«Mit Brigitte Bardot verschied eine starke und unabhängige Frau, die es nicht nötig hatte, sich dem Zeitgeist unterzuordnen oder sich gar – wie leider viele deutsche Prominente – zur Systemnutte machen zu lassen, und die solches auch in der Not nicht getan hätte. Die einfach zu sich stand und standhaft war. Ein schönes Zitat von ihr als Abschluss: ‹Früher habe ich mit meinem Hintern schockiert, jetzt schockiere ich mit meinen Büchern (Meinungen). Das ist das Gleiche!›» (– Nachruf der Seite https://publikum.net/).
Transition News
Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Bodenhaftung verliert
Der Hessische Rundfunk (HR) hat über die Windräder im Reinhardswald berichtet und dabei auch die politischen und umweltbezogenen Auseinandersetzungen beleuchtet, die das größte Windpark-Projekt in Hessen begleiten. Ein Beitrag vom 30. Oktober 2025 thematisierte, dass sich der Bau seit der Genehmigung 2022 immer wieder verzögert hat und nun an mehreren Standorten aufgrund des Vorkommens der streng geschützten Haselmaus erneut pausiert. Es darf nur noch an den eigentlichen Aufstellflächen gearbeitet werden. Wir haben bereits hier auf die Bedeutung dieses Waldes hingewiesen, der schon den Gebrüdern Grimm als Vorlage für Ihre Erzählungen diente.
Der Hessische Rundfunk eröffnete den Bericht mit einem Satz, der mehr über die Haltung des Senders verrät als über die Lage vor Ort (Originalbeitrag nicht mehr online verfügbar): Eine «Allianz aus vorgeblichen Naturschützern, Kommunalpolitikern, Querdenkern und Rechtsextremen» habe die Anlagen jahrelang zu verhindern versucht.
Diese Formulierung wirkt nicht wie nüchterne Information, sondern wie ein sprachlicher Schlagstock. Die Bürgerinitiativen, Verbände und lokalen Entscheidungsträger, die sich seit Jahren für den Schutz des Reinhardswaldes einsetzen, treten keineswegs als politisches Randphänomen auf. Sie setzen sich für einen der bedeutendsten Wald- und Kulturorte Hessens ein – und zwar offen, öffentlich und mit nachvollziehbaren ökologischen Argumenten. Wer sich dort engagiert, erwartet eine faire Darstellung.
Stattdessen etikettiert der HR die Motive der Akteure pauschal als «vorgeblich». Noch gravierender ist die Konstruktion einer angeblichen «Allianz». Der HR stellt heterogene Akteure – von Fachleuten bis zu Anwohnern – in einem Atemzug mit politischen Randgruppen dar. Wer mit solchen Etiketten arbeitet, schafft keine Klarheit, sondern kontaminiert jede abweichende Stimme. Der Effekt ist eindeutig: Bürgerprotest wird moralisch markiert, bevor er überhaupt erklärt wird.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine besondere Verantwortung. Er wird von allen Bürgern finanziert und soll gerade deshalb ein Forum vielseitiger Perspektiven bieten. Doch hier nimmt der HR die Rolle eines Haltungsmediums ein, das Einordnung und Abwertung vor Information stellt. Der Sender ersetzt Recherche durch Verdachtssprache – und verengt damit den demokratischen Diskurs auf ein Schema aus «richtiger» und «verdächtiger» Meinung.
Die nachträgliche Korrektur des HR wirkt wie eine Pflichtübung: Man räumt ein, die Vorwürfe seien nicht belegt gewesen, verzichtet aber auf jede Entschuldigung. Für viele Kritiker bestätigt das den Eindruck, dass man weniger an Aufklärung als an Schadensbegrenzung interessiert ist.
Der Streit um den Reinhardswald ist ein Lehrstück dafür, wie schnell Medien ihre neutrale Rolle verlieren können, wenn sie Kritik automatisch als Gefahr einordnen. Bürger, die eine historische Waldlandschaft bewahren wollen, sind keine Randfiguren und keine Tarnorganisationen – sie sind Teil einer lebendigen Demokratie. Wer sie vorschnell moralisch abwertet, beschädigt nicht nur ihre Arbeit, sondern auch das Vertrauen in einen Rundfunk, der eigentlich allen gehören sollte. Die Opposition gegen die Zerstörung dieses Waldes scheint aber breit abgestützt, denn die Empörung über die Fehlleistung des HR geht weit über die alternativen Medien hinaus (siehe hier, hier, hier, hier, hier oder hier).
Der Reinhardswald braucht Schutz – aber unsere Streitkultur ebenso. Ein öffentlich-rechtlicher Sender, der engagierte Bürger durch suggestive Etiketten aus dem Kreis legitimer Teilnehmer drängt, verfehlt seinen Auftrag. Denn Medien sollen nicht erziehen, sondern informieren. Und sie sollen nicht sortieren, wer als echter Bürger gelten darf, sondern jedem Bürger das Recht zugestehen, gehört zu werden.
«Ich bin Marcella» – Ein Aufklärungsbuch über sexuellen Missbrauch von Kindern
Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wurde in der Öffentlichkeit lange Zeit tabuisiert. Doch allmählich wächst das Bewusstsein für diese Problematik. Das empfindet zumindest die Psychotherapeutin Heidi Müller so, die schon seit 30 Jahren mit Kindern und Jugendlichen arbeitet.
Mittlerweile betreibt die Berlinerin eine eigene Privatpraxis, nachdem sie während der Corona-Krise aufgrund der berufsbezogenen Impfpflicht ihren Job an einer Kinderklinik gekündigt hatte. Im Zuge dieses Wechsels machte sie die Erfahrung, dass das Thema sexueller Missbrauch immer mehr ans Licht kommt. «Allerdings werden die Fälle häufig nicht juristisch weiterverfolgt», beklagt Müller, die sich nicht nur als Therapeutin einbringt, sondern auch Aufklärung betreibt.
Heidi Müller; Quelle: Heidi Müller
Einen großen Beitrag dazu hat sie mit dem Kinderbuch «Ich bin Marcella» geleistet. Das selbstverlegte Werk ist knapp 90 Seiten stark und richtet sich an Kinder ab 5 Jahren, aber auch an Jugendliche und Erwachsene, insbesondere an Erzieher, Therapeuten und Juristen. Das Kinderbuch besteht aus zwei Handlungssträngen. In dem einen geht es um die beklemmenden Treffen der Titelfigur mit ihrem Vater, der sie missbraucht hat. Das wird jedoch nie explizit dargestellt oder beschrieben, sondern angedeutet durch die Schilderungen der seelischen Qualen.
Flucht in eine TraumweltDas hat zur Folge, dass Marcella sich in eine Traumwelt flüchtet. In der Fachsprache wird dieses Phänomen als «Dissoziation» bezeichnet. Müller veranschaulicht diesen Schutzmechanismus in einem zweiten Erzählstrang, der vom Kampf einer mutigen Prinzessin gegen einen übergriffigen Drachen handelt.
Die Flucht in eine Traumwelt stellt eine Strategie von Opfern dar, um die Angst vor der Begegnung mit dem Täter zu bewältigen. Müller bezeichnet es als «kryptisches Verhalten», weil viele Menschen dieses Phänomen nicht kennen, wie sie während der letzten Jahre ihrer Arbeit feststellen konnte. «Mir hat dieser Aspekt oftmals gefehlt», sagt die Psychotherapeutin.
Auch das war ein Grund, warum sie das Kinderbuch schreiben wollte. Entstanden ist es während einer gemeinsamen Bootsfahrt mit ihrem Mann von Holland nach Berlin. Drei Wochen schrieb Müller an der Geschichte, umgeben von Wasser und frischer Luft.
Der Kampf gegen den Drachen in Marcellas Traumwelt ist letztendlich eine Allegorie für die Auseinandersetzung von Missbrauchsopfern mit der eigenen Ohnmacht. Kinder wie die Titelfigur können sie noch nicht verstehen; sie begreifen nicht, was da passiert, wie sie sich zur Wehr setzen können.
