außer Acht gelassen worden ist. Dazu könnten Aspekte wie die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität oder der Rückgang der Todesfälle durch extreme Kälte gehören. Auch die Vorteile einer „Begrünung“ durch steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre (gut für die weltweite Nahrungsmittelversorgung) könnten erörtert werden.
Viertens könnte der neue Bericht auch auf die gängigen Irrtümer eingehen, die diesen früheren NCA-Berichten zugrunde liegen. In diesen extrem alarmistischen Berichten findet sich viel pseudowissenschaftlicher Unsinn.
Im Folgenden finden sich einige Links für diejenigen, die sich mit dem jüngsten Alarmismus des GCRP auseinandersetzen wollen, den Wielicki umkehren möchte.
Hier eiene gute Übersicht vom GCRP des Congressional Research Service.
Es gibt eine Tabelle mit den Fördermitteln nach Förderinstitutionen, aus welcher der rasante Anstieg der verschwenderischen Ausgaben für alarmistische Forschung hervorgeht.
Anscheinend ist die GCRP-Website nicht mehr erreichbar, aber hier findet man den jüngsten Nationalen Klimabericht (den ich die Nationale Angstmache nenne).
Es sei darauf hingewiesen, dass das GCRP das Klimaforschungsprogramm der US-Bundesregierung nicht koordiniert, wie oft fälschlicherweise berichtet wird. Es sammelt lediglich jährliche Ausgaben- und Projektdaten der rund 13 Forschungsbehörden und erstellt einen Jahresbericht mit dem Titel „Our Changing Planet“. Seltsamerweise scheint die letzte Ausgabe das Geschäftsjahr 2023 zu betreffen, in dem die Ausgaben 4 Milliarden Dollar überstiegen. Siehe hier.
Wie sich die große Herausforderung entwickeln wird, eine realitätsnahe nationale Klimabewertung zu erstellen, bleibt abzuwarten.
Link: https://www.cfact.org/2026/07/19/reforming-the-alarmist-national-climate-assessment-has-begun/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag USA: Die Reform des alarmistischen Nationalen Klimaberichts hat begonnen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Eine weitgehend unerschlossene Energiequelle tief im Erdinneren soll näher erforscht werden
Daily Caller News Foundation,, Paris Apodaca, Energie-Stipendiat
Das Repräsentantenhaus verabschiedete am Montag einen Gesetzentwurf zur Ausweitung der Forschung an der weitgehend unerschlossenen Energiequelle „Geothermie“, angesichts der steigenden Nachfrage nach Energie, die durch den Ausbau der künstlichen Intelligenz bedingt ist.
Der von dem republikanischen Abgeordneten Pat Harrigan aus North Carolina und der demokratischen Abgeordneten Andrea Salinas aus Oregon eingebrachte überparteiliche Gesetzentwurf zur geothermischen Forschung und Entwicklung der nächsten Generation (Next-Generation Geothermal Research and Development Act) wurde am Montag im Repräsentantenhaus per Akklamation verabschiedet . Ziel des Gesetzes ist es, die staatliche Forschung im Bereich fortschrittlicher Geothermie-Technologien auszuweiten, da die Abgeordneten nach zuverlässigen, rund um die Uhr verfügbaren Energiequellen suchen, um den rasant steigenden Strombedarf für künstliche Intelligenz, Rechenzentren und die heimische Industrie zu decken.
Harrigan sei „stolz“ darauf, sich für die geothermische Forschung der nächsten Generation einzusetzen, um die langfristige Energieversorgung Amerikas zu stärken, sagte der Kongressabgeordnete gegenüber der Daily Caller News Foundation.
„Ich bin stolz darauf, dass das Repräsentantenhaus dieses parteiübergreifende Gesetz verabschiedet hat, denn Amerika wird in den kommenden Jahren eine deutlich zuverlässigere Stromversorgung benötigen. Mit dem Vormarsch der KI, der Verlagerung der Produktion ins Inland und dem stetig steigenden Strombedarf müssen wir in Technologien investieren, die eine bezahlbare Energieversorgung rund um die Uhr ermöglichen.“
„Mein überparteilicher Gesetzentwurf zur geothermischen Forschung und Entwicklung der nächsten Generation wurde soeben vom Repräsentantenhaus verabschiedet“, schrieb der republikanische Senator aus North Carolina am späten Montag in einem Beitrag auf X. „Jetzt lasst uns eines der größten ungenutzten Energiepotenziale Amerikas erschließen und die zuverlässige Energieversorgung aufbauen, die wir brauchen, um die nächste Generation von Innovationen anzuführen. … Geothermie der nächsten Generation hat ein erhebliches Potenzial, die Technologie von der Forschungsphase in die Praxis umzusetzen. Das ist gut für unsere Energiesicherheit, gut für unsere Wirtschaft und gut für amerikanische Familien“
„Das Problem ist nicht, dass unserem Land die Ressourcen fehlen, sondern dass uns die Technologie fehlt, um sie voll auszuschöpfen“, sagte Harrigan in einer Rede im Repräsentantenhaus. „Dieser Gesetzentwurf trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen. Wenn Amerikaner an Energie denken, denken sie meist an Dinge, die wir sehen können: Ölfelder, Erdgasleitungen, Atomkraftwerke, Windparks. … Doch eine der größten Energiechancen unseres Landes liegt nicht über der Erde, sondern unter unseren Füßen. … „Amerika hat eine außergewöhnliche Chance, eine neue, zuverlässige und rund um die Uhr verfügbare Energiequelle zu erschließen. Ein einzelner superkritischer Geothermiebrunnen hat das Potenzial, mehr als das Siebenfache der Energie eines herkömmlichen Geothermiebrunnens zu erzeugen. Experten schätzen, dass die Geothermie der nächsten Generation letztendlich bis zu 90 Gigawatt Strom direkt hier im Land liefern könnte.“
Harrigan führte weiter aus, wie die KI unsere Wirtschaft verändert und einen höheren Strombedarf verursacht, der für Amerika „kein Luxus mehr“ sei.
„Eine zuverlässigere amerikanische Energieversorgung bedeutet niedrigere Kosten für hart arbeitende Familien, ein stabileres Stromnetz und eine geringere Abhängigkeit von ausländischen Gegnern“, schloss Harrigan.
Andrea Salinas von den Demokraten reagierte nicht umgehend auf die Bitte des DCNF um eine Stellungnahme.
Eine Studie aus dem Jahr 2015 verdeutlichte die enorme Wärmekraft unter der Erdoberfläche. Sie fand „überraschend hohe“ geothermische Wärmeströme unter dem westantarktischen Eisschild, die möglicherweise zu dessen Abschmelzen an der Basis beitragen.
Dieselbe natürlich vorkommende Wärme kann auch als Energieressource genutzt werden. Geothermie nutzt Wärme aus dem Erdinneren, indem sie über Bohrungen auf unterirdische Heißwasser- und Dampfvorkommen zugreift. Laut dem US-Energieministerium kann diese Wärme dann zur Stromerzeugung, zum Heizen und Kühlen von Gebäuden sowie zur Unterstützung verschiedener industrieller Prozesse verwendet werden.
Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Nachrichtenverlagen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen des/der jeweiligen Reporters/Reporterin und dessen/deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter licensing@dailycallernewsfoundation.org .
https://dailycaller.com/2026/07/21/pat-harrigan-geothermal-energy-bill/
Ergänzung: Geothermie in Deutschland, Bundesamt für Wirtschaft und Energie
(Siehe Aufmacher)
….
Geothermie-Ausbau beschleunigen
Etwa 15 Prozent der erneuerbar erzeugten Wärme in Deutschland stammen aus Geothermie. Insgesamt wurden 2024 deutschlandweit rund 29 Terrawattstunden (TWh) Energie zur Wärmebereitstellung aus Geothermieanlagen gewonnen. Auch Strom lässt sich mit Hilfe von Geothermie erzeugen.
Mit dem Ende Dezember 2025 in Kraft getretenen Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG) wird das Tempo beim Umbau der Wärmeversorgung erhöht. Einfach, schnell und bürokratiearm, mit zahlreichen Beschleunigungsmaßnahmen wie kurzen Fristen und digitalen Verfahren werden Planung und Umsetzung deutlich beschleunigt.
Vereinfacht werden zudem Genehmigungsverfahren zum Bau großer Leitungen. Das unterstützt nicht nur Kommunen und Städte bei der Wärmeplanung, sondern ermöglicht auch die schnelle Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger.
…
https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Standardartikel/geothermie.html
… Na, mal sehen ob es diesmal besser klappt, den ausserhalb von Island war es bislang nicht wirtschaftlich. – Der Übersetzer
Der Beitrag Eine weitgehend unerschlossene Energiequelle tief im Erdinneren soll näher erforscht werden erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Waldbrände sind ein ernstes Problem – den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen ist jedoch abwegig
Die weltweite Waldbrandaktivität ist auf dem tiefsten Stand seit Jahren – warum suggerieren die Medienberichte dann eine Krise?
Jeder Sommer scheint nach dem gleichen vorhersehbaren Medienszenario abzulaufen.
Irgendwo in Nordamerika brechen Waldbrände aus. Der Rauch zieht Hunderte oder sogar Tausende von Meilen weit. Es werden Luftqualitätswarnungen ausgegeben. Fernsehsender füllen den Bildschirm mit dunstigen Skylines. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]
Noch bevor die Ermittler überhaupt festgestellt haben, wie die Brände entstanden sind, beginnen die Schlagzeilen bereits, den Rauch mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen.
Bei den aktuellen Bränden in Frankreich und Spanien ist es natürlich genauso. A. d. Übers.
Auch in diesem Jahr war es nicht anders.
