Perspektiven der individuellen und sozialen Selbstverwirklichung

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Perspektiven der individuellen und sozialen Selbstverwirklichung
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Unser staatlich geprägtes Bildungssystem ist veraltet

Perspektiven der individuellen und sozialen Selbstverwirklichung

+++Unser staatlich geprägtes Bildungssystem ist veraltet. Es wird weder den Bedürfnissen des Einzelnen nach individueller Entfaltung zu einer freien Persönlichkeit, noch den Zukunftsforderungen der Gesellschaft gerecht, die sich insbesondere im Arbeitsleben in einem rasanten Umbruch befindet. Aufgrund klarer Analysen entwirft der Autor in prägnanten Begriffen Perspektiven einer notwendigen Veränderung des Bildungswesens, zu der jeder einzelne die Initiative ergreifen kann.+++ (-Herbert Ludwig)

Ein Gastbeitrag von Lars Grünewald (ersch. auf FASSADENKRATZER)

► Gleiche Bildung für alle?

Konventionelle Bildung, wie sie insbesondere in staatlich kontrollierten und organisierten Institutionen wie Schulen und Hochschulen betrieben wird, zielt auf den Erwerb konkreten Wissens und bestimmter konkreter Fähigkeiten ab, die wir in ihrer Gesamtheit als Sachkompetenz bezeichnen können: In der Schule gibt es zunächst inhaltlich bestimmte Fächer, deren jeweilige Bildungsziele durch Lehrpläne festgelegt werden.

Schulkinder-Grundschueler-Schulklasse-Schulfaecher-Schulsystem-Bildungskonzept-Bildungssystem-Bildungsziele-Lehrplaene-Kritisches-Netzwerk-Fruehkonditionierung

Hochschulen und Berufsausbildungen spezialisieren dann ihre Bildungsziele durch Studienordnungen und Ausbildungsverordnungen, welche für jedes Studienfach bzw. jeden Ausbildungsgang wiederum das Erreichen einheitlicher Bildungsziele vorschreiben, um den Studierenden und Auszubildenden auf der Grundlage von Prüfungen staatlich sanktionierte Abschlüsse zu vermitteln, die sie zum Ergreifen eines Berufes befähigen und somit “tauglich“ für den Arbeitsmarkt machen sollen.

Sowohl die Gestaltung schulischer Lehrpläne und Abschlüsse als auch die unterschiedlichen Studien- und Ausbildungsgänge richten sich primär am Prinzip der Gleichheit aus: Konventionelle Bildung ist fortwährend bestrebt, gleiche Bedingungen, Anforderungen, zeitliche und inhaltliche Abläufe, Prüfungen, Abschlüsse usw. für alle Teilnehmer zu schaffen.

Dieses Gleichheitsziel behindert einerseits die „freie Entfaltung der Persönlichkeit“ im Sinne des  § 2 unseres Grundgesetzes und damit das Recht jedes jungen Menschen „auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ (Sozialgesetzbuch, 8. Buch, § 1). Andererseits wird eine auf Gleichheit ausgerichtete Bildung den Zukunftsforderungen unserer gesellschaftlichen Entwicklung nicht gerecht, weswegen es darauf ankäme, das veraltete und individualitätsfeindliche Prinzip der „gleichen Bildung für alle“ zu überwinden und durch ein zukunftsfähiges und in diesem Sinne modernes Bildungskonzept zu ersetzen.

Bildungssystem-Buecher-Literatur-Bildungsgegenstand-Fachliteratur-Hochschulen-Bildungsinhalte-Bildungsreform-Kritisches-Netzwerk-Studienordnungen-Schulbuecher

► Wandel des Arbeitslebens

Gegenüber den festgefügten kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Vergangenheit erleben wir in unserer Zeit eine allmähliche, stetig fortschreitende Auflösung gesellschaftlicher Strukturen. Insbesondere das gesellschaftliche Arbeitsleben zeichnet sich durch eine immer höhere Fluktuation und Unbeständigkeit aus, die sich in Zukunft noch beträchtlich steigern wird: Die zunehmende Mechanisierung der Arbeitsprozesse (insbesondere durch die massiv fortschreitende Roboterisierung im Produktions- und Dienstleistungsbereich), der stetige technische Fortschritt und der hiermit in Wechselwirkung stehende schnelle Wandel der Bedürfnisse verlangen von den arbeitenden Menschen eine immer größere Flexibilität, mehrfach die Beschäftigung und die Ausrichtung ihrer Arbeit zu wechseln.

