Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
Sammlung von Newsfeeds
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The US Military Is Preparing for A Draft, by Eric Striker
Another Strange Week in Trumpland, by Philip Giraldi
Fighting Something with Nothing, by Kevin DeAnna
Returning Home for the Hillbilly, by Hua Bin
The West Is Winning the Information War While Russia Prevails on the Battlefield, by Larry C. Johnson
Gideon Polya: Official Gaza Genocide Toll Is Way Too Low, by Kevin Barrett
Jewish Lawyer Says One Jewish Life Worth 10 Million Palestinian Lives, by Paul Craig Roberts
Täglicher Irrtum: Jobcenter darf Zusicherung nicht wegen Heizkosten verweigern
Das Jobcenter darf eine Zusicherung für eine neue Wohnung nach § 22 Abs. 4 SGB II nicht pauschal allein wegen hoher Heizkosten verweigern, da stets die Angemessenheit im Gesamtpaket aus Kaltmiete und Heizkosten sowie die örtlichen Richtwerte des Einzelfalls geprüft werden müssen.
Sind nur die prognostizierten Heizkosten unangemessen, darf die Zusicherung nicht mit einer solchen Begründung verweigert werden.
Das gibt aktuell die 25. Kammer des Sozialgerichts Aurich (Urt. v. 23.06.2026 – S 25 AS 390/23 –) bekannt.
Jobcenter verweigert Mutter mit zwei Kindern die vollen UnterkunftskostenDas Jobcenter hatte die Übernahme der tatsächlichen Unterkunftskosten und Heizung verweigert für eine Mutter und ihre 2 Kinder mit der Begründung, dass die Wohnung in Bezug auf die Kosten unangemessen sei und daher kein Anspruch auf Gewährung der vollen tatsächlichen Kosten bestände. Die Kläger seien ohne Genehmigung umgezogen.
Die Mutter war dieser Auffassung nicht und zog vors Sozialgericht Aurich.
Anspruch auf die tatsächlichen Kosten der Unterkunft nach § 22 Abs. 1 SGB IIDie Bedarfsgemeinschaft (Kläger) kann vom Jobcenter (JC) die Übernahme der vollen tatsächlichen Bedarfe für die Kosten der Unterkunft und Heizung beanspruchen. Dieser Anspruch beruht auf § 22 Abs. 1 SGB II. Dieser lautet: „Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.“
Keine Absenkung ohne Kostensenkungsaufforderung – hier fehlte sieBevor eine Absenkung der übernommenen Unterkunftskosten auf das vom Leistungsträger als angemessen angesehene Maß erfolgen kann, muss nach ständiger und zutreffender Rechtsprechung der Sozialgerichtsbarkeit zwingend ein sogenanntes Kostensenkungsverfahren durchgeführt werden.
Dieses erfordert die Erteilung einer Kostensenkungsaufforderung durch den Leistungsträger, hier also den Beklagten, gegenüber den Leistungsempfängern, hier also den Klägern. Eine solche Kostensenkungsaufforderung ist nicht aktenkundig und wurde unstreitig nicht erteilt.
Ungenehmigter Umzug: Wann Betroffenen trotzdem die vollen Kosten zustehenDas Jobcenter ist auch nicht berechtigt, bei einem ungenehmigten Umzug nur die angemessenen Unterkunftskosten zu zahlen.
Denn zwar führt die fehlende Genehmigung im Sinne des § 22 Abs. 4 Satz 1 SGB II bezüglich der Übernahme der Unterkunftskosten nach einem Umzug dazu, dass der Leistungsträger berechtigt ist, auch ohne Durchführung des Kostensenkungsverfahrens nur angemessene Unterkunftskosten dem Bedarf zugrunde zu legen.
Dies gilt jedoch dann nicht, wenn ein Anspruch auf die Zusicherung bestanden hat und diese rechtswidrig nicht erteilt worden ist.
Rechtsirrtum des Jobcenters: Es bestand ein Anspruch auf die ZusicherungDas Jobcenter beruft sich darauf, dass es keinen Anspruch auf Zusicherung zu Kosten unangemessenen Wohnraums gibt. Hierauf kann sich das Jobcenter jedoch im Fall der Kläger nicht berufen – Rechtsirrtum des Jobcenters.
Der kommunale Träger ist gemäß § 22 Abs. 4 Satz 3 SGB II zur Zusicherung verpflichtet, wenn die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.
Für die Zusicherung zählt nur die Kaltmiete – nicht die HeizkostenAuf die Angemessenheit der voraussichtlich anfallenden Heizkosten kommt es dabei im Zusicherungsverfahren ausdrücklich nicht an. Es ist also lediglich auf die Netto- bzw. Bruttokaltmiete abzustellen und nicht auf eine Bruttowarmmiete.
Etwaige überhöht entstehende Heizkosten sind im regelmäßigen Rahmen des Kostensenkungsverfahrens zu behandeln.
Heizkosten sind nur eine Prognose – die Kürzung war rechtswidrigDas Jobcenter kürzt hier die gewährten Leistungen um Heizkostenbeträge – dies ist aber nach Auffassung des Gerichts rechtswidrig.
Die Begründung besteht darin, dass es sich bei den an einen Vermieter zu zahlenden Heizkosten nur um prognostische Heizkosten handelt. Allein die Brutto- bzw. Nettokaltmiete ist aufgrund des Mietvertrages als sicher und gegeben anzunehmen.
Tatsächlich wird diese Bewertung dadurch belegt, dass keine Differenz zwischen vertraglichen Konstellationen der Abrechnung von Heizkosten im Mietvertrag über den Vermieter und Konstellationen der Abrechnung der Heizkosten individuell durch den Mieter mit dem Energieversorger zu rechtfertigen wäre.
Abschläge an den Energieversorger lassen sich vorab nicht prüfenBei Energiekostenabschlägen, die die Mieter an den Energieversorger direkt bezahlen, stellt sich eine Prüfung im Zusicherungsverfahren als unmöglich dar. Diese Abschläge sind nicht vor Abschluss des Belieferungsvertrages bekannt und können daher gar nicht im Zusicherungsverfahren überprüft werden.
Heizverhalten ist individuell – der Verbrauch der Vormieter zählt nichtEin weiterer Grund, dass im Zusicherungsverfahren auf überhöhte – nach Auffassung des Leistungsträgers – Heizkosten nicht abgestellt werden kann, besteht darin, dass Heizkosten immer individuell determiniert sind.
So kann es gut sein, dass die vorigen Mieter einer Wohnung aus einem übersteigerten oder auch nur hohen Wärmebedürfnis deutlich höhere Energiekosten verursacht haben im Vergleich zu den die Zusicherung begehrenden Leistungsempfängern.
Anmerkung vom VerfasserSchwache Leistung des Jobcenters, denn dies galt schon bei Hartz IV.
Das Jobcenter darf eine Zusicherung nach § 22 Abs. 4 SGB II nicht mit dem Argument verweigern, die neue Wohnung wäre unangemessen, weil die Heizkosten zu hoch sind.
Sind nur die prognostizierten Heizkosten unangemessen, darf die Zusicherung nicht mit einer solchen Begründung verweigert werden (vgl. dazu Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.10.2008 – L 5 B 2010/08 AS ER –).
QuellenSozialgericht Aurich, Urteil vom 23.06.2026 – S 25 AS 390/23
Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.10.2008 – L 5 B 2010/08 AS ER
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US-ukrainische Geschichten (4)
Die (keinesfalls nur) in der Ukraine grassierende Korruption als Mittel zum Zweck
Korruption wird im Allgemeinen als bedauernswertes und konsequent zu bekämpfendes Phänomen beklagt. Aber gerade aus den Ecken, von wo die Meinungsmacht, also die Macht über den Informationsraum gestaltet wird, sind jene Eliten zu finden, denen an Korruption durchaus gelegen ist. Wir alle sind in unserem Wesen auch Opportunisten. Die Grenzen vom Opportunismus zur Korruption sind fließend und kaum auszumachen. Das kann fatal sein. Denn, wenn wir uns erst einmal im Netz der Korruption verfangen haben, sind wir erpressbar. Diese Methode macht vor der Politik nicht halt. Politiker werden erpressbar, wenn sie zuvor käuflich waren.
Eingangs räumt der Autor ein, dass diese lange Abhandlung in die Reihe US-ukrainischer Geschichten gut hineinpasst, wenngleich anderen Akteuren diesmal eine weit größere Aufmerksamkeit zuteil wird. Auf jeden Fall hat diese Geschichte auch einen britischen Einschlag.
Der „Minditsch-Skandal“ und EnergoatomDas folgende geschah Mitte November 2025:
„Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) [gaben] bekannt, dass sie einen groß angelegten Korruptionsplan im Energiesektor aufgedeckt haben. Die Operation erhielt den Codenamen ‚Midas‘, nach König Midas aus der griechischen Mythologie, der alles, was er berührte, in Gold verwandelte. NABU und SAPO sagten, die Untersuchung, die 15 Monate dauerte und eintausend Stunden Audioaufnahmen umfasste, habe die Beteiligung mehrerer Mitglieder der ukrainischen Regierung aufgedeckt.“ (1)
Im Zentrum der Ermittlungen stand und steht der größte ukrainische Energiekonzern Energoatom. Die dort für die Auftragsvergabe Verantwortlichen ließen sich Aufträge mit Bestechungsgeldern „versüßen“, die sich auf zehn bis fünfzehn Prozent des jeweiligen Auftragswertes beliefen. Auf diese Weise wurden etwa 100 Millionen US-Dollar an Geldern gewaschen (1i). Das NABU betonte:
„Tatsächlich wurde die Leitung eines strategischen Unternehmens mit einem Jahresumsatz von über vier Milliarden Euro nicht von Beamten, sondern von Außenstehenden ohne formelle Befugnisse ausgeübt.“ (1ii)
Vizepräsident und Vorstandsmitglied von Energoatom war seit Mai 2020 ein Deutscher gewesen: Hartmut Jakob. Im November 2025 wurde er suspendiert (2, 3). Was suchen Ausländer in den Vorständen der größten ukrainischen Unternehmen? Und: Bei aller Liebe zum Detail „vergaßen“ es die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland, dieses kleine, feine Detail wenigstens zu erwähnen (4). Dabei sollte uns die Personalie Hartmut Jakob durchaus interessieren (Hervorhebungen durch Autor):
„Hartmut Jakob ist Investmentbanker, führender Finanzfachmann und Spezialist im Energiesektor mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Er hat einen Master-Abschluss in Internationaler Wirtschaft und Finanzen bei der Johns Hopkins University in den Vereinigten Staaten. Außerdem verfügt er über einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft von der Freien Universität Berlin. Zu seinen beruflichen Stationen zählen Tätigkeiten bei der Weltbank und bei führenden Investmentbanken in Osteuropa. Er war Leiter der Energieforschung im Londoner Büro der österreichischen Investmentbank Creditanstalt und hatte die Position des Vorstandsvorsitzenden der Investmentgesellschaft Renaissance Capital Ukraine inne. Er ist deutscher Staatsbürger.“ (a1, 5)
Die Hervorhebungen mögen den geneigten Leser darauf aufmerksam machen, wie in etwa sich der Weg eines Menschen in informelle Netzwerke der Macht gestaltet. Die Frage ist eher rhetorischer Natur: Für wen oder was arbeitet(e) der „führende Finanzfachmann“ Hartmut Jakob — für ukrainische Interessen? Wir werden auf die obige Kurzbiografie zurückkommen. Hat Jakob keinen blassen Schimmer über die korrumptiven Geschäftspraktiken des Unternehmens, dem er vorstand, gehabt? Wozu bedarf es eines sicher fürstlich vergüteten, „führenden Finanzfachmannes“, wenn daraufhin die Korruption in einem Unternehmen nur noch stärker ausufert? Oder darf frevelhaft gefragt werden, ob das Eine in gewisser Weise das Andere bedingt? Die Investmentgesellschaft Renaissance Capital Ukraine hält übrigens auf ihrer Online-Präsenz, zuletzt 2024 aktualisiert, nicht einmal ein Impressum vor, möglicherweise gibt es sie gar nicht mehr und Informationen über diese Gesellschaft sind so gut wie nicht auffindbar (6, 7).