Liebe und Geborgenheit in der FamilieAuch Marcella hat dabei große Schwierigkeiten, sie sträubt und quält sich. Die Beziehung zu ihrem Vater ist ambivalent, und Müller gelingt es, diesen Konflikt einfühlsam aufzubauen, indem sie ein familiäres Umfeld schafft, das Raum für Liebe und Geborgenheit bietet. Eine besonders innige Beziehung hat die 5-Jährige zu ihrer Uroma, die ihr den «leckersten Milchreis» mit selbstgemachtem Apfelmus zubereitet.
Ihr Opa erzählt hingegen gerne mal spannende Geschichten von Rittern, Feen, Prinzessinnen und schönen Pferden. Daher rührt nicht zuletzt Marcellas Einbildungskraft. Dieses Wegträumen aus einer schlechten Welt sei jedoch positiv konnotiert, betont Müller, quasi ein Teil des Heilungsprozesses.
Die Autorin will mit ihrem Kinderbuch das Bewusstsein für die vielen Probleme schärfen, die zwar da sind, aber gesellschaftlich nicht wahrgenommen werden. Eines davon sei die Täterjustiz. «Noch immer haben die Kleinen wenig Chancen auf Hilfe», sagt die Psychotherapeutin.
Ihrer Meinung nach müssen die Rechte der Kinder gestärkt werden. Dafür muss aber zunächst Aufklärung betrieben und das Wissen verbreitet werden. «Das ist die beste Prävention, um den Nachwuchs zu schützen», so Müller, die sich vorstellen kann, in naher Zukunft auch ein Sachbuch zu diesem Thema zu schreiben.
Glossar mit wichtigsten BegriffenIn «Ich bin Marcella» hat sie den Erwachsenen ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen angehängt. Bereits hier lässt sich viel lernen, zum Beispiel der Unterschied zwischen «sexueller Gewalt» und «sexuellem Missbrauch». Letzterer impliziert vor allem Übergriffe, die jedoch nicht immer körperlicher Art sein müssen. Manchmal erfolgen sie über voyeuristische Handlungen oder durch die Ausstellung eines Kindes.
Sexuelle Gewalt ist hingegen weiter gefasst. Sie schließt sowohl physische als auch psychische Aspekte ein. Dazu gehören sexuelle Übergriffe und Ausbeutung sowie das Herstellen von Abhängigkeiten und Zwangssituationen.
Ebenfalls im Glossar vertreten ist ein Absatz zu dem Stichwort «Täterstrategien», womit Müller die Problematik nicht nur aus der Perspektive der Opfer beleuchtet. Um ihr Verhalten zu ermöglichen, zu verbergen oder zu rechtfertigen, heißt es, greifen Täter auf Manipulation, Einschüchterung, Entwertung des Opfers oder aktive Derealisierung zurück. In einigen Fällen schaffen sie Geheimnisse. Ein tiefes Verständnis dieser Strategien sei für alle wichtig, die mit Kindern zu tun hätten, schreibt Müller.
Erläuterungen finden sich aber auch auf institutioneller Ebene, beispielsweise mit dem Stichwort «Kinderschutzambulanz». Dabei handelt es sich um eine medizinisch und psychologisch spezialisierte Einrichtung, die sich auf Untersuchung und Diagnostik von minderjährigen Opfern konzentriert. Zugleich erfolgt in diesem Rahmen eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Institutionen.
Insofern ist «Ich bin Marcella» auch abseits der eigentlichen Geschichte voll von Basiswissen und enthält obendrauf einen Leitfaden für Fachkräfte, die mit einem betroffenen Kind das Buch lesen. Wer mit dem Thema direkt oder indirekt zu tun hat, erhält hier die wichtigsten Informationen. Es ist eine bekömmliche Heranführung an die Problematik. Ideal für alle Altersgruppen – für Kinder wie für Erwachsene.
Warum unser Schlafrhythmus über Gesundheit und Zeitgefühl entscheidet
Schlaf gilt heute als eine der zentralen Säulen der Gesundheit – und gleichzeitig als ein Mangelgut. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht nur die Länge, sondern vor allem die Regelmäßigkeit des Zubettgehens einen messbaren Einfluss auf den Blutdruck hat.
Eine aktuelle Studie untersuchte elf Menschen mit Bluthochdruck, deren Schlafenszeiten zuvor um durchschnittlich eine halbe Stunde variierten. Als sie zwei Wochen lang jeden Abend nahezu zur gleichen Zeit ins Bett gingen, sank ihr systolischer 24-Stunden-Blutdruck im Durchschnitt um vier Punkte, der diastolische Wert um drei Punkte. Die größten Effekte zeigten sich in der Nacht – genau dort, wo der Körper normalerweise seine Regenerationsphase beginnt.
Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift SLEEP Advances veröffentlicht, die zum Verlagsportfolio der Oxford University Press gehört. Der Peer-Review-Prozess ist abgeschlossen, die endgültige Version wird in der gedruckten oder finalen Online-Ausgabe erscheinen.
Fachleute werten die Resultate als Hinweis darauf, dass der Blutdruck eng mit dem zirkadianen Taktgeber des Körpers verbunden ist. Dieser Rhythmus wird durch Licht, biologische Uhr und Gewohnheiten gesteuert. Gerät er aus der Balance, steigt nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch für Schlafstörungen. Zwar ist die Studie klein und noch nicht randomisiert, doch Ärztinnen und Ärzte sehen darin ein wichtiges «proof of concept»: Schon kleine Veränderungen des Alltags könnten die Belastung der Gefäße deutlich mindern.
Dass regelmäßige Schlafzeiten hilfreich sind, heißt jedoch nicht, dass durchgehender Schlaf eine naturgegebene Norm wäre. Historische Quellen aus Europa, Afrika und Asien zeigen, dass Menschen über Jahrhunderte hinweg in zwei Schlafphasen ruhten – einem ersten und einem zweiten Schlaf, getrennt durch eine wache Stunde mitten in der Nacht. Diese Zeit wurde genutzt, um nachzudenken, das Feuer zu prüfen oder miteinander zu reden.
Erst mit den Erfindungen von künstlichem Licht, langen Arbeitstagen und industrialisierten Lebensrhythmen verschwand dieses Muster. Die Idee der ununterbrochenen Acht-Stunden-Nacht ist somit eher ein Produkt der Moderne als ein menschliches Grundbedürfnis.
Heute kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Künstliches Licht, vor allem von Bildschirmen ausgesandt, verschiebt unseren inneren Rhythmus nach hinten und erschwert das Einschlafen. Untersuchungen in Zeitisolationslaboren und Polarregionen zeigen, wie eng unser Zeitgefühl an Licht gekoppelt ist. Fehlt diese Orientierung, kann das Empfinden, wie schnell Stunden vergehen, massiv verzerrt sein – ein Grund, warum nächtliches Wachliegen oft endlos erscheint.
Schlafmediziner betonen deshalb, dass nächtliches Aufwachen normal ist. Problematisch wird es erst, wenn Grübeln und Anspannung einsetzen. Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie rät dazu, nach etwa 20 Minuten nicht im Bett liegen zu bleiben, sondern ruhig aufzustehen, ein Buch zu lesen und erst zurückzukehren, wenn Müdigkeit einsetzt. Gleichzeitig wird empfohlen, die Uhr außer Sichtweite zu stellen, damit sich das Gehirn nicht an der Zeit festbeißt.
Auch die körperliche Gesundheit hängt stark an einem stabilen Rhythmus. Das Morgenlicht spielt dabei eine besondere Rolle: Der hohe Blauanteil im natürlichen Sonnenlicht reguliert die innere Uhr, senkt Melatonin und hebt die Cortisolproduktion an – ein Signal für den Körper, in den Tag zu starten. Fehlt dieses Licht, wie im Winter, fällt vielen Menschen das Aufstehen schwer; depressive Verstimmungen treten häufiger auf.
Gute Schlafqualität entsteht somit aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Licht, Regelmäßigkeit, körperliche Aktivität, Ernährung und mentale Ruhe. Wer seine Schlafzeiten stabilisiert, tagsüber helles Licht nutzt, abends auf Alkohol und späte Bildschirme verzichtet und nächtliches Wachliegen nicht als Gefahr interpretiert, kann nicht nur besser schlafen – sondern auch Risiken für Herz, Gefäße und Stoffwechsel messbar reduzieren.
