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Aktualisiert: vor 1 Stunde 36 Minuten

Himmel über Europa: Bilder sagen mehr als tausend Worte

5. September 2026 - 0:10

Wetter- und Klimamanipulationen haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen – sie sind keine Verschwörungstheorie, sondern eine katastrophale Realität. Was über unseren Köpfen genau geschieht, wissen wir nicht, denn bei solchen Geoengineering-Projekten gibt es keinerlei Transparenz von Seiten der verantwortlichen Behörden. So hat die EU zwischen 2021 und 2027 zwar 95 Milliarden Euro Steuergelder für das Geoengineering-Projekt «Horizont Europa» ausgegeben, aber was genau damit geschieht, ist unklar. Bekannt ist nur, dass die Mitgliedsländer keinerlei Mitspracherecht haben – und dass für den Zeitraum 2028 bis 2034 für solche Projekte weitere 175 Milliarden Euro fließen sollen.

Nach meinem Beitrag über ein höchst seltsames «Regenereignis» im spanischen Andalusien haben mir unsere Leser viele Fotos zugeschickt und ihre Besorgnis über diese mysteriösen Aktivitäten am Himmel ausgedrückt. Denn sie bringen diese mit Geoengineering in Verbindung. Dabei beziehen sie sich in der Regel auf Militärflugzeuge, die zuerst seltsame «Kondensstreifen» erzeugen, die sich ausbreiten, ausgefranste Formen annehmen, wenn die Substanzen mit der Luft reagieren, dann den Himmel vollständig verschmieren – und im Anschluss dramatische Wolkenbildungen erzeugen und die Sonne verschleiern. Auch wird darüber berichtet, dass die nächtlichen Flugzeug-Aktivitäten in der letzten Zeit zugenommen haben und dass die Flugzeuge nicht mehr sichtbar sind, weil sie in großer Höhe fliegen.

Nach dem Motto «Bilder sagen mehr als 1.000 Worte» werden wir deshalb in den nächsten Wochen die uns zugesandten Fotos veröffentlichen. Ziel der Initiative ist es, den Menschen bewusst zu machen, dass ungewöhnliche Vorgänge am Himmel eine Realität sind. Zudem geht es darum, den Blick für solche Phänomene zu schärfen.

Viele unserer Leser sind jedenfalls der Meinung, dass es dringend notwendig ist, über Geoengineering aufzuklären, denn das, was sie seit Jahren am Himmel beobachten, macht ihnen Angst. Sie befürchten, dass nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Natur unbekannten Giftstoffen ausgesetzt werden. Die eindringlichen Bilder, die uns zugeschickt wurden, kamen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Schweden, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien.

Fotoserie Geoengineering in Europa – Teil 1Deutschland


Himmel über Berlin, 2. September 2026


Himmel über Frankfurt am Main, 2. Juni 2026


Himmel über Frankfurt am Main, 2. Juni 2026


Nächtlicher Himmel; Plau am See in Südmecklenburg

Schweden


Himmel über Bokenäset, 12. August 2026


Himmel über Malmö, 28. Juni 2026

Frankreich


Himmel über der Provence


Himmel über der Provence


Himmel über der Provence

Spanien


Himmel über Andalusien, 19. Januar 2025


Himmel über Andalusien, 19. Januar 2025


Meerenge von Gibraltar, Andalusien, 18. Dezember 2024


«Kondensstreifen», Andalusien, Algatocín, 26. März 2026


«Kondensstreifen» in Andalusien, Gaucín

Italien


Himmel über Macugnaga, 11. August 2018

Das war es für heute, liebe Leserinnen und Leser, nächste Woche folgt Teil 2 der Fotoserie. In einer der nächsten Folgen werde ich auch über seltsame Phänomene berichten, die einige Leser mit Geoengineering-Operationen in Verbindung bringen – und die sich am Boden zeigen.

In diesem Rahmen möchte ich Sie bitten, mir auch weiterhin Fotos zuzuschicken. Auch würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung mitteilen, ob Ihnen diese Phänomene am Himmel normal oder eher ungewöhnlich erscheinen. Denn einige Leser haben mir berichtet, dass sie oft auf Unverständnis stoßen, wenn sie ihre Mitmenschen darauf hinweisen, dass am Himmel nichts mehr stimmt.

Einer unserer Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson bereits 1962 gesagt habe: «Wer das Wetter beherrscht, beherrscht die Welt». Sobald dieses Thema ins Rampenlicht komme, werde gegengesteuert. In den USA berühre das Thema «Wetter als Waffe» die «nationale Sicherheit» und deshalb werde interveniert.

In diesem Zusammenhang wies unser Leser auf das Buch «Kriegswaffe Planet Erde» hin, das für ihn ein Standardwerk ist. Weitere Informationsquellen finden sich auf YouTube-Kanälen, zum Beispiel hier, hier, hier und hier.

Das Portal Freie Welt informiert, dass Dane Wigington von Geoengineering Watch, der den Film «The Dimming» produziert hat, davon ausgehe, dass jährlich 40 bis 60 Millionen Tonnen toxischer Nanopartikel (Aluminium, Barium, Strontium, Quecksilber, Mangan, Graphen, Polymere) aus Flugzeugen freigesetzt würden. Dabei berufe er sich auf Labortests von Regenwasser, Fotos spezieller Flugzeuge, Dokumente und Whistleblower-Aussagen, die ein geheimes Programm beweisen sollen, dass das Wetter als Waffe eingesetzt wird.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. sagte laut Freie Welt im April 2025: «Diese Materialien werden dem Kerosin beigemischt. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um es zu stoppen, herauszufinden, wer es tut, und sie zur Rechenschaft ziehen.» («Those materials are put in jet fuel. I'm going to do everything in my power to stop it. Find out who's doing it and holding them accountable.»)

Zurück zu den Fotos: Die Auflösung sollte 72 dpi betragen, bei einer maximalen Breite und Höhe von 40 cm. Bitte die Fotos mit Ortsangabe und Datum versehen. Ihr Bildmaterial und ihre Nachrichten können Sie an diese E-Mail-Adresse senden: info@transition-news.org

Kategorien: Externe Ticker

Himmel über Europa: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte

5. September 2026 - 0:10

Wetter- und Klimamanipulationen haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen – sie sind keine Verschwörungstheorie, sondern eine katastrophale Realität. Was über unseren Köpfen genau geschieht, wissen wir nicht, denn bei solchen Geoengineering-Projekten gibt es keinerlei Transparenz von Seiten der verantwortlichen Behörden. So hat die EU zwischen 2021 und 2027 zwar 95 Milliarden Euro Steuergelder für das Geoengineering-Projekt «Horizont Europa» ausgegeben, aber was genau damit geschieht, ist unklar. Bekannt ist nur, dass die Mitgliedsländer keinerlei Mitspracherecht haben – und dass für den Zeitraum 2028 bis 2034 für solche Projekte weitere 175 Milliarden Euro fließen sollen.

Nach meinem Beitrag über ein höchst seltsames «Regenereignis» im spanischen Andalusien haben mir unsere Leser viele Fotos zugeschickt und ihre Besorgnis über diese mysteriösen Aktivitäten am Himmel ausgedrückt. Denn sie bringen diese mit Geoengineering in Verbindung. Dabei beziehen sie sich in der Regel auf Militärflugzeuge, die zuerst seltsame «Kondensstreifen» erzeugen, die sich ausbreiten, ausgefranste Formen annahmen, wenn die Substanzen mit der Luft reagieren, dann den Himmel vollständig verschmieren – und im Anschluss dramatische Wolkenbildungen erzeugen und die Sonne verschleiern. Auch wird darüber berichtet, dass die nächtlichen Flugzeug-Aktivitäten in der letzten Zeit zugenommen haben und dass die Flugzeuge nicht mehr sichtbar sind, weil sie in großer Höhe fliegen.

Nach dem Motto «Bilder sagen mehr als 1.000 Worte» werden wir deshalb in den nächsten Wochen die uns zugesandten Fotos veröffentlichen. Ziel der Initiative ist es, den Menschen bewusst zu machen, dass ungewöhnliche Vorgänge am Himmel keine Spinnerei, sondern eine Realität sind. Zudem geht es darum, den Blick für solche Phänomene zu schärfen.

Viele unserer Leser sind jedenfalls der Meinung, dass es dringend notwendig ist, über Geoengineering aufzuklären, denn das, was sie seit Jahren am Himmel beobachten, macht ihnen Angst. Sie befürchten, dass nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Natur unbekannten Giftstoffen ausgesetzt werden. Die eindringlichen Bilder, die uns zugeschickt wurden, kamen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Schweden, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien.

Fotoserie Geoengineering in Europa – Teil 1Deutschland


Himmel über Berlin, 2. September 2026


Himmel über Frankfurt am Main, 2. Juni 2026


Himmel über Frankfurt am Main, 2. Juni 2026


Nächtlicher Himmel; Plau am See in Südmecklenburg

Schweden


Himmel über Bokanaes, 12. August 2026


Himmel über Malmö, 28. Juni 2026

Frankreich


Himmel über der Provence


Himmel über der Provence


Himmel über der Provence

Spanien


Himmel über Andalusien, 19. Januar 2025


Himmel über Andalusien, 19. Januar 2025


Meerenge von Gibraltar, Andalusien, 18. Dezember 2024


«Kondensstreifen», Andalusien, Algatocín, 26. März 2026


«Kondensstreifen» in Andalusien, Gaucín

Italien


Himmel über Macugnaga, 11. August 2018

Das war es für heute, liebe Leserinnen und Leser, nächste Woche folgt Teil 2 der Fotoserie. In einer der nächsten Folgen werde ich auch über seltsame Phänomene berichten, die einige Leser mit Geoengineering-Operationen in Verbindung bringen – und die sich am Boden zeigen.

In diesem Rahmen möchte ich Sie bitten, mir auch weiterhin Fotos zuzuschicken. Auch würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung mitteilen, ob Ihnen diese Phänomene am Himmel normal oder eher ungewöhnlich erscheinen. Denn einige Leser haben mir berichtet, dass sie oft auf Unverständnis stoßen, wenn sie ihre Mitmenschen darauf hinweisen, dass am Himmel nichts mehr stimmt.

Die meisten wollten oder könnten nicht erkennen, dass über unseren Köpfen etwas passiere, das eindeutig Grund zur Sorge gebe. Manche verglichen diese «Blindheit» gegenüber Geoengineering-Phänomenen sogar mit der Corona-«Pandemie». Auch damals hätten viele aufgrund der Propaganda die Realität nicht sehen können.

Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson bereits 1962 gesagt habe: «Wer das Wetter beherrscht, beherrscht die Welt». Bush Jr. habe den Satz wiederholt, mit dem Zusatz: «2025 sind wir soweit, spätestens». Sobald dieses Thema ins Rampenlicht komme, werde gegengesteuert. In den USA berühre das Thema «Wetter als Waffe» die «nationale Sicherheit» und deshalb werde interveniert.

In diesem Zusammenhang wies unser Leser auf das Buch «Kriegswaffe Planet Erde» hin, das für ihn ein Standardwerk ist. Weitere Informationsquellen finden sich auf YouTube-Kanälen, zum Beispiel hier, hier, hier und hier.

Das Portal Freie Welt informiert, dass Dane Wigington von Geoengineering Watch, der den Film «The Dimming» produziert hat, davon ausgehe, dass jährlich 40 bis 60 Millionen Tonnen toxischer Nanopartikel (Aluminium, Barium, Strontium, Quecksilber, Mangan, Graphen, Polymere) aus Flugzeugen freigesetzt würden. Dabei berufe er sich auf Labortests von Regenwasser, Fotos spezieller Flugzeuge, Dokumente und Whistleblower-Aussagen, die ein geheimes Programm beweisen sollen, dass das Wetter als Waffe eingesetzt wird.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. sagte laut Freie Welt im April 2025: «Diese Materialien werden dem Kerosin beigemischt. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um es zu stoppen, herauszufinden, wer es tut, und sie zur Rechenschaft ziehen.» («Those materials are put in jet fuel. I'm going to do everything in my power to stop it. Find out who's doing it and holding them accountable.»)

Zurück zu den Fotos: Die Auflösung sollte 72 dpi betragen, bei einer maximalen Breite und Höhe von 40 cm. Bitte senden Sie mir Ihr Bildmaterial und Nachrichten an diese E-Mail-Adresse: info@transition-news.org

Kategorien: Externe Ticker

Ceuta-Krise bringt Spanien zum Brodeln

5. September 2026 - 0:06

In Spanien haben sich die Spannungen aufgrund der Migranten-Krise in Ceuta verschärft. Lange hat die Regierung von Pedro Sánchez behauptet, in Ceuta sei die «Normalität» wieder eingezogen, nachdem ein Großteil der illegalen Immigranten nach Marokko zurückgekehrt war, doch die Realität in der spanischen Exklave sieht anders aus. Tausende von Immigranten sind noch in der Stadt, die Stimmung in der Bevölkerung ist explosiv. Bürger protestierten und zerstörten die Camps, die über 3.000 Immigranten am Strand El Trampolin errichtet hatten. Schließlich wurde der Strand von der Polizei geräumt.