2024 wurden zwei weitere Ausländer in den Aufsichtsrat von Energoatom berufen, der Brite Timothy John Stone und der US-Amerikaner Michael Elliott Kirst (8). Stone ist ein weiterer „führender Finanzfachmann“ (Hervorhebungen durch Autor):
„Timothy John Stone ist Vorsitzender der Nuclear Industry Association of Great Britain sowie von Nuclear Risk Insurers, einem weltweit führenden Anbieter von Nuklearversicherungen. Zuvor war er als unabhängiges Vorstandsmitglied bei Horizon Nuclear Power und als nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der Europäischen Investitionsbank tätig.“ (8i)
Diese bei Energoatom veröffentlichte Vita ist freilich unvollständig. Timothy Stone wurde nämlich praktisch von der britischen Regierung, für die er seit vielen Jahren tätig war, nach Kiew entsandt. Warum er dort hingelangt ist, könnte mit seinen privatwirtschaftlichen Erfahrungen zu tun haben (Hervorhebungen durch Autor):
„Bevor er Berater der britischen Regierung wurde, war Tim Vorsitzender und Gründer der Global Infrastructure and Projects Group von KPMG, nachdem er mehrere Jahre als Geschäftsführer bei S.G. Warburg in New York und London sowie als Geschäftsführer der Chase Manhattan Bank in New York tätig gewesen war.“ (9)
KPMG gilt als eine der vier weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, von „bösen Zungen“ auch als Berater für „legale Steuerhinterziehung“ kritisiert (10). Die Investmentbank S.G. Warburg ist inzwischen von der Schweizer Großbank UBS übernommen worden. Die Chase Manhattan Bank fusionierte zwischenzeitlich mit JPMorgan und gehört mit einer Bilanzsumme von 2,6 Billionen US-Dollar zu den größten Banken weltweit mit den größten Hedgefonds weltweit (11). Auch bei Michael Elliott Kirst wurde die Biografie auf der Energoatom-Präsenz passend gestrafft, denn:
„Michael Elliott Kirst ist Gründer und Geschäftsführer von EuroAtlantic Partners und verfügt über umfassende globale Fachkenntnisse im Energiebereich, insbesondere in der Nuklearindustrie. Er hatte Führungspositionen bei der Westinghouse Electric Company inne.“ (8ii)
Zehn Jahre lang, bis 2005, füllte Kirst direkt in Washington die personelle Schnittstelle eines strategischen Unternehmens zu Regierungsstellen der USA aus. Westinghouse war und ist nämlich der führende Hersteller für militärische und zivile Nukleartechnik in den USA. Dazu war Michael Kirst hochrangiger Wirtschaftsberater in Diensten der NATO. Außerdem beriet er Leon Panetta, der immerhin von 2011 bis 2013 als Kriegsminister der USA und zuvor zwei Jahre als CIA-Chef fungierte (12, 13).
Nunmehr, nach dem Wirbel um die Korruption im Energoatom-Konzern, wurden neue Aufsichtsratsmitglieder ernannt, und wo kamen diese her? Richtig, eben aus der Hemisphäre, aus der auch auch ihre Vorgänger herkamen: aus Kanada, den USA und Frankreich (14, a2).
Hier ist von einem der größten ukrainischen Staatskonzerne die Rede. Einem Konzern, der von Ausländern mit hochwertigen Schnittstellen zu Militär, Politik, Wirtschaft und Finanzen der westlichen Fassadendemokratien beaufsichtigt wird. Was soll da schon in Bezug auf Korruption passieren? Wie wir sehen, kann da alles passieren. Und es ist kein Widerspruch, dass dies „unter Aufsicht“ geschieht. Kontrolle und Steuerung sind Kernelemente von praktischer Machtausübung. Wobei Kontrolle permanent angestrebt wird, Steuerung nur bei Bedarf, quasi zur Nachjustierung, wenn die Dinge nicht mehr wie gewünscht vonstatten gehen.
Wolodymyr Selenskyj gewann die ukrainischen Präsidentschaftswahlen 2019 vor allem deshalb, weil er versprach, konsequent gegen die grassierende Korruption vorzugehen.
Timur Minditsch, Oleksandr Tsukerman und Ihor KolomoyskyiDas NABU geht davon aus, dass als Drahtzieher und Anführer dieser Korruptionsaffäre der Geschäftsmann Timur Minditsch gilt. Der inzwischen 47-jährige Minditsch stammt aus Dnjepropetrowsk in der Osukraine und war einer der engsten Mitarbeiter Selenskyjs, bevor dieser 2019 Präsident wurde. Noch im Jahre 2021 feierte Selenskyj seinen Geburtstag in Minditschs Apartment (15).
Minditsch verfügt über gute Verbindungen zu einem der einflussreichsten ukrainischen Oligarchen: Ihor Kolomoyskyi. Kolomoyskyi besitzt übrigens drei Staatsbürgerschaften: die ukrainische, die zypriotische und die israelische. Minditsch ist Filmproduzuent und Miteigentümer von Kvartal 95, einer von Selenskyj mitgegründeten TV-Produktionsfirma. Nach seiner Wahl im Jahr 2019 übertrug Selenskyj die eigenen Unternehmensanteile an andere Partner. Kvartal 95 pflegt eine enge Zusammenarbeit mit 1+1 Media (16), welches mehrheitlich Ihor Kolomoyskyi gehört (17).
Vergessen wir nicht, dass Selenskyjs Wahl zum Präsidenten der Ukraine allenfalls sekundär den Willen des Volkes widerspiegelte. In erster Linie war es das Ergebnis einer erfolgreichen PsyOp (psychologischen Operation), in der über eine sorgfältig orchestrierte Medienkampagne Selenskyj dem Wahlpublikum schmackhaft gemacht wurde.
Wobei Selenskyj selbst wohl nicht die Erkenntnis zuzutrauen ist, dass er, als er sich über seine Popularität als Schauspieler auf das Präsidentenamt einließ, bereits da rettungslos korrumpieren lassen hatte (18). Letztlich wurde die politisch so erfolgreiche Fernsehserie Diener des Volkes schließlich von einem Oligarchen finanziert (19). Dass der ukrainische Kriegspräsident für die Ewigkeit materiell so empfänglich ist wie die Oligarchen, die ihn in das Amt brachten, ist nicht bewiesen und wird daher vom Autor auch nicht behauptet (20). Es sind wohl eher seine Empfänglichkeiten für die Posaunen des Ruhmes, die ihn in das ukrainische Schlangennest der Macht rutschen ließen.
Schließlich unterzeichnete Selenskyj ein Dekret, das Sanktionen gegen Minditsch und einen anderen Geschäftsmann, Oleksandr Tsukerman, verhängt, der ebenfalls in die Korruptionsermittlungen geraten ist. Pikanterweise sind sowohl Tsukerman als auch Minditsch israelische Staatsbürger, was ihnen im Gegensatz zu ukrainischen Staatsbürgern grundsätzlich die freie Ausreise aus dem Land ermöglicht. Das NABU hatte bereits mehrere mit Minditsch in Verbindung stehende Räumlichkeiten durchsucht. Doch bevor bevor das Büro die Ermittlungen offengelegt hatte, verließ Minditsch die Ukraine — ganz legal. Auch der 61-jährige Tsukerman hatte Berichten zufolge die Ukraine verlassen (1iii).
Das ist interessant, nicht wahr? Der große Oligarch Ihor Kolomoyskyi wie auch die kleineren Oligarchen Oleksandr Tsukerman und Timur Minditsch besitzen neben ihrer ukrainischen auch die israelische Staatsbürgerschaft. Das verschafft diesen Leuten unter bestimmten Voraussetzungen eine gewisse politische Immunität in der Ukraine. Zumindest Tsukerman und Minditsch konnten die Ukraine, wohl auch weil über Insider vorinformiert, rechtzeitig verlassen.
Kolomoyskyi sitzt allerdings seit 2023 in Untersuchungshaft — offiziell wegen des Vorwurfs der Korruption, was ja eigentlich schlüssig erscheint. Mit ehrlicher Arbeit wird man schließlich nicht Milliardär (21). Allerdings sollten wir an dieser Stelle aufgeschlossen genug sein, um annehmen zu dürfen, dass Kolomoyskyi wohl im Kampf um die Macht in Kiew seine Möglichkeiten überschätzt hat (22). Dann und tatsächlich erst dann, wenn Macht und Einfluss schwinden, wird auch Korruption juristisch relevant. Auch das ist ein Grund, warum Leute wie Kolomoyskyi, möglicherweise bis zum bitteren Ende, nicht aufhören können.
