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Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!
Aktualisiert: vor 1 Stunde 44 Minuten

Chinas Große Mauer aus fossilen Brennstoffen

14. August 2026 - 18:00

WUWT, Gastautor, Paul H. Tice

Eines der bemerkenswertesten Dinge am jüngsten Konflikt im Nahen Osten – der nun, wenn auch nur sporadisch, durch Diplomatie abzuebben scheint – ist der vergleichsweise geringe Einfluss auf die Rohöl- und Erdgaspreise [Außer in Deutschland, wo dieser Grund willkommen war, die Preise ggü. dem Ausland stark anzuheben – Der Übersetzer wohnt hier]  Dies ist überraschend, da der Krieg mit dem Iran zu dem lange befürchteten Worst-Case-Szenario für die globalen Energiemärkte mit der Schließung der Straße von Hormus geführt hat.

Obwohl rund 20 % der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgaslieferungen (LNG) seit fast vier Monaten von Engpässen betroffen sind, sind die globalen Öl- und Gaspreise weniger stark gestiegen als erwartet – viel weniger stark als beim Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges im Jahr 2022 – und haben sich schnell normalisiert, als die Friedensverhandlungen an Fahrt gewannen.

Man muss China die Verantwortung anrechnen: Die auf fossile Brennstoffe ausgerichtete Energiepolitik ist der Hauptgrund. Klimaschützer loben zwar Pekings hohe Investitionen in Wind- und Solarenergie, Elektrofahrzeuge und andere saubere Energietechnologien, doch handelt es sich dabei größtenteils nur um einen grünen Anstrich für die auf Kohlenwasserstoffen basierende Wirtschaft des Landes. Im Jahr 2025 wurden etwa 78 % des Primärenergiebedarfs des Reichs der Mitte durch fossile Brennstoffe gedeckt.

Chinas Gesamtverbrauch an Kohle, Rohöl und Erdgas hat sich seit 1985 fast versechsfacht – darunter ein Anstieg von 27 % im letzten Jahrzehnt – und zeigt derzeit keine Anzeichen einer Trendwende. Um mit der prognostizierten Nachfrage Schritt zu halten, hat das Land seit 2015 seine heimische Kohlenwasserstoffproduktion und die dazugehörige Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut.

China ist zwar weitgehend autark in Bezug auf Kohle – es bleibt mit Abstand der größte Produzent weltweit und wird im Jahr 2025 mehr Kohle fördern als der Rest der Welt zusammen –, aber es ist auch der größte Importeur von Öl und Gas weltweit (ein Großteil davon stammt aus dem Nahen Osten), um seinen Inlandsbedarf zu decken.

Um sich vor den Auswirkungen von Störungen auf den globalen Energiemärkten zu schützen, hat China seine Lagerbestände und Verarbeitungskapazitäten für Öl und Gas kontinuierlich ausgebaut – die Logik dessen wurde durch die jüngsten Ereignisse am Persischen Golf deutlich demonstriert.

Chinas Rohöllagerkapazität beläuft sich derzeit auf schätzungsweise 1,4 Milliarden Barrel, wovon der Großteil bis 2026 gefüllt war. Die Raffineriekapazität für die Weiterverarbeitung erreichte 2025 18,5 Millionen Barrel pro Tag und entsprach damit der der USA, obwohl die chinesische Wirtschaft etwa ein Drittel kleiner ist. Zudem hat China in den letzten zehn Jahren eines der weltweit größten Netze von LNG-(Kompressions-Gas-Bildung) Terminals weitgehend neu aufgebaut.

Dank dieser umfangreichen Infrastruktur für fossile Brennstoffe konnte China den aktuellen Konflikt mit dem Iran abfedern, indem es seine Öl- und Gasimporte aus der Region drosselte und gleichzeitig seine bestehenden Lagerbestände abbaute. Seit Kriegsbeginn mit Teheran im Februar schätzt der Rohstoffanalyst Kpler, dass die chinesische Importnachfrage nach Rohöl und LNG um 45 bzw. 58 Prozent gesunken ist, was die globalen Energiepreise entlastete.

Chinas reiche Kohlevorkommen verschaffen dem Land zusätzliche Flexibilität bei der Öl- und Gasversorgung. Trotz des jüngsten Ausbaus erneuerbarer Energien bildet Kohle weiterhin das Rückgrat der Stromerzeugung im chinesischen Stromnetz. Dadurch steht mehr Erdgas für Industrie und Verbraucher (hauptsächlich zum Heizen und Kochen) zur Verfügung. Darüber hinaus entwickelt sich China rasant zu einem führenden Industriestandort für die Umwandlung von Kohle (mittels des Jahrhunderte alten Fischer-Tropsch-Verfahrens) in Erdgasflüssigkeiten, petrochemische Rohstoffe und synthetische Kraftstoffe.

Trotz des ganzen Hypes um chinesische Elektrofahrzeuge basiert der chinesische Transportsektor (einschließlich des überdimensionierten Militärs) weiterhin auf Öl und raffinierten Produkten. Die zunehmende Anzahl von Elektrofahrzeugen auf Chinas Straßen hat – abgesehen von der eklatanten Ironie, dass diese sogenannten grünen Fahrzeuge hauptsächlich mit Strom aus Kohlekraftwerken betrieben werden – keinen erkennbaren Einfluss auf die nationale Benzinnachfrage.

In China findet keine Energiewende statt.

Ganz im Gegenteil. China ist nach wie vor der weltweit größte Verbraucher von Kohle, Rohöl und Erdgas und hat faktisch eine Festung aus fossilen Brennstoffen errichtet – eine moderne Version der Chinesischen Mauer –, um seine Wirtschaft zu schützen und sein Wachstum, seine Entwicklung und seine Wettbewerbsposition vor geopolitischen Risiken und Rohstoffpreisschwankungen abzuschirmen. Die Vorteile dieser umfassenden, auf Kohlenwasserstoffe fokussierten Strategie Chinas – mit ihrer eingebauten Resilienz und der Fähigkeit, flexibel zwischen internen und externen Energiequellen zu wechseln – kommen auch der Weltwirtschaft zugute, da sie als Preispuffer für das weltweite Angebot und die Nachfrage dient.

Anstatt sich auf Chinas glänzende Aktivitäten im Bereich der sauberen Energie zu konzentrieren – die zwar beeindruckend im Umfang sind, aber im Wesentlichen eher additiv als transformativ wirken – sollte sich die entwickelte Welt, insbesondere Europa, ein Beispiel an Chinas Strategie der Energiesicherheit nehmen und ihre Lieferketten für fossile Brennstoffe stärken, anstatt den Iran-Krieg als weitere Ausrede zu benutzen, um schlecht durchdachte Dekarbonisierungspolitiken zu verschärfen.

Paul Tice ist Senior Fellow am National Center for Energy Analytics und Autor des Berichts „ Der Mythos des chinesischen Drachen der sauberen Energie “.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/08/08/chinas-great-wall-of-fossil-fuels/

 

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Der große Batterie-Fauxpas: Steuerzahler zahlten bereits Milliarden für Batterien, die nicht an das Stromnetz angeschlossen werden.

14. August 2026 - 15:00

Von Jo Nova

Es ist nur ein weiterer Konstruktionsfehler in der Datei „Testdummy für erneuerbare Energien“.

Nachdem die Steuerzahler eine große Anzahl überdimensionierter Heimspeicher subventioniert haben, vertrauen 76 % der Besitzer den Energieunternehmen nicht genug, um diese auch an das Stromnetz anzuschließen, sodass diese das Netz auch nicht stützen können.

Chris Bowen brauchte dringend große Batterien, um unser Stromnetz vor den ständigen Ausfällen von Wind- und Solarstrom zu retten. Deshalb hatte er einen raffinierten Plan: Er wollte wohlhabende Haushalte dazu bringen, die Stützbatterien zu kaufen, für die er keine Steuergelder mehr bekam.

Dank der mangelhaften Planung konnten Hausbesitzer Batterien erwerben, die viermal so groß waren wie nötig, und das zu geringen Mehrkosten. Und siehe da, das Budget von 2,3 Milliarden Dollar explodierte auf 8,5 Milliarden Dollar.

Doch nachdem all das Steuergeld für die Subventionierung großer Batterien für die wenigen Glücklichen ausgegeben wurde, stellt sich heraus, dass die meisten von ihnen ihre Batterie nicht mit den Geiern teilen wollen, die das Einzelhandelsnetz betreiben, weil sie denen nicht trauen.

Das ist schwer zu vermitteln: Warum Haushalte die Kontrolle über die von ihnen bezahlten Solaranlagen und Batteriespeicher selbst behalten wollen (Reneweconomy).

Die jüngste Untersuchung der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzkommission zum nationalen Strommarkt ergab, dass trotz des rasanten Wachstums der installierten Batterien in Haushalten, nur etwa 24 Prozent der Batteriebesitzer an einem virtuellen Kraftwerk teilnehmen. [VPP Virtual Power Plant]

Nach dem Szenario des australischen Energiemarktbetreibers (AEMO) würden bis 2050 rund 53 Prozent der Batteriebesitzer an einem virtuellen Kraftwerk (VPP) teilnehmen. AEMO schätzt, dass durch diese Koordinierung zusätzliche Investitionen in Stromerzeugung und Netze in Höhe von rund 7,2 Milliarden Dollar vermieden werden könnten.

Wird dieses Beteiligungsniveau nicht erreicht, bedeutet dies stattdessen den Bau von mehr großflächigen Speichersystemen und anderer Infrastruktur.

Und wer könnte es den Hausbesitzern verdenken? Das Vertrauen, das auf 80 Jahren hervorragender Ingenieurskunst beruhte, ist verflogen. Alle, die mit unserem nationalen Stromnetz zu tun haben, haben entweder seit einem Jahrzehnt Lügen erzählt oder sich durch ihr Schweigen mitschuldig gemacht.

Wo waren sie, als Chris Bowen behauptete, erneuerbare Energien seien günstig, er könne die Stromrechnungen um 275 Dollar senken und Wind- und Solarenergie seien kostenlos? Keine der Behörden oder Großkonzerne kümmerte sich um die australischen Verbraucher. Weder AEMO, CSIRO, AER, ABC noch AEMC. Und auch nicht die Stromerzeuger und -händler wie AGL, Origin, Energy Australia (im Besitz von China Light and Power) oder Synergy (in Westaustralien).

Das führt dazu, dass die Anhänger erneuerbarer Energien und die Bürokraten, die eine grüne Regierung bevorzugen, ratlos sind, da nun all diese überschüssige Batteriekapazität in den Haushalten ungenutzt herumsteht, anstatt die Welt (und ihre Karrieren) zu retten.

Wenn die Netzbetreiber nur die Kontrolle darüber bekämen, könnten sie laut Schätzungen der AEMO „rund 7,2 Milliarden Dollar an zusätzlichen Investitionen in Stromerzeugung und Netze“ einsparen. Das ist etwas übertrieben, wenn man bedenkt, dass die AEMO rund hundert Milliarden Dollar an völlig überflüssigen Kosten für Stromerzeugung und Netze hätte vermeiden können, wenn sie vor zehn oder zwanzig Jahren die Wahrheit über erneuerbare Energien gesagt hätte.

Die hohen, dunklen Balken in der untenstehenden Grafik der Batteriespeicheranlagen sind ein Beweis für staatliche Verschwendung, und die winzigen orangefarbenen Balken der virtuellen Kraftwerke markieren das große Versagen all der Behörden, denen wir einst vertrauten.

https://www.abc.net.au/news/2026-08-06/virtual-power-plants-uptake-solar-renewable-energy-batteries/106998112

Das ist das Ergebnis einiger Jahrzehnte voller Betrug, Vetternwirtschaft und Korruption – eine Gesellschaft, in der das Vertrauen stark nachlässt.

Wir stellen fest, dass die ABC im vollen Propagandamodus ist: Sie beschreibt 24 % nicht als ein Viertel, sondern als „weniger als 30 %“.

https://www.abc.net.au/news/2026-08-06/virtual-power-plants-uptake-solar-renewable-energy-batteries/106998112

Die ABC hat außerdem eine weitere Werbung der Labor-Partei geschaltet, die als „Nachrichtenbeitrag“ getarnt ist . Darin wird hervorgehoben, dass die Einsparungen im VPP-Gemeinschaftstarif (unten orange dargestellt) für Verbraucher vorteilhafter seien, als Batteriespeicher und Solaranlage selbst zu betreiben. Angesichts der Tausenden von Dollar, die sie bereits ausgegeben haben, und des damit verbundenen Risikos sind diese Einsparungen (insbesondere im letzten Quartal) jedoch nicht besonders beeindruckend.

Ein unachtsamer, eigennütziger Händler könnte die Batterie genau dann leersaugen, wenn man sie braucht, und verkürzt dadurch definitiv ihre Lebensdauer.

