«Mit Brigitte Bardot verschied eine starke und unabhängige Frau, die es nicht nötig hatte, sich dem Zeitgeist unterzuordnen oder sich gar – wie leider viele deutsche Prominente – zur Systemnutte machen zu lassen, und die solches auch in der Not nicht getan hätte. Die einfach zu sich stand und standhaft war. Ein schönes Zitat von ihr als Abschluss: ‹Früher habe ich mit meinem Hintern schockiert, jetzt schockiere ich mit meinen Büchern (Meinungen). Das ist das Gleiche!›» (– Nachruf der Seite https://publikum.net/).
Transition News
Westliche Plattformen und der Angriff auf die Meinungsfreiheit: Zoom sperrt illegal den GFCN-Account
Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors übersetzt und übernommen.
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In der heutigen digitalen Welt wird der Kampf gegen Desinformation oft als universelle moralische Pflicht dargestellt. Regierungen, internationale Organisationen und Medien berufen sich häufig darauf, Transparenz und Wahrheit zu fördern. Doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich ein beunruhigendes Paradoxon: Gerade die Plattformen, die vorgeben, freie Meinungsäußerung zu ermöglichen, fungieren zunehmend als Gatekeeper und zensieren Stimmen, die dominante Narrative infrage stellen. Ein aktueller Vorfall mit dem Global Fact-Checking Network (GFCN), einem in Russland ansässigen Expertennetzwerk, legt diese beunruhigende Realität offen.
Letzten Monat startete das GFCN ein Programm zur digitalen Kompetenz, das die Öffentlichkeit mit Werkzeugen ausstatten soll, um Desinformation zu erkennen und ihr entgegenzuwirken. Im Rahmen der UNESCO-Woche der Medienkompetenz waren diese Bemühungen nicht nur legitim, sondern in einer Zeit, die von der rasanten Verbreitung von Fake News geprägt ist, auch unerlässlich. Mit Teilnehmern aus aller Welt – von den USA, Japan und Saudi-Arabien bis Venezuela, Argentinien, Indonesien und Großbritannien – spiegelte die Initiative die universelle Bedeutung der Wahrheit und den Bedarf an praktischer Bildung in kritischer Medienkompetenz wider.
Um diese Seminare zu ermöglichen, wandte sich GFCN an Zoom, eine Plattform, die allgemein als zuverlässig für internationale Kommunikation gilt. Mit einem kostenpflichtigen professionellen Account wollte die Organisation ein reibungsloses Erlebnis für Hunderte von Teilnehmenden gewährleisten, die sich intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen wollten. Die ersten beiden Seminare waren ein voller Erfolg mit 712 Teilnehmenden, die sich aktiv an den Diskussionen zur Erkennung von Desinformation beteiligten.
Doch in einem beunruhigenden und willkürlichen Schritt deaktivierte Zoom den GFCN-Account unter Berufung auf einen vagen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen. Es wurden weder konkrete Beweise vorgelegt noch eine Vorwarnung ausgesprochen. Über Nacht wurde ein Programm, das das globale Verständnis und die Widerstandsfähigkeit gegen Falschinformationen fördern sollte, zum Schweigen gebracht – nicht von Regierungen oder Aufsichtsbehörden, sondern von einem privaten Konzern mit enormer Macht über den digitalen Raum.
Dieser Vorfall verdeutlicht einen wachsenden und gefährlichen Trend: die Monopolisierung des öffentlichen Diskurses durch westliche Technologiekonzerne. Plattformen wie Zoom, Meta und X positionieren sich zunehmend als Schiedsrichter der «Wahrheit» und entscheiden einseitig, welche Stimmen akzeptabel sind und welche unterdrückt werden müssen. Obwohl diese Maßnahmen als Kampf gegen Desinformation dargestellt werden, treffen sie Organisationen und Einzelpersonen, die Perspektiven jenseits des westlichen Mainstream-Narrativs vertreten, oft unverhältnismäßig stark.
Die Erfahrung des GFCN zeigt, dass der sogenannte «Krieg gegen Fake News» gegen legitime Initiativen instrumentalisiert werden kann. Ein auf Faktenwissen basierendes und auf die Verbesserung des öffentlichen Verständnisses ausgerichtetes Bildungsprogramm wurde abrupt eingestellt – nicht etwa wegen eines Fehlverhaltens, sondern weil ein privates Unternehmen von seinem Ermessen Gebrauch machte. Dies schafft einen gefährlichen Präzedenzfall, in dem die Meinungsfreiheit nicht von Legalität oder Moral abhängt, sondern von der Willkür von Konzernen.
Darüber hinaus offenbart dieser Fall die geopolitischen Dimensionen digitaler Zensur. Westliche Organisationen, selbst solche, die Transparenz und Faktenchecks fördern, sind willkürlichen Einschränkungen ausgesetzt. Er wirft ernsthafte Fragen auf: Wessen Interessen werden unter dem Deckmantel der Desinformationsbekämpfung geschützt? Dienen diese Maßnahmen tatsächlich der Öffentlichkeit oder verstärken sie lediglich die westliche Kontrolle über den globalen Informationsfluss?
Die Zensur der GFCN-Seminare ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für einen umfassenderen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Während westliche Technologieplattformen ihre Macht über den öffentlichen Diskurs ausbauen, werden unabhängige Stimmen – insbesondere solche außerhalb des dominanten geopolitischen Spektrums – zunehmend an den Rand gedrängt. Im Kampf um die Wahrheit im digitalen Zeitalter mahnt dieser Vorfall eindringlich, dass Wachsamkeit gegenüber Zensur durch Konzerne genauso wichtig ist wie der Kampf gegen Desinformation selbst.