Praktische Tipps für besseres Schlafen- Feste «Runterfahr-Zeit» einführen
30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen alle Aktivitäten langsam ausblenden: Licht dimmen, leise Musik, warm duschen, keine Nachrichten mehr lesen. - Smartphone-Fasten ab 21 Uhr
Displaylicht und Social-Media-Dynamiken aktivieren Stresszentren im Gehirn. Abends Flugmodus oder Handy in ein anderes Zimmer legen.
Mentales Parken
Gedanken, die kreisen, aufschreiben. Das Gehirn «merkt», dass sie sicher abgelegt sind, und lässt eher los. - Mini-Rituale einführen
Eine Tasse Kräutertee, ein paar Dehnübungen, drei tiefe Atemzüge – Rituale signalisieren dem Körper Verlässlichkeit und Sicherheit. - Tageslicht tanken – bewusst und früh
10 bis 20 Minuten helles Morgenlicht (Fenster reicht im Winter oft nicht). Das stabilisiert den zirkadianen Rhythmus messbar. - Mikro-Bewegung über den Tag
Kurze Spaziergänge oder 5-Minuten-Dehnpausen reichen. Bewegung baut Stresshormone ab und wirkt stärker als viele Entspannungstechniken. - Temperatur runter
Das Schlafzimmer auf 16 bis 18 Grad halten. Ein zu warmes Zimmer verhindert die natürliche nächtliche Körpertemperatur-Senkung. - Kein Grübeln im Bett
Wenn man länger als 20 Minuten hellwach ist: Aufstehen, schwaches Licht anmachen, etwas Beruhigendes lesen. Erst zurück ins Bett, wenn man wieder schläfrig wird. - Abendliche Reizreduktion
Nachrichten, Diskussionen oder politische Inhalte, die aufwühlen, besser tagsüber konsumieren. Das hilft besonders in angespannten Zeiten. - Kleine Kontrollinseln schaffen
Unsicherheit im Alltag (politisch oder persönlich) verstärkt Stress. Kleine Planungsrituale – To-do-Liste, geordnetes Schlafzimmer, vorbereitete Kleidung – reduzieren unterschwellige Anspannung. - Medienkonsum dosieren
Gerade vor dem Schlafen: Keine Kriminalmeldungen, Konfliktberichte oder hitzigen Debatten. Das schützt die emotionale Erregungsschwelle. - Ernährung abends leicht halten
Schwere Mahlzeiten belasten den Herz-Kreislauf und können nächtliches Aufwachen verstärken. Idealerweise 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafen essen. - Akzeptanz trainieren
Schlaf ist nicht linear. Wer weiß, dass kurze Wachphasen normal sind, gerät weniger unter Druck – und schläft paradoxerweise schneller wieder ein.
Gaming-Plattform Roblox führt Gesichtserkennung ein
Die beliebte Gaming-Plattform Roblox, die weltweit von fast 36 Millionen Kindern genutzt wird, führt ein neues System ein, um das Alter der Nutzer anhand von Gesichtsbildern zu verifizieren. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press.
Das Unternehmen hatte bereits im Juli das Tool zur Altersschätzung angekündigt, das von einer Firma namens Persona bereitgestellt wird. Dabei müssen die Spieler ein Video-Selfie aufnehmen, das zur Schätzung ihres Alters verwendet wird. Roblox gibt an, dass die Videos nach der Altersüberprüfung gelöscht würden. Nutzer müssten keinen Gesichtsscan einreichen, um die Plattform zu nutzen, sondern nur, wenn sie mit anderen Nutzern chatten möchten.
Mit dieser Maßnahme will Roblox verhindern, dass Kinder unter 13 Jahren außerhalb von Spielen mit anderen, älteren Nutzern chatten, es sei denn, sie haben die ausdrückliche Erlaubnis ihrer Eltern. Die privaten Chat-Unterhaltungen werden zudem – im Gegensatz zu anderen Plattformen – nicht verschlüsselt, so dass das Unternehmen diese überwachen und moderieren kann.
Roblox ist eine riesige Gaming-Plattform, die nach eigenen Angaben täglich 88,9 Millionen aktive Nutzer und weltweit über eine Milliarde registrierte Nutzer hat. Fast 40 Prozent dieser Nutzer sind 13 Jahre oder jünger. Die Plattform beherbergt virale Spiele für Kinder und Jugendliche, darunter «Grow a Garden» und «Steal a Brainrot».
Spanien: Regierung schürt Angst vor der afrikanischen Schweinepest
Nachdem die spanische Regierung vor kurzem einen «Stallzwang» für Geflügel verhängt hat – wegen der angeblichen Ausbreitung der Vogelgrippe –, wird jetzt die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn wie die Nachrichtenagentur EFE informiert, hat das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bestätigt. Es handele sich um die ersten Fälle seit November 1994.
Laut EFE wurden die beiden «positiven Fälle» in zwei wildlebenden Wildschweinen festgestellt, die am 26. November in Bellaterra (Barcelona) tot aufgefunden wurden. In der EU sei diese Krankheit der Kategorie A zugeordnet, weshalb die Mitgliedstaaten genaue Maßnahmen ergreifen müssten, um sie in den betroffenen Gebieten so schnell wie möglich zu kontrollieren und auszurotten.
Das Ministerium hat den Sektor deshalb aufgefordert, sämtliche Biosicherheits- und Überwachungsmaßnahmen in Schweinehaltungen und bei Wildschweinen sowie im Tiertransport zu verstärken. Außerdem erinnerte es an die Pflicht, jede Verdachtsmeldung sowohl bei wildlebenden Wildschweinen als auch in Schweinebetrieben im gesamten Staatsgebiet den zuständigen Behörden mitzuteilen.
Untersuchungen zur möglichen Herkunft der bei diesen Wildtieren festgestellten Krankheit wurden eingeleitet, zudem wurde eine Überwachungszone in einem 20-Kilometer-Radius um die Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgelegt. Dieser betrifft 39 Zucht- und Produktionsbetriebe, die nun Einschränkungen in ihren operativen und kommerziellen Tätigkeiten unterliegen werden.
In allen betroffenen Betrieben wurden außerdem Ein- und Ausbewegungen eingeschränkt und Interventionsteams aktiviert, um klinische Untersuchungen, epidemiologische Analysen und Probenentnahmen durchzuführen.
Die ASP sei aus Russland eingeschleppt worden und erstmals 2014 in den baltischen Staaten und Polen entdeckt worden, teilt EFE mit. Derzeit grassiere sie in den Beständen wildlebender Wildschweine und einigen Betrieben mit Hausschweinen in insgesamt 13 Ländern.
SchweizimPuls von TTV mit Christoph Pfluger
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- Halbierungsinitiative: wie die SRG gewinnen kann 5:03
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- International Institute for Strategic Studies: Switzerland's Neutrality Crises 13:39
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- Gedenktag für KESB-Betroffene in Bern 19:43
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Berliner Zeitung: Todesfälle bei Kindern: US-Behörde will Zulassung für Corona-Impfstoffe verschärfen
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Tom Lausen: «Corona-Enquête-Kommission wird von außen als ‹Vollverarsche› bezeichnet – das ist aber nicht zwingend so»
Datenanalyst Tom Lausen (links) im Interview mit Torsten Engelbrecht zum Thema «Corona-Enquête-Kommission», an der er für die AfD als Sachverständiger teilnimmt (zum Anschauen des Videos bitte auf das Bild klicken); Quelle: Torsten Engelbrecht
Schon 2023 sprach sich eine Mehrheit der Bürger für eine politisch unabhängige Aufarbeitung der «Corona-Zeit» aus. Die Bundesregierung entschied sich für eine Enquête-Kommission. Sie trägt den wohlklingenden Titel «Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse». Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sagte über sie bei ihrer Eröffnungsrede:
«Die Pandemie hat Wunden hinterlassen (...) Es geht darum zuzuhören, zu verstehen, zu lernen und das Wissen zur Bekämpfung eventuell kommender Pandemien zu dokumentieren und nutzbar zu machen.
Für die Chance auf Versöhnung, aber auch eine bestmögliche Vorbereitung für kommende Krisen, ist eine umfassende und transparente Aufarbeitung unerlässlich. Mehr: Sie ist eine Chance für unsere Demokratie, Vertrauen zurückzugewinnen.»
