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Aktualisiert: vor 1 Stunde 18 Minuten

Kinetische Temperatur

18. August 2026 - 18:00

Andy May

In meinem letzten Beitrag „Definition von Temperatur“ [in deutscher Übersetzung hier] haben wir gesehen, dass Temperatur eine einfache Messgröße ist, die ohne Kontext kaum Aussagekraft hat. Bezieht man sich auf die Zustandsgröße eines Systems im Gleichgewicht oder die „thermodynamische Gleichgewichtstemperatur“, sollte man dies zur Klarstellung ausdrücklich angeben, da es viele Arten von Temperaturmessungen mit jeweils unterschiedliche Bedeutungen gibt. Die thermodynamische Gleichgewichtstemperatur wurde im vorherigen Beitrag definiert. Es gibt viele Definitionen von Temperatur; ich werde in diesem Beitrag und möglicherweise in nachfolgenden Beiträgen auf die gängigsten eingehen, die in der Physik und im Alltag verwendet werden. Die grundlegende Bedeutung der thermodynamischen Gleichgewichtstemperatur und der mit einem Thermometer gemessenen Temperatur unterscheiden sich stark voneinander und sollten nicht verwechselt werden.

Messung der kinetischen Temperatur

Während die thermodynamische Temperatur als Zustandsgröße eines Systems im Gleichgewicht proportional zur gesamten inneren Energie des Systems ist, ist die kinetische Temperatur die Temperatur, die proportional zur durchschnittlichen translatorischen kinetischen Energie im System ist. Sie kann mithilfe der thermischen Ausdehnung (Flüssigkeit in Glasthermometern), des elektrischen Widerstands (Thermistoren usw.) oder der Infrarotstrahlung (Pyrometer) gemessen werden. Herkömmliche Thermometer reagieren auf die gesamte innere Energie und nicht nur auf die translatorische kinetische Energie. In Gasen korrelieren sie mit der kinetischen Temperatur, in Feststoffen und Flüssigkeiten reagieren sie jedoch auf Schwingungsenergie, die nicht rein kinetischer Natur ist. Herkömmliche Thermometer messen die translatorische kinetische Energie nicht direkt (außer in Gasen); sie messen eine Materialeigenschaft, die unter bestimmten Bedingungen mit ihr korreliert (Reif, 2009).

Kinetische Temperatur in Gasen

Die kinetische Temperatur lässt sich in Gasen, Flüssigkeiten und Feststoffen messen. In Flüssigkeiten und Feststoffen wird der Zusammenhang zwischen kinetischer Energie und Temperatur jedoch komplizierter, da die Molekülbewegung durch Bindungen und intermolekulare Kräfte eingeschränkt wird. In Gasen ist der direkte Zusammenhang zwischen kinetischer Energie und Temperatur eindeutiger, daher beginnen wir dort.

Die Gleichung für ideale Gase lautet [Gleichung 1]: PV = N·kB·T

In dieser Gleichung steht P für den Druck, V für das Volumen, N für die Anzahl der Moleküle in dem betrachteten Volumen, kB für die Boltzmann-Konstante und T für die Temperatur. Teilt man nun beide Seiten durch das Volumen (V), so erhält man…

…Die kinetische Theorie als Version des Gesetzes für ideale Gase: [Eq. 2] P = n·kB·T

Nun ist „n“ die Zahlendichte, also die Anzahl der Moleküle pro Volumeneinheit. Schreibt man das ideale Gasgesetz wie in Gl. 2 auf, so zeigt sich, dass der Druck nur von der Zahlendichte (n) und der kinetischen Temperatur abhängt. Diese Beziehung gilt für Gase im lokalen thermodynamischen Gleichgewicht. Bei Gasen im Nichtgleichgewicht muss die Temperatur stattdessen aus Verteilung der Teilchengeschwindigkeit abgeleitet werden, nicht aus dem Druck.

In Festkörpern dominieren Schwingungs-Zustände. In den meisten Festkörpern sind die Atome in einem sich wiederholenden Gitter angeordnet und verhalten sich so, als wären sie durch winzige Federn miteinander verbunden. Wenn sie gemeinsam schwingen, erzeugen sie Wellen, die sich durch das Material ausbreiten. Die Bewegung nimmt zu, wenn sich der Festkörper erwärmt. In der Quantenmechanik treten diese Schwingungswellen in diskreten Energiepaketen auf, die als Phononen bezeichnet werden. Ein Phonon ist eine quantisierte Einheit schallähnlicher mechanischer Energie in einem Festkörper.

Sowohl in Feststoffen als auch in Flüssigkeiten macht der kinetische Anteil der Wärmeenergie oft weniger als die Hälfte der gesamten Wärmeenergie aus. Der größte Teil der Energie ist in intermolekularen Potentialmulden gespeichert. Intermolekulare Potentialmulden sind Energietäler, die durch Anziehungskräfte zwischen Molekülen entstehen. Das Tal wird je nach der dem System zugeführten Energie tiefer oder flacher. Die Moleküle von Flüssigkeiten und Feststoffen sind in diesen Mulden gefangen. Der größte Teil der thermischen Energie ist als Schwingungsenergie gespeichert, nicht nur als kinetische Energie. Die Temperatur des Festkörpers oder der Flüssigkeit gibt Auskunft darüber, wie stark die Moleküle innerhalb des Potenzials schwingen. Aus diesem Grund funktioniert die einfache Vorstellung „Temperatur – durchschnittliche kinetische Energie“ zwar gut für Gase, versagt jedoch bei kondensierten Phasen.

Die Tiefe der intermolekularen Potentialmulde bestimmt den Siedepunkt und den Schmelzpunkt des Stoffes. Sie legt auch die Oberflächenspannung und die Viskosität des Materials fest. Dieses Konzept ist nicht rein theoretisch, sondern erklärt alltägliche physikalische Eigenschaften.

Wenn man also versuchen würde, die Temperatur in kondensierten Phasen ausschließlich anhand der kinetischen Energie zu definieren, würde man manchmal einen falschen Wert erhalten. Die Temperatur ist nur bei idealen Gasen proportional zur mittleren kinetischen Energie. In noch komplexeren Situationen, wie beispielsweise bei Plasmen oder in der Astrophysik, wird die kinetische Temperatur aus der Doppler-Verbreiterung von Spektrallinien und Flugzeitmessungen abgeleitet.

Doppler-Verbreiterung

Atome, die sich auf einen zu bewegen, senden Licht aus, dessen Frequenz durch den Doppler-Effekt leicht nach oben verschoben ist. Atome, die sich von einem wegbewegen, senden Licht aus, dessen Frequenz leicht nach unten verschoben ist.

An dieser Stelle müssen wir die Maxwell-Boltzmann-Geschwindigkeitsverteilung („Maxwellsche Verteilung“) definieren. Sie gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein Gasmolekül eine bestimmte Geschwindigkeit aufweist. Bei jeder Temperatur bewegen sich einige Moleküle langsam, andere extrem schnell, und die meisten gruppieren sich um eine charakteristische Geschwindigkeit. Die Form der Verteilung hängt ausschließlich von der Temperatur und der Molekülmasse ab. Ist also die Masse bekannt, lässt sich die Temperatur aus der Verteilung bestimmen – allerdings nur, wenn die Atome oder Moleküle diese charakteristische Maxwellsche Verteilung aufweisen. Maxwellsche Verteilungen sind in Abbildung 1 für -100 °C, 20 °C und 600 °C dargestellt.

Abbildung 1. Maxwell’sche Verteilungen für eine Molmasse Sauerstoff bei -100 °C, 20 °C und 600 °C. Aus Wikimedia, von Superborsuk, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Wenn die Atome eine Maxwell’sche Verteilung aufweisen, befinden sie sich wahrscheinlich im lokalen thermodynamischen Gleichgewicht (LTE), was jedoch nicht garantiert ist. Befindet sich ein Gas im LTE, sorgen Kollisionen für eine Maxwell’sche Verteilung. Die Sichtlinienkomponente dieser Verteilung ist Gauß-förmig, auch wenn die gesamte dreidimensionale Verteilung dies nicht ist. Da Dopplerverschiebungen linear von der Geschwindigkeit abhängen, ist auch das resultierende Spektrallinienprofil Gauß-förmig. Dies ist der Ursprung der thermischen Doppler-Verbreiterung. Die Breite der Gauß’schen Verteilung ist proportional zur kinetischen Temperatur, und in anisotropen Systemen hängt die Breite vom Betrachtungswinkel ab, wodurch richtungsabhängige Temperaturen gemessen werden können.

Laufzeit

Die Laufzeit ist die kinetische Temperatur in ihrer reinsten Form. Lässt man die Teilchen frei fliegen, lässt sich beobachten, wie lange sie benötigen, um den Detektor zu erreichen. Die schnelleren kommen zuerst an. Die Streuung der Ankunftszeiten gibt Aufschluss über die Geschwindigkeitsverteilung. Die Geschwindigkeitsverteilung wiederum liefert die Temperatur.

Bei Laufzeitmessungen wird die Zeit gemessen, die Moleküle benötigen, um einen Detektor zu erreichen, nachdem sie aus einem Plasma, einer kleinen Öffnung in einem Gasbehälter oder von einer Oberfläche desorbiert wurden. Moleküle oder Teilchen treffen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein und bilden eine Verteilung, die in ein Laufzeit-Geschwindigkeitsspektrum umgewandelt werden kann. Passt man diese Geschwindigkeitsverteilung an eine Maxwell’sche Verteilung an, lässt sich die kinetische Temperatur berechnen. Die Laufzeitmessung liefert die vollständige Geschwindigkeitsverteilung, nicht nur einen Mittelwert. In anisotropen Systemen können damit die verschiedenen Temperaturen in allen Richtungen gemessen werden. Sie eignet sich auch gut zur Bestimmung artspezifischer Temperaturen, beispielsweise der Elektronen-, Ionen- und Neutralteilchentemperaturen in Plasmen und Gasen.

Diskussion

Fast täglich sprechen wir über die Außen- und Innentemperatur sowie über unsere Körpertemperatur. Bei allen handelt es sich um kinetische Temperaturen, wie in diesem Beitrag erläutert, und bei allen können Probleme auftreten, insbesondere wenn man von einem stationären Zustand (LTE) ausgeht. Die Innentemperatur befindet sich meist nicht im stationären Zustand, da die meisten Häuser entweder beheizt oder klimatisiert sind. Die Außentemperatur ist es ganz sicher nicht, da sie lokal variiert, je nach Standort, je nachdem, auf welcher Seite der Wetterhütte sich die Sonne befindet und in welche Richtung der Wind weht. Unsere Körpertemperatur wird in der Regel gemessen, indem wir ein Thermometer in den Mund nehmen, wo Speichel und Körpergewebe unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Die Beispiele lassen sich endlos fortsetzen.

Die kinetische Temperatur eines Systems ist praktisch, da es viele relativ einfache Möglichkeiten gibt, sie zu bestimmen und kein vollständiges Gleichgewicht des Systems erforderlich ist. Leider eignet sie sich als Temperaturmaß nicht immer (Bormashenko, 2020). Die im vorherigen Beitrag definierte thermodynamische Gleichgewichtstemperatur steht in keinem Zusammenhang mit der durchschnittlichen kinetischen Bewegung der Teilchen im System. Somit hat die sehr gebräuchliche kinetische Temperatur weder konzeptionell noch inhaltlich etwas mit der thermodynamischen Definition zu tun (Bormashenko, 2020).

Was ist Temperatur?

Bormashenko räumt in seinem Aufsatz „Was ist Temperatur?“ in Entropy ein:

„Die operationelle Definition von Temperatur lautet wie folgt: Temperatur ist das, was wir mit einem Thermometer messen.“ (Schröder, 2000)

Dies ist eine akzeptable und durchaus logische Alltagsdefinition; sie beschreibt zweifellos, wie der Begriff „Temperatur“ normalerweise verwendet wird. Gängige Thermometer reagieren auf Volumeneigenschaften (Ausdehnung, Widerstand, Strahlung), die mit der inneren Energie korrelieren. Bei Gasen korreliert dies direkt mit der translatorischen kinetischen Energie, bei Feststoffen und Flüssigkeiten stammt das Signal jedoch in erster Linie aus der Schwingungsenergie. Ich empfehle, dass der Autor in technischen Texten präziser sein und von „kinetischer Temperatur“ sprechen sollte, wenn er oder sie dies meint.

Bormashenko zeigt weiter auf, dass die kinetische Temperatur eine sehr enge Definition von Temperatur ist und nicht immer zutrifft. Das ist richtig, und ich führe in diesem Beitrag einige Probleme damit auf. Das bedeutet jedoch nicht, dass die in meinem vorherigen Beitrag diskutierte Definition der „thermodynamischen Gleichgewichtstemperatur“ eine angemessene Definition von „Temperatur“ ist oder dass die beiden Begriffe in irgendeiner Weise synonym sind. Das sind sie nicht, und eine solche Gleichsetzung ist unaufrichtig, weil der Leser von der kinetischen Temperatur ausgehen wird, also der Thermometertemperatur.

In der Twitter- (oder X-)Diskussion, auf die ich in meinem vorherigen Beitrag Bezug genommen habe (siehe den Link am Ende dieses Beitrags), wollten viele Kommentatoren die gängige Definition von „Temperatur“ dahingehend ändern, dass sie die sehr ungewöhnliche thermodynamische Gleichgewichtstemperatur bezeichnet, aber das ist Unsinn. Diese Temperatur kann nur in einem Labor verwendet werden, in dem es möglich ist, die innere Energie und die Entropie eines Systems, das sich im Gleichgewicht befinden muss, genau zu bestimmen. Dies ist eindeutig nicht die Thermometertemperatur, und es ist eine umständliche Definition. Niemand würde wissen, wovon man spricht, denn die thermodynamische Temperatur bedeutet etwas völlig anderes als die alltägliche Definition.

Zukunft

Die in meinem vorherigen Beitrag erörterte Anforderung an die thermodynamische Gleichgewichtstemperatur wird bei der kinetischen Temperatur gelockert, da diese kein Gleichgewicht voraussetzt, obwohl wir bei der Verwendung von Thermometern häufig von thermodynamischem Gleichgewicht (LTE) ausgehen. Um die Gleichgewichtsanforderung vollständig aufzuheben, müssen wir berücksichtigen, dass die Verteilung der Teilchengeschwindigkeit möglicherweise nicht Maxwell folgt und das System möglicherweise nicht isotrop ist. Es ist auch möglich, dass verschiedene Systemkomponenten unterschiedliche Temperaturen aufweisen; so kann beispielsweise ein poröses Gestein eine andere Temperatur haben als die durch es hindurchströmende Flüssigkeit. In manchen Systemen ist der Druck möglicherweise nicht isotrop. Unter diesen Umständen kann man die oben beschriebene kinetische Gleichung oft nicht anwenden, und die thermodynamische Gleichgewichtstemperatur kommt sicherlich nicht in Frage. Die Nicht-Gleichgewichtstemperatur wird im nächsten Beitrag behandelt.

Einige weitere Referenzen zum Thema Nicht-Gleichgewichtstemperatur werden hier angeführt und erörtert.

Den ursprünglichen X-Thread, mit dem alles begann, findet man hier.

Referenzen

Bormashenko, E. (2020). What Is Temperature? Modern Outlook on the Concept of Temperature. Entropy, 22(12). https://doi.org/10.3390/e22121366

Reif, F. (2009). Fundamentals of Statistical and Thermal Physics. Waveland Press, Inc.

Schroeder, D. V. (2000). Thermal Physics. San Francisco: Addison Wesley Longman.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2026/08/12/kinetic-temperature/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Klimawandel und Ernährungssicherheit: Minimale Auswirkungen? Karl Iver Dahl-Madsen, IKEK-17 in Halle

18. August 2026 - 15:00
17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) am 27. Juni 2026 in Halle/S.
Karl Iver Dahl-Madsen ist Chemieingenieur, Autor und Umweltstratege und kommt aus Dänemark. Er berichtet en détail über die sich stetig verbessernde Welt-Ernährungssituation – trotz vor allem westlicher Weltuntergangswarnungen zu „Dürre“, „Hitze“, „Klimakollaps“ und so weiter. Die Erde wird grüner – und die Bauern weltweit ernten immer mehr Nahrungsmittel!

Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.

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Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 4

18. August 2026 - 12:00
Teil 4: Die Klimakatastrophe hat ausgedient

Raimund Leistenschneider

In früheren Berichten hatte der Autor bereits die folgende Gegenüberstellung gezeigt:

Abb.33, Quelle: Leistenschneider, zeigt den Vergleich der Temperaturgänge 20 Jahre vor und 18 Jahre nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus von Deutschland (heute) nach Daten des DWD (unten) und Berlin-Dahlem (oben, um 1800, Ausschnitt aus Abb.33). Um 1800 existierten kein Deutschland und keine flächendeckenden Temperaturmessungen. Daher kein Vergleich der Absolutwerte, aber der Temperaturmuster (Wechsel).

In Abb.33 ist unschwer zu erkennen, dass sich die klimatischen Temperaturwechsel in den Jahren nach einem Hauptsonnenzyklus gleichen. Daher schauen wir und das Original (Abb.33 oben) genauer an.

Abb.34, Quelle: Prof. Ewert, zeigt die Jahrestemperaturen von Berlin-Dahlem von 1701 – 2008. Die rote Linie gibt näherungsweise den Zeitpunkt des Maximums im Hauptsonnenzyklus an. Bis zu einem Zeitraum von 20 – 30 Jahren nach dem Hauptsonnenzyklus schwanken die Temperaturen am stärksten zwischen warm und kalt (rote Fläche). Heute nennt der DWD diese starken Schwankungen „Extremwetter“. Bis zum Minimum im Hauptsonnenzyklus sind immer noch relativ hohe Temperaturausschläge zu verzeichnen, jedoch auf insgesamt niedrigerem Niveau (grüne Fläche). Unmittelbar vor und nach dessen Minimum ist das Klimasystem sozusagen in seinem eingeschwungenen, kalten Zustand und die Temperaturwechsel sind am geringsten (blaue Fläche). Vor einem Temperaturanstieg fallen die Temperaturen auf ein relatives Minimum und steigen dann kontinuierlich an (schwarze Linien).

Um 1830 (roter Pfeil) ist ein starker Temperaturanstieg zu sehen. Die Jahrestemperatur steigt stark an. In jenem Jahr war es deutlich wärmer als in allen Jahren zum Hauptsonnenzyklus und den Jahren danach. Der Peak liegt etwa 34 Jahre nach dem davor liegenden Maximum im Hauptsonnenzyklus’.

Anhand des Temperaturdatenreihe der DWD-Referenzstation Hohenpeißenberg,hatte der Autor das Maximum im Hauptsonnenzyklus um das Jahr 1797 gelegt. Nun sind 34 Jahre nicht identisch mit heute (Hauptsonnenzyklus um 2002/2003), 24 Jahren. Doch eine Punktlandung ist gar nicht nötig. Niemand wird ernsthaft behaupten, man könne den Wetterbericht vom 15.August 2026 aus den Wetterberichten des 15. August der Jahre davor bestimmen. Es geht um das „Musterbild“. Ob 24 Jahre oder 34 Jahre nach einem Hauptsonnenzyklus. Etliche Jahre nach dem Hauptsonnenzyklus scheint das Wetter plötzlich „verrückt zu spielen“ und bildet eine starke , nie da gewesene, Temperaturspitze aus.

Die Zukunft (die nächsten 5 Jahre) wird zeigen, ob wir weitere so vglw. heiße Jahre bekommen oder ob nicht (vergleiche mit Abb.34). Anhand der Physik – deren Gesetze sind heute wie vor 200 Jahren gleich – geht der Autor davon aus, dass dem nicht so sein wird.

Was ist aus dem Land von Helmholtz, Gauß, Planck oder Einstein geworden? Offensichtlich ein Land, in dem dumm-dreiste Akteure (Abb. 1-3 und die dortigen Erläuterungen oder hier das Ruder übernommen haben. Von Physik keine Ahnung, dafür eine große Klappe.

Da wundert es nicht, wenn ein Papst der sog. Mittelwertforscher, nein, heißt ja „Klimaforscher“, wie Prof. Gornott, Arbeitsgruppenleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, im Netz ihren Unsinn und wieder einmal die angeblich 99% Konsens bemühen verbreiten dürfen im Auftrag der Regierung*4). Nun, Prof. Gornott ist nichts vorzuhalten, verdient er doch sein „täglich Brot“ mit dem Unsinn. Diejenigen, die solchen Unsinn immer noch glauben, für die fällt dem Autor spontan nur die Abb.35 ein.

*4) Das Institut wird vollständig von Bund und Ländern grundfinanziert.

Abb.35, Quelle siehe Graphik, zeigt den Bildungsnotstand in Deutschland, auch als Pisa-Studie bekannt.

Naturwissenschaft, mir deren Vielzahl physikalischer Akteure, ist natürlich weitaus komplizierter*5) als Klimareligion mit nur einem einzigen Akteur, den sog. Treibhausgasen. Da ist es nur verständlich, dass Simpel sich der Klimareligion hingezogen fühlen.

*5) Siehe beispielhaft die enorme Komplexität der jüngst auf der Sonne entdeckten kleinen Wirbel, welche die Theorie des Ursprungs der Kelvin-Helmholtz-Instabilität bestätigen, über das aktuell die Max Planck-Gesellschaft berichtet. Gott behüte, was sind denn verdrillte Magnetfeldlinien und was ist denn eine Kelvin-Helmholtz-Instabilität. Mit solch „Nebensächlichkeiten“ belastet sich die Klimareligion und deren Jünger natürlich nicht. Dort ist der Teufel längst ausgemacht!

Schauen wir uns den Unsinn, den das PIK-Potsdam wieder einmal verbreitet, exemplarisch an:

Da ist was von „Mythos“ zu lesen, was suggerieren soll, die Klimarealisten verbreiten Mythen, also Unwahrheiten. Wie wir vom Physik-Nobelpreisträger John Clauser am Beispiel des IPCC erfahren, ist dies genau umgekehrt der Fall. Aber weiter mit dem Mythenerzähler vom PIK-Potsdam.

Da ist was von einer „Hitzewelle von 1976″ die Rede und das es diese Hitzewellen „schon immer gab“ aber, „dass solche Hitzephasen heute deutlich häufiger, länger und intensiver seien.“ Und weiter: „Unter den Klimabedingungen von vor 50 Jahren wäre die Juni-Hitzewelle 2026 wohl 3,5 Grad Celsius kühler ausgefallen.“

Bei El-Niño wird so richtig losgelegt: „Die Effekte des Wetterphänomens seien vor allem in Südamerika, Ostafrika und Teilen Südostasiens stark ausgeprägt.“ „In Europa sind die Auswirkungen deutlich geringer“.

Jetzt kommt der Kracher: „Der Klimawandel selbst sorgt nicht für Regen oder Hitze – aber er verstärkt solche Wettermuster, die im schlimmsten Fall zu Extremereignissen führen können.“

Offensichtlich kennt Prof. Gornott nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima. Ersteres wird in Abhängigkeit der Anfangsbedingungen errechnet und eine halbwegs genaue Vorhersage kann bestens für 14-16 Tage erfolgen. Letzteres wird in Abhängigkeit der Rahmenbedingungen errechnet (Klimamodelle des IPCC). 2. Semester Meteorologie. Klima ist nichts anderes als der statistische Mittelwert des Wetters über einen Zeitraum von z.B. 30 Jahren. Dieser Zeitraum wird Klimatologische Referenzperiode genannt. Klima kann niemals Wetterereignisse beeinflussen. Dass geht schon mathematisch nicht.

Nun, bei so wenig Kenntnis der Materie verwundert es natürlich nicht, dass auch seine anderen Punkte blühender Unsinn sind.

Dass El Niño-Ereignisse in Europa kaum Auswirkungen („deutlich geringer“) haben, als in der Hadley-Zelle (dort, wo der El Niño entsteht) steht im krassen Widerspruch zu den Ergebnissen von Prof. Brönnimann (ETH Zürich), Spektrum der Wissenschaft 03/05, „Pazifik ließ Europa frieren“. Zig Studien belegen den starken Einfluss von El Niño auf die Globaltemperaturen. So haben Wissenschaftler aus Australien und Neuseeland (Prof. Robert M. Carter von der James Cook University in Australien et al.) in ihren Untersuchungen den Zusammenhang zwischen der ENSO-Schwingung (El Niño/Southern Oszillation) und dem Weltklima aufgezeigt. Sie veröffentlichten ihre Studie, die auf gut erfassten Messdaten der vergangenen 50 Jahre zurück griff, im „Journal of Geophysical Research“. Ihr Ergebnis: Je stärker der jeweilige El Niño war, desto deutlicher stieg in der Folge die globale Temperatur an. Die Forscher geben an, dass ca. 70% der zuletzt beobachteten Erwärmung auf die El Niño-Tätigkeit zurückzuführen ist. Es habe sich gezeigt, dass etwa 6 Monate nach einem El Niño-Ereignis die globalen Temperaturen, je nach Stärke des El Niño anstiegen. Oder Abb.36.

Abb.36, Quelle: BBC News zeigt die global von einem El Niño-Ereignis betroffenen Gebiete. Zu sehen, dass es in Mittel und Westeuropa wärmer wird, genau wie im Sommer 2026. Die folgende Abb.37 entlarvt die Aussage des PIK-Potsdam als blühenden Unsinn.

Aber der Autor schrieb doch weiter oben, El Niño sei nicht die Ursache für den „Extremsommer“ und die „Extremtrockenheit“ in 2026 bei uns und in Westeuropa. Der Autor bleibt auch dabei, denn nicht El Niño ist die Ursache, sondern, wie geschildert, die Sonne. Denn jedes El Niño-Ereignis wird von einem solaren Ereignis ausgelöst, wie der Autor dies bereits von 15 Jahren schrieb: Dynamisches Sonnensystem – die tatsächlichen Hintergründe des Klimawandels.