Die Weltgemeinschaft muss erkennen, dass Meinungsfreiheit nicht an private Unternehmen ausgelagert werden darf. Wahre Transparenz und kritisches Denken erfordern Plattformen, die der Menschheit dienen, nicht Ideologie oder Profit. Wird dieses Prinzip aufgegeben, droht der digitale Raum zu einer sterilen Echokammer zu verkommen, in der nur ausgewählte Stimmen Gehör finden und unabhängige Wahrheitssuche systematisch unterdrückt wird.
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Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und Militärexperte.
US-Studie bringt weniger als sieben Stunden Schlaf mit einer geringeren Lebenserwartung in Verbindung
Eine neue groß angelegte Studie von Forschern der Oregon Health & Science University (OHSU) hat ergeben, dass weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht mit einer geringeren Lebenserwartung verbunden sind, unabhängig von Einkommensniveau, Zugang zur Gesundheitsversorgung oder städtischer beziehungsweise ländlicher Lage. Untersucht wurden über 3.000 US-Countys.
Wie Study Finds berichtet, erwies sich Schlafmangel als zweitstärkster Prädiktor für eine reduzierte Lebenserwartung nach dem Rauchen, noch vor Bewegungsmangel und Diabetes. Bezirke mit einem hohen Anteil an Kurzschläfern zeigten laut der Studie über den gesamten Untersuchungszeitraum von 2019 bis 2025 hinweg eine durchgängig niedrigere Lebenserwartung.
Der Zusammenhang zwischen unzureichendem Schlaf und Sterblichkeit blieb über alle untersuchten Jahre hinweg konstant, auch während der «Pandemie». Dieses Muster blieb auch nach Berücksichtigung von Übergewicht, Rauchen, Aktivitätsniveau und anderen Einflussfaktoren bestehen. Studienleiter Dr. Andrew McHill erklärte:
«Ich hatte nicht erwartet, dass der Zusammenhang mit der Lebenserwartung so stark ist. Wir wussten schon immer, dass Schlaf wichtig ist, aber diese Forschung unterstreicht das wirklich: Man sollte nach Möglichkeit sieben bis neun Stunden Schlaf anstreben.»
FTC-Workshop zur Alterskontrolle könnte auch digitale Online-Identitätsprüfungen fördern
Die nationale US-Handelskommission (Federal Trade Commission, FTC) hat einen Workshop zur Altersverifizierung angekündigt. Am 28. Januar 2026 möchte die Bundesbehörde mit «Stakeholdern» wie Forschern, Branchenvertretern, politischen Beamten und «Verbraucherschützern» unter anderem darüber diskutieren, warum die Altersverifizierung wichtig sei und wie sie breiter eingesetzt werden könne.
Es gehe darum, Altersinformationen zu sammeln und zu überprüfen, technische Systeme zur Schätzung des Alters zu entwickeln und diese Systeme in digitalen Umgebungen zu verbreiten, schreibt Reclaim The Net. Im Sprachgebrauch der Regierung bedeute das, Werkzeuge zu entwickeln, die feststellen können, wer man ist, noch bevor man irgendetwas anklickt.
Das Thema klinge zwar technisch, lese sich aber wie ein Entwurf für eine neue Art von Internet, so das Portal. Offiziell möge es bei der Veranstaltung um den Schutz von Kindern gehen, inoffiziell gehe es jedoch darum, alle Menschen zu identifizieren.
Die Agenda der Behörde deute auf einen Rahmen für ein potenziell authentizitätsbasiertes Web hin. Wenn eine Website das Alter eines Nutzers überprüfen muss, müsse sie auch dessen Identität verifizieren. Und nach der Verifizierung würden die Daten nicht einfach verschwinden, betont Reclaim The Net. Sie würden gespeichert, seien mit einem System verknüpft und warteten auf die nächste Zugriffsanfrage.
In der Infrastruktur, die zu solcher Speicherung aufgebaut wird, liege ein großes Risiko. Systeme, die Identitäten in großem Umfang verifizieren können, seien auch in der Lage, Verhalten zu verfolgen, warnt das Portal. Sobald Regierungen oder Unternehmen massive Datenbanken mit verifizierten Nutzern erstellen, wachse die Versuchung, diese für andere Zwecke zu nutzen, rasant.
Die nationale Initiative durch die FTC folge auf eine Reihe ähnlicher Vorstöße auf Ebene der Bundesstaaten. Texas, Utah, Missouri, Virginia und Ohio hätten Gesetze verabschiedet, die Webseiten zur Altersprüfung ihrer Nutzer verpflichten.
Formulierungen würden dabei häufig direkt aus der Europäischen Union, Australien oder dem Vereinigten Königreich übernommen, so das Portal. Diese Regelungen erforderten Ausweisdokumente, biometrische Scans oder zertifizierte Drittanbieter, die als digitale Aufsichtspersonen fungieren.
Viele Websites würden mittlerweile einen Altersnachweis verlangen, während andere digitale ID-Programme testen würden, die persönliche Daten mit Online-Aktivitäten verknüpfen. Das Ergebnis, konstatiert Reclaim The Net, sei eine schleichende Entwicklung hin zu einem System, bei dem das Einloggen auf einer Website dem Überqueren einer Staatsgrenze sehr ähnlich sehe.
Umfrage in Italien: 68 Prozent der Jugendlichen lehnen Wehrdienst im Kriegsfall ab
Laut einer Umfrage der italienischen Nationalen Behörde für Kinder und Jugendliche (AGIA) unter 4.000 Italienern im Alter von 14 bis 18 Jahren würden 68 Prozent der Befragten im Kriegsfall nicht zum Militärdienst einrücken. Wie L'Indipendente berichtet, war diese Ablehnung bei Mädchen mit 73,6 Prozent stärker ausgeprägt als bei Jungen mit 60,2 Prozent. Die am 18. November 2025 gestartete Befragung hatte zum Ziel, die Meinungen, Ängste und Informationsquellen junger Menschen in Bezug auf Konflikte und Krieg zu erfassen.