Als sich der Rauch der kanadischen Waldbrände über Teile des Mittleren Westens und des Nordostens ausbreitete, verlagerte sich ein Großteil der Berichterstattung schnell von der Darstellung der Brände hin zu deren Darstellung als Beweis für eine sich verschärfende Klimakrise.
Dabei wurde jedoch oft eine entscheidende Tatsache außer Acht gelassen: Viele der für den Rauch verantwortlichen Brände wurden durch Blitzeinschläge ausgelöst – eine natürliche Ursache, die es schon so lange gibt wie es Wälder gibt.
Blitze sind nichts Neues. Von vorherrschenden Winden verwehte Rauchwolken sind nichts Neues. Neu ist jedoch die zunehmende Tendenz, jeden rauchverhangenen Himmel als Beweis für den Klimawandel zu werten.
Dieser unlogische Schluss lässt sich nicht durch Beweise stützen.
Eine der eindrucksvollsten Grafiken, die ich je gesehen habe, zeigt etwas, das Sie in den Nachrichten wahrscheinlich noch nicht gesehen haben. Daten des Global Wildfire Information System der Europäischen Kommission zeigen, dass im Jahr 2026 die kumulierte Brandfläche in ganz Amerika die geringste seit mindestens einem Jahrzehnt war.
Eine zweite Grafik auf der Basis der gleichen globalen Datenbank zeigt, dass alle bewohnten Kontinente in diesem Jahr unter ihrem jüngsten Durchschnitt bei der verbrannten Fläche liegen, wobei Afrika, Amerika und Europa Rekord-Tiefstände verzeichnen.
Das sind bemerkenswerte Zahlen. Sie bedeuten nicht, dass Waldbrände verschwunden sind oder dass Rauch kein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt. Sie zeigen jedoch, dass sich das Gesamtbild der Waldbrände stark von dem unterscheidet, das oft in den täglichen Nachrichten gezeichnet wird.
Wenn die weltweit verbrannten Flächen ungewöhnlich gering sind, warum gibt es dann so viele Berichte, die von einer eskalierenden Waldbrandkrise sprechen und diese auf den Klimawandel zurückführen?
Ein Teil der Antwort liegt darin, wie wir Nachrichten konsumieren. Reporter berichten naturgemäß über Brände, die gerade wüten, und nicht über Wälder, in denen es nicht brennt. Dramatische Bilder von rauchverhangenen Städten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Karten, die unterdurchschnittlich große Brandflächen zeigen, tun dies selten.
Das Ergebnis ist eine Art Selektionsverzerrung: Die Öffentlichkeit sieht ständig aktuelle Katastrophen, erhält aber kaum Hintergrundinformationen zu längerfristigen Trends. Es ist eine Abwandlung des alten Nachrichtenmotto: „If it bleeds, it leads.“
Die Historie verschafft noch weitere Perspektiven.
Eine weitere aufschlussreiche Grafik stammt aus einer von der Royal Society veröffentlichten Brandstudie. Auf der Grundlage von Daten aus mehr als 800 Standorten mit Brandspuren im Westen Nordamerikas zeigt sie, dass große Waldbrände vor 1900 wesentlich häufiger auftraten als heute.
Die Brandaktivität nahm mit Veränderungen in der Landbewirtschaftung, der Viehweidewirtschaft, den Siedlungsmustern und der organisierten Brandbekämpfung ab. Mit anderen Worten: Die heutigen Wälder brennen nicht in einem historisch beispiellosen Ausmaß.
Die wissenschaftliche Fachliteratur im weiteren Sinne bestätigt dies. Kapitel 12 des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC kam zu dem Schluss, dass die Zuverlässigkeit der beobachteten globalen Trends hinsichtlich der Brandwetterbedingungen und der verbrannten Flächen gering ist.
Die gelb hervorgehobenen Themen zeigen, dass der Klimawandel weder jetzt noch in Zukunft mit diesen Wetterereignissen in Zusammenhang steht. Quelle
Der IPCC berichtet zudem mit hoher Sicherheit, dass die weltweit von Bränden betroffene Landfläche in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Das ist eine weitaus vorsichtigere Einschätzung, als viele Medienberichte vermuten lassen.
Das bedeutet jedoch keineswegs, dass das Klima keinen Einfluss auf das Verhalten von Waldbränden hat. Das Wetter hat Brände schon immer beeinflusst, und sich ändernde klimatische Bedingungen können in einigen Regionen das Brandrisiko beeinflussen.
Waldbrände werden jedoch von vielen miteinander wechselwirkenden Faktoren angetrieben: Zündquellen wie Blitzeinschläge, Unfälle und sogar Brandstiftung, Wind, Luftfeuchtigkeit, Brennstoffansammlung, Insektenschäden, Waldbewirtschaftung, jahrzehntelange Brandbekämpfung und schlichtes Pech.
Wenn man jeden Waldbrand darauf zurückführt, dass er irgendwie durch den Klimawandel verursacht wurde, lässt man die meisten Faktoren außer Acht, die tatsächlich darüber entscheiden, wie ein Feuer entsteht und sich ausbreitet. Der Rauch selbst verrät noch weniger.
Rauch wird durch die normale atmosphärische Zirkulation verfrachtet. Selbst eine relativ moderate Brandsaison kann zu schweren Rauchereignissen führen, wenn der Wind die Rauchwolke über dicht besiedelte Gebiete treibt. Umgekehrt finden riesige Brände in abgelegenen Regionen möglicherweise kaum Beachtung, wenn sich der Rauch harmlos in andere Richtungen verflüchtigt.
Rauch über Chicago, Milwaukee oder Buffalo verrät uns, aus welcher Richtung der Wind wehte. Er sagt uns jedoch weder, warum das Feuer ausgebrochen ist, noch beweist er, dass der Klimawandel die direkte Ursache war.
Guter Journalismus sollte den Lesern sowohl aktuelle Nachrichten als auch den historischen Kontext vermitteln. Leider folgt die Berichterstattung über Waldbrände zunehmend einem vorhersehbaren Schema: Rauch taucht auf, der Klimawandel wird zum Schuldigen erklärt, und die umfassenderen Beweise des Gegenteils fließen selten in die Diskussion ein.
Die Öffentlichkeit verdient weitaus Besseres als eine dem vorgegebenen Drehbuch folgende Berichterstattung.
Waldbrände sind eine ernste Angelegenheit. Rauch birgt echte Gesundheitsrisiken. Diese Tatsachen erfordern weder Übertreibungen noch eine selektive Berichterstattung. Bevor jeder rauchige Sommer als weiteres Kapitel einer unvermeidlichen Klimakatastrophe dargestellt wird, haben die Leser ein Recht darauf, das Gesamtbild zu erfahren – einschließlich der Aspekte, die nicht in das vorherrschende Narrativ passen.
Denn gute Wissenschaft stützt sich auf Beweise, und das sollte auch für guten Journalismus gelten.
Mehr: American Thinker
Link: https://climatechangedispatch.com/wildfire-smoke-climate-change/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Waldbrände sind ein ernstes Problem – den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen ist jedoch abwegig erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Lilium – einer der abgestürzten Träume vom ökologischen Paradies
Die Trauer über nicht realisierbare grüne Träume wird gerne von dem Gedanken begleitet, man liege Im Prinzip richtig, habe es nur falsch versucht. Wie bei vielen Projekten und Wunschwelten aus dieser Ecke. Die Geschichte ist voller gescheiterter Träume der Weltverbesserung.
Von Manfred HaferburgDas ist mein letzter Beitrag über Lilium – isch schwör! Ich habe schon mehrere Artikel über das elektrische Fliegen mit dem Batterie-Lufttaxi Lilium geschrieben, den Pleite-Vocopter nicht mitgerechnet. Ich habe kleinlich nachgerechnet: hier, obwohl ich als Nuki wenig Ahnung über Aerodynamik habe. Ich habe vor den grünen Beglückungsideen gewarnt, die Geld verbrennen, aber nicht funktionieren können: hier. Ich habe die Lilium-Pleiten ohne Häme begleitet, weil mir die 1.000 Mitarbeiter leid taten, die zu Weihnachten ihre Kündigung erhielten und dann auf eine emotionale Achterbahn gesetzt wurden: hier und hier. Der grüne Traum vom ökologischen Fliegen ist an der Realität zerschellt. Er ist zum Glück nicht abgestürzt. Er ist gar nicht erst gestartet. Denn nun ist es amtlich – la comedia e finita.
Lilium entlieh seinen Namen von Karl Wilhelm Otto Lilienthal, dem mutigen und unbeirrbaren deutschen Luftfahrt-Pionier, der seinen Traum vom Fliegen damit bezahlte, dass er sich mit nur 48 Jahren bei einem seiner Flugversuche den Hals brach und verstarb. Aber Lilienthal hinterließ der Menschheit etwas enorm Wichtiges. Er konnte beobachten, zeichnen und berechnen – also allerhand mehr, als die meisten Grünen können. Er schaute sich den Flugzeugflügel bei den Vögeln ab und hat mit seinen Theorien wesentlich dazu beigetragen, dass wir heute mit Flugzeugen bequem und sicher die Welt erkunden können. Zumindest solange, wie uns die durchgeknallten Weltuntergangssekten das noch erlauben.
Die grüne Pleitewelle als Folge unrealistischer TräumeLilium fügt sich nahtlos in die grüne Pleitewelle unserer Tage ein. 1,4 Milliarden Euro sind verbrannt worden. Lilium war ein schöner grüner Traum. Die Idee hinter allen grünen Träumen ist, dass der Mensch in paradiesischem Einklang mit der Natur leben – sich komplett in die natürlichen Kreisläufe einordnen könne, ohne Spuren zu hinterlassen. Eine ideale Welt. Keine Verbrennung fossiler Stoffe, keine bösen Abgase, kein Abfall, keine Einschränkung des Lebensraums anderer Kreaturen. Menschliches Handeln in totaler Harmonie mit Mutter Erde – ein fast religiöser Kinderglaube.