Abb.37 oben zeigt die Temperaturdatenreihe nach climate4you. Die kleine Abbildung zeigt die atmosphärische CO2-Entwicklung nach Mauna Loa, die überhaupt keinen Zusammenhang mit den Globaltemperaturen aufweist. Die Abbildung darunter zeigt die El Niño-Anomalien (El Niño 3.4) der Wassertemperaturen. Jede globale Temperaturspitze im gezeigten Zeitraum fällt mit einem El-Niño-Ereignis exakt zusammen, und das bei 8 Ereignissen im Betrachtungszeitraum (grüne Pfeile und Blockpfeil). Die schwarzen Linien dienen zur zeitlichen Justierung der Datenreihen. Graphik: R.Leistenschneider

Die anderen Punkte bzgl. Temperatur und Hitzewellen entlarvt das Lied von Rudi Carrell aus 1975 „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“ als völligen Unsinn. In 1975 sang Rudi Carrel:

Wer denkt da nicht an gute alte Zeiten. Da gab´s noch Sommer, die man nie vergisst….

Wann wird´s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war?

Mit Sonnenschein von Juni bis September…

Und was wir da für Hitzewellen hatten….

Da gab es bis zu 40 Grad im Schatten. Wir mussten mit dem Wasser sparsam sein…..

Es war hier wie in Afrika…

Diese Zeilen aus 1975 zeigen, welch ein Unsinn heute verbreitet wird. Da geht es um Angst-und Panikmache*6), denn die Politik will nur unser Bestes: Unser Geld. Was hat der Klimaunsinn bisher für Deutschland gekostet? Es sind zig hunderte von Milliarden Euro! Wer diese zu bezahlen hat ist klar.

Der Autor denkt zu wissen, auf was die Klimalüge („Praktisch alle Zahlen sind Betrug“) und mit ihr im „Schlepptau“ der Umbau auf sog. Erneuerbare Energien beruht. Ein Wissen, welches er von Michail Gorbatschow hat. Von ihm persönlich. Wenn auch „nur“ indirekt. Doch dies ist eine andere Geschichte.

*6) Deutschland und Europa werden nicht etwa brauner, sondern grüner, wie Abb.38 belegt.

Abb.38, Quelle, zeigt die Waldausdehnung und Wiederbewaldung in der EU und der Schweiz 1950-2010 aus Fuchs et al. 2013.

Es fand und findet also keine Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen statt, sondern die Landschaft(en) ergrünen… Eine solche Tatsache eignet sich aber nicht für all jene, die daran prächtig verdienen und ihre Machtposition(en) mit der Klimahype ausbauen wollen.

Die ursprüngliche Abb. 38, die den unmittelbaren Vergleich zu früher (vor mehr als 100 Jahren) zeigt, kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht gezeigt werden, daher nur der Link dazu: Die Welt wird grüner“.

Der Leser möge bitte die beiden dortigen Graphiken von Europa Year 1900 und Year 2010 vergleichen. Der Vergleich zwischen früher (1900) und heute (2010) zeigt, dass die Städte in diesen 110 Jahren deutlich zugenommen haben, was sicherlich jeder erwartet hat. Sie zeigt aber auch, dass Europa wesentlich grüner geworden ist. Von einer Katastrophe, mit einhergehenden Dürren, die Europa (und die Welt) heimsuchen und unbewohnbar werden lassen, kann also keine Rede sein!

Die Katastrophen entstehen nämlich einzig und allein in Datenmanipulationen (Physik-Nobelpreisträger John Clauser), die für statistische Zwecke herangezogen werden. Und natürlich in Ereignissen, wie der jetzigen länger anhaltenden Hitze-und Dürreperiode, Angst und Panik zu verbreiten, um dadurch an mehr Geld zu gelangen mit dem Rattenfängerargument, für die Bevölkerung Gutes tun zu wollen. Weiter sollen unsere Freiheiten noch mehr eingeschränkt werden, indem das Grundgesetz geändert werden soll. Was zur Folge hat, dass für Organisationen, die sich darauf spezialisiert haben, leicht und schnell an das Geld anderer zu gelangen, noch mehr Klagemöglichkeiten entstehen. Wodurch nicht nur Gerichte und Ermittlungsbehörden lahmgelegt/behindert werden, sondern die gesamte Volkswirtschaft. Initiiert und forciert von einem Minister/Ministerium,in welchem man sich lieber die Frage stellen sollte: Wozu braucht eine (ehemalige) Industrienation, deren Industrie, Wirtschaft und Arbeitsplätze den „Bach“ runtergehen, solch einen Minister und solch ein Ministerium? All das wird von einer in Unkenntnis gehaltenen Bevölkerung auch noch begrüßt. Aber die (manipulierten) Ergebnisse von Umfragen, hängen natürlich weitgehend von der Fragestellung ab, die meistens gar nicht genannt wird. Ob dies einen Grund hat?

Dass die Welt nicht lebensbedrohender wird, sondern vielmehr lebensfreundlicher, zeigen weiter die Untersuchungen der NASA.

Abb.39, Quelle NASA, zeigt die Veränderung der Wälder (Blattfläche = Leaf Area) seit der Jahrtausendwende. Europa, insbesondere der Süden Europas ist weitaus grüner geworden.

Derartige Untersuchungsergebnisse, gewonnen aus zig Satellitenauswertungen, eignen sich natürlich nicht für eigene, politische und materielle Zwecke oder den Rufen nach einer Grundgesetzänderung. Für die nächsten Jahrzehnte geht die NASA aus Ihren Untersuchungen von einer weiter zunehmenden Lebensqualität – auch für Deutschland und Europa – aufgrund abermals zunehmender Wald-und Grünflächen (Abb.40).

Abb.40, Quelle wie Abb.39) zeigt die Zunahme der Lebensqualität aufgrund steigender Wald-und Grünflächen der verschiedenen Hemisphären (NH = Nordhemisphäre, also bei uns) bis zum Jahr 2100. Die gezeigten Graphen entlarven all jene, die die jetzigen Trockenheit für eigene politische Zwecke missbrauchen wollen, als Scharlatane.

1975, das Jahr in dem Rudi Carrell seinen so entlarvenden Song schrieb, war die Zeit, in der unser Land noch Personen wie Helmut Schmidt, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher oder Franz Josef Strauß hatte und davor, Konrad Adenauer. Politiker (und deren Regierungen) noch das Wohl unseres Landes und seiner Menschen im Fokus hatten. Werden dagegen die heutigen Politiker und deren Regierungen betrachtet, könnte der Verdacht aufkommen, sich in der oder einer „Komischen Oper“ zu befinden, bzw. in einem Dick & Doof-Streifen, mit dem Unterschied, dass die Sache/Lage viel zu ernst ist, um darüber lachen zu können. Politische Akteure in Regierung und Verantwortung, die sichtlich mit der ihnen anvertrauten Materie überfordert sind, so die Meinung der Wählerinnen und Wähler.

Auch dies ist eine andere Geschichte, die nichts mit Wissenschaft zu tun hat, wie der sog. Menschengemachte Klimawandel oder die jetzigen Weltuntergangsrufe hier sowie hier oder hier zeigen, die einzig dem Ziel dienen, uns weiter abzuzocken, unsere Freiheit noch mehr einzuschränken und denen, die prächtig an der Hype verdienen, sowohl materiell als auch politisch, weitere Schafe zuzutreiben. Der Bericht soll dazu beitragen, die Anzahl der Schafe so gering wie möglich zu halten. Hoffnung dazu besteht durchaus, denn immer mehr Medien scheinen Zweifel an den Kassandrarufen zu haben und sich nicht weiter vor deren Karren spannen zu lassen, die politisch aus der Hype Kapital schlagen wollen (auch hier). Hitze und Dürre werden in den Berichten fachlich angegangen: Vom sog. Menschengemachten Klimawandel und seiner Klimareligion kein Wort.

Der Autor bedankt sich für diese Berichte und fügt sich in die Reihen der Wähler und Wählerinnen ein, die nicht davon ausgehen, dass die jetzigen Regierungsparteien mit ihrem Personal und die, die vorher die Regierung stellten, in der Lage sind, die Misere unseres Landes und seiner dort lebenden Menschen zu ändern und zu verbessern. Wie am Beispiel des Umweltministers gezeigt, sind diese nicht einmal Willens dazu. Deren einzige Legitimation scheint die Manipulation der Wählerinnen und Wähler zu sein, indem willkommene Ereignisse für eigene Zwecke/Ziele missbraucht werden. Ereignisse, die allein und zu 100% natürlichen Ursprungs sind und der Normalität nach einem Hauptsonnenzyklus entsprechen.

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

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Der „Grüne Klima-Fonds“ der UN ist ein teurer Betrug

18. August 2026 - 9:00

David Wojick

Der „Grüne Klimafonds“ (GCF) der Vereinten Nationen ist weder „grün“ noch geht es dabei um das Klima. Er leistet größtenteils lediglich normale Entwicklungshilfe, welche die Geberländer besser selbst erbringen würden. Bislang hat der Fonds über 20 Milliarden Dollar erhalten und ausgegeben, und weitere Milliarden werden folgen.

So finanziert er beispielsweise zahlreiche Wasserversorgungssysteme in trockenen Ländern. Man bezeichnet dies als „Anpassung an den Klimawandel“, doch es handelt sich nicht um eine Anpassung an den Klimawandel. Es geht vielmehr um die Bewältigung einer Situation, die schon immer bestanden hat. Es ist Betrug, dies als „Klimafinanzierung“ zu bezeichnen. Das Gleiche gilt für den Hochwasserschutz in hochwassergefährdeten Gebieten oder die Modernisierung bestehender landwirtschaftlicher Betriebe, womit er sich ebenfalls intensiv beschäftigt.

Zudem führt ein Großteil dieser sogenannten Anpassungsfinanzierung tatsächlich zu einem Anstieg der CO₂-Emissionen, so dass man sie nicht einmal „grün“ nennen kann.

Ein gutes Beispiel dafür ist ihre bislang größte Finanzierung, die Teil des riesigen jordanischen Entsalzungsprojektes ist. Der GCF führt an, dass Jordanien zu den trockensten Ländern der Welt gehört und daher zweifellos Wasser benötigt. Doch Jordanien war schon immer so trocken, so dass das Projekt nichts mit dem Klimawandel zu tun hat.

Zudem verbraucht die Meerwasserentsalzung viel Strom, und Jordaniens Stromerzeugung wird zu rund 70 % aus fossilen Brennstoffen gewonnen, hauptsächlich aus Erdgas. Das Projekt umfasst zwar eine symbolische Solaranlage, diese deckt jedoch nur einen kleinen Bruchteil des rund um die Uhr benötigten Energiebedarfs für die Meerwasserentsalzung und das Pumpen des Wassers zu den Verbrauchern, von denen die meisten etwa 1.000 Meter höher liegen als die Anlage.

Es handelt sich auch nicht um ein GCF-Projekt. Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln, doch der GCF-Anteil am 6-Milliarden-Dollar-Budget scheint bei nur etwa 5 % zu liegen. Der Rest stammt von einer internationalen Gruppe üblicher ausländischer Hilfsgeber, darunter Entwicklungsbanken und einzelne Länder.

Tatsächlich rühmt sich der GCF damit, dass er Projekte in der Regel nur mit einem Minderheitsanteil mitfinanziert. In vielen Fällen – wahrscheinlich sogar in den meisten – handelt es sich bei diesen Ko-Finanzierern um herkömmliche Quellen der Entwicklungshilfe. Dies könnte erklären, warum viele der vom GCF finanzierten Projekte weder umweltfreundlich noch klimabezogen sind. Länder, die Entwicklungshilfe erhalten, bekommen echte Unterstützung.

Die drängende Frage ist, warum die GCF-Geberländer einen Teil ihrer Entwicklungshilfe über den GCF abwickeln. Wenn sie umweltfreundliche Klimamaßnahmen umsetzen wollen, wären sie besser beraten, dies selbst zu tun. Wenn sie glauben, dass der GCF mit ihrem Geld umweltfreundliche Klimamaßnahmen durchführt, werden sie getäuscht.

Was diese Täuschung noch schlimmer macht ist, dass der GCF eine äußerst ineffiziente und daher aufgeblähte Bürokratie ist. Ein Großteil des Geldes fließt in Verwaltungskosten und Gebühren, die bei normaler Entwicklungshilfe gar nicht anfallen.

Zunächst einmal finanziert der GCF Projekte nicht direkt, sondern über sogenannte „akkreditierte Einrichtungen“. Der GFS formuliert dies wie folgt:

„Das GCF-Netzwerk akkreditierter Einrichtungen umfasst 158 vom Verwaltungsrat zur Akkreditierung zugelassene Institutionen. Das Netzwerk umfasst ein breites Spektrum an Einrichtungen wie Ministerien, nationale Entwicklungsbanken, multilaterale und Geschäftsbanken, Organisationen der Vereinten Nationen, internationale Finanzinstitutionen sowie nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen.“

Diese Einrichtungen reichen vorgeschlagene Projekte beim GCF ein. In vielen Fällen – vielleicht sogar in allen – sind ihre Gebühren im Budget enthalten, die beträchtlich sein können. Die Akkreditierung selbst ist ein aufwendiger Prozess, der bezahlt werden muss.

Zudem sind die Projektvorschläge und das Antragsverfahren so komplex, dass der GCF über ein Programm zur Finanzierung ihrer Vorbereitung verfügt, das als „Project Preparation Facility“ bezeichnet wird. Hier die Beschreibung des GCF:

„Das Büro der Vorbereitung eines Projektes (PPF) leistet finanzielle und technische Unterstützung durch rückzahlbare und nicht rückzahlbare Zuschüsse sowie durch Eigenkapital, um die Entwicklung hochwertiger Finanzierungsvorschläge für Projekte und Programme zur Einreichung beim Grünen Klimafonds (GCF) zu fördern.“

Außerdem gibt es so etwas wie „institutionellen Kapazitätsaufbau“ und „Bereitschaft“. Der GCF baut sogar regionale Büros in Entwicklungsländern auf der ganzen Welt auf.

All diese kostspieligen Verwaltungsausgaben sind im Vergleich zum bestehenden System der herkömmlichen Entwicklungshilfe reine Verschwendung.

Es macht keinen Sinn, dass Geberländer Milliarden von Dollar ihrer begrenzten Entwicklungshilfegelder über den betrügerischen und verschwenderischen Green Climate Fund laufen lassen.

Link: https://www.cfact.org/2026/08/11/the-un-green-climate-fund-is-a-wasteful-fraud/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Der Juliverlauf in anderen Teilen der Welt – Teil 3

17. August 2026 - 18:00
Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz,
  • Wie von Klimarealisten erwartet weist der Monat Juli in verschiedenen Regionen der Erde einen ganz anderen Verlauf auf als in Deutschland.

In Deutschland: Juli-Erwärmung erst seit 1988 bis 2005: Seit 20 Jahren Stillstand

Abb. 1: Der Juli in Deutschland zeigte ab 1943 erstmals 45 Jahre lang eine Abkühlung. Mit einem kleinen Temperatursprung setzte dann ab 1988 plötzlich die Erwärmung ein, erst seitdem, also seit 1988 wird der Monat deutlich wärmer. Die Erwärmung scheint aber im Jahre 2006 bereits einen Stillstand erreicht zu haben. Seitdem flacht die Trendlinie wieder leicht ab. Man beachte den angeblich so heißen Juli 2026 in Deutschland, wo dieser sich mit 19,5°C einordnet.

Ergebnis Deutschland: Schon diese Grafik der deutschen Temperaturreihen nach Original-DWD-Daten beweist, dass die Behauptung einer starken CO₂-Treibhauserwärmung falsch ist. CO₂ kann nicht 45 Jahre lang im Juli zuerst abkühlend wirken, dann plötzlich aufgeschreckt durch den Weltklimarat einen Temperatursprung erzeugen und anschließend in 38 Jahren eine so starke Weitererwärmung verursachen.

Juli Teil 1 und Teil 2

Der Juliverlauf in anderen Teilen der Welt, zuerst Europa

Beginnen wir mit unserem Nachbarland Österreich:

Abb. 2: Der Juliverlauf in Österreich gleicht sehr stark dem deutschen Juliverlauf. D.h. Die Erwärmung begann 1987 mit einem Temperatursprung und der anschließenden Weitererwärmung. Trotz CO₂-Zunahme gab es davor keine Julierwärmung.

Spanien: der Juli in Südwest- und Westeuropa war heiß

Abb. 3: In Spanien war der Juli ein heißer Monat. Laut Medienrummel eine Jahrhunderthitze mit fast ständig über 45°C. Fakt: Mit 25,4 °C war es genauso warm wie 2022

Das Gegenteil von Westeuropa: Skandinavien, kein besonders heißer Julimonat

Abb. 4a/b: In Skandinavien (und Finnland) war es diesmal ein angenehmer Juli, mit 15,2 (bzw. 15,3) °C jeweils an 21. Stelle der Jahre 1988-2026

Temperatur-Verlauf von Großbritannien seit 1947:

Abb. 5: Großbritannien, also (England, Schottland, Wales, Nordirland) zeigt eine ebenso horizontale Temperaturtrendlinie bis 1987 mit anschließender leichter Erwärmung. Die (grauen) Tageshöchsttemperaturen unterscheiden sich in der Steigung leicht im Vergleich zu den nächtlichen T-Min. Quelle: Met.-Office

Und als Ergänzung der Sonnenscheinverlauf im United Kingdom:

Abb. 6: kaum Änderungen der Sonnenstunden, lediglich ab 1987 auf 1988 erfolgte der Sprung auf ein leicht höheres SSH-Niveau, seitdem leicht zunehmend

Fazit: den heißen Julisommermonat gab es nicht in ganz Europa, sondern nur in Mittel- und Westeuropa. Im Osten und Norden war der Juli normal bis leicht unter dem Schnitt. Der Krieg in der Ukraine fand nicht unter großer Sommerhitze statt, was auch nie gemeldet wurde. Die Medien erwähnten aber auch nie, dass es sich dort um einen normalen Juli handelte.

Andere Erdteile: In Grönland, Juli in Tasiilaq, an der SO-Küste

Information: Tasiilaq ist die größte Stadt an der Ostküste Grönlands und das kulturelle sowie wirtschaftliche Zentrum der Region. Sie liegt auf der Insel Ammassalik am Rande eines Fjords, umgeben von hohen Bergen, und hat knapp 2.000 Einwohner.

Abb. 7: Eine rhythmische Temperaturschwingung, insgesamt wird der Juli seit 130 Jahren jedoch wieder leicht kälter. Der obere Wendepunkt scheint nun erreicht. Und auf die Gesamtzeitbetrachtung ab 1895 ist die Trendlinienformel negativ.

Beachte: Die CO₂-Konzentrationen steigen, aber der Juli wird in der SO-Ecke Grönlands auf dem 65. Breitengrad kälter, auch wenn 2025 und 2026 nochmals recht warm waren. Die Station zeigt eindeutig, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen versteckten Dosen Am Temperaturverlauf mitwirken kann.

CO₂ ist keinesfalls der Haupttemperaturtreiber, mit welchem man die Temperatur regeln kann, auch nicht in Grönland.

Und noch eine Temperaturgrafik, die die Behauptung widerlegt, die Arktis würde sich um ein Vielfaches schneller erwärmen als der Rest der Welt.

Abb. 8: absolut paralleler Verlauf der Temperaturtrendlinien bei einer leichten mit den heutigen Messmethoden gemessenen Temperaturzunahme. Daten-Quelle: ECMWF ERA5

Wetterstation in Virginia/USA mitten auf dem Land:

Abb. 9: Seit 1977, also seit 50 Jahren hat sich der Juli bei dieser Farm in Virginia mitten auf dem Land fast gar nicht erwärmt. Und der Julischnitt ist dort auf der geographischen Breite von Washington mit 23°C um 4 Grad wärmer als der Juli in Deutschland. Die deutschen Einwanderer der Farm haben sich wohl noch niemals über die Sommerhitze beschwert. Nur in Deutschland vermelden die Medien den Beginn der Klimakatastrophe.

Südhalbkugel, gehen wir zur deutschen Antarktiswetterstation Neumayer.

Beachte, dort ist der Juli ein Hochwintermonat und entspricht etwa unserem Januar. Die Station liegt bereits im Schelfeisbereich. Eine Gefahr, dass das Eis dort abschmelzen könnte ist nicht in Sicht. Man betrachte nur den Schnitt. Im Gegenteil. Der Juli 2026 war deutlich im negativen Bereich und die Trendlinie seit dem Bestehen der Station zeigt, dass es dort immer kälter wird.

In den deutschen Medien wird ständig das Gegenteil erzählt, nämlich die drohende Gefahr einer Eisschmelze an die Wand gemalt – eben Lügenpresse.

Abb. 10a: Der Juli, auf der Südhalbkugel ein Wintermonat, wird bei der DWD Station Neumayer seit 1982 stetig kälter. Laut Trendlinie um 1,2 Grad seit 1982. Daten nach https://www.giss.nasa.gov/

Auf bekannte Daten-Änderungen (Fälschungen) bei GISS möchten wir nebenbei hinweisen, nochmals Neumayer: 

Abb. 10b. Wir haben von Neumayer noch einen älteren GISS-Datensatz, der im Oktober 2022 von Herrn Baritz kopiert worden war. Inzwischen wurde der Datensatz geändert! (manipuliert). Die Vergangenheit wurde kälter gemacht. Temperaturabnahme unten 1,3 K, oben in Abb. 10a nur noch 1,2 K in 43 Jahren.

Abb. 11. Auch auf der anderen Seite der Antarktis ist keine Erwärmung erkennbar, hier am Beispiel der Station Concordia: deutlich stärker fallende Temperaturtrendlinie als bei der Station Neumayer.

Gesamter Südpolarbereich, ab dem 66,5. Breitengrad:

Abb. 12: Juli auf der Südhemisphäre, auf der riesigen Fläche innerhalb des südlichen Wendekreises keine Erwärmung – entgegen diesen Horrormeldungen bzgl. einer Hitzewelle in der Antarktis! Daten-Quelle: ECMWF ERA5

Tatsächlich war ja die Kälte in der Antarktis auch Thema in allen jüngsten Kältereports, zuletzt hier.

Wie wäre es mit einer ‘Kältewelle‘ im Juli in Deutschland? In der nachfolgenden Grafik sind die Tagesdurchschnittstemperaturen von Deutschland (orange) im Vergleich zu den Referenzperioden 1961-1990 (hellblau) 1991-2020 (dunkelblau)

Abb. 13: Vom 19. bis zum 24 Juli hatten wir in Deutschland 6 Tage lang Temperaturen deutlich unter dem Schnitt der kalten Referenzperiode 1961-1990. Hatten wir eine ‘Kältewelle‘, die uns von den ÖR verschwiegen wurde? Eigene Grafik mit Daten von https://www.mtwetter.de/

Was uns wundert: wie kann sich der erfundene Blödsinn von der ständigen Erwärmung der Antarktis nur so zäh in der Lügenpresse halten? Unsere Antwort: Keiner in den Medien verlangt einen Temperaturgrafikverlauf. Nicht einmal von der deutschen Wetterstation. Im Brustton der Überzeugung wird uns das Märchen von der sich erwärmenden Antarktis erzählt.

Alle Grafiken beweisen: Kohlendioxid ist kein weltweiter Temperaturtreiber und schon gar kein Temperaturregler. Schon deshalb, weil es viele Gegenden mit fallenden Temperaturen seit Jahrzehnten gibt.

Abb. 14. Die dreisten Lügen der Treibhauskirche. Schon in Deutschland gibt es keine Korrelation zwischen CO₂-Kurve und Julitemperaturen. Auch in anderen Teilen der Welt können wir keinen Zusammenhang zwischen CO₂-Zunahme und Temperaturverläufen erkennen, zumal viele Regionen der Erde – siehe Antarktis- kälter werden. Kohlendioxid ist kein Haupttemperaturregler.

Weitere Beweise der Nichtwirkung des Treibhauseffektes, die in diesem Artikel nicht näher erklärt wurden, sollen hier nur aufgezählt werden:

  1. Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Versuchsnachweis, der die hohe Wirkung der CO₂-Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad anzeigt. Bei dieser geringen von 400 auf 800 ppm Verdopplungskonzentration sind die Messungenauigkeiten im Versuch größer als ein mögliches Nachweisergebnis. Nicht einmal 0,5 Grad Klimasensitivität kann im Versuch nachgewiesen werden.
  2. Es gibt keinerlei technische Anwendung des seit 1896 behaupteten hohen Treibhauseffektes. Aus diesem Grund hat auch Einstein dieser CO₂-Erwärmungsvermutung nicht zugestimmt. “Albert Einstein said 1917 no to CO₂ radiative warming of the atmosphere” (hier)
  3. Der ungewollte Großversuch bei der Sprengung von Nordstream-Pipeline hat zu tagelang erhöhten Konzentrationen des 50-mal stärkeren Treibhausgases Methan über der Ostsee geführt. Keine Temperaturerhöhungen infolge einer angeblichen Gegenstrahlung oder sonst was konnten festgestellt werden. Im Gegenteil, nach der Sprengung der Pipeline wurde die Luft über der Ostsee sogar kälter.
  4. Gäbe es den hohen CO₂-Erwärmungseffekt, dann wäre die Erde aufgrund des gegenseitigen Hochschaukelns von Temperatur und CO₂-Freisetzung aus den Ozeanen schon längst den Hitzetod gestorben. Unsere Erde wäre eine Sackgasse der Schöpfung gewesen. Dieser Run-away-effekt hat niemals stattgefunden. Allein, dass wir noch leben, beweist die Richtigkeit unserer Aussagen, ermittelt aus den DWD-Messreihen

Klimaschutz durch CO₂-Einsparung, insbesondere durch technisch teure Maßnahmen wie CO₂ im Boden versenken, aus der Luft extrahieren oder Besprühen der Luft mit Schwebeteilchen sind vollkommen sinnlos. Wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands und der Welt erhält. Vor allem der Regenwald in Südamerika und Afrika muss uns erhalten bleiben, denn das sind lebende CO₂-Vernichter und Regulierer.

