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Achgut: Der digitale D-Day

26. Dezember 2025 - 8:58
Kategorien: Externe Ticker

«Der Glaube in Zeiten des Völkermords»

26. Dezember 2025 - 0:08

Im vergangenen Monat versammelten sich 300 Personen unter der Leitung der Patriarchen und Kirchenführer in Palästina in Bethlehem, um das zweite Dokument von Kairos Palestine zu veröffentlichen: «A Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide» (Ein Moment der Wahrheit – Glaube in Zeiten des Völkermords). Gastgeber der Konferenz war Kairos Palestine, die größte palästinensische ökumenische christliche Bewegung für Freiheit und Gerechtigkeit, wie l'AntiDiplomatico berichtet.

Auf vierzehn Seiten beschreibt das Dokument die Lage der Enteignung, die zur Aushöhlung des christlichen Lebens in Palästina geführt haben: Kolonialismus der Siedler, Apartheid und systemischer Rassismus, anhaltende Politik der Beschlagnahmung und Inhaftierung sowie die Logik der jüdischen Vorherrschaft, die alle im ideologischen Projekt des Zionismus verwurzelt sind, der seit Oktober 2023 seinen völkermörderischen Angriff auf jede Form palästinensischen Lebens verstärkt hat. Die Verfasser des Dokuments schreiben:

«Völkermord ist ein kumulativer Prozess, der in den Köpfen der europäischen Kolonialmächte begann, als sie anderen Menschen das Ebenbild Gottes absprachen und Tod, Herrschaft und Sklaverei legitimierten. Wir betrachten den 1948 gegründeten Staat Israel als Fortsetzung desselben kolonialen Vorhabens, das auf Rassismus und der Ideologie ethnischer oder religiöser Überlegenheit basiert.

Dieses Projekt hat Palästina kolonialisiert und seit der Nakba bis heute daran gearbeitet, die indigene palästinensische Bevölkerung zu vertreiben. Unsere gegenwärtige palästinensische Realität ist das unvermeidliche Ergebnis der zionistischen Ideologie und der supremacistischen Kolonialbewegung, die selbst das Ergebnis imperialistischer Denkweisen ist.»

Am Ende des Dokuments fordern die Verfasser christliche und nichtchristliche Institutionen auf der ganzen Welt auf, «den Dialog mit zionistischen Stimmen zu boykottieren, die die Besatzung, die Apartheid und den Völkermord am palästinensischen Volk unterstützt haben und weiterhin unterstützen». Gegen die liberale List des interreligiösen Dialogs, der den Zionismus als einzige Sprache des jüdischen Lebens zu normalisieren versucht, fordert Kairos Palestine die Ablehnung der religiösen Vorherrschaft und den Abbau der «Barrieren, Mauern, militärischen Besatzung und Apartheid», die das Leben der palästinensischen Ureinwohner in ganz Palästina weiterhin schwächen.

Im Folgenden finden Sie einen von l'AntiDiplomatico selektierten Auszug aus der Erklärung, in der die Autoren ihren Aufruf zur globalen Solidarität und ihre Vision für ein Palästina erneuern, das seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben wird. Die Erklärung ist auf der Website von Kairos Palestine in mehreren Sprachen verfügbar.

«Angesichts dieser harten Realität und in diesem entscheidenden Moment erheben wir diesen Ruf – zuerst an uns selbst, an die Söhne und Töchter unserer Kirchen und Gemeinden und an unser gesamtes Volk in der Heimat und in der Diaspora. Es ist ein Ruf der Standhaftigkeit, ein erneutes Bekenntnis zur Wahrheit und eine Aufforderung, auf die Stimme Gottes in uns und auf uns selbst zu hören. Dies ist ein Moment der Solidarität und gegenseitigen Unterstützung – ein Moment, um klare und mutige Positionen einzunehmen, die auf den Prinzipien des Glaubens und der nationalen Zugehörigkeit beruhen.

Dies ist der Moment der Wahrheit. Wir bekräftigen, dass das, was auf Lügen und historischer Ungerechtigkeit aufgebaut wurde, niemals Frieden oder Nachhaltigkeit hervorbringen kann. Wahre Lösungen beginnen mit dem Abbau unterdrückerischer und rassistischer Systeme. Nur dann können wir von einem neuen Horizont sprechen, den wir erträumen und ersehnen – einem Horizont, in dem wir gemeinsam mit allen, die unser Land bewohnen, auf der Grundlage von Gerechtigkeit, Gleichheit und gleichen Rechten leben, frei von Vorherrschaft und Unterdrückung.

Wir fordern eine umfassende nationale Neubewertung unserer Realität, um daraus Lehren und Erkenntnisse zu ziehen, die zu einer einheitlichen und kollektiven Vision und einer klaren Strategie für künftiges Handeln führen, die auf der Unabhängigkeit des palästinensischen Entscheidungsprozesses basiert. Dies muss eine kritische Überprüfung aller vorgeschlagenen Lösungen und ihrer Durchführbarkeit innerhalb eines legitimen repräsentativen Rahmens umfassen, der die Unabhängigkeit der Entscheidungsfindung und das Recht auf Selbstbestimmung gewährleistet. Wir warnen davor, unserem nationalen Kampf einen religiösen Charakter zu geben oder ihn zu einer religiösen Frage zu machen, die Religionen gegeneinander ausspielt.

Dies ist eine Zeit des Widerstands, verkörpert durch Standhaftigkeit und Beharrlichkeit auf unserem Land angesichts aller Versuche der Vertreibung, Annexion und des Völkermords – ein Widerstand, der in unserer Einheit, Zusammenarbeit und unserem Engagement für unseren Glauben, unsere nationalen Prinzipien und alle unsere Rechte gelebt wird. Das Festhalten an Glauben und Hoffnung ist Widerstand. Beten ist Widerstand. Der Schutz der heiligen Stätten ist Widerstand. Die Wahrung des sozialen Friedens ist Widerstand.

In einer Zeit, in der der palästinensische Widerstand und globale Solidaritätsbewegungen kriminalisiert werden, bekräftigen wir das Recht aller kolonialisierten Völker, sich gegen ihre Kolonialherren zu wehren. Wie wir in unserem ersten Dokument «Ein Moment der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus dem Herzen des palästinensischen Leidens» dargelegt haben, bleiben wir dem Prinzip des kreativen Widerstands treu, einer entschlossenen und aufopferungsvollen Haltung gegen die anhaltende Ungerechtigkeit.