Die Meinungen über diese Kommission gehen allerdings weit auseinander. Kritiker tun sie als Farce ab oder bezeichnen den «Enquête-‹Bumms›» gar als «Vollverarsche». Dennoch könnte man sagen, dass viele – gerade auch aus der Szene der Corona-Kritiker – durchaus Hoffnungen in sie setzen. Denn eine wirkliche Aufarbeitung der Geschehnisse während der «Corona-Zeit» hat ja noch nicht stattgefunden.
Der Datenanalysten Tom Lausen nimmt an dieser Kommission als als stimmberechtigter Sachverständiger der AfD teil. Im Interview mit Transition News gibt er seine Einschätzung darüber ab, ob die Kommission ein Tiger mit Zähnen ist oder letztlich doch ein zahnloser Tiger, der nur Millionen an Steuergeldern wegschlürft. Seine Einschätzung ist dabei nicht vollends pessimistisch. So sagt er:
«Es wird so gesehen, dass sie eine ‹Vollverarsche› ist, das heißt ja aber noch nicht zwingend, dass dies auch so ist. Letztlich können wir nur das nehmen, was wir haben. Ich bevorzuge da auch die Enquête-Kommission gegenüber einem Untersuchungsausschuss.»
Im Interview geht der 58-Jährige auch auf folgende Aspekte ein:
- Warum er damit rechnet, dass es einen U-Ausschuss geben wird zu den Aussagen der ehemaligen Ethikratsvorsitzenden Alexandra Buyx. Diese war vor kurzem in der Corona-Enquête-Kommission ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Lausen kritisiert im Interview konkret, dass sie sich «sozusagen des Vorsitzes des Ethikrates bemächtigt hat, ohne ein Mandat dafür zu haben, um Joshua Kimmich zu einer Impfentscheidung zu nötigen - zumindest empfindet man das so, wenn man sich alles von ihr so anschaut».
- Welche Bedeutung er dem Umstand beimisst, dass die Kommission auf eine breite Beteiligung von Abgeordneten (14 Personen) und Sachverständigen (ebenfalls 14) aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft setzt – und dass sich selbst ein Medium wie die FAZ kontrovers gab und Anfang November den Beitrag «Juristen kritisieren zu starken Fokus auf Virologie» brachte.
- Für wie spektakulär er es einschätzt, dass er etwa der Immunologie-Professorin Carmen Scheibenbogen die Aussage entlocken konnte, dass «80 bis 90 Prozent» ihrer Long-COVID-Patienten «geimpft» seien – und Ex-RKI-Chef Lothar Wieler im Thüringer Untersuchungsausschuss kürzlich konzedierte, dass die «Inzidenz kein wissenschaftlich evidenzbasierter Wert» sei.
- Ob es ihm als vehementer Kritiker der Corona-Politik gelingt, die Nerven zu bewahren, wenn er bei den Sitzungen umgeben ist von vielen Personen, denen er ein anhaltende Realitätsverweigerung attestieren würde.
- Worauf das Ganze aus seiner Sicht hinauslaufen wird, sprich, ob er denkt, dass es nochmals so eine Inszenierung wie Corona geben wird – auch in Anbetracht von Pandemieabkommen und der Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO.
- Wie er damit umgeht, dass der Wind des Rechtsextremen die AfD umweht. Das Ganze geht so weit, dass sich jetzt etwa die Unternehmen Rossmann und Fritz-Kola aus dem Verband der Familienunternehmer zurückgezogen haben. Grund: Zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin im Oktober hatte der Verband auch Vertreter der AfD eingeladen.
- Was er als nächstes in der Kommission vorhat. Am Montag etwa werde Christian Drosten dort erwartet, im Dezember Jens Spahn.
Das andere «Wort zum Sonntag» oder: Ich darf mich zurücknehmen
Das ist nur ein Beispiel unter vielen, aber es war mir in den vergangenen Wochen mehrmals begegnet: dass die orthodoxen Kirchen und Gemeinden in Deutschland wachsen. An den jährlichen Exodus Hunderttausender aus der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche hat man sich fast schon gewöhnt. Die Zunahme an ganz anderer Stelle dürfte noch wenig bekannt sein.
Ums Jahr 2013 war die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) von 1,5 Millionen Gläubigen ausgeganen; derzeit könnten es rund 4 Millionen sein. Bischof Emmanuel aus Duisburg spricht nicht mehr von einer «Minderheiten-» oder «Migrantenkirche». Immer häufiger würden vor allem junge Leute aus andere Kirchen übertreten, erzählt ein Gemeindeglied aus Hamburg.
Auch die Psychologin Iris Zukowski berichtet bei Reitschuster von einem «unerwarteten Zustrom» aus den klassischen Konfessionen in die Orthodoxe Kirche. Als «Urkirche» würde sie lehren, «was die Apostel im 1. Jahrhundert festgelegt» hätten und auch die Predigten von Jesus weiterführen. Der Überschwang in diesen Worten mag als ein zweites Beispiel gelten für die ganz grundsätzliche Tatsache, dass immer mehr Menschen einen authentischen Zugang zum christlichen Glauben suchen.
Man will ganz einfach ankommen und seinem unruhigen Geist eine Heimat bieten, unbeschwert vom Uralt-Ballast einer klassischen Konfession. Dafür dreht sich das Radar namens Spiritualität und hält Ausschau, ob es nicht etwas empfangen möge, das die ersehnte Balance, den ganzen Halt, auch wirklich zu bieten vermag.
Ist es Gott? Den einen sagt dieses Wort schon zuviel; sie verbinden es mit einer Engführung. Wenn schon, dann «das Göttliche». Zugegeben: Damit liegen sie nahe an der ursprünglichen Bedeutung dieses Wortes von «das Anzurufende». Diese Menschen wollen also offen bleiben für ein Etwas, das sich in ihnen reflektieren möge. «Ich fühle, also ist Es» darf als das neureligiöse Glaubensbekenntnis gelten.
Anderen hingegen sagt dieses Wort viel zu wenig, es ist ihnen viel zu diffus. Anrufen ja, aber wen denn genau? Sie wollen sicher sein, dass sie auf ihrem Schirm nicht nur das eigene Echo registieren. Richtig so, sage ich. Denn wir erleben in der Bibel einen Anzurufenden mit einem Namen: Jesus − «Gott, der Herr, rettet». Und das auch ganz real:
Kürzlich besuchte ich die Christusbruderschaft in Falkenstein in der Oberpfalz. Eine junge Schwester erzählte beim Abendessen von einer guten Freundin, die fast überfallen worden wäre. Ein «Mann» (nach deutschem Polizeisprech) baute sich vor ihr auf in unmissverständlicher Pose. Körperlich wäre sie ihm ausgeliefert gewesen. In ihrem Schreck habe sie reflexartig gerufen. «Jesus Christus!» Erst sei der Mann regungslos geworden, dann gleich verschwunden.
So schlicht, wie die Geschichte ist, so verdeutlicht sie doch die Wahrheit des Wortes, dass «in keinem anderen das Heil» sei;
«denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!» (Apostelgeschichte 4,12)
Ja, wir wollen ankommen. Das ist das eine. Das andere ist: Dieser Retter will ebenfalls ankommen. Unser Radarschirm ist nicht dazu da, vergeblich in leere Weiten zu halten. Sondern wir selber sind auf dem Schirm von Diesem Einen. Religion heißt, ich probier's jetzt noch einmal anders herum. Frohe Botschaft heißt, ich wende mich gleich an Den, der mir entgegenkommt.
Dazu kann durchaus eine zeitweise neue Umgebung helfen: eine andere Art von Gottesdienst oder auch eine bewusste Auszeit in gläubig geprägter Stille. Beide Male geht es ums Ankommen: von Ihm bei uns und von uns bei Ihm. Diesen heiligen Aggregatszustand wieder einzuüben, das ist der verborgene Sinn der vor uns liegenden vier Wochen an Adventszeit, der Zeit der «Ankunft».
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Wort zum Sonntag vom 23. November 2025: Palantir und wir
Lothar Mack war als Gemeindepfarrer und bei verschiedenen Hilfswerken und Redaktionen tätig. Sein kritischer Blick auf Kirche und Zeitgeschehen hat ihn in die Selbständigkeit geführt. Er sammelt und ermutigt Gleichgesinnte über Artikel und Begegnungen und ruft in Gottesdiensten und an Kundgebungen zu eigenständigem gläubigem Denken auf. Sein Telegram-Kanal lautet StimmeundWort.