Merke: Die Erde steht nicht vor dem Hitzekollaps, Klimakillende Treibhausgase, Kipppunkte und dergleichen Blödsinn sind Erfindungen, um uns zu ängstigen. Es handelt sich um ein durchtriebenes und auf Lügen aufgebautes Geschäftsmodell, das nur unser Geld will.

Wir müssen als Naturschützer und Demokraten die unnützen teuren Maßnahmen der Regierung zur angeblichen Klimarettung zurückweisen und deutlich Stellung beziehen.

Macht mit bei der Aktion: „Stoppt die CO₂-Erwärmungslüge“, CO₂ ist kein globaler Temperaturregelknopf.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler, Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

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Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 21 /2026

17. August 2026 - 15:00

Meldung vom 23. Juli 2026:

Der Angstmache um den AMOC-Zusammenbruch entgegen treten

Klima-Chaoten warnen weiterhin davor, dass die meridionale Umwälzströmung im Atlantik AMOC – das Strömungssystem, das tropische Wärme in Richtung Europa transportiert – kurz vor einem katastrophalen Zusammenbruch steht.

Ein umfassender Überblick in der Fachzeitschrift „Science“ kommt jedoch zu dem Schluss: „Die Meeresströmung, die Europa erwärmt, ist möglicherweise widerstandsfähiger als angenommen.“

In mehr als zwei Jahrzehnten direkter Messungen konnte bislang kein statistisch signifikanter Rückgang festgestellt werden, der auf die „globale Erwärmung“ zurückzuführen wäre.

Das RAPID-Messnetz verzeichnet seit 2004 Schwankungen zwischen Abschwächung und Erholung (siehe Grafik unten), während das nördliche OSNAP-Messnetz seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2014 keinen Rückgang festgestellt hat:

Graphik: RAPID-Schätzungen zur Stärke der AMOC bei 26,5° N zeigen seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2004 wiederholte Phasen der Abschwächung und Erholung.

Die bisherige Theorie ging davon aus, dass die Erwärmung und das Schmelzwasser aus Grönland den Nordatlantik versalzen, das Absinken von dichtem Wasser verhindern und schließlich die Zirkulation zum Erliegen bringen würden. Die Ozeanographin Susan Lozier sagt, dass dieses vermeintliche Paradigma „nicht mehr haltbar ist“.

Auch neuere Modelle widerlegen diese Weltuntergangsszenarien. Simulationen, bei denen die Temperaturen um 7 °C stiegen ergaben, dass sich die AMOC zwar um etwa 40 % abschwächte, aber dennoch nicht zusammenbrach – und sich wieder erholte, sobald die Erwärmung aufhörte.

Auch die paläoklimatische These verliert an Bedeutung. Neue Sedimentbefunde deuten darauf hin, dass die AMOC möglicherweise selbst während der enormen Süßwasserzuflüsse, die mit dem Ende der letzten Eiszeit einhergingen, nicht zum Erliegen gekommen ist. Die Forscher stellten kaum Veränderungen in ihrer Stärke fest und kamen zu dem Schluss, dass sie sich möglicherweise sogar beschleunigt hat.

Die AMOC kann erheblichen Schwankungen unterliegen und an Stärke verlieren. Der derzeit beobachtete Rückgang ist jedoch statistisch nicht signifikant, steht nicht eindeutig im Zusammenhang mit der leichten Erwärmung seit dem Kleinen Eiszeit (LIA) und erfordert ein weiteres Jahrzehnt an Messungen, bevor sich ein verlässlicher Trend feststellen lässt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-under-164-feet-of-snow-as-temperatures?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 24. Juli 2026:

Zu viele Eisbären

Die Zahl der Eisbären hat in den letzten 60 Jahren dramatisch zugenommen.

In Nunavut heißt es im offiziellen Managementplan, dass der Anstieg dort sowohl durch Beobachtungen der Inuit als auch durch wissenschaftliche Studien zu den Teilpopulationen des Territoriums bestätigt wird. Bären, die früher nur selten gesichtet worden waren, nähern sich nun regelmäßig Siedlungen. Ein Ältester erinnerte sich daran, dass er als Kind keinen einzigen gesehen habe, heute jedoch bis zu 40 pro Jahr.

Die Regierung gibt an, dass die Bestände inzwischen die Zahl überschritten haben, mit der die lokale Bevölkerung sicher koexistieren kann. Ihr Plan sieht ausdrücklich vor, dass die Bärenpopulation „reduziert“ werden darf – was natürlich nicht ganz zur offiziellen Darstellung passt.

Im Juni 2026 evakuierte die Polizei den Sylvia-Grinnell-Territorialpark in der Nähe von Iqaluit, nachdem ein großer Eisbär in der Nähe von Besuchern aufgetaucht war. Wildhüter erschossen ihn. Bei einem separaten Vorfall in Grise Fiord versuchten Beamte wiederholt, einen Bären mit Knallkörpern und Gummigeschossen zu vertreiben. Er kehrte innerhalb von vier Tagen sechs Mal zurück, bevor ein örtlicher Jäger ihn erschoss.

Im August 2024 griffen zwei Eisbären einen Mitarbeiter einer abgelegenen Radarstation auf Brevoort Island an und töteten ihn. Andere Mitarbeiter eilten herbei und erschossen eines der Tiere. Im selben Jahr drang ein Eisbär in die Innenstadt von Kuujjuaq ein, jagte einen Mann in dessen Haus und bewegte sich auf eine Menschenmenge zu. Auch hier erschossen ein örtlicher Jäger und die Polizei das Tier.

Dies sind keine Einzelfälle. In der gesamten Arktis wurden zwischen 2020 und 2025 durchschnittlich 70 Eisbären pro Jahr zur Verteidigung von Leben oder Eigentum getötet.

Die Märchenversion lautet, dass die Eisbären wegen des Klimawandels verschwinden.

In Wirklichkeit müssen Behörden und Anwohner sie erschießen, weil es zu viele von ihnen gibt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-adds-more-summer-mass-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 13. August 2026:

Great Barrier Reef: Die fünf besten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen

Das Great Barrier Reef hat erneut ein starkes Jahr hinter sich: Im Norden und im Zentrum erholt sich die Korallenbedeckung, während sie im Süden weitgehend stabil bleibt.

Die neue Erhebung des Australian Institute of Marine Science für den Zeitraum 2025–26, veröffentlicht am 11. August, umfasste 121 Riffe.

Die Hartkorallenbedeckung im nördlichen Teil des Great Barrier Reef stieg von 30 % auf 35,1 %, während sie im zentralen Teil von 28,6 % auf 31,6 % zunahm. Im südlichen Teil des Great Barrier Reef ging sie geringfügig von 26,9 % auf 26,4 % zurück – eine Veränderung, die laut AIMS innerhalb der Fehlermarge liegt.

Von den 121 Riffen verzeichneten nur 16 % einen Rückgang der Korallenbedeckung, bei 56 % gab es keine Nettoveränderung und bei 28 % war ein Anstieg zu verzeichnen.

Laut AIMS deuten die Ergebnisse auf den Beginn einer Erholung von einem Bleicheereignis im Jahr 2024 hin; die Behörde fügt hinzu, dass Bleicheereignisse „nicht immer zum Absterben der Korallen führen“ – eine Aussage, die es niemals in den „Guardian“ schaffen wird.

Noch unbequemer ist, dass AIMS einst neben seinen regionalen Zahlen eine einzige, das gesamte Riff umfassende Zeitreihe zur Korallenbedeckung veröffentlichte. Heute berichtet die Behörde getrennt über die nördliche, zentrale und südliche Region. Wir können diese ältere Zeitreihe jedoch anhand der drei aktuellen regionalen Datensätze von AIMS fortsetzen, und dabei zeigt sich, dass die Jahre 2022 bis 2026 die fünf höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen zeigen:

Bereits im Jahr 2014 veröffentlichte „The Guardian“ den Artikel „Das Great Barrier Reef: ein Nachruf“, in dem davor gewarnt wurde, dass die Lage „dramatisch“ sei und die Emissionen radikal und schnell gesenkt werden müssten, damit das Riff überleben könne.

Zwölf Jahre später ist das Riff nicht nur immer noch da, sondern es gedeiht sogar prächtig.

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Die Zensurpraktiken des britischen Klima-Ausschusses

Laut der ehemaligen Energieministerin Claire Coutinho hat der offizielle Klimaberater Großbritanniens versucht, Kritik an seinen Kostenannahmen für Offshore-Windenergie im Keim zu ersticken.

Coutinho, konservative Abgeordnete für East Surrey und derzeitige Schattenministerin für Energiesicherheit und Netto-Null, erhob diesen Vorwurf kürzlich in einem Interview mit der „Free Speech Union“: „Sie haben versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Das war unglaublich“, sagte sie.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand das Climate Change Committee (CCC), das gesetzlich eingesetzte Gremium, dessen Empfehlungen die britische Klima- und Energiepolitik mitbestimmen.

In seinem siebten Kohlenstoffbudget ging das CCC davon aus, dass Offshore-Windenergie im Jahr 2030 etwa 38 £/MWh kosten würde. Coutinho wies auf einen unbequemen Vergleich mit der Realität hin: Bei der „Contracts for Difference“-Auktion der Regierung wurden im Jahr 2024 feste Preise für Offshore-Windenergie von rund 82 £/MWh vergeben – mehr als doppelt so viel wie der vom CCC genannte Wert.

Coutinho wandte sich schriftlich an den Ausschuss und fragte, wie diese Diskrepanz zu rechtfertigen sei. Die Antwort des CCC lautete, dass die beiden Zahlen unterschiedliche Größen messen: Der Wert von 38 £ sei eine prognostizierte Stromgestehungskosten (LCOE), während die CfD-Ausübungspreise garantierte Vertragseinnahmen seien, die unterschiedliche Risiken, Bedingungen und politische Erwägungen berücksichtigen.

Auch wenn diese Unterscheidung technisch gesehen legitim ist, war Coutinhos Kritik weitreichender: Die tatsächlichen Kosten für den Bau von Offshore-Windparks entwickelten sich eindeutig in die falsche Richtung, während offizielle Modelle weiterhin spektakulär günstigen Strom prognostizierten. Laut Coutinho beschwerte sich das CCC bei „The Telegraph“ und forderte Änderungen, als sie dieses Argument anschließend in einem Artikel vorbrachte.

Sie weigerte sich, nachzugeben.

Einige Monate später gaben dann die Zahlen der Regierung selbst Coutinho Recht.

Im Januar 2026 bezifferte DESNZ die Kosten für feststehende Offshore-Windkraft im Jahr 2030 auf etwa 103 £/MWh – im Gegensatz zur Annahme der CCC von 38 £/MWh. Bei beiden handelte es sich nun um Schätzungen der Stromgestehungskosten, was die frühere Verteidigung der CCC widerlegte, Coutinho habe unvergleichbare Zahlen miteinander verglichen.

Die zugrunde liegende Untersuchung von DESNZ bezifferte zudem die aktuellen LCOE für Offshore-Windenergie auf 88,50 £/MWh, was mehr als dem Doppelten der vorherigen Schätzung entspricht.

„Anstatt … herauszufinden, ob es stimmte“, sagte sie, „war ihr erster Impuls, eine demokratisch gewählte Politikerin zum Schweigen zu bringen.“ Coutinho fragte sich daraufhin, ob die CCC häufig Personen zensiere, und reichte daher einen Antrag auf Informationsfreiheit ein, um dies herauszufinden. „Das tun sie“, sagte sie. „Und das ist nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es, die Regierung zu beraten, nicht herumzulaufen und Leute zu zensieren.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-sweeps-south-africa-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 14. August 2026:

Die weltweite Brandfläche erreicht 2026 einen Rekord-Tiefstand

Bis zum 12. August lag die weltweit von Bränden betroffene Fläche im Jahr 2026 unter den Werten aller Jahre im Satellitenaufzeichnungszeitraum 2012–2025 – etwa 42 % unter dem Durchschnitt dieses Zeitraums.

Die Daten stammen aus dem Global Wildfire Information System (GWIS) der EU, das auf MODIS/VIIRS-Satellitenbeobachtungen basiert.

Lokale Katastrophen ändern nichts an diesem globalen Gesamtbild.

…

Link: https://electroverse.substack.com/p/russian-cold-breaks-records-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 3

17. August 2026 - 12:00
Teil 3: Die Wahrheit liegt in der Naturphysik und nicht der Klimareligion

Raimund Leistenschneider

Des weiteren wurde bereits erwähnt (vor Abb.16), dass ein starker Sonnensturm, wie wir ihn 2026 öfters hatten (siehe beispielhaft Spektrum der Wissenschaft von 04/2026 oder Max Planck Gesellschaft vom 16. Juni 2026 (beides unter Abb.12) Einfluss auf geladene Aerosole hat und in der Lage ist, diese räumlich zu beeinflussen. Gleiches gilt übrigens auch für die HCS. Wie nicht anders zu erwarten, ist wieder die Physik „an allem schuld“, und der Zusammenhang wird in den Maxwell-Gleichungen beschrieben.

Neben den im Abb.17 und Abb.18 gezeigten Erwärmungsgründen ist natürlich die erhöhte Sonnenscheindauer, die Deutschland (und Europa) in 2026 verzeichnen, ein weiterer Grund für die aktuell gemessene Temperatursituation. Der Autor hat in seinem Bericht „Klimaschwindel bei DWD, ZDF und Co. – oder: wie Öffentlichkeit und Politik getäuscht werden (1)“ dargelegt, wie eine erhöhte Sonnenscheindauer rechnerisch den Strahlungsantrieb und damit die Temperaturen erhöht.

4. Zwischenergebnis

Die erhöhte Sonnenscheindauer ist ein maßgeblicher „Akteur“ des Temperaturanstiegs.

Abb.24, Kowatsch & Baritz nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Quelle, zeigt deutlich, dass die erhöhte Sonnenscheindauer in Deutschland für den Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte in Deutschland verantwortlich ist. Was nicht nur in Deutschland gilt (Abb.25).

Abb.25 zeigt die Zunahme der Temperatur in Großbritannien und die Sonnenscheindauer über die letzten 140 Jahre. Die Abb. spricht für sich.

Aber was macht denn jetzt den Sommer in 2026 so einzigartig in Punkto Temperatur/Sonnenscheindauer und Trockenheit? Die gezeigten Charts und Argumente sind stichhaltig, aber erklären nicht die Frage, denn die darin genannte Argumentationen lassen sich auch in früheren solaren Aktivitäten finden. Nun, die Einzigartigkeit und Erklärung geht aus Abb.26 hervor. Die Antwort ist die HCS der Sonne und mit ihr dessen turbulenter Sonnenwind und ihres Magnetfeldes (Abb. 14).

Abb.26, ergänzt nach Quelle: Stanford University zeigt die HCS (dessen Parameter, genannt „Tilt Angle“) der letzten 50 Jahre, bis Ende 2025. Während der Parameter der HCS prinzipiell der solaren Aktivität folgt und jeweils eine Spitze ausbildet, wie wir dies z.B. von dem klassischen Sonnenzyklus (Abb. 5 Teil 1; Link siehe oben) kennen, hat die HCS aktuell die Form eines Sattels eingenommen. Sie verharrt „dauerhaft“ auf ihrem Maximum. Was wiederum bedeutet, dass mit der HCS, das Magnetfeld der Sonne und mit ihm der Sonnenwind „Outperformances“ sind. Deren Wechselwirkungen mit der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes sind besonders stark sind in 2026!

Die Sonne ist nicht etwa „kalt“, sondern gut 20 Jahre nach dem Maximum im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 208-jährigen Suess-de Vries-Zyklus’, nach wie vor sehr aktiv.

Ergebnis

Wie in der Wissenschaft nicht anders zu erwarten, ist die Antwort komplex und kann nicht durch einen einzigen „Mitspieler“ gegeben werden, sondern eine Mehrzahl „Mitspieler“ sind für den jetzigen vglw. trockenen Sommer in Deutschland und Europa verantwortlich.

– Das Barycentrum (Masseschwerpunkt des Sonnensystems) befindet sich in 2026 deutlich außerhalb der Sonne, wodurch der Sonnendynamo zusätzlich angetrieben wird, da durch die Schwerkraft des Planetensystems die Plasmamassen in der Sonne verstärkt angetrieben werden.

– in 2026 haben die Sonnenstunden (in Deutschland) abermals zugenommen (Abb.27). Siehe auch hier „Die Sonne machte … Überstunden“ oder hier. Nun ist es eine Binsenweisheit, dass es in der Sonne (bei Sonnenschein) wärmer ist als bei einem bewölkten Himmel.

Abb.27, Quelle: Statista, zeigt die Sonnenstunden in Deutschland zum vieljährigen Mittel der aktuellen Klimanormalperiode (1991–2020).

– Die Schwächung der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes durch starke solare Aktivität im Sonnenwind, bzw. einem starken, wechselhaften Sonnenmagnetfeld, steht in direktem Zusammenhang der Wolkenbedeckung und damit der Trockenheit.

– Hierzu kommt eine Schwächung der kosmischen Strahlung, die nach Svensmark die Bildung el. geladener Aerosolpatikel verstärkt. Ist die kosmische Strahlung geringer, entstehen weniger el. geladene Aerosolpartikel, die 10-mal effektiver bei der Wolkenbildung sind als ungeladene.

Abb.28, Quelle: Stanford University zeigt den Rückgang bei Regen während einem Forbush-Ereignis (DuringForbush GCR decrease).

Ein Forbush-Ereignis ist ein plötzlicher Abfall der kosmischen Strahlung wegen plötzlich auftretender starker Sonnenaktivität, da durch die erhöhte Sonnenaktivität, der Sonnenwind die kosmische Strahlung von der Erde ablenkt. Deutlich zeigt sich, dass die Niederschlagsmenge stark zurückgeht, was darauf zurückzuführen ist, dass weniger elektrisch geladene Aerosole für Regentropfen zur Verfügung stehen.

Anmerkung: Auch dieser Link und dieses Beleg für natürliche Ursachen wurde zwischenzeitlich aus dem Netz gelöscht!

– Die Einzigartigkeit, Meldungen wie diese: „Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie“ liegt in der seit Messbeginn noch nie da gewesenen (turbulenten) Aktivität der Heliosphärischen Stromschicht der Sonne (HCS), die mit den ihr verbundenen (turbulenten) Magnetfelder der Sonne über die Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes, unser aktuelles Wettergeschehen maßgeblich beeinflusst.

– Auch der El- Niño hat Auswirkungen, wie noch gezeigt wird.

Mit den Auswirkungen einzelner Punkte, beschäftigt sich übrigens ein ganzes Wissenschaftsgebiet: Weltraumwetter.

Wie geht es nun mit der aktuellen Hitze und der Trockenheit in unseren Regionen weiter? Der Autor ist kein Prophet und Wissenschaft hat nichts mit „Glaskugel“ zu tun. Allerdinges rechnen Fachleute mit einem baldigen (Anmerkung: Wohl Anfang September) Umschwung des Wettergeschehens. Dies schon deshalb, weil sich wegen der Neigung der Erdachse die Nordhalbkugel mehr und mehr von der Sonne wegbewegt.

Einen wichtigen (Ergebnis-)Punkt hat der Artikel noch nicht genannt.

– Es ist der Jetstream. Genauer gesagt, der Polarfrontjet (PFJ), der genau über Deutschland verläuft.

Der Jetstream umweht den Globus auf beiden Hemisphären in mittleren Breiten von West nach Ost. Die Strömung ist allerdings fast nie Breitenkreis-parallel, sondern mäandriert mehr oder weniger stark. Es entstehen Tröge und Keile. Tröge sind durch kalte, Keile durch warme Luft gekennzeichnet. Ein Hochdruckgebiet am Boden findet sich unter einem Keil, aber etwas zum Trog hin verschoben.

Mitunter kommt es vor, dass eine Mäandrierung besonders stark ausgeprägt ist und sogar einige Zeit stabil bleibt. Dies bewirkt längere Zeit eine Strömung von Nord nach Süd bzw. von Süd nach Nord. Entsprechend stellen sich in den jeweiligen Gebieten in der Regel beachtliche Temperatur-Anomalien ein. Die gegenwärtige, jetzt aber wohl zu Ende gehende Hitzewelle ist einem solchen Strömungsmuster geschuldet.

Um es vorweg zu nehmen: Was wir heute an „Extremwetter“ erleben ist nichts Extremes, sondern das „normale“ Wettergeschehen nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus (wird noch gezeigt). Der Grund dafür war um 1800, wie auch heute, der Jetstream, und alles beruht auf physikalischen Gesetzen. Mit Verbrennungsmotoren oder mit Kohlekraftwerken oder einem menschengemachten Klimawandel und sog. Treibhausgasen hat dies rein gar nichts zu tun. Was ist also ein Jetstream?

Durch das Temperaturgefälle zwischen Äquator und den Polen sowie der Erddrehung bildet sich auch ein Luftdruck-Gefälle mit darin enthaltenen Luftströmungen aus. Die bekanntesten sind wohl die Passatwinde. In den Bereichen mit den stärksten Temperaturgegensätzen ist auch das Druckgefälle am höchsten mit der Folge hoher Windgeschwindigkeiten (bis 500km/h und mehr; Abb. 29) vorherrschen.

Dass sich um den gesamten Globus ziehende geschlossene Wellenband weist mehr oder weniger starke Mäander auf, die man als planetarische Wellen oder Rossby-Wellen bezeichnet (Abb.29). Diese Wellen sorgen für den Ausgleich zwischen Kaltluft und Warmluft dergestalt, dass in den Trögen (Wellentälern) Kaltluft in wärmere und in den Keilen (Wellenberge) Warmluft in kältere Gebiete strömt. Beim Aufeinandertreffen von Kalt- und Warmluft wird letztere gehoben, was zu Wolken- und Niederschlagsbildung führt. Wegen des viel höheren Druck- und Temperaturgegensatzes im Winter ist der Jetstream dann am stärksten ausgeprägt.

Abb.29 zeigt bildhaft die Wärmepumpe (vom Äquator zum Pol, Wärme fließt immer von warm nach kalt) und die damit verbundenen Druckunterschiede, basieren auf der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung am Äquator und an den Polen, welche durch die Lage der Erdachse und den Breitengrad, also dem Winkel der Sonneneinstrahlung, verursacht wird, sowie die sich ausbildenden Luftströme. Hierdurch bedingt ist auch die Wärmeabstrahlung von der Erde, die die Luftmassen ebenfalls antreibt, nicht gleichmäßig verteilt. Die Erde nimmt also in den Tropen mehr Energie auf, als sie abgibt und gibt in den polaren Gebieten mehr Energie ab, als sie aufnimmt. Deswegen muss es einen Energieaustausch zwischen den Tropen und den Polen geben, der das globale Wettergeschehen antreibt.

Für unser Wetter und unsere Breiten spielt der Polarfrontjet (PFJ, Abb.30 rechts) eine wichtige Rolle. So verlaufen die Zugbahnen starker Tiefdruckgebiete (Orkanwirbel) entlang seiner Ausbildung. Er hält die kalte Polarluft von Deutschland fern, weil kein direkter Austausch zwischen Nord und Süd stattfindet. Der PFJ hat eine wellenförmige Form und verläuft, wie bereits geschrieben, um den ganzen Globus. Er bildet die barokline Übergangszone zwischen Warm- und Kaltluft. Da Wind nichts anders als von Molekülen übertragene Energie ist, kann eine Energie minderer Intensität, keine Energie höherer Intensität von sich aus überwinden.

Der Polarfrontjet (PFJ) steuert die „planetarische Frontalzone“ (hier treffen tropische und polare Luftmassen aufeinander, was sich in einem unruhigen Wettergeschehen widerspiegelt) der gemäßigten Breiten. Es handelt sich primär um die Steuerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Er ist damit für unser Wetter maßgeblich. Seine Lage schwankt zwischen 30° und 70° N bzw. Süd. Er mäandriert stark (in Abhängigkeit von positiver bzw. negativer AO/NAO und verläuft geschlossen um den Globus.

Abb.30: Aufgrund der Erdrotation befinden wir uns in unseren Breiten in einer Westwindzone zwischen (sub-)polarer Luft und (sub-)tropischer Luft. Da die Strömung nicht glatt ist, sondern mäandriert, kommt es zu Wellenbergen und Tälern, an denen sich Wirbel bilden – die Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die Abbildungen zeigen, dass sich südlich des Jetstream (Jetstreamschlinge) ein Hoch ausbildet und nördlich davon ein Tief. Die jeweilige Stärke des Tiefs oder Hochs ist sowohl abhängig von der Stärke des Jetstreams als auch von der Ausprägung seiner Mäander. Die rechte Abbildung zeigt den Verlauf der Hoch- und Tiefdruckgebiete entlang des Polarfrontjet auf der Nordhalbkugel. Wegen ihres globalen Auftretens spricht man fachlich von Planetarischen Wellen oder Rossby-Wellen.

