Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Unbequemer Klimaforscher: Fertiggemacht und totgebissen
Roger Pielke Jr. hat einen einwandfreien wissenschaftlichen Leumund: Er ist ursprünglich Politikwissenschaftler und hat sich einen Namen gemacht mit der Interpretation von Extremwetterereignissen. Pielke war viele Jahre an der University of Colorado Boulder als Professor im Bereich Umweltstudien tätig und führte dort ein Institut, das er selbst gegründet hatte. Er konnte in seiner langen Forscherkarriere in so renommierten Wissenschaftsmagazinen wie «Science», «Nature» «PNAS» und «PLOS Biology» publizieren.
Doch Roger Pielke hat ein Problem: Er vertritt einige Standpunkte, die nicht auf der Linie der Erzählung des immer schlimmeren Klimawandels liegen. Pielke anerkennt zwar den menschengemachten Klimawandel und bestreitet auch nicht, dass dieser zu mehr Hitzewellen und Starkniederschlägen führt. Er stellt aber in Abrede, dass bisher ein Trend zu mehr Hurrikanen, Dürren und Überschwemmungen belegt werden kann. Diesen Standpunkt kann er zwar mit hier- und stichfesten Daten belegen. Aber damit wurde er sowohl in der Forschungsgemeinde als auch in der Öffentlichkeit zur «persona non grata».
«Gruselige Einblicke in die Welt der Wissenschaft»Was Roger Pielke Jr. in den letzten Jahren erleben musste, hat er kürzlich in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehjournalisten John Stossel geschildert. Die Erlebnisse sind schlicht haarsträubend. Die «Welt» kommentierte so: «Seine Geschichte bietet gruselige Einblicke in die Welt der Wissenschaft.»
Es fing an, dass aktivistische Kreise Pielke öffentlich angriffen und ihn als «Klimaskeptiker» bezeichneten. Vor allem der linksorientierte Think-Tank «Center for American Progress» warf ihm vor, falsche Informationen zu verbreiten. Es wurde versucht, ihn von öffentlichen Plattformen auszuschliessen.
Nachdem Pielke 2013 vor dem US-Kongress ausgesagt und dort geltend gemacht hatte, dass langfristige Katastrophendaten keinen Anstieg von Extremwetterereignisse zeigten, geriet er in den Fokus der Regierung von Barack Obama. Ein wissenschaftlicher Berater des damaligen US-Präsidenten bezeichnete Pielkes Aussagen als irreführend – obwohl Pielke seine Äusserungen zweifelsfrei belegen konnte.
Nach der Anhörung forderten einige Kongress-Angehörigen Abklärungen, ob Pielke heimlich Geld von der fossilen Brennstoffindustrie bekommen hatte. Seine Universität leitete deshalb eine Untersuchung ein. Diese verlief zwar im Sand und konnte die Vorwürfe nicht erhärten. Dennoch beschädigten die entsprechenden Gerüchte seinen Ruf als Forscher erheblich, wie Pielke gegenüber Stossel betonte.
Die Situation wurde immer schlimmer: Es erschienen Medienberichte, welche Pielke in ein schiefes Licht stellten. Gleichzeitig bekam er kaum noch Einladungen zu Vorträgen. Wissenschaftliche Kooperationen mit ihm wurden gestoppt. Denn eine Zusammenarbeit mit ihm galt nun als riskant.
Seine Kollegen hatten Angst, selbst in Visier zu geratenSchliesslich drängte sogar Pielkes Heimuniversität, die University of Colorado Boulder, ihn immer mehr an den Rand. Er durfte sein eigenes Institut nicht mehr weiterführen und erhielt kaum mehr Lehrverpflichtungen. Die Universität stellte die administrative Unterstützung für ihn ein und wies ihm ein winziges, unattraktives Büro zu. Hilfe von Kollegen an der Hochschule bekam Pielke nicht – denn diese hatten Angst, selbst ins Visier zu geraten.
Schliesslich zog Roger Pielke Jr. die Konsequenzen. Er verliess Ende 2024 seine Universität, nach 24 Jahren, und wechselte zum konservativ-liberalen Think-Tank «American Enterprise Institute». Dort geniesst er nach eigenen Angaben wieder volle Forschungsfreiheit. Mit seiner Webseite «The Honest Broker» stösst er zudem auf reges Interesse. Doch es bleibt dabei: Hier wurde ein verdienter Wissenschaftler fertiggemacht und quasi totgebissen – nur, weil er unbequeme Standpunkte vertritt, die dem Klima-Mainstream nicht in den Kram passen.
Wer sich regelmässig mit Klimaforschung befasst, ist ob dem Fall Pielke wohl kaum erstaunt. Immer wieder tauchen Aussagen aus, wonach in diesem Wissenschaftszweig eine Art Kadavergehorsam gefragt ist. Dieser Gehorsam gilt nicht gegenüber irgendwelchen Personen – sondern gegenüber dem Narrativ, wonach der Klimawandel schlimm ist und nur schlimm zu sein hat.
«Voreingenommene Redaktoren und Gutachter»Man erinnert sich beispielsweise an den US-Klimaforscher Patrick T. Brown. Er schreckte vor drei Jahren mit diesem Satz auf: «In der Klimawissenschaft geht es inzwischen weniger darum, die Komplexität der Welt zu verstehen, als vielmehr darum, als eine Art Kassandra zu dienen und die Öffentlichkeit eindringlich vor den Gefahren des Klimawandels zu warnen.»
Brown ist, wie Pielke, ein hochverdienter Forscher, der in so angesehenen Fachblättern wie «Nature», «PNAS» oder «Nature Climate Change» publiziert hat. Vor drei Jahren aber verliess er den Wissenschaftsbetrieb aus eigenen Stücken und wechselte zur liberalen Forschungsstätte «Breakthrough Institute». Warum er ausgestiegen war, schilderte er anschliessend in einem Beitrag beim Onlineportal «The Free Press».
Patrick Brown schrieb, wer es heute als Klimaforscher in ein angesehenes Fachblatt schaffen wolle, müsse die Erzählung der verheerenden Erderwärmung bedienen. Redaktoren und Gutachter solcher Fachblätter seien «voreingenommen» und würden «mehr als deutlich machen, dass sie Arbeiten über das Klima wollen, die bestimmte im Voraus festgelegte Narrative stützen».
Der Aussteiger führte ein einschlägiges Beispiel für die Folgen solcher Erwartungen an: sich selbst. Brown schilderte, sich in einer Studie zu Waldbränden in Kalifornien bewusst darauf konzentriert zu haben, wie der Klimawandel das Risiko von Bränden beeinflusse. Es habe zwar andere Faktoren wie die Waldbewirtschaftung oder Brandstiftung gegeben, die punkto der Feuergefahr mindestens so bedeutend seien. Aber, so schrieb Brwon: «Ich wusste, dass ich nicht versuchen würde, andere wichtige Aspekte als den Klimawandel in meiner Forschung zu quantifizieren, weil diese die Geschichte verwässern würden, die angesehene Zeitschriften wie ‘Nature’ und ihr Konkurrent ‘Science’ erzählen wollen».
Wer die Klimaforschung für ergebnisoffen hält, muss naiv seinPatrick Brown hatte mit dieser Anpassungsstrategie zwar Erfolg und konnte die erwähnte Studie tatsächlich bei «Nature» veröffentlichen. Doch ihn plagte anschliessend das schlechte Gewissen – was ihn dazu brachte, sich dem Konformitätsdruck zu entziehen, seine Universitätskarriere aufzugeben und die gemachten Erfahrungen öffentlich zu machen. Man will gar nicht wissen, wie viele andere Forscher dieses Rückgrat nicht haben und duckmäuserisch die Erzählung des schlimmen Klimawandels nachbeten.
Auch wenn die Fälle Pielke und Brown etwas anders liegen, so zeigen sie doch etwas Gemeinsames: Die Klimaforschung wird heute kontrolliert von wissenschaftlichen Aktivisten, welche jede Abweichung vom geltenden Narrativ sofort bestrafen. Pielke musste zudem die Erfahrung machen, dass selbst seine eigene Universität nicht zu ihm stand, als die Klimalobby begann, ihn öffentlich zu desavouieren. Wer heute noch glaubt, in der Klimaforschung zähle das beste Argument, und es werde hier objektiv und ergebnisoffen gearbeitet, muss naiv sein.
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Afrikas nukleare Zukunft ist klein – und liegt in Small Modular Reactors
WuWt, Gastautor, Von CFACT, Duggan Flanakin
Der ruandische Präsident Paul Kagame gilt als einer der führenden Verfechter der Kernenergie in Afrika. Auf dem Nuclear Energy Summit 2026 in Paris erklärte Kagame, Ruanda sei fest entschlossen, alles Notwendige zu tun, um seine Entwicklung mit Kernenergie voranzutreiben. Dies erfordere starke Institutionen, eine solide Regulierung und gut ausgebildete Fachkräfte – all dies baue Ruanda derzeit auf.
Eine kürzlich von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) durchgeführte Überprüfung der integrierten nuklearen Infrastruktur in Ruanda bestätigte Fortschritte bei den wichtigsten Säulen des Aufbaus eines starken und sicheren Kernenergieprogramms. IAEA-Teamleiter Mehmet Ceyhan hob die starke Unterstützung der Regierung und die effektive Koordinierung der Vorbereitungsarbeiten hervor, die „ein tiefes Engagement für das Programm widerspiegeln“.
Kagame erklärte dem Pariser Publikum, dass sich die Kernenergie so entwickle, dass Länder mit kleinen Stromnetzen davon profitierten und Afrika somit zu den Vorreitern gehören könne. Insbesondere kleine modulare Reaktoren (SMRs) seien für die Bedürfnisse Afrikas bestens geeignet. Mindestens zehn afrikanische Staaten erforschen derzeit aktiv die Kernenergie, da der Kontinent plant, bis Mitte der 2030er Jahre 15 Gigawatt (GW) Strom aus Kernkraft zu erzeugen.
Im Oktober 2019 gründeten Ruanda und die Russische Föderation gemeinsam das Zentrum für Nuklearwissenschaft und -technologie (CNST). Das CNST konzentriert sich auf die Produktion von Isotopen für die Krebsdiagnostik und -therapie, die Nutzung von Strahlung zur Pflanzenzüchtung sowie auf Materialprüfung und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung an Industriestandorten. Diese Arbeit bereitet Ruanda auf komplexere Nuklearprojekte – wie kleine modulare Reaktoren – und auf die Akzeptanz der Kernenergie in der Bevölkerung vor.
Nachdem sich Ruanda von der COVID-Pandemie erholt hatte, veranstaltete es im vergangenen September den ersten Nuclear Energy Innovation Summit for Africa (NEISA 2025), dessen Thema „Das Potenzial kleiner modularer Reaktoren und Mikroreaktoren zur Beschleunigung der Energiewende in Afrika“ lautete.
In seiner Grundsatzrede gab der ruandische Premierminister Dr. Edouard Ngirente bekannt, dass der ehrgeizige Plan seines Landes, die Stromerzeugung bis 2050 von 1 GW auf 5 GW zu steigern, maßgeblich auf Kernenergie beruhen wird.
Ngirente erklärte, dass die Zukunft der afrikanischen Energielandschaft weiterhin von steigendem Energiebedarf und Bevölkerungswachstum geprägt sein wird. Mit einer prognostizierten Bevölkerung von 3 Milliarden innerhalb weniger Jahrzehnte hat Afrika – dank Industrialisierung, künstlicher Intelligenz und Urbanisierung – das Potenzial, zum größten Energiemarkt der Welt zu werden.
Heute haben jedoch mehr als 600 Millionen Afrikaner überhaupt keinen Zugang zu Elektrizität, und Millionen weitere haben nur unregelmäßige, oft unterbrochene Stromversorgung – zu einem Preis, den sich viele nicht leisten können. Afrika setze auf Kernenergie, sagte er, weil sie „sauber [und damit mit den Klimazielen der UN vereinbar], zuverlässig und unabhängig von Regen und Sonne ist. Sie liefert Tag und Nacht konstante Energie.“
„In diesem Zusammenhang“, so sein Fazit, „erkennen wir die Notwendigkeit kleinerer und Mikro-Kernkraftwerke als Wegbereiter für kleinere Energiesysteme, um Kernenergie in unseren nationalen Energiemix zu integrieren.“ Und er fügte hinzu: „Wir begrüßen die Zusammenarbeit mit Partnern aus aller Welt, um gemeinsam Lösungen vor Ort anzupassen und die Wirkung zu verstärken – nicht nur in Ruanda, sondern auf dem gesamten afrikanischen Kontinent.“
Um das Engagement seines Landes – und Afrikas – für eine nukleare Zukunft zu bekräftigen, gab Ngirente seinem Publikum drei Botschaften mit auf den Weg. Erstens: „Die Kernenergie birgt das Potenzial, den Fortschritt Afrikas zu beschleunigen, die Grundversorgung zu stärken und eine integrative Entwicklung in allen Gemeinschaften während der Energiewende zu fördern.“
Zweitens muss Afrika diesen Wandel gemeinsam vorantreiben – durch regionale Partnerschaften, Innovationen und globale Zusammenarbeit. Drittens ist jetzt die Zeit zum Handeln. „Wir müssen unseren Energiemix diversifizieren – und Kernenergie ist Teil der Lösung.“
Kagames Worte aus Paris – dass Afrika sich zu einem der wichtigsten globalen Märkte für SMRs entwickeln werde – und sein Aufruf zu einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit zur Unterstützung des Ausbaus der Kernenergie in Afrika waren der Ausgangspunkt für die NEISA 2026, die im Mai erneut in Kigali stattfand.
Um die Dringlichkeit zu unterstreichen, mit der Afrikaner die Kernenergie auf dem Kontinent vorantreiben wollen, stand der NEISA-Gipfel 2026 unter dem Motto „Afrikas Zukunft gestalten: Kernenergieambitionen in realisierbare Investitionsmöglichkeiten verwandeln“. Weltweit führende Politiker, die von den Anforderungen neuer Technologien für die Erzeugung enormer Strommengen überrascht sind, zeigen zunehmend Interesse an der Kernenergie.
Beflügelt von der Entscheidung der Weltbank, ihr langjähriges Verbot der Finanzierung von Kernenergieprojekten aufzuheben, verdeutlichten die Gespräche einen umfassenderen Wandel in ganz Afrika, da die Regierungen bestrebt sind, den Zugang zu Elektrizität auszuweiten, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und sich auf ein rasches Bevölkerungswachstum vorzubereiten.
Die Staatsoberhäupter mehrerer afrikanischer Länder, darunter die tansanische Präsidentin Samia Suluhu Hassan (deren Land über bedeutende Uranreserven verfügt), Nigers Premierminister Ali Mahamane Zeine und Faure Essozimma Gnassingbé, der Präsident von Togo (das möglicherweise die NEISA 2027 ausrichten wird), sprachen sich allesamt für eine auf SMRs basierende nukleare Zukunft aus. Anschließend widmeten sich die Teilnehmer, hauptsächlich Vertreter von Regierungen und großen Forschungseinrichtungen, den eigentlichen Themen.
Insgesamt hat Afrika noch viel aufzuholen. Doch mit SMRs können afrikanische Nationen eine Vorreiterrolle einnehmen, vor allem, weil diese Kraftwerke vielerorts die erste zuverlässige Stromversorgung für ganze Regionen gewährleisten würden.
Erst im vergangenen Jahr unterzeichnete Hassan einen Vertrag mit dem russischen Energiekonzern Rosatom zum Bau einer 400 Millionen US-Dollar teuren Uranverarbeitungsanlage. Diese Anlage ist Teil eines 1,2 Milliarden US-Dollar schweren, auf 20 Jahre angelegten Plans zur Gewinnung und Verarbeitung von 300.000 Tonnen Uran aus Tansanias riesigen Uranvorkommen. Rosatom liefert bereits Uran für Afrikas einziges aktives Kernkraftwerk, Block 2 Koeberg von Eskom in Südafrika.
Eskom hat soeben eine 20-jährige Lizenzverlängerung für sein Kernkraftwerk Koeberg erhalten. Das Unternehmen kündigte außerdem Pläne zur Wiederbelebung seiner lange Zeit brachliegenden Kernenergiebranche an, indem es eine im Jahr 2010 getroffene Entscheidung revidiert, die Investitionen in sein 1993 begonnenes und auf deutscher Technologie basierendes Projekt für Kugelhaufenreaktoren (PBMR) einzustellen.
Der PBMR ist als kleiner Hochtemperaturreaktor konzipiert, der mit TRISO-Brennstoff und Helium als Kühlmittel betrieben wird und somit sowohl Prozesswärme liefern als auch Strom erzeugen kann. Eskom erklärte 2020, das PBMR-Projekt aus der Wartungsphase herausnehmen und kommerzialisieren zu wollen – die Genehmigung hierfür erhielt man erst nach weiteren fünf Jahren.
Andere afrikanische Länder ziehen nach. Ägypten rechnet dank russischer Hilfe damit, sein erstes Atomkraftwerk im Jahr 2028 in Betrieb zu nehmen – mit vier Reaktoren und einer Gesamtleistung von 4,8 GW. Ghana plant die Inbetriebnahme seines ersten Atomkraftwerks bis Anfang der 2030er-Jahre, während Uganda angekündigt hat, mit Unterstützung internationaler Partner eine Atomanlage zu bauen.
Ruandas nukleare Zukunft sieht vor, dass die Kernenergie bis Anfang der 2030er Jahre in Betrieb genommen wird. Dafür soll ein Kernkraftwerk gebaut werden, dessen Kosten auf 5 bis 6 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Togo, Niger, Tansania und andere afrikanische Länder sind nicht weit dahinter.
Warum sind afrikanische Staatschefs so begeistert von SMRs (und Mikroreaktoren)? Kagame sagt, SMRs seien autarke Einheiten, die eine Industrieanlage, ein Krankenhaus, eine Kleinstadt versorgen können – selbst dort, wo es kein funktionierendes nationales Stromnetz gibt.
Kernenergie, so Kagame, könne eine transformative Kraft sein, um den Zugang der Afrikaner zu stabiler Stromversorgung und verbesserten Gesundheitssystemen zu erweitern und ihren technologischen Fortschritt voranzutreiben. Um diese Ziele zu erreichen, seien jedoch „private Investitionen, institutionelle Zusammenarbeit und langfristig nachhaltige Ansätze unerlässlich, die Effizienz und Verantwortlichkeit gewährleisten.“
Zum ersten Mal in der modernen Geschichte bestimmen afrikanische Nationen ihre Zukunft selbst. Ruanda und viele seiner Nachbarländer scheinen bestens gerüstet, ihre Stromproduktion zu verfünffachen und Forschung, Gesundheitswesen, Bildung und Industrie des 21. Jahrhunderts mit Energie zu versorgen. Alles, was sie brauchen, ist Unterstützung.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Real Clear Energy.
https://wattsupwiththat.com/2026/06/13/africas-nuclear-future-is-small-modular-reactors/
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Frau Ministerin Reiche Rede am 11.6.26 in Deutschen Bundestag und die Kunst unvereinbares als vereinbar klingen zu lassen
eMail vom 11.6.26 von Rolf Schuster Vernunftkraft (ehemals Maschinenbaumeister und Radio.-und Fernsehtechniker mit reicher Erfahrung bei der Konstruktion und in Betriebnahme zur Erfassung und Verarbeitung von kalibrierfähigen physikalischen Messgrößen) an Frau Ministerin Reiche
von Rolf Schuster VernunftkraftSehr geehrte Frau Ministerin Reiche,
sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,
liebe Mitlesende im BCC,
bezugnehmend auf Ihre Rede vom 11.06.2026 zu TOP 15 (siehe unten) möchte ich mir erlauben, hierzu einige Kommentare abzugeben:
Sie sollten das Wort „bezahlbar“ durch „preiswert“ oder „billig“ ersetzen.
Die hohen Energiepreise belasten nicht nur die Volkswirtschaft, sondern treffen uns insgesamt schwer.
Sie können Ihre Klimaziele auch weit übererfüllen. Auf das Weltklima werden diese Maßnahmen jedoch keinen spürbaren Einfluss haben.
Wenn Maßnahmen das Klima nicht messbar beeinflussen, zugleich aber die deutsche Volkswirtschaft sehenden Auges
gegen die Wand gefahren wird, ist eine Rückkehr zu einer Marktwirtschaft ohne staatliche Eingriffe dringend geboten.
Der Umstieg auf „Erneuerbare“ ist aus meiner Sicht keineswegs erfolgreich – sichtbar ist er allerdings.
Statt auf weitere Eingriffe in den Strommarkt zu verzichten, planen Sie einen Kapazitätsmarkt für grundlastfähige Kraftwerke.
Auch Batteriespeicher sollen dabei eingebunden werden.
Stattdessen sollten Sie den Einspeisevorrang und das EEG abschaffen; denn die „Erneuerbaren“ sollten
nach mehr als 26 Jahren inzwischen auf eigenen Füßen stehen können.
Die folgenden Zahlen sind dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vom 16.06.2026 zu entnehmen:
Energieträger
Anzahl Inst. Leistung MW Speicher MWh Speicher-Stunden Solar 6.076.576 123.636 Onshore 29.173 69.682 Offshore 1.748 10.600 Summe Wind
+
Solar 6.107.497 203.919 Batteriespeicher 2.668.705 35.706 79.118 2,22
Im Zeitraum vom Sa.13.Jun.2026 bis Mo.16.Jun.2026 hatte Deutschland eine HELLBRIESE.
Zur Mittagszeit lieferten Wind + Solar mehr Energie als verbraucht wurde.
Die Residuallast wurde ebenso wie der Börsenpreis, negativ. Der Strom musste, gegen eine Müllgebühr in das benachbarte Ausland entsorgt werden.
Die Exportströme erlösten 33€/MWh. Die Importströme kosteten 83€/MWh
Wind und Solarenergie kosteten nach meiner Abschätzung die Volkswirtschaft in diesen drei Tagen ca. 230 Mio €
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Schuster
35759 Driedorf
83. Sitzung vom 11.06.2026, TOP 15, ZP 8: Rede von Katherina Reiche
Vizepräsidentin Andrea Lindholz:
Die erste Rednerin in dieser Debatte ist für die Bundesregierung Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie der Abg. Svenja Schulze [SPD])
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie:
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Land ohne sichere und bezahlbare Energieversorgung ist wie ein Schiff im Sturm ohne Steuer.
Diese Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energiewende gelingt.
Die Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energieversorgung nachhaltig ist.
Wir tragen aber auch die Verantwortung dafür, dass Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in Deutschland erhalten bleiben.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Es ist richtig, dass die hohen Energiepreise in Deutschland Haushalte belasten, Industrie belasten.
Und wir sehen, wie Unternehmen aufgrund von hohen Energiepreisen Deutschland verlassen.
Wir haben uns zum Klimaschutz verpflichtet – international, europäisch, national –, und wir halten uns daran.
Aber die Frage, ob wir Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke wirklich erfolgreich zusammenbringen, ist noch nicht final entschieden.
(Adam Balten [AfD]: Doch: Nein!)
Wir bauen die erneuerbaren Energien weiter aus. Der Anschlussvorrang für erneuerbare Energien bleibt.
Und die erneuerbaren Energien liefern. Im ersten Quartal dieses Jahres haben sie 75 Terawattstunden Strom erzeugt;
das sind 13 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres.
Die Gesamtleistung der erneuerbaren Energien ist auch gestiegen:
um 23 Gigawatt im letzten Jahr, und zwar in allen Segmenten:
PV, Wind an Land, Wind an See, Biomasse.
Auch in diesem Jahr geht der Ausbau planmäßig voran:
4 Gigawatt mehr Solarenergie,
6,3 Gigawatt mehr Windenergie an Land.
Das sind starke Zahlen; aber die Erfolgsgeschichte hat eben auch eine Kehrseite.
2025 konnte an mehreren Tagen kein Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
(Steffen Kotré [AfD]: Überraschenderweise!)
An 40 Tagen haben die Erneuerbaren unter 20 Prozent des benötigten Strombedarfs gedeckt,
an 79 Tagen unter 30 Prozent und
an 139 Tagen unter 40 Prozent.
Wir hatten häufig konsekutive Ereignisse.
Das heißt, sie geschahen über mehrere Tage am Stück hintereinander. Und für solche Tage brauchen wir gesicherte Leistung;
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD])
Leistung, die auch länger als zehn Stunden verlässlich Strom liefern kann. Wir haben Dunkelflauten bislang gut überbrückt,
weil der Kraftwerkspark ausgereicht hat und weil wir Strom importieren.
Auch Speicher sind unverzichtbar für unser zukünftiges Stromsystem.
Speicher sind aber nicht in der Lage, mehrere Tage Stromunterversorgung zu decken.
(Adam Balten [AfD]: Nicht mal 30 Minuten!)
– Ein bisschen mehr ist es, Herr Kollege. – Nach vier bis sechs Stunden sind die Batterien leer,
müssten geladen werden, dann ziehen sie Strom, aber sie liefern keinen mehr.
Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist erfolgreich und sichtbar. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ebenso gesichert und sichtbar,
und er ist gesetzlich verankert. Wenn jetzt aber keine steuerbare Leistung zugebaut wird, dann laufen wir Anfang der 2030er-Jahre in eine
dramatische Unterversorgung mit Strom. Und das schadet unserem Standort.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Malte Kaufmann [AfD])
Ich habe im September des letzten Jahres einen Monitoring-Bericht vorgelegt, und der Befund ist eindeutig:
Ohne Investitionen in steuerbare Kraftwerkskapazitäten und in entsprechende Kraftwerke beherrschen wir diese Dunkelflauten nicht.
Das StromVKG, das wir heute vorlegen, ist Teil einer Gesamtstrategie; einer Gesamtstrategie, um das deutsche Stromsystem verlässlich,
nachhaltig, aber am Ende auch bezahlbar zu machen.
Die Bundesnetzagentur hat uns im letzten Jahr einen Bericht geliefert, den Versorgungssicherheitsbericht.
(Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Hört eigentlich irgendwer außer uns zu?)
Zusammen mit dem ENTSO-E kommt die Agentur in ihrer Analyse zu dem sehr, sehr klaren Ergebnis:
Anfang der 2030er-Jahre haben wir eine Versorgungslücke von 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung: 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung!
Deshalb sind wir angehalten, ja gezwun-gen, heute zu agieren, damit diese Kraftwerke Anfang der 30er-Jahre zur Verfügung stehen.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD)
Darüber haben wir mit der EU-Kommission verhandelt und legen Ihnen hiermit einen Gesetzentwurf vor, der vorsieht,
in zwei Tranchen, in zwei Wellen in diesem Jahr den Bau von Kraftwerken auszuschreiben: 10 Giga-watt Kraftwerksleistung
nach einem Langzeitkriterium, 2 Gigawatt Kraftwerksleistung als Erzeugungsbeitrag.
Alle Kraftwerke werden wasserstoffumstellungsfähig sein. Und wir sehen zusätzlich vor, dass Kraftwerke,
die früher als 2045 umstellen wollen, davon einen Benefit haben.
Wir haben aber vor allem etwas ganz Grundlegendes geschaffen.
Die Energiebranche fordert seit 2011 einen Kapazitätsmarkt, weil seit 2011 bekannt ist, dass mit einem zunehmenden
Ausbau erneuerbarer Energien – noch einmal: er ist politisch gewollt; wir setzen ihn fort, er wird unterstützt
– Dunkelflauten durch Kraftwerke ausgeglichen werden müssen.