WHO-Agenda zur Sexualerziehung richtet «großen Schaden» an
Der neue Dokumentarfilm «Tatort Kita – Der woke Angriff auf unsere Kinder» berichtet über verstörende Entwicklungen in deutschen Kindertagesstätten, wo der sexuelle Kindesmissbrauch unter Kindern zugenommen hat (wir berichteten). Die Filmemacher bringen diesen Trend mit den WHO-Richtlinien zur Sexualerziehung in Verbindung, die in der EU mit Nachdruck vorangetrieben werden. Intensive Recherchen deckten zudem auf, dass die Standards der Weltgesundheitsorganisation stark von pädophiler Ideologie beeinflusst sind.
Transition News sprach mit der deutschen Psycho-Körpertherapeutin Brigitte Burchartz, die seit über 40 Jahren in Katalonien lebt, über die aktuelle Lage in Spanien. Burchartz ist außerdem Präsidentin der Anwaltsvereinigung Units per la Veritat, die im ersten «Pandemie»-Jahr gegründet wurde, um Bürger gegen die antidemokratischen Maßnahmen der links-sozialistischen Regierung rund um Pedro Sánchez zu verteidigen.
Transition News: Die Doku «Tatort Kita – Der woke Angriff auf unsere Kinder» hat über eine erschreckende Situation in deutschen Kindertagesstätten berichtet. Dort haben sexuelle Übergriffe unter Kindern zugenommen. Die Filmemacher kamen zu dem Schluss, dass die WHO-Richtlinien zur Sexualerziehung Schuld an dem Dilemma sind. Sie leben in Spanien, wie ist die Lage dort?
Brigitte Burchartz: In Spanien zeigt sich eine Entwicklung, die der deutschen Situation, wie sie in der Doku beschrieben wird, sehr ähnlich ist. Auch hier werden affektiv-sexuelle Bildungsprogramme zunehmend in den frühkindlichen Bereich verlagert – häufig ohne jegliche Transparenz gegenüber den Eltern oder ohne klares Bewusstsein dafür, welche psycho-körperlichen Risiken damit verbunden sind. Hinter diesen Programmen stehen oft dieselben internationalen Leitlinien, insbesondere die WHO-Standards, die europaweit eine Sexualerziehung schon im Vorschulalter fördern und fordern. Genau wie in Deutschland entstehen dadurch Spannungsfelder: zwischen (un)pädagogischem Anspruch, ideologischer Aufladung und dem Schutz kindlicher Grenzen.
Wie manifestiert sich das konkret?
Im woken Katalonien – jahrelanger Sitz von George Soros und seiner Open Society Foundation – zeigte sich bereits vor einigen Jahren, wie weit diese Agenda gehen kann. Das Programm CoEduca't enthielt Module, die bereits mit Drei- bis Fünfjährigen Themen wie Körperlust, «Selbstentdeckung» und sogar kindliche Masturbation thematisierten. Diese Inhalte wurden nicht als Grenzverletzung, sondern als notwendige «Emanzipation» dargestellt – ganz im Geist der internationalen Sexualpädagogik, die auch in der WHO-Matrix erscheint.
Erst massive Beschwerden von Eltern, Juristen und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen führten dazu, dass der umstrittene Workshop «Sensaciones» tatsächlich aus den offiziellen Materialien gestrichen wurde. Dieser Rückzug war kein pädagogischer Akt, denn diese befindet sich auf einem absolutem Irrweg, sondern die Folge öffentlichen Drucks.
«Das zeigt ganz klar: Es existieren reale Bestrebungen, sehr intime, sexualisierte Inhalte in den frühkindlichen Raum zu tragen – und sie werden erst dann zurückgedrängt, wenn die Gesellschaft sich wehrt.»
Im andalusischen Sevilla zeigt ein aktuelles Beispiel, dass der Konflikt weiter eskaliert – und wie umkämpft das Thema inzwischen ist. Dort ließ die Stadtverwaltung ein affektiv-sexuelles Unterrichtsheft, das seit über 25 Jahren genutzt wurde, plötzlich zurückziehen. Für die Kritiker handelte es sich um ein ideologisch geprägtes Material, das Kinder viel zu früh mit Themen konfrontierte, die in diesem Alter nicht zur schulischen Aufgabe gehören.
Die politische Linke dagegen wertete die Rücknahme als «Zensur» und als Einknicken vor konservativem Druck. Menschenrechtsgruppen forderten sogar die Wiederaufnahme der Materialien.
«Die Polarisierung zeigt: Es geht längst nicht mehr um Bildung, sondern um Ideologie – und Kinder stehen dabei in der Mitte eines Machtkampfes, der ihnen nicht nur nicht dient, sondern großen Schaden anrichtet.»
Ein weiterer Punkt, der in Spanien immer stärker sichtbar wird, ist die Entstehung einer regelrechten Industrie rund um frühkindliche Sexualpädagogik. Zahlreiche private Firmen bieten inzwischen «especialistas», «monitores» oder «sexólogos educativos» an – externe Workshop-Leiter, die von Schulen oder Kindergärten eingeladen werden, um affektiv-sexuelle Inhalte mit Kindern zu bearbeiten. Diese Personen kennen die Kinder nicht, kennen ihre emotionalen Realitäten, familiären Hintergründe oder möglichen Traumavorgeschichten nicht. Trotzdem erhalten sie direkten Zugang zu sehr sensiblen Bereichen des kindlichen Erlebens.
«Besonders problematisch: Häufig findet der Workshop ohne Anwesenheit der regulären Erzieher statt, so dass keinerlei pädagogische oder psychologische Bezugsperson anwesend ist, die das Kind kennt und eine sichere Umgebung garantiert.»
Dieses Modell – das gleichzeitig ein wirtschaftliches Geschäftsmodell ist – öffnet die Tür für eine Standardisierung von Übungen, die nicht an die individuelle Reife eines Kindes angepasst sind. Im Kern entsteht hier ein Markt, der nicht auf das Wohl der Kinder ausgerichtet ist, sondern auf die Nachfrage nach «progressiven» Bildungsangeboten, oft im Sinne der internationalen Sexualagenda.
Spanien hat im offiziellen Bildungsrahmen mittlerweile die affektiv-sexuelle Dimension als Bestandteil des frühkindlichen Bildungsauftrags verankert. In der Praxis jedoch hängt vieles von der Region, der Kommune und der politischen Ausrichtung ab. Manche Einrichtungen arbeiten bereits mit erweiterten Sexualitätsmodulen, andere sind zurückhaltender. Doch egal ob Katalonien oder Andalusien: Die Konflikte zeigen, dass die Inhalte oft unkritisch aus internationalen Leitlinien übernommen werden, ohne die kulturellen, familiären und entwicklungspsychologischen Realitäten der Kinder zu berücksichtigen.
Genau hier liegt der Punkt, den die deutsche Doku angesprochen hat: Wenn Sexualerziehung blind den WHO-Standards folgt und zu ideologisch und ohne klare professionelle Kompetenz umgesetzt wird, können Kinder verwirrt werden, ihre Grenzen verlieren oder Situationen erleben, denen sie auf keinen Fall gewachsen sind. Die Zunahme von Übergriffen unter Kindern, wie sie in Deutschland dokumentiert wurde, sollte uns warnen. Die Mechanismen dahinter sind überall in Europa ähnlich.
Zusammenfassend kann man sagen, die Lage in Spanien ist vergleichbar: Auch hier gibt es Programme, Materialien und politische Bewegungen, die eine frühzeitige, umfassende Sexualerziehung vorantreiben – oft jenseits dessen, was aus psychokörperlicher Sicht sinnvoll oder entwicklungsförderlich wäre. Die Fälle aus Katalonien und Sevilla zeigen, dass die Bevölkerung aufmerksam sein muss, denn diese Agenda schreitet nur dort zurück, wo öffentlicher Druck und gesellschaftliche Gegenwehr stark genug sind.
Sogar Kleinkinder von 0 bis 4 Jahren werden in der WHO-Agenda aufgefordert, sich selbst und andere Kinder sexuell zu erkunden. Erzieher sollen sie über Masturbation aufklären, «Doktorspiele» werden empfohlen – was kann da schiefgehen?