Chris Bowen nahm also effektiv 8 Milliarden Dollar an australischen Steuergeldern und investierte sie in ein Programm zur Subventionierung von Batteriekosten. Er nannte es das „Programm für günstigere Heimbatterien“, das aber keineswegs die Kosten senkte, sondern andere Australier lediglich dazu zwang, sich an den Kosten für eine Batterie zu beteiligen, die ihnen nicht gehörte.

Und nun werden die meisten dieser Batterien geschont, während die Instabilität im umliegenden Stromnetz stark ansteigt.

Eine Nation weite Bubble

Mehr als vier Millionen Haushalte sind mit Solaranlagen ausgestattet, fast eine halbe Million verfügen zusätzlich über einen Batteriespeicher. Fast alle diese Anlagen wurden nicht zum vollen und fairen Preis erworben. Stattdessen wurden die wahren Kosten verschleiert, und wir Verbraucher werden noch jahrelang dafür bezahlen.

Eine Nation, die in der Phantasie eines erzwungenen Übergangs lebt, der weder wissenschaftlich noch wirtschaftlich jemals Sinn ergab.

Die folgenden Grafiken stammen von der ABC-Website. Der gesamte angeschlagene Markt für Solaranlagen unterliegt monatlichen Schwankungen, da Subventionen kommen und gehen und sich die Bestimmungen ändern (siehe Mai 2026). Auffällig ist die enorme, unrealistische Entwicklung der letzten zwölf Monate, in denen monatlich mehr Kilowattstunden Batteriespeicher installiert wurden als zuvor in einem ganzen Jahr.

https://www.abc.net.au/news/2026-08-06/virtual-power-plants-uptake-solar-renewable-energy-batteries/106998112

Wer sich für die Details interessiert, welch kolossales Fiasko die ursprüngliche Konzeption des Programms „Cheaster Home Battery“ war, der sollte staunen, wie offensichtlich es war, dass dieses Vorhaben um 400 % scheitern würde:

Die Installationsraten von Batteriespeichern brechen ein, da der „Solar-Achterbahn“-Effekt zurückschlägt.

Die Richtlinie sollte ursprünglich die Kosten einer typischen 10-Kilowattstunden-Batterie um etwa 4.000 US-Dollar senken.  Doch die tatsächliche Konzeption führte dazu, dass Kunden in der Realität weitaus höhere Subventionen auch für wesentlich größere Systeme erhalten konnten, ohne dabei nennenswert mehr aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Ein System mit einer Speicherkapazität von beispielsweise 50 Kilowattstunden erhielt Steuergelder in Höhe von rund 18.000 Dollar. Laut der australischen Energieregulierungsbehörde verbraucht ein typischer Haushalt zwischen 15 und 20 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Tag.

„Die Branche hatte erkannt, dass die Skaleneffekte bei diesen Stützbatterien dazu führen, dass ab einer gewissen Größe die Subventionen einen sehr großen Teil der nachfolgenden Batteriekapazität finanzieren“, sagte Herr Johnston.

Hätte die ABC doch nur unabhängige Ingenieure in Australien gefunden, hätte sie die Nation vor der Absurdität des gesamten künstlichen Übergangs warnen können… Aber wir zahlen der ABC drei Millionen Dollar Gebühren zu viel pro Tag, als dass sie dazu in der Lage wären.

Wenn es sich um freiwillige Blogger handeln würde, könnten sie es kostenlos tun.

https://joannenova.com.au/2026/08/the-great-battery-bungle-taxpayers-paid-billions-for-batteries-the-grid-cant-use/

 

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Der Klimawandel führt sechs Jahre in Folge zu Rekordwerten bei den Korallen

14. August 2026 - 12:00

JoNova

Bald könnten Korallen all diese nutzlosen, kahlen Sandflächen besiedeln…

Fakt ist: Nach vierzig Jahren menschengemachter globaler Erwärmung und 1.100 Milliarden Tonnen CO2 ist der Korallenbewuchs am Great Barrier Reef besser als im Jahr 1985.

Die ABC hat darüber nicht berichtet, daher sehe ich mich verpflichtet, diese Nachricht als Beitrag zum Gemeinwohl zu verbreiten. Wir wissen, dass es, wenn es sich um einen weiteren Tiefststand handeln würde, die Hauptnachricht in den 19-Uhr-Nachrichten gewesen wäre.

Und nun stehen wir wieder vor demselben Problem: Seit Beginn dieser umfassenden Untersuchungen haben die Menschen 1,1 Billionen Tonnen CO2 in unsere Atmosphäre freigesetzt, doch wer kann das schon feststellen? Das sind über sechzig Prozent aller jemals vom Menschen verursachten CO2-Emissionen , die seit 1985, trotz grüner Warnungen, rücksichtslos freigesetzt wurden. Die größten und längsten Untersuchungen des größten Riffs der Welt zeigen keinerlei Auswirkungen.

Zum Glück hat die UNO keine Gefährdungswarnung ausgesprochen, nicht wahr?

  • Da haben die aber Glück gehabt.

Dank an Peter Ridd. Korallenbedeckung des Great Barrier Reef, gemessen im Rahmen des AIMS-Langzeitüberwachungsprogramms. Angeblich „verheerende“ Korallenbleichereignisse wurden in den Jahren 2016, 2017, 2020 und 2022 verzeichnet.

Das einzig Beunruhigende an den neuesten Riffdaten ist, dass wir sie gar nicht kennen würden, wenn der verbannte Professor Peter Ridd die AIMS-Daten nicht in einem einzigen Diagramm zusammengefasst hätte. AIMS tat dies früher, zeigt aber in letzter Zeit drei separate Diagramme für drei verschiedene Regionen – aus politisch opportunen Gründen. Wie Peter Ridd voraussagt, wird es irgendwann eine Häufung von Zyklonen und Korallenbleiche geben, und das Great Barrier Reef wird erneut Rekordtiefstände erreichen (was einem natürlichen Zusammenbruch entsprechen wird). Wird AIMS sich dann plötzlich wieder daran erinnern, wie man kombinierte Diagramme erstellt?

Wie Peter Ridd betont, existierte das Riff eine Million Jahre lang und konnte überleben, doch erst in den 1960er-Jahren begannen Menschen, es mithilfe von Tauchausrüstung systematisch zu erforschen. Durch einen unglaublichen Zufall geschah dies genau zum richtigen Zeitpunkt, als eine Dornenkronenseesterne-Plage das Riff innerhalb von zehn Jahren auszulöschen drohte. Institute und Notfallkomitees wurden eilig gegründet, um der Plage zu begegnen. Als sich die Dornenkronenseestern nicht als der befürchtete Killer erwies, entdeckte man stattdessen landwirtschaftliche Abwässer und Düngemittel als Probleme, und später dann den Klimawandel. Eine Katastrophe jagte die nächste.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acanthaster_planci_-_Sirinat.jpg

Peter Ridd erklärt anhand der AIMS-Daten zu einzelnen Riffen, dass fast jedes Riff regelmäßigen, großen Zyklen unterliegt. Sie werden von Zyklonen schwer getroffen oder von Hitzewellen heimgesucht – erholen sich aber anschließend wieder. Auch die Dornenkronenseesterne kommt und geht. Korallenriffe sind offensichtlich an diese Herausforderungen gewöhnt.

Wie Ridd uns in Erinnerung ruft, prognostizierte das AIMS-Team im Jahr 2012, dass die Korallenbedeckung in den zentralen und südlichen Regionen bis 2022 auf 5 bis 10 Prozent zurückgehen würde. Stattdessen gedeiht das gesamte Riff prächtig.

Er fragt sich schon lange, wann den Wissenschaftlern, die immer wieder falsch liegen, endlich ein Licht aufgeht. Doch das Problem, so erklärt er – allzu milde ausgedrückt –, sind nicht die Einzelpersonen selbst, sondern die Institutionen, die darauf ausgelegt sind, Krisen zu fördern und auszunutzen.

Wir, die australischen Steuerzahler, haben die Nase voll und neigen dazu, für eine Partei zu stimmen, die nicht nur die Mittel kürzen will, sondern verspricht, das gesamte Ministerium für Klimawandel aufzulösen. (Danke, Pauline!).

Wenn alle Wissenschaftler so mutig wären wie Peter Ridd, gäbe es kein Problem.

AIMS sammelt und veröffentlicht diese nützlichen Daten trotz seiner Voreingenommenheit zumindest weiterhin ehrlich, was im Vergleich zu BOM und CSIRO ungewöhnlich gut ist. Wir erwarten jedoch die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Keine Verschweigungen, bei denen jedes schlechte Jahr unseren Rindersteaks angelastet wird, während verschwiegen wird, dass die guten Jahre das Gegenteil bewiesen haben. Eine Lüge bleibt eine Lüge.

https://www.aims.gov.au/monitoring-great-barrier-reef/gbr-condition-summary-2024-25

Desinformation ist eine staatlich finanzierte Industrie

Zehn Jahre nachdem die Korallenriffe einen Tiefststand erreicht hatten, zeigte eine Umfrage der Australian Environment Foundation, dass die Hälfte der Bevölkerung nicht wusste, dass sich das Riff erholt hatte . Nur 3 % wussten, dass die Korallenbestände einen Rekordwert erreicht hatten, und fast die Hälfte der Wähler der Grünen lag völlig falsch – sie glaubten, die Korallenbedeckung sei auf einem historischen Tiefstand.

Diese weitverbreitete Ignoranz ist kein Zufall. Die ABC fördert sie. Doch AIMS, die CSIRO und die meisten unserer Akademiker schwiegen, als sie hätten Stellung beziehen können. Weltweit entstehen rechtsgerichtete Regierungen, die korrupte Programme drastisch kürzen. Werden diese eigennützigen Institutionen rechtzeitig zur Vernunft kommen und ihre Anstrengungen verstärken, oder werden sie mit dem aufgeblähten Regierungsapparat untergehen, für den sie unverhohlen Wahlkampf führen?

https://joannenova.com.au/2026/08/another-disaster-climate-change-causes-record-coral-six-years-in-a-row/

 

Ergänzung:

Für mich war der Inhalt dieses Beitrags, vor allem der „Dornenkronenseestern“ , vorher unbekannt. Auf Wiki finden Sie:

Lebensweise

Der Seestern frisst ausschließlich Steinkorallen, indem er auf sie klettert, seinen Magen über sie stülpt und Verdauungsenzyme ausstößt. Das dadurch verflüssigte Gewebe nimmt er dann auf. Er frisst nur bei Nacht und kann bei Nahrungsknappheit bis zu sechs Monate von seinen Energiereserven leben

Natürliche Feinde Tritonshorn (Schneckeenart)

Insgesamt wurde durch die Untersuchung ihrer Ausscheidungen herausgefunden, dass 71 Fische aus 16 Familien Dornenkronenseesterne, zumindest teilweise fressen, dazu zählen einige Riffbarsche, die sich auf das Sperma und die Eier der Seesterne spezialisiert haben, z. B. die Gattungen Abudefduf und Amblyglyphidodon (z. B. Amblyglyphidodon curacao) und Falterfische der Gattung Chaetodon.[6]

https://de.wikipedia.org/wiki/Dornenkronenseestern#

Einige Kommentare auf JoNova sind mir aufgefallen, möglicherweise auch für Sie eine Anregung?

David Maddison, 11. August 2026

Abgesehen davon, warum versucht man, den Dornenkronenseestern auszurotten? Er ist ein völlig natürlicher Fressfeind, keine eingeschleppte Art oder eine, deren Population durch menschliche Eingriffe übermäßig vergrößert wurde.

TdeF, 11. August 2026

Ich weiß, ich habe das schon einmal berichtet: Es handelt sich um ein Raubtier, das Schutz braucht, nicht Ausrottung. Warum so viele Ökologen bei der Beobachtung von Raubtieren in einer überstürzten Reaktion deren Ausrottung fordern, entzieht sich jeder wissenschaftlichen Erklärung. Dasselbe gilt für jegliche Beobachtungen wie Schäden am Riff. Die Formel ist simpel: Man sucht sich etwas in der Natur, das einem nicht gefällt, gibt den Menschen und dem Klimawandel die Schuld und fordert Millionen, ja Milliarden, um das Problem zu lösen. Sonst …

Die 444 Millionen Dollar, die Malcolm Turnbull für seine Frau und Freunde veruntreut hat, sind Teil dieses Betrugs. Und sie versuchen immer noch, die Ausrottung der Dornenkronenseesterne zu finanzieren. Hinzu kommt nun die Aneignung des gesamten Great Barrier Reef als indigenes Meeresgebiet – ein absoluter Witz. Der nächstgelegene Punkt, der dies belegen könnte, liegt 16 km entfernt, und die Behauptung lautet, dass ihnen aufgrund der geografischen Nähe des Riffs zustehe, das Gebiet flussabwärts der Flüsse zu gehören, also im Prinzip der gesamte Pazifik. Offenbar wurde die Souveränität über die Meere nie abgetreten.

Es geht, ging und wird immer nur ums Geld gehen.