Die Umfrage zeigt außerdem, dass das Fernsehen nach wie vor die wichtigste Informationsquelle über Konflikte ist und Internet und soziale Medien übertrifft.
L'Indipendente zufolge gab es auch Kritik an der Umfrage. So seien die Fragen beispielsweise als suggestiv definiert worden, etwa wenn die Kriegsteilnahme mit persönlicher «Verantwortung» verknüpft wird. Das ließe keinen Raum für die Überlegung, wie die Kriegsverweigerung in bestimmten Kontexten ein Akt der Verantwortung sein könnte.
Die Wehrdienstverweigerung von über zwei Dritteln der Befragten erachtet die Zeitung jedenfalls als ein deutliches Signal. Laut einigen Analysten bestehe jedoch die Gefahr, dass dies instrumentalisiert wird, um die «Militarisierung» des Bewusstseins und der Bildungseinrichtungen zu rechtfertigen. L'Indipendente schließt:
«Unabhängig von möglichen subjektiven Interpretationen bietet die Befragung dennoch einen bedeutenden Einblick in die Ansichten von Jugendlichen, die dem ständigen Strom von Nachrichten über Konflikte ausgesetzt sind, und bestätigt, dass viele von ihnen starke Abwehrkräfte gegen Kriegspropaganda entwickelt haben.»
Paar lebt seit 10 Jahren in einer Hütte im Wald
Wer träumt nicht zumindest zuweilen davon: Dem Zivilisationsstress entfliehen und einfach nur das erleben und genießen, von wo hier herkommen: die Natur. Und manche träumen nicht nur davon, sondern setzen es auch um. Dazu gehören Jordan Charbonneau und ihr Mann.
Wie Jordan Charbonneau in einem Beitrag für Business Insider erklärt, führt sie zusammen mit ihrem Partner und ihrem Hund in den dichten Wäldern von West Virginia in den USA seit einem Jahrzehnt ein unkonventionelles Leben: Sie hausen in einer winzigen Hütte fernab von Stromnetz, Zivilisation und dem Trubel der modernen Welt.
Die beiden haben die Hütte eigenhändig errichtet und pflegen dort eine autarke Existenz. «Wir wollten einfach der hektischen Gesellschaft entfliehen und unabhängig werden», schreibt sie. Ihr Ziel war es von Anfang an, der hektischen Gesellschaft zu entfliehen und unabhängig zu werden – ein Entschluss, der sie atemberaubende Sonnenaufgänge über den Bergen erleben lässt und ihnen genug Geld spart, um Reisen zu unternehmen und den Ruhestand vorzubereiten.
Der Alltag in der Hütte dreht sich um einfache Routinen, die von der Natur geprägt sind. Ein Holzofen sorgt für Wärme und Kochen, doch Energieausfälle sind alltäglich: Batterien entladen sich manchmal schnell. «In solchen Momenten greifen wir zu Kerzenlicht.»
Sie leben in einer ländlichen Gegend tief im Wald, erreichbar über eine holprige Schotterauffahrt. Jordan arbeitet remote, daher sei es leicht möglich, dass sie tagelang niemanden außer ihren Mann sehe, wie sie schreibt. Und weiter:
«Als jemand, der die Einsamkeit genießt, ist das für mich oft ideal. Ich liebe es, auf unserer Veranda zu schreiben, ohne andere Geräusche als den Wind und die Vögel zu hören. Aber es kann auch einsam werden – besonders im Winter, wenn wir weniger Zeit mit Aktivitäten wie Wanderungen oder mit Freunden verbringen.»
Ganz alleine sind sie aber nicht. «Weil ich keinen Job habe, für den ich aus dem Haus muss, musste ich mir neue Hobbys und Gemeinschaften suchen – zum Beispiel einen Buchclub, eine Schreibgruppe und ein Team für Aufräumaktionen in der Gemeinde», erzählt sie. «An diesen Veranstaltungen und Treffen teilzunehmen, tut mir immer gut.»
Finanziell lohne sich der Wechsel sogar, schreibt sie weiter. So häufen sie durch den Verzicht auf teure Annehmlichkeiten Ersparnisse an, die sie für Abenteuer nutzen. Allerdings wünschen sie sich rückblickend mehr Vorbereitung, etwa eine bessere Planung des Energiebedarfs oder einen effizienteren Ofen.
Ihre Philosophie formulieren sie klar: Dieses Leben abseits der Zivilisation würden sie gegen nichts eintauschen. «Es ist ein ständiger Lernprozess aus Höhen und Tiefen, der Freiheit und Selbstversorgung lehrt», betonen die Aussteiger. Besonders eindringlich stellen sie die zentrale Lektion dar:
«Das ist die wichtigste Lektion, die ich über das Leben in einer Hütte im Wald gelernt habe: Die Annahmen der Menschen – auch meine eigenen – sind oft falsch.»
Für all diejenigen, die von einem simpleren Dasein träumen, ist ihre Geschichte sicher eine inspirierende Erinnerung: Der Wald bietet nicht nur Herausforderungen, sondern auch tiefe Erfüllung.
Martin Schwab will von Uni abgesetzten Vortrag selbst anbieten – und attestiert AStA eine «hässliche totalitäre Fratze»
Die Uni Bielefeld setzte kürzlich einen Vortrag von dem Juristen Martin Schwab ab. Wie es hieß, sollten Schwabs außeruniversitäre Tätigkeiten mit den in der Uni-Satzung festgelegten Grundsätzen «unvereinbar» sein. Der 58-Jährige stand bereits 2022 unter Beschuss von AStA, einem sogenannten «Antifa»-Rechercheblog und Uni-Leitung (TN berichtete).