Die Erdrotation, auf der die Corioliskraft beruht, hat in Äquatornähe immerhin eine Geschwindigkeit von 1.667km/h in Bezug zum Weltall, erreicht also „Überschallgeschwindigkeit“. Seine Lage ist abhängig vom Energieinhalt der Atmosphäre und variiert daher, sowohl über die Jahreszeiten, als auch mit der solaren Aktivität (steuert die AO/NAO).

Die Mäander oder Wellen des PFJ bewegen sich von West nach Ost, und zwar umso schneller, je mehr Wellen in dem globalen Band vorhanden sind (d. h. je kürzer die Wellenlänge). Ist der Anteil der kurzen Wellen gering, dominieren die langen Wellen, was dazu führt, dass eine bestimmte Wellenkonfiguration auch mal längere Zeit konstant gehalten wird. Dies ist in diesem Sommer über Mitteleuropa der Fall. Abb.30 zeigt deutlich die Wellenform. Die Windrichtungen folgen der Wellenform des PFJ. Je nachdem, welche Lage sein Trog über Deutschland gerade einnimmt, lenkt er einmal Warmluft aus südlichen Breiten in unsere Zonen und einmal Kaltluft (Abb.31). Und je nachdem, wie schnell oder langsam er ostwärts zieht, wechselt sich warmes und kälteres Wetter über Deutschland ab, wobei die Temperaturwechsel jeweils deutlich ausfallen, da sich im Sommer heiße Mittelmeerluft (oder gar aus der Sahara), mit kühler Luft aus nördlichen Breiten abwechselt.

Abb.31 zeigt schematisch, wie Deutschland, je nach Lage der Wellentäler einmal im Bereich der kalten Nord Luft (links) und dann im Bereich warmer Luft vom Mittelmeer oder gar Nordafrika liegt. Jetzt wird auch verständlich, warum in den letzten Tagen Norddeutschland kühleres Wetter hatte als in Mittel- und Süddeutschland.

Abb.32 zeigt eine Momentaufnahme des PFJ und der Verteilung von Kalt und Warmluft, sowie die jeweiligen Windrichtungen, Quelle: John Mason. Alles, was sich südlich des Jets befindet, hat (im Sommer) mediterranes Klima. Die Ausbildung der Tröge (d. h. wie weit diese nach Süden reichen) ist abhängig von der zonalen Windgeschwindigkeit. Ist diese schwach, so mäandriert der Jet stark und reicht bis nach Südspanien oder sogar nach Nordafrika. Sehr heiße Luft, wie derzeit, kann dann in unsere Breiten fließen und sogar bis in nördliche Breiten.

Es ist also der PFJ, der dafür verantwortlich ist, dass gegenwärtig besonders warme Luft aus dem Süden Europas zu uns strömt und sich vglw. heißes und kühleres Wetter abwechseln. Da seine planetarische Welle gegenwärtig „ortsfest“ ist, erreichen uns dauerhaft hohe Temperaturen, da sein damit verbundenes Hoch stabil ist.

Teil 4: Die Klimakatastrophe hat ausgedient, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

Der Beitrag Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 3 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Kältereport Nr. 33 /2026

17. August 2026 - 11:00

Vorbemerkung: Wie es aussieht, macht sich die extrem kalte Antarktis auf der Südhemisphäre immer wieder bemerkbar. Aber auch die Kälte in der Arktis erzeugt Spuren, erfolgte doch um den 12 August ein Vorstoß von Meeresluft arktischen Ursprungs bis nach Nordostdeutschland – mitten in der „Hitzewelle“.

Die Schlagzeilen der Woche

Russland: Immer neue Kälterekorde

Innere Arktis: 46 neue Kälterekorde innerhalb von 41 Tagen

Südamerika: Extreme Kälte im Süden des Kontinents

Australien: Intensiver Kaltluftvorstoß aus der Antarktis

Patagonien, Südamerika: Anhaltender Frost

Südafrika: seltener Schneefall

Russland: Weitere Kälterekorde gebrochen

Anden, Südamerika: Rekord- Schneefälle

Eine Meldung vom 10. August 2026:

Russland: Immer neue Kälterekorde

Arktische Kälte hat den russischen Fernen Osten und Jakutien erfasst und am Wochenende mindestens 17 Tageskälterekorde gebrochen, allein am Sonnabend acht.

In Talon sank die Temperatur auf 2,7 °C und unterbot damit den Rekord vom 8. August 1971 von 3 °C.

Im Gebiet Amur sank die Temperatur in Tschernjajewo auf 6,2 °C und unterbot damit den Wert von 6,9 °C aus dem Jahr 1947, während in Norsk 3,3 °C gemessen wurden, was den ebenfalls aus dem Jahr 1947 stammenden Rekordwert von 3,9 °C übertraf.

Blagoweschtschensk verzeichnete 9,8 °C und übertraf damit einen Rekord, der seit 1902 Bestand hatte (die Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1881 zurück).

In Arkhara sank die Temperatur auf 6,2 °C und übertraf damit die 6,3 °C aus dem Jahr 1964.

In Jekaterino-Nikolskoye wurden 9,4 °C gemessen, womit die 10,3 °C aus dem Jahr 1947 unterboten wurden.

In der Region Primorsk sank die Temperatur in Pogranichny auf 10,1 °C und unterbot damit den Wert von 10,8 °C aus dem Jahr 1992, während Sviyagino 9 °C erreichte und damit unter dem bisherigen Rekordwert von 9,5 °C aus dem Jahr 1992 blieb.

Am Sonntag wurden weitere neun Rekorde gebrochen.

…

Hier werden noch diverse weitere Orte aufgeführt mit neuen Tiefstwerten der Temperatur.

Jekaterino-Nikolskoye, Pogranichny und Sviyagino brachen alle am zweiten Morgen in Folge die täglichen Kälterekorde.

Lokale Berichte beschrieben den Kälteeinbruch als ungewöhnlich heftig für die Hundstage des Sommers; im Raum Magadan wurde von Schnee und Eisregen berichtet, während frühe Fröste im Gebiet Amur anderen Berichten zufolge Ernteausfälle verursachten.

Die Rekorde sind besonders bemerkenswert angesichts der langen Messreihen der einzelnen Stationen. Die täglichen Messreihen reichen in Blagoweschtschensk bis ins Jahr 1881 zurück, in Werchojansk bis 1885, in Wladiwostok bis 1884, in Pogranitschny bis 1902 und in Timirjasewski bis 1911.

Die Kälte hielt bis in den Montag hinein an.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-fall-in-russia-earth?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 11. August 2026:

Die Hocharktis hat eine außergewöhnliche Sommerkältewelle erlebt; Daten des DMI zeigen, dass an 36 der 41 Tage vom 1. Juli bis zum 10. August Rekordtiefwerte bei den Tagesmittelwerten verzeichnet wurden.

Eine vollständige Überprüfung des DMI-Archivs für >80°N – bei der jedes Datum im Jahr 2026 mit dem entsprechenden Kalendertag in jedem verfügbaren Vorjahreszeitraum bis zurück ins Jahr 1958 verglichen worden war – ergab lediglich fünf Tage ohne Rekord: den 1. Juli, den 22. Juli, den 4. August, den 8. August und den 10. August.

Das bedeutet, dass in 88 % dieses Zeitraums ein Tageskälterekord aufgestellt wurde.

Die erste Serie erstreckte sich über 20 aufeinanderfolgende Tage, vom 2. bis zum 21. Juli.

Es folgten weitere 12 Rekorde in Folge vom 23. Juli bis zum 3. August.

Besonders bemerkenswert war der 26. Juli mit einem Durchschnitt von -0,347 °C – dem niedrigsten Tagesmittelwert im Juli in der gesamten DMI-Aufzeichnungsgeschichte.

Der 9. August lag bei -0,590 °C – dem niedrigsten sommerlichen Tagesmittelwert in der gesamten Reihe (1. Juli bis 10. August).

Zudem lagen alle 41 Tage unter dem DMI-Durchschnitt der Jahre 1958–2002 (für das jeweilige Datum).

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Südamerika: Extreme Kälte im Süden des Kontinents

Diese Woche fegt erneut eine Kältewelle über Patagonien hinweg und bringt nach den tiefen Temperaturen der vergangenen Wochen erneut starken Schneefall in Argentinien und strengen Frost im Süden Chiles.

Schnee und Eis legten am Montag, dem 10. August, Neuquén und Río Negro erneut lahm und führten zur Sperrung von Abschnitten der Route 40 sowie zur Schließung von Schulen in Villa La Angostura, San Martín de los Andes, Junín de los Andes, Zapala und der Region Bariloche.

Dies folgte auf den Sturm der vergangenen Woche, bei dem rund 1.200 Lkw nahe der chilenischen Grenze festsaßen, da die hohe Schneedecke, Eis und Whiteout-Bedingungen die Gebirgspässe unpassierbar machten.

Für die kommenden Tage wird in Bariloche bis Dienstag weiterer Schneefall von 30 cm vorhergesagt, in höheren Lagen sogar noch mehr.

Auf der anderen Seite der Anden ist es diesmal jedoch die Kälte, die besonders auffällt.

Chiles offizielles DMC-Netzwerk verzeichnete am Montag in Coyhaique -9,2 °C und in Balmaceda sogar brutale -17,5 °C, wo die Temperatur den ganzen Tag über nicht über den Gefrierpunkt stieg. Die -17,5 °C in Balmaceda lagen nur knapp unter dem im August 1975 aufgestellten Rekordwert.

Temperatur-Anomalien am 10. August nach GFS [tropicaltidbits.com]

In der Umgebung von Bariloche wird voraussichtlich bis Mittwoch Schnee liegen bleiben, wobei die Höchsttemperaturen bei knapp -1 °C liegen werden, bevor der aufklarende Himmel am Donnerstagmorgen einen Temperatursturz auf -6 °C ermöglicht. Weiter südlich wird für Magallanes im Laufe dieser Woche eine Verschärfung der Kältewelle vorhergesagt, wobei die Temperaturen in Puerto Natales auf -5 °C und in Torres del Paine auf etwa -4 °C sinken werden.

Link:https://electroverse.substack.com/p/high-arctic-sets-36-cold-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 12. August 2026:

Australien: Intensiver Kaltluftvorstoß aus der Antarktis

Ein heftiger Kälteeinbruch aus der Polarregion hat Südaustralien erfasst und im Westen für die niedrigsten Temperaturen seit fast einem Jahrzehnt sowie frischen, starken Schneefall in den australischen Alpen gesorgt.

In Perth sank die Temperatur am Dienstagmorgen auf 2,5 °C – der tiefste August-Wert seit neun Jahren.

In Bunbury sank die Temperatur auf 0,8 °C – der kälteste Augustmorgen seit zehn Jahren; in Pearce wurden 1,5 °C gemessen, der niedrigste Wert für diesen Monat seit elf Jahren; während die Temperatur in York auf -1 °C fiel.

Die Kaltluft breitete sich anschließend nach Osten aus und brachte weitere Schneefälle in den Alpen mit sich.

Am Mt Hotham fielen innerhalb von 24 Stunden 13 cm und in der vergangenen Woche insgesamt 31 cm.

Auch in Perisher fielen in sieben Tagen 31 cm, während in Thredbo in der Nacht zum Dienstag weiterer Schnee hinzukam, da auf den höheren Gipfeln weiterhin Frost herrschte.

In Spencers Creek gab es am 1. Juli keinen messbaren Schnee – erst das zweite Mal seit Beginn der Aufzeichnungen. Doch nun, am 12. August, ist die Schneehöhe wieder auf 96 cm gestiegen und übertrifft damit bereits einige Höchstwerte der gesamten Saison, darunter die der Jahre 1982 und 2006.

Der australische Winter hat in den dortigen Alpen eine beeindruckende Wende vollzogen.

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Patagonien, Südamerika: Anhaltender Frost

Die extreme Kälte im Süden Südamerikas will einfach nicht nachlassen – in Patagonien sind die Temperaturen erneut weit unter den Gefrierpunkt gesunken.

Mindestens 15 argentinische Städte verzeichneten am Dienstag zwischen 8 und 9 Uhr morgens Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, darunter Santa Cruz, Chubut, Mendoza, Río Negro, La Pampa und Buenos Aires.

Der SMN hielt in acht Provinzen Warnungen vor extremer Kälte aufrecht.

Jenseits der Anden war die chilenische Region Aysén von noch stärkerer Kälte betroffen.

Nachdem die Temperatur in Balmaceda am 10. August auf -17,5 °C gesunken war – eine der tiefsten Augusttemperaturen in der Geschichte der Messstation – sank die Temperatur in Coyhaique am 11. August auf -10,3 °C – knapp unter dem Allzeit-Tiefstwert der Station vom 7. August 1975 (Aufzeichnungen seit 1952).

Die Kälte übertraf die Erwartungen von DMC bei weitem, war man doch dort von -7 °C bis -3 °C ausgegangen.

Der Frost hielt bis Anfang August 2012 an, wobei das Live-Netzwerk von DMC Werte deutlich unter dem Gefrierpunkt anzeigte.

Der Süden Chiles und Argentiniens wurden in den letzten Wochen wiederholt von Schnee und starkem Frost heimgesucht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-chill-sweeps-australia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Extrem-Temperaturen in Nordostdeutschland

Der in der Vorbemerkung genannte Vorstoß arktischer Meeresluft bis nach Nordostdeutschland ist in der Tat im Hochsommer ein sehr seltener Vorgang. Meist bleibt von so etwas nur die etwas mildere subpolare (subarktische) Variante übrig. Mitten in dem permanenten Geschrei um die Hitzewelle in Europa soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass der Vorgang ebenfalls Extrem-Temperaturen zur Folge hat, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen (stellenweise gab es geringen Bodenfrost). Die Verteilung der Tiefsttemperatur am Boden (= 5 cm über dem Boden) sah am Morgen des 12. August so aus:

Tiefsttemperatur am Erdboden in der Nacht zum 12. August 2026 (Quelle: wetterzentrale.de)

Hat man davon in den MSM irgendetwas gelesen? Ich nicht!

Der Vollständigkeit halber hier die Darstellung im 850-hPa-Niveau:

Wetterlage im 850-hPa-Niveau vom 12. August 2026 um 00 UTC (= 02 Uhr MESZ; Quelle: Berliner Wetterkarte e. V.)

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Eine Meldung vom 13. August 2026:

Südafrika: seltener Schneefall

Ein heftiger Wintersturm hat Südafrika heimgesucht, Straßen im Hochland unter Schnee begraben, Autofahrer stranden und die Tagestemperaturen auf Rekord-Tiefstwerte sinken lassen.

Am 10. und 11. August traf es das Ostkap am stärksten, woraufhin der SAWS eine Schneewarnung der Stufe 6 – auf seiner Skala von 1 bis 10 – herausgab, wobei für Teile des Hochlands Schneehöhen von 35 cm vorhergesagt wurden.

Tatsächlich fiel starker Schnee in Barkly East, Rhodes, Mount Fletcher, Matatiele und der Grenzregion zu Lesotho, wodurch die Pässe Penhoek, Barkly, Boesmanshoek, Lootsberg und Wapadsberg gesperrt wurden. Autofahrer gerieten in der Nähe des Barkly-Passes in die Schneefalle und mussten gerettet werden.

Der Schnee breitete sich auch bis nach KwaZulu-Natal aus und betraf Underberg, Kokstad, die Nottingham Road, Impendle und den südlichen Teil der Drakensberge.

Selbst in Gauteng fiel Schnee, unter anderem in Johannesburg selbst sowie in der Umgebung von Germiston und Bedfordview. Vor den Schneefällen dieser Woche war in Johannesburg zuvor nur in den Jahren 1956, 1962, 1964, 1981, 2007, 2012 und 2023 Schnee gefallen.

Africa First berichtet: „Schnee wird nun zu einem jährlichen Phänomen im Land und erreicht sogar Orte, an denen es zuvor noch nie Schneefall und so kaltes Wetter gegeben hatte.“

Eskom teilte mit, dass in der gesamten Provinz KwaZulu-Natal rund 40.000 Kunden von Stromausfällen betroffen waren.

Ebenso beeindruckend war die Kälte.

Am internationalen Flughafen von Johannesburg wurde am 11. August eine Höchsttemperatur von nur 5,2 °C gemessen, womit der bisherige Tiefstwert für den 11. August von 11,7 °C aus dem Jahr 1957 deutlich unterboten worden ist. Auch in Witbank wurden nur 8,2 °C gemessen, womit der bisherige Höchstwert für den 11. August aus dem Jahr 2010 von 13,7 °C unterboten wurde. Beide Rekorde sind vorläufig.

Der Hauptschneesturm hat nun nachgelassen, doch in Teilen des östlichen Südafrikas herrschen weiterhin eisige Bedingungen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-sweeps-south-africa-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 14. August 2026:

Russland: Weitere Kälterekorde gebrochen

In Nordrussland wurden neue Temperaturrekorde verzeichnet, wobei in Teilen von Jakutien nun Schnee fiel und weitere Minustemperaturen herrschen.

In Reboly in Karelien sank die Temperatur am 13. August auf 3 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert für diesen Tag von 4,1 °C aus dem Jahr 1965. Nach Angaben des Klimamonitors „Pogoda i Klimat“ ist die Messstation seit 1901 in Betrieb.

Tausende Meilen östlich davon sank die Temperatur in Shelagontsy, Jakutien, auf –4,8 °C und brach damit den bisherigen Rekordwert für den 13. August von –4,6 °C aus dem Jahr 1953. Die abgelegene Messstation WMO 24329 ist seit 1940 in Betrieb.

Die staatliche Nachrichtenagentur Jakutiens YSIA berichtet am 14. August von nassem Schnee in den Bergen und Nachtfrösten bis zu -5 °C in Teilen des Nordwestens und Nordostens. Selbst an der Küste werden Höchsttemperaturen von gerade einmal 5 °C erwartet.

Der jüngste Kälteeinbruch folgt auf wiederholte Kälteeinbrüche in Jakutien in diesem Monat.

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Anden, Südamerika: Rekord- Schneefälle

Entlang des südamerikanischen Gebirgskamms bildet sich derzeit eine bemerkenswerte Abfolge von Schneefällen, wobei Wetterdienste vor winterlichen Kälteeinbrüchen von den tropischen Anden bis hinunter nach Patagonien warnen.

Am 13. August veröffentlichte 3- bis 6-Tage-Schneefallvorhersage, die zeigt, dass sich der Schneefall über weite Teile der Anden von Peru/Bolivien bis nach Patagonien erstreckt. [snow-forecast.com]

Die stärksten Niederschläge werden derzeit für Argentinien erwartet, wo der nationale Wetterdienst für einen riesigen Teil seiner westlichen Provinzen Schneewarnungen herausgegeben hat.

In der Hochkordillere von Catamarca, La Rioja und San Juan wurden in den jüngsten Vorhersagen der Warnstufe Orange 120 cm Schnee angekündigt, lokal möglicherweise sogar noch mehr. Für einen breiteren Korridor von der Puna bis nach Patagonien wurden weitere 60 cm vorhergesagt, begleitet von Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h und voraussichtlich Whiteout-Bedingungen.

Die chilenische Wetterbehörde „Dirección Meteorológica de Chile“ hat ebenfalls eine Schneewarnung herausgegeben, die sich bis zur Kordillere von Antofagasta im Norden erstreckt, während für Atacama bis Freitag weitere 40 cm vorhergesagt wurden. Weiter südlich rechnen die Behörden in Biobío damit, dass aufeinanderfolgende Schneefälle bis Sonntag ähnliche Gesamtmengen bringen werden.

Der Winter reicht weiterhin ungewöhnlich weit nach Norden.

In Bolivien hat der Schnee bereits La Paz, Oruro und Potosí sowie die Höhenlagen in Tarija und Cochabamba erreicht.

Und in Peru verfolgen Meteorologen derzeit die DANA „Aníbal“, die sich über dem Pazifik nördlich von Chile entwickelt. Zwischen dem 16. und 18. August wird erwartet, dass sie Schnee in die zentrale und südliche Sierra bringt, insbesondere auf die höchsten Gipfel.

Die geografische Ausdehnung macht dieses Ereignis so bemerkenswert. In den kommenden Tagen wird Schnee über Tausende von Meilen in den Anden vorhergesagt, vom tropischen Hochland Perus und Boliviens über die Atacama und die zentralen Anden bis hinunter nach Patagonien.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russian-cold-breaks-records-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 34 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 14. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Warum die Klimarealisten-Bewegung in den USA auf dem Vormarsch ist

17. August 2026 - 9:00
17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) am 27. Juni 2026 in Halle.
Das „Committee for a Constructive Tomorrow“ (CFACT) ist eine 1985 gegründete, in den USA ansässige gemeinnützige Organisation, die sich für marktwirtschaftliche Lösungen für Umweltprobleme einsetzt.
Die Organisation lehnt den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel ab. Präsident Craig Rucker erläutert, warum die US-Bürger der Klimapolitik zunehmend kritisch gegenüberstehen.

Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.

Der Beitrag Warum die Klimarealisten-Bewegung in den USA auf dem Vormarsch ist erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Woher kommt der Strom? Enormer und rapider Windstrom-Erzeugungsverfall

16. August 2026 - 19:00
31. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die 31. Analysewoche des Jahres 2026 begann mit einem enormen und rapiden Windstrom-Erzeugungsverfalls. Ab Dienstag dominierte die PV-Stromerzeugung.   An drei Tagen (Dienstag, Mittwoch und Sonntag) wurden Werte über 50 GW PV-Strom über die Mittagsspitze erreicht. Die Strompreise lagen zu dieser Zeit um die 0 €/MWh. Nach Wegfall der PV-Stromerzeugung stiegen die Preise entsprechend an.  Am höchsten war die Differenz am Mittwoch (264€/MWh). Die geringste Differenz ergab sich am Freitag (113 €/MWh). Der Mittagspreis blieb bei 83€/MWh, weil die regenerative Stromerzeugung die Bedarfslinie lediglich „scratchte“. 

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 31. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus. Während der faktischen Windflaute von Dienstag bis Sonntag ist gut zu erkennen, dass auch bei einem Ausbau der Windkraftanlagen die Residuallast weiterhin im hohen Bereich insbesondere nach Wegfall der PV-Stromerzeugung liegt. Starke Stromübererzeugung über die Mittagsspitze ist auch in der Zukunftskalkulation jeden Tag der Analysewoche angesagt. Das wird die Preisdifferenzen weiter in die Höhe treiben. Kurz: Je mehr Ausbau, desto mehr verschenkter Strom, desto mehr Gewinne für die Abnehmer. 

Beachten Sie unbedingt die ausführliche Kfz-Halbjahresanalyse von Peter Hager nach den Tagesanalysen. 

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Montag, 27.7.2026

Windstrom lässt rapide nach. Zusammen mit PV wird der Bedarf überschritten. Die Strompreise.

Beginnende Flaute, es wird sehr heiß. Die Strompreise.

Windstromerzeugung weiter schwach, PV reicht zur Bedarfsdeckung. Die Strompreise.

Weiter starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Regenerative kratzen am Bedarf. Die Strompreise.

Geringer Bedarf. PV-Strom reichlich.  Die Strompreise.

Steigende Windstromerzeugung zu Abend . Die Strompreise.


PKW-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026: „Subventionen“ fördern starkes Wachstum bei BEV- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen

von Peter Hager

Der PKW-Neuwagenmarkt konnte im ersten Halbjahr 2026 um 5,8 % auf 1.484.393 Fahrzeuge zulegen. Dennoch liegen die Neuzulassungen deutlich hinter dem Jahr 2019 (das Jahr vor Corona) mit 1.849.000 Fahrzeugen zurück.

Die Verschiebung bei den Antriebsarten setzte sich laut Kraftfahrtbundesamt auch im ersten Halbjahr 2026 fort:

Benzin: 325.169 (- 18,2 % ggü. 1. HJ 2025 / Zulassungsanteil: 21,9 %)

Diesel: 193.157 (- 8,6 % ggü. 1. HJ 2025 / Zulassungsanteil: 13,0 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 427.633 (+ 6,9 % ggü. 1. HJ 2025 / Zulassungsanteil: 28,8 %)
darunter mit Benzinmotor: 345.769
darunter mit Dieselmotor: 79.319

Plug-in-Hybrid: 163.793 (+ 17,9 % ggü. 1. HJ 2025 / Zulassungsanteil: 11,0 %)
darunter mit Benzinmotor: 154.334
darunter mit Dieselmotor: 9.455

Elektro (BEV): 368.006 (+ 48,0 % ggü. 1. HJ 2025 / Zulassungsanteil: 24,8 %)


„Subventionen“ fördern starkes Wachstum bei BEV und Plug-in-Hybrid

Die neue „Innovationsprämie“ der Bundesregierung bei Kauf oder Leasing eines BEVs oder Plug-In Hybrid-PKWs von Privatkunden wirkt sich zunehmend aus.


