Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
Transition News
Jeffrey Tucker enthüllt wahren Grund für Corona-Maßnahmen
Der Gründer und Präsident des Brownstone Institute, Jeffrey Tucker, hat in einem Gespräch mit der Bioinformatikerin Jessica Rose einige schockierende Informationen über die COVID-19-«Pandemie» enthüllt. Von hochrangigen Beamten der Arzneimittelbehörde FDA und der Gesundheitsbehörde NIH hat Tucker den wahren Zweck von Lockdowns und anderen Maßnahmen erfahren. Es sei darum gegangen, «den Eintritt der natürlichen Immunität zu verzögern, bis die Impfungen verfügbar waren».
Tucker räumte ein, dass dieser Vorwurf «wie eine wilde Verschwörungstheorie» klinge. Aber mehrere Quellen, die damals tatsächlich vor Ort waren und in den Behörden und Unternehmen arbeiteten, hätten ihn «zweifelsfrei» bestätigt.
Die Lockdowns, die kleine Unternehmen ruinierten. Die Schulschließungen, die die Leseleistungen der Kinder auf das Niveau von 1971 zurückwarfen. Plexiglasscheiben, Maskenpflicht, Ausgangssperren – nichts davon habe unserer Sicherheit gedient. «Es war genau das Gegenteil», wie Tucker es ausdrückt. Hier ein Auszug aus dem Gespräch:
«Wir alle haben unsere eigene Meinung zum schockierendsten Aspekt der COVID-Maßnahmen. Aber ich kann immer noch nicht fassen, dass mir hochrangige Beamte der FDA und der NIH sagten, ein Hauptgrund für Social Distancing, Lockdowns, Maskenpflicht, Plexiglasscheiben, Ausgangssperren und all das andere sei gewesen, den Aufbau einer natürlichen Immunität zu verzögern, den Anstieg der Seroprävalenz zu verzögern und die Endemie hinauszuzögern, bis die Impfstoffe verfügbar waren.
Es ging also nicht nur darum, dass all diese Taktiken, diese Art von Social-Engineering-Taktiken, uns schützen sollten. Nein, es war genau das Gegenteil. Es sollte uns daran hindern, eine natürliche Immunität gegen das Virus zu entwickeln.
Damit sie warten konnten, bis die Impfung verfügbar war. Damit die Impfung eingesetzt und an uns getestet werden konnte, um sich so den ganzen Ruhm für die Lösung des Problems einzuhandeln.
Das klingt nach einer wilden Verschwörungstheorie, aber genau das meinten sie mit ‹die Kurve abflachen›. Die Kurve abflachen bedeutete, das Leid zu verlängern, die Lösung hinauszuzögern. Und es klingt verrückt, bis man es von Leuten hört, die vor Ort waren, in den Behörden, in den Unternehmen, und das alles miterlebt haben.
Mehrere Quellen haben dies zweifelsfrei bestätigt: Das war der wahre Zweck der Schulschließungen, der Betriebsschließungen, der Ausgangssperren, der Reisebeschränkungen und all dem: den Zeitpunkt hinauszuzögern, an dem wir das Problem durch natürliche Exposition und die Stärkung des Immunsystems im Grunde gelöst hätten.»
Epstein-Ranch von katholischem Priester exorziert
2023 hat der Immobilienmagnat und ehemalige texanische Finanzminister Don Huffines die «Zorro Ranch» des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gekauft. Nun ließ seine Familie das Anwesen in New Mexico von einem traditionalistischen katholischen Priester exorzieren. Wie LifeSiteNews berichtet, erklärte Devin, der Sohn von Don Huffines:
«Wir flogen einen Exorzisten aus Ohio ein, einen Priester der lateinischen Messe, und es dauerte drei Tage, um jeden Teil des Anwesens zu exorzieren. Wir sind gläubige römische Katholiken. Der spirituelle Aspekt davon ist für uns real – Dämonen und Teufel.»
Der Exorzismus erschien der Familie notwendig, weil mehrere Frauen angegeben haben, dass sie auf der Ranch von Epstein sexuell missbraucht wurden. Devin Huffines ließ zudem wissen, dass einige Mitglieder seiner Familie zunächst davor zurückschreckten, die Ranch zu erwerben:
«Alle Mädchen und meine Mutter sagten absolut Nein. Auf keinen Fall. Du kannst das nicht machen. Es ist, weißt du, igitt.»
Die Zusicherung, dass das Geld aus dem Kauf den Opfern Epsteins zugutekommen würde, habe jedoch dazu beigetragen, ihre Bedenken zu zerstreuen.
Nach dem Kauf der «Zorro Ranch» hatte Don Huffines sie in «San Rafael Ranch» umbenannt. In einem Interview mit dem One America News Network hatte er mitgeteilt, dass er den Namen gewählt habe, weil der heilige Rafael als Engel der Heilung bekannt sei. Wörtlich bedeute der Name: «Gott heilt».
Nachdem die neue Eigentümerschaft im Februar 2026 von The New Mexican öffentlich gemacht worden war, kündigte die Familie Huffines an, aus der Ranch ein christliches Retreat-Zentrum machen zu wollen, mit «viel Licht, das in die Dunkelheit scheint». Das Zentrum soll «Hütten für Gebet und Fasten» sowie Möglichkeiten zum Angeln, Jagen, den Schießsport und zum Reiten umfassen. Die Huffines planen auch ein neues Eingangstor für die Ranch, auf dem stehen soll: «Alle sind willkommen, die im Namen des Herrn kommen.»
