Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.
Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft – Warum es keine Klimakrise gibt. John Clauser ENGLISCH
Er erklärt, wie das Klima wirklich funktioniert – und wie die Tricks der Lobbyisten funktionieren. Auf der 17. Konferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) hielt er einen ausführlichen Vortrag zu diesem Thema. Hier ist zunächst sein Interview. Tipp: Schalten Sie im Youtube-Video rechts unten am Zahnrad auf „Untertitel“ und „deutsch“ – dann wird automatisch übersetzt.
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CFACT ist Mitveranstalter einer EIKE-Veranstaltung, bei der Wissenschaft gegenüber Alarmismus im Vordergrund steht
Hier kommt die erste Eionschaätzung bzgl. der Tagung des EIKE aus US-amerikanischer Sicht. A. d. Übers.
Halle (Saale) — Die 17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) brachte am 26. und 27. Juni im Messezentrum Halle (Saale) führende Klimarealisten aus Europa und den Vereinigten Staaten zu einer zweitägigen, faktenbasierten Diskussion zusammen. Die vom Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) ausgerichtete und von CFACT sowie dem Heartland Institute mitgetragene Veranstaltung bot eine klare Alternative zu dem politisierten Alarmismus, der einen Großteil der Klimadebatte dominiert.
Die Konferenz zeichnete sich durch eine starke amerikanische Delegation und ein umfangreiches Programm mit Vorträgen aus, welche die vorherrschenden Narrative zu Temperaturdaten, CO₂, erneuerbaren Energien und Netto-Null-Strategien hinterfragten und gleichzeitig natürliche Klimafaktoren, die Realitäten der Messung sowie praktische Energielösungen wie die Kernenergie in den Vordergrund stellten.
Referenten aus den USA geben direkte Einschätzungen abMarc Morano, Kommunikationsdirektor von CFACT, eröffnete das Programm am Freitag mit einem Vortrag unter dem Titel „The Great Reject: Triumphant Trump Dismantles the Climate Agenda with Nary a Pushback [etwa: Die große Zurückweisung: Der triumphierende Trump demontiert die Klimaagenda, ohne dass es nennenswerten Widerstand gibt]. Er erklärte: „Diese Regierung hat so gut wie alles zunichte gemacht, was die Grünen in Sachen Klima bisher unternommen haben – und von ihren Anführern und Freunden in den Medien war kaum ein Wort des Widerstands zu hören.“
Am Samstag betraten mehrere prominente US-amerikanische Stimmen die Bühne. Der Astrophysiker Dr. Willie Soon sprach zum Thema „Vom Dämon zum Abendessen: Die wissenschaftliche Rehabilitierung von CO₂ und fossilen Brennstoffen“. Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Physiker Dr. John Clauser beleuchtete das Thema „Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft – Warum es keine Klimakrise gibt“. Der Princeton-Physiker Prof. Dr. William Happer diskutierte das Thema „Versauerung des Wassers durch CO₂?“ James Taylor, Präsident des Heartland Institute, skizzierte in seinem Vortrag „Die Netto-Null-Agenda führt zu explodierenden Strompreisen“ die wirtschaftlichen Folgen der Netto-Null-Politik. Der ehemalige Klimatologe des Bundesstaates Delaware, Prof. em. Dr. David Legates, ging in seinem Vortrag über Lufttemperatur- und Niederschlagsmessungen auf Bedenken hinsichtlich der Datenqualität ein.
CFACT-Präsident Craig Rucker hielt einen Vortrag zum Thema „Warum die Bewegung der Klimarealisten in den Vereinigten Staaten auf dem Vormarsch ist“. Er erklärte den Teilnehmern: „Die Bewegung der Klimarealisten in den USA hat über die Jahrzehnte hinweg große Erfolge dabei erzielt, die aggressive Klimaagenda zurückzudrängen. Doch nirgendwo hat sie mehr erreicht als gerade jetzt unter Donald Trump. Es ist fast schon ein K.o.-Schlag, zumindest auf Bundesebene.“
Europäische Perspektiven stärken das ProgrammEuropäische Experten lieferten zusätzliche Einblicke. Prof. Dr. Nicola Scafetta analysierte die Sonnenvariabilität, natürliche Zyklen und die Unsicherheit von Klimamodellen. Prof. Dr. Henrik Svensmark stellte aktuelle Erkenntnisse zu kosmischer Strahlung und Wolken vor. Der Paläoklimatologe Dr. Stefan Kröpelin teilte Erkenntnisse aus 45 Jahren Sahara-Forschung. Weitere Vorträge kamen von Dr. Ronan Connolly zu Problemen bei der Temperatur-Homogenisierung, von Dr. Dominique Görlitz zu historischen kulturellen Perspektiven auf das Klima, von Theo Wolters zur Überprüfung der CAGW-Hypothese, von Dr. Paul Schmidt, der sich für Kernenergie anstelle eines Ausbaus der Windenergie aussprach, sowie von Michael Limburg zur dominierenden Rolle von Wasserdampf in Klima und Wetter. Jonathan Cohler nahm per Zoom teil, um eine Gleichung vorzustellen, die zentrale Elemente der CO₂-Propaganda des IPCC in Frage stellt.
Weitere Beiträge kamen von der deutschen Europaabgeordneten Anja Arndt zu den energiepolitischen Herausforderungen Europas im Rahmen der Methanverordnung 2027 sowie vom Physiker Dr. Lutz Niemann zu den Realitäten der Strahlung. Jack Kelley untersuchte Zusammenhänge zwischen der Grünen Sahara und historischen Fragen, während Karl Iver Dahl-Madsen sich mit der langfristigen Ernährungssicherheit befasste.
Das Programm umfasste eine simultane Übersetzung Deutsch-Englisch, ganztägige Vorträge, Kaffeepausen, Mittagessen, ein Abendessen am Freitag und einen Empfang am Samstag.
Fazit: Der Realismus gewinnt an BodenDie Konferenz unterstrich die wachsende internationale Dynamik hinter dem Klimarealismus. In den Vorträgen wurde immer wieder auf den erheblichen Einfluss von Wasserdampf und natürlichen Einflussfaktoren wie Sonnenaktivität und kosmischer Strahlung hingewiesen, Probleme bei der Anpassung von Temperaturdaten und Klimamodellen hervorgehoben sowie die Mängel bzgl. Wirtschaft und Zuverlässigkeit aggressiver Vorgaben für erneuerbare Energien aufgezeigt. Die Redner betonten zudem die anhaltende Bedeutung der Kernenergie und konventioneller Energiequellen für den Wohlstand der Menschheit.
Aus Sicht von CFACT verdeutlichte die Veranstaltung, wie weit die realistische Bewegung vorangekommen ist, insbesondere durch politische Kurswechsel auf Bundesebene in den Vereinigten Staaten. Die starke transatlantische Beteiligung – bei der CFACT und das Heartland Institute gemeinsam mit dem EIKE auftraten – ist Ausdruck einer effektiven Zusammenarbeit bei der Förderung evidenzbasierter Ansätze gegenüber ideologisch geprägten.
Link: https://www.cfact.org/2026/06/30/cfact-co-sponsors-eike-event-highlighting-science-over-alarmism/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Woher kommt der Strom? windschwach….
Die regenerative Stromerzeugung der 25. Analysewoche des Jahres 2026 gestaltete sich windschwach. Da gibt es zwar aktuell geschätzte 32.000 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 77,7 GW (68,1 GW onshore = auf dem Land und 9,6 GW offshore = auf See). Rein rechnerisch sind 681.000.000.ooo GWh = 681 TWh Windstromerzeugung pro Jahr möglich. Das wäre erheblich mehr als der komplette Strombedarf Deutschlands im vergangenen Jahr, der bei um die 500 TWh lag).
Wind weht in Deutschland allerdings sehr unregelmäßig, besser gesagt ziemlich unzuverlässig. Deshalb wurden im Jahr 2025 auch nur insgesamt 133 TWh Strom an Land und auf See erzeugt. Das entspricht knapp 20 Prozent des Erzeugungspotentials aller 33.000 Windkraftwerke.
Windstromerzeugung in der aktuellen Analysewoche
Die Windstromerzeugung lag bei 1,5 TWh. Das Windstrom-Erzeugungspotential für die 25. KW liegt bei 681 GWh/52 Wochen = 13 TWh. Die 1,5 TWh sind mit 11,5 Prozent gerade mal gut die Hälfte des Jahresdurchschnitts 2025, der mit einem Fünftel des rechnerisch Möglichen auch nicht unbedingt begeisternd ist. Auf der anderen Seite sollte realistisch gesehen beachtet werden, dass viel mehr Wind das Wetter nicht gemütlicher werden lässt. Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone und bleibt von langen Hitze- oder Kältewellen verschont. Auch Stürme und starke Regenfälle halten sich in den Grenzen, die bereits vor der Panikmache „Klimawandel, die Welt geht unter“ bekannt waren. Da mag die intensive Klimaberichterstattung etwas Anderes vorgaukeln. Faktisch aber ist es so.
Hohe Stromimporte
Wegen des fehlenden Windstroms musste Deutschland wieder eine Menge Strom aus dem Ausland hochpreisig importieren. 14,22 GWh waren es am 18. Juni um 21:00 Uhr. 442€/MWh mussten dafür gezahlt werden. Zur Mittagszeit des gleichen Tages lag der Strompreis von 11:00 bis 15:00 Uhr unter 50€/MWh. Gut 25 GWh kaufte das Ausland zu diesen günstigen Preisen.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 25. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung fällt diese Woche aus.
Günstiger Kernenergie-Strom ist politisch nicht gewollt – Ex-AKW-Bosse sehen das vollkommen anders
Am einfachsten wäre es, wenn Kernkraftwerke die Grundlast – das ist die Strommenge –, die ein Land IMMER benötigt, bereitstellen. Dann hat man auch gleichzeitig die notwendigen rotierenden Massen. Das ist politisch mehrheitlich nicht gewollt, wie die kürzliche Debatte inkl. Ablehnung im Bundestag gezeigt hat.
Umso bemerkenswerter ist, das die auflagenstarke BILD-Zeitung am 26.6.2026 online diesen Bericht bringt:
Der BILD-Artikel ist recht ausführlich und eine sinnvolle Zusammenfassung des Sachverhalts. Deshalb empfehle ich ihn. Es werden damit eine Menge Menschen erreicht, die in erster Linie aus irrationalen Gründen der Kernenergie gegenüber negativ eingestellt sind. Ob diese ihre „Meinung“ ändern werden, sei dahingestellt. Die Menschen aber, die in Sachen Kernkraft/Atomkraftwerke schwanken, werden erreicht und erhalten eine gute Information.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Viel Windstrom, reichlich PV-Strom. Die Strompreise.
Windstrom sinkt, PV-Strom fließt weniger. Die Strompreise.
Windstrom bleibt gering, PV wieder reichlich, aber nicht bedarfsdeckend. Die Strompreise.
Wenig Windstrom. PV-Strom stärker. Die Strompreise.
Leichter Anstieg Windstrom. PV-Stromerzeugung stark. Die Strompreise.
Geringer Bedarf. Höhere, dann fallende Wind- und PV-Stromerzeugung Die Strompreise.
Windflaute mit starker PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.
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Trotz Rücknahme der apokalyptischen Klimaszenarien (RCP 8.5) verharrt Deutschland am CO2-Abbau bis 2045 von höchst vernachlässigbaren 0,48 Giga Tonnen CO2 oder 0,06ppm in der Atmosphäre
Hinzu kommt, dass die weltweiten CO2-Emissionen seit 6 Jahren ohne jede Wirkung auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre stagnieren. Auch das hält Deutschland nicht davon ab, am CO2-Abbau von 0,06ppm oder 0,000 006% bis 2045 festzuhalten bei einem Gesamt-CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 425ppm.
Dr.-Ing. Erhard Beppler
Fazit
Das für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortliche RCP8.5 (Nachfolger SSP8.5), das bis 2100 Temperaturerhöhungen von bis zu 5°C bei gleichzeitigem Meeresspiegelanstieg von 1,3 m führen sollte, wurde von den IPCC-Verantwortlichen für „unplausibel“ erklärt.
Von 2010 an stützten sich mindestens 16 800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5, was den Medien vorgefertigte Katastrophenbeschreibungen über Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle, etc. lieferte.
Die Erklärung des IPCC zu RCP8.5 wird in Deutschland kaum wahrgenommen.
Umweltminister Schneider deutete die Entwicklung sogar als Erfolg für die bisherige Klimapolitik – eine Verklärung der Situation. Er verkündete sogar Ausgaben von 8 Mrd. Euro in 2030, um 25 Mio t CO2 weniger auszustoßen.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass die Korrektur von RCP8.5 höchst überfällig ist.
Schließlich werden die Temperaturerhöhungen wie die CO2-Gehalte der Atmosphäre nicht durch den Ausstoß der anthropogenen CO2-Emissionen bestimmt, sondern im Wesentlichen durch die Aktivitäten der Sonne.
Hinzu kommt, dass die CO2-Messungen auf Moana Loa auf falschen Messungen basieren, da sie teilweise auf Eisbohrkernuntersuchungen beruhen, andererseits bereits im 19.Jahrhundert CO2-Gehalte auf der nördlichen Hemisphäre um 400 ppm gemessen wurden.
Die durch RCP8.5 ausgelösten Maßnahmen zum Abbau der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen zeigen etwa ab 2011 deutliche Erfolge, eine Abnahme der CO2-Gehalte der Atmosphäre ist jedoch bis 2025 nicht zu erkennen.
Die weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen liegen in 2025 bei 38,1 Gt CO2, die im Sinne der Klimaneutralität auf null gesetzt werden sollen.
Der Anteil Deutschlands an diesen weltweiten CO2-Emissionen liegt bei 1,27%, der der EU bei 6%.
Das bedeutet für Deutschland einen CO2-Abbau von 38,1 Gt CO2 x 0,0127 = 0,48 Gt CO2.
Werden diese weltweiten 38,1 Gt CO2 und auf Deutschland bezogene 0,48 Gt CO2 nach den in der Klimaforschung etablierten Näherungswert von 1 ppm = 7,8 Gt CO2 auf die Gehalte in der Atmosphäre umgerechnet, so errechnet sich für den weltweiten anthropogenen CO2-Ausstoß von 38,1 Gt CO2 ein CO2-Gehalt in der Atmosphäre von 4,9 ppm CO2 oder 0,000 49%.
Für Deutschland ergeben sich Werte von 0,48 Gt CO2/7,8 = 0,06 ppm oder 0,000 006% CO2 bei einem Gesamt-CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 425 ppm oder 0,0425%.
Diese in höchstem Maße vernachlässigbaren Zahlen beschreiben die Hoffnungslosigkeit des Beitrages Deutschlands am Vorhaben Klimaneutralität.
Das hindert Deutschland nicht daran, jährlich 16,5 Mrd. Euro an Betreiber von Wind- und Solaranlagen zu zahlen bei versteckten Kosten dieser Energiewende von 36 Mrd. Euro/a (Frau Reiche).
Die Folgen sind Strompreise (Industriestrompreise) in Deutschland von 40 (18) ct/KWh bei Strompreisen in Frankreich von 30 (11), in USA von 17 (8), in China von 7 (8) ct/KWh.
Diese Zahlen beziehen sich in Deutschland auf einen Anteil an erneuerbaren Energien von nur etwa 20% bezogen auf den Gesamtenergiebedarf (Primärenergie) von 335 GW.
Nun haben auch noch die Unterhändler vom Europaparlament und Ministerrat beschlossen, dass der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) in 2028 in Kraft treten zu lassen, was bei einem Preis von 60 Euro/ t CO2 die Benzinpreise um 17 ct/Liter erhöht, von Diesel um 19 ct/Liter.
Deutschland muss sich zwingend verabschieden vom Glauben an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima (IPCC) – ansonsten ist der finanzielle Untergang Deutschlands nicht aufzuhalten.
Bedeutung der Rücknahme des Erwärmungsszenarios „RCP8.5“
Die globale Erwärmung sollte nach der ursprünglichen Aussage des „Klimarates der Vereinten Nationen“ (IPCC – Gründung Ende der 1980er Jahre) durch folgende Maßnahmen drastisch sinken: Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C (Pariser Abkommen) durch tiefgreifende Reduktion der CO2-Emissionen in den Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Forstwirtschaft durch vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft.
Diese Forderungen basieren auf den Ergebnissen von komplexen CO2-Vorstellungen zum Verhalten von CO2 zwischen Atmosphäre, Ozeanen und Biosphäre und Vorstellungen zum CO2- Verhalten zwischen natürlichen Senken (z.B. Ozeane, Wälder) und anthropogenen Quellen (z.B. fossile Quellen).
In den Kohlenstoffkreislaufmodellen des IPCC wird die CO2-Zirkulation zwischen den verschiedenen Reservoirs (Atmosphäre, Biosphäre, Ozeane, Sedimente) durch unterschiedliche Austauschprozesse und charakteristischen Zeitkonstanten modelliert auf der Basis der Ergebnisse aus Eisbohrkernuntersuchungen.
Die aus diesen Vorstellungen entwickelten Klimamodelle zur Berechnung der Temperaturentwicklung können weder die zukünftigen Temperaturen voraussagen, geschweige die vergangenen nachvollziehen, wie Vergleiche mit Messungen anhand von Wetterballons, Satellitendaten, etc. ergeben haben.
Nun haben am 07.04.2026 44-IPCC-Autoren, die für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlich sind, die in den beiden letzten Klimaberichten von 2013/2014 (AR5) sowie von 2021/2023 (AR6) aufgeführten Szenarien, die zu Temperaturerhöhungen bis zu 5°C in 2100 führen sollten, für „unplausibel“ erklärt, das RCP8.5. (1,2)
RCP8.5 (Nachfolger SSP8.5) steht für „Representative Concentration Pathway 8.5“, ein Szenario, das durch einen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt/m2 durch Steigerung des Energieflusses in der Troposphäre über erhöhte Treibhausgasemissionen (wie CO2, etc.) ausgelöst wird bei einem gleichzeitigen Anstieg des Meeresspiegels von 1,3 m. (Bild 1)
Nach dem Scenario SSP8.5 wird ausgehend von heute (CO2-Emissionen von knapp 40 Mrd. t/a) von einer Steigung auf etwa 130 Mrd.t CO2/a ausgegangen.
Zur Zeit liegt das weltweite ausgewiesene Kohlenstoffinventar über Kohle, Braunkohle, Öl, Erdgas bei etwa 1150 Mrd. t, entsprechend einer CO2-Menge von 4220 Mrd.t.(13) Ein jährlicher CO2-Anfall nach SSP8.5 von 130 Mrd. t/a würde das Kohlenstoffinventar schnell schrumpfen lassen.
Mit diesem Scenario wurden in Deutschland zahlreiche Gesetze zur Absenkung der CO2-Emissionen begründet. Selbst das Bundesverfassungsgericht nahm als Basis für seine Entscheidung diese Temperaturprognose, die mittlerweile als „unplausibel“ erklärt worden ist.
Im mittleren Scenario (SSP2-4,5) (Bild 1) stagnieren die CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf heutigem Niveau. (vgl. später)
Bild 1: Scenarien möglicher globaler Veränderungen bei unterschiedlichen Treibhausgasemissionen
Von 2010 bis 2020 stützten sich mindestens 16 800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5 („Google Scholar“ lieferte mehr als 100 000 Artikel).
Das gab den Medien vorgefertigte Katastrophenbeschreibungen über Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle und Massenintegrationen. (3)
Andere Verfasser kommen auf eine Gesamtzahl der Medienartikel weltweit mit Bezug auf RCP8.5 auf mehrere Hunderttausend über die zwanzigjährige Laufzeit des Scenarios.(4)
Nun hat das IPCC die prognostizierte Erwärmung nach PCR8.5 um etwa 3°C nach unten korrigiert. Das neue Scenario bei Beibehaltung der derzeitigen Politik liegt bei etwa 2,5°C bis zum Ende des Jahrhunderts und nicht mehr bei 5°C und ist immer noch mit unzähligen Unwägbarkeiten behaftet. (4)
Die Erklärung des IPCC zu RCP8.5 wird in Deutschland kaum wahrgenommen. Bundesminister Schneider deutet sogar die Entwicklung als Erfolg der bisherigen Klimapolitik – die bisherigen Maßnahmen hätten Wirkung entfaltet – eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass das IPCC mit seinen Horrorszenarien versagt hat, die über Jahrzehnte die Welt in Angst und Schrecken versetzte, vor allem in Deutschland.