Dafür braucht es einen Kapazitätsmarkt, weil das Zurverfügungstellen gesicherter Leistung eine Intensivierung und eine Absicherung erfordert.
Seit 2011 ist nichts passiert. Wir haben es geschafft, mit der EU-Kommission einen Rahmen zu verhandeln.
Wir haben es geschafft, die Kommission davon zu überzeugen, dass wir einen ausgeprägten Kapazitätsmarkt brauchen werden.
Und wir haben es geschafft, dass dieser jetzt tatsächlich kommt und seinen Beitrag leistet, sodass nicht nur Gaskraftwerke,
sondern am Ende ab 2027 und 2029 auch Batteriespeicher,
bestehende Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen und andere Speicher in einem Kapazitätsmarkt Leistungen anbieten können,
um gemeinschaftlich durch einen großen technologieoffenen Kapazitätsmarkt für Versorgungssicherheit in unserem Land zu sorgen.
Das ist wichtig, das ist notwendig, um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten.
Vielen Dank.
Der Beitrag Frau Ministerin Reiche Rede am 11.6.26 in Deutschen Bundestag und die Kunst unvereinbares als vereinbar klingen zu lassen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Insider entlarvt den korrupten Klimatismus (Anika Sweetland)
Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag ist recht lang, aber eine wunderbare Zusammenfassung des gesamten Problems. Sämtliche Text enthaltende Graphiken sind mit Google Translate übersetzt. Dabei treten mitunter haarsträubende Fehler auf, die innerhalb der Graphik aber nicht korrigiert werden können (jedenfalls weiß ich nicht, wie das geht). Des Verständnisses halber habe ich aber über diesen Mangel hinweg gesehen. – Alle Hervorhebungen im Original. – Ende Vorbemerkung
Auf dem World Prosperity Forum in Zürich – das parallel zum Weltwirtschaftsforum in Davos stattfindet – hält die Klimawissenschaftlerin Anika Sweetland eine provokante und sehr persönliche Rede, welche die Grundlagen der modernen Klimadoktrin infrage stellt.
Ausgehend von ihrer eigenen Ausbildung und Berufserfahrung schildert Sweetland, wie die Ausbildung in den Klimawissenschaften eher Angst, Verzweiflung und einen unhinterfragten Konsens förderte als offene wissenschaftliche Forschung. Sie argumentiert, dass Generationen von Studierenden mit alarmistischen Narrativen indoktriniert worden sind, welche die Klimageschichte verzerren, Debatten unterdrücken und eine umfassende politische und wirtschaftliche Kontrolle rechtfertigen.
In dieser Rede spricht sie Folgendes an:
♦ Die psychologischen Auswirkungen der Klimapanik auf Kinder und Schüler
♦ Von den Medien geprägte Klimanarrative und sich wandelnde Weltuntergangsprognosen
♦ Historische Klimazyklen, Ozeandynamik und orbitale Kräfte
♦ Die Rolle internationaler Institutionen und die Machtkonzentration
♦ Warum Kohlendioxid als Bösewicht dargestellt wird – und warum sie diese Behauptung bestreitet
♦ Wie Klimapolitik, Finanzwesen und Regierungsführung eng miteinander verflochten sind
Dieser Vortrag, der als Gegenpol zu der in Davos propagierten zentralistischen, kollektivistischen Weltanschauung präsentiert wird, verkörpert die Mission des World Prosperity Forum: vorherrschende Narrative in Frage zu stellen, Souveränität zu verteidigen und eine offene Debatte über Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik wiederherzustellen. Für diejenigen, die lieber lesen möchten, folgt unten eine Transkription mit meinen Hervorhebungen und zusätzlichen Bildern.
Das Video ist unten verlinkt. Hier das Transskript:
Ich heiß Anika Sweetland und habe eine Ausbildung zur Klimawissenschaftlerin absolviert. Während meiner Zeit an einer Hochschule, die eigentlich als erstklassig galt, lernte ich, dass die Welt ein fragiles System am Rande des Zusammenbruchs ist und dass wir praktisch dem Untergang geweiht sind. Was mich von den meisten Klimawissenschaftlern unterscheidet ist Folgendes: Ich habe erkannt, dass ich indoktriniert wurde. Wenn ich mir heute meine alten Vorlesungsnotizen durchlese, sehe ich eine Lüge nach der anderen, die ein Bild zeichnen, das nicht existiert und niemals existieren wird. Ich war das Mädchen, das bei der Buchung eines Flugtickets das Kästchen ankreuzte, um zu sagen: Ja, ich bin bereit, einen höheren Preis zu zahlen, um diese Transaktion umweltfreundlich zu gestalten und meine CO₂-Emissionen auszugleichen.
Fluggesellschaften, die Eisbären retten – da bin ich dabei. Aber natürlich
lautete der Konsens immer gleich: Ich konnte nichts
tun, um die Klimakrise zu lösen.
Lassen Sie mich Ihnen also meinen Weg schildern – von einer Wissenschaftlerin in völliger Verzweiflung bis hin zu der Frau, die heute hier vor Ihnen steht, gestärkt durch die Wahrheit. Heute werde ich Ihnen von den Realitäten der Klimabildung berichten; beginnen wir also am Anfang des Klimakarussells: der Indoktrinierung von Schulkindern. Ist Ihnen bewusst, dass die angeblichen Folgen des Klimawandels tatsächlich denen eines Krieges ähneln? Die Welt eines Kindes ist von Natur aus instabil; schließlich sind ihre Leben durch den extremen Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse gefährdet. Aber genau das vermitteln wir unseren Kindern: dass die Welt, in der sie leben, keine sichere und stabile Umgebung mehr ist, dass Ökosysteme zusammenbrechen und ihre Welt in Flammen steht. Das ist ein Skandal – man hat ihnen versprochen, dass dies die Wahrheit sei, und wenn sie diese Darstellung hinterfragen, schreibt die Schule an ihre Eltern; eine Debatte ist nicht erlaubt. Mein ganzes Leben lang wurde mir erzählt, dass uns in Form des Klimawandels der Untergang bevorsteht. Es war jeden Tag in den Nachrichten, meine Lehrer haben mich darüber unterrichtet, meine Freunde haben darüber gesprochen, es gab sogar Studiengänge dazu.
Man kann mir verzeihen, dass ich das geglaubt habe. Warum sollte man nicht glauben, was einem die Lehrer erzählen? In jungen Jahren sind sie die höchste Autorität. Aber der wichtigste Punkt ist folgender: Es geht um die Auswirkungen, die das auf unsere Kinder hat.
Sie machen unseren Kindern mit diesen grauenhaften Geschichten Angst, sie prägen sie so, dass sie sich machtlos fühlen, weil sie nichts dagegen tun können, und sie formen sie so, dass sie desillusioniert und wütend sind, weil die sogenannten Verantwortlichen offenbar auch nichts dagegen unternehmen. So entstehen die Greta Thunbergs dieser Welt – dieses Mädchen glaubt wirklich, dass ihre Welt brennt. Stellen Sie sich mal kurz vor, wie es sich wirklich anfühlt, das zu glauben.
Ich ging 1999 zur Schule, und diese neue Bedrohung durch die globale Erwärmung löste bei mir Angstgefühle aus; damals wurde bei drei Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter eine Angststörung diagnostiziert. Bis 2023 war dieser Anteil über 20 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter gestiegen, bei denen eine Angststörung diagnostiziert wurde. Das ist kein Zufall – die psychologischen Auswirkungen dieser Geschichte beeinträchtigen die psychische Gesundheit der Kinder massiv, und das ist schlichtweg inakzeptabel.
Es ist falsch, es ist gesellschaftlich unverantwortlich, und in dem Moment, in dem sie versuchen, meinem Kind diese Geschichte aufzudrängen, nun, lassen Sie mich das ganz klar sagen: Die Hölle kennt keine Wut wie die einer Mutter, welche die Wahrheit kennt und zudem eine Klimaexpertin ist. Die Hölle wird nicht genug Wut haben, und deshalb bin ich wütend, denn ich habe das System von innen gesehen, und was ich an der Universität vorfand, war keine Debatte, sondern ein Drehbuch. Wenn ich den Klimawandel also als Narrativ bezeichne, bin ich nicht provokativ, sondern präzise.
Wenn man schnell prüfen will, ob etwas fundierte Wissenschaft oder Unsinn ist, achte man einfach auf Konsistenz – und genau diese Konsistenz fehlt hier. Erstens ändert sich die Geschichte ständig. Wäre es eine echte Geschichte, würden die grundlegenden Fakten wohl gleich bleiben, doch in den 60er- und 70er-Jahren sagten die meisten Wissenschaftler eine globale Erwärmung voraus; wenn man jedoch die Zeitungen las, hätte man meinen können, wir stürzten geradewegs in eine Eiszeit.
1974 titelte die „Radio Times“: „Die Eiszeit naht.“ Die amerikanischen Medien zogen nach. Jedes kalte Wetterereignis wurde als Beweis dafür verkauft, dass eine Eiszeit bevorstand. Kommt Ihnen das bekannt vor? Das sollte es auch. So funktionieren die Medien auch heute noch. Eine Überschwemmung, eine Hitzewelle, ein Sturm – völlig normales Wetter – wird auf die Titelseite gebracht, als beispiellos bezeichnet und dem Klimawandel angelastet. Das alltägliche Wetter wird als existenzielle Krise umgedeutet. Mein Punkt ist folgender: Es waren nie Wissenschaftler, die der Welt verkündeten, dass eine Eiszeit bevorstehe, sondern die Medien mit ihren ausgewählten Experten. Aber warum? Schauen wir genauer hin.
Newsweek warnte, dass die Regierungen auf klimabedingte Nahrungsmittelknappheit nicht vorbereitet seien, dass die Planer die klimatische Unsicherheit ignorierten und dass eine Verzögerung die bevorstehende Krise unbewältigbar machen würde. Das war nicht nur Wetterberichterstattung, es war ein Drehbuch, um Panik vor Hunger und globaler Instabilität zu schüren; sie ziehen den Hebel für Mitgefühl, für das Leid in ärmeren Ländern, und noch heute sehen wir Bilder von überfluteten Dörfern, Ernteausfällen, verzweifelten Familien – allesamt als Beweis für eine Klimakatastrophe und als Rechtfertigung für umfassende politische Maßnahmen präsentiert, für dringende Maßnahmen, ohne Zeit, die Folgen abzuwägen.
1988 fand eine Umdeutung statt. Die Schlagzeile der New York Times lautete: „Die globale Erwärmung hat begonnen, sagt Experte vor dem Senat.“ Ich habe diesen Artikel gelesen: Die Beweislage stützt sich auf fünf Monate mit leicht überdurchschnittlichen Temperaturen, doch in der Klimawissenschaft dauert es 30 Jahre, bis sich ein Trend festigt – nicht nur eine Saison. Noch schlimmer war die gewählte Referenzperiode: 1950 bis 1980. Das ist genau die Abkühlungsphase, die sie gerade noch genutzt hatten, um „Eiszeit“ zu schreien.
Das ist ein klassischer Fall von Datenmanipulation: Man nimmt einen kalten Bezugspunkt, und alles danach wird ungewöhnlich warm erscheinen. Das war niemals Wissenschaft, es gab niemals einen Trend zur globalen Erwärmung, es waren manipulierte Daten, um eine Geschichte zu erzählen. Die Eiszeit kam nie – die erste falsche Vorhersage –, aber die Geschichte von der Eiszeit hat ihren Zweck erfüllt.
Den Medien gelang es, eine Generation ängstlicher Gläubiger zu schaffen. In einer Rede vor der Royal Society im Jahr 1988 sprach Margaret Thatcher über die Angst, die die Menschen empfanden – die Angst, dass der Mensch eine globale Wärmefalle schaffe, die zu klimatischer Instabilität führen könnte. Diese Angst wurde von einer Nichtregierungsorganisation geschürt, der National Academy of Sciences, die versprach, die Erwärmung würde im Laufe des nächsten Jahrhunderts zu einem Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Fuß führen [3 Fuß ≈ 90 cm. A. d. Übers.].
Im Jahr darauf gab eine andere Nichtregierungsorganisation, die UNO, öffentlich bekannt, dass bis 2020 ganze Nationen aufgrund des durch den Klimawandel verursachten Anstiegs des Meeresspiegels von der Erde verschwinden würden. Nun, wir sind doch immer noch hier, oder? Zweite falsche Vorhersage: Von diesem Anstieg des Meeresspiegels ist nichts eingetreten, und es ist genau die gleiche Geschichte, die sie heute predigen. Ein extremer Anstieg des Meeresspiegels und Klimaflüchtlinge sind nichts als ein Mythos, der dazu dient, den Menschen Angst einzujagen, damit sie die politischen Maßnahmen akzeptieren, die bereits in den Startlöchern stehen.
Dies ist der erste Grund dafür, dass die Geschichte vom vom Menschen verursachten Klimawandel nichts weiter ist als eine Weltuntergangsgeschichte, die sich seit 60 Jahren immer weiter entwickelt. Denken Sie einmal darüber nach. Es handelte sich wohl um zwei der mächtigsten Organisationen der Welt. Sie hatten 25 Jahre lang Zugang zu Satellitendaten, den besten Wissenschaftlern, der weltweit umfassendsten Datenanalyse und zudem die Mainstream-Medien direkt zur Verfügung. War es wirklich ein Zufall, dass ihre Vorhersage nie eingetroffen ist? Wir wissen heute, dass sie über Satelliten hätten wissen müssen, dass der Meeresspiegel stets stetig um 1,2 Zoll [ca. 3 cm] pro Jahrzehnt stieg, genau wie heute. Außerdem bringt dieser Meeresspiegelanstieg tatsächlich Sedimente mit sich und vergrößert gleichzeitig die Landmasse, wodurch es unmöglich ist, dass Inseln aufgrund des Meeresspiegelanstiegs versinken.
Da es sich jedoch nie um eine wahre Geschichte handelte, interessierten sie sich nie für die tatsächlichen Daten. Sie konnten deutlich erkennen, dass es keinen ungewöhnlichen Anstieg des Meeresspiegels gab, doch sie entschieden sich bewusst dafür, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und ihren betrügerischen Plan in die Tat umzusetzen. Sie rieten der Weltorganisation für Meteorologie, einer weiteren Nichtregierungsorganisation, zur Gründung des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel.
Und jetzt kommt der spannende Teil. Der IPCC ist strukturell identisch mit dem Modell einer Ein-Welt-Regierung, das mir während meines Studiums als normgebende Lösung für den Klimawandel präsentiert worden war. Meine Professoren für globale Governance versicherten mir, dass ein globales Problem eine Ein-Welt-Regierung erfordere, um es zu lösen, und ich gebe zu: Ich glaubte ihnen. Ich respektierte meine Professoren. Die meisten von ihnen waren Autoren, die in angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht hatten, und mir wurde eine erstklassige Ausbildung versprochen.
Aber das Tragische daran ist: Sie haben nie Wissenschaftler ausgebildet.
Sie haben Sozialisten ausgebildet, um ihre Agenda durchzusetzen.
Und mir ist schon seit einiger Zeit klar, dass es nie ein Problem mit unserem Klimasystem gegeben hat, sondern dass dies nur ein Vorwand war, um Macht zu erlangen und Kontrolle auszuüben. Willkommen in der einzigen Krise, in der ihre Lösung immer die gleiche ist: mehr Kontrolle, mehr Steuern und weniger Debatte.
Lassen Sie mich verdeutlichen, wie der IPCC davon profitiert, Generationen von Klimawandel-Gläubigen zu erhalten und zu schaffen. Zunächst einmal stehen sie an der Spitze des Klimawandel-Establishments, und wenn ich von Establishment spreche, meine ich damit einfach ein stabiles Netzwerk von Institutionen, welche die Dringlichkeit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung finanzieren, legitimieren und publik machen. Die Klimafinanzierung erreichte 2023 einen Rekordwert von 1,9 Billionen Dollar, und im letzten Jahr wurden Rekordinvestitionen in Höhe von 2,2 Billionen Dollar in saubere Energie getätigt.
Das sind mehr als 4 Billionen Dollar in nur wenigen Jahren. Überlegen Sie einmal, wer hier die Hauptgewinner sind. Es sind die nicht gewählten Funktionäre an der Spitze der IPCC-Hierarchie. Das sind die Leute, die den globalen Übergang zu sauberer Energie verkaufen, aufbauen, finanzieren und zertifizieren. Sie verdienen Milliarden.
Die finanziellen Opfer – UK ist ein Opfer.
Unsere Wirtschaft steht nach 30 Jahren als wichtiger Unterzeichner internationaler Klimaabkommen am Rande einer Rezession. Was haben wir davon? Nicht nur sind unsere Energiekosten die höchsten in der entwickelten Welt, sondern die Wirtschaft außerhalb Londons ähnelt eher der Bulgariens als der Deutschlands. Heute sind die 18- bis 30-Jährigen die erste Generation, die weniger verdient als ihre Eltern. Wir werden ärmer, sowohl relativ als auch absolut. Meine Landsleute leiden, und das macht mich ebenfalls wütend. Wegen der Klimapolitik, weil der IPCC das so sagt, dürfen wir unsere eigenen Gasfelder nicht erschließen, was uns in Zukunft vollständig von fremdem Gas abhängig machen wird.
Wir verfügen über das qualitativ hochwertigste Gas der Welt, und dessen Exploration wurde gerade für illegal erklärt. Bei bestehenden Projekten werden den Unternehmen aufgrund unnötiger Klimasteuern von jedem verdienten Dollar bis zu 78 Cent abgezogen. Schauen wir uns einmal ganz genau an, wie viel Macht sich der IPCC selbst verschafft hat. Er fungiert als globaler Motor für die Risikoverteilung. Er bestimmt, welche Technologien Subventionen verlieren, welche Aktivitäten gesetzlich eingeschränkt werden und welche Investitionen gefördert oder blockiert werden.
In Großbritannien gibt es nur noch vier Ölraffinerien. Diese sind die Grundbausteine der modernen Industriegesellschaft, aber kein Unternehmen, das hierherkommt, wird Gewinn erzielen, weil die Steuern zu hoch sind. Der IPCC macht uns ärmer, sowohl als Nationen als auch als Einzelpersonen. Die jüngsten Stromausfälle in ganz Europa sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die dystopische Zukunft, die uns erwartet.
Solange sie uns weiterhin weismachen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel das Leben, wie wir es kennen, beenden wird, werden wir weiterhin Billionen von Dollar in ihre Organisation pumpen, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen. Was können wir also tun? Zunächst einmal glaube ich, dass der Durchschnittsbürger durchaus in der Lage ist, eine Situation so zu sehen, wie sie wirklich ist. Also bitte, hört gut zu, während ich versuche, den Mythos des vom Menschen verursachten Klimawandels ein für alle Mal zu widerlegen.
Ich habe Sie jetzt in Atem gehalten, das ist gut so. Sie sind immer noch dabei. Lassen Sie uns den ersten Mythos entlarven: Mehr Kohlendioxid führt zu einer Erwärmung des Planeten. Hier ist die Wahrheit. Eine aktuelle Studie von wohl zwei der weltweit führenden Atmosphärenwissenschaftler, beide emeritierte Professoren, einer vom MIT, einer von Princeton – ich meine, diese Leute meinen es ernst. Sie haben gezeigt, dass es eine Grenze für die Wärmemenge gibt, die von Kohlendioxid gespeichert werden kann, und sie nennen dies den Sättigungspunkt. Wir haben bereits 99 % des Sättigungspunkts erreicht. Relativ gesehen wird die globale Temperatur nicht steigen, egal wie viel Kohlendioxid wir in die Luft pumpen. Das ist nichts als ein Trugschluss. Joe Rogan hatte kürzlich diese Autoren in seinem Podcast zu Gast, Dr. Linzen und Dr. Happer. Auch Joe Rogan möchte, dass die Leute aufhören, der Propaganda zu folgen.
Räumen wir nun mit dem zweiten Mythos auf, nämlich dass Kohlendioxid schlecht für den Planeten sei. Raten Sie mal, was? Kohlendioxid ist tatsächlich gut für den Planeten. Ja, genau, ich habe es gesagt – das ist die Wahrheit. Satellitendaten zeigen, dass das Pflanzenwachstum in den letzten 35 Jahren aufgrund des erhöhten Kohlendioxidgehalts deutlich zugenommen hat. Die NASA hat allein zwischen 2000 und 2020 eine 10-prozentige Ergrünung der Erde gemessen. Und das, obwohl mir an der Universität beigebracht worden war, dass Bäume aufgrund des Klimawandels verhungern würden.
Sie haben das Wort „verhungern“ bewusst verwendet, um eine emotionale Reaktion hervorzurufen. Tatsächlich ist es so: Wenn mehr Kohlendioxid vorhanden ist, wachsen Pflanzen nicht nur schneller, sondern verbrauchen auch weniger Wasser. Das wissen wir, weil in kommerziellen Gewächshäusern der Kohlendioxidgehalt auf 1400 ppm erhöht wird, weil die Pflanzen dann am besten wachsen. Das nennt man Kohlendioxidanreicherung. Kohlendioxid bereichert die Erde.
Und der dritte Mythos: Kohlendioxid stehe in direktem Zusammenhang mit der Temperatur. Al Gore war derjenige, der Kohlendioxid verteufelt hat, und er sagte, der Kohlendioxidgehalt sei so hoch wie nie zuvor. Das ist nur eine weitere Lüge. Tatsächlich ist der Wert so niedrig wie nie zuvor in den letzten 320 Millionen Jahren. Nicht nur das, sondern einige der höchsten Kohlendioxidwerte traten während einer Eiszeit vor 340 Millionen Jahren auf, was nur beweist, dass Kohlendioxid und Temperatur keinerlei direkten Zusammenhang haben.
Natürlich wurde mir in meiner Ausbildung beigebracht, dass Kohlendioxid und dessen Anstieg oder Rückgang alles, was in unserer Klimageschichte geschah, durch eine Art Rückkopplungsschleife oder Zeitverzögerungs-Prozess erklären könnte. Und genau darauf basiert ihre gesamte Argumentation: Je mehr Kohlendioxid wir in die Atmosphäre abgeben, desto stärker steigt die Temperatur. Die wichtigste Erkenntnis, die wir heute daraus ziehen können ist, dass dies eine Lüge ist. Die Wahrheit ist, dass die Erde einfach immer grüner wird und wir einfach nicht wissen, warum sich das Klima tatsächlich verändert. Tatsächlich sind wir alle komplett einer Gehirnwäsche unterzogen worden, um dies niemals in Frage zu stellen.
Warum also steht das IPCC in einem Interessenkonflikt mit der Wahrheit? Lassen Sie uns genau verstehen, wie viel Macht diese nicht gewählte, undemokratische, nicht rechenschaftspflichtige Nichtregierungsorganisation mit ihren Lügen schützt. Das IPCC erstellt Gutachten, die 195 Regierungen weltweit als maßgebliche Referenz für die Klimapolitik nutzen. Sie verwenden IPCC-Szenarien, um Emissionsziele festzulegen und CO₂-Budgets zu rechtfertigen. Wenn Länder Entschädigungen oder Klimahilfe fordern, berufen sie sich auf die Risikobewertungen des IPCC.
Die Prognosen des IPCC legen fest, welche Regionen gefährdet sind und wohin daher die Gelder fließen. Und was man Ihnen unbedingt verheimlichen will ist, dass die größte Hebelwirkung auf den Finanzmärkten liegt. Die IPCC-Szenarien werden in ESG-Bewertungsrahmen, bei Klimastresstests für Banken, in Versicherungs-Risikomodellen, bei Klimarisiko-Bewertungen der Zentralbanken und in Kriterien für die Investitionsprüfung herangezogen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Fähigkeit eines Unternehmens, Zugang zu Kapital zu erhalten, zunehmend davon abhängt, ob sein Geschäftsmodell mit den vom IPCC abgeleiteten Pfaden im Einklang steht.
Sie haben nicht nur ein Monopol auf den Erfolg ganzer Länder, sondern auch auf individuelle Geschäftsinteressen. Tatsächlich stehen ihre Prognosen mittlerweile über Politik, Regulierung, Infrastruktur und Wirtschaftsstruktur. Und genau das ist der Grund, warum sie so viel Macht haben. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern antidemokratisch. Ich habe sie nie gewählt, damit sie diese Entscheidungen treffen. Das sind Menschen, die von der Wählerschaft nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, und das ist eine inakzeptable Struktur. Es ist eine sozialistische, globalistische Agenda, die direkt vor unserer Nase umgesetzt wurde. Und sie ist das Ebenbild des Rahmens für eine Ein-Welt-Regierung, der mir in meiner Ausbildung vermittelt wurde.
Das sagt natürlich Steven Koonin. Auch hier keine Möglichkeit, den Fehler innerhalb der Graphik zu eliminieren. A. d. Übers.
Da sich also die ganze Welt auf ihre Prognosen verlässt und Billionen von Dollar auf dem Spiel stehen, sollte man meinen, dass die Genauigkeit dieser Prognosen für sie oberste Priorität haben müsste. Deshalb sagen die Anhänger: „Schaut euch die Daten an, man kann die Daten nicht ignorieren.“ Nun, Spoiler-Alarm: Die Daten sind manipuliert, genau wie schon immer, genau wie meine Lehrbücher, genau wie meine Vorlesungsskripte – das Ganze ist reine Indoktrination.
Und hier ist der Beweis. Hacker haben E-Mails von Autoren des IPCC-Sachstandsberichts veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass diese offen darüber sprachen, wie sie die tatsächlichen Daten löschten und manipulierten, weil diese nicht ganz zu ihrer Weltuntergangs-Story passten.
Und ich zitiere: „Ich werde vielleicht die letzten paar Punkte der gefilterten Kurve weglassen, da sie abfällt. Sie brauchten einen Aufwärtstrend, damit sie zu ihren früheren Prognosen passt.“ In einer anderen E-Mail heißt es: „Ich habe gerade Mikes ‚Nature-Trick‘ angewendet, um den Rückgang zu verbergen.“ Das sind echte E-Mails zwischen den Autoren des IPCC-Berichts. Es gibt mehr als 2000 solcher E-Mails, die korruptes Verhalten belegen, und sie sind bis heute die Hauptautoren. Sie sind nicht gewählt, korrupt und stehen in einem Interessenkonflikt mit der Wahrheit. Ausgaben in Höhe von Billionen Dollar beruhen auf erfundenem Unsinn.
In UK werden wir vor Gericht gebracht, wenn wir unseren Staatshaushalt nicht zu ihrer Zufriedenheit aufteilen. Zuletzt wurden wir vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht, weil wir uns nicht angemessen auf extreme Hitze und Überschwemmungen vorbereitet haben. Und dies, so sagen sie, verletze grundlegende Menschenrechte, weil wir die Menschen nicht vor dem vom Menschen verursachten Klimawandel schützen. Das ist ein Skandal. Was können wir also tun? Es ist an der Zeit, unsere Souveränität zurückzugewinnen.
Und das tun wir, indem wir alle Vereinbarungen offiziell aufkündigen, die vom Klima-Establishment bestimmt werden, das Klimaschutzgesetz aufheben, aus dem Kyoto-Protokoll austreten, aus der UNFCCC austreten und aus dem Pariser Abkommen austreten. Amerika hat sich diesen Monat aus allen Strukturen der Vereinten Nationen zurückgezogen. Es ist an der Zeit, dass der Rest der Welt diesem Beispiel folgt.