Nur kollidiert dieser schöne Traum leider stets mit der Realität. Er ist eine Münze mit nur einer Seite. Mutter Natur meint es nicht gut mit uns, sie füllt einfach alle Schubladen und probiert aus, was sich durchsetzt. Die paradiesischen Kreisläufe entpuppen sich als Illusion, wenn es darum geht, die ganze Menschheit zu ernähren und ihr Wohlergehen zu gewährleisten. Kurz – der schöne grüne Traum ist nicht realisierbar. Und schon gar nicht vereinbar mit dem Komfort, den menschlicher Erfindergeist geschaffen hat.
Bei jeder Kollision des grünen Ideals mit der Realität entstehen in den grünen Seelen Schmerz und Trauer. Das geht so weit, dass orthodoxe Grüne die Menschheit als Weltschädling sehen und meinen, Gaja könne gut und gerne auf die Menschen verzichten.
Schuld am Scheitern der Träume sind die Umstände, die Anderen oder…Bezüglich Lilium fand ich den Schmerz über den geplatzten Traum vom grünen Fliegen in einem Artikel Die Welt: „Die Lilium Story – Das traurige Ende des deutschen Flugtaxi-Traums“. In einem gefühligen Artikel betrauern zwei Wirtschaftsjournalistinnen das Scheitern durch einen Ortsbesuch der verwaisten Lilium-Halle: „eines der deutschen Vorzeigeunternehmen für Zukunftstechnologie… Genau darin liegt die Wucht dieses Ortes. Denn man versteht: Lilium war kein Unternehmen, das langsam auslief, sondern eines, das mitten in der Bewegung angehalten wurde.“ Ich halte den beiden Journalistinnen zugute, dass sie einen sehr guten Podcast über den Lilium-Fall produzierten, den sie bezeichnenderweise „Cashburner“ nannten. Aber wer hört sich schon dreieinhalb Stunden Podcast über „Lilium“ an, auch wenn es noch so gut gemacht ist?
Zwischen den Zeilen insinuieren die Journalistinnen, dass Lilium nicht an der Physik, sondern am Unwillen der Politik gescheitert sei, der bereits verbrannten Milliarde weitere 100 Millionen Steuerzahlergeld nachzuschießen. Schuld ist angeblich auch die Erhöhung des US-Leitzinses zur Zeit des Börsengangs von Lilium, der dafür sorgte, dass nicht genug Kapital eingeworben wurde. Und schuld sind auch die warnenden Stimmen von Fachleuten, die das Zukunftsprojekt „schlecht redeten“. Wenn ich zurückblicke, dann war wahrscheinlich eine starke Überschätzung des Fortschritts der Entwicklung der Batteriekapazität durch das Lilium-Management dafür verantwortlich, dass sie Projektparameter versprachen, die nicht eingehalten werden konnten. Mit den existierenden Batterien konnte das Ding eben weder 300 km weit noch 300 km/h schnell fliegen.
Auch der Sozialismus, der schon Millionen Menschen das Leben kostete, ist so ein süßer Traum. Die unzähligen gescheiterten Versuche, ihn einzuführen, scheiterten nach der Meinung der Träumer nicht daran, dass er der Natur des Menschen widerspricht, sondern daran, dass er nur nicht richtig – also konsequent genug – eingeführt wurde. oder er scheiterte an den US-Sanktionen, wie im Falle Kubas, oder daran, dass das Geld der Anderen alle war, wie im Falle der DDR.
Der Trauer-Artikel in Die Welt schließt mit der Bemerkung: „Ein Stück Zukunft, das nicht fertig wurde“. Damit ist das Kapitel Liliumabgeschlossen? Offenbar nicht. Beim nächsten Batterie-Lufttaxi funktioniert es ja vielleicht doch?
Vom Phantomschmerz zu Lug und TrugNun ist Trauer über einen geplatzten Traum zwar ein Phantomschmerz, aber auch ein absolut legitimes Gefühl. Kritisch wird es, wenn sich die Trauer über nicht realisierbare grüne Träume mit krimineller Energie mischt. Wenn versucht wird, mittels unlauterer Mittel doch noch zu dem ansonsten unerreichbaren Ziel zu kommen. Dann kann solch ein Kapitel nicht mehr so einfach geschlossen werden, weil das Problem fortwirkt.
So war es beispielsweise beim Atomausstieg. Mitten in einer veritablen Energiekrise sollten die letzten drei Kernkraftwerke stillgelegt werden. Kritiker und vor allem Fachleute monierten, dass damit die Netzsicherheit gefährdet und durch weiter steigende Energiepreise die Deindustrialisierung vorangetrieben würde. Der zuständige Minister Habeck hatte daraufhin eine „ergebnisoffene“ Prüfung der Möglichkeit des Weiterbetriebes versprochen.
Die grünen Staatssekretäre Graichen im Wirtschafts- und Tidow im Umweltministerium erstickten jede offene Diskussion in ihren Häusern und in der Öffentlichkeit über den Weiterbetrieb im Keim. Sie brachten Falschinformationen in Umlauf und verdrehten die von den zuständigen Fachebenen erstellten Ergebnisse in das genaue Gegenteil, logen teilweise mit unglaublicher Frechheit. Sie konnten sich der Unterstützung der meisten Medien sicher sein.
Als Ergebnis dieser irreführenden und falschen Informationen wurden die modernsten und sichersten Kernkraftwerke der Welt zwangsstillgelegt. Die Öffentlichkeit und auch die Parlamentarier wurden massiv getäuscht, und dies sollte vertuscht werden. Die Ministerien versuchten ein Jahr lang, diesen Entscheidungsprozess geheim zu halten. Doch einige Journalisten des Cicero klagten die Dokumente frei. Auf der Basis der Akten konnte Cicero nachweisen: „Eine korrekte und offene Prüfung der für einen Weiterbetrieb der AKW relevanten technischen und sicherheitstechnischen Fragen hat nicht stattgefunden.“
Der Bundestag setzte daraufhin einen AKW-Untersuchungsausschuss ein, der laut Cicero bewies: „Wirtschafts- und Umweltministerium haben die Öffentlichkeit und die Energieversorger bewusst getäuscht, um einen Weiterbetrieb zu verhindern. Die negativen Folgen für unsere Gesellschaft sind irreversibel.“
Und bist Du nicht willig, so brauch‘ ich GewaltDie Zahl anderer Beispiele für die Versuche, die an der Realität gescheiterten Träume mittels Lug und Trug doch noch umzusetzen, ist mittlerweile Legion. Die Fortsetzung des Kampfes für unrealisierbare Träume mit „anderen Mitteln“ bürgert sich schleichend ein. Dadurch entsteht eine zunehmende Polarisierung. Es kommt inzwischen sogar vor, dass die Inhaber der edlen Träume bereit sind, ihre Ziele – und seien sie noch so unrealistisch – mit passiver, zuweilen sogar aktiver Gewalt durchzusetzen. Als Beispiel für eher passive Gewalt seien die straßenklebenden Klimaretter genannt. Die Antifa mit all ihren Untergruppierungen ist sogar bereit, Menschenleben aufs Spiel zu setzen, wenn sie glauben, dass diese Menschen ihren Zielen im Wege stehen oder als medienwirksame Kollateralschäden dienen können – ich erinnere nur an den Sabotageanschlag der linken Vulkangruppe auf das Berliner Stromnetz im Januar dieses Jahres. Hier gab es Todesopfer. Die Täter sind bis heute noch nicht dingfest gemacht worden.
Vom Gewalteinsatz für unrealisierbare Träume sind es nur noch ein paar kleine Schritte bis zur Abschaffung der demokratischen Prinzipien. Gute Gründe gibt es dafür immer. Und sie führen in eine Pandemie-Demokratur, zur Brotschlange und zum Archipel Gulag. Alles im Namen „unserer Demokratie“. Liebe linksgrüne Träumer, Demokratie gehört allen, da gibt es nicht so etwas wie „unsere Demokratie“. Und nein, ein guter Zweck rechtfertigt nicht den Einsatz undemokratischer Mittel.
Liberté, égalité, fraternité – aus der Geschichte lernenDie Jakobiner träumten von einer einfachen, tugendhaften und sittenstrengen Gesellschaft, die durch den Gemeinwillen geleitet wurde und auf eine endgültige Gerechtigkeit vertraute. Sie verkündeten die Grundsätze „Freiheit und Gleichheit“. Aber sie ahnten wohl schon dunkel, dass der Mensch entweder frei oder gleich sein kann, beides zusammen geht nicht. Wenn der Mensch frei ist, dann entstehen automatisch Unterschiede. Der besser Begabte erreicht etwas, der Minderbegabte fällt zurück. Deshalb erfanden die Jakobiner die fraternité, die Brüderlichkeit als Kitt, der das Ungereimte zusammenhalten sollte. Der Kitt hielt aber nicht, weil die Menschen so sind, wie sie eben sind.
Der „Wohlfahrtsausschuss“ wurde als Exekutivorgan der französischen Revolution im April 1793 eingerichtet, mit der guten Absicht, die Regierung zu kontrollieren. In kürzester Zeit mutierte er zu einer Mordmaschine.