TdeF, 11. August 2026

CO₂ ist weltweit in Bewegung. 98 % befinden sich im Ozean und werden nirgendwo gespeichert. Der Austausch findet alle fünf Jahre vollständig statt. Neues CO₂ gelangt direkt ins Meer, wie wir deutlich bei den Buschbränden an der australischen Ostküste gesehen haben . Die sogenannte Speicherung hat keinerlei Einfluss auf den CO₂-Gehalt, da es sich lediglich um den Dampfdruck eines gelösten Gases handelt. Weltweit hat der Baumbestand um 40 % zugenommen, und der CO₂-Gehalt ist um 40 % gestiegen. Das ergibt keinen Sinn: Wenn Bäume CO₂ speichern, müsste der CO₂-Gehalt sinken, nicht steigen.

Das Riff ist zudem 2200 km lang (von Süd nach Nord). Die Meerestemperaturen steigen von Süd nach Nord um 5 °C an. Müsste es nicht im heißesten Teil nahe dem Äquator absterben? Peter Ridd behauptet jedoch, die besten Korallen gedeihen im wärmeren Wasser. Widerlegt das nicht das Argument, die Erwärmung sei schlecht, unabhängig von der Theorie des menschengemachten CO₂-bedingten Klimawandels? Mehr CO₂ und wärmere Tage bedeuten mehr Pflanzen überall, keine Katastrophe.

Wann begreifen die Menschen endlich den eklatanten Widerspruch zwischen einfacher Logik und dem, was uns erzählt wird? 1960 kümmerte uns das Great Barrier Reef nicht. Es war eine Katastrophe für die Schifffahrt. Heute ist es eine globale Ökologieindustrie und ein wahrer Geldsegen. Es geht darum, ein Gebiet von der Größe Deutschlands im Ozean vor was genau zu retten? Vor dem Pazifik? Korallen befinden sich doch alle unter Wasser. Wie sollen sie da unter dem Klimawandel leiden? Und Korallen leben in viel wärmeren Gewässern als dem offenen Pazifik, wie dem Roten Meer und dem Persischen Golf. Korallen sind eines der größten Probleme im Golf von Hormus.

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Katastrophenmeldungen von der Energiewende – Klimaschau 271

14. August 2026 - 9:00
Wie der Tagesanzeiger und das Portal ‚20min.‘ gerade berichteten, können Solaranlagen bei großer Hitze Feuer fangen. Die Brände entstünden laut Experten selten durch die Solarmodule selbst, sondern durch fehlerhafte Kabelverbindungen. So brandten ein Dach einer Sekundarschule in Elgg, Kanton Zürich, und mehrere Anlagen in Laax, Zizers und Disentis im Kanton Graubünden.
(…)
Die Blackout-News meldeten vor kurzem, daß in über 1.000 britischen Windrädern Made in China giftige Chemikalien entdeckt wurden. Darunter fand sich auch Chrysotil oder Weißasbest in den Bremsen von Hub-Einrichtungen, die den hohen thermischen Belastungen beim Bremsvorgang standhalten. Asbeste sind spätestens seit den 1990ern im Westen verboten – in Großbritannien seit 1999.

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Amerika wurde ge„Fauci“ed – Teil einer Aufarbeitung

13. August 2026 - 19:00

WUWT, Gastautor, Curtis Hill

Einleitung des Übersetzers:

Wir haben intern diskutiert, ob wir diesen Beitrag auf Eike bringen, da es sich um Teil einer Aufarbeitung der Corona Zeit handelt. Es setzte sich die Meinung durch, dass wir das unseren Lesern überlassen, sich hiermit zu befassen. In USA wird diese Zeit politisch aufgearbeitet.

In Deutschland gibt es seit 2025 ein Enquete Kommission, die mit zugehörigen Parlamentariern der im Bundestag vertretenen Parteien besetzt ist.

Sowohl die hier übersetzten als auch die verlinkten Inhalte, kann ich nicht beurteilen. Parallelen zu Deutschland, austauschbare Namen … ?

Weitere Links am Ende – A. Demmig

         Es bedarf eines Namens für das, was Anthony Fauci uns angetan hat. Benedict Arnold war Generalmajor der Kontinentalarmee, aber dafür ist er nicht bekannt. Sein Name ist zum Synonym für Verräter geworden, wegen des Verrats, den er während des Unabhängigkeitskrieges begangen hat. Dr. Fauci, dessen Name ähnliche Gefühle weckt, verdient es, für das, was er uns angetan hat, in Erinnerung zu bleiben.

„Fauci“ zu sein oder „gefaucisiert“ zu werden, sollte die treffende Beschreibung dessen werden, was den Amerikanern unter seiner Führung widerfahren ist, und eine ständige Warnung vor demselben arroganten Verhalten sein, sollte es jemals wieder auftreten. Gefaucisiert zu werden bedeutet, dass einem die medizinische Freiheit per Regierungsdekret entzogen wird, korrekte Informationen durch gelenkte Kommunikation ersetzt werden, die persönliche und elterliche Entscheidungsfreiheit durch bürokratische Befehle außer Kraft gesetzt wird und offene Debatten als Gefahr behandelt werden – und das alles unter dem Vorwand, es diene dem eigenen Wohl. Faucismus ist die Haltung des allmächtigen Staates, der freie Bürger wie willenlose Schafe behandelt.

Zuerst wurden wir von Fauci in Sachen Masken beeinflusst, und die Geschichte ist in seinen eigenen Worten festgehalten. Am 8. März 2020 sagte er in der CBS-Sendung „60 Minutes“: „Es gibt keinen Grund, mit einer Maske herumzulaufen.“ Er fügte hinzu, eine Maske „könnte den Leuten ein bisschen ein besseres Gefühl geben und sogar ein Tröpfchen abfangen, aber sie bietet nicht den perfekten Schutz, den die Leute ihr zuschreiben.“ Wochen später änderte Fauci seine Meinung schlagartig. Er befürwortete nicht nur Masken, sondern empfahl schließlich sogar das Tragen von zwei Masken, darunter auch Stoffmasken, mit der selbstbewussten Behauptung: „Wenn man eine physische Bedeckung mit einer Lage hat und eine weitere Lage darüber zieht, ist es doch logisch, dass das wahrscheinlich effektiver ist.“

Der Mann, der einst erklärte, Angriffe auf ihn seien Angriffe auf die Wissenschaft, berief sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse, als er über Masken log. Die Öffentlichkeit wie Kinder zu behandeln, die auf gezielte Kommunikation angewiesen sind, ist nicht wissenschaftlich. Fauci erklärte, wir bräuchten keine Masken, und zwar mit derselben wissenschaftlichen und medizinischen Autorität, mit der er später das Tragen von zwei Masken propagierte. Seine Erklärung für seine erste Geschichte: Er musste uns etwas mitteilen, damit wir nicht alle Schutzausrüstungen aufbrauchten. Oder, wie er es vielleicht ausdrücken würde: Er log uns zu unserem eigenen Wohl an.

Dieselbe, von oben verordnete Haltung erstreckte sich auch auf Familien. Verlängerte Schulschließungen wurden vorangetrieben und verteidigt, obwohl eindeutige Beweise vorlagen, dass Kinder ein deutlich geringeres Risiko für schwere Krankheitsverläufe hatten als Erwachsene. Eltern, die ihre Kinder in Klassenräumen sehen wollten, wo Lernen, Sozialisierung und psychische Gesundheit erhalten bleiben konnten, wurden als Hindernisse und nicht als primäre Entscheidungsträger behandelt. Das ist keine öffentliche Gesundheitspolitik. Es ist die Ersetzung elterlicher Autorität durch bürokratische Bevorzugung und soziale Manipulation.

Den Amerikanern wurde zudem der Zugang zu allen notwendigen Informationen verwehrt, um COVID-19 selbstbestimmt bekämpfen zu können. Diskussionen über frühe Behandlungsoptionen, natürliche Immunität und die Grenzen bestimmter Interventionen wurden oft unterdrückt oder abgetan, anstatt offen debattiert zu werden. Wenn sich der oberste Gesundheitsbeamte des Landes als letzte Instanz positioniert, lässt er kaum Raum für den freien Gedankenaustausch, den freie Menschen und freie Märkte benötigen. Die freie Marktwirtschaft beruht darauf, dass informierte Individuen freiwillige Entscheidungen treffen. Ein System, das Informationen zurückhält oder manipuliert, um Gehorsam zu erzwingen, untergräbt diese Grundlage.

Keiner dieser Gründe macht eine erfolgreiche Strafverfolgung realistisch. Als ehemaliger Staatsanwalt würde ich die Beweise für all seine Handlungen gerne prüfen, um Fauci strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Doch die Absicht, Millionen von Menschenleben zu zerstören oder gar zu töten, bleibt nach unseren Beweisstandards schwer nachzuweisen, insbesondere da Entscheidungen auf sich ständig ändernden Daten, institutionellem Druck und der öffentlichen Kommunikation in Krisenzeiten beruhen. Die weitreichende, präventive Begnadigung Faucis, die auch sein offizielles Verhalten umfasste, erschwert eine strafrechtliche Verfolgung auf Bundesebene zusätzlich. Jeder Staatsanwalt muss die Schwierigkeit der Beweisführung anerkennen. Nachweisbare Widersprüche und übertriebene Behauptungen sind nicht gleichzusetzen mit dem Beweis einer konkreten Straftat jenseits vernünftiger Zweifel.

Doch die mögliche Einstellung eines Strafverfahrens bedeutet nicht, dass Fauci ungeschoren davonkommt. Der führende Gesundheitsbeamte des Landes in einer Jahrhundertkrise darf nicht einfach die Folgen von zerstörten Kindheiten, erschüttertem Vertrauen und eingeschränkten persönlichen Entscheidungen in Kauf nehmen und sich dann hinter dem Recht auf Aussageverweigerung und dem Schutz des Präsidenten verstecken. Die Amerikanerinnen und Amerikaner leben mit den Konsequenzen von Faucis Entscheidungen – dem keinerlei weitere Rücksichtnahme gebührt.

Verantwortlichkeit erfordert nicht immer einen Gerichtssaal. Manchmal genügt es, dass wir aufhören, die Wahrheit zu ignorieren. Es erfordert, dass wir den Grundsatz wiederherstellen, dass freie Menschen – und nicht unkontrollierte Bürokraten – das Recht haben, ihre eigenen medizinischen Entscheidungen zu treffen.

Ja, er bekommt sogar ein eigenes Wort – ein Verb. Die Verankerung des Begriffs „von Faucie befallen werden“ stellt sicher, dass sein Name dauerhaft als warnendes Symbol für jene Vorgehensweise im amerikanischen Gesundheitswesen erhalten bleibt, die wir stets im Hinterkopf behalten – und niemals akzeptieren – dürfen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearPolitics veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/08/09/america-got-faucied/

 

Links zum Thema vom Daily Caller

Faucis eigenes Tagebuch untergräbt seine öffentliche Zurückweisung des COVID-Laborlecks.

….

1/9 – Meine Recherchen ergaben, dass Anthony Fauci ein Tagebuch führte.
Was er privat schrieb und was er der Öffentlichkeit mitteilte, sind zwei verschiedene Dinge.

Heute veröffentliche ich seine Einträge von Dezember 2019 bis Dezember 2022. 🧵 pic.twitter.com/58LvmeYkCN

– Senator Rand Paul (@SenRandPaul) 25. Juli 2026

https://dailycaller.com/2026/07/26/faucis-own-diary-undercuts-his-public-dismissal-of-covid-lab-leak/

Die Fauci-Akten: Fünf brisante Erkenntnisse freigegeben von Tulsi Gabbard

Die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard, gab am Donnerstagabend Hunderte von Seiten frei, die sich auf die Vertuschung der Theorie beziehen, dass das COVID-19-Virus aus einem von den USA finanzierten Labor in Wuhan, China, entwichen ist, sowie auf die Beteiligung des mächtigsten Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens des Landes, Anthony Fauci, an dieser Vertuschung.