Wie LifeSiteNews informiert, hat das Justizministerium von New Mexico im Februar 2026 eine strafrechtliche Untersuchung wegen mutmaßlicher krimineller Aktivitäten auf der «Zorro Ranch» wieder aufgenommen und das Anwesen im März zwei Tage lang mit Zustimmung der Huffines durchsucht. 60 Ermittler hätten «den ganzen Ort auseinandergenommen» und dabei «Bodenradar, Wärmebilddrohnen, Leichenspürhunde und Wärmebildkameras in den Wänden» eingesetzt.
Palantirs wachsende Kundenliste im Nachrichten-Bereich
Daten sind das Geschäft unserer Zeit. Mit Blick auf die schwindelerregende Entwicklung und Verbreitung von künstlicher Intelligenz ist das leicht verständlich. Denn Daten sind die Grundlage dafür – je mehr, desto besser.
Auch Medienunternehmen sammeln zunehmend Daten über ihr Publikum und dessen Gewohnheiten. Für die Auswertung und Vermarktung dieser Daten nutzen offenbar immer mehr Firmen die Dienste des berühmt-berüchtigten US-Konzerns mit Geheimdienst-Wurzeln und besten Verbindungen zum Militär, Palantir.
Letzte Woche hat USA Today, der größte Zeitungsverlag des Landes, zu dem über 200 Lokalzeitungen gehören, seinen Investoren die Zusammenarbeit mit Palantir mitgeteilt. Man habe das Unternehmen von Peter Thiel und Alex Karp mit der Bearbeitung der über seine Leser gespeicherten Daten beauftragt. Der beschriebene Plan sehe vor, die Anonymität der Leser zu beenden, kommentiert Reclaim The Net.
Der Vorstandsvorsitzende und CEO, Mike Reed, skizzierte, wie man die Nutzer mit Hilfe von Palantir besser und schneller monetarisieren will. Hintergrund ist wohl auch sinkender Traffic von den Suchmaschinen her. Es gehe darum, die anonymen Interaktionen in bekannte Beziehungen und die Reichweite des Unternehmens in nachhaltige, höherwertige Umsätze zu verwandeln, so Reed:
«Jeder Besuch [der Website], jede Sitzung und jeder Moment der Aufmerksamkeit erzeugt ein Signal, und wenn wir diese Signale miteinander verknüpfen, werden sie zu verwertbaren Erkenntnissen.»
Zur logischen Frage nach dem Datenschutz habe USA Today erklärt, man halte die entsprechenden Gesetze ein und verlange dies auch von seinen Partnern. Ob die gewonnen Daten tatsächlich im Unternehmen verbleiben, steht derweil auf einem anderen Blatt. Wie Reclaim The Net anmerkt, sind nicht alle Details des Deals öffentlich.
Andere Verlage arbeiten zum Teil schon länger mit Palantir zusammen. Fox News erstellt auf diesem Wege zum Beispiel eigene KI-gestützte Werkzeuge für die Nachrichten-Redaktionen. Der Medienkonzern Thomson Reuters, zu dem die Nachrichtenagentur Reuters gehört, betreibt über seinen CLEAR genannten Datenpool selber ein Geschäft mit Daten. Laut 404 Media wurden daraus auch Personendaten an die US-amerikanische Immigrationsbehörde (ICE) geliefert, die nun möglicherweise Teil des von ICE genutzten Palantir-Systems seien.
Der Axel Springer Konzern, zu dem beispielsweise Bild, Welt, Politico, Business Insider und The Telegraph gehören, pusht in Partnerschaft mit Palantir «datengetriebenen Journalismus». Palantir gibt an, dass seine Software dem deutschen Konzern «detaillierte Einblicke in das Leseverhalten, die Werbewirkung und die Abonnementmodelle» ermöglicht habe.
Eine solche Zusammenarbeit ist an sich kein Hinweis auf eine inhaltliche Einflussnahme. Allerdings gibt es auch personelle Verflechtungen. So saß Palantir-CEO Alex Karp von 2018 bis 2020 im Ausichtsrat der Axel Springer SE.
Der Journalist Alexander Wallasch spricht von einem «Springer-Palantir-Komplex». Die zunehmende Vernetzung werde seitens Springer nicht transparent gemacht. Im Zusammenhang von Bundeswehr, NATO und Ukraine kritisiert er ein «unheiliges Zusammenspiel von Medienmacht und Rüstungsinteressen». Ein Beispiel sei ein Artikel in der Welt, in der Karp sogar für den Einsatz von Palantir-Software bei der Bundeswehr werben durfte, ohne die Verbindung zu benennen.
Über 388 Millionen Christen sind schwerer Verfolgung ausgesetzt
Die Organisation Open Doors hat ihren Weltverfolgungsindex 2026 veröffentlicht. Darin dokumentiert sie, dass Christen zunehmend schwerer Verfolgung ausgesetzt sind. Die Zahlen sind erschreckend: Über 388 Millionen Christen sind mittlerweile schwerer Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.