Renaissance Capital UkraineDas Investmentunternehmen Renaissance Capital Ukraine (im weiteren RenCap) wurde oben bereits erwähnt. Einer der Vizedirektoren von Energoatom, Hartmut Jakob, hatte früher für RenCap gearbeitet. Insgesamt sind Informationen zu dieser Firma nur mühselig beschaffbar. Ob das immer so war, darf bezweifelt werden. RenCap wurde einmal so beworben:
„Renaissance Capital Ukraine ist eine führende Full-Service-Investmentbank mit Sitz in der Ukraine. Zum Team von Sayenko Kharenko gehörten der Rechtsanwalt Anton Korobeynikov und der Rechtsberater Nazar Chernyavsky unter der Leitung von Partner Michael Kharenko.“ (23)
Sayenko Kharenko arbeitet inzwischen unter anderem als Rechtsberater für die Deutsche Bank (24), und Michael Kharenko ist weiterhin im Investment-Geschäft tätig (25). Die Abwicklung von RenCap haben also beide gut überstanden (26). Aber was macht RenCap in dieser Betrachtung so interessant? Vielleicht, dass, wie üblich bei politisch gehebelten ukrainischen Unternehmen, auch hier ein Ausländer Regie führte. Direktor von RenCap war nämlich der Belgier Peter Vanhecke. Vanhecke durfte auch in den ukrainischen Medien für neoliberal beauflagte Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) werben — eine bemerkenswerte Reichweite (27).
Bringen wir das zusammen. Einer der größten Energiekonzerne der Ukraine wird unter anderen von Ausländern geführt und beaufsichtigt. Einer der Vizedirektoren von Energoatom, ein Ausländer, kam von RenCap. Aber auch das ukrainische RenCap wurde von Ausländern geführt.
Was macht westliche Staatsbürger oder auch im Westen sozialisierte ukrainische Staatsbürger so interessant für leitende Positionen in großen ukrainischen Unternehmen? Sind die Ukrainer vor Ort zu unbedarft, um diese zu führen? Ganz sicher nicht, hier geht es vielmehr um Einfluss, um Kontrolle und Steuerung von außen — und das ganz sicher nicht vorrangig deshalb, um die Ukraine voranzubringen.
RenCap war auf Expansion ausgelegt. Man hoffte, „den Osten“ mit hohen Renditen ausweiden zu können und arbeitete folgerichtig mit ähnlich ausgerichteten Investment-Firmen zusammen, zum Beispiel mit Hedgefonds-Unternehmen wie Citadel aus den USA (28). Wo Investment-Firmen auf der Suche nach Klienten umherstreifen, sind die Berater zur „Sanierung“ und „Umstrukturierung“ nicht weit. Peter Vanhecke war beides. Entsprechend entwickelte sich auch seine Karriere in der Ukraine weiter.
Kaum war RenCap Geschichte, wurde Peter Vanhecke als Berater gesucht und gefunden. Er wurde 2011 zum Vorstandsvorsitzenden des ukrainischen Staatskonzerns Ukrnafta ernannt (29). Wieder sehen wir das beschriebene Muster, in dem ein ukrainisches Unternehmen Steuerung und Führung von außen auferlegt bekommt. Wie läuft das eigentlich mit den Auswahlprozessen für Führungspositionen, insbesondere dort, in der Ukraine? Darf man vorsichtig den Verdacht hegen, dass die dafür notwendigen Netzwerke mit geldwerten Vorteilen gestärkt werden? Welchen Nutzen bringt der Chef eines gescheiterten (?) Investment-Unternehmens als Führungsperson in ein Energieunternehmen ein?
„Der belgische Investmentbanker Peter Vanhecke sollte das mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Öl- und Gasunternehmen Ukrnafta sanieren, als er 2011 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde. Er stellte ein Team zusammen — teilweise aus Reihen seines früheren Arbeitgebers Renaissance Capital —, um den größten Ölproduzenten und zweitgrößten Gasförderer des Landes auf einen Börsengang an einer ausländischen Börse vorzubereiten.“ (30)
Wozu braucht ein staatlich kontrollierter Produzent des strategisch wertvollen Rohstoffs Öl eine Marktkapitalisierung im Ausland? So er sein Öl ausreichend gewinnbehaftet verkaufen kann — und das konnte Ukrnafta ganz sicher auch — wird er immer „flüssig“ sein, nicht nur an Rohöl, sondern auch an Kapital. Man kann ein Unternehmen natürlich auch ausnehmen, um es dann für eine „preiswerte“ Übernahme reif zu machen. Dafür bracht man wiederum geeignete Führungskräfte, welche auf der gleichen Seite des Spielfeldes stehen. Peter Vanhecke ist so einer. Solcherart Dienstleistung muss auch entsprechend gewürdigt werden. Und so kam Vanhecke in den Genuss eines Arbeitsvertrages, den er mit Unternehmen der Minderheitsaktionäre geschlossen hatte, was ihm jährlich mindestens drei Millionen US-Dollar einbrachte (30i).
Erste Frage: Ist das jetzt eigentlich auch Korruption?
Zweite Frage: Wer waren die Minderheitsaktionäre?
Antwort auf die erste Frage: Eigentlich ja, eigentlich eben.
Antwort auf die zweite Frage: Es gab mehrere, aber der größte Aktionär war — Vorhang auf! — Ihor Kolomoyskyi (30ii).
Dabei war Kolomoyskyi selbst auch nur eine politische Schachfigur im großen Ukraine-Geschäft. Nun bietet es sich an zu überprüfen, ob wir es hier mit Zufällen oder mit systemischen Phänomenen zu tun haben. Daher schaute der Autor bei einem weiteren Energiekonzern der Ukraine nach, bei Naftogaz, und was erfahren wir? Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Kanadier Duncan Nightingale, Mitglieder unter anderen der Däne Erik Rasmussen und der Norweger Martin Anfinnsen, beide zuvor oder gleichzeitig mit hochrangigen Positionen im westlichen Wirtschafts- und Finanzsektor betraut (31).
2015 wurde Peter Vanhecke an der Spitze von Ukrnafta abgelöst — von einem Briten. Mark Rollins hatte zuvor bei Britisch Petroleum (BP) und anderen westlichen Ölkonzernen als Manager gearbeitet (32). Erst seit 2020 steht tatsächlich ein Ukrainer an der Spitze von Ukrnafta (33).
Eine kleine VorgeschichteIm Juli 2025 startete der ukrainische Staatssicherheitsdienst SBU im Rahmen einer umfassenden Untersuchung des „Verdachts der russischen Infiltration“ eine Reihe von Razzien beim NABU. Die Wohnungen von über ein Dutzend Mitarbeitern wurden durchsucht und zwei Ermittler festgenommen. Der SBU gab vor, er habe einen NABU-Beamten wegen des Verdachts, ein russischer Spion zu sein, und einen weiteren wegen angeblicher Geschäftsbeziehungen mit Moskau festgenommen. Nach Angaben des Staatssicherheitsdienstes hatten weitere NABU-Beamte Verbindungen zur verbotenen Partei eines flüchtigen ukrainischen Politikers.
Sowohl NABU als auch SAPU wiesen die gegen ihre Mitarbeiter erhobenen Vorwürfe zurück. Stattdessen klagten sie den SBU an, operative Vorarbeit für eine Gesetzesänderung zu leisten, welches die Unabhängigkeit der beiden Behörden faktisch beseitigen sollte.
„Tausende gingen in der gesamten Ukraine auf die Straße, um gegen das Gesetz zu protestieren und Selenskyj aufzufordern, sein Veto einzulegen.“ (1iv)
Kurioserweise verschleiert diese Meldung, dass Selenskyj selbst diese Gesetzesänderung beabsichtigt hatte. Aber schau an: In der Ukraine, in der das Kriegsrecht herrscht, bei dem ein ukrainischer Präsident seit einer 2024 durchgepeitschten Gesetzesänderung faktisch auf Lebenszeit im Amt bleiben kann (solange der Krieg eben andauert), gingen plötzlich Tausende Ukrainer auf die Straße. Sie gingen, weil sie es durften — und das wurde ihnen informell auch klar verständlich gemacht. Sie durften nicht nur, sie wurden animiert, sowohl im öffentlichen Informationsraum wie auch über interne Vernetzung. Was waren das für Menschen, die es da plötzlich zum Protest trieb? Aus welchem Umfeld kamen diese vorwiegend? Wir können da nur spekulieren (34, 35).
Manchmal, vor allem wenn es Machtgruppen nützt, funktioniert auch in der Ukraine die Demokratie ganz gut. Denn eines dürfte wohl klar sein: Eine Demonstration in Kiew, die sich für den Schutz der russischen Ethnie, der größten ethnischen Minderheit in der Ukraine eingesetzt hätte, wäre sicher nicht so handzahm behandelt worden, wie das mit den „spontanen Protesten“ für die „Unabhängigkeit des NABU“ der Fall war. Unabhängig war das NABU sowieso nie.
Das NABU, gegründet nach dem Maidan-Putsch, war stets ein verlängerter Arm der westlichen Drahtzieher des Maidan, ein Werkzeug zur permanenten Kontrolle und Steuerung der ukrainischen Politik gewesen. Operativ war es das US-amerikanische FBI, welches die Fäden in Kiew zog. Doch ist das FBI und seine grobpolitische Ausrichtung heute ein anderes als das FBI, das vor zwölf Jahren Mitverantwortung dafür trug, die politischen Strukturen für die neuen Kiewer Machthaber zu gestalten. Damals war eine den transnational globalistischen Eliten ergebene Obama-Regierung oberster Dienstherr des FBI. Inzwischen wird die Behörde jedoch immer stärker von national-konservativen Kräften aus und hinter den Kreisen der Trump-Administration ausgerichtet. Das macht sich auch in ihrem Wirken in Kiew bemerkbar, und das hilft, die jüngeren Aktivitäten des NABU einzuordnen (36 bis 39).
Die „spontanen“ Proteste hatten jedenfalls Erfolg, nur wenige Tage später wurde die „Wiederherstellung der Unabhängigkeit“ von NABU und SAPO per Gesetz wiederhergestellt. Bezeichnend ist, dass Selenskyj ausländische Spitzenpolitiker über den Entwurf, der doch rein nationales Recht betrifft, in vorauseilendem Gehorsam informierte (40). Aber noch etwas verdient Aufmerksamkeit: Schon vor einem Jahr lancierte das NABU Informationen über Ermittlungen gegen das Vorzeigeunternehmen Fire Point (41). Hängt das Eine mit dem Anderen zusammen?
Das NABU war — Einfluss des FBI hin oder her — nie unabhängig, und das ist völlig in Ordnung. Die hier angemahnte Unabhängigkeit ist als Schlagwort, als Opium fürs Volk zu verstehen und manipulativ. Welche Behörde solcher Art ist denn in einem demokratischen Rechtsstaat in welcher Weise unabhängig? Im Zuge der Gewaltenteilung liegt die Befugnis bei einer von der Regierung (der Exekutive) besetzten Behörde. Zuvor hat der Gesetzgeber (die Legislative) die entsprechenden Gesetze oder Verordnungen angenommen, im Falle der Ukraine ist das die Werchowno Rada (42). Das NABU ist eine beauftragte, ermittelnde Behörde und so wenig unabhängig wie es das Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland auch ist. Pikanterweise gehörte die Gründung einer Behörde wie der NABU zu den Forderungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Kommission in Bezug auf Visaerleichterungen für ukrainische Bürger, die in die EU reisen wollen.