Wir sehen den kreativen Widerstand verkörpert in den palästinensischen Volksbewegungen, die sich gegen die Besatzung, die Ausweitung der Siedlungen, den Terrorismus der Siedler und die Apartheid wehren, sowie in der Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen, in rechtlichen und menschenrechtlichen Initiativen, im kulturellen, theologischen und diplomatischen Engagement und in Studenten- und Gewerkschaftsbewegungen. In all dem und vielem mehr erkennen wir wirksame Mittel des Widerstands, die auf Liebe gründen, einer Liebe, die Veränderung bewirken und Hoffnung erneuern kann.

Wir begrüßen die weltweiten Widerstandsbewegungen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und Druck auf die Regierungen und internationalen Organisationen ausüben, um Israel durch Boykotte und Sanktionen zu isolieren, bis es sich an das Völkerrecht hält. Wir betrachten all dies aus einer moralischen Perspektive. Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsstrategien sind unserer Meinung nach wirksame Formen des kreativen Widerstands, die in der Logik der Liebe und Gewaltlosigkeit verwurzelt sind, wie in unserem ursprünglichen Dokument dargelegt.

Angesichts des von Israel in Gaza begangenen Ökozids und der wiederholten Angriffe und Umweltzerstörungen im Westjordanland, die zukünftige Generationen bedrohen, bekräftigen wir unsere Zugehörigkeit zu diesem Land und unsere Verwurzelung darin. Wir bekräftigen die Heiligkeit des Lebens und die Pflicht, für die Schöpfung zu sorgen. Unsere Berufung ist es, in Koexistenz mit der Schöpfung zu leben: ein gemeinsamer Glaube und eine moralische Verantwortung, die von Einzelpersonen und Institutionen, öffentlichen, staatlichen, sozialen und religiösen, übernommen wird.

Wir betonen die dringende Notwendigkeit, alle schutzbedürftigen Mitglieder der Gesellschaft zu schützen: die Opfer von Besatzung und Kolonialisierung; Menschen mit Behinderungen, insbesondere diejenigen, die Gliedmaßen verloren haben; die Gebrochenen, die Trauernden; und alle, die aus irgendeinem Grund ausgegrenzt werden, einschließlich der Opfer häuslicher oder sozialer Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung und geschlechtsspezifischer Gewalt.

Zu den Gesichtern der Standhaftigkeit und Hoffnung in unserer Gesellschaft gehört die palästinensische Frau:
Großmutter, Mutter, Schwester und Tochter. Sie ist das unerschütterliche Rückgrat und eine unverzichtbare Mitstreiterin im Kampf, die Haus, Land, Erinnerung und Zukunft zugleich zusammenhält. Ihre Präsenz ist für die Gesellschaft als Ganzes von grundlegender Bedeutung, und ihr Beitrag zum nationalen, sozialen, wirtschaftlichen und spirituellen Leben ist vielfältig.

Die palästinensische Frau darf nicht auf die Kategorie «Frauen und Kinder» reduziert werden, auf gesichtslose Opfer, denen Handlungsfähigkeit und Wille genommen sind. Ihre Stimme, ihre Kreativität und ihre Führungsstärke sind unverzichtbare Kräfte. Ohne ihre uneingeschränkte Beteiligung auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung und des Aufbaus der Nation kann es keine echte Befreiung geben.

Unsere Botschaft an uns selbst als palästinensische Christen lautet: Wir spüren die Last der Geschichte auf unseren Schultern und sind entschlossen, das christliche Zeugnis in diesem Heiligen Land zu bewahren. An alle Palästinenser richten wir folgende Worte: Die Bewahrung der christlichen Präsenz ist sowohl eine nationale Angelegenheit als auch eine Priorität. Wir sind weder einfach nur eine Zahl noch lediglich eine Art von Vielfalt innerhalb unserer Gesellschaft. Wir sind einheimische Bürger, die menschliche Werte verkörpern und gemeinsam mit all unseren Partnern in diesem Land arbeiten und unsere Heimat aufbauen wollen.

An uns selbst gerichtet sagen wir: Wir sind Söhne und Töchter der ersten Kirche – Nachkommen der Apostel und Heiligen der ersten christlichen Jahrhunderte –, die dieses Land bewirtschaftet, seine Städte und Dörfer gebaut und sein Wasser getrunken haben. Wir leben nicht am Rande dieses Landes. Wir sind mit ihm verwoben. Wir tragen seine Geschichte und sein Erbe mit uns. Der Boden selbst erkennt uns als die Seinen an. Viele Reiche haben dieses Land beherrscht und sind verschwunden, begraben im Staub der Geschichte, doch die Glocken unserer Kirchen läuten weiter – sie bezeugen die Wahrheit und verkünden jeden Tag die Auferstehung.»

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WHO fordert 90.000 Influenza- und COVID-PCR-Tests pro Monat

26. Dezember 2025 - 0:07

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert «Maßnahmen zur Vorbereitung und Reaktion auf eine Influenza-Pandemie» und hat einen entsprechenden «Überblick» zur Lage veröffentlicht. Darin fordert «Dr. Tedros», dass Labore auf der ganzen Welt insgesamt 90.000 Influenza- und COVID-PCR-Tests pro Monat durchführen sollten. Bei dieser Testorgie sollen 153 Labore in 131 Ländern mitwirken.

Laut dem Journalisten Jon Fleetwood will die WHO auch die US-amerikanische Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) einspannen, obwohl die Trump-Administration eigentlich den Rückzug aus der WHO angekündigt hatte. Fleetwood kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die nicht gewählte WHO souveränen Staaten vorschreibe, sich zur «Verbesserung der Reaktion auf Influenza-Pandemien» verpflichten zu müssen.

Das beispiellose Ausmaß der kontinuierlichen PCR-Tests an Zehntausenden von menschlichen Atemwegsproben werfe ernsthafte Datenschutzbedenken auf, so Fleetwood. Zudem müsse man sich fragen, warum die WHO zunehmend auf eine Testmethode setze, deren Zuverlässigkeit seit langem umstritten sei.

In diesem Rahmen erwähnt Fleetwood eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2020 in Clinical Infectious Diseases . Diese ergab, «dass Kulturen aus 97 Prozent der PCR-positiven Proben keine lebenden Viren in Zellkulturen vermehren können». Das bedeute, dass die überwiegende Mehrheit der PCR-«Positiven» nicht mit nachweisbaren, infektiösen Viren korrespondiere.

Darüber hinaus bestätige die BLAST-Genanalyse, «dass die Influenza-PCR-Primer und -Sonden der CDC eine weit verbreitete partielle Sequenzhomologie mit dem menschlichen Genom aufweisen». Deshalb sei nicht klar, wie zuverlässig der Test Influenzaviren von menschlichem Hintergrundgenmaterial in Atemwegsproben unterscheiden könne.

