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Aktualisiert: vor 1 Stunde 56 Minuten

Mazlum Abdi verkündet Auflösung der QSD als eigenständige Militärstruktur

25. August 2026 - 22:00

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben ihre Existenz als eigenständige militärische Kraft beendet. QSD-Generalkommandant Mazlum Abdi gab am Dienstag in Damaskus die Auflösung des Militärbündnisses bekannt. Die Integration der bisherigen QSD-Einheiten als Brigaden in die syrische Armee sei abgeschlossen.

Abdi verkündete die Entscheidung bei einer Pressekonferenz im Volkspalast in der syrischen Hauptstadt Damaskus. „Wir stehen heute an einem historischen Punkt. Wir schließen ein wichtiges Kapitel der Geschichte Syriens und öffnen ein neues, das unter der Überschrift Frieden, Stabilität und Wiederaufbau des Landes steht.“

Nach der mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa erzielten Vereinbarung und dem Abschluss der militärischen Integration sei die bisherige Mission der QSD beendet, erklärte Abdi. „Wir geben heute das Ende der Mission der Demokratischen Kräfte Syriens bekannt und verkünden in dem Bewusstsein unserer Verantwortung ihre Auflösung als eigenständige militärische Kraft.“

Integration als Brigaden abgeschlossen

Die Auflösung erfolgt auf Grundlage des zwischen den QSD und der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus erzielten Abkommens über die militärische und administrative Neuordnung Nord- und Ostsyriens. Die bisherigen QSD-Einheiten werden dabei nicht individuell in bestehende Verbände eingegliedert, sondern als eigene Brigaden in die syrische Armee integriert.


Die Vereinbarungen waren nach monatelangen Verhandlungen zustande gekommen. Neben der militärischen Integration betreffen sie die Sicherheitsstrukturen und Behörden der Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien sowie politische und gesellschaftliche Rechte der dort lebenden Bevölkerungsgruppen. Mit Abdis Erklärung ist nun die eigenständige Existenz der QSD als Militärbündnis formell beendet.

„Von den Schlachtfeldern zum Wiederaufbau“

In seiner Ansprache erinnerte Abdi an die Rolle der QSD seit ihrer Gründung und insbesondere an den jahrelangen Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Die Kämpfer:innen hätten in einer der schwierigsten Phasen Syriens große Verantwortung übernommen und zahlreiche Städte und Regionen vom IS befreit.

Dabei seien Tausende Menschen ums Leben gekommen. „Wir werden die Erinnerung an unsere Gefallenen gemeinsam bewahren und ihre Opfer in unserem Gewissen tragen. Denn sie haben nicht gekämpft, um zu kämpfen, sondern damit ein Tag kommt, an dem die Nation Syriens nicht mehr kämpfen müssen“, sagte Abdi.

Die Auflösung stellte der QSD-Kommandant in seiner Erklärung als Übergang von der militärischen Auseinandersetzung zu einer Phase des Friedens und Wiederaufbaus dar. „Wir wollen, dass der heutige Tag den Beginn eines wirklichen Wandels markiert – von den Schlachtfeldern zu den Orten des Wiederaufbaus, von der Zeit der Waffen zur Zeit des Friedens und von der Verteidigung Syriens zum Aufbau Syriens.“

Kurdischunterricht weiterhin auf der Tagesordnung

Einen eigenen Teil seiner Erklärung widmete Abdi dem Recht auf kurdischsprachigen Unterricht. Das Recht, Kurdisch zu lernen, gehöre zu den grundlegenden Rechten, für die die kurdische Bevölkerung seit Jahrzehnten kämpfe. Syriens selbsternannter Übergangspräsident al-Scharaa habe sich bei verschiedenen Gelegenheiten zur Wahrung dieses Rechts bekannt. Zugleich gebe es eine offene Haltung gegenüber dem Recht auf Unterricht in der Muttersprache und einer Weiterentwicklung der bislang getroffenen Entscheidung, erklärte Abdi. „Wir wollen die bestehende Entscheidung noch in diesem Jahr umsetzen und darauf in naher Zukunft mit weiteren Schritten aufbauen“, sagte der QSD-Kommandant.

https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/ilham-ehmed-und-mazlum-abdi-reisen-nach-damaskus-52510 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/mazlum-abdi-integration-der-institutionen-tritt-in-neue-phase-52480 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/rojava-und-damaskus-integration-stosst-an-ihre-grenzen-52460

 

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Öcalan warnt vor Provokationen gegen den Friedensprozess

25. August 2026 - 18:00

Der kurdische Repräsentant Abdullah Öcalan hat in den vergangenen Tagen verbreitete angebliche Gesprächsnotizen und ihm zugeschriebene Äußerungen als Fälschungen zurückgewiesen. Die Veröffentlichungen seien Teil von Versuchen, den Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft zu sabotieren, erklärte Öcalan in einer am Dienstag über die Imrali-Delegation der DEM-Partei übermittelten Botschaft.