Wenn eine vor allem durch das US-amerikanische FBI kontrollierte ukrainische Behörde anfängt, Korruptionsvorwürfe gegen ein strategisches Unternehmen in den Medien zu streuen, dann geht es um Macht, um Kontrolle und Steuerung. Der Korruptionsvorwurf mag berechtigt sein. Trotzdem ist es nur das Vehikel für die Öffentlichkeit, um den Machtkampf auszutragen. Die Konflikte zwischen Washington auf der einen sowie London und der Brüsseler Bürokratie auf der anderen Seite sind offensichtlich.
Selenskyj wurde Wochen nach der Affäre um die „Unabhängigkeit des NABU“ gezwungen, seinen langjährigen Berater, den Leiter des Präsidialamtes Andrij Jermak zu entlassen (43). Und das war augenscheinlich NABU-Aktivitäten im Vorfeld zuzuschreiben, einschließlich dessen Medienarbeit. Jermak war eher ein Agent Londons als Washingtons, so viel lässt sich sagen. Er selbst trieb schließlich in den Wochen zuvor über die Einflussnahme auf ukrainische Strafverfolgungsbehörden die Entmachtung des NABU voran (44).
Doch ist vieles miteinander verwoben. Vielleicht gefällt ja außerdem bestimmten Leuten in der Washingtoner Administration nicht, wer auf welche Weise das Projekt Fire Point aufgezogen hat und zu welchem Zweck weiterbetreibt.
Fire Point und eine TellerwäschergeschichteWas Fire Point betrifft, drängt sich der Verdacht auf, dass es sich hier vor allem um ein britisches Projekt handelt. Damit geht es dann aber auch um mehr als nur um Profitmacherei auf ukrainische Kosten. Zur Erinnerung an dieser Stelle noch einmal die von den Medien präsentierte Tellerwäschergeschichte zur Entstehung von Fire Point:
„Zu Beginn des umfassenden Krieges im Februar 2022 war das Unternehmen, aus dem später Fire Point hervorging, laut Registrierungsunterlagen der ukrainischen Regierung eine Casting-Agentur für Film- und Fernsehproduktionen. Der rechtlich eingetragene Eigentümer, Yehor Skalyha, ist Geschäftsführer eines anderen Unternehmens, ET Point, das Drehorte ausfindig macht. Die technische Leiterin von Fire Point, Iryna Terekh, leitete zuvor ein Unternehmen, das Gartenmöbel aus Beton herstellte.“ (45)
Die Casting-Agentur hieß Centrocast und tatsächlich war Yehor Skalyha ihr Eigentümer, wie Informationen aus den Epstein-Files bestätigen.
Informationen aus den Epstein-Files!?
„Yehor Skalyha, der Inhaber der Casting-Agentur ‚Centrocast‘, wurde von »Kvartal 95« engagiert, einer Filmproduktionsfirma, die Zelensky gehört. Skalyha erwähnt dies in einem seiner Briefe an Epstein und schreibt, dass er »hier in der Ukraine für eine vielversprechende Produktionsfirma arbeite. Sie wird von einem gutaussehenden jüdischen Mann geleitet, der sich für Schauspielerei und Drehbuchschreiben begeistert. Er ist ein großer Fan von dir und möchte helfen.«“ (46)
Wolodymyr Selenskyj, der „gutaussehende jüdische Mann“, wurde in jener Zeit als aufstrebender Star der ukrainischen Filmindustrie bekannt. Centrocast erkundete für die Filme von Kvartal 95 Drehorte und stellte Statisten bereit (47).
„Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium eine umfangreiche Reihe von Akten im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Unter den Tausenden von Dokumenten geben mehrere Akten Aufschluss über die Verbindungen zwischen Jeffrey Epstein und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Am 3. Januar 2010 schrieb Yehor Skalyha, damals Inhaber der in der Ukraine ansässigen Casting-Agentur Centrocast, eine E-Mail an Epstein, in der er ein 13-jähriges Mädchen mit schauspielerischem Hintergrund beschrieb.“ (46i)
Dem Schriftverkehr ist zu entnehmen, dass es nicht das erste Angebot des Ukrainers war („We got a new one.“) (b1):
Eine direkte Verbindung Selenskyjs zu Epstein ist damit nicht belegt, sondern lediglich die von Yehor Skalyha, der allerdings seinerseits schon aus beruflichen Gründen in mehr oder weniger engen Kontakt mit Selenskyj gestanden haben muss. Auf die Anfrage Epsteins nach dem Aufenthaltsort des Mädchens, antwortete Skalyha, dass sich das Mädchen in Mariupol in der Ukraine befinde, ein Schengen-Visum besitze und jederzeit ausreisen könne.
„Zwei Wochen später wurde Sofia Zhilenkova, ein 13-jähriges ukrainisches Mädchen, in Mariupol als vermisst gemeldet. Der Artikel auf Ostrov.org beschreibt sie genau so, wie Skalyha sie Epstein geschildert hatte: 173 cm groß, mittelgroßer Körperbau, hellbraunes, hüftlanges Haar und braune Augen. Sie wurde nie gefunden.“ (46ii, 48)
Offen ist, wie zuvor die Verbindung von Skalyha zu Epstein zustande kam. Yehor Skalyha ist der jetzige Besitzer von Fire Point, Fire Point der Rechtsnachfolger von Centrocast, Centrocast arbeitete für Kvartal 95, Kvartal 95, mitbegründet von Wolodymyr Selenskyj, war verbunden mit 1+1 Media von Ihor Kolomoyskyi.
„Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sofia in die USA verschleppt wurde und tatsächlich die Person auf den Bildern ist, die zusammen mit Prinz Andrew in Epsteins New Yorker Villa zu sehen ist. Der Zeitpunkt ihres Verschwindens stimmt mit Prinz Andrews letztem offiziellen Treffen mit Epstein im Dezember 2010 in New York City überein. Die Umgebung auf den Bildern entspricht dem Interieur von Epsteins New Yorker Villa. In einer weiteren E-Mail von Skalyha vom 11. Januar 2011 schrieb dieser: »Schade, dass der Prinz unsere kleine Schauspielerin so schlecht behandelt hat.«“ (46iii)
Das ist eine an dieser Stelle nicht weiter verfolgte, aber zumindest erwähnenswerte Verbindung zwischen sich neu etablierenden ukrainischen Eliten auf der einen und britisch-US-amerikanischen Eliten auf der anderen Seite. Doch lassen wir uns an dieser Stelle von einer weiteren märchenhaften Geschichte (siehe die Tellerwäschergeschichte weiter oben) verzaubern — oder doch lieber nicht:
„Wir haben es ziemlich schnell entwickelt. Es dauerte weniger als neun Monate, bis aus der Idee die ersten erfolgreichen Tests auf dem Schlachtfeld wurden. Ich werde Ihnen nichts über die genaue Geschwindigkeit verraten, aber ich kann sagen, dass diese Rakete schneller ist als alle anderen Raketen, über die wir derzeit verfügen […] Sie wird vollständig in der Ukraine produziert.“ (49)
Diese Aussage stammt von Iryna Terekh, eine der drei Besitzer von Fire Point. Danach hat Fire Point als sozusagen Start Up und zuvor in völlig anderen Branchen unterwegs in drei Jahren etwas geschafft, wofür große, mit Hochtechnologie versorgte Rüstungsunternehmen Jahrzehnte benötigten: die Entwicklung eines Marschflugkörpers mit 3.000 Kilometern Reichweite, der einen Sprengkopf von über einer Tonne tragen und bis zu 950 Stundenkilometer schnell sein kann, dazu die einer Rakete, die fast im Hyperschallbereich fliegen kann (50). Das brauchen wir wirklich nicht zu glauben. Was wir da tatsächlich lesen, ist schlicht und einfach eine Tarngeschichte. Flamingo FP-5, so der Name des Marschflugkörpers, ist keine ukrainische Entwicklung.
Erinnert sich der geneigte Leser noch an die Diskussion um den deutschen Marschflugkörper Taurus, der den ukrainischen Streitkräften zur Verfügung gestellt werden sollte? Ist dem einen oder anderen noch geläufig, wie die Briten vor zwei Jahren die deutsche Regierung zu diesem Schritt drängten (51)? Das Aussehen wie auch die außergewöhnlichen Leistungsparameter der FP-5 ähneln in erstaunlicher Weise einem Produkt, das im Februar 2025 von der Milanion Group vorgestellt wurde (52).
„Die Milanion Group Ltd., eine im Jahr 2020 im Vereinigten Königreich eingetragene Privatgesellschaft, ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts von Flamingo. […] Die FP-5-Rakete, die Milanion auf der IDEX 2025 vorgestellt hat, ist hinsichtlich Gewicht, Reichweite, Nutzlast und Flugprofil nahezu identisch mit der Flamingo. Der Zeitplan deutet darauf hin, dass die Ukraine die Technologie möglicherweise im Rahmen eines Technologietransfers, einer gemeinsamen Entwicklung oder einer Lizenzproduktion erhalten könnte.“ (53)
„Erhalten könnte“ war die Wortwahl im Sommer 2025. Ein Jahr später ist das „könnte“ zur Gewissheit geworden, das „erhalten könnte“ eine schlichte Manipulation für etwas damals bereits in Umsetzung begriffenes. Ergänzen wir noch die Informationen zum Portfolio der Milanion Group. Die dort entwickelten, weitreichenden Angriffsdrohnen finden gleichfalls ihr Pendant bei Fire Point (Drohnen der FP-1- und FP-2-Serie) (54). Mit Ukrainian Armor produziert Milanion außerdem unbemannte autonome Landfahrzeuge für Kampf- und Versorgungseinsätze, die inzwischen zu tausenden an der ukrainisch-russischen Front eingesetzt werden (55).
Drei engagierte Personen aus dem Mediengeschäft beziehungsweise „Ich-AGs“ beschließen Ende 2022, Drohnen zu bauen, um keine drei Jahre später Rüstungsaufträge in der schwindelerregenden Summe von einer Milliarde US-Dollar einzuheimsen (45i). Keine drei Jahre nach dem Start des Projekts ist Fire Point eng in den militärisch-industriellen Komplex der NATO-Staaten in Europa integriert und produziert technologisch fortschrittliche Drohnensysteme und Raketen zu Tausenden (56, 57). Im Januar 2023 zählte das Unternehmen 18 Beschäftigte, im Juni 2026 waren es 7.000 (58).