Quelle 

Der Anteil der privaten Neuzulassungen stieg im ersten Halbjahr 2026 kontinuierlich von 30,2 % (Januar) auf 36,6 % (Juni): 

Zusätzlich zur „Innovationsprämie“ gibt es weitere finanzielle Vorteile für Elektrofahrzeuge:

+ BEV: Kfz-Steuerbefreiung bis zu zehn Jahre (Voraussetzung: erstmalige Zulassung bis Ende 2030, Kfz-Steuerbefreiung bis längstens Ende 2035)

+ BEV: Günstige Dienstwagenbesteuerung (Versteuerung des geldwerten Vorteil mit 0,25 % des Bruttolistenpreises von bis zu 100.000 EUR)

+ Plug-In-Hybrid: Günstige Dienstwagenbesteuerung (Versteuerung des geldwerten Vorteils mit 0,5 % des Bruttolistenpreises von bis zu 100.000 EUR)

+ BEV: Turbo-Abschreibung für Unternehmen (bei Investition ist eine degressive Sonderabschreibung über 6 Jahre möglich, im Anschaffungsjahr bis zu 75 %)

+ BEV: Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) als jährliche Prämie (je nach Marktlage und Anbieter bis zu mehrere hundert Euro)

Die Top 10 BEV-Marken und deren Marktanteile im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

VW: 49.495 (13,4%), 1. HJ 2025: 52.445 (21,1%)
Skoda: 36.654 (10,0%), 1. HJ 2025: 22.370 (9,0%)
BMW: 30.943 (8,4%), 1. HJ 2025: 22.583 (9,1%)
Tesla: 28.857 (7,8%), 1. HJ 2025: 8.890 (3,6%)
Mercedes 26.133 (7,1%), 1. HJ 2025: 14.438 (5,8%)
Audi: 24.906 (6,8%), 1. HJ 2025: 19.632 (7,9%)
Seat: 17.432 (4,7%), 1. HJ 2025: 16.299 (6,6%), 1. HJ 2024: 6.256 (3,4%)
Hyundai: 14.835 (4,0%), 1. HJ 2025: 12.963 (5,2%)
Kia: 12.949 (3,5%), 1. HJ 2025: 6.906 (2,8%)
Renault: 10.933 (3,0%), 1. HJ 2025: 5.598 (2,3%)

Die großen Gewinner sind Tesla, Skoda und Mercedes. Neu in den Top 10 sind Kia sowie Renault.

Herausgefallen sind Opel (1. HJ 2025: 8.702) sowie Ford (1. HJ 2025: 6.922).

Der VW-Konzern mit seinen Marken VW, Skoda, Audi und Seat verlor mit 34,9 % Marktanteil deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 44,6 %.

Auf mehr als 10.000 PKW-Neuzulassungen kamen noch:

Ford: 10.527 (2,9%), 1. HJ 2025: 6.922 (2,8%)
BYD: 10.381 (2,8%), 1. HJ 2025: 4.544 (1,8%)

Die beliebtesten zehn E-Modelle im ersten Halbjahr 2025 (248.726) – davon acht Modelle aus dem VW-Konzern  

VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 18.017
VW ID 4/5 (SUV): 15.072
VW ID 3 (Kompaktklasse): 14.623
Skoda Enyaq (SUV): 12.973
Seat Born (Kompaktklasse): 10.239
Skoda Elroq (SUV): 9.394
BMW X1 (SUV): 7.421
Audi Q6 (SUV): 6.449
Tesla Model Y (SUV): 6.305
Audi Q4 (SUV): 6.254

Chinesische BEV-Hersteller sind zweigeteilt

Im Heimatmarkt kämpfen die chinesischen Hersteller in einem harten Wettbewerb (mit sehr hohen Rabatten) mit sinkenden Neuzulassungen und hohen Überkapazitäten.

Insbesondere durch die Überkapazitäten versucht man zunehmend in Europa Fuß zu fassen (z.B. mit aggressiven Preisen), wobei der Markteintritt sich schwierig gestaltet (Aufbau eines Händlernetzes, EU-Einfuhrzölle).

Die Wachstumsraten sind zum Teil sehr hoch, was häufig der niedrigen Ausgangsbasis geschuldet ist. Und manche Hersteller werden in absehbarer Zeit auch wieder verschwinden oder sind dies bereits (Aiways, Chery).

Die KBA-Neuzulassungen „China“ für das 1. Halbjahr 2026:

BYD*1: 10.381 (1. HJ 2025: 4.544 / 1. HJ 2024: 1.165)
Leapmotor*1: 7.798 (1. HJ 2025: 1.844 / 1. HJ 2024: 0)
MG Roewe *1*2: 3.740 (1. HJ 2025: 4.532 / 1. HJ 2024: 11.032)
Xpeng: 3.357 (1. HJ 2025: 1.065 / 1. HJ 2024: 31)
Polestar: 2.429 (1. HJ 2025: 1.915 / 1. HJ 2024: 1.584)

Lynk&Co*1: 67 (1. HJ 2025: 17)
Geely*1: 59
Deepal: 49
Dongfeng: 18
GWM*1: 16 (1. HJ 2025: 1.235 / 1. HJ 2024: 896)
Nio: 15 (1. HJ 2025: 121 / 1. HJ 2024: 234)
Maxus*2: 11 (1. HJ 2025: 67 / 1. HJ 2024: 44)
Omoda: 11
Jac: 4
Jaecoo: 1

*1: Hersteller bietet auch Plug-In Hybrid-Modelle an

*2: Hersteller bietet auch Verbrenner-Modelle an

Die Summe aller Marken beläuft sich im 1. Halbjahr 2026 auf 27.945 PKW-Neuzulassungen, was einem BEV-Anteil von 7,6 % entspricht
(1. HJ 2025: 15.330 mit 6,2 % / 1. HJ 2024: 15.138 mit 8,2 %).

Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

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20 Vulkane brechen aus, während die Sonnenaktivität schwindet

16. August 2026 - 17:00

Cap Allon

Weltweit hat die vulkanische Aktivität zugenommen: Zwischen dem 6. und 10. August wurde bei mindestens 20 Vulkanen eine Eruption oder ein anhaltender Lavaausfluss bestätigt.

Der japanische Sakurajima lieferte einige der dramatischsten Szenen: Er brach am 8. August aus und schleuderte Asche bis auf etwa 3300 m über dem Meeresspiegel. Die Asche zog nach Westen über Kagoshima hinweg. Die Aschewolke erreichte jedoch nicht die Stratosphäre, obwohl es zunächst so aussah.

Auch am italienischen Ätna hat die Aktivität zugenommen.

Am 9. August meldete das INGV anhaltende explosive Aktivität am Voragine, wobei Vulkanbomben über den Gipfel hinweg fielen, reichlich Asche ausgestoßen wurde und mehrere Lavaströme aus Schloten zwischen etwa 2.750 m und 2.360 m Höhe flossen. Das vulkanische Beben blieb auf hohem Niveau.

In Indonesien ist die vulkanische Aktivität besonders hoch.

Dukono, Ibu, Karangetang, Krakatau, Lewotobi Laki-Laki, Lewotolok, Marapi, Merapi und Semeru sind alle ausgebrochen. Allein am 7. August kam es am Ibu zu 93 Explosionen, am Semeru zu 101, am Lewotobi zu sechs, während der Merapi heiße Gerölllawinen bis zu 2 km weit die Hänge hinunter schickte.

In ganz Amerika stößt der Popocatépetl in Mexiko weiterhin Asche, Gas und Dampf aus. Der Fuego in Guatemala hat bis zu 11 Explosionen pro Stunde hervorgebracht, während der Santa María wiederholt Explosionen und glühende Gerölllawinen ausgelöst hat. Der kolumbianische Puracé ist weiterhin aktiv, und der ecuadorianische Reventador verursachte innerhalb von 24 Stunden 83 Explosionen, wobei auch der Sangay ascheproduzierende Ausbrüche verzeichnete. Auch der peruanische Sabancaya bleibt aktiv.

Der Reventador stieß am 9. August weiterhin Asche aus, wobei die NOAA Aschewolken bis in eine Höhe von etwa 5000 m registrierte.

Alaskas Great Sitkin setzt unterdessen seinen langsamen Lavaausbruch im Gipfelkrater fort.

Die weltweite Bilanz ist umfangreich, wenn auch nicht beispiellos. Der jüngste abgeschlossene Wochenbericht des Smithsonian enthielt 22 Vulkane mit neuer oder anhaltender Eruptionsaktivität; im Durchschnitt umfasst der Wochenbericht 16 Vulkane. Auch der Zeitpunkt ist interessant.

Der Sonnenzyklus 25 ist stark rückläufig. Die offizielle internationale Sonnenfleckenzahl für Juli sank auf 78,1, während die Schätzung des SIDC für den 9. August bei nur 27 lag. Auf der der Erde zugewandten Sonnenscheibe waren nur noch zwei nummerierte Regionen zu sehen, wobei die Röntgenaktivität unter dem Niveau der C-Klasse lag.

Ein Zusammenhang zwischen Sonnen- und Vulkanaktivität wird schon seit langem vermutet.

Eine Studie von Vasilieva und Zharkova untersuchte 4.961 Eruptionen zwischen 1750 und 2020 und stellte fest, dass – bei Aufteilung der Aktivität nach dem herkömmlichen Sonnenfleckenzyklus – etwa 60 % der Eruptionen während der abfallenden Phase und des Minimums auftraten.

Noch auffälliger ist, dass die Forscher eine dominante 22-jährige Periodizität identifizierten und für den Zeitraum von 1868 bis 1950 eine Korrelationsstärke von 0,84 zwischen der Eruptionshäufigkeit und einem Proxy für das solare Hintergrund-Magnetfeld feststellten.

Sie prognostizieren das nächste vulkanische Maximum für den Sonnenzyklus 26.

Der vorgeschlagene Zusammenhang besteht darin, dass sonnenbedingte Veränderungen der geomagnetischen Umgebung elektrische Ströme und Spannungen in einer bereits beanspruchten Erdkruste auslösen – einschließlich möglicher piezoelektrischer Effekte in dafür empfänglichen Mineralien. Mit anderen Worten: Sich verändernde elektromagnetische Bedingungen könnten dazu beitragen, Systeme auszulösen, die bereits kurz vor dem Bruch stehen.

Die großen Eruptionen auf Teneriffa in den Jahren 1704–05 und 1706 ereigneten sich während des Maunder-Minimums. Auch der japanische Berg Fuji hatte 1707 seinen großen Hōei-Ausbruch, der genau in dieses Minimum fiel.

Kosmische Strahlung bietet einen weiteren möglichen Weg. Wenn die Sonnenaktivität nachlässt, schwächt sich der Schutz durch die Heliosphäre ab, und es gelangen mehr galaktische kosmische Strahlen zur Erde. Gleichzeitig hat sich das Erdmagnetfeld – das eine zweite Verteidigungslinie darstellt – langfristig abgeschwächt. Zusammen können diese Bedingungen ein stärkeres Eindringen von Teilchen ermöglichen, wodurch Sekundärteilchen wie beispielsweise Myonen entstehen.

Diese Zusammenhänge sind noch lange nicht geklärt.

Da sich der Sonnenzyklus 25 nun jedoch rasch dem Ende zuneigt und veröffentlichte Modelle ausdrücklich auf den Zyklus 26 als nächste Phase erhöhter Vulkanaktivität hinweisen, ist der aktuelle globale Aktivitätsschub genau zu beobachten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-fall-in-russia-earth?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 2

16. August 2026 - 14:00
Teil 2: Das Bild wird schärfer

Raimund Leistenschneider

Allerdings hebt sich 2026 in einem, ganz wichtigen Punkt vom Jahr 1983 ab: Es liegt am Beginn einer engen Schleife, die das Baryzentrum durchläuft. Die Fließgeschwindigkeit der Plasmamassen im Sonnenmantel ist umso höher, je „enger“ die Umläufe des Massezentrums sind – beruhend auf der Winkelbeschleunigung in einer Kreisrotation und des Induktionsgesetzes. Will heißen, die Sonne wird aktiver und dies wird nicht vorrangig durch Sonnenflecken visualisiert, sondern durch verstärkten Sonnenwind. Weiter ist davon auszugehen, dass der nächste Sonnenzyklus stärker ausfallen wird als der jetzige. Zurück zur Gegenwart.

So war Anfang 2026 zu lesen: „Die starke Sonneneruption am 18. Januar 2026, die am Abend des 19. zu starken Polarlichtern in weiten Teilen Europas führte.“ (Abb.12).

Abb. 12, Quelle

Oder die Max Planck Gesellschaft: „Die ersten Monate dieses Jahres waren in Deutschland ungewöhnlich farbenfroh: Leuchtend grüne Vorhänge zogen sich über den Sternenhimmel von den norddeutschen Inseln bis in die bayrischen Voralpen. Manchmal flackerten die Lichter wie Fahnen im Wind. Manchmal strahlten sie ruhig und gingen von Grün über Rot in Violett über.“

Spektrum der Wissenschaft schrieb im April 2026: „Unerwartete Wendung. In den ersten drei Wochen des April erinnerte uns die Sonne daran, dass sich ihre Aktivität dem Minimum ändert. Zunächst zeigten sich nur kleine und mittelgroße Fleckengruppen. Doch dann verhielt sich unser Tagesgestirn sehr lebendig und eruptiv.“

Weltraumwetter und Sonnenaktivität veröffentlichte mitten im Hochsommer, im Internet: „Nach starkem X1.1-Flare, geomagnetischer Sturm ab dem 03.07.26 möglich!“ Und eine hohe Sonnenaktivität.

Anmerkung: Sonneneruptionen (Flares) werden in Kategorien gefasst. Ein X-Flare stellt die höchste (stärkste) Kategorie dar.

Aber was hat das alles mit unserem Wetter und dem aktuellen recht warmen und trockenen Sommer zu tun?

Wie die Erde besitzt auch die Sonne ein Magnetfeld. Allerdings ist es wesentlich stärker, größer und komplexer. Dass Magnetfeld (IPF = Interplanetares Magnetfeld) ist der Träger des Sonnenwindes, deren Teilchen in radialer Richtung von der Sonne weg beschleunigt werden und wegen der Lorentzkraft müssen die Teilchen dabei den Feldlinien des interplanetaren Magnetfeldes der Sonne folgen. Das IPF wird durch die Heliosphärische Stromschicht verstärkt. Die Heliosphärische Stromschicht (HCS = Heliosphäric Current Sheet) hat eine Dicke von ca. 60.000km. Die HCS ist wichtig zum Verständnis der diesjährigen Trockenheit*2) bei uns! Bei einer aktiven Sonne durchläuft die Erde mehrmals die Woche die HCS und ist ihrer Wirkung (in Verbindung des Sonnenwindes) ausgesetzt. Der Durchgang kann bis zu einem Tag dauern.

*2) El Niño ist nicht die Ursache. Lesen Sie dazu auch den EIKE-Artikel „Nein, Medien, der bevorstehende El Niño führt nicht zu einer drohenden Klimakatastrophe“.

Allerdings wird jedes El Niño -Ereignis durch ein solares Ereignis ausgelöst, was der Autor bereits vor 15 Jahren dargelegt hat, hier sowie hier oder hier. Seine Auswirkungen zu uns basieren auf dem Drehimpulserhaltungssatz, siehe vorherige Links mit den Belegen. Auch das diesjährigen El Niño-Ereignis ist durch einen Sonnenparameter ausgelöst. Daher zurück zum Magnetfeld der Sonne.

Die Feldlinien des Interplanetarischen Magnetfeldes weisen in ihrem Verlauf einmal von der Sonne weg (positive Polarität) und einmal zur Sonne hin (negative Polarität). Entsprechend richtet sich die Polarität des Interplanetaren Magnetfeldes in eine Nord- und Südpolkomponente aus. Dazwischen verläuft die HCS. Des Weiteren besteht der Sonnenwind und das mit ihm verbundene IPF nicht nur aus einer polarisierten Teilchenart, sondern aus beiden, also aus positiv geladenen Protonen (Wasserstoffatome ohne Elektron), bzw. α-Teilchen (Helium-Kerne, 5%) und aus negativ geladenen Elektronen. Beide Teilchenklassen bewirken Stromflüsse, die sich mit dem Sonnenwind entsprechend ihrer Verteilung überlagern und die HCS entsprechend ihrem Verteilungsmuster beeinflussen.

Bekannt und erwiesen ist, dass Magnetstürme während einem HCS-Durchgang besonders stark ausfallen. Dies lässt Rückschlüsse auf starke Wechselbeziehungen zwischen der HCS und der Magnetosphäre der Erde zu. Durch deren Kopplung zu den geladenen Teilchen in den darunter liegenden Atmosphärenschichten, wiederum unmittelbare Einflüsse der HCS auf die Strato- und Troposphäre, was wiederum nicht ohne Einfluss auf das Wetter sein kann.

Das Magnetfeld der Sonne trägt also den Sonnenwind in den Orbit. Durch die Sonnenrotation entsteht eine archimedische Spirale (Kurve, die bei der Bewegung eines Punktes mit konstanter Geschwindigkeit auf einem Strahl entsteht, der mit konstanter Winkelgeschwindigkeit rotiert) in der die Magnetfeldlinien verlaufen. Hieraus ergibt sich ein in der Ekliptik resultierendes Magnetfeld, dass nach seinem Entdecker, dem amerikanischen Astrophysiker Eugene N. Parker, Parker-Spiralfeld genannt wird.

Die HCS ist folglich ein Flächenstrom, der die Sonne mehr oder weniger scheibenförmig umgibt (solares Minimum) und in der eine Umkehr der horizontalen Magnetfeldrichtung stattfindet. Mit zunehmender solarer Aktivität wickelt sich die HCS mehr und mehr auf und nimmt die Form eines Ballerina-Röckchens an. Dabei verschiebt sich ihr relativer Winkel zur Ekliptik mehr und mehr.

Abb.13 nach Alvén, 1981, zeigt die Heliosphärische Stromschicht und das zugehörige Magnetfeld im Meridionalschnitt und in der Draufsicht von Norden (magn. Südpol). Die Ströme fließen dabei entlang logarithmischer Spiralen (archimedische Spiralen), die senkrecht der magnetischen Feldlinien verlaufen. Quelle: „Physik des erdnahen Weltraums“, Prof. Gerd W. Prölss, Universität Bonn.

Da sich die Lage der HCS, wie bereits genannt, mit der solaren Aktivität ebenfalls ändert, entsteht ein komplexes Bild der Polaritäten und Potentialdurchgängen der Erde zur HCS und IPF.

Abb.14: Links ist die Parker-Spirale zu sehen (Wikipedia), die die HCS wiedergibt. Gut zu sehen, dass die HCS keine Ebene, sondern einem fliegenden Ballerina-Rock gleicht. Rechts ist die HCS während des Sonnenmaximum im März 2000 zu sehen, als sich auf Grund der starken magnetischen Aktivität ein zweiter Nordpol ausbildete. Die HCS hat sich immer mehr verdreht und die Form eines Schneckenhauses angenommen (Abb. rechts, Quelle: NASA). In der Mitte ist die Verbiegung der Azimutkomponente der HCS auf der Höhe der Erdbahn abgebildet, wobei zusätzliche Magnetfeldsektoren entstehen, Quelle: Prof. Gerd W. Prölss.

Dieses Gebilde der HCS wird von der Erde bei aktiver Sonne mehrfach pro Woche durchlaufen.

Weiter ist (jedem) bekannt, dass die geladenen Teilchen aus der Sonne vom Erdmagnetfeld abgeschirmt werden. In den Polargebieten dringen die Teilchen tief in die Erdatmosphäre ein. Dies gilt für die Sonnenteilchen (Materie), nicht für die magnetischen Impulse, die durch den Sonnenwind ausgelöst werden. Bekannt ist weiter die Vorhersage des Sonnenwindes und sog. koronaler Massenauswürfe, bei denen große Mengen Plasma ins All geschleudert werden, zum Schutz der irdischen Infrastruktur – eine Infrastruktur, die den daraus induzierten Strom aufnehmen und zu Störungen im Funkverkehr oder zum Ausfall der Geräte führen kann.

Seit Svensmark ist bekannt, dass geladene Aerosolpartikel, die z.B. durch kosmische Strahlung entstehen, bis zu 10-mal so effektiv in der Bildung von Wolkentröpfchen sind als ungeladene. Bei jedem Durchgang durch die HCS wirkt auf die geladenen Partikel in der Tropo- und Stratosphäre (Kopplung Magnetosphäre zu den geladenen Teilchen in der Strato- und Troposphäre) durch den Stromfluss eine Kraftkomponente (Elektrodynamik), die die Verteilung der geladenen Aerosolpartikel verändert. Daher ist davon auszugehen, dass örtliche Konzentration sowie Verdünnungen entstehen, was nicht ohne unmittelbaren Einfluss auf das Wettergeschehen in der Atmosphäre bleiben kann.

Abb.15 zeigt am Beispiel eines starken solaren Ereignissen (CME), wie sich die beiden Teilchenarten des Sonnen-Plasmas (Sonnenwindes) entlang des IPF ausbreiten. Die Abbildung links zeigt die Elektronenfront, die der Ionenfront vorauseilt und die Abbildung rechts das Eintreffen des ionisierten Plasmas auf die Erde, ca. 10 Minuten später, beides Quelle: NASA. Beide geladenen Teilchenarten folgen dem Verlauf der solaren Magnetfeldlinien.

Trifft ein CME auf das Magnetfeld der Erde, werden gewaltige Energiemengen freigesetzt, die sich optisch in Polarlichtern zeigen. Ein einziger Polarsturm setzt dabei bis zu 200 GW Leistung um, was der Leistung von etwa 80 Kernreaktoren entspricht. Aufgrund der erhöhten Elektronendichte in der Ionosphäre kommt es zu Störungen in der Rundfunkübertragung. Die durch die Ionenfront in der Atmosphäre ausgelösten Ströme sind so stark, dass die durch sie in Leitungsnetzen induzierten Ströme, Netze, wie Trafo- oder Relaisstationen zerstören.

Ein starker Sonnensturm, wie wir diesen in 2026 öfter hatten, bewirkt demnach (mit der ihm zugehörigen HCS), dass in einem Raumintervall der Erde (die Nordhalbkugel der Erde ist bekanntlich im Sommer der Sonne zugewandt!) die für die Regenbildung so wirksamen el. geladenen Aerosolpartikel förmlich weggeblasen werden. Die sind natürlich nicht aus der Erdatmosphäre verschwunden, sondern befinden sich woanders (z. B. bei den Philippinen). Was zur Folge hat, dass ein Raumgebiet der Erde besonders trocken und dass andere besonders nass ist.

Abb.16 links (ergänzt nach Quelle NASA) zeigt die Auswirkungen des IPF auf das irdische Magnetfeld. Das IPF lässt sich im Raum in drei Koordinaten zerlegen, wobei zwei in der Ekliptik liegen und eine (Bz) senkrecht dazu. Die Änderung dieser Komponente ist besonders interessant, weil sie parallel zum Erdmagnetfeld verläuft und daher mit diesem wechselwirkt. Die Abbildung rechts zeigt, wie sich die Feldlinien des IPF im Raum ausbreiten.

Die besondere Bedeutung der Bz-Komponente des IPF liegt darin, dass diese Komponente mit dem Erdmagnetfeld am stärksten wechselwirkt. So sind Polarlichter, die ein direkt beobachtbares Zeichen starker Sonnenaktivität sind, umso wahrscheinlicher, je stärker das IPF und je negativer deren Komponente, die Bz ist. Dies hängt damit zusammen, dass südlich (negativ) gerichtete Magnetfelder des IPF, die antiparallel zu den Magnetfeldlinien des Erdmagnetfeldes verlaufen, das Magnetfeld der Erde schwächen, so dass es dabei zu einem magnetischen Kurzschluss kommt (bei Verschmelzen der Feldlinien). Der magn. Schutzschild der Erde ist dann durchlöchert und geladene Teilchen können bis in niedere Breiten in tiefere Schichten der Erdatmosphäre gelangen. Nach Untersuchungen der NASA gelangen bis zu 20-mal mehr geladene Teilchen dann in die unteren Atmosphärenschichten.

Diese Info war unter hier zu finden und ist heute gelöscht. Ist schon merkwürdig, dass im Netz ausgerechnet die Links gelöscht wurden (siehe auch Abb.8), die Belege für die natürlichen Ursachen des „menschengemachten Klimawandels“ liefern. Aber dies kennen wir ja von Deutschland, wo ebenfalls die Links gelöscht wurden, die dem DWD bei dem Vergleich seiner Jahrestemperaturen für Deutschland Manipulation beweisen. Siehe den Beitrag „Die globalen Temperaturen steigen und steigen – oder etwa nicht?“ und darin die Abb.17. Wie sagte noch der Physik-Nobelpreisträger John Clauser auf der diesjährigen EIKE-Wissenschaftskonferenz zu den Arbeiten des IPCC: „Praktisch alle Zahlen sind Betrug“.

Bekanntlich sind die Auswirkungen der Teilchenströme in den Polregionen am größten, weil dort die magnetischen Feldlinien ausfließen. Daher liegt es nahe zu untersuchen, inwieweit dies Auswirkungen auf die dortigen Klimaparameter hat, wenn postuliert wird, dass geladene Atmosphärenteilchen Einfluss auf das Wetter und damit auf die Temperaturen haben.

Abb.17 (Quelle): Zu sehen sind jeweils die vertikale (Z) Komponente des Erdmagnetfeldes. Gewählt wurden zwei Punkte, die sich gegenüberstehen (rotes und grünes Kreuz) und deren Resultierende nahe dem magnetischen Nordpol liegt (rote Zeitreihe). Der Temperaturgang der arktischen Temperaturen stimmt exakt mit der magnetischen Aktivität der Bz-Komponente, wie diese durch den Sonnenwind moduliert wird, überein.

Antiparallele Ausrichtung der IPF-Feldlinien führen zu einer Schwächung des Erdmagnetfeldes, wodurch mehr geladene Teilchen in die unteren Atmosphärenschichten gelangen. Nun ist das solare Magnetfeld kein Dipol, wie bei der HCS gesehen (Abb.14) und die Erde nicht permanent im Bereich einer Polarität, insbesondere nicht, wenn sich die Aktivität der Sonne erhöht.