„Die Versuche bestimmter Kreise, den Prozess in dieser historischen Phase zum Scheitern zu bringen, sind ein Komplott gegen mich“, erklärte Öcalan. Äußerungen, Gespräche, Namen, Dokumente, Protokolle und sonstige Angaben, die in der Presse und in sozialen Medien verbreitet und ihm zugeschrieben würden, entsprächen nicht der Wahrheit. „Diese Veröffentlichungen sind provokative Aktionen von Gegnern des Prozesses.“

„Eine kritische Phase ist erreicht“

Zugleich äußerte sich Öcalan zur ersten Sitzung des Begleit- und Bewertungsgremiums, das im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Gesetzes zur „Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration“ eingerichtet wurde. Der Vordenker der kurdischen Befreiungsbewegung verwies dabei auf den politischen Willen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und MHP-Chef Devlet Bahçeli, die auf seinen Aufruf folgende Erklärung zur Beendigung des bewaffneten Kampfes sowie die Unterstützung der politischen Parteien für die gesetzliche Regelung. Dass das neu geschaffene Gremium nun seine Arbeit aufgenommen habe, sei „ein klares Zeichen dafür, dass der Prozess mit sicheren Schritten voranschreitet“, erklärte Öcalan. „Im Prozess ist eine kritische Phase erreicht worden.“

Aufruf zu Besonnenheit

Öcalan kündigte an, seine Bemühungen um gesellschaftlichen Frieden weiterzuführen. „Es versteht sich von selbst, dass ich meine Anstrengungen für den Aufbau des gesellschaftlichen Friedens und eines Rechts der Geschwisterlichkeit weiter verstärken werde.“ Zugleich appellierte er an alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte, verantwortungsvoll mit der gegenwärtigen Phase umzugehen: „Ich rufe alle und sämtliche gesellschaftlichen Kreise dazu auf, im Geiste der Geschwisterlichkeit mit Besonnenheit, Bewusstsein und entsprechendem Engagement zu handeln.“

https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/-52511 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52501 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52347

 

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KON-MED fordert sofortigen Abschiebestopp für Zeynep Alpboğa

25. August 2026 - 16:00

Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland (KON-MED) fordert die sofortige Aussetzung der für Mittwoch geplanten Abschiebung von Zeynep Alpboğa in die Türkei. Der kurdische Dachverband appellierte am Dienstag an die zuständigen Behörden sowie die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene, Alpboğa aus dem Abschiebegewahrsam zu entlassen und ihren Fall neu zu prüfen. „Demokratisches Engagement für Frieden, Menschenrechte und die Rechte der kurdischen Bevölkerung darf nicht kriminalisiert und erst recht nicht zur Grundlage einer Abschiebung werden“, erklärte KON-MED.

Alpboğa lebt seit 22 Jahren in Deutschland, ihr Ehemann und ihre drei Kinder besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Am Donnerstag vergangener Woche wurde sie am frühen Morgen in ihrer Wohnung festgenommen. In ihrem aufenthaltsrechtlichen Verfahren spielen nach Angaben ihres Rechtsbeistands unter anderem ihre Tätigkeit in einem kurdischen Verein sowie die Teilnahme an politischen Veranstaltungen und Demonstrationen eine Rolle.

KON-MED warnt vor politischer Verfolgung

KON-MED verweist auf die Gefahren, denen Alpboğa bei einer Abschiebung in die Türkei ausgesetzt sein könnte. Sie war dort bereits aus politischen Gründen inhaftiert und wurde nach vorliegenden Angaben im Gefängnis von Diyarbakır (ku. Amed) gefoltert. Zudem gebe es Hinweise auf weitere politische Ermittlungen gegen sie. „Es muss deshalb ernsthaft davon ausgegangen werden, dass ihr nach ihrer Ankunft eine erneute Festnahme und politische Verfolgung drohen könnten“, erklärte der Dachverband. Hinzu kommen Bedenken wegen ihres Gesundheitszustands. Während einer gerichtlichen Anhörung am Freitag brach Alpboğa zusammen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Anschließend wurde sie erneut dem Gericht vorgeführt und in Abschiebegewahrsam genommen.