Die Menschen haben Angst, denn die Gewaltbereitschaft der Immigranten nimmt zu. In den letzten Wochen gab es Randale und Plünderungen und es wurde von mindestens 20 Vergewaltigungen berichtet. Demonstranten wurden auf offener Straße von Unbekannten mit Flaschen voller Terpentin angegriffen. Und laut Jupol, der größten Gewerkschaft der Nationalpolizei, gab es bereits 53 Anzeigen gegen illegale Immigranten wegen Angriffen auf Polizisten und Soldaten.

Die Polizei hat unter den Eindringlingen in Ceuta schon rund hundert Personen ausfindig gemacht, die in Spanien verurteilt wurden und denen die Rückkehr eigentlich untersagt ist. Auch wurden Rekrutierer von Dschihadisten des IS entdeckt.

Derweil bringt die NGO «Save the Children», die vom Soros-Clan finanziert wird, den erwachsenen Immigranten in Ceuta bei, wie sie Altersprüfungen verweigern können, um als minderjährige Ausländer in Spanien bleiben zu können. Eine deutsche NGO baute einen Stand am Strand Trampolín auf und verschenkte Handys und Ladegeräte. Eine andere linksextreme NGO ging noch weiter: Sie verteilte Pfefferprays, damit sich die Illegalen gegen spanische Bürger wehren können.

Wegen der fehlenden Bereitschaft der spanischen Regierung, das Problem in Ceuta zu lösen, fordert Jupol den Rücktritt des Regierungsbeauftragten in Ceuta, Miguel Ángel Pérez Triano, des Generaldirektors der Polizei, Francisco Pardo Piqueras, und vor allem den von Innenminister Fernando Grande Marlaska. Die Polizeigewerkschaft ist überzeugt, dass sie die Lage in weniger als 48 Stunden in den Griff kriegen könnte, würde sie entsprechende Anweisungen von der Regierung erhalten. Doch das will Sánchez anscheinend nicht.

Die Stimmung brodelt. Denn obendrein gibt es Differenzen darüber, wie der Sturm auf Ceuta zustande kam. Mittlerweile haben Polizei- und Geheimdienstberichte eindeutig bestätigt, dass die spanische Regierung schon vor der Invasion über die Möglichkeit einer massiven illegalen Grenzüberschreitung informiert war (hier, hier und hier).

Auch wird Marokko beschuldigt, die Invasion organisiert zu haben. Schon Ende Juli zeigten diverse Videos, die in den sozialen Medien kursierten, dass die marokkanische Polizei die illegalen Immigranten nicht vom Sturm auf Ceuta abhielt, ganz im Gegenteil, sie war ihnen sogar behilflich. Das wurde kürzlich durch einen Bericht der Nationalpolizei bestätigt. Zudem wurden Aussagen von 300 illegalen Migranten aufgezeichnet, die erklären, dass Marokko sie dazu ermutigt habe, nach Ceuta einzureisen.

Vermutet wird, dass der Migrantenansturm von Marokko mit dem Ziel geplant wurde, Rabats territoriale Ansprüche auf Ceuta und Melilla durchzusetzen. Der Anwalt Aitor Guisasola hat in diesem Zusammenhang schon von einem «hybriden Krieg» gesprochen. Dass Marokko die beiden Städte tatsächlich zurückhaben will, wurde in den letzten Wochen mehrfach öffentlich zugegeben.

Trotz der vernichtenden Beweislage haben Sánchez, Grande Marlaska und einige andere Minister wochenlang vehement abgestritten, vorherige Kenntnis über den Ansturm auf Ceuta gehabt zu haben. Auch eine Beteiligung Marokkos an der Krise schlossen sie empört aus. Sánchez forderte Respekt für Marokko und erklärte, niemand dürfe Rabat für die Invasion verantwortlich machen, solche Sachen würden halt passieren.

Gleichzeitig machte Sánchez Desinformation aus Russland, Israel und dem Umfeld der extremen Rechten für den massiven Grenzübertritt verantwortlich. Russland hat bereits reagiert und von der spanischen Regierung Beweise für diese Anschuldigungen gefordert.

Sánchez wird Hochverrat vorgeworfen

Sánchez hat keinerlei Skrupel hinsichtlich der Vorwürfe zu lügen. Das hat er am 31. August in einem Interview mit dem Sender SER bestätigt. Dabei stritt er erneut ab, dass seine Regierung frühzeitig über den Ansturm auf Ceuta informiert war – und er behauptete, Marokko trage keine Schuld an dem Vorfall. Dieses Verhalten könnte ihm ein Verfahren wegen Hochverrats einbringen. Laut Anwalt Guisasola drohen in einem solchen Fall bis zu 25 Jahre Haft. Das gilt auch für Innenminister Grande Marlaska.

Um ein solches Verfahren in die Wege zu leiten, müsste Artikel 102 der Verfassung angewendet werden. Dieser besagt, dass zur Anklage eines Regierungsmitglieds wegen Hochverrats ein Viertel der Abgeordneten des Kongresses erforderlich ist, um den Antrag zu stellen. Die Oppositionspartei Vox hat diesen Schritt bereits eingeleitet und die PP aufgefordert, sie bei ihrem Antrag zu unterstützen.

Derweil hat die Generalstaatsanwaltschaft die Leitung eines Verfahrens im Fall Ceuta übernommen, das von der Partei Justitia Europa angestrengt wurde. Dieses soll klären, ob hinsichtlich des Vorgehens der Regierung ein Strafdelikt vorliegt. Die Generalstaatsanwaltschaft soll entscheiden, ob die Ermittlungen weitergeführt werden. Allerdings hat der Oppositionsführer der PP, Alberto Núñez Feijoo, bereits angekündigt, dass er die Verweisung der Angelegenheit an den Obersten Gerichtshof beantragen wird.

Zudem wurde gegen den Regierungsbeauftragten in Ceuta, Miguel Ángel Pérez Triano, wegen Amtsmissbrauchs Anklage erhoben. Ihm wird vorgeworfen, nicht auf die frühzeitigen Warnungen des Geheimdienstes CNI reagiert zu haben. Dieser hatte am 29. Juli, also am Tag vor der Invasion, davor gewarnt, dass sich rund 180.000 Menschen darauf vorbereiteten, illegal von Marokko aus nach Spanien einzureisen – und zwar zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum Thronfest. Doch Triano tat nichts, um die Invasion zu verhindern.

Sánchez steht enorm unter Druck

Angesichts dieser Lage stellt sich die Frage, warum Sánchez und seine Minister so auffällig und ungeschickt lügen. Diesbezüglich wird vermutet, dass das Verhalten des Regierungschefs mit einem Spionageangriff auf sein Handy im Jahr 2021 zu tun haben könnte. Eingesetzt wurde dabei das israelische Spyware-Tool Pegasus.

Der Angriff ging mit einem Besuch von Sánchez in Ceuta einher, auch die Handys seiner Minister für Inneres, Verteidigung und Landwirtschaft wurden gehackt. 2022 musste die Regierung diesen Vorfall öffentlich zugeben. Die Informationen, die Marokko dadurch gesammelt hat, könnten Sánchez' Verhalten zweifelsohne beeinflussen, denn seine Regierung und sein engstes familiäres Umfeld sind in zahlreiche Korruptionsskandale verstrickt.

Sánchez ist auf jeden Fall enorm unter Druck. Beim Interview mit dem Sender Ser zitterten seine Hände extrem, obwohl er gerade einen Monat Urlaub hinter sich hatte (ab Minute 3:45). Abgesehen davon schien er komplett von der Rolle zu sein. Als das Thema aufkam, warum er dem König untersagt hat, nach der Invasion Ceuta zu besuchen, erklärte Sánchez mehrfach, der König sei seit über 20 Jahren auf dem Thron und habe Ceuta in dieser Zeit nicht einmal sehen wollen (ab Min. 4:45). Felipe VI. ist allerdings erst seit 2014 im Amt.

Sánchez' Verhältnis zum König ist angespannt. Kürzlich hatten die beiden ein dreieinhalbstündiges Treffen, mit dem Ergebnis, dass Felipe VI. nun doch nach Ceuta reisen darf. Auch wurde am 3. September bekannt, dass Sánchez plötzlich eingeräumt hat, dass die marokkanische Gendarmerie den Grenzübertritt zehn Stunden lang «zugelassen» hat. Trotzdem vermeidet er es weiterhin, Rabat «Untätigkeit» vorzuwerfen.

Das, obwohl ein mit Rabat verbundener marokkanischer Krisenexperte in einer Analyse bereits klargestellt hat, dass Marokko von der geplanten Invasion von Ceuta gewusst und Spanien und die EU vorbeugend gewarnt habe. Rabat kontrolliere sowohl die sozialen Netzwerke als auch die Routen. Sollten sich diese Aussagen bestätigen, wäre das der Todesstoß für Sánchez. Und plötzlich würde die Frage im Raum stehen, warum die EU nicht eingegriffen hat.

Bürger fordern Sánchez' Rücktritt

Viele Bürger haben die Nase voll von ihrem Regierungschef. Am 2. September gab es landesweite Demonstrationen für Ceuta. Besonders Madrid wurde zum Symbol des Protests, obwohl Sánchez' Regierung sogar versucht hatte, diese Veranstaltung zu verbieten. Nach Angaben der Regierungsdelegation nahmen rund 50.000 Menschen teil, Quellen der Stadtverwaltung sprachen dagegen von 150.000. Die Botschaft der Demonstranten war laut und unmissverständlich: Sánchez muss zurücktreten, weil er «ein Anti-Spanier und ein Verräter am Vaterland ist».

Die PP zählte 1.996 Demonstrationen in ganz Spanien, 72 davon in sozialistischen Gemeinden. Dabei hatte Sánchez seine PSOE-Mitglieder im Vorfeld extra aufgefordert, nicht an den Protesten teilzunehmen. Doch anscheinend sinkt auch in seiner eigenen Partei die Unterstützung für ihn.

In Spanien bleibt es jedenfalls spannend, vor allem, weil die Hackergruppe Jabaroot, die kürzlich die Daten von 70.000 marokkanischen Spionen aufgedeckt hat, nun erwägt, die Originalinformationen von Sánchez' Handy zu veröffentlichen, die Marokko mittels Pegasus erbeutet hat.

Weitere Informationen zur Invasion von Ceuta finden Sie hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Kategorien: Externe Ticker

30.000 Tote, Lockdowns und Medienhype: Wie Althaus & Co. die Schweiz in den Alarmmodus versetzten

5. September 2026 - 0:05

Der Wissenschafter Christian Althaus warnte zu Beginn der Coronazeit vor einer Infektionssterblichkeit (IFR) von rund einem Prozent und hielt 30.000 Corona-Tote in der Schweiz für ein mögliches Worst-Case-Szenario. Diese Einschätzung prägte die öffentliche Debatte – und fügte sich nahtlos in eine Medienberichterstattung ein, die vielfach die dramatischsten Szenarien ins Zentrum stellte. Heute ist klarer, wie unsicher die Datenlage damals war. Und genau das macht die damalige Kommunikation so problematisch. Der Infosperber hat in den letzten Wochen die Kontroverse aufgearbeitet. Wir fassen diese zusammen (siehe hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Eine Zahl mit enormer Wirkung

Am 25. Februar 2020 sagte Althaus gegenüber der NZZ, die Sterblichkeit liege bei rund einem Prozent. Wenn sich 30, 40 Prozent oder mehr der Bevölkerung anstecken würden, könnten in der Schweiz 26.000 bis 34.000 oder noch mehr Menschen sterben. Auf Nachfrage bestätigte er: Bei einer Sterblichkeit von einem Prozent seien 30.000 Tote ein mögliches Worst-Case-Szenario. Kurz darauf war daraus bei 20 Minuten die Schlagzeile «Im schlimmsten Fall gibt es bei uns 30.000 Tote» geworden.

Althaus betont heute, er habe keine Prognose abgegeben, sondern eine Risikobeurteilung unter großer Unsicherheit. Das ist formal ein wichtiger Unterschied. Aber gerade deshalb stellt sich die entscheidende Frage: Wie wurde aus einer unsicheren Modellannahme eine öffentlich wirksame Alarmbotschaft – und welche Folgen hatte diese Kommunikation?

Denn gleichzeitig gab es bereits andere renommierte Stimmen. Anthony Fauci und Robert Redfield wiesen Ende Februar 2020 darauf hin, dass nicht erfasste leichte und symptomlose Infektionen wesentlich häufiger sein könnten als die registrierten Fälle. Die tatsächliche Sterblichkeit könne deshalb deutlich unter einem Prozent liegen. Dieser Hinweis fand in den Schweizer Medien laut Infosperber praktisch keine Beachtung.

Das ist aber kein nebensächliches Detail. Bei einer neuen Infektionskrankheit ist die Dunkelziffer der entscheidende Faktor für die Berechnung der Infektionssterblichkeit. Wer nur die bekannten Fälle betrachtet, überschätzt das Risiko zwangsläufig.