In diesem Zusammenhang weist der Journalist auch auf Aussagen von Dr. Kary Mullis hin, dem verstorbenen Erfinder des PCR-Verfahrens. Dieser hatte schon 1997 erklärt, dass seine Methode nicht dazu verwendet werden sollte, um festzustellen, ob eine Person mit einem Virus infiziert sei. Mullis betonte damals:

«Mit einem PCR-Test kann praktisch jeder positiv auf alles getestet werden. Wenn man ihn lange genug durchführt, kann man bei jedem Menschen fast alles finden. Er sagt Ihnen nicht, dass Sie krank sind.»

Fleetwood befürchtet, dass die WHO erneut eine «Pandemie» auf der Grundlage von PCR-Ergebnissen statt bestätigter Infektionen ausrufen könnte – so wie sie es bei Corona getan hat.

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Neue Studie: Autismus ist keine genetische Störung

26. Dezember 2025 - 0:05

Eine neue, von Experten begutachtete Studie, die auf einer Auswertung von 519 Studien basiert, stellt die seit langem bestehende Behauptung infrage, dass Autismus in erster Linie eine neurologische Erkrankung sei, die auf eine genetisch bedingte Hirnstörung zurückzuführen ist.

Die Autoren, darunter Brian Hooker, wissenschaftlicher Leiter von Children's Health Defense, kamen stattdessen zu dem Ergebnis, dass Autismus durch eine weitaus dynamischere – und potenziell veränderbare – Reihe biologischer Faktoren verursacht werden kann. Dazu gehören Störungen des Immunsystems, Umwelteinflüsse und die Physiologie des Darm-Hirn-Systems.

Anstatt zu versuchen, Autismus ausschließlich in den Genen oder im Gehirn zu lokalisieren, schlagen die Autoren vor, die gesamte Konstellation von immunologischen, neurologischen, gastrointestinalen, metabolischen und umweltbedingten Einflüssen zu untersuchen, die die menschliche Entwicklung prägen.

Sie forderten eine Präzisionsmedizin: personalisierte Interventionen, die sich an der individuellen Kombination von Umwelteinflüssen, Immunmarkern, Mikrobiomzusammensetzung, Stoffwechselmustern und genetischen Empfindlichkeiten orientieren.

Dazu könnten Ernährungstherapien und Stoffwechseltherapien, Mikrobiom-Interventionen, entzündungshemmende Strategien und ganzheitliche Ansätze gehören, die darauf abzielen, die Regulationsnetzwerke des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die am 20. Dezember in Molecular Neurobiology veröffentlichte Studie analysierte jahrzehntelange Forschungsarbeiten aus den Bereichen Immunologie, Toxikologie, Neurobiologie und Umweltgesundheit. Die Autoren erklären, wie Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) durch mehrere Körpersysteme, darunter das Immunsystem, das Verdauungssystem und das zentrale Nervensystem, verursacht werden und diese beeinflussen.

«Dieser Artikel untermauert die immunologischen Aspekte der Ätiologie von Autismus und widerlegt alle bisherigen Vorstellungen, dass die Störung nicht auf eine neuroimmune Aktivierung und Autoimmunität zurückzuführen ist. Es ist an der Zeit, alte Vorstellungen, die auf den Lügen der Impfstoffprofiteure basieren, über Bord zu werfen», betont Hooker.

Seit Jahren konzentriert sich das vorherrschende Narrativ rund um Autismus auf die Genetik. Autism Speaks, die Simons Foundation und ähnliche Organisationen haben in den letzten zehn Jahren über eine Milliarde Dollar in die Suche nach einer genetischen Grundlage für die Krankheit investiert – und haben laut den Forschern immer noch kein «Autismus-Gen» identifiziert, das die steigende Prävalenz von Autismus oder die deutlich unterschiedlichen Ausprägungen der Störung bei einzelnen Personen erklären könnte.

Laut der neuen Veröffentlichung hat die Autismusforschung einen wichtigen Faktor übersehen: das Immunsystem. Die Autoren weisen auf eine umfangreiche und wachsende Zahl von Belegen für chronische Neuroinflammation bei Menschen mit Autismus hin – einschließlich abnormaler Aktivität der Immun- und Stützzellen des Gehirns.

Hooker und seine Kollegen beschreiben Studien, die Veränderungen bei entzündlichen Zytokinen, Veränderungen in der T-Zell- und B-Zell-Aktivität sowie Autoantikörper dokumentieren, die auf das Gehirngewebe abzielen. Einige Hinweise deuten auch auf eine mütterliche Immunaktivierung während der Schwangerschaft als möglichen Auslöser hin, der die neurologische Entwicklung lange vor der Geburt beeinflussen kann.

Das Verständnis dieser Dynamik, so argumentieren die Forscher, «bietet uns eine Plattform, um nicht nur die Rolle des Immunsystems in der Ätiologie, Pathogenese und Pathophysiologie von ASD zu untersuchen, sondern auch soziale und übergeordnete Bewusstseinsprozesse von Menschen im Autismus-Spektrum zu verstehen».

Die Veröffentlichung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Gesundheitsbehörde unter Robert F. Kennedy Jr. begonnen hat, die umweltbedingten Auslöser der Krankheit, einschließlich Impfstoffe, zu untersuchen.

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Sterblichkeitrate bei geimpften Säuglingen bis zu 112% höher

26. Dezember 2025 - 0:04

Eine neue Preprintstudie von Dr. Karl Jablonowski und Dr. Brian Hooker von Children's Health Defense hat verknüpfte Daten des Gesundheitsministeriums von Louisiana zu Impfungen und Todesfällen analysiert. Die Forscher wollten wissen, ob routinemäßige Impfungen von Säuglingen im Alter von zwei Monaten (verabreicht im Alter von 60 bis 90 Tagen) mit der Sterblichkeit im folgenden Monat (90 bis 120 Tage) in Zusammenhang stehen.

Anhand der individuellen Aufzeichnungen von 1.225 Säuglingen, die später vor dem dritten Lebensjahr starben, verglichen die Wissenschaftler die Informationen über Säuglinge, die im Alter von zwei Monaten geimpft wurden, mit denen, die im gleichen Zeitraum nicht geimpft wurden, wobei das Alter zum Zeitpunkt des Todes konstant gehalten wurde.

Das beunruhigende Ergebnis: Säuglinge, die im Alter von zwei Monaten geimpft wurden, wiesen im folgenden Monat durchweg ein höheres Sterberisiko auf als die ungeimpften Babys, wobei sich das statistisch signifikante Risiko über einzelne Impfstoffe, kumulative Exposition, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Kombinationsprodukte erstreckte.