Ich höre schon die Einwände, aber wenn wir nicht handeln, sind wir dann nicht dem Untergang geweiht? Als Klimawissenschaftler möchte ich Ihnen versichern: Das Klima soll sich ändern, und zwar drastisch. Das ist ganz einfach sein natürlicher Zustand, und genau das macht die Erde aus. Wir befinden uns in einer natürlichen Erwärmungsphase, die als Holozän bezeichnet wird. Wir befinden uns noch immer im Ausklang der Kleinen Eiszeit, die zwischen 1400 und 1900 stattfand. Das Klima unserer Erde wird in 1500-Jahres-Zyklen wärmer und kühler. Es gibt auch ein Ozeanströmungsmuster namens El-Niño-Southern-Oscillation (ENSO), das enorme Temperaturschwankungen verursacht. Der größte Teil der globalen Erwärmung wird tatsächlich durch Veränderungen der Meeresströmungen verursacht. Andere Veränderungen werden durch orbitale Einflüsse, die sogenannten Milankovitch-Zyklen, angetrieben. Diese Zyklen verändern die Position unseres Planeten relativ zur Sonne und führen historisch gesehen alle 100.000 Jahre zu einer Eiszeit. Daran ist nichts vom Menschen verursacht. Es gibt nur einen natürlichen Klimawandel.
Doch die Ausbildung von Experten, denen die Welt Gehör schenkt und die ihre Agenda umsetzen, ist ein entscheidender Bestandteil der Strategie des IPCC, die Kontrolle zu behalten. Nun, ich bin Klimawissenschaftler. Ich bin ein Experte. Also hört mir zu. Der gesamte Unterricht über vom Menschen verursachten Klimawandel an Schulen muss eingestellt werden. Das ist keine Wissenschaft. Es ist ein Konsens, der sich stark von objektiven wissenschaftlichen Fakten unterscheidet.
Bringt ihnen etwas über natürliche Klimaveränderungen bei. Bringt ihnen etwas über die Milankovitch-Zyklen und El Niño bei. Bringt ihnen nicht die Lügen bei, die ich gerade widerlegt habe. Ich möchte nicht, dass mein Kind eine Ideologie verinnerlicht. Ich möchte, dass es eine fundierte Bildung erhält. Die nächste Generation muss klug sein. Und damit das geschieht, muss sie sachliche Informationen vermittelt bekommen.
An alle da draußen, die sich wegen des Klimawandels jemals schuldig oder ängstlich gefühlt haben: Ich möchte euch versichern, dass ihr nicht das Problem seid. Wir werden jeden Tag von den Medien einer Gehirnwäsche unterzogen. Wir werden jeden Tag belogen. Und wenn wir das hinterfragen, sagt man uns, wir seien verrückt. Man sagt uns, wir würden die Realität leugnen, weil das Klima-Establishment Angst hat.
Sie werden euch sagen, dass ich die Extremistin bin, weil ich nicht glaube, dass die Welt in Flammen steht. Sie werden alles tun, um uns Angst zu machen. Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter, brennt, kocht – um die Kontrolle zu behalten, uns mit regulatorischen Auflagen einzuschränken und uns vor ihren Gerichten zur Rechenschaft zu ziehen, wenn wir unsere Steuergelder falsch ausgeben.
Das Klima-Establishment hat sich intelligente Menschen zum Ziel genommen, welche die Umwelt aufrichtig liebten. Sie haben uns eingetrichtert, die Erde würde sterben und stünde kurz vor dem Zusammenbruch. Und ich habe es geglaubt. Das ist keine Dummheit. Das ist Indoktrination. Denn meine Universitätsdozenten, die ich respektierte, und die Institution der Universität selbst versicherten mir, dies sei die neueste Spitzenforschung.
Ich meine, ich denke, ich will an dieser Stelle mein Geld zurück. Sie haben euch gesagt, es sei entschieden. Sie haben euch gesagt, es sei dringend. Sie haben euch gesagt, ihr sollt euch fügen. Nun, ich habe euch gesagt, was sie euch verschwiegen haben. Das Klima ändert sich immer. Der Mensch könnte das Klimasystem nicht beeinflussen, selbst wenn er es wollte. Kohlendioxid ist gut für den Planeten und wird die Temperatur nicht erhöhen. Und sowohl Kinder als auch Studenten werden einer Gehirnwäsche unterzogen, um blindlings ihre Agenda um- und durchzusetzen.
Nun, ich bin keine Marionette. Was mich betrifft: Wer mich einmal täuscht, soll sich schämen; wer mich zweimal täuscht, sollte ich selbst mich schämen. Die Entscheidung, was Sie glauben wollen, liegt nun bei Ihnen. Aber das Establishment sollte sich fürchten, denn ich bin eine Klimawissenschaftlerin, welche die Wahrheit kennt. Danke. Vielen herzlichen Dank. Ich möchte mich auch ganz herzlich beim Heartland Institute dafür bedanken, dass ich beim ersten World Prosperity Forum hier in Zürich sprechen durfte.
Hier das 34-Minuten-Video der Rede:
Link: https://rclutz.com/2026/04/03/insider-exposes-corrupt-climatism-anika-sweetland/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Insider entlarvt den korrupten Klimatismus (Anika Sweetland) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Amerikas Energiezukunft wird in wenig beachteten Wahlen zur Energiekommission entschieden.
WuWT, Von Elizabeth Gianini
Die meisten Amerikaner könnten kein einziges Mitglied der staatlichen Regulierungsbehörde für öffentliche Dienstleistungen oder Versorgungsunternehmen (PSC/PUC) nennen.
Radikale Klimaaktivisten setzen darauf.
Im ganzen Land investieren radikale Klimaaktivisten und linke Umweltorganisationen Millionen von Dollar in wenig beachtete Wahlkämpfe um Sitze in der Energiekommission, weil sie etwas verstehen, was viele Wähler nicht verstehen:
- Diese Kommissionen beeinflussen zunehmend die Zukunft des amerikanischen Stromnetzes.
Diese Regulierungsbehörden entscheiden darüber, wie Strom erzeugt wird, wie die Übertragungsinfrastruktur gebaut wird, wie schnell Kraftwerke stillgelegt werden, wie neue Ressourcen in das Stromnetz integriert werden und letztendlich, wie viel die Amerikaner für Strom bezahlen und ob die Lichter anbleiben, wenn das System überlastet ist.
In Georgia investierten radikale Klimaaktivisten massiv in die Wahlen zur Public Service Commission (PSC) im Jahr 2025 und trugen so zur Niederlage republikanischer Kommissare bei, die eine umfassende Energiestrategie befürworteten. In Arizona gewannen von Aktivisten unterstützte Kandidaten die Wahlen zu den Energieversorgern, indem sie sich für die beschleunigte Stilllegung von Kraftwerken mit bedarfsgerechter Stromerzeugung einsetzten. Ähnliche Bestrebungen zeichnen sich bereits in anderen Bundesstaaten ab.
Diese Organisationen wissen, dass die Regulierungsbehörden der Energieversorger eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Energieinfrastruktur, der Versorgungssicherheit und bei Investitionsentscheidungen innerhalb der von ihren Bundesstaaten festgelegten rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen spielen. Da es in Washington immer schwieriger wird, nationale Energiedebatten zu gewinnen, haben radikale linke Umweltaktivisten ihren Fokus auf die Regulierungsfragen der Bundesstaaten gerichtet, wo diese Entscheidungen oft diskutiert und umgesetzt werden.
Das Irreführende an dieser Debatte ist, dass Aktivisten sie als Wahl zwischen erneuerbarer Energie und der weiterhin notwendigen, bedarfsgerechten Stromerzeugung darstellen, um ein zuverlässiges, bezahlbares und widerstandsfähiges Stromnetz zu gewährleisten.
[Wer genau hinschaut, kann die Gier der Aktivisten nach Profite durch Abgreifen Subventionen erkennen, egal ob es den Bürgern etwas nutzt oder nicht – der Übersetzer]
Das ist es nicht.
Die meisten republikanischen Kommissare der PSC und PUC befürworten eine umfassende Energiestrategie. Sie erkennen an, dass die Deckung des steigenden Energiebedarfs der USA bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit Beiträge aus praktisch allen verfügbaren Energiequellen erfordert.
Was sie ablehnen, ist die Illusion, dass Amerika die bedarfsgerechte Stromerzeugung schnell abschaffen kann, bevor Ersatztechnologien in der Lage sind, das gleiche Maß an Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit und Bezahlbarkeit zu bieten.
Viele radikale Klimaaktivisten haben ihre Botschaft von Klimazielen auf bezahlbaren Strom verlagert. Bezahlbarer Strom bedeutet wenig, wenn die Politik die Zuverlässigkeit zugunsten politischer Zeitpläne opfert.
Keine bedeutende Industrienation hat bisher bewiesen, dass ein stark auf erneuerbare Energien angewiesenes Stromsystem in großem Maßstab mit gleichbleibender Zuverlässigkeit und erschwinglichen Verbraucherkosten ohne substanzielle, abrufbare Reserveerzeugung funktionieren kann.
Gleichzeitig steigt der Strombedarf rasant an. Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, die heimische Produktion und die Elektrifizierung führen zum größten Anstieg des Strombedarfs in Amerika seit Jahrzehnten.
Das Versprechen der Trump-Administration zum Schutz der Stromkunden spiegelt ein einfaches Prinzip wider: Große KI- und Rechenzentrumskunden sollten ihren fairen Anteil an den mit ihrem Wachstum verbundenen Erzeugungs-, Übertragungs- und Infrastrukturkosten tragen, anstatt diese Kosten auf Familien, kleine Unternehmen und bestehende Stromkunden abzuwälzen.
Das amerikanische Stromnetz stand bereits vor einem enormen Modernisierungsbedarf. Die Übertragungssysteme sind veraltet. Die Kraftwerksparks entwickeln sich weiter.
Der Ausbau „Künstlicher Intelligenz“ verstärkt die Dringlichkeit dieser Investitionen. Sie hat die zugrundeliegende Herausforderung nicht geschaffen.
Es wird erwartet, dass die Energieversorger in den nächsten fünf Jahren rund 1,4 Billionen Dollar für die Modernisierung des Stromnetzes, den Ersatz veralteter Infrastruktur, die Stärkung der Systeme gegen extreme Wetterbedingungen und den Ausbau der Kapazitäten ausgeben werden.
Die jüngsten Maßnahmen des Energieministeriums zur Sicherung der bedarfsgerechten Stromerzeugung spiegeln die wachsende Erkenntnis wider, dass Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit zentrale Aspekte der amerikanischen Energiewende bleiben müssen. Die Herausforderung besteht nicht allein im Bau neuer Ressourcen. Es geht vielmehr darum, die Zuverlässigkeit des Stromnetzes in Zeiten von Spitzenlast, extremen Wetterbedingungen und anderen netzbelastenden Ereignissen zu gewährleisten.
Die eigentliche Herausforderung besteht nicht in der Wahl zwischen erneuerbaren und konventionellen Energien. Vielmehr geht es darum, ein zuverlässiges, bezahlbares, widerstandsfähiges und skalierbares System aufzubauen, das langfristiges Wirtschaftswachstum unterstützt, gleichzeitig größeren Störungen standhält und die Stromversorgung schnell wiederherstellt, wenn die Amerikaner sie am dringendsten benötigen.
Das Gegenteil vorzutäuschen, mag radikale Klimaaktivisten zufriedenstellen.
Das wird die Stromkosten nicht senken.
Es wird nicht dafür sorgen, dass die Lichter bei Hurrikanen, arktischen Kälteperioden oder extremen Hitzewellen anbleiben, wenn Millionen von Amerikanern auf Elektrizität nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern für ihre Sicherheit und ihr Überleben angewiesen sind.
Die jüngsten Erfolge in Georgia und Arizona haben radikale Klimaaktivisten und ihre Verbündeten bestärkt, die die Wahlen zu den staatlichen Energieversorgungs- und Regulierungsbehörden zunehmend als einige der wichtigsten Schlachtfelder in der amerikanischen Energiepolitik betrachten.
Republikaner, Wirtschaftsführer und Stromkunden sollten endlich aufmerksam werden. Die Entscheidungen dieser Kommissionen werden die Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft für Jahrzehnte prägen.
Elizabeth Gianini ist Präsidentin des Regulators RoundTable PAC.
Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.
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CO₂-Modelle scheitern
Cap Allon
In einer Studie aus dem Jahr 2025 untersuchten Kesten Green und Willie Soon, ob die CO₂-Modelle des IPCC Temperaturen vorhersagen können, für die sie nicht kalibriert worden sind.
Die Anpassung an vergangene Daten ist einfach. Ein Modell lässt sich so lange anpassen, bis es mit alten Daten übereinstimmt. Die Vorhersage für unbekannte Jahre ist schwieriger, muss doch das Modell denn zeigen, dass es die Zusammenhänge versteht, die zu beschreiben es vorgibt.
Green und Soon untersuchten die Landtemperaturen der nördlichen Hemisphäre unter Verwendung verschiedener Modellkonfigurationen. Die gängige Version berücksichtigte den anthropogenen Einfluss, der vor allem durch CO₂-Emissionen geprägt ist, sowie vulkanische Einflüsse und die vom IPCC bevorzugte Schätzung der Sonneneinstrahlung. Die alternativen Modelle ließen den anthropogenen Einfluss außer Acht und stützten sich stattdessen auf unabhängige Rekonstruktionen der Sonneneinstrahlung.
Sie untersuchten auch ausschließlich ländliche Messdaten. Messstationen in Städten werden durch Asphalt, Beton, Gebäude, Verkehr, Klimaanlagen und andere lokale Wärmequellen künstlich erwärmt. Ländliche Messstationen liefern ein unverfälschteres Bild (weniger städtische Verfälschungen).
Das Ergebnis war eindeutig. Die unabhängigen Solarmodelle schnitten in allen acht Testkombinationen besser ab als eine einfache Vergleichsgröße ohne Veränderungen. Die anthropogenen Modelle nach IPCC-Art taten dies nur in drei Fällen.
Für den entscheidenden Erwärmungszeitraum ab 1970 fielen die CO₂-basierten Modelle zu hoch aus. Ihre Vorhersagen lagen je nach verwendetem Modell und Temperaturaufzeichnung um 1,7 °C bis 2,5 °C über den gemessenen Temperaturen.
Die ausschließlich ländlichen Aufzeichnungen machen es schwieriger, das Ergebnis zu ignorieren, nicht einfacher. Diese Stationen sind weniger von Asphalt, Beton, Verkehr, Gebäuden und anderer lokaler städtischer Wärme beeinflusst. Wenn CO₂ der dominierende Treiber des allgemeinen Klimawandels ist, sollte das CO₂-Modell bei saubereren ländlichen Daten gut abschneiden.
Das tat es nicht. Die anthropogenen Modelle wiesen dort einige ihrer größten Fehler auf.
Die Studie stellt zudem die „statistische Anpassung“ in Frage. Ein Modell kann im Vergleich zu den Daten, auf denen es basiert, gut aussehen und dennoch versagen, wenn es darum geht, neue Daten vorherzusagen. Green und Soon stellten fest, dass eine bessere Anpassung nicht gleichbedeutend mit besseren Vorhersagen war. Im Durchschnitt war der Zusammenhang zwischen Anpassung und Vorhersagegenauigkeit negativ.
Der Öffentlichkeit wird suggeriert, Klimamodelle könnten uns sagen, was als Nächstes kommt.
Dieser Artikel zeigt, dass die CO₂-basierten Modelle in diesem Test kläglich versagt haben.
Green und Soon bezeichnen den Ansatz des IPCC als „Advocacy Research“ – Forschung, die darauf ausgelegt ist, eine bestimmte Hypothese zu stützen.
Link: https://electroverse.substack.com/p/western-australias-wheatbelt-breaks?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag CO₂-Modelle scheitern erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Kälte fordert neunmal mehr Todesopfer als Hitze – und sprengt die von der WHO prognostizierte Klimakrise
Die Einstufung des Klimawandels als Notfall für die öffentliche Gesundheit durch die WHO hat ein Problem: Sie steht im Widerspruch zu den Fakten.
Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus der COVID-Ära hervorgegangen war und ihre Glaubwürdigkeit zunehmend auf dem Prüfstand steht, versucht sie nun, den Klimawandel als Notfall für die öffentliche Gesundheit neu zu definieren. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]
Der jüngste Vorstoß geht von einer Sonderkommission aus, die darauf drängt, den Klimawandel in Europa als internationale Gesundheitskrise zu behandeln, die dringendes Handeln erfordert.
Die Sprache kommt uns bekannt vor. Man warnt uns vor katastrophalen Risiken, eskalierenden Notlagen und wachsenden Gefahren für das Wohlergehen der Menschen.
Das Ziel ist klar: Es soll ein Gefühl der Dringlichkeit geschaffen werden, das ein stärkeres politisches Eingreifen und eine intensivere internationale Zusammenarbeit rechtfertigt.
Wenn wir jedoch einen Schritt zurücktreten und die Fakten betrachten, ergibt sich ein ganz anderes Bild.
Die wichtigste Grafik in der gesamten Klimadebatte ist eine, die von Regierungen, Umweltaktivisten oder den Medien selten gezeigt wird.
Daten aus der internationalen Katastrophendatenbank EM-DAT zeigen, dass die Zahl der Todesfälle durch extremes Wetter im letzten Jahrhundert drastisch zurückgegangen ist:
Obwohl die Weltbevölkerung von rund zwei Milliarden auf über acht Milliarden Menschen gestiegen ist, ist die Zahl der jährlich durch Wetterereignisse verursachten Todesfälle um weit über 95 % zurückgegangen. Pro Kopf beträgt der Rückgang sogar über 99 %.
Diese außergewöhnliche Errungenschaft ist nicht darauf zurückzuführen, dass Hurrikane verschwunden sind oder Dürren nicht mehr vorkommen. Sie ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass die menschlichen Gesellschaften wohlhabender und widerstandsfähiger geworden sind.
Bessere Infrastruktur, Bewässerungssysteme, Wettervorhersagen, Klimaanlagen und Fortschritte bei der Katastrophenhilfe haben die Anfälligkeit drastisch verringert.
Mit anderen Worten: Anpassung funktioniert.
Doch diese offensichtliche Erfolgsgeschichte findet in den Klimameldungen der WHO kaum Beachtung. Stattdessen hat sich der Fokus fast ausschließlich auf die hitzebedingte Sterblichkeit verlagert.
Die WHO beruft sich auf Studien, die darauf hindeuten, dass steigende Temperaturen europaweit zu einer zunehmenden Zahl von Todesfällen führen. Auf den ersten Blick wirken solche Behauptungen überzeugend. Viele dieser Arbeiten werden in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht und tragen die Namen Dutzender akademischer Autoren.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch ein ernstes Problem.
Wie der dänische Ökonom Bjørn Lomborg wiederholt betont hat, berücksichtigen viele dieser Analysen die rasch alternde Bevölkerung Europas nicht angemessen. Ältere Menschen sind naturgemäß anfälliger für Hitzestress.
Steigt der Anteil älterer Menschen, kann die hitzebedingte Sterblichkeit zunehmen, selbst wenn die Temperaturverläufe weitgehend unverändert bleiben.
Dies ist kein geringfügiges statistisches Versehen. Es verändert die Interpretation der Daten grundlegend.
Wenn eine Bevölkerung altert, wäre selbst ohne jeglichen klimatischen Einfluss mit mehr hitzebedingten Todesfällen zu rechnen.
Noch bemerkenswerter ist jedoch, was in diesen Diskussionen oft ausgelassen wird.
Weitaus mehr Menschen sterben an Kälte als an Hitze.
Eine in „The Lancet Planetary Health“ veröffentlichte groß angelegte Studie schätzt, dass weltweit jährlich etwa 5,1 Millionen Todesfälle mit nicht optimalen Temperaturen in Verbindung stehen, was etwa 9,4 % der weltweiten Sterblichkeit ausmacht.
Wichtig ist, dass die Studie ergab, dass die Zahl der kältebedingten Todesfälle die der hitzebedingten Todesfälle um etwa das Neunfache übersteigt.
Das Verhältnis variiert je nach Region, doch weltweit übersteigt die kältebedingte Sterblichkeit die hitzebedingte Sterblichkeit bei weitem.
Diese Tatsache taucht in den Schlagzeilen zum Thema Klima selten auf.
Der Grund liegt auf der Hand. Es verkompliziert eine einfache politische Aussage.
Wenn die Erwärmung die kältebedingte Sterblichkeit senkt und gleichzeitig die hitzebedingte Sterblichkeit erhöht, wird die Frage weitaus differenzierter, als Aktivisten zugeben möchten.
Es handelt sich nicht mehr um eine einfache Geschichte von Klimakatastrophen. Es wird zu einer Frage der Abwägung von Kosten und Nutzen, der Anpassung, des technologischen Fortschritts und der menschlichen Widerstandsfähigkeit.
Diese Diskussion löst nicht das gleiche Gefühl der Panik aus.
Sie stützt auch nicht die Forderungen nach umfassender politischer Kontrolle.
Die zunehmende Tendenz, den Klimawandel als Gesundheitsnotstand darzustellen, sollte daher genauer untersucht werden.
Die öffentliche Gesundheit hat sich zu einem der wirkungsvollsten politischen Instrumente entwickelt, über die Regierungen und internationale Organisationen verfügen. In einer Gesundheitskrise lassen sich außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigen, die andernfalls politisch inakzeptabel wären.
Sobald der Klimawandel als Gesundheitskrise neu definiert wird, erweitern sich die Möglichkeiten politischer Eingriffe erheblich.
Energiepolitik, Verkehr, Landwirtschaft, Stadtplanung, Wohnungswesen und sogar persönliche Lebensentscheidungen können alle unter den Begriff des öffentlichen Gesundheitsmanagements fallen.
Dieser Wandel ist bereits im Gange.
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Link: https://climatechangedispatch.com/cold-kills-heat-who-climate-health-crisis/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kälte fordert neunmal mehr Todesopfer als Hitze – und sprengt die von der WHO prognostizierte Klimakrise erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Unverifiziert und unvalidiert
Das heutige Thema ist ein echter Leckerbissen: schon wieder eine Studie zu den „Indikatoren des globalen Klimawandels“, diesmal die Aktualisierung von 2025, in der ein Team der üblichen Verdächtigen – zum dreiunddreißigsten Mal – verkündet, dass sich der Planet erwärmt, dass böse Menschen dafür verantwortlich sind, und dass sie nun Zahlen mit einer Dezimalstelle für die „vom Menschen verursachte Erwärmung“ und das verbleibende Kohlenstoffbudget angeben können, als wäre das Klimasystem eine gut abgestimmte Tabellenkalkulation und nicht ein kaum beobachteter, nichtlinearer, chaotischer, multiskaliger Albtraum.
Die Menschen unterschätzen die Komplexität des Klimas. Es umfasst nicht weniger als sechs große Teilsysteme: Atmosphäre, Hydrosphäre, Lithosphäre, Biosphäre, Kryosphäre und Elektrosphäre. Jedes dieser Systeme hat seine eigenen internen Kreisläufe, Antriebe, Reaktionen und Resonanzen. Und alle interagieren ständig auf räumlichen Skalen von der molekularen bis zur planetarischen Ebene und auf zeitlichen Skalen von Nanosekunden bis zu Jahrtausenden. Willis’ erste Klimaregel lautet: „Im Klima ist alles mit allem verbunden, was wiederum mit allem anderen verbunden ist … außer wenn es das nicht ist.“ Es ist das komplexeste System, das wir je zu modellieren versucht haben, und wir haben gerade erst an der Oberfläche gekratzt.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe viele Computermodelle geschrieben. Ich mag Indikatoren. Ich mag Daten. Ich mag es, regelmäßig Momentaufnahmen davon zu haben, wo wir stehen.
Was mir jedoch nicht gefällt ist die Behauptung, dass das Durchlaufen der gleichen Annahmen durch eine leicht aktualisierte „Wurstmaschine“ als Bestätigung für irgendetwas gelten könnte. Diese Leute testen das System nicht. Sie führen lediglich eine jährliche Buchführung innerhalb eines ungetesteten Rahmens durch und verkünden dann den Sieg. Das ist keine Wissenschaft; das ist Klimabuchhaltung mit einer Prise ungerechtfertigter Zuversicht.
Fangen wir mit den Grundlagen an. Die Studie orientiert sich ausdrücklich an den Verfahren des IPCC-AR6. Sie erfasst Emissionen, Konzentrationen, den effektiven Strahlungsantrieb, die Oberflächentemperatur, das Energieungleichgewicht der Erde, den Meeresspiegel und so weiter und nutzt dann ein einfaches, auf den AR6 abgestimmtes Klimamodell (FaIR) sowie eine Handvoll Beobachtungsdaten, um eine „vom Menschen verursachte Erwärmung“ zu errechnen.
Mit anderen Worten: Sie nehmen die Struktur des AR6, setzen aktualisierte Emissions- und Temperaturreihen ein, und schon kommt eine aktualisierte Zahl heraus wie „die vom Menschen verursachte Erwärmung beträgt nun 1,37 °C“. Das ist vielleicht praktisch. Aber beachten Sie, was sie nicht tun: Sie überprüfen nicht unabhängig, ob die zugrunde liegende Modellfamilie tatsächlich entscheidende Merkmale des realen Klimasystems nachbilden kann, wenn sie nicht an die Hand genommen wird.
Das bringt uns zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt – Verifizierung und Validierung, oder wie erfahrene Modellierer es nennen: V&V. Ich habe mein erstes Computerprogramm vor dreiundsechzig Jahren in diesem Monat geschrieben, daher weiß ich mehr als nur ein bisschen über Computermodelle und V&V.
Lassen Sie mich das auf das Wesentliche reduzieren. Hier ist die Kurzfassung:
• Bei der Verifikation geht es um die Frage: „Haben wir die Gleichungen richtig gelöst?“
• Bei der Validierung geht es um die Frage: „Haben wir die richtigen Gleichungen gelöst?“
Das sind zwei ganz unterschiedliche Fragen.
Zunächst einmal zum Hintergrund: In den „ernsten“ Bereichen des Ingenieurwesens – Kerntechnik, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Hochbau, Medizintechnik – ist V&V keine optionale Spielerei. Es ist Standardverfahren. Wenn Sie ein Berechnungsmodell erstellen, das zur Konstruktion einer Brücke, eines Reaktors oder einer Herzklappe verwendet wird, wird von Ihnen erwartet, dass Sie nachweisen, dass (1) der Code das tut, was Sie erwarten, und (2) das gesamte Modell tatsächlich eine angemessene Darstellung des realen physikalischen Systems in den für Sie relevanten Situationen ist.
Das sind Verifikation und Validierung. Versäumen Sie eines davon, befinden Sie sich im Bereich des Wunschdenkens, nicht im Ingenieurwesen.
Was versteht man also unter „Verifikation“? Im Kern geht es bei der Verifikation um die Implementierung, nicht um die reale Welt. Es ist der Prozess, bei dem überprüft wird, ob der Computercode das gewählte mathematische Modell korrekt löst. Man kann sich das so vorstellen, als würde man fragen: „Stimmen die Zahlen?“
Dazu gehören all die unscheinbaren, aber unverzichtbaren Aspekte: Löst der Code die richtigen Gleichungen? Sind die Randbedingungen korrekt implementiert? Gelten die Erhaltungssätze? Konvergiert die Lösung, wenn man das Gitter oder den Zeitschritt verfeinert? Und gibt das Modell bekannte analytische oder Benchmark-Lösungen wieder, wenn man ihm einfache Testfälle zuführt? Man vergleicht den Code mit den beabsichtigten Gleichungen und Algorithmen, nicht mit Beobachtungen der Natur. Wenn das konzeptionelle Modell falsch ist, hilft auch eine perfekte Verifizierung nichts – aber zumindest weiß man, dass der Fehler kein Tippfehler im Code ist.