Abb.18 oben, Quelle, zeigt vereinfacht die Wechselwirkung des IPF mit dem Erdmagnetfeld (weiße Pfeile) und den Verlauf der Feldlinien im solaren Minimum, wenn magnetischer und geographischer Nordpol räumlich zusammen liegen. Darunter sind die globalen Temperaturanomalien in der Fläche für den Zeitraum 12/1978 – 11/2006 zu sehen. Am magnetischen Nordpol (Kreis), wo die Feldlinien und somit die geladenen Partikel einfließen, kommt es zu einer Temperaturerhöhung und am Südpol, wo die Feldlinien heraustreten, also keine Partikel einfließen, kommt es zu einer deutlichen Temperaturabnahme. Die Nordhalbkugel wird also wärmer. Erinnert doch etwas an das Wettergeschehen im Sommer 2026 bei uns.

2. Zwischenergebnis:

Durch Wechselwirkung des Sonnenwindes (Magnetfeld) mit dem Magnetfeld der Erde, kommt es über die Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes zu einer deutlichen Temperaturerhöhung im Norden (Polargebiet) und einer Temperaturabnahme am Südpol.

Die gezeigte polare Temperaturverteilung ist ein Hinweis, dass geladene Aerosolpartikel unmittelbar auf Wetter und damit auf die Temperaturen Einfluss nehmen. Dort, wo die magnetischen Feldlinien und mit ihnen der ionisierte Partikelstrom einfließt, kommt es laut NASA zu einer 20-fachen Erhöhung der ionisierten Sonnenpartikel, und dort stellt sich auch die deutlichste Temperaturzunahme ein. Im Gegenpol kommt es stattdessen zu der deutlichen Temperaturabnahme.

Weiter ist Fakt, dass sich die Nordhalbkugel (deutlich) stärker erwärmt als die Südhalbkugel (Abb.19). Sicherlich gibt es dafür mehrere Erklärungen als die Auswirkungen des Magnetfeldes der Sonne. So hat die Nordhalbkugel deutlich mehr Landmasse. Diese Argumentation gilt jedoch nicht für die Polargebiete (Abb.20).

Abb. 19, Quelle, zeigt die globale monatliche Durchschnittstemperatur der unteren Troposphäre seit 1979 für die Tropen sowie die nördlichen und südlichen Erdhalbkugel (die Breitengrade sind angegeben), nach Angaben der University of Alabama in Huntsville, USA. Die Grafik basiert auf Daten des TIROS-N-Satelliten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die von Dr. Roy Spencer und Dr. John Christy (beide vom Global Hydrology and Climate Center der University of Alabama in Huntsville, USA) ausgewertet wurden. Die dicken Linien stellen den einfachen gleitenden 37-Monats-Durchschnitt dar, der annähernd einem gleitenden 3-Jahres-Durchschnitt entspricht.

Anmerkung: Die Abkühlungs- und Erwärmungsphasen, die direkt durch den Ausbruch des Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 bzw. das El-Niño-Ereignis von 1998 beeinflusst wurden, sind deutlich erkennbar – insbesondere in den Tropen und den nördlichen Gebieten. Letzter dargestellter Monat: Juni 2026. Letzte Aktualisierung der Grafik: 10. Juli 2026.

Abb.20, Quelle, zeigt die globale monatliche Durchschnittstemperatur der unteren Troposphäre seit 1979 für die Regionen um Nord- und Südpol, nach Angaben der University of Alabama in Huntsville, USA. Diese Grafik basiert auf Daten des TIROS-N-Satelliten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die von Dr. Roy Spencer und Dr. John Christy (beide vom Global Hydrology and Climate Center der University of Alabama in Huntsville, USA) ausgewertet wurden. Die dicken Linien stellen den einfachen gleitenden 37-Monats-Durchschnitt dar, was annähernd einem gleitenden 3-Jahres-Durchschnitt entspricht. Letzter dargestellter Monat: Juni 2026. Letzte Aktualisierung des Diagramms: 10. Juli 2026.

Abb.20 zeigt, dass sich die Temperatur der Landmasse des Südpols nicht verändert hat, bzw. leicht abnimmt, wogegen sich die Meereismassen des Nordpols deutlich erwärmt haben.

Neben der Temperatur ist der Zusammenhang zwischen der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes und der Trockenheit unübersehbar, wie weiter die folgenden Arbeiten zeigen.

Abb.21 ist aus der Arbeit, “Does the solar wind affect the solar cycle?”, Israelevich et al., Astron. Astrophys. 362, 379-382 (2000) und zeigt die Datenreihe der Bz-Komponente:

Abb.21 zeigt die Bz von 1973 – 2000 als gleitendes Mittel über sieben Sonnenrotationen. Die gestrichelte Linie gibt ihren Mittelwert im Betrachtungszeitraum an. Auffällig ist der starke negative Peak in 1998 (1). Im gesamten Betrachtungszeitraum ist dies die stärkste negative Komponente. Sie fällt zusammen mit dem stärksten El-Niño-Ereignis seit 50 Jahren. Wie bereits festgehalten, wird das Erdmagnetfeld umso mehr geschwächt und es treten umso verstärkt Polarlichter auf, je negativer die Bz ist.

Wird nun Abb.21 mit der Wolkenbedeckung (und der kosmischen Strahlung*3)) in Relation gesetzt, wird deren Zusammenhang sichtbar.

Abb.22, Quelle: Marsh & Svensmark, 2003, zeigt die untere Wolkenbedeckung (blau) von 1983 – 2002 nach Daten des ISCCP und dazu die kosmische Strahlung (CR), gemessen in der Anzahl der Neutronen. Sie zeigt den deutlichen Zusammenhang beider Parameter. Die untere Wolkenbedeckung folgt dem Verlauf der CR. Auffallend ist der starke Einbruch in der Wolkenbedeckung im Jahr 1999 (1), der sich in der kosmischen Strahlung nicht wieder findet. Er ist jedoch in der Bz-Komponente genauso deutlich zu sehen (vorherige Abbildung). Auch die Minima (2), (3) und (4) in der Bz finden sich in der Wolkenbedeckung gleichfalls exakt wieder.

Da die Zeitreihe der unteren Wolkenbedeckung bei Marsh & Svensmark erst 1983 beginnt, wurde die kleine Abbildung der Wolkenbedeckung herangezogen (die Vergrößerung zeigt den Text und die Quelle). Dortiges Minima in der Wolkenbedeckung in 1982 fällt ebenfalls mit dem starken Minima der Bz in 1982 zusammen.

3. Zwischenergebnis

Die Schwächung der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes durch eine starke solare Aktivität steht in direktem Zusammenhang mir der Wolkenbedeckung und der kosmischen Strahlung und damit von trockenen Jahren.

*3) Nach dem Svensmark-Effekt ionisiert die kosmische Strahlung Luftmoleküle, wobei über Umwege (Sulfate) auch ionisierte Schwefelsäure entsteht. Diese bildet mit Wassermolekülen und neutraler Schwefelsäure ein Clusterion (CN). Dessen negative Ladung erleichtert die Nukleation (Anlagerung weiterer neutraler Moleküle), so dass ein kritischer Cluster (CCN) von 1-2nm entsteht. An diesen Cluster lagern sich weitere Moleküle an, wodurch ein Aerosolpartikel für die Tröpchenbildung entsteht (cloud droplets). Weiter ist seit dem Erfinder der Nebelkammer, Charles Thomson Rees Wilson bekannt, dass Ionen von Sauerstoffmolekülen sofort von Wassertropfen umschlossen werden. In der unteren Atmosphäre sind dies die Keimzellen für Regentropfen.

Abb.23, Quelle: Fangqun Yu, Atmospheric Sciences Research Center, State University of New York, “Cosmic Rays, Particle Formation, Natural Variability” zeigt den Beginn des Wolkenentstehungsprozesses. Ohne Aerosole können keine Keime für die Wolkenbildung (CCN) entstehen und damit auch keine Wolken, die Regen bringen können. Geladene Aerosole sind dabei bis zu 10-mal effektiver als ungeladene.

Teil 3: Die Wahrheit liegt in der Naturphysik und nicht der Klimareligion , in Kürze.

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

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Glückwunsch zum Jahrestag – Die Dekarbonisierung in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf

16. August 2026 - 11:01

Das Kohleausstiegsgesetz verlangt zum 15. August 2026 eine Überprüfung der Folgen für Versorgungssicherheit und Strompreise. Der Termin verstreicht. Abgeschaltet wird trotzdem. Gesetzestreue scheint für die neufeudale Klasse etwas zu sein, was sie nicht betrifft.

von Frank Hennig

Sehr geehrte Frau Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, sehr geehrte Herren Staatssekretäre, sehr geehrte Führungskräfte des Wirtschaftsministeriums,

ich begrüße und beglückwünsche Sie am heutigen 15. August 2026 zur nunmehr zweiten Verfehlung eines Termins nach Paragraf 54 des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG).

Zitat: (1) Die Bundesregierung überprüft zum 15. August 2022, zum 15. August 2026, zum 15. August 2029 sowie zum 15. August 2032 auf wissenschaftlicher Grundlage einschließlich festgelegter Kriterien und dazugehöriger Indikatoren die Auswirkungen der Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung auf die Versorgungssicherheit, auf die Anzahl und die installierte Leistung der von Kohle auf Gas umgerüsteten Anlagen, auf die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung und auf die Strompreise . . .

Der Standhaftigkeit, mit der Sie Verpflichtungen aus einem selbstgeschaffenen Gesetz ignorieren, gebührt höchste Anerkennung. Noch größer ist nur die Bewunderung für den Kanzler, den Koalitionspartner, vor allem aber der Opposition, diese Leistung durch Vermeidung von Kritik zu honorieren.

Während jeder Steuersäumige, jeder Falschparker und Ladendieb im Land die Gesetzeskraft auch zu spüren bekommt, bleibt die Nichteinhaltung eines gesetzlich durch Ihren Vorgänger festgelegten Termins zu einer Grundsatzfrage der Energieversorgung durch Sie völlig folgenlos. Das vorherige Ministerium für Wirtschaft und Klima (MWK) bemühte sich noch um eine verschwurbelte Begründung für die zum 15. August 2022 nicht erfolgte Evaluation und kündigte diese für das erste Quartal 2023 an. Folgenlos verstrich dieses Quartal, bis Staatssekretär Michael Kellner (Grüne) im Juni 2024 den Ausschuss MWK über den „Stand der Erstellung des Berichts“ informierte. Kurz zusammengefasst: Putin ist Schuld und die internationale Energiekrise und es gibt noch keine Einigung mit der EU zu einer Kraftwerksstrategie, die für den Bau von Ersatzkraftwerken sorgen soll.

Nun gibt es das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG),
das Sie ohne Vorliegen einer Evaluierung des bisherigen Kohleausstiegs schufen. Rückwärtsgewandte Kräfte würden das als leichtsinnig verunglimpfen, ich finde es progressiv klimabewusst. Die Ausschreibung der Gaskraftwerke und steuerbarer Kapazitäten soll am 8. September 2026 beginnen, die Inbetriebnahme der neuen Gaskraftwerke wird nicht vor 2031 stattfinden. Andere Festlegungen des KVBG wie die terminierten Abschaltungen von Kohlekraftwerken bis 2030 werden standhaft umgesetzt, ohne die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, die installierte Leistung, die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung und die Strompreise nach Paragraf 54 bewertet zu haben. Vermutlich wird auch der gesetzlich fixierte Kohleausstieg in NRW bis 2030 gerissen werden, aber man muss sich in guter Tradition nicht von Gesetzen knebeln lassen, wenn eine progressive Grundeinstellung vorliegt.

Sie handeln außerordentlich mutig, ehrgeizig, ambitioniert und optimistisch und die absehbare Strommangellage ab 2030 werden wir gemeinsam bewältigen, indem wir uns unterhaken und allen Miesmachern und der Welt zeigen, wie wir (nach Aussage Ihres Vorvorgängers Altmaier) als einziges Land der Welt gleichzeitig aus Atom und Kohle aussteigen können.

Sie haben von Ihrem Vorgänger die Wegweisung zu einer angebotsorientierten Energieversorgung geerbt und werden diesen Weg alternativlos gehen, denn die fossile Vergangenheit kann nicht die Zukunft sein. Wenn wir den Energieverbrauch solidarisch senken und Klimagerechtigkeit gegenüber den Ländern des globalen Südens herstellen, werden wir ihnen ganz nah sein.

Nun hat Ihr Ministerium eine Evaluierung des Kohleausstiegs nach Paragraf 54 noch für 2026 angekündigt. Was auch immer der Inhalt sein wird, lassen Sie sich nicht beirren. Ihre CDU als Blockpartei wird hinter Ihnen stehen.

15. August 2026
Mit freundlichem Gruß und guten Wünschen
Frank Hennig

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Zentralbanken setzen trotz Zusammenbruchs grüner Phantasien weiterhin auf Klimaregulierung.

16. August 2026 - 8:00
WUWT, Gastautor, Tilak Doshi

Am vergangenen Wochenende, als Waldbrände Teile Südeuropas weiterhin verwüsteten, warnte Frank Elderson vom Direktorium der Europäischen Zentralbank in einem Artikel im Guardian , dass die „Klima- und Naturkrisen“ nun eine direkte Bedrohung für die „zentrale Finanzstabilität“ und sogar die „zentrale Preisstabilität“ darstellten. Die Zerstörung von Ökosystemleistungen sei keine „weltfremde Umweltschutzaktion“, sondern „zentrale ökonomische Frage“. Die EZB, fügte er hinzu, vertiefe bereits ihre Überprüfung der Engagements von Banken in Bezug auf naturbezogene Risiken; weitere Analysen würden im Laufe des Jahres erwartet.

Dieselbe Institution, die nur zehn Tage zuvor stillschweigend ihren „Klimafaktor“ im „Sicherheitenrahmen des Eurosystems“ auf nichtfinanzielle Unternehmenskredite ausgeweitet hatte. Frühestens ab Ende 2027 werden Kredite an Unternehmen, die als „Übergangsschocks durch den Klimawandel “ ausgesetzt gelten, mit einem zusätzlichen Abschlag von bis zu 5 % belegt. Die Entscheidung vom Juli und Eldersons Rhetorik vom August passen zusammen: Die EZB instrumentalisiert weiterhin die Klimapolitik (und nun auch die Naturpolitik), obwohl sich die empirische, politische und marktwirtschaftliche Lage entscheidend zuungunsten der Klimaalarmisten verschiebt.

Von Waldbränden bis hin zu Wertverlusten bei Sicherheiten

https://greencentralbanking.com/2026/07/27/ecb-expands-climate-factor/

Wie Green Central Banking berichtete , wird der Klimafaktor – der bereits seit Mitte 2025 auf nichtfinanzielle Unternehmensanleihen angewendet wird – nun auch auf Kreditforderungen ausgeweitet, was eine erhebliche Ausweitung seines Strafcharakters bedeutet.

Die EZB stellt dies als bloßes Risikomanagement gegen Schocks durch politische Änderungen, technologische Entwicklungen, verändertes Konsumverhalten, Rechtsstreitigkeiten oder makroökonomische Anpassungen dar. In Wirklichkeit handelt es sich um grüne Industriepolitik unter anderem Namen: die systematische Erhöhung der Kapitalkosten für CO₂-intensive Aktivitäten unter dem Deckmantel des Schutzes der Zentralbankbilanz.

Die Bank von England hat parallel gehandelt. Im Juni schloss sie Anleihen von Kohlebergbauunternehmen von der Förderfähigkeit aus und kündigte Abschläge für Sektoren an, die vom [politisch und ideologisch gewünschtem] Übergang zur Klimaneutralität betroffen sind. Beide Institutionen behaupten, lediglich finanzielle Risiken zu adressieren und nicht Kapital zu lenken. Dies ist eine Spitzfindigkeit. Wenn eine Zentralbank umstrittene Klimaszenarien in die Bewertung der Vermögenswerte einbezieht, die Banken zur Liquiditätssicherung verpfänden müssen, verliert sie ihre Rolle als neutraler Kreditgeber letzter Instanz und wird zum Akteur der Klimaindustrie . Zudem bürdet sie einem Privatsektor, der in den meisten westlichen Ländern bereits durch hohe Regulierungskosten belastet ist, zusätzliche Compliance-Kosten auf.

Die Zentralbank als Klimaschutzbeauftragte

Ich habe bereits ausführlich ( hier und hier ) über die fatale Kombination aus Inkompetenz und Übergriffigkeit geschrieben, die entsteht, wenn Zentralbanken sich ESG-Kriterien zuwenden. Mark Carney, der gefeierte „ Starbanker “, verkörperte diesen Trend als Gouverneur der Bank of England und später als UN-Sondergesandter. Er drängte Zentralbanken dazu, zu ESG-Aufseher zu werden und berief sich dabei auf Adam Smiths Theorie der ethischen Gefühle, um die Übertragung seiner moralischen Überzeugungen auf die Kapitalmärkte zu rechtfertigen. Das Network for Greening the Financial System (NGFS), die Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) und die Net Zero Banking Alliance (NZBA) entstanden allesamt aus dieser Denkweise und Carneys Bemühungen. Institutionen, deren eng gefasstes Mandat in der Preis- und Wechselkursstabilität durch Zinssätze und Liquidität besteht, wurden in das Geschäft der globalen Rettung hineingezogen.

Auch wenn es dem „normalen Menschenverstand“ zuwider läuft – hier die Beschreibung des eigenen Sendungsbewusstseins bei Green Finance

Warum sollten sich Zentralbanken auf grüne Finanzierung konzentrieren?

Den Zentralbanken kommt eine Schlüsselrolle bei den globalen Bemühungen zur Erreichung der Netto-Null-Ziele und zur Abwendung der Klimakrise zu.

Mit den ihnen bereits zur Verfügung stehenden Instrumenten können Zentralbanken die Geldpolitik und die Kapitalanforderungen anpassen, um Investitionen weg von fossilen Brennstoffen und anderen kohlenstoffintensiven Industrien zu lenken und stattdessen eine Zukunft aufzubauen, die auf grünen Finanzen basiert.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Um eine katastrophale Klimakrise zu verhindern, müssen die globalen Treibhausgasemissionen innerhalb weniger Jahre gestoppt werden. Im Pariser Abkommen haben sich die Staaten auf das Ziel geeinigt, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C, vorzugsweise auf 1,5 °C, zu begrenzen. Der Weltklimarat (IPCC), die Internationale Energiebehörde (IEA) und das Netzwerk für ein grüneres Finanzsystem (Network for Greening the Financial System) haben Wege für die notwendigen Emissionsreduktionen aufgezeigt, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Klimawandel fällt in den Aufgabenbereich der Zentralbanken.

Die einzigartige Macht und der Einfluss von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden verleihen ihnen eine besondere Verantwortung, die Welt auf diesem Weg zu begleiten. Entgegen anderslautenden Behauptungen fällt die Bewältigung der Klimakrise in den Aufgabenbereich der Zentralbanken, da die langfristige Klimastabilität unerlässlich für die finanzielle, wirtschaftliche und soziale Stabilität ist.

Der Klimawandel bietet auch eine notwendige Gelegenheit, die dualen oder hierarchischen Mandate der Zentralbanken zu unterstützen, sei es das Beschäftigungsmandat der Federal Reserve, das Wirtschaftswachstumsmandat der Chinesischen Volksbank oder das Mandat der Europäischen Zentralbank zur Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der EU.

Laut IEA erfordert das Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 einen drastischen Rückgang der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen . Dies bedeutet, dass keine neuen Öl- und Gasfelder, Kohlebergwerke oder deren Erweiterungen benötigt werden. Folglich müssen Investitionen in neue Projekte zur Nutzung fossiler Brennstoffe noch in diesem Jahr eingestellt werden, wenn die globalen Temperaturziele erreicht werden sollen. Dadurch sind solche Projekte extrem anfällig für Fehlinvestitionen.

Gleichzeitig müssen die Investitionen im Zusammenhang mit der Energiewende bis 2030 jährlich um 4 Billionen US-Dollar steigen, wodurch saubere Energie zu einer deutlich intelligenteren Wahl für das mittelfristige Portfoliowachstum wird. ….

https://greencentralbanking.com/central-banks-green-finance/

Der Boden unter den Füßen schwankt, doch der Glaube bleibt bestehen.

Die Diskrepanz ist gravierend. Zwar existiert das NGFS noch, ist aber stark geschwächt. Die US-Notenbank Federal Reserve , die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation), das OCC (Office of the Comptroller of the Currency), das Finanzministerium und die FHFA (Federal Housing Finance Agency) zogen sich Anfang bis Mitte 2025 zurück und begründeten dies mit einer Ausweitung ihrer Aufgaben über die gesetzlichen Mandate hinaus. Die GFANZ ist heute stark geschwächt und restrukturiert, aber nicht vollständig zusammengebrochen. Im Januar 2025 gab sie die Verpflichtung zu Netto-Null-Emissionen über Branchenallianzen auf, öffnete die Beteiligung auf weitere Branchen und konzentrierte sich auf die Kapitalmobilisierung, insbesondere in Schwellenländern. Die NZBA ist vollständig zusammengebrochen. Nach einem Massenaustritt großer US-amerikanischer, kanadischer, europäischer und anderer Banken stimmten die verbleibenden Mitglieder im Oktober 2025 für die Einstellung ihrer Geschäftstätigkeit .

Trotz der verstärkten Bemühungen der EZB schrumpft der private ESG-Komplex, der das intellektuelle und finanzielle Gerüst für „grüne Finanzen“ darstellte. Globale nachhaltige Fonds verzeichneten 2025 Nettoabflüsse von rund 84 Milliarden US-Dollar – das erste Jahr mit einem Gesamtrückfluss seit Beginn der systematischen Erfassung durch Morningstar. US-amerikanische nachhaltige Fonds mussten das dritte Jahr in Folge Abflüsse hinnehmen. Aktuellere Daten des Investment Company Institute zeigen, dass Fonds, die nach ESG-Kriterien investieren, allein im Juni 2026 Nettoabflüsse von 1,45 Milliarden US-Dollar verzeichneten.

Das ESG-Label ist in weiten Teilen des amerikanischen Marktes als politisch-toxisch verpönt; Fonds werden schneller geschlossen als neu aufgelegt; Vermögenswerte unter diesem Label stagnieren oder sinken aufgrund regulatorischer Kontrollen und einer im Vergleich zu konventionellen Fonds schwächeren Performance. Was einst als unaufhaltsamer Vormarsch des „ Stakeholder-Kapitalismus “ vermarktet wurde, hat sich angesichts höherer Zinsen, der Realitäten im Energiesektor und des politischen Widerstands in den konservativen US-Bundesstaaten als anfällig erwiesen. Am kritischsten ist wohl die Befürchtung, dass ESG-Fondsmanager wegen Verletzung ihrer treuhänderischen Pflichten gegenüber den Begünstigten rechtlich belangt werden könnten.

Dieser Rückzug des privaten Marktes fällt mit einem breiteren Positionswechsel im Lager der Klimaaktivisten zusammen – einem Wandel, den die EZB, Brüssel und ihre grünen Verbündeten offenbar bewusst ignorieren. Im April 2026 zog das internationale Komitee, das für die Szenarien des Siebten Sachstandsberichts des IPCC zuständig ist, die Extremszenarien, darunter RCP8.5 und seine SSP-Äquivalente, offiziell zurück. Roger Pielke Jr. und andere hatten jahrelang dokumentiert, dass RCP8.5 – welches von Aktivisten, Medien und sogar einigen Zentralbank-Stresstests lange als „Business as usual“ betrachtet wurde – auf unplausiblen Annahmen zu Kohleverbrauch, Bevölkerungswachstum und technologischer Stagnation beruhte.

Die Szenario-Entwickler des IPCC selbst haben es nun als „unplausibel“ bezeichnet. Die extremen Erwärmungsszenarien, die Billionen an Investitionen in grüne Technologien, Strafmaßnahmen und die gesamte Architektur des Europäischen Green Deals rechtfertigten, wurden stillschweigend zurückgenommen. Die drohende Apokalypse ist abgewendet; was bleibt, ist ein weitaus weniger alarmierendes Spektrum an möglichen Ergebnissen, das den wirtschaftlichen Selbstschaden, den die europäische Industrie und die Haushalte derzeit erleiden, in keiner Weise rechtfertigt.

Gleichzeitig hat die zweite Trump-Administration eine anhaltende Gegenoffensive gegen die globalistische Klimaagenda an mehreren Fronten gestartet. Finanzminister Scott Bessent hat die Weltbank und den IWF besonders effektiv in ihre Schranken gewiesen. Er kritisierte öffentlich deren Ausweitung auf Klima-, Gleichstellungs- und Sozialfragen und forderte sie auf, sich wieder auf ihre Kernaufgaben: Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum und Finanzstabilität zu konzentrieren. Unter dem anhaltenden Druck der USA als größtem Anteilseigner gab die Weltbank ihr Ziel, 45 % ihrer Kredite in klimabezogene Projekte zu lenken, formell auf . Die Institution wird nun dazu angehalten, bezahlbare und zuverlässige Energie – einschließlich fossiler Brennstoffe – zu finanzieren, anstatt willkürliche grüne Quoten zu verfolgen, die die Entscheidungsfindung verzerren und Ressourcen von Gesundheit, Bildung und grundlegender Infrastruktur in Entwicklungsländern abziehen. Der IWF integriert seine Abteilungen für Klima und Gleichstellung in seine konventionellen makrofinanziellen Tätigkeiten.

Hierbei handelt es sich nicht um geringfügige bürokratische Anpassungen; sie stellen eine entschiedene Ablehnung der Idee dar, dass multilaterale Entwicklungsfinanzierung dazu dient, die westliche Netto-Null-Orthodoxie dem globalen Süden aufzuzwingen.

Sogar Zentralbanken gehorchen den Gesetzen der Physik und Ökonomie.