Wie der Journalist Peter Sweden auf seinem Substack The Freedom Corner berichtet, ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um acht Millionen gestiegen. Das bedeute, dass weltweit etwa jeder siebte Christ aufgrund seines Glaubens starker Verfolgung ausgesetzt sei. In 81 Ländern würden Christen stark, sehr stark oder extrem verfolgt. Sweden schreibt:
«Ist Ihnen bewusst, was das bedeutet? Wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dass in fast der Hälfte aller Länder der Erde Christen starker Verfolgung ausgesetzt sind.»
Man müsse sich fragen, warum darüber nicht überall in den Medien berichtet werde, betont Sweden. Denn zudem seien 25.794 Häuser, Geschäfte, Unternehmen oder andere Immobilien von Christen und 3.632 Kirchen und andere öffentliche christliche Einrichtungen angegriffen worden. 224.129 Christen seien aufgrund von Verfolgung gezwungen gewesen, ihre Heimat zu verlassen oder sich in ihrem Land zu verstecken.
In Nigeria beispielsweise hätten zahlreiche Christen vor Angriffen von Islamisten fliehen müssen. Es gebe auch die sogenannte Vertreibung von Konvertiten aus ihren Gemeinschaften. Dabei werden christliche Konvertiten von Familienmitgliedern oder Dorfältesten aufgrund ihres Glaubens aus ihren Dörfern oder Häusern vertrieben.
Berichten zufolge ist dies in Laos weit verbreitet. Christen werden dort oft vor die Wahl gestellt, ihrem Glauben abzuschwören oder das Land zu verlassen. Häufig zerstört man auch ihre Häuser. Erst im Juni hat Open Doors über die Vertreibung christlicher Familien in Laos berichtet, weil sie zum Christentum konvertiert waren.
Aber auch im Westen kommt es immer häufiger vor, dass Christen verfolgt werden. In Großbritannien wurden bereits Menschen verhaftet, nur weil sie predigten. Ein älterer Pastor wurde wegen Predigens sogar verurteilt. Er hatte lediglich einen Sonntagsgottesdienst unter freiem Himmel abgehalten, der als «falsch» erachtet wurde.
Sweden erinnert auch an die Christenverfolgung in der Sowjetunion. In der linksextremen Ideologie sei der Atheismus Staatsreligion. Der Staat sei ihr Gott und solle die Menschheit uneingeschränkt beherrschen. Es sei an der Zeit, die Welt über die schreckliche Verfolgung aufzuklären, die Christen nicht nur heute, sondern auch in den letzten 2000 Jahren erlitten hätten, resümiert der Journalist.
Laut Sweden wurde die Organisation Open Door von einem Mann gegründet, der für den Schmuggel von Bibeln in die Sowjetunion bekannt war.
Apulien widersetzt sich Bill Gates' Luxusresort
In Ostuni in der italienischen Region Apulien plant der vermeintliche Philanthrop Bill Gates zusammen mit der israelischen Investmentgruppe Omnam und der Hotelkette Four Seasons seit 2021 ein riesiges Luxusresort im Wert von 100 Millionen Euro: 49 Gebäude, 150 Zimmer, Restaurants, Bars, Schwimmbäder, einen Beachclub, ein Spa und Veranstaltungsräume.
Trotz einer Reihe kritischer Stellungnahmen konnte das Projekt vorangetrieben werden, weil das Gebiet in eine von der Regierung im Jahr 2024 eingeführte «einheitliche Sonderwirtschaftszone» fällt, die Investitionen einem vereinfachten Genehmigungsverfahren unterwirft. Dennoch hatte die Regierung von Giorgia Meloni beschlossen, die Angelegenheit an die Region Apulien weiterzuleiten.
Lokale Bürgerinitiativen und Umweltverbände befürchten Umweltschäden und stellen sich gegen das Projekt (wir berichteten). Ihnen zufolge befinden sich in dem betroffenen Gebiet geschützte Arten, Zugvögel und natürliche Lebensräume, die selbst laut der Denkmalschutzbehörde «irreversible Veränderungen» riskieren. Die Verbände haben deshalb Berufung eingelegt. Sie erachten den Bau des Resorts als rechtswidrig.
Auf Widerstand stößt allerdings auch die Beteiligung der israelischen Firma. So ist die Rede von einer «israelischen Kolonisierung Apuliens» – mit dem Hinweis, «antizionistisch» und nicht «antisemitisch» zu sein.
Schließlich versammelten sich hunderte Menschen zu einem friedlichen Protest auf dem betroffenen Gelände (wir berichteten).
Nun hat auch die Region Apulien eingelenkt und beim Verwaltungsgericht Lecce Berufung eingelegt, um den Bau des Luxus-Megaresorts zu verhindern, wie L'Indipendente mitteilt. Die Region beanstande die Anwendung einer Bewilligung im Rahmen einer Sonderwirtschaftszone. Sie mache geltend, dass diese genutzt wurde, um eine städtebauliche Änderung durchzusetzen. Dabei seien die üblichen Kontrollen umgangen und die Projektprüfung fragmentiert worden. Zudem weise sie auf gravierende Mängel bei der für den Komplex vorgesehenen Straßen- und Netzinfrastruktur hin.