Zur Dringlichkeit der Rücknahme des Erwärmungsszenarios „RCP8.5“
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Korrektur des RCP8.5 höchst überfällig ist.
Schließlich werden z.B. die Temperaturerhöhungen und auch die CO2-Gehalte der Atmosphäre im Wesentlichen durch die Aktivitäten der Sonne u.a. mit ihren unterschiedliche Zyklen, etc. bestimmt (5,6,7) und nicht nach der Aussage des IPCC ausschließlich über die anthropogenen CO2-Emissionen.
Hinzu kommt, dass der Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre nach den Messungen auf Moana Loa nach 1870 überhöht dargestellt wurde, da der CO2-Anstieg zunächst auf Messungen an Eisbohrkernuntersuchungen mit verlangsamtem CO2-Anstieg beruhte (bis 1950 – vergl. später Bild 4), erst nach 1950 erfolgen die Messungen der Atmosphäre auf Moana Loa. (8)
Hinzu kommt, dass aus CO2-Messungen der Atmosphäre im 19. Jahrhundert Werte auf der nördlichen Hemisphäre um 400 ppm bekannt sind, so dass letztlich der auf Moana Loa ausgewiesene CO2-Anstieg auch aus diesem Grunde nicht für Modellrechnungen jeglicher Art herangezogen werden kann. (9-11)
Die These eines „stabilen vorindustriellen CO2-Gleichgewichtes bei 280 ppm“ kann daher nicht für eine Erwärmung der Atmosphäre herangezogen werden.
In den letzten Jahren haben ähnlich wie in der mittelalterlichen und römischen Warmzeit Temperaturerhöhungen stattgefunden, verknüpft mit einer Erhöhung des CO2-Gehaltes wie der H2O-Gehalte der Atmosphäre.
Die H2O-Gehalte der Atmosphäre können je nach Temperatur und Randbedingungen Werte zwischen 0,1 und 4 % in der Atmosphäre annehmen, im Durchschnitt etwa 1,5%. (12)
Damit liegen die H2O-Werte gemessen an den 0,042% CO2 der Atmosphäre etwa 36x höher und bestimmen nicht nur durch ihre Infrarotstrahlungseigenschaften die Temperatur, sondern auch durch die Bildung von Wolken, Regen, Schnee, etc.(12)
Welche Wirkung erhöhte Wasserdampfmengen in der Atmosphäre auf die Temperatur haben können, zeigt der Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga im Südpazifik am 15.01.2022 (Bild 2), wobei anzumerken ist, dass auch der gleichzeitige Anstieg des El Nino mitwirkte.
Bild 2: Einfluss des Ausbruches des Unterwasservulkans Hunga Tonga auf den Temperaturanstieg der Atmosphäre
Wenn nun der CO2-Anstieg der Atmosphäre (vgl. auch später Bild 4) nicht über anthropogene CO2-Emissionen erklärt werden kann, stellt sich die Frage nach seiner Herkunft.
In einer früheren Arbeit war nachgewiesen worden, dass der CO2-Anstieg der Atmosphäre der Ausgasung der Meere über den Temperaturanstieg folgt und nicht dem Ausstoß der anthropogenen CO2-Emissionen. (8)
Die Geschwindigkeit des CO2-Anstieges der Atmosphäre durch Ausgasung der Meere kann bei steigender Temperatur bei 3 ppm /a liegen, ebenso die Abnahme.
Das IPCC geht bei seinen Vorstellungen zur Geschwindigkeit des CO2-Austausches an der oberflächennahen Schicht von Jahren bis Jahrzehnten aus, weil die Modelle des IPCC weitgehend auf den Ergebnissen der Eisbohrkernuntersuchungen beruhen.
Die durch die apokalyptischen Klimaszenarien ausgelösten Maßnahmen zum Abbau der anthropogenen CO2-Emissionen werden im Folgenden behandelt.
Bild 3 zeigt zunächst die Entwicklung der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen von 1960 bis 2025.
Bild 3: Entwicklung der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen 1960 bis 2025
Die Werte basieren bis 2022 auf Angaben von „Statista“, später von „International Energy Agency (IEA)“ und „wissenschaft.de“. Der Anstieg in 2025 lag bei 38,1 Gt CO2.
Die Entwicklung der Abflachung des Anstieges der CO2-Emissionen beginnt etwa 2011, um ab 2019 bis 2025 nur noch um 1,1 Gt CO2 (37,0 Gt in 2019, 38,1 in 2025) anzusteigen. Ein Einfluss auf die Abflachung der CO2-Gehalte der Atmosphäre ist jedoch nicht zu erkennen.
Zielsetzung war bisher die Absenkung der CO2-Emissionen im Sinne der Klimaneutralität von z.Z. weltweit 38,1 Gt CO2 auf null, EU in 2050, Deutschland in 2045.
Der Anteil Deutschlands liegt gemessen an den weltweiten CO2-Emissionen deutlich unter 2%, nach EU-Berechnungen bei 1,27%, der Europas bei 6%.
Ausgehend von den weltweiten 38,1 Gt CO2 in 2025 läge dann der Anteil der abzubauenden CO2-Emissionen Deutschlands bis 2045 insgesamt bei 38,1 Gt CO2 x 0,0127 = 0,48 Gt CO2.
Bild 4 zeigt zunächst die gemessenen CO2-Gehalte der Atmosphäre auf Moana Loa von 1870 bis 2025.
Bild 4: Anstieg der gemessenen und über die anthropogenen CO2-Emissionen in die Atmosphäre eingebrachten CO2-Gehalte
Die CO2-Gehalte der Atmosphäre steigen nach diesen Messungen von 290 ppm in 1870 auf 428 ppm in 2025 an, wenn die wenig glaubwürdigen CO2-Gehalte der Atmosphäre auf Moana Loa (IPCC) zugrunde gelegt werden. (vgl. Einleitung)
Wenn nun die in 2025 eingebrachten anthropogenen CO2-Emissionen von 38,1 Gt CO2/a nach dem in der Klimaforschung etablierten und leicht nachvollziehbaren Näherungswert von 1 ppm = 7,8 Gt CO2 oder 2,1 Gt C (Gleichung 1) zugrunde gelegt werden, ergibt sich ein Wert in der Atmosphäre von nur 4,9 ppm oder 0,000 49% CO2. (8,13)
Damit wird deutlich, dass der Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre durch den Eintrag von anthropogenen CO2-Emissionen in dieser Größenordnung praktisch vernachlässigbar ist und alle Maßnahmen zu ihrer Absenkung absurd sind. (8)
Aus dem Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre wird auch deutlich, dass der Anstieg der CO2-Gehalte ohnehin andere Ursachen haben muss (vgl. Einleitung), zumal die weltweiten CO2-Emissionen seit 6 Jahren stagnieren ohne jeden Einfluss auf den CO2-Anstieg der Atmosphäre. (8)
Für das Jahr 2025 ergibt sich weiterhin, dass der CO2-Anteil aus natürlichen Quellen in 2025 bei 428 – 290 (1870) – 4,9 = 133 ppm liegt oder 4% bezogen auf den CO2-Anstieg nach 1870 oder bezogen auf Gesamt-CO2-Gehalt von 428 ppm 1,1 %. (8)
Wenn nun Deutschland CO2-Emissionen von 0,48 Gt CO2 bis 2045 abbauen will, dann errechnet sich daraus nach Gleichung 1 ein insgesamt abzubauender CO2-Gehalt der Atmosphäre von 0,48 Gt CO2/ 7,8 = 0,06 ppm oder 0,000 006%.
Diese Aussagen beschreiben die Hoffnungslosigkeit des Beitrages Deutschlands am Vorhaben Klimaneutralität – und das bei dem finanziellen Aufwand Deutschlands.
Damit nimmt auch der Anspruch Deutschlands, der Welt den Weg zum Abbau der CO2-Gehalte der Atmosphäre aufzuzeigen, ein hoffnungsloses Ende.
Wenn dann noch bedacht wird, dass der CO2-Anstieg der Atmosphäre auf Moana Loa (IPCC) auf falschen Werten beruht (Einleitung), dann sollte sich Deutschland dringend für die Konsequenzen aus der Rücknahme des für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlichen RCP8,5 einsetzen.
Statt dessen verrennt sich Deutschland weiter im Glauben an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima in einen bereits begonnen finanziellen Niedergang.
Umweltminister Schneider bewertet den Ausstieg aus RCP8.5 als Erfolg der bisherigen Klimapolitik.
Er verkündet sogar, dass in 2030 8 Mrd. Euro ausgegeben werden, um 25 Mio.t CO2 weniger auszustoßen.
Das entspricht 312 Euro/t reduziertes CO2 bei einem CO2-Zertifikate-Preis von z.Z. etwa 70 Euro/t.
Dieses Missverhältnis verschlimmert sich noch, wenn die in 2030 abzubauenden 25 Mio. t nach Gleichung 1 (1 ppm = 7,8 Gt CO2) in ppm der Atmosphäre umgerechnet werden: 0,025 Gt CO2 = 1 ppm/7,8 Gt CO2 = 0,003 ppm oder 0,000 003% CO2 der Atmosphäre – ein teures nutzloses Vorhaben.
Weiterhin sollte auf folgende Fakten dieser Energiewende hingewiesen werden:
-2025 flossen 16,5 Mrd. Euro an Subventionen an Betreiber von Wind- und Solaranlagen
-die garantierte Einspeisevergütung liegt bei Windstrom bis 7 ct/KWh, bei Solarstrom bis 13 ct/KWh
– die versteckten Kosten dieser Energiewende liegen nach Aussage von Frau Reiche bei 36 Mrd. Euro jährlich, die auf fast 90 Mrd. Euro ansteigen werden
– die installierte Wind- und Solarkapazität liegt in 2026 bei 202 GW bei einer mittleren nutzbaren Leistung von etwa 20 GW. Stromspeicher sollen an 2030 zur Verfügung stehen, zu welchen Preisen auch immer
– bereits bei den z.Z. installierten Leistungen können die täglichen Strompreise an der Börse zwischen -41 ct/KWh und +44 ct/KWh schwanken – ein Hinweis auf die täglichen Schwankungen der Stromerzeugung über Wind- und Solaranlagen
-bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei Strom auf 80% ansteigen bei z.Z. von 53%
– diese Aussagen müssen bei einem bisherigen Anteil der erneuerbaren Energien von nur etwa 20% am Gesamtenergiebedarf (Primärenergie) von etwa 335 GW betrachtet werden (8)
– diese Maßnahmen führten bisher in Deutschland bei einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von bisher nur 20% u.a. zu einem Strompreis (Industriestrompreis) von etwa 40(18) ct/KWh; Frankreich liegt bei etwa 30 (11), USA bei etwa 17 (8), China bei etwa 7 (8) ct/KWh (13) – mit allen Konsequenzen für den Standort Deutschland.
Nun haben auch noch die Unterhändler vom Europaparlament und Ministerrat beschlossen, dass der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) in 2028 in Kraft treten soll.
ETS 2 schreibt z.Z. einen Preis für CO2 um 60 Euro/t CO2 vor, entsprechend 17 ct je Liter Benzin, 19 ct je Liter Diesel. Man erwartet schnell einen Anstieg des ETS 2 auf 100 Euro/t CO2.
Thyssenkrupp Steel rechnet je Tonne erzeugten Stahles mit einem CO2-Ausstoß von 2 Tonnen. Bei einem CO2-Preis von 100 Euro/ t CO2 entsprechen das Mehrkosten von 200 Euro/t Stahl.
Deutschland sollte sich dringend für die Konsequenzen aus der Rücknahme des für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlichen RCP8,5 einsetzen.
Der weitere Glaube an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima (IPCC) führt zum finanziellen Niedergang Deutschlands.
In 2013 habe ich ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Energiewende – zweite industrielle Revolution oder Fiasko“ – leider ist es bereits ein Fiasko.
1. Morrison, Ch.: „IPCC räumt ein: Apokalyptischen Klimaszenarien sind „unplausibel“ – was bedeutet, dass die meisten Panikmache-Berichte der Medien der letzten 15 Jahre offiziell als Unsinn gelten“, EIKE, 10 05. 2026
2. Göring: „IPCC-Autoren verabschieden sich von den Katastrophenszenarien – von Fritz Vahrenholt“, EIKE 15.05. 2026
3. Allon, C.: „Das Weltuntergangs-Scenario, das ein Jahrzehnt lang Klima-Angst schürte“; EIKE15.05.2026
4. Watts, A.: „Eine Generation von Kindern, die glaubten, keine Zukunft zu haben. Die Wissenschaft hat gerade erklärt, warum.“; EIKE, 17.05 2026
5. Watts, A.: „Vulkane emittieren mehr als gedacht“; EIKE, 22.05.2025
6. Allon, C.: „Der Aufhellungseffekt“; EIKE, 18.11.2025
7. Kowatsch, J.: „Temperatureinordnung des Jahres 2025, Teil 1“; EIKE, 03.01.2026
8. Beppler, E.: „Die weltweiten CO2-Emissionen stagnieren seit 6 Jahren ohne jede Wirkung auf den CO2-Anstieg der Atmosphäre“; EIKE, 28.02.2026
9. Limburg, M.: „Der Kampf gegen das CO2 wie den Klimaterror in Berlin, nur langsamer – dafür aber viel schlimmer“; EIKE, 04.03.2026
10. Jaworowski, Z.: „Climate Change: Incorrect information on predustrial CO2; Science and Transportation; März 2004
11.Mayer,D.F.: „CO2-Messungen im 19.Jh.: was Chemiker fanden und warum es die Klimaforschung ignoriert“; EIKE, 27.04. 2026
12. Limburg, M.: „Wasserdampf, CO2 und Klima +RCP8.5 – 17. EIKE-Klima-Konferenz in Halle“; EIKE,22.05.2026
13. Chat GPD
Der Beitrag Trotz Rücknahme der apokalyptischen Klimaszenarien (RCP 8.5) verharrt Deutschland am CO2-Abbau bis 2045 von höchst vernachlässigbaren 0,48 Giga Tonnen CO2 oder 0,06ppm in der Atmosphäre erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der grüne Krieg der EU gegen Landwirte hört niemals auf
Tilak Doshi, From Tilak’s Substack
Ein Beitrag des niederländischen Kommentators Armand van Westen, der am Dienstag auf X veröffentlicht worden ist und seitdem die Runde macht, greift die Stickstoffdebatte in der niederländischen Landwirtschaft erneut auf. Als Reaktion auf ein Video des Physikers und Wissenschaftsjournalisten Arnout Jaspers – Autor von „De Stikstoffuik“ (Die Stickstoff-Falle), dem 2023 erschienenen Buch, das in den Niederlanden zum Nummer-1-Bestseller wurde – bringt van Westen einen ebenso einfachen wie brisanten Aspekt auf den Punkt: Es gibt keine echte Stickstoffkrise!
„Stikstof“ ist zum Schlagwort für diese gesamte hitzige Debatte über Stickstoffbelastung durch die Landwirtschaft, EU-Naturschutzvorschriften und den Konflikt zwischen Umweltschutz sowie landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen geworden. Die niederländische Regierung strebt an, die Stickstoffablagerung in „stickstoffempfindlichen“ Natura-2000-Schutzgebieten (Teil des EU-weiten Netzwerks von Naturschutzgebieten) so zu reduzieren, dass sie unter die „kritischen Belastungsgrenzen“ fällt, wobei die Ziele im nationalen Recht entsprechend den EU-Verpflichtungen festgelegt sind. Der Untertitel von Jaspers’ Buch trifft den Nagel auf den Kopf: „Politiker im Bann der Öko-Lobby.“
Wie Jaspers akribisch dokumentiert, ist „stikstof“ (wörtlich: „erstickende Substanz“) eine Krise, die auf mangelhafte Regulierung und ausufernde Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen ist und sich als ökologischer Notstand tarnt. Der ehemalige Minister Ronald Plasterk – ein Biologe – lobte Jaspers’ Werk als „ein vernünftiges Buch voller nüchterner Fakten, das die Absurdität der Politik aufzeigt“. Die niederländische Regierung ihrerseits war so verunsichert, dass die Ministerin für Natur und Stickstoff Christianne van der Wal-Zeggelink vom Parlament offiziell dazu gedrängt worden ist, eine schriftliche Gegendarstellung zu einem weiteren kritischen Werk zum gleichen Thema zu verfassen.
Bei dieser anderen Arbeit handelte es sich um „Niemand in de Cockpit“, eine Fallstudie zum Thema Stickstoff von Thierry Baudet, dem Juristen und Vorsitzenden des „Forum for Democracy“, die er gemeinsam mit der Biochemikerin Lidewij de Vos verfasst hatte. Ihre Schlussfolgerung anhand öffentlich zugänglicher Messungen und überprüfbarer Daten lautet, dass die Artenvielfalt in den niederländischen Natura-2000-Gebieten weitgehend stabil ist: Die Bäume sind gesund, die Vogelpopulationen sind in Ordnung, die Luftqualität ist gut, und von 521 Arten, die mit den betreffenden Ökosystemen in Verbindung stehen, sind in den letzten zwei Jahrzehnten nur sieben in einer Weise zurückgegangen, die plausibel mit der Stickstoffdeposition in Verbindung gebracht werden kann. Diese sieben Arten, so stellen die Autoren fest, „spielen in den betreffenden Ökosystemen keine entscheidende Rolle und kommen an anderen Orten in den Niederlanden und Europa nach wie vor in großer Zahl vor“.
Die zentrale These des Buches lautet, dass aufeinander folgende niederländische Regierungen – geblendet von Modellen und Laborexperimenten statt von empirischen Feldmessungen und unter dem Einfluss von Umweltlobbys, die Beweise durch Rechtsstreitigkeiten ersetzen – ihr Land in eine gänzlich selbstverschuldete Katastrophe getrieben haben. Niemand sitzt am Steuer des Flugzeugs. Das Cockpit ist leer.
Van Westens Beitrag, der Jaspers’ Video aufgreift, ist ein kleiner, aber symbolträchtiger Moment: Ein niederländischer Bürger verweist auf zwei buchdicke Sammlungen dokumentierter, von Fachkollegen geprüfter und öffentlich zugänglicher Beweise und sagt schlicht und einfach: Der Kaiser hat keine Kleider an. Bemerkenswert ist nicht die Feststellung an sich – sie wird seit Jahren von Wissenschaftlern, Ökonomen und Vertretern der Landwirte getroffen. Bemerkenswert ist vielmehr der institutionelle Apparat, der weiterhin dagegen vorgeht, unbeeindruckt von politischer Revolte, Wahlniederlagen oder dem verspäteten Eingeständnis des IPCC selbst, dass das Katastrophenszenario, auf dem zwei Jahrzehnte grüner Politik beruhten, wissenschaftlich nie plausibel war. Die Inquisition, so scheint es, benötigt keine faktische Grundlage. Sie benötigt lediglich institutionelle Dynamik.
„Der Wissenschaft folgen“Beginnen wir mit der Wissenschaft, weil die Anhänger der „Netto-Null“-Ideologie stets darauf bestehen, sie als ihre unanfechtbare Autorität heranzuziehen. Fast zwei Jahrzehnte lang diente das extremste von Klimamodellierern entworfene Emissionsszenario – RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 – als Leitvorlage für praktisch jede restriktive Klima- und Energiepolitik, die in der EU und in UK umgesetzt worden war. Regierungen legten Kohlekraftwerke still, drosselten die Förderung in der Nordsee, verordneten ruinös teure Offshore-Windparks und unterwarfen Landwirte auf dem gesamten Kontinent so drakonischen Stickstoffauflagen, dass eine rentable Landwirtschaft unmöglich wurde.