Jetzt hat der Rechtsprofessor auf Telegram ein Update gepostet. Darin schreibt er:
«Liebe Community!
Wer die Organisation ‹uniLinks› ist, weiß ich nicht, weil ich diese Leute nicht kenne. Sie ist NICHT identisch mit dem AStA.
Fest steht nur: Diese Leute stellen, wie auch der [Allgemeine Studierendenausschuss] AStA (siehe dazu meinen letzten Post), ihre persönliche Ideologie über das Interesse meiner Studenten.
Beim AStA ist das ganz besonders fatal, weil es sich hier um die rechtlich verfasste gesamtuniversitäre studentische Interessenvertretung handelt. Die Studenten zahlen Geld dafür, dass es den AStA gibt (das nennt sich Beitrag zur Verfassten Studierendenschaft). Und bekommen dafür keine Interessenvertretung, sondern nur Ideologie und Hetze geboten.
Die Blockade von ‹uniLinks› wird keinen Erfolg haben. Meine Veranstaltung wird stattfinden. Ich werde vor den selbsternannten Tugendwächtern keinen Millimeter zurückweichen. Punkt.
Herzliche Grüße
Ihr und Euer
Martin Schwab»
Zuvor (am Montag) hatte der 58-Jährige auf seinem Telegram-Kanal mitgeteilt, er werde den von der Uni abgesagten «Vortrag jetzt als eigene Veranstaltung ohne Beteiligung der Fachschaft anbieten». Seine Studenten seien bereits informiert worden. Und er fügte als Hintergrundinfo an:
«Die Absage-Mail war eine eigenmächtige Aktion der drei Fachschaftsvorsitzenden. Die anderen Fachschaftsmitglieder, namentlich jene, mit denen ich die Veranstaltung gemeinsam geplant hatte, wurden durch die Absage genauso überrumpelt wie ich.
Der AStA, die zentrale, also fakultätsübergreifende studentische Interessenvertretung, verteilt seit heute Hass-Flyer gegen mich auf dem Uni-Gelände. Diese Leute haben schon in der Corona-Zeit böse gegen mich gehetzt. Jetzt wollen sie verhindern, dass die Studenten erkennen, dass der wirkliche Martin Schwab ein ganz anderer Typ ist als das Zerrbild, das sie in ihrer Propaganda von mir zeichnen. Damit zeigt der AStA seine eigene hässliche totalitäre Fratze.»
Martin Schwab will abgesetzten Vortrag selbst anbieten – und attestiert AStA eine «hässliche totalitäre Fratze»
Die Uni Bielefeld setzte kürzlich einen Vortrag von dem Juristen Martin Schwab ab. Wie es hieß, sollten Schwabs außeruniversitäre Tätigkeiten mit den in der Uni-Satzung festgelegten Grundsätzen «unvereinbar» sein. Der 58-Jährige stand bereits 2022 unter Beschuss von AStA, einem sogenannten «Antifa»-Rechercheblog und Uni-Leitung (TN berichtete).
Jetzt hat der Rechtsprofessor auf Telegram ein Update gepostet. Darin schreibt er:
«Liebe Community!
Wer die Organisation ‹uniLinks› ist, weiß ich nicht, weil ich diese Leute nicht kenne. Sie ist NICHT identisch mit dem AStA.
Fest steht nur: Diese Leute stellen, wie auch der [Allgemeine Studierendenausschuss] AStA (siehe dazu meinen letzten Post), ihre persönliche Ideologie über das Interesse meiner Studenten.
Beim AStA ist das ganz besonders fatal, weil es sich hier um die rechtlich verfasste gesamtuniversitäre studentische Interessenvertretung handelt. Die Studenten zahlen Geld dafür, dass es den AStA gibt (das nennt sich Beitrag zur Verfassten Studierendenschaft). Und bekommen dafür keine Interessenvertretung, sondern nur Ideologie und Hetze geboten.
Die Blockade von ‹uniLinks› wird keinen Erfolg haben. Meine Veranstaltung wird stattfinden. Ich werde vor den selbsternannten Tugendwächtern keinen Millimeter zurückweichen. Punkt.
Herzliche Grüße
Ihr und Euer
Martin Schwab»
Zuvor (am Montag) hatte der 58-Jährige auf seinem Telegram-Kanal mitgeteilt, er werde den von der Uni abgesagten «Vortrag jetzt als eigene Veranstaltung ohne Beteiligung der Fachschaft anbieten». Seine Studenten seien bereits informiert worden. Und er fügte als Hintergrundinfo an:
«Die Absage-Mail war eine eigenmächtige Aktion der drei Fachschaftsvorsitzenden. Die anderen Fachschaftsmitglieder, namentlich jene, mit denen ich die Veranstaltung gemeinsam geplant hatte, wurden durch die Absage genauso überrumpelt wie ich.