Neue EU-Verpackungsordnung: weltfremd, impraktikabel und geschäftsschädigend
Offiziell hat sich die EU-Kommission dem Bürokratieabbau verschrieben. Doch während einige Gesetze vereinfacht oder entkernt werden – vor allem beim «Green Deal» –, erlässt Ursula von der Leyens Behörde ständig neue, noch kompliziertere Regeln. Am Mittwoch ist nun die neue Verpackungsverordnung in Kraft getreten, die angeblich dafür sorgen soll, dass es weniger Verpackungsmüll gibt.
Doch letztendlich schadet diese neue Regel vor allem kleinen Unternehmern, die ihre Waren in andere EU-Länder versenden. Die Verordnung ist so weltfremd, impraktikabel und geschäftsschädigend, dass selbst ein hochrangiger EU-Beamter gegenüber der Welt schon offen empfohlen hat, sie zu ignorieren. Auch heißt es, die EU arbeite bereits an Änderungen.
Hintergrund: Wer verpackte Waren in andere EU-Länder verkauft, muss dort ab sofort die Verpackungen registrieren und die jeweiligen Vorschriften erfüllen. Zusätzlich müssen die Händler in vielen Zielländern einen Bevollmächtigten benennen, der überwacht, ob die Regeln eingehalten werden. Für Betriebe bedeutet das zusätzliche Gebühren, Meldungen und Papierkram.
Vor allem für kleine Händler wird die Verordnung zu einem riesigen Problem. Denn die Kosten sind gleich hoch, egal ob ein Unternehmen tausende Pakete verschickt oder nur ein paar im Jahr.
Lost in Europe ist der Meinung, dass Brüssel mit dieser neuen Regel den Vogel abgeschossen hat. Das Portal schreibt:
«Die von-der-Leyen-Behörde schafft nicht nur neue Bürokratie, die kleine Versandhändler entmutigt und manch einen zur Aufgabe zwingt. Sie kommt auch mit der kaum verhohlenen Empfehlung, allzu übergriffige Regeln kurzerhand zu ignorieren! Die im Gesetz vorgesehenen Bevollmächtigten könne man sich sparen, heißt es in Brüssel. Zudem sollten die EU-Staaten vorerst darauf verzichten, Verstöße zu ahnden. Wie bitte? Liegt Brüssel nun in Schilda? Wenn das Gesetz nichts taugt, sollte die EU-Kommission es zurückziehen, Punkt!»
Gut, dass Cassis dagegenhält
Der Schweizer Außenminister, Bundesrat Ignazio Cassis (FDP/Tessin), hat mit seiner nüchternen Reaktion auf Vorstöße gegen «Desinformation» im Parlament einen bemerkenswert vernünftigen Punkt getroffen. Die Schweizer Bevölkerung sei «reif und intelligent genug», um Äußerungen einzuordnen, sagte er am Dienstag. Solange eine Quelle transparent sei, gehöre das zur politischen Auseinandersetzung.
Im Parlament ist die Tonlage deutlich schärfer. Mitte-Ständerätin Marianne Binder verlangt eine Protestnote des Bundesrats und notfalls die Einbestellung des russischen Botschafters. SP-Nationalrat David Roth wiederum will überprüfen lassen, ob die 2024 beschlossenen Maßnahmen gegen ausländische Einflussnahme überhaupt wirken. Weitere Vorstöße verlangen eine stärkere Strategie gegen Desinformation.
Natürlich muss sich die Schweiz gegen gezielte ausländische Manipulation wehren – falls es denn eine solche gibt. Ein Staat, der versucht, demokratische Prozesse eines anderen Landes zu beeinflussen, verdient Widerspruch.
Doch genau hier beginnt die journalistische Verantwortung. Wenn das russische Außenministerium die Schweizer Neutralität kritisiert, ist das zunächst einmal eine politische Äußerung des russischen Außenministeriums. Wenn die russische Plattform RT über die Neutralitätsinitiative berichtet, ist das nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die Initiative im Sinne Russlands und nicht der Schweiz, also eine «Pro-Putin-Initiative» ist – wie die Gegner behaupten. Und wenn die russische Botschaft behauptet, ein Ja zur Initiative würde eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland bedeuten, sollte eine Redaktion diese Behauptung nicht einfach durch die bloße Wiederholung zum dominierenden Bestandteil ihrer eigenen Berichterstattung machen. Abgesehen davon, dass es nicht genau stimmt: Die Schweiz müsste die Sanktionen auf den «courant normal» zurückfahren. Umgehungsgeschäfte dürfte sie nicht erlauben.
Denn Desinformation funktioniert nicht nur durch Erfindung. Sie funktioniert auch durch Verstärkung. Ein Satz aus Moskau wird zur Schlagzeile, die Schlagzeile zum Social-Media-Post, der Post zur politischen Empörung – und am Ende diskutiert die Schweiz vor allem über die russische Erzählung statt über den eigentlichen Abstimmungsgegenstand. So kann der Kampf gegen Propaganda paradoxerweise zu ihrem besten Verbreitungsinstrument werden.
Das ist der blinde Fleck in der aktuellen Debatte. Politikerinnen und Politiker fordern mehr Schutz vor ausländischer Einflussnahme. Gleichzeitig muss sich der Schweizer Journalismus fragen, ob er in Sachen Neutralitätsinitiative nicht selber manipuliert (siehe hier, weitere Links im Beitrag).