All dies beruhte – direkt oder indirekt – auf den apokalyptischen Prognosen, die aus einem Szenario hervorgegangen waren, wonach sich der weltweite Kohleverbrauch bis zum Ende des Jahrhunderts verfünffachen würde – eine Entwicklung, die so weit von der physikalischen Realität entfernt ist, dass, wie die Zeitschrift „Eos“ kürzlich bestätigte, die Modellierer des IPCC nun offiziell beschlossen haben, SSP5-8.5 aus dem kommenden AR7-Bericht zu streichen und es als „unplausibel“ zu bezeichnen. Es war, wie GB News es treffend formulierte, ein Eingeständnis der Klimawissenschaftler selbst, dass „das Weltuntergangsszenario nicht mehr glaubwürdig ist“.
Dies ist keine unbedeutende organisatorische Maßnahme. RCP8.5 wurde in der wissenschaftlichen Literatur mehr als 45.000 Mal zitiert und routinemäßig vom Weltwirtschaftsforum, der Europäischen Kommission und jedem europäischen Klimaminister von Stockholm bis Madrid herangezogen. Das Szenario war nie als „Business-as-usual“-Prognose konzipiert – es war stets ein extremer Ausreißer, der Ergebnisse darstellte, die mehr als 90 % der Literatur zu Basisszenarien selbst ohne Klimapolitik als unmöglich erachteten. Dennoch, wie Carbon Brief einräumt, „wurde es in Hunderten verschiedener Veröffentlichungen weithin als das ‚Business-as-usual‘-Ergebnis bezeichnet“. Die politischen Maßnahmen, welche die europäische Industrie zerschlugen, Rentner durch Energiearmut in die Not trieben und Landwirte von ihrem Land vertrieben, wurden alle im Schatten einer Phantom-Apokalypse ergriffen.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Der bedrängte niederländische LandwirtVor dem Hintergrund dieser anerkannten wissenschaftlichen Neubewertung steht das Schicksal der niederländischen Landwirte. Die Niederlande – der Welt zweitgrößter Agrarexporteur, ein Land, das durch Einfallsreichtum, Kapital und über Generationen hinweg erworbenes Fachwissen eine bescheidene Landfläche in einen erstaunlichen Motor der Nahrungsmittelproduktion verwandelt hat – werden systematisch demontiert. Schuld daran ist die Stickstoffpolitik, genauer gesagt die EU-Habitatrichtlinie in der Auslegung durch niederländische Gerichte, die 2019 feststellten, dass Ammoniak- und Stickoxidemissionen aus der Tierhaltung mit den Verpflichtungen zum Schutz ausgewiesener Naturschutzgebiete unvereinbar seien.
Die Regierung reagierte darauf mit der Forderung nach einer Senkung der Stickstoffemissionen aus der Landwirtschaft um 70 % – einem Sektor, der zwar 46 % der Stickstoffemissionen des Landes verursacht, aber einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Last tragen sollte, während Industrie und Luftfahrt deutlich nachsichtiger behandelt wurden.
Bis zu 3.000 landwirtschaftliche Betriebe waren von einem Zwangsaufkauf bedroht. Der niederländische Milchviehbestand stand bis 2030 vor einem Rückgang um 167.000 bis 450.000 Tiere – bis zu 30 % des Gesamtbestands. Wie Jaspers anmerkt, ist die Schwelle für das Eintreten dieser existenziellen Folgen so empfindlich, dass bereits der Kot eines einzigen Vogels pro Hektar und Jahr formal den zulässigen Grenzwert überschreiten kann. Die Absurdität ist nicht rhetorischer Natur. Sie ist regulatorisch bedingt.
Die politische Folge war der explosive Aufstieg der „BoerBurgerBeweging“ – BBB, der Bauern-Bürger-Bewegung –, die 2019 von der Agrarjournalistin Caroline van der Plas als direkte Reaktion auf die Proteste niederländischer Landwirte gegen drückende regulatorische Belastungen gegründet worden war. Im März 2023 sorgte die BBB in einer der einschneidendsten Überraschungen der modernen niederländischen Politikgeschichte für einen Erdrutschsieg bei den Provinzwahlen und erzielte in allen 12 Provinzen den höchsten Stimmenanteil aller Parteien. Van der Plas bezeichnete die Stickstoffvorschriften unverblümt als „von Den Haag diktiertes Dogma“.
Bis 2024 war die BBB als Koalitionspartner in die Regierung eingetreten und hatte eine Umstellung von obligatorischen auf freiwillige Auszahlungsregelungen für landwirtschaftliche Betriebe sowie eine Verschiebung des Stickstoffziels von 2030 auf 2035 durchgesetzt – kleine Zugeständnisse, die einer Maschinerie abgerungen worden sind, die anderenfalls keinen Millimeter nachgegeben hätte. Als das Kabinett Schoof im Juni 2025 zusammenbrach, nachdem sich die PVV wegen der Asylpolitik zurückgezogen hatte, wurde die BBB auf den Status einer Übergangsregierung reduziert. Greenpeace legte dann im Januar 2025 den juristischen Knockout ein: Das Bezirksgericht Den Haag verurteilte den niederländischen Staat unter Androhung einer Geldstrafe von 10 Millionen Euro dazu, die Stickstoffreduktionsziele bis 2030 zu erreichen. Der Druck lässt nie nach.
Die große europäische Bauern-RevolteDie parallele Entwicklung auf dem europäischen Kontinent war ebenso aufschlussreich. In Deutschland wurde die einst dominierende Partei der Grünen – deren in Jeans und Turnschuhen auftretender Aushängeschild Joschka Fischer seit den 1980er Jahren die Umweltpolitik zu einer quasi-religiösen Bewegung gemacht hatte und deren Robert Habeck noch bis vor kurzem von der Kanzlerschaft im Jahr 2024 träumte – an den Wahlurnen von einer Wählerschaft vernichtend geschlagen, die genug von der strafenden Umweltpolitik hat. Die Alternative für Deutschland AfD ist zur zweitgrößten Partei im Bundestag aufgestiegen, nicht zuletzt beflügelt durch das wirtschaftliche Chaos, das Habecks Energiepolitik angerichtet hat.
In Frankreich gewann Marine Le Pens „Rassemblement National“ die Europawahlen 2024 mit einem Wahlprogramm, das eine ausdrückliche Ablehnung der „Net Zero“-Agenda der EU enthalten hat. In Großbritannien hat „Reform UK“ unter Nigel Farage die Skepsis gegenüber „Net Zero“ in den Mainstream der politischen Debatte gebracht – mit einer Wählerkraft, welche die Konservative Partei vier Jahre lang vergeblich zu mobilisieren versuchte.
Kurz gesagt: Die Bauern revoltieren – wie ich bereits in meinem Forbes-Artikel vom Februar 2024 feststellte, in dem ich die ersten Anzeichen der großen Unruhen unter den europäischen Landwirten beleuchtete. In ganz Frankreich, Deutschland, Belgien, Polen und den Niederlanden blockierten Traktoren Autobahnen, Brüssel wurde mit Gülle überschüttet, und die politische Klasse war schließlich gezwungen anzuerkennen, dass echte Menschen, die echte Lebensmittel anbauen, nicht ohne Konsequenzen als Hindernisse für eine bürokratische grüne Utopie behandelt werden können.
Der „Net Zero“-Moloch lässt sich nicht beirrenAll dies hat jedoch bei den Verfechtern dieser Ideologie nicht einmal ansatzweise einen Anflug von Selbstreflexion ausgelöst. Das „Net-Zero“-Establishment hat auf den politischen Kurswechsel nicht mit einer Neuausrichtung, sondern mit einer Eskalation reagiert – und mit dem zunehmend unverhüllten Einsatz aller verfügbaren institutionellen Hebel gegen diejenigen, die auf unbequeme empirische Realitäten hinweisen.
Die niederländische Kommentatorin Eva Vlaardingerbroek, die durch Auftritte bei Fox News und ihre beeindruckende Präsenz in den sozialen Medien die Anliegen der Landwirte international ins Bewusstsein rückte, musste im März 2023 erleben, dass ihr X-Konto plötzlich und ohne Erklärung dauerhaft gesperrt wurde – nur um nach einem öffentlichen Aufschrei wieder freigeschaltet zu werden. Im Januar 2026 entzog ihr das britische Innenministerium die elektronische Reisegenehmigung und verhängte ein Einreiseverbot für UK mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei nicht „dem öffentlichen Wohl dienlich“ – eine Entscheidung, die mit verdächtiger Pünktlichkeit drei Tage nach der Veröffentlichung ihrer Kritik an Premierminister Keir Starmer auf X getroffen worden war.
Ein von Fachkollegen begutachteter Artikel im „European Journal on Criminal Policy and Research“ – einer Zeitschrift für Kriminologie, wohlgemerkt – stufte die Skepsis gegenüber der Stickstoffreduktionspolitik als eine Form der „Desinformation“ ein, die „Themen aus dem Bereich des Klimawandel-Leugnens“ aufweise. Das ist das offizielle akademische Urteil: Die Frage, ob die erzwungene Schließung niederländischer landwirtschaftlicher Betriebe wissenschaftlich notwendig oder verhältnismäßig ist, stellt eine Handlung dar, die einem Verbrechen gleichkommt.
Dies ist das orwellsche intellektuelle Klima, in dem die Europäer heute agieren. Ein Szenario, das von der Modellierungsgemeinschaft des IPCC selbst offiziell abgelehnt worden ist, bildete die Grundlage für zwei Jahrzehnte zivilisationsweiter wirtschaftlicher Verwerfungen. Die Wissenschaftler, die dieses Szenario entwickelt hatten, haben nun eingeräumt, dass es nicht plausibel ist. Doch die daraus resultierenden politischen Maßnahmen – die stillgelegten landwirtschaftlichen Betriebe, die gedrosselten Industriezweige, die unerschwinglichen Energiekosten, die zum Schweigen gebrachten Stimmen – bleiben fest verankert und werden durch ein Bündnis aus aktivistischen Gerichten, gekauften Regulierungsbehörden und einer politischen Klasse durchgesetzt, deren gesamte Identität auf das „Netto-Null“-Projekt gesetzt wurde, neben Gender- und ethnischer Identitätspolitik sowie der Akzeptanz von Masseneinwanderung. Die „Netto-Null“-Ideologen setzen weiterhin auf diese Linie, selbst während sich die wirtschaftliche Krise um sie herum immer weiter verschärft.
Die IEA – jener einstige Tempel grüner Ambitionen, deren Bericht „Net Zero by 2050“ aus dem Jahr 2021 verkündet hatte, dass niemals neue Öl- und Gasfelder erschlossen werden sollten – hat unter dem Druck veränderter politischer Realitäten still und leise ihr „Current Policies Scenario“ wieder eingeführt, das sie 2019 auf Geheiß Brüssels aufgegeben hatte. Ihr „World Energy Outlook 2025“ räumt nun ein, dass die weltweite Ölnachfrage nicht vor 2050 ihren Höchststand erreichen wird. Selbst diese bescheidene Rückkehr zum Realismus wurde nicht durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorangetrieben, sondern durch die nackte geopolitische Tatsache der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und die drohende Streichung der US-Finanzmittel. Der Anschein von Energierealismus ist zur IEA zurückgekehrt, nicht weil sich die Fakten geändert haben, sondern weil sich Machtverhältnisse und Finanzierungsquellen geändert haben.
Unterdessen zeigt die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen – jene Institution, deren „Europäischer Green Deal“ auf Brüsseler Ebene das Gerüst für die Stickstoff-Apokalypse bildete, die über die niederländische Landwirtschaft hereinbrach – keinerlei Anzeichen eines Erwachens. Greenpeace klagt. Gerichte erlassen Urteile. Geldstrafen drohen. Betriebe schließen. Baudet und De Vos haben anhand akribischer Daten nachgewiesen, dass die niederländische Natur nicht in einer Krise steckt. Jaspers hat ebenso rigoros nachgewiesen, dass die Vorschriften eine selbst geschaffene Falle sind, die weder auf EU-Recht noch auf ökologischen Beobachtungen beruht. Und jeder niederländische Kommentator, der diese Erkenntnisse in den sozialen Medien verbreitet, wird als „Misinfluencer“ abgestempelt – eine Bezeichnung, die von aktivistischen Forschern vergeben wird, die dafür finanziert werden, die „Desinformationslandschaft“ der Bauernproteste zu untersuchen.
Der niederländische Landwirt als Licht am Ende des TunnelsWas wir derzeit erleben ist die verzweifelte Verteidigung eines politisch-wissenschaftlichen Paradigmas, das zwar keine empirische Grundlage hat, aber weiterhin institutionellen Einfluss ausübt. Die rechtsgerichteten Parteien, die in ganz Europa wie Pilze aus dem Boden geschossen sind – BBB, AfD, RN, Reform –, haben die Voraussetzungen für ihren eigenen Aufstieg nicht selbst geschaffen. Sie sind Symptome, nicht Ursachen eines politischen Regimes, das so weit von der gelebten Realität der einfachen Europäer entfernt ist, dass diesen nichts anderes übrig blieb, als sich politisch dagegen zu organisieren. Die Reaktion des Establishments bestand darin, diese demokratische Revolte nicht als Signal für eine politische Kurskorrektur zu betrachten, sondern als Beweis für Desinformation, die unterdrückt werden muss.
Die Niederlande haben ihre landwirtschaftliche Stärke nicht durch Subventionen und behördliche Genehmigungen aufgebaut, sondern durch jahrhundertelangen disziplinierten Einfallsreichtum in einem Land, das kaum über dem Meeresspiegel liegt – ein Viertel davon befindet sich sogar unterhalb des Meeresspiegels. Das Land wurde zum zweitgrößten Lebensmittelexporteur der Welt. Und nun wird die niederländische Landwirtschaft durch Verwaltungsbeschlüsse, gestützt durch aktivistische Rechtsprechung und einen angeblichen „wissenschaftlichen Konsens“, systematisch stranguliert.
Wer Einwände erhebt – sei es in einem Bestseller, einer Parlamentsrede oder einem Beitrag auf X –, sieht sich mit strafrechtlichen Fachzeitschriften, Grenzentscheidungen des Innenministeriums und ministeriellen Gegendarstellungen konfrontiert, verfasst von Beamten, die wenig Zeit für Daten und fundierte Analysen haben. Die Notlage der niederländischen Landwirte steht heute nicht nur symbolisch für die ideologische Unnachgiebigkeit der politischen Klasse, sondern auch für einen umfassenderen zivilisatorischen Niedergang.
This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/06/25/the-green-war-on-farmers-never-ends/
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/28/the-eus-green-war-on-farmers-never-ends/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der grüne Krieg der EU gegen Landwirte hört niemals auf erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der zweigeteilte Juni in Europa
Cap Allon
Die Hitzewelle in Westeuropa war echt. Die CO₂-Geschichte ist der Schwindel.
Man vergisst es leicht, aber die erste Junihälfte war für viele ungewöhnlich kühl:
Temperaturanomalien vom 1. bis zum 15. Juni 2026 [CPD/JMA]
In der zweiten Junihälfte färbten sich die westlichen Länder (vor allem Frankreich) rot, weil sich die Zirkulation festgefahren hatte. Über dem Westen bildete sich ein starker Höhenrücken, der Jetstream wurde nach Norden abgelenkt, die Luft sank ab, der Himmel klarte auf und unter dem Hochdruckgebiet staute sich die Hitze.
Temperaturanomalien 16. – 30. Juni 2026 [CPD/JMA]
Laut der gleichen Karte blieben Osteuropa und Westrussland zur gleichen Zeit jedoch kalt.
Der Westen lag unter dem Hochrücken; der Osten lag unter der kühleren Seite der Jetstream-Welle.
CO₂ verursacht so etwas nicht.
Auch die Innere Arktis widerspricht dieser Darstellung. Die Zone nördlich von 80° N hat sich im Mai und Juni auf Rekordtiefstwerten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958 bewegt, und die Temperatur schaffte es selbst im Juli nicht, über den Gefrierpunkt zu steigen:
CO₂ sorgt nicht selektiv dafür, dass es in Frankreich brütend heiß wird, in Russland eiskalt ist und die Schmelzsaison in der Hocharktis ins Stocken gerät.
Wohl aber tut das die Zirkulation.
Die Hitzewelle in Frankreich Ende Juni war ungewöhnlich, das war sie wirklich, aber das gilt auch für die anhaltende Rekordkälte in der Hocharktis.
Wahrscheinlich gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden. Aber wir sind immer noch Höhlenmenschen bzgl. Satelliten.
Link: https://electroverse.substack.com/p/chile-freezes-under-extreme-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Der zweigeteilte Juni in Europa erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Vorsitzender der Europäischen Volkspartei: „Wir dürfen unsere Industrie nicht dem Klimawandel zum Opfer fallen lassen.“
WuWt, Essay von Eric Worrall
Die fünf Phasen der europäischen Klimaträumer: Die Verhandlungsphase.
Euro News, Von Vincenzo Genovese.
Der Präsident der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, sagte gegenüber Euronews, dass die Klimapolitik der EU „aus wirtschaftlicher Sicht vernünftig“ sein müsse, und kritisierte Spaniens groß angelegten Plan zur Regularisierung von Migranten ohne Papiere.
„Die Europäische Union kann ihre Industrie nicht wegen des Klimawandels zerstören“, sagte Manfred Weber, Präsident der Europäischen Volkspartei, in der Euronews-Sendung Europe Today, während eine brutale Hitzewelle, die über Europa fegte, rund 1.300 Menschenleben forderte und die Debatte über die Klimapolitik des Blocks neu entfachte.
Weber ist Vorsitzender der Europäischen Volkspartei, der größten politischen Kraft in Europa, die in den letzten Jahren Teile des Green Deals – des Maßnahmenpakets zur Erreichung von Netto-Null-Treibhausgasemissionen im gesamten Block bis 2050 – zurückgenommen hat, um der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Priorität einzuräumen.
„Wir fordern Vernunft im wirtschaftlichen Bereich. Daher brauchen wir ein gemeinsames Verständnis, um ein Gleichgewicht herzustellen“, sagte er und unterstrich die Rolle seiner Partei bei der Gestaltung des Green Deals während der vorherigen Legislaturperiode.
Weber argumentierte zwar, dass die Klimapolitik ein Gleichgewicht mit den wirtschaftlichen Realitäten finden müsse, wandte diese Argumentation aber auch auf den persönlichen Energieverbrauch an. Für ihn ist die Nutzung von Klimaanlagen eine Notwendigkeit, obwohl diese, wenn sie mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, zu Treibhausgasemissionen beitragen und zu einem Streitpunkt in der Debatte um die Klimawende der EU geworden sind.
…
Weiterlesen: https://www.euronews.com/my-europe/2026/07/01/we-cannot-kill-our-industry-due-to-climate-change-manfred-weber-says
Obwohl sich die Europäische Volkspartei selbst als Mitte-Rechts bezeichnet, ist sie in keiner Weise mit dem rechten Flügel der US-Politik vergleichbar; meiner Meinung nach ähnelt sie bestenfalls den etablierten Demokraten.
In Deutschland ist Manfred Weber ebenfalls Mitglied der CSU. Politiker in Europa sind häufig Mitglieder einer nationalen Partei und einer separaten gesamteuropäischen Partei. Im Jahr 2025 ging die CSU eine Koalition mit linken Parteien ein, um zu verhindern, dass die mit Trump verbündete AfD politische Macht erlangt.
Die Europäische Volkspartei (EVP) bejubelt vehement den Klimaalptraum, der die ohnehin schon angeschlagene europäische Wirtschaft zu zerstören droht. Als dominierende Kraft in der europäischen Politik trägt sie eine erhebliche Mitverantwortung für Europas aktuelle Probleme.
Was also ist der Grund für diese Besorgnis über die schwierige Lage der Industrie? Ein Faktor könnten die drohenden Stellenstreichungen bei Volkswagen sein.
Volkswagen plant laut einem Bericht den Abbau von 100.000 Stellen und die Schließung von Werken.
Richard Wood,
aktualisiert am 28. Juni 2026 um 13:20 Uhr. Erstveröffentlichung um 11:48 Uhr.
Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen erwägt den Abbau von 100.000 Stellen im Rahmen einer massiven Umstrukturierung, die die größte in der Automobilindustrie wäre.
Laut einem Bericht von Reuters, der sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, erwägt das Unternehmen die Schließung von vier Werken. Die Pläne für die Umstrukturierung sollen am 9. Juli vom Aufsichtsrat von Volkswagen erörtert werden.