Am alarmierendsten war, dass Säuglinge, die alle sechs empfohlenen Impfungen im Alter von zwei Monaten erhielten, insgesamt ein um 68% höheres Sterberisiko hatten. Das Risiko bei schwarzen Säuglingen lag bei +68% und bei weiblichen Säuglingen sogar bei +112%. Außerdem wurde festgestellt, dass einzelne Impfungen im Alter von zwei Monaten durchweg mit einer höheren Sterblichkeit verbunden waren. Vaxelis, ein 11-Antigen-Kombinationsimpfstoff mit Aluminiumadjuvanzien, wies den größten Zusammenhang mit einer erhöhten Mortalität auf. Insgesamt war diese 153% höher als bei Ungeimpften.

Zudem fanden Jablonowski und Hooker heraus, dass das Mortalitätsrisiko mit der kumulativen Impfstoffexposition (Dosis-Wirkungs-Beziehung) stieg. Bei der Untersuchung im Alter von zwei Monaten zeigte sich ein deutliches kumulatives Risikomuster, je mehr Impfstoffe verabreicht wurden.

Säuglinge, die fünf Impfstoffe im Alter von zwei Monaten (DTaP, Rotavirus, HIB, Polio und Pneumokokken) erhielten, hatten im Vergleich zu nicht geimpften Säuglingen ein erhöhtes Sterberisiko von 60%. Bei Babys, die die sechs empfohlenen Impfungen (DTaP, Rotavirus, HIB, Polio, Pneumokokken und HepB) erhielten, lag das Sterberisiko im Vergleich um 68% höher. In beiden Kategorien war das Sterberisiko statistisch signifikant.

Geschlechtsspezifische Analysen ergaben zudem, dass weibliche Säuglinge einen weitaus höheren Anstieg der Sterblichkeit aufwiesen als männliche. Weiterhin kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Kombinationsimpfstoffe die stärksten Mortalitätssignale zeigten.

Jablonowski und Hooker führten insgesamt zwölf Vergleichsstudien durch. Ihr Fazit: Routineimpfungen bei Säuglingen scheinen nicht nur höhere Raten chronischer Erkrankungen auszulösen, sondern auch zu höherer Mortalität zu führen.

Anhand offizieller staatlicher Aufzeichnungen zeige diese Studie, dass Impfstoffe für Säuglinge das Risiko für Säuglingstod im Vergleich zu Ungeimpften erhöhten, betonen die Wissenschaftler. Damit werde die Behauptung entlarvt, dass Schäden auf Bevölkerungsebene «nicht nachweisbar» seien – und keine eingehenden Untersuchungen durchgeführt werden müssten.

Das Mortalitätsrisiko stehe obendrein mit der kumulativen Exposition in Verbindung, betreffe weibliche und schwarze Säuglinge überproportional und habe in diesen Kategorien in mehreren Analysen statistische Signifikanz erreicht. Eine Wiederholung der Studie sei deshalb in allen US-Bundesstaaten nicht mehr optional, sondern eine wissenschaftliche und ethische Notwendigkeit, resümieren Jablonowski und Hooker.

Kategorien: Externe Ticker

Sterblichkeitrate bei geimpften Säuglingen bis zu 112% höher

26. Dezember 2025 - 0:04

Eine neue Preprintstudie von Dr. Karl Jablonowski und Dr. Brian Hooker von Children's Health Defense hat verknüpfte Daten des Gesundheitsministeriums von Louisiana zu Impfungen und Todesfällen analysiert. Die Forscher wollten wissen, ob routinemäßige Impfungen von Säuglingen im Alter von zwei Monaten (verabreicht im Alter von 60 bis 90 Tagen) mit der Sterblichkeit im folgenden Monat (90 bis 120 Tage) in Zusammenhang stehen.

Anhand der individuellen Aufzeichnungen von 1.225 Säuglingen, die später vor dem dritten Lebensjahr starben, verglichen die Wissenschaftler die Informationen über Säuglinge, die im Alter von zwei Monaten geimpft wurden, mit denen, die im gleichen Zeitraum nicht geimpft wurden, wobei das Alter zum Zeitpunkt des Todes konstant gehalten wurde.

Das beunruhigende Ergebnis: Säuglinge, die im Alter von zwei Monaten geimpft wurden, wiesen im folgenden Monat durchweg ein höheres Sterberisiko auf als die ungeimpften Babys, wobei sich das statistisch signifikante Risiko über einzelne Impfstoffe, kumulative Exposition, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Kombinationsprodukte erstreckte.

Am alarmierendsten war, dass Säuglinge, die alle sechs empfohlenen Impfungen im Alter von zwei Monaten erhielten, insgesamt ein um 68% höheres Sterberisiko hatten. Das Risiko bei schwarzen Säuglingen lag bei +68% und bei weiblichen Säuglingen sogar bei +112%. Außerdem wurde festgestellt, dass einzelne Impfungen im Alter von zwei Monaten durchweg mit einer höheren Sterblichkeit verbunden waren. Vaxelis, ein 11-Antigen-Kombinationsimpfstoff mit Aluminiumadjuvanzien, wies den größten Zusammenhang mit einer erhöhten Mortalität auf. Insgesamt war diese 153% höher als bei Ungeimpften.

Zudem fanden Jablonowski und Hooker heraus, dass das Mortalitätsrisiko mit der kumulativen Impfstoffexposition (Dosis-Wirkungs-Beziehung) stieg. Bei der Untersuchung im Alter von zwei Monaten zeigte sich ein deutliches kumulatives Risikomuster, je mehr Impfstoffe verabreicht wurden.

Säuglinge, die fünf Impfstoffe im Alter von zwei Monaten (DTaP, Rotavirus, HIB, Polio und Pneumokokken) erhielten, hatten im Vergleich zu nicht geimpften Säuglingen ein erhöhtes Sterberisiko von 60%. Bei Babys, die die sechs empfohlenen Impfungen (DTaP, Rotavirus, HIB, Polio, Pneumokokken und HepB) erhielten, lag das Sterberisiko im Vergleich um 68% höher. In beiden Kategorien war das Sterberisiko statistisch signifikant.

Geschlechtsspezifische Analysen ergaben zudem, dass weibliche Säuglinge einen weitaus höheren Anstieg der Sterblichkeit aufwiesen als männliche. Weiterhin kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Kombinationsimpfstoffe die stärksten Mortalitätssignale zeigten.

Jablonowski und Hooker führten insgesamt zwölf Vergleichsstudien durch. Ihr Fazit: Routineimpfungen bei Säuglingen scheinen nicht nur höhere Raten chronischer Erkrankungen auszulösen, sondern auch zu höherer Mortalität zu führen.