Besonders fragwürdig ist es, aus der Berichterstattung russischer Staatsmedien vorschnell politische Schlussfolgerungen über die Neutralitätsinitiative abzuleiten. Dass Moskau eine bestimmte Position bevorzugt, sagt zunächst etwas über Moskau aus, nicht zwingend über die Motive all jener Schweizerinnen und Schweizer, die diese Position vertreten.
Eine demokratische Debatte wird nicht dadurch sauberer, dass man eine unliebsame Position mit dem Etikett «russisch» versieht. Und sie wird schon gar nicht dadurch besser, dass Medien russische Aussagen prominent verbreiten, nur um anschließend vor ihnen zu warnen.
Cassis liegt deshalb mit seiner Gelassenheit näher an einem aufgeklärten Umgang mit Propaganda als jene, die nach jeder russischen Intervention reflexartig nach dem nächsten diplomatischen Protest verlangen. Transparenz, Einordnung und Medienkompetenz sind nicht Naivität. Sie sind demokratische Abwehrmechanismen.
Die Schweiz braucht Medien, die nicht jede russische Provokation zum nationalen Aufreger machen, sie braucht Medien, die unabhängig berichten und nicht manipulieren. Das tut aber insbesondere Adrian Schmid auf der Tamedia-Plattform (siehe verlinkter Artikel und weitere Links im Beitrag).
Spanien nimmt Atomausstieg zurück
Schon nach dem spanischen Blackout im April 2025, bei dem viele Indizien darauf hindeuteten, dass er von der links-sozialistischen Regierung rund um Pedro Sánchez bewusst herbeigeführt wurde, hatten wir prophezeit, dass Spanien zur Atomenergie zurückkehren könnte. Und genau das ist jetzt eingetreten: Das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung hat am Freitag offiziell die Verlängerung der Betriebsgenehmigung des Kernkraftwerks Almaraz bestätigt.
Eigentlich sollte das Atomkraftwerk 2027/2028 stillgelegt werden, doch jetzt darf es seinen Betrieb bis Juni 2030 fortsetzen. Zuvor hatte der Rat für nukleare Sicherheit im Juli 2026 eine positive Stellungnahme abgegeben. Die Genehmigung sei an die strikte Einhaltung der Sicherheitsgrenzwerte und -bedingungen sowie an die Umsetzung eines Verbesserungsplans gebunden, der aus den Sicherheitsüberprüfungen hervorgegangen sei, berichten spanische Medien.
Die Regierung, die sich zuvor mit großen Worten für den angeblich geplanten Nuklear-Ausstieg gefeiert und den Ausbau der erneuerbaren Energien ohne irgendwelche Umweltauflagen vorangetrieben hat, begründet diese Verlängerung nun mit mehreren strategischen Säulen. Die erste ist die internationale Instabilität: Die Krise im Nahen Osten habe zu einer großen Volatilität bei den Brennstoffpreisen geführt. Daher ist die Sánchez-Regierung der Ansicht, dass der Weiterbetrieb von Almaraz dazu beitrage, die Anfälligkeit des spanischen Stromsystems gegenüber diesen Schwankungen der internationalen Preise zu begrenzen.
Der nächste Aspekt betrifft «die begrenzten Auswirkungen» auf erneuerbare Energien. Den Sensitivitätsanalysen zufolge werde die Fortführung des Kernkraftwerks nur «geringfügige» Auswirkungen auf die Ziele des Landes bei der erneuerbaren Stromerzeugung haben; für 2030 werde lediglich ein Rückgang von 1,4 Prozent geschätzt. Als dritter Grund wird die Gewährleistung der Versorgungssicherheit angeführt. Die Regierung geht davon aus, dass diese Verlängerung dem Stromsystem in einem von globaler Unsicherheit geprägten Umfeld Stabilität verleihen wird.
Die mögliche endgültige Schließung des spanischen Kernkraftwerksparks wurde nun auf das Jahr 2035 festgelegt.
Lesen Sie hier, warum die Rückkehr zur Atomenergie in Spanien keine Überraschung ist, sondern eher nach einem abgekarteten Spiel aussieht. Erfahren Sie auch, welche Rolle das Weltwirtschaftsforum (WEF), Bill Gates und Ursula von der Leyens EU-Kommission dabei gespielt haben.
Ehemaliger Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden
Jason Arday, der farbige Cambridge-Professor, der letzte Woche zurücktrat, nachdem Zweifel an seiner akademischen Qualifikation und seinem Lebenslauf aufkamen, wurde heute Nachmittag in London tot aufgefunden. Arday war 41, er hinterlässt Debbie McKenzie, seine Ehefrau, und ihre beiden Kinder. Die Todesursache ist laut britischen Medien noch nicht bekannt, aber die Polizei habe sie «als nicht verdächtig» bezeichnet.
Im Jahr 2022 ernannte Cambridge, eine der renommiertesten Universitäten der Welt, Arday zum jüngsten schwarzen Professor in seiner Geschichte. Seine Einstellung erfolgte trotz einer äußerst dünnen akademischen Bilanz und bizarrer biografischer Behauptungen, darunter, dass er bis zum Alter von elf Jahren nicht sprechen und bis 18 nicht lesen konnte. Auch soll er behauptet haben, autistisch und epileptisch zu sein und früher als Profifußballer gespielt zu haben.