Wenn man die WHO-Richtlinien für Kinder zwischen 0 und 4 Jahren liest, bleibt nur eine logische Schlussfolgerung: Hier kann nur alles schiefgehen. Die Vorstellung, dass Kleinkinder in diesem Alter «sexuelle Erkundung» betreiben sollen, dass Erzieher ihnen Masturbation erklären oder «Doktorspiele» fördern sollen, widerspricht jeder seriösen Kenntnis über kindliche Entwicklungsprozesse.
Da die Spanier im Allgemeinen eher prüde sind, was in diesem Fall sehr positiv ist, wird es hier etwas schwieriger werden, diese Agenda vollkommen durchzusetzen. Wenn die Eltern mitbekommen, was da in den Kitas läuft, wird der Protest laut. Spanien ist kein Ausnahmefall, sondern Teil derselben europäischen Dynamik, die in der Doku über Deutschland so eindrücklich dargestellt wurde.
Die in der Doku befragten «Experten», die sich für diese Agenda aussprachen, betonten, die Teilnahme an den «Doktorspielen» in den Kitas sei freiwillig, die Kleinkinder könnten «Nein» sagen. Viele Erwachsene können noch nicht einmal «Nein» sagen – glauben Sie, dass Kleinkinder wirklich in der Lage sind, sich diesem Gruppendruck zu entziehen, der ihnen von staatlicher Seite aufgezwängt wird?
Als psycho-körperorientierte Therapeutin sehe ich täglich in meiner Praxis, wie sehr selbst erwachsene Menschen damit kämpfen, eine gesunde und integre Sexualität zu leben. Das ist kein Randphänomen – das ist die Realität der modernen Psyche. In meinen Ausbildungen für zukünftige Therapeuten lege ich deshalb einen Schwerpunkt auf die psycho-körperliche Entwicklung von der Empfängnis bis zum Ende der Pubertät. Und dort wird schnell deutlich:
« Ja, Kinder haben eine natürliche Sexualität – aber sie hat nichts mit der genitalen Sexualität Erwachsener zu tun. Sie ist Ausdruck von Lebenskraft, Neugier und Bindung – nicht von Begehren. Sie ist unschuldig, vorbewusst und vollkommen frei von den Bedeutungen, die Erwachsene ihr aufzwingen.»
Außerdem ist nicht garantiert, dass sie in staatlichen Einrichtungen ein besseres Lebensumfeld bekommen. Berichte über Missbrauch, (rituelle) Gewalt oder Vernachlässigung in solchen Einrichtungen gibt es regelmäßig. Statt die Eltern zu entmündigen, sollte der Staat seine Kraft darauf richten, Eltern zu stärken – nicht, um sie zu kontrollieren, sondern um sie in die Lage zu versetzen, gute Erziehung zu leisten. Das heißt: Therapien für Eltern, Elternbildungsangebote, psychologische Unterstützung, damit Eltern ihre eigenen Traumata überwinden und diese nicht an ihre Kinder weitergeben.
Die WHO-Agenda scheint darauf abzuzielen, den Eltern die Verantwortung über die Sexualerziehung zu entziehen. Der Staat übernimmt diese Rolle in totalitärer Manier. Was halten Sie davon?
Kinder gehören nicht dem Staat, aber sie gehören auch nicht dem elterlichen Eigentum. Sie sind eigenständige Subjekte mit Rechten – und der Staat hat die Aufgabe, Eltern zu unterstützen, nicht sie zu ersetzen. Wenn Eltern wirklich gut auf ihre Kinder vorbereitet sind, brauchen wir keine «totalitäre» Rolle des Staates, sondern einen Staat, der dient statt zu kontrollieren: einen Beschützer, keinen Diktator. Nur in den seltensten Fällen sollte die Lösung sein, das Kind aus der Familie zu nehmen.
In der Doku wurde in sehr glaubwürdiger Art und Weise aufgedeckt, dass die WHO-Standards stark von pädophiler Ideologie beeinflusst sind. Trotzdem befürworten Politik und Leitmedien diese Agenda – und stellen sie sogar als «Missbrauchsprävention» dar. Es macht den Eindruck, als würden Politiker an Realitätsverlust leiden. Wie sehen Sie das?
Es stimmt: Zahlreiche internationale Skandale der letzten Jahre – darunter die Ermittlungen rund um Jeffrey Epstein, Pizzagate, politisches Machtversagen und dokumentierte Fälle institutioneller Vertuschung – haben das Vertrauen, wenn man es je hatte, in politische und globale Organisationen massiv erschüttert. Diese Fälle zeigen, dass sexueller Missbrauch, Machtmissbrauch und systemische Blindheit real existieren, und dass sie oft jahrelang «übersehen» oder gedeckt wurden. Vor diesem Hintergrund ist es vollkommen legitim, kritisch zu hinterfragen, ob internationale Institutionen wie die WHO ausreichend transparent, unabhängig und immun gegenüber problematischen Einflüssen sind.
Ein weiterer Aspekt, der nicht ignoriert werden darf, ist die Finanzierung internationaler Organisationen wie der WHO. Große private Geldgeber – darunter mächtige Stiftungen wie zum Beispiel die von Bill Gates, ein bekannter Besucher der Epstein-Insel, wo Pädophilie an der Tagesordnung war – tragen entscheidend dazu bei, welche Programme und Richtlinien umgesetzt werden. Wer das Geld hat, hat die Macht – und kann Einfluss auf die Gestaltung von Richtlinien nehmen.
Gerade im sensiblen Bereich der frühkindlichen Sexualerziehung ist das problematisch: Es bestehen massive Interessenkonflikte, weil Geldgeber unter Umständen eigene Prioritäten, Perversitäten oder Weltbilder durchsetzen wollen, die nicht dem Schutz und der natürlichen Entwicklung der Kinder dienen. Gerade hier ist es berechtigt, zu hinterfragen, warum ausgerechnet in diesem Bereich so viel Energie und Ressourcen investiert werden – und ob das wirklich im Interesse der Kinder geschieht oder vor allem den Zielen von einflussreichen Geldgebern dient.
«Was in jedem Fall klar ist: Kindliche Sexualisierung ist niemals Missbrauchsprävention.»
Das ist aus entwicklungspsychologischer Sicht ausgeschlossen. Prävention besteht nicht darin, Kindern intime Themen aufzudrängen, sondern darin, ihre natürliche Entwicklung zu respektieren, ihre Grenzen zu schützen und sie zu stärken, damit sie im Laufe ihrer Entwicklung immer besser «Nein» sagen können – ganz besonders wenn es um ihren eigenen Körper geht.
- Das beginnt bei den alltäglichen Kleinigkeiten: keine erzwungenen Küsse oder Umarmungen von Freunden oder Verwandten der Eltern.
- Fragen statt Übergriffigkeit, auch von Eltern («Ich möchte dich gerne umarmen. Darf ich? Du darfst auch nein sagen, wenn du nicht möchtest.»)
- Medizinische Eingriffe kindgerecht erklären und nicht einfach «durchziehen», ganz besonders wenn sie vermeidbar sind, wie zum Beispiel das Impfen. Impfen gegen den Willen der Kinder ist (Ver)Gewalt(igung).
- Vertrauen darauf, dass Kinder ihren eigenen Körper spüren, besser sogar als jeder Erwachsene, und daher genau wissen, was für sie gut ist.
Das ist echte Prävention – nicht die pädagogische Frühsexualisierung, die in manchen WHO-Standards verlangt wird. So wirkt es glücklicherweise für viele Menschen befremdlich, wenn politische Akteure und Leitmedien eine Agenda unterstützen, die in der Praxis das Gegenteil von Schutz bewirkt. Und ja, dieses Verhalten kann den Eindruck eines Realitätsverlusts erwecken – oder zumindest einer tiefen Entfremdung von der Lebenswirklichkeit von Eltern, Kindern und Familien. Wer das so fühlt, sollte unbedingt seiner Intuition trauen.
«Die entscheidende Frage lautet dann: Wenn diese Programme keine wirksame Missbrauchsprävention sind – warum werden sie dann so vehement propagiert?»