Die Jakobiner führten als verpflichtendes Staatsziel das „allgemeine Glück“ ein. Dumm nur, dass Menschen eher nach ihrem eigenen Glück strebten. Um die Träume von einer besseren Gesellschaft dennoch umsetzen zu können, holte der Wohlfahrtsausschuss die Guillotine heraus und Ströme von Blut der 20.000 bis 40.000 Geköpften flossen vom Place da la Concorde in die nahe Seine. Ein gutes Jahr, von Juni 1793 bis Juli 1794, dauerte der „große Terror“. Am 5. Februar 1794 sagte Robespierre in einer Rede: „Terror ist nichts anderes als rasche, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Er ist eine Offenbarung der Tugend. Der Terror ist nicht ein besonderes Prinzip der Demokratie, sondern er ergibt sich aus den Grundsätzen, welche dem Vaterland als dringendste Sorge am Herzen liegen müssen.“
Im Juli 1794 wurde Robespierre verhaftet und mit der Guillotine hingerichtet.
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Kosmische Strahlung und Wolken: Neueste Erkenntnisse in der Forschung. Was bedeutet das für uns? Henrik „Galilei“ Svensmark im Interview
Wegen seiner „falschen“ Ansichten zum „menschgemachten“ Klimawandel wurde er von Dänemarks Technischer Universität gerade kaltgestellt. Dennoch hielt der streitbare dänische Galilei auf der 17. Konferenz von EIKE in Halle/S einen Vortrag über seine unerwünschte Theorie.
Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.
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Energiesicherheit und Klimarealismus erzwingen die weitere Nutzung der Kohle
Vijay Jayaraj
In weiten Teilen der globalen Energiedebatte wird noch immer so getan, als stünde die Kohle kurz vor dem Aus. Diese Illusion mag für Aktivisten, Investoren und Politiker beruhigend sein, die ihre Pläne für den Übergang zu sogenannter sauberer Energie so aufgebaut haben, dass die Grenzen von Solar- und Windenergie außer Acht gelassen wurden. Doch die neueste Studie von Lars Schernikau und Portia Roberts, „ Die Kohlerealität, die die westliche Politik ignoriert“ , zeigt das Gegenteil: Kohle wird nicht ersetzt, sondern vielmehr zusätzlich zu allen anderen Energieträgern eingesetzt.
Die Daten zeigen, dass der weltweite Kohleverbrauch zunimmt. Die Nachfrage nach zuverlässiger Grundlaststromversorgung trieb den Verbrauch bis 2025 auf einen beispiellosen Höchststand von fast 9 Milliarden Tonnen.
Diese Menge an geförderter und verbrannter Kohle übertrifft die jemals zuvor geförderte Menge bei Weitem und übertrifft die Werte vor der Billionen-Dollar-Investition des Westens in die Klimaneutralitätskampagne bei Weitem. Allein in China wurden im Jahr 2025 neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 80 Gigawatt ans Netz angeschlossen – genug, um 60 Millionen Haushalte zuverlässig mit Strom zu versorgen.
Die durch den Iran-Krieg verursachten Lieferengpässe auch bei Flüssigerdgas haben die Nachfrage nach Kohle weiter angeheizt, da viele Länder auf alternative Brennstoffe zur Stromerzeugung umgestiegen sind. Diese strategische Notwendigkeit führte zu einem massiven Anstieg der Kohlelieferungen über den Pazifikraum. Bangladesch, Japan, die Philippinen, Südkorea, Taiwan und Vietnam erhöhten umgehend ihre Kohleimporte, um Stromausfälle zu vermeiden, wobei China und Indien eine Vorreiterrolle bei diesem Wandel einnahmen.
Mit dem Ausbau alternativer Energieanlagen hat auch die Kohlenutzung parallel dazu zugenommen. Die beiden Energieklassen stehen nicht in einem Nullsummenspiel, sondern wachsen, um den enormen Bedarf an Strom und industrieller Produktion zu decken.
Die weltweit nachgewiesenen Kohlevorkommen – also jene, die sich mit den heutigen Technologien wirtschaftlich abbauen lassen – reichen bei dem aktuellen Verbrauch noch für 130 bis 150 Jahre . Unter Berücksichtigung der bekannten geologischen Reserven verfügt die Erde über genügend Anthrazit und Steinkohle für viele Jahrhunderte. [Excel Datei]
Schernikau und Roberts erinnern zudem daran, dass Kohle eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit spielt. Rund ein Viertel der Weltbevölkerung ist auf Düngemittel angewiesen, die wie z.B. Ammoniak aus Kohle hergestellt werden. Ein zu schneller Ausstieg aus der Kohle birgt damit nicht nur das Risiko von Energieknappheit, sondern auch von Gefährdungen der Nahrungsmittelproduktion und letztlich von Menschenleben.
Diese Rückkehr zu verlässlichen festen Brennstoffen fällt mit dem längst überfälligen Zusammenbruch des pseudowissenschaftlichen Systems zusammen, das jahrzehntelang die Erzählung einer inszenierten Klimakrise stützte. Jahrelang wurden Szenarien extremer Wetterereignisse, basierend auf fehlerhaften Klimamodellen, von aktivistischen Bürokraten systematisch instrumentalisiert, um die Abschaffung der Kohlenwasserstoffwirtschaft zu fordern.
Die prominenteste dieser Fälschungen war der repräsentative Konzentrationspfad 8.5 (RCP 8.5) zusammen mit seinem Pendant RCP 7.0. Der internationale Konsens in der Modellierung hat diese Täuschungen formell verworfen und bestätigt, dass RCP 8.5 offiziell „unplausibel“ ist. Die apokalyptischen Szenarien, mit denen die Öffentlichkeit verängstigt und die Finanzmärkte manipuliert wurden, basierten nie auf realen Daten.
Der institutionelle Rahmen, der darauf abzielte, konventionelle Energiesektoren von Investitionskapital abzuschneiden, zerfällt vor unseren Augen. Die Bemühungen von Unternehmen um die Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) haben weltweit einen drastischen Rückgang erfahren. Globale Investorenkonsortien, angeführt von institutionellen Giganten wie BlackRock, haben ihre strengen Klimavorgaben stillschweigend abgeschafft oder deutlich reduziert . Internationale Bankengruppen und globale Luftfahrtverbände haben ihre ambitionierten Klimaneutralitätsziele gestrichen oder zurückgefahren.
Die Illusion eines schnellen, schmerzlosen Übergangs weg von Kohlenwasserstoffen ist an physikalischen Gesetzen und geopolitischen Notwendigkeiten gescheitert. Wetterabhängige Energietechnologien können weder Stahlwerke betreiben noch die Schwerindustrie am Laufen halten oder die heimische Lebensmittelversorgung sichern. Die Klimaforschung mag weiterhin den Tod der Kohle prophezeien, doch der Markt erweckt sie immer wieder zum Leben, weil es keinen Ersatz für ihre Größenordnung, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit gibt.
Hören Sie also auf, so zu tun, als ob jeder Ausbau erneuerbarer Energien automatisch einen Rückgang der Kohle bedeuten würde. Hören Sie auf, mit Extremszenarien die Öffentlichkeit zu verängstigen und sie so zu politischen Vorgaben zu zwingen, die den Bedürfnissen wachsender Volkswirtschaften nicht gerecht werden. Und hören Sie auf, Entwicklungsländern einzureden, sie müssten auf verlässliche Energieversorgung verzichten, nur um Prognosemodellen zu vertrauen, denen man längst nicht mehr trauen kann.
Ursprünglich veröffentlicht bei PJ Media , 15. Juli 2026.
Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO₂ Coalition in Fairfax, Virginia. Er besitzt einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduierten-Abschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwesen von der Anna University in Indien. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Changing Oceans Research Unit der University of British Columbia in Kanada tätig.
https://wattsupwiththat.com/2026/07/22/energy-security-and-climate-realism-usher-in-coals-rise/
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Ein Artikel im „Guardian“ deutet darauf hin, dass der Klimahype in Großbritannien seinen Höhepunkt möglicherweise überschritten hat
In dem Artikel [Titel übersetzt] „Die meisten britischen Medienberichte über die Hitzewelle im Juni ließen die Klimakrise unerwähnt“ im Guardian bedauert die Zeitung, dass fast drei Viertel der britischen Medienberichterstattung über die Hitzewelle im Juni den Klimawandel nicht erwähnten, und bemängelt, dass Journalisten eine Gelegenheit verpasst hätten, die Öffentlichkeit über die „Klimakrise“ aufzuklären. Es kommt selten vor, dass Climate Realism einen Artikel zum Klimawandel im Guardian als lesenswert empfiehlt, aber heute ist einer dieser Tage. „The Guardian“ hat jedoch einen Fehler begangen, indem die Zeitung den Rückgang der Nachrichtenmedien, die auf den „Klima-Clickbait“ eingingen, eher beklagte als lobte – und stattdessen eine sachliche, faktenbasierte Berichterstattung über die Hitzewelle lieferte.
Laut „The Guardian“ untersuchten Forscher fast 2.500 Zeitungsartikel über die Hitzewelle im Juni und stellten fest, dass in rund 72 Prozent davon der Klimawandel überhaupt nicht erwähnt wurde. Noch auffälliger ist, dass weniger als jeder zwanzigste Artikel die britischen Netto-Null-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Hitzewelle thematisierte.
„The Guardian“ betrachtet dies eindeutig als Misserfolg, wir sehen darin jedoch einen Fortschritt. Seit fast zwei Jahrzehnten wird praktisch jeder Hurrikan, jedes Waldbrand, jede Überschwemmung, jede Dürre, jede Hitzewelle, jeder Kälteeinbruch, jedes Starkregenereignis oder jedes ungewöhnliche Wetterphänomen von weiten Teilen der Medien, darunter auch „The Guardian“, reflexartig mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. „Climate Realism“ hat fast 200 Gegendarstellungen zu den Klimaberichten von „The Guardian“ veröffentlicht und Hunderte weitere, in denen andere Medien wegen ihrer Voreingenommenheit, Inkompetenz und vorsätzlichen Blindheit in Bezug auf den Klimawandel kritisiert werden.