Gabbard erklärte in einer Stellungnahme, Fauci und seine Verbündeten in der Wissenschafts- und Geheimdienstgemeinschaft hätten sich direkt aus dem „Handbuch des tiefen Staates“ bedient.

https://dailycaller.com/2026/06/19/anthony-fauci-five-explosive-findings-tulsi-gabbard-docs/

Wie Fauci und eine geheime Verschwörung des Tiefen Staates in einer historischen Täuschung Geheimdienstinformationen unterdrückten

… Geheimdienstmitarbeiter entschlüsselten auch die Manipulationen am COVID-19-Genom – Hinweise, die die chinesischen Behörden nicht verbergen konnten, so zwei Geheimdienstmitarbeiter. Diese Erkenntnisse wurden jedoch in den öffentlichen Berichten der Geheimdienste unter dem damaligen Präsidenten Biden auffällig verschwiegen. Stattdessen bevorzugten hochrangige Beamte die Analysen von Faucis engstem Beraterkreis, der argumentierte, das Virus sei eindeutig natürlichen Ursprungs. Diese Auslassung führte zu einer formellen Beschwerde einer Behörde, sagte einer der Geheimdienstmitarbeiter.

https://dailycaller.com/2025/08/20/exclusive-fauci-deep-state-cabal-suppressed-intel/

 

Links zum Thema aus Deutschland

Eine Übersicht auf Wiki

Die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ des Deutschen Bundestags in der 21. Wahlperiode arbeitet unter Vorsitz von Franziska Hoppermann (CDU/CSU) interdisziplinär an der Frage, wie Risikobewertung, Früherkennung und Krisenbewältigung bei zukünftigen Pandemien effektiver gestaltet werden können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Enquete-Kommission_Aufarbeitung_der_Corona-Pandemie_und_Lehren_für_zukünftige_pandemische_Ereignisse

Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“

https://www.bundestag.de/ausschuesse/weitere_gremien/ee01

Corona-Aufarbeitung , 10. September 2025

📣 Stimmen

    • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hofft, dass die Aufarbeitung das Vertrauen der Bürger/-innen in die Demokratie stärkt.
    • Grüne und Linke drängten bis zuletzt auf einen Untersuchungsausschuss, der größere Befugnisse hätte. Er kann z. B. Beweismittel anfordern und Personen vernehmen.
    • Kritik wird zudem daran geäußert, dass keine Expertise zu Virologie oder Epidemiologie in der Kommission vertreten ist.

https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/570765/corona-aufarbeitung/

Aufarbeitung der Corona-Pandemiemaßnahmen – Evidenzbasierte Risikokommunikation muss ein zentrales Thema sein

Zusammenfassung

Wissenschaftsbasierte und verständliche Gesundheitsinformationen sind ein Kernelement der Evidenzbasierten Medizin und von Public Health. Ziel ist es, informierte Entscheidungen zu ermöglichen, die auf realistischen Einschätzungen von Gesundheitsrisiken sowie von Nutzen und Schaden möglicher Interventionen beruhen. In Deutschland wurden während der COVID-19-Pandemie die Standards für eine evidenzbasierte Risikokommunikation wenig beachtet. Häufig war die öffentliche Berichterstattung einseitig, unvollständig und missverständlich. Bedrohungsszenarien haben emotionalen Stress und unnötige Angst ausgelöst. Eine systematische und umfassende Aufarbeitung der Pandemiemaßnahmen ist auch in Deutschland dringlich geboten. Dabei müsste eine kritisch-konstruktive Analyse der medialen Risikokommunikation von Expert*innen, Politiker*innen und Medien ein zentrales Element der Aufarbeitung sein. Die Ergebnisse sollen helfen, aus der vergangenen Pandemie zu lernen, um für künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1865921724000527

 

 

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Shell verzichtet auf britische Solarparks im Zuge der „Netto-Null“-Strategie

13. August 2026 - 17:00

Melissa Lawford

Der Ölkonzern hat zudem sein CO₂-Reduktionsziel für 2030 abgeschwächt und sein Ziel für eine kohlenstoffarme Wirtschaft bis 2035 aufgegeben.

Shell verkauft sein britisches Solarparkgeschäft an einen französischen Konkurrenten und zieht sich damit aus dem Streben nach Netto-Null zurück. Das größte Öl- und Gasunternehmen Großbritanniens bestätigte, dass es einen Vertrag über den Verkauf seines europäischen Onshore-Geschäftsbereichs für erneuerbare Energien an das französische Unternehmen TotalEnergies unterzeichnet hat. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Der Verkauf umfasst Solarparks, Batteriespeicher und Onshore-Windkraftprojekte in Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien. Die Standorte verfügen zusammen über eine Erzeugungskapazität von 500 Megawatt – genug, um mehrere hunderttausend Haushalte mit Strom zu versorgen.

Dazu gehört auch die neu errichtete Solaranlage in Iddenshall in Cheshire, die das größte öffentliche Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Großbritannien versorgen wird.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte Shell vier Solarparks in Großbritannien mit einer geplanten Leistung von 100 Megawatt entwickelt.

Der Wert der Transaktion wurde nicht bekannt gegeben.

Der Verkauf ist Teil eines umfassenderen Rückzugs von Shell aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Im November zog sich das Unternehmen aus Projekten zum Bau von zwei riesigen Offshore-Windparks in der Nordsee zurück: den Projekten „MarramWind“ und „CampionWind“ vor der Ostküste Schottlands.

Seit der Vorstandsvorsitzende von Shell Wael Sawan das FTSE-100-Unternehmen Anfang 2023 übernommen hat, hat Shell seine Investitionen in die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückgefahren, um sich auf profitablere Geschäftsbereiche wie die Gasförderung und den Gashandel zu konzentrieren.

Der Ölkonzern hat inzwischen sein CO₂-Reduktionsziel für 2030 abgeschwächt und ein Zwischenziel für 2035 zur Senkung der CO₂-Intensität der von ihm verkauften Energie aufgegeben – als Teil seiner Strategie, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden.

Machteld de Haan, Präsidentin für erneuerbare Energien bei Shell, sagte:

„Diese Vereinbarung unterstreicht das anhaltende Bestreben von Shell, sein Strom-Portfolio aktiv zu verwalten und zu optimieren.

Wir setzen Kapital um und konzentrieren uns vorrangig auf Bereiche, in denen wir über einzigartige Kompetenzen verfügen und langfristig den größten Mehrwert schaffen können, unter anderem durch den Handel mit an Anlagen gebundenen Strom und kundenorientierte Energielösungen.“

Der Ausverkauf erfolgt, nachdem der Konkurrent BP seine Öl- und Gas-Vermögenswerte in der Nordsee zum Verkauf angeboten hat – nach sechs Jahrzehnten Tätigkeit in diesem Becken, wo das Unternehmen 1.100 Mitarbeiter beschäftigt –, was Befürchtungen schürt, der Ölriese könnte sich endgültig aus Großbritannien zurückziehen.

Mehr bei The Telegraph

Link: https://climatechangedispatch.com/shell-net-zero-retreat-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Datenanpassung oder Umschreibung der Geschichte? Die versteckten Kosten der Temperaturhomogenisierung – von Ronan Connolly

13. August 2026 - 14:00
17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) am 26. Juni 2026 in Halle/S. Rónán O’Connolly aus Dublin ist ebenso wie Willie Soon und Jonathan Cohler Mitglied der CERES-Gruppe. Er weist darauf hin, dass uns schon seit geraumer Zeit erzählt wird, dies sei das „heißeste Jahr“ seit 100.000 Jahren oder seit Millionen von Jahren oder der „höllische Sommer des Jahrtausends“ – ein Medien- und Wissenschaftsbetrug, der durch ganz bestimmte Datenmanipulationen zustande kommt, die der durchschnittliche Medienkonsument, der die BBC oder die Tagesschau sieht, nicht erkennen kann.

Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.

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Die Unsicherheit bei der Abschätzung des solaren Antriebs in der Arktis ist 100- bis 350-mal größer als die angeblichen Klimaauswirkungen von CO₂

13. August 2026 - 11:00

Kenneth Richard

In einer neuen Studie (Liu et al., 2026) bestätigen Wissenschaftler, dass Wolken „die Lufttemperaturen in Bodennähe erheblich beeinflussen“, indem sie die Strahlungsbilanz verändern und die Erwärmungsraten in der gesamten Arktis beeinflussen. So kann beispielsweise ein bewölkter Tag im Winter einen Strahlungsantrieb durch Wolken (CRF) von 20–30 W/m² bewirken und die Oberfläche der Arktis um 6–9 °C erwärmen.

Aufgrund massiver Unsicherheiten bei der Schätzung des Wolkenanteils (CF) und seiner Strahlungseffekte bestehen jedoch weiterhin „erhebliche Unstimmigkeiten zwischen den Datensätzen hinsichtlich der Trendstärke“, und somit „gibt es nach wie vor keinen Konsens über den langfristigen Trend des gesamten Wolkenanteils in der Arktis in den letzten Jahrzehnten“.

Systematische Fehler (Verzerrungen) bei der Schätzung der abwärtsgerichteten kurzwelligen Strahlung (SW) können von einem Datensatz zum nächsten um 90–160 W/m² abweichen. Insgesamt weichen die Datensätze bei der Schätzung der abwärtsgerichteten kurzwelligen Strahlung in der Arktis um 20–70 W/m² voneinander ab, weshalb unsere Messungen „nicht ausreichen, um die Anforderungen an die Schätzung des Strahlungsenergiebilanz“ zu erfüllen.

Der Anstieg des atmosphärischen CO₂-Gehalts wird als treibende Kraft der modernen Erwärmung der Arktis angesehen. Diese Zuordnung kann jedoch nicht mehr als eine Spekulation sein. Die Unsicherheit von 20–70 W/m² bei der Schätzung der solaren Oberflächenstrahlung in der Arktis ist 100- bis 350-mal größer als die kumulierten CO₂-Auswirkungen bei ausschließlich klarem Himmel über einen Zeitraum von 10 Jahren (0.2 W/m² nach Feldman et al., 2015).

Image Source: Liu et al., 2026 (übersetzt mit Google Translate)

Link: https://notrickszone.com/2026/08/06/uncertainty-in-estimating-solar-forcing-across-the-arctic-is-100-350x-larger-than-co2s-alleged-climate-impact/

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Peer Review entspricht nicht dem wissenschaftlichen Verfahren

13. August 2026 - 8:00

Cap Allon

Durch das Peer-Review-Verfahren lässt sich nicht feststellen, ob eine wissenschaftliche Behauptung wahr ist. Dennoch wird der Vermerk „peer-reviewed“ mittlerweile wie ein Gütesiegel der Unfehlbarkeit zur Schau gestellt. Die Arbeit hat das Peer-Review-Verfahren bestanden, also ist die Diskussion beendet.

Falsch! Das Peer-Review-Verfahren ist ein Auswahlverfahren einer Fachzeitschrift.

Ein Herausgeber leitet ein Manuskript an eine Handvoll Wissenschaftler weiter, die eine Veröffentlichung, eine Überarbeitung oder eine Ablehnung empfehlen.

In der Regel wiederholen sie das Experiment nicht.

Sie überprüfen die Daten nicht unabhängig.

Sie reproduzieren das Ergebnis nicht.

Sie lesen den Artikel und teilen dem Herausgeber ihre Meinung mit.

Diese Meinung kann Fehler aufdecken oder das Manuskript verbessern. Sie kann aber auch voreingenommen, nachlässig oder völlig falsch sein.

Unabhängig davon stellt sie keinen wissenschaftlichen Beweis dar.

Die Wissenschaft schreitet durch Beobachtung, Beweise, Reproduzierbarkeit und Falsifizierung voran. Eine Behauptung erlangt Glaubwürdigkeit, indem sie wiederholte Versuche, sie zu widerlegen, übersteht – nicht, weil zwei anonyme Gutachter ihre Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift genehmigt haben.

Die -Problemeroutinemäßige externe Begutachtung durch Fachkollegen wurde erst im Laufe des 20. Jahrhunderts zum Standard. Die Zeitschrift „Nature“ verlangte erst ab 1973, dass jede Arbeit einer externen Begutachtung unterzogen wird. Die Arbeit von Watson und Crick aus dem Jahr 1953 über die Struktur der DNA wurde nicht extern begutachtet. Auch Einsteins vier bahnbrechende Arbeiten aus dem Jahr 1905 wurden keinem Verfahren unterzogen, das dem heutigen System auch nur annähernd ähnelt. Ihr Wert wurde durch Beweise begründet, nicht durch die Genehmigung der Redaktion.

Das Peer-Review-Verfahren ist nicht einmal standardisiert. Fachzeitschriften wenden unterschiedliche Regeln, unterschiedliche Gutachter und unterschiedliche Schwellenwerte an. Ein Gutachter kann die Veröffentlichung empfehlen, während ein anderer das gleiche Manuskript rundweg ablehnt. Das Schicksal einer Arbeit kann daher davon abhängen, welche Experten ein Herausgeber zufällig auswählt – und davon, ob diese Experten die Schlussfolgerungen der Arbeit gutheißen.

Gutachter können natürlich Konkurrenten sein. Sie können ihre eigene Arbeit verteidigen, vorherrschende Theorien schützen und Ideen behindern, die ihren Status oder ihre Finanzierung gefährden.

Aber selbst wenn wir so tun, als seien die Absichten immer redlich, sind Gutachter nicht einmal besonders gut darin, Fehler zu entdecken. In einer BMJ-Studie erhielten 607 Gutachter Manuskripte, die neun absichtlich eingefügte schwerwiegende Fehler enthielten. Im Durchschnitt fanden sie weniger als drei. So viel zum „Goldstandard“.

Außerdem bekommen die Leser selten die Einwände, Meinungsverschiedenheiten oder ungelösten Bedenken der Gutachter zu sehen. Sie erhalten den fertigen Artikel und das magische Etikett: „peer-reviewed“. Dieses Etikett wird dann zum Ersatz für eine gründliche Prüfung, was besonders in politisierten Bereichen wie der Klimawissenschaft üblich ist.