Damit wird der Beruf als jahrhundertelange primäre Kategorie des Arbeitslebens immer mehr durch die weitaus flexiblere Form der Projektarbeit ersetzt werden. Aufgrund der Aufeinanderfolge unterschiedlicher Projekte im Verlauf des Arbeitslebens unterschiedlicher Menschen werden sich zunehmend individuelle Arbeitsbiographien herausbilden und die oftmals lebenslange, auf einen einzigen Arbeitsbereich beschränkte Berufsarbeit ersetzen.

An die Stelle konventioneller Berufsausbildungen wird daher zunehmend die Ausbildung zur Projektarbeit treten müssen, weil sich die Ausbildung notwendigerweise der Flexibilisierung der Arbeit anpassen muss, um Menschen angemessen auf ihr Arbeitsleben vorzubereiten. Jahrelange Spezialausbildungen werden vermehrt durch konzentrierte Vorbereitungen auf bestimmte Projekte (Lehrgänge, Schulungskurse, Kompaktseminare etc.) ersetzt werden, Ausbildungs- und Arbeitsphasen werden einander vielfach abwechseln, und ein nicht unwesentlicher Teil der Bildung wird sich erst im Verlauf der Projektarbeit selber erwerben lassen. Insgesamt werden Arbeit und Bildung im zukünftigen gesellschaftlichen Arbeitsleben weit stärker ineinander integriert werden müssen, anstatt in eine einzige Ausbildungsphase und eine daran anschließende Berufstätigkeit zu zerfallen, wie dies in der Vergangenheit durchweg der Fall war.

Projektarbeit-Workshops-Gemeinschaftsgestaltung-Zusammenarbeit-Roboterisierung-Faehigkeiten-Skills-Kritisches-Netzwerk-Arbeitsform-Arbeitsphasen-Ausbildungsphase

► Biographische Individualisierung

Der Wandel des gesellschaftlichen Arbeitslebens ist nur ein Sonderfall der zunehmenden Unstetigkeit und Unsicherheit der menschlichen Lebensverhältnisse in unserer Gesellschaft, denn labile gesellschaftliche Verhältnisse resultieren zwingend in zunehmend unvorhersehbaren und unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven der an dieser Gesellschaft beteiligten Menschen. Infolgedessen werden sich die Lebensvoraussetzungen sowie die Bedürfnisse, denen gemäß unterschiedliche Menschen ihr Leben gestalten, in immer größerem Umfang individualisieren. Individualisierte Arbeitsbiographien stellen folglich nur einen, wenngleich besonders wichtigen Aspekt der zunehmenden biographischen Individualisierung von Menschen dar, während Lebensläufe in der Vergangenheit prinzipiell standardisierten Einheitsmustern folgten, welche insbesondere durch den Beruf und den familiären Status eines Menschen bestimmt wurden.

Weil die biographische Entwicklung der Menschen immer unvorhersehbarer wird, ist auch nicht kalkulierbar, welche konkreten Fähigkeiten ein Mensch benötigen wird, um die in unterschiedlichen Situationen seines Lebens jeweils an ihn herantretenden Herausforderungen zu bewältigen. Und da Fähigkeiten durch Bildung vermittelt werden, ist folglich auch unabsehbar, welche Bildung ein Mensch während seines Lebens brauchen, und wann er die jeweilige Bildung benötigen wird. Allgemeine Lehrpläne und Studien- bzw. Ausbildungsverordnungen stellen deswegen vollkommen ungeeignete Instrumente dar, Menschen eine zukunftstaugliche Bildung zu vermitteln:

–   Das jeweils angelernte Wissen wird meistens in einem zu großen zeitlichen Abstand zur Notwendigkeit seiner tatsächlichen Anwendung erworben und ist bis dahin oftmals bereits vergessen.
–   Ein erheblicher Anteil der vermittelten Bildungsinhalte ist für das Leben des betreffenden Menschen überhaupt niemals relevant und deswegen überflüssig.
–   Der tatsächliche Anwendungsfall erfordert oftmals ein weit differenzierteres Wissen und Können, als es durch allgemeine Bildungsprozesse vermittelbar ist. Vermeintliche Allgemeinbildung ist deswegen vielfach zu oberflächlich, um in der Praxis nützlich zu sein.

Dies ist besonders dann der Fall, wenn die erforderlichen Bildungsinhalte überhaupt nicht aufgrund ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit, sondern im Hinblick auf das Bestehen von Prüfungen gelernt werden: Das Lernen für Prüfungen ist eine weit verbreitete Dekadenzerscheinung insbesondere staatlich kontrollierter Bildung, welche deren Effizienz nicht etwa optimiert, sondern vielmehr minimiert.

Bildungssystem-Studenten-Campus-Universitaeten-Studienordnung-Kritisches-Netzwerk-Bildungsinhalte-Hochschulstudium-Universitaetsabschluss-Bachelor-Studienzeit

► Metafähigkeiten

Gibt es überhaupt allgemeine Bildungsvoraussetzungen, welche den Menschen zu einer „eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ machen und ihn zu einer möglichst selbständigen Gestaltung seines Lebens befähigen?

Konkrete, situationsbezogene Fähigkeiten (Sachkompetenzen) können diese Aufgabe nicht erfüllen, weil sie immer nur in bestimmten Lebenssituationen anwendbar sind, von denen vielfach unabsehbar ist, ob und in welcher Ausprägung ein einzelner Mensch derartige Situationen wirklich erleben und die zu ihrer Bewältigung jeweils erforderlichen Fähigkeiten tatsächlich benötigen wird.

Die soziale Selbstverwirklichung eines Menschen erfordert vielmehr die Vermittlung allgemeiner Fähigkeiten, die ein Mensch dann in unterschiedlichen Situationen selber individualisieren und auf die jeweils aktuellen Erfordernisse abstimmen muss. Wir können solche allgemeinen Fähigkeiten als Metafähigkeiten bezeichnen und zunächst vier Grundfähigkeiten der individuellen Selbstverwirklichung voneinander unterscheiden, nämlich die Fähigkeiten zur

–    Selbstorganisation
–    Selbstausbildung
–    Selbsterziehung und zur
–    Selbstreflexion

Die soziale Selbstverwirklichung des Menschen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Menschengemeinschaften setzt darüber hinaus drei soziale Grundfähigkeiten voraus, nämlich die Fähigkeiten zur

–   Kommunikation
–   Beziehungsgestaltung und zur
–   Gemeinschaftsgestaltung

Teamarbeit-teamwork-Co-Working-Gruppenarbeit-Arbeitsorganisation-Arbeitsteilung-Projektarbeit-Zusammenarbeit-Arbeitsform-Kritisches-Netzwerk-Selbstverwirklichung

► Die Grundfähigkeiten der sozialen Selbstverwirklichung

Sehen wir uns diese sieben Grundfähigkeiten etwas näher an:

–   Selbstorganisation ist die Gestaltung des eigenen Lebens gemäß den eigenen Intentionen. Zunächst geht es darum, die eigenen Prioritäten zu ermitteln und zu bestimmten Handlungsvorhaben (Projekten) zu konkretisieren, um sodann die eigene Prioritätensetzung in seiner Zeitgestaltung umzusetzen und geeignete Formen und Methoden für die Verwirklichung seiner Zielsetzungen zu finden und anzuwenden. Weitere wesentliche Ziele sind die effiziente Organisation und konsequente Durchführung der eigenen Arbeitsvorhaben sowie die zeitliche Koordination seiner unterschiedlichen Tätigkeiten und Projekte.