Trotz dieser tiefgreifenden Veränderungen – dem wissenschaftlichen Rückzug von Extremszenarien, der politischen Ablehnung in den USA, der Kapitalflucht aus ESG-Kriterien und den zunehmenden Beweisen für wirtschaftliche Schäden durch die Dekarbonisierung – hält die EZB an ihrem Kurs fest. Christine Lagardes EZB behandelt, ähnlich wie die Bank of England, das „Klimawandelrisiko“ weiterhin als Naturgewalt, die defensive, präventive Finanzmaßnahmen der Expertenklasse erfordert, anstatt es als das weitgehend politisch bedingte Phänomen zu begreifen – das es in Wirklichkeit ist und von der Expertenklasse selbst herbeigeführt wird.

Das „Übergangsrisiko“ ist keine physische oder technologische Unvermeidlichkeit, entgegen Al Gores apokalyptischen Vorhersagen vor 20 Jahren. Es ist das Risiko, das von Regierungen geschaffen wird, die durch Regulierungen, CO₂-Bepreisung und Subventionsprogramme, die auf den bereits überholten Szenarien des IPCC basieren, drohen, Vermögenswerte wertlos werden zu lassen . Zentralbanken, die diese Bedrohungen durch Abschläge auf Sicherheiten verstärken, managen kein Risiko – sie erzeugen es.

Die tieferliegende Problematik ist institutioneller Natur. Sobald Zentralbanken der Meinung sind, dass ihr Aufgabenbereich die Steuerung des Energiemixes und die Bewertung von „Ökosystemleistungen“ umfasst, fehlt ein kohärentes Abgrenzungsprinzip. Naturbezogene Risiken, Biodiversität, soziale Gerechtigkeit und jede weitere progressive Priorität können als „finanzielle Risiken“ dargestellt werden, die ihre [der Zentralbanken] aufsichtsrechtlichen Eingriffe erfordern. Preis- und Währungsstabilität treten in den Hintergrund; die demokratische Rechenschaftspflicht dem Souverän gegenüber, wird geschwächt. Zentralbanken werden zu den finanziellen Vollstreckern der grünen Agenda.

Europäische Haushalte leiden bereits unter den Folgen hoher Energiekosten, dem Druck der Deindustrialisierung und dem Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA und Asien, wo reichlich Energie nach wie vor strategische Priorität hat. Die stärkere Einbeziehung von Klima- (und Natur-) Faktoren in die Finanzierungsstruktur wird diese Trends verstärken, indem sie die Kapitalkosten für genau jene Sektoren erhöht, die den Kontinent weiterhin mit Energie versorgen und den Wohlstand erhalten.

Der Klimaindustrie-Komplex zeigt bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Fünfzig Jahre gescheiterter Klimaprognosen spielen keine Rolle. Profiteure in den Schaltstellen überspielen das Scheitern aufeinanderfolgender Klimakonferenzen, die keinerlei nennenswerte Emissionsreduktionen erreichen konnten. Sie überstehen die wirtschaftlichen Kosten des europäischen Klimaexperiments, selbst wenn dieses für den Durchschnittshaushalt unerträglich geworden ist. Und er scheint auch das stille Begräbnis seiner bevorzugten, von der UNO abgesegneten Extremszenarien und die Trump’sche Energiewende zu überstehen. Doch Kapital ist mobil, die Wähler sind unruhig, und die physische und wirtschaftliche Realität – der Bedarf an reichlich vorhandenen fossilen Brennstoffen, die parasitäre Unbeständigkeit erneuerbarer Energien, der immense Materialaufwand und die Kosten des Programms zur „Energiewende“ – beugt sich nicht institutionellen Anordnungen, selbst wenn Zentralbanken die treibende Kraft sind.

Die jüngsten Manöver der EZB und Eldersons begleitende Rhetorik gleichen einem verzweifelten Abwehrkampf einer grünen Elite, die zwar die sich verändernde Lage erkennt, sich aber nicht von ihrem Glauben lösen kann. Zentralbanken müssen zu ihren eigentlichen, begrenzten Aufgaben zurückgeführt werden: niedrige Inflation, Währungskonvertibilität und Finanzbedingungen, die niedrige, unternehmensfreundliche und wirtschaftswachstumsfördernde Zinsen ermöglichen.

Dieser Artikel wurde zuerst im Daily Sceptic veröffentlicht: https://dailysceptic.org/2026/08/08/central-banks-double-down-on-climate-regulation-despite-collapse-of-green-finance/

https://wattsupwiththat.com/2026/08/10/central-banks-double-down-on-climate-regulation-despite-collapse-of-green-finance/

 

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Globale Ergrünung erreicht einen neuen Rekord, während der Klimanotstand ausbleibt

15. August 2026 - 19:00

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Laut den neuesten in „Nature“ veröffentlichten Forschungsergebnissen hat die weltweite Begrünung aufgrund von CO₂ einen neuen Rekordwert erreicht. Doch Aktivisten weigern sich zu akzeptieren, dass der „Klimanotstand“ ausgeblieben ist.

Die globale durchschnittliche Begrünung der Vegetation erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand und setzte damit einen bereits seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden, deutlichen Aufwärtstrend fort, wie aus aktuellen, in „Nature“ veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Tatsächlich stellte das Jahr 2025 einen Rekord bei der globalen Begrünung der Vegetation dar, wobei sich der durchschnittliche Trend noch weiter verstärkte. An der Spitze der Liste standen mit einer zusätzlichen Begrünung von 77,6 % die Anbauflächen, was bedeutet, dass mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die weltweite Ernährung zu verbessern.

Diese Geschichte der Begrünung – eine Entwicklung, die von Jahr zu Jahr beeindruckender wird – findet in den Mainstream-Medien kaum Beachtung. Sie fehlte jedenfalls in einem kürzlich erschienenen Klimabeitrag von „Sandwich-Board Stanley“ (alias Tim Stanley vom „Telegraph“), der ohne Quellenangabe behauptete, ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion Bangladeschs „könnte bis 2050 verschwinden“. Glücklicherweise gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich diese frei erfundene Befürchtung bewahrheiten könnte, hat sich doch die landwirtschaftliche Produktion in dem Land seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Stanley merkt an: „Die Beweise häufen sich – wir müssen nur aus dem Fenster schauen“, ein Kommentar, der nahelegt, dass Journalisten, die dafür engagiert werden, Meinungen und Überzeugungen zu verbreiten, sich von der Wissenschaft fernhalten sollten, wo Daten und Fakten einen höheren Stellenwert haben.

Zurück zur realen, zunehmend grüner werdenden Welt. Außerdem stellen die in „Nature“ veröffentlichenden Wissenschaftler fest, dass krautige Ökosysteme wie Grasland und Ackerflächen das Begrünungssignal dominieren. 72,1 % der Graslandflächen zeigten eine Begrünung, während die Satellitendaten insgesamt ergaben, dass sich 68,0 % der gesamten Vegetationsfläche verbessert haben – ein Anstieg gegenüber dem im Vorjahr aufgestellten Rekordwert von 67,7 %. „Hotspots“ der Begrünung wurden im südlichen Afrika, im südlichen Südamerika, im Norden Australiens, in Europa, im zentralen Nordamerika und im Norden Chinas beobachtet. In Ostsibirien wurde eine gewisse „Verbraunung“ festgestellt, die auf ungewöhnlich niedrige Temperaturen während der Vegetationsperiode zurückgeführt wurde.

Zur Erfassung der weltweiten Begrünung werden üblicherweise zwei verschiedene Satellitenmessungen herangezogen. Die kürzlich veröffentlichte Studie verwendete den normalisierten Differenzvegetationsindex (NDVI), der misst, wie grün die Landoberfläche erscheint. Andere Studien verwenden den Blattflächenindex (LAI), der die gesamte den Boden bedeckende Blattfläche schätzt und somit ein Maß für die Vegetationsmenge liefert. Obwohl sie unterschiedliche Aspekte des Pflanzenwachstums messen, deuten beide Datensätze auf einen signifikanten Anstieg der globalen Begrünung um mehr als 15 % in den letzten 40 Jahren hin, wobei etwa 70 % dieses Anstiegs auf die Kohlendioxid-Düngung zurückgeführt werden.

Die aktuellen CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre sind im Vergleich zu den Werten der letzten 600 Millionen Jahre sehr niedrig. Tatsächlich ist das jüngste verstärkte Pflanzenwachstum nicht überraschend, da sich der Planet von den gefährlich niedrigen CO₂-Konzentrationen der jüngsten Vergangenheit entfernt. Pflanzen haben sich so entwickelt, dass sie bei CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre gedeihen, die etwa dreimal so hoch sind wie die derzeitigen 420 ppm, und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen eindeutig, dass steigende Werte zu einem schnelleren Wachstum der Flora führen, die sowohl gesünder als auch widerstandsfähiger gegenüber Naturgefahren wie Dürren ist.

Zu den Pflanzen gehören natürlich auch Bäume, und diese haben – unterstützt durch reichlichere Portionen Pflanzennahrung – ordentlich an Gewicht zugelegt. Wenn selbsternannte Umweltschützer nicht gerade eine Autobahn durch den Amazonas-Regenwald bahnen, um den Transport zu einer COP-Konferenz zu erleichtern, oder den Wald nach Balsaholz plündern, um Windkraftanlagen zu bauen, werden die verbliebenen Bäume messbar größer und dicker. Jüngste, in „Nature Plants“ veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass höhere CO₂-Konzentrationen zu einem erheblichen Wachstum der verbliebenen Amazonasbäume geführt haben, wobei ausgewachsene Exemplare pro Jahrzehnt um über 6 % wachsen. „Vorwärts mit Kohlendioxid, nicht mit Kettensägen“ wird leider kein neuer Slogan der Vereinten Nationen sein.

Wie bereits erwähnt, berichten die Mainstream-Medien kaum über die sensationelle Begrünung der Erde – aus offensichtlichen Gründen natürlich, lenkt dies doch von der politischen Botschaft der radikalen Linken ab, die täglich eingehämmert wird, um die „Netto-Null“-Fantasie zu fördern. „Sandwich-Board-Stanley“ ist nur einer von unzähligen „nützlichen Idioten“, die sich zu komplexer Atmosphärenwissenschaft äußern, indem sie vorschlagen, man solle bei jedem extremen Wetterereignis einfach aus dem Fenster schauen. Soweit man sehen kann, hat die BBC in den letzten Jahren nichts über die Begrünung der Erde geschrieben. Der „Guardian“ verfolgt unterdessen einen anderen Ansatz und berichtet über wachsende Vegetation in Grönland und der Antarktis, während sich die von ihm beschriebene globale „Erwärmung“ durchsetzt. Doch diese „Comic Cuts“-Berichterstattung ist meilenweit entfernt von der Realität, in der Hungersnöte durch üppige Ernten verdrängt werden oder dickere Bäume die Plünderungen durch selige grüne Holzfäller ausgleichen. Es handelt sich vielmehr um eine Geschichte über vermehrtes Mooswachstum sowie andere einfache Vegetation an exponierten Küstenabschnitten. Das umfassendere Thema der globalen Begrünung wurde in einem Artikel vom Februar 2025 mit dem düsteren Titel behandelt: „Pflanzen verlieren angesichts der Auswirkungen des Klimawandels den Appetit auf Kohlendioxid.“

An dieser Stelle sollten wir das Wort an Jordan Peterson weitergeben, der einige Tage später im „Telegraph“ auf Stanleys Äußerungen einging und Folgendes schrieb:

Eine weitreichende, katastrophale Wüstenbildung und systemweite Ernteausfälle sind größtenteils ausgeblieben. Stattdessen war der allgemeine Trend durch steigende landwirtschaftliche Erträge und eine zunehmende Vegetationsdichte gekennzeichnet. Was tatsächlich geschah, entsprach nicht den Vorhersagen und sollte eine drastische Neubewertung der gesamten Klimadiskussion erzwingen, nicht zuletzt unter jenen, die sich der Ehrlichkeit und wissenschaftlichen Integrität verschrieben haben.

Chris Morrison ist Umweltredakteur beim „Daily Sceptic“. Folgen Sie ihm auf X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/08/08/global-greening-hits-new-record-as-climate-emergency-fails-to-materialise/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung von Björn Lomborg dazu: 1982-2023 hat die Welt Blätter mit einer Gesamtfläche hinzugefügt, die dem Äquivalent von 4x den zusammenhängenden USA entspricht. Quelle

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Bist du ein Looser, hast keine Freunde? Dann gib dem Klimawandel die Schuld

15. August 2026 - 17:00

Originalbild gekürzt, wegen Copyright: https://theconversation.com/climate-change-may-be-making-us-lonelier-how-heat-waves-and-extreme-weather-disrupt-social-connections-everyone-relies-on-288678

Von Jo Nova

So einen Schwachsinn kann nur ein*e Akademiker*in erfinden. Kein Niveau ist zu niedrig, um zu beweisen: Klimawandel: Schlecht, hohe Staatsausgaben: Gut. [*gilt für beiderlei Geschlechter]

Die arme Fiona Doherty, Assistenzprofessorin für Soziale Arbeit, hat möglicherweise niemanden außerhalb der eigenen Blase getroffen, der ihre Arbeit in Frage stellen könnte, und scheint in dem vornumerischen steinzeitlichen Analysestadium festzustecken.

Offenbar kam ihr nicht in den Sinn, dass heißes Wetter die Menschen in ihre Häuser treibt und isoliert, aber kaltes Wetter denselben Effekt haben könnte. (Karibikurlaube scheinen geselliger zu sein als arktische.) Anscheinend bedachte sie nicht, dass eine leichte globale Erwärmung und kürzere Winter sogar Vorteile für gesellschaftliche Veranstaltungen mit sich bringen könnten. Traurigerweise kam dieser Gedanke auch ihrem Betreuer, dem Gutachter des Forschungsstipendiums, den Studierenden und den Herausgebern von „The Conversion“ nicht in den Sinn.  [Aufmacher]

Immerhin hat sie keine Rechenzeit damit verschwendet, etwas so Kompliziertes wie Kosten minus Nutzen zu modellieren. Das ist ein Paradebeispiel dafür, dass jede Anekdote die These bestätigt.

Die gute Nachricht ist, dass niemand die Anzahl der vereinsamten Menschen überprüft – die schlechte Nachricht ist, dass es keine solche Zahlen gibt.

Und so sind wir wieder beim Stammes- Voodo angelangt: oh Wunder, die Einsamkeit schlägt zu, die Klimageister werden beschuldigt, und den Dorfbewohnern wird gesagt, wenn sie mehr Freunde wollen, brauchen sie mehr Solarpaneele.

Ununterbrochener Unsinn:

Der Klimawandel könnte uns einsamer machen

Fiona Doherty, Die Bekehrung*

Als Assistenzprofessorin für Sozialarbeit an der Universität von Tennessee untersuche ich die Wechselwirkungen zwischen sozialen und ökologischen Krisen, darunter soziale Isolation und extreme Wetterereignisse. Ich habe festgestellt, dass eine der am meisten übersehenen Folgen des Klimawandels seine Fähigkeit sein könnte, die anhaltende Einsamkeitsepidemie zu verschärfen.

Studien zeigen, dass die Zeit, die Amerikaner persönlich mit Freunden und Familie verbrachten, bereits vor der COVID-19-Pandemie abnahm.

Wie immer ist alles auf den „Klimawandel“ zurückzuführen. Es ist ja nicht so, als hätten wir zwanzig Jahre lang kein explosionsartiges Wachstum im Bereich Internet und Smartphones erlebt, das uns ebenfalls einsam gemacht hätte, oder?

Schwere Stürme, Hitzewellen und Waldbrände können das soziale Leben einer Gemeinde zum Erliegen bringen: Feste werden überflutet , Gemeindeveranstaltungen werden abgesagt und die Menschen belieben in ihren Häusern.

Ja, in den guten alten Zeiten gab es keine Überschwemmungen oder Stürme, nur die Pest, die Ruhr und das Gelbfieber, die die Leute von Festen fernhielten. Damals war alles so viel einfacher. Solange die Pferde nicht lahmten und niemand Krieg erklärte oder Ähnliches.

Sie sind auch ein Beweis dafür, dass der Klimawandel nicht nur die Umwelt verändert, in der wir alle leben, sondern auch unsere Fähigkeit beeinträchtigt, miteinander in Kontakt zu treten.

Beweise? Welche Beweise?

Extremwetter trennt die Menschen

Extreme Hitze hat in diesem Sommer weltweit die Schlagzeilen beherrscht . Wenn die Außentemperaturen gefährlich hoch werden, ziehen sich die Menschen in klimatisierte Räume oder in die Nähe von Ventilatoren zurück. Dies kann soziale Folgen haben.

Zählen wir einmal nach, wie viele Tage Sie in den letzten zehn Jahren aufgrund von Überschwemmungen, Bränden oder Wirbelstürmen zu Hause festsaßen und dadurch Tanzveranstaltungen, Bingo oder Geburtstagsfeiern verpassten: Wären das 0,001 % des letzten Jahrzehnts oder weniger?

Nie zuvor hatten die Menschen im Kampf gegen die Naturgewalten so viel Glück.

Es scheint, dass manche Akademiker erst gestern geboren worden sind?

Schwere Stürme und Überschwemmungen können Reisen unsicher oder unmöglich machen und Menschen daran hindern, ihre Häuser zu verlassen, Familien zu erreichen oder an gesellschaftlichen Zusammenkünften teilzunehmen. Diese Beeinträchtigungen können die alltäglichen Interaktionen, die das Gefühl der Verbundenheit stärken, untergraben.

Und die Lösung lautet immer: mehr Staatsausgaben.

Ein vielversprechender Weg nach vorn besteht darin, dass Städte und Landkreise in Gemeinschaftszentren wie öffentliche Bibliotheken investieren oder neue Treffpunkte in den Gemeinden schaffen.

Diese Räume können die sozialen Kontakte das ganze Jahr über stärken, indem sie inklusive lebenslange Lernaktivitäten anbieten und gleichzeitig als Kühlräume und Zentren für Klimaresilienz dienen , Ressourcen bereitstellen, die den Bewohnern helfen, sich auf Katastrophen vorzubereiten, Ladestationen für Mobiltelefone bieten, wenn anderswo der Strom ausfällt, und einen WLAN-Anschluss ermöglichen.

Wie haben all diese Gruppen diese „Forschung“ irgendwie finanziert?

Fiona Doherty erhielt finanzielle Unterstützung von der Society for the Psychological Study of Social Issues, The Women’s Place an der Ohio State University, dem PhD-Programm des College of Social Work an der Ohio State University und Grand Challenges for Social Work für die in diesem Artikel erwähnte Forschung.

Fairerweise muss man sagen, dass die Professorin tatsächlich eine Art Studie durchgeführt hat. Sechzehn Personen fotografierten Orte und Gegenstände, die mit ihrem sozialen Leben in Verbindung standen, und diskutierten anschließend mir ihr darüber, wie extreme Wetterbedingungen manchmal ihre Reisepläne durchkreuzten.

Ja. So schlimm ist es.

Es ist an der Zeit, dass wir ein ernstes Gespräch über den Sinn von Universitäten führen und darüber, ob es an der Zeit ist, sie alle zu schließen und von vorne anzufangen.

Wenn the Conversation es skeptischen Wissenschaftlern ermöglicht, ebenso wie die leichtgläubigen, zu sprechen,  werden wir sie wieder „The Conversation“ nennen, nicht wahr?

https://joannenova.com.au/2026/08/are-you-a-loser-with-no-friends-blame-climate-change-and-build-a-windmill/

 

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Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 1

15. August 2026 - 14:00
Teil 1: Sind wir mitten in einer Klimakatastrophe?

Raimund Leistenschneider

In diesem Artikel werden Sie erfahren, warum ausgerechnet in diesem Jahr in Deutschland und weiten Teilen Europas so große Trockenheit und Hitze zu verzeichnen sind. Die Darlegungen werden mit den Gesetzen der Physik belegt – Naturgesetze, die sich stark von den Vereinfachungen der Klimareligion unterscheiden. Aufgrund der Komplexität und der Vielzahl „physikalischer Mitspieler“, erscheint der Artikel in vier Teilen.

Weiter werden Sie sehen, dass damit zu rechnen war und dies der „Normalität“ entspricht.

Wie bitte, ist der Autor jetzt völlig von der Rolle, wie kann er auch nur ansatzweise, bei den chaotischen Verhältnissen, die damit verbunden sind (folgende Abbildungen), von einer „Normalität“ reden?

Abb.2, Quelle ZDF: Waldbrände um Bordeaux.

Anmerkung der Redaktion

Komplexes chaotisches System – das Doppelpendel. Kann nicht auf eine Minute vorhergesagt werden. Aber keine Sorge, das atmosphärische System der Erde ist viel einfacher, Wetter und Klima im Jahr 2100 können wir genau berechnen. 🤡pic.twitter.com/YXq24me9Yg

— Künstliche Intelligenz (@KI_Agent) August 14, 2026

Abb.3, Quelle: ZDF : Waldbrände in Spanien.

Abb.4, Quelle (Großes Bild): Klimawandel macht aus Trockenheit Dürre zeigt das Niedrigwasser an der Elbe, im Juli 2026. Kleines Bild, Quelle, zeigt die aktuelle Bodentrockenheit in BW im Vergleich des Jahresmittel von 1991 – 2025.

Wer könnte angesichts der Horrorbilder, die Auszugsweise die drei Abb. wiedergeben, immer noch leugnen, wie die ARD so sinnig schreibt: „Klimawandel macht aus Trockenheit Dürre“, der Menschengemachte Klimawandel habe uns längst im (Würge)Griff? Angesichts der Schreckensbilder von Bränden und Trockenheit bittet der Autor die Qualitätspresse inständig, nicht mehr von der „Klimakrise“ oder „Klimakatastrophe“ zu schreiben (reden), sondern von der Klima-Apokalypse. Ein Ausdruck, der für die Auflagen und Zuschauerzahlen sicherlich antreibend ist.

Abb.5, Quelle, zeigt die Fleckentätigkeit, die für die Aktivität der Sonne steht – auch 11-jähriger Schwabe-Zyklus genannt – im aktuellen 25. Sonnenzyklus. Deutlich zu sehen, dass die solare Aktivität rückläufig ist. Die immer weiter steigenden Temperaturen oder gar die maximal gemessenen Temperaturen in Deutschland von über 41,5°C in 2026 können dadurch doch nicht gesteuert werden oder gar die Ursache sein? Das muss doch der (menschengemachte) Klimawandel mit seinen Treibhausgasen, allen voran CO2 sein.

Wenn so zahlreiche Qualitätsmedien den (menschengemachten) Klimawandel als Ursache sehen, so muss dies doch stimmen – oder etwa nicht? Die Sonne kann dies doch nicht sein, geht doch ihr aktueller 11-jährige Schwabe-Zyklus an Intensität zurück (Abb.5).

Nun, schon vor über 20 Jahren gab es an dieser Argumentation Zweifel und wissenschaftliche Gegenhaltungen (Abb.6).

Abb.6, Quelle: Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Schweiz, zeigt die Schwankungen der Bestrahlungsstärke (10-Jahres-Glättung) durch die Sonne in den letzten rund 400 Jahren im Vergleich mit der Sommertemperatur auf der Nordhemisphäre. Daten nach J. Lean et al. 1995: Reconstruction of solar irradiance since 1610: Implications for climate change. Geophysical Research Letters, Vol. 22, No. 23: 3195-3198. Unschwer ist der Zusammenhang zwischen solarer Strahlungsstärke (deren Schwankungen) und Temperatur zu sehen.

Sind nun Sonnenflecken und Strahlungsstärke die einzigen Parameter, die auf der Sonne schwanken und Einfluss auf das irdische Wettergeschehen haben? Die Antwort ist nein. Wer die solare Aktivität allein an der Fleckentätigkeit festmacht, handelt in etwa so, als würde er die Fähigkeit/das Wesen eines Menschen nur an seinen Fingern festmachen. Die Sonne hat darüber hinaus eine Vielzahl von Indikatoren, die ihre Aktivität reflektieren und weitaus wirksameren Einfluss auf das Wetter bei uns haben. Eine davon ist der solare Wind, Sonnenwind genannt, der in Wechselwirkung zum Erdmagnetfeld steht und deren optische Ausprägung in den Polarlichtern zum Ausdruck kommt.

Sonnenflecken und die magnetische Aktivität der Sonne sind grundsätzlich nicht deckungsgleich, denn die Sonnenflecken sind nur der für uns sichtbare Teil der variablen Sonne, deren Variabilität sich unter anderem in ihrer magnetischen Aktivität wieder spiegelt. Ihre Plasma-Aktivität und darauf fußenden Korona-Aktivität ist ein weiterer „Mitspieler“ der variablen Sonne. Der Autor geht auf das Bindeglied zwischen Sonnenwind und dem später zur Sprache kommenden Erdmagnetfeld – das Bindeglied ist die Sonnenkorona – nicht näher ein, da dies den Rahmen des Artikels sprengen würde.

Nur soviel: Die Korona wirkt wie ein riesiger Teilchenbeschleuniger, der unablässig geladenes Plasma ins Weltall und damit in Richtung Erde ausstößt. Auf Grund ihrer hohen Korona-Temperatur (1-2 Millionen Kelvin) erreicht das Plasma einen Energieinhalt, der nicht durch die Gravitation der Sonne ausgeglichen werden kann. Da kein Druckausgleich zu dem interstellaren Medium existiert, expandiert die Korona in den Weltraum, wodurch der Sonnenwind entsteht.

Weiter mit dem Thema des Artikels. Um zu verstehen, wie die variable Sonnenaktivität unser Wetter- und damit Klimageschehen (Klima ist nichts anderes als der Mittelwert des Wetters über einen Zeitraum, meist 30 Jahre) maßgeblich beeinflusst, muss man verstehen, was die variable Sonne ausmacht.