Ein begutachteter Artikel kann falsch sein. Ein abgelehnter Artikel kann richtig sein.

Es ist ein Filter – kein Schiedsrichter der Wahrheit.

Die Begutachtung hilft dabei zu entscheiden, was in eine Fachzeitschrift aufgenommen wird – mehr nicht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-blast-brings-rare-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Was ist Temperatur?

12. August 2026 - 19:00

Andy May

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal an einer ernsthaften Debatte über die Definition von „Temperatur“ beteiligen würde. Aber genau das ist auf Twitter passiert – und zwar mit Leuten, die einen Abschluss in Physik und anderen Naturwissenschaften haben! Da ich 42 Jahre lang als Petrophysiker mit Schätzungen der kinetischen und effektiven Temperatur gearbeitet habe, kannte ich diese Themen in- und auswendig und habe mir darüber nie weitere Gedanken gemacht. Es war daher ein Schock für mich zu hören, wie Leute (frei übersetzt) sagten, dass es sich dabei nicht wirklich um Temperaturen handele. Die von ihnen vorgeschlagene einzige Definition von „Temperatur“ ist die thermodynamisch-statistische Definition:

Gleichung 1:

Dabei ist T die Temperatur, U die innere Energie, S die Entropie, ∂U/∂S die partielle Ableitung der inneren Energie nach der Entropie, N die Teilchenzahl und V das Volumen. Die Ableitung erfolgt unter Beibehaltung des Volumens und der Teilchenzahl; es handelt sich also um eine Gleichgewichtstemperatur, die außerhalb des Labors keine Bedeutung hat. Außerdem ist die Entropie nur in der Gleichgewichts-Thermodynamik eine genau definierte Zustandsfunktion; außerhalb des Gleichgewichts kann die Entropie statistisch definiert werden (siehe Boltzmann), ist jedoch nicht eindeutig und erfüllt nicht die gleiche Rolle.

Gleichung 1 kann als Definition der „Gleichgewichtstemperatur“ bezeichnet werden, und wenn sich ein System im Gleichgewicht befindet, ist dies eine exakte Definition. Sie folgt unmittelbar aus dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik. Der erste Hauptsatz besagt, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann. Allerdings ist der erste Hauptsatz nicht die einzige Definition von Temperatur, wie der Begriff heute verwendet wird. Es gibt viele andere Temperaturdefinitionen, die sowohl im allgemeinen Sprachgebrauch als auch in der Wissenschaft gebräuchlich sind. Betrachten wir einige davon:

Kinetische Temperatur

Man kann die momentane Temperatur von Molekülen in einer Stoßwelle, einem Plasma, einer turbulenten Strömung oder einem mittels Laser erwärmten Gas messen. Sie ist eine Funktion der mittleren kinetischen Energie der Moleküle im Gas (oder einem anderen Fluid) (Reif, 2009). Diese Temperatur findet breite Anwendung in der Stoßwellenphysik, der Plasmaphysik, der Petrophysik (meinem früheren Berufsfeld) sowie in Simulationen der Molekulardynamik. Es handelt sich um eine gültige Temperatur, die kein thermodynamisches Gleichgewicht voraussetzt.

Effektive Temperatur

Es gibt einige Systeme, die überhaupt keine Gleichgewichtstemperatur aufweisen. Dennoch definieren wir für diese Systeme routinemäßig eine effektive Temperatur (Herzberg, 1950). Dazu gehören Turbulenzen, körnige Materialien, aktive Materie, sich bewegende dissipative Systeme usw. Diese Temperaturen sind legitim und nützlich.

Nichtgleichgewichtssysteme besitzen eine Temperatur, manchmal sogar mehr als eine, je nach den verwendeten Parametern. Beispielsweise kann ein Molekularstrahl eine Schwingungs- oder Rotationstemperatur aufweisen, wobei diese voneinander abweichen können. Plasmen können eine Elektronentemperatur oder eine Ionentemperatur haben. NMR-Systeme weisen eine Spintemperatur auf. Elektronische Schaltungen haben eine Rauschtemperatur. Diese Temperaturen sind aussagekräftig und wichtig, insbesondere wenn sich das System weit vom Gleichgewichtszustand entfernt befindet.

Lokale Temperatur

Dies ist die Temperatur, die in klimawissenschaftlichen und meteorologischen Untersuchungen verwendet wird. Sie bildet die Grundlage für die Wärmeleitung und die Hydrodynamik. Man geht von einem lokalen thermodynamischen Gleichgewicht über ein bestimmtes Volumen aus und misst oder nimmt eine lokale Temperatur für dieses Volumen an. Dies ist die Logik, die den berühmten Navier-Stokes-Gleichungen zugrunde liegt. Dieses angenommene „lokale Gleichgewicht“ gilt für kleine Volumina (zum Beispiel ein „Luftpaket“) über kurze Zeiträume. Das Problem bei einigen Klimamodellen besteht darin, dass sie ein „lokales Gleichgewicht“ für Volumina und Zeiträume annehmen, die viel zu groß und zu lang sind.

Diskussion

Die Temperatur ist keine primitive mechanische Eigenschaft wie die Masse; sie ist eine emergente statistische Eigenschaft, welche die Verteilung der Energie auf die Freiheitsgrade charakterisiert (Landau & Lifshitz, 1980). Die Masse kann unabhängig vom Rest des Universums oder des Systems gemessen werden und ändert sich nicht, wenn sich das umgebende System verändert. Die Temperatur folgt aus dem 0. Hauptsatz der Thermodynamik, der besagt:

Befindet sich System A im thermischen Gleichgewicht mit System B,

und befindet sich System B im thermischen Gleichgewicht mit System C,

dann befindet sich A im thermischen Gleichgewicht mit C.

Der 0. Hauptsatz besagt, dass „Temperatur“ eine aussagekräftige physikalische Größe ist, weil das thermische Gleichgewicht transitiv ist. Er definiert die Temperatur zwar nicht, garantiert jedoch, dass sie aussagekräftig und messbar ist. Oft hört man, dass die Temperatur transitiv sei, doch dies trifft nur unter Laborbedingungen oder im Gleichgewicht zu. Außerhalb des Gleichgewichts kann die Temperatur ihre Transitivität verlieren, und unterschiedliche Freiheitsgrade können zu unterschiedlichen Temperaturen führen. Die Transitivität ist die Grundlage der Gleichgewichtstemperatur, jedoch nicht aller Temperaturmessungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die thermodynamische Definition der Temperatur nur für Gleichgewichtszustände gilt, die Physik jedoch viele andere Temperaturkonzepte wie die kinetische, die effektive, die lokale und die verallgemeinerte Temperatur verwendet, die für die Beschreibung realer Systeme fernab vom Gleichgewicht unerlässlich sind. Die Beschränkung des Begriffs „Temperatur“ auf seine Gleichgewichtsdefinition lässt das breite Spektrum physikalischer Systeme außer Acht, in denen die Temperatur klar definiert und unverzichtbar ist.

Bibliography

Herzberg, G. (1950). Molecular Spectra and Molecular Structure. Volume I: Spectra of Diatomic Molecules. Second Edition. D. Van Nostrand.

Landau, L. D., & Lifshitz, E. M. (1980). Statistical Physics, Third Edition. Butterworth-Heinemann.

Reif, F. (2009). Fundamentals of Statistical and Thermal Physics. Waveland Press, Inc.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2026/08/08/defining-temperature/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Der Tod wissenschaftlicher Journale

12. August 2026 - 14:00

John Ridgway

Vorbemerkung des Übersetzers: In diesem Beitrag geht es zwar nicht nur um den Fachbereich Klima, von dem wir Realisten ja wissen, wie voreingenommen man ist. Beklemmend ist jedoch, dass auch in anderen Wissenschaftsbereichen Ideologie und Propaganda zulasten echter Wissenschaft Einzug gehalten haben. – Ende Vorbemerkung

Ein weiterer Nagel im Sarg der Wissenschaft?

Um das Thema der ideologischen Unterwanderung der Wissenschaft fortzusetzen, das bereits hier sowie hier und hier behandelt worden war, hielt ich es für sinnvoll, den Fokus auf die Rolle jener wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu richten, die traditionell das Beste präsentieren, was die Wissenschaft zu bieten hat. Insbesondere werde ich die beunruhigende ideologische Vereinnahmung hervorheben, die dazu geführt hat, dass Publikationen wie „Nature“, „Scientific American“ und das „Science“-Magazin den Geboten objektiver Sachlichkeit den Rücken gekehrt haben, um stattdessen Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit nachzugehen. Dies ist eine Angelegenheit von großer Bedeutung, fungieren diese Zeitschriften doch als „Gatekeeper“ und sorgen dafür, dass wissenschaftliche Standards gewahrt bleiben. Darüber hinaus bieten sie Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Arbeit zu veröffentlichen und so ihre Karriere voranzutreiben. Die ideologische Unterwanderung solcher Publikationen wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf die kollektive Integrität der wissenschaftlichen Gemeinschaft, sondern bietet auch einen Rahmen für die Vertiefung dieser Missstände. Sie führt zu einer Wissenschaft, die weniger am Streben nach der Wahrheit interessiert ist als vielmehr an der Verfestigung propagierter Narrative. Nehmen wir uns also einen Moment Zeit, um zu betrachten, wie diese einst angesehenen und vertrauenswürdigen Publikationen so in Ungnade fallen konnten.

Nature

Der Niedergang ist per Definition eher ein Prozess als ein Ereignis. Lässt sich jedoch ein einzelnes Ereignis als entscheidender Wendepunkt für den Niedergang des „Nature“-Portfolios identifizieren, dann ist dies zweifellos die Veröffentlichung der „Ethik-Leitlinien“ für Einreichungsvorschläge im Jahr 2022. Die Leitlinien sollten die Veröffentlichung von Artikeln verhindern, die „Schaden“ anrichten, und gleichzeitig die wissenschaftliche Exzellenz fördern. Zu diesem Zweck heißt es in den Leitlinien:

Unabhängig von der Art des Inhalts (Forschungsbeitrag, Rezension oder Meinungsbeitrag) und – im Falle von Forschungsbeiträgen – unabhängig davon, ob ein Forschungsprojekt von einer zuständigen institutionellen Ethikkommission geprüft und genehmigt worden ist, behalten sich die Herausgeber das Recht vor, Änderungen zu verlangen (oder den Beitrag nach der Veröffentlichung zu korrigieren oder anderweitig zu überarbeiten) sowie in schwerwiegenden Fällen die Veröffentlichung zu verweigern (oder den Beitrag nach der Veröffentlichung zurückzuziehen): …Inhalte, welche die Rechte und die Würde einer Person oder einer Menschengruppe auf der Grundlage sozial konstruierter oder gesellschaftlich relevanter Gruppenzugehörigkeiten untergraben – oder vernünftigerweise als solche wahrgenommen werden könnten.

So haben sich die Herausgeber unter diesem Vorwand das Recht eingeräumt, wissenschaftliche Erkenntnisse zu zensieren oder deren Veröffentlichung zu verweigern, wenn sie der Ansicht sind, dass diese die Sache der sozialen Gerechtigkeit untergraben. Diese Leitlinie befreit „Nature“ von der Verpflichtung, stets wissenschaftliche Fakten zu respektieren, und ersetzt diese stattdessen durch das Vorrecht, alternative Wahrheiten zu konstruieren, die auf den von der Redaktion bevorzugten Ideologien basieren.

Die Auswirkungen dieser neuen Richtlinien blieben nicht unbemerkt. Professorin Anna Krylov ist eine angesehene Chemikerin an der University of Southern California, die in der Sowjetunion aufgewachsen ist. Sie erkannte die offensichtlichen Parallelen zur Hegemonie der Sowjetzeit und reagierte darauf mit der Veröffentlichung eines viel beachteten offenen Briefes, in dem sie erklärte, dass sie künftig keine Peer-Reviews mehr durchführen und nicht mehr mit der Nature Publishing Group zusammenarbeiten werde. Als Grund führte sie an, dass die von der Redaktion eingeschlagene Richtung dazu führe, dass „in Nature-Zeitschriften veröffentlichte Artikel nicht mehr als seriöse Wissenschaft angesehen werden können“.