Doch die bevorstehende Veröffentlichung von Ardays Memoiren, die, wie der US-Journalist Alex Berenson berichtet, am Dienstag in den Vereinigten Staaten erschienen, führte zu einer erneuten Überprüfung sowohl seiner biografischen Behauptungen als auch seiner Arbeit. Diese war laut automatisierten Prüfern offenbar in großem Umfang plagiiert worden.
Zudem soll er auf seiner offiziellen Biografieseite der Universität Cambridge angeblich fälschlicherweise behauptet haben, drei Positionen an akademischen Einrichtungen – der Ohio State University, der University of Glasgow und der Durham University – innegehabt zu haben.
Nachdem Arday die Angriffe zunächst kurzzeitig dem Rassismus zugeschrieben hatte, trat er zurück und wurde zum Paradebeispiel für die Probleme bei den ideologischen Bemühungen um mehr Vielfalt im Hochschulwesen – selbst auf Kosten sinkender akademischer Standards.
Am Mittwoch hatte die Cambridge-Universität angekündigt, sie werde die Umstände rund um Ardays Ernennung durch die Fakultät für Erziehungswissenschaften und seine Zeit in Cambridge seit seiner Ernennung vor fast vier Jahren untersuchen.
US-Botschafter in Israel: Palästinensische Familien von israelischen «Terroristen» belagert
Wenn jemand, der für seine pro-israelische Haltung und seine Unterstützung der Siedlerbewegung bekannt ist, ebendiese israelischen Siedler als «Terroristen» bezeichnet, muss die Lage wohl ernst sein. Genau das hat der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, getan. Wie RT berichtet, meinte er damit Siedler, die seit Tagen drei palästinensische Familien in ihren Häusern im Westjordanland belagern.
Dem Portal zufolge betrifft die Belagerung mehrere Grundstücke, darunter eines, das einer Person mit doppelter US-israelischer Staatsbürgerschaft gehört.
Nach Angaben der UNO begann die Blockade im Dorf Qusra am vergangenen Sonntag. Demach sitzen nun etwa 15 Palästinenser, darunter mindestens zwei Kinder, in ihren Häusern fest, ohne Zugang zu Strom oder Wasserversorgung. Diese seien von den Siedlern gekappt worden. Laut RT besteht zudem der Verdacht, dass den Palästinensern die Lebensmittel- und Medikamentenvorräte ausgehen. Die UN spricht von einem «neuen Tiefpunkt»
Auf X widersprach Huckabee Behauptungen, wonach die US-Botschaft nichts dagegen tue. Die US-Diplomaten seien sogar «sehr stark involviert». Er ergänzte:
«Die [israelische Armee] IDF sowie die israelische Polizei sind auf unsere Bitte hin eingeschritten, um die israelischen Terroristen, die dies tun, zu entfernen. Das Vorgehen derjenigen, die dies am Haus dieser Familie verüben, ist kriminell. Das Weiße Haus hat nicht ‹eingegriffen›, weil wir Washington bereits über die Situation auf dem Laufenden gehalten haben. Das Vorgehen derjenigen, die diesen schrecklichen Terrorakt begangen haben, um diese Familie einzuschüchtern und zu schikanieren, ist abscheulich. Es gibt keine Entschuldigung für solch kriminelles Verhalten.»
Gemäß RT gab die IDF am Donnerstag an, ihre Truppen hätten «zwei illegale Außenposten» geräumt, die von den Siedlern am Rande der Gebiete Qusra und Jalud errichtet worden waren, und dabei einen Israeli festgenommen. Zudem würden ihre Truppen «Verteidigungsmissionen und Patrouillen in dem Gebiet durchführen, um die Sicherheit zu gewährleisten und das Gebiet zu schützen».
Die Belagerung scheint laut dem Portal jedoch unvermindert anzudauern. So würden Siedler das südlich der Stadt Nablus gelegene Dorf weiterhin überrennen.
RT erinnert daran, dass die israelische Regierung Mitte Juli 1,3 Milliarden Schekel (431 Millionen Dollar) für die Errichtung von 34 neuen Siedlungen im Westjordanland bereitstellte. Dies, trotz wachsender Kritik an ihrer Expansionspolitik seitens der UNO, arabischer Staaten und vieler EU-Mitgliedstaaten.
Das Portal weist auch darauf hin, dass die Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im Westjordanland seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023, der einen großen Konflikt im Gazastreifen auslöste, zugenommen hat.
Charlotte Dubenskij von RT reiste nach Qusra, konnte jedoch die belagerten palästinensischen Häuser nicht erreichen, da israelische Siedler ihr Team schikanierten. Und das, obwohl sie eine Genehmigung von der IDF erhalten hatte. Oben finden Sie den vollständigen Video-Bericht des russischen Portals aus der Region.
Ukrainische Luftabwehr befindet sich in einem verheerenden Zustand
Am Donnerstag meldete Swissinfo, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die USA um fünf Prozent ihrer Patriot-Abfangraketen gebeten hat. Die Lage scheint in der Tat prekär zu sein. So erklärte der chinesische Militärexperte Qiu Shiqing gegenüber Sputnik, dass die Ukraine aufgrund eines akuten Mangels an Patriot-Abfangraketen gezwungen sei, Prioritäten zu setzen und «auf die Abwehr von Zielen zu verzichten, die als nicht entscheidend wichtig erachtet werden».