Hitzewellen wurden zu einem der einfachsten Mittel, um diese Propaganda von der „Klimakrise“ zu untermauern. Jeder ungewöhnlich heiße Tag oder jede Reihe von heißen Tagen wurde als Beweis dafür dargestellt, dass der Klimawandel bereits eingetreten sei. Historische Perspektiven und Daten zu langfristigen Trends wurden oft gänzlich ignoriert, wenn nicht gleich ganz verworfen, und natürliche Schwankungen wurden, wenn nicht gleich vollständig ausgeschlossen, so doch zumindest als Nebensache abgetan. In letzter Zeit wurden sofortige auf den Ergebnissen von Klimamodellen basierende Studien zur Wetterursachenanalyse so dargestellt, als handele es sich um direkte Beobachtungen und Beweise für die nicht existierende „Klimakrise“.
Viele Journalisten haben einfach aufgehört zu fragen, ob jedes Wetterereignis eine klimabedingte Erklärung erfordert. Vielleicht beginnt sich das nun zu ändern, ist doch die Berichterstattung über den Klimawandel deutlich zurückgegangen, wie in einem kürzlich erschienenen Beitrag von „Climate Change Weekly“ erörtert worden ist. Die Berichterstattung über die jüngste Hitzewelle in Großbritannien entspricht diesem Trend – sehr zum Leidwesen von „The Guardian“.
„The Guardian“ zitiert Klimawissenschaftler, die beklagen, dass der Öffentlichkeit nicht oft genug vermittelt werde, dass die Treibhausgasemissionen die jüngsten Hitzewellen noch intensiver gemacht hätten. Der Artikel stützt sich zudem stark auf die mittlerweile bekannte Gruppe „World Weather Attribution“, die behauptet, solche Ereignisse wären ohne menschlichen Einfluss unmöglich gewesen.
All das ist nichts Neues. Neu ist jedoch, dass Redakteure in weiten Teilen der britischen Presse offenbar zu dem Schluss gekommen sind, dass ihre Leser nicht bei jedem Bericht über eine Hitzewelle mit Schuldgefühlen wegen des Klimawandels konfrontiert werden müssen.
Nachdem den Lesern jahrelang eingetrichtert worden ist, dass jedes Wetterereignis auf den Klimawandel zurückzuführen sei, schalten sie möglicherweise einfach ab. Redakteure haben die Aufgabe, ihre Leserschaft zu verstehen, und wenn sich die meisten Zeitungen dafür entscheiden, über das Wetter zu berichten, ohne automatisch einen Klimabezug herzustellen, sind sie vielleicht zu dem Schluss gekommen, dass die Leser eine genaue und ausgewogene Wetterberichterstattung wünschen – und keine weitere Klimapredigt.
Selbst die eigenen Daten von „The Guardian“ deuten auf diesen Wandel hin. Die Zeitung weist stolz darauf hin, dass sie in diesem Bereich führend war, indem sie in etwa der Hälfte ihrer Berichte über Hitzewellen Klimabezug nahm, während Zeitungen wie „The Sun“, „Daily Mail“, „Daily Mirror“ und „Daily Express“ dies nur gelegentlich taten.
„The Guardian“ wertet dies als journalistisches Versagen. Das ist es jedoch nicht, sondern es stellt eine Rückkehr zum faktenbasierten Journalismus dar – im Gegensatz zu getarnter Meinungsmache unter dem Deckmantel der Berichterstattung.
Hoffen wir, dass diese jüngste Wende darauf hindeutet, dass die Redakteure ein altbewährtes Prinzip der Berichterstattung wiederentdecken: sich an die überprüfbaren Fakten zu halten – in diesem Fall, dass eine Hitzewelle manchmal einfach nur eine Hitzewelle ist.
Ironischerweise könnte die Kritik von „The Guardian“ der bislang stärkste Beweis dafür sein, dass die langjährige Kampagne der Medien unter dem Motto „Der Klimawandel steckt in allem“ allmählich an Einfluss verliert. Wenn dem so ist, ist das eine willkommene Nachricht.
Wenn „The Guardian“ nun nur noch dem Beispiel der anderen Zeitungen folgen würde, die er in diesem Artikel kritisiert.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Medienmärchen: Wassermangel in Deutschland schon vom Weltraum aus zu sehen
Aktuell gibt es Meldungen, wonach die enormen Wasserverluste in Deutschland bereits von Satelliten messbar seien. Gemeint sind die Messungen der GRACE-Satelliten, die von der NASA (National Aeronautics and Space Administration), dem DLR (Deutsches Zentrum für Luft- Und Raumfahrt) und dem GFZ (Deutschen GeoForschungsZentrum) betrieben werden.
Detaillierte Karten über schwindendes Grundwasser in Deutschland, wie sie aktuell wieder gezeigt werden, stehen allerdings völlig im Widerspruch zur äußerst geringen Auflösung dieser Satelliten: Das Messraster von GRACE liegt bei etwa 300 x 300 Kilometern, während Deutschland von Nord nach Süd knapp 880 Kilometer und von West nach Ost rund 640 Kilometer misst. Deutschland besteht auf so einer Karte aus wenigen riesigen Quadraten: Sie sieht aus wie extrem grob verpixelt. Die Satelliten können keine einzelnen, lokalen Grundwasserspeicher (wie ein lokales Wasserwerk oder ein bestimmtes Tal) isoliert „sehen“. Wenn in den Medien dennoch detaillierte Karten und präzise Zahlen für Deutschland gezeigt und genannt wurden, basierte das auf einer Kombination aus den groben Satellitendaten mit echten Messungen mit Hilfe von mathematischen Tricks.
Es ist im Grunde eine Frechheit, aus den wenigen Messzellen der GRACE-Satelliten, die über Deutschland liegen, eine detaillierte Grundwasserkarte zu errechnen. Ganz davon zu schweigen, mit diesen Daten auch noch Panikartikel zu produzieren, die suggerieren, wir müssten in Deutschland bald einen Kampf um Leben und Tod um den letzten Tropfen Wasser führen.
Wasserverlust für Deutschland viel zu hoch eingeschätztWasser bewegt sich im Unterschied zum Untergrund, durch den es fließt, schnell und ständig. Diese Massenänderungen reichen aus, damit das „grobe Auge“ der GRACE-Satelliten sie „sieht“. Die Satelliten „wiegen“ quasi ein ganzes Bundesland auf einmal. Dabei misst GRACE radikal alles: Grundwasser, Flüsse, Seen, Bodenfeuchte und Schnee. Die grobe Auflösung der Satellitenkarte wird dann mithilfe von Computermodellen zu einer hochauflösenden Karte hochgerechnet: Man nimmt den von GRACE gemessenen Gesamtwert für Mitteleuropa, kombiniert ihn mit lokalen Daten der Untergrundbeschaffenheit, aus hydrologischen Modellen, Wetterdaten (Niederschlag, Verdunstung) und Satellitendaten zur Bodenfeuchte. Damit wird dann berechnet, wo die „gesehenen“ Veränderungen am wahrscheinlichsten stattgefunden haben könnten. Um den reinen Grundwasser-Wert zu isolieren, werden reale Messwerte von Grundwasser-Messstellen und Pegelständen von Seen eingesetzt, um das Oberflächenwasser und die Bodenfeuchte vom GRACE-Gesamtwert abzuziehen. Mit großen Unsicherheiten behaftet bleibt auf diese Weise ein regionaler Grundwassertrend übrig.
Seinen Ausgang nahm dieses naturwissenschaftliche Elend der satellitenbasierten Detailkarte Deutschlands im Jahr 2018 mit den Datenreihen des Hydrologen Prof. Jay Famiglietti (damals am Global Institute for Water Security, Kanada), der die globalen GRACE-Daten im Auftrag der NASA verarbeitete. Von der ARD bekam er den Auftrag, aus seinen groben Satellitendaten eine Detailkarte des Wasserverlustes für Deutschland zu errechnen. Auf diesen Daten wurde ohne weitere fachliche Prüfung die ARD-Doku „Bis zum letzten Tropfen“ aufgebaut. Die Detailkarte war sogar interaktiv: Die Zuschauer konnten durch Anklicken herausfinden, wie groß der Wasserverlust in ihrem Landkreis ist. Diese Darstellung ist inzwischen aus der ARD-Mediathek verschwunden, denn sie erwies sich als extrem fehlerhaft.
Die ARD-Doku selbst ist bei YouTube noch vorhanden. Kein Mensch sollte sich dieses unwissenschaftliche Werk vollständig anschauen müssen – dort ist von einem dramatischen Verlust von 2,5 Milliarden Tonnen (Kubikmetern) Wasser pro Jahr für Deutschland die Rede. Aber um sich einen Eindruck von der für die ARD angefertigten Detailkarte zu machen: Ab Minute 21:10 wird sie gezeigt, die Karte, die aus groben Satellitendaten extra für diese Panik-Doku angefertigt wurde (siehe dazu auch hier).
Dass es diese Grafik in der ARD-Mediathek nicht mehr gibt, liegt daran, dass die ihr zugrundliegenden Berechnungen extrem fehlerhaft waren. Eine Folgestudie des GFZ Potsdam, der Universität Bonn und des Forschungszentrums Jülich aus dem Jahr 2023 zeigte das: Aufgrund von „methodischen Fehlern“ sei der Wasserverlust für so ein kleines Land wie Deutschland viel zu hoch eingeschätzt worden, realistischer sei seit dem Beginn der Messungen 2002 ein Verlust von durchschnittlich 760 Millionen Tonnen pro Jahr. Wie grob die Auflösung der Satellitendaten tatsächlich ist: In der korrigierten wissenschaftlichen Abhandlung aus dem Jahr 2023 sind die Original-Satellitenaufnahmen in Abbildung 4 zu sehen. Dargestellt ist dort der Massenunterschied zwischen den gefüllten Wasserspeichern im Winter 2002 und den geringeren Wassermassen im Sommer 2019. Die aktuellen Angaben zum Wasserverlust von 760 Tonnen pro Jahr für Deutschland seit 2002 beruhen auf diesen sehr grob aufgelösten Karten.