Aus einem Prozent wurden 0.5 – und später deutlich weniger

Die entscheidende Schwäche der damaligen Debatte war damit nicht bloß, dass Wissenschaftler unterschiedliche Meinungen hatten. Problematisch war, dass eine extrem unsichere Kennzahl in der öffentlichen Kommunikation zunehmend wie eine feste Tatsache behandelt wurde.

Die Zürcher Antikörperstudie zeigte beispielsweise eine erhebliche Dunkelziffer. Anfang April 2020 lässt sich daraus eine IFR von ungefähr 0.3 Prozent ableiten. Anfang Mai kamen die Zürcher Wissenschaftler auf rund 0.5 Prozent – exakt den Wert, den Althaus später ebenfalls modellierte. Seine anfängliche Schätzung von einem Prozent war damit bereits halbiert.

Althaus selbst senkte seine Schätzung später auf 0.5 Prozent. Das geht aus einer Modellierung hervor, die er mit Kollegen im Jahr 2022 einreichte. Dennoch verweist er heute auf die damalige Stellungnahme der Science Taskforce, wonach die IFR für die Schweizer Allgemeinbevölkerung «konsistent» auf 0.5 bis ein Prozent geschätzt worden sei.

Doch auch diese Argumentation verdient eine kritische Betrachtung: Als Beleg für die Einschätzung von 0.5 bis ein Prozent führte die Taskforce unter anderem Althaus' eigene Modellierungsstudie an. Einen solchen Selbstbeleg kann man durchaus als Zirkelschluss kritisieren. Zudem waren mehrere der angeführten Erhebungen klein oder nicht repräsentativ.

Die später verfügbaren Daten zeichnen jedenfalls ein wesentlich differenzierteres Bild. Die IFR war keineswegs eine konstante Zahl. Sie variierte erheblich nach Alter, Zeitraum und Situation. Die dramatische Zahl von einem Prozent war also keineswegs eine zeitlose Eigenschaft des Virus. Sie war eine frühe Schätzung unter außergewöhnlich dünner Datenlage.

Aber die Maßnahmen waren real

Das Problem wird noch größer, wenn man die zweite Ebene betrachtet: Aus den frühen Risikoeinschätzungen wurden politische Forderungen und weitreichende Eingriffe in das gesellschaftliche Leben.

Lockdowns, Maskenpflichten, Massentests, Schulschließungen und Kontaktnachverfolgung verursachten nicht nur Kosten. Sie veränderten den Alltag von Millionen Menschen und hatten Nebenwirkungen – auf Bildung, Pflege, medizinische Versorgung, psychische Gesundheit und Wirtschaft.

Die vom Infosperber interviewte Ärztin Ursel Heudorf kritisiert insbesondere, dass Regierungen weit über vorbereitete Pandemiepläne hinausgingen, ohne die Evidenz, Nebenwirkungen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis ausreichend zu bewerten. Sie verweist darauf, dass der deutsche Pandemieplan beispielsweise keinen Lockdown und keine langfristigen Schulschließungen vorgesehen habe.

Auch bei den Massentests stellt sie die Verhältnismäßigkeit infrage. Für Deutschland seien allein für Schultests enorme Mengen an Tests eingesetzt und Milliardenbeträge ausgegeben worden, ohne belastbare Belege dafür, dass dadurch Übertragungen oder Sterblichkeit reduziert wurden.

Und bei den Masken bleibt ebenfalls eine zentrale Frage: Wenn eine Maßnahme tief in den Alltag eingreift, müsste dann nicht ihr Nutzen überzeugend belegt sein? Heudorf verweist darauf, dass umfassende Cochrane-Auswertungen keine eindeutigen Belege für eine Wirkung von Masken in der Allgemeinbevölkerung gefunden hätten.

Das bedeutet nicht, dass jede Maßnahme wirkungslos war. Heudorf ist zum Beispiel der Meinung, dass die Reduktion von Kontakten etwas bewirkte. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Welche Maßnahme hatte welchen Nutzen – und zu welchem Preis? Genau diese Kosten-Nutzen-Abwägung kam in der öffentlichen Debatte oft zu kurz.

Wenn Modellrechnungen zur politischen Waffe werden

Besonders heikel war die enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Modellierung, Politikberatung und öffentlicher Kommunikation. Althaus saß bis Anfang 2021 in der Schweizer Science Taskforce. Gleichzeitig war er außerordentlich medienpräsent: Rund 1.400-mal tauchte sein Name allein 2020 im Zusammenhang mit Corona in den Medien auf. Auf Twitter beziehungsweise X veröffentlichte oder verbreitete er während der Pandemie mehr als 3.600 Beiträge.

Das ist nicht automatisch problematisch. Wissenschaftler dürfen und sollen sich in öffentliche Debatten einmischen. Aber mit der Sichtbarkeit steigt auch die Verantwortung. Denn wissenschaftliche Modelle sind keine Orakel. Sie rechnen Szenarien unter bestimmten Annahmen durch. Ändern sich die Annahmen, ändern sich die Ergebnisse. Gerade in einer völlig neuen Pandemie war die Datenlage anfangs extrem unsicher. Das Phänomen wird auch etwas burschikos als «garbage in, garbage out» bezeichnet – füttert man das Modell mit Abfall, kommt als Ergebnis auch Abfall heraus.

Trotzdem wurden Modellrechnungen in den Medien häufig wie Vorhersagen behandelt. Als die Taskforce im April 2021 vor schnellen Öffnungsschritten warnte, hieß es etwa, die Modellierungen zeigten «eindeutig», dass solche Schritte mit großen Risiken verbunden seien. Wenige Wochen später sanken die positiven Testzahlen nach Öffnungsschritten – entgegen den damaligen Erwartungen der Taskforce. Das ist ein Punkt, der in der rückblickenden Aufarbeitung nicht unter den Tisch fallen darf: Wenn Prognosen falsch liegen, muss nicht nur gefragt werden, warum das Modell danebenlag. Es muss auch gefragt werden, welche politische Bedeutung man einer solchen Prognose geben durfte.

Die Medien waren nicht bloß Zuschauer

Damit sind wir bei der dritten Ebene der Kontroverse: den Medien. Sie haben die Pandemie nicht nur dokumentiert. Sie haben mitentschieden, welche Stimmen sichtbar waren, welche Zahlen Schlagzeilen machten und welche Szenarien als plausibel erschienen.

Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen der enormen Medienpräsenz einzelner Taskforce-Mitglieder und ihrer wissenschaftlichen Publikationsleistung im Covid-Bereich. John Ioannidis verweist in seinem Infosperber-Interview auf eine Untersuchung, wonach die in mehreren Ländern medial sichtbarsten Experten keineswegs jene waren, deren wissenschaftliche Arbeiten besonders häufig von anderen Wissenschaftlern zitiert wurden. Die Pandemie habe eine Klasse von «Influencer-Wissenschaftlern» hervorgebracht. Das ist eine unbequeme Erkenntnis: Mediale Prominenz und wissenschaftliche Bedeutung sind zwei verschiedene Dinge.

Auch die Schweizer Zahlen illustrieren diese Diskrepanz. Marcel Salathé, ebenfalls Taskforce-Mitglied, wurde 2020 rund 3.000-mal in den Medien erwähnt und war zeitweise nahezu täglich bei SRF präsent. Gleichzeitig verzeichnete PubMed für ihn in jenem Jahr lediglich drei wissenschaftliche Covid-Publikationen.

Das Problem war also nicht, dass Journalisten Experten interviewten. Das Problem war die Konzentration der Öffentlichkeit auf wenige immer gleiche Stimmen – und damit die Gefahr, dass aus wissenschaftlicher Beratung eine Art mediales Expertentum wurde.

Die Gegenseite kam schwer durch

Besonders deutlich wird die Schieflage am Umgang mit Kritikern. John Ioannidis warnte früh vor den möglichen Schäden eines langen Lockdowns und forderte eine Abwägung zwischen Nutzen und Nebenwirkungen. Er geriet damit unter politischen Verdacht und verlor nach eigener Darstellung einen Teil seiner früheren Medienpräsenz. Ein von ihm angebotener Text wurde von der New York Times schließlich nicht veröffentlicht, Stat News verlangte umfangreiche Änderungen, Youtube löschte ein Interview mit ihm. Eine Zeitlang liehen ihm praktisch nur noch griechische Lokalsender in griechischer Sprache ihr Ohr.

Dabei ist wichtig, Ioannidis nicht zum unfehlbaren Gegenhelden zu stilisieren. Auch er lag daneben. Im April 2020 sagte er voraus, dass Covid in den USA in jener Saison zu weniger als 40.000 Todesfällen führen werde. Diese Einschätzung war schon bald überholt. Ioannidis räumte den Fehler später ausdrücklich ein.

Gerade dieser Punkt macht die Geschichte aber interessanter: Wissenschaft funktioniert nicht dadurch, dass eine Seite immer recht hat. Sie funktioniert durch Kritik, Korrektur und offene Auseinandersetzung mit Unsicherheit.

Was von Althaus' Verteidigung bleibt

Althaus hat deshalb durchaus ein Argument: Ende Februar 2020 wusste niemand, wie sich das Virus entwickeln würde. Ein Worst-Case-Szenario auszurechnen, ist in der Risikoanalyse legitim. Nur: Aus der Legitimität eines Worst-Case-Modells folgt nicht die Legitimität jeder daraus abgeleiteten Maßnahme. Und schon gar nicht folgt daraus, dass eine frühe Schätzung im Nachhinein automatisch richtig war.

Althaus verweist heute auf rund 14.000 «laborbestätigte Covid-Todesfälle» bis Ende 2023. Daraus ergibt sich – gemessen an der Gesamtzahl der Infektionen – eine deutlich niedrigere IFR als ein Prozent. Selbst unter der Annahme einer gewissen Untererfassung der Covid-Todesfälle kommt Infosperber auf etwa 0.2 Prozent. Zudem infizierten sich viele Menschen mehrfach. Wenn man bedenkt, dass auch Todesfälle Corona zugerechnet wurden, die nichts damit zu tun hatten – wenn beispielsweise jemand positiv getestet war, aber an einem Autounfall starb – («mit Corona», nicht nur «an Corona») dann relativiert das die damalige Horrorziffer erheblich.

Die eigentliche Lehre

Die wichtigste Lehre aus dieser Kontroverse lautet deshalb nicht, dass «die Wissenschaft» falsch und ihre Kritiker richtig lagen. Das wäre lediglich die Umkehrung desselben Problems. Die Lehre lautet vielmehr: In einer Krise darf Unsicherheit nicht verschwinden, sobald sie die Schlagzeile erreicht.

Wissenschaftler müssen zwischen Daten, Modellannahmen, Szenarien und Prognosen unterscheiden. Politiker müssen auch die Schäden ihrer Maßnahmen berücksichtigen. Und Medien sollten nicht nur die lautesten oder dramatischsten Experten zu Wort kommen lassen.

Gerade in einer Krisensituation ist das entscheidend. Denn wenn ein Wissenschaftler eine falsche Prognose abgibt, kann er später eine neue Studie veröffentlichen. Wenn eine Regierung aufgrund dieser Prognose Grundrechte einschränkt, Schulen schließt, Milliarden ausgibt oder Menschen über Monate isoliert, lassen sich die Folgen nicht einfach zurücknehmen.

Die Kontroverse um Christian Althaus ist deshalb mehr als ein Streit über eine Zahl. Sie ist eine Auseinandersetzung darüber, wie viel Macht wissenschaftliche Modelle in einer Demokratie bekommen dürfen – und wie kritisch Medien sein müssen, wenn aus unsicheren Modellen politische Handlungsanweisungen werden.

Und vielleicht ist genau das die unangenehmste Erkenntnis: Nicht nur einzelne Prognosen waren falsch. Auch das System, das aus unsicheren Prognosen Gewissheiten, aus Gewissheiten politische Forderungen und aus politischen Forderungen Schlagzeilen machte, hat seine eigenen Fehler bis heute nur unzureichend aufgearbeitet.

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«Zaubersamen»: Bill Gates gescheiterter Plan zur Bekämpfung des Hungers in Afrika

5. September 2026 - 0:05

Vor zwanzig Jahren gründeten die Gates- und Rockefeller-Stiftungen die «Allianz für eine grüne Revolution in Afrika» (AGRA). Sie versprachen Afrika eine Transformation der Landwirtschaft durch verbessertes Saatgut, Kunstdünger, Mechanisierung und kommerzielle Märkte. Diese Maßnahmen, so hieß es, würden die Ernteerträge und das Einkommen der Bauern verdoppeln und die Ernährungsunsicherheit in einer der hungerstärksten Regionen der Welt halbieren.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden die afrikanischen Regierungen aufgefordert, Betriebsmittel zu subventionieren, politische Reformen durchzuführen und private Investitionen zu gewinnen. Nun liegen die Daten zur Entwicklung des Projekts vor – und sie zeigen ein schleppendes Ertragswachstum und zunehmenden Hunger.