Der Brief erregte schnell die Aufmerksamkeit prominenter Wissenschaftler, insbesondere von Professor Richard Dawkins, der Krylov in den sozialen Medien öffentlich unterstützte. Besondere Besorgnis erregte die erklärte Absicht des Nature-Portfolios, eine sogenannte „Zitier-Gerechtigkeit“ einzuführen. Am 26. Oktober 2025 schrieb er:

„Nature“ galt einst als die renommierteste wissenschaftliche Fachzeitschrift der Welt. Heute ist sie eine von vielen, denen vorgeworfen wird, Autoren eher aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Identitätsgruppe zu bevorzugen als aufgrund der Qualität und Bedeutung ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Mir sind keine bibliometrischen Studien bekannt, die eindeutige Belege für die Entstehung eines solchen Trends liefern, und es liegen auch keine schlüssigen Beweise vor, die bestätigen, dass die Richtlinien zu einer Verlagerung des Schwerpunkts im „Nature“-Portfolio geführt haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass Beobachter eine solche Verlagerung nicht wahrgenommen hätten. Kritiker haben darauf hingewiesen, dass sich Leitartikel, Kommentarspalten und Meinungsbeiträge zunehmend auf Themen wie Zitiergerechtigkeit, Antirassismus in den MINT-Fächern und die Überwachung der Inklusion konzentrieren. Die Herausgeber bestreiten solche Vorwürfe nicht, sondern erklären vielmehr, dass dies eigentlich eine gute Sache sei. Die Naturwissenschaften würden nicht verdrängt, behaupten sie. Stattdessen werde das Spektrum wissenschaftlicher Interessen erweitert, was doch gut für die Wissenschaft sei, oder? Nun, vielleicht, aber nur, wenn diese Erweiterung nicht entlang ideologischer Linien vorangetrieben wird, wie es ganz offensichtlich der Fall zu sein scheint.

Ein großes Problem, das mit redaktioneller Nachsicht einhergeht, ist das Ausmaß, in dem sie zur Selbstzensur bei denjenigen führt, die veröffentlicht werden möchten. Eine schonungslose Darstellung des Problems eines kuratierten Sachverhalts und der daraus resultierenden Selbstzensur lieferte kürzlich der Klimawissenschaftler Patrick Brown, als er von seinen eigenen Erfahrungen bei der Einreichung von Artikeln zur Waldbrandforschung berichtete:

Ich wusste, dass ich in meiner Forschung nicht versuchen durfte, andere zentrale Aspekte als den Klimawandel zu quantifizieren, da dies die Botschaft verwässern würde, die renommierte Fachzeitschriften wie „Nature“ und deren Konkurrent „Science“ vermitteln wollen … Als ich zuvor versucht hatte, von der hier beschriebenen Vorgehensweise abzuweichen, wurden meine Artikel von den Herausgebern hochkarätiger Fachzeitschriften umgehend abgelehnt, ohne dass sie überhaupt einem Peer-Review-Verfahren unterzogen worden wären.

Die Gegenreaktion war massiv und heftig. Es genügt zu sagen, dass Browns Vorwürfe mit Gegenvorwürfen zurückgewiesen wurden, er sei ein Wissenschaftler mit sehr wenig Verstand und noch weniger Integrität. Mit den Worten von Dr. Magdalena Skipper, Herausgeberin von „Nature“:

Das Einzige, worin wir Patrick Browns Aussagen zu den redaktionellen Abläufen in wissenschaftlichen Zeitschriften zustimmen ist, dass Wissenschaft nicht auf die Weise betrieben werden sollte, wie er diese [Studie] veröffentlicht hat. Wir prüfen derzeit sorgfältig die Auswirkungen seiner geschilderten Vorgehensweise; zweifellos reflektieren diese mangelhafte Forschungspraxis und entsprechen nicht den Standards, die wir für unsere Zeitschrift festgelegt haben.

Aber unterm Strich gilt: Wenn es um die Forschung zu Waldbränden geht – und wenn es keine gezielte Auswahl von Beiträgen gibt, die Studien bevorzugt, welche klimatische Auswirkungen quantifizieren, gegenüber solchen, die stattdessen nicht-klimatische Faktoren quantifizieren –, warum hat „Nature“ dann eine Fülle von Ersteren veröffentlicht, während ich von Letzteren noch kein einziges Beispiel gefunden habe? Ich weiß nicht, was ich aussagekräftiger finde – die nachweislich objektive Bestätigung von Browns Vorwurf oder die verzweifelten Versuche von „Nature“, diesen zu leugnen, gepaart mit dem Eifer, ihn wegen seiner „Sünden“ zu „canceln“. Interessanterweise wollte Skipper das letzte Wort haben:

Wenn es um Wissenschaft geht, hat „Nature“ keine bevorzugte Haltung.

Oh doch, das hat sie, Magdelana, und wenn du ihre ethischen Richtlinien beachtet hättest, wüsstest du das.

Scientific American

„Scientific American“ wurde 1845 gegründet und ist die älteste kontinuierlich erscheinende Monatszeitschrift in den USA. Über 200 Nobelpreisträger haben Artikel beigesteuert, darunter Albert Einstein, Thomas Edison, Marie Curie und Stephen Hawking; an historischem Prestige mangelt es der Zeitschrift also nicht. „Journal Storage“ (JSTOR) bezeichnet sich selbst als „die Autorität in Sachen Wissenschaft und Technik für ein breites Publikum“. Doch nach einer jüngsten Verlagerung hin zu gesellschaftlichen und politischen Kommentaren hat sein glänzender Ruf für wissenschaftliche Objektivität deutlich an Glanz verloren.

Obwohl es sich nicht um eine begutachtete Fachzeitschrift handelt, verfügt „Scientific American“ dennoch über beträchtlichen Einfluss. Dies war den Redakteuren zweifellos bewusst, als sie beschlossen, Joe Bidens Präsidentschaftskampagne im Jahr 2020 offiziell zu unterstützen, gefolgt von der von Kamala Harris im Jahr 2024. Diese offene Unterstützung für die Demokratische Partei brach mit einer 175-jährigen Tradition politischer Unparteilichkeit. Zur Begründung ihrer Entscheidung verwies „Scientific American“ auf Donald Trumps Skepsis gegenüber Covid, seinen Widerstand gegen den Klimaschutz und seine geplanten Kürzungen bei den wissenschaftlichen Bundesbehörden. Dies war ein regelrechter Krieg gegen einen Politiker, der entschlossen war, eine vermeintliche Dominanz linker, liberaler „Woke“-Kräfte in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu beseitigen.

Ob das Eintreten für die Demokratische Partei irgendeine Wirkung hatte (abgesehen davon, dass es das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Objektivität von Wissenschaftlern untergraben hat), ist eine müßige Frage. Dem Ruf der Chefredakteurin Laura Helmuth hat es jedenfalls nicht gutgetan, als sie nach Trumps Sieg eine mit Schimpfwörtern gespickte Tirade in den sozialen Medien veröffentlichte, in der sie Trumps Anhänger als „Faschisten“ und „Fanatiker“ brandmarkte. Und der Ruf der Zeitschrift hat sicherlich nicht gewonnen angesichts ihrer bewussten Hinwendung zur Befürwortung der „kritischen sozialen Gerechtigkeit“ (CSJ) als legitimes Thema für wissenschaftliche Berichterstattung. Insbesondere der Nachruf auf E.O. Wilson kam überhaupt nicht gut an, zeigte dieser doch deutlich, wie sehr das Verständnis der Zeitschrift von Wissenschaft durch den CSJ-Rahmen verzerrt worden war.

Edward O. Wilson war ein legendärer Biologe und Naturschützer aus Harvard, dessen Ruf über jeden Zweifel erhaben war – zumindest bis „Scientific American“ seine Sichtweise darlegte. In einem von Dr. Monica R. McLemore verfassten Gastbeitrag mit dem Titel [übersetzt] „Das komplizierte Vermächtnis von E.O. Wilson“ wurde Wilson als Rassist und Sexist dargestellt. Warum das? Offenbar lag es an seiner Befürwortung der Soziobiologie. In den Worten des Kommentars:

Sein Werk „Sociobiology: The New Synthesis“ trug zur falschen Dichotomie von „Natur versus Erziehung“ bei und begründete ein ganzes Forschungsgebiet der Verhaltenspsychologie, das auf der Vorstellung beruhte, dass Unterschiede zwischen Menschen durch Genetik, Vererbung und andere biologische Mechanismen erklärt werden könnten.

Die Autorin bezeichnete diese als „problematische Überzeugungen“ und brachte ihre tiefe Enttäuschung zum Ausdruck. Doch dies war nichts im Vergleich zu der Enttäuschung derjenigen, die ihre oberflächliche Ablehnung eines wissenschaftlichen Forschungsgebiets verurteilten, das nur von jenen mit Argwohn betrachtet wird, die die Welt durch die Brille der CSJ sehen.

Der Kommentar von McLemore war kein Einzelfall, auch wenn er außergewöhnlich schlecht informiert und ideologisch gefärbt war. Vielmehr verdeutlichte er, in welche Tiefen ein einst renommiertes Magazin gesunken war. Eine Publikation, die zuvor für ihre objektive Darstellung der Naturwissenschaften bekannt war, ist heute kaum mehr als ein Sprachrohr für trendige (und, offen gesagt, wissenschaftsfeindliche) Ansichten, die sie als „Autorität in Sachen Wissenschaft und Technik für ein breites Publikum“ disqualifizieren.

All dies erklärt, warum „Scientific American“ den Klimawandel so oft ausdrücklich unter den Gesichtspunkten der sozialen Gerechtigkeit, der Rassengleichheit und der ökologischen Fairness beleuchtet. Tatsächlich gibt es eine eigene Rubrik zum Thema soziale Gerechtigkeit, in der man Artikel wie „Diskriminierung hat Menschen mit anderer Hautfarbe in ungesunde städtische Wärmeinseln gefangen“, „Der Vater der Umweltgerechtigkeit blickt auf die von ihm ins Leben gerufene Bewegung zurück“, „Wie der Feminismus Maßnahmen gegen den Klimawandel leiten kann“ und „Neuer IPCC-Bericht befasst sich mit einem vernachlässigten Aspekt des Klimaschutzes: den Menschen“ findet. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich noch ganz altmodisch und politikfrei intensiv mit der Wissenschaft auseinandersetzen konnte.

„Scientific American“ unterstützt die Demokratische Partei unter anderem deshalb, weil es Trumps Kürzungen bei den Mitteln für wissenschaftliche Bundesbehörden ablehnt. Trump hingegen ist von der Vorstellung getrieben, dass die Strukturen der Wissenschaft von „woke“- und linksliberalen Kräften dominiert werden. Wenn überhaupt, dann trägt die „Woke“-Infektion von „Scientific American“ also dazu bei, Trumps Argumentation zu untermauern.

Science

„Science“ wird von der American Association for the Advancement of Science (AAAS) herausgegeben und gilt allgemein als Hauptkonkurrent von „Nature“; zusammen mit „Scientific American“ bildet die Zeitschrift das Dreigespann. Passenderweise gilt in Sachen ideologischer Vereinnahmung das Motto: „Was ihr könnt, können wir noch besser.“ So warf beispielsweise „Science“-Chefredakteur Holden Thorp nach der US-Präsidentschaftswahl 2024 Trump „die Bereitschaft vor, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus, Transphobie, Nationalismus und die Missachtung der Wahrheit zu instrumentalisieren“. Das sind 76,9 Millionen Menschen, die von einer Plattform linker sozialer Ideologie herabgewürdigt wurden, welche sich als Verfechterin der Wissenschaft tarnt.

Wenn überhaupt, ist „Science“ bei der Förderung des Konzepts eines wissenschaftlichen Aktivisten noch unverhohlener als „Nature“. Im März 2024 veröffentlichte „Science“ einen Artikel, in dem das Recht von Wissenschaftlern verteidigt wurde, öffentliche Erklärungen abzugeben, um „die Gesellschaft zu gestalten“. Kritiker, die argumentierten, die vorrangige Verpflichtung müsse darin bestehen, als neutraler Vermittler von Fakten zu fungieren, wurden beiseitegeschoben. Stattdessen, so argumentierte „Science“, hätten Fachzeitschriften und wissenschaftliche Organisationen die Pflicht, einzugreifen und konkrete Definitionen zu Themen wie Rassismus und Geschlecht zu formulieren. Im Falle des letzteren war „Science“ ganz eindeutig. Ein Artikel mit dem Titel „The variable nature of sex“ schloss sich den Bedenken eines Anthropologen hinsichtlich der „problematisierenden Definitionen von Geschlecht“ an, die dessen binäre Natur auf Kosten des Kontinuums sexueller Ausdrucksformen betonten. Man kann „Science“ sicherlich nicht vorwerfen, in Fragen kritischer sozialer Gerechtigkeit auf der Seite der Unentschlossenen zu stehen.

Tatsächlich gibt es keinen größeren Verfechter der sogenannten „affirmative action“ als die Zeitschrift „Science“. Als der Oberste Gerichtshof der USA im Jahr 2023 gegen Maßnahmen zur bevorzugten Einstellung im Hochschulbereich entschied, verurteilte die Redaktion von „Science“ diese Entscheidung. Darüber hinaus hat „Science“ regelmäßig den Einsatz verbindlicher DEI-Erklärungen bei der Einstellung von Wissenschaftlern verteidigt. So schrieb beispielsweise Shirley Malcom, Leiterin der Initiative „STEM Equity Achievement (SEA) Change“ bei der American Association for the Advancement of Science, in einem Artikel aus dem Jahr 2024 mit dem Titel „Strengthen the case for DEI“:

DEI im Bereich STEMM ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Exzellenz. Es umfasst Themen, die über Rasse und ethnische Zugehörigkeit hinausgehen, darunter Geschlechterfragen, Behinderung und andere Aspekte der Identität, die in der Vergangenheit dazu genutzt wurden, Chancen einzuschränken. STEMM sollte im Idealfall der gesamten Gesellschaft zugutekommen. Dies wird jedoch erst dann geschehen, wenn das Land eine STEMM-Gemeinschaft schafft, die so vielfältig ist wie die Bevölkerung, der sie dienen soll.