Er verweist auf vernichtende Zahlen, wie beispielsweise die Tatsache, dass die von den USA gelieferten Patriot-Luftabwehrsysteme der Ukraine während der Angriffe vom 1. August, bei denen Transport- und Logistikzentren für die Lagerung von Waffen und militärischer Fracht schwer getroffen wurden, keine einzige russische ballistische Rakete abfangen konnten.
Nach Ansicht des Experten führt dieses kalkulierte Risiko zu direkten Treffern auf die ukrainischen Stromnetze, Eisenbahnstrecken und Seehäfen – Systeme, die ohnehin schon am Rande ihrer Kapazitäten laufen.
Regionale Stromausfälle breiten sich aus, die Infrastruktur bricht zusammen, und sollte sich die Lage weiter verschlechtern, «sehen die Aussichten für die Ukraine für den kommenden Winter düster aus», stellt der Analyst fest.
Shiqing zufolge ist es angesichts der derzeitigen Produktionsraten von Patriot-Abfangraketen und der Tatsache, dass die USA der Auffüllung ihrer eigenen Bestände Vorrang einräumen, unwahrscheinlich, dass die Ukraine entweder von den USA oder aus Europa genügend Abfangraketen erhalten wird.
Dabei soll daran erinnert werden, dass US-Präsident Donald Trump gegenüber Selenskyj im Juli beim NATO-Gipfel in Ankara eine Lizenz in Aussicht gestellt hatte, damit die Ukraine künftig selbst Patriots herstellen kann. Wie der Focus berichtet, relativierte Trump seine Zusage später. Anfang August habe Selenskyj hingegen erklärt, sich diesbezüglich mit dem US-Präsidenten geeinigt zu haben. Es liege gegenwärtig jedoch keine entsprechende offizielle Bestätigung aus Washington vor. So oder so, würde der Aufbau Jahre dauern. Laut dem Focus fürchten US-Firmen zudem die Konkurrenz, da die Ukraine Patriots schneller und günstiger bauen könnte.
Freihandelsabkommen Mercosur: EU stoppt Rindfleisch aus Brasilien
Das EU-Handelsabkommen Mercosur mit den Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay hat Anfang 2026 zu vehementen Protesten bei europäischen Landwirten geführt. Diese sahen ihre Existenzgrundlage gefährdet, zudem kritisierten sie, dass die Lebensmittelsicherheit in den Mercosur-Ländern nicht gewährleistet sei, die Gesundheit der Verbraucher werde gefährdet. Auch wurde bemängelt, dass das Abkommen vor allem deutschen Exportinteressen diene (wir berichteten hier, hier und hier).
Und obwohl das EU-Parlament im Januar eine Überprüfung des Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof erwirkt hatte, setzte die EU-Kommission das umstrittene Abkommen über den Mechanismus der vorläufigen Anwendung um, wodurch die Entscheidung des EU-Parlaments umgangen und die Zölle im Handel zwischen beiden Regionen ab Mai abgeschafft werden konnten.
Im Mai hatte die EU ihren Markt im Zuge des Vertrags auch für südamerikanisches Rindfleisch geöffnet. Doch ab dem 3. September sollen Lieferungen aus Brasilien nun vorerst nicht mehr in die EU gelangen. Der Grund sind neue Vorgaben für den Einsatz bestimmter antimikrobieller Mittel bei Tieren.
Drittstaaten müssen demnächst nachweisen, dass Tiere, deren Fleisch in die EU gelangt, nicht mit antimikrobiellen Mitteln zur Wachstumsförderung behandelt wurden und auch keine Mittel erhielten, die in der EU für bestimmte Behandlungen beim Menschen reserviert sind.
Brasilien muss nun Maßnahmen ergreifen, um die Auflagen der EU zu erfüllen. Wann dieser Prozess abgeschlossen werden kann, ist laut EU noch nicht absehbar. Denn es könnten Gesetzesänderungen oder zusätzliche Kontrollen notwendig sein. Zum anderen spielten die Produktionszyklen der Tiere eine Rolle.
Dass ein Ausfall Brasiliens für den europäischen Markt relevant sein könnte, zeigen Zahlen der Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission. Demnach importierte die EU im Jahr 2025 rund 119.600 Tonnen Rindfleisch und lebende Rinder in Schlachtkörperäquivalent aus Brasilien. Das entsprach 26,5 Prozent aller entsprechenden Einfuhren aus Drittstaaten.
Auch 2026 blieb Brasilien ein wichtiger Lieferant. In den ersten drei Monaten kamen nach Angaben der EU-Kommission rund 26.200 Tonnen aus dem Land. Damit entfielen knapp 27 Prozent der EU-Einfuhren auf Brasilien.
Moskau geht gegen westliche Helfer der Ukraine vor
Russland will seine Angriffe auf die Unterstützer der Ukraine verschärfen. Das kündigte der Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender Vesti an, wie die Welt berichtet. Die Methoden sollen demnach verschärft werden.
Ins Visier genommen werden Orte im Westen, die der ukrainischen «Kriegsmaschinerie» dienen. Lawrow wandte sich vor allem an die Europäische Union (EU). Brüssel habe einen sehr gefährlichen Weg eingeschlagen, betonte der russische Außenminister. Nach seinen Worten maßt sich die EU das Recht an, Schiffe, die es als unerwünscht erachtet, als Teil einer sogenannten Schattenflotte zu bezeichnen.