Bill Gates war laut dem Portal U.S. Right To Know einer der führenden Befürworter dieser Idee. Der vermeintliche «Philanthrop» argumentierte, dass die Technologien der ursprünglichen Grünen Revolution – insbesondere «Zaubersamen» und die «magische Innovation» des Düngers – Millionen von Menschen aus der Armut befreien könnten. Bei diesen «Zaubersamen» bezieht sich Gates auf Nutzpflanzen, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie sich an den Klimawandel anpassen und gegen landwirtschaftliche Schädlinge resistent sind.

Gates beschrieb diesen Ansatz als «kreativen Kapitalismus» – die Nutzung von Anreizen für Unternehmen, Investitionen von Konzernen und staatlicher Unterstützung, um neue Märkte zu schaffen, die das Einkommen der Bauern erhöhen und dadurch den Hunger verringern. Afrika könne viele der Probleme der früheren Grünen Revolution in Asien vermeiden, indem es eine von Gates so genannte «grünere Revolution» anstrebe, eine, die «von Kleinbauern geleitet wird, an die lokalen Gegebenheiten angepasst und nachhaltig für Wirtschaft und Umwelt ist».

Viele afrikanische Gruppen hatten von Anfang an widersprochen und argumentiert, dass agrarökologische Ansätze den Hunger stärker bekämpfen würden, indem sie Böden regenerieren, die Abhängigkeit der Bauern von teuren Betriebsmitteln verringern, die Anbaukulturen diversifizieren und die Betriebe widerstandsfähiger gegen Klima- und Wirtschaftskrisen machen.

Was sagt die Bilanz von AGRA aus?

Nach fast 20 Jahren liegen nun Daten vor, und die Ergebnisse von AGRA bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Und sie werfen grundlegende Fragen zu AGRA, der Gates-Stiftung und deren Einfluss auf afrikanische Regierungen und Institutionen auf.

Die AGRA-Initiative erhielt Spenden in Höhe von über 1,5 Milliarden Dollar (zwei Drittel davon von der Gates-Stiftung), während afrikanische Regierungen schätzungsweise eine Milliarde Dollar jährlich für Subventionen von Düngemitteln und anderen Betriebsmitteln in den Zielländern von AGRA ausgaben. Jetzt hat die Allianz für Ernährungssouveränität in Afrika (AFSA) in einem neuen Bericht festgestellt:

«Die Grüne Revolution ist in Afrika gescheitert. Zwanzig Jahre sind genug Zeit, um das Modell der Grünen Revolution anhand seiner Ergebnisse zu beurteilen. Die vorliegenden Erkenntnisse rechtfertigen kein weiteres Jahrzehnt mit denselben Prioritäten in größerem Umfang.»

Der Bericht basiert auf einem Arbeitspapier, das im August veröffentlicht wurde. Es wertete Daten der Vereinten Nationen und der Weltbank aus 18 Jahren (2006–2024) aus. Die Analyse zeigt, dass sich in den 13 Ländern, die im Fokus der AGRA-Initiative standen, der Düngemittelverbrauch mehr als verdoppelt und die Anbaufläche um 46 % zugenommen hat – die Erträge wichtiger Grundnahrungsmittel stiegen jedoch nur um 25 %, weit weniger als die von AGRA versprochene Verdopplung. Das Ertragswachstum bei Grundnahrungsmitteln lag bei 1,2 % und damit etwas niedriger als in den zwölf Jahren vor AGRA, als es 1,3 % betrug. In den letzten sechs Jahren verlangsamte es sich weiter auf etwa 0,4 % pro Jahr.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Zahl chronisch unterernährter Menschen um durchschnittlich 58 % in den AGRA-Ländern.

Wie U.S. Right To Know informiert, reagierte die Gates-Stiftung nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme zu dem Bericht. AGRA-Sprecher Humphrey Chola erklärte, der Bericht und die zugrundeliegenden Daten würden «wichtige Fragen zur 20-jährigen Bilanz, zur Rechenschaftspflicht und zur zukünftigen Ausrichtung der AGRA aufwerfen».

Auch AGRAs eigener 20-Jahres-Bericht räumt ein, dass der Hunger zugenommen hat, die Bauern noch nicht wirtschaftlich erfolgreich sind und die Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte «noch keine grundlegende Transformation bewirkt haben». Die Zusammenfassung des AGRA-Berichts, veröffentlicht am 31. August, besagt jedoch, die vergangenen 20 Jahre hätten «echte Fortschritte» für Afrikas Agrar- und Ernährungssysteme gebracht, und plädiert für weitere Investitionen nach demselben marktorientierten Ansatz. Dort heißt es:

«Transformation bedeutet mehr als nur mehr Nahrungsmittel zu produzieren. Es geht um den Übergang von wenig produktiven Anbaumethoden hin zu einer produktiven, marktorientierten Agrar- und Ernährungswirtschaft.»

Der vollständige Bericht soll laut AGRA in Kürze veröffentlicht werden.

Verlust der Anbauvielfalt

Da AGRA und staatliche Subventionen Landwirte in Richtung kommerziell orientierter Nutzpflanzen wie Mais und Reis lenkten, verloren einheimische Nutzpflanzen wie nährstoffreiche Hirse und Sorghum an Bedeutung. Das hat Folgen: Viele traditionelle Nutzpflanzen sind toleranter gegenüber Trockenheit, Hitze und kargen Böden und tragen gleichzeitig zu einer vielfältigeren Ernährung bei.

Nur zwei Beispiele: In Sambia, wo die Zahl der unterernährten Menschen um 33 % gestiegen ist, ging die Anbaufläche für nährstoffreiche Hirse um 42 % zurück, und die Sorghumproduktion sank seit 2006 um 62 %. Der Düngemitteleinsatz stieg dort um 155 % und erreichte damit den höchsten Wert aller AGRA-Länder, während die Maiserträge nur um 14 % zunahmen.

Senegal – das kein AGRA-Land war – bietet laut U.S. Right To Know einen bemerkenswerten Kontrast. Das Land förderte eine größere Vielfalt an Nutzpflanzen und verfolgte eine weniger düngemittelintensive Entwicklungsstrategie. Senegal halbierte die Zahl der Unterernährten, während der Ertragsindex für Grundnahrungsmittel um 73 % stieg.

Philanthropische Projekte ohne Rechenschaftspflicht

Seit Jahren kritisieren afrikanische Gruppen die AGRA und legten der Gates-Stiftung nahe, Forschung und Unterstützung für agrarökologische Ernährungssysteme auszuweiten. Im Jahr 2022 forderten afrikanische Religionsführer die Gates-Stiftung auf, die Förderung des Modells der Grünen Revolution einzustellen, da dieses ihrer Ansicht nach die humanitäre Krise verschärfe. 2024 forderten sie von der Stiftung sogar Entschädigungen für die verursachten ökologischen und sozialen Schäden. Die Gates-Stiftung hat sich dazu bisher nicht öffentlich geäußert.

Million Belay, Generalkoordinator der Allianz für Ernährungssouveränität in Afrika, erklärte: «Alle Investitionen, die in Agrarchemikalien und verbesserte Sorten geflossen sind, haben nichts gebracht, doch dieses Modell breitet sich trotz der Beweislage weiter aus.»

Dennoch ist Gates' Vision zur Transformation der afrikanischen Landwirtschaft im Laufe der Zeit zu mehr als nur einem philanthropischen Experiment geworden. Es ist zum vorherrschenden Modell für die landwirtschaftliche Entwicklung geworden, die Politik der Regierungen geprägt und Milliarden von Dollar von nationalen Regierungen, ausländischen Hilfsorganisationen und multilateralen Institutionen angezogen hat.

Bill Gates AGRA spielt laut Belay auch eine Schlüsselrolle beim jüngsten 10-Jahres-Agrarplan der Afrikanischen Union, der darauf abzielt, 100 Milliarden Dollar zu mobilisieren und die Nahrungsmittelproduktion bis 2035 drastisch zu steigern. Obwohl die Afrikanische Union festgestellt habe, dass kein Land auf dem richtigen Weg war, die im vorherigen Plan festgelegten Ziele für Ernährung und Landwirtschaft zu erreichen, setze die neue Strategie weiterhin auf denselben produktivitäts- und marktorientierten Ansatz, anstatt agroökologische Methoden zu fördern.

Die AFSA-Koalition wandte sich schriftlich an die Gates-Stiftung und andere AGRA-Geber und äußerte Bedenken hinsichtlich des Einflusses der AGRA auf afrikanische Ernährungssysteme und die Politik afrikanischer Regierungen. Belay konstatiert: «Als es schließlich zu einem Treffen kam, versuchten die Vertreter der Gates-Stiftung, sie vom Wert ihres Ansatzes zu überzeugen, anstatt ihnen zuzuhören, die Daten zu prüfen und gegebenenfalls Kurskorrekturen vorzunehmen.»

Und Raj Patel, Forschungsprofessor an der University of Texas in Austin und designierter Co-Vorsitzender des Internationalen Expertengremiums für nachhaltige Ernährungssysteme, fasste die Lage so zusammen:

«Wenn Unternehmen Fehler machen, werden sie vom Markt bestraft. Und wenn Regierungen Fehler machen, werden sie von den Wählern abgewählt. Philanthropie unterliegt diesem Druck nicht.»

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RFK Jr. untersucht, ob Soldaten an den Folgen einer Covid-«Impfung» gestorben sind

5. September 2026 - 0:04

Eine Ärztin der US-Armee sagte vor einem Bundesgericht in Virginia aus, dass sie mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Verteidigungsminister Pete Hegseth zusammenarbeite. Dabei gehe es darum, zu untersuchen, ob Militärangehörige an COVID-19-«Impfungen» starben, nachdem der damalige Präsident Joe Biden 2021 eine Impfpflicht für Truppenmitglieder angeordnet hatte.

In einer eidesstattlichen Aussage vom 14. August, die Politico vorliegt, erklärte Theresa Long, dass Hegseth sie als leitende militärmedizinische Beraterin für Kennedy abkommandiert habe. Im Rahmen ihrer Aufgabe untersucht Long nach eigener Aussage, ob 2.544 unbestätigte Todesfälle unter Militärangehörigen, die an das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) des Gesundheitsministeriums gemeldet wurden, durch die Injektionen gegen «COVID» verursacht wurden.

Long, die Fachärztin für Luft- und Raumfahrtmedizin ist und einen Master in öffentlicher Gesundheit hat, erklärte demnach vor Gericht, sie hoffe, ihre Recherchen zu potenziellen Impfkomplikationen «innerhalb eines Jahres» abschließen zu können. Sie berichtete, ihr seien 28 Personen bekannt, die an der COVID-Injektion gestorben sind. Sie habe dazu jedoch keine weiteren Details nennen dürfen, so Politico.

Viele von Longs Behauptungen über tödliche Nebenwirkungen der COVID-Injektionen würden die mRNA-Präparate von Pfizer und Moderna betreffen, die das Risiko einer Myokarditis erhöhen sollen. In diesem Zusammenhang weist Politico auf eine Studie aus dem Jahr 2024 hin, die von der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) finanziert und mitverfasst wurde. Darin wurden etwa 300 Personen untersucht, die nach Erhalt der ursprünglichen Formulierung der mRNA-«Impfstoffe» von Pfizer oder Moderna eine Myokarditis entwickelten. Sie ergab, dass sich der Zustand bei einigen, aber nicht allen dieser Personen im Laufe der Zeit verbesserte.

Danach ordnete die Behörde Warnhinweise auf den Gebrauchsanweisungen für die Formulierungen 2023–2024 der Präparate der beiden Hersteller an. Darin wird darauf hingewiesen, dass die Häufigkeit von Myokarditis und Perikarditis in der ersten Woche nach der Injektion bei jungen Männern bei 27 Fällen pro Million lag – verglichen mit acht pro Million in der Allgemeinbevölkerung.

Zudem stellte ein Bericht des Pentagons aus dem Jahr 2026 zur Bewertung des Gesundheitszustands von aktiven Soldaten nach der COVID-Injektion fest, dass die Zahl der Myokarditis- und Perikarditis-Fälle «kurzfristig nach der Impfung anstieg, dieser Anstieg jedoch über einen Zeitraum von einem Jahr nicht anhielt». Der Bericht erwähnt keine Todesfälle.

Laut Politico teilte Long mit, dass sie sich die Daten hinter dem Bericht erneut ansehe, da Hegseth und Kennedy sie beauftragt hätten, «das Gesundheitsüberwachungssystem während der Pandemie» sowie zwei militärmedizinische Datenbanken zu untersuchen. Eine dieser Datenbanken habe im Jahr 2021 einen steilen Anstieg von Erkrankungen unter Militärangehörigen gezeigt. Das Verteidigungsministerium habe später erklärt, dies sei das Ergebnis eines Fehlers bei der Tabellierung früherer Erkrankungsraten gewesen. Dieser Fehler habe jedoch skeptische Beiträge in den sozialen Medien angeheizt. Auch Long habe ausgesagt, skeptisch gewesen zu sein, und ergänzt:

«Was sie getan haben, ist, dass sie all diese Zahlen angehoben haben auf (...) ein Niveau, das es so aussehen ließ, als hätte der Impfstoff quasi alles geheilt (...) und wäre vorteilhaft gewesen.»