Eine Wasserknappheit wird ausgerufen, die nicht existiertDie im aktuellen Bild-Artikel „Beim Wasser leben wir längst auf Pump“gezeigte Karte ist also eine klassische visuelle Dissonanz. Sie zeigt feine, regionale Unterschiede (zum Beispiel zwischen einzelnen Landkreisen) und suggeriert durch die Überschrift, dass sie mit Hilfe von Satelliten-Messungen zustande gekommen ist. Die Detailkarte stammt jedoch vom Niedrigwasser-Informationssystem (NIWIS) der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und beruht auf echten, punktuellen Messdaten der realen Grundwasser-Messstellen der Bundesländer.
Diese Daten zeigen – beinahe in Echtzeit – die tatsächliche, aktuelle hydrologische Lage der Oberflächengewässer und des Grundwassers und werden fortlaufend aktualisiert. Es ist primär ein Werkzeug für das großräumige Lagebild, zum Beispiel für die Binnenschifffahrt auf dem Rhein oder die überregionale Wasserwirtschaft. Die Karte zeigt nicht etwa den Wasserverlust in Deutschland in den letzten 20 Jahren, der im Artikeltext beschrieben wird.
Diese Art von tendenziöser Berichterstattung ermöglicht den an Umverteilung und Kontrolle interessierten Politikern in Deutschland, eine Wasserknappheit auszurufen, die nicht existiert. Damit lassen sich besondere Erziehungsmaßnahmen für die Bürger und die Unternehmen begründen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und der frischgebackene Oberbürgermeister von München Dominik Krause(Bündnis 90/Die Grünen) gehen hier bereits mit guten Beispiel voran.
Wie bereits in früheren Artikeln zu diesem Thema dargelegt: In Deutschland gibt es keinen Wassermangel. Lediglich in Ballungsgebieten kann es vorkommen, dass punktuell mehr Wasser entnommen wird, als nachfließt. Auch wenn die Infrastruktur nicht schnell genug mit der Bevölkerung mitwächst, oder in Gegenden mit schlechten Grundwasserspeichern kann es zu Engpässen kommen, die aber bisher mit kluger Wasserbewirtschaftung und Planung ausgeglichen werden. Wenn ein Teil des „Sondervermögens“ in die Trinkwasser-Infrastruktur fließen würde, könnte das für die Zukunft freilich Abhilfe schaffen.
Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier
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Woher kommt der Strom? Hoch-Windphase
Die Hoch-Windphase der zweiten Hälfte der vergangenen Woche setzt sich nach einer Kurzpause zu Beginn der 28. Analysewoche des Jahres 2026 fort. Ab 12:00 Uhr des 9. Juli beginnt dann eine Flautenphase mit starker PV-Stromerzeugung. An jedem Tag dieser Analysewoche übersteigt die regenerative Stromerzeugung den Strombedarf Deutschlands. Wird an den ersten drei Wochentagen noch viel Strom ins benachbarte Ausland exportiert, kommt es danach zu massiven Stromimporten, die das bereits bekannt-übliche Handelsbild spiegeln: Über die Tag wird der überschüssige Strom preisgünstig von unseren Nachbarn aufgekauft. Den Rest des Woche benötigt Deutschland wegen der anhaltenden Windflaute dringend Strom. Dieser wird von Deutschland hochpreisig bei den Nachbarn eingekauft.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 28. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus.
Der direkte Vergleich (Heute-Zukunft) zeigt abermals, dass wenig eingesetzte Energie (Wind, Solar) wenig Stromertrag bringt und viel vorhandene Energie viel zu viel Strom ergibt, wenn die Strom-Ernteanlagen – wie in den vergangenen 25 Jahren – ohne Sinn und Verstand ausgebaut werden.
Das gleiche Prinzip gilt selbstverständlich auch für konventionelle Kraftwerke. Da aber kann der Mensch bestimmen, wieviel vom jeweiligen fossilen Energieträger (Kohle, Gas) eingesetzt wird. Bei Wind und Solar wird die Stromerzeugung von der Jahres- und Tageszeit und vom Wetter bestimmt. Also weitgehend vom jeweiligen Zufall. Damit kann kein Industrieland erfolgreich bestehen. Deshalb feiert in fast allen Industrieländern die Kernenergie eine Renaissance. Die ist fast CO2-frei, zuverlässig und nachhaltig. Bis zu 80 Jahre kann ein Kernkraftwerk betrieben werden. Wind- und Solaranlagen, aber auch Stromspeicher müssen nach etwa 20 Jahren „repowert“ werden. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Das ist Ressourcenverschwendung in Reinform. Das ist sehr teuer und gaukelt den Menschen Umweltschutz vor, der faktisch nicht vorhanden ist.
- Bitte beachten Sie Peter Hagers bemerkenswerte Ausführungen zum Ausbau von LKW-Ladestationen in Baden-Württemberg.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Windstrom steigt, reichlich PV-Strom. Die Strompreise.
Windstromerzeugung stark, PV-Strom reichlich. Die Strompreise.
Windstrom nimmt ab, PV reicht zur Bedarfsdeckung. Die Strompreise.
Windstromerzeugung flaut ab. PV-Strom stark. Die Strompreise.
Kaum Wind- aber viel PV-Strom. Die Strompreise.
Geringer Bedarf. PV-Strom reichlich. Windstrom gering. Die Strompreise.
Schwache Windstromerzeugung mit starker PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Peter Hager
Überraschung: Stromnetz wird zum Engpass beim Ausbau der E-LKW-Ladeinfrastruktur
Das war für einen Tankstellenbetreiber in Baden-Württemberg, der mehrere Ladesäulen für E-LKW in Autobahnnähe bauen wollte, eine böse Überraschung:
Der beantragte Netzanschluss von 8 MW wurde vom Netzbetreiber abgelehnt, der auf 4 MW verringerte ebenfalls und selbst der auf 2 MW reduzierte nochmals. Die Antwort auf eine nochmalige Halbierung auf 1 MW (= eine einzige Ladestation) steht noch aus.
Bei der starken Zunahme an Netzanschlussbegehren von öffentlichen Ladeparks, die zudem noch mit denen von Batteriespeichern oder Rechenzentren konkurrieren, kann der Netzausbau nicht Schritt halten. Was den Lesern dieser Kolumne klar war und ist.
Schließlich dauern die Planung von neuen Leitungen, Umspannwerken sowie Trafostationen mehrere Jahre, oft Jahrzehnte. Hinzu kommen die nochmals deutlich gestiegenen Lieferzeiten (und damit auch steigende Preise) für Komponenten wie zum Beispiel Trafos oder Leitungen.
Auch ist bei einem Netzengpass eine Reduzierung der Ladeleistung, wie beim privaten Laden bereits eingeführt, für den gewerblichen E- LKW-Betrieb den Nutzern schwer bis überhaupt nicht zu vermitteln.
Dabei benötigt Baden-Württemberg laut einer Studie des Verkehrsministeriums allein 6.350 öffentliche Ladepunkte bis 2030 und 13.820 bis 2035. Hinzu kommen noch 14.420 Depotladepunkte für 2030 (2035: 34.750).
Auch ist die täglich benötigte Energiemenge für das Laden nicht unerheblich:
2030: ca. 3.000 MWh (öffentliche Ladepunkte), ca. 6.000 MWh (Depotladepunkte)
2035: ca. 8.000 MWh (öffentliche Ladepunkte), ca. 16.000 MWh (Depotladepunkte)
Den Ausbau von EE-Erzeugern und Stromverbrauchern forcieren aber die dafür erforderliche Netzinfrastruktur sowie die Stromerzeuger mit gesicherter Leistung nicht entsprechend bereitstellen:
So wird die „Energiewende“ zum Schildbürgerstreich. Kurz: Das wird nichts. Das Scheitern ist bereits vollzogen. Doch alle Energiewendenutznießer wollen noch mal kräftig absahnen, solange es irgendwie geht. Deshalb weitermachen, weitermachen, weitermachen bis es wirklich nicht mehr geht …
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.
Der Beitrag Woher kommt der Strom? Hoch-Windphase erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
„Betrügerisch, voreingenommen und irreführend“: Untersuchung eines NGO und deren von Bezos unterstütztem Klimabericht
Daily Caller News Foundation, Paris Apodaca, Energie-Stipendiat
Präsident Donald Trump ordnete eine Untersuchung an, eine Nichtregierungsorganisation zu überprüfen, die kürzlich einen stark kritisierten Klimawandelbericht veröffentlicht hatte.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften (NAS) veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, in dem sie die Anwendung einer von Klimaaktivisten bevorzugten Methode der „Attributionsforschung“ forderte, die häufig in Haftungsklagen gegen Energieunternehmen herangezogen wird. Der Präsident schrieb am späten Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social, dass die Klimahandbücher der NAS politisch voreingenommen seien und die Urteile in wichtigen Klimaprozessen unzulässig beeinflusst hätten.
[„Attributionsforschung“ analysiert und bewertet, welche Faktoren (Ursachen) zu einem bestimmten Ereignis, einer Veränderung oder einem Risiko beitragen, und weist diesen statistische Wahrscheinlichkeiten zu.]