Anhand offizieller staatlicher Aufzeichnungen zeige diese Studie, dass Impfstoffe für Säuglinge das Risiko für Säuglingstod im Vergleich zu Ungeimpften erhöhten, betonen die Wissenschaftler. Damit werde die Behauptung entlarvt, dass Schäden auf Bevölkerungsebene «nicht nachweisbar» seien – und keine eingehenden Untersuchungen durchgeführt werden müssten.

Das Mortalitätsrisiko stehe obendrein mit der kumulativen Exposition in Verbindung, betreffe weibliche und schwarze Säuglinge überproportional und habe in diesen Kategorien in mehreren Analysen statistische Signifikanz erreicht. Eine Wiederholung der Studie sei deshalb in allen US-Bundesstaaten nicht mehr optional, sondern eine wissenschaftliche und ethische Notwendigkeit, resümieren Jablonowski und Hooker.

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Trump bezeichnet «New York Times» als «ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit»

26. Dezember 2025 - 0:03

US-Präsident Donald Trump hat die New York Times in einem Beitrag auf Truth Social als «ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit unseres Landes» kritisiert. Trump lieferte zwar keinen Kontext für diese Aussage, doch die New York Post weist darauf hin, dass sein Beitrag nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines ausführlichen Berichts der Zeitung über seine Beziehung zum verstorbenen Sexualstraftäter und Finanzier Jeffrey Epstein erschien. Trump erklärte:

«Die scheiternde New York Times mit ihren Lügen und absichtlichen Falschdarstellungen ist eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit unseres Landes. Ihr radikales linkes, unberechenbares Verhalten, das endlose Veröffentlichen von FALSCHEN Artikeln und Meinungen muss bekämpft und gestoppt werden. SIE SIND EIN WAHRER FEIND DES VOLKES!»

Die Kommentare seien die jüngste Salve in Trumps langjähriger Kritik an der NYT, die zahlreiche kritische Artikel und Polemiken über den Präsidenten veröffentlicht habe, so die Post.

RT ist der Ansicht, dass zumindest einige von Trumps Behauptungen über eine unfaire Behandlung durch die Medien berechtigt zu sein scheinen. Das russische Portal erinnert dabei an den Fall der BBC, die eine Rede Trumps am 6. Januar 2020 so bearbeitet hatte, dass der Eindruck entstand, er habe die Demonstranten dazu aufgefordert, das Kapitol zu stürmen (wir berichteten hier und hier).

Und kürzlich habe die US-Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, Reuters vorgeworfen, Trumps Bemühungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts sabotieren zu wollen, nachdem die britische Nachrichtenagentur über eine Einschätzung des US-Geheimdienstes berichtet hatte. Demnach beabsichtigt Russland angeblich, «Teile Europas zurückzuerobern, die zum ehemaligen Sowjetimperium gehörten». Moskau habe den Bericht ebenfalls als falsch zurückgewiesen.

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Staat im Chatverlauf: Warum die Kabelaufklärung gestoppt werden muss

25. Dezember 2025 - 0:08

Was jahrelang als «notwendige Sicherheitsmassnahme» verkauft wurde, ist nun juristisch entzaubert. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat Anfang Monat unmissverständlich klargemacht: Die flächendeckende Überwachung unserer digitalen Kommunikation durch Funk- und Kabelaufklärung ist verfassungswidrig. Der Nachrichtendienst handelt rechtswidrig – und verletzt dabei zentrale Grund- und Menschenrechte.

Dieses Urteil ist kein Detailentscheid, sondern ein politisches Erdbeben – auch wenn es die Leitmedien diskret behandeln. Denn erstmals bestätigt ein Gericht, was Bürgerrechtsorganisationen seit Jahren sagen: Der Staat hört mit. Und er tut es ohne ausreichende Kontrolle, ohne effektiven Rechtsschutz und ohne Rücksicht auf besonders sensible Kommunikation.

Ausgelöst wurde dieser historische Entscheid durch eine Beschwerde der Digitalen Gesellschaft, begleitet von einer breiten zivilgesellschaftlichen Mobilisierung. Das Gericht rügt die Praxis des Nachrichtendienstes scharf: Es fehle an wirksamer Aufsicht, Missbrauch sei nicht ausgeschlossen, und selbst geschützte Kommunikation – etwa von Journalisten, Anwälten oder Aktivisten – werde nicht zuverlässig aus dem Datensog herausgefiltert.

Das ist brisant. Denn wo Quellen nicht mehr sicher sind, verstummt kritischer Journalismus. Wo vertrauliche Gespräche mitgeschnitten werden können, wird Rechtsstaatlichkeit ausgehöhlt. Massenüberwachung ist kein abstraktes Technikproblem – sie greift das Fundament der Demokratie an.

Der Skandal wiegt umso schwerer, weil er auf einem politischen Täuschungsmanöver beruht. Als die Schweiz 2016 das neue Nachrichtendienstgesetz annahm, versprach der Bundesrat hoch und heilig: Keine flächendeckende Überwachung, keine Ausspähung der eigenen Bevölkerung. Die Kabelaufklärung diene ausschliesslich der Auslandsaufklärung.

Heute wissen wir: Dieses Versprechen war wertlos. Weil der Grossteil unseres digitalen Alltags – von Chats über E-Mails bis zu Cloud-Diensten – über ausländische Server läuft, geraten faktisch alle unter Generalverdacht. Wer online kommuniziert, wird potenziell erfasst. Nicht wegen eines konkreten Anlasses, sondern einfach, weil es technisch möglich ist.

Gegen diese Logik des Misstrauens formierte sich Widerstand. Anfang 2024 wurde gemeinsam mit der Digitalen Gesellschaft eine Petition lanciert, die ein klares Ziel hatte: die Kabelaufklärung abschaffen. Tausende Menschen unterschrieben – nicht aus Naivität, sondern aus Sorge um ihre Freiheit.

Begleitet wurde der Protest von kreativen Aktionen und digitaler Aufklärung. Mit symbolischen Bildern, verständlichen Videos und einer klaren Botschaft wurde sichtbar gemacht, was sonst unsichtbar bleibt: Überwachung findet statt – ständig, heimlich und umfassend. Das oft zitierte Argument «Ich habe ja nichts zu verbergen» wurde dabei als das entlarvt, was es ist: ein gefährlicher Irrtum. Denn Grundrechte gelten nicht nur für Verdächtige, sondern für alle.

Das Gerichtsurteil ist ein Meilenstein, aber kein Schlussstrich. Nun steht die Politik vor einer Entscheidung: Akzeptiert sie endlich, dass anlasslose Massenüberwachung mit einem freiheitlichen Rechtsstaat unvereinbar ist? Oder versucht sie, ein kaputtes System mit kosmetischen Korrekturen zu retten?