Hier stoßen wir auf das Problem, das Klimamodellierer dazu veranlasst, schwach zu lächeln und bewusst wegzuschauen, wenn es erwähnt wird. Wir haben keinen allgemeinen Beweis dafür, dass das vollständige, parametrisierte, rotierende, feuchte Navier-Stokes-System, das in operationellen Klimamodellen verwendet wird, in einem strengen, globalen Sinne konvergiert, wenn der Gitterabstand gegen Null geht.
Das ist mehr als nur ein theoretisches Problem. Es bedeutet, dass wir tatsächlich NICHT wissen, ob die Modelle die richtige Mathematik auf die richtige Weise anwenden. Tatsächlich nehmen in manchen Modellen die Fehlernormen oder Diagnosen mit zunehmender Gitterfeinheit nicht gleichmäßig ab; stattdessen können sie in bestimmten Auflösungsbereichen abflachen oder sogar zunehmen, weil neue Bewegungsskalen teilweise aufgelöst werden, sich die numerische Diffusion verändert oder sich die Wechselwirkungen zwischen Wellen und Mittelströmung bei feinerem Gitter anders verhalten.
Wie umgehen die Modellierer dieses Problem? Indem sie Dutzende und Aberdutzende von einstellbaren Parametern verwenden, die das Klimamodell in Richtung der gewünschten Mittellinie lenken, wenn es sich den Gräben zu sehr nähert, wie ich in diesem Beitrag beschrieben habe [in deutscher Übersetzung hier].
Wir haben also keine Garantie dafür, dass die Klimamodelle die Berechnungen tatsächlich korrekt durchführen.
Dann kommen wir zur „Validierung“. Hier verlässt man den mathematischen Sandkasten und blickt auf die reale Welt. Die Validierung stellt eine schwierigere und viel interessantere Frage: Angenommen, der Code löst eine bestimmte Gleichungsgruppe korrekt (was wir nicht wissen) – liefert diese Gleichungsgruppe dann eine angemessene Darstellung des tatsächlichen physikalischen Systems für den Zweck, der von Bedeutung ist?
Hier vergleicht man das Modell nicht mehr mit sich selbst. Man vergleicht die Modellergebnisse mit Messungen, Experimenten oder Beobachtungsdaten, die nicht bereits zur Feinabstimmung des Modells herangezogen worden waren. Man lässt das Modell in Bereichen laufen, in denen man weiß, wie sich die Natur verhält, und fragt, ob die Vorhersagen des Modells innerhalb akzeptabler Grenzen liegen. Entscheidend ist, dass „akzeptabel“ kein metaphysischer Begriff ist – er wird relativ zu den Entscheidungen definiert, die man auf der Grundlage dieses Modells treffen wird. Die Konstruktion einer Raketendüse und die Schätzung der globalen Durchschnittstemperatur im Jahr 2100 stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an die Toleranz.
In der Praxis beantwortet die Verifikation also die Frage „Ist der Code der Mathematik treu?“, während die Validierung die Frage beantwortet: „Ist die Mathematik der Welt treu, für diese Aufgabe?“ Man braucht beides, wenn man behaupten will, dass das eigene Modell mehr ist als eine aufwendige Kurvenanpassung.
Und genau deshalb spreche ich über V&V in der Klimamodellierung.
Ein Modell, das nicht gründlich überprüft wurde, könnte nichts weiter sein als ein ausgeklügelter Zufallsgenerator mit guter Öffentlichkeitsarbeit.
Ein Modell, das nicht gründlich validiert wurde – anhand von Phänomenen außerhalb der Stichprobe und mit klaren Kriterien für „bestanden“ oder „nicht bestanden“ –, hat schlichtweg nicht das Recht, so zu tun, als würde es das Klimasystem „verstehen“.
[Hervorhebungen im Original]
Im besten Fall ist es ein Generator für Hypothesen. Im schlimmsten Fall ist es eine sehr teure Methode, um zu bestätigen, was man ohnehin schon glaubt.
Wenn ein Ingenieur ein Brückenmodell baut, schaut man sich das Ergebnis nicht einfach nur an und sagt: „Sieht ganz richtig aus.“ Man überprüft, ob das Programm tatsächlich die Gleichungen löst, von denen man annimmt, dass es sie löst, und man validiert das Modell, indem man seine Vorhersagen mit einer unabhängigen Realität vergleicht, auf die es noch nicht abgestimmt worden ist. Man testet es in Bereichen, in denen man die Antwort tatsächlich kennt. Wenn es versagt, korrigiert man es oder man hört auf, ihm zu vertrauen. Ganz einfach.
In der Welt des IPCC bedeutet „Validierung“ jedoch meist: „Es stimmt mit AR6 und einigen globalen mittleren Zeitreihen überein, die wir bereits zur Kalibrierung verwendet haben.“ FaIR, das einfache Klimamodell, das sie verwenden, ist auf das CMIP6-Ensemble sowie auf die globale Mitteltemperatur und den Wärmegehalt der Ozeane kalibriert. Die Studie verwendet dann das gleiche Modell erneut, um zu bestimmen, wie viel der beobachteten Erwärmung vom Menschen verursacht ist und wie hoch das verbleibende Kohlenstoffbudget ist. Das ist keine Validierung; das ist ein Zirkelschluss, der als elegante Modellierung getarnt ist. Die traurige Wahrheit ist, dass die Software, die einen Hochhausaufzug steuert, weitaus mehr V&V durchlaufen hat als moderne Klimamodelle.
Sie zeigen beispielsweise nie, dass diese gesamte AR6–FaIR-Pipeline irgendwelche wesentlichen Verhaltensweisen des Klimasystems außerhalb des Stichprobenzeitraums reproduzieren kann – etwa die vertikale Struktur der Temperaturen in den Tropen oder die langsame Abkühlung im letzten Jahrtausend hin zur Kleinen Eiszeit und die anschließende Erholung.
Nun, wenn man es mit V&V ernst meint, gibt es da einen riesigen, offensichtlichen Test, der wie der sprichwörtliche Elefant im tropischen Wohnzimmer herumsteht: die vertikale Struktur der Erwärmung in den Tropen. Die Treibhausgas-Theorie besagt nicht nur, dass es „wärmer wird“. Sie besagt, dass es sich nach einem bestimmten Muster erwärmt – stärker in der oberen tropischen Troposphäre als an der Oberfläche, wobei es in etwa einem feuchten adiabatischen Profil folgt. Die Modelle lieben das. Sie erzeugen einen großen warmen „Hotspot“ bei etwa 200–300 hPa in den Tropen. Das ist einer ihrer robustesten Fingerabdrücke.
Die Atmosphäre hingegen lässt sich davon nicht beeindrucken. Betrachtet man Radiosonden- und Satellitendaten, so ist die beobachtete Erwärmung der tropischen Troposphäre viel, viel schwächer, als es der CMIP-Multimodell-Mittelwert vermuten lässt, insbesondere in jenem Bereich der oberen Troposphäre, in dem die Modelle so eifrig sind, die Temperaturen in die Höhe zu treiben. Douglass und Santer wiesen bereits vor Jahren darauf hin: Die in den Modellen prognostizierten Temperaturtrends in der tropischen Troposphäre liegen deutlich über den Beobachtungswerten, oft um mehr als das Doppelte der Beobachtungsunsicherheit, insbesondere seit Beginn der Satellitenbeobachtung.
Spätere Arbeiten haben versucht, diesen Widerspruch zu entschärfen, indem sie mit der Hand winkten und sich auf „interne Variabilität“ (was ein Codewort für „eine natürliche Ursache, die wir nicht verstehen, über die wir aber wissenschaftlich klingen wollen“) und Datenunsicherheiten beriefen, aber selbst diese Autoren räumen ein, dass die Modelle die tropische obere Troposphäre schneller erwärmen als es aus den meisten Beobachtungsdatensätzen hervorgeht.
Wenn die Modellfamilie die vertikale Temperaturstruktur in den Tropen in den letzten Jahrzehnten nicht richtig abbilden kann – wo wir doch tatsächlich über Satelliten- und Ballonmessungen verfügen –, warum um alles in der Welt sollte man dann annehmen, dass die gleiche Modellfamilie in der Lage ist, die globale „vom Menschen verursachte Erwärmung“ auf Zehntelgrad genau zu bestimmen? Wenn die Rückkopplung der Temperaturabnahme mit der Höhe und die feuchte Konvektion nicht stimmen, sind die globale Sensitivität und die Rückkopplungsstruktur per Definition fragwürdig. Dennoch zuckt das IPCC-Indikator-Framework nur mit den Schultern und marschiert weiter, wobei es eine „vom Menschen verursachte“ Erwärmung von 1,37 °C anführt, als ob die zugrunde liegende Physik alle offensichtlichen Tests bestanden hätte.
Nein. Einfach nein.
Da wir gerade beim Thema fehlgeschlagene Realitäts-Checks sind, lassen Sie uns über die Erfolgsbilanz dessen sprechen, was ich als „Industrie der serienmäßigen Untergangs-Prophezeiungen“ bezeichne – jene dramatischen, schlagzeilenträchtigen Vorhersagen, welche die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken versetzen sollten. Sie kennen sie: eisfreie Sommer in der Arktis „bis 2020“ oder „bis 2040“, kleine Atolle, die kurz vor dem Untergang stehen, Millionen von „Klimaflüchtlingen“ und so weiter und so fort. Der IPCC-Bericht ist voll von Formulierungen über hohe Erwärmungsraten, Rekord-Extremereignisse und schrumpfende Kohlenstoffbudgets.
Was er jedoch nicht tut, ist einen Schritt zurückzutreten und zu fragen: „Wie haben sich frühere dramatische Prognosen gegenüber der empirischen Realität bewährt, und was sagt das über die Modelle und Annahmen aus, die wir heute verwenden?“
Nehmen wir die Behauptung von den „versunkenen Atollen“. Seit Jahren versprechen Prognosen, die auf gekoppelten Klimamodellen und einer gehörigen Portion Spekulation beruhen, dass tief liegende Korallenatolle jeden Moment in den Fluten verschwinden würden – such dir einfach einen beliebigen Termin ab den 1990er Jahren aus, wahrscheinlich gibt es dazu eine wissenschaftliche Arbeit oder eine Pressemitteilung. Je nach Emissionsszenario und der jeweiligen Art des Küstenmodells sollten wir erleben, wie Inseln „verschwinden“, Nationen „unbewohnbar“ werden und ganze Kulturen zu Klimaflüchtlingen werden – und das nach einem ordentlichen Zeitplan, der sich gut für Förderanträge und Fundraising-Broschüren von NGOs eignet.
Wenn man jedoch aufhört, die Pressemitteilungen zu lesen, und sich stattdessen die Pegelmesser, Luftbilder und Satellitenaufnahmen ansieht, passiert etwas Unangenehmes: Die Inseln weigern sich größtenteils, mitzuspielen. Ja, der Meeresspiegel ist gestiegen. Ja, es gibt lokale Problemstellen. Aber viele Atolle sind im letzten halben Jahrhundert oder länger in etwa gleich groß geblieben oder haben sogar an Fläche gewonnen, weil Korallenriffe vertikal wachsen, Stürme Sedimente umlagern und Küstenlinien keine passiven Badewannenränder sind, die darauf warten, dass das Wasser über sie hinwegkriecht.
Das Narrativ der „versunkenen Atolle“, das als unvermeidliche Folge des modellierten Meeresspiegelanstiegs verkauft wird, scheitert immer wieder an einer komplexen, dynamischen Realität, in der die Inseln weitaus widerstandsfähiger sind – und sich weitaus weniger an einfache Untergangsdiagramme halten –, als es die Marketingbotschaften glauben machen wollen.
Das bedeutet nicht, dass sie immun gegen zukünftige Probleme sind. Es bedeutet jedoch, dass frühe, vereinfachende Modelle und Narrative hinsichtlich der Reaktion dieser Systeme systematisch falsch lagen, und Klimaindikatoren, die auf den gleichen Annahmen beruhen, sollten dies als ernstzunehmenden Warnschuss betrachten.
Das ist nichts Neues. Charles Darwin wies bereits vor ein paar hundert Jahren darauf hin, dass Atolle durch den Anstieg des Meeresspiegels entstehen und nicht zerstört werden. Ich habe vor zwei Jahrzehnten in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift darüber geschrieben und es in diesem Beitrag näher erläutert.
Doch der IPCC räumt seinen eklatanten Fehler nicht einmal ein, wie es eine ehrliche Gruppe von Wissenschaftlern tun würde. Er verzeichnet lediglich den Anstieg des Meeresspiegels, stellt fest, dass die Auswirkungen zunehmen, und macht weiter wie bisher.
An dieser Stelle wird jemand sagen: „Aber Willis, das sind doch nur Randdetails. Das Gesamtbild ist klar: Die jüngste Erwärmung ist beispiellos, und wir wissen, dass der Mensch dafür verantwortlich ist.“ Darauf antworte ich: Lassen Sie uns einen Blick auf die letzten tausend Jahre werfen und sehen, wie „klar“ das wirklich ist.
Rekonstruktionen wie die untenstehende Ljungqvist-Studie zeigen ein allgemeines Muster: eine relativ warme mittelalterliche Klimaanomalie etwa zwischen 900 und 1200 n. Chr., gefolgt von einer lang anhaltenden Abkühlung in die sogenannte Kleine Eiszeit, mit dem Höhepunkt etwa im 17. und 18. Jahrhundert, und dann eine Erwärmung im 19. und 20. Jahrhundert:
Der genaue zeitliche Ablauf und das Ausmaß variieren je nach Region, doch das Gesamtbild zeigt ein Klimasystem, das sich über Jahrhunderte hinweg abkühlen und dann wieder erwärmen kann, ohne dass SUVs oder chinesische Kohle dazu beitragen müssen.
Betrachten wir nun diesen Verlauf: Grob gesagt kühlte sich die Erde von etwa 1000 n. Chr. bis etwa 1700 n. Chr. ab, dann kam die Abkühlung zum Stillstand, und anstatt kalt zu bleiben, erwärmte sie sich in Schüben bis in die Gegenwart. Die ersten paar Jahrhunderte dieser jüngsten Erwärmungsphase – sagen wir von 1700 bis 1900 – lassen sich plausibel nicht auf CO₂ zurückführen, da der menschliche Beitrag zum atmosphärischen CO₂-Gehalt noch gering war. Selbst im Jahr 1900 lagen die Konzentrationen nur geringfügig über dem vorindustriellen Niveau.
Also war es etwas anderes – eine Kombination aus natürlichen Veränderungen der Sonnenaktivität, vulkanischer Aktivität, Ozeandynamik und interner Variabilität –, das eine große, langsame Umkehrung eines jahrhundertelangen Abkühlungstrends bewirkte.
Der entscheidende Punkt ist: Niemand weiß wirklich – im mechanistischen, vorhersagbaren Sinne –, warum es zu dieser langen Abkühlung kam, warum sie zu jenem Zeitpunkt ihren Tiefpunkt erreichte oder warum sich die anschließende natürliche Erwärmung so stufenweise vollzog. Rekonstruktionen und Modellversuche können auf mögliche Ursachen hinweisen – Häufungen großer Vulkanausbrüche, kleine Schwankungen der Sonnenaktivität, vielleicht einige interne Schwingungsmodi –, aber es gibt kein allgemein anerkanntes quantitatives Modell, das besagt: „Wenn man die Antriebskräfte so einstellt, erhält man zuverlässig die spezifische Amplitude und den zeitlichen Ablauf der MWP–LIA–modernen Sequenz.“
Und je weiter man in die Vergangenheit zurückblickt, desto schwieriger wird es. In paläozoischen Zeiten war der Planet im Allgemeinen wärmer und manchmal sogar weitaus wärmer als heute. Warum? Nun … wir haben keine Ahnung. Und in paläozoischen Zeiten gibt es, wie unten gezeigt, kaum eine Korrelation zwischen CO₂ und Temperatur. Die Temperaturen im Karbonzeitalter beispielsweise lagen ähnlich hoch wie heute, aber bei einem doppelt so hohem CO₂-Gehalt.
Und doch tut das IPCC-Team so, wenn es um die Referenzperiode 1850–1900 und alles danach geht, als könne man diesen chaotischen, kaum verstandenen Hintergrund von tausend- bis millionenjährigen Schwankungen einfach sauber herausrechnen. Sie definieren den Zeitraum 1850–1900 als „vorindustriell“, gehen davon aus, dass die komplexe, mehrere Jahrhunderte umfassende Dynamik, die uns in die Kleine Eiszeit hinein- und wieder herausgeführt haben, durch ihre gewählten Rekonstruktionen der Antriebsfaktoren und Annahmen zur internen Variabilität angemessen erfasst werden, und schreiben dann selbstbewusst Zehntelgrade der nachfolgenden Erwärmung „dem Menschen geschuldeten“ Ursachen zu.
Dieser Sprung – von „wir kennen Temperaturen und Antriebe grob“ zu „wir können die Erwärmung des 20. und 21. Jahrhunderts mit einer Genauigkeit von einer Dezimalstelle in anthropogene und natürliche Ursachen zerlegen“ – ist genau der Punkt, an dem die Hybris die Bühne betritt.
[Kursiv im Original]
Die Leute vom IPCC lieben ihre Zahlen. Für den Zeitraum 2016–2025 melden sie eine beobachtete Erwärmung von etwa 1,26 °C im Vergleich zu 1850–1900, wobei die vom Menschen verursachte Erwärmung bei 1,24 °C liegt und die Rate der vom Menschen verursachten Erwärmung bei etwa 0,27 °C pro Jahrzehnt. Für das Jahr 2025 selbst beziffern sie die vom Menschen verursachte Erwärmung auf etwa 1,37 °C. Die von ihnen angegebenen Unsicherheiten sind beeindruckend gering – hier ein Hundertstel Grad, dort ein paar Zehntel. Sehr offiziell. Sehr ausgefeilt.
Aber was messen diese Zahlen eigentlich? Es handelt sich nicht um „das, was das Klima ganz von selbst getan hat“ im Vergleich zu „dem, was der Mensch getan hat“ in einem kontrollierten Experiment. Es sind nichts anderes als die Ergebnisse einer bestimmten einfachen Modellfamilie (FaIR), die auf eine bestimmte Reihe von Annahmen über Antriebe, Rückkopplungen, Aerosolkühlung und interne Variabilität kalibriert worden ist.
Ändert man die Modellstruktur, ändert sich auch die Zuordnung. Nimmt man eine andere Darstellung der niederfrequenten Ozeanvariabilität auf, verändert sich die interne Variabilität, die durch Antriebsgrößen „wegerklärt“ werden muss. Passt man den Aerosolantrieb ein wenig an, verschieben sich die abgeleitete CO₂-gesteuerte Empfindlichkeit und die „vom Menschen verursachte Erwärmung“.
Keine dieser strukturellen Unsicherheiten ist in den übersichtlichen kleinen Unsicherheitsbereichen enthalten, die sie anführen.
Wo stehen wir also nun? Meiner Ansicht nach lässt sich das mit drei wichtigen Erkenntnissen ausdrücken:
Erstens erfüllt der Bericht zum globalen Klimawandel nicht den Zweck, den viele ihm zuschreiben. Er ist kein unabhängiger Test von Klimamodellen. Er ist keine neue Attributionsstudie, die bei Null anfängt. Es handelt sich um eine jährliche Bestandsaufnahme im Rahmen des AR6-Paradigmas, wobei die strukturellen Annahmen als gegeben vorausgesetzt und aktualisierte Indikatoren dargestellt werden. Wenn Sie bereits davon überzeugt sind, dass AR6 über die richtige Modellfamilie und die richtigen Antriebsgrößen verfügt, liefert Ihnen der IPCC schönere und aktuellere Zahlen. Wenn Sie bezweifeln, dass die Modellfamilie grundlegende V&V-Prüfungen bestanden hat, wird das IPCC nichts tun, um Ihre Meinung zu ändern.
Zweitens sind die unbequemen Fakten nicht verschwunden. Die Modelle haben nach wie vor Schwierigkeiten, die tropische Troposphäre abzubilden. Das letzte Jahrtausend weist immer noch große, schlecht erklärbare Klimaschwankungen auf, die vor den großen anthropogenen Antrieben liegen. Die paläoklimatischen Aufzeichnungen zeigen enorme Temperaturschwankungen ohne offensichtliche Ursachen. Das pessimistischere Ende des Prognosespektrums – Termine für eine eisfreie Arktis, vereinfachende Erzählungen über versinkende Atolle und dergleichen – hat eine allgemein schlechte empirische Erfolgsbilanz.
Der IPCC-Rahmen betrachtet diese eher als Störgeräusche denn als zentrale Prüfsteine dafür, ob das modellierte System strukturell angemessen ist. Das ist verkehrt herum. In der echten Wissenschaft lernt man aus Fehlern am meisten.
Drittens, und das ist das Wichtigste: Niemand weiß genug über das Klimasystem, um den Ton der Präzision und Unausweichlichkeit zu rechtfertigen, der diese Abhandlung durchzieht. Wir wissen, dass sich der Planet erwärmt hat. Wir wissen, dass CO₂ und andere Treibhausgase Strahlung absorbieren und abgeben und dazu neigen, die Erdoberfläche zu erwärmen. Wir wissen, dass der Mensch die Bodenbedeckung, Aerosole und vieles mehr verändert hat.
Wir verfügen jedoch weder über ein validiertes, quantitativ zuverlässiges Modell der gesamten, mehrere Jahrhunderte umfassenden Klimaentwicklung – von der mittelalterlichen Warmzeit über die Kleine Eiszeit bis heute – noch über ein solches der vertikalen Struktur in den Schlüsselregionen, in denen die Treibhausgas-Theorie ihre Stärke unter Beweis stellen sollte, noch über eines, das das jahrzehntelange Zusammenspiel zwischen interner Variabilität und äußeren Antrieben erfasst.
Solange dies nicht der Fall ist – solange Klimamodelle nicht wie seriöse ingenieurwissenschaftliche Werkzeuge behandelt werden, die strenge Tests außerhalb der Stichprobe bestehen müssen, und solange wir die großen Schwankungen des vergangenen Jahrtausends und die vertikale Struktur der modernen Atmosphäre nicht ohne vage Vermutungen reproduzieren können –, ist es reine Hybris zu behaupten, wir „verstehen“ das heutige Klima in dem Sinne, wie es durch Attributionswerte mit einer Dezimalstelle, Prognosen für die nächsten 75 Jahre und enge Schätzungen des verbleibenden Budgets impliziert wird. Wir verstehen einige Teile. Bei anderen stellen wir Vermutungen an. Und wir überdecken die Lücken mit jährlichen Aktualisierungen von Indikatoren, die sehr offiziell wirken.
Wenn Sie mir nun eine Modellfamilie zeigen können, die die letzten tausend Jahre, die tropische Troposphäre und das tatsächliche Meereisverhalten unter klar definierten Antrieben quantitativ reproduzieren kann, werde ich meine Ansichten gerne revidieren. Aber bis dahin bleibe ich skeptisch, und ich würde Ihnen empfehlen, es mir gleichzutun.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/13/unverified-and-unvalidated/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Unverifiziert und unvalidiert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die Milliardäre erfinden Ausreden und ducken sich weg – Bezos sagt: „KI wird die Klimakrise lösen“
Von Jo Nova
Im Jahr 2020 war [fast] nichts wichtiger als der Klimawandel. Von der Krise mitgerissen, richtete Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Fonds in Höhe von 10 Milliarden Dollar ein, um „den Klimawandel zu bekämpfen und die Natur zu schützen“. Es war die bis dahin größte philanthropische Spende für den Klimaschutz. Doch seitdem ist das Konto fast in Vergessenheit geraten.
Das Geld sollte eigentlich bis 2030 ausgegeben sein, doch sechs Jahre später sind immer noch 72 % der Mittel nicht verplant.
Der Bezos Earth Fund wird sein 10- Milliarden-Dollar-Spendenversprechen für den Klimaschutz voraussichtlich nicht einhalten.
Von Ben Elgin und Sophie Alexander, Bloomberg
Die Verantwortlichen des Bezos Earth Fund erklärten, sie hielten weiterhin an ihrem Ziel fest, bis 2030 10 Milliarden Dollar auszuzahlen. Allerdings sind, obwohl noch vier Jahre bis dahin verbleiben, bisher erst 28 % der zugesagten Gelder bereitgestellt worden.
In Interviews und Stellungnahmen bekräftigten Führungskräfte des Earth Fund ihren Plan, bis zum Ende des Jahrzehnts 10 Milliarden Dollar auszugeben. „Viele unserer Strategien bleiben unverändert“, sagte ein Sprecher.
Nachdem Trump die staatlichen Subventionen für seine Lieblingsprojekte im Klimabereich gestrichen hat, sollte man meinen, dass die Finanzierung durch Bezos dringender denn je benötigt würde.
Nicht nur Bezos zieht sich langsam zurück.
Bill Gates rief 2021 den „ Breakthrough Energy’s Catalyst Fund “ins Leben. Doch im vergangenen Oktober begann er zu behaupten , der Klimawandel sei gar nicht so schlimm , und man solle sich lieber auf die wirklichen Probleme der Armen konzentrieren.
Im Februar kündigte das Team an, Mitarbeiter zu entlassen und keine neuen Investitionen mehr zu tätigen:
Bill Gates‘ bahnbrechender Energiekatalysator stoppt neue Investitionen und entlässt Mitarbeiter
Breakthrough Energy, die von Bill Gates unterstützte Gruppe, die Klimatechnologie finanziert, hat die Investitionen in neue grüne Technologien aus einem ihrer wichtigsten Fonds eingestellt, gerade jetzt, wo der Markt für diese Startups durch die Angriffe von Präsident Donald Trump auf die Klimapolitik unter Druck gerät.
Nachdem Breakthrough Energy zehn Startups unterstützt und „Hunderte von Millionen Dollar“ investiert hatte, wurden nun keine neuen Investitionen mehr aus dem Fonds aufgenommen, so ein Sprecher des Unternehmens.
Sie alle haben ihre Ausreden für die Kehrtwende.
Jeff Bezos behauptet, KI werde den Klimawandel lösen. Obwohl KI Unmengen an Gigawatt verbraucht und alte Kohlekraftwerke wieder in Betrieb nimmt, wird sie die Klimakrise rückgängig machen (vor allem, wenn sie versehentlich die wissenschaftlichen Daten betrachtet, nicht wahr?).
Der Bezos Earth Fund ist überzeugt, dass KI eine Lösung für die Klimakrise sein wird.
Von Elike Roohi, Alliance
Laut dem Fonds geht es darum, „die Kraft der KI zu nutzen, um die Art und Weise zu verändern, wie die Welt mit Klima und Natur umgeht“.
Dr. Stephan Singer, ein leitender globaler Energiepolitikberater des Climate Action Network International, sagte 2024 in einem Bericht des Guardian : „Die Projekte des Bezos-Fonds gehen nicht auf die Kernprobleme der grundlegenden Klimakrise ein, mit der wir konfrontiert sind – sie sind zwar schön, aber leider nur Kosmetik.“
Dr. Singer sprach über die große Investition des Fonds in CO2-Kompensationsprogramme, von denen allgemein bekannt ist, dass sie nur wenig zur Eindämmung der globalen Erwärmung beitragen.