Warum investieren internationale, öffentlich-private Organisationen – die häufig erhebliche Abhängigkeiten von Industrieinteressen aufweisen – ausgerechnet in diesen sensiblen Bereich der frühkindlichen Sexualität? Ich formuliere es bewusst offen, denn jeder muss hier selbst denken und Schlussfolgerungen ziehen.
«Aber eines ist sicher: Wo enorme Macht, wenig Transparenz und ideologisch geladene Programme zusammenkommen, ist kritisches Hinterfragen keine Verschwörung – sondern Bürgerpflicht.»
Studie: Nattokinase löst 84% der Amyloid-Mikrogerinnsel in zwei Stunden in vitro auf
Eine von Experten begutachtete Studie kam kürzlich zu einem zutiefst beunruhigenden Ergebnis: Bei allen Studienteilnehmern, die gegen Covid geimpft waren, wurden anormale Amyloid-Mikrogerinnsel im Blut festgestellt. Die Autoren machten dafür Long Covid verantwortlich, wobei anzumerken ist, dass kritische Wissenschaftler in den vergangenen Jahren schon oft klargestellt haben, dass mit dieser Diagnose in den meisten Fällen Impfnebenwirkungen verschleiert werden.
Der US-Epidemiologe Nicolas Hulscher wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Amyloid-Mikrogerinnsel auch hinter den langen weißen faserigen Gerinnseln stecken könnten, die von vielen Einbalsamierern weltweit aus Leichen entfernt werden. Ihr Vorkommen bei allen getesteten geimpften Personen zeige, dass wir uns in einer Gesundheitskrise befänden, die von der medizinischen Fachwelt noch nicht anerkannt worden sei – und die nun sofortige wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfordere.
Wenn diese Mikrogerinnsel so weit verbreitet sind, wie solche Daten vermuten lassen, dann lautet die dringlichste Frage: Wie können sie abgebaut werden?
Hoffnung gibt eine kürzlich im Journal of Experimental and Clinical Application of Chinese Medicine veröffentlichte, von Experten begutachtete Studie von Grixti et al., die gereinigtes rekombinantes Nattokinase und ein hochauflösendes automatisiertes Mikroskopiesystem nutzte, um genau zu beobachten, was passiert, wenn das Enzym direkt mit Amyloid-Fibrin(ogen)-Mikrogerinnseln in Kontakt kommt.
Screenshot: Studie im Journal of Experimental and Clinical Application of Chinese Medicine
Bei der höheren Dosis (28 µg/mL) erreichte Nattokinase nach etwa zwei Stunden seine maximale Aktivität und führte zu folgenden Ergebnissen:
84% Verringerung der Gesamtzahl der Gerinnsel
52% Verringerung der Gesamtintensität der Amyloid-Fluoreszenz
20% Verringerung der mittleren Gerinnselgröße
Auch bei einer niedrigeren Dosis (14 µg/mL) zeigte Nattokinase immer noch erhebliche, dosisabhängige Wirkung:
67% Verringerung der Gesamtzahl der Gerinnsel
20% Verringerung der Gesamtamyloidintensität
7% Verringerung der mittleren Gerinnselgröße
Mit anderen Worten: Nattokinase verdaute direkt die Amyloid-Fibrin(ogen)-Struktur.
Die Autoren stellen dies ausdrücklich fest:
«Wir zeigen, dass rekombinante Nattokinase in vitro wirksam bei der Zersetzung der fibrinaloiden Mikrogerinnsel ist. Dies ist der bislang stärkste biochemische Beweis dafür, dass ein natürliches fibrinolytisches Enzym dieselben Amyloid-Mikrogerinnsel abbauen kann, die derzeit im Blut von geimpften Personen und Long COVID-Patienten gefunden werden.»
Amyloid-Fibrin-Mikrogerinnsel sind, wie Hulscher erläutert, keine gewöhnlichen Gerinnsel. Es handelt sich «um strukturell fehlgefaltete β-Faltblatt-Amyloid-Konstrukte, die gegen Plasmin und rtPA resistent sind und Entzündungsproteine in einem dichten Netz einfangen». Aufgrund ihrer Resistenz gegen Auflösung könnten sie im Blutkreislauf verbleiben, Kapillaren verstopfen und zu einer Vielzahl chronischer Symptome beitragen.
Darüber hinaus habe sich in Studien bereits gezeigt, dass Nattokinase das SARS-CoV-2-Spike-Protein selbst (in vitro) abbaut – dasselbe Protein, das die Amyloid-Umwandlung von Fibrinogen vorantreibe und die Bildung von fibrinaloiden Mikrogerinnseln beschleunige, so Hulscher. Dies sei einer der Hauptgründe gewesen, warum Nattokinase in das McCullough-Protokoll zur Spike-Entgiftung aufgenommen worden sei.
Schon 2023 hatten wir darauf hingewiesen, dass das Enzym Nattokinase, das von einem Bakterium in fermentierten Sojabohnen produziert wird, bei Covid-Impfnebenwirkungen helfen kann, weil es Spike-Proteine im Blut auflösen kann.
In Japan werden diese speziell fermentierten Sojabohnen seit etwa 1000 Jahren konsumiert – und ihnen werden viele gesundheitlichen Vorzüge zugesprochen.
Auch der Immununologe Prof. Stefan Hockertz hat kürzlich über ein Naturprodukt gesprochen, das dabei helfen könnte, die Spike-Proteine zu bremsen, die Geimpfte auch Jahre nach der mRNA-Covid-Spritze unkontrolliert produzieren – und die Entzündungskaskaden in ihrem Körper auslösen könnten. Laut Hockertz haben Studien belegt, dass der Huaier-Pilz «eine revolutionäre Wirkung» bei der Reduzierung von Spike-Proteinen haben könnte. Dieser Pilz wird in China seit Jahrhunderten zur Stärkung und Regeneration genutzt.
Neues Buch: «Die Impf-Mafia»
Dr. Helmut Sterz, MWGFD-Mitglied und ehemaliger Cheftoxikologe von Pfizer Europa, hat das Buch «Die Impf-Mafia» verfasst, in dem er das Fehlverhalten von Behörden und Industrie bei der Zulassung der sogenannten «Corona-Impfstoffe» präzise analysiert. In diesem Buch, das am 1. Dezember in den Handel kommt, fordert Sterz radikale Schritte, auch Gerichtsverfahren, zur Aufarbeitung dieser Krise.
Der Vorsitzende der Gesellschaft «Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie», Prof. Harald Walach, hat eine Besprechung zum Buch geschrieben, die Sie hier lesen können. Für ihn ist es «das wichtigste Corona-Aufklärungsbuch».
Auf den Seiten 206 bis 210 stellt Sterz 18 Forderungen zur «Aufarbeitung des weltweiten Pharmaskandals». Die wichtigsten sind für Walach:
- Ein unabhängiger parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der nicht mit belasteten Personen besetzt ist.
- Eine Generalamnestie für alle, die während der Coronapandemie in irgendeiner Form mit dem Staat in Konflikt gekommen sind. Denn alle Maßnahmen, vor allem die Impfungen, waren entweder unsinnig, nicht sauber wissenschaftlich fundiert oder schädlich. Daher war Protest oder Nichtbefolgen dieser Maßnahmen Bürgerpflicht.
- Gerichte haben politisch motivierte Urteile gesprochen, die deswegen aufzuheben sind.
- Die Strafen für die Täter müssen den Folgen der Verbrechen und dem verursachten Unrecht entsprechen, auch wenn es sich um Personen handelt, die in höchsten politischen Ämtern stehen oder standen – wie Merkel, Spahn, Scholz oder Lauterbach – und die glauben, aufgrund ihres Amtes Immunität beanspruchen zu können. Sie haben ihren Amtseid gegenüber der Bevölkerung und ihrem Land gebrochen, haben einseitig im Interesse der Vakzine-Hersteller gehandelt und bei den ihnen unterstellten Gesundheitsbehörden Amtspflichtverletzungen toleriert oder sogar gefördert.
- Alle Personen, die sinnlose und gefährliche «Pandemiemaßnahmen» beschlossen und umgesetzt haben, sind sofort aus ihren Ämtern zu entfernen und zur Rechenschaft zu ziehen.
- Alle wissenschaftlichen Berater der Regierenden, wie zum Beispiel Prof. Drosten, sollten sich für ihre Fehlleistungen vor Gericht verantworten.