Ohne sorgfältige Planung, ohne stetigen, jedoch gut kontrollierten Technologietransfer, ohne die kontinuierliche Bereitstellung von Material und Halbfertigprodukten, vor allem ohne Ströme von Geld ist das alles völlig undenkbar. Das ist keine ukrainische Geschichte, es ist ein Aspekt des NATO-ukrainischen Krieges gegen Russland und gleichzeitig die Umsetzung eines Geschäftsmodells mit vielen Spielern.
Der Artikel leitete mit einem Korruptionsskandal bei Energoatom ein. In diesem Skandal war Ihor Fursenko als ein Schlüsselmitglied für Geldwäscheoperationen verwickelt (59). Bei den Ermittlungen stellte sich jedoch außerdem heraus, dass Fursenko, durch Oleksandr Tsukerman (siehe weiter oben) vermittelt, bei Fire Point in einer Scheinbeschäftigung angestellt war. Fursenko ließ sich aus recht triftigen Gründen auf seine Kurierdienste ein, gab ihm das doch die Möglichkeit, der Zwangsmobilisierung zu entgehen (60, 61).
Die Vorzeigeraketen von Fire Point basieren auf westlicher Technologie. Das Geld fließt über westliche Kredite (die wiederum mit eigener Schuldenaufnahme „abgesichert“) und den ukrainischen Staatshaushalt zu Fire Point. Kritische Komponenten wie Raketentreibstoff werden in das vermeintlich sichere westliche Hinterland ausgelagert (62). Ausdrücklich hat Selenskyj diesbezüglich Norwegen, Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Litauen benannt (63).
So man die Epstein-Files ernst nimmt, ist es eine seit Jahrzehnten bestehende Vernetzung westlicher Eliten zu Leuten aus dem Dunstkreis des Oligarchen Ihor Kolomoyskyi, die Fire Point zu dem gemacht haben, was es heute ist. Yehor Skalyha, einer der Miteigentümer von Fire Point, ist Teil dieses Netzwerkes. Seine Kontakte zu Epstein sagen genug (46iv). Und damit ist Fire Point lediglich eine täuschende Fassade der westlichen Geldmaschine. Es ist eine Transferstelle für die immensen Geldströme, die von westlichen Staaten als Schulden aufgenommen werden, um über den ukrainischen Umweg private „Investoren“ eben im Westen zu bereichern.
Gehen wir abschließend noch davon aus, dass die derzeitigen Proteste gegen den mehr oder weniger erzwungenen Rücktritt des ukrainischen Kriegsministers Fedorow (64) — in Russland sarkastisch auch Papp-Maidan genannt — in Wirklichkeit einen Verteilungskampf um Geldflüsse darstellen. Genauer gesagt, wohin die Geldflüsse umgeleitet werden, welche in die Ukraine strömen (65). Denn der Großteil dieses Geldes bleibt dort nicht. Aber das ist schon wieder eine neue Geschichte.
Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(a1) Die Übersetzungen aus dem Englischen erfolgten unter Zuhilfenahme von DeepL.com.
(a2) Der frühere Westinghouse-Direktor Patrick Fragman ist Ende Mai 2026 von seinen Posten als stellvertretender Vorsitzender und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates bei Energoatom vorzeitig zurückgetreten. Er begründete seine Entscheidung mit Überlastung (66).
(1 bis 1iv) 15.11.2025; The European Circle; Operation „Midas“: Alles, was Sie über die Antikorruptionsermittlungen in der Ukraine wissen müssen; https://www.european-circle.de/operation-midas-alles-was-sie-ueber-antikorruptionsermittlungen-in-der-ukraine-wissen-muessen/
(2) 12.11.2025; Komersant; Government dismisses Energoatom vice president: what is known; https://komersant.ua/en/uriad-usunuv-z-posady-vitse-prezydenta-enerhoatomu-shcho-vidomo/
(3) 14.11.2025; Antikor; Alina Kravchenko; Corruption scandal at „Energoatom“: the government dissolved the Supervisory Board and suspended top officials; https://antikor.ua/en/articles/803018-korruptsionnyj_skandal_v_energoatome_praviteljstvo_raspustilo_nabljudateljnyj_sovet_i_otstranilo_top-chinovnikov
(4) 12.11.2025; ARD, BR24, AFP, dpa, Reuters; Rebecca Barth; Korruptionsskandal erschüttert Ukraine: Was bislang bekannt ist; https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/korruptionsskandal-erschuettert-ukraine-was-bislang-bekannt-ist,V2Kes88
(5) 11.05.2020; Nuclear Engineering; Ukraine’s Energoatom begins to put its house in order; https://www.neimagazine.com/news/ukraines-energoatom-begins-to-put-its-house-in-order-7917871/?cf-view
(6) Renaissance; https://rns.capital/en/; abgerufen: 22.07.2026
(7) Cbonds; Renaissance Capital Ukraine TIN 33545608, Liquidated; https://cbonds.com/company/4374/; abgerufen: 22.07.2026
(8 bis 8ii) 22.06.2024; Energoatom; The Supervisory Board of Energoatom was formed; https://energoatom.com.ua/en/news/kabinet-ministriv-ukrayini-zatverdiv-sklad-naglyadovoyi-radi-energoatoma
(9) nri; Tim Stone; https://nuclear-risk.com/team-member/tim-stone/; abgerufen: 22.07.2026
(10) OM2025 LLC; Wem gehört KPMG — Eigentümer und Partner; https://www.uamr.de/wem-gehoert-kpmg/; abgerufen: 22.07.2026
(11) 04.03.2011; market folly; https://www.marketfolly.com/2011/03/top-10-biggest-hedge-funds-in-2010.html
(12) 06.01.2009; Welt; Torsten Krauel; Leon Panetta — Ein Außenseiter im Chefsessel; https://www.welt.de/politik/article2979934/Obamas-Team-Leon-Panetta-Ein-Aussenseiter-im-CIA-Chefsessel.html
(13) about.me; Michael E. Kirst; https://about.me/michaelekirst; abgerufen: 22.07.2026
(14) 27.02.2026; Ministry of Economy, Environment and Agriculture of Ukraine; Energoatom Holds First Meeting of the Newly Appointed Supervisory Board: Leadership Elected and Strategic Focus on Attracting Investors Defined; https://me.gov.ua/News/Detail/db36e40d-c0ff-4e4d-88d5-47b70c932c2a?isSpecial=True&lang=en-GB
(15) 10.11.2025; The Kyiv Independent; Oleg Sukhov; Who is Timur Mindich, Zelensky’s secretive associate at the center of a major corruption probe?; https://kyivindependent.com/who-is-timur-mindich/
(16) 1+1 Media; Kvartal TV; https://media.1plus1.ua/en/tv-channels/kvartal; abgerufen: 23.07.2026
(17) 20.12.2019; interfax-Ukraine; Kolomoisky to head supervisory board of 1+1 TV channel; https://en.interfax.com.ua/news/economic/631571.html
(18) 26.10.2023; Reuters; Detained Ukraine tycoon Kolomoisky gives up control of 1+1 Media for five years; https://www.reuters.com/world/europe/detained-ukraine-tycoon-kolomoisky-gives-up-control-11-media-five-years-2023-10-26/
(19) IMDB; Diener des Volkes; https://www.imdb.com/title/tt6235122/?language=de-de; abgerufen: 23.07.2026
(20) 01.09.2022; der Freitag; Martin Leidenfrost; Selenskyj-Villa in Forte dei Marmi: Hübsche Hecke und 600 Meter bis zum Meer; https://www.freitag.de/autoren/martin-leidenfrost/huebsche-hecke
(21) 17.06.2020; Eurasia.net; Katya Gorchinskaya; A brief history of corruption in Ukraine: the dawn of the Zelensky era; https://eurasianet.org/a-brief-history-of-corruption-in-ukraine-the-dawn-of-the-zelensky-era
(22) 22.05.2026; Razom UA; Tetiana Suchkova-Ladik; $3 Milliarden für „Betrug byzantinischer Komplexität“: Berufungsgericht von England bestätigt Schulden von Kolomoiski und Bogolyubov; https://razomua.media/de/news/finansy/3-mlrd-za-shakhraystvo-vizantiyskoyi-skladnosti-apelyatsiynyy-sud-anhliyi-pidtverdyv-borh-kolomoyskoho-i-boholyubova
(23) 20.05.2019; Welt; Pavel Lokshin; Der Oligarch, der Präsident Selenski in ein Dilemma stürzte; https://www.welt.de/politik/ausland/article193775367/Ukraine-Igor-Kolomojski-der-Oligarch-der-nie-aufgibt.html
(24) 12.08.2009; Sayenko Kharenko; Sayenko Kharenko advised on USD 175 million Eurobond Restructuring of XXI Century; https://sk.ua/sayenko-kharenko-advised-on-usd-175-million-eurobond-restructuring-of-xxi-century/
(25) ITFC; Experts; https://tradecenter.org.ua/eng/experts; abgerufen: 23.07.2026
(26) Sayenko Kharenko; About us; https://sk.ua/about/; abgerufen: 23.07.2026
(27) 13.11.2008; Unian; Struggling Ukraine braces for tough IMF medicine; https://www.unian.info/society/161576-struggling-ukraine-braces-for-tough-imf-medicine.html
(28) 01.03.2010; Future Banking; Renaissance Capital, Citadel Investment Form New JV; https://www.banking-gateway.com/news/renaissance_capital_citadel_investment_form_new_jv_100302/
(29) 25.02.2011; Bloomberg; Daryna Krasnolutska; RenCap’s Vanhecke Appointes Head of Ukrnafta, Ministry Says; https://www.bloomberg.com/news/articles/2011-02-25/rencap-s-vanhecke-appointed-head-of-ukrnafta-ministry-says-1-
(30 bis 30ii) 17.09.2015; Kyiv Post; Mark Rachkevych; Scandal swirling over pay of Ukrnafta’s Belgian ex-CEO; https://archive.kyivpost.com/article/content/ukraine-politics/scandal-swirling-over-pay-of-ukrnaftas-belgian-ex-ceo-398158.html
(31) Naftogaz; Management — Supervisory Board; https://www.naftogaz.com/en/management/supervisory-board; abgerufen: 23.07.2026
(32) OMICS International; Mark Rollins; https://biography.omicsonline.org/ukraine/ukrnafta/mark-rollins-114528; abgerufen: 23.07.2026
(33) 03.08.2020; Ukrnafta; Oleg Gez was appointed Chairman of the Management Board of PJSC „Ukrnafta“; https://www.ukrnafta.com/en/oleg-gez-was-appointed-chairman-of-the-management-board-of-pjsc-ukrnafta
(34) 23.07.2025; taz; Odessa protestiert gegen Selenskyj; https://taz.de/Ukrainisches-Korruptionsgesetz/!6102546/
(35) Open Society Foundation; Central European University; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Ukrain&page=4&grant_id=OR2023-89975; abgerufen: 22.07.2026
(36) 09.02.2016; NABU; FBI representative will work together with the NABU detectives; https://nabu.gov.ua/en/novyny/fbi-representative-will-work-together-nabu-detectives