–   Selbstausbildung ist die Einarbeitung in neue Sachgebiete mittels geeigneter Methoden. Wenn wir uns mit neuen Themen vertraut machen wollen, uns für neue Arbeitstätigkeiten vorbereiten oder uns neue Arbeitsgebiete erschließen möchten, ohne eine fremdbestimmte Ausbildung zu absolvieren, dann erfordert dies grundlegende Fähigkeiten der Selbstausbildung, um sich das jeweils benötigte Wissen und Können selber zu erarbeiten. Die Fähigkeit zur Selbstausbildung ermöglicht es dem Menschen, im Laufe seines Lebens beliebige selbstbestimmte Bildungsprojekte zu organisieren und durchzuführen und daher seine individuelle Bildungsbiographie selber zu gestalten.

–   Selbsterziehung ist die Arbeit an den eigenen intellektuellen und charakterlichen Fähigkeiten, deren Mangel einen am Erreichen selbstbestimmter Zielsetzungen, an der Lösung von Problemen oder an der Erschließung neuer Lebensperspektiven hindert. Dazu zählen Willensstärke, Selbstdisziplin, Initiative, Geduld, analytische und organisatorische Fähigkeiten, die Fähigkeit zur aufmerksamen Beobachtung usw.

–   Selbstreflexion ist die gezielte Auswertung der eigenen Erfahrungen sowie das bewusste Fassen neuer Entschlüsse. Reflexion und Selbstkritik sind erforderlich, um die eigenen Erlebnisse und Aktivitäten sowie deren Ergebnisse bezüglich ihrer Fortschritte zu beurteilen und ggf. Ziele, Methoden, zeitliche Perspektiven, Erwartungshaltungen usw. zu korrigieren und der aktuellen Situationseinschätzung anzupassen. Die kontinuierliche Selbstreflexion stellt sowohl eine „Qualitätskontrolle“ des eigenen Handelns und seiner Ergebnisse als auch die Basis für ein systematisches Lernen aus der eigenen Erfahrung dar. Ohne Selbstreflexion ist ein selbstbestimmtes Handeln unmöglich.

–   Kommunikation ist der intellektuelle und emotionale Austausch mit anderen Menschen. Die Ziele gelingender Kommunikation sind es, sich anderen Menschen verständlich zu machen, sie zu verstehen sowie konstruktiv auf ihre Äußerungen zu reagieren. Kommunikation ist ersichtlicherweise eine Schlüsselfähigkeit des menschlichen Zusammenlebens; und ohne funktionierende Kommunikation haben größere Beziehungsprobleme kaum eine Aussicht auf eine befriedigende Lösung.

–   Beziehungsgestaltung ist die bewusste Mitgestaltung seiner zwischenmenschlichen Beziehungen sowohl im Arbeits- wie auch im Privatleben. Dies betrifft zunächst ganz allgemein den Umgang mit anderen Menschen, d.h. das eigene Sozialverhalten. Darüber hinaus geht es darum, für seine zwischenmenschlichen Beziehungen eine jeweils geeignete individuelle Form zu finden, die beiden Beziehungspartnern gleichermaßen gerecht wird. Voraussetzungen hierfür sind eine realistische Einschätzung seines jeweiligen Gegenübers, realistische Erwartungen an seine Beziehungspartner, die Erkenntnis des Potenzials einer Beziehung und seiner Entwicklungsmöglichkeiten, der konstruktive Umgang mit Beziehungsproblemen usw.