Bill Gates sagt, die Technologie habe uns bereits gerettet
Gates war begeistert vom Verlauf des Dekarbonisierungsplans. Wenn wir davon ausgehen, dass riesige, unkontrollierte Organisationen wie die IEA nützliche Prognosen erstellen und nicht nur übertriebene Panik verbreiten, dann läuft es deutlich besser, als es in den düsteren Zukunftsszenarien der IEA der Fall gewesen wäre.
Bill Gates hebt den massiven Rückgang der prognostizierten CO₂-Emissionen um 40 % hervor.
In einem gestern veröffentlichten LinkedIn-Beitrag teilte Microsoft-Mitbegründer und Klimainvestor Bill Gates ein optimistisches Update zu den globalen energiebedingten CO₂-Emissionen mit, das einen Großteil der vorherrschenden düsteren Prognosen in Frage stellt.
Die von Gates veröffentlichte Grafik verdeutlicht die Geschichte:
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- Im Jahr 2014 prognostizierte die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Welt bei Einhaltung der damals geltenden politischen Maßnahmen bis 2040 jährlich etwa 50 Milliarden Tonnen (50 Gt) energiebedingtes CO₂ ausstoßen würde.
- Die jüngste IEA-Bewertung für 2024, die auf demselben Rahmenwerk der „aktuellen Politik“ basiert, beziffert den Wert für 2040 nun auf nur noch 29 Gt – eine erstaunliche Reduzierung des erwarteten Emissionsverlaufs um 42 % innerhalb von nur einem Jahrzehnt an Prognoseaktualisierungen.
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Die 2020er Jahre seien das „entscheidende Jahrzehnt“ gewesen, sagte Bezos. In der Tat.
Sie werden niemals zugeben, dass die Skeptiker Recht hatten.
Der Beitrag Die Milliardäre erfinden Ausreden und ducken sich weg – Bezos sagt: „KI wird die Klimakrise lösen“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
CO₂ ist pflanzliche Nahrung: Warum Indiens landwirtschaftliches Wunder den Klima-Pessimisten widerspricht
Indiens Rekorderträge widerlegen die Panikmache in Bezug auf Nahrungsmittelknappheit und Klimawandel.
Eine Behauptung, die immer wieder im Widerspruch zur beobachteten Realität steht, muss hinterfragt werden. Solche Behauptungen halten sich nur, wenn widersprüchliche Beweise verschwiegen, Daten selektiv präsentiert oder Ängste über Fakten gestellt werden. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]
So verhält es sich auch mit der apokalyptischen Darstellung des Klimawandels.
Eine der vielen Behauptungen der Weltuntergangspropheten lautet, dass sich verändernde Klimamuster die globale Ernährungssicherheit bedrohen. Umwelt-Websites wie Mongabay warnen, dass „Klimawandel, Extremwetterereignisse und Konflikte die globale Nahrungsmittelkrise verschärfen“, als ob die Ernten überall ausfallen würden.
„Wissenschafts“-Blogs erklären, dass der Klimawandel die Ernährungssysteme gefährdet. Die Vereinten Nationen stellen fest, dass „die weltweite Nahrungsmittelversorgung durch den Klimawandel unsicher wird“.
Würde dieses ständige Trommelfeuer der Realität entsprechen, müssten dicht besiedelte Agrarnationen Anzeichen eines Zusammenbruchs zeigen, wobei mein Heimatland Indien bereits als abschreckendes Beispiel dienen würde.
Hunderte Millionen Inder sind nach wie vor direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig. Die Schwankungen der Niederschlagsmengen prägen seit Generationen die Wirtschaftsgeschichte des Landes.
Stattdessen bricht die indische Ernteerzeugung Jahr für Jahr immer neue Rekorde und widerlegt damit diese These dieses Klimadogmas.
Indiens landwirtschaftliches Wunder widerlegt die Klima-PropagandaIndien ist der zweitgrößte Reis- und Weizenproduzent der Welt; die Ernteerträge beliefen sich im Zeitraum 2024–2025 auf 150 Millionen bzw. 117 Millionen Tonnen.
Das Land erzielte eine Rekordernte von 358 Millionen Tonnen Getreide, was eine deutliche Verlagerung hin zu hochwertigen Kulturpflanzen bedeutet. Zwischen 2020 und 2025 stiegen die Agrarexporte um 50 % auf 51 Milliarden US-Dollar.
Die Landwirtschaft und verwandte Wirtschaftszweige machen fast ein Fünftel der Bruttowertschöpfung des Landes zu aktuellen Preisen aus, beschäftigen etwa 46 % der Erwerbsbevölkerung und sichern den Lebensunterhalt von fast 55 % der Bevölkerung.
Sieht das für Sie nach einem zusammenbrechenden Ökosystem aus? Sind Rekorderträge ein Zeichen dafür, dass unser Planet pflanzenfeindlich ist? Die Panikmache der Klima-Pessimisten ist nichts gegen Millionen Tonnen geernteten Getreides.
Der giftige CO₂-MythosWie kann ein Land in den Tropen, das angeblich anfällig für „Extremwetter“ ist, eine Rekordernte nach der anderen einfahren?
Die Antwort liegt zum Teil in etwas, das Klimapanikmacher nicht wahrhaben wollen: Steigende Kohlendioxidwerte (CO₂) in der Atmosphäre beschleunigen das Pflanzenwachstum, und die natürliche Erwärmung der heutigen Zeit begünstigt die Landwirtschaft weitaus mehr als die Kälte der Kleinen Eiszeit, aus der sich der Planet vor 175 Jahren befreit hat.
CO₂ ist nicht der Schadstoff, als den es die Klima-Pseudowissenschaft darstellt; es ist Pflanzennahrung. Jeder Botaniker und Landwirt versteht das, ebenso wie Schulkinder, bevor Indoktrination in vielen Klassenzimmern die Bildung ersetzte.
[Unterstreichung vom Übersetzer hinzugefügt]
Erhöhte CO₂-Konzentrationen fördern die Photosynthese, steigern die Ernteerträge und verbessern die Wassernutzungseffizienz bei Pflanzen.
Die NASA stellt fest, dass „CO₂ die Erde grüner macht“, und weist darauf hin, dass die steigende Konzentration in der Atmosphäre in den letzten drei Jahrzehnten zu einer Zunahme der globalen grünen Blattfläche um 5 % geführt hat.
Studien zum Pflanzenwachstum zeigen durchweg, dass Nutzpflanzen wie Weizen sowie Reis und Sojabohnen stark auf eine CO₂-Anreicherung reagieren, wobei die Ertragssteigerungen zwischen 15 % und 30 % liegen.
Kommerzielle Gewächshausbetreiber steigern ihre Produktivität regelmäßig, indem sie den CO₂-Gehalt auf 800 bis 1.000 ppm (Teile pro Million) erhöhen – weit über die aktuellen atmosphärischen Werte von 420 ppm hinaus.
Die Ergebnisse sind beeindruckend: Die Tomatenerträge steigen um 40 bis 50 %, die Gurkenproduktion um 30 bis 40 %, und auch das Wachstum von Salat und anderem Gemüse beschleunigt sich deutlich.
Das bedeutet nicht, dass das Klima in der Landwirtschaft keine Rolle spielt. Natürlich tut es das. Niederschlag, Temperatur, Sonneneinstrahlung und der richtige Zeitpunkt im Jahresverlauf sind entscheidend. Der Punkt ist, ob die Klimadiskussion die landwirtschaftlichen Ergebnisse zutreffend erklärt.
Während der Kleinen Eiszeit führten die niedrigen Temperaturen zu weitreichenden Ernteausfällen. Die Vegetationsperioden waren extrem kurz. Frost vernichtete die Ernten, bevor sie reifen konnten. In ganz Europa und Asien starben unzählige Menschen an Hunger.
Die heutigen höheren Temperaturen und längeren Vegetationsperioden sind ein Segen.
Wir erleben ein goldenes Zeitalter der Landwirtschaft. Die Luft ist reich an der Verbindung, die Pflanzen Leben schenkt. Das Wetter ist für den Anbau von Nahrungsmitteln günstiger als seit Jahrhunderten. Die erfundenen Weltuntergangsszenarien des Klima-industriellen Komplexes sind lächerlich.
Mehr bei der CO₂ Coalition
Link: https://climatechangedispatch.com/CO₂-plant-food-india-crops-defy-climate-doom/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag CO₂ ist pflanzliche Nahrung: Warum Indiens landwirtschaftliches Wunder den Klima-Pessimisten widerspricht erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Maßstäbe für die Klima-Agenda setzen
Wie die Klimaschutz-Agenda die Welt der ISO-Normen erobert hat.
Früher, als ich dafür zuständig war sicherzustellen, dass meine Kollegen alle relevanten Unternehmensstandards vollständig einhielten, war mein Leben von einem ständigen, zermürbenden Kampf geprägt, andere davon zu überzeugen, die Liebe zum Detail genauso ernst zu nehmen wie ich. Oft genug führte dies zu verärgerten Vorwürfen der Pedanterie, aber manchmal kam es wirklich auf die Details an. Nehmen wir zum Beispiel die Zeit, als ich entdeckte, dass mein Chef es für akzeptabel hielt, dass der Gang zur Feuertreppe durch vierzig Kartons mit leicht entflammbaren Archivunterlagen versperrt war. In meiner Rolle als Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragter erkannte ich schnell das Risiko, das dieses kleine Detail darstellte. Verständlicherweise war ich daher bestrebt sicherzustellen, dass es in der neuesten Risikobewertung für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz enthalten war, die ich meinem obersten Chef vorlegte. Als er den Bericht jedoch entgegennahm, schien er wenig beeindruckt. „Vielen Dank“, antwortete er in einem Ton, der jeglicher Aufrichtigkeit entbehrte, „denn jetzt, wo Sie das zu Papier gebracht haben, muss ich etwas dagegen unternehmen!“ Endlich Erfolg, dachte ich – aber nur so lange, bis ich feststellte, dass es für einen Geschäftsführer tatsächlich viel einfacher ist, seinen Arbeitsschutzbeauftragten zu entlassen, als vierzig Kartons mit archivierten Unterlagen zu entfernen.
Ich habe Ihnen das nicht erzählt, um Ihr Mitgefühl zu gewinnen (obwohl ich mich nicht beschweren würde, wenn es mir entgegengebracht würde). Ich habe es vielmehr getan, um einen wichtigen Punkt anzusprechen, bevor ich darauf eingehe, wie die Sorge um den Klimawandel die Welt der Unternehmensstandards erfasst hat. Das Problem ist, dass solche Standards und die ihnen zugrunde liegenden Sensibilitäten bestenfalls einen schwachen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen eines durchschnittlichen, selbstgemachten Industriekapitäns haben. Aber das wird den bürokratischen Moloch dennoch nicht aufhalten.
Nehmen wir zum Beispiel die ISO 14001, den „Goldstandard“ für Umweltmanagementsysteme in Unternehmen. Es waren nicht das plötzliche Interesse meines Chefs an Nachhaltigkeit und das Umweltbewusstsein des Unternehmens, die dazu führten, dass mein Unternehmen die ISO 14001-Zertifizierung erhielt. Vielmehr war es meine eigene Erkenntnis, dass unser Hauptkunde, die britische Regierung vorhatte, eine Anforderung einzuführen, wonach jeder Lieferant oder Subunternehmer aus der Privatwirtschaft über eine solche Zertifizierung verfügen musste, wenn er sich um künftige Regierungsaufträge bewerben wollte. Der „Alpha-Gorilla“ musste keinen einzigen kostbaren Moment seiner Zeit opfern, um dieses Problem anzugehen, denn man konnte sich darauf verlassen, dass ich es erkannte und mich darum kümmerte, so dass er sich wichtigeren Problemen widmen konnte, wie zum Beispiel der Frage, wie man das einmal etablierte Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 umgehen könnte. Und solche Dinge haben die Angewohnheit, nach unten durchzusickern. Die Regierung bestand darauf, dass unsere eigenen Unterauftragsvereinbarungen die gleichen vertraglichen Anforderungen enthalten sollten, und so konnte das Elend, ein Corporate-Governance-Gedöns aufzubauen, das eigentlich niemand will, bis ganz nach unten in die Lieferkette weitergegeben werden.
Wie dem auch sei, mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass das Leben für den durchschnittlichen, verantwortungslosen Manager, noch schwieriger geworden ist, der es vorzieht, die kleinen Details der Umsetzung staatlicher Vorgaben zum Umweltmanagement und zur Eindämmung des Klimawandels seinen Untergebenen zu überlassen. Und das alles nur wegen der Aktivitäten eines relativ unbekannten Beamten aus Rotherham.
Neulich habe ich mich gefragt, wer wohl der berühmteste Nigel Croft der Welt ist (ja, seit ich im Ruhestand bin, habe ich wirklich unglaublich viel Zeit). Also habe ich nachgeschlagen und herausgefunden, dass Nigel Howard Croft ehemaliger Vorsitzender der Gemeinsamen Technischen Koordinierungsgruppe der ISO für Managementsystemnormen ist. Während seiner Amtszeit leitete er die Umsetzung der ISO-Londoner Erklärung zum Klimaschutz. Insbesondere war Nigel maßgeblich an der Einführung des ISO-Leitfadens 84:2020 beteiligt, einem Leitfaden, der für diejenigen verfasst wurde, die mit der Ausarbeitung von ISO-Normen betraut sind. Es stellt sich heraus, dass Personen, die solche Normen verfassen, bestimmte Erwartungen erfüllen müssen, darunter auch die Gewährleistung, dass der Klimawandel angemessen berücksichtigt wird. Mit den Worten der Londoner Erklärung:
Der ISO-Leitfaden 84 unterstützt Normungsgremien dabei, Klimabelange in jeder Phase zu berücksichtigen – von der Planung über die Ausarbeitung bis hin zur Aktualisierung. Er bietet Instrumente zur Bewertung von Klimaauswirkungen und stellt sicher, dass Normen zur Emissionsminderung und zur Stärkung der Klimaresilienz beitragen. Durch die Förderung von Ressourceneffizienz, kohlenstoffarmen Lösungen und langfristiger Klimaanpassung unterstützt der Leitfaden 84 die Entwicklung von Normen, die ein nachhaltiges und klimaresilientes Wachstum vorantreiben.
Ich lasse euch das jetzt erst einmal einen Moment auf euch wirken.
Okay, die Zeit ist um. Das bedeutet, dass nicht nur die Umweltnormen, sondern jede ISO-Norm zu einem potenziellen Instrument wird, um Organisationen dazu zu zwingen, sich dem riesigen Projekt des Klimaschutzes anzuschließen. Um es mit den Worten von Guide 84 zu sagen:
Dieses Dokument richtet sich an Entwickler von ISO-Normen und anderen Dokumenten und soll dazu anregen, Bestimmungen zur Berücksichtigung der Auswirkungen, Risiken und Chancen des Klimawandels in Normen aufzunehmen. Es verfolgt folgende Ziele:
— Normungsgremien in die Lage zu versetzen, zu entscheiden, ob die betreffende Norm Aspekte, Probleme, Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel berücksichtigen sollte;
— den Normungsgremien einen systematischen Ansatz an die Hand zu geben, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen des Klimawandels auf kohärente und einheitliche Weise zu berücksichtigen – sowohl bei neuen als auch bei überarbeiteten Normen – und zwar in einer Weise, die dem Ziel und dem Anwendungsbereich der zu erarbeitenden Norm entspricht;
— soweit praktikabel, die Kohärenz und Kompatibilität zwischen Normen zu fördern, die sich direkt oder indirekt mit dem Klimawandel befassen, sowie deren breitere Anwendung zur Unterstützung der Nachhaltigkeit.
Das bedeutet natürlich nicht, dass alle ISO-Normen zwingend eine Klausel enthalten müssen, die sich mit dem Klimawandel befasst, aber es bedeutet, dass die Verfasser dieser Normen ernsthaft darüber nachdenken sollten. Wie Sie gerade gelesen haben, sollte diese Leitlinie zudem nicht nur für noch zu erarbeitende Normen gelten, sondern auch für bereits bestehende.
Ich beschloss, dies auf die Probe zu stellen, indem ich einen alten Bekannten von mir heranzog: ISO 9001. Zu meiner Zeit ging es dabei nur um Qualitätsmanagement und hatte nichts mit dem Klimawandel zu tun. Doch Folgendes stand in einer Änderung aus dem Jahr 2024:
Abschnitt 4.1
Am Ende des Unterabschnitts ist folgender Satz hinzuzufügen:
Die Organisation hat festzustellen, ob der Klimawandel ein relevantes Thema ist.
Abschnitt 4.2
Am Ende des Unterabschnitts ist folgende Anmerkung hinzuzufügen:
ANMERKUNG: Relevante interessierte Kreise können Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben.
ISO 9001 hat also nicht nur auf die Forderung des Leitfadens 84 reagiert, sich für den Klimaschutz einzusetzen, sondern hat diese Verpflichtung auch an die Zertifikate-Inhaber weitergegeben.
Da die ISO 9001-Zertifizierung weit verbreitet ist, dürfte es nicht allzu viele Organisationen geben, die davon ausgeschlossen bleiben. Aber ISO 9001 ist auch recht allgemein gehalten, und es stimmt tatsächlich, dass relevante Interessengruppen Qualitätsanforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben können. Doch wie sieht es mit anderen ISO-Normen aus? Cybersicherheit ist beispielsweise eher ein Nischenthema. Sicherlich kann ISO 27001 – die Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme – unmöglich eine Anforderung enthalten, die den Klimawandel abdeckt, oder?
Falsch! Auch hier gibt es wieder eine eigene Änderung der ISO 27001 für 2024, die genau die gleichen Klauseln vorschreibt. Und was ist mit Gesundheit und Sicherheit? Die entsprechende Norm ist die ISO 45001 – und ratet mal, was passiert. Ich könnte noch weitermachen.
Der ISO-Leitfaden 84:2020 scheint also tatsächlich das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ich bin mir sicher, dass Nigel ein wirklich netter Kerl und ein echter Profi ist. Es ist nur so, dass er auch der Bürokrat unter den Bürokraten war; was leider bedeutet, dass er, als er vom Klimawandel-Virus befallen worden war, zu einem Superspreader wurde.
Das erinnert mich daran, wie die britische „Education and Training Foundation“ (ETF) die übergreifenden Berufsstandards für den Weiterbildungssektor „aktualisiert“ hat und von Pädagogen verlangt, nachhaltige Praktiken vorzuleben und die für ihr Fachgebiet relevanten Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung zu fördern. Und glauben Sie mir, sie erwarten tatsächlich, dass jedes Fachgebiet die perfekte Gelegenheit bietet, die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung zu fördern. Mathematik, Zahnmedizin, Geschichte, Medienwissenschaften – wählen Sie ein beliebiges Fach, und Sie haben sofortigen Zugang zu Ressourcen, die es Ihnen ermöglichen, Ihr Fachgebiet in die perfekte Plattform für die Förderung der Klimaschutz-Agenda zu verwandeln.
Mir scheint also, dass der Drang, sich über die Auswirkungen des Klimawandels Sorgen zu machen, mittlerweile so fest institutionalisiert ist, dass es kaum noch ein Fachgebiet gibt, das nicht für diesen Zweck vereinnahmt werden kann. Das beginnt bereits im Bildungssystem und setzt sich am Arbeitsplatz fort. Und damit alle auf dem gleichen Stand sind, gibt es stets Standards und Richtlinien, die sicherstellen, dass die eigenen Bedenken der offiziellen Lesart entsprechen.
Ich bin einfach so froh, dass ich mittlerweile viel zu alt bin, um mich mit all dem aus erster Hand auseinandersetzen zu müssen. Ich bin glücklich im Ruhestand, und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit dem exquisiten Vergnügen aufwache zu wissen, dass ich nicht zur Arbeit gehen muss und dass mein Tag stattdessen mit nichts anderem als müßiger Neugier und der Suche nach anderen einflussreichen Nigels gefüllt sein kann.
Link: https://cliscep.com/2026/06/12/setting-the-standard-for-climate-concern/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Im Kohlenstoffbudget fehlen einige Zahlen
Cap Allon
In einer neuen Studie des Geowissenschaftlers Istvan Janos Kovacs heißt es, dass die geologischen CO₂-Emissionen aus Regionen innerhalb der Platten nach wie vor nur unzureichend quantifiziert sind. Dabei handelt es sich um Regionen, die weit entfernt von aktiven Vulkanen und Plattengrenzen liegen.
Genau das ist der springende Punkt.
Die moderne Kohlenstoffbilanzierung konzentriert sich auf vulkanisches CO₂ und nutzt diese geringen Zahlen, um die umfassendere geologische Frage auszublenden. Dies lässt jedoch diffuses, tektonisches und aus dem tiefen Mantel stammendes CO₂ außer Acht, das durch kontinentale Regionen außerhalb von Vulkanbögen entweicht.
Die Studie verweist auf das Pannonische Becken, wo aus dem Mantel stammendes CO₂ durch Deformationszonen und Extensionsstrukturen aufsteigt, ohne dass dort aktiver Vulkanismus herrscht. Die geschätzten Flüsse überschneiden sich mit ruhenden Vulkansystemen.
Graphik: CO₂ aus der Tiefe benötigt keinen ausbrechenden Vulkan, um an die Oberfläche zu gelangen. Verwerfungen, Deformationszonen und alte Plattenstrukturen können Wege aus mantelgebundenen Reservoirs in die Kruste bilden.
Die Erde braucht keinen ausbrechenden Vulkan, um geologisches CO₂ freizusetzen.
Verwerfungszonen, Mantelfluide, Reaktionen in der unteren Kruste und CO₂-reiche lithosphärische Reservoirs können Kohlenstoff nach oben transportieren. Ein Teil wird eingeschlossen. Ein Teil löst sich auf. Ein Teil wird später freigesetzt.
Aktuellen Klima-Kohlenstoff-Modellen fehlen robuste Parameter für diese Quellen.
Das ist die fehlende Größe.
Der Öffentlichkeit wird gesagt, das Kohlenstoffbudget sei präzise genug, um Energiebeschränkungen, Steuern, Verbote und wirtschaftliche Umstrukturierungen zu rechtfertigen. Doch ein messbarer natürlicher geologischer Input ist nach wie vor schlecht erfasst und fehlt weitgehend in den Modellen.
Kohlenstoffreservoirs in tiefen Erdschichten, Mantelfluide und langfristige Entgasungsprozesse werden noch immer kartiert.
Den Kohlenstoffkreislauf als geklärt zu bezeichnen, während diese Prozesse nur unzureichend quantifiziert sind, ist ein Witz.
Link: https://electroverse.substack.com/p/june-snow-returns-to-the-alps-oregons?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Hier kommt der Super-Mega-Ultimate-Hyper-Giga-Godzilla-El-Niño
Die Schlagzeilenmacher waren sehr fleißig. Ein Blick auf die Klimapresse des vergangenen Monats zeigt ohne eine bestimmte Reihenfolge [alle Schlagzeilen übersetzt]:
„Atmosphärischer Alarmzustand: Der Super-El-Niño von 2026 entwickelt sich derzeit zu einer rekordverdächtigen Intensität“ (Severe Weather Europe)
„Der ‚Godzilla‘-El-Niño kommt: Diese Ausprägung hat die Welt noch nie zuvor gesehen“ (Open Magazine)
„Wie eine monströse Hitzewelle im Ozean einen Super-El-Niño anfachen könnte“ (Bulletin of the Atomic Scientists)
„‚Super-El-Niño‘ droht, während La Niña vor dem Höhepunkt der Hurrikansaison 2026 nachlässt“ (Daily Caller)
„Der El Niño von 2026 entwickelt sich ungewöhnlich schnell und könnte mit dem stärksten jemals gemessenen mithalten“ (Down to Earth)
„Ein seltener ‚Super-El-Niño‘ wird immer wahrscheinlicher. Das ist zu erwarten“ (Fortune)
Der aktuelle Zustand des äquatorialen Pazifiks ist nach Angaben derjenigen, deren Aufgabe es ist, den äquatorialen Pazifik zu überwachen, ENSO-neutral. Dies ist die offizielle Einschätzung des NOAA Climate Prediction Center gemäß der jüngsten ENSO-Diagnosediskussion. Die Anomalien der Meerestemperatur liegen stellenweise über dem Durchschnitt, doch das gekoppelte Ozean-Atmosphäre-System hat noch nicht umgeschlagen. Der El-Niño-Alarm ist in Kraft. Die nächste monatliche Diskussion ist für morgen, den 11. Juni, angesetzt und könnte die Zahlen verändern – oder auch nicht.
Zwischen den tatsächlichen neutralen Bedingungen im Pazifik und den Schlagzeilen von Godzilla-Ausmaßen ebendort besteht eine Diskrepanz, die einer näheren Betrachtung bedarf.
Eine kurze Chronik des „Klima-Godzilla“Die Namensgebung für starke El-Niño-Ereignisse folgt den Inflationsgesetzen einer schlecht verwalteten Währung. Wir begannen mit „El Niño“, dem meteorologischen Namen. Dann kam „starker El Niño“ für die größeren Ereignisse. Dann „sehr starker El Niño“. Dann „Super-El Niño“. Dann, für kurze Zeit, „Bruce Lee El Niño“, geprägt von einigen Medien Mitte der 2010er Jahre, bevor der Begriff aus Gründen, die man sich vorstellen kann, stillschweigend wieder in den Ruhestand geschickt wurde. Im Jahr 2015 kamen wir dann bei „Godzilla El Niño“ an, einem Begriff, der einem NASA-Wissenschaftler zugeschrieben wird, von jedem Medienunternehmen auf der Welt aufgegriffen und auf das Ereignis von 2015–16 angewendet worden war.
Der Godzilla von 2015–16 sollte episch werden. Der Pazifik erwärmte sich stark. Die Schlagzeilen taten, was Schlagzeilen eben tun. Kalifornien, das sich damals mitten in einer vierjährigen Dürre befand, wurde Erleichterung versprochen, die in Form von Winterregen biblischen Ausmaßes kommen sollte, und man sagte dem Land auch, dass dies die neue Normalität sei, dass der El Niño die Erleichterung sei und dass diese Erleichterung zudem katastrophal sein würde. Das war das Genre.
Was danach geschah, ist der Erinnerung wert. Das Ereignis von 2015/16 erreichte nach den traditionellen Messungen des Oceanic Niño Index nahezu Rekordwerte, führte zu einer moderaten atmosphärischen Kopplung, hatte in Kalifornien nur geringe Auswirkungen (etwas Regen, nicht genug, um die Dürre zu beenden) und trug zu einem Rekord-Wärmejahr bei, das in den Langzeitaufzeichnungen nicht vom bestehenden Erwärmungstrend zu unterscheiden war. Im Juni 2016 erklärte Mike Halpert von der NOAA Godzilla offiziell für tot: Es ist nichts mehr übrig. Steckt eine Gabel rein, es ist vorbei.
Das war Godzilla 1, oder Godzilla 3, wenn man das Ereignis von 1997–98 als Godzilla 0 und das von 1982–83 als Proto-Godzilla zählt. Die Reihe wurde regelmäßig neu aufgelegt. Wir sind jetzt bei Godzilla 2026 angelangt, der derzeit für den Kinostart vorbereitet wird.