(37) 30.06.2016; NABU; NABU has signed Memorandum of Understanding with the FBI; https://nabu.gov.ua/en/novyny/nabu-has-signed-memorandum-understanding-fbi
(38) 06.12.2017; Unian; Taras Chornovil; Right to cooperation: can NABU and FBI conduct joint operations?; https://www.unian.info/politics/2283111-right-to-cooperation-can-nabu-and-fbi-conduct-joint-operations.html
(39) 05.11.2022; Corruption In The Anti-Corruption System; https://telegra.ph/CORRUPTION-IN-THE-ANTI-CORRUPTION-SYSTEM-11-05
(40) 24.07.2026; ARD-Tagesschau; Selenskyj lenkt nach Protesten ein; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-korruptionsgesetz-einlenken-100.html
(41) 26.09.2025; ARD-Tagesschau; Rebecca Barth; Wie Aktivisten in der Ukraine gegen Korruption kämpfen; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-korruption-bekaempfung-100.html
(42) National Anit-Corruption Bureau of Ukraine; History of NABU; https://nabu.gov.ua/en/about-the-bureau/struktura-ta-kerivnitctvo/istoriya-stanovlennya/; abgerufen: 23.07.2026
(43) 28.11.2025; Tagesspiegel; Valerila Semeniuk, Maria Kotsev; Nach Durchsuchung wegen Korruptionsaffäre: Selenskyjs Präsidialamtschef Jermak tritt zurück; https://www.tagesspiegel.de/internationales/nach-durchsuchung-wegen-korruptionsaffare-selenskyjs-prasidialamtschef-jermak-tritt-zuruck-14984264.html?icid=in-text-link_15572149
(44) 28.11.2025; The Kyiv Independent; Kateryna Denisova, Tim Zadorozhnyy, Kateryna Hodunova und weitere; Zelensky’s chief of staff Yermak resigns amid Ukraine’s biggest corruption scandal; https://kyivindependent.com/zelenskys-chief-of-staff-yermak/
(45, 45i) 26.10.2025; New York Times; Andrew E. Kramer; 3 Years Ago It Was a Casting Agency. Now It Has $1 Billion in Drone Contracts.; https://www.nytimes.com/2025/10/26/world/europe/ukraine-fire-point-drones-flamingo.html
(46 bis 46iv) 05.03.2026; The Epstein Files Database; Ukrainian casting agency tied to Zelensky supplied Epstein with underage girls; https://web.archive.org/web/20260307165313/https:/epsteinfilesdb.com/ukrainian-casting-agency-tied-to-zelensky-supplied-epstein-with-underage-girls/
(47) 28.10.2025; Kyiv Post, The New York Times; Ukraine’s Flamingo Missile Manufacturer Once Scouted Locations for Zelensky Films; https://www.kyivpost.com/post/63151
(48) 18.01.2010; Ostrow; Объявлена в розыск пропавшая без вести 13-летняя жительница Мариуполя (Фото); https://www.ostro.org/ru/news/obyavlena-v-rozysk-propavshaya-bez-vesty-13-letnyaya-zhytelnytsa-maryupolya-foto-i75446
(49) 29.08.2025; The Kyiv Independent; Kollen Post; Exclusive: Maker of Ukraine’s new Flamingo cruise missile facing corruption probe; https://kyivindependent.com/exclusive-maker-of-ukraines-prized-flamingo-cruise-missile-facing-corruption-probe/
(50) 21.08.2025; Politico; Veronika Melkozerova; Meet Flamingo, the missile that brings European Russia within Kyiv’s range; https://www.politico.eu/article/flamingo-ukraine-3000km-cruise-missile-woman-vladimir-putin-donald-trump-volodymyr-zelenskyy-drone/
(51) 09.03.2024; ARD-Tagesschau; Briten können sich einen Ringtausch vorstellen; https://www.tagesschau.de/inland/taurus-ringtausch-vorschlag-100.html
(52) 20.02.2025; Army Recognition; Milanion captures global attention with its new FP-5 cruise missile and Magia swarm intelligence system at IDEX 2025; https://www.armyrecognition.com/archives/archives-aerospace-defense/defense-news-aerospace-2025/milanion-captures-global-attention-with-its-new-fp-5-cruise-missile-and-magia-swarm-intelligence-system-at-idex-2025
(53) 18.08.2025; Frontier India; Joseph P Chacko; Ukraine’s 3,000 km Range Flamingo Missile: Everything We Know So Far; https://frontierindia.com/ukraines-3000-km-range-flamingo-missile-everything-we-know-so-far/
(54) Milanion; https://milaniongroup.com/air-capability/advanced-drone-systems/; abgerufen: 28.07.2026
(55) 19.08.2025; TaSS; Kiev presents Flamingo as its own product, hides collapse of military industry — expert; https://tass.com/politics/2004735
(56) 17.06.2026; militär aktuell; Christian Bendl; Hensoldt und Fire Points Partnerschaft für Raketenabwehrsystem Freyja; https://militaeraktuell.at/hensoldt-fire-point-raketenabwehrsystem-freyja/
(57) 15.06.2026; Cash.; Fire Point: Was die Diehl-Gespräche für Anleger bedeuten; https://www.cash-online.de/a/fire-point-was-die-diehl-gespraeche-fuer-anleger-bedeuten-720134/
(58) 03.07.2026; SatMeteo; Diese Rakete soll die Wende im Ukraine-Krieg bringen; https://satmeteo.com/de/news/diese-rakete-soll-die-wende-im-ukraine-krieg-bringen-5d8680cd7dc643ffa6e070ec10edea7a
(59) 12.11.2025; Yuliia Zavodska; The court remanded the chief accountant in the „Energoatom“ case Ihor Fursenko into custody; https://babel.ua/en/news/123000-the-court-remanded-the-chief-accountant-in-the-energoatom-case-ihor-fursenko-into-custody
(60) 12.04.2026; PressWay; Der Eigentümer des ukrainischen Drohnenherstellers Fire Point, Denys Shtilerman, bereinigt Korruptionsverbindungen zu Figuren aus den „Mindich-Aufnahmen“; https://pressway.net/news/305878-der_eigentmer_dec_ukrainischen_drohnenherstellers_fire_point_denys_shtilerman_bereinigt_korruptionsverbindungen_zu_figuren_aus_den_mindich-aufnahmen
(61) 13.11.2025; The Kyiv Independent; Kollen Post; Corruption investigation reveals startling link between defense company Fire Point, Zelensky’s associate Mindich; https://kyivindependent.com/money-man-for-mindich-energy-corruption-scheme-was-employed-by-flamingo-maker-fire-point/
(62) 02.12.2025; ARD-Tagesschau; Ukraine baut Rüstungsfabrik in Dänemark; https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/ukraine-ruestungsfirma-daenemark-100.html
(63) 14.10.2025; Business Insider; Sinéad Baker; Dänemark lässt die Ukraine Waffen auf NATO-Boden produzieren; https://www.businessinsider.de/wirtschaft/daenemark-erlaubt-der-ukraine-waffen-auf-nato-boden-zu-produzieren/
(64) 16.07.2026; ARD-Tagesschau; Ghilko Gläßgen; Was hinter der Ablösung von Fedorow steckt; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-fedorow-ruecktritt-100.html
(65) 21.07.2026; Reporter; Grigory Tarasenko; The conflict between Ajax Systems and Fire Point is behind the events in Ukraine.; https://en.topcor.ru/72919-za-sobytijami-na-ukraine-stoit-konflikt-ajax-systems-i-firepoint.html
(66) 22.05.2026; Nuclear Engineering; Fragman exits Energoatom; https://www.neimagazine.com/news/fragman-exits-energoatom/
(b1) Yehor Skalyha, Ukraine, Jeffrey Epstein, Mail; 03.01.2010; Epstein-Files; https://web.archive.org/web/20260310230006/https://epsteinfilesdb.com/ukrainian-casting-agency-tied-to-zelensky-supplied-epstein-with-underage-girls/
(Titelbild) Dollar, Puppe, Marionette, Oligarch; Autor: geralt (Pixabay); 03.04.2023; https://pixabay.com/de/illustrations/marionette-bildung-person-f%c3%a4den-7894709/; Lizenz: Pixabay License
Kuba: Mehr als 7.000 Container mit Lebensmitteln und Medikamenten blockiert
Perus Ex-Präsident Humala aus der Haft entlassen
There Is Beauty Everywhere. Even In Dystopia. Even In Armageddon.
One point I will always adamantly insist on is that it’s entirely possible to live a joyful and exuberant life in the midst of this abusive dystopia.
There’s a pervasive, unexamined notion throughout revolutionary politics that there’s some kind of nobility in being miserable. If it isn’t seen as noble, it’s at least seen as rational, because everything is so unjust and unhealthy.
There’s a widespread assumption that your level of political awareness should have an inverse correlation to your level of personal happiness, because of all the tyranny, injustice, poverty, genocide and ecocide. That it would be selfish to be happy in a world so deeply troubled.
But that’s rubbish. Nobody is helped by your misery. By depriving yourself of joy, you are only depriving the world of that much joy. Being more joyful makes you more energized, more helpful, and more useful to the cause, and it brings joy to everyone around you.
Being joyful is a skill, and like any other skill it takes practice. But it’s something we all have access to if we want it.
Being joyful doesn’t entail hiding from the misery of the world or compartmentalizing away from the reality of what’s happening; quite the opposite, in fact. It entails opening yourself all the way up to what’s happening in each moment and feeling it all with the heart of a poet. It means becoming more sensitive, not less, because a stripped-open sensitivity is where ubiquitous beauty is found.
We always have access to joy because we always have access to beauty. Beauty is everywhere. Even in dystopia. Even in this slow-motion armageddon we now find ourselves in. Even in the exhaust fumes and the flashing screens. Even in the polluted oceans and falling bombs. Everywhere you look, everywhere you feel, everywhere you listen, an overpowering beauty shines forth.
They say beauty is in the eye of the beholder, but that’s false. Beauty is in everything. The failure to see beauty is in the eye of the beholder. Beauty is just another word for the experience of having truly seen something. If the eye is failing to see the beauty in a given moment, the fault lies with the perceiver, not with the perceived.