„Ein verheerendes politisches Signal“

Über den konkreten Fall hinaus kritisiert KON-MED die deutsche Politik gegenüber der kurdischen Community. Dass Deutschland weiterhin kurdische politische und gesellschaftliche Aktivitäten kriminalisiere, stehe im Widerspruch zu den gegenwärtigen Entwicklungen in der Türkei. Während dort im Rahmen des Prozesses für Frieden und eine demokratische Gesellschaft über eine politische Lösung der kurdischen Frage und entsprechende rechtliche Schritte diskutiert werde, halte Deutschland an einer jahrzehntelangen Sicherheitspolitik gegenüber kurdischen Strukturen fest.

KON-MED fordert die Bundesregierung auf, den politischen Prozess konstruktiv zu begleiten und zugleich Ihren bisherigen Umgang mit kurdischen Anliegen kritisch zu überprüfen. Politisches Engagement dürfe nicht pauschal unter Sicherheitsverdacht gestellt werden. Dies gelte umso mehr, wenn Menschen aufgrund eben dieses Engagements in ein Land abgeschoben werden sollen, in dem ihnen politische Verfolgung droht. Eine Abschiebung Alpboğas wäre nach Auffassung des Dachverbands daher „nicht nur eine individuelle humanitäre Tragödie, sondern auch ein verheerendes politisches Signal“.

KON-MED fordert neben dem sofortigen Abschiebestopp und der Freilassung aus dem Abschiebegewahrsam eine erneute Prüfung des Falls unter Berücksichtigung von Alpboğas politischer Verfolgungsgeschichte, ihres Gesundheitszustands und ihrer familiären Bindungen in Deutschland. Zugleich verlangt der Verband ein Ende der Kriminalisierung kurdischen politischen und gesellschaftlichen Engagements. „Zeynep Alpboğa muss bleiben. Ihre Abschiebung muss jetzt gestoppt werden.“

https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52496 https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52483 https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52481

 

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Deniz Türkali: Ein Frieden, in dem eine Seite unterworfen wird, ist kein Frieden

25. August 2026 - 16:00

Die türkische Schauspielerin Deniz Türkali hat zur Unterstützung des Prozesses für Frieden und eine demokratische Gesellschaft aufgerufen. Bestehende Bedenken seien kein Grund, den Prozess abzulehnen. Entscheidend sei vielmehr, unter welchen Bedingungen Frieden geschaffen werde. „Es ist schwer, die Bedenken abzulegen. Wir werden uns immer Sorgen machen. Aber das kann kein Grund sein, den Friedensprozess nicht zu unterstützen. Das nennt man nicht Sorge, sondern Boshaftigkeit“, sagte Türkali gegenüber ANF.

Zugleich warnte sie vor einem Friedensverständnis, das bestehende Herrschaftsverhältnisse lediglich fortschreibt: „Die Bedingungen dieses Friedens sind sehr wichtig. Einen Frieden, in dem eine Seite unterworfen wird und die andere herrscht, kann man nicht Frieden nennen. Wir müssen unsere Bedenken bewahren und zugleich die Bedingungen für einen Frieden richtig beurteilen.“

„Öcalans Aufruf hat ein Licht der Hoffnung entzündet“

Den Aufruf des kurdischen Repräsentanten Abdullah Öcalan vom 27. Februar 2025 bezeichnete Türkali als „Licht der Hoffnung“. Der Friedensprozess sei zugleich eine der entscheidenden Fragen für eine Demokratisierung der Türkei.  „Wenn dieser Prozess gelingt, könnten natürlich Kurden, Türken, Armenier, Lasen – ganz gleich, wie Menschen sich selbst verstehen und bezeichnen – und alle Kunstschaffenden wirklich ein wenig aufatmen“, sagte Türkali.

Kunst kann Vorurteile aufbrechen

Über Jahre seien falsche Darstellungen als Wahrheiten vermittelt und dadurch Vorurteile gesellschaftlich verankert worden, erklärte Türkali. Kunst könne dazu beitragen, solche Gewissheiten aufzubrechen und eine Auseinandersetzung mit ihnen zu ermöglichen. „Insbesondere Politiker müssen wissen, wie sie hinschauen. Man kann versuchen, aus dem, was man sieht, hört oder liest, etwas zu verstehen und es aus der richtigen Perspektive zu betrachten. Künstler zeichnen, schreiben und spielen. Aber das Verstehen liegt im Auge der Betrachtenden – es hängt also von der Absicht ab.“