Was die NOAA tatsächlich sagtDie aktuelle ENSO-Diagnosediskussion ist hilfreich, um die meteorologischen Fakten von den Medienberichten zu unterscheiden. Die Diskussion vom Mai 2026 bestätigt, dass ein El Niño wahrscheinlich eintreten wird: mit einer Wahrscheinlichkeit von 82 % im Zeitraum Mai bis Juli und von 96 % für den Winter von Dezember 2026 bis Februar 2027. Dieser Teil findet sich in fast jedem Pressebericht.
Was in fast keinem der Presseberichte steht, ist der nächste Absatz. Die NOAA stellt fest, dass die Zuversicht hinsichtlich des Auftretens von El Niño gestiegen ist, fügt jedoch einen Satz hinzu, den die Presse lesen sollte:
Es besteht nach wie vor erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der maximalen Stärke von El Niño, wobei keine Stärkeeinstufung eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 37 % aufweist.
Lesen Sie das noch einmal, denn die Presse hat es nicht getan. Die NOAA sagt: Wir sind ziemlich sicher, dass sich ein gewisser El Niño entwickeln wird. Wir sind uns jedoch nicht sicher, wie stark er ausfallen wird. Keine Stärke-Kategorie – weder schwach, noch mäßig, noch stark, noch sehr stark – hat eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 37 %. Das ist keine Vorhersage für einen Godzilla. Das ist eine Vorhersage, die besagt: „Wir werden ein El Niño-Phänomen haben, und wir werden euch sagen, wie stark es ist, sobald wir es wissen.“
Das Climate Prediction Center merkt zudem trocken an, dass stärkere El-Niño-Ereignisse keine starken Auswirkungen garantieren. Sie sorgen lediglich für die Bedingungen, unter denen starke Auswirkungen entstehen können. Ob die Atmosphäre tatsächlich so mit der warmen Anomalie in Wechselwirkung tritt, dass sich echte Wetterauswirkungen in den nachgelagerten Regionen ergeben, hängt von einer Reihe separater sommerlicher Dynamik ab, die sich noch nicht entfaltet hat. Der „Godzilla“ von 2015–16 erreichte einen fast rekordverdächtigen Höchstwert bei der Meerestemperatur-Anomalie, führte aber zu einer atmosphärischen Kopplung, die rückblickend betrachtet durchschnittlich war.
Die Frühjahrs-Hürde der VorhersagbarkeitEs gibt einen triftigen Grund, warum all dies unsicherer ist, als die Schlagzeilen mit ihren Prozentangaben vermuten lassen. Man nennt dies die „Frühjahrs-Vorhersagebarriere“. ENSO-Prognosen, die im späten Frühjahr erstellt werden, weisen systematisch größere Fehler auf als Prognosen, die im Spätsommer oder Herbst erstellt werden. Diese Barriere spiegelt die saisonale Dynamik des äquatorialen Pazifiks wider, der zwischen etwa April und Juni chaotischer ist als zu anderen Jahreszeiten.*
*Einschub des Übersetzers: Aus der Sicht eines Prognostikers mit über 40 Jahren Berufserfahrung ist dies ein höchst interessanter Absatz. Die „Frühjahrs-Vorhersagebarriere“ gab und gibt es nämlich sehr ausgeprägt auch bei uns. Während meiner gesamten Laufbahn war immer wieder auffällig, wie ungenau die Modellsimulationen des Wetters im Frühjahr im Vergleich zu anderen Jahreszeiten war. Aber auch schon vor dem Aufkommenden numerischer Modelle war dieser Effekt zu beobachten: Am Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin wurde seit den 1950er Jahren eine Eintreff-Statistik der Wetterprognose geführt. Der regelrechte Einbruch der Prognosegüte im Frühjahr war auch damals schon deutlich erkennbar.
Über die Ursachen dieses Phänomens kann man nur spekulieren. Ins Gespräch gebracht wurde die Umkehrung des Temperaturgefälles zwischen Festland und Ozean im Frühjahr gebracht. Diese gibt es umgekehrt aber auch im Herbst, ohne dass ein solcher Einbruch der Vorhersagegüte auftrat. – Ende Einschub
Der Höhepunkt des sich entwickelnden El Niño wird im aktuellen Prognosezyklus voraussichtlich erst im November oder Dezember erreicht. Eine verlässliche Prognose für diesen Höhepunkt wird erst im Spätsommer vorliegen. Die „Godzilla“-Schlagzeilen, die im Mai und Anfang Juni zu lesen sind, bewegen sich im ungünstigsten Teil des Vorhersagefensters. Michelle L’Heureux, die das CPC-ENSO-Team leitet, hat darauf in fast jeder der jüngsten Prognoseaktualisierungen hingewiesen. Die Schlagzeilen haben dies jedoch nicht aufgegriffen.
Die stille Herabstufung des Relativen ONINoch ein weiterer Aspekt, den die Presse bisher völlig außer Acht gelassen hat. Im Februar 2026 stellte die NOAA offiziell auf den Relative Oceanic Niño Index (RONI) als primären Maßstab für Anomalien im tropischen Pazifik um. Der RONI berechnet die Anomalie des Niño-3.4-Index im Verhältnis zum tropischen Mittelwert und nicht im Vergleich zu einer festen historischen Basislinie.
Diese Änderung ist von Bedeutung. Der gesamte tropische Ozean hat sich ebenso wie der Rest des Planeten erwärmt. Vergleicht man Niño 3.4 mit einer festen Referenzperiode von 1991 bis 2020, ergibt sich eine größere Abweichung als beim Vergleich mit einer ebenfalls erwärmten tropischen Referenzperiode. Die relative Abweichung ist es, die tatsächlich die Kopplung mit der Atmosphäre und die daraus resultierenden Wetterauswirkungen antreibt. Die feste Abweichung ist die Schlagzeilenzahl, die es einem Autor ermöglicht, von „der höchsten jemals gemessenen Temperatur“ zu sprechen.
Durch die Umstellung auf RONI hat die NOAA stillschweigend die scheinbare Stärke der jüngsten El-Niño-Ereignisse im Vergleich zu den Zahlen mit fester Basislinie heruntergestuft, die Journalisten nach wie vor verwenden. Die in der Presse genannten ONI-Werte über 3 sind die Anomalien nach alter Methode mit fester Basislinie. Die relativen Anomalien, auf die die Meteorologie tatsächlich reagiert, sind geringer. Fast niemand außerhalb der Behörde hat seine Artikel aktualisiert.
Aufbauschende AdjektiveDer Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Liste der Begriffe, mit denen die Klimapresse den noch nicht ganz eingetretenen El Niño von 2026 in diesem Jahr bisher beschrieben hat, Folgendes umfasst:
Super. Mega. Monster. Godzilla. Code Red. Looming. Historic. Record-breaking. Unprecedented. Rapid-fire. Catastrophic. Dangerous. Cataclysmic. Apocalyptic. Devastating. Dramatic. Atmospheric. Coming. Imminent. Building. Brewing. Threatening.
Diese Liste ist absichtlich unübersetzt gelassen! A. d. Übers.
Der Artikel in „Down to Earth“ geht noch einen Schritt weiter und vergleicht das für 2026 prognostizierte El-Niño-Ereignis mit dem Superereignis von 1876–78, wobei er hilfreich anmerkt, dass das Ereignis von 1876 „einer der Hauptgründe für eine weltweite Hungersnot war, der rund 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen“. Dies ist die Art von Vergleich, die eine Prognose in den richtigen Kontext stellt. Der Kontext ist, dass ein Subsistenz-Agrarsystem der viktorianischen Ära ohne moderne Bewässerung, Transportmöglichkeiten, Kühltechnik, Wettervorhersagen oder internationale Lebensmittelmärkte mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen hatte. Die Schlussfolgerung für das Jahr 2026, in dem all diese Dinge vorhanden sind, bleibt dem Leser überlassen.
Bis Godzilla 2030 werden wir neue Adjektive brauchen. Darf ich vorschlagen: Hyper-Saiyan-El-Niño. El-Niño-Endform. El-Niño-Director’s-Cut-Erweiterte-Ausgabe. Das Multiversum von El Niño. El-Niño-Endspiel. El-Niño-Beginn.
The Daily Caller informierte seine Leser diese Woche, dass dem La-Niña-Muster „die Puste ausgeht“, was ein Terminus ist, das der AP Style Guide nicht kennt, aber wahrscheinlich kennen sollte. La Niña schwindet. La Niña verblasst. La Niña geht sanft in jene gute Nacht. Der Pazifik wurde zu einem Haushaltsgerät vermenschlicht. Uns geht es als Zivilisation ganz gut.
Worum es wirklich gehtEs wird wahrscheinlich zu einem El Niño kommen. Er wird sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten entwickeln. Er wird wahrscheinlich Ende 2026 oder Anfang 2027 seinen Höhepunkt erreichen. Er könnte stark ausfallen. Er könnte moderat ausfallen. Er könnte im Sande verlaufen. Die NOAA, also die Behörde, welche die offizielle Vorhersage erstellt, hat keine Stärke-Kategorie mit einer Wahrscheinlichkeit von über 37 % angegeben. Die Presse berichtet vor allem von der rund 30-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass es ein beispielloses Ereignis wird, während sie die rund 60-prozentige Wahrscheinlichkeit verschweigt, dass es unauffällig verlaufen wird.
Der „Godzilla“ von 2015–16 sollte beispiellos sein. Er führte zu einer überdurchschnittlich starken Saison, keinem Zusammenbruch der Zivilisation und einem Ende der Reihe, die etwa drei Jahre dauerte, bevor es zum nächsten Neustart kam. Das Ereignis von 1997–98 davor verlief ähnlich. Der Medienzyklus war bei beiden identisch mit dem, den wir jetzt erleben: Die Schlagzeilen führten mit den Worst-Case-Szenarien, die tatsächlichen Ereignisse waren bemerkenswert, aber beherrschbar, und der nächste Zyklus begann, als sich der Pazifik das nächste Mal erwärmte.
Ich bin froh, wenn ich mich irre und sich 2026–27 als der schlimmste El Niño aller Zeiten herausstellt. Die ehrliche Antwort lautet, dass es noch niemand weiß, und die Leute, die am besten darüber Bescheid wissen, sagen das auch ganz offen. Die NOAA selbst spricht von 37 %. Die Presse verkauft 90 %.
„Godzilla 2026“ läuft gerade in den Kinos. Im November werden wir sehen, ob die Filmreihe eine weitere Fortsetzung gebraucht hat.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Hier kommt der Super-Mega-Ultimate-Hyper-Giga-Godzilla-El-Niño erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Euronews räumt zaghaft ein, dass die deutschen Wirtschaftsprobleme durch die Energiepolitik verursacht werden.
WUWT, Essay von Eric Worrall
„… als bedeutender Energieproduzent werden die Vereinigten Staaten weiterhin relativ solide Wachstumsraten verzeichnen … während die Eurozone deutlich schwächer ist …“
Deutschland: Wachstum halbiert sich, da der Staat Investitionen steuert
…
„Der einzige Grund für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr sind die öffentlichen Ausgaben“, stellt der Chefökonom klar. Die Nachfrage der privaten Haushalte schwächelt, und Unternehmen agieren vorsichtiger. Steigende Staatsausgaben, beispielsweise durch höhere Verteidigungsausgaben und den Sonderfonds, stützen stattdessen das Wirtschaftswachstum.
…
International prognostiziert das DIW, dass die Vereinigten Staaten als bedeutender Energieproduzent weiterhin relativ solide Wachstumsraten von knapp über 2 Prozent verzeichnen werden, während die Aussichten für die Eurozone deutlich schwächer sind …
Europa produziert nicht genügend zuverlässige Energie selbst und ist daher auf Importe angewiesen. Preisschwankungen in diesem Zusammenhang belasten die Wirtschaft und mindern die Kaufkraft. Das DIW erwartet keinen Angebotsschock und argumentiert, dass die Versorgungssicherheit mit Öl und Gas, insbesondere dank einer diversifizierten Struktur, nicht gefährdet sei.
Doch energieintensive Branchen wie die Chemie-, Stahl- und Papierindustrie leiden unter den steigenden Strom- und Gaspreisen. Nach den Annahmen des DIW bedeutet dies, dass Deutschland stärker betroffen ist als andere europäische Länder.
…
Lesen Sie hier weitere Details: https://www.euronews.com/business/2026/06/10/germany-growth-halves-as-state-drives-investment
Ich fragte Claude.ai , meine derzeitige Lieblings-KI: „Welche frackbaren Öl- und Gasvorkommen in Europa werden derzeit aufgrund von Umweltauflagen nicht erschlossen?“
Die Antwort war schlimmer als erwartet.
Hier finden Sie einen umfassenden Überblick über Europas unerschlossene, für Fracking geeignete Lagerstätten und die regulatorischen Rahmenbedingungen, die deren Nutzung behindern:
Europas unerschlossene Schieferöl- und -gasvorkommen
Das große Ganze
Schätzungen zufolge verfügt Europa über mehr förderbares Schiefergas als die USA. Die einzige nennenswerte Fracking-Aktivität auf dem Kontinent findet jedoch in der Ukraine statt. Die Exploration und Förderung europäischer Schiefergasreserven wurde nach 2015 weitgehend eingestellt, doch bis 2023 debattierten europäische Staats- und Regierungschefs über eine mögliche Neubewertung der Schiefergaspolitik. (OilPrice.com globalsecurity)
Einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe aus dem Jahr 2013 zufolge gibt es in Europa schätzungsweise 14 Billionen Kubikmeter technisch förderbare Schiefergasreserven.
Aufschlüsselung nach Ländern
- Frankreich – Vollständiges Verbot: Frankreich verfügt mit geschätzten 3,9 Billionen Kubikmetern über die zweitgrößten Schiefergasvorkommen Europas. Der öffentliche Widerstand veranlasste das französische Parlament zu einem vollständigen Verbot des Frackings. Die Lagerstätten befinden sich hauptsächlich im Pariser Becken und in Südfrankreich und bleiben weiterhin komplett unzugänglich. (globalsecurity The Jamestown Foundation)
- Polen – Wirtschaftlich nicht rentabel / Regulatorische Hürden: Polen verfügt mit geschätzten 4,2 Billionen Kubikmetern über die größten Schiefergasvorkommen Europas. Die ersten Explorationsbohrungen lieferten jedoch enttäuschende Ergebnisse, was einige Betreiber zum Rückzug veranlasste. Ein hohes Steuerniveau und die Auflage, dass ausländische Unternehmen mit lokalen Partnern zusammenarbeiten müssen, dämpften die anfängliche Begeisterung erheblich. Die Regierung hat ihre regulatorischen Rahmenbedingungen inzwischen jedoch für ausländische Investoren attraktiver gestaltet. Bekannte Vorkommen konzentrieren sich in der Nähe von Warschau, Radom und der Ostseeküste .
- Vereinigtes Königreich – Moratorium (faktisches Verbot): Die britischen Schiefergasvorkommen werden auf 17,6 Billionen Kubikmeter geschätzt, von denen 728 Milliarden Kubikmeter als technisch förderbar gelten – genug, um den Gasbedarf Großbritanniens für etwa ein Jahrzehnt zu decken. 2019 beendete die Regierung ihre Unterstützung für Fracking, nachdem die zuständige Behörde für die Öl- und Gasindustrie festgestellt hatte, dass „es mit der aktuellen Technologie nicht möglich ist, die Wahrscheinlichkeit von mit Fracking verbundenen Erschütterungen genau vorherzusagen“. Die wichtigsten Vorkommen befinden sich in Lancashire (Bowland Shale) und Yorkshire. ( Scientific American, com )
- Deutschland – Moratorium / faktisches Verbot: Deutschland hatte Fracking bereits zuvor verboten. Im Norddeutschen Becken und Teilen Nordrhein-Westfalens wurden Schiefergasvorkommen identifiziert, doch der Landtag Nordrhein-Westfalens verhängte ein Moratorium, bis weitere Informationen vorliegen. (OilPrice.com, The Jamestown Foundation)
- Bulgarien – Unbefristetes Verbot: Unter dem Druck von Umweltgruppen verabschiedete das bulgarische Parlament ein unbefristetes Moratorium für Fracking. Die Regierung widerrief zudem die dem US-Unternehmen Chevron erteilte Genehmigung zur Schiefergasexploration in Nordostbulgarien. (Jamestown Foundation)
- Spanien – Regionale Verbote: Die meisten Schiefergasvorkommen befinden sich im baskisch-kantabrischen Becken im Norden Spaniens. 2013 verbot die Region Kantabrien Fracking, doch das spanische Verfassungsgericht erklärte das Verbot für verfassungswidrig. Regionale Politik bleibt trotz der Unklarheit auf Bundesebene ein großes Hindernis. Europäisches Parlament
- Niederlande – Die Schiefergasexploration in den Niederlanden wurde bis zum Abschluss einer Studie zu ihren ökologischen und sozialen Auswirkungen ausgesetzt. Europäisches Parlament
- Rumänien – Nach Protesten aufgegeben: Große Erdölkonzerne zogen sich aus den noch jungen Schiefergasförderprojekten in Rumänien zurück, zumeist aufgrund enttäuschender geologischer Ergebnisse und erheblichen öffentlichen Widerstands. (Scientific American)
Warum es nicht genutzt wird
Die Hindernisse stellen eine Mischung aus gesetzlichen Verboten und praktischen / kommerziellen Abschreckungsmaßnahmen dar:
- Seismisches Risiko – durch Fracking-Operationen ausgelöste Erdbeben waren wiederholt Auslöser für Moratorien (Großbritannien, Deutschland).
- Angst vor Wasserverschmutzung – die hohe Bevölkerungsdichte in Europa führt dazu, dass Grundwasserleiter politisch weitaus sensibler sind als in den USA.
- EU-Umweltrecht – Die Europäische Kommission hat eine Empfehlung ausgesprochen, wonach Mitgliedstaaten, die Fracking betreiben, angemessene Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen ergreifen müssen, da die Risiken grenzüberschreitend sein können. EUR-Lex
- Wirtschaftliche Rentabilität – die geologischen Gegebenheiten in weiten Teilen Europas haben sich als weniger günstig erwiesen als ursprünglich erhofft, und die aufgrund der Bevölkerungsdichte erforderlichen engeren Bohrlochabstände erhöhen die Kosten erheblich.
- Energiewendepolitik – da sich die EU zu Netto-Null-Zielen verpflichtet hat und russisches Gas durch LNG und erneuerbare Energien schrittweise ersetzen will, ist der politische Wille, in neue Infrastruktur für fossile Brennstoffe zu investieren, sehr begrenzt.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass Europa über genügend eigene Ressourcen verfügt, aber eine weitgehend bewusste (wenn auch umstrittene) Entscheidung getroffen hat, sie nicht zu nutzen.
Quelle: https://claude.ai/share/a5b0ed47-42b4-47fe-b081-0fc74aeb2af6
Diese Eurozonen-Katastrophe ist völlig selbstverschuldet. Präsident Trump warnte Europa bereits 2018, dass es mit einer wirtschaftlichen Katastrophe und geopolitischer Erpressung rechnen müsse, wenn es weiterhin auf Energieimporte aus Russland angewiesen sei, anstatt eigene Ressourcen zu erschließen.
Hätte Deutschland im Jahr 2021 einen Kanzler gewählt, der genauso begeistert von der Förderung fossiler Brennstoffe gewesen wäre wie Präsident Trump, würden die Gasfelder in Nordrhein-Westfalen und im Norddeutschen Becken jetzt den normalen Bürgern Preiserleichterungen bringen und die deutsche Wirtschaft ankurbeln.
Doch Deutschland entschied sich stattdessen für wirtschaftliche Stagnation und Armut. Sie wählten eine Regierung, die Steuergelder ins Ausland verschenkt, sich verschuldet und bald Geld drucken wird, um ihre grüne Ideologie aufrechtzuerhalten, anstatt Politiker, die dieses Desaster hätten beheben können.
Der Beitrag Euronews räumt zaghaft ein, dass die deutschen Wirtschaftsprobleme durch die Energiepolitik verursacht werden. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Fegefeuer der Batterien – Ignorierung der Umweltrisiken
WUWT, Richard Ellenbogen
In Tom Wolfes Roman „Fegefeuer der Eitelkeiten“ zerstört eine einzige katastrophale Nacht die Illusion, dass die Mächtigen die Realität ihren Vorstellungen anpassen können. Der heutige Ansturm auf den Einsatz von Batteriespeichersystemen (BESS) in dicht besiedelten Gebieten beruht auf einer ähnlichen Illusion: der Annahme, dass Regulierungsbehörden reale Sicherheits- und Umweltrisiken mit beschwichtigenden Argumenten und unvollständigen Daten einfach ignorieren können.
Watts Up With That hat bereits Blogartikel veröffentlicht, in denen ich meine Bedenken bezüglich Batteriespeichersystemen (BESS) dargelegt habe. Ich habe ein Whitepaper mit dem Titel „ Die inhärente Gefahr der Aufstellung von Lithium-basierten Energiespeichersystemen im Versorgungsmaßstab in dicht besiedelten Gebieten“ verfasst , das einen Überblick über diese Bedenken bietet. Mein letzter Beitrag war eine Zusammenfassung meines Antrags bei der New Yorker Behörde für öffentliche Dienstleistungen (PSC) mit dem Titel „ Eine INES-ähnliche Skala zur Bewertung von Vorfällen mit Batteriespeichersystemen (BESS) und ein Vergleich von 50 Jahren Betrieb von US-Kernkraftwerken mit den letzten zweieinhalb Jahren des BESS-Betriebs in den Vereinigten Staaten “ („PSC-Antrag“). Dieser Beitrag beschreibt einen Nachtrag zu diesem Antrag, der durch einen realen Fall in New York angestoßen wurde. Dieser Fall verdeutlicht, wie schnell ein zunächst als „kontrollierter“ Batterievorfall in einen regelrechten Brand der Batterien münden kann.
Erste Anmeldung
In meiner ersten Stellungnahme verglich ich die Sicherheitsbilanzen der Batteriespeicherindustrie und der Atomindustrie. Dabei stellte ich fest, dass die Batteriespeicherindustrie in den letzten zweieinhalb Jahren eine weitaus schlechtere Sicherheits- und Umweltbilanz aufweist als die Atomindustrie in den letzten 50 Jahren – einem zwanzigmal so langen Zeitraum. Die Aufsichtsbehörden und politischen Entscheidungsträger des Staates New York ignorieren diese Tatsachen und gestatten die Installation dieser Systeme in dicht besiedelten Gebieten, während sie gleichzeitig die potenziellen Folgen außer Acht lassen.
In meiner Untersuchung beschrieb ich die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der in Lithium-Ionen-Batteriespeichern verwendeten Kathodenmetalle. Ich stellte fest, dass die Exposition gegenüber Nickel, Mangan und Kobalt aus dem Abwasser von Batteriebränden in porösen Böden und flachen Grundwasserleitern die Risiken aufgrund der schnellen Auswaschung ins Grundwasser erhöht und somit die Aufnahme über den Mund und die Haut verstärkt. Diese in Lithium-Ionen-Batterien häufig vorkommenden Metalle können Trinkwasser und Nutzpflanzen kontaminieren und sich in der Nahrungskette anreichern. Gesundheitsbehörden wie die Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) weisen darauf hin, dass solche Szenarien den Mustern industrieller Verschmutzung ähneln, bei denen der pH-Wert und die Redoxbedingungen des Bodens die Mobilität dieser Stoffe beschleunigen.
Ich erstellte die Unterlagen für die Klageerhebung auf Anfrage der Feuerwehr Hauppauge, da diese Bedenken hinsichtlich eines geplanten großen Batteriespeichersystems (BESS) in ihrem Zuständigkeitsbereich äußerte. Der geplante Standort liegt in der Nähe von Bächen und weist einen hohen Grundwasserspiegel auf. An einem Standort mit diesen Eigenschaften könnte ein Brand einer Lithium-Ionen-Batterie, wie er in BESS-Anlagen häufig vorkommt, langfristige und katastrophale Umweltschäden verursachen. Hinzu kommt die unmittelbare und sehr ernste Gefahr für Menschen und Gebäude an der Schule und in den umliegenden Wohngebieten durch Hitze und giftige Gase im Brandfall. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Unterlagen war mir kein vergleichbarer Fall in New York bekannt.
Nachtrag zur Einreichung
Am 8. Juni reichte ich einen Nachtrag ein , in dem ich darauf hinwies, dass die Suffolk County Water Authority am 29. Mai die Betreiber einer Batteriespeicheranlage in East Hampton, New York, wegen der Verunreinigung zweier Brunnen infolge eines Brandes in der Anlage am 31. Mai 2023 verklagt hat. Die Brunnen sollen auf die in meinem Positionspapier beschriebene Weise verunreinigt worden sein. Zwar wurde im Trinkwasser auch eine andere Batteriechemikalie nachgewiesen, die Verunreinigungsmethode ist jedoch dieselbe.
Die Akte enthält drei Anhänge. Der erste ist eine Kopie des Newsday-Artikels zu diesem Thema vom 2. Juni. Eine Kopie der Klageschrift findet sich in Anhang 2. Anhang 3 präsentiert die Ergebnisse einer Suche nach öffentlich zugänglichen Informationen über den Brand im BESS-Gebäude.
Die EPRI-BESS-Branddatenbank enthält Aufzeichnungen aller gemeldeten BESS-Brände. Wie sich zeigen wird, ist die Datenbank unzureichend. Abbildung 1 unten zeigt den EPRI-Eintrag zum betreffenden Brand in East Hampton.
Description: Die Ereignisbeschreibung in der vorstehenden Datenbank besagt, dass das Feuer durch eine interne Sprinkleranlage eingedämmt wurde
Am 31. Mai 2023 kam es im East Hampton Energy Storage Center in New York zu einem schweren Zwischenfall, als ein Lithium-Ionen-Batteriespeicher (BESS) mit einer Leistung von 5 MW und einer Kapazität von 40 MWh überhitzte, was zu einem Schwelbrand der Batterie führte. Das Feuer hatte lang anhaltende Straßensperrungen und die Einstellung des Zugverkehrs zur Folge.
https://storagewiki.epri.com/index.php/Failure_Event_-_US,_NY,_East_Hampton_-_31_May_2023
Die Klage behauptet jedoch, dass 2,2 Millionen Gallonen Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden. Diese Menge basiert auf den Anforderungen der Sprinkleranlage des Werks und der Tatsache, dass diese 30 Stunden lang lief, nicht nur eine, wie der Eintrag in der EPRI-Datenbank suggeriert. Um die Größenordnung von 2,2 Millionen Gallonen Wasser zu verdeutlichen: Ein DOT 117-Kesselwagen, der größte Kesselwagen für die Eisenbahn, fasst je nach Modell zwischen 23.600 und 30.600 Gallonen Flüssigkeit. 2,2 Millionen Gallonen würden einen Güterzug mit 72 bis 93 Waggons füllen, und das Wasser würde etwa 18 Millionen Pfund wiegen.
Zufällig sprach ich am 4. Juni mit einer Gruppe Feuerwehrleute aus Suffolk County. Obwohl niemand aus Angst vor dem Verlust seines Arbeitsplatzes namentlich genannt werden will, ging aus Gesprächen mit mehreren Feuerwehrleuten hervor, dass das Feuer nicht, wie im EPRI-Bericht suggeriert, in einer Stunde gelöscht werden konnte. Es dauerte viele Stunden. Der EPRI-Bericht beschönigt den Vorfall offenbar. Darüber hinaus stellt die Tatsache, dass die Wahrheit aus politischen Gründen unterdrückt wird, ein enormes Problem für die öffentliche Sicherheit dar. Wie viele andere Einträge in der EPRI-Datenbank müssen nun infrage gestellt werden?