…
Manfred Weber hat sich lobenswerterweise schon früher für eine gemäßigtere Klimapolitik ausgesprochen. Ich sehe dies aber weiterhin als Verhandlungsphase – den Versuch, ein Maßnahmenpaket zu finden, das es Europa ermöglicht, seine grüne Revolution voranzutreiben UND gleichzeitig Wirtschaftswachstum zu erzielen.
Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Verhandeln ist wohl ein Fortschritt, die Wutphase – die Tiraden gegen die USA und andere vermeintliche Klimasünder – wurde langsam ermüdend.
Hoffen wir für Europa, dass sie die Verhandlungs- und Depressionsphasen schnell überspringen und rasch zu der Erkenntnis gelangen, dass sie ihre Klimaambitionen aufgeben müssen, wenn sie auch nur einen Teil ihrer verbleibenden Industrie erhalten wollen.
Der Beitrag Vorsitzender der Europäischen Volkspartei: „Wir dürfen unsere Industrie nicht dem Klimawandel zum Opfer fallen lassen.“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Rechtsgutachten: Klima-Klagen vor Gericht sind unzulässig
H. Sterling Burnett
Ob die DUH hierzulande diesen Beitrag liest? A. d. Übers.
Rechtswissenschaftler stehen den rechtlichen Grundlagen des „Climate Lawfare“ zunehmend skeptisch gegenüber: Dabei handelt es sich um Klagen von Städten, Bundesstaaten und Einzelpersonen, die darauf abzielen, die Klimapolitik nicht auf dem legitimen demokratischen Weg, sondern durch die Hintertür der Gerichte zu ändern. Diese Klagen nutzen die Gerichte, um Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie für vermeintliche Klimaschäden zu bestrafen, die der Gesetzgeber nicht regulieren will.
Wir bei Heartland haben den „Climate Lawfare“ von Anfang an bekämpft und in einem von San Francisco und Oakland vor einem Bundesgericht angestrengten Verfahren einen Amicus-Curiae-Schriftsatz eingereicht, in dem wir argumentierten, dass weder die Wissenschaft noch das Recht auf der Seite der Kläger stünden. Wenn die Klimapolitik eine Angelegenheit sei, mit der sich ein staatlicher Zweig befassen müsse, dann gehöre sie in den Zuständigkeitsbereich des US-Kongresses, argumentierten wir. Nur wenige Monate später, als die Klage vom Gericht als unzulässig abgewiesen worden war, erklärte ich in einer Pressemitteilung:
Die Entscheidung von Richter Alsup war richtig. Diese Klimaklagen werden von Städten mit schmutzigen Händen eingereicht – wenn man davon ausgeht, dass der Mensch den Klimawandel verursacht –, da deren Polizei-, Feuerwehr-, Rettungs- und Müllfahrzeuge alle mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Darüber hinaus wird damit versucht, den zwischenstaatlichen Handel zu diktieren – indem die Nation als Ganzes gezwungen wird, Kaliforniens Energiepolitik zu folgen –, eine Befugnis, die in der Verfassung ausdrücklich dem US-Kongress übertragen worden ist. Alsup durchschaute die Klimafiktion der Städte.
Oakland und San Francisco lagen sowohl in wissenschaftlicher als auch in politischer Hinsicht falsch. Man kann nur hoffen, dass die Richter in Klagen anderer Städte, Bundesstaaten und Interessengruppen gegen die Industrie dem Beispiel von Alsup folgen.
In der Folge wurden zwar einige in verschiedenen Gerichtsbezirken eingereichte ähnliche Klagen abgewiesen, doch wurden noch viel mehr Klagen eingereicht, was die Energiesicherheit gefährdet, die Energiekosten in die Höhe treibt und die Arbeitsbelastung der Gerichte erhöht.
Vor kurzem veranstaltete das Law & Economics Center der George Mason University ein Online-Symposium mit dem Titel [übersetzt] „Klimawandel, Deliktsrecht, Landesrecht und Kongress: Eine Diskussion über das Urteil des Zweiten Bundesberufungsgerichts vom 1. April 2021 in der Rechtssache City of New York gegen Chevron Corp.“ Obwohl sich die Podiumsdiskussion auf einen einzelnen Fall konzentrierte, hatten die Erörterungen eine breitere Relevanz für den sogenannten „Climate Lawfare“ im Allgemeinen. Die Podiumsteilnehmer wiesen detailliert auf zahlreiche Mängel in den Klagen hin, die von verschiedenen Städten und Gruppen gegen die Ölindustrie eingereicht worden waren. Der allgemeine Konsens der Podiumsteilnehmer, wie er in einem Artikel von „Energy in Depth“ über die Diskussion dargelegt wurde, lautete erstens: „Der Klimawandel erfordert eine politische, keine juristische Lösung“; zweitens: „Der globale Klimawandel [liegt] außerhalb der Zuständigkeit der einzelstaatlichen Gerichte“; und drittens, womit man wieder auf den ersten Punkt zurückkommt: „Der Klimawandel gehört nicht in die Justiz.“
Der Diskussionsteilnehmer Mark W. DeLaquil, Partner der Anwaltskanzlei BakerHostetler erklärte, das Urteil des Berufungsgerichts des Zweiten Bezirks folge der Argumentation anderer Bundesgerichte, die zuvor ähnliche Klagen abgewiesen hatten.
„Meiner Ansicht nach fügt sich die Entscheidung des Zweiten Bezirks, mit der die Abweisung der New Yorker Klage wegen öffentlicher Belästigung durch den Klimawandel bestätigt wurde, nahtlos in die Behandlung dieser Art von Klagen durch Bundesgerichte im letzten Jahrzehnt ein“, sagte DeLaquil. „Ich denke, das gemeinsame Merkmal dieser Fälle ist, dass die aufgeworfenen Fragen schlichtweg nicht für eine gerichtliche Klärung geeignet sind.“
Ein weiterer wesentlicher Mangel, den die Podiumsteilnehmer in den Bemühungen identifizierten, den Energieverbrauch auf nationaler Ebene durch kommunale und bundesstaatliche Klimaklagen in unterschiedlichen Gerichtsbezirken zu regulieren, sind die potenziellen Schäden und das wirtschaftliche Chaos. Lokalen Gerichten zu gestatten, die Energiepolitik zu diktieren, wäre schlecht für die nationale Energiesicherheit und -einheitlichkeit, den wirtschaftlichen Fortschritt und die geopolitische Sicherheit.
„Wir können zwar darauf hinweisen, dass es fünfzig verschiedene Bundesstaaten mit potenziell unterschiedlichen Vorschriften gibt, doch gleichzeitig stellen Hersteller ihre Produkte landesweit her“, erklärte Catherine Sharkey, Professorin an der New York University School of Law.
Abgesehen davon, dass der Klimawandel ein globales und kein lokales oder gar nationales Problem ist, haben diejenigen, die Ölkonzerne verklagen, in hohem Maße von den Produkten der fossilen Brennstoffindustrie profitiert und nutzen diese auch heute noch täglich – was es unlogisch und heuchlerisch macht, die Schuld für die Auswirkungen des Klimawandels einer kleinen Gruppe von Energieunternehmen zuzuschreiben, sagte Walter Olson, Senior Fellow am Cato Institute.
„Das Problem liegt darin, dass es sich um allgemeine gesellschaftliche Probleme handelt, die nicht nur jeden in New York, sondern jeden auf der Welt betreffen und zu denen fast jeder auf der Welt beiträgt“, sagte Olson. „Wenn alle daran beteiligt sind, wenn alle davon profitieren, ist es weniger wahrscheinlich, dass Richter dem ein Ende setzen.“
„Jeder in all diesen klagenden Städten lebt in einer Stadt, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erst möglich wurde“, stellte Olson treffend fest. „So ist es nun einmal.“
Um die Botschaft zu untermauern, dass Klimaklagen auf staatlicher und lokaler Ebene töricht, gefährlich und rechtlich unzulässig sind, haben zahlreiche Parteien in einem Verfahren in Boulder, Colorado – Suncor Energy (U.S.A.) Inc. gegen County Commissioners of Boulder County – einen Antrag auf Beitritt zum Verfahren gestellt oder Amicus-Schriftsätze zur Unterstützung der Kläger eingereicht. Dazu gehören das US-Justizministerium (DOJ), 78 Kongressabgeordnete, 27 Generalstaatsanwälte, energieproduzierende Bezirke in Colorado, ehemalige hochrangige Beamte der nationalen Sicherheit sowie bedeutende Wirtschafts-, Rechts- und Politikorganisationen.
„Dieser Fall wirft eine grundlegende Frage auf: Kann eine Stadt das Recht eines einzelnen Bundesstaates heranziehen, um dem Rest der Welt vorzuschreiben, wie ein globales Problem mit globalen Auswirkungen zu lösen ist? Die Verfassung liefert die Antwort: Auf keinen Fall“, heißt es in der Stellungnahme des Justizministeriums zu diesem Fall. „Unser föderales System würde zerfallen, wenn jeder Bundesstaat von Natur aus nationale oder internationale Probleme angehen könnte, indem er den anderen 49 Bundesstaaten seine regulatorischen Vorgaben aufzwingt.
Dieses Durcheinander würde zu einem Gewirr konkurrierender Regulierungsansätze und zu Spannungen führen, die die Republik gefährden“, schrieb das DOJ.
In einem weiteren Amicus-Schriftsatz erklärten die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses unter der Führung des Mehrheitsführers Steve Scalise (R-LA), dass die Klage von Boulder nicht einfach darauf abziele, einen Schaden durch eine deliktische Klage zu beheben, sondern vielmehr versuche, die allgegenwärtigen globalen Treibhausgasemissionen zu regulieren und dabei den Kongress, die Bundesaufsichtsbehörden und den demokratischen Prozess zu umgehen.
„Die hier vorgebrachten Ansprüche regeln zwangsläufig die Treibhausgasemissionen, da sie eine Haftung auf der Grundlage der angeblichen Auswirkungen dieser Emissionen begründen würden“, heißt es in dem Schriftsatz der Abgeordneten. „Die Beklagten versuchen somit, ihre eigenen, durch Schadenersatzansprüche untermauerten Regeln darüber durchzusetzen, wann und in welchem Umfang Treibhausgasemissionen angemessen sind – unabhängig davon, ob diese Emissionen aus einem vom Kongress genehmigten Verhalten resultieren.“
Letztendlich deuten frühere Urteile von Bundesgerichten, etablierte Entscheidungen zur Vorrangstellung des Bundes sowie die in der Verfassung festgelegte ausschließliche Übertragung der Befugnis zur Regulierung des zwischenstaatlichen Handels an den Kongress und der Befugnis zur Führung der Außenpolitik an die Bundesregierung darauf hin, dass diese Klimaklagen von Bundesstaaten und Kommunen gar nicht erst vor Gericht hätten eingereicht werden dürfen. Ein fundiertes, umfassendes Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten in dieser Angelegenheit im Fall „Suncor“ könnte dem „Climate Lawfare“ als Mittel zur Festlegung der Klimapolitik ein Ende setzen. Dies würde den Verbrauchern Milliarden, wenn nicht sogar Billionen Dollar an höheren Energiekosten ersparen, die Gerichtstermine für die Verhandlung berechtigter deliktischer Ansprüche entlasten und die Energiesicherheit Amerikas stärken.
Solange der Oberste Gerichtshof keine endgültige Entscheidung trifft, die eine klare Rechtsgrundlage schafft, werden diese verschwenderischen, unzulässigen Klagen weiterhin die Gerichtstermine überlasten und knappe Ressourcen sinnlos verschwenden, da der Mensch das Klima nicht kontrolliert und es keine wissenschaftlich nachweisbare Klimakrise gibt. Hoffen wir, dass der Oberste Gerichtshof und die untergeordneten Gerichte die zahlreichen Amicus-Schriftsätze und die Argumentation der Rechtsexperten auf dem jüngsten Seminar überzeugend finden.
Quelle: Energy in Depth; George Mason University Law & Economics Center; Energy in Depth
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-583-climate-lawfare-is-flawed-legal-panel-finds/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Netz-Batterien sind bereits am ersten Tag schon leer: Viertägige Winddürre in Südaustralien treibt die Strompreise hoch
Von Jo Nova
Die Hochdruckzelle, die die Stromrechnung in die Höhe trieb
Die Windkraft in Südaustralien zeigte eklatante Schwäche. Am Freitag, dem 19. Juni, lieferte sie noch 2 Gigawatt, was 100 % des Strombedarfs des Bundesstaates entsprach. Doch am Sonntag traf ein Hochdruckgebiet ein, und die Windstromerzeugung brach fast auf null Prozent ein.
[Siehe interaktive Charts von Anero https://anero.id/energy/2026/june/21 ]
Schlimmer noch: Dieser Wert blieb die nächsten drei Tage nahezu unverändert. [ändern Sie im o.g. anero Web-Link die letzte Datums-Zahl 21 – 22 – 23 usw.]
Die großen, hochwertigen Batterien fielen bereits am ersten Tag aus, woraufhin die Preise entsprechend in die Höhe schnellten. Nur noch die Hälfte der Batterien war beim ersten großen Preisanstieg am ersten Tag verfügbar, doch am Sonntagabend und Montagmorgen, als die Preise 20.000 US-Dollar pro Megawattstunde erreichten, waren sie völlig wertlos.
Paul McArdle schätzt, dass die viertägige Windflaute in Südaustralien die schlimmste seit mindestens 2019 war . Man könnte sich fragen, ob es in den 2000er- oder 1990er-Jahren schlimmere gab, aber damals kümmerte das niemanden. An windstillen Tagen, als das Land noch mit Kohlekraft betrieben wurde, gab es keine Preissprünge.
https://anero.id/energy/2026/june
Die Mitarbeiter von RenewEconomy waren am ersten Tag der Windflaute begeistert und berichteten, dass die Batterien bereits am frühen Abend leer waren und die Preise danach in die Höhe schossen. Offenbar bedeutete dies, dass der Staat dringend noch mehr Batterien benötigte! Doch nachdem die Windflaute weitere drei Tage anhielt, schwiegen sie. Wie sich herausstellte, benötigt der Staat fünf- bis zehnmal so viele Batterien wie er hat – und Unmengen an Geld.
Von Sophie Vorrath, RenewEconomy, Montag, 22. Juni 2026
Australiens wichtigstes Stromnetz verzeichnete am Wochenende den schlimmsten Windausfall an einem Tag seit mehr als zwei Jahren, was zu einer Reihe von Preisspitzen in Südaustralien führte und die dringende Notwendigkeit von mehr Batteriespeichern in dem Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an erneuerbaren Energien verdeutlichte.
„Die Volatilität hörte damit nicht auf. Die hohen Preise hielten über Nacht an, und heute Morgen gab es in Südaustralien erneut eine Periode mit Preisen von 20.000 Dollar [pro Megawattstunde].
Wie OptiGrid erklärt, entluden sich viele der Batterien des Bundesstaates am Sonntagnachmittag und frühen Abend stark, und da die Batterien im ganzen Bundesstaat nur noch gering geladen waren, überschritten mehrere Abrufintervalle die Marke von 3.000 US-Dollar/MWh, wobei die Preise ihren Höhepunkt bei über 20.000 US-Dollar/MWh erreichten.
„Etwa die Hälfte konnte die erste extreme Preisphase nutzen“, so OptiGrid, „aber deutlich weniger waren in der Lage, sich in den späteren Preisspitzen zu entladen. Einige Batterien wurden sogar während der Abrufintervalle bei Preisen über 10.000 $/MWh geladen.“
„Am Montagmorgen verfügten viele Batterien nach dem nächtlichen Preisanstieg noch über begrenzte Energiereserven. Trotz einer weiteren Phase mit Preisen um die 20.000 Dollar konnte nur eine geringe Batteriekapazität reagieren.“
Die Anhänger der erneuerbaren Energien verstehen den freien Markt immer noch nicht (per Definition fast).
„Offensichtlich bedeutete der fehlende Wind, dass Gaskraftwerke einen Boom erlebten“, schreibt David Leitch in seinem LinkedIn-Beitrag zu dem Preisereignis. „Ich schätze, sie brauchten das. Es gab ja schon so viele Beiträge über den Rückgang der Gaskraftwerke.“
Gaskraftwerke hätten nicht so einen leichten Stand, wenn es genügend Konkurrenz gäbe, oder?
Das Problem ist, dass jedes Stromnetz, das von unregelmäßigen Generatoren dominiert wird, entweder ein massives Überangebot an Erzeugungskapazität benötigt, um die schlimmsten Tage des Jahres abzudecken, oder mit extremen Preisspitzen zu kämpfen haben wird. Bei einem massiven Überangebot und wenn diese Generatoren nur an wenigen Tagen im Jahr Gewinn erwirtschaften, müssen sie an den Tagen, an denen sie benötigt werden, Preise wie beim Börsengang von SpaceX verlangen. Daran führt kein Weg vorbei. Unregelmäßige Generatoren werden niemals günstiger oder besser sein, es sei denn, wir akzeptieren Stromausfälle.
„Für das Aufladen der Batteriespeicher in Südaustralien wurden 250 Dollar/MWh bezahlt. Letztendlich haben diese wenig dazu beigetragen, die Preise zu senken.“
So waren die Batterien bereits am ersten Tag der Windflaute leer und mussten für das Aufladen hohe Preise akzeptieren.
Selbst nach dem Preisspitzen am Sonntag sah es am Mittwoch und Donnerstag nicht besonders gut aus. Stündlich gab es zahlreiche weitere Preisspitzen im Bereich von 300 bis 500 Dollar/MWh.
AEMO-Preisspitzen und Energieausgleich am 25. Juni https://www.aemo.com.au/energy-systems/electricity/national-electricity-market-nem/data-nem/data-dashboard-nem
Betrachtet man die durchschnittlichen Tagespreise in Südaustralien, befand sich der Bundesstaat bereits am Samstag, dem 20., in einer tiefen Krise. Die Preise für den gesamten 24-Stunden-Zeitraum lagen im Durchschnitt bei 469 $/MWh. Am Sonntag schnellten sie den ganzen Tag über auf 1.165 $ pro Megawatt in die Höhe.
Paul McArdle von WattClarity analysiert das Bieterverhalten genauer und fragt sich, ob die „Gans“ am Sonntagmittag schon längst gekocht war.
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Wolken stellen CO₂ in den Schatten
Cap Allon
Der echte Himmel ist kein Labor. Dort gibt es Wolken und so weiter.
In einer neuen Studie in der Fachzeitschrift „Nature“ wurden spektral aufgelöste Bodenmessungen vom Standort „Southern Great Plains“ verwendet, um die Infrarot-Signaturen von Temperatur, Wasserdampf, CO₂, Ozon und Wolken voneinander zu trennen.
Die Forscher stellten eine eng gefasste, aber wichtige Frage: Was beeinflusst die Menge der langwelligen Wärme, die zurück zur Erdoberfläche abgestrahlt wird? Ihre Antwort deutet auf eine negative langwellige Wolkenrückkopplung über Land hin.
Die Erdoberfläche strahlt Infrarotwärme nach oben ab. Tieffliegende Wolken absorbieren einen Teil dieser Wärme und strahlen einen Teil davon wieder nach unten. In diesem Sinne wirken sie wie eine Infrarotdecke. Liu et al. stellten jedoch fest, dass mit zunehmender Erwärmung der Atmosphäre die Bewölkung in den unteren Schichten abnahm. Dadurch wurde die Decke dünner. Es wurde weniger Infrarotwärme an die Oberfläche zurückgestrahlt, und mehr konnte nach oben entweichen.
Am Standort „Southern Great Plains“ reduzierte der Wolkeneinfluss die nach unten gerichtete langwellige Strahlung um -1,77 W/m² pro Jahrzehnt.
Die Autoren berichten außerdem, dass es sich hierbei nicht nur um eine Besonderheit einer einzelnen Messstation handelt. Ähnliche negative langwellige Wolkeneffekte zeigen sich über Land in Satelliten- und Reanalyse-Daten, die hauptsächlich mit einer abnehmenden tiefhängenden Wolkendecke zusammenhängen.
Vergleichen Sie das nun mit der berühmten Arbeit von Feldman et al. aus dem Jahr 2015.