You know that feeling when you’re showing someone your favorite movie for the first time, and it’s at your favorite part, and you look over at them to see their response, and they’re missing the whole thing because they’re looking at their phone?
Most people live their whole lives that way. Missing all the best parts while fixating on empty nonsense. Keeping their attention wrapped up in their mental monologues of judgement and worry. In their endless search to distract themselves from the present moment. In their doomscrolling and other addictive behaviors.
They’re missing moment after moment of radiant, electrifying beauty, and they’re trading it all for so very, very little. They’re going to look back on their lives from their deathbeds and realize that they weren’t really there for it. That they missed all the best parts while chasing their goals, running away from their aversions, and trying to distract themselves from the tedium of it all.
The best parts that get missed are the parts our minds tend to dismiss as boring and unworthy of our attention. The daily commute. The wait in the elevator. The kitchen cleanup. The hanging of laundry. The sights outside the window. The sounds inside the room. The feeling of the floor under the feet and the air in the lungs. Every single moment of this is packed full of staggering beauty.
I insist that this is true. Insist on it. If we were fighting holy wars over this principle, I would happily die on the front lines defending it. There are very few things in life that I hold a rock-solid uncompromising view on, but the fact that there is beauty in everything is one of them. Anyone who disagrees is simply wrong, and I will tell them so with great vehemence in my voice.
Don’t waste your precious time here missing the beauty of each moment. This is more important now than ever, because we don’t know how long humanity’s adventure on this miraculous blue world will last. Tomorrow has never been guaranteed to any of us, but these days it’s not even guaranteed to our species.
We are all going to die. Maybe we will die one by one, or maybe we will all die together in one frightening moment. In either case, we owe it to ourselves and to our world to try our very best to deeply appreciate every moment of every day of the time that we have left.
Just keep bringing your attention back to what’s here and now, and keep looking for the beauty in it. I swear to you it’s there. It’s there in the feelings in the body. It’s there in the sights, sounds and smells of everyday living, no matter what else is happening in your life or in our world. Keep looking for it, and you’ll get better and better at seeing it.
That’s how life becomes more joyful. Not by chasing the highs or running from the lows, but from learning to relish the beauty that’s inherent in terrestrial sensory experience every single moment of your life, no matter what else happens to be occurring.
Learn to do this, and you can live the rest of your life knowing that even if it all comes crashing down one day, at least you’ll know you tried your very best to make sure you didn’t miss the miraculousness of your time here.
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America’s Middle East Bases: An Imperial Burden
Fauci-Tagebücher enthüllen Gates' Einflussnahme auf das «Pandemie»-Geschehen
Finanzwissenschaftler Stefan Homburg hat einen Blick in die Tagebücher des ehemaligen COVID-Beraters der US-Regierung Anthony Fauci geworfen und brisante Informationen veröffentlicht. In einer E-Mail vom 22. April 2020 präsentiert «Impfguru» Bill Gates seinen Plan zur Ankurbelung des Impfstoffgeschäfts und Durchimpfung der Weltbevölkerung. Er schrieb an «Tony»:
«Das Ziel ist es, die ein oder zwei besten Impfstoffkonzepte auszuwählen und die gesamte Weltbevölkerung zu impfen. Das sind sieben Milliarden Menschen, wenn es sich um einen Einzeldosis-Impfstoff handelt, und 14 Milliarden, wenn es ein Zweidosis-Impfstoff ist. Die Welt wird sich beeilen, diese Impfstoffe zu beschaffen, sodass das Produktionsvolumen beispiellos sein wird und wahrscheinlich mehrere Unternehmen einbezogen werden müssen.»
Homburg weist darauf hin, dass den Bürgern zu diesem Zeitpunkt erzählt wurde, es gäbe noch gar keine Covid-Impfstoffe. Er konstatiert: «Erstaunlich ist der frühe Zeitpunkt, zu dem ein unstudierter Oligarch der US-Gesundheitsbehörde schrieb, wo es langgeht.»
Collage Stefan Homburg: Gates' E-Mail und ein Auszug aus seinem an Fauci übermittelten Plan.
Nur zur Erinnerung: Schon am 12. April 2020 war der vermeintliche «Philanthrop» bei den «Tagesthemen» der ARD eingeladen – und präsentierte seine unvergessene, über neunminütige Impf-Werbekampagne. Moderator Ingo Zamperoni diente gerne als Steigbügelhalter, als Gates erklärte, dass «wir» sieben Milliarden Menschen impfen müssten. Obendrein hatte Gates bereits eine klare Vorstellung davon, welche Maßnahmen die Regierungen ergreifen müssten, um die angebliche «Pandemie» in den Griff zu kriegen.
Wie Homburg berichtet, hatte Gates von der US-Regierung eine «Q clearance» erhalten, das ist die höchste Sicherheitsfreigabe. Damit bekam er Zugang zu «Top-Secret»-Dokumenten (wir berichteten). Gates habe die modRNA-Kampagne gesteuert, während die Öffentlichkeit an seriöse Zulassungsverfahren und «TheScience™» glaubte. Der Finanzwissenschaftler betont: «Viele haben diesen Betrug mit ihrem Leben bezahlt».
Die obige E-Mail und weitere amtliche Dokumente, etwa zur Sicherheitsfreigabe, finden Sie hier.
Ein weiterer Skandal, den Homburg aufdeckt, betrifft die Beeinflussung der US-Wahlen im Jahr 2020. Am 7. August hielt Fauci in seinem Tagebuch fest, dass er einen Anruf von Larry Horowitz erhalten hatte. Dieser arbeitete damals mit der demokratischen Politikerin Nancy Pelosi zusammen, die von 2019 bis 2023 Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten war. Ziel des Anrufs war, zu verhindern, dass die Zulassungen der experimentellen COVID-«Impfstoffe» noch vor der Wahl erteilt wurden.
Fauci rief daraufhin Peter Marks an, der in diesem Zeitraum für die Überwachung des Impfprogramms der Regulierungsbehörde FDA zuständig war. In seinem Tagebuch hielt er fest:
«Ich habe (…) ihm erklärt, dass wir hinter ihm stehen würden, wenn er an seiner Linie festhält. Er bezeichnete das AstraZeneca-Paket als ‹ein heilloses Chaos›, das definitiv noch nicht reif für eine Notfallzulassung ist.»
In diesem Zusammenhang veröffentlicht Homburg einen Auszug aus den geleakten RKI-Files. In den Protokollen des Krisenstabs ist am 28. September 2020 zu lesen:
«Zulassung vor US-Wahlen ist nicht gewünscht, auch nicht bei der europäischen Behörde. Das heißt, es wird erste Ergebnisse nicht vor November geben. Alle Impfstoffhersteller produzieren bereits Impfstoffe, die voraussichtlich im 1. Quartal 2021 zur Verfügung stehen.»
Collage Stefan Homburg; Auszüge aus Faucis Tagebuch und RKI-Files
Homburg resümiert, dass die Zulassung vor der Wahl Bidens Wahlchancen gemindert hätte und dass «Gesundheitsbehörden» letztendlich an einer «perfiden» Beeinflussung der Wahl mitwirkten. Die Zulassung sei verzögert worden, um einen Erfolg Trumps zu verhindern. Die Hersteller hätten trotzdem schon eifrig produziert.
Anzumerken ist auch, dass der AstraZeneca-Impfstoff wenige Wochen später eine Notfallzulassung erhielt, obwohl Marks ihn kurz zuvor als «noch nicht reif» dafür erachtet hatte.
Ex-Sprecherin des ukrainischen Präsidenten: Selenskyj ist das Hauptproblem der Ukraine
Wladimir Selenskyj ist zum größten Problem der Ukraine und zum Hauptprofiteur des Konflikts mit Russland geworden, erklärte seine ehemalige Pressesprecherin Julia Mendel. Wie RT berichtet, warf sie dem ukrainischen Präsidenten vor, sich durch die Absage der Wahlen an die Macht zu klammern. Sie unterstellte ihm auch, ein Auge zuzudrücken, während sein engster Kreis in grassierende Korruption verstrickt sei.
Mendel, die von 2019 bis 2021 als Selenskyjs Sprecherin fungierte, äußerte sich in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Journal du Dimanche. Sie griff ihren ehemaligen Chef scharf an und warf ihm vor, Korruption zu fördern, einen autoritären Kurs einzuschlagen und den Konflikt zu seinem eigenen politischen Überleben zu verlängern.
«Ich glaube, er ist zum Hauptproblem meines Landes geworden», erklärte Mendel. «Die Welt hat die Ukraine nur noch als das Gesicht eines einzigen Mannes wahrgenommen. Sie hat dieses verzerrte Bild geglaubt.» Mendel ergänzte, Selenskyj sei nun «der Hauptprofiteur dieses Krieges», da er ihm erlaube, nach der Absage der Wahlen an der Macht zu bleiben.
Wie RT erklärt, endete Selenskyjs Amtszeit als Präsident 2024, doch er weigerte sich unter Berufung auf das Kriegsrecht, Neuwahlen anzusetzen. Moskau erklärte Selenskyj daraufhin für «illegitim» und betonte, sein zweifelhafter Rechtsstatus sei ein Hindernis für jedes Friedensabkommen.
Mendel erinnerte zudem an den sogenannten Midas-Fall, den größten Korruptionsskandal der Ukraine, in dem Personen aus Selenskyjs Umfeld beschuldigt wurden, rund 100 Millionen US-Dollar Schmiergeld vom staatlichen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom veruntreut zu haben (wir berichteten).
Bekannte Kontakte zwischen den Verdächtigen – darunter Timur Minditsch, ein langjähriger Vertrauter des ukrainischen Präsidenten, der den Spitznamen «Selenskyjs Brieftasche» trägt – «erwecken den Eindruck einer mafiaähnlichen Organisation», so Mendel weiter. «Ich habe seine [Selenskyjs] Bankkonten nie gesehen, aber wenn fast jeder in seinem Umfeld der Korruption beschuldigt wird, wie kann es sein, dass der Präsident nichts weiß?», fragte sie und fügte hinzu, der ukrainische Präsident sei «entweder inkompetent oder er tut so, als sehe er nichts».
Mendel wies zudem darauf hin, dass Unternehmen aus Selenskyjs engstem Umfeld «Milliarden Euro» an EU-Geldern einstreichen.
Sie führte die Zwangsrekrutierung als Beweis für Selenskyjs autoritären Kurs an, da ukrainische Einberufungsbeamte wiederholt beschuldigt wurden, Männer von der Straße weg zu verhaften – was mitunter zu Gewalt und sogar tödlichen Auseinandersetzungen führte –, um angesichts des Personalmangels an der Front die Mobilisierungsquoten zu erfüllen.