–   Gemeinschaftsgestaltung ist das Zusammenwirken der Mitglieder einer Interessengemeinschaft bei der Verfolgung gemeinsamer Zielsetzungen. Hierbei geht es um die Abstimmung individueller und gemeinsamer Intentionen aufeinander, um den Umgang der Mitglieder einer Gemeinschaft miteinander und mit auftretenden Problemen, um die Herbeiführung und Durchführung gemeinsamer Beschlüsse, um die Ausbildung geeigneter Strukturen des Zusammenwirkens, insgesamt also um Selbstorganisation einer Arbeits- oder Interessengemeinschaft.

► Individualisierung der Bildung  

Lars-Gruenewald-Arbeit-und-Selbstverwirklichung-Projektarbeit-als-zukuenftige-Arbeitsform-Kritisches-Netzwerk-Bildungsbiographie-Bildungskonzept-BildungssystemDie Ausbildung der genannten Grundfähigkeiten wird einen Menschen befähigen, mit den unterschiedlichsten im Verlauf seines Lebens an ihn herantretenden Herausforderungen souverän und angemessen umzugehen und ihm insofern eine umfassende soziale Selbstverwirklichung im Sinne einer „freien Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit“ ermöglichen. Demgegenüber müssten die konkreten Bildungsinhalte einzelner Sachgebiete bzw. konventioneller „Schulfächer“ vielfach in den Hintergrund treten.

Selbstverständlich benötigt ein Mensch, der in unserer Gesellschaft bestehen will, hinreichende Kenntnisse in Deutsch, Englisch, Mathematik usw. Zunächst ist hierbei jedoch nur dasjenige Wissen und Können relevant, welches zur problemlosen Bewältigung des eigenen Alltags wirklich erforderlich ist. Die Ausbildung der genannten Grundfähigkeiten wird es einem Menschen jedoch ermöglichen, sich genau diejenigen konkreten Fähigkeiten selber anzueignen, die er in einer bestimmten Lebenssituation oder Lebensphase wirklich braucht.

Damit wird der Erwerb konkreter Bildung zu großen Teilen ebenfalls zu einer individuellen, durch den einzelnen Menschen in eigener Initiative betriebenen Angelegenheit.

Die individuellen Bildungsanstrengungen, die ein Mensch im Verlauf seines Lebens unternimmt, resultieren in einer individuellen Bildungsbiographie, welche das ergänzende Gegenstück zu seiner individuellen Arbeitsbiographie u. damit einen ebenso wesentlichen Bestandteil seiner biographischen Gesamtentwicklung bildet: Eine zukunftsgerechte Bildung wird eine zunehmende Individualisierung menschlicher Bildungsbiographien zur Folge haben.

Lars Grünewald
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Lars Grünewald, seit seiner Jugend mit der anthroposophischen Geisteswissenschaft Rudolf Steiners befasst, insbesondere deren erkenntnistheoretischen und menschenkundlichen Grundlagen, studierte nach dem Abitur Musik- und Erziehungswissenschaften und organisierte sich anschließend ein privates Philosophiestudium, in dessen Verlauf er sich neben neuzeitlicher Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie vor allem auf die Philosophen des Deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling, Hegel) und hier wiederum insbesondere auf Hegels Wissenschaft der Logik konzentrierte.

Mit Vorträgen und Seminaren arbeitet er heute beruflich selbständig im Bereich der Erwachsenenbildung, wo es ihm vor allem um eine Verknüpfung der innerhalb des Deutschen Idealismus entwickelten dialektischen Denkmethode mit den wesentlichen sozialen Fragen unserer Zeit geht, wie etwa den Grundprinzipien der gesellschaftlichen Gestaltung, der Entwicklung des Arbeitslebens, grundlegenden Fragen der Pädagogik, der Organisation institutioneller Arbeitszusammenhänge, der Entwicklung und Vermittlung von Methoden der individuellen Selbstverwirklichung u.a. >> weiter.

Vertiefende Publikationen zum Thema >> weiter.

"Arbeit und Selbstverwirklichung: Projektarbeit als zukünftige Arbeitsform" von Lars Grünewald, BoD - Books on Demand; Auflage: 1 (11. Mai 2018) - 60 Seiten, Taschenbuch 10,00 € inkl. Porto, ISBN-13: 978-3752831474.