Von Politico nach Longs Rolle gefragt, erklärte das Verteidigungsministerium, es habe «derzeit nichts anzukündigen». Die Behörde verwies auf eine Erklärung vom Mai zur Ankündigung seiner Covid-19 Reinstatement and Reconciliation Task Force. Diese unterstützt Soldaten, die das Militär wegen ihrer Impfweigerung verlassen mussten und nun zurückkehren möchten. Wie die Zeitung mitteilt, hatte das Verteidigungsministerium fast 9.000 Militärangehörige wegen Verweigerung dieser Injektionen entlassen, bevor der Kongress das Ministerium durch ein Gesetz im Jahr 2022 anwies, diese Regelung zu beenden. In der Erklärung heißt es:

«Das Ministerium korrigiert weiterhin das Unrecht der Vergangenheit und stellt das Vertrauen in sowie die Ehre unserer Truppe wieder her.»

Politico zufolge argumentierte Kennedy, dass die Impfpflicht für Militärangehörige deren Rechte verletzte.

Die Zeitung weist darauf hin, dass Biden 2021 auch im privaten Sektor versuchte, eine Regelung durchzusetzen, nach der Beschäftigte geimpft sein oder sich wöchentlich testen lassen mussten. Der Oberste Gerichtshof habe die Regelung jedoch wenige Monate später mit der Begründung gekippt, Biden fehle dafür die Befugnis.

Longs Aussage erfolgte gemäß Politico im Rahmen einer Klage der ehemaligen CIA-Ärztin Terry Adirim gegen die Behörde und den konservativen Influencer Ivan Raiklin wegen ihrer Entlassung.

Adirim habe behauptet, entlassen worden zu sein, nachdem Raiklin sie online dafür kritisiert hatte, die Covid-Impfpflicht der Biden-Regierung für Militärangehörige mit umgesetzt zu haben. In jenem Zeitraum sei Adirim eine hochrangige Gesundheitsbeamtin im Verteidigungsministerium gewesen.

US-Bezirksrichter Michael Nachmanoff habe der Behörde im vergangenen Jahr erlaubt, Adirim zu entlassen, aber die Klage von Adirim gegen Raiklin laufe weiter. Long sei letzten Monat zur Aussage erschienen, um Raiklin zu unterstützen.

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Estland: Verteidigungsminister tritt nach gescheitertem Waffendeal für die Ukraine zurück

5. September 2026 - 0:03

Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur ist zurückgetreten, nachdem eine estnische staatliche Behörde fast 70 Millionen Euro im Voraus an ein von Indern geführtes italienisches Unternehmen gezahlt hat, das für die Ukraine Artilleriegeschosse beschaffen sollte. Der Clou: Die Firma hatte laut dem Portal Estonian World zuvor noch nie eine Granate verkauft.

Pevkur kündigte seinen Rücktritt am 2. September an, nachdem Enthüllungen über diese gescheiterte Munitionsbeschaffung die Krise um die finanziellen Kontrollen im Verteidigungsapparat verschärft hatten. So hatte die estnische Wochenzeitung Eesti Ekspress eine Untersuchung zu den Scheinfirmenverträgen durchgeführt – und der Rechnungshof hatte einen vernichtenden Bericht über die Verwaltung von Geldern und Vermögenswerten durch das Verteidigungsministerium, das estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen (ECDI) und die estnischen Streitkräfte erstellt.

Auf jeden Fall hatte die ECDI vier Verträge mit Datasel S.R.L. unterzeichnet, einem kleinen italienischen Unternehmen, das von einem indischen Rüstungskonzern übernommen wurde. Im Voraus wurden rund 70 Millionen Euro für Artilleriegeschossegezahlt, die für die Ukraine bestimmt waren. Die Munition gelangte jedoch nicht in die Ukraine, und Estland geht nun vor estnischen Gerichten und im Rahmen eines internationalen Schiedsverfahrens gegen das Unternehmen vor.

Die Verträge wurden laut Estonian World zu einem Zeitpunkt ausgehandelt, als die Ukraine unter einem akuten Mangel an Artilleriemunition litt und europäische Regierungen weltweit nach verfügbaren Granaten suchten. Estland hatte sich zu einem aktiven Beschaffungsmittler entwickelt und vermittelte Militärgüter im Wert von mehr als 500 Millionen Euro für die Ukraine. Ein Großteil der Finanzierung erfolgte über die Europäische Friedensfazilität aus Erlösen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten, ergänzt durch weitere Beiträge der Mitgliedstaaten der EU. So werden Steuergelder verschwendet.

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Trump will Europa auffordern, Geld für an die Ukraine gelieferte Munition zurückzuzahlen

5. September 2026 - 0:02

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass seine Regierung Europa auffordern wird, die Gelder für die Munition zurückzuzahlen, die unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden an die Ukraine geliefert wurde. Laut Politico schrieb Trump am Donnerstag auf Truth Social:

«Hunderte Milliarden Dollar wurden der Ukraine und der NATO kostenlos gegeben, die Europa bezahlt hätte, wenn man es nur darum gebeten hätte. Aber wir werden um dieses Geld bitten, wenn auch etwas verspätet!»

Gleichzeitig machte Trump seinen Vorgänger Biden für etwaige Engpässe bei den Munitionsvorräten verantwortlich. Unter Biden schickte die US-Regierung Milliarden an Militärhilfe nach Kiew. Im vergangenen Jahr einigten sich das Weiße Haus und Europa dann auf einen Plan, wonach Washington Waffen an die Ukraine schicken sollte, die durch Transaktionen der Verbündeten auf dem europäischen Kontinent finanziert werden.

Doch der Krieg im Iran hat laut Politico «einen weiteren, wohl größeren, Druckpunkt geschaffen». Ende Juli hätte das US-Militär seit Beginn des Krieges etwa 1.500 seiner Patriot-Luftabwehrabfangraketen eingesetzt, so dass weniger als 1.000 auf Lager gewesen seien. Der Bestand an Abfangraketen des Terminal High Altitude Area Defense sei unterdessen von 452 auf deutlich unter 300 gesunken.

Trump hätte trotzdem darauf beharrt, dass «wir praktisch unbegrenzte Mengen an Munition mittlerer bis hoher Qualität haben». Zudem hätte er Berichte, die das Gegenteil nahelegten, als «verräterisch» bezeichnet. Er habe erklärt, das Militär würde seine Vorräte wieder aufbauen, indem es Munition «für uns selbst, die USA, nimmt, anstatt sie an andere zu verkaufen».

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Bekam das Schnüffelprogramm KIVI auch indirekt Geld von der Bundesregierung?

4. September 2026 - 17:14

Seit 2021 durchsucht die KI-Schnüffelsoftware KIVI anlasslos das Internet nach mutmaßlich rechtswidrigen Äußerungen von Privatpersonen, Publizisten und Journalisten (wir berichteten). Relevante Funde werden den Verfassungsschutz- und Polizeibehörden gemeldet. Das Programm wird von allen Landesmedienanstalten (LMA) genutzt – wobei die Rechtsgrundlage sehr zweifelhaft ist.

Laut der Landesmedienanstalt NRW wurden Entwicklung und Betrieb von KIVI aus den Haushalten der Landesmedienanstalten finanziert. Eine Datenbank-Recherche des Wissenschaftsjournalisten und Autors Norbert Häring ergab allerdings, dass der Entwickler des KI-Programms, die Condat AG, zur fraglichen Zeit Millionen von der Bundesregierung erhalten hat.

Wie Häring auf seinem Blog Geld und mehr berichtet, bezifferte die LMA NRW auf einer Pressekonferenz im Mai 2022 die einmaligen Kosten für Entwicklung und Weiterentwicklung auf 164.640 Euro. Für die laufenden, monatlichen Gebühren für Hosting, Support und Lizenzen würden 2.300 Euro netto aufgewendet. Häring kommentiert:

«Das wäre fast unglaublich günstig für ein spezialisiertes Programm, das befähigt werden musste, verschiedene Social-Media-Kanäle zu durchsuchen, und darauf trainiert werden musste, rechtswidrige Video- und Tonsequenzen ebenso zu erkennen wie rechtswidrige Inhalte in Texten.»

Laut dem Wirtschaftsjournalisten speisen sich die Budgets der Landesmedienanstalten aus einem Anteil von zwei Prozent am Aufkommen des Rundfunkbeitrags. Somit stellt er fest, dass es die Rundfunkbeitragszahler sind, die die Ausforschung ihrer öffentlichen Kommunikation durch die LMA bezahlen.

Häring wies LMA NRW darauf hin, dass die angegebenen Kosten für KIVI ungewöhnlich niedrig erscheinen, und fragte, ob die Entwicklung und die Anpassung des Programms für die Nutzung durch mehrere Anstalten zusätzlich von Dritten gefördert worden seien. Die Antwort lautete:

«Die Entwicklung wurde nicht durch Dritte (öffentlich oder privat) gefördert. Die Kosten für die Anpassung von KIVI für eine föderal organisierte Nutzung betrugen 29.988 Euro brutto und wurden in Gänze von den Landesmedienanstalten bezahlt.»

Da die Antwort den Grund für die geringen Kosten nicht klärt, fragte sich Häring, ob die Condat AG aus anderen Quellen sehr viel mehr öffentliches Geld zur Förderung der KI-Entwicklung bekam. Somit führte er eine Datenbankrecherche durch, die ergab, dass die Condat AG im Juni 2021 einen Zuschuss von gut einer Million Euro aus dem Förderprogramm «Entwicklung digitaler Technologien» erhielt. Das Programm wurde demnach von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) verwaltet.

Und im November 2024 bekam Condat von der DLR Häring zufolge eine weitere knappe Million Euro für die Entwicklung digitaler Technologien bewilligt. Dabei sei Condat Konsortialmitglied. Das zeige, dass für die Entwicklung digitaler Technologien üblicherweise mindestens eine Million angewendet werden müsse. Laut dem Bundesforschungsministerium förderten diese Zuschüsse an Condat die KI-Entwicklungsprogramme ResKriVer und Gen KI 4 Media, die keinen direkten Zusammenhang mit KIVI haben.

Anders sehe es bei einem weiteren Zuschuss vom Oktober 2021 von gut einer halben Million Euro vom Bundesforschungsministerium aus dem Programm «Erforschung, Entwicklung und Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz in KMU» aus, so der Journalist. Dieser Zuschuss an Condat habe mehr als die Hälfte des im ersten Jahr des Programms ausgeschütteten Fördervolumens von 936.000 Euro ausgemacht. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt antwortete auf Härings Frage, ob dieses Geld in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Entwicklung von KIVI stand:

«Das damalige BMBF (Anm. d. Red.: Bundesministerium für Bildung und Forschung) hat von 2021 bis 2024 im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema ‹Erforschung, Entwicklung und Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz in KMU› (KI4KMU) das Verbundvorhaben FedXtract ‹Föderierte KI-Lösung zur Verarbeitung komplexer Dokumente› der Firma Condat AG gefördert. In dem Projekt ging es um die Entwicklung eines Open-Source-Systems zum föderierten Lernen von KI-Modellen, insbesondere für die Dokumentenanalyse. Einen Zusammenhang der Projektarbeiten mit dem Projekt KIVI der Condat für die Landesanstalt für Medien NRW gibt es laut den vorliegenden Unterlagen nicht.»

Häring zufolge ist der Zusammenhang der Mittelvergabe im Oktober 2021 mit der Ausweitung der Nutzung von KIVI auf andere Landesmedienanstalten im November 2021 nicht nur zeitlich eng. Condat weise in der Beschreibung des geförderten FedXtract-Projekts ausdrücklich als relevantes Know-how darauf hin, dass es «KI-Technologien zur Analyse und Verarbeitung von Text, Bild und Video sowie den dazugehörigen Metadaten bei Kunden wie rbb, ZDF, ARD digital, mdr, GVL und LFM (Landesanstalt für Medien NRW) im realen Betrieb» einsetzt.

Der Schwerpunkt von FedXtract auf «föderiertem Lernen» und Dokumentenanalyse passt gemäß dem Journalisten sehr gut auf die Beschreibung der gemeinsamen Nutzung von KIVI durch die Landesmedienanstalten. Somit erscheine eine enge Verknüpfung mit KIVI gegeben, da die geförderte Entwicklungsarbeit die Grundlage geschaffen habe, um das System auf alle Landesmedienanstalten auszuweiten.

Auch weist Häring darauf hin, dass die LNA NRW Anfang 2025 eine KIVI-Finanzierung mit Steuergeld in Zusammenhang mit einer Ausweitung der Analyse auf Englisch und Arabisch erwähnte.