Feldmans Team hat den CO₂-Einfluss auf die Erdoberfläche bei klarem Himmel zwischen 2000 und 2010 direkt gemessen, während der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre um 22 ppm gestiegen ist. Das Ergebnis: +0,2 W/m² pro Jahrzehnt sowohl am Standort „Southern Great Plains“ als auch am Standort „North Slope of Alaska“.
In den beobachteten Langwellen-Oberflächenmessungen trug CO₂ also etwa +0,2 W/m² pro Jahrzehnt bei. Wolken reduzierten den Effekt am gleichen Standort in den Great Plains um −1,77 W/m² pro Jahrzehnt. Das ist fast neunmal so viel und in die entgegengesetzte Richtung.
Das bedeutet nicht, dass CO₂ keinen Infraroteffekt hat. Feldman hat diesen Effekt gemessen. Es bedeutet auch nicht, dass Wolken insgesamt eine Nettoabkühlung verursacht haben. Veränderungen in der Bewölkung gleichen das langwellige Treibhaussignal an der Oberfläche stark aus.
Liu et al. befassen sich mit dem langwelligen Oberflächen-Energiehaushalt, nicht mit dem gesamten planetarischen Energiehaushalt. Natürlich beeinflussen Wolken auch das einfallende Sonnenlicht. Weniger tiefe Wolken lassen die Infrarotschicht dünner werden, wodurch weniger langwellige Wärme zur Oberfläche zurückkehrt. Aber weniger tiefe Wolken bedeuten auch, dass mehr Sonnenstrahlung den Boden erreicht, was diesen erwärmen kann.
Die Studie ist kein endgültiges Urteil über den Nettoeffekt von Wolken. Sie ist eine direkte Beobachtung, die daran erinnert, dass das Klima der Erde – in diesem Fall die Wolken – in beide Richtungen wirkt und danach strebt, ein natürliches Gleichgewicht zu finden. Das Klimasystem wird nicht von CO₂ gesteuert. Es ist voller konkurrierender Faktoren, Ausgleichseffekte und Rückkopplungen. Betätigt man einen Hebel, bewegt sich ein anderer, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Das ist der springende Punkt.
Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-gains-threaten-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Die Menschen fürchten keinen Zusammenbruch der AMOC, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht schlüssig sind
In dem Artikel [Titel übersetzt] „Eine der weltweit größten Klimabedrohungen hat ein Imageproblem“ behauptet The Conversation, dass die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC) eine bedeutende Bedrohung durch den Klimawandel darstellt, die jedoch missverstanden wird; sie leide unter einem „Imageproblem“, da es der Öffentlichkeit schwerfalle, sich eine langsam fließende Meeresströmung vorzustellen, die unter der Oberfläche des Atlantischen Ozeans verborgen ist. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]
Das ist vereinfachend und falsch. Das Problem der AMOC besteht nicht darin, dass sich die Menschen sie nicht vorstellen können.
Das Problem ist, dass sich Wissenschaftler nach mehr als zwei Jahrzehnten alarmierender Schlagzeilen immer noch nicht darüber einig sind, ob sich die Strömung verlangsamt, beschleunigt oder im Wesentlichen unverändert bleibt und ob menschliche Treibhausgasemissionen überhaupt einen Einfluss auf die AMOC haben.
Die hier teilweise dargestellte globale Zirkulation führt kühles Tiefenwasser und warmes Oberflächenwasser rund um den Globus. Die meridionale Umwälzströmung im Atlantik (AMOC) ist Teil dieses komplexen Systems globaler Meeresströmungen. Diese Abbildung stammt aus einem kurzen Video, das von „Science on a Sphere“ der NOAA produziert worden ist.
„The Conversation“ argumentiert, dass die AMOC die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nicht auf sich zieht, weil es an eindrucksvollen Bildern mangelt. Im Gegensatz zu Waldbränden, Hurrikanen, Gletschern oder Eisbären lässt sich die Ozeanzirkulation nur schwer fotografieren und ist daher schwer zu vermitteln.
Dem Autor zufolge braucht der Klimajournalismus bessere Bilder, um der Öffentlichkeit die Bedrohung verständlich zu machen. Damit geht er völlig am Kern der Sache vorbei.
Die Menschen ignorieren die AMOC nicht, weil es ihr an dramatischen Bildern mangelt. Sie ignorieren sie, weil die Beweise widersprüchlich sind, wonach der Klimawandel sie beeinflusst, und weil sie zu Recht erkennen, dass der Mensch gegen Veränderungen in der AMOC nichts ausrichten kann.
In den letzten 20 Jahren wurde in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Medienberichten abwechselnd behauptet, die AMOC verlangsame sich, beschleunige sich, breche zusammen, stabilisiere sich oder verhalte sich im Rahmen natürlicher Schwankungen. In der wissenschaftlichen Literatur hat sich kein auch nur annähernder Konsens herausgebildet.
Wie „Climate Realism“ in „Climate Activists Flip-Flop on Ocean Currents Yet Again“ dokumentierte, haben sich Studien wiederholt widersprochen. In einem Jahr verkündeten Forscher alarmierende Hinweise auf eine Abschwächung. Im nächsten Jahr fand eine andere Studie kaum Anzeichen für langfristige Veränderungen. Dann behauptete eine weitere Arbeit eine Beschleunigung. Und wieder eine andere prognostizierte einen Zusammenbruch.
Die Darstellung ändert sich weitaus häufiger als die Meeresströmung selbst.
Diese Unsicherheit wird in dem Artikel von „The Conversation“ zwar anerkannt, aber etwas in den Hintergrund gedrängt. Der Autor räumt ein, dass „wir immer noch nicht genau wissen, wie schnell sich die Zirkulation ändern wird oder wie ihr zukünftiger Verlauf aussehen wird“ und dass „die prognostizierten Ergebnisse weiterhin ungewiss sind“.
Genau. Das ist kein Imageproblem, sondern ein Problem wissenschaftlicher Unsicherheit.
Der Artikel zitiert Studien, die darauf hindeuten, dass sich die AMOC abschwächt, und wiederholt bekannte Warnungen, dass es in Europa zu einer dramatischen Abkühlung kommen könnte, sich die Monsune verlagern könnten und der Meeresspiegel entlang der US-Ostküste ansteigen könnte. Doch diese Warnungen kursieren bereits seit Jahrzehnten, ohne dass sie sich bewahrheitet hätten.
„Climate Realism“ befasste sich im Jahr 2024 mit einer ähnlichen Welle medialer Panik, nachdem CNN und zahlreiche andere Medien Behauptungen verbreitet hatten, der Klimawandel führe zum Zusammenbruch der AMOC.
Diese Analyse zeigte, dass die Beobachtungsdaten nach wie vor lückenhaft sind, direkte Messungen erst seit relativ kurzer Zeit vorliegen und ein Großteil der Darstellung eines „Zusammenbruchs“ stark auf Computermodell-Simulationen statt auf direkten Beobachtungen beruht.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Modelle sind keine Daten.
Die überwiegende Mehrheit der alarmierenden Schlagzeilen zur AMOC stützt sich auf Modellprognosen, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in die Zukunft reichen. Doch wie „Climate at a Glance“ in seiner Übersicht über Meeresströmungen feststellt, decken direkte Messungen der AMOC nur einen winzigen Bruchteil der Zeitskalen ab, über welche die Ozeanzirkulation auf natürliche Weise variiert.
Historische Rekonstruktionen anhand von Proxydaten stimmen oft nicht miteinander überein, während Modelle je nach den zugrunde gelegten Annahmen sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Das Ergebnis ist kein wissenschaftlicher Konsens, sondern eine laufende wissenschaftliche Debatte.
Ironischerweise kommt der Autor diesem Umstand fast schon nahe, wenn er die Herausforderung erörtert, der Öffentlichkeit die AMOC näherzubringen. In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass sich Forscher häufig auf Computermodelle stützen, um die Ozeanzirkulation zu rekonstruieren und dreidimensionale Animationen zu erstellen.
Mit anderen Worten: Ein Großteil dessen, was der Öffentlichkeit als zukünftiges Risiko präsentiert wird, basiert auf Simulationen eines Systems, das noch nicht vollständig verstanden ist.
Der Artikel beklagt anschließend, dass die Bilder eines „gefrorenen Europas“ die Wissenschaft möglicherweise zu stark vereinfachen, da „die meisten Wissenschaftler ein solches Weltuntergangsszenario für unwahrscheinlich halten“. Diese Aussage verdient weitaus mehr Beachtung als ihr der Artikel widmet.
Die Medien haben die Verlangsamung der AMOC als Auslöser für eine plötzliche Klimakatastrophe übertrieben dargestellt, wie beispielsweise eine Eiszeit, obwohl der Artikel deren Unwahrscheinlichkeit einräumt.
Seit Jahren bedienen sich die Medien von Bildern, die an den Hollywood-Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ erinnern, und stellen die Verlangsamung der AMOC als Auslöser für eine plötzliche Klimakatastrophe dar. Der Artikel räumt jedoch ein, dass diese dramatische Darstellung höchst unwahrscheinlich ist.
Wenn die einprägsamste visuelle Darstellung der AMOC wissenschaftlich unplausibel ist, liegt das Problem vielleicht nicht in der Unfähigkeit der Öffentlichkeit, das Thema zu verstehen. Vielleicht liegt das Problem darin, dass die alarmierendsten Behauptungen nicht durch stichhaltige Beweise gestützt werden.
Die meisten Menschen verstehen dies intuitiv.
Der Durchschnittsbürger macht sich Gedanken über Dinge, die seinen Alltag unmittelbar betreffen: Arbeitsplätze, Energiekosten, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung und öffentliche Sicherheit. Eine hypothetische Veränderung einer Tiefseeströmung, die Wissenschaftler über lange Zeiträume hinweg nicht zuverlässig messen und für die kommenden Jahrzehnte nicht verlässlich vorhersagen können, steht verständlicherweise ganz unten auf dieser Liste.
Keine noch so verbesserte grafische Darstellung in den Medien wird an dieser Realität etwas ändern.
„The Conversation“ geht davon aus, dass die Öffentlichkeit die Gefahr endlich erkennen wird, wenn Journalisten bessere Bilder finden. Doch die Menschen lehnen Warnungen vor der AMOC nicht ab, weil es ihnen an Vorstellungskraft mangelt.
Sie sind skeptisch, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht gesichert sind; die Beweislage und die Prognosen ändern sich ständig.
Seit mehr als 20 Jahren warnen Schlagzeilen davor, dass sich die AMOC verlangsamt, zusammenbricht, beschleunigt, sich erholt oder unvorhersehbar verhält. Die Öffentlichkeit nimmt diese Widersprüche wahr.
Und natürlich bleibt – unabhängig davon, ob eine dieser Darstellungen tatsächlich zutrifft, sei es eine Verlangsamung, eine Beschleunigung oder eine relative Stabilität – die Frage offen, welche Auswirkungen, wenn überhaupt, menschliche Emissionen auf das Verhalten der AMOC haben.
Kurz gesagt: Es fehlen Belege dafür, dass die Welt vor einem AMOC-Problem steht, und es gibt noch weniger Belege dafür, dass der Mensch Veränderungen der AMOC beeinflussen kann, in welche Richtung diese auch immer gehen mögen.
Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die AMOC „die Kluft zwischen dem, was wichtig ist, und dem, was sichtbar wird“ offenbart. In Wirklichkeit offenbart sie jedoch etwas ganz anderes: die Kluft zwischen unter Weltuntergangsstimmung stehenden Medienberichten und einem ungeklärten, höchst unsicheren wissenschaftlichen Befund.
Das AMOC-Thema in den Medien hat kein Image-, sondern ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Mehr bei Climate Realism
Link: https://climatechangedispatch.com/amoc-collapse-media-evidence/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Hinweis: Autor Anthony Watts hat dazu hier einen weiteren Beitrag geschrieben
Der Beitrag Die Menschen fürchten keinen Zusammenbruch der AMOC, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht schlüssig sind erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Hitzewelle in Europa: Brüssel macht Klimaanlagen verantwortlich
Cap Allon
Die Hitzewelle in Europa ist real. Rekorde sind gefallen. Straßen, Schienen, Schulen, Krankenhäuser und Stromnetze sind stark beansprucht worden. Aber die Ursache ist das Wetter: eine Omega-Blockade, Hochdruckgebiete, die zwischen Tiefdruckgebieten eingeklemmt sind, absinkende Luft, klarer Himmel, schwacher Wind und die Sonne Ende Juni.
Trotz der perfekten Bedingungen blieb der in Deutschland vielbeschworene Hype um 43 °C bzw. 44 °C aus.
Der nationale Rekord wurde leicht auf gemeldete 41,7 °C angehoben, was jedoch keineswegs den Beginn eines neuen Klimaregimes bedeutete.
Die Wetterlage: ein Omega-Block über Westeuropa, ein abgeschnürtes Tiefdruckgebiet westlich von Portugal und ungewöhnlich klare Luft über dem Kontinent.
Das Tiefdruckgebiet trug dazu bei, einen Großteil des Saharastaubs einzufangen, der normalerweise den europäischen Himmel trübt, so dass mehr Sonnenstrahlung auf die Erdoberfläche traf und den Hitzedom verstärkte:
Schwache subtropische Feuchtigkeit aus dem Atlantik sorgte für zusätzliche diabatische Unterstützung, gab Wärme an den Hochrücken ab und trug zu dessen Verstärkung bei:
Die gängige Erklärung für die Hitze war in den MSM jedoch nicht der Omega-Block. Nicht die klare Luft. Nicht der fehlende Staub. Nicht die städtische Wärme. Nicht die ungünstige Lage der Messstationen. Es war CO₂ – genauer gesagt, in diesem Fall die Klimaanlage.
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD propagierte die These: „Klimaanlagen verschlimmern den Klimawandel.“ Man zitiert einen absurd konkreten Wert von +0,05 °C bis 2050 – eine Zahl, die aus modellierten, klimaschutzbezogenen Emissionen und Kältemittelleckagen im Rahmen eines Basisszenarios abgeleitet wurde.
Eine Klimaanlage ist eine Wärmepumpe. Sie leitet einfach Wärme aus einem Raum ab. Die Probleme sind die Stromquelle, der Wirkungsgrad und die Kältemittel. Das sind technische Probleme. Europa hat sie zu einer Sünde gemacht.
Auf der CoolLIFE-Seite der EU heißt es, dass herkömmliche Klimaanlagen „zwar eine gewisse Linderung verschaffen können, das Problem aber letztendlich verschlimmern“. Die Lösung der EU besteht nicht in reichlich vorhandenem, erschwinglichem Strom und besserer Kühlung, sondern darin, die Hitze zu ertragen und zu leiden. Auch Großbritannien schließt sich mit dem „Approved Document O“ an, wonach Klimaanlagen nur als letztes Mittel eingesetzt werden sollten: erst der Ventilator, dann das Fenster, dann das Schwitzen, zuletzt die Klimaanlage.
In England sind nur 4,3 % der Haushalte mit einer Klimaanlage ausgestattet. In Haushalten mit einer Person über 75 Jahren sind es 3 %. Die am stärksten gefährdeten Menschen werden am wenigsten gekühlt.
Länder wie Japan, die USA und Südkorea haben dieses Problem bereits vor Jahrzehnten gelöst. Daten der IEA beziffern den Anteil der Haushalte mit Klimaanlagen in den USA und Japan auf über 90 %, in Südkorea auf einen ähnlichen Wert, in China auf etwa 60 %, in Europa jedoch auf unter 10 %.
Die EU erklärte, sie wolle den „Teufelskreis der Klimaanlagen“ durchbrechen.
Daten zeigen, dass die Europäer die Geräte trotzdem kaufen. Reuters berichtet von steigenden Verkaufszahlen bei Samsung, LG, Midea und Mitsubishi. Das Modell „PortaSplit“ von Midea ist ausverkauft. Die Online-Verkäufe von Klimaanlagen in Deutschland steigen rasant; die Lieferungen nach Spanien und Frankreich stiegen im Mai sprunghaft um 108 %.
Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-still-gaining-june-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Hitzewelle in Europa: Brüssel macht Klimaanlagen verantwortlich erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Starke Juni-Klimaerwärmung erst seit 1988, aber nicht durch CO₂. Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Daten. Teil 1
Josef Kowatsch, Matthias Baritz
Über den Juni 2026 meldet der DWD auf seiner homepage: „Der erste meteorologische Sommermonat war von starken Temperaturkontrasten geprägt. In der Bilanz war der Juni 2026 mit einem Temperaturmittel von 19,5 °C außergewöhnlich warm und belegt damit nach aktuellen Auswertungen Platz 2“. Die Sonnenstunden lagen laut DWD über dem Soll, der Niederschlag unter der Vergleichsperiode. Vor allem zweigeteilt, die ersten beiden Dekaden eher kalt mit dem deutschlandweiten Minimum von 1,0 °C am 15. in Meßstetten-Appental in BaWü. In der 3. Dekade plötzlich hochsommerlich heiß mit vielen Temperatur-rekorden. Der Monatshöchstwert und vorläufig gleichzeitig der deutschlandweite Allzeitrekord wurde am 28. in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) mit 41,7 °C gemessen.
Angesichts dieser Junigegensätze 2026 ist die behauptete große CO₂-Wirkung der Treibhauskirche schon widerlegt und als Klimalüge überführt. Denn dieses farblose unsichtbare und geruchlose Gas kann nicht 18 Tage lang kalt und herbstlich wirken und dann wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich zu Junihöchstrekorden bei nahezu allen DWD-Wetterstationen auflaufen. Leider schlussfolgert das der DWD nicht in seiner sonst ordentlichen Junidarstellung auf www.dwd.de
Lange Juni-Zeitreihen
Der Juni ist der Monat, der sich seit der im Jahre 1988 beginnenden Erwärmung am meisten erwärmt hat. Der Grund dafür sind heiße Luftmassen aus dem Südwesten und die starke Zunahme der Sonnenstunden, verbunden mit einer Abnahme der Niederschläge seit 1988. Das werden wir im Artikel anhand von Grafiken zeigen
Zunächst die deutschen Junitemperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD).
Abb.1a: Über 100 Jahre zeigt der Juni in Deutschland laut Temperaturreihen des DWD überhaupt keine Erwärmung, wobei ab 1947 bis 1987 die Temperaturen sogar leicht gesunken sind.
Abb.1b: Im Jahre 1987/88 begann dann der Klimawandel im Mitteleuropa. Seitdem wird der Juni im Monatsschnitt angenehm wärmer in Deutschland, diesmal in der letzten Woche sogar extrem heiß. Der DWD gibt 2026 mit einem Schnitt von etwa 19,5°C an, der drittwärmste. Der Juni mausert sich immer mehr zu einem echten Sommermonat, ganz anders als der Mai, der stagniert seit 30 Jahren.
Diese Grafiken 1a/b zeigen zugleich, dass Kohlendioxid auch kaum einen Einfluss auf die Temperaturen-Langzeitentwicklung haben kann. Denn CO₂ kann nicht einen Dauerschlaf halten bis 1987, bzw. die 40 Jahre davor sogar abkühlend wirken und dann ab 1988 plötzlich wie mit einem Zeitzünder versehen explodieren und eine extrem starke Erhitzung hinzaubern. Gerade dieser starke und plötzliche Temperaturanstieg ab 1987/88 ist auch ein Beweis, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen mitgewirkt haben kann.
Abb. 2: Auf keinen Fall ist CO₂ der fast ausschließliche Temperaturregelknopf wie er von den Klimahysterikern in den Medien hingestellt wird und wie es die Deutschen auch glauben. CO₂ wirkt allerhöchstens versteckt und völlig unwesentlich in homöopathischen Dosen mit.
Merke: CO₂ ist kein Temperaturregelknopf.
Die CO₂-Treibhauslehre der bezahlten und gekauften Voodoo-Klimawissenschaft ist falsch. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das uns unser Geld für eine imaginäre Klimarettung per Gesetz rauben will.
Doch was hat nun tatsächlich zur plötzlich Erwärmung seit 1988 in Mitteleuropa geführt?
Die Gründe sind a) natürliche Klimaursachen und b) vom Menschen verursachte. Wir beschreiben nun die wichtigsten aus diesen zwei Ursachenbereichen.