Mendel stellte fest, dass die Verantwortlichen «fast nie bestraft» werden. Selenskyj habe «das Vertrauen des Volkes in den Staat missbraucht».
Auf die Frage nach Medienberichten, wonach Kiew im Konflikt die Oberhand gewinne, widersprach Mendel. «Selbst wenn Russland verliert, heißt das nicht, dass die Ukraine gewinnt. Und Russland verliert nicht», sagte sie und erläuterte, Moskau passe sich den Drohnenangriffen an.
Die ehemalige Sprecherin appellierte an den Westen, «diesen Krieg zu beenden» und «die Ukraine zu retten». Sie führte Finnlands Friedensabkommen mit der Sowjetunion nach dem Winterkrieg 1940 als Vorbild für ein gelungenes Abkommen an und betonte, dass Finnland zwar Gebiete abgetreten, aber «seinen Staat, sein Volk und seine Freiheit gerettet» habe.
Mendel kritisierte Selenskyj scharf und behauptete RT zufolge bereits im Mai, dessen Drogenkonsum sei in den Machtzentren Kiews ein «offenes Geheimnis». Sie behauptete zudem, die ukrainische Delegation sei bereit gewesen, bei den Istanbul-Gesprächen 2022 «alle russischen Forderungen» zu akzeptieren, bevor westlicher Druck das Abkommen zum Scheitern brachte.
US-Geheimdienstbehörde IARPA plant, neurologische Erkrankungen anhand von Videoclips zu diagnostizieren
Die US-amerikanische Geheimdienstbehörde IARPA arbeitet an der Diagnose verschiedener neurologischer Erkrankungen durch die Analyse von Videoaufnahmen menschlicher Bewegungen. Wie The Sociable berichtet, kündigte IARPA im April den Start ihres Programms «Movement Observation and Video-based Evaluation System» (MOVES) an. Ziel ist die Diagnose neurologischer Erkrankungen anhand von frei zugänglichen Videoclips.
Zu diesen Erkrankungen gehören: Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), zerebelläre Ataxie (Störung der Bewegungskoordination, die durch Schäden am Kleinhirn verursacht wird), essentieller Tremor und die neurologische Bewegungsstörung Dystonie. Zittern, Tics, Zuckungen, Gangstörungen, Gleichgewichtsstörungen sowie Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen sollen anhand von Videoclips, deren Perspektive oder Auflösung möglicherweise nicht optimal sind, analysiert und diagnostiziert werden. IARPA schreibt:
«MOVES zielt darauf ab, Algorithmen zu entwickeln, die Kliniker bei der Diagnose einer kleinen Anzahl neurologischer Erkrankungen unterstützen. Dabei sollen suboptimale oder schwierige Videoaufnahmen, die aus nicht-klinischen Perspektiven stammen und auch eingeschränkte Sicht sowie vollständig bekleidete Personen zeigen können, berücksichtigt werden.»
Der Entwurf der Ausschreibung für das MOVES-Programm könnte den Eindruck erwecken, es gehe um den Gesundheitssektor. The Sociable weist jedoch darauf hin, dass IARPA Technologien für Geheimdienste entwickelt, «die im Auftrag der USA lügen, betrügen und Geheimnisse stehlen». Das Programm wird folgendermaßen vorgestellt:
«Angesichts der zunehmenden Verbreitung digitaler Gesundheitsdienstleistungen ist es unerlässlich, dass medizinisches Fachpersonal Zugang zu virtuellen Tools hat, die persönliche Gesundheitsuntersuchungen ergänzen oder ersetzen können.»
Die Algorithmen sollen also Medizinern bei der Diagnose helfen, und diese wiederum sollen die Genauigkeit der Algorithmen überprüfen, stellt The Sociable fest und ergänzt:
«Letztendlich sollen beide Seiten den Geheimdiensten mehr Informationen über die Erkrankungen ihrer Zielpersonen liefern.»
Das Portal fragt somit:
«Warum sollten Geheimdienste wissen wollen, welche neurologischen Probleme manche Menschen haben? Möchten sie vielleicht Schwächen bei Personen von Interesse identifizieren, die aktiv überwacht und ins Visier genommen werden? Oder kennen sie die Schwächen ihrer Zielpersonen bereits, und MOVES könnte ihnen helfen, ihre Identität zu bestätigen? Viele mögliche Szenarien spielen eine Rolle.»
IARPA zufolge werden die generierten Animationen mit den Bewegungen im Quellvideo synchronisiert, «sodass medizinisches Fachpersonal mithilfe der Skelett- und Körperanimationen direkt im Originalvideo Diagnosen stellen kann.»
Letztendlich strebt das Programm zwei konkrete Lösungen an: Die Extraktion von Skelettbewegungen und Körperform unter der Kleidung sowie die Anordnung der Videoclips nach ihrer diagnostischen Relevanz und die Durchführung einer Diagnose.
Das MOVES-Programm wird von Dr. Stergios Papadakis geleitet, dem IARPA-Programmmanager, der laut seiner Biografie seit 2024 für die Organisation tätig ist. Zuvor war Papadakis 20 Jahre lang am Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University tätig, wo er als leitender Wissenschaftler und Chefwissenschaftler die Forschung und Entwicklung neuartiger Sensoren und Sensorsysteme für Biometrie, elektronische Hardware-Sicherheit, Hochfrequenztechnik, Optik und Photonik sowie die CBRN-Detektion (chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Stoffe) verantwortete. Er ist außerdem aktuell Programmmanager des IARPA-Programms «Biometric Recognition & Identification at Altitude and Range» (BRIAR).
The Sociable berichtete im September 2019 unter der Überschrift «Geheimdienste wollen Personen präzise von Drohnen und Dächern aus identifizieren» über die Ankündigung des BRIAR-Programms. Dies sei zwei Jahre vor dem offiziellen Start des BRIAR-Programms im Jahr 2021 geschehen. Möglicherweise gebe es Überschneidungen mit dem im April zusammen mit mehreren anderen Forschungsprogrammen gestarteten MOVES-Programm. Beispielsweise versuche das Programm «Locations Using Sound» (LocUS), Bild-, Audio- und Videoclips sowohl in Innenräumen als auch im Freien zu geolokalisieren.
Laut dem Entwurf des LocUS-Programms soll jedes Bild, jeder Audio- oder Videoclip, egal ob drinnen oder draußen aufgenommen, mit einer Genauigkeit von 90 Prozent und einem Radius von 250 Metern um das Ziel geolokalisiert werden. «Und das ohne biometrische Identifizierungsmethoden wie Gesichts- oder Stimmerkennung» stellt das Portal fest und resümiert:
«Würde man MOVES mit LocUS kombinieren, könnte man sich beispielsweise ein niedrig aufgelöstes Video einer scheinbar nicht identifizierbaren Person ansehen und nicht nur deren genauen Standort bestimmen, sondern auch feststellen, ob und gegebenenfalls welche neurologische Erkrankung vorliegt.»
«Ich habe mich geirrt»: US-Sportkommentator entschuldigt sich für Kritik an ungeimpftem Basketballstar
Während der «Pandemie» wurden einige Sportler diskriminiert und mussten Konsequenzen hinnehmen, weil sie die «Impfung» gegen «COVID-19» ablehnten. So auch der US-Basketballstar Kyrie Irving.
Stephen A. Smith, ein hochangesehener US-Basketballanalyst, entschuldigte sich nun beim ungeimpften Irving für seine Kritik während der Corona-Zeit. Wie The Defender berichtet, unterbrach er seinen Urlaub, um nach der Anhörung von Anthony Fauci vor dem US-Senat am 30. Juli ein Entschuldigungsvideo an Irving aufzunehmen. Smith erklärte:
«Kyrie Irving hatte, unabhängig von unserer Meinung, möglicherweise mehr Recht, als wir ihm zugestanden haben, und wurde zweifellos stärker angefeindet, als er verdiente. Und meine Damen und Herren, ich fange damit an.»
Wie fast alle Medienschaffenden hatte Smith Irving 2021 dafür kritisiert, dass er sich trotz der NBA-Vorschrift, die für alle Spieler verpflichtend war, nicht die experimentellen mRNA-Injektionen verabreichen ließ. Dadurch verpasste er laut dem Defender viele Spiele, als er noch bei den Brooklyn Nets unter Vertrag stand.
Smith begann sein fast 20-minütiges Entschuldigungsvideo in seiner «Stephen A. Smith Show» mit den Worten:
«Ich sah mich gezwungen, auf Sendung zu gehen, denn meine Damen und Herren, ich muss etwas tun, was ich zwar schon früher getan habe, aber in meiner Karriere noch nicht so oft tun musste … nämlich mich entschuldigen.»
Später sagte Smith:
«Es geht hier nicht um ihn, den Basketballspieler. Es geht um ihn, den Menschen. Fakt ist: Kyrie Irving hatte, egal was wir denken, vielleicht mehr Recht, als wir ihm zugestanden haben, und wurde zweifellos stärker verunglimpft, als er es verdient hatte. Und meine Damen und Herren, es fängt bei mir an.
Ich habe es Ihnen schon oft gesagt: Ich bin ein Mann. Wenn ich mich irre, gebe ich es zu. Aber was Kyrie Irving angeht … ich kann mich gar nicht genug entschuldigen.»
Er ergänzte:
«Aber der springende Punkt ist, dass wir diejenigen nicht verurteilen können, die misstrauisch waren und die Vorgänge hinterfragt haben. Das schließt auch jemanden wie Kyrie Irving mit ein.
Kyrie Irving ist ein phänomenaler Basketballspieler. Er ist außerdem ein guter, gewissenhafter Mensch – und hatte nie die Absicht, jemanden zu verletzen. Er hat lediglich von seinem gottgegebenen Recht als Mann und amerikanischer Staatsbürger Gebrauch gemacht, anders zu handeln, als es die Öffentlichkeit von ihm verlangte.
Ich war nicht allein; viele, viele Menschen vertraten diese kritische Position. Sie lagen falsch. Und ich lag falsch. Er hatte Besseres verdient. Vor allem von mir.»
Weiter stellte Smith klar:
«Kyrie Irving hat niemandem Unrecht getan. Wir haben ihm Unrecht getan. Ich habe ihm Unrecht getan. Und dafür entschuldige ich mich aufrichtig. Ich fand es einfach wichtig, das zu sagen.»
The Defender spekuliert, dass neue Informationen Smith veranlasst haben, seine Sichtweise zu ändern. Wie viele US-Amerikaner sei er während der «Pandemie» auf Nummer sicher gegangen und habe es nicht gewagt, Autoritäten in Frage zu stellen. «Das sollten wir begrüßen», so das Portal.