Ein politisches Ziel ist es, eine STEMM-Gemeinschaft zu schaffen, die ebenso vielfältig ist wie die Bevölkerung, der sie dient. Das wissenschaftliche Ziel wäre es, eine STEMM-Gemeinschaft zu schaffen, die wissenschaftlich so kompetent ist, wie es die Bevölkerung zulässt.

Was die redaktionelle Haltung der Zeitschrift „Science“ zum Thema Klimawandel-Skeptizismus angeht, so wird diese in einem Artikel mit dem Titel „The challenge of climate-change neoskepticism“ verdeutlicht, in dem das Fortbestehen von Skepsis als eine Pathologie abgetan wird, die auf motiviertem Denken und einem mangelnden Verständnis dafür beruht, wie Entscheidungsfindung unter Unsicherheit funktioniert. Man muss sich immer wieder fragen, wie parteiisch eine Publikation werden muss, damit sie jede Zurückhaltung, ihre eigene Position unkritisch zu akzeptieren, als „Herausforderung“ und nicht als Anlass zum Nachdenken betrachtet.

Zusammenfassung

Obwohl ich diese Diskussion auf nur drei namhafte wissenschaftliche Publikationen beschränkt habe, ist das Problem der ideologischen Vereinnahmung weitaus umfassender. Hätte ich die Zeit und die Lust dazu gehabt, hätte ich die Kritik auf mehrere andere Publikationen ausweiten können, die ähnliche Kritik auf sich gezogen haben. Dazu gehören „The Lancet“, das „New England Journal of Medicine“ (NEJM) und verschiedene führende Fachzeitschriften, die von der American Psychological Association (APA) herausgegeben werden. Sie alle machen mit und verzichten auf nützliche Forschung zugunsten von kritischem Geschwätz über soziale Gerechtigkeit, das in einer Welt objektiver, politikfreier wissenschaftlicher Erkenntnistheorie keinen Platz hat. Dies ist nicht nur symptomatisch für die Art und Weise, wie die wissenschaftliche Gemeinschaft in den letzten Jahren nach links abgedriftet ist, sondern liefert auch den Wind der Veränderung, der zu dieser Abdrift beiträgt. Für einen Klimaskeptiker ist dieses Phänomen von Interesse, nicht nur, weil es dazu beigetragen hat, antiwissenschaftliche Vorstellungen in Bezug auf Geschlecht und Rasse zu fördern, und nicht nur, weil es anti-meritokratische Richtlinien für Einstellung und Beförderung schürt und billigt. Die grundlegendere Bedeutung liegt in der Tatsache, dass all dies ohne die zugrunde liegende Annahme nicht möglich wäre, dass die Konsensmeinung die richtige sein muss und dass alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um alternative Narrative zu unterdrücken. Die kritische Sozialgerechtigkeit mit ihrem Konzept der „progressiven“ Wissenschaft hat sich durchgesetzt, weil eine solche Vereinnahmung innerhalb einer konsensorientierten Gemeinschaft, die jede abweichende Meinung enthusiastisch verurteilt – selbst innerhalb einer Gemeinschaft, die vorgibt, nach den Grundsätzen der wissenschaftlichen Methode zu handeln –, immer möglich sein wird. Wenn die Möglichkeiten und Gefahren einer ideologischen Vereinnahmung bei den Lesern von Cliscep keinen Anklang finden, dann weiß ich nicht, was ich anbieten könnte, das dies tun würde.

Link: https://cliscep.com/2026/08/03/the-death-of-the-science-journal/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Der Tod wissenschaftlicher Journale erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Michael Limburg bei Apolut: Klimahysterie – Das Narrativ bricht zusammen

12. August 2026 - 11:00

EIKE-Vizepräsident Michael Limburg trifft auf den ebenso kundigen wie streitbaren Biologen Markus Fiedler – so bereits geschehen vor zwei Jahren im Format FAIRTALK von Jens Lehrich. Moderator Lehrich betonte damals bereits, daß niemand von der Pro-Klimakollaps-Fraktion bereit gewesen sei, mit Kapazitäten wie Limburg oder Fiedler vor die Kamera zu treten, weswegen Fiedler dann als Advocatus diaboli im Spaß den Weltuntergangspropheten gab.

Diesmal saßen Limburg und Fiedler unter vier Augen vor der Kamera. Und Michael Limburg erklärte abermals die Situation um CO2 und Wasserdampf. Er erwähnt u.a, daß er im ÖRR zuletzt im Rahmen einer Phoenix-Sendung eingeladen war -bereits im Jahre 2010 – und dort auch auf einen Professor für Theoretische Meteorologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Andreas Bott traf, der eine Sach-Debatte letztlich aber rigoros ablehnte.

Warum wohl?

Weil er im „menschgemachten Klimawandel“ eine Bedrohung sah.

In einem eMail Wechsel kurz danach sprach er vom „gnadenlosen Verschwendertum“, wie er es nannte, den Limburg seiner Meinung nach das Wort redete, und sah darin dann eine Art von Verbrechen, dass er verabscheue und für das Limburg irgendwann mal bestraft würde.

( Video hier  )

Originalton aus einer eMail von Bott vom Dezember 2010 an Limburg:

„…ich finde es erschreckend, wie leichtfertig sie mit den mitmenschen und insbesondere der nachfolgegeneration umgehen. und das alles nur, um in einem gnadenlosen verschwendertum weiterzuleben. das ist sehr sehr unchristlich und unmoralisch. ich verabscheue es. aber vielleicht wird man sie irgendwann einmal dafuer bestrafen. ich wuerde mich freuen. mit freundlichen gruessen, andreas bott“

Hier Teil I des Faktenchecks https://eike-klima-energie.eu/2010/12/11/phoenix-runde-kein-prima-klima-ist-die-welt-noch-zu-retten-ein-faktencheck-teil-i/

Teil II https://eike-klima-energie.eu/2010/12/12/phoenix-runde-teil-ii-kein-prima-klima-ist-die-welt-noch-zu-retten-ein-faktencheck/ und

Teil III https://eike-klima-energie.eu/2010/12/14/phoenix-runde-teil-iii-kein-prima-klima-ist-die-welt-noch-zu-retten-ein-faktencheck/

Jetzt, 16 Jahre später, analysieren Limburg und Fiedler nun aktuell die Situation beim Klimawandel. Von Verschwendertum kann nun wirklich keine Rede mehr sein. Die mit dem „Klimaschutz“ begründete Energiewende ist dabei ganze Arbeit zu leisten, und der Wirtschaft, voran Deutschland, und damit dem Wohlstand, den Todesstoß zu versetzen.

Meine Antwort an Bott vom 14.12, 2010

Sehr geehrter Herr Prof. Bott,

Sie werden keine weiteren Emails von mir erhalten, es sei denn ich muss auf irgendwelche Behauptungen und Anschuldigungen von Ihnen reagieren. Ich verkneife mir auch Ihre haltlosen Beschuldigungen öffentlich zu machen. Allerdings lasse ich mich von Ihnen auch nicht unwidersprochen der Lüge bezichtigen. Und das auch noch für alle meine Äußerungen. Deswegen haben wir den Faktencheck gemacht, damit jeder der möchte, sehen kann, was ist richtig und was ist falsch. Gerade von Ihnen hätte ich eine wissenschaftlich begründete Aussage erwartet, aber keine wüste Beschimpfung. Niemand ist unfehlbar, Sie nicht und meine Kollegen und ich auch nicht.

In jedem Teil des Faktenchecks war der Mitschnitt der Sendung enthalten. Sie hätten also locker überprüfen können, ob ich das Wort Klima-Modell überhaupt bei dieser Bemerkung in den Mund genommen habe. Das habe ich nicht, und somit auch nie behauptet. Ich habe nur festgestellt, dass wir diesen Wert berechnet haben. Um zu diesem Rechenergebnis zu kommen, benötigt man kein Modell, egal in welcher Programmiersprache. Nur einen simplen Dreisatz. Das Ergebnis mag um einige Prozente daneben liegen, die Größenordnung stimmt, und ist auch nicht schlechter oder weniger gut begründet als Ihre Modelle. Das wissen Sie sicher auch ganz genau. Und der Weg dahin ist dargestellt.

Noch ein Wort zu Ihrem letzten Absatz. Er enthält blanken Hass und ist höchst verräterisch. Sie klingen darin wie ein moderner Savonarola. Merken Sie das nicht? Eine höchst gefährliche Grundeinstellung für einen Wissenschaftler. Nicht umsonst betrachten viele aufgeklärte Zeitgenossen, die Klimahysterie als neue Religion. Sie liefern leider – und das muß ich bei allem Respekt Ihnen gegenüber sagen- die beste Bestätigung für diese These.

Würden wir uns über Ressourceneffizienz oder Umweltschutz unterhalten haben, besäßen wir bestimmt viele Gemeinsamkeiten, aber Klimaforschung ideologisch religiös motiviert – sozusagen als Vorwand für andere Absichten-  zu betreiben, davor sollten wir uns hüten. Mit Wissenschaft hat das jedenfalls nicht zu tun.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr

M. Limburg

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Das grüne Imperium schlägt zurück!

12. August 2026 - 8:00

David Turver, THE DAILY SCEPTIC

In letzter Zeit hatte man den Eindruck, dass wir in der Energie- und Klimapolitik einen neuen Aufbruch erlebt hätten, nachdem die „Energie-Jedi“ die Debatte gegen das Ziel der Netto-Null bis 2050 für sich entschieden hatten. Die Partei „Reform“ führte den Wahlkampf mit dem Versprechen, das Netto-Null-Ziel aufzugeben. Vor kurzem sind die Tories diesem Beispiel gefolgt, indem sie das Ziel für 2050 aufgegeben, ihren eigenen Plan für günstigen Strom vorgelegt und damit begonnen haben, die Partei von Netto-Null-Eiferern wie Gavin Barwell zu säubern.

Doch das „grüne Imperium“ schlägt mit einem neuen Artikel (hier in der kostenlosen Version) von Tim Stanley im „Telegraph“ zurück, und auch Greg Jackson hat sich zu Wort gemeldet und Stanleys Artikel bejubelt. Sogar DV selbst hat sich eingeschaltet, um Tim Stanley zu unterstützen. Das Problem mit Tim Stanleys Argumentation ist – wie bei vielen Befürwortern von Netto-Null – dass sie auf Eindrücken und Emotionen basiert und nicht auf der Analyse tatsächlicher Daten.

Zeit, sich näher damit zu befassen, was Tim Stanley und Greg Jackson so falsch verstanden haben.

Die Behauptungen von Tim Stanley

Stanley erklärte, die Waldbrände in Europa seien „gnadenlos und hartnäckig“ und würden durch den langen, heißen Sommer „unendlich verschlimmert“. Er wies zudem darauf hin, dass Großbritannien in den letzten sechs Jahren die drei schlechtesten Ernten seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt habe, und warnte, dass bis 2050 voraussichtlich ein Drittel des landwirtschaftlichen BIP von Bangladesch verloren gehen werde. Er erklärte ferner, Pakistan erlebe derzeit einen Solarboom, und bezeichnete es als lächerlich, dass Großbritannien zögere, diesem Beispiel zu folgen. Stanley behauptete ferner, dass sich die Entwicklungsländer mehr Sorgen um den Klimawandel machten als wir. Schließlich charakterisierte er die „Netto-Null“-Skeptiker der Online-Rechten als diejenigen, die sich „in eine Ecke wütender Irrelevanz reden“, „fehlgeleitete Sympathie für den Teufel“ hätten und denen es an Mitgefühl oder Charme mangele. Allerdings wurde er in seinen Ausführungen inkohärent, als er behauptete, er plädiere nicht für ein ideologisches Bekenntnis zur Dekarbonisierung, und sagte, Kemi Badenoch habe Recht, das Dogma der Zielvorgaben aufzugeben.

Greg Jackson befand, Tim Stanleys Artikel sei „hervorragend geschrieben“ und dass Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien „wirtschaftlich zunehmend vorteilhafter sind als die Alternativen mit fossilen Brennstoffen“. Laut Jackson ist Solarstrom der günstigste Strom der Welt, und Onshore-Windenergie sei „wahnsinnig günstig“. Er ist der Ansicht, dass ein freierer Strommarkt erneuerbare Energien nutzen könnte, um die Energiekosten zu senken.

Stanleys Artikel wurde durch ein apokalyptisches Bild von tobenden Waldbränden in Europa illustriert (siehe Abbildung 1). Auch wenn solche Brände für die Betroffenen sicherlich erschreckend sein müssen, sollte die Politik auf der Grundlage von Fakten und nicht anhand emotionaler Bilder gestaltet werden.