Eines ist klar: Diese Form der Überwachung lässt sich nicht «besser regulieren». Sie ist im Kern problematisch. Wer alle Daten sammelt, um vielleicht irgendwann etwas Relevantes zu finden, kehrt das Prinzip der Unschuldsvermutung um.

Der Nachrichtendienst steht nicht über dem Gesetz. Und die Privatsphäre ist kein Luxusgut, das man in unsicheren Zeiten opfern darf. Das Urteil zeigt, was möglich ist, wenn Menschen Druck machen – politisch, juristisch und gesellschaftlich.

Der Kampf gegen die Kabelaufklärung ist noch nicht vorbei. Aber eines steht fest: Vorbei ist die Zeit der stillen Akzeptanz. Die Grundrechte gelten – auch im digitalen Raum.

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SP findet EU-Sanktionen gegen Jacques Baud «berechtigt»

25. Dezember 2025 - 0:06

Die politische und mediale Empörung über die EU-Sanktionen gegen den Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud bleibt nach wie vor weitgehend aus. Die EU wirft Baud vor, ein Sprachrohr russischer Propaganda zu sein und Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Am Dienstag berichtete die SRF-«Tagesschau» erstmals über den Fall, mit einem entsprechenden Artikel acht Tage nach der Sanktionierung. Zuvor hatte ihn SRF einzig vier Tage nach dem Vorfall im Podcast «Rendez-vous» thematisiert. Transition News hatte aufgrund von entsprechenden Medienberichten bereits zwei Tage vor der Veröffentlichung der Sanktionen ein Interview mit Baud geführt und dann laufend über die Angelegenheit berichtet. Auf eine Interviewanfrage von SRF habe Baud am Dienstag nicht reagiert, so der mit Zwangsgebühren finanzierte Sender.

Immerhin hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seinen ehemaligen Mitarbeiter endlich kontaktiert, wie dessen Mediensprecher in der «Tagesschau» mitteilte – womöglich auch aufgrund des Drucks, der von verschiedenen Seiten auf die Behörde und auf deren Vorsteher Ignazio Cassis ausgeübt wurde. Die «Euro-Turbos» im Departement, allen voran der Tessiner Bundesrat Cassis selbst, haben schliesslich kein Interesse daran, sich mit der EU anzulegen. Allerdings liefert der Fall den Gegnern des EU-Vertragspakets gute Argumente.

Markus Schefer, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Basel, erklärte gegenüber SRF:

«Aus Sicht der Meinungsfreiheit dürfen Behörden Meinungen nicht einfach deshalb einschränken, weil sie ihnen nicht passen oder weil sie ihnen zutiefst zuwider sind, sondern erforderlich ist, dass eine Meinungsäußerung Dritte zu Handlungen aufruft, die dann ganz konkret sich in schwerwiegenden Verletzungen hochwertiger Rechtsgüter niederschlagen, wie beispielsweise Leib und Leben.»

In dem Bericht kommt auch SVP-Nationalrat Franz Grüter zu Wort. Er erachtet die Sanktionierung als «undemokratisches Vorgehen». Grüter weiter:

«Was mich am meisten stört, ist, dass diese Betroffenen nicht mal rechtliches Gehör bekommen. Das heisst, sie können sich eigentlich gar nicht wehren gegen diese willkürlichen Sanktionen.»

Anders die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP). «Attila der Kluge», der ein Telegram-Kanal betreibt, hat der SP in einer E-Mail geschrieben, er hoffe, die Partei setze «sich auch so vehement für Jacques Baud ein». Aus der veröffentlichten E-Mail geht nicht hervor, worauf sich «Christoph» (Nachname und E-Mail-Adresse sind geschwärzt) bezog – «Wir haben es geschafft», heißt es aber im Betreff. Die Medienverantwortliche Lisa Jeanneret antwortete jedenfalls:

«Danke für Ihre Nachricht. Jacques Baud hat gemäss Medienberichten russische Propaganda verbreitet und ist ein regelmässiger Gast bei den Staatsmedien des Kremls. Soweit wir es beurteilen können, ist seine Präsenz auf der EU-Sanktionsliste also berechtigt.»

Offensichtlich hat sich die SP nicht näher mit dem Fall befasst, denn sonst wüsste sie beispielsweise, dass Baud bewusst jegliche Anfragen russischer Medien abgelehnt hat, unter anderem um die Glaubwürdigkeit seiner Arbeit nicht zu kompromittieren, wie er im Interview mit dem Weltwoche-Verleger Roger Köppel betont. Selbst russische Quellen verwende er nicht, auch nicht in seinen Büchern – außer es gehe um Zitate, präzisierte er gegenüber Markus J. Karsten vom Westend-Verlag. Der Oberst a.D. machte auch wiederholt klar, dass er keine Meinungen vertrete, sondern lediglich neutral analysiere.

Der einzige konkrete Vorwurf seitens der EU gegen Baud lautet, dass er «beispielsweise die Ukraine beschuldigt, ihre eigene Invasion orchestriert zu haben, um der NATO beizutreten». Das ist jedoch falsch, denn Baud hatte lediglich den ehemaligen Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Oleksij Arestowytsch, sinngemäß zitiert. Dieser hatte 2019 erklärt:

«Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 % ist unser Preis für den Beitritt zur NATO ein großer Krieg mit Russland.»

Arestowytsch prognostizierte eine russische Invasion in die Ukraine in den Jahren 2021 bis 2022.

Doch auch wenn Baud tatsächlich russische Propaganda verbreiten würde, wäre das keine Straftat. Dass die SP dieses willkürliche Treiben der EU gegen den ehemaligen Mitarbeiter des EDA und der UN begrüßt, ist nicht überraschend. Dennoch ist es eine Schande.

***

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SP findet EU-Sanktionen gegen Jacques Baud «berechtigt»

25. Dezember 2025 - 0:06

Die politische und mediale Empörung über die EU-Sanktionen gegen den Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud bleibt nach wie vor weitgehend aus. Die EU wirft Baud vor, ein Sprachrohr russischer Propaganda zu sein und Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Am Dienstag berichtete die SRF-«Tagesschau» erstmals über den Fall, mit einem entsprechenden Artikel acht Tage nach der Sanktionierung. Zuvor hatte ihn SRF einzig vier Tage nach dem Vorfall im Podcast «Rendez-vous» thematisiert. Transition News hatte aufgrund von entsprechenden Medienberichten bereits zwei Tage vor der Veröffentlichung der Sanktionen ein Interview mit Baud geführt und dann laufend über die Angelegenheit berichtet. Auf eine Interviewanfrage von SRF habe Baud am Dienstag nicht reagiert, so der mit Zwangsgebühren finanzierte Sender.