Der AStA, die zentrale, also fakultätsübergreifende studentische Interessenvertretung, verteilt seit heute Hass-Flyer gegen mich auf dem Uni-Gelände. Diese Leute haben schon in der Corona-Zeit böse gegen mich gehetzt. Jetzt wollen sie verhindern, dass die Studenten erkennen, dass der wirkliche Martin Schwab ein ganz anderer Typ ist als das Zerrbild, das sie in ihrer Propaganda von mir zeichnen. Damit zeigt der AStA seine eigene hässliche totalitäre Fratze.»
multipolar: Christof Kuhbandner | Bild: Screenshot aus einem Interview mit Oval Media „Man verliert seinen Glauben in die Institutionen“
apolut: Kein Frieden für die Ukraine
Tages-Anzeiger: Zu Unrecht an Einreise gehindert Die Schweiz muss dem rechtsextremen Österreicher Martin Sellner 3000 Franken zahlen
Tages-Anzeiger: Angststörungen unter Kindern werden häufiger – Tageskliniken nehmen schon Fünfjährige auf
Nau.ch: Rund 20'000 Menschen demonstrieren in Lausanne gegen Sparmassnahmen
tkp: Versenkung der NATO – dank Ukraine Politik von Starmer, Macron und Merz
Studie: Nicht Videospiele, sondern Social-Media-Konsum verantwortlich für zunehmende Aufmerksamkeitsstörungen bei Teenagern
In einer Langzeitstudie der Karolinska Institutet und der Oregon Health & Science University wollte man herausfinden, ob bei Kindern und Jugendlichen ein Zusammenhang besteht zwischen der Nutzung sozialer Medien und zunehmenden Aufmerksamkeitsproblemen. Im Zentrum der Arbeit stand folgender Gedanke, den zwei der Autoren –Torkel Klingberg, Professor für kognitive Neurowissenschaften am Karolinska Institutet, und Samson Nivins, Postdoktorand am Frauen- und Kindergesundheit des Karolinska Institutet – in einem Beitrag für The Conversation wie folgt formulieren:
«Die digitale Revolution hat sich zu einem riesigen, ungeplanten Experiment entwickelt – und Kinder sind die am stärksten betroffenen Teilnehmer. Angesichts der weltweit steigenden Zahl von ADHS-Diagnosen stellt sich eine zentrale Frage: Könnte die zunehmende Nutzung digitaler Geräte eine Rolle dabei spielen?»
Über rund vier Jahre begleiteten die Forscher 8.324 Kinder im Alter von etwa neun bis zehn Jahren und befragten sie regelmäßig zu ihrem Mediennutzungsverhalten. Parallel bewerteten Eltern die Aufmerksamkeit und die Hyperaktivitäts-/Impulsivitäts-Symptome ihrer Kinder. Ergebnis: Die durchschnittliche Zeit, die die Kinder täglich auf Social-Media-Plattformen verbrachten, stieg im Untersuchungszeitraum deutlich an – von etwa 30 Minuten pro Tag zu Beginn bis zu rund 2,5 Stunden pro Tag im Alter von 13 Jahren. Gleichzeitig nahmen laut Elternberichten deutlicher werdende Zeichen von Unaufmerksamkeit zu. So hatten Kinder zunehmend Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, sich Aufgaben zu merken oder längere Zeit bei einer Sache zu bleiben.
«Interessanterweise zeigte sich dieser Effekt nicht bei Kindern, deren Bildschirmzeit vor allem aus Videospielen oder dem Schauen von Videos bestand», so Klingberg und Nivins, «also jenen Formen der digitalen Unterhaltung, die oftmals mit langen Aufmerksamkeitsspannen kombiniert werden.» Die Autoren weiter:
«Soziale Medien führen zu ständigen Ablenkungen und verhindern so, dass man sich einer Aufgabe längerfristig widmen kann. Wenn nicht die Nachrichten selbst ablenken, kann allein der Gedanke daran, ob eine Nachricht eingetroffen ist, bereits eine mentale Ablenkung darstellen. Diese Ablenkungen beeinträchtigen die Konzentration im Moment, und wenn sie über Monate oder Jahre anhalten, können sie auch langfristige Auswirkungen haben.
Gaming hingegen findet in begrenzten Sitzungen statt, nicht über den ganzen Tag verteilt, und erfordert eine ständige Konzentration auf jeweils eine Aufgabe.»
Die Befunde sind insofern bedeutsam, als sie nahelegen, dass Social-Media-Nutzung – anders als allgemeine «Screen Time» – mit realen Verschlechterungen der Aufmerksamkeit und potenziell mit Symptomen, die an ADHS erinnern, zusammenhängt. Gleichzeitig konnten Faktoren wie sozioökonomischer Hintergrund oder genetische ADHS-Anfälligkeit nicht als ausschlaggebend identifiziert werden – der Effekt zeigte sich unabhängig davon.
Damit wirft die Studie ein Schlaglicht auf ein grundsätzliches Problem: Es scheint nicht einfach die Menge der Bildschirmzeit zu sein, die problematisch ist – sondern die Art der digitalen Aktivität. Social Media mit ständigen Ablenkungen und Reizen könnte die Fähigkeit beeinträchtigen, sich über längere Zeiträume zu konzentrieren oder Aufgaben gründlich zu erledigen. Das hat nicht nur Folgen für schulische Leistungen, sondern auch für die kognitive Entwicklung Jugendlicher.
Ob die beobachteten Veränderungen langfristig bestehen bleiben oder ob ein Rückgang der Nutzung die Aufmerksamkeit wieder stabilisieren kann, ist aktuell noch unklar – dafür seien weitere Studien nötig. Doch die jetzigen Ergebnisse geben Anlass, Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen nicht als harmlos abzutun, sondern aufmerksam und kritisch zu betrachten. Die Autoren geben in diesem Zusammenhang auch zu bedenken:
«Der Anteil der Teenager, die angeben, ‹ständig online› zu sein, ist von 24 Prozent im Jahr 2015 auf 46 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass die Nutzung sozialer Medien von praktisch null auf etwa fünf Stunden pro Tag zugenommen hat, könnte dies einen wesentlichen Teil des Anstiegs der ADHS-Diagnosen in den letzten 15 Jahren erklären.»