Darüber hinaus sind nach drei Jahren viele Felder im EPRI-Datensatz leer, und am Ende des Datensatzes heißt es: „Wenn Sie Details oder Korrekturen zur Datenbank beitragen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere E-Mail-Adresse für Lagersicherheit .“ Zu den leeren Feldern gehören „Schadensausmaß“, „Ursache“, „Ausgefallenes Element“, und die „Beschreibung“ entspricht nicht der Realität. Niemand möchte diese Informationen aktenkundig haben, aber im Interesse der öffentlichen Sicherheit ist dies notwendig. Die zur Brandbekämpfung verwendete Wassermenge sollte zusätzlich erfasst werden.
Anhang 3 zeigt die verfügbaren Informationen, die Perplexity AI zu dem Ereignis finden konnte. Perplexity stellte den Informationsmangel in vielen Feldern des EPRI-Datensatzes in Abbildung 1 fest. Ich hob die Feststellung von Perplexity hervor: „ Dies ist im Grunde das, was einem prägnanten öffentlich zugänglichen „Brandbericht“ am nächsten kommt, aber es handelt sich um eine sekundäre Zusammenstellung, die auf lokalen Meldungen basiert, und nicht um ein primäres NFIRS- oder Feuerwehruntersuchungsdokument.“
Die Löscharbeiten beim BESS-Feuer in East Hampton, New York, am 31. Mai 2023 haben mutmaßlich zwei Brunnen verunreinigt, und es bestehen Bedenken hinsichtlich zweier weiterer. Dass ein Ereignis, das möglicherweise 7 % der Wasserversorgung von Suffolk County kontaminiert hat, nicht dokumentiert ist, zeugt von einem Versagen der öffentlichen Politik, insbesondere da diese Systeme vom Staat New York gefördert werden, um dessen schlecht geplante Energiepolitik zu stützen. In der Folge muss Suffolk County nun mit hohem Kostenaufwand eine neue Wasserquelle finden, und die Einwohner von Suffolk County könnten aufgrund der Unbrauchbarkeit der kontaminierten Brunnen mit Problemen beim Wasserdruck zu kämpfen haben.
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Wasserbehörden auf Long Island auf PFAS testen, da sie über die entsprechende Ausrüstung verfügen und PFAS ein bekanntes Problem darstellt. Sechzehn Monate nach dem Brand in Moss Landing finden Forscher, die in den Sümpfen rund um die Anlage arbeiten, immer noch Spuren der Schwermetalle, die bei einem solchen Brand freigesetzt werden. Ein Forscher merkte dazu an:
Wir erhalten nun endlich die Ergebnisse unserer Wasserprobenentnahmen in den Wasserläufen in der Nähe des BESS Moss Landing, die wir ein Jahr lang jeden Monat nach dem Batteriebrand durchgeführt haben, und auch das Metallsignal ist vorhanden.
Wir haben festgestellt, dass sich die Metalle sehr schnell, innerhalb weniger Wochen, im Boden auflösten und die gelösten Kathodenmetallkomponenten dann in die Wasserwege gelangten und mit der Ebbe ins Meer hinausgetragen wurden.
Der gleiche Mechanismus könnte auch in einem anderen, nicht küstennahen Umfeld funktionieren, nämlich dass die gelösten Metalle ins Grundwasser diffundieren und es verunreinigen.
Die Umweltanalysen nach dem Brand des Biomasse-Speicherkraftwerks Moss Landing (BESS) in den Tagen unmittelbar nach dem Brand ergaben, dass es kaum oder gar keine Umweltbelastung gab. Ähnliche Aussagen wurden nach dem Brand in East Hampton getroffen. Allerdings arbeiteten Umweltforscher bereits mehrere Monate vor dem Brand in den Sümpfen um die BESS-Anlage in Moss Landing und verfügten sowohl über die Ausrüstung zur Schadensanalyse als auch über das nötige Fachwissen für deren Anwendung. Hinweise auf ihre Arbeit finden sich in dem am 2. Februar bei der Public Service Commission (PSC) eingereichten Dokument. Informationen zu den negativen Auswirkungen der Schwermetallaufnahme sind in beiden Dokumenten enthalten. Die zentralen Fragen in East Hampton sind, wie weit sich die Chemikalien von den beiden beschädigten Brunnen ausbreiten und ob es eine unentdeckte Schwermetallbelastung gibt, weil niemand danach gesucht hat. Beide Fragen lassen sich derzeit nicht genau beantworten.
Wie in dem Dokument vom 31. Mai ausgeführt wurde, „setzt ein BESS-Brand der Stufen 2–4 eine chemisch komplexe, über mehrere Wege verbreitete Gefahrenwolke frei, die in nahezu jedem anderen Industriesektor bundesweite Meldepflichten auslösen würde.“ Die Verbreitung über mehrere Wege umfasst die Ausbreitung über die Luft, über Wasser und durch direkten Kontakt.
ABSCHLUSS
Als der Artikel vom 31. Mai verfasst wurde, wusste ich noch nichts von der Klage in East Hamton, und die „gefährliche Rauchwolke“ war lediglich eine theoretische, wenn auch sehr wahrscheinliche Folge eines BESS-Brandes. Leider ist diese sehr wahrscheinliche Folge für die Bevölkerung von Suffolk County nun Realität, und Regierungsbehörden versuchen offenbar, die Wahrheit zu unterdrücken, indem sie die Einsatzkräfte, die den Brand bekämpft haben, zum Schweigen bringen.
Geht man von der Richtigkeit der beim Bundesgericht eingereichten Unterlagen der Suffolk County Water Authority aus, so sind die 2,2 Millionen Gallonen Wasser, die bei dem Brand eingesetzt wurden, keine Spekulation. Die Wasserbehörde wusste genau, wie viel zusätzliches Wasser sie an den Tagen des Brandes liefern musste.
Eingeschoben:
https://x.com/waldemarma1er/status/2059601272999674165?s=20
Diese Ereignisse im Zusammenhang mit Batteriespeichersystemen (BESS) müssen, wie im Papier vom 31. Mai vorgeschlagen, klarer und umfassender dokumentiert werden, um eine bessere Datenbank zu erstellen. Die Dokumentation muss zudem von einer unabhängigen Stelle durchgeführt werden, nicht von den BESS-Systembetreibern oder den Kommunen, die unter deren wirtschaftlichen Folgen leiden. Die lokalen Politiker scheinen zu ignorieren, dass auch sie das kontaminierte Wasser trinken müssen und ihre Kinder Kleidung tragen müssen, die mit „Ewigkeitschemikalien“ oder schwermetallbelastetem Wasser gewaschen wurde. Es ist enttäuschend, dass dieselben Umweltgruppen, die sich für das PFAS-Verbot in Kleidung im Bundesstaat New York eingesetzt haben, zu PFAS im Trinkwasser nach BESS-Bränden schweigen. Ein Blick auf ihre Spenderliste offenbart jedoch das Potenzial für hohe Spenden aus der Energiewirtschaft und von Lithiumbatterie-Installateuren. Die Heuchelei kennt keine Grenzen.
Die offensichtliche Ausnahme der Batterieindustrie von den für alle anderen Branchen geltenden Vorschriften stellt die Bevölkerung des Staates New York vor große Probleme. Wie groß muss der Umweltschaden noch sein, bevor die Regierungsbeamten endlich ihrer Pflicht nachkommen und ihre Wähler schützen, anstatt nur die Folgen ihres Missmanagements im Energiesystem notdürftig zu kaschieren?
Es gibt viele Schuldige, und die Gesamtwirkung wirkt sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Einwohner des Staates New York aus. Das muss dringend behoben werden.
Richard Ellenbogen, MEE, ist Präsident von Allied Converters und verfügt über umfangreiche praktische Erfahrung mit Fragen im Zusammenhang mit dem New Yorker Klimaschutzgesetz (Climate Leadership and Community Protection Act). Seine Arbeit zeugt von einem praktischen Verständnis dafür, wie sich Klimapolitik auf reale Geschäftsabläufe auswirkt.
Roger Caiazza hat bereits mehrere Artikel veröffentlicht , darunter eine Zusammenfassung seiner Keynote-Ansprache auf der Konferenz für erneuerbare Energien des Business Council of New York 2023 mit dem Titel „ Energie auf Abruf als Lebenselixier von Wirtschaft und Unternehmertum im Bundesstaat New York “. Ein Video der Präsentation mit dem Titel „Warum der Bundesstaat New York seinen Energieplan überdenken muss und zehn Vorschläge zur Behebung der Probleme“ ist ebenfalls verfügbar.
Ellenbogen ist von Haus aus Ingenieur und hat schon lange ein starkes Engagement für den Umweltschutz bewiesen, indem er bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten sowohl in seinem Privathaus als auch in seinem Unternehmen auf erneuerbare Energietechnologien setzte.
https://wattsupwiththat.com/2026/06/09/bonfires-of-the-batteries/
Der Beitrag Fegefeuer der Batterien – Ignorierung der Umweltrisiken erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
2014: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muß nicht auf Stromspeicher warten.“
Grund: Volatile Lieferanten wie Wind und Sonne stellen teils wesentlich mehr Energie bereit, als die Verbraucher Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz benötigen. Man muß dann „vernichten“ oder speichern. Das wäre rational – aber den politischen Apologeten der „Energiewende“ geht es ungesagt eher um finanziellen Profit durch Umverteilung von Steuergeld – da stehen technische Notwendigkeiten oder physikalische Gesetze nur im Weg. Folge: Man behauptet wahrheitswidrig, es gebe „Speicher noch und nöcher“. Oder man behauptet, daß die Speicher mittelfristig gar nicht nötig seien – so AGORA ENERGIEWENDE schon 2013/2014:
„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muß nicht auf Stromspeicher warten.“
„In den nächsten zehn bis 20 Jahren kann die benötigte Flexibilität im Stromsystem durch andere Flexibilitätsoptionen (zum Beispiel flexible Kraftwerke, Lastmanagement) günstiger bereitgestellt werden als durch neue Stromspeicher. Erst bei sehr hohen Anteilen von Erneuerbaren Energien werden neue Stromspeicher wirklich benötigt.“
Das ist eine schlichte Behauptung – oder anders ausgedrückt: himmelschreiender Unfug. Das einzige, was die Energiewender der deutschsprachigen Staaten rettet, ist die zentrale Lage der Länder, die eine (kostenträchtige) Zu- oder Ableitung von elektrischem Strom nach Frankreich, Polen oder Tschechien ermöglicht.
Der Beitrag 2014: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muß nicht auf Stromspeicher warten.“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Eine statistische Auswertung des Gejammers von Klimawissenschaftlern als politische Aktivisten
Ein Ende Mai in „Environmental Communication“ veröffentlichter Artikel stellt ein sogenanntes „zweidimensionales Rahmenkonzept“ vor, mit dem analysiert werden soll, wie Klimawissenschaftler den öffentlichen Raum erleben. Hauptautor ist Victor Avramov vom Athena-Institut der VU Universität Amsterdam. Die Mitautoren sind an der Universität Amsterdam und am Rathenau-Institut in Den Haag tätig. Die Arbeit wurde vom niederländischen Forschungsrat im Rahmen der Dutch Science Agenda unter der Aktennummer NWA.1397.21223.014 finanziert und von den niederländischen Steuerzahlern bezahlt.
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17524032.2026.2674245#d1e354
ABSTRACTKlimaforscher werden zunehmend in eine polarisierte öffentliche Debatte hineingezogen, was die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf die Probe stellt. In dieser Studie haben wir 35 Klimaforscher – aus unterschiedlichen Fachbereichen und mit unterschiedlichem Dienstalter –, die in den Niederlanden tätig sind, zu ihren Vorstellungen von und Erfahrungen mit der Öffentlichkeitsarbeit befragt. Auf der Grundlage unseres empirischen Materials entwickeln wir einen analytischen Rahmen mit einer Achse aus Politisierung und Partizipation, auf der wir ihre Aussagen verorten. Indem sie ihre öffentlichen Aktivitäten entlang dieser Dimensionen abgrenzen, heben die Klimawissenschaftler Bedenken hinsichtlich wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit, politischer Wirksamkeit, normativer Verantwortung und individueller Kapazitäten hervor. Zwar besteht ein klarer Gegensatz zwischen denjenigen, die sich für strenge Klimapolitik einsetzen oder Fehlinformationen bekämpfen müssen, und denjenigen, die glauben, ihre Hauptaufgabe bestehe darin, fundiertes Wissen bereitzustellen und normative Entscheidungen Aktivisten oder Politikern zu überlassen, doch arbeiten nur wenige Wissenschaftler mit Interessengruppen zusammen. Wir argumentieren, dass es eine Lösung für den Konflikt zwischen Wissenschaft und Politik bieten könnte, wenn man verschiedene Interessengruppen zu Wort kommen lässt und sie an der Wissensproduktion beteiligt.
Die Stichprobengröße beträgt fünfunddreißig. Die Stichprobe besteht aus fünfunddreißig Klimaforschern aus den Niederlanden. Das statistische Verfahren besteht darin, sie fünfzig bis neunzig Minuten lang zu befragen, die Interviews zu transkribieren, die Transkripte induktiv zu kodieren und die daraus resultierenden Codes anschließend in einem zweidimensionalen Diagramm darzustellen. Die Achsen sind mit „Politisierung“ (sic, durchgehend) und „Partizipation“ beschriftet. Die Achsen haben keine Einheiten. Das Diagramm enthält keine Datenpunkte und keine Skala, sondern nur vier sanft gefärbte Flecken unterschiedlicher Größe mit den Bezeichnungen „Abgrenzung“, „Wirkungsstreben“, „Aktivismus“ und „Mitgestaltung“. Die größeren Flecken stehen für eine größere Anzahl von Befragten, die in etwa Ähnliches gesagt haben. Die Platzierung der Flecken innerhalb ihrer Quadranten wird durch die Entscheidung der Autoren bestimmt, dass die Flecken dort hingehören.
So sieht sozialwissenschaftliche Forschung im Jahr 2026 aus.
Was die 35 Befragten zu sagen habenDie den größten Teil des Artikels ausmachenden Interviewzitate verdienen es, ausführlich gelesen zu werden. Die Darstellung ist weniger aufschlussreich als die Zitate selbst.
Hier erklärt der Befragte P23, warum wissenschaftliche Neutralität möglicherweise überbewertet wird:
Ich bin nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Bürger, und ich habe eine Heidenangst vor dem, was gerade geschieht. Warum sollte es mir nicht gestattet sein, mich dazu zu äußern, und warum sollte es meiner Glaubwürdigkeit schaden, wenn es doch gerade die Wissenschaft ist, die mir hilft zu verstehen, was vor sich geht?
Der Artikel geht nicht darauf ein, ob „Angst im Nacken“ eine solide Grundlage für professionelles Verhalten ist. Der Artikel ordnet P23 in den oberen linken Quadranten ein, der mit „Aktivismus“ beschriftet ist. Dies wird als legitime Rolle für einen Wissenschaftler dargestellt.
Hier ist der Befragte P28, ein Professor für Geowissenschaften, der die Wirksamkeit formeller wissenschaftlicher Beratung für die Europäische Union mit der Wirksamkeit von Straßenprotesten vergleicht:
Ich werde bald nach Brüssel reisen, um mit der EU zu sprechen. Vielleicht rede ich ins Leere … aber manchmal bezweifle ich die Wirksamkeit dieser Rolle im Vergleich zu dem, was wir erreichen, wenn wir einfach auf die Straße gehen.
Der Artikel wirft nicht die auf der Hand liegende Frage auf, ob ein Wissenschaftler, der zu dem Schluss gekommen ist, dass Straßenproteste wirksamer sind als wissenschaftliche Beratung, im eigentlichen Sinne noch als Wissenschaftler gelten kann. P28 erscheint in „Activism“. P28 liefert mehrere weitere Zitate, die die Autoren aufschlussreich finden.
Hier ist P28 über die Lasten, ein moralisches Vorbild unter den Unerleuchteten zu sein:
Ich fühle mich einigen Kollegen, mit denen ich gut befreundet war, tatsächlich entfremdet, weil sie die Klimakrise nie auf sich selbst, auf ihr eigenes politisches Leben, beziehen wollten.
Der Artikel wertet dies als Beweis für institutionelle Spannungen mit aktivistischen Wissenschaftlern. Diese Spannungen sind real. Eine andere Lesart, die der Artikel nicht berücksichtigt ist, dass die betreffenden Freunde es vielleicht leid waren, belehrt zu werden.
Hier ist P15, im gleichen allgemeinen Bereich der Darstellung, über die Demütigung, als das bezeichnet zu werden, was sie offensichtlich sind. Der Befragte, so berichtet der Artikel, gab zu, sich selbst zensiert zu haben, aus Angst, als Aktivist bezeichnet zu werden. Der Artikel stellt dies als Problem dar. Der abschreckende Effekt einer zutreffenden Bezeichnung hindert den Aktivisten daran, mehr Aktivismus zu betreiben. Die zutreffende Bezeichnung ist das Problem. Der Aktivismus ist die Datenlage.
Die GraphikDas methodische Kernstück bildet Abbildung 1, ein zweidimensionales Schema, in dem die vier Cluster der Interviewaussagen anhand ihres relativen Grades an Politisierung und Partizipation dargestellt sind. Die Achsen sind nicht skaliert. Die Punkte sind nicht koordiniert. Die Platzierung der Punkte in den jeweiligen Quadranten wurde von den Autoren gemeinsam festgelegt. Die Bildunterschrift weist darauf hin, dass eine höhere Farbdichte eine höhere Häufigkeit darstellt, was dem Diagramm seine einzige quantitative Dimension verleiht: wie oft die Befragten Aussagen machten, die in die einzelnen Cluster fielen, wie durch die Codierungsentscheidungen der Autoren festgelegt.
Abbildung 1. Zweidimensionales Rahmenkonzept, das durch die induktive Analyse des Engagements von 35 Klimawandelforschern im öffentlichen Raum gewonnen worden ist. Die Cluster stellen Aussagen aus den Interviews dar, die entsprechend dem Ausmaß grafisch dargestellt wurden, in dem sie auf politisierende und/oder partizipative Erfahrungen sowie auf Rollenwahrnehmungen im öffentlichen Raum hindeuten. Eine höhere Farbdichte steht für eine höhere Häufigkeit.Das Diagramm verfügt über Achsen. Die Achsen sind beschriftet. Das Diagramm enthält Cluster. Die Cluster haben bestimmte Positionen. Das Diagramm verfügt über eine farbcodierte Legende.
Das Diagramm verfügt über Achsen. Die Achsen sind beschriftet. Das Diagramm enthält Cluster. Die Cluster haben bestimmte Positionen. Das Diagramm verfügt über eine farbcodierte Legende. Dies macht das Diagramm in dem Sinne wissenschaftlich, dass es wie Wissenschaft gestaltet ist.
Bei genauerer Betrachtung zeigt die Grafik dem Leser, dass von fünfunddreißig Interviews die größte Gruppe von Aussagen in den oberen linken Quadranten fiel, der als „Aktivismus“ bezeichnet ist. Die zweitgrößte Gruppe fiel in den mittleren Bereich, der als „Wirkungsorientierung“ bezeichnet ist. Eine kleinere Gruppe erscheint auf der rechten Seite, bezeichnet als „Mitgestaltung“. Ein schmaler Streifen erscheint unten links, bezeichnet als „Abgrenzung“. „Abgrenzung“ ist die Position von Wissenschaftlern, die glauben, dass es ihre Aufgabe ist, Wissenschaft zu betreiben und die Politik den Politikern sowie den Aktivismus den Aktivisten zu überlassen.
Die Studie behandelt diesen schmalen Streifen als die zu überwindende Grundlinie. Der Aktivismus-Block oben links wird als eine reifere und weiter entwickelte Position dargestellt. Der Co-Creation-Block auf der rechten Seite ist die Position, welche die Studie letztendlich empfiehlt.
Wohin das führtDie Diskussion kommt zu dem Schluss, dass der Ausweg aus dem „Gefangensein zwischen Wissenschaft und Politik“ in der Partizipation liegt. Konkret geht es um Bürgerversammlungen, in denen Wissenschaftler und Bürger gemeinsam über Klimaforschung beraten. Der abschließende Absatz verrät aufschlussreich:
In einem aktuellen Forschungsprojekt untersuchen wir das Potenzial der demokratischen Innovation von Bürgerversammlungen im Bereich der Wissenschaftskommunikation.
Der Artikel, der den Würgegriff diagnostiziert und Bürgerversammlungen als Heilmittel verschreibt, wurde von Personen verfasst, die für die Erforschung von Bürgerversammlungen finanziert werden. Die Diagnose passt wie angegossen zum Rezept. Der niederländische Steuerzahler bezahlt für beides.
Die Diskussion preist zudem intellektuelle Bescheidenheit und die Rolle als ehrlicher Vermittler von Wissen und stellt fest, dass Wissenschaftlern, die Bürgerversammlungen leiten, Neutralität zugetraut werden muss. Unter den im Rahmenmodell dargestellten 35 Befragten findet sich im Quadranten „Abgrenzung“ fast niemand, dem man glaubhaft Neutralität zutrauen könnte. Die neutralen Wissenschaftler bilden nach den Daten der Studie selbst eine kleine Randgruppe. Die Aktivisten und die Befürworter der Bürgerbeteiligung machen den Großteil aus. Die in der Studie empfohlene Lösung für das Vertrauensproblem besteht darin, dass diese Aktivisten und Befürworter der Bürgerbeteiligung die Bürgerversammlungen leiten sollten, in denen man ihnen Neutralität zutraut.
Ein Hinweis zum weiteren KontextHinter diesem methodischen Theater verbirgt sich ein ernstzunehmender Punkt. Die 35 Befragten repräsentieren einen Berufsstand, der in den letzten fünfzehn Jahren seine öffentliche Glaubwürdigkeit darauf aufgebaut hat, Wissenschaftler zu sein. Diese Glaubwürdigkeit wurde für Szenarien zugesichert, die inzwischen offiziell ad acta gelegt worden sind (siehe unsere ausführliche Berichterstattung vom letzten Jahr über das Ende von SSP5-8.5 und SSP3-7.0), für darauf aufbauende Zuordnungsbehauptungen sowie für ein politisches Programm, das die Gewissheit der Wissenschaft stets überbewertet hat. Das Vertrauen der Öffentlichkeit hat sich entsprechend verlagert. Die 35 Befragten des Artikels sind Teil des Systems, das diese Verlagerung hervorgebracht hat, und haben dies bemerkt.
Die Avramov-Studie ist das Ergebnis dessen, was passiert, wenn die Menschen innerhalb dieses Systems sich umschauen, feststellen, dass die Dinge aus dem Ruder gelaufen sind, und zu dem Schluss kommen, dass das Problem in den Grenzen zwischen Wissenschaft und Politik liegen muss. Nicht im wissenschaftlichen Inhalt. Nicht in der Auswahl der Szenarien. Nicht in der Übereinstimmung veröffentlichter Schlussfolgerungen mit den Förderprioritäten staatlicher Forschungsräte. Nicht in dem seit fünfzehn Jahren bestehenden Muster, Ergebnisse überzubewerten, um bereits bestehende politische Präferenzen zu stützen.
Das Problem, so die Argumentation dieses Artikels, besteht darin, dass die Wissenschaftler nicht ausreichend Aktivismus praktiziert haben.
[Hervorhebung im Original]
Die Lösung besteht in mehr Aktivismus, der unter einem anderen Namen betrieben wird und an dem Bürger beteiligt sind, die durch deliberative Prozesse mit ins Boot geholt wurden. Nach den eigenen Angaben der Zeitung wollen die aktivistischen Wissenschaftler Vertrauen genießen und gleichzeitig politisch sein. Sie wollen neutral sein und gleichzeitig Aktivisten sein. Sie wollen gehört werden und gleichzeitig belehrend auftreten. Sie wollen als Wissenschaftler angesehen werden und gleichzeitig auf die Straße gehen. Sie wollen vom Staat bezahlt werden und ihm gleichzeitig die Wahrheit sagen. Sie stecken, wie der Titel sagt, mitten im Getümmel. Sie haben auch eine Heidenangst. Die Zeitung zeichnet all dies sorgfältig nach.
Die fünfunddreißig Befragten aus den Niederlanden sind nun dokumentiert. Der niederländische Forschungsrat, der für diese Erkenntnisse bezahlt hat, wird vermutlich weitere in Auftrag geben.
Das ist der Förderzyklus, der seine Arbeit tut – und genau dafür war der Förderzyklus schon immer da.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Eine statistische Auswertung des Gejammers von Klimawissenschaftlern als politische Aktivisten erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Erholung aus der Kleinen Eiszeit soll eine „Krise“ sein
Cap Allon
Seit der Kleinen Eiszeit hat sich die Erde erwärmt. Darüber herrscht Einigkeit. Umstritten ist jedoch, warum die heutige Klimadebatte an einem der kältesten Zeitpunkte der letzten Jahrtausende ansetzt und die anschließende Erwärmung dann als Beweis für eine vom Menschen verursachte Klimakrise gewertet wird.
Die Kleine Eiszeit war für das Leben auf der Erde ziemlich traumatisch. Die Gletscher rückten vor. Die Vegetationsperioden verkürzten sich. Die Winter wurden strenger. Das Meereis breitete sich aus. Ernteausfälle traten häufiger auf. Dann wurde es allmählich wieder wärmer – eine Erholung, die heute als „Katastrophe“ verkauft wird.
Der Öffentlichkeit werden steigende globale Temperaturen, steigende Meereswärme, zurückweichende Gletscher, schrumpfendes Eis und steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre präsentiert. Man sagt ihr, dies seien Beweise dafür, dass der Mensch den Anstieg verursacht habe. Doch all dies sind lediglich Anzeichen für eine Erwärmung. Sie beweisen aber nicht, was den Anstieg verursacht hat. Ein Planet, der eine Kälteperiode hinter sich lässt, würde die gleichen allgemeinen Anzeichen zeigen.
Höhere Temperaturen lassen das Eis zurückweichen. Wärmere Ozeane speichern mehr Wärme und halten weniger gelöstes CO₂ zurück, wodurch mehr davon in die Atmosphäre zurück gelangen kann. Geringere Bewölkung in den unteren Schichten, wie sie in modernen Satellitenaufzeichnungen zu sehen ist, lässt mehr kurzwellige Sonnenstrahlung die Oberfläche erreichen und erwärmt Land und Ozeane direkt.
Das sind keine abwegigen Behauptungen. Es handelt sich um die erwarteten/beobachteten Vorgänge eines sich erwärmenden Systems.
Die Ljungqvist-Rekonstruktion von 2010 ist eine Proxy-Rekonstruktion für die außertropische nördliche Hemisphäre. Sie zeigt, dass der Temperaturverlauf im späten Holozän vor der Industrialisierung nicht flach verlief.
Die römische und die mittelalterliche Warmzeit gingen den Kohlekraftwerken voraus. Dazwischen lag das „dunkle Zeitalter“. Darauf folgte die Kleine Eiszeit. Das Klima veränderte sich, weil das System ständig in Bewegung ist. Ein Großteil der modernen Klimaforschung tut so, als wäre das nicht der Fall.