Abschließend stellt Häring fest, dass die Landesmedienanstalten einen allgemein gehaltenen Auftrag hätten, auf die Einhaltung der Gesetze in den Internet-Medien zu achten. Sie hätten keine konkrete Befugnis, dafür anlasslos und automatisiert die öffentliche Kommunikation aller Bürger und von Journalisten zu überwachen «und sich dabei als Hilfspolizisten und Zuarbeiter der Strafverfolgungsbehörden zu betätigen». Dennoch täten sie es. Der Journalist schlussfolgert:

«Eine wirklich staatsferne Anstalt betätigt sich nicht durch Überwachung der gesamten Bürgerkommunikation als Hilfspolizei, die mögliche Gesetzesverstöße sucht, vorprüft und an die Kriminalpolizei meldet. Tut sie es doch, auch noch mit Geld vom Staat – mindestens von der Staatskanzlei NRW, mutmaßlich indirekt auch von Bundesministerien – so ist das nicht mit der behaupteten Staatsferne vereinbar. Fehlende Staatsferne macht die Eingriffe in die Pressefreiheit von Publizisten und Journalisten durch die inhaltliche Aufsicht der Landesmedienanstalten über Internetmedien nach §19 Medienstaatsvertrag rechtlich noch fragwürdiger als sie ohnehin schon sind.

Wenn die Landesregierungen sich tatsächlich auf den Medienänderungsstaatsvertrag in derzeitiger Form einigen, der die bisher mutmaßlich rechtswidrige Praxis der Landesmedienanstalten legalisieren soll, so macht das den Skandal nicht kleiner. Denn verfassungsgemäß ist dieser Übergang zu einem Schnüffelstaat, der die gesamte öffentliche Kommunikation von pseudo-staatsfernen Behörden komplett überwachen lässt, auf keinen Fall.»

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Deutschland prüft weitere Staatsbeteiligungen bei Rüstungsunternehmen

4. September 2026 - 16:41

Die deutsche Regierungskoalition strebt weiterhin einen Einstieg des Bundes beim Panzerhersteller KNDS an. «Wir sollten das Instrument der Staatsbeteiligungen häufiger und strategischer einsetzen», sagte der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz. Dies würde angeblich dazu beitragen, Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen. Angefangen werden sollte demnach bei der Weltraumindustrie.

Um Deutschland einen eigenen Zugang ins All zu verschaffen, sei es sinnvoll, wenn die Regierung durch einen Einstieg bei den jungen deutschen Unternehmen entsprechende Launch-Kapazitäten sichern würde, so Schwarz.

Auch der als Falke bekannte CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter bezeichnete es als zwingend, Schlüsselindustrien zu benennen und sie durch strategische staatliche Beteiligungen zu entwickeln. Nach seinen Worten müssten diese Zweige dann besonders vor Spionage und vor nicht-europäischen Investoren geschützt werden. Die Union und die SPD hatten bereits in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Beteiligungsportfolio des Bundes strategisch weiterzuentwickeln.

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Dutschland: Serienproduktion von 5.000 Kamikaze-Drohnen gestartet

4. September 2026 - 16:39

In München hat die Massenproduktion von Kampfdrohnen für die Ukraine begonnen. Der Umfang beläuft sich auf 5.000 Fluggeräte. Hergestellt werden sie von dem deutsch-amerikanischen Rüstungsunternehmen Auterion und seinem ukrainischen Joint-Venture-Partner Airlogix. Den Auftrag aufgegeben hatte die deutsche Bundesregierung.

Die Kosten belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro. Nach Aussagen der Bundesregierung soll die Produktion Mitte 2027 abgeschlossen werden. Danach erfolgt die Lieferung der Drohnen an die Ukraine.

Das im Februar gegründete Joint-Venture erwartet weitere Aufträge und eine langfristige Zusammenarbeit mit der Bundesregierung. Dabei soll die Produktion neben dem Standort bei München auch in einer weiteren Anlage in Ostdeutschland erfolgen.

Die derzeitige Koalition aus Union und SPD investiert aktuell vermehrt in den Rüstungssektor. Begründet werden die Staatsaufträge mit einer angeblichen Gefahr durch Russland.

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Hauptverfahren zu Nord-Stream-Anschlägen eröffnet

4. September 2026 - 16:39

In Deutschland ist das Hauptverfahren zu den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines eröffnet worden. Das teilte das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg mit. Demnach ließ das Gericht die Anklage des Generalbundesanwalts gegen einen früheren ukrainischen Offizier zu. Der Prozess gegen den Mann soll am 14. Oktober beginnen.

Der Ukrainer war im August 2025 aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls in der kroatischen Küstenstadt Pula festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Anführer einer Gruppe gewesen zu sein, die im September 2022 von eine Segelyacht aus in der Ostsee Sprengsätze an den Pipelines angebracht haben soll.

Durch die Explosion in der Nähe der dänischen Insel Bornholm wurden diese so sehr beschädigt, dass kein russisches Erdgas mehr durchgeleitet werden konnte. Die Ermittlungen dazu sind schleppend, unter anderem weil die Regierungen in Berlin und den USA kein Interesse daran zeigen. Viele Bundesbürger hoffen nun, dass mit der Eröffnung des Hauptverfahrens Bewegung in die Angelegenheit kommt.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob Deutschland auf der richtigen Spur ist. Denn laut dem US-Investigativjournalisten Seymour Hersh hat die US-Regierung unter Joe Biden den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines vorbereitet und durchführen lassen. Die Pipelines seien vom US-Geheimdienst CIA zusammen mit norwegischen Spezialkräften gesprengt worden. Er bezeichnet die Geschichte von ukrainischen Attentätern auf einer Segeljacht als «lächerlich» (wir berichteten).

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Sensation: Publizist Oliver Janich gewinnt Verfassungsbeschwerde

4. September 2026 - 12:54

Es kommt selten vor, dass eine Verfassungsbeschwerde Erfolg hat. Im Jahr 2023 beispielsweise gab es das genau 55-mal beim Bundesverfassungsgericht. Nur etwas über ein Prozent der Beschwerden sind erfolgreich. Umso bemerkenswerter ist es, dass der oppositionelle Publizist Oliver Janich mit einem oppositionellen Anwalt, dem Verfasser dieses Berichts, in Karlsruhe Erfolg hatte.

Sogar der Generalbundesanwalt teilte in einem Schriftsatz mit, dass der größtenteils zulässig erhobenen Verfassungsbeschwerde der Erfolg nicht zu versagen sein dürfte. Eine herbe Klatsche für die bayerische Justiz, deren häufig autoritäres Rechtsverständnis wieder einmal offenkundig wurde, was den Gang nach Karlsruhe nötig machte.

Das Landgericht München muss nunmehr erneut über die sofortige Beschwerde von Janich entscheiden, dem eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bezüglich des Einspruchs gegen seinen Strafbefehl verwehrt wurde, obwohl er sich in einer offenkundigen Nötigungssituation in einem philippinischen Gefängnis befand.

Janich wurde im Gefängnis vielfach mitgeteilt, dass er erst wieder aus der Haft entlassen werden würde, wenn sein Fall in Deutschland abgeschlossen («closed») sei. Nur deshalb wurde der Strafbefehl von seinem ehemaligen Verteidiger «akzeptiert». Direkt nach der Entlassung haben wir für unseren Mandanten Einspruch eingelegt und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt.

Nach der nunmehr anstehenden erneuten Entscheidung des Landgerichts München wird der Fall zurück zum Amtsgericht gehen, um dort verhandelt zu werden. Die Vertretung übernehmen Rechtsanwältin Viktoria Dannenmaier und der Verfasser.

Weitere Infos können einem Artikel auf Tichys Einblick und einem Interview bei Auf1 entnommen werden.

Hier finden Sie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.

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Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von Haintz.media übernommen.

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Schule macht krank

4. September 2026 - 9:41

Für Kritiker unseres «Bildungssystems» ist der Befund kaum überraschend: Die Schule macht krank. So ermittelte eine neue Studie von gfs.bern im Auftrag der Stiftung Mercator Schweiz, dass 44 Prozent der Kinderärztinnen und Kinderärzte mindestens einmal täglich bereits bei der Anmeldung mit schulbezogenen Belastungen konfrontiert sind. Und die «Schulprobleme» nehmen laut 89 Prozent jener, die Erfahrung mit solchen Fällen haben, zu. Neben sozialen Problemen sehen sie Über- oder Unterforderung als Ursache.

Die Befragung der 469 Kinderärztinnen und Kinderärzten in der Schweiz, über die die SRF-«Tagesschau» berichtete, zeigt: 95 Prozent davon sind der Ansicht, dass schulische Maßnahmen zumindest einen Teil der Probleme der Kinder besser vermeiden könnten als medizinische.

Die Symptome, welche die Belastungen in der Schule den Kindern zufügen, sind je nach Alter unterschiedlich. Der Projektleiter der Studie, Tobias Keller, fasst sie so zusammen:

«Im Kindergarten und in den ersten Klassen sind es Bauchweh, auffälliges Sozialverhalten und Schwierigkeiten mit der Konzentration. Auf der Sekundarstufe wird es breiter und schwerer: Schulabsentismus, depressive Verstimmung, Essstörungen. Rund jede zweite befragte Person aus der Kinderärzteschaft gibt an, auf dieser Stufe suizidale Gedanken zu beobachten.»

Laut der Studie sind die Ursachen der Schulprobleme insbesondere «Mobbing, eine Unter- oder Überforderung durch den Lernstoff und ein gespanntes Verhältnis zur Lehrperson». Eine wichtige Rolle spiele dabei die äußerst unterschiedliche und unterschiedlich weite Entwicklung der Kinder im selben Alter, was die Forschung seit langem zeige. Denn die Anforderungen seien im Gegensatz dazu oft für die ganze Klasse beziehungsweise den ganzen Jahrgang dieselben.

Da die Möglichkeit einer individuelleren Unterstützung für ein Kind oft von einer Abklärung oder Diagnose abhängt, landen viele Familien in der Praxis. Keller erklärt:

«Eltern erhoffen sich Zugang zu Therapien oder zu einem Nachteilsausgleich, Lehrpersonen brauchen Ressourcen wie eine Klassenassistenz für ihre Klasse. Beide Wege enden im Wartezimmer der Kinderärzteschaft. Eine grosse Mehrheit der Kinderärztinnen und Kinderärzte erlebt entsprechend, dass Kinder vorschnell pathologisiert werden. Was früher als normal galt, wird heute abgeklärt. Entlasten kann eine Diagnose durchaus, weil sie benennbar macht, was vorher unklar blieb. Sie bindet aber knappe Kapazitäten, die anderswo wirksamer eingesetzt würden.»

Im ausführlichen Bericht erwähnen die Autoren zudem, dass durch diese vorschnelle Pathologisierung auch Medikamente verabreicht werden. Jedenfalls ergibt sich so eben, dass 95 Prozent der Kinderärzte schulische Maßnahmen besser geeignet finden, um einen Teil der Probleme zu vermeiden, als medizinische.

Die Ärzte wurden auch nach möglichen Lösungen gefragt. Diese erachten die Beziehung zu den Lehrpersonen und anderen Kindern sowie ein passendes Anforderungsniveau des Lernstoffs als wesentlich. Durch genügend Sensibilität für den unterschiedlichen Entwicklungsstand der Kinder ließen sich viele Symptome verbessern. Auch müsse das, was als normal gelte, allenfalls wieder ausgeweitet werden.

Das würde den Lehrkräften zufolge ausreichende Ressourcen erfordern, nicht nur bei Diagnosen. Wichtig seien zudem: kleinere Klassen, Teamteaching, qualifiziertes Personal, Tagesstrukturen und eine generelle Entlastung beim Bewertungs- und Selektionsdruck.

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Hollywood-Schauspieler und Sport-Profis fordern Aussetzung der COVID-«Impfstoffe» in Großbritannien

4. September 2026 - 0:05

Hollywood-Schauspieler, die einen kritischen Geist und gleichzeitig den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen, sind selten. Einer davon ist Woody Harrelson. Nun fordert er zusammen mit zahlreichen Ärzten und Forschern sowie weiteren Personen des öffentlichen Lebens den neuen britischen Premierminister Andy Burnham in einem offenen Brief dazu auf, die COVID-19-«Impfungen» im Vereinigten Königreich auszusetzen, bis die Sicherheit und Wirksamkeit der Präparate unabhängig überprüft wurden.

Aus Hollywood oder der Filmbranche gesellen sich zu Harrelson der Schauspieler und Filmemacher Rob Schneider und die britische Regisseurin Gurinder Chadha. Unterzeichnet haben zum Beispiel auch der ehemalige US-Tennisspieler und heutige Tennistrainer Pat Cash und der Brite Peter Fleming, früher ebenfalls Tennisspieler und heute Sportkommentator.

In dem von dem britischen Kardiologen Dr. Aseem Malhotra koordinierten Schreiben, über das The Defender berichtet, wird argumentiert, dass zentrale Fragen zur Impfstoffsicherheit bislang nicht ausreichend beantwortet wurden. Gegenüber dem medizinischen Kommentator Dr. John Campbell erklärte Malhotra (sie auch Video oben):

«Den Ärzten und der Öffentlichkeit ist nicht bewusst, dass die Informationen, die sie erhalten – nicht nur zum COVID-Impfstoff, sondern mittlerweile zu so gut wie allen Medikamenten –, niemals unabhängig überprüft werden. Medizinisches Wissen steht unter kommerzieller Kontrolle.»