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch eine Studie, die Anfang Januar im Journal of the American Medical Association (JAMA) erschienen war. Deren Ergebnis: Eine starke Social-Media-Nutzung – besonders von Facebook und TikTok – erhöht die emotionale Instabilität (TN berichtete).
Wie die Studie ergab, löst aktives Engagement wie häufiges Posten deutlich mehr Stress aus als passives Scrollen, und zwar indem es verstärkt dazu beiträgt, sich sozial zu vergleichen, in Online-Konflikte zu geraten und sich von externen Bestätigungen abhängig zu fühlen oder zu werden. Der Anblick von kuratierten, idealisierten Versionen des Lebens anderer Menschen schürt Unzufriedenheit und Ressentiments, was zu einer reizbareren und reaktionsfreudigeren Denkweise führt.
Dieser Effekt ist bei Nutzern, die häufig posten, besonders ausgeprägt, da sie sich möglicherweise unter Druck gesetzt fühlen, eine Online-Persönlichkeit aufrechtzuerhalten. Das verstärkt ihren emotionalen Stress dann noch.
Studie: Nicht Videospiele, sondern Socia-Media-Konsum verantwortlich für zunehmende Aufmerksamkeitsstörungen bei Teenagern
In einer Langzeitstudie der Karolinska Institutet und der Oregon Health & Science University wollte man herausfinden, ob bei Kindern und Jugendlichen ein Zusammenhang besteht zwischen der Nutzung sozialer Medien und zunehmenden Aufmerksamkeitsproblemen. Im Zentrum der Arbeit stand folgender Gedanke, den zwei der Autoren –Torkel Klingberg, Professor für kognitive Neurowissenschaften am Karolinska Institutet, und Samson Nivins, Postdoktorand am Frauen- und Kindergesundheit des Karolinska Institutet – in einem Beitrag für The Conversation wie folgt formulieren:
«Die digitale Revolution hat sich zu einem riesigen, ungeplanten Experiment entwickelt – und Kinder sind die am stärksten betroffenen Teilnehmer. Angesichts der weltweit steigenden Zahl von ADHS-Diagnosen stellt sich eine zentrale Frage: Könnte die zunehmende Nutzung digitaler Geräte eine Rolle dabei spielen?»
Über rund vier Jahre begleiteten die Forscher 8.324 Kinder im Alter von etwa neun bis zehn Jahren und befragten sie regelmäßig zu ihrem Mediennutzungsverhalten. Parallel bewerteten Eltern die Aufmerksamkeit und die Hyperaktivitäts-/Impulsivitäts-Symptome ihrer Kinder. Ergebnis: Die durchschnittliche Zeit, die die Kinder täglich auf Social-Media-Plattformen verbrachten, stieg im Untersuchungszeitraum deutlich an – von etwa 30 Minuten pro Tag zu Beginn bis zu rund 2,5 Stunden pro Tag im Alter von 13 Jahren. Gleichzeitig nahmen laut Elternberichten deutlicher werdende Zeichen von Unaufmerksamkeit zu. So hatten Kinder zunehmend Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, sich Aufgaben zu merken oder längere Zeit bei einer Sache zu bleiben.
«Interessanterweise zeigte sich dieser Effekt nicht bei Kindern, deren Bildschirmzeit vor allem aus Videospielen oder dem Schauen von Videos bestand», so Klingberg und Nivins, «also jenen Formen der digitalen Unterhaltung, die oftmals mit langen Aufmerksamkeitsspannen kombiniert werden.» Die Autoren weiter:
«Soziale Medien führen zu ständigen Ablenkungen und verhindern so, dass man sich einer Aufgabe längerfristig widmen kann. Wenn nicht die Nachrichten selbst ablenken, kann allein der Gedanke daran, ob eine Nachricht eingetroffen ist, bereits eine mentale Ablenkung darstellen. Diese Ablenkungen beeinträchtigen die Konzentration im Moment, und wenn sie über Monate oder Jahre anhalten, können sie auch langfristige Auswirkungen haben.
Gaming hingegen findet in begrenzten Sitzungen statt, nicht über den ganzen Tag verteilt, und erfordert eine ständige Konzentration auf jeweils eine Aufgabe.»
Die Befunde sind insofern bedeutsam, als sie nahelegen, dass Social-Media-Nutzung – anders als allgemeine «Screen Time» – mit realen Verschlechterungen der Aufmerksamkeit und potenziell mit Symptomen, die an ADHS erinnern, zusammenhängt. Gleichzeitig konnten Faktoren wie sozioökonomischer Hintergrund oder genetische ADHS-Anfälligkeit nicht als ausschlaggebend identifiziert werden – der Effekt zeigte sich unabhängig davon.
Damit wirft die Studie ein Schlaglicht auf ein grundsätzliches Problem: Es scheint nicht einfach die Menge der Bildschirmzeit zu sein, die problematisch ist – sondern die Art der digitalen Aktivität. Social Media mit ständigen Ablenkungen und Reizen könnte die Fähigkeit beeinträchtigen, sich über längere Zeiträume zu konzentrieren oder Aufgaben gründlich zu erledigen. Das hat nicht nur Folgen für schulische Leistungen, sondern auch für die kognitive Entwicklung Jugendlicher.
Ob die beobachteten Veränderungen langfristig bestehen bleiben oder ob ein Rückgang der Nutzung die Aufmerksamkeit wieder stabilisieren kann, ist aktuell noch unklar – dafür seien weitere Studien nötig. Doch die jetzigen Ergebnisse geben Anlass, Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen nicht als harmlos abzutun, sondern aufmerksam und kritisch zu betrachten. Die Autoren geben in diesem Zusammenhang auch zu bedenken:
«Der Anteil der Teenager, die angeben, ‹ständig online› zu sein, ist von 24 Prozent im Jahr 2015 auf 46 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass die Nutzung sozialer Medien von praktisch null auf etwa fünf Stunden pro Tag zugenommen hat, könnte dies einen wesentlichen Teil des Anstiegs der ADHS-Diagnosen in den letzten 15 Jahren erklären.»