Natürliche Einflussfaktoren werden so dargestellt, als seien sie mächtig genug, um das Klima im Laufe der Erdgeschichte zu prägen, und plötzlich zu schwach, um eine Rolle zu spielen, sobald industrielle Emissionen ins Spiel kommen. Wolken spielen jedoch nach wie vor eine Rolle, ebenso wie der Austausch mit den Ozeanen und die Sonnenvariabilität. Die Ozeanzirkulation transportiert weiterhin Wärme über den Planeten. Vulkanische Aktivität und interne Variabilität haben 1850 nicht aufgehört.
Die moderne Klimapolitik beginnt die Geschichte in einer Kältespirale, zeichnet den Anstieg nach oben und ignoriert die älteren Warmzeiten.
Die Welt erwärmte sich nach der Kleinen Eiszeit. Na sowas!
Link: https://electroverse.substack.com/p/alaska-cold-refuses-to-quit-atlantic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Erholung aus der Kleinen Eiszeit soll eine „Krise“ sein erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Monat Mai in anderen Teilen der Welt: Ebenfalls keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 3
Vorweg: Wir bestreiten nicht, dass die Erde seit 40 Jahren wärmer wurde, genauer gesagt, viele Wetterstationen messen höhere Temperaturen. Aber wir bestreiten, dass diese Erwärmung ausschließlich durch Treibhausgase und insbesondere durch Kohlendioxid erzeugt wurde. Für diese Behauptung gibt es keinerlei Beweise. Falsch ist somit diese Definition, die automatisch an jeden YouTube-Klimafilm geheftet ist: „United Nations • Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.“
Abb. 1: Die CO₂-Erwärmungslehre ist eine Irrlehre, CO₂ ist kein Temperaturregler.
Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO₂-Treibhauserwärmung sollen ausschließlich Treibhausgase und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO₂ für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO₂ sei der Haupttemperaturregler, behauptet das Geschäftsmodell der CO₂-Klimakirche.
Diese Falschbehauptung werden wir hier widerlegen!
Laut Copernicus war dieser Mai weltweit der 2.wärmste seit Messbeginn. Grafiken von Wetterstationen, wo? Könnte in einigen Länder durchaus stimmen, wir wissen es nicht. In unseren im Teil 3 gezeigten Regionen der Erde wurde der Mai seit Jahrzehnten nicht wärmer, somit kann CO₂ auch nicht der globale Temperaturregler sein.
Die südliche Halbkugel, rund um die AntarktisGrafiken 2a/b: Temperaturen auf der südlichen Hemisphäre, keine Maierwärmung über mehrere Jahrzehnte, Dumont d’Urville ist eine französische Station mitten in der Antarktis, man beachte die seit 46 Jahren leicht fallende Trendlinie um die –16 Grad. Quelle ERA, 5 Kopernikus
Alle Behauptungen, die Polkappen der Antarktis würden schmelzen, sind frei erfunden. Außerdem, wie sollte bei Temperaturen von -16 °C das Eis der Polkappen schmelzen.
Von der Antarktis weiter nach Norden, zuerst nach Australien
Grafik 3a/b/c: Ganz Australien und auch die zwischen Argentinien und der Antarktis liegende Station Base Orcadas zeigen keine Mai Erwärmung. Hier wirkt das CO₂ scheinbar auch nicht als Haupttemperaturtreiber. Die südliche Station Punta Arenas in Chile zeigt sogar eine deutliche Maiabkühlung seit 1988. Komisch, wo ist 2026 weltweit das zweitwärmste Maijahr seit Messbeginn? Quelle: GISS, ERA 5
Laut Copernicus hatten wir weltweit doch den zweitwärmsten Mai, so hat es die Presse am 10. Juni auch berichtet, nicht nur in Deutschland wurde übertrieben , siehe hier das Luxemburger Tageblatt. In unseren Grafiken verschiedener Regionen können wir nichts davon erkennen. So auch nicht in Punta Arenas ganz im Süden von Chile:
Der Mai in den USA, nur leichte Wärmeinselerwärmung der StädteViele Wetterstationen der USA befinden sich in den seit Jahrzehnten wachsenden Städten. Der UHI-effekt hat die Wärme zur Wetterstation gebracht. Daneben gibt es aber auch noch typische ländliche Wetterstationen. Hier die Dale Enterprise Station in Virginia, gut 100 km von Washington aus landeinwärts bei einer singulären Farm. Im Vergleich dazu die Wetterstation in der benachbarten Hauptstadt Washington. Deren Daten dort liegen seit 1937 vor.
Grafik 4a/b: Die Überraschung, seit 90 Jahren haben wir fallende Maitemperaturen in Virginia auf dem Lande, die Station ist nahezu WI-frei. Obwohl die CO₂-Konzentrationen seitdem weltweit stark gestiegen sind, ist die Trendlinie negativ. Im Gegensatz dazu die durch den WI-effekt steigenden Temperaturen der Hauptstadt, nur 140 km östlich der Farm. In Washington D.C. ist die Durchschnittstemperatur des Monats Mai seit dem Jahr 1927 um etwa 0,3 C gestiegen.
Ohne eine Grafik zu zeigen schreibt die KI: „Offizielle Klimadaten der National Weather Service Aufzeichnungen zeigen, dass die Wetterbeobachtung in Washington 1937 noch im Stadtgebiet (City Weather Bureau Obs.) lag und 1941 an den heutigen Ronald Reagan Washington National Airport (KDCA) verlegt wurde. Bereinigte historische Monatswerte (wie sie im National Centers for Environmental Information der NOAA bereitgestellt werden) zeigen für den Mai eine stetige Erwärmung der Durchschnittstemperaturen um fast 0,8 °C.“ (Zitatende) Richtig ist und wir zeigen das in der Grafik 3 b: Das sind doch nur knapp 0,3 Grad.
Und: Nicht einmal in der rasant wachsenden Riesenstadt Washington war der Mai der zweitwärmste, er lag deutlich unter dem Schnitt der letzten 90 Jahre (58. Stelle seit 1937).
In den USA gibt es keinen Temperatursprung wie in Europa. Aus diesem Grunde wurde der Mai auch nicht plötzlich wärmer. Bei der ländlichen US-Wetterstation Dale Enterprise im Osten Virginias kühlte der Mai seit 90 Jahren gleichmäßig ab. CO₂ wirkt dort nicht erwärmend. Natürlich auch nicht in der Hauptstadt, die leichte Temperaturzunahme der Hauptstadt ist eine Folge der wachsenden Stadtwärme, sie wird uns aber als gefährliche CO₂-Klimaerwärmung und auch noch übertrieben in der Höhe angedreht.
Betrachten wir nun den Maiverlauf auf der Gesamtfläche Virginias über die letzten 130 Jahre.
Grafik 5: Gleichmäßiger Maiverlauf seit über 130 Jahren in diesem US-Bundesstaat, obwohl viele Wetterstationen sich inzwischen im Stadtumfeld befinden und das Wachstum in Form von zusätzlicher Wärmeinselwärme mitbekommen haben.
In ganz Virginia ist die Temperatur im Mai seit 130 Jahren etwa gleich geblieben. Und 2026 war überhaupt nicht der zweitwärmste.
Nun die Maitemperaturen des riesigen Landes USA, mit Tag/Nachttemperaturen. Bitte beachten, auch hier war 2006 nicht das zweitwärmste Jahr.
Grafik 6: Die Überraschung ist groß, obwohl die Einwohnerzahl der USA sich in diesen 130 Jahren verfünffacht hat, konnte auch der stark wachsende städtische Wärmeinseleffekt bei den US-Wetterstation die Maitemperaturen nicht entscheidend erhöhen. Nur die Mainächte wurden leicht wärmer, eine Folge dieses UHI-Effektes. Die kalten Nächte werden heraus geheizt. Quelle 5,6: https://www.ncei.noaa.gov/
Der Monat Mai in Grönland:Grafik 7: Auch an der Südostküste Grönlands war der Mai keinesfalls der zweitwärmste seit den Aufzeichnungen, sondern an 48. Stelle seit Aufzeichnungsbeginn. Eine lineare Regression führt zu einer deutlich fallenden Trendlinie, daher eine polynomische Regression.
Abb. 8: An der Westküste von Grönland zeigt der Mai seit fast 90 Jahren keine Erwärmung. Quelle 7,8: GISS
Abb.9: Zentral-Grönland, seit 1940 eine minimale Steigung der Mai-Temperaturtrendgeraden. Bei Temperaturen von fast -20 ° Celsius schmilzt kein Eis. Quelle: ERA 5. Der Mai 2026 lag ziemlich in der Mitte der 87 Mai-Monate, keinesfalls an 2.ter Stelle.
Wir halten fest: Der Mai will weltweit nicht wärmer werden.
Der Monat Mai zeigt: Kohlendioxid ist kein globaler Temperaturregler. Die CO₂-Erwärmungslehre mitsamt Klimarettung ist eine Irrlehre, ein Geschäftsmodell, das auf Klimahysterie aufbaut und nur unser Geld will.
Ihr einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimaangst-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch nach bekannter Medienart übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Ein gewollter Irrtum. Die meisten angeblichen Treibhaus-Erwärmungen sind Wärmeinselerwärmungen bei den Wetterstationen.
CO₂ als globaler Temperaturregler, hier ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen der bezahlten Voodoo-Klimawissenschaft aufgebaut worden. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist politisch gewollt und will unser Geld zur angeblichen Klimarettung. Das Geld soll unser Gewissen beruhigen. Ein Loskauf von der erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Demokratie und unsere Freiheit. Dagegen müssen wir uns wehren. Die Erde braucht mehr CO₂ in der Atmosphäre und nicht weniger. CO₂ ist das Schöpfungsgas für dieses Planeten, siehe diesen unseren Artikel.
Klima in der Zukunft. Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohenpeißenberg seit 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich immer. Wir hoffen, dass der Mai in Mitteleuropa und insbesondere in Deutschland sein angenehmes, seit 1988 geltendes Temperaturniveau noch lange beibehält und die Nächte bei uns nicht weiter kälter werden.
Natur- und Umweltschutz sind wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. Vor allem darf der Regenwald durch Anbau von irgendwelchen Klimaschutzpflanzen nicht weiter zerstört werden. Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem bei der Trockenlegung von Naturflächen und der Zerstörung des Regenwaldes deutet sich an. Leider noch nicht bei Bürgermeistern mit mehrheitlich bebauungs- und flächenversiegelnden Gemeinderäten, in Deutschland und überall auf der Welt. Die Naturzerstörung, insbesondere die Regenwaldzerstörung muss aufhören
Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher, weil Rentner.
Der Beitrag Der Monat Mai in anderen Teilen der Welt: Ebenfalls keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 3 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Warum ermutigt die Financial Times Eltern dazu, ihren Kindern Angst vor dem Klimawandel einzujagen?
Am Montag veröffentlichte die Financial Times eine Buchrezension von Pilita Clark – der stellvertretenden Chefredakteurin der Zeitung, die über „Unternehmensleben und Klimawandel“ schreibt –, die mit folgendem Klagelied begann:
UK ist ein G7-Land mit einem renommierten öffentlichen Dienst, der seit fast 20 Jahren weltweit führende Klimaschutzmaßnahmen umsetzt. Wie kann es also sein, dass es so schlecht damit zurechtkommt, mit den Überschwemmungen, Hitzewellen und Bränden umzugehen, die seiner Bevölkerung und Wirtschaft so großen Schaden zufügen?
Lassen wir Lord Jon Moynihans vernichtende Kritik am „berühmten“ britischen öffentlichen Dienst und an der „weltweit führenden Klimapolitik“ des Landes einmal beiseite, die sich als kaum mehr als narzisstische Torheit einer wirtschaftlich ungebildeten herrschenden Klasse entpuppt. Die vier Bücher, die Frau Clark wohlwollend betrachtete, trugen Titel, die von der Angst der Millennials geprägt waren. Nach einer flüchtigen, aber wohlwollenden Durchsicht kam Clark zu dem Schluss, dass „der Zustand des Klimas für alle Eltern heute beunruhigend ist“ und dass „Erwachsene viel von Kindern lernen können, nicht zuletzt ihre moralische Klarheit in Bezug auf ein Klimaproblem, das die entscheidende Herausforderung ihres Lebens sein wird“. Die lachsrosa Zeitung hat offenbar ihren Aufgabenbereich von den Kapitalmärkten und Unternehmensgewinnen auf die moralische Belehrung britischer Eltern ausgeweitet.
Man könnte es dem Leser nachsehen, wenn er dies als Satire versteht. Das ist es jedoch nicht. Es handelt sich vielmehr um ein typisches Beispiel für das, was in der westlichen Mainstream-Presse zur vorherrschenden Form des Klima-Journalismus geworden ist: eine nahtlose Verschmelzung von Interessenvertretung, emotionaler Ansprache und selektivem Empirismus, in der keine Gegenbeweise Einzug halten dürfen und skeptische Stimmen keinen Platz finden. Ähnlich wie die BBC, die schon vor langer Zeit entschieden hatte, dass „Ausgewogenheit“ in Klimafragen eine Form der Verantwortungslosigkeit sei, geht die FT von der feststehenden Prämisse aus, dass die Wissenschaft abgeschlossen ist, die Katastrophe unmittelbar bevorsteht und die einzig ehrenhafte Reaktion Alarmismus ist. Was Pilita Clark von der FT ihren Lesern bietet, ist kein objektiver Journalismus, sondern Liturgie.
Eine Auflistung von falschen ZuordnungenBetrachten wir kurz, was in Clarks Rezension als Beweismaterial herangezogen wird. Das erste Buch, David Shukmans „The Response: A Story of Fire and Flood in Britain’s New World of Extremes“ [etwa: die Antwort: Eine Geschichte von Feuer und Flut in Großbritanniens neuer Welt der Extreme], präsentiert einen „Katalog des Versagens“, der die Waldbrände im Juli 2022 im Osten Londons umfasst, bei denen bei Rekordhitze von 40 °C fast 20 Häuser zerstört worden waren, sowie einen IT-Ausfall in einem Londoner Krankenhaus und einen älteren Mann, der in einer überfluteten Kellerwohnung fast ertrunken wäre, nachdem die Regenwasserkanäle überlastet gewesen waren. Das zweite Buch, „The Future of the Past“ des Kunsthistorikers Thijs Weststeijn, katalogisiert Schäden am kulturellen Erbe: das überschwemmte Venedig im Jahr 2019, die austrocknenden britischen Torfmoore, die 20.000 archäologische Stätten aus der Steinzeit bis heute bedrohen, sowie die grau werdenden ägyptischen Pyramiden. Diese Ereignisse werden in ihrer Gesamtheit als Symptome eines einzigen, übergreifenden „Klimanotstands“ dargestellt.
Clive Hamiltons „Negotiating the End of the World: Kant, Schmitt, and the Global Climate Struggle“ [etwa: Verhandlungen über das Ende der Welt: Kant, Schmitt und der globale Klimakampf] ist das dritte Buch in Clarks Rezension. In diesem Buch beschreibt Hamilton die Geschichte der Klimaverhandlungen als einen Kampf zwischen den konkurrierenden Visionen des deutschen Philosophen Immanuel Kant und Carl Schmitt, einem Nazi-Anhänger, der eine Welt sah, in der sich Großmächte naturgemäß als Feinde betrachteten. In diesem typisch manichäischen von Klimaideologen bevorzugten Schema ist die von Brüsseler Bürokraten regierte, auf Tugendhaftigkeit bedachte EU das Land Kants, China ist durch und durch schmittianisch, und die USA haben sich in letzter Zeit entschieden dem Lager Schmitts zugewandt.
Ben Rawlences „Think Like a Forest: Letters to My Children from a Changing Planet“ [etwa: Denke wie ein Wald: Briefe an meine Kinder von einem sich wandelnden Planeten] vervollständigt das rezensierte Quartett. Darin fragt der Autor und Vater von zwei Töchtern, in Bezug auf das, was er als den grundlegenden Widerspruch der Elternschaft in der modernen Welt bezeichnet: „Wie gehen wir damit um, dass wir Kinder in einem System großziehen, das uns alle umbringt?“ Man braucht nicht viele weitere Details, um den Tenor dieses Buches zu erfassen.
Doch schon ein kurzer Blick in die verfügbare wissenschaftliche Literatur sollte jeden verantwortungsbewussten Journalisten stutzig machen. Nehmen wir die Behauptung, dass britische Moore aufgrund des Klimawandels „so schnell austrocknen“. Die offiziellen Gutachten des Joint Nature Conservation Committee, von Natural England und DEFRA zeichnen ein ganz anderes Bild: Zwischen 80 und 87 % der britischen Moore sind in erster Linie durch jahrhundertelange direkte Landbewirtschaftung geschädigt – Entwässerungsgräben, Umwandlung in Ackerland, Torfabbau und Überweidung. Hier bleibt wenig Raum für die Klimawandel-Erzählung.
Ebenso ist die Vergrauung der antiken Monumente Ägyptens ein dokumentiertes Phänomen, doch Feldstudien und ägyptische Denkmalschutzbehörden weisen überwiegend auf die Luftverschmutzung in Kairo, steigendes Grundwasser aufgrund der städtischen Ausdehnung und die veränderte Hydrologie unterhalb des Assuan-Staudamms sowie die Salzmigration aus dem darunterliegenden Kalkstein hin – Faktoren, die überhaupt nichts mit dem globalen Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zu tun haben.
Was die Behauptung angeht, Großbritannien werde derzeit von beispiellosen Wetterextremen heimgesucht, so zeigen die langfristigen, homogenisierten Datenreihen des britischen Wetterdienstes (UK Met Office) bei den meisten Wetterextremkennzahlen keinen statistisch signifikanten Anstieg, der über die natürliche Schwankungsbreite hinausgeht. Feuchtere Winter, periodische Hitzewellen und Hochwasserereignisse finden alle ihre Vorläufer im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Was Clark und die von ihr gelobten Autoren betreiben, ist die rhetorische Technik der Aggregation: Sie sammeln eine Vielzahl unterschiedlicher, lokal erklärbarer Ereignisse, entziehen ihnen ihre spezifischen Ursachen und fassen sie unter dem Begriff „Klimawandel“ zusammen. Es ist eine Technik, die faul, intellektuell unehrlich und empirisch unhaltbar ist. Aber sie ist als Propaganda enorm wirksam, was vermutlich der Grund dafür ist, dass sie so unerbittlich praktiziert wird.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Die institutionelle Ökologie des Alarmismus‘Es lohnt sich zu fragen, wie die Medien an diesen Punkt gelangt sind. Die kurze Antwort lautet: Der Klimapanikmache hat sich institutionell selbst verstärkt. Preisverleihungskomitees, redaktionelle Hierarchien, Fördergremien und Konferenzkreise bevorzugen alle die gleiche Weltanschauung. Pilita Clark wurde bei den British Press Awards 2019 zur Umweltjournalistin des Jahres gekürt – zum dritten Mal in Folge.
Ihre Kollegen bei der FT und ihre Amtskollegen bei der BBC, dem Guardian und der New York Times bewegen sich in einem beruflichen Ökosystem, in dem die Währung des Aufstiegs die fesselnde Untergangsgeschichte ist. Wie Rob Bradley von MasterResource.org kürzlich feststellte, sind es ausnahmslos die neo-malthusianischen Journalisten, welche die Preise abräumen, während diejenigen, die Klimabehauptungen einer strengen empirischen Prüfung unterziehen, weiterhin an den Rand gedrängt werden.
Die Parallele zum verstorbenen Paul Ehrlich ist aufschlussreich. Ehrlichs 1968 erschienenes Werk „The Population Bomb“ sagte innerhalb weniger Jahrzehnte Massenhungersnöte und den Zusammenbruch der Gesellschaft voraus. Er lag mit praktisch jeder empirischen Behauptung falsch. Dennoch sammelte er für den Rest seiner langen Karriere Auszeichnungen, Stipendien und Lob in den Medien. Sein intellektueller Gegenspieler, der Ökonom Julian Simon, der 1980 mit Ehrlich wettete, dass ein Warenkorb mit natürlichen Ressourcen ein Jahrzehnt später billiger sein würde (und diese Wette eindeutig gewann), starb, ohne auch nur einen Bruchteil der institutionellen Anerkennung zu erhalten, die dem Mann zuteilwurde, den er widerlegt hatte.
Das Ökosystem des Klimajournalismus‘ reflektiert diese Dynamik mit beeindruckender Genauigkeit: Die Katastrophisten werden belohnt, die Empiriker ignoriert – und dieser Kreislauf setzt sich fort.
Die Stimmen, die auf der Seite fehlenEs ist zweifelhaft, ob sich Clark ernsthaft mit der umfangreichen Sammlung fundierter Gegenargumente zum vorherrschenden Konsens auseinandergesetzt hat. Steve Koonin, der am MIT ausgebildete theoretische Physiker und ehemalige Staatssekretär für Wissenschaft im Energieministerium der Obama-Regierung, argumentierte in seinem 2021 erschienenen Buch „Unsettled“, dass das, was Medien und Politiker über die Klimawissenschaft sagen, „so weit von der tatsächlichen Wissenschaft abgeglitten ist, dass es absurd und nachweislich falsch ist“ – eine Formulierung, die nicht von einem skeptischen Blogger stammt, sondern von Holman Jenkins im Wall Street Journal. Koonins zentraler Vorwurf lautet nicht, dass es keine Erwärmung gibt, sondern dass die Kluft zwischen der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Literatur und ihrer Darstellung in den Medien enorm ist und systematisch in eine Richtung verzerrt wird.
Koonin ist nicht der einzige seriöse Wissenschaftler, der die der Öffentlichkeit vermittelte Konsensmeinung in Frage stellt. William Happer, emeritierter Professor für Physik an der Princeton University, Richard Lindzen, pensionierter Professor für Meteorologie am MIT und einer der weltweit führenden Atmosphärenphysiker, Roger Pielke Jr., ehemaliger Direktor des Zentrums für Wissenschafts- und Technologiepolitikforschung an der University of Colorado Boulder, sowie Judith Curry, ehemalige Vorsitzende der Fakultät für Erd- und Atmosphärenwissenschaften am Georgia Institute of Technology – all dies sind renommierte Wissenschaftler, die theoretische und empirische Einwände gegen Aspekte der offiziellen Darstellung erhoben haben.
Keiner von ihnen würde von einem ernsthaften Menschen als „Klimaleugner“ bezeichnet werden. Sie alle werden praktisch aus den Seiten der FT, der BBC und dem weiteren Umfeld des institutionellen Klimajournalismus ausgeschlossen. Die Behauptung, die FT würde lediglich „der Wissenschaft folgen“, ist vor diesem Hintergrund offensichtlich falsch. Sie folgt vielmehr einer bestimmten, sorgfältig zusammengestellten Auswahl wissenschaftlicher Erkenntnisse, die durch die Brille der Interessenvertretung gefiltert wird.
Die Kinder zahlen den PreisDas bringt uns zum beunruhigendsten Aspekt von Clarks Artikel: ihre Darstellung von Kindern und die unnötigen Ratschläge an deren Eltern. Ben Rawlences Klagen darüber, wie man die Kindererziehung „in einem System, das uns alle umbringt“ bewältigen soll, werden in einer etablierten Finanzzeitung zustimmend als ernstzunehmender Beitrag zur öffentlichen Debatte präsentiert. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Anleitung zur Übertragung psychischer Belastungen auf Minderjährige.
Die Folgen dieser anhaltenden, institutionell unterstützten Kampagne der Klimangst bei jungen Menschen sind mittlerweile gut dokumentiert. Anika Sweetland, die öffentlich über ihre Erfahrungen mit Klimaindoktrination während ihrer Schulzeit gesprochen hat, beschreibt eine Welt, in der „gesicherte Wissenschaft“ als eine Art moralischer Katechismus präsentiert wurde, der keiner Überprüfung, keiner Debatte und keiner Relativierung bedurfte.
Eine ganze Generation war dem ausgesetzt, was man zu Recht als „künstlich erzeugte Hilflosigkeit“ bezeichnen könnte: der Überzeugung, dass die Zukunft verbaut ist, dass die Erwachsenenwelt sie im Stich gelassen hat und dass sich ihr Leben vor dem Hintergrund eines sich ständig verschlimmernden Umweltkollaps‘ abspielen wird. Die wissenschaftliche Literatur zur Ökoangst bei Jugendlichen wächst. Das journalistische und institutionelle Ökosystem, das diese Angst hervorgebracht hat – zu dem auch Clark und die FT gehören –, trägt dafür eine gewisse Verantwortung.
Nicht der Klimawandel ist die Hauptbedrohung für die psychische Gesundheit und die geistige Entwicklung junger Menschen in Großbritannien und im Westen. Es ist das unerbittliche, einseitige und empirisch unehrliche Aufbauschen von Worst-Case-Szenarien durch Institutionen – Zeitungen, Rundfunkanstalten, Schulen, Regierungsbehörden –, die es besser wissen müssten, was einst auch der Fall war.
Für eine ehrliche BerichterstattungDie Financial Times wurde 1888 gegründet und hat sich ihren Ruf durch strenge Finanz- und Wirtschaftsanalysen erarbeitet. Ihr derzeitiger „woke“-Status wird dieser Tradition nicht gerecht, wenn auf ihren Seiten Buchrezensionen erscheinen, die falsch zugeordnete Wetterereignisse zusammenfassen, die primäre wissenschaftliche Literatur zu Kausalzusammenhängen ignorieren, anerkannte Wissenschaftler mit abweichenden Meinungen ausschließen und Eltern dazu ermutigen, zugunsten der „moralischen Klarheit“ ihrer Kinder eine Haltung existenzieller Verzweiflung einzunehmen. Die FT sollte das tun, was sie früher getan hat: analytische Strenge walten lassen, Beweise ehrlich präsentieren und ihren Lesern zutrauen, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Das gesamte Medien-Ökosystem steht vor einer Entscheidung. Es kann weiterhin das produzieren, was Kevin Mooney in seinem kürzlich erschienenen Buch „Climate Porn“ als erfundene Schreckensszenarien bezeichnet, die in wissenschaftliche Sprache gekleidet sind. Oder es kann zu den Grundprinzipien des empirischen Journalismus zurückkehren: den Beweisen mit der gebotenen Sorgfalt folgen, wo immer sie hinführen, Unsicherheiten ehrlich darstellen, qualifizierten Gegenmeinungen Raum geben und den institutionellen Anreizen widerstehen, die Panikmache gegenüber Genauigkeit belohnen („if it bleeds, it leads“).
Die Eltern der Kinder, an die Clark und ihre bevorzugten Autoren ihre besorgten Ratschläge richten, verdienen nichts weniger als diese Ehrlichkeit. Eltern und ihre Kinder sind scharfsinnig genug, um mit der Zeit zu erkennen, wenn sie in die Irre geführt wurden. Die Institutionen, die sie in die Irre geführt haben, werden feststellen, dass einmal verlorenes Vertrauen nicht leicht wiederhergestellt werden kann.
A version of this article was first published by the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/06/12/why-is-the-financial-times-encouraging-parents-to-make-their-children-anxious-about-climate-change/
Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former (cancelled) contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Dazu gibt es dieses Video:
Schwarzbuch ZDF: teure Desinformation auf Kosten der Bürger – TE Wecker am 14 06 2026
Der Beitrag Warum ermutigt die Financial Times Eltern dazu, ihren Kindern Angst vor dem Klimawandel einzujagen? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