Ein tatsächlicher Friedensprozess würde nach Ansicht Türkalis auch die Bedingungen für Kunst und Kultur verändern. „Ein wirklicher Friedensprozess hätte natürlich sehr positive Auswirkungen auf die Kunst. Ich denke, wir alle könnten uns dann zumindest ein wenig von der Plage der Repression und Zensur befreien.“

Frauen haben den Frieden nicht aufgegeben

Eine wichtige Rolle im Kampf um Frieden schreibt Türkali den Frauenbewegungen zu. Trotz massiver Repression hätten sie an ihrer Forderung nach Frieden festgehalten. „Frauenbewegungen haben mit ihrem Widerstand und ihrem Widerspruch schwerste Repression erfahren und den Frieden trotzdem nicht aufgegeben. Das gilt nicht nur für unser Land, sondern überall auf der Welt. Und sie leisten weiterhin Widerstand.“

Auf die Frage, was sie den politisch Verantwortlichen mit auf den Weg geben wolle, reagierte Türkali zurückhaltend: „Offen gesagt ziehe ich es vor, möglichst wenig mit Politikern zu tun zu haben. Ich kenne nicht viele, die verstehen würden, was ich sage, und darüber nachdenken würden.“ Für diejenigen, auf die das nicht zutreffe, hatte sie dennoch eine Botschaft: „Ihnen wünsche ich gutes Gelingen. Wir reichen einander die Hand und stehen Seite an Seite.“

https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/julide-kural-das-rahmengesetz-kann-der-erste-satz-von-etwas-neuem-sein-52484 https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/david-wengrow-auch-formen-menschlicher-freiheit-konnen-wiederkehren-52489 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52428

 

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EGMR: Türkei muss Osman Kavala unverzüglich freilassen

25. August 2026 - 14:00

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Türkei im Fall des seit fast neun Jahren inhaftierten Kulturförderers Osman Kavala erneut verurteilt und seine unverzügliche Freilassung verlangt. Die Große Kammer stellte am Dienstag in Straßburg mehrere Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention fest. Die Türkei müsse Kavala zum frühestmöglichen Zeitpunkt freilassen und die Folgen seiner strafrechtlichen Verurteilung beseitigen. Diese sei nach der Konvention als null und nichtig anzusehen. Damit geht das neue Urteil über die bereits 2019 ausgesprochene Forderung nach Kavalas Freilassung hinaus. Der heute 68-Jährige sitzt trotz des damaligen Urteils weiterhin in Haft und wurde 2022 wegen des Vorwurfs, im Zusammenhang mit den Gezi-Protesten von 2013 einen Umsturzversuch unterstützt zu haben, zu erschwerter lebenslanger Haft verurteilt.

Durch Haft zum Schweigen gebracht

Der EGMR sieht hinter der Strafverfolgung gegen Kavala ein politisches Motiv. Die Verfahren hätten darauf abgezielt, ihn wegen seiner Rolle während der Gezi-Proteste zu bestrafen und ihn als Menschenrechtsverteidiger zum Schweigen zu bringen. Zugleich stellte das Gericht Verletzungen seines Rechts auf ein faires Verfahren fest. Bereits in seinem ersten Urteil vom Dezember 2019 war der EGMR zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Tatsachen vorlagen, die einen hinreichenden Verdacht gegen Kavala begründeten. Seine Inhaftierung habe vielmehr den Zweck verfolgt, ihn zum Schweigen zu bringen und andere Menschenrechtsverteidiger:innen abzuschrecken. Die Türkei setzte das Urteil jedoch nicht um. Der Ministerrat des Europarates leitete daraufhin ein Vertragsverletzungsverfahren ein. 2022 stellte der EGMR fest, dass Ankara seiner Verpflichtung zur Umsetzung des Urteils nicht nachgekommen war.

Seit 2017 in Haft

Kavala wurde am 18. Oktober 2017 festgenommen. Die türkische Justiz beschuldigte ihn zunächst, die Gezi-Proteste von 2013 finanziert und damit den Sturz der damaligen AKP-Regierung angestrebt zu haben. Später kamen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem vermeintlichen Putschversuch vom Juli 2016 sowie der politischen und militärischen Spionage hinzu.