Zu a: Hauptursache der natürlichen Änderungen, hier: die Sonne
Dazu gehören die starke Zunahme der Sonnenscheindauer, siehe Grafik 3, die Zunahme der Strahlungsenergie und die Wirkung der Luftreinhaltemaßnahmen. Alle drei zusammen erhöhten die Sonnenintensität, die auf der Erde ankommende Energie.
Abb. 3: Der DWD erfasst die Sonnenstunden erst seit 1951. Bis 1987 ist die Juni- Sonnenscheindauer rückläufig, ab 1988 erfolgt ein steiler Anstieg, der die Junitage stark erwärmte.
Erkenntnis: Die Junisonne brachte die Erwärmung seit 1988. Zwischen Sonnenscheindauer und Temperaturzunahme besteht eine hohe Korrelation, R = 0,81! Da die Sonne aber nur tagsüber scheint, müssten vor allem die Temperaturen am Tage, bzw. die Tageshöchsttemperaturen Tmax zugenommen haben.
Das zeigt uns tatsächlich die nächste Grafik, in welcher die tagsüber festgestellten Tmax und die nächtlichen Tmin mit aufgeführt sind. Herr Baritz hat von den 536 vom DWD- angebotenen Stationen – mehr gibt es nicht seit 1947 – die Tmax und Tmin Schnitte für jeden Monat erst ausrechnen müssen. Der DWD macht das nicht und die nächste Grafik findet man auch nirgendwo, außer bei uns.
Natürlich auch die Gesamttagesschnitte dieser 536 DWD-Stationen und die weichen, weil es nur 536 Stationen sind, leicht aber völlig unmerklich vom DWD-Junischnitt in Grafik 1a/b, von den derzeit etwa 2000 DWD-Stationen ab. Vergleiche Steigungsformel in Grafik 1.
Abb. 4: Oben in grau die Höchsttemperaturen tagsüber, ganz unten in der Farbe Blau die Tmin Temperaturen, die im Sommer meist kurz vor Sonnenaufgang auftreten.
Ergebnis: Wie zu erwarten: Aufgrund der Sonnenscheinzunahme haben auch die Tmax Temperaturen tagsüber am stärksten zugenommen, siehe Steigungsformel. Und die Schere zwischen Tag- und Nacht geht im Juni seit dem Klimawandel 1988 deutlich auseinander. Das dürfte laut CO₂-Treibhauslehre nicht sein, denn der Treibhauseffekt soll laut Treibhaus-Theorie nachts sogar stärker wirken.
Niederschlag: Als weiteres natürliches Wetterelement, welches den wärmer gewordenen Juniklimawandel herbeigeführt hat, sind die seit 1988 leicht abnehmenden Niederschläge.
Abb. 5: bis 1987 nahm der Juniniederschlag laut DWD leicht zu, ab 1988 bis 2026 nimmt er ab.
- Vom Menschen verursachte Erwärmung.
Die ständig anhaltende Asphaltierung Deutschlands und die großflächige Trockenlegungen einstiger Grün-Freiflächen in Feld, Wald und Wiesen.
Das hat Erwärmungsfolgen, auf die wir noch näher in einem weiteren Artikel eingehen werden. Die Folgen sind bereits nach 14 Tagen einer Juni-Schön-Wetterperiode sichtbar. Das grüne Gras wird gelb, Deutschland beginnt zu versteppen. Dadurch fehlt sommers zunehmend die Verdunstungskälte, welche tagsüber aus dem Boden für zusätzliche Kühlung sorgte. Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten großflächig trockengelegt und einst grüne Flächen asphaltiert oder mit dunklen PV-Solaranlagen und Windrädern überzogen. So werden auch vermeintlich ländliche Wetterstationen im Sommer zu WI-starken Stationen, zumal die Sonne von Sonnenaufgang bis Untergang das nur mit einer Pilzhaube abgeschirmte Digitalthermometer aufheizt. Die einstige schützende Wetterhütte wurde abgeschafft. Insbesondere im Sommer zeigt die heutige Digitalthermometereinheit bei den Tageshöchsttemperaturen höhere Temperaturen an.
Die Summe dieser Folgen zeigen wir an ausgewählten Beispielen:
Die ländliche Wetterstation Hof in Grenznähe zu Sachsen
Abb. 6: Nach der Wende wurde die einst ländliche Wetterstation Hof, die außerhalb der Stadt liegt, in ein Gewerbegebiet eingemauert. Unmittelbar davor die neue vierspurige B 22, die zugleich als Autobahnzubringer dient. Man beachte die Steigungsformel, (hier mit Korrelation R = 0,65) die deutlich über dem DWD-Schnitt – siehe Grafik 1- liegt. (Stationsplatz siehe gelber Marker bei der vierspurigen Bundesstraße)
Die Wetterstation Weiden in der Oberpfalz
Auch diese Wetterstation lag einst außerhalb der Kleinstadt. Inzwischen hat sich die Kleinstadt aufgrund der Bebauung – auch wenn die Einwohnerzahl nicht zugenommen hat- ausgebreitet und eine Bundesstraße führt an der DWD-Wetterstation vorbei, die sich just in Stationsnähe auf vier Spuren verbreitet hat, wo einst grüne Wiesen die Landschaft kühlten. Solche Oberflächen wandeln Sonnenenergie in gespeicherte Wärme um und geben diese nach Sonnenuntergang wieder an die Luft ab. Selbst die EU-Klimabehörde Copernicus hebt diesen Prozess hervor: Asphalt und Beton absorbieren Wärme, Gebäude speichern sie, die Luftzirkulation nimmt ab und es bilden sich städtische Wärmeinseln, die weit über die Baugrenze hinauswirkt. Die intensive Landwirtschaft mit den Trockenlegungen und der sommerlichen Versteppung beginnt unmittelbar daneben.
Abb. 7: Die Wetterstation Weiden zeigt in den Sommermonaten seit 1988 besonders starke Erwärmungen (R = 0,65).
Die Wetterstation Neukirchen-Hauptschwenda in Nordhessen
Diese absolut ländliche Wetterstation im kleinen Teilort Hauptschwenda befindet sich bei einem großen Bauernhof mit inzwischen viel Asphaltflächen, (gelber Marker) die sich tagsüber durch die Junisonne stark aufheizen. Und neben einem Backofen, der von Jahr zu Jahr immer stärker aufgeheizt wird, wird es auch immer wärmer
Abb. 8: Diese absolut ländliche DWD-Wetterstation zeigt im Juni wegen den vielen Asphaltflächen eine deutliche stärkere Erwärmung (R = 0,64) als der DWD-Schnitt. Und sogar leicht stärker als die Wärmeinsel Frankfurt. Man beachte auch die Wirkung der vielen dunklen Solarflächen in der Umgebung.
WI-arme Stationen seit 1988, d.h. die Steigung ist geringer als der DWD-Schnitt: Drei Nordsee-Inselstationen im Vergleich.
Abb. 9: Auch die DWD Stationen auf den Nordseeinseln sind WI-arm. Hier sind, neben den zunehmenden SSH, die leicht steigenden sea-surface-Temperaturen (0,04 K/Jahr) der Nordsee für die Erwärmung verantwortlich. Das zeigen wir in der nächsten Grafik am Beispiel Helgolands
Abb. 10: Bei Wetterstationen am Meer regeln in erster Linie die Wassertemperaturen, hier die Nordsee- die Lufttemperaturen an Land. Die baulichen Veränderungen auf der Insel, sowie Sonnenstunden und Niederschlag wirken erst in zweiter Linie. Insbesondere bei Helgoland
Zusammenfassung:
- Wir haben im Artikel anhand der DWD- Juni-Temperaturreihen gezeigt, dass die neuzeitliche Klimaerwärmung nicht 1881 begann, sondern erst 1988.
- Der Juni hat den stärksten Temperaturanstieg aller Monate seit 1988, weil die Sonnenstunden im Juni am kräftigsten wirken, deswegen ist auch der Temperaturanstieg tagsüber am stärksten, in der Nacht viel geringer.
- Der steigende Wärmeinseleffekt aller deutschen DWD-Stationen wirkt bei der sommerlichen Erwärmung seit 1988 besonders mit.
- Nur Privatstationen, in deren Umgebung sich wenig verändert hat und die auch noch am selben Platz stehen wie 1988 (oftmals keine ganztägige Sonnenbescheinung) und nach den alten Normen die Temperaturen erfassen, d.h. keine Änderungen bei der Temperaturerfassung und Durchschnittsbildung vorliegen, bei denen ist die Junierwärmung weniger ausgeprägt als bei den DWD-Stationen.
Leider liefert die Privatstation Amtsberg-Dittersdorf keine Werte mehr und die Privatstation Goldbach existiert erst seit 1997. Deswegen zeigen wir die Trendlinie der DWD-Wetterstation Dachwig. Und wegen den Regeländerungen beim DWD, musste auch bei dieser Wetterstation die Temperaturerfassung nach den neuen Richtlinien geändert werden, die vor allem sommers höhere Werte liefern. Aber bei Dachwig bleibt die Formel der Steigungslinie immer noch unter dem DWD-Schnitt seit 1988.
Abb. 11: Wärmeinselärmere ländliche Stationen wie Dachwig in Thüringen erwärmen sich nicht so stark wie der DWD-Schnitt. Im Sommer ist der Steigungsunterschied allerdings nicht besonders gravierend.
Auch hier zeigt sich, im Sommer wird die gesamte Landfläche von ganz Deutschland seit 1988 zu einer einzigen Wärmeinsel. Die in früheren Jahrzehnten kühlenden Flächen der freien Landschaft gingen wegen den großräumigen Trockenlegungen immer mehr verloren.
Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie mit dem Glauben an den regulierenden CO₂-Klimaregler, der von Deutschland aus das Klima der Welt einstellen kann, ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel. Wir werden in die Irre geführt. Diese Irrlehre dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen.
Richtig bleibt dieser Merksatz. Der Juni wurde seit 1988 wärmer, aber nicht wegen Kohlendioxid. CO₂ wirkt allerhöchstens geringfügig und nicht feststellbar mit.
Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre
Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO₂-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO₂ in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (hier oder hier sowie vor allem dieser Versuchsbeweis.
Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.
Natur- und Umweltschutz bleibt das Ziel unseres Bemühens. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern. Einen auf Angst schwadronierenden Wetterterli brauchen die Deutschen nicht. Wir wollen Wetterfrösche, die uns die heißen Sommertage positiv verkünden. Auf die warten doch vor allem junge Menschen das ganze Jahr. Endlich können wir im eigenen Land Sommerurlaub machen und Wärme für den Winter tanken.
Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der weltweit verlogenen linksgrünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Dieses „Grün“ hat nichts mit einer notwendigen Naturschutz- und Umweltpolitik zu tun. Die Klimapolitik will unser Land und unsere Kultur zerstören, nebenbei uns maßregeln und die Demokratie einschränken.
Sauberes Wasser, saubere Luft, eine erholsame Landschaft mit einer intakten Fauna und Flora mit ausreichend Kohlendioxid ist lebensnotwendig. Der optimale CO₂-Konzentationsbereich für den Erhalt der Schöpfung Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden. Die derzeitigen 430 ppm sind zu wenig.
Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher
Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer
Der Beitrag Starke Juni-Klimaerwärmung erst seit 1988, aber nicht durch CO₂. Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Daten. Teil 1 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die UN will eine Weltregierung werden und beginnt mit einer CO2-Steuer auf Schiffe und Flugzeuge.
Von Jo Nova
Und schon wieder geht es los – die nicht vom Volk gewählten Vertreter der UN unternehmen im Oktober einen neuen Versuch, eigene Einnahmen zu generieren. Die UN-Bürokraten wollen nicht bei schwierigen rechtspopulistischen Führern um Geld betteln müssen, sie wollen ihr eigenes Geld. Also schlagen sie – mal wieder – eine Art CO₂-Steuer für Schiffe und Flugzeuge vor, angeblich um die Welt vor extremen Wetterbedingungen zu retten. Aber wir alle wissen, dass es in Wirklichkeit darum geht, die Taschen der Konzerne zu füllen.
Wenn sie Erfolg haben, werden sie einfach mehr verlangen. Es gibt keine Rechenschaftspflicht. Keine Grenzen. Nur unendlich viele Möglichkeiten, uns zu „helfen“, indem sie uns unser Geld abnehmen.
Vielen Dank an Climate Depot für den Link.
Der Plan der UN, Steuern auf den Welthandel zu erheben, ist ein bedenklicher Griff nach der Macht.
Sollten diese Präzedenzfälle bei Emissionsabgaben und obligatorischen Kompensationszahlungen Bestand haben, wird der Hunger nicht gewählter Institutionen nach fiskalischer Macht wachsen.
Von Brenda Shaffer, The Telegraph
Die internationale Energie- und Klimapolitik steht im Mittelpunkt einer der prägendsten politischen Fragen unserer Zeit: dem wachsenden Einfluss nicht gewählter Institutionen wie der Vereinten Nationen auf das Leben der Menschen in demokratischen Gesellschaften.
Zwei UN-Organisationen – die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) und die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) – planen, die globale Schifffahrt und Luftfahrt aufgrund ihrer Treibhausgasemissionen zu besteuern. Dies wäre das erste Mal, dass eine nicht gewählte Institution Steuern auf wichtige Sektoren der globalen Wirtschaft erhebt – erheben darf?. Die geplanten Abgaben würden die Macht und die Budgets dieser Organisationen ohne demokratische Kontrolle ausweiten.
Sollten die von der UN-Organisation geplanten Abgaben umgesetzt werden, würden sie die globalen Schifffahrts- und Flugkosten erhöhen und die weltweite Inflation anheizen. Die Schifffahrt verursacht lediglich rund 2 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, doch eine UN-Steuer darauf würde praktisch alle gehandelten Güter verteuern. Über 80 Prozent des Welthandels werden über die Schifffahrt abgewickelt, und dieser Anteil dürfte weiter steigen. Die zivile Luftfahrt ist für etwa 2,5 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Die geplante CO₂-Kompensation würde internationale Flüge zusätzlich verteuern.
Die IMO hofft, dass Fluggesellschaften ab Januar nächsten Jahres CO2-Zertifikate kaufen werden, und rechnet mit Einnahmen zwischen 11 und 13 Milliarden US-Dollar.
Wie Brenda Shaffer betont, wird nur der reiche (und dumme) Westen diese Gebühr zahlen. Das verschafft China einen weiteren Wettbewerbsvorteil.
Schlimmer noch, es nährt den Blob. Jeder Dollar, der in diese Maschinerie fließt, ist mehr Geld, das die UN für subtile Propaganda und gefügige Modelle nutzen wird, um ihre Horrorgeschichten zu verkaufen. Es ist mehr Geld, um ihre Anhänger mit Reisen zum nächsten COP Zirkus zu belohnen und sie so loyal zu halten – die nächste UN-Klimakonferenz (COP31) wird vom 9. bis 20. November 2026 in Antalya in der Türkei stattfinden.
Die UNO sollte aufgelöst werden, weil sie Steuern ohne Verantwortung und Rechenschaft haben wollen. Genug!
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Warum ist es im Frühsommer schon so heiß? Wegen der Klimakatastrophe? Omega ist schuld!
Auf Twitter sammeln viele kritische Geister seltsame, amüsante und groteske Aussagen und Tipps zur aktuellen europäischen Hitzewelle. Einige empören sich trotz jahrelanger Alarm-Nachrichten über die Abwesenheit von Klimaanlagen in Krankenhäusern und Seniorenheimen.
https://x.com/KI_Agent
Die Seite Journalistenwatch hat die wichtigsten zusammengestellt.
Unsere Kollegen von CFACT erklären die ungewöhnlich frühe Hitze sachbezogen statt politisch: Meteorologe Chris Martz auf TwitterX:Warum ist es diese Woche in Europa so heiß?
Nun, das hängt mit dem „Omega-Block“ im Jetstream zusammen. Omega-Blöcke haben ihren Namen daher, weil sie dem griechischen Großbuchstaben Omega (Ω) ähneln.
Das läßt sich in der synoptischen Darstellung erkennen. Die Karte unten links zeigt die Anomalie der geopotentiellen Höhe bei 500 mb um 18z. Die Konturlinien ähneln der Ω-Form aufgrund eines riesigen Hochdruckrückens in der mittleren Troposphäre, der zwischen zwei Tiefdruckgebieten im Osten und Westen eingeklemmt ist.
Heiße Luft aus der Sahara wurde aufgrund einer antizyklonalen (im Uhrzeigersinn verlaufenden) Strömung nach Norden in Richtung Westeuropa advektiert – also horizontal transportiert –, und während sich diese Luftmasse nach Norden bewegt, wird sie unterhalb des Hochrückens, wo die Luft absinkt, adiabatisch komprimiert.
Dieser Prozeß ist natürlich und hat absolut nichts mit dem Klimawandel oder Treibhausgasemissionen zu tun. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Studien, die darauf hindeuten, dass eine durch die arktische Verstärkung verursachte verringerte barokline Temperaturverteilung in Breitenrichtung (Temperaturgradient von Nord nach Süd) die Häufigkeit von Blockierungsereignissen in mittleren und hohen Breiten verringern könnte (z. B. Hassanzadeh et al., 2014; Woollings et al., 2018).
Darüber herrscht jedoch Uneinigkeit.
In Europa kam es seit 2019 ungewöhnlich häufig zu solchen Hitzewellen, in den meisten anderen Regionen der Welt war dies jedoch nicht der Fall. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete die Hitzewelle im pazifischen Nordwesten Nordamerikas im Juni und Juli 2021, doch selbst diese war nicht so selten, wie ursprünglich angenommen.
Die wahrscheinlichste Erklärung hierfür lässt sich auf eine Kombination aus zwei Faktoren zurückführen:
1️⃣ Nicht diagnostizierte Veränderungen der atmosphärischen Zirkulationsmuster.
2️⃣ Erhöhte Absorption von Sonnenstrahlung an der Erdoberfläche aufgrund einer geringeren Bewölkung in den unteren und mittleren Schichten (mehr Sonnenschein), was zum Teil wahrscheinlich auf die gesunkenen Aerosolkonzentrationen in der Atmosphäre infolge der strengen EU-Umweltvorschriften zurückzuführen ist.
Der allgemeine Anstieg der „globalen Durchschnittstemperatur“ (der sich vor allem auf die Nachttiefstwerte auswirkt) hat mit diesem Ereignis nur sehr wenig zu tun. Selbst in einem „vorindustriellen“ Klima würde es immer noch zu einer rekordbrechenden Hitzewelle kommen. Tatsächlich ist die „globale Durchschnittstemperatur“ heute gesunken, obwohl die Hitze in Europa weiter zugenommen hat.
Das liegt hauptsächlich an den sich bewegenden Wettersystemen. Wenn man ein chaotisches System mit zwei turbulenten Fluiden hat, die miteinander interagieren (die Atmosphäre und der Ozean), können wilde Dinge passieren.
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Hitze und spannende Beiträge: erfolgreiche 17. EIKE-Konferenz in Halle/Saale zu Ende gegangen
Stefan Kröpelin
Jack Kelley
EIKE Vizepräsident Michael Limburg
Henrik Svensmark
John Clauser
vlnr: John Clauser, Stefan Kröpelin, Ronan Connolly, Willie Soon, David Legates, Karl-Iver Dahl-Madsen, Theo Wolters, Craig Rucker, Jack Kelley, unsere Moderatorin, Horst Lüdecke, Nicola Scafetta, James Taylor, Will Happer, Henrik Svensmark, Marc Morano, Lutz Niemann, Holger Thuß.
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Großbritannien steht vor einer verheerenden Hitzewelle von 36 Grad – und kann sich nicht entscheiden, ob man Klimaanlagen benutzen darf oder sie wieder ausbauen soll.
Von Jo Nova
Die Apokalypse ist da – die schlimmste Hitzewelle aller Zeiten hat zur Schließung von 1.000 Schulen geführt, da die Temperaturen in Großbritannien auf 36 Grad Celsius gestiegen sind. Der britische Wetterdienst Met Office hat eine Warnung der höchsten Stufe („Lebensgefahr“) herausgegeben.