Lawrow warf ihr in diesem Zusammenhang ein «überhöhtes Selbstbewusstsein» vor. Dieses sei für alle europäischen Eliten charakteristisch, die heute die Macht innehätten. Der Außenminister sieht darin den Grund, warum mehrere westliche Staaten gegen das Völkerrecht verstoßen. Er bezog sich dabei auf Maßnahmen, mit denen Staaten wie Großbritannien, Frankreich oder Schweden für Russland fahrende Öltanker kurzzeitig festsetzen. Begründet wird dies mit einer angeblichen Sanktionsumgehung.
Das BSW schärft sein Profil kurz vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland
Kurz vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland hat die BSW-Vorsitzende Mohamed Ali eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Die Partei sei programmatisch sehr weit weg vom BSW, sagte sie im Deutschlandfunk. Gleichzeitig kritisierte sie die Brandmauer-Politik der Altparteien. Diese sei gescheitert und habe der AfD zu hohen Umfragewerten verholfen.
Ali hatte zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Fabio De Masi und Parteigründerin Sahra Wagenknecht überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch gebracht. Diese sollten unter Einbindung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren.
Im Hinblick auf Thüringen haben die BSW-Bundesvorsitzenden den dortigen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum Rücktritt aufgefordert und den eigenen Verband in dem ostdeutschen Bundesland dazu ermutigt, ihm die Unterstützung zu entziehen. Wagenknecht, Ali und De Masi kritisieren seit längerem den BSW-Landesverband Thüringen, weil dieser eine Regierungskoalition mit CDU und SPD eingegangen ist.
Das BSW schärft sein Profil kurz vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland
Kurz vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland hat die BSW-Vorsitzende Mohamed Ali eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Die Partei sei programmatisch sehr weit weg vom BSW, sagte sie im Deutschlandfunk. Gleichzeitig kritisierte sie die Brandmauer-Politik der Altparteien. Diese sei gescheitert und habe der AfD zu hohen Umfragewerten verholfen.
Ali hatte zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Fabio De Masi und Parteigründerin Sahra Wagenknecht überparteiliche Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch gebracht. Diese sollten unter Einbindung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren.
Im Hinblick auf Thüringen haben die BSW-Bundesvorsitzenden den dortigen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) zum Rücktritt aufgefordert und den eigenen Verband in dem ostdeutschen Bundesland dazu ermutigt, ihm die Unterstützung zu entziehen. Wagenknecht, Ali und De Masi kritisieren seit längerem den BSW-Landesverband Thüringen, weil dieser eine Regierungskoalition mit CDU und SPD eingegangen ist.
Betrugsvorwürfe gegen Gates-Tochter
Im April 2025 brachten Bill Gates' Tochter Phoebe Gates und Sophia Kianni die KI-gestützte Shopping-Erweiterung Phia auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen digitalen Einkaufsassistenten, der dabei hilft, Schnäppchen zu finden und Preise zu vergleichen. Die App war darauf ausgelegt, durch Affiliate-Provisionen Einnahmen zu erzielen, wenn Nutzer auf die darin enthaltenen Shopping-Links klickten.
Interne Mitteilungen und eine Untersuchung von Bloomberg deckten jedoch auf, dass die Erweiterung heimlich «Cookie-Stuffing» betrieb. Das bedeutet, dass Tracking-Cookies automatisch in die Browser der Nutzer eingefügt wurden, ohne deren Zustimmung, um sich unrechtmäßig Verkaufszahlen bei großen Einzelhändlern wie Nike, Gap und Nordstrom anzurechnen und somit Provisionen zu erhalten.
Bloomberg zufolge hat das Unternehmen am 8. Juli erklärt, das Problem erst 24 Stunden zuvor entdeckt zu haben. Aus internen Mitteilungen und Insider-Aussagen gehe jedoch hervor, dass Gates und Kianni ab Dezember Kenntnis der Funktion hatten.
Während diese Praxis die täglichen Einnahmen von Phia kurzzeitig auf 80.000 US-Dollar steigen ließ, führte die Deaktivierung der Funktion im Juli laut der Presseagentur zu einem drastischen Einbruch der Einnahmen.
Wie die New York Post erklärt, gilt Cookie Stuffing in den USA unter bestimmten Umständen als Betrug, auf den eine Freiheitsstrafe von maximal 20 Jahren sowie mögliche Geldstrafen steht.
Star Kashman, Gründungspartnerin der Anwaltskanzlei Cyber Law Firm, halte es allerdings für unwahrscheinlich, dass Gates als Ersttäterin die Maximalstrafe erhält. Die Staatsanwaltschaft müsse zudem zunächst nachweisen, dass sie wissentlich an einem Betrugsvorhaben beteiligt war. Phia habe Aspekte der Ergebnisse von Bloomberg bestritten und sei bislang nicht wegen einer Straftat angeklagt worden.
Gates und ihrem Start-up würden jedoch unmittelbar Zivilklagen, Forderungen nach Rückzahlung zu Unrecht gutgeschriebener Provisionen sowie Kontosperren durch Affiliate-Netzwerke drohen.
Nike, Gap und Nordstrom reagierten nicht auf Anfragen von Bloomberg nach einer Stellungnahme.