Im Februar 2020 sprach ein Istanbuler Gericht Kavala im Gezi-Verfahren zunächst frei und ordnete seine Freilassung an. Noch am selben Tag wurde jedoch ein neuer Haftbefehl gegen ihn erlassen. Das damalige Gericht hatte unter anderem festgestellt, dass keine konkreten und schlüssigen Beweise dafür vorlagen, dass Kavala die Gezi-Proteste finanziert hatte. Der Freispruch wurde später aufgehoben und das Gezi-Verfahren erneut aufgerollt. Im April 2022 verurteilte das 13. Schwurgericht in Istanbul Kavala schließlich wegen des angeblichen Versuchs, die Regierung zu stürzen, zu erschwerter lebenslanger Haft. Vom Spionagevorwurf wurde er freigesprochen.

Kavala weist die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück. Der Unternehmer engagierte sich über Jahrzehnte in zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen in den Bereichen Menschenrechte, Kultur, gesellschaftliche Verständigung und Aufarbeitung historischer Konflikte. Mit dem Urteil der Großen Kammer liegt nun eine weitere unmissverständliche Entscheidung aus Straßburg vor: Die fortdauernde Haft Kavalas verletzt die Europäische Menschenrechtskonvention, seine Verurteilung darf keine rechtlichen Folgen mehr entfalten und die Türkei muss ihn freilassen.

https://deutsch.anf-news.com/menschenrechte/-52260 https://deutsch.anf-news.com/menschenrechte/fall-kavala-egmr-verurteilt-turkei-zu-geldstrafe-33033 https://deutsch.anf-news.com/menschenrechte/kassationshof-bestatigt-urteil-gegen-kavala-39185 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/osman-kavala-die-hoffnung-nicht-verloren-39644 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52340

 

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Besile Narin: Krieg sind die Tränen der Mütter

25. August 2026 - 14:00

„Krieg bedeutet Zerstörung, Leid und Trauer. Krieg sind die Tränen der Mütter“, sagt Besile Narin. Zwei ihrer Söhne sind im Krieg gefallen. Einer von ihnen war der HPG-Kämpfer Şervan Pîr (Ozan Narin), dessen Tod kürzlich bekanntgegeben wurde. Er fiel 2018 in den Medya-Verteidigungsgebieten. Im Gespräch mit unserer Agentur erinnert Besile Narin an ihren Sohn, an seine Kindheit und den Tag, an dem er sein Elternhaus verließ. Sie erzählt von einem Verlust, der ihr Leben verändert hat, und davon, weshalb sie nach Jahrzehnten des Krieges einen würdevollen Frieden fordert.

„Er wollte für Menschen da sein, die Hilfe brauchen“

Wenn Besile Narin von Şervans Kindheit erzählt, erinnert sie sich vor allem an seine Sensibilität und sein Mitgefühl. „Er hatte ein warmes Herz und war menschlich ein sehr guter Junge. Er dachte immer an seine Freunde, unsere Nachbarn und die ganze Familie. Er war ein sehr feinfühliger, aufrichtiger Mensch.“ Schon als Kind habe Şervan konkrete Vorstellungen davon gehabt, was er später einmal tun wollte. „Er sagte immer: ‚Ich lerne und werde Anwalt. Ich werde Anwalt, damit ich wenigstens für Menschen da sein kann, die Hilfe brauchen. Ich werde kein Geld von ihnen nehmen, sondern ihnen einfach beistehen.‘ Als Mutter hat mich das sehr berührt.“

 


Die Zukunft ihrer Kinder sei auch ihre eigene Zukunftsvorstellung gewesen, erzählt Narin. „Jede Mutter, jeder Vater, jede Familie lebt mit ihren Kindern. Ohne sie ist das Leben nicht vollständig. Wir haben uns vorgestellt, dass sie eines Tages erwachsen werden, heiraten, dass wir ihre Kinder bei uns sehen und eine große Familie werden.“ Şervan sei blauäugig gewesen, seine Augen habe er von seinem Großvater geerbt. „Wir konnten ihn kaum ansehen, weil wir Angst hatten, dass ihn der böse Blick trifft“, erinnert sich seine Mutter. „Ich sagte zu ihm: ‚Du bist noch so klein, aber du sprichst über so große Dinge. In deinem Kopf und deinem Herzen trägst du so vieles.‘ Er antwortete immer: ‚So bin ich. So habe ich es gesehen und so lebe ich es.‘“