Die Sonne hat zwei verschiedene Arten, durch die sie Energie erzeugt und abgibt. Die bekannteste ist die Kernfusion.

Der Kernfusionsprozess und damit seine Energieabgabe im Inneren eines Sterns ist nicht konstant, sondern schwankend, da die Grenzschicht, in der die Fusion gerade noch abläuft, durch die Fluidzirkulationen variiert und mit ihr das Fusionsvolumen, welches die Gesamtenergieerzeugung (mit) bestimmt. Wie alle physikalischen Abläufe ist auch hier das sich einstellende Gleichgewicht zwischen Schwerkraft und Strahlungsdruck immer nur für den jeweiligen Betrachtungsmoment konstant. Durch zyklische Veränderungen im Materiefluss im Sterneninnern (Fluidzirkulation) stellt es sich kontinuierlich ein, und zwar grundsätzlich in allen Sternen, da die Kernfusion (über die Temperatur) durch den Druck gesteuert wird. Der Druck ist aber in der o.g. Grenzschicht durch die zyklischen Bewegungen nicht konstant, was auch SOHO-Untersuchungen zumindest indirekt bestätigen (siehe folgende Computerdarstellungen). Die Folge sind Schwankungen im Sonnenradius, die zu Strahlungsänderungen führen. Ein Indiz sind die Schwankungen im Neutrinofluss der Sonne, da die Neutrinorate von der Kernfusionsleistung abhängt.

Abb.7 links zeigt akustisch gemessene Fluktuationen und Wirbel im Sonneninnern, bzw. gemessene Temperatur-/Dichteänderungen in der Sonne (rechts), Quelle: SOHO. Die Abbildung in der Mitte zeigt den gemessenen Neutrinofluss der Sonne, Quelle.

Um die Komplexität der Materie einzugrenzen beschränkt sich der weitere Artikel auf die zweite, die magnetische Energieabgabe, die sich in der Fleckenaktivität, dem Sonnenwind und damit der Sonnenkorona zeigt, um nur ein paar zu nennen – wohl wissend, dass beide Energieabgaben eigentlich nicht zu trennen sind.

Diese Energieabgabe der Sonne variiert zyklisch durch das Auftreten magnetischer Stürme (folgende Abbildung, Quelle: NASA). Ursache dieser magnetischen Stürme sind vorausgehende magn. Anomalien, die auf die Dynamik der internen Materieströme der Sonne zurückzuführen sind, die wiederum durch die Sonnenflecken optisch markiert sind. Die Sonnenflecken bilden den Fußpunkt dieser magn. Felder und sind mit 3.500 K ca. 2.000 K kälter als die übrige Sonnenoberfläche. Dies beruht darauf, dass die starken Magnetfelder (bis zu 0,3 Tesla) im Fleck die Konvektion des ionisierten Plasmas unterdrücken und damit den Wärmetransport aus dem Inneren. Die Flecken sind kühler und erscheinen dunkler als die Umgebung. Während die polare Magnetfeldstärke der Sonne ca. 1 Gauß beträgt, nimmt die Feldstärke in Flecken auf bis zu 3.000 Gauß zu. Das magn. Feld über den Sonnenflecken „fängt“ dabei große Mengen ionisierten Materials ein und bindet dieses. Durch die magn. Rekonnektion (beruht auf der Annäherung zweier Bündel von Magnetfeldlinien, die sich zu einer neuen Anordnung verbinden) wird ein Teil der im Magnetfeld gespeicherten Energie frei. Das Material wird explosionsartig abgestoßen. Es kommt zu einem koronalen Massenauswurf, was sich als starker Sonnenwind bemerkbar macht. Insgesamt variiert die abgestrahlte Energie der Sonne, was sich wiederum auf die irdischen Wetterzyklen spürbar auswirkt.

Abb.8, Quelle: Solar Dynamics Observatory/NASA zeigt optisch den oben angerissenen Prozess und das kleine Bild oben, Quelle: NASA/Goddard Space Flight Center, einen koronalen Massenauswurf.

Die im kleinen Bild zu sehende Kräuselung der Sonnenoberfläche entsteht dadurch, dass sich die Oberfläche ständig hebt und senkt (pulsiert und dabei Wellen ausbildet), ähnlich der Meeresoberfläche. Bei einer typischen Sonneneruption wird in einigen 10 Minuten die Energie von 1014 TWh freigesetzt, zum Vergleich: der weltweite Primärenergieverbrauch lag 2001 bei etwa 105 TWh (Quelle: Max Planck Gesellschaft, “Die Physik solarer Eruptionen“).

Der magnetische (Grund)Zyklus, der sich in der Fleckentätigkeit zeigt, wird Hale-Zyklus genannt (der Astronom George Hale maß Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals Magnetfelder in den Sonnenflecken) und beträgt 22,1 Jahre. Dies ist der eigentliche Zyklus der Sonnenfleckenaktivität. Fleckengruppen setzen sich aus nordmagnetischen und südmagnetischen Flecken zusammen, die bipolar angeordnet sind. Während eines 11-jährigen Zyklus (Schwabe-Zyklus: 8 – 15 Jahre) laufen bei der Rotation der Sonne entweder die Nordpole oder die Südpole ständig voraus (Hale´s Polaritätsgesetz). Nach 11 Jahren kehrt sich diese Polarität um. Es vergehen also zwei 11-jährige Zyklen, bis die gleiche Anordnung wieder erscheint. Wie aus Untersuchungen bekannt, zeichnet sich der Hale-Zyklus auf der Erde z.B. deutlich ab in der Lufttemperatur Mittelenglands und im Dürre-Index der U.S.A. ab.

 

Abb.9 zeigt den Hale-Zyklus von 1800 – 2009 (obere Datenreihe). Die Rauten geben US-Trockenjahre an und die untere Datenreihe zeigt El-Niño-Ereignisse. Die Datenreihe war hier zu finden und – der Autor will nichts unterstellen – wurde gelöscht.

Abb.9 zeigt den Hale-Zyklus von 1800 – 2009 (obere Datenreihe). Die Rauten geben US-Trockenjahre an und die untere Datenreihe zeigt El-Niño-Ereignisse. Die Datenreihe war hier zu finden und – der Autor will nichts unterstellen – wurde gelöscht.

Während El-Niño-Ereignisse keinen direkten Zusammenhang mit dem Hale-Zyklus erkennen lassen, zeigen die US-Trockenjahre, also bewölkungsschwache Jahre, eine deutlich Häufung zum Hale-Zyklus, und zwar immer dann, wenn die Polarität des Sonnenmagnetfeldes N+ und S- beträgt, wenn die Bewölkung mit den Hale-Zyklus abnimmt. Dies weist auf einen Zusammenhang mit der Entstehung von Aerosolpartikeln und damit Kondensationskeimen für Wolken hin, auch Svensmark-Effekt genannt.

Die unterschiedliche magnetische Energieabgabe entsteht durch den sog. Sonnendynamo, der durch interne Kräfte der Sonne und externe Kräfte gesteuert wird. Dabei entstehen zwischen Wechselwirkungen der Magnetfeldern und Plasmaströmungen in der Sonne, unterschiedliche magnetische Phänomene, z.B. Sonnenflecken oder Sonnenfackeln mit unterschiedlicher Energieabgabe. Der Autor möchte seine Leser nicht weiter mit Theorie beaufschlagen, sondern in die Praxis übergehen. Also, wieso ist 2026 in Europa so trocken und vglw. warm?

Der Astrophysiker Dr. Theodor Landscheidt hat die oben angerissene Theorie weiter entwickelt. Die Basistheorie geht davon aus, dass die Dynamik des magnetischen Sonnenfleckenzyklus’ von der Rotation der Sonne angetrieben wird. Dabei wird der Eigendrehimpuls berücksichtigt, der an die Rotation der Sonne um ihre Achse anknüpft. Ein weiterer Drehimpuls ist der Bahndrehimpuls, der mit der sehr unregelmäßigen Bahnbewegung der Sonne um das Massenzentrum (Barycentrum) des Planetensystems zusammen hängt. Ist ja immer noch Theorie. Abwarten!

2026 ist ein ungewöhnlich stabiler und recht warmer Sommer. Der Autor erinnert sich, 1983*1) war ebenfalls ein stabiler und recht warmer Sommer, mit Temperaturen, zwar nicht bis um die 40°C, aber zwischen 32 und 36°C und recht trocken. Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang, war die Hitze- und Trockenwelle vorbei.

*1) 2003 war ebenfalls sehr warm in Deutschland und Europa. Der Sommer wird als „Hitzesommer“ bezeichnet. Seinerzeit hatte der Hauptsonnenzyklus, der im Mittel 208-jährigen de Vries-Suess-Zyklus, sein Maximum.

Abb.10 links stammt aus dem Artikel des Autors „Teil 3: Dynamisches Sonnensystem – die tatsächlichen Hintergründe des Klimawandels“ vom 10.09.2011. Darin wird zeigt, wie sich das Barycentrum in den Jahren 1945 – 1994 relativ zur Sonne (gelb) verändert. Mal liegt es in, mal außerhalb der Sonne. Abb. 10 rechts, Quelle, zeigt im Prinzip Gleiches. Vergleichen wir nun die Jahre 2026 und 1983, so ist Übereinstimmung festzustellen.

Stopp!

Wir von EIKE werden nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, so wie dies der Deutsche Wetterdienst beim Vergleich seinen mittleren Jahrestemperaturen für Deutschland macht (hier oder hier).

In Abb.10 rechts ist zu erkennen, dass die Schlaufen des Barycentrums anders verlaufen. Dies deutet auf eine Drehung des Koordinatensystems hin. Schauen wir daher den Vergleich der Jahre 1983 und 2026 in ein und derselben Graphik, Abb.11.

Abb.11 zeigt den Masseschwerpunkt des Sonnensystems (Barycenter) zur Sonne (gelboranger Kreis) in den Jahren 1950 – 2041, Quelle.

Hier sind beide Vergleichsjahre (grün dargestellt) in einer Graphik gezeigt, und hier wurde auch nicht das Koordinatensystem „gedreht“. War wohl nichts, der Vergleich. Die Barycentren liegen in beiden Vergleichsjahren gänzlich unterschiedlich.

Wäre auch zu schön gewesen. So schön und einfach ist die Welt nur in der Traumfabrik Menschengemachter Klimawandel! Oder wie der Physik-Nobelpreisträger John Clauser auf der diesjährigen EIKE-Wissenschaftskonferenz zu verstehen gab, dass IPCC veröffentliche „Manipulierte Berichte“ und weiter „Praktisch alle Zahlen sind Betrug“. Da werden wir uns nicht einreihen! Der „Scherz“ in Abb.10 verdeutlicht am aktuellen Thema, wie leicht es ist, zu manipulieren….

Im Gegensatz zur Traumfabrik Menschengemachter Klimawandel ist in der Wissenschaft die Welt „etwas“ komplexer und damit komplizierter. Schauen wir uns daher Abb.11 genauer an.

Die Jahre 1983 und 2026 liegen ziemlich genau exakt gegenüber, und in beiden Jahren liegt das Barycenter deutlich außerhalb der Sonne. In beiden Jahren wurde/wird durch die Schwerkraft der Planeten, insbesondere der großen Gasplaneten, eine (zusätzlich) große Kraft auf das Sonnenplasma und dessen Bewegungen in der Sonne ausgeübt. Salopp könnte man sagen, die Sonne wird „durchgeknetet“. Wird dies in Relation zur o.g. Dynamotheorie gesetzt, so bedeutet dies eine vglw. aktive Sonne – auch wenn die Fleckentätigkeit dies nicht unmittelbar zum Ausdruck bringt. Aber der Sonnenwind, der durch die aktive Sonne an „Fahrt aufnimmt“, ist heftig.

1. Zwischenergebnis:

Neben der Eigenrotation (Dynamoeffekt) und der daraus entstehenden, unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten im Sonnenmantel, sind die solaren Aktivitätsänderungen also auf Flussänderungen in der Konvektionszone der Sonne zurückzuführen, die durch die (großen) Planeten beeinflusst werden. Das Barycentrum liegt 2026 deutlich außerhalb der Sonne.

Teil 2: Das Bild wird klarer, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

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Wie die grüne Sahara Atlantis und zahlreiche weitere Phänomene erklärt – von Jack Kelley, IKEK17

15. August 2026 - 11:00
17. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-17) am 27. Juni 2026 in Halle. Kelley ist Autor und Produzent des preisgekrönten Dokumentarfilms „The Atlantis Puzzle“ (2024).
In seinem Film und in seinem EIKE-Vortrag geht er der Frage nach, ob Platons Atlantis ein reales Pendant in der grünen Sahara hat – und unterstützt damit seinen deutschen Kollegen Stefan Kröpelin, der die heute extrem trockene Sahara, die einst heiß und grün war, auf den Spuren „des englischen Patienten“, Laszlo Graf von Almasy, erkundet.

Hinweis: Das Video wurde auf unserem englischen Kanal publiziert: Mit dem Zahnrad unten rechts können Sie mit „Untertitel“ und „übersetzen/deutsch“ den deutschen Text mitlesen.

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Schlimmste Dürre und Hitzewelle in Europa jemals – wirklich?

15. August 2026 - 8:00

Mike Jonas

Die Medien sind voll von Berichten über die aktuelle Dürre und Hitzewelle in Europa. „Beispiellos“ (das Wort lieben sie), „die schlimmste aller Zeiten“ und so weiter und so fort.

„Europas beispiellose Hitzewelle zu Beginn des Sommers könnte laut dem Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Hunderte von zusätzlichen Todesfällen verantwortlich sein.“ – BBC

„Europäische Hitzewelle ist die schlimmste aller Zeiten und ohne Klimakrise unmöglich, sagen Wissenschaftler“ – Schlagzeile im Guardian. Weiter heißt es dort: „Die Hitzewelle in Westeuropa ist die schwerste und am weitesten verbreitete aller Zeiten und nur aufgrund der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachten Klimakrise möglich, so Wissenschaftler.“

„Europas Hitzewelle ist die heißeste und feuchteste aller Zeiten“ – Überschrift eines Artikels im New Scientist (hinter einer Zahlschranke).

Wie üblich beeilen sich die Medien, die Öffentlichkeit in Panik zu versetzen, und achten sorgfältig darauf, keine Informationen zu suchen, die ihre Geschichte von einer existenziellen Katastrophe trüben könnten (if it bleeds, it leads).

Also – was sagt die Historie dazu? Dank der heutigen KI-basierten Suchmaschinen musste ich nicht lange auf die Antwort warten: 15 Sekunden. Im Jahr 2014 veröffentlichten Wetter et al. eine Studie: „Die beispiellose, ein Jahr andauernde Hitze- und Dürreperiode in Europa im Jahr 1540 – ein Worst-Case-Szenario“. Zugegebenermaßen verglich die Arbeit die Megadürre von 1540 mit den Dürren in Europa und Russland der Jahre 2003 und 2010, doch fällt es angesichts ihrer Beschreibung schwer zu glauben, dass die aktuelle Dürre in Europa noch schlimmer ist. Es ist auch sehr schwer zu glauben, dass die aktuelle Dürre in Europa so viel schlimmer ist als die Megadürre von 1540, dass sie ein Beweis für eine vom Menschen verursachte existenzielle Bedrohung wäre. Und es ist äußerst schwer zu glauben, dass irgendein Medienunternehmen die berichteten Hitze- und Dürrebedingungen von 1540 sorgfältig mit denen von 2026 abgeglichen hat, um sicherzustellen, dass die Verwendung von Begriffen wie „beispiellos“, „schlimmste aller Zeiten“ usw. zutreffend ist.

Wetter et al. (2014) ist bei Springer hinter einer Zahlschranke, daher kann ich nur aus der Zusammenfassung zitieren. Okay, sie ist nicht allzu lang – hier ist die gesamte Zusammenfassung:

Die Hitzewellen von 2003 in Westeuropa und von 2010 in Russland, die gemeinhin als seltene klimatische Anomalien außerhalb bisheriger Erfahrungswerte bezeichnet werden, gelten oft als Vorboten häufigerer Extreme in einer vom Klimawandel geprägten Zukunft. Eine kürzlich durchgeführte Rekonstruktion der Frühjahrs- und Sommertemperaturen für Westeuropa ergab jedoch, dass im Jahr 1540 deutlich höhere Temperaturen aufgetreten waren. Um die Plausibilität dieses Ergebnisses zu überprüfen, untersuchten wir das Ausmaß der Dürre von 1540 unter Berücksichtigung der bekannten Rückkopplung zwischen Bodentrocknung und Temperatur. Auf der Grundlage von mehr als 300 dokumentarischen Wetterberichten aus erster Hand, die aus einem Gebiet von 2 bis 3 Millionen km² stammen, zeigen wir, dass Europa von einer beispiellosen, elf Monate andauernden Megadürre betroffen war. Die geschätzte Anzahl der Niederschlagstage und die Niederschlagsmenge für Mittel- und Westeuropa im Jahr 1540 liegen deutlich unter den 100-Jahres-Minima der instrumentellen Messperiode für Frühling, Sommer und Herbst. Dieses Ergebnis wird durch unabhängige dokumentarische Belege über extrem niedrige Flusspegel sowie europaweite Feld-, Wald- und Siedlungsbrände gestützt. Wir haben festgestellt, dass ein Ereignis dieser Schwere mit den modernsten Klimamodellen nicht simuliert werden kann.

Eine implizite Bestätigung der Ergebnisse von Wetter et al. kommt aus einer vielleicht unerwarteten Quelle – einer veröffentlichten Kritik an der Arbeit. Neben der Arbeit finden sich ein Erratum und ein Kommentar. Das Erratum enthält lediglich geringfügige Korrekturen an den Angaben zu den Autoren. Der Kommentar kritisiert die Arbeit jedoch dafür, dass sie eine frühere Proxystudie nicht zitiert, die für das Jahr 1540 geringe Niederschlagsmengen festgestellt hatte: „Die Schlussfolgerung von [Wetter et al.] hinsichtlich der Unfähigkeit natürlicher Proxy-Archive, Klimaextreme zu erfassen, ist nicht vertretbar.“ Meiner Meinung nach hätten sie, wenn sie den Kern der Arbeit für falsch gehalten hätten, dies auch gesagt; doch alles, was sie vorbringen konnten, war, dass die Autoren eine Proxystudie übersehen hatten, die diese These bestätigte.

Die Lage in Europa ist ziemlich schlecht, und ich bin sicher, dass ich im Namen aller spreche, wenn ich Europa unter diesen sehr schwierigen Bedingungen alles Gute wünsche. Aber genau hier liegt das Problem der heutigen Klimadiskussion: Anstatt Wetter und Klima rational anzugehen, wird alles Schlechte den fossilen Brennstoffen angelastet, so dass Politiker immer wieder falsche Entscheidungen treffen und Ressourcen von den Bereichen abgezogen werden, in denen sie wirklich benötigt werden. Wie immer ist der Klimawandel-Alarmismus schädlicher als die globale Erwärmung selbst.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/08/10/europes-worst-drought-and-heatwave-ever/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Chinas Große Mauer aus fossilen Brennstoffen

14. August 2026 - 18:00

WUWT, Gastautor, Paul H. Tice

Eines der bemerkenswertesten Dinge am jüngsten Konflikt im Nahen Osten – der nun, wenn auch nur sporadisch, durch Diplomatie abzuebben scheint – ist der vergleichsweise geringe Einfluss auf die Rohöl- und Erdgaspreise [Außer in Deutschland, wo dieser Grund willkommen war, die Preise ggü. dem Ausland stark anzuheben – Der Übersetzer wohnt hier]  Dies ist überraschend, da der Krieg mit dem Iran zu dem lange befürchteten Worst-Case-Szenario für die globalen Energiemärkte mit der Schließung der Straße von Hormus geführt hat.

Obwohl rund 20 % der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgaslieferungen (LNG) seit fast vier Monaten von Engpässen betroffen sind, sind die globalen Öl- und Gaspreise weniger stark gestiegen als erwartet – viel weniger stark als beim Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges im Jahr 2022 – und haben sich schnell normalisiert, als die Friedensverhandlungen an Fahrt gewannen.

Man muss China die Verantwortung anrechnen: Die auf fossile Brennstoffe ausgerichtete Energiepolitik ist der Hauptgrund. Klimaschützer loben zwar Pekings hohe Investitionen in Wind- und Solarenergie, Elektrofahrzeuge und andere saubere Energietechnologien, doch handelt es sich dabei größtenteils nur um einen grünen Anstrich für die auf Kohlenwasserstoffen basierende Wirtschaft des Landes. Im Jahr 2025 wurden etwa 78 % des Primärenergiebedarfs des Reichs der Mitte durch fossile Brennstoffe gedeckt.

Chinas Gesamtverbrauch an Kohle, Rohöl und Erdgas hat sich seit 1985 fast versechsfacht – darunter ein Anstieg von 27 % im letzten Jahrzehnt – und zeigt derzeit keine Anzeichen einer Trendwende. Um mit der prognostizierten Nachfrage Schritt zu halten, hat das Land seit 2015 seine heimische Kohlenwasserstoffproduktion und die dazugehörige Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut.

China ist zwar weitgehend autark in Bezug auf Kohle – es bleibt mit Abstand der größte Produzent weltweit und wird im Jahr 2025 mehr Kohle fördern als der Rest der Welt zusammen –, aber es ist auch der größte Importeur von Öl und Gas weltweit (ein Großteil davon stammt aus dem Nahen Osten), um seinen Inlandsbedarf zu decken.

Um sich vor den Auswirkungen von Störungen auf den globalen Energiemärkten zu schützen, hat China seine Lagerbestände und Verarbeitungskapazitäten für Öl und Gas kontinuierlich ausgebaut – die Logik dessen wurde durch die jüngsten Ereignisse am Persischen Golf deutlich demonstriert.

Chinas Rohöllagerkapazität beläuft sich derzeit auf schätzungsweise 1,4 Milliarden Barrel, wovon der Großteil bis 2026 gefüllt war. Die Raffineriekapazität für die Weiterverarbeitung erreichte 2025 18,5 Millionen Barrel pro Tag und entsprach damit der der USA, obwohl die chinesische Wirtschaft etwa ein Drittel kleiner ist. Zudem hat China in den letzten zehn Jahren eines der weltweit größten Netze von LNG-(Kompressions-Gas-Bildung) Terminals weitgehend neu aufgebaut.

Dank dieser umfangreichen Infrastruktur für fossile Brennstoffe konnte China den aktuellen Konflikt mit dem Iran abfedern, indem es seine Öl- und Gasimporte aus der Region drosselte und gleichzeitig seine bestehenden Lagerbestände abbaute. Seit Kriegsbeginn mit Teheran im Februar schätzt der Rohstoffanalyst Kpler, dass die chinesische Importnachfrage nach Rohöl und LNG um 45 bzw. 58 Prozent gesunken ist, was die globalen Energiepreise entlastete.

Chinas reiche Kohlevorkommen verschaffen dem Land zusätzliche Flexibilität bei der Öl- und Gasversorgung. Trotz des jüngsten Ausbaus erneuerbarer Energien bildet Kohle weiterhin das Rückgrat der Stromerzeugung im chinesischen Stromnetz. Dadurch steht mehr Erdgas für Industrie und Verbraucher (hauptsächlich zum Heizen und Kochen) zur Verfügung. Darüber hinaus entwickelt sich China rasant zu einem führenden Industriestandort für die Umwandlung von Kohle (mittels des Jahrhunderte alten Fischer-Tropsch-Verfahrens) in Erdgasflüssigkeiten, petrochemische Rohstoffe und synthetische Kraftstoffe.

Trotz des ganzen Hypes um chinesische Elektrofahrzeuge basiert der chinesische Transportsektor (einschließlich des überdimensionierten Militärs) weiterhin auf Öl und raffinierten Produkten. Die zunehmende Anzahl von Elektrofahrzeugen auf Chinas Straßen hat – abgesehen von der eklatanten Ironie, dass diese sogenannten grünen Fahrzeuge hauptsächlich mit Strom aus Kohlekraftwerken betrieben werden – keinen erkennbaren Einfluss auf die nationale Benzinnachfrage.

In China findet keine Energiewende statt.

Ganz im Gegenteil. China ist nach wie vor der weltweit größte Verbraucher von Kohle, Rohöl und Erdgas und hat faktisch eine Festung aus fossilen Brennstoffen errichtet – eine moderne Version der Chinesischen Mauer –, um seine Wirtschaft zu schützen und sein Wachstum, seine Entwicklung und seine Wettbewerbsposition vor geopolitischen Risiken und Rohstoffpreisschwankungen abzuschirmen. Die Vorteile dieser umfassenden, auf Kohlenwasserstoffe fokussierten Strategie Chinas – mit ihrer eingebauten Resilienz und der Fähigkeit, flexibel zwischen internen und externen Energiequellen zu wechseln – kommen auch der Weltwirtschaft zugute, da sie als Preispuffer für das weltweite Angebot und die Nachfrage dient.

Anstatt sich auf Chinas glänzende Aktivitäten im Bereich der sauberen Energie zu konzentrieren – die zwar beeindruckend im Umfang sind, aber im Wesentlichen eher additiv als transformativ wirken – sollte sich die entwickelte Welt, insbesondere Europa, ein Beispiel an Chinas Strategie der Energiesicherheit nehmen und ihre Lieferketten für fossile Brennstoffe stärken, anstatt den Iran-Krieg als weitere Ausrede zu benutzen, um schlecht durchdachte Dekarbonisierungspolitiken zu verschärfen.

Paul Tice ist Senior Fellow am National Center for Energy Analytics und Autor des Berichts „ Der Mythos des chinesischen Drachen der sauberen Energie “.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/08/08/chinas-great-wall-of-fossil-fuels/

 

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