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch eine Studie, die Anfang Januar im Journal of the American Medical Association (JAMA) erschienen war. Deren Ergebnis: Eine starke Social-Media-Nutzung – besonders von Facebook und TikTok – erhöht die emotionale Instabilität (TN berichtete).
Wie die Studie ergab, löst aktives Engagement wie häufiges Posten deutlich mehr Stress aus als passives Scrollen, und zwar indem es verstärkt dazu beiträgt, sich sozial zu vergleichen, in Online-Konflikte zu geraten und sich von externen Bestätigungen abhängig zu fühlen oder zu werden. Der Anblick von kuratierten, idealisierten Versionen des Lebens anderer Menschen schürt Unzufriedenheit und Ressentiments, was zu einer reizbareren und reaktionsfreudigeren Denkweise führt.
Dieser Effekt ist bei Nutzern, die häufig posten, besonders ausgeprägt, da sie sich möglicherweise unter Druck gesetzt fühlen, eine Online-Persönlichkeit aufrechtzuerhalten. Das verstärkt ihren emotionalen Stress dann noch.
Ukrainischer Nationalismus: Selenskyj lässt sich vor Nazi-Symbol der Waffen-SS-Division «Galizien» ablichten
«Slawa Ukraini», Heil Ukraine, ist der Gruß der ukrainischen Faschisten. Den schmetterten jetzt auch Staatschefs anderer Länder. Jubeln wir dem Faschismus zu, wenn wir der derzeitigen Ukraine zujubeln? Oder ist das nur russische Propaganda, wenn von der Entnazifizierung der Ukraine gesprochen wird?
Thomas Mayer liefert in seinem Buch «Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg» geschichtliche Daten und Belege des aktuellen Geschehens, die Licht ins Dunkle bringen (Transition News berichtete). Urteilen Sie selbst. Das Kapitel zum ukrainischen Nationalismus aus der Hörbuch-Fassung, gesprochen von mir, ist gratis online.
Die 1929 gegründete «Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN)» hatte zum Ziel, eine ethnisch reine und unabhängige Ukraine durch den bewaffneten Kampf zu erreichen. Bekanntester Führer der OUN war Stepan Bandera (1909 bis 1959). Er wird heute in der Ukraine mit Denkmälern, Märschen, Gedenkbriefmarken, Straßennamen und Museen verehrt.
Faschismus und Nationalismus waren für die ukrainischen Freiheitskämpfer zur Zeit des Zweiten Weltkrieges kein Unterschied. Und sind es auch heute nicht. Sie nennen sich Nationalisten. Sie kooperierten mit den Nazis und der Deutschen SS, weil sie darin die ethnische Reinigung der Ukraine von Juden, Polen und Russen erwarteten. Die OUN hatte eine maßgebliche Rolle bei der Umsetzung des Holocaust, der systematischen Tötung jüdischer Menschen, im Gebiet der heutigen Ukraine.
Die OUN machte im Juli 1941 den Auftakt zum Holocaust mit der ersten Massenerschießung von Juden in Lemberg. In den folgenden Jahren massakrierte die OUN neben den Juden auch polnische Bauern in der Westukraine und kämpfte gegen die Russen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Kampf der OUN gegen die sowjetische Vorherrschaft weiter, nun unterstützt von der CIA.
Der fanatische Russenhass ist den ukrainischen Nationalisten bis heute geblieben. Sie haben prägenden Einfluss auf die ukrainische Gesellschaft. In Ferienlagern werden achtjährige Kinder an der Kalaschnikow ausgebildet, um Russen zu töten. Ein Ausbilder, der bereits gegen die russischsprachige Bevölkerung in der Ostukraine gekämpft hat, erklärt: Wir schießen niemals auf Menschen. Aber Separatisten und aus Moskau kommende Besatzer betrachten wir nicht als Menschen. Er bezeichnete Russen wörtlich als «Untermenschen».
Allein im Gebiet Cherson fanden Angehörige der russischen Nationalgarde in Schulen und Bibliotheken über 200 Bücher und Broschüren, in denen die Ideologie des Neonazismus und Faschismus propagiert wurde, darunter Schriften von Bandera und Schuchewytsch. Diese Anführer des Befreiungskampfes waren mitverantwortlich für den Mord an 100.000 Polen – weil sie Polen sind – auf dem Gebiet der West-Ukraine. Geliefert hatte diese Schriften das ukrainische Ministerium für Bildung und Kultur.
Die Verfassung der Ukraine von 1996 schreibt fest:
«... die Bewahrung des Erbgutes des ukrainischen Volkes sind Pflicht des Staates.»
Das ist auf Deutsch: «Rassenhygiene». Ein Ausdruck aus der Nazizeit. Ethnische Reinheit. Wobei gar nicht klar ist, was ein «ukrainisches Volk» ist. Etwa 30 Prozent der Ukrainer sind ethnische Russen und weitere gehören anderen Ethnien an.
Indem die westukrainischen Nationalisten mit ihrem fanatischen Russenhass vom Westen gefördert wurden, konnte das Land gespalten werden. Durch die Demonstrationen auf dem Maidan-Platz und dem folgenden Regierungsputsch in Kiew kamen 2014 Anführer des «Rechten Blocks» und anderer Nachfolgeorganisationen der militanten Freiheitskämpfer aus der Nazizeit in Regierungspositionen. Eine der ersten Handlungen war die Einschränkung der russischen Sprache im öffentlichen Raum.