Immerhin hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seinen ehemaligen Mitarbeiter endlich kontaktiert, wie dessen Mediensprecher in der «Tagesschau» mitteilte – womöglich auch aufgrund des Drucks, der von verschiedenen Seiten auf die Behörde und auf deren Vorsteher Ignazio Cassis ausgeübt wurde. Die «Euro-Turbos» im Departement, allen voran der Tessiner Bundesrat Cassis selbst, haben schliesslich kein Interesse daran, sich mit der EU anzulegen. Allerdings liefert der Fall den Gegnern des EU-Vertragspakets gute Argumente.

Markus Schefer, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Basel, erklärte gegenüber SRF:

«Aus Sicht der Meinungsfreiheit dürfen Behörden Meinungen nicht einfach deshalb einschränken, weil sie ihnen nicht passen oder weil sie ihnen zutiefst zuwider sind, sondern erforderlich ist, dass eine Meinungsäußerung Dritte zu Handlungen aufruft, die dann ganz konkret sich in schwerwiegenden Verletzungen hochwertiger Rechtsgüter niederschlagen, wie beispielsweise Leib und Leben.»

In dem Bericht kommt auch SVP-Nationalrat Franz Grüter zu Wort. Er erachtet die Sanktionierung als «undemokratisches Vorgehen». Grüter weiter:

«Was mich am meisten stört, ist, dass diese Betroffenen nicht mal rechtliches Gehör bekommen. Das heisst, sie können sich eigentlich gar nicht wehren gegen diese willkürlichen Sanktionen.»

Anders die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP). «Attila der Kluge», der ein Telegram-Kanal betreibt, hat der SP in einer E-Mail geschrieben, er hoffe, die Partei setze «sich auch so vehement für Jacques Baud ein». Aus der veröffentlichten E-Mail geht nicht hervor, worauf sich «Christoph» (Nachname und E-Mail-Adresse sind geschwärzt) bezog – «Wir haben es geschafft», heißt es aber im Betreff. Die Medienverantwortliche Lisa Jeanneret antwortete jedenfalls:

«Danke für Ihre Nachricht. Jacques Baud hat gemäss Medienberichten russische Propaganda verbreitet und ist ein regelmässiger Gast bei den Staatsmedien des Kremls. Soweit wir es beurteilen können, ist seine Präsenz auf der EU-Sanktionsliste also berechtigt.»

Offensichtlich hat sich die SP nicht näher mit dem Fall befasst, denn sonst wüsste sie beispielsweise, dass Baud bewusst jegliche Anfragen russischer Medien abgelehnt hat, unter anderem um die Glaubwürdigkeit seiner Arbeit nicht zu kompromittieren, wie er im Interview mit dem Weltwoche-Verleger Roger Köppel betont. Selbst russische Quellen verwende er nicht, auch nicht in seinen Büchern – außer es gehe um Zitate, präzisierte er gegenüber Markus J. Karsten vom Westend-Verlag. Der Oberst a.D. machte auch wiederholt klar, dass er keine Meinungen vertrete, sondern lediglich neutral analysiere.

Der einzige konkrete Vorwurf seitens der EU gegen Baud lautet, dass er «beispielsweise die Ukraine beschuldigt, ihre eigene Invasion orchestriert zu haben, um der NATO beizutreten». Das ist jedoch falsch, denn Baud hatte lediglich den ehemaligen Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Oleksij Arestowytsch, sinngemäß zitiert. Dieser hatte 2019 erklärt:

«Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 % ist unser Preis für den Beitritt zur NATO ein großer Krieg mit Russland.»

Arestowytsch prognostizierte eine russische Invasion in die Ukraine in den Jahren 2021 bis 2022.

Doch auch wenn Baud tatsächlich russische Propaganda verbreiten würde, wäre das keine Straftat. Dass die SP dieses willkürliche Treiben der EU gegen den ehemaligen Mitarbeiter des EDA und der UN begrüßt, ist nicht überraschend. Dennoch ist es eine Schande.

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Schweiz zieht digitale Grenzen: Behörden sollen US-Clouds drastisch einschränken

25. Dezember 2025 - 0:06

Die Nutzung internationaler Cloud-Dienste durch Schweizer Behörden steht vor einem grundlegenden Einschnitt. Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) hat sich in einer aktuellen Resolution dafür ausgesprochen, Angebote großer US-Anbieter wie Microsoft, Google oder Amazon für besonders schützenswerte Behördendaten weitgehend auszuschließen.

Im Kern läuft die Empfehlung auf ein faktisches Verbot hinaus, sobald sensible oder gesetzlich geheimhaltungspflichtige Personendaten betroffen sind. Anwendungen wie Microsoft 365 dürften dann allenfalls noch als einfache Speicherlösung dienen, nicht aber als vollwertige Arbeitsplattform.

Als Hauptgrund nennen die Datenschützer den unzureichenden Schutz sensibler Informationen. Viele Cloud-Dienste verfügten bislang nicht über eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dadurch bleibe für Behörden ein erheblicher Kontrollverlust bestehen, da Anbieter theoretisch Zugriff auf Klartextdaten erhalten könnten. Zulässig sei eine Cloud-Nutzung nur dann, wenn öffentliche Stellen ihre Daten selbst verschlüsseln und auch die vollständige Schlüsselverwaltung übernehmen.

Zusätzlich kritisiert Privatim die mangelnde Transparenz globaler Cloud-Konzerne. Die Einhaltung vertraglicher Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben lasse sich für Behörden kaum effektiv überprüfen – insbesondere bei komplexen Lieferketten und regelmäßig einseitig angepassten Vertragsbedingungen.

Besonders brisant ist aus Sicht der Datenschützer der US CLOUD Act. Er ermöglicht US-Behörden den Zugriff auf Daten US-amerikanischer Anbieter, selbst wenn diese außerhalb der USA gespeichert sind – etwa in Schweizer Rechenzentren. Internationale Rechtshilfeverfahren könnten dabei umgangen werden, was die rechtliche Sicherheit vertraulicher Behördendaten erheblich untergrabe.

Die Resolution macht deutlich: Digitale Souveränität ist ohne technische Eigenverantwortung nicht zu haben. Für viele Behörden bedeutet das nun, ihre IT-Strategien zu überdenken und nach Alternativen zu suchen, die Datenschutz, Sicherheit und staatliche Kontrolle besser miteinander vereinbaren.