Der Brief unter dem Kopfkissen

2016 verließ Şervan das Elternhaus, um sich der Guerilla anzuschließen. Seine Familie wusste zunächst nichts von seiner Entscheidung. „Eines Tages ging er zur Schule und kam nicht zurück“, erzählt Narin. Vor dem Weggehen habe ihr Sohn gesagt, dass ein Freund Geburtstag habe und er den Abend bei ihm verbringen werde. Zunächst habe sie sich deshalb keine Sorgen gemacht. Als es später wurde, versuchte sie, ihn anzurufen. „Es war 22 oder 23 Uhr. Ich dachte, die Feier müsste inzwischen vorbei sein. Aber er ging nicht ans Telefon. Wir riefen seine Freunde an, die Familien, die wir kannten, alle Menschen in unserem Umfeld. Wir fragten, ob ihn jemand gesehen habe. Aber alle sagten: Nein.“

Mit jeder erfolglosen Nachfrage sei ihre Sorge größer geworden. Schließlich ging sie in das Zimmer ihres Sohnes und setzte sich neben sein Kopfkissen. „Ich dachte: Mein Sohn, wo bist du? Warum gibst du mir kein Zeichen? Warum ist dein Telefon ausgeschaltet? Dann griff ich nach seinem Kissen und fand darunter einen Brief. Als ich ihn herausnahm, verstand ich. Er hatte uns einen Brief hinterlassen und war nicht mehr da.“

Bis heute erinnert sich Narin an die Sprache dieses Abschiedsbriefs. „Als wir ihn öffneten, war es gar nicht wie ein gewöhnlicher Brief. Es war fast wie ein Gedicht. Er hatte mit so schönen Worten und so viel Wärme geschrieben, dass ich mich fragte, ob er eine Woche oder einen ganzen Monat daran gearbeitet hatte.“ Şervan habe darin über sein Volk, über Identität und darüber geschrieben, wie er die Situation der Kurd:innen wahrnahm. „Er schrieb: ‚Wir werden nicht anerkannt. Wir wissen nicht, wer wir sind, wir haben keine Identität.‘ Er hatte darin so vieles erzählt.“

Erst nach der Lektüre habe sie verstanden, dass ihr Sohn sich der Guerilla angeschlossen hatte. „Selbst wenn ich heute davon erzähle, brennt es im Herzen. Dein Herz sagt dir: Jetzt ist er weit weg von dir. Vielleicht wirst du ihn nie wiedersehen.“ Şervan Pîr kämpfte später unter anderem in den Guerillagebieten Gare und Zap. Am 6. April 2018 kam er in Xakurke ums Leben.

„Ich meine nicht nur kurdische Mütter“

Für Besile Narin ist die Erinnerung an ihren Sohn untrennbar mit ihrer Forderung nach einem Ende des jahrzehntelangen Krieges verbunden. Sie habe für einen würdevollen Frieden gekämpft, „damit wir gemeinsam menschenwürdig leben können“. „Denn Krieg bedeutet Zerstörung, Leid und Trauer; Krieg sind die Tränen der Mütter. Und wenn ich von Müttern spreche, meine ich nicht nur kurdische Mütter. Ganz gleich, welche Sprache, Identität oder Kultur ein Mensch hat: Niemand verdient es zu sterben, und keine Mutter verdient es zu weinen.“ Deshalb brauche es in der Türkei Frieden, sagt Narin. „Wir haben gesagt: Es reicht. Dieser Krieg dauert seit 50 Jahren an und die Menschen können wirklich nicht mehr atmen. Selbst das Atmen fällt uns inzwischen schwer.“

„Danach beginnt ein halbes Leben“

Şervan war nicht der erste Sohn, den Besile Narin im Krieg verlor: „Er ist mein zweites Kind, das ich verloren habe. Unser Nişat war bereits in Rojava gefallen. Wir haben beide Brüder, zwei unserer Kinder, als Gefallene verloren. Sie sind auf ehrenvolle Weise für dieses Volk gefallen.“ Der Verlust ihrer beiden Söhne habe ihr eigenes Leben unwiderruflich verändert. „Nachdem sie gefallen sind, ist es für mich sehr schwer, jemals wieder so zu sein wie früher. Du kannst danach nie wieder vollständig sein. Du beginnst ein halbes Leben. So fühle ich mich heute, denn auch wir sind nur noch halb.“

„Die Unterstützung unseres Volkes hat uns Kraft gegeben“

In den vergangenen Tagen erlebte die Familie zugleich eine große gesellschaftliche Solidarität. Zahlreiche Menschen kamen im Koşuyolu-Park in Amed (tr. Diyarbakır) zusammen, um der Familie beizustehen und Şervan zu gedenken. „Tausende waren da, hielten unsere Hände und sagten: ‚Wir stehen an eurer Seite, wir weichen nicht zurück.‘ Früher waren wir dort, wo wir lebten, allein. Jetzt stehen hier Tausende Menschen. Vieles hat sich verändert.“ Diese Unterstützung sei für die Familie von großer Bedeutung gewesen. „Die Unterstützung unseres Volkes war für uns sehr wertvoll. Sie hat uns Kraft gegeben.“