Die Bevölkerung in der Ost-Ukraine protestierte. Kiew begann den Krieg gegen die eigene Bevölkerung und schickte Panzer und Bomben. Die Krim und die zwei Donbass-Regionen, die unter Beschuss der ukrainischen Armee lagen, spalteten sich per Referendum von der Ukraine ab. Der Donbass-Krieg ging aber weiter und zog 2022 Russland in einen Krieg, der dem US-amerikanischen Ziel entsprach, Russland zu schwächen, wofür die Bevölkerung der Ukraine das «Bauernopfer» ist.
Die Grußformel «Slawa Ukraini» ist seit 1939 die Formel der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die sich den Fanatismus der Deutschen SS zu eigen machte. «Slawa Ukraini» wurde zum Schlachtruf auf den Euro-Maidan-Demonstrationen Anfang 2014. 2018 wurde «Slawa Ukraini, Slawa Herojam», «Heil Ukraine, Ruhm den Helden», verpflichtend als Grußformel in Armee und Polizei der Ukraine eingeführt. Der ukrainische Faschismus wurde Staatsräson.
Viele weitere Beispiele und Belege für den Nationalismus vorwiegend in der West-Ukraine und in der Kiewer Regierung schildert Thomas Mayer in diesem Kapitel und in anderen Kapiteln seines Buches «Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg». Unübersehbar wird damit, dass in unseren Mainstream-Medien der faschistische Nationalismus eines mittlerweile totalitären Staates Ukraine verharmlost und vertuscht wird, und dass wir ein Regime zum Verteidiger «unserer Werte» verklärt haben, das rassistisch ist.
***
Sie können das Gratis-Hörbuchkapitel «Nationalismus in der Ukraine» hier anhören: Youtube
Spotify
Audible
Apple Podcasts
Podbean
Das gesamte Hörbuch von Thomas Mayer «Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg – Um was es wirklich geht» dauert über 20 Stunden und kostet 22,95 Euro. Es ist in allen üblichen Hörbuchportalen erhältlich. Bei artus audio bekommt man das Buch für 10 Euro mit dem Gutscheincode «WIUK2025».
Hier gibt es weitere Infos zum Hörbuch.
Körperliche Aktivität im mittleren und höheren Alter kann Demenzrisiko um bis zu 45 % senken
Bewegung scheint nicht immer der goldene Weg zu sein, um persönliche Ziele zu erreichen. Wer zum Beispiel an Gewicht verlieren möchte, der sollte aufhorchen bei dem, was kürzlich im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde: dass Ernährung und nicht Bewegung der entscheidende Faktor ist, wenn es um Fettleibigkeit geht.
Allerdings kann offenbar regelmäßige körperliche Aktivität in der Lebensmitte und im höheren Erwachsenenalter das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, deutlich senken. Das jedenfalls zeigt eine neue Auswertung der Framingham Heart Study, deren Ergebnisse die Boston University School of Public Health veröffentlicht hat. Die Untersuchung basiert auf langjährigen Daten von mehr als 4.300 Personen, die zu Beginn keine Anzeichen einer Demenzerkrankung aufwiesen.
Besonders klar zeigt sich ein Zusammenhang in zwei Lebensphasen: zwischen 45 und 64 Jahren sowie ab 65 Jahren. Menschen, die sich in der Lebensmitte regelmäßig und moderat bis intensiv bewegten, wiesen ein um rund 41 Prozent niedrigeres späteres Demenzrisiko auf als sehr inaktive Gleichaltrige. Im höheren Alter war der Effekt sogar noch ausgeprägter: Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich ab 65 Jahren körperlich aktiv hielten, hatten ein um etwa 45 Prozent verringertes Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Moderate bis «schwere» körperliche Aktivitäten – also nicht nur gelegentliches «Spazierengehen», sondern Aktivitäten, die das Herz-Kreislauf-System mehr fordern – wirkten dabei besonders schützend.
Im Gegensatz dazu ließ sich für die frühe Erwachsenenphase zwischen 26 und 44 Jahren kein statistisch signifikanter Schutzeffekt nachweisen – möglicherweise, so die Forscher, weil der beobachtete Zeitraum nicht lang genug ist, um sehr langfristige Entwicklungen zuverlässig abzubilden.
Die Studienautorinnen und -autoren betonen, dass körperliche Aktivität gleich über mehrere Pfade zur Erhaltung der geistigen Gesundheit beitragen kann. Sie stärkt nachweislich die Struktur und Funktion des Gehirns, wirkt entzündungshemmend und kann Prozesse abschwächen, die typisch für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer sind. Hinzu kommen positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, den Blutdruck und den Stoffwechsel, die wiederum eng mit dem Demenzrisiko verknüpft sind.
Auch wenn die Aktivität im frühen Erwachsenenalter in dieser Studie keinen klaren Einfluss zeigte, verstehen die Forscher dies nicht als Hinweis darauf, dass Bewegung in jungen Jahren irrelevant sei. Vielmehr seien weitere Untersuchungen nötig, die Veränderungen der körperlichen Aktivität über den gesamten Lebenslauf hinweg erfassen. Klar ist jedoch: In der Lebensmitte und im höheren Alter scheint regelmäßige Bewegung ein besonders wirksamer Beitrag zur Demenzprävention zu sein – und damit eine der Maßnahmen, die sich vergleichsweise leicht in den Alltag integrieren lassen.
Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, was eine kürzlich in Nature Medicine veröffentlichte Arbeit aufzeigt, nämlich dass nur wenige tausend Schritte pro Tag Alzheimer verlangsamen helfen können. Menschen, auch wenn sie bereits frühe Anzeichen einer Alzheimer-Krankheit im Gehirn aufweisen, können demnach bereits von mäßiger körperlicher Aktivität profitieren.