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Wie Neutralität geht - Lernen am Modell

25. Dezember 2025 - 0:05

Am 14. Dezember hat der Europäische Rat der EU-Mitgliedstaaten den ehemaligen Obersten des Schweizer Nachrichtendienstes, Jacques Baud, auf die EU-Sanktionsliste gesetzt, weil er prorussische Propaganda verbreitet haben soll. Das ist eine perfide Verleumdung. Baud fällt auf durch seine konsequent neutralen wissenschaftlichen Analysen sowohl zum Ukraine- als auch zum Gazakrieg. Damit zeigt er, wie Neutralität geht.

Leider hat in der Schweiz bis jetzt nur die Weltwoche den Mut gehabt, Jacques Baud zum Interview zu bitten, um ihn zu den Behauptungen auf der Sanktionsliste zu befragen. Im Gegensatz zu Bundesrat Cassis, der sich im Ukrainekrieg auf die Seite von Selenskyj gestellt hat, nimmt Jacques Baud eine neutrale Haltung ein:

«Ich habe nie gesagt, ich möchte, dass Russland gewinnt oder dass die Ukraine verliert. Ich habe nie gesagt, Putin hat recht oder Selenskyj hat recht. Ich mache keine Beurteilung. Ich erkläre, was sie tun, auf beiden Seiten. (…) Es ist wie bei einem Fussballmatch. Wenn der Schiedsrichter für eine Seite arbeitet, das funktioniert nicht. Er muss die Sache sachlich, faktisch durch die Beobachtung verstehen. Das ist genau meine Position.

Das Problem heute ist, dass die ganz allgemeine Auffassung des Konfliktes so ist, dass, wenn man nicht für die Ukraine ist, dann ist man unbedingt prorussisch. Ich bin nicht für die Ukraine, aber ich bin auch nicht für Russland. Ich stelle die Fakten dar, und das Problem ist auch, dass sehr viele Fakten im Narrativ über den Konflikt auf der Seite gelassen werden. Und das führt dazu, dass wir eine einseitige Sicht des Konfliktes haben.»

Diese neutrale, faktenbasierte Fähigkeit, Konflikte zu analysieren, hat Jacques Baud auch beruflich immer wieder zur Anwendung bringen können. Im Interview mit der Weltwoche berichtete er unter anderem von seiner Arbeit für die UNO im Sudan, wo er während zwei Jahren im Kontakt mit ungefähr 80 Rebellengruppen war, mit denen er auch zum Teil im Zusammenhang mit Geiselbefreiungen verhandeln musste. Auch im Tschad hat er mit den Chefs der Rebellengruppen verhandelt. Obwohl er weder Geld bezahlt noch Gewalt angewendet hat, wurden die Geiseln jeweils sehr bald freigelassen, im längsten Falle nach 48 Stunden.

Eigentlich hätten unsere Politiker in Bern mit Jacques Baud einen ausgewiesenen Experten – praktisch und theoretisch – zum Thema «Wie Neutralität geht». Unsere Politiker in Bern täten gut daran, wenn sie sich – im Sinne des Lernens am Modell – an der Neutralität, wie sie von Jacques Baud praktiziert wird, orientieren würden . . .

Die Autorin ist Vorstandsmitglied der Bewegung für Neutralität

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Tradition als Magnet: Warum die US-Orthodoxie junge Männer anzieht

25. Dezember 2025 - 0:03

In einer Ecke des US-amerikanischen Christentums, die lange als randständig galt, herrscht plötzlich Gedränge. Orthodoxe Priester berichten von Rekordzahlen, vollen Kirchen und Wartelisten für Taufkurse. Gemeinden überlegen, wie sie den Andrang bewältigen sollen, denn vielerorts fehlen Geistliche, um die wachsende Zahl von Interessierten zu begleiten.

Besonders auffällig ist, wer kommt: Junge Männer, oft politisch und kulturell konservativ, entdecken die orthodoxe Kirche für sich. Sie suchen eine Form des Glaubens, die ihnen mehr abverlangt als zeitgenössische Predigten und Popmusik. Stattdessen finden sie Liturgien, Fastenzeiten, Weihrauch, Gesänge und eine Theologie, die sich an den Anfängen und der Geschichte des Christentums orientiert.

In den USA machen orthodoxe Christen nur rund ein Prozent der Bevölkerung aus. Historisch waren die Gemeinden stark von Einwanderern aus Griechenland, Osteuropa oder dem Nahen Osten geprägt.

Deren Kinder wandten sich oft anderen Kirchen zu oder ganz vom Glauben ab. Nun entsteht eine neue, «einheimische» Orthodoxie: Viele Konvertiten kommen aus evangelikalen oder katholischen Kontexten – oder hatten zuvor kaum religiöse Bindung.

Eine wichtige Rolle spielen dabei soziale Medien. Auf YouTube, Podcasts und Plattformen wie X werben kantige Influencer für einen kämpferischen, klaren Glauben in einer als chaotisch empfundenen Welt.

Statistiken stützen den Eindruck. Orthodoxe Christen in den USA sind im Schnitt jünger und es sind deutlich mehr Männer vertreten als in anderen christlichen Gruppen. Mehr als 60 Prozent sind Männer, fast ein Viertel ist unter 30 Jahre alt. Für viele ist der Glaube eine Antwort auf diffuse Zukunftsängste, berufliche Unsicherheit und das Gefühl, gesellschaftlich nicht mehr gebraucht zu werden.

Die Gemeinden selbst erleben den Wandel ambivalent. Einerseits freuen sie sich über neues Leben, neue Familien und wachsende finanzielle Stabilität. Andererseits sorgt das für Spannungen. In Teilen der Online-Orthodoxie kursieren offen rassistische, antisemitische oder extrem nationalistische Positionen. Einige prominente Konvertiten stammen aus dem Umfeld der radikalen Rechten.

Priester betonen, ihre Aufgabe bestehe darin, diese jungen Männer in das konkrete Gemeindeleben zu integrieren und extreme Ansichten zu entschärfen. Kritische Beobachter halten dagegen, die Kirchenleitung reagiere zu zögerlich auf problematische Stimmen – aus Angst, das Wachstum zu bremsen.

Unstrittig ist jedoch: Die orthodoxe Kirche profitiert von einem allgemeinen Trend – und dieser dürfte sich über kurz oder lang auch in Europa festsetzen. Nach Jahrzehnten des Rückgangs stabilisiert sich das Christentum in den USA, getragen vor allem von jungen Erwachsenen. Gruppen mit starkem Ritual, klaren Glaubenssätzen und einem ausgeprägten Sinn für das Unvergängliche scheinen dabei besonders anziehend zu sein.

Für viele Konvertiten liegt der Reiz genau darin, dass sich die Orthodoxie nicht modernisieren will. In einer Zeit permanenter Veränderung ist es genau diese Beharrlichkeit, die immer mehr junge US-Amerikaner anzieht.

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