Abbildung 1 – Tim Stanley behauptet, Waldbrände hätten sich unermesslich verschlimmert.

Dieses Bild wurde verwendet, um Stanleys Behauptung zu untermauern, dass Waldbrände in Europa gnadenlos und hartnäckig seien und durch lange, heiße Sommer unermesslich verschlimmert würden. Wir können diese Behauptung anhand der von „Our World in Data“ (OWID) bereitgestellten Daten überprüfen, wie in Abbildung 2 dargestellt:

Abbildung 2 – Kumulierte durch Waldbrände zerstörte Fläche nach Wochen

Dies zeigt, dass sich die Lage bei den Waldbränden in Europa keineswegs unendlich verschlimmert, sondern dass die Zahl der Brände auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen liegt. Es sei darauf hingewiesen, dass die Definition von Europa durch OWID ganz Russland umfasst. Doch selbst wenn man den geografischen Geltungsbereich der Grafik auf die EU-27 beschränkt, ist das Jahr 2026 seit Jahresbeginn das sechstschlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei die Brandfläche lediglich 42 % derjenigen des schlimmsten Jahres 2012 beträgt. Diese Daten widerlegen die gesamte Prämisse von Stanleys Artikel.

Tim Stanley könnte auch anmerken, dass viele dieser Brände in Frankreich von Menschen verursacht wurden, nur nicht so, wie er denkt – denn in Frankreich wurden 162 Personen wegen des Verdachts auf Brandstiftung bei Waldbränden festgenommen.

Die schlechtesten Ernten in Großbritannien?

Tim Stanley behauptete außerdem, Großbritannien habe in den letzten sechs Jahren die drei schlechtesten Ernten seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Obwohl die Daten von OWID nur bis 2024 reichen, lässt sich anhand von Abbildung 3 erkennen, dass diese Behauptung falsch ist:

Abbildung 3 – Britischer Index für Getreideerträge und Landnutzung

Die jüngsten Produktions- und Ertragswerte waren im Vergleich zu den letzten 30 Jahren nicht ungewöhnlich. Der Produktionshöchststand wurde 1984 erreicht, als die Getreideproduktion rund 174 % über dem Referenzwert von 1961 lag; allerdings wurden damals fast 32 % mehr Flächen für den Getreideanbau genutzt. Im Jahr 2024 war die Getreideproduktion doppelt so hoch und die Erträge lagen um 106 % über denen von 1961, obwohl 3,1 % weniger Fläche genutzt wurde. Es sieht ganz so aus, als hätten uns diese bösen, aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Düngemittel dabei geholfen, uns zu ernähren. Besorgniserregender ist jedoch, dass die für den Getreideanbau genutzte Fläche offenbar einen Abwärtstrend eingeschlagen hat. Vielleicht ist es doch keine so gute Idee, erstklassiges Ackerland mit Solarmodulen zu bedecken.

Landwirtschaft in Bangladesh bedroht?

Stanleys Behauptung, wonach ein Drittel des landwirtschaftlichen BIP in Bangladesch gefährdet sei, scheint auf einem Bericht der Weltbank aus dem Jahr 2022 zu beruhen. Auch hier verfügt OWID über Daten, die zeigen, dass diese Befürchtung bestenfalls unbegründet ist:

Abbildung 4 – Landwirtschaftliche Produktion in Bangladesch (in US-Dollar)

Das landwirtschaftliche BIP in Bangladesch steigt rasant, und die von der Weltbank prognostizierten 13,3 Millionen Klima-Migranten werden wahrscheinlich nicht kommen, da die Zahl der Todesfälle durch Naturkatastrophen in diesem Land von einem einmaligen Höchststand von 1,9 Millionen im Jahr 1943 – bedingt durch eine Dürre – auf nur noch 28 im Jahr 2025 gesunken ist, wobei 10 dieser Todesfälle auf Erdbeben zurückzuführen sind, die natürlich nichts mit dem Klima zu tun haben.

Bangladesch scheint sich zudem mehr um die wirtschaftliche Entwicklung als um den Klimawandel zu sorgen, steigt doch der Energieverbrauch stark und beruht fast ausschließlich aus fossilen Brennstoffen:

Abbildung 5 – Energieverbrauch in Bangladesch nach Energiequellen

Dies widerspricht Stanleys Behauptung, dass Entwicklungsländer sich mehr Sorgen um den Klimawandel machen als wir.

Solarboom in Pakistan?

In seinem Artikel behauptete Tim Stanley außerdem:

Das heutige Pakistan erlebt einen Solarboom. Wie kommt das? Weil Millionen von Bauern, die die durch Korruption in die Höhe getriebenen hohen Strompreise satt haben, günstige Solarmodule aus China gekauft und diese auf ihren Dächern und Balkonen angebracht haben.

Er tadelte Großbritannien daraufhin dafür, dass es diesem Beispiel nicht folge. Es stimmt, dass Pakistan mittlerweile fast 19 % seines Stroms aus Solarenergie erzeugt und der Anteil der Solarenergie rasant wächst. In Großbritannien liegt der Anteil der Solarenergie an der Stromerzeugung bei 6,6 %. Trotz dieser unterschiedlichen Verbreitung der Solarenergie ist die Kohlenstoffintensität der pakistanischen Energieversorgung höher als die von UK, wie aus Abbildung 6 hervorgeht:

Abbildung 6 – CO₂-Ausstoß pro Energieeinheit in UK und in Pakistan

Im internationalen Vergleich erzeugt Pakistan sehr wenig Strom: Pro Kopf fallen lediglich 764 kWh an, verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 3.860 kWh, den 4.203 kWh in UK und den 7.474 kWh in China. Ein wesentlicher Grund dafür, dass abgelegene Regionen Pakistans auf Solarenergie umsteigen ist, dass weniger als 55 % der Haushalte an das Stromnetz angeschlossen sind. Für sie ist der Zugang zu etwas Solarstrom besser als gar kein Strom. Ein weiterer Grund, warum Pakistan für Solarenergie besser geeignet ist, ist der Breitengrad. Pakistan liegt zwischen 23 und 37 Grad nördlicher Breite, wo es sonniger ist als in Großbritannien, das viel weiter nördlich liegt. Aus diesem Grund stufte die Weltbank Pakistan hinsichtlich des praktischen Solarenergiepotenzials in etwa im obersten Quartil der Länder ein, während Großbritannien den vorletzten Platz belegte, knapp vor Irland.

Machen sich arme Länder Sorgen?

Wie oben dargestellt, scheint Bangladesch sich keine allzu großen Sorgen um den Klimawandel zu machen – im Widerspruch zu Tim Stanleys Behauptung, dass arme Länder besorgter seien als wir. OWID stellt auch Daten zu den Kohlendioxidemissionen nach Einkommensgruppen bereit, siehe Abbildung 7:

Abbildung 7 – Jährliche CO₂-Emissionen nach Einkommensgruppe

Auch wenn die Emissionen aus Ländern mit hohem Einkommen wie Großbritannien sinken, steigen die Emissionen aus Ländern mit oberem und unterem mittleren Einkommen stark. Die Emissionen aus Ländern mit niedrigem Einkommen sind gering und steigen nur langsam. Länder mit hohem Einkommen werden ärmer werden und von Ländern mit oberem mittleren Einkommen überholt werden, die ihren Wohlstand steigern wollen.

In Afrika steigt die Nachfrage nach Öl und Gas. So setzt sich beispielsweise der kenianische Landwirt Jusper Machogu für fossile Brennstoffe in Afrika ein, weil er „einfach mit der Schufterei aufhören“ will. Er ärgert sich darüber, dass Greenpeace sich wie ein Neokolonialist verhält und den Bau einer neuen Ölraffinerie in seinem Land blockiert. Ein weiterer Schlag gegen Tim Stanleys unbelegte Tirade.

Sind erneuerbare Energien wirtschaftlich immer attraktiver?

Wenden wir uns nun den Behauptungen von Greg Jackson zu, wonach erneuerbare Energien „wirtschaftlich immer attraktiver“ seien und ein freierer Markt für erneuerbare Energien die Energiekosten senken würde. Wie wir bereits erörtert haben und wie aus Abbildung 8 hervorgeht, hat Großbritannien bereits die höchsten Strompreise für die Industrie in der entwickelten Welt, und auch die Preise für Privathaushalte gehören zu den höchsten überhaupt:

Abbildung 8 – Internationale Strompreise für die Industrie (p pro kWh)

Die Laufzeit von Differenzkontrakten (CfDs) wurde auf 20 Jahre verlängert, und die in der Ausschreibungsrunde AR7 für Offshore– und Onshore-Windenergie zugeschlagenen Preise sind gestiegen. Die Preise für Solarenergie sind leicht gesunken, auf vergleichbarer Basis bei 15-jährigen Verträgen sind sie jedoch ebenfalls gestiegen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Grundkosten für erneuerbare Energien sinken.

Die Lage verschlechtert sich noch weiter, weil die Kosten für die Einbindung intermittierender erneuerbarer Energien in das Stromnetz in die Höhe schießen. Die Kosten für Ausgleichsmaßnahmen, Reservekapazitäten und den Netzausbau werden sich bis 2030/31 gegenüber dem Niveau von 2024/25 verdreifachen, wie aus Abbildung 9 hervorgeht:

Abbildung 9 – Prognose der Netzanbindungskosten (in Mrd. £)

Anstatt „wirtschaftlich immer attraktiver“ zu werden, werden intermittierende erneuerbare Energien immer teurer. Würden wir den Strommarkt liberalisieren – indem wir beispielsweise die CO₂-Steuern auf Strom aus Gaskraftwerken senken, Subventionen für erneuerbare Energien abschaffen und diese dazu verpflichten, ihre Netzanbindungskosten selbst zu tragen –, würden die meisten Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien scheitern und es gäbe kaum neue Investitionen. Greg Jackson irrt in beiden seiner Hauptargumente.

Wem fehlt es an Mitgefühl?

Tim Stanleys emotionalste Aussage war, als er den „Netto-Null“-Skeptikern vorwarf, sie hätten ihr Mitleid fehlgeleitet auf den Teufel gerichtet und es mangele ihnen an Mitgefühl. Man könnte sich fragen, was daran mitfühlend sein soll, Strom so teuer zu machen, dass Familien sich zwischen Heizen und Essen entscheiden müssen. Wo bleibt das Mitgefühl für die Öl- und Gasarbeiter in Aberdeen, die jeden Monat 1.000 Arbeitsplätze verlieren? Gibt es auch nur ein Fünkchen Mitgefühl für die Stahlarbeiter in Port Talbot, die Raffineriearbeiter in Grangemouth oder die Tausenden weiteren Menschen, die in anderen energieintensiven Branchen wie der Petrochemie, der Chemie, der Keramik- und der Glasindustrie ihren Arbeitsplatz verlieren? Ist es nicht schlichtweg unzumutbar, den Entwicklungsländern die günstigen und reichlich vorhandenen Kohlenwasserstoffe vorzuenthalten, die sie für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung benötigen?

Wir wissen, dass die Energie-Jedi die Debatte gewinnen, wenn das „grüne Imperium“ auf emotionale Bilder und verlogene Schmähungen zurückgreifen muss, um seinen Standpunkt zu vertreten. Keines von Tim Stanleys Argumenten hält einer genauen Prüfung stand, und der Jubel-Fan Greg Jackson sieht sich gezwungen, völlig falsche Behauptungen aufzustellen, um zu verhindern, dass sein Unternehmen Octopus Energy in weitere Verluste stürzt.

Das Problem ist, dass Lügen schon um die halbe Welt gereist sind, bevor die Wahrheit überhaupt ihre Stiefel angezogen hat – daher kann der Gegenangriff des „grünen Imperiums“ vorübergehend wirksam sein. Aber eines ist sicher: Die Energie-Jedi werden zurückkehren, und die wirtschaftliche und physikalische Realität wird sich durchsetzen.

David Turver writes the Eigen Values Substack page, where this article first appeared.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/08/04/green-empire-strikes-back/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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DEUTSCH Die Net-Zero-Agenda verursacht explodierende Strompreise – von James Taylor

11. August 2026 - 19:00
SYNCHRONISIERT 17. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz, IKEK-17 am 27. Juni 2026, Halle Messe, Halle (Saale). Unter den Regierungen von Ronald Reagan, Margaret Thatcher oder Helmut Kohl hatten westliche Staaten viele Kern- und Kohlekraftwerke, aber nur wenige Windräder und PV-Anlagen.
Dennoch waren die Strom- und Heizpreise günstig, und die Industrie floh nicht vor der Umwelt“schutz“politik nach Osteuropa oder Ostasien.
Wie kann das sein, wenn die „Erneuerbaren Energien“ doch so billig seien?
James Taylor erklärt dieses Phänomen auf wunderbar eingängige Weise.
Unsere fleißigen elektronischen Heinzelmännchen haben die Rede von Taylor erstmals synchronisiert!

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