Malhotra machte darauf aufmerksam, dass die britische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (MHRA) 86 Prozent ihrer finanziellen Mittel von der Pharmaindustrie bezieht. Er stellte klar:

«Jeder muss das wissen. Wenn der Mensch auf der Straße, der Taxifahrer, der Barista im Café weiß (…), dass die Regulierungsbehörde die Daten nicht unabhängig prüft und dass die Patientensicherheit bedroht ist, erst dann werden wir Fortschritte machen.»

Wie The Defender mitteilt, folgt der Brief an Burnham auf einen früheren Appell, der von 160 Ärzten, Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten unterzeichnet wurde. In diesem Schreiben vom 27. August wird eine erneute Überprüfung der COVID-19-Maßnahmen der Regierung gefordert – einschließlich Lockdowns, Schul- und Betriebsschließungen, deren psychologischen Folgen sowie der Sicherheit von mRNA-Injektionen.

Die Briefe richten sich unter anderem deshalb an Burnham, weil er während der «Pandemie» kein Parlamentsmitglied war und somit eher in der Lage sein sollte, die Entscheidungen früherer Regierungen «unvoreingenommen neu zu bewerten«.

Laut Malhotra berührt der Brief den Kern der ungelösten Fragen rund um die COVID-19-«Impfstoffe», darunter Herz-Kreislauf-Probleme, ein Anstieg von Krebserkrankungen, die Ursachen der erhöhten Sterblichkeit und die Zunahme von Langzeiterkrankungen seit Beginn der «Pandemie». Er sagte:

«Die Hauptsorge ist eigentlich die Tatsache, dass (…) es nicht wirklich ein Moratorium für den COVID-Impfstoff gegeben hat.»

Das Schreiben richtet sich auch an Menschen, die glauben, durch die Impfstoffe geschädigt worden zu sein, aber bisher weder Antworten noch Behandlung oder Entschädigung erhalten haben.

«Es gab keine Aufarbeitung der Frage, wie wir das so gründlich falsch machen konnten», so Malhotra.

Er verwies auf eine unabhängige Neuanalyse der eigenen klinischen Studiendaten von Pfizer und Moderna, die in der Fachzeitschrift Vaccine veröffentlicht wurde (wir berichteten). Die Analyse ergab, dass das Risiko, eine schwere Nebenwirkung durch den Impfstoff zu erleiden, zwei- bis viermal höher war, als wegen «COVID-19» ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Der Kardiologe ist überzeugt:

«Meiner Ansicht nach bedeutet das, dass diese spezielle Technologie (…) nicht einem einzigen Menschen hätte gespritzt werden dürfen.»

Die Beteiligung prominenter Persönlichkeiten hat den Briefen zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Allerdings erklärte Malhotra gegenüber Campbell, dass einige seiner bekannten Patienten besorgt über die COVID-Präparate seien, sich jedoch scheuen würden, an die Öffentlichkeit zu gehen. Selbst wohlhabende Prominente würden berufliche Konsequenzen befürchten, wenn sie die Injektionen öffentlich infrage stellen würden. Malhotra:

«Sie haben zu große Angst davor, gecancelt zu werden (…), wenn sie irgendein Thema im Zusammenhang mit dem COVID-Impfstoff ansprechen.»

Laut dem Kardiologen spiegelt diese Zurückhaltung, sich öffentlich zu äußern, den weit verbreiteten Versuch wider, Menschen zu diskreditieren, die Fragen zu den COVID-«Impfstoffen» aufwerfen. Ein Teil der PR-Maschinerie von Big Pharma bestehe darin, «diejenigen Verleumdungen auszusetzen, die ihren Blödsinn anprangern», und es «als Verschwörungstheorie abzutun».

Malhotra zufolge spielen Pharmaunternehmen eine zu große Rolle in der Forschung und bei der Gestaltung von Expertenmeinungen und Leitlinien, auf die sich Ärzte verlassen. Was als «Expertenmeinung» verkauft werde, sei in Wahrheit von der Pharmaindustrie zusammengestellt worden. Es gebe ein geschlossenes System, in dem Pharmaunternehmen Forschung finanzieren, die wiederum die Expertenmeinungen und Leitlinien präge, auf die sich Ärzte bei der Behandlung von Patienten stützen. Er machte unmissverständlich klar:

«Wir befinden uns unter einer Konzern-Tyrannei. Das ist die Wurzel des Problems.»

Laut dem Kardiologen sind für einen grundlegenden Wandel öffentlicher Druck und politisches Handeln nötig. Er ergänzte:

«Es braucht auch eine Bewegung an der Basis. Jeder Einzelne von uns trägt Verantwortung in diesem System, jeder von uns hat eine Rolle zu spielen, und wir dürfen nicht gleichgültig sein und es einfach anderen überlassen.»

Als Reaktion auf den offenen Brief erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber GB News, die Covid-Untersuchung habe Impfstoffe evaluiert und festgestellt, dass diese vor ihrer Einführung strengen Sicherheitsprüfungen unterzogen worden seien. Malhotra wies diese Behauptung entschieden als völlig falsch zurück. Weltweit seien Millionen Menschen schwer geschädigt oder getötet worden und für einige «Geimpfte» bestünden weiterhin unerkannte Gesundheitsrisiken. Man müsse ermitteln, wer die Risikogruppen sind und was man dagegen tun könne. Das gelinge nur, «wenn sich die besten medizinischen Wissenschaftler diesem Thema widmen».

Gemäß Malhotra versteht Burnham einige Bedenken, benötigt aber zum Handeln die Unterstützung und den Druck der Öffentlichkeit. Er rief somit die Bevölkerung dazu auf, sich zu Wort zu melden und Gespräche zu führen, anstatt sich allein auf Politiker zu verlassen.

Den Widerstand gegen das Hinterfragen etablierter medizinischer Narrative führte er nicht auf mangelnde Intelligenz zurück, sondern auf psychologische Barrieren wie fehlenden Mut, Egozentrik oder die Angst vor Nonkonformität. Schließlich warnte Malhotra davor, so weiterzumachen wie bisher. Das füge der öffentlichen Gesundheit und der Gesellschaft massiven Schaden zu.

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EU plant massive Aufrüstung bis 2030

4. September 2026 - 0:05

Am 24. August 2026 hat die EU-Kommission weitere 6,1 Milliarden an Rüstungshilfen an die Ukraine bewilligt (wir berichteten). Wie der Journalist Bastian Barucker informiert, veröffentlichte die EU-Kommission im August dieses Jahres auch ein «Informationsblatt zur Friedenssicherung», in dem der Fahrplan für die «Verteidigungsbereitschaft» bis 2030 skizziert wird. Darin wird ein umfassender Aufrüstungsplan auf EU-Ebene beschrieben, der im vergangenen Jahr mit erstaunlich wenig medialer Aufmerksamkeit beschlossen wurde.

Der zum Plan gehörige EU-Bericht zeigt den bereits erfolgten enormen Anstieg an Rüstungsausgaben. Dort heißt es:

«Die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten sind seit 2021 um mehr als 31 % gestiegen und erreichten im Jahr 2024 1,9 % des gesamten BIP (Bruttoinlandproduktes) der EU bzw. 326 Mrd. Euro. Konkret beliefen sich die Verteidigungsinvestitionen im Jahr 2024 auf beispiellose 102 Mrd. Euro, was fast einer Verdopplung der Ausgaben aus dem Jahr 2021 entspricht.»

Im Vergleich zu China, Russland und den USA sind diese Ausgaben nach Einschätzung der EU jedoch weiterhin zu gering. Dem Strategiepapier zufolge werden für den «Wiederaufbau der europäischen Verteidigung» massive Investitionen über einen längeren Zeitraum hinweg erforderlich sein, sowohl aus öffentlichen als auch aus privaten Quellen.

Ein Blick auf die Verteidigungsausgaben Russlands bestätige die Argumentation der EU, so Barucker. Die Ausgaben für das Militär seien dort seit 2022 extrem angestiegen. Im Jahr 2025 hätten sie sich bereits auf 7,5 % des BIP belaufen. Das entspreche 162 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 hätten die 32 Staaten der NATO jedoch 1,352 Billionen Euro für Rüstung ausgegeben. Es finde also ein allseitiges, sich hochschaukelndes Hochrüsten statt.

Bemerkenswert ist dies für Barucker auch deshalb, weil der russische Präsident Wladimir Putin wiederholt die Schaffung einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur in Europa ins Gespräch gebracht hat, durch die gegenseitige Abschreckung und die damit verbundene Rüstung obsolet würden. In seiner berühmten Rede im Deutschen Bundestag im September 2001 sagte er beispielsweise: «Ohne eine moderne, dauerhafte und standfeste internationale Sicherheitsarchitektur schaffen wir auf diesem Kontinent nie ein Vertrauensklima, und ohne dieses Vertrauensklima ist kein einheitliches Großeuropa möglich.» Von einem Vertrauensklima in Europa könne aktuell jedoch keine Rede sein, konstatiert der Journalist.

Am 4. März 2025 habe die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Aufrüstungsinitiative vorgestellt. Bereits 2024 hätte sich die Kommission dazu entschlossen, «Verteidigung» als eine Priorität bis zum Jahr 2029 zu behandeln. Von der Leyen habe damals von historisch gefährlichen Zeiten und ernsthaften Bedrohungen für die EU gesprochen, die eine «Ära der Wiederaufrüstung» bedinge. Immer wieder stünden dabei Russland und der Ukrainekrieg im Zentrum der Argumentation hinsichtlich einer angenommenen Bedrohung für Europa.

Dass die NATO im März 2022 in Person von Boris Johnson eine diplomatische Lösung des Kriegs verhinderte und damit den Krieg verlängerte, passt für Barucker dabei nicht so recht ins Bild der einseitigen, nur durch Russland geschaffenen Bedrohungslage. Auch die Behauptung eines unprovozierten Angriffskriegs entspreche nicht den historischen Tatsachen, betont er. Interessanterweise sei es die US-amerikanische Rüstungsindustrie, die jetzt von der Aufrüstung massiv profitiere, die die NATO-Osterweiterung initiiert und dabei russische Sicherheitsinteressen missachtet habe.

Angesichts der absichtlichen Verlängerung des Ukraine-Krieges drängen sich für Barucker folgende Fragen auf: «Brauchen NATO und EU womöglich genau diesen langen Krieg, um die enorme Aufrüstung bis 2030 zu rechtfertigen? Gilt das Gleiche auch für Russland, das der Ukraine militärisch deutlich überlegen ist?»

Die Antworten auf diese Fragen liefert Barucker in seinem gut recherchierten Artikel. Auch beleuchtet der Journalist die Rolle Deutschlands bei diesem gefährlichen Aufrüstungsspiel.

Jedenfalls schlussfolgert der Journalist unter anderem, dass Friedenstüchtigkeit, Diplomatie und eine Sicherheitsarchitektur Europas unter Einbeziehung russischer Interessen keine angestrebten Ziele zu sein scheinen. Diese würden die beidseitige Aufrüstung nämlich obsolet machen. Er hält es somit für mehr als fraglich, ob diese im Namen und Interesse der Menschen in Europa geschieht.

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US-Senator Ron Johnson über die «Pandemie»: «Mir sind die Augen aufgegangen»

4. September 2026 - 0:04

US-Senator Ron Johnson hat viele Jahre in Washington verbracht, doch selbst er war schockiert über das, was er während der COVID-«Pandemie» sah. Im Gespräch mit Breitbart News, bei dem Johnson zu den Bemühungen befragt wurde, Beamte für ihr Handeln während der Corona-Zeit zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte er, die «Pandemie» habe ihm die Augen dafür geöffnet, wie kaputt das System wirklich sei. Und das Problem gehe weit über Anthony Fauci, den ehemaligen Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) und COVID-Berater des Weißen Hauses, hinaus.

Laut Johnson ist es allgegenwärtig. Jede US-Bundesbehörde werde mittlerweile von denselben Großkonzernen kontrolliert, die sie eigentlich überwachen sollten. Der Staat reguliere die Großkonzerne nicht. Er arbeite mit ihnen zusammen. Riesige Unternehmen hätten herausgefunden, wie sie staatliche Vorschriften nutzen könnten, um kleinere Konkurrenten vom Markt zu verdrängen, und die Leidtragenden seien die Bürger.

Und dann sei da noch das Geld. Vor der «Pandemie» habe die Regierung jährlich rund 4,4 Billionen Dollar ausgegeben. Mittlerweile seien es fast 7,5 Billionen Dollar, und die USA würden jährlich Kredite in Höhe von über zwei Billionen Dollar aufnehmen, nur um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Johnson sei nach Washington gekommen, um den Staatsapparat zu verkleinern, schreibt Exposing The Darkness. Was er vorfand, habe ihn überzeugt, dass das Problem viel größer sei, als irgendjemand zugebe. Johnsons Fazit spreche für sich. So sagte der Senator: «Mit dem Wachstum des Staates schwinden zwangsläufig unsere Freiheiten» und «Wenn Sie verstehen wollen, worin das Problem besteht, dann ist es ganz einfach die Regierung.»