Die Lösung hierfür ist natürlich, massiv nach Gas in der Nordsee zu bohren, damit die Briten Klimaanlagen in jedem Haus und jeder Schule installieren können (und sich deren Betrieb auch leisten können). Nur 3 % der britischen Haushalte verfügen über eine Klimaanlage.
Leider verfolgen einige selbsternannte Klimaschutz-Fanatiker in manchen Stadträten ihre eigene Version von „Netto-Null“, indem sie Hausbesitzer unter Druck setzen, ihre Klimaanlagen abzubauen. Der Telegraph berichtete, dass einige Stadträte Hausbesitzer angewiesen haben, Klimaanlagen zu entfernen und stattdessen die Fenster zu öffnen.
Klimaanlagen werden im Zuge der Netto-Null-Maßnahmen aus Häusern entfernt
Klimaschutzbestimmungen werden trotz steigender Temperaturen priorisiert.
In einem von mehreren Fällen, die vom Telegraph aufgedeckt wurden, war ein Bewohner in Nordlondon gezwungen, zwei Klimaanlagen von der Rückseite seines Hauses „dauerhaft zu entfernen“.
Die für den Camden Council tätigen Planungsinspektoren sagten, es gebe „keine Rechtfertigung“ für die Klimaanlagen und diese entsprächen nicht der sogenannten „Kühlhierarchie“ der örtlichen Behörde.
In einem Einspruch wurde dem Bewohner geraten, die Fenster und Balkontüren seiner Wohnung im ersten Stock zu öffnen, um das Gebäude „auf natürliche Weise“ zu lüften.
Ihre Sicherheitsbedenken wurden zurückgewiesen. Die Inspektoren erklärten, das Risiko sei nicht „so groß wie bei Fenstern im Erdgeschoss“ und die Fenster könnten nachts geschlossen werden.
Die britische Regierung reagierte übrigens auf die Empörung in den sozialen Medien mit der Erklärung, dass es solche Regeln nicht gäbe und dies schlichtweg falsch sei. Man solle sich aber „zur Sicherheit“ an die Gemeinde wenden, und die Regierung überprüfe derzeit die Gesetzgebung. Dies deutet darauf hin, dass die Empörung in den sozialen Medien durchaus berechtigt sein könnte, die Regierung aber nicht zugeben will, dass die Dinge so absurd sind.
Der Guardian entdeckt ein neues Niveau an Absurdität und Wortklauberei:
Interessant ist hierbei, wie ungenau die Worte sind. Fast so, als ob sie versuchen würden, das Publikum zu manipulieren:
Während das Land von der schlimmsten Hitzewelle heimgesucht wird, die jemals in Westeuropa verzeichnet wurde – eine direkte Folge der globalen Erwärmung –, warnte der Vorsitzende des Umweltausschusses des Parlaments die Minister vor der dringenden Bedrohung und sagte, Großbritannien bleibe „bei Weitem hinter dem zurück, was nötig ist“.
Was ist diese globale Erwärmung ? Wollten sie vielleicht „Klimawandel“ sagen und haben es verfehlt?
Flossie Boyd von Global Witness sagte: „Es ist erschreckend, sich vorzustellen, wie Lehrer und Schüler in brütend heißen Klassenzimmern arbeiten und lernen müssen. Diese Hitzewelle erinnert uns daran, warum wir jetzt Klimaanpassungsmaßnahmen brauchen – um unsere Schulen zu kühlen und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.“
Ehrlich gesagt ist es ein Wunder, dass in den ersten 150 Jahren ohne Klimaanlage nicht jeden Sommer australische Kinder verdampft sind . Wir hätten die ersten fünf Generationen verlieren können.
Oh, Moment mal, Flossie meinte nicht Klimaanlagen zur Kühlung der Kinder, sondern erneuerbare Energien. Sie will die Kinder jetzt mit Solaranlagen kühlen und dann 100 Jahre warten, bis diese funktionieren.
„Investitionen in klimafreundliche Kühlmaßnahmen, erneuerbare Energien, die unseren Planeten nicht aufheizen, und Beschattung für unsere Spielplätze sind unerlässlich. Diese Maßnahmen sollten durch eine Besteuerung der Verursacher fossiler Brennstoffe finanziert werden, die diese extreme Hitzekrise verursacht haben.“
Sie nennt das „Klimaanpassung“, aber bis vor fünf Minuten hieß es noch Klimaschutz.
Nichts, was sie sagen, ergibt auch nur den geringsten Sinn.
New Scientist ist einfach nur verrückt:
Wenn Ihnen bei dieser Hitzewelle nicht angst und bange wird, sollten Sie das schleunigst ändern.
Die extreme Hitze, die derzeit in Europa herrscht, ist nicht die neue Normalität – es kommt noch viel Schlimmeres auf uns zu, und wir unternehmen viel zu wenig, um uns anzupassen, sagt Michael Le Page.
Michael Le Page ist entsetzt:
Die Hitzewelle in Europa macht mir wirklich Angst. Sie ist an sich schon schlimm genug, mit den vielen gebrochenen Rekorden, vor allem bei den hohen Nachttemperaturen, die alles so unerträglich machen. Aber ich denke immer wieder: „Wenn es jetzt schon so ist, wie wird es dann erst in 10, 20 oder 30 Jahren sein?“
Die Antwort lautet natürlich: immer heißer . Der britische Wetterdienst Met Office hat gerade gewarnt, dass es bis 2056 neun Tage in Folge mit Temperaturen über 40 °C geben könnte, stellenweise sogar 45 ° C . In nur 30 Jahren! Ich habe mindestens einen Artikel gelesen, der angesichts der aktuellen Hitzewelle fragt: „Ist das die neue Normalität?“, aber wir werden in unserem Leben nie wieder Normalität erleben – nur noch extremere Hitze.
https://www.newscientist.com/article/2531853-if-you-arent-terrified-by-this-heatwave-you-should-be/
Es muss schwer sein, so viel intelligenter zu sein als Millionen von Menschen.
Fundstücke aus Europa:
Hitze-Wahnsinn bei der EU: Von der Leyens Büro kühl, aber Mitarbeiter müssen schwitzen
… Die rund 3000 Mitarbeiter erhielten mittags eine Kurznachricht auf ihre Handys: „BERL – DRINGEND – Aufgrund extremer Wetterbedingungen wird das Kühlsystem von Stockwerk 1 bis 7 des Berlaymont-Gebäudes den Rest des Tages zwangsweise abgeschaltet.“
EU-Kommission schaltet Klimaanlage in den unteren Etagen ab – Chefetage wird weiter gekühlt
Mitten in der Hitzewelle sorgt die EU-Kommission in Brüssel für Kritik: In den Etagen 1 bis 7 des Berlaymont-Gebäudes wurde am Freitag die Klimaanlage abgeschaltet.
Die oberen Stockwerke, in denen sich unter anderem die Büros von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Kommissare befinden, blieben dagegen weiter klimatisiert.
Unter den Beschäftigten löste das Vorgehen deutlichen Unmut aus. Ein Mitarbeiter sprach gegenüber Politico sogar von „Feudalismus“ – unten werde geschwitzt, oben bleibe es angenehm kühl.
Die EU-Kommission begründet die Maßnahme mit den extremen Temperaturen und einer notwendigen technischen Abschaltung des Kühlsystems.
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Meine Meinung:
Offenbar hat die Klimaanlage im EU Gebäude Probleme mit der Kühlleistung. Grundsätzlich könnte man die Anlage am Limit weiterlaufen lassen, es geht nichts kaputt. Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden werden meist auf 5°C Differenz-Kühlung ggü. Außentemperaturen ausgelegt. Wenn es jedoch tatsächlich mal so heiß wie gerade wird, kann es sein, dass es in den oberen Stockwerken, und auch gerade unter dem Dach, durch die verstärkte Sonneneinstrahlung zu warm wird. Insofern kann man sich über die Abschaltung zwar ärgern, aber es hat sicherlich nichts mit „Alle werden gleichbehandelt, einige gleicher“ zu tun – auch wenn der Gedanke nahe liegt. Besser wäre es wohl, während der wenigen Hitzetage die Leute einfach nach Hause zu schicken. Vor 10 Tagen haben wir abends noch den Kachelofen angemacht, weil es im Haus zu kühl war. – der Übersetzer
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Ein vorübergehender Hotspot in der Antarktis ist kein Beweis für eine Klimakrise
Ein kürzlich in der Online-Zeitschrift „Futurism“ erschienener Artikel mit dem Titel [übersetzt] „Wissenschaftler entsetzt über gewaltige Hitzewelle in der Antarktis“ behauptet, der Klimawandel habe eine „gewaltige Hitzewelle“ in der Antarktis ausgelöst, wodurch die Temperaturen auf der Antarktischen Halbinsel um fast 20°C über den Durchschnitt stiegen und kurzzeitig Werte über dem Gefrierpunkt erreichten. Dies ist äußerst irreführend. Ein einzelnes Wetterereignis sagt nichts Aussagekräftiges über langfristige Klimatrends aus, und der Artikel ignoriert sowohl die enorme geografische Variabilität der Antarktis als auch die außergewöhnlich kalten Bedingungen, die gleichzeitig an anderen Orten des Kontinents herrschten. Die von „Futurism“ angedeutete Hitzewelle war keine kontinentweite Krise, sondern ein lokales, unbedenkliches Ereignis.
Der Artikel ist größtenteils eine Überarbeitung eines Beitrags aus dem Guardian, der sich auf die an der Trinity-Halbinsel, dem nördlichsten Ausläufer der Antarktis, gemessenen Temperaturen konzentrierte. Forscher berichteten von Temperaturen von etwa 15,4 °C während einer kurzen Warmphase am 6. Juni.
Was den Lesern jedoch verschwiegen wird ist, dass die Antarktische Halbinsel nicht repräsentativ für die Antarktis als Ganzes ist.
Tatsächlich ist die Antarktische Halbinsel der wärmste Teil der Antarktis. Sie trägt den Spitznamen „Bananengürtel“, erstreckt sich nach Norden in Richtung Südamerika und weist mildere maritime Bedingungen auf. Während des südlichen Sommers können die Temperaturen gelegentlich 10 °C überschreiten. Die Halbinsel erstreckt sich nach Norden in Richtung Südamerika und wird stark von maritimen Wetterphänomenen und Meeresströmungen beeinflusst. Sie ist mit Abstand der wärmste Teil der Antarktis und verzeichnet seit langem in regelmäßigen Abständen Warmlufteinbrüche, Föhnereignisse, Regenfälle und Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Diese Ereignisse sind zwar ungewöhnlich, aber nicht beispiellos.
Tatsächlich wird in dem Artikel selbst eingeräumt, dass die Wärme mit „extrem starken Westwinden“ in Verbindung stand. Mit anderen Worten: Es handelte sich um ein Wetterereignis, das durch wärmere atmosphärische Zirkulationsmuster ausgelöst worden war, und nicht um einen direkten Beweis für den Klimawandel.
Was Futurism übersieht ist die Tatsache, dass Wetter nicht gleich Klima ist.
Das Klima wird über Jahrzehnte hinweg gemessen. Ein einzelner Tag, eine einzelne Woche oder sogar eine einzelne Jahreszeit sagt nur sehr wenig über langfristige Temperaturtrends aus. Wenn jeder ungewöhnlich warme Tag als Beweis für eine Klimakatastrophe dargestellt wird, dann würde intellektuelle Konsequenz erfordern, dass jeder ungewöhnlich kalte Tag als Gegenbeweis herangezogen wird. Die Medien wenden diesen Maßstab jedoch selten an.
Der Zeitpunkt dieser Meldung ist besonders aufschlussreich, denn während die Schlagzeilen atemlos über eine vorübergehende Warmwetterperiode auf der Antarktischen Halbinsel berichteten, herrschten in weiten Teilen der übrigen Antarktis extrem kalte Bedingungen (siehe hierzu auch die jüngsten „Kältereports“. A. d. Übers.)
Nach Beobachtungen des Meteorologen Cap Allon verzeichnete die Amundsen-Scott-Südpolstation am 16. Juni eine Temperatur von -73,6 °C, wobei die Tageshöchsttemperatur lediglich bei -69,9 °C lag. Dies war der erste Wert unter 70 °C am Südpol seit 2023.
In einem Teil der Antarktis herrscht kurzzeitig ungewöhnliche Wärme, während in einem anderen Teil des Kontinents die Temperaturen unter -70°C fallen. So funktioniert das Wetter auf einem Kontinent, der größer ist als die Vereinigten Staaten und Mexiko zusammen.
Dennoch sorgte nur eines dieser Ereignisse – nämlich die ungewöhnlich hohe Temperatur – für internationale Schlagzeilen.
Der Artikel behauptet ferner, dass die Hitzewelle auf „Jahrzehnte zunehmend höherer Temperaturen auf dem weißen Kontinent“ folge. Diese Aussage ist falsch.
Die Antarktis erwärmt sich nicht gleichmäßig. Während sich Teile der Antarktischen Halbinsel im Laufe des späten 20. Jahrhunderts erwärmten, haben zahlreiche Studien gezeigt, dass in weiten Teilen der Ostantarktis – die den Großteil des Kontinents ausmacht – nur eine geringe Erwärmung oder sogar eine Abkühlung zu verzeichnen war. Auch das antarktische Meereis weist von Jahr zu Jahr und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erhebliche Schwankungen auf.
Der Kontinent unterliegt komplexen Wechselwirkungen zwischen Meeresströmungen, atmosphärischer Zirkulation, vulkanischen Einflüssen (einschließlich der Erwärmung unter der Oberfläche der Westantarktis, wo sich die Halbinsel befindet), der Dynamik des Meereises und natürlichen Klimaschwankungen. Diese Komplexität geht in dem meinungsgeladenen Artikel von Futurism unter.
Stattdessen wird den Lesern die mittlerweile bekannte Formel serviert: Man identifiziert ein dramatisches Wetterereignis, bringt es mit dem Klimawandel in Verbindung, erwähnt den „Weltuntergangsgletscher“ und suggeriert, dass eine Katastrophe unmittelbar bevorsteht. „Climate Realism“ hat Behauptungen über den bevorstehenden Zusammenbruch des Thwaites-Gletschers bereits mehrfach widerlegt. Der Verweis des Artikels auf den Thwaites-Gletscher ist ein besonders irreführender Ablenkungsmanöver, da er nichts mit dem berichteten Wetterereignis zu tun hat. Die Erwähnung dient einem einzigen Zweck: der Verstärkung einer allgemeineren Darstellung der Klimakrise.
Dies kommt in der Klimaberichterstattung immer häufiger vor. Jedes ungewöhnliche Wetterereignis wird zum Anlass genommen, immer wieder die gleichen Argumente über Gletscher, den Anstieg des Meeresspiegels, Kipppunkte und künftige Katastrophen zu wiederholen – unabhängig davon, ob diese in direktem Zusammenhang mit dem besprochenen Ereignis stehen.
Was die Antarktische Halbinsel betrifft, sehen die Fakten wie folgt aus: Die Antarktis war aufgrund ihrer geografischen Lage und der Nähe zu relativ wärmeren Meeresgewässern schon immer anfällig für periodische Warmlufteinbrüche; der Südliche Ozean, atmosphärische Flüsse und starke Westwinde können gelegentlich erhebliche Wärmemengen in die Region transportieren. Diese Prozesse gab es schon lange, bevor der Klimawandel zu einem politischen Thema geworden ist.
Vor allem aber kann ein einzelnes Warmereignis noch keinen Trend begründen. Wissenschaftler berücksichtigen dieses Prinzip bei der Analyse von Klimadaten. Auch Journalisten sollten dies verstehen.
Eine fundierte Klimaanalyse erfordert jahrzehntelange Beobachtungen auf dem gesamten Kontinent, eine sorgfältige Untersuchung regionaler Schwankungen und die Trennung von Wetterrauschen und Klimasignalen – und nicht die schlampige Darstellung irreführender, reißerischer Behauptungen, wie sie von Futurism zusammengestellt worden waren.
Die Antarktis ist nach wie vor der kälteste Kontinent der Erde. Während auf der Antarktischen Halbinsel kurzzeitig ungewöhnlich milde Bedingungen herrschten, sanken die Temperaturen am Südpol selbst zeitgleich an mehreren anderen Orten auf Werte nahe oder unter -70°C.
Allein diese Tatsache sollte die Leser daran erinnern, dass ein einzelnes Wetterereignis – egal wie dramatisch die Schlagzeile auch sein mag – kein Beweis für einen „Klimanotstand“ ist, sondern einfach nur Wetter*. Eine Warmphase auf der Antarktischen Halbinsel wird zum Beweis für eine Klimakatastrophe, während gleichzeitig Temperaturen unter -70°C am Südpol ignoriert werden. Das ist kein objektiver Journalismus, sondern agenda-getriebener Alarmismus.
*Das gilt natürlich auch für die jüngste Hitzewelle in Europa! A. d. Übers.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Ein vorübergehender Hotspot in der Antarktis ist kein Beweis für eine Klimakrise erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 17 /2026
Meldung vom 16. Juni 2026:
Neue Studie: Die herbstliche Abkühlung in EurasienEine aktuelle Studie hat ergeben, dass die Herbsttemperaturen in Zentral-Eurasien nicht gestiegen, sondern vielmehr gesunken sind.
Von 2004 bis 2020 waren in 98,21 % dieser riesigen Region (von 40° N bis 65° N und 50° O bis 130° O) sinkende Herbsttemperaturen zu verzeichnen. Der Trend im Zeitraum 2004–2018 war signifikant: -1,425 °C pro Jahrzehnt. In diesem Zeitraum kühlte sich die Region um fast 2 °C ab.
Dies ist ein Muster auf kontinentaler Ebene in Zentraleurasien, das anhand von 408 Wetterstationen und CRU-Temperaturdaten überprüft worden ist.
Die Studie ergab, dass die Herbstschneedecke hier von 2004 bis 2020 um 5,38 % pro Jahrzehnt zunahm. Mehr Schnee bedeutet mehr weiße Bodenfläche. Mehr weiße Bodenfläche bedeutet, dass mehr Sonnenlicht zurück ins All reflektiert wird. Weniger absorbiertes Sonnenlicht bedeutet eine geringere Erwärmung der Oberfläche.
Die Autoren schätzen, dass die zunehmende Schneebedeckung im Herbst 21,5 % der beobachteten Abkühlung ausmachte. Sie verweisen zudem auf atmosphärische Zirkulationsmuster, darunter die Pazifische Dekadische Oszillation und das Sibirische Hoch. Die Schneebedeckung war jedoch ein entscheidender, messbarer Faktor für die Abkühlung.
Die gängige Klimadiskussion geht von mehr CO₂, mehr Erwärmung und weniger Schnee aus.
Die Studie stellt all dies nach wie vor „im Kontext der globalen Erwärmung“ dar, ist dies doch die erforderliche Formulierung, um veröffentlicht zu werden. Die darin enthaltenen Daten zeigen jedoch, dass sich ein riesiger Teil Eurasiens seit fast zwei Jahrzehnten abgekühlt hat und sich die Schneedecke dort ausdehnt.
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Meldung vom 18. Juni 2026:
CO₂ kann nicht der Regler für das Klima seinDie 800.000-Jahre-CO₂-Grafik der NOAA soll Angst schüren.
Sie zeigt den aktuellen Anstieg und verleitet die Öffentlichkeit dazu, ein einzelnes Gas als Hauptschalter für das gesamte Klimasystem zu betrachten.
Die NOAA sagt: „Der heutige CO₂-Gehalt ist vergleichbar mit dem vor etwa 4,3 Millionen Jahren, als der Meeresspiegel etwa 23 m höher lag, die Durchschnittstemperatur um etwa 3,9 °C höher war und dort, wo heute die Tundra liegt, arktische Wälder wuchsen.“
Dabei übersehen sie jedoch einen offensichtlichen Trugschluss: Ein ähnlicher CO₂-Gehalt führte nicht zu einer ähnlichen Welt.
CO₂ kann nicht der Regler für das Klima sein.
Dann gibt es noch die umfassenderen Daten:
Die Panikmache funktioniert nur, wenn man die Grafik zurechtstutzt.
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Meldung vom 22. Juni 2026:
In Zentral-Afrika ist es kühler gewordenZentralafrika hat sich im späten Holozän nicht erwärmt. Es hat sich abgekühlt.