► Quelle: Der Artikel wurde am 13. April 2019 erstveröffentlicht auf Herbert Ludwigs Blog FASSADENKRATZER - Blicke hinter die Oberfläche des Zeitgeschehens. >> Artikel.

ACHTUNG: Die Artikelübernahme auf Kritisches Netzwerk wurde vom Rechteinhaber Herbert Ludwig per Mail vom 27. Dez. 2018 autorisiert. Die Bilder und Grafiken sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten folgende Kriterien oder Lizenzen, siehe weiter unten. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt.

Über Ludwigs Blog FASSADENKRATZER:

In allem, was ist und geschieht, muss man die Oberfläche vom Inhalt, den Schein von der Wirklichkeit unterscheiden. Die Verlautbarungen der Politiker, der verschiedenen gesellschaftlichen Interessengruppen, die Meldungen und Kommentare der Medien, kurz: die veröffentlichte Meinung, die als öffentliche Meinung ausgegeben wird und Meinung und Bewusstsein der Menschen prägt, sind vielfach nur die Oberfläche dessen, was in Wahrheit vorgeht. Man muss an der Fassade kratzen, um hinter die Oberfläche zu kommen und zu dem vorzudringen, was wirklich geschieht. >> weiter.


► Bild- und Grafikquellen:

1. Schulkinder im Klassenzimmer. In der Schule gibt es inhaltlich bestimmte Fächer, deren jeweilige Bildungsziele durch Lehrpläne festgelegt werden. Foto: sobima. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

2. Bücherstapel auf Kopf. Eine auf Gleichheit ausgerichtete Bildung wird den Zukunftsforderungen unserer gesellschaftlichen Entwicklung nicht gerecht, weswegen es darauf ankäme, das veraltete und individualitätsfeindliche Prinzip der „gleichen Bildung für alle“ zu überwinden und durch ein zukunftsfähiges und in diesem Sinne modernes Bildungskonzept zu ersetzen. Foto: geralt / Gerd Altmann, Freiburg. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

3. Projektarbeit: Der Otelo Futurespace ist ein Planspiel, das aus verschiedenen Labs besteht, bei dem vor allem die Praxis im Vordergrund steht. In Workshops löst man in Gruppen bestimmte Aufgaben. Die dafür notwendigen Fähigkeiten und Skills erarbeitet man sich selbständig in den verschiedenen Labs. Foto/Credit: Magdalena Sick-Leitner. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

4. Studenten besuchen eine Vorlesung im Hör-/Lehrsaal einer Uni. Die Regelstudienzeit (auch Regelzeit) ist die Semesterzahl, die für das Absolvieren eines Vollzeitstudiengangs benötigt wird. Sie war als Rechtsanspruch für Studenten gedacht, um nicht während ihres Studiums die Streichung ihres Faches aus dem Angebot der Universität befürchten zu müssen. Foto: nikolayhg / Nikolay Georgiev, Berlin. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

5. CO-WORKING: Gruppenarbeit ist ein arbeitsorganisatorisches Konzept, das einer Gruppe von Arbeitnehmern für einen abgegrenzten Aufgabenbereich im arbeitsteiligen Produktionsprozess die selbstständige Regelung der internen Aufgabenverteilung überlässt. Die soziale Selbstverwirklichung des Menschen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Menschengemeinschaften setzt aber drei soziale Grundfähigkeiten voraus, nämlich die Fähigkeiten zur Kommunikation, Beziehungsgestaltung und zur Gemeinschaftsgestaltung. Foto: geralt / Gerd Altmann, Freiburg. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

6. Buchcover: "Arbeit und Selbstverwirklichung: Projektarbeit als zukünftige Arbeitsform" von Lars Grünewald, BoD - Books on Demand; Auflage: 1 (11. Mai 2018) - 60 Seiten, Taschenbuch 10,00 € inkl. Porto, ISBN-13: 978-3752831474.