- Der Schutz der Vakzine-Hersteller vor Regressansprüchen ist wegen schwerem, zum Teil vorsätzlichen Fehlverhalten aufzuheben.
- Die Gewinne von BioNTech sollten in eine Stiftung fließen, um Impfopfer zu entschädigen.
- Die Manipulation und Fälschung klinischer Daten und die Vertuschung von Sicherheitsproblemen der Vakzinen ist kriminell. Die Verantwortlichen bei den (…) Herstellern (…) müssen sich vor Gericht verantworten.
- Verantwortliche in den Behörden (Paul-Ehrlich-Institut, RKI, BioNTech), die Einblick in die steigende Zahl von Nebenwirkungen der sogenannten Corona-Impfungen hatten und nicht gewarnt haben, müssen sich wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten.
- Medizinern, die trotz des vorhandenen Wissens weiterhin impfen, sollte die Approbation entzogen werden.
- Die Politik darf Ärzten keine Vorschriften machen.
Für diejenigen, die das offizielle Covid-19-Narrativ und den segensreichen «Impfungen» noch immer glaubten, würden diese Forderungen abstrus, ja sogar unerhört klingen, so Walach. Der Punkt sei: Helmut Sterz sei kein «Schwurbler» oder «Leugner».
Helmut Sterz: «Die Impf-Mafia». Basel: Rubikon. 240 Seiten. 24 €, ISBN 978-3-907606-00-1
Südtirol: Antrag zur Abschaffung der Impfpflicht im obligatorischen Kindergartenjahr scheitert
In Südtirol wurde ab diesem Jahr ein verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt. Gleichzeitig gilt in Italien eine Impfpflicht bis zum 16. Lebensjahr für Kindergärten und Schulen. Sie umfasst zehn vorgeschriebene Impfungen, darunter Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Poliomyelitis, Hepatitis B, MMR, Varizellen und Pneumokokken. Zudem besteht in Südtirol eine Pflicht, nicht oder teilweise geimpfte Kinder bei Ausschluss aus dem Kindergarten der Staatsanwaltschaft zu melden.
Aus diesen Gründen hatte die Südtiroler Landtagsabgeordnete Renate Holzeisen einen Antrag zur Abschaffung der Impfpflicht im neuen Pflichtkindergartenjahr gestellt. Ihr und mehreren Oppositionsparteien zufolge ist die geltende Impfpflicht unvereinbar mit dem verpflichtenden Besuch des Kindergartens.
Wie unsertirol.com berichtet, wurde der Antrag nun im Landtag abgelehnt. Ein Großteil der Opposition habe sich hinter Holzeisen gestellt, während Fratelli d'Italia und die Freiheitlichen den Beschlussantrag abgelehnt hätten. Das Portal weiter:
«Laut Renate Holzeisen sei dies besonders unverständlich, da Vertreter dieser Parteien öffentlich das Recht auf Selbstbestimmung bei Impfungen betonten, im Landtag aber dagegen stimmten. Dadurch habe der Antrag – laut Holzeisen – trotz denkbar knapper Mehrheitsverhältnisse keine Zustimmung gefunden.»
Holzeisen habe außerdem auf die gesetzlich vorgeschriebene regelmäßige Überprüfung der italienischen Impfpflicht verwiesen, die ihr zufolge bislang nicht durchgeführt wurde. Die Abgeordnete habe weitere politische und rechtliche Schritte zu diesem Thema angekündigt.
«Nous ne voulons pas de la guerre»
Ein Freund hat mir aus Frankreich eine kurze Videosequenz zugeschickt, die es in sich hat. Zu sehen ist der französische Generalstabschef Fabien Mandon in Uniform bei einer Rede an der 107. Jahresversammlung der französischen Bürgermeister. Mandon fordert die Bürgermeister auf, ihre Gemeinden auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten:
«Was uns fehlt, ist die moralische Stärke, anzuerkennen, dass die Verteidigung der Nation wehtun kann. Wenn unser Land ins Wanken gerät, weil es die Vorstellung ablehnt, seine Kinder zu verlieren und wirtschaftlich zu leiden, dann gehen wir ein Risiko ein.»
Es ist nicht zu fassen, hat man aus der Geschichte nichts gelernt? Reist man durch Frankreich, findet man in jeder Gemeinde diese Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus dem 1. und dem 2. Weltkrieg, manchmal auch mehrere mit denselben Familiennamen. Erschüttert bleibt man stehen und beginnt nachzudenken. Rund 1.330.000 französische Soldaten haben im 1. Weltkrieg ihr Leben verloren, im 2. Weltkrieg waren es rund 567.000 Gefallene.
Eigentlich müsste man meinen, nach 107 Jahren Lernzeit seit dem Ende des 1. Weltkrieges wäre man in Frankreich zu Verstand gekommen. Weit gefehlt, der Generalstabschef trommelt für den Krieg und wieder sollen Söhne, Väter, Brüder, Ehemänner und Geliebte ihr Leben lassen und ihre Mütter, Frauen, Kinder und Geliebten sollen dann die Zerstörung ihrer Zukunft und ihrer Träume mit «moralischer Kraft» hinnehmen. Eine Schändlichkeit, die nicht zu fassen ist. Ähnliche Töne hörte man vor einiger Zeit auch aus Deutschland.
Verglichen mit Frankreich und den anderen am 1. und 2. Weltkrieg beteiligten Ländern fehlen in unseren Gemeinden solche Gedenktafeln für die Gefallenen. Den Soldaten in der neutralen Schweiz ist es erspart geblieben in diesen Kriegen ihr Leben zu verlieren. Für viele war die neutrale Schweiz auch ein Ort, der sie davor schützte, am 1. und 2. Weltkrieg teilnehmen zu müssen, so mein Großvater aus Deutschland und mein andrer Großvater aus dem Elsass. Es ist eben so: Neutralität schützt.
Was optimistisch macht, sind diese anderen Stimmen aus Frankreich, die Frieden wollen, so auch die Stimme des EU- und Nato-kritischen linken Politikers Jean-Luc Mélenchon, Mitglied der französischen Partei La France insoumise (LFI), der in einer öffentlichen Stellungnahme Generalstabschef Mandon scharf kritisierte, an seinen Platz verwies und ihm – wie folgt – eine staatskundliche Lektion erteilte unter der Überschrift «Nous voulons pas de la guerre»:
«Der Oberbefehlshaber der Armee hat sich an die Bürgermeister Frankreichs gewandt. Dagegen bringe ich im Namen der Mitglieder der Partei La France insoumise (LFI) meine völlige Ablehnung zum Ausdruck, sowohl gegenüber seiner Rede als auch gegenüber deren Inhalt. Das ist keine Polemik. Das ist ein Ordnungsruf.
In einer Republik ist die militärische Autorität wie alle anderen vergleichbaren Autoritäten streng der politischen Autorität untergeordnet, der sie im Dienste des Landes in einer Demokratie und Republik gehorcht. Es ist Aufgabe des Parlaments und des Präsidenten und niemand anderem, einen Feind zu benennen und zum Kampf aufzurufen, wenn dieser geführt werden muss, und nicht die Aufgabe des Oberbefehlshabers der Streitkräfte. (…) Wir wollen keinen Krieg.
Der General überschreitet seine Kompetenzen. Militärische Führer beraten die zivile Regierung, das ist normal. Sie geben jedoch keine Empfehlungen zur Verteidigungspolitik der Nation ab. Sie schreiben den lokalen Mandatsträgern nicht vor, was sie zu tun haben. Um die Unterstützung aller Franzosen zu erhalten, sind alle Militärangehörigen zur Zurückhaltung verpflichtet. (…)
La France insoumise fordert den Präsidenten der Republik auf, den Oberbefehlshaber der Streitkräfte, General Mandon, zur Ordnung zu rufen. Wir fordern den Präsidenten der Republik auf, erneut zu bekräftigen, dass die strategische Ausrichtung Frankreichs ausschließlich Gegenstand politischer Debatten und der zivilen Behörden ist, die der Kontrolle des Parlaments unterstehen. Wir fordern ihn auf, daran zu erinnern, dass Frankreich keinen Krieg will. Kein Krieg ist unvermeidlich.»
Die Autorin ist Vorstandsmitglied der Bewegung für Neutralität.