Eine aktuelle Studie zum Mbalang-See, einem Kratersee in Kamerun, rekonstruiert die mittleren jährlichen Lufttemperaturen anhand von brGDGTs, bakteriellen Membranlipiden, die in den Sedimenten des Sees erhalten geblieben sind.
Die Aufzeichnungen reichen etwa 7.000 Jahre zurück und zeigen, dass die Temperaturen in den letzten 7.000 Jahren um etwa 2,5 °C gesunken sind. Um die Mitte des Holozäns lagen die mittleren jährlichen Lufttemperaturen bei etwa 25 °C. Heute liegen sie bei etwa 22 °C.
Graphik: Rekonstruktionen der mittleren jährlichen Lufttemperatur am Mbalang-See in Kamerun. Die rote MBT′5Me-Rekonstruktion zeigt eine Abkühlung um etwa 2,5 °C in den letzten 7.000 Jahren, wobei die graue Linie die heutige mittlere Jahrestemperatur von 22 °C markiert. Achtung, man beachte die Zeitachse: Die Gegenwart befindet sich auf der linken Seite; ältere Temperaturen liegen auf der rechten Seite.
Afrikanische Regionen um den Äquator sind in globalen Rekonstruktionen der kontinentalen Temperaturen stark unterrepräsentiert. Die Arktis ist dagegen stark überrepräsentiert. Die Autoren stellen unmissverständlich fest, dass bestehende Temperatur-Datenbanken für das Holozän diese afrikanischen Kontinentalregionen in niedrigen Breitengraden entweder unterrepräsentieren oder ganz auslassen, was eine große Lücke im Klimabild hinterlässt.
In der Arbeit wird darauf hingewiesen, dass Modellsimulationen aus den Paleoclimate Modeling Intercomparison Projects die anhand von Proxydaten ermittelte Wärme im mittleren Holozän unterschätzen. Für die Region zwischen 30° N und dem Äquator haben die Modelle je nach Annahmen zur Vegetation entweder eine leichte Abkühlung oder eine minimale Erwärmung simuliert. Die Seespiegelaufzeichnungen aus Kamerun zeigen einen weitaus stärkeren Temperaturrückgang bis in die Gegenwart.
Damals wärmer.
Heute kälter.
Weitgehend aus den Aufzeichnungen ausgeschlossen.
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Meldung vom 23. Juni 2026:
In Grönland war es schon mal viel wärmerEine umfassende, die letzten 20.000 Jahre abdeckende Rekonstruktion für Grönland zeigt, dass die wärmste Periode des Holozäns bereits vor Tausenden von Jahren stattfand.
Die auf grönländischen Eisbohrkernen basierende Rekonstruktion datiert die höchsten Temperaturen des Holozäns auf der Insel auf einen Zeitraum zwischen vor etwa 7.000 und 3.000 Jahren, wobei der Höhepunkt der Erwärmung vor etwa 5.000 Jahren lag. Zu diesem Zeitpunkt lagen die jährlichen Durchschnittstemperaturen im Norden Grönlands um etwa 2 °C und im Süden Grönlands um etwa 1 °C über den heutigen Temperaturen.
EGRIP, Summit und South Dome zeigen alle das gleiche Bild: eine kalte Welt am Ende der Eiszeit, eine abrupte Erwärmung zu Beginn des Holozäns, eine lange Warmphase und anschließend eine Abkühlung, bevor es zu dem moderaten Anstieg der heutigen Temperaturen kam.
Rekonstruktion anhand von Eiskernen aus Grönland für die letzten 20.000 Jahre. Rot zeigt die Temperaturanomalie im Vergleich zum Zeitraum 1850–2000; Blau zeigt den Niederschlagsanteil. [Jessica A. Badgeley et al.]
Auch hier zeigen die Daten ein Klimasystem mit starken natürlichen Schwankungen, abrupten Übergängen, jahrtausendelangen Warm- und Kaltphasen sowie ausgeprägten regionalen Unterschieden.
Das frühe bis mittlere Holozän war wärmer als heute.
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Meldung vom 24. Juni 2026:
Natürliche Zyklen stellen alles in den SchattenEin neuer Artikel in „Quaestiones Geographicae“ argumentiert, dass die These, wonach CO₂ die Hauptursache für Änderungen der Temperatur sei, nicht mit den längerfristigen Daten übereinstimmt.
Das Klima der Erde war noch nie stabil.
In den letzten 130.000 Jahren durchlief der Planet das Eem-Interglazial, die letzte Eiszeit, die Späteiszeit, das Holozän, die mittelalterliche Warmzeit, die Kleine Eiszeit und die darauf folgende aktuelle moderate Erwärmung.
Die Studie verweist auf Belege aus grönländischen Eiskernen für eine abrupte natürliche Erwärmung vor etwa 14.700 und 11.700 Jahren, mit Temperaturanstiegen bis 10 °C innerhalb von etwa 50 Jahren.
Der Autor bringt diese Veränderungen mit großen natürlichen Prozessen in Verbindung: Umlaufbahnzyklen, Sonnenenergie und magnetische Schwankungen, Einflüsse auf galaktischer Ebene, das Erdmagnetfeld, Vulkanismus, Tektonik, Ozeanzirkulation, atmosphärische Zirkulation und den planetarischen Sauerstoff-Kohlenstoff-Kreislauf. CO₂ und Methan sind während natürlicher Warmphasen wiederholt gestiegen, da die biologische Aktivität zunahm, der Permafrost aufbrach, Methan freigesetzt wurde und der gesamte Kohlenstoffkreislauf auf veränderte Temperaturen und Luftfeuchtigkeit reagierte.
Dieses Muster zeigt sich sogar in den letzten 1.000 Jahren: Wir haben die mittelalterliche Warmzeit, auf die unmittelbar die Kleine Eiszeit folgte, wobei die Kleine Eiszeit endete, bevor die moderne Erwärmung einsetzte. Die industrielle Tätigkeit des Menschen begann lange nach diesem Übergang, lange nachdem der Trend bereits eingesetzt hatte. Steigende CO₂-Emissionen haben diesen Trend nicht ausgelöst.
Die zentrale These der Studie: Der Mensch ist nicht der dominierende Klimafaktor.
Das Klimasystem erwärmte sich in 50 Jahren um 10 °C – ohne industrielles CO₂.
Meldung vom 25. Juni 2026:
Sinkender Meeresspiegel gefährdet KorallenriffeEine neue Studie in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ über den nördlichen Teil des Roten Meeres weist auf ein noch größeres Problem hin als den Anstieg des Meeresspiegels: den Rückgang des Meeresspiegels.
Forscher entnahmen im Golf von Eilat/Aqaba im Roten Meer Riffbohrkerne und stellten fest, dass das Korallenwachstum vor mindestens 6.700 Jahren begann, also in der Mitte des Holozäns, als der globale Meeresspiegel etwa 2–3 m höher lag als heute.
In Eilat setzte sich das Korallenwachstum in den folgenden 2.000 Jahren fort, bis vor etwa 4.500 Jahren, und kam dann aufgrund des sinkenden Meeresspiegels für Tausende von Jahren weitgehend zum Erliegen. Wie die Autoren erklären, wurden die Riffebenen durch den sinkenden Meeresspiegel zusammengedrückt. Einige Gebiete wurden freigelegt. Andere waren zu flach oder zu beengt, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen. Der sinkende Meeresspiegel führte zu einem Massensterben unter den Korallen.
Und dies war keine lokale Besonderheit.
Die Studie identifiziert eine umfassendere Wachstumsunterbrechung der Riffe zwischen etwa 4.000 und 2.300 Jahren vor heute, wobei aus diesem Zeitraum an Standorten im Atlantik, im Indischen Ozean und im Pazifik nur wenige fossile Korallen datiert werden konnten.
Graphik: Radiokarbon-datierte Riffaufzeichnungen deuten auf höhere Meeresspiegelwerte in der Mitte des Holozäns hin, gefolgt von einem Rückgang vor etwa 4.000 bis 2.300 Jahren, als viele flache Riffe ihren Wachstumsraum verloren.
Vor etwa 700 Jahren kehrte das Eilat-Riff dann zurück. Durch lokale Bodensenkungen sank ein Teil der Riffebene ab, wodurch neuer Raum für das Korallenwachstum entstand. Die gleiche Korallengemeinschaft bildete sich nach einer Pause von fast 4.000 Jahren wieder, wahrscheinlich ausgehend von tiefer gelegenen Riff-Refugien.
Der springende Punkt ist: Diese Riffe existierten nicht in einem stabilen Ozean. Sie wuchsen bei höherem Meeresspiegel, hatten bei sinkendem Meeresspiegel zu kämpfen, kamen für Jahrtausende zum Stillstand und erholten sich, als der Meeresspiegel wieder stieg.
Die Autoren gehen sogar so weit anzumerken, dass jeder zukünftige Anstieg des Meeresspiegels den derzeit eingeengten Riffsystemen wahrscheinlich mehr Raum verschaffen wird, was möglicherweise zu einer deutlichen Zunahme der Korallenbedeckung führen könnte.
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Meldung vom 26. Juni 2026, weil unser Land hervorgehoben ist:
Hitzewelle stellt Net Zero bloßWährend der heißesten Woche des Jahres in Westeuropa mussten gerade die Technologien, die installiert worden waren, um uns vor der Hitze zu „retten“, selbst vor ihr gerettet werden.
In Deutschland sprach man von einer „Hitzeflaute“. Ein Hochdruckgebiet bringt zwar Hitze, sorgt aber auch für windstille Luft. Gut für Klimareden. Schlecht für Windparks.
Der 15-Minuten-Strompreis in Deutschland erreichte diese Woche aufgrund der Hitzeflaute einen Rekordwert von über 615 €/MWh. Die abendlichen Spitzenwerte stiegen noch weiter und erreichten 747 €/MWh; in Belgien kletterten sie auf 1.038 €/MWh, in den Niederlanden auf 902 €/MWh und in Dänemark auf 787 €/MWh.
Die Solarstromerzeugung ging am Abend zurück. Der Wind war schwach. Die Nachfrage erreichte ihren Höchststand. Die Restlast in Deutschland – also der Bedarf, der nicht durch Wind- und Solarenergie gedeckt wurde – stieg auf 51,5 GW und lag damit rund 10,4 GW über dem Normalwert für diese Tages- und Jahreszeit.
Großbritannien folgte diesem Beispiel.
NESO gab für Mittwochabend eine seltene „Electricity Margin Notice“ für den Sommer heraus, nachdem eine Hitzewelle Großbritannien heimgesucht hatte und die Verfügbarkeit der Windenergie geringer ausfiel als erwartet.
Die Lichter blieben an, aber nur, weil Großbritannien sich bereit erklärte, rund 1.400 £/MWh für 1,7 GW Importe vom Kontinent zu zahlen – fast das 20-Fache des durchschnittlichen Marktpreises im vergangenen Juni. Die Kosten beliefen sich auf etwa 10 Millionen £ für einige Stunden.
Am Abend zuvor wurden Importe bereits zu etwa 470 £/MWh gekauft, mehr als das Sechsfache des normalen Juni-Preises.
In einer Zeit der angeblichen „katastrophalen globalen Erwärmung“ hat die „Netto-Null“-Fraktion also ein wetterabhängiges Stromnetz aufgebaut, das versagt, sobald es heiß wird. Hitzeflaute führt zu Windstille. Auch Solarmodule verlieren an Effizienz, wenn sie sich aufheizen. Nachts kehrt jede „grüne Wende“ kriechend zu den fossilen Brennstoffen zurück.
Eine florierende Wirtschaft braucht günstigen, konstanten Strom. Europa hat sich jedoch für Ideologie entschieden.
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 17 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Das Problem der Klima-Medien? Falsch geraten!
Rob Bradley, from Master Resource
„Klimapanikmache und eine erzwungene Energiewende sind mittlerweile, nachdem sich die Wogen geglättet haben, ein verlorenes Argument. Übertreibungen haben den gegenteiligen Effekt, und was zählt, sind die Probleme des Hier und Jetzt – nicht verschwenderische Klimamaßnahmen, die, wenn überhaupt, erst in Jahrzehnten Auswirkungen auf das Klima haben werden. So schmerzhaft es auch sein mag: Es ist an der Zeit, dass Amy Westervelt (et al.) ihre Prämissen überprüfen. Der ‚Klima-Industriekomplex‘ ist ein Ungeheuer, genau wie in ihrer Vorstellung das ‚Big Oil‘.“
Amy Westervelt leugnet dies auf DRILLED, einer Website von Klimaalarmisten. Sie nennt vier Hauptgründe für das „Philanthropie-Problem der Klimamedien“ (2. Juni 2026).
„Wir haben bereits zuvor über den massiven Personalabbau in den Klimamedien in diesem Jahr gesprochen“, beginnt sie:
… selbst inmitten des allgemeinen Niedergangs des Journalismus‘ sticht die Klimaberichterstattung als besonders stark betroffen hervor. Die „Washington Post“ und Reuters haben ihre Klimaredaktionen aufgelöst, CBS tat es ihnen gleich. Auch Vox, die „Los Angeles Times“ und CNN haben in jüngster Vergangenheit Klimareporter entlassen. Letzte Woche reihte sich NPR in die Liste ein und schaffte seine gesamte Klimaredaktion ab.
Anschließend fragt sie: „Warum ist das Thema Klima so stark ins Visier geraten?“ Sie stellt vier Theorien vor (wortwörtlich wiedergegeben).
• Es liefert keine Leserzahlen – Das hängt wirklich davon ab, wie man die Daten aufschlüsselt und welche Beiträge man betrachtet, aber wenn man Zahlen finden wollte, die Kürzungen rechtfertigen, könnte man das, und wenn man Zahlen finden wollte, die dafür sprechen, Klimathemen im Programm zu behalten, könnte man auch diese finden;
• „Niemand interessiert sich für das Klima“ – Das trifft nur zu, wenn man unter „Klima“ detaillierte Artikel über Atmosphärenwissenschaften versteht. Es gibt unzählige Umfragen und Erhebungen, die zeigen, dass den Menschen die Dinge, die Klimaschutzmaßnahmen mit sich bringen würden, sehr am Herzen liegen – darunter vor allem saubere Luft, stabile Energiepreise und eine geringere Abhängigkeit von einem volatilen Rohstoff.
• Das Geschäftsmodell der Medien ist gescheitert – Das ist sicherlich richtig, aber warum wird gerade die Klimaberichterstattung komplett gestrichen, während andere Themenbereiche zwar einige, aber nicht alle Reporter verlieren?
• Angst vor der Trump-Regierung – Sicherlich herrscht das Gefühl, dass schon das Aussprechen des Wortes „Klima“ oder negative Äußerungen über Ölkonzerne einen ins Visier von Trump bringen könnten, aber meine Güte, warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen, ein journalistisches Medium zu betreiben, wenn man schon beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten aufgibt?
Amy Westervelt fügt daraufhin ihre eigene (fünfte) Theorie hinzu, dass „die Philanthropie die Funktionsweise des Klimajournalismus‘ besonders durcheinander gebracht hat“. Sie erklärt:
… Klimastiftungen, die sich in den letzten zehn Jahren entschlossen haben, einen Versuch im Journalismus zu wagen, haben ziemlich viel Schaden angerichtet und es mangelt ihnen bemerkenswert an Selbstbewusstsein in dieser Hinsicht – wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem sie es von Anfang an so gründlich vermasselt haben: Sie haben sich nie die Mühe gemacht, etwas über Journalismus oder Medien zu lernen oder gar Berater hinzuzuziehen, die sich mit solchen Dingen auskennen, um sie zu beraten.
Hm … aber dann wird sie unverständlich:
Stattdessen verfolgten sie den gleichen Ansatz im Journalismus wie ihre Erzfeinde – die großen Ölkonzerne: Sie konzentrierten sich darauf, die Berichterstattung zu kontrollieren und den Einfluss von Journalisten und Journalismus für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen, anstatt ein Ökosystem zu fördern, das nicht nur ihrer eigenen Sache, sondern der Demokratie als Ganzes zugutekommen würde.
Verstanden? Ich nicht.
Wie wäre es damit: Seit Ende der 1980er Jahre werden riesige Summen in die Hand genommen, um den Klimawandel zu einem Thema von höchster Priorität zu machen. Das sind drei, fast schon vier Jahrzehnte. Wir hatten Al Gore, die Vereinten Nationen (IPCC), Greta und finanzkräftige Stiftungen, welche allesamt die Alarmglocken läuteten.
Untergangsprognosen kamen und gingen. Unterdessen wurden die (größtenteils) von den Verbrauchern konzipierten Energiesysteme von den minderwertigen Technologien Wind, Sonne und Batterien vereinnahmt, was eine neue Reihe wirtschaftlicher und ökologischer Probleme hervorgebracht hat. Die „Big Green“-Bewegung hat bei ihrem Bestreben, fossile Brennstoffe durch schwache, unbeständige und leistungsarme erneuerbare Energien zu ersetzen, die Industrialisierung der Landschaft ignoriert.
Und die Bevölkerung vor Ort (die in der Nähe dieser Projekte lebt) sagt zunehmend: „Jetzt reicht’s.“ Die aktuelle Zahl der verzögerten oder gestrichenen „sauberen“ Energieprojekte liegt laut Robert Bryce‘ Datenbank bei 1.278: 617 im Bereich Windkraft, 508 im Bereich Solarenergie und 153 im Bereich Batterien. Und dieser Trend, der 2015 richtig einsetzte, hat sich von Jahr zu Jahr dramatisch verstärkt.
Das Endergebnis? Der Verlust der Politik zugunsten der Sache. Ein kürzlich erschienener Artikel der „New York Times“ von Lisa Friedman und Brad Plumer über den Rückzug vom Klimalarmismus ist Pflichtlektüre für Amy Westervelt. „Da die Wähler sich Sorgen über steigende Benzinpreise und Inflation machen, argumentieren einige Parteiführer, man solle aufhören, Öl und Gas den Wind aus den Segeln zu nehmen …“
Dies ist eine Abkehr von dem Ansatz der Biden-Regierung, die den Klimawandel als existenzielle Bedrohung betrachtete und versuchte, neue Bohrungen und Pipelines zu verhindern…. Eine aktuelle Umfrage von „The Economist“ und YouGov ergab, dass nur 5 Prozent der Amerikaner den Klimawandel als ihr wichtigstes Wahlkampfthema bezeichnen. Im Gegensatz dazu geben 29 Prozent an, dass Inflation und Preise für sie oberste Priorität haben, und 13 Prozent nennen Arbeitsplätze und die Wirtschaft. Eine Reihe von Strategen hat die Demokraten dazu gedrängt, nicht mehr über Themen zu sprechen, die bereits überzeugte Wähler begeistern, und stattdessen ihre Wählerbasis zu erweitern.
Klimapanikmache und erzwungene Energiewende sind mittlerweile, nachdem sich die Wogen geglättet haben, ein verlorenes Argument. Übertreibungen haben den gegenteiligen Effekt, und was zählt, sind die Probleme des Hier und Jetzt – nicht verschwenderische Klimamaßnahmen, die über Jahrzehnte hinweg, wenn überhaupt, keinerlei Auswirkungen auf das Klima haben und auch nicht haben werden.
So schmerzhaft es auch sein mag: Es ist an der Zeit, dass Amy Westervelt (und Co.) ihre Prämissen überprüfen. Der „Klima-Industriekomplex“ ist ein Ungeheuer, genau wie in ihrer Vorstellung die „Big Oil“-Konzerne. Die Verbraucher sind wichtig. Die Steuerzahler sind wichtig.
Wie kann man ein Umdenken einleiten? Es muss im Inneren beginnen. Milton und Rose Friedman sagten einmal:
Der einzige Mensch, der dich wirklich überzeugen kann, bist du selbst. Du musst die Themen in aller Ruhe in deinem Kopf wälzen, die vielen Argumente abwägen, sie reifen lassen und nach langer Zeit deine Vorlieben in Überzeugungen verwandeln. [1]
[1] Milton und Rose Friedman, Free to Choose (1979), p. xii.
Link: https://climaterealism.com/2026/06/climate-medias-problem-guess-again/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Das Problem der Klima-Medien? Falsch geraten! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