Am Ende kehrt Besile Narin zu dem Wunsch zurück, der ihre Erzählung über ihre beiden Söhne durchzieht: dass keine weiteren Familien dasselbe erleben müssen. „Wir Mütter wollen endlich einen würdevollen Frieden, ohne weitere Tote, ohne neues Leid für die Familien. Wir wollen einen Frieden, in dem die Menschen mit ihrer Identität, ihrer Sprache und ihrer Kultur gleichberechtigt und frei leben können.“

https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/kck-die-gefallenen-haben-den-weg-fur-die-heutige-phase-geebnet-52520 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/pkk-gefangene-erinnern-an-gefallene-guerillakampfer-innen-52512 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/unser-schmerz-ist-gross-aber-wir-tragen-den-kopf-hoch-52509 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52502 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/arkas-der-heutige-friedensprozess-ist-auch-das-vermachtnis-der-gefallenen-52505

 

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KCK: Die Gefallenen haben den Weg für die heutige Phase geebnet

25. August 2026 - 12:00

Die Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) hat der zuletzt bekanntgegebenen Gefallenen der kurdischen Freiheitsbewegung gedacht und dazu aufgerufen, ihren Kampf unter den Bedingungen des Prozesses für Frieden und eine demokratische Gesellschaft fortzuführen. Der heutige Übergang von der Strategie des bewaffneten Widerstands zum politischen Kampf sei nicht losgelöst von der zurückliegenden Geschichte zu betrachten, erklärte der Exekutivrat des Dachverbands der kurdischen Bewegung.

Aufgrund der schweren Kriegsbedingungen hätten die Identitäten zahlreicher Gefallener über lange Zeit nicht bekanntgegeben werden können. „Wir gedenken all dieser Gefallenen mit Dankbarkeit und Respekt und sprechen ihren Familien und dem Volk Kurdistans unser Beileid aus“, heißt es in der Erklärung. Ihr Streben nach einem freien und demokratischen Leben werde verwirklicht werden.

„Wer seine Gefallenen nicht vergisst, wird frei“

Die derzeitigen Bekanntgaben finden unter den Bedingungen des Prozesses für Frieden und eine demokratische Gesellschaft statt, erklärte die KCK weiter. Die große Beteiligung an den Gedenkveranstaltungen sei zugleich Ausdruck der gesellschaftlichen Unterstützung für diesen Prozess. Besonders junge Frauen und Männer nähmen in großer Zahl daran teil. Die KCK griff dabei die Worte einer Familie auf: „Ein Volk, das seine Gefallenen nicht vergisst, wird sich befreien.“ Keine Kraft könne den Freiheitskampf eines solchen Volkes aufhalten.

Seit der Guerillaoffensive vom 15. August 1984 seien Zehntausende Kämpfer:innen gefallen. Ihr Widerstand habe entscheidend dazu beigetragen, die gesellschaftliche und politische Situation der Kurd:innen grundlegend zu verändern. „Heute steht das kurdische Volk aufrecht“, heißt es in der Erklärung. Die kurdische Gesellschaft habe durch den von Abdullah Öcalan angeführten Freiheitskampf eine Entwicklung genommen, durch die sie heute zu einer der dynamischsten gesellschaftlichen Kräfte im Mittleren Osten geworden sei.

Vom bewaffneten zum politischen Kampf

Dass dieser Kampf seit 53 Jahren ohne Unterbrechung geführt wird, habe tiefgreifende Veränderungen in Kurdistan hervorgebracht und zugleich politische und gesellschaftliche Werte geschaffen. „Die starke Verbundenheit mit den Gefallenen ist deshalb zugleich eine Verbundenheit mit der eigenen freien und demokratischen Zukunft“, erklärte die KCK. Ausführlich ging die Organisation auf die Bedeutung dieser Geschichte für die gegenwärtige Phase ein. „Wenn heute anstelle einer Strategie des bewaffneten Kampfes eine Strategie des politischen Kampfes verfolgt wird, dann haben auch unsere Gefallenen dies ermöglicht“, heißt es.