Der Wissenschafts-, Raumfahrt- und Technologieausschuss des Repräsentantenhauses argumentierte, der Bericht stelle einen Interessenkonflikt dar, da Anwälte, die an Klimaprozessen beteiligt waren, bei der Festlegung der von der NAS verwendeten wissenschaftlichen Standards mitgewirkt hätten.
„Die Nationale Akademie der Wissenschaften hat in der Vergangenheit analytische wissenschaftliche Handbücher speziell für unsere Bundesgerichte veröffentlicht“, schrieb Trump in dem Beitrag. „Diese speziell im Sinne der Klima-Aktivisten geschriebenen Handbücher wurden von Richtern zur Entscheidung massiver ‚Klimawandel‘-Fälle herangezogen und haben unserem Land enorme Verluste beschert. Diese Handbücher wurden völlig diskreditiert. Unsere Bundesrichter verdienen Fakten und Wissenschaft, nicht politischen Betrug und falsche Klimawissenschaft.“ [historisches Beispiel: Der Hexenhammer, aufgrund dessen die Gerichte Urteile fällen sollten / konnten – der Übersetzer]
Auch die Redaktion des Wall Street Journal kritisierte den mehr als 250 Seiten langen Bericht, der vom Bezos Earth Fund finanziert wurde, in einem Meinungsbeitrag vom Sonntag mit dem Titel „Ein Klimaputsch an den Nationalen Akademien der Wissenschaften“.
„Der Bericht besagt außerdem, dass diese Forschung dazu beitragen könnte, politische Maßnahmen wie ein Gesetz in Vermont zu ‚untermauern‘, welches die Regierung ermächtigt, die ‚finanziellen Auswirkungen der Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen auf den Staat‘ zu bewerten und ‚Zahlungen von Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie zur Finanzierung von Anpassungsprojekten zu fordern‘“, schrieb der Ausschuss. „Es geht darum, einer Zwangsausübung staatlicher Macht einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.“
Das Weiße Haus reagierte nicht umgehend auf die Anfrage der Daily Caller News Foundation nach einer Stellungnahme.
„Natürlich wird die Akademie von radikalen linken Demokraten geleitet, die, wie sich herausstellte, betrügerische, voreingenommene und irreführende Handbücher zum Klimawandel veröffentlichten“, fügte Trump in seinem Beitrag hinzu.
„Mit dieser Erkenntnis weise ich hiermit die zuständigen Bundesbehörden an, dieses Verhalten der NGO’s und betroffenen Richter zu überprüfen. Unsere Steuerzahler sollten keinen Klimabetrug finanzieren, und Richter hätten sich niemals darauf stützen dürfen“
Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Nachrichtenverlagen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen des/der jeweiligen Reporters/Reporterin und dessen/deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter licensing@dailycallernewsfoundation.org .
https://dailycaller.com/2026/07/20/national-academy-sciences-climate-report-attribution/
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Der verzweifelte Versuch, die Klimapanik-Propaganda zu retten
Aaron Regunbergs Artikel „Why Climate Politics Can’t Wait“ letzte Woche in der Boston Review liest sich wie eine besorgte Predigt, die sich angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen an schwankende demokratische Strategen richtet. Im Visier steht das, was die Berater der Partei mittlerweile als „Climate Hushing“ bezeichnen – den stillen Rückzug von apokalyptischen Botschaften.
Matt Huber schrieb kürzlich in der New York Times: „Die Demokratische Partei ist nach wie vor äußerst unbeliebt. Der Ausweg besteht darin, nicht länger eine Litanei von Einzelthemen in den Vordergrund zu stellen, die nur die bereits Überzeugten ansprechen. Was den Klimawandel angeht, wäre es vorerst vielleicht besser, gar nichts zu sagen.“ Huber argumentiert ebenso wie seine Mitstreiter auf der Linken, dass das Engagement der Demokraten für den Klimaschutz die arbeitende Bevölkerung von der Partei entfernt habe und dass der Wiederaufbau einer Basis in der Arbeiterklasse erfordere, den Kampf für Klimaschutzmaßnahmen aufzugeben. Kathy Hochul aus New York, Gavin Newsom aus Kalifornien und eine wachsende Zahl weiterer Demokraten – die bislang führenden Ideologen der Partei in Sachen Klimawandel – sind zu dem Schluss gekommen, dass das unaufhörliche Reden über Dekarbonisierung für die Partei bzgl. der Wahlen eher ein Nachteil als ein Vorteil ist.
Die „Boston Review“ ist kein unbedeutendes Aktivistenblatt. Die 1975 gegründete und in Zusammenarbeit mit dem MIT herausgegebene Zeitschrift ist seit fünf Jahrzehnten eine der seriösesten intellektuellen Adressen der amerikanischen Linken – ein Forum, in dem Persönlichkeiten wie Martha Nussbaum, Amartya Sen und Cornel West veröffentlicht haben und in dem das Format des „Boston Review Forum“ die Art und Weise geprägt hat, wie progressive politische Eliten miteinander diskutieren. Wenn dort etwas erscheint, richtet es sich nicht an Wechselwähler, sondern an die Strategen, Wissenschaftler und Mitarbeiter, welche die intellektuelle Agenda für den aktivistischen Flügel der Demokratischen Partei festlegen. Genau deswegen muss man Aaron Regunbergs Beitrag so ernst nehmen. Es handelt sich nicht um eine Beschwerde aus dem Randbereich. Es ist der Versuch der progressiven Intelligenz selbst, ihre gewählten Vertreter davon abzubringen, sich aus der Klimapolitik zurückzuziehen – ein Rückzug, den die Wähler an der Wahlurne belohnt haben.
Regunbergs Beitrag stützt sich stark auf den Gedanken, dass der diesjährige Krieg um die Straße von Hormus den Klimaschützern endlich das perfekte Argument geliefert hat: „Sonnenlicht muss nicht durch die Straße von Hormus fließen, und niemand hat jemals wegen Wind Krieg geführt.“ Er listet drei Argumente für ein „Schweigen“ auf und macht sich daran, jedes einzelne zu widerlegen. Bei allen drei Gegenargumenten scheitert er, und die Art und Weise seines Scheiterns ist aufschlussreich: Er räumt der Realität ein wenig Raum ein, um dann mit großer Raffinesse zu argumentieren, dass sich in Bezug auf aggressive Dekarbonisierungsmaßnahmen eigentlich nichts ändern sollte.
Gegenargument 1: „Den Amerikanern liegt das Thema mehr am Herzen als die Kritiker zugeben“Regunberg stützt sich stark auf die Ergebnisse einer Umfrage des Yale Programme on Climate Change Communication aus dem Jahr 2026, wonach eine Mehrheit der Wähler die globale Erwärmung für steigende Lebensmittel- und Versorgungskosten verantwortlich macht und eine Mehrheit angibt, einen Kandidaten zu bevorzugen, der Klimaschutzmaßnahmen unterstützt:
Die Umfrage zeigt ferner, dass viele klimapolitische Maßnahmen in der Bevölkerung auf große Zustimmung stoßen. Rund 77 % der Wähler befürworten die Regulierung von Kohlendioxid als Schadstoff, während 65 % den Übergang der US-Wirtschaft von fossilen Brennstoffen zu 100 % sauberer Energie bis 2050 unterstützen. Mehr als die Hälfte der registrierten Wähler (58 %) ist der Meinung, dass die Entwicklung sauberer Energiequellen für den Präsidenten und den Kongress eine „hohe“ oder „sehr hohe“ Priorität haben sollte, und derselbe Prozentsatz gab an, dass sie lieber für einen Kandidaten stimmen würden, der Maßnahmen gegen die globale Erwärmung unterstützt, im Vergleich zu nur 14 %, die einen Kandidaten bevorzugen würden, der sich gegen Klimaschutzmaßnahmen ausspricht.
Das Anführen von zu allgemein gehaltenen Umfragedaten ist der älteste Trick im Repertoire der Panikmacher: Umfragen zur abstrakten Stimmung sind wertlos, sobald man die Menschen fragt, was sie tatsächlich zu zahlen bereit sind. Das Energy Policy Institute der Universität Chicago stellte in seiner jüngsten AP-NORC-Umfrage fest, dass weniger als vier von zehn Amerikanern eine auch nur symbolische CO₂-Abgabe von einem Dollar pro Monat akzeptieren würden – eine Zahl, die seit Jahren sinkt.
Die Behauptung, dass die öffentliche Sorge um das Klima tiefer sitzt und handlungsorientierter ist, als die „Verleugner“ zugeben, stützt sich stark auf Umfragen, die zeigen, dass eine Mehrheit der Meinung ist, dass sich das Klima verändert, und vage Ziele wie die Regulierung von Kohlendioxid oder den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt. Doch diese Zahlen verflüchtigen sich, sobald die Befragten gefragt werden, was sie zu zahlen bereit sind. Kritiker merken schon lange an, dass die abstrakte Unterstützung für Umweltziele zusammenbricht, sobald Kompromisse im Haushaltsbudget ins Spiel kommen.
Regunbergs bevorzugte Quelle, das Searchlight Institute, stellte fest, dass nur 17 % der Wähler in den umkämpften Wahlkreisen angeben, der Klimawandel habe „große Auswirkungen“ auf ihre Familie. Sich abstrakt um den Klimawandel zu sorgen, so wie man sich um den Weltfrieden sorgt, kostet nichts. Sich so sehr darum zu sorgen, dass man höhere Energiekosten in Kauf nimmt, ist eine ganz andere Sache, und nur diese Art der Sorge entscheidet darüber, ob eine politische Maßnahme den Weg durch den Gesetzgeber übersteht. Regunberg fordert seine Leser niemals auf, etwas zu bezahlen; er fordert sie lediglich auf, Politiker zu wählen, die vage versprechen, die Umweltverschmutzer zur Kasse zu bitten.