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Kopftuch an Schulen: Zürich hat es vorgemacht – nun kommt Bern

4. September 2026 - 0:02

Die politische Debatte über das Kopftuch an Schulen nimmt Fahrt auf: Zürich hat es vorgemacht, nun kommt Bern. Nach dem knappen Entscheid des Zürcher Kantonsrats fordert die SVP auch im Kanton Bern ein Verbot für Schülerinnen. Der reflexhafte Aufschrei der Gegner ließ gestern nicht lange auf sich warten: Kulturkampf, Ausgrenzung, Angriff auf die Religionsfreiheit. Auffällig ist dabei weniger, dass diese Argumente vorgebracht werden, als vielmehr, wie selbstverständlich sie in Teilen der Medienberichterstattung zur Ausgangslage gemacht werden.

Denn warum wird eigentlich so selten die andere Frage gestellt: Was ist mit der Freiheit eines zehnjährigen Mädchens, das nicht selbst entscheiden kann, welche Erwartungen seine Familie oder sein religiöses Umfeld an es stellt? Wer das Kopftuch bei Kindern ausschließlich als Ausdruck individueller Selbstbestimmung darstellt, macht es sich zu einfach. Ein zehnjähriges Mädchen ist keine erwachsene Frau, die ihre Lebensweise nach jahrelanger persönlicher Auseinandersetzung frei gewählt hat. Kinder können unter erheblichen familiären, sozialen und religiösen Erwartungen stehen.

Das Kopftuch ist zudem kein beliebiges Kleidungsstück. Es ist ein religiös oder kulturell aufgeladenes Symbol, das – unabhängig von der individuellen Motivation – fast ausschließlich Mädchen und Frauen betrifft. Genau deshalb darf eine liberale Gesellschaft darüber diskutieren, ob eine öffentliche Schule einen Raum schaffen soll, in dem solche geschlechtsspezifischen Erwartungen möglichst wenig Gewicht haben.

Das ist nicht zwingend religionsfeindlich. Im Gegenteil: Eine säkulare Schule kann gerade Kindern einen Freiraum bieten. Einen Ort, an dem nicht entscheidend ist, welcher Religion sie angehören, wie sie sich religiös kleiden oder welche Geschlechterrollen ihr Umfeld von ihnen erwartet. Integration bedeutet eben nicht, jede gesellschaftliche oder religiöse Norm unangetastet zu lassen – vor allem, wenn es sich um eine Norm einer Einwanderergruppe handelt, die potenziell mit Normen der Alteingesessenen kollidieren. Integration bedeutet auch, gemeinsame Regeln zu akzeptieren.

Umso bemerkenswerter ist die mediale Gewichtung. In der Berichterstattung werden die möglichen rechtlichen Schwierigkeiten und die Einwände des Lehrerverbandes ausführlich präsentiert; das Argument, ein Verbot könne gerade dem Schutz der kindlichen Freiheit dienen, erhält kaum Gewicht. Aus dem Kopftuchverbot wird schnell ein «Kulturkampf» gegen Muslime – als wäre bereits mit der Forderung nach einer säkularen Schule eine Diskriminierungsabsicht bewiesen.

Dabei ist eine sachliche Unterscheidung notwendig: Es geht nicht darum, erwachsenen Musliminnen vorzuschreiben, wie sie sich zu kleiden haben. Es geht um Minderjährige in einer staatlichen Schule. Das ist eine andere Ausgangslage und verdient eine andere Betrachtung.

Auch der Hinweis auf die Religionsfreiheit beendet die Debatte nicht. Grundrechte stehen miteinander in Spannung und müssen gegeneinander abgewogen werden. Ihr Kerngehalt darf nicht angetastet werden, auch wenn man das in der Coronazeit nicht so eng gesehen hat. Wenn der Staat Kindern einen möglichst freien Bildungsraum garantieren will, darf er durchaus prüfen, ob bestimmte religiöse Kleidervorschriften mit diesem Ziel vereinbar sind.

Natürlich muss eine solche Regelung rechtlich sauber ausgestaltet werden. Das Bundesgericht hat ein generelles Kopftuchverbot für Schülerinnen 2015 als unverhältnismäßig beurteilt. Gerade deshalb braucht es eine ernsthafte politische und juristische Diskussion darüber, was sich seither gesellschaftlich verändert hat und welche Regelung dem Kindeswohl, der Gleichbehandlung und der Glaubensfreiheit tatsächlich am besten gerecht wird.

Wer jede Diskussion darüber bereits als Islamfeindlichkeit etikettiert, verhindert diese Auseinandersetzung. Und wer jedes Kopftuch bei einem Kind automatisch als Ausdruck vollkommen freier Selbstbestimmung betrachtet, verwechselt möglicherweise Toleranz mit Gleichgültigkeit gegenüber sozialem Druck.

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Zürich hat es vorgemacht – nun kommt Bern

4. September 2026 - 0:02

Die politische Debatte über das Kopftuch an Schulen nimmt Fahrt auf: Zürich hat es vorgemacht, nun kommt Bern. Nach dem knappen Entscheid des Zürcher Kantonsrats fordert die SVP auch im Kanton Bern ein Verbot für Schülerinnen. Der reflexhafte Aufschrei der Gegner ließ gestern nicht lange auf sich warten: Kulturkampf, Ausgrenzung, Angriff auf die Religionsfreiheit. Auffällig ist dabei weniger, dass diese Argumente vorgebracht werden, als vielmehr, wie selbstverständlich sie in Teilen der Medienberichterstattung zur Ausgangslage gemacht werden.

Denn warum wird eigentlich so selten die andere Frage gestellt: Was ist mit der Freiheit eines zehnjährigen Mädchens, das nicht selbst entscheiden kann, welche Erwartungen seine Familie oder sein religiöses Umfeld an es stellt? Wer das Kopftuch bei Kindern ausschließlich als Ausdruck individueller Selbstbestimmung darstellt, macht es sich zu einfach. Ein zehnjähriges Mädchen ist keine erwachsene Frau, die ihre Lebensweise nach jahrelanger persönlicher Auseinandersetzung frei gewählt hat. Kinder können unter erheblichen familiären, sozialen und religiösen Erwartungen stehen.

Das Kopftuch ist zudem kein beliebiges Kleidungsstück. Es ist ein religiös oder kulturell aufgeladenes Symbol, das – unabhängig von der individuellen Motivation – fast ausschließlich Mädchen und Frauen betrifft. Genau deshalb darf eine liberale Gesellschaft darüber diskutieren, ob eine öffentliche Schule einen Raum schaffen soll, in dem solche geschlechtsspezifischen Erwartungen möglichst wenig Gewicht haben.

Das ist nicht zwingend religionsfeindlich. Im Gegenteil: Eine säkulare Schule kann gerade Kindern einen Freiraum bieten. Einen Ort, an dem nicht entscheidend ist, welcher Religion sie angehören, wie sie sich religiös kleiden oder welche Geschlechterrollen ihr Umfeld von ihnen erwartet. Integration bedeutet eben nicht, jede gesellschaftliche oder religiöse Norm unangetastet zu lassen – vor allem, wenn es sich um eine Norm einer Einwanderergruppe handelt, die potenziell mit Normen der Alteingesessenen kollidieren. Integration bedeutet auch, gemeinsame Regeln zu akzeptieren.

Umso bemerkenswerter ist die mediale Gewichtung. In der Berichterstattung werden die möglichen rechtlichen Schwierigkeiten und die Einwände des Lehrerverbandes ausführlich präsentiert; das Argument, ein Verbot könne gerade dem Schutz der kindlichen Freiheit dienen, erhält kaum Gewicht. Aus dem Kopftuchverbot wird schnell ein «Kulturkampf» gegen Muslime – als wäre bereits mit der Forderung nach einer säkularen Schule eine Diskriminierungsabsicht bewiesen.

Dabei ist eine sachliche Unterscheidung notwendig: Es geht nicht darum, erwachsenen Musliminnen vorzuschreiben, wie sie sich zu kleiden haben. Es geht um Minderjährige in einer staatlichen Schule. Das ist eine andere Ausgangslage und verdient eine andere Betrachtung.

Auch der Hinweis auf die Religionsfreiheit beendet die Debatte nicht. Grundrechte stehen miteinander in Spannung und müssen gegeneinander abgewogen werden. Ihr Kerngehalt darf nicht angetastet werden, auch wenn man das in der Coronazeit nicht so eng gesehen hat. Wenn der Staat Kindern einen möglichst freien Bildungsraum garantieren will, darf er durchaus prüfen, ob bestimmte religiöse Kleidervorschriften mit diesem Ziel vereinbar sind.

Natürlich muss eine solche Regelung rechtlich sauber ausgestaltet werden. Das Bundesgericht hat ein generelles Kopftuchverbot für Schülerinnen 2015 als unverhältnismäßig beurteilt. Gerade deshalb braucht es eine ernsthafte politische und juristische Diskussion darüber, was sich seither gesellschaftlich verändert hat und welche Regelung dem Kindeswohl, der Gleichbehandlung und der Glaubensfreiheit tatsächlich am besten gerecht wird.

Wer jede Diskussion darüber bereits als Islamfeindlichkeit etikettiert, verhindert diese Auseinandersetzung. Und wer jedes Kopftuch bei einem Kind automatisch als Ausdruck vollkommen freier Selbstbestimmung betrachtet, verwechselt möglicherweise Toleranz mit Gleichgültigkeit gegenüber sozialem Druck.

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Buch «Transhumanismus – Krieg gegen die Menschheit» soll «de facto» verboten werden

4. September 2026 - 0:02

Die Zensur schreitet in Europa voran. Bücher, die der Politik nicht passen, werden aus dem Verkehr gezogen. So hat der Chefredakteur des österreichischen TV-Senders AUF1 ein Buch geschrieben, das in Deutschland jetzt auf den Index für jugendgefährdende Schriften gesetzt werden soll. Damit wird Magnets Werk «Transhumanismus – Krieg gegen die Menschheit» de facto verboten.

Über dieses Vorgehen erfuhr Magnet durch ein mehr als 20-seitiges Schreiben der Prüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn, die Teil der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendschutz ist. Magnet spricht in diesem Zusammenhang von einem bislang einmaligen Vorgang – und der Rückkehr der Bücherverbrennung. Denn eine solche Maßnahme sei eigentlich nur für Gewaltphantasien oder Kinderpornographie vorgesehen, aber nicht für ein Sachbuch wie das seine.

Zwar darf Magnets Buch noch verkauft werden, aber nur an Personen über 18 Jahre. «De facto handelt es sich allerdings um ein Verkaufsverbot», betont Magnet. Denn in der Praxis bedeute der Einzug auf dem Index, dass sein Buch nicht mehr in den sozialen Medien oder TV- und Radiosendungen besprochen und beworben werden darf – und aus den Regalen der Buchhandlungen verschwinden muss. Zwar könnten Kunden das Buch in Buchhandlungen noch bestellen, aber Magnet geht davon aus, dass der Verkauf einbrechen wird.

In seinem Buch «Transhumanismus – Krieg gegen die Menschheit» zeigt Magnet Punkt für Punkt auf, was die Transhumanisten anstreben, wann und wie sie die Menschheit abschaffen wollen und was an unsere Stelle treten soll – und wie wenig Zeit zur Gegenwehr bleibt. Die Corona-Panik war für den Auf1-Chefredakteur der Startschuss zur rasanten Transformation, die Covid-19-Spritze der Einstieg in den Transhumanismus.

Was laut Magnet geplant und vielfach bereits in Umsetzung ist: Nanoroboter im Blut, Mikrochips unter der Haut, Gedanken mittels Elektroden lenken, Mensch und Maschine verschmelzen, Cyborgs züchten und Gehirne mit der Cloud koppeln. Doch die bedrohlichste Aussicht: Die Menschheit wird unfruchtbar, stattdessen entstehen Babys künstlich im Labor.

Magnet ist überzeugt, dass Menschen für Transhumanisten keine Seele und keinen freien Willen haben. Dafür wollen sich die wenigen milliardenschweren Auserwählten selbst zu Göttern erheben. Sie reißen das Monopol der Schöpfung an sich. Was laut Magnet folgt, ist die totale Kontrolle. Doch der Auf1-Chefredakteur gibt auch einen positiven Ausblick und macht dem Leser Hoffnung. Denn er ist der festen Überzeugung:

«Dieser Frontalangriff mobilisiert die Kraftreserven der Völker! Er lässt die trägen Geister aus ihrem Dämmerschlaf aufschrecken und das Erwachen wird mächtig sein. Der Plan der totalen Knechtschaft geht nicht auf. Stattdessen schreitet der Mensch zur nächsten Bewusstseinsstufe und übernimmt endlich selbstbestimmt Verantwortung.»

Über die Zensur-Geschehnisse hat Magnet mit AUF1-Nachrichtenleiter Martin Müller-Mertens gesprochen.

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