Der Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft dürfe deshalb nicht als Entwicklung verstanden werden, die erst während der vergangenen zwei Jahre entstanden sei. „Der 53-jährige Kampf hat den Prozess der demokratischen Gesellschaft hervorgebracht. Es wäre ein großer Irrtum zu glauben, dieser Prozess sei erst in den vergangenen zwei Jahren entstanden.“

Abdullah Öcalan führe den gegenwärtigen Prozess auf Grundlage der politischen und gesellschaftlichen Errungenschaften dieses jahrzehntelangen Kampfes. Diese historische Kontinuität zu übergehen, wäre eine Missachtung sowohl des zurückliegenden Kampfes als auch der Gefallenen. „Auf der Grundlage der von unseren Gefallenen geschaffenen Werte und der Linie der Freiheit wird auch der Kampf für eine demokratische Gesellschaft erfolgreich geführt werden“, erklärte die KCK.

Aufruf an die Jugend

Eine besondere Verantwortung schrieb die KCK der Jugend zu. „Die Guerilla ist historisch eine Armee der Jugend.“ So wie junge Menschen die wesentliche Kraft des Guerillakampfes darstellten, sollten sie heute eine tragende Kraft des vielschichtigen politischen und gesellschaftlichen Kampfes sein. Die hohe Beteiligung junger Frauen und Männer an den Gedenkveranstaltungen zeige, dass die Jugend bereit sei, diese Verantwortung auch unter den veränderten Bedingungen zu übernehmen.

Zum Abschluss erneuerte die KCK ihr Versprechen, den Kampf der Gefallenen fortzuführen: „Während wir unserer Gefallenen gedenken, bekräftigen wir unser Versprechen, in ihren Spuren zu gehen und unserem Volk ein freies und demokratisches Leben zu ermöglichen. Zugleich rufen wir unser Volk dazu auf, den Kampf auf den Spuren der Gefallenen zu verstärken.“

https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/pkk-gefangene-erinnern-an-gefallene-guerillakampfer-innen-52512 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/arkas-der-heutige-friedensprozess-ist-auch-das-vermachtnis-der-gefallenen-52505 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/unser-schmerz-ist-gross-aber-wir-tragen-den-kopf-hoch-52509 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/trauernde-in-amed-wir-wollen-keine-weiteren-trauerfeiern-52492 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/hatimogullari-friedensprozess-ist-ergebnis-des-jahrzehntelangen-kampfes-52517

 

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Kurdin seit Festnahme durch iranischen Geheimdienst verschwunden

25. August 2026 - 9:00

Seit mehr als sieben Monaten ist die Kurdin Sara Rashidi Kachalanlou verschwunden. Die 33-Jährige aus Makû wurde im Januar vom Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen. Seither gibt es keine Informationen über ihren Aufenthaltsort oder ihren Zustand.

Wie das Kurdistan Human Rights Network (KHRN) berichtet, wurde Kachalanlou am 11. Januar im Zusammenhang mit den damaligen Protesten festgenommen. Geheimdienstagenten der Revolutionsgarden stoppten sie demnach ohne Haftbefehl, als sie sich in einem Fahrzeug in der Nähe von Kirmaşan (Kermanschah) aufhielt.

In Geheimdienstgefängnis verschleppt

Nach Informationen des KHRN wurde Kachalanlou anschließend in die Haftanstalt des IRGC-Geheimdienstes Nabi Akram am Naft-Platz in Kirmaşan gebracht. Seit ihrer Einlieferung dorthin fehlt von ihr jede Spur. Weder über ihren weiteren Aufenthaltsort noch über ihren gesundheitlichen Zustand liegen Informationen vor.

Ihre Familie wandte sich in den vergangenen Monaten wiederholt an Regimebehörden und Justizstellen in Kirmaşan. Eine klare Auskunft über den Verbleib der 33-Jährigen erhielt sie jedoch nicht. Angesichts der inzwischen mehr als sieben Monate andauernden Isolation wächst insbesondere die Sorge um ihre Gesundheit.

Weitere Kurden seit Jahren verschwunden

Das gewaltsame Verschwindenlassen kurdischer Gefangener durch das iranische Regime ist kein Einzelfall. Das KHRN hat in den vergangenen Jahren mindestens drei weitere Fälle dokumentiert, in denen nach einer Festnahme jede Spur der Betroffenen verloren ging. Edris Feqhi, Osman Mameh und Mohsen Ghaderi wurden demnach in Bokan beziehungsweise Bane festgenommen und anschließend gewaltsam verschwunden gelassen. Obwohl seit ihrer Festnahme inzwischen mehrere Jahre vergangen sind, ist ihr Schicksal weiterhin ungeklärt.

https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52518 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/-52485 https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52336

 

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