Gegenargument Nr. 2: „Klimaschutz ist mit einer Agenda für die Arbeiterklasse vereinbar“Hier beruft sich Regunberg auf Franklin Roosevelts „Civilian Conservation Corps“ und Bernie Sanders’ Wahlkampf von 2016, um zu argumentieren, dass grüne Politik und Arbeiterpolitik schon immer natürliche Verbündete gewesen seien. Die historische Analogie geht völlig am Thema vorbei. Roosevelts Naturschutzprogramme im Rahmen des New Deal pflanzten Bäume; sie versuchten nicht, die physischen Grundlagen einer Industriegesellschaft innerhalb einer einzigen Generation neu zu gestalten. Das Hindernis, vor dem die heutige Energiewende steht, ist nicht rhetorische Positionierung, sondern Arithmetik.
Nach eigenen Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden erneuerbare Energien – nach Jahrzehnten von Subventionen, gesetzlichen Vorgaben und moralischen Appellen – bis 2030 kaum ein Fünftel des weltweiten Endenergieverbrauchs ausmachen, gegenüber 13 % im Jahr 2023. Die Wärmeversorgung, die laut IEA fast die Hälfte des Endenergiebedarfs ausmacht, wird nach wie vor überwiegend mit fossilen Brennstoffen gedeckt; Luft- und Seeverkehr sind nach den eigenen Worten der IEA weiterhin fast vollständig vom Öl abhängig. Etwa vier Fünftel des weltweiten Energiebedarfs lassen sich schlichtweg nicht innerhalb eines Zeitrahmens elektrifizieren, den eine demokratische Wählerschaft tolerieren würde.
Gegenargument Nr. 3: „Der Kampf gegen fossile Brennstoffe stärkt die Demokratie“Die aufschlussreichste von Regunbergs drei Gegenargumenten ist jene, die sich gänzlich von der Wirtschaftswissenschaft abwendet und sich in Verschwörungstheorien flüchtet. Er führt das „Shadow Docket“ des Obersten Gerichtshofs, den Vertrauensverlust in die Wissenschaft und die allgemeine Krise der amerikanischen Demokratie auf eine jahrzehntelange Verschwörung der fossilen Brennstoffindustrie zurück und kommt zu dem Schluss, dass die Bekämpfung des Autoritarismus daher den Sturz der „Big Oil“-Konzerne erfordert. Dies ist ein abgedroschener Versuch, institutionelle Sündenböcke zu finden – genau die Art von Argumentation, die den Klima-Industrie-Komplex seit 30 Jahren am Leben erhält: Jede unbequeme politische Entwicklung, von populistischer Skepsis bis hin zu juristischem Konservatismus, wird nachträglich als Beweis für das Fehlverhalten der fossilen Brennstoffindustrie umgedeutet.
Dabei wird geflissentlich übersehen, dass die wissenschaftliche Grundlage für die Darstellung als „existenzielle Bedrohung“, auf die sich Regunberg nach wie vor stützt, von eben jenen Institutionen aufgegeben worden ist, die sie selbst geschaffen hatten. Die Modellierer des IPCC haben in den letzten Jahren still und leise RCP8.5 ausgemustert – jenen extremen „Business-as-usual“-Emissionspfad, der eine ganze Generation von Weltuntergangsschlagzeilen untermauerte –, mit der Begründung, dass er nie ein plausibles Szenario darstellte. Das Muster, das sich derzeit im gesamten Klima-Establishment abzeichnet, ist kein Rückzug, sondern eine „Wiederbewaffnung“: Man räumt ein, dass das Worst-Case-Szenario Fiktion war, beharrt dann aber darauf, dass der Notstand genau so dringlich bleibt wie zuvor. Regunbergs Beitrag verfolgt genau das gleiche Manöver, nur dass er anstelle der Temperatur die Demokratie ins Zentrum stellt. Er führt Überschwemmungen, Dürren, Stürme und Hitzewellen als Beweis für eine sich beschleunigende Katastrophe an, ignoriert dabei jedoch bewusst die empirischen Daten, denen zufolge die Zahl der Todesfälle durch Extremwetterereignisse seit den 1920er Jahren um mehr als 96% zurückgegangen ist – und das, obwohl sich die Weltbevölkerung vervierfacht und sich der Planet erwärmt hat. Das ist keine Welt, die auf einen „Faschismus durch Hitzewellen“ zusteuert. Es ist eine Welt, die immer besser darin wird, das Wetter zu überstehen – vor allem, weil das durch fossile Brennstoffe angetriebene Wirtschaftswachstum die Klimaanlagen, die Hochwasserschutzanlagen und die Frühwarnsysteme finanziert hat, welche die eigentliche Arbeit geleistet haben.
Das institutionelle IndizWas Regunbergs Beitrag so bemerkenswert macht, ist nicht seine Argumentation, sondern seine unbeabsichtigte Ehrlichkeit hinsichtlich des Zustands des Klima-Establishments selbst. Er berichtet – fast beiläufig –, dass Politico sein auf Klimafragen spezialisiertes E&E News einstellt, dass NPR seine Klimaredaktion geschlossen hat, dass das Klimateam der Washington Post entlassen wurde und dass sogar Bill Gates nun die Ansicht vertritt, die Dekarbonisierung sei nicht die größte Bedrohung für die Armen dieser Welt. Das sind nicht die Handlungen einer Institution, die von der Beständigkeit ihrer Propaganda überzeugt ist; es ist der Rückzug aus einer Geschichte, die keine Erträge mehr abwirft – sei es in finanzieller Hinsicht, beim Engagement oder bei den Stimmen. Regunbergs Antwort darauf ist die Behauptung, dass dieser Rückzug ein politischer Fehler sei und keine rationale Anpassung an die veränderten Gegebenheiten vor Ort, darunter sinkende Zahlungsbereitschaft der Öffentlichkeit, ein diskreditiertes Emissionsszenario und eine Energiewende, die nach den eigenen Zahlen der IEA Jahrzehnte hinter dem Zeitplan zurückliegt, den ihre Befürworter versprochen hatten.
Das gleiche Bild zeigt sich in Regunbergs eigener Auswahl an Belegen für die öffentliche Besorgnis. Er zitiert das Ergebnis der „World Risk Poll“ von 2026, wonach die Amerikaner dramatisch unterschätzen, wie viele ihrer Mitbürger den Klimawandel als ernsthafte Bedrohung ansehen, und interpretiert dies als unerschlossenes Reservoir latenter Unterstützung, das nur darauf wartet, durch mutigere Botschaften freigesetzt zu werden. Eine weniger wohlwollende und meiner Meinung nach zutreffendere Interpretation ist, dass die Kluft zwischen der geäußerten Besorgnis und dem wahrgenommenen gesellschaftlichen Konsens genau jenes Phänomen zum Ausdruck bringt, das Meinungsforscher als „Präferenzfälschung“ bezeichnen: Die Menschen sagen den Umfragebeauftragten, was sich gesellschaftlich verantwortungsbewusst anhört, weigern sich aber stillschweigend – an der Wahlurne und an der Kasse –, dafür irgendwelche Kosten zu tragen. Hochul, Newsom und McKee interpretieren ihre Wähler nicht falsch. Sie lesen sie genauer, als es die von Regunberg bevorzugten Meinungsforscher tun.
Wie eine vernünftige Alternative aussiehtNichts davon ist ein Argument für Grausamkeit gegenüber den wirklich armen Gemeinschaften, die den Schwankungen des Wetters am stärksten ausgesetzt sind. Es ist ein Plädoyer für jene Art politischer Bescheidenheit, die Friedrich Hayek anerkannt hätte: die Weigerung, das in Marktpreisen und den Entscheidungen der Haushalte verankerte, verstreute Wissen durch die „verhängnisvolle Überheblichkeit“ zentraler Planer zu ersetzen – in diesem Fall einer Koalition aus Aktivisten, Redakteuren und Beratern, die davon überzeugt sind, dass sie sowohl das Energiebudget eines Haushalts als auch dessen politische Loyalitäten durch ausreichend alarmistische Klimabotschaften steuern können. Die Wähler verkennen nicht, wie Regunberg annimmt, die moralische Tragweite des Klimawandels; sie treffen vielmehr völlig rationale Abwägungen zwischen einem abstrakten, langfristig zu erwartenden Risiko und den konkreten, unmittelbaren Kosten für die Beheizung ihrer Wohnungen und das Betanken ihrer Fahrzeuge.
Demokraten, denen dies bewusst ist, sind keine Feiglinge, die vom Geld der fossilen Brennstoffindustrie gekauft wurden, wie die Verleumdung der „Klimaille“ suggeriert. Vielmehr behalten sie sich „ein Mindestmaß an Pragmatismus vor, um ihre Wählerstimmen zu sichern“ – was in einer Demokratie ja eigentlich der Sinn der Sache sein sollte. Regunberg möchte, dass die Dringlichkeit, die Martin Luther King an den Tag legte, auf Kohlendioxid übertragen wird. Was er tatsächlich braucht und was die Leser der „Boston Review“ verdienen, ist eine klare Zahlenrechnung: Wie viel Energie verbraucht die Welt tatsächlich, wie wenig davon lässt sich derzeit elektrifizieren und wie wenig ist die Öffentlichkeit – ehrlich gefragt, in Dollar statt in Sentimentalität – bereit zu zahlen, um diese Lücke zu schließen? Bis diese Abrechnung vorliegt, kann die Klimapolitik warten. Die Physik einer funktionierenden Wirtschaft kann das nicht – anders als die Politik eines Zwischenwahlzyklus‘.
A version of this article was first published in the Daily Sceptic here
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/20/the-desperate-attempt-to-save-the-climate-alarm-narrative/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der verzweifelte Versuch, die Klimapanik-Propaganda zu retten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
